Nr.SZHck ZS.�ahrg«mg Musgabe B Hr. 113 Bezugspreis: Biftttljäljtl. 30,— M.. monatL UV— SS. frei ins Haus, voraus zahlbar. Post- de?ug: Monatlich 10,— M, einschl. Hu- stellunasgebllhr. Unter Kreu�dand nir Deutschland, Danzig, das Saar» und Memelgediet. lowie die ehemals beut- jchen Gebiete Polen», Oesterreich. Ungarn und Luxemburg 20,— M, für das übrige Ausland 27.— M. Post» bencllungen nehmen an Oesterreich. Ungarn Tscheche-Slowalei, Däne- mar!. Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Der.Vorwärts" mit der Sonntags- beilage.Polt und Fett", der Unter- daitungsbellage„Heimweli" und der Drllage.Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal. Sonn- lag» und Montags einmal. Telegramm- Adresse! „Sazialdetnotrat Seena" Abend Ausgabe #-•#> berliner volksblnit �20 Pfennig) Anzotgruprei-?, Dt» achtgesvalten» Ponvarrstlezeil, kostet dLli M..Ulelne Anzrigri.'" das teligrdniikt» Wort I.do M. tzu- lässig zwei ictlgrdniÄie Wortes leb!, weiter» Wo« V— M. Slellengesuä,« und SchiaisteUenanzeigen das ersle Wo« u— M. lrdes weiter» Wo« SO vtg. Wo:» über Ib Puchlloben zählen für zwei Worte. ssaniiiien-An- zeigen kür Adonnenien Feil» i.— M. D>« Preise verstehen sich einschließlich Teuerungszuschlag. klnzetgen für die nächst, stumm»? müssen dt« S litsi nachmittag» lw Hauptgeschäft, Berlin SW Sss, Linden- Kraße ä. adgegeden werden. Geöffnet von S Uhr früh bis S Uhr abends. Zentralorgan der rozlaldemokratirdien parte! Deutfchlando Neöaktlon und Expeditton: SN) 08, Lindenstr. 3 Fernsprecher- Am» Morlnpla«. Nr. lSI VV— läl S? Mittwoch, den!«. Mai liSSI. Vvrivärts-Verlag G.m.b.H., GW bS, Llnüengr. Z Fernsprecher- Am» Mortssplaq. Nr. 1l7SS— K4 Deutfthlanö will erfüllen. Di? die PPZt. hören, sind nicht nur das Auswärtige Amt, son- Lern alle beteiligten Reichsminislerien gegenwärtig fieberhaft damit beschäftigt, die Vorarbeiten zur Erfüllung der llitimatumssorderuu- gen zu erledigen, insbesondere die notwendigen gesehgeberi- scheu Maßnahmen, wie die Korrektur des Reichewehr- g c s e h e». des weiteren eineu Gesehentwurs über die Exportabgabe und die damit zusammenhängenden Iragen auszuarbeiten. Bezüglich der finanziellen Arageu ist das Reich mit einer Reihe vou Großbanken in Fühlung getreten über die Reali- jierung der deutschen Schahanweisungen, mit deren Hilfe eine Milliarde Goldmark innerhalb 25 Tagen bezahlt werden - sollen. Die verlautet, wird voraussichtlich die Reparationskom- Mission die von Deutschland angebotene Zahlung von ISO Millionen Soldmark in ausländischen Devisen annehmen. Des weiteren verlautet, daß Frankreich sich mit der von Deutsch- land angebotenen sofortigen Lieferung von 25 000 t) o l z- Häuser« eiuver standen erklärt Hot. Berlin, IS. Mai. Wie die TU. erfährt, hat die Reichsregie- rang in einer Rote an die bayerische Regierung R I ch t l i o i e u für die Ausführung des Entwaffnungsgesehes vom 23. März gegeben und die Einreichung einer ListederOrganisationeu verlangt, welche nach dem Entwafsnungsgeseh aufgelöst wer- - den müssen. Räch diesen Anweisungen der Berliner Regierung unterliegt es keinem Zweifel, daß alle Selbstschuhorganisa- lionen, auch die bayerischen Einwohnerwehren, unter diejenigen Or- ganisationen zu rechnen sind, die aufgelöst werden müssen. Ein beüeutungsvolles Telephongespräch. Paris, IS. Mai.(ET.) Einer Londoner haoasmelduug zu- folge wird eine Zusammeukunfl des Obersten Rates einstweileu nicht stattfinden.„Echo de Paris" meldet, daß gestern ein Te- lephongespräch zwischen Lloyd George und Briand stattgefunden habe, in dem die bestehenden Mißverständnisse zum größten Teil beseitigt worden wären. Angeblich wird man sich bei der vielleicht später erfolgenden Zusammenkunft mit der breunenden Frage zu beschäftigen haben, was aus Oberschlesien )-W werden soll. Graf Sforza soll eineu Plan ausgearbeitet haben, der allen Ansprüchen Rechnung trägt. Der.PeM pacisien" erklärt, daß die Polen sich nicht damit begnügen werden, zu sprechen, sondern daß sie auch handeln werden. Man sehe das bereits daraus, daß der polnische Generaltonsnl in Oppeln, der die falschen Gerüchte über einen Dafsenstillstand zwischen Kor- s a n l y und der Znteralllierten Kommission in Umlauf brachte, abberufen wurde. Der polnische Generalkonsul in Königsberg ist an seine Stelle gerufen worden. Korfanty widersehte - sich angeblich dieser Ernennung. Augenblicklich scheint s»gar eine Entsendung von Truppen nach Oberschlesien in Aussich! genommen zu sein.„Ehicago Tribüne" behauptet sogar, daß amerlka- nische Truppen dahin entsandt werden sollen. In einer Unterredung mit einem Vertreter der Exchange- Telegr.-Eomp. erklärte Briand, bisher feien bezüglich einer Zu- sommenkunft mit Lloyd George noch keine Beschlüsse gefaßt worden. Er sagte ferner, Frankreich werde keine neuen Truppen nach Oberschlesien entsenden. Es werde mit dem vom Friedensvertrag festgesetzten Truppenkontingent an der Aufrcchterhnltung der Ordnung in Oberschlesien teilnehmen. Briand . eriilnerte daran, daß ursprünglich die Interalliierte Kommission für die Zuteilung Oberschlesiens an Polen gewesen sei, und daß sogar die englischen Bertreter diese Ansicht unterstützt hätten. Ein dänisches Urteil. Kopenhagen. 17. Mai.(MTB.)„Extr abladet" beschäftigt sich tn einem Leitarttkel mit dem englisch- französischen Gegensatz in der oberschlesischen Frage. Das Blatt nennt die Rede Lloyd Georges im Unterhause am letzten Freitag eine Rede von weltpolitischem Interesse und führt dann weiter aus: Die Rede hat einen Strom der Raserei in Frankreich hervorgerufen, wo man augenblicklich zum Wahnsinn gelangt, wenn von etwas gesprochen wird, das den französischen Hoffnungen und Wünschen nicht paßt. Gegenüber Deutschland ist es absolut„koir play", alle Verttäge und Abkommen zu brechen, und wenn dies nicht in Wahrheit geschehen kann, so nimmt man falsche Nach- richten und Lügentelegramme zu Hilfe. Es braust in diesen Tagen ein Strom von erdichteten Behauptungen über die ßcvje in Oberschlesien, um die einfache Tatsache zu verdunkeln, daß die Polen in ihrem unersättlichen Imperialismus alle völkerrechtlichen Rücksichten zur Seite ge- drängt haben und in friedliches deutsches Nachbar- gebiet eingefallen sind, um es polnisch zu machen, obwohl es durch die Bolksabstimmung ausgesprochen hat, daß es deutsch sein will. Man hofft auf eine friedliche Lösung, wenn Briand und Lloyd George auf der Konferenz zusammenkommen, aber der Geist, der uns aus Fiankreich entgsgenwsht, macht rs sehr schwierig, eine Lösung zu finden, und, wenn diese Frage gelöst wird, wie lange wird es dauern, bis sich eine neue und ebenso lchwierige Frage findet? Mit Grund stellt man sich die Frag«, n b Frankreich überhaupt den Frieden>sn Europa w ill.... D!e Ldüen 6er öeutfchen Arbeiter. Ein Gewerkschaftler über Oberschlesien. Breslau, 17. Mai. Der aus Oberschlesien geslüchleke Gau- leiter der frcigewerlschafllich organisierken schlesijchen Metallarbeiter handle berichtete heule in einer Versammlung der Lreslaucr Vertrauensleute der freien Gewerkschaften und der beiden sozialdemokratischen Parteien aus eigener Anschauung über die Lage in Oberschlesien. Der Referent wies die will- kürliche Anzettelung des putsche? durch k o r f a n I y und die Mit- schuld der polnischen Zlrbeiterorganlsakioneu nach und schilderte die Leiden der deutschen Arbeiterschaft infolge des Treibens der polnischen Banden und der Untätigkeit der französischen Behörden und Truppen. Anschließend faßte die von etwa lausend Vertrauensleuten be- suchte Versammlung einstimmig eine Entschließung, in der der durch den poleuaufstand in Rot uod Elend gebrachten Bevölkerung das tiefste Mitgefühl ausgesprochen und weiter gesagt wird: Die Hoffnung der oberschlesischen Arbeiter und ihrer Familien, daß die deutscheu Arbelker und die Organisationen— politische wie gewerkschaftliche— ihnen ihre Hilfe nicht versagen, soll nicht zu- schänden werden. Die Konseccnz verpslichtel sich zur Unter- stühung der bedrängten Oberschiesier in ideeller wie ma- terieller Hinsicht in weitestem Umfange. Die örlliche polltische und gewerkschaftliche Leitung der Breslaucr Arbeiterbewegung wird beauftragt. Maßnahmen vorzubereiten, die geeignet sind, die ober- schlesische Arbeiterschaft mit ihren Familien w jeder hiusichl und mit allen Mitteln erfolgreich zu unkcrstülzeu. Zkovfanty au die Insurgenten. Kattowiß, IS, Mai.(TU.) Der Kattowitzer„Pokal" vom 17. Mai bringt den Aufruf K o r f a n t y S. der sich im Namen der„heldenmütige« Arbeiter und Bauern Oberschlesiens" an das Gewissen der ganzen Welt wendet, damit sie„im Namen der er- habenen Ideale der Menschheit das weitere Blutvergießen und die katastrophalen Folgen von weiteren Kämpfen verhindern" möge. Der Grund für diesen Appell ist recht kläglicher Art. Korfanty kann seine Söldner nicht bezahlen, und so laufen sie scharen- weise davon. In dem Aufruf fordert er fernerhin alle, die in den Reihen der Bewaffneten nicht erforderlich sind, auf, zu ihrer A r- b e i t zurückzukehren. Alle Beamten, d»e nicht mit der Waffe in der Hand ergriffen seien, sollen unverzüglich in Freiheit gesetzt werden. Schließlich wird die Interalliierte Kommission aufgefordert, ihrerseits alle Mittel anzuwenden, damit es nicht zu einem weiteren Blutvergießen komme.„Wenn uns die Deutschen ohne Rücksicht auf unsere friedliche Stimmung in unseren Stellungen angreifen sollten, so wird die Verantwortung für das weitere Blut- vergießen über sie kommen." Gleichzeitig erläßt der Oberfeldherr der Aufständischen, Nomina Doli wa, einen Tagesbefehl, die For- derungen des Aufrufes zu befolgen und ihnen ohne Verzug nach- zukommen. Italiens künftige Kammer. Mailand, IS. Mal./, Uhr, an dem«orlrag de- Denossc».e>äng,er„Ueber die politische Lage" bet Bulste, Werderstraßc, tetlzunchmeu. Sport. "13. �lrbetterturner- und Sportlertag. Am Schlutztag wurden Zunächst die Anträge über das F u tz> den in Zukunft 75 Proz. der Kreis- und Bezirkseinnahmen für das Fußballspiel oerwendet und dessen Angelegenheiten werden von! den Fußballspielern selbständig geregelt, die auch in sämtlichen Instanzen des Bundes eine Vertretung erlangen werden. Der ein- heitliche Bundesbeitrag wurde auf 1 M. im Jahr festgesetzt. Das Bundesfest wird vom 2 2. bis 2 5. Juli 1922 in Leipzig abgehalten werden. Auch Kriegsoerletzte können an den Wett- kampfübungen teilnehmen, soweit sie dazu in der Lage sind. Eine eigene Festzeitung erscheint ab 1. September und aus ihr soll sich die Zeitschrift„Moderne Körperkultur" entwickeln. Ueber die Sportinternationale der Arbeiter berichtete W i l d u n g. Bekannt- lich war es bei diesem Thema auf dem Sportkongreß in Jena zu stürmischen Szenen gekommen, da die Kommunisten die in Luzern gegründete Internationale als eins Gelbe hingestellt haben. Die in Jena beschlosiene Verlegung der Zentralkommission für Sport- und Körperpflege nach Berlin unrer Anstellung eines besoldeten Sekretärs bleibt bis zur Berschmelzung der deutschen Sporwer» bände in Schwebe. Die Internationale hat ihren Sitz in Brüssel. Sekretär ist Bridoux. Das Verlangen der Kommunisten, ein Gegenreferat erstatten zu können, wurde abgelehnt und von einer Diskussion abgesehen. Zu besoldeten Mitgliedern des Bundesvor- standes wurden wiedergewählt: Gellert(1. Vorsitzender). Schubert (Verlogsleiter), Ranke(Kassierer), WIldung(Redakteur), Kreuzburg (Sportwoche), Benedix(Bundesturnwart), Koppisch(Sportwart), Bühren-Elbcrfeld(2. technischer Leiter). Zu unbesoldeten Bor- flandsmitgliedcrn wurden durch Stimmzettel mit wechselnder Stim» menzahl gewählt: Schlüter, Jeuthe, Noack, Adler und Riedel. Der nächste Bundestag findet 1923 in Kassel statt. Arbeiter-Olympiade 1921 in Prag. In der Zeit vom 25. bis 29. Juni findet in Prag eine grotze Arbeiier-Oihmpiade statt. AuSlünfte über Extra. züg«, Unierkunst und Verpflegung. Pässe und Visum« erteilen: 1. Arbeiter- Turn, und Sporibrnid, Leipzig, Fichlenstratze 36. 3. Konsulate der Tschecho. slowaket in Berlin, Hamburg, Köln a. Rh., Dortmund, Dresden, Chemnitz, Leiozig, München, Frankfurt a. M., Breslau. 3. Ehrenamtliche Vertretung der Arbetter-Oiympiade.Pcaga" in Berlin-Cbarloitenburg, Grollmannstr. 3. Für all- Teilnehmer sind 59 Prozent FahrpreiSermägiguugen aus den tschechoslowakischen Staatsbahnen gesichert.- OeVerGhaftsbewegung Tie Kehrseite. Ueber das Kapitel„Streik und Selb st versorger" brachte der„Anzeiger für das Berg-, Hüttenwesen usw." in Essen am 7. Mai eine kurze Betrachtung. Darin wird betont, daß die auf dem Lande ansässtgen Industriearbeiter wie im Siegerland und im Saargebiet ihr eigenes Besitztum haben. Der eigene Besitz mache seßhafter und verhindere oft genug Schärfen im poli- tischen Denken. Run zeige sich aber, daß sich die für die In- dustrie angenehme Seite des eigenen Besitztums der Arbeiter auch ins Gegenteil verkehren kann. Im Nassauischen habe kürzlich ein Streit fast ein viertel Iabr gedauert. Man habe sich unwillkürlich gefragt, wie denn ein Streik durch die Streikkasse in der heutigen teuren Zeit so lange gehalten werden könne.„Bon zu- ständiger Seite" habe man dann erfahren, daß das lange Anhalten des Streiks wohl hauptsächlich den. Umstände zuzuschreiben war, daß die Arbeiterschaft stark mit bäuerlichen Elementen durchsetzt war, die Selbstversorger sind". Diese Beobachtung sei recht interesiant, da sie zeige, daß der Zusammenhang zwischen politischer bzw. wirtschaftsicher Unruhe und eigenem Besitz nicht immer in derselben Richtung zu gehen brauche. Nein, der Zusammenhang geht, wie hier, in der anderen Richtung, sobald auch die seßhafte Arbeiterschaft gewerkschaftlich organisiert und geschult ist. Zugleich wird die Arbeiterschaft durch derartige Erwägungen daran erinnert, auch durch ihren Zusammen- schluß als Konsumenten, unter Berzicht auf die Auszahlung von Dividenden zugunsten der Auffammlung eines Noffonds, ihre Widerstandsfähigkeit zu oerstärken. Gegen die„Prominenten". Die Theaterbetriebsrät« Berlins haben in ihrer letzten Sitzung die nachstehende Resolution angenommen: „Die am 12. Mai im Afa-Haus versammelten Theaterbetriebs- räte Berlins sehen in der organisationszerstörenden Tendenz des „Verbandes der Bühnenkünstler" eine schwere Bedrohung der not- wendigen Einheitsfront aller am Theater Schaffenden. Sie sehen in dieser Sonderbündelei keine die Kunst fördernde Bewegung, sind vielmehr überzeugt, daß dadurch einzig und allein die k ü n st- lerisch« und wirtschaftliche Anarchie am Theater erhalten und gestärkt wird. Sie richten daher an die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehörigen als dem Hauptver- band aller am Theater Tätigen den dringlichen Appell, sofort mit aller Energie gegen die Bewegung vorzugehen. Die Theater- betriebsräte erklären ausdrücklich, daß sie die Genossenschaft bei der Durchführung organisatorischer Maßnahmen mit allen gewerkschaft- lichen Mitteln unterstützen werden." Solidarität der Wiener Metallarbeiter. Sechstausend Metallarbeiter in Wien sind ohne Beschäftigung, in vielen Fällen seit Monaten. Um ihrer Not- etwas zu steuern, be- schloß eine Vertrauensmännerversammlung, jeder Kollege möge den Lohn einer Arbeitsstunde opfern zu einer außerordent- lichen Unterstützung der Arbeitslosen. Der Antrag wurde mit Bei- fall ausgenommen und in den Werkstätten auch durchgeführt. Die Sammlungen ergaben den Betrag von 1743 861 Kronen, wozu noch die Ortsverwaltuno 1 999 999 Kronen beisteuerte und der Ver- bandsvorstand 599 999 Kronen, so daß insgesamt 3 243 861 Kronen aufgebracht wurden. Arbeitslose Männer und verheiratete Frauen erhielten je 899, ledige Frauen je 499 Kronen, so daß zu Ostern 1 647 699 Kronen ausgeteilt wurden. Der Rest wurde zu einer weiteren außerordentlichen Unterstützung für die P f i n g st f e i e r- tage verwendet. - Bedenkt man, daß auch die Arbeitenden nicht aller Rot ent- hoben sind, zumal viele von ihnen eine mehr oder m nde- lange Zeit der Arbeitslosigkeit hinter sich haben, verdient dieser Solidaritälsakt alle Anerkennung und Nachahmung. Vom Lchrerverein zur Sewerkschafi. Der Deutsche Lehrer- verein hat, wie die TU. meldet, auf seiner in Stuttgart gehaltenen Tagung beschloffen, den Berein zur Lehrergewerkschast aus- zubauen. Er arbeitet nach gewerkschaftlichen Grundsätzen unter Anwendung aller gewerkschaftlichen Mittel. Die letztere Bestimmung, die das Mittel des Streiks in sich schließt, gelangte gegen eine Minderheit von 59 Vertretern zur Annahme. Der Bercin tritt dem Deutschen Beamtembund bei und wirkt dafür, daß dieser als gewerkschaftliche Vertretung mit den Organisationen der Angestellten- und Arbeiterschaft zusammenarbeitet. von 299 699 auf 868 452 und der Warenumsatz von 196 949 925 ark auf 329 739 939 M. gestiegen. Das ist gegenüber 1914 eine Steigerung um 552,5 Proz. In den eigenen Betriebsstätten wur- den für 59 293 147 M. Waren erzeugt gegen 28 371 639 M. im Vorjahre. Zu dem Vortrage über„Die Warenoertellung durch Wert- kansumvereine, Betriebsräte und Gewerkschaften" wurde eine Ent- s ch l i e ß u n g angenommen, in der ausgesprochen wird, daß eine Berbilligung der Waren durch den wilden Handel der Betriebsräte nicht erreicht werden kann. Der Verbandstag des Verbandes oft- deutscher Konsumvereine richtet daher an die Beamten, Angestellten und Arbeiter sowie an sonstig? Kreise der konsumierenden Bevölkerung in ihrem Interesse das Ersuchen, den Konsumgenoffenschaften — soweit es noch nicht geschehen ist— beizutreten, alle ihre Lebens- mittel und Bedarfsartikel bei diesen zu kaufen, damit die Konsum- vereine ihren Aufgaben noch mehr als bisyer gerecht werden und immer mehr zur Eigenproduktion übergehen können. Dies ist der Weg, auf dem die Verbraucher einen wirklichen Einfluß auf Warenvertrieb, Warenerzeugung und Preisgestaltung gewinnen können. „Steuerbuch". So nennt sich eine neue Ausgabe der wichtigsten Steuervorschriften, die die Genossen Wilhelm Keil, der Steuersach, oerständige der Partei, und Fritz Winker im Verlag der Schwä» bischen Tagwacht G. m. b. H., Stuttgart, haben erscheinen lassen. (Preis 29 M.) Das Buch enthält volkstümlich erläuterte Angaben des EinkomniensteuerK-sttzes und des Körperschastssteuergejetzss. Das Kapitalertragssteuergejetz wird in seinen wichtigsten Grund- zügn wiedergegeben, ebenso wie die Reichsabgabenordnung, von der auch ein Teil des Textes zum Abdruck gelangt ist. Im vollen Wortlaut ist dos Landessteuergesetz � und das Erbschaftssteuergesetz abgedruckt, den Abschluß bildet die Verdrd- nung über die Bildung von Steuerausschüffen bei den Finanz- ämtern. Jedem Gesetzestext ist eine Einführung vorangestellt, die über Entstehung und Wesen des betreffenden Gesetzes unterrichtet. Ein Schlagwortregister erleichtert den Gebrauch des Büchleins, das in seinem handlichen Format als Taschenbuch geeignet ist und bei seiner gedrängten Zusammenfassung eine wirtlich brauchbare Text- ausgäbe der grundlegenden Steuervorschristen, auf die der Zensit Einfluß hat, darstellt. ' Verantw� für den redalt. Teil: Dr. Werner Belicr i TP. Glocke, Berlin. Lcrloa: Vorwärts-Lerlag K ! wärtS-Buchdruckcrci u. VerlagZanstalt Paul Sinaer Gewinn-Auszug der 17. Preuft.-Güdd.(243. Preuß.) Klassen» Lotterie 5.»lasse. 6. Ziehuagsiag 17. Mat 1921. 3Iuf jede gezogene Nummer sind zwei glelck» Hub»29341 1326:0 18401 136735 142702 143968 144840 166477 180664)«4482 166374 186491 163772 171983 178321 186* 43 1 00878 199102 100683 209230 218938 221286 221698 227426 237168 238136 184 5N ICDO M 41« 1651 2243 6221 11429 11688 14084 16' 00 19472 20222 21822 23' 93 28037 29894 38668 41587 484(9 64611 66828 88287 60016 62914 89078 09090 71708 75992 78616 79678 80630 81049 88379 85729 88178 89280 91255 94400 96324 98486 102890 103930 104838 107155 107398 107472 108580 112498 116789 123648 124818 127394 120874 132137 134464 136151 136384 141421 144871 346296 150466 16060 151096 161345 166186 1M648 1694)3'67685 168283 168972 171804 173633 173890 176005 176826 182210 164143 184966 186894 191066 193282 199629 200182 20 9U9 206636 214107 214601 216763',17927 217946 230313 232009 237212 286773 210 ZU 600 M 1819 4267-718 4994 6218 6469 6627 8636 17868 18204 22161 24383 24762 30689 34064 36477 37298 39474 30887 48023 46939 4798' 47866 483-4 49246 60635 62789 63301 63709 64156 169 1 69442 62106 19646 72089 74119 767 8 77164 77494 80343 89068 89099 89522 89839 92361 93346 9706! 98910 99496 160984 103''S 104105 106046 10B860 308290 eS 04 109285 109616 111254 111648 113260 116883 1231 8 124929 127522 182877 185863 142681 143174 146030 149436 161094 161482 163103 163540 166208 166597 165600 166176 169016 160488"l 70767 171181 174444 176543 187361 187783 188564 190833 191713 196986 203649 210693 214363 21-263 216220 218423 221627 221672 229406 23166« 231862 238682 237043 238900 In der Nachmittag», iehnng wurde» Sewwn- Wer 890 Marl gezethen. 2 zu 60000 M 06464 ■2 ZU 10000 M 179908 2 ZU 6000 M 179974• 98 all 3000 M 6226 9967 12778 18214 24848 28461 44768 62666 63673 »3986 59215 64737 71731 76374 84377 88415 92692 95 88 98664 981 06 101509 102821 108695 113609 113778 14319 117749 130729 136760 137238 147060 141613 160767 162010 152307 166501 160869 164969 183473 186490 196029 197307 197827 203793 212494 222174 223383 231762 237037 184 zn 1000 II 3479 6469 10239 36379 16611 18324 24335 20474 81216 88966 33768 38110 41643 42162 43 I 1 2 44031 44761 44968 46011 64347 67902 69007 63768 66316 74924 77385 78631 90478 03168 102014 102297 102460 104412 106616 106873 106896 107380 113371 114193 116434 116079 116510 117366 118187 120005 121617 122038 184609 1S486Ö 136169 130649 139334 143161 1469 1 150427 164721 159880 182163 163693 1:3830 186282 167169 167517 168707 171175 171937 173277 174066 18022: 18 45» 163661 186307 187676 192862 193896 108130 108660 203831 2064*6 209768 213466 2:4290 216923 216367 221196 224760 226189 228677 230385 2351,1 286469 237039* 232 zu 610 M 984 1044 8126 3187 8840 4918 8269 6318 7820 8477 9372 10833 11288 11602 23708 23941 26011 32217 33650 41600 47727 63396 63776 54061 66676 6C yO 65566 67213 61053 64948 69726 7i 06« 70143 70810 72372 82001 83228 84059 86171 86764 878-1 65(60 96162 98986 101164 101234 1031 66-1039 2 104366 113864 116931 118068 118001 119761 1200 8 120598 120929 125429 116002 128732 132132 132469 139076 141674 142666 143186 144409 146418 148689 161161 168228 168868 164378 166600 169368 163748 165362 166910 168146 173316 176625 177803 178868 180680 180697 181070 181166 181 486 183042 184130 187981 189788 180830 191686 197860 196334 193480 196794 202716 304414 206464 20662» 208410 209266 213969 214647 316708 218167 218281 223283 338865 330207 330986 336493 338066 238613 mmE Erhältlich In Apotheken und Drogerlen. 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