Kr.SS5 ckZS.�ahrgMg Ausgabe tk Nr. 105 Bezugspreis: Dinteljährl. 30.— M.. moaatl. 10,— 9L frei w» Saus, voraus zahlbar. Postbezug! Monatlich 10,— M.,«wschl, Au- ilellungsgebühr. Unter Kreuzband für «Deutschland, Danzig, das Saar- und Memelgebiet, Ivwte die ehemals beut- >chen Gebiete Polens, Oesterreich. Ungarn und Luxemburg 20,— M., für das übrige Ausland 27.— M. Post- bestellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tscheche- Slowalei, Däne- marl. Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Der.Vorwärts" mit der Sonntags- bei läge»Pott und Aeit", der Unterhaltungsbeilage„SeüntDcir und der Beilage.Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal. Sonn- tags und Montags einmal. Telegramm» Adresse: �S»jiold«molrat Berlin" Sonntags-Ausgabe Derlinev Volksbleltt 40 Pfenn'a � Llnzeigcnvretö, Dt« achtgeipaltene Nonvarelllezekle' lostet dchv 2!.Steine Unzetgrie" da, lettgedrurit, Don l.bo 2l«zu- lässig zwei lettgcdrucli» Wortes, led», weiler» Dort l,- M, SteUengeluch, und Echlasstellenanzeigen das erst» Wart I.— M. ledc» weitere War» 6ti Psg, Wort» übet 15 Buchstabe» zählen für zwei Worte ffaiuilien-Au- zeigen für Abonnenten Aeile 3,--JPi. Die Preise oerstehen sich einschließlich Teuerungsiulchlag A»zetgen spr die nächste Nummer müssen bis» Uhr nachmittag» tm hauotgelchast. Berlin EW W, Li»»?»- straße 3, abgegeben werden. Geäsiuet von S Uhr früh bis ö Uhr abends. Zcntvalorgan der rozialckmokrati feheti parte: Deutfchlands Rcöcftion und Expedition: SW b8, Linöenstr. Z Ncriisvrechcr: Zlmt Mortisvla«, Nr. 131 SO— lSI V7 Sonntag, den 1» Mai 1921 vorwärts-verlag G.m.d. H.. Sw öS, Linöenstr. Z Fernsprecher: Amt Mortypiatz, Nr. 117»�— S4 mm»»III M\n■Ulli IIIMI—IUI.................................. ein Der 1. Mai, den wir beute zum zweiuirddreißigsten Mate festlich begehen, ist ein Kinc> der Zweiten Internatio- nale.-Die Erste, die noch von Karl Marx selbst begründet wurde, war durch das putschistische Treiben des russischen Re- volutionsphantasken Bakunin und seiner Gesinnungsgenosien von innen zusammengebrochen: auf dem Pariser Internatio- nnlen Sozialistenkongreß vollendete sich dann der Zusammen- schluß zur Zweiten Internationale, die ihren welllimfassenden Ausdruck in dem Beschlutz fand, den 1. Mai in allen Ländern als Tag der Kundgebung für internationalen Ar- b e i t e r s ch u tz festlich zu begeben. Der Sozialistenkongretz van 1893 erweiterte die Bedeuning de's Moitaqs zu einer Kundgebung für den Weltfrieden, als dessen Hüter sich das sozialistisch bewußte internationale Proletariat seit- dem fühlte. Die weitere Entwicklung des 1- Mai schildern, hieße dreißig Jahre Weltgeschichte schreiben. Wir wissen heute, daß der Wall, den die sozialistischen Arbeiter in begeistertem Zukunftsglouben gegen die zerstörenden Kräfte der Ber- gangercheit ausgerichtet Hoven, sich als viel zu schwach erwies und daß er beim ersten Anprall zerbrach. Wir wissen, daß rn Mcnfchcnaltcr sozialistischer Arbeit nicht genügte, um den �deg auszurotten, der in der Weit gewesen ist, soweit mensch- iiches Erinnern zurückreicht. Der Maigedonke hat den Krieg nicht getötet. Wer aber da« Verhältnis der miteinander ringenden Kräfte mißt, de? wird mit Genugtuung feststellen, daß auch der Krieg den M a i g e d a n k o n n i ch t g e t ö t e t h a t. Er hat den Mai- gedonken nicht geiltet und'nicht den internationalen Sozialis- mus und auch nicht die Zweite Internationale. Gerade diese' bewies, indem sie dem schwersten Ansturm van rechts und links standhielt, ihre unverwüstliche Lebenskraft, und bei ibr ruht mich heute all unsere Hoffnung auf eine bessere Zukunft. An diesem 1, Mai versammeln sicki die Sieger des Welt» , um über das Schicksal des besiegten Deutschland zu Iteu. Da sie die Macht in Händen haben, bängt von ibrem ■rclir ober weniger üblen Willen mcbr objals von unserem guten. Bon England her mehren sich die Stimmen der Be- sonnenheit, und es zeigt sich, daß das Unbehagen vor einem weiteren militärischen Vordringen Frank- re i ch s dort doch größer ist, als man bisher ans divlomati- fchsn Gründen erkennen ließ. Die gigantischen Pläne der Pariser strategischen Genies, das wehrlose Deutschland von drei Seiten umfassend anzugreifen, scheinen erledigt zu sein, und es handelt sich wahrhaftig„nur" neck» um die Frage, ob die Eroberersaust in den nächsten Togen aus das Ruhrrcvier herabsausen oder ob noch Zeit gelassen werden soll, den Kon« fiikt zu einer schiedlichen Lösung zu bringen. Die Amsterdamer Gewerkschaftsinter- n a t i o n a l e hat in einer Kundgebung, die wir weiter unten wiedergeben, die deutschen Borschtäge für eine geeignete Per- hondlungsgrnndloge erklärt und gegen neue Gewalttaten ihre warnende Stimme erhoben. Unter solchen Umständen kann eine kluge und feste Führung für das deutsche Volk von unschätzbarem Nutzen '.ein. Ob sie vorhanden ist, sc! heute nicht weiter untersucht, Va das Spiel— ein Spiel mit hohem Einsatz!— noch nicht zu Endl� ist und Uebereinstimmung darüber besteht, daß ein Ne- gierungswechsel unter den gegenwärtigen Umständen nichts besser machen, sondern nur vieles verderben könnte. Darum hat auch der Reichspräsident das unzeitgemäße Abschiedsgesuch dos Ministers des Äeußeren Dr. Simons abgelehnt. Kein 1, Mai war für Deutschland ein schlimmerer Sorgen- toa, keiner bedrohte ganz Europa mit schwererem Verhängnis. Aber das ist für uns nur ein Grund, nicht die Köpfe hängen zu lasien, sondern die Stirnen höher zu heben in dem Bewußt- sein: Die West braucht die Verwirklichung der Gedanken, für die wir am 1. Mai demonstrieren, sie braucht sie. um leben zu können. Um leben zu können, braucht sie inner- halb der Grenzen und über sie hinaus dieEinigkeitder Arbeiter, für die wir kämpfen und deren Symbol dieser Mqitag ist. ffÄfruf öer Gewerkscbasts- internationale. c o n d o n, 30. April. bürgerliche Politiker ans die Ohnmacht der sozialistischen Jntcr- , nationale hin: nur in der engen nationalen Gemeinschaft aller j Klassen jeden Landes sei die Wohlfahrt des Volksganzen zu cr- , reichen. Die Internationale' sei tot, sie sei gestorben an ihrer inneren Unmöglichkeit. Welch gründlicher Irrtum! Die Internationale konnte den Krieg nicht verhindern, sie konnte».den Frieden, der die Freundschoft mit den Naelzbaroölkern ermöglich t", nicht erreichen— aber kaum verstummte der Mund der Kanonen, als sie in Er- kenntnis der Solidarität der wirtschaftlichen Interessen der ! Arbeiterklasse zunächst zaghaft, dann immer stärker ihre I Stimme erhob. Seit dem Jahre 1918 war es nicht möglich. � die internationalen Beziehungen der Kunst, der Wissenschaft i zueinander wiederherzustellen. Alle darauf gerichteren Be- ! mühungen scheiterten an der diese Kreise noch immer beHerr- � sehenden chauvinistischen Verhetzung. Die Zahl der internotio- ! nalen Arbeiterkonfcrenzen ober war nie größer als im verflossenen Jahre. Internationale Fach- und Berufs- tagungen. allgemeine Gewerkschaftskongresse, zahlreiche Kon- serenzen und Kongresse der sozialistischen Internationale, die ein immer stärkeres Ueberwinden der ursprünglich noch vor- handenen Spw einmütigen Die Arbeiter haben' erkannt, daß ihr« Interessen nicht parallel der Ländergrenzen laufen, sondern sie schneiden. Nur dadurch sind sie zu so reger und politischer Arbeit be- | fähigt gewesen, wie sie in den letzten Tagen beispielsweise von ider Amsterdamer Gewe'rkschaftsinternatio- na l e geleistet wurde. Trotz ihrer polttischen Neutralität in den einzelnen Ländern hat die Internationale der Gewcrk- schoften die weltpolitische Bühne betreten und ist auf ihr zu einem Faktor gewordenn, dessen Bedeutung für manchen heule yoch nicht in seinem vollen Umfange erkennbar sein mag, der aber steigen und nicht mehr von ihr verschwinden wird. Die Gewerkschaften sind die Träger der größten sozialen Revolution, die die Welt je gesehen, und bringen international den politischen Einfluß der Produzenten um so stärker zum Ausdruck, als die Zerrissenheit der sozialistischen Internationale diesen schwächt und behindert. Am 1. Mai bricht ein dunkles Schicksal über Deutschland herein. Die Staatsmänner der Welt, die den Krieg nicht vor der völligen wirtschaftlichen Anarchie Europas zu enden vermochten, haben sich außerstande gezeigt, einen wirklichen Frieden zu schaffen. Sie finden aus dieser Sackgasse nicht heraus und kenneu nur ein Mittel: die Gewalt. Allein die Arbeiter erheben heute in Frankreich ihre Stimme gegen die vorbereitete Mobilmachung. Die englische Arbeiterklasse führt einen entschlossenen Kampf gegen das System politischer Unfähigkeit und wirtschaftlicher Borniertheit, das in den Sanktionen gegen Deutschland zum Ausdruck kommt. Sie hat am eigenen Leibe erkannt, daß die Deutschland auferlegten Zwongslieferungen sich auch gegen die Arbeiter ihres eigenen Landes richten, denn die deutschen Bergarbeiter wurden zu Ueberjchichten gezwungen, um die Produktion in einem Maße zu steigern, dos die englischen Bergarbeiter arbeitslos macht und zum Hungern zwingt. Die Internationale der Arbeit bat in Amsterdam- die Wege gewiesen, auf denen die kapitalistischen Regierungen zum Ausgleich und zum Aufbau des zertrümmerten Europa ge- langen könnten. Auf getrennten Tagungen kamen die Zweite Internationole, der Internationale Gewerkschaftsbund und die Wiener Arbeitsgemeinschaft zu gleichem Ergebnis. Sie fon- den den Weg, weil sie frei waren von gegenseitigem Haß und heiße Liebe zu den aus unzähligeil Wunden blutenden Bölkern sie erfüllte. Die Lenker der Staaten aber gehen mit Scheuklappen durch die Welt. Sie sehen nicht, wie sie selbst sich zum Toten- gräber der Wirtschaftsform machen, die sie verewigen möchten. Sie sehen wie hypnotisiert aus die Schwertspitze Fochs und glauben der Entwicklung mit Gewalt andere Wege weisen zu können. Gewalt ist unproduktiv. Sie zerstört, aber sie i ist keine auftauende Kraft. Der Auftau der zertrümmerte« Wirtschaft aber ist es, nach dem die Menschheit sich sehnt, der notwendig ist, wenn sie überhaupt leben soll. Die Sozialisten und Arbeiter Europas sind dabei, den Haß zu begraben, der sie jahrelang voneinander trennte. Die am schwersten im Kriege gelitten, erkennen die Notwendigkeit der gemeinsamen Arbeit zum gemeinsamen Aufstieg, sie sehen den Weg, sie kennen das Ziel: dieWirtschastsgemein- fchaft'der Völker Europas. Fürwahr, brächte der 1, Mai statt des nacksen K r i e g s z u st a n d e s als Frucht zweijähriger Verhandlungen auf diesem Wege zunächst nur ein einheitlich deutsch- französisches Wirtschaftsgebiet, er schlöffe die Energien beider Länder zusammen, sicherte Frankreich den Aufbau der zerstörten Gebiete und der Welt den Frieden. Der Weg für die Abrüstung wäre frei, ungeheure Mittel für die wirtschaftliche und kulturelle Wiederaufforstung Europas wären gewonnen. Aber diese Lösung der unendlichen Schwierigkeiten ist zu einfach, als daß die zünftigen Staatsmänner Europas darauf verfielen, und so verlängern sie die Warte- und Leidenszeit ihrer gequälten Völker, bis diese gezwungen sind, sich ihrer zu entledigen und die Leitung ihrer Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Der 1. Mai 1921 stellt die Internationale vor neue Auf- gaben, deren schwerste die ist, dem gesunden Menschenverstand zum Siege zu verhelfen. Europa steht in Gefahr, in den Ab- grund zu stürzen. Es ist die Ausgabe der Internationale, durch ein tatkräftiges Eingreifen jede Abenteurerpolitik zu ver- hindern, das neu erwachte Solidaritätsgcfühl der Arbeiter- klaffe lebendig zu erhalten im Interesse des Friedens und um der Zukunft der Menschheit willen. Veutschnationale öanüiten. Zu Mecklenburg hat sich die Arbeitsgemeinschaft Zi o ß b a ch niedergelassen, die angeblich die ehemaligen Soldaten des Meutcrerdetachements oersorgen. In Wirklichkeit eine gelbe Schutzgarde der Großgrundbesitzer und«ine gegenrevo« iutionäre Stoßtrupporganisation bilden soll. Die Ausnahmebedingungen dieser Arbeitsgemeinschaft spotten jeder Be- schreibung, jeder neu Aufzunehmende muß ein umständliches Ge- iäbnis über deutschnationale Gesinnung ablegen und sich zu einem ans Sklavische grenzenden Gehorsam gegen Führer und Arbeitgeber verpflichten. Wozu nun die Gesellschast der als Landarbeiter maskierten Söldner verwendet wird, zeig! folgender Bericht der .Freiheit": � Am letzten Sonntag drangen aus der Insel Poel unter der .Führung des Leutnants Bender etwa 40 Mann in eine Gast- ivirtlchaft ein, wobei sie die Fenster einschlugen, dann raubten sie das Lokal aus, verprügelten den Wirt, stahlen«ine Ziehharmonika und zogen mit Gesang und Spiel: „Deutschland, Deutschland über alles" nach Kirchdorf. Dort schlügen sie einen Arbeiter so lange, bis er bewußt- lös zusammenbrach. Andere Arbeiter wurden aus den Betten geholt und, nur mit dem Hemd bekleidet, auf die Straßen geschleift. Don hier begab sich die Bande nach Kaltenhof, wo ebenfalls wieder Fenster zer- trümmert, in die Wohnungen eingebrochen und Guts- . arbeiter halbtot geschlagen wurden. Der Nachtwächter Trost in Kirchdorf wurde ebenfalls bewußtlos ge- schlagen. Das alles geschah unter der Führung von Offizieren und von Gutssekretären zu dem Zweck, an den sozialistischen Land- arheilern Rache zu nehmen. Bock der Swatsanryaltschaft tn Schwerin sind Leutnant Bender, Gutssekrelar Bothe und eine Anzahl der übrigen Strolche verhaftet worden. Man wird ja nun die Vergleichs- Möglichkeit haben, ob die Justiz diese deutschnationalen Exzesie mit demselben Maßstab mißt, wie die kommunistischen Exzesie in Mitteldeutschland. Qualitativ besteht nicht der geringste Unterschied zwischen beiden. Das Treiben dieser ausgesproche- neu Gegenrevoiutionäre sollte aber den Deutschnationalcn kräftigst imter die Nase gehotten werden, wenn sie wieder einmal die ge- steigerte Unsicherheit als eine Folge der Ausbreitung sozio- l i st f s ch e n Geistes hinzustellen suchen. tseitnkehrlager wünsüorf. Bon zuständiger Stelle wird uns geschrieben: 'Vor einigen Tagen lief eine Mittsstüng durch die Prcsie, wonach im Flüchtlingslager Wilnsdorf eine Zusammenrottung der Flucht- linge stattgefunden habe, die dringend forderten, nach Rußland transportiert zu werden, und zwar wurde die Bewegung zurück- geführt auf ein Eingreifen des Vertreters der hiesigen Sowjet- regierung, Herrn Victor Kopp. Es haben mittlerweile in Wünsdorf genau« Erhebungen stattgefunden, die zu folgender Feststellung führten: In Wünsdorf sind in der Hauptsache Deutsch« untergebracht, die früher in Rußland gewohnt haben und durch die kriegerischen Ereignisse von dort vertrieben worden sind. Sie haben zum Teil den Wunsch, sobald wieder einigermaßen geregelte Verhältnisie in Rußland eingetreten sind, dorthin zurückzukehren. Deutsch- land hat natürlich gar keinen Anlaß, sie in dieser Absicht zu hindern. Vor einiger Zeit begaben sich einige FUichllinge nach dem Reichswanderungsamt, Berlin, um dort ihren Wunsch auf Rückbeförderung nach Rußland anzubringen. Das Reichs- wanderungsamt schickte diese Leute nun zum russischen Ge- fangenenbureau, wo man offenbar der Meinung war, Leute vor sich zu haben, deren staatsrechtliche Zugehörigkeit nicht feststehe. Es ist ihnen aber sofort erklärt worden, daß vorläufig von einer Rückkehr nach Rußland keine Rede sein könne. Die Angehörigen der Roten Armee werden nun in diesen Tagen nach' Rußland abtransportiert und die Flüchtlinge, die die Absicht haben, wieder nach Rußland zurückzukehren, waren der Mei- nung, daß sie mit diesem Transport mitgenommen werden müßten und daß nur die deutsche Regierung den Rück» transport verhindere. Eine Aussprache mtt den Flüchlingen hat zu einer re st losen Ausklärung geführt, die um so mehr er- leichtert wurde, als das hiesige russische Gefangenen. b vre au ausdrücklich erklärt hat, daß vorläufig von einer Rück- kehr nach Rußland absolut keine Rede sein könne. Es erscheint jedoch erforderlich, um gewissen �Treibereien die Spitze abzubrechen, festzustellen, daß Herr Victor Kopp in der ganzen Angelegenheit in keiner Weise beleillgi war. 9er Ueberfal! auf Gen. Ammer vor Gericht. AuS Moers meldet uns ein eigener Bericht: Bekanntlich wurde unser Genosse Peter Zimmer(Bezirksleiter des Bergarbeiterverbandes) am 81. März von einer Anzahl K o m m u n i st e n in feiner Wohnung überfallen und schwer mißhandelt. Das Schwurgericht in Cleve verhandelte am 28. April gegen zwei der Deteiligien. ES waren die Arbeiter H l a ch und Plitt. Beide waren wegen schweren Landfriedens- b r u ch e S angeklagt. Hlach erhielt ein Jahr und fech» Monake Zuchlhau», ferner sprach daS Gericht Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre aus, Plitt kam mit einem Zahre Ge- ftingni» ab. Insgesamt sind noch über 20 an dem Ueberfall beteiligte Personen in Hakt, die jedenfalls in der nächsten Schwur- gerichtsperiode sich wegen LandfriedenSbrucheS verantworten werden. AuS dem Prozeß ist noch folgendes hervorzuheben: Der Staatsanwalt stellte ausdrücklich fest, daß die amtlichen B�- Hörden infolge der Unruhen gezwungen waren, die B e- fatzungSbehörden anzurufen, wenn die Ruhe wieder ein- treten sollte. Hiermit ist die lügnerische Ausrede der DSncldorfer kommunistischen„Freiheit" und des Abg. Franken lstümm.), Ge-, nosie Zimmer hätte die BesatzuagSbehörVe angerufen, voll- ständig widerlegt worden. Die vorläufige Erhebung der Einkommensteuer. Das Reichs« finanzministerium erläßt eine Verordnung, wonach die Steuer- Pflichtigen bis zum Empsang des Steuerbescheides diejenige Ein- kommensteuer für das neue, am 1. April dieses Jahres beginnende Rechnungsjahr zu zahlen haben, die im Rechnungsjahr 1920 zu zahlen war. Diese Verordnung berührt offenbar Lohnempfänger, die dem Steuerabzug unterliegen nur dann, wenn ihre Steuerpflicht schon nach der letzten Veranlagung größer� war als der erfolgte Steuerabzug, und betrifft in der Haupf dem Lohnabzug unterliegen. Kunögebung für Tirol. Dem Ruf des österreichisch-deutfchen Dolksbundes war gestern abend eine überaus zahlreiche Hörerschaft in den Marmorsaal des Zoologischen Gartens gefolgt. Reichstagspräsident Cothe, der zugleich Vorsitzender dieses Volksbundes ist, hatte a» Nachmtttag zahl- reiche Vertreter der deutschen Politik. Wirtschaft und OeffenUichkeit mit den Tiroler Abgeordnetz» Dr. Stumpf und Skeidle zusammen- gebrocht. Der Reichstagspräsident feierte in markiger Eröffnungs- rede den fast einstimmig geäußerten Willen Tirols, zum Reich zurück- zukehren. Otto Sommer st orf vom Schauspielhaus sprach einen schwungvollen Prolog Hermann Kienzels. Bei den Reden der beiden Tiroler Abgeordneten, die der christlichsoziolen Partei angehören, mußte man stellenweise lebhaft bedauern, daß der gleichfalls als Redner in Aussicht genommene sozialdemokratisch« Vizebürgermeister von Innsbruck, Genosse Rapoldi, an der Reise verhindert war. So müssen wir dagegen protestieren, daß Herr Steidle nicht nur abfällige Redensarten über das unglückselige Wien gebrauchte, sondern sich sogar zu der Behauptung verstieg, im Gegensatz zu den anderen Nationalen Oesterreichs hätten bei der Kala- strophe die Deutschösterreicher nicht gewußt, wohin sie gehörten. Be- kanntlich lautete der' erste Beschluß der vorläufigen deutschöster- reichischen Nationaloersammlung, der auf Antrag unseres unvergeßlichen Viktor Adler einstimmig gefaßt wurde:„Deutsch- äst erreich ist-in Glied der deutschen Republik". Es folgten noch Ansprachen des Oberbürgermeisters Doeß und zweier Reichstagsabgeördneten der Rechten, worauf einstimmig eine Entschließung angenommen wurde, die darin ausklingt, daß, wenn heute das deutsche Volk im Reiche zur Abstimmung schritte, sein Votum so einhellig wie das Tirols lauten würde: Wir wollen eins sein mit euch! Auch diese Versammlung war wiederum eine ein- drucksvolle Kundgebung für die Vereinigung mit Deutschösterreich. » Reichstagspräsident Genosse Loebe ist gestern abend in das besetzte Gebiet abgereist, um dort in einer Anzahl Versammlungen zu sprechen. Unzufriedenheit in Italien. Rom. 30. April.(„Frks. Ztg.") Mehrere römische Blätter, nn- die„E p o c a", und insbesondere der katholische„Corriere d'Italia", der sich neuerdings zu einem scharfen an�deutsche-r Organ entwickelt hat, benutzen die Volksabstimmung in Xtre! zit heftigen Angriffen gegen Deutschland. Die beiden ge- nannten Zeitungen führen das ganze Plebiszit auf reichsdeutsme Einflüsse, auch solche amtlicher Natur, zurück und verweisen dabei vornehmlich auf die Ansprache des Reichstagsprästdenten L ö b e. Sie erklären auch drohen!), daß die Tiroler Agitation wegen ihrer Wirkung auf Siidtir.ol die deutsch-italiettisch-n Beziehungen gc- rade in der jetzigen Weltkrise unmittelbar ungünstig beeinflussen müsse. Der„Corriere d'Italia" für seinen Teil hetzt in diesem Zu- sammenhange gegen den Generalgouverneur Crodara wegen dessen angeblicher Übergroßer Rücksicht gegen die Südtiro.'er Deutschen. Der 5kurw auf das Reichskagsgebäude vom 13. Januar 1910 hatte gestern ein Nachspiel vor der 3. Strafkammer des Lano- gerichts I. Unter der Anklage, an den damaligen Gewalttätigkeiten teilgenommen zu haben, stand der Schlosser Karl Sorge vor der Strafkammer. Die Anklage hat er selbst durch S ch w a tz h a t t' g- keit verschuldet. In dem Hause seiner Wirtin wohnte emFlrn- � nachbar, von dem der Angeklagte nicht wußte, daß er Polizei-e beamter war. Diesem erzählte er, daß er bei den Vorgängen o�r dem Reichstagsgebäude hervorragend beteiligt geivefM' sei. auf der Rampe gestandeki und sich an den Exzesien beteilig! habe. Dar Gericht bestritt der Angeklagte jede Schuld. Was er dem V«, lastungszeugen erzählt habe, habe er ganz willkürlich geschildert, da er merkte, daß dieser recht viel über seine Heldentaten hören wollte. Das Gericht hielt den Angeklagten zwar für verdächtig, seine Schuld aber nicht für erwiesen und verurteilt« ihn nur wegen unbefugten Waffentragens zu 1 MonatGefängnis. welche Siraje durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde. Richtigstellung. In unserer gestrigen Nachmittagsousgabe war infolge eines Versehens der Oberpräsident von Pommern. Herr Lippmann, als Sozialdemokrat bezeichnet. Er ist bürger- c Steuerpflichtige, die nicht licher Demotrat, was in Pommern bereits genügt, um die I Wut der agrarischen Fronde auf sich zu ziehen. Maiziel. Von Hans W�thmann. Kv Harke Winter hielt die eisigen Hände jjber das Cond und schlug es unerbittlich kahl. Er fing das Licht, er riß den warmen Sonnenstrahl vom himmeisbogen fort und und warf ins arme Tal Krankheit und Rot und Elend ohne Zahl und Ende. O ungestüme Frühlingssehnjucht auf der weiten Erde' O« Flamme, allen Menschen aller Länder gleich vertrau!! Glücksdnrst und Freiheilswille und du süßer Laut der brüderlichen Liebe: o. ihr sät. noch unzeschaut iu Millionen herzen euer heilige» werde! Troß oller haßgesänge, die ans herz nicht rühren. trotz aller Rot, die klirrend noch die Sellen schleift: der Wille wächst, der seine Urkraft ewig neu begreift: Ein schassend Erdenvolk zu sein! Der Wille rast und wird, mit Kraft gepaart, uns zur Erfüllung führen! Maifeierlag der Erde! Aeberall sind heut Altäre des Frühlings aufgerichtet, und wir wissen es von Land zu Land: Sein Siegeswagen ist zur Fahrt bekränzt und angespannt. die Lenker halten schon die Zügel in der starken Hand. die Räder knirschen schon, geschmückt mit Freiheitsfarben. Kranz und Ashre! Rur klar den Vlick! Rur Nor in» Zukunftsland gerichtet! Frei Ueai vor uns und schSn ins Frühlingsland die helle Vahn! Und«nsre engverschlungenen Hände werden Brücken über Land und Ozean. Denn was wir wollen, ist kein leerer Wahn: Das Ziel ist nah! Das Ziel ist klar gesichtet! leisestes Klingen— dem feinsten Ohr nur hörbar—, aber es wAD stärker und stärker, und wird einst wie Iubelrus tönen. Damals— in des Sozialismus Jugendzeit— war überschäumende Begeisterung zu finden, aber nur in wenigen, die aus eigener Kraft die Welt gestalten wollten. Sie waren wie Blüten, die sich allzu früh an die Sonne gewagt. Ein Winter wurde nötig mit zäher, stiller Arbeit— ein Winter, der den Boden zwar reif gemacht hat—, der über der Wissen- schaft aber auch manchmal des Leben vergaß. Nun brausen die Frühlingsstürme durchs Land, sie knicken manche Hoff- nung— aber sie sind erfüllt von Kraft und Leben. Sie wer- den nicht mehr ruhen, es sei denn, der Sommer käme herbei. Und die Frühlingsstürme wecken wieder Begeisterung in un- feren Rechen— nicht in den Wenigen, Allzufrühen, sondern in allen. Ringsum brechen die Blüten hervor— ringsum ist Leben. Roch ist es ein Leben in der Seele der Menschen, dort aber ist es heiß und stark. Es wird wachsen und reifen und einen hellen Erntesommer bringen. Ja, es ist gewiß, der Sozialismus hat in seiner Entwicklung von der„Utopie zur Wissenschaft" nicht hast gemocht. Er schreitet weiter— von der„Wissenschaft zum Leben". So ruft es uns der erste Mai dieses Jahres zu— der erste Mai, der ein Sonnentag ist. Von öer Wiftensthast zum Leben. Ein Work zum 1. ZNai. Aon Dr. BictorEngelhardt. � Erster Mai— ist Frühlingstag: erster Mai— ist!vag des Werdens. Tod und Stillstand liegen hinter uns.— Blüten brechen ringsum hervor— und ein Hauch von Freude umweht die Welt. Im Winter mag es gut sein, am warmen Ofen zu hocken — Bücher zu lesen— und Wissenschaft zu treiben, in der Blütezeit aber ist das Leben Lehrmeister, darum soll jeder- mann, der sonst über dem Sozialismus brütet, den ersten Mai im tiefsten, innersten Herzen erleben. Ihn durchschauert dann eine Ahnung von dem, was sich im Sozialismus heute nach oben ringt— und was in den Büchern nicht steht. Neue Gestaltung und neues Werden. Noch ist die"Kunde davon wie Der Kampf um die Kulturabgabe. Die Arbeitsgemein- schaft für Kunst und Schrifttum, in der die Genossen- schaft deutscher Tonsetzer, der Reichswirtschaftsverband bildender Künstler und der Schutzverbänd deutscher Schriftsteller zusammen- gefaßt sind, hat an das Reichsministerium des Innern eine Eingabe gerichtet, worin die Einwendungen des Börsenoereins der deutschen Büchhändler gegen die Einführung einer Reichs- kulturabgabe zurückgewiesen werden. Hierin wird ausgeführt, daß die Begründung des Börsenvereins eine sachliche und Verständnis- volle Würdigung der Ziele und der Bedeutung der Kulturabgabe durchaus vermissen lasse. Die erste und wichtigste Kulturaufgabe ist die Sicherung günstigster Bedingunaen für ein geistiges Schaffen in Kunst und Wissenschaft, sowie die Fürsorge für die geistig Schaf- senden selbst. Es ist eine falsche Auffassung, daß dir wirtschaftlichen Interessen des Berlegertums ohne weiteres gleichbedeutend seien mtt den kulturellen Bedürfnissen der Allgemeinheit. Die Verleger hatten geltend gemacht, daß die Kulturabgab« in Höhe von 10 Prozent auf den Absatz von Werken des Schristtums kulturschädigend wirken müsse. Demgegenüber wird darauf hin- gewiesen, daß die ungeheure Geldentwertung einen derartigen Preis- ausschlag nicht besonders fühlbar empfinden lasse. Zudem sind durch die Verlegerzuschläge und die dem Sortiment bewilligten Rabatte und besonderen Teuerungszuschläge, die heute für eineu Roman zum Lodenpreis von SO Mark ollein 13 Mark für den Sortimenter aus» machen, die Bücherpreise in ganz anderer Weise in die Höhe ge- trieben worden. Auch der Einwand, daß die Verleger den Ur. bebern im Wege der Verein barimg die Kulturabgabe enhiehm könnt», ist hinfällig, den» der Anspruch darauf soll unveräugerlich imd unverzichtbar sein. Die zur Einziehung und Verteilung der Kulturabgabe erfor» derliche DerwaUung würde, so sagen die Verleger, den größten Tcll der Einnahmen oerschlingen. Werden die vorhandenen Steuerein- richtungen benutzt und die Urheberverbände herangezogen, so wird das keineswegs der Fall sein, wie die Wirksamkeit der Genossen- schaft deutscher Tonsetzer bereits beweist. So sehr auch die Wir-' kungen der Abgabe aus Verlag und Buchhandel zu prüfen sind, so hat doch die Eingabe des Börsenoereins jede unvoreingenommene Prüfung vermissen lasset:. Es ist undenkbar, daß in unserer Zeit mir für den gewerblichen Unternehmer geiorgt wird und daß die geistig Schaffenden bei der„Derteilung der Well" wieder leer aus- gehen. Gastspiel Gutheil- Schober. Opernhaus Charlotten. bürg. Die Natur läßt sich nicht Gewall antun. Da die Carmen gesungen werden muß, so bleibt in der Leistung vvn Frau Giu- heil-Schoder ein unerlöster Rest. Ihre Stimme ist winzig geworden imd pendell zwischen Tonlosigkeit und Schrei. Der große, echo. tragende Raum der Charlottenburger Bühne verschärft das eine und verdünnt das andere, beides zum Schaden des Verständnisses van Wort und Ton. Es bleibt dennoch erkennbar und sogar bewun- deniswert, wie der Gast den Rest seines einst schönen Material» kunstvoll verwendet, wundervoller wie diese Carmen gespielt wir'' Zugegeben: es sind Vorbereitungen von weither. Fächerschlag, Fufst tendeln, Lachen und höhnische Verstellung. Dahinter steht das Raffinement und die wirkliche Leidenschaft eines Glutmenschen, Eva, Kundry, Schlange, Herodlas und Luderweib in einem glühenden Atem, Spanierin, mit der Seele tanzend, berauscht und zufrieden nur im Wechsel ihre» Liebesobjekts. Wie gerade geht sie auf ihr Ziel los. Wie stnd alle ihre Windungen berechnet, welche Weib- laune wird hier tierisch symbolisiert! Der Erdgeist geht um und tanzt durch die Luft, ansteckend, mit suggestiven Fragen, mit töd- lichem Schwert, um das feurig-rote Rosen geschlungen sind. Frau Gutheil-Schoder machte das meisterhaft und ließ fast den Flug ihrer Lenze vergessen. Neben ihr schwang ssch Laubenthal wieder in die gesunde Atmosphäre seiner outen Abende hinein. Die Kam- parserie kam ssch wohl selber spanisch vor. Wa? südliche Beweglich' feil sein sollte, wurde westlicher Tauentzienbummel mit viel Schwer- kraft und Stillstand, eine Carmen hat unter diesem Boll nie gelebt und geliebt. K. 8. Uraufführung am Stadttheater zu Münster. Am 28. Aprfr�. langte die romantische Volksoper„Der Berggeist" zur UyKf- führung. Das Werk des münsterischen Komponisten K u n o S t i- 1- l i n wurde mtt einem Beifall aufgenommen, wie er in Münster noch nie erlebt war. Der von Th. Bahn stammend« Text des Rübezahl-Märchens ist ziemlich harmlos kindlich und übrigens erst nach der Komposition entstanden. Die Komposition ist durchaus ort- ginell und aus. einem Guß. Gemütstiefe, humcrdurchwehte Ton-. malerei mit sicherem Gefühl für einheitlichen Stil. Der„Berggeist" ist neben.Hinsel und Grete!" die einzig- wirtliche Märchen- aper. Das große Interesse für diese Uraufführung äußerte sich besonder» darin, daß es möglich war. trotz der hier stattsinöenden Wülln«r-Woche«in volles Haus zu erzielen.... gr « MaiwlSstellung zeigt expressionistische Genwlb«; v-m Noven jvttauRay»-pari». Nr. 2HZ ♦ 3$. �ahrgasg 1. Seilage öes vorwärts GokStag, 1. Mo! 1�21 Geffentliche Voltsversammlungen Serlin. Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Zlationothof, Bülowstr. 37. � Patzenhoicr Brauerei. Turmstraße, Ecke Stromftraße. Voigt. Theater. Badstraße. Pahenhofer Ausschank, Cbausjeestr. 61. Webcrrviese, Frankfurter Straße, Ecke Memeler Straße. Pahenhofer Ausschank, Fidicinstr. 2/3. Vororte. Adlershof: Lokal Ziege, Bismarckstr. 29. Duchholz: Lokal Bremisch, Bahnhosstr. 13. Heute, Sottuing, de« 1. Mai, vormittags 10 Uhr: Buch; Waldvcrsainmlung. Charlottenburg: Friedrich-Karl-Plah, Spandauer Straße. Cöpenick: Stadttheater, Friedrichstraßc. Grünau: Jägerhaus, Bahnhosstr. 1. Lanknnh: Lehmanns Festsäle, Kaiser-Wilhelm-Straße. Lichtenberg: Lokal Schwarz: Möllendorfstr. 25/26. Mariendors: Grassellches Gesellschaftshaus, Chausseestrahe. Bieder schöneweide i Restaurant Loreley, Berliner Str. 101. Beukölln: Reue Welt, Hasenheide. Oberschöneweide, früh 9'!- Uhr: Restaurant Fröhlich, Ostend, Waldstr. Pankow-Tliederschönhausen: Lokal„Zum Pankgrasen", Pankow, Schloßstr. 6. Reinickendors-Ost:„Bürgerzarten", Hauptstr. 51/52. Reinickendors-West: 5. Geineindcschule, Augusta-Biktoria-Allee 37. Siemensstadt: Restaurant Marsandt,„Heidekrug", Nonnendommallec. Spandau früh 11 Uhr: Caneordia-Festsäle, Klosterstr. 11. Schöneberg-Zriedenau: Schloßbrauerei Echoneberg, 5)auptstraße. Steglitz: Restaurant Zllbrechtshof, Albrechtstr. 1s. Tegel früh 91i> Uhr: Restaurant Strandschloß am See. Tempelhof: Restaurant„Birkenwäldchen", Manteuffetstraße. Treptow:„Biktoriagarten", Am Treptower Park. Weihensee: Aula des Realgymnasiums, Woelkpromenod«. Wilmersdorf- Schmargendors-Grunewald: Schramm? Festsäle, Hilde- gardstr. 7/12. Zehlendors-Wannsee-Dahlem-Bikolassee: Rest.„Kaiserhof", Zehlen- dorf, Potsdamer Str. 50. Nachmittags-Veranstaltungen Konzert* ßeftreöe ♦ Rezitationen ♦ Gesang* Tanz Serlin. Brauer« Königstadt: Schönhauser Allee 10/11. i Uhr. Pahenhofer Brauerei: Turmstraße, Eck« Stromstroße. 3 Uhr. Patzenbofer Ausschank: Chausseestr. 61. 1 Uhr. Böhmiiches Brauhaus: Landsberger Allee 11/13. 1 Uhr. Pahenhofer Brauerei: Landsberger Allee 21/25. 4 Uhr. Paradiesgarten: Landsberger Allee 15. 4 Uhr. Pahenhofer Ausschank: Fidicinstr. 2/3. 4 Uhr. Vororte. Blankenburg: Lokal Klug, Dorsstraße. 4 Uhr. Bohnsdorf: Lokal Schulz. 7 Uhr. Charloltenburg: Spandauer Bock, Spandauerftraße. Cladow a. d. Havel: Lokal Bäumann. 2 Uhr. 3 Uhr. Konzert- Iestreüe ♦ Rezitationen* Gesang Cöpenick: Stadtthealer, Friedrichstraß«. 5 Uhr. Falkenberg: Lokal Meyer. 2 Uhr. hermsdorf Frohnau, Glienicke, waidmannslusli Restaurant Kaiser- hos, Hermsdorf. Bismarckstr. 1V. 41- Uhr. hessenwinkel-Rahnsdorf: Gasthof„Zum Bahnhof". 4 Uhr. Johannisthal: Lokal„Bürgergarten". TA Uhr. Karlshorst: In Sadowa, Strandrestaurant. 3 Uhr. Karow: bei Berndt,„Lindenpark", Dorsstraße. 4 Uhr. Kaulsdors: Berggarten, Frankfurtersir. 4/5. 4 Uhr. Lichtenberg: Lokal Schwarz, Möllendorfstr. 25/26. 4 Uhr. Lichtenrade: Woldreftaurant, Hilpertstrahe. 4 Uhr. Lichterfelde- Lankwitz: Hertels Festsäle, Lichterfeld«, Zehlendorfer Straße. 3 Uhr. Grasselsches Gesellschaftshaus, Chausseestraße. Bieder- Schönewetd«: Restaurant Loreley, Berliner Str. 161. 4 Uhr. Ober-Schöneweide: Restaurant Fröhlich. Ostend, Waldstraße. 4 Uhr. Rosenthal 1: Lokal Schneider, Hauptstr. 3. 3 Uhr. Rudow: Lokal Heinz«, Rudow« Straß«. 5 Uhr. Schöneberg'Friedenau: Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstraße. 4 Uhr. Tempelhos: Restaurant Birkenwäldchen, Manteuffelstraße. 5 Uhr. Treptow: Bittoriagorten, am Treptower Park. 4 Uhr. Wcihensee: Wirtshaus am Orankesee, Hohenschönhausen. 1 Uhr. WUmersdors: Schramms Festsäle, fstldeqardstr. 7/12. 3 Uhr. Zehlendors: Restaurant Waldesruh. Machnower Straße. 4 Uhr. sein. Die Referenten werden ersucht, punktlich an Ort und Stelle zu Rkariendors: Grasselsches Gesellschaftshaus. Chaufseestraße. 2 Uhr. ZNarienselde: bei Moldenhauer, Berliner Straße. 8 Uhr. Referenten: I. Altmaier, Fr. Bartels, H. Bahlke, Erwin Barth, Karl Bauer, Dr. Max Bendiner, Eduard Bernstein. Pfarrer Bleher, Frau Bohm-Schucb, Robert Breuer, Dr. Enrien. Emil Dittmer, Konrad Ehmann, Karl Giebel, Konrad Haenisch, Frau Gertrud Hamia, Hugo Heimann, Kurt Heinig. Gustav Heller, Paul Hirslb. Albert Horlitz, Karl Jahn, Rickard Joackim,?h. Kobelifc. Dr. Kallmann, Simon Katzenstein, Heinr. Kaufmann, Kotzur. Franz Krüger, Erich Kuttner, Litike, Löfster. Dr. Lobmann, Herm. Lüdemann, Willy MöbuS, Prof. Oestreick, Dr. Ostrowski, Frou Elir. Ryneck, Franz Spliedt, Heinr. Ströbel, Heinr. Schulz. Dr. Map Schütte, Oswald Schumann, Taulendsckmi, Georg Ucko, Heinr. Vierbücher. Hedwig Wochenheim. Karl Wermutb, Rud. Wisiell, Dr. Walter Zechltn. Wie es anfing. Von M u l t a t u l i. Es hat allzeit mehr Schafe als Wölfe gegeben. Der Grund ist einfach. Jeder Wolf hat viele Schafe nötig, um anständig bestehen zu können. Dorum waren auch allezeit mehr Knechte als Ritter in Europa und von solch einem Ritter will ich«in« Geschichte erzählen. Er hatte ein langes Schwert, und darauf biß /.er, wenn er Hunger hatte, so wie das noch heute die Schreiber von Beruf tun. So saß er beißend und hungernd abseits des Weges und klagte über Entartung der Sitten. Doch waren sie so ganz schlecht noch nicht, die Sitten, denn siehe, da nahte ein alter Mann, der einen Packen trug. -„Was trägst du da?" „Pflaumen, Korinthen und Talglichter, edler Herr!" Der Ritter schlug den alten Mann tot, behandelte die Korinthen gleicherweise wie die Pflaumen, und wog die Talglichter, weil er von einem Mitglied des Parlaments gehört hatte, daß dies mit den „ersten" Anfängen der Staatshaushaltswissenschaft übereinkomme. Darauf biß er wieder auf sein Schwert und schaute wieder aus und klagte wieder über die Sitten. Doch zu Unrecht. Denn da nahten Pflaumen, Korinthen und Talglichter. Auch waren Menschen dabei, die der Ritter diesmal nicht ganz totschlug. Er berechnete nämlich, daß es besser sei, sie zum Dienste zu zwingen Er schlug also die Leute nicht mehr, als just nötig war, daß sie von dem Gefühl ihrer Verpflichtung zur Dankbarkeit durchdrungen wurden, daß er sie nicht ganz totschlug, und zwang sie, ihm beim Bau eines Hauses mit dicken Mauern und hohen Türmen zu helfen. Als es fertig war. setzte er sich auf die Schwelle nieder und biß und schaute aus und klagte wie zuvor.' Aber diesmal klagte er mit einigem Grund. Die Leute, die Pflaumen, Korinthen und Talglichter oertauften, sahen sein Haus von ferne und wählten einen anderen Weg! Wohl waren sie voll- kommen übetVlugt vom guten Recht des Ritters, daß er sie zum Dienste zwinge und ihnen die Güter abnehme, die sie hier oder da zu Markte zu bringen beabsichtigten, doch wollten sie lieber nichts mit diesem Recht« zu tun haben. Sie hatten«inen Umweg gefunden, wo ihnen nur die Hälfte ihrer Waren von einem Ritter abgenommen wurde, der sie übrigens unversehrt weitergehen ließ, zum ersten, weil er Volks genug hatte, und zum zweiten, weil er begriff, daß jemand, der einmal tot- geschlagen war, nicht noch einmal des Weges kommen werde, um wiederum Pflaumen, Korinthen und Talglichter zu bringen. Und, meinte er— und hierin muß man einen der„ersten" Zlnsänge der Staatshaushaltswisfenschast bei diesem anderen Ritter erblicken— „man müsse den Handel nicht behindern". Es schien, daß nun der erste Ritter, der alleweil beißend, aus- schauend und über die Verwilderung der Sitten schimpfend dagesessen hatte, auf einmal seinerseits einen„ersten" Beginn aus seinem Schwerte sog. Wenigstens gebot er einem seiner Anhänger, den Weg bis dahin hinaufzugehen, wo die Koufleute den Seitenpfod wählten, und ihnen freundlich zuzureden und sie einer zivilen 25«- dienung zu versichern. Man würde ihnen das Leben lassen und eine Korinthe mehr als der andere. Auch sollten die Tolglichter ge- wogen werden, was in der StaatshaushaUswisjenschaft von großem Belang ist. Weiterhin ließ der Ritter geloben, daß er die Pflaumen gleichmäßig mit den Korinthen behandeln werde, um so„den Handel nicht zu behindern". Der„Tarif" des Ritters war in der Tat mustergültig. Cr konnte die Menschen totschlagen, und er schlug sie nur. Er hatte die Macht, die Kerzen zu taxieren, und er w o g sie. E» stand ihm frei, die Korinthen und die Pflaumen gesondert zu behandeln, und er behandelte sie gleichmäßig. Der Mann ist tot. Sein Schwert ist verrostet. Sein Hau» ist eingefallen. Aber der Geist des edlen Ritters geht noch um. BERLIN C2 ß r e itestr a s s e BERLIN C2 Brüderstrasse Außergewöhnlich vorteilhafte Angebote == Herren-Kleidung Herren- Anzüge.......... z,. 250.— 425.— 650.— 850.— 950.— Gestreifte Hosen........m 135.— 175.— 210.— 235.— 275.— x Farbige Westen..........«. 75.— 100.- 126.- 145.- 155.- Sport- Anzüge.. m. 650.— 800.— Jünglings-Anzüge.. m 362.- Überzieher und Schlüpfer....... m. 475.— 550.— 618.— 850.— Gummi- und imprägnierte Mäntel m. 475.— 610.— 680.— 800.— Bozener Mäntel«• Loden-Pelerinen m. 305.- 370.- 440.- 500.— Loden-Kleidung Sommer-Kleidung Berufskleidung 140 cm breite H<5 IT-» St Ofife auch für Damen-Kostüme ond Knaben-Anzüge geeignet.,. Meter M. 55.— ÖO.— 75. OO. Kinder- Waschkleidchen Sm! 32.- 48.- Kinder- Kleidung 4.- je S cm länger, mehr M. Mädchen-Waschkleider 48- 74.- je 5 cm länger, mehr M. 4�— 5.— Einzelne Knaben-Hosen mr- ws< Jahr waschstoü. m. 19.~ woiistotf m. 29.~ Backfisch- Kleider Änwunrmftfe°Ägln-i 7c_ aoc- Mustern......... M. X/«J, bis Backfisch-Röcke 14c. v u ww• Wollstoff......... M. 1*±D, Regenschirme in Halbseide, mit Hüll........ 225- 77. n. 86.50 Schleifen für Stehumlegekragen., Jeden Montag Auslage von Resten ganz besonders billig Gpelj- �tnfbema�vttng in eigenen Jfüfyränmea• J}auptka(alog kofienlos• SdyniUrnnftetlifte tyJveis 135 � geb Der Mai**/• aehomtnett/ N in Herren* Kleidung Henen- Anzüge, e�n%1%Tt 4zn_ Schnitt«»».»»., 750,- 625,- henen- Paletots(Covertcoat) cQn gedieg. Stoffe, feihsle Verarb, 960,- 725,- � Raglans, Schlupfer,%lh£e modeine Stoffe...... 850,- 690,- �' v-'»" JängL-Anzüge, Tfn;%°%?hfr 360,- Hetren-Sport-A nzüge, gute, auch imprägnurte Stoffe, in allen /CQ�_ Farben....... 850,- 700.. Gummi-Mantel, �5,- Bozener(Wetter-) Mäntel, 0p-n wetterfester Loden....... 325,- aZDU,' f-fncon aparte Streifen, seht haltbar, pass/_ / J OoL/l, zum Cutaway 142,- 125,- 98,- Knaben- Anzüge, �AofiK- 9S,- Vereinigte Herren- Verkaufs- Brückenstr. H�at&r OrFnnhfurtosh-. Häuser edce Rungesir. ecke koppanstr� Ecke VorOergstr. Moden- Häuser zhutj&CoMSabistb Rosenfhaierstr. 3 £cke Linienstras se Theater, Lichtspiele etc. Opernliaus Mignon 6 Uhr Schauspielhaus Torquato Tasso 7 Uhr Deutsches Theater 2>/,Uhr; Ruisiscli.(ia&tspiel: Tage unseres Lebens s Uhr: Woyaeck Mo. 8: Cäsar und Kleopair, Kammerspiele 2", Uhr; WeibsleuJel Tl, Uhr: Büchse der Psnderi Montag 71• U.. zum I, Male; IHesnlllnnua Gr, Schauspielhaus (Karlstraite) 2'/jl)hr Uhr: Danion (Qeschlossene Voisiellung)' 7 Uhr: Dnolon(AuB. Abonn.) Mo. 7: Sominernachistrauin (22. Abteilung». Abend) Thenter i. d. KDniBgratzer Str.: 3 Uhr: Salome 7 uhr: Rugby Steinruck. tilaBner, Blldt, pointner. Marba, Bolz, Schlegel Montag: Rugby Dienstag: Rugby Mittwoch: Rugby Donnerstag: Rugby Freitaa: Rugby Sonnabend; Rugby Sonmag: Rugby Montag; Rugby Komödienbaus: 3 Uhr: Die Sache mit Lola 7 Uhr: Die SachemitLola mit Mat Pallenberg Berliner Theater: Heute 3: Der letale Walzer fv� Hilde>VCrner, Ralph Artur Roberl», Uschi Elleot* Herbert Kiper, _ Paul Reh köpf Residenz- Theater Täglich 7 Vi Uhr: Paul Wegencr Lucie H Vilich In Das Privileg Stg.Vit: LadyWInderm.Ficher Trianon-Theater 8 Uhr: ROSEN von Heimann Sudermann, Olga Mmhurg, Karola Toellc, Kile Haack, Franz Schbne- ntann. Heinrich Schroih, Wilhelm Bendow Sonntag 4 Uhr: Kosen Kleines Theater Täglich l'h Uhr; Ztur ein Traum Lustspiel von LotharSchmidt. Olga Limburg, Eugen Burg, Falkensiein. Mameluck Sonntag 4: Casanovas Sohn ®Niir nicht drängeln lleielisliiU.-Tiieater abends 7'/, Uhr und Sonntag* nachm. 3 Uhr Volksbühne aBdiowni 2',-j Uhr: Wallensieins Tod 7ühr: Kapitän Urnlibounds Bekehrung Lessing-Ttieater JUhr: Frau Warrens Gewerbe [)':? Ein idealer Gatte Montag 7i;s: Gespenster (Lossen, Rcigbcri, Abel, OBti, loos) Dienstag 7>/, Ulir: Von Morgens bis Mitternachts Mittwoch und Donnerstag 71/. Uhr: Gespenster Freilag 7 Uhn Peer Gynt Sonnabend bis Montag 1'/, Uhr: Gespenster Deutsches Kiiuslier-Tbeater 3 Uhr: Pygmalion Allabendlich 74«a Uhr; Die selige Exzellenz Adalbert,.lunkermann, Büller C'cntrnl-Tlic.ter 7 Uhr: Jlonka Itentarhrn Opernlmo» 7 uhr- Mignou Rrledr.AVIllirltnnt.Tli. iv. u: Hoheit die Täuzerln Kl. SelianfipleDi au* 7'/. Uhr: ReigCIl Luntnpirlhnus T,'t Uhr; Arnold RIcck in Ole apanische Fliege Jletpoptil-Thoatep uhr: Di« blaue Mazur %*«icn Oprrcttenfheat. TVj Uhr: Fritz Werner Der Iseiiende Ehemann Kv.in. Volle. tlicutor Heute und morgen 7 Uhr: Rose Bernd ipr Uillnr-Tlient.Cliiirl. 3 Uhr: Der Meineidbauer 'v.u.: 100000 Taler Tli.li.-TltrKt«r jv. uhr; Mascottchen Tli.am\ollriido rf|>lntn Stg. 3"-: Wenn Liebe erwacht uim: Der Vetter aus Dingsda Tlientep den Weatcu. Zum ersten Male 7 uhr; Morgen wieder lustik! Th.i.d.KommandAntenstr. Geschlossen, morg.z. 1. AAale 7 uhr: Die goldene Freiheit Wallner-Thenter Nachm. 3 und abends 8 Uhr: Iphigenie Wal lial la-Theater j;'?: Scheidungsreise Kdmirals Palast T Uhr; Abrakndabrn uärnn Filmnchaa Schloß Yogelöd Die Enthüllung eines Geheimnisses nach dem Roman der..Berliner illustrierten Zeitung" von R. Slratz. Di« Leiden und Qualen von deutschen Frauen und Mädchen durch den schrecken vom Rhein und die H ii Ii n«> n b e Ii a n Kassenerötfnung 3% Uhr ft A* A MM MMM.MMMMMMMMM««MM«««MM M» M M M M MMM MHA MeM am MeridoMaK Allabendlich'/»« Uhr: cDercÜeiier!,ufDinQsdä Operette in 5 Akten von Hermaim Haller und Rldcamm noch einem£u(hpiel von Kempncr-HodwtÄdl Musik von Eduard Könneckc Lolke-3tg.: Ein Lombenerfolg, wie von Anfang an richtig vorausgeahnt. B. Z. a. M.: Ein Erfolg, ein voller und ganzer. Voss. Ztg.: Auch der Verwöhnte— das daif man ohue llebertrelbung sagen— wird die angenehme Äekamiischaft dieses gestern mit Iuhel begrüßten „Vetter aus Dingsda" suchen. Für die Leser des„Vorwärts" Küttig nem 2. S bin 14. 5. für 1-« ptrfOHtn Rur Woch.itteg« Jür alle nachstehenden plahe halbe Kassenpreise: II. Kaug-Tribüne II. Meng- Zelten I Ttang-Leltan II. Meng I Meng- x-rtrli Gennebcnb, 1 R Ausschlag •••••'*•.....»••••»» W N igt»'WWW WWW.. JUULO Jpe* Schöu/py�. Abonnement"W* \k> 1921/1922 Ky 7 Abonnement- Vorstellung im • Deutschen Theater Jeder Abonneni des Groden Schauspielhauses für die SpIeUeit 1921 bis 1922 hat das Recht auf eine(iebenle Abonncmenlvorslellung Im Deutschen Thealer. Die Preise Wir diese siebente Abonnemenlvor- stetlung sind dieselben wie die einer Einzelvorsiellung des Gesamlabonnements für das Grvhe Schauspielhaus und bedeuten somit eine aussergcwöhnliche Ermässigung gegenüber den Kasscn- prelsen des Deulsdien Theaters. D!e Inhaber der bereits gelösten Abonnementsheite 1921/22 haben das Recht, Innerhalb der nächsten vier Wochen, von Freitag, den 22. April d. J. ab, den Guisthein für die siebente Vorstellung an der Abonnemenlskasse des Groben Schauspielhauses, Wochentags 10—2 und 6— 8. gegen Vorzeigung des Abonnemenls- heftes 1921— 1922 nachzulösen. Waüner-Theater Gastspieldirektion ,, Montag, 2. Mai! 7 2 Uraufführung 77- VerTraQiuvom<tck Operette von Martin Knopf Else Möller* Elly Leux, Sossy Wallis, Paul WestermeJer, Rudolf SeniMS* Victor Danger, Erich Bartels, Bernhard Münch. !Wer!.t.SWiM!lSMlWiie ■ früher Yerrnselv-Thcaler....... Sastspicl• Türecti»» Str. st Fehl Montag, den 2. Mai: Ecslousstihcung Actlsstiic! mit Kcsang und Ta)>z ill 3 Akte» Text»üb Musik von Theodor Sehe Erna Sllliertq"ltt Schulz Tirisus Busch Sarr&sani | 3 Uhr und7Uhr zwei 1 Abscnicds- Vorstellungen j Das groSc Sarrasani- Zirkus-l'roiranim. Kasse ab 10 U. n. Unterhrechune Polles Gaprice"(f? a Oranienb.Tor. Tel.Nd.S&SO Neues Programm: Der liCdkehe Jouef Nein Modell Am ilnde.trand mit Pcrd. Grünecker Vorverkauf>1—2 u. ab& Uhr Casino-Theater l.iUhrlqgcrStr, 37. Tägl.«.« i Wieder ein neuer Schlager! Bollrich&Sohn VolksstQck in 3 Aufzügen Berlin. Humor; Berlin. Typen Einzig in Groü-Uerlin Sonntag 3','-: HOUenqualen. BehrenstraOe 84 Präzise T/, Uhr Mate Hansen 3 Carlellas Hugo Römer Elly v. Andrasl 2 fleorgis Mary's 5 Tanzgirls 2 Orcnses Gedr. Alexander Morues Frank Seiifert Otti Danner u. Hans Friedrichs Helen Carlutta ±2/ Das völlig neue große Mai-Programm mEIh musikalische. Spilxweg-Uild" Quartett von August Bernhard-Schrey. Ferner: Irail CADESCOV z. Z. Qast der Staatsoper mit Marie WARHUÜS Soli und Pas de deux ILSEBOIS Neue* Repertoire! Neue Eizentriks, Sportakte, Gymnastik, Trapezakte u. Sprlngef-Vortührg. Als Klavierhumorist(neu) 7>j.«»■'***'l''- Vir Ab 1. Mai listisch? Neuheit j Zm I Reiche der| Venns mit 28 bemalten Fronen (ausl. Sensaiions- neuheit) Einstudiert von Georges Blauvalel { AußefdemGastspiel{ Afra die weltberühmte Wahrsagerin Ward der Mann ohne Nerven She die amerikanische Filmdiva I und weitere Mal-| Sensationen Potsdamer Str..18 lüer Mann ohne Damen V. Tei:: I Der Mann mit den eisernen Nerven Turmsfr.(Z i Rrano IvuNtnor: Das Brandmal der Vergangenheit Alexandet pl.-Pass. n. Tel]; j OerKasscrder Sahara j Friedenau, Rhelnstr.14 Fern Andra in Dte treibende Kraft Vettere Prettcurteilc über das Ballett JMMilllll im UMltllS-MlK! .Lokal-Anieiger":... Es I(ts|t sidi ja auch kaum I etwas sdiönerrs benle», I als dieses RärchenhalleN I mit dem Eise mit fehler J fponnenben Handlung F aus der sseder Leo Bdr-' tnscheks und der ein- tdaneicheluben Bkuflll Julius Eincdsho'ees.bcr\ fei der Premiere per- (Bulid) den Taktstod 1 führte. DiePZundertaten j des Echwarzsehers mit> beut sonderbaren Okamen[ tesselten wieder von An- fang an. Stiel Heiterkeit etrccitc es, als bei arm- selige L'anbftreidicc mit bent gcitobleiten Zander» jtab' Abrakadabras sich selber jum Roni>| ausrief und feine flleichtmlißc Umßcbunp zumHotikaaie machte. Bon stüriiler Airtung aber, wenn der Maßtec sich rächt, den Rompstraum bcenbd, und Otis dem solsche» Hertschettu»! ein Reih der Hälle macht Dieses kejtie Bild, ein Aardzu- rausch, eine Simonie in Ret. von besonderer Schönheit, wedle lauten Peifa!'. Artistisch ajitftt wieder am stLriste» das »iinftterpaar-Pairt tirettrw-Dora, ata ssann lind Shnnvhe. Ihr herrlicher RiinflloHf if| frei von aller Erdenlast. 1.8.Uhr Abenddl":.. Das Märchen vom Zoubeter Sibrakadobra gibt den rei, vollen Tänzen und der graziöfen Einöds- hoierschen Mnsit die barmlose Unterlage einem Jwischeiu „Amors TriuinviT' l lirren die beiden Eis- Stars Paul ttredow als ffoim iiuä die eimig- artige Dora alsSknmvhe Auch die übrigen SoUfte» WMMjMM-- des ...! 1° sicher sich tummelnden Palletttorvs fanden den lebhaften Beifall der Zuschauer. „Rreuz-Zeitnnge:... Sic larbenvrochtige, ge- schmädvoße Ausstattung. die saubere Arbeil des Balletikarp« unier Leitung von Jan Tro- sanowsti und die vor- züglich in den Rahme» des Ganzen paffende hübsche Musik von Julius Euwdshoser bedingten t» erster Linie de» vollen Erfolg der Auffühning rlT�r' ScDwelZOTWlffl Sin Friedrlchsbaiit:2i.'M, Sounlag, d. I.Mai- Eröfii� A de, herrtichen Sommergat.oe LroS«»Asi?«i«y verbunbrn mit Konzert, Theater u Epezialitllten. Dazu das Lebensbild „Arbeit sdiönbel nicht" Einteilt aus allen Plätte» 1,30, Mitglieder d. tr. Gewerlschatlen zahlen geg. Borzeig, ihrer Mitgliedskarte nur IRL Kassenöffn. a Uhr,?inf. d. Konzerts Itt.Ubu «nüttnei m\\ Beendigung desSarrasani-Gasfspiels unter persönlicher Leitung V' des Kommissionsrats Busch � seine Seinnierspieizeit am Donnerstag, Himmelfahrtstag, dem 5. Mai, SÄ 7?� Vorverk.; Sämtl.Theaterk. A.Wertheimu. Cirkuskasse .20Z«ZS. Jahrgang GroßSerllu Zum 1. Mai. Ein wonniges Blühen und Grünen erfüllt die Natur, und wenn Tonne scheint, könnten wir fast oersucht fein auszurufen: es ist z Luft zu leben, lind dieser Lebenswille, diese starke Bejahung Daseins, die ein jeder Maitag ausströmt, soll auch uns? fall die »eiterfchaft erfüllen mit neuem Kampfesmut trotz aller schwerer :ger. Ler Gegenwart und Zukunft. Der 1. Mai soll unser Tag sein.?n Tausenden von Versamm- gen wird das Proletariat heute gegen die Unterdrückungsab- len des internationalen Kapitals, für die hohen Ideale der keroerföhnung und Völkerverbrüderung demonstrieren. Der groß- Krieg hat nicht nur die Wirtschaft der ganzen Welt ilnordming gebracht, nein, auch die Solidarität der Arbeiterschaft durch ihn ins Wanken geraten: getrennt stehen sozialistische Par- m sich gegenüber, feindlich, wie es nur Brüder fein können, dir entzweit haben. Aber alle sehnen sie sich nach der allun:fassxn- Einigung. Wir werden heute den großen Gedanken der �role- schen Einheit hinausrufen in den Maicntoz, wir wollen az'soben, unsere als sinn» und zweckvoll erkannten Ziele die ganze Kraft usetzen. Rückschläge und Niederlagen sind kein Oruich'pm Berti: im ctjigcn Auf und Nieder vollzieht sich der For�ch�tt. Wir wetben in Zukunft mehr denn je aus uns fefhst gestellt fein, werden das Erreichte zu sichern haben und dis'im Wechsel der :cn neu erwachsenden Aufgaben bewältigen möffen: und auf dem teit weiten Weg wird jeder erste Maientag- ein Rasttag sein, an wir rtihen, zurückschauen in die Verg�gxnheit, uns Rechen- ft oblegen über unser Handeln, um daiiss �j�cr mit frohem Mut freudigem Herzen vorwärts zu fchreften: dem Ziele entgegen. Elternbeiräte, erstMet Sericht! Uns wird geschrieben: Der„Bchttd entschiedener Schulrefcrmer" Elternbeiräte veröffentlicht, an den nster für Wissenschaft, Kuz,st und Volksbildung auch ihrerseits >. ,un')'Hre Erfahrungen Bericht zu erstatten 'hne Aufforderung!—, uamit nicht durch die Berichte der Schul- r ein� einseitiger, vtel�jcht parteiischer Eindruck hervorgerufen - �™flor?eruttt überreichten wir auch dem Ministerium. nh heul� diese erfreuliche Antwort. djA ich der entl:chke:t glau� zu müssen'„Auf die Eingabe vom vebruar IWl- i�ur eine etwa nötige Neugestaltung der Satzun- der Etternbetrutx wäre es auch mir erwünscht, die ■,i. Elternbeiräte zu kennen. Jedoch ich nicht m der Loge, von den Elternbeiräten Berichte unmittel- einzufordern.— Sollten Elternbeiräte oder etwa tehende Perbände von Elternbeiräten über e w? rt ru n g e n und Wünsche auch ohne beson- * 7 i1 il orderung an mich berichten, so we.rde ü> Berichte sorgfältig prüfen und ent- e ch e n.Ij berücksichtigen.— Die Bildung eines Groß- riine� Zentral-Eitcrnbeirates liegt nicht im �Unes Erlasses vom 5. November 1919 und kann daher von im 1>l!genb!ick nicht veranlaßt werden. Erwägungen sind von in dieser Richtung bereits wiederholt angestellt worden. In nret'Mg: gez. Lecker" „Nicht im S'ttnc" heißt natürlich mir;„ist nicht enthalten in", utct keine Ablehnung.— Nun liegt es bei den Eltern- röten vollständige Berichte ans SR' ist-ri-im e i n z u» chen. Sie sind nach obigem willkommen! Paul Oe st reich. Neue preise im vororwer�ehr. Als vor einiger Z-it die neuen vom 1. Juni ob geltenden Säße die Monats- und Wochenkarten veröffentlicht wurden, packte Ent- i den davon Betroffenen und veranlaßte die Verkehrsorgani- nen und die Presse zu scharfen Protesten. Die Bahnvcrwaltung sich der schwerwiegenden Bedenken gegen eine allzu starke Er» mg nicht verschließen können,, hat die seinerzeit veröffentlichten e no�Mls geprüft mit dem für alle Vorortreisenden erfreu- n ErgÄlms, daß auf die veröffentlichten Preise eine wesentliche äßigunq eingetreten ist, so daß die zur Einführung gelangende ihung insgesamt etwa 30 Proz. betragen wird. In bezuq auf greife der Einzelfahrkarten ist eine Aenderung nur infoweit ein- :ten, daß die Abrundungen der Preise über 3 M. beseitigt wor- 2. Heilage öes vorwärts Sonntag, 1. Mai 1927 Von Berlin nach: den sind, so daß der Fahrpreis für solche Karten über große Eni fernungen, z.V. Schlesischer Bahnhof— Fürstenwold«, in der zweiten Klasse nicht 3,30 M. sondern nur 3,30 M. betragen wird. Die Preise für die Wochen- rnd Monatskarten find dagegen grundlegend ge- ändert worden. Jüe Mindestpreise bleiben bestehen(2 Klais e 40 M., 3. Klasse 25 M und Wochenkarten 8,50 M.). Die Staffelung be- ginnt nicht bei der zuerst in Aussicht genommenen Entfernung von 7 Kilometer, sondern erst bei 10 KUometer Entfernung. Monatskarten über Ii Kilometer kosten also z. B. 2. Klasse 40 M.(gegen den ersten Vorschlag 58 M.). 3. Klasse 27 M.(gegen 39 M.) und die Wochenkarten 9 M. statt 13 M. Die Preise der Monatskarten wer- den sich»lso in folgender Weise gestalten: Monatskarten 2. Kasse 8. Klasse Wochenkarten 1. 2. 1. 2. 1. 2. km Entwurf Entwurf Entwurf ab Stettiner Dahnhof Sielten.... 28 106,— 77,— 71,— 51,— 24.— 17.— Tegel.... 13 63,— 44,— 42— 29,— 14.— 10,— Reinickendorf.. 8 44,— 40,— 30,— 25,— 10,— 8,50 Oranienburg., 80 114,— 85,— 76,— 57,— 26,— 19,— Selmsdorf... 13 63.— 44.— 42.— 29,— 14.— 10.— Dernau.... 28 89.— 02.— 59.— 4>.— 20,— 14.— Buch..... 15 68,— 47,— 46,— 32,— 16,— II,— ab Schlesischer Bahnhof Ltckitbq.-FnedrichSf. 5 40,— 40— 25,— 25.— 8,50 8,50 KaulSdorf... 12 60,— 42,— 40,— 28,— 14,— 9,50 Fredersdorf.. 24 92,—«3.— 61.— 42— 21,— 14,— Sirausberg.. 23 106,— 74,— 71,— 51,— 24,— 17,— Cöpenick.... 12 60,— 42,— 40,— 28,— 14— 9,50 Erkner.... 25 04— 63,— 63,— 44— 21,— 15.- Fürstenwalde., 48 184,— 155,— 123,— 103,— 41,— 35,— ab Görlitzer Bahnhof Ni�derslböneweide 8 44,— 40,— SO,— 25,— 10,— 8,50 SpindlerSfeld.. 12 60,— 42.— 40,— 28,— 14,— 8,50 Grünau.... 14 66,— 45,— 44,— 30,— 16,— 10, Zeuthen.... 22 86,— 60,— 48,— 40— 20,— 14— KönigSwusterhs.. 28 106.— 77.- 71,— 51.— 24.— ,7.— ab Potsdamer Bahnhof Lichterfelde-Ost. 10 55.— 40.— 37,— 25.— 13.— 8,50 Licbicnrade.. 14 66,— 45,— 44,— 30,— 16,— 10,— Zossen.... 33 125.— 96,— 84,— 64,— 28,— 22— Friedenau... 5 40,— 40,— 25,— 25,— 8,50 8,50 Zehlendorf-M.. 12 60,— 42,— 45,— 28,— 14,— 9,50 ffianniee... 19 78.— 54,— 62,— 36.— 18.— 12,— NeubabelSberg. 22 86— 60— 58— 40,— 20.— 14— VotSdnm... 27 109.— 73— 68,— 49— 23— 17— Werder.... 86 187,— 108,— 91,— 72,— 31,— 24,— ab Lehrter Bahnhof Spandau...12 60.— 42.— 45,— 28,— 14.— 9,50 Stauen.... 86 137,— 108,— 91.— 72— 81,— 24— Aus dieser Gegenüberstellung ist die Ermäßigung der Preise deutlich zu ersehen. Bei zahlreichen Preisen kommt der früher in Aussicht genommene Preis für die dritte Klasse dem neuen Preise der zweiten Wagenklasse nahe. Die zum 1. Juni in Aussicht ge- nomiHLnen Preise sind durch Fettdruck hervorgehoben. Mögen die neuen Preise immerhin noch hoch genug sein, um Verdruß und Mißmut zu erwecken, so darf das Publikum doch nicht vergessen, daß zweifellos- eine private Verkehrsgesellschaft sich zu dem Entgegen- kommen überhaupt nicht bequemt hätte. büchern nachweisen könne, daß er seiner Luxus» bzw. Umfatzsteuerpflicht stets nachgekommen fei. Gegen R. wurde Anklage-rhoben, obwohl Rechtsanwalt Dr. I. Abraham den Staatsanwalt ausdrücklich darauf hinwies, daß gegen sämtliche gleichzeitig festgenommene Personen auf Grund des gleichen Tatbestandes das Verfahren eingestellt fei. Das Verfahren führte zu einer Freifprechum; auf Kesten der Staatskasse. Trotz- dem legte der Staatsanwalt noch Berufung ein, zog diese aber nach einigen Wochen selbst wieder zurück. Inzwischen waren mehrere Monate oergangen und als R. endlich die bei ihm beschlagnahmte Ware, Goldsachen und Brillanten, zurückerhielt, war ihm durch die inzwischen eingetretene veränderte Marktlage ein Schaden von über 60000 Mark ent- standen, ohne eine gesetzliche Möglichkeit zu haben, diesen Verlust decken zu können. Dafür hat er aber die Ehre unschuldig verhaftet, angeklagt und freigesprochen zu fein. 5res wenn.sie erreicht haben, was sie wollen, dann en sie sich auf and setzen einem den Fuß auf den Nacken." Stine dachte gut nach und ging ihre ganze kleine Welt h.„Vater ist nicht so." sagte sie entschieden. Sie dachte m, wie nachsichtig er Sörine gegenüber war. und wie er darauf wartete, daß sie wiederkommen solle. „Nein, das glaub' ich auch nicht," sagte Sine bereitwillig. er die meisten sind so!" Ihr Gesicht war noch röter als ähnlich, und ihre braunen Augen funkelten vor Zorn. ; ist doch wirklich hübsch!" dachte Stine froh. „Und es ist nur eine Angewohnheit," fuhr sie nach einem lchen fort.„Mutter sagte immer: Das geht nie und mermehr, du hast zu rotes Blut.— du kannst dich ebenso jetzt ergeben wie spater. Wer für die Nacht spart, spart die Katz'... und was sie alles aussindig machte. Wenn Gefühl" einen überkommen, ja— dann heult man'n jen und denkt an damals und� nimmt das Sparkassenbuch or— und so geht's vorüber." In der Stadt waren die Läden aus Anlaß des Tages x. Viel Gesinde war auf der Straße, einige darunter m schon einen leeren Geldbeutel. Nur die Sparkasse hatte nicht offen. Sine mußte ihr > an eine ihr bekannte Familie ahliefern und sie bitten, die ,e für sie zu ordnen. Dann gingen sie. Einkäufe machen. Zeit hatten sie nicht, wenn sie noch ins Dorf zu Stines n und vor der Nacht wieder auf dem Bakkehof sein woll- ten.„Du mußt machen, daß du fertig wirst." sagte Sine. „Sonst schaffen wir's nicht." Stine versprach, sich zu beeilen, denn schaffen mußten 'sie's.„Vater wird sich sehr darüber freuen, daß du mit« 1 kommst," sagte sie. Er mag dich so furchtbar gut leiden, weil - du mir HUsst und gut zu mir bist. Er ist selber so gut, so gut." „Dann muß ich wohl auch was für ihn mitnehmen," sagte Sine lachend, und kaufte eine Flasche alten Rum. Stine hatte sich daran erinnert, was sie dem kleinen Paul versprochen hatte, und für eine ganze Krone Spielzeug für ihn gekauft, und da die beiden anderen keine Stiefkinder sein sollten, so ging alles Geld drauf. Nun statte sie auch etwas zu schleppen bekommen! Da war eine Pfeife und Tabak füt Lars Peter, ein Pferd mit Rädern darunter für Paul, eine Puppe für Schwester und ein Fuhrwerk, das sich aufziehen ließ und von selber fahren konnte, für Christian. Sie kamen glücklich mit allem am Ziele an, und die Freude war groß. Das war das erstemal in chrem Leben. daß Stine imstande war, Geschenke auszuteilen, und das erste- mal, daß ihre Geschwister richtiges, im Laden gekauftes Spiel- zeug bekamen: es war schwer zu sagen, auf welcher Seite die Freude am größten war. Lars Peter stopfte sofort die Pfeife und zündete sie an. Welch großartiger Rauch ihr entgegen- strömte! So blauen Rauch glaubte er noch nie gesehen zu haben. Und wie gut er roch!„Aber haushalten kannst du gewiß nicht," sagte er neckend. Na, der wichtigste Teil des Lohnes war ja geborgen: Kleiderstoff, Wolle und Holzschuhe. Lars Jensens Witwe, die eine flinke Hand hatte, hatte ver- sprachen, das Kleid zu machen. Stine wollte auf der Stelle zu ihr. „Den Stoff kann Christian ihr hinbringen," sagte Lars Peter.„Dann machst du uns eine Tasse Kaffee. Heut soll er besonders gut werden. Wenn man solchen Besuch kriegt!" Er schaute aufgeräumt auf Sine hin. Stine kam mit dem Kaffee und stellte ein Glas auf den Tisch.„Du sollst doch dein Geschenk zu kosten bekommen," sagte sie. „Dann sollt ihr beiden aber auch mit dabei sein," sagte Lars Peter und holte noch zwei Gläser. Er wollte erst den Besitz der Flasche genießen, bevor er sie aufzog, ließ sie ein Weilchen in der Hand ruhen und hielt sie dann gegen das Licht. „So eine hat man seit mehreren Jahren nicht im Hause ge»" habt," sagte er. Seine Stimme war ganz warm,„Es ist bei' nah, wie wenn man der ersten Liebe seiner Jugend wieder begegnet." „Hat die so ausgeMen?" fragte Sine lachend. „Schöll war sie. Aber so prachtvolle Backen wie Ihre hat man doch nie gesehen." „Aber Pater!" sagte Stine mahnend.—„Ja, zum Henker — man wird doch nicht lügen. Ich will bloß sagen: wäre man jung gewesen..." Er war ganz angeregt, obwohl er den Rum noch nicht gekostet hatte. Sine lacht« bloß glucksend: sie fühlte sich heute überhaupt nicht beleidigt. Das hätte nur der Tagelöhner oder ein andrer sagen sollen—, Stine betrachtete stolz ihren Vater.„Na— ich dank' schön fürs Getränk, und weil Sie so gut zu dem Mädel sind," sagte Lars Peter, und dann stießen sie an. Stine stieß mit an, aber ein Schauder durchlief sie, und sie stellte ihr Glas fort, sobald sie daran genippt hatte. Während sie mit dem Kleiderstoff zu Lars Peter Witwe binüberrannte, fanden Lars Peter und Sine Zeit, ein ernstes Wort über sie zu reden: die Kinder lagen auf dem Fußboden und waren mit ihrem Spielzeug beschäftigt. „Geht es so einigermaßen mit ihr?" fragte Lars Peter. Beide verfolgten Stine mit den Augen: sie lief wie ein Zicklein durch die Dünen— so freute sie sich über das neue Kleid, das sie bekommen sollte.. „Ja, sie ist wirklich tüchtig," sagte Sine.„Wären nur alle Menschen so willig und pflichttreu!" Ja, etwas Schlechtes war nicht in ihr— soweit Lars Peter wußte. Aber da war das mit der Behandlung. Sie klagte nie— mit keinem Worte, aber die Leute vom Bakke- Hof hatten keinen guten Ruf. Sie hatten ihr« Fehler wie alle andern— vielleicht auch schlimmere als die meisten. Aber auszuhalten war es, das mußte man sagen. Und gutes Essen kriegte man auch. Ja, das hatte nicht wenig zu sagen, und sie selber war der beste Beweis dafür, daß es sich auf dem Bakkehof aus- halten ließ, meinte er und heftete die Augen auf ihr rundes, mildes Gesicht. Sine mußte lachen, und Lars Peter lachte auch: sie saßen beide da und sahen zum Fenster hinaus und wurden ganz rot um die Augen vor Anstrengung, um dc<( Lachen zu überwinden. Und dann sahen sie einander an und lachten wieder.„Ja, ist es nicht auch.. sagte Lars Peter. stockte jedoch.. � � (Forts, folgt.) iuaifcettionffrafion des Verkehrspersonals. Das Verkehrspersonol' solange vom Mitbieten ausgeschlossen, bis der Lokalbedarf gedeckt SS. MM.(Tti.».gen �oreßen ge- Sollten trotzdem Störungen vorkommen, so sind für diesen Fall beten. A. Henneberg, Berlin 20, v�ponbeimur. i. selbstverständlich olle entsprechenden Maßnahmen vorgesehen.! Die Warcuversorgiing durch die Eeweiifchastei,. �ie vre.: Mgemcmen '',.JL/_'„ t �........„! Deutschen o�wcrischastSbund ivi Üieich und u? Berlin clngcrlchtetcn Bcr- Scharfrichter Krauh gestorben. In Burig bei Erkner ist, voll- icilunesstelMl erfreucn sich bereits überall eines starten Zulonis. Jeder sangs sorgfältig Tagebuch geführt. Diese Beschäftigung und seine eigentliche amtliche Tätigkeit strapazierten aber seine Nerven der- art, daß aus dem einst stattlichen, herkulisch gebauten Mann ein voll- kommen neurasthenischer Siecher wurde.„Ai bin soweit," soll er gesagt haben,„daß ich kein Blut sehen kann, ohne schwach und elend zu werden." Deshalb zog er sich bereits vor 25 Jahren von seinem Amt zurück und eröffnete in der Skalitzer Straße eine Roßschläch terei, die er aber auch wieder aufgab, um sich in den kleinen mär- kischen Ort zurückzuziehen, wo er seine letzten Lebensjahre ver bracht hatte. Eine unverbesserliche Schwindlerin Auguste Glowe, die aus dem Gefängnis entwichen war und schon seit Iahren die Strasbehörden beschäftigte, ist wiederum von der Kriminalpolizei verhaftet worden. Unter dem Borwande, für Verwandte aus dem Lande eine Wirt. schafterin zu suchen, gelang es ihr, Frauen und Mädchen, die sich bei ihr meldeten, und denen sie sich als Frau Oberlehrer vor- stellte» zu veranlassen, mit ihr gemeinsame Reisen in die Provinz anzutreten. Sie richtete es immer so ein, daß sie stets einige Stuni�n ver Abgang des betreffenden Zuges auf dem Bahnhof eintrafen. Sie gab alsdann sowohl ihr Gepäck als dasjenige ihrer Begleiterin auf, um sich nachher in den Besitz des gesamten Ge- päckes zu setzen, während die Betrogenen vergeblich warteten. Für diese �Straftaten war sie ins Gefängnis geschickt worden. Nach ihrer Flucht nahm sie den alten Schwindel sofort wieder auf, spielte aber nebenbei dann auch noch selbst die Wirtschafterin und stahl in den Stellungen, was sie irgendwie zu Geid machen konnte. Die Kri- minalpolizei fand in ihrem Besitz jetzt noch eine Menge erschwin- dclter und gestohlener Sachen, deren Eigentümer noch nicht bekannt sind, insbesondere Silberzeug mit dem Zeichen M. M. und L., Wäschestücke, die A. T. gezeichnet sind und viele Kleider. Die Eigen- tümer können sich im Zimmer 154 des Berliner Polizeipräsidiums melden. Die Schwindlerin ist eine kleine, schmächtige, krankhaft aussehende Person. Ilm Mitleid und Vertrauen zu erwecken, ging sie in der Regel in Traucrkleidung. Vodeanslalt Bärwoldstraße neu rtöjfncf. Da bi- n".;.». Berliner Kollegen ermöglicht die Berliner Gewerkschaftsioliin-uiio?'. Moni und Besichtigung von 9 bis 7 Ubr gegen Ausweis in solgend-n Berleilungs- slkllen: Zimmerstr. 68, Sebestionstr. 37/38, Engeluser Ä>'.aansport- arbeiterverband), Choiatsstr. 3(Konsumverein der ÄEG.h Svneiderei- -Hcnossenschaft Hoffnung", Berlin N., Brunncnstr. 18k, Cvinriü' vlotz 4, Schönhauser Alice 173, Eingang Schwcdtcr Straße, Karlshorst, �alosted» lung, Hegemeisterweg 54. Busch spielt wieder vom 5. Mai(Himviclfahrtstag) ab, nacht' a das Gastspiel des Dresdener Sarrasani-Enserndles inzwischen zu Ende xca«ngen ist. Me mitgeteilt wird, soll die Neuerössnung ein glänzendes Progc�mi bringen, dessen zweiter Teil ein großes Manege-Schaustück in sechs Bü ci'l darstellt. Im Zoologischen Karlen kostet der Eintritt an diesem ersten Mai» Sonntag während des ganzen Tage? nur 2 M., für Kinder unter 19 Jahren die Hälfte. Aquarium cbcnio, vom Zoo aus oder vom Aqua zum Zoo nur 1 M. Bon 4 Uhr nachm. ab großes Konzert der Kapelle des Obermusikmeisters a. D. Knoch. Ja der Treptow- Sternwarte wird der Zlat'trsilm„Das Wunder des Schneeschuhs" gezeigt. Tie Borsührungstage werden Sonnabends an den Anschlagssaulen bekanntgegeben: die Treptow-Sternwarte erteil« aus tele- phomsche Anfrage, Montzplatz 1990 oder 2505, auch nähere Auskunst. Es empfiehlt sich, die Karten wegen des großen Andranges vorher durch Fern- sprccher zu bestellen. Ichreiberhau im Riesengcbirge ist zu jeder Jahreszeit mit einer Fülle pon Naturschönheitcn ausgestattet. Samlgrüne Wiesen mit bunteingesticktem Blütenslor, knospende Baume und Sträucher, dazwischen die schmucken Villen, Gast- und Logierhäuser. Hotels rsw., das olles iimichlistien von dunkelm Föhrenwald mit lichtgrüncn Buchen-, Lärchen- und Birkenhainen und weiter nach oben die letzten Schneereste. So zeichnet sich das �i'd dieses Gebirges, welches in den Pfingsttogen das Ziel vieler Naturfreunde sein wird. Ein- Post- und Tclegrammzebühren-lledersicht erschien soeben im Bcr- läge von Georg«tilke, Dorath eenstr. 66 67, zum Preise von 2 M. Ter aus starkem Karion gedruckte Tarif ist sehr üdersichtlicki und empfiehlt sich zur Anschafsimg für jeden, der üder die neuen Post- und Telegramm- gebühren sich schnelle und zuverlässige Auskunft verschasfen will. Brot und Mehl. In der Docke vom 2. bis 8. Mai darf Brot und Medl nur auf die Brotkarte abgegeben und entnommen werden, deren Ab- schnitte dos Stichwort„Tiergarten' tragen. Brot und Mehl auf die Karte mit dem Stichwort„Tiergarten" dars erst vom Wontag, den 2. Mai, ab verkauft werden. Städtische SäuglingSfürsarge Neukölln. Im Hause Hertzdergstr. 8 ist eine dritte Säugli-igssürsorqestcllc des Bezirksamts Berlin XIV«Neukölln) eröffnet worden. Sprechstunden in Säuglmgsirogen: Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags von 2 bis 3 Uhr nachm.: in Kleinkinder- angelegenheiten /Kinder vom vollendeten 1. Lebensjahre bis zum Eintritt der Schulpflicht�: Mittwochs von 2 bis 3 Uhr nachm. Am Sonnabend ist die Säuglingssürsorgcstellc geschlossen. Herr Sekretär Treüke feiert heute(l. Mai) sein 2 5 jähriges Jubiläum als Sekretär und Starter der Trabrenngesellschaft Westend. Mrbeilerschachklnb. Montag, den 2. Mai, abends 8 Uhr, bei Back. Jiilicher Straße. Dortrag am Wandbrett über das Max-Lange- Gambit. Gäste willkommen, Eintritt frei. 95. Abk.(Neukölln): Die Genossen versammeln sich ptw' bei Grie slration. Morgen, Monkag, den 2. Mai: ZO. Streit. Ncinlckenbors. Abend- 6 Uhr im Rathaus Witttne Kreisvorstandssitzung. Die Stadt- und Dezirksverordneten sin geladen. �» Z-. Abt. Ad-nd» 7% Uhr Frauenabend bei»rllger, Hussitenstr. 81. Ast. Friede!: 0». Abends 7H Uhr ffrauenadend in der Luisen Eenosse Dr. HcniKc. Thema:„Frauenkrankheiten.. Sä. Abt. Zlcoköll-. Abend- 7'- Uhr Oeffentlichc Elterm-ersammlun! und IS. Gcmcindeschulc bei Eriegc-, r'essingstr. ü. Tcgesordnu -Aufgaben der Elternbeiräte in der weltlichen Schule. Aef. Ge�'' Heyn. Dekanntgabe der Kandidaten. Uebermorgen. Oienskag. den Z. Mai: 2.«rci,. Tiergarten. Abends C's Uhr bei Tritmper,. Flensburgc AreisvorstanVssitzunz. Um 71- Uhr errveiterte Arcisborftands!: den Äassiercrn, Frauenvertrcterinncn usw. Wichtige Tagesordnung liches Erscheinen unbedingt erforderlich.. 14.«reis. RcakSll». Abends 7� Uhr i.raucnkonfercnz im Ra' mcr 241 lErfrifchungsrauml. Alle Funttionärinnen de- Nu aebeten, der wichtigen Tbar-ordnung wegen pünitlich zu ers„>e 19. Hht. Abends 7 Uhr bei Cdjcnad, Ermarltcrstr. 8. Sek- Rigtu Funktionärkonfercn/ sämtlicher Bezirisfiihrer, Betriebsräte und Be.. leuie. Tagesordnung: Wichtige Besprechung über innere Atttcilun Achtung! �EUcrnnersanunlnng der ZI2. Kemeindeschule abends 7 M- Zchvlaula der ISS.«Seaieindcschul?, Ruheplatzstr. 6. Thema: ,J3a-: fettfche Schuiproaramm'. Ref. Lehrer Jensen._ Achtung! und Telegraphenb-amt- und-be-mtinnen! Am. den 0. Mai. abends 7 Uhr, bei Stßcr., Bergsir. 6b,©totze oft«! fammlurg. Tagesordnung:„Unser Bcienntnis zur RepubUI. sekreto- 2ticck. Freie Aussprache..... g-Ätnufl«bisenbabner! Dienstag, den 2. Mal, abends 7 Uhr. Erof, -che xeriammlung in Charlotlcnburg. Charlottenburger Festiale. /..---icki.Sirab- rt. Togezordnung:„Die Stellung der Eisenbah Kl-, ich::: UN wirtschaftlichen Leben". Ref. MlNisicrralrat S I Freie Aussprach-.— fe «erbcmis'ihnh Sazia'dcwokratischer Polizeioeamten SPD.! Dffnz� Reue" r. f ,' eich!'' Sä< Luisen-Saal), M i Ig lieb erversaminlirn e- nun». and oder Gewerkschaft. Art. La- «»Ai.udei des...-bandes der Po!izclbcam!cn% S? Srmtte S.-'retär des Rcichsverbo.ndcs der Pol-ze.beami DeichMsse der' �'chcnkamr: ssion R-rd-SSd und die dadurch b.�. WolÄE � c""!/- ibur Albinus. S. Freie Aus-orack Ksbuch legittmi�i' d.° aus unserem Boden sichem. eingeführt werden. t � Ball-bühne 0weÄ�UnbV*>- �r:' ÄunT« fäuM« n �ücksichtigt'wmde?!°''""�Vzitlsdi:.ung-au-schug Sraß-Be-N- lleöang&ffundep, ö? LPD.-Cbts-e. Anfragen sind zu richten an sc. EchuÜf«hariattentm-«."irchll'' Zilmschau. Fikmoperetie. Die viele Anzeichen uuttsiglich beweisen, bat der Film — in seiner bisherigen Form— seinen Höhepunkt überschritten: er sucht nach neuen Formen mit neuem Inhalt, ein Bestreben, das grimdsätzlich zu begrüßen ist. Bon diesem Gesichtspunkte aus ergibt sich die Stellungnahme zu der Filmoperette„Banditen", die im Sportpalast(Potsdamer Straße- gezeigt wurde. Es ist den Verfassern gelungen, sämtlichen„modernen" Kitsch vom schönen„Liescheil-Lied" bis zum„Wer wird denn weinen" mit erstaunlichem Scharfsinn zusammenzuttogcn, und bei ollem Wohlwollen muß man doch sogen: so dars die Reform nickt aussehen, wenn sie Gutes bringen will. Es folgte:„Pfropf nnd Wrumpfenschrumpser", das von dem Verfasser selbst als„Lustspiel mit Hängen und Würgen" bezeichnet und da. mit durchaus zutreffend kritisiert wird. Aus der Operette seien Karl Geppert. aus dem Lustspiel Joses ine Tora mit vergnügter Erinnerung er- wähnt. „Die große und die klein« Welt" rollte im Tauentzicnpalast über die Leinewond. Ein Graf verliebt sich in ein Proletorierkinb und betratet es. ohne seinen Titel zu nennen, bis endlich das Geheimnis gelüstet wird, woraus sich denn allerlei kleme Verwicklungen ergeben. Das Publikum zollte Beifall. Warum auch nicht? Könnte dock der Film ebensogut von der Eourths-Mahler geschrieben sein. Alfred Abel, Hans Albers. Jlta Grüning. Charlotte Perrv Ander und auch Hermann Picha mögen des flotten Spiels wegen erwähnt werden. „Die verboten« Frucht". Ein Gesell'ckaflsfilm, bearbeitet noch dem gleichnamigen Roman von Panl Oskar Höcker.?lbcr das problemhafi Menschliche bildet den ipmpatbischcn Grundgedanken. Ein junger Edel- mann— welcher Film kommt ohne die Herren und Damen mit dem„von" aus— ist aus ellrenhaftcn Motiven, um einer Frau Nullen, meineidig ge- worden. Für die adlige Sippe ist er tot. Er gibt sich aber nicht aus, sondern geht in§ Ausland. Tort wird er, was in Deutschland anscheinend auch beule noch nickt möglich ist. nämlich ein tüchtiger Kerl, der sich durchsetzt. Sein adliger Better, der an seiner Vertreibung schuld ist, Staatsanwalt, nüchternster Preuße, heiratet indessen ein liebes, herziges Mädel, dessen Namrsriscke unter der trockenen Cholerik des Gatten bitter leidet. Unter- weg?, in Italien, treffen sich die beiden Vettern. Das gute Frauchen will sie zusammenbringen. Ter Versuch mißlingt. Dennoch ober trägt die ikische sre.ie Menschlichkeit innerlich guter Menschen den Sieg davon über Pedanterie und Engsti unigleit. Dos Ganze endlich einmal wieder ein Film, mit dem die deutsche Filmerei Ebre einlegen kann, dank einer ousgezeick- ncten, ohne Mätzchen arbeitenden Regie Rudolf B.i e b r a ch s. der auch als Kapitän Plaschke gut war. Lotte N e u m a n n, das liebe, treuherzige Menschenkind, Jobonnes R i e m a n n, der aus dem Ziest gefallene Adlige, in Sviel und Maske immer überzeugend und bezwingend, Hans Marr, der Staatsanwalt, dürr, nüchtern, Leopold v. Ledebur ein eleganter, aber erfolgloser Mephisto. B i c b r a ck bat es mit großer Liebe und Hin- gäbe verstanden, herrliche Bilder de? Südens— nickt etwa gemalte aus Filmersdorf— in den Film zu verweben. Sehnsuchterrcgend ziehen Genua, Syracus und Eatania an uns vorüber, und mit leiser Besangenbeit betreten wir die Ruinen von Pompeji. Auch die Bilder Italiens machen den Film wertvoll. Die ansgezeichnete Photographie besorgte Otto Tober. Der Film wurde von der Ufa dargeboten.— Voraus ging als Beiprogramm «in Musteriilm der D e u l i g, näckuich ein Muster lederner Langeweile: ein Städtcsikm von Barmen, in dem außer der Schwebebahn kein der- nünftiges Bild war. Biel hübtcker war. von derselben Firma, der Enten- film der Carla Lütke, allerliebst dem Tierlcben abgelauschte Ausnahmen. Die»s�»a. 7'- Uhr: Soz. Mllnnerchoe Hol der 11.»elschule. Boeckhür. 9/10-. Harmonie öae Berlin«. ä e s Tor tr W e i ß e n s e e _______________. aiXV-u.r.,- Uht: So,. MSnn-rchor P-enzl-'-er ffofC Prenzlauer Allee.— Mannerchor„Harnronle"-Chnrlol»»�' der Siemens Oberreallchule, Schloßstr. 27.__ h, Die Vereine werden gebeten, zu de: ern M itt w 0 01, findenden A u- s« u tz s 1 tz u n g mil dem Bezirlsoildungi.au->1 1 stieße 5) zwei Vertreter zu entsenden. Hroft-öerliner parteinachrfchten. Weitere Trefipunkte zu? Maifeier. Mus aller Welt. Oberlchlesischcs. Etwa 20 Banditen überfielen da?-- Stellenbesitzers m S t ä d t i l ch> D 0:n b r 0 w a. Der ixt sitzer und. seine Frau konnten im letzten Augenblicke stückten. Banditen zerstörien dnick tvcit über I 00 H a nH g r a n a t ganze Inventar des HauseS und nahmen ickließl'ck ein P" 19999 Mark Bargeld mit. Sckaden etwa 790V9 Mark.®' diien entkamen unbehelligt. Man vennmei' einen Naczeo" Schadenfeuer. Svnnabsndvormittag brach in der 2 ten- und Dachpapper-sabrik von Preß u. Co. in Coswig t ein großes Schadenfeuer aus. Die zahlreichen B tanks explodierten und gaben dem Feuer Nad" sich bi)ld über die ganze Fabrik ausbreitete. Sömt.lich l i ch k e i t e n wurden vernichtet. In der Mitlagssti das Feuer'auf feinen Herd beschränkt. Menschenleben Brand nicht gefordert, doch gab c? mehrere Schv letzte. Der Schaden dürste in die Millionen gehe» verurlellung eines Briand-Gendarms.?lu e!ne Übergang bei Blickofsheim war die 35jäqri,e Frau bahners von einem zur BahnkofSbesatzung BisckoiShcim Koloniolsoldaten ange'allen und. da sie sich« gewaltigung widersetzte, tätlick angegriffen worden. wurde vom Mainzer Kriegsgericht zu einem Jahc Gefä urteilt. Einer der größten dänischen kriminalprozess- sanr Spruch des höchsten Gericktshofes seinen. Abschluß. Jahre war der ziraktische Arzt Dr. Nordentoft schiedcner ihm nachgewiesener Verbrechen zu einer Zur und auf Grimd eine? Indizienbeweises wegen Ermor? Frau zum Tode verurteilt worden Der höchste Gerich ihn wegen mangelnder Beweise vom Morde frei, ver jedoch wegen Abtreibung, Brandstistung, Betruges, Erp Notzucht in verschiedenen Köllen zu 12 Iahren Zuchlhw Sonderbare Gemeinderäte. Die größte Ueberraschu A m st e rd a m« r Gemeindcratswahlen war die oerhi große Etimmenzahl für die Partei eines gewissen D c 14 9991 Die Partei erhielt zwei Sitze im Gemeinderat. ist ein Bettler, der in der letzten Zeit wegen' Trunk cnheit dreimal von der Polizei aufgegriffen am Wahltag deswegen zu 14 Tagen Haft verurteilt Ä Der zweite Gewählte ist ein anarchistischer Kal»orteur. i," waren die Wahlen für die Sazialdemakraten eoenso günstig die Kommunisten schlecht. Hitzwelle im Norden! In Kristiania wurden 24 Grad gemessen oder nur ein Grad weniger, als die Hochtemper- Sommer. Die Stadtleute flüchten vielfach in die kühlen Be Ein teieleklro-lenkbares �Panzerschiff. Dos Bemerken� bei dey- Flottenschau de? P' äsidenten Harding in Hampt waren, wie aus New Jork gemeldet wird, die Versuche Panzerschiff, das mit einer drahtlosen Borr: ausgerüstet war. die über eine Million Dollar gekostet ho Panzerschiff wurd? von anderen Fahrzeugen aus gelenkt. Panzerschiff selbst befand sich keine Bemannung. Geschästlicbe Mitteilungen. «OÄ� P...................... CelÄpr -,, hcutiaem Inserat 5 Ansnadmetage, t. Ilten Anfang nehmen, während filr die Schuhgeschäfte der- (Siehe auch die Ankündigungen im gestrigen Morgenblatt.) Raummeter, Birken 12 Raummeter, Kiefern 234 Raummeter, 9- kreis(Hallcfches Tor): 9.— 13. Abt.: Nachmittagsfeier im„Bil-------...— "rlcn 15 Raummeter, Schichtnutzholz IL Försterei Blockbrück. toriogorten",: Treptow. Gemeinsamer Treffpunkt mittags Iis'«ommerschuhwert angezeigt werden. Fegemeister Borgmann): Eichen 19 Raummeter, Kiefern 212 Raum- Uhr, Mariannenvlatz(Fcuerwehrdenkmal). Pünktlich um 2 Uhr:' teter. Försterei Hohenschöpping(Förster Gaede): Kiefern 2 Raum- Abmarsch über Wiener Brücke zum Fe�lokal teter. L. Brennholz: Försterei Nieder-Neuendorf: Eichen kl. Abt.: Die Genossen treffen sich früh 9 Uhr bei Peister, Euvry- Raummeter Kloben. 2 Raummeter Knüppel, Birken 58 Raum- straße 11. 'eter Kloben, Kiefern 179 Roummcter Kloben. 28 Raummeter 13. Abt.: Die Genossen treffen sich um 8� Uhr om Moritzplatz«.». 1». Setzen Sie einen 7-«reg ein. den Sie für enge, nüppel. Försterei Blockbrück: Eichen 17 RanVmeter Kloben, lWertheim).«~ r»"*® 5?is.,um vollendeten 10. Sebensj-hrc.- e. 4. W Raummeter Knüppel. 19 Raummeter Reiser III. Birken 292 34. Abt.: Treffpunkt sämllicher Genossen und..V°rwärts".Leser bei°.Vfc sTiÄr°,n'- R z" s�Das' n?* nickt aummeter Klobeu, 80 Raummeter Knüppel. 483 Raummeter< Obligo, Stralsunder Straße 11, früh 9 Uhr. i tvettm. Di- Miete müssen Sie zählen.— P. W. t«. 1. Wenn es sn- ekser III, Kiefern 154 Raummeter Kloben, 62 Raummeter 35. Abt.: Treffpunkt sämtlicher Genossen 9 Uhr früh bei Krüger, �"InS;.30'S1 ffabrikr-ume t» Wohngebäude« led nüppel. 15 ZAiummeler Reiser UL Beim Brennholz sind Händler t Hussitenstr. Z4.' �her..�." öriefkaften üer Redaktion. Schriftliche Auskunft wird nicht rrtii!». WLrtfthQft Zlahrungsmitleleinfuhr und Lebenshaltung. Das statistische Reichsamt stellt die Einfuhr der wichtig- sten Nahrungs- und Futtermittel in den ersten neun Monaten 1320 der Ein- imd Ausfuhr dieser Waren in der gleichen Zeit des Jahres 1313 gegenüber. Die Statistik ist in mehrfacher Le- ziehung unzuverlässig. Einmal klaffte am Anfang des vorigen Jahres noch immer dos L o ch i m W e st e n, durch das groß« Warenmengen nach Deutschland einströmten, ahne von der Statistik erfaßt zu wer- den. Zwar handelte es sich hierbei überwiegend um industrielle Fertig- und Luruswaren. In erheblichen Mengen sind aber euch Lebensmittel wie Schmalz, Fleisch usw. durch das Westloch herein- gekommen, während die Einfuhr von Rohstoffen auf diesem Wege nur in geringerem Umfang möglich war. Dazu kam, daß in den ersten Monaten des vergangenen Lahres die Valuta sich außer- ordentlich verschlechtert und die Einfuhr selbst lebenswichtiger Waren nahezu unterbunden war. 1'm Jahresmitte setzte dann, nachdem Ein- und Aussuhr reguliert worden waren, die Absatzkrise im In- lond ein, wodurch natürlich weniger Devisen ins Land kamen, was auf die Einfuhr hemmend wirken mußte. Zudem sanken damals am Weltmarkt die Preise, so daß sich natürlich der Einfuhrhandel große Beschränkung auferlegte. Aber auch so gibt die Einfuhrstatistik«in Bild von der B e r- armung des deutschen Volkes, selbst wenn man nur die Einfuhr mengen in Betracht zieht und sie mit dem Einfuhr über- s ch u ß der ersten neun Monate des Jahres 1313 vergleicht. In welchem Maße das Dolk auf billigere Nahrungsmittel zurückgreifen mußte, geht aus folgenden Tatsachen herver: An Weizen wurde kaum ein Drittel der Menge eingeführt, die im Jahre 1313 als Einfuhrüberschuß zu verzeichnen war. Sie betrug in den genannten Monaten nur 380 38? Tonnen. Dagegen Hot die Roggen einfuhr mit 228 175 Tonnen etwas die che he der Einfuhr in der Vergleichszeit überschritten, wobei aber zu berück- sichtigen ist, daß im Jahre 1313 dieser Einsuhr eine Ausfuhr von K32 778 Tonnen gegenüberstand. Di« Ein'uhr an Mehl ist gestiegen, mährend auch davon im Jahre 1313 ein ganz bedeutender Ausfuhr- Überschuß zu oerzeichnen war. Ai-slöndisch« Butter kannte hos deutsch« Bast nach der Reichsstatistik so gut wie gar nicht mehr. Die Einsubr dieses hochwertigen tierischen Fettes fiel auf«in Achtel gegenüber der Bergleichszeit; dafür aber ist die Einfuhr an pflanz- l i ch« n Fetten, wie Margarine, Kunstspeisefett, aus ein Vielfaches der Vorkriegszeit, nämlich auf 53 836 Tonnen gestiegen, während wir 1313 volle 38 000 Tonnen dieser Fette oussübrten. Im übrigen zeigt di? Statistik einen starken Rückgang der Einfuhr von Reis und von Mais, während die Kartoffel- einfuhr, fast das Vierzehnfache des Einfuhr über- lchusses in der Vcrgleichszeft beträgt, nämlich annähernd 700 000 Tonnen. Der geringen Einfuhr von Futtermais steht eine Steig«- rung der Fleischeinfuhr auf mehr als dos Doppelte gegen- über. Sehr stark gewachsen ist die Einfuhr von amerikanischem Schweinespeck, während der Import von Schmalz sich ebenso wie von Käse auf der Jhöhe der Vorkriegszeit gehalten Hot. Auch mit diesen Einfuhren war der Bedarf, an Lebensmitteln nur sehr knapp gedeckt. Die Einfuhr von gesalzenen geringen, die auf das Zweieinhalbfache der Vorkriegseinfuhr stieg, mußte den Ausfall decken helfen, chatte Deutschland vor dem Krieae noch rund 472 000 Tannen Zucker in den Monaten Januar bis September ausführen können, so war es in der gleichen Zeit des vergangenen Jahres ge- nötigt, 17 436 Tonnen»inzuführen, ohne, den Zuckerbedarf ausreichend befriedigen zu können. Aus diesen Einfuhrziffern spricht eindringlich die V e �- schlechterung der Lebenshaltung der breiten Masten, die durch die Teucrungsstatistik im Verhältnis zu den Löhnen schon bewiesen ist. Die Wirtschasllichkeik im Sohlenbergbau. Im Reichswirlschaftsministerium fanden am Sonnabend unb'r dem Borsttz des Staatssekretärs Dr. chirfch und in Anwesenheit von Derlreteru der Organe der Kohlenwictschaft eingehende Erörterungen über die Ergebnisse der Arbeiten der„B e r g t e ch n i s ch e n Kam- Mission" statt. Dieser Ausschuß war auf Anregung der parla- mentorischen Körperschaften noch der Sxa-Kanferenz aus Arbeit- gebern und Arbeitnehmern unter Leitung eines Vertreters der Äergbehörde eingesetzt worden, um betriebe- und bergtechnische Fragen mit dem Ziel einer Steigerung der Förderung und Wirtschaftlichkeit der' Bergwerke zu erörtern. Die Vertreter des Aueschusses erstatteten über die von ihn im Ruhrbergbau anoestellten lintersuchungen und über die Erfolge seiner Anregungen auf den Bergwerken Bericht. Die von dem Ausschuß empfohlene Einricklung von Lehr- komeradschaften zur rascheren fjeranbiUmng von Kohlenhauern ist auf fruchlbaren Boden gefallen. Im Ruhrbezirk sind bsreiis 300 derartig- Lehrkameradschvften'in Tätigkeit. Die Schmie- rigkeitcn bei der Auswohl der Auszubildenden und ihre Ent- lohnung hofft man beseitigen zu lönncn; man verspricht sich von dieser Einrichtung eine bester« Berufsausbildung der Bergleute und eine Hebung ihres Standes im Interesse der Kohlenproduktion. Sel?r eingehend wurde dann die Frage der Oualitätsver- b e s sa r u ng der deutschen Steinkohle erörtert, die an- gesichts der veränderten Kahlenweitmarltlage sehr an Bedeutung gewinnt. Es wurden dabei die technischen Möglichkeiten des Problems lz. B. Arbeiterprämien für Reinhaltung des Färdsr- guhs, rerhMnftmäßige Dennchrung der Wasch- und Separations- kohle) wie euch die kaufmännischen Mittel lweitergchendc Preisstassclung der Sorten) zur Erreichung dieses Zieles erwogen. Mitgeteilt wurde hierzu, daß die Entente von Zlugust bis Ende Januar für 3 Millionen Tonnen Kohlen angeblich infolge ihrer Unreinheit— nach deutscher Ansicht zu Unrecht— die 5- G o ld- mork-Prämi« gekürzt hat, wodurch für Verbesserung der Lebenshaltung der Bergleute ein Ausfall von 15 Millionen Gold oder über 200 Millionen Papiermark entstand. Zur Frage der technischen Erneuerung und Ver- b e s s e r u n g der Betriebe, der Finanzlage der Zechen und der Geidbeschasiung hat der Ausschuß an 102 Verwaltungen Fragebogen ergehen lassen und bisher 67 Antworten erhalten darüber, we!cl>er Geldaufwand erforderlich ist, um die Betriebe auf die Friedcnsförderung zu bringen. Dos Ergebnis dieser Unter- suchungc.n lommt zu dem überschlägigen Resultat, daß zur Er- reickuna dieses Zieles etwa 8 bis 3 Milliarden Mark er- forderlich tscien. davon der �auptvosien für Wohnungsbau, aber auch eine Summe von 2� bis 3 Milliarden für maschinelle Einrichtungen über Tage, der Rest für Erweiterung und Ver- bcsterung fc-s unterirdischen Grubenbetriebes. Es herrschte Ueber- einstimmung darüber, daß die Lösung dieser Finanzierungsfrage um so dringliche, ist, als unter dem fetzigen Zustand einsr'eits die För- derung>«idet und die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Be''g- bau es in Frone gestellt wird, während aleichzeitiq der deutsche Maschinenbau sehr über mangelnde Beschästigung klagt. kiachbnhngcsellschafk. In der Generalversammlung der G esell- f schaft für elektrisckie Lzach- und Untergrund-! bahnen in Berlin führte der Vorsitzende des Vorstandes, Geh.| Baurot Wütig, u. a. aus:„Der Verkehr ist von rund III Miil.! Personen im Jahre 1319 auf ungefähr 100 Miil. Personen im,1 Jahre 1920 zurückgegangen; die Gesamteinnahme entsprach i den höheren Aufwendungen. Während im Vorjahr« in den Tarif- l vertragen mit dem Personal von Vierteljahr zu Vierteljahr und auch bei Beginn des neuen Jahres im Hinblick auf die jeweilige all- gemeine Preislage erhebliche Erhöhungen vorgenommen werden mußten, scheint jetzt ein gewisser Grenzzustand in der Lohnbewegung erreicht zu sein Auf die Ausführung der von der.ficchbahngesell- schaft früher aufgestellten Reubouvrosekte kann vorerst nichts gerechnet werden, auch kann die Fertigstellung und Inbetriebnahme' der Linie vom Gleisdreieck nach dem Westen, die im wesentlichen den Zweck verfolgt, eine durchgehende Verbindung von Osten nach dem Kurfürstendamm zu erreichen, zurzeit nicht durchgeführt wer- den. Dtt etwaige Wiederaufnahme der Arbeiten wird im Zusammenhange stehen müssen mit>r Weitersührung der Kurfürsten. damm-Linie von der Uhlandstraße nach den westlichen Vororten. Heute müsle als wichtigste Aufgabe betrachtet werden, die während des Krieges zurückgebliebenen Inftandhaltungsarbeiten so zu fördern, daß der Zustand der Bahn und ihre Betriebsmittel nach Maßgabe der jeweils verfügbaren Mittel wieder auf die volle Höhe gebracht wird. Die Hochdahngesellschaft habe seit ihrem nahezu 25iährigen Bestehen fast dauernd mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, die sich aber immer wieder ohne dauernde Nachteile für das Unternehmen haben überwinden lasten" Zusammenschluß zweier Hamburger Reedereien. Die Vermal tunzen der D o u t s ch- A u st r a l l s ch e n D a m p f s ck> i f s a hr t s g e s e l l s ch a s t uno der deutschen D»mpfschiffahrtsgeseUschaft Kos mos, on der die Hcmburg-Amerika-Liuie beteiligt ist. teilen mit daß die Verhandlungen über einen engen Jnteress enge mein schaftsvertrag zum Abschluß gelangt sind. Arbeikerenllassungen in der Hochseefischerei. Wegen ungiinstjtge Lage im Ho.Useefiictiereibelrieb wurden unter teUweiser Abmustcrun der Bcannschasten die ersten zehn Cuxhavener Fischdampjer auf gelegt. Aushebung der Höchstpreise für Seife. Durch eine demnächst er scheinende Bekanntmachung des Reichswirtschaftsministers werden di bisher festgesetzten Höctjftpmfe sür Seife, Cpciftnpulver und Schmier seife aufgehoben. Die englischen Kohlcugewluv.e. Noch herrscht in England de Bergarbeiterstreik. Die Erbitteruno, mit der er ocsubrt wird, er klärt sich vor allem au? den hohen Gewinnen der englischen Köhlen bcrgwerke. Zahlen, die im Unterhause gegeben wurden, zeige, daß— gemessen an den Erträgen der Jahre 1303 bis 1321— di Bergwsrksbefitzcr alle neun Jahre durch die Dividenden ihr K a pital verdoppelri, und außerdem-'0 Millionen Pfund Sts, linq für Neuanlagen zurücklegen. Der Bergwerksminilter B r i d g e m a n sagte in Beantwortung einer Anfrage des Abgeordnete Hurd, daß das gesamte, im Kohlenbergbau investierte Kapital ur gesöhr 180 Millionen Psund betrag«, wozu außc dem das in den letzten zwölf Monaten Neu eingelegte Kapib komme. Für diese Zeit sind die Profitzahlon wie folgt: Durchschnitt der am 31. März 1314 endenden 5 Jahre: 3,8 Pro „.. 31... 191.7 3.. 17 ..„ 31.„1321„ 4„ 15,5.. Es wurde geschätzt, daß 40 Millionen Pfund als Kapitalprasit' rechnen seien, was 11,75 Proz. Dioiderde für das Durchschmtk kapital bedeutet. Der„Daily Herald", dem wir diesen Bericht nehmen, schreibt dazu: Das heißt also, daß die durchschmttlv Iahresdividende über ein Neuntel des Kapitals auil macht und daß die Dergwerkscigeutiimer dozu noch 40 Mill. verdient hoben. Und das find die Leute, die die Bergarbei löhne unter die aller elendesten Lebensbedingungen herabdrück«� wollen. Rlililarisierung von E'.'onliohnwcrkstälien in Rußland. D russische Sowjetregierimg hat zwecks Durchführung des neuen Tkan, portplanes 2l Eisenba hnwer� statten militarisier darunter die Ssormowo-Werke mit 12 000 Arbeitern und die Wg sonski-Wcrke mit 10 000 Arbeitern in llcishny Nowgorod. lTchlvh de» redaktiovcHeu Teile.) Der Mcdcrcmfbau Europas. Einerlei, ob die Entente dar Gewaltanwendung ihre Forderungen durchzusetzen sucht, oder ob w durch Verhandlungen Bedingungen erreichen, die hart an die Gren der Leistungsfähigkeit gehen— immer wird man sich darüber ki, sein müssen, daß der Komps ums Dasein sür unser Volk wie für dc einzelnen härter als je sein wmd. Es gilt, alle Kräfte zusamm-r zu fasten und die Leiftungsfahlakeit nach Möaüchkeit zu steigern. ZI gesichts der Tatsache, daß die Leistungsfähigkeit vieler durch schlecht� Sehen beeinträchtigt wird, ist mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dc nur erstklassige optische Hilfsmittel wie der Lvhmann-Kncifc die höchstmögliche Schleistuna verbürgen. Diele Tausende bestück''.> die wichtigen Vorzüge de? Lohmann-Kncisers: Leichtester und dc fester Sitz, angenehmes Tragen, eicgauies Aussehen, genauest- A pastungsfähiqkett für jedes Auge und dadurch bewirktes gutes Seh, und größte Schonung der Augen. Der Loh mann- Kneifer ist B e r l i n n u r zu haben bei der O r t h o z e n t r i s ch e n K n e i f e gefellschaft, Potsdamer Str. 134 o; keine Filiale Nach auswärts Prospekt II sW._'_- IJlau lürbc da©im nur mii oeinen ISrauiix'-c. cn t4toflur Ixt und fordere die iehrrexhe Gratisbroschüre No. Z von 81 T Wilhelm Brauns, Gesellscha't mit be�chrärkt Haftung. QugdHg».har ärztlich empfohlen gegen: Hexenschuß Nerven- und Kopfschmerzen Togal stillt prompt die Schmerzen, scheidet die Harnsäure a und gebt direkt zur Wurzel oes UebelS. Keine schädlichen Nebe Wirkungen. Klinisch erprobi! In allen Apotheken erhällliw. Gicht Rheuma Ischias St'* s PA � D A Ü E£3.T ÜÄS s E Abb.1. Kleid marine- weiO pun IcricrterW a tch-- «toll, rot garniert. Länge 60 cm.... Je 5cm länger bia 105cm 6 M.meKr Waschstoffe Sckleierstoff q_e bediuckt. 75 cm. Mtr � Dirnllstoffe 1 A Kf\ ca. 75 cm breit Mtr. 14. DU Perkai und Zepkir* i rn 80 cm breit.... Mir. 14.0U Frotte 110 cm... Mtr 39.- Voll-Voile in apart.-A Mustern. 100 cm, Mt Scbnürsctut für �amen »ch warzRoß-Chevreau 1 05.• braun Chevreau. 175.- Sclinürstlefel fa' DaJr" aebwatz Boicalf..... 1 OO.— braun Chevreau.... 260.— Schnürstiefel •cbwarz Rindbox... 15o.— braun 225.— Vamen-Hüte Hut jugendliche Form, oq mit Band garniert... a Hut Glockcnform, Frotteborte m.Kun8tseide,��,J" Moosrösclicn•• Pihct 1.75 K-irschcn......Piket 2.25 Mal vco aparte Farben 3.75 K-unstscidcncs Band 4cm Mtr 4,- TVjicm Mtr.S 00 Taflljand 1 5cmMtr. 1 4.7£) DamenWäsche TagKcmd viereckig, mit Stick-Ansatz und nr Lanzette...... �O.— Nachthemd m.Slick.- g(y. Einsatz u. Ansatz.. Beinkleid m3tick.-An8.2o.— Prinzeßrock m. reichet Qy Stickerei....... O t•— ��eißer Unterrock c-r mit Siickerei-Ansatz. �••" Untertaille ausStick. 16.50 Herren-Kleidung Sakko-Anzug hell--tq/-» grau, eleg. Ausführ.- TJKJ.— Sakko- Anzug blau, reine Wolle, vorzügl. Q�t; Ausführung......... J.— Regenmantel impiägniert, bäum- FQS wollener Covertcoat«7—•?.— Schlüpfer flotte Aus- Oßfk führung,impr.Gabardinö»'U.— Sommer-Ulster e/n in modernen Farben»74U.— CaLT�en- timd BsalRor»-Möbel Korbsessel mit dichtem Sitz...... O./.-" Holzstuhl u:~..35.- X isch dazu passend,-« 55x80 cm........... Ol n<,>--°.-°i,7,'jj°�.9Z.. Bank dazu passend.. 130,•• Liegestutl m.Armlehne-wsJ«*" kte Sondemn�ebole Oamen-Leinznfchußs Damen■ Halbschuhe lad50 meiS, ct. Spange u. zum Schnüren. ttm ftarter Ettaßenbes.'hl., Leder- adiaZe,kurg.mod. Form. Extra diMg a. Rindbox u. St�Heor, mich w.Dmbyschnitt.irlid.Straßen. ' Ichub. Ganz besand. preiswert Damen« Halbschuhe au,Ehevreault.R.-Ehenr.Mit-» A x.n u.oijneLaiH.,$!att«u.®eihi)'*■ schnitt, neuest« li. mod. Farmen JL Tt VJe Damen-Schnürschuhe Damen-Laschenschuhe Damen« Spangenschuhe braun und schwarz Thevreau nnd Boxlaif zum Teil Goodyear- Welt- jt rninn Aaefübrung. mod. Formen'2 O* und Abilitze. Extra b'IIig JL& sjr Herren-Halbschuhe schwarz icbraunChevr. Derby, a � rn ni\ fchniit, Eoodyear-Welt-A ist.,"T mod. breit« Fa:m Extra ditliz JL die große Mode, in brarnr, grau und schwarz Chevrem>iowiebraunBax!a!s a 4-v a/nn undLack,ch!etvnrr .'lusNckruug rrub Aureguug -oboude Broschüre. Eiu neuer Gielsl? sendet arati»' S- Srbmana& Co., nerttuSoniggrätzer Str. 71. Passiva: Akfieakspital: ai Stammaktien........... b) 5°/, Vorzugsaktien........ Gesetzlicher Reservefonds....... ' P Vo Schuldrerschrelbungen..... 4»', Schu dverschreibungen....... 4'/,% Schuldverschreloungen...... ' Hypothekenschulden......... Rückstellung für Einnahmeausiälle... | BahnaniageniTilgungsfonds...... Rückstellung für die Talonsteuer.... Erneuerungsfonds.......... Rückstellung tür Unterhaltungsai bellen.. fonds für auScrgewöhnliche Ausgaben im Betriehe............. Rückstellung f. Wertpapiere u. Beteiligungen Im Jahre 1921 lälli werd. Schulaverschreib.- Zinsen und Bauzinsen auf Vorzugsaktien N'och nicht vorgelegte ausgeloste Schuld- vorsd reibungeh......... Noch nicht eri ebene Dividende und Zinsen auf Schuldver chrelhunjaen Kautionen von Ajigestelhen und Arbeitern Verschiedene Kreditoren........ Reingewinn............. 259D1 Parzellen FrillanJ. ial, lÖW vom. Versteigerung ooa etwa 40 pseebea. batunter »intge schwere, sowie ein größerer Rosten guter, gebr. Lebergeschirre. tÜgeoieioeSeMi'llMiiz-� Berlia N, WattstraBe 22-24. Sn"r"für,1ischias Hüft.GesäS u. Bein Da schw. Fälle In IS Tar. beseitigt.hier üb unomasib.Hellerfoigebest u. Referenz. Invaliden- j jpgljy straSe 106, von 10—2. um Lernt fremde Sprachen In den BERLITZ SCHULEN Leipziger Strasse 123a Ecke Wilheimsiracse Taueniz'enslr. lv» Man verlange Freiprospekt IS. In CtogeesOorl, 16 Minuten oom Bahnhof Sirausberg ent- iernt, zu verkaufen. Kbtiii 6 Co. Berlin. Yorckstr. II. Rur f. 2S63 M. 110412567 42 099 289 18 758 673 11 791 680 6 951 82» 6 235 055 1 468 937 14 491 205 3 7X4 924 Z 261 9x4 218 2-6168 M. 60 000 000 20 000 000 3 253 581 6860 00 66 759 000 10 001 000 7 504 650 300 000 3682 400 516364 1 4 01 v 4'7 2326 794 879 225 1 175 000 1701841 57225 530 159 216>73 1384'683 «56-690 218256168 PI. 55 70 61 19 2» 03 02 50 51 22 6» W. SS 64 Slutrelmgung. C.P@lz Kottbuser Str. Q Anzugsloffe Kostümstoffe Mantelstoffe Kleiderstoffe Seidenstoffe Mäntel Kostüme i 8 Röcke Out, reell, billig I Reichels schier„Medico�W iWacholder-Extraktj Ein vielseitig erprobtes Naturprodukt, be- rühmi durch seine kräftig blutreinigende, heil- same Wirkung gegen alle von unreinem I Blut u. Blutstauung herrührenden Krank- hellen. Hautleibeu, Hämorrhoiden, beson- ders Rheumatismus.«Bichl. Zschias.TNereu-, Haru» und Blasenleideu, gewisse Araucu- leideu— Wechseljahre. S&c Blutarme von stärkender Kraft Niemals off« ausgewogen, garantiert rein und Irisch! nur in meiueu Ortgwalpackuugen Mk. 8.50. Id.— 29. In den Drogerien und Apotheken erhältlich| Man nehme aber nur die aarantiertenOr iainalsülluugen! nnl der Echtbeltsmar'e.Medica'u.melbe Nachahmungen OttoReichel.Berlin4Z. Eisenbahnst. 4 � �. m u fcilzalilung.5 J.Garant. Kronen ISM.Plomn Lm � 3,—. Zahnziehen m.Einspr�höchstschmerz- Zahnarzi lind. Umarb. schlechtsitz. Gebisse. Rep. sof. Wal f. PotsdamerStr. 55. Hochb Sorechz. 9-7. Besondere Gelegenheit: Soiamer-Sportjacken IHUIUUiUllliilillllPllllilllllDllilillllHnilllHIllllllllllllllilllUllilllllllligiilllUlllllllilLlllillM «eine Wolle 210,- 'a. Kunstseide ÄÄÄÄ": 295,- Seiden-Jumper{.Ä�ÄVän?" 195,- Kinderjacke""I".35'.':); 170,- Kinderjacke M.aue.35r): 190,- Backfischjacke!T!r! 190,- Sehr preiswerte SoiwmerkfeSdsp und Sommerblusen 3atiStkieid bunt sremuateri, in schöner Ware, moderne Verarbeitungr 9 8 j"" /Ollekleid in neuesten Mustern, aucK einfarbig', in rosa, koralle, bleu 1 2 9 j-"" /OllVOllekleid in weiß unei farbig, mit Handauszug oder Einsätzen Damen-Strümpfe BL'SG in S?ortlorm' � Zephir oder Percal, in Vollvoile, Kimenoform___ Vollvoile, in Jabotform, mit Handhohlsaura, reich garniert, weiß O O SJlUbt? und farbig.................................... OOj""" SS US© e'e?anteste Ausführung, in Vollvoile, verschiedene Formen, sehr 50 Baumwolle, engl, lang, haltbar 480 C H. MEWIS 11 SpittelmarKt 11 Damen-Strümpfe primaFlor, sehr klares schönesGewebe 1550 Sonder'-' Anoebote Komisehe Oper Opernsplelzeit Heute' t'hr Erntaufführunji; „KltKmdelberg" Oper von Pacchierotti Ab Monlaj! täglich p/, Uhr: „Alt HelJelbcrs'* Theater am KottbuscrTor Tägl 7''? u. zu halben Preisen Sonntaj; nachm. 3 Uhr Eilte-Sänner Heute grotter Programmwechsel 'VIMMlsW U o. Bai in Gr, �aasFieOmis | täglich V«S Uhr Sascha Gura Paul Steinitz Lotte Hanne Horm. Reslaur«Hon»betrieb, Echte Blere. Einir.-l'r. 4.60, 7.10, 9.70. i»' h8 | Holzraarktstraße 72 Täglich: kr. Ball für die ältere Junend 5»3RS5r�»ISlK5Ea« LSalb iiub ZVaiicr. W Parz.: NRutc po» M M. on, >' Diorg.!> Porz: 45000 M., l-Wic(c88Ö09J!.,ttiI)lIi|d) oiiiüläf »ert iuCiipcuid in bcrSäctncrcl logischer Garten. w* ] firf-<. Ouwi,iiii*cu�p Gropes Konzert Aquarium ; S.leirläo TO» Bj.'Ä dl. 6, h. Letzte Tage! 4, 6 n n d 8 Uhr Das mit grossem B«if»n»tif- gcnomni«nc UFA- Union- Lustspiel PieBerakatee Ivon Hann» KriÜy und EnJst LtabUsch VciblJcbe HauTstroJJc: POLA NEGRI Männliche Hauptrolle: Paul Heidemann Regie; EmSt LUbltSCh Vorverkauf von t( bl« I Uhr Mittwoch, 4. Mal, 7"; Uhr: Der DeaUg-iMlm der UFA Di« grosse und gi die kleine Welt voaMax Mick und Adolf Linie mit Charlotte Perry- Ander, JlkiCnining, Alfred Abel /• Lugen Borg Regtet Max M a c k Leitung: Bans PhUipn Hofmann(ki�.) fr Lilly Halgren-Diiitola Eeinricli iensel mm Hilmar-teeR i Carl Braüü! Aus: Rheiagold, Walküre, Slcjrlricd, OStter. dfimmcrunx, o. n; Wotans Abschied u. Feuerzauber. Schmiedelt, d, Erda.Szene, Schluli* Besang der Brünhilde. Karten• 20—5 M. Inkl. Steuer b. Bote& Bock. Werth, MWWWMWWWW Abendkasse| B' >1 Hennen zu Grunewald ■y.(L'niunklub)! m tag. den 1. Mai, nachmittags 3 Uhr mmm 7 Rennen Utr Kaxim-FUm derUFA Die verbotene Frucht Schauspiel in 5 Akten nach dem Koinan von PauJ Oskar Höcker, bearbeitet von Kntlr GoeU I n den Haupt ro Uen Lotte Neumann JohanueiRlentann Regie: Rudolf Biebrach Herzogin Satanella (Chercbez 1 a temme) Rennen zu Grunewald (l'nionklub) Montag, den 2. Mai, nachmittags 3 Uhr 7 Rennen DerMaonohneNsiBeD nach dem Roman..Reter Vpss, der MiUionendied" v. tv. G»rH. SccUßer, verfaltvon R.t.lcbm»nn u.GJacoby Hauptrollen: Harry Uedtke• Mady Christians Mitwirkende: G. Alexander/ J. Tledtke/ P. Otto trieb Kiiser-Tlti s Perd. t. Alten Regie: Georg 3acoby V, Teil Der Hann mit den eisernen Nerven vi. Tall i liebe Sondcnnieige IV. TeU Die goldene Flut III. Teil Gelbe bestien Schreiberhau> Vechtntags ab 7 Uhr, Letzte Vor- tiihrung•/}» Uhr � Sonntaga Beginn i Uhr/ Letzte Vorführung 8 Uhr V egen des grossen Andranges sivptiehU •ich der Besuch der ersten VorateUung - Ein Teil der Einnnahmeti sämÜJcbcr: UFA-THEATER am Montag, den 2. Mal dient rur Erhaltung de» : Deutschen Krieger- Hauses Davos j die Perle des Riesengebirges Sommer und Winter Auskunft Achtung! Uaccb das Verk Mülnirg Han-lull-lSnrort' — herrliche Lage— Prosp. u, Woluiungsnacli- weif uritis v. d. Kurvcrw.. AieijM'VikeMUMes AM Bis 13. Mai allabendlich 7'/, die letzten Anf- fiihrungrn der erfolgreichst«»' Berliner Operette Hoheit die Tänzerin Bei Vorzeigung dieses Ausschnittes für die Abonnenten des„'Vorwärts" an der Abendkasse auf allen Plätzen halbe Kaffenpreise! Auch heute Tonntag gültig! ch-an Der Mann ohne Namen Peter Voss ist uns entwischt Bobby Dodd sucht fieberhaft seine Spur yrfyhi Block- , Holz-' mellioc mib goramtriiHuftt Üttot)it;flubc:t unb®ortenIlfiufec. mit und ohne«runbftlltfe. an nngtbflaftcxtft ötroS', 9«- u»l> emmqftztuim, Prodeblni om 9abnliüf Naifec• Rncbvld)- Kirnt, e. 9ijit!öiln>5 tu. (Buffar flaamann junior, -■ M!HOOb ®nuae(d)ltf'- W 9ttifcnbocftr Sir. 1112, Wer Stoff hat Frrttnr Anztinr. Polrtot»>t nllertniiigstrn Pretsrn. fi'lnltr Aussllbr. und) ninderiittrr Atl. Tomporowiki, Drribunbtlr. 47, Laden. Ende Brlle» Allianre- Strak«. am Tc:npr!bot«r sstld. Fadrv'rd.: »>« Nrtsche it, 70. 73. M, 80. Handwagen mit und ohm Federn In verschied. Orötto u- AuslÜhrung. Qrottes Lager. Mäßige Preise., OtorR Wagner, Cßpenfcker Str. 71. Kein Ladenaetchlft. Spesiat-hutitul /öf lieilmagnetisimis tdr hoffnttncslose Krank« Dir, Martin Schuh, 2StHhr. Er/. Kaisentr. Ji(Alexandtrpl.) II~I2 und ä-7 Ausschneiden Weitere 3OT7b 3 Oamenvorträge von Oskar Voelker Direktor der Berliner Volks- Lichthcilanstalt, Invalidenstraße 130(Stettiner Bahnhof). Montax. I. Mal,„Muilkiraie". Kalier.Wllhelm.StraBi 41, Dlinstatr, 3, Mal,..Diutectacr Hol", Luckaair StruUc 14, Mittwoch, 4. Mai, J'/s Uhr,„Pharus-Säle", Müllentr. 142, über Frauenleiden unter Vorführung einer Anzahl ----------- Lichtbilder-------- Aus dem Inhalt des Vortrages: 1 Worum ilod 10 viel« Frauen unterlclbskrank T ; Wodurch entstehen Untcrieibsle den wie Entzündungen, Fluß. Knickungen, Senkungen. Myome usw.?,,. 1 Welche Ursachen haben Ruckenicnmerzen, Schmerzen Im Leib, in den Seiten und welche Krankheiten können daraus entstehen? 4 Wie erzielt man eine lelchta und schmerzlose Eniblndung? 5. Wie verhütet FrXennÄ Operationen? Eintrittspreis durchweg 3 Mark, Anfang T'/ilihr, Kassenergffnung B1/, Uhr, Ende nach 10 Uhr. Ii!, Sämtl. Metalle Weißlager, Zinn Quecksilber Brunnenstrasie 72 ß tlizdZli llei' ßtiiiiilillijfAifzs durch die(iemelnde von Dr. Salma Schbtei» Auveek Eine notwendige Schrift für Bihördan und Ausschüsse. Lehrer und Enliher, wie überhaupt für ille, die lichinderWohllahru« pflege betltlgen. PREIS 2,73 MK. Eom 9. bis 14. Mal finden r Herren- Vorträge von Oskar Voelker über Männerleiden Vorführung von Llchtbüdern statt. läheres siehe Sonntagnummer IM S Mai dieser Zeitung. Erscheint nur einmal KACFHAVS ANDERS am Bahnhof Wedding I Größtes Haus dlrekta Ncttelbeckplatz I Herren-, Damen Garderoben Riesige Auswahl I Aul Tetlzablunj; I HOBEL u. Polslerwaren| eigenes Fabrikat I Spezialität;��: UnricFtungT u. einzelne I Muhelstücke sowie färb. I Küchen» Einrichtungen| Rlcsenuuewahl 1 I Erlelchi. Zahi.- Bedln«. 1 KREDITHAUS „ANDERS" Bü R L1IV N 49 Orötttes Haus direkt am I Nellelbcckplatz*1 ileinicKendoriarStr. 16 1 I Ä l I :? IlSM Preiswerte Pfingst-ftngebote d Nur Leipziger Strasse;■■■_ Grosse Sporf�eräle- uoü j Bekleidmps-AnssteMj Damen-Wäsche Strumpfwaren Damen-Strumpfe eso 750 qso Baumwolle, gewebf, schwarz und farbig J Damen-Strümpfe 1,1501050 Ffor, gewebt, schwarz und farbig........... Damen-Strümpfe 74507Q75 Selden|lor, ge«bl«hworz u. moderne Farben Z'4 Z-e Damen- Strümpfe �qoozrqoo Seide, gewebt, schwarz und farbig.......... wJy Herren-Socken �75 750 Baumwolle, gewebf, farbig................. �* Herren-Socken qsomso Baumwolle, gewebt, sdwarz und|arbig.....? IV/ i.Schweiftsocken ,,50 1950 s Naht, ornumellerl............... i' Hemd mit Stickerei garniert......... 2 4� Beinkleid Knlelorm, m» Stickerei 22� Nachthemd /--oo halsfrei, mit Slickerei auch Im Rocken garnier!,..•• Garnitur, Hemd u. Beinkleid zroo passend mit schöner SlicKerei........*........... Rockh OSC reich omgeslaHe!... 45� Prinzessrock qeco mit Stickerei reich garniert....................... Damen- KlGidlliig Frühjahrs- Paletots ,q-oo moderner Phanlasleilotl....................... 17� Regen* u. Sfaubmänfel Imprägnicrf. Covercoat oder ein|arbig.......... Zephir-Bluse unTÄ««.qso zu tragen, erstklassige Slofte und Verarbeilung Panama-Hemdbluse z-qso weiss, hervorragend in Stotl und Verarbeitung...... Voile-Bluse /-qso ond Imitierter Filetecke und Spitze, neueste Form... v/-' Wasch-Unterrock gestreltter. guter Walersloft. hoher, plissierter Volant Herren- Fuss ohne Naht, graumeliert. Kinder- Söckchen �so0�! Baumwolle, geweW, farbig............... Handschuhe 2950 ax_»»_ m. Langelten gomierung. H �50 B\0rsette moderne lange Form.. I O kurz« Damen-Handschuhe rund gewirkt,»ehr haltbare Qualität.......... Damen-Handschuhe Seide, Perl|llet, 2 Dru,75 weiss Pikee, moderne Form..................... � Strickbinder qso 1750 mm neue Musfer, grosse Auswahl.......\Z 1�4 65™ 95™ 49™ Matelothüte aiso�oo für Herren verschiedene Gefledile Stepphüte für Herren, prima Ulsterstotte, moderne Formen, HERMANNTIETZ Damen-Sdinürsdiuhe 1 Einzelpaare, echl CHevreau und Boxcalf. mit Lackkappe, besfe Rahmenarbelt........ 168" Bezirksv. Berlin SPD. 44. Abteilung. Hm Montag, den 25. April verstarb plötzlich nach kurzer Krankheit unser Genosse Hermaim Boback Etettiner Str. 22. ®it Einäscherung erfolgt am 2. Mai nachmittags 5 Uhr, Gerichtstratz«. 175,<6 Umzahlreiche BeieUigung refud)» a)„ ,,rsta»d. SklslrmkeiiM MSieliiiililllerUi! MogWSeii zn Berlin. ein der am 10. Mut, abends ?>/, Uhr. in der Ztsuen Phil- Harmonie, Eäprnicker Sir. 0K, stattfindenden MsW-MMG werden die gewählten Vertreter der Herren Ardeiigeber und Versicherten hiermit eingeladen. Tagesordnung: 1. Abnahme der Zahresrech- nung 1930 2. Wahlen zum Borstand. 3. Verschiedenem 19/9 S« Dotfiaad. M. Stahl mann, Vorsitzender P 1 aU Li | Diam B'60 Fr %an i riilanten I J u w e I e kauft i groBe Posten zum höchsten Kurs Imstcrdamer nanisehleiferel Prlcdrichstr. 1 Gegr. 1892 preise. Keine irre- liöreiiiJeii Preis-lF Ankauf von Brillanten Juwelen bis zu den grötzL Objekten Cfolcf-Bruch Barren, Ringe, Äcltnt, Zahngoid, Medaillen Platin Vch Brennspitzen. Zahnstiste, Draht, Viech» Tiegel, Schalen, Kontakte usw. Silber-Bruch Bestecke. Schalen, Becher, (Bernice. Medaillen, Blech, DrahLAnoden-KarnfUdtr Zsnngsdt»»« Kautschuk. Said, Viatin, zerbrochene Gebisse, ein- seine Zähne Qus«k»»vsr Edelmetall-GroDhindlg. Helnricli Trapp Bmlislr. 10. Laileii nm Spittelmartt f- Spczlal'Arat Dr. med. Grfitering Haut-, Harn-, Gtschlechtsleid. n.Männ. u.Frauen.Blutunters. Invalldenstraße 35, Ecke Chausseestr� Stett Bhl. Spr. wocheniäglich 11-1,'/jS-1/,?. Spezialarzt Dr. med. Feldmnnn behandelt schnell, gründlich, müglichst schmerzlos u.ohne Berufsstörung Syphilis, Haut., Harn», Prauenleldea, Schwäche. Erprobteste Methoden. Harn* und Blutuatersuch. lönigstr. 84-36, aÄ�,. Sprechstunden 10—1 u. 5—8, Sonntags 10—1.* Spezialarzt Dr. med. Koebca fdr Syphilis, Harn-, Frauenld., Schwäche, Silearsan-Kuren. Behandlung schnell, sicher u schmerzlos ohne Berufsstör. Blutunters. Fäd i. Harn usw. FriedrielisHl, SÄ™ Konigstr. 56-51. iV&T 10— 1, 5—8: auch Sonnt 10—1. Teilzahl. Separ.Damenzlnimcr flomöopath.Institüt taut-, Harn» u. Selchlechtsieid. prz. veralL Fälle bei schneller, sicher, u. schmerzlos. Behandlg., möglichst ohne Verufsitörung. l!. ScM. NeneKönlgstrSä, am Alex.aduepiuh.• Eprechz 10-1, 4-8. Stgs. 10 12. Spezial-Arzt ». Schrnäch«, Syphilis- Kuren, Aluiuniersuchungeu, .cheon Kaeal«i».u.Auofiüsie.e>chI.u.Zlnfen.vehdlg. «uk'co�e"- vir. O. Löser, Miinzstr.9 nah««l«x..deepl.h. 9-1, 4-8, Sonntags 9-1. Samen separat neto. Ipej Dr. Scotti für alle Geschlechts-, Haut-, Harn-, � Frauenleiden, Spezial-Arzt hartnäcttgeAusMiffe.Ausschlag, Syphilis. Salvarsanture«, Bwt- Untersuchung, Faden im Urin usw. RSutgen- Durchleuchnug, Höhensonne- Bestrahlungen. Schnelle gründliche Behandlung, möglichst schmerzlos und ohne Berufsltorung. Damen separat. vir.- A. Löser sen.nnTA"r4 Nur Rosentbalerstr. 69-70 VoU�'Ä.!1- r A Perlen JJuwelem Sehr grosses Silberioger Margraf d Co. Kanonierstrasse 9 Tauenizienst rosse JSa. Eigene Amkaafs-Abieilang. Ge(rr9nd«t I8B4." . e m» O sparen— |,n«#wolH*,,n Trappe aJSIU Laden Nach beendeter Engros- Saison -w-gMMI-M« Tuchmäntel Zjj- 250 11 Coverlcflat-Ä3 125«. Impräpieriete'llOH. SeideninäntelfJo'225«. Alpaka- 175«. Loden-Ä'�;150M. Strickjackense'idSssolSfl 1. Röcke 50«. Kostüme350, 550,250«. ömnißSESl Sonnabend und Sonntags I ■■.�/•hioseen-- 1 Irawiso- Solz Häuser billigst u. schnell lieserbar. Musterhau», Berlin-Britz. Rudawer Str. 31. 4cdtiiiig! telmto! Von weit und breit kommen die Paare zu Richard Bonneck, um sich zu verloben. Deutschlands größtes Spezial- Geschäft für Trauringe. 1 Ring DukaL 0,900 gesL v. 145 M. a I. 1'/,. 0,900, Stck. 303 M. 1. 2, 0.900., 406 M. I, 0,583 gest. von 100 bis 210 M. je nach Gewicht. I, 0,333 gest. v. 38.30 bis 120 M. je nach Gewicht. Alles fix und fertig zum Mitnehmen. Sämtliche Preise InkL Luxussteuer Diese Ringe Ornament Rose u. Myrthe sowie mit Inschrift„Du bist mein", ,Mit Willen dein Eigen" in 0,385 Gold von 240 M. an. Alle Weiten stets vorr. Versand nach anBerhalb. Rlcsenanswahl aller in d. Uhren- u. Juwelenbranchc vorkommenden Waren. Stets Gelegenheitskäufe In Brillanten. RICHARD BONNECik Hauptgeschält: Berlin N, Schönhauser Allee 45 (Hochbahn: Oanziger Straße), Tel.: Humb. 1314. Filiale: MO, Landsberger Alice 41, Ecke Petersburger Straße. Tel.; Alex. 4390.* Telegramm-Adresse: Ooldonkel, Berlin. Ankauf v. Onld n. Juwelen. Fahrg. w. vergOle«. Reiehsbank-Giro-Kontc kölln als Nach längerer fachwissenlchastl. Ausbildung habe ich nti Spezialarzt für Nervenleiden Äc Dr. grast Deuiy, Bergalr. 32. Tel. Neukölln 1182 _, 36, Sprechst. 5- Zähne ra5: Erstkl. Ausführung. 5 Jahr sinn el"" Garantie. Umarbeitung alte • uu u an Gebisse, Reparaturen sofort. Colc l... r"-—- krönen, Brücken, Zahnziehen m Betäubung, höchst schmerzlos. Teilzahl. 9-7, Sonnt. 9- Hempel, Dentist, LlnlenstraBe 220, nahe Schönh. Tor. I Kleine Bibliothek der Russischen Korrespondenz A. SCHLAPNIKOW: Die rassischen Gewerkschaften. KARL RADEK: Das Programm des sozialistischen Wlrtsehafts- aufbaues. Die Beschlüsse des IX. Kongresses der Kommunistischen Partei Ruclands. LEO TROTZKI: Sowfetrußland und das bürgerliche Polen. Prof. K. A. GREDESKUL: Beireite Arbeit(Zum Problem der Arbeltsdisziplin). A. LOSOWSKI; Die Gewerkschaften in Sowjetrußland. Churchill als Verschwörer(Ooiowlna Memorandum an Sasanow). A. BOODANOW; Was ist proletarische Dichtung? N. LENIN: Erfolge und Schwierigkelten der Sowjetmacht. LEO TROTZKI: Die Arbeiterklasse und ihre Sowjetpolitik. Die Tätigkeit des Russischen Metallarbeiter- Verbände« in den Jahren 1917-192U. Die Probleme der Sowjetukraine(Beiträge von LENIN, RAKOWSKI und PAWLOW1TSCH). 1 8 Bereits erschienen Nr. 19/21. N. BUCHARIN: Der Klassenkampf und die Revolution in Rußland. , 22. Di# Verfassung(das Grundgesetz) der Russischen sozialistischen föderativen Sowjetrepublik. , 23/24. Drei Kundgebungen aus dem Jahre 1918: N. LENIN: Ein Brief an die amerikanischen Arbeiter/ Bin diplomatischer Notenwechsel über den weißen und roten Terror/ Offener Brief an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Herrn Wodrow Wilson. N. LENIN: An die russische Jugend. Rede auf dem 3. Allrussischen Kongreß des russischen kommunistischen Jugend- Verbandes. Moskau, 4. Oktober 1920. W. POSNER: Die Einheits-Arbeitsschule. 27/28. ANIKST: Organisation des Arbeitsmarktes. 29/30. S1NOWJEW: Die Sowjetmacht und der Offlziersstand/ S. RAKOWSKI: Die Seele des Sieges. 31/32. KARL RADEK: Das dritte Jahr des Kampfes der Sowjetrepublik gegen das Weltkapital. 25. 26. Nr. 35, KARL RADFK: An der Schwelle der großen Aulbauarbeit in Sowjetrußland. „ 34/35. N. LENIN: Die auswärtige und innere Politik Sowjetrußlands (Rede auf dem VIII. Sowjet-Kongreß. Moskau. Dezember 1920). „ 36/37. J. STEPANOW: Leber ausländische Konzessionen. - 33. N. LENIN: Die gegenwärtige Lage Sowjetrußlands(Rede auf dem X Kongreß der Kommunistischen Partei Rußlands. Moskau, März 1921.). » 39/40. KARL RADEK: Die äußere und innere Lage Sowjetrußlands und die Autgaben der Kommunistischen Partei Rußlands, „ 41/42. N.LENIN: Das Verhältnis der Arbeiterklasse zum Bauerntum (Rede auf dem X Kongreß der Kommunistischen Partei Rui>. lands. Moskau, Marz 1921.) 43. 44/45. L. KAMENEW: Die Sowjetrepublik in der kapitalistischen Um- zinglung. A. RYKOW: regiemng. Resultate der aufbauenden Tätigkeit der Sowjet- Weitere Hefte in Vorbereitung! Zu beziehen durch: Jede Nummer 50 Pf» FRANKESVERLAG G. m. b. H, LEIPZIG flt. 20?>?S. Jahrgang 3. Seilage öes vorwärts Sonntag, I.Mai 1021 Den Krauen zum 1. Mai. Zum drittenmal feiern die Frauen den 1. Mai als gleichberechtigte Staatsbürgerinnen. Wissen sie, wie das gekommen ist? Wsisen sie, wer für die staatsbürgerliche Gleichberechtigung von Mann und Frau „ seit Iahrzelmten eingetreten ist"und wer sie in zähen', durch'fen Widerstand ebenso lange bekämpft hat? In ihrer Mehrhest wissen sie es nicht, denn in ihrer Mehr- heit geben sie noch immer ihre Stinunen für diejenigen Par- teicn ab, deren Wider st and überwunden werden mußte, bevor sie das Wahlrecht bekamen. Wo für Männer und Frauen verschiedene Urimn aufgestellt und verschiedene Zählungen vorgenommen wurden, hat sich immer gezeigt, daß für die An- Hänger der Gleiäiberechtigung mehr Männer stimmten als grauen. Je reaktionärer eine Partei ist, je feindseliger sie gegen das Fraucnwahlrecht auftrat, desto größer'st der weibliche Teil an ihrer Wählerzahl! Ist daraus zu schließen, daß die Frauen die staatsbürger- liche Meichberechtigung nicht wollen? Das wäre sicher- lich ganz falsch, denn jede Frau mi'ß es schließlich doch mit eÄiem gewissen Stolz empfinden, daß sie nicht. mehr das recht- lose Objekt des Staates ist, sondern gleichgestellt neben dem Manne steht. Aber die Parteien, die Gegner des Frauenwahl- rechts waren, haben es verstanden, die Spuren ihrer Ver- ijangcnheit geschickt zu verwischen, und nachdem sie noch vor Urei Jahren den Frauen jeden politischen Verstand abge- sprachen hatten, stellen sie jetzt selbst Dutzende von Frauen als Kandidatinnen zu allen öffentlichen Wahlen auf, und wo- möglich ganz vorn an der Spitze ihrer Liste. Viele Frauen sind politisch noch zu unwissend, um dieses Spiel zu durch- schauen, sie wühlen die Feinde ihres Rechts und wissen es gar nicht. Wer war es, der für das Recht der Frauen eingetreten ist? Das war die S o z i a l d e ni o k r a t i e! Und wer war es, der dieses Recht bekämpft hat? Das waren die bllrgcr- lichen Parteien. In all diesen Kämpfen der Vergangenheit hasi es sich um mehr gehandelt als um ein bloßes formales Recht. Die wirt- schaftliche Entwicklung hat Millionen von Frauen in das Er- merbsleben geworfen— wer hat sich um ihren Schutz gc- kümmert? Die Sozialdemokratie! Solange es keine Frauen in den Volksvertretungen gab, waren es die sozial- demokratischen Männer allein, die dort für den Schutz der er- werbenden Frau eintraten, für den Schutz der M ä d cy e n vor gesundheitlichen und sittlichen Gefahren, für den Schutz der werdenden Mütter vor den Folgen einer rücksichtslosen kapitalistischen Ausbeutung. Alle Maßnahmen zum Schutz von Mutter und Kind sind vor allem auf die Anstrcn- gungen der Sozialdemokratie zurückzuführen. A- Von altersher überkommende Männcnnoral hat über alle sittlichen Verfehlungen der Männer einen schützenden Schleier gebreitet, die Frau aber, die von den Pfaden einer äußerlichen jg Sittlichkeit abwich, rücksichtslos an den Pranger gestellt. Sie � hat die uneheliche Mutter geächtet, der ehelichen aber wie der unehelichen einen starrgesctzlichcn Gebärzwang auferlegt. Sozialdemokraten und Sozialdemokra- t i n n e n haben den Kampf gegen diese heuchlerische Schein- moral aufgenommen, sie streiten in Wort und Schrift für eine höhereSittlichkeit im Verhältnis der Geschlechter zu- einander, für eine Moral, die nicht mit der Schablone arbeitet, sondern soziale Verhältnisse berücksichtigt und menschlich an- erkennenswerte Beweggründe achtet. Sie wollen nicht die Ehe� zerstören, sie predigen nicht die sittliche Zügellosigkeit, sie 1 treten nur dafür ein, daß mit gleichem Maß gemessen werde x-und die Frau als Persönlichkeit geachtet wird. Ungeheure Schwierigkeiten finden die Kämpfer und j Kämpferinnen für eine menschlich freie Zeit vor sich aufge- j schichtet, der Krieg hat ein Trümmerfeld geschossen, not- wendige Mittel zum Aufbau fehlen. Was aber war der Krieg? Die Wahnsinnstat einer Welt, in der die Stimme der- Frau nicht galt. Ihr Frauen, denen die Männer, ihr Mütter, denen die Söhne aus den Armen gerissen wurden, um sie in Not und Tod zu schicken, um sie auf blutigen Schlachtfeldern vermodern oder verstümmelt heimkehren zu lassen— ihr wurdet nicht gefragt, bevor es begann! Und ihr— die meisten vod euch— wißt auch heute noch nicht, daß esdieSozialdemokratie war, die vor dem Ausbruch dieses Höllenwahnsinns unermüdlich für den Weltfrieden wirkte, daß sie für ihn seit zwanzig Jahren vor dem Kriegsausbruch an jedem ersten Mai demonstrierte. Wo seid ihr damals gewesen? Wahrlich, die wenigen von euch, die damals zu uns standen, haben ein Recht, stolz zu sein, sie haben klarer gesehen als die andern, sie sind ihrer Zeit vorangegangen. Wären alle Frauen Europas im Jahre 1ll14 über- ■f, zeugte Sozialdemokratinnen gewesen, und sie hatten alle iv>Grund dazu, so hätte ihre Macht, mit jener der einsichtigen »«Männer vereint, ausgereicht, das Furchtbare zu verhindern. Wer hat die gemordet, die draußen liegen? Das war � nicht nur der Wahnsinn der Männer, das war auch der h i l f-' lose Unverstand der Frauen! Heute ist wieder 1. Mai. Und wieder darf man sagen: ihr, die ihr mit uns seid, habt ein Recht, stolz zu fein. Stolz, aber zufrieden— nein! Blickt auf die Masse eurer Geschlechts- genassinnen, die auch heute noch, nach so entsetzlichen Lehren, .............................. III I l|i||l—li||i|UWIIUIil IIWMIIIII—W in stumpfer Unwissenheit verharrt, dann wißt ihr, daß sich heut zu evrem Maistolz auch das M o i g e l ö b n i s gesellen muß: zu kämpfen, unablässig zu kämpfen mst den Waffen des Geistes, bis es licht in den Köpfen wird und ein unüber- sehbares Frauenheer hinter den Maifohnen des Friedens und der Freiheit einherschreitet! Die Maiwanöerer. Sie wandern seit Beginn der Welt dem gleichen Ziele zu, die beiden Maiwandererl Als die Menschheit vor grauen Jahrtausenden sich dem dumpfen, unbewußten Dämmern des Tieres entrang und mit dem ersten Ge- danken an sich zugleich die Idee der Freiheit dachte, flammte diele Idee im selben Augenblick an den zwei äußersten Polen der Welt auf und nahm Gestalten an. Keine dieser beiden Gestalten weiß um das Dasein der andern, aber ein unwiderstehlicher Zwang treibt beide, sich zu suchen, über Gebirge und Täler, über Meere und Flüsse hinweg/ Eine Sicherheit begleitet sie auf dieser Wanderung, das wunderbare Gefühl: „Du mußt deinen Bruder suchen, den Bruder, der die andere Hälfte des herrlichen Gedankens an Freiheit und Erlösung in sich trägt! Und hast du ihn einst gefunden, so erblüht aus eurer Ver- einigung«in Mai der Menschheit, wie ihn die Welt noch nicht erlebt hat." So wandern die zwei Wanderer durch die Jahrtausende, der eine vom äußersten Osten her.Erde, der andere von ihrem äußersten Westen. Sie sind auf ihrem Weg durch alle Rossen und Völler ihrer Himmelsrichtung gekommen. Manchmal hoben sie sich unter einem Volk niedergelassen: dem verkündeten sie bann in feurigen Worten die Botschaft von Freiheit und Welterlösung. Manches Volk erhob sich schon, zerbrach dos Joch ssiner Zwingherren und schuf sich eine Gemeinschaft nach dem Bilde des Maienwandcrers. Doch verblaßte dieses Bild immer bald wieder und der Mai- Wanderer erkannte:„Nicht in einem bestimmte» Volt findest du die Ergänzung deines Gedankens. Es muß eine größere Gemeinschaft sein, in der du deinen Bruder zu suchen hast." Daun setzte er seine Wanderung wieder fort. Aber aus jedem Volk scharte er die Geister der Besten um sich, die für Freiheit und Menschentum gekämpft und geblutet haben, und jedem nächsten Bolk brachte er das Gefolg« dieser erlauchten Schatten. Um den östlichen Wanderer sammeln sich alle Helden, die in den Ländern des Sonnenaufgangs gegen Unterdrückung und Gewalt' eiferten. Mit dem Wanderer aus dem Westen gehen Hand in Hand die Geister eines Spartakus, eines liermann, eines Giordano Bruno, Johnnes Huß, Martin Luther, Thomas Münzer u. o. Um diese stehen alle erschlagencit Helden des deutschen Bauernkrieges, die Männer der englischen und französischen Reoolntioney und olle, die um ihrer Begeisterung willen verfolgt und gehetzt worden sind. . Es sind Millionen, denn kein Kirchhof ist so klein, daß er nicht ein Grab der Freiheit aufzuweisen hätte. Verwest sind die Leiber, ober der Geist geht um und wird nicht eher zur Ruhe kommen, bis die beiden Wanderer sich finden. Wann das geschieht?,.O, es kommt ein Tag, da stehen Tausende draußen auf dem maigrünen Feld, hinter sich die finster drohenden Kamine der Arbeitsstätten. Sie tragen keine anderen Waffen als ihre glühenden Gefühle für die Freiheit, ihren unerschütterlichen Glauben an den Sieg der welterholtenden Arbeit. Da wird es geschehen, daß gleichzeitig von Osten und Westen eine hohe Gestalt unter die Feiernden tritt. Sie sehen sich stumm über die Massen hinweg an und dann strecken sie die Hände nach einander aus. „Bruder, du hier? Bruder, den ich vom Anbeginn der Welt her suchte, Bruder, den ich brauche zur Vollendung der Welt, hier im Kreise der feiernden und sich ihrer Kraft bewußten Arbeit finden wir uns?" Und die so lange zueinander strebten, werden nun, da sie bei- sammen sind, Hand in Hand gehen und alle schaffenden Menschen mit ihnen. Wenn sich der Freiheitswille des äußersten Ostens mit dem Freiheitswillen des äußersten Westens begegnet, wird das geeinte Streben der ganzen Welt, gestützt auf die Arbeit und ihre Träger, einziehen in das Land der neuen Ordnung und dort das Fest der allgemeinen Menschenverbrüderung seiern, das M a i f e st der Menschheit!__ Mronemie und weitanstbauung. Es ist nur wenig über hundert Jahr« her, daß die Wissenschaft- liche Astronomie noch ernstlich mit dem Gedanken rechnete, es gäbe eine Zentralsonne, die selbstherrlich alle Sternsonnen unseres Himmels in millionenjährigen Bohnen um sich lenkte. Der Astronom entdeckt« seitdem, daß es«ine solche Sternmajestät nicht gibt, der Phhsiker berechnete, daß sie eine Unmöglichkeit sei. Die Sterne von Sonnenart leben in demokratischen Gesellschaften, hier zu Dutzenden, da zu ungezählten Tausenden. Wie aus frei geborenem Willen fügen sich all« einzelnen in die großartige Wohlsrdnung des Ganzen, seinem ewig bewegten Leben unberechenbar« Dauer verleihend. Nach einem Dortrag, der davon redete, fragte mich ein eifriger deutscher Vorkämpfer des russischen Sowjet-Regimes, ob ich ihm nicht noch mehr politisch Ausnutzbares aus der Astronom:« mäte.len könne, wie dieses„Gcichnis von Zarismus und Rätesystem". Seit von den geistesgeschichtlichen Leistungen eines Marx und Darwin ein Abglanz in die Trübheit der Allerweltsgehirne gefallen ist. faseln immer wieder chauvinistijche Professoren von der„natur- gesetzlichen ewigen Notwendigkeit de? Krieges" gemäß dem„als gültig erwiesenen Prinzip des Kampfes ums Dasein"... und suchen sehnende Menschenherzen danach, ihrem inneren Schauern edlerer Zukunft Bürgschaft zu sichern, indem sie das Urbild und das aus dem All geborene Gesetz dasür in der äußeren We!: der nalurwisscn- schastlichen Forschung zu zeigen gedenken. Der Fluch dieser Zeit: die Dinge und die von der Menschheit gehäuften Äennftiisse beherrsch?» uns, statt wir sie. Im Geistigen nicht anders als wie Gesellschaftlichen und Politischen: Ringen um organische Bewältigung, um Zusammensassung, um die neu« Form. Tiefer Irrtum: Menschenwollen und Lebensentsaltung in Rechen- formeln ausdrücken, die Fülle der kommenden Wirklichkeit aus dem Gegenwärtigen zwingend erschließen— das heißt den Sterndeuter- wahn überwundener Jahrhunderte in neuen Formen pflegen. Der letzte Quellgrund von Sein und Leben und die beziehungsvolle Ver. wobcnheit alles Lebens sind in logischen Begriffen nicht vollständig zu erschöpfen. Wo es handeln heißt, geht es ohne ein wenig Glauben, Mut und Wogen nie und nimmer. Ist nicht das Leben eines Marx ein einziges gewaltiges Glaubensbekenntnis? Wir find stolz auf die Fülle und Tiefe unserer exakk-natur« wissenschaftlichen Kenntnisse. Ader in jenen Sterngesellschasten auch nur die Bewegungen eines Systems von 4 Körpern rechnerisch darzustellen, vermag bis heut« niemand. Organische Auffassung der Welt und-der Ge» sellschaft als eines Werdenden, eines Lebenden: das brauchen wir, lieber Sowjetfteimd. Dos nur, ins Bewußtsein aller Zeitgenossen als wirksame Macht tief eingeprägt, wird aus Chaos Ordnung schaffen. Naturgesetze sind immer der Deutung 'mterworfen. Die sozialistisch« Idee wurzelt in Tiefen, an denen keine Deutung rütteln kann: im Gewissen der Menschheit. Das sind Erinnerungen und Gedanken eines Sozialdemokraten. die ihm beim Blättern in einem der jüngsten Bände des Riesen- Werkes„Kullur der Gegenwort"(Leipzig, Teubncr) kamen. Es ist der Band„A st r o n o m i in dem elf als Fachleute und Dar. steller Berufene unser Wissen vom Wellall darstellen. Das Buch fordert wissenschaftlich ernstes Denken und Mitarbeiten vom Lesen. Es bietet weiteren Kreisen die erste umfasiende Darstellung der in der jüngsten Vergangenheit so außerordentlich vervollkommneten Kenntnisse von der Natur der Sterne und vom Weltgebäude,«z beschreibt die astronomischen Probleme, die durch die tiefe Umbildung der physikalischen Grundbegriffe entstanden sind, und es zeigt, wie die wissenschastliche Beschäftigung des Menschen mit dem Weltall von jeher entscheidenden Einfluß auf die geistige und technische Kultur ausübte. Die Versenkung in solches Werk beantwortet die undurchdachle Bolschewistenfrage. Für organisches Entwickiungsbewußtsein weiß ich kein« tragfähigere Grundlage, als die Vertiefung in das Wesen des Weltganzen, dem der Mensch und die Menschheit entblüht. R. Henscling. Soziales. Ausdehnung der Unfallvcrsicherungspflichi. Durch Beschluß des Reichstags vom 19. März 1921 ist die Der- sichcrungspflicht in der Unfallversicherung wesentlich ousge- dehnt worden. Bisher waren gegen Unfälle versichert: I. Ar- beiter, Gehilfen, Gesellen»nd Lehrlinge: 2. Betriebsbeamte/ deren Iahresarbeitsverdienft nicht 5000 M. an Entgelt übersteigt. Dieser Betrog ist auf 40 000 M. erhöht worden. Darüber hinaus kann die Satzung der Berufsgenossenschaft die Versicherungspflicht auch auf alle Betriebsbeamten ausdehnen. Auf Betriebsunternehmer konnte die Derficherungs- Pflicht bisher durch die Satzung der Berufsgenossenschaft nur dann erstreckt werden, wenn ihr Iahresarbeitsverhienst nicht 3000 M über- stieg oder wenn sie regelmäßig keine oder höchstens zwei Bersiche. rungspflichtige beschäftigten. Jetzt können die Berufsgenossens6)0f» ten die Bersicherungspflicht auf alle Betriebsunternehmer ausdehnen. Soweit Betriebsbeamte und Unternehmer, die bisher nicht ver- sichcrunZspflichtig waren, aber es auf Grund der Neuregelung jetzt werden, mit Ansprüchen auf Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich nach dem 31. Dezember 1919 ereignet haben oder noch ereignen werden, abgewiesen wurden, ist die Feststellung von der Berufsge- nossenschaft neu zu prüfen. Führt die Prüfung zu einem dem Ve- rechtigten günstigeren Ergebnis oder wird es von dem Berechtigten beantragt, so ist ihm ein neuer Bescheid zu erteilen. Soziale Selbstoerwallung. Gegen den Zuiammenschluß der Krankenkassen in örtlichen Pflickitverbänden zp bestimmten Zwecken, wie ihn die ReichSregierung plant, wendet sich ein bemerkenswerter Sufiatz von Dr. Tenhaeff im„Zentralbla" der ReichSversicherung* lHeranSgeber Prot. Stier- Somlo, Köln, Verlag F. Meiner, Leipzig), weil das Stückwerk bleibe. Tenhaeff verlangt vielmehr, daß alle Kasten eines Ones eine amtliche Vertretung der Gesamtheit dieser Kasten wäblen und erwartet davon Milderung der Nachteile der jetz'qen Kastenzersplitterung, Weckung und Stärkung des lebendigen Ge- meinstnnS lind allmähliche Uebertragung der Rechte und Pflichte». der Einzelkasien auf eine Gesamtheit, Förderung der BerfchmelmngS- tendcnzen und dadurch Schaffung einer leistllngssähigeren Grund« läge für die großen ZukiinftSaiifgaben der Kassen. Auf dieser Grundlage werde sich die weitere Organisation ver Kasten aufbauen lasten und den Reichebehörden eine auf Selbst- verwaltuna aufgebaute beratende, begutachtende und anregende Stelle zur Seite treten. Wie vor 100 Jahren das Volk in größter BedrängntS durck Ausbau kommunaler Selbstverwaltung An- regung und StüKe zum Wiederemporrichten erhielt, so wird in einer noch viel größeren Not durch AuSdebnung und Vertiefung sozialer(neben wirtschaftlicher) Selbstverwaltung die Wiederaus« richrung de? Volkes zu erstreben iein. vsmenkleiÄung WeißkVoilk'ölUSe Kimonoform«qoo mit Filet Einsatz........ 4H WeißeVoilt-ßluse mit gestickt Jabot und Spitzengarnitur..... Oü «>.«« i/IaS/I pa. Voile, hellgrund. �lOttCS MvlU m klein, schwarzen-J 9K00 Punkt, Kimonoform mit färb. Paspel lOJ' Covercoat-Mantel pT.pQuamäV ooroo offen und Beschlossen zu tragen£0 J FhÄfn1 Sommer-Neuheiten i | fr«Cke- Putz Kleidsamer Damenhut m'Snd-�Qso cinfass.u.Bandgarnierg,in rot,m«r,weiB 40 Zwe-ienity mit wjich gestockter!�r«wpe Z/WelSpilZ unu Banddurcbzug, zwei- 07W farbig in allen modernen Farben... VI BERLIN SW 68 MarkgrafeiuhvM/'M Mädchenkleidung Waschkleid aus Länge 45 cm bis 55 cm.. 35M bis 4500 Länge 60 cm bis 100 cm.. 50M bis 0090 Waschkleid ausÄ.ist0,Ie Länge 45 cm bis 55 cm.. 4590 bis 5500 Länge 60 cm bis 90 cm.. 7500 b 15500 Weiße Matrosenhöte fÄ; 20°° Backtischkleidung Kleid aus�buntgemesterten Voaeb. 2|()90 iriaiH aus weißem Wnaoh-Voile mit OOROJ iviciu hübscher buntfarb. Stickerei auJ HEINRICH JORDAN Besonders preiswerte Angebote BERLIN SW AS Llndcmtrafje 91/92 Herrenkieidung Jackettanzug oTntÄÄ 750°° Anzujrstoffe Sf; gSÄÄ NO» Jüngllngskreldung Paletot �ppenhsi,(S.f?nus.p:aktischtn 150°° Anzüge.ÄoSe.Äle�o�l 390" Knabenkleidung ••___ m A II k m*»lnöKl«mSav 105 Ut/ao-lianTiiire auS fsrlnebl. oder grauem wascianzusc Lem.-DreilßAOO,.| nroc i.Schlupl-u.Jackent f.3— IZJahieOU bis Hit) Wollanzüge Stoffen'1Ür 3 Jahre bis 14 Jahre»NI"'s Wässhssloffe Breite 82 cm....... Meter 9'5 Breite 130 cm Mtr 24°° Breite 160 cm Mtr. SS0" Hauswäsche Frottier-Handtücher creme.......... Qartemischdecken �fdB! jemusten........... Ua Decken u. Matralzen Wollene Schlafdeck. Sru%o 98 Matratze mh Keilkissen streift, durchgep. m. Alpengr. Qr. 80 180 löü guter Renforc«. 4450 57" Damenwäsche Taghemden ÄTeÄir!6" 248fl Beinkleider m- Ma!Chin' ig50 Untertaillen f££c6m St:c�[e\ 13so üntertaillen m»CkStfcke0rel Achsel 18' Proraenadenrocke Stickerei Volant.... Herrenwäsche Weiße Oberheraden 85°° Bunte Vorhemden Unterbeinkleider Äle}cht 26so Unterbeinkleider ÄÄVr 37 Taschentücher Reinhlnenbatist ��'""stck' 475 Weiße T aschentttch.Scm SrKstck 5°° i Jeder Arl3©it©l% jeder HfllldWörliCr� jeder praktisch arbeitende iVLfllltl� der{ u' seine Arbeit, für seinen Beruf kauft diese bei der bekannten Firma & IMngg BERLIN, Größtes Spezialgeschäft für Ssruksklsldung Alexanderstraße 12+ Rosentlialer Straße 53+ Landsberger Allee 148+ Neukölln, Bergstraße 61 ae'-ran- und ICnaisen«! izftqa ♦ Gtuniwlmäwtel ♦ Wo»«» ♦ Sofniwarjahetts ♦ Sparthoaan und Joppen In TeXST W.�G,. � w ■HOFFNUNG'»' Berl. Schneiderei-Genossenschaft E.G.m.b.H. MS• BRUNNENSTR» 185• MM ■ Elegante Herren" Garderoben fertig und nach Maß/ Sport-Anzüge in Loden und Manchester/ Gummi� Mäntel in reichl. Auswahl/ Bozener Mäntel U. Loden-Pelerinen/ Einzelne Hosen in allen Größen und Preislagen Kinder�Garderoben fertig am Lager » Einzelne Westen* Lieferant der Konsumgenossenschaft Berlin u. Umg. ! ckMMMH iti h gehauchte Schraortöpfe 1 starke unbordierteWare,zus narlVI. 123| I Wasserkesnet. 4 Ltr„ ff. polien M.68 Oisse 4 teile zusammen M. 190 einschl. I , Porto u. Vero lllnstr Preisliste gratis. I «iniura-Yersaiiil R. BODE, Essen Werncr TQctjltgc Vertreter gesucht. ütac?-. x x x ag; x x x x | 5ec% Ein Volk wacht auf Die große Roman-Tnlogie von IValter von Molo Eoebeii«schien neu: Das Volk wacht auf Dritter Roman der Trilogie 50 den neuen Streifen, ca. 100 cm SommerMeider Jamper, gute Kunstseide, flotte Farben, fesche Form, mit Schärpe und Fransen- 4| gamferung, wie nebenstehende Abbildung, Trikotkleid, vornehme jugendliche � O 00 Form, gute Qualität, entzückende Farben Q, Moderne, elegante Kleider, nur gute, reinwollene Stoffe SERIE I SERIE II SERIE III 390,°° 4907 I Foulards, Charmeuse und alle modernen Seidenstoffe in grosser Auswahl zu bekannt billigcnPreisen ragniert! ' deifen vnd(Tigenkbasten. sowie über die | zwet/wäßigste Üallunq unserer tiere beanfwvrtet der Savölier-ZreHm das neue, lklustrierte Äuch oon Tb-Äell:-Unsere idouSfiere� da< die Tiere versteben imd lieben lehrt und dem Tttrhaltn Nuben brincht. | Prrtf Se. M. 20,-, geb. Jl. 2�.- Buchhandlung VowörlS Serline:®. 6», iüiücnflr. 2 Gediegene Möbel auf Kredit, prei swert und coulant Möbel-Prese Weinbergsvegl Metallbetten £MT)lhrahtinatraktr, Miidac» bellen. Polster o» ifhermonn, ffniiilog fr. liisenraubeliabnl., Suhl in Thür. 83.) 5 SPEZIALARZT Dr.mei). Coieman .> I rieArichsir. Mi;»2, Ulu. S Harn-. Geschlechts-, r-j : Frauenl. sex. Neurasth. i' D inaivid. Behandln, nach 1 H den reuest, wissensch. M ! Methoden..Modernste fs■ Einrichtungen 7. DnWr-«! | suchuneu Behandiurg., S i«-i, s-8, Eonm. io-iz|J >»!»»»««!?»» Bekleidungsslelle der Stadt Neukölln Bergstralie 29 f Eiw ftillMEr fErtil i« Bern- ifl namiileim i Geöffnet 8—6 Uhr Verkauf an Jedermann. StraBenbahn-Vcrbindung; 7, 15, 47, 45, 22. 46. d l. C. P. I. Stailthahn-Verbirdunk: Rinebahnhul NciikiiMn Herrenkleidung Herrenanzüge 35r 550 öurschenanzüge von 115°%! 47500 HOSeD moderne Streifen von 54' bis 150'° Sommer-Paletots seSÄ", 285d0 Sommer-Raglan hochmodern nroilanvitflO sehr starke und dauer- UrOllduZUgc halte QualUüt.... U/ncfnn duii geiragenen Mliilärmänieln «VColCII angclertisi..... 575°° 80°° 15°° n u. % Damenkleidung Kostlme er.eitJÄmi scliicdencn Farben...von Cuu D' i Damenröcke 285M15M Blusen!avo,n 30'°. 49* BlUSeU Seide, Crepe de Chine v. 72°° B- 107°* Mod. Sommermäntel 295°° üebergangsmäntel yÄÄ'.- 7650 139'° : AnÜcrjcrwöhni. hillijr.Äii�oliot!; ü rv---- M!' r 41_ S 5, »«««»»»»»»»»»»»»M»»»»«o«»«»»»«»»«»»k»«ii««»»«»«»»»««M«»«»«,«»««««»«,»««»«»l»«»»«»««i� Gr oßc Auswahl ; vamen-titlefelWW WW � Merren.SoekeB, gestrickt, amurneiiert Mk. s.Vs.zu staunend billigen Preisen! Mk—; In Wüsche, Strümpfen, Schuhwaren: Mk. 80.—•.. V...? « b »MltoMeii der««mmnntÄkitien infernatioiiale Band 1: Band 2: Band Band Band Band Band 7: Band 8: Band 9: Baad 10: Band 11: Band 12; —————— Es sind bereits folgende Bande erschienen:■■■' Manifest, Richtlinien, Beschlüsse des Ersten Kongresses, Aufrufe und offene Schreiben des Exekutivkomitees bis zum Zweiten Kongreß. Preis M. 10.— Die kapitalistische Welt und die Kommunistische Internationale.(Manifest des Zweiten Weltkongresses der Kommunistischen Internationale. Preis M. 1.— Leitsätze und Statuten der Kommunistischen Internationale, Preis M. 2.60 L. Trotzki: Terrorismus und Kommunismus, Anti-Kautsky.(2. Auflage.) Preis M. I.Ml Karl Radek; Theorie und Praxis der S'/a Internationale« Preis M. L50. W. Newski und S. Rawitech; Arbeiter- und Bauemuniversitäten in Sowjefcrußlani Preis M. 1—. Der Erste Kongreß der Kommunistischen Internationale.(Protokoll der Verhandlungen.) Preis M. 6.—. E. Varga: Die wirtschaftepolitischen Probleme der proletarischen Diktatur. Preis M. 3.50. N. Lenm; Der Imperialismus als jüngste Etappe des Kapitalismus. Preis Jf- 4.—. A. Losowski: Der Intern. Hat der Fach- und Industrieverbände(Moskau gegen Amsterdam). Preis 51, 2.—. Karl Radek: Die auswärtige Politik Sowjetrußlands. Preis M. 2.50. W. P. Miljutin; Die Organisation der Volkswirtschaft in Sowjetrußland- Preis M. 1.50, Demnächst erscheinen: N". Buchariu und E. Prcobraschensky: Das ABC des Kommunismus/ N. Lenin: Der„Radikalismus", die Kinderkrankheit dos Kommunismus.(Zweite, dnrehgeeehene Auflage)/ J. Larin und K. Kritzmann: Wirtschaftsleben und wirtschaftlicher Aufbau Sowjetrußlands 1917-1920/ X. Lenin und G-. SinoWjew: ücgen den Strom/ G. Sinowjew: Der Krieg und die Krise im Sozialismus/ Protokoll des Ersten Kongresses der Volker dos Osten« f Protokoll des Zweiten Kongresses der Kommunistischen Internationale/ O. W. Kuusinen: Die Revolution in Finnland/ b.I. Gussow: Die Lehren des Bürgerkriege«/ M. Tomski: Abhandlungen über die Gewerkschaftsbewegung in Rußland, 3382b« zn beziehen durdi die verladsbnddiandiund Carl Horm Nadit. louis Cahnbicy, Hamburg 11 L Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend e. G. m. b. H. Manufakturwaren-Lager: Brunnenstr. 188 L* Warenhaus: Reinickendorfer Straße 21 Esetra billige Hemdentuch,«ocm s«u........... Louisianatuch, socm breit.......... Cttrt—•»/>ö aus gutem Hemde«tuch. Deckbett un> 2 Kissen, zusammen« 8� 9 7« 123° rn 24°' 98 00 Damen-Hemden,. 19° Damen-Hemden,«t eti»erck.. 29°' Damen-Beinkleider...... 1975 24°° 34°° 24°° Herren-Hemden, m-l,-............. 33" Herren-Hemden,«a®»f«s.......... 24" Damen-Schlüpfer, i«.>«!«, garbe*...... 19" 39" 39" 29" Dirndl-Stoffe, hübsche Mup«........ Schleier-Stoffe, für Blusen und«leider... Zephir, prima OunUtSt, für gjerlhtmbeit.... Kleiderstoff, Dlocki!->«>-, iso cm bitu,»»«« 16" 14" 16" 19" 24" 19'° 29" Oberhemden, iw»« tu*«',«a s?»rtirr»ge». w�> mit Pitee�insa» iu>d sesle» �oeryemoen, Ma»schette»........... Sportkragen,»-!b 4" Pr!m° Pii-ee Strickbinder,«-»er.-»uste,— 10" 89" 85" 5" 12" Damen-Strümpfe, s-hw«,.......... 6" Damen-Strümpfe, sch««,«-«....... 13" Herren-Socken, �—......... 5" Herren-Socken, schwarz Hüb farbij......, 9 75 17" 8" 97s Sport-Blusen................................. 45" Sport-Röcke................................. 39" Damen-Mäntel................................ 225" ©UMlNi-MÖNtel, für Some« ans getreu, beste Önelität.»,»,»,»»»,», 390' HerreN-ÄNAÜge, beste Derarbellimz, Ersatz für«laß,»»»«.»»».,»». 490" 59" 59" 390" 490" 590" Damen-Stiefel, Thrvre-a mit La<üdaxpe.......................... IdO" DamemStiefel, bram., gochwas............................. 275" Herren-Stiefel,«»«n,--r-als,»a°b,.».«?..«...................... 195" Herren-Stiefel, bt««.,»«leaif............................... 265" Braune und schwarze Halbschuhe in größter Auswahl m mummün mt it. 2i: Glas/ Porzellan/ Wirtschaftsartikel s,NstM-«i!�N«e wie! OBt-.i ata- MM-ch- lintcrlcibslciben, Suphilis, frisch und verallet, bei Miinnern u. Frauen; ohne Berusostörunff. geiloersahren über 2U Jahre bewährt durch Qunbettc Geheilte.— Sprech�u/Behanblungszeit: z: 9—1.— Aeiianstalt f. eieti ittro" 9—1, i— T/2, Sonntag: tchi)(it. und Lichl-Therapi» und Natur-geilverfahren.! Berlin SO 1k, BrüSennr. 10b IBHf. Iannowitzdr.).\ Prof. Dr. med. P. Mistelsky, Arzt. | approb. im Auslände, v. d. deu:sc!i. Regierung znerk. 1 Z0jöhrige Praxi»] VaEBSAKK XW MABEM BS« A.B«»I /MaOaSS fsitUge Kerrstt-Anzäge| beste Qualität und Zutaten, in der Preislage von 2AS M. vi» SS3 ,H., sowie Arbeits� und Tuchhosen I kaufen Beamte, Angestellte und Arbeifer am vorteil- 1 liaftesten hei; 36/16 ! Industrieversorgung Klötfler G.m.b.H., i J Berlin, Fricdrichstr. 63, 1.— kein Laden, kein Zw ischen- I J Handel, eigene Herstellung, daher vorteilhafte Preise. J □RutewüööM.an Alt»Slien!ike on rrgtilieitrr SiudowrrStrastr Nrtlobanianb. aitrlönfer am Baluihos Adlers- Hof. Rcftaur.EckrBismarrtftrastr. Nieger, Brritn, Eontardstr. ö. Mijgmekire. MWilljWe psiEGleü usw., Ankauf, Berkaut Umtausch Gewehr-Aabrik' Kll5ts? käliei. äO. tD&r Schühhof* inh. Theador David SeKuhwarai,- Groß- und Klalnhandlung Ltnkstraße 11 Inseriere Im f!laai!len gegen Heiserkeit,* Husten Hbmung vor Nnihihnxunse». Gardineri Stores, Settdecken, Tiscii desken Clialselonpeileck., BeltfJsthe Teppiche in allen Größen alles auf bequeme Teilzahlung!! zu äußerst gün- gen Bedingungen M. Besser Lothringer Str. 67 Abesvinler-Pampen für Laubenkoloni- sten z. Selbstauf- stell. Filtersauger, Garten-Sprltz- putnpen, Schläuche Billigster Metall ankaufsstelle ililgsteBezugsqu. Gebr. Pumpen und' Rohre vorrätig. Robert Brlen Pumpenlabrik Berlin, Krautstr.äia Ost-en. GrünerWegM zahlt Tagespreise für M» Z Mlnut. Kupfer, Messing, Blei, Zink etc. jeder Art bei kleiner Anzahlnng und | bequemer Abzahlung| Möbelhaus Andreasstr. 28 L Strengste Diskretion. vom Schlesischen Bhf. enifernt Verkäufe gctrttt!lfiber• Engroshaus gibt in foineu stiettoiifoftrlicn Aonlbccfitrnfic 9, oorn I, Station ftottbufrr Tor, u. Stotl- büfer Damm 3, vorn Iii, gtn- tipn itottbufer Brücke, direkt on Private ab, aus prima Stoffen.und Zutaten seldstse- fertigte Jackettanzüg«, auch blakte, Cutawayantitge, Jung. iingsanzü-te, tlaoercaats, Marengopaietvis, Etreifhosen. Oirotze Auswahl tSitmmimän» toi. Staunenerregend billige Preise. Anmessen iiberslllssig, da Mast �vollständig ersetzi. Speingees Warenverkans Tbarlottenburg, Berliner- straße IXö. Spottbilliger<>>or- dtneitverkatts, Teppichocriaus, Peizwarcu, Iackettanzllge, Paletots, Manchesterhosen s-tzt 125.—___ Vetl-Afe billig erstklasstgeit Iackettanöllg, Eehrockanzug, -Cutawayanzug, Paletot, Sd>Iüpser, Hose. Wettigarlen. Prinzenstr. 63. 6ü/1 Tapeten, Wachsluche, Lino» leum, Daucrwusd)e verkouft Ejillat, Kolonicstraste 9. IZlllf Teppiche, Gardinen, Tüll- bcttdccken, Divaiideckcn, Tisch- decken, Läuserstosf«,.svoll- billige Gelegenheiten. Pols» bamcrstr. 199, Fischer. 13951- Basdorf-Wandlitz, Acker und Wald. Ouadralrnte 15 und 39, Anzahlung 199 Mari. Hülsen, Steglitz. Bionoillestratze 12, Fernsprecher 2894. 1475, Herrenanzüge, Sommerpale- lots, Covercoats,(Sttmmi. Mäntel, Hosen, ssriedensswsfe, Hälft« herabgesetzt. Kreuz- süchse 195,—. Sämtliche Pelz- »rten staunend billige Eom- merpreise. keine Lombard» wäre. Leihhaus Rosenthaler. tor. Liniensteahe 293/4, Ecke Rosenthalersieave.- Abesnuerpumpen, Druck- pumpen. Sauger, Lohre, qe» brauchte, neue, spottbillig. Schroeder, Hochstraß« 33. Segen Ratenzahlung. Bcr kaufe Kollllme, Mäntel, Bett- wüsche, Damenwäsche, Stepp- decken, Divandeckcn, nur prima Qualitäten zu aller- billigsten Preisen. Max Io- sephlohn. Au der Spandaucr- brücke 9 III, Bahnhof Börse. kein Laden.- Serrenanziige! Hose»! Een» WSW I'gesetzt, sationell herabgesetzt, Spott preise! kein« Versatzware! Psandleihdaus Schönhauser Allee 115(Ringbahn! Hochbahnhof). hnhos. 191«' Korbkinderwagen, tadellos, billig. Brückner, Sitschiner- siratze 78. 33970 Keeuzfächse 05,—. Sämtliche RoTaprrfiMT v\xirfA rtzarten piälfte herabgesetzte eise. Keine Lom- Sommerprets». bardware. Leihhaus Rosen thalerthor Linienstr. 293 4, Eck- Rosenthalersiratzc. Il«7K Anzüge 225,—, Covercoat 3(o.—,©untntimonlcl 275,—, Hofen 65,—. Friedensstoffe. keine Lombardware. Leihhaus Rolentholerthor, Linienstratze 293/4, Ecke Rascnthaierstratze. Billig, Bettwäsche! Rur diese Woche zwecks Lggerräu- mung. Deckbett 42,—, Kissen 12,59, Laken 25,—. Einzelne Stestgarnituren tn nur erst. Bettwäsche billig angebet dies« Pfingft, he beson, ders preiswert. Deckbeitbezug 42,—. Kissen 12.5«, Laken 22,—, Inletts Sä,—. Änge staubte Garnituren unter- Selbstkosteii. Handtllcher, Bätchestofse Engrospreise. BSschefabrik Ipriisestr. 29 (Husenheide), Fohrkvcrglitnng. Reiher, Kronettreiher, Pn> radteeresher, Staagrureiher, Riefenanswahl, außeraewohn» iich billig. Re!t>«rrparatttt tuluten, iich billig. Re!h«»rpa Fcbemporantrrn schnell, gut, Siuia. Blair« Bazar, Kaiser» Wilhelinstr. 16(Aleiaitver. pl-tz) IföK Bettwgsch, Pitt,! Sitten günstige Kaustzxlegenheit. elt 42,—, Kissen 12,—, Laken 24,—, Inletts 98,—. Cin grober Pesten durch Dekoration etwas bestaubt nn> ------------ j- - W". bergerstrahe achwndachtzig. öütes u' Größtes und bekannteste, Spezialgeschäft. 158« Pumpe», Ersatzteile, ge. brauchte Pumpen. Pumpe». sabrik Wolfs, Gartenstr. 78. Jtiicke», große Auewohl. Brutcier, Entche». Zentral- geflilgelzuchtaenoss.«roßbrü- terei Karolinenhof Oeriin» Dabenders(Dorortverichr). Geschäfts acrHauic '»,eb»l-«,«bel.«»ritzplah >. 8» denk- 5ll. Fabrikgebäude_____ dar niedrigsten Preisen offe- rttre tn reicher Auswahl stherstchttich-»tgrstetzt« Ruß. baum�iniichtangen, eichene fichiafitmmel, Speisezlmmu, HprreuPminer, Ktlcheu, Pah. stermädel. Besichiignng«. beten. Earntuell Zahlung?. erleichlermtgetr._ 1311t* ««rduangebatt»er Btzllbel. firtn« Joseph K«merlitig, Co., Kastinuen-Allee atz. Eck, Wein. hergsweg. Herabgesetzt» Preise «uff all« Müde!, SpetsePmmer Schliszimmer 3599, Herrenzimmer 389»,—, Nuß bäum«»h'----- n, immer, Küche«. einrichtungen 509�—. Schnell- hloffeit« WtzSWW"" entschlossene Kaufet müssen diesen günstigen«auf»ich, versantnen! Be»»r Sie Möbel kensen, besichtige» Si« zwanglos meine Spezialsabrik-Rieder. lag- moderner Schiaszimmer- Einrichtungen. Sie si»de» jede Größe utth Ausführung tn reicher Auswahl zu brnk- bat billigsten Preisen. Ge. ka Rtstaneation»-, Likör-, Weinstuben-, Konditorei-, Biet. Bat- ., höh. Sofa- bänke, Abtellwände, Garde» robenständer, Lokaliische, Lo» kalllsihle. Eisschränke, Geld- kompletten Innen- Piano«, prächtige, Teilzah- luyg gestattet. Sachter, Orantenbutgcrsti. 42. 14iK' LM22WMM au li«k«t preiswert Speziai» fghrU. Iagenow, Molken. markt 1. 155« tentintm«� tanbgebant» ltokhsk 4üCfo,—, Sveisezim. , sehr ante Anssllhrung, i,—, Rußbaum�tandAhren dltol met, 1200.—'. Meie»elegenheits. käute in schweren Zlimner» eintichtungen und Einzel- mäbeln zu enorm billigen Preisen. Haus Lennert, Losbringerstraße 55, am Rosenthaler Platz.» Ilmbansosa« 925,— bis 1550,—, Chaiselongue« 200�- bis EIS,—, Aufloocmatratzen. Patentmatratzen 119.—. Wal- ter, Stargarderstraße achtzehn. Kleideescheank, weiß?' Wieth, Friedenau, Cranachstr. 22. Dringend»ichiig ist es für Möbclkäuser, sich durch Lager- besichtigung von«einer hoch. ften Seist ungssähigkeit und sabrik&a- siraße 27. n» tpearei, Burg. Bureauhaus Börse. 1 Ueberzeuaen Sie sich. Bett wäschetabrik Puttkameestr. 1, Ecke Wilhelmstr. 165K Weißfüchse, Silberfüchse, Polarfüchse, Sealmäntel, Ec» legeiiheiten sehr billig. Blauer Bazar. Kaiser-Wilhelm» Straße 1«. Alexanderplatz, echöne, Lebensmittelge- schäft, sieben Iahe« inn«, alte Kundschaft, ktankheitshalb. i «erkäuflich. Wobnnngstausch, Stube, Küche. Räheres D»- mafchke, Draunstr. öS. l349Sb Installation, Schlosserei. Klempnerei, sschere Existenz, " Wir"~ Ladengesch., Wirtschasls-Ar iikel, Wohnung tauschlos. 65 999 zn»erlaufen. Brückner, Dcmminec Straße A» tl«I7D Reizend««chlafzimmer, weiß. lackiert. Sich«, poliert«, bild- schöne Küchen, naturlasiert, weißlackiert sowie Speis«. «Immer, Herrrnzdnmer. Ein» Rlmöbel zur«rgönzung si». n Si, iu größter Aumvahl äußerst preiswert bttm Tisch. lermeistee ZpNu« Apelt, Adal- dertstr. 6, Knitduser?»r.• Recklität«n überzeugen! Nie wiederkehrend« billige Bnge. bot« in Speise», Herren, und Schlafzimmer, in einfachster hl, schwerster Ausführung! Berliner Möbelhaus. Rur Südosten, Lkalitzerstraß« 25. Hochbahn Aottbusee Tor.[139« Beeknus« Spind, Waschtisch mit Warmorplatte, Zink- Badewanne, Tisch, Stühle. ---- ffr. iL Fahrräder! Riesenauswahl guterhottenee Btennobof tadtc, Adlerräder, Düekopp- räder, Wandcrerräder, Mut- tipicjraber beispiellos preiswert. Schlaw� Weinmeistcr- sttuß, vier._ IW/lSck Dameufahrrad, neadereist, 450,—. Fretlanfrad billig. Sitschweritr. 78, Fahrrad- Werkstatt. 33086 Aahrr-dgtrmuffl Konkur- renzlvse Riesenauswahl, Job- resgarantie, besonders preis- wert. Konkurrenzgummi 49,—. Stblawe, Weinmeistcr- ftraßo vier.____ 199, U- Rpdrrparatttren! Fachgemäß! Preiswert! Schlawe. Weinmeisterstraßc vier.[199/13' Kaufgesuche Fahrradankaiff, strafte 19. Linien- _ 149«' kauft Bin- : 25a I. «Uihstrnmpsasche mc>, Ellassersttaße 2 »..inrtnnmnwi »ödel! Schlafzimmer. Kuchen. Teilzahlung. Harnach Tischirr. weiftet, Annenftr. 51. Alte Schlltzenstr. [3494h peciSix-nvtruoacnt« Piano, gebraucht, kauft. -—- Technisch« Privatschule Dr �Werner. Regierungs> Dan- Meister a. D.. Berlin, Reander- > straße.d. Maschinenbau. Elektro- i teck, nihHod>bau,Ttesbuu. Abend» lehrgstnge Taaeslehraänge.__ Kaufmänniichc Privatschule Ludwig Rösner, Inhaber Ernst Rösner, Reue Prome- »ad, 8, Dörsebahnhaf. Apnit Halbjahres., Zahreslehrgänge. Sonderlehrgänge sttr Schüler Fröbelschule. Frau Clara Krohmann. Berlin, Bülow- strafte 82. Koch-, SaushalNmgs» schule, Tächlcrpcnsion. Kurse tür Haus undBeruf.Slützcn.kindcr. fräulcin, Jungfern, Stuben» mädcheta Freiprospckt. Eigenes Haus__ »aulmännische Privatschule Georg Grunow, Bclle-Bllt» ance-Slraße 199. Schön» lchreiben. Maschineschreiben. Sienographi», Buchführung. Rechnen. Schriftverkehr. Wech- selkund« Richtigschreiben. An- Meldungen jederzeit. 108«* Gesundbrunnen. Katttmän- nifdie Privatschule Soleslaus kosiatz. Aadstrasie 87. Humboldt 223. Anmeldungen icderzeil. Drucksachen kosten- krei. Avril neue Leheaäna«. Sonographie, Schreibma- schiue 49,—, landwirischaftl. Buchsührung 59,—. Halles Lehr- anstalt. Polsdamerltr. HKa. Vertrauensvolle Auskunft. �rau Ehm, Hebamme a. D., otargardcrstraße 75. LctneukragenvcrlleinertBorn, Rcichenbergersiraßc 7. Sraphslogin. Sternkunden. Sprechstunde, Haiiblcsekunft. Theilinz. Reu, König. straße SSM. HZ« Kunststopser furterstr. 97. i. Große Frank. 138« BerttaucnspolteUnterffichung erfahrene Hebamme, Wilw, Kuhnert, Pallasstraße 19,1t (Potsdamerstraßc)._ 150«" Steueesachen, Geschäftsbücher bearbeitet Treuhand. reoifor Hoberock, Alte Schön» hanserstr. 39/49. Norden 12539. Arbeitsma mmm Sucht Arbeit für meine« Bruder als Hausdiener, Rad- jahrer nsts., sehr zuverlässiz und arbeitssam, ul Jahr« all. guschristeu D. 37 Z.i. tmigs-gentrale Prinzenstr. 3h. Damenhüt«. Tüchtig« gu< arbeiterinnen bei höchstem Gehalt stellen ein Paschka i Ornftein, Beuch str. 4._[26031 «uebelfttppeetn, daueruih stellt ein Wille. Birkenste. 3j, Bahnh. Puilitzstraße.-fllZ ttgnllelis�Wf aus Porteseuillc-Leder«erlanw tu jus Schlofl. Mühlenftr 53 o! Redakteur gesucht! Erbitte Preisangabe. Görnitz, Berlin-Schöneberg, Colonnen- jtfß« 55.«KP her- lyvizTiCk a,i 4,W«1 teliahreslehegänge. Privat- Zirkel, Einzelunterricht zur Ausbikdung als Slenolnpistett und Buchhalte«, 115119* „ Für unter tychrhetts oziaitstisd�s Organ»Yalbarslädte, Tageblatt- wird ein politischer Redatteur gesucht Borau» letzung ist, daß derselbe den wissenschaftlichen Sozialismus b» ".— M''>u. allen politischen Fragen leid herrscht und in der Lage ist, ,u.»U«n standig Eiellung nehmen zu können. Meldungen stnd zu richte, an den Geschästssührer Ztael Teass. Halbaeftadt. Fe..... Feldstr. 4 SMÜHWl Mösle. Ä begabt� Ä Boettagender, der R-bncr-Aueblldniig usw. leitete, sucht Stell« Ist bereit, audi oeobeweise oder-wähecitd ihres Urlaubs Genosse! ---------- ar... etniM» 22.'vffrttl nteernn?! Km Ol' mm 11 11 1- 1........................................... in.............................---- Besonders günstiges Angebot in erstklassigen Schuhwaren! Damen Weiße Leinen® Schnürschuhe solide Qualität................................................... R.tfChevreauxs und ChromledersStiefel mit u. ohne Lachkappe, auch mit flachem Absati, für ältere Damen Schwarze echt ChevreauxsHalbschuhe hübsche breite Formen, Lederkappen, Lederbrandsohlen.......... Färb. u. LacksPumps« u. Oxfordschuhe moderne Formen, elegante Ausführung........................... Färb, echt Chevr.s uBoxcalfsHalbschuhe randgenäht, in verschiedenen Ausfuhrungen...................... 85" 98" 108" 168" 196" Herren Schwarze Halbschuhe, echt Chevreaux und Box ca! f. randgenäht, moderne Formen...................... Braune Halbschuhe, echt Chevreaux und Boxcalf, randgenäht, moderne Farmen...................... B r a u n e Stiefel, Kalbleder und Rindbox, randgenäht, moderne Formen..................... Braune R i n d b o x � S t i e f e 1 randgenäht, mit Doppelsohle................................... Braune Boxcalf-Stiefel randgenäht, elegante Formen und Ausführungen................. tili50 250°° iii09 2iS00 27g85 99 Der Schuhhof Schuhwaren-Groß- und KleEnhandSuns in», Berün W. 9 Liilksfell Kein Laden, 4-Etagei3"Ue7kaufshau3 Zweigniedeiiassuns: Spandau, Breite StraDe 22, i | Drum prüfe, wer steh eurig bindet! Als Seibsthersteüer liefere ich in Qualit&t und Preis einzig dastehend Trauringe 1 Trauring. Duk. t. von 80 AI an . Duk.rTratirlos..... 2»»»»»«. Unterhemdchen 6#s HemdflOSen wel6, fein gesWdd mit Uebersddag 29" Schlupfbeinkleider wr Damen, farbig... 19 NetZjacken für Herren, In versdiledenen Größen 9 Herrenbeinkleider mauofarbtg,, Größen. 29 Herrenhemden makoferblg, 3 Größen.... 39 Trikot-Oberhemden m/Ji 39 9 .V, T«.rtT-> f0r Herren, Jacke und Beinkleid, TfO5® vJamiLUren farbig, 3 Größen..........Garnitur/ v Kinder-Söckchen«!!»?'& Größe O" Größe d 75 Größe CBS 1 2 3 O* 4 5 et 7 8 9 3 Größe C95 Größe Tf 95 Größe �75 2 3«? 456#'SSJf S8tu& bf rfSi A�5 ...... ,____. f -..-.«S'.......,<«(#13 70 fOr n Ä�// �te � f%,2 W««. p'°"■üsn Beüe-AliläDce-Straiie OroBe FrsoMr SlraBe taensirafie Koläünser Bamm Wilsier�onsr SM WWMKWW. GROSSERWOOG 2S3fis� A FRITHJOF ÜM i(t und bleibt der niedrige Preis und gerade in dieser Beziehung die Leistungs- tähigsten zu sein, ist unser stetes Bestreben •» Kommen Sie zu uns! Oberzeugen Sic sich! * Hochmod. einfarbiger Paletot ß» Icuchlendeo Farben mit den so beliebten kUppenartigen Revers u. gans neoartigen und hübschen Stickerei--g Verzierungen. Sehr fesch und sauber jf SL fflg verarbeitet nur J**/*Jp\jf Flottes Sportkostüm l» der so gern gekauften Noppenware mit festhen aufgesetzten T eschen � C. In lebhaften Farbtönen. Für Reise u. a Sportzwecke besonders geeignet nur• & .< Z9., 3»- 33- 83�»3..»45.- KönlgstraBe 33(hausseestr. 113 aa Bahano« Atazasa-rplaU SUtti«*r B«bbof Simons' DemWonsgesuch abgelehnt. Verlin. 30. April.(2DXB.) Zu den Zlach richten über eine angebliche Krise im Kabinett erfährt das WTV. von zuständiger Stelle folgendes: Es ist richtig, daß der Minister des Ans- wärtigen vor einiger Zeit dem Reichspräsidenten ein Ab- schledsgesuch vorgelegt hat. Maßgebend für den Entschluß des Ministers war sein Eindruck über die Stellungnahme der deut- scheu öffentlichen Meinung zu seiner Politik. Mit Rücksicht aus die von ihm eingeleiteten Verhandlungen mit Amerika hatte sich der Minister zugleich bereit erklärt, die Geschäfte seines Ressorts vorläufig weiterzuführen. Der Reichs- Präsident hat das Gesuch a b g e l eh n t. da nicht nur das K a- binetl die Vorschläge des Reichsministers über die Aorlführung der von ihm mit Amerika begonnenen Verhandlungen billigt, fon- dern auch die Reichstagsdebatte gezeigt hat, daß die Volks- Vertretung in ihrer großen Mehrheit diese Fortsührung wünscht. Die ersten Sitzungen öes Obersten Rates. Paris, 30. April, yavas berichtet aus London: Die erste vesprechung heule vormittag 1234 Uhr zwischen Lloyd George und B r i a n d dauerte kanpp eine halbe Stunde und war sehr freundschaftlich. Die beiden Ministerpräsidenten prüften die Re- parationsfrage in ihren großen Zügen. Lloyd George gab zu erkennen, daß er den Gesamtplan des Vorgehens der ver- bandsregienmgen im Ruhrgebiet infolge des deutschen Verzuges am 1. Mai guiheiße, jedoch wurden einige Einwendungen gegen gewisse Einzelheiten der Durchführung dieses Planes erhoben, in erster Linie hinsichtlich einer Abgabe aus die Ruhrkohle. Paris, 30. Sprit.(WTB.) Die Sitzung des Obersten Rates hat'in London heute nachmittag 3 Uhr begonnen. Lloyd George und B r i a u d hatten um Vzl2 Uhr eine Unterredung, die 20 Minuten dauerte. Heute vormittag hatte der a»S Berlin gekommene englische Botschafter Lord d'Abernon im Kolonial- amt eine längere Unterredung in der Ministerialkommission. die Lloyd George eingesetzt hatte, um die Reparationsfrage vorzu- bereiten. Die Kommission besteht aus dem Kriegsminister Worthington EvanS, Kolonialminister Churchill und dem Minister für Indien, Lord M o n t a g u. Nach dieser Beratung begaben sich die drei Minister, begleitet von Lord VSbernon zu Lloyd George, wo sich bereits Lord C u r z o n und die anderen englischen Minister ein- gefunden hatten. DaS englische Kabinett hielt alsdann eine Sitzung ob, die eine Stunde dauerte. London, 30. April.(MTV.) wie bereits gemeldet, traf der Ober sie Rat heute nachmittag 3 Uhr zusammen, um die Maßnahmen zu beraten, die getroffen werden sollen, um Deutschland zu zwingen, den Forderungen der Alliierten stattzugeben. London, ZV. April.(WTB.) Nachdem er viereinhalb Stunden beraten hatte, vertagte sich der Oberste Rat um 7.3V Uhr abends auf morgen vormittag 11 Uhr. Paris. 3v. April.(WTB.) Finanzminister Doumer ist ist heute nachmittag nach London abgereist. .Star" zufolge werden die Veratnngen vielleicht bis Mitt- w o ch dauern, vor der Sitzung des Obersten Rotes fand eine Reihe von Vorbesprechungen statt, bei denen Versuche gemocht wurden, eine wichtige Meinungsverschiedenheit, die K zischen den Alliierten entstanden ist. zu regeln. Die Frage, über e�n Blättern zufolge die Alliierten bisher keine Uebereio- fiimmuug erzielt haben, lautet: Soll Deutschland ein Ultima. tu m überjandt werden, oder soll ihm eine neue Gelege ah eil gegeben werden, bevor das Rnhrgebiel beseht wird. Großbritannien schlägt vor. Berlin eine Rote zu übersen- den. in der der deutschen Rcgicruug eine Frist von sieben Tagen gewährt wird, um den Forderungen der Allilerleu stattzu- geber oder ein annehmbares Angebot zu unterbreiten. Frank- reich widersetzte sich diesem Vorschlag und erklärte. Deutsch- laad sei durch Richtbezahlung der fälligen 12 Milliarden Goldmart seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Eine so forkige militärische Aktion müsse dafür eingeleitet werden. (Bisher hat bei. solchen Meinungsverschiedenheiten Lloyd George schließlich immer Frankreich nachgegeben. Die Red. d. �Vorwärts".) Der schwarze Storch lebt nochi Es ist in letzter Zeit vielfach behauptet worden, de/ schwarze oder Waldstorch sterbe au?. Dieser Behauptung tritt ein langjähriger Beobachter dieses Tieres in ,.St. Hubertus" entgegen und erzählt allerlei Interessantes voii seinen Gewohnheiten. Es ist durchaus falsch, zu behaupten, der schwarze Etorch sei größer als unser Hausstorch, er ist sogar bedeutend kleiner. In den ungarischen Pußten von Alsöld und den anschließenden Theißauen horsten die Tier« noch ziemlich zahlreich in den höchsten Kronenwipfeln von Silber- und Schwarzpappel! Während das Abschießen dieser Störche bei uns an der Tagesordnung ist und jeder neugebackene Jäger solch ein seltenes Tier erlegen will, gilt der schwarze Storch in Ungarn für geheiligt, und keinem Jäger fällt es ein, ihn zu schießen. In seinem Horst macht sich der Wald- storch sehr laut bemerkbar durch das Wetzen seines Schnabels. Die ganze Gesellscbaft veranstaltet manchmal ein Klapperkonzert, wobei sie mtt dem Kops und dem ousgeplusterten Gefieder komisch aus- sehende Wippbewegungen vollführen.„In der Lüneburger Heide, in den Moorwäldern der Weser," schreibt der Verfasser,„habe ich n Waldstorch ebenso als Brutvoge! gefunden wie in der schlesifchen }äe, wo er durchaus keine Sellenheit ist. In den südlichen Donau- Ändern ist der schwätze Storch mehr verbreitet als der weiße .J gilt auch dort, wie der Ibis, sozusagen als geheiligtes Tier." BollSbäb»« E.». Arn Hlwmelfnkutsiage. II« Uhr vorm.. im Theater gm Biilowplah Voriuhrung der Elizabeih-Duncan- Schul e.— Einlaßkarten zum Einheitspreise von 3,50 M. in der Geschäftsstelle der NaNsbülme. L:ni-nstr. 227,«n den Tictz'chen Theaierkasten. in der Volks- bühncnbuchhandlung und bei den übrigen Zahlstellen der Bolksbühnc. Deutsches Theater: Heute nachm.>43 Uhr, Aufführung der Russtschen Schauspicltruppe: Andrejew's„Tage unseres Leben». Theater iu der Kammandantenstrahe: Am 3. Mai, 7 Uhr a!., Erstauf- führung„Tie goldne Freiheit", Volksstück mit Gesang und Tanz. Ter Oratorieu-Verein lDirigent Johannes Stehmanni singt am 2. Mai. 8 Uhr. im Blüthner-Saal Volkslieder. Mitw.: Lulu und Rudols Lauben- chal, Duette. Tie Schwarz- Wcih-Aussteklnng der Akademie wird am Mittwoch. 4. Mai. mittags 12 Uhr. eröffnet. Sie ist von 2 Uhr an allgemein zu- gängiich und dann 4—6 Dechen täglich von 10—5 Uhr geöffnet. £' amtliche Bericht über die Relchsschulkaufereuz von 1920 wirb vom ist eich'i Ministerium des Innern vorbereitet. Die Ausgabe wird im Berlage von Quelle u. Mover m Leipzig erfolgen. Der Preis für das gebundene Seit beträgt 110 M., bei Vorausbestellung bis zum 31. Mai 88 M. Die Loreleh als Tarn Platz. Der Turngau Süd-Nassau bat die Hohe des Lorelei, felsenS gekauft. Es soll«» die Arbeiten an einem großen Platz zur Abhaltung von Dett- und Turnspiele» so gefördert werden, daß noch m diesem Jahre die erste große Beranstalmng stattfinden kann. Meyers Haudleriton. DieieS oielsetiige AuSkunltsbuch ist in achter, völlig neubeaibeiteter und vermebrter tiustage im Verlag des Biblia- gravbilchen itnstlwts erschienen. Es bietet 7*000 Stichwörter und Hln- weile mit 2000 Nbbtldunaen auf 1632 Spalten Text, mit zahli eichen Karten iwd«lbbilduiKen. Der«and kostet In Seinen gebunden 84 M. und die Zuschläge. Äui allen Gebielen. W Geschichte und Geograpbie. in Politik, Soztalwistenichast und Gesehwesen, in Raturwifsenschast und Technik usw.. ist der schnellen Entwicklung Rechnung getragen. Es ist erstaunlich, welch «in« Süll« von Rachweismigen Seher« Haudlexikou in sich bereist Zum Abbruch öer Pariser verhanülungen. Pari», 30. April.(WTB.) In einem Leitartikel der Sonntags- ausgäbe des„Temps" vom 1. Mai wird ausgeführt, daß der Bor» treter der Kriegslastsnkommission, Herr o. Oertzen, in der letzten Sitzung der Reparationskommifsion. bei der die deutschen Sach- verständigen über die von den Entente-Regierungen aufgcst-Men Schcttenrechnungen gehört wurden, erklärt habe, er schätze sich glück- ljch, zu erkennen, daß die Kommission in weitem Maße ihm die Möglichkeit gegeben hat, sich mündlich und schriftlich z u äußern, und er spreche hierfür offiziell seinen Dank aus. Hierzu ist zu bemerken: In der genannten Sitzung hat der Leiter der deutschen Sachverständigen-Delegation. Ministerialrat R u p p e l. in einer mündlichen Erklärung zum Ausdruck gebracht, daß er z w a r anerkennen wolle, daß innerhalb der zur Verfügung stehenden kurzen Zeit der Sachverständizendelegation Gelegenheit geboten worden sei, sich zu den Schadenrechnungen mündlich und schriftlich zu äußern. In der Erklärung wurde aber nachdrücklich festgestellt, daß bei der zur Verfügung stechenden beschränkten Zeit von einer mündlichen und sachlichen Bearbeitung des großen, überaus umfangreichen Materials um so weniger die Rede sein konnte, als die gebotenen Unterlagen zum großen Teil u n- zulänglich sind. Neue Forderungen! Paris, 30. April.(Havas.) Der Artikel 260 des Ler- träges von Versailles verlieh der Neparationskommission das Recht, sich von Deutschland die Rechte und Interessen übertragen zu lassen, die die deutsche Regierung oder deutsche Staatsangehörige .an öffenttichen Unternehmungen und Gerechtsamen haben, welche in Rußland, China, Oesterreich. Ungarn, Bulgarien, der Türkei oder in den durch die Friedensverträge abgetretenen Gebieten liegen. In Ausführung dieses Arttkels und auf Berlangen der Rcparations- kommission hat die deutsche Regierung in der Ankündigung vom 17. März 1920 die von Artikel 260 betroffenen'Interessen und Rechte gesperrt und späterhin die Abgabe von Er- klärungen vorgeschrieben. Die Ergebnisse dieser Erklärungen wurden am 17. Dezember 1920 der Reparationskommission durch die Kriegslastenkommisston übermittelt. Die vorgelegten Auffasiungen gaben zu zahlreichen Beanstandungen Anlaß, Hauptfach- lich wegen der eng gezogenen Auslegung, die dem Worte„Gerecht- same"(concession) gegeben wurde. Die deutsche Regierung schloß von der Anwendung des Artikels 260 die G r u b e n und P e-> troleumbetriabe aus, ebenso Halle sie in den Ausstellungen nur die Aktien berücksichtigt, die Schuldverschreibungen dagegen un- berücksichtigt gelösten. Die Reparakionskommissio« hak nunmehr beschlosten, von Deutschland die Uebertragung sämtlicher Znier- essen undRechte zu fordern, die in den von der Kriegslasten- kommifston vorgelegten Austtellnngen aufgeführt flad. Außerdem hat sie letzterer mitgeteilt, daß fie sich nicht mit genannter Anfstellnng begnügen kann. Die deutsche Regierung wird vor allen Dingen Einzelheiten über die Schuldverschreibuiigen bieten müssen. sowie über alle deutschen Znlereffen an den Gruben und Petroleum- gerechtsamea. Die Reparationskommisston wird die von Deutschland über- iviesenen Werte zur Verfügung der Verbandsmächte hallen, die sie zu erwerben wünschen, und die Verwaltung der übrigen Werte, die nicht sofort von den genannten Mächten angefor- dert werden sollten, selbst übernehmen. Der Verfallstag. Paris.. 30. April.(WTB.) Wie der„TempS" meldet, wird die Reparationskommission hinsichtlich der am 1. Mai.fälligen Restschu ld von zwölf Milliard.en au« Artikel SSS morgen der Kriegslasienkommission durch einen Brief in Erinnerung bringen, daß die Summe am 1. Mai fällig gewesen ist Zu gleicher Zeit wird die Reparationskommission der alliierten Regie- rangen die deutschen Verfehlungen notifizieren. Das Jntcresfe Amerikas. Paris, 30. April. HavaS berichiet aus Washington: In bezug auf die Haltung der amerikanischen Regierung erklär« man, sie babe weder als Agent Deutschlands noch aiS uninteressierter Vermittler gehandelt, die Vereinigten Staaten betrachteten sich an der ReparationSfrage iniereisiert. sie sei für sie vital- Andererseits erlläre man. die Vereinigten Staaten seien mit den Alliierten darin einig, eine praltijche, auf gerechte» Grundlagen aufgebaute Lösung zu finden. Rem Jork. 30. April.(WTB.)„Astociated Preß" meldet aus Washington vom 29. April: Die Regierung hofft immer noch. daß die Reparationsfrag« durch Berhandlungen geregelt werden kann. Dies erfuhr man autoritattv heute abend, nachdem Präsident Hardjng und das Kabinett die' Lage besprochen und Etaatssekretör Hughes mit dem französischen und dem Ualienischen Botschafter verhandelt hatte. Amtliche Kreise bewahren weiterhin absolutes Stillschweigen über den Charakter des informellen Mci- nungsaustausches mit den Alliierten. Doch wurde bekannt, daß weder Großbritannien noch Italien das deutsche An- erbieten endgültig als eine mögliche Vcrhandlungsgrundlage a b g e. lehnt haben. pariser Maiaufruf gegen neue Abenteuer. Die hysterische Sprache der Pariser Boulevardpresse seit zwei Monaten und vor ollem die zahlreichen Indizien, aus denen hervorgeht, daß die französische Regierung in mehr oder weniger versteckter Form eine regelrechte Mobilmachung für die geplanten neuen Gewaltmaßnahmcn gegen Deutschland vorbereitet, werden mit Besorgnis von der französischen Ar- beiterpresse verfolgt und mit Entschiedenheit bekämpft In einem Maiaufruf der Pariser Gewerkschafts» kommission heißt es: Die kapitalistische Bourgeoisie der Entente will den Z u s a m- menbruch der Zentralmächte bis zur äußersten Grenze des Möglichen für ihre klosteuiuteresten ausbeuten- Alle ihrem betrogenen Proletariat gemachten Versprechungen vergestend. denken sie nur an das eine: ihre Habgier zu befriedigen und ihre Herrschaft über die Welt der Arbeit durch immer neu« Raub- züge zu sichern. Bom Tage seine? Unterzeichnung an haben wir den B e r- sailler Vertrag al» Gefahr und als Erzeuger neuer Kriege gebrandmarkt Wir brandmarken ihn heute aufs neue, als Ausdruck des frechstcu Milikarismus und des anarchisiischeu bürgerlichen Merkcm- lilismos. Die auf der Londoner Konferenz beschlossenen Sanktionen beweisen den brutalen Willen unserer Imperialisten, die besieg- ten Völker zu knechten und den Knoten mtt Gewalt zu durchhauen, der einzig und allein durch freie Aussprache und loyales Uebereinkommen zu lösen ist. Wir wenden uns mtt aller Kraft gegen dos Ultima- tum, dos man Deutschland stellt, wir verurteilen es, weil es Europa uud die Well ueuem Kriege entgegenfahrt Bestärkt in unstrer Uebcrzsugung durch die kr adrigen Er--?-. rungen von gestern, stellen wir fest— iu lleberelsstimm�ng irii dem deulschen prole ariol wie mit den ArbeitcrrrzaniHb.c i er ganzen Welt—, daß der kommende Krieg den Intcresten olle? Arbeiter gleich schädlich sein wird. Gegen diese sinnlose und verbreche räsche Politik erheben wir Protest Und wir wisten, daß dieser Protest nicht cer- hallen wird. Mir weigern un.?. wieder zu den Waffen zu greisen, um die gemeine Habgier der Besitzenden zu befriedigen. Das Seine-Gewcrkschaftskartell, bestrebt seine Pflicht gezen» über der Pariser Arbeiterschaft zu erlüllen, wird sich gezen jeden versuch einer Mobilisalion, die nur der Verteidig rng der kapitalistischen Ir. teressen, nicht der Interestcn der Arbeiterschaft dient, zur Wehr sehen. Die Pariser Aroeiterschaft ist sich der Aufgabe, die ihr zufällt, bewußt. Sie ist— wenn es fein muß— zu revolutionärer Erhebung bereit, eher als sich nochmals für den Profit ihrer Ausbeuter zu schlagen. Gewiß sind Briand und Foch gegenwärtig weit stärker als tue französischen Arbeiterorganisationen, und man darf bei uns die tatsächliche Wirkung solcher Aufrufe nicht ü b e r-> schätzen. Immerhin sollte diese entschlossene Sprache jener Massen, deren Mitwirkung die französische Regierung bei der Durchführung ihrer milllärischen Abenteuer östlich des Rheins nicht entbehren kann, diejenigen nachdenklich stimmen, die sich bisher grundsätzlich einer Verständigungspolitik verschlossen und die auch das neue deutsche Angebot sofort als„unan- nehmbar" bezeichnet haben._ Tschechisch-rumänische Militärkonvention. Prag, 30. April.(WTB.) DaS tschelboilowakii'che Prestebureau meldet, da« Einvernehmen, welches zwischen Rumänien und der Tschechoslowakei seit der Zeit der Besuch« deS Ministers Dr. Benesch in Bukarest und deS Minister» Take Jonesau in Prag bestand, erhielt diesertage durch weitere Verbandlungen zwischen den beiden Ländern einen definitiven»nd ständigen Cha- rakter in Form eines m i l i t ä r p o l i t i s ch« n B e r t r a g e s. ES er- übrigt sich, zu erinnern, daß dieses Faktum die Frieden»- Politik besiegelt, die von den beiden Ländern verfolgt wird und auf der volleu Einhaliung der Friedensverträge begründet ist. §all Surg unö Selbstverwaltung. Stadtverordneter Genosse Dr. Bruno B o r ch a r d t schreibt uns: Im Fall des Direktors Burg von der Fürstin-Bismarck-Schule in Charlottenburg wurde von den Dsutschnationalen und Demo- kraten dem früheren Minister Harnisch Verletzung der Rechte der Selbstverwaltung vorgeworfen. Wie liegen die Dinge in Wirklichkeil? Nach geltendem preu» ßischey Recht ist den Kommunen lediglich die Berwallung der äu- ß e r e n Schulangelegenheiten übertragen, Aufsichtsbehörde über den inneren Schulbetrieb sind ausschließlich und allein die staatlichen Organe, so daß die Oberlehrer keine städtischen, sondern mittelbare staatliche Beamte find. Dieser Rechtszustand ist sicherlich nicht ideal und wie unser gesamtes Schulwesen reformbedürftig. Diele Reform kann ober nur auf gesetzlichem Wege erfolgen und nicht dadurch, daß ein Minister im Einzelfall die staallichen Aufsichtsbe» fugnisse einer Kommune, überträgt oder gar diese zur Repisioos-« instanz gegenüber der staallichen Aufsichtsbehörde macht Nichts Germgeres- verlangt das Bezirksamt unter dem Beifallsjubel der Deutjchnationalen und Depro traten. Well der Minister diesem Ber- langen nicht nochgibt» ja gor nicht nachgeben kann, darum das Ge- schrei über die verletzte Selbstverwaltung. In der Sache hatte der Minister entschieden, daß gegen die Studienräte K a w e r a u und R e i n t j e s absolut nichts vorläge, was irgendeinen Tadel rechtfertigen könne, während die Gegenseite sich verschiedenes habe zuschulden kommen lassen, was zwar nicht mit Dienstentlassung aber mit scharfem Tadel zu ahnden fei. Um nun an der Schule wieder ein gedeihliches Arbeiten zu ermöglichen. schien es nötig, die streitenden Parteien auseinander zu bringen. Da an eine Versetzung der beiden Studienräte nicht gedacht werden konnte, blieb nur der Ausweg der Versetzung der andern. Sobald der Minister diese Entscheidung getroffen hatte, setzte er sich sofort mit dem Magistrat bzw. dem Bezirksamt in Verbindung, um bei der Durchführung des Beschlusses in weitestem Maße dem Bezirks- amt die Mitwirkung zu sichern. Dieses ober lehnte die Mitwirkung ab, indem es verlangte, es müsse erst die Akten bekommen, um sich selbst ein Urteil über die Verfehlungen zu bilden, mtt andern Worten, es müsse erst prüfen, ob das Urteil des Ministers«in fach- gemäßes sei, und nur wenn e« dem Urteil zustimme, könne die Bs»- setzung vorgenommen werden. Dieser Ueberspannung der Selbstverwaltung, welche die städtl- scheu Oberlehrer der staatlichen Aussicht überhaupt entziehen und statt dessen unter städtisch« Aufsicht stellen will, konnte ver Minister nicht zustimmen- Er mußte also, da das Bezirksamt seine Mitwirkung bei der Durchführung der Versetzung ablehnte, diese selbst durchführen und tat auch das wieder in einer für die Betroffenen möglichst schonenden Weise, indem die Versetzungen aus schullech- nischen Gründen erst zum 1. Oktober ausgesprochen wurden. In der Frage der Versetzung selbst ist inzwischen insofern ein? Veränderung der Sachlage eingetreten, als die Herren Kawerau und Reintjes, zufrieden mit der durch das Urteil des Ministers erhal- tenen Rechtfertigung, ihre Versetzung selbst nachgesucht und er- halten haben. Es kann daher von neuem erwogen werden� ob die zum 1. Oktober verfügte Versetzung unter diesen veränderten Um- ständen noch notwendig erscheint Sollt« das geschehen, so Hot dos nichts mit der Frage der Nachprüfung des ganzen Falles durch das Bezirksamt zu tun, die sicherlich kein Minister zugestehen wird, wie er auch heiße, welcher Partei er auch angehöre und wie sehr er auch die Rechte der Selbstverwaltung achte. Dr. Bruno Borchardt. » Das Bezirksamt des 7. Verwaltungsbezirks Charwttenbura hielt kürzlich eine Sitzung ab, in der der Abg. Dr. Krüger(Dnat.) folgende Anfrage stellte:„Ist das Dezirksamt bereit und imstande. Auskunft zu erteilen über die Borgange, die zur Der- setzung des Direktors und dreier Oberlehrerinnen an der Für st in- Bismarck-Schule geführt haben und welche Stel- lung nimmt das Charlottenburger Bezirksamt dazu ein."— Während der Ankrager sich durchaus sachlich benahm, ist die Beantwor- tung der Anfrage durch den Vezirksbürgermeister Scholz als eine Entgleisuna zu bezeichnen, der zum Schluß ein Fußtritt gegen den aus dem Ministerium scheidenden Genossen Harnisch folgte. Scholz erklärte, daß die Gründe, die zur Versetzung des Direktors Burg führten, ihm nicht in vollem Umfange bekannt sind, da dem alten Charlottenburger Magistrat wie auch dem jetzigen Bezirksamt durck die Schuld des Ministers die Akten vorenthalten worden sind. Seiner Auffassung nach hätte ohne Einwilligung des Patronots keine Der- setzung des Direktors und. der andern Lehrkräfte stattfinden dürfen. Genosie Dr. Borchardt vertrat einen andern Standpunkt. Er wies die Angriffe gegen Hoenisch zurück und führte aus, daß von einer Verletzung des Selbstverwaltungsrschts der Gemeinde im Zu- sammenhang mit dem Fall Burg gar keine Rede sei» könne. SeWerMafisbeNegung Der Arbeit Tag! Einfache, praktische, auf den Arbeitcrschutz gerichtete For» derv�gen waren es, zu deren Verbreitung und Erfüllung der i. Mai vor drei Jahrzehnten als Demanstrationstag, � als Feiertag erkoren wurde, als der Feiertag des klassenbewußten Proletariats aller Länder. Doch welche Fülle herrlicher Menschheitsideen umschlossen diese Forderungen und riefen sie uns ins Bewußtsein, uns zu ihrer Verkündigung begeisternd, ZU ihrer Verwirklichung ermunternd! Schien es nicht, als habe der Weltkrieg den internationalen Gedanken für immer zerstört? Hcn Gedanken der Völker- solidarität, des Völkerfriedens, und damit auch den Gedanken der Befreiung des Proletariats aus den Fesseln des Mili- tarismus und Kapitalismus! Wohl wurde offenkundig, daß diese Ideen noch zu wenig entwickelt waren, zu wenig An- Hänger hatten, um sich dem äuf der Stufe seiner höchsten Boll- kommenheit stehenden Militarismus gegenüber durchzusetzen. Doch um so mehr wurde der Welt ihre gewaltige Bedeutung vor Augen geführt. Neue Kämpfer wurden auf den Plan ge- rufen und der Wille gestählt, den internationalen Ideen zum endlichen Siege zu oerhelfen. Nicht darauf kommt es schließlich an, was die gegen- wältigen Machthaber wollen, sondern darauf, was die zu klarer Erkenntnis gekommene große Masse der Kopf- und Handarbeiter will! Und so einig sie sich schließlich auch über ihre Ziele ist, so wenig war sie es in chen letzten Jahren über die anzuwendenden Mittel und den einzuschlagenden Weg. Manche, verirrten sich, weil ihnen der gegebene natürliche Weg zu lang und zu mühsam schien. Auf viele, die erst spät aus ihrer Gleichgültigkeit aufgerüttet wurden, auf die stürmerische Jugend, auf die ungeduldigen Alten, die, vom revolutionären Augenblickserfolg berauscht, das gelobte Land ihrer Sehnsucht noch erreichen wollten, übte das bolschewistisch verzauberte Rußland mit seinen Lcnm-Potemkinschen Dörfern einen faszi- nierenden Reiz aus. Der Bann löst sich, die Klärung begimit und die Einsicht reist, daß der Befreiungskampf des Proletariats„nicht mit dem Rüstzeug der Barbaren" erfolgreich geführt werden kann. Den Achtstundentag haben wir. Wir wären seiner nicht wert, wollten wir ihn uns wieder entreißen lassen, indem wir den Bruderkampf weiter führen, der uns der Stärke beraubt, ihn zu erhalten. Der prcußisch-deutsche Militarismus ist zusammengebrochen; Sache des wiedervcreinigicn Proletariats ist es, ihn nie wieder erstehen zu lassen. Die Sicherung und Erweiterung unseres Mitbestimmungsrechts in den Betrieben muß erst noch geistig errungen werden. Auch die Frage der Sozialisierung wird um so früher in unserem Sinne gelöst werden, je eher die urewigc Wahrheit wieder uneingeschränkte Geltung erlangt, daß Einigkeit stark macht. Noch ist der Feind nicht völlig überwunden. Seien wir dessen bei unserer Maifeier eingedenk! Geloben wir uns, stets für die Verbreitung und Vertiefung unserer Ideen einzutreten! lnsere wichtigste Aufgabe bleibt es, die noch abseits stehenden Arbeiter und Angestellten zur Organisation heranzuziehen, in unserer Agitation im Sinne der Wiedervereinigung des Pro- letariats zu wirken und so den Triumph des Moigedankens zu verwirklichen!__ Hegenrsartsaufgaben See Gewerksthastcn. V In der Zahlstellenverfammlung der Porzellwiarbeiter hielt Gr- nosie Siegle von der Gewerlschaftskommission einen Bortrag über „Gegenwartsaufgaben der Gewerkschaften". Nach einem Hinweis auf die gegenwärtige politische Lage und Wirtschaft- liche Krise, zu der sich noch die innere Krise der Arbeiterbewegung geselle, führte der Redner aus, daß seit der Revolution ein st e t e s Zurückgehen der Macht der Arbeiterschaft zu ver- zeichnen ist. Ter Druck von außen, der die Reaktion stärkt, die Zer- klüftung d« proletarischen Organisationen und nicht zuletzt die Kommunistenputsche hoben die jetzigen unerfreulichen Zu- stände in erster Linie verursacht. Eingehend auf die Tätigkeit der Gewerkschaften, erwähnte der Redner, daß der Einfluß auf die Gesetzgebung, im Gegensatz zu früher, kräftig wahrgenommen wird. Das Arbeitslosen-, das Jugendwohlfahrts-, das Lehrlingsgesetz und die Schlichtungsordnung erfordern gegenwärtig unser Augen- öauarbeiter! Am Sonntag, den 8. ZNai. vormittags von s bis 1 Uhr, findet die Urwahl der Berliner Vereinsleitung statt. Es geht gegen Sie kommunistischen Gewerkschastszersplitterer! Agitiert und stimmt für die Oiste Thons-Vartenbsrg. Gehaltsregelung gelrafseu wird, die thnen eine Mesent« liche Besserstellung bietet. Deutsd'.« MetaSarbeiter'Derband. Die Versarnmliing der Drohtarbcite� findet wegen der Generalversammlung am 2. Mai nickt statt. Zeotralverdoud der Schuhmacher. Montag abend 7 Uhr finden die Bo zirksoersammlungen de? Schoßa.beiter in den bekannten Lokalen statt. SPD.'Maler und Lackierer. Am Dienstag, abends 7 Uhr. findet im Klub' bans der Gcstwirtsgehilfen. Ziegelstr. 2. L Etage, eine wichtige Besprechung statt. Sämtsiche Bwiirksfiihrer und Bertrauenslente rniiffen erscheinen. Allgemeiner Verband der Deutschen Bankangestellten. Montag 7 Uhr im Lehrervereinshaus, Alexanderstr. tl, II. Erage. Oesfentliche Bankangestellten- Versammlung. Benno Marx und Karl Emonts sprechen über die Berhand- lungen und den Schiedsspruch. Zeutralvcrbond der Arq-ste llteu. Krankenkossen: Dienstag, nachmittags 4 Uhr, Funktionärversammlung im„Schultheiß", Neue Iokobstr. 24.'2o.— Textil, Bekleidung, Leder: Montag, abends Uhr, Funktlonärverfamm- lung in den„Musikerfälen", Kaiser-Wilhelm-Straße 31.— Lebensmittelklern- bandel: Montag, abends 7� Uhr, Oeffenviche Versammlung in den„Sophien- säken", Sophienstr. 17/18. Spedition: Montag, abends TV« Uhr, Mitglieder- nersammlurm in der„Neuen Philharmonie". Köpenicker Str. 96 97.— Asphalt- �" 714 Öhr, itlung t Industrie: Mo falfttt, Kaiser-Wilhelm- Str. 31. llontag, abends 714 armonie". Köpenicker Str. 96:97, Mitgliederversammlung in den Musiker- Verantw. für den redakt. Teil: Tr. Werner Peiser. Charlottenburg: für Anseigen z tö. Glocke. Berlin. Verlag: VorwörtS-V-rlag G. m. b. H.. Berlin. Druck: Vor- wärts-Buchdruckerei u. TerlagHl?nitalt Bcrnl Sinaer u. Co.. Berlin. Lmdenstr. 3. Hierzu 4 Beilagen. merk. Energisch ist ferner an der A r b e i t s b e s ch a f s u n g für Arbeitslose und der Heranschaffung der Mittel für Bauzwecke, den brennendsten Problemen, zu orbeften. Die Not der Erwerbs- losen ist, hauptsächlich durch die meist lange Dauer der Erwerbslosig- keit, grenzenlos. Aendernng ist in der tapftolistischen Wirtschasts- ordnung nicht zu erwarten. Nur die Ueberführung in die sozialistische Wirkschaft kann«ine allmähliche Besserung dieser Zustände herbeiführen. Die Sozialisierung des Bergbaus ist endlich in Angriff zu nehmen. Redner ging dann auf die von de» Gewerkschaften zu leistende Bildungsarbeit ein, die in An- betracht des erweiterten Ausgabenkreises kräftig zu fördern ist. Nur wenn die Arbeiterschaft sich, genau wie heute die Unternehmer, ohne RücksichtaufpolitischeundreligiöseAnschauungen nach wirtschaftlichen Interessen orgarsisiert, und wenn die organisierten Proletarier den Glauben an den Sozialismus ver- tiefen und festigen, werden die Gewerkschaften ausschlaggebend am Aufbau der Gemeinwirtschoft fem.— In der Diskusston ließ u. a. ein kommunistischer Redner die be- kannten Phrasen vom Stapel, die der Referent im Schlußwort be- weisträftig widerlegte. Der Beifall, der dem Redner gezollt wurde, bewies, daß die Berliner Porzelliner geschloffen hinter der AmsterdamerGcwerkschaftsiniernationale stehen. Unser der Tieg. Nach einer WTB.-Meldung-endeten die Betriebsrätewahlen im Hüttenbetrieb der K ö n i g s h ü t t e(Ober- schlesisn) mit einem glänzenden Siege der freien Gewerkschaften.! Es erhielten Mandate die freien Gewerkschaften IL] (2727 Stimmen), die polnischen Gewerkschaften 5(1302 Stimmen)> und die Union 3(724 Stimmen), Die christlichen Gewerkschafter:! mit 163 und Hirsch-Dunckerschcn mit 64 Stimmen gingen leer] aus. Bei den Angestelltenrotswahlen erhielten die I freien Angestelltenverbond« 7 Mandate mit 40 iH Stimmen, der Deutsche Handlungsgehilsenverband ein Mandat] mit 68 Stimmen._ Die Nokloge der Diökare erörterte in einer Dersammlung am! 20. Apcil in den Gennaniasälcn, die vom Reichsverbande Deutscher] Post- und Telegraphenbcomten einberufen war, der Verbands- selretär'A r n d t. Dem historisch gewordenen Elend der Diätore! sei trotz Besoldunasreform und Teuerungsoktion nicht abgeholfen! worden. Die wirtschaftliche Notlage der Diätare werde noch ocr-I stärkt durch rigoroses Einbeholten von Dorfchüffen. Bisher feien! oll« Bemühungen der Organisation vergeblich gewesen, dem Rotstand! abzuhelfen.— In der Diskussion wurde der Abgeordnete S e p p e l! (SPD.) von einem Teil der Versammlungsteilnehmer dauernd] unterbrochen, während die Ausführungen zweier bürgerlicher Ab- geordneten ruhig angehört wurden.. Einstimmig fand eine Entschließung Annohme, durch die der] Neichsverbond der Polt- und Teleqraphenbeawten aitsgeforderl wird, mit oller Energie dafür«inzutreten, daß für alle Diätare ein- 1 Wie befreie Ich mich von Rheumatismus? Rheumatismus und Gicht sind Sto.'fwechselkrankhciten. Das B ut ist- bei diesen schmerzhaften Leiden n'cht imstande, alle Schlacken, die aus dem Verbrennuncsprozess des Körpers als Rückstand bleiben, hinweszüspülen. Deshalb lagern sich diese Rückstände, besondert die schädlicheViarnsänre, in den Muskeln und Gelenken ab Dort erzeugt sie die so schme-zliaftcn, und die Bewegung hindernden Gichtknoten oder rheumatischen Verdickungen. Sie sind nur dauernd zu beseitigen durch die Abtragung der Harnsänre- Ablaeerargen. Zvzcckmäbig geschieht das durch die auf die alten unschädlichen und bewährten vorsch.ifien des verstorbenen Dr. med. Olaf Toft zurückgreifenden Levathol-Tabletten, Diese Levaiiiol Tabletten haben folgende Zusammensetzung: red. sarsapariliae 5, amm. spiric. 5, potass. jodid. 5, f. leg, art tabl. lüO. Dieselben sind leicht und bequem zu nehmen. Fordern Sie ausdrücklich LevathoIprSparate, weisen Sie Nachahmungen zurück. Levaihol ist in den Apotheken zu haben. Alleinige Fanri- kanten'C. F. Asche& Co.. Hamburg Id._____ 841'* ähne 4 7 Jtfk. mU 7riedenskautsch«U 5 Jahre schriftl. Garantie. Zahnziehen mit Betäubung bei BesteilungVon Gebissen gratis. Kronen v. 30 Mk. an. Spez.; Zähne ohne Gaumen. Keine Luxuspretse. ahn-Praxis Katvani, taiger Strajie 1. Versuche sind teuer, drum unterlaß sie. Nimm gleich einen erprobten und im Gebrauch billigen Rei« fen, nur dann sparst Du. Es gibt keinen besseren als ßntinenta Pneumatik � . u-f* V WERTHEIM LEIPZIGER STR.(Vers and-Ableilung) KÖNIG- STRASSE MORITZPLATZ ROSENTHALER STRASSE 4 nqeboi für f�foniaq bis f�fUtivoch Waschblusen Verkauf am Wäschelager Kimono aus gesHdtlem Batist.... Waschstoff c Kimono farbig, mit HandsHA---- Voile-Bluse gestickt, m. Jabotkragen und Stickerei.................... labot- Bluse aus veibern Voll- Voile........................... 1975 35Mk. 65 Mk. QS.Mk. Bedruckter Perkai fürober..* hemden und Blusen........... Mtr. IwOO Weiter Voll-Voile. n gute Qualität.................. Mtr. IsOO Bedruckter Voll- Voile � aparte Musler und Farben...... Mtr.#v-b50 Kinderkleider Wollstoffe Dirndlkleid aus gemustert. Baum- woll. Mussline, mit wel&er Mull- schürze, Länge 45 cm............ Jede weitere GrObe 4,50 mehr Kinderkleid aus weißem Voll VoIle oder gutem Batist, In verschiedenen Auslührungen, Länge 45 cm...... Jede weitere Größe 5 Mk. mehr Mädchenkleid aus weißem voii- Voile rnlt Hohlsaum- Garnierung, Länge 65 cm.................... Jede weitere Größe 6,50 mehr Backfisdl-Kleid aus gutem farbig. Zephir-Lelnen mit dunkler Blenden- Garnierung, Länge 105—115 cm... 3*3 Vk. S�Mk. 66 Mk. HSMk. Karierte Stoffe sAwan-weiß, ca. 120 cm breit............... Mtr. Blusenflanell Halbwolle, hen- grundig gestreikt.............. Mir. Reinwoll. Cheviot manne. Uau, 105cm breit............. Mtr. KOStÜmStoffe klein kariert, helle Farben, 120 cm breit...... Mir. Reinwoll. Foule doppeu. breit, moderne Farben......... Mir. Kostüm-Cheviot reinWoUe. besond. gut. Qual., ca. 130 cm breit, Mtr. 2250 2450 3250 35Mk. 52Mk. 6650 Schleierstoffe weiß besttdtt, ca. /* a HO cm breit.................. Mir.«v�Mk. Bestickter Voll-Voile weiß � ca. 110 cm brett................ Mir. �f�Mk. Frotte-Stoffe einfarbig, 110 bis a Q 120 cm breit.................. Mtr. I«JMk. Seidenstoffe ReinseidenerMessaline In dunklen Farben............. Mtr. Ar 1 50 Schantungseide naturfarbig, ftQ-v gute Qualität.................. Mtr. Weihe Waschseide f. Blusen aq und Kleider, ca. SO em breit..... Mtr.*— Mk. Bedruckter Japon groß-*7 Musterauswahl, ea. 90 cm brett.. Mtr. D t Mk. Chinakrepp doppelibrett. In CQ vielen Farben................. �kr.»?VMk. Reinseiden. Taffet doppeu- breit, dunkelfarbig, gute Qualität, Mir. ü*�50 Blusen'Paletot für Damen, Jagendliche � m Form, aus klein kariert. M#~h � Stojf, mit färb. Stehkragen FIk, Cheviot-Kostüm Z9S dunkelblau, Jacke mit Tresse garniert und halb mit Halbseide gefüttert Damen-Hut wie Abbildung, Litzen-Glocke mit farbiger Bandgamitur.. Kleid 65 aas Kunstseiden-Trikot ffk. in 12 Farben..... 255»