Nr. 38? �ZS. Jahrgang Ausgabe A Nr. 193 BezuoSvrets, Sicrtellabtl-SO.— aH., monotl. 10,— 9R. ftei ins Sans, ootaus zahlba« Post» b?zug: Monatlich 10.— M. einschl. Zu» ftelluna,gel>ühr. Unter Kreuzband für Demschland. Danzig, Das Soor* und Memelaedier, sonne die ehemals den«. sch-n Erbiete Polens, Oesterreich. Unzarn und Luxcmdura 20.— M. für das übrige Ausland 27,— M Poll» deltellungen nehmen an Oesterreich. Ungarn. Tschecho- Slowatet. Däne- wart. Solland. Luremburg. Schweden und die Schweiz. Der»Vorwärts- mit der Sonntags» beilage»Volt und Zeit-, der Unter» hallungsbeilag« Jbetmwelt- und der Beilage»Siedlung und Klemgarlen- erlcheinl wochentäglich zweimal. Soim» tags und Montags einmal. Telegramm»Adresse: «BozialdenioCcot verttn» Sonntags-Ansgabe Devlinev Volksblstt � 40 pksnniZ) BnjelgenpretS, Dt»»chtgelvallrn, Noiinaretilezetl» lostet V3V M»kleine tlnjrlgeo' das settgedruckt»■Bon tLV M.(zulässig zwei settgednickt» Wonel. sedee weiier» Wort l.— M. Stellengesuch« und ßchlasstellenanzetgen da, erst, Wort!»— M. tedes wettere War« « Mg Worte über ld Buchstabe» zähle« sllr zwei Wons lsaimIien-An. zeigen sllr Abonnenten Aeile«d— M Die Preise»«stehen sich einschließlich Teuerniigsziischlaa «lnz eigen tllr di, aachlte illummer müssen bis 0 Uhe nachmttiags u» Sanvlgejchäst. Berlin SW Ob. Linden. strahe 8. abgegeben werden. Eeältnei oon S Uhr früh di» d Uhr abend». Zentralorgan der fozialdemokrattfcbcn parte» Deutfchlands Reüaktion und Expedition: 6£D68, Lindenstr. 3 De-wnktiw-elt-'w- Redaktion Moril-pla«,».'»»VS-g? Maritzplatf»l7«Z— Sonntag, den 14. August 1SÄ1 vorwärts-verlag G.m.b.H., SV 08, Lindenstr. 3 ikernivredter' Verlag,«rvebition UN» Inseraten. ":«btetluug Morillplatz»»753-34 SchluWung öes Obersten Rates. Aufhebung der wirtschaftlichen, Verlängerung der militärischen Sanktionen. Paris. 13. August.(MTV.) Der Oberste Rat hak in ~"■ ifdx" seiner heutigen Rachmittagssjhung beschlossen, die wirtschaftlichen Sanktionen unier dem Vorbehalt auszuheben, dafz Deutschland am 31. August seine Verpflichtungen erfüllt, d. h. eine Milliarde Goldmark bezahlt gemäß dem llliimatum»>on London. Räch einer Rede Priands ist beschlosten worden. augenblicklich die militärischen Sanktionen beizubehalken. die Reste der Tagesordnung. Varls, 13. August.(WTL.) heute vormittag hat der Oberste Rat den Text de» Schreibens festgestellt, das von dem vor- sihenden des Obersten Rate» an den deutschen vokschafier und an den polnischen Gesandten übermittelt werden soll, um fie von der Entscheidung de» Obersten Rate» in Kenntnis zu sehen. 3n dem Schreiben werden beide Regierungen aufgefordert, die notwendigen vcrkehrunge« zu tresjen. um die Ruhe in Oberschlcsien aujredjtzu- erhclkcn. Die RNtleilung soll auch die Ausmerksamkeit auf die Der- ankwortung lenken, die den beiden Regierungen zufällt, falls Truppen die Grenze überschreiten und Waffen nach Oberfchlefien ge- bracht werden. An zweiter Stelle beschäftigte sich der Oberste Rat mit der Frage der Aburteilung der Sriegsbefchuldigten nar dem Reichsgericht in Leipzig. Ein Ausschuß soll die Urteile prüfen und nach giünd!i>.» Ho 1 Entschädigung durch die Opfer. Vreslan, 13. August.(DA.) Die italienische Regierung hatte für die Mordtaten, welche die polnischen Insurgenten, bei Be- ginn des Aufstandes im Mai an italienischen Soldaten verübt hatten, von der polnischen Regierung ein« Entschädigung von sieben Millio- nen Lire verlangt. Diese Summe war auch bezahlt worden. Wie nun bekannt wird, hat das französisch« Finanzdepartement der JAK. dies« 7 Millionen bezahlt, und zwar aus den angesammelten Geldern de? oberschlesischen Steuern. Die„Schlesische Dolkszeitung" ist in der Lage, nachstehendes Schreiben des Chef« des Finanz- departements der JAK. an den Direktor der Bank für Handel und Industrie in Oppeln zu veröffentlichen:„Ich habe die Regierung?- haupttaste angewiesen, Ihnen durch die Reichsbankftelle hier die Summe von 24 Millionen Mark gutzuschreiben. Ich bitte Sie, sofort sieben Millionen Itolienischer Lire zu beschoffen und diesen Betrag für Rechnung der italienischen Staatskasse auf die Bank für Italien in Rom überweisen zu wollen. Falls zur Durchführung dieser Zohlung die Eröffnung eines besonderen Kontos erforderlich fein sollte, so wäre dies getrennt von dem Konto der Internllierten Regierung?- und Abstimmungskommistion zu führen. Sollte die Summe von 24 Millionen nicht hinreichend sein, so würde Ihnen der Rest- betrag überwiesen werden, sobald die Höhe des Betrages für Aus- führung der gedachten Zahlungsoperation genau feststeht, hingegen wäre ein etwaiger Ueberfchuß an die Regierungshauptkaste zurück- zuüberweisen." Di« Angabe, daß die Entschädigungsforderung an die polnische Regierung gerichtet worden sei, bezweifeln wir. denn rechtlich bafiet, wie bei preußischen Tumultschäden die Gemeinde, so hier da? Abstimmungsgebiet: aber daß di« zum großen Teil von Deuffchen aufgebrachten Steuergelder für die Morde der Korsanty-Banden hasten, ist ein bitteres Unrecht._ Engländer gegen polenrummel. Tarnowitz. 13. August.(MTB.) Polnische für den Grenz. schütz bestimmte bewaffnete Apa versuchte gestern einen Umzug durch die Stadt zu veranstalten. Die Engländer verhinderten dies und nahmen einen Teil der Sipo f e st. Die Bürger sowie die Der- txcter der Organisationen protestierten beim Kreiskontrolleur gegen einen solchen„Grenzschutz" wie diese Apo. Der englische Kreis- kontrolleur begab sich mit den Abordnungen nach Oppeln, um Protest zu erheben. pari». 18. August.(CE.) Die hiesige polnisch« Gesandtschaft de- mentiert energisch die von deutschen Blättern verbreitete Nachricht, daß Polen an der oberschlesischen Grenze Truppen konzentrier«. Die polnische Regierung beharre bei ihrer friedlichen Haltung, die sie bisher immer«ingenommen habe. Wegen Rlchtanmeldnng einer pollkischen Versammlung Nie»- badener Deutsckiuati ovalen, in der über die Tantuonen und da» Verbalten der Franzosen in Oberscklesten geredet wurde, hat jetzt da» französische Militärgericht in Mainz den Vorsitzenden der Ortsgruppe in Abwesenheit zu einem Iadr Gefängni» und 10 000 Mark Geldstrafe, den erschienenen Geschäftsführer zu 2000 M. Geld- strafe verurteilt. Deuffch-oiederländffche Grenzregelung an der Unterem» be- schäftigt«me demnächst in Berlin zusammentretende Kommission beider Staaten. Zum Lohnsteuergesetz. Von Carl Felgentreu. Durch das(Besetz über die Einkommensteuer vom Ar- beitslohn vom 11. Juli 1921 ist abermals eine Aenderung»n den Pestimmungen, durch welche der Abzug der Lohnsteuer geregelt wird, eingetreten. Das Gesetz ist zwar noch nicht in Kraft getreten, die Inkraftsetzung ist aber für den 1. Januar 1922 in Aussicht genommen. Für die Uebergangszeit, d. h. für die Zeit vom 1. A u g U st 1 9 2 1 a b bis zum Jnkrast- treten des Gesetzes, nimmt jedoch das Gesetz eine N e u r e g e- tun g des Steuers b zu gsverfohrens vor. Die Inkraftsetzung des Gesetzes ist offenbar deshalb unter- blieben, um das Beranlagungsverfahren für das laufende Steuerjah» nicht unnötigerweise zu erschweren. Andererseits muhte» die bisherigen Bestimmungen, soweit sie sich auf das Lohnabzugsverfahren beziehen, eine Neuregelung erfahren, weil nach den neueren Borschristen eine besondere Ber- a n l a g u n g derjenigen Lohnempfänger nicht mehr er- folgen soll, deren Arbeitseinkommen den Betrag von 24 990 Mark jährlich nicht übersteigt. Diejenigen Arbeitnehmer also, deren Arbeitseinkommen jährlich nicht mehr als 24 999 Mark beträgt, haben keine nackiträgliche Beraniagung und damit auch keine Nachforderung an Steuern mehr zu gewär- tigen, vielmehr stellt die durch den Arbeitgeber vorgenommene Kürzung des Arbeitslohnes die endgültige Einkommen- steuer dar. Eine Veranlagung soll auch dann nicht vorge- nommen werden, wenn der Steuerpflichtige neben dem Ar- beitslohn von nicht mehr als 24 999 M. ein sonstiges Ein- kommen z. B. aus Grundbesitz oder Kapitalvermögen u. ä. bis zu 699 M/jährNch'hat. Dieser Bestimmung liegt her Ge- danke zugrunde, daß Lohnempfänger vorbanden sind, die außer dem Arbeitslohn noch Einkommen besitzen, und daß es sich hierbei sehr oft nur um geringfügige Beträge handelt, die eine besondere Veranlagung nicht, rechtfertigen. Außerdem sollen auch besondere Veranlagungen möglichst vermieden werden. Zu beachten, ist, daß der Lohnabzug auch bei einem Slrbeitseinkommen oon mehr als 24 999 M. jährlich nur 19 Proz. v. H. beträgt. Nach den bisherigen Bestimmungen war der Ar- beitgeber verpflichtet, von dem Arbeitslohn bestimmte Be- träge für den Lohnempfänger selbst sowie für die Ehefrau und die znm Haushalte zahlenden minderjährigen Kinder in Abzug zu bringen. Es blieb also ein gewisser Teil des Einkommens von der Besteuerung frei. Ferner waren vom Arbkitslohn— allerdings nur in beschränktem Maße— zu kürzen: 1. Die Beiträge an Krankenkassen und Dersicherungsanstaltcn, an Witwen- und Pensionskassen, sowie Beiträge zu östentlich- rechtlichen Berufs- oder Wirtschaftsvertretungen: 2. sonstige Abzüge, insbesondere Werbungskosten. Diese Bestimmungen sind jetzt insofern abgeändert worden, als nunmehr künftighin keine Abzüge mehr für Beiträge zu Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, Angestellten- und Jnvalidcnkasfen usw. vom Arbeitslohn vorgenommen werden dürfen. Auch andere Abzüge, insbesondere für Werbungs- kosten, sind nicht mehr statthaft. An Stelle der sämtlichen, nach§ 13 des Einkommensteuergesetzes zulässiqen Abzüge tritt ein den S t e u e r b e t r a g mindernder Pauschalsatz von jährlich 189 M. Demgemäß ermäßigt sich bei seder Lohnzahlung der einzubehaltende Stenerbetrog im Falle der Zahlung des Arbeitslohnes nach Stunden um 9.15 M. für je zwei angefangene oder volle Stunden:- im Falle der Zahlung de» Lohne» nach Tagen um 0.60 M. täalicd ,„„,„„, Wocken„ 3.00, wöchentlich ,.„„.„, Monaten, 15,00, monatlich Bei der Festsetzung des Betrages von 189 M. ist nian davon ausgegangen, daß der Gesamtbetrag aller nach � 13 zulässigen Abzüge im Jahre durchschnittlich 1899 M. betragen wird. Sollte der Arbeitnehmer sich jedoch im Besitz eitzer Be- scheinigung des Finanzamts befinden, daß beim Steuerabzug mehr als 1899 M. jährsijh zu berücksichtigen.sind, so ist di-ser höhere Betrog zu berücksichtigen und die vorstebend genannten Abzüge erfahren ein« dewentsprechende Erhöhung. In Weg- fall gekommen ist auch, die Bestimmung, daß die ans der Leistung von Ueberstunden, Ueberschichten, Sonntags- arbeit usw. erzielten Löhne dem Steuerabzug nicht unter- liegen. Die Entlohnungen, die für Arbeiter gcmblt werden, die über die regelmäßige Arbeitszeit binausgehcn, sind also jetzt nicht mehr vom Steuerabzug frei. Das Einkommensteuergesetz sieht in seiner jetzigen Form eine Ermäßigung des vom Arbeitslohn«inzubehaltenden Steuerbetrages in doppelter Richtung vor: Der Steuer- betrag ermäßigt sich einmal um 129M für den Steuerpflichtigen selbst sowie, für jede zu seiner Haus- baltung zählende Person(bzw. 189 M. für jedes minderjährige Kind, sofern es nicht selbständig.zu veranlagen ist und das steuerbare Einkommen weniger als 24 999 M. beträgt), und zum andern um den an Stelle der Wcrbungskosten getretenen Paqjchakbetrag(0,15 W., QßO M.. 3.69 M. 15, M.). Endlich ermäßigt sich noch der Arbeitslohn selbst -u'im Falle der Berechnung des Lohnes nach Tagen um 4 M. täglich dl-,... Wochen, 24, wöchentl. o),„,,. Monat.. 100, monall. Für jedes zur Haushaltung zählende minderjährige, also noch nicht 21 Jahre alte Kind erhöht sich der abzugsfreie Betrag im Falle zu a um 6 M. täglich, im Falle zu d um Z6 M.' wöchentlich, im Falle zu c um 150 M. monatlich. Das Gesetz über die Einkommensteuer vom Arbeitslohn sieht zwar noch weitere Ermäßigungen vor, auf sie näher ein- zugchen, erübrigt sich aber, da die bezüglichen Bestimmungen noch nichä in Kraft getreten sind. Für die Uebergangszeit, d. i. die Zeit vom 1. August 1921 ab bis.zur Inkraftsetzung des Gesetzes, gestaltet sich hier- nach das Steuerabzugsverfahren wie folgt: Dom Arbeitslohn kommen für jeden Arbeitnehmer und dessen zu seiner Haushaltung zählenden Ehefrau al in, Falle derBerecknung desLohnes nach Tagen 4 M. täglich dl...,... Wochen 24, wöchentlich c).,,, ,»» Monaten 100, monatlich in Abzug. Für jedes zur Haushaltung zählende minderjährige, also noä) nicht 21 Jahre alte Kind erhöht sich der abzugsfreie Be- trag im Falle zu a um 6 M. täglich, im Falle zu b um 36 M. wöchentlich, im Falle zu c um 100 M. monatlich. Die vorstehenden Beträge sind also vom Arbeitseinkom- MSN abzusetzen, d. h. zu kürzen. Von dem danach ver» bleibenden Rest werden lOvom Hundertbe- rechnet. Das ist der an sich zu zahlend« Steuerbetrag. Bon diesem(also nicht vom Arbeitslohn) werden zur Ab- geltung der Werbungskosten, Beiträge usw. die oben erwähnten Pauschalbeträge(0,15 M., 0,60 M., 3,60 M., 15 M.) abgezogen. Der so ermittelte Restbetrag stellt den endgültig einzubehaltenden Steuerbetrog dar. Soweit Abzüge vom Arbeitslohn in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli 1921 noch nicht erfolgt sind, erhöhen sich die zur Abgeltung der Abzüge für Beiträge usw. vorgesehenen Ermäßigungen für die Zeit vom 1. August bis 31. Oktober 1921: im Falle zu a auf 0,40 M. für je zwei angefangene«der volle Stunden, .. b. 1.40, täglich, ,,. o, 8.40. wöchentlich, .,, ä, 85,00, monatlich. Diese höheren Ermäßigungen sollen nach einem Erlaß des Reichsfinanzministeriums vom 21. Juli 1921 auch dann ein- treten, wenn der Arbeitgeber bei den Lohnzahlungen in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli 1921 Abzüge für Beiträge zu Kranken-, Invaliden- und Angestelltenkassen bereits vorge- ncmmen hat. Danach sind die höheren Ermäßigungen für die Zeit vom 1. August bis 31. Oktober 1921 auch dann zu- gelassen, wenn in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli 1921 Bei- träge der genannten Art bei dem Steuerabzug berücksichtigt sind. Die einzubehaltenden Beträge sind von jetzt ab auf zehn Pfennig nach unten abzurunden. Zur Erläuterung mögen folgende Beispiele dienen: 1. Verheirateter Arbeitnehmer mit drei minder- jährigen Kindern und einem Monatslohn von 1500 M., bei dem die Abzüge im Sinne des§ 13 EStG. bereits berücksichtigt find, d h also, dem bei den früheren Lohnzahlungen Beträge für Werbungskvstln schon gi.tgebracht sind: MonatSlohn.............. 1600,— M. davon abzugSfrei für den Arbeitnehmer und feine Ehefrau lje 100 M.— 200 M.) und für die drei Kinder(je ISO M.--- 460 M.)....... 650,—, Rest 850— M. hiervon 10 Proz............. 86,—, davon ab zur Abgeltung der Abzüge für Beiträge usw. 16.—, Endgültig einzubehalten monatlich....!! 70,— M. 2 Verheirateter Arb- tnehmer mit einem Kinde und einem Schwarz-rot-golöenes Mpürückea. Von K u h e i. Am 11. hotten wir Derfaffungstag, am 12. fingen die reaktiv- nären Papiertrompeten von wegen der neuen Reichsflaggen sürchter- lich zu tuten an. Ich hatte am Abend die„Tägliche Rundschau' und die„Deutsche Tageszeitung' zur Hand genommen und war über ihrer Bekämpfung der Republik eingeschlafen. Recht froh wurde ich dabei nicht, die monarchistisch« Druckerschwärze stank zu sehr. Es was deswegen kein Wunder, daß ich von einem leisen Klappen der Tür aufwacht«— „Entschuldigen Sie, ich bin der lieb« Gott und wollte mir wieder einmal die Welt ansehen, aber ich hab's eigentlich schon satt. Sie gestatten doch, daß ich mich ein bißchen hinsetz«?' „Wissen Sie, die Geschichte mit dem Menschenglücklichmachen ist mir nicht recht gelungen. Heute wäre ich schon zufrieden, wenn ich einen froh machen könnte.' „Aber bitte—' „Gut, wenn Sie wollen, mir soll'» recht sein. Leider bin ich aber oerpflichtet, jetzt di« deutsche Produktion zu heben, im besonderen die chemische Industrie muß ich fördern. Wenn Sie wollen, können Sie fiir«in« Weile meine Allgewalt bei dieser Branche bekommen. Tun Sie mir aber etwas für die Republik. Ich werde dafür sorgen, daß der Anilmfarbenring genügend Schwarz-Rot-Gold pro- duziert.' Ich kam nicht zum Fragen, warum der liebe Gott mich Sie nannte, im Alten Testament war er doch noch nicht so höflich, oder sollte er wissen, daß ich Dissident bin? Auch die Geschichte mtt der chemischen Industrie und der Produktion der drei Farben war mir noch nicht ganz klar. In dem Moment klingelt es. Wer steht draußen? Der Telegraphenbot«. Ich lese: „Telegramm Farbenfabriken L«»erkusen. Bitten um Direktive, wie Produktion der Farben Schwarz-Rot-Gold zu vexweuden. Läger überfüllt.' Gott'sdonnerwetter, erledigt der alte Herr sein« Sachen fix! Ich .fange an zu überlegen, da tlingett da» Telephon. Herr Dulsberg selbst ist an der Strippe. Ebenso stolz, wie er seinerzeit in Brüstet gesagt hat, daß Douaumont durch die deutschen Soldaten und die Säure seiner Fabrik erobert worden sei, erklärt er mir. daß ich soviel Farbe zur Perfügung hätte, wie ich wolle. Wenn ich den Befehl gäbe, könne er den ganzen Erdball schwarz-rot-gold anstreichen lasten. Nun fing die Sache an. mir Spaß zu machen. Eben noch hatten mich die reaktionären Wurstblätter geärgert, jetzt werde ich sie mal ein bißchen necken. Ich sing an zu befehlen: Wochenkohn von 35.0 M. f ei dem keine Abzüge für Werbungs- kosten stattgesunden haben: Wochenlohn............... 350,— M. davon abzugSfrci je 24 M. für den Arbeitnehmer und seine Ehefrau— 48 M. und 15 M. für sei» Kinb 63.—„ Rest 287— M. Hiervon 10 Pro�............. 28,70, davon ab zur Eögeltung der Abzüge...... 8,40, mithin sind einznbehalten.......... 20,30 M. 3. Unständiger Arbeitnehmer mit 20» Stunden Arbeitszeit und 20 M. Lohn. Bei diesem kommen nur in Abzug 10 Proz. von 20 M. 2,— M. davon zur Abgeltung der Abzüge....'..—,80, einzubehalten sind............. 1.20 M. »Zluch üer roten Republik." Der„Kreuzzeitung' fällt es ganz besonders auf die Nerven, daß wir neuerdings wieder aus verschiedenen Teilen des Reiches ausführlichere Mitteilungen über reaktionäre „Generalappells", fchwarz-rveih-rote Huldigungen und svn» stiges„Kaiserliches" und„Königliches" bringen. Gestern ver» stieg sie sich aus Wut darüber zu der Bemerkung, daß es der Fluch der roten Republik sei,„daß sie mit Hilfe des Feindbundes gegründet wurde und nur durch stan- zösisch-englische Gnade sich behaupten kann". Wir erlauben uns, dazu erneut festzustellen, daß eine Zeitung seinerzeit schrieb: „Ob die neue Regierung Bestand hat und leistet, was von ihr erhofft wird, wissen wir nicht. Aber niemand täusche sich darüber, daß diese Wendung trotz aller künftige» inneren Kämpfe und trotz der Auseinandersetzungen mit den noch lebendig bleibenden Kräften der Vergangenheit, zu denen die neue Staats- form gezwungen sein wird, unwiderruflich ist; zu stark ist die demokratische Welle, zu stark das revolutionäre Zittern, das über die ganze Erde geht.. Das schrieb am 9. Oktober 1918 die—„Kreuzzeitung'. Ueber die Ursachen, die zu dem Zusammenbruch führen, der doch die Republik auslöste, schrieb einmal ein Blatt: „Seine(Deutschlands) politische Leitung, deren Pflicht es vor allem gewesen wäre(eine politische Linie der Kriegführung zu finden), hat sich als zu schwach und zu unfähig und zu unent- schlössen dazu erwiesen und die militärische Leitting hat, ohne jede politische Bestimmung ihrer Kampfziele und in Unterschätzung unserer Feind« geglaubt, den zerschmetternden Sieg noch allen Seiten erfechten zu können. S o ging der Krieg erloren und b e- grub in seinem Ausgang den deutschen Kaiserstaat unter seinen Trümmern." Dos konnte man am 13. Roember 1918 in der—„Kreuzzeitung" lesen, in dem Blatt, das heute schreibt, die rote Re- publik sei mit Hilfe des Feindbundes gegründet worden. Wenn sie damit meint, daß die von ihr. wie wir eben gezeigt haben, verurteilten politischen und militärischen Leiter des Weltkrieges zu den Feinden des Vaterlandeszu rechnen sind, dann sind wir ausnahmsweise mit ihr einer Meinung. „berliner Selbstschutz". Man stellt uns folgende Einladung der„aufgelösten" Ein» wohnerwehr zur Verfügung: Zu der am Donnerstag, den 18. August 1921, abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11, stattfin- denden Vollverl ung der Abteilung 3, Bezirk Prenzlauer Tor, des Berliner lb st schütze» gestatte ich mir, Ew. Hochwohl- geboren und ga> ebenst einzuladen. Es würde. Abteilung zur hohen Ehre gereichen, Ew. Hoch- wohlgeboren an» ,em Abend begrüßen zu dürfen. Hochachtungsvollst Schindelhauer, Metzer Str. 42, Abteilungsleiter. Wir überlasten fürs erste den zuständigen Stellen das Wort. Wir müssen aber dringend darum ersuchen, die Sache nicht auf die lange Bank zu schieben. 1. Die Reickswehr bekommt morgen ihre Hosen schwarz-rot-gold gestrichen: die Pferde sind ebenfalls zu bemalen. 2. Die Straßenbahn wird schwarz-rot-gold angepinselt. 3. Die Eisenbahnfahrkarten werden schwarz-rot-gold gedruckt. 4. Helfferich bekommt ein schwarz-rot-goldenes Pflaster aufs Maul.(Am anderen Tage meldeten die Farbenfabriken, daß man dazu die Produktion von drei Achtstundenschichten verbraucht habe.) Eben wollte ich weiterkommandieren, damit die 14 Punkte voll- zählig wurden, da erhielt ich„In allerhöchstem Auftrage» gez. Petrus' ein Bündel Depeschen, die im Himmel eingegangen und gesammelt worden waren. Der liebe Gott ließ mich bitten, auf deren Inhalt Rücksicht zu nehmen. Was war da zu lesen? Seit dem Beginn meiner Arbeit sei die Unfallziffer in Berlin in» Riesenhafte gestiegen. Die reaktionären Schafsköpfe könnten doch Schwarz-Rot-Gold nicht sehen und drehten immer den Kopf weg, wenn ihnen diese Farben unter die Augen kämen. Dabei hätten sich viele den Hals umgedreht. Dem Verstand habe da» ja nichts geschadet, der sei schon vorher verdreht gewesen. Aber es sei zu peinlich, wenn man auf der Straße immer schon von weitem er- kenne, daß wieder ein verdrehtes reaktionäres Schaf komme. Ein anderes Telegramm meldet, daß jetzt ja auch die Militär- musit schwarz-rot-gold herumlauf«. Sie brächte es deswegen nicht mehr fertig,„Deutschland, Deutschland über alles' zu spielen. Die dritte Depesche berichtet, daß die deutschnationale Reichstagsfraktion aus Wut grün und blau geworden sei. Ich kam nicht dazu, den Rest der mir freundlichst übermittelten Depeschen zu lesen. Ein neuerliches dringendes Telegramm ver- langte:„Bitte streichen Sie doch die Kaltwasterheilanstalten schwarz- w e i ß- r o t an, dann haben Sie die deutschnatlonalen Redakteure bald alle beisammen, wie Fliegen an der Leimtütei Eher wird doch nicht Ruhe auf meiner Erde! Der lieb« Gott.' Zur Flutmzlage de» Deutschen Opernhaus«». Ein« außer- ordentliche Generalversammlung der Aktionär« des Deutschen Opernhause» fand gestern im Charlotten. burger Rathause statt. Auf der Tagesordnung stand in der Haupt- fache ein Antrag auf Statutenänderung, wonach die Aktionäre nicht mehr die Dividend« von 6 Proz. auf das Abonnement angerechnet bekommen, sondern ein Gutscheinheft in der Höhe von 60 M. erhalten, das sie in der gleichen Höh« gegen Karten, soweit solche vor- banden sind, zu Abonnementspreisen eintauschen können. Es war dieses die Bedingung, die di« Stadt als Gegenforderung dafür stellt, daß sie dem Deutschen Opernhause weiter die Pacht'erlösten will, so lange seine wirtschaftliche Lage es erfordert. Di« Statutenänderung wurde einstimmig angenommen. Di« Versammlung nahm mit besonderer Genugtuung davon Kenntnis, daß die Stadt unter dieser Bedingung gewillt ist. dem Instttut die Pacht nicht nur bis auf weiteres zu erlassen, sondern auch keine Forderunzen bezüglich früherer Pachtrückstände erhebe. Der Todesstoß. Ein bekanntes schwerindustrielles Berliner Blatt verzapft wieder einmal die deutschnationale Behauptung, daß die An- nähme des Ultimatums und die Durchführung der damit ent- standenen Wirthschen Steuerabsichten unserer nationalen Pro- duktion den Todesstoß versetze. Die ganze schwarz-weiß-role Propägandn ist neuerdinxp auf diese Melodie eingestellt. Da- mit werden die Dummen gefangen. Deswegen ist es notwen- dig, immer wieder festzustellen, daß die deutschnatwnalen Oppositionsschwätzer es bisher peinlich vermieden haben zu sagen, was sie bei einer aus ihren Wunsch erfolgten Ablehnung des Ultimatums weiter getan hätten. Mxm hat auch noch niemals verraten, auf welche Art man„würdevollere' Politik gegenüber der Entente machen könne. Man weiß eben, wie ein reaktionäres Blatt kürzlich offen zugab, daß man„voraus- sichtlich auch noch für lange Zeit" in Opposition bleiben wird. deswegen ist es nicht schwer, breitspurige Kritik zu üben. Man weiß, daß man nicht in die Lage kommt, seine Worte ver- wirklichen zu müssen. verfahren gegen üie Kapp-Putschisten. Das Reichsgerichtsversahren gegen die am Kapp-Putsch beteiligt gewesenen Personen, darunter gegen dm ehemaligen Berliner Polizei- Präsidenten von Iagow, scheint nunmehr allmählich m Fluß zu kommen. Vom Präsidenten des Ferien-Sttasienats des Reichsgerichts ist, wie der Korrespondent der„Frankfurter Zeitung' erfährt, Zustellung der Anklage an die Beschuldigten zwecks Abgabe etwaiger Gegenerklärungen veranlaßt worden. Das Reichsgericht wird, sobald diese Erklärungen eingegangen sein werden, über di« Eröffnung des Hauptverfahrens Beschluß fassen, sobald der Er- öffnungsbelchluß ergangen ist, wird der Termin für di« Haupiver- Handlung angesetzt werden._ Sapern gegen üie Setreiüeausfuhr. Solange die Zwangswirtschaft bestand, kämpfte Bayern gegen den„Berliner Sumpf'. Jetzt hat es feine freie Wirtschaft. Der Erfolg ist, daß die Brotpreise steigen. In der Zwangswirtschaft hat sich Bayern besonders gut gestanden, indem es, wie uns von glaub- würdiger Seite versichert wird, nicht«inen Zentner Brot- getreide für die Versorgung Norddeutschlands zur Ablieferung gebracht hat, obwohl es ein landwirtschaftliches Ueberschuhland ist. Nun verbietet der§ 42 der neuen Reichsgetreide. ordnung, daß die einzelnen Länder Ausfuhrverbote für Getreide erlassen, das für andere Teile des Reiches bestimmt ist. Infolge- dessen fordert Kohr erneut die Aufhebung dieses Derbotes, nachdem ihm dieser Wunsch schon einmal abgeschlagen war. Man kann von der Regierung Kohr nicht verlangen, daß sie noch weniger Reichstreue bekundet. Die Amerikaner schicken den hungernden deutschen Kindern Milch und Keks. Bayern behält sein billiges Brotgetreide lieber für sich. Streik üer bremischen Staatsarbeiter. Bremen. 13. August.(MTB.) Gestern früh ist ein Streik der bremischen Staatsarbeiter infolge Lohndifferenzen ausgebrochen. Die Technische Nothilfe ist auf dem Gas- und dem Elektrizitäts- werk eingesetzt worden. Auch auf dem Wasserwerk haben die Be- amten den Dienst der Arbeiter übernommen. Infolge des Streiks war die A.-G. Weser infolge Strommangels gezwungen, die Werst gestern mittag zu schlleßen._ Der internationale Kongreß der Prioatangestellten in Wien über- wies eine von den österreichischen und den tschechoslowakischen Delc- gierten eingebrachte Entschließung, in der Schutzmaßnahmen für die Arbeitenden oerlangt werden, dem Vorstände des Internattonalen Bundes zur Berichterstattung auf dem nächsten Kongreß, ebenso etnrv Antrag der österreichischen Delegierten, die Einwanderungsverbote für Angestellte aufzuheben. Sovann wurden Entschließungen, in denen gegen die Verfolgung der Gewerkschaften In Südslawien protestiert wird und Sammlungen für die Hungernden in Rußland verlangl werden, angenommen und daraus der Kongreß geschlossen. Ein verhungerter Dichter. Der russische Dichter Alexander Block, einer der hervorragendsten Vertreter der modernen rusu- schen Lyrik, der durch seine Revolutionsballade„Die Zwölf' auch weiteren Kreisen Deutschlands bekanntgeworden ist, Ist nach längerer Krankheit an den Folgen der Unter- ernährung in Petersburg gestorben. Vor kurzem hatte der Petersburger Schriftstellerverband bei der Sowjetregicrung für den tranken Block um die Genehmigung sür eine Auslandsreise nachgesucht. Angesichts dieses tragischen Ereignisses gewinnt ein Aufruf be- sondere Bedeutung, den der große russisch« Sänger S ch a l j a p i n, wie aus Moskau gemeldet wird, soeben an di« Künstl erver- bände gerichtet hat. Schaljapin gedenkt seiner persönlichen Erleb- nisse im Hunzerjohre 1891, wo er, völlig mittellos und ohne Freund«, den Hunger kennen l-rnte.„Jetzt, Freunde,' sagt er,„leiden Millionen Menschen Hunger. Erinnert euch des eigenen Hunger». Hunger bereitet nicht bloß körperliche Leiden, Hunger erniedrigt auch die Seele.' Allerhöchster Dalles. Aus London kommt die betrübende Nack- richt, daß der englische König mit seinem häuslichen Budget nicht mehr auskommt. Das Defizit betrug im vorigen Jahre bereits 45 000 Pfund Sterling und wird in diesem Jahre noch viel größer sein. Der König hat die Fehlsumme aus seinem Privatvermögeu gedeckt, er lehnt die Staat?zuschüsse. die ihm die Regierung anbietet, ob und will versuchen, durch spartonische Lebensweise wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Damit ist aber di« brittsche Re- gierung keineswegs einverstanden. Trotz der schwierigen finanziellen Lage des Staates besteht sne mit aller Energie darauf, daß die Krone sich keinerlei Einschränkungen auserlege und der äußere Glanz der Monarchie keine Trübung erleide. Da England bekanntlich ein nach streng konstitutionellen Grund- sätzen regiertes Land ist und der König sich dem Willen des Parka- ments und seiner Minister unbedingt fügen muß, so wird Cr. Maje- stät auch in diesem Falle nachgeben und seufzend die ihm aufge. drängten Zuschüsse verpulvern müssen. Einer seiner Vettern aber soll, als er diese Nachricht in einer holländischen Zeitung las, sich mit der Faust vor die Stirn geschlagen und ausgerufen haben: „Himmelhergott, weshalb habe ich nicht, als ich noch dnzu in der Lage war. in meinem Lande ein« parlamentarische Regierung ein- geführt!' Ein nützliches Kriegerdenkmal. Wie aus Rom gemeldet wird. hat der Senator Gualtiere einen Gesetzentwurf eingebracht betvesfend die Errichtung eines monumentalen Leuchtturmes an der östlichen Adriaküste zum Gedächtnis der im Kriege zur See ge- fallenen italienischen Seeoffiziere und Matrosen. Iuryfreie Kunftschau�Perlin 192 l. Der neugcwählt« Vorsiand setzt sich wie solgt zusommeu: 1. Porsitzender Herman �andkuhl. stellver- tretende Dorste rndc Stichard Baurotd und W. R. Outh, seiner Gertrud Meinhold, Erich ftreiherr v. Stoehel. Eva Bernelker, Richard Tacke. Richard RitolaS, Friedrich Rosenkranz. Die Geschäftsstelle ist beim Kunstverlag Oerie I z. H. Cb. Lindecke, Berlin B., Meraner Straß« 10. Die Bor- bereitungen für die Ausstellung m diesen, Herbst sind im Gange. * SPANDAUERSTRASSB Nr. 38? ♦ ZK. Jahrgang 1. Seilage öes Vorwärts Sooatag. 14. August 1< Er hat kein Glück. Don Lerome St, Serome. (St.) Er stieg in Ipewich in mein Tvupe. verfwute sew Hand» gepäck in dem Netz« und da ich in meinen„Punch" vertieft war, schenkte ich ihm toine weiter« Beachtung. Erst als unser Waggon in der Station Manningtree einen starten Stoß erhielt, blickte ich auf 1 und sah, daß ein Hufeisen, da« mein Neisekamerad im Netze ver- wahrt hatte, durch die Maschen schlüpfend, mit voller Wucht auf seinen kahlen Scheitel fiel. Er schien weder betroffen noch unwillig, drückte nur sein Taschentuch auf die schmerzende Stelle und warf das Hufeisen zum Fenster hinaus. »Hai e» Sie verletzt?" fragte ich und sagt« mir sofort, welch eine dumme Frage das war, denn ich sah ja die große blaue Beute auf seinem Kahlkopf. Wäre ich in dem gleichen Falle gewesen, würde ich eine grobe Antwort gegeben haben, er aber schien sehr dankbar für mein teilnahmsvolles Interesse und erwiderte freund- lich:»Ein wenig; ich habe da« Hufeisen bei der Station Ipswich gefunden und als Glücksomen aufgehoben." »Es scheint sich aber nicht bewährt zu haben," bemerkte ich. .Nein," sagte er schmerzlich lächelnd,»ich habe in meinem Leben schon so viel Anwartschaft auf Glück gehabt, doch bisher hat e« keinen einzigen seiner Wechsel eingelöst. Ich wurde an einem Sonntag geboren, und dieser Tag ist bekanntlich ein Glückstag. Meine Mutter war früh verwitwet, in dürftigen Verhältnissen zurückgeblieben, doch mein« vermögenden Verwandten hielten es für überflüssig, etwas für mich zu tun, denn da ich ein Sonntagskind war, so würde ich zweifellos mein Glück machen und reichlich für meine Mutter sorgen können.— Ein weiteres Glücksomen sind schwarze Katzen, und es gibt keine schwärzere, als die meine war— dennoch—" »Hat sie Ihnen kein Glück gebracht?" fragte ich nach einer Weile, da er verstummte und, in Gedanken versunken, aus dem Fenster blickte. »Durchaus nicht," erwiderte er,»sie hat mir mein Glück zer- stört: übrigens, wer weiß, vielleicht hätten wir nicht harmoniert, wir waren verschiedene Naturen immerhin, es hat mich sehr ge- schmerzt."— »Ich versteh« nicht— wie tonnte eine Katze—?" fragt« ich, da er wieder in sein« Melancholie versank. »Maud— so hieß sie— verließ London für einige Tage und gab mir ihren Kanarienvogel in Pflege. Sie hatte die schwarz« Katze nie leiden mögen, und nun fraß diese ihren Liebling. Da» hat sie wir nie verziehen."—- »Sie tonnten doch aber nichts dafür!" »Freilich nicht, aber ich hätte die Katze nicht im Zimmer dulden dürfen, doch ich wagte es nicht, mich von diesem Glücksomen zu trennen." »Nun, ich hoffe, Sie werden ein andermal mehr Glück gehabt haben." »Wenn Sie es Glück nennen wollen— mein Prinzipal war sehr zufrieden mit mir und gab diese? Zufriedenheit dadurch Ausdruck, daß er mir zu Weihnachten eine achtzehn Pfund schwere, schneeweiße, ganz fleckenlose Gans schenkte." »Nun, dieser Glücksvogel kann Ihnen doch kein Mißgeschick ge» bracht haben?" fragte ich, als ich sein betrübtes Gesicht sah.»Was haben Sie mit ihm angefangen?" »Das war es eben," sagte er,„ich wußte nicht, was ich damit anfangen sollte. Mein Prinzipal schenkte mir die Gans, als ich um sieben Uhr abends— es war der heilige Abend— das Kontor verließ, und da ich am nächsten Morgen abreisen wollte, um die Feier- tage auf dem Lande bei meiner Braut— der Nachfolgerin Mauds — zuzubringen, wußte ich nicht, wie ich die Gans loswerden sollte, denn die Eltern meiner Braut besaßen eine Farm und dorthin eine Gans mitbringen, hätte geheißen Eulen nach Athen tragen: doch sind Eulen keineswegs so schwer, wie dies« Gans es war. Ich beschloß also, sie zu erkaufen. Zu diesem Zwecke ging ich in das Gasthaus, in dem ich täglich speiste, da es aber stark regnete und das Ge- dränge auf der Straße lebensgefährlich war, ließ ich meine Gans in den Morast fallen, so daß sie ganz durchnäßt und mit Kot be- spritzt, ihre steckenlose Schönheit eingebüßt hatte. Der Wirt betrach- tete sie geringschätzig und wollte sie nicht kaufen, zumal seine Vor- ratskammer mit Weihnachtsbraten bereits gefüllt war.— Während ich mir nun meine Gans, damit ich sie leichter tragen könne, in braunes Packpapier einhüllen ließ, trank ich ein Glas Whisky nach dem andern und mag dem heiligen Abend zu Ehren des Guten zu- viel getan haben, denn mein Gang ward etwas schwankend und die Bürde wurde mir noch schwerer. In meiner gehobenen Stimmung wollte ich die Weihnachtsgans dem nächsten Wachmann, der den heiligen Abend auf der Straße zu- bringen mußte, schenken, der aber schöpfte Verdacht und wollte mich einem Verhör unterziehen. Ich begann also zu laufen, und dank dem Gedränge auf der Straße, entkam ich für diesmal der neu- gierigen Justiz. Da ich aber dm Unglücksvogel los sein wollte, stand ich auf der nächsten Brücke, die ich passierte, still, sah, daß keine Pastanten in der Nähe waren und warf mein schweres Bündel über die Brüstung in die Themse.— Doch hatte ich die Rechnung wieder ohne den Wirt gemacht. Der beim Brückenpfeiler postierte Schutz- mann hatte bemerkt, daß ich ein schweres, in braunes Packpapier geschnürtes Paket ins Waster geschleudert hatte und hielt mich beim Kragen fest.»Was haben Sie da in die Themse geworfen?" fragte er.»Eine Gans," erwiderte ich.—„Das machen Sie einem andern weis," sagte er zornig.»Weshalb sollten Sie einm so guten Weih- nachtsbratm ins Waster geschleudert haben?" Vergebens suchte ich ihm dies zu erklären, er glaubte mir nicht und schleppte mich zur nächsten Polizeistation. Während ich mich dort zu verantworten suchte, brachte ein Wachmann einen in braunes Papier gehüllten Gegenstand, der soeben aus der Themse gefischt worden war. Die verknüpften Bindfäden wurden gelöst und zum Dorschein kam— ein neugeborenes totes Kind!— Vergebens beteuerte ich, daß dies nicht mein Paket gewesen, daß ich dieses Kind niemals gesehen habe, man glaubte mir nicht, und ich wurde in eine Zelle de» Untersuchungsgefängnistes gesperrt, wo ich, statt zu meiner Braut zu reism, die Weihnachtsfeiertage verbringen mußte und voll- auf Zeit hatte, über mein unerhörte» Glück nachzudenken. Zuletzt wurde ich wohl wegm Mangels an Schuldbeweism freigespri doch hatte ich inzwischen nicht nur meine Braut, sondern auch Anstellung verloren.— Seitdem habe ich keine Weihnachtsgans m> berührt." Wir waren bei der Haltestelle Liverpoot-Street angrtvmw Mein Reisegefährte nahm seine Handtasche und wollte den Hut c setzen, doch da ihn der verletzte Kopf schmerzte, nähme er ihn wie ab und sagte resigniert lächelnd beim Abschied:„Sie sehen also, I ich keinen Grund habe, an das Glück zu glauben!" j 3. Internationale ßriseurgehilfenkonferet. R e i ch e n b e r g, den U. August 192!' Die Beratung derSatzungeneinerInternationale Union führten zu einer Debatte über das Oraanifationsgebiet de, Friseurgehilfenverbände. Der dänische Verband wendet sich da gegen, daß die Friseurgehilfen sich den Bekleidungsarbeitern an schließen, wie in Deutsch-Böhmen und der Schweiz oder anderer Verbänden. In einer Resolution, die sie vorschlugen und die zun Beschluß erhoben wurde, wird den angeschlossenen Verbänden di< Organisation in dänischem Sinne empfohlen. DerZ. Punkt der Satzungen, der die Grundsatzerklärung für die Amsterdamer Gewerkschaftsinternatto- nale enthält, brachte zunächst eine längere Gefchäftsordnungs- debatte, die zu dem Entschluß führte, daß je ein Redner mit zthr Minuten Redezeit für Moskau und für Amsterdam das Wort hält. C o r d i e r- Paris, Sekretär des dortigen Syndikats, trat Grund der Haltung seines Verbandes auf dem Liller Gewerksi. kongreß für den Anschluß an die Moskauer Internationale ei,1 während Christensen- Kopenhagen den Standpunkt der Amster� damer Gewerkschaftszentrale vertrat. Bei der Abstimmung erkiä sich die Vertreter der dänischen, der deutschen, der österreichischen. der schwedischen und der deutsch-tschechischen Organisation f ü r Amsterdam, für Moskau stimmte nur der französische De. legierte. Der finnländische Delegierte enthielt sich der Stimme und die noch nicht stimmberechtigten— weil noch nicht angeschlostenen— tschechischen Delegierten aus Prag erklärten, sie würden sonst eben- falls gegen Moskau gestimmt haben. Die übrigen Punkte der Satzungen wurden mit verschiedenen Abänderungen ange- nommen. Die Referate über das Lehrlingswesen im Friseurgewerbe und die hygienischen Verhältnisse mußten von der Tagesordnung aus Zeitmangel abgesetzt werden. Die nächste Tagung der nunmehr gebildeten Internationalen Friseur gehilfen-Union soll 1922 in Pari» oder in Wien abgehalten werden. Der bisherige Sekretär des Internationalen Sekretariats' E tz k o r n- Berlin, wird als Vorsitzender der Union gewählt un! als Beisitzer die Vorsitzenden des dänischen und des deutschen G« Hilfenverbandes, Christensen- Kopenhagen und Lorenz Berlin. Die neuen Beiträge an die Union, die pro vollzahlende! Mitglied und Jahr den fünften Teil der Wock-nbeiträge in den est* Seinen Ländern ausmachen, werden ob 1. Iul! 1921 erhoben. i Um 8 Uhr abends endeten die Verhandlungen mit einem bei» fällig aufgenommenen Schlußwort des Bot sitzenden und einem H«? auf die neu« Union. 131 maä gettrnftem Öluie Woct.to« ICleid nw tcSavoIL GeWän i» araca. aadarsaa FarWaoMmiiwartcUoiifaa, b*- tondart tütk in braunen Tflaw, Rock iet MoJ»•atoyradiCBd Damen'Kleidung 19.50 Kleid.« r«nw. StcHAfC m. t�rwabtor BordGr«*' Mantel ,« braun.»J. Q7 K «raumclicrt. Stell.,%J»mm Gummimantel.. 298.— i aebwara. oder 1 Q C> Eolia*. Kinder- Kleidung Dirndl-Kleid QO LSatf« 50-60 cra 35.- � 42- Knaben-Scliulanzuge QO •tM haltbar. Stoff., 3-8 J. � O»-• Knatcn-ULstcr halbachwar •-uj. 138.- jilir* 98.— Knaben-Scli ulliose au««cnuatart. u. marine Q A«7» Stollen.... 3-8 J. «-14 j. 29.75 Kleiderstoffe Kostümstoffe fraumeliert, Hcrrcartoff- Q Gcachmack, 140 cm breit J RemwolL röm. Karos für Rocke und Kleider AC) CA 103 cm breit.... RemwolL Bordürenstoffe 1 03 cm br., für Rocke und£ Kleider. Letzte Neuheit J•mm K amm garn-CLeviot, Reinwolle, fute Qualität fl manne, 130cm breit.. RemwolL Uisterstoffe, in aparten Mustern, enfl. Q � Geschmack. 130 cm breit RemwolL Trikotstoffe für Blusen u. Kleider in 1 1 Et all. raod. Farben, 140 cm Wirhwaren Kmder-Strümpfe Bauavoll« ■cbwara od. Uder. Gr. 1 Q£ jed« weit.Größ. 0.63 mahr Kinder- LeibköscLen Baumw. gelblich 60 em lang 1 O jede weitGrctfe 2.30 mehr � Kinder-Sweater Baumwolle,mit Ärmeln Q O*7 1£ Große 40-33 2 Herren-Socken Baumwolla, mit jfeatickteni O y e Zwickel...... Damen-Strümpfe Scidenflor mit Doppel- 1 Q aoble,«cbwara... AO.lO Stern- Wolle roraüjl. Sebafwoll- Strick- /" «tni.«cbwara 90 Gramm Wohnungs-Einrichtungen Einzelne Zimmert Wohn* und Speiseaimmer« S o b 1 a f a i m m e r, Salons und Herrenzimmer, Küchen sowie Einzelmöbel, Klubsessel und Garnituren mit Leder oder Stoff bezogen so 1 es eitlen Preisen Gardinen ErLstüll- Garnitur mit Bündchen arbeit f 1 O 2 Flügel u. Kopfbehang Etamin-Garmtur mit breitem Fries, 1 A*5 2 Flügel o. Kopfbebang � Etamin- Halovorlianj* mit hau dj«»topft. Fric«u.'3/~ tL baadgeMopfe. breit. Spitae� � Madrasstoffe doaketgnudig für Ucbcrgardinea io acuea � Farben und Muatcrm,. Vt/.— Laufersioffe Juteläufer 64 cm breit. 18,— BaumwolL Läuferstoff booeleartig. Gewebe OQ tL(\ 68 cm breit 4*'.01} SO cm breit. 39.50 Boucldläufer 68 cm breit 3 4.— Deutsche o.Orient-Teppiche KB groger Auawabl zu billigen Preisen LINON Schuhwaren Nur die Sandalen, sowie die Kinderstiefel zu M. 26*75, 37.75, 47.75 u. 55.75 verkaufen wir im fluftrage einer in fluflösung besriffenen Heeres- verwertungsstelle. BUc übrigen flrtikel stammen aus unserem eigenen Zaget, wa» versehentllch in unserer gestrigen Anzeige nicht vermerkt war. ScmdAlen aus starkem Militär- � leder, holzgenagelt, 27/30 81/85 75 ZCInderstiefel verschiedene F ormen. kräftiger Strapazier- und Schulstiefel 23/24 25/26 27/30 31/35 26' 37" 47" 58 75 WIchLSled erHerr ensiiefel 4875 holzgenagelt, kräftiger Arbeitsstiefel...... Rindboxsfiefel Ufr Herren mit Preßnarben, moderne Form, sehr haltbar.... 88 75 RIndboxsiiefel fUr Damen mit Preßnarben, bequeme QQ75 Farm, solides Fabrikat.. OO Roß- Cbe vreau Dam.- Haibsciiuii mit Lackkappe» hoher Abeata, moderne Form*•••••*«•* 78 75 Farbige Kinderstiefel in allen Ausführungen zu enorm billigen Preisen Sämtliche Artikel find in allen Größen am Lager! Wilmersdorf« Str. u? Schubwarenbaus Tbeodor David �Theater, Licbtsp ieieetc.� ieutscbes Theater /, Uhr: Polasch u. Perlmutter •oj'/,: Potssch u.Perlmutter Kammerspiele Va Uhr: Der Herr» der die Maulschellen kriejgt �o. 7Va Uhr: Der Herr, der die Maulschellen kriegt Ir. Schauspielhaus (Karlstrafle) : Die Weber(Auß Abonn.) lo.S: Die Weber(Au8. Ab.) Theater 1« d. Königgrätzer Str. Donnerstag zum I.Male: Notruf Jramavon Herrn. Suderraann Berliner Theater Allabendlich 7» Uhr: u � Das Romadienhaus 0 Uhr: Der blonde Bngel aSINO-THEATER .IhjwiRer Str. dV— Tägl.>/,8 teuc Erftflnungs- Progr. der Spilzlruben posse /o xzellenz Klaxe. orher: Das laktigeSingspiel Und wem es Just passieret Rolf Mil er Balazzo-Arle Jldmirals-�alasi 7'/a Uhr; Die roten Schuhe u ehren Straße 54 7»/» Uhr: Das sensationelle Saison- Erölfnungs- Programm Volksbühne Theater am Bülowplati. s uhr: Liebelei Oper von Franz Neuniann. Lessing-Theater Allabendlich 7'/, Uhr: Die Bailerina Des Königs (Leopoldine Konstantin| Deutsches Kiinstler-Ttieater 8 Uhr: Der Herr Verteidiger. Residenz-Theater Nachm. 4 Uhr halbe Preise: Die Freundin. 7Vi Uhr abends: Aibert Rassermann m Traumulus. Trianoii-Theater Nachm. 4 Uhr halbe Pre se: Lady WindeFinepes Fächer. 8 Uhr abends: Ida Wüst m Die große Leidenschaft Kleines Theater Nachm. 4 Uhr halbe Preise: Casanovas Sohn. 8 Uhr abends: Hansi Arnstadt m Der Dieb(Le voleur) Folies Caprice Linienstr.l32amOranienbgT. Täglich 8 Uhr: Prinzessin vom Nil Operette in 3 Akten Musik von Victor Holländer mit Prinzl Blenke, Max Waiden, Käthe Jungherr usw. Oentral.Tlieatcr 8 Uhr: Jlonka Deatncb.Opernhanei w. uhr: Tannhänser Frlodr. Wilhelm sC.Tli« uhr; Die Kleine sos der Holte Kl. gchnunplellinn. 'Vi uhr.■ Reigen Komlfirhe Oper Jh'r' Der fidele Bauer .Tletropol-Thoater Jh? Die blaue Maznr Veue»«peretteutheat. 7v.uhr Amerlcan-Girl ftchlller-Thent.Chnrl. V/, Uhr: 6ln Prachttnldel u:2JeiiiE Ffou-das Fräulein Schloßpark» Tb. Steglitz Morgen 7h, Uhr: Laune des Verllabten Die Mitschuldigen Tlialia-Tlienter iv, uhr: Mascottchen Th.aviiNollen/, Uhr: Traumulus mit Albert Bassermann TrianoD-«er Täglich 8 Uhr: mit Ida Wüst Kleiis Her Täglich 8 Uhr: Der Dieb mit Hansi irnstädt Haas- Heye- Ballett sowie der grofe — Variete-Spielplan— Rauchen gestatiet! ReiehshaUen-Tbeat. STETTINER SXNdER Anf?V, Uhr Virietä.Dösh.- Brettl; Saal u. Garten , Theater- s. KotttuserTor Tel.: MoritzpL 16077 Täglich 7'/, Uhr Elite- SSnger 10 Herren 1— f Witz I Komik: Urkoxn* Typen t Größter Lacherfolg! t Vvkf.n-lV,u.4-«Uhr Ratten. 1 GroBes Konzert Berliner Tragikomödie von Gerbart Hauptmann- larsieller; Emil Jannlngs, Luc) Höfl Eugen Klöpfer, Marlja Leyko. Sin Tag auf dem Klars. Hauptdarsteller: LÜy Flohr, Hermann Pichou. Perlen JJuwelerft Sehr grosses SUberlager] Margraf d Co. Kanonierstrasse 9 Taaentzienstraste 18 a. Btftt* Ankauf a-Abt*tlaag. AQUARIUM ■ e ö M n e t von 9 bis 7 Uh r CTnnbahnlin<«: |#rlin— Wi'.ieBberg ■ Ellwiburg- LBipzij: 0» ftnicJitir feöffMt Sildt. Bade- Vtnraitunc (lUgwlrat» Stüuchei lk»9M-ALaor Skid Äo-Aöfls. Hervorragendes Heilbad»or: Sieht, Rheumatismus Ischias, Frauenleiden Jkunderb.Waid.Hvrl.Anl.Schön.RHli.- dtj. 81li.Ste.«r..But« LabankK. Köni ggrätzer Str. 121 Filmschau: X UranftShrungen Das pBe Weltstadt- Progranun! Zum ernten 31 sie In Deutschland: 20 000 Keilen unter See Großer Abenteuer-Film in 7 Akten. Nach d. Roman von Jules Vernes. Orlg.-Unterseeaufnahmen nach dem Patent der Gebr. Willlamson. Die vierte und letzte rpisode: Das große Spiel Die Vergeltung. Bühnenschau: mit Hilde Jaroscb, Ernst Piischau, Max Ruhbeck. Der rote Domino mit Ada Kräl, Heinz Rott. Kassencröffnung 6V, Uhr Beginn 7, Sonntag» 4 Uhr. Berliner Frater Kastanien-Allee 7—9 Intematleaale Ringkampf' Konkurrenz :: Variete:: 'Schloßbrauerei1 Schöneberg | HanptstralSe 112— IIS| Täglich [Große Internationade[ Ringkämpfe Zfl»® 4 4 Ai e w t N a K A* Rennen zu Rarlshorst (Strnunbcrgcr Hennverein) Sonntag, den 14. Augnst, nachm. 3 Uhr wem 7 Rennen■■n Bedeutendster Orossmarkt des Ostens Günstigste � � EinKaufsgelegenhcit Cl IPCSO«** Sebcrjugfe GasiMl«! ZertinS Tonndorf-Äeiriebe ab. Brno Tcoadoif Qnden«Restaurant, unftr om xia»«« «i 10 ilbr morgen» jräffncl Tonndorf.Extra", Tonndorf Oiele- Restaurant Unter bentlnbcn SO tniWtig girßhmf« Iküch» unb Ritter »«Ä Transatlantischer Dampferdienst via Spanien und Portugal für Passagiere, Fracht und Post nach SUD-AMERIKA Rio de Janeiro, Santos, Montevideo, Bneno» Aires CUBA/ MEXICO Havana, Vera Cruz NORD- AMERIKA New Orleans mit modernen Drei- n. Doppelschranben-Schnelldam- plern regelmässig in kurzen Abständen ab Amsterdam Moderne schnelle Frachtdampter nach obengenann. tau Häfen sowie nach Pernambnco und Behls Spesleller 14 tätig. Frachtdienst nach New York Alle AuskDnfte Uber Passage durch Passageageolur Dr. V. J. van Baien, Berlin, Unter den Linden 68a, für Fracht durch Internationale Transporte Scb.Doscra.ni.b.Hn Berlin W 57, und die In den meisten Großslädten befindlichen Vertretungen iSphlalu».12�18, tog.: (Weib und Welt Die Geschichte einer Liebe nach d. Roman von George Ohnet mit Lucie Doraine I Die Perle des Orients mit Carola Toelle, Man ja T ratsche wa, Vi�o Larsen, Ferd. v. Alten, Levis Brody Regie: Karlheinz Martin Sturmflut des Lebens mit Gnnnar Tolnaes, Gertr. 'Welcker, Charlotte Ander Re�ie: Paul Lndwl� Stein Das Rattenloch Ein neues Abea teuer Stuart Vcbba mit Ernst Reicher | Goliath Armstrong IV. Trt Den Fluten preisgegeben Vom U dl. IS. August Goliath Armstrong | V.Teil: Dan Tod Im Naokan Vom 16. bis 18. August VL Teil: Entlarvt Vom 12. bis 15. August Goliath Armstrong IL Teil: Auf Leben und Ted Vom IL bis 18. Äugest Heoay Porten tu KohlhieslsTöchter j Goliath Armstrong 1 XL Tefl; Auf Laben und Tod Vocbentals ab 7 Ü hr ✓ LetrteVor• tührung 9U9 Uhr ✓ Sonnt. Beginn ""hr ✓ Letale VorftU»riin|( 8 t !\Hcrren-Uwer O erren \ für Herbst urd Winfer beste Qualitäten (Scnlüpfer-Form) 850.-, qca /Helle u. ' dunkle Voile und Leopold Gadiel Hochelegante \ Imprägnierte i\Re8eBin8ntel i irZNse\«« i«. Wollene Damen-Kleider"/SU5\ vteieX Mäntel SUff-\ �r_/ v Wasch-Kkidcr 1§- Ein�ö®rös*1SB- nd andere Stoffe, fesche Formen.... von*«»• ÄlCSaCr von«m. arten. öoa und Fesche Seiden- Voile .Wollene Ueberganäs-° Winter-Mäntel von 175.i; auch groüeWeiten,/ Knaben- moderne Formen./ Anxüge Woü- u. V/sscbstoktc' Blusen weiß u. farbig, einfache sowie elegantes'e Ausführungen Wollene StricSfacKen Hochelegante Kostüme 22s. 275.- viele Farben tUr Herl»»! und"Winter, selbst für den verwöhntesten Geschmack. Reizende fifladehen« Kleider so— iwemiua aus Wolle, Seide u. Waschstoffen Tar.ksaguiift. Für die zahlreiche Teil» nähme beider Einäscherung meines lieben Manne». de» Zimmerers Wiiiislin 8eiiusslZ.in i sage allen ileiwandien, I Freunden und B kannlen, Igan! desondei» dcrrn I Sniinser vom Acniralvrr» ! dand der Zimmerer siir die | Irostreidini Warle meinen [ herzüchsieii Dank. Frau C!»r» Schum«»»> i M Scl r.edzl Kinäern. »tri»« !�e»zx»nzr. Für die zahlreichen Beweise innige: ine de und herzlicher Teilnahme rnläklich des Hin» scheidens meiner lieben Frau und Mutter 105/13 Martha Maaß»"»1» sprechen mir hierdurch unseren herzlichen Dank au». August zlnav. Allred»l» Sahn. "nuV�f'Ischjas .Hüft.Gesäß u. Bein. Ca schw. FälleinlSTar. beseitigt.hier Cb unantasib. Heilerfolge best u. Referenz. Irtalfden- slraBe 106, von 10—2. SeMelMMdeiMMM Oerwaitunssftelle Berlin X N. St, Clnlenltr. 83—85 Geschäftszeit van«arm. S Uhr bis nachm. 4 Uhr Telephon: Am, Norden>85. im 1987. 9714 Dienstag, den 16. August, abend# 6 Uhr. im GewerkschaftShanK, Engeluser 15(grober Saal): B r a n ch e n- Be r s a m m l n n g der Rohrleger und»Helfer. Taae»ordnung: 1. Oer aeu« Xarifoerfrop und feine Durchführung. 2. Verbands- und Bcanchenangelegm- heiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. In dieser Versammlung iperden die neuen Tarifverträge ausgegeben. Achtung! Dienstag, den Rehr beaefetensgert! Der In allen Abteilungen meinet Hauses vorgenommene* Bsispielsveise; i moderne Muster reine Ware Cclße130/2C0M 167M . 140/230, 20750 . 185/300„325°° In buntpersischen Mustern GäEe160/235 M28750 . 180/300,435°° . 240/340. 075°° Blnt große Anzahl Teppiche Fem.'™. Möbelstoffe, Gardinen Läulerstoffe, Tisch- und Diwandeck. Tüllbettdeck. Steppdeck., Treppenläufer Teppich-Spezialhaus Bsriin-Süd. Seit 1882 nur icuau'. 158. Keine Filialen!!! Achtung! 16. August, abeudS 5 Uhr. tu der Gmutaula. Weinrneisterstr, 16/17: Branchen-Berfammlung für alle in der ckiirurgifchen Branche Beschäftigte«. Tagesordnung: 1. Bericht über die Berhandlungen mit den Ardeitgedern der Geschäfte für Ehirurgie-Mechanik. 2. Branchenangeiegenheilen. DienStag. den 16. August, nachmittag« VI,»Hr. in den Mustkersälen. Kaiser-Wilhelm-Stratze Sl: Branchen-Berfammlung für alle organifierteu Zigaretten», Maschinenführer und BetriebShandwerker Groh-BerlinS. T Tagesardnuna: U Bericht der Kommission Uber die einzelnen Punfte. insbesondere über den Bbschluh des erfolg» reichen Sampfcs, 2. Unsere weitere Stellungnahme. Mittwoch, den 17. August, abend» 6 Uhr. in den Gerwaniasälen, Chaussecstr. 110: Branchen-Berfammlung aller Maschinen., Auto», Motoren-, Reparatur- und Betriebsschlosser der Berliner Metallindustrie. Tagesordnung:. HtaNnagNahwa zmu Cohaabtoan 95/12 Ohne«ttglledsduch kein Zutritt! vi« ortanerwaltang. Iii. Abänderung der Labung der JnnungStrankcnkaffe der Dach-, «chiefer. und Ziegeldecter-Innung zu Berlin. ß ll Abs. 1. Ziffer 2. letzter«atz, lautet nunmehr Stach sechsmonatiger Bartezeit wird ein Trantenaeld von « n, H, des Grundlohn«» für jeden Ärbetistag und fiir jeden Sonn» nnd Feiertag gewährt. S U Abf. 2- Bei Trantheiten, die zum Tode führen ober durch Betried» Unfall verursacht sind, ferner bei länger als eine Woche wäh» render Arbeitsunfähigkeit infolg« von Arankheit wird da« Krantengeid schon vom ersten Tag« der Arbeitsunfähigteft an gewährt. 7/lv , Sief« Aenderung tritt mit dem t.-Januar 1921 in Straft. Junungs-Srankenkasse der Vach-, Schiefer- und Ziegeldecker-Innung zu Verlin. vaa Vorstand. 0. hreh». Genehmigt Eh arlott endurg, de» 2. August 1021. Oberverfichernugsamt«erlin. (Siegel.)_ t. Oostkowskl.___ Dr. med. Meyenberg Neuartige Behandls. alle rGeschlechtslelden undFrsuen- leiden nach 14 D.-R.-Palenten bes. in veralteten Fällen, Verengung, Fäden i. Urin, schmerzlos u bei gewohnter LehensfOhning. Blutuntersochung. Salvarsan. Das Buch: Sichere Heilung der Syphilis 10 Mark. Unirer- salbehandlung der Frau 2 Mark. Prospekt kostenlos. Damenzimmer. 11—1, 5—7, Sonnt. 11—1 Uhr. 161/2 ZähDeioiü« Erstkl. Ausführung. S Jahre Garantie. Umarbeitg. alt. Gebisse» an Reparaturen sofort. Goldkronen. Brocken. Teilzahl. 9-7, Sonnt. 9-1. nahe Schönhauser Tor. Bempel, Dentist, Linienstr. 220, Geschäftsstelle: Berlin N Z»ß Chaussee- Straße 63 Eincang: LiesenstraDc fr. Burgstrade! Tel.: Norden'�. 1(SO und 10 787• ' Vilk,-' i F>«rti«sli3uii(a- kVerein Hrsa-ficflinl Postscheckkonto 43448 Versichergs.- verein aul Gcgenseitigk. (Behördlich genehmigt/ 78000 Mitglieder! Nach einjähriger Mitgliedschaft Kostenlose Bestattung! Darunter versteht unser Verein: Sarg. Ueber- fiihruna nach dem Krematorium mittels Leichen- wasen 2. Klasse nebst Trägern, die amtsärztlichen Atteste, Orgelspiel, Gesangsouanett, Dekoration der Feierllchkcitshalle, auf Wunsch Redner, die Einäscherung, Aschenkapsel, Beisetzung derselben und die Stelle Da wo eine Stelle bereits vorhanden ist. wird der Betrag, welchen der Verein sonst dafür aufwandet, an die Angehörigen des Verstorbenen gezahlt.— Der Vorein nimmt damit den Angehörigen die schwierigen Wege und alle Kosten, die eine pietätvolle Feuerbestattung veranlaßt, ab.— Für Mitglieder, welche beim Ableben dem Verein noch kein Jahr angehören, übernimmt der Verein die Vermittlung und stellt den Redner; die anderen Selbstkosten tragen die Hinterbliebenen.— Allen Freunden und Anhängern der Feuerbestattung halten wir uns bestens e m pfohlen. Prospekt kostenlos! 297/11 Der Vorstand. sparen |$&*•' Für die Reise! Wlntenilster 95 160 250 Stiilip!M.llSÄf»190 1 itiitliaiien■ÄrSSf 95 ructioräiitel. mäntil, flliihniW 1fi5 225 389« [overtcoatpaiitots. Mm, ladsBÄ 100 150 200«. AmMaMMMa 59.ixrJpÄron<1 öoonabends und Sonntags geseniosaea. 1 Von weit und breit kommen die Paare zu Richard Bonneck, am sich zu verloben. Deutschlands größtes Spezialgeschäft m für Trauringe. t Ring Büket. 0,900 gest. von M. 78 an I„ 0,900„ 8 Gramm M. 180 1„ 1 � 0,900 SfB ,,. � 17 5 t„ l1/, ,, 0,900„8 ww e80 1„2„ 0,900 � 7 � ,, 880 I Ring 0,888 gest. v. 81, 60 bis 81. 180 I Ring 0,888 gest. v. 81. 80 bis 81. 100 Sämtliche Ringe 2>.z— 7 MM breit am leger. Alle« fix nnd fertig; zum Mitnehmen Diese Ringe Omament�Rose" und„Myrte" sowie mit Inschrift„Du bist mein",„Mit Willen Dein eigen"(in 0.585 Gold) von M. 200.— an. Alle Weiten vorrätig. Katalog gratis! Versand nach außerhalb. Rlesenanswobl aller in der Uhren- und Juwclenbrancbe vorkommenden Waren. Stets delegenbestskäufe in Brillanten. RICHARD BONNECK Hanptgeschitt: Berlin N, Schönhauser Allee 45 (Hochbahn: Danziger Straße), Tel.: Humb. 1344. Filiale t Landsberger Alice 41. Telegramm-Adresse: Geldonkel, Berlin, Ankauf v. Gold». Juwelen. Fahrg. sr. vergütet. Kelchsbank-Glro-Konto Kriegsanleihe wird zu 84% in Zahlung genommen. Beste PIDsebmäntel 750, 1050 la Pelzmäntel..... 2850, 3420 Ulster 195, 288, 875, 450 Jetzt sehr billi ij m\ reine Wolle» öö Her 37S Modelle in Mantelkleider 050 Peizbesetzte Mäntel 725. Kostüme 1500 t Hülel i Dm M. i Bera Iii Höfte 691 Westmann 1. Geschäft: Berlin W, 2. Geschäft: Berlin NO, Mohrenstraße 37a Gr. Frankfurter Str. 1 15 00000000® oo oo ooooooooou © Kr sie« Anaschreiben. 10000 Mark BORAXIL J Preisausschreiben s Infolge der großen Beteiligung konnien die Resultate erst heute veröffentlicht werden, gleichzeitig teil# ich mit daß ich die Fabrikation de« Priedens-BORAXILS sowie die Verteilung der Preise übernommen habe. Preise erhielten Karl Buchmüller, Charlb, 500 M. Ä Fritz Herz,„ 200„ N Johannes Pohl. SchÖneb., 300„ SLis. Greiner, NW 21, 200„ Dr. Fritz Werner, N 20� 100„ Wilh. Fltzke, NW 87, 100„ Georg Freyer, Steglitz, 80„ Transp. 14SOM. v Frankenberg, Charlbg, 300„ Bruno Feudius, N 65, Emmy Flick, N 39. Ernst Walter, Pankow, Alfr. Eisenblatter, N 31. Alex. Fritsch, Oberschw. 1450 M. Prelatorlaeisnng folgst. Z9zi neuee Preleane schreiben erscheint demn&obet. G. H. Kunze, Berlin SW 68, Sellenfabrik. Gegr. im Jahre 1844. ©Kunzes Friedens-BORAXlL wäscht blütenrein, schneeweiß, schont und erhalt die Wasche, spart Arbeit, Seife und Kohlen. Ist q überall erhaltlich. OOOOOOOOOOOOGOO oo o I Kaufe siandla xu höchsten Preisen Brucli Gold-Platin'Silber- i; Münzen; Weuhaus, RoB jtn.8-*■* Spitte,?,ar-kt Einkauf nur im Laden, nicht Im Hbf Kommen Sie Kein Kaufzwang Sehen Sie��P�BB�Kein Kauffzi (Schlüpfer D QroPe stlaP-jlfeteUung Kurt Gross fin I. Stock Am Oranienburger Tor Verkauf nur I. Stock, kein Laden Am Oranienburger Tor Diese Woche Enorm billiger Verkauf Soweit Vorrai 5smt u. Seide Panne antike 38®° Rippen velvet �«Ä�.?m5S49m Kleiderseide � 6450 Farbige Hutsamfe F�mÄ 6950 Crepe de Chine. ÄÄÄ9850 Lindener Köpervelvet QS50 S�exie QualiWf, ca. 70 cm b/eii.................. Nct#r 2rO Blusen Zephirbiusen �Q50 Hcmdlomi. ollen und getdilouen zu(ragen,«aidied»! Flanellblusen ,Q50 m guter,|rhii!iiiiiiiiuunminnimniinimiiiiiiiiiiiiiii|i 1 Besonders günstige Einkaufsgelegenheit, weiche sich durch| | Preiswürdigkeit sdion jetzt zum Einkauf für den Herbst eignet| IniiiiiinianiiinnmfiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiHiiniiiiiiiiiimiiiniininiiiiiiiiiiiiiiiiiiinHiiniiiiiniiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiMiimianHiluiiiiiuiimmniiiuiiiuiuniiiii Gemusterte Stoffe Bandsfreifen lorei�nund 1Q50 Kleider, au| dunkel und inillel Fond... Meier 5 f Römische Streifen-.«so «Porte Stellunccn.................... Meter Diagonal-Sdioffen HO cm brell, aparte Farbslellutig..... Meter Bordüren soso auf Foule|ond aparle Neuhell, Meter J-r Strumpfwaren Damenstrümpfe 75o-t-y� Bdumwolle. gewebt, schwarz und Jarbig. Damenstrümpte Flor, gewebt, schwarz und farbig.............." � �■ Damenstrümpfe ,0«,>1000 Trama«S«ldc. Q«w«Df schwarz.................. H erre n socke n 450 Reinwollene gemusterte Mantelstoffe caJ3Ccin QQ00 br� Meier-rO Traraa-Selde, gewebt schwarz. noturf arbig. H erre n socke n Ä1: 5 75 Herrensocken �Ä�875 Einfarbige Stoffe Einfarbige Stoffe 7qso |ör Kinderkleider, wie Diagonal u.Chevron, Meter 4-3� Reinwoll. Cheviot ,Q50 etwa 100 cm breit, marine und schwarz, Meter 2*7 Kostüm-Cheviot«qso ralne Wolle, 130 cm breit............. Meier Popeline eteganteOualtiabreme SQ50 Wolle, 100 cm brell, In vielen Farben, Meier J9 Reinwoll. Foul4 sgso tuchartig, 130 cm brcfl, neueste Parben, Meier VdOlirS DO cm breit, fOr Kleider und Kostüme, moderne Parben,...,... Meter 69 50 Einfarbige reinwollene Kostümsfoffe In den neuesten Bindungen in grossem Sortiment Damenkleidung Frotfe rocke««hl«!«« F«b«... 69°° Weisse Waschkleider qooo mit Hohlsaum........................................ 5�0 Schotten röckeFaii«ionn------- 16500 Mäntel impr-gni-n................... 15500 3 Flauschmäntel I In»nchlfdenrn haibrn......... 390°° Leipziger Strasse, Alexanderplatz, Frankfurter Allee Besonders preiswert: Kostümstoff-w50 Diagonal-Cheviot*A5Q im herrenslotlgeschmack, ca. 140 cm brelf..,«.. Meter ca. 130 cm breit, mlllel{arblg.............».»...Meter Cheviot-jqso Knaben-Cheviothnk.f AlvcanderpL wnighbtr Landsberger Str. 85, 86, 87 Vergessen Sie nicht! daß morgen, Montag der letzte Tag meines großen ZSjShr. Milöums-VerkMss ist, und zwar erhatten Sie morgen, trotz der ganz besonders außerordentlich billige» Preise laut K die Sie an der»äffe in untenstehender Anweisunz»»0») U-prUACtTS CflCW, Abzug bringen können. Also wenn Sie sich eine schöne Summe ersparen wollen, imm 5ie ttimmöM. tedil MM. Untenjrundbahn Spittelmarkt Teppiche Ausgang Grönstr. Farbige Wasch, s. Sportblusen 17.50 M. Ulsterstoffe nmfte Soppen, I» OaaL 125,08.50 M. Reinwollener Kammgar» und Cheviot in schwarz und farbig 54.50, 37.50, 29.50 M. SO am br. gemusterte Flanelle 18.50, 16.50 M. Damenhemde« mit Langette-Hohlsaumgarnie- rungen und Stickereien... 37.50, 27.50 M. Prima weiße/ Oberbett...... 89.50 M. Bettbezage i Kissen....... 19.75 M. Hembentuch prima Qualität Meter 9.85 M. Reizende Wintermäntel au, schweren Stoffen 198.00, 98.50, 39.00 M.— Astrachanmäntel auf Seide gefüttert 1098.00 M.— Entzückende Wiaternoppenmäntel 298.00 M.— Schwarze, dunkelblaue und sandfarbene Tuchmäntel reich mit Aolikation verziert.— Dunkelblau« Theviot- toftume 378.00 M.- Dunkelblaue reinw. Ehevtotkletder reich bestickt 325.00,298.00,235.00 M. JellMe Perser.Zevplche »hnc jede P-pIermtschunz 120X100 am 220 M. I 185X285 am 490 M. 150 X220 am 340. I 240X840 cm 698, Bettvorlage 50x115 cm 64 M. Küuftlergardineii«»VZ Salbstores au» gewebtem Tüll, Erbstüll und Etamin.......... 128, 69, 54 M. Madrasgardineu, 2 Schals, 1 Querbehang, in herrlichen Farbenstellungen 225, 165, 128 M. Große Ausslelluag u. Verlaus der wuaderschöuslen Schöpsaugeu reich mit Velz besetzter Herbst, uud Vialermobelle in MSaleia, Sostümea, Manlelsteidera, AbeadsteiSem. yelz- wSatela«ad Schals. HStea a«d Seidenbluse« Im erste» Stock. Die Auswahl ist erstaunlich groß. Diefe Anweisung berechtigt Sie bei Einkäufen, die Sie bis zum 15. August 1921 in meinem Haufe machen, Z Proz. bei Zahlung in Abzug zubringen Hermann Engel. Diese Anweisung berechtigt Sie bei Einkäufen, die Sie bi« zum 15. August 1921 in meinem Hause machen, 5 Prvz. bei Zahlung inAbzug zu bringen Hermann Engel. Schlafzimmer Ausnahme» Angebot! SHWümer We 180cm bteili SdjranJ, m. Sv eael. V. WilKtze. Umbau, Apothele» tompl. inkl Stall lbiiben AuNaacn, Mark echt. Mann. Dessin- Möbel Rosentlial.Str.39 Cbausseestr. 105 Metallbetten, Stahlmatratzen, Kinderbetten dir. an Prtaat», SatoL JOA frei MfnuäöbelfabrU Suhl«Thür) Möbel zu ermäßigten Preisen auf bequemst« Teilzahlung bii klilur Ab- i. Abzahlung BürgJoliniingselnrltlil. Wohnzlmm., Schlafzimm., Spelsezinm. Herrenzimm. in groSer Auswahl Elnaelne MObcl Farbige KUchen P.rner: Teppiche, Gardinen und Dekoratloasgegenitinde. Beiser Lothrinxer Str. 67. Uli-Ii Kobieeliseh GegrAndet 1876 1 4900, 5600, 5900 { 6800, 7200, 8COO l 9500 von 4500— U 500 Berlin 0 112, Rigaer Str. 71-73«, 6 Minuten vom Bahnhof Frankurter Allee empfiehlt SclMzfoiinsr komPi.{ M JtSS;'SS Speisezimmer I HeireiiziiiiinEr isiinban farbig und naturlasierl, MiCfiCll m allen Preislagen Xea«mfjrenonsmen: Fertige BETTEN IS" 725 lEr 1010 Gekaufte M9bel kOnnen beliebige Zeit kottenlos lauem EEKSkävv Mert-°. Igüeragiss Andreasstp. 23 am Platz Bnumenatr. 95, Ueuaaelstr. 67 LctpzSger Str. 34-5o Neakdlln, Bercatr. 133 Spandau, Charloltenatr. 24a Knuacrtrartcn ?o?hen_ersctttenen: Karl RadCk Soeben erschienen (Rolerat über die Taktik der kommiinistiseben Internationale) Gehalten auf dem III. Weltkongreß, Moskau, Juli 1921 86 Seiten Preis brosch. 1.50, geb. 6.— M. Zu beziehen durch: 3683b* Verlagsbnchhanfilüag Carl fioym NacMMl.Cah9bl8y Hambarg VIII und durch alle Buchhandlungen und Auslieferun sstellen der VKPD. * �iCAREXTEry ------■*•—' ätSI?SSS!3Sl3Ä� l GROSSERWOOG?MWW' Nr. 38t ♦ 38. Fahrgans 2. Seilage öes vorwärts Sountag, 14. Mguft 7921 Wer wirtfthastet sparsam in Serlin! Zahlen, die man sich merken soll. Die Herrschaften der westlichen Kommunen, die seit Jahr und Tag aus dem Vollen zu wirtschaften in der beneidenswert glücklichen Lage waren, haben heute den größten Mund. Mit Hilfe der ihnen voll und ganz ergebenen rechtsstehenden Presse hoben sie es ver. standen, eine förmliche Gloriole um ihre eigenen werten Häupter zu flechten und der unbefangene bün wlichc Leser wird in dem Glauben gehalten, daß der Kommunalwirtschaft höchste Weisheit in diesen Größen von gänzlich unbewiesenen Qualitäten verkörpert sei. Aus ihren Kreisen stammt denn auch das Schlagwort von der angeblich bewiesenen sozialistischen Wirtschaftsunfähigteit, das von der durch ihre Presse gehörig bearbeiteten, zum größten Teil urteilslosen bürger- lichen Leserwelt, mit Vergnügen aufgenommen wird, da es der vor- gefaßten Meinung völlig entspricht. Wie verhält es sich nun in Wirklichkeit mit der Stichhaltigkeit dieser Vorwürfe über unsach» gemäße Ausgaben? Es lohnt sich in dieser Zeit, da der Kampf gegen die sozialistische Mehrheit mit allen Kräften einsetzt, die Frage ganz sachlich näher zu untersuchen, und zwar aus Grund des neuen Etats für das Rechnungsjahr 1921. Wir setzen als sicher voraus, daß die rechtsstehenden Kommunalpolitiker in nicht anzweifelbarer Loyalität auch ihren Anhängern davon Kenntnis geben werden. Ertrag(•), Bedarf pro Kopf der Bezirksbedölkerung naÄ dem vom Magistrat Berlin der Stadtverordnetenversammlung vorgelegten Etat 1921� Diese Zahlen reden eine so deutliche Sprache, daß eingehende Erläuterungen überflüssig sein dürften. Es fei nur kurz bemerkt: Im Unterricht wird Neukölln mit SSL M. viel mehr tun müssen, um mit Zehlendorf mit 139,— M. in Wettbewerb treten zu können. In der Iugendwohlfahrt wird Spandau mit 1,84 M. sein« bisherigen Taten einer Prüfung unterziehen müssen, denn die Spandaüer Arbeiterjugend wird der Fürsorge bedürftiger sein als die der Bezirke Charlottenburg mit 20,— M. und Wilmersdorf mit 13,90 M. Besonders auffallend sind auch die Zahlen für allgemeine Wohlfahrt(Armenpflege). Die Arbeiterbezirke Lichtenberg mit 7,30 und. Pankow mit 9,90 W. werden geradezu erdrückt von den west- lichen Bezirken Charlottenburg mit 21,60 und Zehlendorf mit 16.— Mark. Für Polizei usw. bedarf Berlin 1— 6 50,80 M., die Arbeiterbezirke Reinickendorf 1,13 M., Lichtenberg 1,60 M. Dann Beleuch- tung und Straßenreinigung: hier prangt Zchlendorf mit einem Be- darf von 98,70 M., während Cöpenick und Spandau mit 24,7 bzw. 26,8 M. auskommen. In Voltsbildung sind es wieder die Arbeiter- bezirke, die mit 27 und 3Z Pf- gegen Schöneberg 1,43 M. und Char- lottenburg 1,31 M. ganz besonders sparsam sind. Bei den Ver- waltungstosten ist zu berücksichtigen, daß die Bezirke 1—6 noch nicht in Funktion getreten sind, zunächst also außer Betracht gelösten wer- den müssen. Zehlendorf ist natürlich wieder an der Spitze mit 176,12 Mark, während Pankow mit 101,42 M. als Muster dienen kann. Zusammengefaßt muß festgestellt werden, daß die Arbeiter- bezirke äußerst sparsam, in manchen Fällen vielleicht zu sparsam, wirtschaften, während gerade die Bezirk«, in denen die bürgerlichen Parteien die Mehrheit haben, die gerühmte Sparsamkeit in eigenartiger Praxis üben. Erinnert man sich dabei der„Los- von-Berlin">Fanfare im Hinblick auf das Schlagwort von der.fozia- listischen Dilettantenwirtschaft', so wird man sich auf den klugen. aber heute etwas veralteten Haltet-den-Dieb-Trick besinnen müsten. Für unsere Genosten geben die Zahlen, die besonders im kommenden Wahlkampf ihre Wirkung erweisen dürften, wichtige Auffchlüsse und Anhaltspunkte bei der Aufstellung des nächstjährigen Etats.___ Einstellung öer ßerienfpiele. Eine Darstellung des Magistrats. Der Berliner Magistrat nimmt zur vorzeitigen Schließung der Berliner Ferienspiele«n längerm Ausführungen Stellung, die sich im besonderen gegen den Vorwurf wenden, daß es an einer ge- nauen Vorausberechnung der Geldmittel gemangelt habe. Der Magistrot schreibt u. a., indem er auf die starken Schwankungen im Besuch der Fcrienspiele näher eingeht: Die Schwankung hat auch ein in vielen Punkten nicht berechen- bares Steigen und Sinken der Ausgaben zur Folge. In den sech» zehn Iahren des Bestehens der Ferienspiele ist nicht nur ein Ueber- schreiten der aus Grund vorjähriger Erfahrungen vorgeschätzten Etatsmittel notwendig gewesen, sondern es hat sich beim Jahres- abfchluß öfters auch ein mehr oder weniger beträchtlicher Posten ergeben. Die Höhe der Ausgaben wurde für 1921 durch die un- gewöhnlichen Teuerungsoerhältniste und durch das Hinzutreten der 13 neuen Berliner Stadtbezirke bestimmt. Die Ausgaben für Kind und Tag iind von 2,80 M. beim Erholungsaufenthalt schwächlicher Kinder bzw. von 2,70 M. bei den Ferienspielen in diesem Sommer, oweit bisher festgestellt worden ist, auf mehr al? 5 M. ge- iliegen. ohne daß eine wes«ntliche Veränderung in der Per- orgung vorgenommen worden wäre. Die Ursachen dieser Erhöhung md darin zu suchen, daß sich z. B. die Beförderung der Kinder erhebsich teurer stellt. Höhere Preise als 1920 sind diesmal auch beim Anschaffungsomt für Nahrungsmittel gezahlt worden. Die Innehaltung der Tarifbestimmung erforderte entsprechend höhere Aufwendung für Löhne an Kochfrauen und Wächter, ebenso wie die den Spielleitern und-leiterinnen vom Magistrat zugebilligten er, höhten Tagessätze. Außerordentlich verteuert waren die für die Einstellung des Betriebes auf Groß-Berlin erforderlichen Wirt» fchafts- und Spielgeräte und die Fuhrlöhne. Festgestellt ist, daß sich alle Erhöhungen der Ausgaben mit Notwendigkeit.aus den allge- meinen wirtschaftlichen Verhältnisten ergaben und zum Wohle der Kinder erforderlich waren. Eine Verschwendung städtischer Mittel ist ausgeschlosten. Reben den Lehrkräften sind soweit wie möglich im Spiel erfahrene Erwerbslose herangezogen worden. Die Behauptung,„daß infolge der achtstündigen Arbeitszeit für die Spielleiter Doppelschicht nötig sei," trifft nicht zu. Die Leiter und Leiterinnen versehen ihren Dienst täglich ohne Unterbrechung von morgens bis abends. Der Magistrat weist dann weiter eine ganze Reihe entstellender Behauptungen, die ein Berliner Blatt veröffentlichte, zurück und schließt seine Ausführungen: Auf einem Irrtum beruht auch die Annahme, daß die Neu- köllner Fe.rienspiele mit geringeren Mitteln durch- geführt werden als die Berliner. Die durchschnittliche tägliche Auf- wendung für ein Kind belief sich in Neukölln im vergangenen Jahre um ein Geringes höher als in Berlin und wird sich, da die Ein- richtungen an beiden Stellen ähnliche sind, auch in diesem Jahre nicht niedriger stellen. Was demnach diesmal den vorzeitigen Schluß der Spielplätze erzwang, war nicht verschwenderisches Aus- geben der städtischen Mittel, sondern die durch die allgemeine U n- berechenborkeit der Veranstaltung, die außergewöhn- liche Teuerung und die Einstellung auf Groß-Berlin geschaffene unübersichtliche Lage, die zu einer Verkürzung und ver- zögerten Fertigstellung des Haushaltsplanes führte. keine neuen Gesthästspaläste. Ein Ministerialerlaß gegen die Umwandlung von Wohnräumen. In neuerer Zeit werden, besonders in Großstädten, häufig Wohnhäuser von industriellen Unternehmungen, vor allem auch von Banken angekauft und unter Genehmigung der Gemeindebehörden für geschäftliche Zwecke verwendet. Der Minister für Volks- wohlfahrt hat daher jetzt die Regierungspräsidenten angewiesen, dahin zu wirken, daß künftig die Zustimmung zur Umwandlung von Wohnungen in Geschäftsräume nur dann erteilt wird, wenn der Gemeinde entsprechende gleichwertige Wohn- räume oder gegebenenfalls Geldbeträge zur Herstellung neuer Wohnräume überwiesen werden. Kündigungen zwecks Räumung sollen demgemäß im allgemeinen nur dann anerkannt werden, wenn ein schuldhaftes Verhalten des Mieters vorliegt. Wenn Gemeinden oder Mieteinigungsämter diesen Richtlinien zu folgen nicht gewillt sind, sollen besondere Anordnungen erlassen werden. Bei dieser Gelegenheit sei erneut darauf hingewiesen, daß Neu- bauten grundsätzlich von der Beschlagnahme frei gelassen sind und daß sie auch nach dem Entwurf eines Reichsmietengesetzes nicht der Höchstpreisfestsetzung unterliegen. « Das augenblicklich vorherrschende Expansionsbestreben der Großbanken zeitigt, wie uns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, folgende Auswüchse: Die Mitteldeutsche Credit dank hat das Häuserviertel Burgstraße— Wolfsgangstraße— Heiligegeist« straße— Kaiser-Wilhelm-Straße aufgekauft, die Dresdner Bank dos Eckhaus Markgrafenstraße und Französische Straße, die Deutsche Bank das Hotel-„Goldene Gans" in der Heiligegeist- straße sowie das Nebenbaus, die Darmftödter Bank den Häuserblock Werderscher Markt. In allen diesen Fällen bedrohen die Großbanken die Mieter mit Kündigungen: zum großen Teil ist es ihnen schon gelangen, sich in den Besitz der Läden und Wohnungen zu setzen, indem sie den Mietern große Abfindungssummen zahlten. Den durch seine Existenz an der Behauptung seiner Wohn- und Ge- schäftsräume gebundenen Teil der Mieterschaft beunruhigen sie empfindlichst, machen ihm Scherereien, Laufereien zu den Miel- einigungsterminen und drängen ihn schließlich durch ihre juristischen Spitzfindigkeiten doch noch aus seinen Räumen, ohne daß die Miet- einigungsämter als Mieterschutz auftreten. Mit der neuen Verordnung dürfte die Handhabe geschaffen sein, dergleichen heute angesichts der Wohnungsnot der großen Masse besonders provozierend wirkende Ausdehnungsbestrebungen auf- dos gebührende Maß zurückzuweisen. 65) Die Racher. Roman von Hermann Wagner. Er schien beglückt, fast atmete er auf, wie nach�einem guten Geschäft, das er gemacht hatte.„Dann haben oie die Güte, dies da zu unterschreiben!" „Ich habe keine Tinte.. Er lachte.„Nun, dann unterschreiben Sie mit diesem Bleistift... So, ich danke!... Und da sind die ersten hundertfünfzig Mark!... Stimmt es? Ja?... Ich danke!" Er stellte sich breitspurig vor sie hin und klopfte ihr auf die Schulter.„Und nicht bange machen lassen, gute Frau! Es geht immer wieder, denken Sie pn mich!" Sie hörte es, wie er die Treppe hinunterging, lauschte mit angehauenem Atem, hatte eine namenlose Angst— und stürzte plötzlich auf den Tisch zu und griff verzweifell nach dem Gelds... Es goß. Behrens sprang in eine Elektrische, die vorüber- fuhr und die schon bis auf den letzten Plag besetzt war. Zwischen schwitzende Leiber gepreßt, stand er eine Viertel- stunde. Dann sprang er ab. Er tat es ungeschickt und hörte das Lachen einiger Leute hinter sich Im Cafä Fürstenhof oben trank er eine Tasse Tee und zerbröckelte dazu ein Stück Kuchen. Er war müde und sehnte sich nach der Ruhe seines Zimmers. Aber das überlaute Leben auf der Straße grinste ihn noch einmal an. Diskret lispelnde Händler traten ihm in den Weg und boten ihm pikante Blätter an. Andere riefen die Abend- zeitungen aus. Sie schrien sich heiser. Immer gab es ein Ereignis, das man in dem fiebernden Lärm zu einer Sensation auszu- bauschen verstand und das sich, in irgendeinem stillen Winkel gelesen, als ein Nichts entpuppte. Skandale wälzten sich daher und verlangten Gehör für zwei Sekunden, Unterschlagungen machten sich breit, Bank- direktoren entleibten sich durch hallende Revolverschüsse, und irgendwo auf fremden Meeren ertranken zweitausend Menschen. Alles da tanzte bildhaft durcheinander, von tutenden Ehauffeuren beiseste gedrängt, die es verachteten. Auch die Schutzleute waren gleichgüllig. Sie dämmten die dräuende Flut mft einem Aufheben des Armes. Oben in seinem Zimmer angekommen, warf sich Behrens auf einen Stuhl, kreuzte die Arme überm Tisch und legte den schmerzenden Kopf darauf. Eine tiefe Traurigkeit war in ihm. Ist nicht alles ver- geblich? dachte er. Und war es nicht besser, wenn er sich in ein fernes Dorf verkroch und mit den Tieren lebte und mit den Blumen? Er war- plötzlich mutlos. Da klopfte es. Er hob den Kopf. Frau Piefecke zwängte sich durch die Tür, die sie nur zu einem engen Spalt geöffnet hatte, als stehe es ihr nicht zu, einen größeren und bequemeren Raum zu beanspruchen. Ihre Feindseligkeit war gleichsam durch eine erlittene Niederlage gebrochen. Sie blickte angstvoll drein, wie ein Hund, den man geprügelt und der keine Zuflucht hatte. Sie öffnete den Mund mit den verfaulten Zähnen, brachte aber zunächst kein Wort hervor. Endlich stotterte sie, und ihre Stimme war ganz heiser, wie entsetzt über sich selbst:„Ich möchte,— ich möchte Sie— fragen, ob,— ob Sie mir eine Mark... borgen wollen,— nur eine Mark!" „Wozu?" fragte er rauh, und diese Frage saß ebenso wie die Bitte der Frau Piesecke wie ein Pfahl in seinem brennen- den Fleische. „Ich.— ich möchte nur... etwas essen.. „Haben Sie noch nichts gegessen?" fragte er. Ihre Worte flatterten wie zerfetztes schwarzes Papier vor ihm nieder, sich wiegend, dann sterbend:„Heute noch nicht," sagte sie. Er wartete eine Welle, sann nach, trat dann auf sie zu und nahm ihre Hand. Sie war kraftlos und hatte vertrocknete Runzeln. Er atmete mühsam und ließ sie fahren.„Da— da... haben Sie eine Mark!" sagte er schnell. Sie hörte es nicht mehr, wie er auf das Bett hinstürzte und einen verzweifelten Laut in den Kissen erstickte... Sie rannte in die Küche, zum Fenster hin. und betrachtet- das erhaltene Geldstück. Ihre Augen funkelten gierig. Es war ein Zwanzigmarkstück. Er hat sich vergriffen, dacht« sie schadenfroh und lachte hämisch in sich hinein... Schon an der Tür, wandte sich Herr Friedrich Saatburg noch einmal um und zögerte. Der gepflegte Backenbart, der soviel Würde ausstrahlte, als ein Bankdirektor nur haben konnte, täuschte nicht dar- über hinweg, daß auch Menschen, die ihr Leben lang alle Gelegenheiten, die sich bieten, wahrgenommen hatten, eine Gelegenheit doch verpassen konnte: die des Mannes im besten Alter. Sein Atter war kein bestes mehr, es war nur noch ein gutes. Diese Fiktion aufrechtzuerhalten, genügte noch der sorgfältig gepflegte Bart. Dach nicht lange mehr, denn auch er würde dünn werden und sich nur noch mit Hilfe von Farbe behaupten können. Alles dies erfaßte Herr Friedrich Saalburg in dem Bruch- teil einer Minute. Und wie um ein Letztes zu tun, um dem Heiratsantrag, den er soeben gemacht hatte, einen Rahmen zu geben, der ihn schön einschloß und seine Wirkung kräftigte, ging er mit drei impulsiven Schritten noch einmal auf Frau von Marisch zu, nahm ihre Hand noch einmal, um si? ein letztes Mal zu küssen.„Bitte, bitte." sagte er und war fast leidenschaftlich,„überlegen Sie sich meine Worte gut!" Damit ging er. Und er gab dem Mädchen draußen ein bankdirektorliches Trinkgeld und stieg, jeder Zoll ein Mann von Maß und Kühle, in das Auto, das ihn erwartete und das in seiner wuchtigen Vornehmheit so ganz der Grüße der Bant entsprach, der es gehörte. Frau von Marisch war nachdenklich und trat vor den Spiegel, um sich zu betrachten. Es war kein Zweifel darüber möglich, daß sie nach wie vor die schöne Frau war, die zu sein ihr Glück ausgemacht hatte. Nur ausgemacht hatte? Nein, es tat ihr noch immer wohl, zu sehen, daß man sie noch für dreißig halten konnte, wo sie doch in Wirklichkeit schon fast vierzig wir. Nur die Falten an den Augenwinkeln mißfielen ihr ernstlich. Doch bereiteten auch sie ihr keinen Schmerz mehr. Ja, noch stand sie in ihrem besten Alter, wenn sie sich auch anschickte. tapfer in das gute hinüberzuschreiten. Sie war nicht mehr elastisch genug, den Stürmen des Frühlings zu trotzen, sie sehnte sich nach dem Sommer, um in dessen behaglicher Ruhe den satten Herbst zu erwarten. (Forts, folgt.) verettelte MUÜonen-tvaffenjchiebung. 30 Millionen entgangener Schiebergewinn. Wegen Verbrechens gegen das Gesetz betr. die Entwaffnung der Bevölkerung hatten sich der Kaufmann und Hauptmann a. D. Alex Kral, der Kaufman Herbert Frankel, der Kaufmann Karl Puls und der Kaufmann Heinrich Z b o r a l s k i vor der K. Ferienstraftammer des Landgerichts I zu verantworten. Vor einiger Zeit machte ein gewisser Koch einer Hamburger Firma die Offerte, mehrere hundderttausend Gewehre nebst Zubehör zum Preise von 6g Millionen Mark zu liefern. Die Angeklagten Frankel und Puls, welche hiervon Kenntnis erhalten hatten, setzten sich mit dem ebenfalls beteiligten Angeklagten Kral, einem tschechoslowakischen Staatsangehörigen und früheren öfter reichischen Hauptmann, in Verbindung. Dieser behauptete, die Waffen sollten mit Billigung hoher Regierungsstellen an das Aus- land verkauft werden. Es sei besser, sie würden zu Geld gemacht, als daß sie„verschrottet" würden: er stehe wegen der Gewehre u. a. mit einem Staatssekretär und anderen hochstehenden Persönlich keiten in Verbindung. In der Folgezeit wurde nun mit einer großen F i"r m a in Paraguay ein Vertrag über die Lieferung der(T wehre nebst Drehstahl, Laufbohrer u. a. geschlossen. Ferner sollte auch bei der Discontogesellschoft ein Akkreditiv über 68'� Millionen Mark gestellt werden.' Schließlich kam aber die Waffenerfassungs- stelle hinter das Geschäft, das sich jetzt plötzlich als ein angebliches „Luftgeschäft" herausstellte. Die Angeklagten Fränkel und Puls, die einen Verdien st von zusammen 36 Millionen Mark herausgerechnet hatten, hatten im Vertrauen auf die Richtigl keit der Angaben des Kral bereits über 80 000 M. Spesen in das Geschäft hineingesteckt. Wie ein Beamter bekundete, sind sogar Leute in einem Flugzeug aus der Schweiz hierhergekommen, um sich an einem solchen Waffengcschäft zu beteiligen. In der gestrigen Verhandlung beantragte der Verteidiger, Rechtsanwalt Bahn, die Freisprechung der Angeklagten Fränkel und Puls, da sie schwer getäuscht und geschädigt worden seien. Außer dem finde Z S9 StGB. Anwendung, weil die Angeklagten ange� nommen hätten, daß Regierungsstellen den Verkauf billigten, also das Tatbestandsmerkmal des Z 13 des Entwaffnungsgesetzes, Ver kauf„ohne Genehmigung des Reichskommissars" ausscheide. Das Gericht sprach Fränkel und Puls aus diesem Grunde frei. Bezüglich des Kral wurde die Verhandlung abgetrennt, da der Sachoerhalt sich nicht zur Freisprechung eigne, ebenso wurde die Ver Handlung gegen Zboralsti, der nicht erschienen war, vertagt. Die neue Wahlordnung für Groh-Berlin erscheint jetzt, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, im Ministerialblatt für die Innere Verwaltung. Sie ist vom 10. August datiert und im wesentlichen der Landeswahlordnung, soweit das bei der Verschiedenheit der Verhältnisse möglich ist, angepaßt. Arbeitersänger für das hungernde Ruhland. Der Gemischte Chor Groß-Berlin veranstaltet Sonn- tag, den 21. August, nachmittags 3 Uhr, im Friedrichshain, Spielwiese, ein Konzert zum Besten des hungernden Rußland. Alle Arbeitergesangvereine werden zu ähnlichen Veranstaltungen am gleichen Tage aufgefordert._ Unter falschem verdacht. An dem Raubmordoersuch auf den Wächter Sünder auf dem Holzplatz in der Landwehrstraße ist der seinerzeit von uns genannie Pförtner Pfeil vollständig unschuldig. Der unberechtigte Verdacht beruhte lediglich auf einem Mißgriff der Polizei. Die Mitteilung in Nr. 372 unseres Blattes über die Unter- schlagung eines Betrages von 26 000 M. durch den 20 Jahre alten Banklehrling Wild, Rembrandtstr. 9 in Schöneberg, hat sich als ei» Irrtuin herausgestellt. Es ist kein Pfennig unterschlagen wor- den, vielmehr hat der betr. Herr den vollen Betrag erhalten. Wir berichtigen dies, um die Ehre des jungen Mannes wiederherzustellen. Zur Rückkehr oberschlefifcher Flüchllinge. Das Deutsche Rote Areuz ersucht um Aufnahme folgender Mitteilung: Die Inter- alliierte Kommission gestattet nicht mehr die Rückkehr der Flucht- linge auf Grund eines Flüchtlingsscheines: vielmehr muß sich der Flüchtling an den zuständigen Kreiskontrolleur mit einem Gesuch wenden, in dem er um Einreisegenehmigung bzw. um Erteilung eines Visums bittet. Der Ankauf von Gold für das Reich durch die Reichsbank und Post erfolgt in der Woche vom 16. bis 20. August wie in der Bor- woche zum Preise von 340 M. für ein Zwonzigmarkstück, 170 M. für ein Zehnmarkstück. Für ein Kilogramm Feingold zahlt die Reichs- dank 47 600 M. und für die ausländischen Goldmünzen entsprechende Preise. Kurse für fremde Sprachen. Die im Vierteljahr April/Juni 1921 an der Neuköllner Arbeitsstätte abgehaltenen Sprachkurse (Französisch, Englisch. Russisch und Spanisch) werden ob 20. August um sünf Stunden verlängert. Anmeldungen zu den vorgenannten Kursen können ab 16. bis 26. August im Bureau des VoltsbildungS- amteS, Zimmer 257 des RalbauseS Neukölln, werktäglich von 9—1 und 5— 7 Uhr. Sonnabends»ur von 9—1 Uhr, erfolgen. Brotkartenstichwort, ltn der Woche vom 15. bis 21. August darf Brot und Mebl nur auf die Brotkarte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte das Stichwort Berliner Sparkassen tragen. Arbeitersportfeft in Wilmersdorf.! Die westlichen Vorortvereine des ArbeiterturnerbundcS veranstaltin beute leichtathlelische Wettkämpse aus dem Turnplatz der Freien Turnerschast Wilmersdorf, Wütttembcrgische Straß«. Ein reichhaltiges Programm und gute Kräfte verbürgen Inter. essantcn Sport. Alle Genossen sind eingeladen. Ansang vorm. S Uhr, nachmittags 2 Uhr. Easino-Tbeater. Das rührige kleine BolkStheater in der Lothringer Strapc hat sich srisch herausgeputzt und leine Wintertaison mit einem viel- seitigen Programm eröffnet. Ein einaktiges Singspiel:„Und wem eS just passieret' verträgt keine kritische Betrachtung. Dagegen kann man sich eine Spitzbubenposse:.Exzellenz Maxe' von Bischitzky wohl gefallen laisen, worin ein flotter Berliner Spitzbube mit dem ach so guten Herzen in die Lage kommt, eine Exzellenz zu mimen. Besagter Maxe sucht die Exzellcnzcnvilla aus einem Streiszug heim, findet sie leer und wird ihr vorübergehender Inhaber und damit Exzellenz. Die lustigen Verwicklungen. die sich daraus ergeben, wußte Paul I e n e n s ch, Viktor L i tz e k und vor allem der vorzügliche HanS Berg(als ein vertrotteller Krinlinal kommisiar) in tollen Situationen aus die Spitze zu treiben. Das dankbare Publikum spendete reichen Beijall. Die„Scnlo« beginnt mit ihrer Winter-Spielzeit am 1. September. Claudia Pavlova vom Petersburger Ballett, die zuletzt in München mit großem Erfolge gatlierte. wird in einigen ihrer Tänze zu sehen sein. Auch Hanns(Serard wird nach längerer Abwesenheit wieder in neuen Tänzen austreten. Das Berliner Aquarium beherbergt seit langer Zeit in der Mittel balle aus der Seite der kleinen Krokodile einige große amerikanische Schmuckschildkröten, die sich regelmäßig fortpflanzen und ihre Eier m die Sandbank vergraben. In diesen Tagen sind nun fieben. etwa lalergrotze Schtldtrötchen ausgischlüpst, die mit ihren flinken Bewegungen iiets das Entzücken der Beschauer erregen. Die bunten Dinger sind in dem tleinen Terrarium Nr. 1b der Reptilicnabteilung untergebracht.— Im Zoologischen Garte« findet beule Sonntag nachmittag großes Dopprtlonzcrt unter Leiuing der Obcrmusikmeister Knoch und Loeser statt. Eintritt 4 M., Aquarium 3 M., Kinder die Hälfte. * POSTABONNENTEN* wefcfse aucf) im nächsten Monat Wert auf eine regef- mäßige Zusteffung des. Vorwärts' fegen und eine Unterhrechung in der Zusteffung durch die Post nicht wünschen, müssen die Erneuerung des Postbezuges in den Tagen vom Iß- his 2o. d. M. hei dem zuständigen Postamt vornehmen. Der Posthezugspreis ßeträgt einschfießfich Zusteffungsgehühr lo Mark. * Vorwärts- Verlag G. nt.B.H.* Groß-Serliner Parteinachrichten. heule. Sonnlag. den 14. August: 7. Hui» ckharlottcnburg. Perkauf des Restes der beim Waldfeft übrig gc. bliebencn Bonbons von 11—12 Uhr bei Reimer, Wilmersdorser Str. 21. Preis Vi Pfund 2,50 M. Morgen, Montag, den IS. August: 12. Kreis Steglitz. 8 Uhr in der Lberrealschule Elisenstraße, Sitzung der Elternbeiräte.(Wahj eines Obmanns.) 32. Abt. 7 p, Uhr bei Grohn, Milasstr. 5, Fortsetzung der letzten Funktionär- sttzung. Alle arbeitssreudigen Genossen ünd Seifer sind ebenfalls eingeladen. 51. Abt. Eharlottenburg. 7>4 Uhr Funktionärsitzung bei Holtmann, Tophi«. Eharlotte-Str. 78. Das Erscheinen aller Funltionäre ist erforderlich. 82. Abt. Neukälln. 7VH Uhr Mitgliederversammlung in der„Klause', Hott-- buser Damm 90, Aufstellung der Kandidaten für die Etadtvcrordnetenwahl. 32. Abt. Reuküll«. 7 Uhr wichtige Funktionärsitzung bei Wolfs, Kais«r»Friedrich», Ecke Roseggerstraße. Abrechnung der Peczirlssllhrer. Abrechnung der Billetts vom Sommersest._ Arauenoeransiallungen am Montag, den 15. August: 128__ 130. Abt. Pankow. 8 Uhr im Jugendheim, Breite Str. 32(Finanzamt), Bortrag des Genossen giechert über„Die neue Schule', gahlrciche» Erscheinen der Genossinnen und Genossen wird erwartet. III. Abt. Rosenthal. 8 Uhr bei Lcufner, Viktoriastr. 7. Erscheinen aller Pflicht. Aebermorgen, Dienstag, den 10. August: 1. Ärci» Mitte. 7Vj Uhr im Rest.„Bürgerheim', Alte SchSnhauser Str. 23/24, Sitzung des Kreisvorstandes mit den Abteilungsleiwngcn. 5. Kreis Friedrichshaiv. 7 Uhr Kreisvcrtreterversommlung im Lokal Schmidts Festsäle, Fruchtstr..".Ra. Tagesordnung: 1. Vortrag:„Der Kampf um Groß. Berlin'. 2. Diskussion. S. Aufstellung der Kandidaten. 4. Kreisange- legenheiten. Die Abgeordneten und Delegierten des Kreises sind hierzu freundlichst eingeladen.— Der Kreisvorstand. 79. Abt. Schöaeberg. 8 Uhr im Lokal von Groß, Sedanstr. 17, erweiterte Bor. standssitzung. Sehr wichtige Tagesordnung. Alle Funktionäre und Funk. tionärinnen werden ersucht, zu erscheinen. 108. Abt. Köpenick. 7 Vi Uhr Funktionärkonfercnz Im Rathaus, Zimmer 42. Stellungnahme zu den Stadtverordnctenwahlen und Ausstellung der Kandi- baten. Zuuasazialiste». Gruppe Lichtenberg! 7>4 Uhr im Lokal Schlenkrich, Siirplon- straßc 42, Vortragsabend. Referent Genosse Lamm:„Meine Eindrücke über Bielefeld". « 7. Abt. Die Geschäfte des Abteilungskassierers werden vom 15. August bis zum 8. September vom Geuossen Gottdehüt, Mittenwalbrr Str. 7, Stfl. Z Tl., wahrgenommen.__ Aebungsstimde der SPD.-Chöre: Anfragen sind zu richten an K. Schulz. Charlottcnburg, Kirchstr. 33. Dienstag. d ieii �ugenüveranftaltungen. Berel» Arbeiter.Zugend. Sekretariat: SW. 88, Lindenstr. 3, 2. Hof link«, 2 Treppen recht». Telephon: Mpl. 121 08— 10. Morgen, Monkag, den 15. Augvst: Osten sStralauer Viertel): Schule Naalcrstr. 3> Leseabend:„Ausruf an die Menschheit".— Südost(Reichenbcrger Viertel): Elogauer Str. 12/18, Bortrag: „Löns".— Kreis Bedding: Schule Gothenburger Strasse, Bericht von Bielefeld. Zilmsthau. Im Paffqge- Thenter, Unier den Linden 22/23, rollt zurzeit der Film.Der T o d« s i l i e g e r ES ist das 15. sensationelle Erlebnis des Belimeifler.Detektivs Harry Hill. Zwei Personen bemühten sich schon um das Manuskript, solgiich kam einem bereits im voraus das Gruseln an. Aber man war ganz angenehm enttäuscht; die Auinahmen sind ladellos und die einzelnen Typen wirklich gut deraiiszearbeilet. Namentlich ist eine Ausnahme im Grunewaldcc Stadion bemerkenswert, sie entrollt ein echtes Bild dcS SportlcbenS mit all dem kribbelnden, krappelnden Drum und Dran, der Begeisterung, der Aufregung und der Freude. AlleS� in allem aber gibt cS während der sechs Akte~iel zu sehen, so daß Anhänger des Dclclliofilms aus ihre Kosten kommen. D i e o e rs lixt en Kosscr" sind unendlich blöd, selbst die herrlichen Winicrlandschaften konnten nicht versöhnen. Der Dauentiienpalast biciet seinen Besuchern eine reichhalflge Abend- karte. Außer einer bereits erwähnten Arbeit aus der Lehrsiimabieilung der Usa„Der Gelbrandläscr' war man erfreut von dem Schattensple!.WcnMs auch schwer fällt". Im Schaltenspiet liegt unendlich viel Reiz, man gewahrt die allerzierlichste Gcwandthett und ergötzt sich an der tolMlichigen Drollerie. „Weib und Welt", nach dem Roman von George Ohnet, ist zu scbr aus dem Stil der Gegenwart fallend, darüber täuschen auch die wunder- baren Landschastsausnahmen und das Meisterspiet einer Lucic Doraine nicht hinweg.___ flus aller Welt. tohngeldraub. Sonnabend früh um 6 Uhr wurde ein Geld- transport auf dem Wege zur Grube Kardinalsfreude bei Beuthen (Oberschlesien) von 12 Räubern überfallen. Die 700 000 M. raubten und nach Schömberg flüchteten. Mehrere Räuber wurden einwand- frei erkannt.— Auf dem Wege Beuthen-Antonienhütte entgleiste ein Kleinbahnzug. Ein Fahrgast wurde getötet. 13 wurden verletzt. Die Ursache ist noch nicht festgestellt.— Die Waldbrände im Kreise K a t t o w i tz dauerten noch Sonnabend vormittag an. Der Orkan, der in der Nacht herrschte, übertrug das Feuer auf die Nachbar- forsten. Ein Postflugzeug abgestürzt. Durch schweren Gewittersturm wurde das Postflugzeug der Rumplerwerke in Augsburg, das von Leipzig über München nach Augsburg fliegen wollte, um 4 Uhr nachmittags in der Nähe von F r e i f i n g zum Absturz gebracht und dabei zerschmettert. Der Pilot Emmerich-Saarbrücken und die Passagiere, ein Ehepaar Roehr-Leipzig, sind tot. Britische Srlegsgerichtsentscheidungen. Vor dem T a r n o- w i tz e r britischen Kriegsgericht wurden u. a. folgende Fälle be- handelt: Der Dolmetscher bei der hiesigen englischen Behörde hatte sich wegen ungebührlichen Benehmens und Belästigung der Weiblich- keit in den Zügen zu verantworten. Trotz des guten Zeugnisses seiner britischen Behörde wurde er, der Reichsdeutscher, aber nickst Oberschlesier ist, über die Grenze abtransportiert. Ein Gastwirt hatte englischen Soldaten„Feuerwasser" verabfolgt und nach Schließung seiner Wirtschaft durch die Behörde diesen Ausschank im geheimen fortgesetzt. Strafe: 14 Tage Gefängnis, das Lokal für einen Monat geschlossen, britische Soldaten dürfen darin nicht mehr verkehren. Der Gerichtspräsident betonte, daß er bei Verkauf von Schnaps an englische Soldaten stets äußerste Strenge anwenden werde. Die Eltern zweier Kinder, die englische Soldaten bestohlen hatten, wur- den verurteilt, den diebischen Kindern in Gegenwart eines Soldaten ein« gehörige Tracht Prügel zu verabreichen. Ein Brautpaar, dos nach der Hochzeitsfeier die Polizeistunde überschritten hatte, wurde freigesprochen. Der Gerichtspräsident wünschte den beiden, daß ihre Ehe techt glücklich sein möge. 7Vtz Uhr: Sozialdemokratischer Männerchor Hallesche» Tor a der 11. Realschule, Boeckhstraße 9/10.—„Harmonie". e n s e e(8 Uhr), Pistorius», Ecke Rölke/traße.— Eängcrchor !D. Pankow(7H— 10 Uhr) im„Türkischen Zelt, Breite Straße.— Donner-taq. Eoz. Männerchor Berlin. Mitte(7VH Uhr) im„Bürger- Heim", Alte Schönhauser Straßc 23.— Freier Männerchor Reinickendorf <7 VI— 19 Uhr) bei Lindstedt, Residenzstr. 120, Ecke Grüner Weg.— Eoz. Männer- chor Mariendorf(8—10 Uhr) bei Niendorf, Chausscestr. 19.— Freitag. Männerchor„Harmonie"- Eharlottenburg(7(4— 9(4 Uhr), Aula der Siemens-Oberrealschule, Schloßstr. 27.—.Liederfreunde"- Borslgwolde- Wittenau bei Schade, Beidt-, Ecke Berliner Straße.— Soz. Männerchor Prenzlauer Tor(8 Uhr), Bötzow-Brauerei, Prenzlauer Allee. Männerchor„Harmonie", Eharlottenburg. Sonntag, den 14. August: Sommer-Konzert im Vergnügungspark„Jungfernheide", Tegeler Weg 74/75. Karten»IM. sind bei allen Mitgliedern zu haben. Vorträge, vereine unö Versammlungen. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Bezirk 3 SO. Montag, den 15. August. abends 7V4 Uhr, in Schuhmachers Festsälen, Skalitzer Str. 126, Bezirksversamni. lung.— Arbeiter- Samariter-Kolonnc Berlin, E. B. Abt. Lichtenberg: Mit- gliedervcrsammlung am Montag, den 15. August, im Lokal von Pieckenhage», Lichtenberg, Scharnweberstr. 60. Abt. Weißensee: Mitgliederversammlung am Montag, den 15. August, abends 7 Uhr, im Lokal von Hep«, Berliner Allee 34. — Schlesier-Berei»„Rübezahl", Eharlottenburg. Sonntag, den 14. August, Treffpunkt auf Pichclswerder, Wiese hinter Restaurant Freund. Bei schlechtem Wetter 7V4 Uhr abends Kaiser-Friedrich-Str. 63 bei Grimm.— Bcrei» Heimat. treuer Weftpeeußen, Süden. Donnerstag, den 18. August, in den Zentral- Festsälen, Alte Jakobstr. 32, Unterhaltungsabend mit Tanz und Vorträgen. Jedermann ist herzlich eingeladen.— Mieterverband Treptaw-Baumschuleuweg. Am Montag, den 15. August, abends 7(4 Uhr, findet im„Reuen Eefellschafts- Haus", am Bahnhof Treptow, Eingang Elscnstraße, eine öffentliche Mieterver- sammlung statt. Tagesordnung: 1. Welcher Mietzins ist jetzt zu zahlen? 2. Aktuelle Lokalfragen. Die Mieterschaft des 15. Verwaltungsbezirks ist herz- lich eingeladen.- Deutsch« Ersiuder-Schutz-Union(DESU.). Montag 8 Uhr öffentliche Berfammlung der Ortsgruppe» Berlin, Spandau, Potsdam in Berlin, Deutscher Hof, Luckauer Str. 15(Moritzplatz).— Arbeiter. Anglerbund. Montag, den 15. August, abends 7 Uhr, bei Kuiack, Kaiserstraße, Bundesdelegierten» sttzung. Lichtenbergcr Angler: Grllndungssitzung am Mittwoch, den 17. August, VA Uhr, bei M. Brand, 0. 112, Blumcnthalstr. 87.— Lichtenbergcr Boltschor und Sinfonie-Vechestee, Dirigent Paul Kurz, Aula des Iahn-Realgumnastums. Lichtenberg, Marktstr. 2/3.' llebungsstunden für gemischten Chor Mittwochs von 8—10 Uhr, für Orchester Montags von 8—10 Uhr. Srieftaften üer Redaktion« Briefliche Zluskunft wird nicht erteilt. R.«ch. 21. Bon Dezember 1920 bis 2. März 1921 betrug, der Fahrpreis 80 Ps., ob 3. Mär» 1 M. gna SegeUnod, mitLederkappeii. Start. Ledersohle u. Fleetahsatz. Grösse 31-35 18.30, Grösse 25-30 Kinder-Turnschuh« grau Segeltnch. mit starker Leder- sohle. Eitra billig. Gr.31-S5 30-50, Grösse 27-30 28.50, Grösse 23-26 Kl nd e r«Sa n da I e n Bohwarz u. braun genarbtes ßind- leder, la Quali t, starke Ledersohle. 81-35«2.40. 27-30 52.80, 23-26 Klndar-Sandaien braun glatt Sindledor, mit biegsamer Ledersohle, la Qualität. 81-35 68.78, 27-3057.50, 23-20 1650 26 44 48 50 Kinder-Halbschuhe sreiss Leinen, zum Schnüren und mltSpangen. Hervorragend billig. 31-35 68.50, 27-30 58. bO, 25-28 Kinder» Schnürstiefel -weiss Leinen, mit starken Leder- sohlen.bequemcFonn. Extra billig. Gr. 31-35 72.50, Gr. 27-30 64.50, Grftsse 25-26 54. SO, Grösse 23-24 Kinder-Spangenschuhe Rindbox n. Chromkid. Preiswert Grösse 31-85 78.00, Grösse 27-30 Kinder» Schnürstiefel Box, kräftige Ledersohlen, breite bequeme Form, gute Qualität. Grösse 31-35 76. CO, Grösse 27-80 4850 49° 68°° 68°° Kl nder>Halb schuhe 71. Schnür., Chromleder u. E.-Chevr� mit u. ohne Laokk., eleg. Strassen-/ R00 schuh. Gr. 31-35 68.00, Gr. 27-30 i O Kinder» Schnürstiefel Kindbox, gen Eindleder, vorztigl. etrapazier-Stiefel. Extra billig. Grösse 31-83 88.00, Grösse 27-30 Kinder- Schnürstiefel braun Ziegenleder u. Ross-Cbevr., mit starken Ledersohlen. Extra billig. Gr. 25-26 66.00, Gr. 23-24 Kinder« Schnürstiefel Box- und Sportkalb, in solider Ausführung, mit starken Leder- sohlen, Gr. 31-35 00.00, Gr. 27-30 78 78 88 Kinder-Schnürstiefel braan Naturleder, kräftiger SchulstiefeL solide Ausführung. Gr. 81-35 108« OO, Gr. 27-30 Kinder- Schnürstiefel braun Rindbox, starke ünter- böden. Anssergo-wöhnlich billig. Gr. 31-35 I3U.00, Gr. 27-30 Kinder-Schnürstiefel braun Sindbox, solide Verarbeitung, starke Ledersohlen. Gr. 31-35 138. OO, Gr. 27-30 Knaden Schnürstiefel Rindbox und R.- CHevreau, starker StFapazicrstiefel. Extra billig............. Grösse 36-39 BiOX ZAHNPASTA flrbekterfport. »rSeiter.Rilds-hrel.»u»d„Solibaritöf, Ortsgruppe Berlin. Sie Vorstands fit?ung findet des Bundestages wegen erst am 22. d. M. statt.— Di« Ortz. Verwaltung. Frei« Znrnerfchast Sh-rlatt-nburg. Fußball-Abteilung. Heute Nachmittag t Uhr veranstaltet obige Abteilung auf ihren, in Tharlottenburg.«eplerstr. 2g, am Bahnhof Inngfcrnheide gelegenen Sportplatz ein Futzballwettspiel gegen den Sportklub Teutonia WW". Geschäftliche Mitteilungen. Du Schuhwarenhan, K. Leiser Nachs. empfiehlt den Bedarf an Schuhwaren wegen der wahrscheinlichen Erhöhung der Schuhpreisc schon jetzt zu decken und macht In ihrem heutigen Inserat aus die gegenwärtig stattfindende Kinder- schuh-Woche aufmerksam. Am Oranienburger?or, im Hause Fricdrichstr. llZ, eröffnete die Firma Kurt Setz ei» Herrengarderebe-Seschäft feinsten Genres. Um sich beim Publi. tum schnell durch billige Preise einzuführen, hat sie ihre Gefchästsräunie im ersten Stock aufgeschlagen. §aSin-C3oid-Silberf atten Münzen, Münzensammlungen, Uhren, ICetten. Ringen einzelnen Zähnen, Zahngebissen erzielen, wie bei der führpnden f:'rma H. wiese SUIIII C7II4JC7II ArlillerlestraBe 30 S MInat. v. Bahch. Frledrlchslr.— Tel.; Norden 1030. Telegr.; Plitlnwlese Größte, billigste und leistungsfähigste Trauringzentrale Telegramm-Adresse: Piatinwiese franries Verlag vmov Berlin Soeben©rechien; Bm immmtu lehren aas ütr raarzahllon 31 Selten Marh 2.— Zu beziehen durch; Frankes Wsrlag G. m-b. HM Berfjfl sw.. BSücncnslatt 2 oder firaeffer' Bnckhandlana Berlin SO, flgncailr. 1_ _ uö&'iöo- \sigane Filialen!} Kennflkharr* derSchutunartel] t£W&HnUM,EH Wasservogels Salmiak-Terpentin- G fnber mit Seifensehnitzeln G Unentbehrlich für Jede Hausfrau! ErhäiS die Wäsche, spart Arbeit! Die Spatzen von den Dächern pfeifen: Gebraucht nur Wasservogels Seifen! en zur ßewlrtschattung.Kapitals- anlagc und Bebauung vor- zOglich geeignet, sehr bequem erreichbar. von 88 M. an die QR. Auskunft, aucn Sonntags, NleiicrschOnhausen. Kaiser- Wilhelm-Str 47, am SlraBen- babnhot Nordend. Amt Moabit V,75 ri34[)* In einfacher und gediegener Ausftihrung. 8cdlakim»er Sichr.tompl, 0. 40»O M. an. weih, kompl., o. 4000 M. an. Zkiefceftnimei' Eiche, kompl., v. 4SSSM an. Rerreozimmer Eiche, toi,>pt.,v 4500 M. an. Küchen Kontormobel Einzelmöbel Klubmöbel vestchtlgnns erbeten. Lieferung nach auswärts. Auf Wunsch Zahtungs- erleichterung. SüslüvlevalleeU TCun merk'Dir endlich, liebe lüaus, 2wn TVasdiiag mussSeiffil ins Haus! Denn erstens wflsdit es wundervoll, zweitens«hont and erhalt es die Wische, und drittens spart es Arhdt. Seife und Kohlen. PERSIL ist das beste selbtttäftge W&flchmjticl{ Gbernll crhSMldi aur In Oritlikal-Pbdcuog. niemals lose. Preis des Pakets M. 4— Alleinige Hersteller: HENKEL aCIE., POSSELDQRF. Pelze mmr Jezt 50 Proz. bunkert ÄlMJ Kreuzfuchse 200 Mark. WeiBföctise, Luxe, Wölfe, Zobelf&chsc verkauft fetzt billig! Keine Lombardware Leihhaus Morifizplatz 58a. f Admlrals-BodiTIr Admlral«. Palast am Bahnhot PrledrichslraBe:: Kurabteilung unter Leitung von Dr. med. Kleffel Irilher Dr. Lahmanns Sanatorium„W.HterHIrscb" Gesamtes Wasserheilverfahren. Kohlensäure-, Sauer- stoü-, Radium-, Moorlauge-, Sole-, Schwefel-, Lch- tannin-, Kiefernadel- usw.-Bäder. Fango-Pacnungen. HeiBluit-. Uampl-, GlUhlich;-. Kasienbäder. Höhensonne, Diathermie. Franklinisaiiou, Vierzellen- und WcchselJtr.-Bäd,Dr.Lahmann Kur.fStoflwechselkur.) , Annahme 8-3 Uhr. Sonntags geschlossen., Ig. tri« 24. August| Wohüart- Geld- Lotterie 26673 GeltSgewinne.zus. eine Million Hauptgewfnae: 173/17' 100000 M. 60000 80000 M. 50000 70 000 M. 40000 2> 25 000 M.,5x|0 OOOM.usw. Ganze Original-Lose nur 6 M. Pono und Liste 1,50 extra. Nachnahme 1 M. mehr. Berlin 24. Oranienburger Str. Sl. Eimiü Haase, Spezialarzt Dr. nietl. Feldmann behandelt schnell, gründlich. mögl. schmerzlos u. ohne Be- rufsstörang Syphilis, Harnleiden. Frauenleiden. Schwäche. Erprobt. Methoa. Harn, und Dlutumersucn. 91 ZS Bahnhof ö' d ö. Alezand erat. Sprachst I0-I.5-8, Sonnt 10-1 Spezlal.lnatltut l&r für hoifnungslose Kranke Dir. Martin Schulz, 25 jähr. Erl. Kalaerstr. 25(Alcxanderpl.) 11-12 u. 5—7. Ansteckrnbc, nachts unerträglich juckende Haut- ansfchlägem wässriaenBläschen und Iteinen raten Punlten per» schwinden in wenig. Tagen durch Betchet's«ir-ttzebalsam S.S0. Otto Reichel, Serilu 43, SO, Eiscnbahnstr. 4. Priaeo-fÄieciier besond. Zciss u.(ioerz werden stündlg angekauft Photohaus Steckelmann Berlin W9, Potsdamer Str. 135 BERLITZ SCHOOLS Leipziger Str. 123a Ecke Wilhelmstr. Taiicntzienstr. I«a FREMDE SPRACHEN Einzelunterricht. Zirkel monatlich 6C Mark flbesond.blU.u.tadellosi gjall. bek. Marken, fein.l Adler, Ideal, Continental "1 fien.-Vertrieb der! J Sfeswer-Ssoarf u.-Ellte L Isof.llcferb.sFabrikpr.J (Schäfer& Ciauss Berlin.LeipzigerSir.i« IZentr. 9701, 9230| Vn. Sttllkmoke. garant. reine Wollr. tn schwarz u grau, von M. V,,— p. Pfd. Wiedervertäuier, Händler�yano» frauen hörtl härt l u. defuchen Sie uns. Wollvertret. Dtrckfen- ftratze 45, Hos rechts. Bahnhot Börle. 105/8 u.»He«nd Trunsportgeräte lietert billigst Groller Vorrat. tiearg Wagner, Cilpeiiicker Str. 71. Kein Ladengeschält. AlEiniisHumhaus Cordts fäitmHt Für die Kinder nur das Beste! Kinder strapazieren ihr Schuhwerk weit mehr als Erwachsene. Unsere Kinderstiefel sind daher stets aus bestem, haltbarstem Oberleder mit kräftigsten Kernledersohlen über naturgemässe Leisten hergestellt. Wir verkaufen diese vorzügliche Qualitätsware trotz der dauernden, starken Preissteigerungen auf dem Ledermarkte fetzt noch sehr billig! Dauerhafter Schul- and SpieUUcfel, grauer Drell, mit«ehr starker Ledersohle. Nie wiederkehrende Gelegenheit 1°° 3900 Gr. 27-50 29° Gr. 31-35 Mädchen-S chnürstiefcl, braun Rindboxleder, hoher Schaft, besonder« hflbsch und kleidsam, vorsOgltch haltbar 139°° 159"° Schnfirstiefe!, schw. Sporlrindled., vorzQgl. Strapaxi er stlefel. besond. gediegen u. haltbar />, Sonntag: 9— L— Heilanstalt f. eleftto- phnsik. und Llchl-Therapie» und Ziatur-Heiloerfahreit. � Berlin SO 16, SStütfcnftt. TOb" Stoffholea. Stepperinnen- verlangt Kaspereck, Dänen» straße 7._ 8719b Rinbetbeftstelc, weiße, mit Matratze, preiswert zu ver. kaufen. Auskunft Degner, Schliemannstraße 44, Quer. gebäube 1 Treppe. Montag 12—2.£9/8a ijiui'n.uuii.yrr-a Rabcnstein. iegrnh eilen, illnzstra' Pianos, Ge. Stimmungen, __ X86R lies Spezial. Münzstraße 10. Adams* größii ebrauck ügcl, Harmoniums, Bech nein, Bluihner und andere erste Firmen. Erleichterte Zahlweise. E!g freie Lieferung. Münzstraße 16, straße 89 Haus für-gebrauchte Pianos FT' W» 'n. Bluihner und Eigene Werkstatt, Adam. Potsdamer. nter den Linden 18. Piano», prächtige. Teil, ah. tung gestattet. Sachier, Vranienburgerstr. 42. 147R* Ksukgesucke Fohrredankaus, straße 10. Linien. i4»R* Damcnrabgesuch, Herren- rad—stlch, auch defekt. Preis. angäbe. Römmereit, Große Arankfurterstraße 14. 62/17 Terbraake» holländische Sprachkurse. Freisprospett. Nollenborf 4278.__ 3703b* Ranfmännische Privatschule von Hugo Strahlendorfi, fipfttelmorkt, Deüthstraße 11. entrum 1760. A. Halbjahres. und Iahreslchrgange, für jüngere und ältere Damen und Herren getrennt, zur Ausbildung für das Rontor. B. Halbjahreslehrgänge für Dornen und Herren mit höhe» rer Schuibilbung zur Ausbildung von praktischen Ge- schäftsstenographen, die min- desten 200 Silben stenographieren, fertig Maschine sdireiben und mit allen lauf. männischen Arbeiten vertraut sind. Englischer, französtscher Schriftverkehr. C. Viertel. jahreslehrqänge. Lehrpläne unentgeltlich.» Vertrovensvolle Auskunft. srau Ehm, Hebamme a. D., stargarberstraße 73.* Rürfchnee-Mamfell hohem Lohn suchen dauernd John i Rtebs, straße 26. bei für Post- 78/12 < Geübte Plätterinnen für feine Damenwäsche verlangt I. Soldheim Nacht., R raufen. straße 31/32. 3713b 200 rührige Leute zum Verkauf einer hochaktuellen Broschüre Ober „Wohnungsnot and Arbeltsloslgkelf auf StraOen u. In den Häusern, werden sofort eingestellt Deutsche Volksbuchhandlung: Berlin, Alezandrinenstr. 95 96 3717b Auspolstern, Sofabejüge, billigst._ Pappeiallee 12. Danerwäsche repariert Born, Relchenbergerstraße 7.» ürheitsmsrtct BsrnmEssaa Sinaieriel Anzahlung, angenehme Restzahlung im stoßen Möbelkeller, wenig Miete, daher preiswert. Schlafzim- mer 2162, Rüche 442, Stuben. einrichlung mit Velten 1478 aufwärts. Einzelmöbel. Schriftliche Garantie. Schatz,■ Brunnenstraße 160. Achwna! I Eingang Anilamerstr. 89/7*> Oä ede» Quantum, sin es IHUHBHHBv■ Alle Iakobstraße 138. QueiffiKec, Ji__________ kauft Metallkontor John,(keine — MM- 1 ig-—* �01 aiiHrminsi Staunenswert billig: Stube 1 Ma! te, Bettstellen, Tru und R! meaux, billige Schlafzimmer. Speisezimmer, Herrenzimmer, Wohnzimmer, Rüchen� Erst- klassige Verarbeitung. Wegen "■. Räu. O. MW. WM jroßen Lagers soliden ern Zahlungserleichlerung Rnaellagrr. neu, roftirei kauft feden Posten P. Schulze Willdenowstr. l4. Moabit 64«.* Weißbierflaschen lauft suche einen Mann, der mit Rlenz, Weißendurgerstr. 33.' der einwandfreien Herstellung mgbaren Artikel, tentverletzung oder ergleichen) völlig vertraut ist, und zwar auf Grund langjähriger Arbett mit eigener Hand(Meister usw.). Beabsichtigt ist gemeinsame und Bertrieb bei Eine seltene Gc relchrift' legenheli für einen wirklich reiben. Haid-' tüchtigen Mann! Anschriften Wr/lebrA�Sr � �M�g VW G' kzr-& MSe'HMHZ männische Prioatschulen Lud»> Hauptexpedition„Bor Kolporteure zum Vertrieb eines bekannten gut eingeführten konkurrenzlosen soeben neu erschien. Adreßbuches gesucht Hohe Provision. Meldung Montag oder Dienstag Wilhelmstr. 1)8 Buchgewerbehaus i. Aufg. II. w�S�lt. Schrank- Mechaniker für den Bau größerer Zentralen bei fast hauernber Aklorbarbeit. kW- Hoher Berbirnst gewährleistet*M>> 105,>5 v. Loreo? L-K.,?kmpk!dok. l.oreii2Vög 2. VMNiskel iür Alt» und Neu., Hau», mtb Leibwäsche, Spez Gardinen. mtt langjähr Zugnisten, sucht öenli!»ivlllek.m.k.il.. Berlin NO SS.[105,9' ißAlUi Stellet, speziell Gewindeschneider auf Reinecker Epeziai-Gewinde» Drehbänke sof. gesucht Ofierken unter bi 25 an die Hauptexped. de».Vonoärr»". 9/086 gange res-Sonderlehr- ß�slellung und Bertrieb de« rung. Rechnen, Für eine AutvmvbU-RühIer. sadrik in Wien werben Klempuer die selbständig und sauber ar» besten können. geaeu sehr gut« Snllohnung für dauernd aufgenommen. Reisekosten werden evil. ersetzt stnschr. mftAngade des Alters, Eintrittstermins u. Lvhnanipruch sind unter Auto- mobil-Kühierklempiierei K>479 nn die Aiut-Erpedition Rudolf Mosse, Wien L Seilertratte 2, zu richten. 105/11 Zuschneider für Mützen und Stoffhüle, der befähigt ist, eine Fabrik zu leiten, für Finnland gesucht. Alter 85 bi« 40 Jahre, möglichst unvcrhetratet, mit besten Zeugnisten. Nur schriftliche Offerten an L.. Calmanowitz& Sohn Leipji«. Brühl 44. Schuheremekocher der nachweislich die besten ttcapacnlc herstellt, gesucht Nur ausjührliche Bewerbungsschreiben mft Gchaltsansprllchen werben berücksichtigt 103/14 VVchPlr« tz.ud»RVN,KI& Co. A.-ä. _ BccUn-CIchkenbetg. BlttetquIBe. 27 50. u Raffapccisen mi insber.-chnuug. iewske, Babstraße reisen mit reeller Rösner, Inhaber Ernst chdUs�.. Mäntel sowie Pelze aller Art Auswahl. FahrverglUung. «0 Prozent herabgesetzt Titt, i Wäschefabnk, Gräfestraße Nvllenborsplatz, Eingang i peununbbreißlg(Hosenheibe). Maaßenftraß, 11.»' Geöffnet bi» 7.» Schlafzimmer, komplette, tn Eiche, allerbeste Ausführung garantiert, mit Sivft. auflagen, echtem Marmor, Stühlen usw., solange noch am Lager, 9300, 4300. 5300 Mark. Schlafzimmec-Spezial- fabeik Hans Henkel, Burg» straße 27(Bureauhau, Börse). . Neue Promenade 9! Tüchttneu Silbermonteur —-(Börsebahnhof), Seqdelstr. 1 sucht Robert Freund, User. Tischleret(oyatelmaclt). 126/15» straße 10.____ 29/3a* Dienerschul« Manthei, Haber Gustav Holmann, helmliraße 12. Lützow 0696. Aechnlschr Prlvaischnle Dr. Werner, Regieruuas- Bau. meister a. D., Berlin, Nean» derstraße 3. Masckiinenbau, Clektrottchnik, Lochbau, Tief. bau. Abendlehraäng«. Tages» lehrgSnge. 62/«' Damenhemden., taillen-Raherinnen, Arlitt. Unter» außerm, Drieiener- 62/20* verlangt straße L Mechaniker für Reparä� turen zahnärztlicher Hand- und Winkelstück« gesucht. An- geböte unter R. 26 an die Kauptexpedltion de»„Bor- wärt»*.»7906 gleZder-Ardeikerimev Linaexie und Seib», für unser Atelier, suchen 87l6d K*r-lrrio äst U»eiin,»n» gimmerftr. 72,74. Stepperinnen auf«lettrischen Betrieb stellt sofort ein Anqerer, Roch 5Go, A.'G., Oranienstt 183.* l'ücktige VeiNiikei' zofart xeßuckt Aielciungen: 12—2 Uhr mittags 5—6 Uhr abends &. Jandorf& Co. BrunnenstraBe 19/21 Mmferionro au; Gamaschen Angerer, Roch vranienstt 185. stellt sofort ein 5 Sd., 7t..®., 106/16* Die öorsenpresse gegen Mrth. Gegen die neuen Steueroorlagen nehmen die Börsen- interesfenten sehr entschieden Stellung. Es scheint als ob man sich damit rächen wollte für die Feststellung des Reichs- kanzlers, daß die G r o ß b a n k e n die Reichsregierung ei der Erfüllung der Wiedergutmachung nicht nur nicht unter- s.ützt, sondern sogar jede Gelegenheit wahtgenommen haben, um am Laterlande zu verdienen. Anders läßt es sich nicht erklären, daß ein Blatt, wie der„Berliner Börsencourier'", die neuen Vorlagen bekämpft mit Beweismitteln, die so schla- gend sind, daß wir ihnen nur voll und ganz zustimmen können— allerdings in dem anderen Sinne, nänilich indem wir damit die Vermögenssteuerpläne des Reichskanzlers Wirth als vollkommen unzureichend bewiesen ansehen. Wir wollen unfern Lesern das Vergnügen ni.yt vor- enthalten, einzelne der gegen die Steuern angeführten Bei- spiele— die wohlbemerkt beweisen sollen, daß die Steue-'n das Kapital vernichten!— im Wortlrut wiederzugeben. „Hat jemand ein Vermögen bon 1t> Millionen Mark zinS« tragend zu S1/, Proz. angelegt, so ergibt sich für ihn folgende Rechnung: Erlrag auf 10 Millionen zu S'/z Proz. 350 0 M. abzüglich 10 Proz. Kapitalertragssteucr 85 000„ 315 000 SR. Vermögenssteuer 236 500„ Restertrag 48 500 M. Es verbleibt also von 10 Millionen Mark Vermögen ein jähr- licher Ertrag von 48 500 M. oder noch nicht von � Proz. Wir schließen aus diesem Beispiel, daß dem Besitzer von zehn Millionen Mark, der nach heutigen Begriffen von Renta- bilität und Zins so irrsinnig ist, sein Kapital nur zu 3� Proz anzulegen, die Möglichkeit bleibt, nicht nur die Vermögens- steuer aus dem Kapitalertrag zu zahlen, sondern sogar noch ein kleines M i n i st e r g e h a l t als arbeitsloses Ein- kommen übrig zu behalten. Herr Wirth kann auf den Erfolg seiner Steuerpläne wirklich stolz fein. Amüsanter noch ist folgendes Beispiel: „Noch wesentlich ungünstiger gestaltet sich däS Bild bei noch größerem Vermögen. Nehmen wir ein Vermögen von 100 Millionen Mark, angelegt zu 4 Proz, so ergibt sich alsdann: Ertrag auf 100 Mill. Mark zu 4 Proz.. 4 000 000 M. abzügl. 10 Proz. Kapitalertragssteuer. 400 000„ 3 600 000 M. Vermögenssteuer......... 3 8?6 500, 226 500 M. ES müssen alio in diesem Falle über den Ertrag des Kapitals hinaus 226500 Mark dem Kapital entnommen werden, um dieser Besitzsteuer gerecht zu werden. Und diese Rechnung würde sich 15 Jahre lang wiederholen." Schrecklich, nicht?— In der Vermögenssteuervorlage steht. daß das Vermögen mit 3,836 Proz. belastet werden soll. In Wirklichkeit zahlt der Kapitalbesitzer nur 0,226 Proz., wenn er die Vermögenssteuer aus dem Ertrag ent- nimmt und sich im übrigen von seiner Hände Arbeit oder— was bei hundertfachen Millionären öfters vorkommt— von fetten Direktoren und Aufsichtsrats- t a n t i e m e n nährt. Im übrigen ist auch hier ein vielfacher Millionär gewählt worden, der nach, den heutigen kapita- l i st i s ch e n Begriffen ins Irrenhaus gehört, da er sein Kapi- tal nur zn 4 Proz. anlegt, während der Durchschnittsdividen- densatz industrieller Unternehmen rund 13 Proz. beträgt und schon für Kriegsanleihen 5 Proz. gezahlt werden. Roch unglücklicher aber ist ein Aktionär. Hören wir auch dazu den„Börsencourier" mit seiner vollen Weisheit: Hat jemand ein Vermögen von 1 Mill. Mark in Phö- nixaktien angelegt, so besitzt er bei einem Kurse von 1000 Prozent solche im Nominalbetrage von 100 000 M. und die Er- trags- und Steuerrechnung sieht für ihn nun wie folgt aus: 20 Proz. Dividende auf 100 000 Aknen 20 000 M. abzügl. 10 Proz. Kapitalertragssteuer 2 000„ 18 000 M. Vermögenssteuer........ 8 500. Restertrag ö 500 M. Es ergibt sich also selbst hier, wo das Vermöge geringer an- genommen als in den oben angeführten Beispielen, wo also die Wirkung der Progression der Steuersätze noch nicht so stark in die Erscheinung tritt ein Ertrag für den Kapitalisten von noch nicht 1 Proz. Hier wieder das erste Bild wie beim ersten Beispiel. Ob- wohl es sich um eine Vermögens st euer handelt, braucht der arme Millionär nicht eine einzige Aktie zu verkaufen, sondern kann aus dem R e st e r t r a g, der ihm von der Dividende verbleibt, noch ein arbeitsloses Ein- kommen erzielen. Auch hier ist das Beispiel an den Haaren herbeigezogen, indem man annimmt, daß der Phönixaktionär sein Papier um 1000 Proz. gekauft hat. Dieses- Beispiel ist um so widersinniger, als die neue Steuern ja auch dazu dienen sollen, die Geldaufblähung abzubremsen, wodurch die Börsenkurse sinken. Würde ein niedrigerer Anschaffungs- kurs eingesetzt werden, wie er dann zu erwarten ist, so würde die Dividende bedeutend größer sein, womit sich der Re st ertrag auf ein Vielfaches erhöhen würde. Wir können diesem Aktionär wirklich keine Träne nachweinen. Aber je mehr Geld einer hat, desto schlechter geht es ihm. Es gibt noch Leute, die wirklich etwas vom Vermögen be- zahlen müssen, wie z. B. der Phönixaktionär, von dem das Börsenblatt folgenden traurigen Fall berichtet: Bei einem Besitz von zehn Millionen Mark, angelegt m nominal 1 Mill. Mk. Phönixakticn würde sich das Bild wie folgt gestalten: 20 Proz. Dividende aus 1 Mill. M. Aktien 200 000 M. abzügl. 10 Proz. Kapitalertragssteuer.. 20 000„ 130 000 M. Vermögenssteuer......... 266 500, — 85 500 M. Dieses Beispiel entspricht dem zweiten oben angeführten Erempel. Wieder hat der Phönixaktionär seine Aktien zu 1000 Proz. gekauft— ein Kurs, der g a r nicht existiert. weil in diesem hohen Preise das B e z u g s r e ch t auf neue Phönixaktien für ein Butterbrot enthalten ist— wieder braucht der Besitzer nicht, wie der Reichsfinanzminister be- houptet, 2,66 Proz. Vermögenssteuer zu zahlen, sondern er zahlt nur 0,86 Proz., indem er das übrige aus den Zinsen entnimmt.— Dem Arbeiter dagegen wird von seinem Arbeitseinkommen 10 Proz. einbehalten. Mit den Beispielen ist schlagend bewiesen, daß die B e r- aüfteasitiatf niA i>«Ä neu«u P.ozlages da? Vermögen selb st gar nichtoder s» gut wie gar nicht angreifen. Deshalb müssen sie durch ener- gischere Maßnahmen, vor allem durch eine wirkliche Erfassung der Goldwerte mit Beteiligung des Reiches an den S a ch- vermögen ergänzt werden. Die Hungersnot in Georgien. Von N. T i ch e i d s e. Das Bureau des Jnteinalionale» Gcwerkschaslsbundes ist gegenwärtig in Beilin versammelt, um zur Hilssaltion sür das hungernde Allrujziand Stellung zu nehmen. An einem Teil seiner Beratungen haben auch die georgischen- Genossen teil« genommen. Der erschütternde Hilferuf, der aus Moskau an die Welt geht, oerpslichtet das Proletariat oller Länder zu größter Hilfeleistüng. Der Umstand, daß das Elend des russischen Volkes nicht nur durch ein Elementarersignis, sondern auch durch das jetzt in Rußland herrschende Rcgierungssystem hervorgerufen ist, darf die Hilfsaktion in keiner Weis« beeinträchtigen, darf das Solidaritätsgesiihl mit den leidenden russischen Volksmassen nicht abichwächen. Es muß aber nicht nur Rußland ollein geholfen werden, denn nicht nur das russische Volk ist in Todesgefahr. Die georgische demokratisch« Republik, die im Februar d. I. ohne Kriegserklärung von den Armeen der Moskauer Regierung verräterisch im Bund« mit den türkischen Nationalisten überfallen wurde und jetzt militärisch okkupiert wird, leidet nicht minder Not. Auch in Georgien gibt es infolge der bolschewistischen Okkupation kein Brök und keine Medikamente mehr. Auch dort wüten, eingeschleppt von den Roten Truppen, Cholera, Pest und Flecktnphus. Die Besatzungstruppen plündern das Land buchstäblich aus. Es herrscht ein Terror syftem wie in den schlimmsten Kriegsjahren. Die Gefängnisse sind mit Mitgliedern der Sozialdemokratischen Partei und der freien Gewerkschaften überfüllt, darunter Männer, die seit Jahrzehnten in der Arbeiterbewegung tätig sind und dieser ihre ganze Kraft gewidmet haben, wie die greisen Führer der georgischen Arbeiterbewegung Siilvester D j i b l a d s e und Isidor Ramischwilli, Gerassim Macharadse, Wlas M g e- lads e, Tri« u. a. Die Arbeiter sind einem wahren Zuchthaus- regime unterworfen, das ganze Land ist in ein riesiges Gefängnis verwandelt. Was erfaßt werden konnte, wurde nach Rußlaad abgeschoben: Lokomotiven, Eisenbahn- und Straßenbahnwaggons, Manufaktur- waren, Medikamente usw. Den Bauern wurde das Vieh geraubt; sie werben terrorisiert und bestellen daher ihre Felder nicht. Gegenwärtig ist Georgien«in wahres Heereslager. Di« bolsche- wistischen Truppen betrachten Georgien als erobertes Land, mit dem st« verfahren können wie es ihnen gutdünkt, und unter den gegebenen Verhältnissen sind sie auf Raub und Plünderungen angewiesen, in- dem die Moskauer Regierung ihnen zwar reichlich allerhand Kriegs- gerät und Munition, aber kein Brot zustellen kann. Das georgisch« Volk steht wehrlos da, ein Objekt der Vergewaltigung, der Erniedri- gung, der Knechtung und Plünderung. Dies« entfetzliche Not ist ausschließlich eine Folg« der bolschewi st ischen Okkupation. Zu den Millionen und aber Millionen des russischen. Volkes, die jetzt verhungern, hat die Mos- kauer Regierung noch drei Millionen Georgier hinzugefügt und hat sie durch Bande des Todes an Rußland gefesselt. Doch während das russische Volk heute nicht mehr in der Loge ist, sich mit eigener Kraft zu retten, und Houptbedinauna der Hilfsaktion für Rußland fremde Hilfe ist. wäre das georgische Volk bei alledem heute noch in der Loa«, sich selbst auszurichten irnd wurde fremden Völkern nicht zur Last sollen, wenn ibm nur die Freiheit zurückgeo-ben würde, wenn die Moskauer Regieruno von der Dergewaltiotma dieses Landes endlich Abstand nehmen und ihre Truppen, die dort nichts zu suchen hoben, zurückziehen würde! Oder will Sowjetru bland, das alle Völker der We't auf« ruft, ihm zu helfen, zu gleicher Zeit sortfahren, fremde Völker zu knechten und fremd« Länder zu verwiil.en? Die Arbeiterklosse hat ein Recht zu verlangen, daß mit dem System, unter dem Deckmantel des Kommunismus imperialistische Raub- und llnterdrückungspolitik zu treiben, endlich gebrochen wird. Selbstverständlich darf das Reitunqswcrk nicht an politisch« Be- dingungen geknüpft werden. Aber oesoat muß der Moskauer Re- aierunq werden, was ihre elementarst« Pflicht und Schuldigkeit ist? Die Moskauer Diktatoren sehen jetzt in vollster Deutlichkeit vor sich, zu welch entsetzlichen Zuständen idr bisher beobachtetes Gewaltsystem geführt, wieviel Elend dieses System über die Bolksmasien gebracht hat, und sie haben nickt einmal mehr die Entlchuldiguna des Irrtums für sick, wenn ße in Verstocktheit an diesem System festbalten. Di« aeoraiscke organisiert« Arbeiterschaft wendet sich in ihrer verzweifelten Lage an das internationale Proletariat und bittet es. ganz unabhängig von der Hilf«, die dem ncksi'cken Volk-' zu leisten ist, auch dem in doppelter Not und Todesgefahr schwebenden georgi- scheu Volke unmittelbar zu helfen. Im Namen der Menschheit schließen wir uns dem Rufe an: Be- dingungslos« sofortig« Hille für das verhungernde Rußland! Im Namen der Gerechtigkeit fordert die georgische Arbeiterklasse von der Moskauer Regierung Einstevimg der sckam'asen Unter- drückunospolitik, sofortige Zurückziehung der bolschew'itiichen Truppen aus Georgien! Denn solanae Georaien be'ebt bleibt, wird dem verhungernden georgischen Volke kaum ernstlich geholfen werden können._ Die amerikanisch-russischen Verhandlungen zwischen dem ameri- tonischen Hilfskomitee und Litwinow sollen abgebrochen sein, da noch nicht alle in Rußland verhafteten amerikanischen Bürqer frei- gegeben seien. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Bis diese abge- schlössen ist, ruhen die Verhandlungen. die spanische Niederlage. Madrid, 13. August.(DA.) General Navarro ist erst schwer verwundet in Gefangenschaft der Ris-Kabylen geraten. Der Kam- nnssar für Marokko, General Ber-nguer, hat Unterhandlungen zu seiner Besreiung angeknüpft. Die Lag« M etil las ist sehr kritisch geworden, da die Stämme der Beni und Sicar in der Umgebung, die sich bislang neutral verhallen hatten, zu den Aufständischen übergegangen sind. Trotzdem hostt man, Melilla hallen zu können. Kampf gegen öie Spd. in Ostpreußen. Der sozialdemokratische Abgeordnete Naumaim sOstpreußent hat, wie die PPN. erfahren, folgende Kleine Anfrag« an die Preußische Staatsregiening gerichtet: „Am LI. März 1321 haben sozialdemokratisch« Mitglieder des Ncidenburzer Kreistages sich schriftlich an den Minister des Innern gewandt, um gegen die Wahl der Kreisausschußmitglieder und das dabei angewandte Wahlverfahren Einspruch zu erheben. Dies« in Wahrnehmung berechtigter Interessen erhoben«, wohlbegründete und in der Form sachlich« Beschwerde hat die Staatanwaltichaft in Allen- stein auf Veranlassung des Landrats benutzt, um ein Strafverfahren wegen Beleidigung des Landrats und zweier ihm politisch nahe- stehender Kreistagsmitglieder einzuleiten. Das sonderbare Verhallen der Allensteiner Anklagebehörde würde nur dam, erklärbar sein, wenn sie in diesem Falle durch den Staatsanwalt Nabe vertreten wird und dieser dem Landrat von Mirbach engbeireundete Beamte seine omt- liche Stellung dazu mißbraucht hat, um den ihm persönlich und polltisch nahestehenden Londrat, der als scharfer und kleinlicher Gegner der Sozialdemokratie fctkumt% rätta psrjöutH« Dieujt 3» erwäge«, Wie stellt sich das Siaatsministeelmn zur Beschwerde der Neiden- burger Kreistagsmitglieder? Hat der Lackdrat im Einverständnis mit einer ihm vorgesetzten höheren Dienststeelle die fragliche Beschwerdeschrift zur Kenntnis der Allensteiner Staatsanwaltschaft gebracht? Ist der Strafantrag von Staatsanwalt Rabe gestellt worden? Wie beurteilt das Slaatsministerium das Verhalten des Staats- anwalts?" Diese Anfrage eines sozialdemokratischen Abgeordneten gewährt einen interessanten Einblick in die politischen Umtriebe ostpreußischer Beamter des republikanischen Preußens und in ihre Methoden zur Bekämpfung der Sozialdemokratie, die sich in nichts vsrändc?« zu haben scheinen gegenüber der wilhelminischen Aera. Die verunglückte Einheitsfront. Beamte und Gewerkschaften. Wir haben bereits gestern morgen kurz berichtet, daß die zwischen den Beamten und den Gewerkschaften geführten VerHand- lungen zwecks Aufstellung einheitlicher Forderungen gescheitert sind. Nach den aus den verschiedensten Quellen kommenden Berichten ergibt sich das folgende Bild über den Gang der Berhandlunaen, an denen teilnahmen Vertreter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschafts- bundes, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Gewerkschaftsringes, des Deutschen Beamtenbundes, der drei großen Eisenbahnerorgam- sationen, des Berbandes der Gemeinde- und Staatsarbeiter und andere Organisationen. In weniger wichtigen Punkten wurde eine völlige Ueber- e i n st i m m u n g erzielt. Einmütig wurde die Beseitigung aller Unterschiede in den jetzigen Teuerungszulagen und in den Zuschlägen zu den Kinderbeihilfen, wie sie durch die Aktion im letzten Januar entstanden waren, gefordert. Der Allgemein« Deutsche Gewerk- schaftsbund, der Gewertschaftsring und der Gewerkschaftsbund vcr- langten für die Arbeiter eine Zulage von 1,50 M. pro Stunde oder eine Erhöhung des Gesamteinkommens von ZSOO M. pro Zahr. Für die Beamten aller Kategorien wurde die gleiche Teuerung?- zutage von 3600 M. gefordert. Diese Summe sollte dem pcnsions- fähigen Einkommen zugerechnet werden. Der Beamtenbund hatte für die Beamtengewerkschaften einen Zuschlag von 8500 M. pro Jahr für alle Beamtenkategorien gefordert. Dagegen wurde von allen anderen Organisationen Einspruch erhoben, da diese For- derung als zu hoch gegriffen betrachtet wurde. In einer Kom- Mission versuchte man eine Einigung zu erzielen. Die Bertreter des Beamtenbundes gaben nach und erkonnten die Forderung von 8600 M. an. In der folgenden Plenarversammlung ober stellte er für seine Mitglieder eine Mindestforderung von 4200 M. auf. Der Dersuch, zu einem Kompromiß zu kommen, scheiterte, wo- durch die Verhandlungen ein recht unerfreuliches Ende fanden. Nach dem Scheitern dieser Verhandlungen haben der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Gewerkschaftsring den zuständigen Instanzen für die gesamten Reichs- und Staatsarbeiter,-angestellte und-beamte folgende For- derungen übermittelt: 1. für Arbeiter: Gewährung einer Ausgleichs- zulage zum beweglichen Teuerungszuschlag in Ortsklasse B 10 Pf., C 20 Pf., D 30 Pf. und E 40 Pf. pro Stunde.— Gewährung einer weiteren allgemeinen Teuerungs- zulage in sämtlichen Ortsklosien in Höhe von 1,50 M. pro Stunde und entsprechende Zulagen für weibliche Arbeiter und Lehrlinge.— Erhöhung der Kinderzuschläge um 150. ProH, — Bereitstellung entsprechender Mittel zwecks Erhöhung dcr Bezüge der Rentenempfänger; 2. für Beamte: Angleichung der Teuerungszuschläge zump Grundgehalt und zum Ortszuschlag an die Sätze der Ortskiasse A, Gewährung einer gleichmäßigen pensionsfähigen Teuerungszulage von 3600 M. an alle Beamten«in- schließlich der Diätare und Pensionäre.— Angleichung des Teuerungszuschlages zu den K i n d e r z u l a g e n an die Sätze der Ortsklasse A; 3. die neuen Teuerungsbezüge für alle Arbeiter und Beamte sind rückwirkend ab 1. Juli 1S21 zu zahlen. Der Deutsche Beamtenbund wendet sich mit einer Erklärung an die Oeffenllichkeit, in der er zu den gescheiterten Verhandlungen Stellimg nimmt. Darin sagt er, daß für die Beamten die Höhe der Forderungen nicht so wichtig war, wie die ihrer Gleichheit sür alle Gruppen. Eine Erhöhung des Prozentsotzes der Teue- rungszulage bezeichnet er„mit Rücksicht auf die allgemeine Notlage für die Beamtenschaft(als) völlig unannehmbar". Sehr scharf nimmt er Stellung gegen die Art, wie die Verhandlungen von den christ- lichen und freien Gewerkschaften geführt wurden. Er will aus diesen den Eindruck gewonnen haben, daß„diese Kreise bereits mit maß- gebenden Stellen irgendwelche Abmachungen getroffen" haben und daß„nicht über die Wünsche der Beamtenschaft eine Einigung er- zielt werden sollte, sondern daß die Bertreter sämtlicher Richtungen der Arbeitergewerkschaften die zuvor gefaßten Beschlüsie dieser Or- ganisationen den Beamtengewerkschaften aufnötigen wollten". Das Verhalten des Beamtenbimdes wird vor allem von den Eisenbahnergewerkschaften sehr scharf verurteilt. Es wird von feiten der Arbeitergewerkschaften betont, daß sie nach sehr r e i s l i ch« r Erwägung utzd unter Berücksichtigung aller in Betracht kommen- den Verhältnisse ihre Forderungen aufgestellt haben. Sie bewegen sich ausschließlich aus dem Boden der realen Verhältnisse. Uns scheint, als mache der Deutsche Beamtenbund im Augen- blick dieselben Krankheiten durch, die alle großen Gewerkschaften be- stehen mußten. Die Tatsache allein, daß er innerhalb weniger Stunden um über die Hälfte in seinen Forderungen zurückgegangen ist, zeigt, daß diese nicht sehr reiflich erwogen worden sind. Dieses Nachgeben des Beamtenbundes und der dadurch erweckte Eindruck, daß hier vielleicht stark agitatorische Gründe mitsprechen, hat die anderen Gewerkschaften mit aller Wahrscheinlichkeit in der Ansicht bestärkt, daß ihre Forderungen weit überlegter und de»- wegen erfolgversprechender sind. Der Deutsche Beamtenbvnd glaubt den Gewerkschaften den Vorwurf machen zu müssen, daß sie ihm ihre Forderungen„aus- nötigen wollten". Demgegenüber mag betont werden, daß derartige diktatorische Bestrebungen in der Arbeiterbewegung niemals m Brauch waren. Man war, bei aller Verschiedenheit der Meinungen, immer und ernstlich bestrebt, eine Einigung zu erzielen, und man wird nicht sagen können, daß die Geschichte der freien Gewerk- schaften Deutschlands reich ist an Streitfällen, die nicht durch Eint- gung erledigt wurden. Dieser Umstand erfüllt uns mit der Hoffnung, daß das Verhältnis zwischen den deutschen Beamten- und den Ar- beiterorganisationen in Zukunft«in besseres wird. Dazu aber ist notwendig, daß die Beantten, die infolge der systematischen Aus- schaltung aus allen Organisationen unter dem alten Regime, nur eine sehr kurze und bei weitem nicht so gründliche Schulung Häven wie die organisierte Arbeiterschaft, gern und freudig bereit sind, von den Arbeltergewerkschaften zu lernen. Diese haben das größte Interesse daran, daß die Einheitsfront der Arbeiter, Angestellten und Beamten ersteht. Sie sind bereit, zur Erreichung dieses Zieles die notwendigen Opfer zu bringen, aber niemand wird von ihnen verlangen können, daß sie zu diesem Zweck ihre Ver- gangenheit verleugnen und sich zurückentwickeln in jenes Stadium, in dem sich heute die Beamten in ihrer großen Mehrzahl leider noch befinde». GewerMQjwbewegung Arbeitslosigkeit und �rbeitssireckung. Eine Aufforderung an die Betriebsräie. Zur Behebung der Arbenslosigkeit bot der Vorstand deS ADGB. die bereits bekannten 10 Punkte aufgestellt, die im wesenl- lichen auf den Forderungen basieren, die rn einer im Dezember d. I. abgehaltenen gemernsamen Versammlung der Betriebsräte und der Gewerkschoslsiommission beschlosten worden sind. Die parlamentarische Behandlung dieser Forderungen fand am 7� Juli ihren Abschluß. Der Reichstag beichlog zunächst eine Erhöbung der UnterstützungSiätze für die Erwerbslosen um 20 bis 2S Proz� ob 1. August und eine sofortige SonderbeihUse. die im Durchschnitt 000 M. betragen soll. Damit wird für den Augenblick das Los der Arbeitslosen erleichtert. Viel wichtiger aber als diese augenblickliche geldliche Unter- slützung, die durch die steigende Lebensmitlelleueiung sofort wieder überholt wurde, ist für die Arbeitslosen die Frage der Arbeits- beschaffung und die Unterbringung von Arbeitslosen in Betrieben, in denen die Möglichkeit der ArbeilSstrecknng vorhanden ist. Um die praktische Durchführung dieser Frage zu prüfen, trat am 4. August eine beim NeichsarbeitSministerium zu diesem Zweck eingesetzte Kommiinon zuiammen. Es wurde beschlosten, diese Kommission in Unterkommission zu gliedern, die innerhalb ihres Industriezweiges unter sich zusammentreten und die Frage der Durchführung der Arbeitsstreckung in den Betrieben zu prüfen haben. Wir richten deshalb an die Betriebsräte die Aufforderung, unver- züglich im Interesse ihrer arbeitslosen Mitkämpfer in ihrem Betriebe festzustellen: 1. ob die Räumlichkeiten die Aufnahme Ar- beitsloier zulassen oder Schichtwechsel eingeführt werden kann. 2. ob die Arbeitszeit dann eventuell dement« sprechend verkürzt werden könirte, 3. ob Ueber stunden gemacht werden. Die Ergebniste dieser Feststellungen sind unverzüglich der zu- ständigen OrganisationSleilung mitzuteilen, die das Material sam- melt und an die betreffende Kommission weiterleitet. Nur wenn sich die Arbeiterschaft der Notwendigkeit dieser Maßnahmen bewußt ist, können die vom ADGB. aufgestellten zehn Punkte durchgeführt werden, die durchaus geeignet sind, die Not der Arbeitslosen zu lindern und eine Verminderung der Arbeitslosigkeit herbeizuführen. Wir glauben, daß eS nur dieieS Appells bedarf/ um der Kommission die ihr gestellte Aufgabe zu erleichtern. Freigewerkschaftliche Der Ausschuß Betriebsrätezentrale für den der Dewerkschaftskommiffion WirlschaftSbezirk Groß-Berlin. Berlins und Umgegend. öetriebsräte und Kaufmannsgerichtswahl. Am 23. August 1021 findet die Wahl der Beisitzer zum Kauf- mannsgericht Groß-Berlin statt. Die Betriebsräte haben die dringende Verpflichtung, dafür zu sorgen, daß die kaufmännischen Angestellten ihres Be- triebes an diesem Tage bestimmt ihr Wahlrecht ausüben. Die wirtichaftsfriedlichxn(gelben) Angestelltenorganitationen machen die erdenklicbsten Anstrengungen, die tauimännischen Angestellten zur Stimmabgabe für sich einzufangen. Dem gegenüber ergibt sich die dringende Verpflichtung für olle sreigewerkichaftlich organisierten Arbeiter und Angestellte, für die freigewerkichohliche Liste zur Kaus- mannsgerichtSwahl, der Litte de« Zentralderbandes der An ge st eilten, lebhafte Propaganda zu betreiben. Die freigewerktchoitlich organisierten Arbeiter haben an dem Ausgang der Kauimannsgerichtswahl daS lebhaiteste Interesse zu nehmen. Kann dow durch eine nicht einwanvsfreoe Aibeitnehmerinteressen dienende Besetzung des KausmannSgericht« eine Spruchpraxi« herbei« geführt werden, die auf das Gewerbegericht rückwirkt. Derartigen Gefahren gilt eS zu begegnen, und deshalb müssen all« Betriebs- rate dafür sorgen, daß am 28. August 1921 die kaufmännischen An- gestellten von ihrem Wahlrecht, das zugleich Wahlpflicht bedeutet, Gebrauch machen. Die sreigewerkschattlich organisierte Arbeiter- und Angeftellienichasl hat bi« zum 28. August 1921 die notwendige Propagandaarbeil zu leisten, daß an diesem Tage die freigewerk- schaftliche Angestelltenliste mit überwältigender Mehrheit siegreich aus dem Wahlkampf hervorgeht. Die Forderung an denkende Angestellte lautet:.Wählt die Liste des Zentralverbande« der Angestellten!� Freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale für den WirtschaftS- bezirk Groß-Berlin. „Regelmrg der Löhne notwendig.- Der Vorstand der Zentralarbeitsgemeinschaft des deutschen Transport, und Verkehrsgewerbes hat sich in feiner letzten Sitzung auch mit der Frage der Brotpreis- crhöhung in Bezug auf Gewährung eines Lohnausgleichs be- fchäftigt und Hot einstimmig folgenden Beschluß gefaßt: «Der Vorstand der Zentralarbeitsgemeinschaft des deutschen Transport- und Verkehrsgewerbes eri.nnt allgemein an, daß eine nennenswerte Erhöhung der Lebenshaltungskosten, wie sie durch die Brotpreiserhöhung eintritt, eine entsprechende Regelung der Löhne als notwendig erscheinen lasten kann. Er hält es für sachlich unmöglich, den angeschlossenen Arbeitsgemeinschaften eine gleichmäßige Regelung zu empfehlen, weil die Verhält- niste m den einzelnen Gewerben und an den verschiedenen Plätzen durchaus verschieden sind. Der Vorstand empfiehst jedoch den angeschlossenen Organisationen, schleunig in eine Ueberpnifung der in Betracht kommenden Lohn- tarife durch gemeinschaftliche Verhandlungen einzutreten." Nachklänge zum Zimmererstreik. Nachdem der allgemeine Streik der Zimmerer Groß-Berlins beendet und das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber- und Arbeit- Nehmerorganisation wieder hei gestellt und ausdrücklich vereinbart worden ist, daß Maßregelungen nicht stattfinden, weigern sich dennoch einzelne Fabrikbetriebe, unser« dort be. fchäftigt gewesenen Mitglieder wieder einzu- st e l l e n. Ans diesem Grunde ist über olle diese Betriebe die Sperre weiter verhängt. Nähere Bekanntmachung der ein» zelnen Betriebe erfolgt umgehend. Achtung! Roll- und Arbeitskutscher i In dem Kontobuchbelrieb der Firma Ferd. Asbelm, Willdenow- straße 16, befinden sich die Transportarbeiter im Streit. Es wird nun versucht. Roll- und Arbeitsfuhren durch andere Fuhrwerke ver- richten zu lasten. Wir ersuchen die Rollkutscher, jede Sneikarbeit für diese Firma abzulehnen und Solidarität zu üben. Deutscher TranSvortarbeiterverband. Bezirk Groß-Berlin. Branche: Graphisches Gewerbe. Gesperrte Lokale: Nachstehende Lokale sind für organisierte gaftwirtschaftliche An- gestellte gesperrt:.Wackermann« Höhe", In h. Kremer, Potsdam. Leipziger Straße;. S ch w e i z e r h a u s Inhaber Birkholz, Nedlitz;.Gasthaus am Walde", In h. Splitt, Bornim, Potsdamer Str. öS. Die In- baber dieser Lokale lehnen es ab, mit dem Zentralveiband gastwirt- schastlicher Angestellten«inen Tarif abzuschließen. Der Acht- stundentag ist diesen Herren unbekannt; Löhne werden gezahlt, die mit den jetzigen Verhältnissen in keinem Einklang stehen. Die dort beschäftigten Kellner gehören der Organisation nicht an. Wir ersuchen alle organisierten Arbeiter, unS in dem Kampf gegen die Unternebmer unterstützen zu wollen. Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Eafs-Angestellten, Zahlstelle Potsdam. Zur Lohnbewegung in der Mannheimer Metallindustrie er- fahren wir. daß die BerbanMunar? zur Bcrständiguno und zum Ab- schluß eines neuen Tarifvertroges geführt haben. Aussperrung der Bauarbeiter in Südbayern. Nach Mitteilungen des Deutschen Bauarbeiterverbandes haben die Arbeitgeber die Aussperrung der Bauarbeiter für ganz Südbay, ern beschlossen. Der Bauarbeiteroerband macht seine Mitglieder darauf aufmerksam, daß bei den Arbeitgebern, die sich diesem Stand- punkt nicht anschließen, die Arbeit fortzusetzen ist. Streit in der hannoverschen Kaliindustrie. Di« Belegschaft der Kaliwerke„Siegfried" 1 und 2 ist in Streit getreten. Die Werks- leitung hat daraufhin auf Anweisung der Generaldirettion der ganzen Belegschaft gekündigt. Streik in der Warschauer Meiallindustrle. Der für Donnerstag angekündigte Streik der Warschauer Metallorbeiter setzte Programm- mäßig ein und dauert noch fort, so daß, nachdem fast olle größeren Warschauer Betriebe ihre Tore geschlossen haben, auch ein a l l g e. meiner Still st and in der Metallindustrie eingetreten ist. Die Arbeitsgemeinschaft verlangte eine Sstprozentig« Lohnerhöhung. Auf den ihnen gemachten Vorschlag von 26 Proz. hin traten sie in den Streik. Freitag streikten in Warschau SOVO Arbeiter, da« ist ein Drittel der in den Eisen- und Maschinen. fobriken Beschäftigten. An dem Streik beteiligen sich auch die christ- lichen Verbände. Dies« haben der Aufforderung, mit der Arbeits- nieberlegting bis zvr Gntfch ekbur.g de? Obersten Rate» über Oberschlesien zu warten, nicht Folge geleistet. Die in der Stadt umlaufenden, ober durchaus unwahrscheinlichen Gerüchte über eine für Sonnabend vorgesehene Proklamiprung des Generalstreikes aller Arbeiter in ganz Polen, werden von dem sensationslüsternen„Przeglond Wierrzorny" zu der Behauptung benutzt, daß die ganze Strsikbewegungck von Berlin iniszene gesetzt sei, um das Ansehen Polens'M Auslände, besonders im Augenblicke der Poriser Beratungen, herabzusetzen. Die Entwertung des polnischen Geldes und die rapid wachsende Teuerung zeigen' die wahren Streitgründe in aller wünschenswerter Deutlichkeit. Sttbanb der Fedrikarbeite«. T'c Obleute rcsv. Funktionäre der Betrieb!- werden dringend ersucht, die Wohllegitimationen zu der am 2t. August statt- findenden Gewerbegerichlswahl uom Verbandsbureau abzuholen und iilr rege Wahlbeteiligung zu iargen. Ebenio sind die Sammellisten für die Rußland- HUse abzuholen. Heist den rulsischcn Brildern!— Die Ortsverwaltung. Zentrolverband der Angestellten. MaglftratsHilfskräfte: Mitgliederuersamm- lung am IS. August, 7 Uhr, in der Bockbraucrei, Fidicinstr. Z/Z.— Spedition: Funktionäroersammlung 0™"'"■L Ute«.ftfcil.n sv-ue Fricdrichstr. 35.— Textil-l im Lerbandslokal, Belle-'_______________ Mitgliederversammlung am 15. August, 5 Uhr, in den Armmhallen, Aemman- dantenstr. 58 59.— Einzelhandel: Fachgruppenoersaminlung am 17. August, 7 Uhr, im L-dreroereinshau», Alexanderftr. 45/11. gcntralvcrband der Schuhmacher. Montag, den 15. August, ebenda_5 Uhr. Branchenversammlung der Ballschuhmacher bei Bäcker, Weberstr. 1?: fllr Schästr- macher. Stepper und Stepperinnen, abend» e Uhr bei Hcntschel, stöpenicter Straß« l27s: Branchenversammlung der Friedrichstädtischen Maßarbeiter, abends 5 Uhr bei Wille. Sebastianstr. 39. Tagesordnung: Beschlußfassung über die zu stellende Teuerungszulage. gentralverband der Slaser. Montag, den 15. August, abend» 7 Uhr, im Gewerkschaftshau», Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Tariferhöhung. Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. Scwerkschastskommilston. Unterkommisfio» Bezirk 12, Stealiß. Montag, den 15. August, abends Ith Uhr, Sitzung in der Schule, Groß-Llchterfelde, Dahlsmer Straße.„Gewerbe- und Saufmannsgerichtswahlen". Alle Delegierten werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Deutscher Wcrkmcistcrverband. Betriebsobleute, Betrieb»vertrauen»Ieute und Funktionäre der Fachgruppe Metallindustrie: Bersammluna am Donners- tag, den 18. August, abends 7 Uhr, im Restaurant Schultheiß, Reue Jakob- straße 24.„Kündigung de» Tarisocrtroges". Wir bitten um zahlreiches und pünktliches Erscheinen und ersuchen um Vorlegung der Legitimation.— Buchbinderei-Werkmeister: Dienstag, de» 15. August, abends Uhr, findet im Restaurant„Hand-lsst-tt-', Fricdrichstr. 15, eine öffentliche Berfammlung statt. „Ablehnung unserer Forderung*. SPD.-Kupse-schmied-. Alle auf dem Boden der Amsterdamer Znternatio- nal« stehenden Kallegen werden ersucht, zu der am Montag 7 Uhr bei Schuster, Dartenstr. 151, stattfindenden Besprechung zu erschewen. Mitgliedsbuch der Partei legitimiert....... Rohrleger. Dienstag 5 Uhr im großen Saal des Gewerkschaftshause», Engel- user 15, Branchenversammlung. Bollzahlige» Erscheinen notwendig. Beranlw. fllr den redakt. Teil: Dr. Werner Bctser, Charlottenburg: für ilnzeigen SS. Glocke. Berlin. Verlag: vorwärlS-Verlag®. m. d.Jd.. Berlin. Druck: vor. «ärlZ-Buchdruckeret Verlagsanltaii Paul Linaer Hierzu 2 Beilagen. u. Do„ Berlin. Lindenltr. 3 Für Rheumatiker und Nervenleidende! .Ueberrasch ende Wirkung mit Togal!" Herr Falgowsky, Angerburg. Ostpr., schreibt u. a.:„Nachdem ich m»r in Kurland während des Winlerfelvzuges 1915 einen ganz lückligen Rheumatismus, hauplsächlich in den Obersckenkeln und Hüften, geholt habe, wurde ich in verschiedenen Lazaretten be-, handelt. Jndesten hielten die Beschwerden und die größtenteii- recht heftigen Schmerzen nack, wie vor an. Run wurden mir Togal-Tablelten empfohlen. Die Wirkung war iür mich überraschend. Nach Gebrauch von täglich dreimal drei Tabletien nahmen die Beschwerden am dritten Tage merllich ab und hörten am fünften Tage vollständig aus. Seit Beginn der Kur her habe ich keinen Rückfall erlebt, im Gegenteil, ich kann wieder völlig au'- gerichtet und ohne jegliche Schmerzen— wie schon seit langer Zeit isicht mehr— einhergehen." Ebenso wie bei Rheuma, wirkt Togal erfahrungsgemäß auch bei Ischias, Hexenschuß, Schmerzen in den Gelenken und Gliedern, Gicht, sowie bei Nerven- und Kops- schmerzen. Hervorragende Aerzte verordnen Tag al-Tabletteu. Klinisch erprobt, in allen Apolbeken erhältlich._ Tabak■ Engros■ Maus speziell für Betriebe Murren. Zigaretten nnfl Taüak zu Engros�Prelsen (auch kleine Quantitäten) Kamillen nnn solvente Herren ernailen HredU .HC Hfl" e.m.b.B., Berlin KO, 6rtfre FranHlurkcr zu. 125 z ahne 4 u. 7 JTiU. mit Triedenskautsehuk 5 Jahre schriftl. Garantie. Zahnziehen mit Betllubum' bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen v. 30 Mk. an. Spez.; Zflhne ohne Gaumen. Keine Luxuspreise. ahn-Praxis Katvani? fianzitjer Strajis 1. Extra-Preise Musseline 5XÄ& Meli lusc . 1250 Musferausvvohl Sportflanell fUr Bluscn Ä UM Hemden und Sport- Ze P h i r nie öluveo und Hemden 4 0« «•cm breit......... Meter•«20 Serge Halbseide, grau, nir„ q-. Jackenlutter......... Meter 1--50 Kinderschotten doppeltbreit, srule QualitiU. Meter fcfcSO Schul-Cheviot oc. doppeltbrell. reine Wolle,. Meter 4-"" ReSnwoil. Musseline mittel farbig........ Meter Rippen-Velvet 2Ä'ß«M modernen Farben...... Meter �fclVi A�aitheim Montag bis Waschsüdwester f. Knaben u. Mädchen, weit) u. tarblg Waschsüdwester jrofie, fllr Backfische, weiß u. farbig Sportmütze 1350 Sporthemd �."feion oq M allen Größen vorrällg. 60 cm lang"" 1475 1850 Schulaiiziig � gcm.SfoKen# ca. 6 Jahre Jede weitere Gr&fe 6 M, ab V Jahre 0 M mehr C•«!-4 i. Sporiform m. Revers dcnuianzug v Dessins, für ca. 6 Jahre jede weitere Grüfe• M, ab 9 Jahre 12 M mehr am gntem oIIt Stridilodca * JLäIC 65 cm lang« für ca. 6 Jahre Jede wettere Gr6|e 6 M, ab 9 Jahre 9 M mehr Bozen. Mantel ÄtüVlSS Jede weitere Grü�e 7.50« ab 9 Jahre 9 M mehr Knaben-Mäntel ro bedeutend karsbgcselsfeB PreUem tob 158h 195« 110m 148m 125" 45m 90m KindcrideidaSÄt' S! 7- Jede veiiere Orfihe 5 M mehr, Kinderkleid mit Stickerei nanu, Gr. 50 Jede trelicre GrÜHe 10 M mehr Bardientkittel«�-"0 24m Gr Che 45.54 Kittel«»», gutem Berekenl, reich bctlüt und dh � A hehl kell............... Größe 45-55 u Kindermantel SSrtÄÄ£gM Jede weitere Orötzc 7 M mehr Mmmrl nir 1 cfclllU Hemdentuch m. Langeffe, 4ü-90crr lang Beinkleid hieb m.S tick-, 3(k60 cm lang Nachthd.fHMeÄ mit Stick., 60-120 cm lang Taghemd{iÄ mit fallen, 45-90 cm lang Nachthd. ÄS m. farb.ßorte, 60-120 cm Ig. 975 b. 2475 16250.2575 3275b 5775 1375 b. 4175 2775b. 55m Schnürstiefel verschied. Ledersorten und Ausführungen, nur gute Qualität und PaSform Größe_ 18—50_ 21—88_ SC— cv 57— 28 57—30 51— 55 braun 42m 52m 49m 59m 60m 65m 6Sm 7650 9&m 132m 145m schwarz 34« 39m 45m 55m 48m 64m 68m 79m 80m 89m Ullstein- Schnittmuster in allen 4 Geschäften Wachstuchhefte. (Ersaß)....... Stück 125 Jls Z90 Schul hefte»He Unlaluren stock 70pf. 85pf.Dw.8M 10m Oktavhefte stock 15pf. 25pt. Aufgabenhefte swa- 35pf. Um&teckfederhalt, Stück.............. lUPt. Federhalter stck. 25pf. h. 2 m Billige Sdiul-Jlrühel Löschblätter w smck 35p«. Federhaltertaschen e.. Leder, gefllllt........ Stüde 1AM Bleistift 30pf. D»d. 323 Rsai,.ersurnrni 15pf. 25pf. Reißnägel....... oro» Izs Sicherheitsfüllfederhalter IrtS' sma 36 m Schul-Tornlster 9m Schultaschen gn � aus solidem Leder........ Schultaschen Voilrindleder.......... IäOM Frühstückstaschen aus solid. Leder, mit Metalleinsap• M Voilrindleder, mit Metalleinsatz.. 1650 Schrelb-Etuls � M Mittwoch Sweaters Ä.6v).««.. Baumwolle, ß Größen• IwOüd. äwM Sweat.-Hosen Baumwolle, 4 Größen. ��M b.�050 TurnhosenMMdt. 4 31m marine T rikot, S Größen 1 � M b. � I M Sporthemden f.Klnd. blaueestr. Zephir OQ... Ria,, mit Schillerkrageo b Gr. w»M b.OOM Hemdhos. Kwder makof. Gr. 60 b, 100 cm 4t4Mb.OO50 Schulstrumpf ß od. lederfarblg Größe 4—10 Größe 4"SO Jede wellers Größe 1 M mehr Kinderstrumpf «h gestrickt, woUplattiert, schwarz, n-ns Grüße 1-12........ Größe 1 J75 Jede weitere OnSfie �3S M mehr Schulschürze Lange oO 70 80 cm smck 21 m 25m 29m Schulschürze Lünge 60 70 80 cm stuek 23so 3075 36 M Schulschürze Lange_ 60 70 80 cm Stück 2475 2775 3225 Knabenschürzen££££, Unge_ 46 80_ bd cm Stück 1000 solidem Leder 15M Photogr. Ateliers Porträts Kinderaufnahmen