Kr.SSS ♦ ZS.�ahrgaag Ausgabe A Nr. 145 Bezugspreis t VertrlsZhrl. 30,— 38., monatL 10.— 9t frei ins Kaus, voraus zahidar. Post» be?ug: Monatlich 10,— M. einfchl.gu- ftellunzsAebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danjig, das Eaar» und Mrinele ebirl. saune dir ehemals dcut- scheu Gebiete Polens, vesterrelch, Ungarn und Luxemburg 20.- 38, für das übrige Ausland 27,— 38. Post» besteüungen nebmen an Oesterreich, Ungarn, Tlchecho- Slowakei. Dane» wart Kolland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz, Der.Barwärts' mit der Sonntags- beilage.Poll und �eit". der Unter» halmngsblilag«.Kelmwelt� und der Beilage.Siedlung und Aleinganen� erjcheint wochentäglich zweimal. Sonn» tag» und Montags einmal. Telegramm> Adresse: «Sozialdemokrat verNa» Sonntags Ansgabe Derliner volksblAtt ( 40 Pfennig} SlnzeigenpreiS» Die achtgel palten, NonparelllezeU» tollet bchd M»«tiein» Unzelgea- da» lettgedruekt» Wort IchO 38.(zu» lassig zwei, ellgedruckte Worte), sede» w-tter,«ort l.— 38. Stellengesuch« und Schlafliellenanzetge» da» erst» «ort l»— 38. lede» wettere«ort «0 Dlg«ort» über ti Buchstaben tüdl-o für»wel Wone, Kainilien-An- zeigen kür Abonnenten Zeile S,- 38 Di« Bretse verstehen stch etnlchllegUch Teuerung,, fuschlag, «nzelge» Wr die n Och st« Shrannn müssen bis 0 Uli« nachmittag, u» hauptgelchast, Berlin SA Ä>. Linden. straße S, abgegeben werden Geöffnet von 9 Uhr lrüd bis Ii Uhr abends. Tentralorgan der fozialdcmohratifcbcn Partei Dcutfchlands Reüaktion und Expedition:€tO 68, Lindenstr. Z f?e»rnfli»<«*rfi«'r» Rrdaktion Morilzplatz 151»5— 97 ryecnzyccuzcr. Wlorißplap 117 53-54 Sonntag, den 19. Juni 19Ä1 Vonvärts-Verlag G.m.b.H., GW öS, lindenstr. Z Nernkuri'rk,«'»« Berlag, C-rpeditio» und Inseraten» Abteilung Moristplatz 1175.3-54 England vor öem Generalstreik! London, IS. Zuni.(Reuker.) Zn seiner Ankworl cm den Vollzugsausschuh der Lergleuke sagt Lloyd George, das Angebot der Regierung, finanzielle Beihilfe zn leisten, könne nur bis morgen abend offen bleiben. Der vollzngsausfchuh der Dcrlzleuke hat be» schloffen, alle Trade lluions, die in Lohnslreitigkeikeu verwickelt sind, aufzufordern, in kürzester Frist zum Zwecke «wer nationalen Aktion mit den Bergleuten zn- sammenzulreten, um sich ihre Forderungen geizenseMg zu gewährleisten, h o d g e s erkiärle, wenn die anderen ILioacn zuflimmken, bedenke das den Generalstreik. « Die Drohung Lloyd Georges auf der einen und die Auf- forderung der Streikleitung auf der andern Seite zeigen, mit Welcher Erbitterung der Kampf um die Lohnregelung im eng» lichen Bergbau ausgefochten wird. Die Situation erinnert an die kritischen Apriltage des Vergarbeiierstreiks, in denen die Frage, ob sich die Arbeiterverbände, die in dem sogenannten Dreibund zusammengeworfen sind, mit den Bergarbeitern solidarisch erklären sollten, schon einmal eine Rolle spielte. Danach glaubten die Führer das ablehnen zu sollen, da man den Bergarbeiterverband für stark genug hielt, seine Forde- rung allein durchzusetzen und da man England nicht der Ge- fahr eines Generalstreiks, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat, aussetzen wollte. Die Lage hat sich heute insofern ver- schoben, als sich in der englischen Industrie und Landwirt- schaft nunmehr allgemein das Bestreben kund tut, die Löhne abzubauen. Auf der Seite, die für einen Generalstreik ist, wird geltend gemacht, daß die Bergarbeiter die Borkämpfer für eine angemessene Lebenshaltung der Arbeiter feien, und daß j man sie ohne weiteres unterstützen müsse, um durch die Ein- 1 heitsfront die drohende Lohnreduzierung hintanzuhalten.! Andererseits wird auf das schrecklich wachsende Heer der Ar- beitslosen Hingewiesen.„Daily Herald" glaubt nachweisen zu können, daß mehr als die Halste der englischen Bevölkerung in den Streik verwickelt würde! deutsch lanü unü Gberschlesien. Oppeln. 18. Juni. Angesichts der bevorstehenden Beratung der Jnter- pelletionen über Oberschlesien ist es von Wichtig- leit, festzustellen, welche Hoffnungen die oberschlesijche Bevölkerung auf die Politik des Reiches fetzt. Man verkennt hier nicht, daß die Unterstellung Oberfchlesiens unter das\ Mandat des Obersten Rates die Reichsregierung zur ganz- lichen Untätigkeit über die Insurgenten verurteilt, und glaubt, daß die gereclsten Forderungen der Oberschlesier an die Jnter- alliierte Kommission nur durch Ratschläge und diplomatische schritte der deutschen Regierung unterstützt werden können. Seit dem Z. Mai dauert der Aufstand an, ohne daß seitens der Interalliierten Kommission ein entscheidender Schritt zur Befreiung des Landes von den Insurgenten erfolgt wäre. Daß«in solcher möglich war, steht außer jedem Zweifel. Das Borrücken der Engländer in der Gegend von Rosenberg, ihr Einrücken in Gleiwitz und anderen Orten habe gezeigt, daß es vielleicht nicht einmal der Waffengewalt bedurft ftättc. um den Aufftand niederzuschlagen, sondern daß schon die bloße Drohung mit der Waffe genügt hätte, sie zum Rückzug zu bewegen. Die Kämpfe des deutschen Selbst- s ch u tz e z, die in dünnen Schützenlinien mit kümmerlicher Bc- waffnung gegen einen an Zahl und Armierung weit über- legenen Gegner geführt wurden, beweisen, daß ein ernsthaftes Eingreifen einer bewaffneten Macht zweifellos l» n Aufstand in seinen ersten Stadien zum Erliegen gebracht hätte, wenn man es nur ernsthaft wollte. Die englischen Truppenverstärkungen reichen nicht aus, wenn sie nicht die Weisung erhalten, ent- schiedener vorzugehen. Daß dies nicht geschieht, wird ollent- halben dem Vorsitzenden der Interalliienen Komm sston, General L e R o n d. zugeschrieben, der offenkundig von Paris aus Weisungen hat, die der neutralen Mission der Interalliierten Kommission als Sachwalterin des Obersten Rates zuwider- laufen. Es sei nur daraus hingewiesen, daß Briand in seinen bekannten Entgegnungen aus Lloyd George in der ftanzösi- schen Kammer unzweideutig erklärt hat. Frankreich könne die Verantwortung für Oberschlesiens Geschick nicht übernehmen. nachdem Oberschlesien Frankreichs Vorschlag gemäß ohne Ab- stimmung an Polen zugeteilt worden war. Diese wenig be- achtete, in etwas allgemeine Worte gekleidete Bemerkung war nichts anderes als eine amtliche französische Villi- gung des Aufstandes, die durch das Verhalten der französischen Besatzungsmacht bestätigt wird. Innerbalb des Industriegebietes stellen die Truppen Le Ronds die Etapxen- kommandos der Insurgenten vor, was schon daraus ersichtlich wird, daß die Grenzkontrolleure von Kattow'.tz und Beuthen entgegen ausdrücklicher, zum Teil ehrenwörtlicher Zusage die inmitten der Städte gelegenen Bahnhöfe in die Hände der Insurgenten gespielt haben. Es ist also zu fordern, daß die Reichsregierung auch weiterhin beim Obersten Rat unausgesetzt auf die I n n e- Haltung des Friedensvertrages einwirkt, wo- nach die Interalliierte Kommission für die Rlche und Ordnung in Oberlchlesien verantwortlich ist. In erster Linie ist hierzu erforderlich, daß die Staatsgewalt innerhalb Oberschlesiens wieder hergestellt wird und unmittelbar im Anschluß daran eine aer eckt e, dem Abstimmungsergebnis und den wirr- schaftlichen Bedingungen entsprechende Festsetzung der Gren- zen erfolgt. Tas Aufstandsgebiet. Oppeln, 18. Juni.(Eigenbericht des„Vorwärts".) Nach zuver- lässigen Mitteilungen vcrlänst die Grenze des von Insurgen- ten besetzten Gebietes von Norden beginnend bei Lugy- Radli auf tongreßpolnilchem Gebiet nach Schirokau, von dort nach Goslawitz, 3 Kilometer östlich von Guttentag. von dort über Pluder, Petershof nach Zawadzki, von dort über Safist, Etefanshain, Schewkowitz nach Warmuntowitz, 2 Kilometer westlich BletMitz, von dort über Ponnifchowitz nach Lonia, 4 Kilometer östlich U j e st, von dort über Rudnau, Lotscha noch Lakobswald«, an der Strohe C o f e l- K i e f e r st ä d t« t, von dort über Convey, 3 Kilometer westlich Klein-Rauden nach Zawada, von dort über Raschütz, Wil» Helmstal östlich Raeibor nach Pogrzebtn, und läuft dann über Elguth-Tworskau an die Oder, deren Lauf sie über Kamin and Odrou laufend bis zum Südzipfel Oberschlesiens folgt.(Diese Linie heckt sich etwa mit der sogenannten Korfonty-Linie.)■.< Protest der Gewerkschaften. Oppeln, 18. Juni.(WTB.) DiefreienGewerkschaften, christlichen Gewerkschaften und Gewerkvereine Hirsch» Duncker haben am 18. Juni an die Interalliierte Kommission in Oppeln ein Schreiben gerichtet, worin ausgeführt wird, daß die interalliierten Mächte das Versprechen gegeben hätten, den unholt- baren Zuständen ein Ende zu bereiten, daß aber jetzt nach einem Monat noch nichis geschehen sei, um gesetzmäßige Zustände wieder» herzustellen. Es wird auf dos schärfste protestiert gegen öffentliche Ansprachen und Abstimmungen auf den Arbeitsplötzen der Arbeiter und bei Lohnzahlungen, ebenso gegen den Abzug von Geldern zur Unterstützung des Aufstandes. Die Jnter- alliierte Kommission wird aufgefordert, eine mündliche Aus» spräche herbeizuführen. Briand und Gurzon. Pari«, 13. Juni.(EE.) In seiner Spätabendausgabe teilt der „Intransigeant" mit, daß Briand und Lord Curzon heute nachmittag über die Möglichkeiten sprachen, wie die Gefahren im nahen Orient beseitigt werden könnten. Der Botschafter Italiens nahm an der Besprechung teil. Der„Intransigeant" glaubt zu wissen, daß der französische Standpunkt der gleiche geblieben sei wie zur Zeit der Londoner Konferenz, und wie ihn der Ministerpräsident seitdem immer dargelegt und verteidigt Hobe. Es sei vielleicht noch Zeit, die zweite griechische Offensive aufzuhalten. Eine Vermittlung wird für möglich geHallen, durch die eine Verschlimmerung der Lage vermieden werden könnt«. Es würde dies dazu führen, daß der Friede auf- rechterhalten blieb«, wobei ftei'üch der Bertrag von Stores starke Abänderungen erfahren müßte. Die heute ringe» leiteten Besprechungen könnten zu einem gemeinsamen Vorgehen führen. Dies werde aber nur dann der Fall fein, wenn die Feind- feligkeiten in Osteuropa und in Kleinasien nicht wieder ausbrechen. Von einem Augenblick zum anderen könne bei den gegen- wartigen Besprechungen eine prinzipielle Entscheidung getroffen werden. Man werde hierüber entweder heute abend oder morgen unterrichtet sein. Wahrscheinlich würden der ftanzöstsch« und der engllsche Außenminister sich morgen früh über die Lage in Ober- s ch l e s i e n unterhalle». Schon jetzt ober, schließt der Bericht, hat die Zusammenkunft ihren großen Nutzen gezeigt und man muß sich zu ihr beglückwünschen, weil durch sie der Weltfriede wiederhergestellt werden kann. Badan bedauert... Die.Larlsruhcr Zeitung' veröffentlicht eine Erklärung des badischen Staatsminlsteriums, in der es heißt, die badische Regierung stehe dem in der.Karlsruher Zeitung" vom 11. d. Mts. veröffentlichten Artikel„Generalstreik in Bayern", der vielfach im Lande, aber auch außerhalb, vor allem in Bayern, An- stoß erregt habe, durchaus fern. Die badische Regierung be- dauert die Auslassungen lebhaft und lehnt st« mit ollem Nachdruck ab.— Wir haben bis dato nicht gehört, daß die bayerische Regierung ihr Bedauern über ihren amtlichen„Miesbacher An- zeiger" ausgesprochen hätte. Mittelmann erklärt durch TU., er sei nicht geohrfeigt worden. Das haben wir bereits festgestellt mit dem Hinzufügen,«ine Ohr- feige wäre zwar eine unocrautwortliche Entwürdigung des Reichs- tags, ober keine unverdiente Strafe für Mittelmann gewesen. Daran ändert auch die Erklärung seiner Fraktion nichts, feine Zu- stimmung habe sich nur auf die Behauptung bezogen, die Kommu- nisten seien kein« Deutschen. Gegen das GewaltWem! Die Prügel- und Lärmszenen im Reichstag sind nicht Nur bedauerlich, weil sie das Ansehen des Parlaments tief herab« setzen, sondern vor allem auch deshalb, weil die äußere Sen- fation weiten Kreisen des Publikums die inneren Vor- gänge verschleiert. Der Bürger liest: im Reichstag hat man sich geprügelt,— und sofort konzentriert sich sein Interesse auf diese Szene: Ob der Abg. Mittelmann wirklich sein„Sehr richtig" nur auf die Worte bezog, daß die Kommunisten keine Deutschen seien, oder ob er doch damit dos schuftige Wort habe unterstreichen wollen, daß sie alle„kalt erledigt" werden müßten: ob Remmele den Mittelmann nur am Vorhemd ge- packt oder auch geohrfeigt habe(die„Rote Fahne" beteuert das letzters, offenbar weil eine solche„Heldentat" sehr nach ihrem Gelchmack gewesen wäre),— all das erscheint vielen Leuten für den Augenblick wichtiger als die wirtlich politischen Vorgänge, die sich inzwischen zugetragen baben. Hoffentlich wird man sich abgewöhnen, das Aeußere über Gebühr zu beachten. Hauende und ringende Reichs« tagsabgeordnete werden doch nur stets eine sehr minder- wertige Konkurrenz gegen Breitensträter, Spalla usw. sein. Möchten auch die Kommunisten einsehen, daß es selbst ange» sickts der stärksten Provokationen gut ist, wenn der Reichstag bei feinem Leisten, dem geistigen Kampf bleibt, und sich nicht auf ein Gebiet begibt, für das die meisten seiner Mit« glieder nicht ausgebildet sind. Das geistige Ergebnis der tumultuösen Sitzung war die Tatsache, daß der Reichskanzler Wirth in den schärfsten Gegensatz zu den Recktspo'-t-ien getreten ist.- Das wird ihm jetzt in den Organen der Reaktion mit aller Deutlichkeit bescheinigt. Das Ministerium Dirth hat— wir konstatieren es gern— niemals die Gunst der Rechtspresse besessen. Aber setzt überschlägt stch diese Presse in tobenden Kamps« ansagen. An dem Minister Wirtb bleibt kein gutes Haar. Ein Mann, der die geg»nreoolutlonärs Wühlarbeit und Riederreißungsarbeit der Deutsämotionalen ins rechte Ließt stellt, ist natürlich unfähig vom Scheitel bis zur Sohle. Er ist„ein Werkzeug der Demagogen", er ist ein„verbohrter Varteidogmatiker", er läßt stch leiten von„destruktivem Parteiegoismus", ihm feblt jedes„nationale Verantwor« wngsgefühl". Diesen Schimvfwärterhagel greisen wir aus knappen zehn Zeilen der„Deutschen Tageszeitung" heraus» Ja freilick, ein Adam Stegerwald scheint der Reichskanzler Wirth nicht zu fein. Ihm fehlt offenbar das Verständnis kür Stegerwalds Erklärung, daß man sich vor den „politischen Realitäten" beugen muffe, die hinter den Rechts- Parteien steben, nämlich vor den Klüngeln der Offiziere und Couleurstudenten, vor Schwerindustrie und Agrariertum. Während Herr Stegerwald doron verzweifelt, die wichtigsten Aufgaben Preußens gegen den Widerstand der beiden Rechts« Parteien durchführen zu können, scheint Herr Wirth doch etwas von der Tatsache begriffen zu haben, daß die wichtigsten Auf« gaben der Politik so gelagert sind, daß sie n u r g e g e n d e n Widerstand der Rechtsparteien sich durchsetzen lassen. Es ist seltsam, diesen Gegensatz zwischen Wirth und Steaerwald zu verfolgen, die doch beide derselben Partei an« gehören. Herr Wirth sollte Herrn Stegerwald doch eigentlich ein Beispiel dafür sein, daß man auch heute noch an der Spitze der ursprünglichen Regierungskoalition gegen rechts regieren kann,— wenn man nämlich will. Trotz aller aegenteiligen Beteuerungen de» Herrn Stegerwald liegt fein Mängel nicht im Können, sondern im Wollen. Die„Staatsnotwendigkeiten", auf die sich Herr Steger- wald so gern beruft, verlangen mehr denn fs eine entschiedene und entschlossene Bekämpfung der Reaktion. Mag Herr Stegerwald sich fiir sehr staatsmännisch halten und sich im Lob der Rechtspresse sonnen, die noch jeden dick umschmeichelt hat, der ihr zu Gefallen regierte. Wirtb ist in Wirklichkeit von den beiden der staatsmännisch Denkende. Die Erschütterungen in Deutschland können kein Ende nebmen, wenn nicht der Untergrabung der Rechtssicherheit durch reak- tionäre Klüngel ein Damm entgegengesetzt wird. Bei der Justizdebatte im preußischen Landtag hat der sozialdemokratische Fraktionsredner den Justiz, minister darauf hingewiesen, daß es tatsächlich zurzeit keine schwerere Gefähr« dung einer geordneten Rechtspflege gibt, als jene bis zur Verbrechersolidorität zusammengeschmiedete Kaste reaktionärer Offiziere, Studenten usw. Er bat das Wesen dieser Kaste scharf beleuchtet, die es für selbstverständliche Ehrenpflicht des einzelnen hält, sich im nationalistischen Jnter- esse über jedes Strafgesetz hinwegzusetzen, und für die Ehren» pflicht aller anderen, den straffälligen Täter mit allen Mitteln — und sei es durch Meineid, Urkundenfälschung oder Rechts- beuguug— zu decken. Die rechtsstehende Presse heuchelt dieser Erscheinung � gegenüber noch immer Verständnislosigkeit. Wieder redet die !„Krcuz-Zeitling" von einer ungeklärien Einzel tat. wieder kommt sie mit dem albernen Märchen des Eifersuchtsmordes, � um dem Reichskanzler politische Strupellofigkeit und Kampf i mit vergifteten Waffen vorzuwerfen. z Wir leben nicht mehr in den Zeiken, in denen Man Le- o enden durch ihre AufdeSung aus der Welt schaffen kann, mir sind uns bewujzt, daß auch die beste Widerlegung die Leute gor nickt erreicht, die tagtäglich mit der Legcndenkost der rcaltionären Presse gefüttert werden. Trotzdem hatten wir es für unsere Pflicht,-immer erneut darauf hinzuweisen, daß es sich bei der Erinordung Gareis nicht um einen Einzel- fall, sondern um ein politisches S y st e m handelt, zu dessen programmatischen Mitteln die Einschüchterung des Gegners durch Mord und gewalttätigen Ueberfall gehört. Dieses System beherrscht heute München, es beherrscht einen großen Teil Bayerns. Es wird gedeckt und gestützt von der Reaktion im übrigen Deutschlciid. Seine Mittel sind die Konspiration, die Unterhaltung geheimer Verbindungen, die Bildung mili- türischer Verbände unter harmlosem Deckmantel, die An- knüpsung von'Beziehungen zu dem reaktionären Offiziers- korps der Reichswehr, in dem nicht nur vereinzelte Teilnehmer der Konspiration sitzen. Dieses System verhindert den Wiederaufbau, es züchtet im Innern Kommunisten, es kompromittiert uns vor dem Aus- land und sabotiert unsere auswärtige Politik. Es stiftet allenthalben Unruhe und Hader, es vergiftet den politischen Kampf und führt zum Triumph? der brutalsten Gewaltmetho- den. Diese Konspiration vernichte«, heißt in Wahrheit an Deutschlands Wiederaufbau arbeiten. Der Staatsmann, der dieses Ziel erkennt, ist Realpolitiker im höchsten Sinne des Wortes und begreift zehnmal mehr von den Staatsuotwendig- keiten, als wer mit jenem System paktiert.___ ♦* * In der gestrigen Reichstagssitzutrn schilderte unser Genosse G r u b e r- München unter großer Aufmerksamkeit des— nicht übermäßig besuchten— Hauses die in Bayern herrschen- den Zuständen und wies auf die schwere Verantwortung hin, die die Bayerische B o l t s p a r r e i und die D e in o k r o- te n an ihnen trügen. Diese Parteien seien die Gefangenen der Deutschnotionalen geworden, die der Redner als ein durch und durch unbayerisches Gewächs bezeichnete. Der folgende Redner, Herr Schwarzer von der Baye- rischen Volkspartei, zeigte sich mehr um die bayerische Fremden- Industrie besorgt, die er durch eine angebliche.Hetze gegen Bayern" gefährdet sieht, als um das Leben linksstehender Arbeitervertreter entrüstete sich weniger über den geschehe- nen Mord, als über dessen Nachwirkung, den Generalstreik. Seine schließiiche Entladung an die Sozialdemokratie, mit seiner Partei zusammen an der Beseitigung vorhandener Miß- stände zu arbeiten, toimte unter diesen Umständen kaum ernst genommen werden. Die äußerste Linke begleiiete die eher einschläfernd als aufreizend vorgetragenen Ausführungen Schwarzers mit einer solchen Katzenmusik von Zwischenrufen, daß der Präsident, Gen. Lüde, sich schließlich genötigt sah. den Houptschreier Remmele sürden laufenden Sitzungstag aus- zuschließen und die Sitzung zu unterbrechen. Nach Wiederaufnahme konnte Schwarzer in Abwesenheit Remme- les seine Rede ungestört beenden. Auf Grund von Verhand- lungen mit dem Präsidenten, der auf die Folgen einer dauern- den Widersetzlichkeit für die schwebende Reform der Ge- ichäftsordmmg hinwies, veronlaßten die 5lotwnnnisten ihren Renimele, sich dem Ausschluß zu fügen. Sie wünschten aber Vertagung nach Schwarzers Rede, da Remmele Frak- tionsredner sei und alle Reden anhören müsse. Die Vertagung war bei vorgerückter Stunde und fast gänzlich ge- leertem Haus sowieso eine Notwendigkeit. Ein deutschnatio- nalez Einwand gegen sie wurde von Ad. Hosfmann durch An- fcchtung der Beschlußfähigkeit niedergeschlogeu. Nloniag ist also dritter Tag der Bayerndebatte, für die Ursprünglich nur e i n Tag in Aussicht genommen war. Die deutschnationale Presse kündiot eine fürchterliche Abrechnung mit dem Reichskanzler an, die Herr B a z i l l« vorzunehmen beaustragt ist. Das neue paraöies. Von Victor Auburti n.*) Gottvater sprach vor sich hin in seinen lange» Bart:„Du lieber Gatt, wie war doch das Paradies so nett, das ich damals in Zentral- asten(nach einer anderen Erklärung allerdings im Kaukasus) an- gelegt hatte. Mit den geflettten Hirschkühen, den Tauben und den Wachteln, di« einen kleinen Schopf aus dem Kopf hoben. Auch die Obstbäume waren gut geraten, neben die ich«ine Tafel gesetzt hatte mit der Aufschrift:„Es ist streng verboten, Früchte abzupflücken." Alles war sauber und die Wcoe mit Kies bestreut, und Sonntag die ganz» Woche. Wie schade, daß dieses zweideutige Lumpenpack mir alle» verdorben hat." So sann der liebe Gott lange seinen Erinnerungen noch. Und weil er schon alt ist und immer etwas eigensinnig war, deshalb sagte er zu sich:.Und nun mach« ich mir justament erst recht ein neue, Paradies, genau so wie da» vorige; aber diesermal lege ich es vorsichtshalber mehr abseits." Er streckte seine ambrosische Hand über die unermeßlichen Ge- wässer des Ozeans; und schon tauchte aus den Abgründen triefend eine große Insel auf mit blauen Bergen und hohen Felsen. Und gleich bedeckte dies« Insel sich mit Wäldern von Kampferholz; Gewürz» pflanzen wucherten in den dampfenden Tälern, Bananen und Ananas waren schon reis und Tier« mit unerhörtem Pelzwert jagten über di« Lichtungen. In ten Abhängen der Berg« aber schimmerten die Adern und Schwaden schiersten Silber«. Als alle» fertig war, legte Gottvater ein« Morgenröte darüber, wie noch nie ein« da war; und um alle Küsten de» neuen Paradieses ringsherum sangen die Brandungen da» Lob de» Herrn. Wie da- male betrachtet« er alle Ding« und fand, datz e» gut sei. * Zwei Tag» später fuhr an der Ostseite der Insel das englische Torpedoboot„Arrogant" vorüber. Der Kommandant, Capt Buller. erkannte, daß er ein neues Land vor sich hatte, landet«, hißt« den Union Jack und nannte die Insel„Queen Mary? Land". Gleichzeitig fuhr an der westlichen Küste der französisch» Posta- gierdampfer„vossuet" vorüber, der ein« Operettengesellschaft nach Valparaiso brockte. Der Kapitän erkannte, daß er ein neues Land vor sich hatte, hißte die Trikolore und nannte di» Insel„Ile de la Fraternite". • Schiedsgericht. Ultimatum. Gasangriff. Ctocheldraht. Handgranaten. Schützengräben. 14 Punkte. Trommelfeuer. Blockade. Jugoflowien. Mitrailleusennester. Generalquartier. Unterstand. Schwimmend« Minen. Lederersatz. Kriegsgewinnler. Tanks. Kohl- *) Aus den soeben bei Langen in München erschienenen„Pfauen- sedern". der Kleinkrieg gegen wirth. Die schwerindustriellen Drillingsgeschwister,„Tag", „Post",„Lokalanzeiger", veröffentlichen folgende Berichtigung des Reichskanzlers; In Nummer.... vom 18. Juni 1921 wird behauptet: „.... Vor einigen Wochen war es, bei der Fünfzigjahr- feier der Zentnnnsfrciktion. Beim Bankett erklärten Wieber und andere zum äußersten Mißfallen Wirths, sie seien und blieben Monarchisten. Es wurde auch„Deutschland, Deutsch- land über alles" gesungen. Da verließ Wirth demon- st r o t i v d e n Saal." Dazu erkläre'ich: Herrn Wieber gegenüber habe ich keinen Anlaß gehabt, mein Mißfallen auszusprechen, da ich von Bemerkungen Wiebers über die Monarchie nichts gehört habe. Als das Lied„Deutschland, Deutschland über alles" gesungen wurde, habe ich den„Saal" nicht demonstratio verlosten, sondern ich habe wie alle anderen kräftig mitgesungen. Im übrigen wurde nichr im Saale des Reichs- tag» gesungen, sondern in der Kuppelhalle. Die Behauptungen Ihres Gewährsmannes sind demnach frei erfunden. Herr Wirth wird viel zu tun haben, wenn et alles sie- richtigen will, was die nationalistische Presse in der nächsten Zeit über ihn schreiben wird. Daß er seine Schwiegermutter vergiftet Hot und mit Vereinskasien durchgebrannt ist, wird ja der strafgesetzlichen Folgen wegen nur umschrieben ange- deutet werden. Aber zum Trost kann er nachlesen, was schon Bismarck über das konservative Vcrleumdergesindel ge- schrieben hat._ öaperisches. München, 18. Juni.(TU.) Zu der heutigen Mitteilung de» „Vorwärts" über Verhandlungen einer sozialdemokratischen Abordnung mit dem Iustizminister teilt das Justizministerium mit, daß am 17. Juni die Landtogsabgeordneten Dill(Soz.) und Ackermann(Soz.) den Iustizminister um Beantworiung einer großen Anzahl von Fragen ersuchten, die sich zum Teil auf anhängige Strafverfahren, zum Teil darauf bezogen haben, ob wegen ver- schiedener Vvrkoininnisse, besonders wegen einiger Artikel im „Miesbacher Anzeiger" und im„Deutschvöltifchen Beob- achter", Strafverfahren eingeleitet worden sind. Es wurde ihnen die gewünschte Auskunst in entgegenkommendster Weise erteilt. Wie die„Miinchencr Neuesten Nachrichten" hören, wird der Staatssekretär Frauendorfer, der Vorstand der Zweigstelle Bayerns des Reichsverkehrsmimsteriums, der seit Ende April in Urlaub ist. nicht mehr in sein Amt zurückkehren. Der gegenwärtig in der Festungsonstalt Niederschönenfeld seine Strafe verbüßende Abgeordnete Bolksjchullehrer Ernst N i e k i s ch aus Augsburg wird in der nächsten Zeil aus der Festungshaft ent- lasten, da seine Strafzeit abläuft. Nietisch, der der USP.-Fraktion de» Landtage« angehört, wird also demnächst sein Mandat wieder ausüben können. Bon heute ab ersckseint in München unter dem Titel„Münchener Mvrgcnpast" eine neue Zeitung. Das Blatt wird verantwortlich gezeichnet von dem Gewerkschaftssekretär Peschel, der parteipolitisch der USP. anaehört. Die Zeitung ist ein Ersatz für den ver- b o t e n e n„Kampf". Zranzosenöruck auf Düsselüorf. Di? Dülseldorf.'r Stadtverwaltung hatte die französische Be- sotzungsbehörde gebeten, auf die Benutzung der alten Schießstände im Aaper Walde zu verzichten, da die Schießstände nicht mehr ge- nügende Sicherheit böten, der Stadtwald der Erholung suchenden Bevölkerung zum großen Teil entzogen werde, dos Kindererholungsheim nicht mehr benutz- bar sei und auch wichtige Privatinteressen schwer geschädigt würden. Dem Kommandanten General Mognin ist die Benutzung der modern eivgerichteren Schießstände auf der Golzheimer Heide empfohlen wor- den. Der General hat indesien entschieden, daß er auf die Schieß- stände Im Aaper Walde nicht verzichten könne. Düsseldorf fei stark mit Truppen belegt, für deren Ausbildung gesorgt werden müsse. Diese außergewöhnliche Lage fei auch durch außergewöhnliche Umstände veranlaßt worden. So be- rüben. Spartakisten. Feidprediger. Läuse. Kriegskorrespondenten. Brotkarten. Fliegerangriff. Papierhrmden. Unterseeboote. Galgen. Spanische Grippe. „Hol es der Henker," rief Gott,„setzt ist mein« Geduld zu Ende; der ganz« Planet muß weg. zerschmissen muß er werden, sonst ver- schandelt er mir die Schöpfung." Und in furchlbarem Grimm ballte er die Faust und hielt sie über die kleine braune Kugel, die da zischend und knisternd und schwelend und stinkend durch den Aether zog. Aber er schlug nicht zu, sondern steckt« die Hand wieder in die Hosentasche und seine Miene wurde milder.„Nein," sprach er vor sich hin,„man muß sich alles überlegen. Es wäre schade im> die Schmetterlinge." Der Sefuch öec Serlmer Museen. Wir können unseren Lesern die erfreuliche Mitteilung machen, daß die Nationalgalerie und das Kronprinzenpalai« von jetzt ob an den zahlsreien Tagen bi» 8 Uhr abends ge- öffnet sein werden. Dies« Tag« lind für die Nationolgaleri« der Donnerstag und Freitag, für das Kranprinzenpalais der Dienstag und Mittwoch. Das Aroeiterpublikum wird also nicht mehr auf die Sonntagvormittage angewiesen sein, sondern wird auch di« Wochen- tage nach Feierabend zum Besuch unserer modernen Kunst- sammlungen benutzen können. Diese wichtig« Neuerung ist vorläufig allerdinq» nur für die S a n: m e r m o n o t e in Aussicht genommen, wo man auch in den Abendstunden die künstlich« Beleuchtung ent- behren kann. Wir wollen aber hassen, daß fi«, wenn der Besuch sich als stark genug herausstellt, wenigstens im Kronprinzenpalai» bau- crnd beibehalten wird. Denn das Palais befitzt bereit» die nöttgen Bcleuchtungssinrichtungen. Im übrigen hat die Einführung bzw. Erhöhung des Eintritts- gelbes zur Folg« gehabt, daß einzelne Mnseumsdirektlonen statistische Erhebungen über die Beluchsziffern ihrer Sammlungen ver- anstalteten. Es hat sich dabei herausgestellt, daß der Besuch des Alten und Neuen Museums sowie des Kaiser-Frie- drich-Museums an den Tagen m i t Eintrittsgeld nur die Hälft« bzw. ein Drittel des Besuches betrug, den die freien Wochentage aufwiesen, und nur den vierten Teil des Sonntags- besuche- erreichte. Besonders lehrreich ist das Ergebnis für die National» g a l e r i e und das Kronprinzenpalais, deren Direktton schon früher Zählungen vorgenommen hat. Der Bergleich zwischen Jetzt und Früher zeigt, daß seit der Einführung des 2-Mark-Ein- trittsgeldes hier die Besucherzahl um mehr al« die Hälfte zurückgegangen ist, so daß trotz der Verdoppelung des Ein- trittsgeldes die Einnahmen stch verringert haben. Eine besondere Zugkraft übt für das Kranprinzenpalais die van Gogh-Ausstellung aus, die die Lesuchszifter an den freien Wochentogen auf da, Doppelte, an den Sonntagen sogar auf dos Dreifache anschwellen ließ. E» scheint also da» eingetroffen zu sein, was wir gegen die Erhöhung des Eintrittsgeldes seinerzeit in« Feld führten: die Be- suchsziffern sind so stark zurückgegangen, daß die Einnahmen sich nicht vermehrt, sondern verringen haben. Au dem ideellen Schaden gesellt sich der materielle.__ � achtenswert auch die Inleresien des einzelnen wie der Stadt seien, so könnten sie doch weder vorgehen noch verglichen werden mit denen, die durch die gegenwärtige Lage für die Besatzung entstanden seien. Der General lagt schließlich zu, er werde, wenn die un- gewöhnlichen Zeitumstände sich ändern, alles tun, um die Bitte der Stadtverwaltung, soweit es möglich sei, zu erfüllen. Vom 13. Juni ab müssen auch die beiden Rheinbade« an stalten vormittags von 7— 11 Uhr zur Verfügung der ftanzö- fischen Militärbehörden gestellt werden, und zwar die neue Rheinbade- anstatt an allen Wochemagen, außer Dienstag, die alte Rhcinbade- anstalt an allen Wochentagen, außer Samstag. Zurzeit sind 410 S ch u l r ä u m e von den Franzosen für mili- törische Zwecke delegt. Trotzdem verlangt man jetzt Freimachung einer Schule für die Kinder der französischen Be- satzungstruppen. Auf Veranlassung der Reichsregierung hat der Oberbürgermeister bei der Vcsatzimgsbehörde angefragt, ob sie sich für berechtigt halte, uns auch die Lasten für die Ange- hörigen der Besatzungstruppen aufzubürden. Darauf wurde die Antwort ertcilt, daß der General die Anfrage nicht zur Kennt- n i s genommen hat, denn hätte er das getan, so müßte er den Oberbürgermeister mit 6 Monaten Gefängnis und Ausweisung bestrafen. Zu den Unternehmungen, die unter der Besatzung am schwersten leiden müssen, gehört auch die am Hafen liegende Seife nsabrik� der Grogeinkaufsgesellschaft. Eine Eingabe des sozial- demotr�-lchs,, Parteisekretoriats an den kommandierenbm General schildert die unerträgliche Lage des Unternehmens und batet um Abhilfe. Alle diese Plackereien werden von einer Besatzung ausgeübt, die sich nur wider alles Recht in Düsseldorf aushätt. Besprechung mit üem Harantiekomitee. Am 17. und 18. Juni haben im Reichsfinanzminifierium zwischen dem Garantiekomitee und Vertretern der deutschen Regierung mehrere Besprechungen stattgefunden. Von deutscher Seite nahmen an den Besprechungen teil Staatssekretär Schröder vom Reichs- finanzministerium als Borsitzender, ferner die Staatssekretäre Berg- mann und Zapf vom Reichssinanzministerium, Staatssekretär Hirsch u. a. Zu Beginn der ersten Sitzung am 17. Juni sprach Staatssekretär Schröder die Hoffnung aus, daß die Beratungen zu einem für beide Teile befriedigenden Ergebnis führen werden um so mehr, wenn die Beratungen von beiden Seiten von dem Verständnis für die Rechte und Notwendigkeiten des andern Teils getragen werden. Er erklärte, daß die deutsche Regierung alles tun werde, um die Verpflichtungen, die ilp: durch den Zah- lungsplan vom 3. Mai auferlegt seien, nach besten Kräften zu erfüllen. Der Präsident des Garantlekomiiees, Herr M a u c l ä r e. dankte Herrn Staatssekretär Schröder für seine Worte und fügte hinzu, daß der Geist, in dem das Garantiekomitee die Durchführung des Zah- lur.gsplanes beabsichtige, der gleiche sei, wie er von den Vertretern der deutschen Regierung angedeutet sei. Das Garantiekomitee habe das Bestreben, die Ansprüche der Alliierten zu erfüllen, ohne Deutschland in seiner wirtschostllchea Entwicklung zu stören. In der ersten Sitzung wurde zunächst erörtert, was im Sinne des Art. 4 des von der Reparationskommission aufgestellten Zah- lungsplonee als deutsche Auefuhr anzusehen ist und noch weichen Grundsätzen diese Ausfuhr festzustellen ist. Die weitere Er- örterang erstreckte sich auf die Frage, welcher Teil der deutschen Jahresleistungen voraussichtlich durch Eachli« ferungen und Leistungen abgegolten werden kann. In den Sitzungen am Sonnabend w»rd«n die einzelnen Steuern durchgesprochen, welche als Sicherheit für die deutschen Leistungen in Frage kämmen. Außerdem wurde seitens der deutschen Vertreter die Organisation des amtlichen Deviscnankaufs in der Devijea-Beschaftttngsstelle auseinandergesetzt. Zugestandene Geschmackiosigke». In Kött, ist, wie gemeldet. ein KPD.-Redakteur wegen Nochpiappernz der dcunchncttonaU-n Klatschereien über Eber: zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dazu schreibt die„Rote Jahne":„Es entspricht ganz dem Rachebedürfnis der bürgerlichen Justiz, wenn eine harmlose politische Geschmockloiigkeit eines Arbeitervertrcters mit Gefängnis bestrast wird." Mit Befriedigung dürfen mir andererseits feststellen, daß dos von uns stets empfohlene Arrangement van wechselnden Ausstellun- gen sich tatsächlich als besonders zugkrösttg erwiesen hat. Die B«- suchsziffern, die das Kranprinzenpalais während der van Gogh- Ausstellung aufweist, dringen jeden Widerspruch zum Schweigen. Wird man nun aus diesen Erfahrungen die nötigen Schluß- fÄgerungen ziehen? Werden außer der Direktion der National- galeri« auch andere Museumsleiter sich zu einer systematischen und kontinuierlichen Veranstaltung von wechselnden Ausstellungen ent- schließen? Und wird man ans das Einlrittsgeld, das ja nur„probe- weise" eingeführt wurde, jetzt verzichten, nachdem diese unsoziale und kulturfeindliche Maßnahme die Probe so miserabel bestanden hat? Weberfeser im Opernhaus. Hundert Jahre„Freischütz", dos heißt hundert Jahre deuttchbeseett« Oper, ein Säkulum Verdrängung italienischer und französischer Musik durch deutsche» Können und deutsches Gemüt. Leise, fromme Weise klingt im Mondlicht durch die Wälder, durch die Auen. Abgelöst ist verlogene Ausgeblasen- heit und Sieg des äußeren Materials durch Phantasie und Herz; ein« Eaoatine, ein Iägerchor, ein Trinklied, Tanz und Polonaise, Mädchenreigen und Geisterbeschwörung führen fort von kriegerisch«» Rachklöngen zu humorvoller, besonnter, romantischer Traumwelt. Die erste deutsche Oper? Und nur tremder Neid sParis) oder deutsch« Berbohrtheit lZelter) verfuckt die Sleinigimg des Messias. Diese» Werk lebt, solange Schönheit lebt im deutschen Land. Durch ein ganz und gar unliterarisches kindliches Dichtwerk leiten uns schöne Bilder voller Sanftmut. Schönheit, charakterfester Gest«, Jubel vom Wunder der Ouvertüre durch Zauberakt» zum oersöhn- lichen Schluß.„Sieh, nun läßt der Brite dir Gerechtigkeit wider- fahren, es bejubelt dich der Franzose, aber lieben kann dich nur der Deutsche. Du bist klein, ein schöner Tag aus seinem Leben,«in warmer Tropfen seines Bluies, ein Stück von seinem Herzen". So Wagner am deutschen Grabe Webers. Und. ein anderer Him- melstürmer, Beethoven, faßt seine Verehrung in den lapidaren Satz:..Du bist ein Teufelskerl!" Dieser Teufelskerl, ein Pechvogel im Glücksland, dirigierte vor hundert Iahren im Scknnkelhaus Berlins fein Wert; und der Jubel hals bis heute weiter. Ein Werk, vor dem man staunend steht und sragt: Ist außer dem Schritt zu Wagner noch etwas Ewig?? für die Bühne erreicht worden? Sicher war vor hundert Iahren die Stilisierung des Waldes noch nicht er- funden, die Szenerie der 28 astsschlecht primitiver, dämonischer. Sicher klangen die Ehöre weniger exakt und schön als heute; aber man sucht« gewiß nicht nach einer Agathe, die gestrige wäre undenk- bar gewesen. Besser schon dos lustige Aennchen, sonnig bei aller Opereiienmanier. Das Opernhaus hat leider auch nur erneu fchwachbrüstigen Max. dafür einen stimmgewaltigen Caspar und einen oernehmen Fürsten. Das reicht nicht hin und nicht her. und nie l>obe ich den Meister der Kapell« so unaelchickt. so saumfelia. so unrebellisch gesehen wie gestern. Was tun'die Namen zur Sache? Gedenken wir de» Mannes, den wir lieben als Schöpser der betten Doltsoper: Carl Maria von Weber! K. S. Der„grüne Tisch" in Amerika. Heute, da Klogen über die schwerfällig und teuer arbeitende bureaukrattsch« Masch nre in ollen Ländern Europos an der Tagesordnung sind, erscheint es von Int er» esse, einmal zu hören, wie der Apparat txi den praktischen Awert» Hc. 285 ♦ 58. Jahrgang 7. Heilage öes Vorwärts Sonntag, 19. Junk 1$2t Hölz'„Requisitionen". Die Nachmillagssitzung ergab zur Be- oder Entlastung des An- geklagten nichts Erhebliches. Zu einer dramatischen Szene kam es bei der Vernehmung eines Gärtners, der gleich vielen anderen als Geisel tvegzeschleppt worden war. Er erzählte, damals erfahren zu haben, daß Holz gesagt habe, man solle die Gefangenen er- schießen. Hätte, fügte der Zeuge mit zornbebender Stimme hinzu, ich das gehört, dann wäre es mein Wille und meine Pflicht gewesen, einen solchen Lumpen zu erschießen— einen solchen elenden Lumpen! Holz zuckte zusammen, faßte sich dann rasch und warf eine Verlegen- heitsbemerkung dazwischen. Bei den Aussagen einiger anderen Zeugen fand er seine gewohnte Schlagfertigkcit wieder. » In der Nachmkttaasoerhandlung gegen Holz»erkündete der Vor» sitzende, daß das Gericht auf Antrag der Verteidigung beschlossen habe, zwecks Feststellung, ob die in dem Mörder des Gutsbesitzers Heß gefundenen Geschosse und Geschohstücke von Gewehr- und Pistolenschüssen werrühren, den Hofbüchsenmacher V a r e l l a als gerichtlichen Sachverständigen zu laden. Die Beweisausnahme wird fortgesetzt. Ein Zeuge En der be- kündet u. a., daß der jetzt als Zeuge vernommene Keller ihm ge- droht habe, er werde erschossen, während Hölz gedroht habe: »Du hnnd gehst barfuß ins Grab!" An eine Zeugin richtet der Angeklagte die Frage, ob es richtig fei, daß er ein Paket mit Silbersachen, welches ein Genosse schon zusammengeoackt hatte, zurückgegeben habe mit den Worten: „Das bleibt hier!" Zeugin bestätigt dies, ebenso die Tatsache, daß Holz die ganze Speisekammer geplündert habe, jedoch soviel Lebens- mittel dagelassen habe, wie zu ihrem Lebensunterhalt nötig waren. Der Zeuge Gutsbesitzer Stette bekundet, dag durch das Ein- dringen der Hölzschen Bande ihm ein Schaden von etwa 250 000 Mark entstanden sei. U. a. sei ihm eine Perlennadel im Werte von LS 000 M. gestohlen worden. Hölz erklärt hierzu, daß es richtig sei, daß er während des Kampfes mit der Sipo, als seine Kerle ausrissen, Anweisung gege- den habe, auch Juwelen, die zu Geld gemacht werden konnten, „beschlagnahmt" werden sollten. Er empfinde dies nicht als Raub oder Diebstahl, sondern als„proletarisches Recht". Auf die Bekundung des Zeugen Stelle, daß ihm u. a. 5 Dutzend Hemden gestohlen worden seien, erklärt Hölz:„Zeigen Sie mir einen Proletarier, der ö Dutzend Hemden hat. Charakteristisch ist auch, daß wir stunden- lang Lebensmittel aus der Speisekammer des Herrn Gutsbesitzers wegschleppen konnten, während arme Proletarier hungern mußten. Eine ganze Stadt hätte davon leben können." Einer Zeugin ist u. a. ein Ochse weggenommen.>er Angeklagte erklärt hierzu, daß es ihm eine Freude gemacht habe, den Ochsen dazu zu verwenden, daß sich auch einmal hungernde Proletarier sattessen konnten. Die Verhandlung wird hierauf auf Montag 9% Uhr vertagt und findet von jetzt ab im neuen Krimtnalgericht, Zimmer 172, statt. 13.Gene?alversammlungöerHlasarbeiter Die Generalversammlung schloß sich einmütig einem Antrage an, der von der Regierung-ascheste Beseitigung der Sondergerichte und Revidieri na der vielen gefällten furchtbaren Urteile verlangt. Mit großer Mehrheit würbe beschlossen, von einer Dis- kufsion über das gestern gehörte Referat„Berufs- oder Industrieverband" Abstand zu nehmen und gegen etwa vier Stimmen die im gestrigen Bericht mitgeteilte Resolution des Referenten angenommen Ein großes Referat des Derba-dsvorsitzenden G i r b i g klang dahin aus, daß in der deutschen Glasindustrie der weg zur Sozialiflerung am allcrweitesten geebnet sei und die Arbeiterschaft hier mit am ersten vor die Inangriffnahme der So-ialisierung gestellt werde. In der Diskussion erklärten auch eine Reihe der radikalen Richtung angehörende Kollegen, so Zimmermann und Strauch, Berlin, Schlag. Hermsdorf, daß sie weitgehend mit Girbigs Re- ferot einverstanden seien, daß es gegcignet sei, ein besseres Einoer- nehmen Zwischen den verschiedenen Richtungen herbeizuführen. Da- gegen führte S ch a p e r, Alexanderhüite, aus: Rational sei der Sozialismus nicht zu verwirklichen. Es sei eine i n t e r n a t i o- n a l e Frage. Vorbedingung fei. daß das Proletariat international sich aufraffe. Deshalb engste Solidarität mit denen, die heute schon die politische Macht haben, mit Rußland. Es gebe auch kein Rach-und-Rach-Sozialisieren. Es müsse heißen: Sozialisierung des gesamten Staatsbetriebes, der gesamten Volkswirtschaft im Staate. Das sei zu vollbringen international durch die R ä t e d i k t a t u r. 4 4 4 4 * Spendet für das Oberfchlesifche Hilfswerk! Saupttonto: Oberschl.Hilfswerl, ReichSöanUägerflr. Die nachfolgenden Redner gaben Anregungen und mochten Einzel- ausstcllungen, erklärten sich aber teils völlig, teils im großen Ganzen mit Girbig einverstanden Im Schlußwort entwickelte Girbig den ihn von den Kom- munisten trennenden Gegensatz dahingehend, daß die wirtschaftlichen Umstellungen sich nicht vollziehen lassen als Ganzes mit einem Male und etwa in wenigen Monaten, und weiter nicht durch die Diktatur einer Minderheit mit Maschinengewehren, sondern durch die Diktatur der Demokratie. Einstimmig wurde eine Entschließung angenommen, wonach die den Zwischenmeisbrn gehörenden Werkzeuge restlos von den Unternehmern gegen Bezahlung abgenommen werden sollen. Es sei dies die erste Etappe zur Abschaffung der Akkordarbeit und Beseitigung der G ü n st l i n g s w i r t s ch a f t. In der Günst- lingswirtschaft liege«ine große Hemmung der Sozialisierung. Es wurde noch beschlossen: die angenommene Beitragserhöhung tritt am 1. Oktober dieses Jahres, die Aenderung der Unter- stützungseinrichtung»n am 1. Januar 1982 in Kraft. Ferner wurde eine Arbeitslosenunterstützung für Kurzarbeiter beschlossen, die(nach den alten Sätzen) an> 1. Juli dieses Jahres in Kraft tritt. Müller(Hauptvorstand) referierte über„Amsterdam oder Moskau?" und legte eine Resolution folgenden Inhalts vor:„Die Generalversammlung bestätigt den am 11. Januar dieses Jahres gefaßten Beschluß des Vorstandes mit dem Ausschuß. Bei- rat, den Angestellten und Gauleitern, der sich gegen Moskau wendet. Sie erklärt ferner, daß sie in dem„Moskauer internatio- nalen Rot der Gewerkschaften die geeignete internationale Zu- sammenfassung nicht erblicken kann, weil die Voraussetzung der gewerkschastlichen Verbindung unbedingt die Selbständigkeit [ein muß. Der Anschluß an die„Moskauer Internationale" be- eutet aber die Unterstellung der gesamten internationalen Gewert- schaften unter eine Partei. Da die Arbeiterschaft aber in ver- schiedenen Richtungen der politischen Parteien organisiert ist, be- deutet unzweifelhaft der internationale Anschluß an die„Moskauer Internationale" die Spaltung und daher Zerstörung der Gewerk- schaften. Die logische Folge ist eine weitere Schwächung der Posi- tion der Arbeiterschaft und eine Stärkung des Kapitals. Die Generalversammlung ist daher der Ueberzeugung, daß es gerade heute mehr denn je gilt, die Einigkeit der Arbeiterklasse zu wahren und wiederherzustellen. Die Einigkeit kann aber nur in der Gewerkschaftsinternationale Amsterdam herbei- geführt werden, denn in dieser Zentrale ist die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft auf internationalem Wege zusammenge- schlössen und die Grundbedingung der gewerkschastlichen internatio- nalen Verbindung gegeben, nämlich die Unabhängigkeit von jeder politischen Partei." Ihr setzte der Korreferent B u r d e s- Berlin eine Resolution entgegen, in der es im wesentlichen heißt:„Moskau oder Amsterdam heißt Arbeitsgemeinschaft oder Klassenkampf. In der heutigen Epoche dürfen die Gewerkschaften nicht auf den Bode« der Arbeitsgemeinschaft eingestellt, sondern müssen zu Klassenkampf- organen umgestellt werden. Alle Gewerkschaften, die erkannt haben, daß nur auf dem Wege des revolutionären Klassenkampfes der Sturz des Kapitalismus herbeigeführt und der Sozialismus verwirk- internationale angeschlossen. Der Anschluß an die Rote Gewerkschafts- internationale bedeutet nicht den Anschluß an die K o m m u- nistische III. Internationale." In die Diskussion über beide Referat« wird später«ingetrete«. Der internationale Sekretär D e l z a n t richtet« begeisternde, vom Genossen Münch- Berlin übersetzte Abschiedswort« an die ; Delegierten. Er ging auf vorbildliche Erfolg« der deutschen Be- wegung ein und sagte, es wären genug Länder da, die froh wären, manches von den deutschen Gesetzen zu haben. Er ging auch auf die Revolutionen ein und sagte, sie in Frankreich wünschten keine Revolution der Straße mehr, � sondern jene Rcvolutionicrung, die w r. h c h a f t zum Sozialismus ! führt. Nach einem Dankwort Girbigs an alle ausländischen Gäste wurde vertagt. i- 27.«ttnlM SemsiMlsWiillW der M- {fintoifs- GeseWnsk Mförn ßMimmm. kr. Baden. Baden, 16. Juni 1921. Die Tagung fand im Anschluß an den Senossenschaststag statt und war von 432 Delegierten und 230 Gesellschaftern besucht. Nach Eröffnung durch den Vorsitzenden Koch- Leipzig erstattete Geschäftsführer A ß m a n n- Hamburg den Geschäftsbericht für das Rechnungsjahr 1920/21. Trotz Beseitigung der Kriegs- und Zwangs- organisationen hat die GEG. im Warenhandel und in der Produktion mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt als in der Kriegs- zeit. Die Fortführung des Programms, das vor dem Kriege für den Ausbau der Eigenproduktion ausgestellt worden sei, hätte nicht in dem gewünschten Maße vorgenommen werden können. Der Waren- Umsatz betrage 1 351224382.11 Mark aegen 352 698 074,81 Mark i. Vorj., also ein Mehr von 998526 307,30 M. oder 283.1 Pro,. Für den Umsatz der einzelnen Zweige der Eigen- Produktionen wurden genau« Zahlen angegeben. Beschäftigt wurden in allen Betrieben zusammen 2427 Personen gegen 2041 im Vorjahre. Aßmann plädierte am Schlüsse für starke Inanspruchnahme der GEG., dadurch würde der Ausbau im Interesse der Kon- sumvereine gefördert. Ueber die B a n k a b t e i l u n g ist zu berichten, daß sie sich im Berichtsjahre im allgemeinen günstig weiterentwickelt habe. Die Bankeinlagen betrugen rund 117 300 000 Mark. Nach Erstattung des Revisionsberichtes durch P ä stl e i n- Ham- bura wurde den Geschäftsführern und dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Der von der Verwaltung der Generalversammlung vorgelegte Vorschlag über die Verteilung des Ueberschusses wurde nach kurzer Debatte einstimmig genehmigt. Nach einem Referat über die Abänderung de» Gefell- schaftsvertrages wurde einstimmig beschlossen, daß die der Gesellschaft angehörenden Vereinigungen die Stammeinlage für je 50 der ihr angehörenden Mitglieder 1000 Mark beträgt. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder wurde von 21 auf 23 erhöht. Der Erhöhung des Stammkapitals bis zu 30 Millionen Mark wurde ebenfalls ein- stimmig zugestimmt. Noch erfolgter Ergänzungswahl für ausscheidende Aussichtsr«ts. Mitglieder waren die Arbeiten der Generalversammlung erledigt. e 1 9 75 1 ennistlancU Quelit-Mtr. 1—■ 1 Herren- Wäsche I Weil?« und farbige Ob«-- D bm�kte» oder bedruckt«. 49.50 � Blusen Wesckrtoffe« � Modelle zu bedeuiend berabge«e 1 68.- 98.- 128.- W W ascb-W esten 49.- 58. Gummi-Mäntel 325- 375.. 49.- 79- 95 Backfiscb-Bluse ferKSer Damen- Kleidung 13.50 19.50 Röcke au« praktischen Stoffen 19.50 39.- 24.- 48.- bemden Sport- OberbemJen weil gestreift, Zephir, m.daru paa«. r£ Kragen o. KUppmanscbetten 03.*1» Sportkragen weil od.ferbi« 3. �., e. I! er 50 � Morgenröcke eue bedruckt. Waechetoff Dtnckkrawatten KoseteeideW. � r n n r rtv e II IQ 50!S$S5 37.« 1 A- 70.- Dtronhut Matal otfon»..* Herren Kleidung� jr'"""".........- j g 11� 7k n Tilg#»% g G r•#e Pesics: jDdTTJCJZ- H/Ö5C#JC 260-*S90- 560- D Beinkleider,««. trefft Kleider eo. weilen«der bedrucktem v.u..75.- 118- 225- Kostüme, Jacke auf HaTbecide 290- 350- 475- ReinwolL Damen- Strickjacke* SÄ 185- 225- 275, TagbemJen, Nacbtbemden, Beinkleider, Untertaillen bedeutend unter dem regulären Preis j 69 � Tisch- und Hausw 1 Sä: Tiscbtücber««bleicht Jacquard 475- M 103X105 29.75 140*150 42.50 MSddienkMdunn| Fu-i,e. Wuctti»a„ k sixuol. iz?s 45-60 cm 69-80 em 89-109 cm � 33- 49- 65- M Weiffe Vöde-Kleider 45— 60 cna 65— 80 cm 85— 105 em Kücbenbandtucb weil. Gerstcnkora,m.Kaiite. 48X100 ttt- 1 1 veie«oit rotes W ischtuch Karo« 54 X94 Poliertucb gelb, besaht Frottierbandtucb weil, Kräuselatoff, 48 X 100 M u r h e n--. feinfädigaftO cm' Madapolam Meter«. Hemdentocb fädig. Meter 8. � Linon 88 em. mittel»t. Meter 9. Reste und Abschnitte m Damast und gestr. Satin für Bettwäacha Wirkwaren Damen-Strümpfe- yj Bauawallo•hne Naht..3« Baumwolle mit Hachforac Q 7K mmd DappcUohl«•••. O» ScbwedT-Socken. qq fSr Herraa. gras..... 4. Damen- Scblupfbcinkleider Besmw.U....... 14.75 Damen-Hemdbosen-t o 75 Baumwolle« gerippt... aO. Gardinen Scheibengardinen buBtMir.2.� � Tüllgardinen weil Meter 9. � Halbvorbang stit gewebt- Waechetoff. Gr. 38. 40. 43 19.- atOJUiatft* BfiRLUt C A fcMHOAtlfiftfiTXU W[anJeshuter» 1[einen-uncl, J ßebildWtbzr>ei tWäpunfeld Berlin W. Q.' [Ceipfigfrfifaj & 20-22. � r-llnfc Cd, (größtes 0or)depßacr� für* Leinen und U�seße WäscheslolTe BelJwäsche Tischwäsche Gartendecken KOchenwcsche Badewäsche Herrenwäsche Damenwäsche Kinderwäsche Morgenröcke Kleider- Blusen In allen Ableilungen verbürg! gufe Waren xu. wes eilt II chi zurücRgie setzten Preisen Besonders hervorragende Gelegenheit zur Beschaffung von Wäsche jeder Art und zur Zusammenstellung von Braut- Ausstattungen Handarbeiten Unterröcke Schürzen Strümpfe- Socken Taschentücher Abgep. Kleider Vaschsfoffe Gardinen Steppdecken Schlafdecken Bettstellen cl i imnUir-Jlubvcrhaufl pTheafer�ichtspieie etc.�f Opernhaus Der Freischütz H Uhr Schauspieibans üh'.FlaelisiDann als Erziehe 7 uhr: Das Oliick im Winke Deutsches Theater 7'I, Uhr: Pousch u. Perlmutter Mo.T'.'arPowsch u. Perlmutter S Uhr: Meaalllance Mont.SU.; Frühlings Erwachen Gr. Schauspielhaus (Karlstra8e> 7 U.: Etn Soniraeriuchfstrauni (15. Abieilunß 5 Abcna) Montag 7 Uhr zum J. Male Die Weber(AuSer Abonn l'heator i. 4. K&nisorätzer Str. Täglich T.JOUhr: Mit dem A-enrr ivielen s Uhr: SittknS Maske Msria Orska Johannr« Kirmann l'anl Blldt Berliner Theater Aliabendlich 7.30 Uhr; Ralph Artur Kebcrta, EI«c Müller, Uttchi Blleot. Herbert ICiptsr. Paul Rehkopf Komddlenhaus Allabendlich 7.30 Uhr; Der blonde Engel von Rokert Wlnterberj Paul Heidemann a. Q, Josefme Dora v. Stiatsth. a.Q. Inge van derStraaten, Isa Marsen, Oeorg Baseit, Kurt Busch, Julius Rugg Komisehe Oper Opernaplelzelt Täglich /•/« Uhr jl'.t-Keidelherg Oper von Pacchierotn Stg. Der Barhier r. Sevilla lose-fiter WodieSehtDa den nisten logischer Harten. los Heute AQUARIUM geöffnet von 9 bis 7 Uhr 7,'2Uhr; Die roten Schuhe Volksbühne Jh'uu'vp, 21/2 Uhr: Wallecstelns Tod 7 u.; Oer Bißerais Millionär Lesslng-Theater 3Va t1.: Frau M'arrcns Gewerbe Allabendlich 7� Uhr: Die Ballerina des Königs (Konstantin, GOlz) Deutsehes Kiinsller-TlieatBr 3 Uhr; Pygmalion /■/j uhr Geständais Ralph, Kerff, Otto CcHträl-Thcatcr 8 Uhr; JlOHka I>ent4elir4 Opernhan» 7 �r: Die Fledermaus Rrledr. WIlhelniMt.Th. Hl'Jlt lirloe aos lisr Sülle Kl. Srlmnuplcllinu» p/s uhr: Reigen KleineM Theater 4 Uhr: Nur ein Trnum '■/.u. Nur ein Traum TiUNtAplenmu» Wi Uhr: Arnold Rfeck in Die spanische Fliege IVIetropol-Tbonter Uhr' Die blaue Mazur Meneu<> perrttenthest. '■/.uhr Äraericau-Girl \'nuc« YoMzntliftitvr 7 uhr: Die Lokalbahn ReiaideDsz-Theatcr 4 Uhr: Am Teetisch 7'/, Uhr: Ab dafür! alchlller-Tlient.t'harl. 3 Uhr: Der Meinetdbauer T'/sUhr: 100 000 Taler SeliloOpark• Theat. Steglitz, SchloSstraBe 4K iv. u.: Der RuigierbalintiB! Thalla-Thenter "'.uhr Mascottchen Th.nm\ol3ciHlorfpl»r»r 3VaS Wenn Liebe erwacht uh'?. Der Vetter aus Dingsda Tlieuzor den WeHtrn* 3>I, U.: Die Plurrhaitskomödie uhr'- Würgen wieder lustik! Trlanon-Theatcr 3 Vi Uhr: Rosen 7V,U.: ROSeU Suderoumi Th.i.d.Kominaadantenstr. 7-/, uhr Die goldene Freiheit Walluer-Thcuicr 7«/, t hr Der Kuhreigen Wulhal I.s-Thcatrr uhr: Scheidungsreise Berliner Prater Kastanien-Allee 7—9 Täglich s Uhr: ;; Variete Wenn Engel streiken! • Operette in 3 Akten Th. a. Kottbuser Tor Tel. Morkxpl. 1507/ Tdgl. 7'a, Uhr: Elite-Sänger — IO Herren!— Witz! Komik I Urkom. Typen I Größt. Lacherfolß �«LP � Vorvk.l t-P/j, 4-6 U. Varlete-Splelplsnl Rauchen gestattet! ßehrenstraße 54 Präzis llti Uhr; Internat. Damen-Boxkämpfe und der unübertreffliche Adtnirals?alasf 7l.oühr: Abrakadabra] < Sciiioßbrauerei � Schöneberg Kaupislraßi: HZ— 113 Täglich: Große(mernationalc �Ring kämpf 6� Ualgrrätzer Str. 121. TBgrlicb'/.»(Ihr i b Gastspiel des HerrnteliS- Tlieaiers. fn keinem Theater wird i 1 ho gelaciik geschiicn.| | ßefnneJt w« hnt dem| großen Schlager (Der ist derW Vorher 7(Ihn Fllmschan. Der Brand im Variete Mascotte. Drama in 5 Akten. KassonSftnung 6'', Uhr. Beginn 7 Uhr, Senn'ag«« Uhr• [Potsdamsr Str.7 J• Hochbahn Bßlowntr. 1 Das neue Paradies (Diktatur der Liebe 3. Teil) zeitgemäßes Charakterbild aus dem Oroßsladlleben mit Esther Carena Dazu: Der Unerkannle Detektivfilm mit Ludwig Trautmann Tsgietpinnll 1 L-23. Jwi 1 971 Jagd auf Schurken Abenteurerfüm mit Edith Posca Neue Welt" i i fß Arnold Scholz Hasenheide 108/114 Sonntag, den 13. Jnnl sowie täglich: KONZERT und Spezialitäten-Vorstellung Vollständig neues Programm 16 erstklassige Attraktionen AuDerdem; Großer Ball Anfang 4 Uhr ♦ Einlaß 2 Uhr Die KaffeckQche Ist von 2 Uhr ab geöffnet Fahrendes Volk Schaasplel in 5 Aktv. Dr. Villi VoW Hauptrolle: Ellen Richter Re�ie; Adolf Gärtner Lotte Neu m aa a a. Theodor Loos tn dem Maxim-Film Das Gelübde Nach d. Schauspiel r. H. Lautensack Re�ie: Rudolf Biebrach Der Verrat auf Schloss Treuenfels Filmroman in 5 Akten mit Mila dela Cha pelle, Erich Kaiser-Titr ReiclisliaD.-rnEater Stettiner Sänger Anfang r'f-Uhr Dünbofl-Brettl Polles Gaprice Linienstr.)32amOranienbg.T. Täglich 8 Uhr: SehlalzimmergeiieiinDis und Liebe en efi'oa mit Ferd. Orii necker. Wl,**"'"•-V/? _J Die grofte__ Jussaiiiiiijs-Stta" Tip Tip Hurrah! Ueber 150 Mitwirk.| mit dem b; kannten Wiliteltn Hartstein Albert Paulig Heinz Sarnow Erna Alberti Else Schloicka I(lrifl.-PlerderEiinen| Gröntieide-Alt- Buctiiiorst- Fangschieuse durch die Idyllizche Löcknitz — K_. tugilrh außer Sonntags billige i 1�4 Ivx Motorboot-Fahrten I *,,�1 Abiahn Schlllingbrücke vorm. 9« —»'►-«-»'rV-r— Srhi.« Tor, Grbbenufer vorm.*"1 1 notorboot-läenelldchsft(«rlinholde fei.: Erkner 161 Der Schwur des Peter Hergatz Schauspiel n S Akten In der Hauptrolle Emil Jaonings Mitwirkende: Stella Harff, Mila de la Cbapelle/ Re�ic; Alfred Halm Ein stilles behagliches Nest B, B. Schwank mit Leo Peukert Die Junge Hanta 5 Akte von E. Baron und Joe May Hauptdarateüerin: Eva May Regie: Uwe Jens Krafft Die Millionen braut B. B. Film mit Arnold Rieck Hann über Bord Schauspiel in 4 Akten mit Grit Hegest, Alired Abel, Erich Kaiser-Titz Regie; Karl Grüne LeoundselneKammerjungfer B. B. Lustspiel mit Leo Penkerl und Lutti"Werkmeister Transatlantischer Dampferdienst via Spanien nad Portugal fflr Panagiere, Fracht nnd Post nach SUD-AMERIKA Rio de Janeiro, Santos, Montevideo, Buenos Aires CUBA/ MEXICO Havana, Vera Cmi NORD-AMERIKA New Orleaiu ml( modernen Drei- n. Doppelschrauben-Schnelldam- piern regelmässig in kurzen Abständen ab Amsterdam Moderne schnelle Frachtdumpler nach obengenannten Häfen sowie nach Pern&mbnco und Bahia Spezieller 14tStlZ> Frachtdienet nach New York Alle Auskünfte über Passage durch Pastafeagentur Dr. W. J. vaa Baien. Berlin, Unter den Linden Wa. tBr Fracht durch Imemationalc rranspone Seh. Böser G.m.b.H.. Berlin WS7, und die in den meisien GroBslädtcn beiindlichen Vertretungen erh ergraut. Haar die frühere Naturfarbe wieder d Reichels Rcgcneratsr. Dunkelt ailmahi. undistunverwaschbar. 9.50 u. 15.— M. Otto Reichel. Berlin 43, SO., Eisenbahnstr. 4 Möbel »u Niedrigsten Preisen direkt an Private. AtesenauswaHi. Schlaf,. IWa-WSS«. Spcifej. 171h-lf»70aR. yerreaz.1 753—17845 M. a Letzte Vorführung 8 Uhr Trabrennen zu Ruhleben Sonntaie, den 19. Jnnl, nachm. 3 Uhr 8 Rennen ♦ Preise 121,000 M. snaciiwy yoaqn-]■»nauet|«n3s»0 %Zb\ 14 3/ Ii-J 'x 3 a a ca 1 3H)OA\ 3H>rillPN jtisrxxxxxx V«ry Süefel Touren- und Wandcr- tilefel, vonüglidie Rahmenarbelt, prima Doppelsohlen Damen Herren -14900 15900 SchwarzMastbox-Touren- Stiefel für MSd Aen u. Knaben,Doppel- sohlen, wasserdidites Futter, Beulel- lasAe, genagelt Braun Sporilcdcr-Bcrg- stlefel, beste Yerarbelf., wasserd! Ates Futter, Doppelsohlen, BeutellasAen Damen Herren 00 26500 295 Braun Sporirind- Bergstiefel für Madchen und Knaben, prima Doppelsohlen, wasserdichtes Futter, Beutellasche 27-50 31-35 36-30 27-30 31-35 12250 14500 19000 36-39 ■15000 175M 215M 265 nillllllUIIIMUilllllilllllilKllliUlllllll•lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Heinrich Mennes Alexander-Sirasse 54 I. Grosser Saison- Räumung- VerHauf r.Kl I s I 2clAe�talo!geB«denlendJjreJsli«2bse|znn�m|�� Damen- Wasch voile-Klcidcr, färb«, 65.-» 75.-» 95- M.— Weisse Wasdivoilekleider 75 bI* 125 M.- Schwarze Voile-Kleider- Dirndlkleider gJSJSo 65 M.— Dirndlkleider für jede» Auer.- Eleg. weisse Voileblusen m- reIcker Handarbeit.— RcinWOll. Trikoi-BluSCn, viele Farben, 150 M. Mäntel und Kostüme SOF" enorm billig! desgl. Bieg. Seiden« und Wollkleider und Mantelkleider. Wollene Knaben-Anzüge(Sporiform) für da» Auer von vi« jähren, jetzi Einheitspreis 250 M.— Wasch- Anzüge«- Blusen, beste Qnai. unsort. GrSssen. Damen- Kinderhüie 5 M- 911«eutsure Kii Levrsudis- und Lnxas- «tv a 1 Im i apfe flieser Wottc aat lamll, �amcnWÜSdlC lwumlvtilrter iiimmniititn iiiiiitiiimiiniiitdiiiiiiiiHiitttiiiiiiiiifKiiiiaiiiKiiiiMmiiiiitiifitiiitiiiniiiMKfiifiiaixiMiiiiiiitiiiiniiiitiiiiiuttedi 1 Sie fallen herein wenn Sie sich durch unlautere offensichtlich_____ führende Reklame betören lassen. Wollen Sie rieht enttäuscht werden, so wenden Sie sich beim Verkauf von Brillanten auch an größeren Objekten Plalin, Gold-, Silbcr-Sadun vertrauensvoll an die luhrendste Firma Berlins. Bmr Giranllert koslenloso ehnlche AbtchFzung s» H.Wiese, Artilleriestraße 30 5 Min. T. Bahnh. Friedrichsir. Telephon Norden 1030 isb yaraGliere last stets liir Böehstsebot. Gardinenhaus Bernhard Schwartz Berlin C, Wallstraße 13, Saison- Ausverkauf Halbsiores......... von m. 48.-»° Bettdecken rin»««.. ,<>n � 75.- Bettdecken.. tob m gg.-»n Steppdecken, aÄÄi m 275-»» Knnstlergardinen... v«. u. 73.-« Mnllgardinen....... �0°«. gg.-«. Etamingarnitur•••••«d �125-« öardinenstofie.�tÄa. 6.75« Teppiche, Bettvorleger, LSuferstoffe, Diwandecken. Reste und Absclxnltte besonders preiswert. 7ch rvasch'bei J?uch im Haus nwdann Wenn ich bekommen kann! Kein Wescbbrett. kein Reiben und Borsten; schnelle» und leichtes Waschen bei größter Schonung des Gewebes. r E E S I L das beste selbsttätige WesciimiUel ▼on gröSter WasAwIrkung. Oberau erböUUA nur In Orloinol-PeAung, niemals lote. AUelnlae Hersfcner. HENKEI,« CIE., POSSSLPQRF. »HOFFNUNG" Berl. Schneiderei-Genossenschaft E.G. m.b.H. Tel N. ISOT. BRllNNENSTR» 185• Tel N. 159! '■.:.n------■■■ � sam Elegante Maßanfertigung Großes Lager in fertiger Konfektion m—m—mm zu bedeutend herabgesetzten Preisen c, 179/12 Montag,den20.d.M. bleibt unserGeschäft geschlossen Rlbetf KosenHcin'» ntnrfl« Potent'KupcC'Koffct (Vor Nachahmung gesetzlich geschützt D. R.ZS.�ahrgakg ■ fb'-g&aruai 2. Seilage öes vorwärts Sonntag, IH. �nni?g2I GroßSerün der grausame alte tzerr. In Lichterfelde-West war es, da stieg er in unser Abteil: ein kleiner alter Herr in schwarzem Rock mit weißem gepflegtem � Spitzbart und nicht minder gcpsl- gtem Spitzbauch und einer wunder- � schönen roten Weinnase. Der alte Herr war in Begleitung eines j anderen alten Herrn, der ein großes weiches Gcstcht hatte, in dem alles herabhing. Beide Herren von durchaus arischem Aussehen, Der weißbärtige alte Herr berichtete seinem Gefährten, daß seine Börsenpapiere am letzten Tag auf K8Z gestiegen seien. Mit 140 habe er ste im Frieden gekauft. 32 Proz. Dividende habe er erhalten. Aber verkaufen wolle er sie noch immer nicht. Jetzt drehte ich meine Zeitung um, da konnte der alte Herr den Titel lesen:„Vorwärts". Einen Augenblick war Stille zwischen den beiden, dann ging es mit deutlicher Spitze los.„Dieser Höltz, dieser Schurke, dieser.... na usw." Es wollte kein Ende nehmen. Ich holte einen Bleistift heraus und begann die grausamen Blutrünstig- leiten des alten Herrn zu stenographieren.„An den Beinen müßte man ihn aufhängen, den Hölz. Zu Dreck müßte man ihn zerstampfen. Ueberhaupt die ganze rote Gesellschaft ist nichts anderes wert. An die Wand stellen.... alle zusammen. Der eine ist wie der andere." Nun zückte ich einen kleinen Rotstift und unterstrich einen Artikel, der betitelt war:„Deutschnationale Verleum- düng". Dann drehte ich das Blatt um und hielt es dem kleinen blutrünstigen Herrn entgegen. Er begann nun zu schnaufen und sich auf seinem Sitz hin- und herzudrehen.„Schlappe Regierung.... Schlappschwänze... alle nichts wert....(verstärkt wiederholt:) schlappe Regierung... überhaupt, es kann einen Hund jammern. .... Die Bayern— die einzigen vernünftigen..... Elcherisch famoser Kerl, Kohr nicht minder. Und erst der Pöhner! großartig! Garcis, Liebknecht, Eisner, diese.... Gemeine Beschimpfungen folgten. Berlin kam nun näher, Friedenau, Großgörschenstraße. Der alte.Herr wurde immer stiller, holte endlich einen„Berliner Lokal- Anzeiger" hervor und begann zu lesen. Der andere las bescheiden und still die„Deutsche Zeitung". Jetzt war Berlin erreicht. Die beiden Herren saßen dicht an der Tür, aber sie stiegen nicht aus. Ich auch nicht. Schließlich waren wir drei ganz allein im Abteil. Da erhoben sie sich langsam. Ich noch langsamer hinterher, denn mich interessierte zu erfahren, wer dieser kleine wütende Teufel war. Tie Alten kamen gar nicht vorwärts. Sie krochen die Treppe hinab. Der Kleine hatte so einen eigenen ängstlichen halben Blick rückwärts. Ich zündete mir eine Zigarette an. Im Borraum des Wannscebahnhofes standen sie still, ich stand beinahe ganz still. Jetzt verabschiedete sich der Kleine und verschwand durch den Seitenausgang. Mit einigen Schrillen war ich hinterher. Der kleine grausame Mann war spurlos verschwunden, trotzdem das Blickfeld nach allen Seiten frei war. Wo war er geblieben? Da fiel mir der andere Seitenausgang ein. Aha... hinterher. Gerade sehe ich den schwarzen Rockzipfel durch eine ganz bestimmte iiür verschwinden. Hinterher. In dem Raum gibt es sechs kleine Kabinen zu bestimmten diskreten Zwecken.— Die Tür des einen Kabinchens schnappt gerade vor mir zu, und ich kann mir vorstellen, wie sich der kleine blutrünstige Kerl hier geborgen suhlt und wie froh er war. daß er sich von seiner Angst erlösen tonnt« und daß ihm in dem Neinen Lokal sein„Lokalanzeiger" so viel nicht allzu dünnes Papier spendet._ der Prozeß dock. Rektor Rock zu 1000 Mark Geldstrafe verurteilst Im Prozeß des Rettors a. D. B o ck wurde gestern nachmittag das Urteil gefällt. Nach Vernehmung des Kriminolkommisiars Dr. Kopp und des Oberregierungsrots Hoppe, welche dem Nebenkläger ein sehr gutes Zeugnis ausstellten, wurde Sanitätsrat Dr. Fritz Leppmann vernommen: nach seinem Gutachten ist 51 StGB, nicht anwendbar, der Angeklagte aber nicht als geistig vollwertig anzusprechen._ Noch Schluß der Beweisaufnahme beantragte Staatsonwall Steinbrecher in einem längeren Plädoyer 1000 M. Geld- strafe— nicht Gefängnis, weil Bock aus idealen Gründen gehan- bell habe und immerhin die Möglichkeit seiner Unschuld bestehe. Rechtsanwalt Bahn hielt den Kampf, den Bock seit einem Jahr- zehnt um seine Ehre fühi e, für einen der ergreifendsten, den es gebe. Der Verteidiger geißelt sodann das immer noch herrschende System, auf Kinderaussagen Gewicht zu legen, anstatt nach dem Vor- gange des schwedischen Rechts, Kinder unter 16 Jahren überhaupt nicht als Zeugen zu vernehmen. Bock fei seinerzeit nur in drei Hezirksverbanö Heelin öer SPD. Der nach den Satzungen des Bezirksvcrbandcs abzuhaltende Bezirkstag findet am Sonnlag. den 7. August, vormittags g Uhr. in den Arminhallen, Sommandarlenftr. 58 SS. statt. Vorläufige Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Parteitag. 2. Wahl der Delegierten. 3. Geschäfts» und Kassenbericht. i. Wahlen: a) der Vorsitzenden. Schriftführer. Revisoren und der Vertretung der Frauen; b) der Preßkommission für den„Vorwärts"; o) des BildungSauSschufics; ck) der Mitglieder für den Bezinsvorstand des Vereins Arbeiter- Jugend Groß-Berlin. Wenn die Tagesordnung am 7. August nicht erledigt werden sollte, ist für den 14. August die Fortsetzung des Bezirkstages vor- geseben. Die Wahl der Delegierten für den Bezirkstag geschieht in den Abteilungen. Wieviel Delegierte jede Abteilung zu wählen hat, ist in der Juninummer der SPD.-Mitteilungen bekanntgegeben. Die demenliprechende Anzahl Delegiertenkarten werden den Äbreilungen rechtzeitig zugehen. Desgleichen Gastkarten, soweit der Raum eS gestaltet. Die Kandidaten für die Delegation zum Parteitag werben in der Vertreterversammlung der Kreise in Vorschlag gebracht. Die Wahl selbst erfolgt auf dem Bezirkstag. Die Abteilungen werden ersucht, zu der Tagesordnung des Bezirkstages Stellung zu nehmen. Vorschläge und Anträge müssen zwei Wochen vorher dem Bezirkssekrctariat eingereicht sein. Kostspielige Badereisen waren nach Semesterschluß aus Kosten der Potsdamer Geschäftswelt selbstverständlich. Ter Umsatz dieses Lebejünglings mit srcmdem Geld nahm derartige Dimensionen an, daß selbst ein Gerichtsbeamter Bürgschaft für ihn leistete. AIS Mitglied des Schutz- und Trutzbundes mußten auch die Schutz- bündler tüchtig herhallen. Die Polsdamer Strafkammer, vor der sich Jesse wegen obiger Betrügereien zu verantworten hatte, ver- urteilte den Angeklagten zu einem Jahr drei Monaten GesängniS. Der Sezirksvorftanö. Fällen wegen Sittlichkeitsverbrechens verurteilt worden, ein Zeichen, wie sehr die Sache, in welcher über 100 Zeuginnen ausmarschierten, aufgebauscht worden sei. Bock habe in dieser Verhandlung den vollen Leweis seiner Unschuld geliefert. Die Sache würde nur durch Freisprechung im Wiederaufnahmeverfahren zur Ruhe kom- men. Er beantragte die Freisprechung auch hier. Mit Rücksicht aus die Schwere der Beschuldigungen, in denen auch wörtliche Beleidigungen vorkommen, andererseits mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte seinerzeit über Gebühr in der Presse angegriffen worden ist, daß er über sein Schicksal sehr erregt ist und immerhin mit der Möglichkeit zu rechnen ist, daß seinerzeit Irrtümer vorgekommen sind, hat der Gerichtshof aus 1 00 0 M. Geldstrafe, eventuell für je 15 M. ein Tag Gefängnis erkannt. Das nnwidcrstchliche Monokel. Auf unglaublich einfache Weise hat eS ein 17jährigeS Bürschchen, der Hockischüler Karl Jesse auS Potsdam, verstanden, die für einen großen Teil der deutschen Geschäftswelt typische alberne Ehrfurcht vor dem Monokelträger auszunutzen. Man kann mit den Hinein- gefallene» um so weniger Miileid haben, als eS auf der anderen Seite der schlichte ehrliche Mann aus dem Volk und die Frau mit einfachem Kleid sind, die sich oft genug das Mißtrauen und die Mißachtung der GcschäflSleule gefallen lasten müssen. Der 17jShrige Jesse verfuhr folgendermaßen: Sobald feine Schulstunden um waren, klemmte er sich ein EinglaS ins Auge und suchte so, mit dem gläsernen Freibrief bewast'nct, die Bankhäufer, SchneideratelierS und andere GeschäflShäuier auf. Drei Anzüge auf einmal gab eine alte Schneiderfirma diesem Monokeljüngting. Banlhäuser gaben Darleben in Höhe von vielen Tausend Mark. DZe Cntscheiüung über das Schloßiazarett. Erklärung des Reichsarbeilsministeriums. _ Die Frage der Auflösung des Schloßlazaretts scheint nun end- gültig geklärt zu sein. Nach den uns vorliegenden Nachrichten ist man tatsächlich zu dem Entschluß gekommen, für die Insassen ander- wellig Unterkunft zu schaffen und die Schloßräume, wie auch den schönen Park anderen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Was man von den Befürwortern der Räumung bisher an Gründen für diese vorgebracht hat, kann aber als stichhaltig nicht anerkannt werden. Einem unserer Mitarbeiter wurde auf die Frage, wozu denn die Räumlichkeiten des Schlosses benutzt werden sollten, im Reichs- arbeits Ministerium erklärt, daß diese Frage dort nie inter- essiert habe. Richtig sei aber, daß die Abs! ch t zur Auflösung schon längere Zeit bestanden habe, weil die Wahl des Schlosses zum Krankenhaus schon aus hygienischen Gründen als eine glückliche nicht angesehen werden könne.(Von den Kranken sind uns hierüber keine Klagen zugegangen.) Von der Erholung im Park werde wenig Gebrauch gemacht. Uebrigens sei für das Lazarett in Tempel- Hof auch ein schöner Garten vorhanden. Nur auf Wunsch der Kranken habe die Auflösung bis zum September verschoben werden sollen, damit der Sommer besser ausgenützt werden könne. Wenn jetzt zur früheren Auflösung geschritten worden sei, so sei das ge- schehen, weil ein geordneter Betrieb infolge des Verhaltens der Kranken nicht mehr aufrechtzuerhalten war. Die Aerzte hätten wiederholt erklärt, dieser Unmöglichkeit wegen die Behandlung niederlegen zu wallen. Es sei auch bereits verlautbar ge- worden, daß die Aerzte sich eventuell mit dem Gedanken befreunden würden, die Solidarität ihrer Berufskollegen hinsichtlich der Verweigerung einer weiteren Behandlung der Schloßlazarettinsassen anzurufen. Auch den Reichstag würden die Insassen bei ihrer beharrlichen Weigerung, den behördlichen Anordnungen nachzu- kommen, nicht hinter sich haben.— Soweit die Erklärungen, die unserem Mitarbeiter gegeben wurden. Man wird nicht gut sagen können, daß sie geeignet sind, das Bild zu Ungunsten der Lazarettinsassen wesentlich zu verändern. Daß einige Kranke ihres Verhaltens wegen aetadekt werden müssen, ist bekannt. Aber man darf hierbei nicht übersehen, daß sie infolge der langen Leiden, der Zerstörung ihres Körpers und eines an- . dauernden Siechtums die Beherrschung ihrer Nerven verloren haben, daß sie also Nochsicht und Mitleid oerdienen. Ohne die im Affekt verübten Dinge beschönigen zu wollen, glauben wir doch, daß ihnen„mildernde Umstände" zuerkannt werden müssen, und daß eine schreiende Ungerechtigkeit darin liegen würde, nunmehr alle Insassen aus den ihnen liebgewordenen Räumen hinauszubringen. Noch nie haben Schloß und Park einem so edlen Zweck gedient, als den, bedauernswerten Kämpfern für da? Vaterland eine Zu- fluchtsstätte zu bieten. Der Gedanke, daß Aerzte den Kranken, deren Nerven zum Teil völlig zerrüttet sind, ihre Hilfe versagen, ist so absurd, daß wir ihn nicht ernst nehmen. So viel ist klar, daß in dieser Angelegenheit dos letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Die neuen Höchstmicten find da! Mit dem heutigen Tage tritt die neue Verordnung des WohuungsvelbandeS über Höchstmieten in Krait. Die im§ 1 der Verordnung des Wohnungsverbandes vom 8. Juli 1020 festgesetzte Höchstgrenze für MietSzinssteigerungen wird von 30 auf 45 Proz. für Fabriträume, für Wohngebäude von 40 aus 60 Proz.. für Ge- schäits« und Jndustriehäuier von 50 auf 75 Proz. und sür Läden mit über 2400 M. FriedenSwert von 40 auf 60 Proz. bsraufgesetzt. Mit dieier Heraussetzung der Mieiszuschtäge sind die bis zum Tage der Veröffeutlichuiig dieserBekanntmachung eingetretenen Erböbuugen der öffentlichen Abgaben als abgegoiren anzusehen. Laufende Verträge werden von der Abänderung der Höchnzuschläge nicht be- rührt. Tie Verordnung, die öffernlich bekannt gemacht wird, regelt auch die Fragen der Heizung und Warmwasserversorgung, die Wahl von Mielerausschüssen, die Rechte des MieteinigungsamtcS usw. 1 Die Rächer. Roman von Hermann Wagner. Da zahlte er und gab ihr ein Trinkgeld, über dessen Höhe sie wieder stutzte, so sehr, daß sie vergaß, zu danken. „Auf Wiedersehen," verabschiedete er sich von ihr.„und vergessen Sie es nicht, daß Sie frei sind, frei und gesund!" Er winkte, nun völlig unbefangen, dem Kutscher, setzte sich in den Wagen und fuhr in den Ort zurück. Er hatte alle Scheu überwunden. Er war ein Mann, der von einem kleinen Ausflug zu- riickkshrte und der jetzt zu Mittag speisen würde, um sodann mit dem nächsten Zug nach Hamburg zu fahren, wo er daheim war. Jal Er trat in das beste Restaurant des Ortes und fühlte eine pochende Freude, als er wahrnahm, wie ihn die Kellner respektvoll begrüßten. � Er setzte sich breit an den Tisch, mit jener Behagltchke,t. die der Ausfluß eines guten Gewissens ist, und studierte mit Ruhe und Umständlichkeit die Speisenkarte. Und er wählte sorgsam das, was ihm schmeckte, und ver- zehrte es wie einer, der die Mittel hat, es zu bezahlen. Ein wenig müde, zerrührte er nach dem Essen den Zucker in dem schwarzen Kaffee.„Was haben Sie für Zigarren?" fragte er den Kellner. .Zu zehn, fünfzehn oder zwanzig?" fragte dieser eiftig, bemüht, den anscheinend wählerischen Gast durch Unter- würfigkeit zu ehren. „Etwas Gutes!" „Eine Importe?" Ja, er wählte eine Importe. Er besah sie skeptisch, schnitt ihr, an ihr herumbastelnd. sorgfältig die Spitze ab und nahm mit einer Miene, deren Hochmut durch Güte gedämpft war, das Feuer, das ihm der Kellner reichte. �. „Und nun sagen Sie mir, wann der nächste Zug nach Hamburg geht." befahl er weiter, sich daran, daß er Befehle geben konnte, weidend. „Drei Uhr zwanzig, bitte sehr!" „Gut, besorgen Sie mir einen Wagen!" „Haben der Herr Gepäck?" „Gepäck?" In seine Stimme, schien es, kam ein Mißton. Ganz leicht errötete er. Und er machte eine ungeduldige Be- wegung.»New!" Mit einem wohligen Seufzer lehnte er sich in den Stuhl zurück und betrachtete den Rauch, den er wie im Spiel vor sich hinblies. Die Gedanken bestürmten ihn nicht mehr mit jener wirren Hast, die ihn unruhig und unsicher machte, sondern flogen ihm ruhig zu, einer nach dem andern, in Ordnung und voll harntonischen Gleichmaßes. Und es kam ihm so vor, daß es jetzt nichts mehr gab, das ihn erschrecken könnte. Auch der Pförtner des Gefängnisses nicht, dachte er grimmig, und ebenso wenig der Direktor,— nein! Träten sie jetzt hier über die Schkdelle, dann-- Ja, er wußte es: dann brachte er die Ueberlegenheit auf, über sie hinwegzusehen, so, als ob sie gar nicht voryanden, als ob sie aus seinem Leben und Gedankenkreis gestrichen wären, — was sie ja auch wirklich waren! Der Wagen fuhr vor. Reisner zahlte und schritt gleichmütig durch die Tür, die ihm der Kellner geöffnet hatte, „Zum Bahnhof," sagte er draußen zu dem Kutscher. Und er warf sich in die Polster, schloß die Augen und wärmte sich an der Zufriedenheit, die in ihm war,— in so starkem Maße, wie noch nie zuvor in seinem Leben. Er nahm ein Abtell erster Klasse. Dem Schaffner, der ihm öffnete, drückte er ein Geldstück in die Hand.„Lassen Sie mich allein," sagte er in hoch- mutigem Tone. Der Zug zog an, bewegte sich fort, fuhr schnell, schneller.. Er fuhr an einem großen kasernenartigen Gebäude vor- bei, dem Gefängnis. Reisner sah es haßerfüllt an und ballte die Fäuste.„Ihr," murmelte er,„ihr da drinnen Und er wußte mit einem Male, daß es seine Bestimmung war, sich zu rächen,— sich grausam zu rächen! '—"-' 5. Smsner besaß eine Kraft der Selbstsuggestion, die freilich eine Schwäche war: er war imstande, sich jeder veränderten Lage, mochte diese auch noch so sehr zum Schlimmen aus- schlagen, nach kurzem Schrecken innerlich anzupassen und sich ihr zu fügen, auf welche Weise es ihm gelang, scheinbar Herr jeder Situation zu sein, während er doch in Wirklichkeit ihr blindester Sklave war. In dem Augenblick, wo er seinen Fuß auf das Hamburger Pflaster setzte, tat er es als ein Kämpfer— wie er dachte—, als ein Mensch, der gesonnen war, sich zu wehren, ohne dabei erst den Anariff abzuwarten, als einer also, der durch seine Abwehr gleichsam den Kampf erst heraufbeschwor und herauf- beschwören wollte,— diesen Kampf, den er von vornherein als etwas Gegebenes und Selbstverständliches annahm. Nicht im entferntesten kam ihm der Gedanke an die Mög- lichkeit, daß es vielleicht Menschen gab. die ihm die Schande seiner Strafe verziehen, und dieser Gedanke lag ihm deshalb so fern, weil er als ein Schwacher, der völlig im Bann der Dinge lag, diese Schande selbst noch nicht überwunden und sich verziehen hatte. Hier in Hamburg, dachte er, trage ich mein Mal für alle Zeiten auf der Stirn. Und dies erfüllte ihn mit einem ohnmächtigen Ingrimm. der sich mit Hochmut wappnete und der scheinbar Schläge aus- teilte, wo er doch jederzeit bereit war, Schläge zu empfangen. Er suchte vor allem den Mann auf, der ihn in seinem Prozeß verteidigt hatte, den Iustizrat Doktor Eberhard Lorm, einen Bekannten seines verstorbenen Baters, einen schon weiß- haarigen Herrn, der in dem Rufe eines Sonderlings stand, weil er in einem sonderboren Starrsinn alle und jede Gesell- schast mied und, von einer alten Wirtschafterin und einem ebenso alten Diener betreut, als einsamer Junggeselle in einer allen Besuchen unzugänglichen Villa in Harvestehude hauste. Reisner, der die Absonderlichkeit des alten Herrn kannte, machte dennoch den Versuch, in seinem privaten Heim vorge- lassen zu werden, und er gab dem Diener, der ihn am Garten- tor abfertigen wollte, seine Karte mit den Worten:„Melden Sie mich nur: der Herr Iustizrat wünscht mich zu sprechen!" In der Tat kehrte der Diener gleich darauf zurück und meldete:„Der Herr Iustizrat läßt bitten!" Reisner fand den alten Herrn in einem tiefen Klubsessel sitzen, der seine hageren Gliedmaßen gleichsam verschlang. Während Reisncr ein paar Worte der Begrüßung stammelte, machte der Iustizrat eine Bewegung mit seiner knöchernen Rechten, als bitte er um Entschuldigung, daß er sich nicht erhebe. Auf einen Stuhl zeigend, sagte er kurz und nüchtern:„Da sind Sie ja. Es freut mich. Bitte, nehmen Sie Platz." Dieser absonderliche Empfang, dessen er sich gerade hier nicht versehen hatte, machte Reisner stutzig. Fast ohne es zu wollen, nahm er eine Kampfstellung an.„Ich komme nicht als entlassener Sträfling," sagte er höhnisch,„ich komme, weil ich Geschäfte mit Ihnen abzuwickeln habe. Sagen Sie es mir ruhig, wenn es Ihnen nicht paßt." (Forts, folgt.) Erhöhung des Elektrizitätsprerses. Der Magistrat Berlin teilt mit: Nackidem durÄ Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 22. Märg 1921 der Preis für eine Kilowattstunde der nach dem besonderen Lichltarif gelieferten Elektrizität auf 2 50 M. und der Preis für eine Kilowattstunde der nach dem Einkeiletarif für Wohnungen. Werkstätten und Haus- beleucktung. sowie nach dem besonderen Tarif für BetriebstraH und gewerbliche Zweche gelieferten Eleklrirität auf 1.19 M. erhöbt worden ist, macht der Ausgleich des Halisbalts 1921 nunmehr eine weitere Erhöhung dieser Preise erforderlich, und ,war von der Stand- aufnähme Mitte Jrini 1921 ab von 2,60 M auf 3®f. und von 1.40 M. auf 1,60 M. Der Magistrat hat die Stadtverordneten- Versammlung um entsprechendes ersucht. „Humboldtstadt",„Kreuzbcrg" und„Prenzlauer Berg". Die Vezirksveriammlung des Verwaltungsbezirks 20 sReinicken- dorf-Tegel) hat tn ihrer letzten Sitzung beschlossen, den Bezirk zur Erinnerung an die unsterblichen Verdienste der Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt, die in Tegel lebten und dort be- graben liegen,.Humboldtstadt" zu benennen.— Der VcrtvaltungS- bezirk 6 kHaltescheS Tor) hat beschlosien, sich.Berlin-Kreuzbrrg" zu benennen, und der Verwaltungsbezirk-t lPrenzlauer Tor) bat als seinen Namen.Prenzlauer Berg" festgesetzt. Es ist zu erwarten, das; auch noch andere Bezirke sich neue Namen beilegen werden. Es ist sehr erfreulich, daß die Namen zweier Männer. wiederHilm« boldts. als freibeilliche Deulsche wie als kosmovolitische Denker gleich ausgezeichnet, durch den icbr einvrägsamen Bezirksnamen testgehalten werden. Auch Krcuzbcrg ist kurz und treffend. Die Vezirksverfammlung im Bezirk 15(Treptow) nahm die Mitteilungen des Vorstehers entgegen, betreffs Bildung eines Kassenprüfungsausschusses, Schreiben des Beamtenkartells betreffs Ortsklasseneinteilung usw. Die Wahlen fii' die Kunst- und Bil- dunosdeputation gingen an Hand einer einheitlichen Liste schnell vonstatten. Die Bildung der S t e u e r a u s s ch ü s s e brachte eine lebhafte Aussprache, in der sich der Redner des Bürgerblocks über die Zurücksetzung seiner Freunde beklagte, was von unsereme zweite Lesung des Haushalts- Voranschlages für 192! führte nach Ausführungen des Finanz- dezernenten Stadtrat Dr. Sporleder u".d des Bezirksbürgermsisters Grunow zur Annahme folgen scn Beschlusses des Bezirksamts: „Nachdem der Magistrat Berlin den Gesamthauoholtsplan be- reits der Stadtverordnetenversammlung zur Genehmigung vor- gelegt hat und somit vom Magistrat auch über den Haushalts« plan des Bezirks 15 bereits entschieden hat, empfiehlt das Bezirks- amt der Bezirksversammlung die Annahme des Bezirkshanshalts- planes, jedoch unter schwer st en Bedenken, weil schon jetzt vorauszusehen ist. daß Ueberschreitungen auf dem Gebiete der baulichen Unterhaltung der Grundstück«, der sozialen Fürsorge, der Wohlfahrtspflege und der sämtlichen kulturellen Aufgaben usw. un. oenneidlich sind. Insbesondere muß auch verlangt werden, daß die Dorbehaltsmittel zu unvorhergesehenen Ausgaben, wenn es nicht mehr möglich ist, sie nach Maßgabe der örtlichen Aerbältnisse zu verstärken, zum mindesten für sämtliche Bezirke nach gleichen Grund- sätzen bemessen werden." Danach fand noch ein Antrag des Bürgerblocks auf Aenderung des Gebührensatzes für die Beseitigung des Hausmülls in Oberschöneweide einstimmige Annahme. Einige kleine Anfragen fanden Beantwortung durch das Bezirksamt. Zu dem Raubmord in der Vorstgstratze wird mitgeteilt, daß nach sicheren Feststellungen bei der Obduktion der Leiche der er- mordete Oberpostassistent Splettstoeßer auch noch einen Schuß in das Gesäß erhalten hat. Die weiteren Ermittelungen der Kriminal- polizei machen es wahrscheinlich, daß Splettstoeßer auch mit ge- wissen männlichen Kreisen von besonderer Veranlagung Verkehr unterhalten hat. Die Nachforschungen gehen jetzt auch nach dieser Richtung. Der goldene Diener Humor will auch sein Füllhorn über dos nüchterne Berlin ausschütten. Reichsdeutsche und Deutschöster- reicher rüsten vereint für den nächsten Sonnabend(25. Juni) das Sommerfest der Oesterreichisch-Deutschen Volksbundspende. Drei Kapellen sind gewonnen. Der Berliner Sängerverein unter Leitung Prof. Eschkes und die Deutschöstcrreichische Liedertafel mit Dr. de Neos als Leiter bringen Chöre zum Vortrag. Fohrende Sänger werden ihre Lieder erklingen lallen. Durch die Hauptsiraßen des Gartens marschiert de? Festzug. In der Waldschenke soll ein „Nobeltag beim Wiener Heurigen" den berühmten „Hamur" sprühen lassen, während gleichzeitig im Marmoriagl der i.'SK 8 �hr Funktionär!onf«rcn, bei Werner, Reuenburger Str. i». Ball seinen Ansang nehmen und an anderer Stelle ein originelles � � und Kabarett mehr als 20 der ersten Berliner Bühnenkünstler und 4«�—' �—. -künstlerinnen vereinen wird. Ein besonderer Scherz ist mit der Verfilmuva des Publikums vorbereitet. Es ist vorgesorgt, daß auch schlechtes Wetter dem Fest keinen Abbruch tut. Karten zu 25 Mk., Kindcrkarrcn 19 Mk.(Ball und Kabarett je 19 Mk.) bei A. Wert- beim, im KdW., ferner bei A. Ncuburg. Dreitestr. 29. Maendl u. Co., Kurfiirstendamm 33, im Bureau der Oesterreichisch-Deutschen Volks- bundspende, Dorotheenstr. 19 und im Schloß Bellevue. Vllne öffentliche Mietcrverfammlnng des Mieterverbaud-s Neu- kölln findet in den Hodcnsiausen-Sölen. Kotlbnscr Damm 76. am Miitwock, den 22. Funi, abends 7 Uhr. stait. Tagesordnung: 1. Dobnminsnot und wie bellen wir un« zum Rcicksmietengesetz. 2. Diskussion. Mieter, er- scheint in Massen! Wahrt Sure Rechte! Brot und Melil dars in der Woche vom 20. bis 26. Juni 1921 nur auf die Karte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte das Stickwort„Singer Nähmaschinen- tragen, und zwar dürfen die Lebens- mittel mit diesem Stichwort erst von Montag, den 29. Juni, ab verkaust werden. DaS nächste städtische BolkSkonzrrt de? Philharmonische» Orchesters unter Leitung von Richard Hagel findet am Montag, den 29. Juni 1921, tn der Philharmonie, Bernburg-r Str. 2Zs21, statt. Beginn des Konzerts 8 Uhr Das Programm lautet: Marsch d-moll, von F. Schubert, Variaiionen aus dem �-diir.Qnaitett von 2. v. Beethoven. Der Benusberq. Bacchanale aus„Tannbänier" von R. Wagner, Karneval- Ouvertüre von A. Dvorak, Picmonleüsche Rapsodic für Violine von Sini- anolia(Konzertmeister I. Dadmen). Fantasie aus.Hansel und Kietcl" von E. Humperdinck, Ouvertüre zu„Precicita" von C.?J!. von Weber. Abend- lied'v'on Schumann, ,1991 Nacht", Walzer von I. Strauß. Der Vorverkauf zu den städtüchcu VolkSkonzcrten iindet statt bei A. Beltheim. Leivziger Straße, in der Berliner EclvertichastSkommuiion, Engeluser 15, im Zigarren» geichäft von tzorsch und in dem bcirefsenden Konzertsaal. Die im Bor- verkauf nickt untei gebrachten Karten werden abends an der Kasse vertäust. Der üiutriltspretS'beträgt 1,29 M. Kassenerötsnuns T Uhr. Die Neuanmeldnng für den ZuSerbezug muß in de» nächllrn � Tagen beim Kleinhändler für die Zeit vom 1. Juli bis Zt. Dezember 192! Boeckvftraße 9—10. hatte sich eingefunden. Den Krüppeln selbst hatten die Darberei. tungen für diesen Tag, der in die Form eines mittelalterlichen Volksfestes gekleidet war, eme willkommene Ablenkung und von der Vorfreude verklärte Arbeitsstunden gegeben. Und dieses Som- merfest, das zu einem Tag dos Frohseins wurde, konnte die Lehrer, an ihrer Spitze der pädagogische'Direktor Hans Würtz, und Schüler mit größtem Stolz erfüllen, denn alles war selbst gearbeitet. Jede Bude selbst gezimmert, jedes Schild selbst gemalt,"jede Gir- lande selbst gewunden, aber auch jeder Schauspieler und jeder Spaßmacher wurde aus den Reihen der Krüppel gestellt. Der An- staltsleiter Professor Dr. Biesalsky sprach in seiner Rede von der Geschichte des Hauses. Jeder Besucher aber nahm einen tiefen Eindruck von dem segensreichen Wirken dieser Anstalt mit, in der nicht nur nach der Gesundung Erkrankter und Erträglichmachung von Leiden gestrebt wird, sondern in der auch dem Krüppel das Schaffensglück der Arbeit nicht unbekannt bleibt. Groß-öerliner parteinachrichten. Zstorgen, Moukag. den 20. Zum: z. Kreis Wedding. 7 Uhr in der Schulaula Wissen-, Ecke Pankstraße. Krciz» lonfercnz. Mitgliedsbuch und-karte legituniert. .......: ldunkttonärkonfeien» bei Werner. Neuenonraer«er. i.. Kreis- . Ztgkeftr. S. Zs. Adr. 7ü Uhr Funktionärs, gung bei Baruxlldo, Scktlegelstr. 8. St. Abt. Eharlotienbuia. 7H Uhr Sitzung des Abteilirngsvorftandes mit allen Funktionären der Abteilung bei Holtmann, Sophig-Ebarlotte-Str. 78. ZZ. Abt. Charlottenbnrg. ltzz Uhr erweiterte Abte-.lmngsoorstandsiitzung im Lokal von Lux. Ufnaustr. 1. Z7. Abt. Eharlottenbnrg. 7 Ii Uhr bei Srunert, Echliterstr. 47, Funktionär- Versammlung. IM- Abt. Zregtaw. 7 Uhr bei Zäckel, Kiesholzstr. 18, Ecke Douchestr. 88, Sitzung sämtlicher Funktionäre._ Arauenveranslaliungen am Montag, dea 20. Juni: S. und«. Abt. 7>4 Uhr bei«eufner, Hagelberger Str. 20». Thema:„Unsere Freiheitsdichter". Äesercnt Genosse Dr. M. Schütte. 73.«nd Zo-Abt. ni Ul'.r Im Graphischen Bereinshauz, Alexmrbrinenstr. 44. Thema:„Unsere Freiheitsdichter". Referent Genost- Heinrich Bierbüchcr. 17. Lot. 7-4 Uhr im Ronferenzzimmer der Schute Hohenlohcstr. 11. Thema: „Gefchlcchkskrankdeiten". Referent Genoste Dr. Korach. 21.«St. v-i Uhr bei«röske, Ebertnstr.«. Tagesordnung: Letzter s-rtrag der Genossin Wochenheim über„Wohlfahrtspflege". 34. Abt. TXls Uhr bei Goldbach. Din-ta-latz 7. Thema:„Die Frau im Da- feinskamxf". Referent Genosse Wusckiick. 47.«St. Vi Ubr bei Zladzan, Brüsseler Str. 43. Thema:„Wohlfahrtspflege". Rekerenti» Genossin Scheibenhuber. 104. Abt. Z!ied«rl»öneweide. 7 ig, Uhr im geichensaal der Schule Berliner Strasie 31. Thema:„Gemeinsame Erziehung der Geschlechter". Referent Genosse Dr. Ostrowski. 106. Abt. Zehannisthal. Vi Uhr im Waldkater, Kaiser-Wilhelm-, Ecke Stuben. rauchstraße. Thema:„Die Frau in der Republik". Referenti» Genosf.» Tobenhagen. i., 10. und 11. Abt. Mittwoch, den 22. Juni, nachmittags 4 Uhr, gemlltliches Kaffcekocken im Keglerheim, am Treptower Park. Treffpunkt nackmitiag, 3 Uhr Ekolitzer Straße, gegenüber der Emmauskirche. Gäste willkommen. für die Vctwa!>ui!yjbczir!e 1— S erfolge« und zwar haben die Inhaber der Zuckerkarlen die Karten in der Zeit von MUtwoch. den 22. Juni, bis Mit!- wach, den 6. Juli 1921. demjenigen Händler vorzulegen, von dem sie den Zucker zu beziehen wümckc». Die Veriämnung der Anmeidung innerhalb dieser Frist hat den Ausschluß des ZuckerbezugcS bis aus wcilercs zur Folge. Sommersell im Oskar-Helene-Heim. Das in Derlin-Dahlem gelegene Osksr-Helene-Heim für 5?eilung und Erziehung gebrechlicher Kinder konnte zur Feier seines 15jährigen Bestehens einladen. Ein großer Kreis von Freunden, von Angehörigen, von Mitgliedern des Krüppelyeil- und Fürsorgevercins für Lerlin-Brandenburg usw. llebungssiunden der SPD.-Chöre. Anfragen sind zu richten an St. Schulz, Eharlottenburg, Kirchstr. 33. Montag. 714 Uhr: Arbeitergefangverei» ,/kiiligkcit"» Buchholz hei Hennig, Pasewalker Str. 58.— Soz. Männerchor Friedrichshain im .Andreas-Kafino". Andreosfir. 0.— Frooenchor.Frohsinn"» G h a r 1 a t t e»- Aula, Rvsinknftraß» U.— Dienstag. Vii Uhr: Sozialistische: Tor in der Aula der 11. Real- >WW..._-„Sarmonie"- Weißen see(8 Uhr». Pislorius-, Ecke Rülkestrassc.— Donnerstag. Eänqerchor SPD.-Pankow filz— 10 Uhr> bei Engel. Mühlenstr. 45.— Freier Männerchor Re, nicken- darf(Vi—tO Uhr) bei Lindstedt, Rcsibenzftr. 120, Ecke Grüner Weg.— Epz. Männerchor Mariendorf<8—1») bei Zaeadorf, Chaussrestr. IL.— Frei- tag. Männerchor..Harmonie" Eharlottenburg(7, i— Otts Aula der Siemens-Oberrealschul«, Echloßftraße 27.—„Siederfreunde" Borsigwalde. Wittenau. Tegel bei Schade. Beidtstraß«, Ecke Dcrlrncr Straße. — 8 Uhr: Sozialistischer Männerchor Prenzlauer Tor, Bätz-m- Brauerei, Prenzlauer Allee.— Sozialistischer Männerchor Berlia-Mittc, 7Zb Uhr im„Bilrgerheim". Alte Schönhauser Str. 23. Männerchor Friedrichshain. An, Montag, den 20. fluni, stillt die Lebuugs- stund« ans. Dafiir Freitag, den 24. Juni, Andreasstr. 8. abend, 7 Uhr, im Andreas-Lasive, Inventur- Ausverkauf zu bedeutend herabgesetzten Preisen in allen Abteilungen Feriige Damen"Kleidung, Kinder"Kleidung Leinen, Wäsche, Trikotagen, Teppiche, Möbelstoffe, Möbel l�IeiderSloCfe v c-mu5ferl, dopptlibrell, Meter M. 1___' 19 ut«. j{COSllUTlSioffe kvtert. I jo cm brell da* Mein M. 1.7 Tü uiv. �ÜUSCHS.Offc. fles'tdfl, hell u. dunkel, 70 cm beeil, de, Meier M. 11 IT uiv, jl hf Öfiidsloffe hell und dunkel, 130 cm beeil.. de. Mein M. 3 19 um. Neuzeitige Seidenstoffe für Kleider u. Blusen Gute Fabrikate zu ganz besonders billigen Inventurpreisen Restbestände ermSfilgt Stores Tüllgarnituren Spitzengarnituren Billige Preise für starke Erbstülle creme und hast färb ig 150'ISO cm hreTf| rvelsi, 150 cm breit 76 cm breit Melcr M. 3 75 1 75 cm breit_ Meter M. 500 bis 900 Meter M. 650 bis 7 50 j Meter M 100£,bls 15" Punklerbstülle, weife, mw cm. Meter m. 1700 18C0 19 00 Resibeslände ermäfelgt T üll-Bcttdccken Bunt Etamine Bunt Madras Herren-Anzüge von m. 250™ an Hosen von m. 1350C-n Westen von m. 7500 an Herren-Überzieher u.-Schlüpfer vonM 475°° an Mäntel yonH.SlS™** Herren-Stoffe 140 cm breH........... Meter M. 30°° 4000 5000 60« HaUSSChÜrZen Wiener Form mit Lafi und TrJgern, aus gutem Clngham.. Slüdi M. iQOO BlUSenSChÜrZen Wiener Form, grobe Welte, aus bunt geblümtem Satin... Stade M. 3600 Restbestände in weiften, farbigen und Kinder-Schürzen Grolje Posten Reste und Eluzelkleider farbig und schwarz in Wolle, Seide, Samt und Waschstoffen ÜVDOäfW itCKEBOe Nr. 285 ♦ 38. Fahrgaag A. Seilage ües vorwärts Sonntag,?H. Juni 1921 Wirtschaft der Stand der Mark. Wie borauimsehen war und wie auck> im vorwöchigen Vcricht angedeutet wurde, hat die Bewertung der Mark im Laufe der Woche eine weitere Einftufse erlitten Gelegentliche Schwankungen ändern daran nichts. Die sinkende Tendenz bleibt bestehen, wie das nach- stehende Schema zeigt: am 21. 5, 28. 5. S. 6. 13. 6. 16. 6. 2132,85 2169.70 2192,80 2347,63 2297,70 237,05 242,87 247,05 268,20 263,20 69,44 62.30 63,68 72,17 69,18 517,45 520.95 528,55 588,40 565,90 1072,65 1098,90 1116,85 1198,80 1172,80 100 doli. Gulden 1 Pfd. Sterling 1 Dollar... 100 französ. Fr. 100 Schweiz. Fr. 100 österr. Kr. abgestempelt 100 lschech. Kr. 14,93 15,08 14,68 14,68 13,98 88,15 90,50 92.90 95,65 96.— An Gründen dafür fehlt eS nicht. Einmal dringen durch da« wieder aufgetrennte Loch im Westen ungeheure Mengen an Luxus» artikeln ins Land, deren Gefamiwert auf eine halbe bis eine Milliarde Mark monatlich geschätzt wird. Dann aber muf; ganz besonders auch daS in letzter Zeit betriebene.hastige Deviienkaufen" vermieden werden, vor dem Nalhenau in feiner Rede vor dem Reichswirt» schaftSrat eindringlich warnte. Hastige Einkäufe haben noch stets jede Ware verteuert, einerlei, ob es sich um Rohstoffe, Lebensmittel oder Dollarnoien handelt. Damit aber steht ganz automatisch ein Sinken des Wertes des KaukgeldeS in Zusammenhang. Wenn wir unS nun fragen, welche Entwicklung der Kursstand der Mail in der nächsten Zeit voraussichtlich nehmen wird, so wüsten wir uns darüber klar werden, datz plausible Gründe für ein Steigen nicht vorbanden find. Gcwih wird in Zukunft die Hast beim Einkauf fremder Noten vermieden werden, denn einmal sind die momentanen, also drückendsten Schulden bezahlt und zweiicnS wird man durch den erliiicnen Schaden klug geworden fein. Aber das sind noch keine Gründe für eine Festigung unserer Laluta. Eines jedoch darf auch nicht allster acht gekästen werden: Es siibt eine ganze Anzahl von Gruppen und Konzernen, nameullich rn Amerika, die ein Jntereste daran haben, dost die Mark nicht völlig wertlos wird. Merken nun diese Jnleresienten, dah die Mark eine derartig fallende Tendenz zeigt, dah der Absatz ihrer Ware nach Teuiichland unmöglich wird, so lasten sie auf verschiedenen Börsen- Plätzen der Welt Marknoten in gröstcrem Umfange auskaufen, wo- durch selbsttätig die Nalula steigt. Rein geschäflsmästig kann nian daher onnehnieu, dost die Dtark demnächst einen solchen Tiefstand erreicht hat, daß er eine Gefahr für den Absatz bestimmter amcri- f II U :ss■■■■■■■■■■■■■ es: K » ■ L l! wir bitten unsere Lei eher, welche sich die Zelwag während der Urkaubszeik an ihreSommeradrefse nachschicken lassen wollen, uns die neue Adresse mmm 6 im vom anzogeben. Die Ileberweisung nach dem neuen Aufenkhaltsort erfordert eine LrnLzeit von 4 bis 5 Togen, ehe die Bestellung durch die Post einseht. Um Unterbrechungen in derZuslellung derZei lung zn vermeiden, ersuchen wir hö stichst, unserer Bitte zu entsprechen Vorwärts-Verlag G.m.b.H. fr II !! « ■ » ■ ■ n ii ii A kanischcr Händler- und Produzentenkrcise bedeutet. Diese werben dann nicht zögern, da» Ihrige zu tun. um der Mark wieder etwas auf die Beine zu helfen. Die Mark, das sehen wir stclS von neuem, ist eben kein Staudard mehr, sondern genau wie Baum- wolle. Leder. Strümpfe, Getreive und tausend andere Dinge, ein Objekt wildester Spekulation auf dem Wellmarkte. Seine Berhandlungeu zwischen Slinues und der Sowjekregicrung. Don der Handelsvertretung der Sowjetregierung erhalten wir fol- gende Erklärung: „Der..Vorwärts"' vom 16. d. M. bringt eine Meldung des Deno- bureaus über ein angebliches Jnterwiew des Korrespondenten des „Daily Herald" mit Herrn Stamoniakow und knüpft daran ver» schiedene Bemerkungen. Dieses Jnterwiew hat nie stattgefunden. Der Korrespondent des„Daily Heral d, wie die Presse überhauvt, dürfe nur die Meldung des „Berliner Tageblatts" über den Abschluß eines Abkommens zwischen deutschen und englischen Kapitalisten zwecks Ausbeutung Rußlands zu dementieren. Damit fällt auch die Bemerkung über die Be» Ziehungen Sowjct-Rußlands und Stinnes in sich zusammen." Wir bringen diese Mitteilung den Gepflogenheiten der deutschen Presse entsvrechend in der Form, in der sie uns zuging, obwohl der entsprechende Satz grammatikalisch nicht richtig und daher auch nicht recht verständlich ist. Die preußische Lebensversicherungs. Aktien- Gesellschaft hat, wie auf der ordentlichen Generalversammlung mitgeteilt wurde, im abgelaufenen Geschäftsjahr 10 939 neue Anträge über 137 343 690 Mark Kapital und 751 186 M. Jahresrente bearbeitet. Ausge- fertigt wurden 10 352 Versicherungsschein« über 126 481 690 M. Kapital und 744 286 M Iahresrente. Nach Abzug aller Abgänge durch Tod, Ablauf, freiwillige Aufgabe und Rückkauf ergab sich ein Reinzugang von 6329 Versicherungen mit 112 559 952 M. Kapital und 599575 M, Iahresrente: der Verstcherungsbestand stellte sich mithin am Ende des Jahres 1920 auf 70376 Versicherungen mit 366 914 330 M. Kapital und 3 097 941 M. Iahresrente. Auflösung der Erzbezugsgemeinschaft. Wie die„Köln. Volks- Zeitung meldet, ist es nicht gelungen, die Verlängerung der Ver- tragsdauer der Erzbe�ugsgemeinschaft zu erreichen. Diese Gesell- schaft, die die Vereinigung der rheinisch-westfülischen Hüttenwerte zum gemeinsamen Bezüge französischer Minette darstellt, wird da- her zum 1. Juli aufgelöst. Deulsche Lokomotiven für Rumänien. Die rumänische Regie- rung hat nach einer TU.-Meldung an Deutschland die Lieferung von 150 schweren Lastlokomotioen und einer großen Zahl von Tankwagen vergeben. Ein Teil dieser Bestellung und zwar zehn Lokomotiven und 40 Lastwagen, sind von der Rheinischen Metall- warenfabrik in Düssetdorf fertiggestellt und bereits nach Rumänien abgeliefert worden. r weib mv Samen- Leinenschuhe Spai. gen u. zum Schntoiuxule.' Etraßendtsohlung, LedrrabsSz«. 4M 'urze mod. Sonn. Außer g. dilliii AW «. Schult, naturgeu, 50 weih. mit Samen. Lelnenschuhe Spangen u. zum Schnüren m°d Farm, mit weiß überzogenem y O50 Absaß. Aeußerst preiower: JLjU Samen-Spangenschuhe* Borlal? und oteicn and. Leber-__ � (orten sowie auch in Samt mit|lß50 ',>Abkaß. Außergew. preiswert"vj Samen'Salbschnhe�w� Cbevreau,Dkrbyschnitt.iollb Etraßenlchuh. Besonder»| vM ortiowem« Angebot XJuU Kinder-Salbschnhe breite Form. �„ llLit ohne Lack- Ii ß50 oppe, 81-30 OvJ Samen'Halbschuhe an« Rind, 27-30 28 Spange, schwarz Boxlati. ehr moderne Form, eleg. übsitße. Ultra billig oder mii '00 135 'Halbschuhe Ä Samen< iL Boxt« eleg. mod Formen iL.._ Absiiße, teil», echt rahmen- 1 4«50 genäht. z.T.1. deich. Bei. b.big X�LU iaaben >r,mod. breite Form. Derby.- Ä-. hnitt, träft Straßenstiefel.*f IJ/?1 'räße»-W. Sehr billi XV») ßmen- Halbschuhe .indbox, modern- Form,. Serbylchn.,«oobpear-Welt- f. i JÄ, ig Schnörflkefel bZ. :o braun u ichwar »st Zerren- EchnLrfiiesel or und Roß-Cheoreau. r. Form, lehr guter Strapa-> vM terstlefet Besonder» bUI,g JLJ&D Schnürfilefel% Serren dtrDerdii.moderne Formen, ante Ouatüät porzüglicher"i i\ß5 "traßcnltictcl. Eitra billig Xv/vJ «u»sühr. Auffallend bMig Salbschvheo�/ Samen ein. Steg aus d. Epann.draun grau, schwarz Eheor., draur, 52 Boxtalf u. Lack. Sehr billig Serren- Halbschuhe iierbgschnitt, moderne kurze_._ form, elegante» erst klaisiges'/4li ira bi.Ii« JbXU braun Rinddo, 50 kabrikat Erl: Serren'Schnürfllefel uiii Derdyichnüt, moderne ?onn, echt rahmengenäht �1�� Außergewöhnlich billig MJUxJ broui Rindbox 00 Serren• Äerbylchnii. Halbschuhe it-iß. braun Boxkai. i-.meriianMchr Form, echi r'hmengenäh. cjtra billig JJXU braun Boxtai Serren«Lchnürfilese! .nd Rwddor,(ehr moderne. � Torrn, mi! Derbylchnitt, /4� orima Qualität. Extra billig Ju XsJ Es stehen wiederum nur Konfekfionen besfcr Mi, die hervorragend In Stoff und Verarbeitung slndj zum AusverkauL Dieselben sind ohne Rücksicht auf den Verlust ganz beispiellos im Preise herabgesetzt und bieten eine seilen günstige Kauf- gelegenhelL Unter Anderemi latkenkostume jeder Art, helle und dunkle, einfarbige u. begehrte fantaslesloffe. Mintei In Tuch und Gabardine, ReisemSntel, Seidene Mäntel, Regenmäntel, Strickjacken, in Wolle und Kunstseide; sowie Kostüm- röcke und Kindermäntel. AUS SELSTEN STOFFEN SERIEM zu: ££175/290/450,- u parOber AM UNTERSRUNDBAHNHOF HAU5VOQTEI PLATZ Lei dz iq ens m. 4-2/ (Ecke" I ig, tngro« Damen sparen Oeid. mm« mmm m zoo 175 KoJtBniE...... 350 Z5fl 175 LsiieDniaDtel, 100 U CO am Aißsanderplatr. III« Jjf l Treppe ßerliP C. WMlkl-ZZZ Z2S 175 ll>«»IMZ50 100 Z5 !MMkI.5«-ZZ; StÜlBlIff."SSs�' 175 y.Huafti, laniJltp BMI Sowwnbftnd« u. Sonntags geschlossen Partei-Lokal ew». am Ott im St. Oft-�aoeOanb. Saal für 1000 Pees. Gr- schaftsumsatz bi» 10 000 iSql.. mit 20 Mirtswohn., Mieteenl- »abme«000 Mark. Prel»»SO, Anz ISO Millc. Vit). Caub- »afthO?« mit Land. Landwirtschaft von 10 bis 100 Morgrn. Au verkaufen durch psvl Sanfte, Berlin N. 20. 5olöiner 5fr. 39 zur SteoenoOlnng! All« Steuerpflichtigen im Gebiete der bisherigen Stadt- gemeinde Berlin fVerwaltungsbezirte 1—«). die noch Gewerbe- ftenerzulchlSge für 1S20 und sonstige«ewerdesteuerrefte ,u »ahlen haben, werden hierdurch aufgefordert, ihre Steuern, so- weit ihnen nicht Stundung bewilligt ist, spätestens bis zum 25. Juni 1921 an ihre zuftSndige Steuerkasse abzuführen. Besondere Mahnzettel werden nicht bchZndigt. Wer die rechtzeitige Zahlung versäumt, hat ohne weitere» die mit Kosten verbundene zwangoweis« Beitreibung zu qe- wärtigen, die insbesondere auch durch Pfändung von Forde- rungen aller Art erfolgen kann. Berlin, den 11. Juni 1921. Magistrat, Sfcnerotrroalhtng, Abteilung IN. Dr. Lange. Prozesse, Rat, Beistand, mliblge Preise, Teilzahlung, Ehe-, Alimenten-, Strafsachen. Steuern, Gnadengesuche. Landgerichtsrat Dr. v. Kirchbach, Gesellschaft m. b. H., AleianderstraBe 4S(am Alexanderplatz, gegenüber Tietz)(9—7) Glänz Erfolge I Beobachtg. Tel.! Könlsst. 359» Fahrradbereifung. Laufmäntel M. UM, u.«0.- Gebirgsreifen M. 68J0 u.»6.— Luftschlauch M 13.60, 17.- u. 22M Fahrräder mit Bereifung, größte Auswahl tob M.WS.— an Franz Verheyen, Prankfurt a. M. Preisliste Nr. 28 kostenlos AUillirdlirDdU Balmhof PrledrichstraUe Kurabteil ting unter Leitung von Dr. med. Kleffel früher Dr. Lahmanns Sanatoriufn„WelBcr Hirsch" Gesamtes Wasserheilverfahren. Kohlensäure-, Sauerstoff-, Radium-, Moorlange-, Sole-, Schwefel-, Lohtannin-, Kielernadel- usw.-Bäder. Fango-PaeKungen. HelBlutt-, Dampf-, Glühlicht-, Kastenbäder. Höhensonne. Diathermie. Franklinisaiion, Vierzellen- und Wechselstr.-Bäd. Dr.LahmannKur.(Stof(wechselkur.) ��Annahm�8�Uhr������Sonntag3gesch!osseiv� ftl Unterleibsleiden, Syphilis, frisch und veraltet, bei Männern u. Frauen; ohne Berufsstärung. Heilvertahren über 20 Jahre bewährt durch hunderte Geheilte.— Sprech, u. Behandlungszeit! 9—1, 4— 71/,, Sonntag; 9—1.— Keilansialt f. eletlro- Physik, und Licht-Therapie- und Natur-Keiiverfahren. Berlin SV 10, Brüdenstr. 10 d(Bhf. Zannowigbr.). ?rok. vr. meö.?. Mstekk?, \ approb. Im Auslande, v. d. deutsch. Regierung anerk. zoißhrige praxi»! MoemS.". Lrstlet. Ausführung. 3 dahr« Garantie. Umarbeitg. alt. Gebisse an Reparaturen sofort. Goldkronen Brücken. Teilzahl. 0-7, Sonnt. 9-1 hauser Tor Hempel, Dentist, linlenstr. 220, n»heschö" ; jycäi.-gyaLi g s Saison-Ausverkauf i Modellhüie 1 ... 1/6« ausge- **/** zeichneten hi>'O Preise« Garnierte RundUflic ... 4/ des ausöc- jetzt 1/ jcjgjujctcn bls/ 4 Preise* Besondere Gelegenheit! Ein Posten echter Nanila-Httfe Mk. 14�° Für die Reise empfehle ich ganz besonders Sirandhuiea Sport« u. Reisehüte in Batist, Leder, Ledertudi und Stroh Schleier von Mark 650 750 1050 2400 Jumper und Rocke Strickjacken u. Kleider in Wolle u. Kunstseide idherab�esetzl i T B 1 1 H I 1 H Modellhaus lül l"! M 7 F D Markgrafenstr. Auguste■■ 1�1 Eb zweites Haus von der Leipziger 28 lacecotteeeetteeecoeeotoeeeoeoooeatiMsoseo•oeoeeeeooeoieoeeoaeceoeaeoreea Straße KleidLer& BluTen Ein Posten Waschkleider aus gutem Voll volle und krollt In dunklen und hellen Farben Serie l Serie II Serie III L00 A EL DkOO A iTi G.00 Ein Poiiea reinwollener Kleider nur Qualitätsware Serie I Serie II Serie III 9800 15900 19800 19800 35000 450 00 £ini�0 ytffn tt* volle, mit reichem Handhohl- Jabotbluscn aus Von- saum. auch mit Valcncicnnc X � Jumper aus guter Kunst- 50 seide, sehr fesche Form, In fb O 00 diversen schönen Farben... ZrO �aich-e. 5 eidenütoiFe i I 1 I W W Prima Vollvoile gemustert. Streifenmuster u. Blumenmuster, In aparten ZK 50 Farben.................. eCCß Bastseide echt Japanisch, sehr doppeltbreit...... apart, 45 00 Regenmantel- Seide für Reise- und Sportmäntel, Imprägn., In schönen Farben, O 50 IM cm breit.............. JL Z9 Trikot- Kunstseide fOr Jumper u. Kleider, neueste � �00 Farben. 140 cm breit....... er 3 tmSnSrWQ mt* uoppciwrcu•«as��»»s S'-V S.SSS s�sess M>w Taucntzicnstrassc 20* Leipziger Strasse 64/65 spmJi�rki WM ■ Bezirhsverband Berlin SPD. S. Abteilung. Unfet StnofTe Karl Arft Zossen«! Straße 25 ist verstorben. ZSSSb Ehr« seinem Andeute» l Die EwSscheruna erfolgt am Montag, den*). Juni, nachmittag» S>/, Uhr, Im Krematorium Derichtlrraße. gahtreiche Beteiliauna er» wartet De» Vorstand. Beslrfcverb. Gr.-Berlin| SPD. 14. Abteilung Am 16. Sunt verstarb I bei der Operation unsere I Genossin 177, 8 J Äsiie kmmsNed. Ehre ihrem Andenken! Sie Beerdigwia erfolgt am Montag, den AI Juni. nachm. 3>/, Uhr, in Hohen- fchünhausen. Zahlreiche Beteiligung erwartet Di« AbteUung-leitnng. llsiiliclies Ije>ä>,zsd°-Il»»«rd. Berwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kolleg e, der Klempner S2/7 Mod KrvKmsim Schwedter Straße ZW, am 15. Juni gestorben ist. Ehre seinem Andeuten! Di- EinSschernna erfolgt am Montag, den W Juni, nachm. 2'/, Uhr, im Krematorium Gerichtflraße. RegeBeteiligung erwartet Sie Lrtsoerwaltung. Am 1< Sunt verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Gartin, unsere lieb« Mutter, Groß- und Schwiegermutter, Frau geb. Hochoräse im SI. Lebenosahre. Vi? tr-n>are»den .Dinlerbliebenen. Beerdigung Montag, den ZV, Juni, nachm. 5 Uhr, an dem Friedhof i. d. Frieden,. straße.»erlin-Mariendorf. Die Mitglieder de» Berliner Selbstschutz, ringetr.»euossenfchaft mit be- schranttor Haftpflicht in Berlin, laden wir zur ordentlichen »m Dienotaa, den Li. Zunt. »ach». J Uhr, in den Oderlichtsaal der Phtlharmonie in Berlin, Bernburger Str. Ah«, hiermit ein. Tagesordnung: I. Vorlegung de» Geschäfte derichls, der Bilanz der Ge- «Inn» und Verlustrechnung. 11. Beschlußfassung Uber die Genehmigung der Bilanz und die Gewinnverteilung, lll. Gnt- laliuna de, Vorstande, und de« Ausstcht, raten. IV'.Satzung«- änderungen. 1. Herabsegung de, Geschästminlcil, und der Hastlumme. 2. Aenderung der Bestimmungen über die Auf- nähme und Ausschließung von Mitgliedern. S. Bestimmuna des.Deutschen Reichsanzciger� al, Gruchdlatt sür Belannt- Machungen und Veröffent- lichungen. V. Aussichtsrats. wählen. 170,13 Serlin. den 7. Juni 1921. Der Borsraud de» Berliner Sslbstlchuy, ein- getragen««enossenschmt mit Koch,», Harlem. seiter /Irt hei Kleiner tknseblnng nnä > d»,nein»r Abzalünag| Möbaihsus Andreasstr. 28'• Strengste Diskretion. JevWeMllMlieiWnvM Ocrwaltungiltclle Berlin X II. 54, Clnlenftr. 83—85 G-Ichäftszeit von oorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr Telephon: Amt Norden ISS, 12Z9, 19S7, 9714 Am»anlog, da» 20. Zu ml. abend, 2 Ahr, In der Schnlanln, Sioppeaplah 12: Hauptgruppenversammlung sämtlicher zur Hauptgruppe H der Metallindustrie gehörige« Betriebsräte vlenstag, den 21. Znnl, nachm. 6 Ahr. I» den »S chnltheisz-Feftsaien-. UeueZakobstrah« 24/25: Versammlung aller in den Betrieben der Badeapparate- industrie beschäftigten Klempner, Tischler, Lackierer und Hilfsarbeiter. Tagesordnung: 1. Set Stand unserer vohnbewegnng. 2. Diskusston. 3. Verschiedene«. Organisatlansanswei» legitimiert: 9Z/Z Die Ortsverwaltung. erstklessixe Xvskükronx t «u» eigener(-rs»»5»brik� a Mjsmßzzsä MDliitn Prellen Schlafzimmer S.1964, SSM ,4140 bJONO Herranslmmer U.7235, 370«.5 2M b. 40 OOS Speisazimmer U.2789,S94S.S1SS 0.50 0v4 Nodarn.KOchan M. 7«, 345,1310 II» 4010 r' H. Wiese Juwelier Artilleriestr. 30 Td. Norde. 1G30 empfiehlt sich allen Brautleuten Statt Karten. Als Selbsthersf eller liefere ich in Qualität und Preis einzig dastehend: Trauringe 1 Ring Dulcateng. v. 75.* an IV.-Dulcnt-Trauring 240.- 1 Ring 535 gest. v 65.-b.180.- 1 Ring 333 ge«t. v.30.-b.l00.- Gsraatietchein t gasetzL Goldinbalt Empfang: Tagiieh 9—7 Uhr. Möbel-Angebot. solide MSdelstrma liefert Spetiol-Sin- n. Zweizimmer» sowie Elnzelmdbel gegen Zinsvergütaag Morichinagen bei mithiaar«nzaHInna und sslons-n. Ost. Bofilel Antenznhlongen. Sieine«alsterer. gerlnee» monatlichen gortart» 142, Postamt v 2?. «vrSht» Stnianz. Von weit und breit kommen die Puure Su Ricbard Bonneck, um sich an verloben. Deutschlands größtes Spezlal- Geschäft für Trauringe. 1 Ring Dukat. 0,*fl gest. v. 145 M. an 1. l'/i- 0,900, Stck. 303 M. 1, 2, 0.900,. 406M. I, 0,535 gest. von 100 bis 210 M. je nach Gewicht 1, 0,333 gest. v. 38�0 bis 120 M. je nach Gewicht. Alles fix und fertig zum Mitnehmen. Säintliche Preise inkl. Luxussteuer Diese Ringe Ornament Rese u. Mjrthe sowie mit Inschnit.Du bist mein-,.Mit Willen dein Eigen* in 0,535 Gold von 240 M. an. Alle Weiten stets vorr. VerssDö naeh aufisrhalb. Rleseoauswahl aller in d. Uhren- u. Juwelenhranche vorkommenden Waren. Stets Gelegenheitskaufe In Brillanten. RICHARD BONNECK H«upt£eschäft: Berlin Nf Schönhauser Allee 46 (Hochnahn: Danziger Straße), Tel.; Humb. 1344. Filiale i NO, Landsberger Alle# 41, Ecke Peters« barger Stratte, Tel.; Alex. 4390.• Telegramm- Adresse: Qoldonkel, Berlik. Ankauf v. Gold u. Juwelen. Fahrg. w. vcrgflict. Reicbsbask-Giro-Konlo. r Ucber 500 Munter" �zlmmcr. Zwaa�, oe r Besichtigung erbeten Drueksaehctt kostenlos iAtfavt Ifabrlk storiln C31Alei«ndertlr.42 MgenMe. Tlntomatildie|!!fto(en usw., Anfaus, Verkauf, Ilmtausch «vemehr-Aabrlk* KllZtsv»Stiel, vi.'," Alar-kzrrakl-uatr-. S4>. Parzellen' günstige Lage, verkauft billig Steueretnnehm. Mrrner, Bahn- hol Strausberg. Conftantinstr, 7 kancherdank!! o M? Das sicherst. Mlttel.das BS Rauchen ganz od. teilw. ■ U einrüstest Wirk?, ver- W dllltfend. Auskunft ums, Vers.San.Artik.Gg.Englbreehf, München R*. Kamizinerstr. V zur Bewirtschaftung, Kapitalsanlage und Bebauung vorzüglich geeignet, sehr beguem erreichbar, von SS M. an die O*. Auskunft, auch Sonntags, Nledersehhnhausen, Kaiser- Wilhelm-Str 47, am Strafien- bahnhtf Nordend. Amt Mo- ablt 8675.[1340* Metallbetten, Stahlmatratzen, Kinderbetten dir. an Private, Katal. Z0A frei. Eiievmöbelfabrlt Suhl iThür.) WM-kMMs besond. 2eiss u. Gaors werden stZllölg sngellavtt photohnua Stookslmnnn ilorlln W9, Potsdamer StnUS Spezialarzt Dp. med. Feldraann behandelt schnell, gründlich, mögL schmerzlos u.ohne Be- rufsstörung Syphilis, Harn* leiden, Praacalelden. Schwäch,. Erprob». Method. Harn* und Blutunter«ucb. lönlgstr. 84-38, Sprechst. 10-1, 5-8, Sonnt 10-1 5 n"rQrhISChiaS '.HÜft�Gesäß u.Bein. Daschw. Fälle in 15 Tag. beseitigt, hier üb. nnantaatb.lleilerfolKe best. u. Referenz. Invaliden- UpnHn Straße 106, von 10—2.*""1)11 J O [41/8 Sncalal.laatltot für Heiimagnetisrnns für hoffnungslose Kranke Dir. Martin Scholz, 25linr. Erf. Berlin C, Kalaeratraste 35 (Alexanderpl.) 11— 12 u. 5—7. BonDSrtsftreDenöe und ßtüDöer Gute VerbienstmögstchtetteN! AnfNSruna und Anreeung gehende Broschüre:«in neuer stielst? sendet graii« S. CptOmuan st, So., Bniin, Koniggrntzer Sir. 7L v. ¥EDE Brunnensirasse 1 Frankfurter Allee 350 Kotibuser Damm 103 Charlottenbg., Scharrenslr. 5 Anl bequemste TeUzablong zu horabgese'.zten Preisen Kerren',Damen>, Kinder- Bekleiduns Teppiche, Gardinen, Sforea, Chaesafonf?ue- u. Steppdecken | tlrdcste Aa&vr&hl In allen AbteJlnsmen| Strengste I' Diskretion 8 Niedrigste d Anzahlung« wg■—_ Hm Tellrahlung.S J.Garant. Kronen 18M.Plomb. / J? 1 n P n 1- 2.—. Zahnzlchen m. Elnspr. höchst schmerz- fcullliu v. uan lind. Umarh. schlechtsitz, Gebisse. Rep. sof. Zahnarz! Dr. W o I f, Potsdamer Str. 55. Hochb. Sprechz. 0-7 Perlen ruwelerf r«mm milMTUfr Margraf*™, s Kanonierstrasse 9 T 13«. Wa n ze n«»t. Brut vertilgt restlos nur Kammerjäger Borg', Nicodnal. ßrtotg verbIGflend. Kinderl. aazuw. Dankschr. v. überall Beate Zelt zur Brutvernichtang. Doppelpackung 7Mk. Erhältlich in allen Dtogerien und Apotheken und bei gämt- liehen Warenhäaaern A. Werthefra, sonst ponofrei von Hermann A. Oroeael. Berlin 315. Kenlggrätter SsraBe 49. Hand ier I >98/6' Neu eingetroffen: 1 Feldgraue DrellenzQge, Drelljacken, | KhaklansUge, feldgraue Hoaen usw. Am Montag, den 20. Juni, beginnen in der K..V. G. Aua der Fülle unserer Angebote heben wir iPost. Herren- Anzüge5*'" i. 13000 iPost. Herren-Anzüge 17500 gut, yerarbaitnag, gute, Fütter. iPost. Herren-Ulster.... 14 HO00 i Post. Herr.-Unt.-Beinkleid. Trikot••••••••••,•••#• B. i Post Herr.-Unt.-Beinkleid. KhmI«od Küp.r.......... H. iPost Hosen-Träger Post. Herren-Hemdenbaamw. Jf Fl»««!!, gmt, schwer. War,..... M. 450 205® 5J5 35°° Susaerat preiswerten besonders hervor: 1 Post. Damen-Kostüme 80M iPost Damen-Kostüme!t*rleiI 15000 1 Post. Kostüm- Röcke w«« Chariot............ M.«3.0» 1 Post. Blusen BamawlMe.«» and Wuehstofl*............. II. rL. Wollmousseline-Blusen i Post seidene Blusen,.. n pit CrSpe de chine-Blusen i Post Damen-Hemden..a. 58w 195® 2850 48'° 58°° 19'° 1 P osten Roh-Nessel 140 cm breit, gnte Qnelltat....... M. 1650 l Posten Handtücher SWek.................. J3 00 Herren-Stiefel»«»..... w.- Herren-Stiefel Burschen-Stiefel a'j28.5»,b«o.- Damen-Stiefel Lemen-Schuhe weui.....�.. Damen-Halbschuhe tud LaderbraBdMhl,......... B2.SO 68'° 36°° 70°° 90°° 38°° 60°° Herren-Stiefel........... 82'° Damen- Halbschuhe /rnw Laderbraadaohl,,..... HB.—, 08.50 OU Herren-Turnschuhe 33°° Kinder-Stiefel Greo« r-». ao— 35°° Kinder-Stiefel gÄ-&""o.- 50°° Herren-Stiefel:14r.?,�rk; 125°° Kieiiier-UertrleliQ.in.ii.ii. HcüuptgetsclicSft: K.oixvm£ande<99 Q O N WNN- W TDTSV Unebenheiten................. Meter&far U*! � etlzfflckende Mater mit Meinen V' W Unebenheiten« doppe ibreit... Meter nz Batist-Kleid*l?kÄebgÄt 48®° Taghemd mit ungetten........... IS7® Voll VOile-Kleid S'�Ä'ert 86®° Taghemd mit Stickereiansatz....... 227® Woll Kleid feuns Äen!�,!nk: 195°° Kniebeinkleid mit kengetten.. 16®° Seiden-Mante! fntrbenerIlstcn 22500 Kniebcinkleidm breiter suckerei 21®» jaMDORF Ceüc-AlHancc-Sir. Grote FranlrforlerSr. Bronoensir. Koülmser D�nun Wümersdoriar Str. Grosser Soison-Ausverkaufl tegnnt Montag, den 20. Juni Moderne Sc mmer-Kle der 4975 58°° 69°° 85°° Eie-». Hochsommer-Kleider 135°° 198°° 245°° 275°° Modell-Kleider woL'vtri 385°° 490°° 590°° 750°° Impreciinlerfe Mänfel 145°° 198°° 265°° 375°° Seiden-Mäntel teilw. impräqn. 198°° 298°° 365°° 458°° Kostüme In«7U'en haltb. Stoffen 95°° 148°° 195°° 275°° Moderne kelse- Kostüme 245°° 375°° 540°° 685°° kelnw- Kostüme 490°° 685°° 875°° 990°° luck- Mäntel 195°° 285°° 375°° 495°° dovertcost-Mäntel.lsdcen 129°° 175°° 250°° 295°° Elegante Jabot-Binsen Volle Zinsen 3000 4750 e900 8900 8900 165°° 19800 Reinwoll. PHssMIScke MHg!D.-3C[i[e�Ähk� 98°° 13500 18800 497a 7900 980ü llö00 Es ist die höchste Zeit, Ihre Feit- Konfektion. Teppidie a. Wollsachen uns zur Aal bewahrang z. übergeben. Sachgemäßer Schutz gegen Motten Versicherung gegen heuer und Diebstahl. Anruf Alexander 2100 i t z s> 9 Ä > . Am Montag Dranchenversammlungen: für Baklschtib- macher um 5 llhr Weberstr 17: für mechanische Wendarbeiter Weberstr.'i; für Echaftemacher und Stepperinnen um K Uhr Ztöpenicker Str. 127».— Die vranchenleiter. «erlrauenslcute»er Holtlnduuri« und Mobslho straße LI bei Kraah, Funktionäroersammlung. » Der Gesangoerel« Boroiäete.Frohsiun. Lichtenderg-Ltrala», veranstaltet am Sonntag, den IS. Juni, im Eichenwald von llarlshorst, gegenüber dem Kranken» ha«», ekn Waldfest,«szü alle Freunde und SSmter«es Vereins freundlich statt.—«ollzfuisorge, Berlin SO. IS, Engeluscr IS. Am Wontag. den L0. Juni, abends pünktlich 7 Uhr, findet im Gewerkschaftzhauz, Engeluser IS, Saal S, etne allgemeine Funktwnäroerfammlung statt. Tagesordnung: Einführung der SroKIcbensvcrstcherung durch die Dolksfürsorg«. Referent Genosse Bruno Müller.— Arbeiter-Samaritcr-Kolonne Berlin, S. D. Abt. Weißensee: Mitgliederversammlung am Montag, den Lv. Juni, abends Uhr. im Lokal von Ksve, Berliner Allee Zt. Erscheinen dringend notwendig.— Abt. T l e r garten: Mittwoch, de» Z2. Juni, abends" und Urabstimmung im Lokal Abt. Fried r ich shain-L DWW...„._________ J______ PH., abends 7 Uhr, im Lokal von Pickenhagen, Lichtenberg, Scharnweberür. SS, Mt- gliederoersammlung.— Allgemeine stranlcn. und Sterbckastc der Metallarbeiier, Filiale Tegel. Heute vormittag 10 llhr im Lokal von Paul Gutsch, Schliepcr. straße VI, Gcncralvcr'ammlung. Ge�östliche Mitteilungen. Saison-Busvcrkauf bei Kcrstcn k Tutcur. Sit vor dem Kriege wird die Firma«rslklasüzc Qualitätsware aus den Markt werfen, die eine preiswerte Einkaufsmöglichkeit bietet. Die heute veröffentlichten Ausverkaufsangebots der Kleiderwerke Barr Sohn. Ehaustecjtr. 29/30, haben vom Montag, den A>. bis Sonnabend, den LZ. Juni, Gültigkeit und sind freibleibend. Die Firma will mit der Bemerkung„frei- bliibend" von der Derpflichtung befreit sein. Sachen, die infolge ihrer Billig. kert schon vor Sonnabend, den Tö. Juni ausverkauft sind, noch verkaufen ja müsse». Für Rheumatiker und 5!erventeideude! Zühlt sich so gesund wie zuvor! Krau Hranziöka Tomnwch. Vrutz, schreibt u. o.:„Endlich komme ich dazu, Ihnen meine Anerkennung für Jlne grofze Hilfe.. die ich durch Jbr lobenZwerlcs Mittel„Togal" erlangt habe, au-Zzusprechen. Ich litt seit einigen Moiiolen an Gelenk-Nbeurna» tismu und Eichr. Hatte sehr große Schmerzen. Alle anderen Mittel versagten. Noch Gebrauch von einigen Schachteln Togal hin ich wieder vossständig hergestellt. Ich fühle mich lo gesund wie zuvor. Bei Gelegenheit werde ich nicht berjeblen, Ihr auSgezetck- netcs Togal zu empfehlen." Aehnlich loben viele Hunderte'Togal. W>>>WWWW Bä" 0tfo0je Inveitimf- Aus«. veflcau� Pfossia® d.20.J Echte Batiks auf Seidentoile iür Bluten und Kleider, dcppeltbreit und viele andere Artikel j Krawatten».Strumpfe I z wLöw«n- Marke4* s Selbstbinder«■ Schleifenbinder re«e Seide in vielen Farben M. 950 1250 16» 22» 23» StrickbinderKunstseid® S"5 1250 16» 19» 22» Strickbinder reine 8a!de■■.. M. 45°° Hl in Baumwolle errensocken«<.-> Fi-r M. 6" 9» 12» 18» 22» 28» Damenstrümpfe SettnlMil«, ich wem u. farbig Flor,«cbwa« und fierbij., Seldcnflor in vielen Farben Reine Tramaseide, tchware Ein Posten> U. 8» 1075 12» W. 14» vnd 18» M. 22» und 28» M. 3850 und 45oo * T)* T> 1 guteQualitit in Cdlno Keine 1 ramaseide viti. mod. rarb. jo Reinseidene Serie I M. 139« v»®us japa rumonos stidceic Unterröcke'Ka™ Serie n Serie UI 149« 159"» 250°° BatikdedcenMtl3�� 148M 198°° D � 1 seidene uoi kunstseideno, ii Ol 00 Danaer modernen Streife......... M. � 1. LEIP25IGER.GTR,. Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend e. G. m. b. H. Manufakturwaren-Lager: Brunnenstr. 188-190* Warenhaus: Neinickendorfer Straße 21 Unser Lnventur-Ausverkauf beginnt am Sonnabend, den 2. Juli-192-1 lassen Sie sich durch macktschreienfche /Reklame nicht irre machen, sondern decken Sie ihren gesamten Bedarf im eigenen Geschäft � Verkauf nur an Mitglieder! � I ■ t�e, SAISON-AUSVERKAUF Z-- Luil TTlorhUxQ, die�n, 2. CA Vusix 0 UAp �GX�Lnrit fä&jermdssuyuruj, zum Seif bU auf H dhs fruAarm J�e/Sey raduzibi �ONDEP�AUSVERKAUKS-ANGEBOT— öcglnn�nd, A)aw UZlclucT cCer* Tfhydksi b'pzIgcp-CcAc Oxadatkastr. 7 Am Bahnhof Alexanderplatz Oiaum&tr. 113- Belm stettiner Bahnhof Preßfrekhekt und VKPd. Aus Stuttgart wird uns geschrieben: Der hier erscheinende.Kommunist" wollte der Berliner ..Roten Fahne" den Rang streitig machen und„die Augen der Welt" auf sich lenken. Die württembergische Regierung tat ihm leider den Gefallen und stellte ihn. nachdem er in kurzer Zeit dreizehnmal gerichtlich beschlagnahmt worden mar. ab 25. Mai unter Borzensur und verbot ihn dann, weil er ihr ein Schnippchen nach dem andern schlug, für acht Tage. Die Kommunisten wandten sich nunmehr in einem Schreiben an die Leitungen der SPD. und USP. mit der Frage, ob sie bereit seien, g e m e i n s am mit ihnen und allen übrigen Arbeiterorganisationen Mittel und Wege zu beraten, um gegen das Wüten der Reaktion gemeinsam vorzugehen. Der Landesvorftand unserer Partei hat hierauf geantwortet: Die Preßfreiheit ist ein unveräußerliches Prin- zip der sozialistischen Auffassung, das die Sozialdemokratische Partei gegen jeden Angriff verteidigen wird, gleichviel gegen welch« politische Richtung er erfolgt. Gemeinsame Aktionen gegen Verzewalligungcn der Preßfreiheit können jedoch nur dann Erfolg haben, wenn sie von politischen Parteien unternommen werden, welche in dieser Frage von der gleichen prinzi- piellen Auffassung ausgehen. Diese Gemeinsamkeit der Auffassung über die Preßfreiheit ist bei der SPD. und DKPD. nicht vorhanden. Abgesehen davon, daß der„Kommunist" gegen unsere Partei und ihre Führer eine Sprache führt, die mit dem Aeist wahrer Preßfreiheit und den Aufgaben der Arbeiterpresse in schroffstem Widerspruch steht, hat die Kommunistische Por- tei wiederholt theoretisch erklärt und praktisch bewiesen, daß sie nicht daran denkt, die Preßfreiheit, die sie für sich selbst in Anspruch nimmt und zu deren Erlangung sie die Hilfe sozialistischer Parteien anruft, zu jeder Zeit und unter allen politischen Machtver- hältnisfen zuzugestehen. Unter diesen Umständen kann sich unsere Partei bei aller noch so entschiedenen Ablehnung der Maßnahmen des württembergischen Innenminister» von einem gemeinsamen Vorgehen in dieser Frage weder in tatsächlicher noch in mcrali- scher Beziehung irgend welchen Erfolg oersprechen. Lebenszweck der SPD. ist seit ihrem Bestehen die Nieder- Haltung der Reaktion und die politische und wirt- schaftlich» Befreiung der Arbeiterklasse aus den Fesseln des Kapitalismus. Sie ist bereit, dieses Ziel auch ge- meinsam mit ollen übrigen Arbeiterorganisationen anzustreben, wenn zuvor eine grundsätzliche Uebereinstimmung über Mittel und Wege zu diesem Ziel zwischen allen Beteiligten er- reicht wird. Nach den bisherigen Erfahrungen fehlt uns der Glaub« nn die Erzielung einer solchen Uebereinstimmung. Sollte die VKPD. jedoch anderer Auffassung sein, so stellen wir ergebenst anHeim, uns schriftlich nähere Vorschläge zu unterbreiten, von deren Eharatter wir dann eveniuell« gemeinsame mündliche Desprechunzen abhängig machen wollen. Ln den vorausgegangenen Auseinandersetzungen über die Pretzsreiheit zwischen„Kommunist" und unserem Schwester- organ„Schwäbische Tagwacht" hatte letztere daran erinnert,, daß die Kommunisten in Rußland noch heute die sozialistische Presse unterdrücken. Darauf antwortete der.Kommunist":, Die Bolschewisten unterdrücken nur die gegenrevolutionnre\...., Presse. Menschewiki, Sozialrevolutionäre oder Anarchisten''s. ,emm „sind ebensowenig revolutionär, wie ip"'ner« Deutschland die Sozialdemokraten und 11 n- abhängigen, die sich jetzt beide als Regie Keue Sturmszenen im Reichstag. Der Reichstag überwies am Sonnabend zunächst den sttzentwurf, das Abkommen zwischen Deutschland, Polen und Danzig über den freien Durchgangsverkehr zwischen Ostpreußen und dem übrigen Deutschland betreffend, dem Auswärtigen Aus- schuß, ebenso einen Ergänzungsvertrag zum deutfch-polnifchen Am- neftieoertrage. Fortsetzung öer öopernöebatte. Abg. Gruber(Soz.): Ein Blick in die dcutlchnationole Presse von heute zeigt, daß sie mit dem Sauherdenwn des„Micsbacher Anzeigers" durchaus kon- form geht. Bayern ist für uns ein Zustand geworden, eine Ka- tastrophendroh ung für ganz Deutschland. Die Vc- urteilung des Verbrechens durch den Reichskan.zler unterschreiben wir ebenso, wie seine Kennzeichnung der süddeutschen Presschetze. Diese Presse ist ja zum größten Teil abhängig von einem Kapitalistenkonzern, dessen Vertreter auf der rechten Seite dieses Hauses sitzt. Durch diese stinnesierte Presse ist die öffentliche Meinung korrumpiert. Es ist höchste Zeit, daß eine Entgiftung erfolgt. Die denkschnaksonale Sumpfpflanze. die seitdem mit ihrem verderblichen pestartigen Geruch die politische Atmosphäre in Bayern vergiftete, muß ausgerottet werden. Der Ausnahmezustand, der viel zur Erbitterung beigetragen hat, muß sobald wie möglich abgebaut werden. Selbst in Preußen stößt seine Beseitigimg auf Widerstand, vor allem im Ministerium des Innern. Der Reichskanzler war im Hinblick auf die Waffen- abtiefer nng sehr optimistisch. Wir stehen den Mitteilungen der bayerischen Regierung mißirauischer gegenüber. Die Zahl der vorhandenen und der abgelieferten Waffen muß festgestellt werden, im b mierischen Landtag hieß es ja, daß die Einwohnerwehren 320 000 Gewehre hotten. Run sind allerdings 112 000 Gewehre nach Tirol verschoben worden. Die bayerische Regierung, die mit der Einwohnerwehr steht und fällt, will natürlich von der Entwaffnung nichts wissen imd hofft immer noch, darum herum zu kommen. E s ch e r i ch hat gesagt, er werde sich niemals dazu her- geben, in der Entwaffnungsstage etwas zu tun. Die Einwohner- wehren sind mit Mühe bewogen worden, wenigsten» scheinbar nochzugeben und die Waffen freiwillig abzuliefern. Roch immer aber werden Fahnenweihen und Festschießen abgehalten, bei denen Scheiben mit der geschmackvollen Darstellung eines französischen und englischen Soldaten verwendet werden. Zn Ostpreußen wie in Bayern werden abgelieferke wieder zurückgegeben:> Alan macht anscheinend mobil.' 5 lHört, hört! links.) Wenn der Reichskanzler in die Riederungen der bayerischen Prehtloaken gestiegen ist und dort mit einer Grund- | lichkeii gekehrt hat, die mich weiteren Kehren» enthebt, so zeigt das ; doch, wie man in Bayern zu diesen unhaltbaren Zuständen kommen konnte. Man kann leider den ,.M iesbacher Anzeige r", den !„Völkische» Beobachter" und dergleichen Organe nicht als ' bloße Witzblätter betrachten, wie das jetzt von deutfchnatianaler Ge-> K esseltr erb en von links, das auch von der demokratischen Presse unterstützt wtrd, nur den Zweck hätte, den F r e m d e n v e r- kehr nach Bayern zu unterbinden.(Großes Gelächter links. Sie(nach rechts) schädigen dadurch vor ollem die Arbeiter in der Fremdenindustrie.(Erneutes Gelächter links.— Abg. Lede» b o ur(U. Soz.): Es ist erbärmlich, daß Sie so etwas hier vor- bringen!— Abg. Ledebour wird zur Ordnung gerufen.) Es ergießt sich zurzeit über Bayern ein Fremdenftrom, wie wir ihn noch nicht ' erlebt haben.(Abg. Ledebour: Es ist schamlos, so etwas vorzu- bringen, wenn wir über civen Mord sprechen!) Seien Sie doch nicht so nervös!(Abg. Ledebpur: Ich bin empört über Ihre Er- bärmlichkcit.— Großer Lärm.) In Deutschland denkt man ganz anders über Boyern. als hier behauptet wird. Die Reisenden, die jetzt nach Bayern zur Erholung kommen, können selbst feststellen, ob dort eine solche Berwilderung,.Unfreiheit und Verfolgung besteht. lieber die Mordtat haben wir uns auf Grund unserer Wclkemschauung mehr erregt, als Sie von der Linken.(Lachen links.) Die Dar- legunqen der sozialistischen Redner waren nur Kombinationen, die kein Richter als Beweise anerkennen kann. Wir legen Verwahrung dagegen ein, daß oucki der Reichskanzler nicht die nötige Zu- rückHaltung bewahrt hat. E? ist unverständlich, wie nach den Be- mühungen der bayerischen Regierung zur Aufklärung des Mordes ein Generalstreik erfolgen kennte. Bebel hat einmal erklärt, daß der Generalstreik nur im äußersten Falle angewendet werden dürfe.(Zu- ruf links: Vieviel sollen denn noch ermordet werden?) Der Streik ist ja gar nicht voll durchgeführt worden, noch nicht die Hälfte der Handarbettcr hoben gestreikt.(Widerspruch links.) Der„Völkische Beobachter" ist ein Organ der nationalsozialistischen Ar- beiterpartei. Diese Arbeiter gehören nicht zu uns. Sie sind noch heut« Mitglieder Ihrer roten Arbeiterbewegung.(Abg. Adolf Hoffmann sKomm.st Glauben Sie denn dos selber?) Es handelt sich um ontssemitifche Fanatiker, denen man nationales Ge- fühl nicht absprechen kann.(Zuruf linke: Namentlich, wenn sie besoffen sind. Heiterkeit.) Für ihre Taten kann man die Regierung nicht verantwortlich machen.(Zuruf links: Die Regierung duldet diese Taten!) Sie machen ja für diese Blättchen Reklame. Man sollte Blättern, mie dem „Völkischen Beobachter" und dem„Miesbacher Anzeiger", deficn Satiren von allen Parteien gern gelesen werden(!), nicht so viel Be- deuiung beilegen. Wenn Herr Unterleitner hier private Eisenbahn- aespräche als Beweise onfühitt, so ist das nicht anständig.(Abg. Waffen A d o l f H o f f m a n n- Ist das eine privalsache. weuti Bkörder sich 1 verabreden!) Die Feststellung, daß verschiedene andere Mordtaten noch nicht gesühnt sind, fällt der sozialistischen Regierung Hoffmann �ur Last. Wenn Sie nun aber der jetzigen Regierung einig« Prügeleien in die Schuhe schieben wollen, dann frage ich Sie: Wer hat denn neulich unsere Freunde verprügelt? In Berlin kommen Hunderte von Verbrechen vor. die nngesühnt bleiben.(Zu- ruf links: Aber hier liegt kein System darin!) Sie können nicht nachweisen, daß die bayerische Regierung oder Polizei die Verfolgung nicht rechtzeitig rmd nicht nachdrücklich aufgenommen hat. Dio Tätigkeit des Pulize: Präsidenten Pöhner ist Sache Seite oersucht wird. Das einfache Volk nimmt diese Blätter ernst, des bayerischen Landtags. Wci-ji von den Vorwürfen von hört. den Führern der Bayerischen Volkspartei denselben MÄM Dr. heim liÄ-' ' diese Versammlungen auch immer vom au st all" und weist unermüdlich darauf hin. daß Reichzperfassimg. an der Bayern zugrimde geh«, brfeitigt gegen Pöhnor auch nur ein Bruchteil zutrifft, wird er nicht Polizei» Präsident bleiben und meine Freunde un Lkmkttfig werden wissen, was sie zu tun haben.(Zuruf links: A u s n a h r.'-f zustand!) Wir sind keine Freunde des Ausnahmezustandes, Sie O�pch links) haben es in der Hand, ihn zu beseitigen. Wenn Sie abök nach Bayern . fahren und dort so. verhetzende Reden halten, wie die Äd�g. TbamaS *. n> i»'-«v Ta l-unl» Remmel«(Abz. Remmete sKomm.j ruft: Elen.o«r V«ri werden müsse. Auch an der Rassen v er hetznn* J!» J*. t,.mderk und wiederholt diesen Ruf immer wieder, nhwohl ihn rnngsparteien der Etinnes-Republit bc mühen, im Dienste der Stinnes aus den deut- scheu Arbeitern die Lasten der Sanktionen herauszupressen." Also würden auch sie in der Macht unsere Blätter verbieten. Die Haltung unserer Partei ist danach voll gerechtfertigt.__. Die Iuchlbausurieile der Sondergerichte. Vor dem außer- ordoillichcn Gericht in Essen wurde der Dortmunder Kam- nunistenführer Adolf M e i n b e r g wegen Hochverrai», begangen i» A Äußerungen, die er anläßlich einer Rede in Buer getan hatte, gestern zu drei Iahren Zuchthaus verurteilt! mit feiner Tonart nicht Antisemit»nd im Rechtsanwälten und Geschäftsleuten zusammen, aber das b a y e r i s ch e V o l k hat nicht dies feine Unterscheidimqsvennögen zwischen Theorie und Praxis und ist geneigt, aus den Worten seiner Führer praktische Konseguenzen zu ziehen. Weil av» dieser Geistcsverfassung heraus die Morde und Vergewaliigungen ge- kommen find, kann man auch jetzt von einem politischen Morde sprechen. Der Rcichskmizler hat Zurückhaltung empiohlen, weil man nicht in ein schwebendes Verfahren eingreifen dürfe. Die bayerische Regierung übt so aber diese Zurnckholtnng selbst nicht? in ihrer amtlichen Mitteilung wetzt sie doch mit aileu IS Fingern auf den Begleiter Gorcls als den einzigen Zeugen und den einzig Verdächtigen hin. Ein llnterefie an der Verdunkelung de« Tolbestande« hat doch nur die bayerisch« Regierung!(Sehr wahr!, link».) Sie. ist ein Herr v. Kohr hat damals als Re- aierungspräsident hinter dem Rücken seiner Vorgesetzten mit den Putschisten konspiriert. Die 3VP, deren Mitglied.Herr Kahr ist, trägt die volle Verantwortung für dies« Geschehnisse: unschuldig. Er ist gewiß kem prattischer � Löbe dreimal hintereinander zur Ordnung ruft.! � -•T-ii,'ch t S r a t gemütlich m.t ludisazen Präsident Oöbs fordert den Aba. Remmele dreimal vrtlljeblich „battsleuten rukammen. aber das b a n e- Öcn Safa � blassen, und erklärt, als Abg. Remmele�sttzen bleibt, die Sitzung bis auf weiteres für unterbrochen. Schluß sTUHr 40 Minitten. * Nach anderthalbstündigsr Pause wird die Sitzung bei schwacher Besetzung he» Hauses wieder aufgenommen. Präsident Lobe stellt fest, daß Abg. Rommel e nicht anwesend sei. und erteilte dem Abg. Schwarzer das Wort, der seine Ausführungen ohne weitere Er- regung auf beide» Seite» zu Ende führte.— Schluß 6 Uhr.— Montag: Kleine Vortagen, Weiterberatung. kanem arbeitet. Im allgemeinen sind hier die Beamten mit Aus nähme der im Außendienst Beschäftigten, die mit dem Publikum in smuTtT«" unmittelbaren Verkehr treten, in großen Sälen vereint, die durch �ukt de- Kapp.Putsches. gläserne Wände abgeteilt sind und dadurch einen raschen Ueberblick üb«|£" n.»am ist. trägt die valle Verantwortung für dies« Ge,qeyn.N°- si-"kennt jetzt daß sie die Geister nicht mehr los wird, die sie damals nez. Aber sie hat Angst vor dem R« ch t s v u t s ch und weiß keinen Ausweg. Sie möchte die Regierung Kohr erhalte«. aber deren Schicksal hängt jetzt nur noch von der Gnade der E s ch e r i ch und Kanzler ab. C» darf niemand glauben, daß die Höhe der Belohnung dazu beitragen wird, den Mörder Gareis ausfindig zu machen. Die bayerische Regierung hat schon de» öfteren Uebelttiler nicht erwischt. die sie hätte erwischen können. Auch die Täter de» Ueberfalles. auf Genossen Magnus H i t s ch f e l d hat man, trotzdem die Polizei mußte, daß in einem deutsch-volkffchen Kneipzirkel etwa 70 Korten zu dem Vortrage verteilt worden waren, von deren Empfängern man sogar Namen kannte, einfach nicht ermitteln können. Von dem Mann«, der den Uebersall auf den Genossen S a e n g e r ausführte, hat man sogar den Stock, ober die Polizei weist mit ihm nichts anzufangen. Man kennt den Geist, der in den Schichten herrscht, die Lerbrechen aufklären sollen. Ich stand gelegentlich einer a n t i- semiti schen Demonstration ganz in der Nähe des M ü n- chener Polizeipräsidenten. Sein Hohnlächeln, mtt dem er die antisemitischen Ausführungen eines Riirnberqer Semitenrichters quittierte, sagte mir alles. Auch im Falle Gareis liegen derartige Indizien vor, daß von einem politischen Morde gesprochen werden kann. Genosse Gareis war ein Vorkämpfer für die Repu- blik, deshalb ist mit diesem Schuß auch die deutsche Republik getroffen■' worden. Die Herren von der Rechten haben � en dein Beisplek Bayerns zeigen wollen, daß»s auch ohne Sozialdemo» traten in der Regierung geht, die Taffachen beweisen, daß es eben nicht geht. Wenn'die PVP. ihre Konsequenzen ziehen wollte oder noch ziehen könnte, dann wären Pöhner und Kohr längst beseitigt. Wenn Demokraten imd Baucrnbündwr dem Zuge ihres Herzens folgen würden, dann wäre es vorbei mit der Herrlichkeit dieser Größen. Eine Aenderung der bayerischru Verhältnisse ist dringend notwendig. Die Bedingungen des Ultimatums können nur erfüllt werden, wenn auch in Bayern auf den wichtigsten und notwendigsten Stand, den Arbeiterstand, Rücksicht genommen wird. Ein« Wendung der Dinge wird in Bayern erst dann eintreten, wenn es sich von der deutschnationalen Clique losgesagt haben wird. Jede Partei möge den Ruf des Reichskanzlers beherzigen: Herbei zu gemeinsamer Arbeit, die eines guten Willens sind! Und alle, die mitarbeiten, werden sich den Dank Bayerns, des gesamten deutschen Volkes und des Deutschen Reiches sichern.(Beifall b. d. Soz.) Briefumschläge öffnen. Bevor die emzeinen Briefumschläge nach Entnahme ihres Inhotts dem Papierkorb überliefert werden, lauten sie über ein horizontales, van unten erleuchtetes Glasband, was zu dem Zweck geschieht, um mühelos festzustellen, ob auch jeder Briei- unffchlog leer ift Ein automatischer Stcmpelapparat. der mit dem Gehwerk einer elektrffchen Uhr in Verbindung steht, druckt auf jeden Brief Tag, Stunde und Minute des Eingangs. Um den Telephon- darnen der Zentrale lang« und zeitraubende Anrufe von Angestellten, die nicht zur Stelle sind, zu ersparen, steht der Tischopparat der ein- zelnen Angestellten mit einem winzigen Quadrat der Zentrale in Verbindung, das eine Lampe und den Namen dcs betreffenden An- gestellten enthält. Wenn me Lampe aufleuchtet, so gibt das dem Telephonfräulein das Zeichen, daß der Angestellte nichi anwesend ist. Der Telephondienst hat durch diese Einrichtung an Schnelligkeit imd Sicherheit außerordentlich gewonnen.— Man braucht sich demgegen- über nur den Amtsschimmel in mfferen behördlichen Bureaus vor Augen zu führen, um zu erkennen, wie umständllch unsere Beamten gegenüber denen in Amerika arbeiten müssen. Eine lusllge Familie. Seit dem Hohenzollernhause das Gattesgnadentmn abhanden gekommen ist, suchen seine Mit- glioder sich auf andere Weise die Zell zu vertreiben. Ueber die pikanten Abenteuer einiger jüngerer Prinzen und Prinzessinnen find in Berlin und anderswo zahlreiche teils verbürgte, teils unver- bürgte Gerücht« verbreitet. Und jetU kommt aus Pari» dt« Nach- richt, daß auch in der ehrwürdigen Vchwiegermamn de« beut- schen Exkronprinzen, einer gebcrencn russischen Großfürstin und rcrwittweten mecklenburgischen Großherzogin, ein verspäteter Io< hannistrieb rege geworden ist. Die hohe Dam« war bekanntlich nie ein« KostocrSchtertn. aber jetzt scheint sie energisch aufs Ganze zu gehen, vi« öffentlichen Tanzlokal« de» Montmartre genießen den Vorzug, die muntere Greisin zu ihren nächtlichen Etommgösten zu zählen, und sie wird hier— wie ein Berliner Abendblatt versichert— ..mit den Ehren einer Dame ihres Ranges ausgezeichnet". Wir kämen uns von der Art dieser ehrenden Auszeichnungen im Milieu der Montmartre-Tanzböden keine rechte Vorstellung machen und wir vermuten fast, daß Mütterchen Anastasia darauf weniger Ge- wicht legt als auf einen möglich ungenierten Verkehr. Zu diesen: letzteren wünschen wir den männlichen Besuchern der Pariser Ball- lokale guten Appetit._ Das proletarische Dbeatee aedenft im Herbg seine Tätigkeit in größerem Umsenge al< 613 der auszunedmen. Inzwischen beabsichtigt«3 .Tattriich« Abende» zu veranstalten, in denen Arbetterdlcktongen und Dramenizenen vorgelesen und ein Sketsjj„Die Macht liegt«ff der Straße' ausgeführt werden sollen. Die Holaeiider.vühneu eröffnen die nnchlte Tdiekzeft mit folgende» Werken: Da3 Deutsch« Tbeoter mit Sbokelvenees..Köutg :'l i a r d der Z w e i t die Kammer jpiele mit H c d b e l o ,.n o n n(Soz.) hob als Vertch'.erstatter hervor, daß sich der Zuschuß zum Ministerium des Innern von 103 Millionen int Jahre 1010 ans 378 Millionen im Jabr« 10:2t erhöht habe. Dia R e f o r m d c r S t ä d t e- u n d H r« i S o r d n u n g ist für d«y Herbst zu erwarten. E3 find Wünsche laut geworden, dabei eirlo Neuordnung der tlreis» vorzunehmen, besonders im Osten, wo durch den Friedensvertrag manche Kreiie eher verkleinert sind.— In der Gesamtaussproche verlang!« Abg. Krüger(Soz.) Ren- gestoltiing der inneren Verwaltung PreujzenS; der Oberg leirsftoar von früher muß endgiiliig verfchwiriden. Auch in der p e rf o n e l l e n Z u fa m m e n f e y u rr g der Behörden muß zum Ausdruck kommen, daß Volk und Staat nicht mehr wie im allen Breußen zweierlei sind. Die sozialdeinoknuifchen Landrät« haben sich bewährt. Das würde auch von verständige« politischen Gegnern anerkannt. Im Falle Sült und auch sonst rft da« Ber- hallen der Berliner Schutzpolizei einwandfrei gewesen. Die An- st e U n n g S v e r b ä l t n i ss e für Mamffchasten und Offizier« müssen revidiert werden.__ SozzMemokeatze unö Steafvollzugsreform Wie wir erfahren, hat die 1 o z i a l d e m o kr a tis ch e Fraktion d«S preußischen Landtages zur zweiten Beratung des Haushalts der Junizverivattung folgenden Antrag der Abg. Braun. Heilmann. Ärüper-PotSdam, Äuttner, Dr. Roienftzld und Genossen eingereicht: Der Landtag wolle beschließen, das StaatSmimsterirnn zu ersuchen, die Ergebnisse der Arbeiten der vom Herrn Justizminister eingesetzlen Kommission zur Beratung der Reform des Strafvollzuges den, Landtag baldmöglichst vorzulegen. Bei dieser Reform ist bc- sonders von folgenden Grundsätzen auszugehen: 1. Di« Schassimg von selbständigen VerwaltungS« k ö r p e r n für den Strafvollzug unter Hinzuziehung von wirlschan« lichen, pädagogischen und ärztlichen Beiräten, Trennung de» Erraf« Vollzugs von der StaatSanwallschast. 2. Den Gefangenen ist das Recht völlig ungehindert mündlichen und schriftlichen Verkehrs mit Rechtsanwälten vom ersten Augenblick der Jnhattnahme zu gewähren. 8. Bei der Beschäftigung der Gefangenen ist auf ibre Fäbigkerien und nach Möglichkeit ans ihre Wünsche sowie auf ihre sonstige berufliche Tätigkeit Rücksicht zu nehmen. 4. Den Gefangenen ist in weitem Umfange das Recht zum Bezug und zum Lesen politischer Zeitungen sowie von Zettschriften und Büchern zu geben. 6. Die GefängniSbiblyotbeken sind nach den Grund- fätzen moderner VolkSbibliothekc» ohne«inseitige polüische und relig'öje Tendenzen auszugestoUen. 6. Dunkelarrest als Disziplinarstrafe ist abzufchaffeu» GeWsrMoKsbsVegung Konferenz See unü See fifa'Grtsausfchüffe öer Provinz Sranüenburg. Der Vorsitzende der Berliner Gewerkschaftskommission, Genosie S et b a t h, begründete zunächst die Einberufung dieser erstmaligen Konferenz der Ortsausschüsse des Gewerkschaftsbundes und der Äfa in der Provinz Brandenburg. Den Gewerkschaften seien in Zu> kunft noch große Aufgaben gestellt. Zum Glück bestehe in der deutschen Gewerkschaftsbewegung noch die Einheitsfront der Ar- beiter und Angestellten und es gelte, alles dranzusetzen, sie zu er- halten. Die Tätigkeit der Gewerkschaften darf sich nicht auf die Berbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen beschränken, sie soll die Vorarbeiten zur Berwirtlichung des Sozialtsmus er- füllen. Besonders bemerkenswert sei, daß heute chand- und Kopf- arbeiter in einer gemeinsamen Front stehen. Beide arbeiten sali- dorisch und kameradschaftlich zusammen an der Erfüllung ihrer Aufgaben. Redner verweist auf die reaktionären Bestrebungen, wie sie sich besonders deutlich in Boyern zeigen. Die Kette von Ber- brechen an den Führern der Arbeiterbewegung lasse auf die Ab- ficht der politischen Reaktwn schließen, die Arbeiterbewegung durch Beseitigung ihrer Führer zu unterdrücken. Doch es gehe unserer Bewegung wie der Hydra: schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen ihr zehn Köpfe nach. Das Bureau wird gebildet und Sabath und Flatau als Vorsitzende, Otto und Kasper als Schriftführer gewählt. Die Stellungnahme zu den Bezirkswirtschafts- r ä t e n behandelte Genosse N ö r p e l in längerem informatorischen Bortroge. Von den vorliegenden Entwürfen für den organisatori- schen Aufbau der Bezirkswirtschaftsräte hält Redner nur den Eni- wurf für diskutabel, der einen paritätischen Aufbau vor- sieht. Hierfür kämen nicht prinzipielle, sondern rein praktische und taktische Gesichtspunkte in Betracht. Daneben sei nach wie vor ein Abbau der bestehenden Interessenvertretungen der Unternehmer zu fordern. Die Handwerkskammern zumal seien nicht mehr existenzberechtigt und könnten den Handelskammern als Unter- gruppcn eingereiht werden. Bezüglich der Abgrenzung der Bezirks- wirtfchaftsräte sei ein gemeinsamer Wirtschaftsrat für Groß-Berlin und die Provinz Brandenburg zu for- dern, statt der vorgesehenen Teilung. Für das Reich könnten die paritätischen Unterkammern aus sich heraus den Vezirkswirtschaftsrat nicht bilden: für die Provinz Brandenburg sei dies jedoch möglich. Bei Wahlen schlägt Nörpel vor, nur die Bezirkswirtschaftsräte aus Urwahlen hernorgehen zu lasten, die Unterstufen jedoch nach einem Dclegationsfnstem. Bei den Urwahlen dürften jedoch die Vertreter nicht restlos den Betriebsräten entnommen werden. Wahlberechtigt soll jeder Arbeitnehmer sein. Die Dorschlogslisten sollen die wirt- schaftlichen Organisationen einreichen. Arbeitgeber- und Arbeit- nehmergruppen sollen berechtigt sein, Sonderooten abzugeben. Eine dritte Abteilung— der Verbraucher— sei durchaus überflüssig. Die Jnteresten dieser Gruppen könnten sehr wohl in den Abteilungen der Arbeiter und der Unternehmer wahrgenom- men werden. Den freien Berufen, wie auch den Beamten und Hausfrauen könne man einen entsprechenden Teil der Sitze ein- räumen. Die Aufbringung der Kosten sei vom Staat zu fordern. Die Aufgaben des Reichswirtschaftsrats als gutachtliche Instanz fei beizubehalten, den Bezirkswirtschaftsräten aber möglichst weit- gehendeKontrollbefugnisse einzuräumen. Die rege Diskussion zeigte, daß noch keine Klarheit in den Einzel- fragen besteht. Die Ortsausschüsse sollen hierzu erst Stellung nehmen und die gestellten Fragen bis IS. August beantworten. Zur Sich- trag des für die nächste Konferenz hierzu vorliegenden Materials wurde eine Kommission von vier Vertretern aus der Provinz und drei aus Berlin gebildet. Damit war der 1. Punkt der Tagesordnung erledigt. Die Verhandlungen werden heute sortgesetzt. ,�xkfte«zm!n!tmnn�— ein Schlagwort t Ein Vergleich der Löhne und Preise in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika, den die„Deutsche Arbeit- geber-Zeitung" anstellt, kommt— natürlich, möchte man sagen— zu dem Schluß, daß der deutsche Arbeiter nicht mehr be- haupten könne, er sei schlechter gestellt als sein ausländischer Kol- lege. Die Kosten des Lebensunterhalts im April 1921 seien gegen. über denen im Juli 1914 auf das Achtfache, die Löhne aber fast überall auf das Acht- und Zehnfache und für einzelne Berufe dar- über hinaus gestiegen. Im Auslande suche man sich die Kon- kurrenzfähigkeit auf dem Weltmärkte durch einen Abbau der Löhne zu erhalten, in Deutschland aber operierten die Gewerkschaften ständig mit der Forderung nach weiteren Lohnerhöhungen. Diese Tendenz müsse zum völligen Ruin unserer Exportfähigkeit führen. „Der Hauptfaktor der Schwierigkeiten unseres Wiederaus- baus liegt in der Gestaltung unserer Lohnpolitik. Während im Auslande die Gewerkschaften sich mehr oder weniger der Ein- sicht nicht verschlossen hoben, daß dem notorischen Preisabbau für die Gegenstände des täglichen Bedarfs auch ein entsprechender Lohnabbau folgen muß, haben die deutschen Gewerkschaften der Arbeitgeberschaft auch in diesen Zeiten des Preisabbaus neue Forderungen präsentiert und teilweise auch durchgedrückt. Es be- darf wohl keiner besonderen Betonung, daß in Deutschland jeder Preisabbau durch solche Maßnahmen illusorisch gemacht wird." Den deutschen Gewerkschaften wird dann ins Gewisten geredet, daß man sich auf dem Wel markte nicht mit E x i st e n z m i n i- mum und ähnlichen„Schlagwortsn" behaupte, sondern mit Ange- boten, die günstiger sind als diejenigen der ausländischen Kon- kurrenz. Die Artikel, bei deren Herstellung sich der Lohn, und Kostenaufwand mit dem Aufwand der anderen decke, seien konkur- renzunfähig, und wenn die Lohnkosten unserer Produktion jene der außerstaatlichen Konkurrenten übersteige, müsse die Belastung um so drückender erscheinen. Run, soweit sind wir wohl noch nicht. Aber auch in der Re- daktion der„Arbeitgeber-Zeitung" sollte man wissen, daß der Ar- beiter existieren muß, um arbeiten zu können. Daß es sich heute zumal beim Existenzminimum um die Lebensfrage� handelt. Um dem Schildknappen des Unternehmertums die Sache klarer zu machen, wäre es notwendig, ihn einmal auf vier Wochen auf das Existenzminimum eines Arbeiters, besten Lohn das Acht- fache des Fricdenslohnes beträgt, mit seiner Lebenshaltung anzu- weisen, natürlich einschließlich der Rücklagen für die Erneuerung von Wäsche, Kleidung usw. Er würde dann nicht mehr von dem Existenzminimum als einem.Schlagwort" schreiben und auch sehr bald herausfinden, daß feine Angaben über die Steigerung der Kosten des Lebensunterhalts nicht stimmen. Sie«fahr« tSgflch wie man über Sie ui Betriebsspitzel suchen„Arbeit".! Der Inhaber eines Unternehmens, das sich Deutsche Pin k er- ton-Gesellschaft nennt, der als Franz Hadowey oder ähnlich zei6)net, sein Privatkontor Schellingstrahe 2 in Berlin hat und sich als Direktor D r a h g e r melden läßt, wendet sich um Aufträge an die Unternehmer. Er stellt ihnen vor, daß es in ihren Betrieben an der notwendigen Kontrolle fehlt, woraus Per- luste entstehen, die leicht zu oermeiden seien. In einem Anflug von Selbsterkenntnis sagt er in seinem Rundschreiben,„das Gefühl von Moral ist nur nach in seltenen Fällen zu finden". Auch bei berechtigter Entlastung von Angestellten sei der arme Unternehmer schutzlos, wogegen selbst notoriscbe Diebe der§ 84 des Betriebsrätegesetzes vor unbilliger Härte schütze. „Ich bin bereit, Ihnen zu helfen, die unlauteren Elemente Ihres Personals zu entfernen, ohne daß Sie mit der Polizei oder dem Gericht in Konflikt kommen.— Zu diesem Zwecke stelle ich Ihnen eine Person— Herrn oder Dame— zur Verfügung. Diese arbeitet für einige Zeit als Ihre Angestellte für Sie und alle«, was w Ihre» Betriebe passiert mrd und Ihre Firma denkt! Die Unkosten, die für Sie entstehen, sind gering: denn Sie zahlen eine Prämie mir nur dann für die Leistungen, wenn der Erfolg einwandfrei nachgewiesen ist!" Es muß also auf alle Fälle ein„Erfolg" herbeigeführt werden. Jedes weiteres Wort der Kritik ist überflüssig. Wenngleich kaum zu erwarten ist, daß viele Unternehmer diese Gesellschaft in Anspruch nehmen, die ja wohl auch erst wirklich geschaffen werden soll, so tun doch die Arbeiter und Angestellten in den Betrieben gut daran, sich bei neuen Kollegen oder Kolleginnen etwas vorzusehen.— Aber auch dem Pinkerton-Direktor wird man auf sein Handwerk sehen müssen._ Streik bei der Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren. Seit einem Jahre bemühen fitfi die Angestellten de? Nahrung?« mittelgroßhandels um den Abschluß eines Tarifvertrages. Der SÄlichiungsausschuß, der Demobilmachungskommistar und alle anderen Srellcn, die angerufen werden konnten, haben versagt. Die Angestellten obiger Firma sind daher am 17. Juni früh in den Streik getreten. Tie Kollegenschaft ist kampfessreudig und wird den ihr aufgezwungenen Kampf nickt eher einstellen, bis ihre ge« rechten Forderungen von feiten der Firma anerkannt werden. Nach uns gewordenen Mitteilungen beabsichtigt die Firma die Warenverteilung durch andere Firmen vornehmen zu lasten. Durch Inserat such» sie Streikbrecher. ES ergeht deshalb an die Auge- stellten des Nahrungsmittelgroßhandels die Bitte, diesem Kampf die größte Aufmerksamkeit zu schenken und unter keinen Ilmständeu bei dieser Firma Stellung anzunehmen. Zur Arbeitsloflgkeii im Bekleidungsgewerbe berichtet der Deutsche Bekleidungsorbeiter-Verband: Von den 334 Filialen mit 52 998 männ- lichsn und 76 713 Mitgliedern Ende 1929 berichteten im Mai 159 Filialen mit 42 668 männlichen und 69 567 weiblichen Mitgliedern, dos sind 86,6 Proz. aller Mitglieder. In 89 Filialen mit 12 423 Mit- gliedern waren weder Arbeitslose noch Kurzarbeiter. Aus 79 Fi- lialen dagegen, mit 37 198 männlichen und 62 614 weiblichen Mit- gliedern, zusammen 99 812 Mitgliedern, 2945 Mitglieder ar- b e i t s l o s, das sind 2,94 Proz.. und zwar 693 männliche(1,6 Pro- zent) und 1442 weibliche(2,3 Proz.) Mitglieder. Verkürzt arbeiteten 3267. dos sind 3,3 Proz. der Mitglieder, und zwar 1464(3,9 Proz.) männliche und 1893(2,9 Proz.) weibliche. Lercmtw, für den redalt. Teil! Tr Werner rdler, Charlottenburg: für Anzeigen: T!S. Glocke. Berlin. Verlag! VorwärtZ-Vsrlag G. IN. b. H.. Berlin. Truck! Nor- wärtS-BuSdruckerei Ii. Zerlagsanltali Banl Jinaer ct. Co.. Berlin. Linde atir. z. Hierzu 4 Beilagen. Wie befreie Ich mich von �h@ui»3ti3f�ys? Rheumaiismus und Gicht sind Stoffwechselkrankheiten. Das B ut Ist bei diesen schmerzhaften Leider nicht imstande, alle Schlacken, die aus dem Verbrennunesprozess des Körpers als Rückstand bleiben, hinwecytuspülen. Deshalb iacern sich diese Rückstände, besonders die schädliche Harnsäure, in den Muskeln und Gelenken ab Dort erzeugt sie die so schmerzhafter, und die Bewegung hindernden Gichtknoten oder rheumatischen Verdickungen. Sie sind nur dauernd zu beseitigen durch die Abtragung der Harnsäure- Ablarcrungen. Zw eekmäSig geschieht das durch die auf die alten unschädlichen und bewährten Vorschi if.en des verstorbenen Dr. med. Olaf Toft zurückgreifenden Levathol-Tabletten. Diese Levatbol Tabletten haben toigende Zusammensetzung; rad. sarsapanliae 5, amm. spiric. 5, potass jodid. s, f. leg, art tabl. 100. Dieselben sind leicht und bequem zu nehmen. Fordern Sie ausdrücklich Levatbolpräparate, weisen Sie Vach. ahmungen zurück. Levaihol ist in den Apotheken zu haben. Alleinige Faori. kanten C. F. Asche& Co.. Hamburg 19. 841/1» Große Preisermäßigung Hervorragend billige Gelegenheüsposten s a sonAusverka uf BCSfJc'ct© Batiste helle u. dunkle Färb., Mir. 685 Baumwollene Biusenflanelie wr q Sportblusen und-Hemden..................... Mir. Ö50 Bedruckte Baumwollmusseline einfache Muster................................ Mtr. Kinder-Schotten blau-grün, doppeltbreit Meter................. 1075 Kleiderstoff einfarbig gestreift, doppeltbreit, 4 rj Meter................. 1/50 Blusenflanell reine Wolle, vorzügl. Qualit., marine u. schwarz. Mtr.»�O50 Kostümstoffe versch. Ausführungen, 130 emoo breit.............. Mtr. OOMk. Gabardineiaocm br., reine Wolle, nurmarina- blau,.............. Mtr. 0/50 925 Schleisrstoff(weiß) 115 cm breit........ Mtr. 1 075 Zephir schottisch kariert, für Dirndlkleider Meter................. a&�50 Seidenkrepp bedr., 90 cm br., heller Grund /-irs m. Straublümchen, Mtr. uiOöO Bengalineseide bedr., aparte Kleidermuster. Ersatz für Fou- o« lard, 70 cm breit... Mtr. Oo50 Bedr. Seidenstoffe bastfarbig, Grund mitor- großenPunkten.... Mtr. OOMk. Reinseld. PsnllattGnurhallblauu. rosa, Mtr. 1760 RainSOid- Bisrall gestreift für Blusen, Mtr. 2250 iviepOn�iSfd aus baumwall. Krepsn, jugendl. STQ Form, schöne helle Sommerfarben................ IVlUSSelmkleid aus bedruckt baumwollenem OQ Musselin, jugendliche Form, helle u. dunkle Must. VOil-VOsle-KIeid mit Zwischensätzen In weiß"j � und farbig, Damenkleider, Blusen, Kostüme, Manteikieider, Mäntel, darunter elegante Modelle, herabgesetzt...... bis auf Mk. Morgenjacke a. Baum-or. woll-Musselin.......... CUMk. Morgenrock aus Baum--_ woll-Musselin.......... D-�Mk. Morgenrock aus Baum--.p. weil Krepp............. öyMk. Kleiderrocka.waschst. 35Mk. Kleiderrock a. schwarz- weiß kariertem Stoff... vjyMk. Kleiderrock a. reinwoll._ Q Kammgarn-Cheviot.... t)v?Mk. Unterröcke a. waschst. 24Mk. Unterröcke aus bestem__ Waschstoff, mod. Form. 2 Posten Hausschürzen ik7. aus Gingang......... Iw'O Schürzen Wienerform mit Latz und Träger, a. gemust. Kretonne O O oder Gingang....... ckS» � OU Damenstrümpfe lang, � schwarz, weiß, lederfarb. t-75 Damenstrümpfe lang, mittelstark, m. verstärkt. rr Fersen und Spitzen.../ 75 Damenstrümpfe lang, m. Doppels., Musselin,<* 8chw.,weiß,12mod.Farb. 1�-25 Damenstrümpfe lang, fein Flor, klares Gewebe, grau oder lederfarbig.. I v?50 Damenstrümpfe lang, Künste., schw., weißer. OoSO Großer Posten Damen-Kostüme einfarbige und gemusterte Stoffe Serie I jetzt 195 Mk. Serie II jetzt 390Mk. Serie Iii jetzt 590Mk Serie IV jetzt 790Mk. Sportjacke reinw. Cheviot, in versch.*qq Farben............. I OOMk. Staubmantehmpr., covertcoatfarbig... Schiüpferpaletot aus mod. Noppestoff Regenmant. impr., aus gut. gezwirnt.Co- vertcoat, in versch.•iqc Farben, mod. Form. lyOMk. 145Mk. ISÖMk- Matrosenhüte für Mädchen und Knaben.. Weiße Südwester für Backfische........ Kinder- und Backfischhüte garniert... Band römisch gestreift, ca. 8 cm breit..... Mtr. Schärpenband röm. gestr., 12 cm breit, Mtr, 675 1450 28mi(. 450 750 D i rn d I- Ki n d e r kl ei d e r m. scharze, reiche Auswahl In hübschen Mustern...... Größe 49 cm 22 Mk. Jede weitere Größe 5 Mk. mehr 1 Posten Mädchenkleider aus ge- er* mustert, gut. Waschstoff, In versch. Ausf., Gr. 60 cm%J\J Mk. Jede weitere GrfiBe 9 Mk. mehr 4 Serien Blusen Serie I a. Weschkrepp. bw. Musselin und guten Volleetoffen.l.echön. Formen u. Ausfuhr. Serie II a. gut. Wäschestoff, gestickt. Batist, Flanell u. gut. Vollvoila I. schön. Sportform. Serie III aus gutemVollvone, gemustert. Schleierstoff und Zephir, darunter m. Jabots Serie IV aus Selden-Pallstte, Cripa de chlne, Sel- denkrepp, mit Stik- kerelen u. Handstich 18 75 27 Mk. 23so 63 Mk.