Nr. 272. Erscheint täglich außer Montage, Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 21. November 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Des Bußtages wegen erscheint die nächste Nummer unserer Zeitung Freitag früh. Vergebens suchten wir die Reptilien des Herrn Rösicke| Arbeitgebern bestehen. Hat doch das jüngst für zu amals a belehret, baß der Boykott kein Sturmangriff die englische Kohlenindustrie eingeführte königliche fei, sondern eine regelmäßige Belagerung, und Schiedsgericht offiziell über die Arbeiter und Arbeitsbag Boykott- Ring fich von Tag zu Tag feſter und verhältnisse mitzuentscheiden, ohne daß es den eng= enger um den Brauer- Ring schließen werde. Die Herren lischen Grubenbefizern einfiele, von Beeinträchtigung ihrer lachten uns aus. Wir sagten ihnen:" Qui vivra verra" Rechte zu reden. Die englischen Kapitalisten betrachten nur Geduld! Das Verständniß wird kommen die Schraube eben den Arbeiter als einen gleichberechtigten Menschen, wird von Tag zu Tag schärfer angezogen werden, sie wird sich und nicht, wie unsere politisch und sozial meist ganz unDer Berliner Bierboykott. schon bemerklich machen!" Sie lachten. Und wer hat Recht gebildeten deutschen Geldprozen, als ein Wesen unterVon dem Bierboykott wird jezt in den Kreisen unserer gehabt? Nach einem halben Jahre ist selbst Herrn Richter geordneter Art. Genossen wenig gesprochen. Daraus ziehen die Gegner den die grundsätzliche Bedeutung" des Boykotts aufgedämmert. Die deutschen Bourgeois im allgemeinen und die Ber Schluß: der Boykott ist versumpft, er wird allmälig ab- Es ist spät, allein besser spät, als gar nicht. Ja, er hat liner Biermagnaten im besonderen werden sich in diesem sterben. Und diese ihre Hoffnungen posaunen sie sogar in eine grundsätzliche Bedeutung", der Boykott. Und der eng- Punkt an englische Anschauungen und Sitten gewöhnen ihren Zeitungen aus namentlich den außerberlinischen, lische Journalist hat Recht, der sich vor kurzem dahin aussprach: müssen. Jedenfalls lassen die deutschen Arbeiter sich keine in denen sie ihrer Phantasie freieren Lauf lassen können." Der Berliner Bierboykott ist eins der wichtigsten Ereignisse Geldproß- Rüpeleien mehr gefallen. Nein, ihr Herren. Nicht versumpft" ist der Boykott, der Gegenwart". Jedenfalls mindestens so wichtig als der Und was nun? Soll der Boykott denn ewig daueru? sondern er st arrt, verhärtet zu einer festen russische Zaren- und der deutsche Kanzlerwechsel mit sammt uns ist es gleichgiltig, soweit das Partei Interesse in Einrichtung geworden. Wir haben uns an ihn ge- allem Hofklatsch und allen Hofverschwörungen. Der Berliner Frage kommt. Nicht gleichgiltig ist uns das Schicksal der wöhnt, und von Altem und Gewohntem redet man natür- Bierboykott hat den Arbeitern zum ersten Male i m Großen Opfer des Brauerrings. Aber die Schwierigkeiten und lich nicht so viel wie von Neuem und Ungewohntem. ihre wirthschaftliche Macht gezeigt und er bildet darum eine Nachtheile des Boykotts find für uns überwunden. Er arUnd absterben? Epoche im Emanzipationskampf des Proletariats. Als Antwort beitet jetzt gewissermaßen von selbst. Wir sind auf ihn Abwarten! auf die brutale und barbarische Maßregel der Doppeldezimirung eingerichtet; mit Ausnahme der Unterstützung der schuldloser Arbeiter war der Boyfott eine Strafe, die Opfer des Brauerrings legt er uns keine Lasten auf. Also über die Uebelthäter verhängt ward. Entziehung der Hälfte wir halten es aus. Herr Röside hält es auch aus ihrer Berliner Kundschaft! Das war der Urtheilsspruch. er ist in der glücklichen Lage, seine fapitalschwächeren Es handelte sich blos um die Kraft ihn auszuführen. Und Ringkollegen, die es nicht aushalten können, zu be= die Kraft war da, weil die Organisation da war. erben und dadurch den Ausfall seiner Kundschaft durch Heute ist der Boykott weit gründlicher und allgemeiner, den Boykott theilweise zu decken. Die Frage ist blos, mie als in den ersten Wochen, und er kann von uns nach Belange die irdenen Töpfe des Brauerrings neben den lieben ins Unendliche verlängert werden, mit wachsendem eisernen den Fluß hinabschwimmen wollen. Nachdruck und ohne jegliche Unzuträglichkeit für uns. Die Wir können ruhig zusehen und brauchen um die Zus Saalsperre war ein Schlag ins Waffer. Nicht uns hat sie funft nicht zu sorgen. Stets bereit, einen ehrlichen geschädigt, nur die unglücklichen Saalbesizer, die sich für Frieden zu schließen, setzen wir, des Enderfolges sicher, den Herrn Röside u. Co. geopfert haben und jetzt sehen müssen, Boykott fort, und drehen die Schraube immer fester. Die wie sie aus der Patsche herauskommen. Disziplin der Genossen schläft nicht. Freilich, auch unsere Gegner glauben nicht an die VerSumpfung. Sie lügen und pfeifen sich nur etwas vor, wie ängstliche Kinder, bie ins Dunkle geschickt werden. Sie wissen nur zu wohl, daß die Kraft des Boykotts nicht ab genommen hat. Das Gegentheil macht sich zu träftig fühlbar. Hat doch sogar Herr Eugen Richter neulich entdeckt, daß der Bierboykott eine grundsätzliche Bedeutung" hat und fein Spaß ist. Er hat zu dieser Entdeckung aller dings sehr lange Zeit gebraucht. Wir haben es ihm schon vor 7 Monaten, im schönen Monat Mai klar zu machen gesucht, allein er wollte nicht hören; und wer ihm damals gefagt hätte, daß die Freifinnige Zeitung" noch im Monat Oktober und November über den Bierboykott leit- und jammerartikeln würde, der wäre ihm reif für's Irrenhaus Die Reptilien des Herrn Rösicke schreien Beter über erschienen. Der Boykott, von dessen Natur Herr Richter, die Frechheit der Arbeiter, den Arbeitgebern Vorschriften in gleich den meisten seiner parlamentarischen wie journalistischen bezug auf Arbeiter- und Arbeitsverhältnisse machen zu Kollegen, so wenig einen Begriff hatte, wie die Kuh vom wollen. Wenn die Herren, statt blind auf die SozialSpanischen, war ihm ein sozialdemokratischer Sturmangriff demokraten zu schimpfen, ihre Nase in die englischen Blauauf den Brauerring. Und als Richter den Tag nach der bücher und Parlamentsberichte gesteckt hätten, dann würden Ob der Boykott siegen wird? Erklärung des Boykotts sah, daß der Brauerring noch stand, sie wissen, daß in England, wo die Arbeitgeber doch in Er hat gefiegt, denn er hat unseren Gegnern gezeigt: da krähte er triumphirend in die frische Mailuft hinaus: puncto puncti noch andere Kerle sind, als unsere Berliner wer den Arbeitern den Handschuh hinwirft. wir sind noch nicht todt, folglich hat der Boykott seinen Ringbrauer, solche Frechheit" Gebrauch ist, und empfängt die verdiente Strafe! Zweck verfehlt. daß förmliche Verträge zwischen Arbeitern und Feuilleton. Im Exil. [ Nachdruck verboten.] 9 Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Dann folgten die Toaste einander ohne Ende, politische Reden wechselten mit humoristischen, dann folgten Bravos. Wer nicht ausreichend applaudirte, mußte Wein zum Besten geben. Dann folgten wieder Chöre, Soli, Hurrahs und Vivats. Ein Herr stand auf und sang nach der Melodie des Liedes: Erinnerung webt mit leiser Hand " Die Gegner haben den Frieden, sobald sie ihr Unrecht wieder gut machen, das den Boykott uns aufzwang. So lange sie es nicht thun, haben sie den Krieg. Und der Krieg toftet ihnen Millionen, uns Nichts! dicken Qualm der Zigarren sah René, obgleich er sich Kopf in der Wüste Opfer der Dragonaden geworden. Und in der That, und Verstand frei erhalten wollte, schließlich seine ganze diese standhaften, starken Seelen, die mit aller Kraft für Umgebung nur noch in einem phantastischen Nebel. die Beibehaltung ihres Glaubens eintraten, schienen in Endlich entschlossen sich auch die eifrigsten Becher für ihrer herben, unbeugsamen Frömmigkeit fortzuleben. Die den Aufbruch, und alle verließen den Saal. Jetzt braucht Tradition oder vielmehr Jahrhunderte alte Vererbung man also nur noch Adieu zu sagen, dachte René. Weit führte sie instinktiv auf das, was streng und beschränkt gefehlt! Er mußte einer der gewichtigsten Persönlichkeiten war. Mit Freuden nahm sie alles an, was das Dogma der Stadt noch in den Weinkeller folgen, von drei oder an weltfremden Ideen hatte, hartnäckig hielt sie an der vier Fässern den Wein proben und ein paar schlüpfrige strengsten Tugend fest. Das Leben faßte fie als eine Anekdoten mit anhören. Der Tag war nicht mehr fern, Prüfungszeit auf, in der Trauer das beneidenswerthefte Loos, trotzdem es Ende Herbst war, wo die Sonne erst spät auf das Lachen dagegen fast ein Verbrechen ist. Das beständige geht, als man rührenden Abschied von einander nahm. Sichversenken in den Gedanken an den Tod hielt sie für Als René seine Erlebnisse bei dieſem nächtlichen Trink- die erste Pflicht einer christlichen Seele. Frohen Lebensgelage noch einmal an seinem Gedächtniß vorüberziehen genuß sah sie als Versucher, als Feind an. Selbst die ließ, fragte er sich, durch welches Wunder es möglich war, reinen Genüsse der Kunst verachtete sie. Musik und Den Traum vom trauten Heimathland." daß er sich hier im Lande Rabelais' und Calvin's, im Literatur waren ihr nur Mittel zur Heiligung des Lebens. das Lied vom schönen Kanton Wallis. René wollte Lande des göttlichen Weines und des protestantischen Sie weigerte sich, einen Roman zu lesen, weil er sie von den Namen des Sängers wissen. Man nannte ihm den Vize- Rigorismus befand. dem Gedanken an ihr Seelenheil abziehen konnte. Hart präsidenten des Bundes, der schon als der Präsident für das Gewiß waren die Eingeborenen des schönen Kantons gegen sich selbst, wollte sie gegen andere gütig sein. Und nächste Jahr bezeichnet wurde. René mußte innerlich lachen, Wallis von Natur fröhlich und lebenslustig, und huldigten sie war es auch, wenn dazu genügt, daß man das Gute als er sich vorstellte, wie Herr Thiers nach einem großen leichten Sitten. Aber die Reformation hatte diese ur- fühl, ohne Zärtlichkeit, ohne Lächeln ausübt, aus PflichtDiner ein Liedchen vorträgt. Ein anderer Gast flötete mit sprüngliche Anlage mit einer Schicht düsterer Strenge über- gefühl, auf Antrieb des Gewissens, mit offener Hand, aber schmelzender Stimme eine sentimentale Romanze. Es war zogen. Troß der unendlichen Verschiedenheit der einzelnen verschlossenem Herzen. Von dem Gefühl ihres Nichts dem ein Pfarrer. Wieder ein anderer stimmte den Roger Bon- Charaktere schien es René, als ob die Menschen hier Ewigen gegenüber durchdrungen, hielt sie sich für sehr temps von Beranger mit dem Feuer einer zwingenden sich doch in zwei Haupttypen scheiden ließen, je demüthig. Aber sie war stolz auf ihre Demuth, und fie Ueberzeugung an; und das war ein Richter. Die Justiz nachdem der ursprüngliche Geist ihrer Rasse oder der hatte den unbewußten, ungeheuren geistlichen Hochmuth, der sich muß hier in der That sehr fröhlich sein, dachte René bei der Religion in ihnen die Oberherrschaft hatte. Im im Besitz der Wahrheit in dieser Welt und dem des Paradieses fich. Sein Staunen wuchs. allgemeinen fand man das erstere mehr bei den Männern, im Jenseits sicher weiß. Doch war das Banket nach all diesen guten Dingen das letztere mehr bei den Frauen ausgeprägt. Im übrigen Da sie wie die meisten strenggläubigen Protestanten die noch nicht zu Ende. Nach mehreren Stunden wurde der konnte es nicht ausbleiben, daß beide Richtungen oft an Gewohnheit hatte, von ihrem Glauben zu sprechen, Bibelerste und ernste Theil des Bankets für beendet erklärt. Der einander geriethen; und René glaubte, davon sogar etwas stellen auszulegen, über die Lehren der Kirche zu diskutiren, zweite begann sofort. Unter der aufmunternden Leitung im Hause seiner Wirthin zu verspüren. so trug ihr Glaube einen kampfesmuthigen, eifernden eines neuen Tischmajors folgte nun eine endlose Reihe Frau Roveray stand deutlich unter dem Einfluß einer Charakter. Von den ersten Tagen an hatte sie es unter von lockeren Liedchen, Kasernenerinnerungen, mundart- talvinistischen Vererbung. Sie stammte aus einer Hugenotten- nommen, René auf den Zahn zu fühlen. Unter die Bücher lichen Anekdoten und gepfefferten Geschichten. Der allge familie, die durch die Aufhebung des Edikts von Nantes aus des jungen Mannes hatte sie eine Bibel eingeschmuggelt, meine Lärm war ins Ungeheure ausgeartet. In diesem Ortan Frankreich vertrieben worden war. Sie hatte Märtyrerblut in in der Unterhaltung versuchte sie dann distrete Anvon Lachen und Brüllen, in dem klirren der Gläser, dem den Adern. Von ihren Vorfahren waren verschiedene als Prediger spielungen. Ihm zu Liebe sprach sie das Tischgebet jetzt Zur Diskussion über den Frankfurter Parteitag sendet uns Genosse Ledebour die folgende Erklärung: Genosse Kautsky schließt seine im gestrigen Vorwärts" abgedruckten Zitate aus seinem Kommentar zum Erfurter Programm mit dem Ausruf: Das ist wohl deutlich genug." schildert er den Bauern die Vortheile, die ihnen in der heutigen Jamtliche Ausgabe desselben ist soeben im Verlage von Gesellschaft der Anschluß an die sozialdemokratische Partei bringt. J. Guttentag erschienen. Dieselbe enthält außer dem Texte werden soll, 10 fann er sich dafür mit Fug und Recht merkungen, eine Nachweisung der Paragraphen des EntSichert er ihnen ferner zu, daß ihr Grundbesitz nicht angetastet des Familienrechts zahlreiche Verweisungen und Anso auf Kautsky berufen. GHING Ich weiß gar nicht einmal, ob Vollmar so weit geht, wie wurfs I. Lesung im Entwurf II. Lesung und ein VerKautsky, der dem Bauern für den Fall der Durchführung des zeichniß von Abänderungen der ersten drei Bücher. Das Sozialismus die abfolute Sicherheit seines Grundbesiges gegen Erscheinen von Buch V, Erbrecht, steht bis Frühjahr Expropriation und eine ungeheure Erleichterung" nächsten Jahres zu erwarten. Die drei ersten Bücher find Nein, das ist nicht deutlich genug zur Klarstellung seiner für seinen Einzelwirthschaftsbetrieb in Aussicht stellt. bereits im Frühjahr dieses Jahres auf Veranlassung des agrarpolitischen Haltung. Denn in seiner widerspruchsvollen Indeß fönnte Kautsky in seinem Kommentar ja völlig das Reichs- Justizamts in einer amtlichen Ausgabe im BuchSchrift find außer solchen Allgemeinheiten an der einzigen Stelle, Richtige getroffen haben, auch wenn seine Agrarpolitik für Boll- handel erschienen. an der er sich über die praktischen Maßnahmen zur Durch mar's Tattit den Wegweiser abgegeben hat. Nach meinem führung der sozialistischen Gesellschaftsordnung ausspricht, persönlichen Urtheil ist es indeß ein grober Frrthum", wenn Zur Frage der Steuerreform. Die Norddeutsche Ausführungen enthalten, in denen er das Fortbestehen Kautsky annimmt, daß in einer sozialistischen Gesellschaft neben Allgemeine Zeitung" schreibt: oer klein bürgerlichen Einzelwirthschaften neben dem kollektivistischen Großbetrieb in der Industrie und der Landwirth- Am nächsten Donnerstag werden, wie wir erfahren, im Reichsoem sozialistischen Rollettiv betrieb, obendrein schaft die kleinbäuerliche Einzelwirthschaft fortbestehen könnte. 3u amt des Innern mit Kommissarien des letzteren solche des unter günstigeren Existenzbedingungen auf undefinirbare nächst würde es praktisch außerordentliche Schwierigkeiten machen, Reichsbankpräsidiums und des preußischen Ministeriums für Zeit, und zwar so lange es den Kleinbauern beliebt, in die Grenze festzustellen, wo der zu expropriirende bäuerliche Groß- Handel und Gewerbe zusammentreten, um eine Verständigung Aussicht stellt. Ich muß die ganze Stelle im Zusammen- betrieb aufhört und der erhaltungsivürdige Kleinbetrieb anfängt. über die Formulirung des Gesetzes, betreffend die Börsenreform, hange mit allen von Rautsty felbst gewählten Druchervorhebungen Dann aber find unter der kapitalistischen Wirthschaftsordnung herbeizuführen. Wenn in verschiedenen Blättern behauptet wird, hier anführen. Nachdem er Nachdem er meines Erachtens ganz zu die verschiedenartigen Betriebe durch persönliche und wirthschaft an der Ausarbeitung der Börsenreform- Vorlage sei der Reichstreffend in der Polemik gegen Unterstellungen unserer Gegner liche Beziehungen( Lohnarbeiterschaft u. s. m.) so eng mit ein- bank- Präsident Dr. Koch in hervorragender Weise betheiligt gebetont hat, daß die Expropriation der Konsumartikel durch die ander verwachsen, daß es unmöglich wäre, ohne die Lebens- wesen, so sind wir in der Lage, festzustellen, daß die direkte BeEinführung der sozialistischen Gesellschaftsordnung nicht bedingt fähigkeit der meisten Kleinbetriebe zu unterbinden, sie von den theiligung des Herrn Dr. Koch an den Arbeiten für die Börsenwerde, sagt er weiter S. 150: genossenschaftlichen Großbetrieben völlig zu trennen. reform mit dem Auseinandergehen der Börsen- Enquete- Kommission, deren Vorsitzender der Reichsbank- Präsident bekanntlich war, ihren Abschluß gefunden hat. . Aber der Uebergang zur sozialistischen Produktion bedingt nicht nur nicht die Expropriation der Konsumtionsmittel, er er fordert auch nicht die Grpropriation sämmtlicher Befizer von Produktionsmitteln. Nicht ein Jahr lang würden sie nach einem solchen Kaiserschnitt sich am Leben erhalten können. Denn nur bei einem Bruchtheil der fleinen landwirthschaftlichen Betriebe decken sich infolge der Zufälligkeiten der Familiengestaltung die in der Aus unseren Kolonien. Aus Dar es Salam wird Familie vorhandenen Arbeitskräfte mit dem Bedarf an telegraphirt: Arbeitskräften. Es ist der Großbetrieb, der die sozialistische Gesellschaft nothwendig macht. Die genossenschaftliche Produktion er Gouverneur v. Schele meldet, daß er am 30. Oftober die fordert auch das genossenschaftliche Eigenthum an den Produktions- Häufig muß auch der Kleinbauer einen Knecht oder eine Hauptstadt Kuirenga im Uhehegebiet gestürmt und nach mehrmitteln. Aber so wie das Privateigenthum an den Produktions- Mago oder Tagelöhner zur Aushilfe annehmen; in der Mehr fündigem Rampfe genommen habe. Auf deutscher Seite fielen mitteln im Widerspruch steht zu der genossenschaftlichen Arbeit zahl der Fälle ist er aber zur Aufrechterhaltung seiner Existenz Lieutenant Maas und acht Askaris. Der Verlust der Wahehe im Großbetrieb, so ist das genossenschaftliche oder gesellschaftliche selbst auf Nebenverdienst durch Lohnarbeit für größere Betriebe war sehr bedeutend. Eine große Menge Vieh, beträchtliche ElfenEigenthum an den Produktionsmitteln im Widerspruch zum angewiefen. Das alles wäre indeß nach Durchführung der beinvorräthe, Geschüße und Gewehre der Zelewati- Expedition, Kleinbetrieb. sozialistischen Ordnung abgeschnitten. Genoffe Kautsky kann uns sowie große Pulvervorräthe fielen den Siegern in die Hände. Dieser erfordert, wie wir gesehen, das Privateigenthum an doch nicht die Ungeheuerlichkeit zumuthen, daß die sozialistischen 1500 geraubte Weiber und Kinder wurden befreit, den Produktionsmitteln. Die Aufhebung derselben für die Klein: Betriebe bäuerliche Tagelöhner als Lohnarbeiter neben- Ob die Weiber und Kinder, die mit schweren Opfern betriebe wäre um so zweckloser, da ja die Tendenz des Sozialismus bei beschäftigen, oder gar, daß Mitglieder jener Betriebe an Gut und Blut befreit worden sind, hierüber sehr erfreut dahin geht, die Arbeiter in den Besiz der nöthigen Produktions- zeitweilig als Tagelöhner bei den Kleinbauern arbeiten sollen. mittel zu sehen. Für die Kleinbetriebe liefe also die Expro- Ueber solche Schwierigkeiten kann sich Genosse Kautsky bei Aus- sein werden, wenn sie von der Behandlung der Dahomeypriation der Produktionsmittel darauf hinaus, daß man sie ihren malung seines agrarpolitischen Programms nicht klar geworden weiber durch unseren Kanzler Leist erfahren haben werden, bisherigen Befizern nähme, um sie ihnen wieder zu geben, ein fein, denn sonst würde seine Ankündigung des Fortbestehens laffen wir dahingestellt. finnloses Vorgehen. bäuerlicher Kleinwirthschaften mit ungeheurer Erleichterung" Der Uebergang zur sozialistischen Gesell neben dem sozialistischen Großbetrieb auf plumpen Bauernfang da wird wohl mit einem freifinnigen Ausspruch kokettirt, Der deutsche Profefforenmuth ist bekannt. Hier und schaft bedingt teineswegs die Expropriation hinauslaufen. Der Kleinhandwerker und Kleinbauern. Dieser Der Grundfehler seiner Deduktionen scheint mir darin zu liegen, der jedoch in eine so glatte Form gebracht ist, daß er, Uebergang wird ihnen nicht nur nichts nehmen, er dürfte daß er über einen Theil der neuen Ordnung ganz bestimmten wenn man ihn greifen will, aus den Händen entschlüpft, ihnen wieder große Vortheile bringen. Denn da die sozialistische Aufschluß ertheilen wollte, ehe er sich über die Gesammt- oder so unbestimmt gehalten ist, daß man ihm im Nothfall Gesellschaft die Tendenz nach Ersegung der Waarenproduktion organisation flar geworden war. Er sagt an anderer Stelle: auch die entgegengesetzte Meinung unterlegen kann. Hier Gr durch Produktion für den direkten Verbrauch mit sich bringt, wie Das geht nicht." Schön, dann darf er sich auch nicht verleiten und da entschlüpft auch einem Professor bei seiner Unwissenwir gesehen, muß fie auch das Bestreben haben, alle Leistungen lassen, Ausschnitte aus der Zukunftsordnung zu stizziren, denn heit über die thatsächlichen Verhältnisse eine Aeußerung, an die Gesellschaft, die Steuern oder die etwaigen Binsen der in er fann nicht ermessen, wie weit sie beeinflußt werden durch die mit der er in ein Wespennest greift; possirlich ist es dann gesellschaftliches Eigenthum übergegangenen Hypotheken, so weit jenigen Abschnitte, die ihm noch in Nebel gehüllt sind. diese nicht ganz aufgehoben werden, aus Geld leistungen in Will Kautsky, daß sein widerspruchsvolles Wert anders anzusehen, wie er hinterher das Gesagte abzuschwächen und Leistungen an Naturalien Getreide, Wein, Vieh und so aufgefaßt wird, so muß er sich zunächst selbst größere Klarheit sich gleichsam die Verzeihung des von ihm angegriffenen зи verwandeln. Das bedeutet aber für verschaffen und es dann einer gründlichen Umarbeitung unter- Gegners zu erbetteln sucht. Gegenwärtig macht in der die Bauern eine ungeheuere Erleichterung. Sie streben dieselbe ziehen. Ein Schriftsteller fann nur immer nach dem beurtheilt bürgerlichen Presse der Fall Meizen von sich reden. heute schon vielfach an. Aber sie ist unmöglich unter der Herr werden, was er gesagt hat, und nicht nach dem, was er gern schaft der Waarenproduktion. Nur die sozialistische Gesellschaft gesagt haben möchte. Georg Ledebour. fann fie bringen und damit eine Hauptursache des Ruins der ländlichen Wirthschaft beseitigen. weiter Die Kapitalisten sind es, welche thatsächlich Bauern und Handwerker expropriiren, wie wir gefehen. Die josia Politische Leberlicht. listische Gesellschaft macht dieser Expropriation ein Ende." Um den Gedankengang Rautsky's furz zu rekapituliren, wird die Sozialdemokratie, wenn fie die Möglichkeit von organisatorischen Berlin, den 20. November. Ein englisches Urtheil. Der" Standard", das Hauptorgan der englischen Konservativen, urtheilt über die era ufanus wie folgt: Professor Meizen hatte in einem Kolleg fich zu einer matt- liberalen Aeußerung über die jüngste Generalsynode und über die Mißlichkeit, den Predigern und Gemeinden das apostolische Bekenntniß aufzuzwingen, verstiegen. Darüber großes Halloh in der orthodor- konservativen Bresse, die sich gegenwärtig obenauf wie nie fühlt, und Maßregeln gegen die liberalen, umstürzlerischen Professoren verlangt. Pro feffor Meißen, der nicht gewußt zu haben scheint, wie sich die Zeiten geändert haben, sodaß in der letzten General synode sich nicht die leiseste liberale Stimme auch nur noch vernehmen ließ, erschrak vor den sich gegen ihn richtenden " Man fühlt, daß die Krone, von welcher Sicherheit, Neufchöpfungen großen Stils erlangt hat, also etwa in der Periode Stabilität und Konsequenz erwartet werden sollte, jetzt selber der, Diktatur des Proletariats", wohl die Großbetriebe expropriiren, aber Halt machen vor den Kleinbetrieben, insbesondere den Kleins der Mittelpunkt und die Ursache der Veränderungen ist, Angriffen und wählte der Tapferkeit befferen Theil, indem bäuerlichen Wirthschaften, die sogar noch gekräftigt werden. Das denen Deutschland und die Freunde Deutschlands unter- er selbst das von ihm Gesagte so abschwächte und umWeitere soll dann ruhig der wirthschaftlichen Entwickelung über worfen worden sind, und zum größten Theil ohne genügen- deutete, daß vor allem ersichtlich, ein wie orthodoxlaffen bleiben. Die markanteſte Wendung für Kautsky's Auf den und erkennbaren Grund( without any adequate and gläubiger Mann er sei, der dem Volke vor allem die faffung ist die, wo er behauptet, wenn man( verkehrter Weise) apparent reason)." Religion erhalten wissen wolle. Die liberale Presse aber die Kleinbetriebe expropriirt hätte, würde man sie sogar restituiren Wenn die englischen Freunde Deutschlands sich zu erhebt ein Zetergeschrei über das Denunziantenthum, welches müssen. Wenn Worte überhaupt einen Sinn haben, so deckt sich einem solchen Urtheile gezwungen sehen, kann man sich nicht die Worte eines Professors aus dem Kolleg in die Presse Kautsky's agrarpolitische Spekulation vollständig mit der Vollmar- wundern, daß die englische Regierung auf die Freundschaft trage, und schreit über die bedrohte Lehrfreiheit, die von schen Tattit. den Hohenzollern stets als ein rocher de bronce, als ein des Deutschen Reiches einen geringen Werth legt. Auch Bollmar hegt gewiß die wissenschaftliche Ueber. Der Entwurf des neuen Bürgerlichen Geseh freisinnige Bossische Zeitung" für die Lehrfreiheit unerschütterlicher Felsen angesehen sei. Nun, wenn die zeugung", daß zu irgend einer Zeit auf irgend eine undefinir- buches. bare Weise die kleinbäuerlichen Einzelwirthschaften schmerz Bürgerlichen Gesetzbuches zweiter Lesung liegt nun auch kennt, wozu dann die Angst vor den Drohungen der„ KreuzVon den fünf Büchern des Entwurfs eines teine sicherere Zuflucht als die Hohenzollern'schen Traditionen Los in das beffere Jenseits einer sozialistischen Gefammtproduktion hinüberschlummern werden, da er aber dieses das bem Familienrecht gewidmete vierte Buch in der durch Zeitung" und des Stöcker'schen Bolt"? Der Kampf gegen Jenseits nicht zu schildern vermag- ebenso wenig wie Kautsky, die Redaktionskommission festgestellten Fassung vor. Die den Umsturz steht jetzt auf der Tagesordnung und da ist es nicht mehr als billig, daß die liberalisirenden Professoren, des Höchsten zu sein. Das ließ Frau Roveran sich gesagt Die Kreuz- Zeitung" ärgert sich, daß die Zeitungen sein. Sie kniff die schmalen Lippen zusammen und ver-( natürlich spricht sie von der Judenpresse") bei dem scheußzichtete auf die Eroberung dieses rebellischen Geistes. Doch lichen Verbrecherpaare Gerlach dessen Religions- Belotisfeit sie wußte, daß ihr Hausgenosse kein hoffnungsvoller mus betont haben. Sie meint, für die Verbrechen dieser Neophyt mehr für sie war, bewies fie ihm nur eine wider zwei frommen Ungeheuer könne man doch die Religion oder willige Aufmerksamkeit und eisige Höflichkeit. " Orthodoxie" nicht verantwortlich machen. " = " jedes Mal besonders feierlich. Als René an einem Sonn- Er behaupte nicht, über den Ursprung und das Ende aller welche doch nicht genug diesen Kampf predigen tonnten, sich tag Vormittag in seinem Zimmer einen Nagel einschlug, Dinge besondere Erleuchtung zu besißen; er gestehe seine auch den Luxus liberaler Phrasen verkneifen. Wenn heute machte sie ihn sanft darauf aufmerksam, daß ein Unwissenheit in bezug auf diesen Punkt ein, allein er alle Professoren auf das apostolische Bekenntniß verpflichtet solches Geräusch an einem solchen Tage störend sei, glaube, daß dieses Verhalten vielleicht religiöser, und jeden werden sollten, gäbe es in Deutschland wohl kaum 10, bie, und ohne ein Wort zu erwidern, legte René seinen Hammer falls bescheidener wäre, als wenn er sich wie so viele andere um sich dieser Verpflichtung zu entziehen, ihre Profeffur nieder. Durch diese Nachgiebigkeit ermuthigt, lud sie ihn einbildete, der Bertrante, der Liebling und der Auserwählte opfer würden. später zu einem Vortrag des Herrn Pastors ein. Ohne mit einer Wimper zu zucken, war René mitgegangen. Ja, er lobte sogar das Talent des Redners. Schon hegte Frau Roveray schüchterne Hoffnungen, ihn zu befehren. Sie wagte es, von den Missionen zu sprechen, welche es sich zur Aufgabe gemacht hatten, Frankreich und besonders Paris dem Evangelium zu gewinnen. Ganze Dörfer wären, wie René tröstete sich leicht über den Verlust dieser SymDie Kreuz Zeitung" hat nicht verstanden, warum es sie sagte, schon zum Protestantismus übergetreten. Sie pro- pathie. Er besaß dafür die warme Zuneigung der beiden sich handelt. Daß Menschen, welche die Religion im Munde phezeite der Sache die glänzendsten Erfolge und wünschte Kinder. Der kleine Henri, der auf dem Gymnasium sein führen, Berbrechen begehen, ist kein Beweis gegen die Nelizu wissen, was Herr Messant davon dächte. Schüler war, betrachtete alles nur durch seine Augen, schwor gion, das wird kein vernünftiger Mensch behaupten. Aber René lächelte und antwortete, daß nach seiner Ansicht nur auf ihn, so daß seine Mutter schließlich beinahe eifer was behauptet wird und was sich leicht beweisen läßt, iſt: die Missionen bei den Botokuden eher Erfolge erzielen süchtig auf den Lehrer wurde. Wenn der Knabe bei irgend baß Menschen, die im Sinne und Geist der Kreuzwürden als bei den Parisern; er machte auch kein Hehl einem Streit rufen konnte: Herr Messant hat es aber Beitung", des Reichsboten", des Stöcker'schen Volk" und Blätter dieser daraus, daß ihm diese Bestrebungen hundert Jahre nach gesagt, dann war dies ein Argument, an dem alle Ein anderer = Dunkelmänner Gesellschaft Voltaire etwas verspätet erschienen. wendungen abprallten. Frau Roveran war zuweilen be- die Religion fortwährend im Munde führen, jeden, der es Frau Roveray seufzte. Augenscheinlich war also auch unruhigt über diesen Einfluß eines Fremden, dessen sie nicht thut, für einen schlechten verworfenen Menschen erHerr Meffant von dem freidenkerischen Gifte angesteckt, und nicht sicher war. Aber ihr Sohn machte doch so glänzende klären, daß diese Menschen zum großen Theil niederdas wunderte sie nicht. Der katholische Gößendienst mußte Fortschritte! Er hatte sich mit einem Rieseneifer an das trächtige Hallunken sind, die ihre Nichtswürdigkeit hinter ja zum Unglauben führen. Aber jetzt, da René im Schooße Studium der Geschichte und des Französischen begeben. religiösen Phrasen verdecken wollen. Gleichzeitig mit dem der wahren Religion war, tonnte, ja mußte er zu besseren Worüber sollte sie sich eigentlich beklagen? Aehnlich Gerlach'schen Ehepaar wurde ein durch Zelotismus ausAnsichten bekehrt werden. Sie streckte die Waffen noch nicht; war René's Einfluß auch auf die übrigen Gymnasiaften. gezeichneter protestantischer Geistlicher wegen Unzucht mit fie gab ihm Bücher, welche die Freigeister mit Keulenschlägen Sie hatten erklärt, daß ihr neuer Lehrer ein famoser Kindern verurtheilt. Das Gleiche ist bekanntlich dem niederschmetterten, Gedichte, Kritiken, philosophische Werke, Mensch" sei, was für sie den Ausdruck ihres höchsten Lobes neuen Luther" Billmar passirt, der vor vierzig Jahren Romane, die alle die Theologie nur in verschiedener Ein- bedeutete. René hatte sich die Herzen seiner Schüler ge- und mehr eine ähnliche Rolle spielte, wie jest Stöcker. Kleidung zum Gegenstande hatten. So oft fie Gelegenheit wonnen, weil er ihnen viel von dem seinigen gab, weil er Und durch unzählige Prozesse ist dargethan- daß hatte, in René's Gegenwart laut zu beten, bat sie den wirklich jung, ernst und heiter, milde und bestimmt zugleich was die Wissenschaft beiläufig auch als Sah anerkennt Herrn, diejenigen zu erleuchten, die noch so unglücklich war, und vor allem, weil er sich hütete, jemals das Ge- religiöse Muckerei und viehischste Wollust in naher Verwären, an sein Wort nicht zu glauben, wie er es früher fühl der Gerechtigkeit zu verlegen, das, einer wilden Blume wandtschaft zu einander stehen. mit Sankt Paulus auf dem Wege nach Damaskus gefügt. gleich, kräftig und doch zart auf dem jungfräulichen Boden Eines Tages endlich, als sie sich durch seinen stummen, der kindlichen Seelen entsteht. Ohne jede Begeisterung bei aller Höflichkeit unbeugsamen Widerstand gereizt fühlte, hatte er einen Beruf ergriffen, von dem er fürchtete, daß sagte sie in bitterem Tone, daß es nur gerecht wäre, wenn er undankbar sein werde; und nun fand er eine die Franzosen, dieses gottlose Bolt, von soviel Schicksals- ungeahnte Freude daran, die Saat der Ideen auszustreuen schlägen heimgesucht seien. Diesmal schwieg René nicht. Er gab und das beste seines Selbst diesen werdenden Männern der Frau Roveray zu verstehen, daß, wenn er alle Ueberzeugungen Zukunft zu geben. achtete, er auch dieselbe Achtung für die seinigen verlange. ( Fortsetzung folgt.) Ein gefährliches Lied. In unserem Hamburger Bruderorgan lesen wir: Der Sang an Aegir fann, wie der Sang der Loreley, auch Leute ins Berderben bringen. Hatte sich da neulich ein Mann über diesen Sang sehr mißbilligend geäußert und dabei einige Bemerkungen über den angeblichen Komponisten gemacht. Als er im hiesigen Stadttheater ein gerade die freie Kritik be handelndes Stück in Augenschein nahm, wurde ihm klar gemacht, daß heute die freie Kriti! noch nicht gestattet ist. Wegen seiner Bemerkungen über den Komponisten des Sanges an Aegir murde er verhaftet. Er soll sich einer Majestäts beleidigung schuldig gemacht haben. Wir hatten diese Möglichkeit vorausgesehen. Was sind das aber für Verhältnisse, wo solches möglich ist? Merkt man denn nicht, daß durch derartiges aus die Spitze treiben des sogenannten Majestätsbegriffs der Glaube an das Königthum und die Monarchie mehr erschüttert wird, als durch die umstürzlerischste Thätigkeit der„Umsturzparteien"? Fuchsmühl. Unsere bayerischen Genossen haben dafür gesorgt, daß über den charakteristischen Fall von Fuchsmühl die Wahrheit über die offiziöse Verschleierung siege. Sie haben einen tüchtigen Genossen zur Erforschung der Vev Hältnisse nach Fuchsmühl gesandt. Das Ergebniß der Untersuchungen wird demnächst im Verlage von Ernst in München unter dem Titel„Fuchsmühl, eine Skizze aus dem Rechtsstaate der Gegenwart von Adolf Müller" erscheinen.— Russischer als russisch. Das„Berliner Tageblatt" wird Dank seiner hohen reptilischen Veranlagung wohl den Preis davon tragen in dem journalistischen Wettkriechen vor dem �arenthum. Einer unserer Mitarbeiter hatte schon Gelegenheit, die unwürdige Speichelleckerei dieses Blattes zu brandmarken. Heute treibt das Blatt, in der Person seines Petersburger Korrespondenten, die Knechtseligkeit in der vorsichtigen Form des„man sagt" so weit, daß es„von unüberlegten Neuerungen" spricht, die Rußland„vev hängnißvoll" sein könnten, weil„das Volk noch lange nicht reif sei". Und das nennt sich„fortschrittlich". Pfui Teufel!- Die österreichische Wahlreform. Ein offizielles Communique des„Fremdenblattes" meldet, daß heute ein Ministerrath stattfindet, welcher sich in erster Linie mit der Frage der Wahlreform beschäftigen soll. Der Ministerrath ist ferner dazu bestimmt, die Ergebnisse der Konferenzen welche die Regierung mit den Klubobmännern gehabt, noch- mals zu prüfen und über das weitere Vorgehen der Regie- rung zu entscheiden. Das Communique konstatirt außerdem. daß bisher eine Uebereinstimmung zwischen der Regierung und den Vertrauensmännern aller Parteien bezüglich eines gemeinsamen Wahlreform- Projektes nicht erzielt werden konnte. Wir werden in der nächsten Nummer die Situation in Oesterreich ausführlich behandeln und bemerken heute . nur, daß die Lage so ungünstig sie für die herrschenden Klassen, so günstig für unsere Partei ist.— Bekämpfung des Sozialismus. Aus Ungarn wird der„Frankfurter Zeitung" telegraphirt: Budapest. 19. November. Die Stadt Bekesesaba hat zur Bekämpfung des Sozialismus unter dem Land- voll beschlossen, 3509 Joch Grundbesitz anzukausen und an besitzloseLeute nach dem Farmsystem inPacht zu geben. Da wäre der Stein der Weisen ja entdeckt. Jetzt sollen unsere Junker nur jedem„Besitzlosen" ein hübsches Stück Land„m Pacht geben",— aber genug, so daß der Mann auch leben kann und die Pacht ihn nicht erdrückt' und dann hört„der Zug in die Stadt" gewiß auf. Wir kennen übrigens ein noch viel besseres und gründ- sicheres Rezept; Man mache jeden Proletarier z n ni K a p i t a l i st e n! Wir wetten, es giebt dann keine „Umsturzbewegung" mehr. Freilich, man muß den Kapi- talisten auch ihr Kapital garantiren.— Auch eine Weltanschauung. Mit dieser Unter schrift erschien 1848 eine Karrikatur, die den bekannten Hegel'schen Abgeordneten Rüge darstellte, wie er den Kop' zwischen den Beinen hindurchsteckte und von unten in die Welt hinaus schaute. In ähnlicher Positur befindet stch ein Korrespondent der„Kreuz-Zeitung", der ans Parts fol- gende Weisheit zum Besten giebt: Im Augenblick vollziehen sich innerhalb der die moderne Gesellschaftsordnung mit Umsturz bedrohenden Partei in Deutsch- land so gut wie in Frankreich bedeutsame Spaltungen. Herr Bebel ist nicht zufrieden und Guesde auch nicht. Goblet, der sich letzterem mit seiner Partei in den jüngsten Zeiten sehr genähert hatte, sagte ihm kürzlich seine Freundschaft aus, lebhaft Einspruch er- hebend gegen die Art, in der Casimir Perier, die höchste Autorität der Republik und damit das Autoritätsprinzip, von den Sozia- listen bekämpft werde. Diesem Beispiel ist nun auch die Union progressiste gefolgt, wie Ihnen der Telegraph bereits gemeldet hat. Und so sehen wir denn auf der einen Seite Uneinigkeit zwischen den lllevolutionären, auf der anderen Seite ein kräftiges Sichschaaren um das Banner der staatlichen Autorität. Die„Spaltungen" in Frankreich— das brauchen wir unseren Genossen gar nicht zu sagen— sind genau dasselbe, wie die„Spaltungen" in Deutschland— niemand und nichts„spaltet" sich ab. Es sind Auseinandersetzungen, die nur zum näheren Anschluß führen. Die„Ordnungs- Parteien", die sich„um das Banner der staatlichen Autorität" schaaren, machen es freilich anders. Sie reißen sich die Kleider in Fetzen vom Leib, so daß sie besagtes „Banner" zu Flicklappen sehr gut brauchen können.— I« dem Spionenkrieg, der während des bewaffneten Friedens zwischen den„zivilisirten" Staaten ohne Unterlaß geführt wird, scheint Deutschland jetzt vom Kriegsglück ver- lassen zu sein. Es sind, nachdem neulich ein französischer Generalstabs-Offizier, der an den„Dreibund" militärische Geheimnisse verkauft hatte, gefaßt worden war, Ende voriger Woche zwei deutsche Offiziere oder Ex-Offiziere verhastet worden, die der Spionage mehr als verdächtig sind. Bei- läufig erwähnen wir die Thatsache blos deshalb, weil die Verhaftung dieser Spione von keinem französischen Blatt zu einer chauvinistischen Hätz gegen Deutschland benutzt wird. Das ist jedenfalls ein großer Fortschritt. Uebrigens sind die Franzosen wohl auch so vernünftig, sich zu sagen, daß das Spiomren eine internationale I n st i t u t i o n ist und von den Franzosen ebenso eifrig betrieben wird, wie von Deutschland und anderen Staaten. Tie Arbeitslose,»-Frage vor der französischen Kammer. Man schreibt uns aus Paris unterm 14. No- vember: Noch nie hat sich Herr Dupuy so flach und so unwissend als in der Frage der Arbeitslosen gezeigt, mit der sich die Kammer fast zwei Tage hindurch beschäsligl hat. Er hat sich da sozusagen selber überlroffen. Das hat aber die Majorität nicht gehindert oder war gerade ein Grund mehr für sie, den Manchester- lichen Erklärungen ihres Ministerpräsidenten, die in dem Satze gipfelten:„Hilf dir selber und der Staat wird dir helfen", bei- zustimmen und zur Tagesordnung überzugehen. Angeregt ward diese Frage bekanntlich durch den sozialistischen Abgeordneten Brudent Dervillers. In seiner Interpellation, welche Maßregeln die Regierung gegen die Arbeitslosigkeit zu ergreifen gedenke, wies er an der Hand von Daten offiziellen Charakters auf die große Prozentzahl der Arbeitslosen in den verschiedensten' Industriezweigen wie in der Landwirthfchaft hin und gelangte dabei nach einer längeren Ausführung über die Ursachen dieser Arbeitslosigkeit zu dem Schlüsse, daß die Re- gierung nebst einer vorläufigen materiellen Unterstützung der Arbeitslosen in erster Linie zur Inangriffnahme großer äffen t- licher Bauten, die er zum Theil namentlich bezeichnet, auf zufordern sei, sowie zur Errichtung einer Arbeitslosen-Versicherung und Einführung eines Normal-Arbeitstages, verbunden mit einem Minimallohn. Aber da kam er gut an. Die Regierung, die wohl durch Zollgesetze, Eisenbahngarantien, Ausfuhrprämien rc. die Interessen der Kapitalistenklasse zu schützen weiß, und für ihre Bureaubeamten einen Normal-Arbeitslag, verbunden mit einem Minimalgehalt kennt; sie, die wenn es gilt, Grundbesitzern beizuspringen, die durch die Phylloxera, durch große Brände, lieber- schwemmungen oder Hagelschäden zu leiden hatten, gleich mitSteuer- Nachlässen und direkten Unterstützungen bei der Hand ist—sie erklärte durch den Mund Dupuy's. daß sie in dieser Frage absolut nichts thun könne. Warum denn auch. Hat doch Herr Dupuy in der vom Arbeitsamt herausgegebenen Statistik gefunden, daß am IS. Oktober 619 Gewerkschaften mit 129 009 Mitgliedern n u 11 pCt. Arbeitslose zählten. Und was sind 11 pCt. Eine so geringe Zahl kann man doch ruhig ihrem Schicksal überlassen. Sie unterstützen? Pfui doch! Das wäre ein Almosen. antwortet Herr Dupuy, und das wollen die Arbeiter nicht. Und wozu sie überhaupt unterstützen oder gar eine Arbeitslosen- Ver- sicherung einführen? Würden die Arbeiter nicht so viel streiken. wäre ihrem ganzen Elend abgeholfen. Man bedenke auch, nach der vom Arbeitsamt herausgegebenen Streikstatistik vom Jahre 1S93 — ich habe dem„Vorwärts" seinerzeit darüber berichtet— haben die Arbeiter durch die vorjährigen Streiks nicht weniger als 3174999 Arbeitstage verloren, was,„um nichts zu hintertreiben" nicht etwa nach Adam Riese, sondern„nach einer bei kompetenten Leuten ge- machten Enquete"— wie Herr Dupuy in seiner wlchtigthuenden Dummheit ausdrücklich hervorhob— bei einer Berechnung von 2 bis 4 Fr. pro täglichen Arbeitslohn einem Verlust von 6 bis 12 Millionen gleichkommt. Was gäbe das nicht für eine Herr- liche Arbeitslosenkasse. Daß es die Unternehmer waren, die diese Streiks zum großen Theil provozirt haben, während, wie das Arbeilsamt ausdrücklich hervorhebt, es fast ausschließlich die Ar beiter waren, die das die Einigungs- und Schiedsämter betreffende Gesetz angerufen harten, das hat Herr Dupuy wohlweislich an- zugeben vergessen, wie er es denn auch vergessen hatte anzugeben. in welchem Verhältniß etwa die Lyoner Sammetweber oder die Porzellanarbeiter von Limoges mit den Grubenarbeitern von Pas de Calais oder Graissessae stehen und wie jene sich nun über ihre Arbeitslosigkeit hinweghelfen könnten. wenn diese nicht wochenlang gestreikt hätten. Was nun den Minimallohn anbelangt, denke die Regierung nicht im mindesten an seine Einführung, denn die Löhne hängen von gar so ver- schiedeneu Ursachen ab, wie es denn auch kein einziges Land. keine einzige Körperschaft gebe, das bisher ein Lohnminimum festgestellt hätte. Der Zwischenruf Guesde's, daß dies die Stadt Amsterdam gethan habe, hatte Herr Dupuy ebenso überhört, wie den eines anderen Abgeordneten, daß bei allen Staatsbeamten ein solches Minimum bestehe. Was nun gar de» Normalarbeitstag. die Regelung der Arbeitszeit anbelangt, konstatirte Herr Dupuy vor allem— ohne erst bei kompetenten Leuten Nachforschungen angestellt zu haben—, daß es ein Prinzip, das der Freiheit der Arbeit giebt, welches dagegen„energisch protestirt". Man könne einem Menschen nicht sagen: dn darfst nicht mehr länger ar- beiten; dein Arbeitstag, dessen Stundenzahl das Gesetz bestimmt hat, ist zu Ende. Die Regelung der Arbeits zeit sei nicht Sache des Staates, sondern der Privat initiative und der Vertragsfreiheit. Dabei hatte er die Unverfrorenheil— vorausgesetzt, daß man dies nicht seiner Un- wissenheil zuschreibe» will, die noch größer als seine Unver- schämlheit ist— sich aus England zu berufen, dessen Fabrikgesetz gebung fast allen übrigen Staaten um ein halbes Jahrhundert vorausgeeilt ist, und zu behaupten, daß die Regelung bezw. Verkürzung der Arbeitszeit dort privater und nicht gesetz geberischer Art(ä'uno manifere privee, von legislative) erfolgt sei! Nach einer solch' dreisten Behauptung erscheint es dann fast natürlich, wenn er die Arbeitslosigkeit und deren Folgen nicht dem kapitalistischen Regime, sondern umgekehrt den Kämpfern einer neuen Ordnung, den Sozialisten zuschreibt, die ihm zufolge durch ihre heftige Kritik des Kapitals und ihrer An- kündigung des nahen Zusammenbruchs der herrschenden Gesell schasr die Kapitalisten abschrecken,— oh, ihr armen Panamiften — langathmige Werke zu unternehmen, wie es denn auch nur zu natürlich ist, ivenn ihm die Roche und Rouvier da verständnißinnig zunickten und ihm die ganze Schaar der Profitjäger und Dividenden schlucker geräuschhaft Beifall klatschte, als er, das ganze Um und Auf seiner Regierungsweisheit zusammenfassend, seine Rede mit den eingangs erwähnten Worten schloß:„Hilf dir selber und der Staat wird dir helfen!" Was nützte es da, wenn darauf Genosse Vaillant in einer gründlichen kenntmßreichen Rede das ganze Phrasengebälk der ministerlichen Weisheit blostegte und dabei nachwies, wie Dupuy ebensowenig die sozialpolitischen Verhältnisse Englands kennt, als er eine Ahnung von der dem engen Zusammenhang kapitalistischen Produktion mit der Arbeitslosigkeit bez. industriellen Reserve-Armee und deren Druck auf die jeweiligen Arbeitslöhne hat. Er hatte gut den Nachweis zu führen, daß der Prozentsatz der Arbeitslosen im allgemeinen stets ein bedeutend höherer als in den Gewerkschaften ist, deren Mitglieder zumeist aus gelernten mit technischen Kenntnissen ausgestatteten Arbeitern bestehen; gut aus die stetig vorwärts schreitende englische Arbeiterschutz- Gesetzgebung sowie auf die Einführung des Acht- stundentages in den Arsenal- und sonstigen der englischen Re- gierung unterstehenden Werkstätten hinzuweisen; gut von dem Londoner Grasschaftsrath, von Birmingham, Manchester und den anderen zahlreichen Gemeinden mit ihren in bezug auf den Minimallohn und den Normalarbeitstag durchgeführten Reformen zu sprechen; gut das Zirkular mitzutheilen, daß der jeweilige Minister des Innern in England seit Jahren bei Eintritt des Herbstes an alle Gemeindeverwaltungen mit bezug auf die Be- schästigung der Arbeitslosen richtet; gut endlich, die Regierung Ht französischen Republik aufzufordern, wenigstens dem Beispiele des monarchischen England zu folgen— es nützte alles nichts. er fand kein Gehör bei der Partei der Satten, das„Hilf dir 'elber und der Staat wird dir helfen" hatte ebenso an diesem Tage wie an dem folgenden den Sieg davongetragen, wo Ge nosse Dejeante einen Kredit von S Millionen zu gunsten der Arbeitslosen verlangte. Für Madagaskar wird aber der ver- laugte LS- Millionen- Kredit gewiß gleich flüssig gemacht werden!... SluS dem Lande deS Schreckens. Aus Mailand schreibt man uns: Kein Tag ohne Sozialistenprozeß,— kein Tag ohne einen neuen Crispi'schen Gewaltakt! Er wird täglich kühner, der bigamtstische Henker Italiens. Nachdem es ihm gelungen, die besten Männer Italiens kampfunfähig zu machen und sie als „Gefängnißfüllsel" zu verbrauchen, schreckt er vor nichts mehr zurück und macht nicht einmal vor der durch die Staatsverfassung verbürgten parlamentarischen Immunität Halt. Seine Helfers- Helfer ni Reggio Emilia dürfen für sich den traurigen Ruhm beanspruchen, die ersten gewesen zu sein, die auf„edleres ozialistisches Wild" Jagd machten: sie waren es, die unseren Genossen Abg. Prampolini zur Strecke brachten, und ihr Jagd- glück erregte den Eifer der Slaatsretter in Modena, die sich gleichfalls um das„geeinigte" Vaterland verdient machen wollten und daher unseren Genossen Abg. Agnini aufs Korn nahmen. Die Anklage lautete, wie üblich,„auf Aufreizung zum Klassenhaß", und obwohl alle Zeugen, fast ausschließlich politische Gegner der Angeklagten, das Verhalten unserer Genossen als durchaus ge« etzmäßig bezeichneten, hatte der Staatsanwalt die Stirn, gegen ilgnini 15 und gegen die anderen Augeklagten je K Monate Ge- ängniß zu beantragen. Der Gerichtshof war etwas„mild- herziger" und verurtheilte Agnini„nur" zu L Monaten Hast und zu 199 Lire Geldbuße; die anderen wurden z« je S Monaten verdammt. Auf der Straße wurde den Opfern der Crispi'schen Justiz eine enthusiastische Ovation dargebracht. Aber was nützt der Beifall aller rechtlich Denkenden, wenn ein boshafter Gerne- groß ungestraft ein ganzes Volk vergewaltigen darf? Wir haben es so herrlich weit gebracht, daß niemand mehr im eigenen Hause sicher ist. Es giebt heute lhatfächlich in ganz Italien keinen sozialistischen Familienvater, der nicht um das Geschick seiner Lieben besorgt sein müßte; und unter den letzteren verstehen wir nicht nur die erwachsenen männlichen, sondern auch die unerwachsenen und die weiblichen Mitglieder des Hausstandes. Klingt es nicht wie ein Märchen, wenn man hört, daß in Castelnuovo die Mutter und der schulpflichtige Bruder des Sozialisten Moriani verhaftet wurden, weil Moriani flüchtig ist und nicht gefaßt werden kann? Wird man sich da noch darüber wundern, daß in Berra sechs angesehene Bürger als„Umstürzler" verhaftet wurden, deren Ver- brechen darin bestand, daß sie einem Vergnügungsvereine angehörten, den ein Polizeispitzel, dessen Gesuch um Auf- nähme in den Verein abgelehnt worden war, aus Rache als „stark verdächtig" deuunzirte? So bringt jeder Tag eine neue Ueberraschung. Geben wir nur einen kurzen Ueberblick über das „Programm" der nächsten Wochen: Reggio Emilia hat zehn Sozialistenprozesse angekündigt; ebenso viele find dort bereits er- ledigt worden. In Jmola steht ein Riesenprozeß gegen die ehe- maligen Mitglieder der aufgelösten sozialistischen Vereine bevor. Rovigo lädt, nach dem Beispiele Reggio's und Modena's, eine» Abgeordneten, den Genossen Badaloni, vor Gericht; es wird ihm einezUnzahl von politischen Verbrechen vorgeworfen, die ihm mehrere hundert Jahre Gesängniß einbringen müssen. Oneglia und Rom wollen gleichfalls mit Sozialistenprozefsen brilliren, — und so geht es ins Unendliche. Selbst der gewissenhafteste Chronist kann mit Crispi nicht mehr mitkommen; wir haben täglich weit mehr Sozialistenprozesse als sich schriftlich registriren lassen. In Turin wurden am 14. d. M. zwei Dutzend Sofia- listen zu„Verweisung" verurtheilt, in Modena an demselben Tage acht oder neun Mann, in Bergamo, in Ravenna, in Bitonto, in— wer zählt die Namen der Städte, in welchen Sozialistenprozesse stattgefunden haben oder demnächst stattfinden werden? Und wenn es nur das wäre! Aber der dunkle Ehren- mann, der die arme Jtalia zu Grunde regiert, sucht auch noch den moralischen Kredit, den die sozialistische Partei im Lande hat, zu untergraben, indem er durch die von ihm ausgehaltenen Preß- bengel, die gleich ihm aus dem Futternapfe der Banea Romana aßen, über die Führer der Sozialisten die unsinnigsten Dinge verbreiten läßt und sie vor allem der Furcht und Feigheit zeiht. Leider lassen sich diese Lügengewebe nicht immer so schnell zerreißen, wie in dem Falle Prampolini. Während Genosse Prampolini hier einer Berathimg des Liga-Ausschusses beiwohnte, ließ ihn das Crispi'sche Preß- gesindel nach der Schweiz durchbrennen; als Grund für die Fahnenflucht wurde angegeben, daß Prampolini sich der über ihn in Reggio verhängten Strafe entziehen wolle. Mit so ordinären Waffen kämpft der Diktator und seine Meute! Aber es ist zu hoffen, daß ihm Italien die Antwort nicht lange schuldig bleiben wird. Die„Liga zur Bertheidigung der Freiheit" zählt bereits 292 Tochtervereme mit mehr als 199 999 Mitgliedern, und das schemt uns die beste Bürgschaft dafür, daß der Schreckens- mann in Rom, der in seinen alten Tagen ein frömmelnder Bet- bruder geworden ist, bald abgewirthschaftet haben wird.— Fortsetzung des Panaminoprozesses. Nach der „Riforma" verlautet, daß heute die Vorladung an Giolitti und Rosario in der Untersuchung wegen Beiseiteschaffung von die Banca Romana betreffenden Dokumenten ergehen dürfte.- „Die Armenischen Greuel" entwickeln sich gena» in der von uns angedeuteten Weise. Die Zahl der ermordeten Christen wird von Tag zu Tag größer— jetzt sind's schon 10 009— und ein großer Theil unserer Presse sängt schon an, sich über die Türken zu entrüsten. Wir dürfen nicht erstaunen, wenn die Zahl der Gemordeten nächstens das Doppelte und Dreifache beträgt. So wird von der russischen Diplomatie Stimmung und Politik ge- macht. Die Wahrheit ist, daß es in jenen Gegenden sehr häufig zu blutigen Reibungen zwischen den verschiedeneu Stämmen kommt, wobei die Christen es genau so treiben, wie die Muhamedancr. Zum Glück befinden die Ermordeten sich meistens ganz wohl dabei. Die Völker haben dort viel Phantasie und wenn es zum Blutvergießen kommt, dann müssen immer gleich Tausende aus dem Schlachtfelde bleiben. Und die Russen, durch welche diese Räubergeschichten in die zivilisirte Welt gebracht werden, verstehen sich auf das Lügen noch besser wie die Armenier.— Vom holländischen Kolonialkriege liegt die folgende Meldung aus dem Haag vor: Nach einer amtlichen Mittheilung wurde Tjakra-Negra mit vier Kolonnen angegriffen. Die Befestigungen wurden Schritt für Schritt genommen, ebenso die beiden Positionen gegenüber dem befestigten Palaste; die Operationen werden heute fortgesetzt. Die Verluste des Feindes sind sehr beträchtlich, die Holländer hatten 29 Todte und 112 Verwundete. Ein Telegramm der„Nieuws von den Dag" aus Ba» tavia meldet: Das Haus des Radjah von Lombok, das gestern noch ver- theidigt wurde, ist heute von den Balinesen verlassen worden. Die Bevölkerung ist zur Unterwerfung geneigt. Durch Unvor- sichtigkeit erfolgte die Explosion eines Pulvermagazins, wobei 2 Offiziere und 19 Soldaten getödtet wurden. Nach amtlicher Mittheilung wurde gestern die Umgebung von Tjakranegra durchsucht und mit der Zerstörung begonnen. Der alte Radjah wurde nicht gefunden; derselbe ist wahrschein- lich verwundet und nach dem Norden entflohen. 239 Kilogramm Gold und 3819 Kilogramm Silber wurden nach Ampenan ge- bracht. Die Operationen werden fortgesetzt. Das Wetter ist andauernd Hünstig.— Vom ostasiatische» Kriegsschauplätze liegen heute die folgenden Reutermeldungen vor: Ts chisu, 29. November. Am Sonntag fand 29 Meilen nördlich von Port-Arthur ein Gefecht statt. Die Japaner sollen ich schließlich gegen Talienwan zurückgezogen haben. Der Ver- lust der Chinesen betrage 199 Todte und Verivundete, derjenige der Japaner 399; die Chinesen sollen 19 Gefangene gemacht haben. Jokohama, 29. November. Die japanische Armee unter Oyama verließ Kintschow am 16. d. M. in der Richtung auf Port Arthur und marschirt in zwei Divisionen auf verschiedenen Wegen. Die Japaner werden vor einem Angriff aus Port Arthur auf dem Wege dorthin die Chinesen besiegen müssen. Ein Transportschiff mit 699 Mann Infanterie und 599 Kulis, welches sich auf der Fahrt nach der Talienwan-Bai befand, ist verbrannt. Bis auf 4 Kulis wurden alle Personen, die sich ans dem Schiffe befanden, gerettet.— Wie die Katze nicht das Mausen, so kann d. „Kreuz-Zeitung" das Verleumden und Ehrabschneiden nicht lassen. Nachdem durch die Erklärung unseres Genossen Singer das Orjjan„Mit Gott für König und Vaterland" v or die Alternative gestellt wurde, entweder zu beweisen oder— will es nicht den Makel der Verleumdung und Ehrabschneiderei auf 'ich sitzen lassen— zu widerrufen, da nimmt das Blalt zwar von der Erklärung unseres Genossen Notiz, schickt dann aber in echter Bafilio- Manier folgende Einleitung Strafantrages wegen törperlicher Mißhandlung wahrscheinlich voraus: Herr Paul Singer erläßt im Vorwärts" eine nicht einmal rechtfertigen würden?" Erklärung, die sich wenigstens der Form nach gegen Ihres Amtes als Gewerbegerichts- Beifiter enthoben unsere Ausführungen über die Beziehungen der sozialdemo- find 4 Genossen in Chemnik. Die Kreishauptmannschaft kratischen Partei zum„ Münchener Brauhaus" richtet. Wir 3 wida u ist es, welche so getreulich über das Gefeß gewacht haben allerdings einmal statt der Bezeichnung sozial- und die Enthebung verfügte, weil die Betreffenden nicht mehr, demokratische Partei" die gleich bedeutende:" Ge- wie zur Zeit ihrer Wahl, gewerbliche Arbeiter sind und daher folgschaft des Herrn Singer" gebraucht, und nehmen daher die Wählbarkeit verloren haben. Drei derselben haben jetzt Stellungen als Beamte von Ortskrankenkassen und der vierte ist von seiner Erklärung Notiz." Lagerhalter eines Konsumvereins. Die Chemnizer Arbeiter werden bei der Neuwahl jedenfalls dafür sorgen, daß wieder Gleichgesinnte in die Lücken einrücken. * * feststehenden beweglichen Die Zahl der zu Anfang 1885 Dampf Dampftessel maschinen Dampf teffel Schiffs. Dampf tessel maschinen 41421 38 830 9 191 1211 1048 1886 42 956 40 308 10 101 1312 1114 1887 44 207 41 736 10 891 1408 1171 1888 45 575 43 370 11 571 1451 1246 1889 47 151 45 192 12 177 1836 1674 1890 48 538 46 554 12822 2046 2007 1891 49 914 48 440 13 769 2115 2216 1892 1893 51 470 50 491 14706 2246 2381 • 53 092 53 029 15 725 1935 1704 1894 55 605 57 224 14 880 1934 1726 Die Kreuz- Zeitung" macht also gar nicht den Versuch, ihre Angaben über unsern Genossen Singer zu beweisen. Das Organ der Dhme und Gödsche giebt von vorne herein zu, daß es in diesem Falle bewußt gelogen hat. Aber getreu dem Die Stadtverordneten- Wahlen in Crimmitschau Geht aus der obigen Tabelle hervor, daß die Zahl der Grundsatze aller Verleumder: ,, es bleibt doch etwas( Sachsen) sind beendet. Der Sieg ist nochmals den bürgerlichen Dampfmaschinen seit 1885 erheblich stieg, so hat sich doch die hängen", versucht das Blatt nun den Anwurf, den es gegen Parteien zugefallen, freilich nicht ohne einen Tropfen sozialistischen Leistungsfähigkeit dieser Maschinen in noch weit stärkerem Maße Singer vergeblich richtete, auf die sozialdemokratische Partei Dels: ein Kandidat der Arbeiterklasse wurde mitgewählt. Die gehoben, wie folgende Angaben ersehen lassen: a bzuladen. Wir aber sind nicht gesonnen, diese feige Aus- Wahlbetheiligung war zwar prozentual etwas schwächer als im Vorjahre, immerhin aber zeigt sich, wie dieselbe seit Eintreten der zu Anfang fneiferei ruhig hingehen zu lassen. Unser Wir bezichtigen hiermit die„ Kreuz- Zeitung" so Sozialdemokratie von Jahr zu Jahr gestiegen ist. lange der Lüge und ehrabschneiderischen Verleumdung, widauer Partei- Organ veranschaulicht dies durch folgende so lange fie uns nicht die Vertreter der sozialdemokratischen Labelle: Es haben gewählt: Partei nennt, welche bei den behaupteten Börsenmanövern der Aktiengesellschaft Münchener Brauhaus ihre Hand im Spiel hatten, oder welche an den Herru Direktor Arendt das Anfinnen stellten, 8000 M. für die Brauerei- Arbeiter zu geben. Heraus mit der Sprache! Darteinachrichten. darüber: = 2226 1894 von 2330 Bürgern 1740= 74,6 pt. 1893 1892 " " 2019 " " 1891 1890 n " 2032 1824 1737 78 1400 69 1502- 70 229 12,5 " " " " * " Soziale Ueberlicht. 1885 B 1894 . • Zahl der Pferdestärken der feststehenden beweglichen Dampfmaschinen 38 000 147 130 Schiffs 101 349 219 769 1 221 884 2 172 250 Der Verein schweizerischer Eisenbahn- Angestellten beschloß in einer Generalversammlung in Bern, eine auf Verstaatlichung der Eisenbahnen zielende Volksinitiative eifrig zu unterstützen. Gewerkschaftliches. zu meiden hat. Gehilfen Leipzigs protestiren mit aller Entschiedenheit gegen die Die heute in der Zentralhalle versammelten BuchdruckerGinge be unserer Prinzipale an das königl. fächsische Ministerium und beauftragen das Bureau der heutigen Versammlung, eine Gegeneingabe an das Ministerium zu richten, in welcher die verschiedenen unrichtigkeiten, welche sich unsere Prinzipale gegen uns erlaubt haben, richtig zu stellen sind. Die holländischen Typographen befinden fich in einem Versammlungen. Bei den Stadtverordneten Ergänzungswahlen in Pirna find die Kandidaten der Sozialdemokraten unterlegen. Achtung, Posamentirer! In Elberfeld ist über die Firma Bei der Köpenicker Gemeindevertreter Wahl tamen Friedrich Schubert wegen Einführung der Affordarbeit die Bei der Köpenicker Gemeindevertreter Wahl tamen Sperre verhängt worden. Den Arbeitern, welche bisher auf Bericht vom Parteitag. Die Mainzer Parteigenoffen unsere Genossen Spindler und Schulz in die Stichwahl. Wenn Wochenlohn von 18 M. arbeiten, ist es nicht möglich, bei Ginhatten am 19. November eine Parteiversammlung einberufen, in die Genossen es an dem nöthigen Eifer nicht fehlen lassen, so führung des Affordsystems nach besten Kräften mehr als höchstens der der Delegirte Stock einen Bericht über den Parteitag gab. dürften unsere Kandidaten in der Stichwahl den Sieg davon 12 M. die Woche zu verdienen. Sieben Arbeiter sind ausgesperrt In unserem Mainzer Parteiorgan wird darüber folgendes be- tragen. und fämmtlich organisirt. Zuzug ist streng fernzuhalten. richtet: Die Debatte wandte sich der Rede Bebel's in Berlin zu. _Bolizeiliches, Gerichtliches: c. Genosse Klein erklärte, auf dem Standpunkt Bebel's zu stehen. Wegen Beleidigung eines prinzlichen Der Streit der Korbmacher in Gröpelingen bei Genoffe Göbel bekämpfte die Art und Weise der Bebel'schen Ehepaares war der Redakteur der Sächsischen Arbeiter- Bremen gestaltet sich für die Streifenden immer günstiger. Kritif, der anscheinend übler Laune sei, weil seine Anträge nicht Beitung", Edmund Fischer, am 22. Juni vom Landgericht zu Dem Fabrikanten Herrn Bürsen wächst die Arbeit über den angenommen seien. Die süddeutschen Delegirten hätten gethan, was 5 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Die vom Angeklagten Kopf, so daß in nächster Zeit zu erwarten ist, daß den Fordesie für Recht erkannt. Genosse Jöst wandte sich hierauf scharf gegen eingelegte Revision wurde am Sonnabend vom Reichsgericht rungen der Arbeiter auf Zurichtung des schlechten Materials nachgegeben werden muß. Der Zuzug ist streng fern zu Bebel. Er halte den Parteitag für einen der besten, welche bis verworfen. jetzt stattgefunden, Bebel opponire nur, weil es ihm in Frank--Sechs Monate Gefängniß wegen Beleidigung halten. furt nicht nach Willen gegangen. Bebel habe gar fein Recht, eines Steigers und Obersteigers wurden dem Genossen Strunz, Die Leipziger Buchdrucker nahmen in einer sehr gut beüber die parlamentarischen Abstimmungen Anderer fich zu ent- Redakteur der Bergarbeiter- Zeitung, Glück auf", vom Landgericht suchten Versammlung nach einem Referat des Kollegen Riedel rüften, denn im Reichstag habe er für den Nordostsee- Kanal und in Zwickau zudiktirt. Der Bergarbeiter Rössel, der in der Ver- gleichfalls Stellung gegen die Gründung einer Invalidenkaffe im sächsischen Landtag für die Arbeiterkolonie Schneckengrün ge- handlung als Entlastungszeuge auftrat, wurde sofort verhaftet. seitens der Prinzipale. In einer hierauf bezug nehmenden stimmt. Wenn er( Jöft) im hessischen Landtag durch seine Ab- Ueber die näheren Veranlassungen hierzu können wir gegenwärtig Resolution heißt es: Bezüglich der Unterstüßungskaffen des Deutschen Buchdruckerei- Vereins erklärt die Versammlung im beftimmung mit habe verhindern helfen, daß 300 000 Mart neue noch keine Mittheilungen machen. sonderen, daß diese Kassen, deren Bankrott schon heute mit BeSteuern abgelehnt wurden, so sei dies doch wahrlich kein Verstimmtheit vorauszusehen ist, als ein Knebelungsmittel der Getrauensvotum für das Ministerium gewesen. Wenn er beanhilfenschaft dienen soll und deren Bestand deshalb als eine Be tragt habe, die Fabrikinspektoren zu vermehren und die Releidigung der Gehilfenschaft anzusehen ist, und daß diese es mit gierung stimme zu, so fönne er doch bei der Abstimmung Interessantes aus den Jahresberichten der preußischen ihrer Ehre für nicht vereinbar hält, einer solchen Kasse als Mitam Schluffe nicht die Mittel verweigern. Auch in Bayern Regierungs- und Gewerberäthe pro 1893. Aus der Pro- glied anzugehören und deshalb die Kasse unter allen Umständen lägen die Verhältnisse anders als in Norddeutschland, dort trieben noch 80 p& t. der Bevölkerung Landwirthschaft. Liebknecht vinz Posen wird über die Wirkung der Maschinen berichtet: und Bebel hätten in vielen Punkten ihre Ansicht geändert, nur industrie- die Tendenz sichtbar, soviel nur immer möglich die In der Zuckerfabrikation ist wie überhaupt in der Großbestehe darin der Unterschied, daß Liebknecht dies zugebe, Bebel menschliche Arbeitskraft durch Maschinenarbeit zu ersetzen. Es aber nicht, der mit seinen Prophezeiungen stets Pech gehabt habe. ist daher nach Anschaffung großer sehr leistungsfähiger Maschinen Bebel wolle nur schulmeistern, aber die Partei hänge nicht von dort nicht allein der Gesammtarbeiterstand gegen früher wesentEinzelnen ab, sondern wurzele in den Verhältnissen. In seiner lich gesunken, sondern tros ungleich verstärkter Produktion auch Berliner Rede fomme ihm Bebel vor, wie" jene Kraft, die stets die Dauer der Kampagnen meist um mehr als ein Drittel gegen das Gute will, doch stets das Böse fchafft". Der Parteitag habe frühere Jahre abgekürzt worden. Während früher die Arbeiter in seinen Beschlüssen das Richtige getroffen, er bitte die Ver- in den Zuckerfabriken von September bis Ende März Besammlung, diesen Beschlüssen zuzustimmen. In einer Resolution wurden hierauf die Beschlüsse des Frankfurter Kongreffes gut- fchäftigung hatten, ist in diesem Jahre und zwar bei ganz Ausstand zu Gunsten des Minimaltarifs. geheißen. Bei der nunmehr vorgenommenen Wahl eines Ber- ausnahmsweiser starter Gesammtproduktion- der Hauptstand von Arbeitern erst Ende September oder Antrauensmannes wurde Genosse Joh. Stock und als dessen Stellsang Oktober in Arbeit getreten und theilweise schon vertreter Genoffe Albert Göbel wiedergewählt. im Dezember wieder entlassen worden. Die AusBreslau. In einer Parteiversammlung, die am 18. Novbr. fichten auf Arbeitsgelegenheit in den Zuckerfabriken sind Abend die Genossen von Stegliß- Friedenau mit ihren Im Klubhause zu Friedenau hatten sich am Montag tagte, sollte die Berichterstattung vom Frankfurter Parteitag hierrach für unsere hiesigen Arbeiter feine trostreichen und die Frauen in großer Bahl eingefunden; angekündigt war ein Vorerfolgen. Leider wurde, wie wir schon bereits mitgetheilt haben, Nothwendigkeit, für den Winter ernstlich auf eine lohnende Betrag des Genossen W. Liebknecht über: Wissen ist die Bersammlung aufgelöst, so daß in den eigentlich wich schäftigung für diese Leute Bedacht zu nehmen, ist sicherlich um macht- Macht ist Wissen. Im Laufe feiner Rede, der fonnte. Die Veranlassung zu der Auflösung glaubte der überbringender, als auch die großen Biegeleien hiesiger Gegend, lange anhaltender Beifall folgte, berührte der Referent auch die tigen Punkt der Tagesordnung gar nicht eingetreten werden häftigung für dieſe Leute Bedacht zu nehmen, ist sicherlich um machtwachende Beamte während der Debatte über die Wahl der Wer- wenn sie nicht den Betrieb zeitweise ganz einstellen, doch ihr Organisation der dortigen Genossen, den Arbeiterbildungsverein, Arbeiterpersonal im Winter ganz bedeutend reduziren. Von den und sprach sich mißbilligend über die Theilnahmlosigkeit der trauensleute zu finden. Ein höchst sonderbarer Grund allerdings. inneren Fabrikverhältnissen enthielten die Jahresberichte trotz aller Mehrzahl der Arbeiter diesem Verein gegenüber aus. Der Unser Breslauer Partei- Organ, die" Volkswacht", schreibt Schonung der Unternehmer doch manche recht traffe Thatsachen. Redner hofft, daß die Erkenntniß bald allgemein auch in diesen So wird aus dem Regierungé bezirk Breslau berichtet: Die Kreifen Platz greife, daß es für jeden Arbeiter unerläßlich sei, Jeder Unparteiische muß eingestehen, daß kein Grund vorlag, Anbringung und Vervollkommnung der Schuhvorrichtungen er eine möglichst große Summe von Wissen in sich aufzunehmen. die Bersammlung aufzulösen, da von einer herrschenden Unruhe folgt höchst selten aus eigener Initiative der Betriebsleiter, es Auf eine Anfrage hin äußerte sich der Vortragende gleichfalls mit nicht die Rede sein konnte. Die Genossen haben, wie immer, bedarf vielmehr der Anregung der Aufsichtsbeamten. Go ihre Meinung zum Austrag gebracht, ohne dabei im geringsten befand sich in einer Dampfmühle im Bezirk Reichenbach das In die Einzelfragen will er nicht eingehen. Er hält sich aber für furzen Worten zu der Kontroverse über den letzten Parteitag. erregt zu sein, wozu auch gar keine Veranlassung vorgelegen. Schwungrad der Betriebs- Dampfmaschine, durch das vor drei verpflichtet, zu erklären, daß die Behauptung Bebel's, die Partei Zu Eingang der Versammlung hatten die Vertrauensleute Jahren ein Menschenleben zu Grunde ging, gegen Ende des Be- verflache und sei geistig zurückgegangen, entschieden falsch vom vergangenen Jahre Bericht über ihre Thätigkeit erstattet. triebes noch genau in demselben ungeschüßten Zustande wie und nur aus augenblicklichem Unmuth zu erklären sei.„ Gin Dem Kaffenbericht entnehmen wir folgende Uebersicht: Die Gin früher. Bezüglich der Einrichtungen, die zur Aufrechterhaltung Bergleich unserer Presse und Literatur von heute mit unserer nahmen im östlichen Wahlkreis betrugen insgesammt 1597,82 M., Des Anstandes und der guten Sitte vorhanden sind, sprechen sich Bresse und Literatur vor dem Sozialistengesetz ist die gründ die Ausgaben 1578,60 M., sodaß ein Baarbestand von 19,22 m. die Gewerbe Aufsichtsbeamten mit Ausnahme des in Dels fehrlichste Widerlegung dieser Ansicht. Die Partei ist nicht nur in verbleibt. Die Einnahmen im westlichen Wahlkreis beliefen sich zurückhaltend aus. Offenbar liegt auf diesem Gebiete noch viel die Breite, sie ist auch in die Tiefe gewachsen; und sie hat zu auf 1414,76 M., die Ausgaben auf 1348,25 M., der Bestand beträgt im Argen. im Argen. Aus dem Regierungsbezirk Biegniß wird be feiner Zeit intellektuell so hoch gestanden wie jetzt. Und gerade somit 66,71 M. Uuter den Ausgaben figurirt ein Posten von richtet: Eine Trennung der Ankleideräume war in einer die geistige Schulung ist das beste Bindemittel. Die durch Bebel 1000 M., die an den Parteivorstand gesandt worden sind. Mannheim. Genosse Zeufel wurde am vergangenen Bigarrenfabrik erforderlich und in nicht weniger als 21 Fabriken hervorgerufene Diskussion kann uns nicht schaden, fie tann die Sonnabend völlig unerwartet der Freiheit wiedergegeben und waren die Aborte nicht getrennt angeordnet oder es fehlte die Einheitlichkeit der Partei nur steigern.( Lebhafter Beifall.) von den Parteigenossen mit großem Jubel empfangen. Er war wird berichtet: Die Beschaffenheit der durch besondere Bestim- Steglit in längeren Ausführungen über den Parteitag zur Gelnothwendige Bezeichnung. Aus dem Regierungsbezirk Oppeln Seine abweichende Ansicht brachte der Genosse Rasparim Ganzen 15 Wochen im Gefängniß, wovon 10 Wochen auf mungen für viele Betriebe, wie Rorkereien, Zuckerfabriken, tung; er brach aber selber ab, weil die Versammlung ungeduldig abzubüßende Strafe, 5 Wochen auf die über ihn verhängte Bigarrenfabriken, direkt vorgeschriebenen Aufenthalts- und An- wurde. In einer Refolution, welche feinen Widerspruch fand, Untersuchungshaft in der sattsam bekannten" Hochverraths" fleideräume läßt noch recht viel zu wünschen übrig. Vielfach bekundete die Versammlung die Absicht, dem Arbeiter- BildungsAffäre entfallen. Lange wird der Teufel in Mannheim nicht sind solche überhaupt nicht vorhanden, an anderen Stellen nur verein neue Mitglieder zuzuführen. Nach Erledigung einer personIos sein". Denn schon am Mittwoch muß er sich wieder im sehr dürftige, ohne Heiz- und Wascheinrichtungen. Auch die Be- lichen Angelegenheit, die das Verhältniß Kaspar's zu dem SchankMannheimer Amtsgerichtsgefängniß zur Verbüßung einer elftägigen dürfnißanstalten sind in vielen Werken sehr mangelhaft und lassen wirth Gitschin betraf, traten der Erstere und in gleicher Weise Haft einzufinden. stellenweise wenig Verständniß der Werkleiter für selbstverständ- der Genosse Schulz mit Wärme nochmals für die Zwecke und Nürnberg. Die hiesige Parteiversammlung nahm vorigen liche Pflichten gegenüber den Arbeitern erkennen, soweit Wahrung Biele des Bildungsvereins ein und ermunterten zum Beitritt. Mittwoch einstimmig folgende Resolution an: Die heutige Versammlung beschließt, daß sie mit den Beschlüffen des Parteitags on Sitte und Anstand und insbesondere Erhaltung der Gesund Den Ueberschuß der Tellersammlung überwies man den ausin Frankfurt a. M. einverstanden ist, und daß für sie teine beit in Frage kommen. Eine drastische Illustration zu dem eben gesperrten Brauerei- Arbeitern. Gesagten giebt die Abortanlage in einem neu angelegten größeren Veranlassung vorliegt, das Verhalten der Werte. Dort befanden sich die Aborte für die Frauen und bayerischen Abgeordneten in der Frage des Männer in einer Reihe nebeneinander, die Thüren waren nur Finanzgefeges zu mißbilligen oder die Haltung der 1 Meter hoch, sodaß sowohl von den Passanten auf dem belebten bayerischen Delegirten zu tadeln.( Wir geben die vollständige Privat Telegramm des Vorwärts". Resolution, weil in unserer ersten Notiz über die Nürnberger Fabrikhofe als auch von den Fenstern der Fabrit aus hineingesehen werden konnte. Im Regierungsbezirke Merseburg Gera( Reuß), 20. November. Bei den Gemeinderathswahlen Versammlung die auf die Abgeordneten bezügliche Stelle der und Erfurt wird auch die Lage der Aborte gerügt. in Gera wurden 11 Sozialdemokraten und 5 Gegner, in DebschResolution übersehen war. R. b. V.) So war in einem größeren Webesaale die. Luft der w13 9 Sozialdemokraten gewählt. die in ( Wolff's Telegraphen Bureau.) maßen schlecht, daß es unbegreiflich war, wie der Nähe der Aborte arbeitenden Weber den Geruch ertragen konnten. Auf Befragen erklärte ein alter Weber:" das ertragen konnten. Auf Befragen erklärte ein alter Weber:" das brach in einem Hause in der Königstraße Feuer aus; sieben PerHamburg, 20. November. In der vergangenen Nacht muß man alles gewöhnt werden."!! Aus dem Regierungsbezirke sonen wurden verlegt. Ein Kind, welches ebenfalls verwundet Solingen. Bei den Stadtverordnetenwahlen der dritten Magdeburg wird berichtet: Die Unterkunftsräume für die fonen wurden verlegt. Ein Kind, welches ebenfalls verwundet Köln, 20. November. Kladderadatsch- Affäre. Der Gerichtss Abtheilung fommen die sozialdemokratischen Kandidaten in die zugewanderten Arbeiter der Biegeleien, Buckerfabriken und land- wurde, ist infolge der erhaltenen Berlegungen gestorben. wirthschaftlichen Großbetriebe sind noch immer recht mangelhaft hof verurtheilte Dr. Kleser und Nestler zu je 2 Monaten GeAus Schleswig wird berichtet: Bade- EinLeipzig. Der Redakteur des Wähler", Genosse Pollender, eingerichtet. Fiume, 20. November. In dem im Bau begriffenen Gous wurde vom Schöffengericht zu 50 m. Geldstrafe wegen Beleidi- richtungen werden felten in den Fabriken angetroffen. G3 wäre fängniß und Zimmermann zu 150 M. Gelbſtrafe. gung einer Herrschaft" verurtheilt. Die Beleidigung wurde in zu wünschen, daß Anlagen, in welchen Staub oder widerliche verneurs- Palais stürzten heute zwei Säulen ein, wodurch die inneren Dünste entwickelt werden, allgemein mit Badezimmern versehen Mauern niedergerissen wurden. Zahlreiche Arbeiter wurden unter einer Notiz gefunden, laut welcher die Dame des Hauses" ihr würden. Aus dem Regierungsbezirke Koblenz wird berichtet den Trümmern begraben; 5 Todte und 12 Verwundete find heraus17jähriges Dienstmädchen gezüchtigt habe. In der Urtheils. Mit der Herstellung von besonderen Speiſeräumen können sich befördert worden. Die Zahl der Verschütteten ist unbekannt, die begründung des Richters( D.- A.- Richter Winkler) heißt es: die Arbeitgeber im Allgemeinen noch nicht befreunden. Sie " 3war sei erwiesen, daß das Dienstmädchen Körperlich gezüchtigt führen namentlich an, die Arbeiter würden einen solchen Raum Bergung derselben ist sehr schwierig, man befürchtet, daß alle todt find. Die Behörden eilten sofort an die Unglüdsstätte, wo worden sei, aber mit Recht sei das geschehen, und das Mädchen doch nicht benußen, da jeder ängstlich bestrebt sei, seinen Nachbar sich eine große Menschenmenge angesammelt hat; in der Stadt hätte für die Züchtigung dankbar sein sollen( Statt dessen wurde nicht wissen zu lassen, was er zu Mittag effe!! Das sind so herrscht große Aufregung. das„ kleinliche" Borkommniß in der Presse erörtert. Die Absicht einige Bilder aus dem Arbeiterleben! ( Depeschen- Burean Herold.) des Angeklagten sei nur dahin gegangen, den Privatkläger in Die Dampflefsel und Dampfmaschinen in Preußen Wien, 20. November. In parlamentarischen Kreisen zir seiner Ehre zu tränken und in den Augen seiner Mitmenschen verächtlich zu machen. Denn was gehe es weitere Kreise an, ob haben in den Jahren von 1885 bis 1894 eine ftete Vermehrung tuliren Gerüchte über eine Minifterkrifts; man spricht u. a. von dem bevorstehenden Rücktritt Plener's und Wurmbrandt's. ein Dienfibote einmal Dhrfeigen erhalte, die die Stellung eines gefunden. Es betrug nämlich in Preußen: Wiesbaden. In der Generalversammlung der vereinigten Orts- Krankenkassen erzielte die Liste der organisirten Arbeiter eine große Majorität. Stichwahl. Depeschen. " Berantwortlicher Redakteur: I. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 272. Mittwoch, den 21. November 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Kommission für ArbeiterStatistik Berliner Lokalliste. 1. Wahlkreis. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. 2. Wahlkreis. Zubeil, Lindenstraße 106. Specht, Markgrafenstr. 23. Krah, Schönleinstr. 6. V " = der Thätigkeit dieser Jungen gebrachten Angaben. Zu der Be hauptung, daß fie törperlich und geistig verkommen", sagt er, daß er aus eigener Erfahrung und aus dem Munde vieler doch gewiß hierin ein Urtheil besitzender Gemeindelehrer das Gegen 3. Wahlkreis. Möhring, Admiralftr. 18c. Schneider, theil vernommen habe, daß nämlich gerade die Kegel hat in ihrer Sigung, welche in der Zeit vom 9. bis 20. November stattfand, und über die Lage der Kellner und Kellnerinnen be- Annenstr. 16. Wienece, Alte Jakobstr. 83. Deigmüller, jungen durch ihre gesunde Beschäftigung eine auffallende Schmiedel's Festsäle, Alte Jakob förperliche wie auch geistige Entwickelung zeigen"." Das rathen hat, beschlossen, daß das Material, welches durch die Alte Jakobstr. 48a. Wie jedermann weiß, ist gerade Umfrage durch Fragebogen gewonnen ist, weiter ergänzt werden straße 32. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Oranien wäre allerdings neu! foll. Die Ergänzung soll dahin gehen, daß bei den weiteren ballen, Oranienstraße 51. Stehmann, Melchiorstraße 15. in den Kreisen der Berliner Gemeindeschullehrer seit langer Zeit darüber geklagt worden, daß die Beschäftigung von Schulkindern Erhebungen auch die in Gast- und Schankwirthschaften beschäftigten Schönherr, Admiralstr. 38. 4. Wahlkreis( Osten). Nebelin, Langestraße 108. in den späten Abend, oder in den frühen Morgenstunden den Köche, Köchinnen und Mamsells befragt werden. Die weiteren Erhebungen sollen hier in derselben Weise wie bei den Bäckern und Tempel, Langeftr. 65. Ni eft, Weberstr. 17. Bolzmann, Erfolg des Unterrichts schwer beeinträchtigt. Die Frage, wie dem den Handlungsgehilfen vorgenommen werden. Es wird beabsichtigt, Lichtenbergerstr. 16. Heise, Lichtenbergerstr. 21. Fiebig, zu steuern sei, hat auch mehrere Jahre hindurch die Schulan 50-70 Organisationen einen Fragebogen zu senden, in welchem Große Frankfurterstr. 28. Breuer, Große Frankfurterstr. 74. fommissionen, die Schuldeputation und die Polizei lebhaft be die Mitglieder der Organisationen aufgefordert werden, ein Gut- Buß, Große Frankfurterstr. 85. Albrecht, Memelerstr. 67. schäftigt. Soviel wir wissen, ist infolge deffen die Beschäftigung achten darüber abzugeben, ob nach ihren Ansichten die gegen Witte, Andreasstr. 26. Elysium, Landsberger Allee 40/41. von Schulkindern wenigftens nach 10 Uhr Abends thatsächlich wärtige Arbeitszeit die Gesundheit, das Familienleben und die Göbel, Landsberger Allee. Feindt, Weinstr. 11. Robert auch für die Kegelbahnen verboten worden. In der SchulProskauerstraße. Gesellschaftshaus, tommissionsvorsteher Versammlung vom 18. Nonember 1890 ist Sittlichkeit der Angestellten schädigt. Ferner, ob es erwünscht Schneider, und durchführbar ist, die Arbeitszeit zu beschränken und ob be- Rüdersdorferstraße. Königstadt- Rasino, Holzmarktstr. 72. beschlossen worden, der Schuldeputation zur geneigten Beachtung zu empfehlen, daß möglichst Vorsorge getroffen werde, den sondere Schutzbestimmungen für Lehrlinge und jugendliche Per- Reller, Roppenstraße. Freischüs, Fruchtstraße. 4. Wahlkreis( Süd- Osten). Ullrich, Waldemar Handel, den schulpflichtige Kinder mit Blumen, Zündhölzern 2c. fonen erlassen werden müssen. Gleichzeitig werden die Krankenkassen, in denen im Gastwirthsgewerbe beschäftigte Personen in großer Straße 75. Doberstein, Mariannenstraße 31/32. Rau, in Bierlokalen betreiben, sowie das Austragen von Zeitungen Anzahl als Mitglieder vertreten sind, aufgefordert werden, dar- Staligerstr. 126. Hoffmann, Dranienstr. 180. Sanssouci, und Frühstück durch dieselben unmöglich zu machen". Darauf Roll, Adalbertstr. 21. Sauermann, konnte in der Vorsteher- Versammlung vom 17. Februar 1891 der über Aufschluß zu geben, wie viele Kellner oder Köche Mitglieder Rottbuserstr. 4a. Kommissar der Schuldeputation mittheilen, daß man auf Vers der Kasse sind, wie viele von diesen Personen erkrankten, an Adalbertstr. 8. Henke( Renz), Naunynstr. 27. 5. Wahlkreis. Brüning, Rosenthalerstr. 12. Neu- anlassung der Versammlung beim Polizeipräsidium vorstellig welchen Krankheiten sie litten, wie viele von den Erkrankten starben und an welchen Krankheiten die Betreffenden gestorben mann, Linienstr. 19. Meißner, Linienstr. 142. Buhte geworden sei, und daß diefes eine erneute Bekanntmachung in bezug auf die Verwendung schulpflichtiger Kinder im Hausirfind. Die Berichte der Krankenkassen werden dem Reichs( Seefeld) Genadierstr. 83. 6. Wahlkreis. Jägerhaus, Schönhauser Allee. handel erlassen, dieses Verbot auch auf das Aufsehen von Kegeln Gesundheitsamt überwiesen, damit dieses ein Gutachten abgeben In der Versammlung vom fann, ob die Krankheiten auf Ueberanstrengung im Beruf zurück Frölig, Schönhauser Alee. Relle, Schönhauser Allee 28. durch Kinder erweitert habe. zuführen sind. Wenn diese Berichte eingegangen sind, wird die Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstraße 14 21. Februar 1893 theilte dann der Kommissar mit, daß die Kommission darüber zu beschließen haben, ob und welche Maß- Stümte, Ackerstr. 123. Neumann, Tonhalle, Pasewalker- Polizei bei der Schuldeputation angefragt habe, ob diese PolizeiGründel, Verordnung länger aufrecht erhalten werden solle, worauf die regeln zu ergreifen sind, um die ermittelten Mißstände zu bestraße 3. Hübner, Swinemünderstr. 35. Brunnenstr. 188. Feiz, Brunnenstr. 196. Behlih, Berg- Versammlung, der die Anfrage von der Deputation zur Beguts feitigen. Den größten Theil der Sitzungen nahm der dritte Punkt der Straße 12. Reichert, Müllerstr. 7. Kolberger Salon, achtung unterbreitet worden war, nicht nur fernere AufrechtWilke, Hochstraße. Kranz, Vittoria- erhaltung empfahl, sondern sogar bat, den Gewerbetreibenden im Tagesordnung, die Verhöre der 84 von den faufmännischen Rolbergerstraße. Vereinen vorgeschlagenen Auskunftspersonen in Anspruch. Einen garten, Badstraße, Gesundbrunnen. Hochstadt- Kasino, allgemeinen Beschäftigung von Schulkindern vor 6 Uhr Morgens Vittoria Salon, Perlebergerstraße 13, zu verbieten. In der Versammlung vom 16. Mai 1893 wurde Umriß, wie die thatsächliche Lage der in Ladengeschäften An- Gerichtsstraße. dann weiter mitgetheilt, daß die Verordnung aufrecht erhalten gestellten ist, hatten die statistischen Erhebungen ergeben, ein Moabit. Wedding- Kasino. Solorit erhielt das Bild durch diese Verhöre. Leicht erklärlich Alle Zuschristen, die Lokalfrage betreffend, sind an den worden sei, aber dem Antrage, auch das Austragen von Milch und Backwaare in den Morgenstunden zu verbieten, glaube ist es, daß die Vernommenen zum größten Theile in Geschäften Unterzeichneten zu richten. Die Lokalkommission. die Schul Deputation nicht nachkommen zu dürfen, weil angestellt oder thätig sind, die man als die Besten bezeichnen fie darin einen Eingriff in die Rechte der Eltern sehe." J. A.: Carl Scholz, Wrangelstr. 32. fann. Denn der Gehilfe, welcher die längste Arbeitszeit und Seitdem ist die Angelegenheit nicht wieder erörtert worden, die schlechteste Behandlung hat, ist in den meisten Fällen Weißbier- Brauereien und Bierboykott. Zu den Nutztein Mitglied dieſer Vereine und wenn er es iſt, ſpielt nießern des Berliner Bierboykotts gehören auch die Berliner wenigstens haben wir in den durch die Schuldeputation veröffenter doch keine so hervorragende Rolle, daß man ihm solche Weißbier- Brauereien. Als der Bierkrieg gegen die Bayerischlichten Protokollen der später abgehaltenen Versammlungen nichts darüber gefunden. Die Polizeiverordnung muß also noch beMiffionen zu erfüllen giebt. Die Verhöre wurden stenographisch bier- Brauereien, soweit sie dem Ringe" angehören, hierselbststehen. Oder sollte sie doch wieder aufgehoben sein? Es scheint aufgenommen und werden demnächst veröffentlicht werden. Aus ausbrach, war es ganz naturgemäß, daß sich der Konsum in ganz beinahe so; denn sonst würde sich ein Regelbahn- Besizer wohl als eine Wachtzeit aufzufassen ist, sondern, daß oft während der hinreichender Ersatz für das bayerische Bier anfangs nicht vor: Mitternacht beschäftigt, und daß diese Jungen infolgedessen den Verhören ging hervor, daß die lange Arbeitszeit nicht nur bedeutend gesteigertem Maße dem Weißbiere zuwandte, da ein beinahe so; denn sonst würde sich ein Regelbahn- Besizer wohl faum öffentlich rühmen, daß er seine Kegeljungen bis gegen ganzen Ladenzeit von dem Gehilfen oder Lehrling gearbeitet handen war. Auch jetzt, da der Bedarf an boykottfreiem Mitternacht beschäftigt, und daß diese Jungen infolgedessen werden muß. Wenn von Prinzipalen über die mangelhafte bayerischen Bier vollauf gedeckt werden kann, wird noch Weißbier eine auffallende förperliche wie auch geistige Entwickelung Ausbildung der jungen Kaufleute oft bittere Klage geführt wird, in gesteigertem Maße, d. h. über das gewöhnliche Maß hinaus zeigen". so sind für diesen Mangel nicht die jungen Leute, sondern konsumirt, zum nicht geringen Theile aus dem Grunde, weil Gegen die in Berlin gegründeten Unfallstationen der beren sogenannte Lehrherren verantwortlich zu machen. die Arbeiter noch vielfach in die Zwangslage versetzt sind, Berufsgenossenschaften wendet sich sowohl die, Medizinische Reform" Es wurde mitgetheilt, daß in den östlichen Provinzen Weißbier zu trinken, um dem Trinken von Boykottbier in einer Reihe fortlaufender Artikel, als auch die Versammlungen die Kaufleute in ungeheiztem Laden von Morgens 5 Uhr bis aus dem Wege zu gehen. Es sei hier nur an große Fabriken unserer Aerzte. Nach den Angriffen der oben erwähnten mediAbends 10 Uhr und länger ohne Unterbrechung arbeiten müssen. erinnert, z. B. die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft, in denen zinischen Zeitschrift sind die Unfallstationen weniger zur schnellen Die Frage, ob den Lehrlingen Zeit und Gelegenheit zur neben Ringbier auch Weißbier geführt und dieses von den Ar- Hilfeleistung bei Unglücksfällen geschaffen, als zur Spekulation weiteren Ausbildung gegeben werden müsse, wurde von fast allen beitern bevorzugt wird. Ein derartiger Massenkonsum muß sich für einzelne Personen. Nothverbände", so sagt die Reform", Auskunftspersonen bejaht. Ueber die Regelung der Arbeitszeit der bei den Weißbier Brauereien wohl bemerkbar machen und be- welche einem verunglückten Patienten auf der Unfallstation ans Gehilfen waren die Ansichten getheilt, hierbei famen durchweg die fruchtend auf die finanzielle Lage derselben wirken. Diese An- gelegt werden, könne jeder Heilgehilfe ebenso gut zu Stande Anschauungen zur Geltung, welche von den Vereinen in nahme wird denn auch voll und ganz bestätigt durch die Ge- bringen. Wie der Verunglückte auf den Unfallstationen behandelt ihren Gutachten abgegeben sind. Einzelne traten für einen schäftsberichte einzelner Brauereien, wie sie zur Zeit vorliegen. werde, schildert die„ Medizinische Reform" in einer Reihe von 12 stündigen Maximal- Arbeitstag ein, die Mehrheit war Da ist zunächst die Weißbier- Aktienbrauerei vormals H. A. Bolle. Beispielen, aus denen wir einzelne Fälle entnehmen: für eine Schlußstunde für das ganze Reich, ein Von dieser wurden dem Geschäftsberichte zufolge 14 320 3entner Patient bringt sich bei der Arbeit eine Stichverlegung bei, durch großer Theil wollte eine Schlußstunde, verlangte aber viele Malz gegen 13 560 3entner im Vorjahre verbraut. Der welche die Schlagader durchschnitten wird; der Verwundete er Ausnahmen. Sie verlangten, wenn die Geschäfte im Allgemeinen erzielte Gewinn hat sich dementsprechend ebenfalls erhöht. hält auf der Unfallstation Verband, ohne daß die Schlagader um 8 Uhr geschlossen werden, daß dann Zigarren- Läden, Milch-, Während derselbe im Vorjahre 37 711 m. betrug, stellt sich unterbunden wird. Der Zustand des Verletzten verschlimmert Brot und andere Lebensmittelgeschäfte bis 9 Uhr geöffnet sein derselbe im abgelaufenen Geschäftsjahre auf 55 889 M. Infolge sich nun derartig, daß derselbe auf Anrathen eines hinzugezogenen müssen, um den Angestellten der übrigen Geschäfte Gelegenheit deffen ist die Brauerei auch in die Lage verfett, an Tantième Arztes die Klinik aufsuchen muß, woselbst an dem verletzten zu geben, nach Ladenschluß noch einkaufen zu können. Ebenfalls 3751 M. gegen 851 M. im Vorjahre und 33 750 M. 41/2 pet. Gliede eine schwere Operation vorgenommen werden muß. wurden Ausnahmen für gewisse Zeiten verlangt, so für die gegen 15 000 m. 2 pet. als Dividende vertheilen zu können. Ein Arzt wird zu einem Brauer, der sich den Fuß verrenkt hat, Sonnabende, für die Weihnachts-, Oster- und Pfingstzeit, für Die Berliner Weißbier Brauerei Aftengesellschaft( Gericke) gerufen; als er am Tage darauf den Patienten besucht, findet er Markttage und Messen und oft in so ausgedehntem Maße, daß erzielte nach dem zur Vorlage gelangten Geschäftsberichte einen ihn nicht zu Hause. Man hatte den Kranken einfach nach der die Ladenschlußstunde nur für zwei Drittel des Jahres gelten Bruttogewinn von 72 503 M. gegen 57 500 M. im Vorjahre. berufsgenossenschaftlichen Unfallstation geschleppt. Ein Arbeiter M. Hiervon können 6419 M. zu Tantièmenzahlungen und 52 700 m. hatte sich in einer Brauerei eine Verlegung zugezogen und ließ = 8/ 2 pet. gegen 61/2 pet, im Vorjahre zur Dividendenzahlung sich von Dr. F. verbinden. Auf der Unfallstation in der Flens verwendet werden. Der Absatz betrug 24 590 Hektoliter gegen burgerstraße wurde ihm der Verband als nicht ordnungsgemäß 22 663 Hektoliter im Vorjahre.- Die Berliner Weißbier- Brauerei abgenommen und erneuert. Der Zustand des Arbeiters verAktiengesellschaft, vormals Karl Landré, hat ihre sofort zahlbare schlimmerte sich, er begab sich wieder zu Dr. F., welcher ihn Dividende sogar auf 10/2 pt. feftsetzen können. Der diesbezügliche weiter behandelte, und der Patient weigerte sich, die Unfallstation Geschäftsbericht konstatirt obendrein die Thatsache, daß der Absay in wieder aufzusuchen. Jetzt aber trat die Berufsgenossenschaft daden ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres gegenüber zwischen und wollte den M. zwingen, sich auf der Unfallstation dem Vorjahre fich eher noch etwas vermehrt als vermindert habe. weiter behandeln zu lassen, widrigenfalls der Patient im InHierin dürfte eine Bestätigung der Richtigkeit unserer eingangs validitätsfalle teine Rente erhalten werde. M. hielt es aber fundgegebenen Annahme, daß der Weißbierfonsum auch weiter trotzdem für richtig, die Unfallstation zu meiden und ist auch hin über das gewöhnliche Maß hinaus andauert, zu finden sein. ohne deren Hilfe gesundet." Außer allem Zweifel aber dürfte es liegen, daß die Weißbier- Im städtischen Krankenhause am Urban wurden im Brauereien ihre gesteigerten finanziellen Ergebnisse lediglich dem Jahre 1898/94 7735 Rrante verpflegt, wovon 491 aus 1892/93 Boykott der Bayerischbier- Brauereien, der Berliner Ringbraue- übernommen und 7244 in 1893/94 neu aufgenommen wurden. reien, zu verdanken haben. Wenn dem aber so ist, so ist für Von letzteren wurden 2493( 34 pt.) auf eigene Meldung, wahr nicht zu ersehen, was die Weißbier- Brauereien für ein Jn 804( 11 pGt.) auf Veranlassung der Armendirektion, 636( 9 pt.) tereffe daran haben sollten, den Sirenenlockungen der Herren auf Veranlassung der Dienstherrschaft, 192( 21/2 pet.) auf Ver Rösicke und Genossen Folge zu leisten und dem„ Ringe" beizu anlassung der Polizei, 3119( 43 pet.) auf Veranlassung der treten und dadurch die finanziellen Vortheile mit finanziellen Krankenkassen aufgenommen. Krankenkassen Mitglieder waren Verlusten zu vertauschen. Die erhöhten Dividenden dürften auf also beinahe die Hälfte. Unterscheidet man die Kranken die Weißbier- Brauereien eine ungleich größere Anziehungskraft in männliche und weibliche, so wurden von 4061 männ= ausüben, als die platonische Liebe der Herren Kollegen vom lichen allein 2418( 591/2 pt.), aber von 8138 weibnur 701 Ringe", und wenn von einer Wohlgeneigtheit der Weißbier- lichen ( 221/2 pet.) auf Veranlassung aufgenommen. Unter den 4061 Brauer, dem Ringe" beizutreten, fabulirt wird, so dürfte diese Krankenkassen Version mehr dem Wunsche als dem Vater des Gedankens, als lichen waren, außer 484 Kindern und 59 ohne Angabe, 73 Almosen= den Thatsachen entsprechen. empfänger, 906 Arbeiter, 1630 Handwerker( augenscheinlich meist Gehilfen), 137 Hausdiener, 154 Rutscher, 56 Kellner u. f. w. u. f. m.; unter den 3138 weiblichen waren, außer 390 Kindern und 105 ohue Angabe, 181 Almosenempfängerinnen, 473 Arbeiterinnen, 258 Arbeiterfrauen, 83 Arbeiterwittwen, 1012 Dienstmädchen, 289 Handwerkerfrauen, 78 Handwerkerwittwen, 40 Verkäufe Zum Besten der ausgesperrten Brauerei Arbeiter ver- rinnen u. s. w. u. s. w. Dagegen sind die Besserfituirten mit anstaltet der Gesangverein Liedesfreiheit I am nächsten Sonn- ganz geringen 3ah'en vertreten; wer es sich leisten kann, abend in Fiebig's Ball- Salon, Große Frankfurterstraße 28, ein zieht meist, wenn es die Krankheit irgend erlaubt, die Konzert, dem sowohl in Hinsicht auf das gutgewählte Programm Pflege im Hause der Anstaltspflege vor. als auch des wohlthätigen Zweckes wegen ein zahlreicher Besuch handelten starben 1209( 151/2 pGt.). Won diesen starben schon in den ersten 6 Tagen 632, und von diesen wieder vor Ablauf der zu wünschen ist. ersten 24 Stunden 85, nach einem Tage 184 u. f. w. Die Be töftigung in den städtischen Krankenhäusern ist bekanntlich von einigen als vorzüglich, von anderen wieder als schauderhaft bezeichnet worden. Das mag daran liegen, daß die Diätform sowie würde. Die Mehrheit der Auskunftspersonen war dafür, daß die Paragraphen des Handelsgesetzbuchs über die Kündigungsfristen dahin abgeändert werden, daß die Kündigungsfrist für beide Theile gleich sein und im Minimum 1 Monat betragen müsse. Auch wurde es von der übergroßen Mehrheit der Auskunftspersonen als ein Mißstand empfunden, wenn in Kontrakten den Gehilfen es bei hoher Ronventionalstrafe untersagt ist, nach Beendigung des Engagements in ein Konkurrenzgeschäft einzu treten. Die vernommenen Packer, Geschäfts- und Hausdiener mußten ebenfalls über viele Mißstände in ihrem Beruf zu berichten und stellten die gewiß bescheidene Forderung, daß für sie ein 12 stündiger Maximalarbeitstag und eine zweistündige Pause bewilligt werden. An die Vernehmungen schloß sich eine längere Aussprache der hinzugezogenen Sachverständigen mit den Mitgliedern der Kommission an. Bestimmte Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt, da die Mehrheit der Kommissionsmitglieder der Meinung war, daß erst die Berichte der Vernehmungen gedruckt vorliegen müssen, bevor man in der Lage sei, sich ein Bild über die Verhältnisse und über Die Interessen zu machen, welche bei der Gesetzgebung berüdsichtigt werden müssen. Erst dann, wenn diese Berichte vorliegen, sollen die Referenten in Verbindung mit den Bertretern des Reichsamts des Innern einen Entwurf aus arbeiten, der als Grundlage bei den weiteren Verhandlungen dienen soll. Alseitig wurde anerkannt, daß die statistischen Er hebungen sowie die weiteren Ermittelungen bewiesen hätten, daß im Handelsgewerbe Mißstände bestehen, die dringend der Abhilfe bedürfen. Tokales. Die Lifte der boykottfreien Gastwirthe und Restau rateure wird der am Sonnabend erscheinenden Nummer des Borwärts" wieder beigelegt werden. Veränderungen in der Liste müssen von den hierzu beauftragten Kontrolleuren bis spätestens Freitag Vormittag 10 Uhr in der Druckerei von May Bading, Beuthstraße 2, Hof 3 Treppen, abgeliefert werden. " 5 = Zur Lokalliste. Gastwirth Kleeblatt wohnt nicht Görlitzer strake 6, sondern Görlitzer Ufer 6. Rächler, Oranienburgerstraße 169, schänkt ringfreies Bier. Durch ein Versehen ist Rächler aus der letzten Liste ferngeblieben. Ueber die Kegeljungen wird seit einiger Zeit in den Spalten der„ Bossischen Zeitung" dabattirt. In der DienstagsNummer bestreitet ein Regelbahn Besitzer in einer Zuſchrift die von dem genannten Blatt über Dauer. Schwere und Bezahlung „ Ein von männ Von 7244 Be " die Menge und Güte der verordneten, Gytradiät" bei verschiedenen| größert sich von Tag zu Tag; neuerdings hat sich die Frau eines| Aeußerung schuldig gemacht haben: Er könne den Gendarmen Krankheiten verschieden ist. Die Krautenbeköstigung erforderte Handwerkers Stils gemeldet, welche mittheilte, daß ihr Gatte nicht so große Schuld geben, daß sie die Leiche nicht fortgeschafft pro Kopf täglich 75 Pf., wovon 491/3 auf die regulativinäßige" am 5. November Abends 10 Uhr mit Schwanke gesprochen habe, oder wenigstens beaufsichtigt halten, diese hätten mehr zu thun. Soft und 25%/ s auf die„ Extradiät" kamen. Bei Vertheilung als dieser gerade im Begriff war, die Einladungen für den am E3 seien ja wieder zu unserer Versammlung verschiedene Zettel auf die verschiedenen Diätformen ergeben sich für Form I 571/2, folgenden Tage stattfindenden Abendtisch abzusenden. Als angeklebt, die sie abfragen müßten und welche, da sie zum Theil für Form I 481/2, für Form 111 38, für Form IV 341/2 Bi. weitere Zeugen dafür, daß der Restaurateur am 6. November sehr feft angeklebt waren, schwarz überstrichen werden mußten." Wer nach Form III oder IV beköstigt wird und wenig oder hier anwesend war, haben sich die Bierfahrer der Beleidigt fühlten sich die als Zeugen vernommenen Gendarmen. teine„ Extradiät" bekommt, kann allerdings nicht fett werden. Gregory'schen Brauerei gemeldet. Bezüglich des erwähnten Obgleich die Angeklagten entschieden in Abrede stellten, daß ihre Doppelgängers des Schwanke sei noch zu erwähnen, Ausführungen in der Versammlung so gelautet hätten, wie von leber den Hängeboden als Dienstmädchengelak lesen wir im Berliner Lokal- Anzeiger":" Die unter dem Namen daß diefer auch von der Braut des Breslauer Kaufmanns den Gendarmen beschworen worden, verurtheilte der Gerichtshof Hängeböden." bekannten Schlafräume sind eine architektonische Wohl in Pirscham bei Breslau gesehen worden ist. Dieser doch Zubeil zu 20 M. und Wagner zu 30 M. Geldstrafe. Ter Brutalität. Aber die gutmüthigsten Herrschaften bedienen sich Bengin ist aufgefallen, daß sich der Unbekannte sehr fühl und Staatsanwalt hatte für jeden der Angeklagten 20 m. beantragt. ihrer für ihre Dienstmädchen, weil eben die baumeisterliche Für abgemessen gegen seine Begleiterin Elsa Groß benommen hat. Gegen dies Urtheil wird von unseren beiden Parteigenossen Bejorge in Berlin für Dienstmädchengelaffe eine ästhetischere und Auch diese Zeugin befindet sich in Berlin und dürfte heute von rufung eingelegt werden. dem Untersuchungsrichter vernommen werden. Schließlich wird den hygienaschen Gesetzen entsprechendere Form als die der erDie Höhe preußisch deutscher höhten" Hundehütte anscheinend nicht zu finden vermochte. Der noch erwähnt, daß Elsa Groß im Frühjahr 1894 in Begleitung majestätsbeleidigung wurde gestern der Malermeister " Hängeboden" ist ein Kind der raumsparenden Berliner Bau- eines fremden Mannes in Berlin gewesen ist. Sie besuchte die Anton Paul Schabrau aus Straußberg von der ersten Straf ipekulation, nicht der hausfraulichen Herzensrohheit." Also fie damals in der Friedrichstraße wohnenden Schwanke'schen Ghe- fammer am Landgericht ll zu vier Monaten ipekulation, nicht der hausfraulichen Herzensrohheit." Also fie leute, während ihr Begleiter in der Droschke zurückblieb. Nach fängniß verurtheilt, nachdem in nicht öffentlicher Verhandlung tönnen nicht anders, die, gutmüthigen" Herrschaften, sie müssen die Mädchen auf den Hängeboden schicken, auch wenn ihnen das der Angabe des Mädchens war der damalige Begleiter, der festgestellt worden war, daß der Angeklagte am 27. Juli d. I. in dem Restaurationslokal von Magnus in bezug auf den Kaiser Herz, das warme, dabei blutet. Der Mann hat Recht, sie übrigens schwarzes Haar hatte, ein Offizier. beleidigende Aeußerungen gethan hatte. fönnen wirklich nicht anders. Die Räume im Vorderhause Polizeibericht. Am 19. d. M. Nachmittags erschossen sich müssen ja als„ Salons" eingerichtet und für Gesellschaften zwei Männer, und zwar der eine in seiner Wohnung, in der refervirt werden; die Räume im Seitenflügel braucht man für Wilhelmstraße, und der andere auf der Treppe eines Hauses in Gßzimmer, Edlafftuben, Ankleidestuben, Küche, Vorrathskammer, der Kleinen Markusstraße. An der Ecke der Schul- und Badekabinet u. f. w. die Räume im Quergebäude, ja die Reinickendorferstraße wurde ein Mädchen durch einen Geschäftshören leider den Kindern, von denen doch eigentlich wagen überfahren und am Bein erheblich verletzt. Auf dem jebes, fobald es in das neunte oder zehnte Lebensjahr Küstrinerplage gerieth ein Kind unter die Räder eines Bier: tritt, fchon sein eigenes fleines Zimmerchen haben muß. wagens und wurde auf der Stelle getödtet. In der JerusalemerWas kann unten diesen Umständen für die Köchin, das straße wurde ein Arbeiter durch einen Milchwagen überfahren. Etubenmädchen, die Kinderfrau übrig bleiben? Natürlich nichts, Er erlitt einen Bruch des Unterschenkels. Abends fuhr ein wenigstens fem es von den Zimmern. Knapp, daß man für die Bäckermeister in der Nähe der Gertraudtenbrücke gegen einen von Gouvernante eines erübrigt hat. Die Amme und die Kinderfrau einem Knaben geführten Handwagen. Der Knabe wurde hierbei schlafen natürlich mit den Jüngsten zusammen, aber dem übrigen zu Boden geschleudert, gerieth unter die Räder des GeschäftsPerfonal fann die„ gutmüthige" Hausfrau beim besten Willen wagens und erlitt eine bedeutende Quetschung am Arm. Am nichts anderes einräumen, als eine fliegende" Bettstelle in der 20. d. M. Morgens wurde auf dem Flur eines Hauses in der Miche, einen Sta ohsack auf dem Hängeboden oder auch das Staligerstraße ein Mann mit einer Schußwunde im Munde todt soll in Berlin vorgekommen sein in dem Badekabinet ein Lager aufgefunden. Es liegt ungweifelhaft Selbstmord vor. Im in der Badewanne. Es ist wirklich blos architektonische" Laufe des Tages fanden zwei kleine Brände statt. Herzensrohheit, niht etwa hausfrauliche. Da sieht man, was bei der„ raumsparen den Berliner Baufpekulation" und bei einer zu weit getriebenenbaumeisterlichen Fürsorge" herauskommt. Selbst die„ gutmüthigsten" Herrschaften zwingt sie, ihre Dienstboten nicht viel besser als einen Hund zu betten doch Scherz bei Seete! Es gehört nicht nur eine tüchtige Portion Rohheit dazu, einen Dienstboten so zu betten, wie es viele Berliner Hausfrauen thun, fondern mindestens ebenso viel Unverschämtheit, diese Rohheit so zu beschönigen, wie es das erwähnte Blättchen versucht. Das Wunderlichste an der Sache ist, daß dieser dreiste Versuch, jene herzensrohen Hausfranen weißzu waschen, in einem den Fall Stationen. Gerlach" behandelrden Artikel gemc: cht wird, dessen Verfasser " Druckfehlerberichtung. In unserem Lokalartikel vom Sonnabend„ Die Zahl der Gestorbenen" befindet sich ein sinn entstellender Druckfehler. Statt von einer internationalen Sterblichkeit ist natürlich von einer unternormalen Sterblichkeit die Rede. Witterungsübersicht vom 20. November 1894. darin vorher sein vorgeschriebenes Bersum an Entrüftung über die Brutalitäten des gottesfürchtigen Oberförster- Ehepaares absolvirt. Hinterher wird fogar behauptet, in Berlin feien die meisten Swinemünde. Dienstmädchen dermaßen genußsüchtig, verwöhnt und gleichgiltig Hamburg gegen ihre Pflichten, daß in sehr, sehr vielen Fällen nicht das Berlin Mädchen, sondern die Herrschaft der leidende und duldende Theil Wiesbaden. sei. Wollte der Artikelschreiber die Waschweiber, die das Blättchen München. Tefen, und von denen manche auch etwas von einer Frau Gerlach Wien an fich haben mag, nach der immerhin bedenklichen Entrüstung Haparanda über dieses Scheufal wieder aussöhnen? Besuch vom Alexanderplat erhielt gestern Mittag der Genosse Krüger, der Vertrauensmann des 5. Wahlkreises. Zwei Kriminalbeamte betraten gegen 1 Uhr das Lokal Krüger's und ftellten an ihn das Verlangen, ihnen zum Polizeipräsidium zu folgen, was felbstverständlich verweigert wurde, da ein schriftlicher Haftbefehl nicht vorgezeigt werden konnte. Es blieb nichts übrig, als vom nächsten Polizeirevier einen uniformirten Beamten zu Hilfe zu holen, woraus dann die Eskortirung vor sich ging. Man behielt den Parteigen offen einige Stunden im Gewahrsam und entließ ihn dann ohne jedes Verhör, so daß Krüger jetzt noch nicht weiß, warum man ihn so plöglich vom Mittagsessen fortholte. Petersburg Cort. Aberdeen Paris . Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. 900000 Windrichtung Windstärke 775 771 772 773 GGD LAAAAAAAAA SSM NW 773 774 768 776 763 757 G 773 N ( 1-1) 4221214744T Better Temperatur 150 G. 4° R.) Nebel Nebel 3 5 Regen 4 bedeckt 4 Nebel 1 Nebel 2 Regen Schnee wolkig woltig Dunst 21137 9 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 21. November 1894. Ein wenig wärmeres, vorwiegend nebeliges Wetter mit leichten Regenfällen und südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Theater. Kultur. = Wegen Ge= wird vom 20. d. M. berichtet: In der Zeit vom Dezember v. J. Die Kladderadatsch- Affäre vor Gericht. Aus Köln bis April d. J. erschienen im Kladderadatsch" heftige persön liche Angriffe gegen hohe im Auswärtigen Amt und in der Diplomatie angestellte Reichsbeamte, namentlich den Wirklichen Geheimen Legationsrath von Holstein und den da= Geheimen Legationsrath von Riderlen Wächter, maligen Geheimen Legationsrath beide vortragende Räthe bei der ersten politischen Abtheilung des Auswärtigen Amtes. Die Veröffentlichungen, die in der verschiedensten Form erschienen, enthielten anfänglich unter dem Schein des Wizes, bald mit beißendem Hohn und Spott, bald mit ausgesprochenem Ernste, gehässige, ehrenrührige Anspielungen und Verdächtigungen der beiden genannten Beamten aus ihrem privaten Leben und ihrem amtlichen Wirken. Die Verdächtigungen betreffs des amtlichen Wirkens bezogen sich hauptsächlich auf die Besehung von Botschafter- und Gesandtenposten bei anderen Bundesstaaten und fremden Mächten. Die Angriffe wurden schließlich auch gegen das Auswärtige Amt selbst gerichtet, an dessen Spize der Freiherr von Marschall steht. Dabei wurde mit Nachdruck betont, daß das Auswärtige Amt wegen der Beleidigungen nicht gerichtlich vorgehe, daß dies Verdacht erregen müffe, zumal fich doch jeder ruhig denkende Leser sagen müsse, daß von einem gerichtlichen Vorgehen seitens der vorgesetzten Dienstbehörde der Beamten von diesen selbst um deswillen abgesehen würde, weil dieses Vorgehen zur Folge hätte, daß über die Zweckmäßigkeit hoher diplomatischer Posten gerichtlich hätte verhandelt werden müssen, was selbstredend im Interesse des Reichs und in Rückficht auf die betheiligten fremden Regierungen ausgeschlossen ers scheine. in Die hier erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung" machte nun die Kladderadatsch- Affäre in zahlreichen Artikeln zum Gegenstande von Erörterungen und zwar in dem Sinne, daß sie den Staatssekretär des Auswärtigen Amts als den wahren Urheber", den Leiter der Intriguen"," den falschen Biedermann", der die ganze Intrigue eingefädelt habe", bezeichnete. Es geschah dies zunächst in der Form von Anspielungen und Hindeutungen, als ann in bestimmten Hinweisen und schließlich mit namentlicher Kennzeichnung. Vorgenommene Haussuchungen, Handschriften- Ver gleichungen 2c. haben ergeben, daß der Verfasser des einen in friminirten Artikels der Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", Dr. Hans Kleser, Verfasser eines anderen infriminirten Artikels der Redakteur Franz Nestler zu Nürn berg ist, und daß überhaupt alle Artikel theils von Klefer, theils von Nestler geschrieben, alle aber von Klefer gloffirt und in Druck gegeben worden sind. Diese haben sich daher heute dem Gemeinschaft mit verantwortlichen Redakteur der erwähnten Zeitung, Otto Zimmermann, wegen verleumderischer Beleidigung auf grund der§§ 185, 186 und 196 des Strafgesetzbuches vor Eingangs bezeichnetem Gerichtshofe zu verantworten. Dr. Kleser ist bereits wegen Majestätsbeleidigung und Beleidi Im Zeutral- Theater führte sich in einer am Sonntag ver- gung des Reichskanzlers Grafen Caprivi mit zwei Monaten Neber eine Konfiskation weiß die Staatsbürger- Beitung" anstalteten Nachmittagsvorstellung Herr Direktor Klapta als Festung bestraft worden. Diese Strafe ist jedoch noch nicht ein recht gewandter und umsichtiger Orchesterdirigent ein. War rechtskräftig. Nestler, der früher ber Westdeutschen 31t berichten: Beschlagnahmt wurde in einer Buchdruckerei in das aufgeführte Wert, Meister Lorging's braver Waffen Allgemeinen Zeitung" Hopfenberichte eingesandt, ist noch under Neuen Schönhauserstraße von dem Kriminalkommissar Schöne ich mieb von Worms auch gerade keines derjenigen, die eine bestraft, während Zimmermann wegen Beleidigung mit 30 M. eine größere Anzahl( etwa 6000) Arbeiter- Liederbücher. Gine über das gewöhnliche Maß hervorragende Umficht beim Dirigenten Geldbuße beftraft worden ist. Es hat in dieser Angelegenheit Sammlung sozialdemokratischer Lieder und Vorträge." Die be- voraussetzen, so stellt es doch eine Aufgabe an den Leiter, die in unserer, bereits Ende Oktober ein Termin angestanden, dieser ist jedoch schlagnahmten Bücher stammen aus der Buchdruckerei von an Raffinement gewöhnten Zeit nicht so leicht zu lösen fein mag: auf Antrag der Angeklagten, da dieselben zum Beweise der Schrinner, Brunnenstr. 164, und enthalten falsche Angaben über Gin liebevolles Eingehen in das Gemüth des gerade in seiner Wahrheit verschiedene Zeugen vorschlugen, vertagt und be Druck und Verlag. Uns ist über die Konfistation nichts näheres Einfachheit und Bescheidenheit großen Komponisten. Soweit unsere schlossen worden, den Freiherrn von Marschall persönlich als Beurtheilung reicht, hat Herr Klapka den orchestralen Theil der Zeugen vorzuladen und den früheren Reichstanzler Grafen v. Caprivi, Ein eigenartiges Liebesdrama hat sich am Montag Nach- tomischen Oper vollauf im guten Sinne des Wortes zu bemeistern ver- den Gesandten v. Kiderlen- Wächter, den Abgeordneten Eugen mittag um 121/2 Uhr in dem Hause Kleine Markusstraße 4 abge- standen. Etwas anderes war es mit der Gewalt des Dirigenten Richter und den Redakteur und den Verleger des Kladderadatsch", spielt. Der 18 jährige Richard Ringeltaube, der in der Frucht über seine mitwirkenden Künstler. Hier fehlte es an manchem, die Herrn Polstorff und Hoffmann, kommissarisch vernehmen zu firaße 24 bei den Eltern wohnte, war vor längerer Zeit mit der wenn auch gewiß nicht durch seine Schuld. Einer Gesellschaft, laffen. um ein Jahr jüngeren unverehelichten Emma Jahn ein Liebes- deren Mitglieder sich wahrscheinlich vorher faum gekannt haben, verhältniß eingegangen. Die Jahn gab sich nach und nach und die auch nicht durch genügende Proben mit einander vereinem leichtsinnigen Lebenswandel hin und kam auch mit der traut worden sind, muß man zwar manches hingehen lassen, aber Polizei in Berührung. Aus dieser Veranlassung entstanden Zwiftig- ihr Alles verzeihen, das hieße ihr ein Unrecht und dem guten feiten zwischen beiden, in deren Verlauf Ringeltaube am Montag Lorging ein Leids anthun. Die Künstler thaten zu Anfang meist Morgen die Jahn auf der Straße überfiel und miß sehr bescheiden und tappten, unsicher des Erfolges, im ersten handelte. Später erschien er vor der Wohnung des Mädchens Aft auf den weltbedeutenden Brettern herum, als ob sie aus Kleine Markusstr. 4, bat vor der verschlossenen Thür um Ver- glühenden Eisenplatten bestünden. Aber nach den ersten unver zeihung und verlangte Einlaß. Da sich aber die Jahn fürchtete, meidlichen Beifallsstürmen legte sich die Schüchternheit und je weil Hingeltaube schon vor einigen Tagen gedroht hatte, daß er freundwilliger das Publikum sich im Händeklatschen übte, erst sie und dann sich erschießen werde, so versagte sie ihm den ie ausgelassener wurden die Herren und Damen auf der Bühne. Eintritt. Gleich darauf fiel auf dem Treppenflur ein Schuß. So fam es, daß die Künstler sich zum Theil in Mäßchen erDer jugendliche Liebhaber hatte sich eine Revolverfugel in die gingen, die in einer Gesangspoffe hier und da am Play fein rechte Schläfe gejagt und war gleich todt liegen geblieben. Die mögen, die aber in einer tomischen Oper nimmermehr geduldet Eine öffentliche Versammlung der Haufirer und Straßen Leiche ist nach dem Schauhause gebracht worden. werden sollten. Wir erinnern an den Knobländerwitz des im händler und Händlerinnen, zu der an alle Vorstände und MitEin zweiter Selbstmord eines jungen Mannes wird in fol- Ganzen ungenügenden Herrn Hobart( Stadinger) und den glieder bestehender Vereine besondere Einladungen ergangen gendem gemeldet: Der 19jährige Buchbinder Alwin Groffe, der Schnupftabatsdosen- Anachronismus, der Herrn Graszynski waren, tagte am 16. November im Freischütz". Fruchtstr. 36a. Wilhelmstr. 129 bei Triller wohnte, fehrte am Montag Nach( Bremer) vielen Spaß zu machen schien. Auch hätte Frau Der Besuch war ein schwacher. Ueber Statistit und Ergebnisse mittag gegen 2 Uhr von der Arbeitsstätte nach Hause zurück, Küfferle ihre Jrmentraut in manchen Dingen ein wenig der Strafmandate" referirte Schröder. Die eingelaufene Zahl fuchte gleich darauf einen entlegenen Ort auf und erschoß sich bändigen sollen. Zu tadeln ist Zu tadeln ist ferner die Lobpreifung von 647 Strafmandaten, im Gesammtbetrage von 2113,18 M. mittels eines Revolvers. Ein bestimmter Grund für die That Meister Lorging's, der sich Herr Hobart in der zu stellt nach Ansicht des Redners nur etwa den 10. Theil der in wird nicht angegeben. gabe zu dem berühmten Liede von der föstlichen Zeit schuldig der Zeit von Anfang Januar bis Ende Oktober d. J. seitens bekannt. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Der Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfearbeiter hielt am 13. d. M. eine Versammlung ab, in der Genosse Wurm über„ Rapital und Arbeit" sprach. Redner entledigte sich seiner Aufgabe, den Gegenfah zwischen Kapital und Arbeit darzustellen, in treffender Weise. In der Diskussion wurde namentlich auf die Nothwendigkeit der Organisation hingewiesen. Nach Erledigung einiger interner Uns gelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen. Schuhmann nud Fenermelder. Zuerst polizeilich feft- machte. Das mag in einem Solovortrage im Gefangverein hin- der Behörden über Berliner Straßenhändler verhängten Strafen gehalten und dann mit drei Mark belohnt wurde gestern ein gehen; in der Oper sollte solches nimmermehr vom Dirigenten dar. Beweis für seine Behauptung ergebe sich aus dem Ums Mann auf dem Morigplak. Er hatte den Feuermelder am geduldet werden. Hübsche Leistungen boten Herr Dolany als stand, daß viele Händler, von denen er bestimmt wisse, daß Morigplatz in Thätigkeit gefeßt und war, da er einem Schuhmann Ritter Adelhof und Hermine Derry als Waffenschmiedstochter. fie Strafmandate erhielten, solche an die Kommission nicht die Stelle der vermeintlichen Feuersgefahr nicht genau angeben Besser im Gesang als im Spiel zeigte fich Herr Kaminsky( Graf eingesandt haben. So erhielt beispielsweise eine Frau innerhalb konnte, kurzer Hand noch vor Eintreffen der Feuerwehr zur Mache Liebenau); brav war Herr Burchardt als Knappe Georg. Die von vier Monaten Strasbefehle in Höhe von 144 M. Die Gründe gebracht worden. Die Feuerwehr wollte auf die Benachrichtigung, dekorative Ausstattung war so ärmlich, wie man es im Bentral dafür sind mannigfache: Das Ginnehmen eines festen Standplates, Handeln am Sonntag, unleserliches Schild am Wagen daß böswillige Meldung vorliege, schon wieder abrücken, als theater faum für möglich halten sollte. und dergl. Häufig stüßen sich die Strafbefehle auf die Zeugenmächtig aufsteigender Rauch ihr zeigte, daß wirklich in der Nähe, aussagen von Personen, die aus Geschäftsneid bei Bolizeibeamten in der Ritterstraße, ein recht bedenkliches Feuer ausgekommen den Denunzianten machen. Infolge Mittellosigkeit der meisten war, bessen verheerende Wirkung nur durch die schnelle Meldung Händler wird der größte Theil der Strafen abgebrummt". Für gemildert wurde. Auf Veranlassung der Feuerwehr wurde der Wegen Gendarmenbeleidigung hatten sich am 19. No- die 647 Mandate, welche die Kommission im Besiz hat, wurden Unschuldige nicht nur sofort entlassen, sondern erhielt auf die vember unsere Parteigenossen zu beit. Berlin und Wagner etwa 200 Tage„ verbüßt" und ca. 1170 M. Geloftrafen erlegt. Anweisung auch die übliche drei Mark- Prämie. Nieder- Schönweide vor dem Schöffengericht in Köpenick zu Der Zweck der permanenten Chikanirung könne nach Meinung des Bezüglich der Verhaftung des Gastwirthes Schwanke verantworten. In einer öffentlichen Versammlung, die am Redners nur der sein, die Händler gänzlich von der Straße zu verergeht an diejenigen Personen, welche im Laufe des 6. Novembers 18. Auguft d. J. in Johannisthal abgehalten wurde, tam Zubeil brängen, resp. sie zu zwingen, andere Beschäftigung zu ergreifen. in dem Restaurant Oranienburgerstr. 45, geweilt haben die auf sanitäre Mißstände in unseren Vororten zu sprechen. Gegen eine beabsichtigte Beschränkung des Haufirhandels Front anderem rügte er, daß die Leiche eines Selbst zu machen, die vielen armen Teufeln die Existenz rauben würde, Aufforderung, sich bei der Kriminalpolizei oder bei Frau Unter Schwanke, Oranienburgerstr. 45, zu melden, um eventuell Aus- mörders tagelang unbedeckt im Walde liegen geblieben sei. sei mit die Hauptaufgabe des neuen, auf dem Boden der modernen funft über Anwesenheit des Verhafteten in Berlin an jenem Nach dem beschworenen Zeugniß der Gendarmen Hauschild und Arbeiterbewegung stehenden Vereins der Straßenhändler und Tage zu geben. Herr Rechtsanwalt Dr. Tillin, Unter den Linden, Steinbacher soll Zubeil gesagt haben:„ Die Gendarmen sehen Händlerinnen, der außerdem das Bestreben habe, lichtscheue welcher die Interessen des verhafteten Schwanke wahrnimmt, hat wohl, wenn ein armer Kutscher die Pferde nicht abgesträngt Elemente aus den eigenen Reihen fernzuhalten und die begestern mit dem Gefangenen gesprochen und fonnte diesem hätte, eine Firmentafel schief am Wagen hänge, oder ein Wagen trügerischen Manipulationen der Grossisten zu bekämpfen.-- An mittheilen, daß seine Enthaftung sich nur noch um einige nicht richtig auf der Straße stehe, hielten sich auch allerwärts für der Debatte betheiligten sich Heinemann, Saß, Löwen Tage verzögern dürfte. Die Aften über den Fall Schwante" zuständig, machten bei anderen Sachen das Gegentheil und hätten st ein und Jahn. Sodann erfolgte die Wahl eines Vertrauens sind, so weit sie bis jetzt erledigt, der Breslauer Polizeibehörde ich auch um die Leiche nicht befümmert." Wagner soll sich nach dem mannes. Gewählt wurde Saß, Hirtenstr. 20, dem alle Klagen zugestellt worden. Das Entlastungsmaterial für Schwanke ver- beschworenen Zeugniß der Gendarmen folgender inkriminirten aus Berufskreisen zu unterbreiten sind. " 1 Rigdorf. Am 13. November fand hier eine Versammlung| 239,30 M. und eine Ausgabe von 180,80 m. aufwies. Bon] A. 166. Stellen Sie den Antrag bei Gericht; dasselbe ist des sozialdemokratischen Vereins„ Vorwärts" statt, in der Genosse letterer Summe wurden 128 M. an die Parteitasse abgeliefert. befugt, aber nicht verpflichtet, Ihnen in Ihrer Sache einen VerTürt einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Unter 3ur Zeit ist ein Bestand von 58,50 M. vorhanden. Nach Er- theidiger auf Ihren Antrag beizuordnen. Verschiedenem" tritifirte Genoffe Stillert das Berhalten eines theilung der Decharge erfolgte die Wahl zum Vertrauensmann; erst vor furzem in den Verein eingetretenen Mitgliedes, das sich gewählt wurde Hermann Behrendt. troh aller Ermahnungen nicht veranlaßt fühlt, den boykottirten Lokalen fern zu bleiben. Zur Untersuchung dieser Angelegenheit wurde eine Kommission von drei Mitgliedern gewählt. Ferner theilte der Vorsitzende mit, daß für Neuanschaffung der Bibliothek 34,90 m. verausgabt seien. Sodann wurden 12 Mark zur Agitation für die Boykottkommission bewilligt. Vermischtes: R. S. 100. Der Wirth darf seit dena 1. Oktober nur die für jeden Gläubiger pfändbaren Gegenstände pfänden und einbehalten. Das Nähere ist im Vorwärts" vom 29. Juni und seits dem wiederholt an dieser Stelle dargelegt. Wegen der weiteren Fragen sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. S. 400 Norden. Begeben Sie sich Wochentags mit Henrick Ibsen's neues Drama. Herr Dr. Henrick Ibsen Ihrer Braut auf das Amtsgericht Neue Friedrichstr. 13, nehmen bittet uns durch einen hiesigen Vertrauensmann, der sein Sie ein Verzeichniß des Eigenthums Ihrer Braut mit, verneues Drama in der Korrektur mitliest, festzustellen, sprechen Sie vor dem Richter sich gegenseitig die Ehe, an Wilmersdorf. Im Saale des Herrn Klingenberg, daß die auf unbekanntem Wege in die Presse gelangte erkennen Sie das Eigenthum Ihrer Braut, verzichten Sie aus Berlinerstr. 41, tagte am 17. November eine öffentliche Bolts- Inhaltsangabe Irrthümer enthält und geeignet ist, das allge- drücklich auf Ihr zukünftiges ehemännliches Nießbrauchs- und versammlung. Wie aus dem Bericht der 2otal meine Urtheil über dieses Schauspiel im voraus zu trüben. Auch Verwaltungsrecht dann ist Ihre zukünftige Frau soweit thuntommission hervorging, verkehren leider noch viele Arbeiter lautet der Titel anders. lich vor Zugriffen Ihrer Gläubiger in ihr Bermögen geschützt. in gesperrten Lokalen, trotzdem acht Wirthe ringfreies Bier Anton Rubinstein, der berühmte Komponist und Meister D. M. 1. Zwecks Aufgebots bedürfen Sie Ihres Geburtsführen. Aus diesem Grunde stieß auch die Neuwahl der Lokal des Klaviers ist, wie aus Petersburg berichtet wird, am Dienstag scheines und, da Sie noch nicht 25 Jahre alt find, der Eintommiffion auf Schwierigkeiten, da keiner der vorgeschlagenen in Peterhof am Herzschlag gestorben. Rubinstein wurde am willigungserklärung Ihres Vaters. Da lettere Ihnen verweigert Genoffen einen derartig undankbaren Poften annehmen wollte. 28. November 1830 zu Wechwotynez in Bessarabien geboren; in wird und Sie großjährig sind, so können Sie bei dem LandSchließlich übernahmen die Genossen Felisch, Blündecke, Moskau, wohin bald darauf seine Eltern übersiedelten, erhielt er gericht des Bezirks, in dem Ihr Vater wohnt, auf Ergänzung Jakobs, Orlob und Elias das Amt. Nunmehr er den ersten Klavierunterricht von seiner Mutter, später von dem der Einwilligung zur Verehelichung flagen. Die Klage müßte hielt der inzwischen erschienene Referent Genosse Auer das namhaften Musiker Billoing. Dieser führte den zehnjährigen durch einen Rechtsanwalt erhoben werden. Ueber die Zeitdauer, Wort zu einem Referate über den Parteitag in Frankfurt a. M. Knaben nach Paris, wo In der Annahme, daß die Versammlung durch die ausführlichen meine Anerkennung fand. der jugendliche Virtuofe allge die die Klage bis zur rechtskräftigen Entscheidung in Anspruch fand. Auf Liszt's Rath hin ging nehmen kann, läßt sich nichts voraussagen; fie tann in wenigen Berichte im Vorwärts" über die Verhandlung gut unterrichtet Rubinstein, nachdem er eine Konzertreise durch Holland, England, Monaten erledigt sein, kann aber auch Jahre lang dauern. Sie sei, beschränkte sich der Vortragende auf ein kurzes Resumee der Skandinavien, Deutschland gemacht hatte, mit seinem acht können sich zwecks Durchführung der Klage das Armenrecht beeinzelnen Punkte. Der Besuch des Parteitages sei wohl infolge jährigen Bruder Nikolaus, der hervorragendes Kompositionstalent willigen lassen. Zu diesem Behuse müßten Sie sich zunächst an der zentralen Lage des Ortes speziell aus Süddeutschland ein verrieth( er starb 1881 in Paris) im Jahre 1844 nach Berlin, die Gemeinde Ihres Wohnortes mit dem Antrage auf Be zahlreicherer gewesen als sonst, doch möge zum Theil hierbei wo das Brüderpaar auf den Rath Meyerbeers bei Dehn und scheinigung Ihres Unvermögens zur Tragung der Prozeßkosten auch die badische und bayerische Angelegenheit Ursache der Kullak studirte. Nach längeren Studienreisen in das Ausland wenden, sodann einen Antrag um Bewilligung des Armenrechts stärkeren Betheiligung der süddeutschen Genossen sein. Daß der fehrte er nach Rußland zurück, übernahm 1859 die Leitung der an das zuständige Landgericht richten; es wird Ihnen alsdann nächste Parteitag in Breslau stattfinden soll, hält Redner für Petersburger russischen Musikgesellschaft und gründete 1862 das ein Anwalt beigeordnet. verfehlt; infolge der hierzu ungeeigneten geographischen Lage des Petersburger Konservatorium, an dessen Spize er bis 1867 stand. P. G., Trebbin. 1. Campe'sche Ausgabe: dieselbe werden Ortes wird die Betheiligung aus West- und Süddeutschland eine Sodann beginnen feine großen Konzertreifen, auf denen er Sie wohl antiquarisch erhalten. 2. Ja. 3. Darüber wird wohl bedeutend schwächere werden. Zu den Verhandlungen übergehend, Europa und Amerika im Triumphe durchzog und die er nur eine ortspolizeiliche Verordnung bestehen und im Amtsblatt für bemerkte Genosse Auer, daß abgesehen von rein persönlichen während der Zeit von 1887-90, in welcher er nach Davidow's Ihren Kreis veröffentlicht sein. Fragen Sie bei Ihrem PolizeiStreitigkeiten an einzelnen Orten, wie z. B. unter den badischen Weggang wieder die Direktion des Petersburger Konservatoriums Amt an. 4. Zur Zeit nicht zu beantworten: gelegentlich wird Genossen oder in Burg- Magdeburg, absolut feine Gründe vor führte, unterbrach. nachgeschlagen werden. handen waren, welche die Meinung gegnerischer Kreise:„ es Banknotenfälscher. Der Polizeibericht theilt mit, in werde auf diesem Parteitage zur Spaltung fommen", rechtfertigen München wurden fünf Personen, in Stuttgart eine Person ver konnten. Selbst die Haltung der Genossen im bayerischen Land- haftet, welche seit dem Frühjahr 1893 gefälschte Fünfzigmart tage gab au folchen Befürchtungen dem mit den Verhältnissen scheine hergestellt und vielfach verbreitet haben. Ein fiebentes Bertrauten leine Veranlassung. Auch was Genosse Bebel in Mitglied der Bande ist flüchtig, ein achtes Mitglied ist bereits der Versammlung des 2. Kreiſes fagte: die Partei werde wohl verstorben. Der gesammte Fälschungsapparat ist beschlagnahmt. quantitativ, aber in der Qualität nicht besser, trifft nicht Ein sensationelles Geständniß hat vor einigen Tagen zu. Die Befürchtungen, welche man aus den Worten ein Eigenfäthner in Ussbundsgen bei Insterburg abgelegt, ber Bebel's herleiten könnte: wir stehen am Anfang eines sich dem Tode nahe fühlte. Auf dem Krankenlager hat der Greis Bruchs", find durchaus unberechtigt. Bebel fehe etwas zu schwarz; Dinge, die er geändert wissen will, feien fanden, daß er vor etwa 36 Jahren den herzoglich AnhaltDessauischen Oberförster Paul v. Reichenthal hinterrücks erschossen schon alt. Immer fet es nöthig, bei allen Erscheinungen sich vor habe. Der Mörder, der übrigens feiner Genesung entgegengeht, Augen zu halten, daß sie ein Produkt der jeweiligen Verhältnisse war damals als verdächtig in Untersuchungshaft genommen find. Zur Sache selbst kommend, berichtete Auer, daß der worden, mußte aber wegen mangelnder Beweise wieder auf freien Punkt: die Maifeier nur eine sehr kurze Diskussion hervor Fuß gesetzt werden. rief. Der Antrag: Die Parteigeschäfte am 1. Mai zu schließen, Erdbeben. Aus Serajewo wird berichtet: In Prozor gleichwohl aber den darin Beschäftigten den Lohn zu zahlen, wurde Sonntag Nachmittag 2 Uhr 47 Min. ein Erdbeben verfand keine Annahme, obgleich schon meist danach gehandelt wird. spürt. Dasselbe verlief in der Richtung von Nordost gegen, -Die Agrarfrage sei für uns ebenfalls nicht neu. Der Ruf: Südwest und dauerte zwei Sekunden. Aufs Land!" ertöne schon Jahre lang aus unseren Reihen. Zwei Genoffen, die diese Frage gründlich studirt haben, Bollmar und Schoenlant, hielten die Referate. Die eine Briefkasten der Redaktion. gehende Diskussion hatte die Ginseßung einer Fünfzehner- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Zahl) Kommission zur Ausarbeitung eines besonderen, Bauernprogramms" 5. S. 99. Von 150 Mark ab. P. 100. 1. Ja. 2. Nein. N. 58. C. D. Lassen Sie sich vom Bezirksvorsteher die Bescheinigung vom Armenvorsteher geben, daß Sie zur Tragung der Prozeßkosten unvermögend sind, und beantragen Sie sodann beim Landgericht Ertheilung des Armenrechts. W. Brinkm. Lassen Sie Eisenbahnfiskus und Unternehmer verklagen: ersterer haftet auf grund des Haftpflichtgefeges, letterer wegen Uebertretung eines auf Schadensverhütung ab zielenden Polizeigefeges. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. zur Folge. Die Agitation auf dem Lande, im allgemeinen eine K. 2. Strafverfolgung von Majestätsbeleidigungen verjährt schwere, müsse sich je nach den Verhältnissen und der Art der Be- in 5 Jahren. Jede gegen den Thäter gerichtete richterliche schäftigung der Bewohner des betr. Landstriches richten. Der Redner Handlung unterbricht die Verjährung. nahm hierbei Gelegenheit, die verschiedentlichen Kleinbäuerlichen F. K. Am besuchsweisen Aufenthalt darf der Betreffende Agrarinteressen auseinander zu feßen. Die bayerische An- nicht gehindert werden. gelegenheit habe eigentlich nicht die Wichtigkeit, daß man 23. S. 100. Der freiwillige( nicht im Wege der sich darüber sonderlich erregen brauche. Die Bewilligung des Subhastation erfolgte) Verkauf eines Hauses hebt den Mieths Finanzgefeges im bayerischen Landtag ging von falschen Voraus- vertrag feineswegs auf. Sie können auf Wohnenbleiben auf fegungen aus; den politischen Gegnern und Gewalthabern für grund des Vertrages bestehen und können, in welcher Höhe Sie ihre Bedrückung obendrein noch ein Vertrauensvotum zu geben, wollen, Abfindung für das Aufgeben ihres Rechts, den Vertrag wie es durch die Bewilligung des Budgets sich darstellt, auszuwohnen, fordern. väre wenig staatsmännisch. Bollmar habe die Meinung des Parteitages in dieser Frage gehört, es sei teine Gefahr, Daß er sich abseits der Partei stellen werde. Bei Punkt Trust's, Ringe, Rartelle 2c. war der Parteitag mit dem Referenten Schippel der Meinung, daß, wie fchon Mary fagt, die Ringbildung die nothwendige Folge der wirthschaftlichen Entwickelung ist, die sich durch kein noch so reattionäres Gesetz aufhalten läßt, und kam deshalb zu dem Beschluß, daß als Gegengewicht volle Koalitionsfreiheit und weitgehender Arbeiterschutz für alle Arbeiter gefordert werden muß. Zu den Anträgen fommend, bedauerte Auer, daß sich sogar Fraktionsmitglieder herbeiließen, Anträge, die sich auf die parlamentarische Thätigkeit beziehen, an den Parteitag zu richten, anstatt sie der Fraktion direkt zuzustellen, wo sie beffer und schneller erledigt werden können. Dieses Ueberhäufen mit überflüssigen Anträgen verhindere die eingehende Behandlung der wichtigeren Anträge. So sei dieses Jahr über die Parteipreffe fein Wort geredet worden. Redner forderte zum Schluß auf, alle Kräfte zusammen zu nehmen, damit wir imftande sind, allen Bedrückungen Stand und den von allen Seiten andringenden Feind uns vom Leibe zu halten. Auch die Frankfurter Beschlüsse werden der Partei zum Segen gereichen.( Lebhafter Beifall.) Nach kurzer Dis tuffion und dem Schlußwort des Referenten, worin dieser nochmals den prinzipiell einzunehmenden Stadpunkt in der Budget- R. B. 100. Der Ausgang des Rechtsstreites wär ein unAngelegenheit zergliederte, fand eine Resolution einstimmige gewisser. ai Annahme, worin die Versammlung sich mit den Ausführungen Gummi. Die Kolonisten können, soweit ersichtlich, zur Auer's und den Beschlüssen des Parteitages einverstanden Tragung der für ihren von der Regierung versetzten Lehrer er erklärte, gleichzeitig aber die Hoffnung aussprach, daß die Ge- forderlichen Umzugskosten nicht gezwungen werden, es vielmehr noffen im bayerischen Landtag in Zufunit dem Finanzgefeß ihre auf einen Prozeß ankommen lassen. Zustimmung versagen werden. Der Vertrauensmann Kübler St. A. K. Falls etwa die Konzession verweigert wird, verlas hierauf seine Abrechnung, welche eine Einnahme von tönnen Sie Klage erheben. A. W. 99. 1. Wenn Sie die rechtzeitige Burverfügungstellung beweifen können, aber auch nur dann, dürfte die Klage abzuweisen sein. 2. Tragen Sie dem Fabritinspektor und der Polizeibehörde den Sachverhalt vor. 2. Langenbielan. Durch Kontrollversammlung versäumte Arbeitszeit ist vom Wochenlohn nicht abzuziehen. Paul 2. Es hat der Wirth für Ersatz zu sorgen. Schneider 130. 1. Ja. 2. Nein. 3. Jasoweit solche Fragen ohne Kenntniß des Wortlauts des Testaments sich beurtheilen lassen. J. A. 80. Für Sie steht es wie für jeden unserer Leser frei, ohne besondere vorherige Anfrage, zwischen 12 und 1 Uhr vorzusprechen. Arbeiter- Bildungsschule( Nord). Versammlung Ein dreimal donnerndes Hoch ber kleinen, dicken Budikerfrau Krause, Gitschinerstr. 93, zu ihrem heutigen Wiegenfefte. 1119b Brockmeier. Die Verordnung einer lex Gerlach" zum Schuße der Dienstboten ist seitens des Bundesraths nicht beabsichtigt. Daß die sozialdemokratische Fraktion den Antrag auf Aufhebung der Gefinde- Ordnungen und Gleichstellung der ländlichen Arbeiter und des Gesindes mit den gewerblichen Arbeitern einbringt, ist bekanntlich auf dem Parteitag beschlossen. Der Fall Gerlach ist kein Einzelfall, sondern ein typischer. Der Mann der Frau Gerlach heißt nicht: Leift. 1000 Charlottenburg. Theilen Sie der Versicherungsgesellschaft den Irrthum mit. Nachtheile erwachsen durch den Irrthum nicht. F. Zimmer. Der Wirth ist verbunden, die Firma, die er hat auslöschen lassen, wieder anmalen zu laffen. binreichende Mittel zu deren Zahlung, stellten sich aber so, fo J. S. 38. Besaßen Sie bei Entnahme der Zeche nicht fönnen Sie allerdings wegen Betruges Zechprellerei be ftraft werden. Brockm. Den Namen zu nennen ist unthunlich. W. H. Sie können auf Zahlung gegen Ihren Bekannten flagen; Unterschlagung scheint nicht vorzuliegen. D Briefkaffen der Expedition. Wir ersuchen den Kassirer des Verbandes deutscher Zimmers Leute, okalverband Berlin, um gefällige Angabe seiner Adresse. Für die ausgesperrten Braunerei Arbeiter gingen ferner ein: Interessen Verein der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter 30,-. Verein der Metallschleifer Berlins und Umgegend: Amerikanische Auktion 9,-. Statklub. M. durch Wilke 3,- Von den Möbelpolirern und 1 Tischler von der Equit'schen Möbelfabrik, Frankfurterstr. 125, 10. Rate 4,-. Gefell. Verein Brüderlichkeit, Ueberschuß vom Stiftungsfest, 2. Rate 9,-. Posamentenfabrik G. G., 2. Rate 3,-. Rothe Hochzeit b. Kraft, gesammelt durch Kvebs 1,90. Uebersch. einer Sammlung 0,70. Uebersch. Markgrafenftr. 88 8,-. Korbmacher, Ritterstr. 86, dritte Rate 10,- Billardspielen bei dem Budiker Beifert durch Speifebecher 1,10. Amerikanische Auktion gesammelt durch Golz. Schwerinstraße 17 3,80. Marmorschleifer Reichstag Thieß 4,55. Bierprozente der Drahtwaaren Fabrit, Köpenickerstraße 109a, 11. Rate 3,50. Schubert 0,50. Strehler 3,- Rauchklub blaue Wolfe, Weinstraße 22, 4,50. Theaterverein Nora, Amerikanische Auktion 8,50. Pfuscher. G.-, 50. E. arbeitern in Elmshorn 53,30. Von vier Statbrüdern aus den Katakomben von der Tegeler Chaussee 4. Crefeld C. 5,-. Von den Genoffen in Bonn, gesammelt durch 2. N. 10,-. Coburg, durch W. Hauer, 1. Rate 16,35. Von den organisirten Tabatarbeitern Altona's 29,95. Von den Mitgliedern des Gefangvereins Unverzagt", Moabit 13,95. Rauchklub„ Anita" durch John 1,60. Wahlbezirk 565 4,-. Von einer Rindtaufe bei Klein 8,30. Vom Krugtag bei Scheibe 2,- Bierprozente Alexandrinenstr. 25 6,50. Gesangverein Oranienburger Vorstadt für einen Herrentanz durch Tanzlehrer Hartmann 3,10. Vom Frauen- und Mädchen- Bildungsverein Weißenfee. Ein Bortrag des Genoffen Wagner 3,-. Von den Arbeitern der Fabrik Kleinschewsky( darunter Ueberschuß der Kranzspende für den verftorbenen Genossen Bendschneider 1,-) 9,80, Pastor von Venedig auf dem Abendtisch bei Aepler 2,70, Am Bier tisch gesammelt durch R. M. 2,-. Gesammelt auf dem Geburtstag eines Rothen 1,10. Durch Günzel von einigen Gästen bei Salzwedel 1, Aus der Werkstatt Nr. II. von Belling und Hirsch 10,-. Gürtler von D. Lundershausen 1,75. Von den Gerber Summa 287,95 Mart. Bereits quittirt: 17 088,90 Mart; in Summa 17 326,85 Mark. Achtung! Mechaniker. Achtung Donnerstag, den 22. November 1894, Abends 8½ Uhr, bei Schneider, Aunenstraße 16: am Mittwoch, 21. Nov., Ab. 7 Uhr, im Kolberger Salon, Adolf Rieckehr zu feinem heutigen Oeffentliche Versammlung Kolbergerstr. 28. Vortrag des Genoffen Schriftsteller Heinrich Schulz( Steglit). Thema: Prügel- Pädagogit. Unserem Vorsitzenden, Sangesbruder Wiegenfefte die besten Glückwünsche und ein dreimal donnerndes Hoch. 55/5 1118b Allegro. Unserm Kollegen Klähne genannt Donau Graupe ein dreimal donnerndes Hoch. 11346 3. Nachher: Geselliges Beisammensein.- Mitglieder werden aufgenommen. Herren und Damen als Gäste willkommen. Achtung! Hausdiener, Packer, Kutscher, Achtung! Mittwoch, den 21. November: 2 gr. öffentliche Versammlungen. In Rixdorf: Mehrere Kollegen. J. M. M. K. W. H. A. Z. R. Sch. D. 2. G. B. R. H. H. R. A. H. Zeugen, welche gesehen haben, wie am Donnerstag, den 1. November, Abends gegen Nachmittags 3 Uhr, bei Nitschke, Steinmetzstraße 45. 7 Uhr, sich mehrere Wagen Ecke BrückenTagesordnung: 1. Die Mißstände im Handels- und Transport- und Rungestraße kreuzten und 2 Frauen, gewerbe und wie ist eine Befferung derselben möglich? Referent: Kollege Kamp. die den durch die Brückenstraße zur 2. Distusfion, 3. Berschiedenes. 135/17 Jannowißbrücke fahrenden Rollwagen ausweichen wollten, plöglich gegen den In Berlin: Abends 6 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188. burch die Rungestraße über die BrückenTagesordnung: 1. Bortrag über: Boltsaberglauben". Referent: ftraße fahrenden rothen Geschäftswagen Waldeck Manasse. 2. Disfuffion. Nach dieser Versammlung: Geselliges rannten, werden dringend gebeten, ihre Beisammensein, verbunden mit Tanz und humoristischen Vorträgen, arrangirt Adresse gütigft abzugeben bei dem vom Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäft. Hilfsarbeiter. Kutscher Weber, Ropnickerstraße 37, Gäste willkommen. Der Einberufer. Sof 3 Tr. 1120b der Mechaniker. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Millarg. 2. Diskussion. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht DGM 12069 Neuheit, DGM 12069 Tragvorrichtung für Schultornister ( für Knaben und Mädchen) erleichtert das Tragen der Bücher, verhindert das Schiefwerden der Kinder, ift an jedem Tornister anzubringen. 1057L* Pro Stück M. 50 Pf.( intl. Befestigung). Porto 20 Pf. A. Herzberg, Berlin SW, Jerusalemerstr. 66, of rechts part. Der Vertrauensmann. Jaquet- Anzüge 174/13 in Kammgarn und Cheviot zu billigen aber festen Preisen empfiehlt Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 139. Rohtabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon, wieder vorräthig. Heinrich Franck, Brunnenßtr. 185, Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 21. November. Opernhaus. Ronzert des tgl. OpernChors. Donnerstag: Hänsel und Gretel. Die Jahreszeiten. Schauspielhaus. Geschlossen. National- Theater. Todes- Anzeige. Große Frankfurterstraße 132. Heute gefchloffen. Donnerstag, den 22. November 1894: Sensationelle Novität! Der Tod als Pathe. Ausstattungs- Komödie in 5 Akten von Ernst Bluhme mit theilweiser Benutzung einer Idee von August Blanche. Dekorationen von Müller und Schäfer. Beleuchtungseffekte vom Ober- Beleuchter Collander. Maschinerien vom Theatermeister Weisse. Lichtbilder von Ludwig Den Parteigenossen des 4. Wahlkreises( Often) zur Nachricht, daß unfer langjähriger Parteigenosse, der Weber Otto Pilkenroth am 17. November an der Proletarierfrantheit verstorben iſt. 21. November, Vormittags 9 Uhr, vom Die Beerdigung findet Mittwoch, den städtischen Krankenhaus am Friedrichshain aus nach Friedrichsfelde statt. Um zahlreiche Betheiligung ersuchen 268/6 Die Vertrauenspersonen. Donnerstag: Wie die Alten fungen. Richter. Tanz- und Flugevolutionen Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Deutsches Theater. Geschlossen. Donnerstag: Daniela Weert. Berliner Theater. Geschlossen. Donnerstag: Zwei glückliche Tage. Lessing Theater. Geschlossen. Donnerstag: Zwei Wappen. Schiller Theater. Geschlossen. Donnerstag: Talmi. Neues Theater. Geschlossen. Donnerstag: Das neue Stück. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Geschlossen. Donnerstag: Jabuka.( Das Apfelfest). Rehdenz- Theater. Geschlossen. Donnerstag: Der Unterpräfekt. Vorher: Villa Vielliebchen. Theater Unter den Linden. Geschl. Donnerstag: Meißener Porzellan. Die Fledermaus. Bellealliance- Theater. Geschlossen. Donnerstag: König Krause. Central- Theater. Geschlossen. Donnerstag: D! diese Berliner! Adolph Ernst- Theater. Geschl. Donnerstag: Charley's Tante. Vorher: Die ewige Braut. Alexanderplak Theater. Gefchl. Donnerstag: Ein Modell. Chansonnette. Die National Theater. Geschlossen. Donnerstag: Der Tod als Pathe. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. vom Balletmeister G. Zinner arrangirt. Die lebenden Land- und Wasserthiere aus dem Aquarien- Institut von Otto Preusse, Alexanderstr. 28. Garderoben und Requisiten vom Ober- Garderobier Paul Hildebrandt. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Max Samst. der Zimmerer Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Zimmerer 295/6 Grosse Volks- Versammlung am Mittwoch, den 21. November 1894, Abends 81, Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 40, zum Besten der Arbeiter- Bildungsschule. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen August Bebel über: Kapital und Einkommen- Konzentration. 2. Diskussion. 55/4 Die Versammlung wird präzise 81/2 Uhr eröffnet. Frauen haben Zutritt. Achtung! Der Einberufer. Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Deffentliche Versammlung Robert Herbst am Donnerstag, 22. Nov., Ab. 81/2 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188 Raffenöffnung 6/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. am 20. d. Mts. verstorben ist. Die Freitag: Dieselbe Vorstellung." Castan's Panopticum. Beerdigung findet am Donnerstag, Nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Basewalferstr. 9, aus nach dem Neuen Nazareth- Kirchhof in Reinickendorf statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand der Filiale II. am Rosenthaler Thor. Prinzip und Taktik. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilhelm Liebknecht über: 277/10 NB. Die Mitglieder des Vereins, welche sich noch nicht im Besiz der neuen Mitgliedsbücher befinden, werden ersucht, vor Ablauf des Jahres dieses zu veranlassen. Die Zahlstellen des Vereins sind folgende: Richter, Neue Königstraße 90; Levi, Marienburgerstraße 32; Weber, Landsbergerstraße 41; Fritz Krüger, Sirtenstr. 10; Wittschow, RI. Hamburgerstr. 27; W. Schmidt, Louisenstr. 5. Der Vorstand. Ehrenerklärung. 1117b Bähne 1 M. an. Dresdenerstr. 130. Für die vielen Beweise der Liebe Ich nehme die Beleidigung gegen und Achtung, sowie der reichen Blumen: Frau Martha Knoll geb. Rickmann Spenden bei der Beerdigung meines zurück, da ich sie für eine anständige Buchhandlung des Vorwärts" lieben Mannes fagen allen Freunden Frau halte. Frau Marie Stelse. und Verwandten, sowie den Genossen das fleinste Menschenkind. des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase Danksagung. Merikanische Riesen- Cacteen und den Kollegen der Tischlerwerkstatt in noch nie gesehener Größe. Alcazar Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdener ſtr. 52/58( City- Paffage). Vornehmster Familienaufenthalt! Neu! Sensationell! Neu! Baufmann's Variófé. Spezialitäten. Unsere Garde. Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Mittwoch, den 21. November, bleibt das Theater geschlossen. Donnerstag, 22. November, Abends 8 Uhr: Zum 1. Male: Talmi. Freitag, den 23. November, Abends 8 Uhr: Talmi. Central- Theater Alte Jakobtraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Heute geschlossen. E Donnerstag, den 22. November 1894: Emil Thomas a. 6. Anna Bäckers. Josefine Dora. Bum 84. Male: Große Posse mit Gesang u. Zanz und militärischen Aufführungen in 1 Aft von Beckers. Auftreten sämmt!. Spezialitäten. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: " Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. R. Winkler. Passage- Panopticum. 51 wilde Weiber aus Dahomey. Die Herenschaukel, neueste Illusion. O! diese Berliner! Orts- Krankenkasse Seger u. Co. ihren innigsten Dank. Ww. Anna Schnapke 1121b nebst Tochter. Bekanntmachung. Orts- Krankenkaffe des Töpfergewerbes zu Berlin. Mittwoch, den 28. November 1894, Abends 61/2 Uhr: Generalversammlung der Delegirten ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) im Saale des Herrn Buske( früher Seefeldt), Grenadierstraße Nr. 33, Tagesordnung: 1. Neu- bezw. Ergänzungswahl von a) 4 Vorstandsmitgliedern der ArWinter- Paletots zu billigen aber festen Preisen empfiehlt Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 139. 66. 66. Resterhandlung. Billig Reste zu Knaben- Anzügen von 1 M. Große Anzüge von 7 M. an bis zum feinsten Kammgarn, auch paff: zu Einſegnungs- Anzügen. Große Aus wahl in Baletotstoffen, sowie zu Früh jahrs- und Sommermänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide, Sammt u. Spitzen. Auf Wunsch Alles zugeschnitten, auch angefertigt. Fertige Knaben- Anzüge 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mark. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 70 Pfg. 71L* H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. " Berlin SW., Beuth- Straße 2. Neue Erscheinungen: Ein FürstenGustav Adolf. spiegel zu Mus und Lehr der deutschen Arbeiter. Bon Fr. Mehring. Preis 30 Pf. Porto 3 Pf. 0 Postillon" Nr. 24 10 Pf. Glühlichter Nr. 131 10ẞf. ( Trefflich ausgestattet.) Warum der Kampf gegen die Sozialdemokratie? 20 Pf. Pestalozzi's Ideen über Arbeiter: bildung und soziale Frage. 40 Pf. Hans Sachs. Ein Erinnerungsblatt. 25 Pf. Der Hochverrathsprozek gegen die Mannheimer Volksstimme". Preis 20 Pf. . Kautsky, Das Erfurter Programm in seinem grundsäglichen Brosch. 1,50, geb. 2, Theil. gut erhalten, Dauerbrandb) 4 Borstandsmitgliedern der Ar- Eisenösen, fen, transportable Koch- Naturkräfte und Naturgeseke. beitnehmer. 2. wat her Raffenrevisoren zur maschinen, alle Größen billig. Wahl Prüfung der Rechnung des Jahres 1894( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeit nehmer). 3. Ermächtigung des Vorstandes: a) zur Abschließung eines Vertrages Braun, Lothringerstr. 108. Heft 5. Zu herabgesetzten Preisen: Unfallsachen, Putzgersteigert.65 Putzger, Stegligeritr.65 Gedichte von Ludwig Pfan. mit dem Verein der frei ge- Oberschmidt's Bierhaus, Weinwählten Rassenärzte, bergsweg 11D. b) zum Beitritt zu einem Verbande Milchkübel, Ramen, Gatten, Maße, gemäß§ 46 ff. des Kr.-B.-G. Kannen, Siebe, Tafelwaagen, 4. Statutenberathung,§ 1-68. Lampen, Kühlapparate, Buttermaschinen 5. Beschlußfaffung und Ausstellung eines Tarifs für Mahngebühren. Bei der Reichhaltigkeit der TagesGroße Posse mit Gefang und Tanz. der Schneiderordnung ist es nothwendig, daß die Anfang 7/2 Uhr. Freitag: 0! diese Berliner. zu Berlin. Adolph Ernst- Theater der Schneider zu Berlin werden zu der Mittwoch: Keine Vorstellung. Donnerstag: Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Circus Renz Carlstrasse. Mittwoch, den 21. November 1894: Geschlossen. Donnerstag, 22. November 1894, Abends 7/2 Uhr: Tjo Ni En. Sensationelle Tänze, u. a. les grelots vivants, jeu des barbichons 2c. Außerdem: Das Feuerpferd Elfmar, vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. Colmar, geritten von Herrn Ernst Renz. Das Schulpferd Beautiful, geritten von Frau Renz- Stark. Jeu de barre, komische Reitpièce, ausgeführt von den Herren Krembser, Bayer und William. Der sensationelle Handequilibrist Mr. Jules Keller. Die beliebten Clowns Gebr. Villand 2c. Freitag: Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. Delegirten zahlreich und pünktlich erButterkneter, Drehrollen. Jordan, R. Markusstr. 28. Achtung! scheinen. Die Versammlung wird präz., Bahnerfan, auch Theilzahl., wöchentl. 7 Uhr eröffnet. 1 M., Guckel, Lausitzer Pl. 2, Elsasserstraße 12. Die Vertreter der Orts- Krankenkasse 244/12 am 30. November 1894, in grafenstraße 83, stattfindenden Der Vorstand. gebrauchte, fauft Specht's Restaurant, Matt Orts- Krankenkasse der Möbel, Bartsch, Schüßenftr. 2 ordentlichen Gürtler. Hosen, Winter- Ueberzieher, potbillig. Bu der am Sonntag, den 25. Nov., Pfandleihe, Staligerstr. 13. 10220* Generalversammlung Bom. 10 Uhr, Oranienſtr. 51, statthierdurch eingeladen. 1128b findenden Abends 8 Uhr: In getrennter Versammlung für Ordentlichen Restaurant Lindenhof. Für bevorstehende Herrenpartien empfehle mein Lokal. 1019b die Vertreter der Arbeitgeber. General- Versammlung Stolpe b. Wannsee. Mattanich. Neuwahl von 3 Vorstandsmitgliedern werden die Herren Delegirten ergebenit eingeladen. und 1 Stellvertreter. Abends 81/2 Uhr: In getrennter Versammlung für die Vertreter der Kaffenmitglieder. Tages- Ordnung: Neuwahl von 6 Vorstandsmitgliedern und 2 Stellvertretern. Abends 9 Uhr: Gemeinschaftliche GeneralVersammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl eines Ausschusses von sechs Personen zur Vorprüfung der Jahresrechnung. 2. Festsetzung einer Entschädigung für Ueberschreiben der Kassenbücher. 3. Nachträgliche Genehmigung der Entschädigung an den Vorsitzenden für baare Auslagen und Zeitverlust im Jahre 1893 gemäß§ 41 des Statuts. Tagesordnung: 220 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres. Nach Schluß dieser Versammlung findet daselbst eine General- Versammlung der Mitglieder der Invalidenkasse statt. Tagesordnung wie oben. Der Vorstand. J. A.: G. Kneiff, Vorsigender. Orts- Krankenkasse der Möbelpolirer. Sonntag, den 25. November, Nachm. 2 Uhr, bei Wilke, Audreasstr. 26: Prachtband 2,40 M. Leinenbd. 2 M., eleg. brosch. 1,20 M. Ladenpreis früher 5,60 m. Konfiszirt und wieder freigegeben: Soziale Weckrufe von P. Kunert. 40 Pf. Am Freitag gelangt zur Ausgabe: Hochverrathsprozek Heft 15. Apfelwein ( feinste Qualit.) herb oder süß, 10 große od. 20 Kleine Flaschen 3 Mart liefert R. Rother, Sophienstraße 18 frei ins Haus. 43/28 Wegen Mangels an Platz ist eine gut erhaltene Bettft. mit Matr. bill. z. verk. 1129b Hägle, Brizerstr. 15 1 Tr. Schlafstelle Alexandrinenstr. 35, H.IV.r. Eine möbl. Schlafftelle a. Herrn od. Vereinszimmer mit Pianino zu Damen Rottbuser Ufer 59, I. Quergeb. vergeben Görligerstr. 36 b. Messer. 3 r. L., a. d. Admiralstraße. 1157b Gute Weiße und ringfreies Bier wird verzapft. Ein gut möbl. Hinterzimmer a. H. zu verm. als Schlafft. Krauſenſtr. 8, Freunden und Genossen theile hier. Hof 4 Tr. Hollah. 1141b durch mit, daß ich das Schankgeschäft von Spindler, Reichenbergernr. 118, übernommen habe. Hermann Köppen. 1142b Vereinszimmer mit Piano zu vergeben 1140b bei Asmus, Blumenstr. 43. Guitarrenspieler, welche einem Klub beitreten wollen, mögen fich 38 bei melben Ryeftr. 11 1136b Restaurant 1126b ist frankheitshalber unter günstigen Bedingungen zu verkaufen, sechs Bereine, passend für größere Versammlungen. 4. Regelung der Beamtengebälter.General- Versammlung. Näheres zu erfragen bei Klemmy5. Uebertragung Behandlung an den Verein für Einführung freier Bahnarztwahl. 6. Anstellung eines zweiten KrankenKontrolleurs. 7. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Bericht des Rendanten. 2. Ersatzwahl des Vorstandes. 3. Wahl von 3 Revisoren. 4. Verschiedene Anträge. Berlin, den 18./11 1894. 199/9 Der Vorstand. Möbeltischlerei wegen Verzug nach außerhalb sofort billig zu übernehmen. Adr. L. V. 146 an R. Mosse, Prinzenstr. 41. 218M Singer- Maschine f. 20 M. 3. vert. 1131b Dranienstr. 59, 3 Tr. r. Der Vorstand. F. Mathis, Vorsitzender, An der Jerusalemertirche 3. E. Schröter, Schriftführer, Belle- Alliancestr. 71 a. auch stundenweise, Buchführung, besorgt zuverlässig Kölln, Saarbrückerstr. 7. Halt! 1124b Donnerstag Abend: Grosses Gänseausspielen auf d. Billard bei Gustav Schulz, Wasserthorstr. 55. Ausschant Münchener Brauhaus. Billard( 7) zu verkaufen Fichtestr. 20 1123b b. Portier. Betten, guter Stand, sof. f. 22 M. Reichenbergerstr. 6, v. 1 Tr. b. Przybilski. 219 1133b Verantwortlicher dedatteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berin, SW, Arbeitsmarkt. Wäschenähen. 11356 Junge Mädchen können bei uns das Nähen und Vorrichten von Herrenkragen unentgeltlich erlernen. Meldungen von 8-1 Uhr. van Laack, Schmitz& Eltschig, Greifswalderstr. 13. Farbigmacher verl. Kretschmann, Röpnickerstr. 109a, 1132b Farbigmacher verlangt Rottbuser= Damm 100. 1130b Verfilberer verl. Göpfert, Markus. ftraße 44. 1138b Puschelwicklerinnen, tüchtige, sofort gesucht. 217 W. u. G. Keßler, Elisabeth Ufer Nr. 19. = Gesucht von unserer Brandenburger Fabrit einige Um- und Andrucker. Meldung Berlin, Gerson, SchiffbauerDamm 6/7. 1125b Beuthstraße 2. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 272. " Mittwoch, den 21. November 1894. Arbeiter! Parteigenoffen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts find abgebrochen worden, weil die Ringbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Ringbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eristenzlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug-- seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes turzes Nein entgegenseßte: und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klassenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrloser Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand aus Wert legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Massenmaßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es keinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, Char lottenburg. Die Boykott- Kommission. Ein agrarisches Kulturbild. seinem Dienste stehenden Menschen auf dem Standpunkte einer mit Religion dünn überzuckerten Bestialität niederhalten könnte. Gar oft ist von Unkundigen die Frage aufgeworfen worden, Gine weise Ausnahme= Gesetzgebung verbietet es dem Landwarum denn das Landproletariat in die Städte zieht, wo seiner proletarier, seine Lage an Ort und Stelle zu bessern und die Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. eine viel größere Erwerbsunsicherheit harrt, als sie ihm auf dem Folge ist zum Glück für die Kultur die Einwanderung in die Lande fühlbar geworden. Die Antwort des Landproletariers großen Städte, die, mag sie auch für die einzelnen noch so harte Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. lautet zwar immer, daß er es satt sei, von seiner Gutsherrschaft, Schläge mit sich bringen, den vegetirenden Proletarier Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. oder wie sich sonst sein Hauptausbeuter nennt, als ein nach Verlauf einer mehr oder weniger langen Zeit zum Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Wesen betrachtet zu werden, das im Werth tief unter tlassenbewußten Proletarier macht, zu einem Mann, Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. dem Vieh stehe und daß daher sein beleidigtes Ehr- der redlich und mit Gifer bemüht ist, die heutige Nordstern- Brauerei, Berlin. gefühl ihm gebiete, eine problematische Erwerbssicherheit auf Herrlichkeit der Dinge baldmöglichst ihrem wohlverdienten Rathenower Exportbrauerei- Niederlage. Juh. Max zugeben, die sich ihm nur unter dem Zeichen der Buttermilch- Ende entgegenzuführen. Aber der Agrarier? D, dem ist es zu Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. fartoffel und der Gesinde- Ausnahmegeseze bemerkbar gemacht Beiten zwar unangenehm, daß ihm nicht die gewünschte Anzahl habe. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Es finden sich zwar in seltenen Fällen ja auch auf dem Auszubeutender zur Verfügung steht, aber zu Grunde gehen Lande Jdeologen, die das partriarchalische Regiment für Menschen braucht er noch lange nicht. Ja, er hat nicht einmal nöthig, Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. erträglich machen möchten. Ein solcher Menschenfreund mag z. B. merkbar tiefer in die durch Liebesgaben zuweilen doch noch leid= Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank der Landrath des Kreises Plön( Holstein) sein, von dem das amtliche lich gefüllte Tasche zu greifen. Denn das ist es das furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Teltower Kreisblatt in seiner Nr. 235 berichtet, daß er sämmt auch den verbohrtesten Feind der Gesellschaft von rechtswegen Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. liche Amtsvorsteher seines Kreises ersucht habe, dahin zu immer noch mit Bewunderung vor ihrer Ordnung erfüllen müßte, Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage wirken, daß im kommenden Winter dem ländlichen Ge- daß diese bis zu einem gewissen Grade aus sich selber die Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. sinde für den Abend stets eine warme Stube von der Wunden heilt, die sie dem Agrarier schlägt. Der Weisheit Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernac, Dienstherrschaft zum Aufenthalt eingeräumt werde. Er will zum unserer Gefeßgebung sowohl, wie dem ganzen Gesellschafts1. März kommenden Jahres Bericht darüber haben, in wieweit mechanismus überhaupt ist es zu danken, daß die Elemente, dieser Vorschrift von der Dienstherrschaft freiwillig oder auf behördliches Eingreifen nachgekommen worden ist. Man sollte es faum für möglich halten, so meint das Kreisblatt, daß der artige felbstverständliche Forderungen der Menschlichkeit und zugleich des eigensten Interesses der Dienstherrschaften noch erst durch behördliche Verfügungen erzwungen werden müssen. Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Königs Wusterhausen, Niederlage Reichenbergerstraße 33. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Krautstr. 48, Tel. VII, 1487. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. Niederlage Marthen, Bellermannstr. 6. Brauhaus Hohen- Schönhausen bei Berlin. Boykottirt sind die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: die ihren angestammten Gutsherrn in schnöder Ueberhebung verlassen haben und dem vermaledeiten Zuge. in die Großstadt gefolgt sind, wenigstens insoweit sie bereits dem anscheinenden Untergang verfallen waren, reuig und in ges läutertem Zustand sich wieder der heimathlichen Gutsherrnpeitsche zuwenden. Man lese nachstehende, gegenwärtig durch die Presse Wir sind der Ansicht, daß die Gutsbesitzer und Großbauern gehende Notiz, um unsere, vielleicht ein wenig vermessen klingende nicht verwundert genug thun werden über eine derart unerhörte Behauptung bestätigt zu finden: im Holsteinischen, also in einer Gegend nöthig, die sich weit ab- von dem Arbeitsnachweise- Bureau des Vereins für Besser Zumuthung. Und solche landräthlichen Interventionen sind noch Ueber 1000 landwirthschaftliche Arbeiter sind hebt vom ostelbischen Agrarier- Eldorado; die selbstverständlichsten r ung der Strafgefangenen für den 24. Oktober, wo Pflichten werden vom Gutsbesitzer versäumt selbst unter einer Be- in Mecklenburg Gesindewechsel ist, und für den 10. November völkerung, die sich durch die Jahrhunderte hindurch ein Stück stolzer dem Ziehtag in der Priegnig, verlangt worden, und noch forta Steifnackigkeit bewahrt und sich auch einen standard of life zu er- gesetzt laufen nachträgliche Gesuche um Zuweisung von Arbeitshalten gewußt hat, der hoch über dem Grad von Unkultur steht, unter dem der Landarbeiter in Preußen und Polen vegetirt. Man möge aus diesem Beispiel schließen auf die Zustände, die im eigentlichen Oftelbien herrschen. Die Folge ist die allbekannte. Die Kulturbedürfnisse sind selbst auf dem Lande denn doch schon fräften ein, am gestrigen Tag deren allein 54. Das Bureau ist, infolge dessen noch nicht in der Lage gewesen, allen Wünschen zu: entsprechen, obgleich feit Mitte September von 887 überhauptUntergebrachten 766 der Landwirthschaft zugeführt worden sind. Die Nachfrage nach ländlichen Arbeitern wird nach den Er Aktien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Attien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Paßen- su hoch, als daß der Unternehmer ungestraft die in fahrungen des Bureans von Jahr zu Jahr stärker, und die Land hofer, Berlin. Aktien- Brauerei Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Echloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Boruffia, Aftien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg. vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Schultheiß' Brauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin, Abth. Schönhauser Allee. desgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Diesseits der Sozialdemokratie. troffen hat, jest trifft und treffen wird in alle Ewigkeit. Darum: Protokoll über die erste allgemeine Vertrauensmännersigung der vereinigten Patrioten. Aufgenommen am 7. November 1894 im Hotel Zu den 3 Halbfugeln", Friedrichstraße, Berlin. der Urgrund alles Bösen, das unser herrliches Volt bisher ge= Raus mit ihnen! Raus!" " Der Redner muß abbrechen, da ihm vom Vorsitzenden das Wort entzogen wird. Mit dem Rufe: Freunde, verlassen wir das Lokal, es ist nicht umsturzrein!" springt er vom Podium und konzentrirt sich mit seinen Gesinnungsgenossen zur Thür hinaus. Um 8 Uhr 301/2 Minuten ergreift Herr Maligsen die Klingel, das Wort und spricht: Verehrte Anwesende! Nach einstündiger, anregender Debatte haben Sie mir den Vorsitz übertragen, wie ich mir schmeichle, wohl deshalb, weil ich bei allen Männern von Herr Regenbogen II. Ich danke dem Herrn Vorsitzen Bildung und Besitz als der tommende Retter des Vaterlands den vielmals, daß er die Ehre jener staatserhaltenden Elemente, gelte. Ich danke Ihnen und verspreche Ihnen, die Versammlung die leider hier nicht vertreten sind, so energisch gewahrt hat. wird seit meinen politischen Kinderjahren. Bevor wir aber die Bierlinge überhaupt einladen konnte. Die sind ja ärger wie die leiten mit all der Staatsmännigkeit, die mir zugeschrieben Uebrigens begreife ich ganz und gar nicht, wie man die AntiBerathung beginnen, möchte ich Sie auffordern, mit einzustimmen Anarchisten! Ich komme 111111 zu den Sozialdemokraten. in den Ruf:.. Es ist selbstverständlich, daß man diese Herren unter die Umsturaleute rechnen muß. Wir haben sie auch schon bisher befämpft. Leider haben die angewandten Mittel nicht angeschlagen. Meine Herren! Wenn mein Freund, der Ehrenbürger von Danzig, noch Reichskanzler wäre, wüßte ich schon, was wir zu thun hätten. Was der beschließen und beantragen würde, wäre wohl gethan. Leider ist er nicht mehr Reichskanzler. Nun, ich werde meinen Freund Barth fragen, und wir werden Ihnen dann, zur gelegenen Zeit, die Meinung des deutschen, freisinnigen Bürgerthums schon mittheilen Herr Schwarz( schreiend): Zur Geschäftsordnung! Ich protestire!... Der heilige Vater ist der König der Könige. Er hat die Gewalt, zu binden und zu lösen im Himmel und auf Erden. Sein Name muß zuerst genannt werden!" („ Hört!"" Hört!"" Frechheit!" Tumult. All gemeines Durcheinander. Die Versammlung wird auf fünf Minuten vertagt.) Nach Wiedereröffnung der Sizung ergreift das Wort Herr Maligsen:" Meine Herren!... Sei es! Wir fahren fort in unserer Berathung. Meine Herren! Wie Sie gehört haben, soll für Religion, für Sitte und Ordnung, und gegen die I Parteien des Umsturzes endlich einmal Generalmarsch geschlagen werden. Und, verehrte Anwesende, wir sind hier versammelt, um, wenn ich mich so ausdrücken darf, für diesen Marsch die Noten, den Text, den Rythmus, anzugeben."(" Bravo!"" Sehr Meine Herren! Ich bitte ·. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei gut gemeine Seiterkeit.) Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rixdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Vittoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Herr Anti IV:" Heil! Ich und meine drei anwesenden Freunde( Buruf:" Na! Na!") sehen die Hauptfeinde unferer germanischen Kultur und der teutonischen Nation in den Juden." Oho!"" Zur Drdnung!") Herr Regenbogen II springt auf und redet erregt auf den Vorsitzenden ein. Anti IV leert ein Seidel Boykottbier auf einen Zug und fährt dann fort: " Jawohl! Die Juden und noch einmal die Juden! Sie sind Herr v. Laut Stummberg:" Um die Sozialdemo fratie furzer Hand zu unterdrücken, beantrage ich: Jeder Heher wird eingelocht und bekommt solange nichts zu effen, bis er sich befehrt hat. Dann wird er nach Afrika transportirt und dort unter das Kommando des Herrn Leist gestellt. Ob nicht auch der Vorredner sammt seinen elf vereinigten Freunden unter die Hetzer zu zählen ist, werde ich in einem Utas bestimmen, sobald ich nach meiner Residenz Sieben- Wirthshäuser zurückgekehrt bin." Herr v. Weiß: Meine Herren! Der Begriff Umftura scheint mir hier denn doch etwas zu eng umgrenzt zu werden. Ich bin königstreu bis in die Knochen und Landrath. Auf Ehre! Aber ich muß fagen, es giebt auch außerhalb der Sozialdemokratie noch Leute und Faktoren, denen die Heiligkeit des Eigenthums nicht über Alles geht. Von der Börse( Zuruf des Herrn Regenbogen II: Nicht denunziren!")." Ich denunzire nicht, ich bes weise.. Von der Börse will ich hier gar nicht einmal reden. So kommt die alte, als Manchesterthum verdammte Weisheit doch wieder zu Ehren, daß das freie Spiel der wirthschaftlichen Kräfte schließlich alles zum beften führt. leute sind jetzt schon zufrieden, wenn sie als Hofgänger auch ganz| Sohn würdiger Eltern wurde mit der Begründung verurtheilt,| Starte und forderte Rückheim auf, die Arbeit einzustellen und den junge ungeübte Leute erhalten." daß er mit dem Geschäft auch die Pflichten und Lasten desselben Kirchhof zu verlassen, da fremde Personen nach einer Verfügung übernommen habe und deshalb auch für Arbeitslöhne auf des Konfiftoriums der Provinz Brandenburg die Gräber nicht kommen müsse. bepflanzen oder begießen dürfen, dies vielmehr Sache der Kirchhois- Verwaltung sei, sofern die Angehörigen sich nicht selbst Der Junker erhält die Landarbeiter, die frech zu höherem ihrer Gewerkschaften benutzen, ist ein Urtheil von daß er den ihm gewordenen Auftrag erst ausführen werde, ehe Für Arbeiter, welche die Arbeitsnachweise damit befassen wollen. Rückheim erklärte jedoch dem Inspektor, Interesse, das die Kammer III unter dem Vorsitz des Assessor Kartoffel bietet, in einem Zustand wieder zurück, der das Beste Lohmeyer am 13. November fällte. Der Maler Lange bean er den Kirchhof verlasse, und so geschah es auch. Die Folge für eine gedeihliche wirthschaftliche Entwickelung im Sinne des spruchte eine Lohnentschädigung mit der Begründung, er sei am daß hier von einem Hausfriedensbruch keine Rede sein könne, da war der Ansicht, Agrarierthums erhoffen läßt. Der landwirthschaftliche Arbeiter, der aus den Muster der Maler vom Malermeister Gaspar engagirt, jedoch sofort der Kirchhof für die Allgemeinheit geöffnet war. Dadurch, daß 19. September durch Vermittelung des Zentral- Arbeitsnachweises der Angeklagte seinen Auftrag in einer Zeit ausführte, in welcher gefängnissen der großen Städte mit gebrochenem Rückgrat ent- wieder entlassen worden. Lange behauptete ferner, der Be- die Kirchhofs- Verwaltung eine Grabstelle verkauft oder verpachtet lassen wird, wird die Hand des Herrn küssen, der ihn, den Vertlagte hätte mit ihm einen Wochenlohn von 34,50 m. vereinbart. habe, müsse sie auch das Recht der Ausschmückung des Grabworfenen, wieder in Gnaden aufnimmt. Und sollte sich doch noch Mangel an landwirthschaftlichen Kläger nicht engagirt zu haben, weil dieser nach dem zu Kirchhofs- Verwaltung hierzu ein Monopol einräume, sei daher Letzterer beftritt dies, indem er erklärte, gerade deshalb den hügels gewähren, eine Verfügung des Konsistoriums, welche der Arbeitskräften bemerkbar machen und sollte doch hier und erwartenden Lohne frug. Mit Nachdruck hob Beklagter hervor, unberechtigt und unzulässig. Jedermann fönne feiner Angehörigen da ein verwegener Bursche auf den Gedanken kommen, daß er dem Kläger auf dessen Frage geantwortet hätte:" Solche Gräber schmücken lassen, von wem er wolle. Aus diesen Gründen daß es im Gefängniß am Ende noch eher auszuhalten sei, als unter dem patriarchalischen Regiment des Gutsherrn, so Leute, die immer gleich nach dem Lohne fragen, stelle ich prin- wurde der Angeklagte fostenlos freigesprochen. zipiell nicht ein."( Eine nette Moral.) Der Gerichtshof legte wird die zunehmende Proletarisirung einerseits und eine durch dem Beklagten den Eid darüber auf, daß kein Lohn zwischen ihm Vom Landgerichte Essen a. 9. ist am 25. Mai der ReLattenarrest weise gekrönte Verschärfung unserer Strafgesetze und dem Kläger vereinbart sei. Derselbe leistete den Eid, worauf dakteur der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung", Nur Geduld, lieber Agrarier, was auch in Preußen- Deutsch- ihn das Gericht verurtheilte, 5,75 M. als angemessenen Tage- Seinrich Sünninghaus in Gelsenkirchen wegen elohn eines Malergehilfen dem Kläger Zu zahlen. leidigung der Bergbeamten und Landräthe, die im Jahre 1889 land geschehe, es fällt schließlich doch zu Deinem Besten aus. Mit der Mehrforderung wurde Der Kläger abge- nach Beendigung des großen Streits eine Enquete veranstaltet wiesen. Gründe: Nach dem Schwur des Beklagten hatten, zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Die Behabe das Gericht angenommen, daß ein Arbeitsvertrag zwischen leidigung wurde erblickt in einem von dem Angeklagten nicht den Parteien nicht zu stande gekommen war, denn zu einem selbst verfaßten Artikel der genannten Zeitung vom 3. Februar solchen gehöre die Lohnvereinbarung. Dadurch, daß der Beklagte 1894. Hauptsächlich inkriminirt war eine Stelle, in welcher es fich an den Nachweis wandte, hätte er jedoch den Kläger ver- hieß, daß die tonventionelle Lüge und Heuchelei im empörenden anlaßt, zu ihm zu kommen, deshalb müsse er diesem den einen Maße playgreife und daß gewisse Bergleute von den Zechen als Tag entschädigen. Der Kläger hätte möglicherweise in der ihm Parias behandelt würden. In seiner Revision behauptete verloren gegangenen Zeit eine andere Stellung nachgewiesen er der Angeklagte, durch Ablehnung von Beweisanträgen in seiner halten können. Vertheidigung beschränkt worden zu sein. Das Reichsgericht erachtete die Rüge für begründet und hob am Sonnabend das Urtheil auf. Gerichts- Beitung. unter der Gewerbegericht. " 1 Der = Gegen den Aktien Bauverein Unter den Linden" flagte der frühere Schnürmeister des" Thaters Unter den Linden" auf Zahlung eines Monatsgehalts im Betrage von 150 M. Der Klage liegt folgender Sachverhalt zu Grunde. Der Kläger schloß am 28. August des vorigen Jahres mit dem Aktien- Bauverein, vertreten durch den Direktor Arendt, Der Maler Mendelski hatte vom 2. bis zum 10. Oftober einen Vertrag für die Dauer eines Jahres, und zwar für die beim Malermeister Kizmann gearbeitet und war dann ohne Zeit vom 1. September 1893 bis zum 1. September 1894. Der unberechtigter sofortiger Entlassung verlangte. weiteres entlassen worden, weshalb er Lohnentschädigung wegen Vom Reichs Versicherungsamt. Der Steinschläger Bertrag enthielt die Bestimmung, daß die Direktion das überreichte dem Gerichtshof als Beweis dafür, daß mit dem August des vergangenen Jahres bei seiner Thätigkeit von einem Der Bellagte Weichert, welcher auf einer Chauffee Steine zerschlug, wurde im Recht hätte, den Schnürmeister Feldner in der Zeit vom 1. Mai bis zum 1. September auf drei Monate meniskarte des Arbeitsnachweises der Maler; er behauptete, die haufen, um ein schüßendes Obdach zu suchen, wurde jedoch zum 1. September auf drei Monate Kläger die Kündigung ausgeschlossen worden sei, eine Engage- fchweren Gewitter überrascht. Er verließ eilig seinen Steinzu„ beurlauben", ohne ihm für die Urlaubszeit sein Gehalt zahlen selbe vom Kläger beim Engagement, zum mindesten aber am unterwegs vom Bliß erschlagen, und zwar befand er sich nur zu brauchen. Als Entschädigung für den event. Ausfall der wenige hundert Meter von dem verlassenen Steinhaufen. Den Dreimonatlichen Bezüge" wurde ihm das Recht zugestanden, Tage desselben, ausgehändigt erhalten zu haben. Kläger stellte dem die Behauptung gegenüber, er hätte Antrag seiner Wittwe, ihr eine Rente zu gewähren, lehnte die Steinwährend des Urlaubs auf jedem Theater außerhalb Berlins Be Kläger stellte dem die Karte nicht Herrn Kizmann übergeben, schäftigung nehmen zu dürfen. Der Vertrag sett u. a. auch fest, felbe rühre von die bruchs Berufsgenossenschaft ab, ebenso das hierauf an, einem früheren Engagement her; er, gerufene Schiedsgericht. Die Berufsgenossenschaft wie das Schiedsdaß im Falle eines Direktionswechsels das" Mitglied" Feldner Kläger, habe sie vielleicht im Betriebe Kizmann's verloren und gericht machten geltend, daß Unfälle der fraglichen Art nur dann verpflichtet sei, seinen vertragsgemäßen Obliegenheiten auch dieser fie gefunden. Daß der Name des Meisters, an den die als Betriebsunfälle angesehen werden könnten, wenn ihre Thätigneuen Leitung nachzukommen. Feldner erhielt Starte adressirt gewesen, durchstrichen sei und daß der Name Kit- feit die Betroffenen ganz besonders der Blitzschlaggefahr ausnun am 4. Juni thatsächlich seinen Urlaub ohne Bezüge" mann neben dem durchstrichenen Namen sich befinde, rühre ver- feßte. Außerdem legten Berufsgenossenschaft und Schiedsgericht Dekretirt und zwar wurde er bis zum 31. Juli beurlaubt". Als er sich am Morgen des 1. August beim Direktor muthlich von einer Fälschung her. Zu Kigmann habe ihn ein noch Werth darauf, daß sich der Erschlagene, wie sie annahmen, Kollege gebracht. Fritsche meldete, an den inzwischen das Theater durch Pacht nicht vom 2. Oftober, sondern vom 17. September datire. In des Betriebes befunden habe. Der Vorsitzende konstatirte, daß die Karte in dem für ihn so unglücklichen Moment nicht mehr im Banne Das Reichs- Versicherungsamt, vertrag übergegangen war, wurde ihm von diesem ein weiterer Urlaub von einem Monat ertheilt". Hierbei ist nicht zu verfolge dessen sah das Gericht von einer Beweiserhebung über die welches die Klägerin schließlich anrief, verwarf aber am 12. Nosich widerstreitenden Behauptungen der Parteien ab und vers vember die schiedsgerichtliche Entscheidung; es sah in des gessen, daß mit diesem Monat auch der Vertrag ablief, den Feldner urtheilte den Beklagten zur Zahlung von 51 M. G3 hielt für Weichert Unglück einen Betriebsunfall. Insbesondere hob der und der Aktien- Bauverein mit einander geschlossen hatten. Ersterer glaubt deshalb auf die Bezahlung des Monats August Anspruch erwiesen, daß der Kläger nicht durch den Nachweis der Maler Vorsitzende hervor, das Gericht sei der Meinung, Weichert hätte erheben zu können, weil die anfängliche Beschränkung des Ur- 3u ihm gekommen sei. Beklagter hätte sich, führte der Vorsitzende sich solange im Banne des Betriebes befunden, als er auf der aubs auf zwei Monate und die erst nach Ablauf dieser Frist aus, die Karte ansehen müssen, wenn er sie wirklich vom Kläger betreffenden Chauffee war. erflärte Berlängerung desselben seine Dispositionen über die freie vor dem Engagementstage ausgestellt worden sei; die Annahme, erhielt. Er hätte dann gefunden, daß sie einen halben Monat Beit wesentlich beeinflußt habe. Er ist der Meinung, daß die Kläger sei nicht vom Bureau geschickt, wäre die Folge geganze Dauer des Urlaubs von vornherein hätte bestimmt werden müssen, damit er sich danach einrichten" fonnte. Der Vertreter des Beklagten erhob den Einwand, nicht an ihn, Unter der Auflage, den Eisenbahnsistus um 20 Pf. ge- Unsere politische Lage. Ueber dieses Thema referirte sondern an den neuen Theaterdirektor hätte der Kläger seine schädigt zu haben, stand der Arbeiter Carl Jansti aus Rig Genosse 3ubeil am 14 November vor einer gutbesuchten VerForderung zu richten. Das Gericht schloß sich dem an und wies dorf dieser Tage vor dem dortigen Schöffengericht. Die Beweis- sammlung im ersten Wahlkreis. Die gegenwärtigen Bestrebungen deshalb den Kläger ab wegen mangelnder Passivlegitimation, wie aufnahme ergab folgenden Thatbestand: Der Angeklagte hatte der Regierung gegen unsere Partei vergleicht Redner mit der in Die juristisch- technische Bezeichnung lautet. Assessor Leo, unter sich im Januar d. J. eine Monatskarte für die Ringbahnstrecke manchem ähnlichen Periode, die im Jahre 1878 über die Sozial dessen Vorsitz die Kammer VI am 16. November die Sache verhandelte, Rixdorf- Schmargendorf gelöst. Am 18. Januar mußte er nach demokratie hereinbrach. Ein Vorspiel des Kampfes gleicher Art begründete das Urtheil damit, daß des Klägers vermeintlicher dem Schlesischen Bahnhof fahren und da J. glaubte, die Karte spielt sich gegenwärtig in Italien ab, wo ein von fanatischem Anspruch aus der Zeit der Direktion Fritsche stamme, zu welcher gelte auch für eine Zehnpfennigstrecke in entgegengesetter Haß gegen Die Arbeiterfache erfüllter Minister thatsächlich sein Vertrag mit dem Attien- Bauverein auf Fritsche Richtung, so unterließ er die Lösung einer Fahrkarte. In seinem Organisation der Arbeiter mit allen Mitteln zu ger wird kein übergegangen gewesen sei. Glauben wurde J. bestärkt, weil er zweimal unbeanstandet die stören sucht. Der Ausgang des Kampfes Kontrolle auf dem Schlesischen Bahnhof passirte und erst bei anderer sein, als wie ihn Bismarck in Deutschland erleben seiner Rückkunft in Rigdorf angehalten wurde. Unter diesen mußte. Redner geht dann zu einer eingehenden Besprechung der Umständen vermochte der Gerichtshof in dem Verhalten des Angegnerischen Parteien und politischen Zustände in Deutschland geflagten einen Betrug nicht zu erblicken und sprach denselben über, um am Schluß zur regen Propaganda für die Sozial demokratie aufzufordern. Von der Diskussion wurde allseitig daher frei. abgesehen und erfolgte deshalb frühzeitig der Schluß der Wer sammlung. Es steht Feldner nunmehr frei, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen oder eine neue Klage, und zwar gegen Fritsche, bein Gewerbegericht anzuftrengen. Heffentlich zieht er Tezteres vor. wesen. " Derlammlungen. die Schiebung. Die Näherin Nemter hatte vom 16. Mai bis zum 12. September bei den Mamlock'schen Eheleuten, Luisen- Ufer Wegen Hausfriedensbruchs, begangen auf dem in NirNr. 22, gearbeitet, welche ihr 29,25 M. an Lohn schuldig blieben. Dorf belegenen Friedhof der Thomas- Gemeinde zu Berlin, hatte Sie erfocht beim Gewerbegericht ein Versäumnißurtheil gegen sich dieser Tage der Gärtner Karl August Julius Rückheim Für die Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen Herrn Hiller Mamlod auf Bahlung dieser Summe. Die aus Rixdorf vor dem dortigen Schöffengerichte zu verantworten. fand am 19. d. Mis. im Swinemünder Gesellschaftshause eine einem Gerichtsvollzieher übertragene Zwangsvollstreckung des Der Angeklagte war von einem Herrn Benno Hasse in Berlin Parteiversammlung statt, in welcher ein Vortrag über: Die Urtheils fiel fruchtlos aus; es wurde nämlich dem Beamten ein beauftragt worden, ein auf dem Thomas- Kirchhof belegenes Presse und ihr Beruf" und die Uebernahme des Vertriebes des Vertrag vorgelegt, welcher bestimmt, daß vom 14. August 1894 Grab mit Ephen zu beziehen, welchen Auftrag Rückheim am Vorwärts" für die genannten Stadttheile in eigene Regie zur ab Georg Mamlock( der Sohn des Hiller Mamlock) Inhaber des 12. Mai d. J. ausführte. Kaum hatte er jedoch mit der Arbeit Tagesordnung standen. Ueber beide Punkte gemeinsam referirte Geschäfte und der Geschäftsräume sei. Die so hintergangene begonnen, als ein Kirchhofs- Arbeiter erschien und ihm erklärte, Genosse Riesel. Derselbe knüpfte an den Lassalle'schen AusNäherin strengte nun gegen Georg Mamlock eine Klage an. Im das Belegen und Bepflanzen der Grabhügel dürfe nur von Anspruch: Wer die Presse hat, hat die Macht" an, veranschaulichte Termin vom 14. November wandte dessen Vertreter ein, die gestellten des Kirchhofs oder von den Angehörigen des Ver- in eingehender Weise die Richtigkeit dieses Sahes und wies nach, Klägerin habe zwar in den bewußten Räumen gearbeitet, aber ftorbenen selbst ausgeführt werden, weshalb er fick sofort ent- daß sich die ganze bürgerliche Presse einig sei in der Bekämpfung nicht für Georg Mamlock, sondern für die Mutter desselben, Frau fernen müsse. Diese Erklärung erschien dem Angeklagten jedoch der Arbeiterbewegung und in dem Bestreben, die Arbeiter von Mathilde Mamlock. Konstatirt wurde ferner, daß Georg Mamlock so unglaublich, daß er derselben keine Beachtung schenkte, sondern ihren wahren Interessen abzulenten. Leider würde die bürgerliche als Geschäftsreisender fast nie zu Hause" ist. Der würdige ruhig weiter arbeitete. Bald darauf erschien der Kirchhofs Inspektor Presse noch vielfach von Arbeitern gelesen und mit ihrem sauer Wort." Herr Schwarz: Das können Sie, Sie Mitternachts Retter von Frankfurt Aber ich sage Ihnen.." Allgemeines Durcheinander. Die Anwesenden erheben sich und dringen schreiend auf Schwarz ein. Aber ich frage Sie, war und ist der russische Handelsvertrag Sie, die die höchste Autorität vernichtet haben, wollen gegen den nicht der reinste Raubzug auf Kosten der Agrarier? Meine Umfturs predigen? Aber ich sage Ihnen"... Herren, wir haben den Mann, der ihn veranlaßt, zu einer Schweizer- Vorsitzender Maligsen:„ Ich entziehe dem Redner das reise im Winter verholfen; ich glaube, das war Machtprobe genug. Meine Herren! Wir Junter stützen Thron und Altar, seit wir existiren, wir sind die Edelsten und Besten und das Rückgrat der Nation. Wir erklären uns bereit, mitzukämpfen für die höchsten Güter der Menschheit, aber uns muß die Führung überTassen bleiben. Und wir werden bestimmen, wer alles zu den Umfturzparteien zu rechnen ist..."( Bravo und Zischen.) Vorsitzender Maligsen:" Bevor ich dem nächsten Redner das Wort ertheile, möchte ich die Herren ersuchen, sich doch etwas zu mäßigen. Nur immer staatsmänn'sch, verehrte Anwesende! Nur immer staatsmänn'sch!" Herr Regenbogen I: Ich möchte wirklich wissen, weshalb man uns hierher berufen! Damit wir die vorsintfluthlichen Ansichten ostelbischer Ritter anhören sollen, die mit Kind und Regel aus den Taschen anderer Leute leben?..." Herr v. Weiß:„ Ich werde Ihnen morgen meine Zeugen schicken." Regenbogen I: Gut, ich werde Ihnen meinen neuesten Leitartikel vorlesen, damit Sie etwas lernen." Ueber die Be " Vorsitzender Maligsen( schwingt unausgesetzt die Glocke): Aber, meine Herren! Wo bleibt die Staatsmännigkeit!. Meine Herren! Wir müssen zusammenhalten.... Dies Schaf seits der Sozialdemokratie... Alles .. hielt, obwohl sich die Verfasser wohl bewußt waren, daß es nur allzuhäufig das einzige Buch des Kindes fein würde. Vielverheißend blickte uns deshalb das hübsche Umschlagsbild des zweiten soeben vom gleichen Verlag zum gleichen Preise herausgegebenen Bilderbuches an. Aus üppigem Waldboden er hebt sich da eine mächtige Felswand, in welcher sich ein weiter Gingang öffnet; aber nicht in eine dunkle Höhle schauen wir, nein, da strahlt uns Licht und Farbenpracht entgegen; auf spiegelblantem See lassen sich Kinder von einem Schwan umber fahren, während am Ufer auf den zu einem prächtigen Palast führenden Stufen eine Wassernige ihr Spiel treibt. Vor der Felswald, deren -" Deffnung soeben erfolgte auf das Bauberwort eines Zwerges mit An dieser Stelle bricht das Protokoll plöglich ab. Von dem würdig weiß- wallendem Bart der nur deshalb nicht am Boden Buchstaben hinter dem f ist nicht genau zu erkennen, ob er ein e schleift, weil sein Träger auf einem rothen Fliegenpilz steht oder 3 sein soll. Wie uns mitgetheilt wird, bat das eine vor der Felswand stehen Brüderchen und Schwesterchen sehr natürliche Ursache. Dem an der Thür stehenden Wirth war Schwesterchen gern bereit, der Einladung des Zwerges zum Anvon dem tofenden Anti- Umsturz. Geschrei ganz wirr im Ropfe geftaunen seiner Wunder zu folgen, während das jüngere Brüderchen worden. In seiner Angst machte er einen Satz und drehte mit sich noch etwas ängstlich zurückhält, bis der Buruf des munteren einem Griff das Gas ab. Eichfäßchens und die Stimme des bedächtigen Raben seinen Muth belebt haben werden. So ist es gekommen, daß Staat und Gesellschaft, Sitte und Ordnung auf ihre Rettung noch einige Tage warten müssen. Literarisches. ' SBilderbuch für große und kleine Kinder. 42 G. 40. Mit zahlreichen bunten Beilagen. Stuttgart 1894. J. H. W. Diey' Berlag. Preis 75 Pf. Leider entspricht der Inhalt nicht recht diesem anziehenden Bild; nur sehr weniges ist es, das sich ganz vom belehrenden v. Weiß: Ich verzichte! Ich verzichte!" Ton frei hält. Ausgezeichnet sind auch diesmal wieder die Regenbogen I:„ Na, denn nich!... naturgeschichtlichen Darstellungen; in den meisten Erzählungen aber macht sich meines Erachtens die Tendenz zu breit, man fämpfung des Umsturzes selbst ist weiter nichts zu sagen. Alles fühlt auf den ersten Blick, sie sind nicht um ihrer selbst willen, Wissenswerthe ist zusammengestellt in meinen„ Irrlehren". Mit diesen, dem neuen Programm der freifinnigen Volkspartei, meinen sondern um der Tendenz halber da. Das schlimmste Beispiel Budgettenntnissen und meinen Freunden Hermes und Görke dafür ist das sogenannte Märchen"," Der Bagabund und das Glück", das weiter nichts ist als eine noch dazu recht unfordere ich das ganze Jahrhundert in die Schranken. Dixi!" Herr Schwarz: Ich bitte ums Wort! die holde Fee im Bauberschlaf Als vor Jahresfrist der Diet'sche Verlag sein erstes geschickte Allegorie Vorsitzender Maligsen: Ich weiß wirklich nicht.... Bilderbuch auf den Markt brachte, fand dasselbe überall eine trägt den poetischen Namen:„ Das menschliche Glüd", und der Ob die geehrte Versammlung. freudige Begrüßung. Zum ersten Mal lag uns ein trog billigen Held Vagabund muß sich freuen, daß seine Mutter und Schwester Herr Schwarz:" Rogo verbum. Das Wort will ich, oder Preises prächtig ausgestattetes Werkchen vor, dessen Inhalt sorg- begraben sind, denn sie heißen Verzweiflung" und" Armuth"! ich tomme Euch bayerisch!" fam alles vermied, was sich zur Anerziehung der Liebe zum ans Solche Dinge lieft das Kind wohl einmal durch, daß es aber Borsitzender Maligsen( nach einigem Bögern):" Habeas!" gestammten Herrscherhaus, der Bewunderung von Reichthum und wieder und wieder danach greift, wie nach einem wirklichen der Unterscheidung zwischen den zivilisirten Märchen, halte ich für völlig ausgeschlossen. Biel besser wäre Herr Schwarz: Ich hab' mir es ja gleich gedacht, daß die toller Prachi, Geschichte so fommen wird. Dornen tragen feine Trauben, und oberen Zehntausend und dem rohen Arbeitervolt u. f. w., es gewesen, ein Volksmärchen hierher zu sehen und, wenn von Disteln lassen sich leine Feigen lesen.( Unruhe und lebhaftes in den heutigen Jugendschriften breit macht. Freilich schien es durchaus alles originell fein soll, baffelbe durch den geschickten Gemurmel.) Ach was! Wer sind Sie denn? Jit etwa Giner unter dem Schreiber dieser Zeilen schon damals, als ob das„ Bilder- Stift der Zeichner illustriren zu lassen. Unser Gesammturtheil fassen Ihnen, der seinerzeit nicht in das Feuer des Kulturkampfes ge- buch" etwas zu einseitig belehrend gehalten war; außer den wir dahin zusammen, daß die diesjährige Ausgabe des Bilder blasen?( Glode des Vorsitzenden.) Wer von Jonen glaubt naturgeschichtlichen Stizzen zu wenig tendensfreies, rein zum buches gegen die vorjährige sicherlich feinen Fortschritt bedeutct; an einen persönlichen Gott und an eine Unsterblichkeit der Seele? Gemüth des Kindes sprechendes, seine Phantasie anregendes ent- les ist vielleicht das beste, das wir unseren Kindern in die Hand . " " " 1 Ausgaben: 3009,47. 1108,16 542,48 " " dann wurde in die festgesetzte Tagesordnung eingetreten. Der| bis 8 Uhr Abends einschließlich einer zweistündigen Mittags. Redant Kollege Petzold erstattete den vierteljährlichen Kaffen- pause einverstanden erklärt, ferner hätten sie sich ausgesprochen bericht vom 3. Quartal wie folgt: gegen einen bestimmten Ladenschluß, für eine Verkürzung Einnahmen: der täglichen Arbeitszeit der Lehrlinge auf acht Stunden, gegen Kündigungsfristen unter einem Monat und für eine Kontrolle der Handelsgeschäfte durch Handelsinspektoren. Wie Jastrow mittheilte, haben die süddeutschen Delegirten dens felben Standpunkt vertreten. In der folgenden Diskussion wurden noch verschiedene Streiflichter auf die Verhandlungen der Kommission geworfen. Selbstverständlich ist, daß die Herren Chefs entgegengesetzte Intereffen wie die Gehilfen vertreten haben. " Monat Juli 4861,50. Auguft. 1977,20 Septbr. 2246,25 Summa 9084,85 M. • " " verdienten Gelde bezahlt. Um nun der Presse mehr Eingang in die Arbeiterbevölkerung zu verschaffen, solle der Verfuch gemacht werden, den Vertrieb des Vorwärts" in eigene Regie zu über nehmen, und richtete Redner einen dringenden Appell an die Parteigenossen, für die weiteste Verbreitung des Vorwärts" Sorge zu tragen, dann würde auch für die Arbeiterschaft das Lassalle'sche Wort zur Wahrheit werden.( Beifall.) Die folgende Diskussion gestaltete sich, da verfchiedene Meinungen vorhanden 4660,11 m. waren, zu einer lebhaften Aussprache über die Zweckmäßigkeit Demnach verblieb ein Bestand von 4324,84 m., hinzu der Bestand und den Nutzen des Vertriebes der Parteiliteratur durch die vom 2.Quartal, verblieb ein Gesammtkassenbestand am 1.Oftober 1894 Partei. Besonderes Gewicht wurde darauf gelegt, daß durch den von 12 244,22 m. Bekannt gegeben wird, daß der Rollege Parteivertrieb die tieftraurige Kinderarbeit beseitigt werden solle. Hasselbach seinen Verpflichtungen dem Verband gegenüber voll Interessant ist, daß einer der Herren Chefs den Freimuth hatte, Verwendet sollen ausschließlich Frauen und Männer werden. und ganz nachgekommen, diese Angelegenheit demnach erledigt ist. offen zu erklären, daß in seinem Geschäfte seine Zehrlinge absolut Nach langer Debatte wurde mit großer Majorität beschlossen, Ueber die Frequenz des Arbeitsnachweises berichtete ebenfalls nichts lernen können, ein bei der ausgebildeten Arbeitstheilung in den Vertrieb der Parteiliteratur in eigene Regie zu übernehmen Kollege Petzold. Vom 1. April 1894 bis 1. Oftober 1894 ließen großen Geschäften, Bazaren 2c. ganz naturgemäßer Umstand. und wurde mit den erforderlichen Vorarbeiten eine Kommission sich insgesammt 1467 Metallarbeiter gegen 1827 im vorauf Erwähnen wollen wir auch, daß einer der bürgerlichen Herren betraut, welcher angehören Kris chanowski, Marzillier, gegangenen Winterhalbjahr als arbeitslos eintragen, und zwar: Handlungsgehilfen gegen einen 16stündigen Normal- Arbeitstag Gaßmann, Raschte, Strauß, Dietrich, Bonne, 425 Klempner, 136 Rohrleger, 92 Helfer, 285 Schloffer, nichts einzuwenden hatte. Hervorgehoben braucht nicht erst zu Jahnke und Rißner. Mit einer Mahnung zur strengen 124 Dreher, 83 Mechaniker, 123 Gürtler, 71 Metalldrücker, werden, daß einzig und allein die sozialdemokratischen Hand Durchführung des Bierboykotts schloß die Versammlung. 28 Former, 25 Schleifer und 75 sonstige Arbeiter. Verlangt lungsgehilfen die Interessen ihrer Berufsgenossen in wahrer und wurden in demselben Zeitraum 824 Personen, gegen 777 im vor aufgegangenen Winterhalbjahr, was einer Steigerung von zirka 6 pet. gleichkommt. Die Zinkgießer und Stürzer beschäftigten sich in ihrer Versammlung am 6. November mit der Regelung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. Der Kassenbericht weist einen Bestand von 202,48 m. auf und giebt die Thätigkeit des Kassirers zu feinen Bemerkungen Anlaß. Zur Erledigung stand sodann die Wahl eines Schriftführers, mit welchem Amt das Mitglied Reich betraut wurde. Das Mitglied Justowiat wird aus dem Verein ausgeschlossen, weil der Betreffende die Interessen des Vereins nicht gewahrt hat. Für die Barbiere und Friseure tagte Donnerstag Nacht eine öffentliche Bersammlung bei Wilke in der Andreasstraße. Der Referent Starosion giebt in seiner Schilderung eine Darstellung der überaus schlechten Lohnverhältnisse in dem Barbierberuf; sodann geißelt er das Unwürdige der Ansprüche, Sie heute an den Gehilfen betreffs der Arbeitszeit gerichtet werden. Nicht minder eingehend beschäftigt sich Redner mit den unzulänglichen Bestrebungen der Innung, um am Schluß seinen Berufsgenoffen den Anschluß an die Gehilfenorganisation zu empfehlen. Nach einer längeren Debatte wird die Agitationsfommission beauftragt, Besprechungen mit sämmtlichen Meisterorganisationen herbeizuführen und das Resultat derselben, hauptsächlich wie diese sich zu den Forderungen der Gehilfen stellen, in einer öffentlichen Versammlung mitzutheilen. uneigennüßiger Weise vertreten haben, eine Thatsache, die tro aller Gegenströmungen in immer weiteren Kreisen erkannt wird, infolge dessen der Sozialdemokratie in den Kreisen der Handlungss gehilfen immer mehr Anhänger erwachsen. Das Ueberangebot der Arbeitskräfte überstieg die Nachfrage Das Resultat der Debatte war die einstimmige Annahme folgenum 44 pCt. gegen 58 pet. im voraufgegangenen Winterhalbjahr. Besetzt wurden von den eingegangenen 824 Stellen 609 gleich der Resolution:" Die Versammlung erklärt sich einverstanden 74 pet. Von den 1467 arbeitsuchenden Kollegen fonuten also mit der Stellung, welche die Delegirten der Freien Vereinigung nur 42 pCt. Arbeit nachgewiesen erhalten, während 58 pCt. der Kaufleute vor der Kommission für Arbeiterstatistit einges feine Arbeit erhalten konnten. Insgesammt waren die 609 Metall- nommen haben. Die Versammelten erklären ferner, daß es nöthig arbeiter, ehe fie Arbeit erhielten 1611 Wochen arbeitslos und ist, raftlos zu agitiren, bis die Verkürzung der Arbeitszeit erzwar: Bis zu 1 Woche 211 Kollegen, 2 Wochen 178, 8 Wochen rungen und menschenwürdige Zustände für die kaufmännischen 70, 4 Wochen 41, 6 Wochen 61, 8 Wochen 20, 3 Monate 19, Angestellten geschaffen sind. Zu diesem Zwecke ist unbedingt ein 4 Monate 7, 5 Monate 2 Kollegen. Demnach war jeder einzelne Anschluß an die Vereinigungen nothwendig, welche den Klassenvon diesen 609 Kollegen im Durchschnitt 19 Tage ohne Arbeit. gegensatz zwischen Chef und Gehilfen anerkennen. Hierauf fanden die Erfahwahlen zum Vorstand und den Kom 11. November seine Generalversammlung ab. Auf der TagesFriedrichsberg. Der hiesige Arbeiterinnen- Verein hielt am missionen statt. Es wurden gewählt: ordnung stand ein Vortrag der Frau Reimann. Die Schilderungen der Vortragenden über den Werth der Organisation fanden in der Versammlung allseitig Zustimmung. In der Dis fussion besprach ein Redner eingehend die Lohnabzüge in der Fabrik von Löwe. Leider, so bemerkt Redner, sei nur eine kleine Zahl der Arbeiter organisirt und knüpfen sich deshalb an einen Streit keine große Erwartungen. Zum zweiten Borsigenden Weinert," Kassirer für den Norden Linkhorst, für den Westen Dolz, für den Süden Kaiser, Schriftführer für den Norden Born, für den Westen Götsch. Als Mitglieder der Bibliothekkommission wurden die Kollegen Bahl, Raschte, Höske, Dase, Balejsti für den Süden, die Kollegen Spengler, Schäfer, Bocher, Handtrag für den Norden, und die Kollegen Joseph und Adler für Moabit gewählt. Die Kollegen Piuhr( Schleifer), Rohrlack( Drücker), Schleinrich( Former), Opis Eine Branchenversammlung der Rohrleger und( Klempner), Domnick( Drahtarbeiter), Aßmus( Schlosser) und Gehilfen, einberufen vom Berliner Metallarbeiter- Berband, Kanaschöjsti( Dreher) wurden als Beisiger im Vorstand von der fand am 11. November statt. Genosse Hoffmann referirte Bersammlung bestätigt. Das Gehalt des Rendanten wurde auf über die zehn Gebote und die besitzende klasse" und zwar über 150 m. pro Monat normirt. Der Fall Hofmann beschäftigte die letzten 4 Gebote. An der Diskussion betheiligten sich die die Versammlung längere Zeit. Der Vorstand hatte in einer Kollegen Karpentiel und Ficius. Für die Wittwe des ver- Sigung den Ausschluß des betreffenden Kollegen beschlossen, da storbenen Kollegen Hanke wurden vom Kollegen Ficius einige diefer gegen die Interessen des Verbandes verstoßen und gegen Listen verausgabt und die Kollegen ersucht, sich an der Samm- denselben agitirt. Nach längerer Debatte wurde der Vorstandslung recht rege zu betheiligen. Bedauert wurde, daß die Kollegen beschluß von der Versammlung bestätigt. Betreffs der Arbeitsim Besuch der Branchenversammlungen wie auch der Verbands- vermittelung im Arbeitsnachweis wurde beschlossen, bei Ausgabe versammlungen eine große Nachlässigkeit zeigen; die Branchen- von Arbeit zunächst erst immer die vollberechtigten dreidem Verbande versammlungen müßten, da diese doch regelmäßig jeden zweiten zehn Wochen angehörenden Mitglieder von diesen Nie Sonntag im Monat Annenstr. 16 stattfinden, bedeutend stärker zu berücksichtigen und erst dann, wenn besucht sein. Bum Schluß wurde auf die vom Verband am mand vorhanden, den noch nicht vollberechtigten Kollegen 30. Dezember in der Urania stattfindende Sondervorstellung auf- Arbeit zu überweisen. Den ausgesperrten Brauerei- Arbeitern merksam gemacht. Billetbestellung für dieselbe sind an den Bei wurden von der Versammlung 1000 M. Unterstügung bewilligt, fizer der Branche Kollegen Karpentiel, Reichenbergerstr. 141, mög- ebenso der Wittwe eines verstorbenen Kollegen und einem lichst bald zu machen. Kollegen, welche sich in äußerst trauriger Nothlage befinden, je 50 M. Angeregt wurde, für die Hilfsarbeiter der Metallbranche in nächster Zeit eine Versammlung einzuberufen. = Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 21. November er.( Bußtag), Abends 7 Uhr, gesellige Buſammenfunft der Schleswig- Holsteiner mit Damen im Vereinslotal, Restaurant des Sandsn.anns Eaß, Markgrafenftr. 102. Landsleute willkommen. Landsmannschaft von Sad Schmiedeberg und Umgegend. Heute, Mittwoch, Abends 8½ Uhr, Zusammenkunft bei F. lewis, Stralauerstr. 12. Landsleute willkommen. erfraße 123. Seine, Rigdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjerystr. 60, Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord. Schule, Müllerfir. 179 a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Ge segestunde( spez. Arbeiterrecht). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue heilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Lese- und Die hutirklubs. Mittwody. Johann Jacoby, bei Friz Liette, Echwedterfiraße 33. Gesundbrunnen, Abends s½ Uhr, bei Haferland, Bellermannstr. 87. Gleichheit, Abends 8 Uhr bei Stramm, TheaterEinigkeit, Abends 8 Uhr bei Beige, Triftstr. 1.parterre. und Lesellub Morgenroth, Abends 9 Uhr, im Restaur. Diete, LothringerStraße 67. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Adolf Neumann, Pafewalterfir. 8. Alle Menderungen im Vereinskalender find su richten an Fried. Stortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Mittwed. Uebungs funde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liebesfreiheit 1, Andreasstr. 26, bet Wilte. Norddeutsche Schleife, Schönleinstr. 6 unverzagt 1, Manteuffelstraße 9 bet Nowac. Freya I, bet kary. Lorbeertrans 1, ( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. Adalbertstraße 21 bet Stoll.- Silaritas, Hochstraße 32. Lichtenbergerstraße Nr. 21 bei Seise.- Männer- Gesangverein Sieberlust, Deutsche Eiche 1, Große Frankfurterstraße 183 bet Gold. Männerchor SüdOft, töpniderstraße 193 bei Foge. Echo 1, Pantow, Wodankstraße 113 bei Lehmann.- Gesangverein Arion III, Rixdorf, Herrmanns Freundestreue( gemisch. Chor), und Herfurthstraßen- Ecke, bei Weiß. Gr. Frankfurterstr. 133 bet Gold. Ginigteit 1( Sutmacher), Neue 1 Friedrichser, 44 bei Röllig. Allegro, Wrangelstr. 141 bei W. Schmidt. Freiheit 1, Bülowstraße 65 bei Richter. Steinnelfe, Palewalterstraße 3 bei A. Neumann. Güb: D, Faldenfteinstr. 7 bei Erittelwig. Liede slust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret. Freier Männerchor Nord- West( früher Klempner) Moabit, Emdener und Rothe Meite 1, Schöneberg, Golaftr. 43 bei Klauke. Siemensstraßen- Ecke 14.-- Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind.. Appolonia, Lothringerfir. 41 bet J. Brüß. Freiheitsgruß, Cremmenerstr. 1 bet Mathies Schneeglöckchen 1, Rigdorf, Hermann- und Karisgartenkommunikation 16 bei Glaser.- Maiengruß 3, Friedrichshagen, Mundstraßen- Ecke bei Silpert. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger theil. bet Berche. Unverdrossen, Lindowerftr. 26 bei Sachs.- Feld blume, Lübbenerftr. 30 bet Meyer. Maiglöckchen 2, Reichenbergerftraße 16 bei Hoffmann. Felsenburg, Krautstr. 6 bei Rudolph. Rütli, Friedenau im Kurhaus, Ring- und Rheinstraßen- Ecke. Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße Ecke bet Greinert of f nung 3, Brandenburg a. S., Konfordia", Wilhelmsdorferstraße. reiheitstränge 1, Stallschreiberitr. 29," Bum eichenen Stabe" bet Echöning. Arbeitergefangverein von Briz in Briz, Bürgerstr. bet Dorn. Geeger'scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Rottbuser Harmonie, Forfierstr. 22 bei Tilgner.- GlühCharlottenburg, Wallstr. 64 bet Reichelt. Dämmerlicht, Zorndorfer Heimathtlänge, Ripenick, Rosenstr. 101 1 Vorwärts" 7, cht( gem. Chor) Perlebergerstraße 28 bei Hermerschmidt. Matengruß 2, firaße 17 bei Hoffmann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger= Rommunitation 16 bei Glafer. bei Troppens.- Männer- Gesangverein Geduld, Gesundbrunnen, ButtChorinerfir. 55 bet Hobect. Männer- Besangverein Pa Ime, Belten in der Mart, bet Bemlin. weiße Rose, Reinickendorf, Resibenaftr. 101 bet malchin. mannstraße 17 bei Mohes. straße 24 bet Tauschte. Gefangverein Freiheitstlänge II, Männer- Gefangverein Georginia, ReichenbergerMyrthe, Alte Jakobstr. 68 bet Diefenbach. ' Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bus schriften find zu richten an P. Gent, Adalbertstraße 95. Mittwoch: telliger Verein Brüderlichkeit Georgenfirchstraße Nr 65 ber Spät. Geselliger Berein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Humoristischer auch tlub, Görligerstraße 42 bei Picht. Ge= Mufitverein Bautenschwengel Annenstr. 16 bei Ehrenberg. Berein Rhetorit, Naunynftr. 86 bet Bubeil Abends 8% Uhr. Geselliger Verein offnung, Sebuferstraße Nr. 6 bet Nemis( alle vierzehn Tage). Theaterverein Proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. Bergnügungs bet Bergemann. verein Amor II, Brinzen- Allee 10 Touristentlub Neuenburgerstr. 37 bei tegeberg. Freiheit und wohlergehen, Rauchflub Rothe Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 29 bei Salomon. Der deutsche Holzarbeiter Verband( Bezirk N.) hielt am 12. November eine gut besuchte Versammlung ab. Vor Beginn der eigentlichen Verhandlungen machte der Vorsitzende von dem Im Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Rigdorf) Ableben des Mitgliedes Bend schneider Mittheilung. Die sprach am 12. November das Mitglied Lau über Volkserziehung. Versammlung ehrt das Andenken an den Verstorbenen in der In der Diskussion besprachen einige Redner die intolerante üblichen Weise. Hierauf sprach der Kollege Schöpflin in einem Haltung der Berliner Schuldeputation in bezug auf den Unterrecht zustimmend aufgenommenen Vortrag über das Thema: richt der Dissidentenkinder. Die nächste Versammlung findet Der Kapitalismus und feine Opfer". In der Diskussion äußerte am 26. November statt. sich der Kollege Beu im Sinne des Rejerats und wurde sodann Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten zur Besprechung von Vereinsangelegenheiten übergegangen. Gin- Arbeiter hielt am 14. d. M. in Schöneberg eine Bezirksversamm geladen waren die Kollegen aus mehreren Werkstätten, über deren lung ab, in der Herr Schulz über das Thema:" Der Einfluß Verhältnisse eine lange Debatte gepflogen wurde. Die endgiltige des Rapitalismus auf die Wohnungsverhältnisse" referirte. Slach Regelung der Angelegenheit wurde der Werkstattkontroll Kom- dem gut aufgenommenen Vortrage forderten mehrere Kollegen mission übertragen. die anwesenden Mitglieder zur regen Agitation für den Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Verband auf. Kollege Thate ſezte den Anwesenden die Arbeiter für Berlin und Umgegend hielt am Montag, den Vortheile der Gewerkschafts Organisation auseinander. 12. November seine ordentliche Generalversammlung im„ Louisen- Wie die Organisation den Arbeitern nüße, fönnten die Kollegen städtischen Konzerthaus" ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung an den ausgebrochenen Differenzen bei der Firma Ludwig Löwe wurde der verstorbenen Kollegen Tittel( Schlosser), Haschte sehen. Seit Jahren macht die Firma fortgesetzt Abzüge auf ( Dreher), Haute( Rohrleger), Schneider( Klempner), Schaaf Abzüge, die Arbeiter daselbst sind diesen Abzügen gegenüber voll- öbel. ( Dreher) und Müller gedacht. Die Versammlung ehrte das An- ständig machilos, da nur ein geringer Bruchtheil von ihnen Denken derselben in üblicher Weise. Hierauf berichtete Kollege organisirt sei. Nun habe in den letzten Tagen durch einen Nätber über die bei der Firma Ludwig Löwe u. Ro. erfolgten ganz bedeutenden Lohnabzug die Firma den meisten ihrer Arbeiter Lohnreduktionen; diese Angelegenheit hat bereits eine öffentliche die Augen geöffnet und durch dieses brutale Borgehen veranlaßt, Metallarbeiter Versammlung beschäftigt. Nach einer längeren Dis- beginnen sich endlich die Arbeiter dieser Firma zum Widerstande fussion über diese Angelegenheit gelangte folgende Resolution zur An- zu organisiren. Der Vorfißende fordert nun auch die anwesenden nahme:„ Die Versammlung beschließt einen Massenstreik der Arbeiter Nichtmitglieder auf, dem Verbande beizutreten und ließen sich denn der Firma Ludwig Löwe u. Ko. ihre vollste Unterstützung zu ge- auch mehrere Kollegen aufnehmen. währen, hält jedoch das Vorgehen weniger hundert Kollegen für vollständig aussichtslos und darum unnüz. Kollegen, Bildungsvereine" hielt am 14. d. Wt. bei Gründel, BrunnenFür die Filiale ,, Nord" des Frauen- und Mädchenwelche gemaßregelt werden, unterstützt der Verband". Als straße 188, Herr Waldeck Manasse einen anregenden Vortrag über der Glaube und die Frauen". Ueberzeugend wurde die Gedankenlosigkeit des Wortes: dem Manne das Denken, dem Weibe das Gefühl", largelegt. Die erhöhte Muskelkraft des Wannes gebe ihm fein Privileg auf den Gebrauch der Vernunft die Frau werde eben nur wie alle, die ein düsteres Erden- arbeiter- Bither- Verein Einigtett, Manteuffelstr. 9 bet Nowack, Abends loos tragen, auf die himmlische Entschädigung verwiesen. In 8% uhr, uebungsstunde. Schafstopfflub Spar: Agnes, Serautstr. 86 bet Geselliger Verein Alpenrose, Brigerstraße 22 bei Graf. Deutschland bilde sich dabei der besonders barocke Gegensatz finger. heraus:" Dem Mann gebührt die Begeisterung für die Kaserne, Brivattheater- Gesellschaft Rometta, Pücklerftr. 2 bet Müller.( Außerdem alle 14 Tage Sonntags.) Theaterverein Nora, Admiralstr. 18 c bei Dem weiblichen Gemüth Möhring. der Frau diejenige für die Kirche". Verein für volksthümliche Kunst, Andreasstraße 26 bei Wilte. widerstrebt die militärische Moral Ar. aber es sollte auf das Geselliger Musit- Dilettantenverein Münstermann, Hochstraße 32a bet Wilke. die auf richtige deal hingelenkt werden: Theaterverein Freundschaft, Flottwellstrnße 5 bet Bartel. Vernunft, Brivat- Theatergesellschaft Liberté, Manteuffelftr. 98 bet Müller. die ein friedliches Herz schafft, auf den Widerstand Rauchtlub Gutgesinnter Freunde, Georgentirchstr. 65 bet Müller. gegen jede Herrschaft, auch die kirchliche. Ist die Musitverein Osiris, Mariannenstr. 31-32 bei Dobberstein.- Vergnügungs Religion wirklich Gefühlsbildnerin, so muß folgerichtig jede Theatergesellschaft Biel bewußt, Große Frankfurterstr. 1 bet Hermann. verein Nord macht, Berlebergerstr. 28 bet Hermerschmidt.. Privat Konfession eine besondere Gefühlsweise hervorbringen. In der Lotterietlub Fortuna, Görligerstr. 60 bei Siewert.- Mufit- BergnügungsThat war es das Gefühl", das Luther antrieb, Zwingli um verein Andante, Mittwoch Abends 9 Uhr Uebungsstunde in Krüger's eines abweichenden Ausdrucks willen tödtlich zu hassen, das Restaurant, Fennstr. 5. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Arbeiter„ Gefühl", das Calvin veranlaßte, Servet auf den Scheiterhausen zu schicken, das„ Gefühl", das die Beloten des sechszehnten Jahrhunderts zu Herenverbrennungen reizte. Aber andererseits war es auch das Gefühl", das die Sozialdemokraten der alten Welt zu der Lehre des Zimmermannssohns von Nazareth hinzog, i st es das„ Gefühl", das an der Neige des neunzehnten Jahrhunderts Eingelaufene Druckschriften. die Frauen antreibt, an der Versittlichung unserer wirthschaftSozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinr. Braun lichen Zustände mitzuarbeiten. Die größte Gefühlsrohheit ist, die ( Garl Heymann's Berlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 W.). Die foeben Bernunft zu schmähen; die feinste Gefühlsveredlung, das Gerechte erfchienene Nutamer 8 hat unter anderem folgenden Inhalt: Der öfter: reichische Gefeßentwurf betr. die Errichtung von Arbeiterausschüssen und und Zuverlässige zu suchen. Im Sinne des Referenten, an BeiEinigungsämtern. Bon Professor Dr. Heinrich Hertner. Die deutschen spielen darstellend, wie die sogenannte„ Gefühlsbildung" auf Erwerbs und Wirthschaftsgenossenschaften im Jahre 1893. Bur Frage Bolt und Frauen unterdrückend wirkt, äußerten sich Frau der Wirkungen des Achtfiundentages. Arbeitsnachweis- Bureaur in Berlin. Kommission für Arbeiterstatistit. Die Arbeitslosenfrage in Schädlich, Frau Mesch, Frau Ludwig und die Genossen Liverpool. Schwißiystem und Tenementhäuser in Jllinois.- Evangelisch Schädlich und Rißner. fozialer Kurfus in Elberfeld. Das Reichs- Gefundheitsamt und die Arbeitszeit des Ladenpersonals. Von Dr. Mar Quard. Ein Verfuch zur Besteuerung der österreichischen Krantentaffen. Arbeitslosen- Versicherung geben können vor allen Dingen sind wirklich gute Bilderbücher und deren giebt es auch aus bürgerlichen Verlagsanstalten, viel zu theuer; möge dem Diet'schen Verlage die Lösung der schwierigen Aufgabe aber gelingen, für seine weiteren Beran ftaltungen auf dem Gebiet der Jugendliteratur Mitarbeiter zu gewinnen, die weniger frostige Erzeugnisse hervorbringen und es auch nicht verschmähen, auf Kosten der hier durchaus nicht angebrachten Originalität mit verständiger Hand aus den vorhandenen Schäßen zu schöpfen. Die Aureizung zum Klassenkampf vca* Berlin, J. J. Heine's Verlag, 1894. 1 M. 53 Seiten. 80. Der dreisternige Verfasser druckt auf 27 Seiten die Reichstags- Debatten von 1870 und 1875/76 über§ 130 Str.-G.-B. ab, auf 26 Seiten versucht er darzulegen, daß man zum Schutz des öffentlichen Friedens nicht auf halbem Wege" wie ihn§ 130 in seiner jezigen Form darbiete" stehen bleiben fann". Das Schristchen ist politisch und juristisch werthlos. Der Verleger hat es auf 1 M. tagirt. " <-g" " T Nord= B Gesang Berein Soffnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde Abends uhr, Restaurant D. Schulze, Friedrich Karlstraße 34. PrivatTheatergesellschaft et mat hiust, 9 Uhr Sigung im Vereinslokal des Herrn Lange. Theaterverein erres, Abends 9 Uhr, im Restaurant Krüger, Bülowfir. 70, Sigung und Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte willkommen. Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen, Abends Alub& uftig, jeden Mittwoch, Abends s uhr, Sigung und Fidelitas im 9 Uhr, Beughofstr. 8 bet Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Restaurant Waltonstt, Weddingstraße 9. Gäfte willkommen. Berliner Turngen offenfchaft. Die 3. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch Fretheit Mittwoch, Abends 8 Uhr, Bersammlung bei Wutte, Blumenstr. 64. und Sonnabend Abend von% 9-11 Uhr, Chorinerstr. 74. Touristenverein Geselliger Verein unter uns, Sigung 8 Uhr bet Fischer, Musikdilettanten- Berein Preciosa Abends 8% Uhr bet Beusselsir. 66. Schwimmverein Nord. Jeden Mittwoch Abend 7 Uhr Admiralgartenbad, Geisler, Fenn- und Tegelerstraßen- Ecke, uebungsstunde, Aufnahmen. Friedrichstraße, Uebungsstunde. Martusir. 10. Rauchfluh Grüne Quafte, Mittwoch Abends 9 Uhr, bei Gorn, Kleine Rauchflub Granate, Forsterftr. 40 bei Tuguntte. Rauchklub Brüderlichkeit, Abends von 9-11 Uhr, Wrangelstr. 84 In der öffentlichen Versammlung der Handlungs: bei Medanz. Rauchflub Artona, Abends 8 Uhr bei Herrn Brand, Reichen= in St. Gallen. Miethspreise für Arbeiterwohnungen. Statiftit der gehilfen am 15. d. M. erstattete Otto Berger Bericht bergerstr. 122. Orientalischer Rauchtlub, Abends 9 Uhr, ReichenSäuferproduktion in Hannover. Ueberfüllte Wohnungen in Budapest. über feine Thätigkeit bei der Vernehmung als Auskunftsperson bergerstraße 24 bet Tauschte. Rauchtlub Frifch gewagt, abends 9 Uhr Der Sozialismus des 20. Jahrhunderte. Von Paul Büchner. Berlin. in der Kommission für Arbeiterstatistik( Berkürzung der Arbeits- und Sonnabend 9 Uhr bet Grnst Weinert, Adolfstr. 20.bei F. Rockendorf, Posenerstr. 5.- Rauchtlub Giferne Pfeife, Mittwoch Berlag von Elwin Staube. Prets i m. Rauchtino Rooch= Handbüchlein für den Jugend- Unterricht in den Freien Gemeinden. zeit, Regelung der Kündigungs- und Lehrlingsverhältnisse 2c.) to ch, Admiralstr. 88 im Restaurant Abends% 9 Uhr. Rauchtlub Messa= Bon Dr. Böltet. Dritte Auflage. Rudolstadt, Verlag von A. Bock. Auf die einzelnen Fragen eingehend bemerkte Redner, daß er in a, jeden Mittwoch bei H. Wutite, Graudenzerstr. 2.- Stat- Klub Treff. Der preußische Volksschullehrerstand. Pädagogische Borträge, gesammelt wie auch sein Mitdelegirter Jakob Wiebe prinzipiel für eine Brane bobet D. Rabel. Rauchklub Ohne 8wang, Weinftraße 28 Späth.- Rauchklub Die Dampfenben, Langestr. 24 bei Gehalts- Begulirung, eine Ehren- und Rechtsfrage. Bon J. Langermann. tägliche achtstündige Arbeitszeit eingetreten wären, bei der Aus- geratsch. Rauchklub Sumatra S. D., Restauration Dhlendorf, Zieg Naturheilmethode bei afhma und erleiden. Von Dr. Karl Rete. hältnissen hätten sie sich indessen im Interesse der einheitlichen fub umorinische Pfeifenbrüber, Mittwoch abends uhr bet ( Pädagogische Abhandlurgen, Heft 12.) Bielefeld, Berlag von A. Selwich fichtslosigkeit dieser Forderung unter den obwaltenden Ver- nigerfraße 40, jeden Mittwoch Abends 8% Uhr. Rauchklub Virginia. Jeden Mittwoch Abend 9 Uhr bei Schnieber, Admiralraße 21. Rauch ( 8.bliother der gefammten Naturheilkunde, Band 4.) 54 6. Berlin, Berlag Regelung der Arbeitszeit mit einer solchen von 8 Uhr Morgens Salzwedel, Klosterstr. 83. von J. Zews. Bielefeld, Berlag von A. Helwich. von Hugo Steints. Prets 1 W. Göbel& Reinecke Gesangverein Liedesfreiheit I. Pelzwaaren- Fabrik,&. Babelpreifen. 1000 Modell- Regenmäntel! ( Mitgl. d. Arb.-S.-B. Berlins u. Umg.) Dirigent: R. Tietz. Sonnabend, den 24. November D nicht Donnerstag, den 22., wie irrthümlich in der vorigen Anzeige steht!): Bur Feier des 33. Stiftungsfestes: Grosses Vokal- und Instrumental- Concert in Fiebig's Ball- Salon, Grosse Frankfurterstrasse 28. Zur Aufführung gelangt u. a.: Bannerlied von Sahm, Vor dem Sturm von Engelsberg( mit Orchesterbegleitung). Nach dem Concert: Großer Ball. Anfang 81, Uhr. 129/7 Billet 25 Pfennig. Der Ueberschuß ist für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter bestimmt. Ausschant von ringfreiem Bier. Das Komitee. Gesangverein Männerchor St. Urban. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Sonntag, den 25. November 1894, Nachmittags 5 Uhr: Gr. Vokal- u. Instrumental- Concert in den Sälen des Etablissements Märkischer Hof, Admiralfr. 18c. 129/8 Nach dem Concert: Tanz. E NB. A13 Mitwirkende u. a. Gesangshumorist Herr Oestreich und Geschwister Frl. Friedrich, sowie der kleinsten Liedersängerin der Welt.. Einen genußreichen Abend versprechend ladet zu regem Besuch ein Das Komitee. Programme sind in allen bekannten Lokalen und Zigarren handlungen à 30 Pf. zu haben. Bekanntmachung. Sonntag, den 16. Dezember 1894, Mittags 12 Uhr: Grosse Matinée zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter in den neuerbauten Pracht- Festsälen, Koppenstr. 29 ( 5000 Sitzplätze). Veranstaltet vom Gesangverein Männerchor St. Urban unter Mitwirkung geschäkter Kräfte. Alles Nähere Plakate und Programme. Arbeiter- Stenographen- Verein Eintracht. Sonnabend, den 24. November 1894: Einzelverf. 3. DEF Verkaufstellen direkt in der Fabrik E Stallschreiber- Strasse No 50/51, 1( Ecke Alexandrinenstraße) und Jerusalemer- Strasse 65( Laden, an der Kirche). Sämmtliche Waaren sind aus besten Winterfellen unter unserer eigenen fachmännischen Leitung hergestellt. Telephon Amt IV 9790. Veleranensi 24 87 Carl Mampe Berlin N Zo haben Verd rdauung belarderad Lo allen Colonialwaaceobandlungen Halb und Halb. Mampe mit Pomeranzen Feinste Likörmischung Champagner Flasche Mark1,25 Carl Mampe Likörtabrik Berlin. N.28 Schneidermeister, Oranienstr. 204. von 6-18 m, elegante WinterJaquets 7-15 M., Modell- Jaquets 10-18 M., Wattirte Räder mit Belzbesatz 8-20 M., elegante Golf- Capes 7-15 M. Ladenpreis das doppelte. Leipzigerstr. 91, I. Sonntags- Hosen WerktagsEngl. Ledervon 1,50 an in großer Auswahl zu billigen, festen Preisen empf. Julius Lindenbaum, Grosse Frankfurterstrasse 139 Unstreitig beste u. billigste Bezugsquelle Acht Silberne Herrenromontoiruhr. 2 Jahre Garantie, kein Risiko, da Umtausch gern gestatt, Geg. Nachn. M. 10.50. Verl.gfi. Preisliste. N keirem v. 5, Regulateur v. 6, Louis Lehrfeld, Pforzheim. 188 Fritz Bock, Herren- u. Knabengarderobe. Gelegenheitsfanf fertig und nach Maaß. Garantie für tadellosen Sig. Große Auswahl in deutschen und englischen Stoffen. Bestellungen in kürzester Zeit.- Billigste, feste Preise. Matzkorn Brenierei Haben Sie schon Erste Berliner Malzkorn SMAGN& C. 108/7 probiert? II. Stiftungs- Fest im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c. Gr. Ball. Während der Kaffeepause Zither- Concert 15 und komische Vorträge. Kein Ringbier. Anfang 8 Uhr. Entree: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Parteigenossen ladet hierzu ein Der Vorstand. Achtung! Elysium, Landsberger Allee 40. Achtung! Sonnabend, den 24. November 1894: Gr. Vokal- und Instrumental- Concert zum Besten der ausgesperrten Brauereiarbeiter. Veranstaltet vom Zitherklub Gleichheit( Dirigent Herr 0. Petzoldt) und dem Karthaus'schen Gesangverein. Die Musik wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Bivil- Berufsmusiker ausgeführt. 1127b Nach dem Concert Anfang 82 Uhr. Großer Ball. Programm 25 Pf. Das Komitee. Gr. Frankfurterstr. 85, empf. fich zu Versammlg., auch Buss' Salon, noch einige Sonnabende zu Mastenbällen frei. Fette Preise. Geschäfts- Häuser Felte Preise. Baer Sohn BERLIN 24a. Chausseestraße 24a. am Friedrich Wilhelmstädtisch. Theater. 11. Brückenstraße 11. Ecke Rungestraße. 16. Gr. Frankfurterstraße 16. Gegenüber dem National- Theater. Herren- u. KnabenBekleidung Preise in Bahlen. Gegründet 1891 Preise in Zahlen. Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. EINIGKEIT DEUTSCHE MADHI STARK- 10 GESCH ERFURT FABRIK ERE SCHUHF Arbeiter Berlins! [ 678b Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jetzt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 6364 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche 1102L* Einkäufe zu unterstützen. Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. BERLIN S. Dieffenbachstr. 35 Feinster Malzbranntwein Preis per Literflasche 1,20 M. 5000 Damen[ 216M Winter- Jaquets | eigener Fabrik, neueste Façors, enorm billig. Stoff- Jaquets febr chicke Fasehr çons in den neuesten Farben und Stoffen, 9 M., 10 M., 12 M., 15 M. Curl, Cheviot, Diagonal u. Ratiné- Jaquets in allen neuen Farben u. schwarz 10, 12, 15, 18 Mk. Plüsch- Jaquets in nur neuen Façons 25, 30, 35, 40 Mark. letzte Neuheit in Golf Cape leichten, warmen Stoffen. Große Farbenauswahl, 7,50, 9, 12, 15 u. 20 Mk. große Winter- Capes auswahl in Façons u. Stoffen, bequemer Frauen Umbaug 15, 20, 25, 30 Mark. 30, 40, Plüsch- Capes 50'. Lange Winter- Paletots mit wattirtem Seidenfutter und echt Corer Coating, Estimo und Double 20, 25, 30 Mark. Winter- PelerinenMäntel für Frauen, leicht und warm. 20, 25, 30, 35 Mark. Große Auswahl. Seid.- Plüsch- Umhänge wattirte Theater- u. Abend- Mäntel grosses Lager in allen neuen Farben u. Façons mit den neuesten Pelzarten garnirt 10 k., 12 k., 15 Mk., 20 k., 30 k., 40 tk. Regen- Mäntel jest nach beendeter Saison, so lange der Vorrath reicht zu halben Preisen, sehr ge eignet für Weihnachts- Geschenfe. Mäntel- Fabrik Sielmann& Rosenberg Berlin, Kommandantenstr., Ecke Lindenstraße. 9822 Zu haben in allen Delikatessen und Kolonialwaaren- Geschäften. für Brautleute: Im Möbelspeicher Neue Königstr, 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Zeit verliehen gewesene u. neue Möbel ipottbillig verkauft werden. Ganze Einrichtungen 100, 150, 200-1000 M. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchenspinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matrazen 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mart, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Mart, Garderobenspinden, Paneelsophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Betten, Coulissentische, alles spott billig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu be fichtigen u. sich von den staunend billigen Preisen zu überzeugen. Gekaufte Möbel fönnen bis Januar tostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Ges spanne transportirt und aufgestellt. Meiner geschätzten KundMöbel- aft zur Nachricht, daß ich Gelegenheitskanf zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. Elegante Nußbaum- u. Mahagoni- Kleiderspinden u. Vertikows 30 M., einfache 20 M.; Sophas, Bettstellen mit Mairage 20 M.; Waschtoiletten, Küchenmeine RohtabakHandlung spinden, Kommoden 12 M.; Stüble 3 M.; von Neue Friedrichstr. 9 nach Sophatische 6 M.; Säulen- Trumeaux 65 M.; Plüschgarnitur 60 u. 100 m.; Paneelfophas 80 M.; Buffets, Silberschränke, Herren- Schreibtische, Schreibsekretäre, Zylinder- Bureaux, Spiegel Alexanderstr. 22 ( wenig gebrauchte) zu halben Preisen verlegt habe, wovon gefälligst und sollte es Niemand versäumen, wer Kenntniß zu nehmen bitte. gut und reell kaufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Gekaufte Möbel werden bis Januar kostenfrei aufbewahrt, transportirt und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. 37 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs- Quelle des Süd- Ostens für W. Hermann Müller Berlin 0. Nachweislich kauft man am allerbilligsten Herren- und KnabenGold-, Silber, Garderobe, gut fiend, modern und Alfénidewaaren( Eg.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Gesellschafts- Anzüge in besten Stoffen u. größter Auswahl zu billigen aber festen Preisen empfiehlt Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 139. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am bieñgen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sammtliche im Handel beйndl. Montavate und am ager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Stempel Vereins- Abzeichen 2c. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Monatl. 10 M. liefert reell bei 1048L [ 137M] Max Riese, 95 Grüner Weg 95. Feith's weltberühmte Harmonikas Sensationell! Neuheit! mit Metall- Schutz- Gden, wodurch ein Defektwerden der Balgeden unmög lich ist. Göchft elegant, prachtvoll im Ton. Großes Format mit 10 inp pen, 2 Registerzügen, doppeltönig, in hochfeiner Ausstattung, nur Mr. 8,-. Diefelbe etwas einer Mr. 6,50. Diefelbe mit 3 Register, 3- chörig Mt. 12,-. Diefelbe mit 4 Re gifter, 4- chörig mr. 15,-. Defelbe mit 19 Alappen, Register, doppeltönig Mr. 14,-. Dieselbe mit 31 Klappen, 4 Register Mt. 20,-. Ariophon ( Glocken- Harmonika) D. R. P. 50765 mit 10 tönigem rein abgestimmtem Stahlglockenspiel, wodurch eine wun derbare Modulation erzielt wird. Glodenspiel fann auch abgestellt wer ben. 1 lappen, 2 Regifter, doppeltönig war. 16, 8u jeder Harmonifa grafis eie leicht fahliche Schule zum Selbsterlernen. Beriaud aegen vorher. Geldein. oder Postnachnahme Theilzahlung. Anzüge nach Maass durch Feith's Neuheiten Vertrieb, Tomporowski, Schneidermeister, Berlin C, Jüden str. 37 I. Dresden, Pirnaischestr. 34. Filiale: Berlin C., Stralauerstr. 41. Berantwortlicher Redakteur: I. Dierl( Emil Roland) inBerlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2.