ng.337» ZS.�ahrgang Tlusgabe A Nr.?7I Bezugspreis» Siprtdtä�rLSO,— M.. monatL 10,— M. frei ins Sans, oorau»»nhidar Postbezug: Monatlich IS,— M. einschl. gu- stellnnqsgedllhr Unier ltreuzdand für Penischland, Danzig. das Saar» und Mcmelgediet. sowie die ehemals deut- fchen Gebiete Polens Oesterreich, Ungarn und Luxemburg 20.- Ab. für das übrige Ausland 27,- M. Post» bestellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn. Tichecho- Eloroatel, Dänemarl. Kolland. Luremdurg. Schwede» und die Schweiz. Der.Porwäns" mit der Sonntags- beilage.Volk und Zeit�, der Unier- hallungsb.ilagc„Keimweit� und der Beilage»Siedlung und Kleingarten� erscheint wochentäglich zweimal, Solu»« tags und Montags einmal. Telegramm-Adresse: «Sozialdeniolrol verlin" Morgen Ausgabe Bciiiiict Oolksbleltt ( 30 Pfennig) «nzetseuprei», Dt« ecktgespalten,«»»»»«tOezeli, lostet M.Ale«»« Wa$rt|»o~ das tetlgedniekt»«»« IJB 9L(zo- lässig zwei tettgedniekt,«»rieb sede« wruer, Wort b— M.«e»e»,eIUch» ond Schlafstelle»»n,rl,w,«»» erst, von U— Dt. sede» wettere W»rt « vt«.«ort» übet 10«uchstsdr» eähleu für zwei»erte H»»»lie»-An. zeigen für Adonnente» Zeil, ts-», D>» Dreis,»erstehe» sich et»schltetlich Teueruigszuschl»» Anzetge» tstr»>,»tchste llu»«-» wüsten dt»» Uhr nachmittags t» hauvtgeschäft. Berti» EW 08. Linde»» strahe 3. abgegeben werden. Geäst»«» »ou 9 Uhr früh bis» Uhr abends. �entralorgan der rozialdemohratircbcn Partei Deutfchlanda Reöaktion und Expedition:€£0 6$,£indcnfh.3 T.�r,ii»,rpri,pr• Mcdaktion W!ortl»p(«l» 15H)3—»7 zyerinyrccifei. Moritzpia? II7S»-34 Mittwoch, den ÄO. Juli RSÄR vonvärt«»verlag H.m.b.tz.,€£v 6$, Eindenstr. 3 KeritfUriTfirf> Verlag. Expedition und Julerateu- z�rr.ttprrnzcr.„btetlung Morihplah ll7SZ-3t Verstimmung in Lonöon. i Paris, 19. Juli.(BJIB.) Der Londoner Korrespondent der„Chicago Tribüne", der über die starke Verstimmung berichtet, welche die französische Note im Foreign Office(britischen Auswärtigen Amt) hervorgerufen hat. teilt u. a. mit, in amtlichen Kreisen spreche man offen die Vermutung aus, daß die Franzosen einen deutschen Aufsland in Oberschlesien u provozieren suchten, um sich eine Rechtfertigung für ie Besetzung des Ruhrgebiels und für einen stärkeren militärischen Druck aus Deutschland zu verschaffen. Eine namhafte Persönlichkeit der Regierung habe erklärt, England werde immer mehr zu der Schlutzfolgerung gedrängt, datz es das beste sei, das amerikanische Beispiel zu befolgen und sich von allen kontinentalen europäischen Angelegenheiten z u- rückzuziehen! Paris.«. Juli(BIB.)»et diplomatische Mitarbeiter der „Chicago Tribüne" glaubt zu wissen, datz über die Entsendung einer vollen franzSsischen Jnsantcriedivision zur Verstärkung des franzS- fischen Kontingents io Oberschlesien in einer Kobinettssihung entschieden werden würde. Man erfahre indessen, datz Frankreich aut alle Fälle seine Truppen in Oberschlesien verstärken werde, gleichgültig, ob zu gleicher Zeil die englischen und italienischen Streitkräfte verstärkt würden oder nicht. London, 19. Juli.(TT.) Die„Morningpost" erfährt au» autorisierter Quelle, datz die englische Regierung den gegenwärtigen Augenblick geeignet Holle, eine Sitzung des Obersten Rates cinzube- rufen, der die vrrichle der Oberkommisiare der Alliierten zu prüfeu und das Volksabst'mmungsgebiet zuzuleiten hätte. Der letzte Vor- schlag Vriands, der einer Vertagung des Obersten Rates in» End- lose gleichkomme, habe die englischen Kreise enttäuscht. Gewalttaten w Gberfthlesten. Krappitz, 19. Juli.(DA.) 5n Krappitz a. d. Oder, auf der Bahnstrecke zwischen Gogolin und Kiein-Strehlih, hielten Franzosen, offenbar wegen der falschen Nachricht, daß General Gratier dort beschossen worden sei, von Sonnabend abend bi« Montag früh Waffcndurchsuchungen bei den Deutschen ab, bei denen sie autzer- ordentlich rigoros vorgingen. Als am Abend der praktische A r z i Dr. Kroll in Unkenntnis des Befehls, datz um S Uhr kein Zivilist mehr auf der Strohe sein dürfe, von einem Landbesuch nach Hause zurückkehrte, wurde er von französischen Posten angehalten und mit Kolbenhieben za Boden geschlagen, so datz er 3 bis 4 Minuten regungslos liegen blieb. Auch der Poli- zeiwoctzfmeistcr wurde schwer mitzhandelt und beide weggeschleppt. Dem Bürgermeister gegenüber, der sich um die Freilassung der Per- hafteten bemühte, äußerte sich der französische Offizier in zynischster Weise. Die beiden Verhafteten waren die ganze Nacht über im Freien an einen psahi gebunden, obwohl Dr. Kroll heftig aus einer Kopfwunde blotete. Am andern Morgen schaffte man beide nach Oppeln, wo e» endlich dem Ein- schreiten eines englischen Offiziers gelang, sie zu befreien. Des Landvolkes in der Umgebung von Krappitz, das Dr. Kroll sehr achtet, hat sich die größte Erregung bemächtigt. Teures Orot. Bon allen Seiten vernimmt man von provokatorischem Auf»! treten der Franzosen, von Schitanierung und Mißhandlung der Deutschen durch französische wafsensuchkommandos. Die Majorats- � Verwaltung der Gras Haugwitzschcn Güter bei Krappitz hat der JK. am IS. Juli eine Deschwerdeschrift über das Verhalten der aus dem Gut« einquartierten Franzosen überreicht. Di« beigefügten Aus- sagen des Gutspcrfonals beweisen die hemmungslose Anmaßung der Franzosen. Stehlen, Mihhandeln, Drohen mit Erschießen, Ver- wüstung der Vorräte und Räume sind an der Tagesordnung. ver deutsche Führer in Oberschlesien H u g g e, bekannt als Mit- arbeiter des deutschen Plebiszitkommisiars Urbanek, wurde ohne! irgend ein Verdachtsmoment plötzlich verhaftet und nach Reuthen 1 geschleppt. Am nächsten Morgen wurde er ohne Entschuldigung i aus der Haft entlassen. Der Ort L e n t a wurde nachts um i 2)4 Uhr von einem großen Aufgebot französischer Truppen um- I stellt. Man drang in sämtliche Häuser ein, öffnete Türen und' Schränke mit Dietrichen und Nachschlüsseln und durchsucht« den Ort nach Waffen ohne jedes Resultat. In R y b n! k während des Aufftandes als Geiseln ver- haftete deutsche Reichsangehörige wurden nun gegen Lösegeld aus der Haft entlasten, das dem„Polnischen Roten Kreuz, Provinz Schlesien", überwiesen wurde. Die„Obcrschlesische Rundschan" weist in ihrer gestrigen Aus- gab« mehr weiße als schwarze Flecken aus. Die oberschlesische Presse hatte nicht die Möglichkeit, zur Note Vriands Stellung zu nehmen. Auch die Erklärungen des französischen Botschafters gegenüber dem � deutschen Außenminister, ja selbst ein Teil der französischen Note fielen der französischen Zensur zum Opfer. Oppeln, 19. Juli.(MTB.) General de Marin!, der Ver- treter Italiens in der JK., ist am Montag abend nach Rom abge- reist.,. I Marschau. 19 Juli.(GS.) Zeitungsmeldüngen zufolg« wird hier der Besuch des Marschalls Foch für Ansang August erwartet. Bmndt Be'Alvcrbepnnfte. R atibor, 19. Juli.(DA.) In der letzten französischen Note ist u. a. die Red« von einem deutschen Angriff auf den Adjutanten des hiesigen Kreiskontrolleurs, det sich zum Schutze seines Lebens in seinem Hotelzimmer hätte verbarrikadieren müssen. Es handelt sich dabei um den französischen Leutnant v i b a u t, der durch ausge- sprachen« polenfrennttichkeit und Hehästigkeit gegen die deutsch« Ve- völkerung während des Aufftandes diese bis aufs Blut gereizt hat. 1 Leutnant Bibaut lebt mit seiner polnischen Geliebten zusammen.! die ihn unablässig gegen Deutsche aufstachelte. Der Angriff geschah nicht etwa von deutschen Einwohnern, sondern von Flüchtlingen, die von Bibaut aufs.schwerste drangsaliert worden waren. Besonnene: Ortseinwohner beschwichtigten mit Erfolg die aufgeregten Flücht-! linge. Die verbarritadierung der Tür wurde durch die erwähnte Polin vorgenommen. Angesichts dieser Vorfälle wurde Leutnant Bibaut versetzt. Rosenberg. 19. Juli.(DA.) Im Kreise Rosenberg dauern die Kämpfe zwischen der Apo und polnischen Banden ununterbrochen an. In den letzten Nächten haben die kämpfenden Teile einander regelrechte Feuergefechte geliefert. Sombarüement auf Moskau. Halbstündige Redezeit.— Bergewaltiguniz der Nevolution. In der Moskauer Taktik-Dedatte wurde beschlossen, den Vertretern der Kommunistischen Arbeiterpartei eine nur h a l b- stündige Redezeit zu gewähren. Die Delegierten der einzig wahrhaft revolutionären Partei verzichteten daraufhin Ruf das Wort und verließen entrüstet den Kongreß. Und jetzt erteilt die„Komm. Arbeiter-Zeiwng" den Moskauer Op- portunisten und Sozialoerrätern folgende Quittung: Was tot die Exekutive der 3. Internationale? Sie traf die Entscheidung, bevor die Frage der KAPD. ausge- rollt werden konnte vor den Delegierten aller Länder. Sie stellte überraschend diese Frage an den Anfang des Kon- grestes. Sie billigte eine halbe Stunde Redezeit zu. In einer halben Stunde sollt« die Frage zweijähriger revokutio- närer Kämpfe entschieden werden. Entschieden werden vor Hunderten von Delegierten, die wenig oder gar nicht um die Sache wußten. Mau wollte eben die Vergewaltigung der Revolution. Unter der demagogischen Maske: die KPD. kann noch später zu allen Fragen sprechen, erbat und erhielt man von feigen oder unwissenden Delegierten die vorwegnahm« einer Eni- scheidung, die nur nach tiefgehender Begründung gefällt werden tonnt«. Die Delegierten der KAPD. haben die richtige Antwort gegeben. Sie haben es abgelehnt, durch Beteiligung an einer Farce sich mitschuldig zu machen an einer Täuschung des internationalen Pro» letariats. Erst war es die SPD., dann die USP., jetzt ist es die Dritte International«, die„die Revolution vergewaltigt". Wer ist jetzt an der Reihe? Offenbar die KAPD., wenn sich irgendwo ein n o ch radikalere» Frattiönchen austut. Trotzki« neue Taktik. lerloN. 19. Juli.(OE.) Auf dem Kongreß der kommunistischen Iugend-Jnternational« bezeichnete Trotzt! in seiner Rede die gegen- � wärtig« Zeitspanne als Uebergangsperiode der Revolution. Wenn da» Proletariat nicht den Sieg davontrage,«erde der Zusammen- � bruch der Kultur die Folge sein. Man müsse den Sturz der Bour-' geoisie nicht mechanisch nach einer Schablone herbeiführen wollen, sondern mit kühler Ueberlegung und Ausdauer. Es gehe nicht an, die Masten durch»inen tleinen Vortrupp ersetzen zu wollen,! wie e» die KAPD.«oll«. Trotzti erklärte, von einer Rechtsschwen- tung der Kommunistischen Internationale könn« nur dann die Rede sein, wenn man die Forderung einer sofortigen Offensive für l i n t s- radikal halte. Es scl irrig, zu behaupten, die russischen Kommunisten hätten durch Anknüpfung von Beziehungen mit Westeuropa eine Schwenkung nach rechts gemacht. Für Sowjetrußland sei nach wie vor der Ausbruch einer Revolution in Deutschland und Frankreich wichtiger al» der bescheidenste Außenhandel. Prozesse um russisches Gut. Während die Sowsetregierung mit ihrem Anspruch aus ihre in London beschlagnahn.ter Werte in allen Instanzen Recht bekommen hat, scheint es in Frankreich— natürlich!— anders zu gehen. Das Handelsgericht in Morseill« hoste auf Antrag der früheren Inhaber einer jetzt nationalisierten russischen Seidenfabrit etwa 399 Ballen Seid« im Werte von 1 Mill. Francs mit Beschlag belegt. Die Seide war au» Roworosstsk eingetroffen und führte den alten Firmen- stempel: sie war von einer neugegründeten französisch-russischen Han- 1 delsgesellschoft bei den Sowjet behörden in Rußland gekauft war- den und sollt« in Frankreich weitn vertauft werden. Die Inhaber � der Seidenfabrit haben in Pari» gegen die Handelsgesellschaft ein Versahren wegen de, Eigentumsrechte» angestrengt, und da,'ri> zösische Gericht hat durch«inen vorläufigen Beschluß die Beschlag- nahm« der Ware bestätigt. Ein vernünftiger Brotpreis und erträgliche Mieten sind die letzten Stützen der deutschen Volkswirtschaft. Hinter ihrer Zerstörung lauert das Unheil, das Verbrechen und die all- gemeine Vernichtung." Das sind so selbstverständliche Tat- fachen, daß man bis vor kurzem meinen mußte, es würde keinem vernünftigen Menschen einfallen, an der einen oder der anderen dieser beiden letzten Stützen zu rühren. Dennoch ist es möglich geworden, daß im Reichstage vor einigen Wochen sämtliche bürgerlichen Parteien einer nur schlecht verhüllten Aushebung der Getreidezwangswirt- schaft z u st i m m t e n. Demnächst haben wir deswegen in Deutschland zwei Brotpreise, den Zwangspreis für das Brot, das auf Karten geliefert wird und den durch den freien Handel gebildeten Preis für markenfreies Brot. Wenn dabei im besonderen die Gewerkschaften nicht für eine kräf- tige öffentliche Kontrolle sorgen, dann wird der Prolet minderwertiges Markenbrot bekommen, und wenn er satt werden will, wird er sich anständiges Brot zum„freien Handelspreis" kaufen müssen. Wenn uns die Regierung versichert, daß das nun bald teurere Kartenbrot erstklassig sein werde, so ist das vorläufig nur eine billige Versprechung, denn die Bestimmungen über die zukünftige Achsmahlung des Getreides sind noch nicht erlassen. Die Reichsgetreidestelle läßt sogar scbon durchblicken, daß sie bei der Ausmahlung für das Markcnbrot noch einige Erwägungen anzustellen hat, die der Qualität des Brotes nicht zuträglich fein werden. Der erfolgreichen Zertrümmerung der Getreidewirtschaft durch sämtliche bürgerliche Parteien des Reichstages folgte der Volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichs- wirtschaftsrates in der gleich verderblichen Richtung. Er stimmte für die Erhöhung des G e- t r e i d e p r e i s e s, den die Regierung anzulegen hat. Sie fall die 2,5. Millionen Tonnen Getreide, die sie im Umlage- versabren aus der deutschen Landwirtschaft heranschafft, um die Grundlage der Drotoersorgung sich-'rzustellen. zu einem dem Weltmarktwerte angenäherten Preise kaufen. Alle dieiem Beichluß eniaegengeholtenen Bedenken sind nieder- gestimmt worden. Man hat sich damit begnügt, die Reichs- regierung aufzufordern, denjenigen Schichten des Volkes zu beffen, die den in die Höhe schnellenden Lrotpreis nicht er- tragen können. Um die Katastrophe zu vervollständigen, will die Regie- runa nunmehr die bisher für Berbilligvng des von ihr ein- geführten Auslandsgetreides verbrauchten Summen in Zu- kunft ganz wesentlich herabsetzen, ohne sich ernst» hott um Produktionssteigerung zu kümmern. Es ist wohl die Sehnsucht des Herrn Hermes nacki der freien Getreidewirt. schaft, die auf diesem Wege Deutschland in größtes Elend zu treiben droht. Wir haben— ebenso wie Frankreich, Eng- land und ander« Länder— nock von der Kriegszeit her den sogenannten politischen Brotpreis. Bald nach Ausbruch des Krieges stellte die kaiserliche Regierung ver- wundert fest, daß die deutsch« Landwirtschaft uns allein zu ernähren nicht in der Lage sei. Die Sozialdemokratie hatte zwar schon Jahrhunderte long betont, daß die wahllos in die Höhe getriebenen Schutzzölle das Brot verteuerten, ohne Deutschland vom Ausland in seiner Grundnahrung unab- hängig zu machen. Da ober die Agrarier immer das Gegen» teil behaupteten, bestand selbstverständlich kein Grund, auf die Sozialdemokratie zu hören. Die Regierung ging nach allzu langem Zandern und mit Angst im Herzen an die Regelung der Getreidewirtschaft, sie begann den politischen Brotpreis einzuführen. Es bleibt eine große Leistung aller Beteiligten, daß auch während des Zusammenbruches die Vrotversorgung im großen und ganzen gebalien werden konnte. Das war aber auf die Dauer nur möglich, weil die Regierung der Republik zu diesem Zweck alljährlich viele Milliarden ausgab. Im Iabre 19?s)/21 wurden für die Berbilligung der notwendigen Ge- treideeivkubren durch die Regierung rund zehntausend Mil- lionen Mark verwendet. Jetzt plötzlich will sie dieses System ebenfalls abbauen. Es ist, al« ob Pflanzen, die bisher im Glashaus gediehen, mitten im Winter ins Freie ausgesetzt würden. Die Riedrighalwng des Brotpreises aus allgemeinen Staatsmitteln ist nichts Neues. Schon in der Bibel kann man davon lesen. Dort, wo der einzelne nicht mehr mitkann, muß das ganze helfen. Will die Regierung, daß der einzelne sich jetzt selbst helfen soll, wenn ihm das Brot zu teuer wird? Nehmen wir an, die zwei Brotpreise existieren, der Großgrundbesitzer erhält die ungeheuerlichen neu be- fchlosienen Preise und die Regierung hilft nur noch in ge- ringem Maße das notwendig einzuführende Auslandsgetreide zu verbilligen. Was tritt dann ein? Der Landarbeiter hat schon lange eine Lobnaufbeffening notwendig, er wird darum kämpfen, daß der Grundbesitzer ihm einen Teil seiner Gewinne abgibt. Der Bäcker wird bei dem Jonglieren mit dem doppelten Lrotpreis so viel verdienen, daß er es seinen Gesellen nicht verheimlichen kann, sie werden mit Fug und Recht Ansprüche erheben. Und wa» tut dann der Kon- summt, der das alles tragen fall? Der Ar better, der Beamte, die Angehörigen des kleinen Mit- t e l st a n d e s, sie können diese Mehrausgaben nicht leisten. Eine fünfköpfige Familie soll in Zukunft im Jahre nur beim Markenbrot 520 Mark mehr zahlen als jetzt! Dem Ar- beiter wird nichts anderes übrig bleiben, als mit allen Mitteln, die ihm feine Organi- fation in die Hand gibt, den Lohn in die Höhe zu treiben. Und wenn die kommenden Steuer- gefetze nickt ernsthaft die Gewinne an der Quelle fassen, dann wird mit der sich fortsetzenden Entwertung des Geldes für ihn der Kampf noch notwendiger werden. Der Beamte wird dem Arbeiter langsam nachrücken: hier muß der Staat die Mehrleistungen für das teurer werdende Brot aufbringen. Die breite Schicht des Mittelstandes wird hungernd diesem Kampfe zusehen müssen und, ganz gleich wie er ausfällt, jämmerlicher weiter darben als jemals vorher. Was sich aus dieser tausend- fachen Unterbindung des Blutkreislaufes der deutschen Wirt- schaft ergibt, braucht vernünftigen Menschen nicht erläutert zu werden. Der doppelte Getreidepreis, die wilde Erhöhung des amtlichen Einkaufspreises für Brotgetreide, die hastige Ber- Minderung der Staatskredite für den Einkauf von Auslands- getreide— das zusammen ist der Weg einer wahren Ver- schwendung der Bolkskraft, es ist die Verhinderung des Ge- fundungsprozesses Deutschlands. Es gibt nur eine Möglich- keit, eine Katastrophe zu verhüten, das ist, beim politischen Brotpreis zu bleiben. Faßt das Reich jetzt bei den Sach- und Goldwerten zu, beteiligt es sich an den großen Gewinnen der Hauptindustrien und nicht zuletzt, führt es die schon be- stehenden Steuergesetze ernsthaft durch, dann wird es auch im neuen Getreidewirtschaftsjabr verhindern können, daß sich alle Schichten des Volkes vom Großgrundbesitze? bis zum Bäcker- gesellen und vom Fabrikbesitzer bis zum Metallarbeiter im Kampfe um die Abwälzung des steigenden Brotpreises gegenseitig zermürben. Es wirb auch jetzt wieder Leute geben, die meinen, es könne für das Weitertreiben der Revolution nicht« Besseres geschehen, als daß die Brotpreise möglichst hochschnellen. Wir sind anderer Meinung. Wo der Hunger regiert, gedeiht kein Sozialismus. Hinter jenem stebt die aus krankem Hirn ge- borene Revolte, ober nicht die Kraft der sinnvollen sozialen Umwälzung des Staates. Hinter dem teuren Brot kommen Tnphus und Tuberkulose, Rückgang der Arbeitsleistung, fort- gesetzte Erschütterungen des Gesellschaftskörpers, Verfall der Voltswirtschaft, aber keine Kraft zur Umgestaltung und zum Ausbau. Zurzeit haben noch die berufenen Vertreter der Arbeiter und Angestellten, die Gewerkschokten, das Wort. Wir hoffen und wünschen, daß es ihnen gelingen möge, dem ar- beitenden Volke neues Elend zu ersparen. Ihre Aufgabe wird es sein, wenn nötig, die politische Macht der breiten Massen in Deutschland zu Hilfe zu rufen. • Verlin, 10. Aull.(©159.) Es ist in den letzten Tagen zwischen der Einfuhrgesellschaft für Getreide und Futtermittel mit Zustim- mung des Reichsernährungeministeriums und Reichsfimmzministe- rium, ein Abkommen mit einer grKßeren Gruppe englischer Großbanken getroffen worden, nach welchem der Einfuhrgesellschaft«in Kredit in der Höhe von zunächst drei Millionen Pfund Sterling(etwa 800 Millionen Mark) In der Weis« zur Verfügung gestellt wird, daß für die zu tätigenden Brotgetreide- «inkäuf« von Uebersee die Derschiffer auf die Bankengrupp« Wechsel mit viermonatiger Laufzeit ziehen. Vorverhandlungen über den deutsch-nord-imerikanifchen Friedensvertrag sin» zwischen dem U.S. A.-Kommissar Dresel und dem Außenminister Dr. Roien emgeleiiet worden. Es werden deutsche Borschläge«rwarlet, über dir jetzt im Auswärtigen Amt beraten wird. Polizeiliche Gefähröung öer Kunst. Der Verlag Surlitt hat«Ine Sammlung künstlerischer Mappen herausgebracht, die den Namen»Der venuswage n"' führen und an deren Ausführung Künstler wie Lovl» Corinth, Otto Schaff, R. Janthur, G. M. Rößner, Franz Christophe, Willi Jaekel, Willi Geiger, Zille u. a. mitgewirkt haben. Die Staatsanwaltschaft hat nun gegen Gurlitt Strafantrag wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften erhoben, und zwar stützt sie sich lediglich auf ein Gut- achten des genügend bekannten Professors Brunner. Dieser empfindet bei einigen Mappen den Text, bei anderen die Illustrationen (von Corinth, Janthur, Christophe, Jaekel, Geiger, Zille) als„un- züchtig",»lasziv",»schamverletzend" usw. und erblickt in der Edition dieser Mappen»eine Schande ohnegleichen für den deutschen Buchhandel". Die betlagt« Firma hat nun ihrerseits eine Reihe Gutachten von wirtlichen Kunstkennern-- Karl Hauptmann, Max Osborn, Alfred Kerr, Redslob u. a.--- eingeholt und es genügt, die Urteils dieser Männer den Gefühlsergüssen des Herrn Brunner gegenüberzustellen. Kerr saht seine Ansicht tn dem Satz zusammen! ,,E» ist infam, daß man für die Widerlegung so dickdeutlicher Irrtümer auch nur zwei Zeilen vergeuden muh." R» t ch»» tun st wart Dr. Redslob schreibt:„Es hat sich ergeben, daß die Achtung vor der schöpferischen Produltton ersichtlich im Wachsen ist. Wenn sie seitens untergeordneter Organe verletzt wird, so wird die» Veranlassung geben, endlich einmal den Gedanken der Reinheit de» schöpferischen Willen» auch den Beschiagnahmegelüsten gegenüber sestzustellen. Gerade die Bedeutung Corinth» ist während der letzten Jahre in Deutschland so allgemein zur Anerkennung gekommen, daß mit einer st arten Empörung über die Beschlagnahme zu rechnen ist." Interessant wäre es zu erfahren, ob dieser Professor Drunner noch immer in amtlicher Eigenschaft am Berliner Polizei- Präsidium beschäftigt ist. Und wenn ja: wie lange diese Be- schäftigung noch dauern soll. Nachdem die„untergeordneten Organe" unserer Polizei sich jüngst auch in Sachen der A r b e i t« r- K u n st- Ausstellung eine so häßlich, Blamage zugezogen haben, dürft« es wirklich dringende Zeit sein, daß die übergeordneten Organe einmal nach dem Rechten sehen und gründliche Musterung halten. Daß ausgerechnet das Berliner Polizeipräsidium sich als eine Pflegestätte des Wilhelminischen Geistes erhalten und weiter- entwickeln soll, ist ein Zustand, der nicht länger erträglich erscheint. Rette Ausstchten für kommend«„Große Zelten"! Ver am«- ritanischr General Frie» hat in der Kriegsakademie in Washington einen Vortrag über die„Chemische Kriegführung und ihre Wirkungen auf Strategie und Taktik" gehalten. Die Einzelheiten, die Frie» bracht», sind so ungeheuerlich, daß man sich einmal hinein- verkicjen muh. Er erklärte:„Die Marin« wird G a» sowohl in verbrechen: Gesinnung. Die»Leipziger Volkszettung" hat kürzlich den Genoffen H ö r s i n g, den Oberpräsidenten von Sachsen, einen„Hand- langer der Reaktion" gescholten, weil er zwei Amtsvorsteher, von denen der eine parteilos, der andere Unabhängiger ge- wesen sei, von ihren Posten entfernt hätte. Man darf an- nehmen, daß Hörflng diese Maßregelungen nicht verfügt oder zugelassen hätte, wenn nickt ernste sackliche Gründe dazu vor- handen gewesen wären. Denn die Absicht, der Reaktion ge- fällig zu sein, kann ihm vernünftigerweise nicht unterschoben werden. Nun aber wird das Vorgehen Hörfings vom Mi- nisterium des Innern in einer Weise verteidigt, daß man sich die Haare raufen und an den Wänden hinauflaufen möchte. Da ltest man: Nach den vom preußischen Ministerium de» Innern ange- stellten Ermittlungen hat sich, wie die PPN. von zuständiger Stell« mitgeteilt wird, Amtsvorsteher Winkler öffentlich zur Kom- munistischen Partei bekannt, während gegen Amtsvor- steher Kramer auf Grund seines bisherigen Verhaltens begrün- deter Verdacht besteht, daß auch er Kommunist sei. Gegen beide ist deshalb das Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Dienst- entlassung eingeleitet worden. Eine Vertretung der beiden vom Amt vorläufig enthobenen Amtsvorsteher durch Ihre gesetzlichen Stell- Vertreter kam nicht tn Frage, well diese selber wegen des Der- dachts der Zugehörigkeit zur Kommuni st ischen Partei ihres Amtes vorläufig enthoben werden mußten. Ein Disziplinarverfahren wegen Verdachts einer an- rüchigen Gesinnung ist dem Wesen des königlich preußischen Polizeistaats angemessen, für das neue Deutschland aber ist es e> n e S ch a n d e. Die Republik muß von ihren Dienern allerdings verlangen, daß sie ihr ehrlich dienen, aber sie darf sie nur nach ihren Handlungen beurteilen. Ganz abgesehen davon, daß noch nie ein Beamter wegen des„Der- dachts" deutschnationaler Gesinnung diszipliniert worden ist — wir wünschen das nicht—, wohin soll es führen, wenn die Ueberzeugung, die ein Beamter hat, zum Gegenstand eines Verfahrens gemacht wird. Wir wollen eine von wahrhaft demokratischem Geist erfüllte Verwaltung und keinen neuen Dominikanerorden zur Bekämpfung der politischen Ketzeret!_ papkergelü anstatt Gefanams. Gän.zlich unbeachtet ist geblieben, daß kürzlich der preußt- sche Iustizminister Am Zehnhoff bei Beratung seines Etats mitteilte, er habe beim Reichsjustizministerium einen Gesetz- entwurf über Umwandlung von Freiheit» st rasen in Geld st rasen beantragt. Jetzt meldet die TU. aus München, daß nach einer Mitteilung des bayerischen Justiz- Ministeriums im Reichsjusttzministerium der Gesetzentwurf über die Umwandlung von Freiheitsstrafen ln Geldstrafen ausgearbeitet wird. Es soll künftig ein Tag Freiheitsstrafe mit 150 M. Geldstrafe gleichgesetzt werden(bisher 15 M.). Die Vorlage wird schon ln allernächster Zeit erscheinen und die neuen Bestimmungen sollen am 1. Oktober in Kraft treten. Diese Meldung ist unvollständig. Der preußische Iustizminister wünschte, daß alle Strafen bis zu einem Monat Ge- f ä n g n i s mit Geldstrafe ablösbar gemacht werden sollten, wenn der Richter entsprechend entscheide. Ein Monat Gefängnis gleich 4500 M. Geldstrafe! Die armen Schlucker werden bei den Gefängntspreisen weiter ein- gesperrt werden, die Wohlhabenden werden sich die Freiheits- strafe mit vierundeinhalb Tausendern ersparen können. Reu« waffenfuckde ia Frankfurt a. IJl. A»ß« den aiikflefimden�n Gewehren und MimitionSvorrüien im Keller de» Wöhler-Real- flhmnaiium« wurden gestern vormittag weitere 800 Gewehre, eine Menge Munition und andere Waffen in einer Gastwirilchait an der Hnndewiele festgestellt und eingebogen. Der Wirt und sein Sohn sind verhaftet worden. Es sollen weitere Verhaftungen bevorstehen. Die Gewehre stammen ouS Bayern. ihren Geschützen als auch in Rauchwolken wie In irgendeiner Art schwimmender Fackeln verwenden. Der Giftqualm, der in ge- nügender Konzentrierung tödlich ist, hat in kleinen Mengen eine außerordentliche Relzwirkung. Ein Gas, das in das Lüftungssvstem eine» Schiffes hineingelangt, wird dasselbe ganz und gar durchdringen. Die giftigen Gase können von Fluazeugen abgeworfen oder von Unterfeebooten unter Wasier abgelassen werden. In beiden Fällen werden sie weite Gebiet« vergasen, durch welch« Schiff« hindurch müssen. Weißer Phosphor, der brennt und weder naß noch trocken gelöscht werden kann, wird a u f die Schiffe niederprasseln. Wir werden giftige Gas«. Phosphor und starkes Tränengas verwenden. Da wir Gase sowohl in flüssiger als auch in fester Form wählen können, solch«, die nur reizen, oder solche, die hochgradig giftig stnd, die sichtbar oder unsichtbar sind, die taaelang liegen bleiben oder mit dem Wind ver- wehen, so läßt da« Gas sich jeder Waffengattung und jeder Art Kriegshandlung anpassen. Aber man muß es planmäßig verwenden, eingedenk dessen, daß e» im Krieg« keinen Mittelweg, sondern nur Leben oder Tod gibt. Vergessen Sie nie, daß wir in einem großen Kriege schneller 5 Millionen Mann ausheben und aus- bilden als ausrüsten können, es sei denn, daß wir mit der gehörigen Voraussicht unsere lebensnotwendigen Industrien aufbauen, unsere Reservevorräte auf der Höh« halten und vor allem solch« volltom- menen Pläne vorbereiten, daß wir alle Friedensräder im Augenblick in Krlegsschwingen umstellen können." Wie war es doch? Trat nicht Amerika in den Weltkrieg ein.»m gemeinsam mit der Entente den Mllitarlsmu» endgültig auszurockten? Die Rationatiflerung des rusjffchen Sunstbestßes. Aus Moskau Ist wiederholt gemeldet worden, die Räteregierung bereite die Ratio- naliflerung aller in Privatbesitz befindlichen Kunstwerke vor. Wie Paul Ettinger, ein in Moskau selbst lebender«unstforscher jetzt im „Cicerone" berichtet, ist von einer allgemeinen Nation alisterung abgesehen worden. Nur die großen Mostauer Privatsammlungen wurden zum Staatseigentum erklärt und dabei jede Kunstausfuhr streng oerboten. Die kleineren Sammlungen dagegen wurden ihrem Besitzer belassen, doch wurden sie zwangsweise in dem Moskauer ..Hauptamt für Museumsangelegenhelten und zum Schutz der Kunst-, Altertums- und Naturdenkmäler" regPrlert, wie überhaupt jeder künstlerische Privatbesitz. In der Praxis läßt sich das natürlich schwer durchführen, und dies« Bestimmung wird daher nicht allzu streng genommen. Di« Oberleitung de« weltverzweigten Moskauer Haupt- amte» bat die Gattin T r o tz k i». Schwerer ols der Moskauer Kunstbesih ließ sich der der weiten ruffischen Provinzen sichern. Ehe dl« Filialen für provinziellen Denkmalsschutz, jetzt 70, eingerichtet wurden, ging da natürlich vieles zugrunde oder kam fort. Vom Geschmack der Eier. Sowohl die Farbe der Eierschalen und des Dotters wie auch der Ecschiyack der Eier hängen in der Regel sehr von der Fütterung der Hühner ab. Namentlich die Far- den des Dotters können durch das Futter wesentlich beeinflußt wer- den. indem z. D. Klee- und Grasfutter lebhaft hellgelbe, Maisfutter dunkelgelbe, Insekten, Würmer sowie Spinat rötliche und Maikäfer als Futter bräunliche Eidotter erzeugen. Doch auch der Geschmack, ja selbst der Geruch der Eier hängt oft mit der Fütterung der Hühner zusammen. In einer amerikanischen Versuchsanstalt hat man kürzlich hierauf bezüglich« Untersuchungen vorgenommen und dabei Die Serliner Wahlen. Wey! gegen Bruderkampf In der„Kommunalen Praxis" veröffentlicht Gen. Viktor Roack einen Aufsatz:„Berliner Stadtoerordnetenmahlen, po- litische Wahlenl", worin er über eine Unterredung mit dem bisherigen Stadtverordnetenvorsteher Dr. Wey! folgendes berichtet: Ich habe die Gelegenheit wahrgenommen. Dr. W e y l zu bitten. sich über seinen persönlichen Stanopunkt in der die gesamte Ar- beiterklasse jetzt so stark bewegenden Frage der Einigung zu äußern. Seine Antwort ging davon aus, daß um« dem Zwange der Der- Hältnisse in der gegenwartigen Stadtverordnetenversammlung be- reit» so etwas wie eine Arbeitsgemeinschaft der sozta- li st ischen Fraktionen entstanden, dem Uebereinkommen und Zusammenhalten der drei Fraktionen schon so manch:?, der Arbeiter- Nasse sehr werwolle Beschluß zu danken ist. Man fand sich von Fall zu Fall auf der gemeinsamen Basis, als welch« das Maximum der Forderungen der einen und das Minimum derer der andern Partei sich ergaben. Allerdings biete die Geschichie der jetzigen Stadtverordnetenversammlung Momente, die auch die Bruderp.meien zu einer herberen Kritik herausfordern tOherbürgenneist-rwahl). Dr. Weyl bezeichnet auch die Kommunisten als Bruderparteien: seien Ihre Führer auch teilweise Ideologen, deren Forderungen der Sozialdemokrat bekämpfen müsse,>o seien doch ihre Anhänger irre- geleitete Arbeiter und als solche„unsere Brüder und Schwestern. deren Interessen wahrzunehmen wir bestrebt stnd". „Ich möchte mich aber"— fuhr Dr. W« i, l fort—„stark mochea dafür, daß dieser Wahlkampf geführt werden soll ohne Schroffheiten gegen die rechts oder links in gemeinsamer Front mit uns gegen den Bürgerblock kämpfenden sozialistischen Parteien unter der gemein- somen Parole:„Gegen den Bürgerblock, gegen den Brudertampfl" Das braucht eine klare, sachliche Aussprache über die verschiedenen grundsätzlichen Auffaffungen der drei Parteien nicht auszuschließen." Gen. Roack bemerkt dazu: „Diese Ausführungen des unabhängigen Führers sind m. C. sehr beachtenswert. Berliner Stadtverordnetenwahlen bedeuten infolge der Prominenz der Reichsbauptstadt in der Welt mehr als Gemeindewahlen sonstwo. Die bevorstehend n Berliner Stadtverordnetenwahlen sind von den reattionären Parteien in provokatorischer Weise gewaltsam herbeigeführt Man unterschätze nicht die hochpolitische Bedeutung dieses Spiels mit dem Feuer. Die Reaktion glaubt, ihre Zeit fei ge- kommen. Vielleicht ist die Gelegenheit für uns günstig, die Probe aufs Exempel zu machen." 30 Grad im 5chatten! Der.Tag' bringt einen Artikel: .Scheidcnwiin will Reiwspräsidein weiden?" Da« ist nämlich tex Grund, waium der schlaue Philipp die sozialistiiche Einigung be- ireibt. Aber er irrt ffch. er rechnet nicht mit dem Bürgertum, oho I Seine Bast» wird ni»t breiter, sondern schmäler werden, und so»wird er sich einstweilen oller bochfliegenden Pläne enthalten müssen'. Mit diesem»Einstweilen" darj er getröstet von bannen zieh». Voncml» progrommrede ln der italienischen Kammer bringt noch den bisher vorlieaenden Benchien nicht« Neue» und in«» besondere nichts über Dentichland. Tie ongekündigten HilfSmaß» nahmen für die 500 000 Arbeitslosen bai Genosse Tnratt in der iozialislilchen Fraktion als durcha»« nn,»reichend erklärt: er wlln'cht e ne Zwangsanleihe bei den Glundbesttzern, zu deren Gunsten der Staat soviel getan Hab«. Als erster omMcher verkreker der Vereinigten Staate« in Bei sin wtrd vom Handelsakt ChmleS Herring, der srühere amerika- nische Handelskommissar in Belgien, entsandt. Unterbrechung der englisch-irischen Velprechungen. Minister- Präsident Craigh von Ulster ist mir seinen Ministerkollegen plötzlich nach Belfast zurückgereist, wo, zu pessimistischen Gerüchten Anlaß gab. Die Besprechunzen zwischen Lloyd George und De Dalera wurden vertagt. festgestellt, daß durch Fütterung mit Weizen und Magermilch die wohlschmeckendsten Eier erzielt wurden, wogegen Maisfutter weniger gute Eier lieferte und in diesem Fall auch das Fleisch der Hühner weniger feinschmeckend war. Um festzustellen, bis zu welchiem Grade der Geschmack und Geruch der Eier vom Hühnerfutter abhangt, wur- den ferner Fütterungsversuche mit zerkleinerten Zwiebelblättern an- gestellt. Die Folge hiervon war, daß nach fünfzehntägiger gütte- rung sämtliche Eier nach Zwiebeln schmeckten und rochen und schließ- lich ganz ungenießbar wurden; erst als man wieder zur Körner» fütterung zurückging, wurden Geruch und Geschmack allmählich normal. Was den Geschmack der Tier Im allgemeinen anbetrifft, so soll ausschließlich der jeweilige Gehalt an Fetten und ätherischen Oclcn den Geschmackswert der Eier besiimmen. Das Ei-Klar, dos außer einer reichlichen Wasserbeigabe nur aus Eiweiß besteht, kommt für den Geschmack der Eier kaum in Betracht: der Geschmack liegt viel- mehr hauptsächlich im Eigelb, das zwar ebenfall» Waffer und Ei> weißstoffe, daneben aber auch noch viel Fett sowie je nach dem Futter mehr oder weniger auch ätherische Oei« enthält. Mischt man daher würzig duftende Körner, wie z. B. Kümmel. Dill, Anis oder Fenchel unter das Hühnerfutter, so kann man dadurch den Wohl- gcschmack des Dotters wesentlich erhöhen. Auch'Brenneffelfütterung soll den Geschmack de» Eidotter» verteinern, wie man auch durch Bersütterung getrockneter Brenneffelblätter die Legetötigkeit erhöhen kann. Wie werde ich Diplomat 7 Unter Mitarbeiter Hanl Knax bat im Verlag Nemo u. Co.»in Bflwlein unter obenilebendem Diiel berausgegebeii. woraus wir die folgenden Sätze enlnehnien: Habe nie eine eigen« Meiniiiig. R'-bte dich stetS nacb der Meinung derjenigen Partei, die dir den größten Vorteil gewährt. Verrate nie eine Unlenntititz. Wenn zum Beffpiel von Mexiko die Rede ist, so sage nicht gerode berrnis, e» liegt in»rrtta; denn e« könnte oncb in Asien geleaen se>n. Rede vielmehr so im cillael meinen:»eins jener iniknnsisreiiven Länder, wo die Sonne inr Sommer lehr warm ist." Sprich von ungeahnten ExpansionSmög» lichkeiten. fabelhatien Dimeiisionen. Zu Haufe lies dann den«riike- Mrxiko im Kleinen Brockban« und merke dir die Namen: Hesie- Warteqg. Seler, N»riga. Below. Lemcke, Lurnholh. Packe sie bei paffender Gelegenheit aus und letze dein« Freunde mit deiner Kenntnis über die Fachlrteralur, die von jenem Land handelt, in Erstaunen. Beton« immer das„Wesentliche". Niemand weiß, waS es ist, aber dir gibt e» den Anschein tiekster Erkenntnis. lieber Politik iprich mit vielsagendem Lächeln. Man wird dann glauben, daß du in alle Tchändlichle'ten eingeweiht bist. Entrüste dich nie. Wenn deine Freunde ffch ärgern, daß ihnen der Kellner 180 Mark für die Flasche Seit abverlangt, erkläre kalt« lächelnd, daß du gestern dafür woanders 200 Mark gezabli hast. verrate nicht, daß es Selterwaffer für ,wei Mark gewesen ist. Trach'e danach, uneiiibebrlich z» scheinen. Dann werden die anderen für dich arbetlen, während du verdienst. Arbeiter- Kunst. An sstellnnq. Petersburger Straße 39, Donnerstag, den 21., abend« 71/, Hat r östentltcher Vortrag vom Bildhauer GaSbarra LS»:„Gtschlechltichleit tn der ftunft*. Nr. 337 ♦ Z8. Jahrgang Seilage öes Vorwärts Mkttwoch, 2S. GroßSerlm Diamanten ,auf Teilstrecke". Aus einer fröhlich verlaufenen Gerichksverhandlung. Eine spaßhafte Geschichte, bei deren Verhandlung niemand ernst bleiben konnte, beschäftigte gestern das Schöffengericht. Wegen Pfandentziehung war die angebliche Stütze Gertrud Neumann angeklagt. Das junge Mädchen war ursprünglich Hausangestellte gewesen, war zu ihrem Hausherrn in Beziehung getreten und hatte sich da- durch einen flotten Lebenswandel angewöhnt. Wie„Trudchen" vor Gericht weiter erzählte, gebe es heutzutage so viele aus Schieberkreisen stammende Kavaliere, die gar nicht wüßten, was sie mit ihrem Gelde anfangen sollten, und auf diese habe sie es ab- gesehen. Um auch den nötigen Eindruck zu machen, kaufte sich die Angeklagte bei einem Juwelier ein Paar Brillantohrringe„auf Teil- strecke", d. h. auf Abzahlung. Als es dann mit der Abzahlung haperte und der Gerichtsvollzieher erschien, um die Brillantohrringe zu pfänden, fand er nur noch die leeren Fassungen vor, die Steine selbst waren verschwunden. Nach einigem Suchen jedoch fand der Beamte die beiden Brillanten schließlich in einer Vase versteckt. So- fort stürzte„Trudchen" mit einem Wutschrei aus den Beamten los, und ehe es sich dieser versah, waren die wertvollen Steinchen im Munde der Angeklagten verschwunden. Nun war guter Rot teuer. Der Beamte wußte sich aber auch jetzt noch zu helfen. Im väterlich ermahnenden Tone erklärte er dem Mädchen mit dem kostbaren Leibesinhalt, daß häufig durch Fremdkörper tödliche Blinddarmentzündungen entstehen, und es ge- lang ihm, das Mädchen in eine Apotheke zu lotsen, wo sie ein Ab- führmittel einnahm, das auch, nachdem sie mit ihrem getreuen Be- gle�er. dem Gerichtsvollzieher, wieder in ihrer Wohnung ange- kommen war, eine schnelle und erfolgreich« Wirkung hatte. Die Brillanten kamen auf natürlichem Wege wieder zum Borschein. Der Amtsanwalt beantragt« eine Woche Gefängnis, währenv Rechtsanwalt Müller-Stromeyer geltend machte, daß eine eigentliche Entziehung gar nicht vorliege, da der Aufenthaltsort der Pfandstücke ja bekannt gewesen sei, eventuell hätte einem Abhanden- kommen durch reichliche Anwendung von Klebesiegeln vorgebeugt werden können. Das Gericht schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte auf Freisprechung. Schlecht belohnte Gutmütlgkeit. Eine eigenartige Bestechungsanaelegenheit beschäftigte gestern die Ferienstrafkammer des Landgerichts I. Wegen Vergehens gegen den§ 13Z(Entwendung aus amtlichem Gewahrsam) und o e r- suchter Bestechung waren die Zigarettenfabrikanten Leo C ch o ch e t und Nison S ch o ch e t angeklagt.— Gegen die beiden aus Lettland stammenden Angeklagten schwebte ein verfahren wegen Steuerhinterziehung, welches aus einem anderen verfahren, welches sich gegen einen gewissen Militscher richtete, entstanden war. Mit der Bearbeitung dieser Sache war der Kriminaloberwacht- Meister Herrmann betraut worden. Als dieser den Angeklagten Leo Schochet nach der Magazinstraße zur Vernehmung bestellt«, machte der Angeklagte allerlei Ausflüchte, um der Vernehmung zu«nt- gehen. Er erklärte, daß er infolge des„Lärms" in dem Bureau zu nervös sei und bat. in seiner Wohnung vernommen zu werden. Der Beamte ging, obwohl dies gegen die Vorschriften war, aus Gutmütigkeit darauf ein und erschien am nächsten Tage mit den Straf- und Steuerakren in der Wohnung des Angeklagten in der Klopsto�kstraße. Hier wurde er mit Kaffee und einigen Likören bewirtet. Wie der Beamte behauptet, müsse sich offenbar w diesen Getränken ein Narkotikum befunden haben, denn nach dem Genüsse könne er sich an die darauf solaenden Ereignisse nicht mehr er- innern und habe sich erst des Nachts in seinem Bett liegend, völlig zerschlagen und blutend, wiedergefunden und zwar ohne die Akten. Wie der Beamte vor Gericht bekundete, habe er alles mögliche ver- sucht, um die Akten zurückzubekommen. Hierbei habe einer der Angeklaaten seiner Frau Geld angeboten, damit aus der Sache nichts werde und als die» abgelehnt wurde, sei ihr erklärt worden: „Ihr Mann ist wohl noch so ein verknöcherter Beamter von Wil- Helms Zeiten: die heutigen Beamten nehmen alle Geld!"— vor Gericht bestritten die Angeklagten, die Akten entwendet zu haben und ließen durch Iustizrat W r o n k e r und Rechtsanwalt I l l i ch einen umfangreichen Entlafwngsbeweis antreten. Das Gericht ver- urteilte Leo Schochet zu 1 Jahr Gefängnis und sprach den Nison Schochet frei._ Die Juwelen öes Prinzen Leopold. Seit länger als Jahresfrist beschäftigt sich die Oeffentlichkeit mit der Juwelenangelegenhcit des Prinzen Leopold von Preußen. Da- mals tauchte die Nachricht auf, daß die Juwelen aus Deutschland verschwunden seien. Die Nachforschungen des preußischen Finanz- Ministeriums führten aber nicht auf die Spur Dann hieß es, die Juwelen befänden sich in einem Tresor einer hiesigen Großbank. Die Untersuchung ergab, daß in dem Tresor nur ganz wertlhe Scqmuckstück« waren. Weitere Nachforschungen blieben ebenfalls vollkommen ergebnislos. Da dann aber wegen 20 Millionen Schulden, die der Prinz gemacht hatte, eine Sanierungsaktion für ihn ein- geleitet wurde, ergab sich, daß er tatsächlich für die Dumme van 550 000 Schweizer Franken Juwelen in Bern verpfändet hatte. Als das preußische Finanzministerium davon erfuhr, gelang es ihm, die ganzen verpfändeten Juwelen unter Verschluß des Ministeriums bei einer Bant in Bern zu bekommen. Da die Untersuchungen, die in der Schweiz in Lugano geführt worden sind, jetzt zum Abschluß gelangt sind, erwartet man an amtlicher Stelle in Berlin das Ein- treffen der Akten, um weitere Maßnahmen nötigenfalls zu treffen. Zweifellos handelt es sich hier um eine Verschiebung und es wird hoffentlich eine Beschlagnahme der verschobenen Werte nicht lange auf sich warten lassen. Der§all RuSolph-Iranzke. Seit einigen Tagen wird die Oeffentlichkeit mit der Angelegen- heit eines gewissen Dr. Rudolph unausgesetzt beschäftigt, und zwar in der widersprechendsten Weise, so daß wir zunächst Abstand ge- nommen hoben, etwas darüber zu bringen. Es handelt sich um folgendes: In Wildbad im Schwarzwald wurde in diesen Tagen der städtische juristische Hilfsarbeiter bei der Berliner Kriegsbefchädig- tenfürforge Dr. Rudolph festgenommen, der aber gar nicht Rudolph heißen soll, sondern Franzke. In dem Bericht einer Korrespondenz erschien er als ein Mann mit etwas phantastischem und undurchsich- tigem Leben; er wurde dort schlankweg als„politischer Hochstapler" bezeichnet. Im Juni ging Rudolph-Franzke nach Wildbad. Wäh- rend noch beim Magistrat die Ermittelungen über seine Person im Gange waren, wurde er am 12. Juli dort auf Veranlassung der Ber- liner Kriminalpolizei verhaftet. In dem Haftbefehl heißt es, daß Franzke, genannt Dr. Rudolph, bei dem Attentat auf die Sieges- säul« und bei der Niedermetzelung der Offiziere im Schöneberger Rathaus während des Kapp-Putfches mitgewirkt habe. Dr. Rudolph wurde dann von der Kriminalpolizei nach Berlin in Unterfuchungs- Haft in Moabit gebracht. Die Feststellungen, die inzwischen beim Berliner Magistrat ge- macht wurden, sollen das Ergebnis gezeitigt haben, daß Dr. Rudolph sich Unterschlagungen und Fälschungen während seiner hiesigen Amtstätigkeit hat zuschulden kommen lassen, von den ihm anver- trauten Mitteln der Ludendorff-Spende soll er«ine größere Summe unterlcMagen haben. Gestern Dienstag ging nun aus Wildbad(Württemberg) bei uns folgendes Telegramm ein: Wildbad(Württemberg). „Erfahre soeben maßlose Schwindelmeldungen über mich. Bin zur Kur und nicht in Haft. Erwarte vollständiges Dementi. Bin entschlossen, nach Wiedererlangung der Gesundheit meine zahl- reichen Gegner dadurch zu widerlegen, daß ich sie durch hervor- ragende Leistungen auf sozialem Gebiete beschäme. Dr. Rudolph. Wildbad. Dasselbe Telegramm scheint aber auch anderen Berliner Zei- tungen zugegangen zu sein. Wie verlautbart, will sich der Berliner Magistrat heute mit dieser allmählich recht rätselhaft werdenden Angelegenheit beschäftigen._ fünfzehn Waldbrände nm Berlin. Richt weniger als sünfzehn Waldbrände werden uns gemeldet, darunter zwei größere. Unter anderem brannte in der Grünheider Forst etwa«in Hektar Baumbestand. Als Ursache wurde unvor- sichtige, Abkochen durch Wandervögel festgestellt.— Die Tegeler Wehr wurde aerufen, weil Unterholz in einer Ausdehnung von etwa einem Morgen Feuer gefangen hatte.— Zwei Stunden noch dem Löschen dieses Brandes gerieten südlich der Bernauer Straße zwanzig Morgen Wald in Brand, so daß die freiwillig« Feuerwehr der Tegeler Umgegend bis in die späten Nachmittagsstunden hinein eingesetzt werden mußte.— Bei einem 10 Morgen umfassenden Waldbrand im Jagren 20, in der Nähe der Villenkolonie Wenden- schloß im Stadtwald Köpenick, mußten Verstärkungen der Schutz- Polizei eingesetzt werden, die in Stärke von 30 Beamten bis in die Nacht hinein an der Brandstelle eingesetzt waren.— Es kann die im Walde lustwandelnde Bevölkerung und die wandernde Jugend nicht eindringlich genug aufgefordert werden, sich bei dieser Dürre der größten vorsscht zu befleißigen Angesichts der großen volks- wirtschaftlichen Werte, die in den Waldern stecken, werden über- führte Täter nicht auf Mild« der Gerichte zu rechnen haben. Steuerzahlung. Die Hauptsteuerverwaltung erinnert durch öffentliche Mahnung an die Zahlung aller im Gebiete der bisherigen Stadtgemeinde Berlin (Verwaltungsbezirke I— VI) noch rückständigen Grund-, Betriebs- und Hundesteuern, insbesondere der Grund- und Betriebssteuer für 1020 und der Hundesteuer für April/September 1021. Es wird auf diese Bekanntmachung aufmerksam gemacht und besonders darauf hingewiesen, daß nach fruchtlosem Ablauf der Mahnfrist, vom I. August ab, ohne weiteres die zwangsweise Einziehung der Steuerreste durch Pfändung insbesondere von Mieten, Gehältern und anderen Forderungen erfolgt. Nach der Verordnung über die Neufestsetzung der Gebühren im Verwaltungszwangsverfahren vom 20. April 1021 sind auch für die öffentliche Mahnung Gebühren zu entrichten, deren Höhe in dem die öffentliche Mahnung betreffen- den Säulenanschlag bekanntgegeben ist. „Heil Dir im Siegerkranz-. Ein Freund unseres Blattes schreibt uns: Ein Bekannter, der kürzlich in Warnemünde war, erzählt mir, daß dort von der Kurkapelle jeden Tag unter begeisterter Mitwir- kung des dazu passenden Publikums„Heil Dir im Siegerkranz" gespielt wird. Man braucht nicht erst nach dort zu gehen, dasselbe kann man auch in einigen Charlottenburger Lokalen erleben. In dem Garten des Schloßpark-Reftaurants in der Berliner Straße zu Charlottenburg, am Luisenplatz, konzertiert Dienstags die Kapelle des 0. Reichswehr-Regiments. Donnerstags und Sonntags die Kapelle der„N a t i o n a l< F l u g w e h r". Es wirkt besonders provozierend, weil das Lokal an einer belebten Verkehrsstraße liegt und viel Publikum, auch Arbeiter, die gerne einmal Musik im Dorbeispazieren hören, dort stets zu treffen find. Ueber was, so fragt unser Gewährsmann, muß man sich nun mehr wundern: lieber die Frechheit der Anhänger des alten wilhelminischen Systems, oder über den Langmut der Arbeiter? Wenn der„Langmut der Arbeiter" aber, wie in Dahme, einmal reißt und st« die kaiserliche Fahne herunterholen, dann erklärt sich die Strafkammer für unzuständig und oerweist die Sache an da» Schwurgericht. Di« Reaktionäre aber sollen sich täuschen. Der 31. Juli soll in Groß-Berlin und im ganzen Deut- schen Reich eine überwältigende Kundgebung für den Frieden und gegen jeglichen Militarismus sein. Den Reichswehrmini st er scheinen derartige Dinge, wie die geschilderten, kalt zu lassen! Den Kaiseradler als Buchschmuck führt noch immer die bekannte Guttentagsch« Sammlung preußischer Gesetze Der Adler, versehen mit Krone, Zepter und Reichsapfel, ist körperlich nur recht mager und heruntergekommen. Dafür breitet er aber protzig und großspurig, wie eben nur ein kaiserlicher und königlicher Adler lein kann, seine Flügel nach rechts und links aus. Das Ganze ist auch ein Zeichen der Zeit. Alle rechte orientierten Richter werden natürlich ein mit einem solchen köniqstreuen Tier geschmücktes Buch mit angenehmen Gefühlen in die Hand nehmen. Die ober schon recht zahlreichen sozialistischen Rechtsanwälte, Beigeordneten, Syn- dici, Bürgermeister, Stadtverordneten und Stadträte werden des- halb gut tun, bei Anschaffung von Gesetzbüchern daraus zu achten, daß die Bücher nicht mehr die Zeichen des kaiserlichen Deutschland tragen. Eine Pulverexplofton ereignete ssch«m Dienstag vormittag auf dem Schießplatz Wildau bei Känigswusterhausen. 4 Arbeiter erlitten schwere Kopfverletzungen. Die Explosion ereignete sich, als Hand- granaten und Geschoßhülsen verlesen wurden. Der Schießplatz ist Eigentum der Deutschen Massen- und Munitionsfabrik. Ein Bademeisier erkrunken. Am Kiewitt an der Havel ertrank gestern beim Baden der Bademeister Engel aus Oesterreich, der hier in Potsdam zu Besuch weilte. Die Leiche konnte geborgen werden. Als Todesursache wurde Herzschlag festgestellt. 50 000 Mk. Belohnung. Der ungewöhnlich hohe Betrag von 30 000 Mk. Belohnung wird vom Berliner Polizeipräsidium, Abt. IV, für die Ermittelung eines Aktienfälschers ausgesetzt, der im Juni d. I. den Versuch gemacht hat, gefälschte Aktien der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg L.-G. in Lugsburg bei mehreren ggf Die Rächer. Roman von Hermann Wagner. Ihr Haar hatte sich gelöst und hing wie achtlos hinge- worfene Seide, in kostbaren, ausgebreiteten Strähnen, bis zur Erde herab. Es'war trocken und glitzerte in tausend goldenen Funken, und er hatte die Empfindung, daß es knistern würde, wenn er es ergriffe, feine Hände in ihm badete, es an fein Eesicht führte, um den Duft starker, gesunder Jugend und hingebenden Liebreize-, den es ausströmte, zu trinken. Er sah auch ihre jungen Arme, die von den Aermeln ihres rleldes bis zu den Ellbogen freigegeben waren und die eine solche Wohlgeformtheit. eine solche feste, weiße Fülle verrieten. daß es sich süß um seine Sinne legte, wenn er sich vorstellte, daß sie ihn umschlängen. Und so merkte er auch mit einem Male, daß er arm war, unermeßlich arm bei all seinem Reichtum, und daß seine Armut um so kärglicher und drückender werden mußte, je mehr sein Reichtum und seine Macht zunahmen, die er nur errang. weil er sich freiwillig und bewußt unter den Zwang eines nüchternen, gefühllosen Verstandes und harten Willens be- geben hatte. Er trat zu ihr und berührte mit den Fingerspitzen ihre Schulter.„Hören Sie." sagte er und spürte dabei eine große Trockenheit in seinem Gaumen,„Sie dürfen nicht so weinen, — man wird sonst aufmerksam auf uns!" Hatte sie das Tastende, unsicher Suchende in seiner Stimme wahrgenommen, jenes, vor dem er jetzt selber erschrak, da es wie ein Versuch klang, den er unternahm, um ihr näher zu kommen? Sie hob den Kopf und stützte ihn mit der Hand.«Gehen Sie," sagte sie,„ich will Sie nicht mehr sehen..." „Fürchten Sie sich vor mir?" fragte er.„Das sollen Sie nicht." „Rein, ich fürchte mich nicht vor Ihnen,— o�er Sie flößen mir Ekel ein,— Sie und der andere,... ja, Sie alle beide!" � Er erblaßte.„Worum?" „Weil,... weil Sie ein Reptil sind,— ja, ein Reptil, das sich nachts anschleicht»ich das, wenn man es auf der bloßen Haut spürt— kalt, lüstern und grausam—, das einem dann Entsetzen einjagt und Ekel und Grauen, so daß man sich schüttelt.. Eine Woge von Erregung stieg in ihm hoch.„Sie lügen!" schrie er sie an,„Sie lügen, Sie verdrehen die Wahrheit!... Weshalb bin ich hier? Nicht um Sie anzugreifen, bin ich hier! Um den Dolchstoß abzuwehren, den Sie gegen einen anderen führen,— gegen einen, der wehrlos ist, den Sie ver- raten wollen!" Sie lachte ihm höhnisch ins Gesicht.„Lügner! Nicht deshalb sind Sie gekommen! Soll ich es Ihnen sagen, welches der wahre Zweck ist, der Sie zu mir führt?... Fangen wollen Sie mich! Besitzen wollen Sie mich! Und weil Sie zu schwach sind, mich zu erobern, so steigen Sie, wie ein Dieb. nachts durchs Fenster, um mich zu stehlen!" Er starrte sie entsetzt an.„Sie... wollte... ich—?!" Sie sprang auf, stellte sich vor ihn hin und hob beide Arme.„Sehen Sie mich an, wenn Sie es können!" Er hob den Kopf, ließ ihn aber sogleich wieder sinken. trat zur Seite und warf sich in einen Stuhl.„Sie sind ein Teufel!" flüsterte er. „Sehen Sie es, merken Sie es, daß Sie mich wollen,... mich, nur mich?!" Es Lberrann ihn kalt und heiß zugleich, denn er hörte es. daß in ihrer Stimme keine Drohung mehr, sondern unver- haltener Jubel war.„Ich habe... nie daran gedacht," murmelte er. „Aber jetzt,... jetzt denken Sie— doch daran?!" Er schwieg. Da brach sie unvermittelt, tief Atem holend, das Gespräch ab, und als besinne sie sich, in welchem Zustande ihr Haar sei, ging sie an den Spiegel, um es hochzustecken. Er wollte es nicht und mußte es doch tun: er verfolgte sie mit seinen Augen, umfaßte sie mit ihnen, ließ, einem ge- bieterischen inneren Zwang folgend, den Zauber ihres bieg- samen Leibes voll auf sich wirken. Sie sah das im Spiegel und blieb, ohne sich zu rühren. in der gleichen Haltung, sich ihm gleichsam preisgebend, in Wirklichkeit aber diesen rechten Moment packend, in dem er sich in ihre Gewalt gab. Als sie vom Spiegel zurücktrat, wußte sie, daß sie diesen Mann hatte, daß er ihr nicht mehr entkam. Er ober, ertappt, stand auf und ging mit hastigen Schritten durchs Zimmer, ohnmächtig und gar nicht einmal ernstlich an den Fesseln rüttelnd, die sie ihm angelegt hatte, — ohne Mühe, ohne sichtlichen Willen, nur dadurch, daß sie die war, die sein Schicksal werden mußte. Sie hatte sich inzwischen eine neue Zigarette angezündet, deren Spitze in der Dunkelheit des Zimmers blaß aufblitzte, wenn sie einen ihrer tiefen Züge daran tat. Und mit leisen Worten, so, als ob nichts zwischen ihnen vorgefallen wäre, begann sie wieder zu reden. Von Dingen, die dem Alltag entnommen waren, von Reisen, die sie gemacht hatte und noch machen würde, von Landschaften und von Menschen, und zuletzt, mit einem kaum merklichen Uebergang. auch von Herrn von Webenau, der ihr gefallen habe und den sie doch nie heiraten würde, weil er nicht mehr al» ein guter Junge sei. Und ganz dunkel deutete sie es an, daß es ihr Wunsch sei, eine zweite Ehe einzugehen, eine Eh«, die ihr keine Leiden- schaft, dafür Ruhe brächte, mit einem Mann, den sie gern haben könnte, ohne ihn lieben zu müssen. Da fielen ihm die Worte ein, die vor einigen Tagen Dora zu ihm gesagt hatte, und er tat nun die gleiche Frag«, die damals an ihn gerichtet worden war:„Gibt es überhaupt jemanden, den Sie lieben?" Er wunderte sich nicht darüber, daß sie diese Frage ebenso verneinte, wie er es damals getan hatte, und doch stöhnte er laut auf, so daß sie ihn fragte, was er habe. „Nichts," antwortete er finster, um gleich darauf hinzu- zufügen:„Doch eins: ich möchte Sie etwas fragen. Zuvor aber möchte ich wissen, ob Sie auch einmal die Wahrheit sagen können." „Ich lüge niemals," sagte sie stolz,„das dürfen Sie mir glauben." „Ich möchte Sie fragen, ob Sie noch niemals die Sehn- sucht empfunden haben, zu lieben,— zu lieben, nicht geliebt zu werden!" „Jede Frau hat diese Sehnsucht." sagte sie einfach, „jede..." „Nicht auch jeder Mann?" „Ja, noch mehr jeder Mann. jeder echte.— jeder starke Mann! Er verfiel in ein dumpfes Brüten.„Ich seh«, Sie verachten mich." sagte er nach einer Weile.(Forts, folgt.) LerNner Danken zu verkaufen oder zu beleihen. Ms Täter kommt «in Mann in Betracht, der sich Richard Gruber nannte. Die weiteren Einzelheiten gehen aus der öffentlichen Bekanntmachung hervor. Mitteilungen nimmt Kriminalkommissar Dussa, Kriminalpolizei, Georgenkirchstraße 30», entgegen. Der brennende Vürgersleig. Unter dem Einfluß der riundc�cigs- sonne brannten gestern mittag in der Friedrichstraße mehrere Bohlen des Dürgerfteiges, so daß die Feuerwehr alarmiert wurde. � Diese kühlte die brenzliche Stelle schnell ab, so daß keine Derkehrsstörung entstand. Da» neue Gewerbe- und üar-fmannsgerichl für Groß-Berlin ist nach Ansicht der AussichiSbehörde'chon mit der Bertündung der OrtSstatmen sam 10. Juli IV21> uiS Leben getreten. Da seine vom Magistrat erwählten Vorsitzenden noch in dieser Woche bestätigt werden dürsten, wird et seine Tätigkeit im Rahmen de«§ 54 Ge» werbegerichiSgeietze» fAbhaltung de« ersten, sogenannten Sühne« terminS ohne Beisitzers sofort aufnehmen können. Wer ru diesem sllhnelermin nicht erscheint, muß gewärtigen, daß gegen ihn Ver- säumnisurteil ergehl. Das Ei 70 Pf. Im Bayerischen Wald ist von verschiedenen Bezirksämtern der Eierprcis auf 70 Pf. festgesetzt worden. Gegen die Händler, die mehr bieten, und Aufkäufer soll rücksichtslos vor- gegangen werden. Vorsicht bei Priesen ins besetzte Gebiet! Einer TU.-Meldung zufalge ist soeben im Postamt Landau von der französischen Behörde die Briefzensur eingeführt worden. Ehrung spanischer Gelehrter. In den Räumen des amcrika. nischen Zentralverbandes fand unter der Leitung des Freiherrn --- Vm Bussche ein festlicher Empfang zu Ehren der hior weilenden varnschen Professoren der Medizin sta'.t. Die 53. Brolkommisflon, Markusstr. 43, wird am 23. Juli d. I. nach Blumenstraße 77 verlazt und dortselbst mit der 34 Brot- f-nnmission vereinigt. Die vergrößerte S4. Brottommission führt Rektor R c h n i ck e. Wetterbericht bis Donnerstag mittag, �unächü noch überall wann, g ögtentells tiolkrn und«ieliach bntcr, später im Weilen beginnende Trüb Ii na. strichweise cSewiller und Abkühlung. AnsangZ Ichwache vcränder- »'che, später mähigc westliche Wind«. Vroß-Serliner parteinackrichten. heute. Mittwoch, den 20. Juli: ?. Krell ah«rl»ttc»k>ura. ffesta>'»lck>ull zu««aldsest! Die für heut« angesifite Sitzung mit den Abtellunpileilern findet erst am Soniiadead, den 23. Juli, Udr dci Deike, r-ütz-v-str. v. statt. I. Kiel» Wilmeiadors. 7'/j Uhr im tzeichensaal der t. Eem.»Schule, stählender Strahe, strcisvertrcirroersammliiiiz. Ztcfercnt Legalionsrat Dr. gechlin: „Der Partettrg zu Eilrlitz". IZ. strri» Temnrlhas. Sitzung de» strclsvarliande» Uhr im Maclendarfer Ratbon-!. Zimmer'S. Vollzählige» Ers.tcinen unbedingt«rsarderlich. w. stecw stöpenlck. 7 Uhr strclzvertreierfltzung Im Stadttheater, stäpcnlck, Soziales. Wirtschaft ZnternaNonale Sinderfürsorgekonferenz. � �......, In Wien fand eine von der Gesellschaft der Freund- einbe. Arbeil?rvcrkreker im Aufsichisrai d-r 77:l?-:r.?lkt?enge?-Sschafk. rufene International« Konferenz für Kinderfür-! Die ersten Arbeiten zum großen Bau des Reckar-Kanals sorge statt, zu welcher Vertreterinnen aus England, der Schweiz, sind nunmehr gemeinsam vom Reich und den Uferstaaten Baden, Frankreich, Deutschland usw. erschienen waren. Frau Perlen- Hessen, Württemberg unter starker Beteiligung der In- Deutschland zollte den Arbeiten der Gesellschaft vollste Bewunde- du st rie, des Handels und der Banken begonnen worden. rung, betonte aber, daß alle Fürsorgcarbeit solange eine Sisyphus-' Ein gewaltiges Kulturwerk gemischtwirtschaftlichen Cha- arbeit bleiben müsie. als nicht eine durchgreifende Aenderung in den. rakters ist dadurch im Entstehen begriffen. Don seiner Größe und Bcrhältnisien der Weltwirtschaft Platz greife. Rastlose Arbeit zur volkswirtschaftlichen Bedeutung erhält man einen Begriff, wenn Crweckung des internationalen Geistes sei daher eine wichtige Auf- � man bedenkt, daß der geplante Großschiffahrtsweg von Mann- gab« aller Frauen.� Frau T y b e r g- Dänemark schilderte eingehend heim bis ins Innere Württembergs nach Plochingen nicht weniger als 200 Kilometer Länge hat. Zur Schiffbar- die Tätigkeit des Frauenwcltbundes auf dem Gebiete der Kinder fürforge._ flus aller Welt. Waldbrand. In der Nähe de? TrurpenühimgSpiotztS Alien« grabow ist Moniag ein Waldbrand zum AuSbiu» gekommen, der sti kurzer Zeit eine gewaiiioe Vlusdebiiinig annahm, inrzen find »ngekäbr OflOO Morgen Waldbrstand vom Feuei ergrifs>n, amst die Baracken sieben zum Teil in Flammen. Ernsianden ist der Brand dnrck ein Uebungeswiehen der Arlillerie. Infolge der Dürre kand da? Feuer in dem Heidekraul reiche Rabrnng und dehnie sich auf ca. 5003 bi? 6000 Morgen au?. Zur Bckämpiung de? Brande« wnrden außer ReichSwehriruppen 200 Mann Schntzpolriei auf Last- wagen zur Ablösung der völlig elschöpsten ReichSivehrsoldaren her- angezogen. Eine Vombe explodierte nahe an den Mauern de« Kongrefi- palaste» in Buenos Aire». Ein Polizeiagent wurde schwer verletzt. Zur Mißernte noch heuschrcckeoi lieber Svdrußland ist ein neues Unheil gekommen. Eine Heuschreckenplage verbrdH sich über dos ganze Land. Zum Kampfe mit dem gcfrä'igcn Insekt, das die Felder verwüstet, haben die Behörden eine besondere Mobili- 1 sierung der Bevölkerung angeordnet. In den Wolgagebieten ist die Ai'ssaat des Wintergetreides eingestellt worden. Die Kolonisten ver- lassen fliehend das Land. In den südlichen Gouvernements ist die Saat zugrunde geqongen. Ein Moskauer Funkspruch kündigt an, daß die Bauern dieser Gegend die Dörfer verlassen. Der Hunger droht der Landbevölkerung mit völligem Untergang. 20. Jrie'lichstrotzr ö. i;ci» Zleinielcnborf. 3i 6 Uhr greisvertreierversammluiig im Raihause Wit- 113, tenau. Referrnt Öalol) Ältwaier:..Die aufgaben de» Parteitage,'. 20. Abt. T.i Uhr Zusammenkunft sämtlicher tzmittionärc, Betriebsvertrauen,- Männer und Elternbeiräte bei Iurknt, Läwestr. 10. Referent W. Schulz: „Die Dcmakrntifieri'ng der Verwaltung". »!«. tztbt. Steglitz. 8 Uhr Mitgliederversammlung Im tzllhrechwhof. Tage«. ordnnng: l. Da» neue Parteiprogramm, Referent f>. Stribel. 2, Wahlen der Deteglerttn zum Bezirk»- und Parlellag. »2. Vit. Reukölln. Die ssunklionärlitzung fäll! heut« abend«m». Rächlke Sitzuna wird hier bekannt aeaeben. Otlit. ülchlenle?». 7 Uhr Sitzi'ng der Parlcisunktivnire, Pelriebsrätl und Belriebsverlreurusleiite bei Släder, Iunaür. 20. Da wichtige Tage». vrdnuna. Erscheinen aller unbedingt erfarderlilh. Iii. Abt. M»h'»d»:s. 8 Uhr Mitgliedcrversainmlung hei Ander,, Bahnhos. strahe. Referent Elemen» Nörgel!„Wirtschaftsfrogrn". 112. Abt. HtUIgcnfrc-Tcgelart. 8 Uhr lokal Hermann. Tegclart, Scharfenderger Ltrat«, Mitglledervcrsammlung. Arauen-Pcranslalkungen: 2l. Abt. Ausflua sämtlicher Eenasgnnen nach dem Orankese«(Hohenschän- Hausens, Treksvunkt tlh Uhr bei Kräake, Edertnür. S. Däkle willkommen. 77.«dt.""------------------------~---- Sport. ©rohe Poxkämyfe linden ffrcttag im Verliner Prater. Kaltanlenallee 7, llat« Da» Praa-amm gebt ai-> Haur» ompk ein Treffen um die demlche Mlllei- aew>cht»meister>chakt zwischen dem Inhabee de» Titel».Tuet Peenzel und l Walter B» It» z» n not. Der Ramp! findet mit«-Unzen-Handslhuhen und harten I Bandagen statt und wird über 20 Runden aehen D'e technische Leitung liegt in den Händen de» deutschen Fed»rgewicht»M'iuer» Fritz Rai auf. ftrbe!tersport. Bund der?lrbei»er>M nsiNierriiie. Etil, dp« der BIa«> und Eireich- vereine. Mittwoch, den 20. stuli. abend» 7 Ubr, Spielabend mit an» � ichlichender tSruppenversammlung im Rosenlhaler Hsi, No citthaler Str. 12. Schöneberg-F-itdenan. 7zb Uhr Fraucnlcseabend bei Falger, ttnff- häuserstr. IS. Reserrntin Eenossin Saaser:„Wohlsahrtopslege". Zahl- reich'» Erscheinen erwünscht. Däsle können einaeführt werden. 83. Abt. Tempelhas. T/i Uhr Frauenadend bei Busc, ttaiser-Wllhekm-, Ecke Werdcrstrahc. Referent Erwin Marquardt:„Demrinschastoerzichung". Morgen. Donnerskag. den 2t. Juli: «. Nrel» Prenzlaner Dar. 7 Uhr Sitzung de» itreiovarfiande», der Abteilung,- leitungen, de, Btldung»au«schuffe» und der Pidlioldekokommisswn bei Aubrraer, Friedcdcrarc Straß, 1, Ecke Praunsberger Straße. Röntgentak-�epernick. Mitgliederversammlung 3 Uhr Lokal Marx. Referent Gen. Täubert:„Die politische Lage". Zoffen. Mitgliederversammlung 8 Uhr im Sewerkschas«»h«nz. Referent Gen. Pierbllcher:„Die politische Lage". Vollzählige» Erscheinen Pflicht. Säst« willkommen. » „ i.t»..«in»»rS»« Urtedrlchidaln.«nläßNch de» am 31. ZuN Im Paradies garten in Treptow flattfindenden Gartenkonzert, sindcn folgend« zwei Ezlraübuugo-ibcnd« statt: Freitag, den 22., und Freitag, den 20. Juli, von 7 dl» 10 Uhr abend» im Iahn-Rcal-Symnastum, Berlin-LIchienderg. Marktfiraße 2. vunosiztalisten. Am Freitag, den 22. d. M.. abend» VA Uhr In der Zuristi» sckien Sprechstunde, Llndcnstr. 3, P»rbcs-eckiung zu unserer Winlerardeit. Alle Genossen, die bereit flnd, an der AufslcNung eine» Arbeitopragramme» mitzuwirken, sind eingeladen. Besondere Einladunzen ersolgen nicht. ?ugenöverenstaltunyen heute. Mittwoch, den 20. Juli: Baumschulcnweg: Ernststr. 1«. Buiiter Abend.— Bd», vianatr m Fcsllchmlick Fabnen waren an den oieiilen Hüuiern und die ganze Be. uölkermig. inSbelondcre die Arbollerichast, vetvabite bei, Turnern Frei- guariieic und beieiiigle sich in Masten a» den Fcstveranslaliungen Etwa nOOO Turner und Turntiiniien waren au» allen Sindlcn und Täifern der Mark berbeioeetlt und nahmen am Feslzuge teil. Sonnabend abend» wurde im ibei sülllen Echützendoutpark ein vorzügliche» Programm geboten. Für die tuinlporttichcn Dettkä'rpsr holten die Giibentr Turner ciuen großen Sportplatz mit einer 300-Mcier.OoalIauibahn bergeiichict. der aber kaum die Massen tasten konnte. Am Mniiezriegeiitilrucn beteiligten sich nicht weniger ai» 29 Riegen. Die ebenfall» mit grorein Intel est« verfolgten Slofettcntäujc biachten wechselnde Erfolge. Der ttiudener Arbeiterschast und dem dortigen Tuinvemn tei mich an diettr Stelle für die bewiesene Gaftirenndichasl und ArbeiiSsreudlgleit der Tanl der Groß-Beriiner Arbeiter- turner au»ge!prochen. Erkcbntsie: Zwölikamps der Männer: t. SchmIdt.FIcht« 17 198'/,, 2. Ke> ien-Fichte 0 197, 8. Leulhald-Fichi« 4 1903, Puntle.— Z«b» k am p t der Männer: 1. Schn«ider-S!eu!öll.i>88'/,. 2. Dallai». ,rr. T Schineberg Berlin 178, Z Schllling-Fr. T Schöiicberg-Veriin 177 Puiilte.— Drettamps derTuriierinnen: 1. Kach-Panlow und Nöhler-Ndlersbos.'>6'/, Puntle.— Muslerriegen Männer: 1. Forii I LZ. 54. 2. Fr. Tickst. Schöneberg-Berlin 31,95. 3. Foist 31.90— Alter«. rieg en: 1. Friedenau 29,50. 2. Finsterwalde 28.52, 3. Schöneberg-Berlin 27.3» Punkie.— Turnerinnen' l. Fgrst 29.37, 2. 6. Bez rk 29, 3. Guben 27,29 Puiili«.— 300v-Met«r»2ausi 1. Neugebauer- kiollbu» 10 Min. 20 Sek., 2. Kvhi-F.T. Schöncberg Bei.ii, 10 Min. 84 Sek. — 100-Meler>Laus: 1. Kramnrc-Obcrlpree 11,3 Sek.. Eidmann- Fichie 3.— IVX�ä-Mcter-Slaselle Frauen: 1. Bezirk I Min. 56,2 Sek.— lOXtOO-Melcr-Stasellc Männer: 1. Bezirk 2 Min. 5.4 Sek., 2. 4. Bezirk 2 Min. 7 Sek.— Kugelst aßen: I. Krelichnrer-gorst 10,20 Meter, 2. Starka-Fichte 1 10 Meter.— Hoch- weniger....________ mochung dieser Wasserstraße sind 30 große Staustufen vor- gesehen. Ungefähr 5 Millionen Kubikmeter Erdmassen müssen für den Bau zur Aushebung gelangen. Eine Anzahl Wehre, Schleu- fen, Brücken und große Kraftwerke sollen erbaut werden. Es ist selbstverständlich, daß die Arbeiterschaft in�einem solchen Unternehmen auf allen Gebieten in genügender Stärke vertreten sein will. Nun hak aber die erste Generalversammlung der Neckar- Aktiengesellschaft am 2. Juli in Stuttgart unter 41 Aufsschtsratsmit- gliedern nur einen einzigen Arbeitcrvertrcter gewählt, und zwar einen Angestellten des Bauarbciterverbandes in Karlsruhe. Das Organ unserer Partei in Stuttgart, die„Schwäbische Tagwacht, hat diese Tatsache sofort scharf kritisiert. Nunmehr hat sich das Be- zirkskartell der Gewerkschaften von Württemberg und Hohenzollern beschwerdeführend mit folgendem Schreiben an die zuständige Stelle gewandt: „An den Vorstand der Neckar-Aktienzcsellschaft, z. H. des Herrn Ministenal- rats Dr. H i r s ch, Stuttgart, Ministerium des Innern. Der württcmbcrgischen Presse vom 4. Juli d. I. entnehmen wir einen Bericht von der ersten Generalversammlung der Neckar- Akticngcscllschaft und der Wahl des Aufstchtsrats. In Dcantwrrtung einer Entschließung der Konferenz der Funktionäre der Metallindustrie von Baden. Pfalz und Württcm- borg übermittelte der Ncichsverkchrsministcr im Schreiben vom 5. Juni 1921 folgenden Bescheid:„.„,.... Berlin W. 55, den 5. Juni 1921. Der Nclchsverkehrzministcr. Aktenzeichen W. I, II, III 3547._ Auf das an den Herrn Ncichspräsidenten vom 12. d. M. betreffend Neckarkanalisicrung gerichtete Schreiben. Im Bereich der Neckar-Bauocrwaltunq sind kürzlich mehrere größere Bnuicse ausgeschrieben worden. Die Vergebung der Ar- besten wird in Kürze erfolgen. Nach dem Stande der Derhand- lunqen mit den beteiligten Ländern steht zu erwarien, daß die Gründung einer gcmischtmirtschaftlichen Gesellschaft zur plan- märstgen Ausführung des Neckar-Unternehmens in der nächsten Zeit erfolgen kann. Die Beteiligung der Arbeitnehmer wird nach den gesetzlichen Vorschriften erfolgen. Im Auftrage: O t t m a n n. In dem erwähnten Pressebericht werden die 41 Mitglieder des Aufsichtsrats veröffentlicht. Als einziger Vertreter der Arbeiter- schaft ist der Gewerkschaftsbeamte Fischer tKarlsrube) genannt. Die württem.bsrgische Arbciter'chast ist von einer Bertretuna aus- geschlossen worden. Das Unlcrnchmcn der NeckarlanalifaNon ist in hebctn Tsiasie mit eine Angclegenhest der württcmbergifcheu Arbcilcrichisk. gegen deren Ausschalliing bei der Wahl des Auf- sichisrats nachdrücklich Prolest erhoben wird. Die Vertretung der Zlrbeiterfchaft in dem Aufsschtsrot der Neckar-Aktiengesellschaft ist auch allgemein derartig schwach, daß auch hiergegen Einspruch er- hoben wird. � Wir erbitten Bescheid, ob in irgendwelcher Form die Mit« Wirkung der Arbeiterschaft(eventuell im Vorstand der Neckar- aktiengcsellschaft vorgesehen ist. Gewerkschaftliches Bezirkskartell für Württemberg und Hohen- zollern, Stuttgart, Nadlerstraße 3. Dem Rcichsoerkehrsministerium wurde ovrstchende Eingabe am 12. Juli abschriftlich übermittelt." Wie uns von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, wird ein wei- terer Dertrcter der Arbeiterschaft in den Aufsichtsrat der Neckar- Aktiengesellschaft kommen. Daraussichtlich wird er aber vom Reich gestellt werden._ tp r un g: 1. Gänger-Fichte SO. 1,67 Vieler. 2. Lippert-Lichtenberg 1,64 Meter— 1. Schiödcr-Tchonholz 3 Meter, 2 Poblt-Muben 2,90 Meier.— D r e i l a m v s derMänner: 1. Kr etjchmai. Forst 57, 2. Matzei-Marien- ielde 65 Punkte.— G e ch» k a m p t Turnerinnen: 1. Hrinrich-Neu- lölln 102'/,, 2. Dreiow-Fichte 3 80'/, Punkte.— Sechskamps Frauen: 1. Äuische- Weißer. see l09. 2. Stikrit-Fichte 1 93 Punkte.— Bolt»- lümlicher Dreilamvt der Frauen: t. Koiiche-Weißeniee k>8, 2. Echulz-Lichlenberg<9 Punkte.— V oltStümlicher Dieilampi Izraendl. Turnerinnen: 1. EchinlowSli-Trepiow 54, 2. Nichler- Ficht« 5 41 Puntle._ vriefkaften der Redaktion. Briest rchr«nstunft wird nicht erteilt. ersetzen I! tukston:„Die international« Iugenddrwcgun,".— Besten!«urfürstenstr. 141, Schul-,„Heitere Rezitationen". Bus der Partei. Belgische verlrekung In Göe... vrässel, 19. Juli.(Agence Beige.) Der Generalra!„er sozio» iistischen Parle! beschloß, die Einladung der SPD., sich auf ihrem Kongreß in Görlitz vertreten zu lassen, anzunehmen. De Broucker« wird die belgische Parte! vertreten. Es wird aber betont werden, daß diese Beteiligung am sozialdcmokratlschen Parteliag in keiner Welse eine Gegnerschaft gegen die unabhängigen Soziall cmo- traten in sich schließt, mit denen man nur gute Beziehungen wünscht. dl» Seneßmleuna räsldium, Alexander- erheben.— L. . I». WWI dl« B»l»kl!»unaen nicht aufhören,«erden Si« die Privalklage weeen Beleidiguna erheben müssen.— H. R. 81». Wenden Sie sich an den gentralhllfsauaichuß. Malten- markt 9/10.— 1. II. I. Ja, sofern«« sich um»inen der Kirch, gebärigen Frieddof handelt. Vom Pfarrer d»r tn Frage kommenden Kirchengemein!»«. 2. Rein. Erstalten Sie Anzeige der Polizeldehörd«. 3. ,) Ja, fasern der Cohn »alllöhrig ist. b) und c) Rein. 4.*> und b) Da» können wir nicht anaeben, da uns die Unterlagen fehlen, c) Stellen Sie einen Antrag auf Erstattung. L>d ihm rnifprochen wird, ist sehr zmeifelhaft. Nach dem Sefrtz haben Sie Anspruch auf Heilbehandlung. Reichen Sie tlnen dahingehenden Antrag ein.— L. H. 37. 1. und 2. Rcln. P. C. I. Fragen Sie einen Tapezierer: un» nicht bekannt. Geschäftliche Mitteilungen. Während der Ferienzeit bMge Sonderfahrten, veranstaltet o«n der Spree- Haprl-Dampfschifsahrts-Gesellschaft n«r,ta Reue ..Slern":«an Berlin Montag» und Don- a» 8 Uhr nach Teupitz, täglich um S und 2 Uhr nach Wal!er»dvrf, 10 Uhr, delsvcrtrctcr und Geschäftsleute wird auch Paris einen längeren Be- Mühle, Sankel» Ablag-, 1.3» Uhr nach dem Mäaaclf-e: ferner fahren � such abstatten. Sie wird dort am 31. Juli erwartet. Nach ihrer An- von yxlz �z��.W°und°Fr-tta�'« X Z künst ln der französischen Hauptstadt wollen.sie dort.-ine Sitzung der Mündelflcherhrit der Glrozcnlrale der Provinz Brandenburg. Durch cine Entscheidung des preußischen Ministers des Innern ist der Eirovcrband der kcmmunalen Verbände der Provinz Brandenburg eine öffentliche Bankanstalt. Es treffen daher auf sie die ge- setzlichen Vorschriften zu, wonach die dort näher bezeichneten Anlagen in Wertpapieren, oerbricftcn Forderungen und barem Gelbe als mündelsichcr zu gelten haben. Erhallung der Hotels. Nach einer soeben ergangenen Anord- nung des Preußischen Wohlfohrtsministeriums bedarf die K u aVl fta ß e'n: Verwendung von Hotels zu anderen Zwecken als denen des Hotel- -•' betriebe?, insbesondere zu Geschäfts- und Bureauzwecken, der Ge- nehmigung der zuständigen Kommunalaufstchtsbehörde, d. h. in Städten des Regierungspräsidenten. Die Anordnung hat sich als notwendig erwiesen, weil der Aufkauf von Hotels durch Großbanken und sonstige Großfirmen in mehreren Städten, nament- sich in Berlin, in letzter Zeit einen derartigen Umfang angenommen hat. daß Störungen des geschäftlichen Reiseverkehrs eintreten müssen, falls nicht eingeschritten würde. Die bisherigen Bestimmungen, dl« oer Gemeinde ein Einschreiten ermöglichten, wenn das Mieteini- gungsamt zustimmte, haben sich nicht als ausreichend erwiesen. Die Regierungspräsidenten sind ersucht worden, die Genehmigung nur dann zu erteilen, wenn in der betreffenden Gemeinde eine so groß« Anzabl von Hotels ist, daß durch die Einziehung eines Hotels wirt- schaftliche Störungen nicht zu befürchten sind. Rückkauf eines deuischen Dampfers. Der 19 OOO-Tvnnen-Dainpfer „Eap Polonio*, der 1914 für die Hamburg-Südamerikanische Dampf- schiffahrtsgesellschaft gebaut wurde, ist an Deutschland zurückver- kauft worden. Valtlschporl— als estnischer Arelhafen. Die estländlsche Regle- rung hat die Errichtung eines Freihafens in Baltischport beschlossen. Dem Handels- und Industrieministerium soll ein Kredit von 9 100 000 estn. Mark für die Instandsetzung des Hafens eröffnet werden. Nach der Petersburger„Krasnasa Ga'eta" sind seit Eröffnung der Schiffahrt in Petersburg 5777 Tonnen Kohle au» England und 180000 Pud Mehl(1 Pud--- 15,38 Kilogramm) au» Amerika eingetroffen. Die Kommission amerikanischer Geschästsleule geht nach Paris. Die in Berlin cingetroffene Studienkommiiston amerikanischer Han- Plötzense« nach Oranienburg. Lehnitzfee. l amerikanischen Sektion der Internationalen Handelskammer abhasien. ir.* tw*.ui~ C Entkekungs-Tab letten Matte„Slbafo". da, crfelgtcltfiffc und anfdickbllchft«»Mal" argen Fettsacht. iund-. fflach-, Quadrat- u. Bandeisen, Ga»-Tiede«Rohre, T-Träger». U-Eisen, Feldschmieden und Ambosse i«s»r« ob Lager lieferbar Mh Kohls, BerliiiC.2S. DIrcksenstr. 12, Moritzplatz IS072. Ecke«ollairestratze. Moritzplo» 12073! un�olieure lAnekit aaitlj-pnoliimu,, >1. per»,.'.laoaeii»- mu»n.ck.bleiimsz- noiiimu». l.a>cvt. u. dezie bleinoile. » lälnlluö»ul«na «uzrulld, d Hyp- _ notiiieien iu erl, aiPcku Erfolc Im Leben zu haaen.— Unentb t. jed Mensch. Ueb. 100000 Expl verk. 120 Sin. Illustr. Pr,6,50M. u. LMM. PL OrBücherkat. gr AlbradUOMaLVcrULelpiig»! Vcrtranensvrille Auslmift H bammelrcu-,Biunnensti.7S kl u lollzahlung.�Z.lZarnnt. Fronen Itzlü.Piomd /Lfistp)?"l- Z.-». idh ziehen m.Einspr. höchst schmerz» C.UML u v\J an �0 Umarb. i chlechtsitz. Oenisse. Kep soL '.ahnarz Dr Wolf, Potsdamer Str. 58. Hnchh Spreche. Q-7, liäufe ständig zu höchsten Preisen dold- fiatin- Silber-§{ Hunzen Neuhaus, Roßstr. 8-ihe Sp",e,rn,r" Einkauf nur Im Laden, nicht Im Hol ] ••BCMtKffMMn*"«*"*........................•"»«•» mi* 9mm» f5aison- f Räu mu ngs-Ausver kauf ' Qualitäts-Ware 0 m rasend billia MW MMMMS» Verwaikungssielle Berlin � JIM, Linienstr. 83-85 Gcschäf szeil von vorm. g Uhr bl» nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden Nr. lS5, IZZg, lgS7. 9714. ßn öle Mitglieöe? öes Deutschen Netallarbeiter- Verbandes öer Verwaltungsstelle Herlin! Die CS.chl der Delegierten zum Verband-taZ findet für die Verlvaltungd- stelle Berlin am Sonntafi, den 24. Anli 1921, vorm. 10 Uhr bis nachm. 1 Uhr und am Mont««,» den 25. Juli 1921, von 2 bis K Uhr nachmittags, statt Die Wahllokale sind unlen angeiührt. Alle Kollegen und alle Kolleginnen, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen wollen,»lüffcn mit rhren Beiträgen auf dem lausenden sein, das heißt, sie dürfen nicht länger als sechs Wochen mit ihren Beiträgen rückständig sein. Alle Kollegen und Kolleguinen sind desbalv verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dasi ihr Buch am Tage der Wahl»r Ordnung ist. Dre Wah! ist eine geheime; sie erfolgt rniitel» Stinimzettel. Die OrtSver- Wallung wird tarür Sorge tragen, das; jeder Wähler undcauisichtigt von dritten Personen die nicht zusagende Liste aus der» Stirn», Zettel durchstreichen lanii. Alles nähere rm Auszug de« WahIrrglemeiiiS(siehe Nr. 2g der»Metall- oibe,»er-Zki!l»ig->. Alle Kollegen und alle Kolleginnen werden ersucht, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die BerlraucnSleui« haben hauplsäch- lich darauf zu achten, dasi olle Kollegen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Als Wahllriter für den Bezirk Berlin ist von der OrtS« Vertvaltuiifl der Kollege Otto ZiSka, Linienstr. tiS/hiS, bestimmt. Wahl■Lokales"WW \«r5 trage N S. ailcsche, Kopeiihagener Straße 7t 4. Ita-pp, GrllniI�Ier Straße 5 5 vrll-.cl,. Dronthelmer Straß« t 6. Döhlinx. Brunnenttraße 79 7. Carus, Soltoflrnß» 87 8. KtQirc«, Hulsiienstraße 83 9. Lt uschner, Aaerttrcße 110 10. Hains, Schleftklstraße 9 II Q'ehcl, Pantstrahr 83 12. Wende, ttolentestratze 147 13 NoB, Maxttraße 12 14. 1 etil, er, Seestraße.(Jrfe Matplaquetstraße 15 Barleäen, Bürge, artftraße 13 16. Zimmer, Fchmarnstraße 6 17. Koch, Heiurtgedorter Straße 13 18. Klinge, Srllerttraße U 19. Steinhauer. Daitenstraße 71 20. Eist, Derichlstraße 71 Nordosten: 21 Spitt,, Georgen. irchgraße 65 22, Kuwaskl, Greisearalder Straß« 191 Osten: 22, Bfihr, Stralauer Allee 47 24 Rosin. Kudener Straße 19 25. Pllzeckcr, Ttlumenllraße 3t 26. Köhler, Mauernstraße 14 Hfldosten; 27. Orelre, Rungesiraße 80 28 aewerkschafishaus. Engeluser 1t 29. Prasset, Mschaellsilttstraße 29» 30. Benote, Adatdertstraße 4 31 Orohnke, Grllnaner Straße 17 82.»el murh, DSrttßkr Straß- 58 SUden: 33 Blenkle, Soppttroße 1 84 Nowak, Gttschiner Straße 64 05. Winter, 9i>»-rstraße 117 SCdwesten: 96 Spörer, Gneisenaullraße 30 37 Topp. Alte Iatadstraße I 38. Rathmann, Wilhetnistraße III �Vesten: 39, Meyer, Lllßowstraße 7 40. Wiemer, Vutawstraße 58 Nordwesten; 41. Oclschtfiscr, Lerlichingenstraße 5 42. Sturz, Suttcnstraße 7 49. Yhleleir.ann, Waldeiiserstraße 19 44. Kaiser, Satzlawelystraße 31 45. KrCser, Pultitzllraß« 13 Zentrum: 46. Hummel, Saphienstraße 5 Adlcrsiiof: 47. Michael, Vtemarilstraße 78 Itanmschiileiiweg: 48. Voges Nächtig., Baumschulenstraße 14 Charlottenbars: 49. Nebel, Salzuser. CCf Englische Straße 50 Werner, SScllittnß? CO 51 Thunack, Wielandstraße 4 62. Müller, Oenadrllckrr Straße 27 53. Peter, Rehringstraße 23 Cttpenlck: 84 Schnlz, Bahnhasstraße 31 55. Augustin, Rasenstraße, Ecke ttirchstraßi Crledrlebsbasen: 56. Tlnlus, Friedrichstraße 121 Hnnelhorst: 57. Lehmann, WaldschtCßcheu 94,1' HohensehNn bansen: 58. Alarquardt, Bertiner Straß« 85 Kalkbcrse 1. 91.: 59, Kreter, Redenslraße 19 liirhtrnbers: 60, Prtll, ttantliraße. Ecke Mezartstraße 61. Blume, Baxhagener Straße 62. 62. Zur Wartburg, Franhtirter Allee, im Bahnhos Ltchtenderg-Friedrschsselde 63 Seibkc, ttranprintenstraße 47 64. Bittermann, Mllllendorsstraß«, Ecke Heej- dergstraße 9lar>endork: 65. Streiter, Chaageesiia.ß« 27 66. Knauer, Greßderrentlraß« Nenltttlln: 67. Kaiser, Boddinttraße 58 68. Idest-Kas.no, Weichictstraße 5 69. Picknlek, Otcrsteaße 5 70. Prüttet, Teapißer Straße, Ecke Brüse«- darser Straße 71. RGckhelm, Bergstraße, Ecke llahnstraß« 72. Loxnac-Yueile, Hermannstraße 150, am Baqnhas Nledersebvneweld«: 73. Besch, Grünauer Straße 5 Oberselitinr weide: 74. Imberg, WltHetminenHesslraß« 34 l'ai.kow: 75. Schmidt, Flarastraße, Eing.«Srschstraße Uelniekendort: 76 dugendhelm, Scharnwederslraße 115 77. Mlethe, Eichbornstraße 49 78. Wedlog, Berliner Straß« III ltosentbai: 79. Feind, am Bahnhof HchOneberjc: £3. Reaentbsl, Ebersstraße 58 Seesefeld: 81. Wnlt, Hauptstraße U btieme nnstadt; 82, Marsand, Noniiendamm-Alle« 83 Sundheim, Ronnendamm-Alle» 81. Kam, Sremensftraße. Ecke Hertzstraße bnnndan: 85. Zur letzten Mlnu e, Bahnhoistraße 2 86. Wohlfeil, Hamburger Straße 61 87. Kohlschmldt, Neuendorler Straß« 89 88. Wlndt, Piche.sdorfer Straße 8 Staaken: 89. Woltf, Epandauer Straß» Steglitz: 90. Borgmann, Rheinstraße 40 91. Henke, gtensdurger Straß« 7 Tegel: 92, Ltbnhardt, Berliner Straß« 84 Teltow: 93. Stanr, Teltower Straß« Tempelliof: 94. Bürgergarten, Berliner Straße 165 Treptow: 95. Wischke, Heidelberger Straße 81 Wnidmannslast: 96. Schwatze, haus, Ttalatlraßi 23—34 WelUennee: 97. Masche, Berliner Allee 261 98. Pietz, Renndahnstraße 4 Wildan: 18. Kasino, Lchwargtapffiiraße Die OrtSverwaltung. lliillibliit lilittzl itd Il-netd. Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nach- richt. daß unser Kollege, der Rohrleger Wdelm vecker am 17. Juli gestorben ist. Die Beerdigung stndet amDonnerstag. den2I Juli, nachmittags 4 Uhr, von de- Leichenhalle des 2 Schöne- berger Kirchhofes Bianten- Hölle aus statt Rege Beteiligung erwartet Die Vrtsverwattung. Modi ruf. Den Kollegen zur»ach- richt. daß unser Kollege der Schmied 94 5 Ideoäor Schley Berlin, Lychener Str. 30, am 12 Juli geNorden ist Ehre ihrem Andeuten! Dt« Ortsnerwalwng. � Xmifnibc befreit! Bandwurm ■hos mit dop I m Spul- u mahentoütmrc beseitigt teichl u. schnell da» unschädt. INedtco-vnnh- «urmmlttn..RijäHrigeEr- iotge Fllr Erw. W tO.-.illr Kmd.M?.8i Echt und w'riam nur mit Marie„Btchico*'. Wo nicht erhöltitch, wende man fich an OHo»ilchat. Berlin 43, y S» SO, Eliendahnstr. 4. mit KOche l in Berlin. Möbel werden I eventuell tö»stich übernommen. Genehmtgring! durch da» Wahnungawi! wird erteUl. Ausillhriiche j tchristlick e Osterlen an Praimann A Krclser Jnnrnarchiletien Kurillritendamm 190,192. Disconto-Geselischaft Berlin Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland Kapital u. Reserven 650000000 Mark Bankmäßige Geschäfte aller Art Bilanz am 31. Dezember 1920*) Aktiva Kasse, fremde üeidsortcn, Coupons und Outhaben bei Noten- und Ab- rechnunesbanken....... Wechsel und unverzinsliche Schatz- snweisungen......... Mostrogutnzben bei Banken und Bank- tlrmen........... Reports und Lombarde gegen börsen- gingige Wertpapiere...... Vorschüsse aut Waren und Warenverschiffungen......... Eieene Wen paniere....... Konsoriial-Beieilißungen.... Bctehleun> bei der Norddeutschen Bann in Hamburg. Betellleung nei dem 4 Schaatihauien- schen Bankverein A-Q.... Oauernde Beteiii ungen bei anderen Banken und B;in: firmen..... Schuldner in laufender Rechnung. Forderungen an das Reich oder die Re ehsbank aus für Rechnung derselben übernomm Vcrpliichtun en Wertpapier- Bestände der Pensionskasse und der Stiltungen.... Einrichtung........... Bank-ebäude......... Sonstige Liegenschaften...... I 098831 613 6 229 595 220 1 I7714255C 95 717 561 120 763 5fS 88 251 869 77 464 917 60 000 000 lOOOOOOOf 60 896718 576 751 891 150112 747 4352 254 I 36 814 316 8 140 TS 40 Passiva Eingezahlte Kommanditamelle... A Igemeine(gesetzliche) Reserve.. Besondere Reserve........ Gläubiger............ Akzente............ Für Rechnung des Reichs oder der Reichsbank übernommene Verptiicn- tungen............ Wohliahrtselnrichluncen Noch nicht abgehobene Gewinnanteile der Irüneren Jabre....... Rückstellung für Talonsteuer.... 16", Gewinnanteil aut M. 310 003 00 Kommandit-Anteilc....... Gewinnbeieiii ung des Au s;chtsrats Gewinnbeteiligung der Qeschäits- inhaber, Direktoren, stellvenreten- den Direktoren, Prokuristen und Angestellten......... Rückstellung für Ruhestandsversorgung der Beamten....... Uenerwelsuna an Da-Reserve... Ledern ag auf neue Rechnung,.. JK 310 000 000 109 0(0 000 81 0 0 000 12 015 647 575 96571 711 160112747 7 451 240 1 439 769 3 630 040 49 600 000 2853571 20543 331 10000000 20 000 000 6516506 68 12»9« 066 Wa|86 «) Die Bilanz enthält nicht den VermOgensiiand unserer Londoner und Metzer Niederlassungen Gewinn- und Vorlusl-Rechnung 1920**) >2 594 366 493)86 Soll Verwaltungskosten.... Steuern........ Zu verteilender Reingewinn Jf 198 593 792 45603 3-6 160 133 409 Haben Vortrag aus 1919........ Coupons............ Elfeklen Provision........... Wechsel und Zinsen....... Beteiligung bei der Norddeutschen Bank in Hamburg....... Beteiligung bei dem A. Schaaffhausen- schen Bankverein A.-O...... Dauernde Beieillgu gen bei anderen Banken und Bankiirmen... Jt 6 405 828 12 053 491 37 063 042 121 539 070 203 854 634 8 400 000 12000 C00 3 0125.11 401 3„0 598 32 od 404 3dU698|03 »>) Die Gewinn- und Verlust-Rechnung enthält nicht das Erträgnis unserer Londoner und Metzer Niederlassungen mm KriegsbeschSdigte Hinierbllebene Ausschüsse Behörden linden über alle Fragen der Mllitärversorgung zu- erlässig. Auskunft KonmiEntar zum Reictisversorgungs- von Hermann Müller Die Mitwirkung des Verfassers an dem Gesetz als Dcrichtersiaiterdes7.AuE schusses verbürgt gründ- .iche und zutreflcRdc Kr läuierung. Ein wertvoller Anhunß mit d. wichtigsten emschiägigen Gesetzen u. Ausfübn nie veraeben» war, von meiner l C fl) t C d. Reiche« Fiechtenballa», io schieiden viele> Fi 12,50 vtto Rrlchat. BerUn 41, >»� Eisenbahnstr. 4.»��» vomöllsskreizMe «gd GiRadet (Sitte Verdienimioalichkelten! SXufflfirtitta und Anregung gebende Vroichüre: Ein neuer lvetst? sendet gratis* 3. Erdmaun iii»(To., Berlin. Köntggrcitzer Str. 71. s n SammiauDen ' Kault Ball, Berlin, Wllhelmstralle 46,47 ü n ze n Hnndlnnä. Ii ucsonJ. 2ciss u. Gocrz werden ständig angekanft Photo haus Stecke! mann Berlin W 9« Potsdamer Str. 125 Prkua hochfeia, rirnj. j rot,pri fadaraicht ItemiöBköfer. GroL ()b«rb«ti, Unterbett a. t Kiaiten mit 16 Pfd. prina full- kräfiipcn, weichen Kodum ausanimmi nur 48B Mk.; mit s&rt- weichen ÜAlkdeune® nur 103 Mk.; mit»/»wölß il:4lbd»nnen 661 M; mit reinweiß. Halbdaaaea 663 M.; mit reinweiß., erstklaau. xesehlisseii-n HalbdanneR mit DaBnendecke 639. KV Jt#:«w Malbihznsa— Bacn», je nach Quali Äc 14 60, 17-A tfli.0, 24.50, JI.50 bi» 8S.— Mk Nur best«,•nserleseue. staubfreie Qualitäten. Nicht gefallend Geld aurfiek. Katalog frei. Viele Daukechr. Porto». Verp. gratis. fl. 2 H. Fritfirei!, llüi-1 4ä Direction der Bisconto-Gesellsctiatt Berlin. Dar Gewlnnimteflschein Nr. 96 unserer Kommandit-Anteile wird mit M. 96- für die Stücke von 600 Mark, „ 192.- für die Stücke von 1200 Mark unter Abzug von 10% Kapitalertragsteuer vom 19. lull 1931 an bezahlt bei der Direction der Disconto-Gesellsciiafl in Barlin, der Norddeutschen Book in Hamburg oder dam A. Schaaffbausen'schen Bankverein A.-G. in Köln, oder bei einer Filiale oder Zweigstelle der vorgenannten Banken an anderen Plätzen, oder in Augsburg bei der Bayerischen vlsconto- und Wechsel- Bank A.-Q., ,„ Barmen bei dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer A Comp., n„ Breslau bei dem Bankhaus« E. Helmann, „ Cassel bei dem Bankbause L. Pfeiffer, „„ Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credil-Anstall, Abteilung Dresden, bei dem Bankhause Philipp Ellmeyer, . n Elberfeld bei dem Bankhauso von der Heydt> Kerslen A Söhne, _ Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank, bei dem Bankhause E. Ladenburg, „.. Halle a. S. bei dem Halleschen Bankverein von Kullsch, Kaempf A Co., bei dem Bankhause Relnhold Steckner, „„ Hamburg hei der Vereinsbank In Hamburg, „„ Hannover bei dem Bankhause Ephraim, Heyer A Sohn, bei dem Bankhause A. Splegclbarg, „„ Karlsruhe i. B. bei der Süddeutschen Dlsconto-Gesell- schaft A.-Q., bei dem Bankhause Veit L» Homburger, bei dem Bankhauso Straus A Co., „„ Köln bei dem Bankbause A. Lcvy, bei dem Bankhauso Sal. Oppenhelm lr. A Cle., „„ Lelpzle bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstall und bei deren Abteilung Becker A Co., ,,„ Magdeburg bei dem Bankbause F. A. Heubauer, „„ Mannhelm bei der Süddeutschen Disconto- Gesellschaft A.-G., „„ Meiningen bei der Bank fDr Thüringen vormals B. M. Strupp A.-G., „„ München bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel- Bank, bei der Bayerischen Versinsbank, „„ Hürnberg bei der Bayerischen Disconto» und Wechsel»�. Bank A.-G., bei dem Bankhause Anton Kohn .. Stuttgart bei der Königlich Wilrltembergischen Hofbank G. m. b. H. Die Binlfisung findet bei uns und unseren Niederlassungen, bei dem A. Schna fhausen'schen Bankverein und der Norddeutschen Bank in Hamburg und deren Nlederkassungen vom 19. lull an in den Yormittagsstunden von 0 bis 12 Uhr statt. Bei den anderen Stellen ist die EinlösungsMst auf die Zeit vom 19. Juli bis zum 15. August 1921 begrenzt Berlin, den 18. Jub 1021. Direction der Disconto-Gesellschaft Prozesse, Rat, Beistand, mätlige Preise. Tell- zahlung, Ehe-, Alimenten-, Straf Sachen Steuern. Gnadengesuche. Landgerlchtsial De v. Klrchbaeh. Gesellschaft m b. H., AlczandcratraBe 4S(am Alexanderplatz, gegenüber Tlatz)(9— 7) Glänz Erfolge I Baobaehtg. T»lu KCnlglt 3595 Marke Zeo Röhlensäure-Bäder Sauerstoff-Bäder� Ueberau erhältlich oder bei den Fabrikanten KOPP& JOSEPH, Berlin W. 50, Potsdamer Str. 122 an Wirksamkeit aaerreicht. SpMelmarkt. Ecke WaVstra�i n g», Alexanderp�ah.� "*$* fioRBüfet Damm 10 «ih» monntiaH Sonksri w Griebel(J)ffr. 193 a, Ecke Leipzjge» Straße Leipziger Str. 113, Ecke Mauerstraße elvtstrake 1. Eck» Potsdam« Strafe N Schöahaujer Allee 81 an Bfci. Slorkrinj Friebrichftr. IOC, Eck» Aieqetstraße Zvvalibe»str. 164, Ecke Bnmnensti'aße Zuvalidenstr. 117, um Lt-ttwer Lht. Ehavsseestr. 72. nad, MOllaastraß- 0 vte§er«netter aus Ev>€S»DoiidIch WeSMl.G!Sser-Nerordnunaen werben Ichnell und lorgsöttig ausgeführt vte Kneifer ohne Ttandfassung Sold-voublC nur s r k mit Sisssrn mit Menisken 29.50 dazu ein Lahr Garantie für die Fassung ZSeiter empfehlen wIn folgenden preise verstehen sich ohne Gläser ein Jahr Ruhnke-Garantle.... IV.SV, IS.— zwei Jahre Ruhnke- Garantie....2S.-, ZS.— drei Jahre Ruhnke-Garantle 4S.-, 5S.—, 83.— Kneifer mit Nandfassung So!» Doubl« 1S.- »w Jahr Ruhnke-Sarantie.... 18.—> 24.—, 28.— zwei Jahr« Ruhnke-Garanlie..... 30.—, 34.—, 38— drei Jahre Ruhnke-Garantie 44.—, 48.—, 88.—, 78.— Auf alle 14 karätigen Goldfassungen vier Jahre Ruhnke Garantie/ Hornbrillen von 33.— an, Moderne Lorgnetten, Silber, von 95.— an, Gold-Dou Ifi von 72. Gläser werden extra berechnet, und zwar pro Paar: Rachenower Schleifart 8.—, Punktorik-Menisken 19.—, dieselben au» unserem guten Sano.kop-Gias 32.—. S. illen mik a. ohne Randfassung Gold'Do übt« «in Lahr Ruhnke-Garantie.... 33.—, 38.— zwei Jahre Ruhnke-Garantie.... 45.—, 48.— drei Jahre Ruhnke-Gaiantie 55.—, 85.—, 75.— an. jjfflf d i e Reise und den Gport: Prismen-Zeldstecher °" 850.» 850-«Ä™« 1050- Frankfurter Allee 14, aat« Xl Ubr; Der Harr, der dl» Maulschellen kriegt Do. 7Vi Uhr; Der Herr, der die Mauüehcllea krieft Gr. Schaasplelhans (KarlstiaBe) I: Die Weber(AuB Abonn.) Do 8: Die Web e r( AuB.Abon.) Neue Welt ARNOLD SCHOLZ Hnaenhelde 10« II« llttwocb. d. 20. Juli 1921: Conzertu. Spezialitaten- Voratellunj (j roßer Ernte• Unuag Kinder-Theater/ Kinderspiele und Kinderbelustl- �unpen aller Art, wie: chlagen, SaekliDpleo Vcttlauren. Kinder- I a ck e I s a f /Umö Uhr; Aufstellen das Luftballons„Nona Welt" Anf. 4 Uhr. EinlaB 3 Uhr Kaffeekfiche an 2 geOdnec Veransel|;a{ Donnerstao. den 21. Juli: OroSss Kunst- nnd i Fronten• Pauorwerk IPark-RestaaranU Südonde» SOdrlnt 1224 i.__ i Tanz-jibende ! täglich anßcr JHontae -------- ♦ Volksbühne Thtster am BQIowhlatz. u� Der EaiserjäBer Lessiog-Theater Allabendlich T'/a Uhr: Die Bslierisa des Königs (Lcopaldlne Konstantin) Deotsehes KQnstler-Tlieater PA Uhr: Der Herr Verteidiger. Hell, OebQhr, Kaiser• Tletz Oen trnl-Th eister > uhr; Jlonka Frledr, Willi r Im at.Tli. L'�r; Die Kleine ans der Bolle Kl. Schanaplellmna fv, mir; Reihen Kleinen 1 henter '■fc u.: Casano?as Sohn HctPopol-Thonter Jir'Die blane Mazur �«nes Operrttentfieat. jv.uhr American-Öirl RealdrnK-Thrntor Vit Uhr Max Adalbert in 1919(Ab dafür I) •shlller-Tkeist.ühnrl. Operettenspielsait u�Jeioe Frau- das Frloieln Tha II a-Th enter ''/.uhr Mascottchen Th.am Voll emlorfi. lata j;'; Der Vetter ans Dingsda Theater des Weaten» Borgen wieder lastik! Trlanon-Theater Vit Ubr; Ida Wüst in Lad; Windermercs Fdeher Tk.l.d.Kammandanlenstr. Bit 20. Juli ketchlossen. Morgen 7 U.: Die Dielenhexe Wallnep- Theater 7'�: Cavallcrla rnstlcana. Bajaxao Wnlhnlla-Theater ■j;?; Scheidanasreise Jldmirals-?alast 7'/, Uhr: Die roten Schuhe Berliner Theater Allabendlich!*> Uhr: DAS Theater 1« ck. SBnlaarStzer Str. 7.30 U; Der Cwlssenswarm Do.: Die Kreuxelechrclber KomSdienhaas 7.30 Uhr Der blende Bngel Folies Csprlce Ltnl(nstr.l32.amOranlenbg.T. Tigllch"/rf Uhr: Prinzessin vom Nil Operette In 3 Akten Musik von VIclPr Hollinder mit Prflnzl Blenke, Max lAa'den, Kithe Jungherr utw. 7>l, Uhr: Varlefö- Raachen gestattetl Keichsh.-'1 heaier Während d. Ferien d. Stetl.Sangerii(l. T1/. Ab I. A Wieder- aiill, d.St.SSax. Dönholl- Brettl Variete.-. JA-VM-V' I 1 �5.-»«/»� Krlsgcmteihc wird zu 84% In Zablnng genommen. Impr. Mäntel..... 146 impr Seidenmäntel 240-360 Sportjacken t***. m.« 40 Sportjaekeii wen. 148% 140 CoTereoatmäntel... 168 Manteikleider..240, 866 Lodenmäntel..... 276 Lodenkoslilme____ 886 Kindermäntel..... 69 Praktische Ulster.. 126 Gummimäntel �0.*� 274,.°r«.rr-n 346 Sommerkleider 62-270, StoffFöeke 44-186 Plüschmäntel 580, Astrachanmäntel 300 Pelzmäntel a":� 2350, 3800, 4700 estmann 1. Geschäft: Berlin W, 2. Geschäft: Berlin NO, Hohrenstrafie 37a Gr. Frankfurter Str. 115 ftteftien geschätzten Runäen von Ätaöt unöLanö teile ich Höf!, mit, Pap 5LIFEN[ehr teuer weräen. Zch empfehle öahec rechtzeitigen Einkauf. 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Im Hörsaal der Universitäts-Frauenklinik in der Charit« fand am gestrigen Dienstag mittag in Gegenwart der Vertreter der ver- schiedencn ärztlichen Organisaiionen eine Vollversammlung der Volontärassisienten an den Universitätskliniken und an der Charit« statt, die sich mit der Frage der Arbeitsniederlegung dieser Aerzte- kategorie beschäftigte. In der Versammlung wurde mitgeteilt, daß die leitenden Aerzte der Berliner staatlichen Küniken bereit seien, die Volontärassistenten in ihrem Kampf um die Existenzmöglichkeit zu unterstützen. Im Falle einer A beitsniederlcgung würden die Oberärzte es abtehnen, Streikorbeit zu leisten oder mit S'reik- brechern zu arbeiten. Lediglich die notwendigsten ärztlichen Maß- nahmen, Operationen und dergleichen würden ausgeführt we den. Bevor es zu einer Bcscblußsafsung über die Frage der Arbeitsnieder- legung kam, traf ein Schreiben des Kuitusministeripms ein, in dem dieses sein bisheriges Schweigen auf den am 11. Juli unternommenen Vermittlungsschritt damit begründet«, daß der für diese Angelegen- heit zuständige Referent sich auf Urlaub befände, während die übrigen Beamten des Ministeriums durck anderweitige Arbeiten überlastet seien. Gleichzeitig enthielt das Schreiben eine Einladung an die Vertreter der Dolvntäro'sistenten und der ärzt- lichen Organisationen, sich am morgigen Donnerstag im Kui�u?- Ministerium zu einer Besprechung einzufinden. Die/ Versammlung nahm von diesem in letzter Stunde eingetrossenen„Entschuldigungs- bries" des Kultusministers Kenntnis und beschloß, den Streik um 48 Stunden, nämlich bis zur Beendigung der vorerwähnten Besprechung im Ministerium, zu vertagen. Sollten die morai- gen Verhandtungen für die Bolontärärzte kein annehmbares Er- gebnis zeitigen, so tritt die Arbeitsniederlegung am Donnerstag mittag automatisch ein. Ueber den Stand der Bewegung wird in einer Versammlung der Transportarbeiter am Mittwoch, den 20. d. M., nachmittags 3% Uhr, im Schultheiß, Neue Iakobstr. 24/25, berichtet werden. Sowohl die ausgesperrten als die noch arbeitenden Transpe-'t- arbeiter haben die Pflicht zu erscheinen. Die Lchnkrise im Saargebiel. Um dem geplanten Lohnabbau im Saargebiet entgegenzuwirken, proklamierte der elsässifche Metall» arbeiterverband für alle ihm ungehörigen Arbeiter die passive Re- sistenz. Daraus legren zahlreiche bedeutende Eisenwerke ihre Be- triebe still und sperrten die Arbeiterschaft aus. tz-ntralverband der Sotrl-, R-st-urant» und eofe.Angestcllt-n. Donnerstag. den 21. d. M., vorm. 10 1'tir im Noicntlialer Hof, Rofen.haler Straße 11/12, Mitqliedcrvcrfamnilvng der Branche IV tCaiel-lln-r). Tagesordnung: 1. Ouar» talsbcricht.. S. Beitraascrfiiüiuna. Z. Verschiedenes. Witgliedobuch legittmiert. DeutsSer T-an-pc>tarbciter. Verband, De, tri Sroz-Bcelin, Smppe: Pa?i-» und Pappen-n pro». Donnerstag, den 21. Juli, abend» 5 Uhr Schulaula, S: schrciberstr. 51»,-lue u-lchtige Gruppenoersammlung. Tagesordnung: l. 5He Antwort der Arbeitgeber auf unsere eingereichten Forderungen. 2. Dis- tusslon. E- ist Psliäit, daß der letzte Mann zu dieser wildtigen Berfammlrng erscheint, da es sich um eine wichtige Entscheidung handelt. MitgNedsbstchae ober-karte sind mitzubringen und am Eiimang vorzuzeigen, ohne dieselben te:», Zutritt.— B-anchc Z». lEisenhandcl. NSHrcnläger, M-schinenhandel.) Donnerstag. den 21. Juli, abend, 6 Uhr auf dem 2. Hof des Gewerlschaflshaulc« Vosloersammlung: Entscheidung iibcr Streik oder Arbeit. Denticher Hol-,» beiterverbend. Karosserie» und Wagenbau. Mittwoch t!>4 Uhr Metallarbeiterverbandshaus, Linicnstr. 8Z/S5, Versammlung aller Vertrauensleute der Wagen» und Karosseriefabrikcn. Stellungnahme zum Rahmen- und zum Lohnabkemme». Deutscher We-.Iineister.Verband! Versammlung aller in Dichercien und Formereien beschäftigten Werkmeister Donnerstag s Uhr im Schultheiß, Neue Iakodstraßc 21/25. Vcrantw wr den redakt Teil Dr Werner Vciicr. Cbarlollenburg: lllr Anzeigen: ?I> Ghutc. Berlin. Vertag Vorwäris-Vertag K. m. b. H. Berlin Dru.k Vor- würlK-Buchdrulterei u. VerlagSansiatl Paul Zinaer«. Eo.. Berlin, üilidi Ittr. Z. Hier,» I Vellage. Ii iiiii ii.........................■■■—■ww— hpwihbiim )( HUftnar&ugan r'\ Hornhaut Schwielen u. Warzen \\/ beseitigt d»s ärzHi Essmesser AiuBimuui............ 4 Dessertmesser Aluminium..... Cm Zinkwannen ICHAAMIilC OJ OJ"ü IZil 00 Steingut Waschbecken.... 875 14" 1875 Terrinen siemooi............ 7;o87' Kartoffelschüsseln swngui.. 6" Teiler Slelngut, lies oder stach....... 1' Gazeslocken 025075 von U' bis rund und oval Porzellan Teller He! oder stach............. 3" Tassen w.*.... 1" 1" dum. p-id 3" Kompotfeller 75pi Bierbecher Ei»«, wen«, ci«..... 26 Karbidlampen (ür Garten-, Lauben- und Balkon- beleudilung, lackiert, mit Glocke... 7 50 flicke! waren Qebäckkasten m.Nidieidcdiei 26'° Nickelkörbe UTunkdrund 13° 1650 r>.. i mll Glasbehaller u. Dullerdosen Nukeide*«!...... 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