Nr. 264. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Oesterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für dic fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 11. November 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! 1878/ 79-1894/ 95. die Borgänge, bie hinter den Koulissen spielen, aber mit] denselben Kniffen wie damals fuchen heute die zahllosen Dolitische Uebersicht. " Die Zeit, in der das nun selig entschlafene Sozialisten Sprachrohre der Regierung die Aufmerksamkeit des Volkes Berlin, den 10. November. gesetz vorbereitet wurde, hat unverkennbare Aehnlichkeit mit von den Plänen der Reichsregierung, von den drohenden Die Regierungskrise dauert fort im Deuschen Len gegenwärtigen Zeitläuften. Tamals wie heute stand neuen Steuern, von dem Unischwunge der Wirthschafts- Reich und in Preußen. Immer neue Personen- Verder Kampf gegen den Umsturz" im Vordergrunde der politi politik abzulenten. Damals wie heute sucht man das änderungen werden angekündigt, ohne daß Festes zu melden schen Diskussion, damals wie heute vergaß man über die Interesse der ganzen Bourgeoisie auf den Kampf wäre. Alles ist in der Schwebe, und das neckische Schicksal geplante Knebelung der Partei des Proletariates alles gegen den Umsturz" zu konzentriren. Bei den Wahlen hat es gefügt, daß der Kampf gegen den Umsturz" zuandere, was die Regierung im Echilde führte. Im Jahre im Jahre war dies die Parole der Re- nächst in den höchsten Regierungstreisen geführt 1878, ebenso wie gegenwärtig, plante die Reichsregierung eine gierung, und wenn es wieder zur Auflösung des Reichs- werden muß, und zwar mit Nachdruck, denn sonst wird der Vermehrung der Reichseinnahmen. Damals wurde das Tabak tages kommen sollte, wird man wieder den Wählern das letzte Rest von Regierung„ umgestürzt" sein. monopol vorbereitet, vielleicht geschieht dies auch heute; rothe Gespenst in ebenso großer und erschrecklicher Gestalt, Herr v. Bötticher bleibt uns erhalten. Die Gerüchte sicher ist, daß der Tabakindustrie und den Tabak- Kon- wie 1878, vorführen, damit die Kandidaten lediglich nach ihrer fumenten eine bedeutende Neubelastung droht. Im Jahre 1878 Stellung zu der Umsturzbekämpfung beurtheilt werden und ihr von seinem Rücktritte werden von offiziöser Seite für unwar nicht blos eine Aenderung des Tabakstener- Gesetzes ge- sonstiger politischer Standpunkt außer Acht gelassen wird. begründet erklärt. Wir würden auch gar nicht einsehen, plant, man bereitete einen vollständigen Umschwung der Wenn wir auch keineswegs die Wichtigkeit der gegen warum der neueste Kurs auf den glatten und gewandten Wirthschaftspolitik: die Hochschutzzoll- Aera vor. Auch heute die Sozialdemokratie geplanten Maßregeln unterschäßen Sprechminister verzichten sollte, der mit dem gleichen Brustdenkt man an weitere Einnahmequellen. Von der Noth- wollen, so wäre es doch verkehrt, über diese die übrigen voltsfeind tone der Ueberzeugung alle Wandlungen Bismarck'scher und wendigkeit einer festen Abgrenzung der Reichsfinanzen von lichen Pläne der Regierung außer Acht zu lassen. Wir Caprivi'scher Politik zu vertreten verstand, und dem Heichsden Staatsfinanzen spricht man heute, und damals bereitete müssen auf folgenschwere Steuergesetze, auf einen neuen Um- fanzler Hohenlohe wie dessen Nachfolgern ebenso willig und man die Form der Geldüberweisungen des Reiches an die schwung der Handelspolitik, auf Monopolpläne, ja bei der überzeugt zu Diensten sein wird. Einzelstaaten vor, die später in der sogenannten Frankenstein- Biellosigkeit des neuesten Kurses auf alles gefaßt sein. Der nene Landwirthschafts- Minister. Der Reichs schen Klausel gesetzlich festgelegt wurde. Auch damals war Mehr denn je heißt es heute die Augen offen zu halten; anzeiger" veröffentlicht die Entlassung des Ministers v. Heyden die innere Politit eine schwankende; man unterhandelte mit mehr denn je bedarf es falten Blutes! Die politischen Par- und die Ernennung des Landesdirektors der Provinz Han den Nationalliberalen über den Eintritt ihrer Vertrauensteien und die einzelnen Abgeordneten sind verpflichtet, nover, Frhrn. v. Hammerstein- Lorten, zu seinem Nachfolger männer in die höchsten Aemter der Reichsverwaltung und ununterbrochen auf der Hut zu sein, allen Plänen der als Staatsminister und Minister für Landwirthschaft, in das preußische Ministerium, und als die Ver- Regierungen ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Und vor Domänen und Forsten. handlungen sich zerschlagen hatten, bereitete Bismarck Allem sollen die Wähler es nicht versäumen, ihre Abden Frieden mit der Zentrumspartei vor. Nachgeordneten in bezug auf die Stellung zu allen Plänen der vor Kurzem mit der Hochschutzzoll- Politik Reichsregierung festzulegen. gebrochen hat, besetzt man heute wieder mit einem Agrarier Gelingt dies, dann haben die Ueberrumpelungs- Taftifer vom reinsten Wasser den wichtigen Posten des preußischen das Spiel verloren, dann ist das Schiff des neuesten Kurses Landwirthschaftsministers, und macht gleichzeitig die Haupt- aufgefahren und hat das Volk den neuesten Angriff abflüge Caprivi's im Kampfe gegen die Agrarier, den Frei gewehrt. dem man herrn v. Marschall, zum preußischen Staatsminister. Und Die Reichsregierung und die preußische Regierung dann bietet man das preußische Justizministerium u. a. scheinen die Politik der Jahre 1878/79 so schön gefunden zwei Personen an, die nach Vorbildung, Standpunkt, zu haben, daß sie sie heute wiederholen möchten. Das wissenschaftlicher Bedeutung und juristischer Erfahrung deutsche Volt hat nun zu beweisen, daß es auch aus der so durchaus verschieden sind wie der Reichsbank- Direktor Geschichte lernen kann, daß es sich nicht überrumpeln läßt Roch und der Reichsanwalt Tessendorf. Schwankender noch und daß es klug, und start genug ist, den überschlauen als im Jahre 1878 ist somit heute der Kurs des Reichs Steuermännern einen dicken Strich durch die Rechnung zu schiffes. a machen.So viel Aufmerksamkeit als damals verdienen heute Feuilleton. Am Exil. bis auf den Fußboden fielen, raffte sie auf der linken Schulter des Freundes zusammen und sagte danu: Geh' jetzt ein paar Schritte, damit ich Dich mustern In martialischer Haltung machte René jetzt drei oder vier Schritte, versuchte den militärischen Gruß und rief dann lachend: [ Nachdruck verboten.] fann. Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Erster Theil. Das Exil. 1. 1 Das Wesentlichste hätten wir jetzt. Du brauchst Dich nicht weiter zu plündern, Lucien. Ich könnte Deine Sachen doch nicht anziehen. Warum bist Du auch so ein Riese! Glücklicherweise verdeckt dieses Wunderwerk von einem Mantel alles. Aber sehe ich nicht aus, als wollte ich zur Maskerade? Seh Dich dorthin, René, und halte hübsch still! Diese Worte wurden an einen jungen Mann von Wie fannst Du in einem solchen Moment scherzen? ungefähr zwanzig Jahren gerichtet, der ein weißes unterbrach ihn die Mutter, die auf einem Stuhle mehr zu Tuch um den Hals gebunden trug wie Jemand, der sammengesunken war als saß. rasirt werden soll. Und so war es auch. Der, welcher Während René einen Kuß auf ihre in Thränen eben diese Worte gesprochen, ein rüstiger Greis, der schimmernden Augen drückte, sprach der Vater, ein kleiner, etwa sechzig Jahre zählen mochte und dem jungen quecksilberner, stets in Bewegung befindlicher Mann zu Manne auffallend ähnlich sah, seifte ihm das Gesicht ein seiner Frau: und rasirte dann mit leicht zitternder Hand die hellbraunen Haare des kurzen lockigen Bartes hinweg. Vater, laß mir aber den Schnurrbart und die Fliege stehen. Das wird genug sein. O, mein armes Kind, Du wirst gar nicht mehr zu ertennen sein, sagte eine zitternde Frauenstimme. Um so besser, Mutter. Das will ich ja auch. Ist es gut so, Lucien? Lucien, ein hochgewachsener flotter Bursche in Polytechniferuniform, betrachtete sich beim Schein einer schlechten Petroleumlampe das Gesicht des Fragenden genau und erklärte sich dann mit der Metamorphose zufrieden. Kapitalismus und Militarismus. Die Neuesten Nachrichten" berichten aus Ulm: Da Das hiesige Militärgericht wird sich in nächster Zeit mit einem höchst interessanten Fall zu befaffen haben. Es handelt sich um einen früheren Sergeanten Namens Meier, der vor etwa 15 Jahren infolge eines Konflikts mit einem Borgefeßten fahnenflüchtig geworden war. Derselbe hat sich durch Fleiß und Tüchtigkeit im Auslande emporgearbeitet und ist heutzutage erster Direktor einer großen Aktiengesellschaft in Brüssel. er in dieser Stellung vielfach mit hervorragenden Perihm auch neuerdings die sönlichkeiten zu verkehren hat, Vorstandschaft des ersten deutschen Vereins in Brüffel an= getragen worden ist, lag ihm daran, den früheren unbesonnenen Schritt zu sühnen und den ihm fin seinem Vaterlande anhaftenden Makel zu beseitigen. Er verschaffte sich deshalb durch diplomatische Vermittelung gewisse Garantien, daß man nicht zu streng mit ihm verfahren werde, und stellte sich vor 14 Tagen urtheilen kann. Du würdest Dich inzwischen in der Nachbarschaft in aller Stille verborgen halten. In diesem kleinen Dorfe, mitten auf dem Lande, zehn Meilen von Paris wird man Dich gewiß nicht suchen. Still! Genug davon! erwiderte der Vater. Als ob ich nicht gesehen hätte, wie sie Leute verhaftet und erschossen haben, die nicht mehr gethan hatten, als unser René! Ist Lucien nicht extra heute Morgen gekommen, um uns zu sagen, daß sie in unserer Wohnung in Paris Haussuchung gehalten haben? Begreifst Du denn nicht, daß man Deinem Sohn vielleicht jetzt schon auf der Spur ist? Willst Du denn, daß er von den Gendarmen geholt wird? O sprich doch nicht so! Sprich doch wenigstens leiser! Wenn man Dich draußen hörte! murmelte Frau Messant voll Augst. Sie stand auf und sah vorsichtig aus dem Fenster. Eine weite Ebene breitete sich schweigend und einsam unter dem lichten Glanz des Mondes vor dem Hause aus. Noch zitternd schloß Frau Messaut sorgfältig wieder die Vorhänge und setzte sich. He, warum nicht? Man muß der Gefahr ins Gesicht Meine arme. Mama, sagte René in dem sanften Ton, lachen, liebster Schatz. Du hast doch im Laufe des letzten in dem man zu kleinen Kindern spricht. Du siehst nun Jahres auch so manches erlebt. wohl, daß ich fort muß. Wohin dann aber? erwiderte René. Nach Belgien? Dort hat man eben das„ Judividuum mit Namen Viktor Hugo"*) ausgewiesen, nur, weil er sein Haus den Exilierten geöffnet hatte. O gewiß! seufzte sie. Die Prenßen, die Belagerung Ja, aber warum mußt Du so weit fortgehen? In von Paris, das Bombardement, der Bürgerkrieg, die Er- die Schweiz, in ein Land, wo Du keine Menschenseele kennst! schießungen! Wie viele Schrecknisse und Grausamkeiten! Du bist auch noch niemals gereist. Ich habe noch jetzt alle Nächte Alpbrücken, wenn ich daran denke. Aber ich dachte, daß seit vier Monaten nun alles zu Ende wäre, und da fängt die Angst von neuem an! Wenn ich bedenke, daß man Dich, mein mein René, denunziren konnte, weil Du Dich an der Kommune Die Schweiz wird wenigstens niemals Flüchtlinge ansa betheiligt haben sollst! Und das Alles nur um die wenigen liefernt. Tage, bie Du in den Bureaus des Ministeriums verbracht Lucien war es, der eben diese Worte gesprochen hatte Der alte hast! Das ist das große Verbrechen! Siehst Du, wenn und damit wieder an die Wirklichkeit erinnerte. Du wolltest, dann würde ich den Leuten auseinandersetzen, Messant sagte energisch, aber doch zärtlich: daß sie sich irren, daß sie Dich offenbar nicht kennen. Ich Immer vorwärts! Muth! lieber Schatz. Er wird ja Er warf den großen schwarzen Tuchmantel, der seinem weiß es genau, daß Du nichts Böses gethan haft. Und ich Polytechnikum- Kostüm etwas von spanischer Eleganz gab, würde sagen, daß René Messant ein guter Sohn und ein Probire jetzt mein Räppi auf, fügte er hinzu. René that es: es fiel ihm bis auf die Augen. Mutter, sagte er, Du mußt etwas Pappdeckel einlegen, daß es enger wird.... Jezt den Mantel! *) den bekannten französischen Dichter. Das Judividuum um die Schultern. Lucien ordnete geschickt die Falten, die braver Mensch ist und daß man ihn deshalb nicht ver- mit Namen" ist französischer Gerichtsstil für Steckbriefe: c. Wenn Herr Meier nicht durch Fleiß und Tüchtigkeit" zum wohlhabenden Manne geworden wäre, wenn es ein armer Teufel gewagt hätte, zu kommen, würde man ihn einfach in die bunte Jacke gesteckt haben. " " = beim Ulmer Bezirkskommando. Nachdem er eine Nacht im 13igaretten 25 pet.( früher 331/3 pCt.), für Kau und Schnupf-| Der ganze Unflath, den dieser in Deutschland geborene, Militärgefängniß zugebracht, erhielt er die Erlaubniß, im Hotel tabat 331/3 pet.( früher 50 pCt.), für Rauchtabak 50 pet.( früher aber ganz zum Franzosen gewordene verlotterte Jude zusammenzu logiren, das er aber während der ganzen Zeit nicht verlassen 662/3 pet.). Die Nachsteuer 6 M.( früher 9 M.), während der geschrieben hat, soll in Hunderttausenden von Exemplaren über dürfe. Inzwischen ist seine Angelegenheit in friegsgerichtliche Boll auf Rohtabak außerdem noch in Höhe von 40 M. pro das liebe Vaterland ausgegossen werden, so daß die lyrischen Behandlung genommen worden; da sich die Entscheidung jedoch 100 Kilogramm, wie in der vorigen Vorlage, erhoben werden Fassungen, über deren dichterischen Werth und deren Ursprüngnoch verzögert, hat Herr Meier gegen eine Kaution von 5000 m. soll. Der Mehrertrag soll 30 bis 35 Millionen betragen, so daß lichkeit die Gelehrten noch streiten, auf diesem Meere von einen vierwöchigen Urlaub nach Brüssel erhalten zur Abwicklung demnach der Gesammtertrag aus Zoll und Steuer 85 bis Spülicht wohl etwas verschwimmen würden. Also das höchst dringender Geschäfte. Nach Versluß dieser Frist wird er 90 Millionen Mark betragen würde. ist es, worauf es den Patrioten" der Bolts Zeitung" sich wieder stellen und sein Urtheil entgegennehmen; doch glaubt Kollegen und Kolleginnen! 85 bis 90 Millionen sollen aus ankommt! Wie müßte wohl ein ,, Standbild von Stein er, auf Begnadigung hoffen zu dürfen. dem Tabak herausgeschlagen werden! Wer zahlt diese Zeche? oder Erz" aussehen, das jenem geistigen Denkmale Bum weitaus größten Theil der Tabafarbeiter. Als Beweise wahrhaft würdig des Dichters und von größerer Wirkung" entdafür führen wir an, daß nach der Statistik 9/10 aller in Deutsch spräche, d. h. das jener Wirksamkeit Heine's in seinen sämmt= land gerauchten Zigarren von kleinen Leuten konsumirt werden. lichen Werken einen entsprechenden formvollendeten Ausdruck Hieraus erhellt doch zur Genüge, daß zur Herstellung der gäbe? Eine lohnende Aufgabe für realistische Kunstjünger billigen Zigarren auch ebenfalls 9/10 aller Tabatarbeiter beschäftigt niedrig- komischen Genres. Aber was weiß der liebe germanische ,, Einiges von der zu erwartenden Militärvor sein müssen, und durch die Steuervorlage eine derartige Ver Philister, der sich von den„ Patrioten" der„ Volts- Zeitung" fein Tage," so betitelt die in militärischen Dingen meist wohl- theuerung der billigsten Bigarren eintreten muß, um die oben tägliches Gericht auftischen läßt, von„ Atta Troll", Deutschland ein Wintermärchen"! informirte Kreuz- Zeitung" eine Serie von Leitartikeln, erwähnten 90 Millionen Mark herauszupressen. Dereu erster„ Die Meldereiter" überschrieben ist. In dem schäftigt: 9000 Arbeiter in der Rauchtabatfabrikation, 2000 in sperrt war. In den verschiedensten Zweigen der Fabrikation sind be- Wir haben nur gesperrt, was auch im Original gefelben wird verrathen, daß jedem Armeekorps 12 Unter der Zigarettenindustrie und in der Bigarrenbranche 150 000 Ar- charakteristisch, daß wir die geringste Abänderung verDer Ausbruch des Junkerblattes ist so offiziere und 96 Gemeine als Meldereiter fünftighin zur beiter, zufammen 161 000 Arbeiter. Hierzu kommen noch die meiden müssen.„ Der Stil ist der Mensch" sagen die FranVerfügung stehen sollen. Ob diese aus den Truppen- Arbeiter in den Nebengewerben, in der Zigarrenfistenfabrikation, beständen genommen werden sollen, wird nicht gesagt. An in den Seidenbandwebereien, in der Gtifettenbranche, bei der 30sen, und der Stil ist die Partei. Da haben wir die sich scheint die Forderung unerheblich, aber wir fürchten, Anfertigung von Formen und sonstigen Utensilien, Speicher- Hauptpartei in dem Kampf gegen den Umsturz"! Der sehr man plant noch weit mehr. Jedenfalls müssen wir als arbeiter u. j. w. Die Gesammtzahl beläuft sich auf mehr als vernünftige Vorschlag der„ Bolts- Zeitung", das Andenken prinzipielle Gegner des ganzen militärischen Systems auch 180 000 Arbeiter. Heine's durch eine billige Ausgabe seiner Werke zu ehren Die Erhöhung der Tabaksteuer im Jahre 1879 hat eine Ver dieser Forderung gegenüber unseren ablehnenden Standpunkt minderung des Konsums um ca. 25 pet. herbeigeführt. Ein Edelsten und Besten" so in Wuth, daß es, jedes Anstandes was das beste Denkmal bringt dieses Organ der beibehalten. 10großer Theil der damals brodlos gewordenen Tabatarbeiter ist und jeder Sitte" vergessend, die Dichtungen eines der Zwei Nachwahlen zum Reichstage scheinen sich theils nach Amerika gegangen, theils suchten sie in anderen Bewieder als erforderlich zu erweisen. Durch die Ernennung rufen Unterkunft. Heute würde beides nicht mehr möglich sein, größten Dichter, der Deutschland mehr Ehre gebracht hat, des dem Zentrum angehörigen bayerischen Reichstags- da Amerika in der Tabakbranche ebenfalls an Ueberfüllung leider als alle Edelsten und Besten", die jemals gelebt haben, zuAbgeordneten Domkapitular Reindl zum Dombechanten und zweitens in allen anderen Berufen eine große Reſervearmer foeil peine. Tein muckeriſcher Junkettnecht ſvar. Das läst fammngenommen bezeichnet, blos nachgewiesenermaßen einen wird der Wahlkreis Illertissen erledigt. Herr Reindl großen Prozentsatz von Schwachen und Krüppeln aufzuweisen so ungefähr errathen, was uns bevorstünde, wenn diese war stellvertretender Vorsitzender der Zentrums Fraktion haben, würden sie selbst in der Landwirthschaft, wo noch Mangel Gesellschaft wieder an's Ruder käme! Wir aber danken im Reichstag, dem er seit 1881 angehört. Der Wahlkreis herrschen soll, nicht zu verwenden sein. der Kreuz- Zeitung", daß sie die Maske" so hübsch hat " " war von 1871-1874 einmal nationalliberal, dann immer Die jetzige Steuervorlage würde einen weitaus gewaltigeren fallen lassen". petitans gemaltigates fallen laffen. Titer of tlerital vertreten. Bei der vorigen Wahl wurden Rückgang des Konsums zur Folge haben, als im Jahre " 10 339 Stimmen für das Zentrum, 3091 für die National- 1879. Wie aus der obigen statistischen Mittheilung hervor Zur Berliner Ausweisungspraxis schreibt die liberalen, 2320 für den Bauernbund und 1098 für die geht, werden 90 pet. aller Zigarren von den Arbeitern Bossische Zeitung" nach Wiedergabe unserer, den Fall geraucht. Die Arbeiterklasse ist also der Hauptkonsument. Sozialdemokratie abgegeben. 35 Millionen Mart hätten also die Arbeiter aufzubringen! Un- durch den zufälligen Umstand erledigen, daß Herr Hoffmann Neun Behntel des Mehrertrages der Tabatiteuer von 30 bis Hoffmann betreffenden Mittheilungen: Die Angelegenheit dürfte in diesem besonderen Falle fich gerechnet den Betrag der bisherigen Tabaksteuer. Sind das die durch den zufälligen Umstand erledigen, daß Herr Hoffmann tragfähigen Schultern, von denen der Reichskanzler Caprivi ge- geborener Berliner ist. Aber es wäre eine prinzipielle Gutgefcheidung wünschenswerth, denn sonst ist in der That kaum sprochen, auf welche die Kosten der neuen Militärvorlage gelegt fcheidung wünschenswerth, denn sonst ist in der That kaum werden sollten? Immer und immer wieder der Arbeiter soll die ein verantwortlicher Redakteur vor einer Ausweisung sicher. In Lasten des Militarismus tragen, welche zur Erhaltung des Besiz- letter Linie wird eine schärfere und Mißdeutungen gänzlich aus schließende Fassung des Freizügigkeitsgesetzes sich als unumgänglich thum erforderlich sind. herausstellen. Der deutschkonservative Reichstags Abgeordnete für Rostock, Oberlandesgerichts- Rath v. Buchka, ist, wie die M. 3." mittheilt, im Nebenamte zum ordentlichen juristischen Mitgliede des mecklenburgischen Oberkirchengerichts ernannt worden. Da für dieses Nebenamt eine Remuneration gewährt wird, so ist nach der Praxis des Reichstages, die auch das Abgeordnetenhaus stets geübt hat, die Uebernahme dieses Nebenamtes als Eintritt in ein mit höherem Gehalte verbundenes Staatsamt anzusehen und das Mandat demnach als erloschen zu betrachten. In Rostock tamen wir bei den letzten Hauptwahlen in die Stichwahl. Ein Erfolg unserer Partei bei der Nachwahl scheint nicht ausgeschlossen, wenn unsere Genossen es an dem nöthigen Eifer nicht fehlen lassen werden. Der Aigir Ukas wird von der Kreuz Zeitung" in das Reich der Erfindungen oder falschen Gerüchte verwiesen. Die Kreuz- Beitung" irrt sich. Der Utas ist er gangen; er hat aber in Lehrer- und sonstigen Kreisen so viel Kopfschütteln und so ernsthafte Bedenken erweckt, daß er zurückgezogen worden ist. Byzanz bleibt also, wenigstens theilweise, noch unverwirklichtes Ideal. Indeß, was nicht ist, kann noch werden. Und wir sind ja auf dem besten Weg. Die Geistlichen dürfen infolge ihres Treuschwures der jeweilig herrschenden politischen Richtung nicht entgegentreten. Dies geht aus zwei intereffanten Berfügungen der tirchlichen Oberbehörden in Hannover hervor, die die Kreuz- Zeitung" mittheilt. Da aber der geistliche Beruf, wird er ernst genommen, seine Vertreter schon oft in berechtigten Gegensatz zu mancher zum Siege gelangten politischen Strömung gebracht haben müßte, so erscheint die pflichtgemäße Ausübung des geistlichen Berufes durch die Entscheidungen der hannöverschen Konsistorien in Preußen schwer beeinträchtigt. Ein Staatskirchenthum hat bei uns das Christenthum fast ganz verdrängt. Der drohenden Mehrbelastung des Tabaks setzen die Tabatarbeiter eine lebhafte Agitation entgegen. In Versammlungen und Flugblättern setzen sie die großen Gefahren der geplanten Steuererhöhung für die Arbeiter in der Tabatindustrie auseinander. Den Inhalt des letzten Flugblattes geben wir in seinen wesentlichen Theilen hier wieder: Nach zuverlässigen Berichten soll die neueste Tabak- Fabrikat fteuer- Borlage folgende Steuersäge aufweisen: Für Bigarren und bald wiederkommen. Diese Unterdrückungsmaßnahmen können nicht lange mehr dauern. Tas Ganze ist vielleicht eine Sache von wenigen Monaten. Und was würdest Du sagen, wenn René verwundet, marode von seinem Bataillon zurückgekehrt wäre? beiter außer stande, für sein Rauchbedürfniß mehr wie bisher Bei den heutigen traurigen Erwerbsverhältnissen ist der Arauszugeben; ein Rückgang des Konsums ist eine unausbleibliche Folge des Steuerprojekts und die Arbeitslosigkeit wird infolge deffen einen erschrecklichen Umfang annehmen. So find die Segnungen des Miquel'schen Tabatsteuer- Planes beschaffen. Die Tabakarbeiter haben alle Ursache, sich zur Abwehr gegen diefe Segnungen zu wenden. Dar- es- Salam wird telegraphirt: Schon wieder eine Schlacht in Afrika. Aus Von der Kompagnie Tabora ist am 13. Oftober bei Konto ein siegreiches Gefecht gegen die Wahehe bestanden, welche vor der vordringenden Hauptkolonne nach Norden auszuweichen verfuchten. Deutscherseits Lieutenant von Bothmer gefallen, Kompagnieführer Herrmann, Lieutenant Halliersch, Dr. Preuß, Unteroffizier Richter verwundet. Am 20. Oftober ist Lieutenant Halliersch in Mualele an Dysfenterie gestorben. Ronko liegt füdlich der ehemaligen Station Unjamvira, Mualele nördlich davon an der Karawanenstraße, die von Tabora nach der Küste führt. Da soeben bekannt wird durch Verordnung des Reichstanzlers, daß der Reichstag zum 5. Dezember zusammenberufen wird, so haben die Kollegen Deutschlands keine Zeit mehr zu verlieren, wenn sie noch vor dem Zusammentritt desselben die Abgeordneten ihres Wahlkreises zu den nothwendigen Bersammlungen einladen wollen. Daß dieses geschehe, halten wir unter macht werden, daß die Annahme der Regierungsvorlage den allen Umständen für nothwendig. Es muß den Herren klar ge- Die Opfer in Afrika werden für uns immer größer. Untergang der Tabakindustrie bedeutet. " " Der Sozialismus in Frankreich. Der gewaltige Die Existenzfrage der Tabakarbeiter steht auf dem Spiel. Fortschritt also lesen wir im Grütlianer", den der Darum auf Tabatarbeiter! Auf zur Agitation! Nieder mit dieser, unsere Existenz vernichtenden Tabakstener! Sozialismus in Frankreich trot Ausnahmegesetz und Ver folgungen gemacht hat, bewegt sogar Zeitungen von der ,, Man läßt die Maske fallen." Mit dieser dick fühlen Reservirtheit des Journal des Débats" zu lamen gedruckten, durch ein dickes Ausrufungszeichen noch ein- tirenden Artikeln. Nach diesem Blatte haben außer Paris bringlicher gemachten Ueberschrift veröffentlicht die Kreuz- nicht weniger als sechzig französische Provinzstädte eine Beitung" folgenden Erguß: reine oder mindestens überwiegendsozialistische In der Bolts- Zeitung wird unter Berlin an erster Stelle Gemeindevertretung. Und doch steht die Welt noch, die Mittheilung, daß in Mainz die Hergabe des Plates für das und jene Gemeinwesen sind nicht verlumpt. Es sind 6 Kommunen Heine- Denkmal abgelehnt worden sei, mit folgendem Stoßseufzer in Südfrankreich, darunter Marseille, Toulouse und Carmaux, begleitet: 6 in Mittelfrankreich, 1( Roubaix) im Norden. Dazu kommen Wir würden die Meldung mit der äußersten Gleichgiltig an kleineren Gemeinden 8 im Allier- Departemente, 9 in den teit aufnehmen, wenn wir hoffen dürften, es fände sich endlich einmal ein Komitee von Verehrern des Dichters, das eine Ardennen, 4 im Aude, 10 im Cher, 7 im Loire, 3 in der billige Boltsausgabe von Heine's sämmt- Haute- Loire, 1 im Puy- de- Dôme, 4 im Rhone- Departement. lichen Werten veranstaltete und in Hunderttausenden von An hunderten von Beispielen kann man täglich nachweisen, Exemplaren in Umlauf setzte. Das wäre ein Denkmal, wahr wie in Italien und Frankreich das Ausnahmegesetz in rückhaft würdig des Dichters und von größerer Wirkung, fichtslosester Weise gegen Sozialdemokraten angewendet wird, als ein Standbild in Stein oder Erz, das Millionen von zu deren Unterdrückung es ja eingestandenermaßen geschaffen Deutschen nie zu Gesicht bekommen. Bisher waren es gegenüber manchem Fragwürdigen, was wurde und ein immer riesigeres Wachsthum des Sozialisder deutsche Dichter" geschrieben, die„ Perlen föstlicher Lyrik", mus ist der Erfolg. Wenn die Schwärmer für Ausnahmewelche mit Goethe'schen Dichtungen" rivalisirend" ihm das gesehe nicht vor Augst und Haß halb toll wären, so müßten Anrecht auf ein Monument am deutschen Rheinstrome geben sie hieraus eine Lehre ziehen, aber wen die Götter vers sollten. Aber die Erregung des Mergers läßt es ausplaudern. berben wollen, den schlagen sie mit Blindheit. " Note in der Schule eintragen, wenn man Dir nicht gleich den Stuhl vor die Thür seyt. Bah! Da es sich um die Rettung eines Verwandten und Freundes handelt, kann ich schon etwas riskiren. Mein guter Lucien! René drückte die Hand seines Vetters herzlich. Er faltete das kostbare Papier, das ihm gestattete, von Paris nach Marseille zu reisen, auseinander und überflog Gewiß, Mutter! Mit einem von Euch müßte ich es riskiren, erkannt zu werden. Vorausgesetzt außerdem, daß aus dem Dorfe niemand mitfährt. Es ist wahr, nur zu dieser Zeit habe ich die Möglichkeit, allein abzureisen. Von Forges nach Limours, eine kleine Stunde, fuhr Frau Meffant verbarg ihr Gesicht in den Händen, um Lucien fort. Von Limours nach Paris, anderthalb Stun sich dieser entsetzlichen Vision zu entziehen. Es war ein den. Gegen neun Uhr wirst Du wieder auf Pariser Pflaster trauriger Anblick, wie sie so vom Kummer überwältigt dasaß. sein. Du läßt Dich dann nach der Belle- Sardinière führen Ihr ganzer Körper bebte unter einem nervösen Anfall. es, als er plöglich rief: und kaufft Dir dort ein paar Beinkleider mit rothen Man sah, daß die heftigen Gemüthsbewegungen der letzten Dieses verdammte Signalement, an das ich gar nicht Streifen, Artilleristenhosen. So hättest Du dann schon die Monate eine Nervenüberreizung für sie zur Folge gehabt gedacht habe. Größe 1,85 Meter. Und ich habe nur Hälfte der Uniform. Darnach schnell nach dem Lyoner hatten. Ihr Gatte konnte sie nicht länger in diesem Bus 1,65 Meter. Was thun? Bahnhof! Die Pariser Luft ist Dir gegenwärtig nicht sehr ftande krankhafter Angst hinbrüten lassen. Er rief ihr zu: Man sann nach, überlegte. Schließlich verdeckte ein zuträglich. Dort nimmst Du den Zug nach Genf. Vergiß Aber wir verlieren die kostbare Zeit! Es ist zehn Uhr. Tintenklecks geschickt die unglückliche Zahl. Das Uebrige vor allen Dingen nicht, daß Du den Grad als SousRené muß morgen früh unterwegs sein. Schnell! Jetzt stimmte so ungefähr: Augen: braun, Stirn: hoch, Nase: lieutenant haft und deshalb erster Klasse reisen mußt. Du heißt es, ihm das Gepäck besorgen. gewöhnlich, Mund: gewöhnlich. Nur die Farbe der Haare brauchst dafür nur ein Viertel des gewöhnlichen Preises zu und des Bartes konnte noch Schwierigkeiten bereiten. Sie zahlen. Hoffentlich wirst Du es verstehen, Dich ein bischen war mit dunkel" angegeben. breit zu machen. Uebermorgen früh bist Du auf freiem Boden und in Sicherheit. Frau Messant sprang auf, als wäre sie aus einem Traum erweckt worden. Er kann meinen Koffer nehmen, sagte Lucien. Er ist Gut! sagte Lucien. Du bist lichtbraun oder auch mit meinen Anfangsbuchstaben gezeichnet. Aber ich denke, dunkelblond. Das genügt. Haft Du Geld zur Reise? der Vorsicht wegen wäre es besser, wenn auch seine Wäsche Der alte Messant eilte an einen kleinen Sekretär in wie die meinige gezeichnet würde. Lucien Morlet, René einer Ecke des Zimmers. Mit eigenthümlicher Miene tam Messant, es braucht nur ein Buchstabe abgeändert zu er zurück: werden. Kousine, das ist eine Arbeit für Sie. Das ist alles, was wir noch übrig haben! Zwei Eine Arbeit, die ihren Geist und ihre Hände zugleich Hundertfranksscheine und ein wenig kleine Münze Wirth beschäftigte, war das beste Beruhigungsmittel für Frau schaftsgeld. Das ist nicht gerade glänzend, mein lieber Messant. Während sie emsig die Buchstaben aus den Hemden Junge! Aber dieser schauberhafte Krieg hat uns ganz auf und Taschentüchern austrennte und durch andere ersetzte, beriethen die Männer: Wie werde ich aber aus Frankreich mit Deinem Paß hinaustommen? sagte René. Du weißt, daß er nur für das Inland gilt. Berdammt! antwortete Lucien. Du mußt an der Grenze sehen, was Du thun kannst. Da fannst Du einmal Deine Bungenfertigkeit zeigen, Herr Advokat. Und wenn ich gefaßt werde? Dann mußt Du es aus baden. Beihilfe zur Flucht! Das, tann Dir eine schöne den Sand gesetzt. Nimm die Scheine und sorge Dich des halb nicht um uns. Die Miethe ist für dieses Halbjahr bezahlt, und so bald wir nach Paris zurückgekehrt sind, wer den wir ein paar Kleinigkeiten verkaufen, damit wir leben fönnen, bis Du dort unten geborgen bist und uns unter die Arme greifen tannst. Mit Ballast bist Du jetzt also versehen, fing Lucien an. Nun wollen wir Deinen Reiseplan entwerfen. Du fährst also morgen um sechs Uhr mit der Post ab. Ganz allein? fragte Frau Messant. Bergiß nicht zu telegraphiren, bat Frau Messant. Ist das nicht selbstverständlich? sagte René und ums armte sie dabei zärtlich. Der Koffer war jetzt gepackt, nicht ohne daß manche Thräne aus den Augen der Mutter die einzelnen Gegenstände benegt hatte. Wortlos hielt sie die Hand ihres Sohnes in der ihrigen. Mit schmerzlichen Blicken betrachtete sie ihn unausgesetzt. Auf ihrem Antlig mit den sanften, feinen Bügen, das von den ergrauenden Haaren umrahmt wurde, dem Antlig, das die Thränen jetzt leicht entſtellten, war der gewöhnliche Ausdruck von Güte und Weichheit fast Ein gedankenschweres verwischt, durch den des Kummers. Schweigen herrschte in dem kleinen Zimmer. René's era künftelte Heiterkeit war verschwunden. Mit gepreßtem Herzen und starren Augen blickte er vor sich hin- in die Zufunft. Wann wird er mit seinen Lieben wieder vereint sein? Welche Prüfungen sind ihnen allen beschieden, ehe sie sich in dem trauten Frieden ihrer Häuslichkeit wieder haben, und für " " " " " Polizeikomödie. Ein Telegramm des Herold- Bureaus| Rußland dauert der Streit zwischen den sogenannten Slavo- I ,, Lieber Freund Wilhelm! aus Belgien besagt: philen und den Freunden Westeuropas, d. h. den Vertretern Ich muß Dir turz Nachstehendes mittheilen, und zwar im Lüttich, 10. Novbr. Der Justizminister und die Justiz- des europäischen Fortschritts und der Kultur, noch immer fort. größten Vertrauen! behörden haben bei der russischen Regierung neuerdings Schritte Während das russische Blatt Peterburgystija Wedomosty" Der Ehrgeiz des D.( Dreesbach) in Mannheim wird immer gethan, um die Auslieferung des Pseudobarons Stern- den Muth hatte, aus der 13jährigen Regierungszeit größer, er wächst mit seinem Neid auf mich. Der letztere ist so berg zu erwirken. Die Lütticher Anarchisten, welche in der Alexander III. das Fazit zu ziehen, daß es möglich ist, groß, daß er bereits den D. zum Verräther an seinen ParteiAngelegenheit Sternberg angeklagt sind, werden Anfangs Dezember den äußeren Frieden mit der äußeren Frieden mit der inneren Rückständigkeit zu genoffen und Kollegen den feindlichen Parteimännern oor den Assisen erscheinen. Die sozialistische Fraktion wird den vereinbaren, während die Rustaja Jisnia" darauf hingegenüber gemacht hat. D. plant folgendes: Justizminister über die lange Untersuchungshaft der betheiligten weist, daß wir schon genug Territorien besitzen, für die wir Anarchisten interpelliren. eine große Verantwortlichkeit tragen, daß man ein für allemal Der Sitz der Landesorganisation fommt nach Mannheim, Der belgische Justizminister weiß natürlich sehr gut, aufhören müßte, nach Völkern und Ländern zu trachten, der Volksfreund" hört auf und Adolf( Geck) erhält ein Stellchen die nach uns der Meinung unserer Patrioten ,, natur- auf Gnade und Ungnade in der Boltsstimme". D. wird daß die russische Regierung ihren internationalen Lockspizzel gemäß zukommen; und daß noch Jahrzehnte vorbei Diktator( Dictator) Badens, wie E.( Ehrhardt) Diktator nicht herausgiebt. Sie kann doch den deutschen und sonstigen ziehen müssen, bis wir der Pflicht unserem eigenen Bolte der Pfalz. Ich muß natürlich auch über die Klinge Regisseuren des Kampfes gegen den Umsturz" das Spiel gegenüber genügt haben werden, von den annektirten Völkern springen und werde nicht mehr gewählt. In Mannheim nicht dadurch verderben, daß sie den Hauptanstifter schon gar zu schweigen; während weiter die„ Nedelnaja Chronika" herrscht dann D. mit seiner hänslerischen Klique und die zu anarchistischen Verbrechen" vor aller Welt als von der die reaktionären Thaten der 13 jährigen Mißwirthschaft badischen Genossen tanzen nach der Mannheimer Pfeife. Das ordnungslie bendsten aller Regierungen Alexanders III., wie die Einschränkung der aus der Zeit ist geplant! angestellten Beamten entlarven läßt. Das wäre Alexanders II. stammenden ländlichen Verwaltungsrechte; die Also auf der Hut! Der Parteitag, auf dem die Manndoch zurücksichtslos. Einführung des neuen Universitätsstatuts, das im Gegensatz zu heimer Klique start vertreten sein wird, soll die Pläne zur Bolldem Statut von 1863 stand, und die Universität alter akademischen endung bringen. Du wirst schon sorgen, daß Ihr eine Anzahl England. Anläßlich der alljährlichen Lordmayorswahl) Selbstbestimmungsrechte beraubte; die gegen die Juden ausgeübte unabhängiger und freier Männer schicket, die jene Pläne durchfindet in England seit Jahrhunderten ein Ministereffen in Unterdrückungspolitik u. s. w. ohne jedwelchen Kommentar ver- freuzen. Unser Wahlkreis ist groß! Sorge, daß überall. der Guildhall statt; und bei diesem Essen werden stets öffentlicht, während alles dies in der geknebelten russischen Presse her tüchtige Bertreter tommen! politische Reden gehalten, die man traditionell für bedeut zu lesen ist, sehe man sich einmal die von Byzantinismus strogende Unsern Adolf laffen wir nicht fallen; er ist mehr werth als jame" erklärt. Diesmal hielt Lord Rosebery die übliche Haltung, das Lob und die Krokodilsthränen des Berliner Tage- die Mannheimer Klique mit 100 multiplizirt. Der„ Volksfreund" Rede, über die der Telegraph also berichtet: blattes" an. Wir heben besonders dieses deutsche Blatt hervor, muß bestehen und Adolf muß wieder in die Landesorganisation, da es fast das einzige ist, welches das russische Publikum lesen die dann in Offenburg bleibt; sie den Mannheimern ausliefern, In Beantwortung des Toastes auf das Kabinet führte der darf, da es das einzige ist, welches zu halten den meisten würde den Niedergang der Partei im Lande bedeuten, das wirst Ministerpräsident aus, der Himmel sei nicht vollständig klar wegen Beitungsredaktionen erlaubt wurde, als sie der Zensurbehörde Du leicht einsehen. Weihe nur die zuverlässigsten unserer Ges des Krieges im fernen Often, das Barometer sei aber nicht dem russischen Brauche gemäß die Liste der ihnen zur In- noffen in jene Pläne ein, und sei auf dem Platz, wenn es zur gefallen. England sei entschlossen, stritte Neutralität formation nöthigen Zeitungen vorlegten.") Die russischen Leser, Entscheidung kommt. ชิน bewahren. Wie tönne man besser eine wohl welche doch das Gute vom Bösen in Europa zu unterscheiden Ich grüße Dich herzlich sowie Dein Weib und die Genossen wollende Neutralität beweisen, als indem man ver Dein Rüdt. suche, den Frieden wieder herzustellen; die britische Re- wissen, werden diesen Freundschaftsdienst" den Herren Mosse St., unser neuer Abgeordreter, ist vollständig auf unserer gierung sei in dieser schwierigen Frage mit Rußland und Genossen nie vergessen. Hand in Hand gegangen.( Beifall.) Die Regierung sei einer Uebergangsperiode. Den Thronwechsel merkt man nur Was die jetzige politische Lage anbetrifft, so leben wir in Seite und verabscheut die Mannheimer Pläne. bereit, sich allen friedlichen Bemühungen anzuschließen, die dahin durch unendliche Gebete, Gottesdienste und Aufforderungen zur Der zweite Brief an den Parteigenossen R. in M. lautet: " Heidelberg, den 14./1. 93. zielen, das Ende des Krieges herbeizuführen unter Bedingungen, Leinung der Eidestreue. Alles dies geschieht nicht ohne kleine Lieber R. welche für Japan ehrenvoll und für China nicht unheilvoll seien. Störungen und Verstimmungen, die, wie auch die vielen Ge- Deine Zeilen, sowie die Pfälzer Zeitung" erhielt ich. Englands Beziehungen zu Rußland seien niemals herzlicher ge- rüchte von Verhaftungen in verschiedenen Kreisen, unkontrolirbar wesen als gegenwärtig. Die jüngste Grenzfestsetzung in Zentral- find. Vom neuen Zaren, der nichts Gutes verspricht, hat man Daß die Muster- Redaktion" aus Ludwigshafen( wie heißt Aften habe fast die letzte Schwierigkeit aus dem Wege geräumt. in letzter Zeit auf seine Braut, die jest" Rechtgläubige" Redaktion?!) die Angriffe auf die Voltsstimme" unbeantwortet Wenn Rußland und England in Asien in gutem Einvernehmen vorgingen, so wäre ein großer Schritt zum Frieden Alexandra Fedorowna, die Aufmerksamkeit gerichtet. Sie foll läßt, wundert mich nicht. Es waltet ein böser Geist dort drüben! vernehmen vorgingen, so wäre ein großer Schritt zum Frieden nämlich, wie man sich da ausdrückt, eine Dame von Charafter Der Geist des Geschäftssozialismus, bes Neides, schon gethan. Lord Rosebery gedachte sodann in bewegten fein". Was das zu bedeuten hat, wird erst die Zukunft zeigen. De 3 tranthaften Ehrgeizes, der Lüge und VerWorten des Todes des Baren und der Ermordung Carnot's und wie verlautet, soll der Bar Nikolaus beabsichtigen, neue Rathgeber zu leumdung iſt es! erinnerte daran, daß England und Frankreich Seite an Seite wählen, und zwar solche, deren Namen noch nicht bekannt sind, es Der Ehrhardt ist das böse Prinzip in der Ludwigs den Krimkrieg ausgefochten haben. Seite an Seite, so hoffe er, follen aber Parvenus( Emporfömmlinge) sein. Vielleicht bringen hafener Bewegung, er schaart eine kleine Sippe um sich, die durch würden sie fortfahren zu fechten, nicht im Kriege, sondern in das Intereffe und seine Tyrannei seinen ehrgeizigen Bielen freundschaftlicher Rivalität in den Werten des Friedens und im uns diese Parvenus das ersehnte Heil. Handel. Der junge Nachfolger des verblichenen Baren möge der stifters" einige Thatsachen, welche erst jetzt bekannt geworden sind. liebe, Edelmuth und Treue; er ist der verkörperte, aber zu Zum Schluß aus dem Vermächtniß des verstorbenen Friedens dienstbar gemacht wird. Er hat keinen Funken von Menschenungeheuren Verantwortlichkeit gewachsen sein, die ihm diese so Der unvergeßliche ruffische Satiriker Saltykow Schtedrin sagt Gis gewordene Egoismus und sträfliche Ehrgeiz schwere Krone auferlegt. Bei einem Blick auf die Zukunft einmal, daß Rußland von Leuten regiert wird, welche unter Die Boltsstimme" ist ein Dorn in seinen Augen, weil sie nicht müsse man bedenken, wie empfindlich die Waage sei, welche Krieg anderem ihre Karrière als Lehrer der Kalligraphie in den in feinen Klauen ist; das hat er namentlich in Raiserslautern und Frieden abwäge, wie schwierig es sei, ein gutes Einver- Rantonistenschulen gemacht haben. Und er hatte Recht. Wie nicht verhehlen tönnen; die Wuth ließ ihn damals aus der Rolle nehmen aufrecht zu erhalten. Drei Elemente seien vorhanden, bekannt, wird im russischen Kultusministerium ein" Index ver- fallen. Der Mensch ist gefühllos wie ein Tiger und falsch wie die nicht vollkommen beruhigend wirkten, zuerst die furcht botener Schriften" für die öffentlichen Bibliotheken ge- das böse Gewissen. Er wird nicht ruhen, bis er fein baren Rüstungen, sodann die Presse, der er den Rath ertheile, führt. Nun hatte man in lezter Zeit diese Liste mit noch eigenes Organ" hat, und die" Boltsstimme" aus der ihre Informationen vor der Veröffentlichung zu fichten; die 250 Namen versehen, die u. a. alle Werke von Wladimir Koro- Pfalz hinausgebissen hat. Ich verabscheue diesen Menschen schon dritte Gefahr bilde die Erforschung Afrikas mit den Waffen in der Hand. Alle Mächte feien einer wahrhaften Gefahr für den lenko, den 12 und 13. Band von Tolstoi und das sehr bekannte lange, denn sein von der Natur verunstaltetes Frieden durch die bewaffneten Forscher ausgesetzt, aber dies Buch von Nikulai- on Studien über unsere wirthschaftliche Lage Angesicht läßt mich einen tiefen Blick in sein Inneres würde nicht aufhören, bis die Mächte ihre Einflußgebiete in verboten, zenfurirte Werte von Verfassern zu lesen, die sich vor meiner Phantasie aufthut. Dieser Mensch nach der Emanzipation" aufweist. Es ist also dem Publikum werfen. Ich erschrecke jedesmal, wenn dieses Gesicht Afrika festgestellt haben würden. Der Premierminister betonte, mit großer Mühe und Geistesanstrengung es dahin brachten, daß wäre am besten in den Reihen der Anarchisten geblieben( au er freue fich der folonialen Entwickelung der anderen Mächte, er freue fich der folonialen Entwickelung der anderen Mächte, ihre Werke mit Erlaubniß der Zensur veröffentlicht wurden. Das denen er früher gehörte); dort hätte er Dynamit und Gift bes weil dies dazu beitrage, den Frieden zu befestigen, und erklärte zum Schluß mit erhobener Hand, die Regierung werde niemals genügt nicht, es wird außerdem noch den Bibliothekaren verboten, reiten fönnen und wäre feinem Berufe treu geblieben, Haß, Neid eine Schädigung der Ehre und der Wohlfahrt Großbritanniens zu erklären, daß die betreffenden Bücher von den Behörden und Verleumdung zu säen. Sei überzeugt, daß er den Emmel in Berlin zu seiner zulassen. auf den Inder gesetzt worden sind, vielmehr müssen sie ers tlären, das Buch sei verliehen" oder es wird nicht ge- Schandthat gegen mich angetrieben hat, obgleich er mir halten". nachher sein Bedauern" aussprach. Wenn Lord Rosebery seine Rede nicht gehalten hätte, Ein neues Recht, welches die Wera Nikolaus II den Peters Sei überzeugt, daß er die Kaiserslauterer von mir abwäre die Welt ebenso klug. Albern und bei einem eng- burger Bürgern zutheilt, verkündet der Polizeipräsident v. Ball, trünnig gemacht hat, wenigstens die Klique, die er zu seinen lischen Minister fast unbegreiflich ist die Bemerkung über nämlich daß es ihnen gestattet wird, schon jetzt ihre Zwecken braucht. die Presse. Und wenn Afrita so gefährlich ist für Häuser, Läden u. f. w. mit Flor zu schmücken." In die den Frieden, warum läßt England seine Finger nicht vom richtige Sprache überfekt heißt das: es wird ihnen bevon ihm gegen mich aufgehezt worden ist; die Ludwigshafener dunkelen Erdtheil? Und wenn alle Regierungen den Frieden fohlen". wollen, warum schicken sie nicht ihre Soldaten nach Haus, und pflegen die wahrhafte Kunst des Friedens, statt der zerstörenden des Kriegs? Worte, Worte, Worte. " Unruhen in Indien. Aus Kalkutta, der Hauptstadt von Britisch- Judien, wird telegraphirt: Gegen den Radscha des Tributärsstaates Nyaghur in der Provinz Orissa ist eine Revolte ausgebrochen. Eine Kompagnie Militär ist dorthin abgegangen. Aus Rußland schreibt man uns: Wenn man das Verhalten der russischen und europäischen Presse anläßlich des Todes des Friedensstifters" vergleicht, so Die Engländer haben immer Furcht, wenn sich ein tann man mit Genugtbuung fonstatiren, daß auf dem Gebiete Steinchen an dem künstlichen Aufbau ihrer Herrschaft in der Unterthänigkeit und Kazenbuckelei die russische weit hinter Indien lockert. Deshalb werden jedenfalls diese Nachrichten der europäischen und speziell der deutschen geblieben ist. Selbst in England als recht bedenkliche aufgefaßt werden. diejenigen russischen Blätter, aus denen die ganze europäische bürgerliche Preffe ihre Kenntnisse schöpft, wie die„ Nowoje Bremja"," Nowosti" und" Mostowstja Wjedomofty", selbst diese haben es nicht vermocht, dasjenige zu leisten, was allein vom Berliner Tageblatt" in dieser Richtung geleistet worden ist. In Bürgermeister der City von London. einen Augenblick zittert in ihm und in ihnen, die ihn um ringen, Angst und Schrecken vor dem Unbekannten, Schauder vor der Trennung, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Der alte Meffant fürchtete einen Thränenausbruch und mit einer Stimme, die fest sein sollte, obgleich sie fort während versagte, rief er: Es ist spät. René hat nicht mehr viel Zeit zum Schlafen. Er muß zur Ruhe. Noch eine lange Umarmung. Der alte Messant 309 endlich seine Frau fort, die dem Sohne noch tausend Auf träge geben wollte. Bald schien das kleine Haus gleich dem übrigen Torfe zu schlummern. Zur Lage in Oftafien. China scheint zum Frieden bereit zu sein. Die chinesischen Gesandten sind beauftragt, die Großmächte zur Intervention zu veranlassen. Hierüber liegen mehrere Meldungen vor, so die folgende aus Washington: Sei überzeugt, daß der Bahnhofportier in Ludwigshafen Genossen wissen es. Sei überzeugt, daß die Angriffe in der Pfälzer Zeitung" nicht von ungefähr so frech und sicher auftreten! Er hat seine Finger im Spiele! Hast Du einmal Angriffe auf ihn selbst gelesen???!! Lieber.....! Als Freund habe ich Dir diese Ans fichten ausgesprochen! Behalte sie also für Dich! Es wird die Beit tommen, wo Du mir Recht geben wirst. Ich habe den Hänsler durchschaut, ich durchschaue auch ihn! Beide haßten und hassen mich, weil sie sich von mir erkannt wußten. Schau Dich auch in Deinem Kreise um, prüfe die Leute, die Dich umgeben, und Du wirst zu keinem befriedigenden Resultate tommen. Ich bedauere Dich oft, daß Du mit Deiner bayrischen Geradheit und Offenheit unter Storpione gerathen bist. Sei Du mit Deiner Frau herzlich gegrüßt von Deinem Rübt. Am 28. Abends spreche ich also bei den Frauen in Manns heim, ich komme mit dem Zug 6 Uhr 28 Minuten hinunter." Wenn dies keine Intriguen und Heßereien sind, dann hat es niemals solche gegeben. Nachdem die chinesische Regierung die Vereinigten Staaten ersucht hatte, mit den europäischen Mächten, darunter England, Frage gestern eingehend in einer Kabinetssigung erörtert. Der zusammenzuwirken, um den Krieg zu beendigen, wurde diese Die Veröffentlichung dieser Briefe wird bei jedem verchinesischen Regierung ist sehr daran gelegen, daß die Regierung der Union an der Konferenz zur Bestimmung der von China an Japan zu leistenden Kriegsentschädigung theilnehme, selbst wenn die Regierung der Vereinigten Staaten es ablehne, sich einer gemeinsamen Aktion der Mächte anzuschließen. Auf der Halbinsel Korea ist ein Aufstand gegen verhandlungen findet der Leser das Neueste in der Rede die Japaner ausgebrochen. Ueber den Stand der Friedensdes englischen Premiers unter England und in der vorstehenden Notiz. -OVO Dennoch schlief in dieser Nacht niemand im Hause, was beim Anbruch des nächsten Tages die matten Augen, die schlaffen Büge bewiesen. In der bleichen Morgen- Zum Parteistreit in Baden. dämmerung eilten hastige Schritte von Zimmer zu Zimmer, Thüren wurden auf und zugeschlagen, gedämpftes Flüstern Die Anhänger des aus der Partei ausgetretenen Dr. fummervoller Stimmen wurde hörbar. Ein in fieberhafter Rüdt wollen sich nicht beruhigen, trotzdem ihnen aufrichtig Eile eingenommenes Frühstück versammelte zum letzten die Hand zur Versöhnung geboten worden ist. Sie sagen, Male die Glieder der Familie um den Tisch; dann ertönte die Heßereien und Intriguen" des Dr. Rüdt, von denen das Horn, das die Ankunft der Post anzeigte. Der Ab in der Resolution des Frankfurter Parteitages die Rede ist, schied mußte abgekürzt werden. René bedeckte die Wangen seien ihnen unbekannt. Diesem Mangel an Kenntniß kann ber halbohumächtigen Mutter noch einmal mit Küssen und abgeholfen werden. indem er sie mit einem Blick dem zurückbleibenden Lucien an- Der Neunerkommission des Frankfurter Parteitages vertraute, eilte er mit dem Vater hinaus. Glücklicherweise lagen verschiedene Beweisstücke in bezug auf die" Intriguen ( war der Wagen beinahe leer und namentlich war kein Be- und Heßereien" des Dr. Rüdt vor. Die Kommission be: kannter darin. René stieg ein und drückte seinem Vater schloß, ohne dringende Veranlassung nicht von dem ganzen noch einmal kräftig, die Hand. Um von dem Kondukteur Beweismaterial Gebrauch zu machen. Da nunmehr aber gehört zu werden, rief der Alte noch einmal laut: Wen nünftigen Menschen einen etwaigen Bweifel an der Be rechtigung des Frankfurter Beschlusses beseitigen. aber der fanatische Personenkultus des gefunden Urtheils beraubt hat, dem ist nicht zu helfen. Stuttgart, 9. November 1894. Wilhelm Blos, 1. 3. Vorsitzender der Neunerkommission. Darteinachrichten. Den Genoffen in Friedenau und Steglik wird hiermit bekannt gegeben, daß der Arbeiter- Bildungsverein am Dienstag, den 13. d. M., Abends 8 Uhr, Ahornstr. 15a, bei Schellhase wiederum seine regelmäßigen Leses und Diskutir- Abende abhält. Die Genossen werden ersucht, recht rege an diesen Sigungen Theil zu nehmen, sowie durch ihren Beitritt die Bestrebungen des Vereins zu unterstüßen. Der monatliche Beitrag beträgt 20 Pfennig. Der Borstand. # An die Parteigenoffen in Nigdorf! Die wirthschaftlichen und politischen Zustände unserer Zeit bedingen immer mehr für die Arbeiter den Zusammenschluß zu einer einflußreichen Organis fation, sowohl zur Wahrung ihrer besonders gegenwärtig wieder sehr gefährdeten politischen Rechte, als auch zur Stärkung ihrer Macht auf wirthschaftlichem Gebiete. Leider ist in dieser Be worden, und entsprachen die Organisationen in ihrer Mitgliederziehung von den Genossen am hiesigen Orte bisher arg gesündigt zahl lange nicht der Anhängerzahl unserer Partei. Wir richten die Beschuldigung der Parteilichkeit erhoben wird, so fällt daher an alle Diejenigen, die ihre Pflicht bisher versäumt haben, jede Rücksicht weg, und ich bringe aus den Akten der Kom- das Ersuchen, die Partei daher zu unterstügen und als Mitglieder mission zwei Briefe von Dr. Rüdt, mit Genehmigung der in die Organisationen einzutreten. Der Verein„ Vorwärts", die Adressaten, zur öffentlichen Kenntniß. sozialdemokratische Parteiorganisation am Orte, hält regelmäßig am Dienstag vor dem 15. des Monats seine Versammlung ab. Den Mitgliedern steht die Benutzung der Bibliothek unentgeltlich zur Verfügung, die besonders jetzt durch Ankauf neuer Werke eine umfangreiche Vervollständigung erfahren hat. Mitglieder werden Das erklärt ja denischen Byzantinismus des Tage in allen Bersammlungen und nachstehenden Zahlstellen aufge ( Fortsetzung folgt.) blatte". Dankbar muß me doch sein. Red. d.„ V.". Auf Wiedersehen, Vetter Lucien! Glückliche Reise! Rasselnd setzte sich dann das alte schwerfällige Fuhrwerk in Bewegung und verschwand allmälig in dem Morgennebel. Frau Messant folgte ihm hinter den zur Hälfte hochgezogenen Vorhängen mit dem Herzen und den Blicken bis zu der Biegung des Weges. Als sie den Wagen, der ihren Sohn in das Eril forttrug, nicht mehr sehen konnte, schluchzte fie bitterlich. Der erste Brief( ohne Datum) ist an den Parteigenossen D. in P. gerichtet und lautet: nommen: " Mit Hilpert, Karlsgartenstr. 1; Becher, Hermannstr. 148; 1 Oberschlesien verhaftet, damit er eine inzwischen rechtskräftig| burg und München mit 203, 201 und 173 Herrmann, Richardplay 10; Schimtäie, Bergstr. 142. gewordene Gefängnißstrafe von acht Monaten verbüße. Darnach gliedern. Die übrigen Zahlstellen fallen dann weit Die nächste Versammlung( siehe Inserat) bietet den Mit- wäre also die Meldung, unfer Genosse sei wegen Aufreizung zu unter hundert. Die Gesammt- Einnahme betrug mis gliedern ein wissenschaftliches Referat, und nehmen wir hierbei Gewaltigkeiten verhaftet, unrichtig. einigen Nachträgen vom 1. Quartal: 7931,55 M. Die Ause ganz besonders Gelegenheit, die uns noch fernstehenden Partei--Wegen, groben Unfug 3" in Sachsen bestraft gaben der Mitgliedschaften vertheilen sich auf: Für Reise- Unters freunde zu recht zahlreichem Besuch der Versammlung einzuladen. zu werden, ist gewiß kein Kunststück. Der Bildhauer Genosse tügung: 1298,92 m., für Agitation: 317,50 M., für Arbeits. F. Hoppe. Deutsch hatte in einer Versammlung über„ Voltsernährung" losenunterstützung: 34,00 M., eingesandt an die Verbandskasse gesprochen und dabei die Aeußerung gethan, daß das Wald- wurden: 4740,54 M. Zu der letzteren Einnahme flossen der schlößchenbier viel dem Menschen schädliche Kohlensäure, die sich Verbandskasse noch 672,54 M. zu von der Fachzeitung. Nad auch manchen Eßwaaren mittheile und deren Genuß zu einem Abzug der Ausgaben verbleiben mit Hinzurechnung des früheren ungesunden mache, enthalte. Daß Deutsch sich hierdurch der Kassenbestandes in der Hauptkasse am 1. Juli 24 357,94 M. Unterstüßung des Boykotts schuldig gemacht habe, bedurfte, wie sich das Amtsblatt der Dresdener Polizeidirektion ausdrückt, nach Agitation für den Verband besser betreiben zu können, Deutsch Der Verband deutscher Tabakarbeiter hat, um die Ansicht des Gerichts keiner weiteren Ausführung". Der unvor land in 42 Agitationsbezirke eingetheilt. Der Gewerkschafter" fichtige Redner wurde wegen groben Unfugs" zu 60 M. Strafe giebt die Vororte sowie die dazu gehörigen Orte der einzelnen oder 20 Tagen Haft verurtheilt. Bezirke bekannt und theilt außerdem die Namen und die Adressen " der Dbmänner mit. Bericht über den Parteitag erstattete in GIberfeld der Delegirte Neumann. Nach eingehender Diskussion wurde die Haltung des Delegirten gutgeheißen, auch drückten die Genoffen im allgemeinen ihre Zustimmung mit den Beschlüssen des Parteitages aus. Im Anschluß hieran wurde über den Preß fonds verhandelt und beschlossen, denselben weiter bestehen zu lassen. In Mannheim berichteten Dreesbach und Geis. Im Mittelpunkte des Interesses stand natürlich der badische Desterreichische Zensurblüthe aus der Wiener Bruderstreit, über den Geis eingehend referirte. In der darauf Arbeiter Zeitung": Kommandirte Theilnahme. Konfiszirt!-folgenden Debatte konnten sich zwei Genossen, die nebenbei Konfiszirt! bekanntlich prompt gefolgt... Es ist also Zur Lohubewegung der Mannheimer Getreide. bemerkt beide erklärten, daß fie feineswegs Freunde thatsächlich Konfiszirt! Konfiszirt! gearbeiter. Die Herren Affordanten" oder„ Oberarbeiter" Dr. Rüdt's feien, mit den Beschlüssen des Parteitags über brauchen läßt. Ferner: Wir waren Konfiszirt! machen Versuche, die freien" Arbeiter den organisirten entgegen die badischen Wirren nicht einverstanden erklären. Die Konfiszirt zu fielleu. Sie beriefen insgeheim Versammlungen ein, zu denen Genossen Aull, Keil und Kurz, letzterer Degirter auf dem aber außer den Vorarbeitern selbst nur wenige erschienen. In Parteitag für Mannheim- Land, entgegneten ihnen unter dem der ersten unterlagen fie und wurden Beschlüsse gefaßt zu Beifall der Versammlung in treffender Weise. Schließlich fand Gunsten der Streifenden, in der zweiten, in der nur 19 Männlein folgende Resolution mit allen gegen 11 Stimmen Annahme: Die heutige Versammlung erklärt sich mit der Stellungnahme und zugegen waren, verwarf man die Beschlüsse der Organisirten, was aber natürlich nichts bedeuten will. Abstimmung der hiesigen Delegirten auf dem Parteitag einverstanden. Des Weitern spricht die Versammlung ihr Einverständniß mit den auf dem Parteitag gefaßten Beschlüssen aus und gelobt, mit aller Kraft für deren weitere Befolgung einzutreten." teinen Schritt weichen. Soziale Leberlicht. Auf grund des§ 75 a des KrankenversicherungsGesetzes in der Fassung des Gesetzes vom 10. April 1892 ist der Zentral- Kranken- und Sterbefasse der Tabakarbeiter Deutsch- Eine Maßregelung aus politischen Gründen war in einer lands( E. H.) in Hamburg von neuem die Bescheinigung ertheilt Dortmunder Brauerei vorgekommen. Durch Eingreisen des worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, Gewerkschaftstartells wurde eine Einigung erzielt und den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes die Wiederholung eines solchen Vorkommnisses verhindert. genügt. = An die Textilarbeiter Deutschlands! Kollegen, Kolleginnen! Von der Agitation. Eine Versammlung italienischer ArDie Errichtung von Gewerbegerichten ist nach dem 4000 Textilarbeiter befinden sich seit mehr denn 1 Monat in beiter fand am letzten Sonntag in Wien statt. Dieselbe war Gesetz vom 29. Juli 1890 leider nicht obligatorisch, sondern es Malaga( Spanien) im Ausstand. Die Ursache des Streites ist von mehreren hundert Personen besucht. Als Referent war der ist dem Ermessen der Verwaltungsbehörden anheimgestellt, das Bestreben der Unternehmer, die Arbeiterorganisation zur Genosse Gerin aus Triest erschienen, der in warmen über die Errichtung solcher au genehmigen oder zu ver Auflösung zu bringen. Zu diesem Zweck wurden 19 brave zeugenden Worten über die Nothwendigkeit der Organisation der werfen. Viele Städte mit oft starker Industriebevölkerung Arbeiter, die um das Gedeihen der Organisation be italienischen Arbeiter in Wien sprach; er erörterte die sind daher heute noch ohne ein Gewerbegericht, weil sonders bemüht waren, aufs Pflaster geworfen. Als Anttraurigen Verhältnisse der italienischen Arbeiter, welche die betreffenden Behörden ein Bedürfniß als„ nicht vorliegend" wort auf diesen Witürakt wurde der Streit proklamirt. durch die Noth gezwungen seien, die Heimath zu verlassen erachteten und die dahin gehenden Anträge der Arbeiterschaft Die Haltung der Ausständigen ist glaubhaften Berichten zufolge und in fremden Ländern um jeden Preis zu arbeiten, ablehnten. So erging es auch den Arbeitern in 2uck en walde, eine mnstergiltige und entschlossene. England Frankreich, sich und ihren Arbeitsgenossen zum Schaden und dem die eine mit 2000 Unterschriften versehene Petition an den Re- Italien 2c. sind ihnen schon mit namhaften Beträgen zu Hilfe großen Kapital zum Nutzen. Nicht mit Unrecht habe man des- gierungspräsidenten zu Pot 3d a m einreichten, von diesem aber gekommen. Da ist es auch an uns, zu zeigen, daß wir das Wort halb die italienischen Arbeiter als die Chinesen Europa's be- abgewiesen wurden. Auf ihren weiteren Antrag an den Minister von der internationalen Solidarität als teine hohle Phrase be zeichnet. Nur durch solidarisches Auftreten und durch den An- für Handel und Gewerbe, Freiherrn v. Berlepsch, erhielten sie trachten. Wir haben soeben ein Darlehn von 200 m. aufgenommen schluß an die sozialistische Partei Oesterreichs sei eine erfolgreiche ebenfalls einen ablehnenden Bescheid. In der Begründung und unverzüglich an die Kämpfenden abgeführt, in dem festen Bekämpfung der bestehenden Ausbeutung möglich. Sodann sprach heißt es, daß dem Antrage auf zwangsweise Errichtung Vertrauen auf Eure hilfsbereite Opferwilligkeit und überzeugt, Genosse Dr. Ellenbogen gleichfalls in italienischer Sprache. Der eines Gewerbe Gerichts für die Stadt Luckenwalde nicht daß durch Eure freiwilligen Gaben diese Summe mehr als gedeckt felbe fagte einleitend:" Ich bringe den schmachtenden italieni- stattgegeben werden könne, weil nach den angestellten Ermitte- werden wird. Kollegen und Kolleginnen, gedenkt der kämpfenden schen Arbeitern Wiens die Grüße und besten Wünsche der lungen für jetzt ein Bedürfniß zur Errichtung eines solchen Ge- und darbenden Brüder und opfert willig Euer Scherflein für sie! österreichischen Sozialdemokratie, die mit Liebe und Sehnsucht richts nicht in dem Maße vorhanden sei, daß ein Eingreifen auf Listen find zu haben bei Paul Wagner, Berlin O., Fruchtdie Söhne Italiens an ihrer Seite erwartet im Rampfe um das grund des§ 1 Absatz 5 des Gesetzes, betreffend die Gewerbe- ftraße 35, Hof 4 Treppen. Recht!" Sehr scharf fritisirte er die Schandwirthschaft gerichte, vom 29. Juli 1890 für gefechtfertigt erachtet werden Crispi's, der Tausende von Proletariern auf fumpfige Inseln fönnte. Achtung, Glasarbeiter! Noch liegen eine Anzahl Opfer deportiren ließ und in neuerer Zeit alle sozialistischen, aber auf Der über Die Arbeiter mögen also nun weiter dem Unternehmer müthige Sieger fennt kein Erbarmen. des verlorenen Oldenburger Streits auf der Strecke. vollkommen gesetzlicher Basis beruhenden Bereinigungen aufgelöst gegenüber entweder auf ihr Recht verzichten oder aber den kost- daß auch diese Arbeiter, so gut wie alle übrigen gegen nichts hat. Genosse Dr. Ellenbogen schloß mit dem Rufe:" Auf zum spieligen und langwierigen Weg der Zivilklage beim Amts: Weiteres gekämpft haben, als gegen die Verschlechterung ihrer Rampfe! Alle für Einen, Einer für Alle!"( Stürmischer Beifall gericht wählen, bis das Bedürfniß" von oben anerkannt materiellen Lage. Der Sieger hat bis jetzt nicht daran gedacht, und Rufe: ,, Evviva la libertà!" ,, Evviva la democrazia sociale!" fein wird. ,, Evviva l'Italia del popolo!" Im Anschluß hieran beaufmit gleichem Maße zu messen, d. h. auch diese Arbeiter wieder tragte die Versammlung Sas Bureau, Statuten zu entwerfen für einzustellen; lieber begiebt er sich auf die Suche nach Arbeitern Dabei sind die Ausgeschlossenen durch eine Vereinigung italienischer Sozialisten in Wien. Weitere Vernach außerhalb. sammlungen werden stattfinden. schwarze Listen geachtet! Kollegen! Gedenkt der Schwergeprüften auch ferner! Und feiner von Euch nehme in Oldenburg Arbeit an, so lange es in Oldenburg noch Opfer des verlorenen Streits giebt! 1 Die Stadtverordnetenwahlen in Leipzig sollen dem Voigtländischen Anzeiger" zufolge bereits festgefeßt sein. Danach soll die dritte Wählerklasse am 5. Dezember, die zweite Klasse am 10. Dezember und die erste Klasse am 15. Dezember die Wahl vollziehen. Um heutigen Sonntag werden von unsern Leipziger Parteigenossen Flugblätter verbreitet werden, die auf die kommenden Wahlen bezug haben. Nächsten Dienstag finden eine Anzahl Versammlungen statt. * Er denkt nicht daran, Der Verband österreichischer Metallarbeiter zahlte in Depeschen. Zum angeblichen Nothstand der Zuckerindustrie wird auch dem„ Hamb. Corresp." geschrieben:„ Die Zuckerindustriellen thun in bezug auf Klagen des Guten etwas sehr viel in einem Augenblick, wo man Tag für Tag Berichte über günstige Abschlüsse der Zuckerfabriken zu lesen Gelegenheit hat. So lange noch hohe Dividenden bei einzelnen Fabriken sogar über 70 pet. vertheilt werden können und die Zahl der ZuckerDie Lohnbewegung in Holland hat jetzt die Arbeiter der fabriken zunimmt, kann die Schilderung der" Nothlage" der Diamantindustrie in Amsterdam ergriffen. Beinahe alle DiamantBuckerindustrie keinen Eindruck machen. Allerdings sind die Verarbeiter, daß find an 16 000, haben die Arbeit eingestellt und hältnisse nicht überall gleich, aber wo gar keine oder niedrige tämpfen für einen uniformen Lohntarif und Verkürzung der UrDividenden vertheilt werden, hat das offenbar seinen Grund in beitszeit. Man ist der Ansicht, daß die Juweliere die Forde besonderen Verhältnissen. Eine Industrie, welche 432 Fabriken beschäftigt, die durchschnittlich 10 pCt. geben, darf nicht über ungen bald werden bewilligen müssen, da sie eine große Quantität Rohdiamanten vorräthig haben und große Verluste erleiden Beeinträchtigungen des Wahlrechtes sind überall an othlage flagen." Die fonservative, bezw. agrarische Presse würden, wenn die Arbeitseinstellung lange dauern follte. Es iſt der Tagesordnung. So hat auch die dänische Regierung fährt indessen fort, über die" Nothlage" der Zuckerindustrie zu erstaunlich, daß der Streit sofort so große Dimensionen angedem Folkething einen Gesetzvorschlag für eine neue Wahl jammern und höhere Ausfuhr prämien zu fordern. nommen hat, weil die Organisation der Diamant- Arbeiter treis Eintheilung vorgelegt, die lediglich auf eine Ver= Arbeiterentlassungen. Das Stahlwert hörde hat eigentlich erst im Entstehen begriffen ist.| türzung des Einflusses der Fabritarbeiter 150 Mann gekündigt. Der beim Abschluß des russischen Die Lohnbewegung der Typographen hat nur hinausläuft. So werden Kopenhagen und Umgebung zehn Sandelsvertrags prophezeite Aufschwung hat nicht lange anzu theilweisem Erfolg geführt. In Amsterdam ist eine Erhöhung Mandate weniger zuertheilt, als die Verfassung ergehalten. Was aus den aufs Pflaster geworfenen Arbeitern im der Arbeitslöhne eingeführt worden, die jedoch nicht ganz den fordert. Nach der Verfassung sollen auf 3 Landkreise Winter werden soll, kümmert die Unternehmer natürlich nicht. Forderungen der Arbeiter entsprach. In anderen Städten haben 1 Stadtkreis tommen, so daß auf 101 Landkreise 36 Kreise die Arbeiter den Kampf verloren, während in Utrecht an einer Das Arbeiterfekretariat von Nürnberg veröffentlicht Druckerei noch an 100 Mann streiten. mit städtischer Majorität kommen müßten( man würde die Zahl der Volksvertreter auf 137 erhöhen müssen, wenn die seinen ersten Wochenbericht. Nach demselben ist das Bureau Wählerzahl richtig in Betracht gezogen würde), während vom 1. bis 7. November von 56 Personen in Anspruch genommen nach der neuen Eintheilung auf 89 Landkreise 21 städtische worden. Die ertheilten Auskünfte erstreckten sich auf Unfall- 52 verschiedenen Orten in den Monaten Februar bis inti. Juni Kreise kommen, also auf 42 Landkreise erst ein Stadtfreis fachen, Ein- und Austritt aus der Arbeit bezw. Entlassung ohne zusammen 1647 Gulden Reise- Unterstüßung. Dabei verfährt die neue Eintheilung ganz willkürlich. Kündigung, Miethsstreitigkeiten, Krankenversicherung, HeimathsIn dem Amager Kreise mit seiner Arbeiterbevölkerung und Verehelichungssachen, Lebensversicherung, Schuldforderungen, tommt erst auf 27 000 Einwohner ein Vertreter, während im Lejre Lehrverhältnisse, Alimentation und Erbschaftsangelegenheiten freise schon auf 12000 Einwohner einer kommt. Obwohl Amager.. w. Durch die ertheilten Auskünfte wurden 27 Gegenstände ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) allein mehr Wähler hat, als verfassungsgemäß gestattet ist, wird definitiv erledigt, 9 Sachen verblieben dem Sekretariat zum AusWien, 10. November. Das Abgeordnetenhaus nahm mit es mit vier Gemeinden zu einem Kreise vereinigt und die Wahlstätte trag und 20 Angelegenheiten wurden den Gerichten, Behörden, großer Mehrheit das Rekrutenkontingent an und lehnte eine in einen Theil des Wahlkreises verlegt, der nur 1/4 der Einwohnerzahl Bersicherungsanstalten u. s. w. zur Erledigung überwiesen. von Schleicher beantragte Resolution ab, durch welche die des Kreises repräsentirt. Natürlich ist dies zur Begünstigung Ein Stück Sozialreform nach echt preußisch- deutscher Art Regierung aufgefordert wurde, in entsprechender, Weise der konservativen Bauern und Benachtheiligung der oppositio- wird von der Stadt Bayreuth geplant. Es sollen 50 Häufer bei den befreundeten Regierungen die Idee der allgemeinen Abnellen Arbeiter geschehen. Auch in Kopenhagen hat die Bevölke- zu je 4 Arbeiterwohnungen erbaut werden. Um der Stadt die rüstung und die Einsegung eines Völker Schiedsgerichts anzurung nur halb so viel Wahlrecht, wie in den Landbezirken. Außer- Berwaltung der Wohngebäude zu erleichtern, wird der Vorschlag regen. Der Landes Bertheidigungsminister bezeichnete im Laufe dem läßt sich bei den Abgrenzungen der einzelnen Wahlbezirke, so gemacht, die fertiggestelten Häuser je nach Bedarf an die indu- der Debatte die ungeheuren Rüstungen als ein Uebel der Zeit, 3. B. in Kopenhagen, auf Schritt und Tritt nachweisen, daß sie striellen Etablissements zu vermiethen; diese vermiethen die dem gegenüber Desterreich die Initiative nicht ergreifen nur zu dem einen 3wecke gemacht ist, die Arbeiter einzelnen Wohnungen sodann an ihre Arbeiter und heben den könne. Desterreich sei gewiß nicht an der Spige der Bewegung bevölkerung ihrer verfassungsmäßigen Rechte Miethszins in kleinen Beträgen am Wochenlohn ab. Der Arbeit und könnte die Beendigung der riesigen Belastungen und un3u berauben und die Sozialdemokratie zu unterdrücken. Da- geber soll also zugleich auch Miethsherr sein. Welch Danaer- aufhörlichen Rüstungen nur begrüßen. bei war die Eintheilung uns schon früher durchaus nicht günstig. gefchent es bedeutet, beim Fabrikpascha zur Miethe zu wohnen, Beru, 10. Novemberr. Der Bundesrath beabsichtigt mit Auf 210 000 abgegebene Stimmen tamen 20 000 sozialdemo- das wissen die Glasarbeiter von Oldenburg und die von Rive Rücksicht auf die mögliche Kündigung der italienischen Münzkratische, und doch erhielt die Partei nur zwei Bertreter, de Gier( Frankreich) recht genau; sie wurden, als der Streit union, in den nächsten Jahren die Prägung von Goldmünzen während ihr nach dem Stimmverhältniß mindestens zehn zu- ausbrach, erbarmungslos auf die Straße geworfen. Angesichts höheren Betrages vorzunehmen; es sollen daher im fünftigen gestanden hätten. Das neue Gesetz ist mit der speziellen Be- dessen möchte man den Arbeitern immer wieder zurufen:" Hütet Jahre vorläufig für 4 000 000 Frants Bwanzigfranksstücke in Gold rechnung gemacht, uns noch eines Vertreters zu berauben, während Euch vor sogenannten„ Wohlfahrtseinrichtungen"! geprägt werden. uns bei der nächsten Wahl noch einige weitere Kreise zugefallen wären, was durch die seltsamen Grenzen der neuen Wahlkreise wohl auch verhindert werden wird. Und dennoch ist dieses neue Wahlgefeh vom Landsthing bereits angenommen und sind im Folkething die staatserhaltenden" Elemente nur zu sehr geneigt, ihm zuzustimmen. Aber freilich beginnt es allmälig in der Hauptstadt dieserhalb zu gähren und wird eine Protestversammlung nach der anderen abgehalten. Ob es aber der Bevölkerung gelingen wird, ihre Voltsrechte zu wahren? Berichtigung. Von mehreren Genossen geht uns folgendes Schreiben zu: In der Nr. 263 des Vorwärts" heißt es im Leitartikel über den Frankfurter Parteitag:" Wäre dem nicht so, so würde der Kongreß mit überwältigender Mehrheit die Resolution( betreffs der Agrarfrage) abgelehnt haben, statt sie emftimmig anzunehmen." Es ist nicht richtig, daß die Annahme der Agrar- Resolution einstimmig erfolgte; die von unserer Seite verlangte Gegenprobe ergab mindestens zwanzig Stimmen gegen die Resolution. Diese allerdings sehr kleine Minorität setzte sich wesentlich aus den Delegirten zusammen, welche unser Amendement betreffs Streichung des Sages:„ Der Bauernschutz soll den Bauer als Steuerzahler, als Schuldner, als Landwirth vor Nachtheilen bewahren" unterschrieben hatten; die Namen der selben werden aus dem Protokoll ersichtlich sein. Gewerkschaftliches. Achtung, Böttcher! Das Bureau der ausständigen Böttcher befindet sich von jetzt ab bei Wilke, Andreasstr. 26. Die Kommission. Achtung, Korbmacher! Kollegen! Wir machen hierdurch nochmals auf die am Montag, den 12. d. M., Abends 8 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21( nicht wie irrthümlich angegeben bei Ren 3) stattfindenden Versammlung der Orts Krankenkasse der Korbmacher aufmerksam, und ersuchen, unter Beobachtung des Bierboykotts, um die regste Betheiligung, zumal verschiedene J. A. Paul Brückner. Wahlen stattfinden. Kronstadt, Freitag, 9. November. Auf allen Rheden steht Eis; der Dampferverkehr mit Petersburg ist eingestellt. Dampfer aus Finnland traf völlig vereist hier ein; der Kapitän fagt aus, das Eis reiche bis zum Tolbuchin- Leuchtthurm. Das fogenannte Londoner Leuchtfeuer ist nicht gelöscht, von See werden noch 7 Dampfer erwartet. Yokohama, 9. November. Hier geht das Gerücht, daß die Japaner bei Port Arthur eine Niederlage erlitten hätten. ( Depeschen- Bureau Herold.) London, 10. November. Wie die„ Times" aus Shanghai melden, ist die chinesische Garnison in Nitschwang größtentheils desertirt; die Deferteure unternahmen Beutezüge in die Umgebung. Die Einwohner fliehen vor den chinesischen Soldaten mehr als Vor Zuzug von Zinngießern nach Zeit wird ge- vor den Japanern und würden die Einnahme Nitschwangs durch warnt; es sind dort in der Werkstatt von Kannegießer die Japaner nicht hindern. London, 10. November. Nach einer Blättermeldung ist Differenzen ausgebrochen. zwischen der chinesischen Regierung und zwei amerikanischen Der Verband der in Buchbindereien, der Torpedofabrikanten ein Vertrag abgeschlossen worden, wonach Papier- und Leder Galanterie waaren In die Fabrikanten durch ihre Erfindung japanische Schiffe zerstören dustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeite sollen, wofür sie eine Million Dollars erhalten. Für jede Zerrinnen Deutschlands hatte laut Abrechnung des Ver- ftörung eines japanischen Kriegs- oder Handelsschiffes soll den bandsvorstandes am Schlusse des zweiten Quartals 2804 männ- Torpedofabrikanten außerdem eine hohe Belohnung zu Theil liche und 142 weibliche Mitglieder, die sich auf 47 Bahlstellen werden. vertheilen; Ginzelmitglieder zählt der Verband 89. Die stärkste London, 10. November. Aus Chefoo wird gemeldet, seit Polizeiliches, Gerichtliches ze. Mitgliederzahl hat Berlin mit 580 männlichen und 66 weib- drei Tagen sei zwischen Chinesen und Japanern bei Talienwan " Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" theilt lichen. Dann folgen - Die Dann folgen Stuttgart mit 270 bezw. 45; eine Schlacht im Gange, welche sich bisher noch nicht entmit, sicherem Bernehmen nach fei Genosse Hünninghaus in Leipzig mit 233 bezw. 1; dann Hannover, Hamschieden habe. erantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. = 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 264. Sonntag, den 11. November 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! # Tokales. wie " werden. Die unterhaltende Debatte erreichte mit der Annahme| gerufen hat. In das in jener Straße belegene F.'sche Bierloka einer sehr energischen Resolution ihr Ende. Hier ist sie: trat in der neunten Stunde ein Dienstmädchen, Emma K., um für Die Versammlung verurtheilt auf das Schärffte die Ein- ihre Herrschaft einige Glas Bier zu holen. Es mußte ein frisches Herr Rösicke kann seine boykottirten Brankollegen mischung der Sozialdemokratischen Partei zwischen Arbeitgeber Faß angesteckt werden und während das Mädchen somit warten nicht oft genug seines unwandelbaren Solidaritäts- und Arbeitnehmer eines einzelnen Gewerbes. Sie verurtheilt die mußte, hielt sich einer der anwesenden Gäste, der 24jährige Kaufgefühls versichern, und er versucht, sie nicht nur in Worten, Art und Weise, wie die Sozialdemokraten das Spigelthum und mann Theodor Grieniß, für berechtigt, der K. durch seine Liebenssondern auch in Bildern davon zu überzeugen, daß er gar die Verrufserklärungen durchzuführen suchen und dadurch die würdigkeit die Zeit des Wartens zu verkürzen. Das Mädchen nicht jener„ brüllende Löwe" sei, der überall in den Städten Freiheit des Gewerbebetriebes einer großen Zahl Gastwirthe, aber verbat sich die Galanterien des Herrn und kehrte ihm und Dörfern umhergehe und suche, wen er verschlinge. Schon Kaufleute und Händler aufhebt. Die Versammlung erachtet die schweigend den Rücken. Das hinderte den Mann jedoch nicht, noch in der vorlegten Nummer seines illustrirten Leibblattes gab der Führer der sozialdemokratischen Partei verantwortlich für alle zudringlicher zu werden und als nun die R. in ganz energischem Berliner Bierkönig nach berühmten Mustern seinen Kollegen, als Schädigungen, welche die Berliner Arbeiterschaft durch die Tone bat, sie endlich in Frieden zu lassen, ergreift der rüde Patron wären es oftpreußische Junker, bildlich zu verstehen, daß er Verrufserklärungen infolge Verringerung der Arbeitsgelegenheit ein Bierglas und mit den Worten: Dumme Bauernmago, feinem mehr in Deutschland ins Biergehege kommen werde, in den verschiedenen Gewerben erfahren, für die Schädigungen, vielleicht gefalle ich Dir so besser!" führt er mit dem Seidel und daß sie deshalb Alles; was bisher geschehen, ver- welche für eine große Zahl der Gastwirthe und deren Personal, einen solch gewuchtigen Hieb gegen das Mädchen, daß es blutgeben und vergessen" möchten. Während in seinen Bildern von Kaufleuten und Händlern eingetreten sind. Die Versamm überströmt zusammenbricht. Diese grenzenlose Brutalität verein majestätisch grimmiger Humor uns lächeln macht, läßt das lung hält es für die Aufgabe aller Voltskreise, ohne Unterschied sette natürlich die Zeugen des Auftritts in eine maßlose wehleidige Bejammer seiner töniglichen Bierseele über das geringe der Parteistellung, die durch diesen Kampf unschuldig wirth- Empörung, und es erhob sich in dem Lokal ein solcher Lärm und ringbrüderliche Vertrauen in seine Solidarität uns hell auf schaftlich Geschädigten nach Möglichkeit zu unterstützen. Sie er- Tumult, daß selbst die Straßenpassanten von dem, was sich Lachen: wartet von den boykottirten Brauereien, daß sie in der Abwehr soeben abgespielt, Kunde erhielten und nur auf den Moment Wenn der Vorwärts" immer auf Meinen mißglückten gegen die Herrschaft, welche sozialdemokratische Arbeiter mit den warteten, wo man den sauberen Herrn an die frische Luft sehen Etaatsstreich vor zwei Jahren zurückkommt, als Jch Euch, liebe sozialdemokratischen Gewerkschaften und Organisationen auszuüben würde. Es bedurfte der ganzen Energie und Umsicht des Ringbrüder, durch Verbilligung der Tonne um 2 Mart zu ver- versuchen, fest zusammen stehen und daß sie nicht durch Anstellung Wirthes, daß die Entrüsteten nicht erbarmungslos an den rohen nichten trachtete, so will das Blatt damit nur Zwietracht zwischen der Anstifter des Boykotts fleißige Brauer und Brauerei- Arbeiter Gesellen Lynch justiz übten und ihn so lange zu schützen, bis die Euch und Mir fäen, sintemalen Ich reumüthig all Meine entlassen und brotlos machen. von der Wache herbeigeholten Schuyleute erschienen und den Sünden bekenne und es nie wieder thun werde" so lange Die langathmige Beschwörung aller Voltskreise(!) dürfte in Rowdy in Empfang nahmen. Das Dienstmädchen Emma R., der Boykott dauert. Und wenn Ich Euch Berliner letter Linie doch ohne positiven Erfolg bleiben, denn was bis das eine fieben Zentimeter lange und zwei Zentimeter tiefe Kollegen und den fleinen Provinz- Quetschen"- pardon! jeht nicht durch den Appell an das gute Herz der Bierphilister Stirnwunde erhalten, wurde nach dem Lazarus- Krankenhause meinen liebwerthen Braubrüdern in der Provinz wirklich so erreicht ist, vermag auch die dugendfache Wiederholung von überführt. etwas, was böse Menschen Schmutzkonkurrenz nennen, gemacht großen Worten nicht zu erzielen. habe; wenn Jch Euch so manches Kasino, viele Dußende von Ein eutjehliches Drama spielte sich am Freitag Nach Eisenbahn Restaurationen und Hunderte von Dorfschänken wegZur Lokallifte. H. Vollmer, Hermannstr. 149, schänkt mittag am Tegeler See ab. Gegen fünf Uhr erschien eine Frau, geschnappt; wenn ich die Tonne von mindestens 130 Litern für ringfreies Bier. die während des letzten Sommers da draußen in Sommerfrische 20 M. auf Dörfern und Marktflecken, wo Euer schönes Bier schon lange eingeführt war, verschleudert; wenn Jch 34 4/10 Flaschen Grundbesitzerverein der Königstadt" beim Polizeipräsidium vor- Rindern im Alter von sechs und vier Jahren an der DampferGegen die Wärmehalle am Alexanderplatz will der gewohnt hatte, und in der man später die Gattin des verstorbenen Bierfahrers Längling erfannte, mit ihren beiden für 3 M. an Private und 40 und darüber an Wiederverkäufer stellig werden, um eine Verlegung zu erwirken. Seit Eröffnung station in Tegel. Hier warf sie plößlich erst das eine und dann verschärfe; wenn Jch 34 und mehr Flaschen überall da angeboten, der Halle sollen sich in der Prenzlauerstraße, der Neuen König das andere kind in die Fluthen des Sees, worauf sie selbsi wo Ihr nur 30 bis 32 geliefert; wenn Jch durch meine Kreaturen straße und der Greifswalderstraße d. h. in denjenigen Straßen, nachsprang. Zufällig tam der Stations- Assistent König aus auf den Dorfwirthschaften große Zechen gemacht, glänzende durch welche die nach Schluß der Halle erbarmungslos auf die Reinickendorf vorüber. Schnell entschlossen sprang derselbe mit Feuerwerke für meine Rechnung habe abbrennen lassen; wenn Straße gefeßten Obdachlosen in Schaaren nach dem städtischen voller Kleidung in das Wasser. Mit eigener Lebensgefahr gelang Ich doch genug! Ich müßte Bände schreiben, um Obdach in der Fröbelstraße ziehen ,, unhaltbare 31all meine großkapitalistischen Sünden anzuführen, die Ich Euch stände" ausgebildet haben. Aehnliche Proteste sind, es ihm, die Mutter und das jüngste Kind zu retten, doch blieben gegenüber begangen habe: Das Eine aber schwöre Jch Euch mit wir vor seine Bemühungen, auch das zweite Kind zu retten, erfolglos einiger Zeit mitgetheilt haben, wiederholt einem heiligen Stöcker'schen Gide zu, daß Jch Euch in Deutschland aus Hausbefizerfreisen gekommen, z. B. gegen das Obdach Willen gerettete Mutter wurde zunächst in Reinickendorf in das Die Leiche war bis gestern noch nicht gefunden. Die wider ihrer. feine Konkurrenz mehr machen werde so lange der Boykott in der Fröbelstraße, gegen das auf dem Gesundbrunnen geplante Bolizei- Bewahrsam gebracht, um sobald als angängig, in das dauert. Ich bin selber schwer bestraft, habe das Brauen meines Asyl für Obdachlose, gegen die Schaffung billiger Wohnungen Polizei- Bewahrsam gebracht, um sobald als angängig, in das vorzüglichen Schultheiß Bräus" gänzlich eingehen lassen und für Arbeiter und kleine Beamte unter Mitwirkung der städtischen Moabiter Untersuchungsgefängniß überführt zu werden. fuche Mir jetzt neue Absaßgebiete in andern Welt- Berwaltung u. f. w. Solche Proteste sind sehr lehrreich und Auch zu dieser Verzweiflungsthat haben Nahrungs theilen auf. müssen auch dem Blödesten über den wahren Charakter der Haus- orgen das Motiv gebildet. Nach dem Tode ihres Mannes So und ähnlich klingen die Solidaritäts Litaneien auf der agrarier die Augen öffnen. Diesen Kreisen gehören vielfach die gerieth die Frau in Noth, sie konnte ihre Kinder nicht ernähren Harmonika des Herrn Röficke, die er seinen mißtrauischen Stützen der gemeinnützigen" und wohlthätigen" Vereine an. und um dem Elende ein Ende zu machen, entschloß sie sich zu Braubrüdern aufspielt. Er zupft aus seinem Wolfspelz ein Wie rasch diese Sippe die Wohlthätigkeits" und Gemein- dem verzweifelten Schritte, sich und die Kinder zu tödten. Das Haarbüschel und ruft seinen Ringschäfchen zu: Seht, Wolle, reine nüßigkeits"-Maste fallen läßt und ihr richtiges Gesicht zeigt, unglückliche Opfer unserer gräßlichen sozialen Zustände wird sich Wolle! Folgt nur getrost Eurem Leithammel, wenn Ihr auch wenn einmal dunch ein Unternehmen dieser Art ihr eigener Bor- demnächst als Mörderin vor den Schranken des Gerichts zu bluten müßt, Ihr armen Opferlämmer, Ich habe Euch ja alle so theil gefährdet zu sein scheint, weil die betreffende Stadtgegend Welten! Wie viele Opfer wird die göttliche Weltordnung" verantworten haben. So will es das Recht" in der besten der lieb zum Fressen! dadurch in üblen Ruf tommt"! Und in der That! Während Herr Rösicke in der vorigen noch fordern, bis das arbeitende Volk aus ihr eine mensch Nummer des Schultheiß- Anzeigers" den Kamerunern sein Von der Gemeindeſtener= Reform. Die Hausli che Ordnung der Dinge gemacht hat? Bier mit deutscher Art und Sittlichkeit verzapft, übertrifft er sich agrarier standen im Mittelpunkt der Verhandlungen über die in der neuesten, soeben erschienenen Nummer selber; er schreibt Gemeindesteuer- Reform, die am Donnerstag in der Stadtverord- Berlin am Freitag Nachmittag längere Zeit ohne Wasser, ein Jufolge eines Nohrbruches war ein großer Theil von wörtlich: Nachdem es gelungen ist, sich den Mar 3 neten- Versammlung ihren Anfang nahmen. Das Eine zeigte sich Umstand, der die Feuerwehr in große Sorge versette und zu bewohnern von der Erde aus verständlich zu bereits in der Generaldebatte, daß um die Frage, ob der Grund- Umstand, der die Feuerwehr in große Sorge versetzte und zu machen, ist für Schultheiß- Bier" neuer Absatz besit stärker zu den Kommunallasten herangezogen werden soll umfassenden Vorsichtsmaßregeln Veranlassung gab. Ueber die Und in einer großen Jllustration sehen wir oder nicht, voraussichtlich der heftigste Kampf entbrennen wird. Ursache der Kalamität liegt jetzt folgender Bericht vor. Die unsere Erde mit der berühmten Schultheißbrauerei in Und auch das andere ging aus der Debatte wieder einmal mit Berliner Wasserwerke am Tegeler See pumpen das filtrirte frappirender Deutlichkeit hervor, daß die Hausbesitzer zwar das einen Meter im Durchmesser hält, bis zum sogenannten Knie Wasser auf die Höhe von Westend. Von hier aus läuft ein Rohr, nebelgrauer Ferne verschwinden, während dicht vor unseren Augen aus den Wolfen der von durstigen nicht, wie der Stadtverordnete Spinola meinte, das RückMenschen bewohnte Mars in Charlottenburg, von wo es in zwei Strängen nach Berlin Durch lent grat der städtischen Verwaltung, aber das Rückgrat der geführt wird. Das Wasser hat schon durch den Fall einen gebare Luftschiffe, sämmtlich mit der unzerreißbaren Stadtverordneten Versammlung dant dem Priwaltigen Druck, der durch Dampfmaschinen noch erhöht wird. Leinewandflagge des einigen ihnen ein ge- vilegium, das der Size in Gegen 5 Uhr Nachmittags bildete sich vor dem Grundstück Berschmückt und mit boykottirtem Bier befrachtet, ist die Ver- Versammlung sichert, und dank den Wählern, die womöglich noch linerstr. 31 und 32 ein über 12 Quadratmeter haltendes Loch. bindung zwischen Erde und Mars hergestellt. Hoch oben" auf ein zweites Drittel hineinschieben möchten. Dieses Rückgrat" dem Mars steht der europäisch- kleinstaatliche" Kommerzienrath ist bisher immer steif geblieben, wenn es galt, berechtigte For dann sprang ein mächtiger Wasserstrahl quellenartig in die Höhe Richard Rösice, auf dessen Zylinderhut als Symbol des derungen der Arbeiterklasse abzuweisen, und es ist leider zu be- und schleuderte Sand und Erde mit sich aus der Tiefe. Von der technischen Hochschule bis zur Leibnitzstraße war Charlottenburg in Darunterbefindlichen eine gewaltige Glühlampe leuchtet, und fürchten oder vielmehr mit Gewißheit anzunehmen, daß es auch einen See verwandelt. Das Wasser überschwemmte auch die Nebenüberschüttet die Marsbewohner mit jenem Bier, daß die bösen gegenüber dem bescheidenen Versuche der Magistratsvorlage, straßen und drang in die Keller. Die Fuhrwerke auf der Straße Erdensöhne verschmähen. Hinter ihm besteigt feuchend sein for den Grundbesig etwas weniger schonend aber doch noch viel pulenter Betriebsdirektor Christian Hauser den Mars, zu schonend!- zu behandeln, steif bleiben wird. Die Klagen gingen bis über die Achsen im Wasser. Die Pferde- Eisenbahn fonnte die Verbindung aufrechterhalten. Am meisten ist das während vor ihm seine beiden mit Fernrohren bewaffneten Sub- über den Nothstand des Hausagrarierthums, die von direktoren, der redegewandte Finke und der Arbeiterreden- schiedenen Seiten, vor allem von Herrn Spinola und von Herrn Wirthshaus Hippodrom geschädigt worden, in dessen Keller etwa 400 Rubikmeter Wasser eingedrungen waren. Da nun das Fabrikant" Merten, den ankommenden Luftballons Will Wallach, dem Syndikus der Berliner Grundbesitzer- Vereine, Waſſer über Charlottenburg abgesperrt werden mußte, so blieb tommen" zurufen. Nun, uns kann's recht sein, wenn wir erhoben wurden, fanden bei demjenigen Theile der Ver- Berlin etwa eine Stunde lang zum Theil ohne Wasser. Die auch einerseits bezweifeln, daß die durstigen" Marssöhne" sammlung, der sich zu diesen" Nothleidenden" rechnen zu müssen Buführung geschah später von den Müggelwerken über Lichtendie Schultheiß- Dividende erhöhen werden, und andererseits glaubt, lebhafteste Zustimmung. Mit tumultuirendem Widervon den Ringbrüdern nicht glauben, daß sie sich durch solche spruch dagegen begleiteten die Herren die Ausführungen des berg. Aus dem gußeisernen Rohr war ein dreiviertel Meter phantaſtiſchen Röſicke'schen Bilder täuschen lassen; im Gegentheil, Stadtverordneten Singer, als dieser ihnen zu Gemüthe führte, langes Stück anscheinend durch den Druck des Wassers herausso mancher wird beim Anblick derselben ein bedenklich saures daß die Erhöhung des Werthes eines Grundstückes in der Haupt- geriffen worden, wodurch die Katastrophe entstand. Da die Gesicht machen. fache ohne Zuthun des Besitzers zu stande kommt, daß dieser viel- Charlottenburger Feuerwehr die in die Keller gedrungenen Wassermassen nicht bewältigen konnte, so wurde die Berliner zu " " emportaucht. Deutschen Reiches : bilden, Drittel = der ver= Giner groben Berleumbung macht sich aber Herr Rösice mehr nur die Einrichtungen der Stadt, wie Kanalisation, Silfe gerufen, die bis 2 Uhr Nachts am Hippodrom in Thätig schuldig, indem er in seiner Illustration den„ Mann im Monde", Straßenerweiterungen, Straßendurchbrüche, Schmuckpläße u. f. w., teit blieb. Der Schaden ist bisher noch nicht zu übersehen. Do während der Bierballonfahrten zwischen Erde und Mars, gierig als einen willkommenen Anlaß ansieht, die Miethen zu erhöhen. Die Berliner Wasserwerte ersaßpflichtig sind, steht dahin. Die mit lechzenden Lippen nach Boykottbier schmachten läßt.- Herr Arbeitsnoth. Bei den im Winter vorkommenden städtischen Frage kann erst nach genauer Feststellung des Thatbestandes Rösicke weiß doch aus den monatlichen Quittungen im Arbeiten bei der Bauverwaltung, der Straßenreinigung, sowie gelöst werden. Vorwärts", daß der Mann im Monde" ein viel zu der Parkverwaltung, sollen nach Beschluß des Magistratstüchtiger, zielbewußter" und namentlich opfermüthiger follegiums vorzugsweise solche Personen beschäftigt werden, welche 81/2 Uhr in der Kaserne des Garde- Jäger- Bataillons zu BotsEine Gasexplosion hat am Donnerstag Abend gegen Sozialdemokrat ist, als daß er jemals Verlangen nach in Berlin ortsangehörig sind, oder wenigstens bereits im ver- dam stattgefunden. Ein Offizier, Lieutenant Vogel von Falken Boytottbier trüge! gangenen Sommer hier gearbeitet haben. Darüber, welche beNeuer Szenenwechsel im Boykottkampfe. Die tapfersten fonderen Maßnahmen der Magistrat gegenüber den furchtbaren stein, hat im Gesicht und an den Händen schreckliche Brandwunden Paladine im Dienste des dreimal geheiligten Ringes, die Herren Glend zu ergreifen gedenkt, verlautet nichts. " erlitten. Durch einen Dachstuhlbrand sind in der Nacht zum Feuerstein und Jakobi, haben sich, wenn wir recht unter- Zu der Urania wird Herr Spieß den Experimental- Vortrag Sonnabend eine Anzahl Miether des Hauses Marienburgerstr. 30 richtet sind, entschlossen, unter das freisinnige Volk der Reichs- über Teßla's Licht der Zukunft am Montag, Donnerstag und geschädigt worden. Als das Feuer um 1 Uhr früh durch den hauptstadt, d. h. in die Bezirksvereine zu gehen, um dort das Freitag wiederholen. An den übrigen Tagen der Woche wird die Revierwächter entdeckt wurde, hatte es sich bereits über den ganzen Feuer der Begeisterung für das edle Boykottbier wieder anzu- Wanderung Durch alle Welten" dargestellt werden. Trockenboden verbreitet und griff mit ungeheuzer Schnelligkeit um fachen. Am Freitag Abend brandeten bereits die wilden Gewässer des Boykotts im Bezirksverein Hasenhaide, wo sonst Ein grelles Licht auf die Sympathien, deren sich der sich, so daß bei dem Eintreffen der ersten Löschzüge aus der unter dem milden Szepter des maßvollen liberalen Mannes Militarismus bei dem Unternehmerthum erfreut, wirft eine Ent- Reibelstraße auch bereits die Verschläge der aus nur ärmeren Rettor Kopsch nur beschauliche Ruhe waltete. Da Herr Feuer- laffung, mit welcher die Firma Paul Zöllner u. Co. einen Ar- Leuten bestehenden Miether des Hauses von dem Feuer erfaßt stein in seinem Referat lediglich feine alten bekannten Scherze beiter beglückt hat. Der Betreffende, der in dem Baugeschäft waren. Es gelang der Feuerwehr, die mit vier Schläuchen Wasser wiederholte, bleibt nur übrig, eine neue Pointe seines Mit dieser Herren etwa anderthalb Jahre thätig gewesen war, hatte gab, den Brand zu beschränken und nach dreistündiger Thätigkeit referenten Jakobi nicht unter den Tisch fallen zu lassen. vor Kurzem eine von ihm beobachtete Ungehörigkeit zur Anzeige zu dämpfen. Die auf dem Boden lagernden Vorräthe find " Denfen Sie, meine Herren", sagte der Held des Gaal gebracht, die sich ein Unteroffizier einem Rekruten gegenüber burch Feuer und Wasser vernichtet, und ist der entstandene befizerreinfalls, hoch oben im Norden auf dem Gesund- batte zu schulden kommen laffen. Diese Frevelthat des Arbeiters Schaden sehr groß. brunnen find sämmtliche Miether eines Hauses aus- gefiel den Herren Zöllner u. Co. aber nicht und kurz und bündig Vier Einbrecher find am Freitag Morgen durch den Nachts gezogen, weil der Wirth boykottirtes Bier schenkt!" Mehr wurde ihm vom Geschäftsführer im Komptoir am letzten wächter Feuz auf frischer That ertappt worden. In der Kleinen fann man in der That nicht verlangen. Die Arbeiter bilden Donnerstag erklärt, daß das Geschäft Leute nicht gebrauchen Hamburgerstr. 19 liegt das Garderobengeschäft von Kaiser, das einen Faftor, mit dem gerechnet werden muß, gestand der Ver- tönnte, die einen Unteroffizier beim Obersten denunzirten. Dabei auch vom Hausflur aus zugänglich ist. Bier schwere Jungen treter der Unions- Brauerei ein, aber die Brauereien auch. Wirken blieb es. waren nun in dem Café Dally, Linienſtr. 83, zusammengekommen Sie dahin, daß wenn der Boykott nicht beigelegt, doch wenigstens Abermals wird über eine brutale Nohheit berichtet, und hatten hier die Ausführung des Einbruches flüsternd be= bedeutungslos wird. Wir haben, was bis jetzt verschwiegen die sich Freitag Abend ein den„ gebildeten Ständen" zugehöriger rathen. Sie machten sich furz nach 10 Uhr an die Arbeit, wurde, nur 10 p& t. der Leute entlassen; wenn das schlechte Ge- junger Bursche hat zu Schulden kommen lassen und damit in öffneten die Hausthür mittels Dietrichs und legten sich auf der schäft aber so weiter geht, müssen noch 300 Arbeiter entlassen der Invalidenstraße eine große und gerechte Aufregung hervor nach dem Boden führenden Treppe bis zwei Uhr Morgens »ur Ruhe nieder. Jetzt schnitten sie das Schloß der in den Laden führenden Thür aus, beleuchteten den Raum und bekleideten sich völlig neu. Die alten Sachen packten sie zu einem Bündel zusammen und wollten gegen SV» Uhr Morgens abziehen. Durch Zufall kam um diese Zeit ein Bewohner nach Hause, der sich von dem Wächter schließen ließ. Dabei hörte dieser Geräusch in dem Laden und sah auch auf dein Hausflur in einer Ecke gedrückt einen Mann im Kaiser- rnantel. Ein Blick auf die Ladenthür erklärte die Sachlage. Der Wächter ließ den Hausbewohner als Posten vor dem wieder verschlossenen Hause zurück und brachte den Mann zunächst nach der Polizeiwache. Als er mit drei Schutzmännern zurückkehrte, wurde das Haus durchsucht. Dabei fanden die Beamten einen zweiten Dieb unter einem Waschfaß, das unter der Trepp« stand. die beiden letzten aber auf der Bodentreppe. Alle vier sind dem Polizeigewahrsam eingeliesert worden. AuS der Kanzlei heraus wurde gestern Borniittag ein Hilfsschreiber des Amtsgerichts in Moabit verhaftet. Die Ver- Haftung erfolgte auf Anordnung der königlichen Staatsanwalt- schafl am Landgcnckt l. durch Beamte der Kriniüialpolizei. Anlaß dazu hat eine Denunziation wegen unzüchtiger Handlungen an kleinen Kindern gegeben. Der Verhaftete ist pensionirter Schutzmann, der sich durch Schreibarbeit beim Gericht einen Zu- schuß zu seiner Pension erwarb. Er lebte mit seiner Frau in zwar kinderloser, doch glücklicher Ehe und war wegen seines stillen, pflichteifrigen Wesens bei Vorgesetzten wie Kollegen sehr angesehen. Was an der Denunziation Wahres ist, wird erst durch die Untersuchung festzustellen sein. Ans der Haft entlassen ist der siebzehnjährige Friedrich S z c z o d o y, der bekanntiich Ende September 1894 wegen ver- meintlicher Fundunterschlagung zu nicht weniger als einem Jahre Gefängniß verurtheilt»vnrde, weil er im Besitz eines angeblich gefundenen Dolches sich befand und in anarchi- stischen Geruch stand. Das kam so. Szczodoy hatte sich bei dem Erkenntniß«beruhigt", da er als junger, des Gesetzes un- kundiger Mann der Behauptung, daß das für ihn das Beste sei, Glauben schenkte. Szczodoy wurde daraufhin aus dem Ge- fängniß nicht entlassen. Das war mit dem Gesetz nicht in Einklang stehend, da das Erkenntniß nicht rechtskräftig war, denn auch der Vater eines Minderjährigen hat das Recht, selbst gegen seines Kindes Willen Berufung einzulegen. Von diesem Recht machte Szczodoy's Vater Gebrauch, da er das gefällte Urtel als«in ungerechtes erachtete, wiewohl er die Spielereien seines jungen Sohns keineswegs billigte. Auf Antrag des von dem Vater mit der Wahrnehmung der Vertheidigung betrauten Rechtsanwalts Dr. Herz seid ist nun am 6. d. M. der junge Mann ans dem Gefängniß entlassen, weil nach Ansicht des Gerichts keinerlei gesetzlicher Grund zu seiner BeHaltung im Gefängniß vorlag. Wir bezweifeln nicht, daß Szczodoy vom Berufungsgericht freigesprochen werden wird. Wer aber haftet für die vom 27. September bis ö. November von dem jungen Mann erlittene Hast? 2 Männer folgen Szczodoy feit dessen Entlassung aus dem Gefängniß auf Schritt und Tritt. Suchen die den für unschuldig erhttene Hast in Preußen ver- antwortlicheu Beaniten oder wollen sie dasür sorgen, daß dem jungen Menschen kein Leid geschehe? Ei» schweres«»glück trug sich auf den an der Dahme belegenen Köritzer Dampfziegelwerken zu. Als nämlich der Wächter in der zwölften Stund« seinen Rundgang durch das Etablissement machte, nahm er in der Nähe der Pferdeställe »inen starken Gasgeruch wahr, und als er darauf die Thür« öffnete, bot sich ihm ein erschreckender Anblick dar. Vier der im Stalle stehenden Pferd« lagen betäubt am Boden und in den an- stoßenden Schlafräumen fand er den Kutscher sowohl, wie die beiden Stalljungen quer auf ihre» Betten ausgestreckt und nur noch schwache Lebenszeichen von sich gebend. Beide Räume waren infolge nicht gehörigen Zudrehens der Haupt- Gasätherlampe vollständig mit Gas geschwängert. Die sofort angestellten Wieder- belebungsversuche harten zwar bei allen drei Personen Erfolg, der Kutscher wurde aber bald darauf von einem hestigen Blut- stürz befallen, weshalb man ihn sofort nach der Charitee be- fördern mußte. Dort ist er kurz nach seiner Einliefcrung ver- ftorben. Die beiden Stalljungen und auch die Pferde haben sich wieder erholt. In seiner Zelle hat sich Freitag Nacht der im Polizei- gewahrfam untergebrachte Schlosser L. erhängt. Er war wegen Diebstahlsverdach ls verhaftet worden. Die in de» letzten Versammlunge» gewählten Lokal- kommissions-Mitglieder werden gebeten, ihre Adresse bis zum Dienstag au den Genossen G u m p e l, Weinstraße 31, einzusenden. I» welcher Weise Gastwirthe die Arbeiter hintergehen wollen. ist schon oft besprochen worden. Der Restaurateur Wicht in Pankow, Kaiser- Friedrich st raße hat sich aus der bekannten PlakatiFabrik Plakate angeschafft, welche in seinem Schaufenster neben dem Plakat der Pichelsdorfer Brauerei prangen. Es soll diese„Mache" den Glauben erwecken, daß er doykottsreies Bier ausschänkt. Der Mann ist schon einmal wegen Bierunterschiebung von der Liste gestrichen worden. Wir empfehlen ihn deswegen der ganz besonderen Beachtung der Pankower Arbeiter. Polizeibericht. Am S. ds. Mts. Abends wurde in der Ratheuowerstraße ein auf Posten stehender Schutzmann durch »ine Droschke überfahren und am Kopfe und Bein verletzt.— Im Laufe deS Tages fanden fünf Brände, darunter 2 Dachstuhl- bräude, statt. Witternugvüberficht vom 10. November 1894. «seiler'Vrostiivse imi: �Viiiiiug, etil xm. Zeitweise aufklärendes, vorwiegend trübes, zunächst etwas wärmere» Wetter mit leichten Regenjällen und mäßigen südwest- lichen Winden. Bserliner Wetterbureau. Gevi;>ftks-3etttma. Sächsisches au» Spandau. Einundvierzig maifeiernde Arbeiter hatte der Ober-Wachtmeister Hentschel zu Falkenhagen inS Notizbuch eingetragen. Was hatten die Sünder begange»? Sie waren„in geschlossenem Zuge" ins Dorf eingezogen. allwo der„Zug" dem Berhängniß der obrigkeitlichen Auslösung verfiel. Außerdem wurde gegen die Siuundvierzig wegen angeblichen Vergehens gegen das preußische Vereinigesetz eine aus je 3 M. lauteude Strasverfügung«rlassen. Nachdem das Schöffengericht zu Spandau bereits den Einspruch der 41 Parteigenossen ver- worfen hatte, ist gestern von der zweiten Strafkammer des Land- gerichts II. gegenüber 16 Verurtheilten, die Berufung eingelegt hatten, das Urlheil des Schöffengerichts bestätigt worden. Frau Pastor D. Kipper, welche noch wegen eines Falles der Anstiftung zum Meineide in Haft behalten worden war, ist gestern Nachmittag aus der Haft entlassen worden. Es hat sich in diesem Falle darum gehandelt, daß eine Familie in Schlesien an die Familie der Frau Pastor Kipper Bettelbriefe gesendet haben sollte. Die schleiische Familie stellte dies in Abrede, und es wurde behauptet, daß Frau Pastor D. Kipper die Zeugin, welche sie zum Beweise für die Wahrheit ihrer Behauptung ins Feld geführt hatte, gekauft haben sollte. Frau Pastor D. Kipper hat nun im vorigen Termin am Montag erklärt, daß jsie wohl noch in der Lage sein werde, jene Briefe aus ihren Skripturen herauszufinden. Rechtsanwalt Dr. Schwindt hatte die Herber schaffung dieser Skripturen beantragt. Nachdem nun die gestrige Schwnrgerichtssitzung beendet war, wurde die Angeklagte, Frau Kipper, vorgeführt, die Briefschaften wurden ihr vorgelegt, und es gelang ihr wirklich, die die schlesische Familie belastenden Briefe heraus zu finden. Es wurde deshalb um Ve4 Uhr noch die Haftentlassung verfügt. Daß eine allzu große Empfindlichkeit in�BeleidigungS- fachen manchmal gar nicht angebracht ist, zeigte eine Privatklage des Restaurateur- S. gegen den Agenten K., welche gestern vor dem Schöffengericht verhandelt wurde. Der Agent K., welcher an den Restaurateur Forderungen hatte, verzehrte eines Tages in dem Lokale desselben mit seiner Ehefrau je eine Portion Rehbrateu& 1 Mark. Er entfernte sich ohne Bezahlung und der Restaurateur glaubte, daß die Zeche auf die Forderung abgerechnet werden sollte, da dies aber nicht der Fall war, so mahnte er ihn auf einer offenen Postkarle an die Bezahlung der zwei Mark. Slatt des Geldes erhielt er folgenden Kartenbrief:„Belästigen Sie mihr nicht in keiner Weise mehr; weder ich noch meine Frau hatten den Fraß b e st e l l t, welchen nicht Mahl mein Hund gefressen halt, für solchen Stank Wollen Sie heule Geld haben. Den Bcweiß Ihres ?futters habe ich noch von meinen Kunden, mit Ihren Hunde- utler brauchen Sie keine Bilder wollen machen. Hundefutter esse ich nicht."— Ueber diese Liebenswürdigkeiten empört, stellte S. die Privatklage an, welche einen eigenthümlichen Ausgang hatte. R.-A. Leop. Meyer trat nämlich im Interesse des Be- klagten den Wahrheitsbeweis an. Er führte eine» Zeugen vor, welcher versicherte, daß er in dem Lokale des Kläger- einmal eine Leber bekommen, die nicht einmal sein Hund habe fressen wollen. Ein anderer Zeuge soll einmal einen Hasenbraten mit bedenk- lichem staut xoüt erhalten haben. Unter diesen Umständen wurde der Angeklagte freigesprochen und der Kläger mit den Kosten belastet. Berufung gegen ein freisprechendes Urtheil haben die Genosse» M a a ß, Klose und Kroße«ingelegt. Die vor- genannten Genossen hatten nämlich vor einigen Monaten die Bevölkerung in und um Templin durch Verbreituilg mit vor- züglichen, sozialdemokratischen Agitationsschriften versehen. Das war ihr gutes Recht, zumal die Verbreitung ledig- lich in jjeschlossenenNäumen erfolgt war. Trotzdem wurden sie wegen vermeintlichen Verstoßes gegen den Rumpf des altpreußischen Preßgesetzes angeklagt, das össentliches Ver- breiten von Plakaten, Bekanntmachungen und Aufrufen von polizeilicher Genehmigung abhängig macht, und aus den 3. d. M. vor das Schöffengericht zu Templin ge- laden. Den Genossen siel es nicht schwer, ihre absolute Schuld- losigkeit auf grund der bestehenden Gesetze, insbesondere des Z43 der Gewerbe-Ordnung und K 30 des Reichs-Strafgesetzes so klar zu legen, daß selbst der Amtsanwalt ihre Freisprechung be- antragte. Das Gericht erkannte denn auch dahin, daß die An- geklagten freizusprechen und die Kosten der Staatskasse auf- erlegt werden. Die Genossen haben mit Recht gegen dies Urtheil dennoch deshalb Berufung eingelegt, weit nicht auch die ihnen erwachsenen Auslagen der Slaatskaffe aufgelegt sind. Sie sind nicht unentgeltlich nach dem Terminsort gereist— weZ« halb sollen sie, die absolut schuldlosen Staatsbürger, Auslagen machen, die lediglich infolge der Erhebung der Hinsälligen An- klage erwachsen sind? Veefs>»r»»rlttnae»r. Im Frauen- und Mädchen- Bildungsverei« dcö arbeitende» Volke? sprach in der Versammlung, welche, von einer zahlreichen Zuhörerschaft besucht, am 7. November in Schmiedet's Festsälen tagte. Genoffe Wilhelm Liebknecht über das Thema:„Die Wissenschaft und die Frau." Redner bemerkt zunächst, daß der Verdacht, in dem er eine Zeit lang gestanden, als ob er ein Gegner der Frauenbewegung wäre, un- begründet ist. Er habe nur nie zugegeben, daß die Frauenfrage unabhängig von der Arbeiterfrage gelöst werde« könne. Die bürgerlichen Bestrebungen, den Frauen eiiizelne Berufe zu erschließe», könnten die Stellung der Frau nicht ändern. Das könne nur die volle Gleichberechtigung der Frau und des Mannes bewirken, wie die Sozialdemokratie sie erstrebe. Bezüglich der Zugänglichkeit der Wissen- schaft für die Frau hätten wir einen Rückschritt gegen das Mittel- alter und das Alterthuin gemacht, wo das Recht der Frau auf die Wissenschaft gar nicht streitig war. Redner giebt Beispiele. Was ist denn Wissen? Erkenntniß der Natur und besonders des Menschen, des böchsten Wesens der Natur. Wer wollte denn sagen, daß die Frau nicht das Recht und nicht die Fähigkeit hat, sich mit der Natur und dem Menschen zu beschäftigen? Man braucht nur die Frage richtig zu stellen, um das Aberwitzige der Meinung, daß die Wisseuschast nur den Männern gehöre, klar zu machen. Eine der wichtigsten Wissenschaften, die Vethätigung aller Wissenschaften ist die der Erziehung, die Pädagogik. Und in ihr leisten die Frauen bereits seit Menschengedenken hervorragendes. Die Erziehung ist die Borbereitung zur Wissenschast. Nun steht es aber fest, daß die Mädchen in der Schule dasselbe wissenschaftliche Interesse bethäligen wie die Knabe», sogar vielfach ein größeres. Redner hat als Kind selber eine Schule besucht, in der Knaben und Mädchen mit bestem Erfolg zusammen unterrichtet wurden. Später hat er dann in Amerika dieses Erziehungssystem völlig durchgeführt gesehen. Namentlich die Erfahrungen in dem letzleren Lande haben den Vortragenden ,u der Ansicht gebracht, daß gemeinschaftliche Erziehung beider Geschlechter dir heilsamste Wirkung hat. Ein Geschlecht sucht dem andern nachzueifern, und gerade daß beide in der Zeit, wo das Geschlechtsleben er- wacht, mit einander verkehren, das beugt Verirrungen vor, zieht Lebensart bei den Jünglingen und Selbständigkeit bei den Mädchen groß. Männlichen Schutz gebrauchen die Damen in Amerika nicht. ES fällt aber auch Keinem ein.«ine Dame zu belästigen. Im Benehmen gegen Frauen sind wir Deutschen im Durchschnitt viel roher als irgend eine andere Kullur-Nation. (Zuruf: Sehr richtig! Bravo!) Die Amerikanerin ist ein selb ständiger Charakter iiifolge ihrer Erziehung, die ihr auch de, Zugang zur Wissenschaft ebenso erschließt wie dem Manne. Sie fungirt drüben bereits als Anwalt, Richter, als Bürgermeister und— ebenso wie in Rußland und der Türkei— als Arzt. Sie hat durch die That bewiesen, daß es ihr an der nölhigen Befähigung nicht mangelt. In Deutschland sind wir noch hinter der Türkei zurück. Wie kann man sagen, die Frau eignet sich nicht zur Wissenschaft, wen» man ihr den Zugang zu derselben versperrt! JedeS Kind ist ver- schieden veranlagt. Soll es gut erzogen werden, so muß der Lehrer wissenschaftlich gut durchgebildet sein, um das Ganze der Natur dem Kinde erklären zu könne». Ist nun nicht die Frau bei ihrer raschen Auffassung und größeren Geduld und Schmiegsamkeit am besten geeignet, dies« Aufgabe zu �übernehmen? In Amerika ist die Erziehung wesentlich in den Händen von Lehrerinnen. Tie Frau soll Mutter sein und dem Hause vorstehen. Jede Frau ist aber jetzt schon Erzieherin; sie hat die erste«ntscbeidende Erziehung des Kindes. Die Erziehung wird sich in Zukunft anders gestalten, ohne daß die Familie an- getastet wird. Im Gegentheil. Das Familienleben wird sich besser und zweckmäßiger gestalten als jetzt. Die Küchensklaverc der Einzelwirlhschaft wird aufhören. Das zeigen die Anfänge Amerika, die Redner kurz schildert. In bezug auf die Ehe wird es sich insofern anders gestallen, als man in einer sozialistisch- organisirten Gesellschaft nur ans Neigung Heirathen wird; und erst, wenn beide Theile wirthschaftlich und geistig frei sind, ist eine wirklich sittliche Ehe möglich. Nachdem Redner sich noch kurz resumirt, empfahl er den Frauen, sich nicht auf das andere Geschlecht zu verlassen, sondern ihre Sache selbst in die Hand zu nehmen und im Anschluß an die Emanzi- pations-Bestrebungen der Männer mitzukämpfen in dem großen Befreiungskampfe der Menschheit. Wenn es schon im„Kommu- nistischen Manifest" heißt:„Die Emanzipation der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiter sein", so gilt das entsprechend auch von der Frau: die Emanzipation der Frauen kann nur das Werk der Frauen sein. Und ein französisches Sprichwort sagt:„Was die Frau will, das will Gott", das heißt: das geschieht!(Lebhafter Beifall.) Auf Antrag der Frau Scholz wurde von einer Diskussion Ab- stand genommen. In einer Pause wurden mehrere neue Mit- alieder aufgenommen, worauf noch einmal die Angelegenheit de? Denkmals für Frl. Wabnitz erörtert wurde. Man regte au, das für diesen Zweck gesammelte Geld zu Unterstützungen zu ver- wenden. Das wurde jedoch nach längerer Debatte abgelehnt. Frl. Baader machte auf den englischen Unterricht aufmerksam. den im Auftrage des Verbandes aller im kaufmännischen Gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter die Lehrerin Fräulein Liebknecht er- theilen wird. Im Lokale„BismarckShöhe" in Charlottenbnra tagte am Freitag Nachmittag eine von etwa ISO Personen besuchte öffentliche Gastwirthe- Versammlung zwecks„Stellungnahme ziir Verlängerung des Bierboykotts." Das Referat hielt Genosse Hilpert und deckten sich seine Ausführungen im esenllichen mit denen des Stadtverordneten Henk« in der letzten Berliner Gastwirthe- Versammlung. In der Dis- kussion nahmen Z u b e i l und Greulich- Charlottenburg daS Wort. Ersterer übte scharfe Kritik an dem Verhalten der„Saal- n h a b e r" sowie einzelner Polizei-Organe und derjenigen Wirthe, welche durch ihre Mogeleien mit„Ringbier" nicht zum wenigsten dazu beitragen, den Boykott in die Länge zu ziehen. Trotz der Rath- schlage Greulichs, die Resolution, welche es jedem Wirth zur Pflicht macht, nur ringfreies Bier auszuschänken, nicht zur Abstimmung zu dringen, fand dieselbe dennoch gegen nur eine Stimme Annahme. Bei Punkt 2 der Tagesordnung:„Wie organisiren sich die Gast- und Schankwirthe in Zukunft?" ging der Referent Z u b e i l zunächst auf die schwier, gen Ver- hältnisse ein, unter denen die Wirtde auch sonst zu leiden haben, verwies ferner auf die Ungleichheiten der Polizei- stunde" und die durch sie hervorgerufenen Cyikanen der unteren Polizei- Organe. Gegen ein ihm an- ethanes Unrecht zu prozessire», sei für den Einzelnen unmöglich. die einzige Organisation der Gastwirthe, die es sich zur Aus» gäbe gestellt hat, e r n st h a f t gegen diese Scherereien Front zu machen und die auch nebenbei noch sonstige An- nehmlichkeiten wie Kranken-, Wittwen- und dergl. Unter- stützungen bietet, sei der auf dem Boden der modernen Arbeiter- beivegung stehende„Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schankwirthe für Berlin und Umgegend".(Beifall.) Eine Resolution, wodurch die Anwesenden sich verpflichteten, dieser Vereinigung beizutreten, gelangte zur einstimmigen Annahme. In Charlottenburg, wo im vorigen Jahre unsere Partei« genossen sich das erste Mal an der Stadtverordnetenivahl be- lheiligten und sofort zwei Eitze eroberten, finden am 19. Ro- vember drei Ersatzwahlen statt. Dä bereits im Borjahr« dies« drei Bezirke zu den viel umstrittenen gehörten und es fast ge- lungen wäre, unsere Kandidaten in denselben durchzubringen, so ist es erklärlich, daß die Gegner diesmal mit Hochdruck arbeiten, wobei sie allerdings das wirthschaftlich« Uebergeivicht über das abhängige Kleinbürgerthum in jeder Weise ausnützen. Unsere Genossen haben nunmehr ebenfalls mit der Agitation be- gönnen.— Am 9. November fand im Lokal„Bismarckshöhe" die erste Kommunal-Wählerversammlung statt. Das einleitend« Referat hielt Genosse O. G o e r k e. Nach Darlegung der Gründe, durch welche die aufgeklärte Arbeiterschaft bisher veranlaßt wurde, sich an der Wahl zum preußischen Landtage nicht zu betheiligen, behandelte der Redner die— wenn auch geringen— Vortheile. welche ihnen die Betheiligung an der Kommunulwahl bietet. Er geißelte die Rückgratslostgkeit der freisinnigen Vertreter im Stadtparlament, wie ihr Verhallen bei Kirchenbauten, Fest- essen u. s. w. zur Genüge bewiesen habe. Sich durch Ueber« nähme städtischer Arbeiten und unter Hintansetzung jeder Moral zu bereichern, erscheint ihnen, wie manche Beispiele beweisen, mit als der Hauptzweck ihrer Zugehörigkeit zur Stadlverwallung. G o e r k e schloß seinen beisällig entgegengenommenen Vortrag mit der Aufforderung, bis zum Tage der Wahl eine energische Agitation zu entfalten, damit Männer gewählt würden, welch« mehr Herz für ihre Mitmenschen haben, als diese Vertreter der Geld» sacksinteressen.— Auf das Referat folgte die ausführliche Bericht- erstaltung der beiden sozialdemokratischen Stadtverordneten Beyer und W e r n i ck e. Aus dem sehr umfangreichen Sündenregister der Charlottenburger Stadtvertreiung war zu entnehmen, daß sie eifrig bestrebt ist, die Gepflogenheit der Berliner Sladtverordneten-Äer» sammlungbisinskleinstenachzuahmen. Anträge aufErrichtung einer Volksbadeanstalt, von Schulbauten im Zentrum der Stadt, ausueber- nabme städtischer Arbeiten in eigene Regie oder die sonstwie geeignet wäre», der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft Vortheile zu gewähren, fanden keine und haben auch für spater keine Ans« ficht ans Annahme, dafür werde aber bei anderen Gelegenheiten mit dem Gelbe der Stadt wenig sparsam gehaus- haltet.— An der weiteren Debatte betheiligten sich Ret mann, Sellin, Niemann und Klick. In einer Ne- solution erklärte sich die Versammlung mit den Rednern einver- nanden und für die bevorstehende Wahl mit aller Energie ein- zutreten.— Zu Kandidaten wurden prollamirt bezw. anfgestelll: für den 2. Bezirk: Buchdrucker O. Görke; für den S. Bezirk: Zigarrenhändler(früher Tischler) Sellin und für den 6. Bezirk Gastwirlh Wolter. Die nächste Kommunal- Wählerversamm- lnng findet am Mittwoch bei B r e d l o w» Augsburgerstraße Nr. 78. statt. Dviekksltett vov Nedaltttoit. Th. Striemer. Wenn Sie da» nicht vertragen können, empfehlen wir Ihnen dringend, sich ausschließlich auf die Lektüre des„Kleinen Journals" und des„Berliner Tageblatts" zu be- schränken. Für Ihresgleichen ist der„Vorwart»" denn doch zu schade. M. N. 82. Sie thun gut. weitere Schritte zu unterlassen. Da» sogen. Schmuhmacken beim Zuschneiden von Waaren ist wiederHoll als Unterschtttgung erachtet, hin und wieder ist Frei« sprechung eingetreten. A. D. 100. Sie müssen eine Berschollenheits-Erklärung versuchen. 1871. Wenden Sie sich direkt an die Postdireklion. P. 127. Beweis unter dem 3. November mit„Nein" be- antwortet. X. P. Selbstredend hat auch ein verheiratheter Mann für von ihm erzeugte unehelich« Kinder Alimente zu zahle». A. S. 57. Die Unlerschrlst bindet Sie Leider: e» findet 4tägige ttündtgungssrist statt. Für den Juhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 11. November. Freie Volksbühne( National Theater.) 11. Serie. 6. Abtheilung, Nachmittag 22 Uhr: Der Biberpelz. $ ( Lessing Theater.) 111, Serie. 2. Abtheilung, Nachm. 22 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Opernhaus. Der Prophet. Central- Theater Circus Renzin. Diskutirklub ,, Süd- Ost"|| Suchhandlung des„ Vorwärts" Alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Emil Thomas a. 6. Carlstrasse. Nachmittags 4 Uhr: Todes- Anzeige. In trauriger Pflichterfüllung allen Sonntag, den 11. November er., Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß am 9. d. Mts. unser langjähriges Mitder Tischler Anna Bäders. Josefine Dora. Gr. Komiker- Vorstellung. glied und Witbegründer unseres Klubs, Bum 72. Male: 0! diele Berliner! O! Große Poffe mit Gesang und Tanz. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater Bum 8. Male: Der kleine Herr. Auftreten sämmtl. Klowns in ihren wirkungsvollsten Nummern. Speziali täten. Loge 4 M., Kinder 2 M.; Sperrfik 2,50 M., Kinder 1,50 M.; Tribüne 2 M. Rinder 1 M.; 1. Rang Balfon 2 M., 2. Platz 1 M.; Gallerie 50 Bf. Auf letzteren drei lägen ein Kind unter 10 abren fret. Abends 1/2 Uhr: Tjo Ni En. ſenſationelle Tänze, It. a. les grelots Neue Musikeinlage I Montag: Djamileh. Hänsel und Schwank in 8 Aften v. Arthur Law. 3 u. Gretel. Schauspielhaus. Wie die Alten fungen. Montag: Die Quizows. Leffing Theater. Madame SansGêne. Montag: Die Schmetterlingsschlacht. Deutsches Theater. Die Weber. Montag: Die Weber. Vorher: Zum 8. Male: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. vivants, jeu des barbichons 2c. Außerdem: Auftreten der Künstler Spezialitäten 1. Ranges, Mr. Jules Keller sowie Reiten und Vorführen d. bestdress. Schul- und Freiheitspferde. Montag: Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. Berliner Theater. Zwei glüdliche National- Theater. Passage- Panopticum. Tage. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Schiller Theater. Der Veilchen freffer. Montag: Die Karlsschüler. Nenes Theater. Romödianten! Montag: Figaros Hochzeit. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Jabuka.( Das Apfelfest.) Morgen: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Unterpräfekt. Villa Bielliebchen. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen. DI Gastspiel des fliegenden SerpentinBallets, arrangirt vom Balletmeister Géza Zinner. Vorher: Die Weber. *** Schauspiel in 4 Akten von Regie: Mar Samst. Hierauf: Der Raub der Helena. Boffe in 4 Aften von Karl Peters. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Gautler. Montag: Diefelbe Borstellung. Bellealliance- Theater. Königkrause. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. O! diese Berliner! Montag: Diefelbe Vorstellung. Aleranderplan Theater. Ein Modell. Verbotene Liebe. Montag: Diefelbe Vorstellung. Adolph Grunt- Theater. Der fleine Der Tod als Pathe. Herr. Vorher: Die ewige Braut. Montag: Diefelbe Vorstellung. National- Theater. Die Weber. Montag: Diefelbe Vorstellung. Reichshallentheater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 5 Uhr. Anf. 71/2 hr. Montag: Gastspiel des fliegenden Serpentin- Ballets. Borher: Die Weber. Mittwoch: Zum ersten Male: Ausstattungs- Komödie in 5 Atten von Ernst Bluhme mit theilweiser Benutzung einer Jdee von August Blanche. Ausschant von echt Culmbacher Bier. Spezialitäten Sanssouci" Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. 55 Rottbuseraraße 4a. Jeden Parodie Theater. Spezialitäten Sonntag Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, den 11. November, Nachmittags 8 Uhr: Die Karlsschüler. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfreffer. Dichter- Abende im Bürgersaale des Rathhauses, Abends 71/2 Uhr, Schiller Abend. Montag, den 12. November, Abends 8 Uhr: Die Barlsschüler. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Eröffnung der neuen Abonnements. Nachdem die Erneuerung ber bisherigen Abonnements für alle früheren Abonnenten durchgeführt ist, eröffnen wir die Ausgabe neuer Abonnements. Die Abonnementshefte, die wir für das II. Quartal ausgeben, enthalten 7 Eintrittskarten, giltig für einen beliebig zu wählenden Wochentag in 14tägigem Turnus. Jeder Abonnent hat Anspruch auf 7 verschiedene Borftellungen. Das II. Quartal umfaßt 7 Wor ftellungen: 1. Die Karlsschüler. 2. Des Meeres und der Liebe Wellen. 3. Talmi. ra 4. Die Stüken der Gesellschaft. 5. Krieg im Frieden. 6. Prinz von Homburg. 7. Clavigo. Karten zur Bestellung der Abonne ments find außer bei dem Pförtner des Schiller- Theaters bei den folgen ben Ausgabestellen zu haben: B. Behrs, Buchhandlung, Unter den Linden 47. Haaje u. Mues, Buchhandlung, Potsdamerstr. 116a. Herm. Lazarus, Buchhandlung, Friedrichstr. 66. Nicolai'sche Buchhandlung, Filiale, Potsdamerftr. 128b. Sonntag und Donnerstag: und Donnerstag: Stettiner Sänger felsted S ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Anfang Sonntags Billets Eberius, Steidl und Blank). Uhr, WochenEntree 50 Pfg. tags 8 Uhr. 40 Big.( nur für die Wochentage giltig) sind im Vorverfauf in der Bigarrenhandlung von Reßler, Rottbuferplay, zu haben. Stets wechselndes, 51 wilde Beiber 51mibe aus Dahomey. Die Herenschaukel, neueste Illusion. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Verband deutscher Kürschner ( Filiale Berlin). Montag, den 12. November, Abends 9 1hr, bei Feind, Weinstr. 11: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Hermann Bendschneider, nach langem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, vom Trauer: hause, Sorauerstr. 27, nach dem Sankt Emmaus- Kirchhof in Briß statt. Um rege Betheiligung aller Mitglieder er Sucht Der Vorstand. 116/14 Todesanzeige! Allen Freunden und Bekannten Mann, der Tischler Berlin SW., Benth- Straße 2. Zu herabgesezten Preisen empfehlen wir folgende Geschichts- Werke: Brosch, tanische Revolution. 526 Gett. Oliver Cromwell und die puriStatt Mt. 10, Mt. 2,50 Geschichte der GironLamartine, ende. 2665 Gett. Statt Mt. 9,60 Mr. 4, Geschichte der Aufklärung in Statt Mt. 9, Mt. 5, Lecky, Europa. 2 Bände. 640 Seiten. traurige Nachricht, daß mein lieber Maurer, perfaung in Deutschland. Herm. Bendschneider nach langem schweren Leiden 9. November fanft entschlafen ist. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. 8. M., Nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Sorauerstr. 27, nach dem Emmauskirchhofe statt. Die trauernde Wittwe nebst drei Söhnen u. Verwandten. Deutscher Solzarbeiter- Berband ( Bahlstelle Berlin). Den Mitgliedern hiermit zur Nach richt, daß unser Verbandskollege Hermann Bendschneider am Freitag, den 9. November, nach langen, schweren Leiden am Herzfehler gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. November, Nachmittag 2 Uhr, vom Trauerhause Sorauerstr. 27 aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Um rege Betheiligung bittet 143/2 Die Ortsverwaltung. Toves- Anzeige. = Den Parteigenossen des IV. Berliner Reichstags Wahlkreises hiermit die traurige Nachricht, daß unser langjähriger Mitstreiter, Tischler Sitten Geschichte Europas. 2 Bände. 781 Setten. Statt Mt. 9,- Mt. 5, Geschichte MarkenStatt Mr. 8,40 Mt. 5,50 Geschichte der Frohnhöfe, der Bauernhöfe und der Hofverfassung. Bände. Statt Mt. 35,20 Mt. 18,50 Geschichte der Dorfverfassung. 2 Bde. Statt Mr. 14,40 Mt. 9,50 Geschichte der Städteverfassung. 4 Bde. Statt Mt. 46,40 Mt. 24,50 Alle 4 Werken zusammen: Statt Mt. 104,40 Mt. 52, Rottek, ure Weltgeschichte. 2 Bde. 9 mit 4 Stahlstichen. 995- Seiten. Statt Mt. 8, Int. 3,50 Senn- Barbieux, Garibaldi, der Freiheitsheld. 740 Getten. Statt Mt. 6,40 mt. 2, Barnhagen, Tagebücher von Genk. Statt Mt. 32, 4 Bände. 1779 Seiten. Mt. 6, Bum Studium der modernen Arbeiterbewegung. Prof. Adler, Geschichte der ersten beiterbewegung in Deutschland. 348 S. Statt Mt. 9, Mt. 6,50 Als Materialiensammlung ist das Buch zur Zeit das reichhaltigste und zusammenfassendste, besonders über die kommunistische undjungdeutsch- anarchistische Bewegung der 30er und 40er Jahre in Deutschland und der Schweiz. Dte Tendenz tst freilich recht profefforal- ftreberhaft- fpteßbürgerlich und die Geschichtserzählung und Personenkritik vielfach unwahr, da Adler die Wermuth- Stteber'schen PolizeiTügen trititlos nachschwägt. Hermann Bendschneider Arbeitsmarkt. am 9. November nach langem, ſchwerem Musikinstrumenten- Arbeiter! Leiden fanft entschlafen ist. gerader Charakter sichert ihm ein Sein ehrlicher, rechtschaffener und bauerndes Andenken unter den Genossen 268/4 unferes Kreiſes. Die Beerdigung findet heute Sonn tag, Nachmittags 2 Uhr, vom Trauer 1. Vortrag des Genossen Dr. Joel hause Sorauerstr. 27 aus nach dem 2. Diskussion. .ahl einer 5gliedrigen Kommiffion. 3. 4. Zeitungsfrage. 5. Gewerkschaftliches. 6. Berschiedenes. 155/7 Verband d. Bauarbeiter u. Berufsgen. Deutschlands ( Bahlstelle Berlin). Sonntag, den 11. d. M., Vorm. 11 Uhr: Mitglieder- Versammlung bei C. Ulrich, Etablissement Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Tagesordnung wird in der Versammlung befannt gemacht. Um das Erscheinen aller Mitglieder ersucht Der Vorstand. amüsantes Programm. Bekanntmachung. Alcazar Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Neu! Sensationell! Neu! The 3 Brothers Nighton. William und Bobb. Urfom. Excentrics am Doppelreck. Jola Kowats, die Perle des Ungarlandes. Zum Schluß: Pusebach auf Korea. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. . Mit dem Ablaufe dieses Jahres verlieren nach§ 104 des Invaliditätsund Alters Versicherungsgesetzes vom 22. Juni 1889 alle diejenigen Quittungskarten ihre Giltigkeit, welche im Jahre 1891 bezw. Ende des Jahres 1890 ausgestellt und nicht bis zum Schluffe dieses Jahres zum Umtausch eingereicht find. worden Wir fordern daher alle diejenigen, welche sich noch im Besitz von solchen im Jahre 1891 bezw. 1890 ausgestellten Quittungskarten befinden, hierdurch auf, dieselben spätestens bis zum 31. Dezember dieses Jahres dem zuständigen Polizei- Revier Jur Aufrechnung einzureichen, widrigenfalls sie den Veriut aller Ansprüche aus diesen Barten zu gewärtigen haben. Berlin, den 8. Movember 1894. Invaliditäts- und AltersCastan's Brierungs- Anſalt Berlin. Panopticum. J. M. Evaeth, Buchhandlung, Hassan Ali Rönigftr. 52. T. Trautwein'sche Buchhandlung, der grösste Mensch der Welt. Leipzigerstr. 8. Waarenhaus für deutsche Be amte, Dorotheenstr. 38-84. Prinzess Topase Der Vorstand. Dr. Freund. Dr. Sträter. Allen Kollegen, Freunden und Genossen hiermit zur Achtung! Machricht, daß ich vom heutigen Tage Bergmannftr. 101 einen Ausschant der Süddeutschen Brauerei Karl King u. Ko. eröffnet have und bitte deshalb um das tieinfte Menschentin d. geneigten Zuspruch. Achtungsvoll Hermann Klemm. Waarenhaus für Armee und Mexikanische Riesen- Gacteen Morine, Dorotheenstr. 72. Ueber die Abholung der Abonnements hefte werden unsere Besteller durch eine Bostlarte verständigt. Die Direktion. Die Direktion. 927b in noch nie gesehener Größe. Sonntag, den 11. November: Großes inderwagen billig zu verkaufen Ausschieben von gut fingenden KanarienWrangelftr. 186 of 1 r. rechts. I hähnen bei Tilgner, Forsterstr. 22. Streik! Die Kollegen aller Branchen d. Pianos fabrik von R. Ulbrich, Krautstraße 14, haben infolge Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Höhne& Sell, Eisenbahnstr. 15, und Die Pianofabrik von Emmaus- Kirchhofe in Bris statt und Wuthe, Langestraße Nr. 52, ist für alle ersuchen um zahlreiche Betheiligung Die Vertrauenspersonen des IV. Beri. Reichstags- Wahlkreises. Sozialdemokratischer Wahlverein für den IV. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Allen Angehörigen unseres Wahlvereins hiermit die traurige Nach richt, daß am 9. November unfer langjähriges Mitglied, Tischler Hermann Bendschneider nach langem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause Sorauerstr. 27 aus nach dem St. Emmaus- Kirchhof in Briz statt und erwartet rege Betheiligung 279/18 Branchen gesperrt. Thue jeder Kollege seine Pflicht! Alle Anfragen, soweit sie bie Lohnkommission betreffen, find zu richten an A. Kleinlein, im Lokale Naunyn straße 78 bei Böker( fr. St o hr). Die Lohukommission. 198/3 Sperre! Sperre! Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Die Pianofabrit von Höhne& Sell und Wuthe, Langestr. 52, ist für alle Branchen gesperrt. 197/14 Die Kommiffion. NB. Alle Anfragen, soweit sie die Lohnkommission betreffen, sind zu richten an A. Kleinlein, im Lokal Naunynstr. 78 bei Böger( fr. Rohr). 2018 Werkführer od. Meister, Der Vorstand. Ehre seinem Andenken! Danksagung. Für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Modelltischlers Adolf Malonet, insbesondere den Kollegen von Frister u. Roßmann und dem Gesangverein " Hoffnung", meinen herzlichsten Dank. Die trauernde Wittwe. E. Malonet. 916b welcher befähigt ist, einem tüchtigen, tapitalträftigen Kaufmann die Fabri tation eines lohnenden, aussichtsreichen Artikels einzurichten und zu leiten, bel. Adresse unter W. M. in der Grped. d. Beitung abzugeben. 9476 Redakteur für ein Provinzial- ParteiKichu- und Eichen- Abfallholz, blatt gesucht. Presskohlen- Bruch per Zentner zertleinert, billiger wie jede Rohle. 80 Bf größtentheils ganze Kohlen. Otto Schunk, Gneisenaustr. 50. Gutes Heringsgeschäft wegen Uebernahme eines anderen Ge schäfts fof. billig au vert. Wohnung ist anschließend u. billig. Fr. Luce, Grimmstr. 26. 29/14 Offerten mit Gehalts Ansprüchen umgehend erbeten an die Expedition Vorwärts" unter d. Chiffre T. R. bes Redakteur- Geluch. fcheinendes Blatt einen tüchtigen ReWir suchen für unser täglich ers batteur. Antritt am liebsten sofort. Bewerber wollen sich unter Angabe ihrer Verhältnisse und Gehaltsansprüche fofort an uns wenden. Bewerber, welche auch rednerisch thätig sein können, Bitherunterricht ertheilt Schneider, erhalten den Vorzug. Adalbertstr. 74. 9536 Buchdruckerei u.Buchhandlung Kanarienhähne von 5 Mart an. Müller, Liegnigerstr. 88, vorn 4 Tr. Saal für Vereine noch einige Sonnabende fret. 826b Schneider's Gesellschaftshaus, Brostauerstr. 87/88, Ede Frants. Allee. Volkswacht" Schumann& Co., Bielefeld. Goldleisten! Tüchtige Barockvergolder für beffere Verdienst Photographisches Atelier Reiften finden bei hohem von Carl Gräfe Berlin S., Prinzenstr. 11 hält sich den Parteigenoffen zur Auf nahme von Porträts u. Gruppenbildern beftens empfohlen. Spezialität: Vereins und Fabrik- Gruppen. 2808 dauernde Beschäftigung. Köpenickerstr. 109a. Suche für meinen Sohn eine Lehrstelle beim Tischlermeifter auf b. Möbel, 911b wenn möglich Soft und Logis. Fischer, Rostockerstr. 1, 1. Ging. IV. Klempner, tüchtiger, für Blechemballage. Röpenickerstr. 79.[ 9506 Sozialdemokr. Partei- Versammlung für den 2. Wahlkreis am Mittwoch, den 14. November 1894, Abends 8 Uhr, in den Armin Hallen, Kommandantenstr. 20. 27718 : Tages Ordnung: Fortsetzung der Diskussion vom Frankfurter Parteitag. Zu dieser Versammlung haben auch Frauen Zutritt. Die Vertrauenspersonen. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlungen Görlitzer Viertel: am Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8½ Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Bernstein über:„ Der Zusammenhang von Kunst und Politit". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Gäste haben Zutritt. 1 Osten: Abends 8 Uhr, in Nie ft's Salon, Weberstr. 17.. Tages- Ordnung: Berichterstattung der sozialdemokratischen Stadtverordneten über ihre parlamentarische Thätigkeit im Rothen Hause im verflossenen Jahre.- Distusfion. Verschiedenes. 279| 19 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8½½ Uhr: Versammlungen für Schönhauser Vorstadt in Schneider's Salon, Belforterstrasse No. 15, für Gesundbrunnen in Kranz' Salon, Badstraße 12. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Der Achtstundentag und die Berliner Stadtverordneten. Referenten werden in der Versammlung bekannt gemacht. Achtung! 288/18 Achtung! Kanarienroller, feinfie Sänger, ver fauft F. Schulz, Wörtherstr. 19. Kanarienvögel, Schulstraße 56 v. lll. Buchholz. 923b Mein Lokal, früher Koppenstr. 93, befindet sich jetzt Koppenstraße 91. Arendt. Müggelschloß- Ausschant. Orts- Krankenkasse für das Tapezirer- Gewerbe zu Berlin. General- Versammlung am Donnerstag, den 15. November, Abends 8½ Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Lages Ordnung: 1. Rechnungsbericht. 2. Bekanntmachung der Beschlüsse des Vorstandes. 3. Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern( 4 Kassenmitglieder und 2 Arbeitgeber). Ausgebeffert werden Herrenkleider. 4. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung. 5. Verschiedenes. Räbiger, Mariannenstr. 36, v. 2 Tr. Bu obiger Versammlung werden Sie hiermit höflichst gebeten, pünktlich zu erscheinen. [ 9486] Der Vorstand. Roh- Tabak in allen Sorten und Preislagen. Sumatra, gut deckend und weißer Brand, 130 Pig. per Pfund. Formen stehen zum Verkauf. Geöffnet von früh 7 bis 10 Uhr Abds. Demminerftr. 11. Kanarienhähne, Knorr-, Sohl- und Klingelroller, verf. Krebs, Köpenickerstr. 154a, v. 4 Tr. r. Plättbolzen, handgeschmiedete, zweirädrige Handwagen bei J. Kaese, Annenstr. 14. 25866 Staare, Waldv. u. Bapapeien v. 6 M. an. Reichenbergerstr. 128, II. Stieglite, Lerchen 1 M., Hänflinge, Finken 75 Pf., Kanarienroller 4, 5, 6 M., a.Art.bill. Redtmann, Madaistr.2, Schl.B. zahlung. 78/2 Zahn- Klinit. Breise event. TheilOlga Jacobson, Invalidenstr. 145. Kanarienroller, hochfein, passende Festgeschenk. Stralsunderstraße 30, Droguengeschäft. 43/25 Weltbekannte Hosen- Fabrik von 1,80 m. bis 10 m. nur Pallisadenstr.rothe 7. Kanarienhähne, auch Weibchen, offerirt billig J. Heinze, Köpenick, Grünauerstr. 8. 546b Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8 Uhr: Ging. wird nebst Belöſtig. 2c. bei e. Gen. Oeffentliche Maurer- u.Putzerversammlung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: RI., I., helle, gut beizb. Stube m. sep. in der Acker-, Invaliden: od. in diese begrenz. Straßen vom 1. Dez. d. I. zu miethen gew. Off. mit Preisang. werd. mit untenstehender Adresse erbeten. J. Ed. Pehmler, Hussitenstr. 26, Hof Seitenfl. r., p. I. 891b 1. Vortrag des Kollegen Paul- Hannover: Besteht für den Arbeiter ein Schirmfabrik F. Guttmann Recht auf Arbeit? 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschaftskommission. Die Vertrauenslente: A. Vogel. Karl Panser. Große öffentliche Versammlung Königstrasse 21. Lager eleganter Damen- u. HerrenRegenschirme zu billigsten, festen Preisen. 8136 Rechtsbureau des billigſt. 8126 Stallschreiberstr. 43 I. Alles Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW, Beuthstrasse 2. Mitte dieser Woche gelangt zur Ausgabe: Gustav Adolf Ein Fürstenspiegel zu Lehr- und Nutz der deutschen Arbeiter. Bon Franz Mehring. Preis 30 Pf. Porto 5 f. Bei Partienbezug ausnahmsweise hoher Rabatt. Inhalt: 1. Allgemeines. 2. Jesuitismus, Calvinismus und Lutherthum. 3. Die Epochen der deutschen Refor mation. 4. Der dreißigjährige Krieg.- 5. Gustav Adolf's schwedische Politik.- 6. Gustav Adolf's deutsche Feldzüge. 7. Gustav Adolf's historische Stellung. 8. Das Ende der dreißig Jahre. 9. Der Gustav Adolf Kultus. Wie schon aus der Inhaltsangabe ersichtlich, ist die Schrift nicht eine bloße fritische Biographie, sondern erweitert fich au einer gedrängten Geschichte der Reformation. In klarer und fesselnder Darlegung erklärt der Verfasser an der Hand der materialistischen Geschichtsauffassung die sogenannten Religions tämpfe jener Zeit aus ihren sozialen Ursachen und legt flar, warum sie in den verschiedenen Ländern je nach ihrer ökonomischen Entwicklung verschiedenartig sich äußern und abspielen mußten und wie für das politisch u. ökonomisch zurückgebliebene Deutschland einzig das beschränkte Lutherthum möglich war. Die Schrift räumt gründlich mit den alten Schullügen auf und weist nach, daß die fürstlichen Reformationen nichts anderes waren als Beute- und Plünderungszüge der Fürsten und Junker. Sehr schlecht tommen dabei die damaligen Hohenzollern weg, die als Typus herausgezogen und eingehend behandelt werden. Ebenso gründlich zerstört der Verfasser den Mythus vom Glaubenshelden" Gustav Adolf und zieht im Schlußfapitel aus den Beweggründen, welche die deutsche Bourgeoisie zu diesem Gustav Adolf Kultus geführt, die zeitgemäße Nußanwendung für ihre Feigheit ob ihres jezigen Geschreis nach Ausnahmegesehen gegen die Arbeiterklasse. " der Steinsetzer und Berufsgen. Berlins u. Umg. Meyer's u. Brockhaus Deutsche Herren- und Knabenmoden. am Montag, den 12. November, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Gründel, Brunnenstraße 188. 198M andere bessere Werke kauft Hannemann, Kochitr. 56. Fernsprecher IV, 895. Spezialität: Hohenzollern- Mäntel in größter Auswahl zu billigsten Preisen. Winterüberzieher von guten Stoffen 15-40 M. Hosen 4,50 bis 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Rechenschaftsbericht des Vertrauens Cigarrengeschäft, flottes, 14 m. Anzüge 18-42 Mt. Hosen nach Maass 10,50, 12,-, 13,50, 15,-, mannes und Bericht der Revisoren. 4. Bericht des Delegirten zur Gewerk- starter Arbeiterverkehr, zu verkaufen. 16,50, 18,-, 20,-. Knaben- Anzüge und einzelne Hosen sehr preisschaftskommission. 5. Neuwahl zu 3 und 4. 6. Verschiedenes. 3u erfragen Friedrichsberg, Kron: werth. Bestellungen nach Maaß werden in eigener Werkstatt gut und elegant prinzenstr. 32, bei Ludwig. 945b angefertigt. Großes Stofflager deutscher, englischer und französischer Muster. Genossen! Agitirt für recht zahlreichen Besuch dieser Versamm Iung, speziell ist das Erscheinen der Frauen erwünscht. 2284 Der Vertrauensmann. Maler- Spezialisten! Dienstag, den 13. November cr., Abends 8 Uhri Busammenkunft in ben ,, Armin Hallen", Rommandantenstr. 20/21, behufs Besprechung über unsere Lage. 75/3 Kartonbranche. 183/12 Montag, den 12. November cr., Abends 7 Uhr: Große Versammlung in Buss' Salon", Große Frankfurterstr. 85. Tages Ordnung: 1. Das Affordarbeit System und die Arbeitszeit in der Kartonbranche. Referentin: Frau Marie Greifenberg. 2. Die Mißstände in den Kartonfabriken. 3. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen Die Vertrauenspersonen. Allen Parteigenoffen und Freunden feble, the often submeter Wilhelm Pusewey, Berlin S., Dresdenerſtr. 17, empfehle meine alte und Möbelhandlung zur billig. Quelle. Klohn, Grüner Weg 14. 9416 Alte Parteikneipe, tl. Versammlungs faal, Garten u. Regelbahn bill. z. verf. Zu erfragen bei H. Theunert, Prinzenstr. 111. Deigmüller's Saal, 9066 Alte Jacobstr. 48a. Sonntag, 11. November: Gr. Ball. Sonnabend, den 22. u. 29. Dezb. 1894 zur Weihnachtsbescheerung zu vergeben. Achtung! B Ich schänke nach wie vor nur boykottfreies Bier. 954b E. Heise, Lichtenbergerstr. 21. Als Schlafstelle ist ein gut möblirtes Hinterzimmer an Herrn zu vermiethen bei Hollaz, Krausenstr. 8, Hof 4 Trpp. Möbl. Zimmer für 1 oder 2 Herren. 952b Möbl. Schlafstelle für Herren, sep. Am Sonnabend, den 17. November, Abends 8 Uhr, findet in Deig- Eing., Fürstenstr. 15, Hof 3 Tr. bei müller's Salon, Alte Jakobstraße 48a, ein 9466 Grönke. 925b 1 Kränzchen, Einf. möbl. Stube 3. v. billig Gräfe arrangirt vom Verein der Schäftebranche, statt. Billets find zu haben bei straße 6 bei Görlich. 9296 Wernau, Rofenthalerstr. 57, Plath, Buttfamerstr. 22, Kleinau, Grüner Weg 121. Kollegen und Freunde sind freundlichst eingeladen. 2 Schlafstellen für Damen od. Herrn Alte Jakobstraße Nr. 87/88 Hof part. Fr. Hiepel( Genoffe). Achtung, Schäfte- Arbeiter! Schäfte- Arbeiter! Sergel, Dranienftr. 11, von. Brauhaus Hohen- Schönhausen Berlin NO., Vor dem Landsberger Thor. Hiermit erlauben wir uns die ergebene Mittheilung zu machen, daß wir am 15. d. Mts. mit dem Ausstoß unseres Lagerbieres beginnen. Wir liefern dasselbe zum Preise von 15 Pf. pro Liter frei Haus in amtlich geaichten 1/1, 1/2, 1/4, 1/8 Tonnen- Gebinden. Indem wir promteste Ausführung aller uns zugehenden Aufträge zusichern, bitten wir unser neues Unternehmen gütigst unterstüßen zu wollen. Folgende Herren Gastwirthe haben sich zur Annahme von Bestellungen bereit erklärt: C. F. Hensel, Brunnenstr. 178. Rob. Brunzlow, Landsberger Allee 28. Karl Klugmann, Neue Friedrichstr. 20a. Wilh. Raddatz, Elsasserstr. 11. Alb. Henke, Alexanderplatz 4. Aug. Goldbach, Fehrbellinerstr. 86. Wilh. Erdmann, Neanderstraße 24. Devise: Ein zufriedener Kunde, dte beste Empfehlung. ( am Oranienplay). Vereinigte Waarenhäuser A. Brasch, Streng fefte, offene Verkaufspreise. Berlin C., Gr. Frankfurterstr. 70, Fernspr.- A. VII, 3306 und Albert Wolff& Co., Berlin C., Rosenthalerstr. 4. Fernspr.- Amt III, 2522. Zur Erweiterung des Nufs unserer aussergewöhnlichen Preiswürdigkeit offeriren wir heute: Herren- Jagdwesten( in allen Farben) St. 1,50, 99 629b 1,80, 2,00, 2,40, 3,50-9,00 M. Walkjacken St. 1,00, 1,15, 1,25-3,50 Kinder0,65, 0,75, 0,85-2,00 ,, Herren- und Damen- Unterjacken Stück 0,50, 99 93 99 " " 926b Möbl. Zimmer sof. Fürstenstr. 21 II. I. Möbl. Schlafstelle für 1 oder 2 H. zu vermiethen Reichenbergerstr. 25 v. Tr. bei Hofmann. 930b Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Nummer unseres Blattes die geftrige Gewinnliste der preuß. Lotterie bei. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt ein Prospekt der Deutschen Compagnie für HerrenAraße 40-41, bei. Brauhaus Hohen- Schönhausen Moden, Berlin SO., OranienHochachtungsvoll Kommandit- Gesellschaft. 29/13 93 99 0,60, 0,75-2,00 Unterbeinkleider St. 0,65, 0,75, 0,90-1,75 ( Normal- System) St. 1,25, 1,40, 1,75-2,00 ,, Normalhemden, 90 u. 100 lg.( ein Posten bedeutend unter'm Preis) St. 0,75 ,, Normalhemden, 90 u. 100 lg. St. 0,85, 0,95, 1,25-4,25 ,, Damen- Hemden in Hemdentuch und Dowlas Stück 0,75, 0,85, 0,95, 1,25-1,50 Damen- Hemden mit Handstickerei Stück 1,45, 1,75, 2,00-2,50 Rosa Parchend- Frauenhemden St. 0,90, 1,10, 1,25 und 1,45 Arbeiterhemden( eigene Konfektion) St. 0,85, 0,95, 1,10, 1,25-1,75 ,, Aufträge nach außerhalb werden sofort erledigt. Umtausch bereitwilligft gestattet, oder auf Wunsch Kasse zurückgezahlt. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. " " " 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 264. Sonntag, den 11. November 1894. Arbeiter! Parteigenoffen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts sind abgebrochen worden, weil die Ringbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Riugbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eristenzlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes turzes Nein entgegenseßten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klassenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrloser Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand ans Werk legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Massenmaßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Ener Klassen Jntereffe nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es feinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, lottenburg. Friedrich Reichenkron, Char Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei- Niederlage. Juh. May Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III, 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Lonisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Königs- Wusterhausen, Niederlage Reichen bergerstraße 33. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: M. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Ludenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Krautstr. 48, Tel. VII, 1487. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. Niederlage Marthen, Bellermannstr. 6. Brauhaus Hohen- Schönhausen bei Berlin. Eine Elendsstatistik. " Die Boykott- Kommission. " Arbeitshaus: 332( 288, 230)., 50( 52, 34) W., zusammen 382| Wirklich! eine sonderbare Begründung des Standpunktes, Ars ( 340, 264); schon öfter mit Arbeitshaus: 928( 756, 565) M., beiter auf Holz- und Kohlenplägen wären tägliche Arbeiter" 46( 35, 31) W., zusammen 974( 791, 596). Die Zahl der Rück-( ein neuer Begriff!) und seien nicht zu den gewerblichen Gefälligen hat also thatsächlich stärker zugenommen als die der fellen und Gehilfen zu rechnen". Augenscheinlich scheute sich der Unbestraften, ein Beweis für die Wirkungslosigkeit der Korrektions- Vorsitzende, sich auf die von uns fürzlich als unanwendbar haft. Außerdem waren bestraft mit Gefängniß 1201( 972, 758).. charakterisirten Paragraphen des Allgemeinen Preußischen Land119( 99, 95) 2., zusammen 1820( 1071, 853); mit Zuchthaus: rechts zu berufen, welche Assessor Fürst immer betreffs der Tages, 172( 124, 104)., 5( 7, 5) W., zuf. 177( 131, 109). Auch in diesen löhner" anzog. Wenn der Beklagte, Kohlenhändler Röstermann, Zahlen ist eine sehr unerfreuliche Steigerung zu bemerken. 28ie- darauf verwies, die Arbeit bei ihm sei nur eine periodische und viel von den neu Ueberwiesenen gänzlich unbestraft waren, ist selbst seine ältesten Arbeiter würden immer sofort entlassen, so nicht angegeben, und ist auch aus obigen Zahlen, da manche mit wäre ihm entgegen zu halten gewesen, daß ihm einerseits das Buchthaus, Gefängniß und Korrektionshaft bestraft gewesen sein Mittel des Kündigungs- Ausschluffes zur Verfügung stehe und werden, nicht durch Rechnung zu ermitteln. Feststellen läßt sich andererseits ein sogenannter Usus nicht das Gefeß entfräfte.nur, daß weder mit Zuchthaus noch Gefängniß bestraft waren Vielleicht sehen wir unseren Standpunkt hinsichtlich der Kündi mindestens 421( 457, 346)., 119( 102, 83) 2., zusammen gungsfrist sogenannter Tagelöhner, bezw. täglicher Arbeiter" auf 540( 559, 329). Die Verhängung der Korrektionshaft erfolgte, Holz, Kohlen- und Steinplähen doch noch einmal vom Gewerbes wegen Bettelns: bei 1244( 907, 651) M., 9( 9, 5) M., zusammen gericht anerkannt. Unzweifelhaft sind sie gewerbliche Arbeiter, 1258( 916, 656); wegen Nichtbeschaffung eines Unterkommens: und gilt für sie die Gewerbe- Ordnung. bei 550( 646, 557)., 26( 29, 23) W., zusammen 576( 675, 580); Wegen Unzuständigkeit des Gewerbegerichts wegen Uebertretung der ſittenpolizeilichen Vorschriften: bei wünschte der Fuhrherr Nikolay die Klage eines Eisenträgers ab208( 170, 155) Weibern. Sehr lehrreiche Zahlen! Die Be- gewiesen, weil er Mitglied der Fuhrherrn- Innung sei. Das hauptung, daß man es bei den Korrigenden nur mit arbeits- Gericht erklärte sich dessenungeachtet für zuständig. Innungsscheuem Gesindel" zu thun habe, wird durch die Angaben Schiedsgerichte hätten nur gewerbliche Streitigkeiten zwischen über das Alter nicht unterstützt. Es standen im Alter bis Innungsmitgliedern und ihren Gesellen und Gehilfen zu ent20 Jahre: 101( 116, 103) M., 84( 78, 58) 2., zusammen 185 scheiden. Die Gesellen und Gehilfen eines Fuhrherrn feien aber, ( 194, 161); 21-25 Jahre: 151( 136, 125)., 66( 56, 57) 2., außer deffen gelernten Rutschern höchstens noch deren Hilfskräfte, zusammen 217( 192, 132); 26-30 Jahre: 191( 184, 167)., jedoch nicht Bretter- bezw. Gisenträger. Von 26( 20, 21) W., zufammen 217( 204, 188); 81-40 Jahre: 504 beachtenswerth prinzipieller Be= ( 460, 315) M., 42( 38, 28) 2., zusammen 546( 498, 343); deutung ist die Entscheidung, welche einen Entschädigungs41-50 Jahre: 552( 413, 318) M., 18( 16, 17) W., zusammen prozeß des vergeblichen Wertmeisters Laue gegen den Optiker 570( 429, 335); 51-60 Jahre: 240( 195, 163)., 5( 0, 2) W., Borkenstein am 8. November beendete. Der Kläger gab zu, daß zusammen 245( 195, 165); über 60 Jahre: 55( 49, 17) M., 2( 0, 0) 2., mit ihm zu einer Zeit die Kündigung ausgeschlossen worden sei, zusammen 57( 49, 17). Die Mehrzahl der Korrigenden gehört den- als er Mechaniker des Beklagten war. Seine Stellung bei jenigen Altersklassen an, in denen der Arbeiter anfängt, über- Borkenstein wäre aber, behauptete Kläger, dadurch eine flüssig" zu werden, bald unter einem Vorwande entlassen wird ganz andere, mit neuen Pflichten und Rechten, geworden, und dann nur noch schwer andere Arbeit findet, namentlich wenn daß er Nachfolger des ehemaligen Werkführers des er nicht sehr geschickt ist. Die starke Zunahme der Gesammtzahl Beklagten wurde. Den Werkführerposten habe Beklagter, der Korrigenden in den letzten Jahren ist fast nur diesen ihm mit den Worten übertragen: Herr Laue, ich überAltersklassen zu verdanken. Das tritt besonders hervor, wenn gebe Ihnen jezt die Sache, ich nehme keinen anderen Werk Jm städtischen Arbeitshause ist die Frequenz in 1893/94 man nur die Männer berücksichtigt.( Unter den Weibern sind, führer an." Der Beklagte dagegen giebt an, zum Kläger gesagt wieder in einer Weise gestiegen, die zu dem Wachsthum der Be- da diese meist der Prostitution angehören, naturgemäß die zu haben, die Stellung eines Werkführers beseße er nicht wieder, völkerung Berlins in demselben Zeitraum in einem argen Miß- jüngeren Klassen stärker vertreten.) Um diese Zahlen richtig die Aufsicht würde Kläger führen können. Er hätte Kläger nur verhältniß steht. Das ist um so bemerkenswerther, da schon in beurtheilen zu können, muß man sich gegenwärtig halten, daß in als seinen ersten, die Aufsicht führenden Arbeiter betrachtet. 1892/93 eine ganz außerordentliche Steigerung gegen 1891/92 der Gesammt bevölkerung den älteren Klassen viel weniger Beklagter weist nach, daß der Kläger nur Stundenlohn erhielt, eingetreten war.( Wir fügen in Folgendem den Zahlen für Personen angehören als den jüngeren. Daß diese Steigerung der im Laufe der Zeit nach und nach von 35 auf 45 Pf. er1893/93 zur Vergleichung die für 92/93 und 91/92 in Klammern nicht blos auf eine schärfere Praxis, sondern auch, und wahr höht wurde. Das Resulat der Beweiserhebung war hinsichtlich bei, geben also die Zahlen für die drei Jahre 1893/94 bis scheinlich in erster Linie, auf die wachsende Arbeitslosigkeit zurück- der Thätigkeit des Klägers die Annahme des Gerichtshofes, 91/92 rückwärts.) Der Bestand am Ende des Verwaltungszuführen ist, lehren die Angaben über den Beruf vor der Ein- Kläger habe thatsächlich die Funktionen eines Werkführers auss jahres war 1799( 1391, 1333) Männer, 180( 157, 127) lieferung ins Arbeitshaus. Von den Männern werden( von geführt. Trotzdem erfolgte die Abweisung desselben mit der BeWeiber, zusammen 1979( 1548, 1460); der tägliche Durch fleineren Berufsgruppen abgesehen) 601( 461, 304) als Arbeiter gründung, auf besondere Rechte als Werkführer habe nur der schnitt 1547( 1457, 1225) Männer, 153( 142, 123) Weiber, oder Tagelöhner" und 786( 684, 494) als Handwerker" bejenige Anspruch, der gegen feste Bezüge angestellt sei, nicht aber zusammen 1700( 1599, 1348). Bestand am Jahresende zeichnet, wobei man jedoch bei Handwerker" vorwiegend an gegen Stundenlohn. Die Berechnung der Entlohnung nach und täglicher Durchschnitt werden bedingt durch Zu- und Ab- Handwerks gehilfen wird denken müssen.( Bei den Weibern Stunden verändere die Geldbezüge des Betreffenden schon gang und durch die Dauer der Korrektionshaft. Bu- und Ab- fehlt, obwohl die meisten unverehelicht, eheverlassen, geschieden mit der Zahl der Stunden, welche derselbe thätig gang werden wiederum bedingt durch die Zahl der Erkrankten oder verwittwet waren, die Berufsangabe.) Gegenüber solchen sei. Kläger tönne nicht sagen, er sei gegen„ feste Be= bezw. Geheilten, der Entlaufenen bezw. wieder Erwischten u. f. w. Bablen wagt man zu behaupten, daß der Nothstand unter der züge" bei Bortenftein in Stellung gewesen. Die Zunahme der Frequenz des Arbeitshauses ist also richtiger Arbeiterbevölkerung, falls es einen solchen überhaupt gebe, im Der§ 133a der Gewerbe- Ordnung, auf den Laue sich mit seiner nur nach der Zahl der neu von der Polizei Ueberwiesenen zu Abnehmen sei! Klage stüßte, dessen Wortlaut ihm jedoch zur Abweisung verhalf, beurtheilen, obwohl auch hier noch eine strengere oder mildere bestimmt: Das Dienstverhältniß der von Gewerbe- Unternehmern Handhabung der Bestimmungen von Einfluß sein kann. Die gegen feste Bezüge beschäftigten Personen, welche nicht Zahl der neu Ueberwiesenen war 1794( 1553, 1208) M., 243 lediglich vorübergehend mit der Leitung oder Beaufsichtigung ( 208, 183) 2., zusammen 2037( 1761, 1391). Ueber diese Betriebes oder einer Abtheilung desselben beauftragt wurde die Korrektionshaft verhängt, für 6 Monate: bei Der Tagelöhner, welcher angeblich feinen( Betriebsbeamte, Werkmeister und ähnliche Angestellte) oder mit 532( 487, 410).. 141( 123, 113) 23., zusammen Anspruch auf die Kündigungsfrist hat, spukt höheren technischen Dienstleistungen betraut sind( Maschinentechniker, 673( 610, 523); für 9 Monate: bei 330( 302, 246) M., immer noch auf dem Gewerbegericht herum. Am 6. November Bautechniker, Chemiker, Zeichner und dergleichen) fann, wenn 50( 48, 37)., zusammen 380( 350, 283); für 12 Monate: bei brachte es sogar die Kammer VII unter Assessor Korn fertig, nichts anderes verabredet ist, von jedem Theile mit Ablauf jeden 233( 226, 143) M., 32( 17, 18) 2., zusammen 265( 243, 156); einen Arbeiter, der nicht einmal jeden Abend für den abgelaufenen Kalender- Vierteljahres nach sechs Wochen vorher erklärter Auffür 18 Monate: bei 211( 162, 149) M., 10( 9, 9) W., zusammen Arbeitstag seinen Lohn erhielt, zum täglichen Arbeiter" zu fündigung aufgehoben werden."- Obiges Urtheil ist das erste 221( 171, 158); für 24 Monate: bei 488( 376, 260)., ftempeln und ihm das Recht der Kündigungsfrist abzusprechen. seiner Art. 10( 11, 11) 28., zusammen 498( 387, 271). Diese Bahlen zeigen, Allerdings betonte der Vorsitzende in der Begründung der Usanzen und immer wieder Usanzen werden daß bei Strafen von längerer Dauer die Zunahme verhältniß- Klage Abweisung, der Kläger hätte im vorliegenden Falle von Gewerbetreibenden bestimmter Branchen gegen Lohnmäßig stärker war als bei kürzerer Dauer. Man kann das auf unbedingt annehmen müssen, daß er nur Tage- Entschädigungsklagen ins Feld geführt. So auch am 9. Noeine stärkere Zunahme der Rückfälligen oder auch auf eine arbeiter sein sollte. Weshalb bies? Der Vorsitzende vember vom Vertreter des Inhabers des Café Raiserkrone" ftrengere Handhabung der Bestimmungen zurückführen. Der deutete es an: Weil der Kläger S. sich selbst angeboten habe gegen den Entschädigungsanspruch des ehemaligen Zahlkellners Wandel der sich hierin vollzogen hat, wird be- und halb aus Mitleid angenommen sei. Weil der Kläger ferner jenes Restaurants.„ Es sei usus im Café, daß der jeweilige Zahl. sonders klar, wenn man das ganze legte Jahrzehnt über schon nach kurzer Zeit entlassen werden sollte, infolge Eintreffens fellner keine Kündigungsfrist habe; aber nicht nur bei Arnstein, dem blickt. In 1883/84 wurden nur dagegen 1893/94 einer Ladung Brennmaterialien jedoch weiter beschäftigt wurde Beklagten, sei das der Fall, auch in allen anderen, dem Arnstein'schen 488 Männer auf 24 Monate überwiesen. Andererseits wurden und schließlich nichts auf die Ankündigung der Entlassung er- ähnlichen Etablissements." Assessor Leo, der Vorsitzende der zu1883/84 noch 798 Männer auf nur 3 Monate überwiesen, widerte. Dann erklärte der Vorsitzende wieber, es sei wünschens- ständigen Kammer VI, verwies auch diesmal, wie schon so oft, während seit 1886/87 6 Monate das Minimum sind.( Von den werth, daß auch auf Holz- und Kohlenpläßen die Bedingungen darauf, daß ein wirklich vorhandener Usus kein Jota an den Weibern muß abgesehen werden, da hier die kleinen Zahlen teine hinsichtlich der Löhnung des Arbeitsverhältnisses schriftlich er- Bestimmungen des§ 122 der Gewerbe- Ordnung und seinen Echlüsse gestatten.) Vor ihrer Ueberweisung waren bestraft, folgten. Außerdem, der Gerichtshof sei nicht der Meinung, Konsequenzen ändere. Beklagter wurde verurtheilt, da die bisher noch nicht mit Arbeitshaus: 534( 509, 418).. 147 bie Entschädigung wegen Nichtinnehaltung der Kündigungsfrist Kündigung nicht ausgeschlossen war, 60 M. wegen unberechtigter ( 121, 118) 2., aufammen 681( 630, 581); schon einmal mit müsse sofort bei der Entlassung geltend gemacht werden. Entlassung dem Kläger zu zahlen. Außerdem wurde der Be 97 9 " Gerichts- Beitung. " des " I Gebildeten höher wäre Nicht ob der Mann 6 Die von der In der am 8. 5. M. in Charlottenburg( Bismards höhe) tagenden öffentlichen Versammlung der Fabriks- und Hilfs arbeiter und Arbeiterinnen sprach unter großem Beifall der Genosse Adolph Hoffmann über das Thema: Die tapitalistische Sintfluth. Von einer Diskussion nahm die Verfammlung, da sie sich in Uebereinstimmung mit dem Referenten fühlte, Abstand. Zu Verschiedenem wurde auf Antrag Opitz der Genosse Grieger, Wilmersdorferstr. 32, als Delegirter für das Charlottenburger Gewerkschaftskartell gewählt. Der Vorsitzende giebt sodann bekannt, daß für die hiesige Filiale des Allgemeinen Arbeiter- und Arbeiterinnen- Vereins das Mitglied Opis, Christstr. 30, Beiträge entgegen nimmt. Dermischtes. flagte zur Zahlung weiterer 18 m. verurtheilt. Der Gute hatte] fämpfen hat. Geschulte Kräfte stehen uns nicht im Ueberfluß zu stehen. Ueber einige interne Vereins Angelegenheiten wurde nämlich wahrscheinlich aus allzu großem Mangel an Gesetzes Gebote, wie der kapitalistischen Presse; wir müssen uns, wenn eine rege Debatte gepflogen. kenntniß dem Kläger die vollen Beiträge zur Jnvaliditäts- und wir von den wenigen Fachjournalisten in unseren Reihen abKrankenversicherung angerechnet, und nicht die gesetzlichen Theile. sehen, die Journalisten erst heranziehen. Redner zeigt dies an hatte am 6. November eine Versammlung einberufen. Nach ErDer Verein der Plätterinnen und Berufsgenossen „ Angriffe gegen nubescholtene Frauen auf der Straße Beispielen, und koninit auf den angeblichen Gegensatz zwischen ledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten, hielt Herr mehren sich in letterer Zeit derartig, daß es sicher nur erfreulich Rebatteuren. Unter dem Beifall der Versammlung erklärt er, akademisch gebildeten und zwischen proletarischen Dr. Christeller einen recht interessanten Vortrag. Hierauf ist, wenn solche Fälle vom Gericht recht streng geahndet werden." daß ein fnotenhafter Haß gegen wissenschaftliche Bildung in einer anden Vereinsangelegenheiten zur Erörterung. In diesem Sinne äußerte sich der Staatsanwalt, als er gestern Partei unmöglich ist, die sich auf die Wissenschaft stützt, aus der Kassirerin zur Verlesung gelangte Abrechnung weift mit dem 3vor der vierten Straflammer des Landgerichts 1 gegen den auf Wissenschaft" ihre Kraft faugt, und Männer der Wissenschaft, Mark auf, der eine Ausgabe von 117,18 M. gegenüber steht, stand vom vorhergehenden Quartal eine Einnahme von 609,58 der Anklagebank befindlichen Kaufmann Friedrich Knobloch wie Mary und Lassalle, zu bahnbrechenden Führern zu plädiren hatte. Der Angeklagte trat an einem Mai- Abende mithin ein Bestand von 492,40 M. Die Unterstüßungskasse ver hat.„ Eisersucht" gegen den Dieses Jahres an zwei ihm auf der Straße begegnende, anständige ein Verbrechen an Mädchen heran mit der Aufforderung, sich seiner Gesellschaft wohl dem, der eine gute Schule genoß. den Grundprinzipien unserer Partei. fügt über einen Bestand von 320,87 M. Sodann wird die Wahl von drei Revisoren vollzogen, mit welchem Amt Frau Wolf, anzuschließen. Auf ihre energische Bitte, sie nicht zu be= lästigen, wurde der Angeklagte in der gemeinsten Weise hand- eine bessere oder schlechtere Schule genoffen, entscheidet über seinen Fräulein Bartel und Fräulein Bonnemann betraut worden. Zu greislich, so daß die Mädchen sich zu ihrem Schutz an den Werth, sondern ob er ein Charakter ist und Tüchtiges leisten kann, dem Vergnügen am 25. November sind die Billets bei der des Weges kommenden Wächter wenden mußten. Jetzt drehte für die Partei. Redner schloß dann, nach einem Blick auf den Saffirerin zu haben. In einer Klagesache wird einem Mitgliede Unterstügung gewährt. Ferner werden den Brauern 50 Mark der Angeklagte schnell den Spieß um, er trat ebenfalls an den leaktionsfeldzug, zu dem die kapitaliſtiſchen Umsturzparteien sich bewilligt. Zum Schluß giebt Frau Schulz bekannt, daß jett jetzt rüsten, mit den Worten:„ Wir Redakteure thun was wir Wächter heran und forderte ihn auf, die beiden Mädchen zur önnen. Irren wir, fo find wir der Belehrung zugänglich. Wir regelmäßig alle 14 Tage Lese- Abende in Aussicht genommen sind. Wache zu bringen, da es gemeine Frauenzimmer feien, die ihn Die Freie Vereinigung der Lokal- und Straßenhändler angesprochen hätten. Der Wächter nahm alle drei Personen mit sind aber stets bemüht, unsere Pflicht gegen die Parteigenossen zur Wache, wo der wahre Sachverhalt aufgeklärt wurde, Knobloch zu erfüllen. Mögen nun auch die Genossen ihre Pflicht gegen beschäftigte sich in ihrer letzten Mitgliederversammlung mit der erhielt eine Anklage wegen Freiheitsberaubung und wörtlicher den Vorwärts" thun, indem sie für seine Weiterverbreitung Besprechung des Bierboykotts. Der Vorsitzende legte in furzen thätig sind."( Großer Beifall.) Eine Diskussion knüpfte Worten den gegenwärtigen Stand des Boykotts dar und knüpfte wie thätlicher Beleidigung. Im Termin entschuldigte er sich mit sich an den Vortrag nicht und ging die Versammlung daran die Ermahnung, den Kampf der Arbeiterschaft gegen bie sinnloser Trunkenheit. Der Staatsanwalt beantragte sieben sich an den Monate Gefängniß. Der Gerichtshot hielt eine Freiheits- nunmehr zur Erörterung des zweiten Punktes der Tages Brauereibefiber thatfräftig zu unterstützen. Die Distusfion war beraubung nicht für vorliegend und verurtheilte den Angeklagten ordnung, Uebernahme des Betriebes des Vorwärts" für eine recht rege und äußerte fich sämmtliche Redner zustimmend wegen der übrigen Strafthaten zu vier Monaten Ge die Schönhauser Vorstadt nach dem Moabiter Muster, über. zu der vom Vorsitzenden gegebenen Anregung. Augustin als Vertrauensperson enwickelte die Beweggründe, fängniß. welche die Moabiter Genossen s. 3. zum eigenen Vertrieb des Um die Bedeutung des Wortes jedenfalls" handelte Vorwärts" veranlaßt hätten und betonte die Erfolge die hieraus es sich in einer Anklage wegen wissentlichen Meineids, erwachsen seien. Die Entscheidung über den Antrag überließ er der welche gestern das Schwurgericht hiesigen Landgerichts I beschäf Versammlung, nahm aber Veranlassung, ein offenes Wort gegen tigte. Die Angeklagte Frau Emilie Vogel war feiner Zeit in den immer wiederkehrenden Vorwurf des herrschenden Kliquen einer Streitfache, in die ihr Schwiegersohn verwickelt worden wesens im Wahlkreise zu sprechen. Ganz naturgemäß sei es, war, als Zeugin vernommen und vereidigt worden. Der daß die Vertrauensperson zuvor mit bewährten Genossen BeSchwiegersohn hatte von einem Lieferanten eine Tendung Obst rathung pflege, wenn es sich um wichtige Parteiangelegenheiten getauft und es war die Bedingung gestellt worden, daß die Ab- handele, wenn es gelte, Anträge von weittragender Bedeutung zu nahme vor 8 Uhr stattzufinden habe, widrigenfalls der stellen, Parteiämter zu besetzen 2c. Dies geschehe aber lediglich im Partei Kauf aufgehoben sei. Der Lieferant behauptete, daß Jnteresse, nicht aber aus persönlichen Motiven. Dies öffentlich der Käufer erst nach 8 Uhr bei ihm erschienen und klar zu legen, hielt er für nothwendig. In der Diskussion er Deshalb nicht zur Lieferung verpflichtet sei. In wurden alle in Betracht kommenden Momente eingehend erörtert dem daraufhin entbrannten Zivilprozeß leistete die jetzige An- und endete dieselbe mit der Wahl einer Kommission, welcher die geflagte einen Eid, dem zufolge ihr Schwiegersohn jedenfalls" Ausführung der erforderlichen Vorarbeiten für den eigenen Verschon vor 8 Uhr von seinem Gange zu dem Lieferanten nach trieb des Vorwärts" und von Broschüren, der mit dem Hause zurückgekehrt gewesen sei. Diese Thatsache hat sich als 1. Januar n. J. beginnen soll, übertragen wurden. In diese neuerer Zeit von Jonesco( in den Jahresheften des Bereins für Neber die Ursachen der Blitschläge in Bäume find in falsch erwiesen und gegen Frau Vogel wurde die Anklage wegen Kommission wurden Brüß, Klose, Maaß, Wörle, vaterländische Naturkunde in Württemberg, Stuttgart) sehr be Meineides erhoben. Sie versicherte, daß sie nach bestem Wissen Me ßmann, Ließte und Obligo gewählt. achtenswerthe und ergebnißreiche Untersuchungen angestellt wor ihren Eid geleistet und ihrer festen Meinung nach thatsächlich die Eine Zimmerer- Versammlung fand am 4. November bei den. Die Veranlassung der Arbeit gaben die vielfachen Angaben Rückkehr des Schwiegersohnes schon vor 8 Uhr stattgefunden Schneider in der Annenstraße statt. Thamm berichtete über in der Literatur, daß einzelne Bäume der Gefahr, vom Blize ge habe. Ihr Vertheidiger, Rechtsanwalt Winterfeld, führte die Thätigkeit des Bauarbeiter- Kartells und Stöhr über die troffen zu werden, in hohem Grade ausgesezt feien, während bei zur Begründung seines Antrages auf Freisprechung aus, daß der Gewerkschafts- Kommission. An die Ausführungen des letteren anderen dieser Fall nicht oder nur äußerst felten einmal eintrifft. das Wort„ jedenfalls" vielfach im Volte häufig angewendet werde, nicht als Bekräftigung einer als felfenfest sicher bastehen- schloß sich eine sehr lebhafte Debatte. Besonders erörtert wurden Es wurden deshalb direkte Versuche darüber angestellt, wie fich den Thatsache, sondern als Ausdruck, daß dem Betreffenden eine die Differenzen, welche sich in diesem Jahre gelegentlich der die Aefte der verschiedensten Baumarten zu elektrischen Schlägen bestimmte Thatsache noch in der dargelegten Form in der Er- Fensterverglasungsfrage in den Reihen der organisirten Ber- verhalten. Bunächst ergab es sich, daß die größere oder geringere innerung haftet. Der Bertheidiger fonnte zur Bekräftigung dieser liner Töpfer herausbildeten. Mit bezug auf das Verhalten elektrische Leitungsfähigkeit der Bäume um so weniger in Betracht innerung haftet. Der Vertheidiger konnte zur Bekräftigung dieser der zentralisirten Vereinigung fiel manches harte Wort. Eine Re- fommt, je stärker die elektrische Spannung ist; es ist also klar, Behauptung darauf hinweisen, daß der als Zeuge vernommene Richter, vor welchem die Angeklagte f. 3. den Gib geleistet, bei solution, welche sich gegen die Berliner Filiale des Deutschen daß bei genügend hoher elektrischer Spannung' alle Bäume vomi feiner Bernehmung das Wort„ jedenfalls" in dem legteren Sinne Töpferverbandes wandte, wurde jedoch abgelehnt. Ebenfalls leb- Blik getroffen werden fönnen. Ist die Spannung dagegen geringer, gebraucht hatte. Die Geschworenen gaben ihren Wahrspruch auf haft besprochen wurde im Anschluß an den Bericht die Frage so laffen sich zweifellose Unterschiede feststellen. Der Waffer. Nichtschuldig sowohl des wissentlichen, als auch des fahrlässigen der Genossenschaftsbildung durch organisirte Arbeiter, sowie der gehalt des lebenden Holzes erwies sich ohne Einfluß auf die Meineides ab, so daß die Angeklagte freigesprochen werden kämpfenden Arbeiterschaft benutzten Mittel erklärten die Bedeutung erwies es sich aber, ob von dem lebenden Holze die Meineides ab, so daß die Angeklagte freigesprochen werden Einführung von Kontrollmarken. Diese, von einem Theil der Leitungsfähigkeit für den elektrischen Funken; von allergrößter meisten Redner für verwerflich. Von den Genossenschaften be- Reservestoffe als Stärke oder als fettes Del in den Bellen auf merkte einer derfelben, fie erzögen Tyrannen, aus gespeichert werden. Es ließ sich zweifellos feststellen, daß das den Reihen der Arbeiter. An Stelle des ausscheidenden Ge frische Holz der Fettbäume" in allen Fällen ein schlechter noffen Stöhr wurde Genosse Obst in die Gewerkschaftskom- Elektrizitätsleiter ist, und zwar ein um so schlechterer, je reicher mission delegirt, Der Vertrauensmann Fischer verlangte sich das Holz an Del zeigt; das fettarme frische Holz der hierauf, daß sich die Versammlung über Vorwürfe äußere, welche Stärtebäume leitet die Elektrizität relativ gut. Da nun ferner ihm im Bimmerer", dem Organ der Zentralisation, gemacht das lebende Holz weit weniger gut leitet als das abgestorbene, worden sind. Fischer soll sich dadurch vergangen haben, daß er so vergrößern natürlich todte este bei Stärke- wie bei Fettals Vertrauensmann der Berliner Zimmerer beider Richtungen bäumen die Gefahr. Die Belaubung, anch die mächtigste und ( lokalorganisirten und zentralisirten) in einer Korrespondenz an reichste, ist auf die relative Leitungsfähigkeit der Bäume Kameraden einer pommerschen Stadt die lokale Organisation für den elektrischen Funken ohne jeden Einfluß. als beste hervorhob. Nach Verlesung mehrerer Briefe und einer die Ergebnisse, welche der Verfasser aus seinen Untergründlichen Aussprache zwischen den Anhängern beider Organi- fuchungen zog, werden nun auf das beste bestätigt fationen nahm die mittlerweile schon etwas gelichtete Versamm durch das statistische Material, das der Verfasser durch die lung gegen 7 Stimmen eine Resolution an, die in der Haupt- seit 1847 bei der fürstlich Lippe'schen Forstdirektion gemachten sache ein Vertrauensotum für Fischer enthält. Zugleich wurden Beobachtungen über Bligschläge in Bäume erhielt und die er die Vorwürfe im„ 3immerer" als vollständig ungerechte auf ausführlich mittheilt. Hiernach wurde z. B. die Eiche viel öfter das Entschiedenste verurtheilt" und erklärt, daß, wenn es so getroffen als die Buche, was sich daraus erklärt, daß erstere ein weiter gehe, die Zentralisten zeigten, nicht gewillt zu sein, mit typischer Stärkebaum, lettere ein typischer Fettbaum ist. Ferner zielbewußten Arbeitern weiter zusammen zu kämpfen". ist es ja eine schon lang bekannte Thatsache, daß die Häufigkeit der Blitschläge in dürre Aefte eine bedeutend größere ist als in grüne, lebende Aeste. Die statistischen Angaben sind dem Verfasser aber auch ein Beweis dafür, daß die Blizgefahr mit der Bodenbeschaffenheit absolut in feinem Zusammenhange steht, wie häufig behauptet worden war; und wenn Lehm- und Sandboden die höchsten Einschlagsziffern aufweisen, so tommt dies eben einfach daher, daß diese Bodenforten von Eiche und Kiefer, den ausgesprochensten Stärkebäumen, bevorzugt werden. mußte. Jin Jntereffe der Freiheit" wurden drei Monate Gefängniß vom Staatsanwalt gegen den Schloffer Fröhlich zu Berlin beantragt. Die Kollegen bei Mig und Genest hatten beschlossen, das gebontottete Bier aus der Kantine nicht zu trinken, und diesem Beschluffe hatte der Schloffer Krämer später zuwidergehandelt. Der Angeklagte hatte ihn deshalb Verräther" genannt und noch einige Schimpfworte gebraucht. Auf die Denunziation des Krämer hatte der Staatsanwalt Anklage im öffentlichen Interesse erhoben. Er begründete den enormen Strafantrag damit, daß der Angeklagte beabsichtigt hätte, die Willensfreiheit des Krämer zu beschränken, und er konnte sich nicht versagen, hervorzuheben, daß dies grade von Leuten geschehe, die beständig die Freiheit" im Munde führten. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Heine erwiderte, es berührte etwas sonderbar, daß grade bei den Arbeitern eine Verlegung der Freiheit als besonders strafbar gelten solle, während doch der ganze Vorfall seine Wurzel nur darin habe, daß der Arbeit geber ihnen nicht die Freiheit gelassen habe, das Bier zu trinken, das sie wollten. Bei diesem Zwange scheine man nichts zu finden. Er wies dagegen auf die vielen Milderungsgründe hin, bie namentlich darin lägen, daß der Angeklagte uneigennützig ideale Interessen vertreten habe. Das Gericht schloß sich dem im wesentlichen an und erkannte nur auf 80 Mark Geldstrafe. Der Deutsche Holzarbeiter- Verband( Bezirk N) hörte in seiner Versammlung am 5. November ein Referat des Genossen Schöpflin über das Thema: Der Kapitalismus und seine Opfer. Die Ausführungen des Redners erlangten in der DisWiederum General Kirchhoff. Wegen Beleidigung des fussion von den Mitgliedern Mölle, Bau und Fleischer allseitige Generallieutenants Kirchhoff hatten sich am Dienstag vor der Zustimmung. Unter Verbandsangelegenheit wird die Beschwerde Straftammer in Brandenburg a. H. der Handschuhmacher Paasch über die Neumann'sche Werkstatt der Kontrollkommission über und der Gastwirth, Georg Schneider zu verantworten. Beide wiesen. Ferner sollen zur nächsten Bersammlung die KolAngeklagte traten in dem Prozeß gegen den Redakteur der legen aus den Wertstätten von Kuhnow und Arnold eingeladen Brandenburger Zeitung", Ferd. Ewald, der wegen Beleidigung werden. der höheren Offiziere der Brandenburger Garnison angeklagt war, am 14. April 1893 vor der Potsdamer Straffammer als Der Verein Berliner Sindateure beschäftigte sich in Zeugen auf und bekundeten, daß sie Ewald von dem über seiner Sitzung am 5. November mit der Regelung einer Reihe General Kirchhoff und dessen Tochter in Brandenburg um- geschäftlicher Angelegenheiten. Zunächst wird die Arbeitsnachweisgehenden Gerüchten Mittheilung gemacht hatten. Ewald wurde, Kommission durch den Kollegen Richter ergänzt und erfolgt sowie f. 3. gemeldet, in diesem Prozeß zu zwei Monaten Ge- dann die Aufnahme von 8 neuen Mitgliedern. Die Besprechung fängniß verurtheilt. Generallieutenant Kirchhoff will nun der Statuten leitete Kollege F. Grünberg ein, und werden die erst im Oktober 1898, also sechs Monate nach dem Termin gegen Abänderungen nach einer Begründung des Kollegen Daske ohne Ewald, davon Kenntniß erlangt haben, daß Paasch und Schneider wesentliche Differenzen angenommen. Weiterverbreiter der Gerüchte gewesen seien und hatte deshalb Der Fachverein der Tischler hatte am 5. November seine gegen fie Strafantrag gestellt. Bei der Verhandlung wurde die regelmäßige Generalversammlung einberufen. Zur Erledigung Deffentlichkeit ausgeschlossen. Generallieutenant Kirchhoff war standen nur geschäftliche Angelegenheiten und giebt der Bericht tommiffarisch vernommen, Ewald und ein Arbeiter Meier, die bes Kassirers ein Kassenvermögen von 4231,39 M. an, außerdem zum Termin geladen waren, wurden garnicht vernommen. Der weist der Unterstützungsfonds die Summe von 39,25 M. auf. Staatsanwalt beantragte gegen jeden Angeklagten zwei Monate Wie ferner mitgetheilt wird, ist die Bibliothek vervollständigt Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte auf je 50 M. Geldstrafe durch den Ankauf neuer Werte und wird den Mitgliedern eine oder zehn Tage Gefängniß. Als strafmildernd wurde angenommen, recht rege Benutzung empfohlen. Bei der Neuwahl wurden die daß, als die Angeklagten von den Gerüchten dem Ewald Mit- bisherigen Mitglieder wiederum mit der Führung der Geschäfte theilung machten, dieser schon von den in ganz Brandenburg betraut. verbreiteten Mittheilungen Kenntniß hatte. Derlammlungen. " Alle einem Klubbuche das folgende Gedicht gefunden, das er der schweizerischen Zeitschrift Alpina" mittheilt: Was thu' ich in den Alpen? Wozu so weit hinaus? Was mir die Alpen bieten, Das hab' ich ja zu Haus! Was thu' ich in den Alpen?" Ein Tourist hat in Das Wetterhorn beständig Seh' ich an meiner Frau, Und meine led'ge Tochter, Die gleicht der Blümlis Au Das Finsteraarhorn aber Die liebe Tante ist, Die fich an eis'ger Rälte Mit jedem Gletscher mißt. Das Schreck horn in den Wolken, Wo die Lawine fracht, Das ist dte Schwiegermutter, Die ich ins Haus gebracht. Das Faulhorn bin ich selber, Das weiß ich nur zu gut, Seitdem auf meiner Nase Ein Alpenglühen ruht. Warum denn in die Alpen? Wozu so weit. hinaus? Was mir die Alpen bieten, Das hab' ich ja zu Haus! Die freie Vereinigung der Bureau- Augestellten hielt am 6. d. M. bei Röllig ihre Jahresversammlung ab. Der Vorfizende Bauer erstattete den Vereinsbericht, aus dem ersichtlich war, daß der Verein unter dem neuen Vorstande, in anbetracht der im Berufe herrschenden ungünstigen Verhältnisse, einen guten Aufschwung Die Volksversammlung für die Schönhauser genommen hat und die verwaltungstechnischen Angelegenheiten Vorstadt, welche am Sonntag verspäteter Anmeldung wegen eine Besserung aufweisen. In seinem Rassenbericht rügte der nicht statthaben konnte, fand nunmehr am Donnerstag unter Raffirer die theilweise lässige Entrichtung der Beiträge. glänzender Betheiligung in Schneider's Salon, Belforterstaße, hierauf vorgenommene Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes statt. Zur Tagesordnung stand die Frage der Uebernahme des Resultat: Bauer, erster, Danziger, zweiter Vorsitzender; Schulz, Speditionsbetriebes des Vorwärts" für die Schönhauser Borstadt erster, Eichelhardt, zweiter Kassirer; Baddach, erster, Summitsch, in eigene Regie und vorher ein einleitender Vortrag von zweiter Schriftführer und Pleßner Beisiger. Als Revisoren Wilhelm Liebknecht über die Presse und ihr Beruf". wurden die Kollegen Mary, Hezer und Hopp gewählt. Briefkaffen der Redaktion. Redner entwickelte, daß die Presse das wichtigste aller politischen Ueber die in Angriff zu nehmende Zentralisation sprach sodann wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swet Buchstaben oder eine Bahl) Rampfmittel ist, und die Ueberlegenheit unserer Gegner auf der Kollege Schulb, wobei er besonders auf den in Nr. 8 des Gebiet der Presse die Grundlage ihrer Macht bildet, durch Pflege Bureau- Ang." erschienenen Artikel verwies. Er stellte den An- G. N. Die Ertheilung der Schankkonzession fann versagt und Förderung einer sozialistischen Bresse wird sich das Macht trag, einer öffentlichen Versammlung der Berufsangehörigen werden, wenn gegen den Nachsuchenden Thatsachen vorliegen, verhältniß zu unseren Gunsten gestalten müssen. Redner, der dies folgende Resolution zu unterbreiten: Die freie Vereinigung der welche die Annahme rechtfertigen, daß er das Gewerbe zur ausführlich nachwies, und sein Bedauern aussprach, daß die Presse Bureau- Angestellten zu Berlin und Umgegend hat sich zu Gunsten Förderung der Völlerei, des verbotenen Spiels, der Hehlerei oder auf den Parteitagen noch niemals Gegenstand gründlicher Grörterung, der Zentralisation aufzulösen, und haben deren Mitglieder in der Unsittlichkeit mißbrauchen werde. Die Thatsache, daß der sondern nur gelegentlicher, zum Theil sehr schiefer Bemerkungen ge: corpore derfelben beizutreten. Nach kurzer Debatte gelangte der Nachsuchende wegen Diebstahls bestraft ist, kann daher als Verwesen sei, gab eine Geschichte der sozialistisch en Bresse und deutete auf Antrag zur Annahme. Zu Verschiedenem erinnerte Schult an fagungsrecht erachtet werden; die Entscheidung hängt von den die Schwierigkeiten hin, mit denen auch abgesehen von den die im Bür Ang." enthaltene Aufforderung, Adreffen von den einzelnen Umständen des Falls, dessentivegen Bestrafung ein politischen Berfolgungen die sozialdemokratische Presse au lenigen Berufskollegen einzusenden, die der Organisation ferns laetreten ist, ab. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. MöbelGelegenheitskauf au außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen oon 200-1000 Mt. Theilzahlung geftattet. Elegante Nußbaum- u. Mahagoni- Kleiderspinden u. Vertikows 30 R., einfache 20 M.; Sophas, Bettstellen mit Matraße 20 M.; Waschtoiletten, Küchenspinden, Kommoden 12 M.; Stühle 3 M.; Sophatische 6 M.; Säulen- Trumeaug 65 M.; Plüschgarnitur 60 u. 100 M.; Baneelfophas 80 M.; Buffets, Silberschränke, Herren- Schreibtische, Schreibfetretäre, Zylinder- Bureaux, Spiegel ( wenig gebrauchte) zu halben Preisen und sollte es Niemand versäumen, wer gut und reell kaufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Gekaufte Möbel werden bis Januar kostenfrei aufbéwahrt, transportirt und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. H. Richter, Optifer, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rofenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Be zugsquelle aller optischen Artikel. Rathenower Alumingold- Brillen und " " Pincenez, garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez$ 1,50 do. allerfeinste Qualität 2, Rathenower Stahlbrillen 1, Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas Excelsior inkl. Beberetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Berfandt nach außerhalb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueste Fachkenntniß. Eigene Werkstatt. 3545L Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten, um sich vor werthlofen Nachahmungen und Täuschung zu schützen. Sonntags v. 8-10,12-2 geöffnet. Roh- Tabak liefert zu soliden Preisen 498L 37 Max Flatauer, Landsbergerstr. 72. Als anerkannt reelle und 37 billigste Einkaufs- Quelle des Süd- Ostens für 5000 DamenWinter- Jaquets eigener Fabrik, neueste Façons, enorm billig. sehr chicke Fa Stoff- Jaquets ons in Ben neuesten Farben und Stoffen, 9 M., 10 M., 12 M., 15 M. Curl, Cheviot, Diagonal u. Ratiné- Jaquets in allen neuen Farben u. schwarz 10, 12, 15, 18 Mk. Plüsch- Jaquets in nu nur neuen Façons 25, 30, 35, 40 Mark. Golf Cape leste Neuheit in leichten, warmen Stoffen. Große Farbenauswahl, 7,50, 9, 12, 15 u. 20 Mk. große Winter- Capes wahl in Façons u. Stoffen, bequemer Frauen- Umhang 15, 20, 25, 30 Mark. 30, 40, Plüsch- Capes 50 k. Lange Winter- Paletots mit wattirtem Seidenfutter und echt Corer Coating, Eskimo und Double 20, 25, 30 Mark. Winter- PelerinenMäntel für Frauen, leicht 20, 25, 30, 35 Mark. Große Auswahl. Seid.- Plüsch- Umhänge und warm. Iwattirte Theater- n. Abend- Mäntel grosses Lager in allen neuen Farben u. Façons mit den neuesten Pelzarten garnirt 10 k., 12 k., 15 Mk., 20 k., 30 k., 40 Mk. Regen- Mäntel jest nach be endeter Saison, so lange der Vorrath reicht zu halben Preisen, sehr ge= eignet für Weihnachts- Geschenke. Mäntel- Fabrik Sielmann& Rosenberg Berlin, Kommandantenstr., Ede Lindenstraße. Gelegenheitskauf für Brautleute: Im Möbelspeicher Neue Königstr, 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Gold-, Silber, Beit verliehen gewefene u. neue Möbel Alfénidewaaren( Eg.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Wallstr. 82( te Neue ( Geene Roßstraße) 931L Mur Hüte mit Kontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. DGM 12069 Neuheit, DGM 12069 Tragvorrichtung für Schultornister ( für Knaben und Mädchen) erleichtert das Tragen der Bücher, verhindert das Schiefwerden der Kinder, ist an jedem Tornister anzubringen. 1057L* Pro Stück 1 M. 50 Pf.( intl. Befestigung). Porto 20 Pf. A. Herzberg, Berlin SW, Jerusalemerstr. 66, Hof rechts part. Milchkübel, Kannen, Satten, Maße, Siebe, Tafelwaagen, Lampen, Kühlapparate, Buttermaschinen Butterkneter, Drehrollen. Jordan, R. Markusstr. 28. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Routavate find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. spottbillig verkauft werden. Ganze Einrichtungen 100, 150, 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchenspinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bad Frankfurt Ritter- Bad Bej.: Reinhold Brauns Bej.: Volkmar Welzer SOOL- Gr Frankfurterst.136 18, Ritterstrasse 18. FICHTENNADEL- Bäder- Lieferant. sämmtl. Krantent. v. Berlin u. Umg. BÄDER. Specialität: Kastendampfbäder mit Massage. KLEIE SCHWEFEL Gegen Kur- Bade- Anstalt und Massage bolt H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- Kastenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuß, Arm- und einzelne Glieder- Bäder ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher Drts- Krankenkassen und freien Hilfskaffen. 54488* Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51/2 Uhr. An die Arbeiterschaft! Hierdurch mache ich die Anzeige, daß mein bisher unter der Firma Conrad Tack& Cie. geführtes Schuhwaaren- Geschäft nunmehr in keiner Beziehung zu obiger Firma steht. Die von genannter Firma gegen mich begangenen Kontrattwidrigkeiten haben mich veranlaßt, richterliche Entscheidung herbeizuführen. Durch äußerst günstige Abschlüsse mit anderen bedeutenden Fabriken bin ich nicht allein in der Lage, die bisherigen billigen Preise beizubehalten, sondern liefere dafür bessere Qualitäten und entsprechendere Façons. Ich liefere nach wie vor Damenstiefel von 2,90 M. an, Herrenstiefel 3,90" 989b Größtes Lager von Filzschuhen, Gummischuhen, Pantoffeln etc. Dresdenerstraße Nr. 128/129. J. Bannasch. Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr.[ 678b Die sind heute alle leer geworden 1058L G. Neidlinger Kronenstr. 11, Bettstellen mit Sprungfeder- Matragen nahe der Friedrichstrasse, 3 40, Plüschgarnituren 60 Mart, HerrenBERLIN, Leipzigerstr. 90, Ecke Markgrafenstrasse. Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden renommirten auf der Chicago- Ausstellung wieder mit 54 ersten Preisen prämiirten 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle beehrt sich ergebenst anzuzeigen, daß die bisherigen Raten für den Ankauf ber schreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Mark, Garderobenspinden, Paneelsophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Betten, Gouliffentifche, alles spott billig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreifen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu besichtigen u. sich von den staunend billigen Preisen zu überzeugen. Gefaufte Möbel fönnen bis Januar tostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. Ausgiebigste Verwerthung alter Wollfachen 461b Franseckistr. 27 2 Tr. r. Bettfedern, Daunen, Original Singer Nähmaschinen herabgesezt sind, um die Anschaffung der für den Haushalt so ungemein nüßlichen Nähmaschine noch mehr zu erleichtern. Neben einer geringen Anzahlung find Raten festgesetzt von: I Mark wöchentlich oder 4 Mark monatlich. Maschinen, welche nicht für den Hausgebrauch gekauft werden, sondern und Marf 1,50 wöchentliche Abzahlung auf Kaufvertrag abgegeben und geben ausschließlich dem Erwerb dienen sollen, werden gegen eine geringe Anzahlung nach erfolgter Zahlung in das Eigenthum des Käufers über. In RohTabaken. und Utensilien fr Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Für nur 46/11 5'2 Mark versende per Stück von meinen allseitig anerkannt besten Bittoria- KonzertBug- Harmonitas, groß und solid gebaut, mit 2 chöriger schallender Orgel mufit, mit offener Nickel Klaviatur. Dieselbe mit Nickelstab umlegt, daher großartig laute Mufit.( Also kein Klaviatur- Verdeck mehr, wie früher.) Trotz dieses Vortheils noch derfelbe Breis. 10 Tasten, 20 Doppelstimmen, 2 Bässe, 2 Register, 2 Buhalter, 2 Doppelbälge( 3 Bälge), daher großer Balg, jede Balgfaltenecke ist mit einem Metallbalgschoner versehen, Stimmen aus bestem Material, Distant wundervoll. Größe 85 Ctm.( Wirklich große Brachtinstrumente.) Jedes Instrument wird fehlerfrei und genau abgestimmt aus der Fabrit versandt. Verpackungsfifte toftet nichts. Porto 80 Pf. Meine berühmte Selbsterlernschule lege um. sonst bei. Ich warne vor Reklame kleiner Händler, welche vielfady Text und Form meiner seit Jahren veröffentlichten Juferate nadhahmen! Thatsache ist es, daß man beim ältesten und größten Gefchäfte am besten und billigsten kauft. Man bestelle daher beim nachweislich größten Westdeutschen Hara monika Exporthaus von Heinrich Suhr in Neuenrade in Westfalen. Feste Breise. = Reisner's weltbekanntes Garderobenhaus Friedrichstr. 244 6 Häuser vom Belle- Alliancep lat. Don 15000 Baletots 6-25 M. 12000 engl. Anzüge. 8-28. 14000 Kammg.ge„ 10-33. 8000 Hosenu. Westen. 3-12. 6-20 Auf Wunsch werden auch Nähmaschinen auf beliebige Zeit gegen eine ermöglichen, sich eine billige Hilfskraft zu verschaffen, der nicht kaufen will, 6000 Schlafröde wöchentliche Miethe von Mart 1,50 verliehen, um es auch Denjenigen zu weil er nur vorübergehend Arbeit hat. 862L* G. Neidlinger, Kronenstr. 11. fertige Betten. I. Detailgeschäft: Leipzigerstr. 90, Ede Markgrafenstraße. Gr. Bettfedern- Spezial- Geschäft von L. Beutler, Berlin. Haupt- Geschäft: Ackerstr. 28. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 3. Geschäft: Kurfürstenstr. 25. 4. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 42. Hundert Sorten in Bettfedern, Pfund 50 Pf. bis zu den hochfeinsten Qual. Hundert Stand Betten; Stand: Oberbett, Unterbett und 2 Kissen 12 M. bis zu den hochfeinsten Brautbetten, fabelhaft billig. 752L* Emil Palm, C, Landsbergerstr. 58, Hof. Alle elettr. Artikel, EngrosLager in Elementen, Glocken, Draht, Kontakten 2c. Gummi platten, Schläuche und Luft bruck. Billigste Preise. Wluster- Offerten franto. 672b 20 Stadtfilialen unter eigener Firma. Ball- und Kotillon- Artikel empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen. RUST Otto Oeser, Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. Strengste Reelität. Rohtahak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon, wieder vorräthig. Heinrich Franck, Brunnenftr. 185, Jede Nähmaschine reparire unbedingt gut u. bill., Ersatztheile berechne äußerst bill., Schiffchen 70 Pf. W. W., Spulen 20 Pf. Auch verkaufe neue Maschinen, beste Dual fehr preiswerth. Empfehle mich den Parteigenoffen. 42/11 W. Maaske, Schwedterstr. 31. Bitte genau auf die Nr. zu achten. Eisenöfen, gut erhalten, Dauerbrandöfen, transportable KochBrann, Lothringerstr. 108. Berlin C., Alexanderstraße 51/52, Am Alexanderplatz. maschinen, alle Größen billig, Kataloge gratis und franko. Postversand nach Außerhalb. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen) Branche beschäftigten Berufsgenossen. Versammlung Karton- Arbeiterinnen! Sozialdemokratischer Wahlverein Die Fabrit von Cohu u. Fried für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Grosse Versammlung länder, Stralauerstr. 58, ist wegen der vorgekommenen Angriffe auf die Sittam Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8 Uhr, lichkeit gesperrt. in Gründel's Festsaal, Brunnenstr. 188. Tages- Ordnung: Versammlung 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl: Der Kampf gegen den Tod. 2. Dis des Vereins sämmtl. Arbeiter fussion. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Lackirer und die in 99/11 Der Vorstand. 180/17 der Branche beschäftigten Arbeiterinnen. Filial- Versammlung am Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8 Uhr. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Krüger über: Runstgeschichte". 2. Dis fuffion. 3. Unsere Bewegung. Maler- Fachschule ( XII. Semester) der Bereinigung der Maler, Ladirer, Austreicher u. v. Berufßg. sämmtlicher Filialen Berlins. Der Kursus beginnt für das Wintersemester 1894/95 am 11. November im Schullofale Manteuffelstr. 7( Aula der 193./195. Gemeindeschule). Anmeldungen werden bis 9. November in den Filialen, vom 11. Nov. ab nur in der Fachschule bei der Kommission entgegengenommen. 180/14 Die Fachschulkommission. J. A.: M. Mark, Fruchtstr. 51. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Sonntag, den 11. November, Nachmittags 2 Uhr, Andreasstraße 26: Außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Fortsetzung der Tagesordnung der Generalversammlung vom 28. v. M. Das Erscheinen aller Mitglieder ist nothwendig. Montag, den 12. November, Abends 8 Uhr, 199/17 für den Norden: Versammlung bei Wilke, Hochstraße 32a, für Friedrichsberg: Versammlung bei Schulze, Friedrich Karl str. 34. Bahlreichen Besuch auch dieser Versammlungen erwartet Der Vorstand. Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonntag, 11. November, Vorm. 10 Uhr, im Lotal Henke, Naunynstr. 27: Gr. öffentl. Versammlung sämmtl. Klavierarbeiter Berlins. Tagesordnung: Der Stand unseres Lohnkampfes. Es ist Ehrenpflicht sämmtlicher Kollegen am Blaze zu sein. Die Lohnkommission. 198/6 Deutscher Holzarbeiter- Verband Westen. Zahlstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen: Sonntag, 11. November, Vorm. 111/2 Uhr, in Schöneberg, bei Rehner, Grunewaldstr. 110. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hansen. 2. Diskussion. 3. Werk ftattangelegenheiten und Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen der Werk ftatt von Bischof in Wilmersdorf besonders eingeladen. 1. Arbeiterinnen d. Wäsche= und Kravatten- Brauche am Dienstag, den 13. November, am Montag, den 12. November 1894, Abends 8½ Uhr, bei Möhring, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Arbeiter- Bildungsschule Versammlung Abends 8½½ Uhr, bei Feind, am Sonntag, 11. Nov., Ab. 7 Uhr, in den Oranienhallen, Weinstr. 11. Tagesordnung: Oranienftr. 51( am Morigplak). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag des Genossen Schriftsteller Heinr. Schulz( Steglik) über: 1. Wie stellen sich die Mitglieder zum Die Sturm- und Drangperiode in der deutschen Dichtkunst. II. Zyklus- Vorweiteren Fortbestehen des Vereins? 55/2 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht. trag. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht, daß jedes Mitglied erscheint. 207/5 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse Nachher: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Ethische Gesellschaft. der Mechaniker, Optiker Sonntag, den 11. November 1894, Abends 6½ Uhr: und verw. Gewerbe. Montag, den 19. November, Abends präz. 8 uhr, in den„ Armin- Hallen", Versammlung im ,, Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23. Vortrag des Herrn Dr. S. Joel über: Religion und Sittlichkeit Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Ordentl. Generalversammlung im Lichte der Naturwiſſenſchaft". fämmtlicher Vertreter. Tagesordnung: 935b Herren, haben Zutritt. In getrennter Wahlversammlung. 114/5 I. Für die Vertreter der Arbeitgeber: Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Wahl eines Mitgliedes zum Vorstand. II. Für die Vertreter der Arbeitnehmer: Wahl von drei Mitgliedern zum Vorstand. Nach Beendigung der Wahl. Verfammlungen: In gemeinschaftlicher Versammlung. 1. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1894. 2. Bericht über den Stand der Statutenänderungen. 3. Beschlußfassung über den eventuellen Sonntag, den 11. November, Abends 62 Uhr, im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer. der Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner über:" Die Bekämpfung Entree 10 Pf. Sozialdemokratie durch die Volksschule". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. 160/12 Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Beitritt zur freien Bereinigung der Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. 4. Verschiedenes. Berlin, den 10. November 1894. Der Vorstand. D. Reich now, Vorsitzender. Rohtabak Größte Auswahl, Billige Preise Emil Berstorff, 182. Brunnenstr. 182. Garantirt flotten u. sicheren Brand. Sonntag, den 18. November, Punkt 10 Uhr, Annenstraße 16: Experimental- Vortrag des Herrn Gerling über: Hypnotismus und seine Anwendung in der Medizin." Nachdem Aufnahme neuer Vereine und Bundesangelegenheiten. Pünktliches Erscheinen aller Mitglieder nebst Damen erforderlich, da der Vortrag über drei Stunden währt. 93/6 Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Filiale Schöneberg). Mittwoch, den 14. November, Abends 8 Uhr, bei Kessner, Grunewaldstr. 110: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Arbeitslohn und Unternehmergewinn. 2. Diskussion. 3. Stellungs nahme zum Gewerkschaftsfartell. 4. Berschiedenes. Gäste willkommen. Wegen der wichtigen Tagesordnung wird jeder Kollege ersucht, pünktlich Die Ortsverwaltung. Bettfedern- Spezialgeschäft zu erscheinen. C. M. Schmidt, Größte Auswahl gerissener Gänse177/16 Norden. Montag, 12. November, Abends 812 Uhr, im Kolberger Salon, Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Schöpflin. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes.- Hierzu sind die Kollegen der Werkstätten von Pintschke, Adolfstr. 12, Ebert, Scharnhorststr. 17, Arnold, Neue Hochstr. 11 und Kinow, Wollinerstr. 27a, besonders eingeladen. Berlin, Andreasfr. 59, vorn 1 Tr. L Rolbergerstr. 28. federn und Daunen Bid. 1, 2 bis Vertrauensmänner- Versammlung: Mittwoch, 14. Nov., Ab. 8 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 28. Nichtmitglieder haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch ersucht Die Ortsverwaltung. 142) 20 Allgemeiner Dentscher Tapezirer- Verein Filiale Berlin. Mitglieder- Versammlung 6 M., ein Gesindebett( kompletter Stand) 10, 15 bis 20 M., Daunenbetten 35 bis 50 M. Streng reelle Bedienung. Jede Nähmaschine prima Qualität, liefere unter den günstigsten Bedingungen. Eigene Reparaturwerkstatt sämmtlicher Systeme. Prinzip: Reell, billig und schnell. Empfehle mich Freunden u. Genossen. W. Maaske, Schwedterstraße 31. Rein Laden! Fertige Betten, großer Stand Oberbett, am Montag, den 12. November 1894, Abends 8½ Uhr, Federn, v. 12 Mk. an, fertige Inlets. bei Zubeil, Lindenstraße Nr. 106. Tages Ordnung: Unterbett, 2 Kopftissen, m. gerein. neuen Bettwäsche, Matraßen jeder Art, Stepp, Schlaf-, Bettdecken u. Polsterstreng reell bekannte, 1870 gegründete Spezial Geschäft von S. Pollack, Oranienftr. 61, am Morigplay. 1. Vortrag: Das Freimaurerthum"( Entstehung, Geschichte und Be- Bettstellen empfiehlt billigst das als deutung). Referent Genosse Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Wie stellen fich die Mitglieder zu einer event. Herabsetzung des Beitrags auf 10 Pfg.? 4. Bereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Gäste willkommen. 281/14 Die Ortsverwaltung. Lederarbeiter! Fachverein der in der Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter von Berlin und Umgegend. Am 12. November, Abends 82 Uhr, in Hoffmann's Feßsälen, Orauienstraße 180: Vereins- Versammlung. Tagordnung: 1. Erläuterung zur Gewerbe- Ordnung. 2. Vereins angelegenheiten. 8. Verschiedenes. Der Vorstand. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, recht pünktlich zu erscheinen. Avis! Billetausgabe zum Vereinsvergnügen am 1. Februar. Achtung! 161/10 = Den Genossen und Kollegen zur Nachricht, daß ich Putbuserstr. 7 ein Weiss- u. Bayrisch- Bierlokal eröffnet habe. Ringfreies Bier wird verzapft! Alb. Naetebus 9426 Putbuserstr. 7. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 14. November, Abends 6 Uhr, im Lokale von Buske( fr. Seefeldt), Grenadierstr. 33: General- Versammlung. Tages Ordnung: V 1. Der bisherige Stand des Fensterstreits. 2. Rassenbericht. 3. Wahl eines Revisors. 4. Verschiedenes. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 242/14 Der Vorstand. Soziald. Verein f. Stralan, Rummelsburg Dienstag, 13. d. M., Abends 8½ Uhr, bei Herrn C. Müller, und Umgegend. Kietz- Rummelsburg, Neue Prinz Albertstr. 70: Oeffentl. Versammlung. Tages Drdnung: 1. Der Kampf gegen den Umstura. Referent Genosse Georg Wagner. 2. Diskussion. 5316 Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufUm zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. genommen. Rixdorf. Vereinen empfiehlt fich 8. Abhaltung Sozialdemokratischer Verein., Vorwärts. popul. Vorträge üb. Heilfunde, Gesundheitspflege 2c. Off. 2. 11, postl. Amt 26. 943b im O. Räder, Oranienstr. 37, zw. Adalbertstrasse und Oranienplatz. Empfehle m. Werkzeuge eig. Fabrik, für Buchbinder, Lederarbeiter, Sattler, 3. Former, Stuckateure und Töpfer. Dienstag, den 13. November, Abends 82 Uhr, Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße Nr. 136: Grosse Versammlung. Tagesordnung: " 1. Vortrag des Genossen J. Türk über: Klassenkamps". 2. Diskussion. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.- Gäste haben Zutritt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Lager feiner Solinger Stahlwaaren. 272/5 Schneider und Schneiderinnen! Montag, den 12. November, Abends 81/2 Uhr: Große Versammlung Zum bevorstehenden Winter ,, Schlittschuhe". Reparatur Werkstatt und Dampfschleiferei für sämmtliche Messer und Scheeren. 882b RA Salon zum Freischütz, Fruchtstraße 36a. Empfehle meinen Saal zu Festlichfeiten und Versammlungen. Elegante Fr. Völkerling. im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33( früher Seefeld). Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Ostar Raeber Winter- Kegelbahn. über: Entwickelungsgang der Menschheit." 2. Abrechnung vom 3. Quartal 981b und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Die Lokalverwaltung. Der Vorstand. Märkischer Hof", Admiralstr. 18. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegel- Saal: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Die große Ballmusit wird abwechselnd mit Horn- und Streichmufit ausgeführt. Die beiden Spiegelfäle find zu Festlichkeiten und Versammlungen zu vergeben. Die Restaurations- Räume stehen den geehrten Familien Sonntags zur Verfügung. Vereinszimmer und Regelbahn find noch frei. Kein Ringbier. 1060L* Münchener Brauhaus J. Diefenbach's Bierhaus, Alte Jakobstr.68, nahe der Rostraße. NB. Am Sonntag, den 18. November, findet in Renz' Ball- Salon, hier. Flaschenbiere, vorzüglich, Tag und Nacht warme Küche zu soliden Preisen. Ausschank der Naunynstraße 27, unfer diesjähriges Stiftungsfest statt, wozu Billets in den liefert ausschließlich laut Bestätigung Branerei Pichelsdorf, sowie echt Gräßer, Münchener und ff. Weißbier. bekannten Zahlstellen zu haben sind. 218/11 der Direktion. Plessner, Lothringerstr. 9. Fr. Billard. Vereinszimmer, 50 Personen fassend. Telephon Amt I Nr. 4526. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Noland) inBerlin. Druck und Verlag von Max Bading in Kerlin, SW., Beuthstraße 2. 3. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 264. Sonntag, den 11. November 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Regierung Alexanders III. I. Das offizielle Rußland trauert. Alerander III. hat gelebt. Nikolaus II. ist jetzt der Kaiser aller Reußen und der„ republitanischen" Bourgeoisie Frankreichs. Was für ein Mann ist der neue Herrscher? Ein Jüngling schwach an Körper und Geist, ein kränklicher Sprößling einer entarteten Familie. Was wird er thun? Wie wird er über das 2003 seiner mindestens 100 Millionen mehr oder weniger treuen Unterthanen verfügen? " " Die berühmte„ Emanzipation" der Leibeignen im Jahr 1861| der für das damals von den Alliirten"( Westmachten) besiegre war so weise vollzogen worden, daß sie nicht allein die Bauern, Rußland sehr nachtheilig war. Die Empörung der Moskauer Kauf sondern auch den Adel zu Grund richtete. Sich gegen die Re- mannschaft war unbeschreiblich; sie äußerte sich in dem„ Rus" formen erklären, hieß für die neue Regierung so( Rußland), dem Organ des Panslavisten J. Atsakoff, der viel als fich vor allem für den Adel erklären. mit dem ihm eigenen rhetorischen Pathos die Beamten Man hat alles gethan, den alten Glanz desselben wieder her- Tschinownitis der Gleichgiltigkeit gegen die wahren Dergleichen zustellen. Indem man in den„ Zemstwos" die schon sehr be- Interessen des heiligen Rußlands anklagte. wiederholten fich bei späteren Gelegenheiten, schränkte Repräsentation der kleinen Grundbesiger noch mehr be- Angriffe schränkte und den Großgrundbesitzern ein ausschließliches Ueber- und auch in Zeitungen, die mit Panslavismus nichts gewicht gab, vergrößerte man den Einfluß des Adels, in dessen gemein hatten. Eine Petersburger Zeitung schilderte in einHänden sich jetzt zwei Drittel der Domänen befinden. bringlichen Worten das Scheitern eines Eisenbahnprojektes, das Indem man die Stelle der Hauptleute( Zemskije von einer Aktiengesellschaft ausgearbeitet, und ebenfalls von den Wir wollen es abwarten und keine Vermuthungen anstellen. Natschalniki) auf dem flachen Lande schuf, gab man Tschinownitis vergessen worden war, und schloß seinen Artikel Unsere Absicht ist, einen furzen Blick auf die Erbschaft zu das Schicksal der Bauern in die Hände ihrer früheren mit der Forderung, daß man für die Menschen- und werfen, die sein Vater ihm hinterläßt. Herren zurück, gegen die sie einen tief eingewurzelten und wohl Bürgerrechte tämpfen müsse. Um die Unzufriedenen Unter Berhältnissen, wie sie schwieriger kaum gedacht werden verdienten Haß hegen. Vom Standpunkte derer, denen die zu beschwichtigen, mußte die Regierung Alexander's III. aus ihrer fönnen, bestieg Alexander III. den Thron. Die revolutionäre Gegenreformen" schadeten, war dies sehr viel, es war eigenen Machtvollkommenheit dasjenige Menschenrecht, das für Bewegung hatte ihren Höhepunkt erreicht. In einem nach aber nicht genug für die, denen fie nüßen sollten. den Augenblick der Bourgeoisie das werthvollste war, von oben Alexanders II. Tode veröffentlichten Schreiben kündigte das Was der Adel brauchte, war Geld, Geld und immer herab oktroyiren: das Recht, sich rascher zu bereichern, Exekutivkomitee der terroristischen Partei in Geld.*) Um Danaé zu verführen, verwandelte sich Jupiter in als das vorher möglich gewesen war. G. Plechanow. ruhiger und würdevoller Sprache an, daß es feineswegs gewillt einen Goldregen. Von dem neuen Zaren gehätschelt, beeilte fich sei, die Waffen ruhen zu lassen, und daß der Kampf mit ver- der russische Adel in unzweideutigen Ausdrücken, dieselbe Doppelter Heftigkeit geführt werden würde, wenn der neue Bar Metamorphose über sich ergehen zu lassen. Die Regierung gründete Die Regierung in absolutistischem Sinne weiterführen werde. die Adels bant, von welcher die adligen Grundbefizer zu aus Eelbst die gefeßliche" Bresse machte, wie gefnebelt fie auch war, nahmsweise günstigen Bedingungen Geld leihen konnten. Danaé sehr deutliche Anspielungen auf die Nothwendigkeit von Reformen, triumphirte, der Handel wurde endgiltig abgeschlossen. Die Zunahme des Großbetriebes im Berliner Droschken d. h. von Reformen im Sinne der politischen Freiheit. Es war Das Unterzeichnen einer Quittung und das Einstreichen des somit klar, daß die Wünsche der Nihilisten wenigstens von einem Geldes aus der Kasse ist leider nicht alles. Man muß fuhrwesen, welche die, Droschkenbesitzer Vereinigung" beschleunigen Theil der Bevölkerung getheilt wurden. Die Regierung mußte Binsen bezahlen oder die Schuld tilgen. Die ritterlichen möchte, indem sie die Selbständigmachung der Kutscher zu hinters nachgeben oder sich zum Kampfe rüsten. Schuldner waren sehr wenig geneigt, sich dieser traurigen treiben sucht( vgl. den Artikel in Nr. 256), ist in dem letzten Alexander III. gab nicht nach. Man hat oft gesagt, daß ökonomischen Nothwendigkeit fügen. zu Die Sache Jahrzehnt schon gerade bedeutend genug gewesen. Ein anschau er durch seine Weigerung den Beweis außerordentlichen Muthes nahm eine schlechte Wendung. Der Golöregen brachte liches Bild davon giebt die folgende Tabelle, die aus den begegeben habe. Uns sprechen zwei Jahre freiwilliger das Gewitter der Beschlagnahme. Neues Gemurre der Danaé, treffenden Jahrgängen des„ Statist. Jahrbuches der Stadt Berlin" Einsperrung in Gatschina viel mehr für sehr große neues Geschenk Jupiters. Im Jahre 1889 erklärte man die von zusammengestellt ist. Je 1, je 2-5, je 6-10 u. f. w. Drofchten besaßen Gnde Vorsicht. den Adligen nicht bezahlten Zinsen für eine neue Schuld. Der Während der neue Herrscher, der alles beherrschte, doch Adel hatte also nur die Zinsen der Zinsen zu bezahlen. Von der Jahre 1882, 1883, 1884 u. f. w. die folgende( unter der aus diesem Grunde weil er sich nämlich verbarg- thatsächlich Dank erfüllt verdoppelten die Adligen die Beweise ihrer Treue" Jahreszahl stehende) Anzahl von fonzeffionirten Besitzern: Droschen 1882 1883 1884 1885 1886 1887 nicht regierte, entwarf die Reaktionspartei ihren Schlachtplan und vervierfachten ihren Eifer im Aufnehmen von Anleihen. 1875 1837 1319 1293 1812 1279 und verfolgte ihn 13 Jahre lang mit einer anerkennenswerthen In diesem Augenblick, dreizehn Jahre nach dem Beginn unserer 517 519 500 518 528 558 Beharrlichkeit. Restauration, haben wir einen viel loyaleren" und viel verschuldeteren Adel als jemals. " " " 1 Ein Blick genügt um zu zeigen, daß dieser Plan nur aus der einfachen Verneinung der Reformen" Alexanders II. bestand. Vollständige Demoralisation und drohender ökonomischer Erheben Sie sich meine Herren, die Regierung kommt", rief Ruin das ist's, was die Regierung Alexander's III. für den Kattoff in der Moskauer Beitung". Und die Regierung fam" ersten Stand" des Reichs bedeutet. Das aus der Adelsbank geund brachte die Theorie und die Praxis Nikolaus I. mit. fchöpfte Geld hat die ökonomische Lage des Adels, anstatt sie zu So oberflächlich und unzureichend die Reformen der vorherigen verbessern, nur noch verschlechtert. In welche Hände Regierung auch waren, man erklärte sie doch für gefährlich, um- ist es gegangen? Zum Theil ist es im Ausland durchstürzlerisch und schädlich und hatte nichts Eiligeres zu thun, als gebracht, zum Theil an Vergnügungsorten der russischen eine nach der anderen abzuschaffen. Das ging so weit, daß oft Hauptstädte vergeudet worden in letterem Fall ist es ein einziges Wort des Lobes über die Reformthätigkeit das Bürgerthum, die Kaufmannschaft( Rupetschestwo), welche von Alexander's 11. hinreichte, den Schreiber in den Augen der der Versteigerung der Adels- ,, Treue" profitirt hat. Reaktionäre als verdächtig erscheinen zu lassen. Das Andenken. des Baren, der Befreier" genannt worden war, behandelte man wie das eines Girondisten, wenn nicht wie das eines Jakobiners. Autokratie, Orthodoxie und Nationalismus, diese Dreieinigkeit, welche man unter Nikolaus I. unaufhörlich anrief, wurde wieder die Devise aller derjenigen, die auf die eine oder andere Weise für die Ordnung" arbeiteten, aber durch den„ Girondisten" Alexander II. Romanoff und den Jakobiner Andreas Scheljaboff gestört wurden. " Die Kaufmannschaft" ist aber zu praktisch, um sich mit dieser Kleinigkeit zu begnügen. Auch sie hatte ihre Treue" zu verkaufen und war schon zu einflußreich, als daß die Regierung es hätte versäumen dürfen, sich Siese kostbare„ Treue" zu kaufen. Echon seit dem Krimkriege that die Regierung ihr möglichstes, um der Bourgeoisie, die mit beschleunigten Schritten der ökonomischen Oberherrschaft entgegeneilte, die Wege zu ebnen. Das Wachsthum der russischen Industrie unter Alexander III. war vergleichsweise ungeheuer, allein die Wirthschaftspolitik jener Zeit ließ in den Augen der Kaufmannschaft" noch viel zu wünschen übrig. Trotz des besten Willens durchkreuzte Alexander III. häufig die Interessen der Bourgeoisie, und zwar durch seine Unerfahrenheit, weil er vom Adel umgeben war, der die WirthSeit 1881 find wir von einer wahrhaftigen Restauration" fchaftspolitit nur vom Standpunkt des Verzehrens der heimgesucht, und jede Restauration hat nothwendigerweise einen Reichthümer aus betrachtete. Damals haben auf dem Berliner Bastardcharakter; und dieser Charakter war sehr gut aus- Rongreß die russischen Diplomaten Gortschatoff und Schuwaloff gesprochen in der Regierungspolitik des Gefangenen von die Frage des russischen Handelsvertrags mit dem durch die russischen Gatschina". Waffen befreiten" Bulgarien buchstäblich vergessen. Die Handelsbeziehungen blieben also auf dem Fuße des Pariser Vertrags, Dieser„ Nikolaismus" zeigt jedoch nur die Oberfläche der Dinge; die Reaktionspartei erkannte besser, als irgend jemand fonft, die Unmöglichkeit, die guten alten Zeiten des Baren Nikolaus I. wieder heraufzubeschwören. " Um die Gesellschaft" zu sich heranzuziehen, mußte die Regierung vor allem deren materielle Interessen und Begierden in ausgedehntem Maße befriedigen, und diese Interessen und Begierden waren weit entfernt, das zu sein, was sie vor dem Krimtrieg gewesen waren. Sonntagsplauderet. Wie die Menschen der verschiedenen Kategorien einander doch überall gleichen! Da giebt's feinen Unterschied der Nationalität. Red. d.„ V.", Lokales: 2-5 6-10 78 81 87 84 85 90 11-15 36 35 32 31 27 30 16-20 8 9 11 14 14 16. 21-30 11 11 12 12 15 12 31-40 1 2 1 3 3 6 41-50 1 1 1 2 51-60 2 1 61-70 71-80 81-90 91-100 11-1 Besitzer zuf. 2023 2023 1965 1958 1987 1994 Droschten zus. 4128 4292 4346 4464 4522 4695 11-15 1888 1889 1890 1891 1892 1286 1339 1365 1469 1480 588 608 624 598 621 Droschken 1 2-5 6-10 97 106 118 117 99 31 41 44 50 49. 16-20 19 15 22 23 27 21-80 11 13 12 14 19 31-40 4 6 6 9 5 41-50 3 4 51-60 61-70 71-80 81-90 91--100 Besitzer zuf. 2041 2132 2195 2285 2307 Droschten zus. 4926 5214 5488 5792 5910 Diese Tabelle zeigt, daß die Zahl der Besizer mit je einer Droschte bis 1887 mit einer einzigen Unterbrechung( 1886) ziem lich gleichmäßig fiel und von 1888 an wieder stieg. Die Gesammt zahl der Befizer fiel bis 1885 und stieg wieder von 1886 an. In dieser Bewegung der Gesammtzahl ist der Einfluß der BeExcellenz, dem in festlicher Stunde, in gehobener Stimmung palais, ohne Klagen und Murren! Man kann als Unterrichtsdas föstliche Bekenntniß entschlüpft ist: Selbst in Preußen minifter noch so willfährig intime Seelenregungen errathen nicht! Was nügte aller gute Willen, was alle stramme und die Präceptoren auf allen preußischen Gymnasien in Wenn man an froher Tafelrunde sigt und die Geister Bucht, was alle preußisch eiserne Disziplin, fie läßt Trab versetzen, auf daß sie mit ihren Schülern die Beedlen Weines auch in den Köpfen grauer Gelehrter wieder sich nicht knebeln und knechten, die freie Forschung, deutung des Sanges an Aegir durchgehen und von der einen Schimmer von Jugendfraft aufleuchten lassen, da ſelbſt in Preußen nicht. Der Minister muß es wissen, der germanischen Göttersage erzählen, von der sie selbst so löst sich mitunter selbst die schwere diplomatische Zunge Minister hat's gesagt und stumm und staunend haben es wenig wiffen: Eines Tages guckt doch der schwarze Mann eines Ministers; und es wird einmal ordentlich auf die ehrwürdigen Professoren in der Runde vernommen. durch die blinkenden Fensterscheiben des Privatkabinets getrumpft Excellenzen fühlen plöglich, daß ihr Rückgrat War es Resignation, die dem Minister das Zugeständ- seiner Excellenz, und während geheimes Beben in der Brust noch steife Haltung bewahren kann; und wenn ihnen niß entwand, daß selbst Neupreußens gewaltsame Mächte des Ministers erschauert, erklingt leise, rührsam und wehirgendwer in die Quere käme und leise Zweifel vor der idealen Kraft wissenschaftlichen Geistes zersplittern müthig der Sang des Herrn v. Lucanus: Brüderlein fein, über die stolze Mannhaftigkeit, von der sie be- und zerschellen? War es die freudige Anerkennung eines Brüderlein fein, einmal muß geschieden sein. Das sind Ministertragödien, und sie lassen sich jedenfallen wurden, zu äußern wagte, würden Mannes, dessen innerste Seele der Wissenschaft unbändige fie den Frechen empört anschreien:" Still da, freie Männer Freiheit gönnt, dessen Amt ihn aber leider zu allerhand falls leichter ertragen, als die Trauerspiele der äußersten find wir, freie Männer bleiben wir! Verstanden?" Dieser Rücksichten zwingt, die der kritischen Forschung Alles Noth des verzweifelten Rampfes um das natürlichste Tage war's. Sie feierten den feinen Curtius, den greisen andere eher bringen, als kräftiges Gedeihen? Wenn es Menschenrecht, um das Recht aufs Dasein, von denen die Mann mit den leuchtenden, hellen, schönheitfreudigen Resignation war, wie muß sich Hamlet- Bosse im ge- grauenhafte Kunde aus der bayerischen Oberpfalz zu uns Augen. Wie wenige nur im nüchternen Berlin, wandelt heimen Rämmerlein die melancholische Frage vorlegen: herüberkam. Wenn Minister Bosse sagen dürfte, selbst in der Alte unter der Schaar von Gelehrten einher, ein Wozu das Müh'n und Kämpfen? Wozu die tägliche Dual Breußen sei man nicht im stande, dem Gang der Wissenschaft ewiger Enthusiast, und der Enthusiasmus läßt ihn so des Ansturms gegen die fortschreitenden Gewalten des Einhalt zu gebieten, so darf man von dem Vorgehen gegen die jugendlich elastisch erscheinen. Ein Forscher zugleich und Wissens? Wozu baut man Schleusen und wirft Dämme unglücklichen Bauern zu Fuchsmühl behaupten: Selbst in die ein Poet. Mit phantasiereichen Sinnen erräth er auf, wozu ersinnt man Paragraphe und ergrübelt Gesetzes- entlegensten Winkel Deutschlands dringt unaufhaltsam mit den inneren Zusammenhang der Dinge, ehe der novellen, wozu befördert man den wohlgesinnten und wozu Hurrah der scharfe, preußisch- militärische schneidige" Geift. kritisch sichtende Verstand Stück um Stück des Erforschten verjagt man den störrischen Philosophen, wenn doch am Ihn hemmen in seinem Siegeslauf nicht Volksgewohnheiten, geprüft hat. Er ist ein deutscher Hellenist und mit er- Ende alle Voraussicht zu nichts nüze ist und der Genius nicht Ueberlieferungen von Jahrzehnten. Die Flinte schießt, der Säbel haut. Alle subalternen wärmender Liebe umfaßt und begreift er die versunkene freigeistiger Entwicklung aller Fallen spottet, selbst in althellenische Kulturwelt, deren steinerne Ueberreste in der Preußen? War es aber die Anerkennung eines Mannes, Beamtengeister bauen auf diesen Spruch als Retter in Gegenwart uns neu erschlossen werden. Mit vielen schönen dessen Gemüth an innerem Zwiespalt frankt, warum lädt er sich den Wirren. Man denke sich doch solch subalternen Reden pries man das gefeierte Mitglied der Berliner dann die Bürde eines Amtes auf, das ihn nothwendig in Gegen Mann auf einsamem Posten. Das Herrgöttlispielen wird Universität und Minister Bosse selber trat vor und be- say bringt zu einer Ueberzeugung, der er, vom Wein befeuert, ihm zur Gewohnheit, wird dem gestrengen Herrn zur zweiten geisterte Worte flossen von seinen Lippen. Und als er den inmitten einer Gelehrtenversammlung Ausdruck lieh? Ver- Natur. In feinem entlegenen Kreis, wo ihm so häufig Jubilar vor sich sah, nicht wie ein Bild greiser Hinfällig- wehen doch heutzutage Miniſterherrlichkeiten wie Spreu im jeder vergleichende Maßstab verloren geht, sieht er in sich, feit, sondern wie eine Erscheinung, die das Alter nicht ab- Winde! Menschen verschwinden in den Hintergrund, die in seiner Person den Träger und den Mittelpunkt einer Von oben her hört er, geklärt und nicht abgeftumpft hat, da übertam auch ihn eine sonst behaglich in hösischen Gewässern zu plätschern wußten übergroßen Verantwortlichkeit. ungewohnte, wenig bureaukratische Energie. Laut und ver- und geölten Aalen glichen. Es ist zu elegisch geworden! Kampf gegen die umstürzenden Gedanken! und alle Tage nehmlich tlopfte er an seine Brust und laut widerhallte es Der schwarze Maun tritt unerwartet und jäh in die Minister predigen ihm seine eigenen Kreis- und Amtsblätter, wie in dem Saal, in dem die würdigen Professoren saßen: Ein tanzleien, wie der Sage nach der Tod in die Stube des Unzufriedenheit und Begehrlichkeit an allen geheiligten Hoch der freien Wissenschaft. Sie kann nicht geknebelt und jungen Mädchens. Was hilft da Flehen und Bittern? Herr Säulen rütteln. Das macht ihn nervös und immer schwerer getnechtet werden, selbst in Preußen nicht! Hab' v. Lucanus pocht an die Thüre, der dräuende Berkünder beunruhigt ihn das Gefühl seiner vermeintlichen hohen Ueberall wittert er leicht aufe Dant, Minister, der du uns die Worte gelehrt. Hab' Dant, kaiserlicher Entschließung und es heißt: Fort aus dem Ministers Verantwortlichkeit. " " Versammlungen. M tultivirt, erfiattung vom Parteitag. Referentin: Frau Jhrer. 2. Neuwahl ter der Vertrauensperson und Lokalfommission. die Arbeiter- Bildungsschule. Montag Abends 8%-10% Uhr: Nord nur Nowack. D. 2 r. 6. bei Ehrenberg. 12 Liedes Arbeiters.fang5-6 Uhr. Bers Briefkaffen der Redaktion. wegung der Zahl der kleinsten" Besitzer( mit je einer Droschke)| diesem Menschenmaterial, das diesen Schwindel zu erkennen. Außerdem ist aber auch die Zahl der größeren und Erfolge zu erzielen. Gegenüber Gröppler, größten Besitzer gestiegen, und zwar verhältnißmäßig stärker als Behörden verpflichten möchte, bei Bau Konzessionser- Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: National die der kleinsten" Besizer. Das Verhältniß der beiden theilungen auf die Solvenz der Antragsteller Rücksicht ötonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Gruppen zu einander hat sich daher in dem Zeitraum von zu nehmen, kann Hagen( Töpfer) sich von einem Eingreifen Herren, jeder Zeit aufgenommen Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, 1882-02 merklich verschoben. Unter je 1000 Besitzern waren, der Behörden unter dem gegenwärtigen Regime nichts ver- im Laufe des Semesters, eintreten. wie die Berechnung aus obiger Tabelle ergiebt, 1882 sprechen; die Selbsthilfe der Arbeiter, eventuell durch Arbeits- Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a noch 680, aber 1892 nur Unterricht in Gesezeskunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 133: noch 642 leinste" Besitzer, niederlegung aller, sobald einer Gruppe der Lohn vorenthalten Deutsch. Ost- Schule, Markusstr. 81, Unterricht in Gesegestunde. und von je 1000 Droschten tamen 1882 noch 333, aber 1892 nur wird, dürfte Besserung schaffen. Nachdem Jakobei( Töpfer), Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Vorsitzender: noch 250 Droschten auf die kleinsten" Besitzer. Noch deutlicher Przytulsky( Töpfer), Winter( Klempner) und Wurzel Ab. Neumann, Bafewalterfir, 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender ist dieser Wandel vom Klein zum Großbetrieb in folgender,( Lithograph) sich im Prinzip für ein Vorgehen, wie der Ausschuß es sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfraße 49, Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. durch Berechnung aus obiger Tabelle gewonnener Reihe zu er- plant, ausgesprochen, wurde beschlossen, daß angesichts der wider- iebertafel der Maler, Annenstraße tennen. Je 1000 Droschken befanden sich in den 11 Jahren streitenden Meinungen über die Art der Ausführung eine noch- Deutscher Männerfang, Belforterstr. 15, Schneiders Geſellſchafts1882-1892 in den Händen von zusammen 490, 471, 452, 439, malige Durchberathung erforderlich sei, und die Angelegenheit deshalb haus.- Frisch zur Freiheit, Simeonftraße 33 bet lid. Wiederhal I, Röpenickerstraße 191 bei Foge. Butunft I, Stegliz, 469, 425, 414, 409, 400, 395, 391 Besizern. Wären die Ver- an den Ausschuß zurückverwiesen. Naether hielt es für ahornftr. 15a, Schelhose's Gambrinus. Harmonie II, Weinstr. 11 bei Arbeiter- Gesangverein hältnisse im Droschtenfuhrwesen 1892 auch nur so noch gewesen wünschenswerth, daß überhaupt bei jeder Gelegenbeit, wo ein Feindt. Bruderherz, Krautfr. 6, bei Rudolf. wie 1882, wo sie ja für die„ kleinsten" Besitzer auch schon un-& ohnausfall infolge Zahlungsunfähigkeit zu Borwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Brinzen- Allee& bet Karl Schulz. -2iederzweig, Waidmannslust Berlinerstraße bei Berbe. günftig genug waren, so hätten sich die 5910 Droschten, die im verzeichnen ist, dem Gewerkschaftsbureau Mittheilungen freiheit II, Strausberg, Wilhelmstraße, A. Weber's Kaffeehaus. Jahre 1892 in Berlin vorhanden waren, in den Händen von 2896 gemacht wird. Pfeiffer( Schneider) forderte die Vertreter der Glockenret'n( gemischter Chor) Schönhauser Allee 46 bei Höhne... Rofa= Solidarität, Drantenstr. 100 ( statt 2307) Besitzern befinden müssen, und es hätten darunter Branchen, welche mit den Schneidern gemeinsame Schritte in Ita, Bebuferstraße 5, bet A. Nemiz. bet Gretfer. Syrene, Schönhauser Allee 28 bet Stelle. 1968( ftatt 1480)„ kleinste" Besitzer sein müssen. Gewiß haben Sachen des Submissionswesens unternehmen wollen, auf, sich mit verein wacht auf II, Woltersdorf bei Grtner, Reſtaurant Gillmann, sich diese Veränderungen mit unter dem Einfluß der Ausgestaltung ibm in Verbindung zu setzen. „ Wilhelmshöhe". Zur Besprechung gelangt nun- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, Swinemünders der anderen Verkehrsmittel( Pferdebahn, Omnibus, Stadtbahn) mehr die Frage, ob in fürzester Zeit für die Gewerkschaften, firaße 49.- offnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 89.-enblüthe, Eisenbahnstr. 20 bei Siegemund. Gesangverein 2iberte, vollzogen. Je stärker die Konkurrenz von dieser Seite her wird, welche es wünschen, Boytottversammlungen zu gleicher Wrangelfir. of bei Kind. Männerchor Sangestuft II, Pafewalterstr. 3, desto weniger fann ihr gerade der kleine Fuhrwerksbesitzer, der Zeit durch den Ausschuß einberufen werden sollen. Faber bei Ab. Neumann. Gesangverein Freiheit 8, gemischter Chor, Bernau, feine eigene, einzige Droschke fährt, widerstehen. Er ist das bedeutet an, daß sich eine Reihe von Gewerben gute Erfolge Suffitenstraße„ Elysium". Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Rayser, Dauernswerthe Opfer einer Entwickelung, die sich nicht aufhalten davon versprechen. Einen ablehnenden Standpunkt nimmt dazu jeden Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. läßt. Den meisten mag freilich die Entwickelung erst dann recht wie schon bei der vorigen Berathung Näther( Metallarbeiter)( ne Buſchriften, ren und der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. eigentlich klar werden, wenn sie von dem Bock des eigenen ein. Massini( Buchdrucker) wundert sich, daß diese Frage richten an B. Gent, Adalbertstr. 95.), Sonntag: Theatergesellschaft, Ro= Fuhrwerts herabsteigen müssen, um sich in den Dienst eines schon wieder aufgerollt wird, nachdem die Gewerkschafts- melia" alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bet Sauermann.-Bere " Fuhrherrn" zu begeben, der ihre Arbeitskraft ausbeutet. tommission in ihrer Gesammtheit die Dringlichkeit für derartige gnügungstlub Ostend, Krautstr. 6 bei Rudolf von Veranstaltungen verneint habe. Wer nicht ohne Versammlungen gnügungsverein Helgoland 2, Langeftr. 9 bet Styczemsty, alle 14 Tage 4-6 Uhr Nachm. Bergnügungsverein Seerofe, Strautstr. 6 bet Rudolf. speziell für den Boykott fertig werden könne, möge solche ein Vergnügungsverein Glück ftern 2, Fennstr. 2 bei Wiesner.-- Montag: berufen; seiner Ansicht nach liege die Stärke des Boykotts doch Arbeiter- Gefangverein Nord, Abb. 9 Uhr, Sigung b. Augustin, Kastanien Allee11. Humoristischer Ber: Pfeifentlub Felsenfest Andreasstr. 26 bet Wilte. nur bei den organisirten Arbeitern, die feiner besonderen ein Pipifar bet trösche, Fichteftr. 29. Bergnügungsvecein FIsete Aufforderung bedürfen. Von den Delegirten Krause feft", Rirdorf, Hermannstraße Nr. 167 bei Fülleborn, 8 Uhr.- Kartentlub Privat Gewerkschaftskommission. In der Sitzung vom 9. No-( Schuhmacher), Gröppler( Maurer) und Winkelmannustige Brüder", Strautftr. 48 bet Ratite, Abends 8 Uhr. ember cr. stand zunächst der Punkt Bauschwindel zur Be-( Böttcher) wird die Abhaltung der Versammlung gewünscht. Theaterverein Crescendo, Sonntags 5 Uhr bei Meißner( Effighaus), Linienftr. 142-143.- Vergnügungsverein Normannia II( früher Luftige rathung. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte die Ver- Börner( Tabakarbeiter) und Pfeiffer( Schneider) sprechen Jugenb), Sigung Sachm. 4% Uhr Abalbertstraße 21 bet Roll. Machher: Schaftopftlub sammlung des verstorbenen Genossen W. Schulze in der sich gegen ein Engagement der Kommission in dieser Frage aus. Fidelitas. Herren und Damen als Mitglieder erwünscht. üblichen Weise. Die Thatsache, daß in Bauarbeiterkreisen so unend- Ein Flugblatt für die Gewerkschaften, was den Boykott be- rubertette, Sonntag, Abends 5 Uhr, Sigung, Manteuffelstr. 9 bet Bergnügungsverein Eintracht, Sonntag, Gigung um 5 Uhr, Bergnügungsverein Bruderherz, Sonntag, Tich oft der Fall eintritt, so leitete Faber die Verhandlungen ein, handelt, wird von Millarg befürwortet; daneben müsse in Raupach fir. 3, bet Palazc. daß Arbeiter mit ihren Lohnforderungen schlankweg durchfallen, der mündlichen Agitation besonders unter den Droschten Raupachstr. 6: Sigung und Fidelitas. Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthliches weil auch auf gerichtlichem Wege absolut nichts von den Unternehmern Eutschern und Bauarbeitern noch mehr geleistet werden. Weiſammensein im Reſtaurant Julius Bernau, Rofenthalerfir. 67. Dafelb Die richtig!) Einberufung von zu bekommen ist, habe den Ausschuß nach Rücksprache mit Ver-( Sehr Versammlungen Ausgabe der Bibliothekbücher und Annahme von Beiträgen. wird darauf abgelehnt, über trauenspersonen und den betheiligten Berufen veranlaßt, den durch den Ausschuß, Delegirten einen Antrag vorzulegen, der bezweckt, daß aus den das Flugblatt foll in nächster Sigung weiter verhandelt Ergebnissen eines bestimmten Monats für alle Bauberufe eine werden. Schneider( Brauerei- Arbeiter) gab bekannt, daß von Statistit aufgenommen wird, woraus ersichtlich ist, um den 33" bislang 19 Mann in Arbeit gebracht sind, man hofft welche Summen und von wem die Arbeiter betrogen werden. in Kürze Allen Arbeit verschaffen zu können. UnterstützungsDer Redner gab eine eingehende Schilderung davon, wie bedürftig sind von den Brauern noch 173 mit 192 Kindern; 48 Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Bat anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. das gefürchtete Spekulantenthum im Baufache operirt der Ausgesperrten sind unverheirathet. Böttcher werden noch Es scheine, als O. 3. Es ist richtig, Porzellanarbeiter Berg hat für den und hielt ein Vorgehen in der angegebenen Richtung ca. 120 mit 143 Kindern unterstützt. auch um deswillen für dringlich, weil bedauerlicher Weise die wenn die Mittel für die Unterstützungen jetzt spärlicher Reichstag fandidirt. bittet die Delegirten, ihrerseits 2. B. 19 625 Quadratmeilen. Rammer des Gewerbegerichts, der das Baugewerbe unterſtellt ist, fließen; der Redner Wittwe J. Was tann der Wirth zurücks von ihrem früheren scharfen Vorgehen gegen die notorischen alles zu thun, damit auch die petuniäre Hilfe für die AusSchwindler anscheinend zu einer milderen Bragis übergegangen gesperrten weiter gewährt wird. Ueber einen Antrag Schneider behalten? Seit dem 1. Oftober 1894 ist der Wirth nicht ist. Zu dem Antrage äußerten sich zumeist die Vertreter der betreffs Stellungnahme zu Vergnügen und Festlichkeiten in nicht mehr berechtigt, alle Gegenstände zu pfänden oder zurückBauberufe ziemlich ausführlich. Gröppler( Maurer) führt gesperrten Lokalen wurde, weil nicht der Kompetenz der Gewerk zuhalten, sondern darf nicht mehr die Gegenstände pfänden, die die Erscheinung, daß Arbeit bei unsicheren Zahlern, die als schaftskommission unterliegend, nicht verhandelt. Auf eine An- auch andere Gläubiger nicht pfänden dürfen. Unpfändbar sind warum die Ledigen nicht, wie das insbesondere: 1. die Kleidungsstücke, die Betten, das Haus- und solche bekannt sind, überhaupt angenommen wird, auf die Misère frage Börner's, im Baugewerbe zurück; er billigt eine Umfrage über in anderen Gewerkschaften Usus sei, den Ort des Kampfes Küchengeräth, die Heiz- und Kochöfen, soweit diese Gegenstände daß man früher für den Schuldner und sein Gesinde unentbehrlich sind, 2. die für die Höhe der verlorengehenden Löhne nicht zum wenigsten des- verlassen, bemerkt Schneider, halb, weil der angeblich hohe Verdienst der Bauarbeiter damit ledige Leute auf den Brauereien haben wollte; man könne nicht den Schuldner, seine Familie und sein Gesinde auf zwei Wochen und Feuerungsmittel, B. bei auf sein richtiges Maß zurückgeführt würde. Nach Ansicht verlangen, daß diese meist älteren Personen jetzt ohne weiteres erforderlichen NahrungsDaudert's( Töpfer) liegt der Schwerpunkt dieser Frage beim ihr Bündel schnüren sollen. Die Angelegenheit der Töpfer steht Künstlern, Handwerkern, Hand und Fabrit. Submissionswesen. Blauroc( Maurer) bezeichnet es als hierauf als nächster Punkt zur Verhandlung. Dost( Drechsler) arbeitern, sowie bei webeammen die zur persönlichen zwecklos, daß die Gewerkschaftskommission damit behelligt berichtet, daß infolge der Angriffe, die von lokaler Seite, wie sie be Ausübung des Berufs unentbehrlichen Gegenstände, 4. die zum wird. Der Schwindel sei begründet durch das freie Spiel haupten, zu Unrecht gegen sie erhoben seien, die zentralorganisirten Betriebe einer Apotheke unentbehrlichen Geräthe, Gefäße und des Kapitalismus. Aus denselben Ursachen gingen auch in Töpfer das Verlangen an den Ausschuß gestellt haben, die Fenster- Waaren, 5. die Bücher, welche zum Gebrauch des Schuldners und anderen Gewerben große Summen in Löhnen verloren. Positive frage in dieser Sigung nochmals zur Debatte gelangen zu lassen. seiner Familie, in der Schule oder Kirche bestimmt find, 6. eine Erfolge könne man nur durch eine zweckmäßige Bekämpfung des Im Namen der legteren nimmt dann Jakobei das Wort und Milchkuh oder nach der Wahl des Schuldners statt einer solchen Submissionswesens erreichen. Von Millarg( Tischler) wird führt aus, daß das Nichterscheinen in voriger Sihung lediglich 2 Biegen oder 2 Schafe nebst den zum Unterhalt und zur Streu Demgegenüber betont, daß doch die bekannten Strohmänner ziem- burch Zufall veranlaßt sei; man habe nachdem selber bedauert, für dieselben auf 2 Wochen erforderlichen Mitteln, sofern diese lich labmgelegt werden könnten, wenn auf grund unanfechtbaren daß niemand aus der Zentralorganisation den Angriffen sofort Thiere für die Ernährung des Schuldners, seiner Familie und Materials ihre Namen publizirt würden. Redner führt einen entgegentreten fonnte. Der viel angefochtene Beschluß bezüglich seines Gefindes unentbehrlich sind. fonnte sollte und nicht die Wirkung Fall an, Summt. Ohne genauere Kenntniß des Sachverhalts wegen w00 auf einem Bau vier Kolonnen( Buyer) der Fensterfrage nacheinander in Thätigkeit traten und die Arbeit mittler- haben, den Organisirten lokaler Richtung in den Rücken der Verschiedenartigkeit der gesetzlichen Bestimmungen über den weile fertig gestellt wurde, ohne daß der Unternehmer einen zu fallen. Man müsse sich ganz energisch dagegen Umfang der Gemeindeschulverpflichtung nicht zu beantworten. R. K. 88. An den Armenvorsteher. daß Ein Pfennig dafür ausgab! Ein leichtfertig Einschreiten in der Sub- verwahren, organisirten G.$. 13. Sie wollen zunächst angeben, welche BriefkastenTommissionsfrage durch die Gewerkschaftskommission, habe brechern" 2c. gesprochen werde. Die Nachmittagsversammlung, nicht genügende Unterstüßung in den betheiligten Kreisen ge- wo der betreffende Beschluß gefaßt wurde, war ebenso fompetent notig von welchem Tage- Sie meinen. No. 100, Alter Abonnent. Ja: indeß muß der Ehe funden. Friedmeier( Tapezirer), Habanz( Töpfer) und wie die Versammlung am Vormittag, die auch nur eine VereinsDie zentralorganisirten Töpfer seien der mann dieserhalb erst besonders verklagt werden. Hegler( Maurer) halten es für sehr schwierig gegenüber versammlung war. Meinung, daß sich eine endgiltige Lösung der Fensterfrage nicht Faust. Die Polizei ist nach dem Vereinsgesetz befugt, in jede in der von anderer Seite propagirten Form herbeiführen lasse und Versammlung, in welcher öffentliche Angelegen fähige Tücken der Bevölkerung und Gefahren, die dem dementsprechend zu handeln, sei ihr gutes Recht. Vorsitzender Jost beiten erörtert oder berathen werden, zwei Durch diese Be Gesammtwohl drohen. Wer eine verdrossene oder be-( Buchbinder) konstatirt, daß die Gewerkschaftskommission nicht dafür Personen als Abgeordnete zu entsenden. tümmerte Miene macht, in dem riecht er einen Miß- verantwortlich gemacht werden kann, wenn einzelne Redner die ge- ftimmung ist nach der bestehenden Rechtsprechung jedoch daß Polizeibeamte öffentliche vergnügten und geheimen Rebellen. So hatten die Be- rügten Ausdrücke gebraucht haben. Hagen( lokalorganisirt) kann nicht ausgeschlossen, daß fein Wort des Gesagten zurücknehmen. Die Thatsache bleibe bestehen, efte aus Ordnungs- und Sicherheitsrücksichten" befuchen. hörden als übereifrige Bertheidiger und Retter des Gesammt- daß durch den Beschluß der anderen Seite der ganze Streit in Thun Sie dies, so haben Sie allerdings ein Recht auf Anweisung wohls das Militär zu Hilfe gerufen. Ihre eigene Phantasie diesem Jahre aussichtslos geworden sei. Schon aus früheren eines geeigneten Plages nicht. Eine weitere Beschwerde hätte übertrieb die Gefahr", die angeblich dem Besize drohte; Auslassungen des„ Töpfer" gehe hervor, daß dies geplant sei. deshalb schwerlich Erfolg. und die soldatische Bravour, der Schneid, der heutzutage über Eine öffentliche Versammlung im Auguft habe beschlossen, die Fenster- W. G. Sprechen Sie mit den Papieren zwischen 12 und den grünen Klee gerühmt wird, thaten das Uebrige. In frage ebenso wie in den Vorjahren zu behandeln. Nachdem nun 1 Uhr vor. Duisburg 73. 1. Ja. 2. Nein. 8. Ja. sechs Minuten, sage und schreibe, in sechs Minuten, war beide Richtungen zum Wort gefommen waren, beschloffen die Deledie Attacke gegen vergrämte, verschüchterte und vergirten nach dem Vorschlage von Jost, die Alten über diesen Streitfall zweifelte Bauern vollzogen. Ehe das Fassungsvermögen dieser zu schließen, da man sich keinen Erfolg von einer weiteren Debatte versprach; eine ganze Reihe Redner waren noch zu diesem B. 1, Heegermühle. Legen Sie Beschwerde ein, lesen Sie ärmsten, weltentlegenen Dörfler nur erst sich orientiren Bunkt eingezeichnet.- Rüdiger( Klavierarbeiter) gab eine im Vorwärts" vom 8. September den Bericht über eine ähnliche Tonnte, wozu das militärische Aufgebot; ehe die Bauern furze Uebersicht über den Stand des Streits in seiner Branche; Beschwerde nach und wenden Sie fich eventuell an Rechtsanwalt von Fuchsmühl erst recht begreifen konnten, nun gilt es die gegenwärtige Situation fei als günstig zu bezeichnen. Dr. Herzfeld, Markgrafenstr. 62, der jene Beschwerde siegreich Haut und Knochen zu wehren; ehe sich gewandtere, schärfere Von Keßlinke( Schlächter) wurde mit Rücksicht auf durchgeführt hat. Köpfe, die von ihrem Rechte überzeugt sind, besinnen konnten, den Erzeß in die Unterstützung der K. M. 99. Legen Sie schriftlich der Steuerbehörde dar, daß Sie bereits in Dresden zur Steuer veranlagt waren und vor der plöglich anrückenden Gewalt einstweilen zurück Genossen bei künftigen Bersammlungen erbeten.. zuweichen, war das Unglück zur That geworden. Das Ein von Faber( Hilfsarbeiter) zitirter Fall aus der dort Steuer bezahlt haben und beantragen: Aufhebung der Militär war am Bahnhof angekommen und drauf und dran, Bading'schen Offizin, wo man mit Umgebung des Arbeitsnach- Bahlungsaufforderung, beziehentlich Rückzahlung. weises einen Hilfsarbeiter eingestellt haben sollte, gab Ver- 6. O. 10. 1. 2. Nein. 3. In der Handlung tann Ur hieß es, ohne Weile. In sechs Minuten waren die Rebellen" anlassung zu einer kleinen Debatte. Die Sache wurde durch kundenfälschung erblickt werden. 4. Nur an die Polizei. überwunden. Das heißt Firigkeit. Der Baron Boller, der Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Nach der Präsenz 5-8. Sie thun gut, die hier angeregten Schritte zu unterHerr über den Lehenswald, durfte durfte seine Lust am lifte waren anwesend 70 Delegirte; von den übrigen laffen. Schutz des Eigenthums haben. Zwar das Leben vergab von fehlten unentschuldigt die Vertreter der: Kornträger, A.§. 24. Die Frage ist bereits mündlich mit„ Nein" be Alters her die Staatsgewalt. Das Lehen war nie dem un- Kutscher, Kaufleute, Müllerei- Arbeiter, Buber, Kupferschmiede, antwortet. ( Schmidt) Knopfarbeiter, Snopfarbeiter, Jalousie- Arbeiter M. K. Sie haften für die Schulden, die Ihre Frau vor umschränkten Privatbesitz von heute verwandt, und auf dem Metallarbeiter, Boller'schen Lehenswald hafteten ebenfalls eventuell Gerecht-( permanent), Sattler, Filzschuharbeiter, Mechanische Schuhfabrik- Ar- der Ehe gemacht hat, nicht. beiter, Blumenfeder Bußfach- Arbeiter, Schaft- Arbeiter, famkeiten. Das war ins Boltsbewußtsein übergegangen. Posamentiere, Porzellanarbeiter, Porzellanmaler. Die Frage Posamentiere, Porzellanarbeiter, Porzellanmaler. Nun aber wurde die Gemeinde dem Großbesitz, dem Groß- bogen betreffend die in voriger Sigung beschlossene Statistik find forstbetrieb zu Liebe ihrer Gerechtsame entäußert. Der Zoller'sche zur Ausgabe gelangt; bis intl. 1. Dezember sollen dieselben ausLehenswald verlor den Charakter des Lebens: durch einen so- gefüllt an das Bureau Grenadierstr. 10, 1 Tr., zurückgeliefert genannten Rechtsspruch natürlich. Die Gemeinde- Insassen aber werden. sahen ihrem Ruin entgegen und ringen die Hände und fagen: Das alte Recht, warum soll es auf einmal nicht gelten? Warum darf der neue Rechtspruch uns zum Untergang verdonnern? Als einst Walther von der Vogelweide, nachdem er viele Jahre lang den Jammer eines fahrenden Sängers ohne Hof und ohne Heller durchgekostet hatte, ein Kleines Lehen erhielt, da jauchzte er in einem seiner Lieder auf:" Ich hab' ein Lehen, ich hab' ein Lehn!" Ihn schien's, als sei er von bitt'rer Noth erlöst. Die Herren von Zoller sizen heute auf alten, großen Lehensgütern. Auch von ihnen jubelt Jeglicher:" Ich hab' ein Lehen! das heißt, es ist mein Privatbesib, mein unumschränkter Fort mit den dummen Bauern, die mit mir um al er Alpha. Lehensverpflichtungen willen hadern wollen. von den Arminhallen Streif H. N. 41. Wenden Sie sich direkt an die Sparkassenverwaltung in der Klosterstraße. 2. P. 40. 1. Nein. 2. Zweifelhaft. H. M. 10. Der Gerichtsvollzieher befindet sich im Rechte. .. 47. 1. Eine Privattlage wegen Beleidigung erscheint aussichtsvoll. 2. Vor Erhebung der Privatklage müssen Sie bei dem Schiedsmann des Bezirks, in dem der zu Verklagende wohnt, Sühnetermin beantragen, falls nicht der Beklagte in einer anderen Gemeinde als Sie wohnt. Die Klage ist alsdann inner. Vergnügungsverein Italia". Sonntag, den 11. November, Abends halb 3 Monaten nach Kenntniß von der Beleidigung unter ubr, bet Seitmann, Brunnenstr. 9, eine Treppe. Gröffnung der Winter Ueberreichung des Attestes über fruchtlosen Ausfall des Sühne. Saison. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien- versuchs bei dem Amtsgericht anzustellen. 3. Jede Klage vers Gesellschaft. Seute, Sonntag, den 11. November: Sabitag bet Stümte, ursacht Kosten. Wollen Sie von Borausbezahlung befreit sein, so derftr. 123. Vergnügungsverein" Fritillaria". Sonntag, den 11. November, müssen Sie sich das Armenrecht bewilligen laffen. Abends 6 Uhr: Sigung. Nachdem: Gefelliges Beifammenfein. Gäfte febr P. p. 47. 1. Nein. 2. Sie tönnen spezifizirte Rechnung witommen. Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist sehr dringend er verlangen. R. 99. Weiblichen Personen, welche eine Ehe eingehen, Kartonbrande. Montag, den 12. November, Abends 74 Uhr: Große Bersammlung in Buß' Salon, Große Frankfurterfir. 85. Tagesordnung: Das bevor sie in den Genuß einer Rente gelangt sind, steht ein An Frau Marie Gritem und die Arbeitszeit in der Kartonbranche. Referenttu: spruch auf Erstattung der Hälfte der für sie geleisteten Beiträge Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten erst dann zu, wenn sie für mindestens fünf Beitragsjahre geklebt Anatomie glücksfällen. Montag, ben 12. November, Abends 8 Uhr: hatten. Da das Gefeß erst am 1. Januar 1891 in Kraft getreten Anatomischer Bortrag unter Zeitung des Herrn Dr. Christeller. Uebungs ist, so tann Ihre Schwefter die vorgeschriebenen mindestens funde. Reinickendorf. Große öffentliche Bolts- Bersammlung am Montag, den 235 Beitragswochen hindurch noch nicht geklebt haben, ihr ein 12. November, Abends s ühr, im Webbing- Kasino, Schulstr. 29. 1. Bericht Anspruch also auch nicht zustehen. forderlich. Greifenberg. Spezialität Ringe! Das der Neuzeit entsprechend ein gerichtete, seit 16 Jahren bestehende große Uhren- u. Goldwaaren- Lager Spezialität: Ringe. von Max Busse Brunnenstr. 175, ova empfiehlt neben der Invalidenstrasse Pferdebahn- Haltestelle Uhren jeden Genres, Broches, Ohrringe, Armbänder, Halsketten, Medaillons, Herze, Shlipsnadeln, Stulpenknöpfe c. in massiv Gold, Silber, Doublégold, Granaten und Corallen. Gr. Auswahl in Ringen. Massiv goldene Ketten, gefeßlich gestempelt, nach Gewicht bei niedrigster Façonberechnung. Echte Brillanten, Türkisen, sowie Edelsteine aller Art Rheinkiesel u. Simili's. Tafelgeräthe, Bowlen, Bestecks. Brautkränze in Silber u. Alfénide. Die geschmackvollsten Muster sind stets am Lager. Der be deutende Umsatz ermöglicht den Verkauf zu Fabrikpreisen. C Eigene Fabrikation. Gr. Werkstatt für Reparaturen. Max Busse Uhrmacher und Juwelier. Brunnenstraße 175 neben der Invalidenstraße. Pferdebahn- Haltestelle Künstl. Zähne schmerzlos eingesetzt, ſeſsiſißend. Reparaturen sofort. Weniger Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pferdebahn- Wartehalle B. Günzel, Spezialität: Borträts der sozialistischen Führer Laffalle und Mary in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nadeln, Knöpfen, Stöcken Büsten, Bildern u.dgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preistourant.)[* Confectionshaus | Roh- Tabak. Die Filiale F. Leopold, Vertreter: Seb. Groebel, Brunnenstrasse No. 1, empfiehlt zu folgenden billigen Preisen Sumatra Deckblatt mit 2 Pfd. Deckkraft pro Mille: I. Deli Mey BB/ 2.. C/ B. 3. •.• 99 . 1,60 M. 1,70 " III. C. L. Lankat K. 2. . 1,75 99 II. schöne Farbe und Brand, SOLIDARITÄT fowie alle Gotten, andere Zabate au zwifchen Dranienplatz Oranienstr. 173 zwischen Oranienplatz und Adalbertstraße. und Adalbertstraße. Eigene Betriebswerkstätten E errichtet nach den Grundsäßen der betheiligten Arbeiterschaft. Reelle Bedienung Feste Preise. Bur Winter- Saison empfehlen 882L* Paletots, Mäntel aller Art, Anzüge, Hosen in allen Preislagen. Anfertigung nach Maass. Die in eigener Fabrik- Oranienstr. 173 gestellten Waaren erhalten die gesetzlich geschützte Kontrollmarke. her Zur Beachtung! Um der vorgefaßten Meinung zu begegnen, daß sich die Waaren mit Kontrollmarke theurer stellen, betonen wir, daß wir selber produziren, daher jeder Konkurrenz der Händler überLegen sind! A. Täterow. Fahrgeld wird vergütet. Rohtabak Ernst Förster, Unstreitig beste u. billigste Bezugsquelle Acht Silberno Herrenremontolruhr. 2 Jahre Garantie, kein Risiko, da Umtausch gern gestatt. Geg. Nachn. M. 10.50. Verl.gfl.Preisliste. N kelrem. v. 5, Regulateur v. 6, Louis Lehrfeld, Pforzheim. 18B 825b MöbelKanfgelegenheit bietet sich Brautleuten 2c. im MöbelSpeicher, 8672* Berlin NO., Kaiserstr. 30. Rosenthaler Strasse 13, 1. Wegen Umbau meiner Geschäftsräume seit 21 Jahren begelangen die Restbestände stehenden Waarenlagers: Teppiche! Fertige Wäsche! Gardinen! Steppdecken! Portieren! Leinenwaaren! zu spottbilligen Ausverkauf. Preisen zum Am Stadtbahnhof Börse. Von 5 M. an J. Brünn 4. Hackescher Markt 4. 8 Mark. Am Stadtbahnhof Börse. BillighterDetailverkauf für deutsche u. engl. riserne Bettstellen u. MatrahenFabrik mit Dampfbetrieb. E. Sass. Detailverlauf nur köpeikertr. 127, Hof pt. Sonntags geöffnet. Illuftr. Preiskourant gratis und franko. Emil Tiersch, Uhrmacher, Brunnenstr. 18, Greifenbagen) ( neben Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten zu soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! 5450L* Daselbst stehen täglich zum Verkauf: neue gediegene Möbel zu außergewöhnlich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Theilzahlung gestattet. Kleiderschränke 15, Küchenspinde, Kommoden 12, Sophas 15, Bettstellen mit Matrazen 18 Mart, Nußbaum- Kleiderschränke, Vertikows 30, Stühle 3, Muschelspinden 40, Trumeaux 65, Paneelfophas 75, Plüschgarnituren 60 Mart. Herren- Schreibtische, Schreibsekretäre, Buffets, Rouliffentische, Spiegel, alles staunend billig. Gekaufte Möbel tönnen auf meinem Lagerspeicher bis April kostenfre lagern und werden durch eigene Ge spanne transportirt und aufgestellt. 1000 Modell- Regenmäntel! von 6-18 m., elegante WinterJaquets 7-15 M., Modell- Jaquets 10-18 m., Wattirte Räder mit Belzbesatz 8-20 M., elegante Golf- Capes 7-15 M. Ladenpreis das doppelte. Leipzigerstr. 91, I. Roh- Tabak Detail- Verkauf G. Superczynski, fünftliche Zähne, Invalidenftr. 105, II. Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45. G. Scharnow Uhren- und Goldwaaren- Fabrit Berlin S., Oranienſtr. 152, am Moriųplay. 2. Gefchäft: Oranienste. 47a, Ede Luckauerstraße, besteht seit 1860. Anert. befte Bezugsquelle Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 m. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren do. Ancre- Herren- Remontoir- Uhren Regulateure do. in polirtem Nu baum- Gehäuse, ca. 1 mtr. lang, 14 Tage gehend, Wecker- Uhren in verschied. Mustern. D. 20 M. an v. 50 m. an v. 8 M. an v. 14 M. an . v. 3,50 M. an Reparaturen nach Uebereinkunft. Cylinder- Uhren reinigen 1,50. Für jede bei mir gekaufte Uhr übernehme eine schriftliche Garantie bis zu fünf Jahren. Uhren u. Goldwaaren zu Originalfabrikpreisen. Bitte genau auf die alte Firma Oranienstrasse 152 zu achten. Total- Ausverkauf! 726L* Wegen Geschäftsauflösung Meine koloffalen Borräthe, bestehend in Damenkleiderstoffen aller Art ans eigener Fabrik werden zu enorm billigen Preisen ausverkauft. 224L* Außerdem empfehle mein reichsortirtes Lager in Seidenstoffen für Roben und Besäße, Sammete, Plüsche, Moiree, Satins, Cattune und Unterrockstoffe, sowie Teppiche, Gardinen, Portièren, Möbel- und Läuferstoffe, Tisch, Schlaf- und Bettdecken. Wäsche, Corsets, Blousen, Unterröcke, Schürzen und Tücher. Gleichzeitig stelle die noch vorhandene Damenkonfektion, bestehend in Regenmänteln und Jackets, für die Hälfte des Werthes zum Verkauf. Mechanische Weberei F. M. Merkel, Charlottenburg, Berlinerstr. 126. Streng feste Preise. Möbel- Magazin Otto& Slotawa, Zishlermeister. Berlin NW., Bremerstr. 67. Elegante 2. Geschäft: Gotzkowskystr. 3. 721L Koulante Bedienung. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 1. Gesch: Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreaspl. Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung ge2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. Mustergrößtes Lager Berlins. stattet. 500 Mark zahle ich Jebem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Feith's Electra. Beste Blitzlampe der Neuzeit. Weisses, ruhiges, grosses Licht. Petroleum- Verbrauch per Stunde 1 Pfg.; höchst elegant, ganz in Nickel; bedarf keiner Reparatur. Explosion ausgeschlossen. Preis pr. Stück complet als Tischlampe mit Glas- Email- Schirm nur Mk. 6.50 sammt Kiste. Als complete Hängelampe mit Kettenzug, verziertem Gehänge, GlasEmail- Kuppelschirm nur Nk. 10.- sammt Kiste. Electra- BlitzBrenner, auf jede Lampe passend, schönes, ruhiges, grosses weisses Licht. Petroleum- Verbrauch 1 Pfg. per Stunde; Preis per Stück sammt Docht und Cylinder nur Mk. 3.-, 3 St. Mk. 8.6 St. Mk. 15.-. Patent- Lichtverstärker, für jede Lampe passend, bewirkt doppelte Leuchtkraft, somit grosses Licht bef kleiner Flamme, pr. St. Mk. 2.50, 8 St. Mk. 7.-, 6 Stück Mk. 13.-. Versand gegen vorherige Geldeinsendung oder Nachnahme durch: Feith's Neuheiten- Vertrieb, Dresden- A., Pirnalsche Str. 34. Filiale: Berlin C., Stralauer Str. 41. Barg- Magazin und Beerdigungs- Comtoir. Wes Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Beſtellungen nach Maaß, gante J. BAER, Berlin empfiehlt wie bekannt in reellſter Ausführung und allerbilligſten Breiſen Winterpaletots u. Mäntel. Anzüge. Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu acht en. Central- Leihhaus- Ausverkauf 72 Jägerstr. 72 wiſchen Stanonier und Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. Mauerstraße, parterre. 10 000 moderne Winter- Paletots und Winter- Anzüge wenig getragen in besten Stoffen und neuesten Mustern von Mark 10, 12, 15, 20, 30( Bracht- Exemplare). Knaben- und Burschen- Anzüge, Pellerinen- Mäntel, Monats- Anzüge, das sind nach Maaß bestellte Sachen, die nur ca. 1 Monat Goldene und Alberne Herren- und Damen- Uhren, Ringe, Retten. Ein Posten Damen- Regen- Mäntel spottbillig. Alles für die Hälfte des Werthes. Ein Besuch sichert uns die Rundschaft. Auch Sonntags geöffnet von 7-10, Nachm. von 12-2 Uhr. 110 getragen find( auch für korpulente Personen passend). Gelegenheitskäufe in Geh- und Reisepelgen. Boliz. conc. Leibhaus. Die Verwaltung. 489 Buchhandlung des„ Vorwärts" 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Im Verlage der Erften Wiener Volksbuchhandlung ist soeben erschienen und durch uns zu beziehen: Das soziale Elend und die besitzenden Klassen in Oesterreich. Bon T. W. Teifen. FIV und 180 S. Gr. Oftav. Preis broschirt 2 M., B elegant gebunden mit Rothschnitt 2,70 M. Ein unentbehrliches Handbuch für Jeden, der im Kampfe gegen das Elend zengende Wirthschaftssystem steht. Er findet hier reichliches Material. Zum ersten Male wird hier der Versuch ges macht, die ökonomische und politische Rückständigkeit Desterreichs zu sammenfassend darzustellen. An der Hand der Statistik schildert der Verfasser einerseits die im fteten Fortschreiten begriffene Anhäufuug aller Reichthümer in den Händen Weniger, andererseits die schrecklich wachsende Waffenarmuth und das die Armuth begleitende törperliche und geistige Siechthum der Menschen. Das Buch zerfällt in fünf Theile: 1. Der Bauer und der Adel. 2. Der Arbeiter und der Industrielle. 3. Der kleine Mann. 4. Der Arme. 5. Die Frau. Der IV. Abschnitt verfiel zuerst der Konfis kation, dem erhobenen Einspruche mußte aber trop Protestes der Staatsanwaltschaft von der höheren Instanz stattgegeben werden. Die bürgerlichen Klaffen und das Strafrecht. Eine Kritik des österreichischen Strafgesetzentwurfes. Vortrag von Dr. Leo Verkauf. 24 Seiten. Preis in Umschlag geh. 20 Pf. 100 Exemplare für 12 M. Im Rahmen einer Kritit des neuen Strafgeseßentwurfes, dessen reaktionäre Tendenz scharf beleuchtet wird, zeigt der Verfasser, wie die bürgerlichen Klassen, getrieben von blindem Eigenthums- Fanatismus und blasser Furcht vor dem aufstrebenden Proletariat, in der Gesetzgebung ihren eigenen Prinzipien und Forderungen ins Gesicht schlagen. Er fordert das flassenbewußte Proletariat auf, die Gesetzwerdung dieses reaktionären Machwerkes mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern und zu erklären: Dieser Strafgesezentwurf ist der reaftionäre Ausfluß der Uebermacht und des Uebermuthes der bürgerlichen Klaffen, wir protestiren dagegen, daß ohne uns und gegen uns ein solcher Entwurf Gesetz wird." 275/8 Bilder und Haussegen, sowie SinnSozialiſtiſche prliche für Saaldekorationen empfehle Th. Mayhofer Nachf., Berlin N., Weinbergsweg 15b, am Rosenthalerthor. = 937b Bu beziehen durch alle Buchhandlungen, Zeitungs Spediteure und Rolporteure: 93 Musikalien u.Instrumente Louisenstädtisches Klubhaus aller Art gut und sehr preiswerth. Reparatur- Werkstatt. Verleih- Institut für sämmtliche Instrumente. G. Tschentscher, 19 Alte Schönhauserstr.19 Das Ende der Welt!" Urkomisches Kouplet 16. Annenstrasse 16. Inhaber: Bernhard Schneider( früher Louis Ehrenberg) empfiehlt allen Freunden und Bekannten seinen Saal für Festlichkeiten, Vereine und öffentliche Versammlungen, ca. 250 Personen fassend, sowie mehrere Vereinszimmer. Jeden Sonntag und Donnerstag öffentlicher Tanz. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit; Franz. Billard. Ausschank der Schloßbrauerei Fürstenwalde. 990L* Birka ff. Grätzer- und Weissbier. Verkehrslokal und Arbeitsnachweis mehrerer Gewerkschaften. von R. Heise, Musik von C. Frick 50 politische und Fachzeitungen liegen aus. Telephon- Amt IV No. 1116. ist erschienen. Preis mit Klavierbegl. 50 Big. Grosser Lacherfolg! R. Heise, Voltshumorist, Berlin N., jetzt Schulzendorferstr. 16. Zum Vortragen meiner Kouplets 2c. bin ich noch frei! 1000] Damen!!! Seiden- Plüschjaquets mit kleinen un scheinbaren Webefehlern 12-30, Abendmäntel auf Seide wattirt u. Pelzbesaz 8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes v. 12-30. Regenmäntel, um z. räumen, 5-12. Neueste Winterjaquets 5-25 M. Landsbergerßr. 48 I. Korallen, Gold- und Silberwaaren. Annahme von Reparaturen. BELMONTE & COMP Goldwaaren Industrie König- Str. 22 Hof rechts part Verkauf zu Fabrikpreisen. 0 Alt.Gold.Silber wird zu Curspreisen gekauft u.in Zahlung genommen. Pianino fauft Kube, Adalbertstr. 66. WinterBerliner Arbeiter Kalender Paletots für das Jahr 1895. 4 Bogen. Preis 15 Pfennige. " Das Gewerkschaftsblatt„ Der Töpfer" bespricht den Kalender folgendermaßen: Im Verlage von Th. Mayhofer Nachf., N. Weinbergsweg 15b, ift soeben ein neuer Kalender erschienen, unter dem Titel: Berliner ArbeiterKalender" für das Jahr 1895. Bei dem äußerst billigen Preise von 15 Pf. wird der reiche und nühliche Inhalt des Kalenders vielen Arbeitern höchst willkommen sein. Alle Diejenigen, welche nicht in der Lage sind, sich einen 50 Pfg.- Kalender anzufchaffen, und die Zahl derselben ist leider sehr groß -werden mit Bergnügen nach dem Berliner Arbeiter- Kalender" greifen und denselben jedem anderen billigen Kalender, der in den meisten Fällen doch nur Schund in Illustration und Text enthält, vorziehen. Am besten gefallen haben uns die den Vorzug der Neuheit habenden Monatsbilder, in welchen der Gegenfab Reich und Arm" so scharf und glücklich durchgeführt ist, daß wir schon aus diesem Grunde den Kalender empfehlen müffen. Aber auch der sonstige Inhalt des 64 Druckseiten umfassenden Büchelchens ist gut und lesenswerth. Die Erzählung„ Die Rache des Arbeiters" und die Abhandlung Die Kunst und der Sozialismus" von Alfred Holdt sind flott geschriebene Miniaturarbeiten und werden in Arbeiterkreisen sicher Anklang finden." " " 938b Uhren- u. Goldwaaren, gut u. billig, da ich Ladenmiethe erspare, jebe uhr au repariren. reinigen, Feder unter Garantie 1,25 M. Hirschfeld, Uhrmacher, Rosenthalerstr. 57 v. 2 Tr. Sünftl. Zähne, orig. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beſeitigt, ſchmerzloses Zahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienstr. 123 Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Nippentabat 2 Pfd. 70 Pfg. 71L* 5. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Achtung! Für naturgemäße Behandlung unruhiger oder krauter Kinder habe ich tägl.kostenfreiSprechstunde. Rud. Hoffers, Apotheker, Manteuffelstraße 87. gebraucht, fauft Möbel. und Pelerinen- Mäntel in guten, reinwollenen, reellen Stoffen, tadellosem Sih ( überall 30.) bei uns nur: 15 Mark, die elegantesten aus den feinsten engl. Stoffen in Prima- Verarbeitung, auch mit Seiden- Futter, nur 18, 20, 22, 24, 27, 30 Mk. Prima. 10000 engl. Jaquet- und Rock- Anzüge, ( auch in Schwarz. Tuch und Kammgarn) von 14, 16, 18, 20, 22, 24, 27 bis 30 Mk., die hochfeinsten Pracht- Exemplare 33, 36, 38 Mk. Goldene 110, 110. Leipzigerstr. 110. Noh- Tabak. Das reichsortirte Lager in allen in und ausländischen Rohtabaken und in allen Preislagen empfiehlt W. Lindenstädt, Zahnersaų, auch Theilzahl., wöchentl. Möbel, handlung Rosenthaler 179 Brunnen- Straße 179. 1 M., Guckel, Laufiger Pl. 2, Elsasserftraße 12. Straße 13. 48 Landsbergerstraße 48. K.Kessner's Restaurant Art. 110. Grunewaldstraße 110. 940b Empfehle meinen Saal zu allen Versammlungen und Festlichkeiten jeder Vereinszimmer steht den Vereinen zur Verfügung. Ringfreies Bier! Freienwalder Bier. Ringfreies Bier! Karl Kessner. G. Wizel's Vereinshaus mit Garten, Ackerstr. 145, Hof part., a. d. Invalidenstr. empfehlt sich den Parteigenossen. Freienwalder Bier. 1055L* Speisen und Getränke zu den solidesten Preisen. Vereinszimmer, 30-60 Personen, passend für Gefangvereine, Krankentasjen u. f. w. Nach allen Richtungen Pferdebahn- Verbindung. Landsberger Allee No. 40--41. Elysium. Landsberger Allee No. 40-41. Sonntag, den 25. November 1894: Grosse Matinée zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter " 1 ausgeführt von den Gesangvereinen: 1.„ Oranienburger Vorstadt"; 2. Weiße Rose"( Reinickendorf); 3.„ Wilmersdorfer Liedertafel"; 4. Glockenrein", gemischter Chor( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes), unter Leitung ihres Dirigenten Herrn A. Miesch. Anfang 12 Uhr. Programm 30 Pf. 891b Gr. Frankfurterstr. 73, Volkskaffee- u. Speisehaus an der Kaiserstraße. Bill. Mittags- u. Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen: täglich 8-10 verschied. Gerichte von 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. a. d. Brauerei Reichenkron. Brauerei Jagdschlösschen Eberswalde empfiehlt ihre Lagerbiere, hell, 21 M. inkl. Spundgeld; desgl. dunkel, nach Münchener Art, 22 M. inkl. Spundgeld. 1041L* Vertreter: Edmund Renter, Swinemünderstr. 45 Tel.- Amt IIl. 2706. Roh- Tabak alle Sorten, billigste Preiſe. Max Jacoby, Strelitzerstraße Nr. 52. 1248* Kinderwagen- Bazar Max Brinner, Berlin, Jerufalemerstr.42 u. Brunnenstr. 6. Gesellschaftshaus 35. Swinemünderstr.35, empfiehlt Säle zu Versammlungen, Fest Wochentagen außer Sonnabend gratis. lichkeiten bei 250 Bersonen mit Mufit in Schmiedel's Fettsäle Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle Großart. Auswahl,( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. billige Preise. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. Ww. E. Schmiedel. Viele Anerkennung. 7052* Theilzahlung. Monatl. 10 M. liefert Vereinszimmer zu verg. Luisenstr. 60. Empfehle allen Freunden und Theilzahlung. Anzüge nach Maass Genojien des Güboſtens meinen reichh. Tomporowski, Schneidermeister, Frühstück, Mittag- u. Abendtisch Stempel! * Berlin C, Júden str. 37 I. Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel, ( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr. 9. * Stempel! * 1 zu kleinen Preisen. Franz Gittler, ariannenstraße 48. C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen. 820L* Gravirung von Inschriften ete Für Haushaltungen Homöopath. at Dr. Hösch, Linien- empfehle ich mein straße 149, 8-10, 5 bis 74L* 7, Sonntags 8-10 Uhr. Großes Vereinszimmer ist noch einige Tage in der Woche frei, Lebuserstr. 5. Vereinszimmer mit Piano zu verg. Staligerstr. 140. Pichelsdorfer Bier. Weissbier 864L* zum Selbstabziehen, in fleinen Gebinden von 10 Str. an, frei ins Haus. Fernsprecher Amit Schöneberg Nr. 92. A. Seidler, Schöneberg, Sedanstr. 73-75 u. 82, Berliner Weißbier- Brauerei. Durch Auflösung des Geschäfts findet Gesundbrunnen, Badstr. 26, Edie Prinzen- Allee, ein totaler Ausverkauf des großen Tagers in fertigen Herren- und Knaben- Garderoben, sowie in Schlafröcken, Joppen und sämmtlichen Arbeiter- Sachen zur Hälfte des Selbstkostenpreises ut statt, da der Laden bereits anderweitig vermiethet, müssen die enormen Vorräthe baldigst geräumt sein. Laden sowie Gaseinrichtung stehen billig zum Verkauf. 9698* Verantwortlicher Hebatteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Waz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.