Nr. 267. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuze band: Deutschland u. Desterreiche Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berling Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 15. November 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! 07. 59 Des Baren Tod und Begräbniß. Nun hallen im weiten Barenreich Die Todtenglocken zusammen, Und schaurig schimmern und geisterbleich Umflorte Trauerflammen. Auch aus Sibirien's Marterfeld, kind Aus eisigem Schneegeflimmer, Aus bergwerksnächtiger Leidenswelt Zönt klagendes Gewimmer. Das tommt von der Verbannten Schaar, Den unglücksel'gen Polen, Im Namen des hochfel'gen Zar Um alles Glück bestohlen.j Es singen die Popen im erusten Chor Grablieder mit einander. Todt ist, der sie geschützt zuvor, Der dritte Alexander. Aus feuchten Kerkern tönt herfür Schmerzruf der Nihilisten; Hier kunten bei verschloss'uer Thür Des Zaren fromme Christen. Am Rabenstein heult laut der Wind Und spielt mit Todtenbeinen; Manch' Mutterherz hat um ein Kind Im Zarenreich zu weinen. D'rum winseln die Popen im Trauerchor Ihr jammernd Miserere. Das Bolt legt an den Trauerflor Den todten Opfern zur Ehre. Ein sächsischer Justizstreich. Manch' jugendfrisch Studentenblut Mußt' dort am Galgen enden. Man würgt des Volkes Freiheitsmuth Mit blutbefleckten Händen. Jetzt folgt der Zar den Opfern nach. D'rum hallen die Glocken zusammen, D'rum werden die Trauerklagen wach, D'rum leuchten die Todtenflammen. Den Opfern der Tyrannenmacht, Die ausgerungen haben; Den Aerm'ren, die in Bergwerksnacht Lebendig sind begraben. Und was für ein Preßvergehen? Die zehn Monate Gefängniß wegen einer Zeitungsnotiz, die vor einem Jahre unseren braven Genossen schon auch Wochen dieser Notiz selber denunzirt haben, und zwar der sozialistischen Propaganda, die er als aktiver Unteroffizier betrieben haben sollte. Aus Dresden erhalten wir nachstehendes Telegrammin's Gefängniß gebracht hatte. Angeblich sollte er sich in Dresden, den 14. November 1894. Gradnauer wurde heute vom Schöffengericht zu zehn Monaten Gefängniß verurtheilt wegen angeblicher Be. Mit einiger Phantasie und starkem Vorurtheil' gegen leidigung der Militärbehörde. Die Beleidigungen sollen enthalten sein in jener Notiz, deretwegen er im Oktober dieser Annahme allenfalls kommen. Die Annahme erwies enthalten sein in jener Notiz, deretwegen er im Oktober Sozialdemokratie und Sozialdemokraten, konnte man zu vorigen Jahres von der Militärbehörde verhaftet wurde. sich als falsch, und Gradnauer mußte von der MilitärGradnauer bestritt heute entschieden die Verfasserschaft, zubehörde freigelassen werden. der er sich damals unter dem Drude des Militärdisziplinarverfahrens bekannt hatte. Genosse Wekker als Verfasser ein Beleidigungsprozeß gegen Gradnauer angestrengt und Wegen dieser nämlichen Notiz wurde nachträglich wurde als Zeuge überhaupt nicht vernommen. Fischer ist heute auf 10 Monate Gefängniß und sofortige Verals Verantwortlicher der betreffenden( Nummer wurde haftung erkannt worden. #freigesprochen. Graduauer in Haft genommen wegen Wer die Notiz lieft, kann dies einfach nicht begreifen, Kollusionsgefahr. Genoffe Redakteur Reichhardt wurde kann nicht begreifen, wie auf sie ein Beleidigungsprozeß, turz vorher wegen ganz geringfügiger Gemeindeältesten- und noch weniger: wie eine Verurtheilung auf sie gebeleidigung zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. gründet werden fönnte. Es ist einfach unglaublich, und Bebn Monate Gefängniß wegen eines einfachen Preß- damit man das Unglaubliche glaube, drucken wir die fragvergehens! Das ist an sich schon sächsisch. liche Notiz hier ab. Sie lautet: milia vil di e Feuilleton. von Marie Kunert. 4 Julius Hirschberg. Unfer Genosse Gradnauer( welcher als Unteroffizier der Reserve eingezogen war) erfreute sich bei seiner ganzen Rompagnie allgemeiner Anhänglichkeit und hat, soweit es unter den schwierigen Verhältnissen möglich war, dazu beigetragen, den Sozialismus unter die Leute zu bringen, welche die Bajonnette tragen." Das ist die Notiz. Wo ist da die Beleidigung? Wer ist beleidigt? Was ist beleidigt? Hand auf's Herz: wo ist die Beleidigung? Und zehn Monate Gefängniß! Und sofortige Verhaftung wegen Kollufionsverdachts", das heißt wegen des Verdachts der Verständigung mit Bengen, zum Zweck der Verdunkelung der Thatsachen. geradezu widersinnig! Kollufion nach einem Jahre! Der Gedanke ist ja Wir werden, sobald wir näheren Bericht haben, auf diese neueste That der sächsischen Justiz zurückkommen. Es gehört das zum„ Kampf gegen den Umsturz". Gegen den Umsturz? Nein für den Umsturz". Denn diese sächsische Justizpraxis bedeutet den Umsturz der Justiz und der Logik. Н ansehen müssen, wie die Schwachen zermalmt, gebeugt tische Rolle spielen zu können, war er noch zu jung wurden unter Gesetze, so ungerecht, daß die Kammer sie und unbekannt. Er war in jenen Tagen nur der später selbst wieder zurückziehen mußte. Man mußte es Sekretär eines Mannes gewesen, den die Krise mit vielen [ Nachdruck verboten.] dulden, daß man in die Vergangenheit zurückkehrte und andern emporgehoben und an einen besonderen Platz gestellt Int Exil. darauf verzichtete, für das Vaterland mehr Glück, mehr hatte. Er hatte nichts weiter gethan, als daß er die Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung natürlichen Abschen vor dem vergossenen Blut, der Gewalt schrieb. Aber dadurch, daß er ebenso sehr, wenn nicht Licht, mehr Freiheit zu erstreben. Gewiß, René hatte einen Briefe und Zirkulare des Delegirten für Volksbildung" that, der Kämpfe zwischen Brüdern. Er hatte dies alles mehr Zuschauer war als Handelnder, hatte er von seinem René fühlte, wie ihm noch jetzt die Nöthe in die Wangen aus nächster Nähe zu genau mit angesehen, als daß er Posten aus, wie von einer Beobachtungs- Warte die ftieg, wie er sich dabei überraschte, daß er die Faust ballte, nicht seitdem für sein ganzes Leben den tiefften Efel davor Schrecken erregende Entwickelung der Tragödie verfolgen wenn er gewisser Personen und gewisser Ereignisse von bewahrte. Aber denen, die sich einer wahuwizigen Reaktion fönnen. Auf Seiten der Vers iller: der erste Angriff; dann neuem gedachte. Mit heftigen Schritten ging er auf und entgegen warfen, die zu den traurigen Spufgeistern aus die Gefangenen ohne Urtheilsspruch einfach füfilirt, jede Unterab, und drückte dann und wann seine heiße Stirn den finsteren Zeiten des Mittelalters sagten: Nur handlung verweigert, ebenso das Schiedsgericht der Schwester gegen die Fensterscheiben. Der Regen fiel noch immer über unsere Leichen geht der Weg, die ihre Besieger republiken; vom Einzug in Paris an die Massenschlächtereien. einförmig, ohne Unterbrechung hernieder. Eine Röhre selbst zwangen, sich gegen sie die Unterstützung anderer Auf Seiten der Kommune: Auge um Auge, Zahn um spie beständig kleine Ströme Wassers auf das Trottoir, Städte zu sichern und die republikanische Staatsform bei- Bahn", die Verhaftung der Geiseln als Antwort auf die die niemals versiegen zu wollen schienen. Allmälig wurde zubehalten, diesen würde er noch heute zurufen: Nein, Hinrichtungen, auf die Erschießungen Erschießungen, auf René ruhiger, aber auch trauriger. Er warf sich in einen Bürger, hierin habt Ihr Euch nicht getäuscht. Ich schwöre, die Megeleien die Feuersbrunst, schließlich unsicheres Tasten, abgenügten Stuhl, und in seiner Erinnerung zogen alle die daß Ihr die Republik gerettet habt! Unordnung und Spaltungen, wirre Begeisterung, das ver traurigen Ereignisse von neuem vorüber. René hatte diese Worte laut vor sich hingesprochen, zweiflungsvolle Verröcheln einer improvisirten und ver Das war jest der Bürgerkrieg, der noch hundertmal wie wenn er auf der Tribüne stand. Erregt war er auf- fehlten Revolution. Wer vermag angesichts dieses Chaos wilder und widerwärtiger war als der andere. Wie war gesprungen, aber unter dem Druck düsterer Gedanken sant von Schrecknissen zu sagen: Diese sind unschuldig! Jene René zu einem Insurgenten, einem Rebellen geworden? er bald wieder in sich zusammen. allein find die Schuldigen? Wußte er es denn selbst? Hatten sie denn erst lange Be Warum mußte jede That für den sozialen Fortschritt Und dennoch hieß es auch hier wie immer: Tod und rathungen gepflogen und die Folgen ihres Aufstandes er immer für diejenigen, welche sie wagten, oft sogar für die Verderben der Besiegten! Hetzt sie nieder! Kein Quartier wogen, die viermalhunderttausend Pariser, die gleich ihm ganze Gesellschaft, eine Quelle des Unheils werden? Durch für sie! Kein Mitleid! Keine Gerechtigkeit! Bahllose an dem Aufstand theilnahmen? Die Nationalversammlung, welchen Rückfall in die Zeit der Barbarei war es möglich, unvergeßliche Szenen stiegen in einer flüchtigen trostlosen die für andere Dinge ernannt war, hafte verrätherischer Weise daß ein Kampf der Geister, der Interessen zum Kampfe mit Vision vor ihm auf: Paris, sein Paris, das nur noch ein Die Monarchie wiederherstellen wollen. Sie hatte Paris für seinen Waffen ausartete? Durch welche verhängnißvolle Ver- einziger Flammenherd war, dessen Pflaster von FranzosenWiderstand gegen die Invasion, für seine begeisterte Liebe kettung von Umständen, von Herausforderungen und Ant- leichen bedeckt, von Pariser Blut getränkt, von menschlichen zur Hepublik, für seine demokratischen Ansichten strafen wollen. worten, von Mord und Rache bildet sich jene blutige Rette, Gliedmaßen übersät war. Auf dem Plage vor dem Paris widersetzte sich. in die selbst diejenigen gerathen, welche von reiner, fried- St. Jakobsthurm sah er inmitten der ganzen Blüthenpracht Ach! die braven Leute, die nachträglich am warmen fertiger Brüderlichkeit träumen? des Mai flüchtig begrabene Körper, und ach! so viele! Ofen Einem sagen: Das war thöricht, ganz und gar un- Er brauchte sich nicht davor zu fürchten, daß man ihn deren Köpfe, von Fliegen bedeckt, aus der Erde hervor finnig!" Die braven Leute, welche die Wirkung betrachteten, fragte: Rain, was hast Du mit Deinem Bruder gethan? ragten und zum Himmel starrten. Er sah, wie Frauen ohne ihre Ursachen prüfen zu wollen! Wenn es nach ihnen Nach der Belagerung war er zu leidend, als daß er noch und Kinder zu Dußenden füfilirt wurden. Am Fuße einer gegangen wäre, dann hätte man es noch einmal ruhig mit länger die Waffen tragen konnte. Um eine polis Mauer, vor der sie niedergeschossen wurden, floß ein rother Politische Iteberlicht. Der Geschäftsplan für die nächste Session ist vorläufig ein| sowie über neue Reichssteuern begründet, wozu erforderlich großes Fragezeichen, wie die ganze Reichsregierung. sei, daß die bayerische Regierung die Ansicht der LandesBerlin, den 14. November. Zum Kampf gegen den Umsturz. Die Nord- endlich in Fluß- und zwar ist dies den„ hellen" BliemchenDer Fallstaff- Feldzug gegen den„ Umsturz" kommt vertretung einhole." Aus unferem geheimen Aktenschranke. Der alte, deutsche Allgemeine Zeitung" meldet, daß für die Vorlage, Sachsen zu verdanken. Nachdem Ackermann's Schwieger- der neue und wohl auch der allerneueste Zickzackkurs haben betreffend die Abwehr von Umsturz be stres föhnchen festgestellt hat, daß es unter drei Millionen Sachsen unter anderen schönen Zielen auch das, die sozialdemokratibungen, die Ermächtigung zur Einbringung beim Bundes- 80 000 giebt, die eine Verbesserung der Sitte und Religion schen Arbeiter aushungern zu wollen. So erhaben dieses rathe vom Kaiser ertheilt worden ist. nöthig haben, versammelte sich gestern in der großen See- Biel für Staatsmänner ist, die das Christenthum so oft im Der Wechsel im Justizministerium hat nun statt- stadi Leipzig die ganze Schaar der Steifleinenen, hielt große Munde führen, so prächtig sind die angewandten Mittel, gefunden. Herr v. Schelling ist wenige Tage vor seinem Heerschau in einer Wassenversammlung" hinter verschlossenen die ebenso diejenigen ehren, welche sie anbefohlen, als die 50jährigen Amtsjubiläum durch den Ober- Landesgerichts- Thüren und tödtete hinter verschlossenen Thüren die Sozial nur den Gott Profit kennenden Knechtsseelen, welche die präsidenten Schönstedt in Celle ersetzt worden. demokratie. In Ermangelung Sparig's, der leider todt ist, Ausführung übernehmen. Herr v. Schelling steht im 71. Jahre, er ist der Sohn des mußte man einen Ersatz- Sparig nicht Leist? R. d.„ V." Wir lassen zur Kennzeichnung der Praktiken unserer berühmten Philosophen gleichen Namens. Sein Name wird zum Präsident nehmen. Die Redner, die für Ordnung, Behörden das folgende Aftenstück folgen, aus dem wir blos durch die Lassalle'schen Vertheidigungsreden, wenn auch nicht in Religion und Sitte" losdonnerten, und einen Staatsstreich, diejenigen Worte auslassen, welche die bei solchen Gelegenrühmlicher Weise, der Nachwelt erhalten werden. 1861 wurde nebst Expatriirung" der Umstürzler" forderten, erhielten heiten übereifrigen Behörden auf die Spur unseres Korreer in Berlin Erster Staatsanwalt. Seine Stellung gewaltigen Beifall, wie das Leipziger Tageblatt" meldet, spondenten bringen könnten. brachte es mit sich, daß er als Ankläger Lassalle und wir glauben es auch, denn der berühmte Tugendgegenüberstand. Go bestrebt Herr v. Schelling war, bund" war vollzählig am Blah. Lassalle's Verurtheilung herbei zu führen, so wenig war er ihm in Rede und Wissen gewachsen. Seine Niederlagen im Kampje gegen Lassalle störten seine Karrière nicht, er durchlief alle Staffeln der Hierarchie des Justizdienstes und erlebte seine erste große Enttäuschung mit der ganz gegen seinen Willen eingetretenen plöglichen Entlassung. Vom neuen Justizminister weiß man nichts, was politisch bemerkenswerth ist. Er wurde 1853 Referendar und wurde, ohne je Staatsanwalt gewefen zu sein, im Jahre 1892 OberLandesgerichtspräsident. Er ist katholischer Konfession. datirten Artikel: = die den. Vertrag. 1894. wurde Der Unternehmer. [ uation: Besondere Bedingung. Verhandelt Infolge des auf die Ausführung Fabrik " , den 1894. Das interessante Schriftstück lautet: Abschrift! Die Kölnische Bolts- Zeitung" bemerkt hierzu: Zwischen dem unterzeichneten föniglichen Garnisons- BauWenn es nach den Wünschen der sächsischen Ordnungsinspektor und der Fabrik. parteien" ginge, fo müßten alle fozialdemokratischen Bereine verboten und den bestraften sozialdemokratischen Führern Zwangs auf grund der Verfügung der Königlichen Intendantur des.... wohnsize in unseren Kolonien angewiesen werden Armeekorps vom.... 1894 Mr..... folgender Vertrag ganz nach abgeschlossen: italienischem Muster. In diesem Sinne hat sich wenigstens am (§§ 1 und 2 enthalten rein geschäftliche Abmachungen.) Sonnabend in einer Versammlung des konfervativen Vereins in § 3. Die diesem Vertrage angefügten allgemeinen und be Dresden der Kammerherr v. Blumenthal ausgesprochen. Der Vortragende erklärte u. a., daß man vor keinem Ausnahmegesetz gegen fonderen Lieferungs- pp. Bedingungen, sowie die vom Unter die Sozialdemokratie zurückschrecken dürfe. Wenn Crispi seine sozial- neb mer übernommene Verpflichtung, feinen Ueber den Zickzackkurs" der deutschen Politit demokratischen Vereine auflösen durfte, so könne Fürst Hohenlohe Sozialdemokraten bei Ausführung der qu. Arschreibt die Kölnische Volks- Zeitung" in einem aus Berlin auch dazu gelangen. Das alte Sozialistengesetz sei zu milde ge- beiten pp. au beschäftigen, haben dieselbe Kraft, als wesen. Die wegen politischer Verbrechen Bestraften müßten wenn sie im Vertrage selbst aufgeführt wären. Das einzig bleibende in unserer Politik ist der Wechsel. auch nach Verbüßung ihrer Strafe noch einige Zeit unter Polizei wärtigen Vertrag eigenhändig unterschrieben. § 4. Zur Urkunde dessen haben beide Theile den gegen Was heute in feierlichen Reden verurtheilt wird, trägt morgen aufsicht gestellt werden, nicht im Baterlande, sondern außerhalb wärtigen Vertrag eigenhändig unterschrieben. den Sieg davon, und ein Minister, der Morgens im Minister- desselben, in den Kolonien. Von der christlichen Moral sei fein Der Garnisons Bauinspektor. rath mit seinen Ansichten durchdringt, fällt Abends glatt aus Sieg zu erwarten; denn es fehle das Verständniß auf der andern dem Sattel. Und da will man einen„ Kampf Umsturz" mit großen Mitteln beginnen; glaubt man vielleicht, die Maffen verloren. Eine Sozialreform, welche die Unzufriedenen daß die Umsturzparteien sich durch ein solches Schaukelsystem auch nur einigermaßen befriedigen tönnte, gebe es nicht. einschüchtern ließen? Wem würden pompöse Kriegserklärungen Pindter der Zweite hat eine erstaunliche Entdeckung eines Ministers die Ruhe rauben, wenn er gewöhnt ist, daß die ersten Rollen von der politischen Bühne so schnell wieder ab gemacht: China so zeigt er heute in einem langen ertheilten Zuschlages erklärt treten wie im Theater an der Bellealliancestraße? Sollen wir tiefsinnigen Artikel- China hat eine demokratisch alle feierlichen offiziellen Erklärungen aus den letzten Jahren sozialistische Bureaukratie. Und er deutet Ausführung der vorgedachten Arbeiten feine" Person verdaß sie bei wiederholen, die das Papier nicht werth waren, mit dem sie be- an, hieraus sei die Niederlage der Chinesen durch die wenden wird, die Mitglied eines von der Polizei verbotenen druckt wurden? Man unternimmt einen Anlauf nach dem Japaner zu erklären. Also demokratisch- sozialistisch. Warum Vereins war, oder die wegen sozialdemokratischer Tendenzen andern, aber schließlich wandert alles in den Papierforb. nicht gleich sozialdemokratisch? Das wäre doch viel wirksei es von einer anderen öffentlichen Verwaltung, sei es von Es giebt nur Eines, was uns wenig Sergen macht, das samer. Die Entdeckung Pindter's des Zweiten ist um so einem größeren Privat- Etablissement aus ihrem Wirkungsfind Rößler's Dittaturvorschläge und die Umsturzpläne, welche Graf Botho Eulenburg gemacht haben soll. Wird die werthvoller, als sie mit der alten, von der bösen bürger- freise entlassen ist, oder die offenkundig als Anhänger der SozialReichsverfassung nur in einem einzigen Paragraphen aufgehoben, lichen Demokratie und nachher auch von Sozialdemokraten demokratie auftritt, z. B. für die Bestrebungen derselben wirbt so hört das Deutsche Reich auf zu eristiren, freventlich verbreiteten Mythe aufräumt, daß der Muster oder fammelt. denn das Reich beruht nur auf der Reich 3- staat Preußen in dem Der Unternehmer wird, sobald es sich herausstellt, daß die Reich der Mitte", verfassung. Hier( in Berlin) giebt es thatsächlich Leute wenigstens für die innere Politik, bei Leibe nicht eine oder die andere der von ihm angenommenen Person unter eine der bezeichneten Klassen fällt, diefelbe sofort, jedenfalls aber genug, welche den Reichstag auf ewige Zeiten nach Hause ge- für die Soldatenwirthschaft! sein Vorbild habe, auf Verlangen der Verwaltung unter Angabe des Grundes schickt sehen möchten, alle Tage tann man dergleichen hören. Es und daß die preußische Bureaukratie mit vielem Fleiß entlassen. erscheint uns also sehr angemessen, demgegenüber darauf auf- und heißem Bemühen" dem chinesischen Mandarinenthum mertfam zu machen, daß jede Maßregel dieser Art das Bundes- nacheifre. Das war also eine schnöde Verleumdung, denn aufgeführten Kategorien wird der Unternehmer nur dann eintreten Die event. Wiederbeschäftigung von Personen der beiden zuerst verhältniß der deutschen Staaten löst. Wir haben am selben kein Mensch mit seinen fünf Sinnen wird behaupten wollen, laffen, wenn qu. Person nicht anderweit übel beleumundet ist, eine Tage, wo ein Diktaturvorschlag durchgeht, statt desDeutschen Reiches 25 felbständige Staaten; Reichsheer, Reichspost 2c. haben dann die preußische Bureaukratie sei demokratisch- sozialistisch, wie gewisse Zuverlässigkeit voraussehen läßt und einen Revers in der aufgehört zu existiren. Auf grund dieses Umstandes Pindter II es nennt, oder sozialdemokratisch, wie wir nachstehenden Form vollzieht: ist nicht zu besorgen, daß der vervassungsmäßige Weg ver- Anderen es nennen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir Revers. Lassen wird. Herrn Pindter den Zweiten ersuchen, einmal das schöne Wenn aber die deutschen Fürsten alle mitmachen? Gedicht Heine's, betitelt:" Der Kaiser von China" der sozialdemokratische oder gleichartige Biele verfolgt, angehöre Ich verfichere hierdurch, daß ich gegenwärtig feinem Vereine, Uebrigens ist es uns sehr gleichgiltig, was die Herren zu lefen. Und unseren Lesern, sowie anderen und verpflichte mich, nie wieder einem solchen Vereine mich anzuthun. Staatsstreich ist Revolution und dann sehe jeder vernünftigen Leuten legen wir die schicksals- schwangere schließen, sozialdemokratische Bestrebungen weder durch Weibung wo er bleibe; qui vivra verra wer fiegt, wird sehen, Frage vor: welchen Erfolg wird die welchen Erfolg wird die Bekämpfung noch Sammlung zu fördern, Versammlungen der sozialte.nound wir werden sehen, daß wir fiegen. des Umsturzes", das heißt der Sozialdemokratie, haben, fratischen Partei nicht zu besuchen, ihre Lotale zu meiden und Umsturz" oder Etat? Was soll zuerst dem Reichs- wenn der oberste geistige Leiter in diesem Kampf" ihre Beitungen weder zu halten noch zu lesen.de tage vorgelegt werden? Die Umsturz"- Vorlage, die noch und das ist, ohne ihm zu schmeicheln, der Chefredakteur ich mich der sofortigen Entlassung aus meinem Sollte ich diese Verpflichtung nicht innehalten, so unterwerfe nicht fertig ist und über die doch schon so viel Leute ge des Kanzlerblattes über das Wesen der Sozialdemokratie Berhältniß. stolpert sind? Oder wie das Regel ist: der Haushaltsetat? oder des demokratischen Sozialismus" so gut unterrichtet Das Aftenstück stammt noch aus der Mera Caprivi. Die Einen sagen so, die Anderen so. Und wir sagen: die Einen ist, wie Pindter der Zweite? Wie angenehm muß es nun erst den Arbeitern unter dem wiffen es so wenig wie die Andern. Und wir sagen weiter: Die sozialdemokratische Fraktion des bayerischen allerneuesten Kurse ergehen? Soldat werden, Steuern Niemand weiß es, denn der Herr Interimskanzler, der Landtages hat, wie die Voss. 3tg." erfährt, beim Mini- zahlen, Maul halten und verhungern, das ist das Loos, in erster Linie darüber zu bestimmen hat, ist vorläufig mit sterium die sofortige Einberufung des Landtags zu einer das man der stärksten Partei im Deutschen Reiche zu wichtigeren Dingen beschäftigt und noch ganz unfähig, turzen Tagung beantragt. Der Antrag der sozialistischen zumuthen magt. sich einen klaren Geschäftsplan zu machen; weiß er ja noch Kammerfraktion wird außer mit den Fuchsmühler Vorgar nicht einmal, mit welchen Ministern und„ Sekretären" gängen mit den bevorstehenden Bundesraths- Berathungen und Bevollmächtigten" er in den Reichstag einziehen wird. über Vorbeugungsmaßregeln gegen die Umsturzbestrebungen Wer schürt da mehr den Klassenhaß? Wir oder unsere Gegner? Jeder Ehrliche wird antworten: Unsere Gegner! Stützen der Gesellschaft als Boykotter. Im Blutbach. Er sah, wie Verwundete mit Füßen getreten Kanonen, den Lärm in den Straßen aufgeschreckt zu werden, vorigen Jahre hatte die Landsgemeinde des schweizerischen wurden. Lange, lange Züge von Gefangenen sah er auch, die sich welches Erstaunen, die Stille ringsum zu hören! Wie schön Kantons Glarus die Einführung der staatlichen in dem Staub der Landstraße mühselig vorwärts schleppten, war es, den Wald, die Blumen, die Wiesen wieder zu sehen, Mobiliarversicherung beschlossen. Ausgeschloffen von dergerade wie zu jenen barbarischen Zeiten, da die Eroberer den Duft des frischgemähten Heus einzuathmen, den Geruch selben blieben die Gebäude und der Inhalt der industriellen die Bevölkerung einer ganzen Stadt gefangen fortführten. der harzigen Fichtenftämme einzusaugen und wieder fried: Etablissements. Hierdurch fühlten sich zahlreiche deutsche Noch jetzt zitterte René unter der Wucht dieser Er- lich dahin zu leben, wie die Pflanzen des Waldes, zu fühlen, Feuerversicherungs- Gesellschaften in ihrem heiligen Rechte innerungen, die ihn so schnell und so ungestüm überkommen daß Vergessen und Ruhe sich über ihn ausgossen, wie der auf Profit geschädigt und schwuren dem Berg Kantone hatten. Er sagte sich voll Bitterkeit: Und dennoch sind es Thau in heiteren Nächten über die schlafende Ebene! Auf Rache. in den blöden Augen der Welt die Gemordeten, die als die Augenblicke konnte er sich beinahe vorstellen, er habe nur Die Feuerversicherungs Gesellschaften sind in einem Mörder gelten. Gewiß haben sie auch getödtet, aber auf einen bösen Traum gehabt. Und ganz allmälig hatte er in Kartell zur Wahrung ihrer Interessen vereinigt, jeden Tropfen Bourgeoisblut kam ein Eimer voll Prole der besänftigenden Ruhe aller Dinge, in der Traulichkeit außerdem find sie zum Zwecke der Theilung der tarierblut, so ist das Verhältniß. Schaudernd gedachte des Familienlebens Lachen, Hoffnung und Lebenslust wieder- Risiten untereinander und mit den Rückversicherungser jener, die unschuldig für andere hingerichtet worden gefunden. Er war eben nicht umsonst zweiundzwanzig Gesellschaften in ununterbrochener Fühlung. Dieser waren, der Spigel, die in Denunziationen schwelgten, Jahre alt. enge Aneinanderschluß der Interessenten ermöglichte auch der endlosen Dauer der kalten Rache. Er glaubte noch jetzt ein schnelles und gemeinsames Vorgehen gegen den Kanton das Pelotonfeuer zu hören, unter dessen Schüssen alltäglich Glarus, der unerhörter Weise das Verbrechen beging, die Woche für Woche vor dem Gefängniß der Gesundheit" Inte essen seiner Bürger und nicht die von Feuerverfiches de la Santé die Menschenopfer sich ebenso regelmäßig aufrungs- Gesellschaften zu wahren. Es wurde beschlossen, daß thürmten, wie im Schlachthofe die Kadaver der Rinder. teine Feuerversicherungs- Gesellschaft Rückversicherungen aus dem Kantone Glarus übernehmen und Bersicherungsverträge über den Inhalt von glarner Judustrieetablissements ab schließen dürfe. Und daß in dem Falle einer Uebertretung der Abmachung Rückversicherungen von der den Boykott brechenden Bersicherungsgesellschaft nicht angenommen werden dürfen. Schließlich fing er bereits an, sich einzureden, daß man nicht mehr an ihn dächte, daß er unbemerkt Paris wieder betreten fönne. Er hatte sich so wenig hervorgethan. Gitler Wahn! Luciens Ankunft genügte, um sie zu vertreiben, und jetzt war er an einem unbekannten Geftade gestrandet. Was sollte nun aus ihm werden? Ach! in solchen Momenten ist man nicht mehr stolz darauf, Mensch zu sein, und man hält nicht eben viel mehr Wie sollte er seinen Lebensunterhalt verdienen? vom Leben! Seine geängstigte Mutter drängte ihn, sich zu René runzelte die Brauen, als er über die Schwierig verbergen, Paris zu verlassen. Doch nein, er kam ruhig nach feit dieser Frage nachdachte. Er war keiner von den beHause zurück, mittellos, niedergedrückt, fast apathisch. Die Eltern rühmten Flüchtlingen, wie Viktor Hugo oder Quinet, mußten fast Gewalt anwenden, um ihn zu bewegen, auf das Land denen ihr Ruhm im fremden Lande vorauseilte und zu gehen. Sie, denen infolge des Krieges von ihrer dürftigen die gewiß waren, überall Sympathie zu finden. Nein, Da nun ein Gesetz gegen den Boykott, so insbesondere Habe fast nichts mehr geblieben war, mietheten in Forges- er mußte auf auf hartnäckige Vorurtheile, auf einen von nationalliberalen Bolitikern geplant wird, theilen wir les- Bains, wo niemand sie kannte, ein Häuschen. Dort feindseligen Empfang gefaßt sein. Die Preffe der Sieger die Namen folgender Stützen der Gesellschaft mit, welche hatte René in Sicherheit gelebt. Wer unter den Bauern hatte schon im voraus ihre Legenden über die Flüchtlinge als Direktoren, Aufsichts- oder Verwaltungsräthe deutscher hätte auch gegen den großen, bleichen jungen Mann, der in die Welt zu ftrenen gewußt, so daß sie verhungern Feuerversicherungs- Gesellschaften an der Fassung dieser Be so sauft und so höflich war, den leisesten Berdacht gehegt? fonnten. Er konnte nicht daran denken, sich hier als schlüsse betheiligt waren: Seine Eltern bezahlten zudem immer pünktlich, und er Advokat niederzulassen. Außerhalb Frankreichs besaßen ging in seinem schwarzen Ueberrock stets so torrekt einher. seine Beugnisse feine Giltigkeit. Was nun? Er fonnte Wie konnten sie da ahnen, daß er mit diesen schrecklichen vielleicht französischen Unterricht ertheilen, Lehrer werden. Kommunards gemeinschaftliche Sache gemacht hatte, die alle Schließlich mußte er noch froh sein, wenn er überhaupt darin waren sie sich einig Betroleure, Trunkenbolde, irgend eine auskömmliche Stellung fand. Denn seine Mordbuben, Vagabunden und Banditen waren! So war es Börse war nicht eben voll, und seine Eltern warteten ihm also möglich gewesen, hier eine Luft- und Erholungs- ja viel mehr darauf, daß er ihnen Geld schickte, als Der tur, eine Kur für Körper und Gemüth zu genießen. René, daß er darauf rechnen konnte, daß sie etwas für ihn den der Eindruck der schrecklichen Bilder, die an seinem Geifte erübrigten. Er mochte seine Lage von allen Seiten bevorübergezogen waren, erschöpft hatte, verweilte jegt mit trachten, sie war stets außerordentlich verwickelt. einer Art von Erleichterung bei den zwei Monaten, die er In diesem Augenblick wurde an feine Thür geklopft. Ein Brief für Herru Lucien Morlet." ( Fortsegung folgt.) in diesem ländlichen Zufluchtsort verbracht hatte. D, welche Freude, nicht mehr durch das Dröhnen ber E joist od 25:35 Fürst zu Hohenlohe, Herzog von Ujeft, Vorsitzender des Verwaltungsraths der Preußischen Feuerversicherungs- Gesellschaft. Hugo Der 8 orn von Bulach, Mitglied des Reichstags und des Landesausschusses von Elsaß- Lothringen, Aufsichtss rath der Feuerversicherungs- Gesellschaft Rhein- Mosel. Aufsichtsrath der bayerischen Hypotheken- und Wechselbank besteht aus den Reichsräthen, bayerischen Herrenhaus marschall Otto Graf v. Solustein und dem Oberste Mitgliedern v. Auer und v. Maffet, dem tgl. Hofs Hofmarschall Freiherrn v. Malfen. Vorsitzende der Aachener und Mindener Feuerversicherung Gesellschaft ist der frühere Ober- Bürgermeister und Geh. Regierungsrath v. Weise ge Im Verwaltungsrath der Colonia fißen die beiden Millio näre Freiherr v. Wittgenstein und Generalkonsul Freiherr v. Oppenheim. か " wird die Partei, die dort bisher blos über ein Wochen- Catelani zu 50 Tagen. Also ward am 6. November im Jahre blatt, die von unserem Genossen Lavigne trefflich redi- des Heils 1894 in Reggio Emilia das Vaterland gerettet! Das In der schlesischen Feuerversicherungs- Gesellschaft ist der Land- ein großes Tageblatt haben, den" Peuple"( das militärisch und polizeilich besetzt, auf daß nur ja fein Unheil ent girte Question Sociale" verfügte, von dieser Woche an Gerichtsgebäude und die angrenzenden Straßen waren, wie es sich von selbst versteht, während der ganzen Prozeßverhandlung fchafts Direttor E. v. Lieres Verwaltungsrath. Volk"), der bisher bürgerlich radikal war, nun aber stehe; aber die Bewohner der durch und durch sozialistischen offizielles Organ der sozialistischen Partei ist. Die" Question Stadt Reggio find an Verfolgungen aller Art schon so gewöhnt, Sociale" hört infolge deffen als Wochenblatt auf, wird daß sie sich über nichts mehr wundern und aufregen. aber vom 1. Januar an als wissenschaftliche Monats Als charakteristisch verdient noch hervorgehoben zu werden, schrift wieder auferstehen. daß der Polizeirichter dem Abgeordneten Brampolini den durch die parlamentarische Immunität gewährten nischen Insel, wird von der französischen Regierung geplant. fteht eben für Leute vom Schlage des Senters Crispt außerhalb Die Annektion Madagaskars, der größten afrita- Schuh nicht zubilligen wollte. Gin sozialistischer Abgeordneter Sie forderte gestern die Ermächtigung, 15 000 Mann nach der Geseze und wird für vogelfrei erklärt. Madagaskar zu senden und forderte einen Kredit von 65 Millionen Franken. Bei der Hamburg- Bremer Feuerversicherungs- Gesellschaft fißt der Senator Dr. Schröter im Verwaltungsrath. Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes der Union, allg. Vers.- Aft.. Geſellſchaft zu zu Berlin ist Dr. Georg Siemens. Nach dem uns vorliegenden Material ließe sich diese Lifte mit einer langen Reihe weiterer Stüßen der Gesellschaft zieren. Toch die Namen werden als Beweis genügen, daß in diesen Gesellschaftskreisen boykottirt wird. Freilich un fittlich, schändlich, skandalös ist das Boykottiren nicht, wenn sich Fürsten, Senatoren, Freiherrn, Oberbürgermeister, Herrenhansmitglieder, Geheimräthe und konservative ReichstagsAbgeordnete daran betheiligen. Ganz anders ist es, wenn die Arbeiter es thun. Eine Verordnung, betreffend die Uebertragung landes herrlicher Befugnisse auf den Statthalter in Elsaß- Lothringen vom 5. November 1894, veröffentlicht heute der Reichs Anzeiger". Durch dieselbe weiden dem Statthalter sehr weitgehende Befugnisse eingeräumt. Wir kommen auf dieselbe zurück. So spaßhaft das Gerichtsspiel in Reggio aber auch immer gewesen sein mag, es wohnte ihm doch nicht die Kraft der Komit" bei, die den Prozeß Turati auszeichnete, den wir Die belgische Kammer ist, so schreibt man uns aus heute staunend miterlebt haben und der uns ein deutliches Zeichen Brüffel, heute ohne Thronrede eröffnet worden. Zum dafür zu sein scheint, daß Crispi geiftesschwach geworden ist. " " ersten Male haben die Sozialisten ihren Einzug in diese Diefer Prozeß war ein Hohn auf alle Gerechtigkeit oder er war bisher für Bildung und Besiz" refervirten Räume ge- einfach eine Fastnachtspoffe zur unrechten Zeit. Unser Genosse, halten. Dieses Ereigniß ist von der Presse aller Parteien Rechtsanwalt Turati, und der Buchdrucker Rubini waren anin den letzten Tagen stark besprochen worden; und wunder- geklagt wegen Aufreizung zum Klaſſenhaß und Verherrlichung von Verbrechen", weil sie drei in dem Blatte Critica Sociale" bar: genau dieselben weisen Maßregeln gegen die sozialistische Gefahr wurden empfohlen erichienene Artikel unter dem Titel" I sobillatori"( Die Verführer) die wir in als Flugschrift herausgegeben hatten; diese Flugschrift enthielt Teutschland so oft bewundert haben. Man sprach sogar nichts weiter als eine Rezension eines Buches, das den Geheimsekretär Zu den Vorgängen in Fuchsmühl wird der„ Vossischen davon, eine neue Geschäftsordnung für die Kammer zu Crispi's, Ritter Angelo Vaccaro, zum Verfasser hatte. Harmlose Zeitung" aus München telegraphirt: Nach einer Aeußerung schaffen, welche dem Präsidenten weitgehende Befugnisse Gemüther werden nun glauben, daß Turati in seiner Flugschrift des Weidener Staatsanwaltes zu den aus der Haft ent- einräumen soll, bis zum zeitweisen Ausschluß und zur Ver den Ritter Angelo gehörig zerzauft und bei dieser Gelegenheit lassenen Fuchsmühlern erscheine nach den übereinstimmen hängung von Geldstrafen gegen widerspenstige Abgeordnete. auch seinem Arbeitgeber Crispi eins versetzt habe. Aber gerade den Zeugenaussagen festgestellt, daß kein Widerstand statt Unsere Abgeordneten gelten den Gegnern entweder als das Gegentheil davon ist das richtige. Turati hatte das Buch Vaccaros über alle Maßen gelobt, und der Verfasser war seinergefunden habe; das ganze Verfahren wegen Landfriedens Streber oder als Nichtswisser. Was ist nicht alles darüber seits hoch erfreut darüber, daß seinen Ideen durch Turati's Flugbruches werde daher wohl niedergeschlagen werden müssen. geschrieben worden, daß man von einigen behauptet hat, schrift, die nichts anders darstellte als eine Inhaltsangabe des Deutscher Sklavenhandel in Afrika. Neue Ent- fie tönnten nicht lesen und schreiben! Natürlich ist daran Buches, die weiteste Verbreitung zu Theil wurde. Alle glaubten daher, daß der Staatsanwalt scherzhaft geworden oder überhüllungen über die Art und Weise, wie unsere„ töniglichen fein wahres Wort. Kaufleute" den schwarzen Menschenbrüdern die europäische Die Angst vor dem, was die Sozialisten vielleicht thun schnappt fei, als er plötzlich gegen Turati und Rubini Kultur beibringen, sind dem Schiffsarzt Dr. Karl fönnten, erstreckt sich bis in die Kreise der Regierung. Denn Anklage erhob; wir sagen ohne Turati und Rubini, aber wie verlautet, ist die Thronrede nur deshalb unterblieben, eigentlich müßte es heißen, gegen den Ritter Angelo Vaccaro, denn Hennicke zu danken; der im Auftrage der Hamburger weil man befürchtete, daß die Sozialisten den herkömmlichen gerade die wörtlich wiedergegebenen Stellen aus seinem Buche Firma W. u. B., unter welchen Initialen vermuthlich Ruf:„ Es lebe der König", mit: Es lebe die Republit" wir es vielleicht noch, daß Crispi im Uebereifer sich selbst vor wurden besonders inkriminirt. Wenn so etwas möglich war, erleben die fattfam wegen ihrer Arbeitertransporte bekannten beantworten würden. Wölber u. Brohm zu erkennen sind, auf einem Gericht stellt. Ausnahmegeseze, die gegen die Anarchisten und Mörmann- Tampfer einen Trupp angeworbener schwarzer Ar Bublikums, in welchem das sozialistische Element bei weitem gegen ihre Borgesetzten im Ministerium, gegen Crispi's GeheimDie Eröffnung fand statt unter starkem Andrang des Dynamitarden gerichtet sind und von den Beamten in Mailand beiter von dem Hafen Whydah nach dem Kongo begleitete. überwog. Unsere Abgeordneten wurden auf der Straße mit fekretäre angewandt werden, das ist etwas ganz Apartes, das In der„ Neuen deutschen Rundschau" veröffentlicht er seine der Marseillaise begrüßt. Trotz der großen Menge und der verdient, als geschichtliches Epos behandelt zu werden. Wer den Erlebnisse unter dem Titel„ Zum Sklavenhandel".der Aus seiner Echilderung, auf deren Einzelheiten wir noch getäuschten Hoffnung von vielen, die vor der Thür wieder heutigen Prozeffe nicht beigewohnt hat, ist um einen Hauptspaß zurückkommen, geht sonnentlar hervor, daß man es da mit umkehren mußten, wickelte sich alles in größter Ordnung gekommen. Die ganze Geschichte war so grotest, daß der Angetlagte Turati und sein Wertheidiger, Prof. Luigi Majno, fie: einem ungeschminkten Sklavenhandel zu thun hat. Es wird ab, fein störender Zwischenfall ist vorgekommen. von der humoristischen Seite auffaßten und das Publitum oft zu Vom Alterspräsidenten Mr. Coomans wurde die Sigung schallendem Gelächter veranlaßten. Gin wahrer Lachkrampf bejetzt hoffentlich gelingen, die deutschen Kaufleute für dies bald nach 2 Uhr eröffnet. Als Schriftführer fungirten die mächtigte sich aller Anwesenden, als Turati den Brief verlas, schmachvolle Treiben zur Verantwortung zu ziehen, da jetzt beiden jüngsten Mitglieder, der Kleritale Carbon und den ihm Ritter Vaccaro furz nach der Veröffentlichung der Flugein neuer Beuge in Herrn Hennicke dafür vorhanden ist und unser Genosse Vandervelde. Nachdem der Präsident und schrift schrieb. Der Brief beginnt mit den Worten: Lieber und vermuthlich auch noch andere Leute von ihm namhaft geber Minister des Auswärtigen, Mr. de Mérode, die Mit- berühmter Freund!"; hier wollte der Staatsanwalt den Vorleser macht werden können. Der Reichstag könnte da ein besseres theilung vom Tode des Zaren nebst den üblichen Beileids- unterbrechen, aber Turati fuhr unbeirrt fort:" Ich erkläre mich Feld im Kampfe für Sitte, Ordnung und Recht finden,„ Ich Feld im Kampfe für Sitte, Ordnung und Recht finden, betheuerungen gemacht hatten, was die Kammer mit Auss ich spättisch gegen den Richtertisch verbeugend: Was in meiner vollständig solidarisch mit Ihnen" u. s. w. Dann sagte er, als wenn er sich mit den sogenannten Umsturz- Borlagen nahme der Sozialisten stehend anhörte, verlas der Schrift- Flugschrift nicht von Baccaro ist, stammt von den staatlich ane befaßt. führer Vandervelde einen Brief des Justizministers, welcher gestellten Universitätsprofefforen Loria und Sergi. Ich habe. Kulturaufgaben leiden nicht! Gin Offiziöser schreibt der Kammer mittheilt, daß der Deputirte Brenez( Sozialist) Baccaro's" aufreizende" Form manchmal fogar etwas mildern id Die im preußischen Etat für das gewerbliche Unterfich im Gefängniß befindet. Im übrigen wurde die Sigung müffen. So schreibt er 3. B.: Die gewinnsüchtige, wucherische, richtswesen ausgeworfene Summe bat von Jahr zu Jahr mit der Prüfung der Mandate und der Eidesleistung aus- habgierige Bourgeoisie", wo ich nur" gierige Bourgeoiste" ſagte. eine Steigerung erfahren, so daß sie im letzten Etat die Höhe gefüllt. In diesem gemüthlichen Tone ging es fort.( Wir müssen be von 2,6 Millionen erreicht hatte. Trotzdem hat, wie die„ Berliner Polit. Nachr." betonen, die Erfüllung verschiedener Wünsche, die Bemerkenswerth ist, daß der Abgeordnete von Aloft, merken, daß Vaccaro's Buch La lotta per l'esistenza"[ Der nicht blos von Intereffententreifen gehegt, sondern auch von der Mr. Woeste, bei dessen Wahl arge Betrügereien vor Kampf ums Dasein] eine fleißige Studie über die Entwickelung der Menschheit im Laufe der Jahrhunderte ist und mit ParteiRegierung selbst gebilligt waren, für spätere Zeit zurückgestellt gekommen sein sollen, seinen Platz bisher nicht eingenommen propaganda nicht das geringste zu schaffen hat.) Als einmal der werden müssen, weil die in den letzten Jahren nicht günstige hat. Sein Mandat wird von der Kommission geprüft Präsident dem Angeklagten bemerkte, daß eine Stelle aus der Finanzlage Preußens die Verwendung größerer Mittel werden. Flugschrift sich nicht im Vaccaro finde, antwortete Turati freundfür das gewerbliche Unterrichtswesen nicht Der Senat wurde ebenfalls heute eröffnet. Auch er lich:" Sie steht im Loria."" Haben Sie den Loria bei sich?" zuließ. Auch für das nächste Etatsjahr gestaltet sich die Finanz hat jetzt zwei sozialistische Mitglieder: die Genossen- Jawohl Herr Präsident, ich habe alle meine Komplizen bei lage Preußens nicht glänzend, im Gegentheil, es wird, wie schon des Essarts und Picard. Gegen die Beileidsbezeugung für mir." Und Turati legte den Loria und den Sergi, den Scarabelli und gemeldet, auch diesmal ein bedeutendes Defizit zu verzeichnen den Bar Nikolaus erhob des Essarts Protest. sein. Troßtem dürfte der Etat für das gewerbliche Unterrichts= " " den Romagnoft vor, und alle gaben ihm Recht und hätten daher von Rechtswegen zu Zwangsdomizil" verurtheilt werden müssen. wesen auf das Jahr 1895,96 einige mit Mehrkosten verknüpfte Ungern Sternberg war diesmal unschuldig. Die( Loria ist der berühmteste Volkswirthschaftslehrer und Sergi der Abänderungen aufweisen. Allerdings dürfen auch jetzt die gestrige Bombe in London war nicht gefüllt, und„ blos ein bedeutendste Anthropologe Italiens). Aber trotz alledem, troz Hoffnungen nicht allzu hoch gespannt werden. ichlechter Scherz". Den schlechten Scherz" hat aber doch Turati's glänzender Selbstvertheidigung, trotz der geiſtvollen VerImmerhin wird sich für einzelne Gewerbszweige Manches in wohl ein Freund des Ungern- Sternberg gemacht; und theidigungsrede, die Prof. Majno hielt. wurde Turati zu dem Etat günstiger gestalten. Die richtige Ergänzung erhält vorstehendes Kultur iebenfalls war es ein Freund, der ihn in alle Welt 3 Monaten Gefängniß und zu 50 Lire Geldstrafe verurtheilt; bi ldchen durch folgende Notiz eines Hamburger Blattes: der Drucker Rubini wurde freigesprochen. Es bleibt nun abzutelegraphirte. Und er muß auch Freunde haben in unseren warten, wie sich Grispi seinem moralisch gleichfalls verurtheilten Das Kriegsministerium beabsichtigt im Wege der Gefeßgebung offiziösen Telegraphenbureaus, denn wie wir aus den Geheimfekretär gegenüber verhalten wird. Wenn es unserem Fürsorge für die Hinterbliebenen der Personen des Soldaten- Londoner Blättern von gestern Morgen ersehen, glaubte blechernen Kanzler Ernst ist mit seinem Kampfe gegen den fandes von Range des Feldwebels abwärts, durch man gleich von vornherein an einen schlechten Umsturz", müßtan jezt Ritter Vaccaro und die Professoren Loria Gewährung vom Wittwen- und Waisengeld, an die Scherz". Aber man braucht ja„ Material" für die geplanten und Sergi gleichfalls dem Staatsanwalt ausgeliefert werden. felben, zu treffen. Da es an dem erforderlichen Material zur Umsturzgesetze". Ob er so folgerecht handeln wird, unser Bismarck in Duodez? Ermittelung der dem Reiche dadurch erwachsenden Ausgaben. fehlt, hätten die Generalfommandos Anweisung erhalten, ihnen zugeftellte bezügliche Fragebogen von den zugehörigen Truppentheilen und Behörden beantworten zu laffen, um derart die er forderlichen Unterlagen zu beschaffen. " Italienische Sozialistenprozesse. Aus Mailand schreibt man uns unterm 9. November: Die Stützen der Ordnung in Spanien. Das Madrider Blatt" El Imparcial"( der Unparteiische) vers öffentlicht gegenwärtig eine Serie von Artikeln, welche ein ungeheures Aufsehen machen. In ihnen werden nämlich die großen Thorsteuer Sch muggler, unter welchen fich Gemeinderäthe, Abgeordnete und Groß. händler befinden, mit rücksichtsloser Freimüthigkeit an den Pranger gestellt. 5 Der Nihilismus erhebt in Rußland sein Haupt. Aus Petersburg wird darüber gemeldet: Sicherem Vernehmen nach sind in den letzten Tagen abers. Troß seines patriarchalischen Alters ist Crispi, der Held, mit seiner Evolution nach rückwärts" noch immer nicht fertig; Eine Hochzeitsfeier polizeilich überwacht er entwickelt sich täglich mehr zum naturgetreuen Cliché des ver das flossenen„ Kanzlers von Eisen", dem er es glücklich abgeguckt hat, ist die neueste Leistung der sächsischen Staatsretter. Die wie er sich räusperte und wie er spuckte. Wie weiland Bismarck That wurde verübt in Gorsdorf bei Glauchau, die Hoch- der Große zieht jetzt auch Crispi der Kleine auf den Sozialisten zeit war eine silberne und die Staatsmacht vertreten durch mord aus, und wie jener große Sozialisteniödter wird auch er zwei Gendarmen. Demnächst wird in Sachsen Niemand als Opfer der Pflicht" auf der Strecke bleiben, denn mit den mehr auf die Welt tommen dürfen, ohne daß er vorher Sozialisten darf niemand ungestraft Händel anfangen. Vorläufig polizeilich angemeldet ist, so daß sein Eintritt in die Welt nugt sie reichlich aus, um seinen Feinden und zu diesen ge- male aufrührerische Broklamationen verbreitet worden, ohne daß hat unser Diktator leider noch die Macht in Händen, und er Polizeißt sie reichlich aus, um seinen Feinden polizeilich überwacht werden kann. Der sächsischen Polizei bört heute halb Italienden Garaus zu machen. Dabei ver- es der Polizei gelang, den Urheber derfelben zu entdecken. In gebührt wirklich unser Dant- sie sorgt dafür, daß die jährt er nach bewährten Rezepten: Ausnahmegejeze, Breßtnebe- Polizeitreisen ist man der Ansicht, daß die Proklamationen vom Segnungen des Polizeiregiments jedem Menschen zu flarem lungen, Bereinsauflösungen und last not least- Sozialisten- Auslande eingeschmuggelt worden sind. Berständniß kommen, der überhaupt des Verständnisses prozesse sind die heilmittel, die er in großen Doſen fähig ist. verabreicht, die aber zulegt eine ganz andere Wirkung Zum serbischen Staatsbankrott wird aus Wien telehervorrufen werden als er erwarten mag. Die Zahl der graphirt: Sozialistenprozesse, welche in den legten Wochen in Italien stattgefunden haben, ist Legion, so daß es unmöglich erscheint, felbft imperiale ottomane, die österreichische Länderbant und eine Nach Meldungen der hiesigen Blätter hätte die Banque nur die markantesten von ihnen eingehend zu besprechen oder andere betheiligte Bant befchloffen, der serbischen Regierung vorauch nur furz zu streifen. Aus diesem Tohuwabohu tauchen aber läufig feinen Kredit mehr zu gewähren, sondern dahin zu wirken, Auch ein Anarchist. In Mannheim wurde am die letzte Woche bescheert hat, und die den Mann Crispi in nationale Berwaltung eingeführt werde und zwar sollen insals besonders leuchtende" Punkte zwei Prozesse empor, die uns daß in Serbien nach Muster der türkischen Regierung eine inter8. November ein gemeiner Schwindler, Namens Isenbeck, zu feiner ganzen einfamen, unverstandenen und unverständlichen besondere Staatsbahnen und Monopole Vertretern der aus 2 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Im Laufe der Prozeß Größe zeigen: wir meinen den Sozialistenprozeß in ländischen Staatsgläubiger folange übertragen werden, bis die verhandlung tam heraus, daß der Bursche als inter Reggio Emilia, der am 6. b. M. seinen Abschluß fand, und ferbische Staatsschuld an das Ausland getilgt ist. nationaler Anarchist" im Auftrage eines Anarchisten- den hochkomischen Prozeß gegen unseren Genossen Turati, der maffenhaft Erpressungsversuche gemacht hatte. sich heute vor unserer Straftammer abspielte. Der Prozeß vor Wären die Direktoren dieser Banken Sozialdemokraten, Hierfür wurde er aber nicht bestraft, da er darauf hin dem Polizeirichter in Reggio war eigentlich nur ein barmloses so würde sich die bürgerliche Presse über die die Ordnung nicht angeklagt war. In Frankreich hätte man vor einem Orchestervorspiel; unser Genoffe, Abgeordneter Prampolini, und untergrabenden Boykottversuche entrüsten.d Der mecklenburgische Landtag ist heute in Malchin eröffnet worden. Als Landessteuer von MecklenburgSchwerin wurden 12/10 des Steuersatzes und von Mecklen burg- Strelitz 13/10 deffelben vorgeschlagen. bundesl Bierteljahr, als der Anarchistenschreck noch verfing, aus den mehrere andere Sozialisten waren angeklagt, weil sie Mitglieder Münzreform in den Vereinigten Staaten. Aus anarchistischen" Thaten des Fienbeck einen riesigen Sen- der aufgelösten Vereine der Arbeiterpartei waren und als solche Washington wird depeschirt: die soziale Ordnung gewaltsam erschüttern und umstürzen sations- und Wauwau- Prozeß zurechtgebraut. Neun Zehntel wollten." Die Angeklagten bemühten sich natürlich vergeblich. ben im Dezember zusammentretenden Kongreß werde den Vors Hier verlautet, die Botschaft des Präsidenten Cleveland an der Anarchisten, die Cafimir Perier zur Durchdrückung des gegen diesen Blödsinn zu protestiren, und und ebenso ver verbrecherischen Gesetzes" aufmarschiren ließ, waren sen- geblich war das Bemühen ihrer Wertheidiger, der Anschlag einer Münzreform und die Erklärung enthalten, das gegens becke, und der Rest zwei oder drei Verrückte und zwei oder wälte Ferrari und wärtige Münzsystem sei in sich selbst fehlerhaft. Borciani, dem Polizeirichter be drei Dutzend Polizeispiel. greiflich zu machen, daß die Ausnahmegefeße nicht Neue Friedensstörungen in Afrika. Dem Reuterzur Anwendung gegen die Sozialisten bestimmt seien: schen Bureau" wird aus Sierra Leone von gestern ges Der Reichstags- Abgeordnete Hans Leuß soll nach der Herr Polizeirichter hatte nur ein Amt und teine meldet: Ein liberianisches Kanonenboot schoß am 7. d. M. einer Meldung des Berl. Tageblattes" wegen des Berdachts Meinung, und als treuer Diener seines Herrn war er verpflichtet, auf Boote, welche in Settra- Kroo die Ladung des der des Meineids verhaftet worden sein. Die Feinde des Vaterlandes" unschädlich zu machen. Er wies African Steamship Company" gehörenden englischen alle Beweisanträge und Einwände der Angeklagten und ihrer" pub Die Fortschritte des Sozialismus in Frankreich Bertheidiger als unerheblich zurück und verurtheilte Brampolini Schiffes Ambriz" löschten; 25 Mann wurden getödtet. zeigen sich im Wachsthum der sozialistischen Preffe. In und Bergnanini zu drei Monaten Verbannung, Cocchi und Gorift Die Behörden erklärten, das Löschen der Ladung wäre eine Bordeaux, einem der Hauptzentren unserer Bewegung, zu zwei Monaten, Gerlini und Chelucci zu einem Monat und Gesegesverlegung gewesen. or splas " " China war mit England wegen Nichtachtung der angesetzte Berhandlung ist auf Antrag der Vertheidigung zurück-| bewundernswerth gewesen; auch habe die Gesundheit der beschä englijchen Flagge in Konflikt gerathen. Nun ist die Sache gezogen worden. friedlich geregelt. Aus London wird hierüber telegraphirt: Nach einer Meldung des Reuter'schen Bureaus" aus Tientsin vom heutigen Tage haben die Forts von Taku hente früh den Dampfer Chung King" salutirt. Die chinesische Regierung hat überdies dem englischen Gesandten gegenüber Erflärungen abgegeben. Parteinachrichten. Der Delegirte Genoffe Breder erstattete am 4. d. M. in Lechhaufen, am 5. d. M. in Augsburg Bericht. In beiden Bersammlungen wurde durch je eine Resolution einstimmig das Einverständniß zu den Beschlüssen des Parteitages wie zu dem Berhalten des Delegirten ausgesprochen. In Augsburg wurde Genosse Breder als Vertrauensmann wiedergewählt. Am 12. November fand in Iserlohn eine öffentliche Versammlung der sozialdemokratischen Partei statt, in welcher Genosse Raue Bericht über den Parteitag in Frankfurt a. M. erstattete, worauf folgende Resolution einstimmig angenommen wurde: Die heutige öffentliche Versammlung der sozialdemokratischen Partei erklärt sich mit der vom Parteivorstand bisher befolgten Taktik voll und ganz einverstanden; ferner erklärt sich die Versammlung ebenfalls mit den, auf dem Parteitag in Frankfurt a. M. gefaßten Beschlüssen einverstanden und macht es jedem Genoisen zur Pflicht, im Sinne der Beschlüsse des Parteitags zu handeln, indem sie den Genossen zuruft: Arbeitet weiter für die Sozial" tigten Frauen nicht gelitten. Das sog.„ neue Weib", dieses Berr bild echter Weiblichkeit, sei glücklicherweise noch immer eine Ausnahme in England; sowohl bei Frauen, wie bei Männern möge ja excentrische Kleidung ein Zeichen des Genies sein, jedenfalls seien solche Leute für Bureauarbeiten nicht brauchbar. Die meinen Frauen bekämen leider noch nicht anständige Bezahlung, obgleich die Zeit der Arbeitsfähigkeit bei Frauen fürzer sei als bei Männern. Die tgl. Komission für sekundären Unterricht beschäftige jetzt auch Frauen, die denselben gezahlten Gehälter wären aber knauferig. " Bolizeiliches, Gerichtliches: c. Aufgelöst wurde in Magdeburg eine FrauenLesestunde. Anwesend waren ca. 60 Frauen und Mädchen, die sich in zwangloser Weise einfanden, um einer Vorlesung zuzu hören; alle Anwesenden wurden notirt. Hans Blum ist abgebligt. Die von Hans Blum gegen den Redakteur der Volkszeitung" in Falkenstein, Genossen R. Meinhold, angestrengte Privattlage wegen Beleidigung durch die Presse wurde vom Falkensteiner Amtsgericht wegen ein- Welch' herrliche Aussichten für das deutsche Untergetretener Berjährung abgewiesen. Er hat nebenbei auch noch nehmerthum, wenn es ihnen gelänge, japanische Arbeiter ausBericht über den Parteitag erstattete in Magdeburg bie entstandenen Kosten zu tragen. Blum hatte bekanntlich bean- beuten zu fönnen. Das deutsche Wollengewerbe", ein Fabrikantender Delegirte Meyer. Eine Resolution, die sich mit den Betragt, daß zur Reparirung seiner angetasteten Ehre Meinhold zu organ, bringt in feiner Nummer vom 11. November einen Artikel: schlüssen des Parteitages einverstanden erklärt und bedauert, daß Gefängniß und Buße von nur in Sachen Bock zur Tagesordnung übergegangen sei, wurde an- Der erste fette Happen ist Herrn Hans Blum demnach entgangen. Daß namentlich die Spinnerei und Weberei in Japan in den 6000 m. verurtheilt werde. Wie man in Japan arbeitet." Dort wird zunächst festgestellt, genommen. Ein Antrag Knobbe: Die Partei möge eine Arbeits- Der frühere Vorsitzende des sächsischen Bergarbeiter- Ver- letzten Jahren sich außerordentlich entwickelt habe. Ueber die lofen- Statistit aufnehmen, wird abgelehnt und diese Arbeit der bandes, Gachie in 3 wickau, der wegen Beleidigung einiger japanischen Arbeiter wird mitgetheilt, daß sie im allgemeinen Gewerkschaft überwiesen. Es erfolgte alsdann die Wahl der Bergleute 1 Jahr Gefängniß erhalten hat, hatte in Ge- eine sehr schnelle Auffassungsgabe und ungewöhnliche Ge Zeitungskommission. meinschaft mit seinem Kollegen Hoin einen Obersteiger vertlagt. schicklichkeit an den Tag legen, sie sind sehr gehorsam, In der Verhandlung bemerkte Sachse, der aus der Haft vor fanft und ihrem Herrn außerordentlich anhänglich.() geführt wurde, zu den Richtern:„ Ich habe wegen Beleidigungen Ohne Murren ertragen sie die schwersten Arbeiten, bleiben abeiniger Bergarbeiter ein Jahr Gefängniß zudiktirt erhalten; ich wechselnd Tag und Nacht da, wenn dies erforderlich und haben, hoffe, daß Sie den Herrn Obersteiger Roßner auch gebührend wo dies nicht geschieht, gegen eine Tageszeit von 14 Stunden bestrafen werden."- Das Ergebnis war, daß der Obersteiger nichts einzuwenden. In den kleineren Werkstätten pflegen sie zu 40 M. Geldbuße verurtheilt wurde. Mittags und um 5 Uhr Essen zu erhalten, damit sie in der Arbeit zum Zwecke der Wahlagitation zur Gemeinderaths- Wahl ein- 20 Minuten unterbrechen. In Wilkau wurde eine Einwohner- Bersammlung, die nicht gestört werden, sodaß sie dieselbe nur um 15 oder berufen war, verboten. Man beginnt gewöhnlich um 6 Uhr, doch variiren die Stunden je nach der Industrie, und die Angestellten zeigen fich stets einverstanden, auch wenn sie schon um 4 Uhr zu Die Löhne sind mit den bei uns üblichen verglichen erstaunlich um 4 Uhr zu erscheinen haben. niedrig; selbst in den großen Industrieſtädten verdienen die Spinner und Weber durchschnittlich nicht mehr als 60 Pfennige täglich, die Frauen nur 22/2 Pf. Die ersten Fabriken wurden vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 30 m. verurtheilt, als sie gut im Gang waren, an Aftiengesellschaften überlassen. In Hohndorf( Sachsen) wurde ein Genosse Hübner von der japanischen Regierung selbst ins Leben gerufen und dann weil er den Schuldirektor und einen Lehrer beleidigt haben sollte. Die Industrie, in der die Fortschritte am augenfälligsten sind, ist Immer wieder grober Unjug. Der Dres die Fabrikation von Baumwollwaaren. Ein derartiges Unterden er Waldschlößchen Boykott fordert noch immer neue Opfer. nehmen, das von„ Kanegafuchi", beschäftigt jetzt 2100 Männer Vor dem Schöffengericht mußte sich der Töpfer Hansen verant- und 3700 Frauen, die abwechselnd Tag und Nacht arbeiten und worten, weil er in der Nacht zum 9. September tleine Bettel an- während 12 Stunden angestrengter Thätigkeit nur 40 Minuten für geklebt haben soll, durch die zum Boykott des Waldschlößchen die Mahlzeit haben. In der Nähe des Etablissements find Schlafbieres aufgefordert wurde. Ein Gendarm will ihn dabei ertappträume eingerichtet, und man liefert das Effen für nicht ganz 6 Pf. haben, als er ein Zettelchen an einen Kandelaber der Maximilians- pro Mahlzeit. In derselben Weise sind die Spinnereien von Osata Allee befestigte. Der Angeklagte bestritt dies; er sei allerdings eingerichtet. Alle besitzen vorzügliche englische Maschinen, an der betreffenden Stelle stehen geblieben, um zu lesen, er habe arbeiten Tag und Nacht, profperiren und geben gute Dividen Zettel aber nicht angeklebt. Daß man bei ihm Bettel gedenden. Viele vergrößern sich. bestellen neue Maschinen und funden hat, sei nur Bufall. Diese Bettel seien ihm nur zugesteckt Geräthe in England und legen in den größeren Städten Zweig worden. Das Schöffengericht verurtheilte ihn trotzdem wegen etablissements an. Die Produktion hält mit dem Konsum noch Uebertretung des§ 360, 11 zu einer Woche Haft. Parteikonferenz. Am Sonntag, den 11. November, fand Sächsisches aus Bayern. Die Augsburger 37 Millionen Kilo, in 1891 hatte er bereits 55 Millionen erreicht nicht gleichen Schritt. In 1862 belief letterer sich auf Die Kreiskonferenz der Ost Prignih in Prizwalt statt; 3ahlitelle des Vereins deutscher Schuhmacher wurde für politisch und ist seitdem noch gewachsen. Daß die dortigen Unternehmer diefelbe war wegen Furcht vor Maßregelungen leider schwach erklärt. Der Verein hat eine größere Anzahl Mitglieder unter auch schon gelernt haben, die Frauenarbeit als billige besucht, es waren 12 Delegirte aus Kyriß, Meyenburg, Prißwalt 21 Jahren und beabsichtigt derselbe infolge der Maßregelung sich Konkurrenz gegen die Männerarbeit und Steffenshagen anwesend. Zur Agitation wurde den Dele- gänzlich aufzulösen.. auszunüßen, erweist girten vom Gen. Riez- Berlin dringend ans Herz gelegt, mehr für die Verbreitung unserer Presse, namentlich des Kreisorgans, der Brandenburger Beitung" thätig zu sein. Dann wurde der entworfene Organisationsplan angenommen. Als KreisVertrauensmann wurde Ad. Schröder Kyritz und dessen Ersatzdemokratie! Von der Agitation. In einer Parteiversammlung in Magdeburg erstattete der Vertrauensmann Bericht über seine Thätigkeit und die Kassenverhältnisse der Partei. Danach haben im Berichtsjahr 39 Versammlungen und zwei Ausflüge stattgefunden. Die Einnahmen belaufen sich vom Monat November 1893 bis November 1894 auf 6923,34 M., die Ausgaben in derselben Zeit 6025,10 M., mithin bleibt ein Bestand von 898,24 M. Die hohen Ausgaben rekrutiren sich namentlich aus vielen Gerichtskosten. Darauf wurde zur Neuwahl der Vertrauenspersonen geschritten und die bisherigen( Meyer 1. Vertrauensmann, Schoch 11. Vertrauensmann) wiedergewählt. " Die Grüna'er Genossen, welche fürzlich bestraft worden sind, weil sie am 16. September in Claus' Restaurant sozialiftische Lieder" gesungen haben sollen, berichtigen, daß dies nicht etwa politische Lieder waren, sondern solche Gefänge, welche man in allen bürgerlichen Vereinen hören kann. strafung um so wunderlicher. Dann ist die BeSoziale Ueberlicht. sich aus der Thatsache, daß 35 Spinnereien neben 5730 Männern 16 879 Frauen beschäftigen. Die Unternehmer bilden ein mächtiges Syndikat und machen sich den Umstand, daß man ihnen gegenüber sehr nachsichtig ist, um der Industrie 12 Stunden arbeiten. Das japanische Gesez verlangt, daß dies fein Hinderniß in den Weg zu legen, oft in mißbräuchlicherweise zu muze. Kleine Mädchen von 8 bis 9 Jahren müssen bis zu selben die Schule besuchen; die Lehrer beklagen sich auch, aber ohne Resultat; die Behörden schließen die Augen. Angesichts der so gehorsamen und bescheidenen Arbeiter bedienen sich die Angestellten vollständig in ihrer Brotgeber auch noch eines Mittels, wodurch sie die Gewalt haben. Keine Spinnerei nimmt einen Arbeiter an, der schon in einem andern Etablissement Beschäftigung gefunden, wenn er nicht eine schriftliche Bescheinigung des früheren Prinzipals bringt, daß diefer gegen seine Anstellung nichts einzuwenden habe. Dies wird mit folcher giebt, genau überwacht wird, und falls es sich herausstellt, daß Strenge gehandhabt, daß jeder, der sich für einen Neuling aus er von dem Handwerk schon einge Kenntniß befigt, entläßt man ihn sofort. Man muß gestehen, die japanischen Unternehmer stehen nach jeder Richtung hin auf der Höhe europäischer Kultur. Franz Schröder- Meyenburg gewählt, zu Revisoren stadt war ein Termin zur Wahl eines Schultheißen festgesetzt Kauf einer Wahlstimme. Vom Landrathsamt in RudolKarl Haase und Aug. Schlee, beide aus Kyriß. Darauf worden. Als Kandidaten wurden der bisherige Schultheiß Ghr folgte Nachmittags 8 Uhr eine gut befuck, te Volksversammlung, hardt und ein gewiffer Daniel aufgestellt. Der Landwirth und in der Genosse Franz Berndt aus Berlin ein beifällig auf Bimmermann Karl Wilhelm Joel, der die Wahl des Daniel genommenes Referat hielt über den Kampf gegen den Umsturz" gern gesehen hätte, veranlaßte einen Herrn Bischof, der, wie das Dann wurde die Wahl des Vertrauensmannes für Prißwalt Urtheil fagt, geneigt war, den E. zu wählen, seine Stimme dem vorgenommen, welche auf Genossen Lutz fiel. Nun wurden die Gegenkanditaten zu geben, indem er ihm versprach, seine For Genoffen ermahnt, sich wieder in einem Verein zusammen zu derung an B. in Höhe von 5 M. nicht geltend machen zu wollen. schließen und alle persönlichen Zwiftigkeiten zu vergessen, weßhalb Bischof, der in ärmlichen Verhältnissen lebte, ging auf das An der alte Verein eingegangen war. erbieten ein. Beide wurden am 3. Juli vom Landgericht in Rudolstadt auf grund des§ 109 des Str.-G.-B. verurtheilt, Der zweite Parteitag der polnischen Sozialdemo- und zwar Bischof zu einem Monat, Joel zu sechs Wochen Getratie innerhalb Deutschlands findet, da in Posen sich kein fängniß. In der Revision, die beide Angeklagten einlegten, Wirth zur Hergabe feines Lotales bewegen ließ, nunmehr in rügten sie mangelnde Feststellung dessen, daß Bischof feſt enter Breslau, im Lokal Billa Liebig", Liebigstr. 2, bestimmt am fchloffen war, den E. zu wählen. Eine bloße Geneigtheit hierzu 25. und 26. Dezember d. J. statt. Als vorläufige Tagesordnung schließe nicht aus, daß B. bis zum Wahltage seine Meinung ist festgesetzt: 1. Bericht des Parteivorstandes über seine Thätig hätte ändern fönnen. Das Reichsgericht hielt für den That feit und Bericht des Kassirers; 2. die Gestaltung der bestand des§ 109 es für gleichgiltig, wen Bischof gewählt haben Agitation in der Zukunft,( Plan und Mittel zu derselben); würde, und verwarf deshalb die Revision der Angeklagten als 3. Die Angelegenheit des Partei Organs„ Gazeta Robotnicza"; unbegründet. 4. Wahl des Vorstandes und der Kontrolleure. Die Beschickung Eine Ermäßigung des Gaspreises von 14 auf 12 Pfennig des Parteitages verspricht nicht nur aus den speziell polnischen pro Rubikmeter, wenn dasselbe zu Kraft- und Wirthschaftszwecken Provinzen Posen, Oberschlesien und Westpreußen, sondern auch verwandt wird, hat der Stadtrath zu Naumburg beschlossen. aus denjenigen Städten Deutschlands, in denen sich organi firte polnische Arbeiter befinden, wie Berlin, Hamburg, Bremen u. f. 1. eine zahlreiche zu werden. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Bernburg, 13. November, Abends. Bei der gestrigen Reichstags- Stichwahl im zweiten Anhaltischen Wahlkreise( Bern burg) find bis jetzt gezählt für Professor Friedberg( nationalliberal) 13 570, für Gastwirth Schulze( Sozialdemokrat) 11 565 St. Die Wahl des ersteren gilt als gesichert. Köln, 13. November. Die Köln. 3tg." meldet aus Paris, nach dort vorliegenden Meldungen aus Madrid wird der Finanz minister den Cortes eine Anleihevorlage im Betrage von 500 Mil Pesetas noch im Laufe des Monat November unterbreiten. Minister Vom Schlachtfelde der Arbeit. Beim Ausschachten des Fundaments zum Zucker- Raffineriegebäude in Dschersleben wurden vier Arbeiter verschüttet. Die Verunglückten wurden in Ueber den Parteitag der schweizerischen Sozialdemo- die Baubude transportirt und dann durch Einflößen von Nordkratie, der am Sonnabend, den 17. d. M., in Biel seinen häuser versucht, sie ins Leben zurückzurufen, was jedoch nicht Anfang nimmt, schreibt der Genosse Wullschleger im gelang. Von Zeugen des Vorfalls wurde der Magdeburger Baseler Borwärts":" Der diesjährige Parteitag hat sich Bolfsstimme" mitgetheilt, daß die Grube erit abgesteift wurde, Gamazo befürwortet eine vierprozentige innere Anleibe. fast ausschließlich mit inneren Angelegenheiten zu befassen. Es als sich bei einer Tiefe von ca. 5 Metern Risse im sandigen Elberfeld, 14. November. In der vergangenen Nacht brach ist dies an und für sich recht bedauerlich, allein im Hinblick auf Boden zeigten. Diese Absteisung soll jedoch auch ungenügend in der Kipdorfstraße Feuer aus. Wie die" Elberfelder Zeitung" die vielen Bänkereien der letzten zwei Jahre leider nothwendig, gewesen sein. Daß diese Todten nur Opfer des fapitalistischen meldet, sind dabet acht Bewohner des betroffenen Hauses und wenn der Eifer mancher Genossen nicht dauernd erlahmen soll, Produktionssystems find, geht auch daraus hervor, daß der Unter ein bei den Rettungsarbeiten thätig gewesener Schuhmann er und wenn man, was für das Gedeihen der Partei unerläßlich, nehmer bei Annahme der Arbeit der Konkurrenz wegen bedeutend stickt. Das Feuer entstand in einem in dem Hause befindlichen die baldige Wiederkehr geordneter und friedlicher Verhältnisse unter den Anschlag ging. Bigarrengeschäft. will. So fann es nicht mehr weiter gehen, wenn nicht die ganze Rheinisch- westfälisches Kohlen- und Kaokes Syndikat. Bremen, 14. November. Die Rettungsstation Dorumertief Partei auf Jahre hinaus empfindlichen Schaden leiden soll. Der Rhein- Westf. 3tg." zufolge war die Versammlung der telegraphirt: Am 14. November wurden von der bei DorumerUnfere Ueberzeugung wird stets eine sozialdemokratische bleiben; Bechenbefizer des rheinisch- westfälischen Kohlen- Syndikats vom tief gestrandeten deutschen Tjalt„ Einigkeit", Kapitän von Horn, allein wir gestehen offen, daß wir auf die Dauer innerhalb der 5. November von 3459 berechtigten Stimmen besucht. Nach dem zwei Personen durch das Rettungsboot Neubauer- Magdeburg Partei nicht mehr arbeiten könnten, wenn der einzigen und aller- Bericht betrug der Absatz im September 2944 587 Tonnen, was gerettet. Sturm aus Südwest. dings sehr gefährlichen„ Rorruption", die sich in ihrem Schooße eine Einschränkung von 5,8 pet.( gegen 8,61 pt. mm Monat seit einigen Jahren breit macht, der Bantsucht und Keßerrichterei August) bedeutet. Auf Syndikatsrechnung famen im September Einzelner nicht energifch auf den Leib gestiegen wird." Ein sozialistischer Professor. Die sozialistische Zeitschrift La Lucha de Clases"(„ Der Klaffenkampf"), die in Bilbao( Spanien) erscheint, veröffentlicht einen Brief von Don Miguel Unamuno, Dozent der griechischen Sprache an der Universität von Salamanca, in welchem dieser seinen Uebertritt zur sozialdemokratischen Partei verkündet. Bremen, 13. November. Rettungsstation Fedderwardersfiel telegraphirt: Am 13. Oktober sind durch das Rettungsboot der Station Fedderwardersiel während eines heftigen Südweststurmes sieben Personen aus Fischerbooten gerettet worden. 82,96 pCt. Der Syndikatsabsatz betrug im 3. Quartal 8908 734 Tonnen( gegen 8 271 487 Tonnen im 2. Quartal). In diesem Jahre wurden verkauft 27 601 456 Tonnen, von denen 3962 990 Belgrad, 14. November. Bei dem angeblichen Einfall von Zonnen für das Ausland bestimmt waren. Tie Förderungs- Albanesen bei Wranja bandelte es sich nach den amtlichen Beeinschränkung für den laufenden Monat wurde einstimmig auf richten um einen einfachen Schmuggelversuch. 10 Gt. festgefetzt. Temselben Blatte zufolge brauchte in der gleichzeitigen Sigung des westfälischen Koates: Syndikats eine ( Depeschen- Bureau Herold.) Produktionseinschränkung für November nicht festgesetzt zu Köln a. Rh., 14. November. Entgegen anderweitigen Blätterwerden, da eine solche nicht erforderlich ist. Der Absatz im meldungen versichert die Kölnische Zeitung" daß unter den aus Ein gerichtlicher Nachklang zur Maifeier- Demonstration September betrug 847 744 Tonnen( b. i. 14 pGt. mehr als im dem Minifterium Eulenburg verbliebenen Miniſtern keine Verfand endlich in Stuttgart seinen endgiltigen Abschluß. Der gleichen Monate des Vorjahres). Der Versand im dritten änderungen mehr bevorständen. Der Reichskanzler Fürst Hohendortige Fachverein der Bierbrauer zog am 1. Mai von seinem Viertel des Jahres 1894 ftellt sich auf 1195 186 Tonnen, der lobe habe diesen Herren gegenüber darüber keinen Zweifel entVereinslokal aus in geschlossenen Reihen in das Zirkusgebäude Versand in den drei ersten Vierteln auf 8471 180 Tonnen( d. i. stehen laffen, daß er auf ihre Unterſtüßung rechne. Alle gegenzur Maifeier. Der Vorstand, welcher nun ein polizeiliches um 12 pet. mehr als im vorigen Jahre). Die Zunahme des theiligen Meldungen feien grundlos und verfolgten nur den Strafmandat wegen Veranstaltung eines Umzuges erhielt, for Versands zur See ist wesentlich. Die Beiträge für November Zweck, Verwirrung zu ftiften. derte gerichtliche Entscheidung und wurde auch vom Schöffenwurden auf 25 pet. festgesetzt. Elberfeld, 14. November. In der vergangenen Nacht ist gericht freigesprochen. Der Staatsanwalt legte Berufung das Wohnhaus Kipdorf Nr. 84 total niedergebrannt; eine Angegen das freisprechende Urtheil ein, doch wurde der Angeklagte Entbehrungslöhne. Das Salzwert Heilbronn brachte zahl Personen ist in den Flammen umgefommen. Bis heute von der Strafkammer ebenfalls freigesprochen. Die Staats- feinen Aktionären im Jahre 1893/94 einen Gewinn von 597 805 Morgen waren sieben Leichen aus dem Schutt herausgeholt; anwaltschaft beruhigte sich aber noch nicht bei diesem Urtheil und Mark 17 Pf. Von wem kommt die halbe Million Mark, die mehrere Personen werden noch vermißt. verlangte Revision beim Oberlandesgericht. Das Oberlandesgericht unter einige Wenige vertheilt wird? Von den Konfumenten. Triest, 14. Nov. Gestern wurden hier wiederum Berhaf als letzte Instanz schloß sich den Urtheilen erster und zweiter In- Wer konsumirt am meisten Salz? Das arbeitende Volt! Inter- tungen wegen der Straßendemonstrationen vorgenommen. Bei stanz an und- sprach den Angeklagten frei unter Uebernahme der effant wäre nur noch zu wissen, welche Löhne das Salzwert einem festgenommenen Bankangestellten fand man aufrührerische sämmtlichen Kosten auf die Staatstafse. Wegen einer solchen Heilbronn den Arbeitern zahlt. Schriften vor, die sofort konfiszirt wurden. Bagatelle wird also der ganze Regierungsapparat in Bewegung. Ueber Frauenarbeit hielt, wie die Frankfurter Zeitung" London, 14. November. Wie die„ Times" aus Rio gesetzt und die nicht unbeträchtlichen Kosten einfach auf die mittheilt, kürzlich der Sekretär der königlich englischen Arbeits- de Janeiro melden, wird am 15. d. M. Prudente Moraes die Schultern der Steuerzahler abgewälzt; das württembergische Volt fommission Geoffry Drage eine Vorlejung den Präsidentschaft der branlianischen Republik übernehmen. wird bei der nächsten Landtagswahl schon die richtige Antwort Studentinnen der Lady Margaret Hall. Die fgl. Arbeitskommission, New- York, 14. Nov. Einem Telegramm aus Shanghai Darauf geben. fagte er, habe zuerit von allen Staatskommissionen Frauen bei zufolge wird die englische Flotte Chusan und Shanghai besezen. ihren Arbeiten beschäftigt und nach Beendigung ihrer Aufgabe Japan lehnte bisher die amerikanische Friedensvermittelung Maifeierprozek. Die für den 15. November in der Be- hätten die Frauen sich das ungetheilte Lob der Kommiffäre er- ab, verlangt vielmehr, daß China direkt um den Friedensabschluß rufungssache der III. Serie der Maispaziergänger in Dresden worben. Ihre Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit sei wahrhaft ersucht. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in beriin SW., Beutostraße 2. Hierzu zwei Beilagen, vor 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 267. Donnerstag, den 15. November 1894. Arbeiter! Parteigenoffen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts find abgebrochen worden, weil die Ringbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Riugbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eriftenzlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Ansinnen ein empörtes furzes Nein entgegensetzten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klassenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrlofer Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand ans Wert legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Massenmaßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es keinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, lottenburg. Die Boykott- Kommission. wohl an der Zeit wäre, den Brauergrößen das begreiflich zu] Unter solchen Umständen bleibt nichts anderes übrig, als daß machen, wenn sie sich daran gewöhnen, die ganze Frage vom die Arbeiter ihren Klassengenossen im Barbier- Ge Friedrich Reichentron, Char Standpunkt des Geschäftsmannes zu betrachten, dann dürfte es werbe träftig beispringen. Kein Arbeiter sollte am Sonnihnen auch bald flar sein, wie und wo sie den Hebel anzusetzen tag Nachmittag in ein Barbiergeschäft geben und grundBrauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. haben. Die Waldschlößchen- Brauerei in Dresden gestand selber fäßlich solche Geschäfte meiden, die am Sonntag nach 6 Uhr Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. zu, daß ihr Nachgeben der Intervention der kleinen Geschäfts- Abends noch ihre Gehilfen und Lehrlinge ausbeuten. Es wäre leute zu danken sei. Die Sachsen sind in der That heller ge- gut, wenn auch in Gewerkschaftsversammlungen dementsprechende Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. wesen, als ihre Kollegen in der Stadt der Intelligenz, die bisher Beschlüsse gefaßt würden. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. über unvollkommene Anläufe in dieser Beziehung nicht Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshag e n. hinausgekommen sind. Wenn das richtig ist, was von den Leitern Nordstern- Brauerei, Berlin. der Gastwirthsvereine wiederholt ausgesprochen wurde, daß nämRathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. Max lich in jedem Falle, auch wenn die Ringbraner siegen, die Wirthe Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. den Schaden haben, dann kann es doch nicht zweifelhaft sein, Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei daß sie den Konsumenten den Vorzug geben, mit denen Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. doch ein Wechsel viel schwerer ist, als mit den Brauereien, die bei Verlust ihrer Existenz darauf angewiesen sind, Abnehmer in So befriedigt die Arbeiterschaft von dem Stand des Boykotts an sich gegenwärtig ist, so unzufrieden sind naturgemäß die jenigen, die in der Mitte der kämpfenden Parteien stehen. Viel Teicht würden sie ihre Sorgen los, wenn sie das. Dresdener Beispiel befolgten. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frantben Berliner Wirthen zu befizen. furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Königs Wusterhausen, Niederlage Reichenbergerstraße 33. = Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Tokales. Die Liste der boykottfreien Gastwirthe und Restaurateure wird der am Sonnabend erscheinenden Nummer des Borwärts" wieder beigelegt werden. Veränderungen in der Lifte müssen von den hierzu beauftragten Kontrolleuren bis spätestens Freitag Vormittag 10 Uhr in der Druckerei von Max Bading, Beuthstraße 2, Hof 3 Treppen, abgeliefert werden. Zur Lokalfrage. Strohmeier( Schweizerhäuschen), Martgrafendamm 19 in Stralau hat durch Unterschrift erklärt, feinen Saal zu Arbeiterversammlungen zur Verfügung stellen zu wollen. im Großen und Ganzen durch Eindringen der Maschine, der Hebung des Handwerks. Daß das Schuhmachergewerbe Gefängnißarbeit u. f. w. bereits soweit herunter ist, daß die Flickarbeit friste, ist eine bekannte Thatsache. Aber selbst aus weitaus größte Zahl der Schuhmacher ihr Leben nur noch durch dieser letzten Position werden sie durch das anlagelüfterne Kapital verdrängt. In der Kommandantenstraße ist seit einigen Tagen eine, Flickschusterei mit Dampfbetrieb" erstanden, die durch rasche Erledigung von Aufträgen durch entsprechende Preise den kleinen Flickschuster auf Leben und Tod Konkurrenz machen wird. Und unter solchen Zuständen fafeln geistig verfrüppelte Zunftseelen immer noch von einer Hebung des Handwerks durch Zwangsinnungen. Wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Blindheit," hat es schon in alten Zeiten ge heißen. " er Der Staat als Wohlthäter. Die Weihnachtsgratifikationen für die Beamten der Stadt- und Ringbahn sind gestern vertheilt worden. Gemäß den in der besten der Welten herrschenden Wohlthätigkeitsgrundsäßen sind diejenigen, die es am Achtung, Schönhauser Vorstadt! Die in der letzten wenigsten nöthig haben, am besten bedacht werden; fläglicher Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Parteiversammlung, welche beschloß, den Vertrieb des Vorwärts" schon kommen die schlechter bezahlten Beamten davon, wogegen die am Gust. Spietermann, Krautstr. 48, Tel. VII. 1487. in eigene Regie zu zur Ausführung dieses Be- elendesten vom Unternehmer Staat entlohnten Arbeiter ganz leer macht den Parteigenossen ausgegangen sind. Stationsvorsteher erhielten Beträge von 100 Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. Niederschlusses gewählte Kommission, hi erdurch die Mittheilung, daß daß die geplante Neugestal- bis 150 M., Betriebssekretäre 75-100 m., Stationsassistenten lage Marthen, Bellermannstr. 6. tung des Vertriebes nicht am 15. Dezember, sondern 40-50 M., Billetschaffuer, Weichensteller und andere PerronBrauhaus Hohen- Schönhausen bei Berlin. am 1. Januar nächsten Jahres in Kraft treten wird. Angestellte je 20 W. Garnichts erhielten die bei der Telegraphie Bis dahin wollen die Abonnenten des Vorwärts" ihre beschäftigten Beamten und die Hilfs- und Strecken Adressen in die Listen eintragen, die in folgenden Lofalen arbeiter, die bekanntlich bei 2 Mart 30 Pfennig Tagelohn ausliegen: Brüß, Lothringerstr. 41, Leutemeier, Wein- tagtäglich in der Gefahr schweben, von einem daherbraufenden bergsweg 8, 2iette, Schwedterstr. 33, Augustin, Kastanien- Eisenbahnzuge zermalmt zu werden. Allee 11, Emil Schmidt, Tresckowstr. 24, Peschel, HochUeber den Schuhmannsskandal in Martinickenfelde meiſterſtr. 13, Rulide, Pappel- Allee 108a, Buchholz, Wörtherstr. 39, Schensch, Schönhaufer Allee 53. Besondere liegt jetzt folgende Mittheilung vor: Am Montag Nachmittag Auskunft in Zeitungsangelegenheiten ertheilt F. Liepke, um 5 Uhr verlangte ein dortiger Geschäftsmann von der CharSchwedterstr. 33. lottenburger Polizeidirektion Hilfe gegen einen Berliner Schußmann, der sich wie rasend in der Königin Augusta Allee ge= Von der Sonntagsruhe im Barbiergewerbe. Wir er- berdete. Aus Charlottenburg wurde der Schußmann Schmidt halten folgende Buschrift: nach Martinickenfelde beordert und er fand vor dem Hause Ju den Kreisen der kleinen Gastwirthe wird die Be Nachdem die Barbier, Friseur- und Perrückenmacher- Innung Königin Augusta Allee 24 den Rostockerstraße 45 zu Moabit endigung des Dresdener Boykotts eifrig diskutirt, und allgemein am 8. Oftober cr. in ihrer Quartalversammlung den Beschluß wohnenden Schuhmann Berg Nr. 3683 anscheinend bewußtlos hört man den Wunsch laut werden, daß der Berliner Bier- gefaßt hatte, auch im Winter die Geschäfte an Sonn- und Feier- daliegend auf. Der Helm war eingedrückt, der Säbel fehlte. verruf" bald auch zu den geweſenen Dingen gehören möge. Bei tagen um 6 Uhr Abends zu schließen, hat dieselbe jedem Inhaber Schmidtbrachte ihn nach der Wohnung. Die Anzeigen, die das der Erörterung dieser Frage zeigt sich wieder so recht, was einem eines Friseurgeschäfts, abgefehen davon, ob derselbe Jnnungs- Publikum gegen Berg richtet, gehen dahin, daß einsichtigen Beurtheiler schon längst nicht fremd war, daß das mitglied war oder nicht, einige Plakate mit Ansprache übersandt. den Arbeiter Bartz aus der Königin Augusta Allee 34, gewürgt Gastwirths- Gewerbe, ober, wie die gewöhnliche Bezeichnung Leider sind diese Bemühungen umsonst, da gerade alle die- und gemißhandelt, dessen zu Hilfe geeilte Tante, die Wittwe lautet, der Stand der Gastwirthe sich noch nicht flar darüber gejenigen Inhaber von Friseurgeschäften, welche einer Innung Seedlen, durch einen Säbelhieb so verlegt habe, daß sie bettlägerig worden ist, daß es, rund herausgesagt, seine Echuld bis zu nicht angehören, nicht blos ihre Geschäfte bis Abends 9 Uhr und geworden sei, und endlich auch noch den Arbeiter Kulicke aus einem gewissen Grade war, wenn der Boykott noch nicht beendet noch später auflassen, sondern auch ihre jungen Leute bis dahin der Königin Augusta Allee 37 geschlagen habe. Als die Ortswurde. Es scheint taum erörtert worden zu sein, daß die Masse beschäftigen. Es ist dies eine trübe Erfahrung und fennzeichnet so einwohner hierüber erregt wurden, hat der Schuhmann Berg Der kleinen Wirthe Händler und dergleichen Personen, denen der recht den Charakter dieser Herren. Es wäre nun sehr erwünscht, ihnen zugerufen: Wartet nur, jetzt geht's los!" Nach den überBoykott schädlich oder unbequem ist, ein gewichtiges Wort mit- daß einmal von seiten der verehrl. Redaktion des Vorwärts" einstimmenden Aussagen der Zeugen ist Berg ohne Veranlassung sprechen fann, um den so sehr beklagten Bierkrieg los zu an diese Herren Friseure eine Aufforderung ergehen würde, daß über das Publikum hergefallen. Die Waffe ist ihm mit Gewalt werden, wenn sie nach Art der Dresdener die auch sie sich den Bestrebungen anschließen möchten. An das schließlich entriffen worden. Wie er nach Martinickenfelde ge= richtige Stellung in der Frage des Boykotts Publikum wäre jedoch die Bitte zu richten, solche Geschäfte, kommen ist und ob er sich etwa, wie es scheint, in einem Buz einnimmt. Einerseits wird das lebhafteste Interesse welche nach 6 Uhr noch offen halten, nicht zu besuchen. Es stande von Unzurechnungsfähigkeit befunden hat, ist noch nicht an der Beilegung unwiderleglich dargethan und ander würde dadurch auch den Herren Innungsmitgliedern( denn auch largelegt worden. seits ist es wieder nicht möglich, die Betreffenden in dieser für unter diesen giebt es mehrere, welche sich den Befie brennenden Frage zu einer gemeinsamen Aktion zu verschlüssen schwer fügen) ein kleiner Dämpfer entgegengesetzt. Oeffentliche Feuermelder hinter verschlossenen Thüren" die behördlichen Organe haben sich viele Wirthe auch schon so sowohl als für die Geschäftsinhaber guten Zweckes handelt, so brand, der am Freitag vergangener Woche im Hause Marienanlassen. Neben der überaus empfindlichen Beeinflussung durch Da es sich um Durchführung eines für Gehilfen und Lehrlinge existiren noch immer in Berlin und erschweren in hohem Grade das schnelle Herbeirufen der Löschzüge. So war der Dachstuhlweit in die ihnen von maßgebender" Stelle zugedachte Rolle wäre es wirklich von feiten der verehrl. Redaktion angebracht, burgerstraße stattfand, noch rechtzeitig entdeckt worden und es hineingefunden, daß sie sich selber schon als nichts anderes be- vorstehendem Wunsche Rechnung zu tragen. trachten, als die geduldeten Hausknechte der Berliner Großbrauer. E3 versteht sich, daß wir an dem Beschluß der Junung Greifswalderstraße, der sich auf dem Etablissement der Bock'schen eilten sofort Personen nach dem öffentlichen Feuermelder in der Wie, gegen Die Stellung nehmen, welche uns so und so lange nichts weiter auszusetzen haben, als daß er den Schluß der Ge- Sutfabrik befindet. Um den Apparat zu erreichen, mußte, da es Bier geliefert haben? Undenkbar! Im Gegensatz zu den Herren schäfte an Sonntagen nicht früher als um 6 Uhr Abends pro- Nacht war, erst der Portier des Hauses geweckt werden, und so Brauereidirektoren, die alles rein geschäftsmäßig betrachten, setzen flamirt. Daß die Barbierinnung sich mit einem so bescheidenen die Wirthe eine besondere Roulanz und andere schöne Eigen- Maß von Sonntagsrube begnügt, soll aber dem bezeichnenden verstrichen kostbare Minuten, ehe die Meldung nach der nächsten doch jedem das Intermezzo mit den Saalwirthen deutlich außerhalb der Innung vielen Inhabern von Barbiergeschäften bedurfte bedeutender Anstrengungen, um das Feuer zu löschen. schaften bei denselben voraus; was das aber auf sich hat, follte Umstande zu gute gehalten werden, daß sowohl innerhalb wie Feuerwache erfolgte. Als schließlich der Löschzug erschien, hatte der Brand bereits eine größere Ausdehnung angenommen und es genug gezeigt haben. Man vergesse nicht, daß die Ring auch das bischen noch zu viel ist. Auch soll es der Regierung Wenige Minuten früher und der Brand wäre auf seinen ur brauer bafür verantwortlich gemacht werden müssen, wenn die nicht weiter übel genommen werden, daß sie die auf die Sonntagsruhe sprünglichen Entstehungsherd beschränkt geblieben! Saalbefizer so tief in der Patsche fizen. Die Spuren derselben bezüglichen Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung immer noch follten auch alle abschrecken, die von den Duettisten Jakobi- nicht zur Ausführung gebracht hat. Die Regierung hat sich ja Heberaus traurig sind die Arbeitsverhältnisse, die sich die Feuerstein jetzt in rührenden Tönen angesungen werden. zur Zeit mit wichtigeren Dingen zu befassen, sie muß die Arbeiter in manchen Färbereien Berlins noch gefallen Wenn sich die kleinen Wirthe 2c. vergegenwärtigen, daß sie Religion dem Volte zu erhalten trachten und Gesetze gegen den lassen. Als Exempel wollen wir in Kurzem die Zustände doch die Hauptabnehmer der Brauereien sind, und daß es sehr vermaledeiten Umsturz ausflügeln. schildern, die in der Färberei von G. Kuhnert, Holzmarkts " straße 11 zur Zeit herrschen. " Dort werden etwa 60 bis Kleine Finanzkünstler. Selbst gestellt hat sich ein Kauf- Ilichen Standpunkte aus zu verdammen sei und daß der Angeklagte 70 Arbeiter bei durchschnittlich elfstündiger Arbeitszeit zu mann P., der bis zum 1. vor. Mts. Buchhalter bei der deutschen sich in schwer gereiztem Zustande befunden habe, aber zu dem einem Stundenlohn von 19 bis 22 Pfennigen beschäftigt. Im Landwirthschafts- Gesellschaft hier war und bei etwa 150 Mit Schlage mit dem Stode babe teine Veranlassung vorgelegen. glücklichsten Falle bringt es ein Arbeiter in diesem Institut also gliedern der Gesellschaft Jahresbeiträge für 1894 mit je 20 m. Es sei deshalb nach dem Antrage des Staatsanwalts auf 30 M. auf 14 bis 15 M. in der Woche für einen Familienvater ein gegen Einhändigung der Mitgliedskarte eingezogen und die ein Geldstrufe erkannt worden. Hungerlohn in des Wortes gräßlichster Bedeutung. Aber froh genommenen 3000 M. für sich verbraucht hat. Die Staats ist noch derjenige, der das Glück hat, die Woche hin- anwaltschaft in Essen hat der Kriminalpolizei durch den Draht mittel Gefeß macht den Gerichten viel zu schaffen. In diefem Ein Prozeß wegen Vergehens gegen das Nahrungs durch regelmäßig arbeiten zu können, denn gar oft mitgetheilt, daß der Kaffenbote Anton Bienwald nach Unter Frühjahre ging dem Ortsvorstand zu Nixdorf die Unzeige zu, tommt es vor, daß irgend ein Arbeiter plößlich einen schlagung von 17 000 m. flüchtig geworden ist. Geschädigt ist daß auf den dortigen Marktplätzen viel Wurst feilgehalten werde, Tag aussehen muß, natürlich ohne die geringste Entschädigung eine Eisenhütte. für seine unfreiwillige Verfäumniß zu erhalten. Am nächsten welche mit Pferdefleisch durchsetzt sei. Der Gendarm Kamenz Der Restaurateur Herr Wicht in Pankow, Kaiser erhielt den Auftrag, aus den Verkaufsständen Proben von Wurst Tage hat er dann desto strammer darauf los zu schuften. Dem Friedrichstraße 70, theilt uns mit, daß die in Nr. 264 des Vor- zu entnehmen und sie dem Gerichtschemiter Dr. Stelzer zur Lohn entspricht die Behandlung, die den Arbeitern in der wärts" veröffentlichte Mittheilung, wonach er das Publikum Untersuchung zu übergeben. Nach dem Ergebniß der UnterFärberei von Kuhnert zu theil wird. Es ist an der Tages durch Bierunterschiebung zu täuschen suche, unrichtig fei. Mit fuchung soll sich die Anzeige bestätigt haben, gegen eine ganze Anordnung, daß sie von dem Vorarbeiter Paul Silbig, der bei Ausnahme des einen von ihm zugegebenen Falles habe er später zahl Schlächter wurde Anklage erhoben. Mehrere derselben be seinem Prinzipal besonders gut angeschrieben steht, nicht allein nie wieder Ringbier geführt, so daß keine Ursache vorliege, sein haupteten, daß sie ein Opfer eines Irrthums des Sachverständigen mit den gemeinsten Schimpfreden bedacht, sondern auch mit Lokal zu boyfottiren. Schlägen bedroht werden. Der Vorarbeiter Hilbig unterstand geworden find. Zu diesen gehört auch der Schlächtermeinter fich fogar eines Tages, den beim Wagenwaschen beschäftigten Polizeibericht. Am 13. d. M., Morgens, wurde ein Mann Alfred Runge, der trotz seiner Unschuldsbetheuerungen vom Arbeiter R. einen Eimer Wasser über den Kopf zu gießen. Kurze auf dem Boden eines Hauses, in der Bernburgerstraße, erhängt Schöffengerichte zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt wurde. In der Zeit darauf erkrankte N. schwer am Typhus; seine alte Mutter, vorgefunden. Vormittags riß der Sturm auf dem Zimmers Berufungsschrift erbot Runge sich zum Beweise durch Bere die von ihm ernährt wird, wurde dadurch in die bitterste Noth play Prenzlauer Allee 80 ein Schutzduch von einem Bretter- nehmung sämmtlicher bei ihm beschäftigt gewesener Gefellen, daß Lage versetzt. Als dritte Annehmlichkeit gelten die äßenden stapel herab und schleuderte es etwa 15 Meter weit auf das in seinem Geschäfte nur Kind- und Schweinefleisch zu Wurst Dämpfe in der Fabrik, die oft den ganzen Raum dermaßen er: Nachbargrundstück; zwei dort arbeitende Seiler erlitten dabei verarbeitet werde. Da er ferner nie eine Waare aus anderer füllen, daß Einer den Andern nicht sehen kann. Trotzdem die Verlegungen am Kopfe, und zwar der eine so schwere, daß er Quelle bezogen habe, so sei es ganz unmöglich, daß in der von Arbeiter gar manches an den hygienischen Zuständen in der nach dem Krankenhause gebracht werden mußte, während der ihm verkauften Wurst Pferdefleisch entfalten sein konnte. In Fabrit auszusehen haben, ist es ihnen feit langem nicht beschieden zweite leicht verlegt wurde. Ferner wurde durch den Sturm mehreren Terminen vor der Berufungs- Strastammer focht der gewesen, den Gewerbe- Inspektor auf der Arbeitsstätte von An- die Zinkbedachung eines Erkers an dem Hause Bernburgerstr. 19 Vertheidiger die Zuverlässigkeit des Dr. Stelzer an. Es wurde gesicht zu Angesicht zu sehen. Sämmtliche Arbeiter wünschen herabgeschleudert und dabei ein Schaufenster in dem gegenüber dabei unter Beweis gestellt, daß ein anderer Schlächter sehnlichst, daß dieser Herr auch einmal den Ort ihres Glends liegenden Hause zertrümmert. Vormittags vergiftete fich eine Wurst aus Pferdefleisch hatte anfertigen und dem Dr. Stelzer in Augenschein nehmen möge. ein Buchhändler in seiner Wohnung, in der Invaliden- zur Untersuchung geben lassen. Dr. Stelzer habe darauf be= Freilich hilft aller Fabrikinspektorenbesuch blutwenig, wenn ftraße, mittels Schwefelsäure. An der Ecke der Hohen- gutachtet, daß die Wurst aus Rindfleisch hergestellt sei. Im gestrigen die Arbeiter nicht selber Manns genug sind, thatkräftig ihr sollern und Thiergartenstraße wurde Mittags ein Hausdiener Termine vor der Berufungs- Straffammer legte Dr. Stelzer elendes Loos zu beffern. Bislang hat die Unternehmerklugheit durch eine Droichte überfahren und am Arm und Fuß verlegt. die von ihm angewandte Methode zur Erkennung von Pferde darin gegipfelt, dem Proletarier das Dasein so kläglich wie mög- Im Hause Hochstr. 28 fiel ein Mädchen beim Spielen aus dem lich zu gestalten; und die Berechnung, daß der am elendesten zweiten Stock über das Treppengeländer in den Hausflur hinab entlohnte Arbeiter der zuverlässigste im Sinne des Unternehmer- und erlitt außer einem Beinbruch erhebliche Verlegungen am thums ist, weil ihm das Mart in den Knochen fehlt, um sich Kopfe. Nachmittags versuchte ein Arbeiter, auf dem Lagergegen foziale Unbill zu wehren, hat sich in den meisten Fällen plage Greifswalderstraße 55-56, wo seine von ihm getrennt ja auch als richtig erwiesen. lebende Ehefrau beschäftigt war, sich durch vier Revolverschüsse Mögen die vielen Tausende Arbeiter, die sich in ähnlicher zu tödten. Er wurde noch lebend nach dem Krankenhause geLage befinden, wie die in der Fabrik des großen Patrioten bracht. Ein Dienstmädchen durchschnitt sich in der Wohnung Ruhnert, sich endlich aufraffen und durch Anschluß an die gewerk. feiner Herrschaft, in der Dragonerstraße, in selbstmörderischer in schaftliche und politische Organisation ihre materielle und geistige Absicht die Pulsadern an der Hand. Es wurde nach der Charitee Lage zu heben trachien. gebracht. Im Laufe des Tages fanden drei Brände statt. Witterungsübersicht vom 14. November 1894. 0 = Wer hilft? Die Polizei. Wogegen hilft sie? Wie gegen so viele andere Uebel, so auch gegen die Arbeitslosigkeit. Deffentliche Arbeitsnachweise- Bureaus, so schreibt man, werden jezt in vielen Vororten errichtet, um der immer drohender werdenden Arbeitsnoth abzuhelfen. In Köpenick soll ein der Stationen. artiges Bureau am 15. d. M. im Polizei- Amt errichtet werden. Am selben Tage tritt im Amtshause zu Groß- Lichterfelde eine von den Gemeindebehörden eingerichtete unentgeltliche Arbeitsvermittelung ins Leben. In Pankow hat der Vaterländische Swinemünde. Verein die Nachweisung von Arbeit in die Hand genommen. Hamburg Ob diese Arbeitsnachweise- Bureaus in polizeilichen oder in Berlin privatpatriotischen Händen sind, nügen werden sie blutwenig. Wiesbaden. Der Arbeiter hat nur Vertrauen zu solchen Instituten, wenn sie München unter der Kontrolle von seinesgleichen stehen, und er fühlt sich am allerwenigsten gemüßigt, bei Arbeitslosigkeit die Lievens würdigkeit der Polizei in Anspruch zu nehmen. Und der Unternehmer? Freiwillig kümmert er sich überhaupt nicht um die Wohlthat der Arbeitsnachweise- Bureaus, es sei denn, er braucht gerade einen Streitbrecher. = V Wien Haparanda Petersburg Cort. Aberdeen Paris • Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke P00| N| INN( Stala 1-12) dalibus Wetter wolfig bedeckt heiter halb bedeckt woltenlos fleisch dar. Der Gerichtshof gab ihm auf, feine Methode in eingehender Weise schriftlich aufzufegen und das Schriftstück dem Gerichte einzureichen. Die thierärztliche Hochschule soll sodann um ein Gutachten angegangen werden, ob die Methode des Dr. Stelzer als zweifellos zuverlässig anzusehen ist. Das Dreirad als Zweirad. Die Frage, ob ein Dreirad im Sinne der Polizeiverordnung ein Zweirad sein kann, hatte die 141. Abtheilung am Amtsgericht I. zu entscheiden, und zur Lösung dieser für den Radfahr- Verkehr hochwichtigen Frage war es für nothwendig befunden worden, das Fahrrad als Zeugen einzuladen. Der Fabrikant Robert Quosdorf war beschuldigt, mit einem Zweirad in einer Straße gefahren zu sein, in welcher das Fahren mit Zweirädern verboten, mit Dreirädern dagegen gestattet ist. Duosdorf wies nun an dem vorhandenen Rade nach, daß dasselbe, wenn es auch ursprünglich ein Zweirad gewesen sei, jetzt doch 3 Räder habe, denn zum Zwecke des leichteren Bremsens 2c. sei neben dem Vorderrade noch ein kleineres Nebenrad angebracht. Diese Demonstration ließ fich nicht in Abrede Eſtellen. Der Schuhmaun behauptete aber, daß es sich hier doch um ein Zweirad handle; wenn auch wirklich noch ein drittes Rad angebracht sei, so habe dies doch nur den Zweck, die Polizeiverordnung zu umgehen. Der Amtsanwalt war derselben Ansicht. Der Gerichtshof aber sprach den Angeklagten frei, da die Polizeiverordnung nur von Zweirädern spreche und nicht angebe, wie die Räder befestigt seien. Ob der Angeklagte wirklich die Absicht gehabt habe, die Polizeiverordnung zu umgehen, thue nichts zur Sache. Temperatur 1( nach Gelfius 50 G. 40 R.) 758 SW 755 SSW · . 760 TW 760 • SW 763 GO 765 Still woltenlos 750 NND 2 bedeckt 735 731 • 757 WSW SW S 5 wolfig 3 4 halb bedeckt bedeckt 6 7 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 15. November 1894. Etwas wärmeres, zeitweise heiteres, vorherrschend wolkiges Wetter mit Regen und frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Ein Bild aus der Dienstboten Sklaverei. Aus Erfurt wird uns vom Dienstag geschrieben: Ein Verbrechen, das die tühnsten Phantasien aller Romanschriftsteller weit in den Schatten Charley's Taute soll nicht singen. Einer der bekanntesten föniglichen Landgerichts zur Verhandlung. Auf der Antlagebant stellen dürfte, gelangt heute vor dem Schwurgericht des hiesigen italienischen Verleger hat sich, wie gemeldet wird, durch Vererscheinen, aus der Untersuchungsbajt vorgeführt: 1. der fürstlich mittelung der hiesigen Theateragentur Entsch an Herrn Direktor Schwarzburg- Sondershäusische Oberförster Gerlach, 2. dessen Ernst mit dem Ersuchen gewandt, ihm Charley's Tante gegen and Ehefrau, aus Sondershausen. Bei den Angeklagten stand feit Garantie einer fabelhaften Summe für einen tomischen OpernAnfang März d. J. ein junges Mädchen, namens Anna Köhler text freizugeben. Die Komposition würde einer der berühmtesten aus Gotha in Diensten. Am Nachmittage des 11. Juli d. J. italienischen Komponisten bewerkstelligen. Legtere Mittheilung wurde der praktische Arzt Dr. Dertel in Sondershausen zu den hat Herrn Direktor Ernst mißtrauisch gemacht. Er vermuther, Angeschuldigten gerufen. Gegen 52 Uhr Nachmittags traf daß Leoncavallo seine Hand im Spiel hat und das Sujet Rammer I. Sizung vom 10. November. Der Schneider traf er den Oberförster Gerlach nebst Frau und Tochter an. von Charley's Tante in die italienisch preußisch deutsche Dr. Dertel in der Gerlach'schen Wohnung ein. In der Wohnstube Nationaloper hineinvermengen will, die er immer noch nicht meister Allifat verlangte am 17. Oktober durch Zeitungsannonce Gerlach und Frau flagten dem Dr. Dertel fofort über die tomponirt hat. Dies wäre zu schade für die gute Tante, die einen Bügler, dem 24 M. Wochenlohn in Aussicht gestellt wurden. Schlechtigkeit ihres Dienstmädchens Anna Köhler. Das Mädchen überdies als Nothhelferei immer noch zu schäßen ist, und Unter anderen meldete sich auch der Bügler 3. als Reflektant habe ihnen wiederholt Zucker und Beeren gestohlen und infolge Adolph Ernst trägt daher mit Recht Bedenken, die ehrwürdige auf die Stellung. Allifat forderte ihn auf, am anderen Morgen des Genusses dieser Gegenstände leide dasselbe seit längerer Zeit Dame in zebräischgestreifter Zukunftsmusik alliteriren zu lassen. zu kommen, und nahm ihm die Invalidenkarte ab. Als 3. am an heftigen Durchfällen. Einen Arzt haben sie, da das Mädchen 18. Oktober früh zur festgesetzten Zeit erschien, gab Allisat sich dagegen stets gesträubt habe, bisher nicht zu Rathe gezogen. Recht beschämend für die Verkehrsverhältnisse der ihm die Karte mit Dem Bemerken zurück, daß die Stadt der Intelligenz ist folgende Mittheilung, die wir in Stelle besetzt sei. 3. tlagte nun Der Oberförster erzählte auch dem Arzt, daß er das Mädchen 3. tlagte nun auf Lohnentschädigung. wegen ibres diebischen Wesens wiederholt gezüchtigt habe. Dr. unferem Hamburger Bruderorgan finden: Die Nacht- Omnibusse, Der Beklagte gab den geschilderten Sachverhalt als richtig zu, Dertel, dem das Gebahren der Gerlach'schen Gheleute etwas ver diese neueste Errungenschaft der Großstadt, begannen ihre Fahrten suchte sich aber damit aus der Patsche zu helfen, daß er ein- dächtig vorkam, verlangte die Patientin zu sehen. Bevor jedoch in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag und wurden sogleich wandte, bei ihm sei durch großgedruckten Aushang die Kündigung dem Verlangen des Arztes entsprochen wurde, erzählte ihm noch Ger lebhaft in Anspruch genommen. Die Wagen sind bequem und ausgefchloffen. Dem Kläger war, da er noch garnicht bei A. ge- lach, daß das erkrankte Mädchen am Hinterkopf eine Wunde habe, hübsch eingerichtet. Sämmtliche Wagen sind geheizt, so daß der arbeitet hatte, natürlich von dem Aushang nichts bekannt: ihm die ihr vor Antritt des Dienstes bei ihm von ihrem Bruder Aufenthalt in denselben selbst bei strengfter Winterkälte ein be- fonnte davon nichts bekannt sein, weil Beklagter zugestandener zugefügt worden sei. Auch auf dem Rücken habe das Mädchen haglicher ist. Die Wagen werden auch in den Gafé's abgerufen, maßen die Kündigungsfrist mit feinem Worte berührt hatte. Das mehrere Wunden, diese habe sie sich aus Reue über ihr diebisches so daß die anwesenden Gäste sich dort unbesorgt noch aufhalten Gericht nahm an, daß die Verhandlung zwischen den Parteien Besen selbst zugefügt.. Der Oberförster begab sich hierauf mit mehrere Wunden, diese habe sie sich aus Reue über ihr diebisches tönnen unter der beruhigenden Gewißheit, noch einen Anschluß am 17. Oftober ein Engagement in sich geschlossen und daß Be- Dr. Dertel in eine zwei Treppen hoch belegene Rammer. Hier zu erreichen. flagter den Kläger am 18. Oftober widerrechtlich entlassen habe. Lag das junge Mädchen in einem völlig verwahrlosten Zustande, Gesperrt wird für Fuhrwerke und Reiter der östliche Fahr- Es erfolgte deshalb die Verurtheilung U.'s zur Zahlung von 48 M. nur mit einem Kleide bedeckt, den Kopf mit einem alten, naffen damm der Petersburgerstraße von der Frankfurter Allee bis zum Eine Straßenrüpelei gelangte gestern zur Kenntniß der Lappen umwickelt, besinnungslos auf einem Bett. Auf AufPlage N der Abtheilung XIII des Bebauungsplanes behufs 138. Abtheilung des Schöffengerichts. Der Bahnarzt Witt- forderung des Arztes, den Lappen vom Kopfe zu entfernen, riß Umpflasterung des Kreuzbammes der Frankfurter Allee mit der to wsti hatte sich wegen schwerer Körperverlegung zu ver- der Oberförster denselben mit solcher Gewalt dem Mädchen ab, Petersburgerstraße vom 16. d. M. ab. antworten. Der Beschuldigte gab zu, den Kaufmann Kirchner daß der Arzt sich veranlaßt sah, dem Oberförster über dies Vere mit der Krücke eines Spazierſtockes dermaßen über den Kopf ge- halten Borhaltungen zu machen. Eine flüchtige Untersuchung fchlagen zu haben, daß der Getroffene aus einer Wunde heftig ergab auf dem Hinterkopf eine Fünfmarkstück große, von Haaren blutete. Die Veranlassung schilderte der Angeklagte folgender- entblößte, die Knochen bloslegende, völlig vereiterte Wunde. In weise: Am Abente des 9. Juli sei er Augenzeuge gewesen, als der linken Nierengegend befand sich ein handbreiter Hautdefekt ein gebrechlicher jüdischer Herr in der Friedrichstraße von mit brandigem, geschwürigem Grunde. Der linke Oberschenkel wies Kein Tag ohne eine Verzweiflungsthat and Hunger. dem Kaufmann Kirchner in so heftiger Weise an- die Spuren zahlreicher Schläge auf, die linke Wade war infolge von Schon wie er hat ein Proletarier infolge petuniärer Sorgen gerempelt wurde, daß derselbe zu Falle gekommen wäre, wenn Schlägen vollständig blutunterlaufen. Dr. Dertel erkannte schon feinem Leben ein Ende gemacht. Der 82jährige Maurer Wiese, andere Personen ihn nicht aufgefangen hätten. Verschiedene aus diefer nur oberflächlichen und flüchtigen Untersuchung den Bantftr. 19 wohnhaft, war schon seit langer Zeit beschäftigungs- Augenzeugen stellten den Kirchner wegen seines Verhaltens zur völlig hoffnungslosen Zustand des Mädchens. Er ordnete des los und alle seine Bemühungen, sich einen Broterwerb zu schaffen, Rede. Dieser habe eine Menge Schimpfworte gegen die Juden halb die sofortige Ueberführung besselben in das Krankenhaus blieben vergeblich. Aus Verzweiflung darüber hat sich der Un- ausgestoßen, es hätten sich zwei Parteien gebildet und es sei an. Auf Vorhalten des Dr. Dertel geftand Gerlach zu, das glückliche am Dienstag Morgen in seiner obenerwähnten Wohnung dadurch zu einem bedeutenden Auflauf gekommen. Der An- Mädchen einen oder zwei Tage vorher mit einem Stode ges erhängt, Frau und Kind in den trostlosesten Verhältnissen zurückgetlagte habe sich für verpflichtet gehalten, einen Wächter aufzu- züchtigt zu haben. Auf die Bemerkung des Dr. Dertel, daß man laffend. fuchen und von demselben zu verlangen, daß er den Kirchner zur Wache einen schwer tranten Menschen doch nicht noch schlagen dürfe, führe. Dem Verlangen wurde stattgegeben. Eine Anzahl Personen erwiderte Gerlach:" Ja, wenn einen die Wuth dazu treibt. Die Sammellifte Nr. 147 der streikenden Gummiband Weber der Firma C. W. Deuß in Langerfeld ist verloren gegangen. Der Verlierer bittet dieselbe bei Lenz, Alte Jakobstr. 69, abgeben zu wollen. Ein entfehlicher Unglücksfall ereignete sich gestern Mittag folgte dem Wächter mit dem Arrestanten, darunter auch der An- Das Mädchen wurde ohne Berzug in das Krankenhaus gebracht. an der hoch über den Bahntörper der Hamburger Bahn führen- geklagte, welcher als Beuge dienen wollte. Unterwegs habe Als der leitende Anstaltsarzt, Kreispbysitus Medizinalrath Dr. den Fennbrücke. Zwei zwölfjährige Knaben hatten versucht, nach- Kirchner fortwährend auf die Juden gefchimpft, worauf der An- Beyer gegen 8 Uhr Abends die Kranke sah, gewann er dem sie das Geländer der Brücke überſtiegen, auf dem neben der geklagte gesagt habe:" Wächter, merfen Sie sich diese Redens sofort die Ueberzeugung, daß er eine im Sterben liegende Brücke hinlaufenden Rohrpost Kanal hinüberzurutschen. Einem Infolge sofort angestellter Wieder der Knaben glückte auch das gefährliche Manöver, während der arten, das werden wir ihm anstreichen!" Darauf habe Kirchner Person vor sich habe. zweite, in der Mitte angekommen, plöglich das Gleichgewicht verlor zur Erde gefallenen Hut aufgehoben hatte, habe Kirchner ihm an fie gerichtete Fragen, doch zeigten die Antworten, daß zweite, in der Mitte angekommen, plöglich das Gleichgewicht verlor ihm eine schallende Ohrfeige versetzt. Als der Angeklagte feinen belebungsversuche beantwortete das Mädchen wohl einige und mit lautem Aufschrei aus der beträchtlichen Höhe auf den Bahn- troß der Anwesenheit des Wächters eine zweite Ohrfeige gegeben. fich die Kranke in einem Delirium ähnlichen Zustande befand. törper hinabstürzte. Bewußtlos, mit anscheinend schweren inneren Nun habe er diesen zweifachen Angriff mit einem Schlag mittels Mit großer Gier schlürfte fie ein ihr dargereichtes Gläschen Verlegungen und gebrochenem Fuße, wurde der Knabe, der Sohn des Stockes erwidert. Die Beweisaufnahme bestätigte die Angaben Rognak mit Ei herunter. Sie haben wohl schon lange nichts eines auf einem in der Nähe belegenen Holzplage beschäftigten des Angeklagten in allen Punkten. Der Staatsanwalt hielt eine au effen bekommen?" fragte Dr. Beyer." D, schon lange nicht", Arbeiters Sinze, von einem Bahnarbeiter aufgehoben und in die berechtigte Nothwehr nicht für vorliegend, da der Wächter in feufzte das Mädchen. Da Dr. Dertel inzwischen der Behörde elterliche Wohnung getragen. der Nähe war. Der Angeklagte hätte auch nicht nöthig gehabt, Anzeige gemacht hatte, so erschienen furz nach 8 Uhr Abends der Eine Diebesgesellschaft, die es auf die Sabfeligkeiten von sich in unmittelbarer Nähe des Siftirten zu halten und ihn durch Erste Bürgermeister Kühne und der Oberamtsrichter Klang im Dienstboten abgesehen hat, treibt im Süden der Stadt ihr Wesen. die an den Wächter gerichteten Worte zu reizen. Er beantragte Krankenhause, um, wenn angänglich, das Mädchen zu vernehmen. Das Mädchen gab Es sind dort mehrere Diebstähle zur Anzeige gebracht worden, gegen den Angeklagten eine Geldstrafe von 30 Mart. Der Ver- Allein diese Bemühungen waren erfolglos. die in der Art ausgeführt sind, daß zunächst der Aufbewahrungs- theidiger, Rechtsanwalt Lewinsky, trat mit Entschiedenheit für ganz verwirrte Antworten und wußte nicht einmal ihr Alter ort für die Sachen der Dienstboten ausgemittelt und dann diese die Freisprechung des Angeklagten ein. Er tönne ſeine Ver- und die Dauer ihres Dienstverhältnisses bei den Gerlach'schen Sachen bei geeigneter Gelegenheit durch Aufbrechen der verwunderung darüber nicht unterdrücken, daß die Staatsanwalt Eheleuten anzugeben. Das Mädchen verfiel febr bald in Schlaf fchloffenen Räume fortgeschafft wurden, wozu vermuthlich die schaft es abgelehnt habe, gegen Kirchner einzuschreiten, und verstarb bereits gegen 11 Uhr Abends, in Gegenwart des Me jezt früh beginnende Dunkelheit benutzt wurde. In einem Falle benn diefer hätte die Stelle des Angeklagten einnehmen müssen. dizinalraths Dr. Beyer, ohne wieder zum Bewußtsein gefommen haben die Diebe zwei Reiseförbe mittels eines Sandwagens fort- Befremblich sei es auch, daß der Wächter nicht wenigstens die zu sein. Der Medizinalrath gewann auf grund der Verlegungen geschafft, während die Mädchen, denen die Körbe gehörten, in zweite Ohrfeige verhindert habe. Der Gerichtshof verkannte nicht, bes Mädchens die Ueberzeugung, daß dasselbe längere Zeit hin der Küche beschäftigt waren. baß das Verhalten des Kirchner vom sittlichen wie vom rechts durch gemißhandelt worden und daß die Gesammtheit der Ver legungen, der Schmerz, die Vernachlässigung der Wunde und der s Die Lohukommission der Zimmerleute Danzige ver- 1 Der deutsche Holzarbeiter- Verband( Bezirk W. und SW.) zurückgekommene Ernährungszustand das untrügliche Zeichen einer öffentlicht soeben die Abrechnung über die ihr zur Verfügung ge- beschäftigte fich in seiner Versammlung, die am 11. November fortgefeßten unmenschlichen Behandlung sei. Bereits am 12. Juli standenen Streikgelder. Es gingen ein von Anfang Mai bis bei Reßner in der Grunewaldstr. 110 tagte, mit der Besprechung wurde die gerichtsärztliche Obduktion der Leiche vorgenommen. Anfang August 14 471,64 m., ausgegeben wurden 14 118,25 m, von Werkstattsangelegenheiten. Gingeladen waren die Kollegen Hierbei wurde festgestellt, daß der ganze Körper Spuren von fort so daß ein Ueberichuß von 353,39 m. verbleibt, der vorerst aus der Werkstatt von Bischow, Wilmersdorf. Welch krasse Mißgefekter, schwerer Mißhandlung zeigte. U. a. erblickte man am zurückgehalten werden soll zur eventuellen Deckung der Kosten stände der Freie Arbeitsvertrag" erzeugt und wie der UnterHinterkopf eine tiefe und runde Wundfläche von 71/2 Bentimeter für die brei schwebenden Prozesse, daun aber zur Unterstüßung nehmer es versteht, die gegenwärtige wirthschaftliche Nothlage Breite und 8 Zentimeter Höhe. Die Haare fehlten hier vollständig. von Streifenden. auszunügen, das ging schlagend aus der Diskussion über obige In dieser Wunde befand sich eine große Menge kleiner Maden, ein Von den Einnahmen wollen wir die von Berlin und Um- Werkstatt hervor. Jeder in Arbeit Tretende muß sich hier verBeweis, daß die Wunde schon sehr lange aller Pflege entbehrt gegend im Interesse der Betheiligten besonders aufführen. Es pflichten, ohne irgend welche Abschlagszahlung seinen Afford hatte. Wie tief diese Kopfwunde gewesen, ergiebt sich aus dem fandten ein von Berlin: Freie Vereinigung der Zimmerer 50,- fertig zu stellen. Diejenigen Kollegen, die wochenlang Arbeit Umstande, daß sogar der bloßliegende Knochen des Hinterhaupt freiwillige Sammlung der Berliner Zimmerlente 860,-; frei gesucht haben, werden wissen, was ein derartiges Verbeines sich in fleinen Plättchen abgehoben hatte. Ueber dem willige Sammlung vom Platz Badeck 13,55; auf Danziger Listen, langen befagen will, so daß jeder Rommentar hierzu überrechten Schulterblatt fand sich eine weitere schwere Wunde; hier gesammelt durch die fremden Bimmergesellen 39,50: Freie Ver- flüssig ist. Es werden aber auch jedem Indifferenten die Augen feblte ein ganzes Stück Haut, etwa 12 Zentimeter lang und 3 bis einigung der Maurer 50,-; zentralisirte Lederarbeiter 30,- aufgehen, daß gegen solche Zustände nur eine straffe Organisation nur 4 Zentimeter breit, so daß das nackte Fleisch offen zu Tage trat. Weißenfee, Lokalverband der Zimmerer 10,-; Lichterfelde, gef. helfen tann. Kollege Möwes ist vom Vorstande als KontrollDer gauze Körper wies eine Fülle ähnlicher Wunden auf. Bu von den Zimmerleuten 5,90; Charlottenburg, Gewerkschafts- fommissionsmitglied bestätigt. Die Mitglieder mögen etwaige alledem kam noch eine solche Abmagerung des Körpers, daß aus fartell 14,95; Charlottenburg, Lokalverband d. Zimmerer 65,-; Anträge zum nächsten Verbandstage, betreffs Statutenänderung. a un wurde bekannt dieser auf eine überaus dürftige und mangelhafte Ernährung der Brandenburg, Bimmerer, durch Ernst Gößler 22,50; Potsdam, dem Vorstande unterbreiten. Ferner wurde bekannt gemacht, Gemißhandelten geschlossen werden mußte. Die Mishand: Lokalverband der Bimmerer 22,40; Spandau, Lotalverband der daß am Dienstag, den 20. November für beide Bezirke Vertrauenslungen, im Verein mit der schlechten, unzureichenden Er- Bimmerer 88,60. Stenoza männer- Versammlungen stattfinden, wozu die betreffenden Kolnährung, bewirkten gleichzeitig einen starken Körperverfall. Das gemißhandelte Mädchen vermochte die inneren niedergelegt. Eine Ginigung mit den zu einer Versammlung zu werden die Mitglieder ersucht, sich am Sonnabend recht zahl 800 Diamantschleifer haben in Antwerpen die Arbeit legen durch Handzettel eingeladen werden. Diese Handzettel gelangen am Sonnabend auf den Zahlstellen zur Ausgabe und Erkrankungen, die die Obduktion ergeben hat, um so weniger zufammen berufenen Arbeitgebern fonnte nicht erzielt werden. ertragen, als die Mißhandlungen bis zuletzt fortgesetzt und außer reich zur Empfangnahme behufs Verbreitung derselben, auf den dem stetig schwere Arbeitsleistungen von der Berstorbenen ver Mehrere hundert Fabrifarbeiter in Rivarolo( Piemont) Bahlstellen einzufinden. langt wurden. Die Obduktion hat nun ergeben, daß infolge der sollen römischen Blättern zufolge in den Streik getreten sein. Charlottenburg. Am 6. November tagte hier in BisVerlegungen eine Nierenentzündung, verbunden mit allgemeiner Waffersucht, eingetreten war, die den Tod des Mädchens zur errichtet werden. Mehrere Jahre haben die Arbeiter in Ber- ftreicher. Nach einem beifällig aufgenommenen Vortrage des Ein Gewerbe- Schiedsgericht soll jetzt auch in Darmstadt mardshöhe" eine öffentliche Bersammlung der Maler und AnFolge hatten. Dieser Obduktionsbefund führte zur Verhaftung fommlungen und Eingaben den Kampf gegen die widerspenftige Kollegen Fleischer Berlin über:„ Die wirthschaftliche Lage zur Das Mädchen bisweilen wegen seiner Naschhaftigkeit und seines Bourgeoisie, die nach dem Hof hin den Rücken frümmt und nach in unserem Gewerbe" folgte eine furze Diskussion, die sich im das Mädchen bisweilen wegen seiner Naschhaftigkeit und seines unten troßig auftritt, ausgehalten und jetzt endlich den Erfolg Rahmen des Vortrages bewegte. Hierauf wurde die Wahl eines diebischen Wesens gezüchtigt zu haben, sie bestreiten jedoch Diebischen Wesens gezüchtigt zu haben, sie bestreiten jedoch auf ihrer Seite. Wieder ein Beweis, daß nicht müde werden Delegiebe Rollege Flemming. Nach der Bekanntgabe, daß beide auis Entschiedenste, die vorgefundenen Verlegungen das hier zu gründende Gewerkschaftskartell erledigt. bem Mädchen beigebracht zu haben. Gerlach behauptet: enterier Grundſay ſein muß. Die Wahlaussichten find ſehr Gewählt wurde Kollege Stemming. Nach der Bekanntgabe, bas habe der Verstorbenen nur ein einziges Mal und zwar bisquam 14. d. M. im Lokal des Herrn Krause, Bismarckstr. 74, die am Tage vor ihrem Tode mit einem etwa fingerdicken Stöckchen regelmäßige Mitgliederversammlung stattfindet, wurde beschlossen, 5 bis 6 Siebe über den Oberschenkel versetzt und zwar habe er aisin nächster Beit eine öffentliche Bersammlung mit Frauen an jedoch mit dem Bemerken: sie habe ihren Mann niemals beauftragt, das Mädchen zu züchtigen, sie selbst habe die Verstorbene nur hin und wieder auf die Hände geschlagen. Allein eine große Anzahl von Zeugen hat beobachtet, daß die Verstorbene von den Gerlach'schen Eheleuten fortgesetzt und ohne nennenswerthe oder auch ohne jede Veranlassung fortgefeßt in furchtbarer Weise miß handelt worden fei. Die Berstorbene soll außerdem wie eine Gefangene behandelt worden fein; sie war dem Berkehr mit der Außenwelt, ja selbst dem brieflichen Verkehr mit ihren Angehörigen fast vollständig entrückt. Aehnliche Behandlungen wie Die Anna Köhler follen im übrigen auch die früheren Dienst mädchen der Gerlach'schen Eheleute, wenn auch nicht in so traffer Weise, erduldet haben. Dies hat die Staatsanwaltschaft veranlaßt, gegen beide Eheleute die Anklage zu erheben. dies in Auftrage feiner Frant gethan. Lehtere beftreitet dies Derlammlungen. einem Sonntage abzuhalten. Der Verein der Bauauschläger tagte am 4. November. Wie der Schriftführer mittheilte, habe er auf der Redaktion des Vorwärts" eine Annonce abgegeben, sei infolge dessen nicht schuld, wenn die Versammlungsanzeige nicht erschienen ist. Dem gegenüber verlas das Mitglied Porsche einen Brief der Expedition, die eine Annonce nicht erhalten hat. Die Versammlung fam zu der Auffassung, daß dem Schriftführer keine Schuld bei zumessen ist. Für einen verunglückten Bergmann aus MährischOstrau veranstaltet hierauf die Versammlung eine Sollefte und übergiebt ihm 20 M. zur Ablieferung an die anderen Unglücklichen jener Katastrophe. Die nächste Versammlung findet in der Grenadierftr. 32 statt. " Sie Für Reinickendorf tagte am 12. November eine öffentliche Parteiversammlung im Wedding- Kasino, in der Frau Ihrer Bericht vom Parteitage erstattete. Rednerin wies auf die klärung bin, welche die Berhandlung über die Abstimmung unserer Genossen im bayerischen Landtage gefchaffen hat. billigt unter den obwaltenden Umständen die Ablehnung der Resolution Bebel und fügte hinzu, daß die süddeutsche Bevölke rung sich in ihrer ökonomischen Lage wie in ihrem Temperamente von der norddeutschen unterscheidet, so daß bei ihr auch eine andere Agitationsart erforderlich sei. Was den Antrag auf Uebernahme des Vorwärts" in Parteiregie betrifft, fo steht die Referentin noch jetzt auf dem Boden desselben, da die Sozialdemokraten ja bei allen sonstigen Anlässen gegen das Zwischenunternehmerthum auftreten; der Antrag sei Dieselben haben sich daher heute wegen vorfäßlicher, mittels druck Schnellpreffen hielt am 8. November seine Vereins Bedauerlich sei es, daß der Parteitag sich mit verschiedenen per Der Verein der Arbeiterinnen an Buch- und Stein- jedoch abgelehnt, man möge ihn das nächste Mal wiederholen. eines gefährlichen Werkzeuges begangener Körperverlegungen, versammlung ab. Der Referent, Herr Pause, sprach in einem fönlichen Streitereien zu befaffen hatte. Hoffentlich würden der wodurch der Tod der Verletzten verursacht worden ist, vor ein gangs bezeichnetem Gerichtshofe zu verantworten. Gerlach heißt beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:" Kapitalisartige Dinge, je mehr die Partei fortschreitet, je mehr die Köpfe mit Vornamen: Ferdinand Heinrich Friedrich; er ist am 4. No- mus und Sozialismus“. An der darauf folgenden Liskussion aufgeklärt werden, verschwinden. Tab Dr. Rübt die Partei vervember 1846 zu Bebra bei Sondershausen geboren. Frau Gerlach, betheiligten sich Frl. Echlei im Sinne des Referats. Unter Ber- laffen, sei gewiß nicht zu bedauern. Der Antrag, den Barteitag mit Bornamen Anna, ist eine geborene Anschüß. Sie ist am fchiedenem wurde beschlossen, der verstorbenen Genoffin Wabniß in die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr zu verlegen, sei 16. September 1850 zu Zella St. Blasti, Herzogthum Koburg- um Geburtstag einen Kranz am Grabe niederzulegen. Den wieberum gefallen, was zum Theil wohl seinen Grund auch in Gotha, geboren. Beide Angeklagte find evangelischer Konfeffion tigung von 10 M. Außerdem wurden Mißstände aus mehreren in Bukunft auch in den fleineren Orten die Genossen darauf treifenden Brauern bewilligte die Versammlung eine Unter der Zusammensetzung des Frankfurter Parteitages hatte. Mögen und unbestraft. Es sind für diese Verhandlung, au der eine große Tuckereien erwähnt, in einer derselben sahen sich die Kolleginnen achten, daß möglichst wenig Parteibeamte und Redakteure delegirt Anzahl von Zeugen und Sachverständigen geladen ist, wei genöthigt, wegen übermäßiger Anforderungen und unwürdiger werden. Nachdem Rednerin auch der übrigen Beschlüsse des Sigungstage anberaumt. Zu den Vertheidigern gehört u. a. der Behandlung seitens der Vorgesetzten die Arbeit niederzulegen. Parteitages gedacht, mit denen sie sich einverstanden erklärt, Abgeordnete, Rechtsanwalt Albert Träger( Berlin). Die Ver- Diese erhalten bis sie anderweitig Kondition haben, Unterfiüßung. Schließt sie mit der Aufforderung, den Beschlüssen des Parteitages handlung erregt in hiesiger Gegend ein sehr großes Aufsehen. Die nächste Versammlung findet am 6. Dezember statt. gemäß zu handeln.( Beifall.) In der Diskussion wandten fich Aus Kaffel wird vom Dienstag berichtet: In dem Prozesse wegen der Straßentrawalle vom Wlai d. J. wurde heute nach zweitägiger Verhandlung das Urtheil gesprochen und ein Angeflagter schuldig bes Aufruhrs und zwei Angeklagte der Gefangenen befreiung und des Widerstandes befunden und zu je einem Jahre Gefängnis verurtheilt. Die beiden übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Wärter in Privatkliniken unterliegen der Kranken versicherung. Das Polizeipräsidium hatte einen Strafbefehl Töpfer und Berufsgenossen tagte am 11. November in Akademiker in unserer Partei, andere wunderten sich darüber, Eine Versammlung des Allgemeinen Vereins der einige Redner gegen das eberhandnehmen des Einflusses der gegen den praktischen Arzt Dr. D. erlassen, weil er die in seiner Röllig's Saal, Neue Friedrichstr. 44. 3um 1. Punkt der Tages. daß der Parteitag zumeist in dem Sinne beschließe, in welchem Krantenanstalt beschäftigten Wärter und Wärterinnen zur Crts. Krankenkasse angemeldet hatte. Auf den Ginipic ordnung verlas der Kassirer den Kassenbericht vom 3. Dale, fich die Genting zumeist in dem Sinne beschließe, in welchem Auer ausgesprochen. Frau Ihrer Dr. D. wurde er von dem Schöffengericht wie der Straflammer 957,74 m. gegenüberstand, so daß ein Kaffenbestand von 60,53 m. den Kopf gewachsen seien, und was das zweite betreffe, so mache der eine Einnahme von 1018,27 M. ergab, der eine Ausgabe von erwiderte darauf, daß uns heute die Akademiker noch nicht über verurtheilt. Die gegen das Erkenntniß des zweiten Richters noch eingelegte Revision wies der Straffenat des Kammergerichts verblieb. Hervorzuheben ist, daß in diefem Quartal 731,16 M. man auch in jeder Versammlung die Beobachtung, daß die Anzurüd. Dieser rechnet zwar den Arzt an sich nicht zu den Ge- an die Hauptkasse abgeführt werden konnten, während für wesenden in dem Sinne beschließen, wie es ein als tüchtig werbetreibenden, sprach aber aus, daß der Arzt als Gewerbe: Wanderunterſtüßung 62,98 m. ausgezahlt wurden. Darauf bekannter Genosse empfiehlt. Wer verhindern wolle, daß die treibender erscheine, wenn und soweit er eine Privat Kranten freiwilligen Sammlung, unterbreitete der Vertrauensmann den Kassenbericht der Ansichten Bebel's, Auer's u. s. w. so leicht durchdringen, der müsse anftalt unterhalte. Seien demnach die bezeichneten Personen im 377,15 m. ergab und der eine Gesammteinnahme von dahin streben, sich selbst so weit fortzubilden, wie es diese gethan Gewerbebetriebe des Dr. D. beschäftigt, so sei deren Anmeldung es verblieb eine Ausgabe von 251,40 M.; haben, dann werde er vermöge dieser Bildung einen gleichen ein Kassenbestand von 147,35 M. Nach Einfluß wie jene Genoffen ausüben. Folgende Resolution fand zur Orts- Krankenkasse mit Unrecht unterblieben. dem die Revisoren die Richtigkeit der Abrechnungen be- einstimmige Annahme: Die heutige für den Nordwesten des Das Hamburger Schwurgericht hatte sich vor einigen fätigt haben, wurde die Ergänzungswahl des Zentralvorstandes Niederbarnimer Kreises tagende Parteiversammlung erklärt sich Tagen mit einem Falle zu beschäftigen, der einzig in seiner Ürt vorgenommen, aus welcher die Kollegen Berg, Bauer, Haven- mit den Ausführungen sowie mit der Thätigkeit der Delegirten daftehen dürfte. Angeklagt war der Brandsprigen Kommandeur stein, Lange und Bibach als gewählt hervorgingen; die Ein auf dem Parteitage voll und ganz einverstanden. Ferner bes Johann Krohn der vorsätzlichen Brandstiftung. Im Anfang diefes theilung der einzelnen Poften regelt der Vorstand unter sich. Als schließt die Versammlung, es sich zur Pflicht zu machen, die Jahres brachen in den Bororten Winterhude und Alsterdorf ver- Revisoren der Hauptkasse wurden Böhme und Mittag( Steglitz) gefaßten Beschlüsse aufrecht zu halten und für die Ausführung schiedene Brände aus, die dem Angeklagten zur Last gelegt wurden. gewählt. Im Anschlusse daran fand die Ergänzungswahl der derfelben energisch einzutreten, um so der Verwirklichung Die Beweisaufnahme ergab ein erdruckendes Belastungsmaterial Arbeitsnachweis Kommission statt. Mit diesem Amt unserer Ziele näher zu tommen." und als Motiv der That, daß der Angeklagte, welcher als Brand- wurden die Kollegen Kästner, Müller, Hellermann, Bleul nowski berichtete hierauf, daß fammt einem im Dezember vorigen meifter bei der Feuerwehr angestellt war, die Thaten verübt hatte, Thierbach, Wengler, Stengel und Segare betraut. Jahres übernommenen Bestande von 30,49 M. die Einnahmen um die Bezahlung für die Dienstleistung beim Löschen und die Das Hauptinteresse nahm sodann wiederum die Fenster: 295,19 M. betragen haben. Die Ausgaben waren ein gut Theil Prämie von 15 M., die der zuerst arbeitenden Sprize gewährt frage in Anspruch. Nach einer in vergangener Woche höher, so daß ein Defizit von 58,49 M. blieb. Im Laufe des wurde, zu erhalten! Nach Bejahung der Schuldfrage durch die vorgenommenen Kontrolle auf den Bauten ergab sich folgende Jahres sind zehn öffentliche Versammlungen abgehalten worden. Geschworenen erhielt der Angeklagte eine Zuchthausstrafe von Uebersicht: Von 59 kontrollirten Bauten waren 45 verglast. Auf Antrag der Revisoren erhielt Genoffe Malinowsti Decharge sieben Jahren. während 14 zum Theil mangelhaft, zum Theil gar nicht verglaft und wurde darauf zum Vertrauensmann wiedergewählt. Genoffe waren. Getabelt wurde das Verhalten der Kollegen auf dem Rosenfeld gab dann eine Uebersicht über den unveränderten Bau Arnold, Pestalozzistraße, Charlottenburg, wo den Beschlüssen Stand der Lokalfrage und ermahnte ebenso wie mehrere nachfeine Rechnung getragen wird. Hierauf gelangte die Besprechung folgende Redner die Berliner jungen Leute, anderswo als in der Fenfierfrage vor der Berliner Gewerkschaftskommission zur Reinickendorf zu tangen, da hier fein Saal für uns frei ist. Ein nochmaligen Behandlung. Jakobey führte aus, daß in der Antrag, die Sperre über das Förster'sche Lotal wieder aufzuheben, letzten Gewerkschaftsversammlung erit furz vor Thores schluß wurde nach längerer Diskussion abgelehnt. Die Genossen Rosens diese Angelegenheit zur Sprache gebracht werden konnte und feld, Hütte und Israel wurden wieder in die Lokalkommission hat von jeder Richtung nur ein Redner sprechen fönnen, gewählt und als Verstärkung für die Dauer des Boytoits Baum, worauf die weitere Verhandlung furzer Hand abgebrochen wurde. Beiße, Dittberner, Dabbert und Wasch. Zu Revisoren des Ver Daburch sei unſeren Vertretern die Möglichkeit Beejchnitten, Dre trauensmannes ernannte man die Genoffen Rosenfeld, Stiens Stellungnahme zur Fensterfrage gegenüber den Angriffen seitens und Baum, Unter Verschiedenem wurden die Ausflügler ersucht, An die Gewerkschaften Berlins! Die Berliner Gewerk des Töpfers Daudert, sowie anderer Rebner in der vorher Tegel's Säle ebenso wie die von Reinickendorf zu meiden. fchafts- Kommission veranstaltet zur Zeit Erhebungen über gewert gehenden Gewerkschaftsverfammlung zu entfräften. Wohl sei die schaftliche Verhältnisse in Berlin. Zu diesem Zwecke wurden in Gewerkschaftstonunission nicht der Ort, wo Organisationsder legten Delegirtenversammlung Fragebogen an die anwesenden Streitiragen erledigt werden können, jedoch wäre es Ehren- Briefkaffen der Redaktion. Delegirten ausgegeben. Diejenigen Gewerbe, die in der Geweitpflicht der Kommission gewesen, nachdem sie solche schwere Berun- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swei Buchstaben oder eine Sabh schafts- Kommission nicht durch Delegirte vertreten sind oder deren glimpfungen einer ganzen Korporation zugelassen hat, dem angesanzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Delegirter in der betreffenden Versammlung fehlte, werden ergriffenen Theile auch volle Bertheidigungsfreiheit zu gewähren. E. S. 35. Zum Glücksspiel geliehenes Geld ist uneinfucht, die ihnen übersendeten Fragebogen im Intereffe dieser Breytulsky ist ebenfalls der Ansicht, daß den Angegriffenen durch lagbar. Sache bis spätestens zum 1. Dezember d. I. recht den furzen Abbruch der Verhandlungen nicht Gerechtigkeit wider genau ausgefüllt an das Gewertschafts- Bureau, fahren ist. Im ähnlichen Sinne sprachen Babiel, Hilscher, Jahnke Grenadierstr. 10, v. I, abzuliefern. Sollten und Stenzel, worauf folgende Resolution einstimmig an= einzelne Berufe oder Gewerbe bei der Vergenommen wurde: Die Versammlung verwirft die kurze theilung der Fragebogen übergangen fein, fo Erledigung der Fensterfrage von der Gewerkschaftskommission bitten wir diese, die Fragebogen vom Gewert und ist überzeugt, daß der Töpfer Daudert einen vollständig ein schafts Bureau einzufordern. feitigen gebäffigen Bericht über die Fensterfrage erstattet habe. Auf Der geschäftsführende Ausschuß dus 110 grund dieser Thatsachen weist die Versammlung alle beschimpfenden der Berliner Gewerkschafts Rommission. Phrafen, wie sie seitens einiger Redner in der Gewerkschafts- 2. 19. Sie können lediglich Ihre Forderung gegen die Sodnit pas C. Grenadierstr. 10. tommission beliebt wurden, mit Entschiedenheit zurück. Die Erben geltend machen. Achtung, Tischler! Der Zuzug nach Ihehoe, Möbelwert. Töpfer zentraler Richtung werden Gelegenheit nehmen, den statt der Gebrüder Weftphal, ist fernzuhalten, da dort wegen wahren Sachverhalt über die Fensterfrage, so weit Berlin in Lohnreduktion Differenzen entstanden sind. Das Streitfomitee Betracht kommt, in alle Kreise zu tragen. Die Versammlung lehnt der Holzarbeiter gehoes. Alle arbeiterfreundlichen Blätter es ab, auf die entstellenden Berichte seitens des lokalen Vereins werden um Abdruck ersucht. einzugehen, behält sich jedoch vor, zur geeigneten Zeit und am Achtung, Schneider! Die Arbeiter der Rubach'schen Wert Achtung, Schneider! Die Arbeiter der Rubach'schen Wert rechten Ort über die Streitpunfte Auftlärung zu schaffen, in fernhandelt haben. Darauf macht der Vorsitzende aufmerksam, daß zuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abbie Fensterfrage für die Vereinigung noch feineswegs erledigt ist, bruck gebeten. Die Lotalverivaltung. sondern für den ganzen Winter ein jeder Kollege gemäß unseren Achtung, Metallschläger! Ueber die Metallfchlägeret Befchlüffen unverglaste Bauten zu meiden hat. Etwaige von Rittstein in Nürnberg bleibt die Sperre verhängt. Streifende haben sich nach wie vor Rosenthalerstr. 57 zu melden. Gewerkschaftliches. K. Frey. Sprechen Sie gelegentlich mit dem polizeilichen Schreiben zwischen 12 und 1 Uhr vor. G. S. Wenn das Stocken die Wohnung unbrauchbar macht und nicht etwa durch mangelhafte Lüftung oder dgl. hervor. gerufen ist, fo liegt ein Grund zum Abgehen vom Vertrage vor. G. 2ft. Eine Verpflichtung zur Invaliditätsversicherung ( nicht zur Unfallversicherung) liegt für die Raffe, nicht für die Stadt vor. Einsender des Volk" in Groß Lichterfelde. Durch die Notiz in der heutigen politischen Uebersicht ist Ihre An regung erledigt. Caprivi 100. Caprivi war bis März 1892 preußischer Ministerpräsident. In der betr. Angelegenheit stehen Ihnen be nicht zu. Mende. statt in Goslar befinden sich noch immer im Ausstande. Die der Fensterfrage unserer Ueberzeugung gemäß taktisch richtig ges lichung im Vorwärts" nicht Sache eignet sich zur Veröffentbeantworten. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Görig. Ohne Einsicht in die betreffenden Papiere nicht zu E. 2. 20. Als Streitwerth wird bei Ermissionstlagen im allgemeinen der auf die gesammte Miethsvertragsdauer zu entrichtende Bins feftgefeht. in 507 00 pals dau uz Chiffre 999. Anfangs der 80 er Jahre( 84/85). Genaueres R. 101. Westen. Wenden Sie sich schriftlich an den Unter- Zugereift. Filiale F. 2. Bertels, Bionstirchstr. 20, IIT. tönnen Sie im Arbeitsnachweis der Metallarbeiter erfahren. suchungsrichter und führen Sie eventuell Beschwerde. Es bestimmt B. N. 18. 1 und 2. Ja. 3. Der Lehrling ist der„ väterW. K., Rigdorf. Diese Anzeige ist der Redaktion§ 116 der Straf- Prozeßordnung lediglich:" Dem Verhafteten lichen Bucht" des Meinters unterworfen. Ob diese überschritten eingeschickt worden ohne nähere Bezeichnung. Ein Inferat hätte dürfen nur solche Beschränkungen auferlegt werden, welche zur ist, ist in jedem Einzelfall zu prüfen. an die Erpedition gefandt oder uns als solches bezeichnet werden Sicherung des Zwecks der Haft oder zur Aufrechterhaltung der müssen. Ordnung im Gefängniß nothwendig sind." Weiter ist dem Untersuchungsgefangenen das Recht, Briefe zu schreiben und Befuche zu empfangen, nicht gewährleistet. K.. 31. Die bewußten Anzeigen find uns einzeln von den betreffenden Vereinen zugegangen. Arbeitslos. Habe Ihren Brief dem Parteivorstand übermittelt, Sie werden Bescheid erhalten. A. Sandheim. Die Humboldtdenkmäler find 1883 enthüllt worden. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 15. November. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Schauspielhaus. Romeo und Julia. Deutsches Theater. Hamlet. Berliner Theater. Die Karlsschüler. Leffing- Theater. Madame SansGêne. Schiller- Theater. Die Karlsschüler. Neues Theater. Komödianten. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Jabuka.( Das Apfelfest.) Rehdenz- Theater. Der Unterpräfett. Villa Vielliebchen. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Bellealliance- Theater. KönigKrause. Central- Theater. D! diese Berliner! Aleranderplab Theater. Ein Modell. Die Chansonnette. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die ewige Braut. National Theater. Der Tod als Bathe. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Alcazar 966L* Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Neu! Sensationell! Neu! The 3 Brothers Nighton. William und Bobb. Urkom. Excentrics am Doppelreck. Jolà Kowats, die Perle des Ungarlandes. Zum Schluß: Pusebach auf Korea. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pi. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. Spollo- Frater. Spezialitäten Castan's Vorstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten Boritellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Donnerstag, den 15. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Freitag, den 16. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Sonnabend, 17. November, Nachm. 3 Uhr: Schüler Vorstellung. Hans Sachs. Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Panopticum. Alter Abonnent 70, C.. 105, S., Treptow: Ja. 2 Wettende, J. L. Nossen: Nein. G. R. 100. Sie würden mit einer Klage schwer durchdringen. A. B. 400. Auch Beamte können nach dem Gesetz zur Vornahme einer kirchlichen Trauung nicht gezwungen werden. An sämmtliche Buchdruckergehilfen Berlins und Umgegend. Sonntag, den 18. November cr., Vormittags präc. 10, Uhr: Vier allgemeine hid 400 Buchdrucker- Versammlungen. Für den Süden: ,, Märkischer Hof", Admiralstr. 18e. Referent: Hugo Besteck. Für den Westen: ,, Louisenstädt. Konzerthaus", Alte Jakobstr. 37. Referent: Emil Döblin. Für den Osten: ,, Buß' Salon", Große Frankfurterstr. 85. Referent: Gustav Eifler. Für den Norden: ,, Kolberger Salon", Kolbergerstraße 23. Referent: Albert Massini. Tagesordnung in allen vier Versammlungen: 1. Die zwangsweise Einführung der Prinzipalstassen am 1. Januar 1895 und welche Stellung nehmen die Gehilfen demgegenüber? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen, verfäumt nicht in diesen hochwichtigen Versammlungen zu erscheinen. Handelt bei Zeiten, damit Ihr selbst Euch vor späteren Echaden und Vorwürfen bewahrt. Die Maulwurfsarbeit der Prinzipalität muß zerstört werden. Eure Ehre und Eure Existenz steht auf dem Spiel! Der Einberufer.n Flugblätter zur Information für die allgemeinen Versammlungen stehen sämmtlichen Kollegen Berlins im Bureau, Oranienstr. 126, zur Verfügung. Hassan Ali Große öffentl. Versammlung der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase das fleinste Menschenkind. aller Hausirer und StrassenHändler und Händlerinnen Berlins und Umgegend am Freitag, 16. 8 Uhr, Achtung! 85/4 Achtung! Handlungsgehilfen! Merikanische Riesen- Gacteen im Total, zum Freischütz"( Be Gr. öffentl. Versammlung der Handlungsgehilfen in noch nie gesehener Größe. " Sanssouci“ Kottbuserßraße 4a. Jeden ( Völkerling), Fruchtstr. 36a( oberer Saal). Tagesordnung: 10016 am Donnerstag, den 15. November er., Abends 8½ Uhr, 1. Statistik und Ergebnisse der Straf mandate. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Adolph Ernst- Theater Sonntag and Donnerstag: bereits bestehenden Vereine find zu diefer Charley's Tante. Schwant in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gefeht von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Anna Bäders. Josefine Dora. Zum 76. Male: O! diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Stettiner Sänger ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl, Röhl und Blank). Zum Schluß: Bubenstreiche. Urkomisches Ensemble. Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pis Billets à 40 Pfg.( nur für die Wochentage giltig) find im Vorver fauf in der zigarrenbandlung von Reßler, Rottbuserplay, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. National- Theater. Circus Renz Große Frankfurteritraße 132. Novität! Zum ersten Male: Novität! Carlstrasse. Die Vorstände und Mitglieder der Versammlung besonders eingeladen. Kolleginnen und Kollegen! Erscheint zu Hunderten und vergeßt nicht, Eure Strafmandate mit zur Stelle zu bringen. Wegen der langen und wichtigen Tagesordnung wird um pünktliches Erscheinen gebeten. Der Einberufer. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege 995b Paul Schilling am Montag, den 12. d. M., gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenballe des EmmausKirchhofes aus natt. Die Kollegen der C. Bechstein'schen Hof- Pianofabrik. Danksagung. Allen Freunden, Bekannten und Kollegen meines Mannes, sowie feinem Chef C. F. Stärke für die rege Theilnahme bei der Beerdigung meinen herzlichsten Dank. 1000b Wittwe Wagner nebst Vater Nob. Waguer zu Neumühl. Erklärung. Die von mir aus Anlaß der bes fannten Vorgänge in der am 7. Oktober Der Tod als Pathe. Drag, en 15. November ex., in Beffungen stattgehabten Bolts- VerAusstattungs- Komödie in 5 Akten von Ernst Bluhme mit theilweiser Benutzung einer Idee von August Blanche. Dekorationen von Müller und Schäfer. Beleuchtungseffekte vom Ober- Beleuchter Collander. Maschinerien vom Theatermeister Weisse. Lichtbilder von Ludwig Richter. Tanz- und Flugevolutionen vom Balletmeister Géza Zinner. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Ausschant von echt Culmbacher Bier. Passage- Panopticum. 51 Abends 72 Uhr: Tjo Ni En. Die Manege in 2 Minuten Sen zur Bühne verwandelt. E fationelle Tänze, u. a. les grelots vivants, jeu des barbichons 2c. Außerdem d. ostpr. Hengst Blondel und Monstre- Tableau von 60 Pferden, vor geführt von Herrn Fr. Renz. HurdleRace v. 20 Pferden. Mr. Clark als Jongleur. Der fen= sationelle Handequilibrist Mr. Jules Keller. Die Klowns Gebrüder Villand 2c. Freitag: Tjo Ni En. Sonntag: Nachm. 4 Uhr( ermäßigte Preise): Komiker Vorstellung. Abends 71/2 Uhr: Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. sammlung gebrauchten beleidigenden Aeußerungen gegen den Strickwaarenfabrikanten H. W. K. Braun, nehme ich hiermit zurück. Abel- Schlosser. Unserm Durchfallskandidaten Karl Woldt zum heutigen Wiegenfeste ein 993b donnerndes Hoch! Aber Karl, blos 4 Stimmen??? Berlin I, 16-20. Kinderwagen- Bazar Max Brinner, Berlin, Jernfalemerstr.42 u. Brunnenstr. 6. Großart. Auswahl, billige Breife. Viele Anerkennung. Theilzahlung. wilde Weiber Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer Aus Dahomey.. s. 8. Ur. 2, Sik Samburg). Oertliche Verwaltung Berlin. General- Versammlung Die Herenschaukel, neueste Illusion. H. am Freitag, den 16. November cr., Abends 8, Uhr, bei Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1894. 2. Gründung einer Filiale im Nord- Osten und Wahl eines Kassirers. 29515 Der Vorstand. J. A.: August Gruse, Barnimstr. 41a, v. 3 Tr. im Lokal von Hoffmann, Oranienstr. 181. Zu dieser Versammlung werden unsere Delegirten Jakob Wiebe und Otto Berger über ihre Thätigkeit bei der Bernehmung als Auskunftspersonen in der kommission für Arbeitersta itik( Verkürzung der Arbeitszeit, Regelung der Kündigungs- und Lehrlingsverhältnisse etc.) berichten. Hierauf: Diskussion. Kollegen! Genonen! Erscheint alle in dieser Versammlung. Die übrigen Delegirten von anderen Vereinen und Verbänden sind zu dieser Versammlung besonders ringeladen. 154/9 Der Vertrauensmann: August Penn, RI. Andreasftr. 7. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen: Gustav Adolf. Ein Fürstenspiegel zu Lehr und Nuh der deutschen Arbeiter. Bon Franz Mehring. Preis 30 Pfg. Porto 5 Pfg. Bei Partienbezug ausnahmsweise hoher Rabatt. Inhalt: 1. Allgemeines. 2. Jesuitismus, Calvinismus und Lutherthum. 3. Die Epochen der deutschen Reformation. 4. Der dreißigjährige Krieg. 5. Gustav Adolf's schwedische 7. Gustav Politit.6. Gustav Adolf's deutsche Feldzüge. Adolf's historische Stellung. 8. Der Gustav Adolf Kultus. Wie schon aus der Inhaltsangabe ersichtlich, ist die Schrift nicht eine bloße fritische Biographie, sondern erweitert sich zu einer gedrängten Geschichte der Reformation. In flarer und fesselnder Darlegung erklärt der Verfaffer an der Hand der materialistischen Geschichtsauffaffung die sogenannten Religionstämpfe jener Beit aus thren sozialen Ursachen und legt tlar, warum ste in den verschiedenen Ländern je nach ihrer ökonomischen Entwicklung ver schiedenartig sich äußern und abspielen mußten und wie für das politisch und ökonomisch zurückgebliebene Deutschland einzig das beschränkte Lutherthum möglich war. Die Schrift räumt gründlich mit den alten Schullügen auf und weist nach, daß die fürstlichen Reformationen nichts anderes waren als Beute und Plünderungszüge der Fürsten und Junter. Sehr schlecht tommen dabei die damaligen Hohenzollern weg, die als Typus herausgezogen und eingehend behandelt werden. Ebenso gründlich zerstört der Verfasser den Mythus vom Glaubenshelden" Gustav Adolf und zieht im Schlußkapitel aus den Beweggründen, welche die deutsche Bourgeoisie zu diesem Gustav Adolf Kultus geführt, die zeitgemäße Nuzanwendung für ihre Feigheit ob thres jezigen Geschretes nach Ausnahmegeseßen gegen die Arbeiterklasse. " Am Sonnabend, 24. November, erscheint das diesjährige Kongrek- Protokoll. Preis 25 Pfg. Porto 10 Pfg. Bei Partienbezug Rabatt. Das Protokoll giebt die Verhandlungen nach der stenographischen Niederschrift. Die Debatten über die parlamentarische Taktik und Stellungnahme unferer Vertreter in den Einzel- Landtagen, die Verhandlungen über die Trufts, Ringe, Kartelle u. f. w. haben das Interesse der Parteigenossen allerwärts so lebhaft in Anspruch genommen, daß wir bei dem außerordentlich billigen Preise zahlreichen Bestellungen entgegensehen dürfen, um deren rasche Aufgabe wir hiermit bitten. Von dem geäußerten Wunsche nach Separatausgabe der Verhandlungen über die Agrarfrage haben wir bei der Billigkeit des Protokolls umsomehr Abstand genommen, da die beiden Referenten ihre Reben für das Protokoll nach der stenographischen Niederschrift bearbeitet haben. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) inBerlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 267. Donnerstag, den 15. November 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Versammlungen. = зи -" " hin in der Versammlung der Kellner und Köchelnahmen, im Rahmen derselben. Hoffmaun befürchtete, die am Dienstag Nachmittag erörtert. Kellner Wegener führte Berliner Waffenarbeiter der Firma Löwe befänden sich am AnDer Wahlverein für den 3. Kreis tagte am 12. No- als Referent die vielfach hervorgetretenen Mißstände auf die fang vom Ende ihrer Existenz; die Gesellschaft werde ihre Be vember im Märkischen Hof", Admiralstr. 185. Das Vortrags- mangelhafte Betheiligung seitens der Arbeitnehmer bei den triebe immer mehr in die ländlichen Bezirke verlegen, wo der thema lautete: Die Bekämpfung der Sozialdemokratie durch die Wahlen zurück; er trat lebhaft dafür ein, daß am 29. November billigste und willigste Arbeiter zu finden sei. Sie stehe in UnterVolksschule", Referent war Genosse Georg Wagner. Er alle Kaffenmitglieder ihre Schuldigkeit thun und die General- handlung mit der Waffenfabrik in Speyer, und in Lüttich seien hob sehr treffend hervor, daß gegnerische Kreise häufig über die versammlung behufs Wahl von Delegirten besuchen müßten. ihre Schnüffler auch schon gesehen worden. Der Kommission, welche Sozialdemokratie urtheilen, ohne das Wesen des Sozialismus Unterstützt wurde der Referent von Herzberg, Ströh die bedrängten Arbeiter zu Unterhandlungszwecken gebildet haben, auch nur annähernd begriffen zu haben. Zu diesen Leuten ge- linger, Polter u. A. Poetsch bemerkte, daß die Rück und die natürlich zurückgewiesen sei, hätte der Inspektor der höre nnter vielen anderen auch ein Echulrath Namens sicht auf die Kaffenmitglieder, welche den Vorstand angeblich Fabrik gesagt: Wenn sie( die Arbeiter) nicht mehr leben tönnten, Schulz, der der Volksschule die Aufgabe zuerkannte, leite, eigenartig dadurch illustrirt würde, daß man trotz aller sollten sie ihre Frauen arbeiten laffen.( Pfui!) Ein Direktor der Sozialdemokratie den Boden abzugraben und dahingehenden Anträge dem Gehilsenorgan die Versammlungs- habe die wegen eines Streites erfolgte Entlassung eines Kollegen diesem Zweck einen Leitfaden" für Schulmeister auf den und sonstigen Anzeigen nicht aufgiebt. Alle genannten mit den Worten bestätigt:„ Wenn Sie sich privat unanständig Büchermarkt warf. Sich mit den Forderungen der Sozialdemo- Redner waren darin emig, daß die hohen Beiträge nicht betragen, kann Sie der Meister entlassen; auch wenn Sie fratie vertraut zu machen, ist den Lehrern verboten, daher ist auch in entsprechendem Verhältniß zu den geringen Leistungen der privat Schulden machen."( Unwillige Zwischenrufe, wie: die Beurtheilung derselben durch sie zumeist eine einseitige und Kasse stehen. Entgegen ihren Versicherungen, daß sie es gern Gemein! Frech! 2c.)- Sippel stellte sich als Hirschvon falschen Borstellungen begleitete. Nachdem der Redner sähen, wenn sich die Kellner vollzählig an der Wahl betheiligen, Dunckerianer vor, erklärte sich jedoch mit den Ausführungen des die Art Des heutigen Unterrichts in den Volks- bewies schon die Anwesenheit der Vorstandsvertreter und ihr Referenten einverstanden, soweit sie die Verhältnisse bei Löwe schulen fritifirt hatte, fam er dem Schluß, eifriges Reden, daß die Anregung des Gasthaus", doch unter betrafen, und trat für die Organisirung der fraglichen Arbeiter daß weder diese einseitige Lehre in den Volksschulen, allen Umständen zu verhindern, daß auch diese Kasse den Sozial- ein. Redner bedauerte das Entschwinden der guten alten Zeit, noch Ausnahmegefeße oder sonst etwas im ftande sein werden, demokraten" ausgeliefert würde, auf fruchtbaren Boden gefallen wo Ludwig Löwe noch lebte und betonte, daß jeder seiner Ardie Sozialdemokratie in ihrem Siegeszug aufzuhalten, sobald sich war. Außer diesen Lobrednern der Ortskasse war auch die beiter 5 M. pro Tag verdienen müsse. Die jetzigen geringen sozialdemokratische Eltern ihrer Pflicht bewußt sind und ihre Krankenkasse der Gastwirthe- Innung durch den Meister Günther Söhne, meinte er, seien dazu angethan, die Firma um ihren Kinder in ihren Ideen erziehen.( Lebhafter Beifall.) An der vertreten, der sich besonders durch lebhafte Zwischenrufe sehr Ruf zu bringen, weil die Arbeiter das Interesse an Diskussion betheiligten sich Apelt, Miesch, Gräb, bemerkbar machte. Das Resultat der Versammlung war, daß exakter Arbeit verlieren. Näther trat ihm insofern entgegen, als Mausolf, Bode- Braunschweig, Bedemann, König, eine Resolution einstimmig Annahme fand, welche es für Pflicht er Kampfesorganisationen im Gegensatz zu den Hirsch- Duncker' schen Hoch, Schweizer und Winter im Sinne des Referenten. aller Mitglieder erklärt, bei der Neuwahl der Delegirten nur unter stürmischem Beifall befürwortete. Rempfer zeigte an Bei Punkt Vereinsangelegenheiten" theilte Kräfer zunächst folche zu wählen, welche mehr als bisher für die Interessen der einem Beispiel, daß ein Theil der Löwe'schen Arbeiter abfichtlich mit, daß Georgi infolge der Wahl zum stellvertretenden Ver- Angestellten eintreten. Der für diese Versammlung vorgesehene Boykottbier trinkt. Nachdem noch Beutler, Schlegel, trauensmann sein Amt als zweiter Kassirer niedergelegt Vortrag des Abgeordneten Molkenbuhr wird nunmehr am Mitt Salomo, Witting und Lenhof gesprochen, wurde ein habe. In der Angelegenheit Kleiber, welcher in einer woch nächster Woche gehalten werden. stimmig folgende Resolution angenommen: früheren Versammlung vorbrachte: Der Genosse Wagner spreche in Versammlungen nur gegen anständige Bezahlung, hat eine genaue am Dienstag eine imposante Metallarbeiter Verschlossenem Vorgehen gegen die fortwährenden Lohnreduktionen; Die Lohureduktionen bei 2. Löwe n. Gie. beschäftigten der Firma 2. Löwe u. Gie. planmäßig zu organisiren zu ge Die Versammlung verpflichtet sich, die gesammten Kollegen Untersuchung durch den Vorstand stattgefunden. Kleiber fonnte den Beweis feiner Behauptung nicht erbringen, er berief bis auf den letzten Stehplatz füllte. Genoffe Näther, welcher arbeiter mitzutheilen, der alsdann die nöthigen Schritte zu sammlung, die den Reichert'schen Eaal in der Müllerstraße das Resultat ist dem Vertrauensmann der Berliner Metallsich auf Kleinschmidt- Schöneberg als den Urheber dieses das Referat hatte, gab zunächst ein Bild von der Anhäufung unternehmen hat." Gerüchtes. Demgegenüber war Wagner in der Lage, nach des industriellen Kapitals in den Händen weniger, Einzel- Unterweisen zu können, daß er für Vorträge in Berlin keine Bezahlung nehmer wie Gesellschaften, indem er dabei auch die Entwickelung Charlottenburg. Am Freitag, den 16. November, Abends nehme, bezw. etwaige Bezahlung anderen guten Zwecken nutzbar der Weltfirwa 2. Löwe u. Gie sfizzirte. Er fuhr dann fort: 7 Uhr, findet eine Flugblattvertheilung für die Kommunalwahlen mache, während er bei Agitationsreisen nur die von der kom Nicht zufrieden damit, die allerbeste technische Einrichtung der statt. Wir ersuchen die Parteigenossen, Mann für Mann in mission bestimmten Säße erhalten habe. Der Fall beweise aufs Metallindustrie zu besigen, die glänzendste Durchführung der nachfolgenden Lokalen sich pünktlich zur Vertheilung der Flug= Neue, wie leichtfertig häufig Redereien in's Werk gesetzt werden, Theilarbeit möglich gemacht zu haben in ihren Betrieben, suche blätter einzufinden: Für den 2. Bezirk bei Krause, Bismarckwelche geeignet sind, die Ehre einer Person zu verlegen. die Firma Löwe noch an der Bezahlung ihrer Arbeitsfräfte zu straße 74; für den 5. Bezirt bei Tragbeim, Leibnißstr. 78, Ging. Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten sparen. Keine Saison, fein Jahr vergehe, wo nicht Lohnabzüge Schillerstraße; für den 6. Bezirk bei Niemann, Lutherstraße 50. Wahlkreis( Often) hatte am 13. November bei Nieft eine vorgenommen würden. Mit wunderbarer Regelmäßigkeit würden Die Abtheilungsführer. öffentliche Versammlung, auf deren Tagesordnung Bericht- tie Arbeiter jedes Mal damit bedacht, wenn ter Ge= erstattung der sozialdemokratischen Stadtverordneten über ihre schäftsgang ein flauerer werde. Das sei dann die Barbiere, Frisenre u. f. w. Deffentliche Versammlung am Donnerstag, den 15. November, Aberds 10 Uhr, bei Wilke, Andreasfiraße 26. Unsere Thätigkeit im Rothen Hause im verflossenen Jahre" stand. Von Anerkennung dafür, daß sie fich in der vorauf- wirthschbstliche Lage und die Stellung der Innung hierzu." Referent:" Kollege den Stadtverordneten waren die Genoffen Schulz, Wernau, Wilke gegangenen flotten Zeit im Interesse der Firma abgeschunden Starossow. und Stadthagen zugegen. Allseitig wurde erklärt, daß es besser hätten bis aufs Blut, 10 und 16 Stunden und mehr täglich. Mitglieder- Bersammlung am Sonntag, den 18. November, Bormittags Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. gewesen wäre, wenn man mit dieser Tagesordnung gewartet Warum ließen sie sich alles gefallen? Aus Furcht vor den 10% uhr, im Märkischen Sof, Admiralfir. 18c. Tagesordnung: Bereins= hätte, bis die städtische Steuerreform erledigt ist; es sei in Aus- Hunderten, die jeden Morgen vor den Thoren der Löwe'schen Angelegenheiten. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. ficht genommen, dann in öffentlichen Versammlungen darüber zu Betriebe ständen und Arbeit gerade bei der Firma begehrten, Schule, Müllerstr. 179a; Geschichte( neue). Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 3%-10% Uhr: Nord= Süd Schule, Waldemarreferiren. Auf die Verhandlungen der Stadtverordneten- Versamm mit einer Bitte auf den Lippen, als gelte es ins Paradies zu straße 14: Geschichte( alte). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theil. lung gingen die Redner daher für jezt nicht des Näheren ein, sondern kommen. Und daß ihre Funktionen als Theilarbeiter auch von nehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. beleuchteten nur die Thätigkeit im Allgemeinen, welche unsere Genossen der großen Masse der ungelernten Arbeiter leicht ausgeführt im Laufe des Semesters, eintreten. Bei allen Unterrichtsfächern können Echüler und Schülerinnen auch jezt im Rothen Hause auszuüben haben. Sie schilderten die Klein- werden können, schrecke sie noch mehr. Jetzt ständen die LöweArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neuarbeit, welche in den Deputationen, Kommissionen 2c. zu leisten ist schen Arbeiter wieder einmal vor einer Zohnreduktion größeren mann, Bafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender find zu richten und die viele Zeit in Anspruch nimmt, dabei aber die beste Ge- Maßstabes, wenn auch vorerst mehrere Hundert nur von den an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis 11 Uhr: nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor Tegenheit gebe, den bürgerlichen Ring in seiner Auffassung von 2300 in Martinickenfelde in Betracht kämen. In der Abtheilung St. urban, Annenſtr. 9, bei Albert Broß. Gefangverein Freund= der Art, wie man städtische Ehrenämter zu verwalten hat, zu Schönfelder feien erst am 25. des vorigen Monats Abzüge von ich aft I, Groinemünderstr. 35 Gesellschaftshaus. Kornblume, Gr. Frankbeobachten, zu kritisiren und zu kontrolliren. Vorwärts 11, Schönhauser Allee 28 bet Kelle. Den Sozialdemo- 7 pet. gemacht worden, diesmal wurden weitere 14 pet. ab- furterfir. 183 bei Gold, Frühlingsluf, Bülowstr. 59, bei Werner. Brezelschluß, Annenfraten gelinge es da, manche Begünstigung der Angehörigen gezogen. Bei den Schlossern vertheilten sich die Abzüge raße 16, Louisenstädtisches Klubhaus( Ehrenberg). Dorfglödlein, der befizenden Klasse zu hintertreiben und andererseits folgendermaßen: Drei Mann 71/2 pCt., vier Mann 16 pCt., neun Teutsch- Wilmersdorf, Uhlandt- u. Pariserstr.- Ede bei Wendt. 8aget für die Besitzlosen Manches zu erringen. Als besonders Mann 20 pCt., zehn Mann 21 pCt., drei Mann 271/2 pCt. und drei Sarmonie I, Tempelhof, Dorfftr. 18 bei Gerth. nicht, Stegliz, Echüßenstr. 40. Borar, Manteuffelstr. 9 bei Nowad. Steinfeger= dringend erforderlich hat es sich herausgestellt, daß die Genossen weiteren wurden 333 pt. abgezogen. Bei den Feilern werde Sängerdor, Rustanien Allee Nr. 28 bei Fiebiger.- Kreuzberger sich umsehen nach Männern, welche in der Lage sind, Aemter in sich infolge der Abzüge der Verdienstausfall in vierzehn Tagen Sarmonie, Schönleinstr. 6 bei Kraaß. Flöter'scher Gesang= tommunalen Rommissionen 2c., wie in der Armen-, in der Vor- auf 12 Mart belaufen. Bei Bei den Laufrichtern verein, Koppenstr. 47 bei Wilhelm Lorenz. in derSängerchor Berliner Kürschner, Weinstr. 11 bei Feindt. Arbeiter- Gesangverein Oranien= einschäzungs- 2c. Kommission zu übernehmen; mit dem Empfehlen selben Zeit auf 6 Mark. Die Laufschrupper hatten burger Vorstadt, Hochstr. 32a bet R. Wilte. Gesangverein Gleich= solcher Personen solle man den sozialdemokratischen Stadtverord- bisher in vierzehn Tagen einen Verdienst von 59 m., sie würden bett, Schönhauser Allee 188 bei Rocita. Abendroth, Deutsch- Wilmersneten an die Hand gehen. Ferner sollten die Arbeiter sich daran hinfort auf 46 M. kommen. Bestimmte Lagerarbeiter, die ehe- Gefangverein, Strautstr. 6 bei Rudolf dorf, Güzelsiraße, bei Liebelt. Ost- und Westpreußischer Männer= Arbeiter- Gefangv. Morgen= gewöhnen, unsere Genossen im Rothen Hause über das Ergebnis mals pro Stunde 40 und 35 Pf. erhielten, bekommen jegt 25 Pf. roth IV, Köpenick, bei Wölftein, Adlershof, Bismarckstraße. Gefangverein der Beschwerden über irgend welche städtische Maßnahmen auf Die Schlichter hatten Tagesverdienste von 4,95 M. und 4,50 M., öfterfrühling, Echüßenstraße Nr. 33 bei Dito. Eintracht II, dem Laufenden zu erhalten, das sei deshalb nöthig, damit unsere jegt tämen fie auf 3,60 M. Die Laufschmirgler erhielten pro Allee 26 bei Riedel. Glienecke bei Adlershof, köpnickerstraße bei Witte. Arion II, Prenzlauer Butunft III, Belten t. d. Mart, Wilhelmftr. 19 im Vertreter mit Material aufwarten können, wenn es sich darum Stück 82 Pf., dann 8 Pf., jetzt bekommen sie 7 Pf. Die Fertig- Hotel W. Grunow. Brüderschaft, Stallschreiberstr. 29 Bum eichenen handelt, einzuschlagende Wege im Allgemeinen zu besprechen. reiber hatten 48/10, dann 44/10, jest erhalten sie 31/2 Pf. Wie Stab".- Liedes Echo, Reichenbergerstr. 24 bei Tauschte. Treu und Ueberhaupt wäre es wünschenswerth, wenn städtische Angelegen ihm, Redner, bekannt, feien am letzten Sonnabend in fünf Ab- e, Rebuserfir. 5 bet Nemiz.- Bruderbund, Lübbener- u. GörlizerGerstenähre( Brauer), Blumenstr. 38 bei Wiedemann. heiten, die die Arbeiter in hervorragendem Maße intereffiren, wie theilungen Abzüge gemacht worden, die etwa 200 Arbeiter be- robfinn II, Friedrichsberg, Warthenbergftr. 67 bei Sange. Arbeiter: 3. B. die Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises, mehr in träsen. Ein Kuriosum dürfe nicht anzuführen vergessen werden. Gesangverein wineta, Kastanien- Allee 11 bet Augustin. Gesangverein Versammlungen, namentlich auch in den Gewerkschaften erörtert Einige Herren hätten den löblichen Beschluß gefaßt, der Firma Ipenröstein, Beroftr. 60 bet Silgenfeld. Junge Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstraße 11 bei 2. Hartmann. Arbeiter- Gesangv. Ein würden. Eine weitere Diskussion knüpfte sich an diese beisällig 2. u. Cie. zu ihrem 25jährigen Jubiläum eine siselirte Büfte tracht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Düball. Gesangv. Oberon, aufgenommenen Ausführungen nicht. Unter Vereinsangelegen-. Löwe's im Preise von 6000 m. zu stiften, die im Konferenz- Kommandantenir. 20, Armin hallen. Alpenrose, Forsterstr. 22 bei heiten gelangte zur Mittheilung, daß Genosse Baumgarten infolge zimmer in der Hollmannstraße Aufstellung finden sollte. Die firaße 37 bei Jablonsti. Tilgner. Edelweiß III, Wollinerstr. 62. Sängerrunde, NaunynMorgenroth I, Rummelsburg, Türrschmidtseiner Wahl zum Vertrauensmanne sein Amt niedergelegt hat Arbeiter der Abtheilung für elektrischen Bau hätten nun den straße 33 bei Schröder. Gesangverein Widerhall, Naunynstr. 86 bei und daß bis zur nächsten Generalversammlung Genosse Rohr traurigen Muth gehabt, für die veranstaltete Sammlung einzu- Bubeil.- Gesangverein Morgengrauen, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. mann die Funktion als Viertelsführer für das Stralauer Viertel treten. Heut sei ihnen dafür ein Dankesvotum Gefangverein vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, BisGefangverein 2yra II, Charlottenburg, Wallstraße 102 bei Maschesti. ausüben wird. Ferner wurde zur Kenntniß gebracht, daß der in Gestalt von durchschnittlich 20proz. Abzügen marchshöhe". Vorstand beschlossen hat, das Protokoll des Frankfurter Partei geworden.( Heiterkeit. Zwischenrufe: Gesa ieht ihnen recht.) tages an die Mitglieder gratis zu vertheilen. Faule Flunkerei sei es von Vertretern der Firma, z. B. dem Die Bezirksversammlung für die Schönhauser Vor- verantwortlich machten und ausführten, die Firma müsse die Direktor Köhn, wenn sie die belgische Konkurrenz für die Abzüge stadt, die der Wahlverein für den Vl. Kreis am Dienstag ver: Preise herabseßen, und könne es nur, wenn die Löhne billiger anstaltet hatte, nahm mit lebhaftem Beifall einen Vortrag des Stadtv. Borgmann über die Behandlung des bekannten seien. Nicht um die Konkurrenz aushalten zu können, sondern Achtstundenantrages durch die freisinnige Mehrheit der Berliner bie mit den billigsten Arbeitskräften wirthschaftende belgische um sie todt zu machen, gebe die Firma so vor. Sie wolle Stadtvertretung entgegen. Nach einem Rückblick auf die ver- Konkurrenz noch unterbieten, um dieselbe im geeigneten Moment schiedenen staatlichen, kommunalen und Privatbetriebe, die zum in ihre schützenden", kapitalistischen Fangarme zu nehmen. Theil aus freier Entschließung die achtstündige Arbeitszeit ein Welteroberungspläne, nichts weiter, verfolge die Firma, und ihre uhr, bei Gaugr, geführt haben, begründete der Redner in recht überzeugender Arbeiter sollten bluten. Dabei vertheile man Jahr für Jahr Weise, wie nöthig gerade Berlin es habe, diesen Vorbildern 18 pet. Dividende, und der Aufsichtsrath schlucke hohe Tantieme. nachzueifern; unwürdig sei es für die städtische Verwaltung. Hier möge man zu sparen anfangen. jetzt noch Leute wie z. B. auf den Rieselfeldern in Hellersdorf ewigen Abzüge zu thun? Vor allem dürfe sich niemand darüber Was sei nun gegen die 12-13 Stunden täglich anzuspannen. Die Einwände des Herrn Hermes und des strebsamen Sachs 11. wurden in täuschen, daß ein direktes Vorgehen nur in der Periode der Prosperität, und dann nur erfolgreich sei, wenn mindestens 2/3 ihrer ganzen Blöße dargestellt und an einigen gut bis 3/4 sämmtlicher Arbeiter der Fabrik dahinter ständen. Man gewählten Beispielen zeigte der Vortragende, wie schon durch die Auswüchse des heutigen Submissionswesens die müsse mit dem häßlichsten Menschenmaterial rechnen, wie von Hermes ängstlich behütete„ freie Konkurrenz" mehr bedroht beinahe in keiner zweiten Fabrik der Metallindustrie zu finden wird als wie durch die Einführung des Achtstundentages für die sei. Wären doch am Sonnabend Arbeiter anderer Abtheilungen städtischen Betriebe. Von den Genossen Augustin, Werle zu den Vorstehern derjenigen, wo sich als Folge der Abzüge eine Mehnert 2c. wurde in der Diskussion die interessante Frage gewisse Gährung bemerkbar machte, nur so gerannt gekommen, auch nach anderer Richtung hin beleuchtet und die Berdrängung Arbeitsniederlegung von 200 Mann würde von gar keiner Beum ihre guten Freunde, getreue Nachbarn 2c. anzubringen. Eine der sogenannten freien Arbeiter durch Insassen der Gefängnisse deutung sein. Deshalb sei die jetzige Gelegenheit von den aufund Korrektionshäuser scharf getadelt. Beim Punkt Verschiedenes schilderte ein anderer Redner, wie man in den Kreisen der noth- geklärten Arbeitern der Firma zur Agitation und Organisation leidenden Hauseigenthümer über die Opfer der heutigen Misere, auszunuzen. In jeder Abtheilung müßten zu den alten neue Vertrauensleute fommen, die ihm, Redner, als Vertrauensmann die Arbeitslosen, urtheilt. der Berliner Metallarbeiter alles nur aufzubringende Material unterbreiteten. Näther's Ausführungen fanden stürmischen Beifall. Die folgende Debatte bewegte sich, mit wenigen Aus Ju ca. vierstündiger Tebatte wurden die Verhältnisse der Ortstranten taffe für das Gastwirthsgewerbe nach allen Seiten straßen- Ecke. 1 -Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8½ Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bef Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Sorauer- und Görlitzerstraßen Ecte. und Diskutirklub Reimer bei klub der Freunde bet Gnadt, Buttbuferstraße Lefe= R. Bahr, Gerichtsstraße 19. Treptow. Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 32. fenclever, abends 84 Uhr, Reſtaurant ange, Banque mee b 8% ühr, Reichenbergerir. 157, Sigung. Distutivklub 3eitgeist" jeden Uhr. August Geth Went up in line and Donnerstag nach dem 1. und 16. des Monats bei Tempel. Langeftr. 65, Abends ane Buſchriften den Bund betreffend find zu richten an: Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins Umgegend. P. Gent, Adalbertstr. 95. Donnerstag: Rauchtlub Graue Wolfe, Strauſtr. 48 Verein Grüne Giche( vor den Halle'schen Thor), Abends Mittenwalder- Straße Nr. 2. Rauchtlub& r= holung, Pawlicki, Münchebergerstraße 9. Rauchflub Elvira, Abends 9 Uhr bei Bringborn, Madaisir. 12. Humuristischer Klub Uni versum, Veteranenstr. 18, bet Schulz. Geselliger Klub der alten Stattlub Tournée, bei Redanz, Wrangelfir. 84. mo abiter, Embener- u. Wadenserstr.- Ecke bei Schirmer, Abends 9-10.Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefangverein manner chor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsstunde Lyra, Abends 9 Uhr im Restaurant Bergstr. 17. Suchsdorf' scher bei Brüning, Rosenthalerfir. 11-12.- Gefangverein Jugendfreuden, Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 57. Arbeiter- Bitherverein Einigteit, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet nowad, Manteuffelstr. 9.- Bithertlub Gleichheit, abends s uhr Uebungsstunde bei Neumann, Lothringerstr. 105. Geselliger Arbeiterverein Hoff= Alle 14 Tage Abends 8% Uhr. nung bei Gittler, Mariannenstraße 48. Bergnügungs- und Touristentlub Freie Brüber, Abends 9 Uhr bei Roll, Adalberistr. 21. Ruderverein Vorwärts, Abends% 9 Uhr in den Armin Reichenbergerfir. 122. hallen, Kommandantenstr. 20.- Stattlub Sanfter Heinrich b. S. Brandt, Pfropfenverein Wedding, Abends 8 Uhr bei A. Wollf, Gerichtstr. 43. Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bei Jakob, Boeckhftr. 21. Rauchtlub Kernipige, Abends 9 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorfer= Rauchtlub Pfeifendeckel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, Straße 8 Langeftr. 24. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Rohr, Naunynftraße 78.- Nauchklub Waldesgrün, Forsterstr. 19 bet Krüger. Rauchtlub Brüderlich tett, Pücklerfir. 49 bet Schuhmacher. 1 Orts- Krankenkasse[ Achtung! Wilmersdorf. Achtung!| Des Bimmerergewerbes. Freitag, den 23. November, Abends 8 Uhr, im Lokale Grenadierstraße 33, bei Buske: General- Versammlung. Tagesordnung: 1000 Damen!!! Sonnabend, den 17. November 1894, Abends 8 Uhr: Seiden- Plüschjaquets mit kleinen unGroße öffentliche Volks- Versammlung im Lokale des Herrn Klingenberg( früher Mölter), Berlinerstraße Nr. 41. Tagesordnung: 1. Bericht vom Parteitag in Frankfurt a. M. 1. Wahl von zwei Vorstands- Mit- Referent: Genosse Adler. 2. Diskussion. 3. Abrechnung und Neuwahl des gliedern. 2. Wahl des Prüfungs- Aus- Vertrauensmanns. 4. Bericht und Neuwahl der Lokalkommission. schusses. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Sonntag, den 25. November, Vormittags 10 Uhr, findet in demselben Lokale eine Versammlung der Arbeitgeber statt, welche Beiträge aus eigenen Mitteln leisten. Tagesordnung: Cöpenick 253/11 Sonnabend, 17. Nov., in Wöllstein's Lustgarten, Adlershof, zum Besten der ausgesperrten Brauer Konzert, Theater, Vorträge und Tanz unter Mitwirkung der Gesangvereine Morgenroth" und Heimathtlänge", veranstaltet vom Wahl von 29 Vertretern zur General Sozialdem. Arbeiterverein zu Cöpenick. versammlung pro 1895. In demselben Lokale und zu derselben Zeit( doch in getrennten Räumen) findet eine Versammlung der Kaffenmitglieder( Arbeitnehmer) statt. Tagesordnung: Wahl von 58 Vertretern zur Generalversammlung pro 1895. 994b Der Vorstand. A. Rudolph, Vorsitzender. Drts- Krankenkasse Boxhagen Rummelsburg Delegirten- Generalversamml. am Montag, den 26. November d. J., Abends 81/2 Uhr, im Vowinkel'schen Lokal, Hauptstr. 83, hier. Tagesordnung: 1. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnung für das Jahr 1894. 2. Neuwahl von 3 Vorstandsmitgliedern ( 1 Arbeitgeber und 2 Rassenmitglieder). 3. Genehmigung eines Arztvertrages. 4. Verschiedenes. 112/6 Rummelsburg, d. 12. Novemb. 1894. Der Kaffenvorstand. gez. M. A. Rohr. MöbelKasseneröffnung 7 Uhr. Entree pro Person 25 Pf. Anfang 71/2 Uhr. Das Komitee. 255/10 Belzwaaren- Fabrik, Göbel& Reinecke. Einzelverkauf zu Fabrikpreisen. 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Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Arzt Linienstraße 7, Sonntags 8-10 Uhr. Telephon Amt III Nr. 404.