Nr. 105. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat= Itch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Pretstifte für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für bie fünfgespaltene Petitzeile ober deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das Donnerstag, den 7. Mai 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Arbeiter- Weltfelt departement, nahe der belgischen Grenze, ist durch die Politische Uebersicht. Interesse liegt. Unterdrückungssucht der Unternehmer, denen der Klassenkeine Rede sein Berlin, 6. Mai. ist dieses Jahr wie das vorige im Wesentlichen genau so staat einige Kompagnien Soldaten gegen streikende verlaufen, wie wir vorher gedacht und gesagt hatten. Arbeiter zur Verfügung gestellt hatte, eine Metzelei Der Reichstag steht mit einem Fuße, zwar nicht im Wir haben deshalb nicht nöthig, uns über Zweck und veranstaltet worden, die in der französischen Kammer zu Steigbügel, aber auf der Treppe des Eisenbahnwagens Bedeutung noch weiter auszusprechen. Genug: das heftigen und nur zu berechtigten Angriffen auf die Regierung und da giebt es kein Halten mehr. Der allbeherrschende Arbeiter- Weltfest hat dieses Jahr wie das vorige seinen Anlaß gegeben hat. Die Me telei von Fourmies Gedanke ist: nun schnell fertig, damit wir fortkommen! Zweck erfüllt und genau die Bedeutung gehabt, steht jedoch, ebensowenig wie die belgischen Krawalle, in Von eingehenden Debatten kann unter solchen Umständen welche es haben sollte. Nach den Berichten, die uns Verbindung mit der Maifeier. Und das nämliche ist um so weniger, als die Majoritätsaus allen Ländern der Erde vorliegen, war die Be- von den Krawallen zu sagen, die am 1. Mai in parteien über die Feststellung des sog. Arbeiterschutz- Gesetzes theiligung heuer mindestens eine doppelt so große, amerikanischen Kohlen distrikten stattgehabt sich endgiltig geeinigt haben. So ging es denn heute rasch über 24 Paragraphen als im vorigen Jahr ,; und in Deutschland gut haben. ( 120 d bis 134 a) hinweg, und erst bei§ 134b, drei Mal so groß, wobei wir den Umstand Das einzige Land, in welchem die Maifeier den der von den Arbeitsordnungen und Lohnabzügen nicht außer Acht lassen, daß die Besucher der Ver- direkten Anlaß zu Ruheftörungen geliefert hat, ist handelt, fam es zu einem ernsthaften Rede sammlungen des 1. Mai meistens auch an den Kund- Italien, dessen Regierung sich in Bezug auf die gefecht. Die Verschlechterungs- Rommission" hat nämlich gebungen des 3. Mai Theil nahmen. Wenn gegnerische soziale Frage durch besonderen Unverstand auszeichnet und einen Antrag eingebracht, welcher es bezweckt, den§ 153 Blätter trotzdem behaupten, die Betheiligung sei dieses durch rohes herausforderndes Wesen den Mangel an der Regierungsfaffung, der vorläufig noch zu den fauren Jahr eine geringere gewesen als voriges Jahr, so ist das innerer Kraft zu verdecken sucht. Kraft zu verdecken sucht. In verschiedenen In verschiedenen Sinterpförtchen einzuschmuggeln. Trauben gehört, in einer Miniaturausgabe durch ein ein harmloser Ausfluß jener kindischen Vogelstraußpolitik, Städten Italiens, hauptsächlich in Rom, wurden für den 2. Absatz des Paragraphen folgenden Wortlaut geben: Der Antrag will dem von der unsere Gegner abzubringen gar nicht in unserem 1. Mai Vorbereitungen getroffen, die einen gewaltsamen„ Geldstrafen dürfen die Hälfte des durchschnittlichen Busammenstoß mit den Arbeitern herbeiführen Tagesarbeits- Verdienstes nicht übersteigen; jedoch können Und abgesehen von einigen Zusammenstößen, die mußten und auch herbeigeführt haben. Thätlichkeiten gegen Mitarbeiter, erhebliche Verstöße gegen durch thörichte Maßregeln der Behörden hervorgerufen Die Empörung über das Verhalten der Regierung die guten Sitten, sowie gegen die zur Aufrechterhaltung der waren, ist der friedliche Charakter der Feier überall zu ist in Italien so allgemein, daß dieselbe unfehlbar ge- Ordnung des Betriebes, zur Sicherung eines gefahrlosen Tage getreten und haben die Arbeiter durch ihre muster- stürzt worden wäre, wenn die Kammermajorität nicht Betriebes oder zur Durchführung der Bestimmungen der hafte Disziplin jeglicher Störung vorgebeugt. hätte befürchten müssen, daß in diesem Fall der Gewerbe- Ordnung erlassenen Vorschriften mit Geld= In Deutschland, das unter allen Ländern jetzt die italienische Bismarck": der korrupte Radaupolitiker trafen bis zum vollen Betrage des durch= großartigste Arbeiterbewegung hat, ist auch nicht die leiseste Crispi, an die Spitze der Regierung zurückkehren würde. Legt werden. Alle Strafgelder müssen zum Besten der schnittlichen Tagesarbeits- Verdienstes be Ruhestörung zu verzeichnen gewesen, obgleich die Polizei, Freilich wäre die italienische Sozialdemokratie Arbeiter der Fabrik verwendet werden." welche sich übrigens bei den öffentlichen Kundgebungen, geschult, wie die deutsche es ist, so würde auch trotz namentlich denen im Freien, mit anerkennenswerthem der Provokationen des Herrn Nicotera- die Ruhe nicht lichen Zentrumsmanne und Referenten, dem Herrn HandelsDieser Antrag wurde von Herrn Hize, dem christ Tafte zurückhielt, durch zahlreiche Verbote gereizt und er- gestört worden sein; und das Gleiche gilt von den minister von Berlepsch, dem amtlichen Vertreter des bittert hatte. In der Schweiz und in England, wo Krawallen und Zusammenstößen in anderen Ländern. Staats, dem Herrn Möller, dem national= die Behörden sich nicht einmisch ten, ist die Feier ebenso ruhig Wo die Sozialdemokratie organisirt ist, hat die Maifeier liberalen Rapitalfetisch Anbeter und von dem verlaufen wie in Deutschland. Das Gleiche gilt im Großen einen ruhigen Verlauf genommen. Das ist eine Lehre, König Stumm" in rührender Harmonie befürwortet, und Ganzen von Amerika, Frankreich und Belgien. Ueberall die unsere Feinde beherzigen sollten, jedoch nicht be- und von den Sozialdemokraten Bebel, Auer und Singer in Belgien, wo die Sozialdemokratie organisirt ist, herzigen werden. Sie haben gelegentlich der diesjährigen Streit hereinzog und in seiner Argumentennoth mit dem störte nichts die Friedlichkeit des Festes; die Ruheſtörungen, Maifeier die nämliche boshafte Kurzsichtigkeit zur Schau Rothen Gespenst hantiren wollte, hat mit dieser seiner unwelche aus den wallonischen Bergwerks- Bezirken gemeldet gestellt, wie im vorigen Jahre; sie zeterten, logen, denun- glücklichen Rede jedenfalls die Geschäfte der Sozialdemo werden, stehen mit der Maifeier in keinem unmittelbaren zirten und provozirten aus Leibeskräften; sie boten das fratie aufs Beste besorgt und den denkbar schlagendsten Zusammenhang, und erklären sich aus dem Mangel eußerste auf, um die Maifeier zu hintertreiben oder zu Beweis dafür geliefert, daß in seinem Ressort, in der an Organisation. Leider ist es dem Sozialismus verderben. Die Arbeiter kümmerten sich jedoch nicht um Sozialgesekgebung, noch ganz der alte Kurs noch nicht gelungen, Hirn und Herz jener systematisch die kläffende Meute und gingen mitleidig lächelnd ihrer herrscht. Es versteht sich, daß der Antrag der Verschlechbrutalisirten, fast verthierten Opfer des pfäffischen und Wege. Und der Erfolg? terungs- Kommission durch ging. bürgerlichen Kapitalismus zu erleuchten und zu durch- In den ersten drei Maitagen dieses Jahres ist ein glühen. In Frankreich ist Arbeiterblut geflossen, internationales Weltfest gefeiert worden, nicht in Paris, nicht in Lyon, nicht in Bordeaux, nicht in Marseilles, nicht in Lille, nicht in Rouen- in all' diesen Zentren des politischen Lebens war der 1. Mai ( abgesehen von einigen Prügeleien höchst verdächtigen Ursprungs in Paris) so friedlich wie in Deutschland, nur in der kleinen Fabrikstadt Fourmies, im NordFeuilleton. Nachdruck verboten.] ( 54 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. " wie die Welt noch feines gesehen hat. Und das Weltfest der Arbeit ist eine dauernde Einrichtung. Es wird noch gefeiert werden, wenn die Orgien des Kapitalismus längst schon, ein Märchen aus alten 3eiten" sind. Nach diesem Zwischenspiel nahm die Berathung wieder gelangte das Haus um 1/24 Uhr an das Ende der dritten das frühere Tempo an, und ohne erhebliche Diskussion Lesung. Uebermorgen wird die Abstimmung über das ganze Ges lich nicht stimmen kann. setz stattfinden, für das die sozialdemokratische Fraktion natürNächste Sigung Freitag 12 Uhr. Verschiedene Vorlagen. Zuckersteuer. „ Herr Oberlieutenant von Reihenstein, der geistliche habe? Ruthler, der Schullehrer, machte den Vorschlag zu Herr ist Ihr Gefangener, Sie werden ihn mit sich nach beten. Bruned führen." Beten?" rief Ambros.„ Sollen wir den Pfarrer Der Landrichter fuhr betroffen von seinem Stuhle auf, stecken lassen? Wer ein Schießeisen im Haus hat, der denkt und der Müller ward bleich. Selbst der Oberlieutenant jetzt nicht ans Beten." Seine Augen flammten über die war betreten. Der Kommissar aber trat an den Tisch und Menge hin und die Burschen drängten sich zu ihm, während unterzeichnete die Proklamation, welche an die Kirchenthür Andere dem Lehrer auf den Kirchhof folgten. geschlagen werden sollte. Still! hört Ihr nichts?" rief plöglich eine Stimme Lasset den Kopf nicht hängen, alter Freund," ermuthigte in das Drängen und Wogen, und Alle standen und lauschten Der Kommissar blieb unbewegt. Geringschäßig zuckte er der Pfarrer den Müller. Wo ich bin, ist Gott bei mir. nach dem Schulhause hin. mit den Achseln. Sein Ohr ist offen, wenn das der Menschen taub ist. Und" Jesus, Maria! Gott sei's geklagt! In die Kirche!" Möge Ihnen Gott in Ihrer letzten Stunde nicht sein jetzt thut mir den Gefallen und lasset meine Haushälterin rief es mit manchem verzweifelten Aufschrei untermischt Dhr verschließen, wie Sie jetzt der Stimme der Menschlich wissen, daß ich in meinem leichten Anzuge den Herrn Ober- durcheinander. Ambros aber warf in das Schreien, Klagen feit," sagte der Greis bewegt und Thränen traten ihm in lieutenant nicht füglich nach Bruneck begleiten kann." und Wimmern die Worte: Wer ein Mann ist, der holt die Augen. Herr Kommissar, der Sie hier stehen im Namen Herr von Reizenſtein, der mit dem Kommissar leise sein Schießzeug und in Monthan sehen wir uns wieder." des Königs, handeln Sie auch als ein König. Gewinnen sprach und, wie es schien, ihn zu bewegen suchte, von der Hartwanger wollte abmahnen, aber schon eilten Ambros Sie ihm die Herzen dieser armen Leute, durch Menschlichkeit! Berhaftung des Geistlichen abzustehen, machte ein zustimmendes und Sampogna in verschiedenen Richtungen davon, und ihr Sie wollen Zehn strafen für Alle; wohl! die Strafe trifft Beichen, und niedergeschlagen entfernte sich der Müller. Alle ins Herz, die Schuldigen, wie die Unschuldigen. Beispiel zündete bei den Entschlossenen. Die Zurückgebliebenen Seine Mittheilung, daß der Pfarrer ein Gefangener eilten mit Ausschluß Weniger in das Gotteshaus. Und wenn nun die Erbitterung über die erlittene Schmach sei, jagte wie ein Sturm über den ganzen Platz, von den Arigaya war unterdessen nach der Pfarre gegangen, die Leute zum Aeußersten treibt, wenn Blut fließen Gruppen, die auf dem Hofe des Gerichtshauses auf die mußte fich aber selbst mit dem Hut und Mantel und den sollte: über wessen Haupt täme es, wenn nicht über das Entscheidung des Kommissars gewartet hatten, bis zu Stiefeln des Geistlichen beladen. Die Magd war nicht zu Ihrige? Wollen Sie Ihre Hände in Unschuld waschen, in denen, die in ängstlicher Spannung den Soldaten vor finden und Vefa hatte vollständig den Kopf verloren. So dem Sie den Befehl Ihres Herrn vorschützen? Seine Diener dem Schulhause gegenüber standen. Alle liefen zusammen schnell er konnte, eilte er an der Schule vorbei, vor der sollen ihm die Herzen der Tyroler gewinnen und sie treiben und Arigaya mußte auf die Bank außerhalb der zwei Bayern und zwei Landjäger Posten standen, während durch ihre Tyrannei das Land zur Verzweiflung. Kirchhofsmauer steigen und die unglaubliche Nachricht der Oberlieutenant in einiger Entfernung von ihnen Der Kommissar hatte ein Altenstück vom Tische ge- ausführlich bestätigen. Horniges Geschrei, lautes Wehklagen, auf und ab ging. Sein volles, rothes Gesicht war finster nommen und blätterte darin, während der Pfarrer sprach. Verwünschungen gegen den Kommissar folgten der Erzäh- wie eine Gewitterwolle. Ein kleines Hänflein Dörfler hatte Jetzt warf er das Aftenheft auf den Tisch und sagte, in- lung. Die Einen schlugen mit den Fäusten ihre Brust; sich mit verstörten Mienen gegenüber an der Kirchshofsdem er sich mit ruhiger Miene an den Offizier wendete: Andere fragten verzweifelt, ob Gott sie denn ganz verlassen mauer dicht zusammengedrängt. Dem alten Müller zitterte " Gesängen und Ball bis zum andern Morgen um 3 Uhr. Gegen die Beschlagnahme der Fahnen wird Beschwerde eingereicht. Bersammlung ab, in welcher Herr Wilde einen Vortrag über die Die Wirker und Wirkerinnen hielten am 1. Mai eine Bedeutung des Tages hielt. Nach dem mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag erfolgte die einstimmige Annahme der befannten Resolution. Nach der Versammlung fand ein gemüthliches Beisammensein statt, bei dem Tanz und Vorträge abwechselten und welches bis in früher Morgenstunde hineinwährte. In Düsseldorf hat der deutsche Kaiser vor] Böckel, zusammentraf und von diesem in der bekannten einigen Tagen eine Rede gehalten, in welcher der Satz Weise angerüpelt wurde. Er schlug dem sauberen Patron vortam:„ Einer nur ist Herr im Reiche und das so kräftig hinter die Ohren, daß demselben Hören und Sehen bin ich keinen anderen dulde ich." verging. Herr Böckel benahm sich auf der Weiterreise ganz Dieser Satz, den verschiedene Beitungen todtzuschweigen anständig, und wenn die Kur noch ein paar Mal wieder versuchen und thatsächlich in ihren Berichten nicht geholt wird, läßt er die Rüpeleien in Zukunft vielleicht ganz bracht haben, kann dem ganzen Zusammenhang nach sein. Jedenfalls sagen wir zu dem Heilmittel: Probatum nur gegen den Fürsten Bismarck und dessen Bestreben, est. sich vermittelst des Großkapitalisten- Rings wieder in seinen alten Hausmeierposten einzudrängen, gerichtet sein. Die päpstliche Enchelica über den Sozialismus ers Der Arbeiter- Bildungsverein von Mariendorf veranstal Bei solchen Ansichten an allerhöchster Stelle" scheint zu Pfingsten. Nun das wird uns auch nicht vertete feine Maifeier am 3. Mai bei Schensch in Mariendorf. Etwa 7-800 Personen mochten anwesend sein. Nach der Begrüßungsrede und bei dem persönlichen Charakter, welchen die deutsche nichten.des Vorsitzenden wurde, da der Festredner, Genoffe Pirch aus CharPolitik jezt vielfach hat, ist es blos schwer zu begreifen, Die englischen Liberalen haben einen glänzenden lottenburg, noch nicht erschienen war, die Achtstunden- Resolution von warum der Staatsanwalt die Bismarck'schen Wahlsieg zu verzeichnen, indem sie ein früher sicheres Mandat ca. 300 Personen einstimmig angenommen. Um 6 Uhr NachWelfenfonds- Praktiken noch nicht in den Bereich seiner den Konservativen abnahmen; vielleicht wird deshalb der mittags zogen die Genossen mit Gesang nach dem Blocksdorf'schen Amtsthätigkeit gezogen hat, und noch schwerer ist zu be- Termin für die Parlamentswahlen anders angesetzt werden. 2okal, um auch hier einiges Leben durch mehrere Gesangsvortrage greifen, warum die Reichsregierung in der sogenannten vom Arbeiter- Gesangverein„ Harmonie" in die dort Versammelten Arbeiterschutz Gesetzgebung dem Bismarck'schen Groß- Der wegen Sittlichkeitsvergehen 3 angeklagte zu bringen. Der Fackelzug der Kinder nach dem obengenannten kapitalisten- Ring die weitest gehenden Konzessionen gemacht Deputirte Kapitän Verney ist zu einem Jahre Ge- ofal wurde jedoch polizeilich inhibirt. Sonst verlief Alles in der größten Ruhe und Ordnung. Genosse Pirch erschien später und dadurch den Hausmeierlichen Plänen des Fürsten fängniß verurtheilt worden. Vernen hatte in Bezug auf die und richtete eine furze Ansprache an die Festtheilnehmer, um dann Bismarck den denkbar größten Vorschub geleistet hat.( Auch Hauptpunkte der gegen ihn erhobenen Anklage seine Schuld fofort wieder nach Charlottenburg zurückzukehren. Bemerkt sei im Reichsanzeiger" fehlt der von uns besprochene Sat, zugestanden. noch, daß der Herr Amtsvorsteher das Vergnügen in letter was auch ein Zeichen der Zeit" ist.) Stunde aus Anlaß des ruhigen Verlaufs der Kellner- Maifeier am 1. Mai gestattete. " " boten worden. Die Beerdigung eines bekannten Nationalökonomen und Es hat eine Zeit gegeben, wo man von einem Gegen- Politikers freisinniger Richtung, des Herrn Schelganow, gab Aus Johannisthal wird uns geschrieben: Die Maifeier saze zwischen dem Kaiser und den Führern der Groß gestern in St. Petersburg Anlaß zu einer eigenartigen der hiesigen Genossen verlief in imposanter und würdiger Weise; industriellen sprach. Man kolportirte damals eine Reihe Demonstration. Eine aus mehr als 1000 Studenten das Gartenlokal des Herrn Senftleben konnte die Menge kaum zugespitzter Aeußerungen des Kaisers über Herrn v. Stumm und Studentinnen bestehende Prozession begleitete nämlich fassen, auch hatten sich viele Berliner Genossen uns angeschlossen, und Genossen. Wir lassen dahingestellt, was von all' dem den Leichenzug, welcher nicht die von der Polizei vorge- 3. B. die Glasergesellenschaft, der Ethische Verein, die Gesangwahr war; sicher scheint nur das, daß heute Kaiser Wilhelm schriebene Route einschlug, sondern seinen Weg über die vereine Südost" und" Echo". Genosse Mielenz hielt eine Anmit Stumm vollständig versöhnt ist, daß der Kaiser Hauptstraßen nahm. Auch Kränze würden trotz des polizei- fprache, in der er die Bedeutung des Achtſtundentages farlegte, keinen Widerspruch zwischen seinem ehemaligen Arbeiterlichen Verbots getragen. Die Polizei war zu schwach, um auch hauptsächlich die Frauen ermahnte, sich den Männern anschutz- Programm, das in den Erlassen vom 4. Febuar v. J. die Demonstration zu verhindern, und sie begnügte sich daher zutreten.- In ähnlicher Weise sprach sich später Frau Gubela zuschließen und nicht hemmend gegen unsere Bestrebungen aufniedergelegt ist und den Beschlüssen des Reichstages findet. damit, die Namen der ihr bekannten Personen aufzu- aus. Um 5 Uhr fand der Auszug nach dem Walde statt, woselbst Charakteristisch für den jezigen Standpunkt des Kaisers in zeichnen, welche später in ihren Wohnungen verhaftet wir uns in echt volksthümlicher Weise amüsirten. der Arbeiterschutzfrage ist die Meldung der" Post", daß der wurden. Einige Studenten sind bereits von Petersburg Bei eintretender Dunkelheit fand die Kinder- Fackelpolonaise Kaiser Stumm den Charakter als Major verliehen habe. ausgewiesen, und anderen ist der Besuch der Hochschulen ver- statt, woran sich dann die Verloosung der Kinderlotterie Diese an sich gleichgiltige Rangerhöhung" wird, worüber Schloß. So verlief die Feier in ruhiger Weise bis zum wir sehr erfreut sind, eine Reihe unberechtigter Illusionen Schluß, trozdem von einer Polizei nichts zu sehen war. im deutschen Volke zerstören. Ueber die Vorgänge in New- Orleans liegen nunmehr Die einberufene Versammlung zum 1. Mai fonnte nicht statt neue Nachrichten vor. Es wird darüber telegraphirt: finden. Obgleich der Einberufer die Bescheinigung schon am Die große Jury hat nunmehr den Bericht über die Er- 21. April erhalten hatte, theilte ihm am 29. April der Amtsmordung Hennessy's und das Lynchverfahren gegen die Italiener vorsteher v. Oppen mit, daß infolge Erlöschens der Konzession erstattet. Derselbe bezeichnet die Ermordung des Polizeichefs die Borussia- Brauererei geschlossen sei. Der Einberufer wandte als ein Verbrechen, deffen gewaltsamer Charakter aus der An- sich an die Direktion und machte den Vorschlag, die Versammlung zahl der Kugeln, unter denen Hennessy sein Leben ausgehaucht dennoch tagen zu lassen, die Theilnehmer brauchten ja eben nur habe, hervorgehe. Was die wiederholt erhobene Beschul- fein Bier zu trinken, worauf der Direktor erklärte, auf feinen digung anlange, daß gewisse Mitglieder der Jury ihrem Fall darauf eingehen zu können, da das eine Umgebung des Ge Gide zuwider gehandelt hätten, so ergebe sich aus den feyes wäre. Es wurde nun sofort eine andere Bersammlung ein den Verhandlungen der Jury selbst, daß in dem Falle von berufen zum Sonntag Mittag von 1-2 Uhr zwecks Abstimmung Bolih, Schaffedi und Monafferio sechs Geschworenen ein über die Resolution. Auch diese wurde zu Wasser. Statt der die Schuldfrage bejahendes und sechs ein verneinendes Bescheinigung erhielt der Einberufer folgendes Schreiben: Urtheil abgegeben hätten. Der Bericht erörtert ferner" Auf die Anmeldung vom 1. d. M., betreffend Abhaltung die zur Beeinflussung der Jury von Seiten der Vertheidigung einer Voltsversammlung am Sonntag, den 3. b. M., 1 Uhr, im gemachten Anstrengungen. Was das Meeting vom 14. März großen Saale der Borussia Brauerei theile ich Ihnen hier betreffe, so hätten sich zu demselben Tausende von Menschen durch mit, daß laut schriftlich hier vorliegender Benach eingefunden; das Bolt sei einem plöglichen spontanen Antriebe richtigung die Säle der Boroussia Brauerei am Sonntag, folgend in einer Weise vorgegangen, daß es schwer sei, die den 8. d. M., unter feinen Umständen zu Versammlungen Berantwortlichkeit für dieses Vorgehen, mit dem sich die Stadt hergegeben werden, die beabsichtigte Volksversammlung daher nicht solidarisch gemacht habe, festzustellen. Die Jury fonne daher stattfinden kann. Der Amtsvorsteher. gez. v. Oppen." eine Versegung der Angeschuldigten in den Anklagezustand und wurde am Sonntag auch tüchtig Bier verzapft, nur wenn Trotz alledem waren die Lokalitäten der Brauerei geöffnet nicht gutheißen. wir Arbeiter die Säle zu Versammlungen haben wollen, ist feine Konzession vorhanden oder man erklärt dem Amtsvorsteher, den Saal nicht hergeben zu wollen, wenn auch die Herrn Direktorer uns versichern, die Säle stehen uns immer zur Verfügung. Herr Eugen Richter ärgert sich darüber, daß wir mit der gleichen Schärfe gegen die Preistreibereien der Börse wie gegen die Getreidezölle vorgehen. Er wirft uns vor, daß wir die Aufmerksamkeit von der Zollfrage damit ablenken, Wer unser Blatt nicht loddrig liest, weiß, daß Herr Richter im Unrechte ist. Kein Blatt bekämpft so scharf wie wir die Getreidezölle, und dabei sind wir das einzige Tageblatt Berlins, das gleichzeitig auch die Börsentreibereien geißelt, während die Freifinnigen nur die Getreidezölle, die Agrarier nur die Börse bekämpfen, beide bewußt mit der Absicht, die Aufmerksamkeit von den ihnen nützlichen Institutionen abzulenken. Herr Richter demaskirt sich immer als Erzbourgeois, wenn er auf die Börse zu sprechen kommt. Die Freisinnige 8tg." schreibt: „ Der Vorwärts" suchte es als ein Unrecht darzustellen, daß man auf dem Getreidemarkt die Ernte, die noch nicht einmal auf dem Halm steht, in den Bereich der Berechnung zieht und mit dem Barometer in der Hand die Preise regelt. Es wäre ein Unglück für die gesammte Volkswirthschaft, wenn es anders wäre." Nun, wir glauben, daß dies nur ein Unglück für die oie Börse mitbeherrschenden Hintermänner der freisinnigen Partei wäre. Es ist doch kein Zufall, daß die in Börsenfreisen beliebtesten Blätter, das Berliner Tageblatt", der Berliner Börsen- Courier", das Kleine Journal" in frei finniger Politit machen. Herr Richter darf deshalb, selbst wenn er persönlich wollte, was sicherlich nicht der Fall ist, gegen die Börse nicht frondiren. Würde die freisinnige Partei eine volksthümliche Politik gegen die Börse befolgen, dann verschwände sie sofort vom politischen Schauplate.Die Nene Stettiner 3tg." meldet aus angeblich sicherer Quelle, daß der Oberpräsident Graf Behr am 15. Mai Quelle, daß der Oberpräsident Graf Behr am 15. Mai seinen Abschied einreichen wird. Nun werden die Pommern bald mit ihrem Buttkamer beglückt werden. Auf einen groben Klotz ein grober Keil dachte ein Semit, als er dieser Tage in Württemberg auf der Eisenbahn mit dem Antisemiten Führer, Alimenten das Herz. Aus der Kirche Klang es laut und eintönig. Auf Ruthlers Vorschlag betete man gemeinschaftlich den Rosenkranz ab. Die Maifeier. Bur Maifeler gehen uns noch folgende Berichte zu: 0 Die Leser des Vorwärts" werden hieraus ersehen, daß trotzdem der Einberufer sich schriftlich verpflichtete, die Versamm lung nur eine Stunde tagen zu lassen, der Defonom Dolinsti Die Weißgerber hatten auf dem Gesundbrunnen in Knebel's dem Amtsvorsteher schriftlich erklärte, den Saal nicht hergeben zu Salon zum Sonntag, den 3. Mai, Nachmittags 4 Uhr, ihre Mai- wollen. Im Auftrage des Festkomitees. G. Elze, Johannisthal feier veranstaltet. Der Garten sowie der Saal waren herrlich Eberswalde, 3. Mai. Am heutigen Tage fand hier eine geschmückt mit rothen Fahnen, Bannern, Bildern von Freiheits der Bedeutung des Tages nach angemessen besuchte Bersammlung tämpfern und Inschriften. Schon vor 4 Uhr hatte sich der größte im Restaurant zur Mühle statt. Den Vortrag hielt Genoffe Theil der Festgenoffen eingefunden, die Zahl der Theilnehmer Stabernack aus Berlin. Die Resolution wurde einstimmig ange betrug weit über 1000, und die Festfreude war eine allgemeine, nommen. Hierauf fand ein Tanzvergnügen statt, welches did welche auch nicht einmal dadurch gestört wurde, daß um 6 Uhr Theilnehmer bis zum frühen Morgen zusammenhielt. verlangte, daß die rothen Fahnen, welche im Garten angebracht hielten als Anschluß an ihre Maifeier am heutigen Tage noch ein Polizeiwachtmeister mit einem Kriminalbeamten erschien und Prenzlau, 4. Mai. Die Parteigenossen von Prenzlau waren, entfernt werden müßten. Das Festfomitee war, anfangs eine troz verspäteter Bekanntmachung gut besuchte Versammlung freilich mit Widerstreben, bereit, diefelben zu entfernen. So wur- ab, in welcher Genosse Stabernac aus Berlin unter großem Bei den denn acht Fahnen und ein 4 Meter langes Banner, welches fall über die Bedeutung der achtstündigen Arbeitszeit sprach. Die die Inschrift trug:" Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!", Versammlung erklärte fich mit den Ausführungen des Referenten und in einem hohen Baum befestigt war, entfernt, welche dann vollständig einverstanden. von der Polizei beschlagnahmt und nach dem Polizeirevier ge- Ueber die Maifeier in Deutschland sind uns heute nicht schafft wurden. Das Vergnügen nahm seinen ruhigen Fortgang. nur sehr viele Einzelberichte noch zugegangen, auch die Barte Die Theilnehmer amüsirten sich bei deklamatorischen Vorträgen, blätter liegen uns jetzt mit ihren umfangreichen Schilderungen Sein Der Kutscher entschuldigte sich, daß er die ladinische Knie gezittert. Ihm pochte das Herz vor Kampfluft, als Sprache nicht verstände. Sie wünschten dem gnädigen Herrn er auf der Höhe der Bodenschwellung stand, von der au Vor dem Thor des Gerichtshauses hielt der Schlitten zu einer schnelleren Gangart an. wohl eine glückliche Reise, meinte er, und trieb das Gespann er St. Vigil und die Landstraße, die sich zwischen Stangen des Kommissars, den der Schreiber geholt hatte. Der asthzäunen nach der Brücke des Spizhörndlbachs hinauf krümmte Während der Schlitten durch die mehr und mehr sich frei übersehen konnte. matische Schließer lehnte an dem Thorpfosten und sprach mit verengenden Windungen des Thales fast geräuschlos dahin Er wünschte, es gäbe ein ordentlich Raufen und er dem Kutscher. Als Arigaya vorüber kam, warf er einen Blick glitt, verstärkte jede Sekunde die Zahl der bewaffneten zöge von Monthan aus in den Krieg. Seitdem Afra ihm auf die Kleidungsstücke, die dieser trug, und dann auf den Burschen und Männer bei Monthan, wo die Boden den Brief ihres Bruders zu lesen gegeben, wendeten sich Korporal der Landjäger, der sich eben in der Hausthür schwellung, welche von der Landstraße durchschnitten wurde, seine Gedanken immer wieder auf das Soldatenleben im zeigte, und brummte:„ Es giebt manchen guten Dienst, den sie vor jedem verbarg, der von der Brücke des Spitzhörndl Felde; im Schlachtgetümmel mußte ihm frei und leicht Einem der Teufel gesegnet." baches sich näherte. Nun fand sich auch Ambros ein und werden, meinte er. Der Kommissar hatte sein Geschäft beendet und es schien selbstverständlich, daß er die Führung übernahm. fuhr davon. Auch er ließ in dem höflich fühlen Ab- Die Weiber und Rinder, welche die Neugierde aus dem hervor, begleitet und gefolgt von einem Haufen Männer Jezt kamen hinter dem Gerichshause die Soldaten schied, den er vom Landrichter nahm, etwas von dem Dorfe herbei gelockt hatte, schickte er in die Häuser zurück und Weiber, und Ambros richtete sich straff auf. Dienste einfließen. Die Pflichten desselben seien oft schwer und ordnete seine Mannen in drei Haufen. Mit dem mitt scharfes Jágerauge zu erfüllen, aber das Herz dürfte nicht darein reden. leren, dessen Kommando er sich selbst vorbehielt, besetzte er bem Oberlieutenant den Soldaten vorausging. Von den erkannte den Pfarrer, der neben Ohne Herrn Moltenbecher eines Blickes zu würdigen, die Landstraße, wo diese bei Monthan mündete. Die beiden Bigilern, die dem Pfarrer das Geleit gaben, blieben all schwang er sich zur Thür hinaus. Salten Sie es für möglich, daß die Regierung in segen, sobald die Soldaten auf dem Wegeinschnitte bis dicht noch lange auf der Straße und schauten dem Zuge nach. anderen Haufen sollten rechts und links die Feldränder be- mälig die Einen und die Anderen zurück, aber sie standen München eine Vorstellung davon habe, welcher Werkzeuge vor das Dorf gerückt wären. Das Gamsmanndl übernahm An der Brücke machten auch die Leyten Halt und Herz sie sich in diesem Lande bedient?" fragte der Pfarrer und die Führung des rechten Hausens; die des linken vertraute Moltenbecher kehrte sich noch einmal zu ihnen und erhob Ambros einem Bauer mit langen weißen Haaren. Es war fegnend die Hände. Der Landrichter zuckte die Achseln. Wir wissen nur derselbe, der in jener für Ambros so verhängnißvollen Ge das Eine bestimmt, daß wir von diesen Werkzeugen feine mitternacht diesen gewarnt hatte, Gott nicht zu versuchen. Ambros ging eiligen Schrittes zu den Seinigen zurüd Schonung zu erwarten haben. Und so ist es ja auch gut, Reiner sollte von seinem Stußen eher Gebrauch machen, als „ Sie tommen," sagte er." Jeßt still und aufgepaßt!" daß wir jetzt einen dieser Wölfe kennen gelernt haben, die bis Ambros durch ein Schwenken seines Hutes ein Das Gamsmanndl that noch ein paar Züge aus seiner mit ihren Zähnen den Leib Tyrols zerfleischen." Zeichen gäbe. Lautlos standen die Eine ähnliche Vorstellung mochte auch der Kutscher des Schüßen, Ambros vor seinem Haufen. Er hatte seinen Ambros traf alle diese Anordnungen ohne viele Worte, Stutzen über die linke Schulter gehängt, während Kommissars mit seinem Fahrgaste verbinden. Als sie kurz und bestimmt, worauf er rechts über das Feld hinauf- Anderen die ihrigen schußbereit hielten. Die Soldaten, nämlich nach Monthan famen, wo sich bereits die Männer ging, um Ausschau zu halten, während die Anderen unter welche wohl froh sein mochten, aus St. Vigil weg zu sein, mit ihren Büchsen bei der Kapelle zu sammeln begannen manch rauhem Scherze ihre Flinten und Büchsen luden hatten ein Lieo angeſtimmt. Näher und immer näher tam und der Kommissar seinen Rosselenker nach der etwaigen und bereit machten. Bon St. Vigil tönte das Mittags der Gesang. Bedeutung dieser Erscheinung fragte, verfchte dieser treu- geläute über das Feld, aber es dachte dort heute wohl Nie- gefrorenen Schnee. Jetzt wurden der Oberlieutenant und Die Tritte wurden hörbar auf dem hart herzig, er wüßte nicht anders, als daß sie vielleicht eine mand an das Essen. Rein Rauch stieg dort aus den Schloten der Bfarrer sichtbar und hinter ihnen das erste Glied ber Wolfsjagd vorhätten. in die frostflare Winterluft, auch nicht von dem Häuschen Soldaten. broben, wo Stasi in diesem Augenblicke den Schutz der der auf ihn gerichteten Büchsenmündungen zurück und kom Herr von Reigenstein prallte bei dem Anblic Mutter Gottes für ihren Mann anrief. Ambros hatte ihr mandirte Halt. nur eilig zugerufen, als er sein Schießzeug von der Wand genommen, daß es der Befreiung des Pfarrers gälte, und den Weg?" fie hatte nicht versucht, ihn zurückzuhalten, obgleich ihr die seufzte, als der Kommissar sich entfernt hatte. Wölfe in Tyrol?" rief der Kommissar ungläubig. " Je, nun," grinfte der Kutscher vor sich hin, es brechen wohl zuweilen welche ins Land ein." " Henker! Bluthund!" erscholl es hinter dem Schlitten her und der Kommissar fragte wieder, was die Leute riefen? die Was soll das?" rief er.„ Warum versperrt Ihr mir ( Fortsetzung folgt.) gen ine die ufbe th abin cal wa ede ar on ch= Sen ige tent ten in ter nn ſei ter ier fer e; im en, ng n te, na uf ela bft Life rie m tt am 13 on pote ng แ ur en Be ng Der ng im er ch ag, en ht met ne ett Fer ap m sti 84 al Ene ng Je Did au och ng ei Die cen cht et en 14 er te er ch m ht en zer int ent en Il en ம். ob ct. 14 Ler pie en ie 11, 11, cts 1. er id 114 it " # am bet lokalen Demonftrationen sämmtlich vor. Wir find deshalb| Stimmung beisammen. Auch in unseren Nachbarorten nahm| boten. Um 8 Uhr sollte Ronzert stattfinden, da erschien der darauf angewiesen, bei der Veröffentlichung der Berichte nach das Maifest unter außerordentlich großer Betheiligung der Ar- Polizist und gebot die Fahnen sofort zu entfernen. Wir fügten denselben Grundfäßen zu verfahren, denen wir gestern gefolgt beiter einen würdigen Verlauf. Die Haftedter Arbeiter veran- uns auch hierin. Es waren an 200 Personen anwesend. Abends find. Zudem zeigt das Bild der Maidemonstration naturgemäß stalteten zu Nachmittags 3 Uhr einen Umzug, an welchem neben fand in dem Schneider'schen Zotale, hier, ein Ball statt. ein so einheitliches Gepräge, daß die einzelnen Feste nur in be- den in Hastedt domizilirten Arbeitervereinen auch die von Heme- Auf dem Rückwege nach diesem Lokale marschirten wir fonderen Fällen eine besondere Darstellung erheischen. lingen, Sebaldsbrück, Osterholz, Bahr theilnahmen. Selbst eine Alle die Chauffee entlang nach dort. Ein Genoffe aus Leiprig. Die Maifeier ist auch hier großartig verlaufen. größere Anzahl Arbeiter von Arften, Habenhausen und selbst von Roßla( es batten sich aus den Nachbarorten auch Ge Die Zahl der Theilnehmer war mindestens doppelt so groß( zirka Brinkum betheiligten sich am Fefizuge, der wohl reichlich nossen eingestellt) trug die Flagge zusammen gerollt, unterwegs aber entfaltete er sie langsam wieder, vor der Stadt aber nahm 27 000) als das vorige Jahr und die Stimmung durchweg eine 1000 Theilnehmer zählte. getragene, wie das Fest es erheischte. Freitag, den 1. Mai, Königsberg i. Pr., den 5. Mai. Berglichen mit der Feier er sie wieder zusammen. Auf einmal kam der Polizist im waren Volksversammlungen; Sonntag, den 3. Mai, Vormittags, im vorigen Jahr ist bei der diesjährigen Maifeier Sturmschritt hinter uns her, und fragte den unbekannten FlaggenAusflüge und Nachmittags fröhliches Zusammensein in dreizehn ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen. Während im vorigen träger nach seinem Namen. Er wurde ihm auch genannt. Auf Gartenlokalen, wobei jedoch keine Reden gehalten werden durften. Jahre der Einberufer einer öffentlichen Schuhmacherversammlung dem Rückwege vom Waldschlößchen wurde Halt gemacht und Im benachbarten Wurzen war Vormittags Ausflug, Nach- für den 1. Mai für diesen Tag in polizeilichem Gewahrsam ge- wir brachten auf die internationale Sozialdemokratie ein Hoch aus. In Frankenhausen mittags Versammlung, in der Liebknecht die Festrede hielt, nommen wurde, fanden diesmal am 1. Mai in unserem Ver- begeisterters und Abends gesellige Unterhaltung. sammlungslokal eine Voltsversammlung und eine Ver- Kyffhäuser betheiligten sich etwa 600 Genossen am Feft. LandGera. Die Maifeier verlief hier glänzend. Musterhafte Ruhe fammlung des sozialdemokratischen Bildungsvereins statt. Um tags Abgeordneter G. Apel hielt die Festrede. Von allen umund überaus zahlreiche Betheiligung ließ alle Hoffnungen der acht Uhr mußten die Räume für die Boltsversammlung, kurz liegenden Ortschaften waren Genossen erschienen. In mehreren Orten des Herzogthums Braunschweig Gegner zu Schanden werden. Am Freitag, den 1. Mai Abends darauf die für den Bildungsverein wegen Ueberfüllung abgesperrt fand in der Deutschen Krone" eine imposante Boltsversammlung werden. In der ersten Versammlung sprach Genosse Schulze, in wurde die Maifeier festlich begangen. In Blankenburg war vom statt, an der über 2000 Genossen und Genossinen Theil nahmen. der letzteren Genosse Quessel. Beide Versammlungen verliefen Arbeiter Bildungsverein die Festlichkeit arrangirt. In Abgeordneter Wurm sprach über den Achtstundentag. Am musterhaft unter Annahme der in der Maizeitung enthaltenen Schöningen war der geplante Aufzug verboten worden. Die Sonnabend hielt derselbe in Hohenleuben Volksversamm Resolution. Ausgezeichnet hat sich der Tag noch dadurch, daß Feier beschränkte sich deshalb auf eine im Freien abgehaltene In Helmab, am Sonntag waren die Geraer Genossen in zwei Lokalen man sehr viele Leute die Köpfe schütteln sah über die Vorkehrungen, Festlichkeit, bestehend in Gesängen und Vorträgen. in Frankenthal versammelt. Ueber 10,000 Arbeiter waren die getroffen waren; so rückte die Wache in mehr als dreifacher stedt fand ebenfalls eine sehr gut besuchte Festlichkeit statt. Aus folgenden Orten wird uns noch über den programmmit Frauen und Kindern hinausgezogen; ein Umzug war ver- Stärke auf und zahlreiche Militärpatrouillen durchzogen die Stadt, boten, doch hatten sich die Genossen in Scheubentro bsdorf während in den Abendstunden außergewöhnlich viel Polizisten in mäßigen Berlauf der Maifeier berichtet: Apolba( 500 TheilAschersleben( 400 Theilnehmer). Badenes sich nicht nehmen lassen, eine Ehrenpforte zu errichten. Die Festrede der Nähe des Münchenhofsplayes gesehen wurden. Dort befindet nehmer). hielt Abg, Wurm. Gleichzeitig fand in 3 wößen ein Partei- fich das Restaurant unseres Abgeordneten, Genoffen Schulze. Ba ben( 300 Theilnehmer; Rebner: A. Huber). Brundöbra feft statt, wo Abends ebenfalls Wurm sprach. In Pforten Von einer offiziellen Feier am Sonntag, den 3. Mai,( 200 Theilnehmer). Burgstädt in Sachsen( 200 Theilnehmer; werden, da es uns Redner: Reichelt). Crefeld( starte Betheiligung; zum ersten hatte der Bürgermeister für den 1. Mai einen Lampionzug ge- mußte leider Abstand genommen stattet. Auch im Oberlande( Schleiz und Umgegend) fanden nicht möglich war, ein Lokal zu bekommen. So zahlte ein Male rothe Fahnen in Crefeld). Danzig( 800 Theilnehmer). am 3. Mai Maifeste statt. Wirth, der sein Lokal gegeben, aber aus Furcht von dem Kontrakt Döbeln in Sachsen( 800 Theilnehmer; Redner: Abg. SchmidtFreiburg in Baden. Geringswalde, Chemnitz, den 4. Mai. Mir hielten unser Maifest in zurücktrat, dem Vorstand eines Arbeitervereins als Rontrahenten Burgstädt). Grüna ab. Um 4 Uhr waren an 8000 Personen im Saale und 100 M. Konventionalstrafe. Doch ein anderer Ausweg wurde 10. Wahlkreis( 300 Theilnehmer). Guben( 1000 Theilnehmer; Halberstadt( Theilnehmer 4500; Garten des Schützenhauses in Grüna beisammen, während noch gefunden. In einem bestimmten Lokal eines Bergnügungsortes Verbot der Festrede). Harburg( 7-8000 Theilnehmer). verschiedene Gruppen im Zuzuge waren oder sich in der Um- vor der Stadt, den Hufen, tamen über 1000 Personen zusammen, Redner: R. Dahlen). gebung in den Waldwegen ergingen. Da ein eigentliches Pro- trotz des schlechten Wetters, das an diesem Zage war. Nachdem Hartmannsdorf in Sachsen. Holzhausen bei Pyrgramm nicht aufgestellt war, so vergnügte sich Jeder nach seiner am Abend die Marseillaise gesungen war und die Genossen mit mont( 100 Theilnehmer). Kempten in Bayern( 200 TheilWeise, durch Gesang, Tanz und Einathmen der würzigen Wald- ihren Frauen den Heimweg angetreten hatten, tamen die nehmer). Lambrecht( 200 Theilnehmer; Redner Stabenreich). Ludwigshafen( 5 bis 600 Luft. Daß aber die große Masse die Bedeutung des Tages wohl Gendarmen. Dem Wirth des Lokals, der die Sozialdemokraten im ba ch( 1000 Theilnehmer). erkannt, zeigten am besten die Maimarken, welche von den in seinem Garten geduldet, wurde, als er am Dienstag bei dem Theilnehmer). Mittweida( Redner Gims). Osnabrück meisten Festtheilnehmern sichtbar am Hute getragen wurden und Gemeindevorsteher die Erlaubniß zum Tanz für den Himmel-( Verbot der Festrede). Penzig i. d. Lausitz( 80 Theilnehmer). ( 3000 Theilnehmer; Redner A. Agster). zu ertennen gaben, daß die Inhaber mit zu der Kriegstaffe des fahrtstag einholen wollte, der Bescheid:" Sie bekommen über Pforzheim Pinneberg. Pottschappel( 5 bis 600 Theilnehmer; Proletariats gespendet hatten, zu dem Fonds, der da mithelfen haupt feinen Tanz mehr." Horn). Quedlinburg( 400 Theilnehmer). foll, uns den Achtstundentag zu erringen. Zur Erhöhung der Zwickau. Von dem Rathe der Stadt Zwidau wurde noch Redner: Festesfreude flatterte auch bald eine rothe Fahne auf einer schlanken in legter Stunde der Fest tommers am 3. Mai ver Rathenow( 3000 Theilnehmer). Remscheidt( 1000 TheilRonsdorf( 700 Theilnehmer). Schwartau Fichte eines nahen Hügels. boten. Nachdem schon 8 Tage zuvor die polizeiliche Erlaubniß nehmer). ertheilt, auch der hierfür zu entrichtende Armenkassen- Beitrag ab-( 200 Theilnehmer; Redner Pape). Saalfeld( 1200 Theilgeführt war, wurde am Sonnabend Nachmittag dem Vertrauens- nehmer). Sorau( 300 Theilnehmer). Straßburg i. Elsaß mann an Polizeistelle das Verbot eröffnet. Nicht öfter als sechs( 400 Theilnehmer). Uetersen( Redner Stengele- Hamburg; mal wurde er vor dieses Forum geladen, um theils Auskunft zu Verbot der rothen Fahne und des Aushängens eines Lassalleertheilen oder Verfügungen zur Kenntniß entgegen zu nehmen. bildes). Wald. Wolfenbüttel( 800 Theilnehmer). Das Verbot wurde damit begründet, daß der Text der Maffengesangslieder zu Gesezesübertretungen geneigt mache. Auf die sofort erhobene Beschwerde erfolgte dann am Abend der Be fcheid, daß man das Konzert gestatten wolle, Lieder dürfen jedoch nicht gesungen, Ansprachen und Vorträge nicht gehalten werden. Das Konzert fand unter Theilnahme von 1500 Genoffen, einem Staatsanwalt, einem Gerichtsassessor, dem Herrn Bürgermeister, dem Polizeisekretär, einem Polizei- Wachtmeiner und mehreren Schuyleuten in Zivil statt, außerdem patrouillirten Schußleute in Gala- Uniform vor dem Lokale die Straße auf und ab. Unser Vertrauensmann Schmidt hielt eine mit stürmischer Begeisterung aufgenommene Ansprache. Kaffel, 5. Mai. Eine wahre Völkerwanderung fann man es nennen, welche am Sonntag nach der Hafenhecke bei Wolfsanger stattfand, denn wohl Zwölftausend Personen zogen hin, um die Maifeier zu begehen. Leider war es untersagt, Fahnen mitzunehmen oder Reden zu halten. Gegen 6 Uhr wurde die rothe Fahne, welche unter dem Ausnahmegesez nach der Schweiz in Sicherheit gebracht und von dem Züricher Delegirten zum Parteitag in Halle wieder zurückgegeben wurde, woselbst sie bei der Beerdigung des Genossen Baumgarten als Leichentuch diente, entfaltet. Nicht endenwollende Hochs begrüßten sie, als sie lustig im Winde flatterte; leider mußte fie bald wieder entfernt werden. " Barleben, 4. Mai. Am Sonntag, den 3. Mai, feierten auch die Arbeiter von Wolmirstedt und Umgegend den 1. Mai in Wolmirstedt; leider nicht ohne Schwierigkeiten. Als der Genosse Kater von Barleben beim Bürgermeister von Wolmirstedt, sowie beim Amtsvorsteher von Barleben einen Ausflug der Arbeiter von Barleben angemeldet hatte, kam sofort an ihn der Be scheid, daß der Ausflug als öffentlicher Aufzug zu verstehen sei und dieser nach den§§ 9 und 10 des preußischen Bereinsgesetzes verboten werde. Noch weiter geht der Wolmirstedter Bürgermeister: Dieser untersagte auch den Aufzug, weil die Anmeldung dahin ging, daß die Arbeiter von Barleben zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittags in Wolmirstedt eintreffen würden, in der Stadt fo wohl, wie auf allen öffentlichen Straßen. Theater. Friedrich Spielhagen's fünfattiges Trauerspiet In eiserner Beit hat eine weite Reife gemacht. Vorgestern ist es im Ostend- Theater glücklich gelandet. Glücklich, benn der Erfolg, den es errungen hat, war groß, viel größer als man nach den phrasenhaften Ausführungen des BourgeoisSchriftstellers erwarten durfte. Die Gesinnungsgenossen des Herrn Spielhagen applaudirten, und damit glauben wir genug über den Inhalt des Stückes gefagt zu haben. Die Regie gab sich wohl Mühe, den Anforderungen des Dichters zu genügen, sie konnte denselben aber leider nicht in vollem Maße entsprechen. Besser war die Darstellung. Die Hauptrolle spielte Fräulein Marcella Feldern als Gast. Ihre Erscheinung war für die Patriziertochter durchaus geeignet und sie gab dieselbe mit großer Gewandtheit und voller Empfindung. Der dritte Aft brachte ihr einen stürmischen Applaus. Auch die Herren Deser und Ziefner verdienen rühmlich hervorgehoben zu werden. Rücken Sprechlaal. fet niemals Kiel, 8. Mai. Maifeier. Zu der hier am 8. Mai statt gehabten Maifeier hatten die Behörden die umfassendsten Anord. nungen getroffen. Das Militär war in den Kasernen tonfignirt und 200 Mann mit scharfen Patronen ausgerüstet. Urlaub wurde an diesem Tage nicht ertheilt; jeder Mann mußte um 10 Uhr in der Kaserne sein, die um diese Zeit einer strengen Revision unterworfen gewesen sein soll. Nach dieser Zeit sah man nur Patrouillen unter Führung ihrer Offiziere die Stadt durchkreuzen. Selbst die nach den beiden Festlokalen führenden Straßen waren für das Militär streng verboten. Desto lebhafter bevölkerten sich diese schon von 4 Uhr Nachmittags an mit den Massen der Arbeiter, die mit Weib und Kind den beiden Lokalen zuströmten. Schon kurz nach der festgesetzten Zeit waren die Säle von Festtheilnehmern gut befeht. Ungeachtet dessen strömten immer neue Trupps nach, so daß schon gegen 7 Uhr alle Räume vollständig überfüllt waren. Von dieser Zeit an bis gegen 10/8 Uhr dürften die Festtheilnehmer in beiden Lokalen, Die Redaktion ftellt die Benugung des Sprechsaals, sowett ber Raum dafür abzus sowie diejenigen, die beständig von einem Lokale zum anderen pilgerten, um einen besseren Platz zu erhalten, die Zahl von Aber troß alledem zogen die Arbeiter von Barleben zwar geben tft, bem publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifiziert zu werden. 8000 bis 9000 Personen erreicht haben. Der frohen und festlichen nicht geschlossen nach Wolmirstedt, aber von Mittags 12 bis Intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem In Nr. 103 des Vorwärts", zweite Beilage, Gerichtszeitung, Stimmung der Festtheilnehmer entsprechend war auch das Aus- 3 Uhr war fortwährend die Straße von Barleben nach Wolsehen der mit Guirlanden und Kränzen geschmückten Räume. mirstedt, dieser Hochburg der Konservativen, mit wandernden findet sich ein Verhandlungsbericht der Beleidigungsflage Bierk Vor der Bühne des„ Elysium3" war auf einem roth deforirten Genossen und Familien angefüllt, so daß das Lokal" Stadt Prag" wider Schmidt. Da derselbe nicht ganz objektiv gehalten ist, Bostamte die mit einer rothen Schleife umgebene Büfte Laffalles mit mehreren Hundert Barlebener Genossen befest war. erlaube ich mir als Betheiligter nachfolgende Ergänzungen resp. aufgestellt. Ueber dieser war die am Freitag Abend in dem Auch kamen von fast allen umliegenden Ort: Richtigstellungen. Ich habe die betreffenden Aeußerungen, die meine VerWurm'schen Lokale dem Maikomitee überlieferte Fahne der schaften die Arbeitsbrüder einzeln herbei, sowie urtheilung zur Folge hatten, auf Grund von Mittheilungen der früheren Gewerkschaft der Metallarbeiter angebracht worden. Jm auch mehrere Genossen von Wolmirstedt. Es war dies die erste Maifeier in dieser Stadt. Sie ist zum Busmanschen Eheleute, Wrangelstr. 9, gethan. Frau Wusman, Englischen Garten" war das Aushängen der fozialdemokratischen ebenfalls früheres Vorstands- und Streiffontroll RommissionsVereinsfahne untersagt worden.-Jm„ Elysium" sprach Genoffe größten Theil den Genossen vom Lande zu verdanken. Gr. Berkel bei Hameln, 3. Mai. Auch hier haben es die mitglied, erklärte nun vor Gericht, daß ihre mir gemachten MitHeinzel. Solingen, den 5. Mai. Tausende und Abertaufende Menschen Arbeiter sich nicht nehmen lassen, das Maifest in würdiger Weise theilungen wissentlich unwahrheiten seien. Meine Behauptungen zogen vorgestern in die weiten Räume der St. Sebastianus zu feiern. Anfänglich war beabsichtigt, am heutigen Lage ein über das Vorleben der Frau Viert wurden durch das Zeugniß Schützenhalle, um an einem Fefte theilzunehmen, welches die fort- öffentliches Lanzvergnügen, verbunden mit einer Festrede, in der Frau Renz, Reichenbergerstr. 158, bestätigt. Frau Bierk geschrittenen Arbeiter Europas und Ameritas fast gleichzeitig welcher auf die Bedeutung des heutigen Tages hingewiesen wer- erklärte vor Gericht unter Thränen dem Frauenverein nur durch feierten. Leider reichte die Festhalle nicht aus, um alle diejenigen den sollte, abzuhalten. Doch der Mensch denkt und das Land- Ueberredung beigetreten zu sein, jetzt habe sie demselben auch gelehrt, ihr Mann Personen, welche mitfeiern wollten, in fich aufzunehmen, weshalb rathsamt lenkt. Ein öffentliches Vergnügen durfte an diesem ben ( Es war dieses zwar Don ganze Schaaren wieder umkehren mußten. Die Festrede hielt Tage nicht stattfinden. Darauf zeigte der Vorstand des hiesigen Sozialdemokrat gewesen. Nachdem Frau Wiert noch den Abg. Schumacher. Auch in Ohligs bei Solingen war eine Wahlvereins dem Landrathsamte an, daß der Verein am teiner Seite behauptet.) heutigen Tage ein Vereinsvergnügen abhalten werde und daß Richtern mitgetheilt hatte, daß ich ihr unberechtigter Weise Maifeier veranstaltet, an der sich 350 Genossen betheiligten. Da Branntwein verfauft hatte, wurde mir anheimgegeben, mich mit Breslau, den 5. Mai. Der 3. Mai verlief für die Bres- während desselben auch eine Festrede gehalten würde. Lauer Sozialdemokratie ausgezeichnet. Es war ein Tag, der das wir nun aber bis zum Sonnabend Nachmittag vergeblich auf derselben zu einigen, und Seitens des Rechtsanwalts gesagt, ich Klassenbewußtsein der Arbeiter mit einem Schlage mächtiger auf eine Antwort gewartet hatten, begab sich der Genosse Heine- tönne ja Frau Vierk um Verzeihung bitten. Ich gab die Errüttelte, als dies durch eine lange Reihe von politischen und ge- mann auf das Landrathsamt, um sich dort zu erkundigen, flärung ab, daß es mir zwar nicht gelungen sei, die Beweise, ob uns auch keine Schwierigkeiten in den Weg gelegt würden. welche das Gericht für meine Behauptungen verlange, zit er werkschaftlichen Versammlungen möglich gewesen wäre. Langenbielan, 4. Mai. Die gestrige Maifeier für den Kreis Hier wurde ihm nun mitgetheilt, daß eine Festrede nicht gehalten bringen, daß ich selbst aber von der Wahrheit derfelben überReichenbach ist großartig verlaufen. Feftzug von 6000 Personen, werden dürfe. In derselben würde jedenfalls auf die politischen zeugt sei. Infolge dessen würde ich mich selbst für einen Lump Resolution einstimmig angenommen. Polizei war weder beim Verhältnisse angespielt, und dies dürfe, da Frauen und Kinder halten, wenn ich Abbitte leisten würde. Sodann erfolgte meine Festzuge, noch beim Feste selbst anwesend; es verlief ohne die auf dem Feste anwesend sein würden, nicht gestattet werden; auch Berurtheilung zu 50 m, oder 10 Tage Perleberg. leiseste Disharmonie. Im Kreis Neurode, der zu unserem Wahl- dürften in dem Festlokale keine rothen Fahnen entfaltet werden. freise gehört, hielt Genosse Baginsti die Festrede; der Verlauf Genoffe Heinemann, welcher diese Antwort erwartet hatte, meldete der dortigen Feier war ebenfalls würdig, zirka 1000 Perfonen iezt eine öffentliche Volksversammlung an, erhielt aber zur Antwaren anwesend, die Resolution fand ebenfalls einstimmige An- wort, daß es hierzu schon zu spät sei, denn diese müsse mindestens nahme. Zur Vorfeier fand hier am 1. Mai Abends eine Bolts- 24 Stunden vorher angemeldet sein. S. wies darauf hin, daß die Versammlung nicht, wie dies bei der Festrede beabsichtigt versammlung ftatt. Bremen, 4. Mai. Die Feier verlief hier in würdigster war, heute Nachmittag, sondern heute Abend 8 Uhr stattund erbat sich die sofortige Bescheinigung, Weise. Wir dürfen, Angesichts der folossalen Betheiligung, welche finden sollte sich in der Stadt wie in der Umgegend zeigte, getrost behaupten, welche ihm nun auch ausgestellt wurde. Das Fest begann heute Es heißt in demselben, daß die bem Verbande angehörenden daß unsere gesammte Arbeiterschaft an dieser prächtigen Maifeier Nachmittag um 4 Uhr in dem mit grünen Tannenzweigen und theilgenommen hat. Hier in der Stadt fanden zunächst und zwar dem Bildniß Ferdinand Lassalle's geschmückten Saale der Wittwe Vereine für möglichste Beschleunigung zur Bildung von Arbeite Nachmittags 8 Uhr im Kasino und in der Tonhalle Volksver- Burmühlen. Nach Beginn des Festes erschienen die beauftragten rinnenorganisationen einzutreten haben. Nun lautet der Beschluß fammlungen statt, die trotz der frühen Stunde von zusammen Beamten, um sich durch Augenschein zu überzeugen, ob nicht die des Verbandstages jedoch wesentlich anders und zwar: Sämmtzirka 5000 Bersonen besucht waren. Im Rasino sprach unser so sehr gefürchteten rothen Fahnen in dem Lofale ausgehängt liche für uns in Betracht kommende Arbeiterinnen sind innerBertreter im Reichstage, Julius Bruhns, in der Tonhalle Redak- feien. Abends furz nach 8 Uhr fand dann in demselben Lokale, halb des Verbandes zu organisiren; es bleibt den einzelnen Verteur Chr. Gottlieb. Nach einstimmiger Annahme von Resolutionen, nachdem die Kinder und jugendlichen Personen unter 16 Jahren einen überlassen, darüber Beschlüsse zu fassen, ob sie dieses in welche das Einverständniß der Versammelten mit den vom inter- entfernt waren, die von Frauen und Männern gut besuchte Ver- selbständigen Arbeiterinnenvereinen thun wollen, oder ob sie diefelben einfach in ihre bereits bestehenden Vereine für alle im nationalen Arbeiterfongreß zu Paris aufgestellten Forderungen fammlung statt. Hartha i. Sachsen, den 5. Mai. Die für den 1. Mai an- Fach beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, deren Statuten erklärten und nach einem begeisterten Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung schlossen beide imposante Versammlungen unter gemeldete Bolfsverfammlung, in welcher Frau Rohrlack sprechen dem gemäß geändert sind, aufnehmen wollen. Für uns, die wir dem Absingen der Marseillaise. Nachdem so in der würdigsten follte, wurde eines Formfehlers halber verboten. Beim Ausflug ftets für Zentralisation eingetreten sind, für uns, die wir vor allen Weise von den Arbeitern der ernsten Bedeutung unseres Maitages am 8. Mai waren nur ca. 200 Personen betheiligt, doch in der Dingen dafür zu forgen haben, daß das Solidaritätsgefühl zwischen gedacht war, kam nunmehr auch die Festesfreude, das Bergnügen gestern, am 4. Mai, abgehaltenen Boltsversammlung, wo nun Arbeitern und Arbeiterinnen möglichst gestärkt und gehoben wird, zu seinem Rechte. In den fünf großen, prächtig dekorirten Frau Rohrlack referirte, waren ca. 500 Personen anwesend und fommt selbstverständlich nur das Lettere in Betracht. Ich er Lokalen, welche von den Bremischen Arbeitern für das Fest ge- die den Achtstundentag betreffende Resolution wurde einstimmig fuche daher alle Arbeiterinnen und alle Arbeiter, welche in Buchbindereien und verwandten Berufszweigen thätig sind, sich miethet waren, wogten mit Beginn der Abendstunden große angenommen. Massen der Festtheilnehmer in freudigster Stimmung. Treffliche Kelbra Kyffhäuser. Am Sonntag, den 3. Mai, feierten wir diese Frage recht reiflich zu überlegen und vor allem ohne AusGesangsvorträge und heitere Tanzweisen sorgten für Unterhaltung im Waldschlößchen im Kirchthal zu Kelbra das Arbeiter- Maifest. nahme so zahlreich wie irgend möglich am Montag, den 11. d. und Amüsement im reichsten Maße und bis in die späte Nacht Wir hißten früh 9 Uhr eine große und eine kleine rothe Flagge. Mts., in Feuerstein's Salon( Näheres Annonze) zu erscheinen, hinein hielt das schöne Fest die Theilnehmer überall in fröhlichster Der Aufzug war uns polizeilich untersagt, und jede Rede ver Mit kollegialischem Gruß: Louis Meyer, Veteranenstr. G. W. Schmidt, Wrangelstr. 141, Sozialdemokrat vor wie nach der Bernrtheilung. * An alle in Buchbindereien und verwandten Berufszweigen beschäftigten Arbeiter und Ar. beiterinnen: Bezugnehmend auf den Bericht im Vorwärts" betreffs des Verbandstages, sehe ich mich genöthigt, eine darin enthaltene Unrichtigkeit richtig zu stellen. 2 9 ฐ 1133 t t e 96 li ע 129 e a น I r b S 21 Theater. Donnerstag, den 7. Mat. Opernhaus. Zannhäuser und der Neue Welt, Bergfchloß- Brauerei, Hasenhaide. Gente, Donnerstag: 730b reitag: Der Troubabour.g. Grosses Konzert, ausgeführt von der Haustapelle unter Leitung But: Ballonfahrt des Herrn Oito. Füllung 1 lbr. Schauspielhaus. Das Räthchen von Heilbronn. Freitag: Der neue Herr. Leffing- Theater. Thermidor. Freitag: Sodoms Ende. Berliner Theater. Nachmittags 1/23 Uhr: Punkt Beginn der Die neue Vogelwiese mit zahllosen Sehenswürdigkeiten. Kinder in Begleitung Erwachsener frei. Entree 25 Pf. 11: Der Welchentreffer. Th. Keller's Hofjäger Ber Abends 1/28 Uhr: Schuldig. Freitag: Uriel Acosta. Deutsches Theater. Krieg im Frieden. Freitag: Die Welt, in der man sich langweilt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Weib. Des Zeufels Freitag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Dr. Jojo. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance Theater. Der Giftmischer. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Hasenhaide Bergmannstr.- Ecke. Heute, Donnerstag, den 7. Mai 1891( Simmelfahrtstag): Gr. Militär- Konzert, Im großen Saale Unferm Freund und Kollegen Hermann Central- Kranken- u. Sterbekaffe Schwerin zu feinem heutigen Wiegenfeft ein donnerndes Hoch, daß die Grünthalerstraße wadelt, wünschen Dir Deine legen aus der Getrage. Sermon, der Tischler u. s. w. Oertliche Urmaltung Selis r Mitglieder- Versammlung wirth A. Linneken, zu seinem bei Bolzmann, Audreaskraße 26. laß gießen. F. M. H. U. H. S. G. D. Unserm Gen. u. Statbr. dem Flötenmorgenden 38. Geburtstag ein dreifaches Hoch, daß die Flöten higen und die Affen v. Bier u. Wein figen. 731b] Die Skatbrüder Nullouvert. Gen. Alex. schnell' ne Flöte, Aber mach, es ist schon späte, Denn Du weißt um 1/42 Kommt die heilige P. Ball. Gegenerklärung. von der Kapelle des 4. Garde- Regiments zu Fuß unter Auf dem Marionetten- Theater: Eröffnungsvorstellung.- Volksbelustigungen. Leitung ihres Kgl. Musik- Dirigenten Herrn A. Bergter. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 15 Pf.( Vorverkauf 10 f.) An den Pfingsttagen: Gr. Früh- u. Nachmittags- Konzerte. Neue Walhalla. im Ausstellungs- Park Jafenhaide. Sommer- Theater Heute, Donnerstag, den 7. Mai, Himmelfahrtstag: Thomas- Theater. Der Midionen 3 Gr. Vorstellungen. bauer. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. In eiserner Zeit. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Borstellung. 6 Uhr Früh: Früh- Vorstellung. 4 Uhr Nachm.: Extra- Nachm.- Vorstell. 7 Uhr Abends: Gala-Festvorstellung. 11 In allen drei Vorstellungen: Mons. Loisset mit feinen dressirten Klapperstörchen, Gänsen und Affen. Madm. de Clairmont, schneidigfte Chansonette der Welt. Ardel u. West, genannt die Bulu- Kings", m. einer neuen hochfomischen Pantomime ,, Leben in Afrika". Gustav Rose, Gesangs- Humorist. Three Brothers Franklin, Champion Parterre Akrobaten und Kopf Equilibristen. Geschw. Bertini, Gesangs- und TanzDuettisten. Frl. Waldowski, weiblicher Romifer. Little Franklin, Miniature Gymnastiker, Lawinensturz aus fünf Meter Höhe. Universal- Humorist Edi V Bierhallen Rennert, Instrumental- und GesangsBratweil'sge Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernsängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 659 L F. Sodtke. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Romifer. Rapelle: Musikdir. Bachhofer mit dem Hausorchester. Entree 30 P., Parquet 50 Pf., Sperr fis 75 Pf., Loge 1 Mart. Rasseneröffnung: 1 Stunde vor Beginn einer jeden Vorstellung. Avis: Die Kaffeefüche ist ununterbrochen geöffnet. Rheinländischer Tunnel, gen. Die fidele Nagelkiste" Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Ausschant von vory. Lagerbier à Seidel 10 Pfg. bei guter musikalischer Unterhaltung u. aufmerksamer Bedienung. Urgemüthliche Kneiperei. H. Schultze( mit'n k). Bestellungen auf Musik für jedes Vorkommniß werden im Lokal entgegengenommen. 565L Allen Parteigenossen empfehle mein Passage- Panopticum. Restau Unter d. Linden 22/23. 11-1 u. 5-9 U. Knabe mit 2 Köpfen. Esau- Lady. Im Spezialitätenrant zum rothen Meer 641L] A W. Haugk, Boechstr. 12. Grust Gründer's Festsäle ( vorm. Schnegelsberg) Hasenhaide 21 und Jahnstraße 8.. Jeden Sonntag, Montag und MittTheater 6-10 Uhr: woch: Ball in brei Sälen. Såle bis Neu! Minnie Caß, au 3000 Personen zu Festlichkeiten, 10jährige Soubrette. Vereine und Versammlungen zu fou Gebr. Forès, In- lanten Bedingungen. strumentalisten. Sgr. Rappo, Jongleur. Ilta Scherz. Laura Zimmermann. Sigmund Stein. Mr. Wrighton. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165. J Lappländer 136b Beste Kost, Gierspeisen, Gemüse vorzügl. Mehl, Milch., bietet das Vegetarische Speisehaus, Wilhelmftr. 29/30). lofterstraße 10, L.( Ecke Kaiser 537 b Sonntags geschlossen. A. Froelich. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm, Station Zoologischer Garten. Heute, a. Himmelfahrtstage: Zwei grosse Vorstellungen. Um 4 und 7 Uhr: Wettrennen, Steeple- Chase, röm. Wettfahren und Wettreiten. Urkomisches Ponny- Rennen. Lockart's 6 Riesen- Elephanten. Mr. Rivalli der Feuermensch im brennenden Eisenkäfig. Die fliegenden Fernandez. Geschw. Onatis. Brothers Stelling. Moser Truppe. Miss Newsome m. i. dress. TandemSpring- Pferden. Ferner: Auftreten d. gef. KünstlerBersonals. Jm großen Parke: Grosses Militär- Konzert. Entree 50 Pf. Reserv. Pläge 1 u.2 M. Logen 3, 4 u. 5 M. Borverkauf im Invalidendant. Bequeme Pferde-, Stadt- und Dampfbahn- Verbindungen. Geschäftshaus S. Heine. Chauffeestraße 14 Die schönsten[ 588L Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, sowie Morgenröde, Unterröde, Trikottaillenu. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig Massbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Chauffeestraße 14 Geschäftshaus S. Heine. Die Berliner Blousenfabrik erflärt, daß wir unseren Leuten einen Wochenlohn von 10 Mark zahlen. Zages- Ordnung: 1. Statutenberathung. 2. Wahl eines Delegirten zu der am 14. Juni und folgende Tage in Halle a./S. stattfindenden Generalversammlung. 3. Verschie denes. Der wichtigen Tagesordnung wegen darf kein Mitglied versäumen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 306/4 Die Ortsverwaltung. Central- Kranken- u. Sterbetase der Labakarbeiter Deutschlands. Filiale Berlin I. Sonnabend, 9. Mai, Abends 9 Uhr: Mitglieder- Versammlung Elisabethstraße 29. Dies ist eine Unwahrheit. Ein Wochenlohn von 10 M. wurde bei uns zu der Zeit gezahlt, als der Inhaber der Berliner Blousenfabrik Herr Simonsohn noch Mitinhaber unserer Firma Zagesordnung: 1. Abrechnung vom war und als er als eigentlicher 1. Quartal. 2. Verschiedenes. Rapitalist unseres Unternehmens selbst 733b alle Raffenangelegenheiten in der Hand hatte. J. A.: A. Motes. 729b Kranken- und Sterbekasse des Jest zahlen wir durchweg höhere Löhne und haben die beiden in Frage kommenden noch nicht 17 Jahre Vereins der Former. Sonnabend, den 9. Mai, Abends alten Laufburschen, intl. einer Extra- 9 Uhr, im Kaffenlokal Gipsstr. 3: Ausserordentliche Vergütung für Mittagessen in den letzten beiden Wochen folgende Beträge baar General- Versammlung. ausbezahlt erhalten: Wilhelm Schipull 16,35 Mark und Der wichtigen Tagesordnung halber 16,70 M., Richard Willhaus 17,60 M. ist das Erscheinen aller Mitglieder er wünscht. und 16,70 M. Der Vorstand. Wir überlassen es dem Urtheil unſerer geehrten Kunden, ob es eine Freie Vereinigung der ehrenwerthe Konkurrenz ist, die solche falschen Verdächtigungen ausstreut, und die fich seit Langem bemüht, uns Run den wegzukapern, trozdem sie weiß, daß uns die Erlangung dieser Kundschaft ein Geldopfer von nahezu 2000 Mart gekostet hat, und die uns nie, auch in feinem einzigen Falle, ein solches Vorgehen nachsagen tann, da es uns ein angeborenes Anstandsgefühl versagt, anders als auf dem geraden Wege in den Besitz von Kunden zu gelangen. Neue Königsstraße 17. Berliner Handtuch- Lieferungs- Juftitut. Inhaber: L. Eigner. H. Matthées, 604b Nr. 70. Grüner Weg Nr. 70, nahe der Koppenstraße. Spezial- Geschäft für Mehl, Mühlenfabrikate, Hülsenfrüchte, Vogelfutter, Taubenerbsen, empfiehlt nur beste Waare zu billigen Preisen. Von 5 Pfund ab Engros- Preise. Rohtabak empfiehlt 114b Rud. Seiffert, Reichenbergerstr. 171. Sophabezüge- Refte unter Rostenpreis. Fabrit von Hille, Bimmerftr. 86, Hof part. 516L Wirklich seine Tisch- Butter à Pfund 100 Pfg. Allerfeine Schuh- u.Stiefel- Lager empfiehlt Badbutter& pfb. 90 Bfg. Große Limburger, zirka 2 Pfd. schwer und ganz reif, Stück 80 Pfg. Holl. Käse à Pfd. 60 Pfg. verkauft die Butter- Handlung von 726b Bernhard Müller, 1. Neue Rojstr. 1. = Ich zeige hierdurch an, daß ich die Rester- Handlung. Vertretung der Brauerei Billige Rester zu Knaben Anzügen von 1 M. an, sowie zu großen Anzügen von 6 M. an bis zum feinsten Sommermänteln, Sammt, Seide, Plüsch, Rammgarn, sowie Rester zu Regen- und Evora& Meyer in Fürth i./B. vom heutigen Tage übernommen habe aus den nordischen Schneegebirgen. Vertrauen auf mich übertragen zu und bitte, das Herrn Hering geschenkte wollen. Ohne Extra- Entree! G Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. RICHSHAIN Aktien- Brauerei O. Linke. Bestellungen sind zu richten an Evora& Meyer, Berl. Lagerhof 3, und Otto Linke, Forsterstr. 45. Atlas( alle Besaz- Artikel), Trifot zu Taillen, alle Farben; auf Wunsch Alles zugeschnitten, auch angefertigt, empf. 577b Karle, Waldemarstr. 66, part. 11, Friedrichshain Rummelsburg, Berliner St. E. Strauss, Schneidermtr., Königsthor. Großes Militär Konzert. und Gönnern meinen schattigen Garten, 2 neue Regelbahnen und Raffeeküche, großen Zanzsaal aufs Beste. Hochachtungsvoll 725b W. Borchmann. Allen Freunden und Genossen die Arnold. ergebene Mittheilung, daß ich das Anfang 4% uhr, Restaurant Langestr. 70 Eintritt 30 Pf.( früher Heindorf) fäuflich erworben Programm habe und bitte, das dem Genoffen Hein unentgeltlich. Dorf geschenkte Vertrauen auf mich gütigst übertragen zu wollen. Zimmer, für Blumenstr. 46, part.,[ 655 L empfiehlt sich zur Anfert. eleg. HerrenGarderoben. Für guten Sitz u. saubere Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen in grosser, geschmackvoller Auswahl. Roulante Zahlungsbedingungen! Kunststickerei, Bilderhandlung, Bildereiurahmung Fröhlich& Richter, von 57b Berlin O., Nr. 65. Grüner Weg Nr. 65. Anfertigung sämmtlicher Stickereien. Spezialität: Sozialdemokrat. Sinn Zu Partien: 6451 Vereine passend, noch frei. Vor- sprüche, Lager von Bildnissen hervor. Cognac, Schoppen à 1,00 Mart. wärts"," Berliner Volks- Tribüne" und ragender Parteigenossen, sowie allen Bildern sozialdemokratischen Genres. Franz Beyer, Prinzessinnen- Gewertſchaftsblätter liegen aus. strasse 15. 694 Die Beerdigung des Restaurateurs Paul Bogasch. A. Manthey, Linienstraße 245, nahe der Neuen Königstr.[ 537b A. Goldschmidt, Rohtabat Spandauerbrüde 6, am hiesigen Blaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hace'schen Markt.[ 746 rungen empf. den Genossen G. Kleist, Bereinsabzeichen, Stempel u. GraviWaldemarstr. 48. 896b Seifensieder und Berufsgenossen. Sonnabend, den 9. Mai, Abds. 82 Uhr, im Lokale des Herrn Scheffer, Inselstr. 10: Mitglieder- Versammlung. Zagesordnung: 262/7 1. Vortrag des Herrn Robelenzer. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 4. Entrichtung der Stiftungsfeft. Monatsbeiträge. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes. Es ist Pflicht der Mitglieder in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen, da der Arbeitsertrag vom 1. Mai noch zu entrichten ist. Gäfte find willkommen, Der Vorstand. Wanderversammlungen bes Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen am Montag, den 11. d. M., Abds. 8/2 hr, in den Industriehallen Mariannenstr. 31/32. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bern Stein, pratt. Arzt, über: Schwindsucht. 2. Zwede und Ziele des Lehrkursus. 3. Verschiedenes. Männer und Frauen haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Sonntag, den 7. Juni, Nachmittags 5 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobr. 75: Versammlung für Männer und Frauen. Vortrag und gemüthliches Zusammensein. Der Vorstand. 693 L Soeben erschien: Frisch voran! genannt: Arbeiter- Marsch. ( Trio- Marseillaise.) Für Klavier zu 2 Händen komp. von H. Karoly. Op. 11. Richard Laun, Berlin 0., Grüner Weg Nr. 17. Musitalien- Handlung. Liefer. vieler Männergefangvereine. Stand für Karoussel, Schaufel, Würfelbude find zu vergeben bei W. Schölzel, Fürsten Wolfgang, 735b früher Laue, Lichtenberg. Ein Korbmachergeselle( auf Groß geschlagenes) findet lohnende Beschäft. 3. Preber, Rummelsburg, Prinz Albertstr. 3. 162M Finken 1 M., schlag. Reitzug- Finken aller Art bill. Tauben, Meerschweine. 716b Auch Kauf und Tausch. Koppenstr. 90, of 1 Tr., Thierhandl. dauernde, lohnende Stellung. Ein Schmelzer, tüchtig, findet sofort Hofen, Knabenanzüge, Arbeitssachen A. Friedrich, Prinzessinnenstr. 8 Wilh. Pahr, Elisabethkirchstr. 8. 2 dem Hause, Kinderwagen. Andreasstr.23,§.p. nur solche, a. Jackets, Promenads, Raus Größtes Lager Berlins geübte Mäntel- arbeiterinnen Ein Kind wird in Pflege genom. bei dagen fucht Lohrmann, Müllerstraße 4. Krohn, Friedrichsberg, Chaussee 21a Stepperin außer dem Hause, geübt Seitenfl., 2 Trp. 165M auf ordinäre Treffors, Großwaare, fucht 167M] H. Adam jr., Prinzenstr. 33. Kleines Tanz- Lokal Junger Kellner( Gen.) der schon in fofort zu verkaufen. Auskunft ertheilt Barteilofal gearbeitet, sucht Stellung. Expedition, Bandelftr. 23, 724b Offerten unter H. 19, Postamt 23, Artillerieſtr. 27. 8-20, 5-7, Sonnt. 8-10. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Berlin, erbeten. 737b Geübte Präger u. Prägerinnen auf Anständ. Herren find. gute Schlafft. Silberstein, Elisabeth- Ufer 44.[ 164M Geübte Kartonarbeiterinnen verl. Guts Weißenberg, Fürstenwalderstr. 17, III I. Grünfram mit Bierverlag u. FrischAlbert Ruden findet nicht von der emis- Bureau des Königl. Preuß meine Rind- u. Schweineschlächterei taufen, Lehrterstr. 53. Amtsrichters a. D., in freundliche Erinnerung. 732b 38P Bringe meinen Freunden u. Genoffen bier- Verkauf ist sofort billig zu ver mann u. Meyer, Mendelssohnftr.2.[ 689L Tücht. Marmorschleifer verl. F. Prieß, Bergmine des Jerufalemer Kirchhofs, Auth, pilfe in allen Angelegen. Unbe- Zentral- Markthalle Stand 148.inderwagen, grat, Dranienfft. 3, Metall- u. Eiſendreher z. Marmordreb. straße, statt. Carl Aurin. im Korbgeschäft. größtes Lager, Landsberger Allee 19. 728b mittelten unentgeltl. Auch Sonntags. 527 L 702b verl. F. Prieß, Landsberger Allee 19.[ 37P Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 105. Parlamentsberichte. Lohmann. Deutscher Reichstag. Nach unerheblicher Debatte wird§ 120e mit diesem Antrage angenommen. Abschnitt 2 regelt die Verhältnisse der Gesellen und Gehilfen. §§ 121-124 a werden ohne erhebliche Debatte im Wesentlichen unverändert angenommen. § 124b setzt für den Fall, daß der Gefelle oder Gehilfe rechtswidrig die Arbeit verlassen bat, eine firirte Entschädigung fest, welche in Höhe des ortsüblichen Tagelohns, höchstens jedoch für eine Woche vom Arbeitgeber verlangt werden fann. Diese Forderung soll an den Nachweis eines Schadens nicht gebunden sein. Die Abgg. Auer u. Gen. beantragen die Streichung des Ohne Debatte wird der Paragraph unverändert an genommen, ebenso die§§ 125-184, nachdem Abg. Singer Den sozialdemokratischen Antrag auf Streichung des§ 134 Abs. 2, wonach die Verwirkung des Lohnes den Fall eines Kontraktbruchs über einen durchschnittlichen Wochenlohn hinaus nicht ausbedungen werden darf, zurückgezogen hat. § 124 b. Donnerstag, den 7. Mai 1891. " 8. Jahrg. müffen, wie fie fie im§ 153 vorgeschlagen hatten und sind darin schluß zweiter Lesung wieder umwirft. Die Vorlage wollte den bestärkt worden durch die letzten Vorgänge beim Bergarbeiter doppelten ortsüblichen Tagelohn; ich erreichte in der Kommission streik. Auch hier ist die Arbeitseinstellung unter Kontraktbruch die Fixirung des einfachen ortsüblichen Tagelohns. Die jetzige erfolgt, während kein Grund vorlag, die Kündigungsfrist nicht zu unterscheidung zwischen erheblichen und weniger erheblichen 116. Sigung vom 6. mai, 11 Uhr. halten. Die verbündeten Regierungen haben hiernach von Neuem Delikten ist eine unglückliche; weder die erheblichen Verstöße gegen Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Berlepsch, erwogen, ob das Gesetz ohne den§ 153 überhaupt annehmbar die guten Sitten, noch der Begriff der Ordnung im Betriebe und fei; die Aufforderung, es abzulehnen ist an sie von verschiedenen der Ordnung des Betriebes find flare, unzweideutige Begriffe, Neu eingegangen ist die allgemeine Rechnung für 1887 und Seiten gerichtet worden. Wenn sie dieser Aufforderung nicht sondern es sind Spitfindigkeiten, welche in die Arbeitsordnung der Vertrag mit Italien betreffend die Befugnisse der beider Folge leisten und das Gesetz nicht für unannehmbar erflären, die größte Willtür einführen. Jedenfalls wird ein großer seitigen Konsuln zur Vornahme von Eheschließungen. so geschieht das in der Erwägung, daß man das ganze Gesey Theil der Freisinnigen diesem unangebrachten Kompromiß nicht In dritter Berathung wird der Gefeßentwurf betreffend das nicht deshalb fallen lassen soll, weil andere gleichfalls für noth- zustimmen. Rechtsschuldbuch ohne Debatte unverändert genehmigt und wendig gehaltene Bestimmungen nicht zu erreichen sind. Es ist Abg. Möller( nl.): Ich habe schon in der zweiten Lesung herdarauf die dritte Lesung der Gewerbe- Ordnungs- nicht billig und gerecht, die Wohlthaten des Gesetzes denjenigen vorgehoben, daß an diesem Punkte eine Verständigung bis Novelle( Arbeiterschutz- Gesez) fortgefeht. Arbeitern vorzuenthalten, welche sich gegen§ 153 nicht vergehen. zur dritten Lesung durchaus erforderlich sei, wenn das Gesetz § 120d giebt den zuständigen Polizeibehörden die Befugniß, Wir halten aber nach wie vor an der Ueberzeugung fest, daß zu Stande kommen solle; Herr v. Stumm steht also nicht allein. die zur Durchführung der allgemeinen Grundsätze über Einrich-$ 153 nothwendig ist. Der Reichstag wird später wieder vor Ich bin nicht für zwangsweise Einführung von Arbeitsordnungen; tung und Unterhaltung der Betriebsstätten, Maschinen u. f. w. diese Frage gestellt werden und sich auf die Dauer der Ver- wenn wir aber ein Disziplinargesez für die Arbeiter geben sollen, erforderlichen Anordnungen im Wege der Verfügung zu erlassen, pflichtung nicht entziehen fönnen, im Interesse des allgemeinen dann müssen auch Strafen vorgesehen sein. Die Nothwendigkeit und regelt den Beschwerdeweg. Wohls und zur Aufrechterhaltung der Ordnung den§ 153 mit der Disziplin wird von den Sozialdemokraten selbst anerkannt; Ein Antrag Gutfleisch und Genossen will die Be- seinen Verschärfungen anzunehmen.( Beifall rechts.) in weiten Arbeiterkreisen, namentlich in englischen, wird es voll schwerdefrist von zwei auf vier Wochen verlängern und außerdem Abg. Singer: Der Herr Minister hätte vielleicht beffer anerkannt, das mit schweren Disziplinarstrafen vorgegangen Dem§ 120d einen Zusah geben, wonach den Berufsgenossen- gethan, seine Ausführungen zu unterlassen, er hätte dann werden muß, wenn man die Ordnung aufrecht erhalten will. schafts- Vorständen ein selbständiges Beschwerderecht verliehen wenigstens nicht den Beweis dafür geführt, daß es der Regie- Gerade für die jugendlichen Arbeiter, unter welchen sich, wie ja wird, wenn die Verfügung den von den Berufsgenossenschaften rung absolut unmöglich ist, ein sogenanntes Arbeiterschutzgesetz auch die Sozialdemokraten am eigenen Leibe erfahren haben, erlassenen Unfallverhütungs- Vorschriften widerspricht. zu machen, ohne sofort zur Vermehrung der polizeilichen Macht- recht unangenehme Elemente befinden, werden diese StrafNach kurzer Befürwortung des Antrages durch den Abg. mittel zu schreiten. Man sollte diese Ausführungen kaum für bestimmungen ein wirksames Zuchtmittel sein. In dem KomRöside wird§ 120d mit diesem Antrage gegen die Stimmen möglich halten bei dem Vertreter einer Regierung, deren höchste promiß, das Sie so sehr bekämpfen, wird ein großer Rückschritt der Sozialdemokraten und einiger Freisinnigen angenommen. Spize anerkannt hat, daß Einrichtungen nothwendig sind, die die gegen den bestehenden Zustand gemacht; in den geltenden ArbeitsNach§ 120e tönnen durch Beschluß des Bundesraths Bor- Gleichberechtigung der Arbeiter sicherstellen. Ich glaube, es wird ordnungen sind viel höhere Strafen, bis zu 10 M. angedroht. schriften erlassen werden, welchen Anforderungen in bestimmten der Regierung auch später einmal nicht gelingen, von einem Ihre Anflagen gegen denselben waren nur dazu bestimmt, die Ruhe Arten von Anlagen zur Durchführung der in Rede stehenden Reichstag, der überhaupt Arbeiter- Schuhmaßregeln schaffen will, der dritten Lesung zu unterbrechen.( Lachen links.) Die agitatorischen Grundsäge zu genügen ist. Soweit diese Vorschriften nicht vom eine Verschärfung des§ 153 zu erlangen, welche, weit entfernt, Behauptungen der Sozialdemokraten über die Ursachen des letzten Bundesrath erlassen sind, können dieselben durch Anordnung der den Frieden herbei zu führen, zu Rämpfen führen muß. Es ist Bergarbeiterstreifs sind unwahr.( Widerspruch bei den Sozialdemo Landes Zentralbehörde und durch Polizeiverordnungen erlassen nicht erwiesen, was er über den legten Streit behauptet, ja That- traten.) Ihre Brandreden werden an dem wahren Sachverhalte nichts werden. Vor dem Erlaß sind die Berufsgenossenschaften gutacht- sachen sprechen für das Gegentheil, daß nämlich der Streit ändern.( Vizepräsident Baumbach bezeichnet den Ausdruck lich zu hören. Durch Beschluß des Bundesraths fann für solche im Interesse der Unternehmer begonnen wurde, und daß Kohlen- Brandreden" für ganz ungehörig.) Gewerbe, in welchen durch übermäßige Dauer der täglichen Ar- spetulanten große Summen für das Entstehen des Streits auf- Abg. Hige weist noch darauf hin, daß der Minister in beitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird, die Dauer wendeten, um die vorhandenen Kohlenlager werthvoller zu machen. zweiter Lesung ausdrücklich die Unannehmbarkeit des damaligen der zulässigen täglichen Arbeitszeit und der zu gewährenden Pausen Ich glaube, der Minister wird einst noch bedauern, einem großen Beschlusses erklärt habe; danach habe man andere Wege suchen vorgeschrieben werden. Theil der Arbeiter vorgeworfen zu haben, diesen Streit aus müssen, um das Ganze nicht zu gefährden. Man mußte das Den letzten Satz will ein Antrag Hartmann und Gen. frivolen Gründen begonnen zu haben. Ueber das Aufgeben des Gesetz den Verbündeten Regierungen annehmbar machen, das war dahin ändern, daß„ Dauer, Beginn und Ende" der zulässigen§ 153 tröstet sich der Minister mit der Verschärfung der Straf man dem deutschen Arbeiterstande schuldig. Arbeitszeit vorgeschrieben und die dazu erforderlichen Anordnungen bestimmungen im§ 134b und zeigt damit auch hier wieder, daß Abg. Bebel( Soz.): Wir haben die Ruhe der dritten erlassen werden können. die Regierung ohne den Polizeistock nicht auskommen kann, so Lesung nicht gestört, denn wir haben den§ 153 nicht zuerst in daß man bei diesem Standpunkt wirklich überhaupt wundern die Debatte gezogen. Sehr werthvoll war uns die Bemerkung muß, daß sie ein Arbeiterschuß- Gesez in Angriff nahm. Die des Ministers, daß dieses Kompromiß mit dem§ 153 in Bus Strafgewalt des Arbeitgebers, der Antläger und Richter in einer sammenhang steht. Das wußten wir bisher noch nicht. Man Person ist, muß die Arbeiter erbittern. Die Ausführungen des hat also hier das Kompromiß geschlossen, um nachher auf§ 153 Abg. Hige beweisen eigentlich nur, daß er innerlich sich der verzichten zu können. Wir haben Alles aufgeboten, um den Ungerechtigkeit dieses Antrages voll bewußt geworden ist. Abg. Bergarbeiter- Streit unmöglich zu machen, und unsere gesammte Hize hat sich allerdings hier sehr belehrungsfähig gezeigt. Wenn Partei hat während desselben, wie bekannt, dieselbe Haltung einer dabei von einem Kompromis sprach, so handelte es sich nicht genommen. Daß die Bergarbeiter fich trotzdem auf den um ein Kompromiß zwischen der Kompromiß zwischen der Regierung und dem Streit einließen, ruft die Vermuthung wach, daß dabei Reichstage, sondern um die Unterwerfung unter den Mächte im Spiele waren, den Mächte im Spiele waren, die ein Interesse hatten, den Willen des regierenden Herrn von Neunkirchen. Abg. Streit hervorzurufen. Es sind uns auch darüber Mittheilungen von Stumm erklärte, er würde seine Zustimmung zu dem zugegangen. Von durchaus zuverlässiger Seite ist uns MitGesez abhängig machen von einer Verschärfung des theilung gemacht worden darüber, daß ein Bergwerksbesitzer § 134 b, und die Verschlechterungskommission Gutfleisch und erklärt hat: Es ist schade, daß die Sache so rasch zu Ende geht, Genossen erwies fich dem gegenüber willfährig. Bei der großen wir dachten, es wäre jetzt endlich die Zeit gekommen, wo wir die Mehrheit, die für das Gesez stimmen wird, erscheint auch eine Kerle unter die Füße friegen können. So wollten die UnterAblehnung durch den Abg. Stumm unbedenklich, aber es ist be- nehmer den Streit benutzen, um die Errungenschaften aus den zeichnend, daß in dieser wichtigen Frage der Reichstag vor dem letzten Jahren den Arbeitern wieder streitig zu machen. Die Wink des Abg. v. Stumm ins Maufeloch kriecht.( Biezepräsident Rheinisch- Westfälische Zeitung" hat schon vor Monaten von Baumbach rügt diesen Ausdruck als ungehörig und ruft den einem Streit gesprochen, ehe noch ein Mensch daran dachte, § 134 a, der den Erlaß von Arbeitsordnungen vorschreibt, Redner zur Ordnung.) E3 lag fein Grund vor, über die wahrscheinlich ist also der Streit durch Unternehmer provozirt. wird mit einem redaktionellen Amendement Rösicke ange- Bestimmungen der zweiten Lesung hinauszugehen. Die Aus- Wenn Abg. Möller jegt zum Frieden und zur Ruhe bläst, so führungen des Abg. Hize dem Abg. Bebel gegenüber find unzu- soll er seinen Einfluß dahin geltend machen, daß die„ Rheinisch§ 134 b bestimmt, was in der Arbeitsordnung enthalten sein treffend, denn der Begriff des Verstoßes gegen die guten Sitten Westfälische Zeitung" ihren schamlosen Zon gegen die muß. Nach dem Beschlusse zweiter Lesung dürfen Geldfragen ist in der That ein sehr schwankender, und die Arbeitgeber werden Arbeiter unterläßt. Nichts reizt die Arbeiter mehr auf, den Betrag des ortsüblichen Tagelohnes nicht übersteigen und dieses Wort häufig in der rigorosesten Weise auslegen. Auch als der Ton dieses Organs der Kohlenbarone.( Sehr müssen zum Besten der Arbeiter der Fabriken verwendet werden. unter Ordnung des Betriebes fann man recht verschiedenartige richtig! bei den Sozialdemokraten.) Zahlreiche Führer der Es liegt hierzu jetzt folgender Antrag der Abgg. Gut Dinge verstehen. Das Beispiel des Abg. Hite ist geschickt konstruirt, Arbeiter haben jetzt ins Gefängniß wandern müssen, wenn sie fleisch und Gen. vor, Geldstrafen dürfen die Hälfte des aber wenn ein Arbeitgeber eine abweichende Auffassung von dem auch noch so versteckt und privat zum Streit aufgefordert burchschnittlichen Tagesarbeitsverdienstes nicht Begriff Ordnung des Betriebes" hat, wird Abg. Size ihm das Un- haben; es scheint, daß die rheinisch- westfälischen Staatsanwalte übersteigen; jedoch können Thätlichkeiten gegen Mitarbeiter, er- richtige derselben auch nicht nachweisen können. Also die ganze Be- ihre Schuldigkeit durchaus gethan haben, ein Beweis mehr, daß hebliche Verstöße gegen die guten Sitten sowie gegen die Auf- ftimmung muß als arbeiterfeindlich angesehen werden. Man will die bestehende Gesetzgebung vollständig ausreicht. Nach der rechterhaltung der Ordnung des Betriebes, zur Sicherung eines die Arbeiter durch Strafvorschriften zur Ruhe eines Kirchhofs jetzigen Gewerbe- Ordnung und dem Strafgesetzbuch können die gefahrlosen Betriebes oder zur Durchführung der Bestimmungen zwingen; durch diese Bestimmung werden die ganzen wohl Strafen schon so ausreichend bemessen werden, daß der Handelsder Gewerbe- Ordnung erlassenen Vorschriften mit Geldstrafen thätigen Bestimmungen der Vorlage, von denen der Minister minister feine helle Freude daran haben wird. Herr Möller bis zum vollen Betrage des durchschnittlichen sprach, illusorisch gemacht. Auch durch die Bestimmungen, daß sagt: Disziplin muß in der Armee und in der Industrie Tages- Arbeitsverdienste 3 belegt werden. Alle Straf- Die eingegangenen Strafgelder im Interesse der Arbeiter ver- herrschen. Gewiß, auch selbst in den Parteien, aber da wird sie gelder müssen zum Besten der Arbeiter der Fabrik verwendet wendet werden sollen, wird nichts genügt; denn die Arbeiter nicht durch Strafen aufrecht erhalten.( Heiterfeit.) Das ist hier wollen sich nichts schenken lassen, sie wollen teine Wohlthätigkeit, derselbe Streit, wie über die Schuldisziplin. Manche glauben Abg. Wöllmer( dfr.) spricht sich gegen diese weitere Ver- sondern sie wollen nur, daß sie ihren erarbeiteten Lohn, auf den ohne Strafen nicht auskommen zu können, manche erreichen es schlechterung des Gesetzes aus, der die Strafgewalt der Unter- fie Anspruch haben, unverkürzt bekommen. Gin Betrieb, der nur mit Ermahnungen und freundlichem Entgegenkommen. Bei nehmer in bedenklichster Weise erhöhen und nur zur Erbitterung durch Geldstrafen regiert werden kann, steht überhaupt nicht auf humanem Entgegenkommen vertragen sich die Menschen. nicht zum Frieden beitragen werde, zumal die höher zu strafen der Höhe, die wir wünschen. Die heutige bürgerliche Gesellschaft aber das plumpe rohe Wort eintritt, entstehen Streit und den Delikte nicht definirt seien. hat überhaupt über das Urtheil des Arbeiters über Geldstrafen Kämpfe. Die Höhe der Strafe thut es nicht, fie verbittert im Abg. Bebel: Es ist ein wahres Glück, das es nicht noch eine ganz falsche Meinung; der Arbeiter ist nach seiner ganzen Gegentheil. Aus den Berichten der österreichischen Fabrikeine vierte Lesung giebt und man fann wirklich zufrieden sein, Auffaffung der Dinge viel zu wenig materialistisch gesinnt, als daß er inspektoren ersicht man, daß, wo die Strafen am wenn das Gesetz nach den Beschlüssen der zweiten, nicht noch sich durch Geldstrafen von einer Handlung zurückhalten ließe, die höchsten sind, das Verhältniß zwischen Arbeitern durch die dritte verschlechtert, erledigt wird. In dem Antrag ist er im Interesse seiner Ehre und seiner Würde für nöthig hält. Arbeitgebern am unfreundlichsten ist; dieselbe Erfahrung vor Allem nicht gesagt, wie oft in einer Lohnperiode die Strafe Geldstrafen werden das, was Sie unter guter Sitte verstehen, habe ich als Arbeiter und den ganzen Arbeitslohn absorbiren kann; das wird also eintreten, nicht herbeiführen. Bedenken Sie doch auch, daß Sie mit der Können disziplinlose Arbeiter wirklich nicht zur Vernunft so oft es dem Arbeitgeber beliebt. Dem gegenüber giebt es für den Strafe nicht nur die Arbeiter treffen, sondern auch deren gebracht werden, so tönnen sie entlassen werden. Arbeiter keinerlei Berufung, denn das Gewerbegericht wird nur an dem Verschulden des Arbeiters gar nicht be- Kompromiß zwischen Herrn Hiße und uns wäre sehr einfach. felten angerufen werden können, und wo es geschehen kann, wird die theiligte Familien. Der Vorschlag hätte gar nicht ge- Sie brauchten nur die§§ 119a, 124b und 134 Abs. 2 zu streichen, Berufung die Entlassung des Arbeiters zur Folge haben. Der macht werden können, wenn der Abg. Windthorst noch gelebt so würden wir mit Vergnügen für das ganze Gefeß troß mancher erste Saß des Antrages freilich fann als Berbesserung aufgefaßt hätte, und das Zentrum wird an den Folgen dieses Kompro- Berschlechterungen stimmen. Die Fassung des Antrages ist so werden, und die Fabrik- Gesetzgebung der Schweiz enthält eine misses noch schwer zu tragen haben, denn der Abg. Hize wird es dehnbar, daß die Unternehmer Alles damit machen können. Wenn gleiche Bestimmung, aber hier ist dieser erste Satz nur Dekoration, nicht fertig bekommen, nachzuweisen, daß die Erhöhung der wir schon bei den Männern, welche Recht zu sprechen haben, alle seine guten Wirkungen werden durch die weiteren Bestim- Geldstrafen zum Besten der Arbeiter dient. auf zu harte Strafen stoßen, wie viel mehr hier, wo eine Partei, mungen aufgehoben, die viel zu vieldeutig und dehnbar find. Abg. v. Stumm( Rp.): Mit den haltlosen Vermuthungen der Unternehmer, selbst Richter ist. Ueber den Begriff der StöWas heißt Verlegung der guten Sitte"? Wenn ein Arbeiter des Abg. Singer über die Veranlassung des Streits will ich mich rung des Betriebes entscheidet ja lediglich der Arbeitgeber. Es den Arbeitgeber oder dessen Frau auf der Straße nicht grüßt, nicht beschäftigen; nur bemerken muß ich, daß Kohlenspekulant freut mich, daß der Abg. v. Stumm, entgegen der Praxis unseres fann das als eine Verlegung der guten Sitte mit einem vollen und Kohlenproduzent doch sehr verschiedene Dinge sind. Selbst jezigen Kollegen v. Bismard, nicht die Gelegenheit, einen StrafTagelohn bestraft werden; es giebt ja fo empfindliche Fabrit aber wenn er recht hätte, wäre das kein Beweis gegen§ 153. antrag zu stellen, wahrgenommen hat. Das ist ja ein anstänbesizer, sogar hier im Hause. Wenn Verstöße gegen die Ordnung Ich will nicht untersuchen, ob es, wenn der Minister seine Er- diges Verhalten, wir thun es aber auch nicht. Abg. v. Stumm des Betriebes mit der gleichen Strafe bedroht sind, so wird damit flärung nicht jetzt schon abgegeben hätte, nicht doch möglich ge- irrte darin, daß die betreffende Redaktion mala fide gehandelt jebes Bergehen gegen irgend eine Bestimmung der Fabrikordnung wesen wäre, den§ 153 durchzusetzen. Auf Dinge außerhalb des habe; wie sollte sie von der neuen Fabrifordnung des Herrn betroffen, denn Herr v. Stumm wird in jeder Verlegung einer Betriebes findet doch die jetzige Vorschrift der erhöhten Maximal- v. Stumm Kenntniß haben? Ich habe außerhalb des Hauses nicht Bestimmung der Fabrikordnung eine Störung der Ordnung des strafe gar keine Anwendung. Die Fixirung des halben Tage- davon gesprochen. Wenn das Magdeburger Blatt die Fabrikordnung Betriebes sehen. Nehmen Sie den Antrag an, so halten Sie lohns ist eine Herabsetzung gegen den Beschluß zweiter Lesung. von 1864 fritisirte, so geschah es, weil es nicht wußte, daß sie nicht Damit die alte Fabrikpaschawirthschaft in aller Glorie aufrecht. Wenn man meine Arbeitsordnungen angreift, bitte ich, nicht blos mehr besteht. Wegen Beleidigungen sozialdemokratischer AbgeordAbg. Hitze( 3.) giebt zu, daß es sich hier um ein Kompro- hier im Hause, sondern auch außerhalb desselben bei der Wahrheit neten hat übrigens noch nie ein Staatsanwalt Anklage in öffentlichen miß handle, wobei ein Jeder etwas nachgeben müsse; auch ihm zu bleiben. Interesse erhoben. Die Verschlechterungs- Kommission schlägt hier gefalle nicht Alles an dem Antrage, aber die Ausführungen Abg. Hirsch: Ich sehe in dem§ 134b gar feinen Zusammen- eine weitere bedeutende Verschlechterung vor. Die Strafen werden der Borredner seien übertrieben. Die Delitte, welche von der hang mit dem§ 153, der Zusammenhang scheint mir hier künst- härter sein als den Einnahmen des Arbeiters entspricht. Das höheren Strafe getroffen werden sollen, seien ganz genau um- lich konfiruirt zu werden. Wenn der Minister heute wieder die fann ich mir mit einem Arbeiterschutz, wie Sie ihn immer beschrieben. Arbeiter beschuldigt, ein großer Theil von ihnen neige zum tonen, nicht zufammenreimen. Uns fann es nur angenehm sein, Minister v. Berlepsch: Im Interesse des Zustandekommens Rontrattbruch, so muß ich dem erneut entgegentreten. Bei dem wenn das Gesetz immer weiter verschlechtert wird, wir werden des Gesetzes werden die verbündeten Regierungen dem Kom: ganzen Streit handelt es sich im Ganzen um 30 000 Arbeiter, dann mit um so größerer Genugthuung gegen das Ganze promißantrage feinen Widerstand entgegensehen. Ich habe bei welche kontraktbrüchig geworden sind; was bedeuten diese gegen stimmen. Minister v. Berlepsch: Dem Abg. Bebel muß ich erwidern, gierungen durchaus an ihrer Ueberzeugung festhalten müssen, daß Streit tragen die Arbeitgeber und ihre Beamten, wie der Minister daß die Behauptung, Kapitalisten hätten für den Streik Geld schärfere Strafvorschriften für Zwang gegen Arbeiter, für die selber nicht bestreiten wird, einen großen Theil der Schuld. Ich hergegeben, nicht unter Beweis gestellt ist; wäre sie wahr, man öffentliche Aufforderung zum Kontrattbruche erlassen werden bedauere die Einbringung des Kompromißantrages, der den Be- müßte sie danu auf's Schärfste verurtheilen, ich würde als der nommen. werden. Wo und Ein Abgeordnetenhaus. Erste fold en ungeheuren Praktiken entgegentreten.( Sehr gut!)] Ein Antrag, auch für die in Spinnereien beschäftigten| Verantwortung, sondern er wird gedeckt durch den Kultusmin Aber es ist unzutreffend, daß die sozialdemokratische Partei die jugendlichen Arbeiter die bisherige Dauer der Beschäftigung für Die Entschließung steht in der Instanz des Ministers un Arbeiterführer dort gewarnt hat. Ich gebe zu, daß die Mitglieder eine Uebergangszeit bis längstens zum 1. April 1894 beizubehalten, wird sie auch bleiben. Persönlich kann ich die Mitwirkung der Fraktion, welche dorthin gereist sind, abgerathen haben, zur ist von den Abgg. Beckmann, Hartmann, Möller, Zimmermann Siebenerausschusses nur auf das Allerdankbarste anerken Zeit in den Streit einzutreten, weil die Organisation noch gestellt, wird aber von dem Abg. Schädler namens der Mehr- Die Kosten der Einrichtung werden aus dem Dispositionsfor nicht fortgeschritten genug sei. Andererseits aber haben die heit des Zentrums und von den Abgg. Hirsch und Auer gedeckt. lokalen Führe zwar gewarnt, aber doch so merkwürdiger Art, bekämpft, vom Geh. Rath Königs und dem Abg. v. Stumm Abg. Jürgensen( natl.) billigt die Sprachverfügung des daß man überzeugt werden muß, was gesagt wurde, wurde nicht befürwortet und schließlich abgelehnt. Das Gesetz foll, abge- Ministers für Nord- Schleswig, die endlich für die deutscher. gemeint. Die ihrer sagten:„ Wir warnen zwar vor dem Streit, sehen von der Hinausschiebung des Termins für gewisse Spezial- Elemente eine gewisse Beruhigung gebracht habe. aber die Kamera den, die schon streifen, könnt Ihr doch nicht gut vorschriften, am 1. April 1892( ftatt am 1. Januar 1892) in Das Gehalt des Ministers wird darauf bewilligt, ebenso di im Stiche lassen!" In der Zeitung der deutschen Bergleute" Kraft treten. übrigen Ausgaben für das Ministerium, für den evangelischer war eindringlich gegen den Streit gewarnt; an demselben Tage Damit ist die dritte Berathung des Gesetzes im Einzelnen Oberkirchenrath, die evangelischen Ronsistorien, ebenso das Kaerscheint ein Extrablatt, welches den Ausbruch des Streits in beendet. Die Gesammtabstimmung wird in der Freitags: pitel 118: Evangelische Geistliche und Kirchen unter Aenderung Belgien und Anterita, Desterreich und Frankreich, sogar in Eng- fizung erfolgen. des Vermerkes dahin, daß die Bewilligungsperiode drei Jahre land mittheilte. Wer darin ein Abrathen vom Streik findet, Die eingelaufenen Petitionen werden durch die gefaßten Be- dauern sollen. den verstehe ich nicht. Ich ziehe daraus den Schluß, daß die schlüsse für erledigt erklärt. Beim Kapitel: Ratholische Bisthümer beklagt Arbeiterführer in feiner Weise ernst bestrebt gewesen sind, vom Schluß 32 Uhr. Nächste Sigung Freitag 12 Uhr. Abg. v. Jazdzewski, daß Geistlichen, welche die Ertheilung Streit abzurathen. ( Erfte und zweite Berathung der Generalakte der Antiftlaverei- des Religionsunterrichts selbst übernehmen, besondere Bedingungen Abg. Auer( Soz.): Mein Kollege Singer und ich haben Konferenz, Rechnungsvorlagen, Gesammtabstimmung über die von Staatswegen auferlegt würden, namentlich in Bezug auf aus voller Ueberzeugung den Arbeitern im Kohlenrevier vom Gewerbe- Ordnungs- Novelle, dritte Lesung der Zuckersteuer- Vor- die Geschäftssprache, während sie doch diese Funktion nicht über nehmen als Staatsdiener, sondern als Drtspfarrer, als KirchenStreit abgerathen, und zwar zur Zeit". Etwas Weiteres lage.) diener. Redner tabelt ferner, daß man den Geistlichen in Posen Ionnten wir doch nicht. Sollten wir die Arbeiter veranlassen, noch nicht den Vorsiz in den Gemeinde- Kirchenräthen übertragen den Streit für alle Zukunft abzuschwören? Dann ist es doch hätte. leichter, das Koalitionsrecht aus den Rechten der Arbeiter zu streichen. Die Bergarbeiter müssen es nur allzu schlimm büßen, Minister Graf Bedlib: Die Verhandlungen über den letzten daß sie unserem Rathe nicht gefolgt sind. Ob Rapitalien oder 83. Gigung vom 6. Mai. 11 Uhr. Punkt habe ich selbst als Oberpräsident geführt. Der Erzbischof von Posen und Gnesen erbot sich damals dazu, daß die GeistRathschläge von anderer Seite gekommen sind, um die Arbeiter Am Ministertische: Graf v. 3edlig und Kommiffarien. zu bestimmen, so zu handeln, wie sie gehandelt haben, darüber Die zweite Berathung des Staatshaushalts- Etats deren Mehrheit das wünsche, deutsch korrespondiren. Darauf bin ich nicht unter: ichtet. Mir gehen aber Tag für Tag für 1891-92, und zivar des Etats des Kultusministe- fonnte die Regierung nicht eingehen. Die zweite Berathung des Staatshaushalts- Etats lichen mit deutschen Patronen und mit Gemeinde- Kirchenämtern, Berichte zu, wonach dieser Fehler der Bergarbeiter, daß sie in Ge- deutsch Sie verlangte, daß da den Streif eingetreten sind, von Seiten der Unternehmer in der riums, wird fortgesetzt beim ersten Titel der Ausgaben: Ge- deutsch korrespondirt werden solle, wo das Deutsche die UmgangsSprache ist. rücksichtslosesten Weise ausgebeutet worden ist. Der Handels- balt des ministers. Abg. Johannfen( Däne): Die Verfügung des Kultusministers minister fagte, die sozialdemokratischen Fraktionsführer hätten Abg. v. Jazdzetosti: Es giebt rein polnische Kirchenge zwar gegen den Streit& tellung genommen, nicht aber die lokalen nach Posen hat allgemeines Aussehen erregt, fogar im Sachsen- meinden, welche in gemischten politischen Gemeinden bestehen, Führer. Er thut sehr Unrecht, wenn er meine Partei für alle walde ist sie nicht unbekannt geblieben. Es wurde mir mit wo also die Umgangssprache die deutsche ist, während in der getheilt, daß eine ähnliche Verfügung für die dänisch redenden das Deutsche als Amtssprache beherrscht. Redner bestreitet, daß Bergarbeiter felbst gethan find, verantworlich macht. G3 fann Distrikte in Nordschleswig erlassen sei. Abg. Lohren( freit.) spricht seine Befriedigung darüber aus, durch den Gebrauch der polnischen Sprache die Deutschen, seien ihm nicht unbekannt sein, daß eine große Zahl der Personen, daß der Kultusminister die Schulreform nicht überhaften wolle, daß es nun Gemeindeangehörige oder deutsche Geistliche, benachtheiligt welche in Dortmund auf dem Delegirtentage den Beschluß faßten, in den Streit einzutreten, nichts weniger als Sozialdemokraten er nicht die Reform der Volksschulen, der Mittelschulen und der Redner Minister Graf Zeblik: Einen solchen Vorwurf habe ich nicht find. Auch die Personen in der Leitung des Verbandes sind höheren Schulen zu gleicher Zeit beginnen wolle. durchaus nicht alle Sozialdemokraten. Schon der Umstand, daß lehrer, welcher Bunkt in dem Volks- Schulgesetz ganz übersehen worden Grfahrung, daß die Polen von ihrem nationalen Gefühle so burchaus nicht alle Sozialdemokraten. Schon der Umstand, daß empfiehlt eine Verbesserung der Vorbereitung der Volks- Schul- aussprechen wollen; ich bin fein Polenfresser, aber ich weiß aus unser Rathschlag nicht befolgt worden ist, zeigt, daß ein großer ist. Nothwendig sei die Belehrung der Volts- Schullehrer über die Erfahrung, daß die Polen von ihrem nationalen Gefühle so Theil der Betheiligten nicht Sozialdemokraten sind.( Lachen irrthümlichen Ansichten der Sozialdemokratie, damit sie dieselben durch suchen. Die Thatsache, daß ehemals deutsche Gemeinden polnisch durchdrungen sind, daß sie das Deutschthum zurückzudrängen rechts.) Sonst hätten sie unseren Rath befolgt.( Widerspruch die Worte der Sozialdemokraten felbft widerlegen fönnen. rechts.) So groß ist die Disziplin unter uns, daß die Arbeiter, Minister Graf Zedlis: Für die nordschleswigschen Distrikte geworden sind, ist nicht wegzuleugnen. So weit die Regierung die zu uns gehören, auch einen solchen Rath befolgen. ( Erneuter Widerspruch.) Sticht alle sächsischen Bergarbeiter gilt als leitende Verordnung die von 1888. Sie ist, wie ich über gesetzlich dazu befugt ist, muß sie dem vorbeugen. Sticht alle sächsischen Bergarbeiter bie mangelhafte Information vor Erlaß derselben bemerke, zu das Deutsche schon die Geschäftssprache sei. Abg. von Jazdzewski bemerkt, daß in der Diözese Kulm find Sozialdemokraten, aber sie find es in ihrer Mehrheit; Stande gekommen, auf Grund der Konferenz, welche in Schleswig und Sie sehen, die ganze widauer Bewegung geht vorüber, unter Vorsitz des Oberpräsidenten v. Steinmann stattgefunden Das Kapitel wird genehmigt. ohne die geringste Spur zuri.fzulassen. Wir können also nicht hat. Wenn Herr Lohren fagt, die Fehler des Volksschulwesens besondere Abstimmung statt; bei der schwachen Besetzung des Ueber das Kapitel 116a( alttatholischer Bischof findet eine für Alles, was im Streit geschehen, verantwortlich gemacht wer- beruhen in der Mangelhaftigkeit der Lehrer, so kann dieser Satz Hauses( noch nicht 100 Mitglieder find anwesend) bilden Zentrum den. Der Handelsminister firte dann ein Extrablatt an, das in der Allgemeinheit richtig sein, aber praktisch unterliegt er er- und Polen die Mehrheit. Die Auszählung ergiebt, daß 51 Mitbeschlagnahmt werden mußte. Das Extrablatt war gewiß nicht heblicher Beschränkung. Der Lehrer in seiner geistigen Entgeschicht; der Mann, der dafür verantwortlich war, ist ja auch wicklung ist das Produkt der Zeit, in welcher er lebt; er ſteht aus ist also, da 217 Mitglieder zur Beschlußfähigkeit erforderlich in Saft genommen worden. So sehr schlimm muß es indessenwicklung glieder gegen die Position, nur 35 dafür gestimmt haben. Das nicht gewesen sein, denn der Wann wurde nach der ersten Ver- unter denselben Geſetzen der Bildung und der Geistesrichtung, Baus ist also, da 217 Mitglieder zur Beschlußfähigkeit erforderlich Es ist ein bitterer, schwerer Vorwurf, wenn sind, beschlußunfähig. Schluß 42 Uhr. nehmung entlassen. Die Angaben in dem Blatte waren allerdings nicht richtig; fie ftügten sich aber auf Telegramme des man ihm die Schuld an Mißständen zuweist, die wir be Daß ein erheblicher Bruchtheil von Lehrern aus des Etats). flagen. Nächste Sigung Freitag, 11 Uhr( Rultusetat und Rest Wolff'schen Bureaus, das mit den offiziellen Kreisen in Verbin- bem Amte hat entfernt werden müssen, tann meine Ansicht nicht dung steht.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wenn alteriren.( Sehr richtig! rechts.) Es ist bedenklich, aus Gr die Bergarbeiter also Angaben vertreten haben, die den That- fcheinungen, welche uns nicht gefallen, generell Rückschlüsse auf sachen nicht entsprechen, so find sie allerdings falsche Wege ge- bie Allgemeinheit des Schulwesens zu ziehen, daß in den großen wandelt, weil sie dem offiziösen Wolff'schen Bureau Glauben Städten die Bolksschulen die Vorschulen der Sozialdemokratie geschenkt haben.( Seiterkeit.) Das ist das ganze Verbrechen. feien, ist nicht wahr; wir ständen dann vor einer Gefahr von ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Fehler sind gewiß unglaublicher Ausdehnung, daß wir bis in das Innerfte erStadtverordneten Versammlung. vorgekommen; die Bergarbeiter haben sich durch die Aufregung schrecken müßten. Das ist ein ungerechter Vorwurf, der den Außerordentliche Sigung vom 6. Mai. hinreißen laffen. Wenn die Herren aber wollen, daß Leuten gemacht wird, die an diesen Schulen wirken. Solche wir in Zukunft von solchen Dingen verschont bleiben, so geben Schreckgespenster sollte man nicht einmal an die Wand malen. Sigung um 5% Uhr. Borsteher Stellvertreter Dr. 2 angerhans eröffnet die Sie volle Vereins- und Versammlungsfreiheit. Hätten wir Be( Bustimmung rechts.) Daß die Sozialdemokratie da am leichtesten rufsvereine wie in England, würden unsere Arbeiterkoalitionen Boden faßt, wo ein gewisser Bildungsgrad schon erreicht ist, ist Zum Andenken an das Ableben des Ehrenbürgers von nicht auf Schritt und Tritt verfolgt, dann könnte eine Thorheit, richtig. Aber sollen wir deshalb die ganze Bildung über den Berlin, Generalfeldmarschalls Moltke, richtet der wie sie im Ruhrgebiet hervorgetreten, einfach nicht vorkommen. Haufen werfen? Das würde die Folge sein. Die falschen Idole, Vorsteher eine Ansprache an die Bersammlung. Arbeiter aber, die nicht organisirt find, lassen sich von dem welche dem Wolfe vorgegautelt werden, soll man zerstören, und Die Ferienzeit der Versammlung wird in üblicher Weise auf Augenblick hinreißen, sind sich über die Tragweite ihrer Beschlüsse zwar Hand in Hand mit der Schule muß man dabei gehen. nicht tlar, und einer dieser Beschlüsse war der in Bochum zu( Beifall.) meinem großen Leidwesen und zum Schaden der Arbeiter gefaßte. ( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Damit schließt die Diskussion. § 134 b wird mit dem Antrage Gutfleisch angenommen. Für den Antrag stimmt von Freifinnigen außer dem Antragsteller Gutfleisch einzig der Abg. Panse. § 134 c, welcher die Arbeitsordnung für beide Theile für rechtsverbindlich erklärt, gelangt ohne Debatte zur Annahme. § 184 d schreibt die Anhörung der Arbeiter vor Erlaß der Arbeitsordnung vor. Abg. Adt( ntl.) fucht die Vorwürfe, die in zweiter Lesung Abg. Dreesbach( Soz.) gegen den Fabrikantenstand in Pirmasens erhoben, als unbegründet nachzuweisen. Abg. Bebel( Soz.): Herr Dreesbach ist nicht anwesend; zunächst muß abgewartet werden, was er antworten wird. Wenn nicht im Reichstag, so wird er es jedenfalls in der Presse an der nöthigen Antwort nicht fehlen lassen. § 134d wird angenommen. 8134e ordnet die Einreichung der Arbeitsordnung mit den von den Arbeitern geäußerten Bedenken an die untere Verwaltungsbehörde an. Hierzu beantragen die Abgg. Gutfleisch und Gen. die Einschaltung:„ soweit die Aeußerungen schriftlich oder zu Protokoll erfolgt find". wie wir Alle. Abg. v. Strombeck( 3) bittet über die Verhältnisse des Stiftungsfonds bis zum nächsten Jahre Aufklärung zu geben. legt, wird die Regierung gern bereit sein, über die Verhältnisse Ministerialdirektor Kügler: Wenn das Haus Werth darauf dieser Fonds weitere Aufklärungen zu geben. das Experiment im Großen, welches gemacht werden soll zu Abg. Graf- Elberfeld( natl.): Wir müssen protestiren gegen Gunsten einer noch unbekannten Einheitsschule. Abg. Arendt( ft.): Daß der Kultusminister Alles aufbieten würden. Kommunales. B Die Monate Juli und Auguft verlegt. Die Tagesordnung beginnt mit der Berichterstattung über den Antrag des Stadtv. Bogtherr und Genossen in Bezug auf allgemeine Angelegenheiten der PferdeEisenbahnen. Der Antrag lautet folgendermaßen: Wir beantragen, die Versammlung wolle den Magistrat veranlassen, dahin gehende Schritte zu thun, ersuchen, in Verbindung mit ihr die Pferdebahn- Gesellschaften zu 1. daß auf alle Entfernungen innerhalb des Berliner Weich bildes der Durchschnitts Behnpfennig Tarif zur Anwendung tommt, D wird, das Volksschulgesetz in der nächsten Tagung wieder vorzu- 2. daß baldigst zwischen Wedding einerseits und dem Westen legen, erfüllt mich mit großer Freude, denn diese gesetzliche und Südwesten andererseits, ferner zwischen dem Diten und Regelung ist durchaus nothwendig. Gegenüber dem Abg. Lohren Südosten bessere Verbindungen hergestellt werden und muß ich dem Minister zustimmen; feine Worte über 3. daß ebenso wie in anderen Städten auch hier die Be den Lehrerstand werden im Lande überall Wiederhall finden.nugung der Deckpläge auf den Doppelwagen auch weiblichen des Abg. Graf- Elberfeld an, er stellt die Naturheilkünstler den Der dritte Bunkt ist von dem Stadtv. Sa ch 3 II in einem modernen Schulreformern gleich; aber ebensowenig wie Birchow selbständigen Antrage dahin präzisirt worden, der Magiftrat die Naturheilfünstler als berufene Reformatoren der medizinischen möge aufgefordert werden, mit dem Polizeipräsidium in Ver Fakultät betrachten werde, tönne er sie als die berufenen Verbindung zu treten, um den Wunsch zur Erfüllung zu bringen. treter der Schulreform anerkennen. Abg. Langerhans( dfr.) wendet sich gegen die Ausführungen des Abg. Lohren und widersprach dem übermächtigen Einfluß der Kirche auf die Schule. Auch der wissenschaftliche Unterricht habe eine fittliche Wirkung. Abg. Hirsch( dfr.): Das Recht der Arbeiter, sich über die Arbeitsordnung zu äußern, muß zu einem wirksamen werden. Abg. Würmeling( 8): Das abfällige Urtheil, welches der Die bloße Anhörung der Arbeiter könnte leicht in der Form ab- Abg. Lohren über die Volksschulen gefällt hat, tönnen wir nicht gethan werden, daß man die Arbeitsordnung im Komtoir zur unterschreiben. Einsicht auslegt und den Arbeitern sagt: wer will, kann sie ein- Abg. Lohren( ft.): Der Erlaß des Raisers über die Aufsehen und sich darüber äußern. Ein derartige Form der Angaben der Schule in der sozialen Frage verdient mehr Beachtung hörung des Arbeiters würde offenbar dem Geiste des Gesetzes als alle Versicherungsgesetze, deshalb sollte er hier besprochen feineswegs genügen, da viele von den Arbeitern nicht den Muth finden werden und man sollte von allen Parteien versuchen, die Arbeit würden, ihre Bedenken zur Geltung zu bringen. Das Gefeß will des Kultusministers zu erleichtern. Abg. Hartmann( dt.) glaubt sich als Mitantragsteller nicht Tegitimirt, im Namen der Redaktionskommission zu antworten, ist aber der Meinung, daß mit dem Antrage der Sinn zu verbinden ist, den Abg. Hirsch damit verbunden hat. § 134 e wird angnommen. Berichterstatter Dr. Gerstenberg führt Namens de Ausschusses aus, daß die Stadtverordneten- Versammlung wohl berechtigt sei, derartige Wünsche vorzutragen, aber andererseits müsse die Versammlung fich hüten, Ansprüche zu erheben, die von der Pferdebahn- Gesellschaft wahrscheinlich nicht würden erfült werden können. Es sei vorauszusehen, daß sie große Ausfälle haben würde. Auf den Zonentarif der Eisenbahnen, der noch nicht eingeführt sei, fönne man sich nicht berufen. Der Aus fchuß empfiehlt, über diesen Punkt zur Tagesordnung übers zugehen. genannten Stadttheilen, so habe die Stadtgemeinde hierauf feinen In Betreff der beantragten besseren Verbindung zwischen den Einfluß. In der nächsten Zeit werde übrigens eine Verbindung vielmehr, daß den Arbeitern in ihrer Gesammtheit die Arbeits- Minister Graf Bedlin: Die Bedeutung des Kaiserlichen Erlasses zwischen Stromstraße und Kreuzberg hergestellt werden, auch Ordnung in einer Versammlung vorgetragen und Gelegenheit vom 1. Mai 1890 liegt darin, daß in das ganze Verständniß des fönne man bei einmaligem Umsteigen heute schon vom Wedding gegeben wird, sich zu äußern oder durch Vertreter davon Kennt Boltes auf dem Gebiete des Schulwesens eine andere Richtung nach dem Alexanderplatz und dem Kriminalgerichts- Gebäude niß zu nehmen. Dann wird die Forderung, die Aeußerungen hineingekommen ist. In diesem Sinne wird die Schulverwaltung gelangen. und Bedenken zu Protokoll zu nehmen, sich von selbst einstellen. wirken. Im Uebrigen freue ich mich, daß er milder denkt, als Ich möchte die Antragsteller bitten, zu erklären, daß der Antrag er gesprochen hat; ich ersehe daraus, daß ich ihm viel näher stehe, pläge anbelange, so habe hierüber lediglich das Polizeipräsidium Was den dritten Punkt in Betreff der Benutzung der Deckin diesem Sinne gemeint ist. als ich vorher glaubte. Bezüglich des Voltsschulwesens kann ich zu bestimmen. Herrn Langerhans nicht dahin folgen, daß die Vermehrung des Wissens eine fittliche, ja eine religiöse Macht bedeute. Die Zahl und Genossen zur Tagesordnung überzugehen. Der Ausschuß empfiehlt daher, über den Antrag Bogtherr der Analphabeten unter den Verbrechern beweist nur, daß der Stadtv. Sa ch 3 II tritt für Annahme feines Antrages ein, Zwang zum Volksschul- Unterricht verstärkt werden muß: biefer indem er auf verschiedene andere Städte hinweist und hervorhebt, Boltsschul- Unterricht beschränkte sich aber bisher nicht auf das daß weber sittliche noch äftethische Bedenken der Annahme des bloße Wissen. Die Verbrecherstatistik beweist, daß die größten Antrags entgegenstehen. Verbrecher eine gewisse Bildung besessen haben.( Bewegung.) Abg. Graf Limburg- Stirum: Die Bildung eines besonderen Stellung zu dem Antrage einnimmt, wie sie im Ausschusse jedenStadto. Singer ist erfreut, daß der Berichterstatter eine Unterrichtsministeriums werden wir stets ablehnen; wenn mehr falls nicht zum Ausbruck gelangt sei. Er fönne sonst nicht bes Art. 4 enthält die Strafbestimmungen,§§ 146 Beamte nothwendig sein sollten, so werden wir das Geld begreifen, wie in den gedruckten Vorlagen des Ausschusses stehen willigen. Aber den Busammenhang zwischen den fönne, daß der Stadt feine Einwirkung auf die Feststellung der Gegen den Antrag Gutfleisch und Genoffen zum§ 149, welcher tirchlichen Schulangelegenheiten Tariffäße bei den Pferdebahnen zustehe. Dem Herrn Bericht in Konsequenz des gestern auf Antrag Gutfleisch Hike an- werden wir niemals aufheben.( Zustimmung rechts.) erstatter sei jedenfalls durch die Zeitungen inzwischen bekannt der Lohnzessionen eine Uebertretung Laffe man doch die Schüler der Realgymnasien zum Studium zu, geworden, daß der Herr Oberbürgermeister das grade genommenen Verbots dieses Verbots unter Strafe stehen will, erklärt sich Geh. Rath aber wenn sie nachher beim Gramen durchfallen, dann ist das Gegentheil davon erklärt hat. Dadurch nun, daß der Hoffmann, während Abg. Gutfleisch die Nothwendigkeit der nicht die Schuld der Unterrichtsverwaltung. Ich kann nur damit Berichterstatter, ich will es dahin gestellt sein lassen, ob im Auftrage Strafandrohung zum Zweck einer wirksamen Verhinderung dieses einverstanden sein, daß der Minister entschlossen ist, nicht sprung- des Ausschusses oder auf Grund eigener Erleuchtung( Große unzulässigen Rechtsgeschäfts vertritt. Seiterkeit) diefe andere Stellung eingenommen hat, ist unser § 149 wird mit dem Antrage Gutfleisch angenommen. Minister Graf Zedlitz: Die Entstehung und Aufgaben des Antrag von einem anderen Gefichtspunkte aus zu betrachten. Der Rest des Gesetzes, Art. 5-7, wird ebenfalls ohne erhebliche Siebenerausschusses sind publizirt durch Allerhöchste Rabinets- Die Befürchtung, daß die Pferdebahn- Gesellschaft durch Einführung Diskussion mit einigen minder mesentlichen Abänderungen an- ordre. Eine organische Einrichtung unserer Schulverwaltung ist bes 10 Pf. Tarifs einen Ausfall an Einnahmen erleiden würde, der Siebenerausschuß nicht; er hat dem Landtage gegenüber feine ist meiner Ansicht nach nicht zutreffend. Der Einwand, baß die Ohne erhebliche Debatte werden die folgenden§§ 134 f bis 134 h, 135-139 b mit lediglich redaktionellen Abänderungen angenommen, ebenso Art. 1A, statutarische Bestimmungen, und Art. 3. bis 159. genommen, M weise vorzugehen. und den Pferdebahn- Gesellschaft fürzere Linien bauen würde aus Furcht| Zusammenfeins wird zunächst eine erbauliche Ansprache gehalten, Japaner traf. Unter dem Borgeben, eine sorgfältige Auswahl vor Einnahme- Ausfällen, erinnert an das Zetermordioschreien der daran schließt sich eine gesellige Bereinigung, in welcher lehrreiche treffen und einen Sachverständigen zu Rathe ziehen zu wollen, Postkutscher, als mit dem Bau der Eisenbahnen begonnen wurde. und unterhaltende Vorträge mit Gesängen und Deflamationen bat der Japaner den Kaufmann, ihm die Goldfachen für die Die Omnibus- Gesellschaften haben in früherer Zeit den 10 Bf.- abwechseln und ein Jeder sich ungezwungen bewegen fann; Dauer von 24 Stunden zu überlassen. Mit Rücksicht darauf, daß Tarif gehabt und niemals beffere Geschäfte gemacht, als zu jener schließlich wird von 6-7 Uhr im Vereins- Turnfaal fleißig ge- der Japaner in der chinesischen Gesandtschaft zu verkehren und Zeit. Der Einwurf, daß Leute für 10 Pfennige dann den ganzen turnt.( Wahrscheinlich um die verkrümmten Glieder gerade zu dort gut bekannt zu sein schien, kam der Uhrenhändler dessen Zag auf der Ringbahn herumfahren fönnten, ist nicht ernsthaft machen.) Wer von den Gesellen sich an diesem Verkehr betheiligt, Ansuchen nach und erhielt von dem Japaner eine Empfangszu nehmen. Eine Frage der Zweckmäßigkeit ist es, ob die hat den Vortheil, daß er sich an einen anständigen Lebenswandel bescheinigung. Am nächsten Tage war Studiofus Renkitsi NischiForderung der Einführung des 10 Pf.- Tarifs an die gewöhnt. Statt wie andere fich den ganzen Nachmittag nura verschwunden, mit ihm die Goldsachen und, wie es sich Neuertheilung von Ronzeffionen geknüpft werden foll. in Kneipen und Tanzlokalen oder aufregenden sozialdemokra herausgestellt hat, auch ein junges Mädchen, mit welchem der Prinzipiell aber müsse zu der Frage Stellung ge- tischen Versammlungen herumzutreiben und kopfhängerisch und Japaner bisher in dem fünften Stocktwert eines Hauses gelebt nommen werden. Die beiden Vorurtheile müssen zerstreut mit leerem Geldbeutel nach Haus zu kommen, sind unsere Mit- hatte. werden, daß erstens der Magistrat nicht das Recht haben solle, glieder frisch und neu gestärkt für die Arbeit, haben einen vollen auf die Festsetzung der Tarife einzuwirken, und daß zweitens die Geldbeutel und Gottes Segen begleitet sie bei der Arbeit. Banernfang auf andere Art. Eine Anzahl junger Leute fleinbürgerlichen philiftrösen Anschauungen der Pferdebahn- Hierdurch können die Mißstände unseres Gewerkes nur gebessert hat sich zusammengethan, nur in Schankstätten verschiedener Art Gesellschaft maßgebend sein sollen. Die Gesellschaft, die leider werden, denn der Meister wird sich gewiß freuen, wenn er einen zu verkehren und bei passender Gelegenheit ein Spielchen zu noch bis 1911 die Konzession inne hat, muß gezwungen ordentlichen Gesellen bekommt." machen. Man beginnt mit dem harmlosen Sechsundsechzig oder werden, den Betrieb in einer der Weltstadt angemessenen Weise Die Herren Meister werden daher herzlich gebeten, diesem den unvermeidlichen Stat und, wenn die Gemüther die gehörige einzurichten. Werke freundliche Unterstützung angedeihen zu lassen und zwar Anregung erfahren haben, ist im Nu eine Lustige Sie ben" oder Bei der Abstimmung werden sowohl die Anträge Vogtherr dadurch, daß sie ihren jüngeren" Gesellen diese Versammlungen Theilnehmer, welche zufällig in den Kreis der Spieler: gerathen ein„ Meine Tante Deine Tante" im Gange, ohne daß die u. Gen., wie der Antrag des Stadtv. Sachs II abgelehnt. recht an's Herz legen und sie zum Besuche anhalten, die an die Die nächste Vorlage des Magistrats betrifft die Regelung der Gesellen gerichteten Briefe und Einladungen an dieselben verab- sind, recht wissen, wie es gekommen ist. Der Wirth, welcher Dienststellung der Magistrats- Assessoren. Der Magistrat will folgen und nicht im Laden liegen lassen oder zu andern Zwecken Anfangs dem für ihn verhängnißvollen Hazard mit scheelen unter Borlegung des Ortsstatuts den Magistrats- Assessoren eine verwenden, und schließlich auch dadurch, daß die Herren Meister Augen aufieht und ein mürrisches Gesicht zeigt, wird bald selbständigere Stellung schaffen. Der Ausschuß, in dessen Namen uns die Freude ihres Besuches schenken, um sich so selbst über beruhigt; denn der Spieltisch verzehrt gut und verspricht Stadtv. Sa ch 3 II Berichterstattet, ist über den Antrag noch hinaus- bie Sache ein Urtheil zu bilden und sich von dem Geist zu über eine hübsche Einnahme. Während des Zuschauens kann schließlich gegangen und will diesen Magistrats- Assessoren im Allgemeinen zeugen, der in unseren Versammlungen herrscht. Wer einmal auch der Lokalinhaber der Lockung nicht widerstehen: ex wagt ein das Stimmrecht eingeräumt wissen. zugegen war, wird sich sagen müssen, daß es wirklich gut und Geldstück und ist nach und nach Mitten unter den Spielern. Stadtv. Singer: Die Stadtverordneten- Bersammlung hat sehr dienlich ist, wenn es in unserer Stadt noch einen Ort giebt, Nach Beendigung des Spiels freut sich der Wirth seines befeine Veranlassung, magistratlicher als der Magistrat zu sein. wo die Bäckergesellen nur zu einem christlichen und sittlich- mora sonders einträglichen Geschäfts und besonders darüber, daß kein Wir haben keinen Grund, über die Magistratsvorlage hinaus zu lischen Lebenswandel angeleitet werden. Das ist gut für die Ge- 3wischenfall ihm einen unliebsamen Gast" zugeführt hat. Lange gehen. Der Magistrat hat doch gewiß die Sache eingehend ge- fellenschaft, aber auch für die Meisterschaft, denn aus den Ge aber dauert das Gefühl des Behagens nicht; denn an nächsten prüft. Der Vergleich mit den Stadtverordneten und Bürger- fellen werden die Meister!" Tage läuft ein eingeschriebener Brief ein, in welchem jene jungen Deputirten trifft nicht ganz zu. Die Magistrats- Assessoren sind be- Na, wenn das nicht gut für die Bäckergesellen ist, dann Leute erklären, daß sie bei dem Spiel ihr Geld verloren hätten foldete Beamte, Stadtverordnete und Bürgerdeputirte üben nur weiß man nicht, was besser ist! und eine Anzeige unter Hinweis auf den§ 33 der GewerbeOrdnung ein Ehrenamt aus. Giebt man den Assessoren in allen Fragen dieser handelt von dem verbotenen Spiel in Schankgleiches Stimmrecht, wie den Magistratsmitgliedern, so kann bei lieber die mangelhafte Pflege der Gräber auf den Berwirthschaften an die Polizei in Aussicht stellen, falls ihnen einem weniger taftvollen Oberbürgermeister, als es Herr v. Forckenbeck liner Kirchhösen wird schon von jeher Klage geführt. Neuerdings nicht der Verlust mit Zinsen ersezt werde. Die meisten Gastist, der Fall eintreten, daß sich der Oberbürgermeister in diesen Assessoren geht uns eine solche auch über den Begräbnißplatz der freien wirthe fügen sich diesem Druck aus Furcht, ihre Konzession wegen willfährige Werkzeuge für seine Ansichten und Zwecke schafft. Gemeinde" in der Pappel Allee zu. Die Klage an fich ist ganz Duldens von Hazardspiel zu verlieren und erstatten die geforderte Wir können das ganz frei aussprechen, da wir ja in der glück- berechtigt, aber nicht berechtigt ist der besondere" Vorwurf, den Summe. lichen Lage sind, uns mit dem Magistrat selbst in Ueberein- man gegen die lebenden Angehörigen der gerade dort bestatteten stimmung zu befinden. Die Frage ist einfach die. Liegt es im Todten erhebt. Die Verhältnisse bezüglich der Gräberpflege sind Gine räthselhafte Persönlichkeit ist durch die Polizei in Interesse der Selbstverwaltung, den Magistratsassessoren, die be- auf dem genannten Friedhof mindestens nicht schlechter als auf Spandau verhaftet worden. Dieselbe war den dortigen Sicherfoldete Beamte find, ein einschneidendes Stimmrecht auf die den übrigen tonfeffionellen Kirchhöfen Berlins; ja, wir behaupten heitsbeamten seit einigen Tagen aufgefallen. weil sie in völlig städtische Organisation einzuräumen oder soll man dieses Recht dreift, daß die langen Reihen und die weiten Flächen der un- verwahrlostem Zustande sich umhertrieb und ihren Unterhalt lieber den von der Bürgerschaft gewählten Vertretern einräumen? gepflegten Kindergräber auf den Kirchhöfen hiesiger großer Pa- durch Landstreichen zu erwerben schien. Ueber ihre Person und Wir bejahen die letztere Frage und stimmen infolgedessen gegen rochien oft einen öderen Eindruck machen, als die Lücken, welche Verhältnisse befragt, erklärte fie, daß sie Sarah Goldenstein heiße, den Ausschußantrag und für die Magistratsvorlage.( Lebhafter die einzelnen ungepflegten Gräber auf dem Friedhof der freien 40 Jahre alt sei und aus Sebastopol stamme. Die letzten zwölf Beifall.) Gemeinde in der Reihe der übrigen Gräber machen. Gewiß ist Jahre habe sie in Paris mit ihrem Ehemanne zusammen zugeIn ähnlichem Sinne sprachen sich die Stadtv. Vortmann es eine Pflicht der Pietät, die Verstorbenen zu ehren, indem man bracht, sei aber von diesem böswillig verlassen und nicht lange und Cassel aus. den Rasen pflegt, der ihren Körper deckt, und die frommen Herren, Beit darauf in ihrer dortigen Wohnung von Räubern überfallen Bei der Abstimmung wird die Vorlage in der vom Ma- die alle Gefühle der Menschlichkeit für sich und ihre Rechtgläu- worden. Ihrer sämmtlichen Habfeligkeiten beraubt, habe sie sich giftrat vorgeschlagenen begrenzten Form angenommen, so bigen in Erbpacht genommen zu haben glauben, dürfen unter dann entschlossen, den französischen Boden zu verlassen und ihrer daß die Magistratsassessoren nur in denjenigen Sachen, teinen Umständen an dem äußeren Zustande des Friedhofes der Heimath zuzuwenden, woselbst sie ihren Ehemann wiederzufinden die sie bearbeitet haben, Stimmrecht besitzen. freien Gemeinde einen Grund finden, mit der bekannten phari hoffe. Auf dem Wege dorthin sei sie vor Kurzem in Spandau Bei Gelegenheit eines Berichts des Rechnungsausschusses ge- fäischen Selbstgerechtigkeit auf diese Erscheinung hinzuweisen, als eingetroffen, tönne aber Mangels jeglicher Mittel nicht weiterlangen folgende Resolutionen zur Annahme: auf den Ausdruck einer wenig edlen menschlichen Empfindung, wie reifen und habe daher wiederholt im Polizeigewahrsam Unter1. Die Versammlung ersucht den Mgistrat, bezüglich der Ver- sie bei der Bestattung der Angehörigen konfessioneller Personen etwa tommen gefunden. Diese mit großer Verschmigtheit vorgegebung von Arbeiten und Lieferungen im Submissionswege nicht vorläme. Wir würden uns freuen, wenn die Gräberpflege tragenen, romanhaft flingenden Angaben finden wenig Glauben, generelle Vorschriften für alle städtischen Verwaltungen zu gerade auf dem Friedhofe der freien Gemeinde eine mustergiltige und es hat den Anschein, als ob der Behörde eine Person in würde, damit man den frommen Herren sagen könnte: Seht, wir die Hände gefallen sei, welche allen Grund hat, auf einen 2. Die Versammlung ersucht den Magistrat, eine Revision des Konfessionslosen sind doch bessere Verehrer des Andenkens unserer falschen Namen zu reisen. Die vorgebliche Goldenstein ist der Regulativs vom 16. Januar 1856 über die Dienstwohnungen Todten! Aber freilich, so lange die Pflege der einzelnen Gräber französischen Sprache durchaus mächtig, will aber deutsch nur der Beamten vorzunehmen und der Versammlung eine ent- den Angehörigen des darin bestatteten Verstorbenen überlassen ist, mangelhaft sprechen und verstehen können. Dieselbe ist ziemlich sprechende Vorlage recht bald zugehen zu laffen. werden diese verwahrlosten Grabstätten nicht fehlen. Für viele groß und kräftig und hat am Kinn wie an der linken Wange Es folgt der Antrag des Stadtv. Wortmann und Gen., fehlt es vielleicht überhaupt an Personen, die sich darum zu füm- mehrere Warzen. betr. die Verbreiterung des Fahrdammes der Potsdamerstraße mern eine Veranlassung hätten oder dazu im Stande sind. In und den Neubau der Potsdamer Brücke. Der Antrag geht an den weitaus meisten Fällen aber ist unsere nur auf Erwerb ge- jetzt in Pflege nehmen müssen; es sind dies die Sprößlinge des richtete Zeit über den Verstorbenen hinweggeeilt, der nur als Werkzeug der kapitalistischen Werkstatt Bedeutung und Werth jetzt in Berlin wohnenden Arbeiters Sch. Derselbe war mehrere hatte, so lange er lebte und arbeiten konnte. Die Überlebenden Jahre in Spandau ansässig und eine Zeit lang Nachtwächter in haften auf dem alten Wege weiter. Ihr Sinnen und Denken ist der Gewehrfabrik. Als vor längerer Zeit jener erhebliche Geldebenfalls nur auf Erwerb gerichtet und muß es sein und läßt diebstahl stattfand, der bekanntlich von Beamtensöhnen vollführt ihnen keine Zeit, sich um die Todten zu kümmern. war, lentte sich der Verdacht auch auf den Wächter. Derselbe ändern will, wer den abgehafteten Maffen täglich einige Stunden verlor die Stellung, ob infolge diefer Diebstahls Affaire oder der Muße sichern will, in denen sie ihre Gedanken mit der Er- aus anderen Gründen, bleibt dahingestellt. Er siedelte späterhin innerung an große Vorbilder beschäftigen können, der gilt als nach Berlin über, und hier muß die Familie wohl völlig in VerAufwiegler und Revolutionär. Troßdem ergeht unsere Mah- mögensverfall gerathen sein. Die Leute sind schließlich so weit nung an alle diejenigen, welche Angehörige auf dem Friedhofe heruntergekommen, daß sie sich nicht scheuten, ihre Kinder bettein der freien Gemeinde bestattet haben: Pfleget die Gräber und zu schicken. Dies gelangte zur Kenntniß der Berliner Behörde, gebt damit den Frommen im Lande ein Beispiel zur Nach- Kinder entzogen. Da Sch. noch in Spandau ortsangehörig ist, und den Eltern wurde die Erziehung und Beaufsichtigung der eiferung! so muß auch von der dortigen Stadtverwaltung für die Kinder gesorgt werden. Dieselben werden bis auf Weiteres im Armenhause untergebracht. erlaffen. einen Ausschuß. Es folgt der Antrag der Stadtv. Meyer I und Genossen, welcher empfiehlt, frühere Beschlüsse der Versammlung bezüglich des Viktoriaparks dahin zu präzisiren, daß die Bewilligung der Mittel zur Herstellung des Bittoriaparts unter Vorbehalt der Genehmigung der Spezialpläne und Spezialanschläge erfolge. Auf den Antrag des Stadtv. Na msla u wird eingeschaltet: ,, Soweit die Hochbauten und die Brücken in Betracht kommen. Mit der Herabsetzung der von der Berliner Pferde- EisenbahnGesellschaft, Kommanditgesellschaft J. Leftmann u. Ko. zu CharTottenburg für das Kalenderjahr 1889 zu entrichtenden Abgabe erklärt sich die Versammlung einverstanden. Stadtv. Weiß beantragt, die Charlottenburger Pferdebahn zu veranlaffen, folgende Verbesserungen einzuführen: 1. Die Schließung der Vorderthüren des Wagens, sowie den Auftritt auf den Vorderperron von außen zu ermöglichen. 2. Ersatz der auf das Deck des Wagens führenden Leiter durch eine Treppe und 3. Theilung der Size, um das lästige Hin- und Herrücken zu vermeiden. Dieser Antrag wird abgelehnt. Schluß der Sigung 71/2 Uhr. Tokales. " Wer das Bier, Berliner Kinder" hat unsere Nachbarstadt Spandau Die Freifinnige Zeitung" fucht den Vorwurf, daß sie einen Theil unserer Ausführungen über die„ Waldversammlungen" des Christlichen Vereins junger Männer" wörtlich abgedruckt hat, ohne den„ Borwärts" als Quelle anzugeben, durch den Ein- Fluthen der Oberspree wird vom Montag verspätet aus Grünau Der Doppelfelbstmord eines Liebespaares in den wand zurückzuweisen, daß wir selbst die thatsächlichen Angaben dem von uns gitirten gedruckten Vereinsbericht entnommen hätten. gemeldet. Am Mittag dieses Tages mietheten ein Herr und Das eigentlich Thatsächliche, nämlich die" Waldversammlungen" bei dem Bootsverleiher Schwarz am Langen See eine Dame, anscheinend den besseren Ständen angehörig, haben wir aus eigener Anschauung fennen gelernt, während die fleines Boot und erklärten, ein " Freis. 3tg." augenscheinlich erst durch unsere Notiz davon er- Boraus bezahlten, daß sie nach Grünau fahren und von dort spät indem sie den Betrag im fahren hat. Den Bericht haben wir benut, um unsere Beob- Abends zurückkehren wollten. Die Dame war ungefähr 20 Jahre achtungen durch authentisch sichere Veröffentlichungen des Vereins alt und höchst elegant gekleidet, während ihr Begleiter etwa um zu vervollständigen. Die Freis. 3tg." hat ihn vermuthlich erst 5-7 Jahre älter war. Beide ruderten bis in die Nähe des Dem Strafgelder- Unwesen in den Fabriken sollte durch nachträglich aufgeschlagen, um zu fehen, ob wir- so, Reſtaurants„ Waldkater", banden ihr Boot an eins der zahlſo, einfach abgeschrieben haben. Obwohl sie reichen Solaföße und stiegen beide auf das Holzfloß herauf. einfach abgeschrieben haben. Obwohl sie gegen getreten werden. In welcher Weise diese Strafgelder als diese ihre Hoffnung nicht bestätigt gefunden hat, fucht sie es doch vor den Augen zahlreicher Baſſanten, nur etwa 80 Schritte die Gesetzgebung doch energischer, als es bisher geschehen ist, ent- wie sie selbst, Zohnlursungen behandelt werden, darüber giebt eine Mittheilung in ihrer fehr zweideutig abgefaßten Entgegnung ihren Lefern Aufschluß, die uns aus dem benachbarten Rüdersdorf zugeht. In weiszumachen. Daß Herr Eugen Richter den von freisinnigen" vom Ufer entfernt, zog der junge Mann einen Revolver hereiner dortigen Fabrik, die einer Aktiengesellschaft gehört, ist das Männern veranstalteten, Bolts- Unterhaltungsabenden" fernsteht, vor, anscheinend um sich zu erschießen, warf die Todeswaffe Strafgelder- Unwesen besonders lebhaft im Schwange. Es werden glauben wir gern. Wenn Herr Richter das Bedürfniß fühlt, verhinderte, in den Fluß. Dann aber zog der Herr seine Beaber, als seine Begleiterin ihn daran mit erhobenen Händen bort Strafgelder von 1 bis 10 Wt. erhoben. Als einer der Ar- feine Mamelucen zu unterhalten, fo veranstaltet er eigene gleiterin an sich und, nachdem er sie auf den Mund gefüßt beiter vor einiger Zeit einen Tag frant war und dies der Ver:" Abende", an denen er mit feinen Jongleur- Kunststücken die Koften hatte, sprang er mit ihr, die auch freiwillig in den Tod zu waltung nicht melden konnte, weil er eine Stunde von der Fabrit der Unterhaltung ganz allein bestreitet.j gehen schien, von dem Rande des Holzflosses in die Fluthen. entfernt wohnte, wurde ihm eine Strafe von 2 M. bei der Lohn- Elektrische Bahn Lichterfelde- Teltow. Die nach dem Bahlreiche Augenzeugen fahen die Lebensmüden, die sich eng umzahlung am Sonnabend gekürzt. Da der Mann 13 M. Wochen- jezigen Stande der Elettrotechnik brennendste Frage auf dem schlungen hielten, noch einmal aus den Wellen auftauchen. The Lohn verdient hatte und davon auch noch 1 M. an Beiträgen Gebiete des Betriebes elektrischer Bahnen ist ihrer praktischen aber mehrere zur Hilfe geeilte Boote die Unglücksstätte erreicht für Kranken- und Unterstügungskassen zu entrichten war, so Lösung um einen wesentlichen Schritt näher geführt worden. hatten, waren die beiden Selbstmörder untergefunken und von blieben ihm noch 10 m., die er statt der verdienten 18 M. erhielt. Die Firma Siemens u. Salske läßt zur Zeit Versuche mit einem den Fluthen fortgetrieben. In dem angebundenen Boote lag ein Daß unter solchen Umständen das Verhältniß zwischen Arbeiter von Affumulatoren betriebenen Wagen auf der Strecke Lichter- Bettel:" Wir gehen vereint in den Tod. Albert und Bertha." und Unternehmer kein gutes ist, kann man wohl verstehen. Biel- felde- Teltow anstellen, welche für diesen Zweck zur Verfügung Bis jetzt ist es noch nicht gelungen, die Beichen aufzufinden. Die leicht versucht es die Berwaltung der betreffenden Fabrit einmal mit anderen Maßnahmen und sie dürfte sich dann vielleicht über- gestellt wurde. Die Akkumulatoren Tudor'schen Systems find in Eisenbahn- Fahrkarten beider Lebensmüden lagen gleichfalls im der Weise an dem Wagen angebracht, daß die Auswechselung Boote und lauteten vom Schlesischen Bahnhof nach Erkner, mitzeugen, daß die mindereinnahme an Strafgeldern reichlich erfest nach erfolgter Entladung und die Ersehung durch neu geladene bin ist anzunehmen, daß dieselben Berliner sind. wird durch die Ersparniß von Ausgaben, welche sie bisher mehr Affumulatoren in verschwindend kurzer Zeit erfolgen kann. Der fach für eingeworfene Fensterscheiben hat machen müssen. Wagen selbst kann eine Geschwindigkeit bis zu 22 Rm. entwickeln. Nähe der Norddeutschen Eiswerke bei Grünau die Leiche eines Selbstmord. Gestern Abend gegen 6 Uhr wurde in der Probatum est! Das, fpeziell in Berlin, im Bäckergewerba Die Probefahrten haben bisher in jeder Hinsicht sehr befriedigende Mannes, auf dem Wasser treibend, gefunden und nach Köpenick herrschende Elend ist allgemein bekannt. Ein probates Mittel, Resultate ergeben. Der Wagen wird von der Firma Siemens - als man ſeit tiefes Elend in eitel Lust und Freude umzuwandeln, hat nun u. Halste nach der Frankfurter Ausstellung geschickt werden. Es gebracht. Bei dem etwa 40 jährigen Mann fand man ein an das der Vorstand der Bäder Abtheilung des Christlichen Bereins ist dieser günstige Erfolg um so bemerkenswerther, als man seit Rommando der Schuhmannschaft Berlins gerichtetes, vom Nojunger Männer zu Berlin" entdeckt und giebt dieser baffelbe be- langer Zeit vergebens versucht hat, das Affumulatorensystem, pember 1889 batirtes Schreiben, in welchem der Todte als anfannt in einem die Herren Bäckermeister Berlins" gerichteten welches einen Betrieb ohne jegliche Drahtleitung ermöglicht, für gehender Kriminalschuhmann um Gehaltszuschuß bittet, sowie ein fannt in einem al die Herren Bäckermeister Berlins" gerichteten elektrische Bahnen praktisch nußbar zu machen, und als für Berlin Berlin, Breslauerstr. 6, III, unterzeichnet. Wie wir erfahren, war J. Urlaubsgesuch. Beide Papiere waren mit J. Jereczek, Schutzmann, " Die bis vor 1½ Jahren als Schußmann auf der Polizeiwache am Stra Rundschreiben, in elchem es u. A. heißt: in unserem aurige Thatsache Folge davon, daß es nur wenige worden ist, ein solcher mit Schienenleitung aber mancherlei lauerplah angestellt geweſen, mußte aber dann wegen,„, Größenwahn" " Die traurige Thatsache des vielen Glends und Unfriedens der Betrieb solcher Bahnen mit Oberleitung überhaupt verboten Berlin, Breslauerstr. 6, III, unterzeichnet. Wie wir erfahren, war J. unferer Kollegen begreifen und fühlen, wie sie selbst an ihrem Schwierigkeiten begegnet. Loose schuld find, indem sie sich durch ausschweifenden und gott- Empfindlichen Verluft hat ein Uhrenhändler durch einen Geistesgestörte der städtischen Frren- Anstalt Dalldorf überwiesen, lofen Lebenswandel an Zeib und Seele schädigen, und ihnen Schwindel erlitten, der von einem hier studirenden Japaner verübt war aber vor einiger Zeit auf Antrag eines Verwandten aus dann nicht nur ihr Handwerk, womit sie sich ihr Brot verdienen, worden ist. Der Japaner, der Kentitsi Nischinura heißt, sich derfelben entlassen worden. J. verschwand vor 14 Tagen plötzlich zum Ueberbruß with, nevern auch ihr Leben. Die Bäder: jedoch gewöhnlich Dimna nannte, hatte den Uhrenhändler schrift und hat auf welche Weise ist noch nicht festgestellt- in den sondern Abtheilung blidt auf eine ca. 21/ zjährige reich gefegnete Wirtlich ersucht, eine Anzahl Uhren und Retten nach der chinesischen Fluthen der Spree den Tod gefunden. famfeit zurück; 894 Gefellen haben sich derselben in dieser Zeit Gesandtschaft zu bringen, wo sich der Auftraggeber seinen Anbis heute als Mitglieder angeschlossen. Die allwöchentlich am saben gemäß aufzuhalten pflege. Mit sieben goldenen Uhren und Donnerstag stattfindenden Versammlungen werden durchschnittlich fieben goldenen Ketten im Werthe von 1500 M. begab sich der von 80-90 Kollegen besucht. Während des etwa dreistündigen Uhrenhändler nach der chinesischen Gesandtschaft, wo er den " 1/2 nach der neuen Charité überführt werden. Von dort wurde der Gegen unseren Redakteur Baake ist wegen des Leitgedichtes in unserer Nummer vom 3. Mai eine Anklage wegen Gotteslästerung und Aufreizung zum Klaffenhaß erhoben worden. Berliner Asylverein für Obdachlose. Im verflossenen, Monat April 1891 nächtigten im Männerasy! 8996 Personen, davon badeten 2619 Personen, im Frauenasyl 1395 Personen, das von badeten 109 Personen. erreichen, Versammlungen. 6. Wahlkreis. Nachdem in dieser Angelegenheit noch einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt waren, wurde auch diese Versammlung mit einem begeisterten Hoch auf das Gedeihen der Sterbekasse geschlossen. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereine Sämmtlicher Berufsklaffen, Berlin II( E. H. Nr. 2). Versammlung am Sonnabend, den 9. d. m., Abends 8 Uhr, im Restaurant Bülow, Admiralstraße Nr. 38. Die Mitglieder werden gebeten, zahlreich zu erscheinen, da wichtige Sachen vorliegen. s 11 Uhr. " Ecke bet Garo. 1 T " " oder einem nicht zur Rechenschaft gezogenen Beamten aufge- 1 in Magdeburg der Wunsch geäußert war, bie Kaffe dahingehend bürdet wird, für Freisprechung plädiren. Es haben zu viele ver- zu erweitern, daß den männlichen Mitgliedern auch der Beitritt schiedene Umstände mitgewirkt, und wenn man bedenkt, daß täg gestattet ist, so lag in dieser Beziehung eine Vorlage von Seiten lich 40 Züge ein und 40 auslaufen, alle rangirt werden müssen, des Vorstandes vor, welche nach einer furzen Debatte mit einigen die Rangirmeister, wenn sie nicht schnell arbeiten, bestraft resp. Aenderungen angenommen wurde. Somit ist den männlichen Polizeibericht. Am 5. d. M. Morgens gerieth auf dem verwarnt werden, so möchte man bei der unglücklichen Lage des Mitgliedern die Gelegenheit gegeben, fich noch neben der KrankenBauplatz am Mühlendamm der Maschinenheizer Sicora beim Schuppens sich beinahe wundern, das nicht mehr Unglück ge- tasse in der Sterbekasse zu versichern, und das Statut dieser Schließen der Heizungsthüren einer Lokomobile mit dem Fuß in schieht! Das Urtheil lautet auf Schuldig für Hertel und Kaffe tritt am 1. Juli 1891 in Kraft. das Betriebe der Maschine und wurde anscheinend bedeutend ver- Weißenborn, auf Nichtschuldig für Hopf. Hertel wird zu legt, so daß er nach der Universitätsklinik gebracht werden zwei Monaten, Weißenborn zu einem Monat Gefängniß vermußte. Vormittags sprang eine Frau in den großen Teich im urtheilt. Friedrichshain, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, wieder aus dem Wasser gezogen. Bei den Abbruchsarbeiten auf dem Grundstück Neue Hochstr. 40 stürzten zu derfelben Zeit Theile einer niederzulegenden Wand nach der entgegengesetzten Richtung und trafen den Zimmerpolier Schöning, Geselliger Verein„ Grüne Eiche" vor dem Halleschen Thor. Abends so daß derselbe einen Beinbruch erlitt. Er wurde nach dem St. 9 Uhr General- Bersammlung beim Gaftwirth Hahn, Noftizftraße 29. Gäfte Hedwigs- Krankenhause gebracht. Auf dem Neubau FridrichsDie Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für wiltommen. straße 179 fiel Vormittags ein Einsetzer von einer im Erdgeschoß den sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis, welche am 5. d. M. uhr, Naunynfir. 66 bet Bubett. Säfte tönnen durch Mitglieder eingeführt Sele- und Diskutirklubs. Donnerstag. Fretheit", Abends aufgestellten Rüstung durch die Fensteröffnung in den Lichtschacht bei Keller, Bergstraße, abgehalten wurde, nahm, trotzdem der werden. Verein ,, Voltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, des Kellers hinab und wurde anscheinend schwer verletzt, so daß Besuch derselben unter der kaum entschwundenen Maiwoche zu" ach Auf Nachm. 8 Uhr, in der Gr. Frankfurterfir. 99, Frankfurter Bierim Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28.- Lese- und Diskutirklub feine leberführung nach der Charitee erforderlich wurde. leiden hatte, und trotzdem weder der angekündigte Referent, noch ballen"." Wahrheit, Martusftr. 31. Auftlärung", Abends 8 Uhr, Zu derselben Zeit stürzte auf dem Grundstück Mark dessen Stellvertreter erschienen waren, mithin fein Vortrag statt in Heindorfs Restaurant, Langeftr. 70. Gäfte willkommen. Heine" in grafenstr. 43 der beim Abbruch des alten Haufes fand, doch einen recht interessanten Verlauf. Genosse Päß hielt Rigdorf, Ede Knesebec- und Hermannstraße, Restaurant Beyler." Säfte willtommen. Neue Beit", 8% Uhr, Bonenstr. 40. Gäfte haben Zutritt. stehen gebliebene Giebel zusammen und verschüttete die es für angezeigt, einen Rückblick über die stattgehabte Maifeier Süd- Ost", 8% Uhr bei Zoltsdorf, Görligerstr. 68. Gäfte, durch Mitglieder Maurer Segebarth, Riedel, Maaß und Wolf. Die zu halten und daraufhin entspann sich eine recht anregende Dis- eingeführt, haben Butritt. Lese- und Diskutirklub Fester Wille", beiden Ersteren erlitten dabei schwere innere Verlegungen, fussion. Wenn Genosse Pät auch im Großen und Ganzen mit Abends 8 Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäfte durch Mitglieder eingeführt so daß sie nach dem Augufta- Hospital bezw. der Universitäts- der diesjährigen Maifeier zufrieden war, so hielt er doch dafür, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends Klinik gebracht werden mußten, während die beiden anderen nur daß noch immer nicht so demonstrirt worden seier sprach uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder." Seeger'scher leicht verlegt wurden. An der Ecke der Invaliden- und Berg von Berlin, wie hätte demonstrirt werden müssen, und wie Gefangverein", Blumenstraße 46 bet Wendt. Uebungsstunde von 9 bis straße gerieth zu derselben Zeit ein 10 jähriger Knabe unter die das Ausland, insbesondere England, ein Vorbild gegeben. Nur firaße 73 bet Noth. Gefangverein Ginigtett"( Hutmacher), LinienGefangverein, Edelweiß Melchiorftraße 15 Räder eines Geschäftswagens und wurde am Kopf und an den in Friedrichshagen sei die Demonstration gewesen, wie sie sein bei Stehmann. Gefangverein Echo 2", Alte Schönhauserstraße Armen bedeutend verlegt. Vor dem Hause Stephanstraße 12 mußte, wenngleich auch hier die Zahl der Theilnehmer eine noch Nr. 42 bei Reimann. Gefangverein Frühlingsluft", Flottwell Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 bei wurde Nachmittags ein 2 jähriger Knabe von einem Geschäfts- weit zu geringe gewesen wäre. Der dort gewonnene Eindruck Broß.- Männergefan Männergesangverein Borar", Admiralftr. 38 bet Bülow. wagen überfahren und erlift schwere Verlegungen am Kopf und werde unverlöschlich bleiben und so müsse sich in Zukunft die Gefangverein Kornblume", Blumenftr. 54 bei Buttfe. Gesangverein Oberkörper. Abends wurde ein Stepper in der elterlichen Maifeier überhaupt gestalten. In fleinen beengten Räumen und Hand in hand", Staligerstr. 142 bet Greifer. Gefangverein Wohnung, in der Fehrbellinerstraße, erhängt vorgefunden. Im bei einer derartigen Bersplitterung in Gewerkschaften sei aber unversagt bei Stüfter, Köpeniderſtraße 127a.- Gefangverein, Dorfglödlein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bet Pietsch. Gefang Thiergarten, in der Nähe des Brandenburger Thors, wurde zu eine solche Demonstration unmöglich. Die Maifeier sei nicht verein des tischlerverbandes" in Steglitz, Restaurant Hildebrand. derselben Zeit ein unbekannter, etwa 26 jähriger Mann mit einer lediglich ein Vergnügungsfest, sondern ein Verbrüderungsfest aller Arbeiter- Gesangverein„ Garmonte", Tempelhof, Dorfftr. 10 bet Gerth. Schußwunde in der rechten Schläfe todt aufgefunden. Es liegt Arbeiter, und habe einen mehr politischen wie gewerkschaftlichen Gefangverein ,, Weiße Rofe", Reinickendorf, Residenz- und HolländerſtraßenArbeiter Gesangverein Morgenroth", Rummelsunzweifelhaft Selbstmord vor. An der Ecke der Blumen- und Gewerkschaften sei nicht viel zu burg, Charakter. Mit den Göthestraße 9 bei Konrath. Gesangverein Bregel Markusstraße wurde Abends eine 75 jährige Frau von einer Must und die das hätten trüben Erfahrungen gelehrt; fluß" in Sahm's Klubhaus, Annenftrauße Nr. 16. Gesangverein Gesangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 bei Schneider. Droschte überfahren und an der Stirn und der Schulter bedeutend nur gewerkschaftlichen Organisationen auch würden die reuzberger Harmonte", Lindenstr. 106, bet Boppe. Gesangverein verlegt, so daß fie nach dem Krankenhause am Friedrichshain geduldet, so lange fie machtlos feien. Der 1. Mai Amicitia", Adlershof Bismarckstraße bet Albrecht. Gefangverein gebracht werden mußte. In der Nacht zum 6. d. M. wurde ei und werde ein Arbeiterfeiertag bleiben. Denselben würdig zu" Euphonia", Restaurant Weid, Köpnicerſtraße 68. in der Spree, nahe der Schleuse, die Leiche einer Frauensperson begehen, würde es sich empfehlen, Berlin in Zukunft in Kreise tub Rüd'wärts". Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, PallisadenGesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat angeschwemmt. Am 5. d. M. fanden vier kleine Brände statt. einzutheilen und den Wahlvereinen die Veranstaltungen zur Straße 47. Maifeier zu überlassen, oder aber eine Kommission niederzusetzen, welche die einheitlichen Veranstaltungen in die Hand nimmt. Und daß in Zukunft ausschließlich der 1. Mai als Feiertag begangen werde, hielt Genosse Günther für selbstverständlich und war der Ansicht, daß, um einer Meinungsverschiedenheit Eine gefährliche Taschendiebin wurde gestern durch Ur- nach dieser Richtung hin vorzubeugen, die Delegirten zum nächsten theil der vierten Straffammer des Landgerichts I für längere Kongresse in Brüssel betreffs der Maifeier mit einem gebundenen Zeit unschädlich gemacht. Die unverehelichte Marie Reichel ist Mandat entsendet werden müßten. Genosse Satto war der um so gefährlicher, weil sie das Auftreten und die Ausdrucks- Ansicht, daß, so klein die Demonstration von den Gegnern zu weise einer gebildeten" Dame besitzt, sie sucht ihre Opfer mit machen gesucht werde, so groß sei dieselbe gewesen. Nicht die Vorliebe in den höheren" Kreisen. Zuletzt verbüßte fie eine Zahl der an einem Sonntage zusammengelaufenen Menschen Zuchthausstrafe von sieben Jahren und kaum in Freiheit gesetzt, verleihe der Demonstration ihren Werth, sondern das überzeugte nahm sie das Gewerbe wieder auf. Auf den Bahnhöfen bewegte Bewußtsein der hohen Bedeutung der Demonstration. Und dies sie sich stets in den Wartesälen zweiter Klasse und fand hier Ge- war in reichem Maße vorhanden, die Saat ist gefäet worden, die legenheit, reisenden Damen das Portemonnaie aus der Tasche zu gute Früchte tragen werde. Die Maifeier habe einen eminent ziehen, wobei ihr zumeist reiche Beute in die Hände fiel. An gewerkschaftlichen Charakter, deshalb würde sie auch fernerhin in einem Februartage besuchte die Taschendiebin das Opernhaus, der bisherigen Weise begangen werden müssen. Von den Gegwo sie ihren Sit neben einer Frau Konsul Wiener aus London nern würden die gewerkschaftlichen Organisationen unterschäßt, erhielt. Die Angeklagte entfernte sich furz vor Ende der Vor- obgleich sie der Fels seien, an dem der Kapitalismus zerschellen stellung und als auch Frau Wiener gehen wollte, bemerkte fie, müsse und werde. Redner ermahnte zur gewerkschaftlichen und daß ihr Portemonnaie mit über hundert Mark aus der Tasche politischen Emanzipation, zur Organisation in gewerkschaftlicher verschwunden war. In diesem Falle bewährte sich wieder ein- Hinsicht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung, in mal das Berbrecheralbum. Wie aus einem Munde riefen Frau politischer auf dem Boden der Sozialdemokratie. In der weiteren Wiener und ihre beiden erwachsenen Töchter: das ist sie!" als Debatte über die Maifeier wurde besonders auch der Standpunkt ihre Augen auf die Photographie der Angeklagten fielen. Im vertreten, daß es Familienvätern infolge der materiellen Noth- 8 Verhandlungstermin legte diefelbe sich natürlich aufs Leugnen; lage vielfach unmöglich sei, mit ihren Familien, wie es doch so Staatsanwalt und Gerichtshof hatten aber feinen Zweifel an wünschenswerth sei, weit entlegene Lokale aufzusuchen, daß deshalb ihrer Schuld und lautete das Urtheil diesmal auf eine Buchthaus- innerhalb der Stadt Jedem Gelegenheit geboten werde müsse, an Verstrafe von fünf Jahren. sammlungen und Demonstrationsfeiern theilzunehmen. Im Anschluß an die Besprechung der Maifeier fand eine sehr nahe liegende Auf Gefährdung eines Eisenbahntransportes ,, welche Kritik der heutigen Zeitverhältnisse und hervorragenden Begebendie Tödtung eines Menschen zur Folge hatte, lautete eine Anheiten statt. Aller der Genossen wurde gedacht, welche den flage, deren Hauptverhandlung vor der ersten Straffammer des 1. Mai im Gefängniß vertrauern mußten. Nachdem der VorLandgerichts I sich vorgestern von 3 Uhr Nachmittags bis Abends sitzende noch bekannt gegeben, daß gelesene Zeitungen in den des Generalrathes der Arbeiterpartei wird stündlich größer. 8 Uhr hinzog. Angeklagt waren 1. der Rangirmeister August Bahlstellen entgegen genommen und von dort prompt an gute Gin Theil der Bürgergarde ist eingezogen und wird heute Hertel, 2. der Stations- Diätar Hermann Hopf, 3. der geprüfte Adressen befördert werden, sowie zur pünktlichen Beitragszahlung Abend nach Saint- Gilles ausrücken, wo Erzeffe befürchtet Lokomotivführer Heinrich Weißenborn. Am 18. Oktober v. I ermahnt hatte, mit dem Hinweise darauf, daß fortan fäumige werden. Abends 82 Uhr, tam ein Personenzug von Charlottenburg, um Mitglieder nach vorhergegangener Mahnung ausgeschlossen werin den Bahnhof Grunewald zum Zwecke des Auseinanderran- den, wurde die Versammlung geschlossen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) girens einzufahren. Hier war der Angeklagte Weißenborn mit Brüffel, 6. Mai. Eine Drahtmeldung aus La Louvière dem Rangiren eines anderen Personenzuges beschäftigt, und fuhr Eine auf Dienstag, den 5. Mai, anberaumte öffentliche im Zentralbecken befagt, daß heute Morgen in den Kohlendem letzten Theil des gedachten Zuges mit seiner Maschine in Versammlung aller Mechaniker und Optiker von Berlin gruben Houffu und Lacroyère ein allgemeiner, in Sars- Longdie Flanken. Als einziger Bajsagier befand sich in einem und Umgegend konnte nicht tagen, da die Polizei die Abhaltung champs, Haine, Saint- Pierre und Bascoup ein partieller der Wagen, welche von dem Unglück betroffen waren, der Heizer der Versammlung in Norbert's großem Festsaal mit der Moti- Ausstand ausgebrochen fei. Man befürchtet für Freitag Winter, welcher sich soeben beim Stations- Vorsteher gesund virung verbot, das betreffende Lokal entspreche den polizeilichen den Generalstreik im gesammten Zentralbassin, welcher melden wollte. Derfelbe erlitt so schwere Quetschungen, ja, er Vorschriften nicht. Auch in dem Lokale von Schmiedel durfte geſtern von mehreren großen Versammlungen im dor wurde von der Macht des Zusammenpralls fast auseinander- die Versammlung nicht stattfinden, da dasselbe ebenfalls den An- tigen Revier beschloffen wurde. In den Becken von geriffen, daß sein Tod bald nachher eintrat. forderungen der Polizeiverordnung nicht genügte. Charleroi und Mons ist die Lage die gleiche, wenn auch gestern In der 5/ 2stündigen Verhandlung wird zunächst der in Gilly und Junet eine theilweise Wiederaufnahme der Arbeit Situationsplan festgestellt refp. tlar gemacht. Danach befindet zu verzeichnen war. Die Ruhe ift nirgends gestört. Dagegen sich auf dem östlichen Theil des Bahnhofes ein etwa 80 Meter hat in dieser Nacht auch in Chatelineau im Hennegau ein langer sogenannter Revisions- Schuppen". Dynamitattentat gegen das Haus eines nicht ausständigen Ar beiters stattgefunden. Der dadurch angerichtete Schaden ist nicht beträchtlich. Der Urheber wurde verhaftet. Gerichts- Beitung. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung waren die Kol legen sehr zahlreich erschienen, und allseitig wurde es lebhaft bedauert, daß die Versammlung nicht tagen durfte, zumal es zu erwarten stand, daß bei den Verhandlungen auch das Komplott der Metallindustriellen gegen die Arbeiter zur Sprache fommen T übed'scher Zurnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Zurnverein D sten", Lehr lings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a. Elifabethstr. 67-58, Rönigstädt. Gymnasium. Berliner Turngenoffenschaft, 1. Lehrlings Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, im LeffingTheater, Pantstr. 9-10. straße 88.- Offenbacher Gängertrang"," Debungsstunde von 9-11 im Dresdener Männer- Gefangverein Grescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Gneisenau Garten, Dresdenerstr. 45. Gäste wiltommen. Verein„ Bid Bad", Sigung mit Damen Uhr in Krösches Gesellschaftshaus, Fichtestraße Nr. 29. Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8 Uhr, in den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jakobstr. Nr. 89,- Geselliger Club Blauveil chen", Abends 9 Uhr bet Förtsch, Stallschreiberstr. 60Pfropfenverein wedding", Abends 8 Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonſtraßen- Ecc. marienbad", Babftr. 35-36, Gaal 1 Zr. Vergnügungsverein" Caprice", Abends 9 Uhr, Stzung mit Damen im Bergnügungsverein Beilhen", 9 Uhr, Sigung mit Damen bet Bülow, Admiralstraße 88. Gäfte will: tommen. Berein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends Uhr, im Gesellschaftshause Oftend", Rüdersdorferstr. 45. Gefellschaft offnung"," Abends 8 Uhr, im Klubhaus, Ohmgaffe 2. Gäste willkommen. Berein ehemaliger Schüler der 23. GemeindeGäste will schule. Sigung, Abends 9½ Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Schröder, Stegligerstr. 18, Gäfte wiltommen.- Zambourverein, Jungferntrans", Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bet weidenweg 12, Rauchflub Desimal- Waage", Abends 9 Uhr bet Infinger, Krauts straße 48.- Rauchflub ernipige", Abends 8 Uhr bei A. Bohl, Rübers dorferstr. 8. Rauchtlub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths baus, Staligerfir. 41. Rauchtlub, o'rwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Breslauerftr. 27. Donnerstag. Geselliger Berein„ Blau Beilen, Uhr im Restauray outfenhof, Stallschreiberftr. 60.- Bergnügungsverein„ Schneeglödchen Uhr im Restaurant Birt, Straußbergerſtr. 3.- Privat- Theater- Gesellschaft detto", 9% Uhr im Restaurant Gaillard, Pringenftr. 87, 9 tommen. Arbeitervereine Depeschen. Privattheater. ( Depeschen des Bureau Herold.) Lüttich, 6. Mai. Die Erregung über die gestrigen Beschlüsse Briefkaffen der Redaktion. Durch diesen Schuppen, welcher dazu bestimmt ist, die vom Dienst zurückkehrenden Züge zu reinigen, d. h. die Wagen zu würde. waschen, ebenso die Heizungsleitungen, Bremsen u. s. w. auf ihre richtige Funktionirung zu untersuchen, laufen mehrere Geleise Zentral- Krankenkasse der Maurer, Steinhauer u. f. w. direkt hindurch, und zwar liegt derselbe, wie von allen geladenen Grundstein zur Einigkeit. Am 4. und 5. Mai tagte hierselbst Zeugen, und auch von den zwei Sachverständigen anerkannt Inselstr. 10 eine außerordentliche General Versammlung der gewird, so unglücklich, daß er die ganze Aussicht nannten Kaffe, welche von 33 Délegirten aus 19 Wahlabtheilungen Sonntag nicht in Berlin gewesen ist? Er war in Sachſen An Verschiedene: Sie fragen, warum Liebknecht am über den Rangirbahnhof versperrt. sowie durch Vertreter des Vorstandes und des Ausschusses besucht Es herrscht nun auf dem Bahnhof die Usance, daß die von war. Den wesentlichsten Theil der Arbeiten dieser Versammlung( Wurzen und Leipzig) und zwar in Gemäßheit eines Versprechens, Charlottenburg durch den Schuppen hindurch nach der auf dem bildeten Abänderungsanträge zu dem§ 8 und 17 des Statuts. Das er vor seiner Uebersiedelung nach Berlin gegeben hatte. westlichen Theil des Bahnhofes liegenden Drehscheibe fahren, Von Seiten der Behörde in Altona, wo sich der Sitz der Kaffe J. W. Wir haben einen Brief von Ihnen gar nicht ers dort die Gepäckwagen drehen, und auf demselben Geleis zurück befindet, ist der ortsübliche Tagelohn, welcher bei Bemessung der halten. fahren. Neben dieses Geleis liegt aber noch ein zweites, eben- Leistung der Kaffe maßgebend ist, von 2,50 M. auf 3 M. erhöht falls innerhalb des Schuppens, welches etwa 15 bis worden, ebenso ist der am Orte befindlichen Verwaltungsstelle 20 Meter oberhalb, also am östlichen Ende in das von Seiten der Krankenhäuser die Mittheilung gemacht worden, Briefkaffen der Expedition. erfte durch eine Weiche einläuft. Dieses zweite Ge- daß das Verpflegungsgeld in denselben von 1,75 auf 2 M. erhöht leis wird zum Rangiren benut. An jenem Tage worden ist. Da in diesen beiden Fällen die bisherige 2. Klasse lands( Hamburg) gingen folgende Beiträge ein: Für die Generalfommiffion der Gewerkschaften Deutsch nun will der mit dem Rangiren beschäftigte britte Ange- unbedingt Buschüsse bedarf, so mußte man sich zur Aenderung tlagte von dem Stationsbeamten Hopf( dem zweiten Angeklagten) entschließen. Tischlerei Marthoff 3,70 m... 1 M. Gesammelt in die Weisung erhalten haben, von einem seitwärts liegenden Geleis Die Debatten, welche unter Leitung des Herrn Kersten- Berlin statt. der Billa Bachstein am Halensee 4,45. noch 5 Wagen mit fortzuholen, um dieselben an einen nach dem fanden, zeugten, wie sehr man von Seiten der Arbeiter darauf bedacht nachweis- Annonze zum Maisonds muß es bei Werkstatt Gerrlich, Berichtigung. In der gestrigen Abrechnung der ArbeitsSchlesischen Bahnhof fahrenden Bug anzuhängen. Er führte ist, die eigenen Angelegenheiten felbft zu regeln, ohne der Be Krautstr. 38, statt 11,-: 11,50 heißen, und bei der Werkstatt diesen Auftrag gleich mit aus, so daß sein Bug eine Länge von hörde die Möglichkeit zu geben, selbst einzuschreiten und die Bei- Müller, Schönhauser Allee 161, hinzugefügt: von 27 Tischlern. 31 Achsen bekam. Da aber von der beim Reinigen herablaufenden träge und Leistungen festzustellen. Seife u. s. w. die Geleife in dem Schuppen äußerst glatt sind, Es wurde denn auch beschlossen, obwohl die Bertreter Kleinerer Für den Maifonds gingen ferner folgende Beiträge ein: fonnte er, der den Zug von Charlottenburg nicht früh genug Drte mit noch niedrigen Lohnfäßen auf weitere Belastung der Gesammelt Gitschinerstraße 12-14 Gewehr- Fabr., J. R. sehen konnte, weil eben der Schuppen die Aussicht ver- Mitglieder hinwiesen, als Minimalklasse für Erwachsene den 14,50 M. Gef. Fr. Blumle 2,50 M. H. B. 1 M. Summa sperrt, seinen Zug nicht mehr zum Stehen bringen, sondern Beitrag auf 1,63 M. monatlich und ein tägliches Verpflegungs- 18 M. Bereits quittirt 301,75 M. Summa 319,75 M. Weitere das Unglück ereignete sich wie oben beschrieben. geld von 2,40 M., wöchentlich 14,40 M. festzusetzen. Es machte Beiträge nimmt gern entgegen die Expedition Beuthstr. 3. Es fommt hierzu noch, daß seit dem Jahre 1885 eine Ver- fich ferner die Nothwendigkeit geltend, denjenigen, welche sich In Nummer 103 muß es heißen nicht Lutherstr. 118, sondern fügung besteht, wonach alle von Charlottenburg kommenden Züge höher versichern wollen, die Möglichkeit hierzu zu geben, und so Tischlerwerkstatt von Eduard Kayser, Ritterstr. 118. bei der eine große Strede vor dem Schuppen befindlichen beschloß man eine höhere Klasse zu schaffen und zwar gegen einen Aus einer rothen Malerwerkstatt durch die Herren Bude A. B. zu halten haben, und erst wenn ihnen zugewinkt Beitrag von 1,80 M. monatlich Verpflegungsgeld pro Tag 2,55 M., Robert Meryat, G. M. Mania, H. Altaler, Th. Wauer, H. Melzer, wird, einfahren dürfen. Es würde zu weit führen, alle die kleinen wöchentlich 15,30 M. H. Binner, für die Arbeiter- Bildungsschule empfangen 7,50 Mart. und großen Dienſtvorschriften hier anzuführen. Es wird eben Nachdem noch einige Angelegenheiten im Verschiedenen er 5. Gumpel, Kassirer, Barnimstr. 42. ( enen brei Beamten Vernachlässigung der Pflicht, resp. all ledigt waren, wurde die Versaminlung mit einem begeisterten gemeine Fahrlässigkeit vorgeworfen. Jeder ist bemüht, die Schuld Hoch auf das fernere Gedeihen geschlossen. Rohm, Schönleinstr. Wir können wegen der unregel oon sich abzuwälzen, und alle drei Bertheidiger können für ihre Im Anschluß hieran fand die Generalversammlung der auf mäßigen Zustellung des Blattes erst dann Abhilfe schaffen, wenn Klienten, so weit ein Theil der Schuld immer einem Anderen, Frauen- Sterbekaffe statt. Da auf der letzten Generalversammlung auf der Abonnementsquittung vermerkt ist. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. nb citt Cen en en en= et he ng fe ., er S fte rt T= t 2. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 105. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Donnerstag, den 7. Mai 1891. 8. Jahrg. Drum verhältnisse zu schaffen. Daß er nicht nackte Zahlen geben könne, Alle Anfragen sind zu richten an Kollege Theodor sondern dieselben in einem Aufsatz behandeln müsse, sei felbst- Leipart, Hamburg- St. Georg, bei der Koppel 79. verständlich. Durch die Zeugenvernehmung wurde ein nebensächlicher NB. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck Punkt des Artikels als irrthümlich erwiesen. Der Anwalt des Klägers gebeten. Elberfeld, 5. Mai. Eine große Heldenthat ist am Sonntag welche schon einmal gestreift hätten, ins Gefecht, behauptete auch, es führte die Wirkung solcher Heß- und Brandartikel" auf Arbeiter, Aufruf an die deutschen Bäcker, Konditoren, Pfefferküchin dem Orte Camen bei Unna vollbracht worden. Der Vor- of dem Rläger Rebbeit“ und„ Värte" vorgeworfen. Der Be- ler und die in den Rakes- und Bisquit- Fabriken beschäftigten Arfizende unseres sozialdemokratischen Volksvereins, Genosse Wilhelm lagte erwiderte" hierauf, daß, wohl um diese Deduktion zuzu- beiter und Arbeiterinnen. Kollegen! Wohl keine Branche ist irg sei„ Rohheit" Gewehr, wollte dort in einer Versammlung sprechen; dieselbe lassen, in der Klageschrift auffallenderweise Rohardt mit zwei ihrer gewerkschaftlichen Organisation soweit zurückgeblieben als biefelbelagte in fonnte aber nicht stattfinden, weil der Einberufer der Berfamm( Rohhardt) geschrieben sei. Nach längerer Berathung wurde das die unsere; unsere Berufe, die einst in der Zunft so groß waren, Lung, Bergmann Gerlach, welcher plöhlich verhaftet, aber bald urtheil vertundet, welches auf 14 Tage Gefängniß, dreimalige sind in der modernen Arbeiterorganisation um Jahrzehnte hinter iber freigelassen wurde, aus diesem Grunde die Bersammlung Bublikation des Urtheils in der N. B.- 3tg." und einmalige anderen Branchen zurück, und doch hätten wir es mindestens eben nicht rechtzeitig anmelden konnte. Gewehr befand sich mit noch Bublikation im„ Samburger Echo"" lautete, legteres mit Rück so nöthig, uns gewerkschaftlich zu organisiren als jeder andere fünf anderen Herren in dem Lokal, als plößlich sich die Straße ficht auf die örtlichen Verhältnisse", wie es in der Urtheils Beruf, um durch die Macht der Organisation unfere Lebenslage aus derselben der Ruf ertönte:„ Heraus mit den Rothen!" Auch begründung gesagt wurde. Weiter hieß es darin, daß auf diese zu verbessern. Ist es doch notorisch, daß wir die schlechtest beDie Wirthschaft füllte sich und ehe sich unsere Genossen deffen Strafe erkannt worden sei in Rücksicht auf den Charakter des sahlten und schlechtest behandelten Arbeiter find. Blattes" und ferner deshalb, weil der Artikel nicht zu dem auf, lagt uns fämpfen für ein verfahen, wurde das Fenſter ausgehoben und sie in rohester Weise Zwecke geschrieben sei, lediglich Austlärung zu schaffen, sondern laßt uns Organisationen schaffen, die im Stande sind, den Kampf befferes Dasein, auf die„ belebte" Straße geworfen. Einige in der Wirthschaft an= wesende Gendarmen waren, als der Tumult logging, nicht zur Stelle.» um die Arbeiter gegen Fabritbesiger, Arbeitgeber, überhaupt für uns in der heutigen Wirthschaftsform zu führen, eine bessere Auf dem Bahnhof im Wartesaal angelangt, kam die ganze Mente gegen alle nicht dem Arbeiterstande Angehörenden zu verheten, Lebenslage zu erringen. Wir laden Euch hiermit zu einem Konhinterher und füllte ebenfalls den Wartesaal. Auf den Genoffen um das sogenannte Klassenbewußtsein der Arbeiter zu fördern". greß zu Mittwoch, den 24. Juni d. I., nach AltenGewehr war es speziell abgesehen; er erhielt sogleich einen unverfrorenheit" sei gleichbedeutend mit„ Unverschämtheit", auch burg S.-A. ein, um gemeinschaftlich über unsere Lage und die uchtigen Hieb mit einem Knüttel über den werde durch die Anspielung auf den Namen dem Kläger sowohl nothwendigen Mittel zur Verbesserung derselben zu berathen. Als Tagesordnung schlagen wir folgende Punkte vor: Kopf, worauf er zusammenstürzte. Dies war für die Meute das" Rohheit" als„ Härte" vorgeworfen. Zeichen und von allen Selten hieben sie auf den Wehrlosen mit 1. Konstituirung des Kongresses. Stühlen und Knütteln ein. Der Bahnhofsinspektor soll dem Miß- Post", Herrn G. Strauß, der bekanntlich vom Schwurgericht" am München, 5. Mai. Dem bisherigen Redakteur der„ M. handelten keinen Schutz haben angedeihen lassen. Unserm Ge- 16. Januar zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, nossen gelang es schließlich das nackte Leben zu retten, indem er ist, nachdem derselbe drei Monate im Bellengefängniß zu Nürnnach Unna hinkte und bei dortigen Genossen sich restaurirte. Wie wir hören, war der Ueberfall von vornherein geplant. Die berg verbüßt hatte, der vierte Monat erlassen worden. Derselbe fanatisirte Menge ist wegen dieses Banditenstreiches zu bemit- rühmt sehr die ihm in der dortigen Anstalt in jeder Beziehung leiden, aber die gebildeten Anstifter trifft, wenn sie auch weiter zu Theil gewordene humane Behandlung. feine Strafe ereilt, die gebührende Berachtung aller rechtlich denkenden Menschen. " * " Soziale Uebersicht. Aufruf an sämmtliche Peitschen- Stockmacher Deutsch lands. Kollegen! Ueberall in Deutschland gehen die Wogen der Arbeiterbewegung höher denn zuvor. Ueberall stehen die Arbeiter zur Wahrung ihrer Interessen dem Unternehmer organisirt gegenüber. Wollen wir da noch länger theilnahmslos zuschauen? Erheischt es nicht vielmehr unsere Pflicht, unser Interesse, das Gleiche zu thun, uns zu vereinigen? leitung.( Berichterstatter E. H. Kretschmer.) 2. Geschäfts, Rassen- und Situationsbericht der Geschäftss E. 8. Situationsbericht der Delegirten. 4. Bericht über das Fachorgan.( Berichterstatter Redakteur Pfeiffer). 5. Die prinzipielle Haltung des Fachorgans.( Referent H. Fischer- Mühlhausen i. Th.) 6. Die zufünftige Gestaltung unserer Organisation und Agitation. 7. Der bevorstehende deutsche Gewerkschaftskongreß und der Internationale Arbeiterkongreß in Brüssel. 8. Anträge und Allgemeines. vorbehalten. Definitive Festsetzung der Tagesordnung bleibt dem Kongreß wählt sein, denselben ist ein vom Bureau der betreffenden Vere Tie Delegirten müssen in öffentlichen Versammlungen_gesammlung unterzeichnetes Mandat als Legitimation mitzugeben Formulare hierzu sind von dem Unterzeichneten zu beziehen, die 15. Juni zu geschehen. Anmeldung der Delegirten hat ebenfalls bei demselben bis zum erörtert überall in öffentlichen Versammlungen denselben und Nun auf, Kollegen, zum Rongreß am 24. Juni in Altenburg, wählt Delegirte. Orte, welche nicht in der Lage sind selbständig einen Delegirten zu entsenden, mögen sich mit uns in Verbin dung setzen. Wir werden versuchen es möglich zu machen, daß auch der fleinste Ort vertreten sein kann, darum vorwärts, macht den diesjährigen Kongreß zu einem wirklichen Bäcker- Parlament, und man wird uns hören und helfen müssen. Mit brüderlichem Gruß Die Geschäftsleitang der Bäder- Arbeiterschaft Hamburg, den 19. April 1891. Deutschland 3. Quedlinburg. Die hiesigen Hirsch- Dunder'schen Ortsvereine haben seit drei Jahren die erste Versammlung einzuberufen gewagt und das Wagniß ist mißlungen. Als Referent war der Redakteur des Gewert- Verein", Goldschmidt, erschienen. Die Versammlung bestand zu drei Vierteln aus Sozialdemofraten und auch von dem letzten Viertel, den Ortsvereins- Mitgliedern, steht mancher und nahe und bleibt nur der Kasse wegen im Ortsverein. Zu Anfang wurde freie Diskussion zugesichert. Der Referent griff hauptsächlich die Sozialdemokraten an, Kollegen, blicken wir uns einmal in unserem Gewerbe etwas behauptete von dem, bedauerlichen" Komplott der Metallindustriellen, um. Ift nicht der Lohn in den legten fünf Jahren um 30 bis daß die Sozialdemokraten die Unternehmer dazu gereizt" hätten, 40 pet., ja in manchen Fabriken und Gegenständen um 75 pGt. und erklärte, die Sozialdemokratie läge in den letzten Zügen, be- gesunken? Hat nicht der Lohn zudem eine Tendenz, immer sonders in Berlin. Dagegen rühmte er, was man im Gewerk- tiefer zu finten, aufzuweisen, während auf der anderen Seite die verein alles für zehn Pfennige haben könne. Nachdem der Lebensmittel eine noch nie dagewesene Höhe erreicht haben? Referent geendet hatte, beantragte Herr Quasel Beschränkung Rollegen, ein Jeder wird sich die Antwort auf diese Fragen felbft der Redezeit auf 10 Minuten; der Antrag wurde abgelehnt. An leicht geben können. Die Jagd nach Reichthum, die Profitgier der Diskussion betheiligten sich Gen. Göllner, welcher das der Fabrikanten trägt daran die Schuld. Ein Fabrikant sucht Verhalten der Gewerkvereinler, namentlich bei Streifs, scharf die Waaren billiger auf den Weltmarkt zu schleudern als der fritifirte, Herr Quasel, der mit seiner polternden Stimme un- andere, um sich das größte Absatzgebiet zu verschassen; er sucht verständlich blieb, und Gen. Trautwein, der die Angriffe sich dann eben durch Reduzirung der Arbeitslöhne schadlos zu Goldschmidt's auf die Sozialdemokratie zurückwies und die halten. Um diese wilde Konkurrenz, welche ein Krebsschaden für Thätigkeit des Herrn May Hirsch im Reichstage beleuchtete. Den Arbeiter ist, zu beseitigen, ist es unbedingt nöthig, daß wir Die Erwiderung des Herrn Goldschmidt wimmelte von Un- uns vereinigen. Nur durch eine gewerkschaftliche Vereinigung richtigkeiten. Die Versammlung ging mit einem Hoch auf die ist es möglich, dieser wilden Konkurrenz ein Ziel zu feßen. Sozialdemokratie auseinander. Wir haben nichts dagegen, wenn Kollegen! Die Fabrikanten werden wohl viele von Euch Herr Goldschmidt bald wiederkommen will. der Bewegung fernzuhalten suchen, wobei fie die Schlagwörter führen: Seht die Arbeiter von früher und heute an; früher Rostock, 5. Mai. Als hier im Mai 1890 die BauhandAltona, 1. Mai. Vor dem hiesigen Schöffengericht( Richter: waren sie mit ihrem Lohn zufrieden, warum heute nicht? Blicken werker die Arbeit niederlegten, wandte sich die hiesige Innung Amtsrichter Birnbaum) stand heute der Redakteur der Nord- wir uns bei den Fabrikanten um, haben die Kollegen schon ge- der Maurer und Bimmermeister an auswärtige Meifter, damit deutschen Bolts- Zeitung", Genoffe Gustav Stengele, angeklagt der funden, daß ein Fabrikant mit seinem Verdienst zufrieden ist? diese ihnen ihre Lehrlinge als Ersatz borgten.( Lehrlinge werden Beleidigung des Geschäftsführers der Alsen'schen Zementfabrit in Laffet Euch deswegen von der Vereinigung nicht abhalten, son- an einzelnen Orten in außerordentlich großer Bahl beschäftigt; Uetersen, Rohardt. Dem Beklagten wurde vorgeworfen, durch dern trete ein Jeder thatkräftig für dieselbe ein. Ein jeder so hält der Maurermeister M. in Schwerin nicht weniger als einen Artifel in seinem Blatt, in welchem die Lohnreduktionen Kollege wird es eingesehen haben, daß es auf dem bisherigen 22 Lehrlinge.) Gin Theil der Lehrlinge wurde nun von den genannter Fabrit und andere Verhältnisse geschildert wurden, Wege nicht mehr fortgehen kann. Auch die Eschweger Peitschenstock- Eltern zurückverlangt. Diese erhielten, nachdem sie zurückgekommen den Rohardt beleidigt zu haben durch den Ausdruck Unver- macher haben dies eingesehen, indem dieselben sich als Zahlstelle waren, den Rath, einige Wochen spazieren zu gehen; passe ihnen frorenheit" und durch eine Anspielung auf den Namen des Klägers, der ,, Vereinigung der Drechsler Deutschlands" angeschlossen haben. das nicht, so hätten sie ja in Rostock bleiben können. Jezt kommt wodurch ihm„ Rohheit" zugeschrieben sei. Stengele behauptete, Die Eschweger Kollegen haben es deswegen für ihre Pflicht er- uns nachträglich ein Zirkular der Innung zu Gesicht, in welchem teine beleidigende Absicht gehabt zu haben; der Ausdruck Un- achtet, Euch darauf aufmerksam zu machen und Euch die Bruder den auswärtigen Kollegen gedankt wird und worin es heißt: verfrorenheit" sei nur gleichbedeutend mit Recheit", also gewiß hand zu reichen. Versäume deswegen Keiner, der Vereinigung Wir haben den Sieg in erster Linie denjenigen Kollegen zu ver feine Beleidigung. Bei der Anspielung auf den Namen Nohardt beizutreten. Vereinzelt sind wir ein Spielball in den Händen danken, welche den hiesigen ausständigen Gesellen feine Arbeit hätte er die zweite Silbe dieses Wortes im Auge gehabt und der Unternehmer, vereint dagegen bilden wir eine Macht. dem Kläger gaben und welche uns sofort Lehrlinge zur Verfügung stellten." seiner Ansicht nach mit Recht Härte vorwerfen Mit kollegialischem Gruß! Die Innung erklärt sich zu ähnlichen Gegendiensten bereit. Leider wollen. Die Artikel in seinem Blatte hätten feineswegs den Zweck, ermöglicht das Geses tein Einschreiten gegen einen derartigen Jemand zu beleidigen, sondern nur den, Klarheit über die ArbeiterGebrauch der Lehrlinge. * J. A.: Die vereinigten Peitschen- Stockmacher Eschwege's: Karl Koch, Hinter der Marktkirche 11. E. H. Kretschmer. G. Bauersfeld. B. Fielemann. Alle Anfragen 2c. find an E. H. Kretschmer, Bartelftraße 18, zu richten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. 91 Preise streng fest. Unübertrefflich in jeder Beziehung. Preise streng fest. Die Vortrefflichkeit der Fabrikate, die Schönheit der Moden, das niedrigste der Preise und die Großartigkeit der Werthe Man höre und staune: verlangt unbedingte Aufmerksamkeit. das Stück fonit 10,00 m. Herren- Jaquet- Anzüge, 25. Jaqnet, Hose und Weste, geradezu fenfationell. ИИ Herren Jaquet- Anzüge, 1500 m Jaquet, Hofe und Weste, sehr dauerhaft gearbeitet. Einzelne Herren Hosen gestreifte Muster guter Qualität. fonst 35 W. nur Einzelne Kammgarn- Hosen Hunderte von Mustern, schöner Schnitt. Die beste Qualität für den Preise streng fest. u. f. w. 5,00 m. 9 9,00 m u. f. w. Amerikanische Verkaufs- Hallen. la Spandauer- Brücke la, Skalitzerstr. 39 u. Wienerstr. 69. Billigste Bezugsquelle der Welt für gute und elegante Herren- u. Knaben- Garderobe. Man höre und staune: Herren- Sommerpaletots, guter Qualität, dauerhaft gearbeitet. das Stück . 10,00 2. fonit m Herren- Sommerpaletots, t. 20, vorzüglicher Qualität, streng modern. Knaben- Anzüge, große Auswahl von sämmtliche Größen vorhanden. u. f. w. 1.00 M. 4,30 an. Bunte Herren- Westen, DO Don 3 3,60 an. geschmackvolle Muster. niedrigsten Preis ist das Motto, welches in diesem Frühjahr auf unseren siegreichen Bannern glänzen wird. Zur gefälligen Beachtung: Sie wirklichen Amerikanischen Verkaufs- Hallen befinden sich nur Spandauer Brücke la, Skalitzerstrasse 39 und Wienerstrasse 69 nnd beruhen alle ähnlich klingenden Ankündigungen auf Täuschung des Publikums. 619L Preise streng fest. Baarverkauf zu streng festen aber sehr bill. Preisen. Geschäfts- Hauser Knaben Anzüge für 11 Mt. bis 1,60 m. Baer Sohn N. Ghauffeestraße 24a. 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brückenstraße 8, am Bahnhof Jannowihbrücke. Dem Grundsak E nur Waaren bester Qualität zu sehr bill. Preisen zu verkaufen, verdanken wir das schnelle Emporblühen u. Gedeihen unseres Hauses. Sommer- Paletot, Sommer- Anzug, Fertige Beinkleider haltbar und start, überall 20 M., für 12 M. schwergarnige Waare, überall 21 M., für 12 M. 75 Pf. Kammgarn u. Imitation für 9 M. bis 2 M. 75 Pf. Sommer- Paletot, Sommer- Anzug, Maaß- Anzüge, fatinirte Strichwaare überall 32 M., für 20. 50 Pf. vorzügl. z. strapazieren, überall 32 M., für 20 M. Gewähr guten Sigens, für 60 M. bis 35. Sommer- Paletot, Festtags- Anzug,| Maaß- Baletots, allerfeinste Waare, überall 55 M., für 34 M. feines Kammgarn, überall 40 M. für 28 M. 50 Pf. Gewähr guten Sigens, für 48 M. bis 35. Unsere Herren- und Knaben- Bekleidungen übertreffen an Preiswürdigkeit und Güte der Waaren alles in Berlin gebotene. Herren- u. KnabenBekleidung Jeder Kunde hört die reine Wahrheit über unsere nur reellen Waaren. Eigene Werkstätten SommerJaquets für 4 M. 50 Pf. bis 2 M. Spezial- Geschäft in Damen- Kleiderstoffen. Grösste Auswahl sämmtlicher Neuheiten. THE Verkauf zu streng festen und billigsten Preisen. Jeden Montag: Rester- Ausverkauf. Hermann Böhm, Müllerstraße 175 Mein Schuh- und Stiefel- Lager für Herren, Damen und Kinder bringe hiermit in empfehlende Erinnerung. 399L Albert Auerbach, Kottbuser Damm Nr. 7, nahe der Rottbuser Brücke. Die Firma besteht seit 1873, GESCHAFTSHAUSS Auslage von Neuheiten in HEINE Elsass. Druckstoffen. Mousseline de laine, Levantine, Sommerflanell ze. Geschmackvolle, originelle Muster in den neueßen Farbenßtellungen, garant. waschecht! Reste u. einzelne Roben BERLIN, N CHAUSSEESTR.14 W spottbillig. E der DamenAusverkaufmäntelfabrik M. Lohrmann, Müllerstraße 4, Gde Schulzendorferstraße nach beendetem Engros- Geschaft ca. 2400 hochelegant ff. i. m. Werkstätten nach neuesten Modellen gefertigte Regenmäntel, Baletots," Jaquets, Fichus, Umhänge 2c. binge zu sehr billigen aber festen Preisen. 521 L Unterlasje jede weitere Anpreifung uno verweise a. d. guten Ruf meiner langjährig best. Firma a. d. lobenden Referenzen d. Berl. Zeitungen über m. Geschäft. Im Tuchgeschäft Oranien- Str.126. I. Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 670 L tauft Meyer's Lexikon fot Sauer, Weidenweg 8. fofort 780b Lindenstrasse 57, part. Fabrik Niederlage Elsasser u, Rheinischer Futterstoffe für Herrenschneider Serges, Zanella, Bielefelder Wattirleinen. Allerbeste Fabrikate, auch im Ausschnitt zu wirklichen 548L Engrospreisen. Lindenstr. 57( kein Laden). dennpraße. am Weddingplak, Eckladen! Baar Geld lacht! Da Jeht vor dem Fest großer Gelegenheits- Ausverkauf zu halben Preisen, um das kolossale Riesenlager schnell zu räumen wird jetzt für baar Geld noch weit unter der Hälfte des Werthes ausverkauft Baar Geld lacht! 05 10 000 entzückende Sommer- Paletots, Mode 1891 ( Werth das Dreifache), jezt im Gelegenheitskauf nur 8, 10, 12, 15, 18, 20, 21 M. hochf. 15 000 elegante, schneidige Jacketu. Rock- Anzüge( darunter die feinsten Kammgarn- GesellschaftsAnzüge) jetzt zu halben Preisen nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30 Mart. F 8000. Hofen, schwarze Anzüge, einzelne Röcke, Jackets im Gelegenheitskauf und 6000 Knaben- und Burschen- Anzüge jetzt halb um570 L sonst. Kleider- Bascha genannt: Der billige Mann. 32 Rosenthalerstraße 32. Ecke Sophienstr., Eckladen. Man achte genau auf 32 u. Eckladen. Echladen! M.Panknin Berlin SO. 91, Adalbertitr. 91 Ecke Oranienstr. Putz- und Modewaaren. Trauerhüte in großer Auswahl. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Ganze Ausstattungen empfiehlt Moritz Gläser, 614L 167. Reichenbergerstr. 167. Maitrank Fl. 0,75. 552L]. Beyer, Oranienſtr. 154. Filiale: Elifabeth- Ufer 47. Leseklub ,, Karl Marx". Freitag, den 8. Mai, Abends 8 Uhr: Deffentl. Versammlung für Männer u. Frauen bri Grube, Mariendorferstraße 10. Borlesung aus Reuter's Werken vom Genossen Wilhelm. Sonntag, den 10.Mai, Abends 6½ Uhr, Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen im großen Saale der ,, Berliner Bock- Brauerei." Vortrag des Herrn Henning, Lehrer an der Arbeiter- Bildungsschule: „ Die Sintfluth."- Darauf: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Hierzu ladet alle Freunde und Genossen ein [ 354/18] Der Vorstand. Holz- und Bretterträger. Sonntag, den 10. Mai, Vormittags 10% Uhr, Oranienstraße 180: Versammlung des Fachvereins. Tages- Ordnung: 173/3 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. VerDer Vorstand. schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Freie Bereinigung der Bau- Arbeiter Berlins. Sonntag, den 10. Mai, Vormittags 11 Uhr: Mitglieder- Versammlung in Scheffer's Salon, Insel- Straße Nr. 10. Tagesordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. 8. Frage Taften. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Diejenigen Mit glieder, welche ihre rückständigen Beiträge noch nicht entrichtet haben, werden erfucht, dies bis Sonntag, 10. Mai, zu thun, widrigenfalls ihnen das Organ der Arbeiter nicht mehr zugestellt werden kann. Der Vorstand. J. A.: Fr. Marasas, 2. Borsigender, Steinmetzstr. 55. Vereins- Versammlung 129/2 223b der Militär- und Lieferungsschneider am Freitag, 8. Mai, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. ages Ordnung: 1. Vortrag über: Das Koalitionsrecht und das Verhalten der Firma Sendte ihren Arbeitern gegenüber.( Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Stempel! Um zahreiches Erscheinen ersucht Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt, Berlin SW., Benthstr. 2. In unserem Verlage erschien soeben und ist von uns, sowie durch alle Buchhandlungen 2c. zu beziehen: Die Soldatenmißhandlungen vor dem vor dem Deutschen Reichstag. Stenographischer Bericht über die Sizung vom Freitag, den 13. März 1891. 2 Bog. 80. Preis 15 Pf. Partie Preise: 50 Eremplare 6 M., 100 Eremplare 10 M., 500 u. mehr Exemplare pro 100 M. 8. Wir empfehlen den Parteigenossen die Broschüre aufs angelegentlichste; der Inhalt derselben berührt die Interessen aller Boltskreise und dürfte die ausgedehnteste Publizität mit geeignet sein, die zu Tage getretenen Mißstände beseitigen zu helfen. Berliner Fach- Ausstellung von Särgen und Sargdekorationen in den Ausstellungsräumen Berlin N., Chaussee- Strasse 2 E. Eröffnung 15. Mai.- Schluß 31. Mai. Das Comité. Interessenten, welche noch beabsichtigen, auf das Beerdigungswesen in hygienischer und praktischer Hinsicht sich beziehende Gegenstände auszustellen, wollen sich umgehend melden beim * H. Comité, Chaussee- Strasse 2 E. GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr. 9. Sämmtl Hüte * Stempel! mit Kontrollmarke. Hut- Fabrik Rud. Beisse, Chauffeestraße Nr. 70, parterre. Größte Auswahl. 166 M Raucher! Wer gut und billig rauchen will, probire meine feit Jahren eingeführten, von Fachkennern als ,, vorzüglich" erprobten Cigarren. Cosmopolit 1 Karton= 10 Stück 35 Pf. International 1 Karton= 10 Stück 50 Pf. Alliance Electra 1 Karton 10 Stück 60 Pf. 1 Karton 10 Stud 60 Pf. Wer 10 leere Kartons zurüc bringt erhält 1 Karton 10 Stüc gratis. = 651L Richard Hechenthal Wallstraße 1, Ecke Spittelmarkt. Telephon Amt I Nr. 2364. Kontroll- obel, Oscar Arnold, Marken- Hüte au ben bill. Preiſen Dresdenerstr. 116. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heys, Brunnenstraße 28, Hof parterre Theilzahlung nach Uebereinkunft.