Nr.SH� 4ZS.�ahrgakg Ausgabe B Nr. 100 BezagSpretSt WrrWfä�rL 30,—■SL. monatL ML— Ä fni ms Kau», voraus zahlbar. Post- bezug� Moualllch 10.— 2ÜU fintdjLftu- slellungsgebiihr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzsz. da» Saar- und Memeigebiet, Ivwte die ehemal» beut- Khe» Gebiete Polen», Oesterreich. Ungarn und Luxemburg 20,— R. lur da» üdrig« Ausland 27.— M. Polt- deilellungen nehmen an Oesterreichs Ungarn Tichecho- Slowakei. Diine» wart. Solloud. Luxemburg. Schwede« und die Schweiz. Der„Ponoäct»* mit der Sonntagsbeilage»Boll und Reif*, der Unter- daltungsdeilag« �eimwelN und der Beilage.Siedlung und Kleingarten» «rjcheint wochentäglich zwelmal. Som»- »ag» und Montag» einmal. Telegramm-Adrestei �»aziaidelnotral ZZerll«" Abend Ausgabe berliner Volksblatt (20pksnnig) Anzeigenpreis: Die achtgelpalten, Ronvareilleze», koktet 5,30 M„Alcla. Anzelgev" da» tettgrdruckt« Won l»> M.(zu. lässig zwe' tettgednickle Worte/. ,edr» weiter« W-r- i.- M. Stellengesuche and Schlasstcllenanzetgen da« erst» Wo« ä— All. lede» wetten Wo« AI Vsg. Wone Uder ld Buchstaben zählen fiir zwei Wo«» Rotmlien-Un- zeigen für Abonnenten Reite 3,— M Sie Preise oerslchen sich elnschliesill» Teuerungszuschlag Anzeigen für die nächste ftiumnci rnüfien b>» 8 Ahr nachmittag» toi vanvigelchäs». Berlin ST da. Linden- rraße 8, abgegeben werden Geöffnet von» Udr srlih dt» 5 Uhr abend». 2entra1organ äer fo�laläemokratifcbsn Partei Veutfeblanäs keöaktion unü ExpeKition: EW bS, Liaüenftr. Z 7 Sonnabend, den 30. April 15*21 Vonvärts-Verlag G.m.b.H.,€tö 68, Linüenstr. Z iyrrnsprecher- Am« Morthplah, Str. ll7e»»— S4 Neuer englifther Reparationsvorschlag. Die in den heutigen Morgenblättern enthaltene Nach-' richt, daß der Vorsitzende der Kriegslastenkommission in Paris, fjerr v. Oertzen, sich geweigert hat, an einer neuerlichen Sitzung der Reparationskommission teilzunehmen, hat einiges Erstaunen erweckt. Diese Weigerung schien Zu der sonstigen entgegenkommenden Haltung der deutschen Negierung in so deutlichem Gegensatz zu stehen, daß man geneigt war, an ein eigenmächtiges Vorgehen einer untergeordneten Stelle zu Slauben. Weiter unten wieder�ebene Meldungen zeigen, aß diese Annahme irrig war, und daß Herr v. Oertzen nach Weisung der Regierung gehandelt hat. Zugleich ist auf der andern Seite in einem neuen eng- l i s ch e n V o r s ch l a g ein gewisses Besserungssymptom zu verzeichnen, das jedoch zu übertriebenem Optimismus keinen Anlaß gibt. Zu den Nachrichten über die Regierungskrise weiß heute die„Boss. Ztg." mitzuteilen, daß Herr Dr. Simons wegen körperlicher und s/öss scher Ueberanftrengung i iein Amt niederlegen und daß der Reichskanzler y e h r e n b a ch sich mit ihm solidarisch erklären und gleich» zeitig zurücktreten werde. Eine Solidarität auf dem Gebiete körperlicher und seelischer Ueberanftrengung ist jedenfalls eine Ej neue Erscheinung. Die Neubildung des Kabinetts wird nach derselben Quelle auf Grundlage der bestehenden Koa- n vollziehen, eine Auesicht, mich die Sozialdemokratie mit» einzubeziehen, sei nicht vorhanden. Wir find au.nahmsweise in der Lage, unsere Ueberein- pimmung mit der„Voss. Ztg." feststellen zu können. Nach den PPN. hat der Reichspräsident Dr. Simons' Rücktrittsgesuch abgelehnt und Dr. Simons bleibt vorläufig im Amt, da seine Politik die Billigung der Mehrheit des Reichstags findet. Aervorschlag öes britisthenKriecksminifters. C o n d o n, 30. April shava s.) Der englische kriegzminister hat gestern vorgesckftagen. an die deutsche Regierung eine dringende Zlusfordcrnng zu richten mit einer Woche Frist, 42 Zahreszahlungen von je 2 Milliarden Goldmark anzunehmen, sowie veränderliche Zahreszahlungen In höhe von 25 Proz. der deutschen Ausfuhr. Loucheur bekämpfte diese Anregung. Srine Ausführungen beein- flußlcn die Engländer aus» lebhafteste. Die Belgier setzten sich für die Lusrcchterhallung der pariser Bestimmungen ein. Briand wird morgen im Obersten Rat die Rolwendigkeit unverzüglicher Blaß- nahmen vertreten. Erst ln der Folge könnten die verbandoregierungeu rwen letzten Schritt der Versöhnung tun. tndem sie das vorgeschlagene Uii'.mawm an Deutschland richten, wahrscheinlich wird dieses vor- g.-hen denn auch zum Schloß angewandt werden. pari», SO. April.(WTV.) Den gleichen Plan, den chavas als Anregung des englischen Kriegsministers mitteilt, entwickelt auch Pertinax im„Echo de Paris". Er sagt, auf Veranlassung von Lloyd George sei von dem Kriegsminister Worthington Evans, dem Kolonialminister Winston Churchill und dem Minister für Indien Montagu ein neuer Reparationsplan ausgearbeitet war- den, von dem man schon mn letzten Sonntag in Lympne gesprochen s�zabe, den aber Briand nicht hätte annehmen wollen. Sollten die obenstehenden Bedingungen nicht angenommen werden, dann sehe der Lorschlag vor, Deutschland ein Ultiniatum von sieben Tagen zu über» mittel«. Pertinax fügt hinzu, daß Loucheur in Erwartung de» ge- nannten Vorschlages die französische Stellungnahme dahin gekenn- zeichnet habe, daß sie in dem Urteilsspruch der Reparationskommission bestehe, d. h. in der Festsetzung der deutschen Schuld auf 132 Milliar. den Gold mark. Es scheine, daß angesichts des Exposes von Loucheur über den französischen Standpunkt der neue Plan nicht ent. mickelt worden sei. Eine weitere Frage fei die Frage des Ulti- matuw». Nach dieser Richtung wollten die Engländer nicht nach- geben. Der Abbruch äer pariser verhanölungen. «Sie wir schon heute morgen melden konnten, hat Herr ».Oertzen, der Lorsitzende der deutschen Kriegslastenkommission in f*--j ti gestern abgelehnt, mit der Reparationskommission über �aölu'nasplan und-modus für die un» auferlegten 132 Milliarden Gowmork zunächst weiter zu verhandeln. WTB. verbreitet dazu ausführliches Material, dem wir folgendes entnehmen: In einer Note öer Kriegslasten- an Sie ReparationskommlPon vom 24. d M wird ausgeführt: Nachdem der deutschen Delegation Gelegenheit gegeben worden ist sich zu den Forderungen der einzel- nen Alliierten zu Sußern, teilt die Deutsche Regierung zur Frage der Festsetzung de» Gesamtbetrages der Reparationsverpflichtungen Deutschland» mit:_..... ,, Entsprechend der Ankündiaimg vom K Febrcm 1921 hat die Repe rr tionr.f c nimtssian der Knegslastenkommtssiou vom 9.— 20. Februar die Schadenrechnungen der beteiligten Regierungen bekannt geben und ihr anheimgestellt. Bemerkungen bi, zum v. bzw. April 1921 vorzubringen. Sobald ein vorläufiger lieberblick gewonnen war, hat die Deutsche Regierung am 13. Marz 1921 darauf hingewiesen, daß die von ihr beabsichtigten Memoranden bei der Lage der Verhältnisse eine erschöpfende Stellungnahme zu den Schadenrechnungen, wie sie im Interesse aller Teile liegen würde, nicht enthalten könnten. Die einzelneu Schadenrechnungen sind zum überwiegenden Teile ln einer Weise aufgestellt, die es nicht gestattet, zu einer klaren Er- kenntnis der berechneten Schäden und ihrer Bewertung zu gelangen. Sie enthalten in sehr vielen Fällen nur Endziffern für einzelne Schadensgruppen, auch über die Methoden der Schadcnsfestjtellung und Abschätzung werden nur lückenhafte Angaben gemacht. Die deutsche Delegation hat sich bemüht, durch Fragen und durch Be- sprechungen mit Sachverständigen der beteiligten Regierungen die..... i¥...............____________________________________ mangelhaften Unterlagen zu ergänzen und sich damit die Mög-: materiell nur als ein Teil der' gesamten" RepärätiönVverpfli'� lichkeit einer ausreichenden Uebersicht zu verschaffen. Dabei hat sie ge« angesehen werden können. In ihrem Memorandum vom 24. lnfolge der Haltung dieser Regierungen nur in geringem Um- April d. I.. dessen Bekanntgabe sich mit der Not- der Reparations- verlangen auf Ueberführung öer HolSmiMarSe. der Reichsbank auf die Banque de France mit folgendem Schreiben beantwortet: In ihrer Note vom 15. März d. I. hatte die Reparattons- kommifsion im Hinblick auf die von ihr auf 12 Milliarden Goldmark berechnete restliche Verpflichtung Deutschlands die deutsche Regierung aufgefordert, 1 Milliarde Goldmark sofort zu zahlen und wegen der weiteren Beträge Dorschläge zu machen. Sie hatte dabei besonders auf die Möglichkeit der Ausgabe einer auswärtigen Anleihe hingewiesen. Die deutsche Regierung muß wiederholt betonen, daß die Lerpflich- tungen des Artikels 235 vorbehaltlich der besonderen Fixierung von Zahlungsterminen nach Wortlaut und Sinn de» Friedensvertrages f fange Erfolg gehabt. Das ihr vorgelegte Material blieb in der 5)aupt fache für eine umfassende und systematische Stellungnahme unzu länglich. Auch soweit eine solche Stellungnahme an sich möglich war, ho! die deutsche Delegation aus Mangel an ausreichender Zeit nicht überall dazu gelangen können. Unter diesen Umständen mußte sich die Delegation bei ihren Aeußerungen auf einzelne Einwendun- gen und Beanstandungen beschränken: dabei ist ihr in einer be- trächttichen Zahl von Fällen der Nachweis g e l u n g en, daß Schadensposten zu Unrecht eingesetzt oder zu hoch bewertet oder mehrfach in Rechnung gestellt worden sind. Damit ist auch die materielle Zuverlässigkeit der Schadensrechnungen ernstlich erschüttert worden. Die Reparations- kommifsion hat zwar, wie nicht bestritten werden soll, der deutschen Delegation Innerhalb der kurzen Zeitspanne nach Möglichkeit G e- legenheit zur Prüfung und Stellungnahme gegeben. Trotzdem kann die deutsche Regierung mit Rücksicht auf die Unzulänglichkeit des Materials und mit Rücksicht auf die Kürze der Zeit nicht aner- kennen, daß ihr in dieser überaus bedeutsamen Frage billiges Gehör im Sinne des Arttkels 232 Abs. 2 gewährt worden sei. Wolfs schreibt weiter: Ohne auf diese Einwendungen einzu» gehen, ist am 27. April, abends 9 Uhr, dem stellvertretenden Vor- sitzenden der Kriegslasten-Kommijsion folgende mündliche Erklärung öer Reparationskommistion abgegeben und schriftliche Bestätigung in Aussicht gestellt: In Ausführung des Artikels 233 wird einstimmig die Höhe der Schäden, für welche durch Deutschland Ersatz geschuldet wird, aus 132 Milliarden Goldmart festgesetzt. Die Reparationskommission hat diejenigen Abzüge gemacht, die nötig waren, um den R e st i- t u t i o n e n Rechnung zu tragen, die gemäß Art. 238 geleistet sind oder zu leisten sind: folglich wird Deutschland keine Gutschrift auf Grund dieser Restitutionen mehr geschuldet. Die Reparations- kommifsion hat in die oben genannte Summe nicht diejenige Summe einbegriffen, die der Verpflichtung Deutschlands entspricht, noch außerdem gemäß 3. Absatz des Artikels 233 die„Erstattung aller der Summen zu effektuicren, die Belgien von den Alliierten bis 11. November 1918 geliehen hat, einschtießlich 5 Prcz. Zinsen".— Im Anschluß an diese Erklärung teille Präsident D u b o i» mit, die Reparationskommission würde auch den Zablungs plan der deutschen Regierung notifizieren. Sie wolle aber in Ausführung des Ar- tikels 233 Absatz 2 dieser zuvor Gelegenheit zur Aeußmmg geben. Dies solle am Freitag, den 29. April, vormittags 10 Uhr, geschehen. Der deutsche Vertreter hat sich wegen des Gehörs über den Zahlungs- plan eine Erklärung vorbehalten. Auf Weisung der deutschen Regierung von, 28. April ist daraufhin folgende schrlflliche Erklärung öer Kriegslostenkommißlvn. Lberfandt worden: Nach den mir von der Deutschen Regierung erteilten Anweisungen sehe ich mich nicht in der Lage, am 29. April über den Zahlungsplan zu verhandeln. Die deutsche Regierung hat ihre Gedanken über die Lösung des Reparatiünsproblems den Konferenzen in S p a, Brüssel und London unterbreiten lassen und hat vor wenigen Togen der amerikanischen Regierung einen neuen Plan über- mittelt, auf welchen eine Antwort noch aussteht. Die deutsche Re kommissien vom 25. April gekreuzt bat, hat die deutsche Regierung der amerikanischen Regicrung zur Lösung des gesamten Reparations- Problems Dorschloge unterbreitet, durch welche dem früheren Der- langen der Reparationskommission im wesentlichen Rechnung ge- tragen worden ist. Unter anderem enthalten diese Vorschläge fol- gendes Anaebot: Deutschland erklärt sich bereit, der Reparationskommission alsbald den Betrag von 1 Milliarde Goldmork in folgender Form zur Derfügimg zu stellen: a) 150 Millionen Goldmark in Form von Gold, Silber und Devisen, b) 850 Millionen Goldmark in Reichsschatzwechseln, die längstens innerhalb 3 Monaten iu Devifen und ausländischen Wertpapieren eingelöst werden. Inzwischen ist ferner entsprechend der in der Note der Kriegs- lasten kommifsion vom 2. April d. I. enthaltenen Ankündigung von den deutschen gesetzgeberischen Körperschaften folgender Gesetzentwurf angenommen. welcher noch vor dem 1. Mal d. I. Gesetzeskraft erlangen wird: 8 1. Die Verfügung über Gold bleibt weiterhin bis zum 1. Oktober 1921 in dem gleichen Umfange verboten und«benlo strafbar wie sie gemäß§ 24 Nr. 8 des Ausführungsgesetzes zum Friedensvertrag vom 31. August 1919(Reichsgesetzbl. Seite 15 000) gegenwärtig verboten und strafbar ist. 8 2. Dieses Gesetz tritt mit dem Tage der vertündung in Kraft. Di« deutsche Regierung glaubt daher, daß da» in der Note der Reparationskommission vom 22. April d I. enthaltene Ersuchen auf Ablieferung von 1 Milliarde Mark Gold in die Gewölbe der Dank von Frankreich, auf dessen rechtliche und tatsächliche llndurch- führbarkeit hier nicht nochmals eingegangen werdem soll, nicht aufrecht zu erhalten ist Die Nuhr-Gffenfive. London, 30. April.(Harms.) Dom militärischen Standpunkt machen die Engländer keinerlei Einwendungen gegen den Plan Fochs, aber sie drücken gewisse Vorbehalte aus Hinsich lich der wirt- schaftlichen Einzelheiten, besonders hinsichtlich der Sesthlagnahme der Zölle und der Beteiligung an den deutichen Industrien. Dagegen willigen sie in die Erhebung einer Abgab« aufdie Kohle ein. Pertinax berichte! dem„Echo de Paris": Als Kosten für die Be- setzung des Ruhrgebiets stnd im ersten Monat 100 Millionen Franken vorgesehen: in den weiteren Mönchen etwa 80 Millionen. Ferner ist als wirtschaftliche Maßnahm« außer der Besteuerung der Tonne Kohle mit 20 Goldmart eine LOprozrntio« Erportsteuer, sowie eine 30prozentig« Beteiligung an der Industrie vorgesehen. Dieses System könne als ein Druckmittel auf ganz Dsuchchiand angesehen werden. Die neue Politik werde so zur EinriaVung einer interalliierten Kommission lür die deutsche Schuld führen, ebenso eine Hypothek ersten Ranges darstellen, die des Vertrag von Versailles den Alliierten auf die Gesamtheit der deutschen Einnahmen zusichere. Paris. 80. April.(„Echo de Paris".) Di« Angehörigen der Iahnesklasse 1919 müssen damit rechnen, di« periön'.iche Einberurnna order Anfang nächster Woche zu erhalten� belgischen Genosien für MäßigÄng. Der Parteiausschuß der belgischen Partei hielt am Donnerstag, den 28. April, eine Sitzung unter Dorsttz von Bouchern gieruna möchte es unter diesen Umständen zunächst der ReparUions- ab, die sich mit der Frage der deutschen Reparationen und den kommisston überlassen, ihrerseits, einen Plan auszustellen, hinsichtlich Sanktionen der Alliierten befaßte. Die Debatte konnte nicht zu dessen sie jedoch alle Vorbehalte macht. Sie verweist dabei aus die Ende geführt werden. Montag soll eine neue Sitzung flattfiitden, bei den Verhandlungen über die Höhe der Entschädigungssumme von| an der sich der Landesausschuß der Erw'erkschaftsrommission be- ihren Vertretern abgegebenen Erklärungen, in welchen gegen die U n- teiligen werde. In der Debatte ergab sich Einstimmigkeit darüber, z u l S n g l i ch k e i t der ihr zur Prüfung der Entschädigungsforde, daß Deutschland Reparationen leisten muß. Dsr Parteiausschuß rungen gegebenen Zeit und gegen die Unzulänglichkeit der Unterlagen; stellt sich aus den Boden der Amsterdamer Beschlüsse, und wird alles dieser Forderungen wiederholt Verwahrung daransetzen, sie durchzuführen. Er beauftragt die sozialistischen Ab- geordneten und Kabinettsmitglleder, oll ihren Einfluß zugunsten ,l«s.w„.rt,., II,. Si. TS.u« rm�«-£• 2»° V P«?? VÄK!lch.°'W strecken, dnl dl. Zi.p-r°>>°n.«m-nP-n tro6 der Meulunnb« SÄnidsS.t' dl. JÄ»5Ä«" gelegenhett eine Frist von 24 Stunden für ausreichend erachtet hat, Reparationen außer Ackt lallen um der deutschen Regierung die Instruktion ihrer Pariser Vertreter Brüssel, 30 April.(TU.) Gestern wvrdo versichert, daß zu ermöglichen. In der Sitzimg der Reparationskommission vom 29. April ist der deutsche Vertreter nicht erschienen. Minister Dandervelde beschlossen Hab«, zurückzutreten, falls die Alliierten das Ruhrgebiet besetzen werden. Eines der Kabinett- Mitglieder hat dem Brüsseler Mitarbeiter des..Nieuwe Rotterdam- schon Conrant" diele Nachricht bestätigt. Die anderen soziaii- Auf Weisung der Reichsregierung vom 28. April hatte die stijchej, Minister würden ebenfalls zurücktreten. Die loziaWisch« Kriegslastenkommission dos mit der Note am 2S. April seitens der. Parteileitung tritt Montag früh zusammen, um die Folgen der Reparattonskommijsion gestellt«' Sankt tonen zu besprechen,„_ Hur kems Illusi onen! Paris. 29. April.(BJXB.) Zu der Meldung der„Chicago Tribüne" über die Feststellung der Reparatianskommilsion(daß die itichtvollzahqung der 20 Milliarden keiu Recht zu Sanktionen gebe) erklärt die A g e n c e h a o a s: Die Reparationskommiffwn ist nicht berufen, darüber zu entscheiden, ob Zwangsmaßnahmen ergriffen iverdcn oder nicht. Die Reparationskommiffion teilt den Regierungen die Verfehlungen Deutschlands gegenüber dem Friedensvertrage mit, die sie festgestellt hat. Aber es ist Sache der Regierungen und nicht der Reparationskommiffion, Entscheidungen über die Jwangsmaß- nahmen zu treffen. Uebrigens wird ja das„Recht" auf Sanktionen noch mit einer ganzen Reihe anderer„Verfehlungen" Deutschlands„begründet". Die Tagesordnung für Lonöon. Poris, 30. April.(WTB.) Nach Pertinar im„Echo de Paris" stehen 6 Punkte auf der Tagesordnung des Obersten Rates: 1. Die Frag« des Ultimatums: hier fei der Standpunkt der Franzosen, daß das Datum des 1. Mai fchon an und für sich ein« Art Ultimatum darstell«, 2. das Abkommen von Paris, die Engländer wollten sein« Forderung herabsetzen, die Franzosen darüber hinausgehen, um auf das Niveau zu gelangen, das die Reparationskommiffion festgesetzt habe, 3. die Frage der 12 Milliarden R e st s ch u l d aus Artikel 235, 4. die Besetzung des R u h r g e b i e t s, das französischer- seits- nicht als ein Druckmittel, sondern als ein dauerhaftes Pfand für die regelmäßig« Erfüllung der Verpflichtungen, die Deutschland unterzeichnet habe, angesehen werde. In London glaube man jedoch nicht, daß die Verbündeten in der Lage sein werden, mit Ruhen das Ruhrgebiek auszubeuten, 5. seien die Einzelheiten der Besetzung dr? Ruhrgebietes vorgesehen, 6. abgesehen davon ständen die belgischen und französischen Minister auf dem Standpunkt, daß die Besetzung nicht nur wegen schlechten Willens in der Reparationsangelegenheit, sondern auch wegen Verfehlungen in der Entwaffnungsfrage erfolgen müsse. London, 30. April.(MTB.) Heute nachmittag, wahrscheinlich um 4 Uhr, findet die erste Sitzung des Obersten Rotes statt. In Washington. Paris, 30. April.(CE.) Heute kehrte Präsident Harding von der Besichtigung der atlantischen Flotte nach Washington zurück. Es ist wahrscheinlich, daß infolge seiner Abwesenheit von der Bundes- Hauptstadt keine Entscheidung über die deutsche Rote ge- troffen wurde. Rew park, 29. April.(Havas.) In gewissen Kreisen rechnet man damit, daß die deutschen Vorschläge derart abgeändert werden, daß sie den Verbandsregierungen zur Wiederaufnahme der Ber- Handlungen annehmbar werden können. öelgiftbes Mißtrauen! Brüssel, 30. April.(TU.)„V o l k s g a z e t t e" weist ans die Gefahr der Umzingelung, die Belgien bedroht, hin.„Wir haben Frankreich an der Südgrenze, wir bekommen Frankreich an die Ostgrenze, so daß im Norden nur noch Holland bleibt. So vollzieht sich langsam die Umzingelung. Bald hängt unser ganzes Wirtschaft- liches Leben von unserem gallischen Nachbar ab. dann ist es mit unserer politischen Selbständigkeit ans. Diese Gefahr beginnen viele einzirfehcn, selbst Minister fühlen, daß die Entwicklung gefährlich wird und darum wird die Ernüchterung bald kommen. Stegerwalö und die Landwirtschaft. ( Bekanntlich entfaltete der„Reichslandbund"(B u n d d e r Landwirte) eine außerordentliche Agitation, die darauf hinausging, unseren Genossen Braun als preußischen Land- wirtschaftsminister zu beseitigen. Auch der Ministerpräsident Stegerwald erhielt, ehe er sein Kabinett gebildet, ein Telegramm, worin er ersucht wird, einen„Fachniann" ct« die Spitze der Landwirtschaft zu stellen, der auch das„Ber- trauen der Landwirtschaft" genieße. Herr Ministerprästdent Stegerwald hat diesen Wünschen entsprochen. Interessant dabei ist aber, daß der Landbund sich an verschiedene Organisationen wandte, welche er um ihre Unterschrift zu diesem Telegramin bat. 2lber nur ein w i n- ziger Bruchteil leistete dieser Bitte Folge. Uns sind eine ganze Anzahl landwirtschaftlicher und sonstiger Organisationen bekannt, die es abgelehnt haben, den Agrariern Borspanndienste zu leisten, dies blieb dem ehemaligen „Arbeiterführer", jetzigen Ministerpräsidenten Stegerwald vorbehalten. Die Lebensmüde. Kleiner Film von L n c i a n Vor dem Haus standen die Leute und sprachen aufgeregt mitein- ander. Frauen gestikulierten heftig, Kinder drängten sich an die Erwachsenen und hörten ängstlich zu. Am meisten wußte Frau Gubalke. Sie war in alle Einzelheiten eingeweiht, Was war geschehen? Fräulein Lina, die Stütze aus dem ersten Swck, war im Begriff, sich das Leben zu nehmen. So hatte sie an ihre Kollegin vom Nachbarhaus geschrieben, und dieser, ihr letzter, Entschluß ging auch aus dem Zettel hervor, den sie auf dem Küchen- tisch zurückgelassen hatte. Frau Gubalke wußte noch viel mehr. Lina batte einen Bräutigam, der sie verlassen hatte. Im Kino folgt auf 'Ache Treulosigkeit regelmäßig der Entschluß, zu sterben. Also war Fräulein Lina fest gewillt, diese böse Welt zu fliehen. Wie wurde Lina jetzt geliebt, wo sie vielleicht nicht mehr unter den Lebenden weilte! Jeder wußte ihr etwas Gutes nachzusagen: denn sie konnte es ja nicht mehr hören. Ihre Kollegin rühmte ihren schlichten Sinn und ihre Bescheidenheit, nachdem sie gestern ihr maß- lose Verschwendungssucht wegen des neuen Strohhuts vorgeworfen hatte. Aber jetzt, wo sie vielleicht im letzten Kampf mit dem Wasser des Teufelsfees oder der Havel lag, oder die kühle Pistole an den heißen Busen drückte, da dachte jeder an die eigene letzte Stunde. Das Leben dünkt« allen, dt« es sonst oftmals wegen seiner Schikanen verflucht hatten, als ein sonniges Glück, und Lina erschien als das bedauernswerteste aller Geschöpfe. Man überbot sich in Mitgefühl und flehte den Himmel an, das Unglück abzuwenden. Besagte Lina war unterdessen auf dem Weg nach dem Grüne- wald, der letzten Zuflucht unglücklich Liebender, an einem Rummel- platz angelangt. Wie verlockend schimmerten die roten und blauen Lampen, wie sieblich quietschte die Mrsik, wie aufreizend waren die Wirbel der Karussells und Schaukeln. Lina kamen die Tränen in die Augen, indem s�e cm ihr verfehltes Leben dachte. Als ein junger Mann sie mutig auffordert», mit ihm das Luftrad zu besteigen, sagte sie seufzend nein. Aber plötzlich hatte er sie am Arm gepaal und ohne zu wissen wie, seuste sie mit ihm auch schon in toller Fahrt durch die Lust. Am nächsten Morgen»her standen die» Nachbarinnen wieder vor der Haustür. Sie sahen mit erregter Miene nach dem ersten Stock und nahmen eine drohende Haltung ein. Eine besonders laute Stimme ertönte: „So ein freches Fr»uenzimm«r. So eine gemeine Person. Läßt einen glauben, daß sie sterben wird, und heute nacht gegen Zwölf kommt euch das miserable Mensch vergnügt nach Hause." Die Sozialistenhetze. In der gestrigen Sitzung des pommerschen P rovinzial- la n d t a g e s in Stettin wurde von den Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei folgender Antrag gegen den sozialdemokratischen Oberpräsideuten L i p p m a n n ein- gebrocht: Der Provinziallandtag wolle beschließen: „Der Provinziallandtag richtet in Gemäßheit des§ 43 der Provmziolverordnung an die Staatsvegierung die Forderung, die Stellen der politischen Beamten, insbesondere den Posten des O b e r p r ä s i d e n t e n in einer dem Willen der Wähler- Mehrheit gerecht werdenden Weise anderweitig zu be- setzen." Der Antrag wurde schließlich in namentlicher Abstimmung mit 41 gegen 22 Stimmen angenommen. Es ist eine Heuchelei sondergleichen, daß die pommersch« Reaktion, die noch stets auf den Willen der Volksmehrheit ge- pfiffen hat, es jetzt wagt,- sich au.' den Willen einer angeblichen Volksmehrheit zu stützen, wenn es gilt, einen sozialdemokratischen Oberpräsidenten zu stürzen. Das Mißtrauens- ootum der Rechten ist die beste Vertrauenskundgebung, die dem Genossen Lippmann für sein« Tätigkeit zuteil werden konnte. Herr F i s ch b e ck, Mitglied der Deutschdemokratischen Partei, hat, wie wir gestern mitteilten, mit der„Säuberung" der Regierung und Verwaltung von sozialdemokratischen Beamten begonnen. Es war zu erwarten, daß die pommersche Reaktion sich durch Herrn Fischbeck nicht werde beschämen lassen. In diesem Verhalten liegt System. Die Reaktionäre aller Schattierungen können sich auf den heftigsten Wider st and der gesamten Arbeiter- s ch a f t gefaßt machen, wenn sie, gestützt auf das a r b e i t e r- feindliche Kabinett Stegerwald, den Hinauswurf ihnen mißliebiger sozialdemokratischer Beamten fortzusetzen gedenken. Kommuniftenkampf gegen Proletariat. Kritik Täittnigs am Märzstutsch. Eine vernichtende Kritik des kommunistischen Märzputsches enthält ein Brief Ernst Däumigs an die Zentrale der VKPD., der am 28. März gelchrieben wurde und jetzt ver» öffenllicht wird. Däumig legt in diesem Brief der Zentrale seinen ablehnenden Standpunkt gegen die damalige Aktion dar. Er setzt auseinander, daß nach 2i/>jähriger Er» fahrung für Deutschland die Putschtaktik ni'cht in Be- t r a ch t kommen könne. Voraussetzung für die revolutionäre Entwicklung in Deutschland sei es, daß die große Proletarier- masse— auch die hinter der SPD. und USP. stehenden Massen— in Gärung und Bewegung gebracht werden müßten und daß dann die VKPD. die Führung in die Hand nehme. Diese Voraussetzung müßte erst geschaffen werden durch eine intensive Organisations- und Schulungsarbeit. Däumig fährt dann fort. Unter Außerachtlassung all dieser Voraussetzungen ist die Partei isoliert in eine h y st e r i sch e Aktion getrieben worden, die in Herost ratischer Weise das Schicksal des Kommunismus in Deutschland auf das Spiel setzt. Bc- allem Bekenntnis zum Prinzip des Zentralismus und zur Parteidisziplin kann ich diese Politik des Wahnsinns nicht aktiv mitmachen. Schon jetzt hat sich herausgestellt, daß der Kampf gegen dfe Gegenrevolution zu einem Kampf von Teilen des Prolelarials gegen das Proletariat ge- worden ist. Däumig setzt dann sein persönliches Verhalten ausein» ander. Äus Parteidisziplin habe er sich a u d i e S e i t e g e- st e l l t, er habe oermieden, seine Auffassung in der Partei- öffentlichkeit bekanntzugeben, aber er habe sich andererseits nicht zu Handlungen bereit finden können, die er für„politi- schsn Irrsinn" halte. Aus diesem Grunde habe er auch in der Sitzung des Berliner Aktionsausschusses geschwiegen. Diese Resignation nützt Däumig nichts, denn in einem Nachwort zu seinem Brief beschuldigt ihn nun die Zentrale der Feigheit, weil er nicht gewagt habe, seine Ansicht im entscheidenden Moment zu vertreten. Merkwürdig, wie sehr jetzt plötzlich die Zentrale der VKPD. für offenes Auftreten der Opposition ist. Ihre Hochschätzung der Meinungsfreiheit innerhalb der ÄKPD. illustriert— der Hinauswurf Paul Levis! Theaterkriliker für die Prominenten. Einige prominente Theaterkritiker verschicken eine Erklärung an die Presse, worin sie sich der prominenten Schauspieler gegen die Bühnengenossenschast annehmen. Sie sagen darin:„Es scheint uns unerträglich, der ver- antwortlichen Theaterleitung die Möglichkeit, ein Ensemble nach künstlerisch zwingenden Grünten zu erneuern, aus Erwägungen sozialer Fürsorge heraus nehmen zu wollen. Ganz abgesehen da- von, daß diese Mahnahme die Schauspieler auch in ihrem wirt- schaftlichen Fortkommen schwer enttäuschen würde, müssen wir be- tonen, daß das heute ohnedies in seinem künstlerischen Möglichkeiten schwer gefährdete Theater ohne ein Mindestmaß von Gefahr, Frei- he!t, Beweglichkeit für alle Beteiligten nicht künstlerisch zu führen ist. Das von einigen Kreisen der Genossenschaft anqestrebte System starrer Versicherungsmaßnahmen für alle Angestellten müßte alle Schwachen— und das find hier wesentlich die Minderbegabten— in einem solchen Grade bevorzugen, daß die von jedem wahren sozialen Gesichtspunkt geforderte' höchste Produktivität de» Berufes völlig in Frage gestellt würde." Die Bewegung der Prominenten vermag selbst In ihrem viel- leicht berechtigten Kern nicht zu überzeugen, weil es ihr an posi- tioen, bestimmten Forderungen fehlt. Man hat den Eindruck der Berärgerung und dahinter: der Wahrnehmung von Prlvatinter- essen,"die künstlerisch drapiert werden. Das Pronunciamento der Kritiker tst eine Wiederholung des von den Theoterunternehmern oft genug abaelegten individualistischen Glaubensbekenntnisses. Aber auch hierüber ließe sich sprechen, da das Theater eine vrak- tische Angeleoenheit Ist, wenn der Beweis geliefert würde, daß die soziale Theaterreform. die im tovitalistischen und autokratischen Theaterbetrieb gewissenlos verabsäumt wurde, für die Kunst Schwierigkeiten und Schäden mit sich führt. Beispiele würden mehr wirken als allgemeine Deklamationen. Und� übA Uebergangs- erscbeinungen und gelegentliche Mißbräuche könnte man sich ver» ständigen. Aber mit dem Ruf nach dem bewährten alten System der«Theatersklaoere! kommt man nicht einen Schritt weiter. Er ist ein für allemal erledigt. Ernesto de Ftori gehört zu den Bildhauern, die sich unter keinen der heute herrschenden Ismen rubrizieren lassen. Er geht seinen eigenen Weg, und dieser Wen ist der des echten Plasttkers. Sein Werk, von dem der Salon Gurlitt, Potsdamer Str. 113. eine schöne G-samtübersscht gibt, ist Stein gewordene Empfindung. Seelenregungen schlichtester und kompliziertester Art sind in der Form von menschlichen Gestalten zum Ausdruck gebracht. Und zwar nicht nur durch die natürliche 5)altunq und Gebärde, sondern auch durch die Sprache der reinen plastischen Form. In seinen frühesten Arbeiten, die vor etwa zehn Iahren entstanden, sucht er das Gefübl des Emporftrcbens zu gestalten, die Befreiung der irdischen Masse von den Widerständen, die die lastende Schwere dem Drange nach aufwärts entqegenstemmt. Und es ist inter- csscmt zu sehen, wie manniafaktiqe rein plastische Ausdrucksmitkel ihm hierfür zu Gebote stehen. In der Slawe„Großer Jüngling" viel Geschrei, wenig Volle. Unter sensationeller Aufmachung verlangt die„Deutsche Zeitung" ein sofortiges Einschreiten des Reichsanwalts gegen den Chef der Thüringer Staatspolizei, Major Müller-Brandenburg, wegen Hochverrats. Die Angelegenheit des Majors Mül�er-Brandenburg ist, wie bekannt, seit längerer Zeit Gegenstand eingehender Unterjochungen. Die große Aufgeregtheit der„Deutschen Zeitung" begreift sich um so weniger— wenn man von den ag i- tatarischen Zwecken absieht—, als sie selbst in ihren Enthüllungen nicht das gering st e tontrete Moment an- führen kann, aus dem auch der sindigste Reichsanwalt eine Anklag« des Hochverrats konstruieren könnte. Die Anschuldigungen, daß Müller-Brandenburg Kommunisten in die Sicherheitspolizei einge- stellt, daß er den Aushang der„Roten Fahne" in den Kantinen gs- duldet habe, lönnie, selbst wenn sie wahr sein sollten, höchstens Gegen« stand einer disziplinaren Untersuchung sein, ebenso die ganz vage Behauptung, daß Müller-Brandenburg„Verbindung mit kom» munistischen Zeiwngen" unterhielt«. In Wahrheit dürft« sich die Sache aber so verhalten, daß in Thüringen die Unabhängigen Regierunsgpartei sind, daß ihre Mitglieder daher auch in der Schutz- Polizei eingestellt werden und daß in solchen Fällen die Reaktionäre sehr gern Unabhängig« und Kommunisten zu verwechseln lieben. Man gewinnt im übrigen den Eindruck, daß die Hetze den Major Müller-Vrandenburg nur als nächstes Ziel, als ferneres Ziel dagegen den republikanischen Minister von Branden st ein hat. Ihm wird der entsetzliche Vorwurf gemacht, daß«ine im„Republi- kansschen Reichsbund"(einer völlig privaten Vereinigung, der v. Brandenstsin als Vorstandsmitglied angehört) angestellt« Sch''«ih- maschinistin Propaganda für Rätemoskau treibe. In der Tat ein furchtbares Verbrechen des MinistersI Man wird nicht veriangcn können, daß derartige Beschuldigungen in der Oessentlichkeit ernst genommen werden, zumal wenn sie in einem Blatte stehen, dem man nach derselben Methode staatsgefährlichen Bolschewismus beweisen könnte, da es zum Chefredakteur den Verfasser der Hohen» zvllernlegevd« Max Maurenbrecher hatl Ein ftbneidiger Staatsanwalt. Der unabhängige Reichstagsabgeordnete Dr. R o s e n f.e l d hatte kürzlich im Aufwöge des Vorstande» der USPD. ein Schreiben an den Reichspräsidenten und an den R e t ch s j u st i z- m i n hst e r gerichtet, in dem er die Aufhebung der Sonder- g e r i ch t e fordert. Der Bricffteller weist apf die schwere Schädigung der Jugend durch die Rechtsprechung der Sondergerichte hin und betont die Gefahr, die durch sie der Iugendwohlfahrt drohe. Der letzte Absatz des Schreibens lautet: Darum nochmals: Heben Sie die Verordnung auf! Wenn Sie sich aber nicht entschließen können, die ganze Der- Ordnung über die Bildung oon Ausnahmegerichten aufzuheben, so scheuen Sie vielleicht wenigstens den Teil der Verantwortung. die Sie gegenüber der deutschen Jugend durch Ihre Zu- stimmung zu der Verordnung auf sich genommen haben. Mit einem Federstrich können Sie die Jugendlichen vor den Aus- nahmegerichten schützen. Tun Sie diesen Fe-d er strich! Dieses Schreiben, das, wie betont werden muh, keinerlei Beleidigungen gegen Regierungspersonen oder verächtlich»• Bemerkungen über Staatseinrichtungen enthielt, wurde von dciö unabhängigen Blatt in Zeitz, dem„Zeitzeo Bolksbolen", zum Abdruck gebracht. Und nun geschah das Unglaubliche: es fand sich ein Staatsanwalt, der es fertig brachte, gegen den verantwortlichen Re- dakteur dieser Zeitung ein Verfahren wegen—„Verächtlichmachung von Siaatseinrichtungen"(§ 131 StGB.) einzuleiten: dieser Herr ist der Naumburger Oberstaatsanwatt Herr v. Prittwitz und G a f f r v n. Die Konsequenzen, die dieses Verhallen des Oberstaatsanwalts nach sich ziehen würde, falls das Verfahren zu einer Verurteilung des Blattes führen sollte, sind geradezu unge- heuerlich. Das Recht der Kritik durch die Presse, das dieler verfassungsmäßig zusteht, würde völlig unterbunden, ja, die Presse würde S�gur so weit geknebelt, daß sie nicht einmal mehr Mei- nungsäußerungen und Urteile von ihr nahestehenden Personen bringen dürste. Es fällt schwer, über diesen Staatsanwalt. der ja selbst eine.Staatseinrichtung" ist— wenn auch eine unerss�-' «che— in einer Weise zu sprechen, die nicht jene strafbare Handlung enthält, um derentwillen das Strafverfahren gegen jenes Blatt ein» gelellet worden ist.... (Nr. 2) ist ekstatische Himmelssehnsucht schon in Haltung, Geste und Gestchtsausdruck ergreifend gegeben. Aber die reinen Formen sprechen mit und verstärken die Wirkung: Der Rumpf und die unte» ren Gliedmaßen sind über die natürlichen Proportionen hinaus in die Länge gereckt, alles dehnt sich nach oben, als strebe es vom Erdboden fort in reinere Sphären. Im„Tänzer"(Nr. 8) offen- bort sich das wonnige Gefühl, das die Ueberwindung der leiblichen Schwere durch körperliche Gewandtheit hervorruft. Sanft empor- flutende elastische Wellenbewegungen der Formen unterstützen den Ausdruck. Und schließlich, mit leise humoristischem Anklang, das Sehnen der rundlichen netten„Ursula"(Nr. 3), die auch gern« über ihr Niveau hinaus möchte. Aber die Kräfte reichen nicht ztu Der Körper bringt es nur zu weichen Schraubenwindungen. In feinen späteren Werken wird der Künstler einfacher in seinen Mitteln und diskreter in ihrer Anwendung. Aber der seelische Ge- hott ist reicher und komplizierter. Der Besucher, der die späteren Werke tn der Weise bettachtet, wie wir die drei Jugendarbeiten auf uns wirken ließen, der wird den wunderbar Uesen Gefühl und Stimmungswert dieser Werke nachempfinden, und ihm wW- vielleicht das Verständnis für die seelische Ausdruckskrost plastischer Formen aufdämmern. Ein Verständnis, das der Mehrzahl unserer Zettgenossen leider fast ganz verloren gegangen ist. I. S. Der Schlagbaum lebk wieder auf. Die oldenburgische Gemeinde Schwei hat, um dem Räuberweien wirksam zu begegnen, an allen Ausgängen der Gemeinde die längst vergessen geglaubte Einritbiung der Chaussee- Sperrbäume wieder zu neuem Leben erweckt. Die Landstraßen können jederzeit auf Anordnung de« Gemernde» vorsteberS abgesperrt werden, wa« besonder» de« Rächt« geirbiebt. An jedem Sperrbaum sind nacht» drei Leute postiert, die verdächtige Fahrzeuge anhalten und mtt den Gendatmerieftattonen dauernd telephontsch verbunden sind._ Erstaufführungen der Woche. Tonnt. Theater de« Wellen»- .Morgen wieder luftik!»— Moni. Kammerlpicle:„MeS- -„Ilianci." Theater in der Kommandintenltraße:„Die golden« Freiheit."— DieuSt. Deutsches Theater:.Pottasck)- z d Perlmutter." Wallner.Thcater:.Der Traum vom Gt� ll/ «Zentrai-Theater:„Ilonfo.*— Freit. Schauspielhaus:„Fiesgo.- (Neueinst.) Urania-Vorträge. Sonntag, Freitag Emma Kottmann:.F m Schwarzwald.- Montag, Mittwoch Filmvorsnbrung:.Edelstahl.» Am Dienstag spricht Prof. Sp'e« über:.Flüistge Lust I' Donnerstag Vor- trag:.In den Bergen Tirols!' Sonnlag nachmittags:.Bot, San Remo nach Florenz.- Donnerstag nachm.:„Thüringen.» Tie Tebnsncht nach der Operette. Richard Strauß hat. wie eine Korrcipondcnz wissen will, eine Overette gelchrieben, die im Berliner Metropol-Tbeater mit Fsttzi Massart) und Max Pallcnberz in den Saupt- rollen zur Ausführung kommen soll. Der Traum, daß noch einmal ein» Lp-rette Strauß kommen würde, ist zu verlockend, als daß wir ihn jetzt etwa durch Kommentar« stören möchte» Mnossei», Kensifimeo, kommt alle z« den Mifeiem der SPS. Zrleslanü freigelassen. Nach Meldung der„Roten Fahne" ist der Kommunistenführer Friesland �Reuter) aus der Haft entlasten morden. Wir erwarten, dasj auch das Verfahren wegen seiner Tätigkeit als russischer Regie- rungskommistar in Rußland eingestellt wird, da es rechtlich unzu- lässig ist._ Einberufung des preußischen Staatsrakes. Nach einer Meldung der„Frankfurter Zeitung" hat das preußische Staatsministcrium den a a t s r a t auf den 6. Mai zu seiner konstituierenden Sitzung im ehemaligen preußischen cherrenhause einberufen. Erklärung. Im Sommer vorigen Jahres zitierten wir im „Vorwärts" Polemiken des Schriftstellerpaares Lauffenberg- W o l f f h e i m und des ehemaligen Vorschenden der KPD. Paul L e o i gegeneinander, in denen sie sich auf Gegenseitigkeit als Lockspitzel und Verräter bezeichneten. Die beiden cham- burger ließen sich dos nicht gefallen und verklagten— den„V o r- w ä r t s" in der Person unseres damaligen Verantwortlichen Artur Zickler. Da es nicht Zicklers Sache ist, Paul Levis Jntcresten zu vertreten, schloß er mit det» beiden Prioarklägern vor dem Schöf- fengericht Dcrlin-Mitte einen Vergleich, der die Aufnahme fol- gender Erklärung im„Vorwärts" zum Ziele hat: „Der Beklagte erklärt, daß er die beiden Privatkläger nicht für Spitzet und Verräter halte und die in dieser Richtung in den den Gegenstand der Beleidigung bildenden Artikeln des„Vorwärts" möglicherweise enthaltenen Vorwürfe mit dem Ausdruck des Bedauerns zurücknehme. Er erklärt weiter, daß ihm keine Tat- fachen bekannt seien, welche für die Behauptung, die Privattläger hätten mit Lettow-Vorbeck in Verbindung gestanden oder politische Beziehungen unterhalten, sprächen. Er erklärt, daß er diese von spartakistifcher Seite aufgestellten Be- hauptungen sich niemals zu eigen gemacht hat. _ Artur Z i ck l e r." GroßSeelln vom Kücheng artcn. .531« bebau« ich praktisch mein Laubenland?" Diesen Titel führt eine kleine, gut vorbereitete Ausstellung bei T i e tz am Alexanderplatz, vom Berliner chaucfrauenverein veranstaltet. Die Ausstellung ist deshalb sehr zeitig im Jahr, damit das Publikum die gesammelten Erfahrungen noch rechtzeitig in diesem Frühjahr verwenden kann. Lernbegierig« sollen durch Vorträge auf diesem Gebiet weitergebildet werden. Di« Ausstellung zeigt einige besonders hübsche Neuheiten, z. D. blühende Apselbäumchen in Kübeln, die schon Frücht« getragen haben, man sieht allerlei Spalierobst, das sehr prakt'sch an der chauswand gezogen ist, Aprikosenstämme, die über Beete geführt wurden, um Raum zu sparen. In Kästen sind die üblichen Balkonblumen pstlanzt, die für die einzelnen Jahreszeiten passen, vom Frühlings- �/>is Mütterchen geht es zu den sommerlichen Betunien und Geranien zu den Erikatöpfen des cherbstes und den Tännchen im Winter. Tomaten sind«ingepslanzt und Schlingvslanzen und im freien Land sind Erbsen und Tohnen sichtbar in den Boden gelegt. Daneben s ehen Bohnenstangen ausgerichtet: für Küchenbretter sind Kästen mit Sellerie, Schnittlauch und Petersilie eingerichtet. Der Lette-Verein hat einen Miniaturgarien eingesandt, der von Kindern hergestellt worden ist, es ist der Kindergarten, in dem die Kleinen pflanzen und jäten, gießen und ernten, von einer Lehrerin betreut, sehr sauber ausgeführt. Das„Rote Kreuz" schick!« einen ganz kleinen Mustergarten seiner Anstalt, ein Lanbenbesitzer stellte einen ganz einfachen Wursträucherapparat aus, den er selbst aus einer Blechbüchse und einer Holz'eist« Hergestell! hat, und der Berliner Hausfrauenverein zeigt einen praktischen Apparat, mit dcsten Hilfe .,-en aus Teig, der in den Apparat gefüllt wird, Teegebäck in '-'«istnform herstellen kann. An den Wänden des Ausstellungs- rrüä�s sind Dildertafeln angebracht, die über die brauchbarsten Fruchtsorten für Earien- und Laudenland müerrichian; die De- Pflanzung des Ausstellungsraumes hat!« die Firma Sväth-Baum- scbulenwcg übernommen. Die Ausstellung dauert bis zum Mai und ist täglich von 10— 6 Uhr zu besichtigen. De? Verkehr am 1. Vlak. Wir veröffentlichten geltern den Aufruf der Ortsverwaltung Berlin des Deutsche» Eisenbahner-Verbandes, der seine Mitglieder aufforderte, die Arbeit im Stadt-, Ring- und Vorortverkehr am Sonntag einzustellen und nur Fern- und Lebensmittelzüze ver- kehren zu lasten. Trotz dieses Befchüistcs ist damit zu rechnen, daß sich der Verkehr auf der Eisenbahn in normaler Weise ab- wickeln wird. Die Eisenbahn-Direktion Berlin hat dazu alle Vor- k'hrungen getroffen und wird darin von dem größten Teil der Beamten und der Rcichsgewcrkschaft deutscher Eisenbahnbeamtcn und Arbeiter unters ützt. Von Seiten des Eisenbahnpräsidenten wmde bei den Beratungen allerdings betont,„daß der Verkehr sofort eingestellt wird, wenn durch Fehlen der nötigsten Hilfskräfte sonstige nicht vorher zu übersehende Schwierigkeiten die Durch- MhNing unmöglich wird." Die Reichsgewerkschaft deutscher Eisen- behnbeamten gloubt, durch dl.'' Slktion erst vielen Arbeitern die Möglichkeit zur Teilnahme an der Maiseier zu geben und erwartet, daß die Arbeiterschaft ihre gute Absicht nicht durchkreuzt. proteskversamm!ung gegen die yokelschlic�ungen. Die zahlreichen Hotclverkäufe. die in den letzten Monaten in Berlin und im Reich erfolgt sind, hatten den Zentraloerband der Hotel-, Restaurant- und Cafe-Angestellten veranlaßt, gestern eine Protestoersammlung nach dem Lehoervereinshaus einzuberufen, um dagegen zu protestieren, daß, wie im Falle des Savoy-Hotels, Gast- ftätten von internationalem Ruf ihre Pforten schließen. Der Hauptredner, A u f h ä u s e r von der Afa, betrachtete die jünait erfolgten Schließungen großer Hotelbetriebe aus dem Ge- üchdVvinkel der internationalen Wirtschaftsloge und kritisierte die HaliÄa der Hotelbesitzer und der Behörden in außerordentlich scharfer Weise Die Unternehmer verkauften ihre Häuser nur des- bald weil sie aus ihnen nicht mehr so ungeheuerliche Profite heraus- ziehen könnten, als bis vor kurzer Zeit. In Berlin herrsche geradezu ein H o t e l s ch w u n d und dem Fremdenverkehr seien mehr als 1000 Betten entzoqen worden. Es gehe nicht an, daß man mit dem Berkehrsbedürf''is'der Rcichshauptstadt so Schindluder treibe, wie es jetzt der Fall fei— Roch schärfere Töne fand Bürde vom Zentral- verband.der Hotel-, Restaurant- und Caf6-Angestellten. Ws Vertreter des Landesarbeitsamts Berlin versprach Genoste Körsten. beim Reichsarbeitsminister dahin vorstellig zu werden. daß weitere Hotelschlichungen verhindert werden. Sollte das keinen ErfolU haben, so werde die SPD.-Fraktion im Reichstag eine Interpellation einbringen, um die Reichsbehörden auf die dem Fremden- verkehr drohenden Gefahren aufmerksam zu machen. Er selbst habe sich bemüht, die Schließung des Savop-Hotels zu verhindern, mußte jedoch feststellen, daß das Landesarbeitsamt nicht in der Lage war, die Stillegung zu verhindern. Seinem Empfinden nach erfreuten sich die Inhaber dieses Hotels des Schutzes höherer Personen.— Auch Genosse Stadtverordneter Schuldt versprach bei der Stadt- Verwaltung darauf hinzuwirken, daß man weitere Stillegungen ver- hindern werde. Zu stürmischen Auftritten und wüsten Schimpfereien kam es dann, als außer der von der Versammlungsleitung festgelegten Re- solution noch von einer kommunistischen Gruppe eine Ent- schließung eingebracht wurde, die außer dem gesamten Programm der VKPD. das Gelöbnis enthielt, die Gastwirtsangestellten würden sich mit aller Kraft für den Umsturz der jetzigen Gesellschaftsordnung einsetzen. Der Versammlungsleiter suchte einen Vermittlungsvor- schlag zu machen, die beiden Entschließungen zu vereinigen. Schließ« lich vergaß man vollständig den Zweck der Protestoersammlung und die politischen Auseinandersetzungen im Saal nahmen bald eine der- artige Schärfe an, daß der Versammlungsleiter kurzerhand die Ver- sammlung schloß, ohne daß man zu dem zweiten Punkt der Tages- ordnung„Protest gegen die Polizeistunde um 11 Uhr" Stellung ge- nommen hätte. » In der nächsten Zeit soll ein Teil des am Bahnhof Friedrich- straße gelegenen Elite-Hotels als Hotel garni wiedereröffnet werden. Das Hotel wurde Ende März stillgelegt, um als Bureaus Verwendung zu finden. Auf Weisung des Wohnungsamtes wurde jedoch zur Hebung der Schwierigkeiten bei der Unterbringung Aus- wärtiger bestimmt, daß ein Teil des Hauses weiterhin als Hotel Berwendung zu finden habe. Die Eröffnung wird in einigen Wochen erfolgen. Soweit möglich hat das frühere Hotelpersonal wieder Ber- wendung gefunden. Mm 1. Mai demonstrieren wir für das gleiche Recht aller Menschen und oller Völker, für den wirklichen Weltfrieden, für die weltumspannenden Ziele des internakionaleu Sozialismus. Sein Manu, keine 5rao fehlet hin sichtbaren Brandes Herr Zu werden. Der Dachstuhl konnte nicht mehr gerettet werden. Der Schaden ist ganz erheblich und trifft sowohl den Hauseigentümer wie die Mieter sehr empfindlich. Die Entstehung des Brandes war nicht aufzuklären. Das rrfte slödtiichc BElkskonzert des Blütbner-OrcheiterS brachte unter der Leitung von Selinar M e h r o w i d einen Wagner- Abend, der zufriedenstellend verlief.— Vielleicht hätte das Tempo bei dem »Einzug der Gäste- etivaS nwjiiger iein dürfen. Konzcrlineister Nikolaus L a m b i n o n enlzückte durch vorzüglichen Solovorirag. Die nächste Ver- anstaltung findet am Montag, dcnS.Mai. in den Germania- säten, Cbaussestr. 110— III, abends ß Uhr. stait. ES werden Werte von Mozart, Gluck, tändel, Weber, Mendelssobn, Bach und Liszt zum Vortrag gelangen. Als Solist wird Herr Got jried Zclandcr mitwirlen. Ter Bund zur Beihilfe der körperlich Behinderten, nach einem feinerVegräiider auch Otto-Perl-Bund genannt, nimmt sich besonders der jugendlichen Körpcrgebrcchlichen an. Diese finden dort sachgerechte Be- ratung in Ausbildung�- und BerusSsragen, ihrer löiperlichcn Bcbinderung angemessene Arbcilsvcrmiitlimg, im kameradschastlicheii Verkehr mit Gleich- artigen und Klciclistrcbendcn Ausmunlcrung und fördernde Fühturg iowie in den allmonailick staitfindenden Zusammenlünsien anregende, belehrende und srodsinnige Unterhaltung. Arbeiter. Samariker-V und, Kolonne Groß-Verlin E. v. Den Arbciter-Samaritern zur Kenntnis, daß für Sonntag, den 1. Mai, an- läßlich der Demonstrationen allgemeiner Dienst ange- ordnet worden ist Es ist Pflicht eines jeden Samariters, der Parole Folge zu leisten.___ Vortrage. Verelne und Verdamm verband Deutscher Händler, Orisverwalwng Berlin. Kollegen, schließt euch aw 1. Mai den Bcrsau>mlungen eurer Partei an. Begeht wllrdevoll und geschloffen den Arbeiterweltscicrtag Notrnf nach Polizei. Zum Schultz gegen Einbrecher wird für Berlin eine Einrichtung gep'ant, die ermöglichen soll, aus Wohnungen und Geschäftsräumen bei Gefahr jederzeit in we-nigen S-e künden die Polizei zu benachrichti- gen. Eine Aktiengesellschaft„Notruf", die unter Zustimmung des Ministeriums des Innern bereits einen Pertrag mit dem Polizei- Präsidium geschloffen hat, will die Anlage schaffen und für Zuver- lässigkeit des Petriebes sorgen, die Hilfeleistung aber bleibt natür- sich Aufgabe der Polizei. Die Teilnehmer werden gegen Miete an ein besondere» elektrisches Leitungsnetz ange- lch'offen, das mehrere Häuserblocks zu Bezirken zusammenfaßt und über die Bezirksmeldestellen selbsttätig den Notruf an die für den Stadtteil auf einer Pclizeiwache eingerichtete Haupimcldestelle weitergibt. Der Notruf wird nicht durch Telephon, son- dern durch einfachen Zug an einem Griff bewirkt, worauf an der ftouptmeldestelle eine diesem Teilnehmer zugewiesene Zahl sich im Morseapparat auszeichnet, aus der Straße, Haus- nummer und Wohnung mit Hjlfe eines Berzeichniffes rasch zu er- Mitteln ist. Von der Hauptmeldestelle wird dem Teilnehmer sofort ein Bestätigungssignal gegeben, bis zu deffen Eingang bei ihm höchstens 20 Sekunden, gerechnet von dem Notruf ab, ver- gehen sollen. Unverzüglich wird dann die Polizei, ausgerüstet mit einen Plan des Hauses und der Wobnung, auf Fahrrädern oder Autos sich in Bewegung setzen, um Hilfe zu bringen. Auch elek- trisch-automatische Sicherungen an Türen, Fenstern usw. können mit dem Leitungsnetz verbunden werden, so daß selbst in A b- Wesenheit des Wohnungsinhobers ein Notruf die Posizei alarmiert. Angeblich wird höchste Betrieb-stcherheit ge- währleistet sein und jede mutwillige oder zufSMge Störung in der l Leitung sich selbsttätig der Hauptmekdestelle mitteilen. Bei einer beute im Pnsizeiprästdium gebotenen Vorführung, zu der ein großer Kreis von Fachleuten— mit Ausnahme der Herren Einbrecher— geladen war, gelang jeder Notruf nach Wunsch. Eine Einrich- tung dieser Art besteht schon in Hamburg. Ein �alscHmünzer ans Damaskus. Ein internationaler Fälscher und Schwindler wurde gestern von der Berliner Kriminalpolizei zum zweiten Male festgenommen. Ein 137 Jahre alter Kaufmann Gabriel Rabbat aus Damaskus erfuhr vor einiger Zeit, daß ein Landsmann bei einer Berliner Großbank ein Guthaben von 80 000 M. inne hatte. Das Geld war ihm aus Beirut hierher überwiesen worden. Diese Summe reizte Rabbat, und er brachte es fertig, sich vollgültige Papiere auf den Namen des Eigentümers zu verschaffen. Mit Hilfe dieser Papiere erhob er zunächst 30 000 M. Bevor Rabbat dazu kam, weit-res Geld abzuheben, wurde bei der Abrechminq auf der Bank der Betrug entdeckt. Die Inspektion ES der Kriminalpolizei erm-ttelte den Schwindler und nahm ihn fest. Bor kurzem lief nun bier von der Staatsanwaltschaft in L u x e m b u r g ein telegraphischer Haftbefehl gcaen Rabbat ein. weil er dort gefälschte bolländische Guldennoten in den Verkehr gebracht hotte. Jetzt ergab sich, daß der von Luxemburg aus Gesuchte, den man hier bereits hinter Schloß und Riegel wähnte, unterdeffen die Frei- beit wieder erlangt hatte und noch den neuen Ermittlungen in Berlin wieder ein flottes Leben führte. Gestern gelang es Beamten der Streife V 1, seine Spur zu finden. Sie führte noch einem Post- amt am Kurfürstendomm, von dem Rabbat seine Drieffchaften abzu- holen pflegte. Die Beamten erwarteten ihn dort und nahmen ihn, als er am Arm einer Dame ersähen, von deren Seite weg fest und brachten ihn nach dem Pollzeipräffdium. Der Verhaftete wird nach Luxemberg gebracht werden._ Die Zwangsbewirkschafluvci für Pekrolenm wird ab 1. Mai d. I. aufgehoben. Lediglich über die aus dem Auslände einzu- führenden Gesamtmengen behält sich das Reich gegenüber den Ein- , fuhraesellschaftev noch die Korlrolle vor. Im üb- igen aber irnrb der Handel mit Petroleum am 1. Moi d. I. vollständig frei. Höchst- ' preise für Petroleum wenden von der Regierung nicht mehr fest- hgesetzt. Die Petroleuw-Importgesellschaften haben den Groß- ' hantzelsprels für Petroleum neuerdings um mehr als 1 M. pro Liter ermäßigt. Srohfeuer in Steglitz befchäffiat« gestern abermals die Steg- litzer und anderen benachbarten Wehren vier Stunden lang in der Lauenburqer Straße 4, nachdem erst am Tage vorher der Dachstuh! eines Hauses in derselben Straße total niedergebrannt war. Gestern stand der mächtige Dochstuhl des Eckhauses Lauenbnrger Strohe 4 und 4a und Pofchinger Straße an mehreren Stel- l e n in Flammen Diese hatten so reiche Nahrung gefunden, daß ; die Wehren von Steglitz und Schöneberg usw. stundenlang mit acht 1 Schlauchleitungen kräftig löschen mußten, um des gewaltigen, weit» Theater See Woche. Bom I. Mg» bis 8. Mai. vollsSLh«: L, 8. u, 8. Kapitän Braßbound« Bekehrung. 2. Da« Sät- chen van HcUbranu. 8. Nach Damaskus. 2. u. 8. Teil. 4. Amigone. 6. Wallsnliein» Tod. 7. Das Postamt. Die Komödie der Lrrungen.— Opern- hau«: 1. Mignon. 2. Bohime. 8. Salome. 4. Einfonie-Konzert. 8. Ariadn« aus Naxos. 6. Alba. 7. Bioleira. 8. Walküre.— Schaulpicihausi 1. Torquato Taffo. 2. Der Sturm, 3. Die Sterne. 4. Maria Magdalena. 8. Der «ronpriirz. 6. Fiesco. 7. Peer Gpnt. 8. Fiesco.— Trohes Schausplelhau»: 1. Danton. 2. bis ä., 7. u. 8. Ein Eommernachtstraum. 8. Der Kaufmann von Venedig.— Deutsche» Theater: 1. Woyzeck. 2. Cäsar und Kleopatra. 3. bis 8. Pottasch und Perlmutter.— Kammerspiele: 1. Di« Büchse der Paix» ' dora. 2. bis 8. Mesalliance.— Lessing. Theater: 1. Ein idealer Saite. 2. Ee» ' spcnster.— Theater in der SSniggrähcr Sirahe: Rugbii.— Deutsche» Opern- Haus: 1. Mignon. 2. Der Widerspenstigen ßähmung. 8. lindine. 4. Die Fledermaus, ö. Oberon. 8. La Trariaia. 7. Tannhäuser. 8. Die Huge- noiien.— Schiller. Theater: X., 8., 5. u. 7. 100 000 Taler. 2., 4. u. 6. Iettchen Sebert. 8. Ali-Heidelberg.— neue« Volls-Theater: l., 2., 8. u. 7. Rose Bernd. 8. Nora. 4. Jugend. 8. Jugendfreunde. Täglich. Tie Tribüne: Der Teufel.— Deutsche, KünsUer-Theater: Die selige Exzellenz.— Komädienhaus: Die Sache mit Lola.— Berliner Theater: Das Mllliaröen-Souper.— Kleine, Schaufvielhaa«! Reigen.— j Trianon-Theater: Rosen.— Residenz-Theaier: Das Primleg.— Feairal- ' Theater: Ilonka.— Theater in der Kommaudantenstrahe: Der oerjüngie Ado- ! lar.— Frsedrich-Wiihctmstädtische» Theater: Ihre Hoheit die Tänzerin.— Komisch« Oper: Alt-Heidelberg.— Lustipielhaus: Die spanische Flieg«.— , Metropol-Theater: Die blaue Mazur.— Neue» Operetteu-Theatcr: Der lachende 1 Ehrmann.— Thalia-Theater: Mascottchen.— Theater am Rollendo-fplag: ' Der Vetter aus Dingsda.— Theater des Westens: Morgen wieder lustikl— i Elerr.es Thea er: Nur ein Traum— Sfluitcr Täea'er: Der'Unurn vorn«'wch— j Walhalla-Tbealer: Die Echcidunasreife.— Rosc-Thcater: Rur nicht drängeln. i— Kasino. Theater: Bollrich und Sohn.— Lnisen-Theater: Muttersegen.— ! Volksbühne Rordent 2, 8. u. 8. Der Weibsteufel. Reihe 8, 7 u. 8.— Folie» ; Eaprice: Ter keusche Joseph. Sein Modell. Am Badestrand.— AdmiraU- i palast: 8., 5., 7. Abrakadabra. 2., 4.. 6 Die roten Schuhe. Rachmittagsvirstellungen. Volksbühne: 1. Das Postamt. : Die Komödie der Irrungen. 8. u. 8. Waüensteins Tod.— Schauspielhaus! 8. UVH lUjc: WuhItütigkeits-Matinc-e: 21; Uhr: Die Despenster.— Trohe« Schauspielhaus: l. Danton.— Deutsches Theater: 1. Tage unseres Lebens. (Russisches Eostsptel.) 8. Kabale und Liebe.— Kammerspicle: l. Der Weibs» teufel.— Theater in der Königgrätzer Straffe: 1. Salome. S. Rausch.— Deutsche» Opernhaus: l. u. 8. Kosfwai us Erzählungen, s. Die Fledermaus. 8. Aleffandro Strodella.— Schiller-Tdeaier: 1. u. 8. Der Meineidbauer.— Reue» Polrs-Theater: 1., 8. u. 8. Jugendfreunde.— Komädienhaus: l. u. 8. Die Sache mit Lola.— Berltuer Tlnoter: 1. u. 8. Der letzte Wal, er.— Trianon-Theater: l. u. 8. Rosen.— Rcfldeuz.Theater: l. u. 8. Lady Winder. meres Fächer.— Komisch« Oper: l. Der Nardier von Sevilla.— Theater am Nollendorwlati: l., 8. u. 8. Wenn Liebe erwacht. 4., 8. u. 7. Der Trouba. dtrnt.— Theater de» Wellen»: 8. tu 8. Der Raub der Eabinerinnen.— Kleine» Theater: 1. u. 8. Casanovas Sohn.— Kestuo-Theater: 1. u. 8. Höllenqualen.— Lnisen-Theater: 8. Rumpelstilzchen. GewLrFschQstsbewsguiig Nur bis 30. �unH Wir berichteten am Donnerstag, daß die Wtntersätze der Arbeits- losenuntcrstützung auch über den' 30. Aprst hinaus weiterbezahlt werden sollen. Dem„Telunion-Sachsendtenst" wird dazu von„zu- ständiger Stelle" mitgeteilt, daß die Wtntersätze nur bis zum 30. Juni dieses Jahres gezahlt werden. Wir konnten eine Bestätigung dieser Meldung nicht erhalten, bemerken ober schon jetzt, daß uns dieser Beschluß sehr befremdet. Alles deutet darauf hin, daß die Arbeitslosigkeit in den kommenden Wdchen sehr stark zunehmen wird. Angesichts der trostlosen Aussichten, die sich für die nächste Zukunft unseres Mrtschaftslebens eröffnen, erscheint uns diese Maßnahme m'indestens sehr voreilig. Drohender Streik der Handelsangestellten. In einer Versammlung von Funktionären der dem Zentral- verband angehörenden Handelsangestellten am Freitag erstattete B u b l i tz Bericht über die bisherigen Verhandltingen ver dem Schlichtungsausschuß und mit den Vertretern der Arbeitgeber. Er faßte seine Ausführungen dahin zusammen, daß es trotz aller Be- muhungcn der Anaeftclltenvcrtreier nicht gelungen sei, eine Eini- gung in der Lohnsrage zu erreichen. Man habe es gewagt, eine Erhöhung von LÄ bis 3 P r oz. anzubieten, Angestellte unter 20 Iahren sollen keine Zulage erhalten. Es sei aber un- möglich, auf ein so winziges Angebot einzugehen. Wir haben eine Gehaltserhöhung von etwa 20 bis 22 Proz. gefordert. Mvn glaubt nicht, daß wir den Kampf aufnehmen wollen, es wird sich aber dieser Glaube als ein irriger erweisen. Wir erwarten nichts mehr von werteren BerhandUingen, sondern nur noch von unserer wirtschaftlichen Kraft. Es muß nun am Sonn» abend(heute) die?ibstimmung in den Betrieben erfolgen und am Montag um 7Vj Uhr abends soll eventuell im Lustgarten die Proklamierung des Streiks im Einzelhandel erfolgen, der sich auf etwa 80 000 Angestellte erstrecken wird. Redner forderte zum einmütigen treuen Zusammenhalten auf, dann werde der Erfolg nicht ausbleiben.(Stürmischer Beifall.) In der folgenden Aussprache träte» alle Redner f ü r d i e A u f- nähme des Kampfes und dafür ein, alle Borbereitungen für den Streik zu treffen. Auch für die Aufklärung des Publikums müffe in ausreichender Weise Sorge getragen werden, zumal man durch Desavouierungen und D skreditierungen gewiß versuchen werde, irreleitend aus das Publikum einzuwirken. I a k o b o w i tz machte bekannt, daß die Kollegen und Kolleginnen, denen die Forderungen bewilligt würden, die Zulage an die Streikleitung abzuführen hätten._ Streikschlust in Breslau. Dreslau. 30. April.(Eig. Drahtbericht des„Dar w.".) Der Angestelltenstreik in der Breslauer Metallindustrie wurde gestern abend durch Annahme eines Vermittlungsvor- schlag» seitens der Angestellten beigelegt. Die Gast- und Safs«hausaugejtellien Salzburgs sind wegen Lohnforderungen in den Streik getreten. Die Gast. wirte und Kaffeehausbesitzer haben ihre Betriebe geschlossen. Ter englische Bergarbeiterstreit. Nach den letzten Meldungen aus England hat sich die Streit- liuje aufs neue verschärft. Die Streikenden haben den Vor schlag der Regierung, die bereit war. pro Jahr einen Zu» Ichub von 30 Millionen Pfund ,u leisten, abgelehnt. Da» durch sind olle Verhandlungen beendet. Die Bergarbeiterführer haben London bereits verlassen und sich in die Bezirke begeben, vor Anfang der nächsten Woche dürfte es nicht zu neuen Verhandlungen kommen. Die Bergwerksbesitzer hotten für die nächsten vier Monate auf alle Gewinne verzichtet. Diese sollten einem Pool übertragen werden, der sich in 5)änden der Regierung befindet. Nach den Meldungen bürgerlicher Blätter Ist die Herabsetzung der Löhne durch die letzten Angebote der Regierung und der Berg- Werksbesitzer so weit reduziert worden, daß zwischen ihnen und den Forderungen der Arbeiter v.tr noch ein Unterschied von einem Schilling besteht. Die Bergarbeiter haben also nach diesen Meldungen sehr bedeutende Erfolge zu oerzeichnen, da die Regierung es zu Ansang der Verhandlungen rundweg ab- gelehnt hatte, staatliche Zuschüsse zu den Löhnen zu zahlen und die Differenz zwischen den Forderungen der Bergleute und dem Angebot der Lergwerksbesitzer 4 Schilling betrug. Es wird verschiedentlich gemeldet, daß in einzelnen Streikge- bieten große Neigung herrscht, zur Arbeit zurückzukehren. In I p s w i ch haben die Dockarbeiter sich geweigert, belgische Kohle zu entladen. Der Koblekontrolleur ließ die Ladungen durch Nichtorganisierte Arbeiter löschen, worauf die Dockarbeiter i n d e n Ausstand traten. Reuter meldet, daß der Ausstand der Berg- arbeiter dem englischen Schatz bereits einen Verlust von S�b Millionen Pfund Sterling gebracht hat. Veronlw. für den redcilt. Teil' Dr. Werner veiier. Tbarlottendur-c N-r«i�eisen- Td. Glocke, Berlin. Verlag: VorwSrts-Veriag G.m.b.H.. Verl'.n. Dru�: Bor- wärls'BuckU'rllckerel u Verlaasanilalt Baul Singer u. Co.. Berlin Lindenktr. Z Geschäffchaiis rar GclcgenheUskänle 29-30 vorm. Warenhaus laserslein Ecke Eykesir. 46 Grofec Neu �Eingänge! Enorme Posten Kleiderstoffe, Kostiimstoffe, fabelhaft billig Ein Posten Gabardine Wir sind in der Lage, durch Ankauf von ganzerv Lagerbeständen Ihnen Waren zu bieten, die noch vor kurzer Zeit einen unerschwinglichen Preis hatten, ohne jede Rücksicht darauf teilweise m zur Haine desselben zu verkaufen. 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