Nr.Z1H ck ZS.�ahegcmg Ausgabe k Nr. 155 Bezugspreis» SicTttI)SbTl. 90�- SU anutL Nk—■. fett ins Hau«, voraus»ahlbar. Post- dezug: MonatNch 10,— SR. einschl. gu- ftcllungsgebilbt. Unter ftrnubanbfttt Deutschland, Donjig, das Soor- und Mcmelfteblet, sowie die ehemals beut« scheu Gebiet» Polens, Oesterreich. Ungarn und Luxembu« M. für das übrige Ausland 27,— SSL Poft destellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho-Elowatei. Mine- mark, Holland, Lgremburg, Schweden und die Schweiz. Der»Vorwärts� mit der Sonntags- beilag».Boll und Keif, der Unter- haltungsdeilag».Heimwelf und der Stellage»Siedlung und stleingarteif ericheint wochentiiglich zweimal. Sonn- tags und Montags einmal. Telegramm-Adrefle t „Sozialdetnolral Berti«" Abend Ausgabe Sevlinev Volksblatt (20 Pfennig� AuzetgeupreiS, ®t» achtgespalten, NonvarrMezetl, lostet 0,50 M„Aleine Anzolgoef das lettgedruckt, Wort ILO M. izu- lässig zwei settgedrtickt» Worte), sede» weiter« Wort L— M. Stellengesuch, und Schlasttellenanzelgen das er», Wo« 1�- SR, sedes weiter. Wo« «0 Bsg. Wo«, Uder 15 Buchsiaben sählen sllt zwei Wons ffamilien-An- zeigen sllr Abonnenten geile ir- SSL Die Pr«l« verstehen sich einschliesilich Teuerungszuschlag Anzeigen sür bi, nlichst, Nummer müsiev bis 5 Alle nachmittags tm Hauvtgeschäft, Berlin 63B 68. Linden. ftrod» 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Ubr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der foÄaldemoKrati fcken parte» Deutfcblands Neüaktlon und Expedition: SW 68, Llndenstr.Z tritt örcdi er*«edakttp» Mortstplast 151»5— 97 »Vcrnsprccgcr.«xpedttto« Moritzplatz 117SZ— 54 Montag, den 4. Juli KNÄli vorwärts'verlag G.m.b.H., SN öS, Lindenstr. Z Kernkvredter* Anlag. Expedition und Jnserateu. R�etlung Moritsplal, 11758-51 Einigungsstreben öer /lrbeiterjchast. Auf dem Parteitag derLabourPartyinBrighton, der sich mit so überwätligender Mehrheit fiir das Verblei» den in der Zweiten Internationale entschieden hat, daß ein Antrag über Anschluß an die Mostauer Jnter» nationale ohne Diskussion zurückgezogen wurde, ist folgende Resolution einstimmig angenommen worden: „In Anbetracht der augenblicklichen Lage der Arbeiterbewegung in ganz Europa und des Wechsels im Sekretariat der Internationale beauftragt der Parteitag den Parteivorstand, Schritte zur Festi. gung der Stellung der Zweiten Internattonale zu unternehmen, die zur Sicherung ihrer demokratischen Grundlagen im Gegensatz zu den Prinzipien der Diktatur geeignet sind. Es fallen au alle sazla- lislifchen Organisationen der Welt Einladungen zu einer Sooferenz verschickt werden, aus der eine umfassende Interuali anale geschossen werden kann. Der Parteitag wünscht gleichfall, eine Fühlungnahme zwischen der Zentrale der Wiener Internationalen Arbeitsgemeinschaft und dem Exekuttvkomltee der Zweiten Internationale, um eine Einigung vorzubereiten und weiteren Spaltungen entgegenzuarbeiten."' Das Exekutivkomitee der Zweiten Internationale, dem die englischen Mitglieder diese Resolution vorlegten, erklärte sich damit einverstanden, da. �... Vorsitzenden Henderson diese Resolution an alle in Be kommenden Organisationen versendet, und auch die die Labour aPrty durch ihren kracht er verstärkt werden. Die übrigen in Betracht kommenden Organi- sattonen versagten jedoch den Bergarbeitern ihre Mitwirkung bei einem Generalstreik, trotz des Hinweises, daß die Bergarbeiter die Vorkämpfer seien für eine angemesiene Lebenshaltung. Durch einen Generalstreik in dieser Situatton und bei der ganzen wirt- schaftlichen Konjunktur konnte den Bergarbeitern wenig mehr ge- Holsen werden, den übrigen beteiligten Organisationen aber gewalti- ger Schaden, wenn nicht eine Lahmlegung erwachsen, die sie den Lohnabbaubestrebungen gegenüber zur Ohnmacht verurtellte. Ab- gesehen von der Drohung Lloyd Georges mit einem besonde» ren Schutz der Arbeitswilligen. Es kam zu neuen Ber- Handlungen und dabei zu dem vorläufigen Uebereinkommen vom 28. Juni, wonach der Tagelohn sofort um 2 Pence, im August und im September um je weitere 8 Pence gekürzt wird. Die Regierung oersprach die 10 Millionen, wenn der Bergarbeiterverband sich ver- pflichte, die Wiederaufnahme der Arbeit sofort anzuordnen, das A b- kommen mit den Besitzern, wonach diese anstatt 20 Proz. nur 17 Proz. vom Reingewinn beanspruchen, während d e n B e r g- arbeitern 88 Proz. zugeteilt werden sollen, als fortdauernd zu betrachten. Die Bergarbeiter ließen zugunsten der Verständigung ihre Forderung auf Schaffung einer nationalen Ausgleichskasse fallen. Die Lehren dieser Bewegung bedürfen noch der Klärung und einer eingehenden Würdigung. en» ragt. trale der Wiener Arbeitsgemeinschaft an. ob sie evtl. zu einer Zusammenkunft mit der Labour Party bereit sei, um über die Verwirklichung der Resolutton zu be- raten.. Es ist in Aussicht genommen, die in der Refolutton vor» geschlagen? Konserenz fürAnfangOktober nach London zu berufen._ Cnüe ües englischen Sergarbeiterstreits. Das Abkommen zwischen den Vertretern der Bergarbeiter, der Bergwertsbesitzer und der Regierung wurde mit 832 814 gegen 10S 820 Stimmen gebilligt und damit die Wiederausnahme der Arbeit am Montag beschlosien. Der gigantische Kampf. der am 1. Aprll begann, hat damtt nach einer Dauer von über 12 Wochen sein Ende genommen. Es handelt« sich um die Abwehr einer Lohnverkür- z u n g, die zwischen 11 und 48 Proz.. oder 2 bis 7 Schilling pro Schicht betragen sollte. Die Bergarbeiter forderten ein Lohnamt mit Lohnausgleichskasse für das ganze Land, um die Löhne und Lohnabzüge einheitlich zu gestalten. Das wurde abgelehnt. Die Regierung bot schließlich 200 Millionen Schilling, um einen Lohn- ausgleich zu bewirken. Das wurde als unzureichend abgelehnt, da es nur für zwei Monate gereicht hätte. Die Streitenden hatten von vornherein die erhoffte aktive Unterstützung der Eisenbahn- und Transportarbeiter in dem erwarteten Maße nicht für sich, zudem aber gewisie wirtschafttich« Notwendigketten gegen sich. Bereits am 1. Juni sprach sich der Sekretär der Bergarbeiter Hodges für eine ehrenvoll« Regelung aus, die einen den Lebensunterhaltskosten entsprechenden Lohn sicher«. Die Regierung müßte eine Unterstützung bis zum 80. September oersprechen. Die Regierung erklärte denn auch, die der Kohlenindustrie zugesagten 10 Millionen Pfund Sterling bis Ende September zu verteilen. Die Unternehmer forderten, daß bei der Regelung auf Grund der Vorkriegslöhne der eingetretenen Produktionsminderung Rechnung getragen werden müsie. Die Regierung sucht« jeweils durch Versprechungen und Drohungen einzugreifen. Schwieriger noch gestaltete sich für die Bergarbeiter der Beschluß der Eisenbahner und Transportarbeiter am 2. Juni, das Verbot der Kohlenbeförderung vollständig aufzuheben. Die Bergarbeiter bcharrten auf ihrem Standpunkte, daß die Gewinne aus den Bergwerksbetrieben einer gemeinsamen Kaste zufließen müßten. Die Besitzer zeigten sich dann geneigt, dem Plan eine» nationalen Lohnbureaus nach den Vorschlägen der Regierung zuzu- stimmen. Die Führer der Bergarbeiter wurden dann ermächttgt, mit den Besitzern auf den Distriktstonferenzen frei zu verhandeln. Die Er» klärung der Regierung, daß sie ihr Angebot, 10 Millionen Pfund zur Erleichterung des Lohnabbaues zur Verfügung zu stellen, nur bis zum 18. Juni aufrechterhalte, über welchen Termin sie schließ- lich hinausging, faßten die Arbeiter als eine Erpressung auf, zumal Lloyd George wieder mit gesetzlichen Zwangsmaßnahmen drohte. Die Besitzer beschränkten sich dann auf einen Abzug von 8 Schilling pro Tag auf die Dauer von 6 Monaten. Die weniger ertragreichen Gruben sollen aus den Millionen unterstützt werden. Der Vollzugsausschuß erblickte hierin die Möglichkeit einer Ver- ständigung, da die Befürchtung, die Löhne würden unter da» lebensnotwendige Niveau herabsinken, behoben sei. An der Abstimmung am 18. Juni beteilig- ten sich aber nicht einmal die Hälfte der Bergarbeiter. Die Bedingungen der Zechenbesitzer wurden mit 313 703 gegen 111846 Stimmen abgelehnt. Sollte der Kamps weitergeführt werden, müßte Zrieöenszustanö mit Amerika. Jleto Jork. 2. Juli.(BJIB.) Präsident hardtng unterzeichnete die Resolution über die Wiederherstellung des Friedenszustandes mit Deutschland und D e u t s ch- O e st e r r e i ch. Die Folgen. pari». 4. Juli.(MTB.)„Ehicago Tribüne" tellt au» Washiyg- ton mit, nachdem Präsident Harding die Friedensresolution unter- zeichnet hat, wird die formelle Friedensproklamation in' einigen Tagen erlassen werden. Durch sie wird der Kriegsgesetzgebung, dem Gesetz über den Handel mit dem Feind und dem Gesetz über die Freiheitsanleihen ein Ende gemacht werden. Danach werden die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen, und es wird über einen Handelsvertrag verhandelt werden. die Amnestie in(pberfchlesten. Bor dem Amnestieerlaß der IK. hatten die vereinigten deutschen Parteien und Gewerkschaften Oberschleflens der Interalliierten Kom- Mission eine Erklärung übermitteln lasten, in der unter Hinweis auf die Gefahr eines neuen Aufstandes vor einer allgemeinen Amnestie gewarnt wird. Ausgenommen von der Amnestie müßten fein Korfanty und die Mitglieder des Vollzugsausschusses, die Kommandanten von Formationen der Aufständischen, die Orts- und Kreiskommandanten, auf deren Befehl und unter deren Verant- wortung Derbrechen und Vergehen verübt worden sind, die Vorsitzen- den und Beisitzer der Feldgerichte der Aufständischen, die sich richte?- liche Gewalt über Leib und Leben der friedlichen Bevölkerung sowie all« diejenigen Personen, die widerrechtlich sich ösfenlliche Aemter an- gemaßt haben, alle Teilnehmer des Aufstandes, die am 3. Mai 1921 Beamte der Interalliierten Kommission gewesen sind, insbesondere die Kreisbeiräte und die Beamten der Polizei Oberschlesiens und Spezial- polizei und alle diejenigen Personen ohne Unterschied der Nationali- tät, die Verbrechen und Vergehen gegen das Leben und das Eigentum begangen haben. Diesen Forderungen trägt der Amnestieerlaß der IK. n i ch t R e ch n u n g, da die politisch und militärisch für den Ausstand Verantwortlichen ohne Ausnahme unter die Amneftte fallen. Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs. Kattowitz, 2. Juli.(WTB.) Die Eisenbahndirettton tritt mit: Der Eisenbahnverkehr ist mit dem heutigen Tage früh auf- genommen worden. Die Züge sind ungefährdet durchgekom- men und waren durchweg stark in Anspruch genommen. Die zurzeit in Gleiwitz weilende Oberbetriebsleitung kehrt demnächst nach Katto- witz zurück. Die Zentrale der Leitung liegt dann wieder in der Eisenbahndirektion Kattowitz. Schiffer unü Jagow. Ein Mittagsblatt bringt die Meldung, daß der Reichs- justizminister Schiffer dem Oberreichsanwalt den Auftrag ge- geben habe, zu veranlassen, daß Herr v. Iagow nunmehr ver- hastet werde. Wie wir von zuverlässiger Seite erfahren, ist in dieser Form die Meldung noch verfrüht. Ueber den Stand der ge» samten Angelegenheit beabsichtigt der Herr Reichsjustizminister, dem Reichstag möglichst bald umfassende Auf» klärung zu geben. Er wird hierfür die erste geschäfts» ordnungsmäßige Möglichkeit benutzen, so daß die Erklärung spätestens morgen, vielleicht sogar noch im Laufe des heutigen Tages erfolgen wird. Der Reichstag sollte alles tun. um dem Iustizminister jede Gelegenheit zu der von ihm erwünschten Erklärung zu geben. von öarth zu kopfth. Forscht man nach den Ursachen des deutschen Unglücks, so stößt man immer wieder auf das politische Versagen des deutschen Bürgertums. Seit dem Verfall der Nationalliberalen hat es in Deutschland nie mehr eine bürger- liche Partei gegeben, die dem politischen Geschehen die Zeichen ihres Willens aufdrückte. Bis zur Schicksalswende von 1918 regierte das persönliche Regiment, gestützt von den Junkern,' dann siegte die Republik durch die Stoßkraft der sozialdemo-i kratischen Arbeiterschaft. Der größte Te.il des deutschen Bürgertums hatte, soweit es überhaupt politisch dachte, bis zum Kriegsausbruch in der Angst vor der Sozialdemokratie gelebt. Ob» wohl man der Sozialdemokratie auch vor dem Kriege bolsche- wistische Allüren durchaus nicht nachsagen konnte, vielmehr ihre Loyalität und ihr grundsätzliches Bekenntnis zur Demo- kratie unzweifelhaft fessstand, ließ man sich von der Rechten ins antirevolutionäre Bockshorn jagen, und verkannte voll- kommen die Gefährlichkeit jener Faktoren, aus denen sich der wirkliche„Kladderadatsch" vorbereitete. Die Sozialdemokratie� stand in ihrem Kampf für das parlamentarische Regime und' das gleiche Wahlrecht in Preußen allein. Heute begreift, von einigen unhellbar Bornierten abgesehen, jeder Mensch in Deutschland, daß die Hindernisse, die sich der demokratischen Entwicklung entgegsnstellten, auf die Dauer uphaltbar waren, und daß ihre allzu zähe Verteidigung wesentlich zum Unglück. des deutschen Volkes beigetragen hat. Unter dem Druck dieser Erkenntnis bildete sich kurz nach der Revolution die„Deutsche Demokratische Par- t e i". Sie sollte nach dem Willen ihrer Gründer nicht bloß. eine neue Form für einen alten Inhalt sein, sondern einen neuen lebenskräftigen Faktor der deutschen Politik darstellen. indem sie sich entschlossen auf den Boden der demokratischen Republik stellte, bereit, ihn zu verteidigen und zu diesem Zweck die Hilfe der sozialdemokratischen Arbeiterschaft anzunehmen, ohne die ein erfolgreicher Kampf gegen rückschrittliche Ten- denzen nicht möglich ist. Sollte aber diese Verbindung Be-i stand haben, so durfte die neue bürgerliche Partei keine reine Bourgeoispartei sein, die ihre Stellung zur Regierung lediglich danach bestimmt, welche steuerlichen und sozialen Lasten sie zu� tragen hat, sondern sie mußte eine wirkliche Staats- bürgerpartei werden, die für die Nöte der arbeitenden Massen Vsrständnis zeigte und dem sozialen Fortschritt— ohne theoretische Voreingenommenheit gegen den Sozialis- mus—, soweit er jeweilig realisierbar war, den Weg bahnen half. Dieses Ziel schwebte den Gründern der Deutschen Demo» kratischen Partei deutlich vor, wie es dem leider zu früh ver- storbenen Theodor Barth vorschwebte, der dafür jahrzehntelang vergeblich gekämpft hatte. Sie gingen mit Optimismus an ihre Arbeit, und die ersten Erfolge schienen diesen Optimismus. zu rechtfertigen. Es bleibt eine unvergängliche geschichtliche Tatsache, daß die Entstehung der Verfassung der Deutschen Republik mit dem Namen eines bürgerlichen Demokraten,. des Staatssekretärs Hugo Preuß, unzertrennlich vcrbun-' den ist. Stand die Demokratische Partei fest zu ihren Grundsätzen, so brauchte sie eine Bedrohung ihrer Selbständigkeit durch die. Sozialdemokratte nicht zu fürchten. In Fragen der„for- malen Demokratie" bestanden keine Meinungsverschiedens hellen. Das Maß der so zi a l e n Reformen zu besllm» men, lag aber in ihrer Hand, solange es der Sozialdemokratie nicht gelang, eine Mehrheit in den Volksvertretungen gegen sie zu bilden, und die Entstehung einer solchen Mehrheit wurde in dem Maße erschwert, als eine aufrichtig demokratische und' sozialreformerische bürgerliche Partei breitere Massen der An- gestellten und Beamten bei sich festzuhalten verstand. Es war also, vom Standpunkt der bürgerlichen Demokratie gesehen,' wahrhaftig keine schlechte Politik, die den Gründern der Deut- schen Demokratischen Partei vorschwebte. Vergleicht man jedoch die Haltungen von 1918 mit der Wirklichkeit von 1921, so findet man, daß von ihnen beinahe nichts mehr übriggeblieben ist. Das Beharrungsvermögen hat über alle Kräfte der Erneuerung gesiegt, und die Deutsche De� mokratische Partei Ist heute schon nichts anderes mehr als der gute alte Bürgerfreisinn aus der Zeit. vor dem Kriege. Der Versuch, eine eigene Linie der Politik festzuhalten, scheint so gut wie vollständig aufgegeben. Die taktische Be- wegung der Partei erfolgt nach dem Gesetz der Attraktion und'< Repulsion, wie etwa eine Billardkugel zwsschen den Tisch». kanten hin- und herläuft. Im Augenblick ist das Streben nach rechts, die Hinneigung zur Deutschen Volkspartei übermächtig. � Aller Wahrscheinlichkeit nach wird dann wieder nach einiger Zeit, wenn man gesehen hat, welchen Schaden man angerichtet hat, wieder eine Rückentwicklung nach links er- folgen. Genau so war es auch vor dem Krieger 1907 schlugt der Freisinn mit den Konservativen die Wahlschlacht gegen< die Sozialdemokratie und ließ sich dafür von Wilhelm II. be- loben. Später erschrak er über die Früchte seiner Taten so sehr, daß er im Lahr« NIL das bekannte Wahlabtonnven mit der Sozialdemokratie schloß. Betrachten wir die Dinge aus rein taktischen Gesichts- punkten, so brauchen uns die„Extratouren", die der Freisinn mit Stegerwall» w Preußen, mit Kahr in Bayem tanzt, nicht zu beunruhigen. Wir können warten. Aber der klaren Ein- ficht dürfen wir uns nicht verschließen, daß eine Partei, deren Willensorgane so schwach entwickelt sind, als Sub- jekt der Weltgeschichte schwerlich in Betracht kommt. Und auch darüber müssen wir uns klar sein, daß die alte unheilvolle Schwäche und Einsichtslosigkeit des deutschen Bürgertums die Gefahr einer Wendung zur Katastrophenpolitik außen und innen bedenklich verschärft. Diese notwendige Einsicht ist nicht auf die Sozialdemo- kratie allein beschränkt. Es gibt auch Demokraten, die sie teilen, wie man bemerkt, wenn man die Haltung einzelner demokratischer Blätter außerhalb Berlins verfolgt. Eine jüngst hier zitierte Stimme aus der„Frankfurter Zeitung" beweist es. Im großen Ganzen zeigt aber die d e m o k r a- tische Presse weit mehr das Bestreben, ihrem behäbigen Publikum durch anmutige Plaudereien über die Unannehm- lichkeiten der Zeit hinwegzuhelfen, als Kämpfer für ihre un- vermeidlichen Kämpfe zu schulen. Diese Sanftlebigkeit sticht grell ab von dem zähen, fanatischen Eifer, mit dem die reak- tionäre Presse ihre Ziele verfolgt. Auch als Sozialdemokrat kann man der Meinung sein, daß in den gegenwärtigen kritischen Zeitläuften eine andere Entwicklung der bürgerlichen Demokratie für das Bolksganze ersprießlicher gewesen wäre. Aber es hilft nichts, sich die Dinge auszumalen, wie man sie gerne haben möchte, man muß sie sehen, wie sie sind. Und darum heißt es für uns: Aufgepaßtl Geht es einmal hart auf hart im Kampf um die Republik, dann sind wir ganz auf uns selbst gestellt. Der Kanonenüiebftahl von Küftrin. Zu unserer Anftage an das Reichswehrmini st erium, ob es gegen die Stellen einschreiten wird, die während des Diebstahls von achtzehn Geschützen in Küstrin geschlafen haben, teilt uns dieses mit, daß nicht das Reichs wehr Ministerium, sondern das Reichs schätz Ministerium zuständig ist, da die gestohlenen Ge- schütze nicht.mehr der Reichswehr gehörten, sondern bereits der Treu- Handgesellschaft zur Vernichtung übergeben waren. Wir adressieren hiermit unsere an den Reichswehrminister ge- stellte Frage an das Reichsschatzmini st erium und möchten noch folgendes bemerken: Der Küftriner Geschützdiebstahl hat sich be- reits vor mehreren Wochen zugetragen, nämlich in der Nacht vom S. bis 7. Juni. Wie kommt es, daß die Oeffentlichkeit erst jetzt durch die soziald ein akratische Presse davon erfährt? Warum hat die Polizei nicht die Oeffentlichkeit benachrichtigt, die doch bei Ergreifung der Täter gute Dienste hätte leisten können? » Wie die P. P. N. bei Redaktionsschluß melden, ist in dem Falle Cüstrin ein Strafverfahren eingeleitet worden. Auch V e r- Haftungen wurden vorgenommen. poehners Maske. Der„verbotene" aber erscheinende„Völkische Beobachter". Als nach der Ermordung Gareis die gesamte Oeffentlichkeit aus die Rolle der Münchener Hetzpresse hinwies und sie mit zahlreichen Zitaten belegte, da unternahm die Regierung Kahr.ein Beruhigungs manöver, indem sie bekannt gab, daß der„Völkische Beobachter" aus vier Wochen o e r b o t e n worden sei. In einem Telegramm unseres Münchener Sonderberichterstatters wurde bereits darauf hingewiesen, daß es sich nur um ein S ch e i n- verbot handelt, da unter ausdrücklicher Billigung der Polizeidirektion Poehner sofort nach dem Verbot das Blatt unter anderem Titel weiter erschien. Das wird jetzt ganz öffentlich bestätigt, denn die„Deutsche Zeitung" bringt folgende Meldung: Das Cnöe öes„GrößettWahns*. Am Sonntag abend haben sie es geschloffen. Für immer, für ewig. Aus dem„Cafe Größenwahn" am Kurfürstendamm soll werden, was alle» in Berlin wird:„Diele" nennt man's, irgendein Schibirien ist es. Die deutsche Literatur, die von Berlinern, Buda. pestern und Temesvarern geheiligt, der deutsche Film, der von Niggern, Serbokroaten, Javanern und Moslemin veredelt wird, das deutsche Kabarett, die deutsche Erotik des starken, schwachen und dritten Geschlechts, der deutsche Kokainismus und Morphinismus, kurz alles, was von der Furcht vor der trostlosen Bude geplagt wird, wird jetzt obdachlos. Diele aus dem„Cafe Größenwahn" oerdienten eine Gummizelle, viele aber auch ein Paradies. Mancher Lump kam dorthin. Es kamen viel mehr, denen man behutsam nahen mußte und mit einem Knix. Schnell ein paar Namew! Wedekind und Wolzogen, Peter Hille und Max Reinhardt, Paul Lindau und Roda Roda, der Schachweltmeister Lasker und Else Lasker-Schüler, die Dichterin, Erich Mühsam, Max Halbe, Hanz Heinz Eoers, Franz Marc und Schickele gehörten einmal zu den Stamm- gasten, und zwar die meisten zu einer Zeit, da sie noch nicht berühmt und „satt" waren. Es ist eine gemeine Lüge, daß die Cafes das Talent verloddern. New, das Cafe ist Oase im allgemewen. Ibsen, Strind- berg, Verlaine, Schopenhauer und der junge Heinrich Heine sind Zeugen dafiir. Das„Cafe Größenwahn" war im besonderen ein Mekka für jeden Philister, der sich bessern wollte. Bis 1914 handelle man dort nur mit Geist, 1921 geschah es auch manchmal, daß Damen, falsche Päffe und Roubüberfälle verhandelt wurden. Die Talente mußten zusammenrücken, well Stammgäste vom Totalisator, Laufmädchen mtt und ohne behördlich« Erlaubnis, politische Spitze! und berufsmäßige Schnorrer drängelten. Aber es zählten auch noch bis zum letzten Tag mindestens zwanzig ganze, an- ständige Kerls auf zehn Schubjack». Der Mann, der von der Armut der deutschen Kunst schwerreich geworden ist, schmeißt die gleichen Leute, dt« für seinen Geldschrank so steißig gearbeitet oder gepumpt haben, jetzt erbarmungslos aufs Pflaster. Der Mttelstand stirbt eben aus. Es gibt nur noch Diele oder Volksküche. Es ist eine harte Zeit mit seltsamer Ungerechtigkeit. Dem fleißigen und geschickten Mann, der mit kräftiger Bürste und gutgewebtem Scheuerlappen den dunkelsten Ort des„Cafes Größen- wahn" zu oerwalten pflegte, ist das auch aufgefallen und Verhängnis- voll geworden. Ich fragte Ihn:„Nun, mein Berehrtester, wie geht dos Geschäft?" Und er etwas unkend und im Jeremiaston:„Das Gejckäst? Welches Geschäft? Geschäft war 1917, Geschäft war 1918. Da ließ sich leben, da war die gute, alte Kohlrübenzeit, wo unsereins im Vordergrund des Interesses stand. Aber heute, wo die Menschen wieder ganz normal werden!" Da er nicht mehr auf seme sehhafte Kundschaft rechne« kam, hat er sich übrigen» umgestellt. Er fabri- Der.völkisch« Beobachter' ersetzt. Wie wir erfahren, erscheint für die Dauer de» Verbote» de«„Völkischen Beobachters� in München ein neues Blatt„DerNationaisozialtsr'. Die Form der Meldung bestätigt ausdrücklich, daß das neue Blatt nur eine Umgehung des Verbotes bezweckt. Die Polizeidirektton Poehner, die diese Umgehung ruhig gestattet, beweist damit, daß sie mtt dem Verbot des„Völkischen Beobachters" sich nur vor der Oeffenllichkett die Maske der Unparteilichkeit hat zulegen wollen, während sie in Wirklichkeit gar nicht daran denkt, der nationalisttschen Verhetzungsarbeit irgendwelche Hinderniffe zu be- reiten. « München, 4. Juli.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Der von der bürgerlichen Preffe sensationell aufgebauschte �Rordanschlag auf einen Einwohnerwehrführer" sinkt immer mehr in eine bewußt übertriebene Schauergeschichte zusammen. Es ist festgestellt, daß das Geschoß nicht vom Dach des Nachbarhauses, sondern au» dem engen Hof heraus durch irgendein Instrument, voraussichtlich ein Luftdruckgewehr, herausgeschleudert wurde mit einer so g e r i n» gen Kraft, daß diese kaum genügt hätte, die Fensterscheiben zu zerttümmern. Von der ganzen Sensatton bleibt also nur, daß ein kleine» Ge» schoß, ohne Schuß, gegen die Fenscherscheiben eine» Hauses flog, dort sich zwischen kleinen Glasscherben einkeille und in den Hof fiel, als das Fenster geschlossen wurde. Daraus entstand der.Mordanschlag" der„Münchener Neuesten Rachrichten" und der„München-Augs- burger Abendzeitung" und der Schuß, der den Kopf eines obendrein abwesenden Einwohnerwehrführers treffen sollte! Erzberger gegen Moabit. In dem Prozeß f ü r Helfferich und gegen Erzberger spiellen einige Erzbergersche Aussagen, bei denen er mtt der Wahrhett in Konflikt gekommen sein sollte, eine große Roll«. Sie gaben den Anlaß dazu, Erzberger der'Verletzung seiner Eidespflicht anzuklagen. Helfferich, der kleine Siegfried der Deutschnationalen, als Zeuge vernommen, fühlle sich dabei sogar berufen, das Gericht auf einige weitere Fälle von Meineid aufmerksam zu machen. Die Meineidsanklage wanderte durch alle Instanzen der Staats. anwaltschaft, bis sie fallen gelassen werden mußte. Jetzt beschäftigt sich nun die„Germania" ausführlicher mit den einzelnen Vorwürfen gegen Erzberger. Dabei kommen recht merkwürdige Feststellungen zu Tage, die auf die Moabiter Helfierich-Kammer ein eigenes Licht werfen. Deren Urteil betont z. B. unter Stützung auf einige Daten, daß sich Erzberger der Unwahrheit seiner Erklärungen bewußt ge« wesen sei. Jetzt wird aber dem Gericht nachgewiesen, daß die von ihm benutzten Daten positiv falsch gewesen sind! Die„Germania" unterstreicht, daß diese Klärung die Staatsanwaltschaft aller In- stanzen bestätigt habe, einschließlich des Untersuchungsrichter», der nach der Angabe der„Deutschen Tageszeitung"„im Hinblick auf die besonderen Verhällnisse und namentlich auch im Hinblick auf das politische Getriebe besondere Garantien bietet". Wenn die„Germania" mit ihren Feststellungen in dieser Art weiter fortfährt, dann wird Helfferich bald„besondere Garantten" brauchen, um weiter Nationalheldchen bleiben zu können. flwoloff Sermonüt in öerlin. Nach einem Bericht des„L.-A." soll auf den Führer der«he- maligen„Freiwilligen russischen Westarmee", den nicht gerade rühm- lich bekannten General Awaloff Bermondt in Berlin ein Attentat verübt worden sein. Während Lwaloft Bermondt, der sich zurzeit in einem Sanatorium in Südend« aufhält, mit der Bor- ortbahn nach Berlin fuhr, sei in der Nähe des Bahnhofs Papestraße in das Abteil hineingeschossen worden, in dem Awaloft Bermondt mit noch fünf Personen saß. Verletzt wurde niemand. Der Vorfall ist einigermaßen dunkel. Die Darstellung de»„L.-A." läßt auch nicht mit Sicherheit erkennen, ob der Täter es wirtlich auf die Person des Awaloff Bermondt abgesehen hatte. Der„L.-A." selber bringt noch eine zweite Meldung über Schüsse, die auf den Vor- ortzug Nr. 1132 in der Nähe des Bahnhofs Papesttaße abgegeben wurden. In dieser zweiten Meldung ist Awaloff Bermondt gar nicht erwähnt, obwohl ganz offensichtlich dasselbe Ereig- n i s dargestellt ist. Es erscheint daher sehr wohl möglich, daß es sich ziert jetzt in seinen zahlreichen Mußestunden Hampelmänner, die man an der Strippe zieht, und dann schmeißen sie die Beine und die Arme in die Luft, als wenn sie außer sich wären.--- Sie hoben allen Grund, außer sich zu sein. Denn bedenkt man: Das ehrwürdige, hochberühmte„Cafe Größenwahn" eine Diele!-- Ganze Bände der Moral und Betrachtung ließen sich noch schreiben. Der Redakteur dieses Blattes ist aber für Enthaltsamkeit. Hören wir ihn und klagen wir schweigend! Danke-Feier in der Staaksoper. Am 14. September jährt sich zum 6. Male der Tag, an dem Italiens größter Dichter— der Verfasser der„Göttlichen Komödie"— Dante Alighieri starb. Dante ist ein Kind Europas— nicht Italiens— und so rüstet sich ganz Europa, diesen Tag zu begehen. Ein Hauch von geistiger Ge- meinschaft weht damit durch die zerrissene Welt— und zeigt, daß wir alle doch irgendwo und irgendwie zusammenhängen. Dieses„irgend. wo" hat Ernst T r o e l t s ch in seiner Festrede, welche den Mittel- punkt der gestrigen Donte-Feier bildete, glänzend herausgearbeitet. Es ist das Mittelalter, dem wir alle entstammen— das Mittel. alter, welches noch ungeschieden und ungesonderr die Wurzeln des heute lebendigen enthält. Manchem, dem die Wirrnis der eigenen Epoche zum qualvollen Erlebnis wird, erscheint das Mittelalter als die goldene Zeit. Damals gab es, wie der erst« Festredner Adolf von Harnack betonte, eine einheitliche Kultur, eine Einheit, welch« vom Geist des Hochkatholizismus gettagen wurde. Doch ist es zweck- los. die Augen nach rückwärts zu wenden. Das, was wir sind, sind wir geworden— und eine Sehnsucht. darf nur darauf zielen. was wir noch werden können. Mit der Grundfrage seines Themas:„Was hat Dante unserer geistigen Not zu sagen", kam Troeltsch dieser Forderung, vorwärts zu blicken, voll entgegen. Statt sich in historische ästhetische Feinheiten zu verlieren, sprach er von Dante als einem Lehrmeister für die Gegenwart. So wie Dante in der Erhebung der Volkssprache zur Sprache der Kunst«ine dem Volksbewußtsein entsprechend« Dich. tung— ja eine aus dem Volksbewußtsein kommende Kultur erschuf—, so muß die Kultur der künftigen Tage m der innersten Seele des Volkes verwurzelt fein. Diese wahr« Volkskultur wird aber nicht geschaffen durch Herabz-iehen alle» Geistigen auf die Verständnis- Möglichkeiten bretter Massen, sondern nur durch strenge, geistige Zucht jedes einzelnen, der nicht vergessen darf, was die Vergangenheit schuf. Das Leben als Läuterung ist der Inhalt von Dantes Ge- dicht, das Leben als Läuterung ist die Forderung des Tages. Diesem Rufe des Festredners nach ethischer Vertiefung unseres geistigen Lebens können wir ohne Vorbehalt Beifall spenden— auch dann, wenn wir im einzelnen andere Wege gehen. Musikalische Darbietungen der Singakademie unter der Leitung Georg Schuhmanns umrahuten die würdig« Feier— nur der Schluß mißglückte, als der vor den Sängern stehende Bläserchor jeden Laut der menschlichen Stimmen überschmetterte. Dr. V. Engelhardt. Schauspieler-Examen. Bekanntlich hat die Bühnengenossenschaft auf ihrer Frankfurter Versammlung beschlossen, Anfänger nur nach einer Prüfung in ihre Organisation aufzunehmen. ttf» ein» der quftwfachimff-iihiSf HMtz y>zr fig WM öfter«lebt haben, und daß nur durch einen Zufall Herr Awaloff Bermondt bedroht wurde. Bei diefer Gelegenhett erfahren wir aber wieder etwas über den Aufenthalt von Gästen in Berlin, die man nur als unliebsam bezeichnen kann. Auch Talaats Aufenthall in Berlin wurde erst durch das Attentat auf fem« Person bekannt. Konnte schon der Berliner Bevölkerung nichts daran gelegen fein, den Schlächter des armeni- schen Volles zu beherbergen, so muß der Aufenthall des Herrn Awaloff Bermondt in Berlin geradezu als eineGefahr bezeichnet werden. Denn dieser Herr ist eine konspirativ veranlagte Natur, der schon mehrfach m Deutschland versucht hat, die Fäden seiner ruMschen Verschwörung weiter zu spinnen, seme„Armee" von neuem zu organisieren und im Bunde mit reaktionären Desperados aus all- deutschen Offizierskreisen uene politische Abenteuer im Osten anzu- zetteln. Uebrigens wurde vor einiger Zell in der bürgerlichen Presse Awaloff Bermondt unwidersprochen als ein Schwindler bezeichnet, der sich z. B. den russischen Fürstentttel aus eigener Macht» Vollkommenheit zugelegt habe. Was daran wahr ist, wissen wir nicht, jedenfalls hat dieser Herr zur Genüge bewiesen, daß er pollttsch das schärfste Mißtrauen verdient. Sächsisther Lanüesparteitag. Am Sonnabend begann der Landesparteitag der sächsischen Sozialdemokratie im Leipziger Volkshau». Der Bericht des Landesausschusses, den Genosse Julius Eggert erstattete, gab ein erfteullches Bild von dem Aufftteg der Sozialdemokrattschen Partei. Die Zahl der männlichen Mttglieder der Partei ist fett dem vorigen Jahre von 69 66S auf 85 674 gestiegen, die Zahl der weiblichen Mitglieder von 13 090 auf 14 475, Insgesamt betrug am 6. März 1921 die Zahl der Mitglieder unserer Partei 10V 149. Gegenüber dem Vorjahr hat eine Zunahme von 17 394 Mitgliedern stattgefunden. Die Mitgliederzahl der Vorkriegszell ist zwar von der SPD. noch längst nicht wieder erreicht, doch ist dabei zu berück- sichtigen, daß ja gerade in Sachsen die USP. sehr stark vertteten ist. Besonders erfreulich ist die Mitgliederzunahme unserer Partei im Bezirk Leipzig, wo im Jahre 191? nach der Spattung die Organi- sation unserer Partei mit 62 Genossen in Leipzig neu gegründet wurde, währenddem heute in der SPD. de» Bezirks Leipzig rund 7000 Mitglieder organisiert sind. Groß« Erfolge lptt die Rote Woche in Sachsen gebracht. An Mitgliedsbeittägen gingen in ganz Sachsen im vergangenen Jahre rund 1,3 Millionen Mark ein. Der gesamte Kassenumsatz belief sich auf über Millionen Mark. In Sachsen sind insgesamt 4818 Gemeinde Vertreter der SPD. vorhanden gegen 2094 sozialdemokrattsche Gemeindevertreter im Jahr« 1914. Auch die Entwicklung der Abonnentenzahl der Parteizettungen war gut. In der Jugendbewegung wurden erfreuliche Fortschritte erzielt._ In der auf den Geschäftsbericht folgenden Diskussion, bei der eine Anzahl der zum Parteitag gestellten Anträge mit behandell wurde, wurde besonders Klage darüber geführt, daß die Arbetter- schaft im Vorstand des sächsischen Landesamts für Wohlfahrts- pflege nur durch 3 unter 23 Mitgliedern vertteten ist. Ein An- trag der Gewerkschaften auf eine Verttetung wurde merk- würdigerweise von dem sächsischen Ministerium des Innern, an dessen Spitze der unabhängig« Minister Lipinski steht, ab- gelehnt. Am 2. Verhandlungstage erstatttte der Genosse Eggert ein Referat über die polltische La�e, in dem er u. a. auch die Vor- gänge bei der Regierungsbildung in Sachsen besprach. Er wie» darauf hin, daß sowohl die USP. wie die demottattsche Partei es abgelehnt haben, gemeinsam w einer Regierung zu ar- betten, er hofft aber, daß die Entwicklung dahin führen werde, daß eine Zusammenarbeit zwischen der SPD. und den beiden Rachbar- Parteien später einmal möglich sein werde. Bei der Regierunge- bildung in Sachsen sei auch der Gedanke aufgetaucht, den Bürger- lichen allein die Regierung zu überlassen, aber nach den ander- wärts gemachten Erfahrungen dürste diesem Gedanken kein Raum gegeben werden. Redner hält das Bekenntnis der USP. zur Räte- diktatur für ein Hindernis der Einigung der beiden Par- teien, hofft aber, daß diese Frage auf die Dauer einer Einigung der Parteien nicht entgegenstehen wttd. Mtt dem Bekenntni», daß die SPD. an der gemeinsamen sozialistischen Regierung festhalten wolle, schloß der Redner feine Ausführungen. Der Rede des Ge- Nossen Eggert folgte der Bericht der Laadtagsfraktion, den Genosse W i r t h erstattete, der dabei auf die Schwierigkeiten hin- wies, die häufig das rein auf den agitatorischen Effekt eingestellte Da die Bühnengenossenschaft eine Zwangsorg aniscttion ist, so wird in Zukunft kein Theaterleiter einen Schauspieler engagieren dürfen, der nicht sein Examen bestanden hat. Im Iunihest des„Neuen Wegs" veröffentllcht nun E m i l L i n d eine Liste der Prüfungsstellen, die das Präsidium der Genossenschaft nach den Vorschlägen der Bezirksausschüsse bestimmt Hot. In allen Bezirken sollen drei Kommern gebildet werden, nämlich je eine für Schauspiel, Oper und Operette. In den Fällen, in denen ein einheit- liches Urtell der Examinatoren nicht zustande kommt, soll die Prüfung als bestanden gelten, eine Ablehnung kann also nur einstimmig erfolgen. Für den Bezirk v e r l i n bestehen die drei Prüfunaskommern aus folgenden Mttglledern: Schauspiel: Ferdinand Gregort, Emil Lind, Karlheinz Martin, Agnes Straub, Eduard v. Winterstein. Oper: Professor d'Arnals, Eduard Moericke, Luise Reuß-Belce, Stock. Operette: Braun, Franz Groß, Albert Kutzner, Marie Ottmann. vag Radlumland. Die Vereinigten Staaten besitzen in ihren Carnottt-Lagern die größte bisher bekannte Fundgrube für Radium, und sie produzieren jetzt mehr als die ganze übrige Welt zu- fammen. So ist Nordamerika das eigcnlliche Radiumland geworden. Die Gesamtmenge des heute auf der Welt vorhandenen reinen Radiums läßt sich auf 100 bis 110 Gramm schätzen; davon wurden etwa 70 Gramm in Amerika hergestellt; doch wurde auch noch ein beträchtlicher Teil der übrigen 30 bis 40 Gramm aus ameri- konischen Erzen gewonnen. Von den 100 bis 110 Gramm Radium, die bisher hergestellt worden sind, hat der Krieg ein« große Menge verschlungen, und zwar wurde sie verwendet zu Leuchtsarben für Uhren, für die Zifferblätter der in Flugzeugen benutzten Insttumente, für die Zielvorrichtungen der Geschütze usw. Di« ganz« amerikanische Ausbeute der Jahre 1918 bis 1919 ist für diese Zwecke verbraucht worden, und in Europa wurde eine ganze Menge des früher für ärztliche Zwecke verwendbaren Radiums zu technischen Zwecken be- nutzt und ging damtt der Wissenschaft verloren. Leider sind die oberflächlich liegenden Lager der Vereinigten Staaten bereits zum großen Teil abgebaut: die jetzt zugänglichen Lager in Colorado und Utah werden in 6 bis 10 Iahren erschöpft' sein: man muh daher, um wetterhtn mtt Gewinn Radium herstellen zu können, entweder eine billigere Methode der Radiumgewinnung finden oder den Preis des Radiums erhöhen. In Amerika stehen zurzeit etwa 20 bis 25 Gramm Radium für ärztllche Zwecke zur Der- fügung, und es ist von höchster Wichtigkeit, daß mögllchst wenig von diesem für die Medizin unersetzlichen Stoff der Wissenschaft ver- loren geht. Der gröhte Eugläuder aller Zeiten. Auf bem Trafalgar Square in London wurde ein Denkmal WalhinqtonS entbüllt. das ein Weschcnk des amerikanischen Staates Virginia an das britische Volk in. Die flcierlichleit vollzog sich in Anwesenheit Lord Curzons. der in seiner gefttede Washington den„größten Engländer aller Zellen- nannte. Japanische Stiftung. In Tokio übergab der Professor Jrifawa Namens 500 japanischer Acrzte, die ihre Studien in Deuischland gemacht haben, dem deutschen Botschafter 4 9 0 0 0 9 Mark, die als Itiiümg für die medizinischen Faluttäteu deutscher Unio ersttäte« bestimmt wurde». LerhaltenderUnadhSngigentn der Kammer bereite. In der auf die Referate folgenden Dtskufsion wurde befonders eingehend die Frage der Einigung der beiden sozialistischen Parteien behandelt. Es lag zu dieser Frage die bekannte Chemnitzer Resolution vor, in der gefordert wurde, daß von Partei zu Partei in unverbind- liche Verhandlungen eingetreten werde, zwecks sofortiger Bildung einer politischen Ärbeitsgemeinschast mit dem klar gesteckten Ziel einer späteren organisatorischen Wiederoereinigung. Diese Chemnitzer Re- solution und alle übrigen Anträge, die sich mit der Einigungssrage be- schäftigten, wurden zurückgezogen zugunsten einer von den Ge- nassen Lsagen, Leipzig, Eggert und Arzt, Dresden, Fellisch, Chemnitz, Meier, Zwickau, und einigen anderen Genosien unterschriebenen Re- solution, die ein Bekenntnis zum Einheitsstaat enthält, den festen Willen bekundet, an der von beiden sozialistischen Parteien gebildeten Regierung festzuhalten, und in der dann gesagt wird, es solle nichts unversucht gelassen wer- den, um nicht nur im Landtag, sondern auch in den Gemeindeparla- menten Arbeitsgemeinschaften zu schaffen mit dem Ziele einer späteren organisatorischen Wieder- Vereinigung. Bei einer Veränderung der politischen Lage, gleich- wie in welcher Form, soll ein« außerordentliche Landeskonferenz ein- berufen werden. In den Reden aller Genosien, die in der Diskussion zum Wort kamen und die sich zu der Einigungssrage äußerten, kam der Wunsch zum Ausdruck, daß es gelingen möge, bald der Zersplitterung des Proletariats ein Ende zu machen. Der Genosse Ministerpräsi- dent B u ck stellte sich auf den Standpunkt, daß die sozialistische Re- gierung solange wie möglich gehalten werden müsse, aber man dürfe in Sachsen nicht etwa einmal den Fehler machen, wie anderwärts, wo man ans einer gewissen Verärgerung heraus die Zügel aus d e r ch a n d gegeben habe. Er könne sich auch einen Zeitpunkt denken, wo man auch mitder Deutschen Voltspartei zusammen- arbeite, wenn sich dies« auf den Bodeu der demokratischen Verfassung stelle. Die Resolution der Genosien Hagen, Eggert, Fellisch usw. wurde ein st immig angenommen. Es wurde ferner eine Resolution angenommen, die es bMgt, daß die sozialdemokratische Reichstagsfraktion vor Verabschiedung der notwendigen Besitzstenern indirekte Steuern uichl bewilligen wolle, und die gegen die vom volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reickistages beschlossene Brotverteuerung protestiert. Auch mehrere Entschließungen, die sich gegen den R e i ch s s ch u l- gesetzentwurf wandten, wurden angenommen. GroßSerlw Ein gestörtes Schützenfest. Mit einer wüsten Schlägerei, bei der eine ganze Anzahl Per- sonen nicht unerheblich verletzt wurden und andere bei dem großen Durcheinander um verschieden« Schmucksachen gekommen sind, endete die Feier eines Stiftungsfestes, das die W i l m e r s d o r s e r Schützengilde in der Nacht zum Sonntag in dem Restaurant Seebad in Wilmersdorf veranstaltet hatte. Zu der Festlichkeit hatten auch Nichtmitalleder gegen Erstattung des Eintrittsgeldes Zu- tritt. So kam es, daß sich allerhand unerwünschte Elemente ein- fanden. Unter diesen gebardeten einige sich derart, daß sich der Tanzmeister veranlaßt sah, gegen sie einzuschreiten. Als sie sich nicht fügten, wurden sie aus dem Saale verwiesen. Die»Heraus- geworfenen" wurden nun von anderen Burschen, die der Festlichkeit von außen beiwohnten, aufgestachelt, sich diese.Behandlung' nicht gefallen zu lassen. Die Folg« war. daß die Ruhestörer im Berein mit anderen zweifelhaften Elementen, die sich in der dortigen Gegend, besonders auf dem Gelände des früheren Schrammschen Sees herum- zutreiben pflegen, mit Gewalt in den Festsaal eindrangen und über die Festteilnehmer herfielen. Es kam zu einer regelrechten Schlägerei, auf die auf Benachrichtigung hin mehrere Beamte der Schutzpolizei «ngriffen, um die Ruhestörer und Eindringllnge festzustellen. Drei von ihnen wurden zur Revierwache gebracht. Bei der Schlagerei wurden mehrere Personen nicht unerheblich verletzt, einigen anderen die Halsketten und andere Schmucksacben entrissen. Von anderer Seit« ist der Versuch gemacht worden, die An- gelegenheit nicht als einen Raubüberfall, sondern als ein« Schlägerei mit politischem Hintergrund darzustellen. Die Ruhestörer werden als Mitglieder einer Gesellschaft.Maikolonne" bezeichnet, die in Wilmersdorf berüchtigt sei und schon öfter mit der Schützengilde Streil gehabt haben soll. Die Untersuchung wird hoffentlich bald Klarheit in die Angelegenheit bringen. Ferner war von einer Berliner Mittagszeitung'behauptet worden, es handle sich um ein auf drei Tage berechnetes Fest der Wilmersdorfer Schützengilde. Es wäre nicht uninteressant, von der Schützen. gllde zu Hörem ob sie tatsächlich die Absiebt gehabt hat, in dieser ernsten und schwer« Zeit«tu oret Tage laug dauernde. Fest zu feiern._ Schreckenstat eines Anormalen. Ein ganzes Jahr zurück liegt eine gräßliche Bluttat, die vor dem Schwurgericht des Landgerichts I ihre Sühn« finden soll. Angeklagt ist der Photograph Emil Schubert, der beschuldigt ist, in der Nacht zum 7. Juli v. I. die unverehelichte Agnes Seiffert vorsätzlich getötet zu haben. Der Angeklagt« hatte die Seiffert im Munsterlager kennen- gelernt! er ging mit Ihr nach Berlin und die beiden mieteten sich in einem Prwatlogis des Hauses Marienstraße 18 ein. Bald ging das Geld zu Ende und die Seiffert sollte zum Munsterlager zurück- fahren. Auf dem Anhalter Bahnhof wurde der Zug versäumt. Das sollte der Anlaß zum Ausbruch der Katastrophe sein. In ihrer Behausung gerieten die beiden in Streit, und Schubert stürzte sich schließlich in einem Anfall von Wut und Eifersucht auf dos Mädchen, würgte sie und schnitt ihr mit einem Rasiermesser die Kehle durch. Nun bedeckte er die Tote mit einem Bettstück, zog sich an und ent- fernte sich unbemerkt mit seinem Koffer aus dem Zimmer. Er hinterließ einen Zettel folgenden Inhalts:.An die Kriminalpolizei! Es ist unser gemeinsamer Beschluß, auf diesem Wege aus dem Leben zu scheiden, da unserer Liebe zueinander Hindernisse im Wege standen. Suchen Sie, wenn Sie dieses finden, auch mich unter den Toten." Am anderen Tage fuhr er nach Wannsee, wo er sich mehrere Tage umhertrieb und schließlich verhastet wurde. Da eine Untat- suchung des Geisteszustandes Schuberts ergab, daß er anormal ist, wurde angenommen, daß er die Tötung im Affekt vorgenommen hatte und demgemäß wnrde die Anklage nur wegen Totschlag erhoben._ Das Urteil im Moröprozeß Ilehmer. Nach einer Lerhandlungsdauer von 1ö Stunden ging in der zweiten Morgenstunde des gestrigen Sonntags der Mordprozeh gegen die Witwe Flehmer zu End«. Es waren 28 Schuld fragen zu be- urteilen. Di« Geschworen« sprachen Frau Flehmer de» Mordver- suches, der Urkundenfälschung, des Betruges, Diebstahls und der Bei- feitefchaffung einer Leiche schuldig: bei der Tochter wurde Beihilfe zu diesen Derbrechen angenommen. Das Gericht verurteilte Frau F l e hm erzuelfIahrenZuchthaus und sechs Wochen Haft. Ein Jahr der Untersuchungshaft wurde auf die Strafe angerechnet. Gertrud Flehmer wurde zu sechs Jahren Zuchthaus und sechs Wochen Haft, ebenfalls unter Anrechnung von einem Jahr Untersuchungshost verurteilt. Der Etaatsanwall hatte 18 bzw. 8 Jahre Zuchthaus beantragt._ Tie Lage der Berliner Straßenbahn. Die städtische Berkehrsdeputation beschäftigte sich in ihrer gestri- gen Sitzung unter dem Vorsitz des Stadtbaurats Dr.-Jng. Adler mit einer großen Reihe von Verkehrs- und Derwaltungsfragen. Den Der Hilfstag für Gberfthleflen war vom schönsten Wetter begünstigt. In allen größeren Verkehrs- straßen sah man festlich gekleidete Menschen, vielfach gruppenweise, demonstrativ bestimmten Plätzen zustreben. Zahlreich war die Schar der meistens aus jugendfrischen Knaben und Mädchen bestehenden. an der weiß-gelben Armbinde kenntlichen Sammler, die sich mit der Bitte um eine Gabe für die bedrängten Volksgenossen in Ober- fchlefien an die Passanten wandten. Willig wurde gespendet und freudig wurde sie gegen die Verabreichung einer Marguerite von den Sammlern entgegengenommen. Bald trugen Tausende die weiße Blume als Schmuck an der Brust. * Die Kommunisten hatten diesen Sonntag auch zu einer Demonstration gewählt. Sie kamen gruppenweise mit roten Fahnen auf den Schloßplatz gezogen, wo sie am Begasbrunnen Ausstellung nahmen. Hier wurden Reden gehalten und auch Sammlungen vor- genommen. In der zwölften Stunde zogen die Demonstranten in einzelnen Abteilungen wieder ab. Inzwischen hatte sich Unter den Linden am Denkmal Fried- richts II. eine große Menschenmenge angesammell in der Erwartung, daß hier eine Musikkapelle spielen werde und Ansprachen gehalten würden. Die erwarteten Ansprachen blieben aus, aber die Musiker waren pünktttch um die Mittagszeit zur Stelle und die Volksmassen blieben bis zum Schluß der musikalischen Vorträge in bester Stimmung beisammen. Im Stadion fand eine machtvolle Kundgebung statt. Vor einer großen Menschen» menge sprach zuerst Vizekanzler Bauer. Er führte unter anderem aus, daß der Tag dem Lande und der Bevölkerung Oberschlesiens gelte, aus denen ein schweres Geschick laste. Oberschlefien untersteht der Interalliierten Kommission, aber diese hat sich trotz ihrer Macht- mittel nicht dazu aufschwingen können, die polnischen Insurgenten in Schach zu halten. Die Interalliierte Kommission hat in Ober- schlesien vollkommen versagt. Der polnische Terror hat tausende aus der Heimat verttieben. Deutschland hat selbst keine Macht in Oberschlesien, denn die Regierung ist an Händen und Füßen ge- fesselt. Wir können nur tordern, daß die Volksabstimmung refpek- tiert werde. Mit dem Schillerwort:„Wir wollen sein ein einig Boll von Brüdern" schloß dann der Redner seine eindrucksvollen Darlegungen unter dem stürmischen Beifall der Anwesenden. Mi- nisterpräsident Stegerwald führte aus, daß die Oberfchlesier ihre Schuldigkeit getan hätten, trotz des polnischen Terrors. Dreierlei komme jetzt für Oberschlefien in Betracht. Es muß von dm Jnsur- gmten befreit werden, es muß endlich ausgesprochen werden, was ist und dann mutz der Aufbau beginnm. Mit einem Hoch auf Ober- schlesien und die oberfchleflsche Bevölkerung schloß der Redner. In Pankow. hatte sich um 12 Uhr eine große Menschenmenge auf dem Markt- platze versammelt. Vorträge eines Orchesters und des Lehrergesang- Vereins leiteten die Feier ein und schlössen sie. Gen. Dr. Zechlin hielt die Festansprache und fand reichen Beifall. Gegen 4 Uhr begann ein Umzug der Vereine der Heimattreuen Oberschlesier, an den sich eine Feier in Lindners Konzerthaus anschloß. Der Berliner Oberschlestertag fand seinen würdigen Abschluß in der großen Kundgebung, die mehrere tausend Personen aus allen Kreisen der Bevölkerung Berlins in dem großen Saal der Phil- Harmonie vereinte. Schon vor Beginn der Feier war Reichs» Präsident Ebert sowie der Reichskanzler Dr. Wirth und der preußische Ministerpräsident Dr. Steger» w a l d erschienen. Später traf der Außenminister Dr. Rosen ein. Ferner sah man zahlreiche Reichstags- und Landtagsabgeordnete aus allen Parteien und namhafte Vertreter der Reichs- und Staatsbehör- den. Ebenso war die Reichskanzlei vertreten. Im Verlauf des Abends sprach der Reichskanzler über die Not Oberschlestens, die er als einen Teil der Not des ganzen deusschen Volkes bezeichnete. Der Rettungsweg aus dieser Not sei eine unverzagte unerschüuer- liche Geduld und das durch nichts zu ertötende Gefühl, daß das Reckst auf unserer Seite steht. Fand der Kanzler mit dem Appell an die Geduld starken Widerspruch, so zollte zum Schluß der Rede die ganze Versammlung doch starken, langanhaltenden Beifall. Nach musikalischen und rezitatorischen Darbietungen bekannter Berliner Künstler und Chöre wurden im Film Aufnahm« aus Oberschlesien vorgeführt. Raffbor, 4. Juli.(WTB.) Der D-Zug Ratibor-Bre»� lau, der gestern nachmittag hier abgegangen war, mutzte auf Station Mensa wieder umkehren, da er bei Summm von Insurgenten beschossen wordm war. Wie dt«„Kund» schau* mitteilt, ist der Zugverkehr inzwsschm wieder eingestellt worden. » In einem Teil der französischen Presse wird die Nachricht vev- breitet, aus Breslau und Berlin seim Kommunisten in Ober» schlesien eingetroffen, um im Berein mit Teilen der Hoeserschm Unter. verbände(von dm Franzosen Orgesch, Orka und Monarchistische Schutzvereinigung genannt) Unruhen hervorzurufen. Uns ist dar» über bisher keine Nachricht zugegangen. Es ist anzunehmen, daß Palm durch Ausstreuung derartiger Meldungen in der sranzösischm Presse die Notwendigkeit des Fortbestehens der bewaffneten Jnsur» gentenverbände beweisen will, eine Methode, die wir aus den®e< pflogenheitm unserer Orgeschpresse zur Genüge kennm. Hauptgegenstand der verhandlungm bildete, wie wir erfahrm, die gegenwärtige Lage der Berliner städtischm Straßenbahnen. Nach dem Bericht des Vorsitzenden haben bis jetzt 1243 Ange- stellte der Straßenbahn dm Dienst mit einem Abkehrgeld von 2000 Mark verlassen, dazu treten noch annähernd 300 sonstige Uebertritte in den Ruhestand und Entlassungen, so daß das Unternehmen um insgesamt 1513 Angestellte und damit um eine Ausgabe von jährlich mehreren Millionen entlastet ist. Die so gewonnenen Mittel werden zur weiteren Durchführung der Erneuerungs- und Jnstandfetzungs- arbeiten, insbesondere an den Gleisen, verwendet. Auch die Belegschaft der Hauptwerkstätte hat sich vermindert, so daß die durch die U eberzahl der Angestellten verursachtm Mißstände zum größten Teil beseitigt werdm konnten. Seit dem 1. April weisen infolge der Tariferhöhung die monat- lichm Berichte der Straßenbahn keinen Fehlbetrag mehr aus. Wegen der Stundung der Verkehrsabgabe an die Stadt, die auf Grund der altm Verträge mit jährlich 33 Millionen zu zahlen ist und ebenso wegen der Reichsverkehrssteuer, die das Straßenbahn- unternehmen gleichfalls mit.32 Millionen jährlich belastet, schweben Verhandlungen. Der größte Teil der Betriebseinschräntungen sei jetzt durchgeführt, wodurch erhebliche Ersparnisse erziett würden. Die im Zusammenhang hiermit erfolgte Verkürzung der Linie öl, die stüher bis zur Bergstraße in Steglitz ging, bringe eine tägliche Ersparnis von 1300 M., was jährlich 430 000 M. ausmache. Auf Anregung von verschiedenen Seiten der Deputatton soll entsprechend dem von allen Fraktionen unterschriebenen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung eingehend geprüft werden, wie dem Lauen» burger Ortsteil von Steglitz eine bessere Straßenbahn- Verbindung zu verschaffen sei. In der allgemeinen Aussprache kam ernmt die Meinung zum Ausdruck, daß ohne die von der Direktton für erforderlich bezeichnet« Zuführung von erheblichem Kapital die innere Gesundung des Unter- nehmens nicht erwartet werden könne, daß aber die Verwaltung durch die ihr aufgezwungene Politik der kleinen Mittel die Straßen- bahn so gut wie irgendmöglich den Betrieb zu verbessern suche. Anerkannt wurde auch die Einführung von 50 neuen Motorwagen auf den schwerbelasteten Linien?, R, 99, 57 und 26, wobei nur bemängelt wurde, daß die Eingänge dieser Wagen etwas schmal ge- raten seien._ Schüsse auf einen Eismbahnzug. Gestern nachmittag gegen 3% Uhr wurde der Vorortzug Nr. 1132, der in der Richtung Papestraße— Südende fuhr, in der Holzhandlung von Michaelis beschoflen. Die Schüsse müssen vom Bahngelände längs der Bahnstrecke abge- feuert worden fein, da eine Kugel den letzten Wagen 2. Klasse an der Rückwand durchlöchert hat. Zum Glück ist niemand verletzt worden. Wer ist das Mädchm? Am 18. November 1920 wurde dem städtischen Obdach durch die Tauentzienwache ein Mädchen im Alter von 10—12 Jahren zugeführt, das feine Wohnung nicht wußte. An- geblich ist das Mädchen verschleppt. Es nennt sich Edith Hanke, will am 11. Mai 1911 geboren fein und mit feinen Eltern aus dem an Polen gefallenen Westpreußen(Schönau bei Schwetz) nach Berlin zugezogen sein. Die Eltern des Mädchens konnten bisher nicht er- mittelt werden. Das Mädchen hat hellblondes Haar, breites Gesicht und trug Kleidung, die dem Schnitt nach auf dem Lande angeferttgt sein kann. Zweckdienliche Angaben werden vom städtischen Jugend- amt, Chartottenburg, Lützower Straße 9, Zimmer 54, erbeten. Ein künstlerischer Oberschleflerabend fand im Rahmen des großen Oberschlesicrtages am Sonntag abend im großen Saal der Philharmonie statt, zu dem auch der Reichspräsident Gmosse Ebert, der Reichskanzler und eine Anzahl Minister erschienen waren. Die bedeutendste Kundgebung des Abends war die Ansprache des Reichs- kanzlers Dr. Wirth, die zum Schluß einhelligen brausenden Bei- fall auslöste. Hans M ü h l h o f e r las den Aufruf von Ger- hart Hauptmann und dm Prolog von Hermann S t e h r vom Blatt ab und sieh leider jegliche innere Ergriffenheit und Wärme vermissen. Der Künstler kann anders, wenn er nur will. Er zeigte das an einigen weiterm Rezitationen. Wenn er aber nicht will, fo können wir an dieser Stelle den ganz ensschiedenen Wunsch nicht unterdrücken, ihn bei ähnlichen Anlässen nicht wieder zu sehen. Der Berliner Lehrer- gesangverein trug eine Anzahl Lieder vor,„von einer Kraft des Schalles, an Urgewalt dem Frühlingsdonner gleich..* Sein Liebling scheint Richard Wiesner zu fein. Der Berliner Dom- chor, dieser wie die Lehrer unter Professor Rudels Leitung, fang meisterhaft, Adelheid Pickert nicht minder. Else Heims sollte rezi- tieren, war aber nicht da. Gcrhart Hauptmanns Aufruf wurde rezitiert, stand aber nicht mal auf dem Zettel. Kurz, die Regie klappte nicht. Zum Schluß gab es Filmbilder der Meßte r- wochL der Deulig aus Oberschlesien, die. da sie meistens unbe- wegte Szenerien darstellten, recht belanglos waren, zumal man die Bilder aus Zeitschriften bereits kannte. Achtung Inmulkbefchödigle! Am Montag(heute), dm 4. Juli, abends 8 Uhr, findet eine wichtige Mitgliederversammlung der Bereinigung der Tumultbeschädigtm Groß-Berlins in der Schul- aula Tilsiter Straße statt, mit Bericht über unseren Anschluß an dm Bund und Besprechung über die Errichtung einer kostenlosen Rechts- auskunstsstelle. Erscheinm sämtlicher Mitglieder unbedingt not- wmdig. Tumultbeschädigte, welche Mttglieder werdm wollen, sind eingeladm. Neber„Sttmmm«iL dem Schacht*, Briefe au« dem Geföngnt« von Kofa Luxemburg spricht Pfarrer Bleier am Dienstag, dm 5. Juli. nH�E-wiguhpiat' � ÄUla � KatsevH-riedrtch-Schule. Knesebeckstraße. Die Deputati«» für Kunst«nd Bildung de« Derwalwngsbezir« Köpenick veranstaltet vom S. dl« 8. Juli Sandervorführungen des Films: Wunder des Schneeschuhs, mtd Mar nachmittaas e Uhr im Cöpenickrr Union-Theater. Rudow« Str. 1 sCöllmsch« Platz), am 8. Juli jedoch abends 8 Uhr im Lichtspieltheater des Herr» Ehrhardt, Grüna». Bahn. hofftr. 1. Eintritt 2 M. Das Wetter für morgen. Ziemlich kühl, zeitweise hett«, jedoch Überwiegend bewölkt mit leichten Regenföllm mid größtenteils schwachen, nordwestllchm Winden. Groß-Serliner parteinachrichten. Z. Krel«, Tiergarten. Heute abend, 7 Uhr. Eltcrnversannnlung der 82. und 90. 9» mewdeschule Turmstraße 75 in der Aula Waldenserstraße 20: l. Bericht der Etremeitung über den Stand der Räumung. 2 Arbeitsschule. Iungsoztaliften. Sruppenkonferenz heute abend 7 Uhr im Saal der Iuristischr» - Sprechstunde, Lindenstrahc 3, L Hes link». Tagesordnung: l. Organisations. fragen. 2 Seschästsbcricht, 3. Wahl von Revisoren, t. Verschiedene». Die Druppenleitnugen wüssen vollzählig vertreten sein. Spott. Rmnm zu Grunewald. Sonnkag, 4. Zuli. Das Stutm-Derby, den Preis der Diana, hotte sich Herrn Friedheims Himmelblau unter Kasper, womtt wohl das beste Pferd des Feldes den Sieg an sich brachte. I. Pfaneninsel- Rennen. 19 000 M. Lehrlingsreite». 14 000 Met«. Geigerin(Zankes 1. Leoni«(H. Braun) 2. Heilkünstler (Borowsky)». Tot.: 88: 10. Pl. 25. 54. 84: 10. Ferner liefen: Falke, Lusa, Landsmann. Meist«in. Sonderling. Hodeida, Rabenfeder. Rose Marie((4.), Maust, Abcndsturm, Chaputchin. II Versuchs- rennen der Hengste. Ehrenpreis u. 18 000 Vi. Für Zweijährige 1000 Meter. Prows(Huguenin) 1. Arian Werburg(Bleulers 2. Diamant(Jentschs 3. Tot.: 33:10. III. Preis o o n Steinach 30 000 M. 2000 Met«. Graf F«ry durchzusetzen. Cohen ist aber auch der Auffassung, daß kein Gewerk- daß berufliche Fähigkeiten nokwendig seien. i!s>?�.t°"?»ß eine Organisationsform beschließen wird, in der die und deshalb auch nicht außer acht gelassen werden könnten. Die � bswnd.gke.t cr e�-lnen Beru�ruppen �terdruckt wurde. ganze Frage Berufs- oder Jndustrieoerband müsse stets nach der! � wirtschaftlichen Seite geprüft werden. Aus wirtschaftlicher. if!.?.. 5®�"„ Erkenntnis heraus gehe er mit den Ausführungen Schlichtings und �5 Verbandstag(ntt f)i«rauf m die Statutenberatung dessen Entschließung konform.! Setze r- M u n ch e n erstattet den L-r cht der Statu enbe- Reureuter- Ludwigshafen: Im besetzten Gebiete habe f ratungskomm.ssion, ine ein vollständig neues Statut den Delegierten man eine Industrieorganisation gehabt, aber sehr schlechte Er- s � Vcsch.ußfafsung vorlegt... fahrungen damit gemacht. Eine Spezialvertrelung der Maschinisten Nach eingehender Generaldebett.e wird das S.atut, iws den und Heizer bei der Regelung von Lohn- und Akbeitsbedingungcn sei. degenwarugen Vcrhaltnissen angepaßt.st, m der vorgelegten Fasiung nicht zugestanden worden. In dieser Jndustrieorganisation habe man i be.chlossin. Di« bereits am 1. April d. I. in Kraft getretene Bei- hie Gleichmacherei in der Entlohnung angestrebt. Der Redner b«. trags-rhohung und Erhöhung der einzelnen Unterstützungssätze "gründete mit Beispielen aus der Praxis die Notwendigkeit der be-! lanktionlert der Verbandstag. � � ruflichen Intereffenverttetung. Neureuter führte dann weiter aus.!. darauf vorgenommenen D o r st an ds wähl werden daß man es im besetzten Gebiete oerstanden Hab«, bi« beiden Vorsitzenden Klebe und Schlichting und ist beendigt worden. Di« Ge» erden um 12 Proz. und vom Der norwegische Seemannsstreik hälter der Matrosen und Heizer werd 1. Dezember ab um weitere 5 Proz., die Behälter der Maschinisten ebenfalls um 12 Proz. und vom 1. Dezember ob um weitere 12 Proz. herabgesetzt. Ein Streik der Werkmeister ist nach der'".Prager Abendzeitung" in Nordböhmen ausgebrochen, der hauptsächlich die Textil- i n d u st r i e betrifft. Es wird damit gerechnet� daß stch der Streik von Asch bis Braunau ausdehnen und auch deutsche Gebiete er» fassen wird. Bund der tkchuischen Angestellte»»ud Beaarte«. Heut«:■SSttgliel lung Nordwest II. Zugendhaus, Rathenower Str. 8a, T'/j Uhr. T/t Uhr.— Dienstag: Wildau im Kasino, Lichtertelde.g-h(-ndorf, Hohen- Ä-tnetntene Mitglieder- Sreifsoialder Str. 43, Köpenick, Bayernhof, Köll«ischer Platz, T/t Uhr; Oranienburg, Reichshof, Bernauer Str. 38, T/t Uhr; Spart) to. Restaur. �Zum Stern". Potsdamer Str. 35, Tu Uhr; Besten, Ratioualhol, BAowstr. 37, Vit Uhr. zoller», Hindenburgdamm g3a, 7>/, Uhr.— verfanimlung Nordost und Norden II, töreifswalder Hof, 7'/j Uhr. Mitgliederversammlungen: die politischen Streilrsagen auszuschalten. der Kassierer Insel ein st immig wiedergewählt. Redakteur K i r s ch n i ck wird durch einstimmigen Beschluß des Per- bandstages beauftragt, die Geschichte des Verbandes zu daraus rekrutier« auch der Erfolg, daß die Koll«genschi 14 Tagen bat Zucker'« .'atent-Mcdirlnal-Seüe da« Lbel bejeitigt. Diese Seife :st Hunderte wert. Seeg. M." Dazu Zuckvob-Croin« inichl 'ittend u. fettbaltig) In alle» ilpotheken, Drogerien uni parsümerlen erhältlich. uetari.-n»ti'aUe 54 7>/, Uhr:• Persönliches Auftreten Johannes Riemann and Dora Schlüter in „Cocain"(Sektkübel) 8(3 rix Grlgoris Alex Stamer Leo Morgenstern Mensel& Magen 4Jurolf Harritons 2 Nelsons Qeschw. Princz Camarosa Sums "lombard-Haus� o H.lirafi, Leipz.Sir. 75 II S — Höcliste Beleihung Z. Diskret., Reellste' o � Gelegenhetts häufe. Uhren, stirillai llrlllanten, Schmucksachen. 10— SO0'« unter Ladcnpr. Xngellager, jeden Posten. lauft höchstzahlend SconOf, tjchlefifche Str. 12. SBioritzpL 148*1 43/9* jeder Art bei kleiner Anzahlung' und | bequemer Abzahlung| Möbelhaus Andreasstr. 28 Strengste Diskretion. | Ziehung schon 8. u. 9. Juli| 3667 Gewinne im vVerte von|9ark 100000 £50000 110000 Lose zu Mk. 3.60 MÄ Oischlatis, staail. Lotterie- Einnehmer Berlin C. 2, Königsirasse 51. Postscheckkonto 31041. 12. und 13. Juli 1 HOchstgewian im gldckl Falle 1500000 Vs Los 10 M. '/e Los 20 M. Vz Los 40 M. V> Los 80 M. Porto und Liste 1 20 Mk. extra. XLHl/ an jedem Fahitad anzubrlnger bxipeJ Gardinen! Sonderangebote und Gelegenheitskäuie in Resten Stores, Bettdecken Madras- und Künstler- Gardinen Spezial-Oardincnwerkst. Neukölln, Bergstr.67 am Ringbahnhof fWandolinen Guitarren, Tellzabluojt- Schmidt. PctersburgerSt.23,1 G- NEVEN&CO. Spezialhaus für Holz-Anfwascbtische Marmor-Waschtische Bade-Einrichtungen Sanitdre Steingntwaren Berlin C 19 Unlerernndbabnbof Wallstr. 25 Splttclmarkt-Ioselbrücke an jedem Fahrrad anzubringen IVeis3500M. finxipeMl grotii.'Vorfährunp fedeneitL Pf Sofort lieferbar I PrSalaionsarbeit für Dauerbetrieb Eingebaute Magnetzündung Fabrikat Zschopauer Maschinenfabrik Qeneralvertrieb für GroB-Berlin n. Umgebung: Klelninotoren-Vertfiebsgss. ni.b.H. Berlin, Potsdamer Str. 123 b. Tel. Kurf. 5919 I freuß.£ose j 1. Klasse ; V«■/,'/»; : 10.- 20,- 40,- 80,-: - Ziehung 12. n. 13. Jnll'. Tlnccx Lotterie-« l f«.»C einnehmer! ■ BERLIN SWM ; Alte Jakob-StraBe 16* i Eilte •xtra- •ttrke (Dwtill.t)12KI.25Mk..30FI.60Mlc.fr«nko. in Apotk-.Droe� Mut dir. V. La boret. E. Walther, Halle a.S.-Trotha 143 8,, Teilzahlung. 5 J.Garant. Kronen I8M. Plomb. ,• 3,—. Zahnziehen m.Emspr. höchst schmerz- ,n lind. Umarb. schlechtsitz. Gebisse. Rep. soL Zehnarzt Dr. W o I f, Potsdamer Str. 55, Hochb. Sprechz. 0-7. Jeder Eisenbahner der vorwärts strebt und nach dem Grundsatz: .Freie ZZaHn dem Tllchtigen" stch durch ein- schlägige Fachliteratur fortbilden will liest zur Pervolttommnung seiner Berufskenntniss« unsere fonturrenztose Fachzestschrist Sie EWi!WM!Ale Amtliches Organ deS Verbandes Deutscher EisenbaHnfachschuleu und technische Zeitschrift für alle Eisenbahner. Interessante ArtileL Lehrreiche Abhandlungen. Aus de» Inhalt: Demofratlsterung Im Elsen» dahnwesen.— Die Entwicklung der Siemens. Werke.— Neuerungen im Signalwesen.— Lokomotivkessel mit Ueberhitzer,— Wasserstand«. anzeiger.— Elektrische« Schweißen in Eisen- dahnwerkstätten— Der Luitdruck, da« Barometer.— Die B erwendung von flufjeuernen Lokomotiv�euerbllchsen.— Der Lokomotiv- kessei.— Die Telegraphie.— Elektrisch« Schnellbahnen— und viele« andere mehr. Bezugspreis direkt vom Verlag unter Kreuzband Mark 5,— pro Blertelsahr. durch die Post bezogen Mari zuzüglich Mark 0,30 Bestellgeld. Bcrlangrn Tic kostenlos Probenummern. Für Bereine billiger. Für Bereine billiger. Anerkannt vorzüal., wirkungsvolles Insertivnsorgan. Inserate in dcc„Euenbahn'achichule" haben den größten Erfolg: die Leserschaft setzt stch nachweisbar aus den Eisenbahndehörden, sowie ca. 20 00» Hörern der Elsendabniachschulen zulammen. An über KX) Schulen im ganzen Neiche verbreitet.— Man verlange Offerte. Verlag A. Weseniann, Berlin SW.."lÄVo"' Tel Kurfürst 4015. Postsch Berlin3S475. Telegr.Diweamso das MllMMttei für Ulllder Auszug aus Crocus und I Myrrha rn. Zuckerart. ver- 1 ;ärt— Flasche Mk. 5.—.| Ueberau erhältlich] Fabriklag.: H. Lehmann 1 Bla W 5, WQrzburrerSt 17 1 U Verkäufe Stannenereegeub! Kre fiichse 85, Rotfüchse 75' an. Alaskafllchse, stobelfüchs« sowie alle anderen Pelzarten. Pelzmäntel, alle« zu bedeutend herabgesetzten, spottbilligen Sommerpreisen. Keine Lomdardwarenl Leihbou«! Warschauerstraße 7. 172K- Druck. Rohre, ge» .rauchte, neue, spottbl"" Schroeder, Hochstraße 33. Abelstnerpuwpen, :tp«n, Sauger. Sumpen. " Chaiselsngn« 100,—, Ehaise» longuedeck« 75,— Metallbetten 160,—, Kinderdrahtbett. Meicke, Auguststr. 82». Quer- gebäud«.__ laZK Umbaulosa, B25 bi« 1825,—, Ehaiselongues 200 di« 575,—, Auflagematratzen, Patent- Matratzen 110,—. Walter, Stargarderstraß« achtzehn. umemrnm Fahrradanlanf, straße 19._ Linien» 140»» Spiralbahrer, den kauft Morgenstern. tenberg, Wei>..... Holzfchrau. stern, Lich- «Istraße 18. Verschiedenes Vertrauensvolle Auskunft Arzt zur Stelle. Hebamme Opitz Reue Königstt. 87 tÄermrderplatz). ULK