Ne.2ZS ♦ 5S.�ahrgtMg Musgabe 3 Nr. 117 Bezugspreis: MertellZhrl. 30.- 2R., msnail. M. frei ins Saus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 10,— M. einschl. Zu- ftellungsgebuhr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, das Saar- und Memelgebiet, sowie die ehemals deut- fchen Gebiete Polens, Oesterreich, Ungarn und Luxemburg 20,— M., für das übrige Ausland 27,— M. Post- deftellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho- Slowakei, Däne- march Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Der.Vorwärts" mit der Sonntags- beilage.Polt und Zeit", der Unter- haltungsdeilage„Heimwelt" und der Beilage„Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn- tags und Montags eimnach Telegramm- Adresse: »Soziold-mokra« UerBn" Abend Ausgabe Verliner Volksblstt (20 Pfennig) NnzeigenpretS» Die achtgespasten« Ronvaretllezetl» kostet bcho M..Klein« Anzeigen" das fettgedruckte Wort 1�0 M. fzu- lässig zwei setlgcdruckte Wortes, sedes weitere Wort 1,— M. Stellengesuche und Schlasstellenanzeigen das erst, Wort\y— M„ sedes wettere Wort 00 Vfg. Wort» über IS Buchstaben zählen für zwei Wort«. ffamilien-An- «eigen für Abonnenten geile 3.— M. Die Preise verstehen sich einschließlich Teuernngszuschlag. Anzeigen für dle nächste Nummer müssen bis S Ahr nachmittags un Hauptgeschäft, Berlin SW 08, Linden» straße S. abgegeben werden. Geöffnet von S Uhr früh bis S Uhr abends. Zcntrl den großen sozialen Gesetzen. Man findet auch im einfachsten organischen Leben zeitweilige oder dauernde Arbeitseinstellungen, Erkrankungen und Zerstörungen des Gemeinschaftslebens, Abfände- rung einzelner Gruppen, Lockerung der Arbeitsdisziplin; anderer» seits eine reich ausgebildete Clternfürsorge, Hygiene, Vorbeugung gegen Uebervölkerung usw., kurz, all die Dinge, die der Menschen- staat durchführt, Gesetzgebung und Politik, Staatskunst und Erzieh- ungswesen.„Das menschliche Naturleben." so schließt France,„hat unter zahllosen Krisen genau die gleichen Gesetze von Organisation, Fürsorge, Erfindungen, Wissen und Techniken verwirklicht wie die übrigen Lebewesen. Der Weg der Kultur war kein anderer als der der Natut,"_ nahm an der Sitzung teil. Das Ergebnis der Beratung war, daß der Internationale Gewerkschaftsbund eine aus Jouhaux-Paris, Mlliams-London und Fimmen-Amsterdam bestehende Untersuchungs- kommisfion baldigst nach Oberschlesten entsendet, die dort an Ort und Stelle in Gegenwart von deutschen und polnischen Gewerk- schaftsvertretern die nötigen Feststellungen für eine objektive Be- urteilung der Schuldfrage vornehmen soll. Grgesch auf Durchreise. Vom Hauptbetriebsrat des Eb.-Gd. Dresden wird uns mitgeteilt; Wie schon am 19. Mai, passierte am heutigen Tage wieder mit dem Schnellzuge 7.15 Uhr ein Transport von 100 Mann n a chg e w i es en er w e i s e angeworbene Orgeschleute den Bahnhof Dresden-A. Bei dem Transport befanden sich 17 Kisten Handgranaten, welche aber durch obere Eisenbahnbeamte, trotzdem sie von den Betriebsräten auf den unvorschriftsmäßigen Transport aufmerksam gemacht worden waren, doch weitergeleitet wurden in Richtung Breslau. Ein von den Hauptbetriebsräten verständigter Beamter der Generaldirektion erklärte, telegraphisch die AnHaltung des Zuges in Bautzen angeordnet zu haben. Dieser war zwar darüber nicht zuständig, da aber— wie am anderen Tage— keiner der Präsidenten zu erlangen war, wandte sich der Betriebsrat an den betreffenden Beamten. Trotzdem ist dieser Zug ohne Untersuchung durch Bautzen durch- geleitet worden. Beim Passieren des Bahnhofes Dresden-N. wurde ein am Gepäckwagen postierter Orgefchmann fest- gestellt, der vom Transporlleiter beauftragt war, darüber zu wachen, daß die beim Packmeister befindliche Munition nicht ent- laden würde. Da der Zug sich schon in schnellem Tempo befand, hielt der Betriebsrat Dresden-N. den betr. Orgeschmann zurück. 'Nebenbei gesagt, war es der s ch n e l l e n F a h r t des Zuges zu oer- danken, daß der betreffende Vetriebsrat nicht ebenso wie der Haupt- betriebsrat in Dresden von den Insassen mit einer Tracht Prügel bedacht wurde. Die vorgenommene Vernehmung des Zu- rückgehaltenen durch Angestellte der sächsischen Landespolizei im Beisein der Betriebsräte und Parlamentsvertreter hat folgendes ergeben: Durch Aufrufe in den bayerischen Zeitungen werden ehemalige Angehörige von reaktionären Formationen aufgefordert, sich bei der Werbe st elle des Vereins heimattreuer Ober- s ch l e s i e r zu melden. Die Leitung dieser Meldestelle Negt in den Händen eines Oberleutnants. Bei Meldung wird den Leuten ein Schein folgenden Inhalts ausgehändigt: Ausweis.' Der................. ist gebürtiger Ober- fchlesier und zur freien Fahrt nach seiner Heimat be- rechtigt. Verein heimattreuer Oberschlesier Ortsgruppe München. Es wird den Angeworbenen in vorsichtiger Form zu verstehen gegeben, daß Nichtmeldung oder Entfernung von der Truppe kriegsgerichtlich bestraft wird und sie gegen Polen kämpfen sollen. Als Entlohnung wird ihnen pro Tag 70 M. zu- gesichert, sie sollen in der Gegend von Breslau eingekleidet werden. Der Abtransport von München geschieht, indem die Angeworbenen Züge in größeren Abständen und verschiedene Bahnsteigsperren be- nutzend, mit dem angegebenen Ausweis passieren. Zu verpflegen haben sie sich selbst auf fünf Tage. Waffen erhalten sie bei der Ab- fahrt nicht, doch werden solche wie auch Munition auf außer h«lb Münchens liegenden Stationen zugeladen. Während der Fahrt ist den Angeworbenen vom Transportführer bekanntgegeben worden, daß die Entlohnung bloß 4l>— 50 AI. beträgt, und daß sie verpflichtet sind, gegenüber außenstehenden Personen sich über Zweck und Ziel der Reise nicht zu äußern. In Dresden haben sich noch Studenten zu dem Transport hinzugefellt. So weit die Aussage des zurückgebliebenen Orgeschmannes. Weiter ist bekannt geworden, daß ehemalige Studenten der Cr- Hardt-Gruppe feit kurzem von Dresden verschwunden sind in Richtung München. Ein weiterer Transport wurde in Dresden heute abend 7.35 Uhr erwartet. Hauptbetriebsamt bei der Eb.-Gd. Dresden: Stein. Ein Ralurschuhgefeh für das Ruhrgebiet. In einer großen Industriegegend wie dem Ruhrgebiet ist es besonders schwierig, die dort so wichtigen Baumbestände und Grünflächen vor Vernichtung zu bewahren. Es ist deshalb, wie in dem„heimblättern der Roten Erde" mitgeteilt wird, ein Gesetz in Vorbereitung, das einen er- höhten Schutz der Baumbestände und Grünflächen im Ruhrgebiet gewährleistet. Das Gesetz wird die Verfügungsfreiheit der Eigen- tümer einschränken, aber zugleich auch ihre berechtigten Interessen dadurch schützen, daß der leider so vielgeübte Forst- und Baumfrevel mit strengen Strafen belegt wird. Sind doch in der Umgegend mancher Zechen und Siedlungen die auf den Karten noch vorhon- denen Baumbestände bis auf einen geringen Prozentsatz vernichtet. Der Ruhrsiiedlungsoerband, der sich bereits bisher erfolgreich des Naturschutzes angenommen hat, will im Ruhrgebiet großzügige Maßnahmen zur Belehrung und Ausklärung der Bevölkerung, hauptsächlich der Jugendlichen durchführen und hofft die Mitwirkung der Schulen und Gewerkschaften dafür zu gewinnen. Von Düffel- dorfer Künstlern werden allgemein verständliche Plakate entworfen, die die Bevölkerung auf die Bedeutung der Wald- und Grünflächen für die Volksgesundheit hinweisen und vor ihrer Zerstörung warnen. Knut Rasmuffcn rüstet sich, wie die„Times" berichten, zu einer neuen Forschungsreise, deren Ziel der zwischen Grönland und dem nördlichen Kanada gelegene arttische Archipel Nordamerikas ist, der zum großen Teil noch so gut wie unerforscht ist. Die Reise gilt aber nicht allein geographischen Zwecken, fondern vor allem der ethnographischen Forschung. Rasmuffen will insbesondere die Straße feststellen, der die Eskimos auf ihrer Wanderung längs der Küsten Alaskas und durch d'e Beringstraße gefolgt sind. Er will daneben Geräte, Legenden und folkloristisches Material sammeln, das einer vergleichenden Studie über die Völker der Polargebiete zur Grundlage dienen soll. Rasmuffen stützt sich bei der Aufgabe, die hier zu lösen ist, auf eine sichere Erfahrung. Cr wurde im Jahre 1879 in Grönland geboren und hat eine Erziehung erhalten, die ihm gestattet, in den arktischen Regionen wie ein Eskimo zu leben und zu arbeiten. Als Zwanzigjähriger begann er bereits seine Po- larreisen, und im Jahre 1919 gründete er an der äußersten Spitze Grönlands die Station Thüle. Rosmuffen war, wie erinnerlich, im Jahre 1920 von der norwegischen Regierung damit betraut worden, Roald Amundsen Hilfe zu bringen, eine Aufgabe, die er glänzend gelöst hat. Amerika und die Einwandererfrag«. Die Einwanderungsfrage macht den Vereinigten Staaten augenblicklich viel Sorge. Die beste Beurteilung dieser Frage ermöglichen die Zahlen, die jetzt viel in der amerikanischen Preffe erörtert werden. In den fünf Iahren, die mit dem 30. Juni 1914 endeten, landeten an den Küsten der Bereinigten Staaten 5 179 044 Personen, während 1 356 784 das Land verließen. Der Gewinn durch die Einwanderung betrug also 3 822 260 oder 764 452 jährlich. In den 5 Jahren von 1915 bis 1920 betrug die Zahl der eingewanderten Personen 778686, während 678194 das Land verließen. Der Zuwachs durch Einwanderung belief sich also auf nur 100 042 Personen oder 20 008 im Jahre. In dem einen Jahr, das mit dem 30. Juni 1920 endete, wanderten 10000.Perjopeq mehr, aus als hereinkamen. Die ablehnende Die Weiterfahrt der bayerffchen Orgefchmannen hat sich dmm auf folgende Weise vollzogen: von Dresden-Neustadt schickten sie ein Triumphtelegramm nach Hause, in dem sie ihren„ersten Sieg über den Betriebsrat" meldeten. Die„Deutsche Zeitung" druckt dieses Telegramm triumphierend ab. In N a m s l a u stürmten sie unter Führung des Leutnants Bernhard nach Meldung der Breslauer„Volkswacht" das Ral- Haus und verschafften sich mit Gewalt Waffen. Vor der anrückenden Schutzpolizei gingen sie zurück. In Neiße oerübte das bayerische Korps„Oberland" Exzeffe gegen das Sozialdemokratische Parteisekrekariat und bedrohle die Ge- werkschafksfunktionäre mit Erschießen. Auch hier mußte Schutzpolizei die Ordnung wieder herstellen. Wird dre Regierung noch weiter die b e nna ffneten Banden dulden, denen es weit mehr auf den Kampf gegen uubewasf- nete sozialistische Volksgenossen anzukommen scheint, als auf den Kampf gegen die bewassneten Polen? Reaktionäre Richter. Der Vierte deutsche Richtertag, die Tagung des „Deutschen Richterbundes", fand am Sonntag in Leipzig statt. In den Aussprachen und Beschlüssen kam allenthalben der reaktiv- n ä r e Geist zum Ausdruck, von dem unser Berufsrichtertum mit wenigen Ausnahmen durchdrungen ist. Namentlich gegen die L a i e n in die Rechtspflege und gegen die Zuiasfungder Frau zum Richteramt wurde das Schlachtgeschrei erhoben. So polemi- siert« der Rektor der Universität Leipzig, Professor Schmidt, gemm das Eindringen der Laien in das Richteranit und gegen die Sondergerichte, womit aber nicht etwa die jetzigen Sonder- geeichte zur Aburteilung der Komunisten gemeint waren, sondern Kaufmannsgerichte, Gewerbegerichte und die neu zu schaffenden A r b e i ts g e r i ch te,- die Professor Schmidt als lästige Konkurrenz empfindet. Der Vorsitzende, Oberstaats- anwall Leeb, empörte sich darüber, daß der deutsch« Richter zu eng an das Gesetz gebunden fei, ihm geht augenscheinlich dio Willkür der Älassennisti.z noch nicht weit genug. Der erste Punkt der Tagesordnung galt der Schaffung der Arbeitsgerichte. Der Referent, Reichsgerichtsrat B>: wer, polemisierte scharf gegen die Richtung, die dafür eintritt, daß die Arbeitsgerichte den allgemeinen Arbeitsämtern unterstellt werden sollen, und verlangte Angliederung der Arbeitsgerichte als ordent- l i ch e Gericht« an die Amtsgerichte. Landgerichtsprastdent N e u e n f e l d pries das soziale Verständnis der Richter, die viel besser zur Arbeiterrechtsprechmg geeignet seien als irgend jemand anderes.(Eigenlob— l) Schließlich wird einstimmig folgender An- trag angenommen: „Es sind Arbeitsgerichte mit einem besonderen, eine schnell« und flüssige Rechtsprechung gewährleistendem Verfahren unter paritätischer Beteiligung des Laienelementes zu bilden. Diese Gerichte müssen den ordentlicheu Gerichten angegliedert werden. Es ist für das Gebiet des Arbeiterrechtes, und zwar für einzelne, wie für Kollektwstreitigkeiten eine ein heit- liche Rechtsprechung unter Eröffnung des Rechtsweges bis an das Reichsgericht zu schaffen." In der Frage der Zulassung der Frau zum Richter- b« ru f verhallten vereinzelte Stimmen, die für Zulassung der Frauen zum Richterl-erur eintraten, gegenüber der kompakten reaktionären Mehrheit. Die üblichen Redensarten über zu große Einwirkung der Gefühlseinflüfse und körperlich sexueller Erscheinungen auf die rirau wurden in den vcrichiedensten Schattierungen wiederholt. Sehr interessant war, daß Amtsgerichtspräffdent Rieß- München die Zu- lassung der Frau zum Richtcramte verwarf wegen zu großer Weichheit und Milde, während rerade jetzt der Richter mit semer ganzen Person für die Aufvechterhaltung der Ordnung ein- stehen müsse und niemal» Milde im Strafgesetzbuch unange- b r a ch t e r gewesen sei als jetzt.(Beweis: das milde Urteil gegen Eitei Friedrich, die Haftentlassung v. Iagows, die Geldstryfe gegen den nationalen Mordanstifter Lebius, — alles Zeichen für die brutale Härte männlicher Richter gegen rechts! Red. d.„Vorw.".) Es wurde eine Cnsschlleßung gegen wenige Stimmen angenommen, welche besagt, daß die Flau als Bervfsrichter über- Haupt nicht in Frage komme. Ebenso sei sie ungeeignet als Ge- schwvrens. a's Schössin. auch in Jugend.'.erichtssachen. In anderen Sachen als Staatssachen beständen aus gewissen Gebieten gegen die Zulassung der Frau als Laienrichterin leine Bedenken.— Zum Glück entscheiden die Berussrichter in dieser Sache nicht, sondern das Parlament.__ Stellung der Amerikaner gegen die Einwanderung, die sich in diesen Zahlen ausdrückt, ist hauptsächlich durch die Erfahrungen des Krieges hervorgerufen worden. Es war eine ebenso beschämende wie be» unruhigende Tatsache, daß in einem Land, das von Hochschulen, Schulen und Viidungsanstaltcn aller Art überfüllt ist, und in dem seit langem der allgemeine Schulzwang herrscht, von 4 Soldaten immer einer weder lesen noch schreiben konnte. Man wird daher vor allem versuchen, diese analphabetischen Elemente fernzuhalten. Auch auf Frauen legt man keinen großen Wert, denn die Ver- einigten Staaten besitzen einen Ueberschuß von zwei Millionen Mäd» chen im heiratsfähigen Alter. Die Verteilung der fremdbürtigen Vürger in den Vereinigten Staaten verhält sich nach den neuesten Ermittlungen folgendermaßen: 1683 293 Deutsche, 1398 999 Russen, 1 139 573 Polen. 1 035 680 Iren. Dann krmmt Kanada mit 809 455 ursprünglich britischer und 307 681 Personen srcmzöstscher Abstam- mung. 812 414 fremdbürtige Amerikaner stammen aus England, 624 759 aus Rußland. 574 959 aus Oesterreich, 397 081 aus Ungarn. 363 599 aus Norwegen, 359 285 aus der Tschechoslowakei, 173 063 aus Jugoslawien und 152 792 aus Frankreich, Elsaß-Lothringen ein» geschlossen. Ticre beim Jazz-Konzert.. Einen überraschend guten Musik» geschmack zeigten die wilden Tiere des New V orker Zoologischen Gartens bei einem Versuch, den Professoren der Universttät Co- lumbia jüngst anstellten. Die Gelehrten veranstalteten nämlich, um die Tierpsychologie zu studieren, ein Iazz-Konzert für die Affen, die Eisbären, die Wölfs, Löwen und Tiger des Zoo und beobachte- ten auf das genaueste die Wirkung, die diese in unfern Tanzsälen so außerordentlich beliebte Musik auf die Gemüter der Tiere her- vorrief. Aber die gefangenen„Kinder der Wildnis" haben äugen- scheinlich einen anderen Geschmack als das moderne Publikum. „Die Affen", fo besagt eine Schilderung des„New York herald", „fingen zwar sofort an„Shimmy" zy tanzen, aber nicht aus Wohl. gefallen über die Klänge des Orchesters, sondern um dadurch ihre Wut zu bezeigen. Die Löwen, Tiger und Wölfe äußerten durch große Unruhe, starkes Brüllen und Fauchen ihre Entrüstung über den Jazz. Die Aufregung der Tiere steigerte sich derart, daß das Konzert abgebrochen werden mußte, bevor noch die Hälfte des Programmes zu Ende war. Eine sinnvolle Garter.inschrist. Der Besitzer eines schönen Gartens, der den wundervollen Blumenflor seiner Anlagen Ncüu» freunden bereitwillig zugänglich machte, suchte das gefährliche Ab- pflücken dadurch zu verhindern, daß er über der Gartenpforte in großen Buchstaben eine ebcnso zarte wie deutliche Inschrift anbringen ließ, die lautete:„Tausend Augen habe du, aber keine Hand dazu.� .„unverzüglich bei den zu- ständigen Stellen der Reichs- und Staatsregierung mit größtem Nachdruck vorstellig zu werden", um die Auflösung der Kinderstation und auch die beabsichtigte Einschränkung der Beelitzer Heilstätten zu verhindern. Städtische kinderuulerkunft an der Ostsee. Das Jugendpflege- amt der Stadt Berlin unterhält wiederum in diesem Jahre Pensionen in Rewahl a. d. Ostsee. Der Penstonspreis für die Zeit vom 5. Juli bis 13. August 1921 beträgt 520 M. einschließlich Aufstchtskosten, Fahrgeld, Kur- und Badetaxe sowie des Unfalloersicherungsbetrages. Ausgenommen werden 5- bis 15jähx)ge erholungsbedürftig« Kinder. Anmeldung von Kindern durch die Eltern oder Schüler und Schule- rinnen durch die Lehranstalten sowie von Kindergruppen durch Industrie- und Gewerbewohlfahrtsstellen nimmt das Jugendpflege- amt der Stadt Berlin entgegen: E. 2. Reue Friedrichstr. 8V. Zimmer Nr. 63, Stadtjugendpsleger Schaecher. »veizenmehlabgabe. Auf Abschnitt 5 der Groß- Berliner?-ben? mittettarte ents ollen 800 Gramm amerik. Weizenmehl zum Preise von 5.80 Mark(7.LS je Mlogramm). Die Ausgabe crsolqt ohne Boianmeldunn in der Zell vom L4. Mai bis einschließlich S. Juni d. I., a) in den durcki blaue Aushängeschilder kenntlich gemachten Vertaussslellen, d) in den durch gelbe Aushängeschilder kenntlich gemachten Verkaufsstellen, soweit dort noch Restbestände lagern, o) in den VerkausSstilleu der Meierei C. Bolle. äZ in den Verkaufsstellen der Koniumgenosfenschast und des BeamtenwirtschastS- verein» nur für deren Mitglieder. Im Bund religiöser Sozialisten svricht am Mittwoch, den S5. M7336 9517 10017 10328 11060 11918 14218 16673 17277 19074 20206 22204 27624 29392 30275 31296 33320 34522 37042 37620 40092 44112 44902 45199 66021 60938 61107 67822 60644 62157 63515 64997 67176 67638 68608 72140 74146 74394 77880 78199 81395 8431 6 86178 86448 88784 89478 00192 92793 96462 98777 99338 101112 103694 1 06898 106610 108266 110467 110919 110980 111840 112169 113163 116308 116787 117880 122236 123629 123721 123888 124293 128328 126728 127149 136043 136861 138839 140871 141702 141803 151462 163773 155185 166829 167107 162290 167872 168490 168769 170918 172637 177828 178933 180746 182240 182369 184678 187888 188387 18916» 189725 190634 191139 101943 192436 196073 196826 200347 201830 2024»! 203216 208277 208844 210033 210848 218663 219485 220790 223666 224424 225883 228191 227792 229287 230763 230969 332838 233161 233888 334072 234668 235364 238042 In der Rachmittagtziehnng wurde» Sewwn« über ZOO Mari gezogen, 4 za 15000 M 229281 230331 6 za 10000 M 81978 107611 111263 4 zu 6000 M 26146 61385 100 za 3000 M 4366 11641 18998 17979 22819 27949 81219 31789 36943 60992 60787 61112 61372 64150 66812 60404 74203 78393 84492 88776 89339 91864 95182 103404 106927 111363 111635 117366 118098 119327 141799 144916 164821 J 64180 171676 182918 188417 196968 198131 200663 204673 205760 212463 216680 216898 219124 220876 231441 232689 234693 190 ZU 1000 M 249 2618 6120 6368 8881 12388 17231 19272 20689 21623 23263 23832 26606 26680 27235 27967 29784 38093 44610 49111 68293 69478 70305 74487 74838 77406 78802 82618 83465 91749 04045 94143 97723 100967 102482 102737 100163 110236 111729 112118 112518 116451 116374 122613 126973 131009 132799 132827 133791 135078 138821 140108 143689 147266 14*976 149763 156067 166047 160719 161391 164620 176470 177316 177673 178292 178673 180167 181869 183677 184076 192618 201134 203871 206666 207189 207622 208624 208868 209132 213312 214778 220620 223610 226203 226208 227069 227894 230419 232822 233423 334262 236069 236063£36974 239545 242 zn 600 M 1273 1347 2420 3164 6814 6806 8713 0038 13178 13249 12608 14789 17569 21075 22837 26937 20200 33973 34430 37261 39697 42691 46671 49663 61234 61346 61614 62203 64031 64619 65681 69645 61873 63727 66171*70228 70856 71914 74096 77327 77868 79117 70298 80609 81166 83680 83997 84101 86814 88425 89217 90882 93488 94478 96979 96333 98038 101200 103361 104672 106362 109606 110465 110862 113667 114631 116836 118671 119626 136100 126803 131774 137633 141696 142020 143449 143778 146827 148187 161664 163092 166061 166264 157096 168246 169987 162430 164626 167861 167987 169160 169409 173844 177349 179166 180130 180329 181808 186778 188880 190671 191328 193427 196479 198728 198832 203111 206784 206444 211670 216040 216208 216910 218970 221172 23*470 223081 228412 229234 236268 238452 BchrenstraBe 54 Präzis T/t Uhr UM'AllMMv Billige Pianos, llaviertcch- tische Wcrlstatt, Möckern- Iraßc SB, nur Eelegenheits- iiufe.* .Ich war am ganzen Lcibemtl le. hastet, welch, - mich durch das'ewige FuckenTag u. 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Es ist unbedingte Pflicht eine» jeden Kollegen, zu erscheinen. Die Mitgliedsbücher sind zwecks Kontrolle mitzubringen, l lMnllnmmMumnmmMmlmmimlmmllmllMiimmnlmlMllmlimmlWMmlillimmimnniiiiimiluiiiiiiiimilillilimmuilmHiiiinnliilniMmnim iiiiiihuIiii imuiHiinm: ,== mlaula Mittwoch, den 25. Mai, nachmittags 4 Uhr, in der Schul des Schiller-Lyzeums, Pankstraße, Ecke Böttgerstraße: Branchen Versammlung aller in der Gelljslhruuk'Zuliusttie beschWgteu Mm. Tagesordnung: 1. Bericht über die Verhandlung betr. des Rahmenvertrages. 2. Stellungnahme zur Tarif- kündigung. 3. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Mittwach, beu 25. Mai, abends 7 Uhr, in Boeder» Festffllen, W-berstr. 17: Branchen Versammlung der SSmiede. Tagesordnung: 1. Bericht der Branchenleitung. 2. Branchenangelegenheiteu und Berschiedenes. 90/14 vi« Orisoermaltung. Dennis est st erscheint! Demnächst erscheint! Band 13 der Bibliothek der Kommunistischen Internationale: N. Bucharin und E. Preobraschensky Das ABC des Konuminisinus Aus dem Inhalte: Entwicklung und Untergang des Kapitalismus: 1. Unser Programm/ 2. Die kapitalistische Gesellschaftsordnung/ 3. Die Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung/ 4. Kommunismus und Diktatur des Proletariats/ 5. Wie die Entwicklung des Kapitalismus zur kommunistischen Revolution führte/ 6. Die Zweite und die Dritte Internationale./ Die Diktatur des Proletariats und der Aufbau des Kommunismus: 1. Bedingungen der kommunistischen Aufbautätigkeit in Rußland/ 2. Die Sowjetmacht/ 3. Die nationale Frage und der Kommunismus/ 4. Das Wehrprogramm der Kommunisten/ 5. Proletarische Gerichtsbarkeit/ 6. Schule und Kommunismus/ 7. Religion und Kommunismus/ 8. Die Organisation der Industrie/ 9. Organisation der Landwirtschaft/ 10. Organisation der Verteilung/ 11. Organisation der Banken und die Geldzirkulation/ 12. Die Finanzen im proletarischen Staate I 13. Programm der Kommunisten in der Wohnungsfrage I 14. Arbeiterschutz und soziale Fürsorge/ 15. Schutz der Volksgesundheit. 376 Seiten Preis 8 M.(geb. 15 M.), Organisationspreis 5 M. Bestellungen sind zu richten an die 3447b* Verlagsbuchhandlung Carl Hoym Nfl. Louis Cahnbley, Hamburg 1 1 Soeben erschien t Soeben erschien!| Karl Radeck: Die auswärkigePolttik I Sowjet-Rußlands i Aus dem Zuhalte: Auf dem Wege zur Oktoberrevolution./ Brest-Litowsk./ Zwischen dem engNschen,| französischen, amerikanischen und deutschen Imperialismus./ Vor einem neuen I Brest-Litowsk./ Der Arbeiterstaat und das kapitalistische Staatensystem./ Der Weg| der russischen proletarischen Revolution./ Die Niederlage Koltschaks, Zndenitschs D und Denikins./ Die Verhandlungen mit England./ Die Bilanz der Entente- D Politik. I Die Aussichten der Revolution in Mitteleuropa und in nahen Osten.§ 53 Seiten | preis 2,50 Mark(gebunden 5.— Mark) I iiiiiiiiiitiiiiiiiMiiiiiiiiniiiiiuiiiuuliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiniiniimiiiiiiiiniiiiniiiiiiiiiiiniiimiiiimmiiiiiiHimiimimiiitiiiuulniiniiitiiiiiiiimmiiniiiitiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiü Izahluog.sJ.C 3.—. Zahnziehen m. Emspr. höchst schmerz- an lind. Umarb. schlechtsitz. Gebisse. Rep. sof. Zahnarzt W o I f. Potsdamer Str.SS, Hochb. SDrcchz.9-7 Zahne v.42; Aktentasche verloren! Am Donnerstag, d. 19.5., verlor ich ans einem Anhänge» wagen der Strahenbahnlinte 11 aus der Fahrt vom Dijrlltzer Bahnhof bis Bahnhos Jannowihbrucke eine Aktentasche mit """lichen Dokumenten. Der Inhalt der Mappe ist für den Finder wertlos, für mich dagegen das Werkzeug zum Erwerb fürs tägliche Brot. Zch bitte den ehrlichen Finder, mir die Mappe mit Inhalt gegen gute Belohnung zustellen zu wollen, Dust. Kamphanse», Karlshorst. Weseler Str. 12. 5ioitem Spezialinstitu« Verlin W. 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