Nr.2�S ♦ ZS.�ahrgang Ausgabe B Nr. 147 Bezugspreis» OlcttriJOtLSO,— M., monafU 10,— SS. fett tu«»au», voraus zahlbar, Poft- brzug: Monatlich 10,— M. ttuschl.gu- sltllungsgtbllhr, Unttr Krtuzdaud Tür Deutschland, Danzig, da« Saar» und MemelAedtst, sowie die ehemals beul» scheu Gebtete Ungarn und" WWWWW�W bestellungen nehmen an Oesterretch, Ungarn, Tschecho- Slowalet. Diine- mark. Holland, Lurembnrg, Schweden und die Schweiz, Der„Vorwärts� mit der Sonntagsbeilage„Volk und zeit", der Unter- halluagsb'ilage„Heiinwelf und der Beilage„Siedlung und �lewgartett* erscheint wochentitgitch zweimal. Sonn- tag» und Montags einmal. Teicgrannn- Adresse! «Sozialdemokrat Berlin" Abend Ausgabe � 4 Berliner VolKsblntt (20 Pfennig) AnzeigeupretS, SM achtgespalten, NonvareMezetI, fastet ifiü SR.„Alelna Anzeigen" da, fettgedruckt. Wo« Ul» SR.(zu- lässig zwei fettgedruckt» Worte), fed-e, weiter« Wort l.— SR. Stellengesuch« und Schlafftellenanzeigen da» erst« Dort l,— SR. sede» weiter» Wort «> vfg, Worte llder IS Buchstaben zahlen wr zwei Worte. Famtlien-An- zeigen für Abonnenten geil» lr- SR. Di, Breis»«erstehen stch einschließlich Teuerungszuschlag, Anzeigen für die nächst« Sfutmnrr müssen di» S Ufer nachmittag« ttn Hauptgeschäft. Berlm SW«S. Linden» Kraße Ü abgegeben werden. Geöffnet oon 9 Uhr früh bis S Uhr abends. Zcntralorgan der rozialdemokratifcben parte» Deutlcbtands Redaktion und Expedition:€0)6$, Ändenstr. 3 Rrdnktion Mprissplatz 151 M5—»7 eyctitfytepier. Morissplatz 1175S— 5ä Montag, den A7. Juni 1921 vorwärts-verlag G.m.b.H., 60) 6$, Lindenftr. 3 Ste�tfntbt-cifi�f- Verlag, Expedition und Inseraten« »yrrntyrrryer. Agteiiintg Moritzplatt 11753-51 Unzufriedenheit mit Sforza. In Deutschland steht man dem italienischen Außenminister Sforza nur mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Die Art und Weise, wie er die o b e r s ch l e s i s ch e Frage unter Umgehung des Abstimmungsergebnisses zu lösen ver- suchte, hat aufs äußerste befremdet. Dieser schlechte Eindruck konnte auch durch seine Erklärung in der Kammer, das ober- ?chlssische Problem sei ein Problem der Gerechtigkeit für all e, nicht verwischt werden. Hier stehen sich Worte und Taten entgegengesetzt gegenüber. Auch vermißte man in seiner Rede(es sei denn, daß der übermittelte Auszug den betreffenden Absatz nicht enthielt) einige warme Worte an die D e u t s ch e n, die durch die Grenzregelung in Süd- t i r o l zu Italien gekommen sind. Sie haben immerhin vier Vertreter im italienischen Parlament. Nach all dem war es recht interessant zu erfahren, wie sich die italienische Kammer zu der Außenpolitik Sforzas stellt. Es war schon vorher bekannt, daß man mit seiner Außenpolitik in Frankreich zufriedener war als in Italien selbst. Die Kammerdebatte mußte ergeben, wie st a r k die Unzufriedenheit mit Sforzas Politik ist. Die Abstimmung über das Miß- trauensvotum des gemäßigten Sozialisten Turati klärte die Situation blitzartig auf. Es zeigte sich, daß die Opposition gegen Sforza fast ebenso stark ist wie die Zahl derer, die seiner Außenpolitik noch zu folgen vermögen. Man darf annehmen, daß sich die Opposition gegen Sforza persönlich wandte, dessen politische Haltung in letzter Zeit kaum immer in Ueberein» ftimmung mit dem offiziellen Italien stand, und daß sie sich vor allem gegen Sforzas Vorschlag in der oberschlesischen Frage richtete, der durchaus nicht dem entspricht, was Sforza selbst die«Gerechtigkeit für alle" nannte. Schwache Kammermehrheit für Sforza. Rom, 27. llunl.(DIL.) 2a der Sammer brachten nach Abschluß der Debatte über die Antwort aus die Thronrede Turati (gem. Soz.) und Genossen folgende Tagesordnung ein: Die Kammer erklärt sich entschieden als Gegner des Pro« gramms und der Haltung der Regierung sowohl in der Außen« Politik wie in der llnnenpolittk, in der Mrtschasts« und Sozial« Politik und geht damit zur Tagesordnung über. Giolltti lehnte diese Tagesordnung ab. 2hr erster Teil bis einschließlich der Worte«in der Außenpolitik" wurde mit 234 gegen 200 Stimmen bei sechs Stimmenthaltungen abgelehnt, der zweite Teil wurde mit großer Mehrheit durch Handaufheben abgelehnt. Rom, 27. Juni.(MTB.) Nachdem Gras Sforza in seiner Rede in der Kammer das oberschlesifche und das Orientproblem be- sprachen hatte, dementierte er, daß Montenegro in Rapallo ein Tauschobjekt war, und erklärte, daß weder in Rapallo noch sonstwo seither die montenegrinische und di« albanisch« Frage erörtert worden sei. Sforza sprach dann über F i u m e und sagte, daß das Ueberein» kommen mit Südflavien als ein Meilenstein auf dem Wege zur voll- standigen Pazisizierung angesehen werden könne. Sforza recht- fertigte sodann die Einbeziehung oon jenseits der Alpen- grenze wohnenden S l a o e n in Italien und schloß: Unsere Söhne werden uns dankbar sein, denn wir haben dem innerhalb seiner natürlichen Grenzen wiedervereinigten und freien Italien einen Frieden gegeben, der diese italienischen Ideale befestigt, das uns Stärk« gegenüber den führenden Riesenmächten gibt, die sich in die 5)errschaft über die Welt teilen. Die Politik der sozialistische« Fraktion. Rom, 27. Juni.(EP.) Der gemäßigte Sozialist Turati wurde in der Kammer mit großer Aufmerksamkeit angehört und fand bei allen Parteien Beifall, als er dem Wunsch Ausdruck gab, daß sowohl die Sozialisten als auch die F a s c i st e n die gegenseitigen blutigen Kämpfe einstellen, um dem Lande eine ruhigere Entwicklung zu geben, damit ihm trotz der Handels- und Jndustriekris« bessere internationale Verhältnisse gesichert würden. Bezüglich der etwaigen gelegentlichen Mitarbeit an der Regierung begnügte sich Turati mit einer flüchtigen Andeutung, dagegen stellt« er ein Zusammenarbeiten der Sozialisten mit der katholischen Volkspartei in Aus- ficht. Diese Erklärung gilt als um so bedeutungsvoller, als auch der Redner des Zentrums den Soziallsten entgegengekommen war. Giolltti erklärte in Erwiderung auf die Ausführungen der vorhergehenden Redner, nach dem Proportionalwahlsystem müßten die Ministerien aus Männern mehrerer Parteien zusammengesetzt sein. Zweimal habe er in der Vergangenheit die Sozia- listen aufgefordert, an der Regierung teilzunehmen: wenn in der Zukunft ein Abkommen mit den Sozialisten zustande käme. so würde es auf einer fest umschriebenen Grundlage sein. Was die äußere Politik anbelange, so schließe er sich den Erklärungen des Grafen Sforza an. Er glaube, man müsse die in den angegliederten Provinzen in Kraft befindliche Autonomie bei- behalten. Die Regierung werde die nationale Produttton fördern, indem sie ihre Absatzmärkte im Auslande suche. Giolittt hob dann die Notwendigkeit hervor, Ersparnisse zu machen, erklärte, daß der S t r e i k der öfsentlichen Dienste ein Derbrechen sei, das unter das Strafgesetz falle, und sprach schließlich die Hoffnung aus, daß der Kampf zwischen den Parteien ein Ende nehmen werde dank der stiedensttstenden Eintracht aller.(Beifall.) Herabsetzung üer amerikanischen �trmee. Pari«, 27. Juni.(EE.) Der amerikanische Staatssekretär für Kriegsangelegenheiten kündigt offiziell an, daß die amerita- nifche Rheinarmee am 1. Oktober von 12 000 auf v S 0 0 Mann verringert werden solle. Diese Herabsetzung sei durch die Entscheidung des Kongresses bedi-'gt, wonach die Truppenzahl des amerikanischen Heeres auf IS!) 000 Mann herabzubringen fei. Be» kanntlich war die amerikanische Rheinarmee ursprünglich auf eine Stärke von 8000 Mann vorgesehen. Sperrung üer Nheinschiffahrt. Weil Foch manövriert. St. � Goar. 27. Juni.(TU.)(„Frankfurter Zeitung".) Die > Pioniertruppen der französischen Rheinarmee halten vom 1 l). b i s 2 3. A u g u st bei St. Goar Uebungen ab. Für bestimmte Tage ist die Rheinschiffahrt wegen der Uebungen gesperrt. Die Schiffe und Schleppkähne müssen auf der Bergfahrt mindestens einen Kilometer unterhalb und bei der Talfahrt mindestens zwei Kilometer oberhalb der Uebungsstelle vor Anker gehen. Ententenote an Ungarn. Wien, 27. Juni.(TU.) Wie aus parlamentarischen Kreisen i mitgeteilt wird, haben die Ententemächte an Ungarn eine ! N o t e gerichtet, in welcher die«ingarische Regierung aufgefordert wird, darauf zu achten, daß bei der Mumung des w e st u n g a- rischen Gebietes, das Oesterreich zugesprochen ist, keinerlei Ausschreitungen stattfinden. In der Note wird Ungarn gewarnt, einen etwaigen Versuch, sich der Vollziehung des Friedensvertrages von Trianon zu widersetzen, zu unterstützen. Oesterreich wird oon der Entente aufgefordert, einen Vertreter für die Grenzfestsetzungs kommission in Westungarn namhaft zu machen. Englisch-irische verhanülungen? London, 27.Juni.(Reuter.) Lloyd George hat an den Präsidenten der Irischen Republik D e r a l e r a ein Schreiben ge- richtet, in dem Devalera und seine Parteigenossen unter Gewährung steien Geleites eingeladen werden, nach London zu kommen, um dort mit dem Premierminister von Nordirland, Sir James Eraig, jede Möglichkeit emer Lösung der irischen Frage zu prüfen. Das Schreiben fügt hinzu, die britische Regierung sei von dem heißen Wunsche beseell, den verderblichen Streit zu beenden, der Jahrhunderte lang die Beziehungen zwischen den beiden Ländern England und Irland verbittert, die in nachbarlicher Harmonie leben sollten, und deren Zusammenarbeiten so bedeutungsvoll sein würde nicht nur für das britische Reich, sondern auch für die gesamte Menschheit. Griechenlanü will üen Krieg. Pari». 27. Juni. Griechenland hat den Alliierten mitgeteilt, es könne die Offensive in Kleinasien nicht mehr aufschieben. Die ablehnende griechische Note drückt den Dank für die Bemühungen der alliierten Mächte aus, weist aber ihre Hilfe höflich und bestimmt zurück. Es wird auf die militärische Notwendigkeit und die Rechte de» griechischen Volkes in Kleinasien hingewiesen. „Times" meldet aus Athen, daß di« gesamt« griechische Presse ohne Unterschied der Parteien die ablehnende Haltung der griechischen Regierung in der Frage der Vermittlung der Alliierten in dem griechisch-türkischen Konflikt billigt und unterstützt. Wahl zum Reichsrat. Siel, 27. Juni.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Am Sonnabend nachmittag nahm der Provinzialausschuß für Schleswig- Holstein die Wahl des Reichsratsabgordneten vor. Gewählt wurde der ehemalige nationalliberale Landtagsabgeordnete Brauereibesitzer Dr. Schiff er er und als sein Vertreter der Landwirt Tön« n i e s» Garding-Land. Beide gehören der sogenannten„Wieder- aufbaupartei" an, di« über die gesamten bürgerlichen Stimmen des Provinzialausschusses verfügt. Sie erhiett 6 bürgerliche Stimmen. Auf unseren Genossen Brecour und als dessen Vertreter Ge- Nossen Scheibe! entfielen 4 Stimmen. was man im Rheinland nicht lesen darf. Die Rheinland- kommission Hot die Zeitschrist„Der wahre Jakob" vom 20. Juni ab auf drei Monate für die besetzten rheinischen Gebiete verboten. Krieg zwischen Rußland und Zapon? Der„Daily Telegraph" meldet, daß Tschitscherin den Kriegszustand zwischen Ruß- l a n d und Japan erklärt habe.— Die Sowjetregierung beschul- digt bekanntlich die japanische Reoierung, den Eroberer oon Wladi- 1 wostok S c m e n o f f, der in Sibirien eine östliche Republik er-! richten will, unterstützt zu haben. Praktijcke Folgen würde diese i Kriegserklärung, wenn die Nachricht richttg fein sollte, zunächst! kaum haben. Hüter der Goldwerte. Helfferich und Westarp. Die Nachricht, daß man sich im Reichswirtschaftsmilliste- rium mit einem Plan beschäftige, den Besitz in neuen For- men zur Erfüllung der Reparationspftichten mitheranzuziehen, hat in der D e u t s ch n a t io n a l e n Partei sofort den Zu- stand höchster Alarmbereitschaft hervorgerufen. Die Presse signalisiert„Gefahr im Verzuge". Und als erste der ange- rufenen Hilssmannschaften sehen wir, Vorbilder musterhafter Pflichterfüllung, die Führer selbst herbeistürzen und vor den Toren des gefährdeten Heiligtums Posten beziehen: W e-st a r p rechts, Helfferich links. Lieb Vaterland, mägst ruhig sein, fest steht und treu die Wacht— aber wo? Wenn man jetzt liest, wie Graf Westarp in Skr„Kreuz- zeitung", Helfferich in der„Deutschen Tageszeitung" mir einer wahren Wut losstürzen, um den Gedanken der„B e- steuerung der Goldwerte" schon im Keim zu ersticken, so wundert man sich doch ein weM fist« eine sdlche Sorte von Führerschaft. Weniger wäre virtleicht in diesem Fall mehr gewesen, eine gewisse vornehme Zurückhalkung, die Wabrung eines Scheines von Objektivität hätte wsshlange- standen. Die Deutschnationale Partei besteht doih schließlich nicht aus lauter Leuten, die Ursache haben, nervös ju werden, wenn von einer Besteuerung der Goldwerte isie Rebe ist. Wir sehen vielmehr mit Bedauern im Anhang dieser Partei Lohn- und Gehaltsempfänger aller Art, denen es mit ihrer nationalen Gesinnung ernst ist und die noch immer des naiven Glaubens sind, Vaterlandsliebe fei am meisten dort vorhanden� wo man am lautesten von ihr spricht. Die Gutgläubigen könnten jetzt sehr leicht dazu kommen, ihre Ueberzeugung zu revidieren, wenn sie merken, mit welchem unanständigen Uebereifer sich die deutschnationalen Führer den Jnter- essen des Besitzes zur Verfügung stellen. Ueber die Besteuerung der Goldwerte oder die Beteiligung des Reichs am wirtschaftlich werbenden Vermögen ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, ein Entwurf liegt noch nicht vor, jede Kritik an Einzelheiten ist also verfrüht. Aber der Grundgedanke ist zweifellos gesund, so gesund, daß es auch den beiden starken Mänttern der Deutschnationalen Volkspartei nicht gelingen wird, ihn mit ihren Propagandakeulen totzuschlagen. Es ist zweifellos richtig, daß von der allge- meinen Volksverarmung, den Folgen eines verlorenen großen Krieges, diejenigen Kreise am allerwenigsten betroffen sind, die Grund und Boden, Gebäude, Maschinen und sonstige Werte, die jederzeit in Gold ausdrückbar sind, in ihrem Besitz haben. Der Wert dieses Sachvermögens ist durch den Krieg nicht vernichtet, er steigt und muß weiter steigen in dem Maße, in dem sich der Bedarf nach Erzeugung neuer Güter sühlbaq macht und die Reste der Zwangswirtschaft mit ihrer künst-- lichen Niederhaltung der Preise verschwinden. Eine Beteiligung des Reiches an diesen Vermögen und-, ihrer vorauszusehenden Wertsteigerung hat nicht nur den Vor- teil, die laufenden Einnahmen zu vermehren, sondern sie schafft dem Reich auch Reserven, auf die im äußersten Notfall zurückgegriffen werden kann, um eine Stockung im Zahlungs- dienst zu vermeiden. Das Bestreben der deutschnationalen! Führer scheint freilich nicht darauf hinauszugehen, eine solche Stockung zu vermeiden, sondern vielmehr darauf, sie sobald wie möglich berbeizuführen. Es würde wesentlich zur Klärung beitragen, wenn sich die beiden Herren einmal deut- lich darüber aussprechen wollten, welche Dortiele sie vom Ein- tritt dieses Ereignisses für unser Land erwarten. Meinen sie, es sei besser, wenn sich die Gläubiger von Deutschland nehmen, was sis sselber wollen und was ihnen am besten ge- fällt, als wenn Deutschland selbst im äußersten Notfall die Werte auswählt, die es ihnen noch am ehesten geben zu- können glaubt? Graf Westarp schreibt in der„Kreuzzeitung*: Es handelt sich um den Raub des deutschen Nolk-svermögSsis und Betriebskapitals durch die zur Vernichtung Deutschlands und zur Versklavung des deutschen Volkes nach wie vor fest entschlossenen Feinde. Die Vollziehung dieses Raubes aber bezeichnete man als die Heranziehung der Goldwerte. Dazu ist sachlich zu bemerken, dasi ttiemanZ tftiffn denkt, die zu schaffenden Reichsanteile einfach der Entente auszu- liefern. Das Ziel ist selbstverständlich, die Ansprüche der Gläubiger aus laufenden Einnahmen zu beftiedigen. Es kann jedoch ein Augenblick eintreten, in dem zu überlegen ist, ob das Reich einen Teil seines Anteils am Volksvermögen flüssig machen soll, um eine Zwangsvoll st reckuna zu vermeiden, oder ob es besser ist, diese Zwangsvollstreckung über sich ergeben zu lassen. Vielleicht wird man in einer solchem Lage es doch vorziehen, den Reichsanteil mit einer Anleihe zu belasten, als sich ganz der Willkür und Gnade von Gegnern auszusetzen, die nach Westarp„zur Vernichtung Deutschlands und zur Versklavung des deutschen Volkes nach wie vor fest entschlossen sind". Gerade wenn man die Absichten der Gegner so einschätzt, wie es Graf Westarp tut, wird man tum deutschen Volk mit Einschluß seiner besitzenden Klassen die allergrößten Opfer zumuten müssen, um jen«Vernichtungs- absichten zu durchkreuzen. Die Richtigkeit dieser Auffassung müßte selbst von denen zugegeben werden, die ihre deutschnationale Gesinnung mit einem Rest von Ueberlegung zu vereinigen wissen. Denn die reale Macht des Deutschen Reichs kann unmöglich dadurch ge- stärkt werden, daß man das Reich so rasch wie möglich zah- lungsunfähig mycht und den Feinden, die doch auf den Augen- blick dieser Zahmngsunsähigkeit lauern, um� ihren Vernichtungswillen ungehemmt zu betätigen, das Spiel erleichtert. Objektiv läuft die sogenannte deutschnationale Politik, die dem Reich die Mittel zur Herstellung seiner Zahlungsfähigkeit ver- weigert, geradezu aus Landesverrat hinaus. In der„Deuischeti Tageszeitung" sucht H e l f s e r i ch den Grafen Westarp cm Demagogie noch zu übertreffen, indem er »versichert, die Heranziehung der Goldwerte bedeute gar nichts anderes als„radikale Durchführung des k o m m u n i st i s ch e n Expropriationsprogramms". Selbst den An- hängern des Herrn Helfferich dürfte es schwer fallen, bei diesem Versuch, die gegenwärtige Reichsregierung als Untergebene der KPD.-Zsntralc hinzustellen, noch einigermaßen ernst zu bleiben. In solcher Weise dem Instinkt der besitzenden K l a s s e n die Zügel schießen zu lassen, der m jedem Anspruch des Reichs auf ihre Finanzkraft schon„Kommunismus" oder „Bolschewismus" sieht, ist für den Führer einer politischen Partei doch etwas unvorsichtig. Und komisch geradezu wirkt es, wenn die beiden deutschnationalen Helden, die so freigebig in der Verwendung irreführender Schlagworte sind, dem Reichskanzler und dem Reichsschatzamt vorwerfen, s i e führten ihren Kampf mit bloßen Schlagworten. Die Sache liegt eben gerade umgekehrt. Jede ihrer Ver- antwortung bewußte Regierung wird ihr Aeußerstes leisten müsien, um von Deutschland die Gefahren abzuwenden, die ihm von der Nichterfüllung seiner auswärtigen Vervflichtungen drohen. Keine wird aus Angst vor dem Geldsack und der demagogischen Propaganda, die dieser zu seinem Schutze führen kann, von einer ernsten Inanspruchnahme der besitzen- den Klassen- zurückschrecken dürfen. Die Beteillgung des Reichs am prioatwirtschqstlichen Volksvermögen ist eMe im Reichs- und Volksinteresse nicht zu vermeidende Naturnotwendigkeit. Ueber die Art ihrer Ausführung wird noch zu sprechen sein. Diejenigen aber, die diesen Gedanken von der Schwelle ab- weisen und ihn durch verlogene Schlagworte wie„Raub zu- gunsten der Entente" oder„kommunistische Expropriation" totzuschlagen versuchen, haben kein Recht mehr, sich national zu nennen. Eine Partei, die in der höchsten Not des Landes nur daran denkt, sich bei denen Liebkind zu machen, die haben aber nicht geben wollen, mag sich selber eine„Äolkspartei" heißen, sie zieht einen Trennungsstrich zwischen sich und dem Volk. Der Name„Deutschnationale Volkspartei" ist eine doppelte Lüge. Wir können es nur be- grüßen, wenn die Führer diefer Partei durch ihre blindwütige Verteidigung des Geldsacks selber diese Lüge entlarven und unschädlich machen. Der Reichsregierung aber wünschen wir, daß sie mit�Klarheit und Festigkeit das gesteckte Ziel weiter verfolgen möge. Denn nur wenn es gelingt, mit dem schlimm- sten inneren Feind, der landesverräterischen S e l b st s u ch t, fertig zu werden, wird die sittliche und ma- tertelle Wiederaufrichtung möglich sein! Ein unveröächtiger Zeuge. Wie wir bereits im Gemerkschaftsteil meldeten, ist der Vorsitzende des Buchbinderverbandes, Zahlstelle Berlin, P e- ter Kaspar, aus der Kommunistischen Partei aus- geschlossen worden, weil er deck Gewerkschaftsaufruf mit unterschrieben hat, der die Vorgänge im Gewerkschaftshaus anläßlich der Arbeitslosendemvnstration verurtellt. Das Ver- hasten Kaspars hatte seinen guten Grund. Er ist nämlich Augen- und Ohrenzeuge der Vorgänge gewesen und wußte, daß die Darstellung der„Roten Fahne", wonach die Gewerkschaftsbeamten die Arbeitslosen angegriffen haben sollen, eine einzige große Lüge war. Kaspar scheint nun noch nicht so weit in die kommunistische Lehre eingedrungen zu sein, um zu wissen, daß ein Mitglied der VKPD. verpflichtet ist, das Blaue vom Himmel herunter- zuschwindeln, wenn es die allmächtige Zentrale befiehlt. Er hatte sogar die Nawstat, der„Roten Fahne" einen wahrheits- gemäßen Bericht über die Vorgänge zur Verfügung zu stellen und dessen Abdruck zu verlangen. Natürlich hat die „Rote Fahne" diesen ihr bereits am 23. Juni eingesandten Bericht bis heute unterdrückt. Der Bericht erscheint nun in der„Frecheit". Der Bericht geißelt erst die Verlogenheit der„Roten Fahne", brandmarkt den Kampf der Arbeiter gegen Arbeiter und führt dann zur Sache folgendes aus: Die Angestellten der Gewerkschaften haben die Arbeitslosen nicht überfallen. Der behauptete Unsinn, daß Sabath und die anderen„Gewerkschaftsbonzen" mit Essenstangen, Gummi- knüppeln und dergleichen auf die Arbeitslosen eingedrungen feien, wird ja bald von der Untersuchungskommifsion als Schwindel entlarvt werden. Sabath hat, als er sich an das Tor des Gewerk- schaftshauses stellte, nicht auf die Arbeitslosen eingehauen, wohl aber haben die Arbeikslosen ans ihn und die anderen Gewerkschaflsangestelllen, die um Sabath waren, zugeschlagen ünd versucht, ihn in den Saal des Gewerkschaftshauses zu schleppen. Mitglieder der Gewerkschaften und Angestellte der Verbände— es waren vier oder fünf Personen— suchten Sabath in den Räumen des Restaurants in Sicherheit zu bringen. Datz ein Gewcrkschaftsangestellter von der Schußwaffe Gebrauch machte, muß unwahr sein. Nach meinen Beobachtungen und nach über- einstimmender Aussage aller im Gewerkschaftshaus angestellten Kommunisten ist ein Schuß überhaupt nicht gefallen. Mit Demo- lierungen im Restaurant und mit rohen Gewaltakten gegen Angestellte gingen zweifelhafte Elemente der De- monstrcmten vor, so daß auch Genossin R o s i W o l f st e i n, die auf die Demonstranten beruhigend einwirken wollte, am Sprechen verhindert, als„alle hexe" bezeichnet und selbst bedroht wurde. Ein VKPD.- Genosse und Angestellter des Zimmerer- verbände?, der ebenfalls beruhigend auf die Demonstranten ein- wirken wollte, auf die notwendige und schwere Arbeft der Kommu- nisten in den Gewerkschaften hinwies und zum Beweis die„Rote Fahne" nannte, die doch immer schreibe, daß man in den Gewerk- schaften bleiben und arbeiten müsse, erhielt zur Antwort:„Ach was, scheiß auf die„Bote Fahne" und gleichzeitig Faufischläge Ins Gesicht und aufs Auge, so daß noch jetzt Beulen und blutunterlaufene Stellen ums Auge sichtbar sind. Wie bei diesen„schlagfertigen De- backen" im Hofe, so zeigte sich euch im Großen Saal des Gewerk- schaftshauses die Parole:„Nieder mit den Gewerkschaften",„Her- aus aus den Gewerkschaften",„Schlagt die Bonzen nieder". Ich suchte mit der Genossin Rosi W o l f st e i u im Hos und auch im Saal vergebens nach einem verantwortlichen Führer der Arbeitslosendemonstration, nach einem Mitglied des Komitees der Erwerbslosenräte, welches doch zur Demon- stration aufgerufen hatte. Es sprach im Großen Saal, wer Lust hatte und leitete die Versammlung, wer wollte. Einige der Sprecher redeten wie Spitzel und Provokateure und hängten sich zum Teil das Mäntelchen der prinzipiellen Einstellung der KAPD. um,„Nieder mit den Gewerkschaften". Von anderen Rednern vor- getragenen sachlichen und vernünftigen Erwägungen fanden keinen sonderlichen Beifall, während die Kraftworte von Setly Gnttnmnn. welche von der Besetzung des Gewerkschafteshauses, dem Herunter- holen der Bonzen sprach, im Anschluß daran von der Betriebsbe- setzung faselte, mehr Anklang fanden. Es wurde dann auch aus der Mitte der Bersammlung F i ch t m a n n und Ketty G ni t- mann zusammen in eine Kommission gewählt, welche den Allgemeinen Dousschen Gcwerkschaftsbund zur Bersammlung und zum Sprechen bringen sollte.-H i ch t m a n n und Guttmannl das ist eine Programmeinstellung der„Roten Fahne" bei dieser Arbeits- losendemonstration und wie sie auch anscheinend unser Bezirksver- band Berlrn-Brandenburg gehen will, die ich als unverant- w o r t l i ch bezeichnen muß und unter keinen Umständen mitzugehen gewillt bin. Der größte. Teil der gewerkschaftlich organisierten Kommunisten und alle, welche diese letzten Porgänge mit erlebt haben, werden mit mir der gleichen Meinung sein; und bei diesen Vor« gängen, welche in ihrer Auswirkung schlimmer find als die März- aktion dieses Jahres, den Mund zu halten und Disziplin zu üben, wäre Verbrechen an den Interessen des Proletariats und ver- rat am Kommunismus. Peter Kaspar. Das 51. TonkünftlSLfest zu Nürnberg. Die alle deutsche Kunssstadt Nürnberg halle eine Woche lang, vom 13. bis IS. Juni, eine große Zahl deutscher Musiker bei sich zu Gast, die zusammengekommen waren, um den Uraufführungen der vom Allg. Deutschen Musikverein ausgewähllen Werke bei- zuwohnen. Von unbedeutendem Musizieren in verallcten Stilen an, über Gegenwartsmusik hin bis zu anscheinend dauernd wert- vollen Werte war alles vertteten. Fritz Brandt genügte sich in seinem Streichquartett im Romanti/Sfstil des vorigen Jahrhunderts, H. K. Schmid hauchte seinem Werts, einem Bkaserquartett, noch manchen Liebreiz, manche Originalität zu allem, verbrauchtem ein, Heinz Pringsheim arbeitete formctl geschickt mit schon wieder überholten neuen Klängen und fügte sie zu ejnem Rondo in A-Dur für kleines Orchester zusammen: Max Etting er sucht das Licht im Osten und hielt die Trinksprüche des Omar Chajjam für die„Weishett des Orients", wie er sein großes Werk für Chor, Soli und Orchester nannte. Die Musik ist philosophisch, ernst und sucht sich weitgehend in den Text einzufühlen, ist aber ohne Erfindung. Otto Taub- mann versetzt den Urteilenden in einen starken menschlichen Kon- flikt, weil in seiner Symphonie, Op. 31, das gewollte Pathos, der Ernst der Persönlichkeit und die programmatische Idee, das große technische Können in tragischem Widerspruche zu der Musikalität, der formalen Konzeption, stehen. Das Werk wirkt unendlich lang. Denselben Kriterien unterliegt die Oper Max W o l f f s:„Frau Berthes Vespergang", ohne aber noch von dem Werte einer Per- sönlichkeit zusammengehalten zu werden. Die Gegenwart zeichnet sich aus durch das Streben, irgendeinen tiefwurzelnden Schmerz durch Gestaltung zu überwinden, sich einer unnennbaren Sehnsucht hinzugeben. Karl Solomon vertonte Verse des Michelangelo für Orchester und Bariton und lieh deren Schmerzausdruck als solchen bestehen, ohne wie Hugo Woff es in seinen Liedern tun muß: Das Lied irgendwie durch die Musik metaphysisch zu erlösen. Ernst K o s ch e n e k steht mit seinem Streichquartett mitten in der Zeit. Aus einem Motiv heraus ge- stalten sich schreiende chromattsche Themen, neues Wollen einer formalen Einheit steht vor uns. Im Schlüsse geht seine Musik in Religion über: Völliges Aussuchen der Bewegung. Sonderbar schmerzvoll umgebogen iss das Thenia der„Ouvertüre zu einem heiteren Spiel" von Jos. R o s e n st o ck, einer flotten, sehr geschickt instrumentierten Arbeit.— Unserer Zeit steht wjeder eine Insel offen: Poesie des Märchens und Lyrik der Dämmerung. H. Sthamer umwob Strindbergs„Schwanenweiß" mit Musik, voll Stimmung uich Klang. Neues in ihrer Art boten die Männer- chvre von E. JÄndvai auf Texte des Arbetterdichters Karl Brö- ger in ihrer polyphonen Gestattung trnd tiefen Raturstimmung. Aufführung und Komponist fanden großen Beifall. Die Haupterfolg« des Festes errangen Heinrich Kamin sti und Wilh. Petersen. Petersen stellte mit seiner dreisätzigen C-Moll-Symphonie fein aus tiefstem Grunde geschöpftes Werk vor den Hörenden. Auch hier überwälligt der Schmerz immer wieder den in sich Geschlossenen, und die Musik scheint an irgend etwas Rätselvolles, Vergessenes zu mahnen. Erster und zweller Satz bilden eine starke Einheit, der zur Erlösung führende dritte be- friedigt nicht ganz. Petersen vereinigt in seinem Werk« das In- tellektuelle des polyphonen Hörens mft der sinnlichen Schönheit des Klanges. Der Erfolg war ein ganz spontaner. K a m i n s k i s 63. Psalm geht den Worten folgend von tiefftem Leid zu jubelnder Freude. Die Musik ist rein linear, von großem Adel der Linien, überwältigend im Aufbau. Sein Schaffen ist Vision, die jeden fort- reißt. Dies bestätigte der außerordentliche Erfolg. Mit diesem Werk ward das Fest würdig beschlossen. Außer den Dirigenten: Rob. Heger und Aug. S ch a r r e r, die in diesen Tagen Gewaltiges leisteten, gebührt der Dank der Besucher wie der Komponisten ebenso der trefflichen organisatorischen Tätigkeit von Ferd. Meister. E. Doflein. Eine Akademie für(Esperanto! Die französische Akademie der (Naturj-Wissenschaften hat sich zu der Frage der Einführung einer Welthilfssprache geäußert. 21 von 40 Mitgliedern haben eine Kundgebung erlassen, in der es u. a. heißt: In der Ueberzeugung, daß die Ausnahme der Hilfssprache Esperanto in die internationalen Beziehungen vom Gesichtspunkte des Forsschrittes der Wissenschaften und ihrer Anwendungen Folgen von unermeßlicher Bedeutung nach sich ziehen würde, drücken sie den Wunsch aus, daß 1. der Unterricht in dieser Sprache, einem Meisterwerk der Logik und Einfachheit, wenigstens wahlweii? in die Programme der naturwissenschaftlichen Klassen aller Schulgattungen aufgenommen werde. 2. Esperanto bei internationalen Kongressen als amtliche, den Nationalsprachen gleichberechtigte Sprache zugelassen werde. 3. Die Aufmerksamkeit der Leiter der naturwissenschaftlichen Berlage auf die Bedeutung dieser Sprache hingelenkt werde. 4. Von nun ab die Männer der Wissenschaft und der Technik sich darauf vorbereiten, Esperanto bei ihren Beziehungen zu ihren ausländischen Fachgenossen zu verwen- den. 5. Ein Ausschuß niedergesetzt werden möge, der die Wörter- bücher für die reinen Naturwissenschaften vorbereite und ausarbeite, und daß die Vereine der Techniker veranlaßt werden, für ihre Fächer dasselbe zu tun. Das neue Spieljahr der Volksbühne. Wer Mitglied der Volks- bühne bleiben will, muß in diesen Tagen seine Mitgliedskarte zum Umtausch abgeben. Vorstand und Künstlerischer Ausschuß der Volksbühne hoffen, den Mitgliedern im kommenden Spieljahr ein im allgemeinen besseres Repertoire bieten zu können als bisher. Auf die weitere Inanspruchnahme des Friedrich-Wilhelnsstadtischen Theaters und des Da Kaspar nLht de» Muni, halten wollte, st, Hot khm die VKPD. den Mund verschlossen. Er wurde nämlich ailS- geschlossen, ohne auch nur angehört zu werden. * Die„Rote Fahne" veröffentticht an ihrer Spitze einen Aufruf der kommunistischen Gewerkschaftszenttale an die Berg- vrbeiter, über den Kops der Gewerkschaftsleitung hinweg in einen zweitägigen Sympathiestreik für die englischen Bergarbeiter einzutreten. Natürlich geht es den Kommunisten nicht um die Sympathie- kungebung für die„menschewistischen" englischen Grubenproletarier, sondern um die Sprengung der deutschen Bergarbeiter gewerkschafken und um die Enkfachnng außenpokittscher Konflikte durch Nichtein- Haltung der deutschen Kohlenlieferungspflicht. Es kracht weiter» Während mit dem Fall Peter Kaspar sich eine Spaltung zwischen der VKPD. und ihren gewerkschaftllch tätigen Mitgliedern ankündigt, zeitigt auch der„Fall Leoi" neue Zersetzungserscheinun- gen. Die Zentrale hatte oeglaubl, mit dem Ausschluß Levis und der Begnadigung oer übrigen Sm-b-r eme Ausdehnung dieses Spalls oerhindern zu können' Dcch livK geschlossen, tut er sich von neuen, auf. Die Reichstagsatgeordneten der VKPD. Däumig, Düwell, Geyer und Adolf Hokimann haben nämlich zusammen mit Paul Lern eine A n f r a g e im Reichstag unterschrieben. Die Zen- trale erblickt dorm die„herausfordernde Absicht einer Gruppe mißvergnügter Intellektueller"(Adolf Hoff- wann, wie wird Dir bei der Abstempelung zum Intellektuellen?!), die Beschlüsse der Partei„mit Füßen zu treten". Sie hat daher ein Beschwerdeschreiben an die Reichstagsfraktion der VKPD. gerichtet, in dem dos Derhalten der Genannten„als absichtliche Betonung der S o l i d a r i t ä t wll einem ausgeschlossenen früheren Parteimitglied" getadell wird.. Diese Sache ist nur ein Symptom. Wie die„Rote Fahne" be- hauptet, planen Leoi und seine Leute einen oranisierten Bor- stoß gegen die Leitung der Partei. Die„mißvergnügten Intellek- wellen" erdressten sich sogar, in Levis Zeitschrift, diesen„Reuen Sozialistischen Monatsheften", regelmäßig mitzuarbellen, während sie einer Aufforderung der Parteileitung, für die offizielle Zeitschrift der VKPD., die„Kommumsttsche Internationale", zu schreiben, nicht nachgekommen. sind. Die„Rote Fahne" kündigt s ch.ä r f st e n K a m p s an. Die VKPD. sei keine menschewsstische Or- ganisation, die zu feige wäre, vorhandene Gegensätze auszutragen. Bon der Zentrale der VKPD. oerlangt die„Rote Fahne" den Dssziplinbruch der vier Abgeordneten„In gleicher Weise beantwortet wie den Diszipllnbrnch Levis". Also weiterer Herausschmiß! Saperische Sozialiftenhatz. München, 27. Juni.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) In Bayern geht die Hetze gegen alles, was sozialistisch ist, durch Staatsbehörden und Presseorgane unverdrossen wei- ter. Die„Münchener Neuesten Nachrichten" bringen täglich einen Leitartikel des Hauptschriftstellers mir unerhörten Angriffen gegen die sozialssüsch« Wellanschauung, Wirtschaftspolitik und die Person- lichtesten der bayerischen Soziallstenführer. Der angeblich verbotene, aber unter Genehmigung der Polizeidirektion in em andersbetttelles Antssemitenblatt umgewandelte„Völkische Beobachter" bringt ein unglaubliches Pamphlet über den Ge- nassen Saenger, den es zu einer„Mischen Sängerin" des Hoftheaters m Verbindung fetzt und zum Neurastheniker stempell. Das bayerische Voll habe letzten Endes die„Skandale der beiden Liebenden" zu bezahlen. Die berühmte Esserfuchtstat, die auch im Fall bereits herbeigeschwindelt wurde! Das Bezirksamt Sonthofen verbietet dem Reichstags- abgeordneten Genossen Gruner die Abhaltung eines Bortrages mft dem Thema„Reichspolitik und Eintritt der Sozialdemokratie in den Reichsrcgierung" für den Fall, daß der Bortrag eine direkte oder indirekte Verdächtigung der bayerischen Regierung enthalte, an der Ermordung Gareis mitschuldig zu fein. So bewesst die Regierung Kohr ihre„Unschuld" und ihr gutes Gewissen! « Wie das„Kölner Tageblatt" meldet, ist Lcmdrat Schell er. bisher kommissarisch im preußischen Ministerium des Innern tätig, zum preußischen Gesandten in München ernannt worden. Theaters des Westens ist verzichtet worden. Dagegen wird in der nächsten Spielzeit m weitgehendem Umfange den Mitgliedern das W.a lhalla-Theater erschlossen werden. Dort wird eme neue Direktion ein Reperwire von Spielopern und klassischen Operetten pflegen. Die Lettung der Bolksbühne hat sich einen starken Emsluß auf den Charakter der Aufführungen ausbedungen. Bor allem aber sollen im nächsten Spielplan auch schon Vorstellungen in der Volksbühne am Königsplatz, der bisherigen Krolloper. den Mitgliedern zuteil werden, wenn auch erst vom Mörz 1922 an. Hier werden die künstlerischen Kräfte der beiden Staatstheater Opern- und Schauspieloussührungen veranstalten. Den Mitgliedern wird auch wieder eine Reihe werwoller Kon- zerte, Vorträge usw. zugänglich gemacht werden. Auch die Jugend- Volksbühne wird— auf verbesserter Grundlage— fortgeführt werden. Es ist mögllch, den Mitgliederkreis, der in diesem Jahr auf 140 000 beschränkt bleiben mußte, für das nächste Jahr wieder etwas zu erweitern. Jedoch ist diese Erweiterungsmögllchkeit cm sehr enge Grenzen gebunden. Interessenten können bereits eine Voranmeldung einreichen. Den gesteigerten Unkosten der Verwaltung enffprechend ist dos Eintrittsgeld für neue Mitglieder auf 5 M. festgesetzt. Vom nächsten Spieljahr ab werden bei jeder Beitragszahlung SO Pf. Baukostenzuschlag erhoben, die zur Abttagung der Kosten für den Umbau der Krolloper dienen sollen. Ein lächelndes Gesicht gefällig? Die Verschönerungstunst. die dem Menschen bereits von Natur aus mißlungene oder durch Atter entstellte Organe oer bessert, die Runzeln glättet, die Nasen aus dem Orientalischen ins Griechische übersetzt, Rundungen erzeugt, wo sie fehlen, hat ein neues Arbeitsfeld.gefunden. Wie die amerikanischen Blätter mitteilen, hat sich eine gefeiexte Schönheit der amerikani- schen Gesellschaft einer eigenartigen Operation unterzogen. Es wird durch einen geschickten Schnitt, der so vernäht wird, daß es nicht sichtbar ist, dem Munde jener anmutige.Schwung gegeben, den man als„Bogen des Cupido" bezeichnet. Dadurch wird ein ver- führerisches Lächeln auf dem Antlitz hervorgezaubert. Vielleicht werden auch Grübchen an gewünschten Stellen anoperiert. Die Schönheit, die früher eine Raturgabe war, wird also immer mehr ein Produkt der Technik— für die, so es zahlen können. 75 Ps. für ein Lamni. Australien leidet gegenwärtig unter ent- sctzlicher Dürre. Die Folge ist, daß die Landwirte, besonders die Schafzüchter, alles tun, um ihr Vieh loszuwerden, für dos sie kein Futter schaffen kömien. So hat man in der letzten Zeit große Lämmer für neun Schilling das Dutzend kaufen können. Man kann also in Austtalien ein großes Lamm für 7S Pf. Friedenswährung kaufen, ja manchmal jooar noch billiger. Bezeichnend ist folgend« kleine Geschichte, die australische Blätter erzählen: Ein Man:, kam aufs Land hinausgofahren und begegnete einem Schafhirten. Diesem gab er sechs Acpsel und erhielt dafür drei Lämmer. Berliner Zängerfnbrt nach Nordamerika. Der Berliner Lelirsr» Kesangvereln hat eme Einladung zu einer Konzertreise nach Nordamauta angenommen. die reaktionäre verleumöerztmge. Anläßlich der Verurteilung des Herr» L e b i u s, der zur Ermordung der Vorstandsmitglieder des Bundes„Neues Vaterland" aufgefordert hatte, bracht« der„Deutsche Zeitungsdienst" einen Artikel, in dem behauptet wurde, daß Herr v. G e r l a ch und andere Vorstandsmitglieder des Bundes gegen einen Judaslohn von mehreren Millionen Franken französischen und englischen Offizieren Material gegen deutsche Behörden in der Entwaffnungsfrage geliefert hätten. Wegen dieses mit reichlichen Schimpfworten garnierten Artikels hatte Herr v. Gerlach Straf- an trag gestellt. Im Sühnetermin sahen sich der Redakteur der Korrespondenz und der Berfasier des Artikels, die Herren Eduard Spieß und Günther Thomas genötigt, folgende Erklärung abzu- geben und ihren Abdruck in mehreren Organen auf eigene Kosten zu oerantaffen: Wir haben uns davon überzeugt, daß die in diesen Sätzen enthaltenen Behauptungen samt und sonders nicht der Wahrheit entsprechen. Insbesondere ist die Behauptung w a h r h e i t s- widrig, daß Herr v. Gerlach jemals zu irgendeinem Zweck von der Entente oder ans Enlentekrcifen Geld erhalten habe. Wir bedauern, völlig unbegründet Behaup- t u n g e n verbreitet zu haben, die dazu angetan waren, Herrn v. Gcrlach in seiner Ehre schwer zu kränken. Wir erklären, daß n!cht der geringste Anhalt vorliegt, anzunehmen, daß Herr von Gerlach habe aus anderen als idealen Motiven feine Politik ge- trieben. Dies« Erklärung bedeutet einen völligen Rückzug. Sie zeigt aber auch, wie die reaktionäre Mordpropaganda mit der„nationalen" Berleumdüngsmani« in engstem Zusammenhang steht. Die Wasserkante für Schwarz-Rot-Golö. Der Bezirkstag der Sozialdemokratie für Nord-West, der in Bremen tagte, nahm einstimmig eine Entfchlleßung an, in der es heißt: „Zu dem zurzeit von Hamburg und Bremen geführten allge- meinen Kampf der Reaktion gegen die fchwarz-rot-gol» dene Gösch in der von der Verfasiung festgelegten Handels- flagge erklärte der am 26. und 27. Juni in Bremen tagende sozickl- demokratische Bezirksparteitag des Bezirksverbandes„Hamburg- Nordwest", als die berufene Vertretung der in seinem Bereich organisierten 100 000 deutscher Männer und Frauen, insbesondere im Namen der Mitglieder in den Handels- und Seeleuteflädten Hamburg, Bremen. Geestemünde. Bremerhaven und Cuxhaven, daß der Kampf gegen die Gösch republik- und volksfeindlich ist. Die Führer in diesem Kampf sind Parteijünger der reatinonären, kaiserlichen Deutschnationalen Volkspartei und der demokratiefeindlichen und ebenfalls monarchistischen Deutschen Volkspartei. Sie führen den Kampf nur zum Schein als Wirtschafter, in Wirklichkeit aber führen sie ihn als die Feinde der Gleichberechti- g u n g der Republik, und der oerfassuugsgemäßen demo- kratifchen Erneuerung Deutschlands. Demgegenüber verlangt der Bezirkstag von allen Sozialdemo- kraten und allen ehrlichen Demokraten und Republikanern, treu zur Flagge der Verfasiung zu stehen, sie überall zu führen und den üampf gegen die Verfassuagsfelude und Flaggenfeivde mit allen Aliltelu auch in dieser Frage aufzunehmen. Vom Präsidenten und der Reichsregierung aber fordert der Bezirksparteitag, nie und nimmer einzuwilligen, daß die Frist für die alte kaiserliche Flagge zur See verlängert, oder gar beseitigt wird. Alle ehrlichen Republikaner und das Ausland würden in einer derartigen Handlung eine verhängnisvolle Schwäche und eine Erniedrigung der deuischen Republik vor der Flagge des hohenzollernschen Kaisertums sehen, die fest dem 13. März 1920 erklärterweise die Partei- sahne der kaiserlichen Deutschnationalen Volkspartei ist. Ein Zreifproch. In den Kapp- Tagen wurde in Harburg der ehemalig« Flieger- Hauptmann Berthold in Kämpfen mit der dortigen Eiirwohnn- wehr getötet, als er gegen ausdrücklich« Befehle mit der von ihm gegründeten.Eisern«, Schar" sich in Bewegung gesetzt hatte, um zu der meuternde« Morinebrigade Ehrhardt zu stoßen. In Bertholds Besitz wurde dann eine Aktenmappe gefunden, aus deren(hier seiner- zeit oeröffenttichten) Inhalt zweifellos hervorging, daß Berchold schon monatelang mit bayerischen Offizier«, im Komplott gegen die Reichsregierung und Reichsverfasiung gestanden hatte und das Haupt einer weitverzweigten Milltärverfchwörnug war. Ein früherer Prozeß wegen der Tötung Bertholds hat mtt dem Freispruch der Angeklagt«, geendet, da das Gericht als erwiesen an- sah, daß Berthold als Rebell auf feiten Kapp« gekämpft hat. Jetzt hat ein zweiter Mordprozeß in Stade wegen derselben Sache gleichfalls zum Freispruch der Angeklagten vartmann und Koreve geführt. Der Staatsanwalt selbst hatte Freisprechung beantragt, da Berthold den Weffungen des rebellierenden Kommandos Lüttwitz ge- solgt war. Während der Prozeßtage hat sich die reaktionäre Presse bemüht. Berthold zu einem nattonalen Märtyrer zu stempeln. Wir möchten demgegenüber betonen, daß Berthold sicher ein physisch tapferer Mann. aber ein durchaus schwankender und phantastischer Charakter war. In den Wochen nach der Revolution hat er mehrfach auf der Redaktton des„Vorwärts" vorgesprochen, sich als Anhänger der sozialistischen Idee ausgegeben und unter seinem Nrmen mehrere Arkikel für die Sozialisieruug de» Flvgwefens im „vorwärts" veröfsenflichl, die von den stärksten Ausfällen gegen den Privatkapitalismus wimmelte«. Derselbe Mann konspirierte einige Monate darauf gegen die Republik! Die Räumung(Dberschlefiens. Raiibor. 27. Zuni. MM Hindendurg IL Hoslakai, Goldstern, Kriegsfreiwilliger, Handschlag, Queck- suber 1, Oyaitel,«ömtzard, Faust II, Zaocr, Ouasco, Wbanier. OeVerGhastsbewegung Der Tarifkampf im öankgewerbe. sowie Arbeiter a�«, die die ersten fünf Berufsjahre noch nicht hinter sich haben. E m o n t s als zweiter Referent gin� auf den Schiedsspruch ein und bemerkte hierzu: Man brauche nicht unter allen Umstän» den an einem Tarifvcrtragsvcrhältnis festzuhalten, wenn es den Regelung der KaliwirtfckWst. Der wirtfchastspolitische Ausschuß breiten Masten der Angestellten, vielleicht der Mehrzahl, nicht er- des Reichswirtschastsrats nahm den Bericht der Unter'ommijfion über T&ivtfctycvft _ Alle Fragen, die eine Dauerregelunq verlangen, sollen spater gesctz- Marx:! � geregelt werden. Der Ausschuß schloß sich einstimmig dem an m r.- m ri- f-->«. ,.1• n.ta i••»•••vi»„.•.».———•—------ des Bank-„»d stimmte dem Entwurf des Notgeseßes zu. Entschließung wiro Berhanl�ungen eine Berstimdiguna zu crzlelen. Jctzt steht> gewerhes in geheimer Abstimmung entscheiden, ob sie den Kamps der Rdchsrcgierung und dem Reichstag zugeleitet. man vor dem Schiedsspruch, zu dem die Bankangestellten Stellung=« Vb mülle lief) des Ernstes und der Tragweite der' � s »u nehmen haben. Der Rcichsverband der Bankleitungen fordert daß � � � V � mcrten müsten, be-! Das Rcichslurakorium für VirllchafMchkeitinZndusi�eund »er neue Tarif für einen längeren Zeitraum abgeschlossen wird, s yondmerk, besten Gründung vor einiger Zeit angekündigt wuroe, ip Wir haben der Forderung entgegen gehalten, daß wir vor einer �----•..-- r.---;-------—-(------- f.. mm-hnn Rpinp Aiifonbe ist. die i fundamentalen Umkchrung unserer ganzen Wirtschaft stehen und mit neuen Lasten zu rechnen haben, die die Arbeitskräfte bis zum Zusammenbrechen belasten werden. »euttschm Bankangestellten� Marx führte aus: Am Donnerstag �(geitQ[j trat der Schlichtungsausschuß im Reich-arbeitsminist-rium zusam.. eine Di-kustion. Im Schlußwort sagte men weil es den beteiligten Organisationen nicht gelungen ist, in ghe der Kampf begiimt. wird die Angestclltcnschaft! direkten Verhandlungen eine Verständigung zu erz.elen Jetzt steht �rb» in geheimer Abstimmung entscheiden, ob sie di man vor dem Schiedssvruch. zu dem die Bankanaestellten Stellung___ ka s., rc™tVL„„s rmr Folgende Resolution wurde einstimmig angenom- nunmehr gebildet worden Seine Aufgabe ist. die aus d-e Hebung :„Die zu vielen Tausenden in Garten und Saal der Brauerei � der Wirtschaftlichkeit der industriellen und g-w-rblich-n Produk�n .. � �,.7 V.— men:„Vit s.u nieten �auienocn in vnccicn unu vouui ut-v uvi,. mit neuen Lasten zu rechnen haben, die die Arbeltstrufte bis zum � Azniastadt verfammctten BantangssteUten Grnß.Bcrlins stellen sich �erickteten Arbeiten zuwmmenzufasien und weiter auszug� Zusammenbrechen belasten werden In den Schlich ungsverhand.: h�-r die Forderungen des Allgemciuen Verbände--. Sie gemäß will es die Beftr�ungen zur Steigerung der �ro- SÄLi�.'SllANS I W.».!«s suzus'!>cn,-i----»ch'SS&�SmSS& Schaffens in Mist-nschaft und Praxis Zirsamme» Geltung verHelsen. >....... namhafter technisch-wissenschaftlicher Körperschaften hat sich in den Dienst des Reichskuratoriums gestellt, darunter: --- i der Normenausschuß der deutschen Industrie, der Ausschuß sur rmrt- ........ Die Arbcilslosenoerlrclung Spandau teilt mit: Sämtliche Kol- schaftliche Fertigung, die betriebstechnische Abteilunw betm TV�chm Meidm demgegenüber unsere Forderungen waren, dam.t d.e re8 �Ache infolge des Brandes im vergangenen Jahr- von der � Verband technisch.w.stenschaftt.cher Vere.ne d'e Arbeu-gememichnsk vefsentlichkeit es nicht uns zur Last legt, wenn es zum f» Berliner Metall-Industrie entlassen sind. Hachen zwecks Aus- Technik in der Landwirtschaft im Berem d-ustchcr Jng-meiire. o« Generalstreik im Bankgewerbe llagung ihrer Ansprüche Rechtsschutz von den zuständigen Organ:- Deutsche Gesellschaft für Mctallkiinde, � Deutiche Gef« q, Tu mK*km%ln Mark Ä"«0 l 9-4 Uhr. die MitgV-r befindet sich im Hause des Verein- deutscher Ingenieure. Berlin W. 7. Die Tantiemen betrugen... »er Bezüge willigen, weil das wieder die berühmte Schraube ohne Ende bedeuten würde. Tatsächlich Reichstarifs nicht an ein Exist- lcheidcnen Ansprüchen gerecht wird d-rt während Riescngewinne der Banken zu verzeichnen'sino.- s�tens der Organisat-cnen ergeht. Der Oeffentlichkeit wollen wir mit ein paar Zahlen klarmachen, J' wie die wirtschaftliche Situation im Bankgewerbe aussteht und wie j legen, wtlche infolge des Brav stfa. Berliner Metall-An.bustrie_____„ iechtsschutz von den zustä aen haben bis Mitt Er steigerte sich 1920 auf 724 fosgenden Lokalen ihr- Mitgliedsbücher abzugeben sich im selben Zeitraum von 1900 09!) Mark auf 3 890 000 M. Die Eine llülersuchungskommission verlangt die Funktionärver-<,e.be von 14 Millionen M. Stammaktien und 1 Million M. Bor- Dividende stieg von 9 auf 12'� Proz. Diese Relation ist, wie die! sammlung der Firma" A g a- Lichtenberg, Herzbcrgstraße. Diese �ugsaktien auf insgesamt 20 Millionen M. zu erhöhen und den entsprechenden Zahlen crgcbcn, bei allen Instituten die gleiche und. soll bestehen aus Arbeitern der SPD., USPD. und BKPD., die Namen der Gesellschaft in„National-Film-Aktiengesellschast abzu- die kleinen Geschäfte haben genau soviel verdient und Verhältnis- g e w e r k s ch a f t l i ch organisiert sind, und eine Untersuchung ündern. Zur Wiederherstellung der interna'ionalen Beziehungen mäßig sogar noch mehr wie die großen. Obendrein sind die ganzen' über die im Gewerkschaftshaus vorgekommenen Unruhen am for deutschen Filmindustrie Höst es die Gesellschaft für geboten, lyrcn Bilanzen für die Oeffentlichkeit frisiert. Darin sind ungeheure � 29. Juni d. I. vornehmen. Der geschäftsführende Ausschuß des Mefchäftsbercich durch Anglied erung der Fabriken von still- Reserven enthalten, so daß man ruhig behaupten kann, daß i Erwerbslosenrats Groß-Lcrlins erklärt sich bereit, dieser Unter- Filmen zu vervollständigen. Zu diesem Zweck wird sie die bisherige WWWWWWW......... IWIWWW�I�M! reine Fobrikations-Gesellschaft. deren Produktion sie vertrieben hat, in den Bilanzen ausgewiesen ist. Ich habe es gestern" bei den Zlussperrunq der deutschen Bankbeamten in Drag? Der Streik. nämlich die National-Film-Aktiengcsellschaft, sowie die ihr gleichfalls ....£..~''' nde Reutral-Film-G. m. b.ch. sich angliedern. Dadurch Sämtliche Beamten wirtlichen Erträgnisse das Dreifache dessen betragen, was suchungskommission sein« Zeugen zu nennen. Zcn Bilanzen ausgewiesen ist. Ich habe es gestern bei den Zlussperrung der deutschen Bankbeamten i Verhandlungen gesagt und die Bankleitungen haben nicht wider-' der tschechischen Bantbeamtenschaft dauert an.................... sprachen.— Was haben wir nun verlangt? W'r verlangten jähr- h�ben die Aufforderung bekommen, in 24 Stunden die Arbeit sich für die Gruppe l im 1. Berulzjahr 14 843 M., im 1V. Berufs-> wieder aufzunehmen: im Weigerungsfälle müßten sie sich als gc- („h- 10*11 TO ,mh im so Rw,:faiahr 91«vM TO- k* � Endigt betrachten. Trotzdem wurden in Prag nur 2 0 S t r e i k. b r e ch e r gezählt. Die deutschen Bankbeamten haben zum ;......—--------, zweiten Male durch ihr« Vertreter ihre Solidarität den tschechischen Tarifsätze der Gruppe I betragen im 1. Bcvufsjahr 10 944 M., nach> Kollegen gegenüber ausgc'prochen und den Direktionen der deutschen lS Jahren 14184 M. und nach 20 Jahren 16 380 M. Davon gehen � Banken mitgeteilt, daß � sie die Transaktionen der tschechischen '3 Proz. ab als sogenannte Gratifikation. Von den übrigen Banken nicht durchführen werden. Die Direktionen haben diese 75 Proz- gehen die 10 Proz. Steuern ab und die Abzüge für die Mitteilung abgelehnt, sodah eine Aussperrung und ein Streik der .ziele Versicherung. Solch- Einkommenziffcrn sind ein direkter � deutschen Bankbeamten in der Tschechoslowakei zu erwarten ist. 'kandall Die gewerblichen Angestellten und Kassenboten stehen Die Differenzen ln der badischen Tertilindustrie beschäftigten sahr 19 311 M. und im 20. Bcruf-jahr 21 546 M.: für die kündigt betrachten. Äruppe II im 1. Berufssahr 15 624 M., im 10. Berufsjahr 21168' Mark und im 20. Berufssahr 23 940 M. Die bis jetzt geltenden nahestehende--------------------—.,„__., wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, einen Teil ihren Bedarfes selbst herzustellen. ?er-!Nw tllr ti«n redlin. Till' Dr. Wiener»ctfie.«»-rlottenSnea: wr Slmeigin: Tb vlliickc. Berlin. Viricui!«orwärtS-Birlaa G.m.b.H..»irlin. Tructc Bor- wirtS-Vulbdruciere, u. BiriaaSanttalt Paul Einaer t. Co.. Lerlin Cmbcifte. 3. das Aüffärbeminel fOr alle farbigen =Scbübe= ba UnÖ bie aemd>en Angestellten bekommen am Freitag-in Schiedsgericht im Badischen Arbeitsminifteriüm. vemger.. unter dem Borsttz eines Beamten des Reichsarbeitsministeriums. Es. Nach alledem sind unsere Forderungen gerechte Forderungen! wurde eine einstimmige Entschließung erzielt. Den Parteien wiro auf- (Langanhaltender stürmischer �eifall.) gegeben, in Verhandlungen über die Lohnfroge einzutreten, wobei �<109011 u#!»#«««« i« allen nrooe. Inzwischen wurde der Schiedsspruch bekannt. Derselbe sieht das Ausmaß der Lohnerhöhung und die Verteilung auf die zu°»k In„priec.si'.-qus.itLt 1927«ieSo? in sllsn vro�s zwar eine Teuerungszulage für alle Angestellten und Arbeiter um l berücksichtigenden Kategorien zu vereinbaren sind. Sollte eine Eini- rlsn, i.e�si'IisnellungHN»i» 5c?iul»ge»cnsktsn z»i neosn» 409 M. jährlich vor, schließt aber bei den Erhöhungen der festen| gung bis 5. Juli nicht erzielt sein, trifft das Schiedsgericht die end>•»_„ TJnn W KQ ßobidttofnoRn Bezüge diejenigen kaufmännischen und gewerblichen Angestellten j gültig« Entscheidung. f ChLl»,' VtJV»?, ö8»£13110�31�3�0�0 Es war Ihnen bisher unerklärlich, warum Ihre Schuhe, zumal bei Regenwetter, eine schmutziggraue Farbe an- nehmen. Woher kommt das? Weil Sie bisher zum Putzen Wasser-Creme nahmen, die sich im Regenwasser auflöst, von den Schuhen abfließt und graue Oberfläche hinterläßt. 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Auflage.» Juni 1921.» 36 Seiten. Zu beziehen durch: S862b* Verlagsbuchhandlnog Carl Horm Nachf. Louis Cahnbley, Hamborg 11. Frankes Verlag G.m.b.H., Leipzig, Hreuzstr. 3b; Berlin, Biücherplatz 2. Wirlschahslelieii and wSdscbaflücher Mthm Sowiet-Rimiaads 1917-1920 ........................ INHALT:-...................... • I. To». J. Larlat Da« Wirtschaftsleben In Sowjet.; ; Rußland: Statt eines Vorworts./ I. Die Voraussetzungen.; ; II. Landwirtschaft./ III. Transport und Brennstoffe.; ; IV. Das Proletariat./ V. Die Industrie.' 2. Teil. L. Krltc.; ; mann: Wlrtschnttllcber Aulbau in SowJet'RuBlandt; ; I.DerCharakterderRevolution./ll.DieArDe;tsbeaingun»en: ; der Volkswirtschaftsorganisation in Sowjet-Rußland.: ! III. Die Methoden der Volkswirtschaftsorganisation.: : IV. Der Aufbau der wirtschaftlichen Organisation In: 2 Sowjet- Rußland./ V. Dia Entwicklungsphasen der 2 ! Organisation der Volkswirtschaft Sowjet- Rußlands, j 198 Selten Preis M* 3*50 Zu beziehen durch Verlagsbuchhandlung mrJ franlfös Mag e.mö-a., Leipzig Verkäufe; Stöhmolchinen, Teilzahlung Hahn-ipeenzlauerstr. 20._* «Mtznerpumpen, Druckpumpe», Sauger. Zixhre, ge- brauchte, neu«, spottbMtg. Schtoeder. Hochstraße 33.__ R, Holzschrou- Morgenstern, ilstraBc 18, ben biflial Llchfenberg. Deichsel Umbaufofas 925 bis 1525,—, Chaiselongues 200 bis 575,—, auflagtmotragen, Patent- mal ragen 110,—. Walter, Siargarberstraße achtzehn._ ÄßestlBmgae SsiÖÖ, Chaise» ronoueberfe 05,00 an, wunderbare Wanbdehiinge. Pal- sierer. Dapv-I-Mee 12.» Ikegeu llmßan meiner ge- samten Lagerräume nie wie» derlehrend billige Angebote in erstklassig gearbeiteten Speise-, Herren-, Schlaf- zimmern, Rüchen, Craän- zungsmäbeln für schnellent- schlossene RSufer. Hervor- ragend gllnstige Raufgelegen- heltl Berliner Möbelhaus Moriß L>ir-wisi, nur Süd- Osten, Skalitzerstraste 25. 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