Ni.?S5 4 Ss.�ahrgaag Kosgabe tk Nr. 94 B-zugSpretS» Äwt-IiShri. ZV.-«.. msnatl. 17.-«. *rn hu Smu, notnu»"Joft« Jk-aCe---- .»inich!.?ll- M-nstltch gsgidudr. Unlei h>and. DanHig. Ri?,e!zrdlet,>»wh die ehemals brnt» 'tfHangsflebüht Unter Jtrnwbanb"fite 'SeuiWi|~ Morgen-Ansgabe (�30 Pfennig) da» Saar» an» 4 lche» Gebiete Polen». 2ekt erreich. "Ungarn und dixemburg M.. iite »02 übrige Uu» aab Tl.—«. P»ft» beiiedimgen nehmen an 0 eifert eich. Ungarn Ttchccho• Slsmaf t;, Tav.f Marl. roEenh, Laxem bürg. Schweben an»»ie Schwei». »er.Borwart»' mit der Sonntag»« »eilage ,B»U und Zeif, ber Unter« baüanqebeilaae �eimwelf unb ber Beilage.Siedlung unb Kleingarten' -----»Lt erschein! wochentägltch»we>mol. Somr« tag» und Montag» einmal. Telegramm• Abreise! uSosiaiftemoftot Dertla" ffinictorttjo«*#. 91»»chigeigatdnii« 7»iu»«»>ii»»eilr foEei#.■» M.„IIInMe Vwgetgew* »n« lengrhewfn lSsa* UM TO. fjja- ialsig»*<« fetlgebeMÜ»»»rief, ttbse weitere«»et L—«.«I,llr»geft!ch» an» CAIaflwtsiwnietgfo»ae«che Wo« t— 9L, y*M aMCHne Sew «n Ofg.«erv»»»r w»«ch«,»e» i»ltle>> äkn zwe, samtlien-Bn. «»igen lvr>»«n»e,wn Aoii, lt.-«l 9t« Preis»»erA.o»,. itch«Nschch�w Se»eenn»»tnlchiG» «nzeigen sklr»ie A»«Ie»uwnm Müssen bt» i Atz» aechwittag» hn fiantitgesthSst Aerlm SW ffi. Linbrn. ftrnfttS, abgegeben werbe» Gechin« »S»» Uhr ftch» bi»» Uhr eben»«. rliner OolUsblatt Tentralorgan äer fozialäemokrattfcben Partei VoitTcKlands RedoPtion und Expedition: SW 68, fmdenfh. Z Kertewrecher: Um« Monnpla», Nr. lSI VV— l»lS? Donnerstage den 21. April 1V2I vsrwSets-verlas V« et, linöenstr. S «ern>>recher>«mt«nrivvla».«r. Il7»S-»4 Sie englischen Äberalen gegen Irland. Die euglistden liberalen gegen Drianö. London. ZV. April.(Den«.) Do» führende liberale Blatt England«, der„Manchester Guardian', gibt in einem höchst beachtlichen Leitartikel der Beforzni» Ausdruck, daß e» cm 1. Mai zu einer«Irkfchaflltche» Tragödie In Europa kommen wird. Die englische Ziegierung, ganz in Anspruch genommen durch den Kohlen streik, ist anscheinend teilnahmslos gegenüber de» Drohungen, die besagen, Frankreich werde,. fall» nicht befriedigt, am 1. Mai auf eigene Faust und ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen, sich materielle Bürgschaften verschaffen, d. h. zunächst die Ziuhrkshlen» und Etsenfelder. die Deutschland zu zwei Drittel- mit Kohlen und zur Hälfte mit Eise« versorgen. Ihm dies rauben, würde den ftdu Deutschlands und gleichzeitig eines gr atzen Teils Europa« bedeuten- Diese furchtbaren Folgen her» auszubeschwössn. scheint an Vlchnfln» zn grenze«. . und dach hat Brianh mit der heget st erten Zustimmung der Kammer dies als fein Lorhaben erklärt. Die Franzosen verlieren die Geduld bei dem Berschleppungsspiel Deutsch. land» in der Bezahlung, und fle werden von Panik erfaßt durch die MZglichteit, daß sich Deutschland wieder erholen könnte. Vn ..dieler Angst vergessen fie ihre eigenen Interessen. Wenn sie Deutschland nicht zur Bezahlung bringen können, so könnten fie e«, meinen sie, wenigsten« ohnmächtig machen; möglicherweife könne ihnen gar beide, mit einem Ttrich gelingen. Die Iran. zose» würden vielleicht ihre fjeere in da« chetz Deutschland» einmarschieren losten, besten Industrie vollständig zugrunde richten und fede Schodenersntzzahlung ganz unmöglich machen. Für einen nüchternen Betrachter sin» diese»«»sichten wenig verlockend, fie find e» niu,< einmal vom französischen Standpunkt, von jedem anderen Gesicht»puntt find sie einfach verhängnisvoll. Die wirtschaftliche Erholung Europa» würde einen f ü r ch t e r» lichen Rückschlag erleiden, ein neuer Krieg wäre gegen einen zu Sode» gesireckken.«ehrlosen Fei»» erklärt. Lenin würde sich die Hände reiben. verarklges»erträgt sich mit denn Friedenwerfeng natürlich nicht. Er fieht bei RickiersiilUmg her Bedingungen feine eigenen Heilmittel vor: Die Eröffnung eines neuen Kriege» und ein C i n» beuch in Deutschland find nicht darunter. Ueberdies i»r. langt der Berttag. daß jede» Borgehe, gemeinschaftlich sei. und»« ist ja einfach undenkbar, daß England sich an eine« solche» alle» vernichtenden Atahnfin» beteilige» könnte. Frankreich behauptet auch gar nicht, gemäß den Bertragsbedingun- Gen vorzugehen, veuischland und England haben die schwere Ber- pfllchtung, alle» Mögliche»u tun, um diese» große Un- heil abzuwenden/ Dr. Simon« hat erklärt, vor dem verhängnisvollen T Mai neue Bsrfchläge machen zu«ollen gemäß dem von Frankreich selbst gebilligten«rundsaß wechselnder Sahreszahlungen. entsprechend einem vereinbarte» Mohstobk, wie dem Umfange der deutschen Vusfuhren. Möge er die« schnell tun! England und Amerika ihrerseits mästen Frankreich darüber beruhigen, daß sie es n I cht im Stich losten«ollen im Falle eine» künftige» deutschen Angriff». Sin form. Vche» Bündni» ist nicht möglich, ein enge» und freundschaftliche» Einnernehmen würde in seiner Wirkung aus Deutschland dasselbe zureichen. Aber wenn kein wirklicher Bruch in den guten Be- ziehungen zwischen England und Frankreich und wachsende Eni- sramdunz«intreten sollen, dann muß man auf französischer Seite auch den englischen Gesichtspunkt«ürdiz«, der mehr und mehr Friede« in Eurepa und die Wiederherstellung des ch anbei»»erlangt. Richtig verstanden wäre da« auch Frank- »eich» chntereste. Eins ist jedenfalls klar: Wir könne» uns nicht an einer Povkik der SewalltSkigkeiken beleilige», auf die gegenwärtig die französische Regierung leozusteuern scheint. Versucht sie es da- mit. s» muß sie es allein tun, auf die Gefahr einer tödlichen Schädigung Frankreich» selbst, seiner Bundesgenossen und Europa». Kuch?tall'en mahnt zur Versöhnlichkeit. Xa«, ZV. April. lAel.'Uvi»n.).Eorriere dela Sera mein', Ftalien könne in den zmiichen Kerttscklanb unb dem Beröarb ichwebende» Streitfragen nur eine»eriöbnlicke Haltung ch-�khmen.»»ch lei e,«itdereifeit» entschloste«, sich im Hinblick�us hie endgültige Sicherung de««ellsrieden« zn der Pollnk Kord« ameri ia« nibt in irgend welchen Gegensatz ,n stelen.(Wir dezweiteln gar nicht, daß diese« Eerkprechen.»erlöbnenb im wirken. den anir'chtrgen Wünsche»»'»n. Die Rod.) Mailand, ZV.«pr«.(VP.) 5» ihrem Leitartikel über die vor. gvssichtlichon neuen»orschläge Deutschland« schreibt die luriner „Dtampa': erscheint jede, Mittel der�Lief« rung »an R o h st» s f e n und Fertigsabrikaten, Arbelt». kräften, Schuldendiensten, Beteiligung an In» dustriegejellschafte» usw. der Prüfung wert, wenn es nur «Irtschasllichen Ertrag bringt. Eine zahlenmäßig kleinere, aber ra s ch e r fällige Leistung soll einer größeren, aber viele Jahre eriordernden vorgezogen«erden. Die Zahlungsmittel dürfen auch die deutschen Produktionsquellen und die Volkswirt- schait nicht erschipsen, da Raubbau dt« später»» m Zahlungomigtichkeitm erschöpfen würde. Bmeekka5 Vermittlerrolle. Verlin. 20. April.(WTV.) Eine Nachrichtenagentur meldet. daß Amerlta einen von Deutschland durch ein« neutrale Macht ausgestreckten Fühler, dar Amerika zu einer Vermiktlung,- aktion veranlassen sollte, abgelehnt habe, wie wir erfahre«, entspricht diese Meldung nicht de» Tatsachen. Sie gehört zu den zahlreiche, unzutreffenden Kombinationen der letzten Tage. De» tatsächliche» Sachverhalt wird der Reichs- minister de, A»»wärtigen sobald als möglich bei der Veanlwortnng der Znterpellali», Ober die Reparali»nssrage Im Xeichslag»Meilen. Rem Berk,>0. April.(TU.) von einem formellen Der» mittkunzsantrog Deutschlands ist hier nicht, bekannt. Man kennt nur die u n h e st i mm te Berliner Andeutung. Staatssekreifir M« ll o n e«rklärt, sali« Deutschland vorschlage, die Schulde« der Alliierten zu übernehmen,«erde Amerika ablehnen. Ja nicht verhandele—«arschiere» l V-tk». ZG April.(TU.) 0!« Vläkier oerössenkNchen ei« »ffiziöse dentsche Mitteilnng an« Köln(?) über das neue dentsche A»gr»«k. Der» s s i z i e l l e Text soll hente«der»«rgen den Alliierten v»rgelegt werdrn. Die Vlätter erNöre». daß das Angebot keine»e,en Gara». kirn biet« nnd forder« die Regierung aus, die V»litit der Sankiione» energisch fortzusetzen, vi« Gsldschahsrage wird dahin ausgelegt, daß Deutschland die Alliierte» b e t r 0 g e U welle. Der„Tempo' behauptet, daß Druksch- land im geheimen schon Gold in» Ausland geliefert habe. vi» scharfer Protest Longuets. Pari». Z6. April.(WIB.) 5m.Populaire' schreibt 5ea» Ssnguet, w bestätige sich, daß di« Lohresklasfe lvlv wieder einberufen werde, bi» die Jahreskiasi« 1918 auch ihrerseits ber Familie entrissen würbe.„3ntransig«ant' frage, welche« Interesse gewisse Leute hätlen, zu wiederholen, da» sei der Krieg, der wieder beginne. Languet bemerkt dazu, enan firme mit viel mehr Berechtigung stiegen, welche» Lnteresse die Leute, die der Untren- figoant" genau kenne, daran httten, zu ertlüre», da» sei nicht der Krieg. Die Entsendung einer Verstärkung van ZOO OVO Franzosen nach Deutschlemd: könne man das als einen Awlschensall ohne Bedeutung, a!« ein» Platsanterte(Spaß. Die Red.)— »och einem Ausdruck, den' man Marschall Fach zuschreibe— bezeichnen? Ilm etwa» derartige» gegen einen Gegner zu rechtfertigen, der weder die RUglichkeit»och den»Uten habe, sich zn schlagen, ge- nflge es anscheinend, zu erklaren, daß er einze lue Klausein de» Friedensvertrage» nicht ausgesührt habe. Da» genüge, um ohne irgendwelchen Schiedsspruch die militärischen Maßnahmen zu er- greif?» die den Regierenden gefiele». Der Schiedsspruch sei etwa» für Schwede» und Finnland, hst kleine Schulden. und klein« Ambitianen hätten, aber Vevilchlan» gegenüber kenne mm, nur da» Recht der Gewalk. Die, sei u m f» l e i ch t e r, als seine Amvenduug zefahrlss fein«erde, wie man de» Franzose» sage. "Di« Jalsten der Kahr-Pslitik. Park». U. April.(EE.) Zu der hensigen.Temps'.Weldung «ber dt« Sklmmunz in England erklärt sich das Organ tloyd George».Daily Ehrsnicle' für die Vornahme der van Frankreich l« Anssich« genammene» Zwangsmaßnahme» und begründe» dies damit, daß die, ilstritstuttss in V«?ern nicht vostzssten und die Aburteilung der Schuldige» nicht begonnen Hobe. Der Standpunkt England« fei. wenn veufichland nicht zahle, s» müsse es(England) kür die Zwangsmaßnahme» sei» und rufe Denkschlanh zu: Zahl« deine Schulden, schicke deine Ssl- dote» noch thaufe nnd bestrafe die Schuldigen und du wirst dein volle» Eigen tvmorecht zurückerhalte». Selbst Harzer,»müsse diese cogik anerkenne». Ab« dadurch, daß man dnrch die?er bayeetsche» Die Schuld der Demokraten. Das Verhalten der Demokratischen Partei rvLhrend der vergangenen Wochen Anläßlich der preußischen Negieruna»- ,■ i-~. ,,...... sstegirruna« kns« zwingt un». die Frage auszuwerfen, ob es nicht reichlich an der Zeit ist, unsere Haltung gegenüber dem sogenannten fortaefchrittenen Bürgertum zu revidieren. Ist vv doch eine Tatsache, daß das Scheitern der Regterungsbildung i* Preußen auf der Grundlage der ölten Koalition in erster Linie auf die hartnäckige Haltung der maßgebenden demokra- tischen Politiker zurückzufuhren ist. Vom ersten Tage an nach de: KMeuntgabe d«» Wichl- ergebnkss«» in Preußen hatte die demokratische Presse bei, durchau» unrichtigen Standpunkt der Unmöglichkeit einer weiteren Fortdauer der alten Lintskoalition vertraten und in dos Horn der„Homogenität' geblasen. Der unzweideutige otuc? nach recht», den die Bildung de» rein bürgerlichen Ge- schäftsministermm» Stegerwald bedeutet, ist in hervorragen- dem Maß« da« Werk de»„Berliner Tageblattes" und der..Vossischen Zeitung". Bei der stets unklaren und in. ihren Endzielen höchst zweifelhaften Politik der letztere», die au» ihrer Abneigung, gegen die Sozialdemokratie und ibrer Zuneigung für Stinnes seit etwa einem Jahre kein Hehl machte, brauchte man sich nicht übermäßig darüber zu wir*-- dem. Vom„B. T." dagegen, das in den Rovembertagest 1S18 die Wiege der Deutschen Demokratischen Partei gewesen war, ist dieses systematische Hinarbeiten auf da« nunmehr er- reichte Ziel schon viel weniger verständlich Die bisherige Lebensaeschicht« der Demakratischeie Partei gewissen Tragik. Diese Partei ist var entbehrt nicht einer allem ein Opfer de» kläglichen Versageno Wilson» gervelen. An der Grundursache ihre» Niederganges trifft sie also keine eigene Schuld. Hätte Deutschland einen Haidweg» gerechten Frieden auf Kr feierlich verheißenen Grundlage erhalten, dann hätte sogar in dem traditionell Unpolitischen, zum By- zantinismus und.zur Mochtidevlogi» neigenden deutschen" Bürgertum der Glaube an die Kraft»ird an die Größe des demokratisch republitonisch-pazisistischen Gedankens dauernde und feste Wurzeln gesaßt. Versailles hat den bürgerliche« Gegnern der demotrotischpuzisistischen Vepübltk zwar nicht Recht, ihren Anhängern jedoch scheinbar Unrecht geaeben. ßiinzu kommen noch die gewalttätigen Torheiten der linab- hängigen und Kommunisten im ersten Revolutionsjabr, hie damit vorzügliche Zutrciberdienste den Anhängern de» Obrig- kettsstavtes leisteten. Insofern waren als» bt» Demokraten an ihrem Unglück zuerst unschuldig. Wir können ihnen hie» un» so leichter bestätigen, als wir tn derselben �eit die» jur de» Juni wählen. von 1S20 ebenfalls mit den Lasten der Regie- rungsverantwortung beschwert, einen ähnlichen»nve�schrl- Veten Rückgang erleben mußten. Während wir aber setkde« unseren Tiefpunkt überschritten und in ftettg. unaufhaltsa« mrfsteigender Kurv» uns wieder dem' früheren Höchstens nähern, hat sich der Niedergong der Demokratischen Partes ebenso stetig und unaufhaltsam fortgesetzt. Uno hier beginnt die eigene Schsld der Fsihrer der Demokratischen Partei. Anstatt dem snottDienten Mißgeschick mutig die Stirn zu bieten, haben st« oersacht. sich„in- zupafsen". Die Deutsch« volkspartei war der Glückliche Konkurrent gewesen: nun. man würde jetzt oolksparteiliche?»litik machen, vielleicht würde man aus dies« Ztot wieder die Gunst de? abtrünnigen Wählerschichten zurückgewinnen. Die roemge» und schrichternen Anzeichen wirtschaftspolitischen Opfersinnes. die die Demo?raten in der alten Skeichskoalitton, z. B anläßlich des Betriebsrätegesetze«, gegeben hatten, wurden sehr' dach preisgegeben uqd machten einem kurzsichtigen, hartnäckigen Klassenegoismus Platz, z. B. in der Frage der SoziallrsienmG des Kohlenbergbaues und der Steuern. Aber auch rein i»ner° politisch wurde das ursprüngliche SründunTSprograw'.n»am Nosember 1918 abgebaut. Die doyertschen»Dem»- traten", die allen Mahwmgen. sogar den ans dem eigene« Lager kommenden zum Trotz, den bewußl reaktionär-irw*- archistifchen Kurs des Herrn v. Sah? mitmachte«, sexten zich sogar vom republikanischen Ideal los. Es fei dehingestelst, inwieweit nur Aurzkichlkigkeii auf» inwieweit bewußter verrat am Gründrkngsvrvgra«« der Demokratischen Partetz der Drang nach Verschmelzrjng mit der Deutschen Lolkspartei, diesem Rutscher» nach rechts verschuldet hat. Diejenigen, dt» sich emdildeten, sie würden durch eine Anbiederrurg an die Volkspartei und durch ein» Nachahmung ihrer Politik dieser den an'antere* Sonkurrenckampf in Zukunft erschweren«nd die Demotrarilch« Partei aus dies» Weise retten, zeigten ein erstaunliche» Maß �____. J ew* m m m Ä.» e»*___ Jk. t-4._»xa__ 1«, rn», der danertschen Adeüssn», den«»» archlssische» Gedanke» w VaHera(Heke,«erdaa dl» d««l>, v»t»n«uj— ir; sitze» 5»ch«se» r{G! mtk«shl» ßesüllk. an politischer Voraussicht. Denn der Drrrchschnittswöhke? der Dazu möchten wir kurz bemerken: Selbst» e n n da» Argument DDP-»mcht» sich, soweit er nicht charaktervoll der nicht durcheesützrten Entmastnung der bayerischen Einmohner- eine Anlehnung an dre Holben Anti.emiten der. ag.ch.« «ehren nur»in v»r«and stkr di« Entente, sein ssllt«, neue Ge-. Rundschau grundsätzlich nbzulebnen. doch sagen.„Wen.».cha» veutschla «eltmaßnetzmen gegen Deutschland anzuneenden, s»»erdienen dennoch diejenige«, di« dee«Detente diesen B»r«ond«ufavifti, leite f er t heben, die Bezeichnung: B»l t»» e r de r» e r. Und diese Anklage trifft nicht minder diejenigen, die au» S ch m i ch e und Kurzsichtigkeii dem Treiben der Kohr, Escherich. Kanzler un» Genossen nicht rechtzeitig entgezenzetreten sind. rein bürgerliche, kavitalistische vosttik. dann liebet doch mit etinaff als mit Petersen!" Auf der anderen Seit« al« steuerten di« Kach, vominicu». Schifser. Fisch- deck usw. planmäßig auf die Einigung mit eotrese-- mann zu. 1 Daher d?s Bestrebe?, die nreuhisch« Koalition«ach«»cht» *sM zo enöfRem, ka?er da» systematisch« Serfevanen and Preis- !>eben der alten Aoalition. obwohl diese durchaus ebensfähig aus den Wahlen vom 20. Februar hervorgegangen war. Angesichts der festen Haltung der Sozialdemokratie von Beginn der Verhandlungen an mußten die demokratischen Führer und Blätter rbissen. daß ein Erfolg ihrer Bestrebun- Sen schließlich die Entfernung der Sozialdemokratie aus der legierung und deren Uebergang zur Opposition bedeuten würde. Und dennoch haben sie konsequent auf diese» Ziel hin- gearbeitet. Nun haben sie den„Erfolg", aber sie werden nicht viel Freude daran haben. Sowohl in Preußen, wie auch voraus- sichtlich im Reiche, wird nicht nur o h n e die Sozialdemokratie, sondrtn auch gegen sie regiert werden. Was das in diesen Wochen außenpolitischer Hochspannung bedeu- ten wird, kann sich jeder ausmalen. Man komme uns nicht nachträglich mit weinerlich-unaufrichjigen Redensarten von „Einheitsfront" und dgl. Diese ist bewußt trotz zahlreicher Warnungen unsererseits zerstört worden, nicht zuletzt durch die böswillige Halsstarrigkeit der Demokraten, die sehr wohl wisien, daß die„Deutsche Dolkspartei" außenpolitisch nur eine Belastung bedeutet, während die Arbeiterschaft einer der wenigen Aktivposten in unserer verzweifeltem Situation ist. Die Belastung hat man mutwillig auf sich geladen, den Aktivposten ebenso mutwillig preisgegeben. Theodor Barth ist tot, aber der Bezirksvereins- Philistergeist ist unsterblich. Er hat wieder einmal über die Ideen des letzten großzügigen Politikers der bürgerlichen De- mokratie einen vollen Sieg davongetragen. Theodor Barth starb als einsamer Mann in trüber Borahnung, daß die maß- lose politische Unfäbigkeit des deutschen Bürgertums dem deutschen Volt eines Tages zum Verhängnis werden würde.. Die Aufgabe, Republik und Demokratie zu schützen, fällt der Sozialdemokratischen Partei allein zu. Sie wird kämpfen für Republik und Demokratie mit allen wirklichen Demo- traten zusammen gegen die Politik der Deutschen Demokra- tischen Partei, gegen die Regierung des Uebergangs zur all- bürgerlichen Reaktion. Mit stärkerer Ueberzeugung denn je darf man heute aussprechen, daß die letzte Hoffnung auf ein« bessere Zukunft bei ihr und bei ihr allein liegt. Statt Dominicas— Schiffer. Ueber die Kabinettsbildung Stegerwalds verbreitet das WTB. von gut unterrichteter Seite folgende Mitteilung: Ministerpräsident Stegerwald, der sich dem Landtag noch einmal nach Zurückgabe seines Posten» zur Wahl ge- stellt hat(Vgl. den heutigen Parlamentsbericht. Red. d.„v."), be» absichtigt für den Fall seiner Wiederwahl folgende« Kabinett zu» fammenzustellen: Stegerwald,'Präsidium und Dolkswohlfahrt, Fisch deck, Handel, Dr. Am Zehn hoff, Justiz, Reichsminister a. D. Schiffer(Mitglied de« Reichstag» und Landtags), Innere», E ä m i f ch(Präsident de« Landesfinanzamt» Raffel), Finanzen, Ministerialdirektor Warm bald, Landwirtschaft. Staatssekretär Prof. Dr. Becker, Disienschaft, Kunst und Lolksbildung. Da» neu« Kabinett wird sich in dem oben angedeuteten Falle am Freitag dem Landtag vorstellen. Der Hauptunterschied der neuen Ministerliste gegen die bisher bekannte besteht in der Ersetzung des in Aussicht ge- nommenen Innenministers Dominieus durch seinen Parteikollegen S df i f f e r. Der Wechsel ist zurückzuführen auf Drängen der R e ch t e n, der Dominicus, wahrlich alles andere als ein radikaler Stürmer und Dränger. noch nicht g e- nügend rechtsorientiert war. Herr Schiffer ist der Rechten ebenso annehmbar, wie er der Sozialdemokratie nach feinem früheren Verhalten, namentlich in den Kapp- Summarisches. Konzert-Umschau. „De» Sonntag», in der Morgenstund', wie wandert sich'« so schön". Da« Wandern bekommt nicht immer gut. Zuerst da» Groß« Schauspielhaus: 120 hervorragende Musiker der Staatsoper, «in geistig starker Kapellmeister, Stiedry an ihrer Spitz«, und jedermann erwartet sich ein Fest. Stiedry' mag noch so fein zu schattieren versuchen, in diesem Raum klingt alle« ungeschliffen, gleichmäßig, unretouchiert. Leonore III» Euryanth«, Don Juan— der große Schwung teilt sich mit, nicht aber die Schwebuag, da» Säuseln, da» Intim«. Weiter zur Volksbühne. Hier hat Stiedry den Stab an Scherchen abgegeben zu einer frühlings. hasten Mozart-Stunde. Bemach: Die, Freude wird vergällt. Der Hüter de» Rings läßt die Tür verschlosien. Ich legitimiere mich, er bleibt unerbittlich, ungerührt. Presse?„von der Press« ver- langt man, daß sie pünktlich ist". Di« Diskussion breche ich au» Kompetenzgründen ab; man könnt« un» Musikkritiker» in den vielen, neu aufschießenden Konzerträumen zutrauen, daß wir Auf- führungen nicht stören, auch wenn wir au» dienstsichen Gründen den Anfang versäumen. Später erkenne ich in dex. Dunkelheit, daß ein paar Damen suchend herumstanden und ihre Plätze nicht fanden. Sie waren sicher zu spät gekommen, hatten aber gewiß bester e Beziehungen ol» ich. Lenderung tut not. Ich überzeugie mich, daß Scherchen sehr musikalisch au» der Studier-Partitur diri- gierte, daß ein kleine», gute» Orchesterchen hier einen wundervollen, weichen, frühlingshaften Lz-Dur-Klang hergeben kann und man- derte in die Sonne zurück, die mir nicht gesperrt war. Im„A n b r u ch" war Otto Klemperer zitiert worden, um Schönberg zu dirigieren. Ein großer Publikumslärm hindert den Ansang. Der Dirigent hat recht, wenn er den Pianissimo-Einsatz der Celli und Bratschen nicht vom Niesen, Husten, Stühlerücken be- gleiten lasten will. Er zögert. Aber ein ryohlerzogener Tribünen- besucher des Stadtparlaments schreit ihm zu, er möge endlich an- fangen. So wird man unsanft in eine„Verklärte Nacht" einge- führt. Diese» Frühwerk de« futuristischen Mannes ist ein Dank an den Meister der Nibelungen und de« Tristan, ein wunderschönes Klangbild mit tiefen Ahnungen von Well und Menschen, mit einem ätherischen Flimmern und silbernen Zittern lebendiger Ton-Sym- hole. Ein wahrhaftiges Sprechen und Beten ist da, und ein schöne- res Schweigen in liebender Nacht, und eine Sehnsucht klingt hoch und steigert sich gewaltig und versinkt im allverstehenden Glück der Liebe..Zwei Menschen gehn durch hohe, helle Nacht". Ob Klem» perer da» alle» fühll? Er ist ein sehr sicherer, temperamentvoller Führer, im Detall viel Feine» entdeckend. Aber er hängt an den Roten, oertuscht und übersetzt Uebergänge. ersetzt Herz und Inbrunst durch Impulsivität. Di« Präzision leidet und wird immer leiden, wenn dem Werk nicht endlich wieder seine Originalfassung al» Sextett zurückgegeben wird. Busch, Klingler, Rose— hier ist«in« Aofgabel Tage«, anannehmbar ist. Dieser Personetovechfel illustriert deutlich die völlige Abhängigkeit des Kabinetts Stegerwald von der Gnade der Deutsch- nationalen. Dasfelb« gilt von der Berufung des Herrn Sä misch auf den Posten des Finanzministers. Herr Sämisch hat sich bisher als Gegner einer energischen Grundsteuer er- wiesen, die ein« dringende Finanznotwendigkett für Preußen, aber den Haus- und Landagrariern äußerst verhaßt ist. Diese Geanerfchaft gegen die notwendigste Steuer ist seine Emp- fehumg für das Kabinett Stegerwald. Noch«in Wort zu Stegerwalds formalem Rücktritt Noch am Dienstag hat Herr Stegerwald öffentlich verkündet, daß er nicht zurücktreten werde. Wenn er jetzt plötzlich das Bedürfnis empfindet, die„politische Atmosphäre durch seinen Rücktritt zu reinigen", wie eine seiner Verlautbarungen sagt, so ist dies Bedürfnis offensichtlich n i ch t b e i i h m entstanden. Man darf vermuten, daß Herr Stegerwald von den Demo- k r a-t e n zu diesem Schritt gedrängt worden ist, deren Unter- Händler sich nicht zu der bequemen Gedächtnisschwäche der Herren Dr. P o r s ch und G r o no w sti aufschwingen konnten, und denen ein Eintritt in das Kabinett peinlich war, da» ohne Stegerwalds Rücktritt im Gegensatz zu ihrer«in- gegangenen Verpflichtung zustandegekommen war«. Das Kabinett Stegerwald stützt sich, soweit«» Pollttker umfaßt, ausschließlich auf Zentrum und Demokraten. Beide Parteien zusammen umfassen gerade«in Viertel der gesamten Landtagsmandate. Gegen solche ausge- forochene Minderheitsregierung haben dieselben Parteien nicht» einzuwenden, denen die klare Mehr- h e i t der alten Koalition„nicht genügend tragfähig" erschien. Deutlicher tonnten die Mtttelparteien nicht zeigen, daß ihre Einwände gegen die Wiederkehr der alten Koalition nur Vorwände waren. Nicht darauf kam es ihnen an, eine tragfähige Regierungsmehrheit zu erlangen, sondern sich den Rechtsparteien in d»e Arme zu werfen. Nach einer TU.»Meldung haben die Demokraten am Mtttwochvormittag die Abgabe einer Erklärung be- tKlossen. in der sie ihre Teilnahme an der Regierungsbildung Stegerwalds rechtfertigen wollen. Das wird einigermaßen schwer fallen, denn die Demokraten haben mehrfach feierlich erklärt, weder einer Minderheitsregierung noch einer Rechts- regierung beitreten zu wollen. Das Kablr»tt Stegerwald ist beides. D!e Scheiöenüea. Rachde» da» sozialistenrein« Ministerium Stegerwald seine Tätigkeit begonnen, werden die bisherigen sozialdemokrati» schenMinister wieder in die Reihen der einfachen Parteigenossen zurückkehren, au» denen sie hervorgegangen waren. Otto Braun, der bisherig« Ministerpräsident und Landwirt» schaftsminister, hat sich den Zorn der Agrarier mit besonderer Leb- haftigkeit zugezogen, weil er ohne Rücksicht auf da» Wehgeschrei der bisher Bevorrechteten endlich den Landarbeitern die Gleichberechti- gung verschaffte, die sie brauchen, um au, ihrem sprichwörtlichen Elend herauszukommen. Wenn aus den rechttosen Landstlaven von ehedem jetzt gewerkschaftlich organisiert« Arbeiter geworden sind, die aus Grund von Tarifverträgen wirken, so hat dazu Braun» Be- harrlichkeit«wen sehr erhebliche» Teil beigetragen. Der Zorn der Agrarier begleitet ihn, wenn er nach L�sähriger Tätigkeit au» seinem Ministerium scheidet. Aber w» so aufrechter kann er den Kampf für die Interessen der Arbeiter fortsetzen, den er in seinem Amt« mit großem Erfolge zu führen begonnen hatte. Neben Braun ist Karl S e v e r i n g bei den Deutschnationa'en der bestgehaßte Mann. Dieser schlichte Metallarbeiter aus Wefffalen, der eine so große Energie mit ruhig-klarem Uriell oerband, hat zwar erst seit dem Kapp-Putsch die Bürde des Ministeramts getragen, aber in dem«inen Jahr« so viel für die Durchsetzung der preußischen Der- waltung mit demokratischen Elementen getan, daß er schon dadurch sich das Lerdammungsurteil aller gewesene» Landrät« zugezogen hat. Dem einzigen Konzert des ebenso begabten, wie bescheidenen Hermann Henze wohnt man mit Vergnügen bei. Er sucht Werke, die nicht oder noch nicht dem Alltag verfallen find, und studiert, dirigiert sie mit nicht alltäglicher Sorgfalt, schwungvoll. anregend. Zunächst die sinfonische Suite V-Dur von Reznicek: ein graziöse», melodlefrohe» Rondo, ein nach Klischee gut gearbei- teter Trauermarsch mit merkwürdigem Ausklang,«in beschwingtes, zu lang gedehntes Finale. Thematisch nicht stark genug für die Durcharbeitung zu einer Sinfonie, alle« geradlinig, fein in- strumenttert, unpersönlich fein, konservativ. Hugo A a u n» „Falstoff" ist origineller im Grundmotiv. Gleich die dick-behäbig« Einleitung ist von körperlicher Bildhaftjgkeit, auch die fröhlichen Lichter um diese Bärbeißigkeit herum haben eigen«, von selbst ver- ständliche Kraft. Aber die Entwicklung und Fortspinnung bleibt hausbacken., Der Witz ist stumpf, die Causeri« bewegt sich auf Ge- meinplätzen, die ansteckende Laune de» Zechen», Abenteuern» und aufgeblasenen Renommieren« erstickt in der Lautheit. Das ist ein Fafftaff am Münchener Bierseidel, nicht mit dem goldenen Wein- Pokal in der Hand, da» ist deutsche Solidität, der Shakespeare» und Verdis Geistigkeiten im Lauch fitzen geblieben sind. Kein Zweifel jedoch: der Kontrepunkt de» Schlusses ist meisterhaft. Ida Brincker-Iubelsky fang mit etwa« brüchig ge. wordenem Sopran, elegant, keck und posto« im Deklamieren, lauter Manuskripte, von Klau» Pringsheim schmiegsam am Klavier unter. stützt. Das Beste hört« ich von Hein, Ti essen. Sein Döglein Schwermut ist nicht nur in seiner expresstonistisqen Stimmung ein historische» Stückchen, sondern auch ein wirklich schöne«, der groß« Aufftieg in George»„Erwachen der Braut", die au» sinnenden Im- pressionen sich entwickelnden, im guten Sinne effekwollen Schlüsse eines anderen Morgenstern- und Dauthendey-Liede» hasten im Ge- dächtnis. Der Frühlings-Kasper� ist«in 6a-cspo-Etück, aber ge- fährlich' wirkungssicher. Man sollte einen Ver» wie den:„Astern bkühn im deutschen Daterland bekannllich bloß im Herbst" unkompo- niert lasten. Gisella S e l de n. G o t h, die kluge, hochgeistige Schriftstellerin, faßt Goethesch« 55 eise weniger musikantisch als intellektuell an. Da, Liedhaste bleibt der Eingstimme fern, da» Leitmotivischx des Kloviersotze, setzt sich energisch durch, harmonisch« Feinheiten verraten starke Könnerschaft. Lieder? Ein Instrument könnt« da, Wort ersetzen. Man sehnt fich aus der Lewußthell dieser starken Klänge heraus nach der reinen, lockeren,»och immer wahrhaftigsten Sing-Welt Schuberts. Ich denk« etwa an dea Musensohn. Stirbt der se? Julia Welsmann ist sicher von den Uraufgeführt«» in diesem Zyklus die technisch llnreiflt«. Aber sie hat die rechte Empfindung für das Lied, das gesupgen sein will aus vollem Herzen. Ihre Rhythmik ist monaton, der Lrei» ihrer harmonischen Gedanken klein und eng. Aber st« singt so ehrlich und sieb, sie streichelt Vers« ihre» Gatte» Alfred Kerr mit so zarten Fingerspitzen, daß man ihr stille danken möchte für ihr« Unbewußt- heit und für ihr« noch harmlos klein« Talentproben. Dem Musensohn, der ihr ein Verschen schrieb, gibt klingend sie'» zurück (möchte man sagen). Ein Narr, ein Hochstapler oder«in Moderuist, Äff Konrot Haenisch scheidet an» dem Kullusminlsterlum das jetzt offiziell Ministerium für Wiflenschast, Kunst und Volksbildung heißt— ein Parteigenosse, dessen Tätigkeit am meisten umstritten ist. Da» weitschichtig« Gebiet» da» ihm unterstand, war besonder» schwer zu bearbeiten. Hier hatte er es haupffächlich mit geistige» Werten zu tun, und wer die zäh« konservativ« Richtung unserer Universt» täten und Hochschulen kennt, weiß die Widerstände zu würdigen, die dem sozialistischen Minister erwuchsen, um so mehr, als er ja mrch nur Glied eine» Koali ti ans Ministeriums war. Dielleicht hätte größer« Entschiedenheit, zuweilen sogar Schroffheit und Streng« de» widerstrebenden Tendenzen mehr imponiert, als die höflich« und ver» mittelnde Art de» Genossen Haenilch. Aber auch so kann«r, der seit der Revolution auf seinem Posten stand, auf sehr wertvolle Erfolge zurückblicken. Als vierter sozialistischer Minister scheidet Genosse Lüdemontf' au» dem Finanzminister i um, das er feit den Kapp-Tagen verwaltete. Sein entschiedenes Auftreten gegen die Milliardenforderung«» der Hohenzollern genügte, um auch ihn dem Haß der Monarchisten aus- zusetzen. * Dos parlamentarische System bringt es mit sich, daß Parteien in die Regierung eintreten und st« wieder verlassen. Jetzt kehren unsere Minister zurück und überlassen die Verantwortung den Parteien, die ein sozialistenreines Ministerium vorziehen. Die Parteigenossen ober, die innerhalb der Regierung jahrelang Erfahrung sammelten, werden in dem nun notwendig werdenden Kampf gegen die neue reaktionäre, Strämung um so besser ihren Mann stehen, als sie eine intimere Kenntnis der Verwaltung erwerben konnten, die vordem den Sozial- demokrate» allgemein verschlossen war. Sie haben an beamteter Stell« ihre Schuldigkeit und mehr getan, sie werden in der Oppo- sition al» Soldaten der Partei erst recht aus dem Posten sei». �Kuslänöifches Geftnöel". Zu der Verhaftung de» Kommunistenführer» Brandler. der Deutsch-Böhme und dicht an der deutschen Grenze geboren ist, hatten WTB„ TU. nnd mit ihnen die gesamte Rechtspresse von„ausländischem Gesindel" geschrieben, da» sich bei uns „breit mache" und sogar Wohnungen in Berlin bekomme, wöb- rend Zehntausend« von Berlinern obdachlos herumsiesen. Wir müssen dazu»och einige Bemerkungen machen: Der er- mordete TalaatPascha.ein Türke reinsten Geblüts, bewohn:« in Berlin eine Zehnzimmerwohnung. Wir«rinnern uns nicht, daß sich gelegentlich dieser Feststellung«in rechtsstehendes Or- gan über die Wegnahme dieser Wohnung durch„ausländisches Ge- findet" beschwert hat. Lei der Beerdigung der ehemaligen Kaiserin haben Offiziere russischer Regimenter, die in Berlin wohnen, fich beteiligt. Die rechtsstehende Presse hat mit größtem W 0 h>l« gefallen da» Delleid dieser Leute registriert, die vor wenigen Jahren noch im blutigsten Kampf mit deutschen Truppen gestanden haben und möglichst viel Deutsche zu töten suchten. Bon./wsläudi- schem Gesindel" war keine Rede. Aber die Sache hat noch wett größere Bedeutung. Wie un-. gemein propagandistisch für Deutschland muß es wirken, wie muß es den deutschen Gedanken unter den Millionen Auslands- deutschen stärken, wenn ein offiziöses Telegraphenburcau die außer- halb der deutschen Grenzen geborenen Deutschen al»„ausländische» Gesindel" beschimpft. In der Tschechoflowakei leben 3V4 MiLiane» Deutsche, die genau wie Brandler mit de» Worte»„ausländische» Gesindel" und„Ische choflowak" getroffen werde». Di« Deulsch- böhmen, die Deutschösterreicher, die Deutschschweizer, die Deutsch» ballen, die Deutschamerikaner usw. us«„ sie all« fallen nach der neuesten Lusdrucksform de» WTB. künftig unter de» Begriff„a u»- ländifchesSefindel". Wäre das WTB. damit einverstanden. wenn noch seinem Borangang jetzt z. B. jemand den General v. Freytag-Loringhoven» weil sein« Wiege im Daltenland gestanden hat, unter den Begriff des„ausländischen Gesindels" rubri- zieren wollte?! Muß man an sich schon bedauern, daß Nachrichten- bureaü» sich zu tendenziösester Hetz« hergeben, so muß man die schmutzige und sinnlos« Art, in der hier gehetzt wird, doppelt und dreifach verurteile». wer mehr verlangt. Ich halt« e» mit Schubert: weniger mit Schön- berg oder Debussy, dem in einer leidvoll erlebten Sonate Frau Kwast-Hodapp und Herr Giltay, der Geiger, deredte Künstler wurden.. Dr. KurtSlnger. Freiwillige Kullurabgabe. Da» Schiller-TheaterChar- l 0 t t« n b u r g, das bereit» 1 Proz. der Einnahmen au, allen Auf- führungen von Schillerschen Werken an die Schiller-Stiftung abführt, wird von jetzt an auch aus den Aufführungen der Goetheschen Werk« 1 Proz. zur Erhaltung de» Goethe-Hause» und des Goelhe-Museums in Frankfurt a. M. dem Freien deuffchen Hdchstist zur Verfügung stellen. Außerdem wurde ein einmaliger Beitrag von 1000 W. für den gleichen Zweck gespendet. Ein Alustksest unter der musikalischen Leitung Paul Schein- pflüg» und unt-r Mitwirkung ersttlcsUger Solisten veranstalte die Stadt Duisburg vom 1. bis Z. Juli d. I Außer Bruck- ner»?. Symphonie und Mahlers„Lied von der Erde" kommen als Hauptereigni« Arnold Schön bergs„Gurre-Lieder" mit Chor und Orchester zweimal zur Aufführung. Eine Kammermusik- Matinee mit Werken jungrheinffcher Komponisten ist ebenfalls«vor- gesehen. Ein Festbuch in künstlerischem Gewand« mit Beiträgen namhafter Musikautoren ist in Vorberellung. Vi DU neu« Rechtschreibung! Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemo- kr atischer Lehrer und Lebrerinnen. Lezirksgruppe Berlin, fordert «ine durchgreifend« Neuordnung der Rechtschreibung: 1. Klein« An- fangsbuchsiaben der Dingwörter, wie im Alt- und Mülelhochdeutschen. 2. Beseitigung all»-« Dehnungszeichen. S. Lauttreue Schreibung. z. B.{ für v. 4. Allschrift. Jtcue Erfolge des Esperanto. Di« X. internationale Konferenz de» Roten Kreuze» in Genf nahm eine Entschließung an, die alle Organisationen de» Roten Kreuze» auffordert, ihr« Mitglieder, besonders die Lugend, zur Erlernung des Esperanto zu ermutigen. als eine» der wichtigsten Hilfsmittel de» internationalen Derftehens. — Der Kanton Genf hat Esperanto als obligatorische» Unter- rtchtsfach in den Schulen eingeführt. Der Aufbau der Aniverfltät Jerusalem. Nach den bisherigen Plänen soll die Universität Jerusalem eine Fakultät für jüdische und orientalische Wissenschaften(Phllologie, Literatur, Geschichte. Recht. Archäologie, Religion und Philosophie) entHallen, die sich vorwie- gend mit der jüdischen Wissenschaft, aber auch mit der arabisch-�. und�>en sonstigen Sprachgebieten befaßt. Diese' Fakullät wird zugleich auch als Lehrinstitut eingerichtet und wird sämtlich« Grade verleihen. Ein Forschungsinstitut für die hebräische> Sprache schließt sich an.'Weiter sind ins Luge gefaßt für den Anfang rein« For- schungsinftttute für Physik, Chemie und Mikrobiologie. Eine Schule für Rechts-. und Staotswissenschaft soll der Universität angefügt werde». Theater. Tt»»t»oder. In der heutige». M 0 n a.gis«-. Aussübrung fingt ftrau K e m p die Titelpartl«.— Im Deutsche» Opernhause findet an, konntagabend ein««usfährunq de«.giaeunev. baron- statt mit veruhard vöiel t» der Titelrolle, grl. Eiolunbera wir» dt« Sasfi fing«».' 8 Die«letst.Atlktuug hat»wen neue» Kunfirat getoSblt. der au« PkitNa» Bad. Z�ed-niSm'dt.«Isre» Döbtin. Dr. Sontv Jacobs. Leopold Je sin« und Herbert Jhering besteht,«eltrauensmann für da« Jahr 1821 ftr. 185 ♦ 38. IahcganK Heilage öes Vorwärts donnerstags 21. �p?il1H21 GroßSerKn Wohnungsfrage und Schlafgängerwesen. Em Beifrag zur silllichen Erneuerung. Die Wohnungsverhältnisse sind, wie selbst bürgerlich» Cthsker beronen, sür die Bewertung der Sittlichkeil eines Volkes vk* ausschlaggebender Bedeutung. Don der Lösung der Arbeits* frage hängt der wirtschaftliche, von der Lösung der Wohnung»* frage der sittliche, sozial« und kulturelle Bestand einer Gemeinde ab. In eindringlichster Weise hat auf die Bedeutung der Wob- mmgcfrage und ihre Beziehung zum Schlasgängerwesen uuser Genosie Ministerpräsident a. D. Paul ch i r s ck in einer vor einiger Zeit erschienenen Schrift:„Die Aufgaben der Kommunolpolltik" hingewiesen. Er sagt darin u. a.: „Jeder Versuch, die Familie rein und gesund zu erhalten und sie sozial zu fördern, wird sich alz ein Versuch mit untauglichen Mitteln erweisen, wenn er nicht Uas Uebel an der Wurzel' saßt. d. h., wenn er nicht mit der B e s« i ti g u n g des g e s u n d h« i t- lich und sittlich in gleicher Weise schädlichen W ohn un g« elend? beginnt. Wie sehr dt» Wohnungsnot, die sich ja Nicht nur in einem Mangel an Wohnungen, sondern auch in zu hohen Mietspreisen und in weiterer Folge in der Ueberfüllung der Wohnungen äußert, da» Familienleben zerrüttet, wieviel sie zur sittlichen Verwahrlosung weiter Kreis» der Bevölkerung beiträgt, wie insbesondere das mst der Wohnungsnot in engstem Zusammen» hang stehende Schlasgängerwesen die Prostitation und das Zkrdrechen fördert, ist leider nur allzu bekannt. In sittlicher Beziehung ist die Gefahr des Schlafstellenwesens «ine doppelle: es wird entweder der Vermieter und lein« Familie oder aber der Inhaber der Schlafstelle.geschädigt Man denke sich. auf»inen wie engen Raum oft«in« ganze Familie zusammenge- (»fercht ist, wie schwer eine Trennung der Geschlechter bisweilen elbst dann sich ermöglichen läßt, wenn der Geschlechtstrieb der heranwachsenden Kinder bereits in der Entwicklung begriffen ist! Die Kinder wohnen leider nur allzu häufig selbst den intimsten Dar- gängrn bei und verlieren schon früh jedes Schamgefühl. Wöris- Hofer sagt:„Sie(die Schlafmädchen) schlafen dann in der Regel mit «lncm der Kinder in einem Bette, wo» bei dem lockeren Leben vieler dieser Mädchen fast mit Notwendigkeit zu einer frühzeitigen Verderbnis der Kinder solche? Arbeiterfamilien» führen muß." Und der berühmt« Forscher F o r e l kommt zu folgendem vernichtenden Urteil:„Wenn Dater, Mutter und Kinder in derselbe'i Stube nicht nur wohnen, kochen und esien, sondern auch schlafen und oft sogar im gleiche» Bett zusammenliegen, bleibt für das Scham« aefühl wohl kein« Stelle mehr übrig. Es gibt Städte, in deren Proletariat es nur wenig 14jährige Mädchen gibt die noch keusch, d. h. Jungfrauen sind." Wenn irgendwo, so könnten die Gemeinden hier segensreich wirken, denn sie vor allem haben es in der 5)and, durch sozial- politisch»crnür.ftige Banordnunaen die Spekulation in Grund und Boden einzudämmen und das Mietskofernentum zu beseitigen: ste h�ben es in trr chand, rechtzeitig Baugelände zu erschließen, die Busrpläne den.Bedürfnisien der Mieter anzupassen, statt auf die Wünsch« und Interessen der Grundbesitzer Rücksicht zu nehmen; ste haben es in der Hand, durch die Schaffung guter Derkehrsverbin- dunoen die arbeitend« Bevölkerung da. Wohnen in guter Luft zu ermöglichen." Lo weit unser Genoste Hirsch. Nun aber ist es mit der Geduld der Massen zu End«. Da» neu erwachte sittliche Bewußtsein de» Proletariats, wie es stch auch besonders in der proletarischen Frauen- und Jugendbewegung äußert duldet derartig« schmachvolle Zustände de» Berliner Woi> nungs- und Schlofstellenunwesens nicht länger mehr. In dem Wirtfchaststeil des„Vorwärts" Nr 179 vom Sonntag, den' 17. April. ist ein von den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung der SPD. und USP. gemeinsam«ingebrachter Antrag zur nächsten Stadwerordnetenversammlung abgedruckt worden, de? die Forde- riingen der Berliner Arbeiter- und Angestelltenschaft hinsichtlich Drgeoyljation des Dohnungs- und Siedlungsweiens, der Bekamp- fung der Arbeitslosigkeit und Behebung der Wohnungsnot. d«r Grundsätze der Bauaussührung und der entsprecyenden Forderun- gen an Reich und Staat formuliert Dieser Amrag deckt sich teil- w>ise auch mit einem Antrag der Demokraten, während die KPD. dafür kein Interesse gehobt hat. Hier sind Weg« gewiesen, die praktisch gangbar sind. Dieser Antrag kommt als 22. Punkt aus der Tagesordnung der heutigen Stadtverordneten- Versammlung zur Verhandlung. Aus dem Verhallen der äußersten Rechken wie der äußersten Linken wird das Voll von Berlin ersehen können, wie well es diesen Leuten um dos wahre Wohl des Volkes ernst ist. §�0. Elternbeiräte Hroß-Serlins! I Vovuersiag, den 21. April, abends 7 Uhr. in dcr Aula drs vorolheen- städtischen Realgymnasiums, Dorolyeenstr. 12(Lcchnh. Friedri chskraß e): Vollversammlung Tagesordnung: f. Der Aufruf des Obersfcidtfchnlraks Paulsen. Rekorcnt: Genosse Prof. Dr. Paul Oe st reich 2. Elternbeiräte und Partei. Referent: Genosse Lehrer Richard Schröter. PartcimitqliedSbuch dient als Ausweis. Alle Parteigenössischen Lehrer sind eingeladen. Ter Zentralarbeitsausschuß der SPD.-Eltcrnbeiräte Groß-BerlinS. Hetze gegen einen sozialüemokratWen päüagogen. Der Studlenrat Genosse Dr. O st r o w s t i in Lankwitz, dcr zwei Jahre hindurch das Amt des Lankwitzer Gemeindevorstehers verwaltete, wird seitdem von bürgerlicher Seit« mit gehässigen Angriffen vxrfolgt. Als es bekannt wurde, daß er bei Beginn dieses Sommerhalbsahres zu seiner pädagogischen Tätigkeit zurück- kehren werde, begannen in Elternkreisen neue Treibe- r e i e n gegen ihn. Noch ehe er sein Amt om Realgymnasium übernommen hatte, richteten 81 Lankwitzer, deren Söhne diese Anstatt besuchen(im ganzen hat st« etrpa 400 Schüler), an Mi» nister Haenisch die Forderung. Ostrowski zu ver- setzen. Das sei, behaupteten sie, nötig.zur Vermeidung großer Unzuträglich leiten und zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ord- nung im Lantwiger Realgymnasium": Ostrowski..genieße weder das Dertrauen der Ellern, noch die Achtung dcr Schüler". Gegen dieses Vorgehen der 81 bat die Arbeitsgemeinschaft so- z i o l i st i s ch e r Elternbeiräte des 12 Verwollungsbezirkez lSteglltz, Lankwitz, Lichterfelde) eine Erklärung beschlossen, die hauptsächlich folgendes ausführt: „Es erscheint unverständlich, wie durch die Ausübung der päd- agvgifchen Tätigkeit eines anerkannten Schulfachmannes Ruhe und Ordnung gestört werden und grobe UnzunrägUchkeiten«mftehen könnten. Dielmehr wird die Absicht, durch Veröffentlichung der Eingabe in der Presse die Schüler von vornherein gegen ihren Lehrer aufzuhetzen, als empörendes Mittel, die allgemeine Disziplin zu untergroben, empfunden. Wenn dann weiter Herrn Dr. Ostrowski dos vertrauen der Ellern und die Achtung der Schüler abgesprochen wird, kann durin nur eine persönliche Beleidigung erblickt werden, die in der Hauptsache auf s-ine Zuaehörigkeit zur sozialistischen i Partei zurückzuführen Ist. Mit demselben Rechte könnte bei solcher Voreingenommenheit gegen sämtlich« sozialistische Lehrer rnid Lehrerinnen vorgegangen w-rden. Wer aber ohne parteipolitische Ge° hässtgkeit den Choratter Dr. Ostrowskis und seine Tätiqteit als So- zinlpolitiker und Iugenderzieher prüft, wird stch von seiner Selbst- losigteit seiner Ehrenhafliokeit und pädagogischen Eignung über- ; zeugt haben. In diesem Sinne hat sich auch das Ministerium ge- ; äußert. Gerade durch feine zielbewußte Fürsorge um ! d i e Schuljugend Hot er sich die Dankbarkeit des größten Telles ■ der Elternschaft erworben. Rückblickend muß man dos, was er ■ während feiner zweijährigen Amtstätigkeit für die Jugend ge- leistet hat, als segensreich anerkennen. Darum werden die Ellern. die einen gesunden Fortschritt in unserer Iugendbildung ersehnen, mit allen zu Gebot« stehenden Kräften und Mitteln dafür ein- treten, daß Dr. Ostrowski' seinem Berufe al» Iuge.iderzieher er« . halten bleibt." Gleichzeitig hat die Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Eltern- beiräte ihrerseits an Minister Haenisch ein« Eillgab« gerichtet, die Schutz für Ostrowski. fordert. In ihr wird über sein« ehrenomlliche Tätigkell als Gemeindevorsteher gesagt, daß er Außer- ordentliches für die Lankwitzer Jugend getan had», indem er planvoll und zielbewußt die öffentlich« Erziehung der Kinder nach großen. sozialen Gesichtspunkten zu reformieren suchte. Hingewiesen wird u. a. daraus, daß er in Lankwitz den Nantessori-Kindergarten ge- schaffen, die Grundschule durchgesetzt. Förderturs« eingerichtet und durch Berufung resarmerisch gesinnter Lehrer den Wünschen sehr vieler Eltern Rechnung getragen habe, lieber Ostrowski als Schu!» mann sagt die Eingabe: .Sein« hervorragende persönl-che Eignung zum Erzieher«st von öfelen Ellern verbürgt Auch konnte ihm von keinem Gegner nach- gewiesen werden, daß er die Schule benutzte, um parteipolitisch z« wirken Die Unterzeichneten sehen in den sich wiederholenden An- griffen aus diesen wahrhaft sozial empsindenüsn Erzieher den Bar- such eines kleinen Kreise» engherziger Eltern, die um die allher gebrachten Vorrechte ihrer Kinder bangen und für die modern« � Erziehung der Kinder weiter Bokkskreise nicht das geringste Ve? ständnis haben." Dielelbe Eingabe Ist von der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Cllernbeirät« auch dem Oberftadtschulrai Pausen übersandt worden. das NegieruAgehochhaus w Seriia. Kürzlich wurden in der Prest« Mitteilungen gemacht über£»;* Anregung des Reichsministers des Innern, die««.iichtigsten Reichs- Ministerien in einem zu erbauenden Hochhaus zu vereinigen � Bei dieser Idee wird, wie die KPR. in Ergänzung der bi�erigeu Mitteilungen hinzusetzen können, in erster Linie an die Mi-glühkell von Erwarungen gedacht Di« Reichsminifterien liegen heute in den verschiedensten IciUn Berlins zerstreut; mit der damit v««v bundenen erheblichen Erschwerung des Dienstes und des großen Zeitverlustes ergeben sich gleichzeitig groß« Unkosten sür Automobile, Benzin, Botendienste usw. Hier könnten durch«ine Zu- sammenfossung wesentliche Ersparungen gemocht tverdwu Auch die Abscrtigung des Publikums neß« stch. aus diese Wcis« mit viel größerer Beschleunigung erwirken, es würden ihm weniger zeit-- raubende Gänge und Fahrten zugemutet werden Di» Errichtii«g eines Hochhauses für die Reichsministerien in der Nähe der Reichskanzlei würde somit zweifellos einen organisatorischen Fortschritt bedeuten. Dom finanziellen Standpunkt aus ist hervorzuheben, daß viel« Reichsbehörden in Miethäusern verhälMismäßig teuer untergebracht find. Würden die großen Ministerien in einem Haufe zusammen-- gezogen, so böte stch die Möglichkeit,«ine Reihe der im Hochhaus nicht' aufgenommenen Dienststellen in den freigewordenen Sfsevt» llchen Gebäuden unterzubringen. Dadurch könnten teure Mieten erspart werden Für die Frage des Wohnungsmangel» in Berft* würde ein solches Hochhaus, das Taufende von Räumen freimachen würde, von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein. Diejenigen Gkbäude, die nicht für andere Zw t« der Behörden verwertet werden würden, könnten verkauft welken. Da st« fast durchweg in den teuersten Gegenden der Stadt liegen, so wäre anzunehmen, daß die erzielten Preis« sich sehr günstig stellen würden. Die Koste« des Regierungshochhoufes würden dadurch wesentlich ermästjgi werden. Für dir Verwirklichung des Plans stehen verschieden» reich»- eigene Grundstück« zur Verfügung. Interessante Projekt« für Hochhäuser in Breslau, Leipzig, Dresden, Düsseldorf und anderen Orte» zeigen, daß der Gedanke der Hochhäuser die deutsche Architekten-- schost lebhaft beschäftigt und sie bereits zu schöpserischen Ideen angeregt hat. Auch yat gerade der Gedanke der Zusammenführung der Reichsbehörden in eisen, umfassenden Hochgebäud« bereit» Pro— jekte veranlaßt, die wertvoll« Gedanken»nthallen. > Nicht z» viel Schularbeiten. Ein« Verfügung de» Genossen Hönisch an die Previnziulsdhil'- kollegien wendet sict» gegen dt« U« der last an g der Schüler und Schülerinnen mit. HauSauigaben. E» darf in den unteren und mitileren Klassen te«ne häutl'che Aus- gäbe gestellt werden, die nicht unmittelbar au» dem Klnssenunter« «icht hervorgebt. Bestimmte Arbeiten müsiey in den Klassen vor- bereitet werden. Die bäueliche Aibeit dari durch erd- und no« urkundliche Zeichnungen nicht in Anspruch genommen werden. Den Eltern soll keine Arbeil ausgebürdet werden, die Sache de: Sdnite ist. sonst werde nur ein ungesund»? Aachh«Isewe>en gezüchtet. Ter Lernstoff soll beschränkt»nd jede unnötige Belastung teS Gedächtnisse» vermieden werden. Die Schule soll dr» Unterrrcht vergeistigen und verinnerlichen. Di« Fachlehrer fallen a»ch hierin zusammenarbeiten, die Ge'omt» und Fachkonferenzen stch damit betasten und die Arbeit-k-pläne d«rnp.f Siine Menschenkind. IlL Der SLndenfaL. Bon Martin Andersen Rexö." -4. Ein willkommener Ga st. Etine war mit ihrer Strickarbeit fertig und hatte den Proviantkorb geleert, obwohl es noch lange nicht Vefperzeit war: aber so wurde ihr die Zeit nicht so lang. Sie lang- weilte sich! Die Einsamkeit auszufüllen, war nicht leicht: spie« len mochte sie nicht, sie war auch nicht mehr dafür veranlagt, und/ die Tiere waren keine Gesellschaft für sie. Sie interessierte sich für sie, soweit ihre Pflichten es verlangten, gab acht, daß sie keinen Schaden anrichteten, und daß ihnen selbst nichts Zustieß, und sie hatte sie auch gern. Das zeigte sich be- sonders, wenn dieses oder jenes Stück Jungvieh Unglück ge- habt hatte, wenn es sich am Stohidraht verletzt halte oder von dem älteren Vieh gestoßen worden war. Dann war sie ernstlich beschäftigt, und ihre Fürsorg« wollte kern Ende nehmen.. solange sie damit zu schaffen hatte. Aber zu einem vertraulichen Verhältnis zwischen ihr und den Tieren kam es nicht; Kühe waren Lühe, und Schafe waren Schafe— wie die übrige Natur etwas ganz Selbswerständlickes. Ihr Tun und Treiben interessierte sie nur. soweit es mit ihrer Arbeit in Verbindung stand; oft konnte das Vieh recht drollig fein, aber ihr Herz hing nicht an Ihm. Ssine war ein kleines geselliges Wesen; ste mußte zwei plaudernde Stimmen im Ohr haben, und die eine davon muhte am\i*bsten ihre eigene sein. Es war mindestens ebenso unterhaltend, lelber zu schwatzen wie zuzuhören— wenn man nur jemanden hatte, zu dem man schwatzen konnte. Sie laß oben aus dem obersten Rande des Ackers und starrte in die Weite, krank im Gemüt vor Langeweile und Sehnsucht .Wenn doch nur etwas geschehen möchte— etwas recht, recht Unterhaltend«-!" dachte sie und wiederhatte es laut«In übers andre Mal. um gegen die Leere anzugehen. Und plötzlich sckstvieg ste und reckte den Hals. Sie wollte nicht glauben, was sie sah, und schloß die Augen fest: aber als sie sie öffnet«, war es wieder da. Weit drüben auf der Landstraße kam ein Zhiflbe gerannt. Er eilte guer über die Felder, schreiend und winkend, da» Echulränzel über der Schutterl Stfc« war nicht einmal imstande, ihm entgegenzulaufen; ste saß steif da und schluchzte laut vor Freude. Christian warf sich vor ihr ins Eros, ohne ein Wort zu sagen; so lag er eine Weile schnaubend da.„Du hast ja die Schule geschwänzt," sagte Stine, nachdem sie sich gesammelt hatte— und machte einen Versuch, streng auszusehen. Aber es ging nicht recht, denn heute war sie im Grunde dankbar für den Vagabundiertrieb des Jungen. Der Bursche streckt« als Entgegnung nur die Zunge heraus. Cr antwortet- auch nicht auf ihre vielen Fragen, sondern lag bloß da und holte Atem, die schwarzen Fußsohlen in die Lust haltend. Sie trugen mancherlei Male und Narben; über der einen Ferse sah man einen tiefen Riß. der wahrscheinlich von einer Glasscherbe her- rührte, auf die er getreten war. Stine nahm die Wunde näher in Augenschein, sie war schwarz von Schmutz.„Du mußt«in Tuch darum leaen." sagte sie und drückte leicht daraus.„Sonst wird es eitern." „Pah. ich hcb's gestern gekriegt, als ich aus der Schule lief. Es ist schon geheilt Ich laufe bloß auf den Zehen!" Dann war er wieder auf den Deinen; er war nicht her- gekommen, um zu faulenzen. Er verschaffte sich hastig einen Ueberblick über das Terrain.„Laßt uns dahin gehen!" sagte er und zeigte nach dem Moor hinunter. Hier oben mar es nicht sonderlich interessant Sttn« zeigte ihm ihre Schlupflöcher im Gebüsch.„Das ist famos," sagte Christian anerkennend„Aber der Eingang muß versteckt sein, damit man das Nest nicht finden kann— sonst ist nichts dran. So macht es ja ieder Bogel, das weißt du doch." kstAn, Stine war ja kein Vogel und wollte sich nicht verbergen, ste batte es hauptsächlich so«ingerichtet, um gegen Sanne und Wetter geschützt zu sein. Aber Ehcisttm zeigte ihr, wie man die Zweige zusammenflechten konnte, da» mit der Eingang gar nicht zu sehen war.„Dann kannst du spielen, daß du einer bist, der etwas getan hat und sich ner- stecken muß," sagte er. Stine sah ihn erstaunt an; sie de- griff nicht, wieso das Vergnügen machen konnte. Aber wie närrisch froh der Junge über alles war! Selbst an den braven Kühen entdeckte er etwas Neues; die eine war so, und die andere benahm sich so. Für Stines Gemüt war hier auf der Weide nicht viel Nährstoff vorhanden gewesen, aber Christian betrachtete alle» mit Verwunderung, als wäre es soeben vom Himmel herabgefallen und nicht allbekannt und selbstverständlich. Die Maorlächer machten ihn ganz verrückt. Sein erster. Gedanke war, eine Brücke nach einem der vielen Hügel zu schlagen,— Inseln nannte er die Hügel! Das ließ sich mit Hilfe von ein paar Stangen und Birkenreisern machen. Stine mußte ihm das Material anweisen. So tonnte man all die Inseln miteinander in Verbindung bringen und in der ganzen Welt umherreisen. „H�r ist es großartig!" sagte er und wiederhr.lt« es so oft, daß Stine schließlich ganz gereizt wurde. „J ch finde es zu Hause unterbaltender," sagt« sie. „Weil du ein Dummrian bist," erwiderte Christlon. „Aber du kannst ja nach Haus« kommen und statt meiner da bleiben." So hatte er früher nie mit ihr gesprochen; ober hier war sie so unbedingt die Kleinere, daß aller Respekt von selber verloren ging. Ja,-sie hätte nichts gggen den Tausch«inzu- wenden gehabt; aber es ließ sich nun einmal nicht machen. „Woher bekommst du zu esien?" fragte EJmstian plötzlich. mitten während des Spielens. Stine starrte ihn einen Augenblick versteinert an, dann begann ste zu lausen, den Hügel hinan..„Komm, beeil dich!" rief sie. Wenn es Mittag wurde, mußte st« hier von den Fel- dern aus die alte Etubber Mühl, im Auge behalten, aber heute hatte sie dos vollständig vergessen. Nun, die Luke war noch nicht geöffnet! „Das ist schlecht eingerichtet." sagte Christian. ,Henn wenn du unten beim Vieh bist, kannst du die Mühle ja gar nicht sehen. Sie sollte tteber ein Signal geben— denn hören kann kann man doch immer." „Ein Signal?" Stine sah ihn dumm an „Ja, auf etwas hämmern— natürlich!" Sie saßen oben und behielten die Luke im Lug«. Jetzt hatte Christian sich beruhigt, und es ließ sich ein nernünftiges Wort aus ihm herausholen; Stines Gesichtsousdruck war lauter Neugierde.„Ist bei einem im Dorf was Kleines an- gekommen?" fragte sie und beobachtete gespannt seinen Mund. „Ja. bei der Martha!" antwortete Christian und warf den Kopf herum. „Das tst ja nicht wahr, Jimge.— du lügst!" Stine könnt, ausrechnen, daß es nickt stimmte. „Nein, aber sie kriegt was— die Witwe von Lars Jensen erzählt es. Ich Hab' selber gehört, wie st-«» sagte!" (Forts, folgt) neQmnt. Bön Zeit zu Zeit sollen dl- SSiller dem Klassen- lebrer tbre Tageseinteilung mil Siiidsick» out die Bemessung der häuslichen Srbette» in zwangloser Auesprach« darlegen. aenollenschalterat der verNna Sonfuwgenossenschafl. Musik: FuNsS SinödSvoler,«inkludierunz: Ballelnneister tzan Tr-j-mawSN. Kokiamentwürie: Piolesior l.'effl-r� Deiorationseniwürse: Leo Smoetoven. Etsettbcleuchtung: Willy Hagedoin. In der Tat. dieier lünslleryqe Äeneral. stab hol etwa« tftmfuariiae« geschaffen, etwa« für«eiün durchau« charal- Ictiflilcht« Wellftädlische«. Die all« Märchenidee, wie stch ein Landstreicher Am anstellen wird, wenn er einmal stSnia wird,»t panlommstich.choreogiaphlsch ger. � aus da« glänzendste dlirchzesllhrt wolden. Hans« it l- veriie, dem iym »inleiiend einen Halbsahrsbericht erstattet«. Der Umsatz hat ssch rm ersten halben Geschäftsjahr u m 170 Prozent ge- steigert. Die Ursach« hierfür sei allerdings die gewaltige Preis- stesgerung. von der das 1. Halbjahr besonders betroffen wurde. Durch die Erhöhung des Geschäftsanteils der Mitglieder von 60 M. auf 1S0 M. wurden der Genossenschaft auf einem Schlag etwa S Millionen Mark eigenes Kopital zugeführt. Eine weitere Aus- dehnung des Genossenschaftsbetriebes stehe dicht bevor. Mit aller Schärfe betonte er. daß auch in der Berliner Genossenschaft Ordnung auf allen Gebieten herrschen müsse. Die Leitung werde auch hierauf ganz besonderen Wert legen. In der lebhaften Diskussion wurde an verschiedenen Maß- nahmen der Verwaltung zum Teil recht herbe Kritik geübt, auf die Geschäftsführer M i r u s antwortete. Er führte U. a. aus, daß die Konsumgenossenschaft den vielfachen Anforderungen auf Abgabe von Vre» ohne Marken nicht Rechnung tragen könne, da sich die Genossenschaft nach dieser Seite der ganz besonderen Fürsorge der zuständigen Behörde zu erfreuen habe, während sie gegenüber dem Privathandel darin nacksichtiger sei. Geschäftsführer Schreiber betonte, daß die Genossenschaft s'reng nach genofsenschaft- lichen und gewerkschaftlichen Grundsätzen handle. Di« preis reguNerende Tätigkeit der Berliner Konsum- genossenschoft zeige sich u. a. darin, daß an einem Stichtage KM Berliner größere Detailgeschäfte eineratag» zuvor erfolgten Preis- «rmäßigung in der Genossenschaft sofort gefolgt seien. Der Preis- abbou wäre nicht erfolgt, wenn die Genossenschaft nicht voran» gegongen wäre. Im 2. Punft der Tagesordnung behandelte Genosse Liebold da».Regulativ für die Organisation und Agitation innerhalb der Sonsumaenossenschoft Berlin und Umgegend*, welche» zurzeit neu aufgestellt wurde, und da, sich im großen und ganzen dem früher geltenden anpaßte. E« wurde nach kurzer Debatte einstimmig an« genommen. Zum Genossenschaststag nach Baden-Baden wurde sodann Genosse Liebold delegiert, zum Unterverbandstag nach Guben die Genossen Tuske und Güttler. In den Ausschuß des Genossen» schoftsrats wurde Genosse Heinrich gewählt, in die Betriebsmittel- kommission der Genosse Schulz, in die Agitationskommission der Genosse Gütller. herauf etzuag der Pfsichlskundeazabl in de« verllner Schule«. Der Stadlrat und Generatstudiendlrek or Dr. Lange. Berlin. be> snrxbt»n der»Kommunalen PiagiS* die Finanzlage der Stadt B-rlin. Er empfiehlt hierbei, um m spmen. Heräufsetzung der Pflichistundenzahl bis auf die ziiläisig« Höchstaren, e und ist der Lnllchr. daß hierdurch eine erbebliche Än,abl von Hilfiiebikrästen erspart werde. Ferner betont Stadtrat Lanae. daß,, so bedauerlich die Heraufietzunft der Schülerzabl in'den Klassen sei. man doch in manchen Schule« aus Sparsamkeitsgründen zu diesem Schiitte kommen miüie. Endlich erwischt. In da» Sonderlager des Technischen Reich«- vmtes, Holzmarktftroße S3, war in kurzer Zeit bereits viermal «ingebrochen worden Lei einem fünften Einbruch in der ver- gangenen Rocht gegen 11 K Uhr gelang es zwei Männer auf frischer Tat zu überraschen, al» sie schon für 10 000 M. Telegraphen- Material zusammengepackt hatten Man brachte beide nach der näch�en Dach« der Schutzpolizei, wo sie al» der 21 jährige Ma» schinenbauer Karl Wilhelm und der 19 Jahr» alte Schlosser Fritz Ecke, beide au» Friedrichshagen, festgeflellt.. werden tonnten. Beide waren auch an den früheren Einbrüchen beteiligt. Zu dem angebsichen Mordanschlag auf den Grafen Georg Wik- Helm von Schliesfen wird mitgeteilt: Die Ermittelungen zur Auf- Äärung des ungeheuerlichen Plane» hoben bereits ihren Abschluß gefunden. Der in dem Hotel in der Mohrenftraße verhostete Gros Han» Heinrich von Schliesfen wurde noch einmal vernommen und blieb bei seiner ersten Aussage. Er bestreitet nicht, in Geschäftsver- bindungen mit dem Gemüsehändler Rossel gestanden zu haben und gibt noch an, daß er diesem für«inen Salvarsan-Antaus»0 000 M. ohne Quittung gegeben habe, um nicht bei einer etwaigen Verhaftung Rossel» in die Angelegenheit verwickelt zu werden. Der Graf ist, wie er sogt, überzeugt, daß«s Rossel nur auf«in« doppelseitig« Erpressung abgesehen habe. Er«nd Stenschk« hätten sowohl von dem Grafen Georg Wilhelm, dem Masorotserben, als auch von Ihm und seiner Mutter Geld herausschlagen wollen. Im Gegensatz hierzu blieb Rossel auch bei seiner Gegenüberstellung mit dem verhafteten bei seinem Geständnis. Roch Festlegung de» Ergebnisie» der hiesigen Ermittelungen wurden der junge Graf, Rossel und dessev zukünftiger Schwager, der Schmied Grosser au» Neukölln, nach Görlitz gebracht, wo die Untersuchung weitergeführt wird. Teure» pilzesuche«. Da« LandwirtschaftSministerkum teilt mit. daß die Gebühren für da» Sammeln von Pil,en und Beeren er- bäht werden und begründet dies« Maßnahme damit, daß die Lage aui dem Beeren« und Pilzmarki ssch stark geändert bäiie. Früher wäre da« Beeren« und Pilzesammeln«in Rebeneriverb iiir die Aermsten der Armen gewesen. Heute jedoch wären Tagesverdienste von über 100 M. leine Seltenheit mehr und im letzten Herbst seien au» den Eiaoisforsten Beeren und Pilz« im Werte von über 360 Millionen Mark berauSgebolt worden. Bedürftige Erwerb«- uniShige, besonder« Kiiegtbeichädigte. sowie Waldarbeiter und ihre Angehörigen würden bei der Festietzung der Gebühren zu bevor- zugen sein. wieder eln yokelverkaui l Erst vor tur,em ist da« Elite-Hotel am Bahnhof Friedrichstraße von einer Jndusiriefirma erworben worden, die da» Grundstück für ihr« Zweck« verwende» will. Jetzt wird bekannt, daß auiv da« Savoye-Hotel am Bahnhof Friedrrchstrake geichlossen werden soll, weil die Deurich« Uebersee- Bank«» gekault hat und darin Bureau« einrichten will. Od bei dielen sich mehrenden Hotelichließungen die Interessen von Handel und Verkehr nicht geschädigt werden, mögen die Hachkreiie entscheiden. Zu bedauern sind die Angestellten. die dabei brotlo« werden. Die bevorstehende Schließung de« Savoye-Hotel« macht wieder etwa l7v Angestellte brotlo«. Ilmlegung von Straßenbahnlinien. Die Berliner Straßenbahn teilt mrl: Gteisbaiiarbeiien in der Blstckerstraße machen e« erforder- lich. vom 2l. d. M. ab die Lmie 42 in beide» Richtungen durch die Belleallmnee- und Gneisenaustraße umzuleiten. Keine Zeil für Zestlichkeile«. Da« ZirkuSnachtlest Berliner Künstler am 30. April 1921. besten Reinertrag für die Wohliabrt»- koste der Schutzpolizei von Groß-Berlin bestimmt war. ist in Rück- ficht auf die ernst« außenpolitische Lag» abgesagt worden.— Luch der Empfang de« Verein« Berliner Press«, der für Sonnabend, den 23. April, im Marmorsaal de« goo geplant war. wird von dem FestauSichuß al«.auf einige Zeit verichoben* angekündigt. ver Bund für Schulkunfiausstellungen teilt mit, daß dl« Kunst» ousstellung in der Aula der 230. Gemeindeschul«. Wehlauer Str. S. noch bis zum 80. April geöffnet bleibt. Oeffentlich« Besuchszeiten: Dienstag und Donnerstag von 4 bis 6 Uhr und Sonntag von 11 bis 1 Uhr. Führungen, zu denen sedermann Zutritt hat, finden an. jedem Sonntag um 11 Uhr statt. Führen werden die Künstler Wendel, A. Hoffmann, Eschte und Felix Krause. Ter«ttttere KokSvrris. der tür den HeijungSloffenvorlchuß der Mieter lür da« Vierteljahr April/Juni tSSl im Sinne de« z S de« Wahrnrng». verbandsbeschluffe« vom 14. April 1920 zugrunde zu legen ist, beträgt 24,15 M. je Zentner. tzlbratadabra nennt sich da« ueue phantastisch« Vavett, da« der der unvergleichliche Paul K r e ck o w tgaun), der mit der entzückend ipie.enden und tanzenden Nvmphe. Fräulein D osr a.., ein in, eurer eleinemarei, U> wüchsigteil binreigendeS Liebe«-Äcrd-jpiel aus ührte, ,wei,eU»« der tllnfilerischc tdöbepunlt de» Abend«. Der rauscheiide Beifall war vollaus berechtigt. Geitrud Lebmann« llaijiich gesormte apyrod ist, che Leibi, chke» ipiclle die Psyche. Herr Gungowsti lehr geschickt den Säuberet Abrakadabra. Dazu der sarbendunte Chor der Cistäiizer und»tänzerinnen. Das(Äache ein derauichendei H>nr«lgrn0er Triumph aus die Iu�nd, bie Schönheit, die Liebe, die Pracht de« menichticheii Lewes,(fci, hinter ichilleinder Fallertraum, der jüc»in paar Stuud-i, wogllälig da»»rait de» Alltag« über, räumt. Sir meinen, unsere Bollsbühne sollle getrost den Versuch wogen, dies-n Künillerlraum allen denen zugängl ch zu machen, d e, zur Most« de« Volles gehörig,«in Her, voller«eoiimqt.„ch den Schön- bellen des Lebens dura, den Alltag tragen.— Uedrigeu«; Abrakadabra 8« ist ein myilljaii«. labballstischeS Sort, da««triprungtich, wenn man e« aussprach, das Fieber baniiea lolli«. Im AdmiralSpatast hat e» trotz des Küblung hauchenden Eile« die entgegengeletzt« Älrlun� vie aber niemand, so Männiein wie Weidlein. mS unangenehm empfunden haben wird. Ganz... im... Gegenleil l Zirkus Sarralant verlägt mit dem 1. Mai Berlin, um während de« Monat« Mai mit iemcm ganzen Tierbesland« an Fitmausnabmen in WotlerSdors teilzunehmen. Es werden also nur noch ganz wenig« Bor- slelluogen im Zirtus Busch stattfinde», in denen edelste Z rluStunst. die prä�lignen altislischen Sensationen und die groß« Waffe, panlomime .Plane und Punta" gezeigt wird. Direttor Hans Siojch-Sarrasaut tritt wieder setbjl mtt semeu Etejaalen aus. Iilmschau. Kilm«ud ckkultitu us. 9t liegt Nabe, sich zur Darsiellung ver. schiedener Vorgänge de» scheinbar Ueberflnnl,chen auch de» Films zu de» dien n. Nalmiich find dielem Bellreden von vornherein gewisse Grenzen gezogen, denn die SenfibUiiäl der Medien verträgt da« gielle Licht der Lampen nicht, die zur«usnabme der Vorgänge notwendig find(wobei ielbstoerständlich durchau« nicht an betrügerische Manipulationen der Medien gedacht werden mutz). Die Gesellschast zur wissenichasilichen Er- sorschung de« Otkullismu« halte nun zur Vorsührung etn,ger Filme ge» laden, die, von der Kuliurabiellung der Usa hergellellt. sich mit Dingen beschältigen. die auch w da« gorlchungtgebiet de« Olkuttismu« fallen. Dazu gehört vor allem em H y p n o s e s i l m. der für den Falscher in o- sein von Werl sein düisie. al« er da« Sludium am Verhallen der Mediums gellätziet, ohne diese« soitgesetzt selbst zu bemühen. Ein Arien film, lediglich für medizinische Kreis« gedacht, und chinti zische Ausnahme,! legten seiner Zeugnis dalür, wie weit der Film bemüht und tmfiande ist, der wissen- lchajtlichen Forschung zu dienen. »Au« der afrikanische««DIldnis- Ist der Titel eine» Lehrfilm«. der am Sonnabend 7 Uhr im«ewerischafwdau«. Enge ufer 15, aus Ver- anlassung der Jugendadtcitung de« Zentraloerdande« der Angefielllen ge» ztlgi wird. Der Film, der durch et.«n Vortrag erläutert wird, bringt Bllder von Jagd und Fang, die hauptsächlich von de, Expedition de« AsrckaloilchcrS Schümann slamwen. flauen sind zum Pielje von 2 M Belle- Alliance- Str. 7—10 und an der Abendloffe zu habe«. Groß-Serjiner partein achrichten. heute. Donnerskag, den 21. Aprll: iL Kreta«qiieberg.Fried,»«,. 7V4 Uhr bei Cbft, Mariin-Luther-Str-K«, Rianenabtab'. feiten der! . m Uhr bei Bus,.«aiser»Sllhelm><5tr-tz,(Sängerheim), «eserentln Minna Todenhagea:„vi, Entwialunasmoglich. Steoubltt". ««. Abt. Neukölln. 1% Uhr in der„Äittbufet Klaus«", Kottbufer Damm 10, Mitgltederversammlung.«eferent Eenoss« Runge. Reuwahl de» Ab- teilunaooorftanbe». UL«dt.«ebeeschönhausea. 7V4 Uhr bei Stolle. Dreeko«..«ck, Blücher- itvaöt. ÄonkflkKN« kl er rewkh Z»»gs»i strafte, Konferenz der gunktionir. und Kreiadelegierren. gsozlalisicn. Srnppe Friedrichahai»! Uhr im Konferenzzimmer der Se- melndeschule Stroßmannftrabe(nohe Peteredurger Platz). Bortrag Uder „Da» neue Georgien". Referent Gmosse Kundatsen oon der georgischen Sesandtschast.— Srupp«,»reptaw uub Stibe», 7 Uhr im Iugenbhelm ,g Oon,~----------- Glsenstr. 3. Bortrag „Die Arbeiteschule". Referent Genoff« Lehrer . � W..____>«>W_____■ WWWKM Hein.- Srnppe F-lrdrichehaaen: 7)4 Uhr bei Scholz, Friedrichstri 81, Bor- troaeabend.— Gruppe Rnckilni Di« Mitglieder beteiligen sich an dem Stistungefest der Arbeiterjuaend.— Srnppe Marienbarl! 7)4 Uhr bei Ring- ZNorgen, Areitag, den 22. April: V* Uhr im..«ürgerheim". Alt« Schönhauser Str. tt/U,«er- sämtlicher Elternbeiräte. 1. Kreta«Itt». lammlung sämtlicher Elternbelräi«. Tnaeaordnung: Vortrag und Di»- tusfion. Da« Erscheinen sämtlicher Elternbeiräte lfl unbedingt erforderlich. 4. Kreta Prenzlauer Tor und Schönhauser vorftadt. Ociicnllich« vollaoer. sammlung in der Aul» de« Luisenstädtischen Sl>mnnsium,, Gleim str.«». Referent Gustav Bauer. Mlnifterprästbenr a. D.:„Die Selahre» der Repu- blit vou recht» und linta". «. Kreta Holleichc, Tor. 7<4 Übe bei Ret«, llrbaustr. 29, erweiterte«retavor- standalitzung..vichtig, Tageeordnung. »1. Abt. 7 Uhr Abholung der MolselerbUlett». Mnlzeltungru rrf». au« ber Wohnung de» Kassierer«. «7. Abt. 7 Uhr bei Senlel, Utrechter Ste. 10, Sitzung sämtlicher Funitlonär«. 73. gibt. Schöneberg. 7)4 Uhr in der Semeindelchule steurigftr. I7/i3. Fra-rei». leseabend. Referentin grau Dr. Bieber,..Der Kamps de» Arzte» mit dem Aberglauben".— 7)4 Uhr bei«rundt. Meininger Str.>, erroeiterte Bar- «»»dafitznng, Erscheinen dringend, forderlich. dt.«eutöll». 3 Uhr bei Stolzenburg, Smser Str. XI, Sitzung sämtlicher Funktionär«. Erscheinen undedingt notwendi' Staatsaktion gegen Dadaisten. Gegen die Künstlergruppe der Dadaisten hatte gestern der Staatsanwall mobil gemacht. Wegen Beleidigung der Reichs« wehr hatten sich Mittwcch vor der Strafkammer des Landgerichts II zu verantworten der Schriftsteller Johanne« L a a d e r(bekannt als der.Dberdada"). der Kunsthändler Dr. Burchardt, der Kunst« maler Georg Groß, der Schriftsteller Wieland Herzfeld und der Maler Rudolf Schlichter. Den Ausgangspunkt der Anklage bildet« die im vorigen Jahr« veranstaltete Ausstellung der Dadaisten„Erste internationale Dada« messe. Diese Ausstellung stand zum großen Teil im Zeichen des Humors und der Persiflage, zu deren Objekten auch der Militarismus gehörte. So war u. a. an der Decke in i«r Form eines„schwimmenden Fisches*«in« ausgestopfte Soldaienpupp« mit Offiziersachselstückkn und einem Schweinskopf befestigt, ferner befand sich in der Ausstellung ein ausgestopfter Frauenrumpf ohne Arme und Beine, an deren Brust ein verrostetes Eßbesteck angenäht war. am Hinterteil ein Eisernes Kr. z. Künstlerisch anders zu werten als dieser Bierulk war eine Mappe des hochbegabten Zeichners Georg G r o ß, die den Titel führt«:„Gott mit uns*. Diese Mappe enthielt in neun Blättern von höchstem künstlerischen Wert ein« grimmige Satire auf die Ausschreitungen des Militarismus. Sie: ist«in karskakurlsiisches werk vou äußerster Wucht, mit den größten weltgeschichtlichen Karikaturen auf eine Stufe zu stellen. Georg Groß hat einen neuen Stil der Karikatur geschaffen. der ausgeht von der naiven Art, in der Kinder oder einfache Leute aus dem Volk an die Wände zeichnen. Groß holt aus dieser Art aber ungeahnte Effekte hervor und steigert sie zu künstlerischer Größe. Der Staatsanwalt vermochte freilich nur zu sehen, daß durch dies« Karikaturen die Reichswehr beleidigt sei. Ein Hauptmann M a t t h ä i, der die Ausstellung besuchte, hat sich beleidigt gesühll und das Verfahren in Gang gebracht. In der Verhandlung beantragte Rechtsanwalt Grünspach u. a. die Ladung des Reichskunstwart, Dr. R e d s l o b. der in einem schriftlichen Gutachten daryelegt hat, daß es sich bei dem anerkannten Graphiker Groß um eine künstlerische Darstellung handele, die anders zu bewerten sei als gewöhnliche satirische Kampfmittel. Die Werke seien Visionen eines Künstler» in erregter Zeit. Aehnlich äußerte sich der als Sachverständige vernommene Direktor der städtt- schen Sammlungen In Dresden Dr. Paul Schmidt über Groß, den er einen der stärksten und bedeutendsten Zeichner der heutigen Zeit nannte. Ueber den Dadaismus sagte der Sachverständige, daß dieser sich prinzipiell über alle» lustig mache, auch über stch selber, der Charakter der Ausstellung sei durchaus humoristisch und per- stflierend gewesen. Der Staatsanwalt Ortmann hielt in seinem Plädoyer gleichwohl eine Beleidigung für vorliegend. E» lasse sich aber nicht nachwellen, daß her Angeklagte Baader an der Ausstellung mitbeteiligt sei. Der Staatsanwalt beantragt« daher die Freisprechung de»„Oberdada*. Im übrigen handle es sich hier nicht um eme Art studentischen Bler« ulk«, sondern um eine grobe Derungllmpfung des Reichsheeres in niederträchtiger Weise. Der Staatsanwalt beantragt» gegen B u r- ch a r d und E ch li ch t e r je 600 M. Geldstrafe, gegen S r o ß und Herzfeld je 6 Wochen ldcfängni». DI« Verteidiger plädierten aus F r« l s p r e ch u n g, da«» sich hier um Satire und Spott Handell«, die nicht al» Beleidigung au»- gelegt werden könnten. Da» Gericht verurteill« den Angesagten Groß.der als Künst. ler entgleist sei, zuS00M., Herzfeldzu 600 M.�veldstrofe und sprach die drei übrigen Angeklagten frei. E» wurde auch auf die Rebenstrafen. Ernzlehung bzw. Vernichtung der Platten und Formen, erkannt und dem Reichswehrminister die Publik attonsbefugnis zugesprochen.' • - Da» Gericht hat asso die Urheber der dadaistischen Ulkpuppen freigesprochen, dagegen auf Vernichtung eine» ernsten künstlerischen Werke» von höchstem Kunst» und Kuiturwert« erkannt. In jedem einzelnen Blatt der Großschen Mappe ist mehr Kunst als in der gesamten Siegessäule, wegen deren neu« lich ein Sondergerichi so bittere Tränen vergoß. Alle künstlerisch interessierten Kreise sollten Protest dagegen einlegen, daß wegen der Empfindsamkeit einiger Monokelträger ein Kunstwerk vernichtet wird, da» zu sehtzn und kenne zu lernen die Mitwelt Anspruch hat. 1«. Abt. Köpenick. 7)4 Uhr bei Sear, Schulz«. Müggelbelmer Str. 19. ff,.____ aersamaAnag. Referent Erwin Marquardt:„Die Paulsensch, n Schulreform. Pläne". Arbeitaaemetaschaft sozlaltstlschee«Iteenbetröte de« 19. Brewaltangabezieke». ö Uhr in ber Oberrealschule, Steglitz, Am Stubenroucholatz. 6. Boriraga- abend ber Senossia Dr. Krisch, über„Entstehung der«elten". ?ugenüveranftaltungen. Berel» Arbeiter.Zxgenb»rotz.Perli». Seteetarlat,««.«V, Z» bea gelle» 91 Vonnersiag. den 21. April: .Unser, Segnet".— Riebet- •ahnabvtj! Schule vahmegraß«,«lakusst-N!---«Buer._ wunwj- schinewcid«! Berliner Str. öl, Miidchenobend.—.Schmargeabort, Breite Straße. Bortrag!„Erste Hilfe del UnalltckafZllen".- Schönhaoler Borstadt I: Sonnen. burger Str. 20, Diatusston,„Wir und die ffreideutschen".— Säönhanser Bar. ftadi ll, Stargaider Str. 13, Bortrag:„Da» organisch, Leben ausser Erbe".— «t___________...... Abt. tieokill»(14. Kreta). Heut, abend (grvßer Saal). S-alössnun,«Uhr."' ad» 11: Stargarder Str. Id. Bortrag:„Da» organtf», Leben auf ber Erde".— tcglttzl Schul, Oflenbacher Str. ö», Bvrtroa:„Mole» oder Darwin?".— Tempelhoft Germamastr. 6/7(Kinderhort). Mädchenabenb. *"* idend Stiftung»?«» in der Kindl-Branern Beginn 7 Uhr. Eintritt 2 LZ M. Berel» Arbelteringend. Sonntag, den 22. Mat, vormittag»» Uhr, im Logenhaus, Bettln R. 24, LInienstr. 121, Seneralverfammlung de« Beteln« Arbeiterjugend. Tagesordnung: 1. Geschäft», und Kassenbericht, Referent Walter Rüdiger. 2. Unsere Stellung In der deutschen Jugendbewegung, Referent Erich Ollenhauer. 3. Beitragserhöhung. 4. Statuten- beratung. 3. Der internationale stugendlag In Bielefeld.«. Anträge. 7. Wahlen:•) zum Bezirtsoorstand, b) Delegiert, zur Relchstonferenz. 3.«er- schiedene». Di« Mitglieder haben auf Grund der Ritglledsbücher gutritt zu der Generalversammlung. Sonnabend, den ft. Mal. abend«)4? Uhr, Im grntral>ugendheim, Linden- straße 3, 2. Hof llnf« 3 St., Mädchentonferenz. Sonnabend, den 23. Mal, odend»)47 Uhr, im genirnNugendheim, Linden. straße 3, Kassie rerionferen». Ausgabe ber Beitragsmarlen und g-ilungen. -------------—"--.| � an fedem Mittwoch. «öffnet. Abwechselnd finde» statt und L istuliio nsahend». Vorträge, vereine unü Versammlungen. Weddwg(Bezirk gl). Sitzung . als ruße», R-ulöün. Freitag, den 22. �pril. Hermannftraß». Mitglledervusammlung. NynbManifch« ffgheerbnnb. Ortsgruppe W«...... heut« 7)4 Uhr Swinemünder Str. 33 det Lenz.--- Nelchsveretnignng ehematiqei »riegs-efange»«-,»rupp, N.2. Heut« 744 Uhr„Beroltna-Saal", Schönhauser .«cftprenße». SenUfln. Freitag, den 22. April, aueret, Hermann* iMtfautn_________ Ö.— Berel» heimattreuer abutd« 7 Uhr» tu der Kirrdl-Br Geschäftliche Mitteilungen. tzldmiralspalaft au, semer E.öarena ,u Shrrn seine« zehnjährigen..nd di. kaüf�Lnnische»«ta.»�rdÄ» �.(� tia b� rtich. Cesuhtci maullührti Hier die lttheher: Idee und Regie- Lea �luschek. j»ah», erfrautt».' �*na',uu"n � �"UB' wiih- Ehrea- Sport. Arbeltee.Aadfahrer�»»»„Solidarität". Sonnabend, de» 2». April, Lang- streckenfahrt n-ch Süden. Gut« Räder, gut« Fohrer miaeu stch beteiligen. Siori 4 llhe nachmittag» Hermannsplatz.— Sonntag, de» 24. April. Bezirk». sternfahrt de» 1. Bezirl, nach Gosen, Restaurant Harttopl. Statt der Abtellu». gen 7 Uhr. Rachmittag» nach Köpenick, Restaurant Schweizergarten. Statt 1 Uhr an den bekannten Stellen.— 9. Bezirk. Bezirkssternfahrt nach gösse», »ewertschast-hau,. Sammelstatt 12 Uhr Dabendorf(Seeschloß).— 21.«ezirk. Bezfrkssternfahrt nach Schänwaid«. Sammelstart llimtlicher Ortsgruppen 2 Uhr In der Schönerlinde, gohltciche Beteiligung Ist Pflicht.— Fahrwatt« Berlin» und Umgegend. Freitag, der ZS. April, abend» 7 Uhr, Reue Phllharmant» (Blerstllbl). Köpenicker Str. 96, gentiotfahrwartssttzung(Sausportausfchuß), betr. Relch,arbeitersp»rt(og und Gauausfahtt. Sämtliche Ortsgruppen von GroK-Berlln müssen Fahrwarle entsenden.— Agitationokommisston. Sitzung nm 23. April, 7 Uhr, bei H«mttch, Rungestr. 7. Auch umliegend« vrtagruppeu können, sowelt st» Interesse daran haben, Bertrtter entsenden. »atz Schwimmsest des Schwimmverein»„vorwärts" Verls» 18»? ImSlabldad Reutill n nahm bei gutem Besuch einen spannen. den Verlaus. Ein Reigen Per Jugend der Abteilung Reulölln lnlete das Fest n>irlung«voll ein. Die internen Sämps« waren den SchMern und der B-fllaffe vo» behalt en. Diese»eigtprr in Stil und Technik, daß die Aus- bildung der Mitglieder de«.Varwätts" nicht erst bri den guten Schwimmern beginnt, iondern überbanpl Ärundiag« der vtteinöarbeil ist. In den totalen fl-nlurrenzen gab es scharfe flämpi«. Di« Houptwelttämps« fahm-iie .Freie» S-uw.". Reulölln. vir.Botwärt»' in Front..Welle" und.-?Üd» osi" bewiesen durch gute L-.stungcn. daß sie beachlenswerie(Segner abgebe« und in gulunst mit.ganz vorn" sein werden. Zwei«affetballipiele wurde« »um etilen Male nach den neuen Reoeln durchgesührt und brachien icharie. aber einwandösrei« fläinvse. Rachstedend die Hauvtresullaie: Lotai« Männer fiasett»«XbO m: 1. Fr. Tchw. Reulölln, 3 Min. 29*/,«»t{ 3. vorwört«, Berlin. 8 Min. 81'/, Set. iD amenbruft st afett« 5X50 m: 1. Vorwill«, Berlin.< M.n. itZ>f, Sek. 300 m>Schwimmen tür Männer: 1. Breißer. Fr. kchw. Neukölln, 3 Min. 4L\ Set; 3. ve d« börner, vorwärt«, Berlin, 2 Min. 55 Gel..Interne» Männer- springen: 1. F. Lisch. Gruppe Westen, 31'/, P. Männerlagen- jt a s« t t««X50 m: 1. Fr. Schw, Reukölln, 3 Min 88'/, Sek.; 2.«or- wörl«, Betlin, 2 Min. 36% Gek. I u g« n d l a g« n st o s e t te 4X50 m: l. Fr. Gchw.. Reulölln, 2 Min. 45% Sek. Nomdinierte Glasen« SX-t! m: 1. Fr. Schw. Reulölln. 4 Min. 2e%Sel. Jugend st asett« 4X50 m: 1. Borw, Beilin. 2 Min 42 Gel Männerbruslftaiett« 6X80 m: 1. voiw.. Berlin. 3 Min. 80«/, Sek. Vereinömehrkampst 1. Voiw.,*Berlin, 40 P. 2. Fr. Gchw.. Neukölln. 40'/, B.« a ss« r. balliptel«: varirält», Gruppe Süden— Welle, Berlin 7:8(2:2); Borwärl», Gruppe Not den— Borwärt«, Gruppe Lichtenberg 5:3(4:0). Frei« Turnerschaft GchSneberg- verli«(Mitgl. d. Btb'fcr> a. Gp.-Bundes). Tonnlag: BeremSwaldtaus in Gaatwinlel. Tleffpuickt"aller Ableitungen spätesten« 2'/, Uhr Blum« Hos. BcteinSturn- und-sportwart« g Uhr vorm. Bhs. Jungserndeide.— Bezirk Schöneberg. Donnerstag: Werdstobend für Turnerinnen. Dienstag: Zusammenturnen und Bor- lurnersitzung.— Bezirk Norden. Sonnabend: Bez>rt«oorsland«sitzung Schöndauler Allee 103.— Fußballbezirk. Jeden Tonnersiag adeoo bei Rosenthal, Bhs. Ebers straße. clhmPia-Nndrrnnbahu. Der nächste Rennlag findet am Sonntag, den Lt. April, nachm. 8 Uhr, statt und hnngt als Haupiereigni« den deutichen Vottsprei«, ein Dauerrennen dinier Moloren über die Streck- oon lOOflilometer in zwei Läusen von je 50 Kilometer. Die Fliegerrennen bringe» interessanten Sport. Der Faltenprei«(ein lange» Plamiensahren) über die Streue von 10 Kilomeler(25 Runden), in weichem in jeder 4. Runde zwei Prämien auSgesahren wilden, wird sich sehr abwechslungsreich geiiätten. Außerdem kommt noch es« kurze« Boraabesabrelt über 1200 Neter(8 Runden) sowie ein Entichädigungt/abren über 300 Meter(2 Runden) und der Gperbe»- Prei«(Zweisitzerbauvtsabren) über 2000 Meter(5 Runden), in dem uoju» besteu Koeisitztruuurujchajieu au de« Start gehen, zur Vuöttagimg. h preußischer Landtag. 11 Sitzung. Mittwoch, den 20.April. mittags 1 Uhr. Präsident L e i n e r t eröffnet die Sitzung. � Einen gemeinsamen Antrag der bürgersichen Parteien und der Sozialdemokraten aus Annahme eine» Gesetzentwurfes über die Bestellung von Mitgliedern de» Reichs» rat» durch die Provinzialoertretungen wird nach längerer Aussprache einem neu einzusetzenden Derfassungsausschujse von 29 Mitgliedern überwiesen. E» folgt die Beratung des Antrages Dr. von K r a u f«(D. Dp.). mit dem das Staatsminil erium ersucht wird, das Gesetz über die Zuteilung der Rest kreis« von West preußen Elbing, Ma- rienburg, Marienwerder, Stuhm und Rosenberg zu dem K o m m u- nalverband Ostpreußen zur schleunigsten Berabschiedung 'vorzulegen. In Verbindung, damit wird der weitere Volkspartei- liche Antrag beraten, den jetzigen Teil des ehemaligen Regierungs» bezirks Marienwerder als Regierungsbezirk bestehen zu lassen und diesem Bezirk den Namen Westpreußen zu geben. Die beiden Antröge werden nach längerer Aussprach« dem Dersassungsausschuß überwiesen. Ein Antrag der Deutschen Lolkspartei auf schleunigen Bau de» Büsumer Hafens geht nach Begründung durch den Ab» geordneten Witt(D. Dp.) und nach zustimmenden Erklärungen der Regierung und der Abgg. Dekers-.Hochdonn(So,.), der den Bau insbesondere als produtlioe Erwerbslos enfürsorg« begrüßt, und den Abg. Hoff(Dem.) an den Hauptausschuß. E» folgt die Beratung deutschnattonaler Anträge auf Aufhebung der Zwangswirkfchask de» Gekreldes. der Milch. der Lulier und de» Zuckers. Abg. Schlange(D.Rat.): Wir sind auf die inländische Pro- duktion angewiesen, die nur gehoben werden kann, wenn der gute Wille der deutschen Landwirte nicht ermordet wird. Der Führer des Bauernzersplitterungsbundes, Dr. B ö h m e(Protestrufe der De- mokraten) behauptet, daß unser Antrag nur aus agitatori- schen Gründen gestellt sei.(Sehr richtig! b. d. komm.) Wir be- streiten das auf das entschiedenste. Wenn die Getreidezwangs. Wirtschaft nicht aufgehoben wird, so ist da» zu einem großen Teile auf den Widerstand der Relchsgetr ei bestelle zurück- zuführen. Di« Reichsregierung muß den Mut finden, auch gegen da» Geschrei der Straße zu regieren.(Ohol-Rufe links.) Die Erbitterung auf dem Lande ist maßlos gestiegen. Die Land- wirte werden durch solche Verordnungen direkt gezwungen, auf ltn rechten Wegen zu wandeln. Bedenken Sie: wenn die Erzeugung knapp wird, hungern di» Städte zuerst. (Zuruf des Abg. L i m b er tz(Soz.): Di« Landwirte aber es sen sich satt!) Das Vertrauen der Landwirtschaft zur Reichs- regierung ist auf das schwerste erschüttert.(Zuruf des Abgeordneten L i m b e r tz: Trotz der bürgerlichen Regierung?) Jawohl, aber hauptsächlich wegen des preußischen Landwirtschoftsminister» Broun. Da» Land kann sich eine Reichsgetreidestelle nicht mehr länger ge- fallen losten, in der die führenden Leute«in Amtsgerichtsrat und «in Maschinenfabrikant sind. Es wird die Zeit kommen, wo die Landwirte»Ine solche Regierung nicht me�r unterstützen und e» nicht mehr dulden werden, als Staatsbürger zwkiter Klaste zu gelten.(Hört, hört! Ohoi-Rufe links.l Abg. Dr. Savfhold(D.Nat.) begründet einen Antrag, da» Staatsminsl erium zu ersuchen, bei der Reichsregierung darauf hin- zuwirken, daß die Zwangsbewirtschoftung in Milch und D u t t e r f e t t und die de» Zucker» aufgehoben werden: Wenn man die Milch erfasten wollt», so wüßte man In jeden Jluhstall einen Gendarm setzen. In Berlin beträgt der 9RiIchprei». der dem Lieferanten gezahlt wird, IA5 M. pro Liter. Abg. Mttkich(Soz.): Ihre(nach rechts) Anträge haben nur agitatorischen Zweck. Sie betreten einen Weg, der für Sie und die deutsche Bevölkerung verhängnisvoll Ist. Wir machen das nicht mit. Die Zwangs- Wirtschaft ist hervorgerufen durch den Mangel an Leben»- Mitteln Sie hat während de» Kriege» nicht funktioniert. Erst nach der Revolution, als die Arbeiter- und Soldatenräte kräftig durchgriffen, hat sie zu funktionieren begonnen. An dem Versagen während de» Kriege» haben die preußisch en Land- rät« schuld. bin, au» diesem Anlaß wegen vermeintlichen Mihbrauchs des in mi' gefetzten Vertrauen, Angriffe g gen meine perfSnsiche Ehre auf mi, . zu ziehen, halte ich eine erneute Wahl des Mivisterpräsiden'en für notwendig. Ich ziehe daher meine unter dem 9. April d. 3. gegebene , AnnahmeerNärung hiermit zurück. Donnerstag 1 Uhr: Wahl de» Ministerpräsidenten, Weiter- beratunq. Kleine Verlagen. Schluß 5H Uhr._ Mietschafi. Die neue GetreZöewirtschast. Schon seit längerer Zeit sind Erörterungen zwischen der Reich»- Regierung und den beteiligten Stellen über die Lockerung der Getreidebewlrtschaftung im Gange, vor einer gänz. lichen Aufhebung der Zwangswirtschaft schrecken selbst entschiedene Freihändler zurück. Daher hat sich auch das Reichsernährung»- �Ministerium nur für ein Umlageverfahren ausgesprochen. Der Rückgang der Getreideanbaufläche und die verminderte land< wirtschaftliche Produktion haben bekanntlich mancherlei Vorschläge zur Hebung der Landwirtschaft gezeitigt. Eine der wichtigsten von ihnen war der Dorschlag des Gen. Braun, der auf eine Der- billigung der landwirtschaftlichen Erzeugung, besonder» durch Sen- kung der Preise für künstlichen Dünger hinauslief. Durch eine solche Senkung der Gestehungskosten sollte nicht nur die Produktion angeregt, sondern auch die Preise für Lebensmittel in erträglichen Grenzen gehalten werden. Demgegenüber ficht die Ansicht der Leute, die auch in sechs Kriegs- und Uebergangsjahren mit ihren schweren Folgen für die GesamtwirtschAst nicht begriffen haben. daß die' Preisanreizpolitik gerade in der Landwirtschaft gänzlich versagt hat und die daher einer Lockerung der Zwangswirtschaft — gleichbedeutend mit Lockerung der Preisschraube— das Wort reden. In dem Gesetzentwurf, der nach einer halbamtlichen Mitteilung nunmehr ausgearbeitet ist, hat diese letzte Richtung de» Sieg davongetragen. Ueber den Inhalt des Gesetzentwurfe»»er- lautet: Hm nächsten Wirtschaftsjahr sind aus dem Inland« für den Be- darf der Bevölkerung, ausgenommen die Selbstversorger, 3)4 Millionen Tonnen Getreide durch Umlage aufzubringen, während der Gesamtbedarf etwa z.Z Millionen Tonnen beträgt. Die Umlage entspräche durchschnittlich einer Belastung von fast 3,5 Doppelzentner auf den Hektar der Getreideanbaufläche und würde ungefähr ein Siebentel der Ernten an Brotgetreide, Gerste und Hafer ohne Gemenge ausmachen, die im Durchschnitt von 1919—1913 auf dem durch den Friedensvertrag verringerten Boden eingebracht sind. Selbst wenn veranschlagt wird, daß die Ernte seit dem Kriege vielleicht um 49 Proz. stch verringert hat, würde die Gesamtumlage von 8,5 Millionen Tonnen doch immer noch beträchtliche Ueberschüfse freilassen. Die Umlage soll von den Ländern nach dem Anteil aufgebracht werden, mit dem sie an dem Ernteertrage von Brotgetreide, Gerste und Hafer von 1995—1929 durchschnittlich beteiligt gewesen sind. Um den Klein- besitz mit einer geringeren Umlage heranzuziehen, da er Verhältnis» mäßig weniger Getreide im Vergleich zu feiner Ernte abgeben kann, sollen die Länder mit viel K l« i n b e s t tz in der Weis« b e- günstigt werden, daß die Umlage für jeden Selbstversorger um einen bestimmten Betrag erhöht und von den Anteilen der einzelnen Länder der gleiche Betrag für jeden Selbstversorger des Lande» wieder abgezogen wird. Innerhalb der Länder wird das Umlage- soll auf die Kcmmunclverbände und von diesen auf die Gemeinden bzw. die Betriebe verteilt. Die den Erzeugern für da» Umlage» getreide zu zahlenden Preise werden von der Regierung mit Zustimmung de» Rcichsrats und eine» Rcichstagsausschustes festgesetzt, während die Preisbildung des Ueberfchuhgetreide» der Entwicklung des freien Marktes überlassen bleibt, wodurch auch dem Schleichhandel das Handwerk gelegt werden dürfte. Die Regelung des Verbrauch» bleibt wie bisher Sache der Kommunalverbände nach den Weisungen der Reichs- getreidestelle. Sie haben die Preise für Mehl und Backwaren fest- zusetzen, die Brotkarten auszugeben usw. Die Einfuhr von Getreide soll zunächst nicht freigegeben werden, um mißlichen Rück- Wirkungen auf die Währungsverhältniffe vorzubeugen. Die Regierung wird dafür Sorge tragen, daß bis zum Beginn des neuen Wirtschaftejahres ausreichende Vorräte an ausländischem Getreide vorhanden sind. E» ist nicht anzunehmen, daß da» Umlageverfahren die Lieferungsfreudigkeit der Landwirte erhöhen wird. Nach den Er- fahrungen beim Hafer, wo es nicht möglich war, die Innehaltung der behördlich festgesetzten Preise auch durchzusetzen, ist zu befürchten, daß auch die Preis« des durch Umlageverfahren aufgebrachten Getreides sich den für dl« im Freihandel erzielten Preisen stark nähern, d. h. bedeutend steigen werden. Eine erhebliche Der- teuerunß de» Brote» wäre dann unvermeidlich.- Die deutschen Lieferungen an Somfetrußland. Die russisch« Eisenbahnkommission veröffentlicht den Plan der russischen Au«. landsbcstellur�en. Sie betont dabei, daß die Aufträge Sowjet» rußlands zur Lieferung von Maschinenteilen in Deutschland um 59 Proz. billiger al» in Schweden und England ausgeführt werden. In der Schnelligkeit der Lieferungen habe Deutschland alle übrigen Lieferanten ü b e r t r o f f e n; eine bekannte deutsch« Firma, die erst im Oktober Aufträge der Sowjetregierunh über- nommen hatte, habe bereit» Im Dezember 1599 Tonnen Eisenbahn- Material abgeliefert. Außerdem verlange England vorherige voll« Bezahlung der Waren, während Deutschland der Sowietregierung die Waren k r« d i t l e r«. SHe neue. PROBLEM Französischer Prunier-, Derby», Pelissoa- Ankauf Juwelen .MaröraUCo. Kanonierstr.9. Metallbetten £tal)16n>l)tatatrati(n, Blnber- Ittn. Polftir an ledermann. Katalog fr. Elionmobeliabrlk, Sohl in ThOr_«Mb Damenlaschen mtuuu/HnHiintmuinwtuHiuiuiniHumKiHiimiiNiiiHuttntHiut stets das Neueste teht pteltwerH P.tRadoab&C? Berlin U/, Leiptiger Str. tXi-23.. Teppiche J Cogaac ** U Wplnhranrl-Vppsphnlft„i. 42 Soeben erschien! Soeben erschien! Russische Korrespondenz Unmmer 3/4. sssfib* Inhalt; H. Lenin i Die«egenwlrtlge Lage Sowlet-RuBland». ntede auf dem X KongreS der Kommunistischen Partei RuSlands)/ Karl Rndehi Der X Koncre» der Kommucistlschen Partei RuOlands./ Materialien zur Frage des Anfhaues der Partei./ Materlailea znr Frage der Rolle and der Anfgohea der Oewerkacbaftea./ Karl Radekt Die Inneie und iulere Lage Sowiet-RuSlands und dio Aufgaben der Kommunistischen Partei RuSlands./ N, Lenin t Das Ver- hiltnls der Arbeiterklasse zum Bauerntum. Rede auf dem X KongreB der Kommunistischen Partei RuBiands)/ L. Kamenew I Die Sow)etrepubllk In der kap taliatlschen Umzlnglung(Rede aul dem X KongreB der Kommunistischen Partei RuBiands.)/ Karl Radekt Kronstadt. 7 M. Lenin I Die Arbeiter und Rotarmisten.)\ Die Brtellnng von Konzcaaioaan an daa analAndlsche Kapital (mit drei Karten».' A. Rjkowi Resultate der aufbauenden Titlgkelt der zowjetregierung./ M. Bogdnaow: Die Bauernwlrtschaften In Sowlet-RuBland E"de 1420./ A. Swldeiakli De niehsten Aussichten der Lebesmittelversorgung./ lltuatratlonen and DeMagen t Füm Piakaie. iM�hHapKonrtpitot. l rtral I«neikarlsn._ 160 Selten (Mehrlarbendruckt)./ Drei Landkarten. Preis« Uk. Zur beziehen durch Frankes Verlas Q* m. b. H., Leipzig kauft man am besten in dem seit 50 Jahren bestehenden Teppichhaus Brünn Hackescher Markt4 wd Bahnhof BOraa GroSe iuswatil! Billigste Preise! Spezialarzt Dr. med. Kochen für Syphilis, Harn-, Frauenld-, Schwäche. Ssi-arsan-Kuren. Behandlung schnell, sicher D schmerzlos ohne BerufssiOr. Blutunters. FJd i. Harn usw. Frleilrlctistr.ll, KÄ» lönlgsU.&5Ue,Ätr 10— l, 5—0; auch Sonnt. 10— 1. Tellzahl. Separ.DamenzImmer Gänsefedern füDfrtitgf, euch un- gertflen, aus erftet "anh. Aul Teilzahlung! Anzüge lür Herren nBnrseben fertig nad nach MaB Prima Verarbeitung! Slolzmann Belle Allianceslr. • lOO• Veinbrand-YersciiniU nasch. 42." Deutscher Weinbrand m,i rasche 45.n Eler-Cognae Fi. 89.-, Echter Sherry Fl. 24.., m. 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KöniporHtzer Str.: ISOUhrr Rugby Morgen: Rugby Komödienhans: Allabendlich 7.30 Uhr; Die SachemitLola mit Max PalUnberg Berliner Theater: Altabendlich 7.15 Uhr: Volksbühne TheateT am Bülowplatz. 7 Uhr: Das Posfamt und Die Komodle der Irrungen Casino-Theater Lothringer Str. 37. Tägl.,,'.8 Wieder ein neuer Schlager! Bollrich&Sohn Volksstflck in 3 AufrUgen Berlin. Humor: Berlin. Typen Einaig In Oroß herlln Sonntag 3 /,: HStlcncinalen. Lessing-Ttieateri'ö8 Fönes caprice � VI, Uhr: Von ftrseüS-IiJllteniaofets Freitag 7'/,: Ein idealer Gatte Sonnabend und Sonntag: Von Morgens bis Mitternachts Mont. Vit Plomme! Letztes Auftreten von Käte Dorsch)[ Donlsclies Kfinsder-Tbeater AUabcndlich 7' z Uhr: DieMarQuisev.Arcis (Konstantin, Veldt) Residenz- Theater Täglich 71/, Uhr: a Oranienb. Tor. Tel Nd. 8650 Neues Programm: Der kcaztrlie Josef Sei» Zlotieli Am BaiieNtmnd mit Perd. Grünccker Vorverkauf 11-2 u. ab ft U'rr Kösigstadt-Theater Baltnltoi iannowltzbrückc rägl.7.30 Gala-San-et Im Baltanal TANZ Im Thealcr i. d. König gräizer Sir. Morgen, Freilegt Die 25. Aufführung des neuen Lustspiels v. Wilh. Speyer: ugby HAUPTDAKSTBtLBRt Albert Steinrnck, Erike GISßner, Peul Bildt, Friede Richard, Anton Poininer, Gustav Boil, Mergereie Schlegel Zirkus Busch Sarraseni Tägl. 7, Sonni. auch 3 Ui r 1 Pers. Aultret.: H. Stosch[ Sar a-anl m. s. E cfamer I VeuerS ii Ipl Wa serpant. I Prärie und Putita. I Vorv 7'rkusl<-sse n Ti"ii| Paul W egener. Lucle HOfllch, llka Grflnlng, N Edgar I Icho. Stg.'M; Lady Winderta.Fächer Trianou-fheater 7»/, U.: R D 8 B hl von He' mann Sudermann. Olga Limburg, Katela Toclle, Käte llaack, Herrn. Vallentin, Franz Schdnentann, Heinrich Schroth, Wilh. Bcndow Sonnt. 4 U.; Kammermuslh Kleines Theater Hilde Wörner, Ralph Artur Roberts, Uachl Blleot, Herbert Klper, Paul Rebkopl Central-Theater ufi Die Postmeisterin äkentaeties Opernhaus «■/.uhr: Tannhäuser ■Trledr. VVIlheliiist.Th t'/.u.: Hoheit die Tänzerin Kl. Seliansplelhaas v/t uhr; Reihen Kominehe Oper k/. u.: Loderchen Imutspielhnn« T/. Uhr: Arnold Rleck In Die spanliche Pllegt Setropol-Thoatpr uhr Die blaue Maznr Renen Operetteuthaat. T'/z Uhr: Pritz Werner Der lachende Ehemann• Kouea Volkuthcater ' uhr. Rose Bernd Rehlller-Theat.Charl. iv.uhr: Doktor Klaus Thalia-Theater 7V. uhr Mascottchen Th.azn Xallendorfplata Vlt Uhr: Drei Junggesellen uhr Der Vetter ans Dingsda Theater des Westens Vit uhr: ScbvalbeiihQchzelt ThsledsKomtnandantcnstrs vit uhrD&r verjüngte Adolar Wallner-Theater w.uhrDieTanzBrSün W alhsl i a- Theater vi, uhn Fledermaus Cewertelubühiici Bes ellumjen für die ge- schtoss. Vorstellungen v. Die goldene Freiheit Volksstlick mit Musik von T h Gohr können a. d.d Bestellkarte gesch»b. a. d. Ocschäilsst. Keliz Mensow, Burpslr. 28 Zimmer 12. Tel Nd. 10966 Ab 2 Mai läg'ich: Die goldene Freiheit Varleii«Calc oriizplatz OranlcnslralsC 53 54 Täglich H Uhr: Eilte-Programm Käusser 23. u. 24 AptP. 7. atloaliotel, fTtirbtidilfr 105(Sinlr.lO. Itfbft »Die Wal>rhelt' üb b. Menschen ckristus NiSMüseiillsse ö?t SAM v. VW. , GmM zu terii!!. LI te�SÜRUer' 7lm Freitag, den 2». Air«. Ii, IG mit' vi akend« 3 UhL bildet im Rose». thaier Hof, Berlin L. Roitn- ihaler,'trabe tl/12. eine Thealei am Aottouae» 1 or Tel.; Moiltzpl. 1607/. Tägl 7', u zu halben Preisen Sonntag; nachm f Uhr J 4 W Hervorragendes /.prB Jubüäums-Prayrsimn! u. a.; zwei lustige Rlmkier- „Ein Tag in Posemnckel" und „Eduard der Tugendhafte". iBSSChiiD-Versarnffliimii mit folgender Tagesordnung I. Abnahme der Rechnung des Jahre» 1020(Bericht des doasMssas i R'chnungsausschusfe». En«. M- sayem B i Fiiedrlc�str v4-9ta Prusrammhanlnn 8 Uhr Kdmitals Palast 7lt Uhr: Abrakadabra Treff® TanrparadiesZeitZ In den Zelten(Tlercsrten) Sonnabe.d. den 36. Aprli; Btütenfesk Feennatre Bcleu hiung Eck.: Albert u Otto Frbc Die neue Sehenswürdigkeit! ORRENT Hochbhf. Schlesischcs Tor D«a.ch3nste Variet6-Cabaret-Caf6 8 u."'« u. vuroehm.te fofturg über die AdSndetiing des 5 2t der«tafsrnlatinng ! lErHübuna des Hausgeldes). ! z. Aus Wunsch des Ange» NefI!ewAn»|chusfes: nochmalige i Beratung und Beschlußfassung I»der Aendernng der Dienst- ! Ordnung. 4 Verschieden es. D>e /ugesandte Legitimation ist am Eingang vorzuzeigen. Dar Tlozrflniib. *16. Palzl», Vorstkenbet. Rod. Srügee, Schristsührer. Mg. vml WkeLiMe Berlin- Pankow. «gemäß unserer Satzung geben wir hiermit detannt. daß an Stelle der ausgeschiedenen Rarstundsmltglieder Sosemaan und Lübecke die ieiurrzett gewählten Ersatzmänner Hermann Schmofdt, Berlin. Adollstr 2f, und Hart fchtlf, Berlin-Pankow. Florastr 72, ewg südrt sind. Als 1 Borsttzender Ist Herr Otto R:bman->, Berlin- Panlow, Mühlenstr?g, gewähll worden. Berlin-Pantow 19 Sprü>921 Der vorstand. 18 19 c< So vte Gemeinheit Ein lästiges Spiel in I Akt mit Prünzl B'.enke vom Apollo Theater Berlin und Paul Rückmann Auserdem; 10 Variet6r Attraktionen Jeden Freitag: Liite-vastspiel- Abend Anfang 7,/3 Ulir, Sonntags 6 Uhr« Donnerstag, den 21. April, nachm. 3 Uhr Rennen zu Karlshorst 1 7 Rennen• Mukj*' ZSSSlSL 9 Tuehfabrik-Kivderlage® von H. Lamprecht. Berlin- Zccplonz, Bauchest r IT, uertauM Damen-, yerrenftost» tu Fabritprnlzii an Private. ®utc dauerhoitt Harrenstafte von 45 M.. an aulwärt» «iZmWIel-plano uns kMge! � �VIRTUDUAI P Vadbetrieb l Bieuiritcbt Beides verein: ßi" K Unvcrbind Iche Voifühiungl � k Römhildt A.= G. j n 60, Leipziger Sir. 110120. L Stocü Az. Ällgem. Qrtskrankenkasse der'Siadißcfiin-Scliänehsrt!. Am Freitag, beu 2«. April 1921, adand» 7 Uhr, findet im stetchensaal der Demeindrschule, Feurigstr 57158, eine ordentliche WWHIM mit folgender Tagesordnung ! statt: ' L Beriefung de» Brotololls der Irtiten Ausschutz-Sitzung. 2. Annahme derZahresrechnung IZZ» und Bericht der Kasten. > prllier. 8. RadidrwMigungen zum Hwishaltsauschtag 19S0. 4. Satzungsänderungen. X stusnmmeniegung der Kran» tenfastrn tm Berwaltungs- detttf XI. A Kastenangrfegenheiten. Dtt Sitzung ist nicht Sstent- lich. 18,17 Der vorstund. F. Krukazv, Fritz SenB, Bot fitzender. Schrift! llhrer. Metall ankaufssteile Osten. Gruner Weg 1k zahlt Tagespreise für Kupfer, Messing, Blei, Zink etc. Vekanntmachung.. «Suöl bc« AitöfchusteS be* Jt.nhngs.Kran.ch«?f>ffe ber Dach.. Schiefer- nnb ZikgeIbeeker.J»»u.lg zt» Ocrütt. DU Wahl be» Au»schtiste» der Innmigs-Krankeniaste flttdet statt am INlttmach, den 8. Sont 1921 und Beginnt um S Uhr und endet um 8 Uhr nachmittag» Ort der Wahlhandlung: Da» Kastenfokal Waldemars tz. 48 Gemäß§ 48 der Kastensatzung find 8 Arbeilgeder und 12 Ersatzmanner, 12 Berficherte und 24 Ersatzmänner zu itlählen. Die Wahlberechtigten der Zunungs-Kranlenkaste«erden zu dieser Wahl emgeladen. Dl« Wahlen sind geHelm. Gewählt wird gemäß den tvezinm lätzen der Berbä!inl»wahl nach näherer Besiiinmung der amstn» genehmigten Wahtordnung Danach geschieht die Wahl nav? dem Sastem der sogenannten streng gebundenen Liften. Dt« Wohlderechtigten sind an die eingereichten Wahioorschläge ae- dunden und tSnnen sich bei der Wahl nur ssir einen der recht- zeitig einaereichle» Wah.vorschläge entscheiden.— Aenderttngen daran sind aur geschloffen E» wird anheimgegeben, bi» zum 10. Rai 1921 Wahlou» schiäge an den unteezeichneten B rsiand bttrdz Bermilielung bec Kastenvrrwallung Waibemarftraße 48 e nzurrchen. Borlch.age. die später eingehen, werden nicht betülfüoulgt Die Wahioorschläge. welche siir die beteiligten Arbeitged.r und Berstchertetz getrennt anizu stellen sind, mästen»an mindesten» 3 Wa dl berechtigten der betreffenden Gruppe(Aibeitgeber.... Ben- stdiette....) unterzeichnet fein. Die Brdettgiber, welche eine« Wahivorschlag unterschreiben, msisten zusammen zur Abgabe pon mindesten» 9 Stimmen berechiigt sein. Jeder Wahlvoo- schlag darf nicht mehr Bewerber nennen, al» Bertteter uno Ersatzmänner der betreffenden Gruppe zu wählen sind. Di« einzelne» Bewerber find unter iauiendee Nummer auizufurrrn. weiche die Reihenfolge ihrer Benennung au»drsi>ft und nach Familien, und Bor.(Ruf.) Namen, Beruf, Wodnott und Woh» nung zu bezeichnen. Bei Be- sicherten Ist auch der Ardeitgeber, bei denen sie deschäsiigt sind, anzuaeben. AI» vorgeschlageiz gilt nur derjenige, der bei Einreichnng der Liste seine Bereitwilligkeit zur Annahme der etwaigen Wohl durch Untt.schrts! ans der Lifte erklätt hast Bei den Wadlvorschlägen der A.dekt» geder ist eine solche Erilärttng nur iiisoweil erforderlich, al, den zur Wahl vorgeschlagene Arbeitgeber nach ß 17 der Reich»» ' mmumum'-----" M«ahk Unterzeichner zu bezeichnen. Ist die» unterblieben sa gilt der erste Unterzeichner ai« Vertreter de« Wahivarschiages und, samett e.,...»_____ r___ in.„t- 1»;.. sz.ta'lr.ere eine Rethenfoige e:tennbat ist, * Wohl, bec zweite ai» sein Stellvertreter. Der Wahlvorschiageverireter ist berechtigt und»er- pstichtet. dem unlerzeichnelen Borstanb die zur Beseitizuttg etwaiger Anstände enorter.ichen Erklärungen abzugeben Die eingereichten Wahivorichiägk werden nach der Reihe» folge ihres Eingantes mit Ordnuvgsnummern versehen. Der Wähler kann nur einen solchen Glimnizeltrl adaedaZ. bei die Ordnungsnummer einer der Wad'.vorichiaae enthalt. Die Wahlvarichläge tSnnen nach ihrer Zulassung bei her GefthafissteUe der Kasse eingesehen werden. Wählbar find nur vollsährtge Berficherte deutscher Staat» angehSrigteti. Nicht wählbar Ist! 1 wer iniolae stralzerlchMcher«eruttellnng die Fähigkeit zur Betieidung Sstenilicher Aemter verloren hat oder wegen eine» Perbrechen» oder Vergehen«, da» den Verlust drei» Fähiafeit„ut Folge habeit tonn, verfolgt wird, soll» gegen thn da» Haaptoetsahren eröffnet ist! 2. wer infolge gerichtlicher Anordnung w der Berssigung sidrr sein Vermögen defchräntt ist. Weder wahioerrchligl noch wählbar find Berstcherung»» pstichtigr. die Mügilrder einer Ersatziaffe lind und deren»Igen» Rechte und Pffichten aus ihren Antrag ruhen. Da» Wahlrecht ist in Perlon auszuüben.____'. Auswnst Uder Wahlberechtigung kann sede» Mitglied durch Einsichtnahme de» Mltgiiederverzeichniffe» bei der Grichans- stelle der Kaff» erhalten. Elwatgr Einsprüche gegen dtr Rtch»gtett der Wahlberechtigung sind dei«ermeidung de» Ausschlw''e» spätrsten» bi, 10.«ai 19« unter Beifügung van 3eu:zr mittein bei dem Kaffenvorstande einzulegen Die Wahitiandiung leitet ein Wah ausichuß Be. der Wa 1)1- hand ung ist der Wahlausschuß desuai. d e Wahiderechitgung der Wähler zu prüfena Es impstehlt sich daher, einen«uswet» hierüber(Qinttungztarte, Bescheinigung de» Ardeitgeber» u.be:gl| mitzubringen.. �„ Zun Wahiraum'haben nur dir wahldrrechtlgten Arbeit» gebet und Kaffenmitgllrder Zutritt Da» Ergedni« der Wahl wirb alsbald von de« Borstanb« gemäß 5 TS der jhaffensotzung bekanntgegeben. Alle weiteren ans die Wahlen sich be.Uek'endeil Bestimmungen ergeben sich aus der Satzung und der dieser angehängteu Wahlordnung. E» wird darauf hlazrwiesrn, haß, weuu our ein Wahl» oarschlaa oarhandrn ist, gemäß st 9 der Wahlorduuug dl« Vorgesch.ageuea dieser List«- ahn» Stiinrnrnabgudc— ai» g«wäh t gelten,'»daß für dl« tu Betracht kommende Gruppe eine Wahl nicht»orzcuehmeu ist. Ist 11 Berlin, den 16. April 19)1. Snnnngu- ftruntenfasse der Dach-, Schlafet-»nd Siegel- detfac- 3nnnng zu Bcctiu. Der Vorstand: Georg Kredo, Vorsitzender. Jedes Wort IM. und Schlatstcllenanxelgen Bai erste Wort Das fettgedruckte Won I.SO M.(zulässig |. Stellengcs ettgcdruckt) 2 letlgeäruckte Worte). Stellengesuche __________ eigen das erste Wort(ie jede« weitereWort 60 Plg. Worte über 15 Buchstaben zählen doppelt W Kleine Anzeigen( für die nächste Nummer müssen in der Haupt-Expedition de« Vorxärts, Berlin SW 68, Llnden- strassetl ad eteben werden. Gedflneivondllhrtrah bis 5 Uhr abends Anzeigen bis 5 Uhr nachmittags Verkäufe Rzeuz- 78 SR. 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Kein(Berin- gerer als Lenin beweist setzt, daß diese beiden Einrichüm» gen sich mit dem Kommunismus ausgezeichnet vertrogen. Darüber meldet.Dst-Expreß" aus Helstngfors vom 20. April: Auf der Moskauer Konferenz der„Äcmmumstifdjen Partei- jenen' führte Lenin in seiner Red«(deren Lnfang gestern ge- meldet wurde) ferner au»: Der Freihandel werde einen Staatskapitalismus zeitigen. Die Desorganisation. Reizmittel» und Rohstoffmangel und die Zerrüttung des Transport- wesens hätten dazu geführt, daß gleichzeitig mit dem Sozialismus noch die Klein-Jnduftrie sich in Svwjet-Rutzlgnd erhalten Hab«. Unter diesen Umständen würde der Staatskapitalismus ein« Zu- fammenfaflung der Klein Industrie bedeuten. Die Konnnunisten brauchten die Entwicklung des Staatskapitalismus nicht zu fürchten, da sie selbst ihr bestimmte Grenzen stecken könnten. DerKapita- licmtis unter der Kontrolle eine» Staate», in welchem da» Proletariat dl« ganze Macht iu Händen halte, widerspreche nicht der Idee de» Kommunismu». In solchen Purzelbäumen nach rückwärts bewegt sich jetzt die bolschewistische Dialektik. Es lohnt sich wohl kaum. auch Deutschland noch nach russischem Muster kaputzuschlagen. um zu den gleichen Ergebnissen zu gelangen. Ein weiteres Beispiel der bolschewistischen Rückwärts- entwick'ung liefert ein neues Dekret, welches anordnet, daß versuchsweise den Arbeitern außer ihrem Geld- und Natural- kohn ein Teil der Erzeugnisse ihres Betriebes zugewiesen werden soll. Der auf dies« Weise gebildet« Warenfonds soll entweder unter den Arbeitern für ihren Eigenbedarf unmittelbar verteilt oder durch Vermittlung der lokalen Konsumgenossenschaften gegen ander« Waren ausge- lauscht werden. Für die Betriebe, in denen nach Art ihrer Erzeugnisse diese Regelung undurchführbar ist. ordnet das Dekret an. den Arbeitern die Möglichkeit zu geben, nach Schluß der Arbeitszeit mit den Betriebsmitteln Bedarfsartikel für den Austausch herzustellen. Es dürfen so- gar Gruppen von Arbeitern ihre ganze Zeit den neuen Vroduktionsgattungen zuwenden, wenn die übrige Belegschaft Gewähr dafür übernimmt, daß die Produktion des Betriebes dadurch nicht-geschmälert wird. Das Dekret bildet ein Zu- Geständnis an die Forderungen der noch zuletzt auf dem kom- munistischen Parteikongreß als syndikalistisch bekämpften Gruppe der„A r b e i t« r o p p o s i t i o n' und einen völligen Bruch mit der bisherigen Politik, da die Entlohnung der Ar- beiter durch Erzeugnisse stirer Betriebe bisher streng ver- pänt war. Renal. 20. April.(MTB.) Der I.-Moi-Feienag fällt in Sowjet» nißland auf den Osterfonntag. Das Zentralvollzug»» komite« macht darauf aufmerksam, daß die religiösen Ge- fühl« der Massen unter keinen Umständen durch un» vorsichtig« Wort«»«rletzt werdcn dürfen.(Wem, die deutsche Sozialdemokratie einen ähnlichen Standpunkt vertritt, dann w-rd sie von den Adolf Hoffmonn und Konsorten als konter- -evolutionär und opportunistisch beschimpft. Di« Red.) Der Zasciftenschrecken. Rom. 20. April.(EP.) Eine Abordnung der sozialipi- s ch e n Parteien und de» Gewerkschaftsbunde» mit den Abgg. Bacei, Duzoni und Zanardi an der Spitz« ist beim Mi.nisterp'-Ssidenten gegen die Gewaltakt« der Fascisten vorstellig geworden. Sie erklärten, es fei den sozialistischen Massen untnögllch, am Wahlkampfe teilzunehmen, da in einigen Provinzen di« immer schlimmer werdenden Vergewaltigungen durch die Fa»cist«n andauerten. Einig« Gewerkschaftcn hätten de»- halb die allgemein« Stimmenthaltung bei den Wahlen gefordert. Eine Wahlenthcltung der Sozialisten hätte jedoch den Rücktritt der sozialipischen Gemeinde- und Pro» vinz Verwaltungen sowie die Aufgabe aller Fürsorgewerke und Arbeit»ämter zur Folg«. Die Kommission verlangte die Woh. rang de» Gesetze» und vollständige Wahl- und Etimmfreiheit. Ä i o- l i t t i erklärte,»r arbeit« Verfügung«» an die.Präfekten au», um die Wohlo ordere, tung und die Stiwmsreiheit zu gewährleisten und alle Gewalttaten energisch zu unterdrücken, von welchcr Seit« sie auch kommen. WTB. meldet inzwischen«eitere Brand st iitunge» an kommunistischen Privathäusern durch die Fascisten in£; 0} a n v. Gs wurden mehrere Personen getötet, andere verletzt'imd einig« Verhaftungen vorgenommen._ Tirarüs Mühlen mahlen langsam...' Alalnj, 20. April.(TU) Don der neuen Zollgrenze zwischen dem befetzten und unbesetzten Gebiet, dl« von der Entente heute in Ausführung der Londoner Sanktionen aufgerichtet worden ist, ist w den frühen Morgenstunden des ersten Tages ihres Snkraft. tertens noch wenig zu merken. Der Persvnenver» kehr ist bisher nicht wesentlich beeinträchtigt. Ander Uebergongsstation ist lediglich der übliche Aufenthalt von wenigen Motten im Schnellzug Frankfurt-Wiesbaden und die Kontroll« der Gepäckwaren durch rineu einzigen französischen Unteroffizier bemerkenswert. Eine Revision des Handgepäck» fand nicht statt. Lm Güterverkehr machen sich infolg« größeren im Fahrplan nicht vorgesehenen Ausenthalt» Störungen be- merkbar. Mannheim, 20. April.(TU.) In Biebesheim. Ludwigs- Hafen und Worms fanden bis jetzt kein» Bifitationen der Reisenden und de» Gepäck«, statt. Anscheinend haben dl« Franzosen ihre Vorbereitungen noch nicht beendet. .*. nnd schlecht. Köln. 20. April.(WTB.) Wie die hiesige Eisenbahn» direktion der.Kölnischen Zeitung" mitteilt, besteht ein Unter» schied zwischen der belgischen und der englischen Zone. In der ersteren hat die Kontroll« de» Güter» uwd Poftv»rt»hr»totsächl!ch eingesetzt: k der englischen sakf�i« Kontrolle heut« im Lause de» Tage» beginnen. Da aber zu» Ueberwachung de» P ostverkehr» englifcherseit, die nötigen Organ« noch nicht bereit sind, wird damit gerechnet, daß in dieser Zone di« Zollgrenze zunächst überhaupt noch nicht in die Erscheinung tritt. Wie die Handhabung in der Gegend von K o b l e n z und weiter südlich vor sich geht, fft bi» zur Stund« noch nicht bekannt. Heute morgen glich der Bahnhof Derendorf schon einem Warenlager. Aus den Bohnsteigen lagen allerlei Waren au» Güter- und Personenzügen. Die beut- schen Zoll» und Bahnbeomt« geben stch all« Muhe, den Berkehr schnell und glatt abzuwickeln, ober«a» heute vormittag beobachtet werden konnte, läßt berechtigt« Zweifel zn. ob«in regelmäßiger Verkehr aus die Dauer möglich ist. In Sachverständigentreisen glaubt man, daß Bahnhöf« wie der «n Derendorf sehr Mb Vollständig nerflvpfi(da»«den.| Reichstag unö Sonöergerichte. Präsident Oöbc begrüßt b?t Abgeordneten nach der Osterpause. Er fährt fort: Als wir das letztemal vor«ehr als einem Monat auseinandergingen, hatte di« Abstimmung über Oberfchlesteu gerade begonnen. Das Schicksal dieser deutschen Provinz ist auch heute noch nicht entschieden. Wir danken allen, die unter schwierigen Umständen und mancherlei Gefahren zum Trotz für Deutschland gestimmt haben. Mit 710000 gegen 471000 Glimmen, mit derMehrbeitseinerGemeinden.mit Einstimmig- kelt seiner Stadt« hat Obersch'.esieck für Deutschland g«- stimmt.(Deisoll.) Wenn wir uns einen Augenblick vorstellen, daß die gleichen Zahlen f ü r P o l« n gegen Deutschland gefallen wären, so wären die Instanzen der alliierten Mächte keinen Augen- blick zweifelhaft gewcsen. wohin sie dos so votierend« Land, das Ganz« schlagen würden.(Lebhaste Zustimmung.) Dieselbe Ge- rechtigkeil fordern wir auch für uns, denselben Respekt vor dem Mehr- heitswillen fordert das oberschlestsche und dar deutsche Volk, Wir können nur warnen, daß in einer so unheilschwangeren Zeit neu« Kriegsherd«, neue Reibungsslächsn, neue Schwächungen dez miktel- europäischen Wirtschaftrlebens geschaffen werden. Oberschlefien hat sich mit Mehrheit für Deutschland entschieden, bei ihm muß es auch bleiben, webhaster Beifall.) Levis Llaukoverzlchk. Präsident töbe teilt ferner mit, daß«in Schreiben de» Abg. Levi (Komm.) eingegangen ist, in dem«» heißt:.Ich habe ein Blanko- formulär unterschrieben, wonach ich mein Mandat niederlege.(Hört, hört!) Ich widerrase hiermit diese Erklärung.(Heitertest und Hört, hört!) Präsident töb«: Sollte diese Erklärung noch eingehen, so gilt sie im voraus als widerrufen.(Große allgemein« Heiterteil.) ch Au? der Tagesordnung stcht ein« Interpellation der Unabhängigen über die auswärtige Lage. Ein Vertreter des Auswärtigen Amtes erklärt, daß der Außen- minister die Interpellation in der g« s ch ä fi s ordn un gs- mäßigen Frist beantworten werd«. Der Außenminister legt Wert darauf, daß die Beantwortung sobald al» irgend möglich erfolgt. Abg. ecdebour(U. Soz.) fordert schleunig« Erörterung der auswärtigen Lag«. Präsident Löbe: Das liegt im Interesft des ganzen Hauses. Eine entsprechende Interpellation Arnstadt(Dnack.) ist ebenfalls schon eingegangen. Es lolgt di« erste Bevastiug eines Abkommen» mst den alliierien Hauptmächten über die Festsetzung einig«? Abschnitt« der Grenzen des Saargebleks. Abg. KordI(Dem.): Di« sogenannte Völkerbunds regicrung im Saargebiet unterbindet rigoros den kulturellen Zusammenhang der Einwohner mst den Deutschen im Reiche. Ein Rundschreiben der französischen Bergwerksverwaltung sucht aus di« Beamten einzu- wirken, daß sie sich naturalisieren lassen. Vau ueulraler Verwaltung ist keiue Rede. Am 1. Mai kommt zur Fraukeulöhaung den Bergarbeiter auch die der Post, und Bahubeamten. Dann muß auch da? letzte Viertel der Bevölkerung zur Frankenwährung übergehen, also Anichfasi an Frankreich suchen. Die Bergarbei:«? »erwünschen heute schon die Frankenwährung. Wir können den Saarländern nicht helfen, wir vergessen sie aber nicht, bis das Saarland wieder mit dem Reiche verbunden ist.(Beiiall) Abg. Hoffmanu-Ludwigsbafen(Z.): Als geborener Saar- länder schließ« ich mich den Ai?führang«n de, Abg. Korell voll a n. Die Obhut des Völkerbundes ist den Saarländern zum Ver- h ä n g n i s geworden. Die geqenseitig«» brüderlichen warmherzigen Gefühl« zwischen unseren deu'schen Brüden, im Saargebiet und den Deutschen im Reiche können kein e Zollgrenze der Entente und kein« ander« Mahregel zerstZren.(Beifall.) Da» Abkommen wird einem Ausschuß überwiesen. Der Gesetzentwurs über di« Verteilung des Gewinns der Reichsbank für das Jahr 1020 wird dem Haushaltsausschuh über. wiesen, ebenso t«r-Gesetzentwurf zur Aenderung de» Bank- g e s e tz« s. wonach die Borschrist, noch der der Teil, der im Umlauf befindlichen Reichsbanknoten, der durch tursfähiges deutsche« Geld usw. gedeckt fein soll,«in Drittel nicht unterschreiten darf, bi» zum S1. Dezember 1S2S außer Kraft gesetzt werden soll. Ein kommunistischer Antrag fordert soforklge Haftentlassung des Abg. Thomas(Kom.) au« der Gefangenenanstalt Londsberg in Bayern. Präsident Löbe teilt mit, daß ibm«in Schreiben de» Abg. Thomas zugegangen fei. w dem dieser um S ch u tz bittet. Ich Hab« Mich durch Vermittlung des Reichsminister» des Innern an den bayerischen Mi- ntster des Innern gewandt, ob etwa ein« Verletzung der Im- wunität vorliegt. In einem längeren Schreiben wird dargelegt. daß eine solch« Verletzung nicht vorliegt. Abg. Trimborn(Z.) beantragt die Ueberweisung des An- trage» an den T?sKäuzordnung»au»schuß. Abg. Geyer(Kom.) verlangt Freilassung de» Abg. Thomas. indem er auf»in Schreiben desselben hinweist. In diesem«klärt Thomas, daß er in sehr raschem Derfabren wegen Ausfvrderung zum Hochverrat und Aufr»lzung zum Klassenhaß zu L Iahren Gefängnis»«rnrieilt und während der Haft mst Strohflechten beschäftigt worden sei. Durch«in» ausführliche Ichaltsangab« de, Dortroges, wegen dessen er verhaftet und verurteist wurde, sucht Thoma» klarzulegen, daß er weder zum Generalstreik noch zur Revolution aufgefordert habe. Das Gericht nahm aber an, daß. wenn auch nicht vom lImstiÄz g!-sp rochen wurde, dieser«der doch gemeint ge- wefen sei Da er nach dem Vortrag rasch zum Bahnhof eilt«, um seine» Augsburge" zu erreichen, habe man Fluchtverdocht ongenamnwn. Der Redner ersucht um sofortig« Annahme des An- träges. Abg. Müller-Frank«(Soz.) ersucht wn Klarstellung de« Fakle» Thomas in einer Ausschußverhandlung. Sollten sich di« Angaben des Abg. Thomas al, zutreffend erweisen so müßten wir auf dos energischste gegen ein solches verfahren protestieren. Abg. Schficklng(Dem.)! Wenn ein Znsammenhang zwischen den Vorgängen in Mitteldeutschland mck» dem Bergeben des Abg. Thoma» besteht, dann wäre die Immunität noch Art. ö? der Verfassung nicht verletzt, denn die miiteldenlslhen Verbrechen sind gemein« Verbrechen. Allensalls sollte der Gesckjäfisorb« nungsau-fchuß möglichst rasch arbeiten. Abg. Ledebour(U. Soz.): Da kein Zweifel bestehen kann, daß die Immunität des Ab«. Thoma, nerletzt worden ist. ist jede Lusschußberatung Lberflüsstg. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Anabhingigen und Kommunisten dem Geschäftsordnungsausschuß überwies«?-� Die SluSuahmegerichte. E» folgt di« Beratung de» schleunigen Antrage» der Unabhängigen, der die Aushebung der Vera. rdnuN- gen des Reichspräsidenten für den Bezirk Groß-Hrnn- bürg, für die Provinz Sachsen, für di« Regier, mgsbezirke Düsse!» dorf, Arnsberg und Münster und übe? die Bildung außer» ordentlicher Gericht« fordert. Abg. Dr. Rosen Wd fU. Soz.): Die Ausnahmegericht« sind unzulässig; der Unterschied zwisch« Ausnahmegerichten nnd Sondergerichten ist nicht einmal s den Juristen klar, wieviel weniger dem deutschen Volk«. Es ist ein« ~ lächerliche Begründung, wenn man sagt, daß man den Gefangenen, die nachher doch zu Zuchthaus verurteilt werden, einige Tage Unteriuchungshaft ersparen will. Die einfach» steu Bkchlsgaranllen fehlen in diesem Verfahren. Jeder gemeine Verbrecher Hai es befler als diese politischen Gefangenen. Zeugen- Vernehmungen werden meistens abgelehnt und ein« Berufung gegen das Urteil findet nicht statt. Das ist eine barbarische Justiz. Fast die Hälfte aller Angeklagten besteht aus Iugendl'chen, aber die Richter setzen immer ahn« weiteres die erforderliche Einsicht voraus. An der Spitze de» Berliner Ausnahmegerichtes hat man keinen anderen Richter zu setzen gewußt, als den R> ch t e r H i l l e r s. Die Aufforderung zum Generalstreik wird überall von den Gerichten als Auf- forderung zum Uvgehor'am gegen di« Gesetze beurteilt. Do untergräbt man die Koalitionsfreiheit. Der deutsch- nationale Redakteur Lebiu» bekam für selne wiederholt« Aufforderung zum Mord 1000 Mark Geldstrafe, aber die Aufforderung zum Generalstreit wird mit 3 Monaleu Ge- sängnis bestraft. In dem Prozeß gegen die sogenannten VlientSter der Siegessäule wußte der Staatsanwalt jede Aufklärung darüber zu verhindern, daß dies sogenannt« Attentat ein Werk von Lockspitzeln gewesen ist. Wo bleibt demgegenüber die Strafverfolgung der Kapp-Rebellen und der Kriegsverbrecher? Wenn«» dem Staat», anweilt damit Ernst gewesen wäre hätte er gestern nur noch Pots- dam gehen sollen.(Pfuirufe recht».) Bisher sind von den Ausnahme» gerich:«« 587 Jahre Zuchthau». 4? Jahre Gefängnis, ferner gegen S Angeklagt« lebenslängliche» Zuchthaus und gegen 2 Angeklagte die Todesstrafe o erhängt worden Die Arbeiter sind eben heute völlig vogelfrei. Die Staatsanwälte und Richter stürzen sich mit einer wahren Wollust auf die Arbeiterschaft. Diese Derord- nung trägt den Namen de, sozialdemokratischen Reichspräsidenten Ebert und di« Sozialdemokratische Partei ist für die Handlungen de» Reichspräsidenten durchaus oerantw orüich. Die Kommunistisch« Partei uberlassen Sie ruhig der Arbeiterschaft; die Arbeiterschaft ist auf dem besten Wege, sich von der kommunistischen Verwirrung frei zu machen. Das Eingreifen von Polizei und Gericht siört nur diesen Gesundungsprozeß.(Lebhafter Beifall b. d. U. Soz.) Neichsjiistizminister yeinze: Hie Verordnung des Reichspräsidenten entspringt keinem Rache» begehren des Bürgertums oder der Regierung gegen die Arbeiter- (lasse. Vielmehr wurde die Verordnung auf meinen Vor, schlag vom Reichspräsidenten erlassen, weil die Justizverwaltung überzeugt war. daß ohne eine derartige Verfügung der Gerechtigkeit nicht Genüge geschehen würde.(Lachen v. d. Komm.) Wenn nun von übertriebenen Schilderungen der Press« gesprochen wurde, so will ich Ihnen das Milieu, aus dem die Verordnimg erwachsen« ist. au« Ihrer eigenen Press«, au» der.Freiheit' vom 3. April, schildern.(Der Minister verliest einen Bericht der.Frei- hett' über Attentate, Angriff« und Plünderungen in Eisleben.) Es ist festgestellt, daß bei den Kämpfen Polizeibeamten Rasen und Ohren abgeschnitten und Lugen ausgestochen worden sind. (Groß« Unruhe.— Zuruf: Da« ist gelogen!— Präsident Löbe rügt diesen Zuruf.) Die Justiz hat die Pflicht, den Dingen gerecht zu werden, Deshalb kann man in onnormalen Zuständen nicht mit normalen Mitteln arbeiten, wenn die Zufssz nicht Schiffbruch leiden soll. Da» ordentliche Gericht ist für ganz ander« Fälle eingerichtet. Die vielen Hunderte von Prozessen kann die- Justiz nicht in so kurz« Zeit durchführen.(Unruhe links.) Die Frage der Verfassung?» Möglichkeit der Verordnung ch nicht zweifelhaft, denn Artikel der Verfassung billigt dem Reichspräsidenten für gewisse Ausnahme- fäll« Ausnahmerechte zu. Die Jugendlichen sollen übrigens möglichst vor die ordentlichen Gerichte kommen, aber das ist nicht immer durchführbar. Die van den Sozialdemokraten beantragten Einschränkungen de? Sondergerichte auf das unmittelbare Ausstandsgebiet und ihre Außerkraftsetzung bei Hochverrat usw. bitte ich abzulehnen. Die Beweisführung soll den Angeklagten nicht oerkümmert werden. Bon einer Vlut- lustiz kann man nicht sprechen. Di« Urteile in Berlin waren sehr milde.(Der Minister führt noch einig« Fälle von besonder» schweren Vergehen an, di« mit Zuchthaus oder Todesstrafe ge« ahndet wurden.) In leichten Fällen werden milde Strafen verhängt. Di« Gerichte verfahren durchaus unparteiisch. Di« Beschlagnahme eines Teil« der Rotationsmaschinen der„Roten Fahne' ist noch ß 40 des Strafgesetzbuchs durchaus zulässig, ver Gesun, dungsprozeß. wird sich am leichtesten vollziehen, wenn das gesamt« Volk der Ueberzeugung ist, daß durch die Gerichte der Gerechtigkeit Genüge geschieh.(Beifall rechts.) Präsident Löbe. der den Abg. Höllein(Komm.) schon zweimal zur Ordnung gerufen hat, ruft ihn nunmehr zum dritten Male zur-Ordnung, weil er der Reckte„käufliche Subjekte' zugerufen hat. Abg. Höllein(Komm.): Mein Zuruf war nur eine Erwiderung auf die Bemerkung des Abg. Cremer, ich hätte von Moskau 500000 M. bekommen.—■ Die Abgg. Kahl und Crem«(D. Bp.) bestreiten dies« Bemerkung.— Abg. Höllein: Lügen kann jeder!—(Große Entrüstung recht».) Die Beratung wird abgebrochen. Erledigt werden noch einig« klein« Vorlägen, u. a. ein demokratischer Antrag aus Einstellung eine» Sachkundigen aus den Kreisen des Handwerts beim Reichswirt- schaftsminister!-m.— Da» Haus vertagt sich auf Donnerstag 2 Uhr: Interpellation Arnstadt(Dnot.) über die Auswärtige Lage. Be» richt de» Geschäftsordnungsausschusses über die verfahren gegen einzelne Abgeordnet«. Fonfetzung der Debatte über dt« Sonder- gertchte.— Schluß: 6 Uhr._ Sürgerliche Sozkalpolitit. Der D e s ch l u ß des Reichstag«, d.ie Dekleidungs» Zmter teilweise auszulösen, der kurz vor den Osterferien mit ziemlich allen bürgerlichen Stimmen gegen di« sozia» listischen Parteien gefaßt wurde, stellt stch immer mehr als eine schwer« Schädigung der in den Aemtern Ange- stellten, aber auch als ein Nachteil für das Reich selber heraus. So wird jetzt das LeNeidungsamt Breslau verkleinert, das 'dem Reiche im letzten Geschäftsjahre einen Hebers chuß von vielleicht 20 Millionen Mark erbringt. Der Verkleinerung fallen zahlreiche Schuhmacher und Schneider zum Opfer, die zum Teil seit über 20Iahr«n in dem Dekleidungsamt tätig sind, das fünfzigste Lebensjahr über» schritten haben und nunmehr di« Arbeitslosigkeit vermehren. da ihre Bemühungen, w der Privatindustri« unterzukommen. wegen ihres Lebensalters meist erfolglos sind. Das Reichsfchatzministerium hat alle Beschwerden über di« Härten feiner Verfügungen mit dem Hinweis auf den Reichstagsbeschluß zurückgewiesen, der sicher sehr überellt ge» saßt und vom Reichstag einer Nachprüfung unterzogen wer» den muß._ Ein Rachspiel zur Spalkuog der llSP. Den infolge der Trennung der Unobhängigsn und der Kommunisten in Württemberg entstandenen Streit über die LandtagSmftgliedschatt der beiderseitigen Abgeord- nrten hat der württembergiicke Staategerichtshof nunmehr dabin entschieden, daß die Abgeordneten beider Gruppen ibr« Sitze im württemberg'schen Laiidtag beibehalten.— Die Kummunistt!! verachten zwar den Parlamentarismus, aber sie lassen sich dach gern von einem StaatSgerichtShof ihre Mandat« zuerkennen. GewerMostsbswegung ,Aus Hrünüsn öer Selbftachtuug". Bei der Vetrieberätewahl in de? Aklumviatorenfabrik L.-G., Aentrallnrrean Liknirischer Platz, wurd-n zum Erstaunen aller oraani« slerten Angestellten und Arbeiter Zettel mit der Ueberschrift.,U n-> nrganisiertc wählt nicht"' und nachstehendem Inhalt verteilt: „Seit Pestehen der Angestelltenaueschüss« und Petriebsrät« haben die darin tätig gewesenen Vertreter durch ihr Auftreten be- wiesen, daß sie nicht gesonnen sind, in der unorganisierten Ange- stelltenschast einen gleichberechtigten Partner zu erblicken. Trotzdem erhoffen für die morgen stattfindenden Betriebsra!»- wählen die Organisierten die Unterstützung der Unorganisierten. E» wird den unorganisierten Angestellten aber empfohlen, aus Gründen der Selbstachtung an der morgen stattfindenden Wahl nicht teilzunehmen." Feststellungen ergaben, daß diese Zettel auf veranlaffung eines oder mehrerer Herren, welche der Direktion nahe stehen, hergestellt und verbreitet worden sind.— Die Herstellungskosten diese» eigenartigen Werbematerial» dürften wahrscheinlich in einem be- stimmten Untostenkonto verbucht worden lein. Jeder denkende Arbeiter soll und mutz au» vorstehend Geschilder- tem entnehmen, wie sehr dem Unternehmertum, insbesondere den Berliner Metallin.dustriellen, daran die Arbeitnehmerschaft noch mehr zu zersplittern.„Aus Gründen der Selbstachtung" sollte sich die Arbeiterschaft re st lo» den freien Gewerkschaften anschließen, denn nur fo kann st« Sem organisierten Unternehmer» tum kraftvoll und erfolgreich entgegentreten. Die Berliner Holzindustrielle« macheu scharf. In der letzten Rummer der„Fachzeitung" weisen die Vereinigten «röettgeberverbände der berliner Holzindustrie ibr« Mitglieder daroui hin, dag infolge des abgelaufenen Tarftverirage« für die Arbeitgeber keinerlei Verpfiickitungen besteben, vestimmungen au» dem alten vertrag einzuballen. vesonder» hervorgehoben wird, datz weder einklnspruch aufFerien noch aukZah- lung der Tariflöhne besteht. Lediglich die vestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbirche», der DemobilmachungSverordnunzen und die des verriebSrätegesetze« seien zu erfüllen. Wir haben unier« Mitglieder auf die veschlüsie unserer Orga» nisation r.ufmrrksam zumachen, nach denen Unrerschrifren zur Slutzer» lrastietzung gesetzlicher vestimmungen keineswegs geleistet werden dürfen. Der Arbeitsnachweis ist unter allen Umstäitden zu benutzen. Arbeitnehmer, die ohne Benutzung de» AibeitSnach» weife» in Arbeit treien, fetzen sich der Gefahr au«, mit den Be» fchlüsien der Organisation zu kollidieren. Den Berliner Arbeitgebern gegenüber ist bei den verband» Zungen wiederbolt zum Ausdruck gebracht worden, daß wir jeder» zeit deren find, eine friedliche Löi'ung in den Strsitiragen herbeizufübren, und sind von unseren Anträgen soweit zurückgegangen. daß eigentlich von Forderunge« nicht mehr die Red« ist. Wenn die Berliner Arbeitgeber durch dergleichen Metznahmen glauben die Arbeiterschaft der Holzindustrie zu Kreuze zu zwingen, lo werden sie sich verrechnen. Sollten e« die Arbeitgeber auf eine .Kraitprobe ankommen lassen wollen, so werden sie die Holzarbeiter Berlin« gewappnet finden. Wir fordern untere Mitglieder auf, strikter denn je an den Brschlüllen der Organisation festzuhalte» und alle vorkommenden Streitigkeiten der OrtSverwallung soiort m'tzuteilen. Deutscher Holzarbeiterverband. Ein widerspenstiger Güterdirektor. Bon etwa lKOOo land» und sorstwirischofilichen Angestellten find heute mindesten« die Hälfte arbeitslos. Der verband land» und forstwirtichaftlicher Angestellter ve, sucht durch Schaffung van Arbeitsnachweisen dem Thao» wenigsten« einiger» mutze« zu steuern. Datz er bei den Grotzgrundbefitzrrn wenig Gnenlirbe finde», könnt« man schlietzlich vc, sieben, von einer Gllterverwaliung, die einer Stadt mit sozialistischer Mehrheit ge» hört, wird man natürlich ohne weitere« annehmen, datz sie ander« darüber denkt. Um so verwunderlicher ist e». datz der städtische Güterdtrektor Dr. Ruth« alle», wa« in leinen Kräften steht, tut. um da« Zustandekommen eine« dem Arbeitsnachweis der Stadt Berlin angeschlossenen Stellennachweise« für Land» und Forst» angestellte der städtischen Güter und Forsten zu verhindern. indem er zu den von der Direktion de« ZentralarbeitSnachweise« anberaumten Sitzungen nicht erscheint. Auch ein« Beschwerde beim Magistrat blieb bisher erfolglos. Sollte e« wirklich kein Mittel geben, diesem Herrn Direktor etwa» mebr soziale« Verständnis beizubringen? Bei dieser(8 e» legenheit soll auch«rwähnl werden, datz bei den vorbelprechungen znr Errichtung eine« oaritätisch zu leitenden Arbeitsnachweise» für Malkercifachleute die Inbaber der Mciereien Milchlieferungsgeirv» fchaft. vtkroriapark, SpekowSktz, HrllerSdorf, Milchkuranstalt der Gemeinde Weitzenfee und der Firme» C. Schubmacher, Friedr. RoSner» Srbel u. So., Gebr. Eftenhutb, Milka-Rährmittelsabtik G. m. b. H., Th. Unglerr, Singer u. To., trotz mebriach« Einladung nicht erschienen waren.®ir find überzeug«, datz da» städtische Milchanft. das diese« Meiereien Me Milch zuteilt, die Sonirolle ausübt, die Verdienstipanne zuweist, auch Mittel und Wege finde» wird, die Meiereien zu veranlasien, ihr fachtechnisches Personal vom st ä d t i» schen FacharbeitS nach wei» zu beziehen. Bei dem heutigen niedrigen Stand der' Milchanlieferung ist e» doppelt notwendig, dotz die molkereimätzige Bcatbeilung und Verarbeitung nur von ausgebildeten Fachleuten vorgenommen wird. streikende in der Stuck» und GipSbanbrnnche. Am 2r s« tz e r, Ko k« a s ch e w a n d p u tz e r 8.40 M. Spanner und Träger 8,10 M. Hilfsarbeiter S,V0 M. Di« Streik» leilung empfahl, diesen Vereinbarungen die Zustimmung zu geben. Räch ausgiebiger Diskussion ergab die Abstimmung die An» nahm« obiger Bedingungen. Damit ist der Dtreil beendet und soll die Arbeit heute wieder aufgenommen werden. Alle Bau- arbeiter, soweit sie kür oben bereichnete Arbeiten in Betracht kommen, sind verpflichtet, diese Lohnsätze zu beanspruchen. _ Di« SeitionSleitung. Das ganz kleine Kind. Unser« Rotrz zur Frage der Arbeitsgemeinschaften ruft die .Freiheit' auf den Pcan. Der Extrakt ihrer Windungen ist die WeiSbeit, datz man zwar gelegentlich mit den«rbeit»- gemeinschaften verhandeln dürie, wenn die Lag« da,u zwingt, sonst aber müfi« man sie scheuen wie die Sünden Wie sagte doch da» junge Mädchen? Ein Sind habe ich zwar gehabt, aber e« war nur ein ganz kleine». Die.Freiheit' bat schon recht: Mancher lernt e» nie._ Betriebsrats-Legitimationskarteu. Die neugewäblten freigewerlschattlichen Betriebsräte müssen sich sofort Betriebsratt-AnSweitkarlen oer Freigewerkfchaflltchen Betriebsrätezentrale ausstellen lasten. AuiwriSkarten werde« für Arbeiter von den zuständigen Organüationen, für Angestellte nur beim Afa-Bund, Ort«» tartell Grotz-Berlin, 8W. 01. Belle-Allianc«»ktr. 7/l0, ausgestellt. Dr« unterzeichnete Zentrale stellt keine AvSweiSkarten aus. Rur wer eine Su«wei»karte der Freigewerkschaftlichen BetriebSräre» zentrale besitzt, hat zu deren Veranstaltungen Zutritt und kann von deren Einrichtungen Gebrauch machen. Freigewerkschaitlicke BeiriebSrätezenteale. Berlin LO. 1k� Engeluser 15, 2. Hof 1 Trepp«. Bergleicke, geht«icht«ach Spitzberge»! In deutschon Kohlenrevieren sind Agenten tätig, welche Berg» lernte für die Bergwerk« in Spitzbergen anwerbe«. Reben anderen ist e« haupriächltch«in« niedertändiiche Gesellschaft. die ihre Agenten berumsch'ckr. Mehrere Kameraden, welch« bereit« im vergangenen Jabre sich von den Agenten verlocken lrotzen. über» sandten der.Bergarbeirer-Zr'tung' einen Brief, in dem sie vor den Agenten warnen. In dem B.ies wird gesagt, datz die deutschen Bergleute von den anderen Arbeitern al« Lohndrücker be» trachtet werden, weit sie billiger arbeiten müssen..Bedingung ist zweijährige Verpflichtung und 65 M Lohn bei zebnftündiger Arbeitszeit.' Auch schreiben dt« Kameraden, datz für jede Kleinigkeit 100 M. Geldstrafe vom Lohn abgezogen werden. Darum, latzr euch nicht verleiten, nach Spitzbergen zu gehe«. Arbeiter und Angestellte! Deckt Eure« Bedarf an Kleidungsstücken aller Art auf dem Wege Sraktiicher wirtschaftlicher Selbsthilf«. Unterstützt die vom Allgemeinen Deutschen Gewerkichasttbund in« Leben ge» nifene Warenver'orgunz« stell« Deutscher G e werk» schaften zum Wohl der Arbeiter» und Ange- stelltenschast. Die Berliner Gewerflcha'tSkommtssion hat zur Durchführung der Arbeirerversorpung in Berlin folgende Verkaufs- stellen eröffnet: Zimmerstr. 68. Sebastianstr. 87 88, Engelufer 21 lTranSporiarbeiterband), Thariiästratze 8 sAEG»Kon'umvcrein), ReichSdruckerei, Oranienstratze vl snur für Arbeiter de» Be- triebe»), Tbeniisch« Industrie auf Atrien I. S wer mg, Müllerstratze>70>71(nur für Arbeiter de« Betriebe»), Schne.iderei-Ge- nossenschaft.Hoffnung', Berlin X, Brunnenstr. 185. Karlshorst- Waidsiedlung. Hegemeisterweg 54, Tempelhof. Richard Klinger » 7 Uhr abend« besichtigt und gekaust werden. ' Leute unzu treffen, welche bi« zu 1 Jahr und länger arbeitst»» find. Wo ist hier die Einlösung de? versprechen» der Arbeitgeber, nach Aufhebung der Zwang, Wirtschaft Gesellen zu be- schäftigen? Wohl werden vereinzelt Gesellen eingestellt, doch werde» diese nicht vom poritö tischen Arbeitsnachweis der Stadt Berlin. Friednchstr. 110— 112 und Hausburgstrahe(Schlachthof), sondern von privaten Etellenvermittlern den sogenannten.Seelen» Verkäufern', angefordert, welche nicht fragen, wie lang« jemand arbeitsio» ist, sondern nur Ihr Profitinteresse im Auge haben. Zu ihren Kunden gehören auch die Warenhäuser Tiejz und W er t h e i m. Trotzdem diese vom Zentraloerband der Fleischer schriftlich und persönlich zur Benutzung des Arbeitsnochweiss» aufge» fordert wurden, halten sie«» nicht für angebracht, die notwendige« Arbeitsträf!« von dort zu beziehen. Wo bleibt da das soziale Per» ständni», dessen sich die Untenrehmer immer so gerne rühmen? vie Geschichte der Inlrrnaflonalen Snverkschastsbewegung wird im Sammersemester 1921 in der Deutschen Hochschule für Politik von Dr. S. R e st r i e p k«, dem bekannten Historiker der Gewerkschaf» ten(Montags von 5— 6 Uhr), behandelt werden. Gleichfalls ist eine Vortragsreihe von R. W s l d t, Referent am Kultusministeriurn. über Großindustri» und Arbeiterfrage(Donnerstag von 6—8 Uhr) vorgesehen. Eemesterbeginn' am 25. April. Anmeldungen im Sekro» tariat, Schinkelplatz 6(Alte Bauakademie), zwischen 10—8 Uhr. Deutsche» StMeoertnfctttenetta*,. Sektion T, Industriearbeiter: ffreltag T Uhr bei Rani*, Voltastr.»7, Pertraueneminnerkonferenz aller RranfShrer. Anbinder«ud ffahrstuhlfUhrer au« der Groh»Aerliner tllletallindustr!«.— Ge- «erbliche Anaestellte der Sieichsozzanisationen: Freitag 5!j Uhr bei genfer«, Melchiorstr. 15, vertrauenomiureroeriammlung,— tbeniisch« Branche. Gruppe tthlrurzle: Freitag 5i4 Uhr bei Florlan, gieaelttr. dl, Bersammlung. kage»- «rdnung: Bericht über de« Streikverlauf im Sinz-Ihandel. Seutschee tzutarbeiternerdand. Freitag i'.t Uhr i« Gewirkschaftehauz Ber- sammlun? all« in den Vamenh'ut.Umpret. und Aepaegwrbetrreben«e- schiftigt«»._ Ms öer Partei. z» htt sächsischen Werbewache sind nach vorläufige« Ergeh« nifien im Bezirk Ostiackiien(Dresden) 5226 Mitglieder für die Parteiorganisation und S5l7Abonnenlen für die„Dresdner volk»zeitung' gewonnen worden. An» einrelnen Bezirken de» Dresdener Parte-gebiet« stebcn now die Ergebnifi« au«, io dotz damit zu rechnen ist. datz die angegebene« Zahlen fich noch wesentlich erhöhen. Soziales. Wozu aibk e» parikätlsch« A'beiksnochwelse? In Berlin besteht seit 1)4 Iahren ein paritätischer Arbeitsnachweis für das Fleifchergewerbe, bei welchem zurzeit 1500 arbeitslos« Fleilchergesellen«inzeiragen sind. Es gehört nicht zur Seltenheit, hier Erhöhung der llufallreuten. Den Beziehern von Unsallrrnten von mindesten, 50 Proz. der Vollrente sind die Zulagen für da« Jahr 1921 verdop» pelt worden. Werter schreibt da» neu« Gesetz, betr. Aenderungen in der Unfallversicherung vom 19. März 1921 vor, datz für Unfälle, die nach dem 51. Dezember 1919 stattfanden, die Rente nach den neuen Bestimmungen über Drittelung des 10200 M. übersteigenden Betrages de» Jahreserbeitsverdienste» neu zu berechnen ist. Es wird sich dabei in den meisten Fällen«ine höhere Rente ergeben. Sollten darunter Rentenbezieher fein, die Anspruch auf Zulage haben, was nur bei den im Januar 1920 verunglückten in Betracht kommen kann, dann fällt die bisher bezogene Zulage fort. Ist die neu« Berechnung jedoch für den verletzten ungünstiger, wa» bei Renten nach niedrigen Iahresarbeitsoerdiensten in Frag« komme« kann, dann bleibt es bei den bisherigen Bezügen. Kündigung SchwerbefchSdlgter. Die Bestimung, datz die Kündigung eine» Schwerbeschädigte« nur dann wirksam ist, wen» die Hauptfürlorgestell« zugo» stimmt hat. ist über ihre ursprüngliche Geltungsdauer, den 81. März 1921, hinan, bis zum 80. April 1921 verlängert worden. Konsumzeuoffenschasisdewegung. Da« Jahrbuch de« ZentralverSandeZ deuticher Konsumvereine wird in dteiem Jahre erstinalig in drei Bänden berauSgegebe« werden, wabreud e« öiözer in nur zwei Teilen erickie« Es wird in seinem ernen Teil den Jahresbericht de» Zentralverbande» und in seinem zweiten Teil den IabreSberickt der RcvifionSverbänbe und den der Grotzeinkaufs-Seiellicha't deutsfier Koniumveme m. b. H enthallrn. Im dritten Bande de« Jahrbuch« werden die ver- Handlungen de» Genossen ichaftStage« sowl« die der Generalveriamrn- lungen der Grotzeinkauft-Ge'elltchast und der verlag«gese»?Nmst deutscher Koniumverein« aufgenommen werden. Band I und II lönneir bereit« vor dem am 18. bt« 15. Juni in Baden-Baden siot:- findenden GenossenlchastStag versandt werden, so datz jed« Koniumgenosienschaft. die den GenofienlchaftStag beschick: auch recht« zeitig vorher«n den Besitz eine« Exemplar» de« Jahresbericht« gelangt ist. Beranlw tttr»er. rebati. Teil: Dr. Werner Brttre,«harlatlenlnlri:«tr Upzeipenr Db. Gl-ite. Berit« Berlaa: BarwärlS-Berlag S. m b H.. Berlin. tiuJ: Sa«. rt«-BuiS>>e»in»»"im I20 Puderpudding"" 15Ä Altdeutsch. Pudding?� 1so Rote Grütze.......... p�