Nr. 271. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreiche Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 20. November 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt hein boykottirtes Bier! Attentat auf das allgemeine Wahlrecht. Paris, 16. November. 1894. " Das allgemeine Wahlrecht, das die Legitimisten in Frankreich nach der Revolution von 1830 zuerst forderten, beginnt jetzt den Kapitalisten aller politischen Parteien furchtbar zu werden. Die Agentur Havas" berichtet uns, daß Eure monarchistische Regierung in Deutschland mit dem Gedanken umgeht, es auf ein unschädliches Maß zu beschränken; die Bourgeois unserer dritten Republik machen den Versuch, es zu verstümmeln. Mitglied des Generalraths der Rhonemündungen das Mißfallen der Regierung erregt hatte. Das Ministerium fürchtete von der Kammer getadelt zu werden, deshalb hatte es lange Erklärungen vorbereitet, um sein Verfahren zu entschuldigen; doch wie groß war das Erstaunen der Minister: sowohl die Rechte als auch die Linke klatschte ihnen Beifall. halb ihres geschäftlichen Wirkungskreises absolut frei seien und das Recht hätten, die politische Freiheit ihrer Angestellten zu unterdrücken. Alle anderen Eisenbahngesellschaften haben seitdem das Beispiel der Orleansgesellschaft befolgt. Nach den Eisenbahngesellschaften tamen die Bergwerksgesellschaften, die alle Arbeiter fortjagen, welche so kühn sind, sich zu Gemeinderäthen wählen zu lassen. Wie man Deputirte, die nicht zu den Bedienten gehören, gaben dem sich erinnern wird, hatte der berühmte Streif von Carmaux Ministerium ihre Billigung; und ein Radikaler, der Handels- den Zweck, die Bergwerksgesellschaft zur Wieder minister gewesen ist, HerrTerrier, erklärte: ,, Die Funktionen eines anftellung Calvignac's zu veranlassen, den sie fortGewählten und eines besoldeten Staatsbeamten seien nicht gejagt hatte, weil er zum Maire gewählt worden war. verträglich." Mitglieder der Rechten und der äußersten Die Kapitalisten möchten allen in Lohn und Sold Stehenden, Linken bestiegen die Rednerbühne, um denselben Grundsatz d. h. allen, die ein„ Salaire" in Gestalt von Lohn oder Bu allen Zeiten hat man sich diesseits der Vogesen des zu vertreten. Statt das Ministerium zu tadeln, nahm die einer Besoldung erhalten, die Annahme und Ausübung jedes allgemeinen Wahlrechts zu Protesten gegen die herrschende Kammer einen Beschluß an, welcher dem Ministerium auf- Wahlamts verbieten, und auf diese Weise ein beschränktes Regierung bedient: unter Napoleon III. wählte man re- giebt, ein Gesetz über die Häufung der Wahlfunktionen und Wahlrecht errichten, das in ihre Hände allein die öffentpublikanische Abgeordnete, um die kaiserliche Regierung zu der Funktionen besoldeter Staatsbeamten einzubringen. lichen Gewalten legen würde. Man sieht, wie genau die ärgern, und heute wählt man Sozialisten, um das Die kapitalistischen Abgeordneten verlangen, daß die anarchistischen Augriffe auf das allgemeine StimmMinisterium zu ohrfeigen. Die Wahl Lafargue's drei oder vierhunderttausend Staatsbeamten außer recht den geheimen und inbrünstigsten Wünschen der in Lille 1891 begann diese neue Reihe von Abgeordneten, halb des allgemeinen Stimmrechts gestellt werden Kapitalisten entsprechen. die fortgesetzt wurde durch die Wahl von Thiery- Caze in dem sollen. Das Gesetz wird schwer zu redigiren sein, und Tarn- Departement, von Carnaud in Marseille, und die sich es wird sich mancherlei ereignen, ehe es bewilligt ist fortsetzen wird durch die Wahl von Gérault- Richard in zumal unter einem Ministerium, dessen Chef, Herr Dupuy, Paris, der soeben zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt Zur Diskussion Gallus, felber Profeffor war, als er zum Deputirten gewählt wurde, über den Frankfurter Parteitag. wurde, weil er von Cafimir Perier und dessen habgierigen ähnlich wie viele andere Mitglieder der Kammer, des Ahnen unehrerbietig gedacht und gesprochen hatte. Die Senats und anderer Wahlkörper. Es wäre etwas zu stark, Regierung weiß, was ihrer wartet; sie braucht nur einen wenn dieses Ministerium und die Kammer erklären wollten, Sozialisten anzurühren, um sofort die Wähler auf denselben daß alle Lehrer der Universität und alle Mitglieder der aufmerksam zu machen, die ihn schleunigst in das Palais Akademien, gleich den wegen ehrloser Verbrechen Bestraften, Bourbon senden, neben die Minister, die ihn ins Gefängniß ihrer politischen Rechte zu berauben sind. haben schicken wollen. Diese Art des allgemeinen Stimmrechts, die Irrthümer der jederzeitigen Minister wieder gut zu machen, wird den herrschenden Klaffen lästig. Die Fränkische Tagespost", das Organ des Genossen Grillenberger, enthält die folgenden Ausführungen zur Rede Bebel's: gehalten, wobei ihm wieder einmal der Gaul durchgegangen" In einer Berliner Parteiversammlung hat Bebel eine Rede ist, wie ihm dies öfters passirt, wenn etwas nicht nach seinem Aber alles ist möglich. Die Majorität hat mit ihrer Tages- Kopfe geht. Bebel hat auf dem Frankfurter Parteitag infolge ordnung den glühenden Wunsch offenbart, ein Attentat auf das feines Gigensinns, wenn auch nur indirekt, eine unzweifelhafte allgemeine Stimmrecht zu begehen, das ihre Klassenherrschaft be- Niederlage erlitten, wobei ihm allerdings der ganze Parteidroht. Vor etwa zehn Jahren erließ die Gesellschaft der Orleans- vorstand Gesellschaft geleistet hat. Sich darüber zu ärgern, ist Aber das allgemeine Stimmrecht hat noch andere Un- Eisenbahn in ihren Bureaus einen Utas, der allen ihren sein gutes Recht; nicht sein Recht ist aber, sich über Parteiannehmlichkeiten. Jüngst nahm sich der Generalrath des Beamten, die Gemeinde- und Stadträthe waren oder irgend es in jener Versammlung thatsächlich gethan. In erster Linie beschlüsse hinwegzusetzen und dieselben herunterzureißen, irie er Departements der Rhonemündungen, der ein Wahltörper ein anderes Wahlamt hatten, anbefahl, die betreffenden richtet sich sein 3orn ja gegen die Abstimmung in der sogenannten ist, heraus, das Ministerium zu tadeln, weil es das Ver- Aemter niederzulegen, oder auf ihre Anstellung durch die bayerischen Angelegenheit". Er ist aber nicht damit zufrieden, dem brechergesez gegen die Anarchisten beantragt und von der Eisenbahn- Gesellschaft zu verzichten. Die Sache machte diesbezüglichen Beschluß des Parteitages in der für die bayerischen Bedienten- Majorität hatte annehmen lassen: drei Angehörige damals großes Aufsehen; sie kam im Parlament zur Sprache Parteigenossen, die er kurzweg" Spießbürger" nennt, denkbar verdieses Generalraths waren Regierungsbeamte, einer ein Richter und Clemenceau fragte die Regierung, ob sie einer privaten legendsten Weise zu opponiren, sondern er spricht von einer Pound zwei: Professoren an der Universität. Der Minister, Handelsgesellschaft erlauben könne, die Befehle des allgemeinen litit der Verwässerung und des Opportunismus, welche durch die voller Wuth, daß seine eigenen Beamten ihn kritisirten, ließ Wahlrechts zu verletzen, indem sie Angestellte, die von ihren füddeutsche( also nicht blos bayerische) Strömung" in die Partei fie abſegen. Mitbürgern zu einem Amte gewählt sind, zwinge, dieses getragen werde. Ueber diese Redensart etwas anderes ist es Die Angelegenheit dieser Beamten wurde gestern von Amt niederzulegen. Man antwortete ihm, die Freiheit den berufensten Brinzipienwächter, wobei es ihm allerdings regen wir uns nicht auf. Bebel hält sich einmal für dem Sozialisten Carnaud vor die Kammer gebracht, der des Handels und der Industrie erheische, daß manchmal passirt, daß er seine eigenen, mitunter sehr rasch gleichfalls ein abgesetzter Lehrer ist, abgesetzt, weil er als jeder Arbeitgeber und jede Handelsgesellschaft inner- wechselnden, einer oft geradezu verblüffenden Mauferung" unterFeuilleton. Im Exil. 8 Habe ich Ihnen weh gethan, sagte René, der, wie von einem plöglichen Stoß emporgeſchnellt war. O nein! antwortete fie, und erröthete noch mehr, während René fühlte, daß er, von ihrer Verwirrung ange: steckt, auch roth wurde. nicht Hierauf folgte eine dringende Einladung, irgend ein Kapitel der heiligen Schrift nachzulesen. Als er an einem Stift für junge Mädchen vorüberging, war er überrascht, von einem Chor heller Stimmen die Marseillaise singen zu hören. Lebhaft interessirt war er näher getreten, so daß er auch die Worte verstehen konnte: Es ist ein schönes Land, Darin der Kampflärm schweigt; Es ist das süße Kanaan, Das uns die Liebe zeigt. " ev etwas zu erhöhen; eine ganz neue Arbeit für ihn, die er immer gewissenhaft erledigen wollte; die unaufhörliche Anstrengung, die es ihn kostete, seinen Geist von den wissen[ Nachdruck verboten.] schaftlichen Studien, an die er bisher gewöhnt war, auf das Begriffsvermögen seiner Schulkinder herabzuschrauben das alles war gerade genug, das war beinahe zuviel, Roman von Georges Renard. Autorisirte Ueberseßung jedenfalls zuviel, als daß ihm noch Muße zum Nachdenken von Marie Kunert. oder gar zu Langeweile geblieben wäre. Er lebte in einem wahren Wirbel voil Arbeiten, die seine Kräfte, seine Gedanken ganz und gar in Anspruch Als er eines Tages in einem Band Daudet blätterte, nahmen. Alles, was er außerdem thun konnte, war, den er sich aus einer Bibliothek geholt hatte, fand er, daß das Terrain zu rekognosziren, auf dem er fortan wandeln den er sich aus einer Bibliothek geholt hatte, fand er, daß sollte. Er versuchte, sich mit dem waadtländischen Leben, alle Worte wie" Teufel!" meiner Tren!" ich schwöre.... Er war ärgerlich auf sich selbst wegen dieser Ver- in das er so plöglich hinein geschleudert worden war, ver- mit Bleistift durchstrichen waren, und auf dem Titelblatte Romans von Oftave Feuillet entdeckte wirrung, die ihm lächerlich erschien. Glücklicherweise hatte traut zu machen. Er war in diesem Lande ein Fremder in eines Niemand Zeit, sich darum zu bekümmern. Alle riefen aber des Wortes vollster Bedeutung und bemühte sich nun, das folgende anonyme Kritik irgend eines Lesers:„ Da, 100 der Geist Gottes fehlt, ist alles 1111= Fräulein Rosa Kranz zu: Aufgepaßt! Chaos der ersten verwirrenden Eindrücke zu lichten. Ein Winzer that so, als Als ein echtes Kind der gottlosesten Stadt der Welt vollkommen und verkehrt!" Auf dem Bahnhofe stießen wollte er er sie ver folgen. In dem Augenblick, wo sie sich, ohne großen hatte er schon seit langem den letzten Rest seines katholischen seine Blicke neben den herkömmlichen Plakat mit der dreiWiderstand zu leisten, fangen ließ, schob man ihr den Glaubens verloren. Nun war er überrascht, als er ent- sprachigen Inschrift vor Taschendieben wird gewarnt!" tleinen Henri in die Arme. Sie erschrat darüber so deckte, welchen riesigen Platz die Religion in diesem pro- auf einen großen Anschlagzettel, auf dem geschrieben stand: Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einsehr, daß sie ihn mit einer unwiderstehlichen Bewegung testantischen Lande einnahm. des Mergers zurückstieß, über die sogar Jules de Marnand Am Sonntag war er zur Zeit des Gottesdienstes geborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, lachen mußte. melancholisch in den schweigenden, einsamen, fast todten nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Er war schließlich neugierig, wo diese Leidenschaft, für Das ist mir gleich, dachte sie, aber dieser Herr Messant Straßen der Stadt umhergeirrt, in der die feſtgeschlossenen die Erbauung von Leuten seines Schlages zu sorgen, wohl 1st für einen Franzosen gerade nicht sehr galaut. Wie Häuser aussahen, als nähmen sie Anstoß an seinem plantann er sich mit einem solchen Rinde abgeben! losen Umherstreifen und dem klang seiner Schritte. Auf aufhören werde. Auf einem Kissen in seinem Zimmer entIn diesem Augenblick war sie nahe daran, den Worten den Geländer des Quais hatte er einen kleinen, gelben deckte er die Worte: Traue auf den Herrn. Seine Hilfe wird Dir niemals an glauben, die sie wenige Tage zuvor von einem Deutschen Bettel entdeckt, der von vier großen Steinen beschwert, da gehört hatte, der behauptete, daß Frankreich entschieden nicht lag. Er las: Ein Knallbonbon, den er am Ende eines Soupers mehr auf der Höhe der Kultur und Zivilisation stehe. Habt Acht! Jrret Euch nicht: Gott läßt seiner nicht spotten. Mas öffnete, überraschte ihn mit den: Spruche: der Mensch sät, das wird er ernten. IV. René hatte sich in seiner neuen Existenz bereits zurecht gefunden. Sechs bis sieben Unterrichtsstunden täglich mit den Privatstunden, die er gab, um sein färgliches Gehalt Und dies wird mangeln." Gott selbst hat es uns ins Herz geschrieben, daß wir bald geschehen, wenn der Herr vom Himmel herabkommt, ihn lieben und anbeten sollen." mit den Engeln seiner Macht und inmitten von Feuerflammen!... Bei einer Abendgesellschaft, die an einem Sonnabend stattfand, ließ der Herr des Hauses, nachdem es Mitternacht liegenden, Ansichten mit dem Parteiprogramm verwechselt. Wir Majorität des Parteilages, ebenso auch, wie in der Versammlung| fostspielige Agitation selbst; für die Landtags Wahlen habe man find uns bewußt, seit mehr als zwei Jahrzehnten immer die von seiten Ledebour's hervorgehoben wurde, gegen Kautsky, ihnen feinen Pfennig gezahlt, während die Sachsen zu diesem Politik vertreten zu haben, die wir auch heute verfolgen wir welcher in seinem Leitfaden zum Erfurter Programm in bezug Behufe stets unterstüßt wurden, es habe auch noch feine einzige haben, immer das erhabene Ziel der Sozialdemokratie vor anf den fleinbäuerlichen Besitz einen Standpunkt vertritt, der Agitationstour durch das zurückgebliebene" Bayern auf Augen, nie zu den Himmelstürmern" gehört, die mit dem Kopf hundert Meilen weiter rechts steht, als die Frankfurter Agrar- Kosten der Parteitasse stattgefunden. Man hätte es sich durch die Wand wollen und durch fanatische Prinzipien- Resolution. Alles in allem fönnen wir indeß sagen, daher wahrhaftig ersparen können, mit den paar Tausend Mart, reiterei der Partei mehr schaden, als sie ihr auf andere Weise daß Denn uns auch das Auftreten Bebel's in Berlin, die für Preßzwecke nach einigen bayerischen Städten gekommen nützen; wir müßten es aber auch als eine Verdächtigung zurück- welches ganz und gar den Traditionen unserer Partei seien, wiederholt dick zu thun 2c." " " * In Antwort auf vorstehende Erklärung der Fränt. Tages post" schreibt uns Genosse Bebel: " 1 " M " laristischer Tendenz gewefanost", welcher angeblich partitu: Blattes die Grillenberger'schen Entstellungen als den Thatsachen Erfurter Programm" einen Standpunkt, der 100 Meilen weiter " Wie weit meine Sehnsucht nach autokratischem Regiment" geht, beweist meine Aeußerung, daß ich in Frankfurt zwei Tage entschlossen gewesen bin, fein Mandat für die Parteileitung mehr anzunehmen und wenn ich dies schließlich dennoch auf Zuspruch mehrerer Freunde gethan, ich doch unsicher sei, ob ich es auf die Dauer behielte. weisen, wenn uns jemand des Opportunismus oder der Ver- widerspricht, nicht anmuthet, wir dasselbe troß alledem zunächst Als ich das las, faßte ich mich an den Kopf und frug mich, wässerungspolitit" beschuldigen würde. Wir kennen weder eine nicht allzu tragisch nehmen. Wer das Temperament Bebel's ob der Schreiber jener Zeilen bei Troste sei. Weder Auer noch Partei Bebel", noch eine Partei Vollmar", sondern einfach kennt, weiß, daß er, wenn seine Aufregung vorbei, fein Aerger ich haben mit jener Bemerkung über die den bayerischen Genossen eine sozialdemokratische Partei. Dabei haben wir uns stets auf verraucht ist, sich selbst Vorwürfe darüber macht, daß er Dinge gewährten Hilfsleistungen der Gesammtpartei dick thun" wollen. den Standpunkt gestellt, daß in bezug auf die Taktik den Partei- geredet hat, die er bei anderen Parteigenossen als Dumm- Es handelte sich für uns nur darum, dem jetzt so energisch vergenoffen der einzelnen Landschaften ein möglichst weiter Spiel- beiten" bezeichnen würde. Freilich ist es nicht Jedermanns Sache, tretenen Partitularismus gegenüber, der sich jede raum gelassen werden muß, da von einer Zentralstelle aus, sich Derartiges auf die Dauer gefallen zu lassen. Ob es die Partei Einmischung in Landes Angelegenheiten verbittet, daran und stünde an der Spize derselben auch ein prophetisches dauernd ruhig ertragen wird, ist eine Frage, die wir, weil wir zu erinnern, daß man diese Haltung verleugne, wenn Universalgenie, die örtlichen und sonstigen Verhältnisse bei den Bebel'schen Angriffen als interessirt gelten, nicht selbst man die Hilfe der Gesammt Partei brauche. Um niemals so überschaut und beurtheilt werden können, wie von beantworten wollen. Niemand in der Partei denkt an eine nichts weiter. Was Bayern von der Gesammtpartei erhalten den betreffenden Parteigenossen selost. Wenn wir also Spaltung, nur Bebel malt fortgesetzt zum Gaudium unferer hat, weiß Grillenberger so gut wie ich, daher ist seine wegauf die von Bebel gebrauchten Redewendungen, die jeglichen Gegner dieses Gespenst an die Wand. Daß selbst Auer und werfende Kritik einfach unbegreiflich. Da er sie aber übte, so sei berechtigten Grundes entbehren, absolut nichts geben, so erlauben Fischer in der Berliner Versammlung seinen maßlosen Ueber doch daran erinnert, daß die Münchener Post", die vor dem wir uns aber doch zu bemerken, daß es eine direkte Verkennung treibungen entgegentreten mußten, tönnte ihm ein Fingerzeig Untergang stand, vor etwa 2 Jahren allein 12 000. erhielt und der Aufgaben des Parteivorstandes ist, wenn Bebel sagt:„ Wenn sein, daß alles endlich einmal eine Grenze haben muß. einer ihrer Redakteure über Jahr und Tag einen Zuschuß pro die Dinge so weiter gehen, ist es das Gerathenste, Vollmar Monat von 120 M. als Agitationsbeitrag" bekam; Breß- Unterzum Leiter und Chef der Partei zu machen, dann wird man stützungen im Betrage von zufammen mehreren Taufenden gingen sehen, wohin wir steuern." Damit spricht Bebel unumwunden ferner an mehrere andere bayrische Orte, über 10 000. wurden aus, nicht der Parteitag, sondern der Parteivorstand, eventuell Die vorstehenden Auslassungen der Fränk. Tagespost", die für die Reichstags- Wahlagitation nach Bayern gezahlt; für andere er( Bebel) habe die Direktiven, die Richtschnur für die Partei von Grillenberger herrühren dafür spricht ihr Ton- zeichnen Agitationszwecke wurden mehrere Male mehrere hundert Mart zu geben. Wir verwahren uns auf das Allerentschiedenste gegen fich, wie man das bei ihm gewohnt ist, weit mehr durch ur bewilligt; erhebliche Beträge wurden an Unterstüßungen eine derartige Auffassung und geben dem Genoffen Bebel zu banerische Grobheit und fühne Unterstellungen, als durch Logit für gemaßregelte Genossen nach Bayern gefandt, desgleichen bedenken, daß die sozialdemokratische Partei nicht das russische und fachgemäße Widerlegung aus. wurden viele tausend Broschüren auf Kosten der GesammtReich ist und daß die Genossen ein autokratisches Regiment Grillenberger wirst mir„ Eigensinn"," Geschmacklosigkeit" partei in Bayern vertheilt. Endlich zahlt auch die Diäten der einfach nicht dulden werden. Wozu noch Parteitage, wenn und Ueberhebung ohne Gleichen" vor, ich erstrebte ein auto- bayrischen Reichstags- Abgeordneten die Gesammtpartei. Allen der Vorstand oder ein Einzelner, dem zufällig nicht paſſen, fine eſſe derselben kratisches Regiment" und" setzte mich über die Parteitagsbeschlüsse diesen Ausgaben steht eine kaum nennenswerthe Einnahme aus tiefste Erbitterung in hinweg". Der Parteiversammlung des 2. Berliner Wahlkreises, die, Bayern gegenüber. den Kreisen der betheiligten Genossen hervorrufenden Weise an wie ich, von dem Recht der Kritik und der Meinungsäußerung über Daß die Partei feinerzeit auch für das Nürnberger Geschäft greifen, ja mißachten oder gar ungerügt über den Haufen die Zustände in der Partei und die Haltung des Parteitages mit ganzer Kraft eintrat, als dasselbe schwere Beiten zu überwerfen darf?! Der Parteitag soll die Instanz sein, welche Gebrauch gemacht hat, ein Recht, daß niemand weniger fich winden hatte, weiß Grillenberger ganz genau. Seine Auslassungen alle Streitigkeiten schlichtet, Bebel aber nimmt für sich das Recht nehmen läßt als Grillenberger, wirft er grobe Anmaßung" vor. entsprechen also nicht der Wahrheit und den Thatsachen. Auf in Anspruch, den Parteitag selbst zum Bankapfel innerhalb der Gine Fülle von Liebenswürdigkeiten, wie sie Grillenberger stets, welcher Seite hiernach die Geschmacklosigkeit" ist, die GrillenPartei zu machen. Bebel hat eine, von der Berliner Verfammi wenn er in seiner Berferterstimmung ist, sich zu schulden kommen läßt. berger Auer und mir vorwirft, überlasse ich der Beurtheilung der lung dann auch afzeptirte, Resolution vorgeschlagen, in welcher Dabei ist sehr lehrreich für diese Kampfesweise, daß die Lefer. die Beschlüsse des Parteitages in der bayerischen Angelegenheit Fränkische Tagespost" es bisher verschmähte, ihren Lesern einen Die Art, wie Grillenberger polemisirt, bezeugt auch der Satz, bedauert"( d. h. in diesem Falle getadelt) werden und gegen Bericht jener Verhandlungen mitzutheilen, so daß die Leser des in dem er behauptet, Kautsky vertrete in seinem„ Leitfaden zum laristischer Tendenz gewesen sei, protestirt" wird. Zur Be- entsprechend ansehen müssen. Aber das ist keine Bevormundung, rechts stehe als die Frankfurter Agrarresolution. Ueber die gründung diefer Resolution sagte Bebel: er habe das Gefühl, fein Streben nach autokratischem Regiment," bewahre. Agrarresolution wurde aber, wie die Berichte zeigen, hier nur daß eine Warnung ertheilt werden müsse und deshalb bitte er, Es macht auf mich einen erheiternden Eindruck, daß nebensächlich gesprochen. daß nebensächlich gesprochen. Ledebour bezog sich auf die AusZebebbie Bezichtigen die Ausdie Resolution anzunehmen. Wir erklären es für eine Ueber der Mann mir Hinwegsehung über die Beschlüsse des Partei- führungen der Referenten und behauptete, daß auch Kautsky hebung ohne Gleichen, wenn ein einzelner Genoffe, und heiße er tags vorwirft, der in Frankfurt wiederholt in seiner Rede einen falschen Standpunkt in der angezogenen Schrift ein auch August Bebel, in solchem Tone sich äußert, und wir erklären und durch Zwischenrufe aufs nachdrücklichste erklärte, einem nehme. Wie ich mich nun nachträglich überzeugt habe, es weiter für eine grobe Anmaßung, die in der ganzen Partei Beschlusse, wenn derselbe im Sinne des von einer Anzahl Genossen hat Kautsky in seiner Schrift dem Prinzip durchaus den entschiedensten Widerspruch hervorrufen muß, daß eine und mir gestellten Antrags ausfalle, sich nicht fügen zu nichts vergeben, wie der Abschnitt Die Konfistation Parteiverfammlung in einem beliebigen Berliner Wahlkreise wollen. Ich habe mit feiner Silbe erklärt, die Beschlüsse des des Eigenthums" auf Seite 147--153 und im Abschnitt„ Die Warnungen" an die Gesammtpartei erlassen zu müssen glaubt. Parteitags für nicht bindend anzusehen, ich habe vielmehr das Sozialdemokratie und das Volk" die Seiten 254-259 beweisen. Dazu hat einzig und allein der Parteitag das Recht, der von Gegentheil ausgesprochen, aber ich habe mir das Recht Das hält aber Grillenberger nicht ab, tühn zu behaupten, denselben Leuten bei jeder Gelegenheit angerufen und mit Au- genommen, was jeder von uns hat, die Beschlüsse und Kautsky stehe 100 Meilen rechts von der Frankfurter Resolution. trägen überschwemmt wird, dessen Entscheidungen sie aber miß- die Haltung des Parteitags 3 bet tiltalte( Siehe Stautsky's Brief weiter unten te achten, wenn sie nicht in ihren Kram passen. Bebel spielte, um ich werde ron diesem Rechte der Kritik rückhalt- Am Schlusse seines Artikels fagt Grillenberger:„ Ich malte die internationale Gesinnung der bayerischen Genossen lächerlich haltlos Gebrauch machen, so oft ich das für nothwendig halte. das Gespenst der Spaltung an die Wand." Auch das ist eine machen, einen gegen dieselben gerichteten Schandartikel des Ber Geschah diesmal meine Kritik in einer Weise, die Grillenberger jener Uebertreibungen, die nun einmal bei ihm unvermeidlich liner Anarchistenblattes als richtig(!) aus und abmte ferner die und Genossen nicht gefiel, so will ich bekennen, daß dies auch sind. Nicht ein Wort steht in meiner Rede, das so ausgelegt Geschmacklosigkeit nach, welche Auer in Frankfurt begangen, nicht der Zweck derselben war. Was ich gethan habe, habe ich werden kann. Was die Gegner aus meinem Auftreten schließen, nämlich zu sagen:„ die bayerischen Genossen erinnerten sich nur mit Vorbedacht gethan, muß aber sehr bitten, mir nicht ist deren Sache. dann der Gesammipartei, wenn sie Geld brauchten!" Die Ausdrücke und Anschuldigungen in den Mund zu legen, die ich Daß die Gegner ſeit Jahren diesen bayerischen Genossen tragen durch ihr Abonnement relativ nicht ausgesprochen habe. So läßt z. B. der Artikel Grillenberger's hegen und pflegen, ist nicht meine Schuld, sondern ist diesen Gedanken Bund ebenso viel zu den Vorwärts"-Ueberschüssen bei, aus denen die mich sagen, daß ich die bayerischen Parteigenossen kurz Spieß die Schuld jener Seite, die seit Jahren der Partei eine Parteitasse hauptsächlich doiirt wird, wie die Genossen bürger genannt hätte, was eine grobe Fälschung meiner neue Taktik empfiehlt und die Verwäfferungspolitik betreibt und anderer Landestheile. Und wenn sie weniger an direkten Worte ist. Grillenberger weit näher steht als mir. Zur Warnung vor einem Beiträgen leisten, so liegt dies eben wesentlich an dem Wege, den ich für falsch und verhängnißvoll halte, habe ich genau überwiegend landwirthschaftlichen Charakter des Landes, der es fo das Recht wie jente, die den in meinen Augen falschen Weg mit sich bringt, daß wir weniger organisirte Genossen" haben, gehen und empfehlen. 0 ou 35 17901 als solche Gegenden, in denen die rein industrielle Bevölkerung Schließlich glaubt Grillenberger einen Gegensatz zwischen nicht so dünn gesät ist, wie im größten Theile Bayerns. Außer den Ausführungen Auer's und Fischer's und den meinen fondem aber zahlen wir Jahr aus Jahr ein die Kosten für die instruiren zu fönnen. Er dürfte mit dieser Auffassung bei jenen folge der weitverzweigten Touren ziemlich fostspielige Agitation Wer so spricht, dem kann man alles andere als, autokratische schwerlich Gegenliebe finden, wenn aber dieser schwache Trost selbst, haben auch zu unseren Landtags- Wahlen keinen Pfennig Gelüfte" vorwerfen, ich bleibe was ich bin, auch wenn ich eines ihm, dem Trostbedürftigen genügt, so will ich ihm diesen Trost von Berlin erhalten, während die Eachsen zu diesem Behuse Tages die Bürde dieses Amtes abschüttele, und sie einem anderen nicht nehmen. Ich ersuche ihn aber, fünftig, wenn er mich stets unterstützt wurden, und es hat noch keine einzige Agitations- übertragen wird. Zum Lachen reizt es aber, wenn Grillenberger wieder angreifen oder widerlegen will, sich erst anzusehen, tour durch das zurückgebliebene" Bayern auf Kosten der Partei in den Worten: Wenn die Dinge so weiter gehen, ist was ich gesagt oder geschrieben habe. Das tann ich von jedem taffe stattgefunden. Man hätte es sich daher wahrhaftig er es das Gerathenste, Vollmar zum Leiter der Partei zu anständigen Menschen, geschweige von einem Parteigenossen versparen tönnen, mit den paar Tausend Mart, die für Preßzwecke machen, dann wird man sehen, wohin wir steuern", langen. nach einigen bayerischen Städten gekommen sind, wiederholt dick die Ansicht von mir erblickt, nicht der Parteitag, sondern zu thun, während in geradezu verschwenderischer Fülle seit der Parteivorstand, eventuell er( Bebel) habe die Direktiven, die Jahren norddeutsche Lokalblätter subventionirt werden. Und Richtschuur für die Partei zu geben." Daß Grillenberger solche bei einem solchen exklusiven Standpunkt glaubt man ein Säge niederschreiben konnte, zeigt mir, daß er troß seiner langen Vom Genossen Kautsky geht uns nachstehendes Schreiben zu: Recht zu haben, über Partikularismus" im Süden zu raison- Thätigkeit im öffentlichen Leben noch nicht weiß, daß es eine niren?!! Auch die Frankfurter Beschlüsse, die Agrarkommission ganz selbstverständliche Forderung ist, die Leitung der Geschäfte betreffend, gefallen Bebel nicht, obwohl er ihnen selbst zugestimmt eventuell jenen zu übertragen, die in ihren Anschauungen den hat und er zieht in denkbar schärfster, fast gehässiger Weise Intentionen der Mehrheit entsprechen. Darüber her. Sehr erklärlich, hat doch Vollmar dabei einen Er- Man mag dem Parteivorstand alles mögliche nachsagen, des folg gehabt! Bei dieser Stellungnahme Bebel's aber handelt es Versuchs, in Dinge sich zu mischen, die ihn nichts angehen, oder sich nicht um ein Frontmachen allein gegen Vollmar, sondern des Verfuchs, ein autokratisches Regiment" einzuführen, tann ihn auch gegen den anderen Referenten und gegen die erdrückende niemand in der Partei überführen, auch mich nicht. Wohl aber ließen sich Beweise dafür beibringen, daß die Parteileitung von BeGegen diese Konstatirung" muß ich auf das Entschiedenste geschlagen hatte, alle Spiele und Tänze aufhören, nahm fugnissen, die sie unbestritten hat, teinen Gebrauch machte. Das Schreien über unberechtigte Einmischung in bayerische protestiren; sie ist, wenn wirklich in dieser Form vorgebracht, inmitten der Gäste Plat, schlug die Bibel auf und las und Eigenthümlichkeiten" wird erst erhoben, seitdem aus der Mitte eine grobe Uurichtigteit. erklärte ein Kapitel daraus. So schloß das Tanzvergnügen der Partei, nicht aus der Mitte der Parteileitung, die Anregung Ich sage in meiner Schrift über das Erfurter Programm", mit Gebet und Gesang ab. René legte sich schließlich gegeben wurde, eine gemeinsame Nichtschnur für das Handeln der S. 152: Der Kleinbetrieb ist dem Untergang die Frage vor, ob dieses Land nur von Heiligen be- Genoffen in den Parlamenten für einen gewissen Fall aufzustellen. unrettbar verfallen." Aber, füge ich hinzu, der völfert sei. Daß die Partei das Recht hat, ihre Taktik für alle ihre Sozialismus hat schmerzlosere Mittel, den Sieg des GroßAllein sehr bald bemerkte er, daß neben dieser innigen Glieder zu bestimmen, ist seit dem Bestehen der Partei niemals betriebs durchzuführen, als die kapitalistische Gesellschaft.„ Nur Vereinigung des religiösen Lebens mit dem alltäglichen in der bestritten worden, das wurde stets als selbstverständlich in einer sozialistischen Gesellschaft bedeutet die unvermeidangesehen und ist auch zuletzt auf dem Erfurter Parteitag lich Gesellschaft, die ihn umgab, sich hiervon abweichende, ja ganz einstimmig, also mit Einschluß der bayerischen Landwirthschaft und des Handwerts eine Hebung der gewordene Auflösung der bäuerlichen entgegengesetzte Züge, die er mit jenen anderen nicht zu Delegirten, die dort anwesend waren, anerkannt worden. Lage der Bauern und Handwerker." ou vereinen wußte, vorfanden. Er bemerkte in ein und der= Daß dagegen die Partei kein Recht habe, sich in die inneren Ledebour's Mißverständniß rührt wohl daher, daß ich erklärt jelben Familie, zuweilen sogar in ein und derselben Person Angelegenheiten der einzelnen Länder einzumischen, ist ein Stand- habe, wir bedürften nicht der Konfiskation des bäuerlichen jene lebendige, thatkräftige Frömmigkeit neben gutmüthiger punkt, der mit der bekannten Rücksichtslosigkeit dieses Jahr Eigenthums, wir könnten das Privateigenthum der Bauern ruhig Scherzlaune, sorglosem Sichgehenlassen, liebenswürdiger zum ersten Male vertreten wurde, und der Partei- anerkennen, die Vortheile des sozialistischen Großbetriebs wären Milde des Urtheils ja jogar neben einer mehr tag war schwach genug, vor einer klaren Entscheidung zurück so groß, daß die Bauern freiwillig zu dessen Gunſten ihr epituräischen als puritanischen Lebenslust. Das erste zu schrecken. Dieser Schwachheit klage ich ihn immer Eigenthum aufgeben würden. Aber ich habe nie behauptet, daß und immer wieder an. Wenn jemals das principiis die bäuerliche Betriebsform eine Zukunft habe oder daß wir ihr Bankett, dem er beiwohnte, machte ihn in seinen bisherigen obsta( Hüte dich vor dem ersten Schritt) am Playe war, so unter die Arme zu greifen hätten. Ich sage ausdrücklich zum Ansichten völlig irre. Das Baukett wurde zur Feier des hier, und der Verlauf der Entwickelung wird zeigen, wohin dieses Schlusse des Erfurter Programm" S. 259:„ den Handwerkern St. Cäcilientages abgehalten und vereinigte alle Musik- Nachgeben an die rückständigsten partitularistischen und Bauern als Produzenten unter Beibehaltung freunde, kurz die Elite der Bourgeoisie der Stadt. Damen waren Gesichtspunkte und Vorurtheile führt. Die Aus- ihrer rückständigen Betriebsweisen zu helfen, nicht anwesend. Als René sich darüber wunderte, antwortete sprüche der Münchener Poft", die ich in der hiesigen Verfamm- widerspricht dem Gang der ökonomischen Ent. ihm einer der Gäste mit dem natürlichsten Tone von der lung anführte, find, neben anderen Symptomen, der Beweis, wickelung und ist undurchführbar." und früher Welt, daß es hier jo Gitte wäre, weil die Frauen geniert daß man auf die Bildung einer speziellen bayerisch sozialdemo- schon, S. 254:" Den Handwerkern und Bauern Maßregeln wären und genieren würden. Später begriff René erst das fratischen Partei hinſteuert, die mit der Gesammtpartei in mög in Aussicht stellen, durch welche ihre kleinlichst losem Verbande steht. Daß Grillenberger in ehr betriebe lebensfähig gemacht werden, heißt Warum. Es war acht Uhr Abends, als die Gäfte sich zur lichem Glauben dies bestreitet, glaube ich ihm. Aber er ge- teinesweg 3 ibre Interessen vertreten, es heißt Tafel setzten, um sich erst um vier Uhr früh wieder zu erhört zu den Leuten, die, troß ihrer Intelligens, oft über vielmehr Illusionen in ihnen wecken, die sich nie verwirklichen heben. des Nächstliegendste hinweggehen, es dann aber auch nicht sehen können und die sie vom rechten Wege zur Vertretung ihrer Inter Man hatte jehr gut gegessen und noch besser gewollen, selbst wenn man sie mit der Nase darauf stößt. Bei essen ablenken." trunken. Wasser allerdings nicht. Es war überhaupt keins Grillenberger geht manchmal der Bayer mit dem Sozialdemokrat Das ist wohl deutlich genug. auf den Tischen. Dafür aber welche Reihen von Flaschen! durch. Das erklärt vieles. Was für Sorten von Weißweinen! Welch ein Ansturm Den besonderen Unwillen Grillenberger's hat meine Beauf die besten Gewächse der Gegend! Der Wein hatte mertung hervorgerufen, daß bei der Kultivirung des rück. Politische Ueberlicht. schließlich die Zungen gelöst. Beim Champagner wurde ständigsten daß man sich der Gesammtpartei nur noch erinnere, ein" Tischmajor" ernannt, der offiziell die Aufgabe hatte, zum Trinken zu ermuntern. Als René fragte, wer der mit dieser fröhlichen Würde bekleidete Sterbliche sei, erfuhr er zu seinem Erstaunen, daß er Gerichtspräsident war. ( Fortsetzung folgt.) ständigsten Partikularismus es schließlich dahin tomme, wenn man Geld brauche. Berlin, den 19. November 1894. nd A. Bebel. Stuttgart, den 17. November 1894. Werther Genosse! Wie ich eben aus dem Bericht über die Versammlung im 2. Berliner Wahlkreis( Borwärts", 16. November) ersehe, hat Genosse Ledebour konstatirt, daß das, was Schoenfant und Vollmar in der Agrardebatte gesagt haben, auch Stautsty bereits in seinen Erklärungen zum Erfurter Programm ausgeführt habe, nämlich, daß in der sozialistischen Gesellschaft der kleinbäuerliche Bejit erhalten bleiben folle". " " R. Rautsky. Berlin, den 19. November. Zur Reichssteuerfrage wird nun vermuthet, daß Er antwortet: An den Ueberschüssen des Vorwärts", aus auch eine Biersteuer- Vorlage geplant sein soll. denen die Parteitaffe" hauptsächlich dotirt werde, zahlten sie in Dies würde recht eigenthümlich zu der Erklärung der ReBayern relativ ebenso viel, als die Genossen anderer Landes- gierungen stimmen, daß sie definitiv auf eine solche Stener theile(!! D. Verf.); ste zahlten ferner die in Bayern besonders verzichtet haben. " sid nadm Moloch hält Wort- bis auf weiteres. Er bringt möchten. Es wäre pedantisch doktrinärer Unsinn, die größte sucht: es sei wahr, daß ein in der Anstalt vorüber Teine neue Militärvorlage, aber nene Militärvorlag en. Nicht Arbeiterorganisation unseres Landes nur als eine akademische gehend beschäftigter junger Mensch Unanständigkeiten mit die Einzahl, sondern die Mehrzahl. Hier eine kleine" For Anstalt neben uns dulden zu wollen. Wollte man seine politische Schülerinnen verübt habe, und daß er deshalb entlassen, die derung und man weiß, was dem Moloch klein" ist Der Arbeiterbund das Gebilde mit rothem Kopf, weißem Ursache seiner Entlassung aber in dem Führungsattest nicht dort eine kleine" Forderung. Die Quantität muß die opportunistisch- wirthschaftlichem Rumpf und dem langen schwarzen erwähnt worden sei. Es sei dies in anbetracht der Jugend Qualität ersetzen. Wie lange sich Moloch diese Selbst Schwanz 1 Molochszwecken verwandt wird; so lange es einen Menschen le Bänkereien glücklich überwinden im Gedanken an unsere hohe Die Metzelei der Gefangenen in Guyana wird und das Arbeiterfekretariat haben sich so des jungen Menschen 16 Jahre nur mit Rücksicht beschränkung auferlegen wird? Man erzählt jezt, Caprivi, entwickelt, daß wir damit zufrieden sein können. Der Arbeiter auf die Familie und unter Zustimmung der addessen Rückgrat nicht miquelartig schmieg- und biegsam genug bund ist gewissermaßen das Mittelglied, das die sozialdemokratische ministrativen Vorgesetzten geschehen. Später war, sei deshalb gefallen, weil er das Versprechen, die letzte Partei mit weiten Wolkskreisen verbindet. Würde der Arbeiter sei der Betreffende allerdings wegen unsittlicher Handlungen Militärvorlage sei auch wirklich die letzte, ernst genommen bund antifozialdemokratische Politik treiben, würden wir ihn verurtheilt worden. Was Robin hier sagt, ist nicht habe. Gewiß ist: Moloch braucht wieder mehr, wie er fofort verlassen; er wird entweder sozialdemokratische Sozial- widerlegt worden. Mag sein, daß er leichtsinnig gehandelt, immer mehr braucht, der Nimmersatt. Ihn dauernd reform treiben oder von der Bildfläche verschwinden. So werden jedenfalls aber hatten die Behörden, die sein Handeln gezufrieden zu stellen, ist einfach unmöglich. Wer uns Arbeiterbund und Arbeitersekretariat, wenn sie wie bisher tann einen heißhungrigen Wolf zufriedenstellen? So lange liegt, nicht schaden, vielmehr soll es uns im Gegensatz zu Herrn von deshalb abzusetzen und zu brandmarken. Das Verfahren politisch thätig sind und deren Leitung in sozialdemokratischen Händen billigt, nicht das Recht, ihn 11 Jahre nachher der Magen voll, liegt er still da, um zu verdauen; und Steiger und Genossen recht freuen, wenn sie politisches Leben zeigen. der Regierung, das die Kammer gelegentlich noch einmal hat er verdaut, so schaut er sich sofort um nach neuer Unsere Sache und unsere Organisation fönnen nur dabei ge- beschäftigen wird, findet, nachdem die Thatsache bekannt geBeute. S winnen. Mögen wir nur selbst uns nicht schaden. Mögen wir worden, auch allgemeine Verurtheilung. So lange es einen Groschen giebt, der zu anderen als die in unserer Organisation wüthenden unseligen persönlichen giebt, der dem Molochdienst geopfert werden kann und es Aufgabe, die Sache der internationalen Sozialdemokratie auf demnächst die französische Kammer beschäftigen. Zwei Intergiebt, der dem Molochdienst geopfert werden kann und es unserem vaterländischen Boden in richtiger national- volksthüm- pellationen wurden angemeldet die eine von unserem nicht wird, so lange ist Moloch nicht zufrieden und verlicher Haltung und Zaftit zum Siege zu führen. langt nach mehr! Da giebt es fein Beruhigen, kein Battiren. Genossen Vaillant, die zweite von Goblet. Es hat An den mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag folgte nun eine Verständigung dahin stattgefunden, daß Goblet die Entweder frißt Moloch unser Volt auf, oder das Volk muß ein Korreferat eines Genossen der Sektion Zürich IV, der im Interpellation einbringen und Vaillant ihn bei der Be dem Moloch das Lebenslicht ausblasen. Eins oder das Gegensatz zu Steck die politische Thätigkeit des Arbeiterbundes gründung unterstützen wird, was natürlich nicht ausschließt, Andere. Ein Drittes giebt's nicht. und des Arbeiterfekretärs bekämpft und folgende Resolution beantragt: 1. Es widerspricht dem Interesse der Partei, daß der daß auch andere Sozialisten sich an der Debatte betheiligen Ferienkoloniales. Aus Thorn wird uns geschrieben: vielfarbige Arbeiterbund politische Aktionen unternimmt. Er hat können, falls diese größere Dimensionen annimmt, wie sehr Am 16. d. M. Abends tödtete sich ein Rekrut der seine Aufgabe als Aufsichtsbehörde des Arbeitersekretariats. wahrscheinlich. Mit der Regierung hat man sich dahin ge7. Kompagnie des 11. Fuß Artillerie- Regiments, indem 2. Das Arbeiterfekretariat ist nicht politische einigt, die Interpellation zu verschieben, bis nähere Nacher sich mit einem Rafirmesser den Hals durchschnitt. Aktionen zu leiten, es soll außerhalb jeder Partei richten eingelaufen sind. 3 Ueber die Ursachen dieser tieftraurigen Ereignisse ist uns nichts Zuverlässiges bekannt. Aus Liebe zum Soldaten stande dürften aber unsere Brüder in des Könige Rock, kaum Sand an sich gelegt haben.si voit si In der gleichen Rompagnie foll Dor einiger Zeit stehen. 3. Die Kritik des Arbeiterfekretariats ist das Lord Rosebery hielt neulich, wie den Lesern bekannt, ein Soldat den Verfuch gemacht haben, sich zu er Recht eines jeden Parteigenossen. Die Kritik des öffentschießen. Er erreichte aber nicht seinen Zweck und liegt jetzt lichen Auftreten der Angestellten des Arbeiterfekretariats bei der Schildkrötensuppe des Lord Mayors von London noch an schweren Wunden danieder. Außerdem hat sich im darf nicht als Angriff auf die Partei erklärt werden. eine nicht sehr geistreiche Rede, in der er auch die auf dem Februar hier ein Rekrut erhängt. Es folgte nun eine lebhafte Diskussion, an der sich die Ge- Kontinent modisch gewordene Albernheit kolportirte, die nossen Stect, Geschwind, Wullschleger, Lang, Seidel, Greulich Presse sei an den Kriegsbeunruhigungen schuld. Da und Andere betheiligen und in der die Reibereien hat ihn nun die Nemesis recht grausam ereilt. In der Seidel's am Arbeiterfekretariat namentlich von Wullschleger scharf verurtheilt wurden. Lang stellte folgende Gegen-" Frankfurter Zeitung" finden wir folgende Notiz: resolution: Der sozialdemokratische Parteitag erklärt, der unLondon, 15. November. Lord Rosebery hatte sich bekanntZur Handwerks- Gesetzgebung schreibt die„ Nordd. geschwächte Fortbestand des Arbeiterbundes, so lange er als lich in seiner Guildhall- Rede darüber beklagt, daß die Preſſe Allg. 8tg." offiziös: Coinsmasok AG Interessenvertretung des schweizerischen Proletariats gelten kann, durch Verbreitung falscher Nachrichten Unfrieden stifte und dabei In verschiedenen Preßorganen findet sich die Nachricht, es liegt im Interesse des Befreiungskampfes des arbeitenden Volkes. auf eine Meldung aus Neu- Seeland hingewiesen, wonach die Tönne mit Bestimmtheit versichert werden, daß der ganze Plan Pflicht der sozialdemokratisch gesinnten Angehörigen des Arbeiter dortige Regierung den Wunsch hege, die Verwaltung von Samoa der Organisation des Handwerks definitiv als gescheitert su be- bundes ist es, die Gelegenheit, die der letztere zur Agitation für zu übernehmen. Die Times" weisen nun auf grund amtlicher trachten sei. Es wird vorsichtiger Weise hinzugefeßt, so weit unsere Prinzipien ergiebt, zu benutzen. Der Parteitag rechnet Aftenstücke nach, daß der Gouverneur von Neu- Seeer sich auf eine Ordnung der Materie durch die Reichsgefeße in es zu den Aufgaben des Arbeiterbunds, auch auf poli- land, Lord Glasgow, die Aufhebung des Samoa- Vertrages der nächsten Session oder doch kurz darauf beziehe". An der tischen Gebieten sich zu bethätigen und er unterstützt ihn gewünscht, daß der Premier der Kolonie die Uebernahme Stelle, an welcher dieser Plan ausgearbeitet worden ist, weiß so lange das seine Prinzipien erlauben. Er erwartet vom Ar- der Verwaltung durch Neu- Seeland vorgeschlagen und daß die Süd Australien man, wie wir hören, nichts davon, daß derselbe definitiv beiterbund, daß er allen Versuchen, das Arbeiterfekretariat um Regierungen von Victoria, als gescheitert betrachtet werde. Man hofft, denselben die politische Selbständigkelt zu bringen, mit Entschiedenheit ent- und Tasmanien diesen Vorschlag unterstützt haben. Lord vielmehr als preußischen Antrag, wenn auch nicht schon zur be- gegentritt und daß er lieber auf die Bundessubvention verzichte, Rosebery hat also nicht Mittheilungen der Presse, sondern vorstehenden Reichstagstagung, doch bis zur nächsten in den als auf das Recht der politischen Bewegungsfreiheit; aus den amtliche Berichte als so abfurd" bezeichnet, daß Bundesrath zu bringen. Um ihn definitiv fertig stellen zu können, letzteren Gründen hält er auch eine Kritik des Arbeiter. Die Regierung es nicht für nöthig hält, dieselben zu dementiren". soll im ersten Theil des nächsten Jahres eine Enquete ver sekretariats im Sinne unserer Gegner für verwerflich. anstaltet werden. In der Abstimmung wurden die zwei ersten Punft der Also auch Herr Rosebery gehört zu den nicht seltenen Dieses Dementi fieht einer Bestätigung der dementirten ersten Resolation verworfen, deren dritter Punkt aber sowie Leuten, die manchmal die Wahrheit sagen wider Nachricht ähnlich wie ein Ei dem anderen. Wäre der Gee Resolution Lang angenommen. Die Sigung wurde nach Billen. fegentwurf angenommen worden, so wäre die Enquete dat Uhr geschlossen. την Nahwahl zum englischen Parlamente. Aus London zumi mindesten verspätet. Blos als schlecht verbeckter Rück- stattfand und um 8½½ Uhr Morgens eröffnet wurde, beschäftigte wird telegraphirt: In der Sonntagsfizung, welche im Gemeinderaths Saale zug des Herrn v. Berlepsch kann das Dementi angesehen man sich zunächst mit den Mandaten. Dasjenige des Genossen Bei der Wahl in Forfarshire wurde der Unionist Ramsay werden. Die Handwerker, die keine Scheuklappen vor den Greulich wurde mit 22 gegen 14 Stimmen in Hinsicht mit 5145 Stimme!! an Stelle des zum Richter ernannten Augen tragen, werden gern auf die Verwirklichung der Pläne auf den Ausschlußbeschluß einer Versammlung in Zürich für Gladstonianer Rigby gewählt. Der gladstonianiſche Kandidat des Herrn v. Berlepsch verzichten. ungiltig erklärt. Anwesend sind 49 Delegirte aus 20 Orten. Robson erhielt 4857 Stimmen. Der Antrag der Basler Genossen auf Gründung einer Unter stützungskaffe mit obligatorischen Beiträgen zur Unterstüßung gemaßregelter Genossen, worüber Wullschleger referirte, wurde als undurchführbar und unpraktisch abgelehnt, nachdem der Referent die Ablehnung selbst befürwortete. Nachwahl zum Reichstage. Im Wahlkreise Mörs Rees wird der konservative Ober- Regierungsrath Gescher wieder kandidiren; die Zentrumspartei will den Amtsgerichtsrath Frißen aufstellen. Am 15. Juni 1893 erhielt Gescher 12 562 Stimmen, Frigen 11 843 Stimmen. Der Chef der Reichskanzlei unter Caprivi, Ge Heinrath Göring, dementirt ebenso verspätet als energisch die über ihn verbreiteten Gerüchte. Er schreibt: Die Angaben, ich hielte an meiner jezigen Stelle fest, wollte andere Posten, die mir angeboten seien, nicht annehmen, weigerte mich, in den Ruhestand zu treten und beabsichtigte, gegen eine zwangsweise Pensionirung die Hilfe der Gerichte anzurufen, sind ohne Beimischung von Wahrheit, lediglich freie Dichtung. Richtig ist nur, daß mir ein zweimonatlicher Urlaub er theilt ist. Leider fehlt auch nur ein Wort der Erklärung, watum Herr Göring und die offiziöse Preffe so lange zu diesen so bestimmt aufgetretenen Gerüchten keine Stellung genommen haben. Der Bund der Landwirthe beglückt nun mit seinen Telegrammen den neuen Landwirthschafts- Minister, nach dem die Absendung der Glückwunsch- Telegramme an den Reichskanzler abgeschlossen wurde. Der Antrag auf Einberufung des bayerischen Landtages, den die sozialdemokratische Fraktion gestellt hat, wurde nach dem Wolff'schen Bureau vom Ministerium abgelehnt. Bei dieser Entschließung wurde das Ministerium durch die liberale und ultramontane Presse eifrig bestärkt. Die Wahrung der Volksrechte ist eben ganz allein Aufgabe der Sozialdemokratie geworden. Angenommen wurde der Antrag der Sektion Zürich IV., stimmen soll. daß der Parteitag den Ort für den nächsten Parteitag beBeschlossen wurde ferner die Erhöhung des Parteibeitrages von 20 auf 30 Cts. pro Monat. Angenommen wurde sodann ein Antrag Lang: Das Parteifomitee wird beauftragt, die Frage zu prüfen, ob das Statut nicht in dem Sinne abzuändern sei, daß an die Stelle der in§ 4 erwähnten Versammlung aller Parteigenossen die lokalen Mit gliedschaften gesetzt werde. Die englischen Blätter werden darin ein schlechtes Beichen für den Fortbestand der liberalen Parlamentsmajorität sehen. Trauriges aus den Kolonien. Die Stimmen und von telegraphischen Meldungen bereits bekannt gegebenen Verlufte der südwestafrikanischen Schußtruppe in den letzten Kämpfen gegen Hendrik Witbooi belaufen sich nach der von dem Major Leutwein eingesandten genauen Berlustliste 14 Todte, 9 Schwer- und 15 Leichtverwundete. Wahlen in Australien. Aus Melbourne wird gemeldet, daß bei den Wahlen für das Parlament von Victoria 16 Arbeiter Kandidaten gewählt worden sind. Dieselben haben sich sämmtlich für Schutzoll verpflichtet. Im Ganzen befinden sich in dem neuen Parlament 65 Schutzzöllner und nur 30 Tarifreformer, von denen die meisten versprochen haben, für eine Verminderung der Zölle um 25 pCt. einzutreten. In Neu- Südwales find die Liberalen Freihändler und die Konservativen Schutzzöllner, in Viktoria ist es umgekehrt. Erklärung! Es folgte nun eine langwierige Verhandlung über die Inter pellation der Sektion Zürich IV, warum das Parteikomitee die Ausschließung Greulich's materiell getadelt habe? Genoffe Fürholz Geibel's und Bienz von Winterthur einstimmig beschlossen habe, beantwortete die Frage dahin, daß das Parteitomitee mit Ausnahme daß die kantonale Züricher Versammlung, welche Greulich aus gefchloffen hat, nach den Bestimmungen des Statuts nicht hierzu berechtigt war. Hierüber fand dann auch die Abstimmung statt und wurde mit 35 gegen 23 Stimmen bei Namensaufruf der Beschluß der Züricher Versammlung für unberechtigt erklärt. Der Ausschluß Greulich's ist damit wieder aufgehoben. An Die Kreuz- Zeitung" bringt in Nr. 542 vom Sonntag, das Abstimmungsergebniß knüpfte sich noch die Aus- den 18. d. Mts., in dem mit der Ueberschrift WirthschaftSprache mehrerer Redner, die mehrfach die Züricher licher Wochenbericht" versehenen Artikel folgenden Sat: Genossen nun zum Frieden ermahnten. Diese selbst gaben Die Vorkommnisse mit der Aktiengesellschaft Münchener einen Protest gegen die Anerkennung Greulich's als Ge- Brauhaus" in Berlin, über die wir am Freitag berichteten, nossen ab. find weniger vom börsentechnischen, als vom politischen StandKommission über die Thätigkeit der Geschäftsleitungs- Kommission, vielen Aktien Gesellschaften vor, die in die Hände von In der Nachmittagssigung berichtete die Geschäftsprüfungspunkte aus interessant. Aehnliche Schiebungen tamen bei deren Bücher in Ordnung befunden wurden. " Sanirungs" tünstlern fielen. Neu aber ist, daß eine ganze Aktien Nach einem kurzen Referat des Genossen Gefch wind gesellschaft sich vollständig den Kommunisten ausliefert, und daß Die österreichische Wahlreformfrage scheint, wie schon über die Eisenbahn Verstaatlichung wurde einer von die ganze Arbeiterpartei" von ihren Führern dazu gezwungen kurz gemeldet, nun auch das Ministerium Windischgrät zum Ab- ihm beantragten Resolution zugestimmt, daß das Parteikomitee wird, in die Taschen von Börsenspekulanten zu arbeiten". Die treten zu zwingen. In Wien, scheint man zu der Ueberzeugung ich mit dieser Frage im Sinne der Expropriation beschäf gutgläubige Gefolgschaft des Herrn Singer hat" natürlich keine tigen soll. gekommen zu sein, daß die Majoritätsparteien sich über Ahnung davon, daß sie nur darum den ganzen Sommer und Herbst Gine ganze Reihe von Sektionsanträgen wurden im Hinblick hindurch schlechtes Bier trinken und sich gegen die Bierproben" einen Wahlreform Entwurf nicht einigen werden und auf die Nothwendigkeit, den Parteitag am Nachmittag zu schließen, aufregen mußte, damit die Aktien des Münchener Brauhauses deshalb will die Regierung unter dem Drucke von der Tagesordnung abgesetzt. im Kurse stiegen und einigen Spekulanten großen Gewinn von unten und oben, den Arbeitern und dem Kaiser, selbst Als Ort für den nächstjährigen Parteitag wurde mit einbrachten. Auch jetzt werden den für den Zukunftsstaat zu er eine Vorlage dem Parlamente unterbreiten, welche wahr 37 Stimmen Bern gewählt; auf Zürich) entfielen 21 Stimmen. ziehenden Arbeitern die Augen noch nicht aufgehen darüber, daß scheinlich keine Majorität finden wird und deshalb zum Die Geschäftsleitungs- Kommission wurde nach Solothurn fie nur als Schachfiguren einiger Rapitalisten" im Spiel gegen Rücktritte des Kabinets oder zur Auflösung des Parlaments wieder verlegt. Als Präsident wird einstimmig Genosse Für andere Kapitalisten" hin- und hergeschoben werden. Dies eine, führen muß. holz wiedergewählt. Jns Parteifomitee wurden neu gewählt zufällig bekannt gewordene, wenn auch sorgfältig mit allerlei die Genoffen Wiesmann in Winterthur, Tschui in Grenchen, Strohmännern fachirte" Beispiel der Auswucherung von SozialBräwart in Basel und Reimann in Bern. demokraten durch Sozialdemokraten wird deshalb nicht das werden folche Erfahrungen bald in noch größerem Maßstabe einzige bleiben. Börsenkundige sozialdemokratische Führer verwerthen. 019 916 " " Der sozialdemokratische Parteitag in Biel. Biel, 18. Dezember. Der sozialdemokratische Parteitag trat am Sonn Die Errichtung eines Arbeitsministeriums für abend Abend in der Helvetia" zusammen. Genosse Fürholz, der Präsident der Geschäftsleitungs- Kommission, eröffnete die Frankreich ist beantragt worden von unserem Genossen Sigung um 8/2 Uhr und gab bekannt, daß außer den Delegirten Baillant. Clemenceau meint in seiner" Justice", wenn Es ist selbstverständlich nicht meine Sache, die etwaigen vertreten feien das Zentraltomitee des schweizerischen Grütlivereins, Baillant eine neue Heilsinsel" entdeckt hätte, und als Platz Börsenmanipulationen der Aktiengesellschaft Münchener das Bundeskomitee des Gewerkschaftsbundes, der schweizerische für die trockene Guillotine vorschlüge, würde die Regierung Brauhaus" zu vertheidigen, aber ich darf das Recht für mich Typographenbund und das Zentralfomitee des Verbandes der sich dem Antrage freundlicher zeigen. schweizerischen Arbeiterinnenvereine durch Frau Konzett und der in Anspruch nehmen in der Sache das Wort zu ergreifen, weil Züricher Arbeiterinnenverein durch Frau Lälius. Als Präsident wurde Die Cempuis Juterpellation ist, wie man sich er die Kreuz- Zeitung" und zwar heut nicht zum ersten Male Fürholz, als Vizepräsident Seidel, als Schriftführer Brugger innern wird, in der französischen Kammer bekanntlich er meinen Namen mit jenen Börsenmanövern in Zusammenhang und Steckt gewählt. folglos geblieben. Der Unterrichtsminister, der sich dem bringt. Diesem Umstand gegenüber erkläre ich, daß ich nieNach einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten von uns System des gemeinsamen Unterrichts beider Geschlechter mals weder direkt noch indirekt Aktien des" Münchener wesentlicher Bedeutung, referirte Genosse Steck fiber die sympathisch aussprach, brachte die Interpellation dadurch Brauhauses" besessen, gekauft oder verkauft habe. Ebenso Stellung der sozialdemokratischen Partei zum zu Fall, daß er ein Aktenstück aus dem Jahre 1883 verlas, war ich niemals weder direkt noch indirekt, weder Arbeiterbund und Arbeiterfetretariat. Graus welchem erhellen sollte, daß Robin, der abgefeßte Di- selbst noch durch Strohmänner" an Manipulationen, wie ging auf die ftatutarischen Bestimmungen und die Gründungs- rektor von Cempuis, zum mindesten sehr leichtsinnig in der die Kreuz- Zeitung" schildert, betheiligt und habe geschichte des Arbeiterbundes ein. Das Statut beschränkt die Thätigkeit des Arbeiterbundes auf das wirthschaftliche Ge- Anstellung seiner Lehrer gewesen sei. Der Eindruck dieser niemals, auch nicht durch Zwischenpersonen die geringsten biet. Allein die wirthschaftlichen Arbeiterinteressen können Enthüllung war so groß, daß die Regierung ein Vertrauens- Spekulationsbeziehungen zur Börse gehabt. Ebensowenig nicht vertreten werden ohne politische Bethätigung, die wir dem votum mit überwältigender Majorität erhielt. Seit habe ich jemals irgend welche Beziehungen zu Brauereien Arbeiterbund nicht untersagen können, aber auch nicht untersagen dem hat nun Robin die Sache aufzuklären ver- gehabt. napolis Colate limi " " " * Dies bezieht sich sowohl auf die„ boykottirten", als auch kung auf die Anwesenden war eine verblüffende. Giner| tigung in Backstube oder Küche zur Ausführung von Bestellungen auf die ringfreien" Brauereien. starrte den andern an, die meisten den Beamten, oder Anfertigungen für den Laden, und in das Feilbieten und Der betr. Theil des Artikels, der mich als Helfershelfer der und niemand founte das Räthsel lösen. Der Beamte den Verkauf im Laden, welche Thätigkeit allein unter das Jon der Kreuz- 8ta." geschilderten Vorgänge bezeichnet, und mir Grund der Auflösung gefragt, hatte er nur die Wiederholung an Laden gekauft wurden, würde also unter das Handelsgewerbe konnte es jedenfalls selbst nicht, denn, nach dem Handelsgewerbe falle. Das Austragen von Waaren, die im imputirt, meine Parteigenossen als Schachfiguren" in dem die Anwesenden zur Antwort: Verlassen Sie sofort und in fallen. Der in Frage stehende Fall habe aber in keiner Beziehung Spiel einiger Kapitalisten gegen andere Kapitalisten hin- und her- Ruhe das Lokal." Niemand machte Miene, der Aufforderung zu zum Ladengeschäft gestanden und sei als Ausfluß des handwerkszuschieben", und außerdem unter Bezugnahme auf mich von folgen, weil eben niemand dieselbe begreifen konnte; da schallte mäßigen Betriebes des Konditors zu erachten. Auswücherung von Sozialdemokraten durch Sozialdemo- es zum dritten Male in den Saal:" Berlassen Sie das Lotal, fraten" spricht, ist eine niederträchtige Lüge und gemeine widrigen falls ich von meiner Waffe Gebrauch eingeführt worden. Es wird der Hektoliter mit 65 Pf. verſteuert. Eine Biersteuer ist in Trebbin( Provinz Westpreußen) Berleumdung. machen muß!" Jetzt gingen die Anwesenden langsam fort, Natürlich bezahlen die Steuer nicht die Wirthe, sondern sie Wenn die leitenden Redakteure der„ Kreuz- aber begreiflicher ist die Auflösung durch die Drohung mit suchen dieselbe auf die Konsumenten abzuwälzen. Einige Wirthe, Selbstverständlich ist Beitung", die Reichstags- Abgeordneten Freiherr v. Hammer dem Säbel Niemanden geworden. stein und Professor Dr. Kropatscheckt es dulden, daß in sofort Beschwerde eingelegt und wird zu Sonntag, den 2. De- welche 3/10 schänkten, führen jetzt 1/ 4Liter Gläser ein. So verihrem Blatte einem Nebenmenschen in ebenso boshafter, einberufen werden. Es erweckt den Anschein, als ob die Bezember eine Versammlung mit gleichem Thema und Referenten theuert man die Lebensmittel. Die Vertreter der Landesversicherungs- Aemter und als schamloser und wahrheitswidriger Weise die Ehre ab hörde in Neu- Trebbin ihrer Zeit schon etwas voraus ist. der Juvaliditäts. und Altersversicherungs geschnitten wird, so müssen die Herren es sich gefallen Anstalten halten gegenwärtig unter dem Vorsiz des Präfilassen, für diese Lügen und Verleumdungen verantwortlich Aus Breslau berichtet das Bureau Herold": Wie der denten Dr. Bödicker im Reichsversicherungsamt eine Konferenz gemacht zu werden. Brest. General- Anzeiger" meldet, wurde am Sonntag eine in ab. Die Bestimmungen des Invaliditäts- und Altersversiche der Konkordia stattgehabte sozialdemokratische Partei- Berfamm- rungsgesetzes betreffend die Zurückzahlung der Hälfte der fünflung, in welcher die Genossen unter dem Eindruck einer Broschüre jährigen Beiträge an weibliche Mitglieder, welche sich verdes früheren sozialdemokratischen Redakteurs Hennig, welche fen- heirathen, sowie an die Hinterbliebenen vom Versicherten, sollen fationelle Enthüllungen über die Parteileitung enthielt, fehr erregte in der Weise praktisch zur Durchführung gelangen, daß die Post Debatten führten, polizeilich aufgelöst." Nach unserer Jufor: die Auszahlung übernimmt. mation hat der Genosse Hennig, welcher früher Redakteur der " Volkswacht" war und als solcher in Differenzen mit der Preß gefochten wurde, kam in Weidenthal( Pfalz) nach Vers Eine Wahlschlacht, in der nicht blos mit dem Stimmzettel Kommission gerieth, diesen Streitfall in einer dieser Tage er- fündigung des Wahlresultats zum Austrag. Es standen sich bei schienenen Broschüre verarbeitet. Wenn in der Depesche von den Gemeinderaths Wahlen zwei Parteien gegenüber, der Parteileitung die Rede iſt, ſo dieser Protestanten und Katholiken. Die„ Ps. Pr." schreibt natürlich Depeschen Bureau gebraucht, um den Anschein zu erwecken, als wende sich Hennig jämmtliche Gemeinderäthe find Katholiken. Als das Wahlresultat hierüber:„ Die Katholiken trugen nämlich den Sieg davon und gegen den Vorstand der Partei. In Wirklichkeit polemiſirt der bekannt war, kam es zu einer reinen Schlacht. Beide Parteien, der Titel seiner Broschüre zeigt, der lautet: Gine Kritit einzelner zusammen, wobei es vor der Schecher'schen Wirthschaft zu einem felbe nur gegen die lokale Parteileitung in Breslau, wie ſchon mit Gewehren, Pistolen, Mistgabeln 2c. bewaffnet, rotteten sich Handlungen meiner sozialdemokratischen" Arbeitgeber." Genosse sammen, wobei es vor der Schecher'schen Wirthschaft zu einem Hennig stand bisher nur in Breslau am dortigen Partei. Busammenstoß kam. An der Wirthschaft wurden die Läden sammt im Parteidienst, dieses Blatt aber ist Lokalblatt den Fenstern eingeschlagen. Auch wurde geschossen und die und steht nur unter der Leitung der dortigen Lokalorganisation. übrigen Waffen in Thätigkeit gesetzt, wobei größere und kleinere, Ob die Beschwerden Hennigs Berechtigung haben und in welchem zum Glück feine lebensgefährlichen Verlegungen vorkamen. Auch Umfange, vermögen wir nicht zu entscheiden. Bedenklich erscheint Die Gendarmerie Lambrecht, welche telegraphisch benachrichtigt einem Geschäftsmann wurden die Fensterscheiben eingeworfen. uns allerdings, daß bereits eine ganze Reihe von Redakteuren der Volkswacht" in Unfrieden von den Herausgebern des Blattes wurde, stellte die Ruhe wieder her. geschieden sind. Eine recht gründliche Untersuchung der Verhältnisse scheint da höchst nothwendig zu sein. Wollen die Herren dies nicht, so fordere ich sie hiermit auf, entweder den Beweis für die mich betreffende Verdächtigung der„ Kreuz- Zeitung" zu erbringen oder der Wahrheit die Ehre zu geben und die gebrachte Verleumdung rückhaltlos zu widerrufen. Berlin, den 19. November 1894. Paul Singer. Parteinachrichten. An die Parteigenossen der Provinz Brandenburg! Sämmtliche für die Agitationskommission der Proving Branden burg bestimmten Briefe, Geld- und sonstige Sendungen wollen die Genossen von jetzt ab an Rarl Dimmick, Berlin SO., Elisabeth Ufer 55, adressiren. Mit sozialdemokratischem Gruß Die Agitationstommission für die Provinz Die Parteiblätter der Provinz werden um Nachdruck ersucht. Brandenburg. * Berichte vom Parteitag. Am 11. November erstattete in einer zahlreich besuchten Parteiversammlung in Aschersleben der Genoffe Greiner Bericht vom Parteitag. Eine Resolution, worin sich die Genossen mit den Beschlüssen und dem Verhalten des Delegirten einverstanden erklärten, wurde einstimmig angenommen. Als Vertrauensperson wurde Greiner, als Stellvertreter Mikowski gewählt. mannes. $ Ausdruck von dem blatt * nur " Ueber den Achtstundentag und Arbeiterkandidaten für das Parlament wird der Wiener Neuen Freien Pr." aus England geschrieben: Die den Gewerkvereinen angehörenden Die Ergänzungswahlen zur Kieler Stadtverordneten Arbeiter der englischen Baumwoll- Industrie der Distrikte Versammlung fanden am 14. und 15. d. M. statt. Unsere Lancashire, Cheshire, Derbyshire und Yorkshire wurden vor kurzem Parteigenossen haben sich, wie bereits mitgetheilt, nicht daran be- von der United textile factory workers amalgamation vertheiligt; agitatorisch ausgenügt haben sie darum die Wahl umso anlaßt, über die beiden Fragen abzustimmen, ob ein gesez mehr. Bekanntlich hat die in ihrer Mehrheit aus Vertretern licher Achtstundentag eingeführt und besondere Arbeiter der freifinnigen Partei bestehende Kieler Stadtvertretung im fandidaten für das Parlament aufgestellt werden sollen Jahre 1891 den Zensus von 660 M. auf 1200 M. erhöht und oder nicht. Die Anzahl der stimmberechtigten Arbeiter und Kreiskonferenzen. Der Wahlkreis Darmstadt Großfo mit einem Schlage 5000 Bürger ihres Wahlrechts Arbeiterinnen betrug 140 000; dieselben haben aber nicht Gerau hält am 25. d. M. in Darmstadt eine Konferenz beraubt, sie zu Bürgern zweiter Klasse degradirt. Lag doch die sämmtlich an der Abstimmung theilgenommen; in der Frage des ab, die sich mit folgender Tagesordnung befassen wird: 1. Bericht Gefahr nahe, daß bei dem Anwachsen der sozialistischen Stimmen Achtstundentages ergaben sich blos 77 168 Voten, in der der vom Parteitag in Frankfurt a. M. 2. Jahresbericht der Partei- in einigen Jahren die Sozialdemokraten in solcher Stärke in der Arbeiterkandidaten blos 68 171, so daß im Durchschnitt etwa leitung. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Wahl des Vertrauens- Kommunalverwaltung vertreten sein konnten, daß es mit der die Halfte der Arbeiterschaft sich an der Entscheidung nicht be behäbigen Ruhe in dieser Körperschaft für immer vorbei wäre, theiligte. Das Ergebniß war: Für den geseglichen AchtſtundenEine Parteifonferenz für Anhalt wird von der hatte doch unsere Partei schon bei der zweiten Betheiligung an tag 38 804, gegen denselben 38 364 Stimmen, für besondere Agitationskommission für den 2. Dezember nach Desjau ein- den Kommunalwahlen zwei Vertreter in die Stadtvertretung ge- Arbeiterkandidaten 35 342, gegen dieselben 32 829 Stimmen; berufen. Dieselbe soll sich vornehmlich mit den demnächst statt- wählt. Darum dieser Gewaltstreich.-Unter diesen Umständ; die gestellte Fragen wurden also mit den geringfügigen Mehr. findenden Landtagswahlen befassen. war eine Betheiligung unserer Partei ausgeschlossen. In 15 000 geiten non 440 und 2513 Stimmen bejaht. Bemerkenswerth ist, Eine Kreistonferenz des vierten badischen Exemplaren verbreiteten unfere Genossen am Sonntag, daß die Weber sich gegen den Achtstundentag mit 28 111 gegen Reichstags- Wahlkreises fand am 11. November in den 11. November, in Kiel und dem kürzlich eingemeindeten 25 615 Stimmen aussprachen. Die Arbeiter waren vor der AbLörrach statt. Diefelbe war von auswärts nur schwach be- Staditheil Wit ein geharnischtes Flugblatt, in welchem die Einstimmung durch den gefeßgebenden Rath" der oben genannten sucht. Von Lörrach und Stetten hatten nur Mitglieder wohnerschaft an das ihr zugefügte Unrecht erinnert und zur Vereinigung aufmerksam gemacht worden, daß sie die Kosten der fozialdemokratischer Vereine Zutritt. Außerdem war eine An- Nichtbetheiligung an der Wahl aufgefordert wurde, um auf diese Parlamentswahlen von Arbeiterkandidaten selbst tragen und auch zahl Baseler Genossen, sowie der Genosse Drees bach er- Weise gegen die Rechtlosmachung zu protestiren. Am Dienstag für den Unterhalt der gewählten Arbeiterabgeordneten aufschienen. Ueber den Parteitag wurde auf Antrag Dreesbach Abend, als dem Vorabend der Wahlen, fanden drei Versamm tommen müßten. Trotzdem ergab sich eine Mehrheit für besons tein Bericht erstattet, be man befürchtete, dadurch wieder Wer- lungen statt. Trotz des stürmischen Wetters und des strömenden dere Arbeiterkandidaten, was von der liberalen Partei wohl un anlaffung zu geben zu neuen Streitigkeiten in der Angelegenheit Regens hatten sich im Englischen Garten 2000, und im Elysium günstig beurtheilt werden wird; hat doch fürzlich Minister Stegmüller. Indessen wurde der Hoffnung Ausdruck ge- 1500 Personen eingefunden. Im Englischen Garten sprach Asquith die Arbeiterschaft zu überzeugen versucht, daß die Bilgeben, daß Stegmüller sein Mandat freiwillig niederlege. Als über die in Aussicht stehende neueste Bekämpfung des dung einer Arbeiterpartei im Parlamente unzweckmäßig sei. In Vertrauenspersonen wurden gewählt die Genossen Fröhling Umsturzes Reichstags. Abgeordneter v. Elm, im Elysium bezug auf die vermuthlichen Wirkungen des Achtstundentages und Schaubhut über dasselbe Thema Genosse Kölle Hamburg. Beide auf die Baumwoll- Industrie wurde durch den gesetzgebenden Redner erledigten sich ihrer Aufgabe in ausgezeichneter Weise. Rath darauf hingewiesen, daß jener eine Verkürzung der ArbeitsUeber den zweiten Punkt der Tagesordnung, Stellungnahme zur zeit um 15 pet. bedeuten würde, und daß die Löhne in dem Stadtverordneten- Wahl, referirte abwechselnd in beiden Versamm- selben Verhältnisse sinten müßten, falls nicht die Geschwindigkeit lungen Genosse Stadtverordneter Heinzel. In Wit referirte der Maschinen erhöht oder mit noch intensiverer Aufmerksamkeit Genosse Poller- Kiel, der auch gleichzeitig Bericht vom Parteitage gearbeitet werden würde als bisher. erstattete. Eine geharnischte Protestresolution wurde in allen drei Versammlungen angenommen. Die Versammlung im Landagitation. Am Sedantage hatten mehrere Genossen Englischen Garten wurde noch dadurch interessant, daß der von Königsberg i. Pr. aus einen Ausflug per Zweirad nach Redakteur der hiesigen nationalliberalen Nordostsee- Zeitung", Ottenbagen unternommen, um sich nach einem Versamm Herr Schwuchow, dem Genossen v. Elm entgegentrat. Nach lungslokal zu erkundigen. Als das bekannt wurde, rotteten sich dem derselbe vergeblich versucht, durch seine Ausführungen eine Anzahl Bauern unter der Führung des Besizers Trofiener die Versammlung zu provoziren, ergriff er unter dem Hohn zusammen und zwangen die Radfahrer unter Androhung von gelächter der Versammelten das Hasenpanier, gar nicht erst Gewalt zur Rückfahrt. Da die betreffenden Genossen der Ansicht Sie treffende Abfertigung des Genossen von Elm abwartend. waren, daß die Gesetzgebung doch jedem Menschen das Recht gebe, die Landstraße zu benußen und vor den Angriffen brutaler Menschen schützen müßte, so zeigten sie den Fall der Königsberger Staatsanwaltschaft an. Auf die Anzeige tam folgende Königsberg, den 20. Ottober 1894. Von der Agitation. Ueber die Tabaksteuer sprach dieser Tage der Reichstagstags Abgeordnete Schultz in Königs berg vor einer zahlreich besuchten Versammlung. Ueber das gleiche Thema referirte der Reichstags- Abgeordnete Förster Hamburg in Rost o c. Antwort: " Der gute Besuch der Versammlungen wird den Veranstaltern der Bürgerrechtsberaubung gezeigt haben, daß fie der Kieler Arbeiter schaft mit diesem schmählichen Gewaltstreich eine gute Agitations waffe in die Hand gedrückt haben, deren Folgen die bürgerlichen Parteien noch oft genug spüren werden. * Gewerkschaftliches. An alle Barbiere Berlins! Wieder einmal hat der Vor. stand unserer Ortskrankenkasse die Generalversammlung derselben zu einer Zeit einberufen, wo, wie der Vorstand annimmt, es uns schwer fällt, vollzählig am Platze zu sein. Es geschieht dies nur, um einer unangenehmen Kritik aus dem Wege zu gehen. Außerdem wird in dem Lokale Boykottbier ausgeschänkt. Kollegen! Die Versammlung findet heute, Dienstag, Abends 8 resp. 9 Uhr, in den Parlaments- Hallen, Landsbergerstr. 38, statt. Kollegen! Seid Mann für Mann am Blaze. J. A.: Franz Starosson. Von Güstrow ist nach wie vor der Zuzug von Holz- und Staatsanwaltschaft. Auf Ihre Strafanzeige vom 4. Oftober d. J. wider den BeDer Raboisenwache den Rücken zugekehrt hat nach Metallarbeitern ftreng fernzuhalten. Die Streifenden halten sizer Trofiener gereicht Ihnen zum Bescheide, daß ich mich nicht sechsmonatlichem Aufenthalt daselbst am Sonnabend Genosse tapfer aus und haben erst neuerdings durch ihr Komitee ein in der Lage fehe, strafrechtlich einzuschreiten, daß nach dem Er- Gustav Stengele. sollte den Bürgermeister von Flugblatt an die Güstrower Einwohnerschaft gerichtet, in gebniß der Ermittelungen die geseglichen Merkmale einer straf Gelsenkirchen dadurch beleidigt haben, daß er in Echo" eine welchem die von dem Direktor Frante der auch gegen den baren Handlung, insbesondere der Nöthigung im Sinne des§ 240 Korrespondenz aufnahm, in welcher von dem Herrn Bürger- Redakteur der Holzarbeiter- Zeitung" eine Beleidigungflage an des Str.-G.-B. nicht vorliegen. Eine ernstliche Bedrohung mit meister gesagt war, er habe es aus Anlaß einer während des gestrengt hat, weil er ihn und seine Beamten der Korruption geeinem Bergehen kann nicht als nachgewiesen gelten. Jedenfalls großen Bergarbeiterstreits in West alen vorgekommenen Explosion ziehen haben sollerlassenen Berichtigungen" die nöthige Beist der Beschuldigte sich der Widerrechtlichkeit seiner Handlungs- einer Dynamitpatrone mit der Angst gekriegt". Für diese leuchtung erfahren. weise nicht bewußt gewesen. Sünde mußte Stengele ein halbes Jahr die Raboisenwache Der Unterstügungsverein deutscher Tabatarbeiter zu Widerrechtlichkeit seiner Handlungsweise" scheint also auch zieren. Seine Haft hat er dem Hamburger Echo" zufolge gut Bremen vereinnahmte im 3. Quartal 44 110,23 M. und vers der Staatsanwalt anzunehmen, nur ist er sich dieser nicht beüberstanden und lehrte er frisch und froh in die Freiheit zurück. ausgabte 29 034,07 m., so daß am 80. September ein Ueberschuß Genosse Heine hat, wenn was wir wünschen wußt gewesen"- der Glückliche! ihn weitere von 15 000 m. verblieb. Freiheitsstrafen aus Anlaß noch schwebender Prozesse nicht treffen, am 7. Januar n. I. seine fünfmonatliche Strafzeit beendet. Die Ehre Eines Hohen Senats ist dann wieder reparirt. Parteipreffe. Die Stuttgarter Genossen wollen auf Anregung des württembergischen Landesvorstandes das Beispiel Leipzigs nachahmen und die Schwäbische Tagwacht" in ganz Stuttgart an den nächsten Sonntagen verbreiten und sollen ca. 30 000 Exemplare zur Vertheilung gelangen. In Anbetracht der bevorstehenden Landtagswahl und Bürgerausschußwahl soll überall rege Agitation entfaltet werden. Zum Parteistreit in Baden. In der Mannheimer Boltsftimme" finden wir folgende Erklärung des Genossen Wilhelm Blog Stuttgart: Wie nicht anders zu erwarten, wird von verschiedenen Seiten die Veröffentlichung der Rüdt'schen Briefe als eine Indiskretion" bezeichnet. Darauf habe ich zu bemerken: 1. waren die Briefe der Neunerkommission überwiesen worden; 2. handeln dieselben von Parteiangelegenheiten und erst Ein neuer sozialistischer Sieg wurde am letzten Sonntag in Luzern erjochten. Dort wurde der Sozialdemokrat Advokat Albiffer, ein junger tüchtiger Mann, in den Großen Rath ( Landtag) gewählt und zwar mit 528 gegen 150 Stimmen, welche auf den konservativen Gegenkandidaten entfielen. Für den Sozialdemokraten stimmten auch Demokraten und Liberale. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ginige Genossen von Dresden und Zittau hatten jenseits der grünweißen Grenzpfähle in Böhmisch- Ullersdorf eine Versammlung einberufen und konnten sich auch bei dieser AnDepeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Amsterdam, 19. November. Nach einer Depesche der Nieuwes van den Dag" aus Lombot griffen 5 Bataillone Tjakra- Negara an und eroberten die Stadt bis zum Poeri ( Palast des Radjah). Der Kampf war ein äußerst erbitterter. Die Holländer verloren 150 Todte und Verwundete; vom Feinde wurden mehrere Hundert getödtet. Weder der Radjah, noch deffen Schatz wurden gefunden. Lemberg, 19. November. Die Eisenbahnlinie Stanislaus Woronienka ist heute eröffnet worden. ( Depeschen- Bureau Herold.) Prag, 19. November. Die czechischen Antisemiten haben schritten, nachdem heftige Angriffe gegen die Rommission gerichtet gelegenheit überzeugen, daß auch im Lande der Schlamperei den die Absicht, zum Zwecke der Organisation eine Versammlung worden waren; 4. wird die Aufdeckung von Intriguen dem Ürheber derfelben immer indistret" erscheinen. wird. Als nämlich der Referent, Genoje Sindermann aus einzuberufen, zu welcher die Wiener Antisemitenführer Lueger Dresden, nochmals sprechen wollte, wurde die Versammlung und Schneider eingeladen werden sollen. furzer Hand aufgelöst. Soziale Ueberlicht. Prag, 19. November. Der Arbeiterverein im Vorort Wein. berge ist wegen omladinistischer Umtriebe aufgelöst. Brüffel, 19. November. Zwischen den Klerital- Konservativen und den Demokraten in Alost soll teine Verständigung erfolgt sein. Die Nachwahl daselbst findet am 9. Dezember statt; die Aussichten scheinen für die Demokraten sehr günstig zu sein. Antwerpen, 19. November. Die tleritale Presse protestirt Polizeimaßregeln gegen den Umsturz. In Neu- Trebbin follte am Sonntag, den 18. d. M., eine Voltsversammlung stattfinden mit der Tagesordnung: Die Sozialdemokratie und die Bauern. Die Anmeldung war rechtzeitig erfolgt, die Bescheinigung darüber ertheilt, der Referent, Genosse Rohrlad aus Berlin, Zur Sonntagsruhe im Konditorgewerbe hat das erschienen. Raum war die gut besuchte Versammlung eröffnet Rammergericht in einem Falle, wo eine auf Bestellung anund vom Vorsitzenden zu Vorschlägen für die Bureauwahl aufgefertigte Speise am Sonntag ausgetragen war, auf Freisprechung dagegen, daß Polizeibeamte in die Wohnungen eindringen, um gefordert, als der überwachende Beamte sich in Positur sehte oder erkannt, indem es annahm, daß die Thätigkeit des Konditors in die politische Gesinnung von Einwohnern auszufundschaften, und vielmehr stellte und die Versammlung auflöjt e. Die Wir zwei Theile zerfalle, nämlich in die handwerksmäßige Beschäf- verlangt, daß die Munizipalität dem ein Ende mache. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 271. Dienstag, den 20. November 1894: Arbeiter! Parteigenoffen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts find abgebrochen worden, weil die Ningbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Ringbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreinnddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eristenzlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug- seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes turzes Nein entgegenseßten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klassenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrloser Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit ernenter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand aus Wert legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Massen. maßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstügung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klaffen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es keinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kingz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. May Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant- der furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannftr. 71a/ 72. Brauerei Königs Wusterhausen, Niederlage Reichenbergerstraße 33. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Krautstr. 48, Tel. VII, 1487. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. Niederlage Marthen, Bellermannstr. 6. Brauhaus Hohen- Schönhausen bei Berlin. Wer trägt die Schuld am Boykott? Die Boykott- Kommission. deir aus dem von etwa in Streit lagen, ignorirt worden. Wer jetzt, nach der Erklärung| gegangenen ganz furzen Erörterung hatte nur der Stadtv. Scheiding des Herrn Herz, noch wagt, zu behaupten, die Sozialdemokratie eine Lanze für die Miethssteuer eingelegt. Zu einer langen Dis habe den Boykott provozirt, der ist ein offenkundiger Lügner. fuffion gab die vom Magistrat vorgeschlagene Erhöhung der Wenn aber die Herren, welche erst vom Boytott überrascht Kanalisationsabgabe Anlaß. Wir verweisen auf unsere aussein wollten, jetzt aber selbst zugestehen, daß es bei ihnen gestanden führlichen Berichte über die Verhandlungen dieses Gegenstandes hätte, denselben hinauszuschieben, behaupten, daß der Kampf in der Stadtverordneten- Versammlung und berichten hier nur, ob früher oder später doch unvermeidlich gewesen wäre, so daß die Herren Spinola, Wallach und andere Vertreter Berliner Hausagrarierthums fonstatiren wir dem gegenüber, daß, soweit das Verhalten der des vergeblich Ver= machten, sozialdemokratischen Partei dabei in Betracht kommt, diese Be- such den Hausbesitzern die bisher fürchtung nach feiner Seite gerechtfertigt war. Sowohl auf dem Steuersäckel gezahlte Kanalisationsliebesgabe Berliner Parteitag, wie auch in großen Volksversammlungen, in 2 Millionen Mark pro Jahr zu erhalten. Die Hausbesizer= denen unsere bekanntesten Führer referirten, wurde Stellung vereine, welche seit langer Beit die Mitglieder der städtischen das Bestreben genommen, den Boykott von Verwaltung mit gedrucktem Papier überschwemmten, fanden in gegen arteiwegen als Mittel zum Austragen gewerkschaft: dem 15gliedrigen Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung licher Rämpfe in Anwendung zu bringen. Dieser Standpunkt ebensowenig Gegenliebe, wie beim Magistrat und in der gewurde auch speziell vom Vorwärts" bis zur letzten Stunde vor mischten Deputation. Nachdein ein Antrag des Stadtverordneten schamlosen Provozirung durch den Brauerverein innegehalten. Singer, die gesammten Rosten der Kanalisation von So schrieben wir noch in der Nr. 106 vom 10. Mai: dem Grundbesitz einzuziehen, gegen zwei Stimmen Wir wissen auch, daß die Mehrzahl der organisirten gelehnt war, beschloß der Ausschuß mit zehn gegen Genossen Berlins teineswegs die Neigung theilt, fünf Stimmen, die Kanalisations Abgabe bei eventuellen Differenzen zwischen den von ein Prozent auf zwei Prozent des NuhungsUnternehmern und den Arbeitern im Brauer werthes der Grundstücke zu erhöhen. Nach diesem gewerbe stets mit dem Mittel des Boykotts ein Beschluß leistet die Stadthauptkasse immer noch einen Beitrag zugreifen. Wenn aber die Herren Brauereibefizer, wie es von ca. 800 000. zu den Kanalisationskosten. Die Forderung fast den Anschein hat, ein solches Eingreifen aus Gründen, der Hausbesitzer, die Ueberschüsse der Wasserwerke zur Herabderen Quelle uns unbekannt ist, erzwingen wollen, dann minderung der Kanalisationskosten zu verwenden, wurde mit theilen wir allerdings auch die Ansicht der Gewerkschafts- großer Majorität abgelehnt. tommission, daß in diesem Falle die Arbeiterschaft Berlins ihre oft bewährte Solidarität aufs Neue und zwar in glänzender Weise bethätigen würde." = ab= Hierauf schritt der Ausschuß zur Feststellung des Verhältnisses der Realsteuern zur Personalsteuer und beschloß, entsprechend der Magistratsvorlage, daß, so lange nicht über 150 pt. der vom Staate veranlagten Grund- und Gebäudesteuer erhoben werden, ein Verhältniß der Gemeinde Grundsteuer zur Gemeinde- Einkommensteuer von 3: 2 festgehalten werden soll. Eine fast gleichlautende Erklärung über die Anwendung des Boykotts in gewerblichen Streitigkeiten veröffentlichten wir zwei Tage später, am 12. Mai. Während also von unserer Seite offen und rückhaltlos ausgesprochen wurde, daß die Partei sich in den Im weiteren ertheilte der Ausschuß seine Zustimmung zu Streit der Brauereien mit den Böttchern nicht einmengen dem Borschlage des Magistrats, daß vom 1. April nächsten Jahres wolle, ja während wir für die Partei es ausdrücklich ablehnten, an das Schulgeld an den städtischen Gymnasien, Realgymnasien, sich durch den Boykott in die gewerkschaftlichen Kämpfe zu Ober- Realschulen und den höheren Mädschenschulen auf jährlich mischen, da warfen die Brauherren 20 pt. ihrer Ar 130 M. und in den Vorschulen auf 110 m. jährlich festgesett beiter, welche weder mit der Maifeier, noch wird. Ein im Ausschuß gestellter Antrag, das Schulgeld an den mit dem Böttcherstreit das Geringste zu thun Bürgerschulen von 80 auf 100 Mark zu erhöhen, wurde abDen Lesern des Vorwärts" ist bekannt, welche trampfhafte hatten, auf die Straße und provozirten so in gelehnt. Versuche von den Ringbrauereien und ihrer Vertretung in der der schamlosesten und frivolsten Weise den Hierauf wurde die Sigung abgebrochen und die Erörterung Daß dieser zu vermeiden war, Preffe, von der ersten Stunde des Boykotts ab, gemacht wurden, Boykott. dafür der Gewerbe, Betriebs, Bauplatz- und Umsatzsteuer der am Freitag um die Schuld an dem Beginn dieses Kampfes auf die Arbeiter haben wir jetzt das Zeugniß des Vorsitzenden des Auf- stattfindenden nächsten Ausschußfizung vorbehalten. und speziell auf die sozialdemokratische Partei abzuwälzen. fichtsrathes der Schultheiß- Brauerei. Warum dieser Kampf aber Ungern und in der Nothwehr" seien die Brauereien provozirt wurde, darüber können wir heute nur sagen, was zur Doppeldezimirung ihrer Arbeiter geschritten, so behauptet der bereits in unserem Aufrufe vom 16. Mai gefagt ist: Verein der Brauereien in einer vom 16. Mai 1894 datirten„ Erflärung". Und in einer Zur Aufklärung" überschriebenen, in den meisten Bourgeoisblättern veröffentlichten Riesen- Annonce vom 17. Mai erklärten die vereinigten Brauereien:„ Es ist unwahr, daß wir den zwischen unseren Arbeitern und uns ausgebrochenen Streit von langer Hand vorbereitet haben, vielmehr sind wir durch das Vorgehen unserer Arbeiter überrascht worden." " " Der Bierring verfolgt andere 3wede, als er vorgiebt. Nicht dem Rixdorfer Boykottbeschluß will er ein Baroli bieten, nein er glaubt jetzt den Moment gekommen, die Organisation der Brauerei- Arbeiter zerstören zu können. Von langer Hand war der Streich vorbereitet und trotzdem haben die Herren die Stirne, von Nothwehr" zu sprechen." Wir haben heute diesen Worten nichts hinzuzufügen. Gleichlautende oder ähnliche Behauptungen, wonach der Für die Verhandlungen im Reichstag aber, wo schon geBoytott wie ein Blig aus heiterem Himmel, nur veranlaßt durch legentlich der Umsturzgesetz- Debatten der Boykott eine besondere den frivolen Uebermuth der Sozialdemokratie, über die Brauereien Rolle spielen wird, kommt uns die Offenherzigkeit des Herrn hereingebrochen sei, find unzählige Male in der gegnerischen Preffe Herz wie gerufen. Wir sind gespannt, wie die Herren Alexander wiederholt worden. Dieser systematischen Verlogenheit gegenüber Meyer und Eugen Richter, diese bisherigen Hauptrufer im find wir nun in der Lage, einen klassischen Zeugen dafür an- Streite gegen den Terrorismus der sozialdemokratischen Boykott zuführen, daß der Boykott mit voller Absicht von den brüder", sich mit dem Geständniß ihres Mitaktionärs abfinden Brauereien provozirt worden ist. Kein Geringerer werden. als der Vorsigende des Aufsichtsraths der Aktiengesellschaft Schultheiß Brauerei, Herr Geheimrath Herz selbst, hat dies süße Geheimniß ausgeplaudert und zwar geschah dies auf Der letzten Generalversammlung dieser Gesellschaft. Nachdem " Kommunales. Tokales. Gemüthemenfchen. Als zu Anfang des Bierboykotts die Boykottkommission von Friedrichsberg auch zu dem Gastwirth Westphal, Frankfurter Chaussee 120, tam, um mit ihm Rück sprache zu nehmen, ob er nicht, wie viele andere, ringfreies Bier schänken wolle, da erklärte dieser Herr:„ Ich brauche die Arbeiter nicht. Ich lebe von meinen Betten und den darin schlafenden Händlern, die sich nicht an den Boykott kehren." Die Kommission ging und Herr Westphal schänkte Ringbier, was natürlich zur Folge hatte, daß er von den Ar beitern nicht weiter belästigt wurde. Allmälig hat sich bei dem Herrn eine andere Ansicht durchgerungen; nun er scheint zu der Ueberzeugung gekommen zu sein, daß die Groschen der Arbeiter sich auch ganz gut gebrauchen lassen. Da die Arbeiter wegen des Ringbieres aber nicht so ohne weiteres zu ihm kommen und die Groschen bringen, ist Herr Westphal auf einen ihm alle„ Ehre" machenden Ausweg verfallen. Er ließ nämlich durch den Polier den auf seinem Neubau beschäf= tigten Arbeitern bekannt geben, daß jeder, der nicht bei dem Herr Rösicke bei dieser Gelegenheit den Boykott zur Der Ausschuß, den die Stadtverordneten- Versammlung zur Bauherrn, d. h. bei Herrn Westphal verkehre, sofort entSprache gebracht hatte, von dem es zweifellos sei, Borberathung der vom Magistrat vorgeschlagenen Neuregelung lassen werde. Selbstverständlich hat sich nun die Arbeiter daß er der Brauerei große Verluste verursacht habe, der Kommunalsteuern eingesetzt hat, trat heute zusammen und kundschaft eingestellt, da es nicht jeder fertig bringt, sich in an der aber durchgefochten werden müsse", theilte Herr Ge- verständigte sich in einer längeren Geschäftsordnungs Debatte betracht der traurigen wirthschaftlichen Verhältnisse der Gefahr heimrath Herz mit, daß vor dem Eintritt in den Kampf das über die geschäftliche Erledigung der ihm übertragenen Aufgabe, der Arbeitslosigkeit auszusehen, und Herr Westphal hat damit Votum des Aufsichtsrathes eingeholt sei, daß aber der Aufsichts- sowie darüber, daß eine zweimalige Berathung der Steuervorlage die Genugthuung", fein Ringbier von Arbeitern getrunken zy sehen. Es geht eben nichts über den Geldsack. rath einstimmig beschlossen habe, dem Vorgehen des Vorstandes im Ausschuß stattfinden soll. zuzustimmen, da man die Ueberzeugung gewonnen, daß der Nach Feststellung des Arbeitsplanes wurde entsprechend dem Eine ähnliche Stellung wie Herr Westphal nimmt der InKampf vielleicht aufzuschieben, aber für die Dauer Kommunalabgaben- Gesetz und der hierauf bezüglichen Magistrats- haber des Restaurants" Palast Bürgerheim" ein. nicht zu vermeiden sei". vorlage beschlossen, daß als Normalsoll für die neue Gemeinde- Sommer dort gebaut wurde, schänkte der Wirth Münchener die staatliche Veranlagung der bisherigen Brauhaus- Bier; nachdem die Bauten fertig gestellt waren, Hier wird also von zuständigster Seite offen zugegeben, daß Grundsteuer er daffelbe ab. Auf die Frage, warum der Kampf im Mai zu vermeiden war, daß man aber Haus- und Grundsteuer gelten soll. Die zur Bestreitung schaffte erklärte er: ich habe jetzt andere Gäste, die auf feiten der Brauer denselben provoziren und zum des Gemeinde- Haushalts aus der Gemeindegrundsteuer erforder- er dies thue Austrag bringen wollte. Deshalb mußte die Erklärung des liche Summe wird alljährlich festgesezt und der vom Normaljoll trinken das Bier nicht, für die Arbeiter war ja die„ Jauche" Berliner Gewerkschaftsausschusses, worin gesagt war, daß man zu erhebende Prozentsaz bei der Festsegung des Etats beschloffen. gut." Jeht nun, wo bei den Bauten Töpfer und Buzzer bes sich dem Rixdorfer Bontottbeschluß über die Bergbrauerei nicht Sodann wurde mit 13 gegen 2 Stimmen beschlossen, schäftigt sind, verlangt der Wirth wieder nach Münchener Bier; augenscheinlich bringt es das Geschäft so mit sich, daß die anschließe und daß keine Absicht bestehe, in Berlin den Boykott der Versammlung den gänzlichen Fortfall der gejen eine der Brauereien zu erklären, welche mit ihren Böttchern mi et h steuer zu empfehlen. In der diesem Beschluß voran. Jauche" wieder gut ist. Ob dieselbe von den Arbeitern bei Alz im Theater. diesem spekulativen Wirth getrunken wird, das ist eine andere I graphie glaubte die Auswärterin der Groß den Mörder wieder Frage. zu erkennen und so erfolgte die Verhaftung des Schwanke am Leffing- Theater. 3 wei Wappen, Lustspiel in 4 Aften Der Bierboykott liegt der Unternehmerschaft trotz allen Sonnabend Vormittag, um fo mehr, als sich auch noch Zeugen Ableugnens schwer im Magen. Der so oft geübte Streich, Ar- bei der Breslauer Kriminalpolizei meldeten, die den Restaurateur von Blumenthal und Kabelburg. Det war irade wat fcheenet! In diese geflügelten Worte flang am Sonnabend beiter zu maßregeln, weil sie bei einer vom Unternehmer an dem Mordtage in Breslau gesehen haben wollen. Diesen belastenden Aussagen gegenüber wurde es dem Ver- Abend das Urtheil des Publikums, oder wenn wir gewissenhaft arrangirten Festlichkeit das ihnen vorgesehte Dingbier nicht hafteten leicht, einen umfassenden Alibibeweis anzutreten. Am fein wollen, mindestens sieben Achtel deffelben aus, als der Reſt trinken wollten, ist am Montag wieder von dem Bau- Unter10 sprach ein Herr Dietze, Ziedstraße des geviertheilten Geistes der berühmten Doppelfirma endlich nehmer A. Tschernige auf dem Bau Keithstr. 2 au lige af ben Bau 2a wohnbaft, mit Sch. vor Thür von geführt worden. 2. November eröffneten Restaurants, Oranienburgerstr. 45. Am Kalauer schlug den andern und nebenher wurde sogar noch ein Bau beschäftigten Arbeitern das fog. Kranzbier gespendet; 6. November Bormittags 10 Uhr unterhielt sich Schwanke mit bedeutsames Problem so genial angeschnitten, wie es nur modernen natürlich mußte es Ningbier sein. Einige der Arbeiter, fünf an der Zahl, die pflichtgemäß verschmähten, das Bier einer Brauerei dem Hausverwalter Herrn Obst im Lokal und eine Stunde später Verfertigern dramatischer Literatur möglich ist. Verrottetes Borzu trinken, welche sich an der Doppeldezimirung ihrer Brüder im befand sich der Angeschuldigte persönlich in einem Fleischwaaren urtheil der Nachkommen alter Raubriftergeschlechter platzte zus Arbeiterrock betheiligt hatte, wurden zur Strafe dafür am Montag geschäft Dranienburgerstr. 43. Weitere Zeugen sind dafür vorhanden, fammen mit dem durch feinerlei Erziehung gehemmten SelbstKnall und Fall entlassen, ohne daß ihnen der schuldige Lohn für daß Sch. noch im Laufe jenes Montages und am Abend, wo bewußtsein eines sogenannten Ritters der Arbeit, eines deutschdiesen Tag ausbezahlt wurde. Um zu ihrem Gelde zu gelangen, selbst der Restaurateur sein Lokal feierlich einweihte, in Berlin amerikanischen selfmade- man. Eine Viertel- Million Schweine Schlachtet der Theilhaber der berühmten Engros- Schlächterei Förster müssen sie erst die Hilfe des Gewerbegerichts in Anspruch nehmen. gewesen ist. Ferner meldete sich am Sonntag Nachmittag bei der hiesigen und Mackenzie in Chicago. Etwa ebenso viel Blut als die Sur Lokallifte. Bülow, Stallschreiberstraße 86, schänkt Kriminalpolizei ein Stausmann Wohl aus Breslau, welcher mit Schweine alljährlich zu Ehren des großen Exporthauses vergießen, neben ringfreiem Bier auch Bier aus der Unionsbrauerei. theilte, daß er die Groß vor etwa 3 Wochen in dem Vorort hat fließen müssen, bis das uralte Haus Wettingen, deffen Sprossen Birscham bei Breslau in Begleitung eines Mannes gesehen, Bater und Sohn im Lustspiel mitwirken, zu seiner heutigen Höhe welcher eine große Aehnlichkeit mit Schwanke besitzt. Hiermit emporgestiegen ift. Und eine Portion Wiß, die an blutiger wäre wohl der Irrthum der Auswärterin, welche erft furze Zeit Schauerlichkeit noch weit die Massakres fiberbietet, welche bei der Groß bedienstet war und Schwanke persönlich nicht die beiden Lustspielväter zu ihrem Ruhm ins Feld fannte, völlig aufgeklärt. Dieser Begleiter der Groß, welcher führen, mußte von Radelburg und mit Blumenthal n vermuthlich der erwähnte Fassel ist, trug damals einen dunklen Gewalt und List aus allen Ecken und Enden her zu vermuthlich der erwähnte Fassel ist, trug damals einen dunklen Gewalt modefarbenen Winterüberzieher. fammengerafft werden, bis Förster- Tochter und WettingenDie am Sonnabend von der hiesigen Kriminalpolizei in der Sohn, die glücklich mit einander verbundenen, Ruhe vor dent Schwanke'schen Wohnung abgehaltene Haussuchung verlief ganz Toben ihrer Herren Väter haben. Denn Wettingen fenior kann resultatlos; einen modefarbenen Winterüberzieher, wie ihn der es nicht verwinden, daß man Eisbein in feiner anThäter am Montage trug, hat Sch. nie besessen. gefebenen Familie fabrizirt, und Förster senior ist wüthend, daß er, der Mann mit den vielen Dollars Drillinge. Alzu reichlich gesegnet wirde am Sonnabend in der Tasche, von einem Kerl, der gar nichts gelernt hat, über Morgen die Ehe des Arbeiter Mengler'jcen Paares, das auf die Achsel angesehen wird. Dieser Widerstreit der Interessen dem Hofe des Grundstücks Reichenbergerstraße 114 drei Treppen und Meinungen wirkt derart deprimirend auf die geistige Konhech wohnt. Nachdem schon vier Kinder vorhanden waren, ist stitution der Väter, wie der Zuschauer ein, daß sie gegen Schluß die Familie noch um drei vermehrt worden. Die Mutter sowohl, des vierten Aftes ein veritables Kasperlespiel mit einander vollals die drei Neugeborenen ein Knabe und zwei Mädchen führen, an dem das Publikum sich rasend amüsirt. Endlich gaben befinden sich wohl; natürlich herrscht in der plöglich stark an sich die alten Herren das Versprechen, wenigstens das junge gewachsenen Familie große Nothlage. Paar mit ihrem Lärm zu verschonen und nunmehr fällt gerührt der Vorhang. Rigdorf. Wie uns von der Boykottkommission in Rigdorf mitgetheilt wird, beruht die Angabe, daß der Restaurateur Babenschneider, Nixdorf, Hermannftr. 118, Bierunterschiebungen gemacht hat, auf Irrthum. Der Gastwirth Görth, Gerichtssir. 4, erklärt zu der Bisten Echwindelei, über die wir am Sonntag berichteten, es set weder eine Aufwärterin bei ihm in Stellung, noch habe er fonft in irgend einer Form jemand beauftragt, Sammellisten für die aus gesperrten Brauereiarbeiter zu beschaffen. Vielmehr habe eine Frau, die wahrscheinlich mit der Person identisch sei, von der wir in unserer Sonntagsnummer Mittheilung machten, bei ihm am Donnerstag denselben Schwindel auszuführen versucht. An die Mitglieder der Orts- Krankenkassen richtet sich ein Flugblatt, das für die Berliner Abonnenten der heutigen Nummer des„ Vorwärts" beiliegt. Bei der Bedeutung, die die freie Arztwahl" für die Mitglieder der Krankenkassen hat, möchten wir unsere Lefer bitten, das Flugblatt nicht unbeachtet bei Seite zu legen. Charlottenburg. Bei der heutigen Stadtverordnetenwahl erhielten Stimmen: Jm 2. Bezirk: Görte( Soz.) 406, Frei finnige 880. Jm vorigen Jahre So3. 284, Freif. 160. 5. Bezirk: Sellin( Soz.) 236, Freifinnige 340. Jm vorigen Jahre Soz. 155, Freif. 201. 6. Bezirk: Wolter( Soz.) 149, Konservative und Freisinnige 596. Jm vorigen Jahre Soz. 87, Konf. und Freis. 287. " Vom Katechismus für das feine Hanz- und Stuben mädchen", den die Hausmädchenschule des Fröbel- Oberlin Vereins" den Gnädigen" auch in diesem Jahre wieder als Weihnachtsgeschent für ihre Dienstmädchen empfiehlt, sind in einem, einzigen Jahre 15 000 remplare abgesetzt worden. Ein Katecher die humane Hausfrau" wäre zwar auch sehr nützlich und nothwendig, würde aber in den Reihen der„ Gnädigen" wahrscheinlich weniger Antlang finden. Der Brandstifter, welcher im vorigen Jahre Oranienburg in Schreden sette und wegen deffen Thaten brei Personen unschuldig bis zu 6 Monaten Untersuchungshaft verbüßten, soll, wie uns aus Oranienburg gemeldet wird, am Sonnabend Abend, au welcher Beit abermals eine Heumiete und 2 Scheunen ein Raub der Flammen geworden sind, auf frischer That ertappt und an Sonntag früh verhaftet worden sein. Als Thäter wird ein Fouragehändler Jüterbeg genannt. Derfelbe foll verheirathet und Familienvater fein und wegen Fouragediebstahls noch neun Monate Gefängniß zu verbüßen haben. hat. " und wäre darin wird man Herrn Lustspiel belieben die beiden Autoren ihre bösartige Leistung fühn zu nennen. Wir wissen nicht, ob Direktor Samst den Muth gehabt hätte, das Stück als Schwant feinem Publikum vors zusehen. Geradezu verblüffend wird aber das geistige Niveau des tonangebenden Premièren Publikums durch die unbändige Heiterkeit charakterisirt, mit der auch die schauerlichsten Wige von ihm hingenommen wurden. Armes Lessingtheater! Es wäre ungerecht, wollte man den Autoren den wesentlichsten Warum flockt die Eingemeindungsfrage? Zur EinVerdienst am Erfolg zusprechen. Das vollendete Spiel der gemeindungsfrage will das Grundeigenthum" auf grund zuver Kräfte, welche die Bühne besigt, hätte vielleicht noch ärgeres lässiger Informationen mittheilen können, daß unter Herrn Rekognoszirt ist nunmehr die am 13. November bei Bernau Zeug dem in seinem Element schwimmenden Publikum mundgerecht v. Köller die Erledigung dieser Frage kaum mehr gefördert aufgefundene weibliche Leiche. Die Verstorbene ist die Frau des zu machen verstanden. Die Damen Retty, Groß und Pöllnig, die werden wird und kann, als unter seinen Vorgängern. Es sei Töpfermeisters Westphal zu Antlam; sie hatte ihre in Berlin, Serren Waldow, Schönfeld und Radelburg, welch letzterer als Gaſt in vorläufig noch nicht daran zu denken, daß ein bezüglicher Gesetz Flemmingstr. 3 wohnhafte Tochter Frau T., bei welcher sie feinem Werk mitwirkte, standen in jeder Beziehung auf der Höhe. entwurf im Landtage eingebracht werden wird. Der im Januar einige Tage zu Besuch gewesen, am 14. Ottober verlaffen, um Einzig von Herrn Guthery dünkt uns, daß er bei aller Stomit seines zusammentretende Landtag werde mit wichtigeren Dingen angeblich nach Hause zu fahren. Frau W. ist jedoch in Bernau Spiels einige Mühe mit seinem Deutsch- Amerikaner hatte. finanzieller Natur beschäftigt werden und keine Zeit finden, sich bereits ausgestiegen und hat, wohl infolge plöglich eingetretener Db das jüngste Produkt der blutigen Firma in Berlin lange mit dem Wohl und Wehe der Berliner Vororte und der Ge- Geistesstörung, sich das Leben genommen. Wie die Unglückliche auf Begehr rechnen kann, möchten wir bezweifeln. Großartig staltung Großberlins zu beschäftigen. Das Organ der Grund- den Selbstmord ausgeführt, hat bis jetzt nicht ermittelt werden wird sich aber das Exportgeschäft für die Proving entwickeln. befizer Vereine schließt seine Betrachtungen mit der Mittheilung tönnen. Der Wiesengraben, in welchem die W. Tag, hat nur einer verbürgten Thatsache", die ihm von zuverläffiger" Seite wenige Bentimeter Wasser aufzuweisen; es ist ebenso möglich, Neues Theater. Am Sonntag fam im Neuen Theater sugegangen sein soll; danach soll sich der Kaiser geäußert daß bie plan! os umberirrende Geistesgestörte in einem Ohnmachts: Hugo Lubliner mit seiner Poffe„ Das Neue Stück" zu Wort. haben, er würde niemals seine Zustimmung geben, daß ohne anfall in den Graben mit dem Gesicht nach unten gestürzt und, Auf den Wegen des behaglichen Schwankes zwingenden Anlaß eine Vergrößerung Berlins in größerem Um zu schwach, um sich zu erheben, so ein schreckliches Ende gefunden Lubliner immer noch lieber begegnen, als wenn er sich als Gr mit längst verbrauchten Motiven gearbeitet, fange vorgenommen würde. Bufolge der Zeitungsnachrichten sind die Verwandten der W. am Donnerstag nach Bernau gefahren und haben die start zieher und Lehrer des Volkes aufspielt oder gar Beitgebrechen fatirisch beleuchtet. Seit er als Rämpfer gegen die moderne verweste Leiche an den Kleidungsstücken rekognoszirt.Welt und gewissermaßen unter den Augen des Kaisers Entwischter Ganner. Ter„ Reichs- Anzeiger" bringt einen im Echauspielhause als sozialer Reformer mit dem Rufe: Gründet immer mehr Fortbildungsschulen!" mit so ge= Steckbrief, den die Staatsanwaltschaft hinter den Kaufmann Moriz Kazenstein, in Firma Kaßenstein u. Chun, erläßt. R. ringem Glück aufgetreten war, ließ Lubliner seinen Ehrgeiz wurde im Sommer wegen betrügerischen Bankrotts, Unter fallen und heute begnügt er sich wieder mit alten Spielereien, wofür schlagung und dergleichen in Untersuchungshaft genommen, nach ihm das Publiktum, wie die Sonntagsvorstellung lehrte, weit einigen Wochen aber aus der Haft entlassen. Jetzt ist er ent- dankbarer ist. Im Neuen Stüd" wurden Dichters Leiden und flohen. Freuden geschildert. Selbstverständlich reizte Herrn Lubliner Kunstwerk geboren, oder wie nicht das fünstlerische Problem, wie unter Wehen ein es im Kampfe gegen die Unfreiheit vertheidigt werden muß. Herrn Lubliner erscheinen nach seiner Art die äußerlichen Chikanen, unter denen der Bühnendichter leidet, ehe sein Wert zur Première tommt, wichtiger. Man sieht, wie Felix Falkner, der Lustspieldichter, mit eitlen Echauspielern, trägen und dreiften Regiffeuren und hochmüthigen, schneidigen Intendanzräthen fich herumbeißen muß, ehe seine Arbeit an's Bühnenlicht kommt. Hier erzählt Lubliner in mancher Szene Dinge, von denen er wirklich etwas weiß, und da das felten genug bei ihm vorkommt, so sei's ihm zu Ehren angerechnet. Daß sich der Vorwurf wohl zu einer scharfen Satire hätte vertiefen fönnen, wenn Lubliner die Einigkeit der Dummtöpfe gegen die Jutelligenz hätte treffen wollen, fei hier nebenbei erwähnt. Ein Lubliner verfeindet sich nur nicht mit der Welt, felbft wenn er den Geist dazu wirklich hätte. Der Schwant wurde im ganzen frohlaunig gespielt und die kleinen Schmerzen im Verkehr mit Schauspielern und auf Bühnenproben, die Herr Falkner zu erdulden hat, bis er sein Bräutchen heimführt, machten einem harmlosen Publikum manchen Spaß. Wenn man wienerisch zu plauschen versteht, wie Herr Pagay und Frl. Wirth, die Vater und Tochter in einer bummligen Künfilerfamilie darzustellen hatten, dann fühlt sich das Berliner Publikum noch besonders ergößt und es lacht gutmüthig über die traditionellen Bühnentniffe, die das freiere, beweglichere Süddeutsche Wesen in Gegensaz bringen gegen das angeblich ſtocksteife, nüchterne Dasein der armen Norddeutschen. Einen Prediger, Gymnasiallehrer oder Nichter möchte eine in der Staatsbürger Zeitung" annoncirende Dame heirathen. Sie hebt unter anderen Vorzügen ihr Vermögen hervor. An Bewerbern wird es ihr um dieses Vorzuges willen auch unter den Gesellschaftsstüßen der Kanzel, des Katheders und des Richterstuhles nicht fehlen. Urania. Die Tesla'schen Versuche werden im Laufe des Monats Dezember von Herrn P. Spies in einigen wissenschaft lichen Bereinen der Rheinprovinz vorgeführt werden und es findet deshalb der Vortrag Das Licht der Zukunft" in diesem Jahre nur noch zweimal in der Urania statt und zwar am Freitag und Sonnabend, den 23. und 24. d. M. An den übrigen Tagen dieser Woche wird der neue Ausstattungsvortrag der Urania Durch alle Welten" gegeben. Ein zweiter Birkus Renz wird im Südwesten errichtet werden. Die Größe des Grundstückes gestattet einen noch um fangreicheren Bau und daher eine noch bei weitem bequemere Play- und Foyer- Eintheilung, als der jeßige Zirkus, der jedoch ebenfalls im Betriebe bleibt; denn das zahlreiche Künstlerpersonal und bedeutende Pferdematerial, über welches der Zirkus Renz ftets verfügt, gestattet diesen Doppelbetrieb sehr gut. Die Naturheilfrennde wird die Nachricht von dem Tode des Herrn Hermann Canib, eines fehr bekannten Vertreters dieser Heilweise, interessiren. Herr Ganiz starb am 15. d. Mts. und wurde am Sonntag beerdigt. Neber die Wirkung des Heilserums enthält der jetzt vorliegende Jahresbericht der Verwaltung des städtischen Krankenhauses am Urban einige interessante Mittheilungen. Vom 20. Januar bis 22. März d. J. wurde bei 60 Kindern das Diphtherie Heilserum angewendet. Diese 60 Fälle wurden eingetheilt in 30 schwere, 16 mittelschwere und 14 leichte. Von den 30 schweren Fällen( wurden geheilt 15= 50 pCt., von den 16 mittelschweren 13 81 pCt. und von den 14 leichten 14= 100 Ct. Insgesammt wurden von 60 Fällen geheilt 42= 70 pCt. Tracheotomirt wurden von den mit Serum behandelten Rindern im ganzen 20 und davon geheilt 9= 45 pCt. Während von 30 Kindern, welche innerhalb dreier Tage nach der Gr. frankung injizirt wurden, 28 geheilt wurden, trat bei 25, welde = Vermuthlich desertirt ist ein Ober- Feuerwerkerschüler, der seit dem 14. 6. M. aus dem Kasernement spurlos verschwunden ist. Es handelt sich um den zur hiesigen Oberfeuerwerker- Schule tommandirten Unteroffizier Robert Wiebusch von der 5. Kom pagnie des Westfälischen Fuß- Artillerie- Regiment Nr. 7. Bei feinem Weggang, Nachmittags gegen 3 Uhr, war er mit Ge brauchsdienstanzug, Seitengewehr und Feldmüze bekleidet. Ein Todtschlag ist am 17. de. Mis. Abends in Weißensee verübt worden. Der Tischler Kowalczit wurde aus einem Lokale entfernt, weil er einen Schnaps nicht bezahlen wollte, machte auf der Straße Lärm und bedrohte den Wirth. Als ihn mehrere Gäste entfernen wollten, stieß er dem Tischler Rückert ein langes Meffer in den Leib, so daß die Eingeweide hervortraten. Vergeblich versuchte ein Arzt, Hilfe zu bringen. Rückert starb unter großen Qualen; Kowalczit ist verhaftet. • Polizeibericht. Am 17. d. M. Nachmittags fielen in der Trunkenheit eine Frau in der Oranienstraße von einer Kellertreppe und ein Mann in der Blumenstraße auf dem Bürgersteige hin und erlitten schwere Verlegungen. Abends wurde in der Maurerstraße eine Frau durch eine Droschte überfahren und schwer verlegt. Am 19. d. Mts. Morgens erhängte sich ein Mann am Treppengeländer eines Hauses in der Koloniestraße. Bei der Oberbaumbrücke wurde Nachmittags ein Mann mit einer schweren Verlegung am Hinterkopfe aufgefunden und nach dem Krankenhause gebracht. Ein Mädchen sprang bei der Goykowskibrücke in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Waffer gezogen und nach dem Krankenhause gebracht. Abends schlug sich ein Mann in seiner Wohnung, in der Ackerstraße, einen Steinbohrer mit einem Hammer etwa 8 Zentimeter tief in den Kopf und begab sich dann nach der Sanitätswache, wo das Instrument aus der Wunde entfernt und seine Ueberführung in die Charitee veranlaßt wurde. Am 17. und 18. d. M. fanden elf unbedeutende Brände statt. 1 Witterungsübersicht vom 19. November 1894. 4 Tage und länger frant waren, nur 11 Mal Heilung ein. Die Stationen. beste Heilziffer hatte das zweite, dritte, neunte und zehnte Lebensjahr, während sonst die Heilungen in den ersten Lebensjahren am geringsten sind. Es ist dies aber dadurch zu er flären, daß die jüngsten Rinder, bezogen auf ihr Körpergewicht, Ewinemünde die größten Dosen des Heilserums erhalten haben. Eine schäd- Hamburg liche Wirkung des Serums auch bei größeren Gaben wurde nie Berlin. bemerkt. Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. O Windrichtung CSD Windstärke | 0a|| NN( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( 782412. 774 773 2 778 Dunst bedeckt Nebel 6 Wiesbaden. 772 SD bedeckt 5 773 774 a Nebel Still Nebel 776 782 WSW SSM 765 SW 765 3 Regen Nebel Regen bedeckt Wien 11 50 G. 4° R.) Mit der Entdeckung des Mörders der Elsa Groß war München. es wieder einmal nichts. Die fortgefeßte Untersuchung gegen den bes Mordes an der Elsa Groß in Breslau bezichtigten Restau- Haparanda Petersburg rateur Schwanke hat mit Sicherheit ergeben, daß derselbe un- Cork. schuldig verhaftet worden ist und seine Freilassung dürfte baldigst Aberdeen erfolgen. Schwanke hat bis Ende des Jahres 1898 in Breslau im Hause Kazelohle Nr. 22 gewohnt, in demselben Hause, wo auch die Elsa Groß wohnte, die von einem Grafen ein Wetter- Prognose für Dienstag, den 20. November 1894. Nachts etwas tälteres, am Tage mildes, zeitweise heiteres, vielfach nebeliges Wetter mit schwachen südöstlichen Winden ohne wesentliche Niederschläge. lernte das Ehepaar die recht gutmüthige Groß kennen und es verkehrten die drei Personen viel mit einander. Bei einem folchen Besuche in der Schwanke'schen Wohnung fah die Groß Die Photographie des Restaurateurs als Unteroffizier in dem Album und eignete sich das Bildniß an. Nach dieser Photo Paris Berliner Wetterbureau. 1 " " Gerichts- Beitung. Wegen öffentlicher Schamberlegung, begangen in einem Stadtbahn- Koupee, wurde am 16. d. M. vom hiesigen Schöffen gericht der Kandidat Großkurth, Sohn eines schlesischen Gutsbesizers, zu fünfzig Mart verurtheilt. Der Amtsanwalt hatte nur 80 m. beantragt, das Schöffengericht war wegen der erwiesenen Rohheit der That über das Strafmaß binausgegangen. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Der Gutsbesitzerssohn hatte in einem Koupee der Stadtbahn außerordentlich fnotige und zotige Redensarten gebraucht, Bor etwa zwei Jahren wurden von der Straf fammer zwei Arbeiter, unbestraft, Familienväter, die in angetrunkenem Zustande in einem Stadtbahn- Koupee eine zotige Chinesen Anekdote erzählt hatten, zu fechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Gleiches Recht für Alle! 9 Wegen Uebertretung des§ 135 der Reichs- GewerbeOrdnung, welcher die Beschäftigung von Kindern in industriellen Betrieben nur an sechs Stunden des Tages gestattet, hatte sich geftern der Ingenieur Auguft Bormann aus Groß- Lichterfelde vor der zweiten Straftammer am Landgericht U zu verantworten. Derfelbe befitt in Lankwitz eine Fabrik, in welcher drei 18jährige Knaben täglich von 74 bis 8, von 81/2 bis 12, von 1 bis 4 und von 41/2 bis 6 Uhr, also 93/4 Stunden beschäftigt worden sind. Der Angeklagte such te fich damit zu entschuldigen, daß nicht er, sondern fein Buchhalter die Arbeiter austelle. Er tenne die Gefeße ganz genau und würde die Knaben nicht länger denn zulässig beschäftigt haben, wenn er deren Alter gefannt hätte. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß es Pflicht des Angeklagten sei, sich um das Alter seiner jugendlichen Arbeiter zu kümmern und verurtheilte denselben zu nur 30 Mart Geldstrafe. 3ur Schweichel'schen Mordsache. Nach den bis jetzt ge-| macht. Nach dem Bericht der Revisoren über die Unterstüßungs-| Grünauerftr. 3.- Rauchklub Ruhiga, Abends 9 Uhr bei Stalmus, Gräfe troffenen Dispofitionen wird die Anklage gegen den Maurer tasse, wird dem Kassirer Decharge ertheilt. Der Arbeits- Gitschinerstr. 93. fraße 74. Rauchflub Sumatra, Abends 9 Uhr im Restaurant Krause Thiede wegen Ermordung des Fräulein Schweichel die Ge- nachweis befindet sich jetzt Wallstr. 76 I bei Wunderlich. Musitver. Osiris, Mariannenstr. 32 bet Doberstein. schworenen am Landgericht II am letzten Tage ihrer nächsten Vergnügungsverein Nordwacht, Abends 9 Uhr bei Hermerschmidt, Perlebergerfir. 28. Tagung, 8. Dezember, beschäftigen. Die Verhandlung wird ziem schule fand am 14. d. M. im Norden statt. An Stelle des verEine Agitationsversammlung der Arbeiter- Bildungs- Gefang-. Turn- und gefellige Vereine. Dienktag. Männer- Gefanglich umfangreich sich gestalten, da 56 Zeugen zu vernehmen sind, hinderten Referenten Genossen Herzfeld sprach Genosse Adolf doch ist für den größten Theil der Verhandlung der Ausschluß Braun. der Deffentlichkeit zu erwarten. Den Vorsitz des Gerichtshojes Technik des Beitungswesen 3. In der sich anschließenEr schilderte die Organisation und die wird Landgerichtsrath Meyer führen; ob Rechtsanwalt Wronker, den Diskussion, an der sich die Genossen Hagen, Knoll, der bisherige Vertheidiger Thiede's, diesen auch im Haupttermin Königs und Braun betheiligten, wurde der Werth der Arvertreten wird, hängt von der Entscheidung einer prozessualen beiter- Bildungsschule gebührend hervorgehoben. Vorfrage ab. Leipzig, 17. November. Der erste Straffenat des Reichsgerichts hat heute das gegen Frau Ismert aus Metz wegen Ver-dachts der Spionage eingeleitete Verfahren eingestellt. Soziale Soziale Mebersicht. Wahlfälschungen. verein Gangestreue jeden Dienstag von 8-10% Uhr bet Bros, sinenfraße 9. Duftverein& if angegeben Dienstag Abends v Arbeiter Bithertlub Freiheit stlänge. von 8 bis 11 Uhr bei W. Richter, Bülowstr. 65 am Dennewiz- Play. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Berliner Turngenossenschaft. Die 9. -10% Uhr in der Zurnhalle des effing- tunerabtheilung turnt jeben Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 68. Rauchtlub Schmore's Werte, jeden Dienstag Abend Uhr bei Zrittelwig, Faldenſteinſtr. 7. Turnverein Fichte( Mitglied des Deutschen Arbeiter Turnerbundes) turnt heute: 2. Männer- Abtheilung Staligerstr. 65-56, 1. Lehrlings- Abth. Friedenstr. 37. eine öffentliche Versammlung, in welcher über die Sperre der Turnhalle, Prinzen- Allee 8. Nach dem Turnen geſelliges Die Musikinstrumenten- Arbeiter hatten am 18. November Turnverein Norden, jeden Dienstag Abends on 8 bis 10 Uhr in der Restaurant Bum Thüringer, Brinzen- Allee 10. Turnverein Froh und Werkstatt von Höhne und Sell berichtet wurde. Dort hatten be- Fret, Bris( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands). Turnen fanntlich die Unternehmer die Arbeiter zwingen wollen, ihre der Männerabtheilung jeden Dienstag von 8%-10% Uhr bet Bethfe( vormals Getränke nach wie vor von dem Gastwirth Possehl zu nehmen, gold II" 9% Uhr präz. bei Dambed, Wollinerftr. 62: Sigung und Fidelitas. Engel), Chauffeefir. 39. Theatervereine: Dilettanten- Bühne Rhein928 der boykottirtez Bier führte. Die Sperre hat nun den Erfolg- theaterverein reter as ille tant fiber gehabt, daß Possehl sich boykottfreies Bier beschafft und sich in die Märrischen Sof, Admiralftr. 18c.- Rauchtiub Sorgenfrei tagt bet Bartel, Rauchtlub Deutsche Flagge jeden wo Liste der boykottfreien Wirthe hat aufnehmen lassen. Die gesperrte Baltfadenfir. 22, um 9 Uhr. Im Musterstaat" Sachfen, wo Dienstag Abend 8 Uhr Wrangelftr. 32. Rauchklub Grüne Quast e neben der hohen kapitalistischen Entwickelung naturgemäß auch Werkstelle ist besetzt, die Leute, die dort arbeiten, haben sich( Mitgl. des Bundes) jeben Dienfiag Abend Uhr, bet Aft, Ostbahnhof 7. die Sozialdemokratie immer mächtiger anschwillt, sucht die ohne Noth damit einverstanden erklärt, daß überhaupt Geselliger Verein Hertha, Abends 9 Uhr in den Dranten Hallen, herrschende Klasse sich des Eindringens des sozialistischen Elemente fein Gastwirth mehr die Erfrischungen an die Bank bringt. Oranienftr. 61. 9 in die gefeßgebenden Körperschaften dadurch zu erwehren, daß sie Gingenommen hat die Sperretommiffion 315 M., ausgegeben in die gesetzgebenden Körperschaften dadurch zu erwehren, daß sie 169 M., so daß also ein Bestand von 146 M. geblieben ist. das Wahlrecht verschlechtert, daß sie die große Maffe der Bürger 34 Fabriken haben sich an der Listensammlung beteiligt. Die ihres Rechtes beraubt. man es in Leipzig und Falkenstein gemacht, so plant man es in eines Anzahl Bersammlung hob die Sperre auf und überwies von dein geanderer Städte. Wo es nicht möglich ist, scheut man sich nicht, nannten Bestande 50 M. den Brauern und 96 M. den Fonds Aus Zittau wird der V. 3tg." berichtet, daß am Montag unter Umständen Streifenden Unterstützung der n die gröbsten Fälschungen vorzunehmen. Sour Gemaßregelten früh im benachbarten Friedersdorf die Wolkämmerei von Rosen hat dieser Tage in Plauen i. V., dort, wo bekanntlich auch unter den Klavierarbeitern. Man erörterte hierauf den franz niedergebrannt ist. Die Tochter, Gattin und eine Die Wahl des Herrn von Polenz der vielen Unregelmäßigkeiten te Stand gegenwärtigen Babmit Lohnkampfes. Bei Ulbrich ältere Verwandte des unversicherten, schwer verletzten Besitzers wegen mit Grfolg angefochten werden konnte, ein Prozeß sich iſt es gelungen, den aufgestellten Tarif vollständig durch verbrannten. Als Ursache des Brandes wird Selbstentzündung abgespielt, der die schlimmsten Auswüchse der im dortigen Rath zusehen, sowie das Ehrenwort vom Fabrikanten zu erhalten, vermuthet. haus herrschenden Betternwirthschaft ans Tageslicht gezerrt hat. Daß er feinen der Streifenden entlaffen wird, um nur einen Nene Steinkohlenlager. Die„ Frankfurter Zeitung" meldet Vor der Strafkammer zu Blauen stand der frühere Stadtrath Personenwechsel vorzunehmen. Ein Bodenmacher ist freilich ent- aus Budapest, daß bei Tofod im Graner Komitat ein Lager Remnizer aus Delsnit, angeklagt wegen Wahl- laffen worden, wie die Kommission sich überzeugt hat, weil der von mehreren Millionen Meterzentnern Steinkohlen entdeckt fälschungen. Der Anklage lag der auch von uns seinerzeit Betreffende die Arbeit, die er liefern sollte, nicht machen konnte. worden sei. des und 09792 Dermischtes. " mitgetheilte Vorgang zu Grunde, der sich bei den Er: Ulbrich sind infolge des Streits zwanzig Klaviere vom Händler Das Hochwasser im Themse- Thal nahm Sonnabend eine gänzungswahlen zum Stadtgemeinderath am 11. Dezember 1898 rückgängig gemacht, weil er sie nicht zur Zeit liefern fonnte. Besorgniß erregende Ausdehnung an. In Windsor versagte die in Delsnig abgespielt hat. Herr Stadtrath Kemnizer fungirte Bei Seidel haben die Kollegen gemeinsam ihre Forderungen Gasbeleuchtung; die Umgegend glich einer Anzahl von Seen. damals als Wahlkommissar und las die Wahlzettel vor. Er hat gestellt und sie unverkürzt bewilligt erhalten. Bei Schleifer u. To Die Königin besichtigte gestern das von der Ueberschwemmung nun absichtlich Namen verlesen, die nicht auf den Zetteln standen, find Kleinigkeiten den Zusammensetzern und den Kastenmachern heimgesuchte Gebiet und spendete 50 Pfund Sterling für den und andere Namen unterdrückt. So hat er den Namen seines bewilligt und die angedrohten Abzüge zurückgenommen. Zwei Unterstüßungsfonds. Sohnes, Gustav Kemnitzer 21 Mal, den seines Freundesweiteren Branchen sind Bulagen für später versprochen. Ver- Heber Erdbeben in Italien berichtet Wolff's TelegraphenHänold 32 Mal von Betteln gelesen, auf denen er nicht stand. schiedene Redner ermahnten die dortigen Kollegen zu größter bureau: Mila 330, 19. November. Gestern Abend um 10 Uhr Infolge dessen ergab sich ein falsches Wahlresultat. Es zirkulirten wie Schleifer u. Comp., wo ca. 25 Kollegen arbeiten, sei wohl töße statt. Die erschreckte Bevölkerung verbrachte die Nacht im Einigkeit und energischem Vorgehen. Bei einer Genossenschaft und heute Vormittag 74 Uhr fanden neue, sehr fühlbare Grdsogleich Gerüchte über Wahlfälschungen in der Stadt, und als Anzeige erstattet wurde, veranlaßte der Bürgermeister et eine Revision. etwas zu erreichen. Bei Klein u. Comp. hat nur der Raften- Freien. Reggio, 19. Nov. In der letzten und vorlegten Nacht Dieselbe ergab, daß Hänold nicht 142, sondern 110 Stimmen er- macher 11 pst. Zulage erhalten. Es wird aber dort jetzt die wurden wieder leichte Erderschütterungen gespürt; dieselben richteten Dieselbe erga nicht Gustav Kemnizer, sondern Agent Hilf mit 116 Arbeitszeit und eingehalten eingehalten und der angekündigte Abzug ist aber feinen erheblichen Schaden an. Die Bevölkerung lebt in Stimmen zum Ersatzmann gewählt worden sei. Außerdem stellten Ueberstunden, einige trinken auch Bontottbier. Bulage hat welche sich nicht entfernen tönnen, tampiren unter Zelten oder zurückgenommen. Bei Barthol machen mehrere Kollegen großer Angst; viele Leute begeben sich auf das Land, diejenigen, ſich bei den übrigen Gewählten noch einige Abweichungen von Barthol verweigert. Der größte Theil der Kollegen ist dort zu bleiben Tag und Nacht im Freien. Von Seminara und Palmi dem ersten Resultate heraus. Ueber die Verhandlung selbst entnehmen wir der„ Voigtländ. Boltsztg." noch folgende Ginzel- indifferent, als daß sich irgend etwas erreichen ließe.-Man laufen immer noch sehr ernste Nachrichten ein. In Seminara heiten: Der Angeklagte erklärt, daß er sich auf die beregten empfahl nun im Allgemeinen, das Errungene festzuhalten wurden 13 Personen getödtet und über 50 verwundet. Fast die Vorgänge nicht genau entsinnen könne, und dem Verein beizutreten. und führt das Sobald sich die Gelegenheit ganze Gemeinde ist zerstört. In Palmi find alle Häuser von ihm veranlaßte falsche Resultat darauf zurück, daß er biete, werde man für eine Verkürzung der Arbeitszeit ein- unbewohnbar; sieben Personen wurden getödtet und 50 veran Flimmern vor den treten und zur gleichen Zeit in den schlechten Werkstellen wundet. In Malocchio und Terranova wurden Häuser, aber Augen und Schwindelanfällen leide. Die Zeugenaussagen sind zum größten Theil belastend wieder für eine Lohnerhöhung. Ein Redner schlug vor, die feine Menschen beschädigt. Ueberall lagert bie erschreckte Befür den Angeklagten, und geben die Beugen, die z. B. als Wahl Kommission möge ein Buch anlegen, in welchem die Löhne von völkerung im Freien. Offiziere und Soldaten leisten thatkräftige gehilfen thätig gewefen sind, ihrer Ansicht dahin Ausdruck, daß jeder Fabrik notirt werden, damit man stets eine Kontrolle dafür Hilfe und volbringen Wunder von Selbstverleugnung. eine solche Differenz nicht aus einem Versehen des Angeklagten habe. Beschlossen wurde, die Liſtensammlungen energisch fortherrühren könne. Die Aussagen der Sachverständigen, Medizinal zusetzen, nicht nur für die Lohnerhöhung, sondern eventuell für 197-199 Rath Dr. Ficfert- Delsnik, Dr. Schwabe- Leipzig und Medizinal- bie Verkürzung der Arbeitszeit. Der bei Stieber u. Co. vor Rath Dr. Buschbeck- Plauen sind zum Theil für den Angeklagten furzem entlassene Umleimer wurde als gemaßregelt anerkannt. Briefkaffen der Redaktion. entlastend, da aus ihnen hervorgeht, daß Kemnizer thatsächlich Nächsten Sonntag ist eine öffentliche Klavierarbeiter- Versammlung Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bay!) an Kongestionen des Kopfes gelitten habe, doch stimmen sie im Lokale Belforterstraße 15. fämmtlich darin überein, daß der Angeklagte sich zur Beit seines Vergebens im Besitz seiner Geistesträfte befunden habe und sein Sehvermögen nicht ein derart schwaches gewesen sei, daß sich so große und so häufige Frrthümer hieraus erklären laffen. Der Staatsanwalt beantragte Bestrafung aus§ 108 und ersuchte, in anbetracht der sozialen Stellung des Angeklagten und seines schnöden Vertrauensmißbrauchs über Das Strafminimum hinauszugehen. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8% Uhr: Oeffentliche Boltsversammlung im Elysium, Landsberger Allee Nr. 40. Bortrag über Kapital- und Einkommen- Konzentration". Referent: Genosse August Bebel. Sierauf: Ball. Moabit und Wedding. Große Versammlung für Männer und Frauen Mittwoch, ben 21, November, Abends 6 Uhr, bet Reichert, Müllerstraße 7: Vortrag über: Moderne Ghen". Referent: Genoffe A. Hoffmann. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse. Dienstag, den 20. November, Abends 8% Uhr, im Restaurant Stühler, Neue Grünstr. 38. Borstands- Sißung. Der Vertheidiger, Herr Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von s%-10% Uhr. NordJustizrath Schuricht, plädirte für Freisprechung, weil die Schule, Mülleistraße 179a und Südost- Schule, Waldemarjir. 14: Boltsth. Sache nicht flar liege und die förperlichen und Willens- Medizin. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und funktionen des Angeklagten geschwächt gewesen seien. Der Ge- Herren, jeder Zeit aufgenommen. richtshof erkannte auf eine Gefängnißstrafe von einem Monat. In der Begründung des Urtheils heißt es: Der Angetlagte hat Bettel verfälscht. Er befand sich nicht im Zustande der Unzurechnungsfähigkeit. Er wollte sich einen größeren Einfluß im Stadt Gemeinderath sichern durch Hereinbringung ihm nahestehender Personen. Es liegt fein Versehen vor, weil die falsche Namensnennung allzu häufig erfolgt ist. Daß dieselbe durch eine Sehstörung des Angeklagten veranlaßt ist, gilt auch nach dem Gutachten der Sachverständigen für ausgeschloffen. Bei Abwägung der Strafe fallen ins Gewicht der grobe Mißbrauch des Vertrauens und die egoistischen Gründe des Angeklagten, als strafmildernd kommt seine geschwächte förperliche und geistige Widerstandsfähigkeit in Betracht. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender: Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 übr: ebungsflunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Steinei che ( Böttcher), Neue Friedrichstr. 20 bet teller. Senefelder, Rosenthaler ftraße 57 bei Wernau. Gerechtigkeit: Westen, wülowftraße 69 bei 1 * 116 anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. dere dahingehende Bestimmung enthalten, so kann keine Rede daHildesheim. Jit nicht etwa in Ihrem Statut eine besonvon sein, daß Ihre Ortskrankenkasse verpflichtet oder auch nur berechtigt sei, aus der Kasse Austretenden ein Abschiedsgeschenk zu verabfolgen. Legen Sie gegen die Anordnung Bismarck's des Jüngeren Beschwerde ein. M. M. Friedrich- Karlstr. Sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. F. P. 7. Gegen Urtheile des Schwurgerichts ist Revision zulässig. Die Revision muß innerhalb einer Woche nach Verkündung des Urtheils bei Gericht eingereicht sein. P. 2. Durch die Buchhandlung des Vorwärts", Beutstr. 2, fönnen Sie fämmtliche Bücher, nicht nur solche sozialdemotratischen Inhalts, beziehen. 21. 2. 100. Untersuchungs- Gefangene tönnen ihre eigene 2. M. 44. 1 und 2: Nein. Werner. Olympia, Adalbertftr. 21 bei Roll. Sangesblüthen, Kleidung tragen. co II, Echönhauser Allee 28 bet stelle. Krautstr. 6 bet Rudolf. Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrich fir. 58. - Schildhorn, Swinemünderftraße 35 bet Sübner. W. W. 22. Daß zwischen lebenslänglich" und zeitGefangverein ber Metallarbeiter Often, Krautfir. 38 bei B. Wiesegarth. Freiheit II, Adlershof, Wölftein's Luft lebens" fein Unterschied besteht, daß vielmehr beide Ausdrücke umor, Lichtenbergerfir. 16 bei Karl Bolzmann.- rob Soffnung, zweifelhaft sein. garten. Myrthenblätter, Belforterftr. 15 bei Schneider. Shn'scher die Lebenszeitdauer in sich begreifen, tann doch schwerlich jemand ( Berlin W) Grunewaldstr. 110 bei feßner.-Eintracht 1, Nieder- Schönweide, Grünauerstraße bei Strecker. Männer- Gesangverein orbeertranz II G.§. 13. 1. Ihre Behauptung ist unwahr, es habe im tett III, Gr. Lichterfelde. Phönix- Brauerei bet Hoffmann. ( 79), Waldemarstr. 75 Süd- Ost" bei Carl Ulrich Gesangverein Einig Briefkasten in einer Freitagsnummer des Vorwärts" Anfang Unversagt, August oder Ende Juli die Behauptung gestanden, durch EinSängerchor der Töpfer, Neue Friedrichhr. 44 Stromstr. 27 bei 2. Lange. Gr. Frankfurterfir. 133 bei Gold. Ein Kulturbild. Wir lesen im Leipz. Tagbl.":" Der dam, Wallstr. 55 b. Gärtner. Freies Bieb, Friedrichsberg, Friedrich- Karl- der betreffenden Notiz( vom 27. Juli) steht durchaus richtig: b. Röllig.- Arbeiter- Gefangverein Arbeiter- Matbund, Nowawes b Bots: legung einer Berufung vermehrten sich die Ko ft en nicht. In große Artillerieſchießplatz des 12. sächsischen Armeekorps bei straße 11 bei Seir ece. Männerchor Nord- ft, Tilfiteritr. 82 bei Hänice. auf die vom Angeklagten eingelegte Berufung oder Revision hin Männer- Gesangverein Sänger Freiheit, Naunynstr. bei Friz Geithain wird demnächst eine großartige Umwandlung erfahren. Bubeil.- Gesangverein Rothe Nelle II, Ruppinet- u. Schönholzerstraßen tann eine Verschärfung der Strafe nicht eintreten." Sie wär Der Schießplay, welcher jegt eine Länge von etwa 4000 Meter Gate. Alte Linde, Admiralstr. 21 bei Schnieber. Arbeiter- Gefang- den gut thun, genau zu lesen oder folch' Artikel auszuschneiden hat, soll nach Norden zu durch Abschlagen des jetzt als Sicher- verein Borwärts III, Rathenow, Restaurant Bur Erholung bei Friesede. und, wenn Sie seinen Inhalt gebrauchen, ihn wieder durchheitsbereich dienenden Waldes auf reichlich das Doppelte erweitert fangverein bilaria, Krautftr. 6 bei Rudolf. Alpenglocke, werden. Dadurch kommt u. a. auch das Dorf Gorisch in die garten. Eichenfranz, Brenzlau, im Kaiser- zulesen. 2. Amtsgericht Berlin II. 3. Ueber das von Ihnen beGinigteit II, Weinftr. 11 bei Feind. Weddinger har hauptete Verfahren ist uns nichts bekannt. Schußlinie zu liegen und muß infolge dessen von seinen Be- monie, Müllerfir 7 bet Reichert. Vorwärts VIII, Marmig i. d. Mart, wohnern verlassen werden. Die Räumung von Gorisch wird am concordia, Simeonstr. 28 bei A. Flick Ch.. G. 32. Eine Beschränkung hinsichtlich der Höhe bei W. Nölte. Wachauf. Pankow, Wollantstr. 113 bei Lehmann. 1. April 1895 stattfinden. Während der nächsten Schießübungen mühle bet Eberswalde. Frete Sänger II, Seeger: des Fonds der Kasse besteht nicht. Es ist Ihr Statut aber recht werden dann bereits Granaten und Shrapnels mit furchtbarer ilte.- Gesangverein orcacie( gem. Chor), Beugboffir 8 bei Behlendorf. Arbetter- Gesangverein Einig, Andreasfir. 26 bei unvorsichtig insofern gemacht, als die betreffende Kaffe als VerGewalt das Dorf, das als Ziel in Aussicht genommen ist, in verein Arion, Wittenberge, Thurmftr. 23, Zentralballe. Wilmersdorferi dertafel, Deutsch- Wilmersdorf, Bad.efang tann. sicherungsverein erachtet und unter Polizeiaufsicht gestellt werden Trümmer legen." Ein Kulturbild, das wahrlich keines Kommentars Wörther- u. Ryfeftr.- Ede. Vielleicht sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und Wacht a auf), Freie Feld blume, Wienerftr. 31 b.. 1 Uhr vor. bedarf. Harmonie III, Rirdorf, Bergstr. 142 bei Schimfäse. Gangilu* Putbuserstr. 30 bei Reimann. 2. G. 4 und F. X. H. Der Raummangel verbietet es, Alpenglühen, Manteuffelse.bei die Bestimmungen des Patentgesetzes an dieser Stelle wiederzugeben Nowad. Edelweiß I, Manteuffelstr. 9 bei Nowac.. Waldtapelle, Prinzenstr. 110 bei Ballwig. Gesang und Orchefterverein Straluer oder zu erläutern. Das in der Guttentag'schen Sammlung unter tebertafel, Rummelsburg, Haupturaße 83 bei W. Bowinkel( Orchester). No. 22 erläuterte Patentgesetz ist recht brauchbar.( Preis 1 M.) Gesangverein Kreuzberg, Schönleinstr. 6 bei traag. Der Enterbten, Gwinemünderftr. 55, bei Franz Schmidt. Gefangverein Wollen Sie über Einzelheiten Auskunft, dann sprechen Sie zwischen Die freie Vereinigung der Graveure und Biseleure neue 8ett, Putbuserstr. 85 bei reuter. Gefangverein Frogfinn I, 12 und 1 Uhr vor. hielt am 13. November eine gut besuchte Versammlung ab, in Rummelsburg, Göthestraße, Ece Stantpraße bei Mertens. Gefangverein 1. rot. Sambg. Nach§ 124 No. 4 hat ein Arbeiter das der Genoffe Pinn in einem beifällig aufgenommenen Vortrag Metallarbeiter Often, Blumenstr. 46 bet Tomaschat. über alte und neue Moral" sprach. In der Diskussion wurde alle zuschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an B. Gent, nicht in der bedungenen Weise ausgezahlt wird. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend Recht, ohne Auffündigung die Arbeit zu verlassen, wenn der Sohn das Referat durch Anführung einiger Beispiele ergänzt, und so- Adalbertstraße 95. Dienstag. Mufitverein Hoffnung, bei Dreßler, A. F. 73: Ja. dann zur Erledigung von Vereinsangelegenheiten übergegangen.. Geselliger Mufitdilettanten Verein Münster mann, bei Wilte, Hochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer G. 5. 100. Die Brüder haften. Die Versammlung wählte die Mitglieder Busch und Müller zu Mitglieder. Theaterverein Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Beitragssammlern. Offenburg. Die besagte Aeußerung soll nach unserer näheren Anhaltiner, Tempelhofer Ufer. Theater- Gesellschaft Liberte, Rottbuser Information nicht in der Form geschehen sein, weshalb wir von Des weiteren wurde auf die im Lichthofe des Kunstgewerbe- amm 103 bei meier.- Theaterverein Freie Kunst, Blumenftr. 46 b. Went, der Veröffentlichung Ihres Eingesandts abgefallen haben. Im Rauchflub Gut gesinnte Freunde, Abends 9 Ubr, bei Müller, museums stattfindende Heraldische Ausstellung aufmerksam ge- Georgenkirchstr. 65. Rauchklub Ambalema, Abends 9 Uhr bet Golz, übrigen ein wenig gleichgiltiger, lieber Kollege. Versammlungen.. Metallarbeiter! Eisenbahnstraße 6. Mittwoch, den 21. November 1894, Vormittags 10 Uhr, bei Reichert, Müllerstraße 7: Große öffentliche Versammlung sämmtl. Arbeiter der Firma Ludwig Löwe& Cie. Tages Ordnung: Die Stellung der Arbeiter der Firma L. Löwe& Cie. zu den Johnreduktionen und die Sammlungen zum 25 jährigen Fabrikjubiläum. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N. Anklamerstr. 44. 175/12 Gefangverein 0 Buchdrucker! Auktion Donnerstag, 22. Novbr., Brüderstraße 18. Schriften, 1100b Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg.aschinen, Dienstag, den 20. November, Abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Fuchs, Lichtenberg, Dorfstraße 2: Böchstr. 89 tane obnungen fofort 62/8 Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Sperling über: Die Heilkräfte des Organismus und wie werden dieselben am besten unterstützt, durch Medikamente oder durch die Anwendungsformen der arzneilofen Heilweise( Naturheilkunde)? 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. E Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. billig zu verm. 867b Arbeitsmarkt. Verfilb. u. Farbigm. vl. Andreasstr. 10. Barockvergolder werden verlangt H. Joers u. Sohn, Staligerstr. 28. Tüchtigen Rahmenmacher verlangt Brückner, Ritterstr. 48. 1106b Für den Juhalt der Inserate überuimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 20. November. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Mara. Castan's Todes- Anzeige. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser langjähriger Parteigenosse, der Panopticum. Seber Otto Pilkenroth Hassan Al Prinzess Topase Achtung! Große Achtung! Volks- Versammlung am 17. November an der Proletarier am Dienstag, 20. November, Abends 8 Uhr, bei Henke, ( fr. Renz), Naunynstr. 27. frankheit verstorben iſt. Zages Ordnung: Die Beerdigung findet Mittwoch, den = der grösste Mensch der Welt. 21. Nov., Nachm. 3 Uhr, vom städt. 1. Bericht der Frauen- Agitationskommission. 2. Wahl einer Vertrauens. Krankenhaus am Friedrichshain aus person. 3. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Richard Fischer. 4. Dis statt. Um zahlr. Betheiligung ersuchen fussion. das fleinste Menschentin d. 268/6 Die Vertrauenspersonen. Schauspielhaus. Wie bie ten Merikanische Riesen- Gacteen fungen. B Deutsches Theater. Daniela Weert. Berliner Theater. Emilia Galotti.. Leffing Theater. Zwei Wappen. Schiller- Theater. Die Karlsschüler. Neues Theater. Figaros Hochzeit. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Jabuka.( Das Apfelfest.) Residenz- Theater. Der Unterpräfekt. Villa Vielliebchen. Theater Unter den Linden. Meißener Porzellan. Die Fledermaus. Bellealliance- Theater. KönigKrause. Central- Theater. O! diese Berliner! Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die ewige Braut. Alexanderplat- Theater. Ein Modell. Die Chansonnette. National Theater. Der Tod als Pathe. Reichshallentheater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. in noch nie gesehener Größe. Alcazar Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt! Neu! Sensationell! Neu! Unsere Garde. Große Posse mit Gesang u. Tanz und militärischen Aufführungen in 1 Aft von Beckers. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. R. Winkler. Spesialitate Passage- Panopticum. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenSchiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Dienstag, den 20. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Mittwoch, den 21. November, bleibt das Theater geschlossen. Donnerstag, 22. November, Abends 8 Uhr: Zum 1. Male: Talmi. VolksAllen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein braver, fleißiger Mann, unser guter Vater, der Tischler W. Meyer 1201 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen besonders der Frauen ersucht Die Frauen- Agitationskommission. Grosse Volks- Versammlung im Elysium, Landsberger Allee 40, am 16. d. M. in seinem Beruf plößlich am Mittwoch, den 21. November 1894, Abends 8, Uhr, am Gehirnschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 21. d., 3 Uhr Nachmittags, auf dem Kirchhof der Hl. Kreuz Gemeinde in Mariendorf statt. 11126 P Dies zeigen tiefbetrübt an Frau Meyer nebst Kindern. In der Nacht vom Sonntag zum Montag starb am Herzschlag mein unvergeßlicher Mann, der Tischler Ferdinand Päper. zum Besten der Arbeiter- Bildungsschule. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen August Bebel über: Rapital und Einkommen- Konzentration. 2. Diskussion. Die Versammlung wird präzise 81/2 Uhr eröffnet. Frauen haben Zutritt. 55/4 Der Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein Die Beerdigung findet am Mittwoch, für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. den 21. Novbr., Nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause, Schönleinstr. 15, aus statt. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung und Passage- Panopticum. Blumenfpende bei der Beerdigung General- Versammlung am Dienstag, den 20. November, Abends 812 Uhr, im Lokal von Zubeil, Lindenstr. 106: Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes über seine Thätigkeit. 2. Abrechnung des meines lieben Mannes, unseres Baters Rassirers. 3. Vortrag des Genossen Th. Glocke über: Grossbetriebe und und Großvaters, des Schankwirthes 51 wilde Weider- S. Berringallen Freunden und Bekannten unsern angelegenheiten event. Anträge. Mitgliedsbuch legitimirt. aus Dahomey. herzlichsten Dank. Die Herenschaukel, neueste Illusion. Orts- Krankenkasse stück in 4 Akten von M. Schlesinger der Gastwirthe und 2. Herrmann. Central- Theater u. verwandten Gewerbe zu Berlin. Ausserordentliche 11086 277/9 Achtung! Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme bei Der Vorstand. Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein der Beerdigung nieines lieben Mannes für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. fage ich allen Freunden u. Bekannten, insbesondere den Kollegen der Firma Gradenwiß, meinen innigsten Dank. 1116b Frau Augufte Lopak. 5441 L Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Deffentliche Versammlung am Donnerstag, 22. Nov., Ab. 81/2 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188 am Rosenthaler Thor. Prinzip und Taktik. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilhelm Liebknecht über: 277/10 NB. Die Mitglieder des Vereins, welche sich noch nicht im Besitz der neuen Mitgliedsbücher befinden, werden ersucht, vor Ablauf des Jahres dieses zu veranlassen. Die Zahlstellen des Vereins sind folgende: Richter, Neue Königstraße 90; Lev, Marienburgerstraße 32; Weber, Landsbergerstraße 41; Louisenstr. 5. Der Vorstand. Achtung! Alte Jakobstraße Nr. 30. General- Versammlung Genossen, genau auf meine Adresse au Fritz Krüger, Hirtenstr. 10; Wittschow, RI. Hamburgerstr. 27; W. Schmidt, Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. sämmtlicher zur Kasse zahlenden Arbeit geber u. großjährigen Kaffenmitglieder Anna Bäckers. Josefine Dora. Donnerstag, den 29. Novbr. 1894, Zum 82. Male: O! diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz. Anfang 7/2 Uhr. Morgen, Mittwoch, bleibt das Theater geschlossen. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Der Tod als Pathe. Ausstattungs- Komödie in 5 Akten von Ernst Bluhme mit theilweiſer Benuguns Nachmittags 4 Uhr, bei Herrn Bolt, Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Erfazwahl für einen ArbeitgeberVertreter. 2. Erjazwahl für 40 Raffenmitglieder: Vertreter. ( Siehe§§ 46 11. 47 des Kassenstatuts 11.§§ 37-39 K.-V.-G.) Nur großjährige und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindliche achten. Wer noch will reell und billig kaufen! Durch Ankauf auf Auktionen und von Konkurs massen bin ich in der Lage, jedes Stück billiger zu verkaufen, wie alle anderen Geschäfte. Ich verkaufe: Hochelegante Herren- WinterAchtung! Moabit und Wedding. Grosse Bersammlung für Männer u. Frauen am Mittwoch, 21. d. M., Abends 6 Uhr, bei Reichert, Müllerstr. 7. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Baletots für 11,50 M. Moderne Ehen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mit glieder. Herren und Damen als Gäste sehr willkommen, $ 9,50 Damen- Paletots Hochfeine Herren- Anzüge 12,50" 2,75 " Herren- Hosen Leder und Arbeits- Hosen 2,35" Kaffenmitglieder haben durch Vor- Hochelegante Kellner- Jaquets zeigung ihres vom Arbeitgeber oder und Hosen " " 4,75 " 120/1 Tellersammlung findet statt. Der Vorstand des Frauen- und Mädchen- Bildungsvereins. ( Filiale Moabit). Rixdorf. von der Kasse ausgefüllten und in Drd- Hüte, Schirme, Wäsche, Stiefel, Stoffer, Mittwoch, den 21. November, Nachmittags 2 Uhr, in Kummer's Salon, nung befindlichen Mitgliedsbuches Ein- Kessel, Betten, Uhren, Ketten, Ringe 2c. tritt zum Versammlungslokal. Hieran anschließend: Ordentl. Generalversammlung einer Idee von August Blanche. Dekorationen von Müller und Schäfer. Der gewählten Vertreter der Kasse. Beleuchtungseffekte vom Ober- Beleuchter Dom 26. April 1894. Wahl des Rechnungs- Ausschusses (§ 48 Abs. 2 Nr. 1 u.§ 52 Nr. 4). Neuwahlen für den Vorstand(§§ 36, 37 u. 48 Abs. 2 Nr. 1). Tages Ordnung: Collander. Maschinerien vom Theater- 1. Verlesung des Protokolls meister Weisse. Lichtbilder von Ludwig Richter. Zanz- und Flugevolutionen 2. vom Balletmeister G. Zinner arrangirt. Die lebenden Land- und Wasserthiere 3. aus dem Aquarien Institut von Otto Preusse, Alexanderstr. 28. Garderoben und Requisiten vom Ober- Garderobier Paul Hildebrandt. Musit von Adolph Wiedecke. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 6/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater Es scheiden aus wegen Ablauf der Wahlperiode: die Herren H. Zacharias, Mar Sperling und Felix Jankowsky. Ersatzwahl für Herrn Heinrich Kurth, wegen Zugehörigkeit zur Innung. 1099b 4. Berlesung des Protokolls. Bur Beachtung! Anfragen oder Charley's Tante. Einsicht der Kaſſen- Register erforderlich Beschwerden, zu deren Erledigung die Schwank in 3 Akten v. Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Att von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Circus Renz Carlstrasse. Dienstag, den 20. November 1894, Abends 7/2 Uhr: Tjo Ni En. Sensationelle Tänze, u. a. les grelots vivants, jeu des barbichons 2c. Außerdem: Der oftpr. Hengst Blondel und Monstre- Tableau von 60 Pferden, vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. Cyd und ber Steiger Solon, geritten von Frau Renz- Stark. Mr. Clark als Jongleur. Frl. Mathilde Renz, jeu de baguette. Der sensation. Handequilibrist Mr. Jules Keller. Die beliebten Clowns Gebr. Villand 2c. Mittwoch( Bußtag): Keine Vorstellung. Donnerstag: Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. ist, werden nur beachtet, wenn diefelben bis 25. November a. c. im Kassenlotal C., Klosterstr. 47, 1. schriftlich angebracht worden sind. Berlin, den 20. November 1894. = Der Kassen Vorstand. Th. Müller, Vorsitzender. Oscar Kraatz, Schriftführer. 212M zu enorm billigen Preisen. Gustav Lucke, Waarenhaus, Oranienstrasse 131. Buchhandlung des Vorwärts" " Berlin SW., Beuth- Straße 2. 06 Neue Erscheinungen: Ein FürstenGuſtav Adolf. ſpiegel zu Nuts Berlinerstr. 136: Deffentliche Partei- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Parteitag zu Frankfurt a. M. Berichterstatter Genosse Kasper 2. Diskussion. ( Steglitz). 3. Wahl der Revisoren. Die Vertrauenslente. 255/5 und Lehr der deutſchen Rebeiter. Zweiter Circus Renz im SW. Von Fr. Mehring. Preis 30 Pf. Porto 3 Bf. Zu herabgesetzten Preisen: Gedichte von Ludwig Pfal. Prachtband 2,40 M. keinenbd. 2 M., eleg. brosch. 1,20 m. Ladenpreis früher 5,60 M. 0 , Postillon" Nr. 24 10 Pf. Vorräthig sind noch: Warum der Kampf gegen die 20 Pi. Sozialdemokratie? Pestalozzi's Ideen über Arbeiter: bildung und soziale Frage. 40 Pf. Verband aller in der Textil- Sans Sachs. Ein Erinnerungsblatt. 25 Pf. Angesichts der überaus zahlreichen Angebote von Plätzen für den in Aussicht genommenen zweiten Circus im SW. bin ich genöthigt, hierdurch zu erklären, daß die Terrainfrage bereits erledigt ist, und daß ich daher auf die vorerwähnten Angebote nicht weiter reflektiren kann. Fr. Renz, Sontmissionsrath. Jede Tischlerarbeit, Konfekt.- Tiſche, Schneiderplatten sowie Wo speisen Aufpoliren der Möbel wird billig und dauerhaft angefertigt. 1107b Ernst Laasch, Markgrafenstr. 9. Orts- Krankenkasse industrie beschäft. Arbeiter und der Sohverrathspreje gegen der Cigarrenmacher etc. Arbeiterinnen Deutschlands. Filialen I., 11. und. Berlin. Dienstag, 20. Novbr., Abds. 8 Uhr, in Breuer's Salon, Große Frankfurterstraße 74: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über, Die privatfapitalistische Sündfluth". Ref.: 2. Dis Genosse A. Hoffmann. 3. Ergänzungswahl zum fussion. Zentralvorstand. 4. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vorstände der Filialen. Schuhmacher- Bedarfsartikel, Schäftefabrikation und guten SohlenAusschnitt empfiehlt 1111b J. Obermaier, Wilhelmstr. 15. die Mannheimer Volksstimme". Preis 20 Pf. Protokoll des Parteitags zu Frankfurt erscheint am 24. November. Bestellungen werden schon jetzt erbeten. Blumenhandlung P. Abromeit, Blücherstraße 69, Berlin SW. 55472* Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden u. s. w. Billigste( Markthallen-) Preise bei geschmackvoller Ausführung. Die Herren Vertreter werden zu der am Dienstag, den 27. November, Abends 8 Uhr, im Restaurant Seefeld, Grenadierstraße Nr. 33, stattfindenden Generalversammlung hiermit ein geladen. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Ergänzungswahl für sechs ausscheidende Vorstandsmitglieder, Wahl einer Kommission zur Vorprüfung der Jahresrechnung, Beschlußfassung über Beitritt zur freien Vereinigung sämmtlicher Krankenkassen, Festseßung der Kassenstunden, Berichte, Anträge. 11096 Der Vorstand. Sie? In der Pommerschen Küche Oranienstr. 181 bei G. Buckow. Mittag mit Bier 50 Bf., Frühstück u. Abendessen( für 30 bis 50 Pf.) große Auswahl. 801L: Rein Ringbier. Zimmer mit Piano zu vergeben. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Bitherspieler, die einem Klub beitreten wollen, mögen Adresse niederlegen bei Koßmann, Zimmerstr. 22. 1102b Bettft. m. Matraße, Waschtoilette m. 11046 Marmorplatte vert. Danzigerstr. 9, H. I. Rompl. Rücheneinrichtung u. einzelne Rüchenspinden bill. zu verk. Lausitzerstraße 50, H., Keller. Berantwortlicher Utebatteur: 3. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Waz Bading in Berlin, SW, Beutostraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 271. 116 Dienstag, den 20. November 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Gerichts- Zeitung. Fenster hinaus um Hilfe rufen müssen, da sie kein Abend- Ueber die Begründung der Resolution durch die Referenten effen bekommen hatte und ebenfalls nicht zu Bette fann nur in gedrängter Kürze berichtet werden. Die Redner Ein Nachspiel zum Streik in der Kuhuheim'schen gehen konnte. Sie hätte auf dem in der Küche befindlichen führten aus, daß seit der Lohnbewegung der deutschen GehilfenFabrik. Vor der ersten Straffammer am Landgericht II er- Sängeboden schlafen müssen, konnte aber nicht hinauf gelangen, schaft im Jahre 1891 die Vereinigung der Prinzipale, Fabrik. Vor der ersten Straffammer am Landgericht II er weil sich die Leiter auf dem Korridor befand. Auf ihr Rufen der Deutsche Buchdruckerverein", unausgesetzt bestrebt war, schien gestern der Arbeiter Hermann Paul Georg Neuen hätten andere Hausbewohner Polizei geholt, die sie aus ihrer die blühenden Kasseneinrichtungen der Gehilfen, die den dorf aus Köpenick, 1869 in Berlin geboren, um sich wegen Lage befreit habe. Der Angeklagte behauptete, daß alle diese Rückhalt der Organisation bilden, durch allerlei Machinationen Aufreizung einer Menschenmenge zur Begehung von Gesetzwidrigkeiten zu verantworten. Am 16. Mai d. J. hatten sich die mädchen, welche die Herrschaft zur Verzweiflung treiben tönnen. Raffen, welche jedoch, da dieselben schlecht fundirt sind und Angaben erfunden feien. Die Zeugin sei eines jener Dienst zu schwächen und zu zerstören. Man gründete neue ftreifenden Arbeiter der Kuhnheim'schen Fabrik in der Borussia- Brauerei" zu Nieder- Schönweide versammelt, um über Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten nach beiden Richtungen die Masse der Gehilfen ihnen nicht beitrat, teine besonders die Lage des Streits und ihr ferneres Verhalten zu berathschlagen. hin für überführt und beantragte wegen der Freiheitsberaubung glänzenden Geschäfte machten. Nun ist man auf die Idee vers Nachdem der Metalldrücker Litfin aus Berlin den einleitenden einen Monat Gefängniß, wegen der Beleidigung 50 Mark Geld- fallen, eine Invalidentasse nach dem Muster des Verbandes zu Bertrag gehalten, berichtete der Angeklagte über die Lage des strafe. Der Vertheidiger, Dr. Friedmann, führte aus, daß gründen aber mit dem Unterschied, daß, während bei den Streits. Wie derselbe vor Gericht ausführte, hat er am Schlusse einen Dienstboten, dem sie nicht traue, durch Prinzipale einer Herrschaft das Recht zustehen müsse, Gehilfen eine demokratische Verwaltung herrscht, hier die seines Berichts etiva folgende Worte gebraucht: Unser Streit, trotzdem sie fast teine Beiträge leisten- das Recht, der schon so gut wie gewonnen war, ist durch die Schuld unserer Der Gerichtshof nahm nicht an, daß eine Freiheitsberaubung charakterisirt sich als ein plump angelegter Versuch, die Gehilfen Einschließen am Fortgehen zu verhindern. Die Kasse zu leiten, für sich in Anspruch nehmen. Das Ganze Arbeitsgenossen verloren gegangen. Nur 83 Ehrenmänner streifen noch. Uns bleibt nichts weiter übrig, als den Streit für vorliege, sondern verurtheilte den Angeklagten nur wegen Be- in dauernde Abhängigkeit von ihren Brotgebern zu bringen. Die beendet zu erklären und morgen früh nach der Fabrik zu gehen, leidigung zu einer Geldstrafe von 50 Mart. Pläne, die von dem bekannten Herrn Klinkhardt in Leipzig ausum zu fragen, ob wir wieder anfangen dürfen. Wir werden gehen, find enthüllt durch eine Petition der Unternehmerdann entweder Arbeit oder unsere Entlassung kriegen. organisation an die sächsische Staatsregierung, die wider Willen Mich selbst wird man zweifellos nicht wieder einstellen. der Petenten zur Kenntniß der Arbeiter gelangte, worin es heißt: Mir bleibt nur der Hunger übrig, doch ehe ich hungere, nehme Deutscher Bund für Bodenbesitz Reform. Am Sonn- hilfenschaft rüstet sich, die erlittene Niederlage wieder wett zu Der im Verband Deutscher Buchdrucker" organisirte Theil der Geich das Messer und steche es dem Ersten, Besten in die Brust!" abend, den 17. d. M., tagte die 7. Generalversammlung des Bundes, machen; die im Kreise Sachsen des Deutschen Buchdruckervereins Die Gendarmen Steinbacher und Haufschild, welche die Versamm der sich aus einigen Hundert Anhängern zusammensett, in Berlin. und seinen einzelnen Theilen vereinigten Buchdruckereilung amtlich überwacht und am Schlusse der Rede des Angeklagten Angeblich weil man fein anderes passendes Lokal finden konnte, besiger hingegen bestreben sich unter Leitung aufgelöst haben, gaben eine wesentlich andere Darstellung. Danach wurden die Sitzungen bei dem bekannten Herrn Keller, Köpnickerhat der Angeklagte sich wie folgt ausgedrückt: Wir sind nur ftraße, abgehalten. Aus dem Geschäfts- und Kassenbericht ist zu Rämpfe im vorn hinein wenn nicht unmöglich, ihres Vorstandes, diese voraussichtlichen noch 88 streifende Ehrenmänner. Heute früh standen zwei- entnehmen, daß Fortschritte in bezug auf Anwerbung neuer Mit so doch für das sächsische Buchdruckgewerbe hundert Arbeitslose vor den Thoren der Fabrik. Der glieder im letzten Jahre nicht gemacht sind. Das Hauptinteresse möglichst unschädlich zu machen, unter anderem Inspektor Mühlbrandt ließ die Leute auf den Fabrikhof der Bundesmitglieder und der zahlreich erschienenen Gäste ton- dadurch, daß fie.... Unterstübungstassen für tominen, aber nicht, um denselben Arbeit zu geben, sondern zentrirte sich auf dungen. Dersammlungen. um einen Druck auf die Streifenden zu üben. Dann hat er die Flürscheim's, betitelt:„ Die Arbeitslosigkeit und den angekündigten Vortrag Michael die Gehilfen für den Fall der Invalidität 2c. " " 〃 " Die Res um Streifenden, die auch vor dem Thore standen, gerufen und zu die Mittel zu ihrer Beseitigung". Nach eingehender Arbeitsvermittlung durch ganz Deutschland gegründet und in Berbindung damit die ihnen gesagt; Wollt Ihr nun arbeiten oder noch weiter Schilderung der gegenwärtig bestehenden mißlichen Verhältnisse ftreiken? Das ist der offenbare Betrug. Mit solchen Mitteln folgerte der Redner, daß sich durch eine Beseitigung der plan- organisirt haben." arbeitet Kuhnheim mit feinen Beamten. Uns bleibt jetzt nur losen Konkurrenz im Zwischenhandel, durch Einführung von geht aus den Ausführungen der Redner auf der General- VerDaß auch die Berliner Unternehmer zum Theil so denken, beit oder unsere Entlassung zu friegen. Dann werden wir es produktivität an Arbeit steigern und damit die Arbeitslosigkeit Orte stattfand, hervor. Durch die Einführung dieser Kassen, übrig, morgen früh nach der Fabrik zu gehen und entweder Ar- Waaren banken, ähnlich wie sie Proudhon empfahl, die ammlung des Prinzipalvereins vom 23. Oktober, welche hier am darauf ankommen lassen, es gilt dann zu hungern, es geht auf auf ein geringes Maß herabdrücken ließe. In kurzem soll in der welche am 1. Januar 1895 ins Leben treten sollen, würde die Leben und Tod! Wir werden dann das Messer nehmen und Rheinpfalz eine solche Waaren- oder Tauschbank ins Leben seit 1856 bestehende Invalidenkasse der Berliner Buchdrucker ebens den Ersten, Besten durch die Brust stechen mit dem Rufe:" Es treten; der Vortragende hofft, daß dann einer allgemeinen Gin falls in Frage gestellt werden, ohne daß sich irgendwie Ersatz lebe die Anarchie!" führung dieser Institutionen mit staatlicher Kontrolle nicht viel bafür finden ließe. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Morris, stellte den Beim Wege stehen. Anstatt durch diese Art Gründungen Iaftungszeugen die bekannten Versammlungsredner Litfin, Schimansty und Hildebrandt gegenüber, welche er selbst zu mitgliedern mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen. Man würde; das sei zweckmäßiger und lohnender für beide Theile. Diese Schwenkung ihres Führers wurde von den Bundes- Sumanität zu heucheln, sollten die Prinzipale lieber dafür Sorge tragen, daß der Tarif festgehalten und die Arbeitszeit verkürzt Stelle gebracht, nachdem der Gerichtshof die beantragte Ladung betrachtete das als einen deutlichen Ansatz zum Staatssozialismus Die allgemeine Misere im Gewerbe zwinge die Gehilfen, darauf dieser Zeugen abgelehnt hatte. Litfin will folgende Worte aus und ein Redner führte in überzeugender Weise aus, daß dadurch ihr Augenmerk zu richten, und mit Rücksicht auf das Versprechen, dem Munde des Angeklagten gehört haben:" Sollte ich keine das hauptsächlichste Moment der kapitalistischen Epoche, die Ver- welches Herr Buchdruckereibesitzer Bürenstein seiner Zeit ab Arbeit kriegen, dann werde ich nicht verhungern. Dann nehme nichtung des Kleiproduzenten durch den Großunternehmer, unverich das Messer und stoße es meinem bestgehaßten Feinde in die mindert bleibt. Die Aufsicht der Versammelten ging schließlich gegeben, wäre es jetzt an der Zeit anzufragen, wie fich die Ber Brust!" Der Beuge weiß nicht, ob Angeklagter ge- dahin, diefen Vorschlag Flürscheim's erst im Organ rel- balten. Sollten die Herren dem berechtigten Verlangen ihrer liner Prinzipale zu einer Besprechung über den Tarif 2c. versagt hat:„ Hoch lebe die Anarchie!" Jedenfalls habe Land" gründlich zu besprechen, ehe der" Bund" als folcher Stel- Arbeiter sich schroff entgegenstellen, so müßten den späteren Verderselbe den Eindruck großer Erregung gemacht. Beuge lung zu dieser Frage nimmt. Ueber den Werth und Unwerth der Kolonialpolitik Schimansky giebt folgende Version: Der Angeklagte jagte fammlungen weitere Schritte vorbehalten bleiben. etwa: Bis jetzt habe ich meine politische Meinung nicht geäußert, sprach dann der Pastor Hollmann( Uzendorf) in anerkennens- solution, der man überall begeistert zustimmte, hat folgenden aber jetzt werde ich es thun: Ich bin Anarchist! The ich verwerth freimüthiger Weise. Der Redner tadelte die schmachvolle Wortlaut: hungere, stoße ich dem ersten besten kapitalistischen Vampyr das Art, wie heute Rolonialbesitz erworben werde, was er als eine fügungskassen des deutschen Buchdruckervereins einen Versuch, Die Versammlung erblickt in der Gründung der UnterMesser in die Brust!" Ob Hoch die Anarchie!" gefallen ist, Beraubung der eingeborenen Völkerschaften charakterisirte. An- die Gehilfenschaft vollständig von den Prinzipalen abhängig zu hat Zeuge nicht gehört. Auf die Frage des Vertheidigers, welchen schließend an dieses Thema gelangte eine Resolution zur An- machen, damit lettere um so leichter ihre gebilfenfeindlichen Be Eindruck der Angeklagte bei dieser Gelegenheit gemacht habe, nahme, worin der Bund die bestimmte Erwartung ausspricht, strebungen durchzuführen vermögen. Da die Versammlung jedoch erklärt Beuge: Den eines ganz fonfufen, unüberlegten„ daß unsere übertrieben individualistische Boden- und Hypotheken- überzeugt ist, daß die fortgesetzten gewerblichen Beunruhigungen Menschen." Zeuge Hildebrandt hat den Angeklagten dahin gesetzgebung nicht auf die deutschen Kolonien und Schutzgebiete lediglich von der Leitung des Deutschen Buchdruckervereins, um verstanden:" Ganz besonders wird es mir schwer werden, Arbeit zum Nachtheil ihrer fünftigen Entwickelung ausgedehnt, sondern zu kriegen. Ich werde mein Möglichstes thun, doch geht es der Boden nur gegen Zeitpacht den Gesellschaften und egoistischen Intereffen zu dienen, ersonnen werden, so beschließt nicht, dann werde ich meinem bestgehaßten Feinde das Messer in Privaten überlaffen wird." Nach einem Referat des Kauf- Berliner Prinzipalität in Verbindung zu sehen hat, sie die Wahl einer Kommission, welche einer Kommission, welche sich mit der die Brust stoßen mit dem Rufe: Hoch die Anarchie!" Auf Ver- manns Löb- Frankfurt über Kommunalsteuer- Reform mit anlaffung des Vertheidigers werden die Gendarmen befragt, ob nahm die Bersammlung eine Resolution an des Juhalts, daß man hältniß derselben für den biesigen Ort ein besseres Vers sich die Streifenden nicht derartig ruhig benommen hätten, daß das neue Kommunalabgaben- Gefeß als einen bedeutsamen Fort- und Gehilfen vereinbarten Tarifs, der den berechtigten Fordehältniß und die Schaffung eines zwischen Prinzipalen felbst der Amtsvorsteher Herr v. Oppen sich belobigend darüber schritt betrachtet und erwartet, daß die Kommunen in der Weise davon ausgesprochen habe. Diefelben erklären, daß Aurempelungen" Gebrauch machen, daß eine schärfere Besteuerung des Grund- Kollegenschaft erwartet die Versammlung, daß sie die Bumuthung, ungen der Gehilfen Rechnung trägt, anzubahnen. Von der vorgekommen feien, doch habe es zu ernstlichen Ausschreitungen und Bodenwerthes erzielt wird." nicht tommen fönnen, weil während des Streits zu Der bisherige Vorstand, Freese, Damaschte- Berlin und der Prinzipalskaffe beizutreten, mit Entrüstung zurückweist, um viel Gendarmerie aufgeboten war. wollen übrigens das Gefühl gehabt haben, als hätte sich die anwalt Heyder- Metz( Beisitzer) wurde ausgeschlossen. Nach Ausbau im eigensten Interesse der Kollegen liegt, vorhanden ist. Beide Gendarmen Harmening- Gotha, wurde wieder gewählt. Der frühere Nechte so mehr, da in der Invalidenkasse der Berliner Buchdrucker eine leistungsfähige und behördlicherfeits genehmigte Raffe, deren Drohung des Angeklagten mit dem Todtstechen entweder auf fechsstündiger Tagung hatte damit die Generalversammlung ihr Die deutsche Kollegenschaft wird ersucht, Herrn Kuhnheim selbst oder den Inspektor Mühlbrandt bezogen. Ende erreicht. Staatsanwalt Ablemeyer hielt die Darstellung der Gendarmen, sich unserem Vorgehen anzuschließen und dadurch welche von vornherein Auftrag und Absicht hatten, auf jedes Protestversammlungen der Berliner Buchdrucker. Vier den Beweis zu erbringen, daß der Wunsch nach einem ehr Wort zu achten, für die allein zutreffende. Wer gemeint ge- start besuchte Versammlungen der Buchdrucker Berlins, die mit lichen Beden von der gesammten deutschen Gehilfenschaft ge= wesen sei, möge ganz dahin gestellt bleiben. Er beantragte drei Ginmüthigkeit gegen die geplante zwangsweise Einführung theilt wird, diefelbe aber ebenso gewillt ist, unbilligen Anforde Monate Gefängniß. Der Bertheidiger Rechtsanwalt Morris von Prinzipalstasien Proteft erhoben, tagten am Sonn rungen energisch entgegenzutreten. führte aus, daß es hier vor allem auf den Unterschied ankomme, tag Bormittag. Man beschloß nach Annahme einer am Schluß ob der Angeklagte gesagt habe, er wolle jemand todistechen, oder wiedergegebenen Resolution die Wahl einer viergliederigen Kom- Die Schaffung eines Gewerkschaftskartells für Schöne ob er andere aufgefordert habe, dies zu thun. Die Worte des mission, die sofort mit den Berliner Prinzipalen in Verbindung berg wurde durch eine allgemeine Gewerkschaftsversammlung an Angefl. könnten vielleicht unter einen andern Strafgeseßparagraphen treten soll, um diesen Vorstoß gegen die Organisation der gebahut, welche am 18. November im genannten Vororte statte gebracht werden unter welchen, habe er nicht zu untersuchen Gehilfenschaft zu paralisiran. Für den Süden Berlins fand fand. Den Nußen einer solchen Einrichtung legte Genosse unter die§§ 110 und 111 sicher nicht. Eine Aufforderung die Versammlung im Märkischen Hof, Admiralstraße, statt, P. Jahn- Berlin in längerem Vortrag dar, indem er ein interzu Gesetzwidrigkeiten liege nicht vor, er beantrage die Freisprechung, wo der Referent Best e ck durch seine Ausführungen lebhaften effantes Bild von der bisherigen Entwicklung der Arbeiter- Be eventuell das Strafminimum. Das Urtheil lautete auf drei Beifall hervorrief. In der Diskussion forderte man die Mit- wegung, spesiell ibres gewerkschaftlichen Theils, entwarf. Seinen Monate Gefängniß. Der Angeklagte habe felbft zugegeben glieder der von den Prinzipalen gegründeten Unterstüßungskassen mit lebhaitem Beifall aufgenommenen Ausführungen folgte eine und die Entlastungszeugen hätten dies bestätigt, er wolle lieber auf, den Austritt aus diesen Kassen zu vollziehen und animirte Debatte, an der sich Möllert, Köster, Glagow, jemand todtstechen, als Hunger leiden. Men er gemeint habe, sei fich mit ihren Kollegen solidarisch zu In die Gabriel, Klinge, Schlegel und Masu ch betheiligten. gleichgiltig, jedenfalls meinte er einen tapitalistischen Gegner. Wenn Kommission wurde Träder delegirt. Das Louisen Röster und Gabriel sprachen sich gegen den Vorschlag aus, er derartiges in einer Versammlung in erregter Beit in erregtem städtische Konzerthaus, welches für den Westen eine Kommission nach dem Muster der Berliner GewerkschaftsTone vorträgt, wenn er sich als Beispiel hinstellt, wie gehandelt bestimmt war, faßte faum die Zahl der Besucher. Das Referat fommission zu schaffen, welche ihre Thätigkeit auch auf die Ortwerden müsse, so könne das nur den Zweck haben, andere aufzu- Döblin's wurde mit allseitiger Zustimmung aufgenommen schaften in der Nähe Schönebergs auszudehnen habe. Alle fordern, seinem Beispiele zu folgen. Larin liege zweifellos eine und gegen eine Stimme( in den übrigen Versammlungen ein anderen Redner befürworteten den Vorschlag. Die Folge der Aufreizung. Strafmildernd sei die Erregung des Angeklagten, itimmig) die Resolution zum Beschluß erhoben. Der Vorsitzende Aussprache war die Annahme folgender Resolution: Die Verstrafschärfend die Schwere der Aufreizung. Auf den Erfolg der Giesecke wurde als Mitglied der Kommission gewählt. Unter sammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten felben fomme es gar nicht an. Deshalb sei nach dem Antrage Landsberger Allee, eine vom Vorstande der Invalidenkaffe der demnächst einzuberufenden öffentlichen Versammlungen Ber Verschiedenem wurde mitgetheilt, daß am 2. Dezember im Elysium, einverstanden und empfiehlt den einzelnen Berufen, in Berliner Buchdrucker einberufene Versammlung ebenfalls Stellung treter zwecks Bildung einer Gewerkschaftskommission สิน Um ungehörige Behandlung eines Dienstboten handelte gegen die in Aussicht genommenen Zwangskassen nehmen soll. wählen, da nur mit Hilfe einer solchen der Rampf es sich wiederum in einer Anklage wegen Freiheits- Einen sehr guten Besuch hatte auch die Versammlung für den gegen das Unternehmerthum sich träftig und siegreich führen beraubung und Beleidigung, welche gefiern die zweite Often in Buß' Salon, Frankfurterstraße, zu verzeichnen. Der läßt." Man diskutirte dann noch eifrig über den Bierboykott. Straffanmer des Landgerichts I. beschäftigte. Der Kaufmann Referent Gifler legte in überzeugender Weise dar, daß die Es wurde bedauert, daß sogar Leute, die sich Sozialdemokraten Simon Benscher wurde von der als Beugin gegen ihn auf Kollegenschaft in dieser Frage geschlossen zusammenstehen müsse. nennen, des Genusses boykottirten Bieres nicht einmal entrathen tretenden unverehelichten Auguste Schlief in schwerer Weise Die Bersammlung bestimmte als Rommissionsmitglied Streder. fönnen. Glagow fritisirte das Verhalten der Polizei, welche bezichtigt. Sie sei während der kurzen Dienstzeit bei dem Großartig besucht war die Versammlung, welche im Norden Berlins Gastwirthen, die Boykottbier führen, den Ausschant beinahe die Angeklagten von demselben sehr schlecht behandelt worden, im Kolberger, Salon stattfand. Hier hatte Massini Nacht durch gestatte, während sie denen, welche boyfottfreies ſo daß sie bei der Polizei habe Hilfe suchen müssen. Das Referat übernommen, der mit schneidender Schärfe das ver- Bier schänken, die Existenz erschwere. Gröbte führte als Als ste diesem von Gange zurückgekehrt sei, babe werfliche Treiben derjenigen Prinzipale, denen es darauf an- Illustration hierzu an, daß er ein Strafmandat wegen Verkehrsder Angeklagte ihr wiederholt in die Augen gefpien. fommt, die Gehilfen zu willenlosen Geschöpfen zu degradiren, örung erhalten habe, weil er in der verkehrsarmen Dann habe sie während der beiden letzten Tage ihrer fritisirte. Daß die Worte des Redners ihre Wirkung nicht ver- Golßstraße feinen Wagen gerade so lange vor der Restauration Dienstzeit die Küche nicht verlassen dürfen, der Angeklagte babe fehlt hatten, zeigte der Beifall am Schlusse der Ausführungen des Genossen Klauke steh.. ließ, wie er frühstückte. fie dort eingeschlossen und die Thür nur geöffnet, wenn ihre und die Begeisterung, mit der die Resolution angenommen wurde. Dienste in einem der Wohnräume nöthig waren. Sobald ihre Arbeit 2 a ch 3 übertrug men die Vertretung in der Kommission. beendet war, sei sie wieder in die Küche gejagt und eingesperrt In allen genannten Bersammlungen wurde die peinliche Durchworden. Am Abende vor ihrem Wegauge habe sie zum führung des Bierboykotts zur Pflicht gemacht. des Staatsanwalts erkannt worden. erklären. = Beste Bezugsquelle für No. 40-41. No. 40-41. Göbel& Reinecke Landsberger Allee Elysium. Landsberger Alice Sonntag, den 25. November 1894: Pelzwaaren- Fabrik, Gingelsert& Bobrifpreifen. z. Verkaufstellen direkt in der Fabrik E Stallschreiber- Strasse No. 50/51, 1( Ecke Alexandrinenstraße) und Jerusalemer- Strasse 65( Laden, an der Kirche). Sämmtliche Waaren sind aus besten Winterfellen unter unserer eigenen fachmännischen Leitung hergestellt. Telephon Amt IV 9790. Mehle, Hülsenfrüchte c. c. Damen- und Kinder- Mäntel- Fabrik Vorzügliche Qualitäten. Extra- Kaiser- Auszug Kaiser- Auszug per Pfd. • 18 Pf. 14= Best. Weizenmehl( 2 Pfd.) 25 Gutes Weizenmehl. 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