M.4H4 ♦ 5S. fwsgabe Nr. 200 «ezugSvretS» Btrttrljaitl-SU,— 3JU monoll Ml— CL ft»i in» Hau». Mtou»»nhldac. Pod- oezug: Monatlich w,— M> einschl.?u- st:Uuna»geblihu Unter Areuzband M Deulschiand. DanKig. da» Saar- nnd Momeiqebiet, sowie die ehemai« deut- ichen Gebiet» Polen». Oefierrelch, Ungarn und Lu�emdurg 20.— M. für da» übrige Ausland 27,— M. Poft- deftellungen nehmen an Oellerreich, Ungarn. Tfchecho» Slowakei. Däne- wart. Holland. Luremburg. Schweden und die Schweiz. Der»Bortocnz* mit der Eonntag»- beilage.Volk und ZeiN. der Un!e> haliungsdrilllge �eimwelt� und der Beilage.Siedlung und Kleingarteir' erjcheinl wochenläglich zweimal. Sonn» tag» und Montags einmal. Telegramm- Adreffe! �Sozialdemokrat Berlin� Abend-Ansga'se Sevlinev Volksblatt (20 Pfennig� SuzeigettvretS, Die achtgefpaUen» Norwaretllezell» tonet tSO M.«kleine tfazetgcn* da» feitgedrultt, Won t�0 M_ tzu» lüfllg zwei i-ttg-drual, Wo«e>. lebe« weiter»«ort I,— M. Stellengefuch» and Schlaistellenanz eigen da» erü, Wort ll.— M. fede» wettere Wort «0 Pfg. Worr» über I»«intrftade» i echten für zwei Wort«. Kanulieu-An. zeigen für Abonnenten fteil» Zl— M. Vi« Preise verstehen sich«infchließlich Teuerongszuschlag. Anzeigen für dl» nächst» ütummei müssen dt»» Uhr nachmittag» ua Hauotgefchäft, Verlin SW«d ümfieii» kratze 3. abgegeben werden. Gebifnrt von 9 Uhr früh di» t Uhr abend». Zentralorgan der rozialcUmohratifcben Partei Deutfchlanda Reöaktion und Expedition: CW 08, Linöenstr. 3 <'t-M-i,i»ii-oeh«'f Ncdaktio» Moritsplatz 151«5— 97 rfcrniprcnsgy. Expedition Moritzplatz 11753—54 Sonnabend, den 27» August 1921 Vonvärts-verlag G.m.b.H., SW 68, Linöenstr. 3 S»(»rn{itf<>ifi»>f• Verlag, Expedition«nd Inseraten. !l£l!lIiE£f2£L: Mbteilung M-rii?Plat? 11753—54 Krieg öen Möröerparteien! Die politische Stellungnahme der Rechtspresie zur Cr» mordung Erzbergers ist rasch skizziert: für einen Ver- b r e ch e r wird erklärt nicht etwa, wer durch feige und ge- meine Hetze sich mit der moralischen Urheberschaft an dem Morde beladen hat, sondern wer oersuchen sollte, auf Grund dieser Mordtat„den inneren Frieden zu zerstören!" Bei den Herren scheint Begriffsverwirrung eingetreten zu fein: der innere Frieden i st zerstört, er kann nicht erst zer» stört werden. Und wahrlich, er ist n i ch t v o n u n s zer- stört worden. Die Sozialdemokratie hat feit mehr als zwei Iahren in unendlich mühevoller und opferwilliger Arbeit die Grundlage geschaffen, auf denen allein eine ruhige und friedliche Aufwärtsentwicklung des deutschen Bolkes nach dem Zusammenbruch des Weltkrieges möglich war. Das ist so- gar von einem so weit rechtsstehenden Politiker wie dem volks- partetltcksen Führer Dr. vonCampe restlos anerkannt wor» den, der mehrfach in letzter Zeit öffentlich fein Bekenntnis in den Worten formuliert hat: Demokratie wird die Grundlage unseres politischen Lebens fein oder wir werden überhaupt nicht mehr existieren. Wir werden uns parlamentarisch regieren, oder wir werden uns bis zur Ohnmacht zerfleischen. Danach kann niemand der Sozialdemokratie den Vorwurf machen, daß sie nicht von Anfang an den richtigen Weg zum inneren Wiederaufbau Deutschlands beschritten habe. Aber die Slnnme des Herrn von Campe ist die eines Pre- digers in der Wüste geblieben. Ganz offen liegt die Tatsache zutage, daß weiteundweite st eKreise auf der Rech- t e n von innerem Frieden und ruhiger Entwicklung nichts wissen wollen. Und diese Kreise sind es, die den Rechts- p.irteien immer wieder ihre Taktik und das Gesetz des Han- dekns aufzwingen. Theoretisch mag die Ansicht des Herrn Dr. v. Campe in den Rechtsparteien Anhänger zghlen, p ra k t i s ch ist für ihr Handeln immer und immer wieder die zügellose nationalistische Agitation bestim- mend gewesen. v Und schließlich: sie haben selbst die Geister e n t- fesselt, die sie nicht loswerden. Sie haben die gewisienlofe Agitation der Rechtsbolschewisten nach Kräften geschürt und lassen sie noch bei ieder Gelegenheit sich in der reaktionären Presse austoben. Niemals ist es den Rechtsparteien ein- gefallen, zwischen sich und dem Rechtsbolschewismus den ent- fchiedenen Trennungsstrich zu ziehen, den die S o- zialdemokratie gegen die Linksbolfchewisten gezogen bat. Niemals haben sie den Mut gehabt, wie es die sozialdemokratischen Führer zebntausendmal getan haben, i n Kampf gegen die unverantwortlilben Friedensstörer ihrer Seite ibre Popularität aufs Spiel zu setzen. In den Tagen der Kommunistenvutsche haben die sozialdemo- kratiiben Führer unter Einsatz ihres Lebens gegen dm Wahnlinn von links gekämpft. In den Kapp-Tagen waren die Rccht«fübrcr, soweit sie nicht offen zu Kapp über» gingen, spu rlosvonderBildflächeverschwun- d e n— inklusive des Herrn Dr. v. Campe! Aus diesem Grunds ist dies keine Agitationsphrafe, son- dorn bittersie unumstößliche Wahrheit, wenn wir die Rechts- Parteien m't der moralischen Verantwortung an der Mordketfe von Liebknecht bis Erzberger, an den unge- heuerlichen Provokationen imd Ausschreitungen der Fanatiker vom Stabchelm und Hakenkreuz belasten. Anstatt in allge- meinen Phrasen moralische Entrüstung zu markieren, sollen die Herren einmal hervortreten und uns positiv an- a e b e n, was. sie zur Verhinderung des immer stärkeren Um- si'bgreifens des rechtsbolschewistischen Wahnsinns getan haben. Wenn sie auch nur den zehnten Teil dessen angeben können. was die Sozialdemokratie gegen den Linksbolschewismus ge- tan bat, sollen sie gerechtfertigt sein. Sie können es nicht. Wir haben alles getan, um die Grundlagen für eine fried- siche Entwicklung zu schaffen, die Hakenkreuzler und Stahl- helmleute haben mit stillschweigender Duldung der Rechtspar- teien alles aetan, um diese Grundlagen immer wieder zu z e r- stören. Sie dürfen sich jetzt nicht beklagen, wenn die Erre- gung der Arbeiterschaft zur Siedehitze gesteigert ist. So geht es nicht weiter! So kann der inner« Frieden nicht aufrecht- erholten werden, daß die eine Seite die Grundlagen baut, die andere schonungslos darauf herumtrampelt. Mit ewigen Ermahnungen zur Eintracht und Besonnenheit wird man der reaktionären Mordbubeu und Provokateure nicht Herr. Hier hilft nur eins: schärfstes, fchonungs- lofes Einschreiten. Wir wenden uns zunächst an die Regierung. Sie muß alle jene Erscheinungen beseitigen, die das Wachstum jener Sereit zur Abwehr! wie wir erfahren, find Verhandlungen im Gange, um einen einheikkichen Schritt sämtlicher gewerkschaftlicher Arbekkerorganisationen bei der Regierung zu erwirken, damit sie alle staatlichen Mittel anwende, um der rechlsbolsche- wistischen Hetze den Loden zu entziehen, aus der die politische« Morde der jünasten Zeit und auch die Er- mordung Erzbergers entsprossen smd. Einen ähnlichen gemeinsamen Schrill werden auch die beiden sozialdemokratischen Parteien unternehmen. Die Parteileitungen sind sich darüber klar, daß eine Abwehr der immer dreister austretenden deutschnationalen Putschisten nur durch ei«. geschlossenes Auftreten der deutschen ilrbeitsrschaft möglich sein wird. Vahrscheinsich schon in der nächsten Woche wird eine große republikanische Kundgebung durch ganz Deutschland ver- cmstaltet werden. Es besteht llebereinssimmung darin, daß in Zukunft keine provokatorische Demonstration der Militaristen und ihres deutschnationalen Anhanos ohne Gegendemonstration der gesamten Arbeiterschaft geduldet werden wird. » Studenten als Mörder? Wie veckautet, sind inzwischen in Offcnburg zwei Studenten verhastet worden, die des Mordes verdächtig sind und zum Tatort gebracht worden sein sollen. reaktionären Fronden und Cliquen begünstig en. Der Belagerungszustand in Oftpreußen muß aufgehoben werden, die bayerische Regierung muß gezwungen werden, nach zweijähriger Dauer des Belagerungszustandes endlich zu den Methoden einer normalen und gesetzlichen Re- gierungsweise zurückzukehren. Eingeschritten werden mutz gegen jene Paraden, Kontrollversammlungen und Regimentsappelle, die uns mit tödlicher Sicher- heit neue Represfivmaßnahmen der Entente auf den Hals hetzen, wenn man sie fortwuchern läßt. Um so mehr, als bei jenen Beranstalwngcn immer und immer�wieder die militaristischen Größen des alten gestürzten Systems an der Spitze stehen, als sie sich zu offenen Demonstrationen f ü r Monarchie und Revanchekrieg auswachsen. Endlich muß an eine energische Reform jener Justiz geschritten werden, die im Kampf gegen alle strafbaren Exzesse der Rech- ten glatt versagt. Aber wir erkennen an, daß in der Demokratie die Mög- lichkeiten eines Einschreitens für die Regierung gering sind. Das beste muß aus dem Volke selber kommen. Eine Welle der Verachtung und des Zornes muß das gesamte feige Mördergesindel nebst seinem Anhang von der öffentlichen Bildsläche hinwegfegen. Gegen diese Schufte und ihren offenen und verkappten Anhang gibt es keinen inneren Frieden. Die Arbeiterschaft muß Tag für Tag auf dem Posten sein. Jede Demonstration dieser Seite muß mit einer zehnfach größeren Gegendemonstration beantwortet werden. Wie jene tagtäglich mit Hakenkreuz und Schwarz-weiß-rot demonstrieren, so wollen wir bei jeder Gelegenheit unser Bekenntnis zur Republik und Freiheit zur Schau tragen. Ihre provozierenden Gespräche in Straßenbahn und Eisenbahn sollen nicht stillschweigend angehört werden, sondern jeder ein- zelne soll den Mut haben, darauf die gebührende Antwort zu erteilen. Wir wollen bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck bringen. daß wir in dem Tragen eines Hakenkreuzes ein o f f e'n e s Bekenntnis zum Mordbanditentum sehen. Den Trägern solcher Abzeichen ist jene Nichtachtung zu bekunden, die Begünstigern des feigen Meuchelmords gebührt. Das alles kann ohne Verletzung des Gesetzes, ohne Kon- flikt mit den Strafgesetzen geschehen. Das Herumtrampeln auf den Gesetzen, feige und brutale Gewaltakte, Neuchelmord und Revolver, diese erbärmlichen Kampfmethoden ahmen wir unfern Gegnern nicht nach. Es gibt andere Mittel, ihnen an jedem Tag und zu jeder Stunde unfern Zorn, unsere Ber- achtung zu zeigen. Unter dem Druck des Abscheues der übergroßen Masse der Bevölkerung sollen sie zusammen- brechen. Sie habe« den inneren Frieden nicht gewollt, sie haben mit Meuchelmord n«d Hinterlist den Krieg an die re» publikamsche Bevölkerung erklärt. Die Kriegserklä- rung der Gegenseite liegt offen da. Für uns. für jeden einzelnen Anhänger der Republik und Freiheit gilt jetzt nur: unfern Mann zu stehen! vergebliche �bleugnnng. Winselnd sucht die deutschnationale Presse ihre moralische Mitschuld an der Ermordung Erzbergers abzuleugnen. Wir treten hier den dokumentarischen Gegenbeweis an. Nach dem ersten Attentat auf Erzberger wurde in der deutschnationalen Presse ganz öffentlich das Vcdariem ausgesprochen, daß das Attentat nicht tödlich verlaufen sei. So schrieb der deutschnationale„Arns- w ald er Anzeiger"(Kreisblatt) wörtlich folgendes: Wir wollen nicht heucheln. Die Nachricht von dem Mord- anschlag auf Erzberger wird bei vielen, die diesen Mann glühend hassen, wenn nicht ein frohes, so doch ein erwartungsvolles Auf- horchen ausaelöst haben: ist er lol? Und eine unbedenklich eingestandene Eml?n'6)ung mag auf vielen Gesichtern hervorgetreten fein bei der Mitteilung, daß anscheinend nur eine leichte Verletzung vorliege und daß für das Leben de« Ministers nichts zu befürchten sei. Solches und Aehnliches stand damals vielfach in der deutsch- nationalen Presie zu lesen. Und diese Leute beteuern jetzt mit frommem Augenaufschlag:„Wir haben es nicht gewollt."— Widerliche Heuchelei! Die presse über öen Morö. Die republikanisch gerichtete Berliner Presse ist in ihrem Urteil über den Meuchelmord an Erzberger einig. Ueberein- stimmend kommt zum Ausdruck, daß es sich um einen Mord aus politisch-reaktionären Gründen handelt und daß diese Tat p o l i- tische Wirkungen großen Maßstabes auslösen muh. Im.Berliner Tageblatt" erinnert Erich Dombrowski an die planmäßige Hetze, die von den Deutschnationalen seit Mo- naten im ganzen Lande getrieben wird: Mehr als einmal fiel in deutschnationalen Radau- Versammlungen und bei militaristischen B e r a n- staltungen von namenlosen Schreiern das Wort: Schlagt Erzberger tot! Run haben sich zwei Burschen gefunden, die das Gräßliche vollführt haben.... Mit Resignation und bloßer Abscheu vor dieser Bluttat ist es indessen nicht getan. Noch ist es fünf Minuten vor zwölf, viel- leicht Zeit, dem verantwortungslosen Treiben der Rechten, das solche Scheußlichkesten gebiert, durch eine geschlossene mo- ralische Phalanx der Mittelparteien, von der Deutschen Volkspartei bis zur Sozialdemokratie entgegenzutreten. Die„Berliner D o l k s z e i t u n g" weist darauf hin, daß bei dem Frontkämpfervummel im Stadion ein„teutsches" Mägdlein ausrief:„Wenn doch einer Erzberger umbrächte!" Der Wunsch sei bald in Erfüllung gegangen: Die Führer freuen sich der Bewegung. Herrn H e r g t s Hoffnung auf die„antisemitische Welle" ließ in einen moralischen Abgrund sehen. Herrn Helfferich aber trifft die unabwasch-, bare Schuld, die Hetze gegen Erzberger immer aufs neue entfacht zu haben, obwohl ihm schon der Revolver Ostwig v. Hirschfeldts gezeigt hatte, welches di« Folgen seiner Haßpolitik sein müssen.... Die Regierung möge die furchtbare Warnung nicht leicht nehmen. Die republikanische Bevölkerung, die den ehrNchen Willen hat, den Staat wiederaufzubauen, kann die fortgesetzten Störungen durch»erlogene Hetzer und Mordbuben nicht länger ertragen. D a, M a ß i st v o l l. Die SeoMrevolution muß letzt niedergezwungen werden. Der schleichende Zustand ist nicht länger zu ertragen. Dem Umsturz, der mit dem Revolver und der mili- tänsch organisierten Gegemvehr arbeitet, mutz mit allen Mit- t e l n entgegengetreten werden____ Aber die Uhr zeigt fünf Minuten vor Zwölf. Wenn die Negierung nicht sofort handelt, wird es für immer zu spät sei«. Die„Berliner Morgenpöst" sagt, daß da» Blut Erz- bergers an den Rockschößen der Rechtsradikalen hängen bleibe: Gewiß, sie haben nicht in dürren Worten»ur Ermordung auf- gefordert. Aber sie haben gehetzt und Hetzen, bi» unreife Gemüter verwirt werden und mit der Waffe in der Hand ein verdienstliches Werk zu»errichten glauben. Noch zu keiner Zeit ist eine Hetze so planmäßig organisiert, so glänzend finnn- , i e r t und so folgerichtig durchgeführt worden wie dl« der Nechts- radikalen. Sie verfügen über«ine Meng«»vn Blättern, die sich nicht aus eigener Kraft, nicht durch ei,«« Arbeit, nicht durch das, «a» sie bieten, erhalten, svndern die dafür auigehalten « e r d« n, daß ste Hetzen. Da- ist ihr emgjger Zweck, dafür werden ungeheure»apitalien immer auf, dou« st» hereinzeworfe». Die„Freiheit" verlangt,*>«« besonder» bemerkt werden muß. dl« llebernahme der Lerwalttmg durch«tschieda»«»Nd zuverlässige Republikaner: Da» Uebergreif« des Meuchelmord«» auf die bürgerlichen Gegner der Deutschnationalen wird endlich die stumpfe Lethargie, die strifüch« Gleichgültigkeit verscheuchen, die bisher der deutsch- natt enalen Maffia ihr Werk so erleichtert hat. So darf es nicht mehr wester gehen! Absichtlich und plan- voll arbeiten die Deuifchnattonalen und der schmutzige Anhang, den sich die edlen Herren als ihre Stoßtruppe erkoren haben, darauf hin. Fasetstenzustönde in Deutschland zu schaffen. Aber Deutschland ist nicht Italien, und die deutschen Arbeiter werden r »«S neue Wege zur Hebung der Wohnungsnot gewiesen werden sollen. Namhafte Referenten werde» die wichtigsten wohnungspolitischen Fragen behandeln. Das Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Ziemlich kühl, verändevllch, zunächst über. »legend bewöltt mit leichten Regenschauern und frischen westlichen Winden, später wieder austlarend. Theater öer Woche. B»« 98.«uguft bis 1. September. il 18. die 81. Der OeernbaN. 1. Die lange Zul«. I.?a« Past S. Der Bauer»l- MlllionSr.- a«t. Die Stomldie der Irrungen. 8. und M. Peer s,nt. 81.«ronprin». 1. Dorquato reffo. 2. Stäubet. 8. Larouat, Tass,. 4. Xronerinz. I. Peer«i)nt.— Sroge»«ch»»spielh»»«: 28. Der«auf. man»»on Bonedig. 2». di, 81., 1. Die Weder. 2. und 4. Florion Teuer. 8. Danton.— Deutsche» Theatee: 28. bi» 81., 2. di» 4.«ean. 1. Casar und «leopatea.—«ammers»iele: Potasch u. Perlmutter.—«efflng-Theateri 28. bi» A. Die Ballerina de»«änig». 1.— 4. lki» idealer Gatte.— Tbeate, in der«oniggriher«trnße: 28. di» 81. Stotruf. 1. bi» 4. Mit dem Neuer spielen. Satan» Maoke.— Deutsche» Opernhauo: 28. Der Lroubabour. 22. Die Melfierslnger von Nürnberg. 80. Sosfmenns Erzählungen. 81. Carmen. 1----»-i..;..»■------------ �--- j jjoäta.— 1. und 8. ___________ Lokalbahn. — Reue» Tdoater cm sto»! Die kleine Leeaoeot.— Die Tribüne: 28. bis S. Bun» burn.«h 8.»er«ektlaus mit dem Schotten.—»eotsche, Zllluftler-Theater: 28. dl» 8t. Wem gehärt Helene? t. bi, 4. Die Ballerina de» Königs. —«omldienhnno: 28. bl» 81. Set blonbe Engel. Ab 1. geschloffen.— Berliner Theater- Da»«Illiarden-S-niper.—«leinc, Schanipielhaus! Steigen.— Trianon-Theater- Die grobe Leidenschaft.—«eflden,.Theater: Der Totentanz. — zentral» Theater: Itonka.— Theater IN der«-mmandantenstrahe- Die Dielenhexe.-«riedeich-Wilhelmstädttscho» Theater: 28. bis 81. Die«leine au» »er Hölle. 1. Ms 4. Ameriran-Sirl.— Komische Opet; Der fldele Bauer. a». ute nnetnernnger»on tüurnberg. 80, Hossmanns Erzaycunge».»i. t 1. Figaros Hochzeit. 2. Der Aigeunerdaron. 8. Tanuhliuser. 4. Tos, Schuler-Theatoe- 2«. Att-Heidelber«. 20.. 81., 2. und 4. Slora. 8g., 1. Der Raub der Sabinerinnen.— Reue» Bolls- Theater: 1. bi« 4. Die Col> Retropol-Theater! Die blaue Mazur.—«eues Operetteu-Theater: 28. bis 81. «me.ieon.Wirl. 1. Geschlossen. Ab 2. Die«önigin der Rocht.— Thalia-Theater: 28. bi» 81. Mascottchen. 1. Geschloffen. Ad 2. Schäm dich Lotte.— Theater am Rolendorfplah: Der«etter«i» Dingsda.— Theater»es Westens: Di» Braut de» Lucullus.— Kleine« Theater: Der Dieb.— Wolner-Ttzeater: Siir. Am.■> t.__ 1.___ neu, t Volksbühne- 28. Die ssledermau». au»! 4. Die Weber.— Theater in bor ________________.____________ che» Opctnhan»: 28. Tiefland. 4. Tiefland.— Schiliee-Theater: 28. WiN»eIm TeN. 4. Helden.—«erlluer Theater: 4. Der letzte Walzer.— Kleine» Schauspicshau»! 4. Kindertra«8die.— Triano». Theater! 28. Die grob« Leidenlchast.—»effdeuz-Theater! 28. Lady Winder» meres Fächer.— Z-ntral-Theater: 28. Die Postmelsterin.— Friedrich. Wilhelm. städtische». Theater: 28. Der Waffenschmied.— Theater de» Westen»: 28. Der Revisor. 4. Die Fremden.—«leine» Theater: 28. Casanova» Sohn.- Rose. ! Theater: Auf der Dartenbühne: Wenn ich dich nur had.— Kasino. Theaiee: I 28. und 4. Mittelarrest.— Luisea-Theater: 28. Hänsel und(Bretel. 4, Zwerg t Rast,— TribSnor 4. Totentanz. »i»chmittas»»»rstellu«ge«t 4. Die lange Iule.— Große» Schousp:elh»u> Köuiggrätzer Straße- 4. Salome.»- Deutsche: OewerHchQstsbewegung Hörfen- und Ueberstunüenhausse. 3n einer öffentlichen, vom Allgemeinen Verband der deutschen Bankangestellten einberufenen Versammlung, die in den Germania- sälen tagte, wurde das Ueberstundenunwefen in den Bankbetrieben gegeißelt. Der Referent, Marx, wies in feinen Ausführungen darauf hin, daß die einzige Lebensquelle für den Arbeiter, feine Arbeitskraft, nicht durch unmäßige Ausbeutung zum Versiegen gebracht, sondern geschützt werden müsse. Das solle mich durch den gesetzlichen Achtstundentag bezweckt werden. Im Dankgewerbe bestehe aber ein Ueberstundenunwefen, welches diesen Willen der Gesetzgebung völlig illusorisch mache. Durch eine Ver- fügung des Demobilmachungskommifsars sei den Banken gestattet worden, den gesetzlichen Arbeitstaq um 10 Stunden wöchentlich zu überschreiten, weil es sich um die Bewältigung von Arbeiten handle, deren Ausführung im öffentlichen Interesse geboten erscheine. Diese Ueberstundenzeit werde aber in vielen Fällen noch ganz erheblich Überschritten. Es komme häufig vor, daß die Angestellten bis 2Uhrnachts arbeiten, so daß sie erst um 4 Uhr ihr Heim erreichen können. Um 8 Uhr müssen sie aber ihren Dien st schon wieder antreten. Was aus den wie Zitronen ausgepreßten Arbeitskräften werde, danach frage man nicht. Dabei müsse hervor- gehoben werden daß diese Arbeiten fast lediglich einer Art von Staatsbürgern zugute kommen, die den Namen„Staatsbürger� eigentlich gar nicht verdienen. Für derartige Leute müßten die Dankangestellten ihre Gesundheit gegen erbärmliche Bezahlung zu Markte tragen. Hier liege eine skandalöse Ausbeutunng und lieber- schreitung des Gesetzes vor, gegen die man den Weg zum Staats- anwalt beschreiten werde. Dieser Weg werde aber ollein noch nicht zum Ziele führen, es fei vielmehr notwendig, aus der Kraft der � Organisation eine brauchbare Waffe zu schmieden und zu kämpfen,> bis stch die politische Macht in den Händen derjenmgen befindet, die! alle Arbeiten zu leisten haben.(Großer Beifall.) Hierauf sprach E m o n t s über die Bedeutung der Kaufmannsgerichtswahlen. Schließlich wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der gegen die maßlose Ueberstundenwirtschaft in den Bank- betrieben protestiert wird und ferner der Verband der deutschen Bankanaestellten sowie die Betriebsräte aufgefordert werden, hier- gegen Front zu machen. Von der R e i ch s r e g i e r u n g wird erwartet, daß sie den zuständigen Stellen Anweisung gibt, die sozio- len Schutzbestimmunqen aufrechtzuerhalten und die Bank- leitungen zur Bestrafung zu bringen, die diese stimmungen sabotieren._ die gleichen sind, sondern ständi, lä wechseln. Mit den Kommn- nist'en im Bünde läßt stch wohl demonstrieren, aber nicht das Geringst« erreichen. Die Erwerbslosen müßten sich nachdrück- lichst dagegen verwahren, daß ihre Notlage zu politischen vonder- zwecken mißbraucht wird. Die Zerstörer der Einheitsfront des deutschen Proletariats sind am wenigsten geeignet, diese Einheits- front wiederherzustellen. Bis zu einer kommunistischen„Einheits- front" aber hat es noch gute Wege. ». Reichskpngreft der Erwerbsloscnvertreter. Der Reichsausschuß der Erwerbslosenräte in Berlin beruft diesen Kongreß für die Tage vom 23. bis 25. September nach Magdeburg»in. Die Einladung ist außer an die Vertreter der Erwerbslosen, an alle Arbeiterparteien, Gewerkschaften und sonstige proletarische Organisationen gerichtet. Außer der Weltwirtschafts- frage steht u. a. die Frage auf der Tagesordnung, wie man die Einheitsfront zur Verwirklichung der zehn Forderungen des ADGB. schaffe. Da der Reichsmisschuß und auch ein großer Teil der örtlichen Erwerbslosenräte im kommunistischem Fahrwasser segeln, ist die Stellungnahme der Gewerkschaften zu dieser Ein- iadung ohn« weiteres gegeben. Die Interessen der Erwerbslosen können nur innerhalb der Gewerkschaften und durch sie wirksam vertreten werden, da sie keine Sache für sich sind� sondern allgemeine Sache der Gewerkschaften: zumal die Personen, di« von der Erwerbslosigkeit betroffen werden, in der Hauptsache nicht dauernd Die Angestellten der Geldschrankfabriken und Kunst- und Bau- j schloff ereien Gr cß-L erlin, die in den Afa-Verbanden organisiert sind, beschäftigten sich am Freitag in einer gut besuchten Versammlung mit der Frage der Tarifkündigung. Nach einem Referat von M a r- quard entspann stch eine lebhaste Diskussion. Alle Redner waren sich darin einig, daß wegen der zunehmenden Teuerung von den Angestellten(Technikern, We-kmeislern und kaufmännischen Ange- stellten) Gehaltsforderungen gestellt werden' müßten. Es wurde dann einstimmig beschlossen, die Organisationen zu beauftragen, den § S des Tarifvertrags, der die Lohn- und Einkommens- r e g e l u n g betrifft, am 31. August zum 30. September zu kün- digen. In der angenommenen(Hrtfchließung heißt es:„In Anbe- tracht der stch imer mehr und mehr geltend machenden Teuerung verlangen die Angestellten eine angemessene Entlohnung und beauf- trogen die Tarifkommission, gemeinsam mit den Verbänden der Teuerung entsprechende Forderungen auf zu- stellen und dem Arbeitgeberverband einzureichen. Die Versam- melten oerpflichten sich, mit aller Kraft in gemeinsamer Arbeit mit den Arbeitern dafür einzutreten, daß die Gemein- und Ve- d a r fsd e ck un g s w ir tsch aft zur baldigen Durchführung gelangt." Die Tarifkommission wurde neu gewählt. Zur Lohnbewegung der Hafenarbeiter wird gemeldet: Der i Schlichtungsausschuß hat den Hafenarbeitern für jeden Arbeitstag ' eine Lohnzuloqe von 8 M. zugebilligt, weiblichen und fugendlichen Arbeitern 4 M. Auch soll für Ueberstundenarbeit ein Lohnzuschlag von 33% Prozent erfolgen. Die Akkordarbeiter erhalten eine Zu- läge von 8 Prozent auf die tariflichen Akkordsätze. Die Hafen- arbeiter wenden sich namentlich gegen die Verschlechterung� für die Akkordarbeiter. Auch die übrigen Zugesiöndniste werden angesichts der zunehmenden Teuerung als zu gering be- zeichnet. In namentlicher Abstimmung wurde der Schieds- s p r u ch mit überwiegender Mehrheit abgelehnt. Ju der deutschen Binnenschiffahrt macht sich eine Lohnbewegung .. bemerkbar Das Lohnabkommen ist vom Deutschen Transport- Be-' arbeiterverband und vom Verband der Heizer und Maschinisten zum 30. September gekündigt worden. Die Transportarbeiter haben kürzlich beschlossen, für die ostdeutsche Schiffahrt einen Wochenlohn von 237, S0 M. und außerdem eine Rochzahlung von 20 M. pro Woche für die Zeit vom 1. Oktober 1920 bis 1. April i 1921 zu fordern. Die Donzlger Hafenarbeiter hoben ihren Lohntarif zum Sep- tember d. I. gekündigt und eine 7Zprozentige Lohnerhöhung ge- fordert. Die Streikbewegung in Warschau nimmt zu. Außer den Straßenbahnern streiken nunmehr auch die städtischen Gas- und Wasterwerke. Der Verband der städtischen Angestellten ist von der Regierung aufgelöst worden. machungen, welche au dem bereinbarten Termin ohne weitere? ab- laufen, so daß hierzu eine Kündigung im Sinne des§ 84 BRG. nicht notwendig sei. Nach unserer Ansicht kann jedoch ein Lehrling auf Grund des § 12 der Verordnung Pom 12. 2. 20 gegen seine Entlassung beim AchlichtungsauLichuß Einspruch erhebe«, wenn nicht vorder eine Verkürzung der Arbeitszeit vorgenommen worden ist oder ein»euer Lehrling an Stelle des AuSgelentten eingestellt wurde. f\ü6 öer Setriebsräte-Prains. § 84 LRG. Genießen Lehrlinge nach Ablauf ihre« SehrvertraqeS den S ib u tz des BRG.? Der SchlichtungSauSschuß Zwickau bat in seiner Sitzung am 4. Mai 1921 diese Frage verneint. Bei Lehrvernägen handelt es sich um Ab- WtetslHoK Enkwicklunai der englischen Vaugilt-cn. In den letzten fünf Monaten keimten die engsisch«, DaugiDen Nicht viel neue Häuser herstellen. Schuld daran warm— wie i;,re dem Gildenkongreß unterbreitete Denkschrift ausführt— die 3 a n» k en, welche solche«normen Gewinne bei der Kveditgewäh- rung erzielen wollten, daß die Gilden mangels eines gejunben Kreditwesens ihre Tätigkeit einschränken mußten. Die Zahl der einzelnen Baugilden betrug bereits 113, die voneinander unab- hängig gearbeitet haben. Nun sind diese Ende Juli in eine ein, heitliche Organisation zusammengefaßt wordeu. Auf dem Kongreß wurde als Ziel der Baugilden ausdrücklich die Ausschal- tung des kapitalistischen Unternehmers aus dem Baugewerbe be- zeichnet: die Baugilden müssen auch für die Ausführung der größten Aufgaben ausgerüstet werden. Hierfür ist eine Nctionalanleilze geplant. Noch wesentlicher ist aber die Unterstützung der Arbeiter, schaft in den Gewerben, welche die Bougilden mit Material ver- sorgen. Erst wenn diese stark genug sein werden, die Lieferung von Baumaterialien für kapitalistische Unternehmer zu verhindern, wird die Dersorgung der Baugilden mit Baumaterialien gesichert sein. Ein weiterer Grundsatz: die Baugilden haben keine Ge» schäftsgeheimnisse. Die Gestehungskosten bei Ausführung von Bauten werden dem Besteller, sei er öffentliche Körperschaft oder Privatperson, bekanntgegeben. Diese enthalten nur die Preise für Material und Arbeitskraft, außerdem einen Fonds als Reserve. Die Baugilden hoben nämlich einen neuen Vertragstyp ins Leben gerufen, den Vertrag auf Höchstpreis. Laut diesen Vor- trögen müssen die Besteller entgegen den Gepflogenheiten im Bau» gewerbe höchstens die im Vertrag festgesetzten Preise, möglicherwe:,« jedoch weniger bezahlen. Eine Ueberschreiwng des Voranschlages (st nicht gestattet. D« Verlust, der hierbei entstehen kann, wird aus dem obenerwähnten Reservefonds gedeckt: 1 Proz. der vertrag» lich festgelegten Baukosten und 2% Proz. der eventuell erzielten Er- sparnisse müssen diesem Fond« zugeführt werden. Die auf dem Kongreß geschaffene Organisation gliedert die Gilden in lokale und größere Einheiten mit den entsprechenden Organen, deren Befugnisse genau umschrieben sind. Für Aus- fuhrung von Bauten für über 2000 Pfund ist die Zustimmung der Zentral arg an isation erforderlich. Diese trägt auch die finanzielle Verantwortung und verwaltet den gemeinsamen Fonds, aus welchem die Arbeiter regelmäßig bezahlt werden können, selbst wenn die eine oder andere Gilde keine Arbeit hat. Dies« aus- gleichende Organisation bringt di« Bewegung um einen großm Schritt weiteeg sie ermöglicht eine großzügig« Ausgestaltung des Baumesens auf gildensozialistifchcr Grundlage. Es bleibt nur die Frage, ob die Regierung, welch« sich in letzter Zeit sowohl den Baugilden wie der ganzen Arbeiterbewegung gegen, über feindlich vorholten hat, der neuen Organisation keme Hinder» nisse in den Weg legen wird. «erontworMch ptr dep red»«. Teil: VM-r Schiff,»ttlm; filr Anzeigcnt Td. ON-xtk.»er IUI. Verlag � VorwürlS-Decta« G.m.b.H..»erfin. Tnirf: äüc- «Srio-VmSdruktrrei». flerlaoSonflall Soul Singer«. So.,»erli.r Linde i»r. S. Trotz der anhaltenden Stel in allen Abteilungen gute waren zu veiblüifend billigen Preisen. Die Preise gelten nur für die Ultimo-Tage. KfohkatSun,»»««bWcht, Nlr. Ktr. HemdenfSanell, gwtmit................... it»r Hemden. uch in ror-OgUcbnr QnalitM Btr Blusenflanell i»-sdiw«....... vte. I* af lan eil tar H.rren-HwndM•» Mir LmOfc? tu gu er Q.allUU, lttr Battwiacha............ v.... tttr. Dunkle elourssloffe»r m-»?- and Ki«tdar..... Herbsikleiderstoffe, gut« strapuiamwuuuta..... 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