Nr. 265. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Mr. 6919. Vorwürts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für dic fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 13. November 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Regierung Alexanders III. em dieſe oder jene„ heilſame und wohlthätige Maßregel" her überfliegen. II. " ΠΙ. 01 Um als Bauernfreund zu erscheinen, hat rührte: unsere Kaufleute sprachen immer von der Strategie" Alexander III. die Kopfsteuer abgeschafft und den Preis, welchen und unsere Militärs von den Handelsinteressen". die freigelassenen Leibeigenen für ihr Land zahlen müssen, herabDie reaktionäre Ramarilla hat allen westlichen Das ist aber noch nicht Alles. Die russische Kaufmannschaft gefeßt. Aber der Preis ist trotzdem so hoch, und die Zahlung der Ideen" den Krieg bis aufs Messer erklärt, d. h. in verständ- weiß nur zu gut, was die Tschinowniti's( Beamten) find, diese jährlichen Summen so schwierig, daß die Bauern an vielen Orten liche Sprache übersetzt: allen Berfassungsbestrebungen. Die Horde der schlimmsten Räuber, Gauner, Faullenzer und Nichts- ihr Land aufgeben, um sich den Chikanen der Steuereinnehmer zu russische Kaufmannschaft drohte schon mit einem Krieg bis aufs wiffer. entziehen. Und was die Kopfsteuer betrifft, so blieb ihre Ab. Messer gegen die westlichen Waaren. Hier war ein Punkt Um ihre Interessen gegen die gewiffenlosen und schaffung bei der Zunahme der sonstigen Steuern ganz unbemerkt. zu folider Annäherung, wie er nicht besser gewünscht werden dummen Beamten des angebeteten Monarchen" zu schüßen, Die Regierung gründete eine Bauernbant, um den Bauern fonnte. Ihr unterstützt uns gegen die Konftitutionellen, und wir erklärte die russische Bourgeoisie nachdrücklich ihren den Ankauf kleiner Landparzellen zu erleichtern. Die Bedingungen, unsererseits beschüßen euch gegen die Konkurrenz der westlichen Willen, dem Finanzminister Geseze vorzuschreiben und seine unter denen Darlehen gewährt wurden, waren aber weit weniger Manufakturen do ut des Giebst du mir, gebe ich dir. Thätigkeit zu überwachen. Die Regierung gab alsbald nach und günstig als die der Adelsbank. Indeß die Bauern ließen Der Handel war auch schnell abgeschlossen. Rußland jedes Jahr, zur Zeit der Messe von Nischni- Nowgorod, erkundigt fich dadurch nicht abhalten: sie belagerten die neue Bank. Sie vers für die Russen", wurde die Losung für diese unzivilisirten der Finanzminister sich nach den Bedürfnissen der Herren Unter- schuldeten sich dermaßen, daß eine große Zahl von ihnen sich bald in Slavophilen". Rußland für die Russen" das hieß nehmer und kehrt, nachdem er fich mit ihnen über die zu er der absoluten Unmöglichkeit befand, ihren finanziellen Verpflichtungen so viel als, einerseits die Verwaltung der inneren und äußeren greifenden Maßregeln verständigt hat, nach St. Petersburg zurück, nachzukommen; und die Folge war, daß ihre Aecker von der Staatsgeschäfte in die Hände der reaktionären Klique und an- um im Namen des Selbstherrschers aller Neußen die Wünsche selben Bank beschlagnahmt wurden, mit deren Hilfe sie gekauft dererseits den inneren Markt in die Hände der russischen Fabri- der Kaufmannschaft zu verwirklichen. Es ist dies eine Art von worden waren und die man zu dem Zweck gegründet hatte, die tanten gegeben. Und während unsere Staatsmänner den Kampf Verfassung, nur nicht eine von der Art derer des„ verfaulten Lage der Bauern zu verbessern. Die Komödie der Volksbank", gegen die Reformen" der vorherigen Regierung führten, liesen Westens". wie die Bauernbank auch genannt wurde, hat nur einige Dorfbie Herren der Kaufmannschaft Sturm auf die Taschen der russi- Doch, noch einmal, das ist nicht Alles. Der Kupetschestwo*) Wucherer( Rulatis) bereichert und den Preis des Grund und fchen Ronsumenten. war es ganz gleichgiltig, wer in der nächsten Umgebung des Bodens emporgetrieben, zum Vortheil der adeligen GrundBaren war: ob Graf Woronhow- Daschtow Hofminister wurde, besitzer, die den Bauern zu fabelhaften Preifen fleine, wie irgend ein anderer Fürst oder Graf- es war ihr gehüpft für ihre eigene Wirthschaft werthlose Landparzellen verkauften. wie gesprungen. Aber mit wachsamem und eifersüchtigem Auge Bar Alexander III. ließ sich gern den Bauern 3 ar nennen. verfolgte fie alle Ernennungen zu Posten, die mit ihren Er war der Zar der Bauern in dem Sinne, daß es ihm lieb Der Appetit fommt aber bekanntlich beim Essen. Nachdem Bourgeoisinteressen zu thun hatten. Das galt besonders von dem gewesen wäre, wenn alle feine Unterthanen die politische Füg der ausländische Konturrent fast ganz von dem inneren Marft Finanzministerium. Und man muß zugeben, die Regierung famkeit und Unwissenheit der Bauern gehabt hätten. Und verbannt war, unternahm die Kaufmannschaft einen Krieg Alexander's III. verstand es wohl, hier den rechten Mann das war Alles. Seine Regierung richtete diese nämlichen, bem gegen hundert und etliche Unternehmer- russische Unter an den rechten Play" zu stellen. Von Leuten wie Souverän so theueren Muschits( Bauern) zu Grunde, mit einer rückthanen, die nicht zur orthodoxen Kirche gehörten oder Wyschnegradski, Witte und Konsorten mag man sagen sichtslosen und methodischen Grausamkeit, wie sie selbst in Ruß nicht von Mostowiten abstammten. Die Juden, die Polen, was man will, man kann ihnen nicht nachsagen, daß sie in ihrem land selten ist, wo der Bauer von jeher als ein Helot betrachtet die Finnländer hatten nach einander alle Süßigkeiten des neuen Charakter irgend etwas gemein gehabt hätten mit jener und behandelt worden ist. Infolge der steigenden Werarmung Regimes zu foften. Und die Spekulanten auf die patriotischen verschwenderischen und unwissenden Aristokratie, welche in der Gefühle waren niemals zufrieden, es war flar, daß sie erst zu Regel um die russischen Zaren herum iſt. frieden sein würden, wenn die Industrie von Polen und Finnland vollständig zerstört wäre. Der schon vorher sehr hohe Bolltaris wurde so stark verbeffert", daß er beinahe einem Einfuhrverbot gleichfam, und unfere Rapitalisten steckten jährlich 30, 40, 50 und felbft 60 pet. Profit ein( nach offiziellen Mittheilungen). Wir kennen jetzt das Geheimniß der Treue" der russischen Bourgeoisie unter Alexander III. Aber aus nichts wird nichts. Doch warum sollte man nicht versuchen, ausländische Märkte Sehen wir ein wenig zu, was diese Allianz der politischen zu erobern? Rußland für die Russen, heißt das nicht so viel Reaktionäre mit den ökonomischen Ausbeutern unseres Landes als der persische Markt für die Moskowiter, der Markt gekostet hat. der Bucharei für die Moskowiter, der chinesische Markt Während die Herren der Kupetschestwo dank der Wirthschaftsfür die Moskowiter. Aber die englische Konkurrenz? Aber ist politik ihrer Verbündeten unerhörte Gewinnste einsacken, wird die die Regierung Seiner Zarischen Majestät nicht eine gute, väter- Steuerlast von den kleinen Leuten" getragen: von den Arbeitern, liche Regierung, die, nur den Interessen ihrer treuen Kinder Handwerkern und Bauern. dienen will und vor feiner Ausgabe zurückschreckt? Man baute Bei der Thronbesteigung Alexander's III. betrug unser die transtaspische Eisenbahn und nahm die transkaukasische und Budget 650 Millionen Rubel- jetzt hat es eine Milliarde transsibirische in Angriff. Auf diesem Gebiet waren die Ideologen der Reaktion Stets so vollkommen einig *) Eigentlich dem, Rupetschestwo ist männlich, aber da es mit ben Schmaroßern der Bourgeoisie, daß man heißt die Raufmannschaft, haben wir es für gut gehalten, das in diesem oder jenem besondern Fall gar nicht sagen konnte, von Geschlecht zu verdeutschen. Red. d. V. Feuilleton. Im Exil. 2 " der Bauern, von welchen der Grund und Boden in Rußland hauptsächlich bearbeitet wird, ist die Landwirthschaft Rußlands vollständig ruinirt; und die furchtbare Hungersnoth des Jahres 1891 war nur das natürliche Ergebniß der elenden Lage unserer Bauernbevölkerung. Es ist ein altes Wort: Arme Bauern, armes Land. Unsere Staatsmänner wissen es ebenso gut wie wir. Aber sie glauben, der Armuth des Staates durch Anlehen im Ausland abhelfen zu können. Die Finanzminister Alexanders III., namentlich die Herren Wyschnegradski und Witte haben ihre ganze Zeit und Kraft darauf verwandt, durch Finanzspekulationen, die der geriebensten Industrieritter würdig waren, den Unwissenden Sand in die Augen zu streuen. Die Dummen sperrten voll Staunens den Mund auf, und die Staatsschuld wuchs und wuchs fortwährend, so daß jetzt in Frankreich allein für 800 Mil, lionen Rubel russische Schuldpapiere angesammelt find. Die französische Freundschaft fängt an zu wanken, und von vier Monaten spürt man noch immer den Pulverdampf, Deinen Kameraden, Deinen Professoren plaudern muß! den Haß, das unersättliche Verlangen nach Rache. Einen Beim ersten Wort wäre ich verloren gewesen. Zum Glück Augenblick war ich bekümmert, als ich von weitem die stieg er wieder in den Wagen. Er wollte also weiter fahren. [ Nachdruck verboten.] Fenster unseres Hauses erblickte. Es war aber nur ein Ich grüßte und ging schnell wie jemand, der es eilig hat, flüchtiger Moment. Mein schönes Paris zeigt sich jetzt so vorüber, und als ich einen Gendarmen bemerkte, bat ich ihn, häßlich, daß man glauben könnte, es wolle nicht bedauert sein. mir ein Hotel zu nennen, in dem ich die Nacht Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung Das Beinkleid, das ich mir gekauft habe, ist von zubringen tönnte. Wenn Sie wünschen, Herr von Marie Kunert. geradezu blendender Wirkung. Es ersetzt eine ganze Lieutenant, werde ich Sie führen, sagte er. Einen AugenZwei Tage, zwei tödtlich lange Tage voll banger Un- Uniform. Ich sehe darin so echt militärisch aus. blick stand ich etwas bestürzt, aber dann erinnerte ich mich ruhe, voll wachsender Angst folgten nun. Endlich kam der Auf dem Bahnhof keine Schwierigkeiten... Mein Billet an meine Beinkleider mit den Streifen und ließ mich, nicht Briefträger. Er brachte ein Telegramm, das sofort mit wurde abgestempelt und vifirt. Es schlug zwölf Uhr, und ohne mit meiner Lachluft zu kämpfen, unter dem denkbar zitternder Haft erbrochen ward. Viktoria! Es war in ich stieg in den Expreßzug. sichersten Schutz nach dem besten Hotel der kleinen Stadt Genf aufgegeben worden und enthielt nur sechs Worte: In meinem Koupé nichts als Engländer. Sie tranfen, geleiten. Ohne Unfall angenommen. Euch Allen aßen, spielten, schwagten, ohne ein einziges französisches Du fragst Dich gewiß im Stillen, meine gute Mutter, Rüffe." Wort zu brauchen oder zu verstehen. Meine Reisegefährten wie ein so schüchterner Mensch wie ich mit einem Male Aber wieviel Freude in diesen wenigen Worten! Man hätte ich gar nicht beffer wählen können. Ich hatte mich eine solche Sicherheit fand. Wie das eigentlich geschah, lachte und weinte durcheinander. Frau Messant warf sich mit zwei riesengroßen reaktionären Zeitungen versehen, weiß ich nicht. Ich vermuthe nur, daß in uns allen, wir daß uns dessen bewußt find, ihrem Gatten in die Arme, fiel Lucien um den Hals und dem besten Mittel, um in unserer sogenannten Re- ohne für ein wußte weder was sie that noch sprach. Jetzt wollten alle publik wohl gelitten zu sein. Aber ich bedurfte dieser kritische Momente gewisser Reservefonds steckt. Gewiß ift, daß ich mich in gern Näheres wissen. Aber noch hieß er, sich sechs Schuhwehr gegen gefährliche Unterhaltungen gar nicht. Kühnheit Rolle ganz unddreißig Stunden gedulden. Wollte es denn niemals In meine Ecke gedrückt, konnte ich nach Herzenslust meiner behaglich fühlte, daß ich tommen, dieser so ungeduldig erwartete Brief? Endlich war schweigen, die Landschaft betrachten, an Euch denken, Hunger, Durst und Schlafbedürfniß hatte, daß ich aß. er da! Ach, wie wurde er verschlungen und wieder und darüber nachsinnen, wie ich es anstellen mußte, um nicht trant und schlief ganz mit der ruhigen Sicherheit eines wieder von neuem gelesen! gefaßt zu werden. Unterdessen eilte, raste der Zug vor Reisenden, der keine Sorge hat. René schrieb: wärts, und obgleich ich so ruhig war, daß ich mich selbst Noch mehr! Als ich am nächsten Tage auf Bellegarde, Genf, den 26. September 1871. darüber wunderte, konnte ich das Herzklopfen nicht unter den für mich entscheidenden Punkt zufuhr, glaubst Du, daß Meine geliebten Eltern! drücken, das mich bei dem Gedanken befiel, daß jede Um- ich mich dabei überraschte, daß mein Wesen sich gleichsam In dem Augenblicke, in dem Ihr diese Zeilen left, seid drehung der Räder mich von meinem Heimathlande ent- verdoppelte? Während das eine von meinen beiden Ich sich mit berechtigter Ungeduld sagte: Was wird nun Ihr schon über mein Schicksal beruhigt. Gewiß stellt Ihr fernte und der Grenze näher brachte. Euch vor, daß ich ein wenig müde und ganz fremd hier, Die Nacht kam. Culoz! Culoz! Der Expreßzug fuhr kommen? war das andere entzückt, begeistert! Wenn ich zufrieden, mich endlich in Sicherheit zu wissen, aber doch nach Italien weiter. Jetzt hieß es Jetzt hieß es aussteigen, ein jetzt daran denke, daß ich den Montmartre für Stellt Euch vor. nein, Ihr traurig bin bei dem Gedanken, so weit von Euch getrennt Nachtlager suchen. Vor dem nächsten Morgen ging einen Berg hielt! zu sein. Ich kann Euch nun von meiner Reise erzählen. tein Zug nach Genf. Auf dem Quai war ich etwas Leute aus der Stadt, aus der Ebene, Ihr könnt In Paris verlief alles programmmäßig. Ich bin nur unruhig. Behn Schritte vor mir erblickte ich einen Poly- es Euch nicht vorstellen, schauen müßt Ihr. -dachte ich tommt Ich sehe also, wie die Eisenbahn sich zwischen zwei Fels im Fiaker durch die Stadt gefahren. Wie leer und traurig technifer, einen echten. Hoffentlich erschien sie mir mit ihren öden Straßen, ihren Schutthaufen, er nicht auf den Einfall, mich anzureden. Mein alter Lucien, wänden hindurchwand und schlängelte. Weiße Nebel, die ihren Kavalleriepatrouillen, die mit der Muskete in der gewiß siehst Du mich vor Dir, wie ich jetzt meinen Namen, ich zuerst für Rauch hielt, wogten zu beiden Seiten. Ganz Hand wie in einem feindlichen Lande umherstreifen! Nach 5. h. eigentlich den Deinigen nennen, wie ich von der Schule, hoch oben erschien ein Fleckchen vom Himmel, wie ein azur " die Pariser Kapitalisten meinen, es fei jett genug. Und[ v. Lucanus herausgetrommelt werden mit der Anregung", sein II. Cine Besserung der Verhältnisse ist durch die Selbsthilfe sind wir von unseren lieben Alliirten" verrathen" was Abschiedsgesuch aufzusetzen. allein nicht zu erwarten, sondern Staat und Reich müssen rückdann? haltlos alle geeigneten Wege beschreiten, die vorhandenen offenUeber den Fall Göring ereifern sich die Zeitungen. liegenden Schäden zu beseitigen und die Folgen der geschlossenen Die Regierung Alexanders III. ist von den Diplomaten des Auslandes gehätschelt worden. Sie war stolz darauf, die Herr Göring war unter Caprivi Chef dec Reichskanzlei. Handelsverträge und der internationalen Getreidespekulation abAchtung, deren Rußland seitens der anderen Mächte genießt, Fürst Hohenlohe will auf seine Beihilfe verzichten und den zuschwächen bezw. zu beseitigen. erhöht zu haben. In der That war die politische Lage für Vertrauensmann Caprivi's pensioniren lassen. Nun gehört III. Hierzu erscheint vor allem eine durchgreifende Reform Rußland überaus günstig, allein die Regierung Alexanders III. aber das Amt eines Chefs der Reichskanzlei zu den Stellen, der Getreidebörse auf der Basis des realen Geschäfts in Effektivist hieran so unschuldig wie ein neugeborenes Kind. Sie von denen die Beamten nur nach dem Gesetz von 1886 in waaren nothwendig. Das internationale Zusammenwirken der hatte blos die Früchte des deutsch- französischen den Ruhestand versezt werden können, nämlich nach Voll- Börsen in seinem jezigen Umfange und in feiner jetzigen GeKriegs von 1870/71 zu pflücken, der Frankreich in die Arme des Zaren warf. Frankreich erwartet viel von endung ihres 65. Lebensjahres und unter der Voraussetzung, staltung ist eine der Hauptursachen des heutigen traurigen Zuwerden. felbst. der Freundschaft des„ nordischen Kolofses"; es merkt nicht, daß daß die vorgesetzte Behörde, also im Falle Göring der Standes der Getreidepreise. IV. Die Bestrebungen zur Ordnung der internationalen die thönernen Füße" des Kolosses von Tag zu Tag beruhiger Reichskanzler, nach pflichtmäßigem Ermessen erklärt, Herr Währungsverhältnisse sind aus national- wirthschaftlichen GrünGöring sei unfähig, seine Amtspflicht ferner zu erfüllen. den möglichst zu unterstüßen und zwar in Verbindung mit einer Die russische Despotie gründete sich, wie alle Despotien des Gegen eine solche Erklärung könnte Herr Göring nach§ 149 besonderen Kontrolle die Aufnahme öffentlicher Anleihen für das Orients, auf die Unwissenheit und die Unbeweglichkeit der des Reichsbeamtengesetzes den Rechtsweg beschreiten. Ausland. Bauern, die in ihren berühmten( fommunistischen) Land- Herr Göring will sich nun nicht pensioniren lassen, so V. Die Errichtung von staatlichen Krankenhäusern und die gemeinden festsaßen und sich um das, was außerhalb ihres Dorfes daß wir das Schauspiel genießen, daß sich auf der einen Organisation der Landwirthschaft zwecks genossenschaftlicher Bevorging, nicht fümmerten. Jetzt ist diese alte Grundlage Seite keine Minister finden, auf der anderen zu viele Chefs nugung derselben ist gleichzeitig ins Werk zu sehen. Die rückhaltberuflifen Despotismus zerstört- zerstört durch der Reichskanzlei vorhanden sind. Hat sich doch schon ein loſe ſtaatliche Förderung und Unterſtützung der Kleinbahnen, be Die alte ruffische Dorfgemeinschaft gehört der Vergangenheit Nachfolger für den noch nicht abgesetzten Herrn Göring gefordert werden, da Kanäle und Großbahnen in erster Reihe dem an. Völlig zu Grunde gerichtet, giebt der Bauer feine alten funden. Beschäftigungen, seine alten Beziehungen, seine alten Gewohn heiten auf. Seit dem Krimtrieg hat Rußland eine wirthschaftliche Revolution durchgemacht, und diese Revolution muß mit Naturnothwendigkeit unsere Reaktionäre mögen thun was sie wollen- ihre politischen Konsequenzen haben. Was sage ich? Unsere Reaktionäre mögen thun was sie wollen?" Sie sind ja gerade unsere größten Revolutionäre. Sie find es, die mit all ihrer Kraft eine ökonomische Bewegung beschleunigt haben, die ihrer Herrschaft ein Ende machen wird. Der Betteladel zählt nicht mehr, und die Bourgeoisie treu" so lange die Treue" ihr Geld einbringt wird die erste sein, sich gegen den alten Verbündeten zu wenden, sobald dieser Verbündete ihr nichts mehr zu geben hat. Dreizehn Jahre lang hat Alexander 11. den Wind gefät. An Nitolaus 11. ist es, den Ausbruch des Sturms zu verhindern. Wird es ihm gelingen? 6. Plechanow. Dolitische Uebersicht. Berlin, den 12. November. sonders durch entsprechende Subventionen derselben, muß ge= Großhandel und dem internationalen Verkehr dienen. In dieser Vom neuen Landwirthschaftsminister. Herr von Richtung wird insbesondere auch das Tarifwesen einer völlig Hammerstein- Lorten war früher Mitglied der Welfenpartei, neuen Regelung bedürfen mit dem Ausgangspunkte, daß der hat dieselbe im Reichstage vertreten, er hat gegen die Ver: Inlandsverkehr entgegen dem bisherigen Berfahren dem Transitfassung des norddeutschen Bundes gestimmt. Bei der Okku- verkehr gegenüber eine nachdrückliche Bevorzugung erfährt. VI. Die Aufhebung der sogenannten gemischten Tranfitläger pation Hannovers wurde er von der preußischen Regierung für Getreide, die feinerlei Förderung der nationalen Wirthschaft gemaßregelt. Erst die Schutzzollpolitik Bismard's hat bewirten, erscheint unbedingt nothwendig. ihn mit Preußen versöhnt. So sieht man bei VII. Da aber auf dem bisher gekennzeichneten Wege eine unserem jüngsten Minister, einem unserer größten Grund- schleunige und zureichende Befferung der Verhältnisse allein nicht befizer, daß er sich mehr durch wirthschaftliche Interessen zu erwarten steht, ist es Aufgabe des Staates, Mittel zu als politische Grundsäße beeinflussen läßt. finden, um ohne Schädigung der wahren Interessen der Konfumentenkreise(?? Red. d. Vorw.") einen den Produktionskosten Zum Kampfe gegen die Margarine, der Butter entsprechenden Preis des Getreides im Interesse der Erhaltung des armen Mannes. Ueber den dem Bundesrathe zubes wichtigsten Gewerbes im Staate zu erzielen." gegangenen Gesezentwurf wegen Abänderung des Zoll- Zur weiteren Verfolgung und Spezialisirung dieser tarifs, der am 1. April 1895 in Kraft treten soll, schreibt Beschlüsse wurde ein Unterausschuß eingefeßt. die" Lib. Korr." ut. a.: " Bescheiden sind die löblichen Agrarier in der Aufstellung ihrer Forderungen wahrlich nicht. Wenn aber die Arbeiter, die doch wahrlich mehr leiden wie die Agrarier, bescheidene Forderungen zur Hebung ihrer Klasse aufstellen, dann zetern die Herren von und zu über die Begehrlichkeit der Arbeiter und lehnen alles ab. und lehnen alles ab. Unter den beantragten Bollerhöhungen war von Bedeutung eigentlich nur diejenige des Bolles auf Baumwollensamenöl, der den Forderungen der schutzöllnerischen Delfabrikanten und zu gleich denjenigen der Agrarier entgegenkommt. Der Zoll, der zur Beit vier Mark beträgt, soll auf zehn Mark erhöht werden; Mücken seihen und Elephanten verschlucken das in der Eeifenfabrikation zur Verwendung gelangende Baumwollensamenöl soll amtlich denaturirt und der Zoll dem Neue Marineforderungen. Nicht blos der Militärbas ist die nationalliberale Pharisäer- Moral. Sie entsprechend auf 3,50 M. herabgefeßt werden.--- Die Etat, sondern auch der Marine- Etat soll eine Erhöhung nimmt jetzt Anstoß an den allerdings sehr bedenklichen und Bollerhöhung für Baumwollensamenöl wird damit begründet, erfahren. Für den Mannschaftsbestand der Flotte dürfte für unsere politischen Zustände nichts weniger als schmeichel- daß dessen Verwendung zu Speisezwecken von 64 484 D.- 3tr. eine abermalige Vermehrung von gegen 1000 Röpfen ge haften Gerüchte, die sich an die Lucanisirung des in 1885 auf 278 823 D.3tr. in 1893 gefliegen sei. vorigen Reichstanzlers knüpfen, und wehklagt über die Durch vervollkommnete Raffination sei es gelungen, so fordert werden, so daß dieser sich dann insgesammt auf tendenzöse Geschichtsschreibung der Opposition". Diese herzustellen, das namentlich zur Fabrikation von Kunstwird ausgeführt, aus Baumwollensamenöl feines Speiseöl gegen 21 500 Mann belaufen wird. Wehrlage ist gar fomisch im Munde der Herren National- butter, wozu es sich seines starten Palmitingehalts wegen Marocco. Aus Tanger wird telegraphirt: Drohender Konflikt zwischen Deutschland und liberalen, die 25 Jahre lang die Tausende faustdicker besonders eignet, sowie zur Konservirung von Fischen verwendet Tendenzlügen, die von und über Bismard in Umlauf ge- werde. Bu deutsch heißt das: das Baumwollensamenöl Neumann vier Kilometer von Casa blanca von Eingeborenen er Am 6. d. M. Abends ist der deutsche Staatsangehörige Franz setzt wurden, nicht blos nicht getadelt, sondern aufs Betrieb ichlägt man und die Margarine meint man.schoffen famste verbreitet und zum großen Theil selber fa- Für die Margarinefabrikation bedeutet das eine erhebliche Ber- schossen und beraubt worden. Der deutsche Gesandte dahier hat fa- Für brizirt haben. Die Bismarck' schen Reklamemacher theuerung des Materials, da es bisher wohl in Amerika, nicht Befehl erhalten, sich sofort nach Fez zu begeben, um von der ärgern fich, daß bei allen anständigen Leuten der Sturz aber in Deutschland gelungen ist, aus dem Baumwollensamenöl Regierung des Sultans Genugthuung zu fordern. Caprivi's ein gewisses sympathisches Interesse erregi feines Speiseöl herzustellen. -W während der ihres Götzen alle anständigen Leute mit Wir haben es hier also wieder mit einem neuen Stück Genugthuung erfüllt hat. Diese Gesellschaft, die den Unter- Großgrundbesizerschutz zu thun. schied zwischen einem Gentleman und einem ordinären Gewaltmenschen nicht kennt, begreift natürlich nicht, daß es Menschen giebt, die diesen Unterschied kennen. Zur Börsenreform schreibt der Reichs- Anzeiger": Nachdem die zwischen Vertretern des Reichs und der Bundesregierungen eingeleiteten Besprechungen über die Borschläge der arbeitung eines Gefeßentwurfs, betreffend die Reform des BörsenBörsenenquete- Kommission zu Ende geführt find, ist die Auswesens, im Gange. Nach dem Stande der Arbeiten darf an genommen werden, daß der Gefeßentwurf dem Bundesrath binnen furzem wird vorgelegt werden können. Die Reorganisation des Getreidehandels betreffend, hat der Sonderausschuß des Bundes der Landwirthe, welcher am 5. und 6. November im Abgeordnetenhause unter Leitung des zweiten Bundesvorsitzenden Dr. Röside tagte, einstimmig Zu den neuesten Ministerwechseln bemerkt die folgende Beschlüsse angenommen: Germania": I. Der dermalige Preisstand des Getreides deckt die Zur Frage der Entschädigung unschuldig Vers In 4 Jahren find in Preußen fast ein Dußend Minister Produktionskosten nicht mehr, so daß die Landwirthschaft Deutsch- urtheilter. Ein Wittener Bürger wurde 1864 zu einer von ihren Seffeln verschwunden, nämlich v. Scholz, v. Goßler, lands, die auf den Getreidebau in erster Reihe angewiesen bleibt, langjährigen Zuchthausstrafe verurtheilt, weil er in einem v. Maybach, Frhr. v. Lucius, Graf Bedliß, Herrfurth, Graf in ihrer Existenz schwer bedroht erscheint. Der heute geltende Streite seinen Freund erschlagen haben sollte. Vor einigen Eulenburg, Graf Caprivi, und weiter D. Heyden, Grundsatz des schrankenlosen internationalen Ausgleichs der Tagen ist, wie die Berliner Zeitung" mittheilt, die Unv. Schelling. Daß die Wiederbefehung der Stellen anfängt, Getreidepreise auf der Preisbasis der niedrigst entwickelten schuld des Mannes durch das Geständniß eines GlasSchwierigkeiten zu machen, ist kein Wunder, ein Minister Kulturvölker( so 3. B. der Vereinigten Staaten von Nordamerita. arbeiters auf dem Sterbebette an den Tag gekommen. Der posten ist jetzt der unsicherste Beruf, den es giebt, und wer Die Red. d. V.) bedeutet eine wesentliche Störung der fulturellen inzwischen Verstorbene hat erklärt, daß er der Thäter gean einer anderen Stelle warm fitt, braucht sich nicht danach ge- Entwickelung unseres Vaterlandes. Der Rückgang bezw. der Ruin des wesen sei; er war s. 3. Belastungszeuge gegen den unschuldig lüften zu lassen. Der Wind, der die Hohen von ihren Sißen deutschen Getreidebaues und der deutschen Landwirthschaft stellt herunterfegt, wechselt gar zu plöglich. Man kann heute Abend eine Breisgabe des Baterlandes seinen äußeren und inneren verurtheilten Bürger. mit einem Vertrauensvotum felig zu Bette gehen und morgen Feinden gegenüber dar. Demgemäß liegt es im Interesse der in aller Frühe vom Chef des Zivilkabinets des Kaisers, Herrn Gesammtheit, daß schleunigst Wandel geschaffen werde. in Genf, im Hotel de la Monnaie und schreibe Euch von hier aus! blauer Baldachin. Hin und wieder sah man ein Thal und am Horizont eine Reihe von Berggipfeln, die mitten im Lichte thronten, hier standen wieder Häuser an einer un- Jch nenne mich noch immer Lucien Morlet und geheuern Bergwand wie Ameisen neben einem Elefanten. werde Deinen Namen, lieber Vetter, beibehalten, bis ich In einem Thalfeffel lag ein hübsches Dorf, in dem es meine Papiere und Effekten erhalten habe. fich gut leben laffen mußte. Ueberall Wasserfälle, kleine Schreibt mir bald. Ich fürchte, daß meine arme Mama Seeen, dann die Rhone, die in ihrem engen Bett noch mehr Angst ausgestanden hat, als ich. schäumte und brauste, sammetgrüne Wiesenflächen, daß Ich bin unruhig und fühle mich einsam, so sehr einman glauben konnte, man sei im Frühling. Und doch war fam. Aber es ist jetzt keine Zeit dazu, melancholisch zu werden. dies alles noch nicht die Schweiz! Da es nun mein Schick Jch füsse Euch alle mit einander. sal ist, ins Eril zu gehen, so bin ich nur glücklich darüber, daß ich mir ein so schönes Land gewählt habe. II. Euer René. Eine Neuwahl im Reichstags- Wahlkreise Illertissen wird, wie jetzt bayerisch- offiziös festgestellt wird, infolge der Ernennung Reindels zum Dombechanten nicht erforderlich, weil es sich um kein Staatsamt hierbei handle. Die Durchschnittspreise der wichtigsten Lebensmittel beSeptemberpreisen: für 1000 Kilo Weizen 123( 128) M., Roggen 110 trugen im Oktober im Vergleich zu den in Klammern beigefügten ( 112) M., Gerfte 120( 121) M., Hafer 116( 121) M., Kocherbsen 209( 217) M., Speisebohnen 250( 242) M., Linfen 405( 410) M., Eßkartoffeln 48,5( 47,2) M., Richtstroh 87,8( 87,0) M., Seu 50,0 ( 50,6) M., Rindfleisch im Großhandel 1123( 1114) M.; für ein Kilogramm Rindsteule 1,40( 1,41) M., Rindfleisch vom Bauch 1,21( 1,21) M., Schweinefleisch 1,36( 1,36) M., Kalbfleisch 1,83 ( 1,32) M., Hammelfleisch 1,27( 1,27)., ger. inl. Spec 1,66 ( 1,67) M., Gßbutter 2,20( 2,28) M., inl. Schweineschmalz 1,65 ( 1,65) M., Speisemehl aus Weizen 0,25( 0,25) M., aus Roggen 0,22( 0,22) M. Seit zwei Tagen war René in Genf. Da das Wetter Aus meiner Bewunderung wurde ich durch das Pfeifen gegen Ende September hell und warm war, durch der Lokomotive gerissen. Bellegarde! Alles stieg aus. Hier streifte er zuerst die Stadt nach allen Richtungen und wurden die Pässe revidirt. Mit Bligesschnelle war mein fühlte sich durch die Neuheit aller Dinge angenehm an- Der Aegir- Ukas wird jezt auf ein Mißverständniß, " einen Frrthum" Entschluß gefaßt. Es hieß direkt auf den Feind losgehen. geregt. Bei seinen Spaziergängen hatte er eine Statue Irrthum" zurückgeführt. Das Fremdenblatt" Ich fragte den Beamten nach dem Chef des Kommissariats. entdeckt, auf deren Sockel die Inschrift stand: Dem An- schreibt heute: Mit der schuldigen Ehrerbietung geleitete man mich zu dem denken Philibert Berthelier's, der, entfreuliche Thatsache bekannt, daß jene von uns gerügte In Sachen des„ Ganges an Aegir" wird nunmehr die erselben, einem großen, plumpen Menschen mit mißtrauischer, hauptet, für die Freiheit seines Vater Verfügung des Kultusministers in der That, wie wir von Anfang mürrischer Miene. landes starb. 1519. Mit bitterem Lächeln hatte er an annahmen, nicht erlaffen worden ist. Der Irrthum foll Meinen Koffer in der Hand, trat ich an ihn heran. sich da sagen müssen: Ein merkwürdiges Land, in dem sich daraus erklären, daß vor kurzem an die Leiter der höheren Ich theilte ihm mit, daß es meine Absicht wäre, die man einen Mann ehrt, der für seine Ueberzeugung hin- Anstalten eine ministerielle Weifung ergangen ist, in welcher Schweiz zu sehen, und überreichte ihm meinen Baß. Er gerichtet wurde. Wahr ist allerdings, daß man damit be denselben empfohlen wird, den„ Sang an Hegir", mit in ist nicht ganz in Ordnung, das weiß ich wohl, sagte ich zu gonnen hat, ihn zu tödten. Sein Tod verklärt ihn.- Am die Reihe der von den Schülern der oberen Klaffen zu fingen ihm. Aber kann ich nicht auch so passiren? Wenn es un Eingang zum Englischen Garten" erblickte er statt der den Gefänge aufzunehmen. 3war läßt sich auch hiergegen möglich sein sollte, so würde ich meine Reise über Marseille Stadtfergeanten nur einen Auschlag:" Dieser Garten ist daß jene Maßnahme, deren Dementi wir dringend fordern mußten, manches einwenden; doch ist es jedenfalls mit Freude zu begrüßen, fortseßen. Aber es wäre doch grausam, wenn ich so nahe dem Schuße der Bürger empfohlen!" und dachte dabei: nicht erfolgt ist. der Schweiz jezt umkehren müßte. Der Mann sah mich Jezt ist es gewiß, daß ich nicht mehr in Frankreich bin. Was hier zugestanden ist, kommt der Wahrheit prüfend an und zögerte. Aber war es meine unbefangene In der Ferne erblickte er den Salève( Berg bei Genf), der schon sehr nahe. Die Schulen durch ministerielle Weisung Miene oder meine Uniform, die wirkte? Endlich ant- ihm zu winken schien. Es war einer jener warmen Tage, zum Singen des Aegir anzuhalten, ist nicht viel anderes, an denen, vor Eintritt des Regens, die Entfernungen zu als sie zum Besprechen des Aegir aufzufordern, Es liegt Ihnen also daran, eine Schweizerreise zusammenzuschrumpfen und die Verge dem Beschauer näher jedenfalls um kein Haar breit weniger byzantinisch. Jedenmachen? zu rücken scheinen. Es schlug 3 Uhr. falls ist der Aegir- Ufas ergangen und zurückgezogen. Ja wohl. Gut! überlegte er. Ich habe noch Zeit, vor dem Abendessen auf diesen Hügel zu steigen. Und schnellen Zur österreichischen Wahlreform Vorlage. Nach Schrittes machte er sich auf den Weg. Aber jetzt wich die der offiziösen Montagsrevue" ist der Stand der WahlMaffe zurück und wurde in dem Maße, als er sich ihr reformfrage ein ungünstiger. Bei den Polen soll eine gründ näherte, immer größer. Thäler breiteten sich zu seinen liche Abneigung gegen die neu zu schaffende Arbeiterturie Füßen, lange grüne Strecken rollten sich vor seinen staunen- herrschen und die Regierung sich bei den mit den KlubSen Augen auf. Etwas ärgerlich kehrte er endlich um. Um obmännern stattfindenden diesbezüglichen Konferenzen meist sich darüber zu trösten, daß er sich hatte narren lassen, passiv verhalten. dachte er: Es scheint, daß es mit diesem Gipfel ist wie Ich sah zwei oder brei weniger glückliche Passagiere mit dem Glücke. Man glaubt, man braucht nur die Hand die man an der Weiterreise verhinderte. Der Zug fuhr ab. auszustrecken, um es zu fassen, und so bald man näher Auf Wiedersehen, mein lieber Herr Kommissarius. Warten kommt, entflieht es. Sie nur hübsch auf mich!- Vivat! ich bin jegt in der Schweiz, wortete er: Sie werden sich nicht lange aufhalten? So furze Zeit wie möglich. Meine Börse ist nicht übermäßig gefüllt. Und Sie werden bei Ihrer Rückreise hier durchfahren? Ich muß wohl oder übel. Nun, dann passiren Sie. Und ruhig und würdevoll, aber mit erleichtertem Herzen paffirte ich. ( Fortsetzung folgt.) Die Unvereinbarkeit des Abgeordnetenmandates mit einer von der Regierung abhängigen Beamtenstelle tam heute im österreichischen Abgeordnetenhause zur Sprache. Eine Depesche aus Wien meldet hierüber: Der Jungczeche Kramacz stellte den Driiiglichkeitsantrag, wonach die Abgeordneten, welche während ihrer Mandatsdauer zu Staatsbeamten ernannt werden, das Abgeordnetenmandat ver- lieren sollen. Nach längerer Debatte, in welcher der Unterrichts- minister Madeyski erklärte, er finde keinen Anlaß, heute zu der Frage der Jnkomptabilität definitiv Stellung zu nehmen, die Regierung sehe keinen Grund, eine derart wichtige Frage dringlich zu behandeln und lehne jeden Zusammenhang zwischen der jüngsten Ernennung zweier Abgeordneter zu Ministerial- beamten und den politischen Parlamcntsfragcn ab, wurde die Dringlichkeit nüt 94 gegen 47 Stimmen abgelehnt und der An- trag dem Wahlreformausschusse überwiesen. Veranlaßt wurde der Antrag durch die kürzlich statt- gefundene Ernennung einiger Parlamentarier zu hohen Stellungen im Unterrichtsministerium, wodurch der lieber- gang derselben zur Opposition verhindert werden sollte.— Casimir Perier hat nicht genug an der moralischen Hinrichtung durch I a u r ö s. Er hat jetzt einen neuen Beleidigungsprozeß angestrengt und zwar gegen den Ab- geordneten M i l l e r a n d, den Chefredakteur der„Petite Rvpublique", in welcher derselbe vorigen Donnerstag über den letzten Prozeß einen für Casimir Perier allerdings nicht schmeichelhaften Artikel veröffentlicht hat. Nun— wenn Casimir Perier durchaus eine Wiederholung der grau- samcn Prozedur wünscht, so kann ihm der Gefallen ja ge- than werden.— Wie schwer den Casimir-Leuten die zer- schuntternde Niederlage aus dem Herzen liegt, die ihr Mann mit seinem vorletzten Beleidigungsprozeß erlitten hat, wird in tragikomischer Weise durch die fürchterliche Drohung be- wiesen, zu der Herr Aves Guyot, der famose Sozialisten- sresser und Exminister, sich in seinem„Siecle" versteigt' er kündigt nämlich unserem Genossen Jaures den„konstitutiv- ncllen Tod" an, indem er ihm mittheilt, wenn er so rück- sichtslos gegen den Präsidenten der Republik vorgehe, könne dieser ihn ja niemals zum— Minister machen. Ter arme Janrös!— Tie Angelegenheit i« Cenchuis kam am Donnerstag vor die französische Kammer. Der sozialistische Abge- ordnete L a v y begründete die Interpellation und erzielte eine beträchtliche Wirkung. Da erhob sich der Minister des östentlichen Unterrichts, Mr. Leygues, und verlas ein bis dahin geheim gehaltenes Aktenstück aus dem Jahre 1883, durch das Robin, der ehemalige Direktor von Cempuis, arg kompro- mittirt wurde. Die Kammer ging darauf mit sehr großer Majorität zur Tagesordnung über. War das Aktenstück echt? Das muß abgewartet werden. Eine recht unanständige Ueberrumpelung war es unter allen Umständen, um so verwerflicher, als der Interpellant so loyal gewesen war, vor der Kanimersitzung dem Herrn Lengues das ganze Material zur Einsicht zu übergeben. Jevenfalls hat jetzt Herr Robin das Wort.— Koloniale Freude«. Frankreich steht jetzt wieder vor folgenschweren Konsequenzen seiner Kolonialpolitik. Eine Depesche aus Paris meldet hierüber: In den Wandelgängen der Kammer theilten die Deputirten Boissy d'Anglas und Alype mit, daß die Regierung für morgen die Interpellation über Madagaskar annehme. Sie versicherten gleichzeitig, die Regierung werde eine Kreditforderung von 60 bis KS Millionen Franks einbringen und die Ermächligung nach- suchen, 15 000 Mann nach Madagaskar zu entsenden, um die Ausführung des Vertrages von 1KSS sicher zu stellen, durch welchen das Protektorat Frankreichs über die Insel fest- gesetzt wurde. Die Kreditforderung und die Stärke deS Ex- peditionskorps sei nach den Berechnungen und Plänen der in diesen Angelegenheiten kompetentesten Personen festgesetzt worden. Für diese Forderungen dürfte sich in der Kammer eine bedeutende Majorität finden. Belgien. Unsere Genossen haben noch nicht den Fuß in die belgische Kammer gesetzt, und schon beherrschen sie dieselbe. Die Thronrede, mit der die morgen, Dienstag, den 13. d. M., beginnende Kammersession eröffnet werden sollte, ist Knall und Fall aus dem parlamentarischen Geschäfts- Programm gestrichen worden, weil eine Thronrede ein Pro- gramm entwickeln müßte und eine umfassende Debatte zur Folge hätte. Ein soziales Programm hat aber die belgische Regierung so wenigzwie irgend eine anderesRegierung, und eine Diskusston mit den Sozialisten scheuen alle staatserhaltenden Parteien wie das höllische Feuer. Mit brutaler Gewalt unterdrücken, mit dem Polizeiknüppel oder Säbel drein- schlagen, auch„Alles über den Haufen schießen"— das kann diese geistig bankrotte Gesellschaft, aber„mit geistigen Waffen kämpfen", die Berechtigung ihrer eigenen Existenz nachweisen, den Sozialismus mit Vermuistgründen widerlegen— das kann sie nicht, und wird sie nie- mals können— weder in Belgien noch anderswo.— Seute(den 12. November) werden die noch ausstehenden enatswahlen vollzogen. Die meisten sind den Kleri- kalen sicher. Nur 7 werden der Opposition zufallen, und von diesen 7 beanspruchen die Sozialisten 4 für sich. Die Liberalen weigern sich zwar, werden aber wohl müssen. Die Sozialisten wollen in den Senat, dessen Existenz- derechtigung sie natürlich nicht anerkennen, nur in der Ab- ficht eintreten, von innen heraus„die alte, überflüssige Baracke zu zerstören".— Ten Tod eines der tüchtigsten Genoffen beklagen die belgischen Sozialisten. Am Freitag starb in Herstal Oskar Beck, einer der eifrigsten Redner und Jour- nalisten der Partei. Zahlreiche Verfolgungen— er war städtischer Beaniter— vermochten nicht, ihn„mürbe zu machen", seine Körperkraft wilrde aber rascher untergraben, und als er der Proletarierkrankheit erlag, zählte er erst 42 Jahre. Der„Peuple" vom gestrigen Tag widmet dem treiien Genossen einen warmen Nachruf.— Das italienische Parlament tritt am 28. November zusammen. Die Regierung behauptet, einen Plan zur Deckung des Defizits zu haben, hält ihn aber sorgfältig ge- heim. Jedenfalls ist er gleichwerthig mit dem berühmten „Plan" Trochu's zur Vertheidigung von Paris. Jener„Plan" war bekanntlich Schwindel. Das italienische Königreich ist ein- fach bankrott— und zwar bankrott durch die Politik, welche Crispi jetzt auf die Spitze treibt. Die Finanzkrise und die politische Lage werden der Kammer reichlichen Stoff geben und verbürgen eine stürmische Session. Die Opposition hat mächtige Waffen gegen die Regierung, und sie hat hinter sich die allgemeine und beständig im Wachsen begriffene Erbitterung des Volkes über die Gewaltthätigkeiten, die Mißwirthschast und die Korruption des Crispinischen Regiments.— Der sozialistische Abgeordnete und Professor F e r r i, von der Universität Pisa, soll wegen„Aufreizung zum Klaffen- haß und Zugehörigkeit zu einer verbotenen Verbindung" verfolgt werden auf grund des A n a r ch i st e n gesetzes.— Die „verbotene Verbindung" ist beiläufig ein aus grund des ?l n a r ch i st e n gesetzes ausgelöster sozial: st ischer Verein. Und„das Auarchistengesetz wird nicht auf Sozialisten angewandt, das verspreche ich bei meiner Ehre"— hat Crispi in der Kammer gesagt. Es giebt eben allerhand Sorten von„Ehre". Auch eine Crispinische.— Tie norwegischen Wahlen werden unzweifelhaft zu einer Niederlage der konservativen Regierung führen. Die Wahlen, die nicht an einem Tage, sondern im Verlaufe niehrerer Monate stattfinden, sind zwar noch immer nicht zum Abschlüsse gelangt, aber die Opposition hat von den 114 Parlamentssitzen schon 57 erobert. Da noch 20 Wahlen stattzufinden haben, so wird der Erfolg der Radikalen sehr groß werden. Bekanntlich ist auch ein Sozialdemokrat ge- wählt worden.— Tie Cortes treten heute in Spanien zusammen. Von einer Thronrede ist abgesehen worden— wie in Belgien. Die Lage ist echt spanisch und die Regierung weiß nicht was sie sagen soll.— Der alte KursZin Rustland. Aus jPetersburg wird telegraphirt: Die„Petersburgskaja Gazeta" ist durch Verbot des Ver- kaufs von Einzelnummern für zwei Monate in Zensurstrafe ge- nommen worden. Dieselbe veröffentlichte jüngst einen stark übertriebenen Extrabericht über einen Zusammenstoß von Eisen- bahnzügen in Moskau und ließ denselben aus den Straßen ver- kaufen.— Attentatsfurcht scheint in Petersburg zu Herr- schen. Von dort wird heute gemeldet: Die Amtsblätter veröffentlichen die Hof- und Polizeiverord- nungen betreffend die morgen Vormittag 10 Uhr erfolgende Ankunft der Leiche Kaiser Alexanders III. Das Publikum kann hinter den Spalier bildenden Truppen, an mehreren Stellen auch frei auf den Trottoiren Aufstellung nehmen. Auf Balkons, Dächern, Zäunen und Laterne npfo st en darf Niemand Platz nehmen. Gegen 9 Uhr Morgens werden die auf den Weg des Leichen- zuges ausmündenden Straßen gesperrt, sowie die Thüren der auf dem Wege liegenden Häuser und Magazine geschlossen. Der Pferdebahn- Verkehr aus dem Wege, welchen der Leichenzug nimmt, wird eingestellt. Alle Lokale, in welchen Spirituosen verkauft werden. werden schon heute Abend 10 Uhr geschlossen und bleiben es bis auf Weiteres. Zum ostasiatischen Kriege liegen heute die folgenden Depeschen vor: Hiroshima, II. November.(Telegramm des„Reuter- schen Bureaus".) Amtliche Depeschen des Generals Oyama melden: Die erste Brigade hat Kinschow am S. und Talienwan am 7. d. Mts. eingenommen. Die chinesischen Streitkräfte in Kinschow bestanden aus 1000 Mann Infanterie und 100 Mann Kavallerie, in Talienwan aus 3000 Mann Infanterie und 130 Mann Kavallerie. Die Chinesen räumten die Plätze nach kurzem Widerstande und zogen sich nach Port Arthur zurück. Die Japaner verloren 10 Mann, der Verlust der Chinesen ist eben- falls gering. Shanghai, 11. November.(Telegramm deS„Reuter- schen Bureaus".) Nach einer Meldung aus Tientsin vom K. d. M. haben der Kaiser und der kaiserliche Hof die Abreise nach Sinjanfu (Provinz Kiangsu) vorbereitet. London, 12. November. Nach einer Meldung der„Times" aus Tschifu von gestern haben der Kaotai Kunz und mehrere Truppenchefs am 6. d. M. Port Arthur verlassen, woraus hervor- gehen würde, daß der Platz übergeben werden sollte. Am 10. d. M. wurde das Peiyang-Geschwader, aus sechs Schiffen bestehend, auf der Rhede von Taku gesehen, wo eS Proviant und Munition einnahm. Demnach scheinen die Erfolge der Japaner vollständig zu sein. Die chinesische Regierung soll ein zweites Mal die Mächte um ihre Vermittlung angefleht haben. London, 12. November. Die heurigen Abendblätter mel- den aus Shanghai von heute: Nach einem Telegramm aus Tschifu haben die Japaner gestern früh Port Arthur genommen, fast ohne Widerstand zu finden. Als die Japaner nach dem Bombardement zum Sturm vorgingen, legten die Chinesen die Waffen nieder und ergaben sich. Wie verlautet, verließen der chinesische General mit dem Generalstab und den anderen Ober- ofsizieren in der Nacht des 6. November die Forts und retteten sich auf einen Aviso und einen Dampfer. Washington, 12. November. Der amerikanische Ge- sandte in Tokio übermittelte gestern der japanischen Regierung eine Depesche des Staatssekretärs Gresham. welche besagt, wenn Japan sich dem Ersuchen Chinas um Vermittelung des Präsi- deuten Cleveland anschließen würde, so wäre dieser bereit, seine guten Dienste zur Verfügung zu stellen. Berichte über den Parteitag. In einer Parteiversamm- lung in Dresden, die äußerst stark besucht war, erstatteten die beiden Delegirlen Dr. Gradnauer und Sindermann Bericht über den Frankfurter Parteitag. Nach lebhafter Drs- kussion fand eine dem Verhalten der Delegirten beistimmende Resolution Annahme. Ferner wurde folgende Resolution an- genommen:„Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Be- schlüssen des Parteitages einverstanden, bedauert jedoch, daß in bezug auf die Budgetfrage kein Beschluß zu stände kam, der für die Zukunft eine Richtschnur in solchen Fällen giebt." Die Genossen Herbert und Storch erstatteten den Stettiner Parteigenossen Bericht und wurde deren Haltung auf dem Parteitag von der Versammlung im Wesentlichen als richtig anerkannt. In C r e f« l d berichtete der Genosse W e s ch über den Parteitag. Ihm wurde der Vorwurf gemacht, daß er sich nicht an sein Mandat, wonach er für die Berliner Anträge bezüglich der Gehälter der Parteibeamten hätte stimmen muffen, gehalten habe. W e s ch entgegnet, daß er sich habe überzeugen lassen, daß der Parteitag die Gehaltsfrage überhaupt nicht regeln könne; er sei aber für Einsetzung einer Kommission gewesen. Nach Er- scheinen des Protokolls wird sich voraussichtlich eine zweite Ver- sammlung nochmals mit dieser Angelegenheit beschästigen. Bon der Agitation. Im Rheinland sprach aus Ver- anlassung des rheinischen Agitalionskomitees Genosse Bruno G e i s e r in der Zeit vom 31. Oktober bis zum 7. November in 7 gut besuchten Versammlunge», die zum Theil von sozialdemo- kratischcn Vereinen abgehalten wurden oder Partei- und Volks- Versammlungen waren, in Elberfeld, Düsseldorf, Crefeld, Duis- bürg, Solingen, Remscheid und Barmen. Er behandelte überall mit bestem Erfolge die Themata:„Unsere Wellmächte, ihre Triumphe und ihr Untergang." ferner„Die Ausgabe des ziel- bewußten Proletariats" und„Der Kamps gegen den Um- stürz". Parteipresse. Die Magdeburger„Volksstimme" legt von jetzt ab jeder ihrer Sonntagsnummer«ine Beilage bei, betitelt:„Der Landbote". Diese Beilage ist berechnet für die Landbeivohner und ist ihr Inhalt diesem Zwecke gemäß zu- geschnitten. Die Abonnenten der„Volksstimme" sollen durch diese Neuerung durchaus nicht beeinträchtigt werden, der Preis bleibt derselbe."„" Auch die Himmelspolizei zeichnet sich in Sachsen durch schneidiges Vorgehen gegen den„Umsturz" aus. Ueber einen unliebsamen Auftritt am Grabe des kürzlich verstorbenen Genossen Drechsler in Netzschkau bei Zwickau schreibt unser dortiges Parteiorgan:„Bei der Beerdigung Drechsler'» kam es zu einem, für die Angehörigen und die Masse der sonstigen Anwesenden sehr unangenehmen Auftritt. Diakonus Lenk hielt die Grabrede. Nach Beendigung derselben, die von den anwesenden Sozialdemokraten mit vollkommenster Ruhe angehört wurde, trat Genosse Rohleder auS Elsterberg an den Geistlichen heran und bat um die Erlaubniß, am Grabe unseres Parteifreundes einige Worte reden zu dürfen. Herr Lenk gestattete dies nicht. Rohleder legte alsdann den von den Elstcrbcrger Parteigenossen gewidmeten Kranz am Grabe mit einem kurzen Abschiedsgruß an den Todten nieder. Da geschah es. daß Herr Diakonus Lenk, der sonst immer höflich grüßend. immer die Hand an der Hutkrempe, die Straßen Netzschkau's durchwandelt, plötzlich in großen Zorn gerieth und auf unseren Genossen mit den Worten eindrang:„Sie haben hier ruhig zu sein, Sie haben das Gesetz über- treten, Sie haben eine heilige Handlung gestört, nennen Sie mir Ihren Namen." Da die Grabrede und das Gebet dieses Herrn unter größter Ruhe stattgefunden hatte, so wurde natürlich vou Nohleder und Anderen dagegen protestirt, die„heilige Handlung" gestört zu haben.„Ihr seid ruhig, und Ihr macht, daß Ihr fortkommt", unter diesen Worten, welche die Erregung unter dem Publikum nur noch vergrößerten, be- hauptete Herr Lenk den Friedhof. Der Name Rohleder's wurde auf Veranlassung des Geistlichen von einem Schutzmann fest« gestellt. »» 6v 0V0 Unterschriften sollen für die Mehnert'sche Angst- Petition gegen den„Umsturz" in Sachsen zusammengebracht worden sein. Wenn das nichts mehr Hilst, dann ist überhaupt kein Kraut gegen den„Umsturz" gewachsen. Ungetrübte Heiterkeit,?o schreibt die„Leipziger Volks- zeitung", bereitet uns das„Vaterland" mit der Bemerkung, der erste Führer der Sozialdemokratie, August Bebel, sei auf den« Frankfurter Parteitage der eigentliche Besiegte gewesen, Vellmar sei ihm über. Zu dieser naiven Behauptung setzt das Blatt mit geheimnißkrämerischer Miene wörtlich hinzu:„Es giebt Leute, die schon jetzt einen baldigen Sturz Bebel's prophezeien." Es ist immer lustig, die Gegner sozialdemokratische Staatsgeheimnisse auspacken zu sehen; das Vaterland hat aber allen unfreiwilligen Witzblättern hierin etwas voraus. »» Ueber die Auflösung des'Elberfelder Frauenvereins, die bereits im Februar d. I. geschah, soll endlich am 11. Dezember die richterliche Entscheidung stattfinden. » Polizeiliche», Gerichtliche» re. — In der Volks-Buchhandlung in Halle wurden vor einigen Monaten eine Anzahl Exemplare von Max Kegels Liederbuch, V. Auflage, polizeilich beschlagnahmt, vor einigen Tagen aber zurückgebracht. — Auch eine Beamtenbeleidigung.„Ich be« antrage, daß gegen das Auftreten des Ueberwachenden Beschwerde geführt wird; es ist eine Unverschämtheit, die Versammlung aufzulösen, die Wahrheit wollen sie eben nicht hören!" Diese Worte soll nach der Auflösung einer Steinarbeiter-Bersanimlung in Dresden der Steinmetz Sachse in die Menge gerufen haben, und fühlte sich der damalige Ueberwachende dadurch beleidigt. In der Verhandlung bestritt Sachse auf das Entschiedenste, so gerufen zu haben, allein es traten gegen ihn drei Gendarmen als Belastungszeugen auf. Das Gericht erkannte die Anklage für gedeckt, und wurde Sachse zu 1 Woche Gefängniß verurtheilt. — Verboten hat die Polizei in Löbtau-Dresden das Stiftungsfest des dortigen Arbeitervereins, weil angeblich Eintrittskarten an NichtMitglieder verkauft worden seien. — Es geschehen noch Zeichen und Wunder. In Dresden, so da liegt in Sachsen, ist der Genosse R e i ch a r d t. der auf grund des Kautschuk-Paragraphen Polizei- Haft absitzen sollte, weil er„groben Unfug" verübt haben sollte, freigesprochen worden. Das Gericht stellte sich auf den vernünftigen Standpunkt, daß durch die Ausführungen Reichardt's in einer Versammlung„öffentliches Aergerniß" nicht erregt werden könne. — Aufgelöst wurde eine Versammlung in Strießen bei Dresden, als der Referent, Landtags-Abgeordneter Postelt, bemerkte, daß, während die Oppositton der Herren Landwirthe unter dem besonderen Schutze der Behörden stände, die Sozial- demokraten unter dem verstärkten Drucke der Polizei agitiren müßten. Das schien dem überwachenden Beamten etwas ganz Neues zu sein; er glaubte in seinem Rechtlichkeitsgefiihl offenbar, der Referent verleumde die Behörden und deshalb entzog er ihm das Wort. Hiergegen verwahrte sich der Vorsitzende mit dem Bemerken, daß der Beamte sich erst an ihn, den Borsitzenden wenden müßte, bevor er dem Redner das Wort entziehen könnte. Infolge dessen wurde die Versammlung aufgelöst. — Wegen Beleidigung eines Oheramtsrichters waren ange- klagt der Redakteur des„Norddeutschen Volksblattes" Genosse u g und der Bäckermeister Jürgens zu Oldenburg. Die eleidtgung sollte enthalten sein in einem Artikel, in dem gesagt war, daß an einem Sonntage im August ein Oberamtsrichter eine Vergnügungsfahrt nach Rastede gemacht habe, ohne Chausseegeld zu bezahlen. Durch die Verhandlung vor dem O l d e n- b u r g e r Landgericht eragb sich, daß die Thatsache wohl wahr, daß aber der Herr Justizrath eine Diensttour gemacht hatte; bei solchen wird Chausseegeld nicht gezahlt. Der Staats- anwalt beantragte wegen der Schwere des Vergehens 14 Tage Gefängniß. Der Gerichtshof schloß sich dem Antrag bezüglich des Angeklagten Jürgens an, gegen Hug wird ein neuer Termin staltfinden, weil dieser den Nachweis erbringen will, daß seine Thäterschaft ausgeschlossen war. Unberücksichtigt blieb der Umstand, daß der Justizrath an der Erregung des Jrrthums mit Schuld war. Er hatte weder seine Umform an. noch am Chausseewärterhaus sich genügend legitimirt. Daß der Herr Justizrath seine Familie mit auf vi« Diensttour genommen, kann auch nicht dazu beigetragen haben, jenen Jrrthum zu zer- stören.— — Ein eifriger Staatsanwalt scheint der Frank- furter Assessor Wahn werden zu wollen. Der Redakteur der Frankfurter„Volksstimme". Genosse Wilh. Schmidt, wurde in einem Preßprozeß zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt, weil er zwei Schutzleute in Hanau beleidigt haben sollte. Am 8. Juli kehrte der Hanauer„Arbeiterschutz-Verein" Abends 10 Uhr von einem Waldfeste heim, und die Musik spielte, während die Theilnehmer die Marseillaise sangen. Es veranlaßte eine gewisse Aufregung unter den Vereinsmitgliedern, als zwei Schutzleute die Musik und den Gesang untersagen wollten. Man rief:„Weiter spielen!" und die Menge, mindestens 200 Personen, umstellte die Beamten. Das vermittelnde Ein» treten einzelner Vereinsmilglieder verhütete, wie eS in dem Ar« tikel heißt, traurige Vorkommnisse. In dem Bericht sind aber verschiedene Angaben enthalten, die von den Polizisten als be- leidigend empfunden werden und sich nicht erweisen lassen. Der Staatsanwalt Assessor Wahn sieht darin eine schwere Beleidigung und beanttagt 3 Monate Gesängnißstrafe, aus grund des Z 21 de» Preßgesetzes. — Genosse G r i l l e n b e r g e r. der weqen Beleidigung des Nürnberger Magistrats von dem Stadtgewalttgen, dem ersten Bürgermeister von Schuh, verklagt worden war, ist zu 200 M. Geldbuße verurtheilt worden. Grillenberger hatte Schuh, den weiland deutschfreisinnigen Landtags- Abgeordneten, der uiit nn- erhörter Rücksichtslosigkeit die Arbeiterbewegung tribulirt, das bayerische Vereinsgefetz so wundersam(Zulassung von Frauen zu Versammlungen) ausgelegt und die Arbeiterinnenorganisation zerstört hat, weil eine Arbeiterin als Delegirlin nach Frankfurt geschickt wurde, des groben Amtsmißbrauchs bezichtigt. Der Anits- anwalt hatte einen Monat Gefängniß beantragt. Es wird natürlich Berufung eingelegt werden. Soziale Uebersicht. Lehrlingsverhältnisse im Handelsgewerbe. In der Sigung am Freitag trat die Kommission nach Erledigung der Nr. 1 der Tagesordnung in die Berathung der Nr. 2 der Tagesordnung ein. Bei der Berathung waren awer Wirthe und zwei Kellner als Sachverständige zugegen. Nach Erstattung der Referate und Korreferate machte sich die Kommission dahin schlüssig, daß das durch die statistische Umfrage M = Ein ganzer Rattenkönig neuer Steuern soll der Stadt Oberhausen( Rheinprovinz) bescheert werden. Es werden neu eingeführt eine Umsatzsteuer und eine Jagdschein Steuer, lettere in der Höhe von 30 M. Die Luftbarkeitssteuer wird auch bei geschlossenen Festlichkeiten erhoben. Ueber Klavier-, Fahrrad- und Wagensteuern wird in der nächsten Stadtverordneten Sigung Beschluß gefaßt werden. Organisation nicht den Todesstoß zu versehen. Verein der Gla3: arbeiter in Amora, Correis Seiyal, Portugal, an welchen alle Buschriften zu richten sind. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. nicht, von Don aber die stärksten einer Entlastung Bu aber Die Stadtrath Marggraff giebt einen Rückblid auf die Ent wicklung der Kanalisationsabgabe und sucht nachzuweisen, daß schon in den 70er Jahren mit Zustimmung der Versammlung Ueber die Arbeiten der Kommission für Arbeiterstatistik, die Uebernahme der aufkommenden Kosten den betheiligten Haus bie am Freitag unter dem Vorsiz des Unterstaatssekretärs Die streifenden Hafenarbeiter in Bremen hielten eine besitzern zugewiesen worden ist. In den 650 000 M., welche die v. Rottenburg zu einer Sigung zusammentrat, berichtet der Versammlung ab, in welcher beschlossen wurde, so lange auszu- Stadt weiterhin zuschießen will, sei die Leiſtung der KanaliReichs Anzeiger": Die Tagesordnung erstreckt sich auf: halten, bis der Unternehmer Schlöndorf die gestellten Forderungen ſation durch Abführung des Regenwaffers reichlich abgegolten; eine ent 1. Gingänge und geschäftliche Mittheilungen. 2. Untersuchung ohne Maßregelungen bewilligt hat. Da Schlöndorf in auswärtigen es liege weiterhin in diesem Zuschuß auch über die Verhältnisse der in Gast- und Schantwirthschaften Blättern Leute sucht mit der Vorspiegelung, der Streit sei beendet, gegenkommende Billigkeit gegen die Hausbesizer. Sinn beschäftigten Personen. 3. Untersuchung über Arbeitszeit, wird dringend um Fernhaltung des Zuzuges gebeten. und Geist der neuen Gesetzgebung sei doch nicht, daß Kündigungsfristen und die werden Hausbesitzer entlastet sollen; diefem Gesichtspunkt aus sei der Antrag Wallach wegen der 31/3 pet. einfach undiskutabel. Der Hausbesitz habe bis 1849 die Lasten der Straßenreinigung tragen müssen, damals wurden sie ihm Außerordentliche Sigung vom Montag, ohne jedes Entgelt erlassen; 1865 wurde die Haussteuer um fast den 12. November, Nachmittags 5 Uhr. 1 pt. ermäßigt, und die Abfuhr der Fäkalien, die bis 1878 den Die erste Berathung der Vorschläge des Magistrats inbetreff Hausbefizern oblag, war pro Haus mit 100 M. pro Jahr gewiß gewonnene Material eine ne ausreichende Grundlage für ein der Neuordnung der Gemeinde steuern wird fort- nicht zu erreichen, mehr aber betrage das 1 pet. Kanalisationsweiteres Vorgehen bilde. Ferner sprach sich die Kommission dahin aus, daß, wie bei den früheren Erhebungen, eine Be- gesezt. Die dazu eingebrachten Anträge stehen mit zur Dis- abgabe im Durchschnitt nicht. Er habe volles Verständniß Die öffentliche für die Nothlage(!) der Hausbesizer. tuffion. fragung von Organisationen von Wirthen und Kellnern und von Stadtv. Wa II a ch, der Wortführer des Bundes der Haus Vertretung dieser Kreise habe fich Krankenkaffen stattfinden und von dem kaiserlichen Geſund- besitzervereine in der Versammlung, und Genossen beantragen, Uebertreibungen zu Schulden kommen laſſen bei ihrem heitsamt ein Gutachten über den Einfluß der feſtgeſtellten Ar- die Grundsteuer auf 31/3 pt. des Nutzungsertrages als Normal- Ansturm gegen die Steuerreform.( Unruhe.) Ich nehme ja beitszeiten auf die Gefundheit des Kellnerpersonals erstattet soll festzusehen, event. à pCt. als Maximum im Regulativ zu nicht an, daß hier Hausbefizer ſizen, die von jenen Behauptungen werden möchte. Zur Feststellung des Inhalts der Fragebogen bestimmen, die Verwaltung der Wasser- und Kanalisationswerke und falschen Berechnungen sich beirren lassen; aber es ist wichtig, wurde ein Ausschuß gewählt. Da die Kommission dem Antrage des Referenten, daß die weitere Erhebung auch auf die schon vom nächsten Jahre derart zu vereinigen, daß sich die Er- daß die Versammlung auch nach außen zeigt, daß sie das RüdVerhältnisse des Küchenpersonals erstreckt werde, beizutreten beträge und Zuschüsse gegenseitig übertragen, ferner unter Fortfall grat besitzt, um nicht die Interessen von 22 000 Hausbefizern schloß, wurde der Ausschuß auch mit der Prüfung der Frage des Gebäudenutzungs- Ertrages zu erheben und im Fall Aufder Wassermessermiethe die Benutzung der Kanalisation mit 1 pet. denen von 480 000 Miethern vorziehen zu lassen. Ein Antrag Cassel will die Außerhebungseßung der zweiten beauftragt, welche einzelnen Personen aus dem Stande des bebung der Miethssteuer von gewerblichen Räumen eine besondere Einkommensteuerstufe( 660-900 M.) vom 1. April 1895 wieder Küchenpersonals hier in Betracht zu kommen hätten, und Gewerbesteuer vom 1. April n. J. ab einzuführen. Stadtv. befeitigen. welche Fragen hinsichtlich des Küchenpersonals an die Kreitling beantragt Fortfall der Umsatzsteuer bei Zwangsver Stadtv. Heilmann polemifirt gegen die Erhöhung der Vereinigungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer und Kranken- täufen, Feststellung der Gemeinde- Grundsteuer auf 140 pet. von Gewerbesteuer über 100 pCt. des Beranlagungsfolls mit faffen zu stellen wären. Der gewählte Ausschuß trat Nach- 9300 000 M. und entsprechende Ermäßigung der Gemeinde- Rücksicht auf die heutige und künftig( durch die Vermögenssteuer) mittags unter zuziehung der geladenen Sachverständigen aus dem Einkommensteuer auf 931 pCt. An Stelle der bisherigen Ka- eintretende Belastung der Gewerbetreibenden. Wirthe und Kellnerstand und ferner zweier Sachverständiger aus nalisationsgebühr von 1 pt. des Nutzungswerthes soll eine Stadtv. E affel: Die Miethssteuer fällt nicht wegen des dem Stande der Köche zur Berathung zusammen. Am Sonn- solche Gebühr in Höhe von 18/4 pCt. dieses Werthes treten und mangelnden Muthes der städtischen Behörden, sondern das abend Vormittag begann die Kommission mit den Verhandlungen bie Gewerbesteuer zum gleichen Prozentjah wie die Gemeinde Gesetz macht uns die Miethssteuer unannehmbar. Die Lage der über die Arbeitszeit, Kündigungsfristen und Lehrlingsverhält: Grundsteuer, also zu 140 pCt., und die Betriebssteuer in Höhe Hauswirthe ist ja gewiß nicht so rosig, wie sie Herr Singer darniffe im Handelsgewerbe. Zu den Verhandlungen wurden sechs von 100 pCt. der staatlichen Veranlagung erhoben werden. stellte, aber die Gefeßgebung schreibt uns die Reform der Romfachverständige Beisitzer zugezogen, und zwar Vertreter des Stadtv. Mommsen wünicht neben einer Grundsteuer nach munalsteuer vor, urd die Reform soll doch nicht für den AugenVereins Berliner Kaufleute und Industrieller, des Deutschen dem jährlichen Nutzungswerth der Grundstücke und der darauf blick, sondern für eine lange Dauer gemacht werden. Verbandes kaufmännischer Vereine, des Vereins zu Schutz und befindlichen Baulichkeiten noch eine besondere Arealsteuer, eine einer Mehrbelastung der Hausbesitzer führen die MagistratsFörderung allgemeiner Handels- und Gewerbe Intereffen zu Besteuerung der reinen Bodenfläche sämmtlicher Grundstücke, um vorschläge Entlastung tann München, des Verbandes deutscher Handlungsgehilfen, des die Umsah- und die Bauplatzsteuer entbehrlich zu machen. unter den heutigen Zeitverhältnissen nicht die Rede sein. Der Vereins für Handlungskommis von 1858 und des Verbandes Außerdem liegt ein allein von Wallach unterzeichneter Antrag große Lärm der Hausbefizer- Vereine hat also gar keine wirkliche der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Nach einem ein- vor, eine reformirte Miethssteuer anzunehmen, welche Grundlage.( Lebhafter Widerspruch der Hausbefizer.) leitenden Vortrage des Referenten wurde zur mündlichen Ver- von Wohn- und sonstigen Räumen( nicht von ausschließlich ge- Bauplah- Steuer ziehe ich den Steuern nach dem Borschlage zahl von 86, in Gruppen von je 12 bis 16 für die Tage vom Stala: bis 400 m. frei, 401-600 m. 2 pct., 601-1000 m. nische Schwierigkeiten bieten. Die Umsatzsteuer verwerfe ich auch 10. bis 17. d. Mts. eingeladen sind. Ueber die Vernehmungen 8 pCt., 1001-1200 m. 4 pct., 1201-1500 m. 5 pct., 1501 aus dem Grunde, weil sie für einen Theil unserer Hausbefizer wird Protokoll geführt, das demnächst in Karl Heymanns Berlag bis 2000 m. 5/2 pCt., 2001-3000 m. 6 pet., 3001 m. und eine Eigenthumstonfistation bedeuten würde, hebe aber hervor, ( Berlin) veröffentlicht werden wird. darüber 7 pЄt.; bis zum 1. Oktober 1898 soll ev. die bisherige daß ein großer Theil meiner Freunde für die Umsat Die aber Gewerbesteuer Neigung darf hat. Miethssteuer unter Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Steuer steuer Soll für gewerblich benutte Räume forterhoben werden. nicht auf dem der Staatsveranlagung belaffen Der letterwähnte Antrag hat indeß, wie der Vorsteher heute werden; wir müssen aus einer reformirten, den haupt mittheilt, nicht die genügende Unterstüßung gefunden und wird städtischen Verhältnissen angepaßten Gewerbesteuer ein höheres vom Antragsteller zurückgezogen. Plus erlangen. Redner bekämpft dann lebhaft die vorgeschlagene Stadtv. Alexander Meyer II: Das Prinzip der Selbst. Erhöhung des Schulgeldes für die höheren Lehranstalten und verwaltung erfordert, daß wir unseren Etat und unfer Steuer- befürwortet die Forderung der Wiederheranziehung der zweiten Ausnahme von der Sonntagsruhe hat der Regierungs- fyftem so einrichten, daß die betheiligten vorgesetzten Minister Stufe als eine Forderung der Gerechtigkeit: wer mit rathen präsident von Wiesbaden an den letzten vier Sonntagen vor nichts dreinzureden haben. Berlin wird sich auf diesem Gebiete will, soll auch mit thaten". Diejenigen Kreise, die ihre Vertreter Weihnachten d. 3. für die Stadt Frankfurt a. M. eine Bers feinen wohlbegründeten Ruf nicht nehmen laffen. Mit der Ein- hierherzusenden berechtigt sind, sollen auch zu den Lasten ber wir daher nicht über 100 pCt. Stadt nicht mehr nichts beitragen. längerung der Beschäftigungszeit im Handelsgewerbe Nachmittags fommensteuer fönnen verdes Finanzministers zu Don 3-7 Uhr zugelassen. Ferner hat das Frankfurter gehen, ohne der Kritik Stadtv. Dr. Neumann verlangt den Nachweis, daß die diesen Say auch Polizeipräsidium gestattet, daß die Schaufenster der Laden- fallen; wir können auch nicht versteckt Hausbesitzer Mehrheit dieser Versammlung jemals ihre Macht geschäfte an diesen vier Sonntagen von 12 Uhr Mittags an durch eine Mithssteuer überschreiten, die sofort als eine gemißbraucht habe.( Buruf: Kanalisationsabgabe!) Der Ber bis zum Schluß der Beschäftigungszeit unverhüllt bleiben dürfen. zweite Einkommensteuer angesehen und auf dieselbe ansammlungsbeschluß von vor 20 Jahren beweise gerade, daß die Den Achtstundeutag hat die Firma Adt in Forbach gerechnet werden würde. Meine Ansichten über die Güte der Hausbesißer damals schon die richtige Auffaffung von diesem eingeführt, allerdings nur, um die feit Anfang dieses Jahres Miethssteuer sind seit 30 Jahren diefelben geblieben; troydem monumentalen Werte hatten. Weder in bezug auf die Geruchs, wegen des schlechteren Geschäftsganges getürzte Arbeitszeit beffer halte auch ich den Weiterbestand derselben für ausgefchloffen, noch auf die Verdauungsorgane tönne man einen Unterschieb einzutheilen. Bisher war die Arbeit auf fünf Wochentage ver- denn das Kommunalsteuer- Gefeß macht fie de facto in ihrer zwischen Hauswirthen und Miethern machen, und die Haus. theilt, um den Arbeitern zur Bestellung von Garten und Feld heutigen Gestalt unmöglich. Zum Ersaß gewährt uns das Gesez befizer hätten damals ebenso gut die Laft auf die Allgemeinheit die Möglichkeit, die Realsteuern auf 150 pCt. zu erhöhen, wälzen fönnen, wohin sie eigentlich gehöre. Die Wasserwerke einen Tag freizulaffen; in den Wintermonaten ist es praktischer, während die Einkommensteuer auf 100 pt. bleiben fann. Diese feien ebenso feineswegs ein gewerbliches, sondern ein gemein das Tageslicht zu den Arbeiten zu verwenden, weshalb die er Borschriften des Gesezes, die wir ausführen, machen ben nüßiges Kulturwerk der Stadt, und dem müßte bei der Reform wähnte achtstündige Arbeitszeit eingeführt wurde. Die Firma Borwurf des Herrn Wallach, daß die Vorschläge des irgendwie Rechnung getragen werden. Im weiteren sucht Redner wird bei Eintritt befferer Zeiten und flotteren Geschäftsganges Magistrats eine Ungerechtigkeit gegen den Hausbesit nachzuweisen, daß die Kanalisation als solche den Hauswerth den vollen 10 stündigen Betrieb wieder aufnehmen. enthalten, zu Schanden. Es soll der Hausbesih durchaus nicht nicht erhöht noch den Hauseigenthümern sonstige besondere Bor mehr zahlen als bisher; von einer ungerechten Ueberlastung der theile gebracht hat, bricht dann noch eine Lanze für die doch in Hausbesitzer tann also keine Rede sein( Widerspruch). Die der That nach nach dem bisherigen Gange etwaigen Ueberschüsse der Wasserverwaltung würden zweckmäßig als todt und begraben au erachtende Miethssteuer in gleicher Weise auf Kanalisation und Straßenreinigung zu ver- und redet schließlich noch der Umsatzsteuer das Wort, theilen sein. Die Kosten der Kanalisation sollen nach dem Gesetz die die dauernde Belastung des Grundbesißes herabzumindern in einem billigen Verhältniß zwischen Hausbesizer und Personal- die Mittel bieten werde. Die Bauthätigkeit werde dadurch nicht fteuerzahler vertheilt werden. Nach dem Vorschlage des gehemmt werden, wie Herr Singer fälschlich besorge. Magistrats soll denn auch immer noch ein Betrag von zirka Stadtv. Hentig findet, daß es mit der möglichsten Eins ich bitte schränkung der direkten Besteuerung in der Vorlage sehr schlecht 700 000 m. von der Stadt getragen werden( Lachen) doch meine fachlichen Ausführungen nachher fachlich zu wider bestellt ist, man habe auf die übrigen Steuerquellen nicht ges Mit Befremden habe er Achtung, Metallarbeiter! Die Direktion der Gewehr- legen. Die Hauswirthe werden ihren Kostenantheil auf die nügende Rücksicht genommen. fabrik von Ludwig Löwe u. Co. hat am Sonnabend Lohnredut- Miether abwälzen( Unruhe und lebhafte Zwischenrufe)- ich den großen Einfluß der Hausagrarier- Agitation erkannt, er ja tionen in der Höhe von 8-30 pet. angeordnet, weil angeblich wiederhole meine vorige Bitte. Die Hausbesizer wollen mir be- obwohl sehr wohl wisse, daß eine große Reihe Stadtverordneten- Mandaten am Willen der Haus die Firma nicht mehr mit dem Ausland tonturriren könne. Daß merklich machen, daß sie diese Kosten nicht abwälzen können; von dies eitel Humbug ist, geht zur Genüge aus der Thatsache hervor, aber das behaupten die Herren immer erst dann, wenn sie besitzer hängen( Unruhe). Für die Erhöhung des Schuldaß die Firma Löwe die Gewehrfabrikation immer mehr und vermiethet haben( Sehr gut! Heiterkeit), wenn sie geldes, auch desjenigen für die Realschulen, tritt Redner sehr mehr in ihren Händen zu monopolifiren trachtet. Die ungarische vermiethen wollen, wissen fie gar nicht genug die Vorzüge lebhaft ein. Von weiteren neuen Gebühren auf Jagdscheine, Waffenfabrit zu Budapest, Oberndorf, die Matallpatronen- Fabrit der Kanalisation zu preisen. Der Werth der Baustellen Fahrräder u. dergl., die in anderen deutschen Kommunen einin Karlsruhe sind bereits in ihrem Besiz. Nur" 18 p6t. Berlins beträgt wahrscheinlich zwei Millarden, und geführt feien, habe man im Ausschusse nichts wissen wollen. Die Dividende erhielten die nothleidenden Kom- diefe 2 Milliarden sind den Baustellenbesitzern ohne jedes eigene Umsatzsteuer werde mit den fadenscheinigsten Gründen bekämpft; manditisten seit Jahren. Jedoch noch weiter werden Buthun größtentheils infolge der kommunalen Aufwendungen in auch die Bauplatzsteuer stoße auf allerlei Schwierigkeiten. Die die Fangarme ausgestreckt, um die ausländische Konkurrenz den Hals hinein gewachsen.( Sehr gut!) Daher die ungeheuer ertraglosen Liegenschaften müßten mindestens mit einer Arealsteuer herunter zu drücken und dadurch das Monopol in ihre Hände hohen Miethen, die die Hauswirthe einstreichen. Gewiß giebt es getroffen werden. Herr Alexander Meyer habe im Abgeordnetenhause zu bringen. auch Hausbesitzer, die theuer, zu theuer gekauft haben und von sehr schöne Worte über eine kräftige Bodenwerthzuwachs Steuer Um dies zu ermöglichen, dazu müssen aufs neue die Knochen den erwähnten Vortheilen nichts genießen; aber die Stadt hat gesprochen, hier aber sich heute darüber ausgeschwiegen. Die der Arbeiter herhalten. Wie nicht anders zu erwarten, sind auf teinen Anlaß und feine Befugniß, ihnen jetzt Vortheile zuzu- Beseitigung der Miethssteuer wird vom Redner mit Freuden begrund der Abzüge zwischen den betheiligten Arbeitern und der wenden, nachdem der richtige Augenblick, die Baustellen- grüßt; von seinen Steuervorschlägen erhofft er eine beträchtliche zu fassen, leider Direktion Differenzen ausgebrochen, mit denen sich eine heute befizer steuerlich versäumt worden Verminderung der auf dem Gewerbestand schwer lastenden Ge Berlin Eine Bauplatzsteuer ist für Abend bei Reichert, Müllerstr. 7, stattfindende Versammlung be- ist. Noth werbesteuer. schäftigen wird. Stadtv. Sachs II plaidirt für Ablehnung des Antrags auf wendigkeit, die doppelte Realsteuer nach dem Vorschlage des der Gewerbesteuer über 100 pCt., um nicht Stadtv. Mommsen aber dem Gefeße nicht entsprechend. Geschäft Erhöhung lich möchte es sich doch empfehlen, uns erst im Plenum über die die beiden unterften Stufen unverhältnismäßig zu Prinzipien flar zu werden, ehe wir die Details an den Ausschuß lasten, empfiehlt aber eine schleunige Reform der staatverweisen; wir laufen sonst Gefahr, Zeit zu verlieren und die lichen Gewerbesteuer für die beiden ersten Stufen dahin, daß Bevölkerung allzulange in Unruhe zu erhalten. Ich beantrage diefen die doppelte Gewerbesteuer auferlegt wird. Dieser Antrag daher, die Punkte Miethssteuer, Berhältniß von Personal- und werde für den Fall, daß ein Manto durch die Beschlüsse des Realsteuer und Kanalisationsabgabe in zweiter Lesung im Plenum Ausschusses entstehe, sich als sehr werthvoll erweisen. Damit schließt die erste Berathung. Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern, der am Donnerstag gewählt werden soll. Schluß 8 Uhr. Arbeiterentlassungen und kein Ende. In Misburg bei Hannover ist sämmtlichen auf der dortigen Portland fabrit beschäftigten Arbeitern, etwa 250 an der Bahl, am Donnerstag gekündigt worden. Welch traurige Aussichten eröffnen sich da den Leuten angesichts des herannahenden Winters! Gewerkschaftliches. Zuzug ist bis auf weiteres streng fernzuhalten. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Mäther, N., Anflamerstr. 44. Das Bureau der Böttcher befindet sich jetzt bei Herrn Wilte, Andreasstraße 26. Briefe und Geldsendungen sind mit dem Vermerk an die Kommission der Böttcher an obige Adresse zu senden. Telephon Amt VII Nr. 3459. Lohntommission der Berliner Böttcher. Die Bielefelder Seidenweber halten noch immer aus im Streit; bei der letzten Kontrollversammlung wurde festgestellt, daß drei Weberinnen die Arbeit aufgenommen, sieben andere aber ausgetreten sind. Der Fabritant hat in den letzten Tagen große Aufträge erhalten, so daß er wahrscheinlich zum Nachgeben geawungen werden wird. zu entscheiden. und eine Depeschen. der Debatte be= Stadtv. Scheiding hält es nicht der Bedeutung der Sache für entsprechend, so wie der Vorredner mit leichten Wigen über die Dinge hinwegzugehen. Wie man die Miethssteuer über Bord werfen tann, ohne einen gerechten Ersaz ( Hört, Hört!) dafür gefunden zu haben, ist Redner zu begreifen außer stande; man brauche fich feineswegs der Regierung zu fügen, sondern habe im Gegentheil die Fakultät für sich, welche das Gesetz den vier Miethssteuerstädten ausdrücklich zugestehe. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Der solide Hausbefizer tönne sich nach den jezigen VorWarnung für deutsche Glasarbeiter. Soeben erhalten schlägen gar feine Kalkulation machen, wieviel Steuern Paris, 11. November. Nach Meldungen aus Tlemcen tam neue Gemeinde es gestern Abend zwischen Turktos und Juden zu einem Handwir die Mittheilung aus Ottensen, daß für Amora fünf Glas- er überhaupt zu zahlen hat, denn die macher gesucht werden und daß mit dem Engagement ein ges Grundsteuer solle ja variabel sein. Gegen den Vorschlag auf gemenge, wobei beiderseits mehrere Personen verwundet wurden. wiffer Sodafabrikant E. Boß und ein Herr Elsner betraut seien. Plenarberathung der wichtigsten Theile der Vorlage in zweiter Ein Jude erlag den Verlegungen; in mehreren Cafés wurden Wir geben hiermit bekannt, daß zur Zeit nur eine Werkstatt Lesung wendet sich Redner mit ganz besonderem Eifer; er hofft die Fensterscheiben eingeschlagen. frei steht und zwar die unseres gemaßregelten Vereinsvorsitzenden. offenbar von einer Ausschußberathung noch eine günstige Wir haben begründeten Verdacht, daß es die hiesige Werks: Wendung im Sinne der Hausagrarier", welchen Titel er sich direktion darauf abgesehen hat, unseren Verein zu sprengen, in- in Ansehung seiner Vertheidigung der Miethssteuer ganz gern dem sie sich eine Anzahl Leute von Auswärts sichert und dann gefallen lassen zu wollen erklärte. Die Umsatzsteuer billigt die Leiter und festesten Anhänger der Organisation auf die Straße fezt. Redner und empfiehlt außerdem die Heranziehung der Omnibus Deshalb ersuchen wir alle Kollegen, auf Arbeitsangebote nach gesellschaften zur Abgabenleistung an die Stadt für Benutzung bier überhaupt nicht einzugehen, um unserer mühsam aufgebauten der öffentlichen Straßen. Brüg, 12. November. Nach den amtlichen Erhebungen wurden bei der Explosion schlagender Wetter im Blutoschachte 19 Bergleute, darunter 8 Familienväter mit zusammen 18 Rindern, getödtet und 2 leicht verlegt. Infolge des Grubenbrandes mußte die Unglücksstätte vermauert werden, weshalb die Ursache der Explosion noch nicht festgestellt werden kann. Man vermuthet Selbstentzündung. Verantwortlicher Hedatteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Wax Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 265. Dienstag, den 13. November 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Tokales. # man beiben Vorjahren) gekostet hat. Erklärend wird hinzugefügt,| Land ziehen lassen. Auf diese Weise ist auch das jüngste Kind daß die Verminderung der Kosten nicht auf Verringerung gerettet worden. Die lekte Ehre wurde am Sonntag dem Genossen Tischler oder Berschlechterung der Beföstigung, sondern auf das Sinfen der Lebensmittelpreise zurückzuführen sei. Auch erscheinen Wiederum hat ein Rekrut einen schauerlichen SelbstHermann Bend schneider erwiesen. Mit ihm hat die Partei 47 Pf. nicht allzu niedrig für eine Armenanstalt", wenn mord verübt. Am Montag Morgen um 6½ Uhr wurde in einen der bravsten, tüchtigsten Mitkämpfer verloren, der unter allen, selbst den schwierigsten Umständen, sowohl zur Zeit des Engrospreise zahle, und daß der Betrag von 47 Pfennig pro Wrangelstraße die Leiche eines Soldaten von Arbeitern gefunden. erwäge, daß die Anstalt infolge Masseneinkaufs Kasernengrundstück des dritten Garderegiments zu Fuß in der einem Erdloch, am Erweiterungsbau der Latrinen auf dem Ausnahmegefeges als auch nachher in vollem Umfange für die Tag oder 13,31 Mart pro Monat, der hier allein auf die Die Besichtigung ergab, daß er sich mittels eines Rafirmeſſers Interessen des fämpfenden Proletariats eintrat. Stets stand er Beföftigung verwendet wird, ungefähr einem Almosen unserer den Hals durchschnitten hatte. mit in den vordersten Reihen, wenn es galt, der Partei zu Armendirektion entspricht, welches zur Bestreitung aller dienen. Er war zwar fein Agitator, der in Versammlungen Lebensbedürfnisse( Beköstigung und Wohnung, Bekleidung, Das Meffer lag neben dem Leichnam. Es handelt sich um den durch das gesprochene Wort wirken konnte, desto mehr aber übte er Wäsche u. s. w.) dienen soll." Aus dieser Bemerkung ist zu Rekruten Szwed von der vierten Kompagnie, der aus der Proving im engeren Kreiſe ſeine Pflicht. Die Achtung und Liebe, die er sich durch entnehmen, daß selbst das Kuratorium der genannten Anstalten Posen stammt und ſeit seiner Einziehung zum Militär diese seine Thätigkeit erworben hatte, gab sich am Sonntag kund, der Ansicht ist, daß von monatlich 13 Mart( im Durchschnitt) meistentheils revierkrank gewesen war. In der Nacht zum Monso gut wie gar teinen Dienst gethan hatte, vielmehr wo ihm die Parteigenossen des vierten Wahlkreises die letzte Ehre sogar ein Almosenempfänger nicht existiren kann. 13 Mart gehen tag etwa um 3 Uhr will ein Grenadier, der in derselben Stube erwiesen. Trotz des ununterbrochen herniederströmenden Regens bekanntlich schon für die Wohnung allein drauf. Die Armen: lag, gemerkt haben, daß Szwed sich aus dem Bette erhob und hatten sich gegen 500 Genossen und Genoffinnen vor dem Trauer: Verwaltung wird sich dadurch natürlich nicht irre machen lassen das Zimmer verließ. In der Schlaftrunkenheit hat er aber darauf hause, Sorauerstr. 27, eingefunden, die in langem Zuge dem und nach wie vor behaupten, daß so niedrige Säße eine aus- bas Zimmer verließ. In der Schlaftrunkenheit hat er aber darauf Earge das Geleit gaben. Auf dem Emmaus Friedhofe waren, reichende Unterstützung bilden. nicht weiter geachtet. Als Beweggrund für die entsetzliche That als der Zug anlangte, ebenfalls schon eine große Anzahl Gewird Heimweh angenommen. Die Leiche ist am Montag Nachnossen anwesend, so daß die Gesammtzahl der bei der Trauer- Bum ,, Gesinde- Belohnungs- und Unterstützungs- Fonds" mittag nach dem Garnisonlazareth II in Tempelhof gebracht wor feierlichkeit Anwesenden gegen 800 betrug. Nachdem ein müssen die Dienstboten bei jedem Dienstwechsel 50 Pf. zahlen. den, nachdem der Thatbestand zuvor durch einen Divisionsentsprechendes Lied vom Gesangverein„ Norddeutsche Schleife", deffen Bei der großen Zahl von Dienstmädchen, die es in Berlin giebt, auditeur festgestellt war. Dies ist der zweite Fall in diesem Mitglied der Verstorbene gewesen, angestimmt war, wurden die und bei der Häufigkeit, mit der hier der Dienst gewechselt wird, Herbst, daß sich in Berlin ein Rekrut in derselben Weise das sterblichen Reste unseres Genossen in die Gruft gesenkt. Eine erreicht die Summe der Beiträge eine solche Höhe, daß sie fast Leben genommen hat. große Anzahl prachtvoller Kränze mit rothen Schleifen und ent- zwei Drittel der Gesammt- Einnahme des Fonds ausmacht. Aus prechenden Widmungen, darunter solche vom vierten Berliner dem Fonds wird das städtische Gesinde- Hospital für allein der 35 Jahre alte Bildhauer Karl Friese aus der ReichenbergerVermißt wurde seit dem 23. v. Mts., Morgens um 61/2 Uhr, Reichstags- Wahlkreise, dem Wahlverein, von dem deutschen Holz stehende dienstunfähige Dienstboten erhalten und dienstunfähigen straße. Noch an demselben Tage erhielt die Frau eine im arbeiter- Berband( Bahlstelle Berlin), dem Lese- und Diskutirklub Dienstboten, die bei Verwandten 2c. ein Unterkommen haben, Bereiche des Poftamtes 62 in der Kurfürstenstraße aufgegebene " Süd- Ost" c., wurden, begleitet von Worten der Anerkennung eine Unterfügung gezahlt. Diese Hilfe verdanken die Dienst- Bereiche des Poftamtes 62 in der Kurfürstenstraße aufgegebene für den Verstorbenen, am Grabe niedergelegt. Die Theilnehmer boten, wie oben bemerkt, zum größeren Theile ihren Postkarte folgenden Inhalts: Hierdurch theile ich Dir mit, daß verließen den Friedhof in dem Gedanken, fortzuwirken in dem eigenen Beiträgen. Nun ist aber seit längerer Zeit die Summe than habe. Wie schwer mir diese Stunde wird, wißt Ihr nicht. ich, wenn Du diese Karte erhältst, den unglücklichen Schritt gea, Sinne, wie es der Verstorbene gethan. Ghre seinem Andenken! der Beiträge von Jahr zu Jahr zurückgegangen, und zwar in Lebt alle wohl und verzeiht mir. Ich kann nicht anders. Es Zur Lokallifte. Boykottfreies Bier verschänken Bowith, boten mit ihren Beiträgen im Rückstande bleibt. Die Deputation Morgen gegen 9 Uhr wurde im Landwehrkanal die Leiche eines erster Linie deshalb, weil jedesmal eine große Zahl von Dienst: grüßt zum letzten Male Karl Friese. Lebe glücklich." Am Montag Borsigstr. 10; Fromm, Ackerstr. 42; Kühnel, Müllerstr. 162a; zur Verwaltung des Fonds führt darüber seit langem in ihren Mannes aufgefunden. Es war Friese, der wegen Krankheit in Ebel, Schönhauser Allee 79. Berichten Klage. Sie hat auch durch fortgefeßte Vermehrung den Tod gegangen ist. Der Bierboykott und die Krankenkassen. Eine vom der Annahmestellen und Verlegung möglichst in nächste Nähe den Tod gegangen ist. Ausschuß des Gewerts- Krankenkassenvereins einberufene Ver- der Polizeibureaus das Uebel zu mindern gesucht. Der Erfolg fammlung tagte am letzten Donnerstag Abend bei Dräsel, Neue war jedoch nur vorübergehend und scheint auch zum großen Friedrichstraße. Außer einigen alten Herren, Vorstandsmitgliedern Theile dadurch zu Stande gekommen zu sein, daß infolge geringeren von Orts- Krankenkassen, hatten sich nur sehr wenig Besucher Buzugs fremder Dienstboten und daher selteneren Dienstwechsels die eingefunden. Der Leiter der Versammlung, Herr Köhler, Bahl der Beitragspflichtigen zeitweilig herabgegangen ist. Für Borsitzender der Orts- Krankenkasse der Zigarrenarbeiter, sprach 1893/94 ist das Ergebnis wieder ganz besonders ungünstig. Es sind hierüber sein lebhaftes Bedauern aus und rügte die Theilnahme- 36 720 m., also von 73 440 Dienstboten( gegen 38 640 M. von losigkeit und den Mangel an Interesse für die gemeinsamen 77 280 Dienstboten im Vorjahre) eingegangen. Dagegen sind Arbeiten. Der Genosse Busse, welcher nach Herrn Köhler als 6550 Dienstboten( gegen 6163 im Vorjahre) im Rückstande geerster Redner das Wort erhielt, erklärte, daß Interesselosigkeit blieben. Ein großer Theil der im Rückstande bleibenden Mädchen bei den Abwesenden durchaus nicht vorliege; der Herr Vorsitzende zahlt allerdings noch nachträglich, Unter den Beiträgen des habe durchaus keine Veranlassung zu dem von ihm zum Ausdruck Jahres 1893/94 waren allein 2165 M., also von 4331 Dienst gebrachten Bedauern. Das Bebauern sei mit viel mehr Recht boten, Restbeiträge( gegen 22422 M. von 4485 Dienstboten im auf der anderen Seite am Platz. Er müsse sich sehr wundern, Vorjahre). Aber selbst bei Berücksichtigung dieser nachträglichen daß der Vorstand, obgleich er wisse, welche Stellung die Zahlungen bleiben noch recht erhebliche Ausfälle. Die Ursache Mehrzahl der Arbeiter bezüglich des Bierbontotts dieser Erscheinung darf man nicht ohne Weiteres in Nachlässigkeit einnehme, es fertig bringen die Versammlung oder gar Böswilligkeit der Mädchen suchen. Das scheint nicht ein in einem boykottirten Lokale abzuhalten. Jedenfalls läge es mal die Deputation zur Verwaltung des Fonds zu thun; wenigstens doch im Interesse der Sache, das Lokal so zu wählen, daß auch glauben wir in diesem Sinne auffaffen zu sollen, was in dem Polizeibericht. Am 10. d. M. früh wurde ein im Polizeis ein jeder die Versammlung zu besuchen im stande sei. Wie die Verwaltungsbericht für 1891/92 stand:„ Wir sind der Ansicht, daß gewahrsam wegen Diebstahls eingelieferter Mann in der Zelle Herren vom Vorstand, die doch früher auch Arbeiter gewesen, zu dieser Rückgang der Dienstboten- Beiträge vorzugsweise eine Folge erhängt vorgefunden. Vormittags stürzte sich in der einer derartigen entgegengesetzten Stellung fämen, fönne er nicht der schlechten Zeitverhältnisse ist und hoffen, daß mit der Auf- Prenzlauerstraße ein Mädchen aus einem Fenster der im dritten begreifen. Auf dem gleichen Standpunkt, wie er, Redner, be befferung der gewerblichen Verhältnisse derselbe wieder ver- Stock belegenen Wohnung seiner Mutter auf den Hof hinaus fänden fich diejenigen, die durch ihr Nichterscheinen gegen die schwinden werde." Diese Erklärung kann wohl zutreffen. und erlitt schwere innere und äußere Verlegungen. Nach Haltung des Vorstandes Protest erhoben. Die Worte Wenn sie aber zutrifft, dann begreift man auch, warum der mittags sprang in der Königin Augustastraße eine Frau in den des Redners brachten unter den alten Herren einen allgemeinen Rückgang nicht verschwunden, sondern sogar noch größer ge- Landwehr- Kanal. Sie wurde noch lebend, aber schon bewußtlos Entrüstungssturm zu wege. Wie von der Tarantel gestochen, worden ist. Die Aufbesserung der gewerblichen Verhältnisse läßt herausgezogen und nach der Charitee gebracht. Abends fiel waren fie von ihren Stühlen aufgefahren, und verliehen im eben immer noch auf sich warten. Merkwürdig bleibt nur, daß ein Schuhmann auf dem Grundstücke Boffenerstr. 30 eine zum wirren Durcheinander ihrer Aufregung Worte. Nur langsam die Ungunst der wirthschaftlichen Verhältnisse, die so auf den Keller führende Treppe hinab und brach den Oberarm. legte sich der Lärm, und es zitterte die Entrüstung in den Reden verschiedensten Gebieten, manchmal in recht überraschender Weise, 11. d. M., Nachmittags fiel ein Mann in der Ruppinerder nun folgenden Redner noch eine Weile nach. Einer derselben zu Tage tritt, hinterher, wenn einmal die Arbeiterklasse straße in der Trunkenheit hin und erlitt eine bedeutende Vererklärte, es wäre unerhört, daß solche Aeußerungen hier fallen tönnten, ihre Forderungen damit zu begründen wagt, immer wieder in legung am Kopfe. Am 10. und 11. d. M. fanden acht ob es nicht gleichgiltig sei, wo die Versammlung stattfände. Der Abrede gestellt wird. Brände statt. Gewerks- Krankenkassenverein hat mit dem Boytott nichts zu thun. Die Erörterung derartiger Sachen falle unter die Politik(!) wird die Passage heute Morgen von 11 Uhr ab für Zivilisten Im Zeichen des Verkehrs. Um den Lustgarten herum und damit dürfe man sich in unseren Versammlungen nicht beschäftigen. Einige andere Redner sahen die Sache aber doch von gesperrt sein. Grund: Es wird um diese Zeit im Verkehrseinem etwas anderen Gesichtspunkte an, so daß der Vor- fit ber der Hauptstadt des Militärstaates Preußen die Forma- Stationen. figende klein beigab und erklärte, er habe ja auch nichts lität der Rekrutenvereidigung vollzogen werden. " Weise trieben weiter, in Zahlreiche Diebstähle an Abgußrohr, Zint, Messing und Wellblech sind in der letzten Zeit auf Neubauten in den nördlichen Vororten Berlins verübt worden. Die Diebstähle wurden planmäßig ausgeführt; zum Fortschaffen der gestohlenen schweren Beute diente ein Hundefuhrwerk. In den lezten Tagen sind acht Theilnehmer der Diebesgesellschaft sowie einige Hehler in Haft genommen worden, jedoch muthmaßt die Behörde, daß ein großer Theil der verübten Diebstähle noch gar nicht zur amtlichen Kenntniß gelangt ist. bahnstation Gesundbrunnen die 17 jährige Mäntelnätherin Amanda Schwer verletzt wurde vorgestern Abend auf der Nordrings Kaiser, Swinemünderstr. 71 wohnhaft. Ein junger Mann hatte auf jener Station den Zug verlassen; er schlug mit großer Vehemenz die Koupeethür zu und hat dadurch der jungen am Fenster stehenden Dame das obere Glied des Mittelfingers der rechten Hand vollständig abgequetscht. Die Verunglückte hat im LazarusKrankenhause Aufnahme gefunden. Witterungsübersicht • Barometer vom 12. November 1894.' stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke SSM 9290| 22( Stala 1-12) Wetter bedeckt Regen Am Temperatur 50.40 R.) bedeckt bedeckt 10 bedeckt 665045LITES 752 • 748 753 753 759 761 747 Still 1 768 1 740 N 5 woltig 7 788 . 750 SSM SSW 1 woltig 6 bedeckt 12 halb bedeckt bedeckt Nebel gegen das Abhalten der Versammlung in einem boykott- Eine eklatante Genugthnung erlebte die Polizei am freien Lokale, aber er tönne ein solches nicht Montag Morgen. Im oberen Theil der Reinickendorferstraße bekommen. Auch hierin wurde Rath geschafft. Der Genosse war an einem Hause ein Gerüst aufgeschlagen, das den polizei: Swinemünde Buffe half den Vorstand über diesen Rummer hinweg, indem er lichen Vorschriften nicht genügte. Die auf dem Gerüst be Hamburg fich erbot, für die nächste Versammlung ein geeignetes Lokal zu schäftigten Maler wurden von Beamten aufgefordert, dasselbe Berlin besorgen. Damit war die Versammlung und auch diejenigen, zu verlassen; sie mochten aber in einer gewissen Montags- Wiesbaden. die in dieser Boykottverhandlung eine politische Attion sahen, stimmung denken, daß die Sache nicht so bös München. einverstanden. Da eine Erledigung der Tagesordnung unter den liege, und erwiderten daher die polizeiliche Aufforde Wien gegebenen Umständen nicht erfolgen konnte, erfolgte bald darauf rung mit einigen harmlosen und durchaus nicht Haparanda Schluß der Versammlung. böse gemeinten Scherzworten. Damit war die polizeiliche Petersburg Achtung, Schönhauser Vorstadt! Die in der letzten als durch eine Sistirung der wahrscheinlich vom Geiste des Um- Aberdeen Autorität in der preußischen Monarchie verlegt, die nicht anders Cort Parteiversammlung, welche beschloß den Vertrieb des Vorwärts" fiurzes befallenen Maler reparirt werden konnte. Untluger Baris in eigene Regie zu nehmen, zur Ausführung dieses Beaber diese ihren Scherz schluffes gewählte Kommission, macht den Parteigenossen dem sie das hi erdurch die Mittheilung, daß die geplante Neugestal aufs Gerüft bis Dach hinauf zogen, Wetter- Prognose für Dienstag, den 13. November 1894. um dann über die Dächer der Nachbarhäuser hinweg tung des Vertriebes am 15. Zuweilen noch trübes, regnerisches, nachher aufklärendes Dezember in Kraft Das war Wetter mit frischen westlichen Winden und langsam sinkender treten wird. Bis dahin wollen die Abonnenten des Vorwärts" ohne polizeiliche Begleitung ihres Weges zu gehen. Berliner Wetterbureau. ihre Adressen in die Listen eintragen, die in folgenden Lokalen eine Handlung, die allerdings gerochen werden mußte und zwar Temperatur. ausliegen: Brüß, Lothringerstr. 41, Leutemeier, Wein- auf der Stelle. Statt sich einfach bei dem Meister der Leute die bergsweg 8, Liette, Schwedterstr. 33, Augustin, Kastanien- Adressen der Staatsverbrecher zu verschaffen, und dann seines Allee 11, Emil Schwindt, Tresckowstr. 24, Peschel, Hoch- Weges zu gehen, rief ein Schußmann die nächste Polizeiwache meisterstr. 13, Rulide, Bappel- Allee 108a, Buchholz, gewährt wurde. Die Nachbarhäuser wurden besetzt und es be- eine Operette von so bedenklicher Gattung auf der Bühne, daß um Hilfe an, welche ihm auch richtig in ausreichendstem Maße Im Theater Unter den Linden erschien am Sonnabend Wörtherstr. 89, chensch, Schönhauser Allee 33. Besondere beeine gann eine richtige Belagerung. Ueber fünf Häuser hinweg kletterten Auskunft in Beitungsangelegenheiten ertheilt F. Liezke, die Maler, hinter ihnen her mit Lebensgefahr die Polizeibeamten. Jedermann sich fragte, wo denn der gefcheidte und geschäftsSchwedterstr. 33. Es war eine schwere Haß, welche die braven Beamten zu voll- gewandte Herr Frißsche seine Bühnenkenntniß mittlerweile ge= Die Adresse des Lokalkommissions- Mitgliedes für die bringen hatten. Endlich gebot eine Brandmauer den ausrückenden lassen hatte. Die Gautler" hieß das Wert zweier franRosenthaler Borstadt und Gesundbrunnen ist Karl Loose, Malern Halt. Sie wurden umzingelt, mußten tapituliren und zösischer Autoren, zu dem ein in Frankreich beliebter Komponist, nun wurden sie Mann für Mann von den Polizisten in Empfang wenige Perlen ausgenommen, genau so langweilig war, wie Louis Varney ein Bischen Musik geschrieben hatte, das, sehr Brunnenstr. 103, 4% r. Der Verein der Berliner Bierverleger hat in seiner genommen, die sie unter starker Eskorte nach der Polizeiwache das Libretto, oder vielmehr die Art, wie dieses dem deutschen letzten Bersammlung beschlossen, durch den Vorstand des Ver- brachten. wird das Ende dieses gefährlichen Bublikum mundgerecht gemacht wurde. Olympia, die Tochter bandes der Gast- und Schantwirthe Berlins und Umgegend" Kampfes sein, der dem Publikum ein unbändiges Gaudium und des großen Athleten und kleinen Zirkusbesitzers Toulouse, trägt Ein Strafmandat wegen ein Jdeal im Busen. Es entspricht der Tochterliebe und der ( Bors. Nümann) das Verlangen an sämmtliche Brauereien zu der Polizei so große Mühe bereitete? richten, den Flaschenbierverkauf an Private einzustellen. Es wird uebertretung des groben Unfugsparagraphen, der bei fo manchen Liebe zum Beruf als Kraftdame, daß sie ihr Jdeal in dem bis fich ja nun zeigen, ob diesmal der Erfolg ein größerer sein Uebelthaten, die sich anderweitig nicht faffifiziren ließen, neuer- bato ungefundenen Mann erblickt, der im stande ist, ihren wird; bis jetzt haben sich die großen Brauereien nicht dazu ver- dings hat herhalten müssen. Alles zur Stärkung der polizeilichen Vater im Ringtampfe zu werfen. Das Bühnenverhängniß Autorität im polizeilichen Musterstaate Preußen. will es, daß daß dieser Mann gerade all dem Tage auf stehen tönnen. Und was Theaker. Nicht gerade schmeichelhaft für unsere Armeuverwaltung Zu dem Familiendrama in Tegel wird weiter gemeldet, der Bildfläche erscheint, als Olympia dem ungeliebten und schwächist eine Bemerkung, die wir im Bericht über die Berwaltung des daß die Leiche des 7jährigen Knaben Langling schon am Sonn- lichen Thierbändiger Julius Casar standesamtlich angetraut ftädtischen Friedrich Wilhelms Hospitals und der städtischen abend Morgen am Ufer, und zwar an derselben Stelle aus dem worden ist; sie entflieht mit dem Lebemann und Amateur Siechenanstalten für 1893/94 finden. Ueber die Anstalt in der Wasser gezogen worden ist, wo ihn die Mutter hineingeworfen Athleten" Paul Baubert am Hochzeitstage. Aber Keuschheit und Fröbelstraße wird im Kapitel Belöftigung mitgetheilt, daß die hatte. Der Frau scheint die That leid geworden zu sein; denn ein sich von den Gepflogenheiten der Welt" vortheilhaft unterVerpflegung pro Person täglich 47 Pf.( gegen 48 und 50 in den sie hat nach der ihr gereichten Stange gegriffen und sich an das scheidendes Standesbewußtsein geben ihr sittliche Kraft genug, " werden! Gerichts- Beitung. ihn doch Der Berichterstatter des Berliner Intelligenz- Blattes", der meine ehrliche, Niemanden verletzende Kritik zu einer Reklamé für fich und seine kapitalistischen Preßkollegen auf Roften meiner braven Mitarbeiter zu verwerthen sucht, bestätigt dadurch bloß, was ich sagte: daß diese Herren unfähig sind, über sozialdemofratische Bersammlungen u. f. w. objektiv zu berichten, und daß wir Recht gehabt haben, uns völlig von ihnen zu emanzipiren. W. Liebknech t. Das soll 19300 Vermischtkes. " Brüffel, 9. November. Auf einer Grube der Gesellschaft trachtet. Bade um allen Angriffen tapfer stand zu halten; die Athletin begründete, das war: daß die Sozialdemokratie im Verhältniß| Antrag angenommen: Mitglieder des Vereins Berliner Gast ist nichts mehr als Kollegin dem geliebten Manne, zu den tapitalistischen Parteien weit weniger geschulte Kräfte zur wirthsgehilfen sind auszuschließen, wenn ihnen nachgewiesen der das Gauklerleben zwei Monate hindurch selbständig mit ihr Verfügung hat. Dies zeigte ich unter anderen auch an werden kann, daß sie in Lokalen verkehren, wo Boykottbier ge= weiter führt. Solch seltsames Pech in der Liebe muß Herrn Vaubert der Zeitungs- Berichterstattung, von der ich allerdings schänkt wird und fein zwingender Grund vorliegt, ein derartiges schließlich verstimmen, und es fommt ihm daher wohl nicht so un- wahrheitsgemäß fagte, daß sie namentlich in der Lofal zu besuchen. gelegen, daß Olympia ihren angetrauten Mann endlich schäzen österreichischen Bourgeoispresse, zum Theil auch und lieben lernt, nachdem dieser ihr beim zufälligen Begegnen in der deutschen besser sei, als in unserer Parteipresse, liche Versammlung der Töpfer, um den Bericht über den Stand Charlottenburg. Am 8. November tagte hier eine öffents auf dem Jahrmarkt durch eine schallende Ohrfeige ein imponiren- die sich, da fte die Berichterstatter der tapitalisti des Zeichen seiner männlichen Kraft gegeben. schen Presse nicht brauchen kann, ihre Kräfte aus dem des Fensterstreits entgegenzunehmen. Slach einem furzen Resumee Aus diesem etwas heiklen Stoff wäre wohl ein interessantes Proletariat heranziehen und schulen müsse. Ich zeigte aber über die Ursachendesselben, kommt der Referent, Kollege Da u de rt, Stück zuſammen zu schmieden gewesen; und vielleicht hat auch auch, welche Fortschritte unsere Presse in dieser, wie in auf die Unterſtüßungen zu sprechen, die in den Jahren 1890 bis das Originalwerk in Paris Grazie genug in sich, um gefällig jeder anderen Beziehung gemacht hat. 1893 an die Streitenden gezahlt wurden. Dieselben beziffern sich zu erscheinen. Aber unter den plumpen Händen deutscher Ueber= auf zirka 45 000 m., und wurden an zirka 3000 Kollegen gejezer, die durch ein paar elende Kalaner französischen Esprit zu Bahlt. Den Verlauf des diesjährigen Streits bezeichnet Redner ersehen wähnten, und in einer Darstellung, der fast jede Lebendig als nicht befriedigend; hervorgerufen einestheils durch den feit fehlte, trat nichts als Langweiligkeit und Zweideutigkeit zu Indifferentismus der Kollegen, anderntheils aber durch das unTage, die unbeholfen aufgetragen, unbehagen erregen mußte. Bereins der Töpfer", die durch ihre gegentheiligen Beschlüsse, ein qualifizirbare Vorgehen der Berliner Filiale des Algemeinen Ein entschiedenes Bischen am Schluß des dritten Aftes Schachzug, um Mitglieder herüberzuziehen, den Streifenden direkt zeigte, daß das in geistiger Rost durchaus nicht an spruchsvolle Publikum des Theaters Unter den Linden in den Rücken fiel. Den 2. Punkt der Tagesordnung, Wahl nicht einzig darüber ärgerlich war, daß ihm das Ballet vor eines Delegirten enthalten wurde, sondern auch die schale Handlung an sich nicht vember in einer gut besuchten Versammlung den Stand ihres Charlottenburg, welches von Berlin taum noch zu trennen zum Gewerkschaftskartell, leitet Kollege Die Musikinstrumenten- Arbeiter erörterten am 11. No. Hagen, Berlin, ein. Redner wundert sich vorerst, daß in lung ben Grand ires ein. Rebner wundert up verdauen mochte. Erschreckend spärlich spendet der Born der holden Musika der ohnkampfes. Derfelbe hat größeren Umfang angenommen, als fei, ein eigenes Gewerkschaftskartell nöthig sein sollte, und ausgedörrten Operette in diesen Tagen belebende Nahrung. Unter sind denn auch wieder eine Anzahl Bewilligungen zu melden. weiteren weist Redner darauf hin, daß von den angeblich bei seinem Beginn angenommen wurde. Aus der letzten Woche tadelt, daß Niemand von der Kommission anwesend sei. Im solchen Nöthen thut ein kundiger Theaterleiter wahrlich besser Bei Nieber u. Co. erhielten die Kollegen durchschnittlich die 100 Mann der hiesigen Filiale des Verbandes nicht ein einziger daran, wenn er reuevoll entweder zum Altmeister Offenbach oder Hälfte des geforderten Zuschlages bewilligt; nur die Zusammen- anwesend sei. Es scheine überhaupt, als ob die Verbändler bei zur grrrandiosen Balletserie zurückkehrt. Nur nicht langweilig seger, die feine Forderungen gestellt hatten, gingen leer aus, fie allen örtlichen Angelegenheiten, die für sie von größtem Interesse wollen nunmehr aber gleichfalls vorgehen. Einem Kollegen dieser seien, durch Abwesenheit glänzten. Nachdem beschlossen, einen DeleFabrit, der fein Möglichstes gethan hatte, die Einigkeit unter den girten zu schicken, wird Kollege E. Putte, und zum Erfagmann Mitarbeitern zu erzielen, gab der Fabrikant am Sonnabend S. Gaede gewählt. Kollege Hagen giebt dem Delegirten mit auf eine Arbeit vor, die er nicht machen kann. Als er dies dem den Weg, in der Kommission dafür einzutreten, daß in Charlottenburg Berliner Sicherheitsbeamte. Wegen einer schweren Fabrikanten sagte, erklärte der letztere dem Kollegen, dann müffe feine eigene Wanderunterstützung gezahlt, ferner keine Extra- SammAusschreitung bei Ausübung ihres Berufes standen gestern die er aufhören. Da es sich hier also um eine Maßregelung zu lung vorgenommen wird, sondern etwaige Fälle an den Verbeiden städtischen Nachtwächter Emil Grunewald handeln scheint, so wird die Lohnkommission sich der Sache an- trauensmann Melzer zur Regelung zu überweisen. Zum und Gustav Schulz vor der ersten Straſkammer des Land- nehmen. Bei klein u. Co. forderten die Kollegen 5-7 pet. Schlusse ersucht Probst um regere Berbreitung des Baugerichte I. Als Hauptbelastungszeuge trat der Zimmermann Abzug, der vor ca. vier Wochen gemacht war, wurde wieder Freie Vereinigung der Graveure, discleure u. f. w. Dienstag, ben Bulage, die aber der Fabrikant ablehnte; nur ein ganz minimaler handwerker". Wilhelm Herzberg auf, ein völlig unbescholtener Mann, welcher von dem in Rede stehenden Vorfall folgende Schilderung gab: zurückgenommen. Auch bei Hooff sind die Kollegen mit ihrer 13. November, Abends 8% Uhr, Drantenstr. 61: Bortrag des Gen. Dr. Pinn Am Morgen des 22. Juli d. J. habe er sich gegen 514 Uhr auf Forderung vom Geschäftsführer abgewiesen worden. Die Lohn- über Alte und neue Moral". dem Wege nach seiner Arbeitsstelle befunden. Als er den Bahn- Nicht- Fachmann verhandeln. Bei Ulbrich, wo die Kollegen tommission wird mit dem Fabrikanten selbst, übrigens einem übergang auf dem Gesundbrunnen erreicht hatte, feien ihm wegen Nichtbewilligung ihrer Lohnforderung sämmtlich die Arbeit vier aus dem Dienst kommende Nachtwächter begegnet. niedergelegt haben, ist die Kontrolle sowohl von Seiten der Arbeiter Ein augenscheinlich etwas angetrunkener Mann versuchte durch die Reihe der Nachtwächter zu bringen, erhielt aber von einem als auch von seiten der Polizei eine sehr scharfe. Fortwährend Bonne Espérance bei Montigny wurden durch schlagende Wetter derfelben, dem Nachtwächter Grunewald, einen Stoß, daß er zur hält sich dort eine Anzahl Schuhleute auf, die in dem Bemühen, infolge Sprengung 9 Bergleute verwundet Seite flog. Herzberg machte im Vorbeigehen die Bemerkung: im selben Hause wohnenden Tischlermeister Schmidt und der dem Unternehmer Dienste zu erweisen, auf das eifrigste von dem Toulon, 11. Nov. Ein schwerer Zusammenstoß hat zwischen Grunewald gemünzt, der eine Brille trug. Grunewald habe ihm trotz wiederholten Annoncierens hat Ulbrich Ersatz für die wurden getödtet, 15 Beamte schwer verwundet. Der MaterialTun fehe Giner ben mit vier Augen an!" Dies war auf Familie desselben unterſtüht werden. Gs hilft aber Alles nichts, zwei Güterzügen auf der Strecke zwischen La Ciotat und SaintEyr stattgefunden. Lokomotiv- und Zugführer beider Züge erklärt, daß er ihn wegen dieser Beleidigung() zur Mache Streifenden nicht erhalten, als Bodenmacher meldeten sich bei bringen würde und ohne Weiteres sei derfelbe auf ihm nur ein paar schaden ist bedeutend. ihn losgesprungen und habe ihm einen Fanstschlag natürlich nicht einstellen konnte. Am Morgen des 11. November ist auf Privatterrain soeben eine große römische Bades Parquetbodenleger, die der Fabrikant In Pefavella Settermini, nicht weit von Pompeji, versetzt. Obgleich der Beuge erwidert habe, daß er ruhig mitgehen würde, sei er dennoch von Grunewald und erhielt die Kommission einen Brief von Ulbrich, in welchem 2nlage entdeckt worden, von der drei Zimmer mit MosaitSchulz gepackt und vorwärts geschoben worden. dieser wünscht, daß die Sache beigelegt wird, und die Kommission Fußboden und künstlerisch verzierten marmornen Dann hätten bittet, mit ihm in Unterhandlungen zu treten. beide Beamte ihn fort während, der eine von der rechten, denn auch alsbald geschehen. Der Fabrikant Wuthe, über annen gut erhalten sind, auch ein fechzig uk tanger der andere von der linken Seite, mit der Faust ins Gedessen Werkstelle die vorige- Bersammlung die- Sperre verhängte, allem deshalb Beachtung, weil zum ersten Male der große Hof zeigt fich wohl erhalten. Die Anlage verdient vor sicht geschlagen. Daz Blut habe auf dem ganzen Wege bis zur Wache einen rothen weil er den Rastenmacher, welcher Lohnerhöhung gefordert hatte, zur Erwärmung des Waffers dienende Ressel an seinem ursprüngStreifen gebildet. Während des Schlagens hätte einer entlio Theilte der Kommission mit, daß er nun auf Raften lichen Standort aufgefunden ist; ebenso ist auch das ganze seiner Peiniger gesagt:„ Verf!. Sozialdemo= 12 pet. zugelegt habe. Die Versammlung beschloß daher, die System der Röhren, durch die das Wasser vertheilt wurde, wohlfrat, fo wehre Dich doch!" Er habe sich aber nicht sabit, baß ein Kriminalbeamter vom Polizeipräsidium zu ihm gifchen Kreisen wird der Fund mit der größten Theilnahme be Sperre wieder aufzuheben. Wuthe hat der Kommission auch er erhalten; sie sind mit bronzenen Hähnen versehen. In archäolo gewehrt, sondern nur gebeten, man möber zählt, nicht mehr schlagen, er sei doch auch ein ge Angeklagten leugneten einfach. Wenn nyamilienvater. Die geschickt worden sei, um sich zu erkundigen, weswegen denn die gischen Kreisen wird der Fund mit der größten Theilnahme beso möchten sie wohl aus Bercener der Zeuge geblutet habe, Sperre verhängt worden. Der Beamte habe, so erzählte W. mit seinem Gesicht in Be: weiter, angefragt, ob Wuthe nicht den von ihm Gemaßregelten rührung gekommen sein. m. Briefkaffen der Redaktion. sich geschlagen haberseil dieser mit Händen und Füßen um auf Schadenersatz verklagen könne, was der Fabrikant natürlich verneinen mußte. Die Versammlung war über diese Sorgfalt, Die beiden Koves de um sich seiner Verhaftung zu widersehen. welche die Polizei dem einseitigen Interesse der Unternehmer Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Babb gesehen habe gen der Angeklagten wollten nur von hinten zugewendet, sehr entrüstet. Man fragte, ob es denn H. J. Wie Ihnen bereits mündlich mitgetheilt ist, haben Beugen Spre, daß die letzteren mit den Armen in der Möhe des schon jemals vorgekommen, daß die Polizei bei einem Sie das Recht, sowohl bei dem Gewerbegericht auf zahlung au mene erzberg herumgefuchtelt" hätten, aber ob Herzberg ge- Lohnkampfe die Arbeiter gefragt hat, ob sie ihre Hilfe gebrauchen. lagen, wie Anzeige der Staatsanwaltschaft zu erstatten, wenn roffen worden sei, könnten sie nicht befunden! Sie bestätigten Geschieht das nicht, so sollte sich die Polizei wenigstens neutral Ihr Meister Ihnen für angeblich verauslagtes Krankengeld Ab. außerdem die Behauptung der Angeklagten, daß Herzberg nach dem Vorfalle mit dem angetrunkenen Manne dem Grunewald verhalten. Bei Kunze u. Sohn erhielten die Kollegen, die züge gemacht, Sie aber nicht versichert hatte. zugerufen habe:" Du mit Deinen vier Augen scheinst lange 5 bis 10 pCt. Zulage, am Sonnabend aber wurde einer der Redaktion vorzusprechen. dort sämmtlich organisirt sind, am Donnerstag der letzten Woche. O. E., Pankow. Ersuchen Sie den Hausdiener, auf der feinen in die Schn... bekommen zu haben!" Mit Entschiedenheit bestritt dies der Beuge. Uebereinstimmend schilderten die Beranlassung entlassen. Die Versammlung erkannte diesen als theilung zu. Kollegen, der Vertrauensmann der Berliner Klavierarbeiter, ohne Rummelsburg. Senden Sie Bilz Pankow die Mit übrigen einwandsfreien Zeugen, die zum Glück herbetgeschafft Vereine und Klubs, welche in Lokalen tagen, wo werden konnten, daß der Zeuge Herzberg von den beiden An- gemaßregelt an. Bei Fiedler u. König, wo gleichfalls nur geklagten in der empörendsten Weise gemißhandelt worden organisirte Kollegen arbeiten, erhielten diese am Montag bereits boykottirtes Bier geschänkt wird, werden in den Bereinskalender Der Staatsanwalt hielt sowohl die Beleidigung wie ihre Forderung von 10 pet. Zulage unverkürzt bewilligt, nachdem nicht aufgenommen. Wir ersuchen, alle derartige Einsendungen die Mißhandlung für erwiesen und beantragte eine Strafe von die Abpuyer, sowie die Umbaumacher zwei Drittel ihrer Forderungen sie drei Stunden lang die Arbeit eingestellt hatten. Bei Weber haben zu unterlassen. je 9 Monaten und 14 Tagen Gefängniß. Der Gerichtshof hielt Winter. Ihre Berichtigung müssen wir ablehnen, da uns die wörtliche Beleidigung nicht für erwiesen, sondern verurtheilte mit ihren Forderungen an den Unternehmer herantreten. In unserem Bericht bestätigt wird. die wörtliche Beleidigung nicht für erwiesen, sondern verurtheilte bewilligt erhalten, nunmehr wollen dort auch die übrigen Kollegen von verschiedenen Versammlungstheilnehmern die Darstellung in die Angeklagten nur wegen der Mißhandlung zu je sechs den beiden zuletzt genannten Fabriken find die Kollegen ohne die Monaten Gefängniß. Der Vorsitzende, Landgerichts- Hilfe der Kommission vorgegangen, was auch den Kollegen von versammlungen Besprechung und Stellungnahme zu dem Gewerks Albert Kleinschmidt. Sie sollten wissen, daß in Vereins Direktor Rieck, hob hervor, daß das Vertrauen des Publikums den Fabriken, in welchen eine Lohnerhöhung bisher noch nicht schaftskartell niemals rathfam find. Wir haben deshalb Ihren zu den Beamten verloren gehen müffe, wenn derartige Aus- eingetreten, sehr empfohlen wurde. Erst wenn das selbständige Aufruf zurückgestellt. schreitungen nicht streng geahndet würden. Vorgehen der Kollegen ohne Erfolg ist, so mögen dieselben sich Zwischen Milchhändlern und Polizei herrscht eine große an die Kommission wenden, damit diese dann in Aktion tritt. Meinungsverschiedenheit über die Frage, ob auch die Transport- Man rieth jedoch, nur in solchen Fabriken vorzugehen, wo für Briefkaffen der Expedition. fäffer, in denen die Milch hierher geschickt wird, eine Bezeichnung ein einheitliches, solidarisches Handeln der Kollegen gewiffe des Inhalts der Milch, ob, Vollmilch" oder„ Magermilch" tragen Garantie geboten ist. Eine spezielle Bekämpfung der Genossen- ein: Lefeverein Lassalle in Schölln S. Altbg. 4,95. Gesammelt Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner müffen. Diese Streitfrage hat schon wiederholt zu gerichtlichen schaften habe auch nicht vielen Werth, weil in diesen zu viel Meister auf einer Geburtstagsfeier durch Frau Lindner, Baruther Entscheidungen Anlaß gegeben. Auch der Milchhändler Karl sind, die schlimmsten Falls eine Zeit lang die Arbeiter, welche sie straße 2,20. Löwe wurde mit einem polizeilichen Strafmandat bedacht, weil brauchen, selbst ersehen können. Der gegenwärtige Lohntampf Gesangverein Kreuzberger Harmonie 7,27. Schneiderwerkstätte Tischlerei Weiß, außer einem 4,75. bei einer polizeilichen Revision in seinem Geschäft vor dem hat übrigens auch auf die Fabriken, wo eine Lohnerhöhung nicht Girott, Behrenstr. 24 10,-. Ladentisch ein geöffnetes Milchgefäß sich vorfand, welches zu erzielen ist, seine gute Wirkung, da viele Fabrikanten, welche Brinzenstr. 99 durch Sippel 13,-. Geburtstagsfeier bei Ram Von den Stammgäften Magermilch enthielt, ohne eine diesbezügliche Bezeichnung zu Abzüge angedroht hatten, dieselben schleunigst wieder zurüd- low D. 2. 1,30. Gesammelt auf einer Rindtaufe in Rüdersdorf tragen. Löwe behauptete, daß aus dem Faß nicht genommen haben. Einige dieser Fabrikanten leugnen jetzt fogar, durch K. 2,10. Familie Stinde 0,50. Von den Weißgerbern in verkauft worden sei, es fich vielmehr nur um ein daß sie abziehen wollten, fie thun so, als ob das nur Scherz ge- Kirchheim durch Beismenger Transportfaß handele, welches eine derartige Bezeichnung nicht wesen wäre. Wegen der Ueberstunden, die bei ihnen gemacht Schafskoppspielen durch G. S. 1,50. Bereinigung der Dachdecker 11,56. Gewonnen beim zu tragen brauche. Das Schöffengericht verurtheilte ihn zu 5 W. werden, waren die Kollegen von Barthol und von Ecke be- Filiale I. 2. Rate durch Peters 20,-. Pforzheim, TellerfammH. Geldstrafe event. 1 Tag Haft. Da es sich um die für die Milch fonders zu dieser Versammlung eingeladen. Die Angelegenheit lung im sozialdemokratischen Verein 5,10. Sagan- Sprottau 1,16. händler sehr wichtige Frage handelt, ob eine Milch schon als in wurde erörtert und wird weitere Schritte der Kommission bei Hamburg, die 7 Rothen aus 101, 9,-. Gewerkschaftskartell den Verkehr gebracht" anzusehen ist, wenn sie sich noch im Barthol zur Folge haben. Die Versammlung nahm noch folgende An Effen 50,-. Einweihung des Neubauer'schen Bierlokals 1,75. Transportgefäß befindet, legte Rechtsanwalt Leop. Meyer die träge an: 1. In anbetracht dessen, daß die Unternehmer bei event. ein Bierprozente u. Sammelliste, Brunnenstr. 84 bei D. Bannemann Berufung ein. Er bestritt, daß durch Aufstellung des Transport- tretender geschäftsflauer Beit Arbeiter wieder entlassen und vermöge 8,15. Bei dem Fest der Marcus'schen Fabrit, Staligerstr. 10, fasses in dem Milchladen die Milch schon feilgeboten" sei. des Arbeitslosenheeres die Preise wieder herabdrücken werden, 6,05. Dieser Begriff werde erst festgestellt, wenn die Milch aus dem ist es Pflicht eines jeden Kollegen, energisch dahin zu agitiren, Hübner 1,40. Ges. durch Faller 1,95. Gesangverein Unverdrossen" 8,-. Gesammelt bei Transportfaß in den Verkaufstübel gegossen ist. Die Milchhändler daß statt der Entlassung die Arbeitszeit so viel verkürzt wird, Schröder, Bahnstraße, Schöneberg, durch Moschte 3,25. Agitations Geburtstagsfeier bei wiffen oft gar nicht, ob sie die ihnen zugesandte Milch zum Ver- daß eine Entlassung nicht nothwendig wird." 2. Zum Zwecke flub Osten für einen Vortrag des Genossen Wagner 6,-. Amerit. fauf bringen oder zur Butter- und Käsebereitung verwenden wer der schnelleren Durchführung dieses Grundsatzes ist es auch Auktion vom gemüthlichen Beisammensein der Uhrmacher 12,80. den. Es sei deshalb auch allgemein Brauch, daß erst der Kübel Pflicht, für die Organisation zu agitiren, damit dieselbe zu einer Tischlerei von Fr. Berndt 2. Rate 2,50. Gesangv. Deutsche Eiche I. mit der qu. Aufschrift versehen wird. Die Berufungskammer Söhe gelangt, wie es unbedingt nothwendig ist. schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte auf Frei- Streifende und Gemaßregelte zu zahlende Unterstügung wurde Gürtler von D. Lundershausen 1,75. Gesangverein Vineta( dar. Die an 3. Rate 10,-. Tischlerei von Hübner, Grünftr. 19, 2. Rate 5,75. sprechung, da sie nicht für erwiesen erachtete, daß der An- auf 18 M. pro Woche festgesetzt. Die nächste öffentliche Verein Herrentanz b. Gründel d. Tanzlehrer Hartmann 4,-) 9, getlagte aus dem fraglichen Gefäß Milch verkauft hat. sammlung tagt am tommenden Sonntag wieder bei Hente, früher Gesammelt auf einer Badereise in Plößensee 4,55. Gesammelt Renz Salon, in der Naunynstraße. Nachdem man noch zur v. d. Werkstatt Alte Jakobstr. 78( 5. Rate) 3,50. Ungenannt 1 Beachtung des Bierboykotts und zur Unterstützung der Aus Von d. Rothen d. Roth'schen Schneidemühle, Streligerstr. 61, 7,85. gesperrten aufgefordert hatte, erfolgte Schluß der Versammlung. Rauchklub Eiferne Pfeife bei E. Weinert, Adolfstr. 18, Amerikan. Volksversammlung für die Schönhauser Vors Der Verein Berliner Gastwirthsgehilfen hielt am Auttion, 5,-. Ueberschuß der Kranzspende von Mix u. Geneft. B. ftadt. Mein Vortrag über die Presse- am vorigen Mitt Freitag, den 9. d. M., im Lokale des Herrn Schneider, Annen- 2,40. Von der Agit.- Kommission der Vergolder Berling 100,-. wochtonnte im Vorwärts" nur kurz erwähnt werden. Ich straße 16, eine außerordentliche Generalversammlung ab. Bu Von den Mitgliedern der Filiale Ebingen des Unterstüßungswerde ihn, auf vielseitige Wünsche, gelegentlich wiederholen und nächst hielt Herr Dr. Pinn einen sehr lehrreichen Vortrag über: Vereins deutscher Hutmacher 9,95. B. 2., Stegligerstr. 6,45. dann, da der Gegenstand dies verdient, für ein ausführliches Alte und neue Moral." Von einer Diskussion wurde Abstand von den Glasarbeitern Stralaus d. Börner 50,-. Stiftungs Tischlerei Referat, wenn auch nicht in den überfüllten Spalten des Vor- genommen und schritt man zur Wahl der Revisoren; gewählt feit Rauchklub Holland durch Beischau 5, wärts", forgen. Einen längeren Bericht bringt ein hiesiges wurden die Kollegen Linke, Nau, Albuschat und Thomas. Ferner von Hohensee, Lichtenbergerstr. 5, 1. Rate 6,40. Bon den Malern Lotalblatt, das„ Berliner Intelligenzblatt", das mir dabei folgen- legt der Kollege Schröder den Beschluß des Borstandes vor, den Poſens 4,15. Gefangv. Freiheitsgruß und Echo, Ueberschuß vom den Sab in den Mund legt: Wer ehrlich ift, Kollegen Karl Wegner aus dem Verein auszuschließen, weil sich Vergnügen bei Kelle, Schönhauser Allee 28, 20,05. Bon den muß zugeben, daß die Berichte der bürgerlichen Blätter derselbe grober Bergehen gegen den Verein habe zu Schulden Genossen in Hörde 20,-. auch über sozialdemokratische Versammlungen weit beffer feien, tommen lassen. Die Versammlung tritt dem Beschluß einstimmig Summa 464,04 Mart. Bereits quittirt: 16 281,99 Mart; in dank der besseren Vorbildung, die ihre Berichterstatter genoffen bei. Ebenso wurde auch der mit dem Gastwirth Schneider ge- Summa 16 746,03 Mart. haben." machte neue Kontrakt gebilligt und die weiteren Schritte behufs M.- Gladbach, A. D. Ohne Vorherbezahlung nehmen wir Eine solche Aeußerung habe ich nicht gethan, und kann Berlegung des Lokals dem Vorstand überlassen. Ueber den Bier- feine Annonce auf. Wir haben Ihren Brief dem Arbeitsnachich nicht gethan haben. Was ich sagte und des längeren boyfott entspann sich eine längere Debatte und wurde folgender weis der Bivil- Berufsmusiker, Rosenthalerstr. 57, übergeben. sei. Dersammlungen. " " anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 13. November. Opernhaus. Freund Frig. Cavalleria rusticana( Bauernehre). Schauspielhaus. Das Leben ein Traum. Leffing Theater. Madame SansGêne, Deutsches Theater. Hamlet. Berliner Theater. Zwei glückliche Tage. Schiller Theater. Die Karlsschüler. Urnes Theater. Figaros Hochzeit. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Jabuka.( Das Apfelfest.) Rehdenz- Theater. Der Unterpräfekt. Villa Vielliebchen. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Bellealliance- Theater. KönigKrause. Central- Theater. D! diese Berliner! Alevanderplay Theater. Ein Modell. Verbotene Liebe. Adolph Ernst- Theater. Der fleine Alcazar Variété- und Spezialitäten Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Neu! Sensationell! Neu! The 3 Brothers Nighton. William und Bobb. Urkom. Excentrics am Doppelreck. Jola Kowats, andes. die Pertem die Perle des Ungarlandes. Zum Schluß: Pusebach auf Korea. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. Castan's Panopticum. Hassan Ali Herr. Vorher: Die ewige Braut. der grösste Mensch der Welt. National Theater. Gastspiel des fliegenden Serpentin- Ballets. Borher: Die Weber. Empfehle mein Geschäft in frischen Blumen und Kränzen. 5441 L* Sozialdemokratischer Wahlverein Robert Meyer, für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. 2001 Oeffentl. Versammlung am Mittwoch, den 14. November 1894, Abends 8 Uhr. Tages Ordnung: Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. 1000 Damen!!! Seiden- Plüschjaquets mit fleinen unscheinbaren Webefehlern 12-30, Abendmäntel auf Seide wattirt u. Belzbefab 8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes D. 12-30. Regenmäntel, um z. räumen, 5-12. Neueste Winterjaquets 5-25 M. Landsbergerstr. 48 I. Musikalien u.Instrumente aller Art gut und sehr preiswerth. Reparatur- Werkstatt. Verleih- Institut für sämmtliche Instrumente. G. Tschentscher, 19 Alte Schönhauserstr.19 Prinzess Topase Gelegenheitsfauf das kleinste Menschenkind. für Brautleute: Im Möbelspeicher 59, I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, Reichshallentheater. Spezialitäten- Merikanische Riesen- Cacteenene önigſty, big, born fent, furge American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. • Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Dienstag, den 13. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Mittwoch, den 14. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Donnerstag, den 15. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Freitag, den 16. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Central- Theater 1te Jakobtraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. 6. Anna Bäckers. Josefine Dora. 3um 74. Male: O! diese Berliner! in noch nie gesehener Größe. Passage- Panopticum. 51 wild 51 wilde Weiber aus Dahomey. 1. Vortrag des Genossen Zubeil über: Die politische Lage und die Sozialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 276/10 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Frauen haben Zutritt. Die Zahlstellen des Wahlvereins find: Gärtner, Moltenstraße 12. Tripke, Jägerstr. 10. Sommer, Grünftr. 21. Wendt, Claudiusstr. 19. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlungen Görlitzer Viertel: am Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festfälen, Oranienstr. 180. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Bernstein über:„ Der Zusammen. hang von Kunst und Politit". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Gäste haben Zutritt. Osten: Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstr. 17. Tages- Ordnung: Berichterstattung der sozialdemokratischen Stadtverordneten über ihre Diss parlamentarische Thätigkeit im Rothen Hause im verfloffenen Jahre. tuffion. Verschiedenes. 279| 19 Sozialdemokratischer Wahlverein Zeit verliehen geweſene u. neue Möbel für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. spottbillig verkauft werden. Ganze Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8½ Uhr: tungen 100, 150 200-1000 2. Einrichtungen M. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchenspinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matratzen 18, Nusbaum- Kleiderspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mart, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Die Herenschaukel, inderbureaus, Schreibſefretäre 15 neueste Illusion. Armin- Hallen Mark, Garderobenspinden, Paneelfophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Betten, Couliffentische, alles spott billig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Versammlungen für Schönhauser Vorstadt in Schneider's Salon, Belforterstrasse No. 15, für .09 Gesundbrnunen in Kranz' Salon, Badstraße 12. edd Tagesordnung in beiden Versammlungen: Der Achtstundentag und die Berliner Stadtverordneten. Referenten werden in der Versammlung bekannt gemacht. 288 18 Gr. Yolksversammlung Empfehle allen Herrschaften, mein am Mittwoch, den 14. November cr., Abends 8 Uhr, größtes Möbellager Berlins zu besichtigen u. sich von den staunend billigen in Reichert's Festsaal, Müllerstr. 7, Kommandantenstraße Nr. 20. Breifen zu überzeugen. Gekaufte Möbel zum Besten der Arbeiter- Bildungsschule. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Clara Knauer Hans Größer Verlobte. 961b Berlin, den 12. Nov. 1894. Todes- Anzeige. tieftraurige Nachricht, daß meine liebe fönnen bis Januar kostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. Evora- Bräu Fürth- Nürnberg, in vorzügl. Qualität empfiehlt in Gebinden von 17 Litern an, auch in Allen Freunden und Bekannten die Flaschen. Große Posse mit Gesang und Tanz. Frau Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater Zum 10. Male: 959b Auguste Mielenz, geb. Richard, am Sonntag, ben 11. d. M., Mittags 12 Uhr, infolge einer Operation nach Otto Linke, Lagerhof 3. Telephon Amt III Nr. 404. Weißbier! schwerem Leiden verstorben ist. Die Für Fabriken und Werkstätten Zages Ordnung: . 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Herzfeld: Die beabsichtigte Gesetzgebung gegen den Umsturz. 2. Diskussion. Ich bitte um recht frühzeitiges Erscheinen bei diesem so wichtigen Thema. Der Einberufer. 55/3 Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 22. November, Abends 8 1hr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Ausserordentl. Ausschuss- Sitzung. Tagesordnung: kleine Herr. Beerdigung findet am Mittwoch, den ſowie für Wiederverkäufer liefere ſchläge zum Bundesdirigenten. 65| 18 Der Schwank in 3 Atten v. Arthur Law. Vorher: Zum 10. Male: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Aft von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes statt. Der trauernde Gatte Fritz Mielenz ( früher in Johannisthal). Danksagung. Dirigentenfrage: a) Entgegennahme der eingelaufenen Offerten. b) Bor Der Vorstand. NB. In dieser Sigung werden diejenigen Vereine veröffentlicht, welche in unübertrefflicher Güte zum Preise vom Sängerfest noch nicht abgerechnet haben. D. 0. Don 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 Achtung! oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, Achtung! frei ins Haus, in Flaschen mit Patent Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. A. Seidler, für Berlin und Umgegend( Filiale Nord). Wander- Versammlung Schöneberg, 8651 am Mittwoch, den 14. November 1894, Abends 8 Uhr, in Gründel's Festsaal, Brunnenstr. 188. Tages Ordnung: Alexanderplatz- Theater. geliebten Mutter, der Wittive Augußte Sedaußtraße Ur. 78-75 und 82. Alexanderstr. 40. Gastspiel des Frl. Bertha Rother Ein Modell. Posse in 1 Att von Eugen Prudens. Borher: Verbotene Liebe. Berliner Sittenbild in 4 Atten nach einem vorhandenen Originale Gustav Key. von Regie: May Sam ft. Rassenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Gastspiel des Fräulein Bertha Rother: Ein Modell. Vorher: Verbotene Liebe. Allen Berwandten, Freunden und Bekannten für die rege Betheiligung bei der Beerdigung unserer innig Cyrus, geb. Grempler, insbesondere dem Flöter'schen" Gesangverein, fagen wir unsern herzlichsten Dank. Münchener Brauhaus Die trauernden Kinder. Gebrüder Cyrus.) 9605 Verband der Bäcker Berlins. Dienstag, den 13. November, Nachmittags 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Regelmäßige Monatsgeschäfte. Berliner Weissbier- Brauerei. 1. Vortrag des Herrn Waldeck- Manasse über: Der Glaube und die Frauen. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Wir bitten um zahlreiches und pünktliches Erscheinen, besonders der 119| 18 hier. Flaschenbiere, vorzüglich, Frauen. Männer haben Zutritt. liefert ausschließlich laut Bestätigung Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. der Direktion. Plessner, Lothringerstr. 9. C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen. 820L* Buske's Saal, Grenadier. straße 33, früher SeeSonntag, Nachmittags 3 Uhr( Kinder sowie Revisoren. 2. Ergänzungswahl zum Hauptvorstand feld, ist zu Festlichkeiten und Versammlungen noch frei. Große und kleine Borstellung): 3. Antrag der Hänsel und Gretel. Rontrollfommiffion betreffs General Vereinszimmer noch zu vergeben. Zaubermärchen in 6 Bildern. Zum Versammlung. 4. Gewerkschaftliches. Schluß: Wandel- Diorama. Donnerstag, den 15. November: Zum Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 1. Male: Die Chansonette. Schwant 895 in 3 Atten. Circus Renz Musikinstrumenten- Arbeiter! Carlstrasse. Der Streit bei R. Ulbrich, Kraut straße 14, ist beendigt durch Anerkennung Dienstag, den 13. November er, des aufgestellten Tarifs der Kollegen, for Abends 2 Uhr: wie auch die Wiedereinstellung aller Tjo Ni En. Sensationelle Tänze, u. a. les grelots vivants( Original), jeu des barbichons ( Original) 2c. Außerdem: 6 trak. Rappen, vorgef. im Ausstand sich befindenden Kollegen. Die Lohnkommision. D. Osburg. A. Kleinlein. Baustellen, guter alter Stadtgegend, mit Baugelb, genehmigter Beichnung, von Herrn R. Renz. Das Schulpferd bei 1000-2000 m. Anzahl. z. verf. Cyd und das Springpferd Blitz, ger. G. Brav, Spandauerstr. 10 8 Tr. v. Frau Renz- Stark. Jeu de barre, Sprechft. v. 2-4. fom. Reitpièce, ausgef. v. d. Herren Krembser, Bayer u. William. Der jensationelle Handequilibrist Mr. Jules Keller, gen. America's human enigma. Die Klowns Gebr. Villand zc. Mittwoch: Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. Achtung! 1., Guckel, Lausitzer Pl. 2, ElsasserBahnerfan, auch Theilzahl., wöchentl. ftraße 12. Pianino tauft Rube, Adalbertstr. 66.1 Arbeitsmarkt. Redakteur- Gesuch. Wir suchen für unser täglich erscheinendes Blatt einen tüchtigen Rebatteur. Antritt am liebsten sofort Bewerber wollen sich unter Angab, ihrer Berhältnisse und Gehaltsansprüch fofort an uns wenden. Bewerber Achtung! Der Vorstand. Achtung! Metallarbeiter. Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8½ Uhr, im Lokal von Reichert, Müllerstr. 7: Oeffentliche Versammlung sämmtl. Arbeiter der Gewehrfabrik von L. Löwe& Comp. Tages Ordnung: 178/10 Die Lohnreduktionen bei L. Löwe& Comp. Die Kollegen werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto Naether, N., Antlamerstr. 44. Zentral- Verein Deutscher Böttcher. Versammlung welche auch rednerisch thätig sein können am Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8 Uhr, erhalten den Vorzug. Buchdruckerei u.Buchhandlung " Volkswacht" Schumann& Co., Bielefeld. bei Wilke, Andreasstraße Nr. 26. Das Erscheinen sämmtlicher Kollegen ist nothwendig. H. Winter, Borsigender. Hausdiener, Packer und Berufsgenossen. Grosse Versammlung Tüchtigen Onygschleifer für Afford 9 Arbeit verlangt Rudolf Kroseberg, Lindenstr. 69. 956b Dienstag, den 13. November 1894, Abends 9 Uhr, Versilberer verl. Rigdorf, Schönwolfenbei Schmiedel, Alte Jakobstrasse No. 32. weiderstraße 9. Züchtige Farbigmacher verlangt E. Beer, Rirdorf, Prinz Handjerystraße 64. 9676 968b Tagesordnung: 10 1. Mittheilung und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag über Kapital und Arbeit. Referent: Reichstags- Abgeordneter Emanuel Wurm. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 135/12 Der Vorstand. An sämmtliche E Buchdruckergehilfen Berlins! Charlottenburg. Möbel, Bandung Rosenthalergebraucht, fauft Möbel. Mittwody, 14. November, Abends 8 Uhr, bei Soyks, Osnabrüderstr. 30: Straße 13. Versammlung E des Rohtabak, Sonntag, den 18. November, Vorm. 10% Uhr, finden in Berlin Frauen- und Mädchen- Bildungsvereins. Grösste Auswahl. Billigste Preise. 4 allgemeine Buchdruckerversammlungen statt, in welchen über die Lage im Buchdruckgewerbe gesprochen werden wird. Zur besseren Orientirung in dieser Angelegenheit werden am Mittwoch und Donnerstag von 10 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Abends Flugblätter im Bureau, Oranienstr. 126 II, ausgegeben. 85/3 Die Kolleger fämmtlicher Offizinen werden dringend lersucht, ihren Bedarf an Flugblättern am genannten Tage zu decken. J. 2.: A. Massini. Die Mitglieder des Vorstandes des Vereins der Berliner Buchdruker und Schriftgiesser werden zu einer Extrafihung am Donnerstag, Abends 9 Uhr, eingeladen. Der Vorstand. Gauverein Berliner Bildhauer. Versammlung am Dienstag, den 13. November 1894, Abends 82 Uhr, im Restaurant Schneider, Annenstraße 16. Tages- Ordnung: Geschäftliches.- Steinbildhauer- Abend. Verschiedenes. Da sehr wichtige Angelegenheiten zu erledigen sind, ist das Erscheinen aller Kollegen, besonders der Steinbranche, dringend erforderlich. 71/16 Achtung! Der Vorstand. 119 19 Herren und Damen als Gäste sehr willkommen. gelangen die Die Bevollmächtigte. meines seit 21 Jahren beWegen Umbau meiner Geschäftsräume Restbestände stehenden Waarenlagers: Teppiche! Fertige Wäsche! Gardinen! Steppdecken! Portièren! Leinenwaaren! zu spottbilligen Ausverkauf. Preisen zum Am Stadtbahnhof Börse. J. Brünn 4. Hackescher Markt 4. Am Stadtbahnhof Börse. Göbel& Reinecke. Einzelverkauf zu Fabrikpreiſen. Belzwaaren- Fabrik, Achtung! Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8 Uhr: Stallschreiber- Strasse No. 50/51,( Ede Alexandrinenstraße) und Oeffentliche Maurer- u.Putzerversammlung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Rollegen Paul- Hannover: Besteht für den Arbeiter ein Recht auf Arbeit? 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschaftskommission. Die Vertrauensleute: A. Vogel. Kari Panser. Allgem. Arbeiter-.Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Mittwoch, 14. November, Abends 82 Uhr, Kolbergerstr. 23: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die moderne Naturanschauung und die heutige Gesellschaft. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Bibliothekars. 4. Vereinssachen. 69/12 Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. NB. Zahlstellen des Vereins sind folgende: Gerichtsstraße, Ecke Ruheplatstraße bei Schulz, jeden Sonnabend nach dem 1., von Abends 812 bis 10 Uhr. Desgleichen Wollinerstr. 46 bei Stu( Adlershof). Jeden Sonntag nach dem Ersten, Nachmittags von 3 Uhr ab bei Schubert, Grünauerstraße. Rottbuserstr. 6 bei Ende, zu jeder Zeit. Friedrichsgracht 16, bei Bieber, jeden Sonnabend von 8-10 Uhr Abends; daselbst ist auch die Bibliothek- Ausgabe. Verkaufsstellen direkt in der Fabrik Jerusalemer- Strasse 65( Laden, an der Kirche). Sämmtliche Waaren sind aus besten Winterfellen unter unserer eigenen fachmännischen Leitung hergestellt. Telephon Amt IV 9790. Künstl. 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Gründung einer Filiale im Nord- Osten und Wahl eines Kassirers. 29515 Der Vorland. J. A.: August Gruse, Barnimftr. 41a, v. 3 Tr. Charlottenburg. Alb. Henke, Alexanderplatz 4. Hochachtungsvoll Brauhaus Hohen- Schönhausen Freienwalder Bier. Kommandit- Gesellschaft, 6.Wikel's Vereinshaus mit Garten, Ackerstr. 145, Hof part., a. d. Invalidenstr. empfehlt fich ben Barteigenoffen 29 13 Freienwalder Bier. 1055L* Speisen und Getränke zu den solidesten Preisen. b Vereinszimmer, 30-60 Perfonen, passend für Gesangvereine, Krankentassen u. s. w. Nach allen Richtungen Pferdebahn- Verbindung. MöbelGelegenheitskauf In RohTabaken zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. Elegante Nußbaum- u. Mahagoni- Kleiderspinden u. Vertikows 30 m., Cigarren- Fabrikanten Dienstag, den 13. November 1894, Abends 8 Uhr: einfache 20 W.; Sophas, Bettstellen mit Große öffentliche Partei- Versammlung in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße Nr. 39. fetretäre, Bylinder- Bureaux, Spiegel Tagesordnung: 1. Abrechnung der Vertrauensleute. 2. Neuwahl derselben. 8. Wahl der Lokalkommission. 4. Bericht der Delegitten vom Parteitage. 5. Diskussion. Die Vertrauensleute. Charlottenburg. Oeffentl. Kommunal- Wählerversammlung für den 6. Bezirk Matraße 20 M.; Waschtoiletten, Küchenspinden, Kommoden 12 M.; Stühle 3 M.; Sophatische 6 M.; Säulen- Trumeaug 65 M.; Plüschgarnitur 60 u. 100 M.; Paneelsophas 80 M.; Buffets, Gilber Schränke, Herren- Schreibtische, Schreib( wenig gebrauchte) zu halben Preisen und sollte es Niemand verfäumen, wer gut und reell taufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Gekaufte Möbel werden bis Januar kostenfrei aufbewahrt, transportirt und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. mit voller Ronzession Destillation mitände halber billig zu verkaufen. 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Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Babing in Berlin, SW, Beuthstraße 2.