Ke.24H ♦ 38. Jahrgang Musgabe B Nr. IIS Bezugspreis: MertepShrl. Z0,— M. monatt.«p- M. frei ins Haus, voraus zahlbar. Post» dezug: Monatlich 10�- M. einschl. Zu. stellungsgebühr. Unter Kreuzband stir Deutschland. Danzig, das Saar» und Meiuelgebiet, sowie die ehemals deut» scheu Gebiete Polens, Oesterreich, Ungarn und Luxemburg 20,— SOt, für das übrige Ausland 27,— M. Post. bestellungen nehmen an Oesterreich. Ungarn, Tschecho» Slowakei, Däne» mark, Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Der„Vorwärts* mit der Sonntagsbeilage„Volk und Zeit*, der Unter. Hallungsbeilage„$>öimwelt* und der Beilage„Siedlung und Kleingarten* »rschetnt wochentäglich zweimal, Sona» tags und Montag» einmal. Telegramm. Adresse: »Sozialdeinolra« Berlln- Abend Ausgabe Verlinev Volksblatt ( Lvpksnnis) Anzeigenpreis, Die achtgespaltene Nonparcillezeil» kostet»»> M.„kleine Nazeigeo" da« lettgedruckte Wort hbv M. lzu. lässig zwe« settgednutte Worte), jede« weiter« Wort l,— M. Stellengesuch« und Echlalstellenanzeigen da» erst» Wort L— SK, jedes weitere Wort SO Pfg. Worte über U> Buchstabe» zählen jllr zwei Worte. FannIien»An> zeigen für Abonnenten geile Z,— M Die Preise oerstehen stch einschließlich TeuerungsMschlag. Anzeigen für die nächste Nummer müssen dt» 6 Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin EW«B. Linden. kraße S, abgegeben werden. Geöffnet von S Uhr früh bis S Uhr abend». Zcntralorgan der rozialdcrnokrati fehen Partei Deutfebtands Neüaktion und Expedition: SM dS, Lindenftr. 3 SWitfareeifieev• Redaktion Moritiplay 1519»— 97 KPyPiyygtqcT.b»«riebe. Die verbotene Flugzeugindustrie. Don Willy Meyer, Hauptmann a. D. Das Entente-Ultimatum, das wir unter dem Zwange der Verhältnisse annehmen mußten, trifft besonders hart die deutsche_ Verkehrs-Flugzeugindustrie. Sie wird für gänzlich unbestimmte Dauer völlig lahmge- legt. Aber nicht nur das. Schon heute find Bestimmungen einschneidenster Art getroffen für die Zeit, in der die deutsche Flugzeugindustrie wieder arbeiten darf. Sie muß sich dann einer ständigen Kontrolle der Entente unterwerfen und muß als Bauvorschrift diejenige Auslegung annehmen, die unsere Vertragsgegner dem Begriff„Verkehrsflugzeug" geben wer- den(im Gegensatz zum„Kriegsflugzeug", das auch später in Deutschland nicht gebaut werden darf). - Lufwerkehr hat nur Zweck, wenn eine große Zeiter- sparnis damit erzielt wird. Ohne Zwischenlandung müssen auf weite Strecken über Land und Meer große Lasten beför- dert werden können, sonst kann der Betrieb niemals ratio- nell arbeiten. Technisch gesprochen bedeutet dies, daß die Entwicklung unserer Verkehrsflugzeuge zum großen Teile in Richtungder Erhöhung der Pferdestärken unserer Flugmotoren liegt. Wenn jetzt in Ententekreisen der Ge- danke erörtert wird, unsere Verkehrsflug- zeuge auf schwache Motoren zu beschränken, so käme dies einer Flügelbeschneidung gleich, die ein praktisches Verkehrsfliegen unmög- lich machen würde. Wir sagen mit dieser Feststellung den Entente-Sachverständigen nichts Neues. Unbestreitbar darf man mit einem gewissen Rechte be- haupten, daß Flugzeuge, die eine große Geschwindigkeit haben und dabei erhebliche Lasten zu schleppen imstande sind, im Kriegsfalle— wenigstens für eine kurze Zeit— Verwendung finden könnten. Gewiß. Man kann auch einen Ackergaul im Hindernisrennen laufen lassen und ein Rennpferd vor den Pstua spannen. In beiden Fällen mit gleichem Erfolge. Ich glaube, man darf ruhig behaupten, daß es vom fachmännischen Standpunkte aus ge- sehen, unmöglich sein wird, einen Begriff fe st zulegen, der ein Flugzeug definiert, das zwar im internationalen Luftverkehr mit Erfolg verwendet, das aber für den Krieg un» möglich gebraucht werden kann. Bei der Luftschiffahrt liegen die Dinge ähnlich wie bei der Seeschiffahrt. Auch hier kann schließlich jedes(unge- panzerte) Handelsschiff im Notfalle in gewisser Weise eine kriegerische Verwendung finden. Das auf unbestimmte Dauer erlassene Bauverbot ist hart. Noch härter aber kann uns die Auslegung treffen, die die Entente dem Begriff„Verkehrsflugzeug" geben wird. Es wird dann interessant sein zu sehen, ob auch die Industrie unserer Vertragsgegner gezwungen werden wird, sich bei dem Bau von Verkehrsflugzeugen an diese Begriffsfestlegung zu halten. Unsere nächstliegende Aufgabe ist jetzt die: dafür zu sor- gen, daß die(angeblichen) Gründe, die zum Bauverbot der Entente führten, beseitigt werden. Bekanntlich behauptet die Entente, es sei noch nicht alles heeresluftfahrtgerät abge- geben. Jeder einzelne von uns muß jetzt, von seinem Platze aus, die Regierung tatkräftig unterstützen, daß etwa noch versteckt gehaltenes ablieferungspflichtiges Material ans Tageslicht befördert wird. Die Regierung mag die Strafe für die weitere Zurückhaltung verschärfen und vor allem rück- sichtslos den Schiebern gegenüber durchführen. Auch darf miß ver st andener Patriotismus, der den bis- herigen fortgesetzten Belehrungen unzu- gänglich geblieben ist, nicht weiter vor stren- ger Strafe schützen. Es ist ferner zu überlegen', ob man nicht unter dem Zwange der Verhältnisse den Vor- schlügen nachgehen soll, die auf eine sehr hohe Äblieferungs- Prämie und auf eine Anzeigebelohnung hinausgehen. A u f alle Fälle werden wir gut tun, die äußer st en Mittel anzuwenden, um das einmal ange- nommene Ultimatum in loyal st er Weise bis zur Grenze des Menschenmöglichen zu er- füllen. Das zweite, was wir erstreben müssen ist: sofortige Arbeitsgelegenheit für unsere stillgelegten Flugzeugfabrikeu zu erhalte m Unser Wirt- schaftsleben liegt katastrophal danieder. Es ist daher der In- dustrie, die mit dem Bau von Verkehrsflugzeugen bisher keine Gewinne, sondern nur Verluste gehabt haben dürfte, m. E. völlig unmöglich, einen neuen Artikel auf gut Glück hin auf- zunehmen. Der Absatz muß gesichert sein. Es kann daher nur die Ausführung fester Austräge in Frage kommen. Un- sere Flugzeugindustrie, die sich nachweislich mit den größten Anstrengungen und Opfern nach dem Kriege auf Verkehrs- flugzeuge umgestellt hat, darf berechtigten Anspruch darauf erheben, bei der Ausführung von Wiedergut- machungsaufträgen in weitgehender Weise berücksichtigtzu werden. Sie wäre sehr wohl in der Lage, einen Bruchteil der 2S 000 Holzhäuser, über deren Ver- gebung jetzt Vit Mtjeren laesißcheu Rachbarn verhandelt mm den soll, in Regie zu bauen. Auch viele andere Dinge konnte sie mit ihren Holz- und Metallbearbeitungsmaschinen her- stellen. Bei den amtlichen Stellen liegen Hunderte von Auf- trägen aus Frankreich vor. Es gibt kaum einen Gegenstand, der nicht gewünscht wird. Schon in den nächsten Tagen sollen deutsche Sachver- ständige mit dem französischen Wiederaufbauminister Loucheur in Paris persönliche Besprechungen haben. Es wäre ver- ständig, wenn dazu auch Männer aus den Kreisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Flugzeugindustrie herangezogen wür- d e n. Der Verband Deutscher Luftsahrzeugindustrieller und der Allgemeine Deutsche Gewerkschastsbund würden sicherlich geeignete sachverständige Persönlichkeiten namhaft machen können. Die in der Flugzeuindustrie beschäftigte(hochqualifizierte) Arbeiterschaft hat, obwohl die Lage infolge der fortgesetzten Ententenoten seit langem sehr unsicher war, sich nicht nach einer anderen sicheren Arbeitsstelle beizeiten umgesehen. Sie glaubte, daß unsere Regierung mit der(völlig berechtigten) Abweisung der Entente-Forderungen durchdringen würde. Es ist leider anders gekommen. Unsere Regierung mußte sich der Gewalt beugen. Aber nun hat sie m. E. auch die Verpflichtung, alles zu tun, damit diese Männer nicht über Nacht broflos und für lange Zeit arbeitslos werden. Aber noch eine andere Erwägung sdllte die deutsche Regierung veranlassen, unserer Flugzeuindustrie Arbeit auf anderem Gebiete zu geben, soweit dies nur irgend möglich ist. Es ist ja immerhin nicht ausgeschlossen, daß die Entente das Bauverbot nach einer gewissen Zeit wieder aufhebt und von einer uns behindernden Festlegung des Begriffes„Vers- kehrsflugzeug" absieht. Wir dürfen dies(wenn zunächst auch nur schwach) hoffen, weil die verständigen Elemente in der Entente zu erstarken zu beginnen scheinen. Siehe Ober- schlesieni Für den Fall der Wiederaufhebung der jetzigen Ein- schränkungen durch die Entente ist es von ungemeinem Vor- teil, wenn die Unternehmungen und Betriebe bestehen bleiben und die(seit vielen Jahren) eingearbeitete Arbeiterschaft er- halten werden kann. Die Regierung darf nicht vergessen, daß im Flugzeugbau und Luftverkehr eine ungeahnte Fülle von Entwicklungsmöglichkeiten liegt. Wir können überzeugt sein, daß der Luft- verkehr dereinst zu einem so mächtigen wirtschaftlichen Faktor in unserem Leben werden wird, wie es jetzt Eisenbahn und Seeschiffahrt sind. Deshalb muß die Regierung auch alles tun, um der Flug- zeugindustrie über die Zeit der Niederhaltung durch die Entente hinwegzuhelfen. Das wieüeraufbauminifterium. Wie wir hören, schweben über die Besetzung des Wieder- aufbauministeriums Verhandlungen mit Dr. Walter R a t h e n a u, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind. Dr. Rathenau ist für diesen Posten in Aussicht genommen worden mit Rücksicht auf die großen kommerziellen Transaktionen, mit denen die Wiederaufbauarbeit verbunden ist. Es soll jedoch durch die sonstige Organisation dieses Ministeriums dafür gesorgt werden, daß die Vertretung gewertsHjaft- licher Interessen nicht zu kurz kommt. Regierungsbilöung unö HSP. In der„Freiheit" setzt sich L e d e b o u r mit der Ant- mort von Wels an Crispien auseinander, wobei er aus der Aeußerung von Wels, die Ablehnung einer reinsozialistischen Regierung durch das Zentrum, sei zu erwarten gewesen, folgende Schlußfolgerungen zieht: Aus diesen Bemerkungen geht ganz klar hervor, daß die sozial- demokratische Fraktion schon, ehe sie an uns herantrat, ent- schloffen war, mit dem Zentrum allein die Regierung zu bilden, und nur wenn das Zentrum diese Kombination abgelehnt Das Weimarer Schloß als Museum. Aus Weimar wird uns geschrieben: Seit den Novembcrtagen 1918 geht in Weimar ein M, aber hartnäckig geführter Kampf um große Gegenstände. Der Fremde, der, ganz wie einst, die geheiligten Stätten anzusehen kommt, merkt nichts davon. Es:st ein Kampf zwischen ererbtem Besitz und natür- lichim Recht, zwischen persönlichem Anspruch und Gemeinschafts- willen, zwischen Gesetzesbuchstaben und Gesetzesgeist.... Der ehe- malige Großhcrzog von Sachsen-Weimar-Eisenach fordert zu Eigen- wm, was in Weimar(und auf der Wartburg) sich durch ein Zu- sammenkommen schöpferischer Mensche» an Kunst- und Kulturschätzen angesammelt hat: er forderte, obwohl er, was er von den Vätern er- erbte, in keinem Sinne zu erwerben verstanden hat. Demgegenüber aber will die Regierung diese Schätze in den Dienst der Allgemein- hcit überführen, für die diese Schätze vom Volke der Künstler und Dichter letzten Endes geschaffen worden find. Der Kampf um diese Dinge wurde leider hinter verschlossenen Türen geführt. Man weiß daher noch nicht, inwieweit es gelang, Kulturgüter, auf deren Genuß das ganze deutsche Volk und darüber hinaus eins Weltgemeind« von geistoerbundenen Menschen den höchsten Anspruch hat, vor dem Zu- griff privatwirtschaftlichxn Interesses zu schützen. Die Auseinander- setz, Mg mit dem Großhcrzog ist noch nicht vollzogen. Für heute kann aber vorweggenommen werden, was die ver- handelnden Parteien über die künftige Verwendung des einstigen Residenzschlosses in Weimar gutem Vernehmen nach vereinbart haben. Das Weimarer Schloß gehört zu jenen„Sehenswürdig- leiten" der Dichterstadt, in denen etwas von dem planenden und bauenden Geiste Goethes enthalten ist. Schon aus diesem Grund« verdiente dieses Heroorragende Werk klassizistischer Baukunst in die Obhut des neuen Staates überführt zu werden. Es kommt hinzu. daß der Besitzanspruch des gewesenen Großherzogs sich bei diesem Gebäude nicht einmal in strengjuristischem Sinn« aufrechterhalten läßt. Es ist im wesentlichen wohl dieser Sachlage zuzuschreiben, daß die Aus-inandersetzung zwischen Fürst und Volk eine der Allgemein- heit günstige Wendung genommen hat. Das Weimarer Schloß fall nach den Plänen des Wei- marer Museumsdirektors Dr. K ö h l e r in ein M u s e u m ver- wandelt werden. Die Einrichtung dieses Schloß-Museum» wird auf Grund einer allgemeinen Umgruppierung der Weimarer Kunstsammlungen erfolgen. Das eigentliche Museum in Weimar (am Museumsplatz) soll nur noch eine Sainmlung Thiiring« Malerei und Plastik enthalten, in der um den Mittelpunkt der Prellerschen Odnsseefresken herum hauptsächlich die klasflsche Landschaft Prellers und seiner Schule, sowie die Werke der naturalistischen Kunst der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts in ihren thüringischen Vertretern hätte, war an die Möglichkeit einer Kabinettsbildung mit der USPD. gedacht. Das Bündnis mit unserer Partei hätte die SPD. aber obendrein auch wieder»on der Genehmigung durch das Zentrum abhängig gemacht. Es hätte nach dem Wels-Briefe ja nur dann abgeschlossen werden dürfen, wenn das Zentrum sich vorher bereit erklärt gehabt hätte, durch die ent- scheidende Abstimmung das sozialistische Kabinett zu unterstützen. Die Erfüllung dieser letzteren Voraussetzung haben die Rechtssozia- listen aber selbst von vornherein gar nicht geglaubt. Das geht aus den Worten heroor:„wie zu erwarten war", hätte das Zentrum diese Frag« ablehnend beantwortet. Der Brief von Wels bekräftigt also nur den Eindruck, den wir schon im Laufe der Verhandlungen gewonnen hatten, daß die Rechtssozialisten eine Regierungsbildung mit bürgerlichen Parteien oder, genauer gesagt, mit dem Zentrum allein einer rein sozialisti- schen Regierung von vornherein vorzogen und sich auf die obendrein unverbindlichen Unterhaltungen über ein rein sozialistisches Kabinett nur deshalb eingelasien haben, um nachher den Arbeitern sagen zu können, sie hätten auch darüber init uns verhandelt. Dazu ist zu bemerken: Der sozialdemokratische Fraktion?- vorstand hatte auch die Bildung einer reinfozialistischen Regierung für den äußersten Fall in? Auge gefaßt, aber wahr- lich nicht au? den Gründen, die Ledebour annimmt. Zu solchen taktischen Knifflichkeiten war keine Zeit. Die Lage war in jenem Augenblick so, daß da? Zentrum Bedenken trug. ohne Demokraten in die Regierung zu gehen, während sich hinwiederum die Demokraten an die Rockschöße der Volks- partei klammerten. Die Sozialdemokratie bestand aber dar- auf, rechtzeitig eine Regierung zur Lerhinde- rung des Franzoseneinmarsches zustande zu bringen, sie war daher genötigt, dem Zentrum die Frage vor- zulegen:„Wenn Ihr schon selber nicht in die Regierung gehen wollt, wie stellt Ihr Euch zu einer Regierung aus So- zialdemokraten und Unabhängigen? Würdet Ihr die unter- stützen oder nicht?" Wie zu erwarten war, hat das Zentrum die Unterstützung einer rein sozialistischen Re- gierung abgelehnt und es schließlich doch vorgezogen, selber mit in die Regierung zu gehen. Das war die g ü st i- g e r e Lösung, da damit«ine große bürgerliche Partei für die Annahme des Ultimatums die Mitverantwortung übernom- men hat. Ledebour fetzt voraus, daß das Zentrum auch nach Bildung einer rein sozialistischen Regierung für die Annahme gestimmt haben würde. Das ist möglich, aber am Tage dar- auf hätte die reinsozialistische Regierung auf der Nase ge- legen, da sie eine geschlossene bürgerliche Mehrheit gegen sich gehabt hätte. Es bleibt dabei, daß eine„reinsozialistische" Regierung, die ohne bürgerliche Unterstützung nicht leben kann, eben keine reinsozialistische ist. Statt dem Schein einer reinsozia- listischen Regierung nachzujagen, hätten die Unabhängigen bester erklärt, daß sie bereit seien, durch ihre Beteiligung den sozialistischen Einfluß in einer Koalitionsregie- rung zu stärken. Das bleibt bestehen, wenn Ledebour auch bei seiner bekannten Lorliebe für starke Worte in dieser Be- hauptung eine neue„Unverfrorenheit des Vorwärts" er- blicken sollte. die staatsgefährliche Marseillaise. Im Seminar zu Miro« ereignete sich, wie unser Parteiblatt in Mecklenburg-Strelitz, der„Dolkswille", berichtet, ein furchtbares Unglück, das alle zukünftigen Lehrer beinahe mft einem Schlag« zu Kommumsten, Bolschewiften oder gar zu Republikanern gemacht hätte. Dort ließ ein Lehrer für den französischen Unterricht die— Marseillaise lesen und die erst« Strophe des Liedes jogar auswendig lernen. Auch teilte er den Seminaristen die Melodie des Liedes mit, damit sie diese zu Hause spielen könnten. Das größte Unglück, das Singen des französischen Nationalliedes in der Klajj«, vermied er glücklicherweise. Man kann sich denken, wie dieses unerhörte Verbrechen von den deutschnationalen Kollegen des Lehrers Schuster— so heißt der U»tSter— aufgenommen wurde. Korrettor B i n g e l(Theologe) bis auf unsere Zeit zu sehen sein werden. In dem Museum am K a r l S p l a tz sollen wie bisher die Wechselausstellungen von moderner und modernster Kunst und Kunstgewerbe stattfinden, während draußen im anmutigen Schloß B e l v e d e r e ein ganz eigenartiges Museum des 18. Jahrhunderts entsteht, mit den Möbeln, der Kleinkunst und den Bildern dieser höfischen Zeit. Im Gegensatz zu diesem Rokoko-Museum wird nun im Stadtschloß im wesentlichen die Kunst des schweren deutschen Klassizismus vorherrschen. Die Räume mit ihren teilweise sehr wertvollen Schätzen werden im Aussehen und in der Anordnung nur wenig oder gar keine Ver- änderung erfahren. Das monumentale Treppenhaus, der große Weiße Saal, die anschließende Spiegelgalerie mit ihren interessanten russischen Basen und sonstigen Einrichtungsgegenständen und vor allem die mit Fresken von Preller, Neher und anderen ausgestatteten Dichterzimmer: dieses olles wird in seinem ursprünglichen Charakter entHallen. Anschließend daran werden sich dem Besucher nun die eigentlichen Museumszimmer austun. Sie sollen u. a. enthalten die herrlichen Cranachs, das Sansooino-Bildni» des Tintoretto, das ge- stohlene Selbstbildnis Rembrandts, wenn es wiederauftauchen sollte, ferner die Karton» von Carstens, Zeichnungen und Bilder von Kaspar David Friedrich, Kersting, Cornelius, die Aquarelle von Schwind und alle Schätze Weimars an alten Gemälden bis zur klassizistischen Zeit. Außerdem soll Im künftigen Schloßmuseum ein Kupferstichkabinett eingerichtet werden. Und endlich wird im Schloß auch der größte Teil der kunstgewerblichen Sammlungen Weimars untergebracht, darunter manches Stück, mn das die großstädtischen Sammlungen das kleinere Weimar beneiden. So wird das Weimarer Schloß nicht nur als Kunstmuseum bemerkenswert fein, sondern auch als eine Kulturstätte, die vom Leben des klassischen Weimar um die erste Hälfte des 19. Jahrhundert» ein vielfaches und farbiges Bild spiegelt. Da» neue Sködelmuseum in Frankfurt a. 21T. Aus Frankfurt wird uns geschrieben: Naeli jahrelanger, durch den Krieg und die Kriegsfolgen erzwungener Verzögerung wurde am Samstoa der An- bau des Städelmuseums eröffnet, der in großen hellen Sälen die Kunst des 19. Jahrhunderts umfaßt, die„Nazarener", die fron- zofischen Impressionisten und ihre deutschen Schüler und alle jene Meister, die in Frankfurt längere oder kürzer« Zeit ihren Wohnsitz hatten: Thoma, Trübner, Schilderer und Viktor Müller vor allem, von denen die moderne Galerie einen reichen Schatz besitzt.— Das neue Städelmuseum ist äußerlich in ähnlichem Stile gehalten wie das 1877 errichtete Hauptgebäude am Mairu Da die Direttton noch vor der allgemeinen Teuerung sich reich mit Woh- Materialien eindecken konnte, war es möglich, auch im Innern lauter gediegenes Material, Leder, Linoleum usw. zu verwenden. Infolge- dessen machen die Säle einen überaus vornehmen Gefamteindruck. Durch die reichen Schenkungen, die dem Museum in der letzten Zeit zuteil wurden, ist die Sammlung der französischen Impressio- nisten derart angewachsen, daß sie jetzt eine der reichhaltigste« Europas geworden ist. Vau alle» französischen Meistern dar Schule fühlt« sich o««mlaßt, den verbrecherischen Tatbestand der Oeffent. lichkeit zu unterbreiten. Run setzt« in der mecklenburgischen Rechtsklasse ein« wüst« Hetze gegen den„Französling" ein, die mehrfach in der Aufforderung an die Schüler des Lehrers gipfelte, sich„so etwas" nicht gefallen zu lassen, sondern dem„Franzojenfteund" Tintenfässer und andere Gegenstände an den Kopf zu werfen. Die Folge dieser Hetze war, daß vom Mecklenb.-Strelitzschen Ministe« r i u m eine Untersuchung dieser Angelegetcheit angeordnet wurde, die den oben mitgeteilten Tatbestand feststellte. Der amtliche Bericht lautet weiter: „Wenn auch festgestellt werden muß, daß die Durchnahm« und besonders das Auswendiglernen eines Teiles der Marseillaise besser unterblieben wäre— für die"'F0 derartiges vermieden werden—, so liegt doch kelu Grund für die Maßregelung des Lehrers vor, zumal dieser sicherlich nur die Absicht hatte, die Seminaristen mit der Mcu> seillaise und ihrer weltbekannten Melodie bekannt zu machen. Herr Schuster erhielt in den ersten Icrnuanagen d. I. folgend« beiden Schreiben vom Ministerium: R e li st r e l i tz. den 30. Dezember 1920. Ministerium setzt Sie davon in Kenntnis, daß nach Ablauf Ihrer einjährigen Ausbildungszeit auf eine weitere Tätig» keit Ihrerseits am Seminar in M i r o w von Ostern 1S21 ab nicht gerechnet wird. Reustrekitz, den 81. Dezember 1920. Nachdem die angestellten Ermittelmrgen ergeben haben.... (siehe oben!), wird Ihnen eröffnet, daß Ihr Besassen mit der Mar. seillaise besser gan, unterblieben wäre. In Zu» kunst haben Sie derartiges zu unterlassen. Es muß als tief bedauerlich bezeichnet werden, daß ein Unter- richtsministerium(2)4 Jahr nach der Revolution!) eine derartige Verbeugung der Reaktion gegenüber ausführt, obwohl �gerade das Unterrichtsministerium wissen sollte, daß das Ziel des«prach- Unterrichts heute nicht mehr das Auswendiglernen von Vokabeln und Lehrsätzen aus der Grammatik, sondern der Gebrauch der Sprache ist. Außerdem soll der neusprachliche Unterricht das Ver- ständnis des fremden Volkstums erwecken: einer der besten Vermittle? hierfür ist das fremdländische Volkstum. Um aber die Unterrichtsabteilung des mecklenburgischen Mmste- rlums nicht in den Verdacht zu bringen, daß sie Mittel und Ziel« des modernen Sprachunterrichts nicht kenne, muß hinzugefügt wer- den. daß dos Lesen iznd Singen anderer fremder Lieder nicht verbo ten ist. So wird z. B. das englische sod save the king (Gott erhalte den König) in den höheren Mädchenschulen des Landes nach wie vor mit Inbrunst und Ueberzeugung gesungen, und kein Minister denkt daran es zu verbieten. Handelt es sich doch um ein monarchistisches Lied, das in unseren deutschen— nicht nur mecklenburgischen— Reaktionären verwandte Gefühle auslöst, während die Marseillaise als Lied der internationalen Ar- beiterjchaft in ihren Ohren einen häßlichen Klang annimmt. Die mißbrauchte»Einheitsfront. Aus Oberhausen geht uns ein Flugblatt zu, mit dem gegen- wärtig die Arbeiterschaft im Rheinland wie im Ruhrgebiet über- schwemmt wird. In dem Flugblatt wird gegen die beabsichtigte Be- setzung des Ruhrgebiets durch Frankreich protestiert und durchaus zutreffend darauf hingewiesen, daß diese Besetzung den Zusammen- bruch des gesamten deutschen Wirtschaftslebens und die Vernichtung der deutschen Industrie zur Folge haben müßte. Hiergegen wird zur Bildung einer proletarischen Einheitsfront gegen die Besetzung des Ruhrreviers aufgerufen. Soweit kann man sich mit den Ausführungen des Flugblatts völlig einverstanden erklären. Das Mittel jedoch, das die Voraus« setzung dieser„Arbeitereinheitsfront gegen Frankreich" bilden soll, läßt stark auf andersartige Einflüsse schließen. Als Dedin« gung der Einheitsfront wird nämlich die Vorbereitung des Gene- ralftreiks vom Rhein bis zur Lippe gefordert und triumphierend wird aus den„Stillstand aller Räder vom Rhein bis zur Lippe" verwiesen. Es ist noch der bisherigen Haltung der Kam- munisten den oberschlefischen Dingen gegenüber durchaus möglich, daß sie auch im Rheinland den Generalstreik proklamieren wollen, um den Kampf für die„Räterepublik" zu eröfjnen, und nach der Aus- forderung der„Roten Fahne", gemeinsam mit dein polnischen Prole- tariat die Waffen zu ergreifen, besteht kaum noch ein Zweifel, daß mmmnammmmammmmma i ini■ n■ i i n 1 1■ von Barbizon und den Gruppen Manet, Monet. Sisley usw. sind prachtvolle, kennzeichnende Stücke zu sehen, ebenso von Renoir und Eourbet. Die Frankfurter Courbet-Maler Böhl«, Altheim und Steinhausen sind mit ihren besten Werken oertreten. Den Expressionisten wurde ein besonderer Raum gewidmet, in dem die erschütternde.Kreuzabnahme" Beckmanns als hervorragendstes Wert genannt sei. O. O. Die neueste Tanzverrückthcil. Die überwiegende Mehrzahl der modernen Tänze ist exotischen Ursprungs, und der Shimmy insbeson- der«, der jetzt seinen Einzug i» Europa gehalten hat, ist ein echter und rechter Negertanz, der in New Park salonfähig wurde. Er stellt an die Kraft und Ausdauer der Tänzer hohe Anforderungen. Die Tanzbewegung besteht in einem fortwährenden seitlichen Schlittern der zuckenden Füße, woher auch der Tanz seinen Namen hat; denn „Shimmy" ist eine Verballhornung des englischen Worts„Shivering", das die zuckenden Bewegungen des Schüttelfrostes bezeichnet. Wenn ein Negerpaar eine halbe Stunde lang diesen Tanz getanzt hat, so muß dos erschöpfte Paar, das gewissermaßen auf der Stelle Schlitt- schuh lief, sich als besiegt erklären und ist so erschöpft, daß es von seinen Freunden nach Hause gebracht werden muß.— Höher geht'» wohl nichtl x Prosessorenstreik in Moskau. Professoren und Lehrkörper, der Moskauer Technischen Hochschule sind infolge von Konflikten mit der„Kommunistischen Zelle der Hochschule" und dem Leiter der tech- nischen Fachbildung in Sowjettußland, Herschtein, in den Ausstand getreten und haben über ihre Beweggründe eine Denkschrift an Lenin, Kalinin. Lunotsckarski und Rykow gerichtet. In einer vom Sekretär des Zentralkomitees der russischen KP. gegengezeichneten Antwort erteilt der Volkskommisiar für Bildungswesen, Luna- tscharski, den Professoren einen strengen Verweis und kündigt ihre Verhaftung und gerichtliche Verfolgung an, falls der Streik nicht sofort aufhöre. Gleichzeitig wird indessen Herschtein wegen Unfähigkeit entlasten, ein von ihm für die Technische Hochschule eingesetzter Verwaltungsausschuß wird aufgelöst und die „Kommuniltische Zelle" wird' darauf hingewiesen, daß ihre Haupt- aufgab« nicht im Kampf gegen den rückständigen Lehrkörper bestehe, sondern in der Werbung für den Kommunismus unter den Stu* denten. Schlolipark-Theatrr Steglitz. Die jiir Miiwoch anaekündigte Srll- aufiübruna von jiocetoS ,D» n n a Diana-«»K insolqe techniich« Schwirrialcitrn ans Sonn abend, 23. Mai, 7 tlhr verlecit werden. M4 dakiln allabendlich 7'/, Ilbr.Simon". Bereits gekaufte Karten können an der Kaste umgetauscht werden. Jki Teutsckie» Theater beginnen die Vorstellungen von»Potasch und Perlmutter- ab Dienstag, 24. Mai, um 7'/, Uhr. Kunstnachricbte«. D r. ftritz Goldschmidt— Dr. Biet o« Wallerstein baben ihrer Kuniibandlung Schön cberger Ufer Sfia ein« moderrw MtcilNng angegliedert und werden ihre Tätigkeit dem Schaffe» der teutschen nachimprejsionistischen Kunst widmen. Veethovcusaal. Sannabend, 28. Mal. abends 7'/, Uhr: Konzert mit dem Philharmonischen Orchester. Leitung: Lconid Kreutzer, Solisten: Maria DrobatschewSka, Isolde Früh. Anni VictorwZ. Nächste Zlbendmuftr in der Kayer- Wilhelm- GedächttuNirche am Donnerstag LS. Rai, ab. S Uhr. dke r h« i n i s cki? n Kommunisten zu dem gleichen Mittel greifen würden, um ihr« arbeiterfeindlichen Ideen zur Durchführung zu bringen. Es braucht im einzelnen nicht darauf hingewiesen zu werden, was im Augenblick ein Generalstreik für das Proletariat im Rhein- land und im Ruhrgebiet bedeuten würde. Binnen kürzester Frist müßte der Generalstreik zusammenbrechen, und ganz abge- sehen von der großen Wahricheinlichteit, daß Frankreich sich diese Gelegenheit zum Einmarsch in das Ruhrgebiet nicht entgehen lassen würde, würde innerhalb der rheinischen Arbeiterschaft ein Elend von unabsehbarer Größe mn sich greifen. Es ist den Flugbiattoerfasfern, die in Dortmund die Zentrale für die Verbreitung geschaffen haben, auf irgendwelche Weise ge- lungen, an die Spitz« des Blattes das Bild des„Marxist" zu setzen. des ehemaligen Organs der„Zentrale für Einigung der Sozialdemo- kratie". Unseres Wisiens besteht dieses Blatt nicht mehr, und man hat es wieder einmal mit einer unerhörten kommunistischen Fälschung zu tun, der jedes Mittel recht ist, um die Arbeiterschaft in die Falle des Generalstreiks zu locken. Selbstverständlich steht die übergroße Mehrheit der Arbeiterschaft im Rheinland wie im Ruhr- gebiet der Generalstreikparoie der Kommunisten vollständig ablehnend gegenüber._ Das verfahren in Leipzig. Die heutige Verhandlung eröffnet Präsident Schmidt um 9 Uhr. Die Vernehmung der englischen Zeugen wird fortgesetzt. Der Zeuge Frederik P e a r s o n behandelt die Arbeitsverweigerung durch englische Gefangene und die Behandlung des bereits mehrfach erwähnten E r o h. Der Zeuge hat gesehen, daß der Angeklagte den Croß mit dem in der Scheide befindlichen Seitengewehr gestoßen hat: er spricht dann noch von der Anwendung der B a j o- nette und Gewehrkolben beim Zwang zur Arbeit sowie von dem angeblich schlechten> Brot, das aber die deutschen Soldaten ebenfalls essen mußten. Aus Veranlassung des Oberreichsanwalts äußert sich der gestern vernommene Zeug« Briers noch über die Verhinderung' der Eng- länder an der Anbringung von Beschwerden. Der Zeuge William Pledge Taylor wurde auf Arme und Schultern geschlagen, ist dann aber doch in das Bergwerk gegangen: van den Zimlarbeitern in der Grub« seien die Engländer häufig schlecht behandelt worden. �Ueber den Fall des später ver- storbenen Croß beftagt, macht der Zeuge Angaben, die den bis- herigen Feststellungen widersprechen, weshalb er vom Präsidenten zu größerer Sorgfalt in seinen Aussagen ermahnt wird. Der Zeuge gibt zu, die Behandlung des Croß nicht selbst gesehen zu haben: Croß habe ihn: nachher davon erzählt. Drohungen. Paris, 23. ZNol.(TB IB.)„Jnkransigeank" schreibt unter Hinweis auf die vorliegenden Zlachrichken über Oberschlesien: Man erkläre w der Umgebung des M lnisterprästdenteu. daß er vollkommen entschlossen sei, energisch vorzuge- Heu. Wenn festgestellt werde, daß aus Deutschland bewaffnete Abteilungen kämen, die sich aus deutschen Soldaten oder ehemaligen deutschen Soldaten znsammensehteu, so sei vorauszusehen, daß Briand vom Ministerrat verlangen werde, sehr wichtige Entscheidungen zu treffen. Man sehe voraus, daß es sich um die Besetzung des Ruhrgebietes handle, jedoch habe der Minisierpräsident Auskunft von den französischen Vertretern in Oberschlesien, in Bertin und in Breslau verlangt. Er wolle auch die Berichte kennen lernen, die die englischen und italienischen Ver» treter an Ort und Stelle gegeben hätten. An hoher Stelle, sagt der„Zntransigeant", spricht man davon, daß die Woche nicht ver- gehen werde, ohne daß außerordentlich wichtige Eni- scheidougen getroffen würden. tzarömgs völkerbunöplan. Parts. 24. Mai.(WTB.) Nach einem Kabeltelegramm der „Chicago Tribüne" aus Washington ist dort gestern abend bekannt geworden, daß der Botschafter der Bereinigten Staaten in London fj a r v e y in großey Zügen den ha r d i n g s ch e n Plan für einen neuen Bölkerbund besitze, der dazu bestimmt sst, den gegenwärtigen Bölkerbund zss ersetzen, harvey, sei auch bereits ermächtigt, den hardingschen Plan den Vertretern ftemder Regie- rungen zugleich mit den Bedingungen, die Amerika für einen offi- ziellen Schritt in dieser Angelegenheit stellt, bekanntzugeben. Dem hardingschen Völkerbund liege im allgemeinen der Plan der haager Konferenzen zugrunde. Er betone die Idee eines Weltschiedsgerichtshoses, vor dem Streitigkeiten in Uebereinstimmung mit dem internationalen Recht verhandelt und entschieden werden sollen, während Zwangsmaßnahmen ausgeschlossen sein sollen, harvey habe Anweisung erhalten, den Wunsch seiner Regierung klarzulegen, daß die interessierten Mächte im voraus sich äußerten. Als Zeichen eines auftichtigen Wunsches für das Zustandekommen des neuen Völkerbundes werde zunächst die Anerkennung der amerikanischen Rechte mit Rücksicht aus die bis jetzi bereits getroffenen Entscheidungen betrachtet. „Es darf nicht wieder sein". London, 24. Mai.e. Co.. Berlin. Llndenftr. 3. >«Sewinn-Auszuq der 17. Preuß.-Südd. l243. Preuß.) Klassen- Sotterie i- Klasse. II. Ziehung» tag. zz. Mai 1921. aiaf Jede gtgogeat Oitunmn find zwei gleich hohe Sewtmn» gefallen. und zwar>« einer auf die Los» gleicher Ttammer tu den beiden aldietluagen I und II Ohne ScwShr. Nachdruck verboten.. In der Borinitiaflszlehung wurde» Gewinne über soa Mark oezogeu. 3 en 15000»1 22071 6 6 rn 10000 M 74248 100881 2SHT9 8 en 6000 M 11423 27719 168853 218(27 88 IN 3000 M 2200 2889 13972 17670 23988 27983 86918 43980 48903 48120 57783 87729 79172 83167 91831 94063 96518 98743 107140 113878 118403 117592 133492 111903 183047 184720 180773 108748 170034 172291 180568 180821 165050 188743 190058 194903 202749 208176 214312 217610 222427 222578 223304 226274 229644 230661 233489 234173 237874 172 m'000 M 3883 7684 13447 17330 17348 22278 23241 24487 31882 88308 48238 45419 81923 82574 88072 83110 62673 63640 63746 64839 86478 68*37 68372 69678 74047 77498 78281 81883 82602 84149 86891 87619 88731 89318 90291 93028 98387 99535 101437 108459 109587 110008 120444 120698 122687 122986 128888 126978 132697 132932 136303 137638 139522 139709 141063 142473 144301 144695 164439 166639 157078 160717.167809 172147 174929 182697 184898 184928 186207 187063 183118 188688 190045 192061 104809 198109 198520 108072 204867 207064 213916 224479 230180 236328 235804 237959 250 ru 600 M 1672 1974 2548 2949 3418 8803 4941 5627 8723 9472 13688 17 61 2X291 23718 26578 28224 28231 30736 31349 33348 S4S44"36226.36873 41654 44378 4S321 46474 45816 49309 51984 62640 62722 64010 64631 87889 68071*2207 82266 62878 63222 64299 64643 67102 67272 68307 71975 74807 79968 80497 80771 83882 84049 85383 86473 85748«6184 87424 91899 93799 93059 96871 98214 98241 98697 09785 108465 109603 111991 122670 126414 1.7339 131124 138903 142370 146384 160242 160973 161881 152544 153389 163827 164487 163249 166138 167646 173119 174022 174697 175388 176870 176828 177425 177823 177605 180338 181032 181170 186869> 9214« 194647 194946>95-7« 195288 195808 196622 196848 202393 204428 204570 206048 206804 208381 208952 218962 221014 221648 222020 222910 226398 228120 232230 233698 234301 236313 237657 In der Zlachmttiagszlehung wurden Gewinne über SSO Mark gezogen. 2 in 30 00 31 124474 4 zn 16000 M 173707 239011 4 ZN 10030 M 43547 72079 14 ZU 6000 M 1639 21873 66231 84653 126503 171309 177854 108 zn 3000 M 6228 2/287 23008 23133 24949 26688 29440 29630 44078 47328 48371 64508 70985 76S04 81542 84017 87983 92833 93228 93888 93752 64693 98143 69492 69538 111721 113148 118515 119229 126070 131377 131744 13281« 133665 134146 137558 162865 164696 168640 168928 169250 186390 190966 108739 202820 204062 207368 212451 214411 214873 217278 230209 236003 238048 212 zu 1000 M 174 2220 5305 7934»164 1234i 13109 14735 18830 16388 16544 18717 19618 22488 23382 28968 20634 27048 27462 80408 32931 33500 34898 38052 86646 36958 39861 43383 47205 47710 49287 60481 66007 67421 62181 84206 70291 72342 74168 76977 80961 82109 8 99 83570 85853 90047 90765 01705 02711 93010 93844 97744 100291 100378 101767 102380 lOS�Sa 110088>10994 124968 131634 137843 141045 141411 142236 146316 147239 140787 161737 162385 164425 154856 166806 161403 182254 165504 166204 167690 17 451 178203 182398 183646 194297 195625 195829 196000 200907 202895 204103 205688 206249 206883 211117 212243 210633 219914 224639 226036 226002 228954 228963 236086 286664 237443 238368 239954 222 ZU 600 M 1117 1477 3308 8368 23947 24113 28020 28064 28343 29790 50972 51394 64928 58871 58965(9394 82704 84203 84421 86171 87118 88518 12311 31497 73791 89809 18601 31812 76242 93079 168 7 42074 77880 93666 20003 45230 78926 94966 21133 45603 80870 99601 102486 104180 106513 108455 111608 114448 116274 117221 118686 1'2309 122343 123033 123311 126311 126266 129250 120605 120907 131602 132972 133185 133638 134886 136481 136485 137309 139749 140170 140634 142809 142902 143848 144486 146133 146718 146102 150948 161465 166717 167023 169269 160948 163649 116622 170241 177623 178030 178106 160119 186469 187041 187806 191276 203443 204179 212011 212045 213684 21«964 21881] 323600 230688 23336« 234910 236067 237577 239168 239502 239976 Nutzeisen Stabeisen, Bleche, T-Trssger, U-Eisen, Rohre, Ketten, LagerbOcke, Riemenscheiben, FuBstanzen usw. In verschied. Dimensionen haben abzugeben Natzeisenabteilnng, Bln.-Neuk511n Weseratr. 85/3B— Tel. Neuk. 4170 COHN& BORCHARDT Zentrale; Ldchtenborg, Rittergutstr. 47/48 Telegr.-Adrcsse„Erzcobor". Tel. Lichtenbg. 546/647 Blei Zinn Kauft Metall- Abfalle Rückstände A. Iden& Lange Charlottenburg, Wallstr. 30 Tel. Wilhelm 5049 chaisetongneo 200.— bis 575,—. Umbauplüschsofas. Auflogemairatzen, Paicnima» trauen 110,—. Walter, Star- garderftrasse achtzehn. 135R *"bTle Arlt Deinen Gold- und Silberbruch. Eharlotteub., Berl. Gt. 18. etall- Bettstellen Kinderwagen, Ruhe- und Polsterbetten, sämtliche Reparaturen an Sport- und Kinder wagen werden schnellstens ausgeführt Schäfer, Neukölln, HennannstraSe SS! UV bitte Hausnummer beachten!"Ml Sic eleganteflen Damenhüte zu den bldigflen Seeifen finden Sie bei un». Reichhaltige Auswahl in Damen», Baiiiilch- n.«inbec hüten stets am Laaer. Umpressen von Damen- und rreuhuien auf die neuesten ormen in kürzester Zeit bei Lina Krüger Neukölln, Sicgfriebftr. 25/26 vis-a-vis dem Bin Hermannstr. H« »o ZU sMWsskss, SMkWM.«MkMlilie»! Kondensierte Magermilch gezuckert in Schwarzblechdosen. gesunde, am. H Kckk_ 4,„r(48 Dosen) h-nd-lsllbtich- Ware, zum Preise von W*. i0"« PCE Jtl|IC liefern Ja Fn Assmann& Co.t Lebensmittel-Großhandlung Berlin N 58, Pappel-AUee 23. Humboldt 4412 Reffe- u. Sporfarflttcl inferteren Sie mil iiertorrAgendem Erfolge tan„Vorwärts" MOMls-MzQge Covercoats, Paiefols. Baglansl Cnfaways, Hosen zu enorm billigen Preisen I Auswahl wie in Friedenszeilen — Keine Lombardware—— leHiliaiis Brimneßsir. 5 K; I Asiraul iuill BeleilniDg jeder Werisache Nutzeisen jeder Art: Nund-, Flach-, Quadrat- u. Bandeisen,