Nr. 275. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6010. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bents- Straße 2. Sonntag, den 25. November 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Jetzt hat die kapitalistische Gesellschaft den Kampf gegen die Umsturzparteien und für Religion, Sitte und Ordnung unter furchtbarem Geschrei angekündigt, und der Klassenstaat, ihr gehorsamer Diener, schmiedet im Schweiß seines Angesichts Ketten, um die bösen Umstürzler an Händen und Füßen zu fesseln, damit sie dem guten Trio: Religion, Sitte und Ordnung nichts anhaben können. Doppelte Wahrheit." Igelten soll, was vor Jahrhunderten für Wahrheit angesehen kapitalistischen Gesellschaft und ihres gehor wurde, heute aber längst als Irrthum erkannt worden ist. samen Dieners: des modernen Klassenstaats andererseits Mit dieser Ueberschrift brachte vor mehreren Tagen die So erhalten wir denn thatsächlich eine doppelte Wahrheit, die sich aufgethan hat. Der Staat nennt sich christlich Voffische Zeitung" anläßlich der orthodoren Hazz gegen Wissenschaft erforschte und erwiesene. Wie ist aus diesem Zwieeine von der Kirche gelehrte und gebilligte, die andere von der und er bekennt sich zur Wahrheit der Re liberale Professoren einen sehr treffenden Artikel, der es palt herauszukommen? Die„ Kreuz- Zeitung" ist schnell mit der ligion, gleichzeitig aber bekennt er sich auch zur verdient, unseren Lesern mitgetheilt zu werden. Er lautet: Antwort bei der Hand:„ Auch die Professoren sollen Diener der Wahrheit der Wissenschaft, obgleich beide Wahrheiten Soll es auch in der evangelischen Kirche eine doppelte Kirche sein." Die Professoren sollen also das lehren, was die einander ausschließen wie Feuer und Waffer. Allein das Wahrheit geben? Eine Wahrheit, welche die Kirche lehrt, und Kirche lehrt, auch wenn es ihrer wissenschaftlichen Ueberzeugung ist nur eine theoretische Inkonsequenz und nur eine vereine Wahrheit, das gerade Gegentheil der ersteren, welche die ins Gesicht schlägt, auch wenn sie die Beweise haben, daß diese gleichsweise harmlose Heuchelei, die auf Gedankenlosigkeit Professoren lehren?" So fragt die„ Kreuz- Zeitung" und trifft Lehre der Kirche der von ihnen erkannten Wahrheit widerspricht. zurückgeführt werden kann. Weit gewichtiger, und moralisch damit den Kernpunkt des Streites zwischen Kirche und Wissen Was wäre die Folge? Keine andere, als daß die Theologie aus weit verwerflicher ist die Heuchelei, welche sich im Wider schaft. Die Kirche behauptet, daß die Bibel durch die Eingebung der Reihe der Wissenschaften ausschiede. Wollten die Pro- spruch zwischen Theorie und Praxis, zwischen Lehre und des heiligen Geistes entstanden, also göttlichen Ursprungs ist und fessoren der Theologie dieser Forderung nachgeben, so würde sich Handeln äußert. Und einen Tartuffe, der durch sein deshalb unumschränkte Autorität zu beanspruchen hat. Die erfüllen, was schon Schleiermacher vorausgesagt hat, daß die Kirche Wissenschaft lehrt, daß die Bibel menschlichen Ursprungs ist, un- mit der Unwissenschaftlichkeit zusammengeht und die Wissenschaft mit Handeln seine Lehre Lügen straft, betrachtet der gefunde gleichwerthig nach Form und Inhalt, nicht frei von dem Unglauben. Will man einen solchen Zustand herbeiführen, Rechtsinn des Volts mit Fug als den Ausbund von NiederIrrthümern, Entstellungen und Widersprüchen. Die Wissen wie man denn heute auf dem besten Wege dazu ist, so möge tracht, als das verächtlichste aller Wesen. schaft ist ist im im stande, dies an zahllosen Bibelstellen man es thun, aber man beklage sich dann auch nicht, wenn die nachzuweisen. Die Schöpfungsgeschichte, die im ersten Kapitel Gebildeten sich von einer solchen Kirche abwenden, die von ihnen der Bibel erzählt wird, ist längst als Mythus nachgewiesen, nicht gute Werke und gottgefälliges Leben, sondern ein Opfer deffen Einzelheiten von der Naturwissenschaft widerlegt sind. Die ihrer Wahrheitsliebe und ihrer Gewissenhaftigkeit fordert. Geschichte des Volfes Jsrael ist besonders durch die Arbeiten Vorläufig indeffen verhält es sich noch nicht so, daß die von Wellhausen und Stade einer gründlichen Umgestaltung unter Professoren der Theologie Diener der Kirche sind. Sie sind zogen worden. Man weiß heute, daß die Patriarchen Abraham, Diener des Staates und haben so gut wie die Lehrer aller Ffaat und Jakob so wenig als Einzelpersonen gelebt haben wie anderen Fakultäten die Pflicht, nach bestem Fleiß und Gewissen Herkules, Theseus und Jason. Man weiß, daß der größte Theil die Wahrheit zu erforschen und dem heranwachsenden Geschlecht des demi Moses zugeschriebenen Gesetzes erst der Zeit der Ver- zu lehren. Auf die Ansprüche der Orthodoxie tann man nicht Religion, Sitte und Ordnung! Doch wo bleibt die bannung und der Rückkehr aus der Berbannung ihre Entstehung besser antworten als mit dem Worte des jezigen Kultusministers Wahrheit? Giebt es eine Religion ohne Wahrheit? verdantt. Man weiß, daß die Geschichte der Könige in ein Bosse bei dem Festmahl zu Ehren des Professors Curtius: Die Giebt es eine Sitte ohne Wahrheit? Eine Ordnung ohne feitiger und zum Theil geradezu tendenziöser Weise dargestellt Wissenschaft läßt sich nicht fommandiren und nicht fncchten, auch Wahrheit? Die Frage verneinen, heißt Religion, ist und daß deshalb diese biblischen Geschichtserzählungen von in Preußen nicht; die Lebenslust der Wissenschaft ist harmonische Sitte und Ordnung für verlogenes Blendwerk er= der exakten Geschichtsforschung nur mit der äußersten Vorsicht Freiheit und Ehrlichkeit". klären, ihnen die sittliche und intellektuelle Grundlage ent benutzt werden dürfen. Wir hoffen, daß die preußische Regierung auch diesem ziehen, das Recht der Existenz nehmen. Mit dem Neuen Testament steht es nicht viel besser. Ab- neuesten Ansturm der Dunkelmänner gegenüber die Freiheit der gesehen von einigen Briefen des Paulus ist über die Verfasser Wissenschaft, insbesondere der theologischen Wissenschaft, beschirmt Wo ist nun aber die Wahrheit in der dieser Schriften nichts bekannt. Reins der Evangelien ist in und fördert. Die deutsche Theologie marschirt an der Spitze der heutigen Gesellschaft? Wir haben eine doppelte der Form, in der wir es heute besigen, von einem Beit: theologischen Wissenschaft aller Länder. Sie verdankt diese Ehren- Wahrheit, sagt die Bossische Zeitung". Und wir gehen genossen des Jesus von Nazareth verfaßt worden. Die drei stellung der Freiheit und Unabhängigkeit, mit der sie sich ent- weiter und sagen: die heutige Gesellschaft hat nicht blos ersten Evangelien stehen mit dem vierten in einem unlösbaren vickeln durfte. Wollte man ihr jetzt den Lebensfaden abschneiden, eine doppelte Wahrheit sie hat dreierlei Wahrheit, drei Widerspruche. Ebenso widersprechen sich zum Theil die übrigen so hätten vielleicht einige orthodore Politiker einen furzen verschiedene Wahrheiten: sie hat die Wahrheit der Religion, Evangelien, so Matthäus und Lukas in den Geschlechtsregistern Triumph, aber was der Kirche nüßen soll, würde zu einem die Wahrheit der Wissenschaft und die Wahrheit der Jesu. Die Bekundungen der Apostelgeschichte stehen in schroffem schweren Schaden für die Religion ausschlagen. Und zugleich Gegensahe zu den echten Briefen des Apostels Paulus. Wir würde man den Vorwurf auf sich sigen lassen müssen, daß der Gesellschaft. Sie hat die Religion im Mund, feiert die haben hier nur einige besonders auffällige Thatsachen angeführt. gegenwärtige Staat die Wahrheit nicht erträgt. Denn das Gerede Wissenschaft, welche die religiöse Wahrheit in Nichts aufWir könnten sie ganz beliebig vermehren. Und wir haben nur von einer doppelten Wahrheit ist eine Thorheit. Es giebt nur löst, und sie hat für sich noch die gesellschaftliche Wahrheit, solche Thatsachen aufgeführt, die wissenschaftlich ganz unumstößlich eine Wahrheit, und die ist bei der Wissenschaft. die der Religion und der Wissenschaft ins Gesicht schlägt. Feuilleton. Im Exil. von Marie Kunert. 11 " feststehen, die von Niemandem geleugnet werden können, der Was die Vossische Zeitung" hier über die doppelte Die Religion sagt: eher geht ein Kameel durch ein Nadelüberhaupt einer wissenschaftlichen Beweisführung zugänglich ist. Wahrheit" sagt, ist Wahrheit, aber es ist nicht die ganze öhr, als daß ein Reicher in das Himmelreich kommt; die Man kann diese Thatsachen ablehnen, man kann sich stellen, als wüßte man nichts davon, aber man kann sie nicht wissenschaftlich spruch auf, in dem die Wahrheit der Wissenschaft und die die das Himmelreich sein sollte, wird durch die„ Reichen“, d. h. wüßte man nichts davon, aber man kann sie nicht wissenschaftlich Wahrheit. Das bürgerliche Blatt deckt wohl den Wider- Wissenschaft sagt, es giebt kein Himmelreich, und die Erde, widerlegen. Aber die Kirche erklärt die von der Bibel berichteten Vor der Religion stehen, aber es hütet sich wohl die gähnende die kapitalistische Wirthschaft, zur Hölle gemacht. Und die gänge für Heilsthatsachen, an denen menschlicher Fürwiß nicht Kluft zu zeigen, die zwischen der wissenschaftlichen und christliche und wissenschaftliche Gesellschaft verkündet die rütteln dürfe. Sie verlangt, daß noch heute für Wahrheit religiösen Wahrheit einer und der Wahrheit unserer Wahrheit, daß diese Hölle die beste der Welten ist, und sie Verbannte schon aufrecht erhalten hatte: daß sie die Em- fremde Sitten zu gewöhnen! Doch waren sie dann pörung des Rechtes gegen die soziale Ungerechtigkeit, daß wenigstens beisammen, sie würden sich noch enger als früher fie die Forderungen der Zukunft dem wilden, blinden Haß an einander schließen und sich in der Schweiz ein Stückchen ( Nachdruck verboten.] der Vergangenheit gegenüber verkörpern. Frankreich oder Paris schaffen. Zu dreien würden sie Judeffen zwang ihn seine Verurtheilung doch, einen fortan alles gemeinsam ertragen und dadurch schon in der neuen Plan für seine Existenz zu fassen. In Frankreich Erwartung besserer Tage weniger leiden. Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung war seine Karrière für immer vernichtet. Lange Monate, René bestimmte seine Eltern nun nicht ohne Mühe zu Jahre vielleicht würden vergehen, ehe er die Möglichkeit dieser nothwendigen Uebersiedelung. Er hatte jetzt für die hatte, zurückzukehren. Seine Mutter sprach wohl davon, Seinen zu sorgen und brauchte Geld. Fieberhaft, ja mit Mehrere Male hatte René durch die dünne Wand, daß sie einige hochgestellte Personen veranlassen wollte, für einer wahren Wuth stürzte er sich in die Arbeit. Um sich welche die Klassenzimmer von einander treunte, gehört, wie ihn einzutreten, damit er durch ein Hinterpförtchen wieder bekannt zu machen, hielt er eine Reihe von Vorträgen. Und einer seiner Kollegen, der außerordentlich fruchtbar war im zurückkommen fönnte. Doch hätte er erst um Gnade bitten da die Leute in Vevey durch Berstreuungen wenig ver Anwenden neuer Epitheta gegen aufsässige Schüler, mit müssen, und schon der bloße Gedanke daran konnte ihn auf: wöhnt waren, hatte er das Glück, zu sehen, wie sie sich beDonnerstimme den Knaben zurief:" Petroleure!"" Kom- bringen. Auf lange Zeit mußte er also der Hoffnung Lebewohl gierig auf dieses neue ernste Vergnügen stürzten. Am munards!" Banditen!" René war jeden Tag darauf gefaßt, sagen, Paris wiederzusehen und seinen alten Bosten dort wieder Schlusse einer Versammlung machte ein alter Herr, der ein in irgend einem Blatte seinen Namen unter Beifügung ähn- einzunehmen. Er hatte kein anderes Mittel, sich auf Däne oder Schwede sein mußte, ihm das schöne Kompliment: licher Titel zu lesen. Aber es gab so viele Geächtete und fremder Erde ein erträgliches Loos zu schaffen, als seine Ich gratulire Ihnen, mein Herr. Noch nie habe ich Gefangene! Die Zeitungen verzichteten aus Trägheit oder Arbeitskraft. Das Schlimmste war, daß er nicht nur an das stumme e mit solcher Vollendung aussprechen hören... Scham darauf, eine Liste derselben zu bringen. So erfuhr sich zu denken hatte; seine Eltern besaßen kein Vermögen. Besser war es, daß ein Druckereibesizer, der auch zu er, ohne daß es weiter Aufsehen und Lärm verursacht hätte, Der Vater bezog als kleiner Beamter eine bescheidene René's Zuhörern gehört hatte, ihm die Redaktion einer für im Februar von seiner Mutter, daß er in contumaciam Pension, einige hundert Franks per Jahr, gerade soviel, die Fremden bestimmten Zeitung anbot. Sie führte den zur Deportation verurtheilt worden sei. Nächst der um in Paris dabei verhungern zu können. Sie hatten poetischen Namen die Seemöwe". René nahm sofort den Todesstrafe die härteste, die ihn treffen konnte: Er darauf gerechnet, daß ihr Sohn ihnen ein ruhiges und Chefredakteurposten ein, was um so einfacher war, da er lächelte und zuckte unwillig die Achseln. Selbst vom sorgenfreies Alter bereiten werde. Sollten sie etwa, alt wie der einzige Redakteur war. Für 150 Frants monatlich be strengsten Standpunkt aus betrachtet bestand zwischen dem, fie waren, noch mühselig nach einem neuen Broterwerb richtete er über stattgefundene Feste, über Theatervorstellun was er begangen hatte und der drakonischen Strafe dafür, suchen? Da galt es nicht länger zu zögern. René mußte gen, wenn eine Schauspielertruppe die Stadt mit ihrem ein solches Mißverhältniß, daß René sich dadurch schon als sie zu sich kommen lassen und ihnen hier so gut wie möglich Besuche beehrte, über neue Bücher, von denen er annahm, unschuldig Verurtheilter fühlte. Das sollte Gerechtigkeit ein wohnliches Nest zu bereiten suchen. daß sie das kosmopolitische Publikum, an das er sich zu sein? Nein und tausendmal nein! Ein Mißbrauch der Es wäre freilich eine harte Trennung für die beiden wenden hatte, interessiren würden. Er beantwortete Fragen Macht, eine politische Rache, das war alles. Und so fühlte alten Leute, für diese beiden Pariser vom reinsten Wasser, der Abonnenten, die unter der Rubrik" Briefkasten" erscheinen er sich gefeit gegen die Entmuthigung, die ihn zu erfassen die selbst bei ihren weitesten Ausflügen niemals das Weich- sollten. Allein, da die Briefe nicht tamen, fabrizirte er selbst drohte. Er richtete sich auf in dem Stolz des unschuldigen bild der Stadt überschritten hatten. Mit so vielen lieben Fragen und Antworten, um das Publikum zu ermuthigen. Opfers, in seinem Entschluß, mit erhobener Stirn obenauf Gewohnheiten mußten sie beim Verlassen ihres Vaterlandes Er berichtete Neuigkeiten aus allen Hauptstädten des Erdzu bleiben, in der männlichen Ueberzeugung, die so viele brechen! Wie schwer würde es ihnen werden, sich an balles, er veröffentlichte Originalforrespondenzen aus Paris, = tanzt im Mammonstempel um das goldene Kalb, Religion| Punkte, die bisher durcheinander geworfen wurden, und die sorg-[ zu haben, daß unsere bayerischen Landtags- Abgeordneten bei und Wissenschaft unter die Füße trampelnd. fältig getrennt werden müssen. aller Anerkennung für ihre treffliche Haltung im allgemeinen, Die Gesellschaft und ihr gehorsamer Diener der Klassen verwehrt werden, wie irgend einem anderen Parteigenoffen. Und bewilligten und Eine Kritik von Kongreßbeschlüssen kann Bebel so wenig nicht wohlgethan haben, als sie das bayerische Finanzgeses damit, indem fie dem jezigen staat haben Christus im Mund. Und Christus hat gesagt niemand hat ein Recht auch an der schärfsten Kritik, falls sie auf Ministerium die Mittel zur Weiterführung der Landesgeschäfte Die Menschen sollen einander lieben und Wer das dem Boden der Kritit bleibt, Anstoß zu nehmen; gefällt sie ihm bewilligten, wenn auch nicht beabsichtigt so doch thatsächlich Schwert zieht, soll durch das Schwert untergehen". Und nicht, so widerlege er! Was Bebel inbezug auf die AgrarWas Bebel inbezug auf die Agrar eine Billigung ihrer Geschäftsführung aussprachen. Die Verdie Gesellschaft und ihr gehorsamer Diener der Klassenstaat frage und die Taktik in den Landtagen sagte, drückt An- liner Genossen waren und sind der Meinung, daß, wenn man treiben im Tempel des Moloch ebenso wüste Drgien wie fichten aus, die mit denen der meisten, ich glaube so ziemlich ein Geschäftsgebahren nicht billigt, man dann auch die Mittel zu im Tempel des Mammon: sie haben den wildesten Klassen aller Genoffen übereinstimmen. Und niemand hat einen Grund, dessen Fortführung nicht bewilligen soll. Thut man es doch, vann kampf entzündet, die Menschen in zwei feindliche Armeen sich darüber aufzuregen; um so weniger, da alles schon vorher, thut man dem Ernst der vorher geübten Kritik Abbruch. Man getheilt und verfolgen mit unerbittlicher Härte die Partei, zum Theil in schärferer Form zum Ausdruck gekommen ist. Das bringt sich in die, von unserem Genossen Grillenberger in seinen alles kann in größter Ruhe von unserer Presse behandelt werden Kämpfen mit dem Nürnberger Freifinn" oft so vernichtend welche dem Klaffenkampf ein Ziel segen will, fie heßen und wird es werden. G3 hat gar nichts zu thun mit den kritisirte Situation der Halbheit." Reiner kann glänzender und die Völker gegen einander und haben Europa pessimistischen Aeußerungen Bebel's über das geistige Niveau der beredter den Etat im allgemeinen und den Militäretat im bein ein großes Heerlager verwandelt, mit zwölf Millionen Partei, deren angebliche Verflachung u. f. w. Diese Aeußerungen, fonderen kritisiren, wie Eugen Richter, schließlich stimmen aber er zur Vernichtung des Menschenlebens systematisch abgerichteten die aus augenblicklicher Stimmung zu erklären sind, und nur der und seine Freunde doch dafür. Diese Halbheit ist den Freisinnigen Menschen, die bereit sind, auf ein Wort hin, über einander natürliche Rückschlag eines manchmal vielleicht allzugroßen von unseren bayrischen Genossen und uns tausendmal vorgeworfen herzufallen, und einander abzuschlachten, wie die Drachen- Optimismus sind, werden sicherlich von sehr wenig Genossen als worden, und jetzt sehen wir unsere bayrischen, badischen und saat des Cadmos. Und diese Barbarei, all der namenlose richtig befunden; allein man braucht sich über sie doch nicht zu hessischen Landtags- Abgeordneten auf denselben Pfaden wandeln. Greuel im Namen Gottes, im Namen Christi des Menschen- ereifern, zumal da die unsere Gegner geradezu verblüffende Selbst Gegen dieses Nachahmen freisinnig demokratischer Gepflogenständigkeit unserer Partei in bezug auf die Ausführungen eines beiten glaubten die Berliner Einspruch erheben zu sollen und Sohnes, im Namen der Religion, Ordnung und Sitte! der angesehensten Führer, die beste thatsächliche Wider- deswegen nun der Vorwurf des„ Unfehlbarkeitsdünkels" legung jenes Urtheils bildet. Keine andere Partei würde unter der Splitter- Richterei" und der norddeutschen Heils- Botschaft". gleichen Umständen eine gleiche Selbständigkeit bewiesen haben. Dabei haben die Berliner ihre Meinung in der denkbar mildeſten Und noch einen Punkt muß ich hervorheben. Was in den Form zum Ausdruck gebracht. Man lese nur den von hier an Heuchelei- hat ein Franzose es ausgedrückt-- ist weitesten Kreisen eine erregte, ja hier und da faft erbitterte Stim- den Parteitag gestellten Antrag. Derselbe lautet:„ In Rücksicht der Tribut, den das Laster der Tugend zollt. In der heute mung hervorgebracht hat, das war der Schein eines Pro darauf, daß die bayerischen Landtagsabgeordneten für den Etat herrschenden Heuchelei der Gesellschaft liegt unbewußt das nunciamento's, der auf Bebel's Vorgehen gefallen ist. gestimmt haben, möge der Parteitag in einer Resolution die der Münchener Poſt" von prinzipielle Stellung der Partei zu den Gesammt- Etats der Eingeständniß ihrer Schlechtigkeit, ihrer Verkommenheit. Spricht doch Bolmar in einer Fahnenerhebung" Bebel's. Das Das ist eine schwere Landtage festsetzen. Kann man sich objektiver ausdrücken? Und in dieser Heuchelei offenbart sich die Zerrüttung, die Ungerechtigkeit. Ich räume aber ein, gu dem Ver- Kein Wort der Kritik, von Tadel ganz zu geschweigen, Fäulniß der kapitalistischen Gesellschaft, die zu begreifen dacht war Anlaß gegeben durch den unglücklichen Um nur das Verlangen, der Parteitag möge grundsäglich anfängt, daß ihr die Daseinsberechtigung fehlt, daß sie nur stand, daß ein stark sensationell gefärbter und schon durch zu der Frage Stellung nehmen. Wie vortheilhaft noch ein Hinderniß des Fortschritts und der öffentlichen die Ueberschrift:" Für die Entwickelung unserer Partei von Be- nicht dieser ruhige und streng sachlich gehaltene Antrag der Wohlfahrt ist. deutung" zugespißter Bericht den auswärtigen Parteigenossen Berliner Genossen gegen die nervöse Gereiztheit ab, mit dem ge24 Stunden früher zuging, als der objektive Bericht des wisse füddeutsche Partei Organe und Stimmführer der Partei Vorwärts", der erst folgenden Tages in Druck gegeben werden darauf reagirten. fonnte. Für die Frrthümer jenes Berichtes ist aber Bebel doch nicht verantwortlich zu machen. Und seinem, durch ein Leben im Dienste der Partei bekräftigten, Manneswort: daß er nie daran gedacht hat, sich gegen die Kongreßbeschlüsse aufzu lehnen, daß er deren Giltigkeit anerkannt und nur sein Recht der freien Kritit übte, darf und wird kein ehrlicher Parteigenosse den Glauben verweigern. Also genug der persönlichen Gehässigkeit! Und rein sachliche Diskussion! Das wünscht und erwartet Und das hat die Stirn, von Wahrheit zu reden. Und das hat die Stirn, sich als Träger der Ordnung, Sitte und Religion" hinzustellen. Pfui der Heuchelei. Unwahrhaftigkeit und Heuchelei sind die Charakterzeichen der kapitalistischen Gesellschaft und ihrer politischen Verförperung: des Klaffenftaates. Doppelte Wahrheit, ja dreierlei Wahrheit. Klaffender Widerspruch zwischen Lehre und Handeln, zwischen Bekenntniß und Leben. Doppelte Moral, zweierlei Maß für Personen und Dinge. Diese Gesellschaft, die im Namen der Religion, Sitte and Ordnung das Gegentheil dessen thut, was Religion, Sitte und Ordnung gebieten, ist eine elende Heuchlergesellschaft. Und dieser Staat, der in all seinem Handeln, ohne mit der Wimper zu zucken, all' feine Lehren verlegt, er ist ein elender Heuchler, der die Heuchelei und Berlogenheit der bürgerlichen Gesellschaft wiederspiegelt. Fürst Bismarck, der die ganze Verderbtheit der fapitalistischen Gesellschaft in seiner Person vereinigte, drückte den herrschenden Parteien das Brandmal auf: politische Heuchelei. Damit hat er der kapitalistischen Gesellschaft und ihrem gehorsamen Diener, dem Klassenstaat, das Urtheil gesprochen. Die Wahrheit bohrt sich zuletzt durch; und was auf Unwahrheit ruht, muß untergehen. Der Sozialismus, der feine doppelte Wahrheit kennt, und keine doppelte Moral, der nur eine Wahrheit hat, nur ein Recht, nur eine Moral, bei der Lehre und Handeln eins ist, der Sozialismus, die Partei der Wahrheit, wird siegen über die Parteien der unwahrheit und Heuchelei, diese gemeingefährlichen Umfturzparteien, die gleichmäßig Wahrheit, Recht, Sitte und Ordnung bedrohen, und deren Unschädlichmachung eine Lebensnothwendigkeit ist für das Menschengeschlecht und die mensch liche Kultur. Zur Diskussion über den Frankfurter Parteitag gehen uns zwei Bufchriften zu. Die eine, die von einem unserer ältesten und bekanntesten Parteigenoffen herrührt, lautet: Ein Wort zum Frieden! Nicht zu einem faulen Frieden, nicht zu einem Einstellen der Febbe, ehe fie ausgefochten ist, aber zu einem geordneteren, ruhigeren Ausfechten, so daß nach der Fehde ein wirklicher, ehr licher Friebe wieder möglich ist. In der durch Bebel veranlaßten Diskussion sind verschiedene London, Berlin, St. Petersburg, New- York. Da die Kor respondenten aber viel Geld foſteten, so hatte er sich mehrere Namen und Stilarten zugelegt, um alle diese nur in der Phantasie existirenden Reporter zu vertreten und zu ersetzen. Bei diesem Beruf als Sprech- und Schreibmaschine hatte René fich außer einem kleinen Rapital auch einen gewissen Ruf auf zwei Meilen in der Runde erworben. Er fonnte jezt alles für die Ankunft seiner Eltern vorbereiten. Bufällig war gerade die zweite Etage im Hause seiner Wirthin frei geworden, und so war auch gleich eine passende Wohnung gefunden. * ein alter Parteigenosse. % Freilich in den Berliner Versammlungen sind gelegentlich der Diskussion über den Antrag zum Theil Aeußerungen gefallen, welche nicht immer in dem objektiven Tone des Antrages selvst gebalten waren. Aber mit welchem Rechte will man die Gesammt Parteigenossenschaft Berlins für einzelne Aeußerungen verant wortlich machen? Sind doch thatsächlich die schärfsten Urtheile in den Berliner Versammlungen vor und nach dem Parteitag in Frankfurt gerade von Genossen ausgesprochen worden, welche weder Berliner noch Norddeutsche sind, sondern deren Wiege südlich des Mains stand, Wenn unsere süddeutschen Freunde den Maßstab ihrer Verhältnisse an die Berliner Parteiversammlungen anlegen, so stimmt Aus dem Kreise der Berliner Parteigenossen geht uns die das eben nicht. Wenn wir z. B. aus Anlaß der Berichterstattung folgende Buschrift zu: über den Frankfurter Parteitag in Nürnberg in der„ Frankfurter Die aus Anlaß über Beber's Kritik des Frankfurter Partei- Beitung" lesen, daß es seit Jahren in Nürnberg zum ersten tags geführte Auseinandersetzung in der Parteipresse nimmt in Male dagewesen sei, daß in einer Parteiversammlung aus der vielen Fällen einen durchaus persönlichen und landsmannschaft- Mitte der Versammlung Widerspruch gegen die Ansichten lichen Charakter an. Datei müssen besonders bei den Gegnern der Führer erhoben wurde, so kennt man hier diese Enthaltsamkeit Bebel's die Berliner Genossen in der Regel das Stichblatt für ihre der Genossen nicht. Bei den Zehntausenden von Parteigenossen, Angriffe abgeben. Das war schon auf früheren Parteitagen so, welche in Berlin zusammenwohnen, die die Partei- Angelegenheiten wo es einmal einer der jetzigen bayerischen Landtags- Abgeord- in hunderten von Versammlungen besprechen, wird eben manche neten fertig brachte, vom Berliner Mist" zu reden, und jetzt Ansicht laut, die gewiß nicht überall angenehm tlingen mag, die werden diese Anzapfungen der Berliner fortgesetzt. zu unterdrücken aber weder die Möglichkeit vorliegt, noch auch In Frankfurt bielt es Vollmar für nothwendig, um sein ein Anlaß gegeben ist. Die Berliner Parteigenossenschaft hat Bayern- Fähnlein bei guter Laune zu erhalten, von norddeutscher aber dich das Recht, so gut wie die diversen Landsmannschaften Heilsbotschaft"," Nordlicht" zc. zu reden und in einigen süd in der Partei, nach ihren Handlungen und nicht nach den zu beurtheilt deutschen Partei- Organen wird nach diesem Rezept weiter gefälligen Aeußerungen Einzelner beurt beilt zu werden. Was aber arbeitet. So lesen wir in einem gegen Bebel's Ausführungen Berlin in der Partei finanziell leistet, das möge ein Vergleich gerichteten Artikel der Mannheimer Vollsftimme", daß die mit Bayern aus den legten brei Jahren zeigen, aus welcher Beit süddeutschen Sozialdemokraten wissen, was sie thun haben, uns die Parteitagsprotokolle detaillirte Auskunft geben. Dort ohne daß sie durch das Feuergesch rei einer Berliner finden wir aufgeführt: Versammlung" darauf aufmerksam gemacht werden; weiter wird Einnahme: in demfelben Artikel die Wendung gebraucht, daß außer den Berlinern bekanntlich nur der Papst unfehlbar sei" und dann München " noch von den Berliner Splitterrichtern" gesprochen. Auf Wunsch tönnen wir noch mit einer ganzen Reihe ähn. Nürnberg licher Liebenswürdigkeiten dienen, wobei wir gelegentliche Ver- Uebriges Bayern fammlungsäußerungen außer Acht lassen wir denten aber, die Berlin vorgelegten Proben genügen bereits. Was haben denn nun die Berliner Genossen gethan, daß der München süddeutsche Partikularismus in der Partei sich so in seiner Nürnberg ganzen unschönen Nacktheit zeigt und, aller Parteisolidarität Uebriges Bayern vergeffend, seine nach dem Norden gesandten Pfeile aus der Rüst- Berlin kammer des fattsam bekannten Dr. jur. Sigl holt? Die Berliner Genossen haben in ihren Versammlungen sich daffelbe zu thun München erlaubt, was in Münchener und Nürnberger Parteiversammlungen Nürnberg und speziell auf dem bayerischen Parteitag auch von einigen Ge- Uebriges Bayern noffen verbrochen wurde, sie gestatten sich nämlich die Meinung Berlin und Ausgabe: 1892 292, M. Münchener Post 500,- M. 900,-" Würzb. Voltstribüne 600,-, 293,85 Berlin 28 185,15 " " 1893 Berlin " " 209,50 M. Münchener Bost 12 148,35 M. 200, 121, 60 633,37 1894 608,81 M. Hofer Volksblatt 800,- Würzb. Volkstrib. u. 145,31 Bamberger Volfsztg " " " 800,- m. 500,-# " 30 837,13 Berlin( Darlehen) 5 000, Wir glauben, die vorstehenden Ziffern reden doch eine seyr verständliche Sprache. Berlin hat innerhalb der letzten 8 Jahre obgleich sein Herz voller Trümmer von Hoffnungen war, 119 655,65 Wt. an die Parteikasse abgeliefert. Ganz Bayern daso fühlte er sich doch wieder jung beim Wehen des Lenzes. gegen nur 8578,47 M. Von dieser Summe selbst hat das ganze Die beiden Ankömmlinge hatten einen Höflichkeits- Königreich Bayern, sobald man die Beiträge von München und besuch bei Frau Roveray gemacht. Sie war äußerst Nürnberg ausscheidet, nur 560,16 M. aufgebracht. Große Orte, liebenswürdig gewesen. Zwischen Wirth und Miether giebt es wie z. B. Regensburg, Fürth 2c., haben während der 8 Jahre feinen im Anfang gerade wie zwischen Mann und Frau einen Pfennig an die Parteitaffe gezahlt. Dieser bayerischen Einnahme Honigmond. Der alte Meffant war der Wittwe allerdings von 3570,47 m. stehen nur an Preßunterstüßungen allein eine etwas zu einfach in seinen Manieren und zu fröhlich er- Summe von 14 248,85 m. gegenüber, wozu noch die Ausgaben schienen. Sie hatte es gern, wenn ein Mann ernst und für Agitation, Prozesse, Unterstützungen zc. fommen. Daß auch diese Summen nicht allzu niedrig sind, haben wir aus der Grwürdevoll war. Doch hatte Frau Messant sie sofort durch diese Summen nicht allzu niedrig find, haben wir aus der Grklärung des Genossen Bebel ersehen, wonach zur Wahlagitation ihre einschmeichelnde Liebenswürdigkeit und durch ihren allein 10 000 m. gegeben, und nach München lange Zeit ein Pariser Anstand gewonnen. Sie war Pariserin! Das regelmäßiger Agitationszuschuß von 120 M. monatlich gesandt An einem Klaren Aprilmorgen steigen Herr und Frau imponirte selbst der strengen Matrone, die sich niemals in wurde. Wir wollen mit der vorstehenden Aufzählung die OpferMessant auf dem Bahnhof zu Vevey aus dem Waggon; das moderne Babylon hineingewagt hatte. fie waren müde von der Reise, mit Packeten beladen, von Sie hatte sich Frau Messant zuerst als eine Frau willigkeit unserer bayerischen Genossen nun keineswegs anzweifeln; der Menge neuer Eindrücke ganz überwältigt, erschreckt mit hochmüthigem Wesen wir glauben gern, daß die oben genannte, an die Parteikasse ge= raffinirter Eleganz durch die dunklen und weißen Massen der Berge, entzückt vorgestellt. Nun war sie überrascht und entzückt, zahlte Summe nur ein geringer Bruchtheil dessen ist, was unsere bayerischen Genossen für Parteizwecke aufbringen. Von München von dem See, der in der Sonne funkelte, aber vor allen in ihr eine kleine, lächelnde, rundliche Frau zu finden, und Nürnberg aus wird der Löwentheil der bayerischen AgiDingen glücklich, ihren Sohn wieder in die Arme zu ohne die geringste Prätention in der Kleidung oder tation bestritten, das sei gerne anerkannt. Von Berlin aus geschließen. Frau Messant brach in Thränen aus; man in der Unterhaltung, die von der Küche und vom Markt fchieht aber, nebenbei bemerkt, dasselbe für die Provinz wußte nicht, ob es aus Freude geschah, ihren Sohn wieder sprach, die sich für hauswirthschaftliche Dinge interessirte, Brandenburg. Wenn wir die Leistungen der Berliner Genoffen aus den zusehen, oder aus Traurigkeit, so fern von Paris zu sein. ja die sie, was Frau Roveray am meisten schmeichelte, sogar René genoß nun einige Tage, die ihn für alle seine um Rath fragte. Außerdem war Frau Messant religiös. Parteitags- Protokollen ausgruben, so geschah es nicht, um damit dick Mühen entschädigten. Er brauchte nicht mehr allein zu Sie erfundigte sich, ob hier eine Kirche wäre, in der sie zur zu thun, sondern es geschah nur, um unseren süddeutschen Genossen die Erwägung nahe zulegen, daß eine Parteigenossenschaft von solcher fein. Er hatte die Gewißheit, daß er geliebt Messe gehen konnte. Sie war katholisch, was für Frau Leistungsfähigkeit und solcher Opferwilligkeit für die Gesammt und verstanden wurde! Nun konnte er immer frei vom Roveray betrübend war, doch schäßte sie das trügerische partei doch wohl auch das Recht beanspruchen darf, in allHerzen sprechen und seine Gefühle, die er den ganzen Licht des Irrglaubens immer noch höher als die tiefe gemeinen Parteiangelegenheiten eine Meinung zu äußern. Dabei Winter über wie Vögel im Käfig gefangen gehalten hatte, Finsterniß des Unglaubens. Was Frau Roveray, geborene haben wir von einem spezifischen Berlinerthum, das sich stets wieder frei fliegen lassen. Er sah seine alten Familien- von Maruand, am meisten gefiel, war, daß ihre neue Be- als Wächter des Prinzips hinstellt", von welchem Genosse möbel wieder, die ihm von seiner Kindheit erzählten und tannte aus guter Familie stammte, Sie hatte in der Grillenberger am 14. November in Nürnberg sprach, noch nichts noch den Duft vergangener traulicher Stunden bewahrten. Unterhaltung scheinbar unabsichtlich den Namen eines gemerkt; dagegen hat sich in Frankfurt die spezifische bayerische Sozialdemokratie", die beansprucht, von bayerischen VerEr hörte die Stimme seines Vaters wieder, der alte Vetters erwähnt, der Senator des Kaiserreichs war. französische Lieder fang und über sein neues Leben lachte. Sie glaubte und sie hatte damit nicht unrecht daß bältnissen nur allein etwas zu verstehen und allen, nicht in Bayern wohnenden Genossen, das Verständniß für die dortigen Er vernahm wieder den leichten Schritt der Mutter, die es für Renné selbst in einem republikanischen Lande eine Verhältnisse abspricht, allerdings sehr breit gemacht. von Zimmer zu Zimmer ging, immer beschäftigt, das mächtige Empfehlung wäre, wenn er einen Verwandten be- Gerade gegen diesen Partitularismus und seine Auswüchse, bescheidene Heim zu schmücken und wohnlich zu machen. saß, der seinen Theil dazu beigetragen hatte, die Republik wozu auch die Budgetbewilligung, um die„ bäuerlichen Kreise zu Er genoß diese kleine Glückseligkeit geizig wie ein zu tödten. Die arme Mutter fügte jedoch nicht hinzu, daß gewinnen"( siehe die Rede des' Genossen Dertel vom 14. NoMensch, der den ganzen Werth derselben zu schäßen weiß, weil besagter Better fie, als sie ihm vor ihrer Abreise Lebewohl vember in Nürnberg) gehört, hat sich der Genosse Bebel gewandt er fie so lange entbehrt hat. Und dann war es jetzt Früh sagte, äußerst fühl empfangen und gebeten hatte, sie möchte und soweit er dies gethan hat, hat er nur ausgesprochen, was ling! Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne um- ihrem hirnverbrannten Sohne doch begreiflich machen, daß neun Zehntel aller Genoffen denken. Wenn Bebel's sonstige Ausführungen über das Ueberhandnehmen der Kleinbürgerlichen hüüten allabendlich die Landschaft mit einem leuchtenden der einzige Weg, wie er zu Vermögen und Ansehen ge- Strömung, der Verflachung der Partei, das Zurückgedrängtrosigen Duft, so wunderbar zart wie ein Liebestraum. langen könne, der sei, in die große Ordnungspartei einzuwerden des parlamentarischen Charakters der Partei Auf den Bergen zeigte sich das erste, zarte Grün. Die treten, die, wie man weiß, die Partei aller ehrlichen so weiter auch auf starken Widerspruch in der Wiesen, aus denen wie Sterne Blumen schimmerten, die Leute" ist. Partei, wie in der fraglichen Versammlung selbst, gestoßen René nicht kannte, sandten ihm ihre kräftigen Düfte, und find, so wird dagegen seine Berurtheilung des fich ungesiemend ( Fortsetzung folgt.) und Wir betrachten daher die Diskussion über diesen Gegenstand Brett machenden Partikularismus, des Stimmenfangs um jeden noffen in den Gemeinde Verwaltungen verurtheilen. I seitens der Regierung einzig da. Eine Verschleppungs, Preis und des Opportunismus um so rückhaltloser getheilt. Auf Wer den Gemeindehaushalt bewilligt, giebt der Klaffen politik im Interesse der Großindustriellen zum Schaden der diefem Gebiete find Fehler gemacht worden, und sich über die herrschaft ein noch größeres Vertrauensvotum, als dies angeblich Arbeiter, ein Nichtausführen eines seit über drei Jahren in selben auszusprechen ist nicht nur jedes Genossen Recht, sondern durch Zustimmung zu einem Staatshaushalt geschieht, der wie Kraft stehenden Gesetzes, das heißt in der offiziösen Sprache fogar Pflicht. in Bayern, alle Militärausgaben ausschließt und zum an der Spige der Sozialpolitik marschiren. Wenn dem gegenüber unser Hannoversches Parteiorgan schreibt, geringsten Theil auf indirekten Steuern beruht. daß es den schärfsten Tadel verdient, wenn Genosse Bebel nicht nur selber den Beschlüssen des Parteitags sich nicht fügt, sondern nur als eine Episode, nicht als eine Haupt- und Staats Boftbeamten, welche im neuen Etat enthalten ist, umfaßt, Die Einführung der Dienst Altersstufen für die noch sogar Andere zur Auflehnung gegen einen soeben gefaßten aktion, wozu sie unsere Gegner verständlicherweise gerne aus wie das„ Volk" mittheilt, folgende Beamteukenklassen: Beschluß des Parteitages ermuntert", so haben wir darauf zu schlachten möchten. Zwischen der Sozialdemokratie erklären, daß das Blatt Vorgänge behauptet, die nicht paffirt giebt es feine Mainlinie und der Partitularismus, 1. angestellte Post- und Telegraphenassistenten, 2. Oberfind. In keiner Berliner Parteiversammlung sind weder von dieſe ganz und gar bürgerliche Erscheinung, entpuppt sich Poſt- und Telegraphenassistenten, 3. Postverwalter, 4. KanzBebel noch sonst einem Genossen Aeußerungen gefallen, wie sie für den objektiven Beurtheiler süddeutscher Verhältnisse als das liften und Bureau- Assistenten bei den Ober- Postdirektionen, das Hannoversche Parteiorgan unterstellt. Ebenso befindet sich berechtigte Streben, sich gegen ein mechanisches Schablo. 5. Bost und Telegraphensekretäre, 6. Ober- Postsekretäre der Volkswille" auf falscher Fährte, wenn er behauptet, daß in nisiren von einer 3entralstelle aus zu wehren. und Ober- Telegraphensekretäre, 7. Postmeister. Für die der Versammlung des 2. Berliner Wahlkreises dem Parteitag Kann dies als eine Verletzung des Prinzips angefehen werden? Assistentenklasse( 1-4) werden Gehälter von 1500-2700 m. ein Tadel ertheilt" worden sei, was nicht sein darf". Nie und nimmermehr! Und der positive Nutzen der Frankfurter vorgesehen; und zwar in den ersten 18 Jahren alle drei Wir bestreiten zwar die Ansicht des Volkswille", daß den Debatte wird darin bestehen, daß unsere norddeutschen Genossen Jahre je 200 Mart, dann um 100 M. bis zum SchlußParteigen offen nicht das Recht zusteht, sich auch über einen die Nothwendigkeit begreifen, mit dieser berechtigten Eigenthümauch Barteitag tabelnd zu äußern, vorerit aber behaupten wir, daß lichkeit der Süddeutschen zu rechnen. Wer in Süddeutschland gehalt steigend. Für die Post- und Telegraphen- Sekretäre bie angezogene Versammlung kein Tadelsvotum über den Parteitag moralische Eroberungen" machen will, der mag sich den Urheber sind Gehälter von 1700 bis 3500 M. vorgesehen. Die aus beschlossen hat. Dieses geflügelten Wortes als abschreckendes Beispiel nehmen. der Gleventlasse hervorgegangenen Sekretäre erreichen den In der angenommenen Resolution ist das Be dauern Der speziell im bayerischen Volk bis in die Reihen der Genossen Meistsah nach 24 Jahren. Der Meistsatz des ausgesprochen, daß der Parteitag es unterlaffen hat, in der hinein wurzelnde Preußenhaß entspringt nur dem instinktiven Gehalts für Obersekretäre( feither 3600 Mark) Budgetfrage Stellung zu nehmen. Bon einem Tadel ist mit Gefühl, daß man den Bayern ihre gefchichtlich und wirthschaft soll erhöht werden. Ferner verlautet, daß eine teinem Wort die Rede. lich berechtigten Eigenthümlichkeiten nehmen und sie in eine ihrer größere Anzahl von Stellen für angestellte Assistenten und Natur widersprechende Zwangsjacke stecken will. " " Die Unterstellungen des Volkswille" also auch in diesem Falle, wie in dem vorher erörterten, sind unrichtig. Wenn der Volkswille" weiter noch die unglaubliche Geschmad Tofigkeit begeht und den Genossen Bebel auf eine Stufe mit Dr. Rüdt stellt, so thut Bebel gewiß Recht, wenn er darauf erklärt, nur das Schweigen der Verachtung zu haben. Wir übrigen Genoffen aber, die wir seit 20 Jahren und mehr mit Bebel zu fammen Schulter an Schulter gefämpft haben und die wir besonders während der 12 Jahre des Sozialistengefeßes, wo der Name des Herrn Rüdt vergessen und verschollen war, mit Bebel gemeinsam Gefahren, Freuden und Leiden getheilt haben, wir haben ein Recht, von unserem hannöver'schen Partei organ zu verlangen, das, unbedachte Wort zurück zu nehmen, da wir das Blatt sonst zur Scham rufen müßten. Damit haben wir, was wir als Berliner Parteigenoffen in dieser Frage zu sagen hatten, gesagt. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, unseren Genossen im Reiche, besonders aber in Süddeutschland, ein richtigeres Bild von der Berliner Bewegung zu geben, als wie sich es viele derselben bisher zu machen gewohnt Ein Berliner Parteigenosse. waren. Zur Vervollständigung des Aftenmaterials drucken wir noch aus den Nummern der Münchener Poſt" vom 27. und 80. Of tober d. J. zwei in der Debatte herangezogene Beurtheilungen des Frankfurter Parteitages ab. Dieselben lauten: " " Die Ueberwindung dieses nicht zu unterschätzenden Gefübles, Ober- Assistenten im neuen Etat ausgeworfen sind. Hiereine Folge der älteren Kultur des Südens und des dreißig durch ist ermöglicht, daß nichtangestellte Assistenten etatsjährigen Krieges, kann nur erfolgen durch Vermeidung jeder ge- mäßig angestellt und angestellte Assistenten zur Oberwaltsamen Einmischung, jedes Versuches, das, was man Assistenten befördert werden können. anderswo für angebracht hält, nun auch hier einzuführen. Die energische Vertretung der Interessen der Post- Anwir zweifeln nicht, daß der Frankfurter Parteitag in diefer gestellten durch die sozialdemokratische Fraktion des ReichsHinsicht sehr aufklärend gewirkt hat. Manch scharfes Wort, das tages hat, wie man sieht, trotz des vollen Mundes der dort gefallen ist, findet seine Erklärung in persönlicher Gereizt- Stephan und Fischer ihre Wirkung gethan. heit. Niemand außer unseren Gegnern wird daraus weittragende Folgerungen ziehen. Aber jenen wird bald genug bewiesen Noch ein Sohn seines Vaters ist der verunglückte werden, wie wenig ihnen mit der Fruftifigirung einer angeblichen erbert Bismard- verunglückt als Thronfolger Spaltung geholfen ist. Die Sozialdemokratie ist so der Dynastie Bismarck, verunglückt als Staatssekretär, veritart, daß fie noch ganz andere Dinge vertragen unglückt als Diplomat, verunglückt als Parlamentarier, fann, als eine offene und derbe Aussprache über taktische An- verunglückt als Don Juan, verunglückt als Duellant sichten, wie dies in Frankfurt der Fall war. verunglückt als Alles. " Münchener Post" vom 30. Oftbr. 1894. Jetzt fogar verunglückt als Interviewter. Um sich wieder ins Gerede der Leute zu Endlich theilen wir den folgenden Brief des Genossen bringen, veranstaltete er jüngst ein Interview, das von Kautsky mit: einem englischen Blatt veröffentlicht wurde. Der arme Werther Genosse! Herbert hatte jedoch so viel dummes Zeug, polizeiwidrig Genosse Ledebour hat das Bedürfniß, seinem ersten unprovo- dummes Zeug geschwatzt, und auch so viel kompromittirenirten Angriff gegen mich noch einen zweiten, viel vehementeren des Beug( z. B. von der Vertheilung der Beute" folgen zu lassen, in dem er nicht mehr konstatirt, sondern einzigen politischen Gedanken der Familie Bismarck) tonstruirt und deutet, um zu dem Resultat zu gelangen, zu dem er gelangen will. Er fann sicher sein, daß ich ihn in daß er nachträglich sein ganzes Interview für eine frete diesem Vergnügen nicht störe, wenigstens so lange nicht, als seine Erfindung" erklären muß- frei nach Herbert Bismarck. Anwürfe nicht von Kreisen aufgenomiren werden, die in der Frage ernst zu nehmen sind. Der Ton, den ihm anzuschlagen Paul Lindau schreibt man uns: leber den literarisch- politischen Schlangenmenschen beliebt hat, ist nicht der, in dem man eine ersprießliche Diskussion Der Parteitag in Frantiurt hat alle Anträge, die sich mit der Budgetabstimmung unserer Abgeordneten beschäftigten, mit großer Mehrheit abgelehnt. Damit ist die von anderer Seite ganz unnöthiger Weise als Prinzipien" frage auf gebauschte Angelegenheit freilich nicht aus der Welt geschafft, aber der Parteitag hat dadurch gezeigt, daß er nicht gewillt ist, eröffnet. Der Tattit die ja nach der Aeußerung Liebknecht's Ueber die Sache selbst spreche ich im nächsten Seft der jeden Tag geändert werden fann eiserne Daumschrauben an- Neuen Beit". zulegen. Die Abstimmung unserer Abgeordneten hat mit dem Prinzip gar nichts zu thun, sie ist nur erfolgt in Rücksicht " R. Rautsty. auf die besonderen politischen und wirthschaftlichen Berhält Politische Leberlicht. niffe Bayerns, fie unterscheidet sich in gar nichts von der seit 25 Jahren von der Partei eingehaltenen Taktit. Es ist demnach Berlin, den 24. November. " dem Im New- York Herald" singt unterschriftlich der be- tannte, aus Berlin von Franz Mehring weggegraulte Paul Lindau das überschwenglichste Lob Röller's, dem dieser saubere Held der Feder festen, mannhaften und edlen" Charakter nachrühmt und große politische Befähigung. Sollte der neue Meininger Theaterintendant, der im„ Herald" auch in Politit macht, etwa nicht wissen, daß Herr von Köller gerade Leuten seines Schlages gegenüber alles andere als zärtlich ist? Fast will es so scheinen. der sollte es sich etwa um ein spekulatives Herandrängeln handeln, das bei einem so vielseitigen Manne wie Lindau kaum Berwunderung erregen tönnte. Die Minifterkrisis in Ungarn ist, wie aus Budapest gemeldet, kaum mehr aufzuschieben. Der Kaiser scheint sich zur Sanktion der kirchenpolitischen Vorlagen nicht entschließen zu wollen und damit muß das Ministerium Weckerle fallen. auch nicht ausgeschlossen, daß unsere Abgeordneten bei anderer An eine Rundgebung des Reichstage zu Ehren Gelegenheit anders stimmen. Ueber die Kannegießereien der des verstorbenen russischen Zaren denken gewisse Leute. bürgerlichen Preßfippe von der Spaltung der Partei und der Sie thäten wohl, es beim Deuken bewenden zu lassen. Die Niederlage der Bayern können wir mit einem Lächeln hinweg: Sozialdemokraten würden dem blutigen Despoten, der ungefähr so viel wie von den Bewohnern des Mondes. Die in Millionen ins Unglück gestürzt hat, die Wahrheit ins vollster Deffentlichkeit vorgenommene Aussprache hat zur Auf- Grab nachwerfen. tlärung der Genossen in Norddeutschland beigetragen und die Sozialdemokratie ift start genug, um sich von abweichenden An- dem Hamb. Corr." ausgeführt, daß die jetzige Vorlage Zur Vorgeschichte der Umsturzvorlage wird in Schauungen in ihrem gemeinsamen Vormarsch nicht aufhalten zu Iaffen. Sollten die Verhältnisse der einzelnen Länder aus nicht, wie die Münchener Allgemeine Zeitung" fabulirt Der Moloch Militarismus frißt nicht nur große Länder taktischen Gründen zeitweise ein getrenntes Marfchiren hatte, die Ausführung des Versprechen 3 sei, auf, sondern auch die kleinen werden von ihm nicht verschmäht, nothwendig machen, so werden wir unsere Gegner doch immer welches Graf Caprivi den Industriellen bei den die holländische Regierung füttert den Unersättlichen mit immer unser holländischer Korrespondent schreibt uns hierüber: Auch vereint schlagen und das scheint uns die Hauptfache zu sein. Borverhandlungen über den Handelsvertrag gegeben habe. größeren Portionen. Das Budget für nächstes Jahr weist ( Münchener Post" vom 27. Ottober 1894.) Wir begreifen vollkommen, daß der Regierung die Mit- 15 413 487 Gulden für die Marine und 21 982 662 Gulben für theilung der Münchener Allgemeinen Zeitung" recht un- das Kriegsministerium auf, das sind also für den Militarismus, Während die berufenen Vertreter des Staates und der bequem ist. Wir halten sie trotz des Dementi für gar diesen absolut nuglosen Luxus für unser Bändchen, mehr als bürgerlichen Gesellschaft nicht ohne eine gewiffe beschämende Un nicht unwahrscheinlich. 37 Millionen Gulden. Aber das genügt noch nicht. Außerdem behilflichkeit nach den rechten Mitteln zu erfolgreicher Bekämpfung fordert der Nimmersatt noch nahezu 21/2 Millionen für neue der Sozialdemokratie suchen, hält diese offen vor aller Wozu die Eile? Mit auffallender Haft werden die Schießwaffen; so daß das ganze Budget zirka 40 Millionen beWelt ihren Parteitag ab, der das Gefüge ihrer Organisation gegen die Abgeordneten unserer Partei chippel und trägt. Auch in Holland ist der Militarismus eine Schraube nach außen und innen feftigen und träftigen, der Agitation Stadthagen schwebenden Strafverfahren in letter ohne Ende, denn seit 1885 find die Ausgaben für diese Kulturneuen Schwung verleihen und vor allem über die beste Stadthagen erhielt Ladung zu errungenschaft um Instanz betrieben. 10 Millionen gestiegen. Jedes Jahr Methode der Eroberung der ländlichen Be völkerung, die bisher dem Ansturm der Sozialdemokratie dem auf den 6. November vor dem Reichsgericht anstehen wird durchschnittlich eine Million mehr gefordert als im vorimmer noch tapfer widerstanden hat, eine Verständigung herbei- den Termin, unmittelbar nach der ersten Einberufung des angegangenen. führen soll." Das Schlimmste bei der Sache ist aber, daß die Regierung Reichstages mit einer Frist von nur 6 Tagen üblich sind sich trotz der hohen Summen, die ihr für das Militärbudget be Was die Allgem. 3tg." mit diesen Worten bei Eröffnung 6-8 Wochen-: das Reichsgericht vertagte die Verwilligt werden, dennoch erlaubt, mehr als das Bewilligte ausdes Frankfurter Parteitages sagte, hat seine Beantwortung gekündung des Urtheils auf den 13. November. zugeben. Es hat sich plöglich herausgestellt, daß das Kriegs funden in den Referaten der Genoffen Schoenlant und Vollmar, Am 13. November wurde in Abwesenheit des An- ministerium 1400000 Gulden mehr gebraucht hat, als sein Budget und in der sich anschließenden Debatte über die Agrarfrage geklagten das Urtheil bekanntlich dahin verkündet, betrug. " Bu bedauern ist nur, daß dieser Gegenstand nicht vor der Dis- daß das Urtheil, soweit es wegen Freisprechung von der Wo das Geld geblieben ist, weiß keiner zu sagen. Die tuffion über die Abstimmung der bayerischen Abgeordneten zum Finanzgesetz behandelt wurde. Dann hätte sich flar ergeben, daß Staatsanwaltschaft angegriffen war, aufzuheben, Stadt: Schwindeleien, die hier zu Lande manchmal gerade in MilitärBevölkerung einschlagen müssen, eine Meinungsverschieden. Revision aber zurückzuweisen sei. Dies Urtel ist Stadthagen mus herrscht. In den Abtheilungen der zweiten Kammer, wo die in bezug auf die Taktik, die wir zur Gewinnung der bäuerlichen bagen's gegen seine Verurtheilung zu 4 Monaten gerichtete treisen aufgedeckt sind, werfen ein eigenthümliches Schlaglicht auf die ganze Geschichte. Panama ist ja überall, wo der Kapitalisheit nicht besteht. bislang noch nicht seitens der Reichsanwaltschaft zugestellt. Sache schon besprochen wurde, ist die Frage schon aufgeworfen Sowohl die Referenten, als die in der Debatte zum Wort Trotzdem erhielt er Freitag Abend die Aufforderung worden, ob man die Schuldigen nicht gerichtlich belangen tönne, Gekommenen haben anerkannt, daß die Landagitation feitens der Staatsanwaltschaft, innerhalb längstens drei allein, die Schuldigen werden wohl zu warm und zu hoch nicht nach einer Schablone auch feiner prinzipiellen be Tagen sich zur Verbüßung der vier Monate in Blößensee figen.trieben werden kann, sondern die besonderen wirthschaftlichen einzufinden. Im allgemeinen ergeht insbesondere zur Winters- Die Siegesnachrichteu aus unseren Rolonien, wo jetzt blutige die Tattit sich richten muß. Da nun die überwiegende Mehrheit zeit erft etwa einen Monat nach Verkündigung des Urtheils Rache genommen wird für eine Niederlage, die unser tapferes" des bayerischen Volkes aus Kleinbürgern, Klein- und Mittel- letzter Instanz die Aufforderung, fich in 8 bis 14 Tagen Heer vor einigen Wochen erlitten hat, werden natürlich vollauf von der Regierung ausgebeutet, um die Aufmerksamkeit abzulenten bauern besteht, so hat die Agitation in Bayern auf diese Rück im Gefängniß einzufinden. Da die Strafprozeßordnung in von der Korruption, die durch das Fehlen von 1400 000 Frants ficht zu nehmen. Nur von diesem Gesichtspunkte aus ist die§ 483 ausdrücklich vorschreibt, daß vor Rechtskraft des ans Tageslicht getreten ist, sich aber auf die Dauer nicht mehr Zustimmung zum Finanzgeseze verständlich und mit den Prin- Urtheils die Vollstreckung aus demselben unzulässig ist und vertuschen läßt. und politischen Verhältnisse den Maßstab bilden, nach welchem zipien der Sozialdemokratie in Eintlang zu bringen. Nun ist mit Rücksicht auf die bevorstehende Reichstagssession, hat Wenn das Wahlrecht ausgedehnt ist, so wird die Regierung aber gesagt worden, auf die Bauern brauche die Sozialdemokratie Stadthagen die Zulässigkeit der Strafvollstreckung, be an ihren eigenen Sünden erliegen, und wenn die Vorzeichen nicht feine Rücksicht nehmen, die würden nie zu Sozialdemokraten. ftritten und Aufschub verlangt. Gegen Schippel ist trügen, so wird das nicht mehr lange dauern, hat doch die ReSeßen wir einmal voraus, dies wäre richtig, wozu brauchen wir bereits auf den 30. d. M.- 5 Tage vor Zusammentritt gierung versprochen, noch in dieser Session die Wahlrechtsfrage dann eine Agrarfommission, um die Landbevölke bereits auf den 30. d. M. Weshalb die zu erledigen. Auf Enttäuschungen sind wir jedoch vorbereitet. rung zu gewinnen? Doch nur, um die zahlreichste Bevölkerungs: des Reichstages Termin anberaumt. gruppe, wenn nicht ganz für uns, so doch zu mindestens zu wohl. Eile? Der englische Kolonialbesitz wird immer weiter wollender Neutralität zu bestimmen? Um ein unpassendes Wort Das" Reuter'sche Bureau" meldet über Die Einberufung des bayerischen Landtages hat ausgedehnt. noch einmal anzuwenden, wäre dann die nun geſchaffene Agrar- bekanntlich anläßlich der Umsturzvorlagen und der Ereignisse Mombasa aus Mengo( am Victori Njansa): tommission nicht ebenfalls eine Bauernfang Kommission, in Fuchsmühl die sozialdemokratische Fraktion des bayerischen unter feierlicher Aufpflanzung der britija, n Flagge, proklamirt. Am 29. August wurde in Menge englische Protektorat wenn Genosse Bebel und Andere recht hätten? Die Ueberflüssigkeit der Debatten über die Abstimmung Landtages in einer Eingabe an das Miniſterium gefordert. Die Grenzen von Uganda in nordwestlicher Richtung sind unferer Abgeordneten wäre bei einer vorhergehenden Berathung Dieselbe ist nun formell seitens des bayerischen Gesammt- jetzt so weit ausgedehnt, daß sie einen Theil von Unyoro mitder Agrarfrage und Landagitation sicher zu Tage gekommen. ministeriums abgelehnt worden. Die Münchener Post" einschließen. Nun, da dies nicht geschehen, brauchen wir uns über die feines versichert, daß trotzdem die Abrechnung in der Fuchsmühler wegs erfreulichen Debatten nicht aufzuregen. Ueber Prin Angelegenheit erfolgen wird. sipienfragen herrscht teine Meinungsverschiedenheit und über die Taftit werden die Anschauungen immer abweichen, weil Die Ausnahmebestimmungen zur Sonntagsruhe sie bedingt sind durch das sozialpolitische Milieu der Partei- für Industrie und Handwerk werden demnächst durch genoffen in den verschiedenen Ländern. So wenig man für die kaiserliche Verordnung publizirt werden. Die Inkraft ganze Welt eine gleichmäßige Tattit festseßen kann, und das ist sehung aber soll erst erfolgen, wenn die Bestimmungen auf allen internationalen Kongressen ausgesprochen worden, so wenig läst fich für Nord-, Dit, West- und Süddeutschland eine für sämmtliche Gewerbezweige im Bundesrathe durch berathen solche schaffen. Und wenn unsere norddeutschen Genossen die und festgestellt sind. Gut Ding will Weile haben! Wir glauben nur, daß müssen sie die parlamentarische Thätigteit über es sich hier nicht um ein gut Ding handelt. Jedenfalls haupt, insbesondere auch das praktische Arbeiten unserer Ge- steht die Behandlung der Sonntagsruhe in der Industrie und Eine Maffenverhaftung von Anarch zwar echten, wirklichen Anarchisten- hat soeben in London stattgefunden. Es sind 115 Lüdriane, die auf Kosten ihrer Mitmenschen leben, und durch gewissenlose Ausbeutung der ehrlichen Arbeit und schmähliche Tagdieberei die bürgerliche Gesellschaft in Verruf bringen und den Umsturz" der Gesellschaft, zwar nicht durch Dynamitbomben, aber durch das Mordinstrument: Totalisator, zu bewirken suchen. Es ist nämlich vornehmer Mob, der gefangen wurde, sogen. Gentlemen", die auf den Rennplägen ihr schmähliches Gewerbe ausübten. Mit einer einzigen Ausnahme find diese Anarchisten auch wieder in Freiheit gesetzt worden- wachende das Wort, als sie über die Mai find sie doch„ Stützen der Gesellschaft." Crispi an der Arbeit. Der italienische Universitätsprofessor und Abgeordnete Ferri ist abgesetzt worden. Ferri ist einer der größten Kriminalisten Italiens und Sozialist. Die Kloake des italienischen Panama ist wieder geöffnet. Wegen Beiseiteschaffung von kompromittirenden Aftenstücken ist Giolitti, der Vorgänger und Gegner Crispi's vor Gericht geladen worden. Giolitti will nun den Beweis liefern, daß Crispi es war, der nicht nur aus der Banca Romana am meisten gestohlen, sondern der auch die Papiere bei Seite geschafft hat. Es wird einen noch größeren Skandal geben, als das erste mal. Reformen in Rußland? Die„ Kölnische Zeitung" meldet aus Petersburg: Es verlautet, es sei eine bedeutsame Gesetzesvorlage in Vorbereitung, wonach den Gouverneuren fortan die bisherige Machtvollkommenheit zu administrativer Verschickung entzogen werden soll. Wenn's weiter nichts ist, dann ist die Reform" frei lich das Papier nicht werth, auf das sie zu stehn kommt. Aus Ostasien kommit wieder einmal die Meldung, daß die Japaner den wichtigen Play Port Arthur von den Chinesen erobert haben. Von verschiedenen Seiten wird gemeldet, daß die Russen große Truppenmassen an der chinesischen Grenze konzentriren, so daß man auf ein Eingreifen Rußlands, dem England folgen würde, gefaßt sein muß. Nochmalige Erklärung. Die Kreuz- Zeitung" bringt in ihrer gestrigen Abendnummer in Erwiderung auf eine Notiz des Vorwärts" folgende Bemerkung: " " Berlin, 28. November. Der Vorwärts" setzt die Beschimpfungen gegen uns mit großem Eifer fort. Wir verweisen ihn auf die Erklärung des Herrn Singer, der versprochen hat, uns für unsere Mittheilungen verantwortlich zu machen. Herr Singer möge nur die nöthigen Schritte thun." feier spricht. In der Debatte spricht sich Genosse Pgöt in längerer Ausführung gegen die Abstimmung der beiden ersten Delegirten aus, ebenso einige andere Redner. Genosse Klemm sucht diese Ausführungen zu widerlegen, ebenso Genosse Sindermann und Richter, ohne indeß die Versammlung zu überzeugen. Die Dortmunder Genossen nahmen nach Anhörung des Berichts und nach langer Diskussion die nachstehende Resolution mit großer Majorität an: Die heutige Parteiverfammlung erklärt sich im allgemeinen mit den Beschlüssen des Partei. tages einverstanden, bedauert jedoch, daß der Parteitag die Abftimmung unserer Abgeordneten in einigen Landtagen über das Staatsbudget nicht schärfer mißbilligte und aus der Stellung nabme des Herrn Dr. Rüdt in der Ordensfrage und des Genossen Stegmüller in der Frage der Flüssigmachung von Geldmitteln für firchliche Zwecke nicht Veranlassung genommen hat, die Niederlegung der Landtagsmandate der beiden genannten badischen Abgeordneten zu verlangen." Hieraus geht hervor, daß ich versprochen haben soll, die Redaktion der Kreuz- Zeitung" für ihre in Sachen des Bierboykotts über mich gebrachten Mittheilungen zu verflagen. Das ist eine perfide Verdrehung meiner Worte. Ich habe in meiner Erklärung vom 19. November( veröffentlicht in Nr. 271 des Vorwärts") gesagt: Der betr. Theil des Artikels, der mich als Helfershelfer der von der Kreuz- Zeitung" geschilderten Vorgänge bezeichnet, und mir imputirt, meine Parteigenossen als Schachfiguren" in dem Spiel einiger Kapitalisten gegen andere Kapitalisten Hardenberg( Rheinprovinz) gelangten zwei Sozialdemokraten hin- und herzuschieben", und außerdem unter Bezugnahme auf in die Stichwahl, aus welcher der eine als Sieger hervorging, mich von Auswucherung von Sozialdemokraten durch Sozialdemokraten" spricht, ist eine niederträchtige Lüge und gemeine während der andere mit nur 19 Stimmen Differenz in der Verleumdung. " " Minorität blieb. Gemeinderath3 Wahlen in Neviges indem jedem ein Drittel der Strafe nachgelassen wurde. Ob Genosse Dr. Wassilieff unter den Begnadigten" ist, ist aus den bisherigen Nachrichten nicht zu ersehen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - Herabgemindert wurde vom Dessauer Landgericht die Strafe, die wegen Beleidignng des Antisemiten Bimmermann und des Lieutenants v. Oppeln von dem dortigen Schöffengericht über den Genossen Beus verhängt worden war. Die erste Instanz hatte 20 resp. 50 M. Strafe verhängt. Der Staatsanwalt, der einen Monat Gefängniß als Sühne für den beleidigten Offizier, der einen Bürger umgeritten hatte, für an gebracht hielt, hatte Berufung eingelegt. Das Urtheil der Straffammer lautete auf 10 beziehentlich 30 M. SP " Der Breslauer Staatsanwalt beantragte gegen den Genoffen Sche b3, Redakteur der Volkswacht" wegen einer ganz einfachen Breßbeleidigung des Hauptmnnns a. D. Quehl aus Quariz drei Monate Gefängniß, gegen den Bei der Berichterstattung in Bamberg äußerte Verfasser Tabatarbeiter Wistott zwei Monate. Welch fich der Delegirte Fülle über die Abstimmung der bayerischen frivole Beleidigung müssen wohl die beiden Verbrecher" be Abgeordneten für das Budget wie folgt: gangen haben? Der Anklage lag folgender Thatbestand zu Unsere Abgeordneten glaubten, aus Rücksicht auf die An- Grunde: Am 1. Juli cr. brachte die Bolkswacht" eine Mitschauungsweise der zurückgebliebenen Bevölkerung über politische theilung aus Quarit, in welcher angegeben war, daß Quehl in Dinge, unbeschadet ihres ablehnenden Votums zu einzelnen Etat- einer aus 30 bis 40 Landwirthen bestehenden Versammlung posten, für den Gesammt- Etat stimmen zu müssen, um dem Gegner von dem betreffenden Lokalbefizer verlangt hätte, für jedes, im vorhinein die Möglichkeit abzuschneiden, das Abstimmungs- in der Versammlung getrunkene Glas Bier zwei Pfennige Der Gastwirth hätte dieses votum der Sozialdemokraten zu Agitationszwecken auszuschlachten. an die Bündlerkasse" zu zahlen. in Ein Vertrauensvotum für die Regierung aber sollte und konnte Anfinnen von sich gewiesen, weshalb die Versammlung mit es nicht sein, kann nach der gesammten Thätigkeit unserer Ge- blödem Gelächter auseinander gegangen wäre. An dieser Notiz, nossen im Landtage auch garnicht herausgelesen werden. Aus als deffen Schreiber Wiskott von der Behörde ermittelt wurde, diesen Erwägungen heraus stimmten auch die Genossen auf dem knüpfte Schebs nach eine Bemerkung. bayerischen Parteitage der Resolution Segiß zu, die das Ver- Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Marcuse, führte aus, daß trauen zur Landtagsfraktion ausspricht. Sie konnten das auch der ganze Streit garnicht vor das Forum der Straffammer gemit gutem Gewissen thun, obwohl sich nicht wenige höre; er hätte im Wege der Privatklage erledigt werden können; unter den Delegirten befanden, die mit dem mit einer geringfügigen Geldstrafe sei die Sache genügend geberegten Abstimmungsvotum eigentlich nicht fühnt. Der Gerichtshof stellte sich auf den Standpunkt des einverstanden waren. Ich mache gar kein Hehl daraus, Vertheidigers und erkannte gegen Scheb3 auf 50 M. und gegen daß ich als Abgeordneter gegen das Finanzgefeß gestimmt hätte, Wistott auf 30 M. Strafe. weil ich der Ansicht bin, daß die von unserer Landtagsfraktion- Die Ermordung des Präsidenten Carnot befürchteten Dinge bei einer gegentheiligen Abstimmung nicht grober Unfug.„ Deffentliches Aergernis" folle in einer eingetroffen wären oder weil es doch sehr leicht gewesen, ein ab- Metallarbeiter Bersammlung der Metallarbeiter Schulze in lehnendes Votum der indifferenten Wählerschaft gegenüber zu Dresden erregt haben, dadurch, daß er gesagt habe: Carnot begründen. Unsere Abgeordneten waren anderer Meinung und habe von Einem, der durch die Verhältnisse dazu getrieben wurde, daraus mache ich ihnen feinen Vorwurf." feinen verdienten Lohn empfangen. Für diese Aeußerung sollte In der Provinz Schleswig- Holstein fanden in er 7 Tage Haft abfitzen. Das Schöffengericht bestätigte die den letzten Tagen an verschiedenen Orten Versammlungen zwecks polizeiliche Strafverfügung, trotzdem nicht erwiesen war, ob die Berichterstattung vom Parteitage statt. Ju Segeberg und in Aeußerung wörtlich so gefallen war. Wenn wir den Ausspruch Pinneberg sprach Reichetags- Abgeordneter v. Im, in nun auch geschmacklos finden, so hätten wir doch selbst in Eutin, Schwartau, Ahrensböd, Stodelsdorf Sachsen ein derartiges Urtheil nicht für möglich gehalten. Wegen Beleidigung des Amtsrichters und anderen Orten des Fürstenthums Lübeck Genoffe Paul Hug aus Bant. In Herzhorn bei Glückstadt referirte an Spindler in Langenfelbold, der bekanntlich einigen Stelle des Genoffen v. Elm, der verhindert war, Genoffe Bater- sozialdemokratischen Vätern das Erziehungsrecht abgesprochen Hamburg. hatte, stand der Genosse Hoch, Redakteur der Frankfurter ,, Volksstimme" vor der dortigen Strafkammer. Der Anklage zu grunde lag ein Leitartikel, der sich mit dem betreffenden Entscheid des Herrn Amtsrichters beschäftigte und diesen als wider. finnig" bezeichnete. Der Staatsanwalt beantragte 4 Monate Gefängniß, der Gerichtshof verurtheilte den Genossen Hoch zu 200 M. Geldstrafe. - Fan, lat dat Leegen und dat Bedreegen." Wenn die leitenden Redakteure der Kreuz- Zeitung", die Tas sozialdemokratische Wahlkomitee für die Gemeinde- Ueber diesen poetischen Erguß, den unser Partei Organ, die Reichstags Abgeordneten Freiherr von Hammerstein und( Württem- Bremer Professor Dr. Kropatschet es dulden, daß in ihrem Blatte raths- und Bürgerausschuß- Wahlen zu Dißigen( Württem- Bremer Bürger- Zeitung" seinerzeit zum besten gab, fühlte sich Courier" beleidigt und einem Nebenmenschen in ebenso boshafter, als schamloser und berg) hatte den Antrag gestellt, die Wahlzeit bis 9 Uhr Abends Herr Ordemann von dem Bremer wahrheitswidriger Weise die Ehre abgeschnitten wird, so müssen auszudehnen, damit auch diejenigen Arbeiter, welche erst um trengte gegen den Verfasser Julius Bruhns und den verantwort Der Verfasser die Herren es sich gefallen lassen, für diese Lügen und Ver- ftande feien, ihr Wahlrecht auszuüben. Dieser Antrag ist natür war dem Privatkläger durch den früheren Drucker der Bremer Uhr Abends von der Arbeit nach Hause zurückkehren, noch im lichen Redakteur Hermann Rhein Privatklage an. leumdungen verantwortlich gemacht zu werden. Wollen die Herren dies nicht, so fordere ich sie hiermit lich abgelehnt. Man scheint also auch in Schwaben die Bürger Zeitung" Herrn Sahlmann und dem Faktor Busch worden. Die Verhandlung gestaltete fich für auf, entweder den Beweis für die mich betreffende Ver- Interessen der Arbeiter nach dem gleichen Maßstab zu bemessen, genannt den Kläger ชิน einer nicht gerade sehr angenehmen bächtigung der Kreuz- Zeitung" zu erbringen oder der Wahrheit wie anderswo im lieben Deutschen Reich. Blüthenlese all derjenigen Ränke und Verleumdungen die fortdie Ehre zu geben und die gebrachte Verleumdung rüdhaltlos gesezt von dem sehr ehrenwerthen" Organ des Herrn Orde zu widerrufen. mann ausgingen. Unter anderem wollen wir nur folgenden Vors Jeder ehrliche Mensch wird diesen Theil meiner Er fall mittheilen, den unser Genoffe Bruhns in seiner Bertheiflärung nur so verstehen, daß ich, falls die genannten digung darstellte. So machte der Courier feiner Zeit in fettem Herren nicht beweisen oder rückhaltlos widerrufen, sie mit dem Druck bekannt, daß Bruhns wegen Aufforderung zum Landesverrath, zum Bruch des Fahneneides und zum UngeVerfasser jenes schuftigen Artikels identificiren müsse. Die horsam die Gesetze gegen ber Bremer Straf vor Herren Freiherr v. Hammerstein und Professor Dr. KroKein Wort prozessirt werde. dieser ist von Gegen die Sozialdemokratie" soll nun auch in den fammer patschet haben das, was jeder anständige Mann in ihrer Lage Orts- Krankenkassen mobil gemacht werden. Die Sächs. Arb. Mittheilung wahr. Es handelt fich um jenen Artikel, gethan haben würde, nämlich beweisen oder wider: 3tg." ist in der Lage, ein„ streng vertrauliches"" Schreiben zu der dem„ Courier" vom Jahre 1848 Orts- Krankenkassen mobil gemacht werden. entnommen wurde, rufen, nicht gethan, und ich bin nunmehr voll berechtigt, veröffentlichen, dem man die tuieschlotternde Angit der Ordnungs- der dann in mehreren sozialdemokratischen Blättern zum Abdruc die Herren v. Hammerstein und Dr. Kropatschek persönlich parteiler ansieht. Eingangs dieses geheimen Schreibens heißt es: kam und die Bestrafung des Redakteurs Bachau vom„ Sozialfür jenen in ihrem Blatte erschienenen mich betreffenden Wahl der Vertreter der Orts- Krankenkasse betr. Sehr ge- demokrat" zur Folge hatte. Dieser Artikel ist von dem eigenen Artikel verantwortlich zu machen, und sie hiermit als Verehrter Herr! Im Vertrauen auf Ihre Vaterlandsliebe und in Vater des Herrn Ordemann verfaßt. Die ganze breiter der niederträchtigsten Ehrabschneidereien und Ver- dem Bewußtsein, daß Ihnen die Bekämpfung der Sozialdemoleumdungen zu bezeichnen. fratie warm am Herzen liegt, gestattet sich die ergebenst unterzeichnete Kommission, Sie um Ihre werkthätige Hilfe in folgen der Angelegenheit höflichst zu bitten. Nachdem die sozial demokratischen Arbeiter die Majorität in der Vorstandschaft der hiesigen Orts- Krankenkasse bereits erreicht haben und die wenigen seitens der Ordnungsparteien dem Vorstande gedachter Kasse an gehörigen Herren einfach majorisiren, so ist es unsere heiligste Pflicht, alles aufzubieten, daß bei den am 14. Dezember d. J. ( Wolff's Telegraphen Bureau.) von Vormittags 10 Uhr bis Abends 8 Uhr anstehenden Neuwahlen ein Sieg der Ordnungsparteien erreicht wird. Königsberg i. Pr., 24. November. Die Stromüberwachung wird Verlaufe des Schreibens Imweiteren gesagt, in den Bezirken Schmalleningten, Ruß, Lantuppen und Memel Staat ,, Unterwühler von und daß die Ordnung" wurde heute seitens des Staatskommissars aufgehoben, die geunbekümmert darum, ob sie auch die Fähigkeiten dazu befizen, fundheitliche Ueberwachung auf dem Pregel und der fich gegen hohe Jahresgehälter in die Neuter der Orts- Kranten- Memel eingestellt. Hamburg, 24. November. In Boberg bei Bergedorf ist in faffen fefsehen. Die Parteileitung, so heißt es in blödem Geschimpfe weiter, dirigire seit Jahren Orts- Krankenkassen- Angelegen- der vergangenen Nacht ein Bauernhaus vollständig niederAus den Trümmern wurden heute die verkohlten heiten und die untergebrachten Sozialdemokraten müßten natür gebrannt. lich ihren Dank an die Parteikasse abtragen. Dann wird wörtlich Leichen der 3 alten Bewohner des Hauses Namens Schreck, Perschen und Klingenberg hervorgeholt. Auch Vieh ist verbrannt. weiter gelogen, wie folgt: an glaubt allgemein, daß Raubmord und Brandstiftung vor liegt. Von dem Thäter fehlt jede Spur. Vor Ausbruch des Feuers wurde in dem Hause Licht bemerkt. Wollen die Herren dieses ihnen öffentlich aufgedrückte Brandmal tragen mir kann es recht sein. Berlin, 24. November 1894. Paul Singer. Parkeinachrichten. " Das Niederlegen seines Abgeordnetenma ndats soll Stegmüller nach einer Aeußerung Drees bach's auf der Lörracher Parteikonferenz diesem sowohl als auch Ehr hardt gegenüber versprochen haben erfolgt ist sie bisher nicht. Auch Dr. Rüdt hat die Konsequenzen seines Austritts noch nicht gezogen. W " aus der Luft gegriffene Mittheilung fonnte nur den Zweck haben, für die Staatsanwaltschaft als ein Hinweis zu dienen. Diesen Ausgang des Prozesses hat der Herr Ordemann gewiß nicht erwartet. Bruhns wurde zu 150 M. und Rhein zu 30 m. Geld strafe verurtheilt. Depeschen. Haag, 24. November. Eine amtliche Depesche aus Lombot meldet, daß eine Abtheilung, welche nach Saffari entfendet war, um die Mitglieder der Familie des Radjab gefangen zu nehmen, gestern ein Gefecht mit den Balinesen zu bestehen hatte, bei welchem mehrere Balinesen- Häuptlinge gefallen sind. Ein Brand verhinderte die Verfolgung des Feindes. Zwei Mann sind gefallen, 13 verwundet. Der alte Radjah ist heute mit 3 Mits gliedern seiner Familie nach Batavia gefchickt worden. Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes! Will die Frau ihre soziale Stellung umgestalten, so muß sie vor allem geistig reif werden, um das Neue erfassen zu können; Dann wird sie genügend moralische Stärke haben, um sich vom Alten und Ueberlebren loszulösen. Soziale Gleichstellung der Geschlechter verlangt vor allem von beiden Theilen ein gleiches Maß von Vernunft, damit freie Uebereinstimmung im Wollen und Handeln zu Stande kommt. Geistige Aufklärung ist daher das dringendste Bedürfniß der Frau unserer Tage.-- Unfenntniß und Geistesbeschränktheit ist die Quelle aller Uebel im sozialen Wie weit die Sozialdemokraten den Terrorismus treiben, geht Organismus. Aufklärung der Frauen bedeutet das Ende des daraus hervor, daß bei den Berliner Ortstassen angestellte Beamte Arbeiterelendes! Diesem Ziele strebt der Frauen- und Mädchen ohne Weiteres von den Kassenvorständen entlassen werden, wenn Bildungsverein zu und richten wir an die gleichgesinnten Frauen sie boykottirtes Bier trinken und daß daselbst nur Eozialdemo und Mädchen die Bitte, Mitglieder dieser Vereinigung zu werden, fraten Aussicht haben, angestellt zu werden. Die Verhältnisse bedamit wir gemeinsam den Kampf gegen geistige und physische stehen thatsächlich in Berlin und werden über furz oder lang, Knechtschaft aufnehmen können. Besonders machen wir darauf soweit nicht schon geschehen, auch in Dresden eintreten. Dieser aufmerksam, daß am Mittwoch, den 28. November, Abends 8 Uhr, Sachlage gegenüber glauben wir, daß kein Vaterlandsfreund die Naunynftr. 27( früher Renz) eine Versammlung des Vereins Hände ruhig im Schooße liegen läßt, und wir hoffen zuversicht stattfindet, in der Genosse Bebel über das Thema: Welche ich, feine Fehlbitte zu thun, wenn wir Sie um Ihre Unter Ursache ruft die Frauenbewegung hervor?" referiren wird. stüßung im Kampfe für unsere gute Sache bitten. Die Agitation Der Vorstand. Amsterdam, 24. November. Eine Depesche aus Weltezu gunsten der Wahl der Ordnungsparteien haben wir bereits in die Wege geleitet. Wir richten nun das ergebene Ersuchen vreden an die Nieuwes van den Dag" meldet von Lombok: Bericht über den Parteitag erstattete in Branden an Sie, zunächst selbst Ihrer Wahlpflicht am 14. Dezember d. J. Die Balinesen machten einen Ausfall, wurden aber mit be burga. H. der Delegirte Genofie F. Ewald. Eine im All- zu entsprechen, des weiteren Ihren gutgesinnten deutenden Verlusten, darunter 45 Todte, zurückgeschlagen. Die Die Artillerie schoß ein gemeinen zustimmend gehaltene Resolution wurde mit großer Arbeitern Veranlassung zur Erfüllung ihrer Wahlpflicht am holländischen Truppen verloren vier Todte, darunter einen Majorität angenommen. Als Vertrauensmann wurde Genosse Wahltage zu geben, in Ihren Freundeskreisen schon jetzt Oberst, und vierzehn Verwundete. in diesem Sinne vertraulich zu wirken, sowie uns Dorf der Eingeborenen in Brand. Die Pulvervorräthe explo Neudert wiedergewählt. dem dirten. ein Scherflein zu den Agitationskosten Eine start besuchte Versammlung in Bunzlau auch ( Depeschen- Burean Herold.) sich Ihnen einem der nächsten an nahm, nachdem Genosse Stolpe aus Glogau über den Beauftragten, einer Lifte vorstellen wird, gefälligst สิน Leipzig, 24. Nov. Heute Mittag ist in der Charlottenstraße Parteitag berichtet hatte, eine Resolution an, in der betont wird, Tage mit daß die Vertreter der Sozialdemokratie in den Parlamenten sich übermitteln. Ueber die Einnahmen und Ausgaben wird seiner bierselbst ein Neubau eingestürzt. 8 Menschen wurden verschüttet, ftets zu hüten haben, den Regierungen Vertrauensvoten durch ihre Beit Rechnung abgelegt, ein etwaiger Ueberschuß aber für die von denen 7 unter den Trümmern hervorgezogen werden konnten. nächste Wahlagitation zinsbar aufbewahrt werden. Noch bitten Alle waren mehr oder minder schwer verletzt; einer der Verletzten Abstimmung zu ertheilen. Die Versammlung, die in Warthau( Schlesien) wir Sie, bei Ihren Arbeitnehmern aus naheliegenden Gründen ist bereits gestorben. Einer liegt noch unter dem eingestürzten Die Feuerwehr ist eifrig mit den tagte, um den Parteitagsbericht zu hören, wurde aufgelöst, als vorläufig noch nicht zu agitiren. Durch Ihre Mitarbeit in Bau und ist ebenfalls todt. der Referent, der über den: Kampf gegen den Umsturz" sprach, obigem Sinne erhoffen wir den Sieg zum Wohle und zum Besten Rettungsarbeiten beschäftigt. Lemberg, 24. November. In einer Delegirtenversammlung der Polizeiaffäre auf dem Frankfurter Friedhofe Erwäh- unferes Vaterlandes. Nun, die Dresdener Arbeiterschaft wird nicht verfehlen, der polnischen Vereine wurde beschlossen, von der Veranstaltung nung that. In einer öffentlichen Versammlung für am 14. Dezember die entsprechende Antwort auf dieses Pamphlet einer allgemeinen Nationaltrauer zur Erinnerung an die vor 100 Jahren erfolgte dritte Theilung Polens abzusehen... Im Striesen Dresden berichteten die Genossen Klemm und zu geben. nächsten Jahre sollen nur gewiffe Gedenktage gefeiert und ein Richter; sie begründeten ihre Abstimmung für die Resolution Fonds für die Errichtung eines polnischen Gymnasiums in Teschen Vollmar. Der Genossin Eichhorn, welche als Delegirtin ebengebildet werden. falls referiren sollte, entzieht der Begnadigt wurden vom Berner Kantonsrath die im der Ueber Krawall Prozeß Verurtheilten mit Rädelsführer" Aebi, Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 275. Sonntag, den 25. November 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Haus Blum- Affäre vor Gericht. Plauen, 23. November 1894. Wenn an " Wir produzirte. sowohl von dem französischen Generalstaatsanwalt, I gesteigert hatte, wieder Abbruch zu thun. als von dem Gerichtshof, als von den Verhei 144 749 Heftoliter, wir verkauften 143 304 Hektoliter." digern Boulanger's für vollständig erwiesen erachtet." Die Preise für Hopfen und Gerste sind im neuen Jahre Nun ist Herr Dr. Hans Blum nicht allein Dr. juris utriusque, niedriger, und wir würden mit frohesten Er. sondern auch Romanschriftsteller. Die von ihm behaupteten wartungen in das neue Jahr eintreten, wenn Ein Nachspiel zur Reichstagswahl im 23. sächsischen Wahl- Thatsachen fallen jedoch in das Gebiet des fabulirenden der Streit mit den Arbeitern nicht noch fortals dauerte und der über fast sämmtliche Brauereien freise zeitigte die heutige Verhandlung vor dem hiesigen Schöffen- Schriftstellers. Herr Dr. juris utriusque, feine gericht. Afteure waren hierbei: Dr, jur. Hans Blum, Rechts- er Säge schrieb, das französische Straf Berlins verhängte Bierverruf nicht jeder ge= anwalt in Leipzig, und die Mitglieder des Arbeiter- Wahlfomitees, verfahren gedacht hätte, dann hätte er jene Säße nicht deihlichen Entwidelung im Wege stände. Wir und zwar waren lettere angeklagt, durch ein Flugblatt Buben- niedergeschrieben. Es sei bekannt, daß, als gegen Boulanger bedauern diesen Zustand lebhaft, jedoch glaubten stück betreffend" den Ersteren beleidigt und in Beziehung auf vom Staatsgerichtshof der Prozeß gemacht wurde, dieser nach wir im Intereffe der Disziplin und der ordnungsmäßigen Weiter diesen nicht erweislich wahre Thatsachen behauptet zu haben, Belgien entflohen ist. Der französische Strafprozeß läßt in einem führung des Betriebes unberechtigte Forderungen zurück weisen welche geeignet sind, ihn herabzuwürdigen und in der öffent- solchen Falle eine Verhandlung gegen einen Abwesenden zu, es zu müssen." lichen Meinung verächtlich zu machen. Die Entstehungsgeschichte dürfen jedoch sodann weder für den Angeklagten Vertheidiger auf- Ganz wie es der Pazenhofer Brauerei beliebt, fügen wir Sie, wie der ganze Ring tann den Frieden. des Flugblatts ist folgende: Der Voigtl. Anzeiger" brachte in noch ist es gestattet, Zeugen zu vernehmen, sondern der General- hinzu. feiner Nr. 122 die Nachricht, daß in dem Prozesse gegen den früheren Staatsanwalt verliest die Anklage, die in derselben enthaltenen haben, und wenn sie sich auf die elende und von uns zu Kriegsminister Boulanger der Nachweis geliefert sei, daß dieser Behauptungen gelten als wahr, und dieses Material an That Dußenden Malen auf ihre Haltlosigkeit zurückgeführte Phrase von sich mit der sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Ver- fachen bildet die Grundlage für den Richterspruch. In dieser der„ Disziplin" und der ordnungsmäßigen Weiterführung der bindung gesetzt, zu dem Zwecke, im Falle eines Krieges in Weise habe sich auch der Prozeß gegen Boulanger abgespielt. Geschäfte" steift, so will die Arbeiterschaft, die es aushalten Deutschland eine Revolution zu entzünden, um die deutsche Wehr- Es hat kein Vertheidiger in demselben fungirt, es ist kein Beuge tann, sie an diesem fostspieligen Vergnügen nicht hindern. Denn verteufelt theuer find auch der gutfundirten Batzentraft zwischen zwei Feuer zu bringen. Durch ein Flugblatt vom vernommen. Demnach ist die Blum'sche Behauptung, Boulanger 31. Mai erklärten die Reichstags- Abgeordneten Liebknecht und habe bewiesen, und seine Vertheidiger haben dem beigeftimint, hoferbrauerei die Folgen der frechen Doppeldezimirung zu stehen Auer diese Nachricht für ein Lügenmachwert, für ein Buben- daß er zu rebellischen Zwecken an deutsche Sozialdemokraten gekommen. Der Reingewinn, der sich im vorigen Jahre auf wert und verlangten vom Verfasser, er solle sie vor Gericht Gelder gegeben, erfunden. Nun ist weiter von Herrn Dr. Blum 516 250 m. belief, stellt sich diesmal um 91 008 m., also um stellen, damit sie ihm dieses beweisen. Am Tage der Wahl, den behauptet, der Generalstaatsanwalt habe in seiner Anklageschrift etwa 18 pet. geringer dar. Statt der 16 pet. im vorigen 1. Juni, wurde in Plauen folgendes Flugblatt verbreitet: es als erwiesen angenommen, daß Boulanger in der geschilderten Jahre kommen für das letzte Geschäftsjahr„ nur“ 13 pбt. zur Ein Bubenstück Weise an deutsche Sozialdemokraten Geld gegeben habe und das Vertheilung. Aeußerst unangenehm ist es dabei natürlich, von 54 781 Tantieme der Direttoren vom Gerichtshof worden. Herr daß auch die ist der richtige Titel für die schmachvolle That, welche seiner Beit sei Die Dr. Blum bezieht sich nach dieser Richtung hin als Duelle auf Mart auf 45 245 Mart geschmälert worden ist. der Boulanger- Prozeß enthüllt hat. Der vormalige französische Kriegsminister war bekanntlich die Verhandlungsberichte im" Journal officiel de la republique fozialdemokratische Arbeiterschaft fann mit der Wirkung des angeklagt, französische Staatsgelder unterschlagen zu haben. Er française" und auf die gedruckte Anklagefchrift der General Boykotts auf eine der größten und gewinnbringendsten Brauereien führte nun den Beweis, daß ein guter Theil dieser Gelder aus: Staatsanwaltschaft. Ich überreiche hiermit diese beiden Druck vollauf zufrieden sein. Sie wird auch hinfort als guter gegeben worden sei zu dem Zwecke, um deutsche Sozialdemokraten werke und kann nur erklären, daß von der Anschuldigung, die Herr Meditus so lange für fortlaufenden Aderlaß forgen, bis der Sting zu besolden, damit diese im Rücken unserer deutschen gegen Dr. Blum erhoben, nicht mit einem Worte in denselben ihr bekannt hat, daß man nicht ungestraft den bedeutendsten Frankreich kämpfenden Heere die rothe Revolution entzünden die Rede ist. Diese amtlichen Schriftstücke ergeben auch, daß politischen und sozialen Faktor in der Reichshauptstadt durch fein Vertheidiger in dem Verfahren fungirt hat, tein Beweis er- eine brutale und schamlose Provokation beleidigen darf! Diese Thatsache wurde in dem Prozeß Boulanger sowohl von hoben ist, der Gerichtshof nicht festgestellt hat, daß BestechungsTas Gaft- und Schankwirths- Gewerbe wird zu Atomen dem französischen Generalstaatsanwalt Quesnay de Beaurepaire gelder an deutsche Sozialdemokraten gekommen sind, um im Falle als von den Vertheidigern Boulanger's, als von dem Gerichtshof eines Krieges zu rebelliren. Herr Dr. Hans Blum hat als Roman- zerrieben, wenn der Boykott noch länger andauert! So flagt die Deutsche Gastwirthe- Zeitung" in einem Leitartikel, in dem für vollständig erwiesen erachtet, wie die in meinem Befiße be- Schriftsteller gefabelt. Will er dieses nicht auf sich fien lassen, das" Bublifum flehentlich zur Unterstützung der Ringbier- Wirthe findlichen amtlichen stenographischen Berichte jenes Prozesses dann muß er erscheinen, um zu offenbaren, welche historischen " Es scheint", so lesen wir in der Nr. 94 der beweisen. Quellen er für seine Beschuldigungen hat. Er verweist zwar in aufgerufen wird. seinem Buch über die„ Lügen der Sozialdemokratie" noch auf genannten Zeitschrift, als habe sich zur Zeit nicht nur die eine Reihe von Streitschriften über den Boulanger- Prozeß, aber Arbeiter, sondern auch die bürgerliche Kundschaft aus unferen Räumen entfernt. Festliche Veranstaltungen aus den auch in diesen, welche ich vorlegen will, ist nicht mit einem Streifen unserer Bürgerschaft, die sonst gerade in dieser Jahresdavon die Rede, vas uns Herr würden. Die Herren Auer und Liebknecht besitzen gewiß ein ebenso großes hochpatriotisches Interesse daran als auch reiche Mittel dafür, die Namen der„ Genossen" festzustellen, welche jenes französische Geld zu jenem landesverrätherischen Zwecke genommen Worte haben. Sie werden sich durch diese Enthüllungen zum ersten Leipzig, den 31. Mai 1894. Dr. Hans Blu m. Der Restaurateur Langenstein, ein Mitglied des Arbeiter Wahlkomitees, erhielt die erste Nachricht von diesem Blum'schen Flugblatte und veranlaßte, daß auf dasselbe eine Antwort in Gestalt folgenden Flugblattes gegeben wurde: Bubenstück betreffend. Male den Dank Deutschlands erwerben. Der Kronzeuge ist da! Die vor die Schranken des Gerichts geladenen feigen, elenden Ehrabschneider" Ineifen aus, wie Buschtlepper vor dem Galgen. Aus der Versenkung taucht als Kronzeuge auf der bekannte Dr. Hans Blum, bekannt durch seine Lügen über die Sozialbemokratie, von denen er vor Gericht zugeben mußte, daß er nichts beweisen könne. Aufgefordert Namen zu nennen, Beweise für ihre schamlosen Berleumdungen beizubringen, verlangen die Verleumder den Beweis der Wahrheit von den Verleumdeten! versucht! So dumm hat sich noch fein ertappter Dieb herauszulügen So tölpelhaft kann nur ein Hans Blum, der„ Student der unveräußerlichen Menschenrechte" sein. Das Arbeiter Wahlfomitee. auch anerkannt Dr. Hans Blum erzählt. Er soll und muß hier an Gerichtsstelle angeben, nicht mehr statt. Wie aber soll unser Beruf existiren, wenn er woher er seine Wissenschaft hat, kann er dieses nicht, vermag er von allen Seiten im Stiche gelassen wird!" teine historische Grundlage zu schaffen, dann wissen wir, woran So steht die Sache? Nach den einst so stolzen Saalbefizern, wir sind, aber zunächst muß er selbst gehört werden und vor die heute heißhungrig nach jedem Brocken schnappen, den ihnen Gericht sich selbst vertreten. Dazu ist die Vertagung erforderlich dies oder jenes Vereinchen auwirft, kommen also die Kleinen und die Anordnung, daß er selbst erscheine. Der Amitsrichter im Reiche des Gambrinus, die sich lange genug gesträubt haben, Cunio erklärt, die Anwesenheit des Privatklägers würde wohl dazu, den bestimmenden Einfluß der Arbeiterschaft auch auf den geboten sein, er wolle jedoch zunächst das Urtel in dem Pro- Besuch ihrer Lokalitäten einzugestehen? Ja schlimm genug, wenn zeffe gegen den Redakteur Bär von der sozialdemokratischen dies Talglicht den Gastwirthen erst heute aufgegangen ist! Von Bolksstimme" verlesen, in welchem schon die Beschuldigungen den festlichen Veranstaltungen der Bourgeoisie, die ihnen früher Des Dr. Hans Blum gegen die deutsche Sozialdemokratie eine Rolle spielten, verlesen. Nach Verlesung des Urtels stellt der Ver- den sichersten Verdienst gewährte, ist zwar nicht allzuviel zu. theidiger Rechtsanwalt Freudenthal fest, daß schon in diesem balten, und es dünkt uns, daß so ziemlich jeder Beweis dafür Prozesse erwiesen sei, daß der Privatkläger unwahre Behaup- fehlt, daß man sich in jenen Kreisen gerade jetzt besondere Beschränkungen auferlegt. tungen aufstelle und sich, wie es in dem Urtheile heiße, der ge- Es hätte daher das Erwachen der Gastwirthe von Rechts wöhnlichsten Schimpfworte bediene, die eines gebildeten Menschen wegen schon etwas früher eintreten können, als geschehen, denn unwürdig sind. was liegt flarer zu Tage als das Eine, daß der, der sich im gegenwärtigen Kampfe für die Ringbrauer entschieden hat, von vornherein auf einen bedeutenden Einnahme- Ausfall hätte gefaßt sein müssen. Schlechte Rechenmeister waren diejenigen Ringwirthe, die sich das nicht vorher gesagt haben. Die Arbeiter halten es für Ehrenpflicht, diejenigen Geschäfte aufzusuchen, welche kein Ringbier verschänken. Ihre Versammlungen die daran ändern! " Auf die Frage des Vorsitzenden, was der Vertreter des Privatklägers gegen den Vertagungsantrag einzuwenden habe, erklärte dieser, es mag möglich sein, daß der Privatkläger fahr lässig gehandelt habe, das Beweisthema nach dem Flugblatt sei aber, daß Dr. Hans Blum Behauptungen erhoben habe, die vor Gericht als lügnerisch erwiesen seien, das Gegentheil gehe jedoch Die Urheber des Plauen'schen Bubenstreichs, mit sammt aus dem verlesenen Urtel hervor. ihrem Handlanger, bleiben in den Augen jedes anständigen Rechtsanwalt Freudenthal erklärte dagegen: Das Flugblatt find wesentlich eingeschränkt und Vergnügungs- Veranstaltungen Menschen so large feige elende Ehrabschneider", bis sie den behaupte wörtlich: Dr. Blum sei bekannt durch seine Zügen werden, den einstimmigen Entschlüssen entsprechend, unterlassen." Dieses ehrende Zeugniß wird der Berliner Arbeiterschaft zu Beweis der Wahrheit für ihre Verleumdungen erbracht haben. gegen die Sozialdemokratie, von welchen er vor Gericht habe zugeben müssen, daß er nichts beweisen könne. In dieser Be- allem Ueberfluß auch noch von der Gastwirthe Zeitung" aus Den Vorsitz des Schöffengerichts führte der Amterichter hauptung liegt zweierlei, erstens, daß Dr. Hans Blum wissentlich gestellt. Wenn das Blatt einsieht, daß die Sammlungen für die nothleidenden Ringbierfreunde und die Phrasen" in der RingCunio. Der Privatkläger hatte sich von seinem Erscheinen ent- über Sozialdemokratie falsche Behauptungen auf binden lassen, ihn vertrat Rechtsanwalt anglos, die Angestellt habe, zweitens, daß er dieses vor Gericht zugegeben habe, preffe nicht helfen, so sollte billigerweise die Einsicht auch soweit gehen, daß dieser Appell an das undefinirbare Etwas: getlagten ver.heidigten die Rechtsanwälte Schuhmann, hier, daß er seine Behauptungen nicht erweisen tönne. Das verlesene Bublifum" die tleineren Wirthe erst recht nicht aus der und Freudenthal, Berlin. Urtel spräche nach keiner Richtung hin zu Gunsten des Der Angeklagte Langenstein erklärte, er sei zwar nicht Privatklägers, denn in diesem heiße es zwar, Hans Blum habe Batsche reißt. Die Stellungnahme in hem Bierkriege ist den Gast- und Schankder Verfasser des inkriminirten Schriftstückes, er habe dasselbe nur, wie er selbst vor Gericht erklärt habe, von wirthen flar genug vorgezeichnet; wenn sie sich nicht dazu aufjedoch verbreitet; die Verfasser wolle er nicht benennen; die einer Vermuthung gesprochen, daß Boulanger sich mit der übrigen Angeklagten seien gar nicht bei deffen Abfaffung oder deutschen Sozialdemokratie in Werbindung gesezt habe, aber in schwingen können, mit den Großbrauern, die an ihrem Unglück der Verbreitung betheiligt gewesen, sie hätten von dem Flugblatt feinem Buch„ Die Lügen der Sozialdemokratie" sagt Blum schuld find, ein ernſtes Wörtchen zu reden das Dresdener erst während dasselbe vertheilt wurde, Kenntniß befommen. wörtlich: es sei zweifelsfrei, daß Boulanger sich nicht mit Beispiel sollte allen Zweiflern die Augen geöffnet haben- geht Daffelbe hätte in aller Gile gefertigt werden müssen, des Müller, Schulze oder sonstigen untergeordneten Personen das Verhängniß seinen Gang: Die Arbeiter können und werden wegen sei davon Abstand genommen worden, die Mit innerhalb der Sozialdemokratie, sondern mit deren Spigen ins vor einer ihnen genehmen Beendigung des Boykotts nichts glieder des Wahlkomitees zu einer Sigung zusammen zu berufen, Einvernehmen gesetzt habe. Was nun Herr Dr. Hans Blum vor Zur Lokallifte. Gastwirth H. Vollmer in Nixdorf, um mit ihnen zu berathen, was gegen die Angriffe des Dr. Blum Gericht als eine Vermuthung ausgesprochen, das steht in seinem vorgenommen werden müsse. Die sonstigen Angeklagten be- Buche als zweifellose Thatsache fest. Herr Dr. Blum liefert sich Hermannstr. 149, schänkt ringfreies Bier. haupten, daß sie das inkriminirte Flugblatt erst nach dessen Er selbst an das Schlachtmesser. Wenn er jedoch erklärt, daß für Zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter findet scheinen tennen gelernt haben und lehnen jede Betheiligung an ihn eine Vermuthung und eine zweifellose Thatsache der Urheberschaft oder Verbreitung ab. baffelbe ist, so bin ich zufrieden; diese Erklärung werde am Sonnabend, den 1. Dezember, Abends 812 Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 40/41, ein großes Votal= Auf die Frage des Vorsitzenden, ob ein Beweis dafür an wohl sein Vertreter nicht abgeben können und wollen, getreten werden solle, daß der Privattläger wissentlich deswegen sei es nothwendig, daß Herr Dr. Blum selbst antrete. vereinen Freier Männerchor",„ Nordwest", Glück zu",„ Lyra II" und Instrumental- Konzert, arrangirt von den Gesangdie Unwahrheit gesagt hat, nimmt für die Ange- Der Gerichtshof beschließt, nachdem noch einige andere" wahre"" Syrene"" Weddinger Harmonie" und" Treu und" Einigkeit" flagten Rechtsanwalt Freudenthal das Wort und erklärt: Behauptungen des Privatklägers in seinen erwähnten Lügen Mitgl. des" Arb.-S.-B.) unter Leitung des Dirigenten Priemel Ich halte es für sehr bedauerlich, daß der Privatkläger, der Sozialdemokratie" über Chriſtenſen, den er einen Kronzeugen statt. Der gute Zweck und der niedrige Eintrittspreis von 20 Pf. wiewohl seine Sache in den besten Händen ruht, nicht persönlich und Eideshelfer genannt hat, und über Geiser und Frohme, wird eine recht zahlreiche Betheiligung erwarten laffen. an Gerichtsstelle erschienen ist, um das zu vertreten, was er als welche er als bei einem gemeinen Betruge ertappt hingestellt Ein Bier- und Wurst- Ukas aus dem Reiche des Herrn unumstößliche Thatsache in alle Winde gestreut hat. Ihm wird hatte, durch den Vertheidiger Rechtsanwalt Freudenthal die richtige bier der Beweis geliefert werden, daß seine Behauptungen er- Würdigung erfahren hatten, die Sache zu vertagen und Thielen, der uns in vervielfältigtem Abzug zugegangen ift, stellt funden find. Als Vertheidiger befinde ich mich in einer sehr dem Privattläger aufzugeben, persönlich zu fich folgendermaßen dar: ( K. E. B. A. Nr. 320.) Aushang Nr. 101. gedrückten Stimmung, daß ich einen Abwesenden an erscheinen. Auszug aus der Verfügung. greifen muß, und zwar auf grund eines literarischen 1. Dem Arbeiter Wilhelm. ist eine Besorgung Materials, das eigentlich Herr Dr. Hans Blum, jedoch nicht sein Vertreter fennen muß, so daß nur Ersterer in der Lage ist, von Würsten für andere Beamten und Arbeiter streng zu untersagen. meine Angriffe zu pariren. Da er jedoch nicht zur Stelle ist, tönnte es den Anschein haben, als ob ich auf einen Wehrlosen ein- Die Aktienbrauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe vorhaue. In seinem Interesse ist es erforderlich, daß er seine Sache mals Patenhofer giebt ihre Boy fottschmerzen in dem felbst vor Gericht vertrete. Dieses erhelle aus folgendem Beweis- dieser Tage erschienenen Geschäftsbericht folgendermaßen fund: antritt. In feinem Flugblatt behauptet Herr Dr. Hans Blum, Mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahre liegt eine Betriebsdaß der Kriegsminister Boulanger in seinem Prozesse den Beperiode hinter uns, welche wie wenige vorher unter dem Bann weis geführt hat, daß ein guter Theil der Staatsgelder äußerst mißlicher Verhältnisse stand. Verschiedene ausgegeben worden sei zu dem Zwecke, um deutsche Sozial- Ursachen, der am 16. Mai ausgebrochene Streit mit den Ardemokraten zu besolden, damit diese im Rücken unserer deutschen beitern, die ungünstige Witterung während der Monate des lebgegen Frankreich tämpfenden Heere die rothe Revolution ent- haftesten Bierkonsums, auch wohl die allgemeine Depression, welche zünden. Herr Dr. Hans Blum sagt dann wörtlich sowohl im auf dem geschäftlichen Verkehr lastet, haben zusammengewirkt, das Flugblatt, als auch in seinem Buche, Die Lügen der Sozialdemo- Erträgniß zu beeinflussen und dem Bierabfaz, welcher sich in fratie: Diese Thatsache wurde in dem Prozeß Boulanaer den erften fieben Monaten dem Vorjahr gegenüber erheblich Tokales. 2. Ueberhaupt wird den sämmtlichen Eisenbahn- Bediensteten verboten, irgend welche Waaren und Getränke sich in größeren Mengen zu verschaffen und in den Diensträumen unterzubringen, ganz gleichgiltig, ob sie dieselben für sich ver brauchen oder an andere ablaffen. 3. Wenn es dem Personal auch vor der Hand gestattet bleiben soll, während des Dienstes sich durch Getränke zu er frischen, so bildet dieses doch eine Ausnahme. 4. Auf jeden Fall ist Sorge zu tragen, daß ein Mißbrauch in dieser Beziehung ausgeschlossen ist. Es darf niemand mehr als 2 Flaschen Bier täglich verbrauchen. 5. Sofern das Bier aus dem am 3ehnhoff'schen 6. Vorräthe dürfen auf keinen Fall gehalten werden. Durchaus unstatthaft ist es, daß sich die Beamten oder Arbeiter von Bierverlegern derartige Mengen Bier in die Diensträume bringen lassen, wie es von dem Stat.- Diät. Kr. geschehen ist. Geschäft dem Personal nicht zusagt, so steht es jedem frei, I untersagt worden. Bemerkt sei hierzu, daß der Geburtsort des p Polizeibericht. Am 23. d. M. Vormittags wurde in der fich im Bedarfsfalle die beiden Flaschen Bier mit Petermann in der betreffenden Verhandlung nicht festzustellen Friedrichstraße ein Lehrling durch einen Rollwagen überfahren bringen zu dürfen.( Ein Gastwirth F. W. am Zehnhoff war: P. hatte behauptet, im Elsaß geboren zu sein. und am Oberschenkel schwer verlegt. In der Prenzlauerstraße ist Gastwirth am Hamburger Bahnhof und Eigenthümer des gerieth ein Mann unter die Räder eines Omnibus und erlitt be. Hauses Tegelerstr. 18. D. R.) Der älteste Einwohner Berlins, der Uhrmacher Jo- deutende Verlegungen am Kopfe und am Bein. Nachmittags hann Gottlieb Hagemann, ist am Donnerstag Abend wurde in der Potsdamerstraße ein vor einen Geschäftswagen ge= im Alter von 102 Jahren und beinahe 8 Monaten gestorben. spanntes Pferd scheu und ging durch. Vor dem Hause Nr. 7 Er war am 25. März 1792 in Guschter- Bruch, Kreis Friedeberg, stieß der Wagen mit einem anderen Fuhrwerk zusammen, der geboren und wohnte hier seit vielen Jahren bei seiner Stief- Kutscher des ersteren wurde auf den Straßendamm getochter und deren Ehemann, dem Kellner Mackebrandt, Philipp- schleudert und erlitt hierbei eine Verlegung am Kopfe und an straße 18a. Seine rechten Rinder sind lange vor ihm hier der Hand.- Im Hause Memelerstraße 3 fand ein kleiner gestorben. Geistig war er noch ganz rege, förperlich allerdings Brand statt. schon sehr gebrechlich, und nachdem er Anfang dieses Jahres noch die Influenza gehabt, mußte er von da an die meiste Zeit im Bette zubringen. Er ist, dein Vernehmen nach, schmerzlos und ruhig entschlafen. 7. Die vorstehenden Bestimmungen find sämmtlichen Beamten und Arbeitern bekannt zu geben mit dem Hinweis, daß wir bei Zuwiderhandlungen mit Strafen gegen die Betreffenden vorgehen werden. Uebertretungen in diefer Beziehung sind uns sofort zu melden. Wir wünschen Beschwerden des Restaurateurs am Zehnhoff unter allen Umständen vermieden zu sehen, bezw. in die Lage gesezt zu sein, dieselben als völlig unbegründet bezeichnen zu können, was bisher troß mehr facher Hinweise nicht der Fall gewesen ist. Die vorstehenden Bestimmungen werden hiermit zur strengsten Beachtung bekannt gegeben. Jeder Dienstvorgefeßte ist bei Vermeidung seiner Bestrafung verantwortlich, daß das ihm untergeordnete Personal diese Vorschriften streng innehält, daß er Uebertretungen unverzüglich seinem Dienst vorgefeßten meldet. Die Meldung hat schriftlich zu erfolgen; in den einzelnen Bureaus gilt als Dienstvorgefeßter event. Der dienst älteste Beamte. Meine auf höhere Anordnung gegebene Verfg. I. 951 vom 22. Januar 1889 tritt außer Kraft. Lieferungen der Herren find nicht mehr zulässig. Das Trinken von Spirituosen bleibt verboten. Berlin, 14. März 1894. Witterungsübersicht vom 24. November 1894. Swinemünde Hamburg Ein ,, Kaltschlächter", der in unerhört frivoler Weise die Stationen. Gesundheit seiner Mitmenschen auf das Spiel gesezt hat, ist in Neu- Weißensee in der Person des Schlächters Bock ermittelt worden. In seinem Geschäftslokal wurden zirka zwei Zentner Fleisch aller Art vorgefunden, indessen nicht ein Gramm, welches einwandsfrei gewesen wäre. Das vorgefundene Schweinefleisch stammte von hochgradig rothläufigen Schweinen, das Kalbfleisch von ungeborenen Kälbern, das Rindfleisch von tuberkulosen oder Wiesbaden. gar frepirten Thieren, sogenannten Spießern. Der ganze Vor- München rath wurde unter amtlicher Aussicht vernichtet und Bock selbst Wien verhaftet. Seine Bezugsquellen sind noch nicht entdeckt. Berlin Haparanda . • Barometertand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke (-18 14221212 Wetter Temperatur ( nach Celsius 50 G. 4° R.) 773 DSD 2 bedeckt 773 M Nebel 771 3 Regen 770 Still wolfig 1 • 769 • • 768 N woltig Schnee -1 761 SM 772 Q 771 776 DND W · . 768 NO halb bedeckt bedeckt halb bedeckt halb bedeckt wolfenlos 2100 9 -1 Vom Gewerbegericht fort verhaftet wurde gestern der Petersburg Cort. Bügler M., welcher dort einen Lohnentschädigungsprozeß auszufechten gedachte. Seine frühere Wirthin, auf deren Ver- Aberdeen aulassung die Polizei den M. bisher vergeblich suchte er soll Paris der Frau ein Spind gestohlen haben hatte von dem Termin Wind bekommen und war mit einem Schuhmann erschienen. Wetter- Prognose für Sonntag, den 25. November 1894. Willig ließ sich M. davonführen, er bestritt jedoch, jemals etwas Ein wenig tälteres, zeitweise aufklärendes, vorwiegend gestohlen zu haben. nebeliges Wetter mit schwachen nordöstlichen Winden, ohne Berliner Wetterbureau. wesentliche Sliederschläge. Der Vorsteher der Güter- Abfertigungsstelle H. Welch ein Grund für die Bahnbehörde vorgelegen hat, den Gepflogenheiten der Herren Stumm und Konsorten noch um eine Nasenlänge vorauszueilen, wissen wir nicht. Wir nehmen aber das Beste an und hoffen, daß der Vorsteher der Güterabfertigungsstelle H. sich einzig von der Erwägung hat leiten Kranke und schwächliche Personen werden behördlicherlaffen, daß dem Magen, der durch niedrige Entlohnung gerade feits gewarnt, am nächsten Montag die Lehrter Bahn über nicht ans Beste gewöhnten Eisenbahn- Arbeiter und Unterbeamten Schönhausen hinaus zu benußen. An diefem Tage wird nämlich ein Uebermaß an Bier und Wurst schädlich sein könnte. Eine infolge des Umbaues der bekannten Glbbrücke bei Hämerten die weise behördliche Sozialpolitik kann ihren Wirkungsfreis bekannt Strecke Berlin- Stendal- Lehrte von 7 Uhr Morgens bis 5 Uhr lich soweit es nichts kostet nie weit genug ausdehnen. Abend für den Zugverkehr unterbrochen werden. Die Reisenden von 7 Schnell und Personenzügen müssen an der Baustelle umChinesisches aus dem Regierungs- Bauwesen. Der steigen, was, wie die Behörde mit Recht annimmt, für frante Vorstand des Verbandes deutscher Architekten und Ingenieur- und schwächliche Personen kaum ausführbar ist. Der um 11 Uhr Vereine hat an den Minister der öffentlichen Arbeiten eine 33 Minuten vom Schlesischen Bahnhof abfahrende Harmonikazug Petition gerichtet, die Titel„ Regierungs- Bauführer" wird an diesem Tage bis zur Baustelle nicht als Durchgangszug und Regierungs- Baumeister" abzuschaffen und den zusammengesezt sein. Plazkarten werden erst von Stendal ab Berechtigten dafür die Titel Bau- Referendar(!) und Die T ausgegeben. Bau Assessor(!) zu verleihen. Der Titel Bau Juspektor 1 Gerichts- Beitung. Ein mörderisches Majestätsverbrechen sollte vor einiger Zeit ein am Louisenplay in Potsdam arbeitender Maurer. geſelle mit einem veritablen Stein begangen haben, den er Beitungsberichten zufolge heimtückisch auf das Haupt eines Sohnes vom Prinzen Albrecht geschleudert hätte, als der junge Herr an dem Neubau vorbeigeritten sei. Der Prinz ha be, so hieß es, die Sache angezeigt, und der Polizei sei es schließlich auch gelungen, den Staatsverbrecher zu ermitteln. Die Verhandlung in diefer schweren Sache fand dieser Tage statt, aber nicht vor dem Reichsgericht in Leipzig, wie man nach den soll ganz beseitigt und dafür gleich der Baurath" aufgesetzt Für den Mordprozeß Thiede ist zunächst nur ein Zag, Zeitungsmeldungen denken sollte, sondern vor dem werden. Gründe: Die Herren werden doch nur Herr Bau- der 8. Dezember, in Aussicht genommen; die Verhandlung, zu Schöffengericht in Potsdam. Dort stellte sich das führer" und Herr„ Baumeister" angeredet und es giebt so viele der nahezu 60 Zeugen geladen werden, findet im großen Schwur- Attentat auf den Prinzen folgendermaßen dar: Der Stein, mit Leute, die teine" polytechnische Hochschule besucht, sondern gerichts: Saale statt. Der bisherige Vertheidiger des Angeklagten, dem der Maurergeselle attentätert haben sollte, war fein Stein, höchstens Maurermeister Gramen gemacht haben, es giebt Rechtsanwalt Wronker, hat das ihm übertragene Mandat sondern eine Birne und das vom Attentäter beabsichtigte Biel Architekten, Bautechniker, fogar Bau- Unternehmer, niedergelegt, und es ist nunmehr ein Offizialvertheidiger bestellt war nicht der Prinz, sondern ein Kollege des Maurers. Verwelche sich alle Bauführer oder Baumeister tituliren lassen. worden. Ueber die Ursache der Mandatsniederlegung erfahren febentlich war die Birne beim Wurf vorbeigeflogen, aber Das ist für den echten, einzig wahren und staatlich anerkannten wir, daß Rechtsanwalt Wronker an zuständiger Stelle gebeten auch nicht auf den Prinzen selber, sondern auf das Pferd des Regierungs- Baumeister unausstehlich und deshalb wünscht er hatte, ihm die Untersuchungsakten auf fünf Tage nach seiner Prinzen. Bei alledem fam aber der arme Maurer übel genug einen deutlichen Kastenunterschied, der nur in dem vollendet Wohnung zu geben. Dieses Gesuch wurde zwar bewilligt, die davon. Er wurde wegen groben Unsugs zu 15 M. Geldstrafe schönen Fremdwort Referendar und Assessor gefunden werden Beit aber auf zwei Tage beschränkt. Da die Aften wider Thiede event. drei Tagen Hajt verurtheilt. Ob der derart Bestrafte tann. Die Eache hat aber noch feinere Hintergründe. Durch aber sehr umfangreich sind und sich nicht flüchtig durchlesen lassen Berufung eingelegt hat, wiffen wir nicht. die legtgenannten Titel wünscht man die Staats- Baubeamten wie ein Roman, vielmehr einer gründlichen Durcharbeitung beden juristischen Verwaltungsbeamten näher gerückt, ja wo mög- dürfen, so hielt es Herr Wronker mit seiner Auffassung von den lich gleichgeftellt au sehen. Der Bau- Inspektor hat, sagt man, Pflichten eines Vertheidigers nicht für vereinbar, sich mit zwei immer einen Anflug von der Amtseigenschaft des Herrn Inspektor, Tagen zu begnügen, zumal es sich in diesem Falle um Tod oder nämlich Garteninspektor, Kaserneninspektor, Entspektor Bräfig 2c. Leben eines Menschen handelt. Aus diesem Grunde hat er das und dem soll ein Ende gemacht werden. Aber auch die Gehalts- Mandat niedergelegt. fragen spielen hierbei eine Rolle. ja Eine Morithat. Große Aufregung entstand vor einigen Uns ist die Titel- und Kasten- Petition selbst höchst gleich Tagen unter den Bewohnern eines Hauses in der Koppenstraße. giltig. Nur möchten wir den Herrn Minister bitten, wenn die Man hatte erfahren, daß in einer Kellerwohnung, die vor Frage der Regierungs- Baubeamten zur Sprache kommt, einmal einigen Tagen von einer Frau H. mit einem Schlafburschen bezu erörtern, weshalb die Leistungen der Regierungs- Bauführer zogen worden war, die zum Theil verbrannten Knochen eines und Baumeister oft so sehr hinter denen der einfachen Bau- Kindes im Ofen unter der Asche gefunden seien. Frau H. techniker und Architekten zurückfiehen, weshalb bei Staatsbauten hatte der Polizei keine Anzeige erstattet, der Schlafbursche hatte troß des Submissionsunwesens so viele theure und unzweckmäßige aber zu Hausbewohnern über den Fund gesprochen, und so Anlagen vorkommen und weshalb bei Bau- Unfällen die Staats- erfuhr die Behörde daron. Die Frau gab nun bei der VerBaubeamten so leicht ihre Verantwortlichkeit auf kleine Unternehmung an, sie habe sehen wollen, wie der Dien brenne und nehmer und Poliere abzuwälzen im stande und daher so selten ftrafrechtlich zu fassen sind! Die StaatsDas Reichsgericht über die Sittlichkeit. In der„ Posener Morgen- Zeitung" veröffentlichte der Kaufmann Petersdorf ein Gedicht als Inserat, wie es in neuerer Beit nach dem Muster der Berliner„ Goldenen Hundertzehn" viele Garderobengeschäfte zu thun pflegen. Das Gedicht war der schöne Siegfried" betitelt und war eine Nachahmung eines alten Kommersliedes. In dem ersten Verse, der an altdeutsche drastische Naivetät erinnerte, wurde ein Vergehen gegen die Sittlichkeit, begangen durch die Presse, gefunden und Petersdorf wie auch der Redakteur der Posener MorgenBeitung" Mar Böttcher unter Anklage gestellt. Das Landgericht in Posen fand jedoch in jenem Verse nichts Unfittliches und sprach am 6. Juli die Angeklagten frei. anwaltschaft legte gegen diefes Urtheil Revision ein. Entgegen dem Antrage des Reichsanwalts wurde heute vom Reichs gericht das Urtheil aufgehoben und die Sache an die Vors daher Papier angezündet. Ein brandiger Geruch wurde bemerk- instanz zurückverwiesen, weil der Inhalt des Verses an sich zwar bar und ein Geräusch sei entstanden, als ob Fett brenne. nichts Unittliches enthalte, durch die Veröffentlichung desselben Sie habe mit einer Müßschippe Knochenreste aus dem Ofenloch aber das Scham- und Sittlichkeitsgefühl der Leser verlegt werden hervorgeholt. Diese wurden noch gefunden und einem Arzt ge- fönne. zeigt, der sich dahin äußerte, daß sie, besonders der Schädel, von einem ausgewachsenen Kinde herrühren. Der Arzt hat sich aber getäuscht und die Sache hat sich in harmloser Weise aufgeklärt. Bei nochmaliger Untersuchung durch einen Physikus hat sich ergeben, daß der muthmaßliche Kindeskopf ein Puppenkopf iſt. Es lebe die ,, freie" Wissenschaft! Eine Dame in Neiffe, Aus dem Berliner Aquarium ist auch in dieser Woche Soweit wäre die Mordgeschichte in bester Harmlosigkeit ver- so berichten schlesische Blätter, sucht in einer Breslauer Zeitung über mehrfache Zuführungen an werthvollen Thieren zu be- laufen, wenn sie nicht für die brave Frau H. ein schlimmes für ihre beiden Söhne einen Hauslehrer gegen freie richten. Der Bogelabtheilung wurden unter anderen zwei reich Nachspiel gehabt hätte. Frau H. ist nämlich von dem Wirth, Station und Wäsche. lich staargroße, glänzendichwarze und durch gelbe Hautlappen in dessen Hause sie die Stelle einer Verwalterin innehatte, aufam Kopf auffallende indische Staarvögel, sogenannte Beo, ein- gekündigt worden des Standals wegen, den die Puppenverleibt, die sich durch Gelehrigkeit, als Eänger und Spötter ausgeschichte hervorgerufen habe! zeichnen. Einen Blick in die an Formen und Gestalten schier unerschöpfliche Krebsthierwelt des Meeres läßt uns eine Sendung von Krustern thun, die soeben aus dem Adriatischen Meere ein getroffen ist und neben Vertretern bekannter Gattungen verschiedene Arten enthält, die hier noch nicht gezeigt werden fonnten. Im wesentlichen sind dabei die Familie der Rückenfußund Spißschnabeltrabben betheiligt. Das gesammte Personal der Schrinner'schen Buch druckerei, Brunnenstraße 164, ist am Dienstag lezter Woche verhaftet worden. Ferner wurde am Freitag Herr Schrinner felber zur Haft gebracht. Wie verlautet, soll diese Verhaftung mit der Liederbuch- Affäre zusammenhängen, über die vor kurzem berichtet wurde. Das zu heute Abend im Elysium vom Theaterverein Freier wille veranstaltete Konzert ift polizeilich inhibirt worden. Wie uns der Vereinsvorstand mittheilt, findet das Vergnügen nunmehr am Sonntag, den 2. Dezember, statt. von Soziale Leberlicht. Auf, ihr Kandidaten des höheren Schulamts! Wenn der Auserlesene hübsch brav ist, bekommt er vielleicht noch die abgelegten Kleider von dem Gatten dieser gemüthvollen Dame. Das Inserat in seiner ganzen Unverfrorenheit zeigt aufs neue, wie tief die grenzenlose Berachtung der Arbeit, auch der geistigen Arbeit, sich in die Herzen unserer Bourgeoisie eingefressen hat. " Eine dunkle Angelegenheit beschäftigt gegenwärtig die Kriminalpolizei. Der 81 Jahre alte Viehhändler Wilhelm Harling, der in Düpow bei Perleberg wohnt, batte Anfang d. M. Heilig, heilig ist das Eigenthum. Aus Schneeberg in Holstein mit Gänsen gehandelt. Nachdem sein Vorrath ge räumt war, beschloß er, nach Rummelsburg zu fahren und neue i. Grzgeb. wird der Sächs. Arb.- 31g." folgendes mitgetheilt: Einfäufe zu machen. Am 5. d. W., Nachmittags um 121/2 Uhr, traf Am sogenannten Gleesberg bei Neustädtel betraf der Waldwärter er in Berlin ein und ist auch in Rummelsburg gesehen worden. Neubert auf fremdem Terrain einige Jungen beim Auflesen ganz Am Abend hat er sich dann bis gegen 9 // 2 Uhr in dem Wirths- geringwerthigen Reifigs. Die armen Jungen, welche sich und hause Elsasserstraße 57 aufgehalten und ist in nüchternem ihren Eltern gewiß mit dem wenigen Holz eine warme Stube Zustande fortgegangen. Seitdem fehlt jede Spur machen wollten, ergriffen vor Neubert die Flucht, wurden aber ihm. Er pflegte in den Gasthöfen von Koch oder von ihm verfolgt, und warf derselbe sogar mit dem Beile nach Die Begeisterung für das herrliche Kriegsheer scheint Klugmann in Rummelsburg Aufenthalt zu nehmen, hat sich aber ihnen. Das Beil traf den 18 Jahre alten Sohn des Maurers aus Schneeberg so unglücklich in den Rücken, unter den Reservisten und Landwehrleuten in Berlin bedenklich dort nicht blicken lassen. Harling, der etwa 2000 m. bei sich trug, Heckel und Hemd zerschnitten und das dem Gefrierpunkt nahegerückt zu sein. Eine hiesige Korrespondenz hatte die Angewohnheit, das Papiergeld im Rock, die Münzen daß Rock, Hosen gegenwärtig stattfindenden Kontroll aber in einer Tasche des Beinkleides zu tragen. Am 14. b. M. Beil bis in den Knochen drang. Die Wunde ist 7 Benti den Mannschaften zur Kenntniß gebracht wird, haben in diesem und Hose fehlten, die aber ein rothgestreiftes Hemd anhat, und diese Jungen nicht zu Ordnungswählern entwickeln werden, Jahre so massenhafte Bestrafungen von Heerespflichtigen erfolgen deren Beschreibung auch sonst auf Harling past. Falls der Ge- dürfte wohl feststehen. Eine derartige Vertheidigung des Privat müffen", wie noch in feinem Jahre zuvor. Auf den meisten suchte in dem Todten erkannt wird, so dürfte die Polizei zunächst eigenthums armen Kindern gegenüber ist am Ausgange des 19. Jahrhunderts unerhört. Die Leute haben Recht zu wünschen, Kontrollstellen hat von der sonst üblichen Verlesung der Namen vor einem Räthsel stehen. daß die Zeit wiederkehren möge, wo allen alles gehört und der Gemeindewald" nicht mehr Privatwald ist und nicht wegen einiger dünner Reiser die Möglichkeit besteht, daß nach Art ber Indianer den Holzlesern Beile in den Rücken sausen. melbeta mit bei ben ganowebtbezirken Berlin 1 bis 1V it in Blößenſee die Leiche eines Mannes gefunden, der Hoc meter lang. Der Unmensch wurde verhaftet.- Daß sich einſt Derfami " der Bestraften, deren Bergehen" zc, Abstand genommen werden as Skelett des Kuaben Karl Hoffmann, das im Juli müssen, um nicht die Kontrollversammlungen bis in die Nacht dieses Jahres auf dem Pionier Nebungsplatz in der Hafenhaide hinein dauern zu laffen. Ganz außergewöhnlich hoch ist dabei die Zahl der Bestrafungen wegen Kontrollentziehung, was zum ausgegraben wurde, ist jetzt endlich von der Staatsanwaltschaft großen Theil auf die noch immer so vielfach bestehende Un- freigegeben worden. Das Räthsel, das über der ganzen den Knaben Hoffmann betreffenden Angelegenheit schwebt, ist bisher Eine kostbare Erklärung bringt augenscheinlich aus fenntniß der jetzigen Berliner Meldeverhältnisse zurückgeführt nicht gelöst. Karl Hoffmann war zunächst verschwunden, dann Blauen'schen Fabrikantenkreisen der„ Bogtländische Anzeiger". wird. Jedoch soll sich auch besonders unter den jüngeren Heeres fand sich ein Knabe bei den Hoffmann'schen Eheleuten wieder ein, Dieselbe befagt u. a., daß der nothwendigste Bedarf an pflichtigen in immer stärkerem Maße eine Vernachlässigung der ber als der Vermißte vom Vater erkannt wurde und von Zi Arbeiterinnen zur Besetzung der Schiffchenmaschinen 3. 3. gedeckt Meldepflicht bemerkbar machen. Las part geunern geraubt gewesen sein wollte. Eines Tages war er aber scheine, aber es muß doch mit der Thatsache gerechnet werden, Die Sammelliste 31( Sammlung für die Delegirten zum wiederum fort. Nicht lange darauf wurde dann das Stelett daß bis zum Februar nächsten Jahres in Plauen noch 200 bis Parteitag) ist dem Genoffen Gröbte in Schöneberg, Tempel- entdeckt, in dessen Stiefel Hoffmann feinen Sohn erkannte, das 250 Schiffchenmaschinen zur Aufstellung gelangen. Unter diesen hoferstraße 7 wohnhaft, verloren gegangen. Dieselbe ist anzu- aber nicht dasjenige des hier erschienenen und wieder entlaufenen Umständen würde es der größte Fehler sein, wenn sich der Eine auf den Anderen verläßt und erwartet, daß von diesem Arbeitshalten. Bugleich mit der Lifte ist der Ueberzieher Gröbte's und angeblichen Knaben Hoffmann sein fann. mädchen zur Bedienung der Schiffchenmaschine ausgebildet sein Gewerbeschein abhanden gekommen. werden. Es muß vielmehr jeder Einzelne fo viel Sinn für die gemeinsamen Interessen der Industrie bes Wegen Bettelus wurde in Köpenick ein Pastor zur Haft Der Restaurateur Schwanke, der unter dem Verdacht, die gebracht. Derselbe erschien( dem ,, Dampfboot" zufolge) bei einem Else Groß ermordet zu haben, verhaftet gewesen ist, ist am Beamten und bat denselben um Ünterstützung, wobei er erklärte, tunden, daß er die Ausbildung von ArbeitsSonnabend auf freien Fuß gefeßt worden und zwar auf grund er sei Geistlicher in den englischen Kolonien gewesen und durch mädchen, selbst auf die Gefahr hin, daß er sie nicht dauernd in ber eidlichen Aussagen des Büffetiers Schröter und der Kellnerin einen Aufstand zur Rückkehr nach Deutschland gezwungen worden; seinem eigenen Betriebe behält, übernimmt." Und weiter:„ Es sei Feist. bei seiner Mittellosigkeit habe er Frau und Kind in deren nochmals ausdrücklich hervorgehoben, daß es sich bei der Heranziehung Dem Zigennerhauptmann Pferdehändler Petermann Heimath( Schlesien) geschickt, während er sich auf die öffentliche von auswärtigen weiblichen Arbeitsträften nicht um eine ist der Aufenthalt in Berlin und seinen Vororten durch Urtheil Mildthätigkeit angewieſen ſehe. Der Festgenommene befindet sich herunterdrückung der Löhne für die einheimischen, sondern nur um das allgemeine Interesse der Industr des Bezirksausschusses wegen seiner vielfachen Bestrafungen im Amtsgerichtsgefängniß. " " " 28 Restaurant Gillmann, - Ten handelt, die gegenwärtige günstige Konjunktur überhaupt durch wohlthaten der Prinzipale zurückgewiesen haben, die Thätigkeit iedertafel der mater, Annenfiraße 6, bei Ehrenberg. Inbetriebnahme der Maschinen und Erledigung der Hilfsarbeiten der Herren Klinkhardt 2c. als aufreizende bezeichnet wurde; man Deutscher Männerfang, Belforterstr. 15, Schneiders Gesellschaftshaus. Frisch zur Freiheit, Simeonstraße 23 bei Flid. auszunüßen. Es sollte daher jeder sich dieses gemeinsame Interesse prablt mit den gewaltigen Summen, die den schußbedürftigen" wiederhall, köpenickerstr' 191 bei joge. 3utunft I, Stegliß, Ahorn der Industrie vor Augen halten und sich zur Ausbildung von Gehilfen durch die Gründung dieser Arbeitslosen- und Invaliden- fraße 15a, Schelhose's Gambrinus. Bruderherz, Krautftr. 6, bei Rudolf. einigen Mädchen unter Gewährung einer wöchentlichen Ver- tassen zugewendet sind. Nicht allein, daß die Arbeiter gern auf Arbeiter- Gefangverein Vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, PrinzenAllee 6 bei Karl Echulz. Sieberzweig, Watomannsluft Berlinerstraße gütung von 6 M. bereit erklären." Gemeinsame Interessen die Mitwirkung der Arbeitgeber in solchen Dingen verzichten, bet Berbe. Liebesfreiheit II, Strausberg, Briegenerstraße bet der Industrie", allgemeines Interesse"" Glodenrein( gemischter Chor) Schönhauser: die braven Unter- liegt die Sache aber hier einfach so, daß die Prinzipale in diesem Loot, Bürgergarten. nehmer, wie sie sich aufopfern für das allgemeine Falle wohl die Leitung für sich beanspruchen, jedoch zu den allee 46 bet Söhne. Rosalia, Lebuferstraße 5, bei A. Nemig. Interesse", nur böswillige Menschen tönnen behaupten, die Beiträgen nur ein Drittel leisten. verein 23 a do t auf u emollers 25 bet stelle.-- better- GefangAusbildung der Mädchen unter Gewährung einer wöchentlichen Wie recht die Arbeiter haben, sich gegen derartige unver- lhelmshöhe". Arbeiter- Gefangverein der Enterbten, Swinemünder= Bergütung von 6 M." geschehe zur Herabdrückung der Löhne. langte Geschenke zu sträuben, geht aus der im Vorwärts" schon blüthe, Gisenbahnfir. 20 bei Siegemund. fraße 49.- Soffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39. Gefangverein Siberte, fizzirten Petition des genannten Unternehmervereins an die Wrangelfir. 84 bei Redanz. Männerchor Sangestuft II, Bajewalterstr. 3, Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau, sächsische Regierung hervor, wo unverblümt der Zweck der bei Ad. Neumann. Wohlfahrtseinrichtungen damit begründet wird, daß busfitenstraße„ Elysium". Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. May Rayser, man sich gegen einen eventuellen Lohntampf jeden Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. Sund der geselligen Arbeitervereine Berline und Amgegend. ichern wolle. Das geradezu provokatorische Verhalten der Leipziger Prinzipale, die mit allen Mitteln der Organi( Alle Bufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an P. Gent, Adalbertstr. 95.) Sonntag: Theatergesellschaft, No= sation der Gehilfen entgegenarbeiten man maßregelt die Bermelia" alle bei 14 Tage, Adalbertstraße 8 Sauermann. Verbandsmitglieder, zwingt die Arbeiter unter ganz unwürdige gnügungstlub Ostend, krautfir.& be subber pa 5-6 Uhr. Ber in ihrem Widerstande gegen diese Art Fürsorge". Arbeitsordnungen bestärkt die Gehilfen natürlich noch mehr gnügungsverein Selgoland 2, Langeftr. 9 bei Styczewsky, alle 14 Tage Der Bergnügungsverein Seerose, Krautstr. 6 bei Rudolf Ver Vergnügungsverein Glück stern 2, Fennstr. 2 bei Wiesner.- Montag: band deutscher Buchdrucker" hat während seines Bestehens schon Arbeiter- Gesangverein Nord, Abd. 9 Uhr, Sihung b. Augustin, Kañanten Alleeli über 12 Millionen Mark für Unterstützungszwecke aufgebracht ein Bipifar bei Krösche, Fichteftr. 29. Pfeifentlub Felsenfest Andreasstr. 26 bet Wilte. Humoristischer BerVergnügungsverein elfen= ( im lezten Jahre zirka 900 000 Mart), berufen und hält sich auch für stark genug, die Interessen uftige Brüder", Strautstr. 48 bei Ratite, Abends& er fühlt sich fe ft", Rirdorf, Hermannstraße Nr. 167 bei Fülleborn, 8% Uhr.- Kartenklub Privatvertreten. Die Fürsorge der Arbeitgeber wäre sehr erwünscht, Sugend), Gigung Sachm. 4% Uhr Adalbertstraße 21 bet Roll. Stachber der Arbeitnehmer im Buchdruckgewerbe in jeder Beziehung zu Theaterverein Crescendo, Sonntags 5 Uhr bei Meißner( Effighaus). Linienstr. 142-143. Bergnügungsverein Normannia II( früher Lustige soweit sie sich dahin erstreckt, die Gehilfen in ihrem Verlangen Fidelitas. Herren und Damen als Mitglieder erwünscht. nach Herstellung geregelter Verhältnisse in den Brudertette, Sonntag, Abends 5 Uhr, Sigung, Manteuffelstr. 9 bei Aber da hapert es bei den omad.- Bergnügungsverein Eintracht, Sonntag, Sigung um 6 Uhr, ffizinen zu unterſtüßen. Vergnügungsverein Bruderherz, Sonntag, humanen" Herren. Dem Bericht des Geraer Gewerbe- Inspektors ist zu entnehmen, daß in Gera, einer der Hauptsitze der deutschen Textilindustrie, die Konzentration der Produktion in ganz bedeutendem Umfange sich vollzogen hat; es sind nur noch wenige fleinere Betriebe vorhanden. Die Zahl der Fabrikbetriebe im Bezirk beträgt 460; beschäftigt sind in denselben 6541 weibliche und 10 961 männliche Arbeiter. Hierzu kommen noch 778 männ: liche und 431 weibliche jugendliche Arbeiter. Daß die Revision, welche doch schon wegen der großen Zahl weiblicher und jugend licher Arbeiter besonders nothwendig ist, in ungenügender Weise vorgenommen wurde, geht daraus hervor, daß nur über 260 Revisionen berichtet wird, und da einige Betriebe mehrmals„ befucht" wurden, so ist mindestens die Hälfte der Betriebe überhaupt nicht revidirt worden. Allerdings wurden, wie es im Berichte heißt, in der Stadt sämmt liche Fabriksanlagen von dem Revierwachtmeister besichtigt, der gewiß den röthigen Einblick in die Verhältnisse hat, um eine entsprechende Kontrolle zu führen, und eine Aeußerung des Gewerbe- Inspektors läßt in dieser Beziehung ziemlich tief blicken, welche wörtlich lautet: Wieine Stellung zu den Polizeibehörden konnte ich als eine ,, durchweg gute" bezeichnen und wurde das bisherige„ gute Ginvernehmen" auch in keiner Weise gestört. Durch die 68 von der Polizeibehörde vorgenommenen Nachrevisionen wurde ich wiederum in die angenehme Lage" versetzt, mich mit den Fabrikanten in flets guten Beziehungen" zu erhalten, so daß ich mich infolge deffen auch nie veranlaßt sab, bei den Revisionen polizeiliche Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen." Die, guten Beziehungen" zu Unternehmer und Polizei scheinen dem Herrn das bei weitem Wichtigste zu sein. Mit den Arbeitern ist allem Anscheine nach das gute Einvernehmen nicht vorhanden gewesen, denn es haben sich äußerst wenig an ihn um Rath gewandt. Das kann nicht Wunder nehmen, wenn man er fährt, wie der Herr die Unfälle beurtheilt. Er schiebt den Arbeitern nicht nur die alleinige Schuld in die Schuhe, sondern verlangt fogar, daß die Arbeitgeber gegen die Arbeiter Strafantrag stellen, und doch ist es lediglich die Profitwuth der Unternehmer, welche den Arbeiter zwingt, sich der Gefahr auszusehen. Würden die Herren bessere Löhne zahlen und über haupt die Affordarbeit aufheben, dann hätten die Arbeiter nicht nothwendig, so zu haften und eventuell die hinderlichen Schußvorrichtungen zu beseitigen. Wegen Ueberbeschäftigung seiner Arbeiter wurde in Annaberg ein Schnurenfabrikant zu 30 M. Geldstrafe und Tragung der Kosten verurtheilt. " Dersammlungen. 4-6 Uhr Nachm. Raupachstr. 3, bei Palaze. Raupachitr. 6: Sigung und Fidelitas. Schaftopftlub Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Turnverein Fichte"( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die IV. MännerAbtheilung turnt jeden Montag und Donnerstag von 8-10 Uhr in der P.ivat- Theatergesellschaft Satur" Abends 349 Uhr, Sigung bei Specht, Martgrafenftr. 83. Freie Bereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthliches Gemeindeſchul- Zuruballe Stepbanfir. 3( Moabit). " Beifammensein im Reſtaurant Julius Wernau, Rosenthalerstr. 67. Dafelbst Ausgabe der Bibliothekbücher und Annahme von Beiträgen. 9Vermischtes. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bat!) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. haften, tropenartigen Wälder der vorgeschichtlichen Zeit entSchulze 100. Steinkohle ist durch Vergehen der riesenstanden. Eine genauere Darlegung an dieser Stelle ist unmöglich. Der Verband deutscher Korbmacher hielt am 19. November seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab der Vorsitzende bekannt, daß die Versammlungen nunmehr in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, stattfinden. Hierauf wurde in eine Besprechung der Uebelstände bei der Firma Rudloff u. Ko., Ritterstr. 86, ein getreten. Es wird in der Versammlung darüber folgendes be- Mordverfuch auf einen Geldbriefträger. Wie der richtet: Die Arbeiter wurden in genannter Fabrik anfänglich in Breslauer General- Anzeiger" meldet, lauerte Sonnabend früh Wochenlohn eingestellt. Als aber durch guten Geschäftsgang fich 8 Uhr der 22 jährige Maler Teichert aus Liegnik in einem die Bestellungen anhäuften, wurden mehr Leute eingestellt, aber dunklen Hausflur in der Albrechtstraß in Breslau dem Geldbrief= gleichzeitig von seiten der Fabrikanten der Versuch gemacht, die träger Hübner auf und versezte demselben mit einem Messer Affordarbeit einzuführen. Hier ist viel von den Arbeitern ge- mehrere Stiche; darauf versuchte er, dem Briefträger seine Geldfündigt worden, und Kollege Keller war es, der zuerst die Akkord- tasche zu entreißen. Auf das Hifegeschrei des letzteren eilten arbeit angenommen hatte. Dies wurde von den Anwesenden Leute herbei und es gelang, den Thäter festzunehmen. Der Geldund den dort Arbeitenden allseitig verurtheilt. Was die Arbeiter briefträger trug eine bedeutende Summe bei sich. in diesem Geschäft durch ihr Schuften ernten werden, das werden sie nach Weihnachten erfahren müssen, dann werden die Löhne gekürzt, wie es jetzt schon bei einigen Gegenständen der Fall ist. Bedauerlich ist es, daß die Kollegen sich den Wochenlohn nehmen ließen; sie dachten wohl, daß sie durch ihr über. legten nicht, daß sie sich selbst und die übrigen Kollegen schädigten. mäßiges Arbeiten ein paar Mark mehr verdienten, aber sie überNachdem die dort Beschäftigten erklärten, die Ueberstunden um zwei Stunden zu verkürzen, hielt Genosse Jahn einen beifällig aufgenommenen Vortrag über" Die Lebenshaltung des Prole- Neumann 18. Fingirte Krankheit ist gleichbedeutend mit tariats". erdichtete, geheuchelte Krankheit. Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und 3. S. 52. Sind Sachen vom Vermiether einbehalten, so auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter und Ar- hat der Vermiether die Verpflichtung, die Sachen aufzubewahren. Die Züricher Regierung hat der Schuhmacher.beiterinnen( Filiale II) batte am 20. November eine Ver- Er kann nichts anderes thun, als seine Forderung einklagen und Gewertschaft in Winterthur zu ihrem Fachkurse sammlung einberufen, in der Herr Joel in einem interessanten dann die einbehaltenen Sachen auf grund des Urtheils pfänden einen Beitrag von 100 Fr. bewilligt und ersucht ihrerseits über- Vortrag über Religion und Siftlichkeit im Lichte der Naturwissen- und verkaufen lassen. Verkauft er fie ohne diefe Manipulation dies noch den Bundesrath um einen weiteren Beitrag. In schaften sprach. Zur Erledigung standen hierauf Verbands- und ohne Einwilligung seines früheren Miethers, so begeht er Deutschland löst man die Gewerkschaften der Arbeiter auf. Die angelegenheiten. Nachdem die Abrechnung des Hauptvorstandes eine Unterschlagung. Monarchie wird da von der Demokratie wieder tief in Schatten vom dritten Quartal verlesen war, gelangten die Statuten- Müller. Tragen Sie auf gerichtliche Entscheidung gegenüber gestellt. änderungen zur Besprechung. Zum Delegirten für die nächste dem Strafbefehl an. Generalversammlung wählte die Versammlung das Mitglied O. 2. 49. 1-3: Nein: Sprechen Sie oder die Betreffende Sauerzapf. Der Arbeitsnachweis wurde durch die Mitglieder zwischen 12 und 1 Uhr vor. Kams und Jost ergänzt. Die Billets zum Maskenball, der am Hagedorn. Bitte nicht zu vergessen, daß die Berichte nur 19. Januar stattfindet, werden in der nächsten Bersammlung am auf der einen Seite des Papiers geschrieben werden sollen. 18. Dezember ausgegeben. Arbeitsnachweis, Bibliothek und Maschinisten und Heizer. Ihr Eingesandt ist unleferlich. $. K. 50, G. K. E. E., B. B. Nein. Verkehrslokal befinden sich bei Pettersohn, Veteranenstr. 21. Die freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure Sie das Recht, die von Ihnen gefertigte Waare zurückzuhalten. 39 s. R. So lange der Lohn nicht ausgezahlt ist, haben hielt am 20. d. M. eine Versammlung ab. Die Wahl des Bibliothekars wurde bis zu der im Januar stattfindenden General- unter Beweisantritt für die Zahlung im Termin. 2. Die Mutter K. kontra R. 1. Erheben Sie den Einwand der Zahlung versammlung zurückgestellt. Alsdann hielt Kollege Peterson foll sich an das Vormundschaftsgericht schleunigft wenden: der eine Vorlesung über Kunst und Natur. In der Diskussion Bormund hat keinerlei Recht, für seine Bemühungen etwas, und faffers entgegen zu treten. nahmen verschiedene Redner Veranlassung, der Ansicht des Vergar 400 M., zu behalten. Maßregel gegen die Steuerreftauten. Die Vereine von Wolkenstein( Sachsen) sind durch amtshauptmannschaftliche Verfügung aufgefordert worden, die Mitgliederlisten beim Stadtrath einzureichen. Die Steuerrestanten sollen durch die Behörden von den Vereinen ausgeschlossen werden. Gewerkschaftliches. An die Möbelpolirer! Am Montag, bends 82 Uhr, findet in dem Lokale des Herrn Ulrich, Waldemarstr. 75, eine Verbandsversammlung statt. In dieser Versammlung kommt die Angelegenheit der Pfaff'schen Werkstatt sowie Antwort des Herrn Pfaff auf unsere Beschwerde zur Besprechung. Bei der Wichtig feit dieser Versammlung ersuchen wir unsere Berufskollegen um recht rege Betheiligung. Der Bevollmächtigte P. Kluge. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Die in letter Zeit abgehaltenen Werkstatt- und Geschäfts- Delegirtensitzungen hatten, wie bekannt, den Zweck, im engeren Kreise unserer Kollegen und Kolleginnen über unser Vorgehen in der Konfektion zu be rathen. Zur weiteren Durchberathung und Sichtung des gesammelten Materials find noch mehrere Sigungen nöthig. Es finden daher in verschiedenen Stadttheilen nochmals derartige Sigungen statt, und zwar für den Norden am Mittwoch, den 28. November, bei Augustin, Kastanien- Allee 11, und in Moabit bei Hermer Schmidt, Perlebergerstr. 28; am Donnerstag, den 29. November, im Often bei Wilke, Andreasstr. 26, und bei Trittelwitz, Falkenstein ftraße 7; im Südosten bei Zubeil, Naunyn str. 86. Kollegen und Kolleginnen, speziell der Mäntelbranche, er scheinen Sie recht zahlreich zu diesen Sigungen, um baldmöglichst ein Endresultat zu erzielen. An die Delegirten der Orts- Krankenkaffe der Schuh macher! Am Dienstag, den 27. November, Abends 7/2 Uhr, findet in den Arminhalen, Kommandantenstr. 20, die Vorstands wahl statt. Wir ersuchen die Delegirten, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen. J. A.: Karl Willner. Die Arbeiterinnen der Konservenfabrik in Neu Strelig, die wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt baben, streifen weiter. -Die Hausdieuer, Packer, Kutscher und Berufsgenossen hielten am 21. November zwei Versammlungen ab, die beide gut besucht waren. In der einen, welche bei Gründel in der Brunnenstraße tagte, referirte Waldeck Manasse über: VoltsAberglauben. Seinen beifällig aufgenommenen Aus ührungen folgte eine kurze Diskussion, in der schließlich die Anwesenden ermahnt wurden, energisch für den Bierboykott einzutreten. Nach Schluß der Versammlung fand ein vom Verbande aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter veranstaltetes geselliges Beisammenfein statt, bei welchem zu einem wohlthätigen Zwecke durch eine amerikanische Auktion 14,10 Mart aufgebracht wurden. Die zweite Versamm lung tagte in Nixdorf. Dort referirte Kamp über die Mißstände im Handels- und Transportgewerbe und zeigte, daß nur durch Anschluß der Kollegen an die Organisation eine Besserung derselben möglich ist. Redner bemängelte u. A., daß diejenigen Kollegen, welche es übernommen haben, die Geschäfte, in denen während der gesetzlichen Sonntagsruhe gearbeitet wird, zur Anzeige zu bringen, durch häufige Vorladungen vor die Polizei zum Termine in ihren Stellungen gefährdet würden. Nach kurzer Diskussion gelangte eine Resolution zur Annahme, in welcher die Vereinigung der Kutscher in Rigdorf sich aufzulösen versprach und fämmtliche Anwesenden sich zum Eintritt in den Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfs: daß bei Hilpert, Ecke der Hermann- und der Karlsgartenstraße, fich eine Bahlstelle von diesem Sonnabend ab befindet. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienGesellschaft. Beute, Sonntag, den 25. November: Sahltag bet Gtümte, acterstr. 123 und bei Witte, Stallschreiberstr. 58. Der Zuzug von Silberarbeitern( Besteckarbeiter) nach Breslau ist fernzuhalten, ebenso der Zuzug von Goldarbeitern arbeiter verpflichteten. Der Kassirer dieses Verbandes theilte mit, ( Pincénezarbeitern) nach Rathenow, weil in beiden Städten Lohndifferenzen ausgebrochen sind. Buzug ist ferner noch zu vermeiden: Von Tischlern nach Bulmte bei Gelsenkirchen( Laarmann's Werkstätte), und Tworot, Kreis Gleiwit( Wertstatt von Baumeister Busch); von Metallarbeitern, Tischlern und Stellmachern nach Güstrow i. M.( Mecklenburgische Waggonfabrik); von Tischlern und Drechslern nach Goslar( Pfeil'sche Möbelfabrik); von Drechslern nach auterberg( Fabrit Hillegeift) und Harzburg( Schulze's Holzbearbeitungsfabrik); von Bürstenmachern nach Braunschweig Werkstatt von Ecke, Wendenstraße); von Korb machern nach Grope lingen bei Bremen( H. Lührsen's Werkstatt), Oslebshausen bei Bremen( Barre's Werkstatt) und Seehausen bei Bremen ( K. Pieper's Werkstatt). Der Verbandsvorstand der evangelischen Arbeiter vereine von Rheinland und Westfalen hat in einer Sigung, in der, wie gewöhnlich, die Herren Geistlichen das große Wort führten, den Beschluß gefaßt, daß die durch sie vertretenen Vereine dem„ Gewerkvereine christlicher Bergleute" in corpore nicht beitreten, daß es vielmehr jedem Einzelnen überlassen bleiben soll, dies zu thun. Vergnügungsverein Italia". Sonntag, den 25. November, Abends 6ubr, bei Leitmann, Brunnenstr. 9, eine Treppe. Gesellschaftsabend. Geselliger Arbeiterverein Bruderkette". Sonntag, den 25. NoR. H., M. W., H. E. 63, T. M., C. F. 5. Ja. Holland. De Boonbreker, Soc. Volksblad( Redakteur Troelstra, Utrecht, Leidsche Weg 17e) ist das von Ihnen gemeinte sozialdemokratische Organ. 2. 100. Wenden Sie sich in der Augelegenheit, in der Partikularrecht von Mecklenburg- Strelit zur Anwendung gelangt, einen Rechtsanwalt in Mecklenburg- Strelitz. an W. 100. Schriftlich an den Kommandeur des Regiments. 5. G. Uns unbekannt. W. H. 1. Pfändung, event. Haft. 2. Der Vater ist nicht zur Zahlung der seinem Sohn auferlegten Strafe verpflichtet. A. P. Die Ehefrau ist nicht berechtigt, den Ehemann zu verlassen oder, wenn sie ihn verlassen, Ihr Eingebrachtes zurückzuverlangen. 2. Nein. 3. Der Frau. zwischen 12 und 1 Uhr vor. J.. B. Nein, seien Sie vorsichtig und sprechen eventuell 1. 2. Nach Siegelung muß Ihre Frau sich an die Steuerbehörde mit dem Antrag, die Sachen freizugeben, wenden und, wenn dem Antrag nicht entsprochen, wird bei Gericht die Interventionstlage erheben. $. P. 55. Nach Erlaß des Urtheils tönnen Sie einen dahin gehenden Antrag bei Gericht schriftlich stellen. A. Lang. Als Urwähler ist in Bayern für bayerische Landtagswahlen fe der volljährige bayerische Staatsangehörige berechtigt, der dem Staat seit mindestens 6 Monaten eine direkte Staatsfieuer entrichtet, weder unter Kuratel noch in Konturs sich befindet, noch öffentliche Armenunterstützungen bezieht oder in dem Zeitraum eines Jahres vor der öffent. lichen Auslegnng der Wählerlisten bezogen hat, noch durch Strafgerichtsurtheil die Wahlbefähigung verloren hat. A. p. Die Bestimmungen über Sonntagsruhe finden anch auf Bußtag Anwendung. Jst dort dagegen gefehlt, und gar mit vember, Nachmittags 5 Uhr, bet Behlendorf, Beughofftr. 8: Gigung. Nachher polizeilicher Genehmigung, fo tönnen Sie Strafanzeige erstatten. Fibelttas. Geselliger Verein Anne- Marie". Sonntag, den 25. November, A. B. C. 100. 1. Der Betreffende hat Lohnentschädigung abends 5 ühr, im Restaurant Pietsch, früher Gründel, Dresdenerstr. 116: für die Zeit vom 17. bis 31. Oktober zu zahlen. 2. Ja. 3. Nein. Gesellschaftsabend. 4. Nein. 1 Uhr vor. abends ex uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Versammlung. Bortcag des Ge Verein deutscher Schuhmacher. Berlin. Sonntag, den 25. November, J. T. Sprechen Sie mit Vertrag zwischen 12 und noffen Schöpfiin. Nach der Bersammlung: Gemüthliches Beisammensein. Verein deutscher Schuhmacher. Filiale Rirdorf. Bersammlung am G. R. 20. Das neue Miethsgefeß betrifft lediglich den Montag, den 26. November, Abends 8 Uhr, bet M. Schüß, Prins Sandjery- Umfang des Pfandrechts des Vermiethers und ist im Vorwärts" ftraße 7. Tagesordnung: Vortrag. Sehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ernten vom 29. Juni 1894 ausführlich behandelt. Kolbe. Ohne nähere Angaben nicht aufnahmefähig. Bilfe bei Unglücksfällen. Montag, den 26. November cr., Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, rechter Gartensaal, Kommandantenitraße 20. Bortrag und Uebungsstunde unter Leitung des praktischen Arztes Hrn. Dr. Christeller. Aufnahme neuer Mitglieder. schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: NationalArbeiter Bildungsschule. Montag Abends 8%-10% Uhr: Nord. ötonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen Briefkaffen der Expedition. 8. 2. in B. 1. Gie irren, wenn Sie behaupten, die Barte habe bisher keine Broschüren herausgegeben, die sich mit Landim heutigen Inserat, weitere in unserem Schriften- Verzeichniß, arbeiterfrage und Agrarpolitik beschäftigen. Einige finden Sie das Sie auf Verlangen gratis und franko erhalten. 2. Ja; im Protokoll des Frankfurter Kongresses sind die Reden Vollmar's Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jezt, Ein Waschzettel der Unternehmerorganisation im im Laufe des Semesters, eintreten. Montag, Abends' 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Buchdruckgewerbe, des unter Leitung des sehr bekannten Herrn unterricht in Gesegestunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 133: Klinkhardt in Leipzig stehenden Deutschen Buchdrucker- Vereins", Deutsch. Oft- Schule, Martusstr. 81, Unterricht in Gefegestunde. burchläuft gegenwärtig die Preffe. Man entrüftet sich sehr, daß Arbeiter- Sangerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: in den lehthin von Berliner Gehilfen einberufenen Protest- find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitraße 49, Ad. Neumann, Pafewalferfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender und Schoenlant's über obige Frage nach den stenographischen Aufv. 2 Tr. Dersammlungen, die bekanntlich mit Einmüthigkeit die Zwangs- Montag, Abends 9-11, Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. zeichnungen von den beiden Referenten bearbeitet. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 25. November. Opernhaus. Die Afrikanerin. Montag: Hänsel und Grethel. Die Jahreszeiten. Schauspielhaus. Egmont. Montag: Wie die Alten sungen. Deutsches Theater. Daniela Weert. Montag: Die Weber. Berliner Theater. Die Here. Montag: Zwei glückliche Tage. Lessing Theater. Zwei Wappen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Die Karlsschüler. Montag: Hans Sachs. Burgruine. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Jabuka.( Das Apfelfeft). Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Unterpräfekt. Vorher: Villa Vielliebchen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Romödianten. Montag: Das neue Stück. Theater Unter den Linden. Meißener Porzellan. Sataniel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. König Krause Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. O! diese Berliner. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die ewige Braut. Montag: Dieselbe Borstellung. Alexanderplat- Theater. in China. Kulike Die Chansonnette. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Der Tod als Bathe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Vorstellung. Alcazar Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Bassage). Vornehmster Familienaufenthalt! Neu! Sensationell! Neu! Unsere Garde. Große Posse mit Gesang u. Tanz und militärischen Aufführungen in 1 Att von Beckers. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochent. 20 Pf., Sonntags 40 Pf. R. Winkler. Castan's Panopticum. Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase das fleinste Menschenkind. Merikanische Riesen- Cacteen in noch nie gesehener Größe. Fassage- Panopticum. 51 wilde Weiber aus Dahomey. Die Herenschaukel, neueste Illusion. Unserem Genoffen, dem ,, eifrigen Moabiter Studiensammler" Carl Trittelwit, zu seinem morgen stattfindenden Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. Alter Stammwirth, mert es Dir, Morgen brauchen wir viel Bier, Denn wir wollen lustig sein, Drum richt' Du Dich darauf ein! H. S.-J. F.-H. S.-R. M. Todes- Anzeige. Saub. möbl. Schlafft. f. H. billig zu verm. Krautstr. 16a, v. 3 Tr. b. Baron. Theilnehmer f. e. möbl. Zimmer sucht Berlin, Adalbertstr. 4, v. 3 Tr.[ 1228b Warnung! gearbeitet haben. Wir bringen hierdurch zur öffent lichen Kenntniß, daß wir beschlossen Freundl. Schlafst. für 1 Hrn., sep. haben, bei den im Winter vorkommenden Eing., zu vm. b. Meyer, Prinzessinnen- städtischen Arbeiten nur solche Pers straße 7, v. 4 Tr. 1232b fonen zu beschäftigen, welche in Berlin ortsangehörig sind oder wenigften? Schlafft. für 2 Hrn., auch möblirt, bereits im vergangenen Sommer hier Gitschinerstr. 51 b. Wernit, Laden. Allen Freunden und Bekannten die Eine freundl. möbl. Schlafft. i. s. od. traurige Nachricht, daß mein lieber sp. an 2 Gen. 3. verm. Oranienftr. 8, Mann, der Tischler Julius Paeper vorn 2 Tr. r. am Dienstag nach langen, schweren Leiden plötzlich am Herzschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Rummelsburger GemeindeFriedhof statt. Um stilles Beileid bittet 1240b Die trauernde Wittwe. Danksagung. 1230b Schlafft. f. H. Adalbertstr. 3, v. 2 Tr. I. Wir bemerken bierbei, daß der Vor stand des Zentralvereins für Arbeits nachweis, durch dessen Vermittelung die von uns benöthigten Arbeiter anMöbl. Schlafft., 8 Mart, Schmidt, genommen werden, uns die Mittheilung 12296 gemacht hat, daß er bis auf Weiteres Mariannenstr. 40, 1 Tr. den von auswärts nach Berlin zus ziehenden Arbeitern so lange die Einschreibung in seine Listen versagen wird, als die Nachfrage nach Arbeitern durch das Angebot von Berliner Arbeitslosen gedeckt werden kann; frage nach Arbeitern ein großes Angebot gegenwärtig stehe einer geringen Nach von solchen gegenüber, so daß auswärtige Arbeiter nicht dringend genug vor dem planlosen Zuzuge nach hier gewarnt werden können. Frdl. Schlafst. für Herren Naunyn straße 87, Qugb. 3 Tr. Wwe. Penquitt. Beffere Schlafft. f. 1-2 Hrn. Wiener straße 18, v. 3 Tr. bei Wwe. Wolff.[ 1258b Möbl. Schlafft. Adalbertstr 84, v. 4 Tr. Für die zahlreiche Betheiligung und Kranzspenden bei d. Beerdigung meines lieben Mannes, des Tischlers W. Meyer, fagen allen Freunden und Kollegen 1199b unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Meyer. Schlafft. f. 2 Hrn. Alexandrinenstr. 99, 1219b Frdl. Schlafft. zu verm. Wwe. Klaue, S. Neumann's Röpenickerstr. 8a, H. 2. Ging. part.[ 12416 Bentral- Bazar. 1. Geschäft: Andreasstr. 62. 2. Geschäft: Frankfurterstr. 90, Ecke Markusstraße. 8152* Durch Gelegenheitskäufe und Massenabschlüsse große Posten in Haus- und Küchengeräthen, Emaille, Porzellan, Steingut, Holzwaaren, Besenwaaren, Waschständer, Gardinenstangen 50 Pfg. Rosetten von 8 Pf. an 2c. 2c. wie be fannt zu den billigsten Preisen. Möbel. Begen Ersparniß der Ladenmiethe bin ich in der Lage, Wohnungs- Einrichtungen sehr Musterzimmer zur Ansicht. E. Schlafft. Staligerstr. 8, v. 2 Tr. r. Bimmer, 12 od. 7,50 M., sofort oder später Markusstr. 6, Seitenfl. 2 Tr. Möbl. Schlafft., sep. Eing., f. 25. 3. 1. Dez. zu verm. Schmidstr. 9, H. 4 Tr. r. Möbl. Schlafft. f. Herren( sep. Eing.) Fürstenstr. 15, Hof 3 Tr., b. Grönke. Schlafft. f. H. b. Burger, Waldemarstraße 16, 3 Tr. I. 11896 Anst. Schlafft. für zwei solide Herren Hollmannstr. 42, v. 4 Tr. Klingel am er billig zu verkaufen( auch einzeln). Brieftaſten. 29/3 0. Blumenstr. 21, 1 Tr., Meng. Genossen empfehle ich meine MöbelSpiegel- und Polsterwaaren, auch gebrauchte. Chr. Behrend, Grüne 161b Sanssouci eg 15. Kottbuserpraße 4a. Jeden Schiller- Theater. Sonntag und Donnerstag: ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, den 25. November, Abends 8 Uhr: Die Karlsschüler. Dichter- Abende im Saale des Vereins junger Kaufleute", Beuthstraße 20, Abends 71/2 Uhr: Auf Wunsch zum 3. Male: Chamisso- Abend. Montag, den 26. November, Abends 8 Uhr: Hans Sachs. Burgruine. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. Anna Bäckers. Josefine Dora. Bum 87. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: 0! diese Berliner. Adolph Ernst- Theater Charley's Taute. Schwant in 3 Akten v. Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Der Tod als Pathe. Stettiner Sänger Zum Schluß: ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl, Röhl und Blank). Bubenstreiche. Urkomisches Ensemble. Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Billets à 40 Pig.( nur für die Wochentage giltig) sind im Vorverfauf in der Zigarrenhandlung von Reßler, Rottbuserplay, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. Beste Bezugsquelle für Mehle, Sülsenfrüchte c. 2c. Vorzügliche Qualitäten. per Pfd Extra- Kaiser- Auszug 18 Pf. Kaiser- Auszug . 14: f Best. Weizenmehl( 2 Pfd.) 25 11 Gutes Weizenmehl. Bestes Roggenmehl... 12= Zucker f. Raffinade Linsen Weiße Bohnen Schälerbsen, extra groß, 22= 9 = 10= groß( 2 Pfd.), Hartgries Weizengries I, II 16-13= 2C. 2C. 35-33 20# 1003b Lust& Co., 14, Brunnenstr.14. Circus G. Schumann. leiderspind 85. Wäschespind 37, Friedrich Karl- Ufer. Sonntag, den 25. November, Aends 72 Uhr: Bettstelle m. Matraße 27. Pantstr. 29. Genosse find. frdl. möbl. Schlafstelle bei Meffert, Oranienstr. 14, 4 Tr. 1191b Freundl. Schlafft. b. Frau Dergel, Manteuffelstr. 78. 1188b Frdl. Schlafst.( Stube nach vorn) bei Möller, Staligerstr. 44, v. 4 Tr. Schlafft. m. sep. Eing. f. 1 od. 2. zum 1. Schleiermacherstr. 11, Qug. III. Frol. Schlafft. f. 2 Herrn Dresdenerstraße 13, Hof 2 Tr. b. Fehlauer. Genosse findet frdl. Schlafft. Reichens bergerstr. 5, Quergeb. 1 Tr. r. 1185b Freundl. Schlafft. Landsbergerstr. 16, Querg. 3 Tr. b. Lehmann. 11836 Möbl. Schlafft. f. H. Brandenburgstraße 4, v. 4 Tr., b. Bäcker. 1184b Möbl. Schlafft. 3. verm.( sep. Ging.) Naunynstr. 64, Hof 1 Tr. v. 1182b Möbl. Schlafft. bei Krüger, Wasser: thorstr. 5, v. 2 Tr. Frol.Schlafft.b.Adamek, Moritstr.21, III. 1218b Schlafft. f. H.( mit Kaffee 8,50 M.), a.f.Schuhmacher, Ritterstr.17, Hoffmann. Frol. Schlafft. f. Herrn Langestr. 15, 1186b Port. 11, 2 Tr. b. Hochfeldt. Theiln. z. möbl. Zimmer Kurfürstenstraße 37 b. Herting. 12166 Schlafstelle f. Herrn, b. Kluge, Strauß Berlin, den 28. November 1894. Magistrat hiesiger kgl. Haupt- u. Residenstadt Zelle. Buchhandlung des Vorwärts Berlin SW., Beuthstr. 2. Zum Studium über die Stellung der Sozialdemokratie zur Landagi tation empfehlen wir: Bur Landagitation. Preis 10 Pf. Porto 3 Pf. Soziale Frage auf dem Lande. 1. Die Lage der ländlichen Lohn arbeiter in Preußen. 2. Der Ruin des ländlichen Kleinbetriebes durch die landwirthschaftliche Großproduktion. Preis 20 Pf. Porto 3 Pf. Soziale Frage und Bodenverstaatlichung. Von Conrad Schmidt. Preis 15 Pf. Porto 3 Pf. Deutsche Bucker- Industrie und ihre Subventionirten. Von Max Schippel. Preis 15 Pf. Porto 3 Pf. Junker und Bauer. Zur Ent wicklung unserer Agrarverhältnisse Von P. Kampffmeyer. Preis 15 Pf. Porto 3 Pf. Das platte Land und die Sozialdemokratie. Von E. Effner. Preis 20 Pf. Porto 3 Pf. Bur Entwicklungsgeschichte des Kapitalismus in Deutschland. Bon P. Kampffmeyer. Preis 25 Pf. Porto 5 Pf. Die Epigonen der Raubritter. Ein Beitrag zur Entwicklungs Geschichte unseres Junkerthums. Preis 75 Pf. Porto 10 Pf. Frankfurter Kongres- Protakoll. Preis 25 Pf. Porto 10 Pf. In Partien billiger. Bei Bestellungen von Auswärts bitten wir den Betrag inkl. Porto in Briefmarken der Bestellung bei. zufügen. bergerstr. 22 4£ r., Aufg. lints.( 12246 Winter- Ueberzieher, Hosen, fpottbillig. 10222* Reichenbergerstr. 183. Seidel 5 Pf. Saubere Schlafftelle f. H., billig zu Pfandleihe, Stalizerstr. 13. verm. Kl. Markusstr. 11 I, Hayn. 183. Möbl.Schlfft., sep., Holzmarktstr.73, IV I. Seidel 10 Pf. Theilnehmer z. möbl. Zimmer( Zur gesucht, Pleßner, Alvenslebenstr. Potsdamer Tonne. Große Eröffnungs- Vorstellung Frdi. möbl. Schlafſſt., 2 fenſtr. Stube, Ningſch. Sing. Maſch., Dranienſtr. 59111. zügliches Weißbier u. alten Nordhäuſer von 225 M fep., f. H., 7 M., b. Pivonta, Adalbertstraße 54, H. 3 Tr. 1234b Ein Genosse findet frdl. Schlafstelle 1208b Oranienstr. 2, 3 Tr. links. Texas Jack's American Prairie Life Show. ( Illustrationen v. amerikanisch. Prairieund Plantagen- Leben). Sioux Indianer. Cowboys. MexiFrdl. möbl. Schlafft. f. 1 od. 2 Herren kaner Prairie- Mädchen. Plantagen- bei Bengtsson, Forsterstr. 19, v. 2 Tr. Neger. Vaqueros. Bucking Bronchas 2c. Champion- Pistolenschütze Mr. F. L. Corcy The Fey's. Ansiedlers Heim im fernen Westen. Szenen aus dem Prairie- Leben 2c. Montag, den 26. November, sowie täglich Abends 7/2 Uhr: Vorstellung. Circus Renz Ausstattungs- Komödie in 5 Akten von Ernst Bluhme mit theilweiser Benuhung einer Jdee von August Blanche. Dekorationen von Müller und Schäfer. Beleuchtungseffekte vom Ober- Beleuchter Collander. Maschinerien vom Theatermeister Weisse. Lichtbilder von Ludwig Richter. Zanz- und Flugevolutionen vom Balletmeister G. Zinner arrangirt. Die lebenden Land- und Wasserthiere Sonntag, 25. November 1894, aus dem Aquarien Institut von Otto Preusse, Alexanderstr. 28. Garderoben und Requifiten vom Ober- Garderobier Paul Hildebrandt. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 5 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a- Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 25 Pf. Carlstrasse. Abends 7/2 Uhr: Tjo Ni En. DF Sensationelle Tänze, u. a. les grelots vivants, jeu des barbichons 2c. Außerdem: 6 trak. Rappen, vorgef. vom Dir. Fr. Renz. Grande Quadrille de la haute équitation, ger. v. 6 Damen und 6 Herren. Mr. Clark als Jockey. Der Imitator- Klown Mr. Ybbs. Der sensationelle Handequilibrist Mr. Jules Keller etc. Montag: Tjo Ni En. Möbl. Schlafst. n. vorn f. 2 Herren, 7 M., bei Pfeiffer, Wallstr. 31, 3 Tr. Möbl. Schlafit. f. Herrn, sep. Ging., b. Reichert, Friedrichsgracht 44, v. 1 Er. Schlafft. f. Herrn b. Pethke, Dresdenerstraße 99, I. Seitenfl. 2 Tr. 1211b Möbl. Schlafft. Prinzenstr. 12, v. 4 Tr. r. Möbl. Schlafft. f. H. b. Wwe. Schwarz, 1213b Eisenbahnstr. 37, v. 1 Tr. Schlafstellen( 6 M.) b. Wwe. Scholz, 1214b Roblantstr. 12, v. 2 r. Ein anst. Mädchen fann einwohnen bei Wittwe Hartlapp, Schmidstr. 10a, 1. Quergeb. 4 Tr. r. 1206b Frol. Schlafstelle bei Wwe. Meyer, 1205b Rüdersdorferstr. 17, 4 Tr. Möblirte Schlafstelle für Herrn, sep. Ging., bei Genossen Bey, Schönlein straße 32, v. 4 Tr. 1215b Frdl. helle Schlafft. f. 1 od. 2 Herren for. oder 1. Dez. b. Gen. Sommerfeld, Holzmarktstr. 44, H. 1/2 Tr. 1204b Möbl. Schlafstelle f. Herrn, sep., bei Wwe. Lade, Schmidstr. 8, 8 Tr.( 12086 Empfehle als Spezialität mein vorKorn. Jeden Freitag Abend frische Blut- u. Leberwurft. Achtungsvoll Wilhelm Kirschke. Möblirte Schlafstelle, Oppelnerstr. 19, Hof III links.[ 1236b 1200b Naunyn[ 230M Schlafſtelle b. Ww. Maier, Nano Saal 100 bis 120 Personen faffend straße 84, v. 111. ist noch Sonnabends frei mit Möbl. Schlafstelle f. H., sep. Eing., Nebenräumen. Rein Ringbier! Görlitzerstrasse 52, Dhmgasse 3b v. 2 Tr. lints.[ 1221b C. Vogel. Möbl. Schlafft. Naunynftr. 64, H.2 Tr. L. Bereinszimmer zu verg. Tilſiterfir. 82. I. Frdl. Schlafft. z. verm. Mariannen1201b Vereinszimmer, 15-100 Ber play 5, H. r. 2 Tr. b. Trumpfe. 1255b Saal. Sonen faffend, frei, auch Conntags, Alte Jakobstr. 83. Frdl. Schlafft., sep. Ging., f. 1-2 H. b. Frau Block, Waldemarstr. 51, 4 Tr. Gute Schlafft., sep. Eing., f. 1-2 H. b. Frau Ruth, Mustauerstr. 33, H. 2 Tr. Frol. Schlafft. f. H. b. Kuhnke, Am Schles. Bahnhof 3. 1250b 12516 Allen Bekannten und Genossen zur Nachricht, daß ich vom heutigen Tage ab ringfreies Bier ausschänke. Karl Müller, Mohrenstr. 22. 1246b Zimmer für Vereine oder Zahlstelle sof. zu verg. Wesner, Fruchtstr. 18. Möbl. Stübchen mit sep. Eingang 1261b Damen- Jaquette von einzelnem Herren gesucht. Off. mit Preisangabe an H. Schnieber, Kott in eleganter Ausführung von 6-20 M. bujer Damm 8, v. 3 Tr. 12696 verkauft A. Selo, Landsbergerstr. 60, part. Möbl. Zimmer, auch Schlafft., für 1 H. o. D. z. verm. Mariannenstr. 45, Zeugen Gesuch. Diejenigen, die v. 3 Tr. b. Hannemann. 12596 am 15. Sep. die Schlägerei auf dem Steinmezplaße Friedenstr. 66, gesehen Frdl. Schlafft. f. H., sep. Eing., haben, fönnen sich Friedenstr. 65 bei Ruppinerstr. 13, v. 4 Tr., b. Schulz. Gellings melden. Schlafft. schön. 3. H. o. D. AlexanderStraße 9, Quergeb., 4 Treppen, n. am Alexanderplatz, bei Köch. 1160b Anft. Schlafft. Reichenbergerstr. 127, 12r. Möbl. Zimmer an 1 od. 2 H. Georgen firchstr. 53, v. 4 Tr. r. 1264b Arbeitsmarkt. 1249b Suverläffiger Sattelmacher und erfahrener Geschirrarbeiter für dauernde Stellung gesucht Fr. Renz, Rommissionsrath. Doppel Quartett, Reichhaltige Ausstellung von gut geschult, fucht bei freiem Beitrag Land- und Seethieren, wie Affen, u. Nebenverdienst einen gut. 1. Tenor. Frdl. Schlafft. f. 1 od. 2 Genossen Riesenschlangen, Krokodilen. Hai- Offerten unter K. L. Expedition des 1198b b. Rosel, Höchstestr. 29, 1 Tr. H. [ 224M und Tintenfischen etc. Borw." erbeten. Verantwortlicher Utebatteur: J. Dierl( Emil Roland) in berlin. Drud und Verlag von Waz Bading in Berlin, SW, Beutyftraße " 1268b 12706 Schlafft. Reichenbergerstr. 32,§. 4 Tr. r. Wilh. Statthalter, Bonn a. Rh. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 275. Sonntag, den 25. November 1894. Arbeiter! Varteigenossen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts find abgebrochen worden, weil die Ringbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Riugbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eristenjlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug seine Nache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Ansinnen ein empörtes kurzes Nein entgegenseßten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werben die klassenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrloser Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand ans Werk legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Maffenmaßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klaffenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es keinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. = Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. May Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Fraut furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Eine Festgabe Die Boykott- Kommission. zur Gustav Adolf- Feier. Fürsten des 17. Jahrhunderts sind der deutschen Sozialdemo fratie schon weniger Hekuba. Nicht daß sie dem Grundsay folgte, wonach die Sünden der Vorfahren an den Nachkommen zu rächen wären, oder eine Genugthuung darin fände, den UnAm 9. Dezember soll im protestantischen Deutschland die muth über die Nachkommen am Andenken der Vorfahren auszus dreihundertjährige Wiederkehr des Geburtstages Gustav Adolf's lassen. Ihr praktisches Verhalten bestimmt sich nach den Ver von Schweden feierlich begangen werden. Da es sich bei dieser hältnissen, die sie vorfindet, sie zieht ihre Nichtschnur dafür aus Festlichkeit um Verdienste handelt, die der Schwedenkönig sich den Bedürfnissen des gegebenen Kampfes, nicht aus historischen angeblich um die Sache des Protestantismus erworben, so könnte Reminiscenzen. Aber in einem Lande, wo nun einmal diefelbe für Leute, die religiöse Fragen von jenseits von gut noch so unendlich viel historischer Trödelkram sich breit macht und böse" betrachten, zunächst eine gleichgiltige Sache sein. Indeß und in die Gegenwart hinein wirkt, ist die Klarstellung hat die Gustav Adolf- Feier auch ihre politische man kann der Vergangenheit fein unnüßes Erinnern, vergeblicher Streit", fagen, ihre politisch- psychologische Seite. Sie ist bezeichnend für sondern ein nothwendiges Stück Kritik der Gegenwart. den Geist, der die leitenden Kreise und die hinter Wieso kam es, daß Gustav Adolf eine Zeit lang eine Person ihnen stehenden Klassen in Preußen und dem übrigen von europäischer Bedeutung werden konnte? Niemand wird ihm nichtultramontanen Deutschland beseelt, und für die Natur des die Fähigkeit tluger Berechnung, militärische Tüchtigkeit und Nationalbewußtseins, das diese Leute dem deutschen Wolfe em firategische Begabung streitig machen. Aber Mehring weist nach, zuimpfen suchen. Es ist sehr fraglich, ob selbst die Schweden daß er in allen diefen Dingen nichts für seine Zeit außer übermäßigen Grund haben, das Andenken Gustav Adolf's zu gewöhnliches leistete, als Staatsmann durchaus unter dem Eins feiern, ob fein Streben nach Aufrichtung einer skandinavischen fluß der Führer des schwedischen Adels stand, in bezug auf die Großmacht sie nicht in der Folge sehr viel mehr gekostet hat, als rieg führung wohl als Tattiker, aber nicht als seine Groberungen ihnen hier die Nation als Ganzes ge- Stratege und Organisator das Mittelmaß seiner Beit übernommen zeitweilig einbrachten, oder vielmehr, es ist nicht die traf. Nicht als der Vertreter einer höheren Kultur tam er Frage, daß in dieser Hinsicht die Waage entschieden zu Ungunsten nach Deutschland. Schweden war in der Entwickelung durchaus Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. des bei Lützen gefallenen Königs sich neigt. Aber es ist begreif- hinter Deutschland zurück, eine junterliche Militärmonarchie Brauerei Königs Wusterhausen, Niederlage Reichen- lich genug, wenn die nationalen Parteien Schwedens die nach mit verhältnißmäßig unbedeutender städtischer Bevölkerung. Was bergerstraße 33. träglichen Folgen der von und urter Gustav Adolf eingeschlagenen ihn hob, war die Erbärmlichkeit der deutschen Fürsten, der proBrauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, großen Politik außer Acht setzen und im Andenken des Mannes testantischen wie der katholischen, die, einige wenige der unbe N., Gartenstr. 152. die Erinnerung an eine glänzende Epoche in der Geschichte ihres deutendsten unter ihnen ausgenommen, die Intereffen allgemeiner Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Landes, an einen gloireichen Traum" feiern. Ganz anders Natur, ob des Reiches selbst oder auch nur ihrer Religions. genossen jedesmal rücksichtslos ihrem partikularen dynastischen Gust. Spiekermann, Krautstr. 48, Tel. VII, 1487. stehen die Dinge mit bezug auf Deutschland. Was ist oder was war dem deutschen Volk Gustav Adolf? Interesse opferten und so die Situation schufen, wo der Schwede Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. Nieder- Eine Legende hat sich um den Namen dieses Mannes gewoben, die Rolle des Retters des Evangeliums mit der des Groberers lage Marthen, Bellermannstr. 6. die ihn als protestantischen Glaubenshelden, als Befreier des vereinigen konnte. Die protestantischen Fürsten verriethen einBrauhaus Hohen- Schönhausen bei Berlin. evangelischen Deutschlands feiert. Ihr steht gegenüber die ander gegenseitig, die katholischen, ganz ebenso wie jene, immer katholische Legende, die ihn lediglich unter dem Gesichtspunkt des ihre Partitularinteressen vor alle anderen stellend, im ent Verwüsters und gierigen Berstücklers Deutschlands dem Haß der scheidenden Moment den durchaus katholisch gesinnten Kaiser Nachwelt überliefert. Die historische Forschung hat sehr viel der beiläufig selbst das Interesse seiner Hausmacht dem Material zur Korrektur beider Legenden zusammengetragen, aber Reichsinteresse voranstellte. Auf Verlangen der tatho selbst die besten bürgerlichen Historifer laffen sich immer wieder lischen Fürsten entschloß sich der Kaiser, den Führer durch ihre je nachdem protestantischen oder katholischen Sym- feiner Armee, Wallenstein, gerade den Mann, der eine pathieen und durch sonstige Geschichtsideologien zu Konzessionen wirkliche Reich 3 politik verfolgte, zu entlassen, weil die braven was sie zur Kritik derselben festgestellt, dringt wenig genug in sondern den König d Frankreich zum Nachfolger die Volfsliteratur. Hier überwuchert die kirchliche Tendenz, die Ferdinand's als deutschen Raiser zu wählen. Mit Frankreich fatholische, protestantische und freireligiöse, welche lettere meist Boykottirt sind die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Aftien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Attien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Bazen an die eine oder die andere Legende verleiten, und von dem, Herrschaften drohten, anderenfalls nicht Ferdinand's Sohn, hofer, Berlin. Aftien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Dswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bögow, Berlin. Brauerei Borussia, Attien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. nur eine Spielart der protestantischen bildet. stand der Führer der katholischen Fürsten, Maximilian von Bayern, in Unterhandlung, und auf Anstiften des katholischen Frankreichs erschien, als Wallenstein entlassen und sein Heer aufgelöst war, der protestantische Glaubensheld Gustav Adolf in Deutschland, das bedrohte Evangelium zu retten, und die an die Ostsee grenzenden deutschen Länder zu rauben. Es war daher ein außerordentlich glücklicher Griff von Franz Mehrung, die Gustav Adolf Legende oder-Legenden einmal vom Standpunkt der materialistischen Geschichtsauffassung einer Beleuchtung und Kritik zu unterzieben. Die Partei des Proletariats hat an dem Streit um die Rolle, die Gustav Adolf Die protestantischen Fürsten begrüßten den Bruder im in Deutschland gespielt, soweit es sich um die ihn persönlich be- Evangelium mit tiefstem Mißtrauen. Aber sie hatten es ihrer treffende Seite der Frage handelt, kein Interesse. Sie könnte zu eigenen Grbämlichkeit, ihrem gegenseitigen Verrath zuzuschreiben, geben, daß es vornehmlich seine warmherzige Hingabe an die daß er als ihnen allen überlegener Pseudalliirter auftreten und evangelische Sache war, was ihn nach Deutschland führte, ohne sich als Haupt der evangelischen Sache in Deutschland aufspielen dadurch auch nur einen Deut ihrer Theorie preiszugeben. Denn fonnte. Wie dann später die schwedische Armee es an diefe leugnet nicht die Existenz ideologischer Motive. Sie ge- Verwüsten und Brandschaßen mit den schlimmsten Räuberwinnt nichts, wenn sie feststellt, daß der Schuß der evangelischen heeren aufnahm, wie sie ihr redliches Theil dazu bei Sache für ihn nur Vorwand war, sich und sein Land auf Kosten trug, Deutschland um mehr als ein Jahrhundert in der Deutschlands zu bereichern. Sie tämpft nicht gegen Er- Entwicklung zurückzuwerfen, mag man bei Mehring selbst scheinungen des 17. Jahrhunderts. Die Persönlichkeit Gustav nachlesen. Adolf's ist ihr somit Hetuba. Aber die Rolle, die Gustav Adolf Gustav Adolf war als Fürst und Mensch keine unrespektable im dreißigjährigen Krieg gespielt, wird zum geringsten Theil Persönlichkeit. Daß er seine eigenen Intereffen, Interessen der durch das bestimmt, was er selbst war. Weit mehr kommt in schwedischen Krone im Auge hatte, als er nach Deutschland zog, Betracht, was andere waren oder nicht waren. Unbestritten wird ihm niemand zum Vorwurf machen. Wir wollen es ihm ist, daß er als Feind der katholischen kaiserlichen Partei in auch nicht besonders zum Tadel anrechnen, daß er evangelische Deutschland auftrat, unbestritten, daß er sich für die Unter- Sache schrieb, wo er die Sache der schwedischen Krone meinte. ftüßung, die er so den protestantischen Fürsten brachte, in einer Für ihn fiel das bis zu einem gewissen Grade zusammen, und Weise entschädigte, die protestantische und katholische Länder wo das nicht der Fall, that er nichts, was nicht seine Zeitgenossen I gleichmäßig schädigte, und sich von Anfang an eine Bezahlung auch thaten. Sehr gut weist Mehring nach, warum dem ficherte, die eine dauernde Bedrohung des Reiches bedeutete. Schwedenkönig das Lutherthum am Herzen liegen mußte. Aber Wie stellen fich dazu diejenigen, denen die Sorge für die ge- weiter, als da, wo sie mit seinen politischen Zwecken zusammen. schädigten Länder in erster Reihe oblag, denen als Würden- fiel, rührte er für die evangelische Sache keinen Finger. Nicht Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend beiträgern, als Kur- und andere Fürsten des Reiches deffen zu als ihr Märtyrer" ist er bei Zügen gefallen, sondern als ebenso am Herzen liegen mußte, wie sie Gustav Adolf Feind des deutschen Reiches, als Maulwurf mehr als gleichgiltig sein durfte? der Zerreißung Deutschlands. Seine Verdienste um die Auf diese und noch viele andere Fragen, die für die Be- evangelische Sache" sind zweifelhaft, seine Mitschuld urtheilung der Rolle Gustav Adolf's für Deutschland in Betracht an der Berrüttung, an der grenzenlosen Verelendung Deutsche tommen, giebt Mehring's Schrift die Antwort. Und die deutschen lands steht außer Zweifel, wird von keinem Historiker von wissen. schaftlicher Bedeutung bestritten. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Schönhauser Allee. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Schultheiß' Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin, Abth. desgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rixdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Viktoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Franz Mehring: Gustav Adolf, ein Fürstenspiegel zu Lehr und Nuh den deutschen Arbeitern. 52 6. 80. Verlag des Vorwärts". am Wert Und doch soll sein Andenken von Deutschen gefeiert werden, in deutschen Kirchen gesegnet, in deutschen Schulen der Jugend angepriesen werden. Heut, in der Aera des erwachten National darum ist es schon recht, wenn Mehring sagt: = gefühls"! In dem Keßergericht, das in diesen Tagen wieder in| stimmte die Versammlung zu. Ueber den Kassenbericht giebt| Eichler, Mulack, Herm. Israel, Schulz Glashütte, Henze und der nationalen Presse an dem Andenken Heinrich Heine's geübt Kollege Topf folgenden Ausweis: An Einnahmen sind 2636,20 M. Streicher. Zu Revisoren wählte man die Genossen Schulz, Der Vertrauensmann Bökert wurde, fehlte nicht der Hinweis auf dessen Napoleon- zu verzeichnen, die Ausgabe beträgt 1501,90 M.; mithin ist ein Winterfeldt und Begold. Verebrung". Nun, dieser Kultus war die sehr begreifliche Frucht Bestand von 2108,26 m. vorhanden. Die Mitgliederzahl des Adlershof giebt in seinem Rechenschaftsbericht vom letzten Sabr der jämmerlichen politischen Zustände, die in Deutschland der Vereins beträgt 948. Für den Often wurde der Kollege Czewski bekannt, daß im Laufe desselben 13 Volksversammlungen stattBesiegung Napoleon's folgten, des Wortbruches der deutschen als Hilfskassirer, als Revisoren des Fensterstreiks die Kollegen fanden. Für die Kunheim'schen Arbeiter wurden 2060,25 M. ges Fürsten. Und das Schlimmste, was Napoleon I. Deutschland Handke und Karthun gewählt. sammelt. Die lokalen Einnahmen ergaben eine Summe von zugefügt, war nur die Fortsetzung dessen, was Gustav Adolf so herrlich begonnen; der Franzose trat da nur in die Fußstapfen diskutirte in feiner Generalversammlung am 29. Oktober sehr eine Einnahme von 116,80 M. auf und verursachte eine AusDer Verein der Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen 535,41 M., der eine Ausgabe von 476,05 m. gegenübersteht, somit ein Bestand von 59,36 m. verbleibt. Die Maifeier weist des Schweden. Aber daneben hat er dem deutschen Volfe wirk liche Dienste von Bedeutung geleistet, vielen eingehend die Beschlüsse des letzten Schuhmacherkongresses. G3 es von verrotteten Institutionen, unter denen es litt, befreit. wurde fast einstimmig beschlossen, von der Auflösung des Vereins gabe von 89,50 M., so daß ein Ueberschuß von 27,30 M. blieb, Ueberschuß zu verzeichnen sind. Hierauf wurde der Genosse Es ist aber Heine nie eingefallen, Napoleon als Helden Deutsch- abzusehen. Die Abrechnung, die hierauf zur Verlesung gelangte, zu dem der Lokalinhaber 10 M. zulegte, so daß 37,30 M. als lands zu feiern. Solcher Geschmacklosigkeit wir hätten fast weist vom 1. Oktober 1893 bis 30. September 1894 eine Gin. Bökert wiederum mit dem Amt als Vertrauensmann für gesagt, solcher Frivolität war ein Heine wirklich nicht fähig. Und nahme von 303,69 M. auf, der eine Ausgabe von 254,25 M. Adlershof betraut. Die für das laufende Jahr gewählte Lokalgegenübersteht. Die Vorstandswahl, die sodann zur Erledigung kommission für Adlershof besteht nunmehr aus den Genossen: Zu Revisoren " In einem Punkte nur ist Gustav Adolf's historische Stellung stand, ergab folgendes Resultat: Lange und Opiz Vorsitzende, Hannemann, Lodfiel und Schulze. großartig und ganz unvergleichlich. Er hat fertig gebracht, was Bander und Schenk Kassirer, Valerius und Schwoch Schrift wurden die Genossen Miche 13 und Eiles gewählt. Nach Erledigung dieser Angelegenheiten erfolgte die Berichterstattung feinem Eroberer vor und nach ihm geglückt ist, von wie vielen führer, Otto, Köppen, Willner Revisoren. Eroberern immer die Geschichte zu erzählen weiß. Ein großes Volt, dessen Todfeind er war, und dessen Knochen er blutig geschunden hat, feiert ihn als seinen Helden. Um dies Wunder zu bewirken, mußte freilich auch erst ein Volk der Dichter und Denker" auf der geschichtlichen Bühne erscheinen." Indeß hat die Feier doch wieder ihren Sinn. Sind oder stellen sich ihre Wortführer blind gegen den wirklichen Gustav Adolf, so bietet der Gustav Adolf der protestantischen Legende vortreffliche Gelegenheit, von dem Befreiungswerk des schwedischen Gottesstreiters, von seinem großen Verdienst um die Freiheit des Evangeliums die evangelische Freiheit- Tausenden und Abertausenden die Ohren vonzuschwaßen oder vollschwatzen zu laffen. Freiheit, Freiheit und wieder Freiheit. Und dies in einem Moment, wo sie sich anschicken, der Freiheit, die das Volk heute braucht, von neuem Stricke zu drehen. Das ist die andere, die das deutsche Proletariat direkt und unmittelbar angehende Seite der Gustav Adolf- Feier. Unnütz zu sagen, daß Mehring für fie erst recht die angemessenen Worte findet. In jeder Hinsicht ist seine Arbeit eine würdige Festgabe für die deutschen Arbeiter. seiner und 811 Der Verein sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen vom Frankfurter Parteitag durch Genossen Rasper- Steglit. der Wäsche- und Kravattenbranche tagte am 13. November. In der Diskussion erklärt sich Genosse Hilges im wesentlichen Laut Vierteljahrsbericht betragen die Einnahmen im 3. Quartal mit den Ausführungen Kasper's einverstanden, verurtheilt dagegen, 139,27 M., dem gegenüber stehen die Ausgaben von 16,28 M., daß der Parteitag bezüglich der Abstimmung über das Budget den bleibt ein Bestand von 123,04 m., von welchem der Verein noch Genossen im Landtage feine bestimmte Direktive gegeben hat. einige Verpflichtungen zu begleichen hat. Zur weiteren Be Die Rede Bebel's im zweiten Wahlkreise sei ihm und vielen sprechung stand sodann die Frage: Wie stellen sich die Mitglieder Genoffen aus dem Herzen gesprochen. Was die Landagitation zum weiteren Fortbestehen des Vereins? Der Vorsitzende Hergt anbetrifft, so sei es besser, wenn die Berliner Genossen in Berlin theilt der Versammlung mit, daß durch zu große Unkosten und bleiben, da sie zur Landagitation ungeeignet sind. Hildes Interessenlosigkeit der Kollegen der Verein an seinem Fortbestehen brandt, Anarchist: Der Aussprache Bebel's im zweiten Kreis behindert ist. Es entspann sich hierüber eine lang ausgedehnte halte er entgegen, daß Wildberger und Werner dasselbe auf dem Debatte, deren Endergebniß war, daß die Versammlung einen Parteitage zu Erfurt gesagt haben, diese waren aber andere Antrag annahm dahingehend:„ Der Verein besteht in seiner bis- Personen. Er sei der Meinung, daß das, was sich damals abherigen Form weiter, die Untoften werden auf das äußerste be- spielte, fich bald wiederholen werde. Schimanski erklärt sich schränkt; der Beitrag wird nicht erhöht, durch Vertreibung von mit dem Verhalten Kasper's auf dem Parteitage Bons werden wir versuchen, die finanzielle Lage des Vereins zu flaren, präzisen Berichterstattung vollkommen frieden. Demi Genossen Hilges müsse er erwidern, verbessern." daß gerade die Arbeiterbevölkerung Berlins größtentheils Leute find, die auf dem Lande groß geworden und mit den ländlichen Verhältnissen vertraut sind. Nach einem Schlußwort des Ge nossen Kasper erklärte sich die Versammlung einstimmig mit dem Verhalten Stasper's auf dem Parteitag einverstanden. Zum Schluß wurde die von Hilger gestellte Resolution vom 2. Berliner Kreis, Absah 1, 3 und 4 abgelehnt, dagegen der von Bökert gestellten Resolution einmüthig zugestimmt: Die ParteiDie Filiale Il desselben Vereins hörte in ihrer Sigung genoffen von Köpenick und Adlershof erklären, daß sie die Beam 19. November ein Referat des Genossen Hoffmann über schlüsse vom Frankfurter Parteitag hochhalten werden. Den nächsten Gegenstand der gehindert nehmen sie sich aber die Freiheit der Kritik über das Thema: Geld und Waare. Tagesordnung bildete der Kassenbericht. Die Abrechnung des etwaige Schäden, die in der Partei vorkommen." Das Lokal Raffirers gab zu keinerlei Ausstellungen Anlaß. von Feindt soll vorläufig für die Mitgliederversammlungen beibehalten werden. Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale I) veranstaltete in seiner Sigung am 19. November eine sehr inter effante Vorlesung aus der vor kurzem erschienenen Broschüre des Herrn Dr. Mehring, Gustav Adolf ein Fürstenspiegel." Die Borlesung wurde von den Anwesenden mit reger Aufmerksamkeit verfolgt. Den Schluß der Verhandlungen bildeten Besprechungen über Vereinsangelegenheiten. " Wir fönnen sie nur aufs wärmste empfehlen. Sie bietet auf fnappem Raum eine reiche Fülle historischer Belehrung. Die charakteristischen Seiten der Reformation, die großen religiösen Strömungen des 17. Jahrhunderts, der historische Untergrund und Verlauf des dreißigjährigen Krieges werden in trefflicher Weise dargestellt. Es sind nur wenige und meist untergeordnete Punkte, in denen wir Mehring's Urtheil nicht durchgängig unterSchreiben können. So glauben wir z. B., daß er den Protestantismus doch etwas zu ungünstig beurtheilt oder nicht deutlich genug zu erkennen giebt, daß und warum er bei ihm gerade auf die ungünstige Seite den Ton legt. Sehr gefreut hat uns da gegen, was Mehring zur Würdigung des Dichters des Waller stein fagt. Es gab eine Zeit, wo der Schillerkultus in schön- Die Mechaniker hielten am 22. November bei Schneider, Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechjaals, soweit der Raum dafü geistig- sentimentales Phrasenthum ausartete, und dagegen war Annenstr. 16, eine öffentliche Versammlung ab. Nach einem sehr abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen eine Reaktion sehr gerechtfertigt. Heute aber wird Schiller beifällig entgegengenommenen Vortrage des Genossen Millarg Interesses zur Verfügung: fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit den und entschieden unterschätzt, war daher sehr gut, über die wirthschaftlichen Umwälzungen und ihre Begleiteinem Beispiel zu erscheinungen" Den Vertrieb des Vorwärts" in eigene Regie zu überden gründeutschen Schillerhaffern" an an den eine Diskussion sich nicht anknüpfte e3 So! meint er wohl, ich soll ihm = Sprecisaal. Inhalt desselben identifizirt zu werden. wie sehr fie, die nicht einmal ihre eigene machte unter Punkt„ Verschiedenes" Kollege Gubisch zunächst nehmen, diese Idee legten sich einige Genossen im 6. Berliner Beit verstehen, Recht haben, über Schiller herzuziehen. Schiller Mittheilung, daß im Monat Dezember einige Versammlungen Reichstags- Wahlfreife vor einiger Zeit zurecht. In einer kleinen hat Wallenstein als nationalen Held des dreißigjährigen Krieges zwecks Wahl von Delegirten zur Orts- Krankenkasse stattfinden Bolksverfammlung im Stadttheil Moabit wurde denn auch im gefeiert, nicht in feinem schnell hingeworfenen Geschichtswert, werden. Bezüglich der Arbeitseinstellung der Mechaniker bei Juni d. J. dieser Plan ohne viele Bedenken akzeptirt und zum sondern in dem sieben Jahre später fertiggestellten Drama. Und der Firma Bosse, Oranienstr. 183, theilte der Vertrauensmann 1. Juli eingeführt. In weiteren 2 fleinen Voltsversammlungen dort legt er dem bedeutendsten deutschen Feldherrn und Staats- Gabriel mit, daß die Tifferenzen als beigelegt zu betrachten für die Stadttheile Schönhauser Vorstadt beziv. Rosenthaler Bor mann jener Beit die feiner historischen Rolle entsprechenden sind. Einer aus Anhängern des Deutschen und des Berliner Stadt und Gesundbrunnen wurde dasselbe Resultat erzielt, auch Worte über die Schwedenmiffion in den Mund( Piccolomini metallarbeiter Verbandes zusammengesetzten Kommission be- in diesen Stadttheilen soll vom 1. Januar 1895 ab diese soeigene Regie des Vorwärts"-Vertriebes ein2. Aufzug, 5. Auftritt): willigte der Fabrikant die Forderung Don 39 Pfennig genannte Ob ein solches Vorgehen nothwendig Stundenlohn bei 10stündiger Arbeitszeit. Der Werkführer, geführt werden. dem sozialdemokratischen Prinzip entspricht, dessen Entlassung verlangt aber nicht durchgesetzt wurde, versprach ist, ein wirklicher Bortheil für die Ausbreitung des bessere Behandlung seiner Untergebenen. Beschwerden sind in- ob zwischen bei ihm( Gabriel) nicht eingelaufen. Nach Verlesung Borwärts" dabei herauskommt, ob das Ansehen der Partei der Namen der in der Versammlung fehlenden WerkstattVertrauensleute ermahnte Millarg nochmals eindringlichst zum Anschluß an die Organisation und strikter Durchführung der Beschlüsse in Sachen des Bierboykotts und der Saalsperre, da leider die Mechanifer vieler Fabriken nach den bei ihm eingegangenen Berichten häufig dagegen verstoßen. Ein schönes deutsches Land zum Raube geben, Daß wir zuletzt auf eig'nem Grund und Boden Selbst nicht mehr Herren sind? Sie müssen fort, Fort, fort! Wir brauchen keine solche Nachbarn. Es soll im Reiche keine fremde Macht Mir Wurzel faffen, und am wenigsten Die Gothen follen's, diese Hungerleider, Die nach dem Segen uns'res deutschen Landes Mit Neidesblicken raubbegierig schauen." Der damalige deutsche Kaiser ließ Wallenstein ermorden. Und heute wird Gustav Adolf als deutscher Befreier gefeiert. Welcher Fortschritt! - eb. Versammlungen. Friedrichsfelde. Jm hiesigen Arbeiter Bildungsverein sprach am 18. November Dr. Weil in einem sehr interessanten Vortrage über Hypnotismus. Die Diskussion, an der sich die Genossen Pretty, Sacs und Roser betheiligten, brachte feine Meinungsverschiedenheiten gegenüber dem Vortrag zur Geltung. Die Versammlung endete mit der ernsten Ermahnung, den BierVon der Lohnkommission der Musikinstrumenten- boykott recht strenge zu beachten. Arbeiter geht uns bezüglich unseres letzten Versammlungs- In einer gut besuchten Versammlung des Arbeiter berichtes folgende Erklärung zu: Bildungsvereins zu Schöneberg, die am 19. Novbr. In dem in Nr. 271 vom 20. cr. gegebenen Versammlungs- tagte, referirte Genofie Reinke über das Thema:" Bolts bericht der Musikinstrumenten- Arbeiter heißt es bei der Grörterung bildung und Voltserziehung." Nach dem mit großem Intereffe über den Stand des Lohnkampfes, daß bei Ulbrich ein Boden- aufgenommenen Vortrag entspann sich eine recht animirte Dis macher entlassen wurde, wie die Kommission sich überzeugt hat, fuffion, an der sich mehrere Genossen betheiligten. Recht drastisch weil der Betreffende die Arbeit, die er liefern sollte, nicht machen schilderte Genosse Jäckel die Schulverhältnisse seiner Heimath tonute. In Wirklichkeit verhält sich die Sache folgendermaßen: Westpreußen. Unter anderem theilte Redner mit, daß ein dort Die Kollegen von Ulbrich machten der Kommission die Mit- angestellter Lehrer mit 15 M. monatlichem Gehalt den ABCtheilung, daß der Bodenmacher plöglich entlassen fei. Sie er- Schüßen Bildung und Kultur beibringt, dagegen im selbigen Ort fuchten dieselbe, nochmals mit Herrn Ulbrich in Verbindung zu ein Stellvertreter Gottes auf Erden das Zehnfache erhält für die treten, um einige Forderungen, darunter auch die Wieder Vorbereitung auf das Jenseits. Unter Vereinsangelegenheiten einstellung des Bodenmachers zu erlangen. Die Kommission stimmte die Versammlung dem Antrage des Bibliothekars zu, der protestirte energisch gegen die Entlassung und sprach sich in der besagt, um der Nachfrage gerecht zu werden, ist es erforderlich, Bersammlung dahin aus, daß eine nochmalige Prüfung der Sach- neue Bücher anzuschaffen. Bur nächsten Versammlung erbot sich lage vorgenommen werden solle, da Herr Ulbrich die Mit der Gemeindevertreter Hackelbusch, die Schöneberger Schulverglieder der Kommission düpirte, indem er eine Arbeit, bei hältnisse zu erläutern. Nächste Versammlung am 2. Dezember in welcher ihm die mangelhafte Ausführung den Grund zur Ent- Reßner's Lokal, Grunewaldstraße 110. " об durch derartige Experimente feinen Schaden erleidet? All diese Fragen scheint man nur oberflächlich behandelt zu haben! Die Aeußerungen in den betreffenden Versammlungen von dem großen Geldgewinn, welchen die Spediteure einstecken, diese unrichtigen Vorstellungen haben vielen Genossen nur vorgeschwebt, denn sonst wäre es nicht möglich, die Spediteure sammit und sonders als Ausbeuter hinzustellen. Die Verhältnisse der Spediteure find für jeden Kundigen gewiß nicht als glänzende zu betrachten. Daß es auch ungerechte Leute unter ihnen giebt, soll nicht bestritten werden, aber wegen einiger solcher den Ruin aller zu wollen, fann weder anständig noch sozialdemokratisch sein. Zur Sache selbst erlaube ich mir als Genosse und Interessent, sowie als Vertreter der Spediteure und Verkäufer( Freie Vereinigung) zunächst zu widerlegen, daß der Vorwärts" durch die eigene Bertriebsregie mehr Eingang finden würde. Ohne auf die Eigenartigkeit der Berliner Verhältnisse des näheren einzugehen, hebe ich hervor, daß bei Begründung des Vorwärts" resp. des damaligen Boltsblattes" der Vertrieb beffelben aus naheliegenden Gründen nicht bestimmten Personen, sondern allen Zeitungsspediteuren übergeben wurde. Die Zahl derselben war damals weit geringer denn heute, die schlechten Erwerbsverhältnisse sowie Maßregelungen mancher Art Monat bedeutend vermehrte. All diese Leute glaubten, bedingten es, daß die Zahl dieser Verbreiter sich mit jedem daß sie mit Hilfe ihrer Familienmitglieder sich eine nothdürftige Grünenz gründen können. Die Konkurrenz wurde infolgedessen eine immer größere, und diese Konkurrenz ist auch dem " Vorwärts" im vollsten Maße zu gute gekommen. Obwohl die Benoffen selbst eifrige Agitatoren für ihre Zeitung gewesen sind, so kann er doch den bisherigen Verbreitern nicht abgesprochen werden zu den Erfolgen des Vorwärts" in nicht geringem Maße beigetragen zu haben. " " Von einigen meiner Berufskollegen wird mir berichtet, " " Diese Leute Vorwärts" eine Die löbliche Absicht laffung gegeben haben wollte, vorzeigte, die bereits vor dem Friedrichsberg. Am 20. d. M. hielt der Arbeiter- daß verschiedene Leser erklärt haben, sie würden, falls sie Streit fertig gestellt und anstandslos abgenommen worden war. Bildungsverein seine regelmäßige Monatsversammlung ab. Herr gezwungen werden sollen, den Vorwärts" von bestimmter Sodann verschwieg er, daß die Schuld an dieser mangelhaften Aus- Sperling referirte in einem recht intereffanten Vortrage über Stelle zu beziehen, auf denselben verzichten und andere führung die ungleiche Beschaffenheit des Materials war. Die Die Heilkräfte des Organismus und wie werden dieselben am Zeitungen lesen, was auch schon geschehen sein soll. Es giebt seit dem Tage der Wiedereinstellung der Streifenden vor besten unterstützt, durch Medikamente oder durch die Anwendungs- aber auch eine Anzahl Leser, welche den Vorwärts" seit Jahren getommenen Bwviftigkeiten werden durch die von Herrn Ulbrich formen der arzneilofen Heilweise". In der Diskussion wurde halten, aber aus sehr nahe liegenden Gründen sich noch nicht schematisch betriebenen Nörgeleien an der Arbeit veranlaßt; er namentlich darauf hingewiesen, daß der Arbeiter vor allen offen zur Partei bekennen können. sucht sich auf diese unauffällige Weise der Arbeiter, welche ihm Dingen durch Anschluß an die politische wie gewerkschaftliche würden es sicherlich vermeiden, in den offiziellen Büchern während des Streits in irgend einer Weise läftig geworden, zu Diganisation sich erst die freie Beit erringen muß, um in der der Parteifpedition zu stehen.-entledigen. Die Kommission hat in Ansehung dieses Sach- vom Referenten angegebenen Weise seinen Körper zu pflegen. Von diesen Gesichtspunkten aus betrachtet, dürfte es der verhalts den entlassenen Bodenmacher als gemaßregelt anerkannt. Unter Verschiedenem wurde von mehreren Genossen angeregt, die Parteifpedition taum möglich sein, dem Bei Klein u. Co. ist nicht dem Rastenmacher, sondern dem Be Leseabende wieder regelmäßig abzuhalten und werden die Ge- größere Verbreitung zu geben als bisher. zieher eine Zulage von 50 Pf. auf 4,50 W.( 11 pt.) bewilligt noffen am Drte gebeten, sich recht rege daran zu betheiligen. Ju bie Kinderarbeit zu beseitigen, war schon ein Angelpunkt bei worden. Im vorlegten Satz muß es statt Stieber u. Co." einer Besprechung über den Bierboykott wurde bedauert, daß Gründung der Moabiter Parteispedition. Wie wenig es aber ges Nieber u. Co. heißen. noch viel Arbeiter in Lokalen verkehren, wo Ringbier aus- lungen ist dies durchzuführen, wird aus dem Bericht derselben, am 12. Oktober im Vorwärts", 8. Beilage, zu ersehen sein. G3 In der Generalversammlung des Vereins aur geschänkt wird. Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Rigdorf. Die freie Bereinigung der Bau- heißt daselbst, daß es nicht möglich gewesen sei auf die Kinder Töpfer und Berufsgenossen berichtete Daudert über und gewerblichen Hilfsarbeiter vollzog in ihrer zu verzichten, statt nur 14 jährige Kinder, hätten sie auch den Stand des Fensterstreifs. zu unterſtüßen sind noch Sigung am 18. November die Ersatzwahl des zweiten Vorfüßen- Kinder bis zu 12 Jahren herab zum Austragen zulassen Die Verhältnisse 24 Streifende und 26 Arbeitslose. An Unterstüßungen sind aus- ren, mit welchem Amte der Kollege Heinemann betraut wurde. müssen. Das ist doch wohl deutlich genug. gezahlt an 171 Kollegen mit 103 Kindern 2598,40 M. An Auf Antrag aus der Versammlung wurden den ausgesperrten find eben die stärkeren; so lange dieselben so tieftraurige Prozentabführungen sowie Unterstügungen von anderen Gewerk Aus alledem geht aber zur Genüge hervor, daß die Konfchaften find abgeführt 8181,20 m., bleiben mithin 682,80 M. Brauern 5 M. und einem franken Mitgliede 10 M. Unterstüßung sind, wird auch diese Erscheinung nicht verschwinden. bewilligt. fequenzen für die Partei gegenüber derartigen Experimenten dies An der Diskussion betheiligten sich verschiedene Mitglieder. Alle betonten, daß nur die diesjährige Handlungsweise der Bentralisten Für die Genoffen in Köpenick und Adlershof tagte am felben fein würden, die man seinerzeit gegen die Genossenschaften schuld wäre, daß der Fensterstreit in diesem Jahre nicht, wie in 20. November eine gutbesuchte Parteiversammlung in Wöllstein's als Partei Unternehmungen in Anwendung brachte, indem sie Lokal in Adlershof. Der Vertrauensmann von Köpenick, Ge- energisch abgeschüttelt wurden. den Vorjahren, seinen Zweck erfüllt hat. Der Antrag David Die Verwaltung des Vorwärts" hat allerdings erklärt, daß die Generalversammlung erklärt, daß es eines Parteigen offen uns noffe Israel, unterbreitete der Versammlung folgenden Rechens würdig ist, so wie es der Genosse Jacobei in der Gewerkschafts- fchaftsbericht: Die lokalen Einnahmen betrugen 942,20 M., den bisherigen Spediteuren nach wie vor der Vorwärts" aus767,20 M., somit bleibt ein Bestand von geliefert wird. Dieselben werden auch nach wie vor sich der tommiffion gethan hat, die Vertheidigung von Streitbrechern zu die Ausgaben übernehmen wurde einstimmig angenommen. Die Forderungen 175 M. zu verzeichnen. Die Gesammteinnahmen zum Unter- Mühe unterziehen, gewissenhaft die Verbreitung zu betreiben, im Fensterstreit im Lohntarif und den Vereinsstatuten auf stühungsfonds betrugen mit dem Bestand vom vorigen Jahre aber wenn die Partei als solche noch als Konkurrent allgemein es bleibt auftreten will, so wird es für den kleinen schwer sein, seine zunehmen, wurde abgelehnt. Mehrere Kollegen sprachen sich 1227,70 m., die Gesammtausgabe 1012,70 m., bahin aus, daß an wirklich streifende, arbeitslose und unter also ein Bestand von 215 M. Für das nächste Jahr wurde Existenz zu erhalten. Der kleine wird zu gunsten des beffer ftügungsberechtigte Mitglieder des Vereins am Sonnabend, den der Genosse Niete als Vertrauensmann für Köpenick gewählt. fituirten ruinirt werden. Dem Vorwärts" wird aber damit nicht 17. b. M.( 5. Moche) die letzte Unterstützung zu zahlen ist. Dem Die Lokalkommission segt sich aus folgenden Genossen zusammen: geholfen sein. M W. Schäfer. Central- Leihhaus- Ansverkauf 72 Jägerstr. 72( en Kanonier, und Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. und parterre. 10 000 moderne Winter- Paletots und Winter- Anzüge wenig getragen in besten Stoffen und neuesten Mustern von Mark 10, 12, 15, 20, 30( Pracht- Exemplare).mm629 Knaben- und Burschen- Ansüge, Pellerinen- Mäntel, Monats- Anzüge, das sind nach Maaß bestellte Sachen, die nur ca. 1 Monat getragen find( auch für korpulente Personen passend). Goldene und flberne Herren- und Damen- Uhren, Ringe, Ketten. Ein Poften amen- Regen- Mäntel spottbillig.- Gelegenheitskäufe in Geh- und Reisepelzen. Alles für die Hälfte des Werth.. Ein Besuch sichert uns die Kundschaft. Poliz. conc. Leibhaus. Auch Sonntags geöffnet von 7-10, Nachm. von 12-2 Uhr. H. Richter, Cotiter, Gelegenheitskauf Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rosenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Be zugsquelle aller optischen Artikel. " Rathenower to Alumingold- Brillen und Pincenez, garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 do. allerfeinste Qualität 2, Rathenower Stahlbrillen 1, Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas Excelsior " inkl. Lederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Verfandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueßte Fachkenntniß. Eigene Werkstatt. 3545L Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten, um sich vor werthlofen adjahmungen und Täuschung zu schützen. Sonntags v. 8-10,12-2 geöffnet. Feste Preise. Reisner's weltbekanntes Garderobenhaus Friedrichstr. 244 6 Häuser vom Belle- Alliancep lak. von 15000 Paletots 6-25 Wi. 12000 cugl. Anzüge. 8-28 10-33 " " 14000 Stammg- züge 8000 Hosen. Westen. 3-12. 6000 Schlafröde 6-20 " Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. Strengste Reellität. Wer noch will reell und billig faufen! Durch Anfauf auf Auktionen und von Konkurs maffen bin ich in der Lage, jedes Stück billiger zu verkaufen, wie alle anderen Geschäfte. Ich verkaufe: Hochelegante Herren- Winter Baletots für 11,50 m. Damen- Baletots 9,50" Hochfeine Herren- Anzüge Herren- Hosen 12,50 " 2,75 " " Leber und Arbeits- Hosen. 2,85 Hochelegante Kellner- Jaquets und Hosen 4,75 " Hüte, Schirme, Wäsche, Stiefel, Koffer, Kessel, Betten, Ubren, Ketten, Ringe 2c. aut enorm billigen Preisen. 1182 Gustav Lucke, Waarenhaus, Oranienstrasse 131. Möbel, Bartsch, Schüßenſtr. 2 gebrauchte, tauft für Brautleute: Im Möbelspeicher Neue Königstr, 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Zeit verliehen gewesene u. neue Möbel spottbillig verkauft werden. Ganze Einrichtungen 100, 150, 200-1000 M. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchen. spinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matraßen 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mark, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Mark, Garderobenspinden, Baneelsophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Betten, Coulissentische, alles spottbillig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu be= sichtigen u. sich von den staunend billigen Preisen zu überzeugen. Gekaufte Möbel fönnen bis Januar kostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. Feßte Preise. dok Geschäfts- Häuser Fefte reise. Baer Sohn 24a. Chauffeestraße 24a. am Friedrich- Wilhelmstädtisch. Theater. 16 11. 11. Bridenstraße 11. Ecke Rungestraße. 16. Gr. Frankfurterstraße 16. Gegenüber dem National- Theater. Herren- u. KnabenBekleidung Preise in Zahlen. Gegründet 1891 Die Verwaltung. 5000 DamenWinter- Jaquets eigener Fabrik, neueste Façons, enorm billig.nic nata sehr chicke FaStoff- Jaquets çons in den neuesten Farben und Stoffen, 9 M., 10 m., 12 M., 15 M. Curl, Cheviot, Diagonal u. Ratiné- Jaquets 19 in allen neuen Farben u. schwarz 10, 12, 15, 18 Mk. Plüsch- Jaquets in nur neuen Façons 25, 30, 35, 40 Mark. Golf Cape Teste Neuheit in leichten, warmen Stoffen. Große Farbenauswahl, 7,50, 9, 12, 15 u. 20 k. auswahl Berife and Winter- Capes große in Bahlen. Brauhaus Hohen- Schönhausen. Wir empfehlen hiermit unser aus bestem Malz und Hopfen hergestelltes Lagerbier zum Preise von M. 0,15 per Liter in amtlich geaichten Gebinden frei Haus und bitten wir briefliche oder telephonische Bestellungen direkt nach Hohen- Schönhausen richten zu wollen. Prompteste Effettuirung aller uns zugehenden Aufträge zusichernd, empfehlen wir uns Hochachtungsvoll Brauhaus Hohen- Schönhausen, Sommandit- Gesellschaft, F. Bussebaum. Telephon Amt VII Nr. 1642. ju Hohen- Schönhausen, den 24. November 1894. 8 Carl Mampe BerbN Zo haben ordered allen Colonial waacanbandlungen ما Halb und Halb. Mampe mit Pomeranzen Feinste Likörmischung Champagner Flasche Mark1,25 Carl Mampe Likörfubrik Berlin. N.28 Feith's Electra. Beste Blitzlampe der Neuzeit. Weisses, ruhiges, grosses Licht. Petroleum- Verbrauch per Stunde 1 Pfg.; höchst elegant, ganz in Nickel; bedarf keiner Reparatur. Explosion ausgeschlossen. Preis pr. Stück complet als Tischlampe mit Glas- Email- Schirm nur Mk. 6.50 sammt Kiste. Als complete Hängelampe mit Kettenzug, verziertem Gehänge, GlasEmail- Kuppelschirm nur Mk. 10.- sammt Kiste. Electra- BlitzBrenner, auf jede Lampe passend, schönes, ruhiges, grosses weisses Licht. Petroleum- Verbrauch 1 Pfg. per Stunde: Preis per Stück sammt Docht und Cylinder nur Mk. 3.-, 3 St. Mk. 8.-. 6 St. Mk. 15.-. Patent- Lichtverstärker, für jede Lampe passend. bewirkt doppelte Leuchtkraft, somit grosses Licht bei kleiner Flamme, pr. St. Mk. 2.50, 3 St. Mk. 7.-, 6 Stück Mk. 13.--. Versand gegen vorherige Geldeinsendung oder Nachnahme durch: Feith's Neuheiten- Vertrieb, Dresden- A., Pirnaische Str. 34. Filiale: Berlin C., Stralauer Str. 41. 1178b Die schönsten DamenWinter- Jaquets billiger wie überall bei A. Rackwitz& Co. Berlin SW., Rommandantenstr. 20, im Hause der Arminhallen, und N., Müllerstraße 4, Wedding. Musterbogen nach auswärts gratis rud franko. Winter- Jaquets in modefarb. braun, blau und schwarz mit großer Klappe, ebenso anliegend zweireihig 5,75, 6,50, 7,50, 8,50, 10, 11, 12, 15-25 M. Winter- Mäntel, Baletots und Frauen- Mäntel m.abnehmbaren Kragen 14,50, in Façons u. Stoffen, bequemer Frauen Umbang 15, 20, 25, 30 Mark. 30, 40, Plüsch- Capes 50. Lange Winter- Paletots mit wattirtem Seidenfutter und echt Corer Coating, Estimo und Double 20, 25, 30 Mark. Winter- PelerinenMäntel für Frauen, leicht 20, 25, 30, 35 Mark. Große Auswahl. Seid.- Plüsch- Umhänge und warm. wattirte Theater- u. Abend- Mäntel grosses Lager in allen neuen Farben u. Façons mit den neuesten Pelzarten garnirt 10 20 k., 12 k., 15 Mk., k., 30 k., 40 k. Regen- Mäntel fest nach be. endeter Saison, so lange der Vorrath reicht zu halben Preisen, sehr ge eignet für Weihnachts- Geschenke. Mantel- Fabrik Sielmann& Rosenberg Berlin, Kommandantenstr., Ecke Lindenstraße. Möbel15,75, 17, 18, 20, Gelegenheitskauf 24-40 W. zu außergewöhnlich billigen Preisen. Winter Capes, Für Brautleute ganze Einrichtungen Golf- Capes und von 200-1000 m. Theilzahlung geKragen 5,50, ftattet. Elegante Nußbaum- u. Mahas 6,50, 7,50, 9,00, goni- Kleiderspinden u. Bertitows 80 M., 12-24 M. einfache 20 t.; Sophas, Bettstellen mit Wattirteund Matratze 20 M.; Waschtoiletten, KüchenStaff- Räder spinden, Kommoden 12 M.; Stüble 8 M.; mit und ohne Sophatische 6 M.; Säulen- Trumeaur Pelz- Shawl, in 60 M.; Plüschgarnitur 60 u. 100 M.; schwarz, hell u. Paneelsophas 80 M.; Buffets, Silberdunkel. schränke, Herren- Schreibtische, SchreibRegen- Mäntel jetretäre, Bylinder- Bureaux, Spiegel sportbillig.( wenig gebrauchte) zu halben Preisen Neuestes Winter- Jaquet in allen Farben und sollte es Niemand versäumen, wer 8,75 Mart. gut und reell faufen will, mein großes A. Rackwitz& Co., Berlin SW., Lager zu besichtigen. Gekaufte Möbel Kommandantenstraße 20, im Haufe der werden bis Januar kostenfrei aufbeArminhallen, zunächst der Alten Jakob- wahrt, transportirt und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. straße und N., Müllerstr. 4, Wedding. Spezialität Ringe! Spezialität: Ringe. Das der Neuzeit entsprechend eingerichtete, seit 16 Jahren bestehende große Uhren- u. Goldwaaren- Lager bon Max Busse empfiehlt neben der Invalidenstrasse Pierdebahn- Haltestelle Brunnenstr. 175, Invalide Uhren jeden Genres, Broches, Ohrringe, Armbänder, Halsketten, Medaillous, Herze, Shlipsnadelu, Stulpenknöpfe c. in massiv Gold, Silber, 22112 Doublégold, Granaten und Corallen. Gr. Auswahl in Ringen. Massiv goldene Ketten, gesetzlich geftempelt, nach Gewicht bei niedrigster Façonberechnung. Echte Brillanten, Türkisen, sowie Edelsteine aller Art Rheinkiesel u. Simili's. Tafelgeräthe, Bowlen, Bestecks. Brautkränze in Silber u. Alfénide. Die geschmackvollsten Muster sind fiets am Lager. Der bedeutende Umsatz ermöglicht den Verkauf zu Fabrikpreisen. Eigene Fabritation. Gr. Werkstatt für Reparaturen. Max Busse Uhrmacher und Juwelier. Brunnenstraße 175 neben der Invalidenstraße. Pferdebahn Haltestelle Sozialdemokratischer Wahlverein Bentral- Kranken- u. Sterbeckaffe Arbeiter- Bildungsschule für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. der Tischler u. s. w. Mittwoch, den 28. November, Abends 8½ Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße Nr. 48a. Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Dr. Pinn:„ Kulturgeschichtliche Streifzüge". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 278/15 Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. NB. Saut Beschluß Anfang Punkt 81/2 Uhr. E Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Oertliche Verwaltung Berlin H. Montag, den 26. November 1894, Abends 81/2 Uhr: Mitgliederversammlung im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görligerstr. 58. Tagesordnung: 1. Aerztlicher Vortrag. 2. Ersatzwahl zur Verwaltung. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 237/9 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Achtung! Köpenicker Viertel. Dienstag, den 27. November 1894, Abends 8%, Uhr, im Lokale des Genoffen Henke, Naunynstraße Nr. 27: Versammlung. Tages- Ordnung: Achtung! Kürschner! Versammlung Sonntag, den 25. Nov., Abends 72 Uhr, in den ,, Oranien- Hallen", Oranienstr. 51( am Morigplatz). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schriftsteller Heinr. SchulzSteglit über: Die deutsche Dichtkunst vor und während der 48er Revolution" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachher: Geselliges Beisammen sein. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Neue Mitglieder werden ufgenommen. Deutscher Holzarbeiter- Berband Zahlstelle Berlin. Bezirks- Versammlung: 55/6 Montag, den 26. November 1894, Norden. Montag, den 26. November, Abends 8 Uhr, bei Kelle, imm Lokal des Herrn Buske( früher Seefeld), Grenadierstr. 33: Große öffentliche 1. Vortrag des Genoffen Theodor Metzner über:„ Die Verkürzung der Versammlung Arbeitszeit und die Berliner Stadtverordneten. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Frankfurter Viertel. Versammlung. 280/3 Dienstag, den 27. b. M., Abends 8 Uhr, im Freischüh, Fruchtfr. 36a: Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Theodor Glocke über: Landproletariat und Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. aller in der Kürschnerbranche beſchäft. Arbeitern. Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Vortrag von Fräul. Ba ader. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1239b Die Vertrauenslente. Schönhauser Allee 28. Tagesordnung: 1. Die beabsichtigte Gründung der Innungs- Krankenfasse der Tischler und welche Stellung haben wir hierzu einzunehmen. 2. Disfuffion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Auch die Kollegen vom Wedding und Gesundbrunnen werden ersucht zu erscheinen. Moabit. Montag, den 26. November, Abends 8 Uhr, bei Lange, Stromstraße 28: Vertrauensmänner- Versammlung. Tagesordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Verschiedenes, event. Orts- Krankenkasse der Weber Borschlag zu einem Beiſizer. und verwandter Gewerbe, Berlin. Sonntag, 25. Nov., Vorm. 91/2 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29: Gr. öffentliche Versammlung Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. sämmtlicher Arbeitgeber, welche Bei Sonntag, den 25. November, Abends 62 Uhr, Kasse träge aus eigenen Mitteln zur Staffe leisten, sowie sämmtlicher großjähriger im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Mitglieder obiger Staffe, am Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Gustav Heymann über: Die gesellschaftlichen Ursachen der Bleichsucht". 2. Diskussion. Entree 10 Pf. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tonz, Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. 160/16 Achtung! Achtung! Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes ( Filiale Nord). SICH ROSE Sonntag, den 2. Dezember 1894, Vormittags 10 Uhr, in Breuer's Lokal, Gr. Frankfurterstr. 74. Tagesordnung: 1. Ausstellung der Kandidatenliste zu der Delegirtenwah! Zusammenkunft der Parquetbodenleger. Um zahlreichen Besuch ersucht Die Ortsverwaltung. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, 26. Nov., Abends& Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c: Versammlung für das Jahr 1895. 2. Verschiedenes. aller in der Lampenbranche beschäftigt. Arbeiter. Sonntag, den 9. Dezember cr., Vormittags 10 Uhr, Tages Ordnung: 1. Die Segnungen der modernen Kultur. Referent Kollege Litfin. findet in demselben Lokal die definitive 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten Wahl von 62 Delegirten der Arbeit- und Verschiedenes. 173/17 geber, und um 11 Uhr die Wahl von Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 123 Delegirten der Arbeitnehmer statt: Mitgliedsbuch legitimirt. Dienstag, 27. Nov., Abends 8 Uhr, im Viktoria- Garten, Wahlberechtigt find großjährige männliche und weibliche Kaffenmitglieder. glieder. Badstraße 12: Vereins- Versammlung. Das Wahllofal wird um 12 Uhr 4. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 4. Aufnahme neuer MitGäfte( Herren) haben Zutritt. 120/4 geschlossen. Berlin, den 23. November 1894. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Wir ersuchen die Mitglieder sich Montag, Abends 6 Uhr, Badjir. 12,[ 11946] zum Handzettel- Bertheilen zahlreich einzufinden. Der Vorstand. Frauen und Mädchen- Bildungsverein = für Berlin und Umgegend. Wanderversammlung am Mittwoch, den 28. November 1894, Abends 8 Uhr, im Lokal Ren z', Naunynstr. 27. Tages- Ordnung: Der Vorstand P. Stemmler, R. Reißmann, Vorsitzender. Schriftführer. Orts- Krankenkasse Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 25. November, Vorm. 10 Uhr, bei Nieft, Weberstraße 17: Bezirks- Versammlung für den Osten. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Nichtmitglieder haben Zutritt. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 143/6 der Eduhmacher in Berlin. Achtung! Töpfer. Achtung! Die Herren Vertreter der Arbeitgeber und der Kaffenmitglieder( gemäß§ 48 des Statuts) werden hiermit zu der Vertrauensmänner- Sikung Dienstag, den 27. November cr., am Dienstag, den 27. November cr., Abends 6 Uhr, Gipsstr. 16. Abends 74/2 Uhr, Kommandantenstr. 20 1. Vortrag des Genoffen Bebe! über: Welche Ursachen ruft die( Arminhallen) stattfindenden " 1 Frauenbewegung hervor?" 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Berschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 120/3 Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin. Versammlung mit Franen am Sonntag, den 25. d. Mts., Abends 6½ Uhr, bei Feindt, Weinstraße Nr. 11. Zages Ordnung: 222/16 1. Vortrag des Genossen Schöpflin. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Vorträge etc. Entree 10 Pf. Es laden ein Die Filialvorstände. Ordentl. Generalversammlung ergebenst eingeladen. Auf der Tagesordnung stehen die Wahlen zum Vorſtand und Rechnungsausschuß. Zu dieser Versammlung haben nur dieHierzu sind diejenigen Kollegen geladen, welche auf den einzelnen Bauten als Vertrauensmann gewählt oder bestimmt sind. Um pünktliches Erscheinen ersucht, 244/13 Der Vertrauensmann: Gustav Melzer, Friedrichsfelderstr. 26. Sozialistische Haussegen, Bilder und Sinnſprüche für Saaldekorationen empfiehlt Berlin N., Weinbergsweg 15 b. jenigen Herren Vertreter Zutritt, welche Th. Mayhofer Nachf., Sozialdemokratische Buchhandlung, im Besize der Vertreterkarte für 1893 1252b und 1894 sind und sich noch in den Rechten als Vertreter befinden. Die Vertreterkarte dient als Legitimation. 1233b Der Vorstand. Freie Kranken- u. Begräbnißkaffe der Schuhmacher Louisenstädtisches Klubhaus und Berufsgenossen Berlins( G.$. 27). Inhaber: Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter Sonntag, den 2. Dezember, Borund verw. Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Montag, den 26. November 1894, Abends 8 Uhr, im Lokale Annenstraße Nr. 16: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn F. Hansen über: Die Goldschmiedezunft im Mittelalter." 2. Diskussion. 3. Bericht der Bibliothekkommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes.- Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste, sowie unsere Berufsgenossinnen stets willkommen. 181 8 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer Umgegend. mittags 10 Uhr, Annenitraße Nr. 16 Saal ( Louisenstädtisches Klubhaus): Außerordentliche General Versammlung. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über die vollzogene Kassenrevision. 2. Ergänzungswahl des Ausschusses. 3. Abänderung des Statuts. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 1244b J. A.: J. Ege, Vorsitzender, Roßstr. 12. Ordentliche General Versammlung = der Delegirten = 16. Annenstrasse 16. Bernhard Schneider( früher Louis Ehrenberg) für empfiehlt allen Freunden und Bekannten seinen Festlichkeiten, Vereine und öffentliche Versammlungen, ca. 250 Personen fassend, sowie mehrere Vereinszimmer. Jeden Sonntag öffentlicher Tanz. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit; Franz. Billard. Ausschank der Schloßbrauerei Fürstenwalde. ff. Grätzer- und Weissbier. Verkehrslokal und Arbeitsnachweis mehrerer Gewerkschaften. 990L* Zirka 50 politische und Fachzeitungen liegen aus. Telephon- Amt IV No. 1116. Gr. Frankfurterstr. 73, an der Kaiserstraße. Bill. Mittags- u. Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen: täglich 8-10 verschied. Gerichte von 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. a. d. Brauerei Reichenkron. Volkskaffee- u. Speisehaus Morgen, Montag, Abends 8 Uhr, Waldemarstr. 75: der Orts Strankenkasse der J.Diefenbach's Bierhaus, Alte Jakobstr.68 Versammlung. Tagesordnung: Kürschner und verwandten Gewerbe zu Berlin nahe der Tag und Nacht warme Küche zu foliden Preisen. Ausschank der Branerei Pichelsdorf, sowie echt Gräger, Münchener und ff. Weißbier. 1. Vortrag des Herrn Oberlehrer Dr. Mellmann über:" Chemische Mittwoch, den 28. Nov. 1894, Abenda Fr. Billard. Vereinstimmer, 50 Personen fassend. TelephonAmt I Nr. 4526 Behandlung der Hölzer u. s. w. u. f. w. Die Kollegen werden ersucht, einige Hölzer zur Probe mitzubringen. Der Vorstand. Tapezirer. 8 Uhr, im Restaurant Feind, Weinftraße 11. Tagesordnung: 1. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Rechnungen des Jahres 1894. Montag, den 26. November 1894, Abende 81/2 Uhr: 2. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern Große öffentliche Versammlung Neu eröffnet!! Admiralsgarten, Admiralstrasse 38, Carl Tutzauer, 1103L* ( 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer). empfiehlt Säle und Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlich3. Abstimmung über den Erlaß des keiten, sowie geheizte Kegelbahn und Restaurant mit Billard. Vorzügliche aller im Tapezirer- Gewerbe beschäft. Personen präsidenten von Achenbach vom Speisen, gut gepflegtes Weiß-, echt Münchener- und ring freies Lager- Bier in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über das Zirkular der Braunschweiger Kollegen, betreffend die Organisation der Tapezirer Deutschlands. 2. Regelung des Arbeitsnachweises. 233/4 Die Agitations- Kommission. J. A.: T. Markiel. 29, Sept. 1894. 4 Resolution zum Beitritt in die freie Vereinigung von Krankenkassen Berlins und Umgegend. 5. Verschiedenes in Kaffen- Angelegen beiten. Der Vorstand. G. Dobrony, Borsigender, N. Heinersdorferstr. 5, 2 Tr. 155/8 Brauerei Jagdschlösschen Eberswalde empfiehlt ihre Lagerbiere, hell, 21 M. intl. Spundgeld; desgl. dunkel, nach 1041L* Münchener Art, 22 m. intl. Spundgeld. Vertreter: Edmund Renter, Swinemünderstr. 45 Tel.- Amt IIl. 2702. Buss' Salon, r. Frankfurterstr. 85, empf. fich zu Verſammlg., auch sind noch einige Sonnabende zu Maskenbällen frei. Verantwortlicher debatteur: J. Dierl( Emil Roland) in berim. Drud und Verlag von Maz Bading in Berim, SW, beutoitraße 2. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 275. Sonntag, den 25. November 1894. 11. Jahra. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Wie Arbeiter ins Zuchthaus kommen. " umzureißen. Ehe ich von dem Beamten den Hieb erhielt, habe ich um einen Arzt, weil mich die Verlegungen so sehr schmerzten. ich denselben aber nicht angerührt. Meine Geschwister führten Ein Arzt wurde mir verweigert und erst am an= mich dann in unsere Wohnung, wo sie mir das Blut abwuschen. deren Tage wurde mir meine Bitte erfüllt." Später kam Buchholz mit drei anderen Beamten in unsere Angell.Johann Hartert:„ Potomsti rief mich zum Zeugen und ich Ein Bild von dem Wirken preußischer Sicherheitsbeamter Wohnung, wo sie in der rohesten Weise gegen wollte ruhig mitgehen, Buchholz stieß mich jedoch zurück, daß ich nieder= bietet eine Tragödie, die ihren vorläufigen Abschluß in einer Ver- meine Eltern und Schwester gewüthet haben. taumelte. Bei meiner Verhaftung im Berndt'schen Hause bin ich handlung vor dem Schwurgericht zu Stade gefunden hat. Wir Trotz der weit klaffenden Wunde, die ich trug, bearbeitete mir mit Faustschlägen, mit dem Revolver und FußAngell. Bliß:„ Ich fühlen die Pflicht in uns, über den Prozeß, der sich dort am Buchholz, der sich mit mir in einem Zimmer eingeschloffen hatte, tritten bearbeitet worden." 19. November abspielte, mit möglichster Ausführlichkeit zu be- mit einem harten Gegenstand den Kopf. Ich bin dann geschlossen fam zu dem Thatorte, als mein Stiefbruder Karl Berndt, von richten, weil er dem arbeitenden Volk wieder einmal die Größe und mit den anderen nach Harburg transportirt. Auch auf dem seinem Bruder Adolf geführt, mit blutüberströmtem Kopfe an des modernen Polizeistaats, in ihrer vollen, für niemand miß- Wege hat man mich, troydem ich mich gar nicht rühren konnte, mir vorüberging. Ich war schon hierüber empört. Als dann verständlichen Bedeutung vorführt. fortwährend mißhandelt." Auf Vorhalt erklärt aber Buchholz an mir vorbeikam und sagte: Schade, daß Von der Staatsanwaltschaft war, wie das Hamburger dieser Angeklagte, daß er nie mit einem Sackpfahl ich teinen Revolver bei mir hatte, sonst hätte " Echo" berichtet, ein Aufruhrprozeß gegen neun Bewohner der auf Buchholz eingedrungen sei. Angeklagter Potomati: ich die ganze Bande über den Haufen gefchoffen", zwischen Hamburg und Harburg gelegenen Elbinsel Wilhelms- ch war an dem betreffenden Tage mit dem Ar- wurde ich so erregt, daß ich auf Buchholz zuging und ihm burg eingeleitet worden. beiter Owzaret in Wortwechsel gerathen. In unserer Nähe mit der Hand einen Schlag gegen den Kopf verfekte, einen Die Anklage lautet auf Aufruhr, Widerstand gegen die standen einige polnische Mädchen, welche zuhörten. Plöß- barten Gegenstand habe ich dabei aber nicht in der Hand gehabt. Staatsgewalt, thätlichen Angriff auf Beamte, Aufforderung zum lich kam der Sergeant Buchholz aus der Schulte'schen Budike, fragte Jch brachte darauf meinen Stiefbruder mit nach der Wohnung Ungehorsam, Aufforderung einer Person des stehenden Heeres uns nach unseren Namen und ging dann wieder fort. Owzarek hinauf, lief dann zum Arzt und kam, da ich selbigen nicht zu zum Ungehorsam gegen feinen Borgesetzten, Beihilfe zum thät- machte eine lange Nase hinter ihm her, worüber die Mädchen Hause traf, bald wieder zurück. Jezt fand ich aber in der lichen Widerstand, Beamtenbeleidigung und Aufreizung zum lachten. Jeht drehte sich der Beamte wieder um, fam auf mich Wohnung meiner Eltern die Beamten, wesheber ich mich Verbrechen des Todtschlages. Angeklagt sind: 1. der Fabrik zu und sagte, ich hätte ihm wohl einen falschen Namen gesagt. schleunigst wieder entfernte. Nach einiger Zeit famingn jüngerer arbeiter Hermann Franz, geboren am 21. Oftober 1869 in Der Beamte forderte meine Legitimationspapiere. Da ich die Stiefbruder zu mir und sagte, ich möchte doch schnell kommen, Drochtersen; 2. der Fabrikarbeiter Karl Berndt, geboren am selben nicht bei mir hatte, sagte ich, Buchholz möge mit mir in denn die Mutter sei todtgeschlagen. Als der Junge mir auf 27. Juni 1871 zu Schweßlin; 3. der Fabrikarbeiter Andreas meine Wohnung( im Hause des Lütje- Busch) gehen, dort könne meine Frage sagte, die Polizisten hätten sich aus der Wohnung Potomsti, geboren am 29. November 1870 zu Rossoszyce; 4. er die Papiere einsehen, er tönne aber auch so lange warten, ich schon wieder entfernt, ging ich mit. Als ich an der Schulte'schen Der Fabrikarbeiter Johann Hartert, geboren am 25. August wollte sie dann selbst herunter holen. Er wartete jedoch nicht, Budike vorbeikam, winkte mir einer der Beamten, worauf ich 1863 zu Glogowo; 5. der Arbeiter Otto Bliß, geboren am sondern faßte mich sofort am Arm und zerrte mich hin und her. arglos heranging. Buchholz nahm mich sofort fest und 7. März 1863 zu Chottehewke; 7. der Erdarbeiter Adolf Berndt, Ich sagte deshalb, ich würde ruhig mitgehen, er solle mich nur fesselte mich. In der Budite hat Buchholz mich geboren am 19. März 1873 zu Grabowen; 7. der Arbeiter freilassen. Ich rief dann Johann Hartert zu, er möge als Zeuge dann furchtbar trattirt. Gleich sofort verseite er Rudolf Berndt, geboren am 19. Mai 1844 zu Kl.- Wünneschin;| mitgehen, da ich bei dem Beamten sonst meines Lebens nicht mir einen Schlag über den Rücken. Als ich ihn deshalb bat, 8. der Schmiedemeister August Lipinsti, geboren am 29. Oktober sicher sei. Als Hartert ruhig hinter uns herkam, erhielt er plöß- mich nicht zu schlagen, sagte er: Du Schuft mußt ver 1829 zn Schidlig und schließlich 9. die Arbeiterin Marie Berndt, lich von Buchholz einen Stoß, daß er zu Boden recken. Halte Dein Maul, sonst stoke ich Dich ins geboren am 24. November 1874 zu Gora. stürzte. Nun tamen die Arbeiter Maizynna und Maletta zu Waffer." Dabei bearbeitete er mich unausgesetzt weiter mit Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr Morgens im Sigungs- uns, welche dem Beamten ob seines Vorgehens Vorwürfe Fäusten und Fußtritten. Ich habe mich 14 Tage nicht faale des Rathhauses. Den Vorfiz führt Landgerichts- Direktor machten. Der lettere faßte ihn auch an die Hand, um ihn von rühren können. Hoher Gerichtshof, wenn ein Schlachter Dr. Bahr, als Staatsanwalt fungirt Staatsanwalt Schöppler. weiteren Mißhandlungen meiner Person zurückzuhalten. Buchholz einen Bullen hat und der kann noch so schlimm Zum Offizialvertheidiger für Adolf und Karl Berndt und Bliß ließ mich nun los und schlug den Maletta mit dem Säbel sein, so tann er ihn doch nicht so roh trattiren, ift Rechtsanwalt Dr. Ubbelohde zu Stade, für Rudolf und Marie über den Kopf. Auf Veranlassung des inzwischen auf der ivie der Buchholz mich." Angeklagter Adolf Berndt: Berndt, Franz und Lipinsti Referendar Dr. Rotermung zu Stade Stelle erschienenen Bürgermeisters Desan verhaftete er dann den Weil mein Bruder so scheußlich mißhandelt war, wurde ich so bestellt und für Potomski und Hartert vertheidigt Dr. Berthold Maletta. Inzwischen war auch der Vorfall mit K. Berndt aufgeregt, daß ich dem Buchholz einige Schläge versette." Der aus Hamburg als Wahlvertheidiger. Die Angeklagten Franz, passirt. Berndt tam mit den Händen in den Hosentaschen auf Angeklagte und seine Schwester, welche angeklagt ist, den AufKarl und Adolf Berndt, Bliß und Hartert befinden sich seit dem uns zu und stellte den Beamten betreffs seines Verhaltens zur rührern dadurch Hilfe geleistet zu haben, daß sie ihnen einen 26. März d. J. in Untersuchungshaft, während die anderen auf Rede; als Antwort darauf bekam er den scharfen Säbel Stackpfahl zutrug, geben drastische Schilderungen, wie ihre freiem Fuße find. An die 50 Zeugen und ein Dolmetscher sind hieb über den Kopf. Wer sich dann weiter an der Miß- alten Eltern von den Beamten mißhandelt fein zu der Verhandlung geladen. In der verantwortlichen Verhandlung des Sergeanten betheiligt hat, weiß ich nicht. Ich sollen. Marie Berndt will sich der Beihilfe nicht schuldig nehmung der Angeklagten erklärt zuerst Karl Berndt: habe demselben weder Widerstand geleistet, noch thätlich ange- gemacht haben. Der Vater Berndt sagt, aufrührerische Nedens Ich befand mich am Mittag des 26. März, dem zweiten griffen. Als ich frei war, bin ich mit Hartert in das Haus ge- arten, die ihm zur Last gelegt würden, habe er nicht geführt. Oftertage, in unserer Wohnung, welche sich im Haufe des laufen. Bald begaben wir uns in die Berndt'sche Wohnung, Nur als die Beamten in seiner Wohnung so furchtbar gehauft Lütje Busch befindet. Ich war im Begriff, mich anzutleiden, wohin nach kurzer Zeit die vier Beamten, die Sergeanten Buch- hätten und als er gesehen habe, wie sein Sohn zugerichtet sei, um mit meinem Bruder Adolf und der Schwester Marie spazieren holz und Ohlenbostel, sowie die Gendarmen Bröder und Splitt- habe er gesagt:" Solche Polizisten müsse der Teufel holen. zu gehen. Plöglich rief meine Schwester: Mein Gott, wie ftößer nachtamen. Hartert, Rudolf Berndt und ich wurden in Auch er erzählt, wie die Beamten ihn und seine Frau furchtbar ber Sergeant Buchholz den armen Menschen da miß- ein Zimmer gebracht, vor dessen Thür der Gendarm Splittstößer traktivt hätten. Angeklagter Lipinski sagt, er habe nur handelt!" Ich sah durch's Fenster und beobachtete, wie der mit gezogenem Säbel Posto faßte, während uns Bröcker und ausgerufen: Nicht mit dem Säbel hauen", da fei er Sergeant den Potomsti am Arm gefaßt hatte und immer hin Ohlenbostel mit Revolver, Fäusten und Fußtritten gleich mit dem Säbel niedergehauen.- Angeklagter und her riß und schüttelte. Ich ging hinaus, um den Sergeanten trattirten. Bröcker schlug mich mit einem Revolver vor den Franz will den Kanonier Steinecke, den er von früher gekannt zur Rede zu stellen, was ich that, indem ich zu ihm sagte, er Kopf, daß ich erhebliche Wunden an den Augen davontrug." habe, nur gefragt haben, weshalb er denn eigentlich mit dem folle den Arrestanten doch nicht so traktiven. Ich sei auch Soldat Dr. Berthold legt ein ärztliches Attest vor, das die Angaben des Gendarm gehe. Bum Ungehorsam habe er den Soldaten durchgewesen und wisse, was sich gehöre. Als Antwort auf diese Worte erhielt Potomêti über feine Verlegungen bestätigt. Botomsti fährt fort: aus nicht aufgefordert und auch nicht auffordern wollen. ich einen scharfen Säbel hieb über den Kopf, daß ich Wir wurden dann geschlossen und nach Harburg transportirt, Auch habe er den Beamten nicht thätlich angegriffen. bewußtlos niederftürzte, nicht jedoch, ohne auch den Beamten auf dem Wege aber noch immer mißhandelt. In Harburg bat Aber er sei von dem Beamten, Gendarm Bröcker, sofort B Sonntagsplauderet. " " der " 4 alt= Der jezige Polizeipräsidium von Wien, das durch die kasernirte erblickte. Sein Herz fing Feuer, seine Bewunderung für das Prostitution den Zuständen à la Heinze- Berlin beikommen will, anmuthige Mädchen stieg. Da mußte er aber erfahren, stillschweigend gestattet, hauszuhalten. Die Angelegenheit ist daß Vater seiner Angebeteten Konkurs In der Jammervertretung, die sich den österreichischen endgiltig vertuschelt. gemeldet hatte und auf der Börse zu Amsterdam Reichsrath nennt, in dem Rumpfparlament, in dem bisher Allein sie ist nicht aus der Welt geschafft. Im Volts- nicht viel galt; und sein Liebesrausch war flugs noch immer die weitesten Boltskreise nicht Sih noch Stimme bewußtsein ist sie nicht erstickt; und vom schlüpfrigen verweht! Im Vorjahre erst sah ich im Leffinghaben, schleicht man an Fragen von großer wirthschaftlicher Rechtspruch abgesehen, hat fie auch eine andere theater das Lustspiel eines jungen Ostpreußen. Darin wird oder ethischer Bedeutung gerne schüchtern vorbei. Aber ethische Bedeutung. Die Gleichgiltigkeit, mit der die erzählt, wie der berühmte Selfmademan der Theaterstücke, mitunter freilich selten drängt das empörte Rechts- Herrengesellschaft zusehen kann, wie ganze Frauengeschlechter, der Großindustrielle, der durch eigene Kraft sich zum bewußtsein trog aller Trägheit einer dickfelligen die sich von der äußersten Noth der Straßenprostitution Millionär, emporgearbeitet" hat, seine Tochter einem Körperschaft dennoch bis in den österreichischen fernzuhalten wußten, in der Periode der zartesten Ent- windigen Adligen giebt. Nun soll geschildert werden, Parlamentssaal. Vor nicht allzu langer Zeit war wickelung verwüstet und zertreten werden, ist ein Glied in welche Lumpenhaftigkeit in diesem Herrn Schwiegersohn im schönen Wien eine hübsche Bestbeule auf der langen Kette. Diese Gleichgiltigkeit erzählt von dem steckt. Da äußert sich denn die Logik der kapitalistischen gebrochen, der Zufall brachte eine Krankheitserscheinung tiefen Unwerth, den die Herrschenden dem Frauenindividuum Denkweise ganz wunderbar. Daß der Mann seine Gattin nicht zu Tage, wie fie in verwandten Formen jede Großstadt beimessen, und sie hängt mit der alten Erfahrung zusammen, wie einen vollbürtigen Menschen behandelt, daß er sie betrügt, aufweist. Man hatte, wie seinerzeit in der südlichen Wilhelm- daß die Würdelosigkeit des Weibes steigt, je militaristischer sie alltäglich seelisch mißhandelt, sie beschimpft, das ist straße zu Berlin, ein Haus entdeckt, in dem ein würdiges eine Epoche oder eine Gesellschaft wird. Auch hierin ist bourgeoismäßig empfunn nicht allzu schlimm. Ehepaar mit Namen Tuschel den Herrschaften aus der Moloch gefräßig. Je ausschließlicher das Waffenhandwerk Schwiegervater tröstet das Töchterchen und meint: Halt Gesellschaft Frauen und Töchter und, was das Fürchter- und die Leute, die es treiben, als männlich, als herrisch, aus! Er soll Dein Herr sein. Als aber der Schwiegers lichste war, eine ganze Anzahl halbwüchsiger Kinder zuführte. als vornehm gepriesen werden, je markanter und einseitiger sohn zum Verschwender wird und in finanzieller Bedrängniß Die Angelegenheit machte, wie man es im Amtsstil nennt, das Soldatische als Aeußerung von Lebenskraft betont einen Wechsel auf den Namen des reichen Schwiegervaters peinliches Aufsehen, aber das Ehepaar Tuschel konnte wird, umso geringfügiger erscheint dann der Werth der fälscht, da erst ruft der brave Mann, und das Publikum nicht, wie es seinerzeit in Berlin geschah, unbemerkt ver- Frau, die in Aeußerungen solcher Lebenskraft nicht ton- jubelt ihm zu: Welche maßlose Verkommenheit! Werft schwinden. Die verthierten, empfindungs- und gewissens- turriren kann. Es ist kein Zufall, was wir so häufig im das Scheusal in die Wolfsschlucht. baren Helfershelfer einer verrotteten Lebemännerwelt, die| ,, modernen Sparta", in Berlin, gewahren. Gerade jene Was Wunder, daß solche unbändige, fanatische Kapitalshalbwüchfige Jugend opfert und meuchelt, um greisenhafte Schicht der Gesellschaft, die bis auf Aeußerlichkeiten genau anbetung zu turiosester Narrheit verführen kann. In einem Instinkte durch neuen Nervenkitel aufzustacheln, wurden militaristischen Geist und militaristisches Auftreten kopirt, Dorfe Untereichsfeld war ein Knabe, der Sohn einer bluts verhaftet und abgeurtheilt. Aber dem Verbrecherpaar das neupreußische Studententhum und seine verwandten armen Wittwe, ins Holz gegangen und brachte, ohne daß wurde nicht allzu weh gethan. Nach den Zeugen, welche Kreise, liefert der Berliner Straßenchronik verhältniß er sich einen sogenannten Holzlesezettel geholt hätte, die Mitschuldigen, wenn nicht die Hauptschuldigen an mäßig so vielen Stoff. Vom anrempelnden Rauhbein bis aus dem staatlichen Forst ein Bündel Lehnholz dem Vergiftungswerk waren, wurde sorgsam nicht zum gefährlichen Rowdy, der den Frauen nachstellt ich heim. Für den Holzzettel, das heißt für die schriftliche geforscht; und so tam tam es im Falle Tuschel zu erinnere an den vielberufenen Steinke sind alle Zwischen Erlaubniß, Leseholz zu holen, muß eben eine bestimmte einer läftigen Gerichtskomödie, für die der Wiener glieder zahlreich vertreten. Die" goldene Jugend" aller- Abgabe errichtet werden, und selbst die fünfzig Pfennige Volkswit das Schlagwort fand: Die Sache wird dings steht sie häufig in hohen Semestern prostituirt, die hierfür konnte die dürftige Frau nicht erschwingen. Den ,, vertuschelt". Was der Volksmund besprach, das ihr innig verwandte militärisch geschulte Jugend liebt Bru- Knaben denunzirte ein Lehrer wegen Diebstahls. Durfte er tam nun auch vor den Autoritäten", die im Parlament talität und schneidige Gewalt", in der Mißachtung des in diesem Falle denunziren, durfte er es nicht? Der Lehrer sigen, zur Verhandlung. Der Justizminister herrschte aber Weibes, in der Neigung, es als untergeordnetes Sklaven- wurde infolge seiner Denunziation wohl scheel angesehen. die neugierigen Fragesteller nicht übel an. Was sie fich wesen zu behandeln, begegnen sie sich auf absolut gleichen Er wandte sich an den Pfarrer und der Pfarrer erwiderte: wohl dächten! Die Beamten hätten ihre Sache mustergiltig Bahnen. das strengste Recht berge mitunter das höchste Unrecht gemacht. Noch gäbe es Richter in Wien. Daran könnten Wie die Menschlichkeit mit Füßen getreten und wie in sich; und vor der starren Konsequenz hob er das alle Standalmacher der Welt nicht rütteln. auf anderer Seite das heilige Eigenthum, und wäre Erbarmen hervor; oder wie er es nach seinem Standpunkte Also der Minister. Die Versammlung in ihrer Mehrheit es der armseligste Feßen, mit unverbrüchlicher Gewissen- nannte: die Christenpflicht". Diese Frage, die nur duckte sich vor den Kommandotönen, die im gemüthlichen haftigkeit und frommem Schauer gepflegt wird. Die für verstaubte Juristensinne und strenge Hüter seiner alls Wien ebenso schneidig erklingen, wie- anderswo. Wer wollte feinsten feelischen Regungen bleiben unbeachtet, aber wo mächtigen Majestät, des Kapitals zur Doktorfrage werden fich auch den Standalmachern beigesellen, im moralischen irgend ein Vergehen gegen das Eigenthumsprinzip, und konnte, wurde nun auch im Organ der freisinnig anges Schmute wühlen und demagogisch sich bethätigen, weil wäre es das leiseste seiner Art sich rührt, da reagirt die hauchten preußischen Lehrerschaft, in der" Preußischen mitten in Wien ein Hirschpart, ähnlich dem des franzö- Bourgeoisempfindung mitunter in grotester Weise. Es ist Lehrer- Zeitung" erörtert und die manchesterliche Grundſeele fischen Ludwigs, für galante Gelüfte vornehmer Welt" er nicht anders geworden seit der Zeit, da Herr Cats lebte, in dieser Zeitschrift stammelt ebenfalls: Diebstahl ist richtet war? Tuschel, der Biedermann, wird etliche ein Dichter und Liebling der holländischen Kaufmannschaft. Diebstahl! Wochen Gefängniß" abfizen und jetzt wohl die richtige Dieser Poet schildert in einem seiner Gedichte, wie er einst Und Strafe muß sein!" Eignung erworben haben, in einem jener Institute, die das mals während eines Kirchgangs ein wunderschönes Kind " Alpha. 4 werden. Gerichts- Beifung. Einen Gewerbegericht. Die beklagte Firma niedergehauen und geschlossen abgeführt. Nachdem dann Kassation entgegensieht, indem in der Ver- folgende Aufforderungen geschehen sei. Die Angeklagten noch verschiedene Bemerkungen gemacht handlung der§ 257 der Strafprozeß Ord- Plauth und Zöllner wurde mit der Begründung verurtheilt, es haben, wird zur Zeugenvernehmung geschritten. Zeuge nung verlegt ist.( Nach diesem§ 257 find die fehle das Moment der Beharrlichkeit, welches ber§ 123, 3 der Polizeisergeant Buchholz, ein robuster 38jähriger Mann, Angeklagten por der Beantwortung der Schuldfragen Gewerbe- Ordnung besonders betone. wird, nachdem er vom Vorsitzenden eindringlich zur Wahrheit durch die Geschworenen zu fragen, ob fie neben Vom Reichs- Versicherungsamt. Der alte Eisenbahn. and Vorsicht gemahnt, zuerst uneidlich vernommen: Ich sah ihren Vertheidigern selbst noch etwas zu ihrer Vertheiarbeiter Kalweit aus der Provinz Posen hatte sich beim Schieben von der Schulte'schen Budike aus, wie sich Potomski und Dwvzarek digung vorzubringen haben. Dies ist nicht geschehen, trotzdem vor dem Hause des Lütje- Busch stritten. Da viel Menschen an das Reichsgericht schon in einem Urtheil vom 24. September 1883 von Eisenbahnwagen überarbeitet und körperlich geschadet; nach dem Tage, dem zweiten Ostertage d. J., auf der Straße waren, flar ausgesprochen hat, daß der Paragraph nicht bloße Instruf- furzer Krankheit starb er. Der Arzt, welcher ihn untersuchte, fonstatirte, er sei an bösartiger Blutarmuth gestorben. hatte sich eine Gruppe um die Beiden gebildet. Es war deshalb tion fei, sondern daß seine Verletzung die Aufhebung eines Urtheils Der Fiskus lehnte das Gesuch seiner Wittwe um eine Rente ab, meine heilige() Pflicht, daß ich einschritt. Ich stellte also zur Folge haben müsse.) die Namen des Potomšti und Owzarek fest. Als ich fort ging, Das Urtheil des Gerichts, das gegen 2 Uhr Nachts verkündet was er damit begründete, daß der Tod des Verstorbenen nicht Nachte man hinter mir. Ich glaubte, das geschehe deshalb, weil wird, lautet betreffs Lipinski's, des Rudolf und der Marie Berndt af einen Betriebsunfall, sondern auf eine Krankheit zurückzuführen wäre. Das Schiedsgericht in Bromberg wies die Wittive Botomski mir vielleicht einen falschen Namen genannt hätte. Ich auf Freisprechung, gegen Karl Berndt auf 1 Jahr 3 Monate führen wäre. Das Schiedsgericht in Bromberg wies die Wittwe ebenfalls ab. forderte deshalb dessen Legitimationspapiere, die er mir jedoch Zuchthaus, Adolf Berndt auf 1 Jahr Zuchthaus, Potomski dann Rekurs einlegte, erhob über die Todesurfache Beweis. Der unter Hohn und Drohungen verweigerte, weshalb ich ihn ver: 1 Jahr Zuchthaus, Bliß 7 Monate Gefängniß, Hartert 6 Mohaften wollte. Kaum hatte ich ihn gefaßt, da drang schon Karl nate Gefängniß und Franz 3 Monate Gefängniß. Potomati betreffende Arzt sagte aus, direkt habe der Unfall nicht den Berndt auf mich mit einem Stackpfahl ein. Ihn wehrte ich da- wird fofort in Haft genommen, während Denen, die bisher in Tod Kalweit's herbeigeführt, aber er habe denselben beschleunigt. Der Fiskus wurde zur Rentenzahlung verurtheilt. durch ab, daß ich ihm einen scharfen Sieb über den Kopf ver- Haft waren, je 6 Monate davon auf die Strafe angerechnet Nach Ansicht des Reichs- Versicherungsamtes brauchen Körperfehte. Jetzt brangen mehrere Andere auf mich ein, die ich nicht werden, so daß Franz und Hartert sofort auf freien Fuß gesetzt verletzungen oder Tod nicht unmittelbare Folgen des Unfalls zu wiedererkenne, aber ich weiß, daß Ad. Berndt mit darunter war. Db Maletta, der inzwischen verstorben ist, dabei war, weiß ich Revision gegen das Urtheil ist bezüglich Potomski's und fein; auch mittelbar, unter der Mitwirkung hinzutretender ungünstiger Umstände, sich entwickelnde Folgen dieser Art fallen den nicht." Staatsanwalt: Beuge, der Vorsitzende hat Sie der Gebrüder Berndt schon eingelegt. Trägern der Unfallversicherung zur Last. Es ist nicht erforderlich, vorhin darauf hingewiesen, daß Sie die Beantwortung solcher daß die bei dem Unfalle erlittene Verlegung die alleinige Fragen, deren wahrheitsgemäße Beantwortung Sie selbst einer Ursache der sich anschließenden Erwerbslosigkeit oder des Todes strafrechtlichen Verfolgung aussehen kann, verweigern fönnen. bildet; es genügt, daß sie eine von mehreren mitwirkenden UrIch frage Sie nun, ob Sie nach der ersten Affäre in der Berndtsachen ist und als solche ins Gewicht fällt. Der Anspruch auf schen Wohnung oder auf dem Transporte einige Angeklagte mißhandelt haben?" Zeuge Buchholz:" Ich habe niemanden intereffanten Prozeß erledigte die Entschädigung besteht daber auch dann, wenn durch ein schon bestehendes Leiden des Verlegten die Folgen der Verlegung im mißhandelt." Staatsanwalt: Waren Sie an dem Tage Kammer II unter dem Vorsiz des Assessors von Schulz am angetrunken?" Benge Buchholz:" Ich bin noch nie an- 20. November. Die Puhmacherin H, welche bis zum 3. No. erhöhten Maße schädigend wirken oder den Eintritt der Erwerbs getrunken gewesen." Bertheidiger Dr. Berthold:" Waren vember im Hut- und Buzgeschäft der Frau Jenny Bock, unfähigkeit bezw. des Todes beschleunigt haben. Sie schon vorher in anderen Wirthschaften gewesen?" Friedrichstraße, als Direttrice thätig war, verlangte als Ent- Ein Fall von Kurpfuscherei beschäftigte gestern die Zeuge Buchholz:" Ich war, ehe ich in der Schulte- fchädigung wegen unberechtigter Entlaffung vorläufig das 132. Abtheilung des Schöffengerichts. Der Sprachlehrer Her schen Wirthschaft war, in zwei anderen Wirthschaften. Bei Gehalt für den Monat November. Der Vertreter der Beklagten, mann Krause war des Betruges, seine Ehefrau Amalie Schulte war ich ungefähr eine halbe Stunde." Zeugin Klemce: ihr Mann, hielt Frau Bock zu feinerlei Entschädigung ver- Krause, geb. Koch, der Unterschlagung beschuldigt. Durch die Ich habe gesehen, daß Buchholz am Boden lag und daß er ge- pflichtet. Er habe, führte er aus, die Klägerin am 3. November Beweisaufnahme wurde folgender Thatbestand für erwiesen erschlagen wurde. Von den Angeklagten hat meines Wissens wegen ihres turbulenten Auftretens aus dem Geschäft gewiesen, achtet: Jm vorigen Jahre erschien in einer hiesigen Zeitung die niemand geschlagen. Ich habe aber gesehen, daß Buch- sie dann aber durch zwei junge Mädchen auffordern lassen, Danksagung eines jungen Mädchens, welches angeblich von dem holz einer Rann, der ihn mit den Händen in den Hosentaschen wieder zurückzukehren und ihre Arbeit fortzusetzen. Die Klägerin ersten Angeklagten innerhalb furzer Zeit von der Schwindsucht ruhig nang, mit dem Säbel über den Kopf schlug, fei der dreimaligen Aufforderung nicht nachgekommen, wodurch geheilt worden sei, obgleich alle Aerzte sie schon aufgegeben daß er taumelte." Zeuge Lütje- Busch: Buchholz schlug mit sie jedes Recht auf Entschädigung verwirkt habe. Daraus, daß hätten. Diese Anzeige tam der Ehefrau des Silberarbeiters dem Säbel nach dem Arrestanten, welcher ihm ausrückte, der Fräulein H. den Aufforderungen nicht Folge leisteste, nachdem Schlosser zu Gesicht. Dieselbe befand sich im letzten Stadium Echlag traf aber den Karl Berndt. Unter denen, die auf Buch- fie einmal hinausgeworfen war, suchte der geniale Herr Bock her- der Lungenschwindsucht, schon seit Monaten konnte sie das Bett holz losschlugen, habe ich Potomati nicht gesehen." Beuge zuleiten, daß dieselbe tontrattbrüchig geworden sei. Einen nicht mehr verlassen. Wie alle Schwindsüchtigen hatte sie HoffSchulte: Buchholz war an dem Tage meiner Ansicht nach Vergleichsvorschlag, bis zum 1. Januar die Klägerin zu be- nung auf Genesung, sie bat ihre Schwester, eine Frau Böttcher, nüchtern. Die ersten Anfänge der Schlägerei habe ich nicht geschäftigen, welchen Herr Weigert im Namen derselben machte, zu Krause zu gehen, um dessen Mittel zu erlangen. Krause hörte sehen. Ich sah, daß dem Buchholz ein Mann nachging. Buch- lehnte Bock ab. Weil Klägerin durch die beharrliche Weigerung, den Bericht über die Krante an, Frau Böttcher erklärte selbst, holz drehte fich nach diesem um und stieß ihn zu Boden. Einem in das Geschäft zurückzukehren, am 8. November den Kontrakt daß dieselbe wohl schwerlich das Bett wieder verlassen werde, Zweiten, der meiner Ansicht nach zuerst mit einem Stackpfahl gebrochen hätte, habe er, Bock bezw. seine Frau, feine Ver- da ihr Körpergewicht bereits auf 57 Pfd. herabgesunken sei. geworfen hatte, versette Buchholz einen Hieb über den Kopf. pflichtung, dieselbe nunmehr wieder einzustellen, noch ihr eine Auf ihre Bitte, die Kranke persönlich besuchen zu wollen, Daß Bliß in meiner Budite gesagt hat:„ Herr Sergeant, schlagen Entschädigung zu gewähren. So die Weisheit des Bock, welche erwiderte Krause, das sei nicht nöthig, seine Medizin wirke unSie mich doch nicht mehr!" habe ich gehört. Zeuge Buch derselbe im Bergleichstermin am 7. November austramte. Be- fehlbar und wenn die Kranke nur noch soviel gesunde Lunge holz wird nochmals über einige Punkte vernommen, so, ob er züglich der Entlassung selbst wurde durch die Beweiserhebung habe, wie eine Fingerspiße groß, werde er sie innerhalb dreier sich nicht irren könne, wenn er fage, Karl Berndt sei zuerst auf folgendes festgestellt. Als die Klägerin am 3. November nach Wochen aus dem Bette bringen. Und der Angeklagte hielt in ihn losgesprungen, ob das nicht Maletta oder Hartert gewesen Beendigung der Mittagspause zur Arbeit tam, machte ihr Bock einer Art mehr als er versprach, nach 14 Tagen lag die Frau sein tönne. Zeuge Buchholz:„ Ich kann mich taum irren. den Vorwurf, zu spät gekommen zu sein, Sie vertheidigte sich Schlosser im Sarge. Bei dem ersten Besuche erhielt die Frau Ich glaube, daß Potomsti und Dwzarek zuerst nur Komödie mit einem Hinweis darauf, daß sie sogar noch ein vaar Böttcher noch feine Medizin, der Angeklagte verlangte dafür Bock verbot ihr den Mund, 8 M. und so viel Geld hatte die Böttcher nicht bei sich. Der aufgeführt haben, um mich zum Einschreiten zu veranlassen, Minuten zu früh komme. damit dann die Berndt's über mich herfallen konnten." als Beuge und fie im Gefühl ihres Rechts erwiderte, Ehemann der Kranten mußte sich das Geld borgen, um die Bau- Aufseher Moraz und Bauführer Naumann, sie lasse sich nicht den Mund verbieten, sie müsse sich doch er- Medizin heschaffen zu können. Diese bestand aus zwei Fläschchen, welche mit Buchholz vorher bei Schulte gesessen haben, flären tönnen, forderte er sie zum sofortigen Verlassen des Ge- deren Ingalt später vom Gerichtschemiker Dr. Bischoff untersucht bestätigen im im Wesentlichen die Aussage des Buchholz, schäfts auf. Wie zwei noch im Bock'schen Geschäft thätige junge worden ist. Derselbe begutachtete im gestrigen Termine, daß die nur sind sie Beide nicht so präzise. Zeuge Matysiak: Ich Mädchen übereinstimmend, wenn auch schüchtern, befundeten, eine Flasche eine Mischung von Honig und Wasser mit einem habe gesehen, daß Buchholz den arretirten Botomsti hin und her verlieh der Geschäftsführer" Bock seinem Befehl noch durch die kleinen Zusatz irgend eines Pflanzenstoffs, die zweite einen in fließ. Potomsti bat deshalb, als er ungefähr 50 Echritte ge- Drohung besonderen Nachdruck, er werde die Klägerin wegen homöopathischer Form mit irgend einem Bitterstoff versetzten gangen war, den Hartert, er möge als Zeuge mitgehen. Hartert Hausfriedensbruchs verklagen, wenn dieselbe nicht augen- Spiritus enthalten habe. Der ganze Werth jeder Flasche wurde von Buchholz zu Boden geworfen, ohne daß er den Be- blidlich gehe. Die erwähnten Zeuginnen wissen nichts von würde nach Apothekerpreisen berechnet, etwa 40 Pfennig amten berührt hätte! Auch die Aussage des Karl Berndt und einem Toben" der Klägerin; hinsichtlich des Benehmens der pro Flasche betragen. Die Angehörigen der Kranten des Potomšti wird von diesem Zeugen voll bestätigt. Verschiedene Parteien sagten sie nur aus, beide seien aufgeregt gewefen. ließen noch einmal von dem Angeklagten zwei Flaschen andere Beugen wissen nichts Wesentliches zu befunden. Es wird Die eingehendsten Vermahnungen ihres Arbeitgebers und des Medizin holen, es tam nur zum Verbrauche der dann der Gendarm Bröder ebenfalls nach eindringlicher Ver- Geschäftsführers" ihrer Arbeitgeberin, verbalfen ihnen nicht zu einen Flasche. Die vierte Flasche brachte die Böttcher nach dem warnung zunächst uneidlich vernommen: Wir hörten von der anderen Erinnerungen. Weigert, welcher die Klägerin vertrat, Zode ihrer Schwester zurück mit der Bitte, dieselbe zurückzunehmen Bedrängniß des Buchholz und eilten deshalb nach der Alten- machte geltend, dieselbe bätte nach jener, sie be und ihr etwas darauf zu vergüten. Der Angeklagte weigerte schleuse. Von der Schulte'schen Budike aus säuberten wir mit leidigenden Art der Hinausweisung aus dem Geschäft fich. Seine Chefrau nahm ihm die Flasche aus der Hand und der Waffe in der Hand den Platz. Als wir auf dem Wege nach teine Verpflichtung zum Weiterarbeiten gehabt; unbeschadet warf sie in den Ausguß. In diesem Berhalten erblickte die An der Berndt'schen Wohnung waren, kam uns Lipinski entgegen. etwaiger Entschädigungsansprüche hätte sie die bezüglichen Buflage den Thatbestand der Unterschlagung. Der Ehemann Krause Wir ließen den Greis paffiren, weil wir ihm nichts Schlechtes muthungen zurückweisen dürfen. Einen Kontrattbruch des versicherte auch im Termine, daß er schon vielen Schwindsüchtigen zumutheten. Als er einige Schritte hinter uns war, rief er Mädchens zu behaupten, fei lächerlich. Der Beklagte hätte die das Leben gerettet habe, eine Behauptung, die nach der Ausplöhlich: Stehen bleiben, Front machen, Ihr werdet Euch doch Tirettrice gern los sein wollen, deshalb auch die Ablehnung des führung des Staatsanwalts Böttger entschieden wieder besseres Am 20. November wurde die Bes Wissen aufgestellt sei. Der Angeklagte habe zweifellos gewußt, von den Polizisten nicht schlagen lassen!" Ich forderte ihn auf, Vergleichsvorschlages. vom Plage zu gehen. Da er dies nicht that, gebrauchte ich die flagte zur Zahlung von 68 M. für die vom Tage der Ent- daß fein werthloses Zeug feinen beffernden Einfluß auszuüben Waffe. Nach einigen Minuten tam Franz mit einem Soldaten laffung bis zur Urtheilsfällung verflossene Beit verurtheilt. im Stande sei. Die Handlungsweise sei die Ausbeutung einer daher. Ich befahl dem Soldaten, mir zur Seite zu bleiben. Gründe: Die Beweisaufnahme babe ergeben, daß die Klägerin Nothlage in der gemeingefährlichsten Art, er beantrage gegen Franz forderte denselben jedoch auf, nicht mit mir zu gehen. in einer Weise aus dem Geschäft gewiesen sei, die sich als Krause se ch 3 Monate Gefängniß, gegen die Ehefrau Auch Franz mußte ich mit der blauten Waffe vom Blaze bringen, grobe Beleidigung charakterisire. Die Klägerin hätte fomit Krause 20 Mart Geldstrafe. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt da er mich anzugreifen drohte. Weder ich noch die anderen Beamten felbst Grund gehabt, das Arbeitsverhätniß fofort zu löfen. Ihr Dr. Schoeps, bemühte sich, ein niedrigeres Strafmaß zu erzielen, haben meines Wissens die Angeklagten oder andere Leute miß- Ansehen mußte durch das Verhalten des Bock sinken, so daß sie der Gerichtshof erkannte aber nach dem Antrage des Staats handelt." Aehnlich erklärt sich der ebenfalls uneidlich vernommene gar nicht mehr im stande gewesen wäre, ihre Stellung als anwalts. Polizeisergeant Dhlenbostel und der eidlich vernommene Gendarm Direktrice weiter bei der Beklagten auszufüllen. Die Klägerin Splittstößer. Es werden dann noch viele Zeugen vernommen, hätte unter den Umständen nicht zurückkehren brauchen, um so die das bekunden, was die seit dem ersten Tage inhaftirten An- weniger, als nicht ihr Beleidiger fie dazu persönlich geklagten erklärt haben, während einige andere Zeugen ähnliches aufforderte, sondern sie durch Untergebene auffordern wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8met Buchstaben oder eine Baht) Jagen, was die Beamten bezeugt haben. Im Laufe der Zeugen- ließ. Daß auf feiten Bod's nicht der ernstliche Wille vorhanden vernehmung tamen mehrfach harte Zusammenstöße zwischen gewesen sei, die Klägerin weiter zu beschäftigen, gehe daraus herStaatsanwalt und Vertheidigung. So protestirte Dr. Berthold vor, daß er ihren Bergleichsvorschlag mit den Worten ablehnte, dagegen, daß der Staatsanwalt dadurch in die Verhandlung er wolle sie garnicht mehr haben. Beklagter, oder vielmehr der Einer für Viele. Haussuchungen fönnen nach der störend eingriffe, daß er verkündete, er würde sofort Haftbefeh! Vertreter der Beklagten sei Schuld an der Arbeitslosigkeit der Strafprozeßordnung vorgenommen werden, wenn zu vermuthen gegen einen Beugen beantragen, wenn er wüßte, daß derfelbe Klägerin, darum müsse diese für die nachweisbare arbeitslose ist, daß die Durchfuchung der Räumlichkeiten zur Auffindung von Beweismitteln führen würde. Zur Nachtzeit darf eine Hausfich tlar über seine Aussage sei. Solche Erklärungen seien Beit entschädigt werden, vorläufig also mit 68 M.durchaus nicht zulässig, weil geeignet, in den Geschworenen fuchung nur bei Berfolgung auf frischer That oder bei Gefahr Voreingenommenheit zu erwecken. Die Beweisaufnahme, in der im Verzuge( oder wenn es sich um Wiederergreifung eines ent Nachtzeit in an die 40 Zeugen, darunter sehr viele mit Dolmetsch, zu verwichenen Gefangenen handelt) stattfinden. diefem Sinne ist vom 1. 4. bis 30. 9. die Zeit von 9 Uhr nehmen waren, wird sodann geschlossen. Es handelt sich nun um die Beeidigung der Beamten. Nach nochmaliger sehr einWeil der Bierfahrer R. wiederholt zu spät zur Arbeit tam, Abends bis 4 Uhr Morgens und von 1. 10. bis 31. 3. die Beit Die Anordnung dringlicher Verivarnung werden dieselben beeidigt. Es werden fodann 18 Haupt-, 34 Neben und 7 Hilfsfragen an die Ge- glaubte der Brauereibefizer Reich sich berechtigt, denselben am von 9 Uhr Abends bis 6 Uhr Morgens. Verzuge auch ber Staatsanwaltschaft, ja sogar ben schworenen gestellt. Um 73/4 Uhr Abends beginnt der Staats. 28. Oktober ohne vorherige Kündigung zu entlassen. Für die von Durchsuchungen steht dem Richter, bei Gefahr im Kammer VI des Gerichts, welche einen Entschädigungsprozeß des zusprechen, Lipinski der Aufforderung zum Ungehorsam, Rudolf Frage, da nun dies nicht länger als acht Tage dem Beklagten wesend, so ist, wenn dies möglich, sein Vertreter oder ein eranwalt mit seinem Plaidoyer. Er bittet, Marie Berndt frei. R. zu erledigen hatte, tam nur das letzte Zuspättommen in Polizei- und Sicherheitsbeamten zu. Der Inhaber der zu durch fuchenden Räume darf der Durchsuchung beiwohnen. Fit er abBerndt der Beamtenbeleidigung, Bliß des thätlichen Anbekannt war.(§ 123 der Gewerbe- Ordnung.) Die Frage war griffs, Franz der Aufreizung eines Soldaten des steben zu entscheiben, ob darin ein unbefugtes Berlassen der Arbeit zu wachsener Angehöriger Hausgenoffe oder Nachbar zuzuziehen. den Heeres zum Ungehorsam gegen feinen Borgefeßten fehen sei, daß R. am 22. Oftober statt um 1/26 Uhr früh um Der von der Durchsuchung Betroffene hat nur das Recht, nach Hartert und Po " bes thatlichen miderstandes, 1/28 Uhr in der Brauerei erschien. Der Kläger entschuldigte sein über den Grund der Durchsuchung und ein Verzeichniß der in tomski der nicht thätlichen Theilnahme an einem Auf- Späterkommen am 22. Oktober damit, daß ihn am betreffenden ruhr, des Widerstandes und der Gefangenenbefreiung, Adolf und Morgen der Schuhmacher mit seinen großen Schaftstiefeln im Berwahrung oder in Beschlag genommenen Gegenstände, ſowie, Karl Berndt schließlich des Aufruhrs, des Widerstandes, des Stiche gelaffen habe. Im übrigen beginnen, setzte er hinzu, feine falls nichts Berdächtiges gefunden ist, eine Bescheinigung hierthätlichen Angriffe und der Gefangenenbefreiung schuldig zu A. K. 100. Ein wechselseitiges Testament bat sprechen. Die Bertheidiger geben den Beamten die Schuld und eigentliche Arbeit die des Bierausfahrens, erst nach 7 Uhr: bitten um Berneinung sämmtlicher Schuldfragen. Dr. Berthold die Vorarbeit, das Besorgen der Pferde, übernehme aber wird in seinem Plädoyer mehrfach vom Staatsanwalt gestört und stets der zuerst kommende Fahrer für die, welche sich am einfachsten folgende Form: Wir( Namen der Eheleute) einmal verspäteten. Der Beklagte wurde verurtheilt, ſehen uns einander gegenseitig und unsere Kinder( Namen) sowie diejenigen Kinder, die uns etwa noch geboren werden, Die Geschworenen geräth mit demselben hart aneinander. der Begründung, die„ Bummelei" des Klägers sprechen Marie und Rudolf Berndt und Lipineti frei. Sartert fei nicht derart gewesen, daß er ohne Kündigung entlassen konnte; als Erben mit der Bestimmung ein, daß der Ueberlebende von wird des Aufruhrs, Potomiski des Aufruhrs und Widerstandes, es gehe dies schon daraus hervor, daß der Kläger noch eine uns unser beiderseitiges Vermögen, frei von aller Aufsicht und Adolf und Karl Berndt des Aufruhrs, des thätlichen Angriffs verheirathung verwaltet und berechtigt ist, unter Lebenden auch und der Gefangenenbefreiung, Bliß des Widerstandes und thätlichen ganze Woche nach dem 22. Oktober im Betriebe des Herrn Reich Rechnungslegung, bis zu seinem Tode oder etwaigen Wiederüber die Substanz zu verfügen. Was nach dem Tode des Lett Angriffs und Franz des einfachen Widerstandes schuldig gesprochen. Mildernde Umstände werden nur Bliß und Sie hätte den Gehorsam verweigert, wandte lebenden übrig bleibt, sollen die anderen Erben nach der gesetzlichen Franz zugesprochen. Der Staatsanwalt beantragt gegen der Wäschefabrikant Zöllner gegen eine von der Plätterin W. Erbfolge theilen." Dies Testament ist von beiden Eheleuten zu Karl und Adolf Berndt je 2 Jahre Zuchthaus, gegen veranstaltete Entschädigungsklage ein, welche die Kammer I unter unterschreiben und von beiden Eheleuten dem Amtsgericht zu Potometi 1/2 Jahr Zuchthaus, gegen Hartert 1/2 Jahr Ge- dem Vorsitz des Assessor Techow am 22. November beschäftigte. überreichen. Die Kosten richten sich nach der Höhe des Vermögens. fängniß, gegen Bliß 6 Monate Gefängniß, gegen Franz 3 Mo. Als Frau W. eines Tages in den Arbeitsraum zurückgekehrt war, Auf ähnliche Anfragen werden wir in diesem Quartal nicht nate Gefängniß. Allen Denen, die sich in Haft befinden, bittet nachdem sie in der sogenannten Abnahmestube fertige Sachen ab- mehr antworten. A. 11. 26. Wie in der Regel Anfragen in Erbschafte er, je 4 Monate der Vorhaft anzurechnen. Dr. Ubbelohde und geliefert hatte, war sie nämlich zwei Mal hintereinander aufDr. Rotermund bitten um mildere Strafe. Dr. Berthold gefordert worden, nochmal in die Abnahme" zu kommen, ohne sachen ist auch Ihre ohne mündliche Rücksprache nicht zu beaut erklärt: Bezüglich des Strafmaßes habe ich keine Anträge zu daß fie es that. Der Gerichtshof war wohl der Meinung, daß worten. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Berenberg. Berlin, Leipzig, München, Breslau, Hamburg stellen. Ich bitte nur, gegen den Angeklagten Botometi feinen die Klägerin den Gehorsam verweigert habe, jedoch auch der, daß Haftbefehl zu erlassen, weil dies Urtheil seiner dies nur in einem Falle, wenn auch auf zwei hintereinander werden als die 5 größten deutschen Städte bezeichnet. und " Als Direttrice, die gegen fefte Bezüge arbeitete, hat die Klägerin das Recht, nachträglich noch für alle die Tage bis zum 1. Januar Entschädigung zu verlangen, an welchen ihr die Erwerbsmöglichkeit fehlt. thätig war. aber Briefkaffen der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die Sprechstunde für Rechtsangelegenheiten wird von 12 bis 1 Uhr abgehalten. über zu verlangen. Elegante Winterpaletots u. Mäntel. Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen gald Elegante Anzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pferdebahn- Wartehalle B. Günzel, Spezialität: Porträts der sozialistischen Führer Lassalle und Mary in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nadeln, Knöpfen, Stöcken Büsten, Bildern u.dgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preiskourant.)[* " Confectionshaus SOLIDARITÄT" Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am bieñgen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Breife! Sämmtliche im Handel befindl. Robtabate und am Lager. A. Goldschmidt, G பேயும் Neidlinger tolche 000 bolsun- do Kronenstr. 11, 439 Leipzigerstr. 90, der Friedrichstrasse, BERLIN, Ecke Markgrafenstrasse. Oranienburgerstr. 2. nahe der Friedrichstrasse, und Adalbertstraße. zwischen Oranienplatz Oranienstr. 173 zwischen Oranienplatz und Adalbertstraße. Eigene Betriebswerkstätten E errichtet nach den Grundsägen der betheiligten Arbeiterschaft. 99 Reelle Bedienung Feste Preise. 3 Winter- Saison empfehlen 882L* beehrt sich ergebenst anzuzeigen, daß die bisherigen Naten für den Ankauf der renommirten auf der Chicago- Ausstellung wieder mit 54 ersten Preisen prämiirten Möbel- Original Singer Nähmaschinen Paletots, Mantel aller Art, Anzüge, Hosen aufgelegenheit in allen Preislagen. Anfertigung nach Maass. Die in eigener Fabrik Oranienstr. 173 hergestellten Waaren erhalten die gesetzlich geschützte Kontrollmarke. Zur Beachtung! Um der vorgefaßten Meinung zu begegnen, daß sich die Waaren mit Kontrollmarke theurer stellen, betonen wir, daß wir selber produziren, daher jeder Konkurrenz der Händler überlegen sind! Fahrgeld wird vergütet. Pelzwaaren- Fabrik, A. Täterow. Göbel& Reinecke Ginzelverk. z. Fabrikpreisen. SA Verkaufstellen direkt in der Fabrik 80 Stallschreiber- Strasse No. 50/51, 1( Ece Alexandrinenstraße) und Jerusalemer- Strasse 65( Laden, an der Kirche). Sämmtliche Waaren sind aus besten Winterfellen unter unserer eigenen fachmännischen Leitung hergestellt. Telephon Amt IV 9790. Schneidermeister, Oranienstr. 204. herabgefeht find, um die Unſchaffung der für den Haushalt fo ungemein nühlicen Samba Mark wöchentlich. oder 4 Mark monatlich. Maschinen, welche nicht für den Hausgebrauch gekauft werden, sondern ausschließlich dem Erwerb dienen sollen, werden gegen eine geringe Anzahlung und Marf 1,50 wöchentliche Abzahlung auf Raufvertrag abgegeben und gehen nach erfolgter Zahlung in das Eigenthum des Käufers über. bietet sich Brautleuten 2c. im Möbel- Nähmaschine noch mehr zu erleichtern. Neben einer geringen Anzahlung find Speicher, 8672* Raten festgesetzt von: Rosenthaler Strasse 13, 1. k Daselbst stehen täglich zum Verkauf: neue gediegene Möbel zu außergewöhn lich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahr haften Spottpreisen. Theilzahlung gestattet. Kleiderschränke 15, Küchenspinde, Kommoden 12, Sophas 15, Bettstellen mit Matraßen 18 Mart, Nußbaum- Kleiderschränke, Bertitows 30, Stühle 3, Muschelspinden 40, TruAuf Wunsch werden auch Nähmaschinen auf beliebige Zeit gegen eine meaug 65, Paneelsophas 75, Plüsch wöchentliche Miethe von Mart 1,50 verliehen, um es auch Demjenigen zu garnituren 60 Mart. Herren- Schreib- ermöglichen, sich eine billige Hilfskraft zu verschaffen, der nicht kaufen will, tische, Schreibsekretäre, Buffets, Rouweil er nur vorübergehend Arbeit hat. liffentische, Spiegel, alles staunend billig. Gekaufte Möbel fönnen auf meinem Lagerspeicher bis April kostenfre lagern und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. Fritz Bock, Herren- u. Knabengarderobe, 1000 Model- Siegenmäntel! fertig und nach Maaß.- Garantie für tadellosen Sig. Große Auswahl in deutschen und englischen Stoffen. Bestellungen in fürzester Zeit. Billigste, feste Preise. 9822 Deutsche Herren- und Knabenmoden. Spezialität: Hohenzollern- Mäntel in größter Auswahl zu billigsten Preisen. Winterüberzieher von guten Stoffen 15-40 M. Hosen 4,50 bis 14 M. Anzüge 18-42 M. Hosen nach Maass 10,50, 12,-, 18,50, 15,-, 16,50, 18,-, 20,- M. Knaben- Anzüge und einzelne Hosen sehr preiswerth. Bestellungen nach Maaß werden in eigener Werkstatt gut und elegant angefertigt. Großes Stofflager deutscher, englischer und französischer Muster. ( am Oranienplay). Begründet 1877. Wilhelm Pusewey, Berlin S., Dresdenerstr. 17, Rohtabak Ernst Förster, Von 8 Mark. 5 M. an * Berlin NO., Kaiserstr. 30. BillighterDetailverkauf für deutsche u engl. riserne Bettstellen u. Matragen. Fabrit mit Dampfbetrieb. E. Sass. Detailvertauf nur köpenickerstr. 127, of pt. Illustr. Preiskourant gratis und franko. Sonntags geöffnet. Emil Tiersch, Uhrmacher, ( neben Brunnenstr. 18, Greifenbagen) Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten zu ſoliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! 5450L* von 6-18 m., elegante WinterJaquets 7-15 M., Modell- Jaquets 10-18 M., Wattirte Räder mit Belzbesatz 8-20 M., elegante Golf- Capes 7-15 M. Ladenpreis das doppelte. Leipzigerstr. 91, I. Korallen, Gold- und Silberwaaren. Annahme von Reparaturen. BELMONTE & COMP Goldwaaren( Indusfrie König- Str. 22 Hof rechis part. Verkaufzufabrik preisen Alt.Gold.Silber wird zu Curspreisen gekauft u. in Zahlung genommen. Oberbett, Künstl. Zähne, ongieben. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 123 vorzügl. u. Garantie, ſchmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz Fertige Betten, großer Stand Kur- Bade- Anstalt und Massage bon H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- kaftenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher Orts- Krankenkassen und freien Hiljskassen. 54482* Dienstag und Freitag von 1 hr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Maffage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51 Uhr. Bad Frankfurt| Ritter- Bad Bei. Reinhold Brauns Bej.: Volkmar Welzer SOOL- Gr Frankfurterst.136 18. Ritterstrasse 18. FICHTENNADEL- Bäder Lieferant, sämmtl. Krankent. v. Berlin u. Umg BABER Specialität: Kastendampfbäder mit Massage. KLEIE SCHWEFEL Uhren- u. Goldwaaren, ut u. billig, da ich Ladenmiethe erspare, jede Uhr zu repariren u. reinigen, Feder unter Garantie 1,25 M. Hirschfeld, Uhrmacher, Rosenthalerstr. 57 v. 2 Tr. Stempel! Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, *( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr.9. Stempel! Gravirung von Inschriften etc Achtung! Zahnerfan, auch Theilzahl., wöchentl. 1 M., Guckel, Laufiger Pl. 2, Elsaffer ftraße 12. Roh- Tabak alle Sorten, billigste Preise. 1248* Max Jacoby, Strelitzerstraße Nr.52. Möbel- Magazin Berlin NW., Bremerstr. 67. Kinderwagen- Bazar Max Brinner, Berlin, Jernfalemerstr.42 u. Brunnenstr. 6. Unterbett, 2 Kopftiffen, m. gerein. neuen Federn, v. 12 Mk. an, fertige Inlets Bettwäsche, Matraßen feder Art, Stepp, Schlaf, Bettdecken u. PolsterBettstellen empfiehlt billigst das als streng reell befannte, 1870 gegründete Spezial Geschäft von S. Pollack, Oranienstr. 61, am Morigplay. Emil Palm, = C, Landsbergerstr. 58, Hof. Alle elettr. Artikel, gros Lager in Elementen, Glocken, Draht, Kontakten 2c. Gummiplatten, Schläuche und Luftdruck. 672b HF Billigste Preise. Muster Offerten fanfo. Für naturgemäße Behandlung unruhiger oder kranker Kinder habe ich tägl.toftenfreiSprechstunde. Rud. Hoffers, Apotheker, Manteuffelstraße 87. Neuheit! Sozialist. Gratulations- Karten Neuheit! in großer Auswahl. Laffalle- Abreiß- Kalender. Patent Elfenbein Bilder = Lassalle. Marx etc. Muster werden an Wiederverkäufer Großart. Auswahl, franto zugesandt. billige Preise. Viele Anerkennung. Theilzahlung. 862L* G. Neidlinger, Kronenstr. 11. I. Detailgeschäft: Leipzigerstr. 90, Gde Markgrafenfraße. 20 Stadtfilialen unter eigener Firma. Berliner Uhrenfabrik Goldene DamenRemontoir 18 Mark, Hauptgeschäft: Königstr. 43| 44, Filiale: Brunnenstr. 194, offerirt zu Original- Fabrikpreisen: Nickel- Remontoir, Schweizer Wert, 4 M. 50 Pf. Silberne Silberne " " mit Goldrand, 10 M. Ancre, 15 rubis m. Doppeltapf. 20 M. Goldene Damen- Remontoir von 18 bis 300 m. Goldene Herrn Goldene Herrn » " P 30 bis 100. mit Doppeltapfel, von 45 bis 1000 m. shik mit Doppelkapsel Grosse Auswahl in Gold-, Silber-, Korallen25 Mark. und Granat- Waaren. 10486 Für gutes Gehen jeder Uhr wird schriftlich bis 5 Jahre garantirt. Wegen Umbau meiner Geschäftsräume stehenden Waarenlagers: gelangen die Restbestände meines ſeit 21 Jahren beTeppiche! Fertige Wäsche! Gardinen! Steppdecken! Portièren! Leinenwaaren! zu spottbilligen Ausverkauf. Preisen zum Am Stadt- ONE bahnhof Börse, J. Brünn 4. Hackescher Markt 4. Am Stadtbahnhof Börse. Ball- und Kotillon- Artikel empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen. Otto Oeser, Berlin C., Alexanderstraße 51/52, Am Alexanderplatz. Kataloge gratis und franko. MACHT AT STARK GESCH A Postversand nach Außerhalb. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jeht, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 9899 und Rosenthalerstr. 63/64 EINIGKEIT GESETZL SCHUHFABRIK ERF 1038L* E. Seidel, Luruspapierfabrik, Berlin, N., Brunnenstr. 40. DEUTSCHE Otto& Slotawa, Zijlermeister. gva 2. Geschäft: Gotzkowskystr. 3. 721L* in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche Einkäufe zu unterstüßen.bil 1102L Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co Barg- Magazin und Beerdigungs- Comtoir. Künstl. Zähne 2 M. Vollst, schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat Jahn Klinik. Breife event. 8/2 sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. Kleider machen Leute machen Leute fagt das alte Sprichwort und bewährt sich auch bei uns, da keine Konfurrenz im Stande ist für wenig Geld die feinsten und elegantesten Herren- und Knaben- Garderoben zu liefern. Denn wir nur allein verkaufen, so lange der Borrath reicht, jezt noch: 12000 WinterPaletots und Pelerinen- Mäntel von 10, 12, 15, 18, 20, 24, zahlung. Olga Jacobson, Invalidenftr. 145. Gesangverein Männerchor St. Urban. recht. für Frauenkrankheiten Sonntag, den ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Sprechst. für Frauenkrankheiten Sonntag, den 25. November 1894, Nachmittags 5 Uhr: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag Gr. Vokal- u. Instrumental- Concert Hollmannst.16 11-12, Lothringerst. 43 1-2. 129/8 Ereie Arztwahl.- Unbem. unentgeltl. in den Sälen des Etablissements Märkischer Hof, Dr. Herzberg, 1238b Privatwohnung: Potsdamerstr. 189. Sprechstunden 4-6. 25, 27, 30, 35 M. prima. 15000 schneidige Baquet Zurüdgesezte( wenig fehlerhafte) E und Rock- Anzüge( auch in schwarz Tuch und Kammgarn) von 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30, 36 M. prima. F6000 Hosen in dauerhaften Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 m. prima. 8000 Schlafröcke von 8-20 M. Loden- Havelocks für Herren bei uns nur von 10 M. an. Haus- und Jagdjoppen von 5 Mk. an. Knaben- und Burschen Anzüge sowie Baletots jezt von 3 M. an. Billigste Einkaufsquelle Berlins. 110 Goldene 110 Berliner Konkurrenz- Geschäft, nur allein allein 110, Leipzigerstraße 110. 110 Sonntags geöffnet von 7-10 Uhr früh und 12-2 Uhr Mittags. Admiralftr. 18c. Nach dem Concert: Tanz. NB. Als Mitwirkende u. a. Gesangshumorist Herr Oestreich und Geschwister Frl. Friedrich, sowie der kleinsten Bieberfängerin der Welt. Einen genußreichen Abend versprechend ladet zu regem Besuch ein Das Komitee. Programme find in allen bekannten Lokalen und Zigarren Teppiche!! Portieren!! handlungen à 30 Pf. zu haben. Gardinen!! Bekanntmachung. Steppdecken!! Sonntag, den 16. Dezember 1894, Mittags 12 Uhr: Grosse Matinée erstaunlich billig in der Fabrit von Emil Lefèvre, oranienstr. 158. Berlin S. Mein Prachtkatalog Künstl. Zähne schmerzlos eingeſetzt, feſſißend. Reparaturen fofort. Weniger mit buntfarbige eis und franko. Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt Weihnachts- Ausverkauf in zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Große Auswahl. 5jähr. Garantie. Borzügl. Fabrikate. Anerkannt beste Bezugsquelle. Einzelverkauf zu Original- Fabrikpreisen. Silb. Remontoir- Uhren mit Goldrand v. 10 M. an Goldene Damen- Remontoir- Uhren mit Goldrand Herren- Ancre- Remont.- Uhren mit Goldrand. Regulatoren in polirten NusbaumGehäusen, 14 Tage gehend v. 18 M. an v. 40 M. an v. 10 M. an • Stub, Wand- und Wecker- Uhren in verschiedenen Mustern. Wunsch gratis Roh- en Tabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter in den neuerbauten Pracht- Festsälen, Koppenstr. 29 ( 5000 Sitzplätze). Veranstaltet vom Gesangverein Männerchor St. Urban unter Mitwirkung geschähter Kräfte. Alles Nähere Plakate und Programme. G. Superczynski, fünftliche Zähne, Juvalidenstr. 105, II. Roh- Tabak. Das reichsortirte Lager in allen inund ausländischen Rohtabaken und in allen Preislagen empfiehlt W. Lindenstädt, 179 Brunnen- Straße 179. 48 Landsbergerstraße 48. Einkauf!! 37 Gold, Silber, Granat- und Korallenwaaren in W. Hermann Müller großer Auswahl zu den denkbar billigsten Preisen. Gewissenhaftefte Ausführung von Reparaturen an Uhren und Goldsachen bei billigster Be rechnung. 11292* Das 34jährige Bestehen der Firma bürgt für die Reellität dieser Offerte. Preisliste franko. G. Scharnow, Uhren- und Goldwaaren- Fabrik, Oranienstr. 152, am Morikplak. Besteht seit 1860. Besteht seit 1860 1000] Damen!!! Seiden- Plüschjaquets mit Heinen un scheinbaren Webefehlern 12-30, AbendFrau Linke erkläre für schuldlos und nehme die Beleidigung zurüd. J. Alog. mäntel auf Seide wattirt u. Belzbefab Billigste, beste und älteste 8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes v. 12-30. Regenmäntel, um 3. räumen, 5-12. Neueste Winterjaquets 5-25 M. Landsbergerstr. 48 I Treppe. Bezugsquelle Berlins en für 238M Berlin Alexanderstr. 22. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren fowie ganze Ausstattungen empfiehlt H. Strelow, Tischlermstr. Rixdorf, Berlinerstr. 40, am Denkmal. Teppiche W. Flade, Roh- Tabak Portièren liefert au foliden Preisen Max Flatauer, Landsbergerstr. 72. 498L Homöopath. Arzt Dr. Hösch, LinienUhrmacher, 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs- Quelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eg.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- traße 37 Weltbekannte Hosenfabrik beginnt mit dem Weihnachts- Ausverkauf zurückgesetzter Artikel. Hoſen von 1,50, 2,00, 2,45, 3,85 bis 10,00 M., Primawaare. Rinderanzüge von 2,50, 3,50 bis 10,00 M. Kuabenhofen von 75 Pf. an nur Pallisadenstraße zur rothen Nr. 7. Klagen, Eingaben, Unfallsachen, Putzger, Stegligerſtr.65 Zum bevorstehenden Weihnachtsfefte empf. meine Geschäfte in großer Auswahl v. Spielwaaren, BöttcherPortièren 113 Brunnenstraße 113 waaren, Haus- u. Küchengeräthen. Gardinen straže 149, 8-10, 5 is Tisch- u. Steppdecken 7, Sonntags 8-10 Uhr. Achtung Kein Laden. Kontrol- Schuhmarke. 74L* Läuferstoffe sowie Nur eigene abritation, 25 Bigarren Möbelstoffe u. Plüsche 1 Mart. Garantie rein amerikanische Labate. Hippentabat 2 Pid. 70 Big. offerirt zu erstaunlich billigen Preisen S. E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. 71L* Zahnziehen, Nervtödt. Schmerzloses Suss, Faldenfteinſir.82. Schirmfabrit F. Guttmann Königstrasse 21. Lager eleganter Damen- u. HerrenRegenschirme zu billigsten, festen Preisen. 813b Blättbolzen, handgeschmiedete, zweiTeppichJ. Adler, Fabrik, Spandauerstraße 30, vis- à- vis dem Rathhause. Täglich Gingang großer Partieen. Günstige Gelegenheit f. Wiederverkäufer. Erklärung! Uhren, Ketten, Gold- und Silberwaaren. 1130L* Reparatur- Werkstatt. Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrik Grüner Weg 80, part. Eingang vom Flur. Wer eine trockene, warme Wohnung haben will, taufe sich das neueste gesehlich geschütte Küchenrohr, beſſer als jedes bis jezt dagewesene, verzehrt den Wrasen, liefert in der Wohnung eine wohlthuende Wärme, trocknet jebe Feuchtigkeit in derselben aus und spart viel Heizmaterial. Jeder, der dieses Rohr benutt, fann es aufs angelegent lichste empfehlen. Alleinige Fabrikanten Niklaus n. Ko., Wißmannstr. 2.[ 1195b] Rannen, Satten, Maße, Tafelwaagen, rädrige Handwagen bei J. Staeſe, ftraße 7, Kranken- Kontroleur der All- Milchtübel, Siebe, Annenstr. 14. 2586b Herr Johann Rühl, Breslauergemeinen Drts- Krankenkasse, Berlin, Kanarienroller, hochfeine, passende ist seinen Verpflichtungen dem Verbande Lampen, Kühlapparate, Buttermaschinen Butterfneter, Drehrollen. Stralsunderstraße 30, der in Holzbearbeitungs- Fabriken und Festgeschent. Droguengeschäft. 43/25 auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Jordan, RI. Markusstr. 28. Kanarienhähne, Knorr, e, pertsonerinnen Deutschlands 144/8 Eiſcuöfent, fen, transportable KochHohl und und nachKlingelroller, gekommen. Krebs, Röpeniderftr. 154 a, v. 4 Tr. r. Kompl. Kücheneinrichtung u. einzelne Rüchenspinden bill. zu verk. Laufizerstraße 50, H., Keller. Der Ausschuß. J. A.: Heinrich Kegel. 11046 Meyer's und Brockhans' Lexikon, Bitherunterricht ertheilt Schneider, Brehm's Thierleben, Bücher, ganze Adalbertstr. 74. Alte Parteifneipe 1245b bill. zu vert. Zu erfr. bei W. Lange, Friedrichsberg, Wartenberg 68, Restaurant. Bibliotheken tauft A. Hannemann, Stochstraße 56. Fernsprecher IV 895. Von 9-1, 3-8. Allerbilligste Bezugsquelle in Schuhwaaren für Herren-, Damen u. Kinder. Einzelverkauf zu Engros- Preisen nur bei Größte und Vogel- Handlung, J. Rosenthal, Landsbergerſtr. 76, L billigste Straußbergerstr. 14: 800 Waldvögel von 50 Pf. an, Ranarienroller, sprechende Papageien, prämiirt 1892 u. 1893 mit zwei ersten, zweiten und dritten Preisen. 1202b Genoffe Didakowsky, Schankgeschäft billig zu verkaufen. Bu erfragen Reichenbergerstr. 33 in der Destillation. 11966 Roh- Tabak. I. Detailverkauf. 43/30 Streng reelle Bedienung, bill. Preise. Ad. Grohme, 11. Gollnow: Straße Nr. 11. gut erhalten, Dauerbrandmaschinen, alle Größen billig. Braun, Lothringerstr. 108. Rohtabak Größte Auswahl, Billige Preise Emil Berstorff. 182. Brunnenstr. 182. Garantirt flotten u. sicheren Brand. Bettfedern- Spezialgeschäft G. Michelchen, 1081b 1. Cottbuser Damm 94, 2. Dresdenerstr. 15. Monatl. 10 M. liefert Theilzahlung. Anzüge nach Maass Tomporowski, Schneidermeister, Berlin C, Jüden str. 37 I. Unstreitig beste u. billigste Bezugsquelle Acht Silberne Herrenremontoiruhr. 2 Jahre Garantie, kein Risiko, da Umtausch gern gestatt. Geg. Nachn. M. 10.50 Verl.gil.Preisliste. N keirem v. 5, Regulateur v, 6, Louis Lehrfeld, Pforzheim. 18B Roh- Tabak Detail- Verkauf Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45. Nähmaschinen- ReparaturWerkstatt f. Syfteme. 43/29 Prinzip reell, bill. u. schnell. Empf. mich Freunden und Genoffen. W. Maaske, N., Schwedterstr. 31. Kein Laden. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Evora- Bräu Fürth- Nürnberg, in vorzügl. Qualität empfiehlt in Ges binden von 17 Litern an, auch in Flaschen. Aus reinem Roggen und Malz gebrannte Otto Linke, Lagerhof 3. Kornbranntweine Echter Wietscher Kornbrtw. Str. 65-80 Nordhäuser N Westfälischer " # " " # DO " 65-1,55 1,10-2, 95 Richtenberger Bresl.( Weizen) 80-1,25 Steinhäger, Tafel- Aquavit 2c. sowie feinste Liqueure, Stum, Arac, Cognac. F. Willumeit, Alexanderstr. 62 Potsdamerstr. 48, Eing. Kurfürstenstr. Die Mundharmonikafabrik C. Weiss in Gosheim, Württbg." empfiehlt ihre Specialität in Künstler- Oktav- Harmonika mit feinst. Silberstimmen geschraubt, per Stück, 961önige à 3M 20 3, 80tönige à M. 2.80, 48tönige à A1 60, 40tönige à 1.40, Pakete enth. 4 Stück 48tönige, in den Tonarten D, G, E u.A dur zu 6.M. Desgl. mit 4 St. 40er in gleichen Tonarten 5 M portofrei u. Postnachn. Nur rein ausrestimmte Instrumente kommen zum Versandt.IaQualitätGarantie. Zahlreiche Anerkennungsschreiben. Wiederverkäufer hohen Rabatt." Rohtabak. u. Grösste Auswahl! Billigste Preise! Reichhaltiges Lager in Formen, Bockfaçons. Heinrich Franck, 185 Brunnen Straße 185. 0. Räder, Oranienstr. 37, zw. Adalbertstrasse und Oranienplatz. Empfehle m. Werkzeuge eig. Fabrit, für Buchbinder, Lederarbeiter, Sattler, Former, Stuckateure und Töpfer. C. M. Schmidt, Berlin, Andreasstr. 59, vorn 1 Tr. Größte Auswahl geriffener Gänse- schuhe". federn und Dannen Pid. 1, 2 bis federn und Daunen Pid. 1, 2 bis 6 M., ein Gesindebett( kompletter Stand) 10, 15 bis 20 M., Daunen828b Telephon Amt III Nr. 404. Erlaube mir den werthen Genossen mein Weiß u. Bairischbier- Lokal nebst tl. Vereins- und schönem Billard. simmer in Erinnerung zu bringen. NB. Habe in meinem Cigarren Geschäft stets eine gute 5- und 6 Pf.. Cigarre auf Lager. Fr. Lindemann, Lübeckerstr. 8. Schmiedel's Festfäle Alte Jakobftr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. 7052* Ww. E. Schmiedel. Gesellschaftshaus 35.Swinemünderstr.35, empfiehlt Säle zu Bersammlungen, Feftlichkeiten bei 250 Personen mit Mufit in Wochentagen außer Sonnabend gratis. Gr. Vereinszimm. m.Piano zu verg. Rottbuser Ufer 57. Brin Kingbier. C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen. 820L* Empfehle allen Freunden und Genossen des Súbostens meinen reichh. Frühstück, Mittag u. Abendtisch au fleinen Preisen. Mariannens Franz Gittler, a 48. Albrecht's Ballsalon, Memelerstr. 67, I 11198* Lager feiner Solinger Stahlwaaren. Zum bevorstehenden Winter ,, SchlittReparatur- Werkstatt schuhe". Reparatur- Werkstatt und zirka 500 Personen fassend. Einige Dampfschleiferei für sämmtliche Meffer Sonnabende und der 1. Weihnachts Feiertag noch frei. und Scheeren. Kanarienvögel sind zu verkaufen, Vereinszimmer zu vergeben bei 1257b 4,5,6 M., b. Herda, Lindowerstr. 25,4 Tr. Weber, Naunynftr. 74. Berantwortlicher Redakteur: 3. Dierl( Emil Roland) inBerlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. oder später zu vermieth. Berkhahn, Boffenerstr. 11, 3 Tr. Grünauer- Strasse 25. 11626* Kanarienhähne( Hohlroller) vert. Wohnungen, teine, freundliche, sofort betten 35 bis 50 M. Streng reelle Bedienung.