Nr.1�� 35. Jahrgang Ausgabe A Hr. 101 Bezugspreis: 35 tctW}Sf)tt 30,— M., monatl. 10,— St frei tue Saus, noraus zahlbar, Palt- Itezag; Mauatltch 10.— M« einschl. Fit» stellllugsgedüdr. Unter«reuzdattd für ?!ruijchlaud, Danzig, das Saar- und Memelgebiet, Ivwie die ehemals deul- chcn Gebiete Polens. Oesterreich, Unzarn und Luxemburg 20,— M., iiir das übrige Ausland 27.— M. Post- beilellungen nehmen an Oesterreich, Unzarn, Tichcchd- Slowakei. Däne- mark. Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Oer.Vorwärts" mit der Sonntags- Imlage.Doli und Zeit", der Unter- baltungsbeilage �eimwelt" und der Beilage.Siedlung und Kleingarten" eejchelnt wochentäglich zweimal. Sonn- tags und Montags einmal. Telegramm- Adrcffe: JSojIalOcmoftat Berlin- Morgen Ansgabe .•>5®'- Berliner VolKsblnti �30 Pfennig) Anzeigenpreis: SW achtgespalten, Nonpareillezell» taltet 5,50 M,.ftlcta« elazrtgan- da» setlgedruikte Wort 1,50 M.(zu- lofsig zwei fettgedruckt- Worl->. sedee weiter, Wort l.— At. Etellengesuw» und SchlafltUIen anzeigen da» erst, Wott\j— JR, tedes weitere Won SO Psg, Wort, Uber 15 Buchstaben zahlen sstr zwel Worte, Famtlieu-An- zeige»! sstr Abonnenten Zeile Sil. Bit Preis» oerstehen sich einschliehlch Teuernngszuschlag, Anzeigen für die nächste Nummer inllsteu dt» S Ahr nachmittag» Im Hauptgeschäft, B«rltn SW«8. Linden. Kruste T abgegeben werden. GeSffnet von g Uhr srllh bis 5 Uhr abends. Zcntratorgan der rozialdemokratifd�en parte! Deutfcblands Redottion and Expedition: Sw HS,£indengt. 3 . Kernsprecher: Amt Morttsplah, Nr. tSl vv— Z5IS7 vorwSrts.veelog V. m.b.H., Sw 08, Lindenstr. 3 Arrnsvrvcher, Amt Maristplatz. Nr. 1l7SZ— K4 e> Simons fast ohne Hoffnung! „Indes Rom Erwägungen anstellte, ging Sagunt zu- gründe." Während der Reichstag berät, geht vielleicht mehr verloren als Sagunt, und der einzige Trost bleibt dabei, daß auch eine Debatte, die der Höhe der geschichtlichen Situation näher gekommen wäre, an dem Gang der Dinge, nichts zu ändern vermocht hätte. Aus der gestrigen Rede des Mi- nisters Dr. Simons sprach tiefer Pessimismus, wenn sie auch hinter der Sintflut der Zerstörung den Regenbogen der Versöhnung zukunftsfern aufleuchten ließ. Der hohe idealistische Schwung seiner Schlußausführungen klang manchem wie ein Schwanengesang— aber, auch wenn es schon dadurch nicht schlimmer würde, was kann besser werden, wenn Simons geht und ein anderer kommt? Deutschlands inneres Unglück in dieser Zeit ist, daß ihm die Krast zu ganzen Entschlüssen verlorengegangen ist. Es gehört Mut dazu, sich nach einem verlorengegangenen Krieg den Forderungen unversöhnlicher Feinde zu unter- werfen, es gehört Mut dazu, ihnen passiven Widerstand ent- gegenzusetzen, es gehört Führermut und Führer kraft dazu, dem Volke zu sagen, welchen von beiden Wegen es gehen soll, und die Grenze sicher zu ziehen, an der das Ent- gegenkommen aufhört und der Widerstand beginnt. Daß diese Grenze so oft verschoben wurde, hat nicht dazu beige- trogen, unsere an sich schon unendlich schwere Lage zu er- leichtern. Auch das Angebot der deutschen Regierung an Harding zeigt keine letzte Grenze des Entgegenkommens. Es spricht die Bereitwilligkeit aus,, die erstatteten Vorschläge auch noch Zu ändern, wenn sie in ihrer gegenwärtigen Form nicht als geeignete Grundlage neuer Verhandlungen befunden werden sollten. Damit wird jede kommende Regierung nicht npr aus die gemachten Zugeständnisse, sondern noch auf m eh r fest- gelegt. Und da sind deutschnationalc Blätter leichtfertig ge- nug, ihren Lesern vorzuerzählen, die Sozialdemokratie dränge stch danach, diese Erbschaft zu übernehmen! !f- Von den tatsächlichen Mitteilungen, die der Minister machte, sind jene über unser Verhältnis zu Polen die be- merkenswertesten. Leider konnte er in diesem Punkt keine volle Beruhigung schaffen, da er die Frage zu besprechen unter- ließ, wie sich Polen verhalten würde, wenn die militärische Sanktionspolitik der En- tente in Kraft träte. Wäre Sicherheit dafür gegeben, daß vom Osten her nichts zu befürchten ist, dann könnte erst mit voller Aussicht auf Erfolg einer Bewegung begegnet werden, die jeden ruhig Denkenden mit Sorge erfüllen muß. Stünde der Völkerbund nicht bloß auf dem Papier, so ergäbe sich für ihn hier eine schöne Aufgabe! Die Sozialdemokratische Partei, die grund- sätzlich auf dem Boden der Landesverteidigung steht, aber zweckloses Blutvergießen verwirft und die Gefabr eines solchen durch zwischenstaatliche Einrichtungen zu beseitigen ver- sucht, bekämpft die Bewegung im Osten mit guten Gründen. Aber es kann nicht ihr allein überlassen bleiben, die glimmen- den Funken zu löschen, auch die Gegenseite jenseits der deul- lchsn Grenzen trägt ein hohes Maß der Verantwortung, Wer ein Ball in die Derzweijlung hineinhest und badurch /-. Teile von ihm zu Torheiten verleitet, kann nicht nachher seine Hönde in Unschuld waschen. Es gibt heute einen Staat inmitten Europas, der keine völkerrechtlich gesicherten Grenzen besitzt, sondern dem die Pjücht auferlegt wird, jede beliebig weit nach seinem Herzen greifende fremdmilitärische Besetzung widerstandslos zu dul- den. Das ist ein Unikum in der Weltgeschichte, und die- jenigen, die es geschaffen haben, werden nicht behaupten können, sie hätten damit die Ruhe Europas gesichert. .Dies festzustellen, ist nach außen hin notwendig. Im Innern aber gilt die Pflicht der Bernunst, jede Art von vorbereitender Tätigkeit zu bekämpfen, die der Entente Ge- legenheit geben könnte. Deutschland neuer Pflichtwidrigkeit zu zeihen, und die auf solche Weise erst recht Maßnahmen her- b e i f ü h r e n könnte, die— mit unzureichenden Mitteln— zu verhüten eben der Zweck jener Bemühungen sein soll. Höher verstandene Pflicht zum Ganzen verbietet jedes Ein- ss�jen auf nationali st ische Kopflosigkeiten. Bevor der Minister sprach, hatte Herr Stresemann mit der Gewandtheit, die ihm eigen ist. die Rolle seiner Partei nf? Regierungspartei verteidigt. Er hatte gegen die Deutsch- nationalen den Geist Bismarcks heraufbeschworen, der ein Meister nicht bloß im Drauflosgehen, sondern auch in klugem Maßhalten gewesen sei. und dessen Stunde von Rikolsburg— in der er gegen den Widerstand des Militärs die Versöhnung mit dem geschlagenen Oesterreich vorbereitete— Herr Strese- mann als seine größte feierte. Wir erinnern uns. während des Kriegs den Bismarck von Nikolsburg. den Bismarck, der gegen die.militärischen Halbgötter" kämpfte und siegte, oft gegen Herrn Stresemann zitiert zu haben, leider ohne jeden Brjolg. Der Führer der Deutschen Vollspartei zeigte weiter die Kluft, die ihn heute von den Deutschnationalen trennt, in einer kontincntalpolitischen Schwärmerei für die deutsch- französische Verständigung durch einen internationalen Kapi- talskonzern Loucheur-Stinnes. Dieses Bekenntnis des deutfchvolksparteilichen Führers zum Internationalismus sei festgehalten, wenn auch der unsere anders ist als der seine. Nach Stresemann und Simons sprach für die Demokraten der ehemalige deutsche Botschafter in Washington, Gras Bernstorff, dessen auf Kenntnis der amerikanischen Ver- Hältnisse beruhenden Ausführungen mehr Aufmerksamkeit ver- dienten, als das ermüdete Haus ihnen entgegenbrachte. Nach- dem noch Spahn für das Zentrum, Ledebour für die Unob- hängigen gesprochen hatten, wurde die Aussprache über die internationale Lage ohne Abstimmung beschlossen. Die Reichsregierung kann gleichwohl nach dem ganzen Gang der Debatte als vom Reichstag bevollmächtigt gelten, die von ihr eingeleitete Aktion zur Vermeidung neuer mili- tärischer Maßnahmen gegen Deutschland fortzusetzen. Steht sie nach außen unter hartem Zwang, so hat sie nach innen volle Entschlicßungssreiheit und trägt sie damit auch die ganze Last der Verantwortung. Mögen die unabsehbaren Opfer, zu denen sich das deutsche Volk durch sie verpflichtet hat, schließlich doch nicht vergeblich geboten sein! Auf die Tagesordnung der gestrigen Reichs tagssitzuag wurde ein Gesetzentwurf der Regierungsparteien, betreffend die Verfügung über Gold, gesetzt, der bestimmt, daß die Ver- fügung über Gold bis zum t. Oktober 1921 in dem gleichen Umfange verboten und ebenso strafbar bleibt, wie sie gemäß§ 24 Nr. 8 des Ansführungsgefetzes zum Friedensvertrag vom 31. August 1919 gegenwärtig verboten und strafbar ist. Abg. Durlage(Z.); Der Gesetzentwurf ist die Einlösung des Versprechens der Reichsregierung an die Reparationskommission, die Bestimmungen des Friedensvertrages, nach dem Deutschland bis zum 1. Mai d. I. nur mit Zustimmung der Reparati ons kommifston über das Gold der Reichsbank verfügen kann, bis zum 1. Oktober dieses Jahres zu verlängern.— Der Gesetzentwurf wird in allen drei Lesungen ohne Aussprache angenommen. Die Aussprache über die auswärtige Politik. Abg. Stresemann(D.Vp.): Die Vorwürfe verfassungsrechtlicher Art gegen die Regierung wegen ihres Verhaltens bei der Absenkung der Note sind nur zum kleinsten Teil berechtigt. Wesentlich ist, daß die von den Parteien berufene Regierung die Geschäfte so führt, wie es dem Willen der Regierungsparteien entspricht. Die Regierung hat ein Spiel mit hohem Einsatz gewagt. Man darf ihr aber nicht den Vorwurf machen, daß sie überhaupt die Initiative er- griffen hat. Die Rede des Abg. Müller zwingt zu dem Schluß: Deutschland hat nicht nur eine schwache Regierung, sondern«ich ein schwaches Parlament.(Sehr richtig! rechts.— Widerspruch links.) Die Sozialdemokraten sind ja selbst gegen den Vor- muri des Imperialismus seitens der äußersten' Linken nicht gefeit. Wie man an den angeblichen Demonstrationen von republikanischer Seite aus, die selbst das Recht auf Demonstrationen lebhaft vertritt, so starte Kritik üben konnte, verstehe ich nicht. Die Beteiligung an der Beisetzung hat durchaus keinen monarchistische» Ungünstiges Urteil Llopö Georges. London, 28. April.(EE.) 3ra Unterhauss gab Lloyd George folgende ErNäcung ab: Ich bedauere unendlich, sagen zu müsien, daß die deutschen Dorschläge in keiner Weise befriedigend sind. Ich habe gewünscht, sagen zu können, daß sie die Lage ge- ändert haben. Sie werden jedoch im Augenblick mit anderen Dar- schlagen zugleich von den gesamten Sachverständigen der Alliierten genau geprüft. So würde ich sehr bedauern, eine feste Erklärung aussprechen zu müssen. Ich fürchte jedoch sehr, daß E i n st i m- m i g k e i t darüber herrsche nwird. daß die von der deutschen Regierung gemachten Vorschläge als unbefriedigend erklärt werden. Auf Anfrage erklärte der Ministerpräsident dann weiter, daß vor einer Desehnng Deutschlands das Unterhaus Gelegenheit haben wird, sich dazu auszusprechen. Dann fügte er noch hinzu: Ich glaube zu wissen, daß man in der Richtung Ab- machungen getrosten hat, daß die Erörterung hierüber in der Sitzung des Unterhauses am kommenden Donnerstag stattfinden werde. Ich bemerke noch, daß die Entscheidung des Obersten Rate» noch vor Montag oder Dienstag getroffen werden wird. Daraus fragte Lord Robert Eecil: Sollen wir diese Erklärungen so verstehen, daß das Land zu einer Aktion gezwungen sein wird, bevor die Debatte stattgesunden Hai? Llond George antwortete: Wenn der Abgeordnete damit sagen will, daß die Vertreter der englischen Regierung keine weiteren Verpslichtuvge» eingehen können, als die Regierung für nok- wendig erachtei, so könne er den Standpunkt n«cht einnehmen. Es wäre durchaus nutzlos, sich unter solchen Umständen zu einer Sonsereoz zu begeben. Deshalb habe er endgültig am Montag erklärt, welches der Standpunkt der englischen Regie- rnng in dieser Frage sei, nämlich wenn die Vorschläge veustchlands nicht befriedigend wären, es nicht an mir liegen würde zu erklären. ob man Denlichland einen neuen Aufschub bewilligen soll. Wenn die deutschen Vorschläge nicht genügen sollten, wäre man zu einer gemeinsamen Aktion ver- pflichtet. Zedoch nur insoweit, als diese Aktion die kohlen- gebiete Westfalens belreste. » London. 28. April.(Reuker.) Die französische Regierung hat ihren votschafler in Washington aufgesordert. das Staats- departement davon in Kenntnis zn setzen, daß sie die letzten deutsche« Vorschläge weder billigen noch in ihnen die Grundlage für ein mäg- liches llebereinkommen erblicken könne. Der belgische Minister des Aeußeren Zafpar hat dem Reuter- schen Bureau mitgeteilt, daß Belgien den deutschen Vorschlag nicht einmal der Erörterung wert halte. London. 28. April.(EP.)„Daily Chronicle" meldet aus New Jork: Staatssekretär Hughes hat der deutschen Regierung mitgeteilt, daß der Sinn ihrer neuen Vorschläge zn unklar sei, um in ihrer heutigen Form von der Regierung der Vereinigten Staaten den alliierten Mächten mitgeteilt zu werden. Die Regierung der vereinigten Staaten wünscht vorher jeden möglichen Zweifel über den Totalbetrag der Reparationen beseitigt zn sehen, deren An- gebot dann eventuell in Rechnung gebracht werden soll. Die verzögerte Kadelung. In Amerika wurde laut dagegen protestiert, daß die Note in Deutschland früher als dort vcröstentlicht worden fei. Die Ursache liegt in einer Derzögeiung der Ucbermiitelung, die nicht voraus- zusehen war. Das Wolffburean meldet darüber: Das an die amerikanische Regierung gerichtete Telegramm des hiesigen amerikanischen Geschäftsträgers, das in chiffrierter Sprache das dsustche Memorandum enthielt und in Washington Zeitungs- Meldungen zufolge in der Nacht vom Montag zum Dienstag ein- getrosten ist, ist beim Derlincr haupttelegraphenamt Montag morgen 9 Uhr an London abgesetzt gewesen. Das Telegramm war beim Berliner haupttelegraphenaml in der Nacht vom Sonntag zum Montag aufgeliefert worden. Seine Uebermittelung, die mittels Hughesapparates mehrere Stunden beansprucht, verzögerte sich während der Nacht auch wegen Störung englischer Leitungen. Deutsche Gewerkschafter in London. London, 23. April.(WTB.)„Daily Chronicle" zufolge sind vier deutsche Gewerkschaftsführer, Graßmann, Hue, Ditzmann und Silberschmidr, in London eingetroffen, um mit hervor- ragenden Politikern und Arbeiterführern über die Reparationsfragc und den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete zu beraten. Ter Jndiskretin nicht Erzberger. Einem Vertreter der„Dcna" teilte Erzberger frtgcndcs mit: „Die mehrfach aufgestellte Behauptung, ich stünde mit den bedauer- lichen Indiskretionen über die Lermittlungsaktion des Vatikans in der Reparotionsfrage in irgendeinem Zusammenhang, ist freie Er- sindung oder böswillige Verleumdung. Ich stehe allen Veröffent- lichung hierüber vollkommen fern. In den Tagen, als diese Presse- Meldungen erschienen, weilte ich gar nicht in Deutschland. Ich er- hielt davon erst Kenntnis nach metner Rückkehr am IS. April. Es ist ferner meine feste Ueberzeugung, daß von der Kurie keinerlei Indiskretion begangen ist, daß diese vielmehr in Berlin gesucht werden muß." Die Resolution Knox. New Jork. 28. April.(WTB.-Spezialfunkdienst.) Lodge setzte die Resolution Knox gestern im Senat auf die Tagesordnung, doch erklärte keiner der Senatoren bereit zu sein, sie jetzt zu besprechen. Zwiespalt in New Sfork. New Jork. 28. April.(WTB.-Funkdienst.) Uni die Ansichten der führenden Männer der öffentlichen Meinung zu erkunden, ver- anstollete die„World" eine Umfrage. Die ihr zugegangenen Aeuße- rungen schwanken zwischen der Ausfasiung, daß die demschen Vor- schlage zurückzuweisen seien, und der Meinung, daß sie wohl ver- dienten, bei den Verhandlungen in Erwägung gezogen zu werden. So spricht sich Bernard B a r u ch. der wirtschaftliche Sachverständige der amerikanischen Fricdensdelegation, dahin aus, daß die deutschen Vorschläge die wirtschaftlichen Teile des Dersailler Vertrages bei- seile schieben würden und daß sie der Ausrichtigkeit entbehrten. Im Gegensatz dazu erklärt der frühere amerkkanischc Botschafter in Berlin. Gerard. die Borschläge sollten Unterhandlungen zugrnndegelegt werden. Ran beachte: Barnch ist a&q—.Cäcroö a, 2,1...... ffWQtV Mabt, es'aar die Majestät der Tragik des Lebens dieser | rr.L,.' Der Abg.?Nüller-Franken vertraut immer noch auf die interna tio �en morctlischen Kräfte. Ich glaube, er wird mit seinen f. iRr.rfpifr»,;,'�en zugegen müssen, daß diese internationalen Kräfte bis Stunde haben.(Abo. Bernstein(Soz.): Nein!— -«nchen rechts X■Dcn Zurüf des Kollegen Bernstein kann ich nur lo neritetien> ,ift � an Anstrengungen, wohl aber am entscheiden- den Erfolg dieses' gefehlt hat. Wenn der„Vorwärts" heute " die Ber �ulworkung der Deutschen Dolkspartci schon im Hinblick � die nächsten Wahlen festzunageln sucht (Abg. Braun iSoz. �'st immer Ihre Taktik gcmcheap, so bedeutet das-in in de. � Vardeagrund, tollen des engen Parteistand- Punktes. Wir haben die Beranttwvrtung nur insofern auf uns ge- nommen, als der angefpo. �erv �aden mit Amerika nicht zer- � rissen wird. Unsere Billigui Mi ltzes Schrittes der Regierung bedeutet nicht die Zustimmung zu fein � Srrclrcst.unS: 1 Fühlungnahme hatte früher erfolgen müssen.'- Auch die �orm der Uebcrmitt- lung verdient Kritik. Auch wenn' unsere neuen Vorschlage ZU«mein £(Erfolg sichren, werden sie n i ch t i � � s letzte W o r t in der Losung des Problems sein. Das Staats, �l»esie und das Privatinteresse müssen mit dem Interesse der A r b e' � l a s s e aller Zander ver- einigt werden, damit die aus den �ugen geratene Weltwirtschaft wieder eingerenkt wird. Notwendig. vor allem eine franzö- fische Ber st ändigung. Stinn>.'�'llvucheur und andere sollten gemeinsam erörtern, ob nicht gemeinsame Inter- essen beider Länder vorhanden sind. Frankreich miissen die vernünftigen Wirtschaftler über die Politik. � st Kritik Helfserichs ging viel zu weit, ir vd Starte Deutschlands ist für Frankreich das beste aller Pfänder, d Vhalb sollte man auch nicht den Dcutschsprechenden das Selbstbestii.'unungsrechi nehmen. Die Abstimmung in anderen Länderrr O eit en e ich s würde das gleiche Ergebnis haben wie die in T i r o l. Wir i r"**11 den Tirolern für den Glauben an Deutschlans Zukunft.(Beif Außenminister Dr. Simons: Diese eindrucksvolle Rede des Abg. Dr. Streseman n enthebt mich eines Teil der Erwiderungen, die ich gegenüber Bemw gelungen und Kritik der Regierung machen wollte, die sich besond Vs von de? rechten Seite gezeigt haben. Wenn auch der Abg. Dr. i�trssemann gerade am Schluste seiner Rede Verständnis für die S chwierigkelt der Lage der Regierung gezeigt hat, so hat er doch nicht genügend Rechnung getragen der besonderen Lage des deutschen Außen- Ministers. Wenn ich trotz meines Ausscheidens aus dem di,*Loinati- schon Dienst vor de? Unterzeichnung des Friedens von Versailles es übernommen habe, die Bestimmungen des nunmehr obgeschltzssenen Friedens mit durchführen zu helfen, so wird mir wohl jed'M zu- geben, daß ich damit dem deutschen Volke ein Opfer gebracht habe. (Zustimmung.) Ich kann mich aber jetzt nicht aus den Standpunkt stellen, wie damals vor der Unterzeichnung des Friedens. Deswegen halte ich Borwürfe nicht für berechtigt, daß ich in London nicht die Frage der Berantwortlichkcit Deutschlands am Kriege durchgefochten hätte. Vor mir saßen Leute, die ein Dokumrnt mit dem Schuldbekenntnis Deutschlands in der Hand hatten.(Zurufe rechts: Erzwutigen!) Sehr wahr! Ich mußte aber aus der Situa- tion herausholen, was heraufzuholen war. Mein Protest hätte j�de weitere Möglichkeit einer werteren vertraulichen Verhan.d- lung zwischen mir und Lloyd George ausgeschlossen. Die gestrigen Berhandlimgen haben mir keinen Grund zu der Annahme gegeben, daß die ReHandlung d>er Schuldsrage unsere Situation ver- bessern würde. Wegen der Verhandlung mit Amerika ist der Ro- aicrung vorgeworfen worden, daß sie nicht früh genug Vor- sühler ausgestreckt habe. Ich darf nur wiederHalen, daß das ver- sucht worden ist und daß diesqr Versuch gescheitert ist. Wir haben'es nun mit der Frage zu tun: Können wir uns über das Reparotionsprobiem niiZ Frotnkreich verständigen? Es scheint ja fnstmcch den. Nachrichten, die win aus dem Auslande bekommen, als ob-auch diesmal«ine solche Verständigung ausgeschlossen ist. Es ist das bedauerlich, wenn auch �verständlich. Die Zeit scheint noch nicht da zu sein, wo endlich dhe beiden großen Völker Mittet- europas, die das Schicksal EuropcdZ zusammen in der Hand haben würden, erkennen, wie sehr sie gsmeinsam aufeinander angewiesen sind. In der französischen Presse Werden die Folgen unsever Vorschläge als völlig ungenügend, als geradezu lächerlich bezeichnet. Demgegcn- über habe ich Wert darauf zu legen, daß in den letzten Tagen an der New Yorker Börse sich ein vierkwürdiger Vorgang gezeigt hol: Am Sonntag wurden uihsere Vorschläge nach Washington hinübertckegraphiert»nd seit SonNtiig bis gestern ist an der New Parker Börse die Mark um einen Punkt gestiegen, der Frank aber um fünf Punkte.(Hört, hört!) Ich habe hier eine tabellarische Uebersicht: Kurt Eisner unö öie Volksbühne. ?ic.NolksbiNsne aibt am 1. I!oi und an w«iterkn Sonntagen anrt (-"eners Drani« ,,K 8 t t e r p t!' f n n tck eis ßtfieuf/iionmg. Aus diesem Anlaß pndinet die von ißx hcrauogeaebene-mtstchrtsi..Bolls- büßr.c" dem Andenken Sisners einen iSedächlnisartikel von Julius p. a I i s k i, der dkm weltcrerr Leserkreis des„Siorl-ärts" willkommen sein wir«. Kurt Eisner war ein Künstler. Und deshalb gerade wußte und wollte er, daß die Kirnst nicht die Angelegenheit einiger Schrift- stellst, Musiker und Bildhauer ist, sondern eine Sache aller. Diese Erkenntnis ttikte er mit allen Großen. Der in den Wolken thronende He käs, der' sein Schassen iaet unten wandelnden Mensch- heil osfenbatr, der aller Wirklichkeit entrückte und unverstandene Künstler, der seine Werke der kleingetstigen Masse zum Schauen oder Hören überläßt, ist eine üble Erfindung, die der Kunst ebensowenig verwandt ist wie dem Geist des schöpferischen Mannes. Goethe— um einen zu nennen— hat nie gealauvi, daß er alles itub fkch selbst verdanke. Er wußte, was vor ihm bestand und wie sein Schassen mit den Leistungen der Vergangenheit, dem Wirken seiner und'dem Werden einer kommenden Welt verbunden war. kleinere nur wehren sich dagegen, daß Kunst Gemeinschaft ist. Für Kurt Eioner war die Kunst Äeirreinschast. Ader sie war ihm nicht Gemütlichkeit und UNlerhaltung, und er lehnte ad, sie dazu miß- brauchen zu lttsseti. Jdm wat Kunst(Etmeckrmg der Schaffenslust und Stärkung der Schaffen skrast. Kunst galt ihm als Auchliiß des Korns des schöpferischen Menschen. Das sühne ihn in die Freie Volksbühne. Wer seine Arbeit für die Voikzbühite mitetkebls, wird sich erinnern, mit welche? Leidem schaff er es ablehnte-, der Volksbühne den ElMakter einer Volks- bilduugsanstalt zu gebcn. Lehrhafte Kunst war ihm ein Greuel, war ihm eine Unmöglichkeit� eine Herabsetzung der Menschen, denen m'an sie bieten wollte Dein Balte Klinst zu bringen, war ihm eine heilige Ausgabe, die er erniedrigt sah durch jene vermeintlich erzieherische Absicht, die Art der zu bietende:? Kunst bestimmen zu wollen noch dem Maß einer vorausgesetzten Bildung und Begabung oder unterstellter Gefühle und NcigUiigeu. Sein Leitziel war: Kunst, die gui und richtig ist, wird iür das Volk immer gut und richtig sein. Kunst für„Minderzebildete" empfand er als Sünde gegen den heiligen Geist. Die Volksbühne etwa als Konsumverein für den Bezug billiger Kunst wirken zu lasten, sah er ebenso alz ein? Erniedrigung der Kunst wie des'Volkes an und vrrichloß sich stets Bestrebung?», die Aröeit der Volksbühne durch sogenannte Mann?'- der Präzis auf die Amüsicrbahn fühlen zu lasten. So Mancher Mann der Praxis oder das, was man so nennt, sah in ihm einen Weltfremden oder, was man so oft glaubt dafür setzen zu können: den Künstler. Darin lag ein große? und bitterer Irrtum, der nicht nur Eisner gegen- über begangen wird. Rur zu leicht zieht sich Wongel an Verständnis für die gccyen Zusammenhänge und die notwendig« Zielsetzung auf dl« bequeme Ausrede der Ueberlegenheik der Praxis zurück.... Mit Inbrunst verlangte er um die Iahrhundertwerde von der Volksbühne die Errichtung eine? cigenrn Theaters. Nicht um der gefchäklli'chen Vorteile willen, sondern der Leistung wea-u. Amt der Revolution hat er nach einem Ausspruch in der München er Periode den Enthusiasmus bis Schaffens erhofft, und den Enthssias- Sie sehÄli, welchen Sprung seit Sonntag der Frank gemacht Hot. Die amgr Manischen Geschäftsleute haben also offenbar unsere Vorschläge sehr viel aichers eingeschätzt als die französischen P o- l i t i k e r. Infolgedessen gebe ich es noch nicht vollständig auf, daß die franzoMche Oessentlichkeit zu einer anderen Betrachtung unserer Vorschläge tkommt. Freilich, die Verhandlungen mästen auch etwas mehr von diftm Rechtsgedanken beherrscht werden, als ihn die Entscheidungen der Reparationskommijsion zeigen. Ich habe eben erst eine Jtotc der Reparationskommission bekommen, in.Vr uns zugemutet wird, die gesamte Milliarde Gold- mark der Reichs dank auf die Bank von Frankreich zu übertragen. Diese Forderung holten wir für widerrechtlich.(Zustimmung.) Es ist schon durch di� Mittagszeitungen bekannt geworden, daß die Re- paratioitskomin�ssVm in heißem Bemühen die große Schadenrechnung fertiggestellt hat. Die erste Form dieser Rechnung war die, daß sich der Schade« auf 179 Milliarden Goldmark beliefe. Inzwischen haben unsere Uiu�'höndler in Paris es in wenigen Tagen fertig- gebracht, diese ForHarung auf 132 Milliarden herabzubringen.(Hört, hört!) Ob das die«chtige Berechnung ist, dos zu beurteilen möchte ich nicht unternehme«: denn eine wirklich eingehende Prüfung lgßt sich in so kurzer Fr Ist nicht vornehmen, und ich protestiere feierlich dagegen, daß die alliierten Regierungen seit dem Winter 1913 in der Lage wcr.V' sich darauf vorzubereiten, uns aber nur ganz wenige Wochen gewissen haben, ihr großes Werk zu prüfen. Gleichzeitig kündigt uns l«e Reparationskommission an, daß sie uns auch noch einen Zahlungsplan für diese ungeheuerliche Summe von Milliarden Goldmark u bermittcln will und gibt uns— sage und schreibe— 24 Stunden Frist(Große Bewegung.— Rufe: Unerhört!) Es ist selbstversti Vidlich, daß auf dies« Weise eine wirk- lich sachliche Lösung des Rep prationsproblems nicht möglich ist. Es ist deshalb nötig, statt der Reparationskommission eine höhere Instanz einzurichten. Dos ist der? springende Punkt. Nur auf diesem Wege kommen wir aus dem ganz pn Elend unserer bisherigen Noten- wechselet heraus. Ich will mich Mit Absicht nicht auf den Inhalt unseres Angebots einlasien. � Es roiVd ja von den verschiedenen Sach- verständigen mißverstanden, zum T.Zil aber auch gut verstanden. Es würde falsch sein, von der Tribüne dys Reichstags aus eine uns noch nicht angetragene Debatte darüber.Vit Washington#>« Paris zu füllten. Ich bitte auch das Haus, sich chie nötige Zur mck Haltung aufzuerlegen.(Zuruf des Abg. He� ff er ich: Und der Pariser Botfchaster? Die Note, die in der Pcpiser Presse mitgeteilt worden Ist? Die Nachricht der„B. ZK?) Ich habe noch keine Nachricht von unserem Pariser Botschafter bekonsmen. Ich möchte noch auf etwas anderes hinweisen: es macht mir den Eindruck, als wenn der französische M i ni st c r p r ässi d e nt in sernjer Haltung in der Reporotionssrag« im Zusaarnujnhang mit der Frage der künftigen Sanktionen nicht mehr sv sicher wäre, wie er in London wvr. Erstens hat er nach semer Rückkehr von H y k h e in der französischen Kammer gesagt, wir Deutschen hätten, inzwischen die Intervention der Tschechoslowavei, der Schweiz und des Vatikans angerufen. Es wäre mir interessant, zu erfahren, auf welchen I n- f v r m a t i o n en diese seine Mitteilnnpcn beruhen. Ich würde dann Gelegetti»eit nehmen, diese richtigzlstellen. Weder an die Tschechnslowakei noch an Schweiz n oH ajt den Vatikan' haben mir ein In re r ve nti o nsgers u ch g e- richtet. Die Wehrlosmachung Deuffchlands ist rHtlas durch- geführt. Niemand kann daran denken, daß Deutschland Frankreich. bedroht. Fnankreich ist jetzt die stärkte Militärmacht der Welt. Trotzdem wird von. französischer Seite in Zeitungsartikeln und Interviews darnof hingewiesen, daß die Enjtwassnung unterblieben sei. Gestatten Sie, Paß ich mitteile, was azss diesem GebUt geschehen ist: An K rt eg� m a t e r i al sind bis zum 1. April d. I. von der Rcichstreuhandgesöislchaf: folgende Mengen zerstört woit>«i—(der Minister verltest eilze lauge Liste dez zerstörten Kriegsmaterials). Das ist eins Leistung �on Auslicfsruog und Zerstörimg, die niemals in der Weltgeschichte erreicht worden ist. Das deutsche' Heer ist auf 100 000 Mann zusjickgesiihn. Ich stelle ausdrücklich fest, die militärische Entwaffnung Deutschlands>st gemäß den Bestimmungen des Vertrage» restlos ausgeführt. Aller-. dings das ist richtig: wir sind im Rückstand noch bei der Entwaffnung der bayerischen Einwohnerwehr. Die Zahlen, um die es sich d« handelt, sind kürzlich in der baye- rischen Kammer mitgeteilt wortzen. Mr sind verpflichtet, auch, diese Waffen abzuliefern und werden dies« Verpflichtung nachkommen. (Zuruf links: Aber wann?) Auf die Schwierigkeiten, die der Erledigung dieser Aufgabe entgegenstehen und die sich infolge der Ereignisse in Mitteldeutschland vermehrt haben, kann ich nicht ein- gehen. Wenn noch irgendwo Material versteckt ist, handelt es sich um ganz unbedeutende" Mengen. AußsDem hat man von alliierter mus des Schaffens wollte er auch in der-Arbeiterschaft anfachen, die sich in der Volksbühne zusammensand. Sie. sollte sich noch seinem Willen eine Stätte der Kunst schaffen, die ihr Werk war und in dem sie mitlebte und schöpferisch wirkt«. Nichts ist kunstfeindlicher auch nach der Aufsoisung Eisners gewesen als die Teilung in Schaffende und Genießende. Niemand gibt nur, und niemand nimmt nur. Die Scheidung in Produzenten und Konsumenten ist falsch und unstttlich,«uch in der Kunst. Die Gegenüberstellung von Kunst und Gewerbe zeigt uns bereits die barbarische Wirkung dieser Trennung, die der jnittelalleriiche gotische Mensch noch nicht kannte und die erst das Erzpbnis einer späteren Entwicklung in Europa ist. Kunst muß Fühlen- und Denken durchsetzen. Sie kann unmöglich das Privileg einzeln v oder der Zustand einzelner Stunden oder Wochen des Jahres sein. Entweder sie ist oder sie ist nicht. Sie kann nicht erworben werden durch Besuch von Theatern, Museen oder Bilderausstellungen im Sinne des Nur-Gevießens. Der Nur-Genießende hat keine Kultur, wohl aber der Schaffende, gleichviel, wo immer er schafft, wenn er schöpferisch wirkt. Kunst kann nicht durch Zahlung erwarben werden, sondern durch Mitschaffen. Das soll nicht Mässenversuche bedeuten, nun auch Dramen oder Lustspiele zu fertigen und Bilder zu malen. Bei- leibe nicht. Aktivitär in diesem Sinne ist nicht gemeint. Das Gefühl erzwungener Arbeit, das leider so oiclt Menschen bedrückt, muß weichen der Berpsli-fttting zum Schassen, die allein mit der Kunst verbindet. Jede schöpferische Kraft birgt das Gesetz der Kunst, die dort die höchste Leistung erreicht, wo die Kemeiiischost. von Schaffen- den d�nn Schaffenden gegenübersteht. Das Fluidum, dos herüber- Und hinübergeht, entflammt und steigert die Kraft. So soll und muß- noch dem Willen Kurt Eisners- die- Volksbühne ein aktives Mäzenatentum fein, das- durch schöpferische Leistung sich der Kunst bemächtigh die die Menschheit zu erlösen bestimmt ist. ver Kamps gegen die Vühneugenossenschast. Herr Wegener. der ein großer Kunstler, aber ein unsozialer Mensch ist. jammert in einer Zuschritt an die Presse, daß die Bübnengenosseuschast ist« bolstoilim bat, weil er es versäumt hat. ihr Mitglied- zu worden. 30 Jabre kämpfen die Bühnenleute, und Herr Wegen er hat in seiner Bühneu'äiigkeit. nie Zeil gshabu stÄ um diesen EmauzivattonS' kämpf keiner Geuoifen zu kümmern. Er muhle erst durch harte Tatsachen zur Erfüllung seiner Pflicht angehalten werden. Jetzt Ist er der Prominenten einer, die die Einhrif der Orgairifritioii stören und n nten Umfttmden mich zerstören wollen.— Ter Konflikt ttvischcn Organisierten und Richtorganisterten stützt sich zu. Herr Abel, der sich vom Bericht in erster Instanz einen Fre-briesfüi sein Antreten ai» Stichrorganisierter erwirN hat. spielt im Le>img.-Ttieawr. Der Direktor Bornowskq beruft sich darauf, daß Abel noch nominell Mitglied der Genossenschast ist(obwobl er feine Beiträge zahlt und nicht? von ihr wissen will), und er ihn daher engagieren darf. Der Bizeprässdent der Genossenschaft. Va tla-nor. der auch dei«ar» nrwSkh tälig ist. hat aber eine andere, und zwar die bessere Suf» fasstn'.g von den Pflichten der Tarffgerneinichast mid Hai sich, ge- weigert, mi: einem Kiehtorganiflcmnu der feinen Beedand bekäwpkt und N!« fannell nicht anSgeschlnssrn ist. zutanuueii zu oizfetc und am Pttttwpch adend sich geweigert, in der Pvrstefluna der.«est«»» Excellenz" auizutrttrn» s-lango H«r«Hol im die Seite auch in Aussicht gestellt, daß Sanktionen eintreten sollen, weil Deutschland seine Verpflichtungen zur Bestrafung der Kriegsoerbrecher nicht erfüllt hat. Ich stelle fest, daß Polen einen Heeresbestand von(500 000 Mann hat.(Hört! hört!) In unserer Ostbevölterung bestehen dem- gegenüber schwere Bcsotgnisse. Es ist nicht richtig, alles das,, was an der Ostgrenze Deutschlands geschieht, aus reaktionäre Machen- schasten zurückzuführen. Nein, es ist tiefste Sorge und größte Auf- regung um die Zukunft unseres Landes. In dieser Aufregung unserer Bevölkerung, in dieser Bedrohung unserer Ostgrenze hinein siel nun die Entscheidung der sogenannten Tanagra-Kom- Mission zur Ablieserong der Lokomotiven au Polen. Wir hotten selbstverständlich die Absicht, uns den Bestimmungen des Friedensvertrages zu fügen, stellten aber vorher die An» frage bei der Botschasterkonferenz, ob wir auch damit rechnen köiiw- ten, daß diese Lokomotiven nicht von Polen gegen uns ver-. wendet werden würden. Darauf hat die Botschasterkonfepenz eine Antwortnote gesandt, die uns gestern zugegangen ist. Darin heißt es: Die Konferenz stellt mit Befriedigung fest, daß die deutsche Regierung nicht daran denkt, sich der Ausführung der Bestmi- mungen des Friedensvertrages zu entziehen. Aber sie kann die in ihrer Note angeführten Grunds zur Verschiebung der Ablieferung der Lokomotiven n i ch t anerkennen. Die oll- gemeine Verteilung der polnischen Kräfte an der deutschen Grenze hat seit Beginn des Jahres keine wesentlichen Aenderungen er- fahre». Nur ein D r i: t e l der polnischen Armee steht an der deutschen Grenze. Polen hat die D e m o b i l m a ch u n g s«ner Armee begonnen. Daher rechnen wir auf die baldige Ab- l i?f e r u n g der Lokomotiven. Auf Gruend der von uns eingezogenen Informationen können wir diese Darstellung der Botschafterkonferenz nicht als zutressand anerkennen. 16 Jnfanteriedilusionen und 3 Kavalleriebrigaden, mehr als die Hälfte der polnischen Armee, be- finden sich an der deutschen Grenze. Die ganz wesentlichen Ver- änderungen der Verteilung der polnischen Streitkräfte an unserer Grenze sind allerdings schon vor dem 1. Januar 1921 erfolgt. Don einer iaksSchlichen vemobilmachuag der polnischen Armee kann noch unseren Informationen keine Rebe fein. Ich stelle nur fest, daß diese ganze Haltung Polens geeignet ist, Furcht bei der deut» schen Oslbevölkernng zu erregen. Was die Regierung getan hat, ist weiter nichts, als daß sie Unbesonnenheitenverhi Nd er t hat, die das Ausbrennen der geladenen Pulvermine im Gesolge haben und uns in einen Krieg mit Pole« verwickeln können. Mit Polen müssen wir den Wea der Per- antwartung und der friedlichen Verständigung beschreiten. Aus diesem Wege sind wir schon ein erhebliches Stück vorwärtsgekommen. Weitere Verhandlungen sind im Gange, s» besonders über einen Optionsvertrag. Außerordentlich wich- tig sind die Verhandlungen über ein Vertehrsabkommen, besonders mit Mckficht auf Ostpreußen. Wir hoffen, daß nun auch di? übrigen noch schwebenden Fragen einer gedeihlichen Lösung entgegengeführt werden: Das groß? Wirtschaftsab- kommen und das Abkommen über Oberschlesien. Wenn ich Ihnen(nach rechts), alles sagen wollte, was in der letzten Zeit von der Regierung wegen Ober- fchlesisn geschehen ist, würde ich manche Chance aus der Hand geben, die uns verblieben ist, um Oberschlesien für uns zu retten. Es ist für mich gar keine Araae. daß Oberfchlefieu ein unteilbares Ganze bleiben muß. Selbst dieienigen in Oberschlssien. die zunächst für Pole» optiert haben,«vllen doch nicht die Teilung, sondern wünschen dann lieber, y! .'daß Obers chl es i« n bei Deutschland bleibt. Wer gewaltsame A us« i n anfter setz un gen. zwischen uns und 'Polen befürwortet, der rührt has ganze Problem der Ostsrageu wieder aus. Hinsichtlich unserer Beziehungen zu R u h l a n d haben wir uns bemüht, festzustellen, welcher Zusammenhang zwischen der deutschen .Kommunistischen Partei und der russischen Regierung besteht. Daß spssche Zusammenhänge bestehen» ist zweifellos. Ein schlüssiger B e weis �für die Beeinslusstmg des mitteldeutschen Ausstandes durch die Sowjetregierunz ist aber noch nicht erbracht: sonst hätten wer zweifellos daraus Konstquenzen gezogen. Die. Verhandlungen über die wirffchafllichen veziehunzen zn Rußland haben zu einem Vertrogsentwurf geführt, der Ende März an. die S o w j e t r e g i e r u n g abgegangen ist. Gestern ist ihr Vartreter mit einem russischen Gegenvorschläge'n � Fahne de? OrganffationSfeinde» au'Nflanzt. Sollten die Pro- neineiite» Herrn Abel und BarnowSlh den Rücken sietsen, so könnten sie böse EuUänsckmngen erleb«». .Augenmusik im Atlm" führte bei MarmorhauS einem gckladeuen Publikum aum ersten Male vor. Vewegle Formen, die iki« Gestalt und Farbe in rbytlnuückem Wechsel verändern, er- schienen auf der Leinwand, von begleiiender Musik in ihrer Wirkung unvcistützt. Die Musik est vo» Max Butting. die Bilder de? Film« hol der Maier Watter Rutlmann geschaffen, der in drei- Vievtetjähngev Arbeit die notwendige», zirka zehntauiend Film- Phasen malte. In einer kirrzen Viertelstunde zog dann das(Sanze am Beschauer vorüber. Dramen im. Reiche de» Uugegenständlichen, Seeieiiregungen und Schicksale van Farbiormen sind gestaiiet. Scherzende, graziöse Liebesiänze. wuchi'g-vatbetiiche Kampihand- luugen. Enlsieben. SuistUg und Bergeheu spielen sich in rhhlhiin. «che«, Wechsel vor«nS ab Wir erleben die Wut und Heimlücke roter vud grüner Spitzen, die plötzlich vom Bildrande hervor- schießen und nach lle.»ien Bandstreisen siechen, die m btitzschnellc» 'Schlängetbewegungen sich ihnen entziehe». Blaue Rundungen tauchen au» gotblciichtender Tiefe empor, entfalten sich wachsend zu maseitälischer Größe, um schließlich kräuselnd in Nichts ihr Dasei» z» verbauchen. Rotglühende Sonnenscheiben sabren in stolzem Bogen über schimmernde» Licktblmi. grellweiße Cuodrate wir belli durcheinander an* hacken wie Beiihiebe auseinander ein. Ein Ver- mch. dem Film eigenartig«, itin kf.nstlenich« Wirkungen abzu- gewumeu. Ilud zwar ein Aersuch, der nicht nur Wiederholung vci- düent, spute rn eine LtttZgestaltuug mit reichereu Mitteln wünicheu loßl. tzs öffnet sich hier der Susblick auk eine neue Kunstgatimlg. die gerietet erscheint, dem für bildende Kunst Smpsängtichen an- nähernd das zu biete», was die Rusik dem Nnsskakifchen bietet: seelische Erschütterungen durch di» reinen Mittel der Kunst. 3. L. Nervi« Volksbühne. Die Karten für die am I. Mai iiatffindenbe ! Kehvorsleldws von Kmck AsnepZ.i�StterprÜkmig» m, Tkeeier am?üto«v- ! vÄU iwb vergiisse«. doch find ttr beschräntie« Umiaimt nach Plätze zur i Wiedeihollmg am i. Aal ei dllwich. Das letzte»elrstüwttche VorwQten.?,»»� der Staaeseper -mSet am Tonntaa. den S. Rai. dorn».>�z nzr»au(D-rke o-u Ber. Wz. Stszt und Bruckner). SlrtettSkarten(4-15 DU täglich an den Kasse» dc« Vverndaufes. Greven Schautplethause», InvaNdendmilS.»ei Sote u. Sock iwö Bertitccn» Vortrage, tfnm Ke-ttationsolend a!.g VMelw Bslch und Ludwig ?I«na mit Lichtbi.dc'.n«eranllaltet Dr. Benno Süuich.»Werder 2iler der B-Ikiho-w-buibewegung. am Loimahciw. den Lü. Aprll.-Send-. 8 llhr, m der jSczesjton. Max Kltngcr« Kupkerpkatte» für s-kue Radierungen der BiabmS. Phazitafie sind letzt als Neichenk von AmSier und Ruiliardt in de« Besitz der Berliner«nie en«etangt. Da««upserMchtadmett hat dleje 1$ Platten feiner fchinea Ansstellung von Radierungen eingereiht. «t»«rahNte-Sest wir»»«»«. u»?. Juni in Stestaden»»» der deutzchen. velsmtaltet. drei Orchester- und Sv ei �ammenuufir.Äonaerte. AtS Dirtqente« mfrfen Wilhelm Furiwängter ynd Karl Schur»cht«it. «xi»?»wte POsiteexpediti»». Der dänische mMch« F«fch« Knut OaSwnite» begibt sich am.«5. ZSich gut eine toyaraut Nr. 199 ♦ Z 8. Jahrgang Seilage ües vorwärts 5rettag,29. �prill921 Um die Heftätigung der Sezirksämter. Die Arbeitsruhe am R. Mai. Der Berliner Magistrat ersuchte gestern die S t a d t v e r- o r d n e t e n v e r s o m m I u n g um den ausdrücklichen Be- schluß, daß für die Bezirksämter als Zeitpunkt der Aufnahme ihrer Tätigkest der Tag der Einführung gelten fall. Dabei kam es zu einer Debatte über die Frage, ob die Bezirks- ämter einer Bestätigung durch den Ober- Präsidenten überhaupt bedurften. Die Kam- munisten spielten wieder die Ganzradikalen und verlangten, der Magistrat solle Schritte zur Einführung auch der nicht be- siätigten Bezirksamtsmitglieder tun. Selbstverständlich b e- stritten auch Sozialdemokraten und Unabhängige dem Oberpräsidenten das Bestätigungsrecht, ober beide Fraktionen verweigerten der undurchführbaren und sinnlosen Forderung der Kommunisten die Unterstützung.— Eine dringliche Anfrage der Deutschnationalen Bolkspartei und der Deutschen Bolkspartei verlangte vom Magistrat eine Auskunft wegen der Straßen bahn st illegung am 1. Mai. Bürger- meister Ritter bedauerte, daß die hierüber geführten Ber- Handlungen kein anderes Ergebnis gebracht haben. In der Besprechung der Anfrage erklärte für die sozialdemokratische Fraktion auch Genosse Frank, daß die Stillegung des wich- tigen Straßenbahnbetriebes eine Berkennunaund Ent- stellung der Maifeier bedeutet. Die Kommunisten brachten ihre gegenteilige Ansicht in bekannter Art zum Aus- druck— und diesmal wollten auch die Unabhängigen nicht hinter ihnen zurückbleiben. Sitzungsbericht. Bor der Tagesordnung wird von Säbel eine dringlich« An- frage an den Magistrat gerichtet, die den Tiefbauarbeiterstreik an dem Bau der Itord- Süd-Bahn zum Gegenstande hat. Es wird hingewiesen auf den hartnäckigen Widerstand der UMernehmerschaft: die Arbeiter hätten die Der- mittlung der städtischen Behörden angerufen. Bisher seien die Not- stondsarbeiten ausgeführt worden-, was werde der Magistrot tun, wenn das etwa nicht mehr geschehe?— Stadtbaurat Hahn: In diesem Falle würde die Stadt genötigt fein, anderweit für die Sicherung der Bauanlag« zu sorgen. In den Streik selbst mischtest« sich nicht ein, doch wird der Mogistrat das ihm zugegangene schreiben der Gewerkschaft an die Aroeitgeber weiterleiten. Eine Anfrage der Unabhängigen, was geschehen wird, um die nach von der Erwerbslösenfürsyrge in Anspruch genomme- ncn Schulräum« wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zuzu- führen, wird von Fritz« besonders mit den Mißständen in der 82. /SO. Gemeindeschule in der Turmstrahe in Moabit begründet. Stadtrat Weise gibt eine aussührliche Darstellung von den ange- strengten, aber durchweg und überall erfolglos gebliebenen Be» mühungen, in Kasernen, Amtsgebäuden oder Prioatbauten Ersahräume für Schulzwecke zu erhallen. Der Bau von Baracken sei an der Kostenfrage ge- ickeiten. Immerhin seien nur noch« Schulen frei zu machen: der Mogistrat werde auch weiter olles aufbieten, um die Berliner Dolks- schule wieder zu einer würdigen Kulturstätte zu machen. Zurückziehet der Deutschnationalen. . Die vor 8 Tagen von den Deutschnationalen beantragt« Be» sprechung der Anfrage der Rechtsparteien, betreffend die Bedin» gimgen der Beurlaubung städtischer Beamten zur Bestattung der ehemaligen Kaisenn, findet nicht statt, da L ü d i ck e(Dnot.) den An- trag heute zurückzieht. Di« Versammlung beschließt die Erhöhung des Sitzungsgsldes -.Tlkr ehrenamtlichen Borsitzenden der Mieteinigungsämter auf 60 M. und nach einem Antrage v. Eqnern(D.Bp.) die Normierung der Entschädigung der Beisitzer auf Ist bzw. 15 TO., je nachdem die Sitzung 2 Stunden oder länger gedauert hat.—- Ein Dringlichkeit?- antrag v. Eynern, der Dorlehnskosie für Arbeiter, Angestellte und Beamte der Stadt Berlin sofort weitere Mittel zur Verfügung zu stellen, geht ohne Erörterung an einen Ausschuß. Am 1. April 1921 hat der Magistrat die Versammlung um ihre Zustimmung zu dem Borschlog ersucht, daß in jedem der 20 Der- wollungsbezirk« von Groß-Berlin als Tag der Uebernahme der Ge- schäfte durch die Bezirksämter der Tag der Einführung der Bezirksmitglieder gilt- Z u b e i l triti- siert das Derschlcppungssystem, das bei der Bestätigung der Bezirks. amtsmitglieder seitens des Oberprästdenten befolgt worden sei, und kommt dann auf die reaktionäre Manifestation des Schöneberger Bürgermeisters Berndt am 19. April zu sprechen. Als er aus die Persönlichkeit der verstorbenen ehemaligen Kaiserin eingeht, ver- lassen die Mitglieder der beiden Rechtsparteien mit wenigen Aus- nahmen den Saal. Zubeil erblickt in der schwarz-weiß-roten Beflaggung des Rathause» ein« Verhöhnung der Verfassung, die cherr Berndt doch beschworen habe, und verlangt disziplinarisches Einschreiten. Dem Oberbürgermeister häll er vor, daß er die Verteilung der Geschäfts an dip Bezirksämter verzögert habe. Oberbürgermeister Boß: Das Gesetz schreibt die Anhörung der Bürgermeister über alle Einrichtungen der Organisation der neuen Stadtverwaltung vor. Dos war bisher untunlich, darum konnte auch die Zuweisung der Geschäfte nicht erfolgen. Der Grund hat Haupt- sächlich in den außerordentlichen Schwierigkellen der Raumbeschaf- fung gelegen. Die Beratung mit den Bezirksbürgern, eistern beginnt aber noch in dieser Woche.— Die Sache mit der Fahne in Schöne. berg wird zu schr aufgebauscht und würde durch«in diszipllnarrsches Einschreiten noch weiter in ihrer Bedeutung übertrieben. G ä b e l(Komm.) schiebt dem Magistrot die Hauptschuld an der Verzögerung des Zusammentritts der Bezirksämter zu, die er be- wüßt verhindert habe, und protestiert dagegen, daß sich der Ober- Präsident das Bestätigungsrecht anmaßt und selbst auf anonym« Ein- spräche reagiert. Cr empfiehll zu beschließen: da auf Grund de, Gesetzes dem Oberpräfidenten kein Bestätigungsrecht zusteht, wird der Magistrat ersucht, all« gewähllen Bezirksomtsmitglieder sofort einzuführen, auch diejenigen, die vor dem Oberpräsidenten kein- Gnade gefunden haben. Paul Hirsch(Soz.) erklart die ganze Diskussion für überflüssig. Mit dem Magistratsoorschlag sei die Fraktion«inverstanden. Der kommunistische Antrag sei unannehmbar. Grundsätzlich lehne auch die Partei Las Bestätigungsrecht ab. aber die Nechrssrage sei zweifelhast, der Magistrat halle die Bcstäligung für erforderlich. Für die Behauptung, oaß der Magistrat bewußt den Zusammentritt der Bezirksämter verhindert habe, fei auch nicht der Schatten eines Be- weises erbracht worden.— Für den Antrag Göbel stimmen nur die Kommunisten. Der Magistrotsantrag wird angenommen. Eine dringliche Lnfrage der Rechten verlangt Auskunft, ob die Straßenbahner am t. Alai streiken wollen und was der Magistrat dagegen zu tun gedenkt. Bürgermeister Ritter: Der Magistrat hat heut« nachmittag'mit den Gewerkschaftsvertretern verhandelt, leider mit negativem Refül- tat, Die an der Maifeier Antejl nehmevLe Bevölkerung wird, duxch diese Stellungnahme per Straßenbghner eui meisten betroffen. /Auch ivsirde die Stadt einen Ausfall' von 1,3 Millionen oder doch, wenn Lohn für den Tag Nicht gezahlt wird, von Sststststst M. zu erleiden haben.— Koch(Dnat.) ist durch diese Auskunft befriedigt. In der Besprechung, die von den Kommunisten beantragt und nach einem Geschäftsordnungsstreit zugelassen wird, trllt Urich(U. Soz.) für die Maifeier als heiligste Pflicht der Arbeiter der ganzen Welt ein. während P ä t h(Dnot.) dem Magistrat rät. gegen die streikenden Straßenbahner wegen Tarifbruchs vorzugehen. All« diese Erörte- rungen sowie die nachfolgenden Reden des Kommunisten Dörr und des Volksparteilers N e u m a n n werden von' wüstem, ohren- betäubenden Lärm begleitet. Dave(Dem.) bestreitet, daß es sich hier überhaupt um den Wellfeiertag, um die Maifeier handelt. Unter andauerndem Lärm der Kommunisten und U. Soz. legt Frank(Soz.) dar, daß der Gedanke der Maifeier gerade van denen, die ihn heill« am eifrigsten vertreten, verkannt und entstellt wird. Tie Sozialdemokratie halte die Arbellsruhe für die würdigst« Form der Feier und sei für die Verlegung auf einen Sonntag eingetreten: fall« der 1. Mai ohnehin auf einen Sonntag» so solle man diesen Feiertag nicht noch übertreiben. Auch Hobe die Partei stets für die Aufrechlerhallung der lebenswichtigen Be- triebe und für die Reduktion der Verkehrsmlltel auf den Sonntags- dienst sich erklärt. Mit noch weitergehenden Einschränkungen schasse man schließlich eine Kirchhofsruhe. Die Rede des Zentrumsmitglie- des Treffert geht in dem Lärm, der auf der äußersten Linken andauert, zum Teil ganz verloren.— Schluß 9H Uhr. Die Erhöhung öer 5ernsprechgebühren. Das neue Fernsprechgebührengesetz ist fertiggestellt worden. Es beabsichtigt, an die Stelle der Pauschgebühren, die noch seit dem 1. April 1900 in Kraft sind, den aesprächsweisen Gebührentarif ein- zuführen. Roch Ansicht der Reichstelegrophenverwaltung wird da- durch zwar«ine Mehrbelastung entstehen, die jedoch nur sehr gering- sügiger Natur ist und durch erhöhte Einnahmen reichlich gedeckt wer- den soll. Schon jetzt müssen die Gesprächsziffern von Zeit Mi Zeit festgestellt werden, um die einzelnen. Aemter gleichmäßiger belasten zu können. Bereits am 24.. April 1920 hatte die Nationalverjamw- lung beschloffen, eine Nachprüfung der Telegraphengebühren zu ver- anlassen, um der Derluslwirtjchaft der Poswttwaltung, die täglich mit 2% Millionen Mark Defizit arbeitet, entgegenzuwirken. Es wird durch den neuen Tarif, der zunächst für vier Jahre gelten soll, ange- strebt, die Selbstkosten zu decken und dazu sollen die Teilnehmer, die nur 1,7 Proz. der gesamten Bevölkerung ausmachen, herangezogen werden. Die neu hinzutretenden Teilnehmer werden in Zukunft zwei Drittel der Anlagekosten zu zahlen haben, und zwar 200 M. bei einem Hauptanschluß, 100 TO. bei einem Nebenanschluß in demselben Hause und ZOO TO. bei einem in einem anderen Gebäude. Die Grundgebühr soll in Stufen van je 40 M. gestaffett werden, bei Aemtern von mehr als 1000 Teilnehmern in Stufen zu 60 M. Da ein« gewiss« Anzahl von Gesprächen durch Versagen des technischen Apparates nicht zustande kommt oder getrennt wird und sich mithin Ungenauigkeiten nicht vermeiden lassen würden, so sollen bei den Aemtern bis zu 1000 Teilnehmern 3 Proz., bei denen bis zu sOOOO Teilnehmern 5 Proz. der zu zahlenden Gebühren nicht zur Anrecn- nung kommen. Teilnehmer, deren Anschlüsse überlastet sind, sollen von der Telegraphenverwaltung ausgefordert werden, einen weiteren Apparat ausstellen zu lassen, und falls dieser Aufforderung nicht nach- gekommen wird, sollen die betreffenden Anschlüsse gekündigt werden. Aemter mit mehr als 1000 Teilnehmern werden ununterbrochenen Tag- und Nachtdienst erhallen. Es wird auf die Erhebung einer besonderen Gebühr für Nachtgespräche verzichtet, dafür aber ein Zu- schlag von 20 TO. auf die Grundgebühr erhoben werden. Die Ge- samtoerieuerung der Fernsprechgebühren wird 60 Pro.z. betragen. Allerdings werden die Vielsprecher hieran mehr beteiligt sein als die Wenigsprecher. Man hofft, daß überflüssige Gespräche(die es nach Ansicht vieler Teilnehmer doch gar nicht geben soll) wesentlich eingeschräntt werden. Bor kurzem ist der Telephonverkehr einer Kriegsgefellschast überwacht und dabei festgestellt worden, daß nicht weniger als 62 Prozent der Gespiäche mit dem eigentlichen Dien st betrieb gor nichts zu tun hatten. Es wird in Zukunft möglich sein, mehr als 5 Neben- stellen an einen Haupttellnehmer anzuschließen. Im Fernverkehr sollen bei Entfernungen von mehr als 100 Kilometer bei Ueher. schreitungen der ersten drei Minuten nicht wellere Z, sondern pur noch die einzelnen Minuten berechnet werden. Durch Vervollkommnung der technischen Einrichtung werden in Zukunft sowohl die Anlagen als auch di- Betriebskosten wesentlich vermindert werden können. Di« Einführung der Laiuverstärk«»�- Jrit Erfindung der Dynamomaschine vielleicht die wichtigste Ersin- mvg im Fernsprechwesen— gestattet z. B. den Durchmesser der Kupserleiwngen ganz erheblich herabzusetzen. Um die Verbindung Berlin— Franfurt a. TO. ohne Anwendung der Lauwerstärkcr her- zustellen, müßte man eine Kupserleitung von S Millimeter Dureb- messer benutzen, die«in Gesamtgewicht von 189 Tonnen hätte. Bei Benutzung der Lautverstärker könnte man fich mit Leitungen von 3 Millimeter Durchmesser begnügen und dadurch eine Gewichts- ersparnis von 121 Tonnen Kupfer erzielen, was bei einem Kupfer- preise von 17 Mark pro Kilogramm eine Ersparnis von 2 Mil- lionen Mark ausmacht. Allmählich wird auch dazu übergegangen werden, die automatischen Anschlußämter einzuführen, durch deren Betrieb sich ebenfalls Ersparnisse erzielen lassen, die in Berlin etwa 2 Millionen Mark erreichen dürsten. Diese automatischen Aemtcr erfordern nur wenige und hochqualifizierte Arbeitskräfte. Der größte Teil der Telephonistinnen pürde überflüssig werden, und schon aps diesem Grunde muß mit der Einführung dieser moderneil Aemter gezögert werden. Schließlich ist auch noch die Raumsrage zu berücksichtigen, denn ein neues Telephonamt müßte neben I dem ollen errichtet werden, das seinen Dienst erst nach der Br- S2s Stine Menschenkind. *■ III. Der Sündenfall. Von Martin Andersen NexL. „Wozu sind oll die komischen Dogelbauer?" fragte Stine. „So was nennen sie Ferandas. Da liegen und� faulenzen sie, wenn sie sich nicht rühren mögen." „Kostet es viel Geld, da zu wohnen?" fragte Christian, als sie wieder fuhren. „Bist du nicht gescheit. Junge! Sie bezahlen für einen Tag und für jede einzelne Person mehr, als wir in der Woche für die ganze Famllie." „Wo kriegen sie denn all das Geld her?" fragte Else. „Ja. woher kriegen sie's... sag' du es mir! Unsereins kann kaum mit seiner Rackerei genug Groschen zum Aller- nötigsten zusammenscharren. Aber es gibt ja nu mal fo Leute, denen alles in den Schoß fällt." So fuhren sie fort zu fragen.— ohne Ende. Lars Peter konnte kaum alles so schnell aufgreifen. Nur der kleine Paul fragte nicht, er gebrauchte seine Augen.„Wie der Junge sehen kann!" sagte Stine. ihm einen Kuß gebend. Sie kehrten nicht im Krug ein, sondern fuhren in eine Düne hinunter, und dort spannten sie aus.„Im Krug wird einem fast immer vom Häcksel gestohlen," sagte Lars Peter zur Erläuterung, aber der eigentliche Grund war der, daß er das Trinkgeld sparen wollte."Dem großen Klaus wurde der Maul- sack vorgebunden, es wurde ihm eine Decke gegen die Fliegen umgehängt, und dann ging man. um sich umzusehen. Der Hafen war nicht so gut wie der daheim, aber dafür war hier ein seinerer Strand. Wie ein Halbmond erstreckte er sich nach beiden Seften, und seinen Abschluß fand er in der bohen Landzunge. Auf dem Sande ging es sich wie auf einer' Diele. Kleine Holzhäuser mit Rädern drunter standen rings- um, die wurden ins Wasser gefahren, wenn jemand baden wollte.„Das ist für die, die so vornehm sind, daß sie sterben, wenn einer sie ohne Kleider sieht." sagte Lars Peter lachend. „Aber sie sind ja nicht alle gleich zimperlich." Nein, wahrhaftig nicht. Denn da lagen Menschen rings im Sande und streckten sich ohne mehr als ein Handtuch um die Letiden, Männer und Frauen bunt durcheinander. Einige von ihnen hatten sich ganz rn den Sand vergraben, wie Ferkel vnd Hühner. Und unten am Wasser gingen nackte Paare Arm in Arm spazieren. Da gingen auch nackte braune Männer, die niemandem unterm Arm hatten, aber stolzierenden Hähnen glichen: sie gingen mit gekreuzten Armen und ließen ihre Muskeln spielen. Jeden Augenblick streckten-sie die Arme, bildeten einen neuen Muskeltnoten und kreuzten die Arme von neuem. Es war komisch anzusehen. Am allerdrolligsten aber war ein nackter Mann, der am Strande entlanglief, so schnell er konnte, immer hin und her. Er hatte die Ellbogen in die Hüften gestemmt und hielt den Kopf zurückgeworfen. Dos nasse Haar hing ihm long den Rücken hinab. Die Kinder lachten laut.„Der ist sicher nicht recht gescheit," sagten sie. „Er selber glaubt ganz gewiß, es zu sein," erwidert« der Dater.„Ihr sollt sehen, er tut's seiner Gesundheit wegen. Aber so sind sie,— die meisten sind halboerrückt. Das wird viel Unruhe in unserm Dorf geben, wenn wir uns mit ihnen rumschlagen müssen." An dem Festplatz selbst war nicht viel. Man hatte Laub» girlanden gewunden und zwischen Säulen aufgehängt, so daß ein Biereck zustande kam. Und in diesem Biereck stand ein Mann und schrie:„Der Weg der Dänen führt zu Macht und Ruhm!" Er war barhäuptig und schwitzte stark: die Sonne funkelte auf seiner großen, kahlen Stirne.- Buden und Kraft» messer und dergleichen Dinge, wie sie sie von den Märkten her kannten, gab es hier nicht- „Der Mann da ist sicher zu klug für uns," sagte Lars Peter, und sie wanderten wester: er selbst ging mit Stute an der Spitze, während die drei Kleinen ihnen aus den Fersen folgten. Hier war olles so fremd,— so kopenhagnerisch-vor» nehm. Es benahm einem den ganzen Mut. In einer der Hotellauben verzehrten sie die mitgebrachten Butterbrote und Aepselschetben, die noch warm waren. Ein Mann in einer weißen Jacke, mit einem Wischtuch überm Arm, servierte Bier und Kaffee. Stine fand, daß es für einen Mann eine recht sonderbare Arbeit sei. Aber Spaß machte es. im Hotel zu essen! Dann war es Zeit, anzuspannen. Die Sonne begann schon nach ihrem Ruhebett zu schielen. Die Uhr iöar wohl fünf. Stine mußte noch heut abend auf den Hof zurück; es ging nicht an, daß sie zu spät kam! 6. Die Jungfrau rni tde n roten Wangen. Der Herbst setzt« ein mit Kälte und nassem Wetter: das Vieh stand fast den ganzen Tag da, das Hinterteil Wind und Wetter zugekehrt, anstatt zu weiden, und es fror Stine. Es war schwer, das Bieh in dieser Zeit im Freien zu halten, die Tiere hatten nur einen Gedanken,— nach Hause zu kommen. Auf allen anderen Höfen hatte man das Bieh längst in den Stall genommen, aber der Bakkehof hatte Ausdauer, auf diesem wie auf jenem Gebiet, wo es darauf ankam/ keine Aenderungen vorzunehmen. Aber als man eines Mvrgens aufstand, war Schnee gefallen,— in den ersten Tagen des Oktober. Er verschwand wieder im Läufe weniger Stunden: trotzdem war es wie ein Puff in den Rücken, auf öden man immer gewartet hatte. Die Sommerweide war gut ausgefallen und das Bich wgr in guter Verfassung,— es hatte glattes Haar und war ver- hältnismähig rund. Run sollten die Tiere von ihrer Wohl- beleibtheit zehren: auf dem Bakkehof trieb man Landwirtschaft nach alter Manier: man meinte, daß jede Jahreszeit genug an ihrer Plage habe. Kraftfutter taufte man nie, und man hatte von der guten Weide verhältnismäßig wenig als Heu in die Scheune eingebracht. Karen haste in diesem Sommer in allen Dingen eine ungewöhnlich« Gleichgültigkeit an den Tag gelegt, und ihr Sohn war zu grün und unentschlossen, um sich der Dinge anzunehmen. Stine bekam jetzt strengere Tage. Abgesehen vom Aus- misten und der anderen gröbsten Arbeit, die der Sohn erledigte. war es ihre Arbeit, das Vieh zu besorgen, und im übrigen haste sie auszuhelfen bei allem, was zu tun war, soweit ibre Zest es zuließ. Ader sie war froh über die Veränderung. Sie bedurfte der Nahrung für ihr Gemüt von außen her, die Ein- fomkeit da draußen beim Hüten hätte ihr Dasein bloß arm gemacht. Den Sommer hindurch hatte sie sich angestrengt, um über das Dasein um sie her— über Menschen und Berhältnisse— ins reine zu kommen. Aber das war nicht leicht, wenn man meistens allein war. Es war zu wenig Gelegenhest, Ein- drücke aufzufangen. War Karen vom Bakkehof arm? Es war an sich natürlich, alle Hofbauern für reich anzusehen, aber hier sprach verschiedenes dagegen, unter anderem die Haltung anderer Höfe zum Bakkehof. Sonst pflegten die Bauern doch wie Kletten zusammenzuhängen, und ein jeder hatte seine Schwächen, die zur Nachsicht gegen andere mahnten. Aber dem Bakkehof gegenüber verhielten sich alle zurückhaltend. (Forts, folgt.) triebsaufnahme des neuen einstellen darf. Der Telegrarnmverkthr wird durch die Einführung des Siemens-Schütte Schnelltelegraphen. der Telegramme mit Sprachgefchwindigkeit übermittelt, meirer ge- fördert werden. Es ist also hier ein ausgedehnte« Arbeitsfeld vorhanden. Wie- weti die Pläne im einzelnen verwirklicht werden können, wird uon der Gestaltung der wirtschaftlichen Lage abhängen. Verkehrsruhe am 1. Mm. Im Beisein des Bürgermeisters Ritter, des Bertehrsdezer- nenten Stadtbaurat Dr. Adler und des Stadtrats Koblenzer fanden gestern(Donnerstag) mittag im Berliner Rathaus noch ein- mal eingehende Verhandlungen mit den Vertretern des Transport- orbeiterverbandcs, der Gewerkschaften und der Betriebsräte der Straßenbahn, chochbahn und Omnibusgesellschaft statt, um das Per- sonal der letztgenannten Verkehrsinstitute in letzter Stunde noch von dem Beschluß der Verkehrsruhe am 1. Mai abzubringen. Diese Per- Handlungen sind gescheitert. Alle Hinweise auf die Schädigung der Allgemeinheit, ganz besonders aber der arbeitenden Klassen, die durch ein völliges Stilliegen aller Transportmittel hervorgerufen würde, blieben gegenüber der unnachgiebigen Haltung, die die Vertreter der Organisationen einnahmen, ohne Erfolg. Sie erklärten, daß sie sich -m die Abstimmungen halten müßten, die in allen Betrieben der Verkehrsinstitute über diese Frage stattgefunden hätten. Sie er- klärten sich ferner auch bereit, sich mit der Nichtbezahlung des Mai- feiertages, über die sie von den Magistratsvertretern nicht im Zweifel gelassen wurden, abzufinden. Ein märkisches Ränbertrio. Der schwere Uebersall auf die Familie des Kolonialwaren- Händlers Stenzel in Oranienburg kommt nach den letzten Feststellun- gen ebenfalls auf das Konto der bewaffneten Räuberband», die schon eine ganze Reih« Raubzüge dieser Art auf dem Kerbholz hat und deren Anführer der Lester des Bandenüberfalls auf das Per- fonenauto bei Strausberg ist, der„Rüuberhauptmaim der Mark', der Mann mit der Hornbrille. Der letzte Ueberfall in Oranienburg' hat ein Menschenleben gekostet. Der Schlächter Mangelsdorf, der ebenso wie der Fuhrmann Riemann im Kampf mit den Verbrechern angeschossen worden ist, ist seinen Verletzungen erlegen. Für die Aufklärung dieses neuen schweren Verbrechens hat der Regierungs- Präsident von Potsdam eine Belohnung von S000 M. ausgesetzt. Einer der Räuber von Oranienburg wird übereinstimmend be- schrieben als ein Mann von etwa 25 bis 30 Jahren, mit einem hageren Gesicht und einem Anflug von Schnurrbart, einer spitzen, nach links geneigten Nase und wohlgepflegten Händen. Auf dem linken Auge schielt er etwas. Auch ein Sipo-Soldat gehörte zu der Bande, ein Mann von etwa 25 Jahren und 1,65 bis 1,75 Meter Größe mit einem schmalen, bartlosen Gesicht, der eine Sipo-Uniform mit Mantel trug. Ueber den'Mantel geschnallt hotte er ein Seiten» oewehr mit Portepee und eine Porabellum-Pistole. Der dritte Räuber ist etwa 30 Jahre alt und 1,65 Meter groß, hat ein volles Gesicht, stark hervortretende Backenknochen und eine alte Narbe, die vom linken Ohr bis zum linken Auge geht. Mittellungen über diese Verbrecher werden von Kriminalkommissar Werneburg im Zimmer 80 des Berliner Polizeipräsidiums, Haueanruf 801, ent- gegengenommen. der Millionenranb auf öem psftamt ö4. Verhandlung vor dem Sondergericht. Ein in der sonst an Kapitalverbrechen überreiche» Berliner Kriminalgefchichto wirklich vereinzelt dastehende» Verbrechen wird heute(Freitag) vor dem Forum des Sondergerichts des Land- genchts l unte, Vorsitz des Landgsrrchtsrats Broun der Sühne entgegengefahrt werden. Die von Staatsanwalt Buddeberg vertreten« Anklage richtet sich vorläufig nur gegen drei Personen und zwar: den Kutscher Willi Stein, den Hausdiener Georg Markowski und den Handlungsgehilfen Max A n t o ch, den Bruder des Haupttäters, des Postbetriebsassistenten Paul A n t o ch, der bekanntlich im Untersuchungsgefängnis durch Selbstmord sich der Strafe entzogen hat.— Der Plan zu dem Raubüberfall war von dem verftoroenen Paul Antoch ausgegangen, der aus seiner Tätigkeit auf dem Postamt 54 wußte, daß dorthin allabendlich aus sechs kleineren Postämtern die tagsüber eingegangenen Geldbeträge gebracht, wo sie des Nachts in einen Geldschrank eingeschlossen und rm nächsten Morgen der Reichsbank zugeführt werden. Am Sonn- ooend, den 20. März, halle Antoch mit dem Postschaffner Banne und einem anderen Beamten in dem Postamt Dienst. Zur»er- abredeten Stunde drangen die Komplizen des A. in die Posträum- «in. Die Beamten, auch Antoch, wurden gefesselt und am Boden mit leeren Postsacken zugedeckt. Von den Räubern wurde dann der Tresor mittels Brecheisens und..Knabberer" ausgebrochen und ins» gesamt 1820 000 M. geraubt. Der Postschaffner Bapne konnte sich befreien; er lief aus die Straße hinaus und sah, wie drei der Zauber aus dem Haus� Zehdenieker Straße �6 herauskamen, in welchem dann drei Geldtisien mit zusammen 320 000 M. wieder. gefunden wurden.— Paul Antoch spielte zuerst die Rolle des «Opfers sehr geschickt, verwickelte sich dann aber bei einem ge- schickten Kreuzverhör bei der Kriminalpolizei in Widersprüche, so � �"docht auf ihn lenkte, beteiligt zu sein. Er legte schließlich ein Geständnis ob und machte am nächsten Tage durch Erhangen feinem Leben ein Ende.— Gegen zehn weitere Be- telligte. darunter einen Postschaffner, schwebt zurzeit noch das Er. Mltllungsverfahren. Wir werden über den Verlauf der Derhand- lung berichten._ Sezieksversammlungen. Aas einer unabhängiZen Domäne. Die am Mittwoch stattgefundene Beztrksverordaetenoersamm- lung de» Z. verwastungsbezirks(weddiag) nahm zunächst die Ein- suhrung der bestätigten Stadtröte vor. Es waren Genosse Frank als einziger SPD.-Bcrtteter im Bezirksamt, Dr. Rieß(unpol.) f als stellvertretender Bürgermeister und die USP. Bock. Kulisch und abiunte. Ein Antrag des Kommunisten Dörr, die nicht bestätigten andidnten Blaschzick(USP.) und Schmidt(BKPD.) trotz der ver- sagten Vesta tioung durch den Oberpräsidenten mit einzuführen und amtieren zu lassen, lehnten selbst die starken Männer der USP. als «leere Demonstration" ab. In den Ausschuß zur Wahl der im- besoldeten Gemeindebeamten delegierte unsere Fraktion die Genossen � K e r f i u. Die üblichen Rundreiseanträge der 2ü?P2).: Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Einrichtung von Lese- hallen, wurden in abgeänderter Fassung dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung überwiesen. Zwei weitere Anträge, 1. den Magistrat zu ersuchen, die städtische Badeanstalt in der Ge- �hihwaße dem Publikum wieder zugängjg z» wachen untz Z. da? Mull abladen in her Gegend des Schillerparks zu unterlassen, fanden nach den üblichen kommunistischen..Ergänzungen" � ebenfall? Zustimmung. Zu einen sehr hestiaen Zusammenstoß zwischen der SPD. und der USP. kam es bei dem Antrag Henschel und Gen. '(USP.): Der Magistrat wird ersucht, bei der Nemeguljerung-de? Straßenbqimwescns von Arbeitereiulasjungeg Abstand zu nehme»«. Der SPD.-Redner wie? daraus hin. daß für die SPP. der Antrag in der unabhängigen Fassung unannehmbar ist, ipeij tzi« Zusammen- setzuug des Magistrats, die doch ein« sozichistische ist. die Gewähr biete, daß olle Härten bei Entlassungen vermieden werden. Die Unabhängigen können nicht einen Fall anführen, aus dem hervor- geht, daß der Magistrat ohne Grund einen Arbeiter auf die Straß« gefetzt hat. Wir beantragten in einem Amendement hinter«Ar- beiterentlafsung dos Wort'«möglichst" einzufügen und ersuchten den Magistrat weiter, überstüffig gewordene Arbeitskräfte durch Umer, bringunst in anderen Verwaltungszweigen zu berücksichtigen. Die Unabhängigen, die trotz der Ohrseige vom 20. Februar den 3. Ver- t waltungsbezirt als Ihr« Dvmän« betrachten, bombardierten unfern Redner mit überflüssigen und sinnlosen Zwischenrufen wie Noske, Döß ufw Der unabhängige Stadtrat Hintze sagte in seiner inhaltlich im übrigen äußerst kläglichen Repiik: Die Annahme des Antrags seiner Fraktion sei schon deshalb nötig, um dem sozialisti- scheu Magistrat einige„Rippenstöße" zu geben. Einer solchen durchschlagenden Begründung gegenüber konnten wir natürlich nichts ausrichten, weil ja jetzt dem Antrag Henschel die Zustimmung der Kommunisten sicher war und die Unabhängigen damit«Sieger" aus der ganzen Linie blieben. Unsere Parteigenossen werden auch den Alleinherrschern des 3. Verwaltungsbezirks recht bald klar- machen, daß mit dieser Taktik und dieser Arroganz sich wohl u n- abhängige Wahlpolitik treiben läßt, niemals aber sozialistisch ausbauende Kommunalpolitik. » Dos Bezirksamt Friedrichshain ist nun auch arbeitsfähig. In der Bczirksverfammlung vom 27. Aprll wurde, sämtliche besoldeten und unbesoldeten Stadträte durch Bürgermeister Mielitz in ihr Amt eingeführt. Von den Stadträten gehören 3 zur SPD-, 5 zur USP, 4 zu den bürgerlichen Parteien, und einer ist Mitglied der VKPD. — Nach einen« Bericht des Bauausfchusies durch den Gen. Wilde- gans scheint der Magistrat dem neuen Bezirksamt die Arbell nicht gerade leicht machen zu wollen. Mst virler Mühe war es ge- lirngen, Räume für das Bezirksamt in der alten W e b e s ch u l e in der Markus st rohe auszutreiben, die, nachdem sie zwei Jahre leergestanden hatten, durch einen Beschluß des Magistrats von' 12. Januar dieses Jahres dem Bezirksamt 5 zugewiesen wur- den. Diese Räum« sind inzwischen für die Zwecke des Bezirksamts ausgebout worden. Nun hat der Magistrat am 13. Aprll beschlossen, sechs Zimmer der Taub st ummensch ule zur Verfügung zu stellen. Dieser Beschluß, der die Verwendbarkeit des Gebäudes für das Bezirkscuni geradezu in Frage stellt, wurde gefaßt, ohne die Bezirksversammlung oder den bereits amtierenden Bürger- meiner auch nur zu hören. Gegen diesen Beschluß des Magistrats wurde Verwahrung eingelegt. Hoffentlich wird er rückgängig ge- macht, ohne daß es notwendig ist. das im Gesetz vorgesehene Schiedsgericht anzurufen. Die kehle Bezirk soersammlung d« Bezirks XI(SchSneberg- Friedenau) stimmte einer Bvrlage des Bezirksamts, von der Er- r ich!'.mg von Ortsbezirken abzusehen, zu und bewilligte 51(5 000 M. zur Instandsetzung der 6. und 7. Gememdefchule. Mit diesem Be- stbluß wird das Schulgebäud«, das wöl>rend des Krieges von der Militärbehörde und in der Nachkriegszell von der Lebensmitteloer- waltung und zur Unterbringung von Wohnungslosen benutzt wurde, seinem ursprünglichen Zwecke zurückgegeben. Zu einer erregten Auseinandersetzung kam es wegen drr Beflaggung der Rothäuser in Schöneberg und Friedenau anläßlich der Beisetzung der früheren Kaiserin. Wilberg(USP.) wies dar- auf hin, daß in Berlin nur die Rathäuser des XI. Bezirks geflaggt hallen. Er fragte den Bürgermeister Berndt, wie er als republikanischer Beamter dieses mit feinem Eid auf die Verfassung vereinbaren könne oder auf wessen Ve° fehl er es getan habe? Der Bürqermeisier erklärte, daß die Anordnung von ihm per- sönllch getroffen fei. Da er gesehen hohe, daß auch in den Arbeiter- vierteln(!) Fahnen herausgehängt waren, glaubte er, die tote Frau ehren zu müssen. Eine Provokation höite ihm vollständig fern- gelegen. Genosse Kaspar warf dem Bürgermeister vor, daß er, entgegen seiner beim Amtsantritt eingegangenen Erklärung, in seiner Amtstätigkeit niemals Parteipolitik zu treiben, schon bei der ersten Geleqsnhell durch seine nauonalisiische Gesinnung einen großen Teil der Schöneberger Bevölkerung provoziert hätte. Er verbat sich ent- schieden das selbstherrliche Vorgehen des Bürgermeister« und meinte, es müsse wohl traurig um die Zugkraft der Deutfchnationclleu bestellt sein, wenn der Tod einer Frau Anlaß für sie ist, um für ihre Partei Geschäft« zu machen. Die Wahl der Bürgerdeputierten konnte nicht stattsinpen, da hie büraerlichen Parteien, mit Ausnahme der Demokraten, die Sitzung verließen und die Versammlung be- schlußunfähig machten._ Das Freibad Müggelsee wird bereits am 5. Ma!(Himmel- fahrtstag) eröffnet. Wochentags steht das Bad von 8 Uhr früh und Sonntags von 7 Uhr morgens zur Verfügung. Das Bad bleibt bis zum 18. September geöffnet. Wagnrr.Rbevd. Dai I. Stadt. Volkslsnzert de? BI üthner-O rcheiter« findet heute 8 Uhr in der Brauerei.Köniaftodt unter Leitung von Selmar Meyrowitz statt. Vrogramm: 1. Boi tpicl j. Oper«Die Meisteriiiiger von Nürnberg'.". Waldweben aus.Ziegsried'. 3. a) Träume. Trudie zu «Tristan und Jlotde", dl PreiZlied aus«Die Meister»inger von Nürnberg'. Solist: Konzertmeister RieolaS llambinen. 4. Walkürenritt. 5. Einzug der Gäste aus die Waitburg. 6. Einleitung III. Akt.Tannhäuser". 7. Cbor der Friedensboten aus„Rienzi'. 8. Ouvertüre zu.Rienzi".— Karten a 1,50 M. in der Vorwärts-Biichbandlung, Lindeiiilr. 2. Zigarrengeschöft Horick. Engeluier 15(GewerlschastShaus), Orchesterbureau, Lühowslr. 76, und abends au der Kasse. stln der BolkSbvchschnle Groft.Bcrlin beginnen beute irachsteheude Kurse: Fuchs: Mathematik, 7— Z Nbr, Dorotheenstr. 12.•— F r a n ck e: Jiigendrech». Uhr, ebenda.— Fischer: Orgclnnistk, 7 Uhr. Alle kZarnilonkirch-.— R i« s f e r t! Ursache und Wirkung, 7»/, Uhr, Nutageb. der Universität.—- Kluge: Mathematik, 7 Uhr, Gleimstr.'49,— L e w i n: Gedächtiir» und Wille, 7'/, Uhr ebenda.— Bin est: Ibsen, 7'/, Uhr, ebenda.— F i» n: Chemie der Nichtmetalle, 7% Ubr. Pafteurslr. 44/46.— $ ü si: Kerbaist Hauptmann, 8 Uhr, ebenda.— Struth: Photoziaphlc, 7>/z Uhr, Lichtenberg, Rathausstr. 8.«. Besser: Rcligionsgelchichte. 8 Uhr. ebenda. S t t lli ch: Nationglökonomi«, 6 Ubr. Lichtenberg, Parlgue 12. ~ K r ä II t l e I n l Nieiisibe, 8 Ubr, Lichtenberg. Marllftr. 2/3. Nägler: Biologie, S'/i Ubr, Kgilsborst, Kant-Reglgvmnosium.— Bauer: Himmels- künde, 8'/, Uhr, Oherichöneweide, Zeppeltnstr. lt.— Solger:?lhnen- reibe des Menschen, 7«/, Ubr, ebenda. Lang«: Kulturphtlolopdie. 7 Ubr, 7 Uhr. Trevlow, Neue Srugalle« b.— Sternberg: Staalspbiloiophi«, TU Uhr, Köpimck. Körneplchule.-»- H a i n tz: Weltreiche der Neuzeit, 7h, Uhr, Neukölln, Boddlnftr. ZI/Z3.— B u« k: NaturvbUosophic. 7 Uhr, ebenda.— B q r k o w: Technische vä'.melchre, 7'/, Ubr, Neukölln, Berliner Str. t0.— Ja cobstbal: Mathemallk. 7't, Ubr. Mitlenwalder Str. 31/37.— Jüngling! Lebr« vom Licht. 8 Uhr, Schölieberg,«elziger Str. 4S/H2.— H e hmgr: Kunstbildung durch Zeichnen. Tl, Uhr, Schönelerg, Lutheritr. 23. — Busse: Moderne Lyrik, 7'/, Uhr, ebenda.— Werner: Italienische Kunst, 7>/, Uhr. Steglitz,«!M»asium Heelestrahe.— Lebed«: Schiller und Koethe, 7", Uhr. ebenda.— Busse: Zlnorganiiche Chemie, 7»� Ubr, Mlmersdors. Cecilienschule,— Ist o t hs e I«: Wettvolitil seit 1870, 7'/, Uhr. Wilmersdorf, Obnicalschule am Seepark, � Neugebauer: Helle- nisiiiche Kunst, 7'/, Uhr, ebenda.— Sternseid: Romantische Musik, 6»/, Ubr, Charlottenburg, Schillerst?. 26.— Karten und Lehrpläne ipi Sewertschasisdaus, bei den lvuchhandluugc» Vorwärts und Freiheil und an den Ahegdtgssen. Frischmilch. Am Freilag. den 29,, und Sonnabend. den 30. d. M., Sonntag, den l., und Montag, den 2. Mai, werden die v I,, D ll. und v III- Karten mit je Liter Frischmilch beliefert. An den gleiche» Zagen werden die'/,-Ät«r-Sra,it«niarte,i und Alterskarten mit Frilchrnilch bell eiert mit AtlSnahm« der Bezirke I. II, IV, V und IX. Als Sriotz für die ans- fallende Frischmilch wird in diesen Bezirlcn Lit er Emiilsionsmilch ver- ausgabt. Die übrig« Belieferung blcidt wie b-Sher. Dt« angezcbene Se> liejerung bezieht sich ni-ot aus hie'«it pem t. Oliv ber 1920 neu zu Berti« hinzugekommene» Gemeigdeu ioweu st««icht hetcilg Sem Milchamt Berlm gngelchlosffn fittd. Der Wevtiche Monistenbnnd pzranstsstet seden Freitag gb 29. April im Ae:lier,Slsme>is-Rsslgymnasium. Hohenstsuiemtr. iT~-40, 7 Ubr, einen Lehrkursuj Ut sechs Teppelstundin von Dr. Max Dsri:«Da» SSeübijd im Utaniftijchen Deuten". Es merde» folgende Fragegebiele zur Peibandlung kommen r DaS Wesen des Erkcnncns und die Erlenntnisthcorie I die Lehre« von den Be- grjss-p und ihren Derdinduugen j das hüeien des Aestheiischen und die Lehre vom Kupslirerk: die Siellung der vissknlchast zur Metaphysik; der Gottes- glaube und der Menschengedanke: die Jenleits- und die DieSieitStedre; Elb!! und Soziologie: Sozialismus und Pazifismus; der Monismus als Weltanschauung. Das lleukällnee Sletvgarlenom» Hot seit Anfang April die Ein- richtuntz getkcffen. Saatkarissfelii an GartenhesUzer abzugeben. Es Handell fick um die äußerst hajtbar« Marke Woltmann m sehr guter Qualität. Schnellste Eindeckung ist ratsam. WLrtsehcift Die Organ', satton der Elekkrtzitäts. und Wasserwirtschaft. In der Sitzung des Wasserwirtschaftlichen Ausschusses des Vorläufigen Reichswirtschaftsrats am 26. April gab Herr Ministerialrat Dr. Lenzmann unverbindlich Auskunft über die Pläne des Reichsschatzministoriume für eine Neuordnung der Reichs- c l e k t r i z i t ä t s w i r t's ch a f t. Er wies zunächst auf die Un- Zweckmäßigkeiten des augenblicklichen Zustandes hin, bei dem keine einheitliche Versorgung vorhanden sei und entwickelle daraus die Notwendigkeit, alle öffentlichen Elektrizitätswerke einem G e n e h- migungszwang zu unterwerfen. Anlagen für E i g e n k ra s t- Versorgung müßten einer Anmeldepflicht unterworfen werden. Nur durch solche Maßnahmen könnte ein Schutz vor Zer- v splitterung der Kräfte erreicht werden Als bestes Mittel zur Per- besserung der Abgrenzung der verschiedenen Versorgungsbezirke gegeneinander sei die B e s i tz g e m e i n s ch a f t anzusehen. Die horizontale Z n s a m m e n s o s s u n g der Beiriebe notwen- digenfalls mich unter einem gewissen staatlichen Druck zu DereiNigun- gen in der Art etma der Innungen sei also empfehlenswert. Eine darüber aufgebaute S p i tz em o r g a n i s a t i o n hätte für das Zusammenarbeiten der Bezirke zu sorgen und die Finanzierung von Neuanlagen zu übernehmen. Diese letztere könne man sich etwa so denken, daß ein von dem Spitzenverband getragenes zen- trales Kreditinstitut gegen Verpfändung von Anlagen Darlehen gibt und Hypothetenpfandbriefe ausgibt, für die der Spitzenverband Ge- währ übernimmt. Der Ausbau von Wasserkräften könne nur von den Bezirksverbänden geprüft und mit Hilf« der Zentrale durch- geführt werden, da nur'sie entscheiden können, ob es möglich ist, die neugewonnene Kraft rentabel im Bezirk unterzubringen. Dann sprach Dr. Fr. T. Zahn b recher, Vorsitzender des bayerischen Torfwirtschaftsverbandes in München, über den Aus- bau von Wasserkräften. Er betonte, daß ein Reichs» rahmengesetz dringend notwendig sei, daß aber der Vollzug beiden Bezirksinstanzcn bleiben solle. Diese Dezentralisation der Durch- sührung sei notwendig, wenn man wirklich zum raschen Ausbau ge- eigneter Kräfte kommen wolle, besonders bei der Durchführung von Enteignungen. Förderlich fei auch eine Steuer auf den Pro- duktionsentgang bei solchen Wasserkraftanlagen, die die ihnen zur Verfügung stehende Kraft nicht voll durch ihr? Anla.ge ausnutzen. Eine derartige Steuer würde jedoch erst dann eintretkn, wenn die Besitzer solcher unwirtschaftlicher Anlagen einen dritten an dem vollen Ausbau hindern, indem sie ihre Kraftquellen der Allgemein- bell nicht zur Dersügunq stellen. Wenn auch eine solch« Steuer den Besitzer nicht zum weiteren Ausbau dränge, müsse nötigenfalls die Enteignung eintreten. Em Vertreter der Arbeitgeber der Elektrizitäisindustrie schlug vor, mit der Behandlung der Etnzelsragen des Ausbaues von Wasserkräften zu warten, bis die Regelung der Energiewirtschast erfolgt sei. Von Arb erlnebmern der Industrie wurden Bedenks» gegen die Grundsätze geäußert, nach denen diese Regelung erfolgen soll. Sie betonten, daß diese nur nach gemeinwirtschast- lichen Grundsätzen stattfinden und insbesondere die Wasser- kräfte ganz in das Eigentum des Reiches über- führt werden müßten. Die Gfftaltung der Energiewirtschaft in den Bezirken sei eine der Aufgaben der künftigen Bezirkswirtschafts. ritte. Nachdem der Vertreter der Regierung erklärt hatte, daß der Gesetzentwurf dem Rcichswirtschastsrot vorgelegt werden würde, so- bald er fertiggestellt fft und die Zustimmung des Beirats gefunden' � hat, beschloß der Ausschuß, die allgemeine Beratung bis dahin zu vertagen._ Zkugründungeu gemeinnütziger Siedlungen. Die Entwicklung der gemeinnützigeti Siedlunge» äst ein erfreu- licher Beweis für den Fortschritt des StedlmigsgedtMkens. Die Baukostenzuschüsse, die vorwiegend gemeinnützigen Bau- Unternehmungen, Siedlungsgeiellichaften und Baugenosseuschasien gegeben werden, haben die Gründung solcher Unternehmungen be- günstigt. Nach der Zusammcnsiellung der.Bauwell", die mit der» i. Januar 1920 beginnt, war die Zahl der n e n ei« g e tr a g e» e n Unternehmen im 1. Viertel des verflossene« Jahres besonder« stark. Im Herbst 1920«höhle sich nach einem Rückschlag die Zahl der Neueintragungen; diese Gesellschaften sollten wohl im Baujahr, 1921 in Täligkeit treic«. Es wurden gegründet in Branden- Liten Westen � Süden fbb£ 1. Viertels. 1920 23 1« 49 12 46 15 2.„ 1920 6 30 19 3 15 10 3., 1930 14 6 27 6 23 4 4.„ 1920 24 18 28 5 31 18_ Insgesamt 1920 1. Viertels. 1921 67 19 62 19 128 22 23 115 47 2 33 15 Die GründungStüligkeit war am lebhaftesten im Westen (Kohlengebret) und im Süden, wo die Bereitstellung von Sied- l u n g s l a n d besonder« flolt vor sich ging. Die geringste Zahl von Neugründungen weist das an sich lündliche Thüringen auf. In der Provinz Brandenburg und de» Hausifftäduu handelt eS sich in der Hauptsache um vor städtisch« Siedlungen. Diele schon bestehende Geiellschafle» haben sich weiter ausgedehnt. Sowohl in den industriellen Gebieten wie in den Großstädten ist der Wohnung?- Mangel bei dem Daniederliegen drr privaten Bautättgkeit noch immer groß. Hier ist für die gemeinnützigen Siedlung«- und Bau- genossenichaften noch ein weites Tätigkeitsfeld, das bei den heutigen Verhältnissen nur mit großen Zuschüssen der Behörden erschlossen � werden kann._ Rückgang der Mark. Nachdem die deutsche Baluta sich wieder annähernd auf den Stand vom Beginn der vorigen Woche gehoben hatte, stiegen gestern auf die Absage Briands gegen die deutschen Wiedergutmochungsoorschläge wieder die fremden Zahlnngs- mittel im Preis«. Der Dollar, der vorgestern noch 53,63 M. ge- kostet hatte, wurde gestern mit 55 80 M. notiert. 100 holländische Gulden stiegen von 2230,75 aus 2307,25, 100 schweizer Franken von 1107,85 auf 1145,85 M. Der Papiergeldumkauf hat nach dem Ausweis der Reichsbank vom 23. April in der dritten Woche diese» Monats wieder ein wenig abgenommen. Der Rückgang beträgt 551 Millionen Mark, und zwar hat sich der Banknoten Umlauf um 357 Will. R-«lss 68 379,2 Mill. M. und der Umlauf an Daelehnstassen scheine:, um 194,6 Mill. W, aus S560.1 Wich M. gesenkt. Das Gesetz über die Nokendeckung der Rcichsbauk, das die die/i herigen Vorschriften über die Deckung der ausgegebenen Relchs- bonknstcn durch Bargeld aufhebt, ist auch vom Hauptausschuß des Reichstags angenommen worden. Mx u. Genest. Die Generolbersammlung der AG. Mix u. Genest. Telephe'ii- und T»teg,aph»iiwe,ke in Bcrlin»Scböneberg. bescdloß die Verdoppelung de»«ltienlovital» auf 25.2 Mill. Mark. Der Antrag eines SklionSrs. die Dividende zu erhöhen und die Zuweisungen an die Arbeiter und Angestellre« entlprechend z» kürze»(!), wurde obgelehnt, i« daß«S b«i d«« vov, geschlagenen 15 Prez. bleihi. Die Direklion«rllärt«, der Am- iraasbesland gebe dem Werk noch für länge,» Zeit lohnende Be- schäftkguna. es bedürse aber neuer Nussrgge, in«»» der Polle Ns« trieb>n allen Abteilungen aufrecht erhalten werden soll«. Groft-öerlmer Partesnachrichten. lancier. 31.«it. Oeffc „Der P-iu! 70.«tt. Will Heute, Freitag, de« 29. April: «reis 3, Wedding. 7 Uhr bei«erfin, P-nkstr. 80, Abholen der Fahnen zur agH'sci-r. cffcntluhc Elter nveifammlung, Ccholaula Driesener Str. 22. Thema: 'anlienschc Cchulaufruf". Rcj. Prof. Oestreich. Lilmersdorf. 8 Uhr bei Schramm, Hohenzollcrndamm 2, Sitzung fämllicher Fuuklwnöre und Selriebsvertraucnsleute. Zunasozielistcn. Gruppe Li�tciselde. 7 Uhr im Jugendheim, Aldrechtstr. 14», Vorlragsabend.- Gruppe Hermsdors. Tft Uhr im Jugendheim. Roonslrahe, Vortragsabend.— Gruppe Torben. 7H Uhr in der Semeindeschule, �Jut* ClhrnbVh�rbtVÄ�s'lk�attf«! 7 Uhr bei Schmidt, Diclefstr. 17. Wichtige Sitzung. Stellungnahme zur ösfcntlichen Elternoersammiung am 10. Mai. Ersatzmitgliedcr und SPD.-Lrhrer sind willkommen. Morgen, Sonnabend, den 30. April: 18.«reis. Wcitzenfee. 8 Uhr Sitzung des Bildungsdusschusses im„Friedens- Tagesordnung: Aufstellung garten". .021/22 eines Programms fiir das Iah: «reis, challeschcs Tor. Sonntag, den 1. Nai, Raiseier „Bollbraucrei", Fidirinstr. 2— 3. flonzett, Gesa: Turnerschaf«, Aindcrbelustigung, Tanz. Eintritt „Virtoria-Garten, Treptow. Ai M Maifeier«. I, Raisrirr. Liidrorsil.«bteilnnis! Gesang(Liedertafel West), Freie intril, I.bO M.- Siidöstl. Abt.: machen wollen, sind herzlichst eingeladen. Saalwitz. In Lehmanns Fesls-len, Sonntag vormittag 10 Uhr, OeffcNtlichc Versammlung. Es spricht Reichstagsabgcord neter Löfflcr. Sport. Rennen Karlshorst. Bei leuchtendem Sonnenschein hielt heute der Strausberger Rennvcrein sein Rennen in Kartshorst ab. HI__ Treptower Pork 24. Konzert, Gesang (Miinncrchor SPT. Lall. Tor), Turnerische Aufsllhrungcn, Kinderbelusts. gunge», Festrede und Tanz........ 17. Abt. Anlaßlich der Raifeier-Versammlung»rrfsen pch dl« Grnoffinncn und Genossen morgens um 0 Uhr am Rudolfplatz zum Abmarsch nach der Weberwiese._ marcki. st. Corsa: lEdler). Tot. 18: 10, Pl. 12, 11, 12: 1«, Kops— 1— 4. Z. Getzler-Rennen: 1. Vcnnewart(v.Berchcni), 2. Lrirnd(Hr. Kruaer). 3. Barbar(S. Keller). Tot. 28: 10, Pl. 20, 17: 10, 6— 3— 5. 4. Wald- metstcr Aiisgl.: 1. Tcllcs(H. TcichmamiV. 2. Radiola(WßmSrck). 3. Spcr- bcr(Kulnliek). Tot. 38,: 10. M. 14. 11, 20: 10. st*— 4— C. 5. Preis ton Lehnin: i. Wetterscheide(ff. t>. Westhg.). 2. Tillymeliahrt Herrcntour, Start li» Uhr. Damenlour nach Birirnwerder(Japan), Start 1 Uhr.— Ortsor. Reinickendorf. Himmelfahrt Herrentour, Start 8 Uhr. Dameiltour, Start 1 Uhr bei Muster._ Soziales. Eine SunstgNedtt-Ausstcllung in SSln. Vom 13. bis 22. Mai dieses Jahres findet eine internationale Kunftglioder-Tlusstellung in den Aussteklmigsräumen Gog->rt-1)aus Neu.varht statt. Es wird be- zweckt, die Kriegsbeschädigtem und Arbeitsinvaliden mit den best- dewährten Konstonktionett von Srfatzstücken und anderen orthoiädi- sehen Hilfsmitteln bekannt zu machen Die Kaiser-Wiih'lm-Akademie Berlin, sowie das Deutsche Hyasene-Miiseum Dresden werden einen Teil ihrer historischen Sammilmgen zur Verfügung stellen. Samt- liche Konstruktionen werden den Interessenten durch Fachleute er- klärt werden. Während der Ausstellungstage findsii auch Litis- klärungsoorträge statt. Wode- und Sportkleidung angeferiigi in eigenen Werkstätten nach neuesten Modellen. Herrcn-finzfiäe der Maßarbeit ebenbürtig, nach neuesten Modellen verfertigt, in hellen u. dunklen Farbenstellun- gen, in erstklassigen Qualltätea Serie V Serie IV Serie III Serie II Serie 1 990 825 780 690 590 Schlüpfer. Raglans PalelOtS in modernsten Stoffen und Fassons, beste Verarbeitung bei tadellosem Sitz-, aus Homespun, Cheviot, Cqvertcoat usw. M. 900. 750. 60«. 500 jüngsiRgS'Anzüge 300 sehr guter haltbar. Qualität, hell u. dunkel, gestreift und kariert, modenjite Herstellungsart M. 540. 500. 465. 410. 340. Knaneisltflaazügc neueste Formen, gcschmackvol le, moderne Ausfuhr, in haltbaren jQ M Qualitäten pnd jebönen Mnstvn M. 210. 190. 100. 130. 105. 94, KMhnhoscR aus haltbaren Stoffen von.. M. 28 an Herrcnspeiianzüge ans wetterfesten Loden, in Manchester oder gemusterten Stoffen, Joppe hochgeschlossen oder mit Revers, mit und ohne Falten, Breeches oder Pumphosen, Jedem Geschmack genügend M. 725.§00. 500. Gomißl-Mänlel und imprägnierte Mäntel in den neuest Modellfassons aus Küper-, Double-, Oovertcoat-odor GaWdinstoff, gute Qualität M. 800. 100.«00, 550. 450. 325, 225 Vefler-NüBlel fö* Damen nnd Herren, ans imprägniert Stricbloden, Bozener und Bagl anform M. 350, 300. Pelerine«° ans wetterfestem orauneni, � gb. grauem oder grünem Strichloden> OKnU M. 300. 250. 200. IQriff u. Herren, braunem, Pelerine« äs Knaben, ans gutem Strichloden, kleinste Größe anfangend mit M. 95 '1� Anfertigung nach Maß, eleganter Sitz, erstklassige Verarbeitung! Stoffverkauf an Schneider und Private! Nur | ein» TeriliilrtWI« In der Morgen- ftimde Verkoaf billiger Sadtenl BaenSohn Nur Chaasseestraße 29-30 Keine | Fiiialoß roehr| Jb der Morgen- shmde Verkauf hilliger Sachen t Sp**»- ÜHi-WL üerrenu. Damen erhalten 1 In diskreter Weise| BEKLEIDUNG auf Kredit! Rleoen na« wakl in Frfihlahro- Paletots Ulster ; Kodera« Jaokott- und> BooU* Änxüge Ersatz ifir MuS. i Damen- Konfektion. I— In< Elsjsn—| M öbel- Einrlchtungen. Ä.Bafflitt| lliossntlBlfRti. 45-47( WoOmiriRs- Tauscfi- Ztirfra!*, Alexanderstr. 41(Kgst. 1300). Filialen: Miriannenplati 7; Schönebcrg, Wartborgstr. 13 AugsbnrgeirSttH. Landsitz in Pommern t. Sclbstvcnore., Ickp». e. Wasser«elcgrn, 12 Morg. Land, m. allem Zubehör,. f. 130 Ml'le z. verkaufen. Wohnungs- i ausch geg. Wolinung in tierlin. 121/18 Offferten P. M. 13, Postamt Wllmersdorl 2 rOanr Berlin spricht von unseren' garant pap-erfreien, wollenen Herren-Sakko-Anzogen unseren eisktr.Bögeleisen 0QSe la Friedensware mit 2 m Schnur, X/ 1 Jaln Fabrikgarantie... v— Damen- u, Herren-Handschuhe, Strickhandächuhe, Trikot, Zwirn u. Pa. Wildledcr-Imitalion(kein Glacd) von MK. 2.— bis 21,80 den««00 0*e!n VX Blaenwerb)»»V und«SO mit 3 iL Klingen• sowie unseren unmöglichen Preisen in --- Glitte llero, Mimilnliim--- Brlcf'asshsll a.Oäinir tiaildtaschM Weckeruhren ord Rasierapparaten Konkor- renrlos !t1! Sämtl. Metalle Weißlager.Zinn Qi»»ecksilber Brunnenstrasse 72 JÄaiTclleablang Anzüge I Ifir Herren 0. Barschen fertig und nach Mall Prima Veraibeitungl Rinsang im Möbellager Sfolzmann Belle Atliancestr, Vertraniweti I!I!IIWIllIM!I!IIvWWI Smeduswahi ernster um) heiterer fiedichte lür Arkiterfesielil iiniiianiniiiiniiiiiiiHiiiiilil Mit einer Ebileitung; DieKunst des Vortrags Herausgeber- Ernst Preczang "'niijjii»" Preis 9 Mark ond 20% Bachhandlang Vorwirts Berlin SW.68,Lindeii slr, 2 ifflaMiwi'iiiiiini'imna D. R. G. M. Qold — 40.— Silber- 1- 1.Ö5 ,dieä- 2.- SR- Fi- 1.40- er Double, Uhren zum AusSsmdskurs Zahngebissc d. 8000 AL Zähne il bis 308 AI, M* Wiese AriiHeriestt'. 29 Tel.: Norden lO'O Tel.-Adr.: Plallnwiese HomoopattUasMM Saut-, Harn- u.©efchjechts'eü. Spcz. verölt. Fülle bei Ichuellor, sicher, u. schmerzt pf. Vehrirblg« mögilchsr ohne Äerufsj-pruM. ' WU IMMMK am OdeEOr.bctplafe.' Sprech. 10-1, 1-8. Stgc. 10 12. Dr. med. Meyenberg u. Dp. Bitter G.m.b.H. Haut-, Harn-, Frauenleiden. Biutuntersucliung. Salvarsan. Neuartige vollkommene Behandlung nach 14 ert. D�R.-P»t«nf. Fäaen im Urin, Verengung usw. Im eig. Verlag ersch.r Das Ende der Syphilis als Volks- brankheit. M. 10.—. I.ebensglück der Frauen. M. 2—. Pröspem kostenl. Sprechreil il— l u. 5— 7. Sonnt. II— I. J�jrn�nrimmr�JPWsdnmjjrJItr�lZb a d Potsd. Br.* j und edelmrtcllhaltiqr Ab» ! fäll« sowie viold u. Silber : in Bruch». Abiällen jeder l Form kauit ständig Scheideanstalt Fr. Urbaschek» ! Berlin SW CS, Mnrfgrnsenstr.;i3 rasa/, i?,&. 4Z!>i Seit 30 Jahren als stärkstes ßadikaimiitel bekannt. mma werden restlos Tertilgt»WM m mm M Wanzen Erwüt T od.T eufel w w»——-—-—— jcicns nur inn.'t n r*Tt O'___.. In Orlfinalpackungen zu Mb. 3.SO, 6.BO, 9.BO und 13.50 In Drogeilsn erhtzulioh Otto Reichel, Berlin SO, Bisentahnstr. 4. F.m°pe.-uoe!.zp,an:47di-b'. Abessinier- Brunn. v Selbstautst. ziehen ohne g: grab. Brunn| llar. uuellra. o. jebrr Tiefe biretta. b Srbe. stll Preisliste gratis. A.Sebepmann.Pum- venladr.. Berlin lSS, Ghmitseektr. M lede hundertste Dose Bas Glück in der dose enihBltf eine Anweisung auf ein wertvolies Geschenk Man verlange Schuhi>utx Servus Terpentinware Che«. Warte Labszynskl& Co. A.-G., Berlin-Lichtenberg Witt SßMlW Ztach Räumung alier Bestände können nunmehr durch den Kleinhandel unsere billigen Sotten zu 2A bis40pf. das Giückan das Publikum abgegeben werden. Ferner sind jetzt durch uns ca. so ovo Faß vorzüglicher holländischsr Heringe in den Handel gebracht, welche an das Publikum zu S0 bis?0 Pf. das Stück durch den Kleinhandel abgegeben werden können Man verlange unsere vollwertige War« in den einschlägigen Geschäften. Sei Abnahme von mindestens ZZ l�aß kann direkt von der Salzhetlngs-Einfuhr» Gesellschaft m. b. H. Serlin W 8 französische Straße 14 bezogen werben SalsherinsS'Änfuhr-Gefellfchaft* ReichMchversorgvng 5. m. b. A. t.£. «Fl Erste Eta&e Damen Schnürschuhe liesie M! lmeMisek« i Theater JichtspieleetcTj m■■ www»— m— Opernhaus Ariadne auf Naxos __ 7'/i Uhr Schauspielhaus Die Journalisten ___ 7 Uhr____ Deutsches Theater 8 Uhr: Cäsar und Kleopatra Sonnabend 61/2: Paust I. Kaminerspieie V-fi Uhr; Der KSnic der dunklen Kammer Shd.i Er ist an allem schuld. Der Heiralsaotrag. Der Spieler. Gr. Schauspielhaus (KarlstraSei TU.; Ei« Sommern achlstraum (AnBer AbonnemenU Sbd. 7: Sommernachtstranm fAnder Abonnement)_ Theater 1. d. Könipprätzer Str.: Täglich 7.30 Uhr das Lustspiel Rugby Homödieuhaus: Allabendlich TM Uhr: Die SachemitLola mit Max Pallenberg Oerliner Theater: Allabendlich 7.30 Uhr. Das Volksbühne Theater am BUlowplatz. 7 Uhr; Daa Postamt und Die KomSdle der Irrungen lessinp- Theater 7 uhn Peer Qynt Sonnabend TV.; Gespenster, (Lossen, Reiebert, Abel, Gütz. Loos) Sonntag T'/j. Ein idealer Gatte! Montag T'/ji Gespenster Beutsches Kfinstler-Thester, Allabendlich 7', Uhr: Dieseüpe Exzellenz Adalbert. Junkennann, Büller Hilde AVörner, Ralph Artur Roberts, Uschi Blleot. Herbert Klper, Paul Rclikopf Residenz- Theater lügJich 71/3 Uhr; Paul Wegeiie r Lucie Höflich in Pas Privileg stg,«/;«: lad) MinJertn.Ficber Trianon-Tbeater S Uhr: ROSEN N-on Hermann Suderniann. Olga Limburg. Karola Toelle, Kate Haack. Herrn. Vallentln, Franz ScbAnetnann, Heinrich Schroth. Wilhelm Kendo« Sonntag t Uhr: Rosen Kleines Theater.. Täglich T'/a L'br: j Ii Kur ein Traum;) Orntral-Thrater ufiDiePostmeisterin l>eutH<'hofc Opernhau* 7 uhr: Die Jüdin Priedr. M'IIhrlmHt.Tli. 7Vtu.: Hoheit die Tänzerin Kl. Soluinoplelhnn» 7'/, uhr; Reigen Komliirhe Oper �.u-Ludercheu tlrlhHns TU Uhr; Arnold Rlecfc in Die spanische Fliege Xletropol-ThoartT uhr Die blaue Mazur Aonr« Oprrottrntheal. V/t Uhr: Fritz Werner Der lachende Ehemann Kcncsi Volknthcater 7 uhr: Rose Bernd �eltiller-Tlieat.Uliarla j'ii u.: Jeltthen Geberl Thallft-TheAtnr 7". uhr Mascottchen Tl«.am �iollendorrplarp, vlr Der Vetter ans Dingsda Stg. 3>/,: Wenn Liebe erwacht Theater de» Westen» ;>/. uhr; Sehwaliienhoehzeit Sonntag zum I. Male! Morgen wieder lustik I Th.l.d.Kommandantenstr. 7v,uhrDer?erjilngteÄdolar Wal In er- Theater ".uhrDieTanzoräfin Walhalla-Theater "/.uhr: Fledermaus �r»tATec_ { Sonntag 3'/. U. jeder| I Erwachs. I Kind frei[ Eilen Sie I wenn Sie das gerade- 1 Iru unübertreffliche 1 lAuslands-Sensations I | Programm noer seb.| wollen: 4 Perez Das Undenkbarste| | auf freistehenden Leitern. Heros [.VeltmcisterderKraft] jongteure. 14 Poncherrysl Fabelhafter Doppel Drahtseilakt schwe 1 Illusionist {Bradna& Co.l Irol kühne Equilibnst I ] Außerdem Gastspiel:| Kaiser-Titz Erra Bopnar |u weitereSensationer I "Ürkus Busch Sarrasani Ende der aaison; 1 Mal Prärie und Pußta Riesen-Zirkusprogramm Vorv• 7irkuska.se ti Tietz Feiles Gaprice 1? a Oranienb.Tor Tel. Nd.8650 Neues Programm: Per kennche Josef Sein Hlodell A in Badcntrand mit Perd. Qrünecker Vorverkauf II— 2 u. ab 6 Uhr ReiehshaiL-Theater abends 7'/, Dbr und Sonntags nachm. 3 Uhr .Sieti. Sänger Bilanz prr 3L Oagcmbde 1930. SeztnBflen. RirfTa-Äontn... Boitk-Rento... fostfchetf.Rotrto. Stnutions-Sonto. Snocntcr-Äonto. Immob.-Ronio. Cafior-Äonto... Anteil- Rente b. Serbanh sozial. Baubetriebe.. Borschu�-Ronlo. Runben-Ronto.. Materialien auf Den Bauten.. M. 131117» 1173659 2886,50 61 441,85 98 999.10 28 800.- 73 487.34 250,— 3449- 343449712 137 657,60 Otto Reutter sowie d gr.Apr» Spielplan Rauchen vestattetl Lustspiel von Lothar Schmidt Olga Limburg, Eugen Burg, Falkerstein, Mamelock Sonntag 4 � Casanovas Sohn Kdmirals Palast I Uhr; Die roten Scfiuhe | Variet�-Care illoritzplatz OranlenstraSc 53.34 Täglich 8 Uhr: Klile»Pr »rogramm Casino-Theater Lothringer Sir. 37. Tägl.'.S Wieder ein neuer Schlager! Bollrlch&Sohn Volksstück In 3 Aufzügen Berlin. Humor: Berlin. Typen Einzig in Groß»erlin Sonntag 3'/;: HSlIenqualen. Behreostraße 84 Präzise!'/, Uhr 12 Schlager. I Theater amKoltbusei toi Tel.: Moritzpl. 1607/. Tägl T'>, u. zu halben Preisen Sonntag nachm 3 Uhr 9K. 775 269�0 Schnlhen. SefchäftsautHaben- Ranto(Anteile) M. 92819,57 Anlelbe-Ronto... (BefeSI Seferocf.. £iilf«referoefonbs. UnterftügnnBsf., Ftiftunnsfonbs.» fitflcronten-Ronto.. etruer-Ronto..„ Akfch uft-Ronto., Bürpfchalts-Ronto iAkzept)----„ Unoettciller Gewinn aus 1919„ Reingew. p. 1920„ M. 773 269,20 Gewinn- tt. Derluft-Rechnung. 9 e 1 1 u ft. Geschäftsunfofien 3)L 563 234,15 ffioblfafirtsfür- sorge...... Probebobrungen bei Rmig... Etubbenrobungs- »etfudie... Abschreibungen. Unsichere Forde- rungen..... Serlufte durch Diebstahl... Bom Reingewinn au» ISIS Verl. Gewinn.. 35472.12 7 893,— 20 580.05 456.» 6.10 420 790,38 4 911.— 100806,09 15000,- 20 000� 56 594,79 75,16 , 13 046,10 , 361550 , 43 301.49 . 82338,49 . 7185,50 iQassase-! Theater! • Unter den Linden 22/23• | vir. M. Soliman. J I 2 NTauffühTnnqe» 2« ;Ser Köroorje M.| » Tie Äette des Orion.» ß Hauptdarsteller: tz » Refiel Dein- Aarl Auen t 4 Puncho Rochen. J iDcrSilhouetteosehneider! « Spannende» Lustspiel in t t 3 Allen. I- t 25 969,- � 78 594,79 fDI. 767 210,18 Gewinn Bau-Ronto.... SH. 641 872,15 Brennholzversor- ounqe-Ronto.„ 73 760,88 Dln Baroersäufe„ 3908,15 Reingew. au» 1919„ 45969— K'7S7 210.18 Hervorragendes •Jubiläums- PrCufiniiii. u. a.: rwei lustige Einak;er „Ein Tag in Posemucker und „Eduard der Tugendhafte". o Eensaiionelle Detelliu- tomödie in 8 Alten In der Hauptrolle: Richard Georg Ewald. 4 » Potsdamer Str. Der Mann ohne Namen V. Teil! Der Mano mit den eisernen Nerven Turmstr. 12 Bruno Kanlner: Das Brandmal der Vergangenheit Alezander pl.-Pass. II Teil: Der Kaiser der Sahara Fri edenau, Rheinstr. 1 4 Fern Andra in Die treibende Kraft Elite-Sänper SBitgltebet-Bemei '- Mitguederzohl am l Ja »uar 1920....... Reu eingetreten...... Derftorben..... 5 Ausgfidjlcfien.... 8 Auspifdiieöen mit dem 3L Dez JK» 157 1277 293 170 Baugenossenschaft „Waldheim" Ginget raaene Genossenschaft mV beschr. Haftpflicht zu Berlin Bilanz am.31. Dezember 1920. Aktiva: M. Grundstück»- Ronto Nr. 354....... 16t 754,36 Ronto-Rorrent-Ronto 59411/23 Sandberg-Ronio II. 19 98484 Sandberg-Ronto l.. 7 558.75 Raiilions-Rvnto... 5 324.10 Rafia-Ronlo..... 1 40680 Bauinventar-Ronlo. 184,60 Beleuch:ungs- Ronto 122,35 Rellame-Ronto.... 91 65 Soennecken onna-FedeÄ 253 838,88 Passiva: M Passiv-Hi>voth.-Ront. 97 083,— Berpflchtuno»-Ronto 145000,— Geschäft-gutbad-Rt 11245,— Ronto-Rorrent-Ronto 201384 Roservesonds-Ronto.547,34 25573888 Gewinn- und Verlust- Ronto. Verlust: M. Beleuchtungs-Ronto.. 8060 Reflame-Ronto..... 22.90 Baumvenlar-Ronto.. 46,20 Gefchästsunkosten-Rt...3.315.44 3415,14 M. 1515,97 1062,90 31.25 Gewinn: Gewinn- u. Berluft-RL Srundststcksoerrech- nungs-Ronto..... Bächte- u Mielen-Rt. Zinsen-Ronto....■■ 10592 .3415,14 Im Jahre 1920 sind ausgeschieden 5 MitaUeder, hinzugetreten sind 5 Mitglieder. nde 1920 gehörten demnach der Genassenlchatt 58 Mit- glieder an. Die Seschäitsgui- haben haben sich um 1485 M auf 11 245 M erhöht. Die Haftsummen betrugen Ende 1920 14 000 M.. haben sich also gegen da» Borjahr nicht erhöht. Berlin, den 28. April 1921. Baugenosssenschaft„Waldheim", elngetr. Uenosscnsch. m. b. H. 170/3 P Marusehke Paczkowski. Mllgllederzahl am 1. Januar 1921....... 1400 Sie Gefamthaftsumme beträgt am 1 Januar 1921 W. 420 000 Gemeinnützige Bau- und Be- trlebsgcnossenschaft für Grnß-Berlin. e.G. m b. H.. Berlin SW.48. FrieW. Qckere. Waldensernr. IH, Ecke Woldstc.: Sommer. Havelberarr Slrahe II(vtephanpl.). hl. Krau, Relnickendorler Str. l tl». uatzeWeddingpI.-, ftnobve. Neiuicken- dorfer Str.; Humboldl-Dr.. Bruniienstraste II!», nahe Geiunddr.: llniman», Iiwalideniirage ÜB, nahe Ehausseestr.; Longe. Brmmenfrraste 1.171 Medizinal Tr. Luftig. Schön- banser Allee>40(Ecke Ecriuen-Syiuastr.)!»onerlnud. Sdiiie- mannstr. I H. NO. ftiahtch. Linienstraste S, n Prenzlauer Str.; Her»- Slbniger Str. 03,»uheGrcifswalder. O. AubreaS-Tr., -Ii Andreasilr. IS: kstlocken-(Dr., Peiersburger Str. NZ, Baltenplag: Pieäich. Griinberger Sir. 7(Boghagener Planl. 42. Präger, Neue Pronienabe ä sPörfe). SO..i»niraI-T> uub Sanitntdbnznr des Siidoftend, Dresdener Str. 144, am Oranirnplag; Prrger. Brilckenstr. I!t. S.Ledr/e, Rottduser Damm 81/H8, am Sofjenjtnufcnpl. SW.(». TS. ZLeirich. Rliicherstr. I, Sollesches Tor; Haieloss& 6Co., Friedrich- itraße 31, g-genliber Puttkamerstr. W. Ii.-dorn. Lintstr. 40. Ecke Poisdamer: vülow-Dr., Biilowstr. A4. Ecke Potsdamer. miarlottenburg: seephan-Dr., Wllmersdorier Str. 1 5,5. üSilmergbocs, Seherin. Berliner Str. 104. Ecke UHIandstr. Tchönrbergi Sethe. Haunrstr. SI, am NittHans. Tempel- Hof:(6ermania-Tr.. Berlmer Str. SS. Ecke Borussiairr Neukölln; Fentr«i-Tr.. Boddinstr. 0.5. nn> Roihau». Trehtotn: Stern-Tr.. EHeustr. ION, n. Bahnliv'. Baum- fchulenweg; Heblet, SouniKbuleiiftr. 15 10. Dberfchöne- ine« he- Tvösimer. BülHrlmlnenHoistr. 41. Lichteuber«: Heinrich. Frantnirter Alle» S57. vletftenfee!«Brüne Tr.. berliner Allee 10. Psnlow:.Bann, Breite Sir 40 Reinickendorf- Oft: Toll«««,. Residenzsir. ItVi. Tegel: iearchmin, Berliner Str. V.l. Epauhau: L. Aahreukrug 5ung Ichw:erigiler stalle. Ebe. AIrmmlen. Berlraue>»«lachen. Ermittelungen. Str. ns, Sich»» m Otrtkiar Fabisslu* KLEINE ANZEIGEN s�ss�s 1„ ,-1„- Wi-k.-4- 1 M Da» fettgedruckte Wort 1,80 M.(zulässig zwei wieuca v» Uri 1 i"• fettgedruckte Worte).— Stellengesuche und Schlaf stelleuaazelgeo das erste Wort»fettgedruckt» I It., jede» wettere Wort 60 Pfennig.— Worte mit mehr als 18 Buchstaben zählen für zwei Worte tags von . die für die nächste Nummer bestimmt sind, müssen hl» A-nZClgen g �Nr nachmittags In der Haupt-Expedltlon des Vorwärts. Berlin SW. 68, Lindenstrasse Nr.3, abgegeben werden. Dieselbe Ist wochen- tags von vormittags 9 Uhr bis nschmlttags 8 Uhr ununterbrochen geöffnet Verkäufe Segen Ratenzahfnng. Per. laufe Rostüme, Mäntel, Bett- wasche, Danienwäsche, Stepp- decken. Dioandecken,»ue prima Qualitäten zu aller- billigste» Preisen. M»t- Ja- sephsohn. An der Spandauer- brücke 9 Ul. Jahnhos Börfe, Rein Laden. � Bssdors- Wandlitz, Acker und Wald, Ouadratrute 15 und 30. Anzahlung 100 Marf. Hülsen, Steglitz, Bionvillestratze 12. Fernsprecher 2894. 147R Tapete», Wackistuche. Lina- leum. Danerwäsche oerfanst Szillat. Roloniestratze S. 152R' „Weißer Rabe', erlra starke Danerwäiche, verkauft Born, Reichenbergerstrage 7. Monatsanziige. Burschen anzüge.Paletots.Hossn. Domen klcider, Rostüme. Mäntel. Röcke, Bluten. Schuhwaren zu tzilliaen Preisen. Neutölln." ft-ahe 41. II. Berliner- 152R' Bißige Bettwäsche! Grober Posten leicht ongestoubtee Reifemustrr. Berfaus nur bis 80. Deckbett 44,—, Rissen 1.3�—» Laken 23—-, Inlett» 110 Fahrikvreile. Bettwäschefabrik. Puttkamer» st raste 1, Ecke Wilhelmstraste. «aedinenverkauf zu stau. nend billigen Prelsev. Gar- ditienstofsc 7.—, 8.50. dop- pellbreit 13.50. 16.50 bis 30.—. Rünstlergarnituren, dreiteilig 70.00. 85.00»us- wärts. Madra�yardi�sn 138.lU1 ctnl Storcs 65.00 au. Cnac» biusumuH 8.50, Bettbrckon, protze Auswahl. putsch, Landsberäerftr. iS, Pyvterr«. Sein Sobwfc H'wO Dezimalwagen, Tafelwagen, Gewichte lieiert ob Borrai. Waancr Eöpenickerstraste 71. Schreibmaschine». Smith Premier X. 3200 M. und an- dere, fabrikneu und ae- brauchl, billigst. Hans Bohr, Spittelmarkt 7. Zente. 3225. Herrenkleider- Engroshaus gibt in seinen Lerkanfsslelle» Adalberlstraste 9. vorn I, Sm- tion Rottbnser Tor. u. Rott- huser Damm 3, vorn Ikk, Sta- tion Rottbnser Brücke, direkt a» Private ab, aus prima Stoffen und Zutaten selbstge- fertigte Iackettanzüge, auch blaue. Entawayanzüge, Iüng, llngsanzüge. Eovereooüs, More.ngopaletofs, Streifhofe». Graste Auswahl Gummiwän- tel. Staunenerregend billige Preise. Anmessen überflüssig, da Mast vollständig ersetzt. Möbel Mäkel. Lechner ossrriert Schlaszimmer. Eiche, weist lackiert. Speisezimmer. Herrenzimmer. Rüchen. Schränfe, Z>ert ikos usw. Graste Aus- wohl, sehr preiswert. Bestich lohnend. Auf Wunsch Sech- lungserleichterung. Möbel- Lechner. Brunnenstraste 7. Geschäftszeit 8—7._ 1T3R. «etolldette» 225. Ch-ise- ionque» 125, Rinderdrahlbett. weiste Schlaizimmer. Meicke. Anguststr.32a vuergebäude �Sonderangebate der Möbeb isirma Joseph Ramerlina t Eo.. Rastanien-Allee 58, Ecke Wein- bergsweg. Serabgesetzte Preise \ aus alle Möbel, Speise, immee 3800,—, Schlafzimmer 3500,—, ! Herrenzimmer 8800,—, Nüst. ! bäum Wahnzimmer, Rüchen. I einrichtnngen 550.—. Schnell. ' entfchlossene Riiuser miisien > diesen günstigkn Rauf nicht '«C)|U0«UU«K-» Musikinstrumente Piano», priichiige. Teilzahlung gestatte!. Cochler. Oeänienbnrgerftr. 42. 14sR- Strastenrenner, Holzfelgen, Schlauchreifen, Drahtrerfen Rraus, Gr. Frankfurterstr. 52. GSEBÜBB fiahrradanfaus, Linien. »raste 19. 14SR- Militär« nwiitter. Eisen- hahnbcamte, Postbeamte, Borbereitung auf Prüfun» (KU. Auswärtige brleftidi. chreiprolpelt. Bcamtenschule, Prenzlauer Berg 10. I493D' ypiUMi.lUU Zrocknerleihinstitat. stzrie- brichstraste l22'l. Krack. Emo- king. G-tirockonzüge. Moderne elegante Sachen. Jede Gröste porrätig._____ 152R- ' Zlteparatnrr» an Schreib' Maschinen. Ladenfassen gnd Rechenmaschinen schnellstens und preisw. Hans Bähr. Spiffefmarki 7. Zentrum 3225. Kandlrse». Horoskop, Hand- schrist deutet. Sprechzeit 8—8. Schneen, eist, Elsasserftr. 71 1- Bertrauenavolle Auskunft. Iran Ehm. Hebamme a. D.. Stargardersträste 75. Arbeitsmarkt Stellenangebote Rnopftochnäherin. nur ganz geübte, auf He.rrenkragrn, nviangen fosori Gebrüder Borchardt. Pappel Allee.78'79. Dampsknopfloch-Näderiane», nur ganz geübte, auf Her- renkraarn verlonaen saforf Gebrüder Borchardt, Pappel- Allee 78'79.___ 55118 Oberhemden Plotteri»ne». nur ganz geübte, perlangen foforf Gebrüder Borchardt. Poppel-ALee 78?!>.»5(19 Lehrling auch Volontär, zur,Äusbi!dung d. Schoufenstcrdetoration. suchen gegen monatliche Vergütung Damenkonfektton«haus Qevrüttor Turmstr- 83. IMffMfN�'S oerlangt/ Siegfried Hemnan» Leipziger.•Str. 71/7?. 339fib Lokalredakteur| gewandter, zuverlässiger TelephonstStenograpb. mit guter All. gemembildung, elnmonbitelcm EtiL regem kommunalpolitischen stnieresse, der auch in der Lage ist. den poiitiichen Redatteur gelegentlich zu vertreten, für I. Juni oder später gesucht. Raurnoltstische Ersahrnng. mehrjährige Zugehörigleit zur SPD., gefestigte sozialistische Weltanichauung. eigene gnitialwe Bedingung, rednerische Iählgleit erwünscht. Bewerbungen unter Angabe der Gehalts-nsprüche und Beifügung ausreichender eigener Ardeiien werden«rbeteu an>56,5 Lolksfreund-Bcrlag Tuclitixen sofort sosuciit �eliZunxen: 12—2 Uhr mittags 5—6 Uhr abends i. Jandorr& Co. Brunnenstr. 19/21 Parteizeitung aPD) im Indusiiiegen et sucht zu ! möglichst baldigen Eintritt einen tücbtigen, jüngerer : Snseraten-Suehhatter (gelernter SchrHfselzer) welcher mit allen einschllglgen Arbeiten vertrau:, ist. Da Wohnunssmangel, Lediger bevorzugt, Gell, ausführliche Offerten unter D. 12 an die, Hauptexpedition des„Vorwärts. 188.1 Berlin angekommen, über den in der nZchsten A-U zu sprechen sein wird> Deutschland wird schon deshalb mit seinem Handel und seinen Erzeugnissen nach dem L st e n verwiesen, weis im Westen so schwere Hemmungen aufgerichtet find. Di« wirtschaftliche Wieder- Herstellung Rußlands ist eine Angelegenheit der ganzen Welt: wenn Vi« mit Amerika eingeleitet, Aktion zu einem Erfolg führt, wird es sich sehr bald herausstellen, in wie außerordentlichem Grade auch die Vereinigten Staaten an dem Wiederaufbau Rußlands interesiiert sind. Die Franzosen, die ursprünglich Zwangs- weise Alt WO Arbeiter für den Wiederausbau aus Deutschland her- auszuziehen beabsichtigten, wollen heute von deutschen Arbeitern nichts mehr wissen. Die Folgen des Krieges müssen nach einein gemeinsamen weltwirtschaftlichen Programm gelöst werden. Diese Anschauung deckt sich auch mit der Meinung auständischer Sozialisten. Es;ft ein unhaltbarer Zustand, daß hier eine Bevölkerung /ißt, die nicht dos fjemd aus dem Leibe hat: ich erinnere daran, daß zahlreiche Eltern dazu übergegangen sind, ihre Kinder in Zeitungspopie-' zu kleiden, daß hier ein Land ist, das die zahlreichen Arbeitslosen kaum ernähren kann, während in Amerika Arbeitskräfte iehteo, um geradezu unendliche Aufgaben durchzuführen Da muß man doch zu dem Gedanken kommen: das ist Wahnsinn! Dabei muß doch dos Bewußtsein der Menschheit aus den Fugen gehen.(Lebhafte Zustimmung bei den Komm— Anhaltende Bewegung) Di« Völker müssen sich mit dem Gedanken vertraut machen, daß sür den Wiederaufbau jedes Volt Ideen und Opfer beisteuern muß, nur dann kommen wir zum Ziele.(Lebhafter Beifall.) Abg. Graf Bcrnslorss(Dem.): Das deutsche Volk ist in keiner Weise, weder politisch noch militärisch für den Ausbruch des Krieges verantwortlich. Stärker als ihr« Vorgängerin wird die gegenwär- tig« amerikanische Regierung den allein richtigen Grundgedanken vertreten: den Gedanken der Solidarität der Interessen aller Na- tionen. Abg. Dr. Spahn(Z.)t(Aus der Tribüne unverständlich.) Wir sind zu jedem Opfer bereit, können aber nur mit Arbeit bezahlen. Es war richtig, daß die Anregung des Kardinal st aatssekre- tärs in Rom nicht abgelehnt wurde, wenn auch ihre Verwertung in anderer wie der vorgeschlagenen Weis« geschehen ist. Wenn der Außenminister behauptet hat. daß zwei Artikel der«Germania" eine V e r st i m m u n g des Kordinalstaatssekretärs erregt hätten, so de- streitet die„Germania" die Richtigkeit dieser Mitteilungen. Dr. ch e l s f e r t ch hat auf einen Mann hingewiesen, der durch ein Tele- qramm die päpstlichen Bestrebungen sabotiert heben soll. Im Vor- stände meiner Fraktion ist von Kennern der Vorgänge dies« Anden- tuag auf das bestimmteste bestritten worden. Abg. lledebaur(11. Soz.): Es besteht zwischen dsr Regierung und den Parteien Einigkeit darüber, daß der Versailler Friedensver- trag ein Akt der Vergewaltigung gegen Deutschland war, daß die Pariser Forderungen den Ruin unserer ganzen Volks- Wirtschaft nach sich ziehen würden, daß aber die Wiedergutmachung durchgeführt werden muß, soweit e» Deutschlands Leistungsfähigkeit zuläßt. Die Ausführungen des Außenministers lasten hoffen, dag die Bemühungen zur Erreichung wirtschaftlicher und freundlicher Be- Ziehungen zu Rußland und Polen Erfolg hoben werden. Die ein- zige Rettung au, dem heutigen Ehaos kann nur der Zusammenschluß der Arbeiter aller Länder lein.(Beifall b. d. U. So») Damit schließt die Aussprach, über diesen Gegenstand. Der Enttvurf eine, Rachlrag« zum Reichshausholtsplon für das Rechnunasjobr 1320 wird dem chouptausfchuß überwiesen, das verläufj.» Ortsklasse«Verzeichnis in erster Lesung erledigt. Das Haus vertagt sich.— Freitag, l Ilhr: Anfragen, Der- solgung von Krieg»verbrechen und Sriegsvergehen, Sonderz»ichte Erwerbslosigkeit. Scksiuß:*bS Uhr. Gegen Mecklosen wiöerftonK. Breslau. ZS. April(Eigener vrahkberichl de».Vorwärts"� Die vom Genossm Hermann Müller im Brich«lag ermähnten Bestrebungen amllicher Stellen in Schlesien, für den Fall der Anwen- dunq milikärischcr Sanktionen durch Tschechen und Polen, be- wassueke Gegenwehr zn organisieren, haben zu einem sehr lebhaften Brolesi der Breslmiu Arbeilerschast geführt. 3n einer Bersamm- lang der Funktionäre der Breslauer Gewerkschajten. der Betriebs- räle und der Berkrauensleule der drei sozialistischen Barleleu berichtete der Borsihende des Brcslauer Gewertschaftskartells. Genosse Busserl, über die bisher gelrvffenen überou» törichte« Tlloßnahmeo. Er lcgke dar. daß außenpolillsch damit gar nicht» gewonnen sei. wenn Arbeiter vor die Gewehre regulärer Truppe« getrieben wür- den. Die öfsenklichen Spielereien mit diesrw Gedanken wirken ji£tr<«s provo-ierend. Buhen davon könne HSchslens die tan«- psittllche Reaktion haben. Ein außenpolistfcher Anlaß zn der unüberlegten Aktion, die die Grenzbevvlkerung in ua- nötige Erregung versehe, sei gegenwärtig noch gar nicht vorhanden. höre dies Spiel rail dem Feuer nicht auf. fo stünde der Bwlaner Ztrbeiterichaft das Mittel eines protestgeneralfirelk» zur Berfügung. Die Arbeiter dächten nicht daran, sich sür«inen Ansinu nüfcbrcuchen zu lassen, der den Fehler von 19t4 noch um ein Biel- saches übertrumpfe. Die Auesührnngeu wurden ohoe Diskustion mit «instimmigem stürmischen Beifall aufgenommen; sie sollte» ein ernsthaftes warnuugszeichen für gewisse amtliche Stellen sein! (Anmerkung der Redaktion. Di« Tschechoslowakei hat die Beteiligung an militärischen Maßnahmen gegen Deutschland a b g e° lehn t)_ Der Schrei nach öem Staatsperichtshof. Die Deutschnationale Volksportei, Kreis Schwaben, hat an die Reichstogsfrattion der Dcustchnationalen Volksportei fol- gende Entschließung gesandt: „Der Krcisverein Schwaben sieht in dem Angebot des Reichs- kanzlsrs Fehrenbach und des Minslers des Arußeren, S i- mons. an den Präsidenten der Vereinigten Staaten ohne vor- Heng« Fühlungnahme mit den deutschen Bundesstaaten und mit dem Reichstag«in grobes Vergehen gegen die Artikel 45 und 57 der Rrichsverfasiung. Abgesehen von dlesem Bersasjungs- bruch ist aber die bedingungslose Unterwerfung unter den Schiede- spruch eines einzelnen feindlichen Slaatsmannes, der»on uns ein neues Schuldbekenntnis verlangt, so ungeheuerlich, daß dies« Regierung keine Stund« mehr geduldet werdov soll»«. Unter diesen Voraussetzungen fordern wir, daß von unserer Reichstags- fraktion der Antrag gestellt wird:.Es ist gegen de« Reichskanzler Fahrenbach und den Minister des Auswärsigen. Simons. Ankwge vor dem Staalsgerichlshof zu erheben." Diese Entschließung ist wohl das gröbste an Demagogie, was sich die deulschuationole Opposition seit der Revolution geleistet hat; sie ist mit der„hochoerralsanklage" gegen den Prinzen Max nau Baden und die fünf Bolksbeaustragten vom S. Roveniber durchs einen deutschnotionalen Rechtsanwatt auf eine Stufe zu stellen. Der Schrei nach dem Ctaatsgerichtshof klingt in den Ohren«wer Partei besonders ungeheuerlich, die all« Ursache hätte, dem Staatsgericht»- ßc �möglichst wemg Kennlnis von ihrer Existenz zu geben: man kam« sonst in Versuchung, den Wunsch zu äußern, daß die natin- nalistischen Hetzer aus deulschnoiionaler Seite, die uns erst in das Unglück des Weltkrieges stürzten und dann alles daransetzten. seine Beendigung aus sriedllchem Wege zu oerhindern, zunächst ein- mal Letutm tschaft mit dem Staatsgerichtshof machen. Do» treue Memestand. Tie Vollversammlung der Handels kammer für da» vom denrjche» Mutterland«»abgetrelene" Memet gebiet ba» ewttimmia beichlolien. zum geistigen Wiederauidau Deutschlanos, zur Unterstützung des Standes der deulschen Sä-rilt- «eller einen größeren Betrag dem Schutzverbaud deutscher Schrift« steller zu überweisen. verftbwunöene revolutionäre Gelöer. In Nt. J90 de»„Vorwärt," vom 23. April b»richt«ten wir über die Anschuldigungen, die her Verteidiger de» M a; Hölz. Rechtsanwalt H e g e w i f ch. gegen Franz Pfem- fert und Otto Rühle richtest Hegewisch behauptet be� kanntlich, Rühle und Pfemsert hätten 60 000 Mark revolutionärer Gelder unterschlagen und Max Hölz„hochgehen lassen". weil er ihnen gedroht habe, die Sache an die Oessentlichkeit zu bringen. Wir haben diese Beschuldigungen unter allem Vor« behalt wiedergegeben, nur als Beispiel für das gegenseitige Vertrauen, das sich die Führer im linksradikalen Lager entgegenbringen. Pfemfert und Rühle verbreiten nun folgende Erklärung: Es ist unwahr, daß wir so ovo M. reoolutlonärer Gelder unterschlagen haben; wir habeU niemals solche Gelder in Der- wahrung gehabt! Es ist unwahr, daß wir eine solche Unterschlagung mündlich oder schrisllich eingestanden hätten; wir hatten dazu weder Veran- lossung noch Gelegenheit. E» ist unwahr, daß»vir auf ein von Fölz gestelltes Mi- matum hin oder sonstwann diesen mit Denunziation oder Verhaftung („hochgehen lassen") bedroht hätten. Es ist unwahr, daß wir direkt oder durch einen Mittels- mann Hölz in ein« Falle gelockt hätten, um ihn dann der Polizei in die Hönde zn spielen. Wenn im Aegalen Verkehr 60 000 M. revolutionärer Gelder verloren gegangen find, so nicht durch unsere Schuld. Wir hoben uns im Gegenteil mit allen Kräften bemüht, Licht in die Angelegenheit bringen zu helfen. Der in dieser Sache von Hegewisch erwähnte„Mittelsmann" ist nie unser Mittels- mann gewesen und er ist Hätz nicht von uns zugeführt worden: er ist auch aus ausdrücküchcs Verlangen von Hölz selbst mit diesem zusammengetroffen. Auch dies« Erklärung läßt ersehen, daß ein« sehr übel- riechende Geldaffäre in der KAPD. sich abgespielt hat. Franz Pfemfert aber geben wir einen Rat: er wandle seinen seit langem angekündigten„Wer ist's?" um in einen„Wer ist's gewesen"...._ Kommunkftenkrach überall! Auö der KP. der Tschechoslowakei(Deutsche Abteilung) ifi ihr Mitbegründer und aewcftner Führer. Dr. Otto HoSni- tert wäre und daß es notwendig wäre, wieder den Weg bürger- lichcr Reformen einzuschlagen. Späterhin ist die Rede Lenin, al» Broschüre herausaegeben worden. Jetzt hat die Kommlfiion»ur Bekämpfung der Geqenrevolusivn die ganze Auslage der Broschüre beschlagnahmt, weil die Broschüre geeignet sei, das kommunisllfche ädeal im Publikum zu untergrabe». Woffnuet Geldmacher. Riga, 28. Avril.(EP) Di«„Rigaer Rundschau" erföhri. daß ln Petersburg, Moskau und Pjorkow Rubelsiheme im Werte von 7 Milkiarden gedruckt werden— teil» als Sonffetrubri. teils als Zare»rubel(die b« dr» Bauern allein gellen). Expropriation. Helsingfors. 28. April.(EP) Maskiert» Räuber sind in die Räume der Moskauer Kcmmunolverwallung eingedrungen und haben 18 Millionen Rubel geraubt. Man hat bisher von den Tätern noch keine Spur._ Rücktritt Mgdor Aopps? AZ> di« Dena bort, tzeafisichtig Wigdor Sopv von seinem Berliner Posten uirückzutreten. da der de»tsch«r, Micke Hondeleverirag vo»«ich, f»„«färdert sei wie«S der ruiffich« Ve? kreier wünsckke.(Nach den geftrioe» Au-führungen de? Außeunnnifiere Dr. Simoul im Reickdtng sind gerade in den letzten Tagen die drilsfck-ruffilcken Verhandlungen vorwärts ge- kommen; dieser Grund dürste also für Herrn Kopp nicht ent- scheidend fern.) der Streik im Einzelhanüe! unvermeidlich! Kurz vor Schluß wird uns mitgeteilt: Die am Donneckstag abend zwischen dem ZdA. und den Gewerkschaftsbünden einerseits und der Einzelhandelsgemeinschast Groß-Berlin andererseits statt- gefundenen Verhandlungen sind erfolglos verlaufen. Di« Arbeitgeber haben in der elften Stund« ein Angebot ge, macht, wonach Angestellte über 21 Jahre einen Gehaffzu- schlag von 2 Ii bis 3 Proz.(!) in allen Gruppen erhalten felllen. L e h r t i n g e und Angestellte bis zum vollendeten 20. Lebensjahre erhalten nichksl Infolge dieses heraussordernden Verhaltens der Arbeit» geber ist nunmehr der Streik unvermeidlich geworden. (Siehe auch gewerkschaftlichen Teil) Lohnabkommen im Nuhrgebiet. Essen, 28 April.(WTB) Zwischen den unterzeichneten Per- bänden wurde heute folgendes Abkommen getroffen: Dom 20. April ab treten folgende Lohnerhöhungen ein: Für Gedinge- arbelter unter Tag« 8,50 Mk. je Schicht gegenüber dem Durch« fchnittslohn der betreffenden Gedingearbeiter der einzelnen Schacht? anlag« von Ottober 1920. für Schichtlöhner über 20 Jahre 8 Mk, je Schicht, für 18 und 19 Jahre alte Schichtlöhner 4,50 Mk., für 18 und 17 Jahre alte Schichtlöhner 2,50 Mk., für 14 und 15 Jahr« alte Schichtlöhner 1,50 Mk. Die Sätze in einzelnen Stufen über und unter Tage bleiben dieselben. Für Gedingearbeiter wird dex Grundlohn auf 27 Mk. erhöht. Es werden die bisherigen Zulagen von 4,80 Mk. und 2 Mk. bzw. 1 Mk. je Schicht, soweit sie nicht durch die Erhöhung des Grundlohne, abgegolten sind, im Gedinge berechnet. Die Bedingung für dieses Abkommen ist, daß die Reichsregierung aus die Abführung des Betrage» von 5 Mk. verzichtet, der gegenwärtig vom Kohkenpreise sür die Lebensmittel- Versorgung der Bergleute einbehakten wird, und hierfür bei dem Wegsall der Ueberschichten nicht mehr in Betracht kommt. Bei diesem Abkommen wird vorausgesetzt, daß die Kohlenfördenmg in einer regelmäßigen Schicht so erhöht wird, daß unsere? Wirtschaft die notwendig« Kohlenmenge zugeführt werden kann. Sollte ein« Steigerung der Kohlenförderung in erforderlichem Maße auch bei Beachtung notwendiger Betriebsverbesserungen nicht eintreten, so wird ein neues Ueberfchichtenabkommen vereinbart werden müssen, über das in Arbeitszemeinschaft zu verhandeln ist. Zechenoerband, Verband der Bergarbeiter Deutschland», polnische Berufsvereinigung, Abteilung der Bergarbeiter Deutsch« lands, Gewerkverein christlicher Bergarbeiter Deutschlands, Gewerkverein der Fabrik- und Handarbeiter. Nochmals: Stinnes. 5n der„Arbeitgeberzeitung" regt fich ein Herr H. G. Held über unseren Leitartikel pom 7. März auf, hex sich, wie erinnerlich, mit den' Problem Stinnes befaßte und zu dem Schluß kam, daß dl« ungeheure wirtschaftliche Macht Stinne, nur durch die Soziakisierung der Kohle gebrochen werden kann. Herr Held siihll sich verpflichtet, uns Neid gegen die wirtschaftliche Ueberlegen- heit Stinnes vorzuwerfen und uns zu unterstellen, wir wallten„die Beseitigung der für den Aufbau hervorragendsten Wietschafts» intelligenzen". Natürlich trieft des Helden Sang, der sich„Volks- wirtschaftliche Logik" beti'elt, von Lobhudeleien auf die Wirtschosts? energien.„wie sie gerade dies« Industrielle in so«uhergewöhnlichem Maße besitzt". Herr Held irrt sich. Wir beneiden Linnes ebensowenig um sein« wirtschoftsorganisatorische Kraft wie feinen Lobhudler um dos V«r» dienst, sie verteidigt zu haben. Aber man kann über die Wieder- aufbaukräste eine, Mannes, der auf der Höhe semer wirtschaftlichen Macht alle politischen Dummhelten begeht, um die An- bahnung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zu er- schweren, wirklich verschiedener Meinung sein. Herr Stinnes» dessen Agenten in Brüssel mit belgischen und französischen Schwer- industriellen üb« die Gründung eines Stahlkartells zur Hochhaltung der Preise verhandelten, während er selber noch in Spa mit kaltem Blute die Besetzung de» Auhrgebiets in Kauf nehmen wollte, hat sich mit diesem Verfahren den Ruhm des Wiederaufbouexz der deutschen Wirtschaft jedenfalls verscherzt. � Auch der Herr Stinnes, der immer behauptete, zur Verbesserung des deutschen Steinkohlenbergbaues sei nicht genügend Kopital vorhanden, während er gegen teure Valuta sich Konzessionen auf b r a s i l i o- »ische Erzfelder erwarb, ist in nationaler Beziehung gerade noch sür die von ihm geistig geführte Deutsche Bolkspartei reif. Und schließlich hat Herr Slinnee, der sich an der Alpinen Montan- gesellschast in Oesterreich beteiligte, um gleich darauf Anträge auf die Erschwerung der deutschen Eisenausfuhr durch Importzölle nach Oesterreich an die Regierung zu lancieren, sich auch in der Geschichte des nationalen Wiederauf- baues gerade kein Ruhmesblatt erworben. Wenn dieser Mann, dessen Schiffe an ihrem Bug die Namen deutscher Desperado-Polititer führen, um in den fremden Häsen von dem verhaßten Geist der deutschen Reaktion zu berichten, von uns als politische und wirtschaftliche Gefahr angesehen wird, so können das uns höchstens Leute verdenken, die entweder selbst an diesem System interessiert oder aber zu unkritisch sind, um ernst ge, nommen zu werden._ Deutstt nationale wcffen!ager. Ba» durchaus zuverlässiger Seile geht un» die ZNittelluvg zu. daß im kreise Westprlegnlh bei mehreren Führern der veutschnalioaalen Bolk»parlei waffenloger vorhanden sind. Am 27. April abend» um S Ahr. wurden mit etz em Personen aulo von Berleberg noch den, Dorfe C e g d e zu dem Führer der Deultchnottonalev. Dr. H e i n t«. Dassen Iransportierl Der Landrot de» kreise» hol durch Zufall Aeuutnl» davon erhalten uud hat diesen Woffeulranipor« a b g e s« u g e n und den Führer der D«u lschnaliou ole» verhojlel Es ist nicht»»»grschtossra. daß biete wasfenlog« auch angesammelt werbe», um bei einem brvorsieheudeu Streit der Laub- arbelter Berwendung zu siuden. Die Grundbesitzer der West- prieguitz befinden sich nömllch wegen einer Disserenz von sieben Pfennig die Stuode mlk ihren Arbeitern im Konflikt und wollen e» durchaus zum Kampf kommen lassen. Der englische Streik. London. 28. April.(WTB.) Die Besprechung d» Vertreter der Vergwerksbesitzcr, der Bergorbeiter und der Regierung dauerte den ganzen Tag. Es wird mitgeteilt, daß die Regierung die von ihr angebotenen Untersrützungsgelder von V.i Millionen ans 10 Millionen erhöht habe. Die Bergarbeiter sind noch nicht völlig zufrieden- gestellt, doch wird der Vollzugsausschuß der Delegiertenkonferenz Bericht erstatten. Dondo«, 28. April(DTB.) Die Bergarbeiter Hab« das An- gebot der Regieru»g abgelehnt�_ 5ascZfienputsth in ßiume. Der.Freistaat» Fiume ist von den naNonaUstisch« Knüppel- gardislen mit Triester Hilfe ln ihre Gewalt gebracht worden und soll durch«»» italienisch werde», wie schon d'Ammuzw gewallt hatte. OewerMostsbewegung Wacht auf! Zlls am g. November 1919 das Proletariat frei wurde von den Fesseln, mit denen es bis dahin niedergehalten wurde, strömte der größte Teil der entrechteten Massen zu den Gewerkschaften. Durch die sinnlosen Kämpfe innerhalb der Arbeiterschaft wurde leider ein Teil der Arbeiterschaft von verantwortungslosen Elementen irre- geleitet und durch den Bruderkampf die Stoßkraft des Proletariats Deutschlands erheblich geschwächt. Wenn also die Machtverhältnisse sich zuungunsten der Arbeiterschaft verschoben hoben, so Hot die Arbeiterklosse sich selbst die Schuld zuzuschreiben. Nachdem die politischen Parteien der Arbeiterschaft sich immer mehr zersplittert haben, versucht man auch das letzte Bollwerk der Arbeiterschaft, die Gewerkschaften, in unzählige„Zellen" zu zer- gliedern. Man weiß nicht, ist es Wahnsinn oder Verbrechen, oder beides, was die Urheber der Zerspliiierungstaktik leitet? Oder sind auch hierbei bezahlte Elemente der befitzenden Klosse am Werte, um die von den Unternehmern so gehaßten Gewertschaften in ihrer Stoßkraft zu schwächen? Die Betriebsräte und Funktionäre der Gewerkschaften machen täglich die Wahrnehmung, daß das Unter- nehmertum mit zynischer Offenheit einen zähen Kampf gegen die organisierte Arbeiterschaft führt, und auf der anderen Seite mit ebenso zynischer Offenheit„aus revolutionären Gründen" die Zer- mürbung der Gewerkschaften vorbereitet wird. Der überaus größte Teil der Arbeiterschaft hat glücklicherweise erkannt, daß nur feste Geschlossenheit der Arbeiterklosse der vorwärts- drängenden Reaktion ein„Halt" gebieten kann. Nach den letzten Ereignissen dürften nunmehr auch die irre- geleiteten Arbeiter zu der Einsicht gelangt sein, daß sie nur zu un- lauteren Zwecken mißbraucht wurden. Diese Arbeiter erklären heute— wie wir es früher oft hörten—„es hat alles keinen Zweck, ich kümmere mich um nichts mehr". Neben all den gewaltigen Aufgaben, die die Gewerkschaften im Wirtschafts- kämpf der Gegenwart zu erfüllen haben, müssen sie die ziellosen Arbeiter und Arbeiterinnen aus der Gleichgültigkeit, in die sie leider verfallen sind, aufrütteln. Die kommenden wirtschaftlichen Kämpfe werden die größten Anforderungen an die Arbeiterschaft stellen. Ebenso wie ftüher sind auch heute noch die Ge- «erkschaften die beste Schul« in wirtschaftlicher Beziehung, die allein die Gewähr bietet zu einer klorumrissenen politischen Auffassung der Arb»iterschaft Wollen wir in den kommenden wirtschaftlichen Kämpfen nicht unterliegen, dann muß ein jedes Mitglied der Gewerkschaft Agi- tator für dt« freien.Gewerkschaften werden. Es ist heut« keine leichte Aufgab«, die abtrünnig Gewordenen wieder der vorwärtsstrebenden Arbesterschaft einzugliedern. Je intensiver wir uns aber dieser Aufgabe widmen, desto eher wird es möglich sein, das Proletariat Deutschlands zu einer machtvollen Kämxferschar zw- sammenzuschließen, welche allen Anstürmen der Reaktion und dem Unternehmertum nicht nur Stand halten wird, sondern dazu über- gehet' kann, die Posstion der Arbeiterklosse zu verbessern. Wen Arbeitern und Arbeiterinnen sowie Angestellten muß zugerufen werden: Schließt euch zusammen mit euren Klassen- genas sen. Hinein in die Gewertschaften. In der Einigkeit und Geschlossenheit liegt eure Macht! Z« Sttvatko« im Einzelhandel. Di« Verhandlungen im Einzelhandel haben bis in die Abend« stunden hinein zu"teineM Ergebnis geführt. Die Arbestgeber schlagen eine Taktik«in, die auf ein beabsichtigtes Berschleppungsmanöver schließen läßt. Alle Vorschläge der Arbeitnehmer wurden abgelehnt. Trotzdem wird versucht, die Brücke zu einer Verständigung zu schlagen. Noch ist wenig Aussicht auf eine friedliche Beilegung der Bewegung. Die Arbestqeber bringen irreführende Nachrichten in hje Oeffentlichtest, um die Angestellten der Verschleppungstaktik' zu zeihen. Nachdem die Arbeitgeber sich stundenlana zurückgezogen hotten, ohne positive Dörfchläge zu machen, stellte sich heraus, daß offenbor dieie Zeit nur dazu ausgenützt wurde, um durch Ver- fenduna irreführender Mitteilungen an die Betriebe die Angestellten gegen ihre Organisationen auszuspielen. Das Manöver wird durch die Anaestelltenorqanisationen verhindert werden, indem sie ihren Mitgliedern im Laufe des Tages einen wahrheitsgetreuen Bericht über die Verhandlungen zukommen lassen werden. Tie �ferienfrage im Baugewerbe. Erneute Verbandlungen der Vertragsparteien verliefen ergebniS- lo«. Der Borschlag der Arbeiterverbände zur provisorischen Rege- lung der Ferien tür 1SZ1 ging dabin, jedem Arbeiter nach ,ebn- wöchiger Beschäftigung innerhalb eineS FabreS in demselben Geschäft 3 Tage, nach zwanziawöchiger Beschäftigung 6 Tage und nach vierzigwöchiqer Beschäftigung 9 Taae Ferien zu geben, unter Fort- zablung des Lohnes für den achtstündigen Arbeitstag. Die Ver- treter der baugewerblichen Arbeitgeberverbände wollen deren Haupt- Versammlungen km Mai bzw. Juni die Frage vorlegen. Metwfchtebavfe«.«amfedefchttTe Blmcktaftirnttf«K«m Ml» will»er Arbeiterjugend»«»!»— Sturdoft. Pasteurstrah« ___________________.»...____________ �..lkchule), Maz-Bartel-Abend.— Ofte», gSeimiBtgcx Viertel, ötroftmaunftr.«, Sts. luflionsobenl);„Eelbsterziehunz".— Sl-senthal. lSemeiudeschule Äastanien-Allee. Turuabend.—»«seathaler Boiftadt. Semenideschule Strelitzci Etr. 41/42, Der- trag:„Die Entwicklung des Menschen'. '» «j«c Vorstäudelixferexz findet oxi S.'niabenb, den SO. April, MT Uhr, im Zentraljugendheim, Lindenstr. 3, statt. Jede Abteilung muß vertreten sein! Vorträge, vereine unü Versammlungen. ZIeichxbuxd der geiegedekchädigtex xsm. Äe-irk Z, SIid»Ost. Dienstag, den i 3. Mai, abends 7 Übt.„Reichcnberger Hof", ilieichcnberaer Str. 147, Werbe- ! veriammlung.— Freie luexerschast Lichtenberg' Friedr»ch»selde. All« Turn- genossen sowie Turnschwestern nebst Angehörige» trefsen stch am'Sonntag, Uhr vormittags, brim Turngenossen Hugo Weqner, Frankfurter Allee 233. /.Abmarsch zun, Lustgarten>?1V Uhr.— Verein sozialistischer Merzte. Sitzung am -Montag, den 2. Mai, 7% Uhr, im Gesundheitsamt der Stadtgrmeinde Berlin, Fiicherstr. 38/39. Tagesordnung:„Jugendamt und Gefundheitsamt-'. Referent «tadlmedizinolrat Dr. Silbprstein.— Arbeiter-Esperaxtisteu. Dienstag, den 3. Mai, Monntsveriammlung. Bortrag:„Die Internationale der Arbeiter- Gsperaniiste».— FrrireligiSse Gemeinde. Am 1. Wai lein Vortrag. Achhtttft, Arbeiter«nd Angestellte Berlins! Di« vom Allgemeinen Denischen Gewerkschaftsbund im Reich und in Berlin eingerichteten VerteilunaSstellen erfreuen sich bereits überall eipeS starken Zulaufs. Jeder Arbeiter und Angestellte, der neben Billigkeit und guter Oualiiät der gekauften Teptil- und Schuhwaren noch Wert legt an' lest« gewerkschaftliche Solidarität. deckt seinen Bedarf bei der Warendersorgnng de? Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Den Berliner Kollegen ermöglicht die Berliner Gewerkschafts- kommiksion Kanr und Besichtigung von 9—7 Uhr gegen Ausweis in folgenden VerteilunnSstellen: Zimmerstr. 6". Sebastionstr. 57/38, Engeluker 20 fTranSportarbeiier-Verband). Cbaritöftr. 3 lKonsiiw- verein der AEG.). Schneiderelgkvossenschgft„Hoffnung". Berlin N. Brunnenstr. 185. ComeninSvlatz 4. Schönhauser Allee 173, Eingang Schwedter Straß». Karlshorst, Wgldnedlung, Hegemeisterweg ö4. Achtxxg! Vetri-b-röte her Helzixdnstrie! Montag, de»?. Mai, abend» 8 llbr, im Sewerkschofmhau». Saal 4. Vollversammlung der Gruvxe vll lKolz- industrie). Vortrag über:„Die 10.Punkt« des ZlDGB.". Ref. Kollege Sittler. Beirieb-r-ts-Ausweiekart« der FBRZ. und Berbanbobucki find am Saaleingastg vorznzeioen.: Vxck>brxck«r.V«trieb»»äte? Sonnabend, nachmittag'15 Uhr. bei Schirm, Dharlvtterrltr. 8. Keituxasbetriebe. Grupnenrxt Graphische» Gewerbe. Z««x«p»rt»ebeit»r-V-ib,xti. Breitertraoer. Platzarbeiter Tjxb Kutscher aus allen Fourni»?. und Rutzbolrbandlungen Gost-Verling! Sonnabend, 7 llbr. im „Englischen Hof". Aleroxbcrstr. 27c funtrrer Saall, Groß« Dranchenv«rf«mm. lung. Toaepordxnng: Bericht der Lohnkommission. Kextralxerdxxb de» Axxesteltex. Peltwaren! Mitgliedern«: sammluxg xm 29. Anril, odenh,.714 Uhr. im, /Schultheiß", Reu« ssakobftr. 24 2Z. Freie LebreroeMerkschaft. Sonnabend, den 3U. April, abends 8 Uhr, Frak. twnsfitzung im Rathau«, Zimmer 19. �ugenüveranstaltungen. Berti» Arbeiter-Ixgexd Srxß-VerNx. Sekretarixt: RW. 40, Ix dt» Zelte» 23. Freitag, ben A. Aprll. 7V, llhr: »xrfigwxlde. Ge- Gharlottexburg. Gelxxdd»»»»»». .— Köxigxwxster- .Die politische Lage".— 9*tn*a. Stadtschule Kronpxinzex.Alle«. Leseabend.— V meind«schule Tietzstraß«. Bortrog:„Bedeutung de» 1. Mai. RossNenstr. 4, Bortoag:„Da, Lesen der Wanderkarten'.— Rate Schule Gotenburgerstr. 2, Borirag:. Sterneukundo" Hemsen,«emeindeschiile Sarlstr. 4, Diskufiwnsabend:„D Mus aller Velt. heidebrond in der Mark. In der Pritzzerber Heide bei Branden- bürg a. d. Havel sind bereits 1200 Morgen ein Raub der Flammen geworden. Auch ein Teil der Brandenburger Domforst ist in Mir« leidenschaft gezogen. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Man ver- mutet, daß das Feuer durch einen in der Ztähe befindlichen Dampf- pflüg enlstanden ist. Am 1. Mai Im roten Wien nimmt die städtische Straßenbahn ihren Betrieb um 1li5 Uhr nachmittags auf. so daß die Wiener, die am Vornlhlag des is t a a t s feiertags an den Versammlungen teil- genommen haben, den Nachmittag draußen im Freien verbringen können. Bekanntlich fraternisiert die Sozialdemokratie Deutsch- öfterreichS mit den deutschen Unabböngigen, die Vertrauensmänner der Straßenbahner sind also nach USP.-Begriffen keine„Sozial- Verräter". Die Kommunisten sind allerdings in Deutschösterreich belanglos.__ Sriefkasten üer Reüaktion. Schriftliche Auskunft wird nicht erteilt. L. A. 300. Erbitten Sie Auskunft vom Reichsurandernngsamt, Wilhelm- straße 71, oder vom Auslandsinftitut, Stuttgart, Pfizerltr. 3. Di« Kosten sind lehr hoch. Umgangssprache englisch.— L. P. 27. Den Fahrpreis kbnnen wir nicht axgedrn. auch nicht die Sofien für den Unterhalt. Die Paßkosten find sehr hohe, denn Sie brauchen Visum für die Durchreise ron der Tschechoslowakei und Deutschösterreich sowie Einreiseerlaudnis von der sltd slawischen ssilr Trief«) und italienischen Gesandtschast. Verantw. für den rcdakt. Teil! Tr. Wcrxer Geiser, Charlottenburg: sür Anzelgen: Tb. Glocke, Berlin. Berloa: Borwärts-Verlag S. m.b.H.,»erlin. Druck: Bor- »irtS-Buchdruckerei o. BerloaSanltall«aul Einser x. Co.. Berli.t. Lindenstr. 2. Hier«» 1 Vellage. mOnteatuti DUJARDINs, C O.m bM UPDINGZN B/t_ jAPOCMELLC(coiNAC-ouoyrre uiamr* � General-Vertneter für GroB-ßerlin. und Brandenburg: Ernst Morifx. Charlottcnbnrg;. Kaiderdamm H-4' Telepho»: Amt Wilhelm Nr. 4946 Und 494,. Gunlicht Seife in althergebrachter, unveränderter und erprobter Beschaffenheit, genau wie ehedem aus besonders ausgewählten, hochwertige!: und edelsten Rohstoffen vermittelst eines Spezial- Fabrikations- Verfahrens aufs sorgfältigste hergestellt, ist wieder in allen einschlägigen und berufenen Verkaufsgeschästen erhältlich! mmmmmmmmmm mmmwmmmmmm