Nr. 241 � ZK.Fahrgatlg Ausgabe A Nr. 123 Bezugspreis» Tisrteljährl. 30,— M., ntmmtl. 10,— M. trtl ins Saus, voran» zahlbar. Postbezug: Monatlich 10,— M.. einschl. Zustellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deuilchland, Danzlg, das Saar- und Msmelgebiet, sonne die ehemals beut- schen«Bediele Polens, Oesterreich, Ungarn und Luxemburg 20,— M, für das übrige Ausland 27,— M. Postbestellungen nehmen an Oesterreich. Ungarn, Tichecho- Slowakei, Däne- March Holland, Luxemburg,«Schweden und die Schweiz. Der„Dorroiirts* mit der Sonntagsbeilage„Volt und Zeit", der Unter» �ermwelt" und der und Kleingarten" haltungsbeilage �eimwelt" und der Beilage»Siedlung und Kleingarten" erschemt wochentitglichzweimachSonn- tags und Montags einmach Telegramm- Adresse: »Sozialdemokrat Berlin- Morgen Ansgabe Derlinev VolksblsN � 30 Pfennig) SinzeistenpretS, vi, ochtgeivalten, Nonnareillezetl« kostet 5chO M»Klein» Anzeigen- da» lettgedruckt» Wori I.b0 M.(zu- liisstg zwei fettgedruckte Worte», l-d«, «eitere Wort ch— M. Stellengesuch» und Schlasstellenanzergen da» erst, Wo« ch— M.. sede« weitere Wo« « Psg. Wo«» Uder IS Buchstaden ziihlen für zwei Wo««. ffamilien-An- zeigen für Abonnenten geile 8,— M. Sie Preise verstehen sich einschließlich Teuerungszuschlag Anzeigen sllr die nllch st» Rümmer müssen bis 6 Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin 6® 88, Linden» straße 3. abgegeben werden. Weössnet von 0 Uhr früh bis b Uhr abend». Z�entralorgan Äer fosialäemokratifcken Partei Veutscblanäs Neöaktion unS Expeüition: SW öS, Linüenstr. 3 Äeprttkvue'isk-'U- Redaktion Moritiplach»ZtSS— S7 ,i>ernlpreaicr. Expedition Moritzplatz Mittwoch, den SS. Mai ISSt vorwa'rts-verlag G.m.b.H., SV 68, Lmüenftr. 3 Verlag, Expedition und Inseraten. »hernsprcnier.«pteilung Moritzplat, Il7a»-S� Srianö warnt vor Isolierung. B r i a n d hat gestern in der Kammer seine große V e r» teidigungsrede gehalten. Er hat den Sturm der Nationalisten zu besänftigen gesucht, indem er die Z u t e i» !ung des gesamten Bergwerkbezirts von Oberschlesien an Polen'furch den Obersten Rat in Aussicht stellte und die Vorzüge des Londoner Diktats vor dem Frieden von Versailles lebhaft pries. Seine ganzen Anstren- gungen waren darauf gerichtet, eine Politik der Selbstisolie- rung Frankreichs zu verhindern und die noch schwebenden Fragen auf den Weg der interalliierten Abmachungen zu ver- weisen. Briand hat daran erinnert, daß die Macher, des Friedens- Vertrags von Versailles ganz Oberschlesien ohne Abstimmung an Polen geben wollten, und er war unvorsichtig genug, zu erklären, daß die nachträglich von der deutschen Regierung durchgesetzte Abänderung, die eine allgemeine Volksabstim- mung verordnete, den polnischen Interessen widersprach. Seit- dem hat Oberschlesien seinen Willen, bei Deutschland zu verbleiben, mit überwältigender Mehrheit aus- gesprochen und damit dem ursprünglichen Vertrag von Ver- sailles das Brandmal der Ungerechtigkeit aufgedrückt. Jetzt weih sich Briand zu helfen, indem er die 180 000 Stimmen der nicht in Oberschlesien ansässigen Oberschlesier für nichtig oder doch minderwertig erklärt. Auf diese Weise kommt er dazu, zu behaupten, daß sich der ganze Bergwerk- bezirk für Polen ausgesprochen habe und daher auch zu Bolen zuzuschlagen sei. Wie verträgt sich das mit einer loyalen Anwendung des Vertrags, der nicht nur die außerhalb der Heimat lebenden geborenen Oberschlesier als vollberechtigte Mitstimmende auch kennt, sondern auch erklärt, daß neben dem Wunsche der Bevölkerung auch geographische und wirtschaftliche Zusammenhänge mitzuberücksichti- gen seien? Auch Briand weiß, daß starken deutschen Bolksteilen durch den Vertrag von Versailles das Schicksal zuteil geworden ist, das der ursprüngliche Bertrag den Oberschlesiern zugedacht hatte. Sie sind gegen ihren Willen fremden Staaten zugeteilt und aus der politischen Gemeinschaft des deutschen Volkes aus» geschlossen worden. Wenn Briand jetzt die Stimmen der nicht in der Heimat ansässigen Oberschlesier nullifizieren und dann auf Grund so gewonnener Mehrheiten alles, was als polnisch erscheint, den Polen zusprechen will, so läuft das auf nichts anderes als auf den Versuch hinaus, dieurhprünglichen Bestimmungen des Vertrags, die Oberschle- sien ohne weiteres an Polen angliedern wollten, wiederherzustellen. Daß er mit dieser Auffassung gegenüber der anderen Eng- lands und Italiens durchdringen wird, läßt sich nach der bis- berigen Entwicklung der Dinge nicht ohne weiteres annehmen. Aber die Hoffnung darauf benutzt er als Bindemittel, um die in der Entente entstandenen Riste wieder zu kitten. Um dem Treiben der annexionistischen Langfinger zu be- ""''' Zusammenhalt der Entente einem Ueberfall auf das Ruhrreoier gegnen, die ohne Rückficht auf den Z jeden Vorwand zu einem Ueberfall benützen möchten, hat Herr Briand über den auf richtigen guten Willen der neuen deutschen Regierung einige artige Worte gesagt. Aber er hat die gute Wirkung, die diese Worte in Deutschland haben konnten. wieder damit verdorben, daß er mit Rücksicht auf die SHm- mung der Kammer für einen nicht eingetretenen Eventualfall gleich wieder zu Drohungen überging. Etwa in der Art: „Das Kind ist zwar jetzt brav, aber wenn es wieder unge- zogen wird, werde ich es züchtigen." Auch Briand wird meinen, daß es auf die Dauer für ein so großes Boll keine Möglichkeit gibt, unter einem drohend erhobenen Stock zu leben. Wir erkennen durchaus den Fortschritt an, der darin siegt, daß eine französische Regierung einer deutschen Regierung übarhaupt aufrichtige Absichten anerkennt. Wir wün!" pra!■______ hierzulande als unangebracht wirken müssen, um ihre Gunst zu werben. Briand, der mit Drohungen gegen Deutschland operieren glaubte, �obwohl er im gleichen Atemzug Deutsch lünschen aber Frankreich eine Kammer, die den Minister rSswenten der Notwendigkeit enthebt, mit Redensarten, die zu müsten„ lands aufrichtige des Tadels ten gesunden. Absichten anerkannte, hat kein Wort egen die polnischen Insurgen- ______ r hat es vorgezogen, sich um den Kern der Frage herumzudrücken, indem er erklärt, wenn die Gerechtig- teit einziehe, werde auch die Anarchie ein Ende nehmen, als ob die polnischen Abenteurer nichts als die Gerechtigkeit wollten, und?r findet sogar..die Ordnung wiederhergestellt", nachdem die Insurgenten die Wacht der Interalliierten Kam- jnissllm hinweggefegt und sich üb« einen großen Teil des Lan- des die mmnjchvwtte Herrschaft angeeignet haben- Er scheint zu glauben, daß damit die„Gerechtigkeit" in Oberschlesien ein- gezogen sei. In F r a n k r e i ch ist sie es jedenfalls noch nicht. So zeigt die Rede Driands, wie große Zugeständnisse ein französischer Ministerpräsident an den Ungeist des Nationalis- mus machen muß. wenn er den Versuch unternehmen will, sich am Ruder zu halten. Die Stimmung der Kammer läßt einstweilen vermuten, daß Briand diesmal noch den Sieg davontragen wird. Er wird dann Gelegenheit haben, zu zeigen, wie er sein Pro- gramm der Festigkeit und der Mäßigung versteht. Was Frankreich unter Festigkeit versteht, haben wir längst gemerkt, auf die Mäßigung warten wir noch immer. Während der Rede Briands hatten sich T a r d i e u und Klotz zum Worte gemeldet. Der Sturm hat noch nicht aus- getobt. ch Paris. 24- Mai.(WTB.) In der heutigen Kammersitzung wurde die Beratung über die auswärtige Politik der Regie- rung fortgesetzt. Ministerpräsident Briand erklärte, er begreife die Erregung, die sich angesichts der Ereignisse in Oberjchleflen im Lande zeige. Während der Beratungen Über den Friedensvertrag habe eine interalliierte Kommission die oberschlesische Frage genau geprüft. Die Arbeit habe mehrere Monate gedauert, und die Mitglieder der Kommission seien einstimmig zu dem Entschluß gekommen, Oberschleflen Polen zuzusprechen. Auch die Alliierten hätten sich einstimmig oiesem Beschluß angeschlossen, und diese Vertragsklausel sei Deutschland übermittelt worden, das dann in Gegenvorschlägen Anspruch auf diese Gebiete erhoben habe. Der Oberste Rat habe alsdann den Znieresien Poleos entgegen eine voltsabstimmung zugelasien. um das Recht Polens zu rechtfertigen. Die Polen hätten starte Gründe gehabt, zu glauben, daß Oberschlesien ihnen zufallen werde. Bei der Abstimmung aber hätten 180 000 in Oberschlesien geborene Deutsche mitgestimmt. Frankreich habe immer gewollt, daß der Frie- densoertrag loyal ausgeführt werde. Niemals habees die Absicht gehabt, Polen Gebiete zuzuteilen, die den Deutschen zugesprochen werden müßten. Nach dieser Richtung sei er mit dem englischen Premierminister vollkommen einig. Oberschlesien sei niemals als ein rein deutsches Land angefprocheil worden. Die englischen und die deutschen Autoren, auch der deutsche Atlas bekundeten das. Oberschlesien sei vor 600 Jahren mit Gewillt zu Deutschland gekommen. Der Vertrag sag«, daß die Grenzbestim- muilgen irch y-ogra�yischen Rücksichten getrosten werden mühten. Ee wäre also keine gerechte Abstimmung, wenn man eine Unterschei- dung machen wollte zwischen armen und reichen Gebieten, zwischen den Stimmen der polnischen Arbeiter und der reichen Deutschen. wenn in dem Minenbezirk die polnischen Arbeiter die Mehrheit der Stimmen hätten, dann müßten diese Stimmen bei dem Votum den Ausschlag geben.(Beifall.) Er sage das nicht in der Absicht zu po- lemisieren, denn unter Alliierten müsse man dies in Ruhe ausein« andersetzen und dürfe keine Hintergedanken haben. Dann werde man sich verstehen. Man habe behauptet, Frankreich fordere, daß die Minenbezirke Polen zugesprochen würden und es begünstige damit Polen. Nach einem Kriege wie dem letzten habe Frankreich das Recht, gewisse Befürchtungen zu hegen. Wenn man einem Lande wie Polen das Leben gegeben habe, sei es nur natürlich, daß man auch daran denke, ihm seine Existenz. Möglichkeit zu geben. Von diesem Wunsche beseelt, hätten die Alli- ierten Polen einen Zugang zum Meere durch Preußen hindurch ge- sichert. Das genüge aber nicht. Wenn ein Land nicht die Mittel zum Leben habe, dann sterbe es, oder es falle der Herrschast des Nachbarn anheim. In den Bergwerksbezirken Oberschlesiens habe Polen nicht nur die gesamte Mehrheit, sondern auch die Mehrheit nach Kommunen erlangt. Der französische Kommissar sei also berechtigt gewesen, seine Schlußfolgerung zu unterbreiten. Nach einer Auseinandersetzung über die Rolle des französischen, des eng- lischen und des italienischen Kommisiars sagte Briand, es bereite oft Ungelegenheiten, wenn eine Debatte wie die über die Volksabstim. mung auf dem öffentlichen Markte erfolge und wenn eine Presse- polemik sich dieser Frage bemächtige. Aber wenn nach so vielen gemeinsam niedergekämpfte« Schwierigkeiten die Entente elend sterben müsse infolge einer Schwierigkeit wie der gegenwärtigen, dann könne nur dergute Wille fehlen und dann habe man nicht den Wunsch, die Entente aufrechtzuerhalten. Do? sei nicht der Gedanke Frank- reichs.(Beifall.) Er habe noch eine schwere Stund« gegen- wörtig, eine dramatische Stunde der Londoner Konferenz. Damals habe es den Anschein gehabt, der Unterschied in der Auffassung zwischen Frankreich und Großbritannien sei so groß, daß es un- möglich sei, die beiden Auffassungen einander näher zu bringen. DU Worte des englischen Premierminister» lägen ihm noch in den Ohren, als er gesagt habe, er möge nicht der Staatsmann fein, der e» mit seinem Gewissen verantworten müsse, ein so ernstes Ereignis vor- bereitet ,u baben. Wen» man das Gefühl des Ernstes eines solche» Ereignisses habe, dann fei es sicher, daß man alles tun werde, um es nickt zu provozieren und Frankreich verlange, daß der Vertrag loyal spiel«, und zwar in sei»«» Geiste und m seinen Worten. v«4a»d gibt zu, die INilltärs vielleicht nicht ganz geeignet seien, um in voller Gerechtigkeit die Bestimmungen des Vertrages zu würdigen und um eine Grenzlinie zu ziehen. Die Alliierten müßten sich nach dem Abkommen wie in allen anderen Fällen aus- sprechen. Die Gerechtigkeit müsse siegen, und an dem Tage, an dem die Gerechtigkeit triumphiert habe, werde Oberschlesien vor der Anarchie gerettet sein.(Beifall.) Briand spri/ht dann über den Ursprung der Unruhen und sagt, die Polen seien erregt gewesen, weil sie geglaubt hätten, sie sollten das Opfer getroffener Abkommen sein. Von London aus habe er angeordnet, daß sofort dem französischen Vertreter tele- graphiert werde, daß er alles unternehme, was in seiner Macht stehe, um die Ordnung wieder herzu st ellen und um die Menschenleben und die Vermögenswerte zu schützen. Hätte man etwa Blut vergießen sollen mit Tanks und Mitrailleusen? Frank- reich habe 12 000 Mann in Oberschlesien: diese hätten die bedrohten Deutslhen beschützt, die Ordnung sei wieder hergestellt.(!!) All« Welt müsse davon befriedigt sein. Der polnischen Regierung man mitgeteilt, daß ihre Landsleute sich ins Unrecht setzten. e Regierung habe die verlangten Mahnahmen ergriffen. auch die Wort« Lloyd Georges feien falsch ausgelegt und schlecht übermittelt worden.(Ironische Zwischenrufe rechts.) Briand for- derte die Kammer auf, den Takt einzuhalten, den die Debatte er- fordere. Die Worte Lloyd Georges hätten, falsch interpretiert, die deutsche Presse und die Alldeutschen glauben machen können, er habe Deutschland aufgefordert, direkt in Oberschlesien etwas zu unter- nehmen dadurch, daß die Reichswehr dort eindringe. Briand erinnert an die Erklärung, die er in Abwesenheit des Parlaments in aller Oeffentlichkeit habe machen müssen. Er habe Deutschland zu erkennen gegeben, wenn es Trup- pen entsende— wozu, wie er wisse, eine gewisse Geneigtheit bestanden habe—, dann würden ernste Ereignisse dadurch hervorgerufen. Die deutsche Regierung habe begriffen, er habe die Befriedigung gehabt, am nächsten Tage in den erregtesten Zeitungen eine gewisse Zurückhaltung zu bemerken. Nach einer Verbreitung über die letzten Ereignisse erklärt der Mi- ntsterpräsident, daß der deutsche Legationsrat v. M o l t k e nach einer Unterredung mit der Interalliierten Kommission Instruktionen er- teilt habe, denen Folge geleistet wurde. Der Kamps sei eingestellt. die Ruhe im Gebiet wiederhergestellt. Auch der französische Bot- schaster in Berlin habe klare Informationen erhalten. Er selbst habe gestern den deutschen Botschafter gebeten, ihm einen Besuch abzustatten. Er habe ihn auf den Ernst der augenblicklichen Lage hingewiesen und gesagt, wenn nicht in kürzester Frist die beut- schen Detachemente entwaffnet würden, wenn die Urheber der Anwerbungen nicht nach den deutschen Stras- gesetzen verfolgt würden, wenn die deutschen Grenzen nicht gesperrt würden, dann könne die Lage gefährlich werden. Heute vormittag zu früher Stunde habe die deutsch« Regierung mitgeteilt, daß olle Maßnahmen angeordnet seien und daß die Zeitungen, die hetzten, verfolgt würden. Es sei auch mitgeteilt worden, daß der preußische Minister des Innern Sicher. heitspolizei entsandt habe, um die gegebenen Instruktionen ausführen zu lassen: Sie können mir sagen, daß das Worte sind und daß wir seit zwei Iahren so viele Worte gehört haben, die nicht befolgt wurden. Aber heute denke er loyal und aufrichtig, daß Dr. Wirth, der an der Spitze der augenblicklichen Regierung st«he, der sich auf eine andere Mehrheit stütze als die letzte Regierung, bis setzt Peweise einer großen Aufrichtigkeit und e�iner großen Loyalität gegeben habe. Er habe seine Verpflichtungen geHallen, und er, Briand, werde darauf nach- träglich bei Besprechung der Londoner Beschlüsse zurückkommen. Dr. Wirth habe nicht nur seine Verpflichtungen übernommen, son- dern auch begonnen, sie auszuführen. Briand müsse es zurückweisen. wenn man sage, die Regierung habe Frankreich in eine erniedrigende Lage gebracht. Er freue sich über die bewundernswürdige Haltung der öffentlichen Meinung: sie habe begriffen, daß die Interessen Frank- reiche ganz verteidigt seien.(Beisall in der Mitte und links.) Mi- nisterpräsident Briand sagte alsdann, er habe feine Politik er- läutert, er übernehme seine Verantwortlichkeit, die Kammer möge die ihrige übernehmen. Sie solle alsdann wählen zwischen seiner Politik oder einer anderen. Die andere Politik wolle er nicht mitmachen ebne zwingende Notwendigkeit.(Lebhafter Bei- fall links und in der Mitte.) Frankreich behalte sich vor, alle zu seiner Sicherheit erforderlichen Druckmittel zu gebrauchen, wenn die deutschen Versprechungen nicht gehalten würden. Wenn seine Sicherheit in Frage gestellt würde, dann werde Frankreich— das habe er seinen Verbündeten mitgeteilt— das Recht haben, sie sicher- zustellen.(Beifall link» und in der Mitte.— Ironische Zwischenrufe von rechts.) Briand erklärt, er habe die lahresklasse ISIS mobMflert, weil dies unerläßlich gewesen sei. Ministerpräsident Briand fuhr fort: Er sei beauftragt, de« Friedenvertrag von Versailles anzuwenden. Er müss? darnn er- inner», daß der Friedensvertrag von Versailles ein einheitlickeres, ein stärkeres Deutschland in bezug auf Zusammensetzung und Assi- milierung der Rassen gesckassen habe, als der Friedensvertrag van Frankfurt. Er wundere sich, daß man ihm Schwäche bei dem Ge- braach dies», Jnprmnentes vorwerfe. Ex habe all« Verpflichtungen gegen das Parlament, nämltch durch die Vesehvng von DZsieldorf, Duisburg und Ruhrart erfüllt. Zlbg. T a r d i e u scheine die Ver- gangenheit vergessen zu haben und nur an die Zukunft zu denken. Nach einer Schilderung der Verhandlungen von London unterstreicht Briand die große Anstrengung der Belgier, um zu dem Ergebnis in London zu gelangen. Er wäre stärker beklatscht worden, wenn er das Ruhrgebiet beseht hätte. Aber diese Art von Popularität habe er niemals �gesucht.(Beifall links und in der Mitte: auf der rechten>veite wird Briand leb- Haft unterbrochen, was Proteste von links hervorruft.) Briand fordert feine Kollegen auf, zwischen den beiden Arten von Pclitik zu wählen.(Der Abg. Noblemaire rust dazwischen: „Die Frage steht doch viel höher, als eine ministerielle Frage.") Briand sagt, der Abg. Noblemaire habe ihn nicht verstanden. Wenn es sich um das Interesse Frankreichs handele und wenn er die Kammer auffordere, ihr« Wahl zu treffen, dann handele es sich um eine Frage des allgemeinen Interesses. Die für ein isoliertes Frankreich schen, hätten z« bedenken, 200 000 Mann ständen vor dem Industrie- gebiet, das innerhalb 8 Stunden besetzt werden könne. Es frage sich, wa» erfolgt wäre, wenn man nicht dag Abkommen von London getroffen hätte, das die Interessen Frankreichs sicher stelle, und wenn er zurückgekommen wäre mit der Erklärung, Frankreich fei isoliert. Man sage, wenn man Frankreich vertrete, müsie man erklären:„Ich will!", und wenn der andere sich nicht beuge, dann müsse man ihn brechen. Wenn er das getan hätte, dann hätte man es ihm 8 oder 14 Tage später vorgeworfen. Prüfen Sie ihr Gewissen, ruft Briand unter dem Beifall der Linken und der Mitte. Ministerpräsident Briand fährt fort, es sei ihm jetzt gelungen, die Einigkeit unter den Alliierten aufrechtzuerhalten. Er sei sicher, daß ihm das auch morgen gelingen werde, selbst in der Frage von Oberschlesien. Man habe nicht das Recht, zu vergesten, .daß England sich im August 1914 erhoben habe, um an Frank- reichz Seite zu treten, und daß die Amerikaner das Meer überschritten hätten, um durch ihr Heer Frankreich beizustehen. Man müsse unermüdlich daran arbeiten, die Einigkeit in der Welt aufrechtzuerhalten, aber nicht nur im Interesse Frankreichs, denn das britische Volk habe die gleichen Interessen wie das französische. kein Volk könne mehr isoliert leben. Er freue sich, daß das ganze Land ruhig bleibe. Die parlamentarischen Institutionen gestatteten jedem, seine Berantwortlichkeit zu übernehmen. Man könne nicht glauben, daß die Stunde Frankreich» schon vorübergegangen sei, wenn man an die augenblicklichen Streitkräfte am Rhein denke. Er steige von der Tribüne herab, indem er sage, die Lage Frankreichs sei weit davon entfernt, schlecht zu sein. Die Stimme Frankreichs sei gehört worden, und überall, in Amerika und in England be- sonders würdige man die Festigung und die Mäßigung Frankreichs. Deshalb werde er, solange er an der Spitze der Regierung stehe, nicht auf die Politik der Festigkeit und Mäßigung verzichten.(Lebhafter Beifall'in der Mitte und auf der Linken, sowie ans einigen Bänken rechts und auf der äußersten Linken.) Die Sitzung wurde für einige Zeit unterbrochen. Nach Wieder- aufnähme erhielt das Wort Snanö brsmft. Paris, 24. Mai.(EE.) Die Abgeordneten der stärksten Abgeordneter Vincent Auriol(So;.): Er analysiert 6ie finanziellen Klauseln des Friedensvertrages von Versailles und erinnerte daran, daß der Abgeordnete Klotz von einer Schuldsumme Deutschlands im Betrage von 403 M i l l i a r- den gesprochen habe. Er geht dann dazu über, das Abkommen von Paris gegen das Abkommen von London abzuwägen. Man habe immer behauptet, daß die 08 Milliarden Goldmark, die man in London festgelegt Hab«, den 210 Millarden Papierfranken ent- sprächen, die Frankreich verlange. Er erinner« daran, daß die sozio- listische Parket, die jetzt in Deutschland der Regierung angehöre, die Pflicht zur Reparation anerkenn«. Er fragt, ob man etwa die Politik der Zwangsmaßnahmen gegenüber Deutschland weiter ver- folgen wolle, damit die Alldeutschen und Militaristen«ms Ruder kämen. In diesem Falle müsse man die Iahresklasie 1919 fünfzig Jahre unter den Waffen behalten. Die Großindustrie wolle die vesehung des Ruhrgebietes. Auriol beschäftigt sich im weiteren mit finanziellen Fragen und emp- stehlt zum Schlüsse das Programm der Sozialdemokraten, das in Amsterdam aufgestellt wurde. Di« arbeitende Klasse solle sich ver- ständigen und dem grausamen Kriegszustand für die Völker ein Ende bereiten. Die Weiterberatung wird alsdann auf morgen nachmittag ver- tagt. Gruppe der Kammermehrhcit in der französischen 5lammer, der „Republikanisch-demokratischen Entente"(5)auptstütze des nattona- len Blocks. Red. d.„B."), begaben sich heute vormittag zu Briand und gaben ihm Erklärungen zu der Forderung des Abgeordneten Galli, der sich ebenfalls unter den Mitgliedern der Abordnung befand und der die sofortige Besetzung des Ruhr- gebietes verlangt hatte. Briand erklärte, daß die Frage Oberschlesiens nicht vor der allgemeinen Frage. Beziehungen Frank- reichs zu Deutschland und Erfüllung und Durchführung des Ver- sailler Friedensvertrages geprüft werden könne. Das ober- s ch l e s i s ch e Problem schein« auch außerdem für den Augen- blick eine befriedigende Lösung erfahren zu haben und deshalb fei er auch nicht für eine Besetzung des Ruhrgebieles. Uebrigens würde auch eine Besetzung dieses Gebietes nur im Ein- vernehmen mit allen Alliierten geschehen. Würde Frankreich altein diese Besetzung durchführen, so käme das einer Preisgabe des Ver- sailler Friedensvertrages gleich. Briand erachtet somit eine Be- setzung de» Ruhrgebietens für nnmögsich und dies um so mehr. als der oberfchiesifchen Frage nur ein« untergeordnete Be- d e u t u n g zukomm«. veukfchland habe vöMg befriedigende Zusicherungen gegeben. Die deutschen Freiwilligenkorp», die in das Abstimmung»- gebiet eingedrungen seien, erhielten Besehl, sich zurückzu- ziehen und werden auf Anordnung der deutschen Regierung aufgelöst. Deutschland zeige überhaupt den größten Eifer, die Bestimmungen des B e r s a i l l e r Friedensoertrages und das L o n- d o n e r Abkommen zu erfüllen. Man habe für diese Unterwerfung der deutschen Regierung sicherste Beweise erhasten. Nach diesen Ausführungen fragten die Abgeordneten, ob im Falle der Nichterfüllung einer Bestimmung des Londoner Abkommens die Ruhrbesetzung automatisch erfolgen würde. Darauf antwortet« Briand ausweichend, er habe den englischen Botschafter befragt und dieser erklärte, daß die engtische Regierung derselben Ansicht sei wie Frankreich. Im Falle eine oder mehrere Bestimmungen der Berträge nicht erfüllt werden sollten, würde die Besetzung des Ruhrgebietes automatisch erfolgen, selbst ohne vorherige neuer- liche Konferenz der Allnerten. Di« Abgeordneten waren mit diesen Ausführungen des Ministerpräsidenten sehr zufrieden und der Abgeordnete Galli verzichtete dann darauf, seinen Ankrag auf sofortige Besetzung de» Ruhrgebiet» einzubringen. ; Aera der Verständigung einzuleiten. Er sagte: Ich wünsche Vcr- j ständigung zwischen den Rationen, ich wünsche, daß unser Amerika nichts mit einer Ration zu tun hat, die nicht gewillt ist, fich an den Tisch zu sehen und offen ihre karten zu zeigen. Seiten nach Gberschlesien. Paris, 24. Mai.(TU.) Die Antwort der deutschen Regie- rung auf die Rot e, die Briand gestern Dr. Mayer übergeben hat, ist bereits heute morgen am Quai d'Orsoy eingetroffen. Die Schnelligkeit, mit der die deuffche Regierung geantwortet hat, fällt allgemein auf. Paris, 24. Mai.(EE.) Der italienische Boffchaster Graf Bonin Longar« teilte heute morgen dem Generalsekretär B e r t h e l o t mit, daß die italienische Regierung sich den W Ü n- sehen Frankreichs füge und ihren Botschafter in Berlin Frassati beauftragt habe, im Einvernehmen mit dem fron- zösischen Botschafter Laurent bei der deutschen Regierung Bor» st e l l u n g e n zu erheben, damit die Kämpfe zwischen den Deut- schen und den Polen ein Ende fänden. London, 24. Mai. Wie Reuter erfährt, stattete der deuffche Botschafter in London, Sthamer, auf Wunsch Lord Curzons gestern im Auswärtigen Amt einen Besuch ab, bei dem Lord Curzon hervorhob, wie sehr es erwünscht sei, daß die deutsche Regierung alle Maßnahmen treffe, um zu verhindern, daß deuffche Streitkräfte, insbesondere Formationen des S e l b st- schutzes, Freiwilligenabteilungen und dergleichen in das oberschlestsche Abstimmungsgebiet einrückten, um dort Feindseligkeiten mit den polnischen Insurgenten zu beginnen. Ein Grakelspruch tzaröings. Jlem Tj Ott, 24. Mai.(Reuter.) Präsident hardlng erklärte bei einem Essen, e» sei ein Ziel der gegenwärtigen Regierung, eine London. 24. Mai.(Reuter.)?m Unterhause erklärt- Chainberlain, gegenwärtig befänden sich keine englischen Sireitkräs.e in Oberschlejicn. obwohl eine Anzahl englischer Beamter im Diensie der Jnteralliierien Kommission stehen. Rur eine unbedeutende Ver- letzung eines englischen Beamten sei gemeldet worden. Vier eng- lische Znfanteriebaiaillone würden vom Rhein nach Schlesien gehen, und es sei in Erwägung gezogen, diese Streitmacht, soweit möglich, zu vermehren. Deuijchland werde für den Unterhalt dieser Bataillon- keine Zahlungen zu leisten haben. In Warschau seien von den Gc- sandten der drei alliierten Mächte, die im Einoernehmen vorgehen. dringend« Vorstellungen erhoben worden. Mailand. 24. Mai.(EP.) Der Korrespondent des„Tor- riere della Sera" in Oppeln berichtet, die Verstärkung der alliierte» Truppen sei nötiger als je. Wenn das deutsche Vorgehe« die Polen zum Rückzüge zwinge, werde die Lage sehr schwierig. Die Gegen- wart u i ch t sranzösischer Truppen könnte teilweise die Gefahr eines Pürgerkrieges verringern. Dos französische Kommando beginnt seine Neinea Besatzungen im Kampsgebiet in eine wenige r ge- sährllche Zone zu verlegen. Auch die italienischen Offiziere des Zndusiriebezirk» sammeln sich bei Gleiwitz. Die Autorität der interalliierten Kommission hat moralisch keinen hell mehr; alle ihre Anstrengungen dienen nur dazu, nicht zwischen Hammer und Amboß z« geraten._. 25 Prozent Kohlenansfall! Infolge des Aufftandes erhält Deutschtand keine oberschlesische Kohle mehr, was einen Kohlenausfall von 25 Proz. bedenket. Dauert dies an, so stehen wir vor der schwersten Produktions- und Verkehrs- krise._ Sachsen verhinüert Zreikorpstransporte. Der sächsische Minister des Innern L i p i n s k i hat, nrn die bereits von uns berichteten Durchtransporte bayerischer örgeschbanden zu verhindern, folgende Verordnung an die Polizeibehörden ergehen lassen: „Dem Ministerien des Innern gehen fortgesetzt Mitteilungen zu, daß Anwerbungen von Freiwilligen für Schlesien und die Bil- dung von Freiwilligenkorps und ähnlichen Formationen aus den Angeworbenen im Gange sind, sowie daß derartig gebildete bewaffnete Formationen aus den anderen Ländern durch Sachsen mit der Eisenbahn nach Schlesien befördert werden. Das Mini- sterium des Innern macht darauf aufmerksam, daß alle derartigen Maßnahmen mit den Artikeln 177 und 178 des Friedensverträge? von Versailles im Widerspruch stehen und deshalb unzulässig und strafbar sind. Des weiteren ordnet das Ministerium des Innern an, daß die bei den Formationen vorgefundenen Waffen zu beschlagnahmen sind." In der Dlenstogsitzung des Landtages ergriff der Mini- ster Lipinski das Wort, um diese Verordnung zu begründen. Er wies auf die Zusammenstöße in Dresden hin und erklärte, auch in Leipzig und Chemnitz würden die Züge über- wacht, es seien bereits mehrere Transporte ange- halten worden._ Das Wieüeraufbauminifterium. Nach einer amtlich bisher nicht bestätigten Dena-Meldung soll Rathenau das ihm angetragene Wiederaufbaumini- sterium angenommen Haben. Zum Staatssekretär im Reichsministerium des Innern wurde der Regierung?- Präsident B r u g g e r ernannt. Die„Rote Fahne" versichert, der neue Außenminister Dr. Rosen sei Reaktionär, seine Ernennung bedeute einen Schritt zum Stinnes-Kabinett. Auf der anderen Seite belehrt die „Deuffche Zeitung" ihre Leser, daß Rosen eigentlich B a l l h o r n- M o s ch e l e s heiße und die nationale Ehre völlig preisgeben würde. — Run weiß der Leser genau, wer Rosen ist. Schulmusik-Voche und Nufik-Pädagogit Kongresse finden meist in den chundstagen statt. Und enthalten meist ein solches Riesenprogramm, daß in der Häufung des Guten das ausschälbare Best« verloren geht. Den Versammlungen der Schulmusik- Woch» konnte ich nur«in paar Schritte folgen, well die Tagesstunden zu vollständig mit Vorträgen und Führungen, Demonstrationen und Erläuterungen vollgestopft wenen, und weil das Pilgern von der Hardenbergstraß« nach Tempelhof und nach der Jfftondftraß« dem ermüdeten Großstädter zu schwer wird. Di« kiimstlertschen Unterbrechungen durch die Konzert« des Thielschen Madrigalehor«, des Ochssehen Hochschulchors und der von Klem- perer geleitete» Mahler-Eedöchtnisfeier werden den vielen Kon- ferenzteilnehmern noch viel unvergeßlicher bleiben, als die an An» regung gewiß reichen Bersammtlmgen. Das„Z« n t r a l i n st i t u t für Erziehnng und Unterricht" glaubte mit Recht, daß in den Rahmen einer Reform des Musitnnterrichts auch die Neu- gestaltung und Erweiterung des Schulmusik, und Gesangsunterrichts mit all seinen besonderen Fragen gehört. Die Methoden sind noch immer verschieden und werden es immer bleiben. Aber daß unter besonderer Einsicht und Hilf« des Ministeriums die hohe Bedeutung dsr Kunsbpslege bei den Kindern anerkannt und der Boden für musikalische Volkserziehung, ja für«in Fortschreiten kr Musikkultur dereitet wird, dos ist schon ein Ziel, um das sich arbeiten läßt. Diese Erkenntnis bricht sich Bahn. Was gute und bewußte Referrmen da zu sagen wußten über Grundlagen, Wert und Aufgaben der musikalischen Be- tätigung in der Schule, über den Zusammenhang zwischen Schul« und Leben, über Methodik des llnterrichtens und Über die beste Praxis des Lehrens, das war prinzipiell und über den Tag hinweg von Bedeutung. Aller- dings: Lehrer gehören dazu von? großem Wiste» und Gewiffen, von liebevoller Besessenheit und Einfühlung in die Kinderseele. Manner, die— wie Prof. Roll«— aus dem Herzen heraus zum Herzen der Kleinen sprechen, die vom Lebendigen, vom Wort und seiner Schönheit ausgehen, dos Raumbewußtsein der Unfertigen ausnutzen zum Erlernen der Noten und Intervalle, die außerhalb der nebensächlichen Mechanik einer Tabulatur den Geist und die Liebe pflegen und so im«Wen Wettstreit mit den Lernenden eine begeistert« Arbeitsschule schaffen. Die Ausführungen und praktischen Belehrungen Nolles waren das zentrale Erlebnis der Tagung. Um dies Erlebnis trersten die speziellen Lorträg« über rhythmisch« K y m>, a st i k(Bleusdors» Pfefstr), Tonwort» Methode, Gemeinschafts-Unterrieht n. a. in anregender Metttig- l»it herum. Prall, ich« Beispiel«, im Augenblick an Schülern unterer und mittlerer Stufe gezeigt, begrenzten und erhärteten Wert und Wirkung der Einzelmrthodcn. Die Tresisicherheit der kleinen Schüler von Rolle war zuweilen geradezu verblüffend: die Lust «m der aktiven Mitarbeit spielt beim Lernen des Singens, des Schön Sag«», Um big ftaqtaBe./ iialj&UfÜN, In Einzelvorträgen wurde dann auch allerhand Kluges über die Stellung des Musikunterrichts im Gesamtorganismus der Schule gesprochen, in den Diskussionen nicht ohne Borwurf gegen harthörige Behörden. Da das Kultusministerium«inen Vertreter bei den Bersammlungen hatte, so sind all diese Anregungen sicher notiert und zur prattisehen Dureharbeitung bereitgestellt worden. (Der Minister Becker erschien einmal zur Tagung persönlich. Fort. schritt!) s Am Tisch des Borstandes saß auch Lea Kestenberg, der Musikdezernent im Ministerium. Der hat— bei Quelle u. Meyer— soeben ein Büchlein über„Musikerziehung und Musik- pflege" erseheinen lassen, das all« Fragen des Musiklebens wie in einem Brennspiegel aufleuchten läßt und das gleichzeitig zur Lösung dieser Probleme großzügig-kluge, systematisch organisiert« Vorschläge bringt. Ich halt« die Arbeit Kestenbergs für das Best« und best Basiert«, was jemals in gedrängter, populärer Form über musikalisch« Dolksbilimng, ihoe Weg«, Irrwege. Grundlagen und Ziele, Möglichkeiten und Hemmungen geschrieben worden ist. Ein kenntnisreicher, kunstbesessener, ausbauender, mit Taffachen rechnen- der und unparteiisch urteilender Mann hat hier das Wort. Für den Kongreß der deuffchen Lehrer hätte die erste Hälft« des Buchs als Leitfaden für eine Diskussion dienen können: die praktische Ein- teilung seine« Stlmdenpians, etwa für das Musikgymnasium oder die Volksmusikschule hätte revidiert und modifiziert werden können. Zu Umgestaltungen in dem ziemlich verwahrlosten und unsystematisch geregelten Betrieb der Prioatschulen, Konservatorien, zur Erweiterung und Vertiefung musikalischer Erziehung in Kindergärten, Ge» meindeschulen, Akademien bringt Kestenberg gleichfalls neue An- regung. Die Idee, durch endgültig abschließende musikalische Er- ziehung in Volkslchule, Bolksmusiffchul« und Musikgymnasium die Grenze zwischen Musiker ersten und zweiten Ranges zu verwischen, das Musikproletariat einzuschränken, Künstler und Publikum«in- ander zureifen zu lassen, ist von wahrhaft edler Werbekrast. Aus der Höh« der Kunstausbildung steht dann für den Berufenen die musikpäbagogische Akademie und die Meisterschule. Zur Erziehung gehören nicht nur Lernende, sondern vor allem Lehrende. Heber ihren Bildungsgang und die Notwendigkeit staatlicher Prüfungen sagt Kestenberg Sachliches und Kluges. Nur glaub« ich. sollte die Prüfung möglichst schwer und nicht möglichst leicht gemacht werden. Sonst wachsen die begabten Schüler den unbegabten Lehrern zu schnell über den Kopf. Kestcnbergs Buch behandelt im zweiten Teil die praktisch« Musikpsleg« mit all ihren Gefahren, Zerrissenheiten. Krankheiten. E» darf lobend gesagt werden, daß auch hier kein Sondergebiet vergessen ist und daß zu keinem ein eigenes, gut f»r- mulierte» Urteil fehlt.\ Je einfacher und natürlicher eine Unterrichtsmethode ist, desto schneller der Aufstieg des Schülers, desto rosckirr der Erfolg. Zeit ist Reichtum: man soll mtt der Verausgabung geizen. Unt�r diesem Gesichtspunkt nenne ich Siegfried Eberhordts Büchlein„P a- ga n i ni s Geigenhaltung(Verlag Fürstner). Ein bisher -(licht»( tu, uii«es ist hier logisch entwickelt. Kein Zweifel: ein Umschwung in der gesamten Geigen-Lehrschule wird eintreten müssen. Ich habe— als alter Geiger— mir die neue Haltung und ihre mechanischen und tonlichen Vorzüge demonstrieren lassen, und bin überezugt, daß Eber. Hardt richtig gesehen, geforscht und gehört hat. An dieser Methode wird nicht zu rütteln fem. Lernt sie. und der Weg zum Birtuosen ist frei!_ Dr. Kurt Singer. Der Landesverband der preußischen Prioaldozenken hielt am 20. und 21. Mai u, Halle eine Tagung ab. Festgestellt wurde, daß dem Wirken des reformfreundlichen Kultusministeriums eine Besserung der Verhältnisse zu danken ist. Bewährte Prwatdozenten sollen in Zukunft die Dienstbezeichnung„nichtbeamtete a. o. Pro- fessoren" führen. Gefordert wurde die Teilnahme an den Universt- tätsangelegenheiten durch Vertretung in den Fakultäten. Auch wird, da die Prioatdozcnten weder feste Bezüge noch Aussichten, noch das Anrecht auf Witwen- und Waisenversorgung haben, ein Existenz- Minimum in der Höhe des Gehaltes der Studienassessoren erstrebt. Da bei der Fortdauer der heutigen Zustände der akademische Nach- wuchs sich nur noch aus den Schichten der Reichen rekrutieren würde, liegt es tm Interesse der Demokratie, daß allen billigen Forderungen der Privatdozenten Rechnung getragen wir?. Wells über den Luftkrieg der Zukunft. Zu einer neuen Aus- gäbe seines Buche?„Der Krieg in der Luft" hat Wells eine Bor- rede geschrieben, in der er die„große Katastrophe des Zutunfts- krieges" eindringlich ausmalt.„Mit der Flugmaschine hat der Krieg sein Wesen verändert," schreibt er.„Es ist kein„Frontenkampf" mehr, fondern ein Ringen auf riesigen Gebieten. Weder Sieger noch Besiegter wird von den furchtbarsten Derlnsten oerschont bleiben, und ebenso wie die Zerstörungen durch den Krieg ins Unermeßliche wachsen, so wächst auch die Unsicherheit des Ausgangs und die Un> «ntschiedenheit der Kämpfe. Der Luftkrieg bringt allgemeine Zcr- störung anstatt eine? Sieges als Ende des Krieges. Nicht nur die Methoden, sondern auch die Folgen des Krieges sind dadurch ver- wandelt. Die furchtbare Katastrophe kommt auf uns zu in vollem Tageslicht, und hinter ihr marschieren andere nicht minder schlimme Katastrophen. Die ständige Verschlechterung des Geldes, die Stockung des Handels, das Nachlassen der geistigen Energien in Europa führen zu Zuständen, die jedem klarsichtigen Menschen Grauen Einflößen müssen. Nationale und imperialistische Rivali- täten drängen ganze Völker zum sozialen Zusammenbruch. Trauen wir überhaupt noch jemandem?" Die Hnndertjahrfeier deö TchaiiiPirlhcmseS wird am 28. Mai durch eine Fcstaussührung begangen. Die VorNcllung des„Fiesco" wird durch Bcetbovcn».Weibe be? Haulc!'«in geleitet. Lchinlel? Enllvrlrsc un» Sftjjeu fm» im Koyer ausgestellt. Ueket Sch«lr»i»rm aas anthr»p«l»,ffcher Grnndln«, M* B»i> wendiglett der Segnkleniörkeruiich»richt k-ul« Mttiwoch, T'L. Bhr, rat Slealgymnisluw, SchSneberF. H»kenff«itfene!v. 47 48, Dr. H. Miller- L'chierfelde, in ösielttlicher?er!annnl»,ig de» Bunde? entschiedener Schul- usorincr. Die Aerztliche Gesellschaft für Sexualwissenschaft und Eugenik beharrdelt in den Sitzungen am 26. und 27. Mai, 7 Uhr, im Hörsaal de» RusemnZ sür Völkerkunde die Frage: Soll de» Staat lyywrf. Nr.24l«ZS.�ahrgasg Heilage öes vorwärts Mittwoch, 25. Mal 1�21 GroßSerün Serlm�New gort. Im Reichsbund deutscher Technik sprach Dr. V e r ch(Teteiunlen) über.Die Grohfunkenstation Nauen und die weltumspannende Bedeutung der drahtlosen Nachrichten- Übermittelung". Durch Lichtbilder und Film wurde die Statiori Nauen in allen Einzelheiten gezeigt. Srntner, wenn Laien die hohen Türme von Nauen oder Königswusterhausen oder sonst einer Funkenanlage sehen, werden sie von Bewunderung ergriffen. Es grenzt ja auch in der Tat an das Wunderbare, was die Technik hier in emsigem Schaffen vollbracht hat. In dem neuen, schönen Gebäude der Großfunken- station Nauen, das am 27. September v. I., wie wir seinerzeit berichteten, von der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie an die Tochtergesellschaft„T r a n s r a d i o" übergeben wurde, die nun den eigentlichen Betrieb auftechterhält, geht es geheimnisvoll ruhig zu, denn die Sendeapparate werden von Berlin aus bedient. TelegrammnachNewAork: Der Schalterbeamte irgend- eines Postamts nimmt das Telegramm entgegen und schreibt in eine Ecke„N a u e n*. Eine Seilpost befördert es zu den Schnell- schreibern, dort wird ein Papierstreifen mit Löchern hergestellt, die die Buchstaben nach Art des Morsealphabets wiedergeben. Dieser Streifen läuft durch einen Schnelltelegrophen, der also von Berlin aus die Sendeapparate in Nauen direkt betätigt. Im gleichen Augenblick arbeiten dort die gewaltigen Hochfrequenzmaschinen und ihre Energien strahlen das Telegramm sofort nach der Empfangs- station Marion in Amerika. Die elektrischen Wellen haben so die vielen tausend Kilometer über den Atlantischen Ozean im Nu überwunden und kurze Zeit darauf ist der amerikanische Empfänger im Besitz des Telegramms. Jede drahllofe Station besteht aus drei Tellen: der Energie- quelle, welche die Kräfte erzeugt, die in die Ferne übermittelt werden sollen. Diese werden durch den Sender in elektrische Schwingungen umgewandelt und von den A n t e n n e n, den Luft- leitern, in den Raum hinausgestrahlt. Das Teuerste beim Bau einer drahtlosen Station sind die großen Masten, die jedoch jetzt nur bei den Sendestationen vorhanden sind. Die Empfangsstationen begnügen sich mit kleineren Rahmenantennen. So dient Nauen nur noch als Sende station,. während in Geltow bei Potsdam eine Empfangs st ation errichtet ist, die mit einer verhältnismäßig kleinen Rahmenantenne Telegramme aus allen Himmelsrichtungen empfängt. Es ist heute eigentlich nicht mehr zweckmäßig, von Funkentelegraphie zu sprechen, denn der Funke wird nur noch in den seltensten Fällen benutzt. Ihn haben heute vor allem die Hochfrequenzmaschinen ersetzt. Mit einem Drittel der Energie erzielt man dieselben Leistungen wie früher, well die Empfangsapparate besonders durch Einführung der Laut- Verstärker wesenllich verbessert worden sind. Nauen arbeitet mll Hochfrequenzmaschinen, das sind große Wechselstrom- Maschinen, die so schnell laufen, daß sie die hohe Frequenz von 6000 Perioden in der Sekunde erzeugen, die dann von Frequenz- wandlern noch auf 12 000 und 24 000 Perioden erhöht werden. (Frequenz ist das Hin und Her der Schwingungen.) Würde man diese Schwingungen direkt in die Antennen senden, so würde man eine Wellenlänge von 54 000 Metern erhalten, während Nauen, wenn es mit Amerika spricht, mit einer Länge von 12 800 Metern, bei Verkehr mit Moskau mit einer solchen von 0000 Metern ar- bellet. Als Marconi 1892 die Herzschen Wellen für die praktische Telegraphie nutzbar machte, war es möglich, noch alle Tele- gramme aufzufangen. Durch Erfindungen des Deutschen Braun ist es gelungen, die Stationen auf einander abzustimmen. und das geschieht durch Zwischenschaltung eines Kondensators oder eine Kupfcrspule, die man entweder vergrößert oder verkleinert und yup miteinander abgestimmte Stationen können zusammen ver- kShren. Durch Einführung einer Code wird die Geheimhaltung der Telegramme noch weiter begünstigt. Durch die neueste Ausgestal- tung der drahtlosen Telegraphie dürfte bald der Verlust durch unsere Ueberseekabel ausgeglichen sein. Brennholz gegen kartoffelsihalen. Der Magistrat Verlin hat in Anerkennung des berechtigten Wunsches der Bevölkerung, auch aus den Abfallstoffe» Einnahmen zu erzielen, Tauschhändler zugelassen, die die Küchen- abfalle, namenllich Kartoffelschalen, gegen Hergabe von Brennholz usw. einsammeln. Die Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 26. Juni 1916 sowie die Verfügung des Reichsministers für Ernäh- rung und Landwirtschaft vom 29. November 1920 bestehen noch zu Recht: es soll nunmehr ober, um die Ablieferungsfreudigkeit zu heben, den Hausfrauen Gelegenheit gegeben werden, sich durch ent- geltliche Hergabe ihrer Küchenabfälle an private Händler von der Pflicht der Ablieferung an die Hof-Sammelbehäller zu befreien. Die Händler sind verpflichtet worden, die eingesammelten Küchen- S. kreis ZrieSrichshain! Tonnerstag, den SS. Mai, abends 7'/z Uhr, in den „Andreas-�estsälen", Andreasstraste S1: Versammlung Reichstagsabg. Hngo Heimann hält einen Vortrag über den »versailler Irieüensvertrag unS seine Ausführung". Diese Einladung gilt am Saalcingang als Ausweis. „Vorwärts"- Leser und Gesinnungsfreunde sind eingeladen. abfülle zu behördlich fe st gesetzten Preisen an die in ihrem Verwaltungsbezirk wohnhaften gewerblichen Kuhhalter abzu- führen. Unsere Not zwingt uns, auch fernerhin die geringsten un- serer wirtschaftlichen Mittel auszunutzen. Die Namen der zugelas- senen Händler werden durch Säulenanschlag bekanntgegeben. ein behauptet hatte, daß sich der Angeklagte eines Verbrechens gegen den§ 176,3 StGB, schuldig gemacht habe. r Die Angaben des Mädchens waren detailliert und enthielten eine Reihe von Ausdrücken, die sonst nur in den übelsten Kaschemmen in Dirnenkreisen üblich sind. Eine ärztliche Untersuchung ergab außerdem, daß das Märchen schwer infiziert war.— Vor (Bericht bestritt der Angeklagte auf das entschiedenste, sich vergangen zu haben und behauptete, daß das 9jährige Mädchen sittlich so ver- darben sei, daß es ihn sogar falsch beschuldige. Zum Beweise hier- für legte der Verteidiger dem Gericht einen Brief vor, den die 9jährige Zeugin an erneu 12jährigen„Freund" geschrieben hatte und diesen mit dem deutlichsten Hinweis auf den Zweck des Be- suche? aufforderte, sie während der Abwesenheit der Eltern zu be- suchen. Trotz mehrfachen Vorhalts bestrill das Kind, den obszönen Tell des Briefes geschrieben und behauptete, nur den harmlosen Tell geschrieben zu haben. Rechnungsrat D r o g o l i n erklärte da- gegen, daß nicht der geringste Zweifel an der Uebereinstimmung der Handschriften bestehe. Der Staatsanwalt beantragte trotzdem 2 Jahre Zuchthaus gegen den Angeklagten, da man nicht annehmen könne, daß ein gjähriges Kind silllich und moralisch so verdorben sein könne. Das Gericht entsprach jedoch dem Antrage des Verteidigers und erkannte auf Freisprechung auf Kosten der Staatskasse. vorläufig kein Elektroomnibus. Ein vertagter Verkehrsantrag. In der letzten Sitzung der städtischen Verkehrsdeputation wurde Antrag der Elektrobus- A.-G. auf Genehmigung dreier Kraftomnibuslinien, die die Leipziger und Friedrichstraße berühren sollen, zunächst vertagt. Wie es heißt, konnte sich die Deputation der Notwendigkeit des Omnibusverkehrs angesichts des immer steigenden Vertehrsbedürfnisies nicht ver- schließen, die Notlage der Straßenbahn zwinge jedoch dazu, ihr nicht eine gefährliche Konkurrenz erstehen zu lassen. Zugestimmt wurde dem Vertrag mll einer Unternehmer firma über die Verpachtung der Reklamen an den von der Firma zu stellenden neuen Halte st ellentafeln und-an- zeigern der Straßenbahn mit ewigen Vorbehallen. Sämtliche Halte- stellen der Straßenbahn sollen entsprechend den von der Aufsichts- behörde genehmigten Anzeigetafeln ausgestaltet werden. Für die Straßenbahn wird daraus eine nennenswerte jährliche Einnahme erwartet. Dagegen lehnte die Verkehrsdeputallon ab, einem Antrag auf Einführung einer Reklame auf den Kraftdroschken gutachtlich zuzustimmen, um so mehr, als die Stadt noch nach anderer Richtung hin Pläne über die Ausnutzung städtischer Anlagen zur Reklame hat. Man war im-übrigen in der Verkehrsdeputation der Ansicht, daß jetzt wohl genügend für Reklame im Straßenbild durch Straßen- bahn, Post und Eisenbahn gesorgt sei. ämmlung eine Ord- ' ch k e n st e u e r zu- die Benutzung, Der Magistrat hat der Stadwerordnetenver nung über Erhebung einer Kraftdro gehen lassen. Die Ordnung legt die Steuer au auf das Fahren, nicht auf das Halten der Kraftdroschke, sie trifft also den Fahrgast, nicht das Gewerbe. Danach ist S t e u e r t r ä g e r der Benutzer, wenn auch der Fahrzeughalter die Steuer abzuführen hat. Die Ordnung beschränkt sich auf Kraft droschten. Die Fahr- steuer bestimmt sich nach dem Fahrpreise und beträgt 10 Proz. Der Erllag ist auf 16 bis 18 Millionen Mark jährlich veranschlagt. verlorene Fügend. Ein veitrag zur Psychologie der Kinderaussagen. Crschüllernde Verderbnis bei einem neunjährigen Mädchen kam in einer Verhandlung vor der Sllafkammer des Landgerichts I zutage. Angellagt wegen Sittlichkeitsverbrechens war der bisher unbestrafte Arbeiter L. Der Angeklagte war auf Grund der Beschuldigung eines 9jährigen Schulmädchens Alinda S. verhaftet worden, das Für die Altpenfionäre der Graste« Berliner. Die Stadwerordnetenfraktton der SPD. hat zur Stadtverord- netensitzung am Donnerstag, den 26. d. M., folgenden Dringlichkeits- anllag eingebracht: „Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, den Ma- giftrat zu ersuchen, der Stadtverordnetenversammlung unverzüglich eine Vorlage belleffend Aufbesserung der Bezüge der Altpensionäre der Großen Berliner Straßen- bahn zu unterbreiten und bis zur Verabschiedung dieser Vorlage die Bezüge der Pensionäre, Witwen und Waisen allge» mein um 100 Proz. zu erhöhen." Attentatsgefahr in Berliner Wäldern. Wie erinnerlich, wurde am 22. April am Wannsee ein junges Mädchen von einem Manne überfallen und mit einem Messer so übel zugerichtet, daß es noch heute im Lichterfelder Krankenhaus schwer daniederliegt. Nach den bisherigen Ermittelungen scheidet ein Mann in Försteruniform völlig aus. Es kommt vielmehr ein junger Mann in Frage, der in der Mitte der zwanziger Jahre steht. Er ist höchstens mittelgroß, hat ein schmales eingefallenes Ge- ficht mit tiefliegenden Augen und den ausgeprägten Gesichts- ausdruck eines Sadisten. Er halle sich schon zwei Tage vorher in verdächtiger Weise an badende Kinder herangemacht und war beim Nahen Erwachsener über einen Zaun geflohen. Er llug nach Aussagen verschiedener Zeugen einen abgellagenen grauen Sommerpaletot mit Rückengurt. Da ein Mann von solcher Ver- anlagung seine Attentate zu wiederholen pflegt, ist den Spazier- gängern äußer st e Vorsicht zu empfehlen. Wer irgend- welche Wahrnehmungen gemacht hat, möge sich bei den Kriminal- kommissaren Dr. Grünberg und Bünger im Zimmer 190a des Polizeipräsidiums melden. Waldandacht in Bnch. Die Ortsgruppe der Deuts Ken Friedensgesellschaft in B u ch veranstailete bei herrlichstem FrühlingSwetler ein Waidfest, das dazu dienen sollte, durch gegenseitiges Sichnäherkommen im ge- ineinsamen Genießen der Natur die Friedensidee zu vertiefen. Genosse Pfarrer Blei er führte in einer Waldandacht u.a. folgendes aus: Alle haben ein Recht auf die Naturgüter; es darf nicht der unermüdlich Schaffende das Geiühl haben, hier ist fremder Boden, den du nicht betreten darfst, sondern er soll wissen und fühlen, daß ihm die Natur gehört und sie sich ihm in ihrer Herr- tichkeitöfülle erschließt.— Aber nicht allein genießen wollen wir, sondern unfern Geist zum Denken schärfen. Die halbfertigen Häuser, welche hier vor uns liegen, die als Lungenheilstätten errichtet werden sollten, der menschenmordcnde Krieg aber die schaffenden Kräfte von diesem halben Bau brutal hinfortriß, sehen uns wie Denkmäler an. — Hier können wir ein Wunder vollbringen, wenn wir uns zu der Tat reifen, keine Kriegsministerien und Denkmäler für Generäle mehr zu bauen, sondern solche Stätten, die dem Aufbau, nicht aber der Zerstörung dienen.— Es muß uns gelingen, den Punkt im Menschen zu finden, wo der Hebel zu einer glücklicheren und gerechten Weltordnung angesetzt werden kann. Viele Anhänger der Friedensidee waren dem Rufe der Ver- anstallung im Walde gefolgt und das Fest fand nach Kinderspielen. Volkstänzen und gemütlichem Beisammensein in der Abenddämmerung seinen Abschluß. 71] Stine Menschenkind. III. Der Sündenfall. Von Martin Andersen NexS. Stine war ein handfestes kleines Wesen, wenn's die Widerwärtigkeiten des Tages zu überwinden galt: sie ver- stand es, sich mit ihnen herumzuschlagen und mit ihnen iertig zu werden. Aber hier war das Dunkel das Schlimmste, bei allem waren die Wurzeln noch vorhanden, und das Gewesene spukte darin. Sie verstand Karls Verzweiflung über das Treiben der Mutter; man konnte ihr durch Zureden zuleide kommen und sie beschwichtigen, wenn man Glück hatte. Das Grauen aber, das immer über ihm hing, seme Zerrissenheit aus dem geringsten Anlaß faßte sie nicht. Und versuchen zu wollen, hier zu trösten, war, wie wenn man aus einem Loch im Sande das Wasser beseitigen wollte, es sickerte ebenso rasch wieder vom Boden herzu. Ihn bei guter Laune zu er- halten, war eine unmögliche Arbeit. Und von ihm lasten konnte sie auch nicht. Sie konnte nicht anders, sie mußte an ihn denken und sich um ihn sorgen. ihr Herz verlangte das. Für kleines Volk wie für kleine Vögel fügt sich VAs Dasein leicht so. wie wenn ein junger Kuckuck im Nest ist: der ganze Inhalt der Tage besteht darin, einen un- ersättlichen Rachen zu füttern und zu füttern. Stine mußte — mochte sie wollen oder nicht— die ganze Bürde einer Welt tragen, an der sie keinen Anteil hatte; es gab keinen Ausweg. Wäre er wenigstens ein kleines Kind gewesen! Dann hätte sie ihn auf ihren Arm nehmen, mit ihm spielen und ihm gut zureden können, bis er lachte und alles vergaß. Stine kämpfte den Kampf für ihn, mochte sie wollen oder nicht, und mußte ihn so weit mitkämpfen, daß das Dunkel sich wieder über ihr schloß. Es gab keine Brücke von Ver- traulichkeit zwischen früher und jetzt, keine Liebkosung bildete die Verbindung: er kam nur in düstrer und aufgeriebener Stimmung und suchte Zuflucht vor der Finsternis bei ihr. Und sie wußte keinen anderen Rat. als ihn wieder an sich zu ziehen und ihn zu trösten, so gut sie konnte. Die Zeit war nicht dazu angetan, an sich selbst zu denken, tmd sich in acht zu nehmen, wenn ein Mensch unglücklich war. Im Lauf des Herbstes wiederholte es sich, und in derselben Nacht lief sie nach dem Dorf und klopfte an. Es war so verwirrend schwer,— war er doch nicht ein- mal ihr heimlicher Liebster! Sie hatte bloß opfern müssen, — mehr als sie hatte, hatte sich auch die kommenden Daunen ausrupfen müssen, um ihm Gutes zu erweisen. Tagsüber ging sie in halbem Nebel umher, und ihr Gemüt war erfüllt von Kummer und Berwunderung, die Reue verheerte ihren Kindersinn. Sprach sie ernst mit Karl darüber, so steckte die Reue auch ihn an, fiel über ihn her in Form von Tränen und Selbstanklagen und veranlaßte ihn, sich wie ein Ber- rückter zu benehmen. Und dann mußte sie ihn wieder zu beruhigen suchen. Es war nicht auszuhalten! Es war gar zu schwer, das alles allein mit sich herumzu- tragen, und sie wünschte sehnlichst, daß sie sich jemandem hätte anvertrauen können. Zu Sörine zu gehen, fiel ihr nicht im entferntesten ein; und Lars Peter hatte den Kopf so voll,— und er war auch ein Mann. Aber da war ja die Bäuerin! Es gab Augenblicke, wo Stine meinte, zugrunde gehen zu müssen, wenn sie sich nicht einem erwachsenen Menschen an» vertraute: sie konnte die Last nicht allein tragen. Wenn sie Karl das auf ihre ernste, fast altkluge Art er- klärte, geriet er außer sich und benahm sich, als wäre er von Sinnen; seine Augen wurden ganz starr vor Schreck. „Du brauchst doch keine solche Angst vor deiner Mutter! � zu haben," sagte Stine.„Es ist za ihre eigene Schuld. Aber � wir wollen zu ihr hineingehen und sagen, daß sie anders : werden solle,— sonst mache sie uns unglücklich." „Dann geh' ich in die Scheune und häng' mich auf," fegte er drohend. Biele Tage blieb er ihr ängstlich fern, sprach auch nicht zu ihr, wenn sie zusammen arbeiteten, sondern bewegte sich; mit zus ammengepreßten Lippen neben ihr,— als hätte er ein Gelübde getan. Aber sein Blick suchte sie, bettelnd und flehend, und Stine verstand, was er wollte, und schwieg. Er tat ihr leid,— er hatte ja niemanden, zu dem er in seiner Not seine Zuflucht nehmen konnte. So verging für sie der Herbst und der größte Tell des Winters: es war eine böse, beschwerliche Zeit. Nur wenige Lichtpunkte waren darin, die Besuche zu Hause und dann das, daß Karen sich über die Meinung aller Leute hinweggesetzt hatte und zur Hochzeit mit Johannes rüstete: im Mai sollte sie stattfinden. Karl nahm es auf feine desperate Art hin, Stine aber freute sich darauf wie ein Kind. Sie hatte noch keine Hochzeit mitgemacht.„Du mußt dich doch auch darüber freuen," sagte sie zu Karl, um sich zu rechtfertigen,„wenn die beiden trotz allem zusammenkommen." * Stine war nun bald siebzehn Jahre. Ein mühseliges Ende des Daseins hatten die siebzehn ersten Jahre bedeutet, von allem hatte sie zu kosten bekommen. Gearbeitet hatte sie von klein auf, hatte, die kleinen Geschwister geschleppt, hatte sie er- zogen und ihnen die Mutter ersetzt. Als sie das Heim verließ, hatte sie die beschwerliche Leistung eines Erwachsenen hinter sich. Es war vorbei,— wirklich und endgültig vorbei; nun konnte sie den Rücken gerade recken. Und kaum hatte sie ihre kleinen Geschwister vom Schoß gelassen, als sie auf eigene Rechnung von neuem beginnen konnte. Unter ihrem mißbrauchten kleinen Herzen fing es an, sich zu regen; eine neue Last— größer als alle vorher— war dort angebracht. Andere entdeckten es vor ihr selbst und be- trachteten sie mit wunderlichen Blicken; wie ein verstörtes Kind ging sie umher und begriff nichts. Sine sagte kein Wort, starrte sie nur betrübt an und seufzte; sie schonte sie bei der Arbeit, und Stine ahnte, warum. Bon vielen Seiten her kamen die Bestätigungen der einen bösen Tatsache.— ein Mensch hatte ihr einen Schmerz zugefügt, um sich selbst zu trösten, und nun sollte sie zur Strafe ein Kind haben. Eines Tages wurde sie in der Waschküche von heftiger Uebelkeit be- fallen. Sine mußte ihre Stirne halten, ihr etwas schlottriger Körper wurde beinahe gerädert.„O, du armes Wurm," sagte Sine.„Du hättest auch lieber nicht so viel zum Tanz rennen sollen diesen Sommer; war ja nicht anders zu erwarten,— so verrückt, wie du nach dem Tanzen warst." „Davon ist es gar nicht," sagte Stine schluchzend. Der kalte Schweiß stand ihr auf Stirn und Oberlippe. „Ja, ja, es geht mich auch nichts an. Aber nun geh an deine Arbeft, damit die Bäuerin nichts merkt." Ach,— Tanz, Tanz! Hätte sie sich's doch wenigstens beim Tanzen geholt! Sie hatte von Mädchen gehört, die sich ein Kind antanzten— und chatte bei dem Ausdruck verweist; es blieb im Sinn haften wie ein hübscher Vers. Angst vor dem Tanz hatte sie deswegen nicht gehabt. Sollte sie doch Kinder kriegen— und Großchen batte ihr ja prophezeit, daß sie leicht dazu kommen würde so wollte sie sie sich am liebsten er- tanzen. (Forts, folgt.) .c Vorgänge in dem Heimkehrlager Wansdorf hatten in einer .�gigen Ber Handlung des außerordentlichen Gerichts beim Land- richt II unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Dr. Stelzner ein Nachspiel. Die umfangreiche Beweisaufnahme ergab, daß es sich um einen verhältnismäßig recht harmlosen Vorfall handelte, der seinen Grund in der Unzufriedenheit der Lagerinsassen über das allzu scharfe Vorgehen des Lagerdirektors, eines früheren Leutnants, hatte. Die Brüder Wilhelm, Eduard und Friedrich Zupprich hatten sich geweigert, Arbeit anzunehmen, und sollten deshalb das Lager verlassen. Als sie gewaltsam entfernt werden sollten, kam es zu einem größeren Auflauf, bei dem auch andere Lagerinsassen gegen den„Direktor" Partei nahmen. Wie sich in der Verhandlung ergab, sind die Angeklagten, nachdem sie schon jahrelang als Kolo- nisten in Rußland gelebt hatten, als deutsche Staatsangehörige sechs Jahre lang in Sibirien interniert gewesen. Die ganze Angelegenheit, die s. Z. großes Aufsehen erregt hatte, schrumpfte vor Gericht zu einer Verurteilung von 3 Angeklagten wegen Hausfriedens- bruchs und Wider st ands zu 2 Monaten, S Wochen und 3 Wochen Gefängnis zusamen. Die übrigen wurden frei- gesprochen. welche(Ehrei Beamte des Reichspo st Ministeriums waren„angeregt" worden, zur Beisetzung der früheren Kaiserin einen Kranz zu stiften. Ein Rundschreiben des Geheimen Postrats Preuß, das zur Beitragsleistung aufforderte, wurde im„Vorwärts"(Nr. 178) festgenagelt. Derselbe Preuß hat nunmehr durch Rundschreiben folgende Danksagung bekannt- gegeben, die für die Spender vom„Prinzen" Eitel Friedrich eingegangen ist: „Seine Majestät der Kaiser und König hat mich beauftragt, Ihnen für die aus Anlaß des Heimganges Ihrer Majestät der Hochseligen Kaiserin und Königin, meiner geliebten Mutter, dar- gebrachten Blumenspende den wärmsten Dank auszusprechen. Eitel Friedrich, Prinz von Preußen." Wir vermuten, daß die sich geehrt fühlenden Spender das Schreiben unter Glas und Rahmen im Reichspostministerium an hervorragender Stelle aufhängen werden. Das würde ganz zu der gerade bei der Post in Hausinschriften und Stempeln immer noch oft bemerkten Konservierung der„K a i s e r l i ch k e i t" passen, wo- von Proben uns in letzter Zeit wieder mehrfach aus unserm Leser- kreis mitgeteilt worden sind. Für die kaisertreuen Geldspender des Reichspostministeriums find Photographien des Kranzes, ein Stück für jedes Abteilungsbureau, angefertigt worden. Außerdem hat man in den Bureaus einen Bericht über die Beisetzungsfeier in Umlauf gesetzt und zu diesem Zweck 34 Stück einer Zeitung onge- kauft. Auch Photographie und Zeitungsbericht werden gewiß ihren Ehrenplatz in den Bureaus erhalten. Der Heizungskoslenvorschuß der Mieter für das Vierteljahr April/Juni nach dem zugrunde zu legenden mittleren Koks- preis ist vom Magistrat jetzt auf 29 Mark je Zentner festge- setzt worden. Sprachschule für Proletarier. Ruf Wunsch zahlreicher Genossen beginnen am 1. Juni neue Abendkurse in Englisch und F r a n z ö s i j ch sür Genossen und Genossinnen ohne Borkenntnisse. Anmel- düngen am Donnerstag, den 26. Mai, Sonnabend, den 28. Mai, und Mittwoch, den t. Juni, von 5— 8 Uhr abends in der Gemeindeschule GipS- straße 23a(Nähe Rosenthaler Straße). Der Rcichsbnnd deutscher Technik, Ortsgruppe Charlottenburg». DiemenSitadt. veranstaltet hochinteressante Vorträge. Aus dem Wunder reich der Technik. Karten sind im Vorverkauf unter anderem auch an der Tageskasse in? Tauebtzienpalast und im Usapaknst am Zoo zu haben. Die G e s ch ä s t s st e l I e des Bundes befindet sich in Charlottenburg 5, Spandauer Str. 17. Sroß-Serliner parteknachrichten. heute, ZNitlwoch, den 25. Mai: M. Abt. 7 Uhr. Alle Mitglieder müssen die Elternversammlunz Prenzlauer Allee 227/228, besuchen. 27. Abt. 7U Uhr Zahlabend In den bekannten Lokalen. 31. Abt. T/i Uhr Zahlabcnd in folgenden Lokalen: Bezirke 1 und 2 bei Busch, Schioelbeiner Str. iO, Bezirke 3, 4, 6, 9 und 15 bei Fürst, Seelorver Str. 18, Bezirke 5 und 7 bei Meißner, Schivelbeiner Str. 34, Bezirke 8, 19, 11 und 12 bei Goldschmidt, Stolpischc Str. 3«, Bezirke 13 und 14 bei Hahn, Finn> landische Straße, Ecke Norweger Straße. 4«. Abt. 7?/2 Uhr gahlabend in den bekannten Lokalen. 48. Abt. 7 Uhr gahlabende bei Lewandowski, Seestr. 104, Grunewald, Kameruner Str. 19, Taube, MUIlerstr. 02o. «. Abt. Neukölln. 7% Uhr Funktioniirsißung bei Hildebrandt, Rünchener Straße 23. Thema:„Stellungnahme zum Kreiovertretertag". 128. Abt. Pankow. 7(4 Uhr bei Brandenburger, Berliner Str. 80/82, Mitglie- derversammlung. Thema:„Die politische Lage in Preußen und Deutsch» land". Ref. Gen. Jakob Altmaier. Borwärtslefer und Gesinnungsfreunde willkommen. 131. Abt. Riederschönhausea. 7(4 Mitgliederversammlung im Lokal Wilhelm»- hos, Kaiser-Wilhelm-Str. 04. Ref. Gen. Schacht. Morgen. Donnerstag, den 26. Mai: Kreil 1 Mitte. Alle Genossen, welche gewillt sind, dem neugegrllndeten Ge- sangverein Berlin-Mitte beizutreten, werden gebeten, in der morgen statt- findenden ersten Uebungsstunde um 7(4 Uhr, im Restaurant Bürgerheim, Alte Schönhauser Str. 23/24, zu erscheinen. Krei» 3 Wedding. 7 Uhr bei Kcrfin, Pankstr. 00, Bersammlung der SPD.- Elternbeiräte. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen aller Elternbeiräte drin- gend notwendig. Alle sozialistischen Lehrer sind hierzu eingeladen. Krei» 7. Eharlottenburg. Abt. 55. 7(4 Uhr Mitgliederversammlung bei Jacob, Bismarckstr. 38, Ecke Sesenheimer Straße. Erscheinen aller Mitglieder er- forderlich. Krei, 17. Lichtenberg. Sitzung der Elternbeiräte im Sesangssaal de» Eäcilien- Lyzeums, Rathausstrage, 7(4 Uhr. Thema:„Das sexuelle Probelm in der Erziehung". Ref. Gen. Lehrer Knies. Bericht über die Zusammenfassung der Elternbeiräte. Verschiedenes. Prenzlauer Tor. 7(4 Uhr Elternversammlung in der 257. und 294. Gemeinde- schule, Bötzowstr. 40. Thema:„Die Paulsenschcn Schulrcformpliine". Ref. Studienrat Marquardt. Alle Eltern müssen erscheinen. 13. Abt. 7(4 Uhr bei Ießeck, Alerandrinenstr. 137, Sitzung sämtlicher Funktio- näre und Betriebsvertrauensleute. 7. Abt. 7(4 Uhr Oeffentliche Elternversammlung. Thema:„Die Pläne des Oberstadtschulrats Gen. Paulsen. Ref. Gen. Pastor Francke und Lehrer Adolf Koch. Es ist Pflicht sämtlicher Genossen, diese Bersammlung zu be- suchen. Lehrer herzlich willkommen. 53. Abt. Eharlottenburg. 7 Uhr bei Arsand, Beusselstr. 32, Mitgliederversamm- lung. Thema:„Amerika und Deutschland". Ref. Genosse Eonrad Eymann. 112. Abt. Blanke« b»rg. 8 Uhr Mitgliederversammlung bei Klug, Dorfstraß«. Thema:„Die politische Lage". Ref. Gen. Fendel. 138. Abt. Kermsdorf. 7(4 Uhr Oeffentliche Bersammlung im Lokal Bellevu« am Bahnhof. Thema:.Los von Berlin". Ref. Gen. Dr. Ostrowski-Lankwitz. Achtung! Beamte nnd Angestellte der Berwaltungsbehördenl 7 Uhr Große öffentliche Versammlung im„Alten Askanier", Anhaltstr. 11. Tagesord- nung: 1.„Unter welchen Bedingungen ist ein Aufstieg unseres Volks mög- lich?" Ref. Gen. Pfarrer Bleyer. 2. Freie Aussprache. 3. Verschiedenes. Der SPD.-Werbcausfchuß bei den Verwaltungsbehörden. Iunafozialiste». Gruppe Echöneberg-Friedenau. 7(4 Uhr bei Diese, Akazien. jtraße 14. Thema:„Land- und Völkerkunde". Ref. Gen. Rosenthal. Arauenversammlung am Donnerstag, den 2e. Mai: 120. Abt. Friedrichsfelde. 7(4 Uhr bei Haberland, Wilhclmstr. 38. Thema: „Was ist Sozialismus". Ref. Genossin Todenhagen. pT M Postabonnenten welche die Erneuerung des Abonnements für den Monat Juni noch nicht vorgenommen haben, müssen sofort das VersSumte nachholen, wenn keine Unterbrachung in der Zustellung der Zeitung erfolgen soll Vorwarts-Verlag Q. m. b. H. b- M �ugenüveranftaltungen. Berel» Arbeiter-Iugead Groß-Berli». Sekretariat: RS. 49, Z, de» gelte» 23. Mittwoch, den 25. Mai: Bnchhalz. Schule Berliner Str. 19, Leseabend:„Im Talkhau»".— Chat- lottenburg. Rostnenstr. 4, Mädchcnabend.— Gesundbrunnen. Schule Gothen- burger Str. 2, Vortrag:„Sport und Arbeiterjugend".— Kaul»d»rs. Schule Adolfstraße. Bortrag:„Das alte Rom und sein Untergang".— Mohlsdorf. Schule Walderfeestraße, Bortrag:„Heidnische Sitten und Gebräuche".— Mariendorf. Schulbaracke Königstratz«, Bortrag:„Heinrich Heine".— Norde». Schule Putbufer Str., Portrag:„Niaterielle Entwicklungslehre".— Prenzlauer Porstabt. Schule Senefelderstr. 0, Bericht von der Generalversammlung.— Siid-West. gentraliugcndheim Lindcnstr. 3, Vortrag:„Proletarische Kunst".— Wcdding. Schule Müller-, Ecke Triftstraße, Diskusswn:„Ardeiter-Iugend. Mus aller Welt. illbanisch-griechijche« Intermezzo. Aus Urana(Albanien) wird berichtet: Die christliche Bevölkerung der kleinen Stadt Chimara habe sich für Griechenland erklärt und die albanische Besatzung ver- jagt. Die albanische Regierung hat daraufhin einige tausend Mann mit Maschinengewehren und Geschützen nach Chimara gesandt und Uebergabe innerhalb 36 Stunden gefordert. Die Uebergabe ist auch in der gesetzten Frist, und zwar am 22. Mai, erfolgt. Dem Ver- nehmen nach hat nun aber Griechenland gegen die seinen angeblichen Schutzbefohlenen zugefügte Unbill protestiert. Die Unruhen in Alexandria sind angeblich unterdrückt. Es brachen zahlreiche Feucrsbrünste in der Stadt aus, die jedoch gelöscht bzw. eingedämmt werden konnten. Die Schießereien aus einigen Häusern dauern noch an. Der Truppenbefehlshaber gab bekannt, daß Häuser, aus denen geschossen werde, mit Maschinengewehrfeuer belegt werden würden. Die Polizei nahm zahlreiche Verhastun- gen vor._ Sport. Rennen zu Ruhlebea. Trotz des s-hönen WetterS macht sich jetzt eine Ermattung bemerkbar, die in dem schwachen Besuch der Bahn zum Ausdruck kam. Die Rennen zeitigten interessante Ergebnisse: 1. H n r r»- P r e i». 16 060 M., 2400 Meter. 1. Hwdenburg II (Smcratjfi), 2, Rautendelein I(Licktenseld), 3. Wilhelmina(Alb. Freundt). Tvt.: 191-10, Pl 23, 25, 23: 10. Ferner liefen: Miß Gregor (IS. Treuherz), Mariechen ft.(®. Lautenberg, Gladiator I(F. Schlatzer). — 2. Aktor. Sphinx> PreiS. 12000 M.. 2300 Meter. 1. OdhsseuS(F. Bahr), 2. BoltSIied Ahr, in den.Mnfiter- Festsälen', Kaiser-WUHelm-Straßo 31: Branchen-Versammlung der ZigaretkeWljslkllveWljrer und Bettieös- DößDroettet GroßberNs. Tagesordnung: 1. Bericht über den beseitigen Stand unserer Tarisbewegung. 2. Brauch enangciegenheitcn. 3. Betriebsangelegenheiten und Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. MMN. Donnerstag, 2«. Mai, abends 7 llhr, in den Koonnaadanten- Fcstsälen, Kommandantenstr. 62: WM" Versammlung"MW aller Kollegen und Kolleginnen, deren Betriebe dem Arbeitgeberverband für Feinmechanik und Optik angeschloffen sind. Tagesordnung: Stellungnahme zur neuen Arbeits- ordnung und zum Rahmenvertrag. 90/17___ Pie Otksoctroaiftmg- Korpulenz? Erkundigen Sie sich über die Erfolge von Dr. Hoftaers (ges. gesch.) Entfettungs-Tabletten Keine Schilddrüse Kein Abführmittel Austührl. Lit gratis durch Elefanten-Apotheke, Berlin SW 213 Leipziger Str. 74 iDönhoffpl.) | Amt Ztr. 7192| T-L Ah lmlzahlung.6J.Carant. Kronen I8M. Plomb / SUHP ZI 3,—.! Zahnziehen m. Elnspr. höchstschmen- Lullliu v.Tan g�d. Umarb. schlechtsitz. Gebisse. Rep. sof ZahnarztW ot f. Potsdamer Str. 53. 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Mai, nachmittags 4>/, Uhr, aus dem neuen Ialobilirchhof, Hermannstraße, statt. I. A.: Nermann Vogel. Bezirksverb. Gr.'Berlin SPD. 42. Abteilung Unser Genofie Kax Tolleson Kupferschmied Sprengelstraße 23, ist am Sonnabend im Alter von 45 Iahren an den Folgen einer Operation verstorben. Ehr« seinem Andenke«! Die EinSscherung erfolgt i heute, Mittwoch, SUhr nach- l mittags im Krematorium Gerichtfir. Di- Abteilnngsleitnng. Durch Unglücksfall ver- schied im 22. Lebensjahre mein lieber Sohn, unser lieber Bruder undSchwag er, der Bureauangestellte Otto Friede Dies zeigen im tiefsten Schmerz an Pamllle Friede nebst Angehörige. Die Beerdigung findet heuteMsttwoch, nachmittags 3 Uhr, auf dem Razareth- Kirchhof, Seestr., statt. Spezial-Arzl Dr. med. firfltermg Haut-, Harn-, Oese hlechtsleid. b.Männ. u.Frauen.Blutunters. Invalldenatrnße 35, Ecke Chausseestr, Stett Bhf. Spr. wochentäglich II-,. V�->/,7. Hom5opatli.Instltat taut-, Harn» u. Geschlechtsleid. pez. veralt. Fälle dei schneller, sicher, u. schmerzlos. Behandlg., tnöalichst ohne Berufsstörung ü. Sohoof, Rens Könlgstr.SS, am äflcsanöeeplafj.» Eptcdiz 10-1, 4-8. Slgs. 10 12. Pickel. Mitesser, flechten verschwinden meist sehr schnell, wenn man denSchaum von Zucker'» putout- hl«dlzln»l-8elie abend» eintrocknen läßt. Schaum erst morgen» abwaschen und mit Zockoota-Creme nachstreich. Großartig« Wirkung, von Tausenden bestätigt. In allen tlpoiheken,hrer Betriebsmittel, teils zur Abwehr der lieber- fremdungSaesahr vornahm, Gelegenheit zur Durchführung einer Reihe gewinnbringender Geschäfte, über die weiter unten berichtet wird. Da es auch im abgelaufene« Jahre«scht gelungen ist, die staatliche Jinanzwirtschaft ans eine solide Grnndtge zu stellen, so daß die Reichsbank die finanziellen Dedürsniste des Reiches Weiler durch Uebernahme von Schabwechseln und Ausgabe neuer Noten befriedigen mußte, Haben all« die »nersreulichen und bedenflichon Erscheinungen, die mit dieser Steigerung des Geldnmlauss verfnüpft find, an- gehalten und bei den Banfen zu einem wetteren starken Anwachsen der fremden Gelder geführt. Unsere Kreditoren, die einschließlich derjenigen der Mitteldeutschen Privat- Bank Ende 1919 3 020 000 009 M. betrugen, haben sich weiter auf 5 057 000 000 M. erhöht, Ihne« stehen a« Wechseln und unverzinslichen Schahanweisungen 2 406 000 000 M. gegenüber gegen 1 624 606 000 M. am Schlüsse des vorhergebenden Jahres, während Debitoren 1 634 585 600 M. gegen 864 991 009 M. schuldig waren. Die De- schüft« in Wertpapieren nahmen zeitweilig einen so gewaltigen Umsazzg an, daß die Börsen Feiertage einlegen mußten, um die Ml�rbcitung der vorliegenden Aufträge zu ermöglichen. Unscr� Wcrtpapier- und Konsortialbestand vetrug 125 900 000 M. gegen 56 377 000 M. Auch die übrigen Biianzzissern sowie die Zahlen der Gewinn- und.Verlust- Rechnung lassen die große Ausdehnung, die unser Beirieb erfahren hat, deutlich erfcnncn: die Zinsen- und Provisions- einnahmen sind stark gewachsen: die erheblich erhöhten Un- losten finden ihre Erllärung in der wcsc»tlia-n Zunahme der Zahl unserer Angestellten, in der vorstehen» erwähnten Steigerung aller Gebälter und Gratififationen und in den dobcn Preisen für sämtliche Materialien. An Steuern waren l 0 605 000 M. gegen 5 420 000 M. zu enirlchren. Unsere seit längerer Zeit bestebende Jnteressengemern- schaft mit dem Ehemniher Banfverein, der Löbauer Bank und der Vogtländischen Kreditanstalt hat auch im ab- gelaufenen Jahr für alle Beteiligten erfreuliche Resultate gezeitigt: die Juswn mit der Mitteldeutschen Pridat-Banf hat uns mit dem Bankverein Göltingen, dem Hessischen Banfverein, dem Areiberger Banfverein. der Thüringischen LandeSbanf, der Harzer Bank und der Vereinsbanf von Eoiditz in engere Verbindung gebracht, durch die wir bereits manche Vorteile erreicht baden und weitere für die Zufunft erdofsen. Unsere Mkialen und Devositenkasten— auch die erst im Berichtsjahr- eröffneten— haben zu dem günstigen Ergebnis erheblich beigetragen. Der G e f a NI t u m s a tz auf einer Seite des Haupt- buches beträgt 382 867 455 724,58 M. Auf unser Altienlavital von 200 000 060 M. beantragen wir 12 Proz. Dividende auszuschütten und dementsprechend einschlteßfich ?? Lrnhardt, Münchberg i.?. Aktiengesellschai' Chromo, Altenburg S.-A. Aktien-Gesellschaft der Soller. b. Rendsburg, Hamburg. Akt.-Ges. Bernterode. Alkaliwerke Ronnenberg schen Carlshütte Deutsche Kaliwerke, L°nnov-r. Anhaltisch« Kohlenwerfe, Halle a. S. U-I?«. iÄ�?aÄ,.k'"®Qt0P d. Dortmund. Bcr. und Wa{', Brandenburgische Carbid. und«lertmzitätswerte. Akt.-Ges., Berlin,«rauniohlcn- kommen-«. AMieägeseHiiii Bamfturg- Berlin Emundfüoszigster ZahreSbencht für dos Seschöstssohr 1920 Für die Commerz- und Discomto Bank war das wich- tigste Ereignis im verflossenen Jabre die Aufnahme der Mitteldeutschen Privat-Danf Aftiengesellschast in Magdeburg, bei deren Durchführung fie ihre Firma in commeri- u. Prlvai-Banli AKtlengesellscIuiU änderte und die ohnehin beadfichtigte Kapilalserhöhnng nunmehr in größerem Ausmaße, von 85 000 000 M. aus 200 000 000 M., dornahm. Diese Verschmelzung bedeutet infolge des großen Filialneßes. das die Mitteldeutsche Privat-Banf in Biitteldeutschtand unterhielt, und infolge ihrer engen Verknüpfung mit der Industrie eine sehr erheb» liche Ausdehnung unseres GeschäflSkreises. WSttcr über- nahmen wir das seit 1679 bestehende hochangcsehcnc Vanl- Haus G. von Pachaly's Enkel in Breslau, ferner die Ver- cinsbanl in Wismar mit ihrer Filiale in Rostock und zahl- reichen Zweigstellen in Mecklenburg die Firma L. I. Jasfs in Schwerin, den Oldenburaer Bankverein in Oldenburg. den Coetdener Banlvercin Oskar Sviinciilhal u. Co. in Coethen, die Westfälische Bank in Buer und da? Bankhaus Harnisch u. Giersch in Cottbus: letzteres wurde mit unserer dortigen Filiale verschmolzen. Endlich errichteten wir Niederlassungen in Bochum, Bremen, Danzig, Elderseld und Mannheim. Die politischen und wirtfchastlichen Borgänge, die bereits das Jahr 1919 ungünstig beeinflußt hatten, hahs» auch im abgelausencn Berichtsjahr nichts von ihrer Wirksamleil ein- gebüßt, fo daß das Jahr 1926 wiederum einen Zeitraum schwerster Sorge um die Zukunft Teutschlands bildete. Vor allem»erhindert der Friedensvertrag von Versailles, den Teutschland iin Zustande völliger Wchrlosigkeit zu unter- schreiben gezwungen war, die Wicderlehr geordneter Zu- stände, weil die Tehnbarleit seiner Bestimmungen der Will- kür unserer Gegner Tür und Tor öffnet. Die innerpotitifchen Verhältnisse entbehren«och immer der Stetigleit, zumal undurchführbare Sozialiflerungspläne die Leiter der deutschen Industrie beunruhigen und in ihrer Arbeitssreudigkeit beeinträchtigen. Andererseits soll nicht verkannt werden, daß der Arbeitswille slärler geworden und die Arbeitsleistung gestiegen ist. Im engsten Zusammenhang mit de« Folge« des ver- saillcr Friedensvertrages steht die andauernde Verschlechte- rung der deutschen Valuta, die im Februar ihren Tiefpunkt erreichte, und deren Einwirkungen das ganze Wirtschasts- leben auf daS schwerste fchädiglsn. Jede sichere Kalkulation im AuSlandshandel war bei den dauernden Wcrtvcrände- runge» unmöglich, und wenn auch der niedrige Stand der Mark die Aussuhrtättgleit begünstigte, so rief er anderer- seits im Auslände lebhaften Widerspruch gegen die deutsche Konkurrenz hervor, wodurch dem deutschen Export neue Schwierigkeiten erwuchsen. Daneben hinderte der niedrige Markkurs den so notwendigen Import von Rodsroffen und legte der deutschen Wirtschaft für die Beschaffung der uuS fehlenden Lebensmittel unerträgliche Lasten auf. Wir haben den schwierigen Verhältnissen, die sich hieraus für unsere Angestellten entwickelten, durch mehrfache Stclgerun- gen der Gehälter und durch eine erhebliche Erhöhung der kWiffnrtrfitüflrrttifikntirm«»» RMmimn nrtrnirpn sabrik. Aetlen-Kesellschaft, Berlin. Chemische Dllngerwrrke Bahnhof Vaalberge. Aki.-Ees., Kleinwirschleben b. Coethen. Conkincntal-Caoutchouc. und Sutw-Percha-Compagnie, San- nover. Deutsche Asphalt Actien-Gesellschast der Limmer und Bonvohler Erubenfelder, Hannover. Deutsche Jürgens- Werke A.-S., Hamburg. Deutsche Seefischerei Aktiengesell- schaft, Cuxhaven. Dresdner Maschinenfabrik und Schiffs- w"ft U-bigau ANiengefeNschast, Dresden-Acbiqau. Dresdner Nahmaschcnenzwirn-Fadrik, Dresden. Düsseldorfer Maschi- nendau Aktiengesellschaft vorm. I. Losenhausen, Düsseldors- Drasenberg. Eisendahn-Verkehrsmittel Akt.-Ges.. Berlin. Elsasstich-Badische Wollfabriken Aktiengesellschaft, Forst. Erdmannsdorser Act.-cbes. für Flachsaarn-Maschtnen. Spinnerei und Webern, gillertai i. Schi. Fabrik isolierter Drahte zu elektrische» Zwecken(vorm. C. Vogel» Tele- graphendraht-Fabrit Act..Ges., Berlin. Feldmiidlc, Pavicr- und gellstostui-rte Akt.-Ses., Scholwin bei Stettin. Flöther, Th., Maschlnenbau.Akt.-Ges., Sassen N.-L. Glasfabrik. Aktiengesellschaft� Brockwiß b. Meißen. Alfred Gutmann Aktlen-Geselltchast für Maschinenbau, Altono-Ottensen. Hackethal-Dvaht- und Kabel-Weeie Ak!.-Ges.. Hannover tannoversche Gummiwerk-„Crcelsior" Aktten-Gesellschaft, annov«r-L>«d-n. Härtung Akt.-Ges., Berliner Eisen- gießerei und Gußstahlfabrik, Nerlin-Lichtenberg. Sasserödcr Paviersabrik, Aktienges., Heidenau. Held i Stande Akt.- ®e(., Berlin. Hille-Werke, Akt.-Ges., Dresden. Hirsch, W.. Aktien-Gesellschaft für Tafelalasfabrikation, Radcbcrg i. S. Holsten-Brauerci, Altona. Horch-Wcrke Akt.-Ges., Zwickau. �__ J a,,. r--........" des PorttageS von 508 014 M. mit ausgewiesenen Reingewinn wie folgt de«.._ 66 797 953,16 M. zu verteilen: 4 Proz. auf das Aktienkapital vo« 206 000 M........... Jh. Rückstellung für Talonsteuer...... in den Reservefonds II....... in den Acamten-Peiifioiu-, und Unter- stützungsfonds.......... Gewinnanteil an den Aufsichtsrat.-. Gewinnanteil an den Borstand.... Gewinnanteile und Gratifikationen a» die stellv. Direktoren, Filialdircktoren, Proku- visten und Beamten....... 8 Proz. weitere Dividende...... Vortrag............. 5 666 666,— R. 406 660,—., 26 000 090,—„ 2 660 660,—„ 2 229 344,04 ,. 2 632 047,12 ,. 15 566 666,—„ 16 600 600,—„ 336 562,—„ 66 797 053,16 Im Geschäftsjahr 1920 waren wir an folgenden Kon- sortialgeschäften mit Namen beteiligt: Kapitalserhöhungen: Actten-Bieedrauerei tu Hamburg, Hamburg.� Actten- Brauerei Neustadt-Magdeburg, Magdeburg. Actten-Gesell- schasi für Bürsten-Industrie, Sttiegau. Act.-Ges. für Pappensabrikatton, Charlottrndurg. Actlen- Malzfabrik, Sangerhausen.„Adler" Deutsche Portland-Cementfabrik Aktiengesellschast, Berlin-Wilmersdorf. Adler-Kaliwerke, Akt.-Ges., Oberröblingen Attten�arbeeer»ünchberg,»ornt. i» AM Ml.__________________ Humboldtmühle, A.-G., Berlin. Jute-Spinnerei und Webe. rei Berlin-Bautz-n, Akt.-Ges., Berlin-Baußen. Kaiser- Keller, Akt.-Ges., Berlin. Kaliwerk Kriigcrshall. Actien- gesellschaft. Hall« a. d. S. Kaliwerke„Adolfs Glück" Aktien- Gesellschaft, Lindwedel, Post Hope, Prov. Hannover. Kar- stadt, Rudolph, Akt.-Ges., Hamburg. Köln-Ncucsscner Berg- werts-Berein, Altenessen. Krüger, Gebr., k Co. Akt.-Ges., Berlin,«unstanftalt B. Groß, Akt.-Ges., Leipzig. Kunst- anstatt vorm. Etzold k Kießling, A.-G., Crimmitschau-Leitels, Hain. Lederfabrik Hirschberg vorm. Heinr. Knoch k Co.. Hirschberg a. d. S. Leipziger MM'' schaft, Leipzig- Linde.li Fabrik vorm. W. v.. � Linke-Hofmann Werke Akt.-Ses., Breslau. Lorenz, C„ Akt.- Ges., Telephon-«. Telegrapheuwerie, Berliu-Tempelhof. Lothringer Siitten- und B-rgwerks-V!rein,.Akt.-Ges., Rauxel i. W. Maschinenbau-Anstalt„Humboldt", Köln-Kali. Meinecke, H., Akt.-Ges., Brealau-Carlowitz. MitteNand Gummiwerke, A.-G., Hannover. Müller, Georg, Verlag, Akt.-Ges., München. Niederschlestsche Elektricitäts» und Kieinbohn»Act.-Ges., Waldenburg!. Schi. Oberschlesischc Eisenbahn. Bedarfs-Aktien-Gesellschaft,«leiwitz. Orion. Bersicherungs-Att..Ges., Hamburg. Paragon Kassenblock Akt.-Ges., Berlin. Phönicia-Werke. Akticn'Oiescllschost, Clsterwerda. Reinstroni k Pilz, Akt.-Ges., Schwarzenberg. Rositzer Zucker-Rafsinerie, Rositz. Roslocker Hochsee-ffischerei. Akt.-Ges., Rostock. Eaccharin-Fadrit Akt.-Ges., vorm. Fahl berg, List k Co., Magdeburg. Sächsische Mäschincnsabrik vorm. Rich. Hortmann Aktiengesellschast, Chemnitz. Sauer, breq, E., Maschinenfabrik, Akt.»Ges., Staßsnrt. Schrauben» it. Mutterfabrik vorm. S. Riehm k Söhne, Akt.-Ges., Berlin. Schultheiß-Patzenhofer Brauerei Akt.-Ges., Berlin. Scifsert k Co., Franz. Akt.-Ges., Berlin. Sowag Sächsische Ojcn- und Wandplatten-Werte Aki.-Ges., Meißen. Stcinqntfabrik Coiditz Akt.-Ges., Colditz. Steingutwerke Aktiengesellschaft. Breslau. Steingutwerkc Dresden, Dresden. T-ichert. Ernst, Ges. m. b. H„ Meißen. Telephon-Fabrik Akt.-Ges. vorm. I. Berliner, Hannover. Vereinigte Elbefchiffahrts Gefel! schaften, A.-G., Dresden. Vereinlgte Flanschenfnbriken u. Stanzwerke, A.-G., Negis, Bez. Llipzig. Vereinigte Frei- burgcr Uhrenfabriken Aitieiigesellschaft inkl. vorm. Gustav Becker, Freiburg, Schles. Vereinigte Schuhfabriken Bcr- ncis-Wessels A.-G., Augsburg. Nürnberg. Vereinigte Thiirin- ger Metallwaren-Fabriken, Akt.-Ges., Zella-Mehlis i. Thür. Voltohm, Seil- und Kubelwcrke, A.-G., Frauksurt a. M. Waggon- und Maschinenbau Aktienqesellschast, Görlitz. Waldors-Astoria Zigarettenfabrik, Akt.-Ges., Stnltaart. Wolf. R., Aktiengesellschaft, Magdeburg. Wotan-Wcrke, Akt.-Ges., Leipzig. Kriindungen: Aktiengesellschaft fiir Snergiewirtschast, Berlin. Baltische Zucker-Rafiinerie Aktiengesellschaft, Danzig. Euxhavrner Eiswerke Aktiengesellschaft. Cuxhaven. Deutsche Bersiche ..Krastbau" Akticugesellschast sllr Hoch-, Tief- und Beton- bauten, Berlin. Seestern BersicherungsAktiengeseilschaft, Hamburg. Nebrrnahmeu: 4 Proz. Rcutlinger Etadtanleihe. 4 Proz. Rostockcr Stadtanlcihe. 4 Proz. Stuttgarter Etadtanleihe. 4 Proz. Anleihe des Verbandes Grotz-Berlin. 4 Proz. Flensburger Kreisanleihe. IMj Proz. Oberhessischcr Provinzial-Anleihe. iVj Proz. Hamburgischer Staatsanleihe, t Proz. Pfand- bliesen der Deutschen Schiffsbeleihungs-Bank A.-G. 4 Proz. Obligationen der Hamburger Hochbahn A.-G. 4� Proz. Obligationen der Elsässisch-Badischen Wollfabriken Ä.-G. 4i4 Proz. Obligationen der Feldmühl«, Papier- und Zell- stosswerke Akt.-Ges., Stettt». 4i� Proz. Obligationen der Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerto Adler. Proz. Obligationen der Gewerkschaft der Braunkohlengrubc Eon- eordia bei Rachterstedt. 5 Proz. Obligationen der Alfred Gutmann Aetien Gesellschaft für Maschinenbau. 4% Proz. Obligationen des Kraftwerks Thüringen. 4>4 Proz. Obligo- tionen der Linke-Hofmann Werke Aktiengesellschast. 414 Proz. Obligationen der C. Lorenz Aktiengesellschaft. 4>4 Proz. Obligationen der G. Neukranz AktiengesellAast. 41:, Proz. Obligationen der Schuhfabrik Sigle k Co. Aktiengesellschaft. 4M. Proz. Obligationen der Schuttheiß-Patzenhoscr Brauerei Aktiengesellschast. 4M Proz. Obligattonen bcr Bereinigten Fränkischen Schuhfabriken vorm. Max Brust vorm.-B. Bern- eis. 4M Proz. Obligationen der Westfälisch-Anhalttschen Sprengstoff-Aktiengesellschast. 4M Proz. Obligationen der Hamdurgischcn Elektricitäts-Werke. 4M Proz. Obligationen woz. Obligationen roz. Obligationen der Siemens Schuckcrtwrrke E. m. b. H. 5 der Adler-Kaliwerke Aktiengesellschaft. 5.. der Baumann k Leberet, Mechanische Segeltuch-, Stell, und Leinen-Webereien. 5 Pro,. Obligationen der Bergwerksge- sell schaft Hove m. d. H. 5 Pro,. Obligattonen der Braun- kohlen-Jndustrie Aktiengesellschaft„Zukunft". 5 Pro,. Obli gationen der Tharlottenhütte, Akttengesellschaft. 5 Proz. Obligationen der Christ. Dierig G. m. b. H. 5 Pro,. Öbl.. gationen der Eisendahn-Verkehrsmittel Aktiengeiellfchast. 5 Proz. Obligattonen des Elektricitätswerks Schlesien. 5 Proz. Obligationen der Gewerkschaft Volkenroda. 5 Proz. Obligo- tionen der Horchwerke Aktiengesellschaft. 5 Proz. Odlißa- tionen der Eisenbahnsignal-Bauanstatt Max Zlldel� k sche'n'eiertrieität». und«leinbahn-Akttengesellschast. 5 Pro.:. Obligationen der Rasselsteiner Eisenwerke. 5 Proz. Obliga- ttonen der Salzmann k Co., Mechanische Segeltuch-, Leinen-. Stell, und Baumwoll-Wcbereien. 5 Proz. Obttgationen der Rudolph Karstadt«.-G. 5 Proz. Obligattonen der Neptun- Theater, Lichtspiele etc. OpernhaDS Madame Butterfiy 7Vj Uhr Scbaospielhaas Peer Oynt ____ 6'/a Uhr___ Deutsches Theater T'/jUhr; Potasch u. Perlmutter Do.TVi- Potasch u. Perlmutter Kammerspiele 8 Uhr; Mesalliance Donnerstag 8 U.: Mesalliance Gr. Schauspielhaus (KarlstraSe) 7 U.: Ein Sommernachtstraum (1. Abteilung 5. Abend) Donn.7: Sommernacbtstraum (AuB. Abonnement) Theater 1./, Uhr: Rosenmontag i Deutsches Riinstier-Theater Allabendlich 7>, Uhr: Die selige Exzellenz Adalbert, Junkermann, B iiiler Centr iii-Theater 7>/,Uhr: Jlonka Deutsches Opernlians 7 uhr: La Travlata Krlnlr. Wllhcliast.Tli. j;/?: Die Kleine aus der Hölle Kl. SctiauNpielhans vi, uhr: Reigen liUBtuplclhan* T1/� Uhr: Arnold Rleck in Die spanische Fliege Iflctrtipol-Tlicater uhr' Die blaue Mazur| Acnes Operettcntheat. T-ztUhr American-Glrl j Nene. Volk.theatcr 'Uhr; Jugend' Schill er-T Ii eat.Chnrl. "'.u. 100000 Taler Schloßpark- Theat. Steglitz. ScbloBstraBe 48 7'/, Uhr: Timon Thalia-Theater "/.uhr Mascottchen Th.aniNollcndorf|>latK z'/d Uhr; Himmel auf Erden Jft.Der Vetter aus Dingsda Theater de. IVe.ten. vV- Morgen wieder lustlk! Th.lsd.Kommandontenstr. vi, uhr Die gcldeae frElhelt Wnllner-Theater zv.uhr Der Traum vom Gliiek Walhalla-Theater Jbr'Scheiduagsreise Kleines Theater Täglich- Vi, Uhr: Olga Limburg JuL Falkenstein Kur ein Traum Sonntag 4: Wur«In Traum Komisehe Oper Opernsplclzelt Täglich"/. Uhr Oper von Pacchierotti stg.31/.: Der Barbier t. Sevilla !T Wo die Seh walben nisten ASmirsls?sls»t 7�2 Uhr: Ahrakadadra i 7'/,� �"'�»7'/, Allabendlich; listische Neuheit j Zm Reiche der| Venus mit 25 bemalten Frauen (aus) Sensationsneuheit) Einstudiert von Georges Blanvalet AuBerdemOastspiel Afra die weltberUhmte Wahrsagerin | und weitere Mal-{ Sensationen Somer- Preise!! Felles Caprice* EckeFriedrich- u.LinienstraSe Täglich 8 Uhr: Db« nette Fritnleln Ras weiße Blatt Der ledlgeEhemann mit Ferd. G r ü n e-c k e r. 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Russische Korrespondenz iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiidiuiiiiiiiiiiiiiiUiiiiiiiiiuiiii.iiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiniiiiini'iiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiHuiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiniiiiiiiiiiiUiiiiiiiiiiiiiiiiiuiii Nr. 5 Inhalt: N, Lenins Die Vorbedingungen und die Bedeutunsj der neuen Politik Sowjet-Ruß'ands(Ueber die Naturalsteuer)/ Ueher die Rolle nnd die Aufgaben der Gewerkschaften(Reden von G. Sinowjew, L. Trotzki und A. Schlapnikow auf dem X Koncreß der Kommun stischen Partei Rußlands, Moskau, März 1921)/ N. Leoin: Ueber die Einheit der Partei (Rede auf dem X. Kongreß der K. P.R.) I N. Bucbarin; Ueber den Parteiaufbau(Rede auf dem X. Kongreß der K. P. R.) Z L. Kriizmann; Aufbau der wirtschaftlichen Organisationen in Sowjet-Rußland/ E. Varga: Die neue Wirtschaftspolitik Sowjet-Rußlands/ Lenins Rede auf der Allrussischen Konferenz der Transportarbeiter/ Der englisch-russische Handelsvertrag/ Vertrag zwischen RnDland nnd Persien/ Vertrag zwischen Rnßland nnd der Türkei/ Friedensvertrag zwischen RoBland, der Ukraine und Polen/ J. Rappoport: Die Wirtschaft Turkestans im Jahre 1920/ A. Goizmann: Das Problem des Arbeitslohnes. 128 Seiten Preis 5 M. Zu beziehen durch Frankes V erlag G. m.b.H., Leipzig Wanzen d".™ Brut vertilgt restlos nur Kammerjäger Berg's Nicodaal. Erlolg: verblüffend. Kinderl. anzuw. Dankschr. v. überall, Beste Zelt zur Brutvernichluag. Doppelpackung 7 Mk. Erhältlich in allen Drogerien und Apotheken und bei sämU liehen WarenhÄusern A. Wertheim, sonst portofrei von Hermann A. Oroesel, Berlin 315. Königgrätzer Straße 491 C. A. BERPICH SOHNE Berlin W 66, Leipziger Str. 8—11. 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Mitgliederversammll.-ng 7 Uhr Eophiensol«, Sophienstr. 17/18.— Einzelhandel, Bettsedern-Ausstattungen, Sinderwagen. Oefsenllichc Versammlung 75s Uhr Hovcrlands Fcslsale. Reue Friehrickslr. tS. Deutscher Traasportarbctter-Vcrband. Betriebsräte, Arbeiterrät« und Be» triebsobleute der Sektion II. Donnerstag 7 Uhr im Gewerkschaftshau». Engelufer 14/15, Saal 1, Vortrag des Arbetterselretär» Backhaus:„Das zurzeit gel- tcnds Arbeitsrecht". Stellungnahme und Wahl der Delegierten zur Reuhswn» fcrenz der Betriebsräte. Ohne Mitgliedsbuch bzw.-karte und Ausweis als Be- tricbsrat kein Eintritt. Der B-rwaltungsausschuft der Betriebsräte.— Branche der Teschäftskutscher. Lagerarbeuer und-arbeiterennen-u« den Rohprodukten. b-trleb-n. Ält-Flaschi-------------------------- der Ittdifchen Seinen >«n. Äutscher, Mitsahrer futscher und Mitsahrer und Arbeiter au» den Äunsleisfabriken, Rartonncgcn. Dungkutscher. Donnerstag 7 Uhr in Boekers Festsälen, Weber- stranc l7, Branchenvcrsammlung.— Handelsarbeiter und-arbeiterlnnen au» allen Betrieben der llntformenbranchc und den Sckineidermakgeschäften. Don- nerstag 7 Uhr bei Witt-, Pestsir.-2g, Eruppenoersammlung.— Handelshils». orbeiter und-arbeitcrinnen aus den Engrosbetriebcn der Herren-, Änaben. und Burschenlsnfektion, Summiniäntel, F-ntasiewesten sowie B-rus-Neidung. Donnerstag S Uhr bei Witte, Poststr. SO, Srupp-n-ers-mmlung. Mus der Partei. Der Darteikongreß der tschechischen Sozialdemokratie fordert« ...~•-' über Alters« _____________________________________ ch Rot- standsorbeiten, bessere Arbeitslosenunterstützung. Er protestierte gegen Losreißungsl» strebungen in der Slowakei und Karpatho- rußland, forderte aber Gauoerwaltung und Demokratisierung der Verwaltung für diese Gebiete.__ V-rantw. für den redakt. Teil: Dr. Werner«eisrr, Charlottenburg: sür Anzrigen: Tb. Glocke, Berlin. Verlag: Vorteärls-Berlag G.m.b.H., Berlin. Druck: Bor- «örts-Buchdruckerei u. LerlaaSanitalt Paul Singer n. So.. Berlin. Lindensir. 5. Hicrzn l vetlagr. s.afc.ilr'aivll deseiligf schnell, sicher und schmerzlos � Hühneraugen _ HomhautSchwielen u. Warzen. Jn /bolhekan* Drogerien ethäüU» HOMBURG H CrE/UMDHEIT/ /PORT/ Gi/ElUCHAFT GeschiechfisSeiden Hamrönrenlelden, frisch und speziell veraltet, Syphilis behandelt ohne Berufsstörun« Dr. med. Dammanns Heilanstalt Berlin IN 8, Potsdamer Straße 123 B. Sprechstunden: 9 bis II, 3 bis 6, sonntags 10 bis II. Be ehr. Brosch. mit zahlr. Danksch r u. Angabe bewährter Heilmittel ohne Quecksilb u andere Gifte gegen M. 2,— dirkret in verschl. Doppelhiiele ohne Abserder Leiden n-nau angeben. BoMrtsÄnDe" unii AWer Gute Berbienstmöaiichketlen! Anselürting tmS Anregung gebende Broichiire: Ein neuer Gellt? stndcl gtott» SnOn-onn& Co., Berlin, llcniggräger Str. 71. 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