Nr. 276. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs: Preisliste für 1894 unter Nr. 6910. Vorwärts 11. Jahrg. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 27. November 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! | noch Die Zukunft unserer Industrie beiter so große Anforderungen stellenden Stahlindustrie Nationen in ein absolutes Gleichgewicht gefeht zu werden oder das mit Sheffield den Weltmarkt beherrschende sozial- fie werden so gestaltet, daß ihre wirthschaftliche Bedeutung sich and der Kampf gegen den„ Um ft urz". demokratische Solingen ist, daß Nürnbergs Arbeiter, für die Unternehmungen ausgleicht. In demselben Maße aber Ein Regierungsblatt dementirte unlängst die Nachricht, deren Produkte Weltruf haben, der Sozialdemokratie an tritt als entscheidender Faltor die lebendige Produktivantraft, deren jeder unternehmer bedarf, der Arbeiter daß die dem Bundesrathe zugegangenen Vorlagen betr. den hängen. stand, hervor und sichert das Uebergewicht und Kampf gegen den Umsturz" die Einlösung eines Ver- Sicherlich ist es auch nicht Zufall, sondern bittere vielleicht den dauernden Sieg der Nation, sprechens des zweiten Er- Reichskanzlers an die deutschen Nothwendigkeit für die Unternehmer, daß sie eine große die es verstanden hat, ihm die besten Bes Großindustriellen sei. Wir müssen es dahingestellt Anzahl ihrer Werkmeister und Vorarbeiterstellen mit dingungen törperlicher und geistiger Ent sein laffen, ob die Reichsregierung mehr formaler als that Sozialdemokraten besetzen müssen, sie müssen es thun, widelung zu sichern. Niedrige Löhne, lange sächlicher Unrichtigkeiten wegen die bez. Nachricht der weil dieselben die tüchtigsten und besten Arbeiter sind. Arbeitszeit, leichte Lenkbarkeit und ges Allg. 3tg." bestritten hat. Sicher bleibt aber, daß die Die preußischen Minister des Kriegs und der Eisen- duldiger Verzicht auf eine höhere soziale Vertreter der deutschen Großindustrie über die bahnen wissen, daß ihre Untergebenen, so tonservativ und Stellung seitens der Arbeiter waren nie die die Begleiterscheinung aufblühender Aufhebung des Sozialistengesetzes untröstlich waren, daß sie regierungsfromm sie auch sonst sein mögen, nur widerwillig Industrien, wenn auch vielleicht die Ursachen ihrer ftets durch ihren würdigen Vertreter im Reichstage, Herrn und oft auch garnicht die Befehle auf Ausschluß der sozial ersten Anlage. Zu ihrer Entfaltung auf höherer Entv. Stumm, die Bekämpfung der Sozialdemokratie mit allen demokratischen Arbeiter von den Staatsarbeiten ausführen. wickelungsstufe gehört auch steigenbes wirthschaft. Mitteln forderten, daß sie dem Kaiser und Kanzler, Wir wissen, daß sich in den Akten dieser Ministerien die Lich e 3 und technisches Verständniß der Ar. den Ministern und Geheimräthen in den Ohren lagen, Erklärung öfters findet, daß bei der Entlassung der sozial- beiter, ein wachsendes Maß von Bildung, Urtheilsfähigkeit damit endlich die Sozialdemokratie nicht blos mit den bis- demokratischen Arbeiter als der besten und tüchtigsten die und Manneszucht, das nur ein von Selbstvertrauen und her angewandten Mittelchen bekämpft würde, sondern daß Güte der Ausführung leiden müsse. Selbstbewußtsein erfüllter Arbeiterstand zu sie durch die praktische Anwendung neuer Kautschuck- Para- Unsere Industrie kann die sozialdemokratischen Arbeiter prästiren vermag. Wenn der englische oder amerikanische Arbeiter in 9 und weniger Stunden dasselbe leistet, wozu der hausgraphen geächtet und in der Agitation möglichst eingeengt nicht entbehren, nicht nur ihrer großen Zahl, sondern noch industrielle Arbeiter im Riefengebirge 96 Stunden benöthigt, so werde. Die Beherrscher unserer Industrie von des Kapitals weit mehr ihrer Fähigkeiten wegen. Unsere sozialdemokra- beweist dies, daß selbst eine bis zur physischen Erschöpfung ge Gnaden möchten am liebsten die sozialdemokratische Presse, tischen Arbeiter sind ihrer Mehrzahl nach für unsere Ju- triebene Arbeitsauspannung und die kümmerlichste Lebenshaltung das sozialdemokratische Vereins- und Versammlungsleben, dustrie unersetzbar, unersetzbar nicht blos als Arbeiter, son- der fortgeschrittenen Industrie nicht die Spiße bieten tönnen. das gewerkschaftliche wie das politische vollständig unmöglich dern in besonderem Maße als sozialdemokratische Arbeiter. Die Produktionsbedingungen dieser legteren aber find von einer machen. Damit schlägt ihre Politik Wege ein, die ein Ihre geistige Entwicklung, ihr hohes, wirthschaftliches und verkommenen Arbeiterbevölkerung nicht zu beherrschen. Je mehr zuschlagen ihren gefährlichsten Konkurrenten auf dem Welt- technisches Verständniß, ihre Bildung, und Urtheilsfähigkeit unser Unternehmerthum vorwärts schreitet, je sorgfältiger der Staat martte, den englischen wie auch den amerikanischen Unter- find eben wichtige Grundlagen der Bedeutung Deutsch- desto mehr Gewicht muß daher auch darauf gelegt werden, auf die Entwickelung unserer industriellen Kräfte bedacht ist, nehmern, nie beifallen würde. lands als Industriestaat. Diese hervorragenden Eigen den Arbeiterstand intellektuell und physisch zu heben, beziehungs Es giebt eigentlich keinen besseren Nachweis für die schaften würden aber die die deutschen Arbeiter nicht weise ihn gesund, kräftig und frisch zu erhalten. Das ist die Kurzsichtigkeit unferes Großunternehmerthums als die That- haben, wenn sie nicht Sozialdemokraten wären, wenn aufgabe der Sozialpolitik." sache, daß ihre Stellung zu der Arbeiterbewegung dieselbe sie nicht durch die Sozialdemokratie aus dem Schlafe auf- Der Schreiber vorstehenden Zitates war während seiner ist, wie die der zurückgebliebenen russischen Industrie, gerüttelt, zu denkenden Menschen gemacht worden wären, Lehrthätigkeit im Deutschen Reiche ein eifriger Wortführer während sie sich im vollen Gegensatze zu der von den wenn sie durch dieselbe nicht einen weiteren Interessenkreis der nationalliberalen Partei und Mitarbeiter der englischen Beherrschern des Weltmarktes eingeschlagenen Politik erhalten, aufein ganz anderes Nieveau gehoben worden Kölnischen Zeitung". Er sollte demnach den Agitatoren befindet.m für die Bekämpfung der Sozialdemokratie ein ganz unverdächtiger Zeuge sein. Was er aber sagt, ist nichts anderes, als was wir behaupten, daß Deutschlands industrielle Entwickelung durch die Ertödtung der Sozialdemokratie sehr schwer leiden würde. wären. Ist es ein Zufall, daß die russischen Arbeiter, ohne Die deutschen Großunternehmer, deren höchstes Jdeal über ihr Schicksal nachzudenken, übermäßig lange arbeitend die Ausrottung der Sozialdemokratie ist, wissen nicht, daß ihr Leben verbringen und dabei nicht blos selbst auf einer sie, indem sie für dieses Ziel arbeiten, den Ast, auf dem niedrigen sozialen Stufe verbleiben, sondern auch die Kon- fie sigen, abzusägen versuchen. turrenzfähigkeit ihrer Produkte nichts heben können, wäh Hören wir, was darüber ein Bourgeoisökonom, der Unsere Unternehmer sind aber blind, sie fürchten jede rend England und die nordamerikanische Union wie die Professor der politischen Dekonomie an der Wiener Uni- kleine Unannehmlichkeit, die die Arbeiter ihnen bereiten Schweiz bei vollster Freiheit für die politische und gewerk- versität, Prof. v. Philippovich"), sagt: fönnten, sie möchten ihr aus dem Wege gehen, indem sie schaftliche Bethätigung der Arbeiter zu den führenden In der That, die technische und kommerzielle Bildung der die Selbständigkeit der Arbeiter ertödten. Wir wissen, daß Industriestaaten gehören. Ist es etwa ein Zufall, daß der Unternehmer, die maschinelle Ausrüstung der Fabriken, die or ihnen das nicht gelingen wird, daß aber, wenn dies mög von der sozialdemokratischen Agitation am meisten erfaßte ganisatorischen Einrichtungen der Unternehmungen, die Belich wäre, nicht blos die Arbeiter, sondern auch das dingungen des Verkehrs, des Transports, des Handels, sie sind deutsche Bundesstaat, das Königreich Sachsen, mit seiner, durch staatliche und private Bemühungen im Begriffe, bei allen Interesse der Unternehmer darunter sehr schwer leiden trotz aller Verelendung außerordentlich leistungsfähigen Arbeiterschaft der führende Industriestaat Deutschlands ist,*) In der sehr viele werthvolle Beiträge enthaltenden neuen Die industrielle But Deutschlands hängt im wesent daß der Hauptsitz der an die Tüchtigkeit der einzelnen Ar- Wiener Wochenschrift„ Die Zeit" I. Jahrgang auf S. 86. lichen ab von der Sozialdemokratie. Feuilleton. Am Exil. Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Runert. würde. einem zärtlichen Kuß, und in ihren Träumen sah Annette stellers, dessen Manuskript Herr v. Marnand weder zurückweisen, sich dann oft im Hochzeitskleide, von einer Wolfe von noch in seiner Weise verbessern konnte. Doch waren dies seltene Spigen und Schleiern umhüllt, wie sie aus René's Armen Glücksfälle. Er bezahlte, folglich war er auch der Herr ( Nachdruck verboten.] in die seiner Mutter glitt, die ihr wiederholte:" Meine und konnte es andern fühlen lassen. Eine Erwiderung gab 12 Tochter!" es nicht mehr, wenn er einmal gesagt hatte:„ Ich bin nicht ihre Miether zu einem Mittagsmahl einladen zu müssen, Nach zwei oder drei Wochen glaubte Frau Roveray dieser Ansicht, ich würde so nicht schreiben". Die bösen Zungen hatten ihn das„ Ich" genannt. Mit indem sie bemerkte, daß man nach Walliser Sitte um allen hervorragenden Männern des Landes hatte er sich Frau Roveray erwiderte den Besuch wie es sich gehört, 1 Uhr Nachmittags speisen würde. Herr von Marnand, überworfen, weil sie die Schwäche hatten, an ihren Ideen und nachdem das Eis einmal gebrochen war, verkehrten ihr Bruder, der an diesem Tage in Wieven wäre, würde und an ihrer Schreibweise festzuhalten. Mit den Leuten die beiden Familien als gute Nachbarn häufig miteinander. zum Kaffee kommen. Er wolle René's Bekanntschaft machen läßt sich nicht leben," sagte er dann geringschäßend. Was die Annette stieg vom Morgen bis zum Abend unter allen und hätte eine Bitte an ihn, fügte Frau Roveray ge- Jungen, die Anfänger betraf, so mochten sie sich ruhig neue möglichen Vorwänden die Treppe hinauf oft sogar ohne heimnißvoll hinzu. Einfälle, eine lebhafte Ausdrucksweise, Originalitäten gestatten. Er strich, beschnitt, korrigirte und formte den Stoff um. Wenn er so sechs Monate lang seine Herrschaft ausgeübt hatte, war der mißhandelte Mitarbeiter so schachmatt, so wohl disziplinirt, daß sein Geist fortan für sein ganzes " Borward. Sie war bald die kleine Freundin der Frau Herr von Marnand galt in Lausanne als eine beMessant, und da sie stets mit Blumen in der Hand, Froh- deutende Persönlichkeit. Er war der Begründer und finn im Herzen, Lachen und Scherzen auf den Lippen fam, Direktor einer gutgesinnten Zeitschrift, die alle acht Tage war sie stets willkommen. Ganz sacht nistete sie sich in unter dem Titel" Romanische Revue" erschien. Die Revue die Zuneigung der alten Dame ein; sie schmeichelte ihren bekannte sich in Politik, Religion, Philosophie und Literatur Leben die graue Uniform der Revue trug. unschuldigen kleinen Schwächen; sie ließ sich all die zu höchst moralischen und schicklichen Ansichten, ste Seit seiner Ankunft in der Schweiz hatte René die tausend kleinen Nippessachen zeigen, die pomphaft auf waren nämlich ultratonservativ. Man hätte sie bezeichnen- Zeitschrift mehrmals durchblättert und dabei eine Anzahl Etagèren aufgebaut oder sorglich in den Schubladen auf der die graue Revue" nennen können. Grau war der Um- von süßlichen Novellen und farblosen Romanen gefunden, bewahrt waren; sie ließ sich Geschichten aus René's Jugend schlag, grau der Inhalt. Herr von Marnand schrieb selbst die man wie der Prospekt sagte -wie getrost jungen erzählen; sie verstand alle möglichen Listen, um die Bilder, nur langweilige, unverdauliche Sachen in einem matten, Mädchen in die Hände geben konnte. Es war in der That die ihn als Baby, als Gymnasiaft, als Student mit teimen- glanzlosen Stil, der in seinen Augen offenbar ideal sein unmöglich, dieser Art Literatur den Vorwurf, den man dem Schnurrbart darstellten, ansehen zu können. Wenn sie mußte, denn nach diesem Muster verbesserte er die Beiträge sonst so oft erhebt, zu machen, nämlich den, daß sei die ihn als Rind abgebildet sah, schien er ihr näher gerückt. seiner Mitarbeiter. Er besaß in einem bedeutenden Grade jugendliche Ginbildungskraft mit unrealisirbaren Träumen Buweilen widerfuhr ihr sogar die Ehre, in sein Arbeits- das Talent, ihre Prosa und ihre Gedanken noch nebelhafter und gefährlicher Begeisterung erfülle. Das alltäglichste und mußte genußzimmer eintreten zu dürfen und dort seiner Mutter beim und schwerfälliger zu gestalten, ja sie untenntlich zu machen. Alltagsleben abwechslungsreich Ordnen der Bücher und Papiere zu helfen. Sie verfuhr Es geschah gewiß gegen seinen Willen, wenn von Zeit zu ſein neben diesem Sammelbecken von Langerweile dabei mit einem heiligen Respekt, der Frau Messant in Zeit ein glänzend geschriebener Artikel in diese saft- und und geistiger Erbauung. Mit Erstaunen hatte René ihrer mütterlichen Liebe schmeichelte. Zur Belohnung kraftlose Gesellschaft hineinplatte. auch politische Artikel bemerkt, in denen die liebensempfing fie dann ein„ Ich danke Dir, mein Kind" mit Er entstammte dann der Feder eines bekannten Schrift- würdigen Scherze französischer Monarchisten über die Repu Zur Diskussion über den Frankfurter Parteitag. freulicher Weise vollzogen hat, daß auch überall in Deutschland die Zahl dieser Partitularisten immer wachsen wird! Damit wären wir auch mit der ganzen sogen. Bayernfrage fertig, wenn uns nicht einige Einzelheiten in Bebel's Rede noch Politische Leberlicht. Berlin, den 26. November. Die Umfturzvorlage macht ihren Urhebern immer Die heute hier eingetroffene Nummer der Münchener Bon" u ein paar Bemerkungen zwängen. enthält den Schluß der" Bebel's Fahnenerhebung" überschriebenen anstatt seinen Kampf ehrlich mit dem„ verwässerten, kleinbürger- das Angstprodukt vor den Reichstag zu bringen ist. Wenn Vor allem haben wir uns dagegen zu wenden, daß Bebel, mehr Kopfschmerzen. Jetzt wissen sie nicht einmal, wie Artikelferie. Wir lassen ihn hier folgen: Was Bebel speziell über die lebensgefährliche Kleinbürgerei" lichen süddeutschen Element" auszufechten, schließlich seinen ganzen es als einziger Arbeitsstoff vor Weihnachten dem Reichstag Was Bebel speziell über die lebensgefährliche Kleinbürgerei" Angriff auf die Person Vollmar's suspigt. Ueber den förmlichen vorgelegt wird, könnten die bösen Umstürzler und Umstürzlersagt, ist nichts weiter, als eine Wiederaufwärmung der Redenssagt, ist nichts weiter, als eine Wiederaufwärmung der Redens: Haß, der dabei in abstoßender Weise zu Tage tritt und der Bebel Genossen durch Obstruktion die parlamentarische Behandarten, welche man seiner Zeit von den Berliner Jungen" bis zum Ueberdruß gehört hat. Wer sich dafür intereffirt, der kann unfähig macht, die Dinge in ihren natürlichen Zusammenhängen lung der Vorlage so verschleppen, daß der Reichstag vor so ziemlich alle von Bebei vorgebrachten Argumente weit besser au sehen, sowie über alles sonstige Persönliche wollen wir hier Weihnachten gar nichts zu thun hätte. Diese fürchterund folgerichtiger in Hans Müller's„ Klaffenkampf in der er es für nothwendig finden sollte. Wohl aber haben wir es auf liche Möglichkeit schwebt den Angstfabrikanten des Angstschweigen. Auf diese Dinge wird Vollmar selbst antworten, wenn deutschen Sozialdemokratie" finden einer Schrift, welche bei bas entschiedenste zurückzuweisen, daß Bebel eine rein sach- produkts jetzt vor der Seele. Wir haben keinen Grund, sie ihrem Erscheinen von der gesammten sozialdemokratischen Presse, liche Angelegenheit auf das persönliche Gebiet hinüber zu spielen von ihren Kopfschmerzen zu befreien. Der„ Vorwärts" an der Spize, nicht genug als verleumderisch verurtheilt werden konnte. Wir wollen damit versucht. Er stellt damit die Dinge gerade so hin, als ob er die nicht sagen, daß Bebel direkte Anleihen bei Hans Bebel direkte Anleihen bei Sans gesammten bayerischen Parteigenoffen für eine willenlose Schafheerde " -O Die Hirnerweichung der Bourgeoisie bekundet sich Müller gemacht habe, obwohl dies auch nicht mehr als uns hielte, die lediglich dem Kommando des Führers folge. Wir wissen wieder einmal bei Besprechung des durch eine Rede Müller gemacht habe, obwohl dies auch nicht mehr als un- nicht, ob Bebel an einen solchen Heerdengeist durch eigene Erfahrungen Bebel's veranlaßten Streits. Bürgerliche Blätter haben erhört erscheinen könnte, seitdem Bebel sich auf der Suche nach glauben gelernt hat. Jedenfalls verbitten sich die bayerischen in allem Ernst die Behauptung aufgestellt, Bebel und Material für seine Angriffe gegen Parteigenoffen nicht scheut, Sozialdemokraten eine solche Beleidigung und werden Bebel, Vollmar hätten die Sache mit einander verabredet und der selbst nach Schmähartikeln des Organs der Berliner Anarchisten zu greifen. Nun steht es ja allerdings jedem frei, sich seine wenn nöthig, noch zeigen, wie wenig sie die Männer find, die Streit sei nur eine Komödie, die zum Zweck habe, die Ueber. flüssigkeit der geplanten Umsturzgesetze zu beweisen und Gründe dort zu holen, wo er welche zu finden vermag. Uns an ihre Selbändigkeit rühren lassen! anderen aber will es immerhin nicht recht einleuchten, wozu man erreichen? Denkt er dadurch vielleicht Vollmar zu vereinzeln Entdeckung ist auf derselben Höhe wie das der Prophezeiung, Was glaubt übrigens Bebel durch ein solches Manöver zu deren Einbringung zu verhüten. Das geistige Niveau dieser eigentlich die Berliner Unabhängigen seinerzeit als Schädiger und so außerordentlich parteigenöffisch!- leichter mit ihm unserer Sache aus der Partei herausgedrängt hat, wenn jetzt Parteigenoffen in der Stellung von Bebel in wichtigen Punkten fertig zu werden"? Da dürfte sich Bebel denn doch so gründlich die Partei werde durch diesen Streit gespalten werden. verrechnen, wie er noch kaum je gethan! eine so weitgehende Meinungsgemeinschaft mit jenen Leuten gelNachwahl zum Reichstage. Nach einer Meldung inungsge Nicht würdiger ist das, was Bebel über die den Bayern von des Pfälz. Kur." soll der nationalliberale Reichstend machen können? Berlin aus gelieferten Geldmittel sagt. Vielleicht würden wir Um die alte Jacke etwas zu modernisiren, hat man sie dies- dieses widerliche Kapitel aus der Achtung für Bebel, welche auch tags- Abgeordnete Fabrikbefizer Dr. Karl Elemm in mal mit dem Lappen des" Partikularismus" herauszupußen ge- der heftigste Streit nicht ohne weiteres verwischen fann, mit Schweigen Ludwigshafen, Vertreter des Wahlkreiſes 1. Pfalz( Speyer), Von Seiten der bayerischen Genossen sollen auf dem übergangen haben, wenn Bebel nicht in einer nachfolgenden sich mit der Absicht tragen, sein Reichstagsmandat niederParteitag Gründe ins Feld geführt worden sein, welche" parti- schriftlichen Ausführung ausdrücklich wieder auf die Sache zulegen. Dr. Clemm ist Mitglied des Reichstages ſeit 1887. fularistischen Spießbürgern" anstünden, nicht aber Sozialdemokraten, die aber leider viel Beifall gefunden hätten zurückgekommen wäre. In seiner Erklärung gegen Grillenberger Bei der Wahl am 15. Juni 1893 erhielt Dr. Clemm 12 103, rechnet er uns bayerischen Parteigenossen sozusagen auf Heller der Sozialdemokrat Ehrhardt 7433 und der Zentrumsund trotz ausdrücklicher Mahnungen und Warnungen ohne und Pfennig vor, was wir im Laufe der Jahre jemals an kandidat 6130 Stimmen. In der Stichwahl mit den die entsprechended. h. von Bebel gewünschte Antwort ge- Silberlingen aus dem gemeinsamen Säckel der Partei erhalten Sozialdemokraten siegte Dr. Clemm mit 14 256 blieben seien. Wenn das so fortgehe, dann werde die Sozial- haben, während allen diesen Ausgaben eine kaum nennenswerthe Stimmen über den sozialdemokratischen Kandidaten, auf den Und wie ist nun der kleine Kern, um welchen sich diese an den Kopf, um sich zu erinnern, ob man sich in der That in 8134 Stimmen fielen. Lawine hiziger Deflamationen zusammengeballt hat, eigentlich der Sozialdemokratie befindet! Wenn irgendwo ein fapitalistischer sucht. demokratie in Trümmer gehen 2c. 2c. 1, um welchen sich diefe Ginnahme aus Bayern gegenüberſicht". Man greift sich wirklich " " Das Verbot der Judeneinwanderung soll den Reichstag als konservativer Initiativantrag beschäftigen. Zweierlei Maß. An der Aechtung von sozialdemokratischen Arbeitern durch die schwarzen Listen ber Unternehmer findet der ordnungsliebende Staatsbürger nichts auszusetzen. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" thut sehr verwundert, daß der von uns vor einiger Zeit veröffentlichte Vertrag eines Garnison- Bauinspektors mit einem Fabrikanten, der dadurch bündig verpflichtet wurde, feinen Sozialdemokraten zu beschäftigen, von uns nicht als völlig gerechtfertigt anerkannt wird. beschaffen? Der rednerischen Beigaben entkleidet, läßt sich das Proh durch sein Geld ein Anrecht auf die Unterwürfigkeit der oft gedacht. Auch das Plural stimmrecht( das ges An den Wahlzwang haben unsere Reaktionäre schon nach Bebel„ Unerhörte" kurz dahin zusammenfassen: Die Agi: nach Bebel Unerhörte" furz dahin zusammenfassen: Die Agi Empfänger desselben zu erkaufen vermeint oder auch nur das wissen Kategorien von Wählern mehr als eine Stimme tation darf, unbeschadet der gleichen programmatischen Grundlage, von ihm gegebene Almofen öffentlich vorrechnet, dann finden wir giebt) finden wir in einer Nummer der Grenzboten" bevon ihm gegebene Almosen öffentlich vorrechnet, dann finden wir nicht schablonenhaft betrieben werden, sondern muß sich den schnell das verdiente Urtheil! Und hier handelt es sich um siebt) finden wir in einer Nummer der Grenzboten" beörtlichen Verhältnissen anpassen. Die Verhältnisse in Bayern Aufwendungen unter Brüdern, die für eine gemein fürwortet. Die Nummer ist freilich vom 30. September, find schon, weil es das größte Agrarland des Reiches fame Sache gemacht werden! Für ein solches Be- und seitdem haben die belgischen Reaktionäre mit dem ist, eigenartige, über die man nicht ohne weiteres von außen her nehmen giebt es nur eine Bezeichnung: Pfui! Und die Genossen Wahlzwang und Pluralsystem so schlechte Geschäfte gemacht, urtheilen kann. Die nothwendige eingehende Kenntniß derselben nicht nur in Bayern, sondern allüberall, wo man auf selbst daß die deutschen Reaktionäre wohl den Glauben an diese find naturgemäß am ehesten die im Lande und mit dem Volte lebenden bayerischen Parteigenossen zu haben in der Lage, unter ständigen Sinn und Würde hält, mögen in Zukunft lieber sich zwei Pfuschmittel verloren haben werden. denen über die von den Verhältnissen bedingte Taktik wie die späterhin gleich Bettlern behandelt zu werden, die des schuldigen die äußersten Opfer auferlegen, als der Gefahr auszusehen, 30 900 000 Mark sind der Reichskasse in den ersten Beschlüsse des Münchener Parteitages zeigen in allem Dankes vergessen! fieben Monaten des Etatjahres mehr als im gleichen ZeitWesentlichen volle Einstimmigkeit herrscht. Diese Einstimmigkeit Wir wollen nicht weiter fahren, sonst könnte uns der Wider- raume des Vorjahres zugeflossen. Dieser Segen ist den und die in Bayern für unsere Sache erzielten Ergebnisse müssen wille auf unerwünschte Wege führen. Womit sollten wir uns Miquel, Riedel, Mittnach und Posadowsky höchst unbequem, der Partei ausreichende Gewähr bieten. Die Einheitlichkeit der Partei muß im Prinzip liegen; Symptome, ja den Beweis dafür haben will, daß man auf die steuer und die Brotlosmachung Zehntausender Arbeiter auch noch befaffen? Etwa mit der Behauptung Bebels, der läßt sich doch nun noch schwerer die Erhöhung der Tabak ein mechanisches Gleichmachen der agitatorischen Form wäre Bildung einer speziellen bayerischen sozialdemokratischen Partei eine falsche Einheitlichkeit, etwas verderbliches und Unhalt- hinsteuert?" Aber, wer in derlei nicht sofort die aufgeregte rechtfertigen. bares. Ein solches zwangsweises Uniformiren und Reglementiren ist nicht sozialdemokratisch, sondern die Art des preußischen Phantasie des Fiebernden erkennt, mit dem haben wir nicht zu rechten. Korporalgeistes; durch sie hat sich die preußische Herrschaft überall Es ist wahrlich traurig, daß wir, anstatt all' unsere Kräfte in Deutschland verhaßt gemacht. Hüten wir uns, daß diefer gegen unsere Feinde zusammenzufassen, dieselben in unserem Geist nicht auch in unsere Reihen eindringe und fie vergifte. eigenen Lager derart vergeuden sollten. In dem bereits zitirten Es wäre wahrhaft schade um jedes Wort, das wir an dieses Artikel in der„ Neuen Zeit" schrieb Bebel angesichts der immer thörichte Gerede vom Partitularismus der bayerischen oder süd- wieder zu Schanden gewordenen Hoffnungen auf eine„ Spaltung" deutschen Sozialdemokraten weiter verschwenden wollten. Wie voll Hohn: Da ist's endlich an der Zeit, daß die Partei selbst das der Vorwurf der Kleinbürgerei aus dem anarchistischen, so ist der Wert ihrer eigenen Zerstörung beginnt, damit ihre Feinde der des Partitularismus aus dem bourgeoisen Arsenal genommen. Aussichtslosigkeit ihrer Bekämpfung der Partei und des Schreiens Wenn die Regierung und die herrschenden Parteien in Preußen nach neuen Ausnahmegesetzen überhoben werden." in ihrem Bestreben, das übrige Reich in immer steigendem Maße Sollte sich dieser Spott jeht unerwartet in bitteren Ernst ihrer Herrschaft zu unterwerfen- ein Bestreben, das von verkehren? Wenn die Parteigenossen klar sehen und ihrer Pflicht unferer Presse seit dem Bestehen der Partei aufs schärffte bewußt sind, dann ist keine Gefahr. gegeißelt wird einmal in irgend einem Lande unerwartetem Widerstand begegnen, dann zettern fie auch alsogleich über Partitularismus. Der einzige gefährliche Parti fularismus ist aber dort zu suchen, wo ein örtlich oder sonst beschränkter Kreis vom Teufel der Herrschsucht erfaßt wird und beginnen wir morgen. nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Gesetze diktiren, ihnen feine eigenen Auffassungen und Interessen gewaltsam aufzwingen will. Daß von diesem Laster niemand weniger befallen ist, als bie bayerischen Parteigenossen, das weiß jeder. Oder möge doch der hervortreten, der zu sagen vermag, daß wir zu irgend einer Da Kautsky nur durch einen von lächerlicher UeberZeit und in irgend einer Weise den Versuch gemacht haben, die hebung zeugenden persönlichen Angriff auf mich meine fachuns auf grund unserer agitatorischen Erfahrungen liche Kritik seiner Schrift beantwortet hat, begnüge liche Ordnung zu revoltiren." gewonnenen Auffassungen unberufen anderen Parteitreisen ich mich vorläufig damit, es dem Urtheil der Leser Wir freuen uns immer, wenn so ein Reptil Streit aufzudrängen. Wenn aber freilich das Partikularismus" anheimzustellen, ob meine„ Deutung" des von mir zitirten Aus- und Boykott für Revolten gegen die öffentliche Ordnung fein soll, daß man für sich das gleiche Recht in Anspruch zuges zutreffend ist. Ich hege dabei die Erwartung, daß die von und die bürgerliche Gesellschaft erklärt, weil weil dadurch nimmt, das man bei den anderen achtet, und daß man Kautsky versprochenen Ausführungen in der Neuen Zeit" fich zugegeben wird, daß dem Arbeiter von dem heutigen dieses Selbständigkeitsrecht und mit ihm das demokratische, rein fachlich halten und so eine gedeihliche Fortführung der Regime die Vertretung seiner Interessen auf auf rein freiheitliche Wesen der Partei selbst gegen Versuche willkürlicher prinzipiell so wichtigen Erörterung ermöglichen werden. Eingriffe vertheidigt, dann freilich sind die Bayern und die Süddeutschen Partitularisten". Und es steht zu hoffen, sowie fich die Parteientwickelung im Laufe der letzten Jahre in er" Mit dem Abdruck der Entgegnung Bebel's stätten abzuwehren, wo es sich zumeist im staatlichen und militärischen * Es geht uns heute das folgende Schreiben zu: Werther Genosse! " G. Ledebour. " Jedem Verständigen", schreibt das geschätzte offiziöse Blatt, ,, wird diese Bestimmung als ein selbstverständliches Mittel er= scheinen, das Eindringen sozialdemokratischer Elemente in ArbeitsIntereffe um pünktliche Einhaltung der Ablieferungsfristen handelt, der verantwortliche Unternehmer aber durch Streit und Boykottmanöver daran verhindert werden könnte. Unverständlich ist auch, wie die sozialdemokratische Presse sich beklagen kann, daß damit der persönlichen und politischen Freiheit des Arbeiters Eintrag geschähe, während sie es andererseits für keinen Zwang hält, wenn sie ihre Anhänger animirt, mit Streik und Boykott, wo es irgend angeht, gegen die bürgerliche Gesellschaft und die öffentBer Der wirthschaftlichem Gebiete gegönnt wird. gleich des Boykotts und Streits mit der Aus ſchließung von Arbeitern wegen ihrer Gesinnung geht übrigens auf beiden Füßen lahm. Erstens werden blikaner aufgewärmt wurden. Er hatte da gehört, wie hatten. Frau Messant erschöpfte sich in Dankesworten. Unternehmer nicht geboykottet und es wird gegen sie nicht man in der Kammer die Mitglieder der Linken an ihren René sah im Hinblick auf sein großes Glück nicht gerührt gestreift wegen ihrer politischen Gesinnung, sondern nur schwarzen Nägeln und ihrer schmutzigen Wäsche erkenne. genug aus. Frau Roveray schrieb jedoch seine Kälte der wegen irgend welcher feindseligen Handlungen gegenüber Die schlimmsten Feinde der Demokratie hatte er darüber Unruhe zu, in welche ihn die erwartete Begegnung mit dem einzelnen Arbeitern oder der gesammten Arbeiterschaft. Zweitens können die Unternehmer gegen den Boykott sich entrüftet gesehen. Und das schien ihm nicht wunderbar in berühmten Manne der Familie versehen mußte. durch unbeschränkte Ausnutung des Koalitionsrechtes wehren, einem Lande, das die Wiege und die Hochburg der Freiheit Nachdem das Mahl beendet war, ging die Gesellschaft der gemaßregelte Arbeiter aber nicht. Erst wenn auch den Europa's gewesen ist. in den Salon. Endlich meldete ein Dienstmädchen: Herr Arbeitern das Koalitionsrecht nicht mehr verkümmert wird, René zog hierauf Erkundigungen ein. Er erfuhr, daß Florian von Marnand! Und das Ich" erschien. Herr von Marnand, vor ungefähr zehn Jahren das außer Man pflegt zu sagen, daß ein Mann, der sich sehr sind Sonne und Wind in diesem Kampfe einigermaßen gleich.. ordentliche Glück gehabt hatte, einer kaiserlichen Hoheit steif hält, seinen Stock verschluckt habe. Herr von Herr von Kiderlen Wächter, der preußische Ges vorgestellt zu werden, daß er seitdem behauptete, unter Marnand mußte jedoch einen Säbel verschluckt haben, denn feinen Vorfahren wäre einer zur Zeit Ludwigs XIV. Marquis er ging ganz nach rückwärts gebeugt. Sein vorgestreckter sandte bei den Hansastädten, der in Ehrenbreitenstein die in Frankreich gewesen. Da begriff René alles und hütete Bauch war seinem Kopfe immer um einen Schritt ihm wegen des Zweikampfes mit dem Redakteur des fich von jener Beit an, eine noch so stark motivirte persön- voraus. Den Kopf trug er hoch und gerade mit dem Kladderadatsch", Dr. Polstorff, zudiktirte Festungsstrafe liche Meinung für die öffentliche Meinung zu halten. Respekt, den er einem so unendlich kostbaren Gegenstande verbüßt, ist den„ Kobl. Tägl. Nachr." zufolge begnadigt Allein große Luft verspürte er nicht, den verantwortlichen schuldig war. Von diesem erhabenen Orte ließen seine worden. So ein privilegirter Mordversuch ist ja auch eine Redakteur dieser reaktionären Fantasien kennen zu lernen. Durch eine goldene Brille geschüßten Augen herablassende höchstläßliche Sünde in unserer Gesellschaft. Der schneidige Mit mehr Mißtrauen als Begeisterung begrüßte er die Blicke auf die gewöhnlichen Sterblichen gleiten. Sein Diplomat wird sich nach seiner kurzen Strafe in EhrenJdee, die Bekanntschaft des Herrn von Warnand zu machen, blühend fettes Antlig zeigte ein zufriedenes Doppelfinn und breitenstein um so wirksamer an dem Kampfe für Ordnung, der in seinen Augen den doppelten Fehler besaß, daß er der gottselig strahlende Ausdruck seiner Züge wurde durch Sitte und Religion betheiligen können. der Vater seiner Revue und der Vater seines Sohnes war. tein Lächeln gemildert. Das preußische Kommunal. Steuergeset soll es Als man bei Tische saß, fonnte Frau Roveray es nicht Feierlich wie ein Held der Tragödie schritt er vor- angeblich den Gemeinden ermöglichen, die Bejizenden stärker unterlassen, das unverhoffte Glück zu preisen, das René ge- wärts; er war von Kopf bis zu Füßen in Schwarz ge- zu belasten. Um diese Hoffnung zu hegen, müßte nur habt hätte, indem er die Aufmerksamkeit ihres Bruders fleidet, so wie es sich für einen ernsthaften Mann nicht die Verwaltung der Gemeinden gerade in die Hände auf sich gezogen. Sie verrieth ihm, daß Herr von Marnand, ziemt. Seine Gestalt erschien noch größer durch einen der Besitzenden gelegt sein, die sich wohl hüten werden, in der es liebte, die jungen Talente aufzumuntern, die Absicht langen Ueberrock, der ihm ein gelehrtes und beinahe geist- das eigene Fleisch zu schneiden. Ueberdies giebt das neue hätte, ihn zum Rang eines Mitarbeiters der Revue zu er- liches Aussehen gab. So machte er den Eindruck eines Gesetz so viele Handhaben, die Lasten grade auf die ärmeren heben. Sie sprach das Wort Revue stets ganz kurz und Hohenpriesters, der den Kultus seiner eigenen Person Klassen zu wälzen. So wird jetzt selbst offiziös schon bes mit einer geradezu komischen Emphase aus. Sie erklärte zelebrirt. Wenn man ihn, den Hut in der Hand flagt, daß die Steuerordnungen von den Gemeinden in ihm ferner, daß der arme Florian- diesen idyllischen mit seinen langsamen, gemessenen Bewegungen in das Zimmer einer Weise festgestellt werden, daß die Realsteuern Bornamen führte der fürchterliche Redakteur die Briefe, schreiten sah, hätte man wirklich sagen können, daß er nur ihre Bedeutung für den Kommunalhaushalt ganz verlieren die man an ihn schrieb, gewöhnlich zwei Monate lang un- daran dachte, den majestätischen Schwachtopf zu begrüßen, Db das aber dadurch geändert wird, daß, wie die" Post" beantwortet laffen müsse, so wäre er mit Arbeit überhäuft! der aus dem grünlichen Spiegel, der seine eintretende Ge- ankündigt, ein aufklärender Runderlaß der Minister des So tönne René sich also sehr glücklich schäßen, ſtalt zurücwarf, auf ihn zuzukommen schien und ihm wie Innern und der Finanzen geplant werde, welcher demweil er im Begriffe war, dorthin er berufen zu ein Zwillingsbruder glich. nächst im Reichsanzeiger" veröffentlicht werden soll, möchten werden, wo so viele nur mit großer Mühe Zutritt erlangt! ( Fortsegung folgt.) wir bezweifeln. Man hat nicht umsonst den Bock- zum Gärtner gemacht; wo nicht blos das ganze Stadtregiment[ lungen, die er übernommen hatte, absagen müssen und wird in die Hände der Besitzenden gelegt ist, sondern sogar unter auch für einige Zeit an den Sigungen der Kammer nicht diesen den Grundbesitzern noch besondere Privilegien beigelegt theilnehmen können. Möge er bald genesen. Seine Ab sind, kann man nicht erwarten, daß sie dem Grundbesig wesenheit im französischen Parlament ist jetzt um so be Lasten auferlegen, so lange ihnen die Möglichkeit gegeben dauerlicher, als auch millerand, infolge seines Sturzes ist, diese möglichst auf die Massen der Einwohner abzu- vom Fahrrad noch immer verhindert ist, die Kammer zu ber wälzen. Einwohner besuchen, wo er in der sozialistischen Fraktion zwischen den verschiedenen Elementen von Anfang an die Vermittlerrolle gehabt hat. erwartet. Anläßlich der am Montag stattfindenden Hochzeit wird Montag oder Dienstag ein Manifest erscheinen; zahlreiche Gnadenakte, Erlasse von Steuerrückständen, Strafen zc. werden nicht, am allerwenigsten in russischen Fragen. Wir wollen Die Autorität des Berliner Tageblatt" genügt uns demnach die Bestätigung der Meldungen abwarten. depeschirt: Strenge Kirchenzucht, d. h. für den gemeinen Mann, ent Holländischer Kolonialkrieg. Aus dem Haag wird spricht den Wünschen des echten Junkers, aber der Junker wird wild, wenn sie sich gegen die eigenen standesmäßigen Gelüste Schlägst Du meinen Spion, so schlag ich Deinen haben sich sämmtliche Hauptchefs der Balinesen, mit Ausnahme Nach einer amtlichen Meldung aus Lombok vom 25. d. M. wendet. Haben da in Neustrelit der Superintendent sowie der Dirigent des Kirchenchors sich der Betheiligung an der Spion sagen jetzt die Franzosen zu den Italienern, die von zwei Verwandten des Radjah unterworfen. Die Bevölkerung Leichenfeier eines im Duell Gefallenen geweigert, sich darauf dieser Tage einen französischen Offizier, der zu neugierig hat die Waffen ausgeliefert. berufend, daß dieses ihnen gefeßlich( mecklenburgifch) verboten war, auf 14 Monate ins Gefängniß schickten. Jetzt drohen fei. Darob große Entrüstung in der Brust des Landraths nun verschiedene französische Blätter, die zahlreichen italieniv. Derzen Lübberstorff; er beantragte im Landtage, schen Militärspione, statt sie im Betretungsfall einfach an daß die beiden Kirchendiener rettifizirt und Vorsorge getroffen die Grenze zu führen, künftighin ins Gefängniß zu sperren. werden solle, daß derartige Fälle für die Zukunft vermieden Wenn dies allgemeine Praxis wird, muß man beiwerden. Bei dem Junker heißt es nicht nur:„ Und der König absolut, wenn er unsern Willen thut!" sondern auch äufig in unseren Kultur- und Militärstaaten eine Menge der liebe Gott wird nur soweit anerkannt, als er nicht neuer Gefängnisse bauen. dem Junkerthum ins Gehege kommt. Andernfalls ergeht F Vom ostasiatischen Kriegsschauplatze. Die Einamerikanischen Admirals Carpenter von dem Kriegsschiffe nahme von Port Arthur wird nun durch eine Depesche des amerikanischen Admirals Carpenter von dem Kriegsschiffe Baltimore", welches sich nach der Kapitulation Port Baltimore", welches sich nach der Kapitulation Port Arthurs von Chefoo aus dorthin begab, bestätigt. Die am Kampfe betheiligten Japaner waren 15 000, die Chinesen 13 000 Mann stark. Der Verlust der Japaner wird auf 200 Todte und Verwundete, derjenige der Chinesen auf 2000 Todte angegeben. Das Groß der chinesischen Armee Die japanische Regierung hat die Erklärung abgegeben, Dienste der Vereinigten Staaten von Amerita annehmen. Dienste der Vereinigten Staaten von Amerika annehmen.Der belgische Anarchistenprozeß. Aus Lüttich es ihm, wie zu den Zeiten des Kulturkampfes, wo auch die wird geschrieben: Kirche für reichsfeindlich erklärt wurde, wenn sie nicht wollte wie Bismarck. Die Schwurgerichts- Verhandlung gegen die an den Anschlägen entkam. Bei der neuen Umsturz Gesetzgebung wird vom Mai und Juni d. J. betheiligten Anarchisten wird am man nicht umhin können auch Bestimmungen gegen die Pfaffen 7. Januar beginnen und voraussichtlich 14 Tage in Anspruch sie würde, falls China Friedensvorschläge mache, die guten zu geben, welche sich eine Kritif junkerlicher Gelüfte erlauben. Im nehmen, da gegen die meisten von ihnen durch Dolmetscher ver: Königreich Stumm wird längst jeder Pfaffe als Umstürzler angesehen, der nicht in das kapitalistische Horn bläst. Wir leben handelt werden muß. Von den 16 Angeklagten find acht Deutsche, einmal in einem christlichen Staate und die Religion muß Ennigerloh, die Bergarbeiter Müller aus Haiersdorf, Bossen die Schuhmacher Broich aus Aachen und Meßcamp aus dem Volke erhalten bleiben. aus Köln und Wilcke aus Hamburg, der Ebenholz " Die Kreuz- Zeitung" hätte sich den Umweg über Paris ersparen können. Der beachtenswerthe" Artikel des" Parti Duvrier" ist eine Uebersetzung unseres, vom Genossen Blechanoff verfaßten Artikels, der vor 14 Tagen im Vorwärts" zu lesen war. Die Rede Cavallotis in Rom. Crispi's Verurtheilung. Auf Umwegen gelobt. Dem„ Vorwärts" ist etwas arbeiter Bach aus Kizingen, der Wirth Schlebach aus Stolbers Seltsames pafsirt. Die Kreuz- Zeitung" bringt folgendes: und dessen Ehefrau, geb. Müller aus Hannover. Die übrigen Paris, 22. November. Der Parti Ouvrier" enthält Angeklagten sind fünf Lütticher, die Journalisten Cornelissen Am 20. November 1894 hielt der bürgerlich radikale Abfolgende beachtenswerthe Stelle: Die Regierung des Baren, in Amsterdam und Bliezen in Mastricht und der Russe der sich gern den zaren der Bauern nennen ließ, hat dieses mit Jagolfowski. Die beiden Journalisten sind wegen Preßvergehen geordnete Cavalotti seine lang erwartete Rede in Rom bei dem einer selbst in Rußland beispiellosen methodischen und unbarm- angeklagt. Die Anklage gegen die Anderen lautet auf Theilnahme undfünfzig Abgeordnete der Linken hatten sich eingefunden. Wir ihm zu Ehren gegebenen Bankett der gesammten Linken. Vierherzigen Härte völlig ruinirt. Infolge der Verarmung der an den Anschlägen gegen das königl. Theater, die St. Jakobs nennen von bekannten Namen Bovio, Caldest, Musst, Rossi, undfünfzig Abgeordnete der Linken hatten sich eingefunden. Wir Bauern ist die russische Landwirthschaft vernichtet und die Kirche und die Wohnung des Bürgermeisters Gerard in Lüttich, Zuzatto und Nicolo Colajanni. Biele frühere Abgeordneten, Hungersnoth von 1891 war nur die Folge der elenden Lage auf Mordversuch gegen Herrn und Frau Renson und Dr. Bodard, wie die Republikaner und Mazzinisten Ferrari, Fratti, Maffei des russischen Bauern. Ein altes Sprichwort sagt: arme sowie auf Diebstahl von Sprengstoffen. Bauern, armes Land. Die russischen Staatsmänner fennen Die meisten der Angeklagten find maulheldische waren anwesend, ebenso der Sozialist, Professor Labriola von der Universität zu Rom. es so gut wie wir, aber sie glauben durch Anleihen im Dummeriane, die durch den falschen Baron" von UngernAusland die Schwierigkeiten der finanziellen Lage verdeden Sternberg, den internationalen Lockspitzel und speziellen die Worte, die einst kein anderer als Grispi selbst im Parlamente Cavalotti nahm gleichsam als Motto zu seiner ganzen Rebe zu können. In diesem Sinne waren die Finanzminister Vertrauensmann der russischen Polizei in die Batsche ausgesprochen, als er noch fein Freiheitsmörder war. Diese ftets bemüht, Sand in die Augen der Menge zu ftreuen, und so wuchs die öffentliche Schuld beständig: gebracht worden sind. Herr Ungern- Sternberg, dessen Aus- Worte lauten: Die Gewalt hat niemals lange triumphirt! In man berechnet, daß es allein in Frankreich mehr als drei lieferung die russische Regierung natürlich verweigerte, hat Italien hat die Bevölkerung den Gewaltthaten immer WiderMilliarden Franks in russischen Staatspapieren giebt. Was inzwischen einen anderen Wirkungskreis angewiesen bestand geleistet und hat sie immer schließlich zu besiegen gewußt. ( Stürmischer Beifall!) Wunder, daß die Freundschaft Frankreichs erschüttert zu sein be- kommen. Der Redner begann nun ein Bild aufzurollen von den ginnt und daß die Kapitalisten denken, man müsse aufhören, Das preußische Dreiklassenwahl Gesetz ist sogar Thaten Crispi's während des letzten Jahres feit Uebernahme man habe der russischen Anleihen übergenug. Frankreich erwartet viel von seinem Freunde, dem Zaren, aber es scheint den belgischen Dunkelmännern zu elend". Es war der Regierung vor 111/2 Monaten. Er begann mit der Finanznicht zu bemerken, daß der Koloß des Nordens immer friedlicher von ihnen für die Gemeindewahlen in Aussicht ge- lage des Landes. Er schilderte, wie das furchtbare Defizit, das wird." Alexander III. sei ganz unschuldig daran, daß sich jetzt nommen. Die Proteste, selbst aus Regierungstreisen, waren sein Vorgänger hinterlassen, die nothwendige Folge der Crispialle Welt um die Gunst Rußlands bewerbe. Der deutsch aber so kräftig und so zahlreich, daß das Ministerium sich nischen Politik während seiner Herrschaft am Staatsruder in den Jahren 1887 bis 1890 war, wie durch Crispi die Militärausgaben französische Krieg sei daran schuld, da er Frankreich gezwungen entschloffen hat, das" elendeste aller Wahlgefeße" dem bis auf 613 Millionen schwollen, wodurch das bleibende habe, sich in die Arme Rußlands zu werfen. Intelligenzstaat Preußen als Monopol zu überlassen, und Defizit gepflanzt wurde. In den drei Jahren seiner für die Gemeindewahlen in Belgien ein Wahlgefeß auf damaligen Herrschaft allein vermehrten sich die Staatsschulden gleicher Basis wie das Wahlgefez für das Parla um 90 millionen im jährlichen Budget. Eine Hauptursache an ment einzuführen. dem Finanzruin des Landes neben der ungeheuerlichen Vermehrung der Heeresausgaben war der von Crispi herbeigeführte. Bruch der Handelsverträge mit Frankreich. Redner schilderte, mit welchen Hoffnungen trop alledem bis tief in die Reihen der Linten hinein Grispi's Regierungsantritt vor einem Jahre be grüßt wurde, und wie der erste furchtbare Schlag der Enttäuschung das Parlament und die Bevölkerung traf bei der Rede des Finanzministers Sonnino. Das starre Entsetzen, welches diese Rede eines Finanzministers hervorrief, der im Ane gesicht des der Finangruins anftatt parungen dreißig Millionen erwarteten Gr. neuer Steuern in Aussicht stellte, darunter die Erhöhung der mit dem Blute des Bolles bezahlten Salzsteuer, ist noch frisch in aller Gedächtniß. Sie wissen, wie darauf Crispi sich erhob und ausrief: am Heere dürfe kein Pfennig gespart werden! Der Geschichtsschreiber wird schildern und würdigen, mit denen in der widerstrebenden Kammer einst die Abmachungen hinter den Koulissen und die Intriguen das ungeschmälerte Militärbudget, sowie die Erhöhung der Salzsteuer durchgesetzt wurden. Welch einen Erfolg hat dieser neue Aderlaß, diese fortgesetzte Aufsaugung der Kräfte des Volkes durch unfruchtbare, zehrende Aufgaben, wie sie die Großpolitik Crispi's verlangt, gehabt? Das Defizit ist, wie die Regierungsblätter selbst zugeben, um sechzig Millionen gewachsen!" Polizei Und nun beginnt der Redner Crispi's freiheitsmörderische Gewaltpolitik zu schildern, die mit der verfassungswidrigen Verhängung des Belagerungszustandes in Sizilien und Massa carara begann, mit den rohbrutalen, aller Gerechtigkeit und Menschlichkeit Hohn sprechenden Verurtheilungen zu 4100 Jahren Gefängniß, um dann überzugehen zu dem Neuausbruch des Wüthens einer unerhörten Reaktionsherrschaft seit dem Attentat Caferio's auf Carnot. Wie ist es möglich," ruft der Redner aus, daß ein Land in ruhiger Arbeit fortschreite und sich entwickele, wenn sein Leben " : Der ent werden. " Vom italienischen Panama. Eine Hand wäscht die Eine wahre Broschürenmanie ist in Württemberg feit andere; Herr Crispi behütet seine früheren Kollegen Eine wahre Broschürenmanie ist in Württemberg feit einiger Beit ausgebrochen und werden die verschiedenen württem: Giolitti und Rosano vor der Gefängnißstrafe wegen Ent bergischen Behörden in ein nicht geradezu rosiges Licht gestellt, wendung von Aftenstücken. Die Tribuna" meldet nämlich, Auf die bekannten und weitverbreiteten Broschüren des jetzt in das Gericht habe von der beabsichtigten Ausdehnung der Zürich lebenden Hauptmann Miller folgte die Broschüre eines Anklage auf Giolitti und Rosano in dem Dokumenten Bauern, der vier Jahre unschuldig im Irrenhaus eingesperrt prozeß nachträglich Abstand genommen. Dadurch wird der Ausgang des Panamaprozesses nur wurde, und als nun der Versuch gemacht wurde, diese Broschüre durch den Staatsanzeiger" zu widerlegen, erschien aus's neue noch kläglicher und der Haß gegen die korrupte Gesellschaft, von dem für„ irrfinnig" erklärten Bauern eine Broschüre, in die Italiens Geschäfte im eigenen Interesse und nicht in welcher der Staatsanzeiger" tüchtig heimgeschickt wird. Auf die sogenannte Schaber'sche Broschüre, deren stellenweise Ver- dem des Volkes führt, muß dadurch noch weiter gesteigert öffentlichung in der Tagwacht" dem Redakteur Eichhoff und Schriftsteller Agster je 2 Monate Gefängniß eintrug, folgt eine Unruhen wegen des Steuerdruckes werden aus weitere, von Genosse Eichhoff verfaßt, in welcher talien gemeldet. Folgende telegraphische Nachrichten gegen die Verurtheilung protestirt wird. Taffene Oberlandesgerichts Rath Pfizer in Ulm sah sich liegen hierüber vor: ebenfalls veranlaßt, eine zweite Broschüre herauszugeben Da die Gemeinde Camogli die Erhebung der Accise auch und den Schlußreigen bildet eine 172 Seiten starfe Broschüre auf die Ortschaft Ruta ausdehnte, demonstrirten die Bewohner des Regierungspräsidenten v. Häberlen, betitelt:" Berichtigungen Rutas gegen die Munizipalität und zerstörten 3 Bollhäuschen; zum Prozeß Hegelmaier." Der Verfasser lüftet ein wenig den 500 Personen waren an dem Tumulte betheiligt. Gegen Personen jedoch feinerlei Gewaltakt verübt. Die : Schleier und schiltert, wie, nachdem der Oberbürgermeister Degel- murde maier von Heilbronn in der Irren Heilanstalt Illenau für ſtellte die Ordnung wieder her und verhaftete 8 Personen. Die geiftig gefund erklärt wurde, von Seiten der obersten Behörden Erhebung der Accise wird nunmehr mit Hilfe der Behörden ausgeführt. ein Sündenbock gesucht wurde, auf den man die ganze Geschichte Infolge der Erhöhung der Kommunalsteuern veranstalteten abschütteln kann, und er als solcher bestimmt wurde. Dem ver in Alatri etwa 600 Bauern eine Kundgebung gegen die Gemeinde storbenen Minister v. Schmid dem früheren Zentrumsmann, behörden. Die Tumultuanten, unter denen sich viele Frauen dann Demokrat und späteren tonservativen Deutschparteiler wird in der Broschüre nichts gutes nachgesagt, sein unftetes, befanden, schleuderten Steine gegen das Gemeindehaus und vermißtrauisches, rauhes und reizbares Wesen wird im wahren Lichte legten zwei Polizisten. Durch Militär wurde die Ordnung geschildert, und der Herr Regierungspräsident wird wohl den wieder hergestellt. Minister, den Verfasser so vieler geheimer Wahl- und anderer Auch Portugal hat sein Panama. Wie man der und Athmen tagtäglich von oben her von trampfhaften Buchungen Graffe u. f. w. richtig beurtheilen können, der württem. Bol. Korr." aus Lissabon schreibt, erregt dort die Ent. Durchbrochen wird, wenn tagtäglich von oben her sprungweise die bergischen Regierung werden aber diese fortgesetzten Veröffent- hüllung einer Beste chungs- Affäre, welche sich Entwickelung gemacht oerden, ungeheuerlichsten Gewaltangriffe und Eingriffe in feine lichungen gewiß nicht sehr angenehm sein. Gewaltangriffe, die die in Retten legen und unendlichen Haß Zum Erscheinen der letztgenannten Broschüre schreibt man zu einer Art von portugiesischem" Panamino" entwickeln Geseze selbst der Frankfurter Zeitung" aus Stuttgart: Wie vorauszusehen tönnte, großes Aufsehen. Ein Bantier in Oporto, Herr und Schrecken, Empörung und Verzweiflung in Taufende von war, ist man in Regierungstreifen über das Erscheinen der Rondall, hat nämlich soeben eine Broschüre veröffentlicht, in Familien und in hunderttausende Gemüther streuen? Glaubt Broschüre Häberlen nicht gerade erfreut. Man erblickt in diefer welcher er behauptet, daß das Syndikat, welches sich seiner denn der Ausstreuer dieser Saat von Schrecken und Haß, daß Publikation des ehemaligen Regierungspräsidenten des Neckar- Zeit für die Gründung einer Docksgesellschaft in Oporto dieses unnatürlichen Wüthens der Reaktion ist es unmöglich, den die Frucht nicht aufgehen werde? Angesichts dieser Thaten, freifes eine fiarte Disziplinwidrigkeit, gegen die die vorgesetzte und für die Eisenbahnlinie Oporto- Salamanca gebildet Gedanken zurückzudrängen, daß alle diese unsinnigen Sprünge Behörde des Präsidenten von Häberlen vorzugeben beab hatte, einer politischen Persönlichkeit im Jahre 1889 80 Contos nur geschehen, um den vollständigen Mißerfolg, das Fiasto und fichtigt. Es ist, wie wir weiter erfahren, bereits eine Reis übergeben hätte, damit dieselbe in der Kammer für das den Banfrott, ja um die eigentliche Ursache hiervon, die Unfähig Aufforderung an von Häberlen ergangen, sich binnen einer bezeichnete Unternehmen eintrete. Die portugiesische Depu- feit und die Impotenz der großen, leitenden Politik, die unser vorgeschriebenen Frist verantwortlich über eine Reihe von tirtenkammer bat infolge dieser Publikation eine Kommission and regiert, vor der Welt zu mastiren, zu verhüllen, ja zu ver Puntten zu äußern. Es soll ihm vornehmlich zum Vorwurf gemacht werden, daß er Aftenstücke, die er nur amtlich mit der Aufgabe betraut, dieser Sache auf den Grund zu behlen!( Stürmischer Beifall.) Es muß laut vor dem Lande getanat habe und die ihrer Natur nach geheim zu halten feien, gehen. Außerdem hat die Regierung eine gerichtliche Unter- und vor der ganzen Welt gefagt werden: Die Art und Weise, wie au privaten Zwecken mißbräuchlich verwandte und bekannt gab, suchung der Angelegenheit angeordnet. die sog. Anarchistengefeße, die Ausnahmegesetze vom Juli d. J., von dadurch gegen die Pflicht der Amtsverschwiegenheit verstoßend, der Kammer erzwungen wurden, und die Art und Weise, wie diese Geseze benutzt und angewendet wurden, um Sozialisten, wobei als erschwerend angerechnet zu werden scheint, daß auf die Person des Königs in der Broschüre Bezug genommen ward, die ausgesprocheniten Feinde der Anarchisten, und ebenso um resp. daß tönigliche Entschließungen in Sachen Hegelmaier mit Republikaner und bürgerliche Demokraten zu treffen, ist ein Begetheilt wurden. Auch die Angriffe gegen den Minister Schmid Sind wir wirklich so weit gefommen, daß eine feierliche öffenttrug, ist eine Schande für das Land!( Stürmischer Beifall.) bilden den Gegenstand der disziplinären Würdigung, desgleichen liche Erklärung des Ministerpräsidenten, und eine ebensolche BestätiDie Kritik der Verwaltungsnovelle". gung des Justizministers, wie sie in der Sigung vom 11. Juli in der Kammer dahin abgegeben wurde, daß dieses Gesetz sich " " Die administrative Verbannung, die in Rußland nun etwas weniger willkürlich gehandthabt werden soll wie bisher, bezieht sich blos auf Landstreicher und ähnliche Personen. Für politisch Mißliebige bleibt es bei dem alten Systeme. Trotzdem frohlocken die bürgerlichen Blätter schon über die neue liberale Aera" in Rußland, so vor allem das ,, Berl. Ein Staatsoberhaupt als Steuerunterschlager. Tageblatt", das schreibt: Einer Londoner Statistik der größten englischen Erbschaften Aus erster Quelle vernimmt unser russischer Korrespondent, nicht auf die organisirte Arbeiterwelt erstrecken solle, sich als im Jahre 1891 entnimmt der" Figaro", daß darunter auch daß auf Initiative des Zaren der Plan angeregt ist, den Be eine offenkundige Lüge darstellt?( Großer Beifall.) Wie Grevy's Erbschaft figurirt; der alte Präsident hatte nicht lagerungszustand, der in Petersburg, Kronfoll sich das Blut nicht empören bei dem Gedanken, weniger als rund 42 Millionen Frs. in der englischen stadt, Mostau und in verschiedenen Gegenden des Reiches daß zur infamen Strafe des Zwangswohnfißes nicht etwa Bank angelegt. Wenn schon Präsidenten ihrem heimischen besteht oder, wie es offiziell heißt, das„ Gesetz über den ver- gemeine Verbrecher, nicht etwa ein Brigant oder Bankaufzuheben. stärkten Schuh" Diebe, sondern thatsächlich schon heute eine große Bahl ehrlicher, Staate die Erbschaftssteuer entziehen, was ist dann erst von Hinsichtlich des zu erwartenden Gnaden- Manifeftes, deffen arbeitsamer Italiener, Feinde jeder Art von Anarchie, ja beden gewöhnlichen Bürgern zu erwarten! Hauptbestimmungen schon bekannt geworden sind, tragen wir noch fanute Wohlthäter und Menschenfreunde verurtheilt worden sind, Der Fall Mirman wird der französischen Regierung nach, daß die Adels Agrarbank ihren Bins fuß herab die denjenigen, der sie verfolgt, hätten lehren können, wie man nun doch so unangenehm, daß sie unseren Genossen für uns feßen wird( um wieviel ist vom Zaren noch nicht bestimmt), daß die Familienbande in Ehren hält!( Lebhafter Beifall.) Ehrentauglich zum Militärdienste erklären ließ, so daß nun die Forderungen der Kontrollbehörden( Abzüge hafte Bürger des Landes, geachtet und geschäßt in ihren ProMirman sein Abgeordnetenmandat ungehindert ausüben u. f. w.) niedergeschlagen werden, und daß einmalig für vinzen und weit darüber hinaus, geiftvolle Schriftsteller, zu deren alle Beamten die Frist zur Erlangung von Orden, Be Vertheidigung das Volksgewiffen gegen die Wuth der Angreifer lohnungen u. s. w. von 3 Jahren auf 1/2 Jahre ver- fich empörte. Ein Ausbruch dieser Wuth der Reaktion richtet türzt wird. fich besonders gegen Mailand. Ich weiß es aus guter Quelle Hierzu meldet Wolff's Bureau vom Sonntag: und erfläre es hier öffentlich: Man hatte auf eine Straßenfaun. misinte Unser Genoffe Jules Guesde ist, nach seiner jüngsten Rede, nicht unbedenklich erkrankt. Er hat alle Versamm gaus s * Zu dem Austritt des Genossen IIIge aus der Redaktion des" Volksblatt" für Halle 2c. wird uns vom Verlage des betr. Blattes berichtigend mitgetheilt, daß zwischen Beiden keinerlei Differenzen bestehen. Wahr ist nur, daß Genosse Ilge aus tritt und Genosse Thiele- Wurzen seine Stelle einnimmt. Wir hatten die Nachricht einem sächsischen oder thüringischen Parteiblatte entnommen. * Polizeiliches, Gerichtliches, 2c. Gewerkschaftliches. " mpörung b ei en Gewaltmaßregeln gerechnet. Man hatte alles| Münchener Kindl" endgiltig zerschlagen haben, ist die Sperre begegnen suchen durch Forcirung der Kanalifirungsarbeiten und übervorbereitet, fgar schon die Tragbahren.( Bewegung.) Wie wohl über die Lokale und das Bier der betreffenden Brauerei haupt Arbeit zu schaffen, soweit als dies möglich und erforderlich wäre dene gewesen, die den lleberfall ausführten, hätte verhängt worden. Der Münchener Kindl- Saal" ist der sei. Die Arbeitslosen brauchen also noch nicht zu verzweifeln; es in Maiand ein wenig Blutvergießen gegeben wie in Sizilien. größte in München und hat die Brauerei gewiß nur man wird ihnen helfen, sofern das ihre Regfamkeit" nicht be Die ganze Rache hätte sich dann gegen Mailand kehren können, ungern auf den Besuch der Arbeiterschaft verzichtet, sie hatte einträchtigen wird. wie sie lieberfiel auf den edeln, unglücklichen De Felice. Nie aber das Militärverbot und die Entziehung der Regimentswerde ch vergessen, wie der erste Minister des Staates seinen musik zu befürchten. Wer also provozirt den Boykott? Haupangriff auf De Felice und feine Begründung des verfallingswidrig erklärten Belagerungszustandes in offener Kammer Achtung, Metall- und Holzarbeiter! Die Arbeiter der ste auf ein von ihm verlesenes Dokument, in welchem De Güstrower Waggonfabrik befinden sich seit dem 16. August im Zelice mit dem Zar von Rußland und mit den Söhnen der Ausstande. An demselben sind 130 Mann betheiligt, davon gut fizilianischen Vesper" einen hochverrätherischen Vertrag zur Los. Zweidrittel Verheirathete mit 109 Kindern. Werde fein Metallreißung Siziliens abgeschlossen hattte, ein Dokument, das der oder Holzarbeiter zum Streitbrecher und falle den für ihr gutes erste Minister, der Staatsmann Crispi mit dem gewohnten Recht fämpfenden Kollegen in den Rücken; unterstütze jeder zielFaustschlag als ein vollbekräftigtes( firmatissimo!) er bewußte Arbeiter nach Kräften die Ausständigen, nur dann ist tlärte, und das sich gleich darauf zum Schamerröthen nicht der Sieg sicher. Briefe und sonstige Sendungen find an H. nur aller ehrlichen und anständigen Menschen, sondern Grapentin, Güstrow, Gasthof Stadt Schwerin", zu allen Menschen, die fünf Sinne besitzen, als eine gemeine lächer- Die Verhaftung des Bergarbeiters Rössel, der richten. liche Fälschung herausstellte, ein Rachebrief eines verschmähten in der Beleidigungs- Klagesache gegen den früheren Redakteur Der Streit der Schiffszimmerer in Boizenburg ist nach Liebhabers, eines niederen Polizeibeamten, der ein seinen Lüften der Bergarbeiter- Zeitung", A. Strung, als Entlastungszeuge zwölfwöchentlicher Dauer erfolglos beendet. widerstehendes Weib verderben wollte.( Große Bewegung.) In auftrat, steht nicht in direkter Verbindung mit seinen Aussagen welchem andern Lande, so frage ich, wäre dieser ungeheure Be zur Sache selbst, seine Inhaftirung ist vielmehr auf seine be- fie seit dem letzten unglücklichen Streit nicht mehr stattgefunden, Eine große Buchdruckerversammlung in Stuttgart, wie weis für die Fähigkeit" des ersten regierenden Staatsmannes schworene, aber irrthümliche Aussage über erlittene Geldstrafen befaßte sich mit den von einer Nation von 30 000 000 Einwohnern vorübergegangen, ohne an dem früheren Arbeitsort erfolgt. Allerdings dürfte diese hervorgerufenen Beunruhigungen des Gewerbes und protestirte den Prinzipalen Deutschlands daß es ihm das Ministerportefeuille gekostet und ihn für immer falsche Aussage aus Fahrlässigkeit dem genannten R. Schaden in einer Resolution gegen die Machinationen und Kaffendem Gelächter der Mite und Nachwelt preisgegeben hätte. bringen. Heute in Italien, mit dem Schmerz eines Freiheit- und Vatergründungen der Prinzipale; ferner wurde eine 3gliedrige Kommiffion Der Barmer Bierboykott vor Gericht. gewählt, welche den Stuttgarter Prinzipalen Kenntniß von dem Landliebenden sage ich es, erwirbt man mit diesen Beweisen der In Elberfeld waren mehrere Genossen angeklagt, Willen der Gehilfen geben soll und die Leipziger Prinzipalleitung Staatskunft die Macht, die Gefängnisse des Landes vom Norden durch Verhängung des Bierboykotts groben Unfug" verübt für alle weiteren Konsequenzen verantwortlich macht, falls von bis zum Süden mit politisch Verfolgten anzufüllen, seine zu haben. Am 24. d. M. wurde vom dortigen Gericht folgendes ihnen weiter das Gewerbe beunruhigt wird. eigenen Jdeale mit Füßen zu treten und um dem Größenwahn Urtheil gefällt: Eberle wurde zu drei Wochen, Haberland zu zu fröhnen, Armuth und Elend, Jammer und Berzweiflung mit einer, Kühne zu zwei und Lingweiler zu 6 Wochen Hait, letzteres noch fernzuhalten, da die Differenzen noch nicht beigelegt find. Zuzug von Tellerdrehern nach Grohn Vegefad ist vollen Händen im Lande auszustreuen!( Großer Beifall.) das höchste zulässige Strafmaß, verurtheilt, weil sie in den VerDer Redner führte nun die Wendung Crispi's zur Gott: sammlungen gesprochen und Flugblätter verbreitet haben. Ling- Nachklänge vom Oldenburger Glasarbeiter- Streif. gläubigkeit mit schärffter Satire auf Crispi's ganzes Wirken und weiler habe die Artikel in der Freien Presse" verantwortet und Das Oldenburger Ministerium hat sich durch einen Artikel Leben vor und rief zum Schluß alle diejenigen im Lande, denen das Flugblatt„ gedruckt".(?)" Wirthschaftlicher Kampf sei zwar im Fachgenossen" beleidigt gefühlt, der gleich nach Beendigung noch eine lebendige Erinnerung an die großen Tage der Er erlaubt, aber durch die Heftigkeit", womit die Angeklagten den des Streits erschien und die Thätigkeit der Polizei fritifirte. Es hebung gegen Tyrannei nnd Bedrückung, denen noch ein Frei- Kampf geführt, hätten sie das Publikum beunruhigt" und die ist deshalb gegen den Verleger und verantwortlichen Redakteur heitshauch die Seele schwelle, zum Zusammenstehen auf gegen Leidenschaften aufgeregt"." Das Ganze sei eine„ Berfehmung" des Fachgenossen", Redakteur Horn in Dresden, Strafantrag brutale Gewalt. Er gebrauchte zum Schluß das schöne poetische gewesen. Stürmer wurde freigesprochen, weil er nur die Ver- gestellt. Bild( Cavallotti ist ein geschäßter Dichter satirischer Dramer), fammlungen geleitet habe. daß das Todesbanner der gottgläubigen Reaktion, daß dem Lande Italien in seiner ganzen Geschichte schon so viel Blut und Thränen gekostet habe, fich endlich verwandeln möge in ein Schweißtuch der italienischen Geduld. Die Rede wurde von den etwa 240 Anwesenden mit Grregung und Begeisterung angehört. Auch die radikalen Zeitungen bringen nur Bruchstücke; sie soll im Wortlaut gedruckt erscheinen und wird für immer ein vernichtendes Denkmal der crispinischen Schandwirthschaft sein. Parteinachrichten. " " 1 Die Tabakarbeiter Luxemburgs sind, da der Fabrikant - Der Redakteur der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter bei der angekündigten Lohnreduktion beharrte, am Montag, den Beitung" Genosse Hünninghaus in Gelsenkirchen 19. d. M., in den Streik eingetreten. Sie wenden sich in einem war am 25. Mai d. J. vom Essener Landgericht wegen Be Aufruf an ihre deutschen Kollegen um materielle Unterstützung, leidigung der Bergbeamten und Landräthe, die im Jahre 1889 namentlich aber ersuchen sie den Zuzug strengstens fern zu halten. nach Beendigung des großen Streits eine Enquete veranstaltet hatten, zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigung am 5. November und folgende Tage in Halberstadt seine zweite Der Verband der Handschuhmacher Deutschlands hielt wurde erblickt in einem von dem Angeklagten nicht selbst ver- Generalversammlung ab. Der Verband blickt in diesem Jahre faßten und von seinem Vertheidiger als größtentheils ver auf ein 25jähriges Bestehen zurück. In den letzten drei Jahren worren" bezeichneten Artikel der genannten Zeitung vom mußten große Krisen überstanden werden. 1891 und 1892 wurden 3. Februar 1894. Hauptsächlich inkriminirt war eine Stelle, in große Streits geführt, welche zirka 100 000 m. tofteten. Trohwelcher es hieß, daß die konventionelle Lüge und Heuchelei in dem dieselben mit einer Niederlage endeten in Friedrichs empörendem Maße playgreise und daß gewisse Bergleute von hagen verließen über 120 Kollegen den Ort- ist die MitgliederVon der Agitation. Eine öffentliche Protestversammlung den Bechen als Parias behandelt würden.- In seiner Revision zahl von 2116 im Jahre 1891 auf 2417 im Jahre 1894 ge= Von der Agitation. Eine öffentliche Protestversammlung behauptete der Angeklagte, durch Ablehnung von Beweisanträgen stiegen. Die Zahl der Berufsgenossen in Deutschland beträgt gegen die geplante Tabafsteuer fand am letzten Sonntag in in seiner Vertheidigung beschränkt worden zu sein. Das Reichs 3200. Im vierten Quartal 1893 waren 15 pet. sämmtlicher VerCalw( Württemberg) statt. Tabatarbeiter Wildemann aus Stuttgart, der als Delegirter auf dem Berliner Kongreß gericht erachtete die Rüge für begründet und hob das Urtheil auf. bandsmitglieder arbeitslos.- Die Arbeitslosenunterſtügung vera - Genosse Schmidt, Redakteur der Frankfurter Bolts schlang große Summen. Die Einnahmen im Jahre 1898 beliefen war, schilderte die schädliche und vernichtende Wirkung dieser stimme", war von einer Wirthin angeklagt wegen Beleidigung. fich auf über 44 000 M. An Arbeitslosenunterstützung wurden Steuer. Die Versammlung nahm eine Resolution an, die sich Es war von ihr in der Volksstimme" gesagt worden, daß sie in demselben Jahre 30 000 m., an Reise- Unterstüßung 3700 M., entschieden gegen jede Mehrbelastung des Tabats aussprach. sich habe erhängen wollen, ein im Hause wohnender Arbeiter habe an Streifende und Gemaßregelte 2200 M. ausgegeben. In dem Ueber das gleiche Thema sprach der Reichstags- Abgeordnete ne vom Strick losgeschnitten. Die Nachricht war falsch. In der Beitraum vom Oktober bis Ende Dezember 1893 wurden allein Förster in mehreren Städten Mecklenburgs, so in Borinstanz war Schmidt zu 100 m. Geldstrafe verurtheilt wor: 20 000 m. für Arbeitslose bezahlt. Die Mitglieder, welche in Schwerin und Güstrow. In Mülheim referirte der den. Rechtsanwalt Dr. Neukirch als Vertheidiger rechtfertigt die dieser Zeit in Arbeit standen, haben 4 pct. ihres Berdienstes Genosse Meist vor einer start besuchten Versammlung über: Berujung damit, daß weder die Person der Klägerin hier ge- für die Arbeitslosen geopfert, indem sie von der Ansicht ausDie wirthschaftlichen und politischen Kämpfe der Arbeiterklasse". meint, noch daß sie beleidigt sei. Der Selbstmord sei an sich gingen, daß dadurch, indem den Arbeitslosen Subfiftenzmittel zur feine Schande, und es seien dem irrthümlich hier gemeldeten Verfügung standen, diese nicht zum Lohndrücker würden. Im Bei den Stadverordnetenwahlen in Gräsrath fiegte alle teine verächtlichen Motive untergelegt. Die Straftammer weiteren beschloß die Generalversammlung, sich dem Industriein der dritten Abtheilung die sozialdemokratische Liste. wies die Berufung ab. verband nicht anzuschließen. Dagegen soll eine Kommission er Die Frankfurter Parteigenossen haben be Die Beschwerde des Münchner Sattlervereins wägen, ob und inwieweit ein gemeinsames Organ für die Bera schlossen, bei den demnächst stattfindenden Stichwahlen zu den sowohl, als die des Metallarbeiterverbandes gegen bände der Lederarbeiter und der Handschuhmacher von Vortheil Stadtverordneten- Bersammlungen, bei denen nur bürgerliche Die von der Polizeidirektion gegen sie ausgesprochene Politisch fei. Die Beiträge an die Generaltommission der Gewerkschaften Parteien, Demokraten, Nationalliberale und Zentrumsmänner erklärung ist abgewiesen worden. Deutschlands sollen in Zukunft nicht mehr geleistet werden. in Betracht kommen, strengste Stimmenenthaltung Bei dem Vertrauensmann des Zentralverbandes der Dieser Befchluß wurde mit 12 gegen 8 Stimmen gefaßt. Vom zu üben. Maurer in GI au chau ist vorige Woche wieder einmal gehaus 1. Januar 1895 ab sollen auch weibliche Mitglieder gegen einen sucht worden. Beschlagnahmt wurde alles dem Verbande gehörige wöchentlichen Beitrag von 5 Bf. aufgenommen werden. material. * ,, nicht angemeldet" sei. " Der Brotboykott, den die Arbeiter Wiens über die Ein allgemeiner Bäckerstreik ist in Amsterdam am Sonntag ausgebrochen. Der Mangel an Brot macht sich in der ganzen Stadt fühlbar. Die Arbeiter verhindern den Verkauf von Brot und halten die Wagen an, von denen sie annehmen, daß diefelben Brot enthalten. Einige Bäckereibefizer verkaufen Brot, welches sie unter dem Schuße der Polizei selbst gebacken haben, die meisten Bäckereien sind aber geschlossen. Ein braver Parteigenosse hat die Augen geschlossen, Julius Bremer in Magdeburg weilt nicht mehr unter den - Sächsisches aus der freien Hansastadt" Lebenden. Bremer war 1828 geboren; in seiner Jugend Hamburg. Aufgelöst im Namen des Gesetzes" wurde Brotfabrik von Gebr. Mend I verhängt haben, dauert fort hat er das Böttcher- Handwerk erlernt und hat er als eine Metallarbeiter- Bersammlung in Hamburg, weil ein Redner und soll so lange aufrecht erhalten werden, bis die Differenzen Reihe von Städten gearbeitet. Mit regem Sinne für das öffent 3 einem Punkte sprach, der nach Meinung des Ueberwachenden mit den ausgesperrten Bäckern geschlichtet und alle wieder einEine Versammlung des Verbandes der gestellt sind. liche Leben ausgerüstet, hat Bremer sich hervorragend an den Schneider wurde mündlich verboten, weil die angemeldete TagesBildungsbestrebungen der Fortschrittspartei betheiligt, um dann später, als Ferd. Lassalle seinen zündenden Sammelruf an die ordnung der Polizei nicht zusagte. Es handelte sich darum, den deutsche Arbeiterschaft erlassen hatte, sich dem Allgemeinen Zweck des Verbandes zu erläutern. -In Parchim( Mecklenburg) sollte eine öffentliche Gedeutschen Arbeiterverein anzuschließen. Der Verstorbene zählt werkschafts- Bersammlung stattfinden, in welcher Reichstags- Abalso mit zu den ältesten und bis in die letzte Beit seines Lebens geordneter Förster Hamburg referiren sollte. Die Versamm thätigsten Parteigenossen. Bereits im Jahre 1869 finden wir lung wurde von der Polizei verboten mit der Motivirung, daß Bremer unter den Delegirten der Generalversammlung des All- die Politik erfahrungsgemäß nicht unberührt bleiben würde Es Der Streit in Rive de Giers( Frankreich) dauert fort. gemeinen Deutschen Arbeitervereins, welche im April d. J. in ist erstaunlich, wie das mecklenburgische Vereins- und Versamm Wir werden gebeten, die deutschen Glasmacher nochmals Barmen tagte. Im Herbste desselben Jahres stand ſein Name lungsgesetz einzelnen Behörden den Verstand schärft; sie wissen, besonders zu warnen. Die Firma Richarme- Dériard giebt sich unter den Einberufern des Eisenacher Kongresses, auf welchem bevor sie noch etwas gesehen oder gehört haben, daß die Arbeiter jetzt alle erdenkliche Mühe, um aus Deutschland Streitbrecher die sozialdemokratische Arbeiterpartei Eisenacher Richtung ins sich in ihren Versammlungen mit" Politit" befassen, und finte- heranzuziehen. Die organisirten französischen Genossen halten Leben gerufen wurde. malen diese für die mecklenburgischen Arbeiter eine verbotene tapfer aus, und nur wenige schwarze Schaafe" haben sich geUnermüdlich für die Sache des Proletariats thätig, war Frucht ist, so hat man es in der Hand, auch dem§ 152 der Gefunden darunter allerdings zu unserem Bedauern auch einige Bremer später als Delegirter auf dem Parteitage in Dresden werbe- Ordnung, also dem Reichsgesetz, mit einer Landesverordnung Deutsche. Kein ehrlicher Arbeiter wird dem Lockruf folgen. ( 1871) und als, nach Aufhebung des Schandgesetzes vom 21. Of DE tober 1878, unsere Partei zum ersten Male, seit 12 Jahren, ihren ein Schnippchen zu schlagen. Parteitag wieder auf deutschem Boden abhalten fonnte, fand sich Julius Bremer als einer der Veteranen der Partei, auf dem Parteitag in Halle ein. Während der Dauer des Schandgesetzes war Bremer auch das Opfer eines der berüchtigten Geheimbundsprozesse geworden. juri Soziale Lebericht. Zum Streik der Weber und Spinner in Malaga ( Spanien) schreibt man uns von dort: In Malaga plant man eine Massendemonstration, um von den Behörden und der herrschenden Klasse ,, Brot und Arbeit" zu fordern; man hat diesen Beschluß gefaßt angesichts der großen gegenwärtig herrschenden Noth und weil teine Wahrscheinlichkeit vorhanden ist, daß der Streit beigelegt wird. Die Verhaftungen vom Sonntag erschweren die Verhandlungen ganz besonders, so daß beide Theile glauben, daß keine Aussicht auf Einigung vorhanden ist. Depeschen. Die Wahlbetheiligung der Satten ist, so lange nicht die unzufriedenen Elemente" mit auf den Plan treten, stets nur eine geringe. In Aschersleben betheiligten fich bei der letzten Auf die Denunziation eines Polizeispiels hin wurde Stadtverordnetenwahl von 2766 Wahlberechtigten nur 482. Bremer nebst einer Anzahl Magdeburger Genoffen 1887, wenige Im Zwickauer Bergrevier waren im Jahre 1893 19 Werke Wochen vor dem Reichstagswahl- Termin, in Untersuchungshaft mit 47 Schächten im Betriebe. Diese hatten 17352 m Gesammt genommen und dann später zu einer mehrmonatlichen Gefängniß- teufe. Die Belegschaft betrug 10 479, die Zahl der Beamten 352, strafe verurtheilt. der Gesammtwerth der ausgebrachten Produkte 22 331 313 M., Auch sonst hat Bremer des öfteren für seine agitatorische die Ueberschußvertheilung bei 6 Attiengesellschaften 2068 800 M. Thätigkeit, besonders auch als Redakteur der Magdeburger ( Depeschen- Bureau Herold.) Der Beginn des Unterrichts in den Boltsschulen " Freien Breffe" mit dem Gefängniß Bekanntschaft gemacht. Von Amsterdam, 26. November. Der allgemeine Bäderausstand einer Haftstrafe von 4 Wochen, welche Bremer aus Anlaß des von Mülheim a. Rh. ist auf Anordnung der Regierung wird von den Sozialisten zu eifriger Propaganda benut. Die auf Morgens 81/2 Uhr festgesetzt und endet um 12 Uhr. Die Magdeburger Bierboykotts zuerkannt erhielt, hat den Verstorbenen 3. und 4. Unterrichtsstunde am Vormittag beträgt nicht mehr Ruhe ist bisher nicht gestört worden. Man befürchtet öffentliche der Tod erlöst. eine volle Stunde, sondern nur 3/4 Stunden. Der Nachmittags mangel. Die Bäckereibesizer backen das Brot selbst unter polizeiDemonstrationen. In der ganzen Stadt herrscht fühlbarer BrotAlle diese Chikanen fonnten unseren braven Ge: nossen indeß nicht irre machen an dem einmal für Recht Erkannten. Trotzdem, Daß mittlerweile die Auch ein Stück soziale Frage! Auf ein fleines Inserat, licher Aufsicht. Das Militär soll für die Versorgung herangezogen werden. Laft der Jahre schwer auf auf ihn brückte und seine durch welches für ein neugeborenes Kind eine Kost- und Pflege- Brüffel, 26. November. Ein früherer russischer Offizier, der Haare bleichte, stellte er sich den Genossen in Magdeburg- Buckau stelle gesucht wurde, gingen in der Expedition des übecker in seiner Heimath wegen politischer Verbrechen zum Tode ver21 Offerten ein. Meistens urtheilt worden war, stellte sich selbst der hiesigen Polizei und doch noch als Kandidat für die Stadtverordneten Wahlen zur Volksboten" an einem Tage Verfügung, wobei er auch gewählt wurde. Ebenso kandidirte er bemerkten die Frauen bei Einreichung der Offerten: Mein wurde, seinem Wunsche entsprechend, nach England gebracht. noch 1890 im Bernburger Reichstags: Wahlkreis. Jezt hat Mann hat keine Arbeit, deshalb wollte ich das Toulouse, 26. November. Vor dem Assisenhofe des Departes Bremer die Augen geschlossen für immer, sein Andenken wird kind in kost nehmen!" Die Arbeitslosigkeit des Mannes ments Haute- Garonne beginnen heute die Verhandlungen im aber fortleben nicht nur unter den Genossen Magdeburgs und ist in den meisten Fällen der Grund, weshalb ein solches Kind Wahlfälschungsprozeß. Da im ganzen 450 Personen als Zeugen der Provinz Sachsen, in deren Reihen er länger wie ein in Kost genommen wird. Wen soll man da mehr bedauern, diese vorgeladen sind und die Jury ca. 600 Fragen zu stellen hat, Menschenalter gekämpft hat, sondern in der Gesammtpartei, wo Leute oder das Kind? werden die Prozeßverhandlungen mindestens acht Sigungen beman den erprobten und allzeit getreuen Rämpfer schäßen und anspruchen. Sechs der Angeklagten haben sich auch wegen lieben gelernt hatte. Schriftfälschung zu verantworten. Die Vertheidiger werden wahrscheinlich Bertagung des Prozesses beantragen, um weitere Untersuchungen zu ermöglichen. 0 Unterricht ist unverändert. Bürgermeisterliche Sozialpolitik. Die Entlassung von 500 Arbeitern auf dem Stahlwerk Hoesch Dort mund hatte einen Stadtverordneten veranlaßt, in der Stadtverordneten- Sigung an den Bürgermeister die Anfrage zu richten, ob die Stadt Borsorge getroffen habe, um bei eventueller größerer Loudon, 26. November. Giner Privatdepesche zufolge sind Arbeitslosigkeit den Arbeitsuchenden Beschäftigung geben zu die Verluste der Japaner bei der Einnahme von Port Arthur Der Herr Oberbürgermeister erwiderte, daß man die 250 Todte und Verwundete gewesen. Die Chinesen haben Frage das Recht auf Arbeit" etwas vorsichtig behandeln müsse, 1100 Todte zu verzeichnen. Die Japaner erbeuteten 50 Ranonen Boykott in München. Nachdem sich die Verhandlungen um die Regsamteit des Einzelnen aufrecht zu erhalten. Sollte und große Mengen von Kriegsmaterial; 10 000 Chinesen wurden der Münchener Parteigenossen mit der Attienbrauerei ein Nothstand thatsächlich eintreten, so würde man demselben zu gefangen genommen. Parteipreffe. In einer Parteiversammlung in Halber stadt wurde beschlossen, für Halberstadt und Umgegend ein besonderes Parteiblatt heraus zu geben. Die SonntagsBeitung" soll troßdem für den Kreis weiter erscheinen. tönnen. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. pierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 276. Rommunales. -Dienstag, den 27. November 1894. die 11. Jahrg. der zehn egyptischen Plagen hat die grundgütige Mutter Natur Angebot von solchen gegenübersteht, so daß", wie der Magiftrat noch niemals in so zweifelhaftem Licht dagestanden, als in den wetter sagt, auswärtige Arbeiter nicht dringend genug vor dem Der zur Vorberathung für die Neuregelung der Kommunal Geschäftsberichten, welche jetzt, zur Jahreswende, von den ver- planlosen Zuzuge nach hier gewarnt werden können". steuern von der Stadtverordneten- Versammlung eingesetzte Aus- schiedenen Attien- Brauerei- Gesellschaften herausgegeben werden. Unseren Lesern brauchen wir nicht erst auseinander zu setzen, schuß hat sich in seiner heutigen Sitzung mit der Berathung der Da wird im Publikum des Langen und Breiten über den daß die Arbeiter von auswärts nicht zu ihrem Vergnügen den Du lieber Himmel, Zug in die Weltstadt machen. Gar oft haben wir dargelegt, daß noch nicht erledigten Magistratsvorschläge beschäftigt. Gegenüber Bontott raisonnirt Was, Boykott! der Magistratsvorlage, welche eine Bauplatzsteuer vorschlägt, die was ist es mit dem Boykott? Ihr glaubt doch nicht gar, es die Noth ist, die den kleinen Mann vom Lande den schweren, ein halb Prozent von derjenigen Wertherhöhung beträgt, welche aß der uns Ringbrauern viel zu Leide gethan hat? Der verzweiflungsvollen Schritt wagen läßt. die Liegenschaft( Bauplatz) durch eine nach dem Gesetz vom Bontott! Pah! Ter spielt eine ganz harmlose Rolle im Ver- Aber der Bürgersmann steht, falls er nicht gerade Bedarf 2. Juli 1875 erfolgte Festsetzung von Baufluchtlinien erhalten gleich zu dem schlechten Wetter des legten an Streifbrechern hat, durchweg auf Seiten des Magistrats und hat, wurden im Ausschuß Anträge gestellt, welche auch die steuer- So inmers, das uns unsere Dividenden und Tantiemen ge- schilt weidlich auf das fremde Gesindel, das in Berlin der Armenliche Heranziehung derjenigen unbebauten Grundstücke bezwecken, schmälert, unseren Bierabsatz verringert, uns die leidigen Saal- verwaltung zur Last fällt. Da kontrastirt nun aber das Bemühen des Stadtoberhauptes die zwar innerhalb des Weichbildes der Stadt, aber nicht an verweigerer an den Hals geworfen, ja am Ende gar uns zu der Straßen oder bereits festgestellten Baufluchtlinien liegen. infamen Doppeldezimirung vom 16. Mai getrieben hat. Der wesentlich mit dem Gebahren, das z. B. von den großen Gefinde Diese Anträge wurden nach eingehender Diskussion, nament- Boykott! Vom Boykott redet man so der Mode vermiethungs- Geschäften beliebt wird. Diese Vermiethungsbureaus lich aus hygienischen Gründen, aus denen die Freilassung von wegen; eigentliche Grundursache unferes leidigen find es, die durch auffallende Inserate namentlich in Provinzialund das schlechte Zeitungen Stellen ausbieten dadurch die landwirthGärten u. s. w. durch Steuern nicht beeinträchtigt oder erschwert Ringbierweh's ist, wir sagen es abermals, werden sollten, abgelehnt, dagegen ein Antrag des Stadtv. Wetter. Wer es nicht glaubt: in den von uns, den Ring: schaftlichen Arbeiter zu vielen Hunderten veranlassen, nach Berlin zu Singer angenommen, wonach von den an Baufluchtlinien brauern herausgegebenen Geschäftsberichten steht es schwarz auf tommen. Ja noch mehr, die Vermiethungsgeschäfte erfreuen sich liegenden unbebauten Grundstücken alljährlich ein Prozent weiß für jedermann zu lesen. zum Theil besonderer Vergünstigungen seitens des Polizeialso das Doppelte wie der Magistrat vorschlägt von dem durch Da muß es denn schon wahr sein. Und auch wir Sozial- präsidiums, und es wird sogar berichtet, daß den zur Entlassung die Baufluchtlinie entstandenen Werthzuwachs erhoben werden demokraten glauben schließlich, was das Wetterbureau der Ring- tommenden Reservisten durch sogenannte Miethszettel eines soll. In der nunmehr folgenden zweiten Berathung entspann brauer ein Dugend Mal hintereinander mit immer lebendigerem Bureaus das Verbleiben in Berlin erleichtert worden ist. Und sich über die Kanalisations abgabe, Erhöhung des Schulgeldes an Eifer verkündet hat. Nur einen Zwiespalt der Natur laffen das geschieht im Herbst, wo es mit der Beschäftigung für einden höheren Lehranstalten, sowie über die Erhebung der zweiten die Meteorologen vom Schultheiß und vom Pazzenhofer offen. heimische Arbeiter schon schlimm genug aussieht! Einkommensteuerstufe( 660-900 m. Einkommen) eine längere bie Ringbiersuppe versalzen hat, den Weißbier Aktionären, hierher gelodten Arbeitern wird. Wie kommt es, daß dasselbe Wetter, das ihnen so unangenehm Man weiß, was aus den durch gewiffenlose Anpreisungen Die ihnen quasi Diskussion, die zu folgenden, der Stadtverordneten- Bersammlung wie allen übrigen nicht boykottirten Brauereien so aus gebotene Beschäftigung ist meistens derart, daß sie vom zur Annahme zu empfehlenden Beschlüssen führte: 1. Die Miethssteuer wird aufgehoben. Mit allen fünfzehn gezeichnet bekommen ist? Wie tommt es, daß der Himmel der einheimischen Regen unter die fremde Traufe tommen; der ArStimmen beschlossen. Ringfreien im letzten Sommer durch keine einzige Wolfe getrübt beiter, der sich nun einmal hat hierher locken lassen, denkt im und der neue 2. Die Kanalisationsabgabe der Hausbesitzer wird auf war, daß deren Absatz allem vorgeblichen schlechten Wetter zum großen Berlin schon etwas besseres zu finden 2 pCt.( jezt 1 pt.) des Nutzungswerthes der Grundstücke er- Troß rapide in die Höhe ging? Diesen Zwiespalt der Natur Rekrut für das große Heer der Arbeitslosen ist fertig. höht. Mit 9 gegen 6 Stimmen beschlossen. mag der moderne Derindur und Ringbier- Agent, der wegen seiner Natürlich sind es nicht die Vermiethungsbureaus allein, 3. Die Betriebs( Schänk) steuer wird in dem jetzigen Betrage Ehrabschneidereien von unserem Genossen Singer doppelt und welche vom Lande und aus kleinen Städten Arbeitskräfte hierher weiter erhoben. Mit allen Stimmen beschlossen. dreifach geohrfeigte Krenzzeitungs- Hammerstein sich in dem einen locken. Infame Unternehmer, denen der Hungerlohn, den sie 4. Die Gewerbesteuer sowie die Gemeinde- Grundsteuer werden Fall des Münchener Brauhauses auf seine Weise zurechtlegen; ihren Arbeitern zahlen, noch nicht tief genug herunter ist, und die fich im übrigen natürlich in gleichen Prozentsätzen von dem staatlich veranlagten Normal- aber generalisiren läßt sich derartiges doch nicht gut, sintemalen gedrückt soll erhoben. Die Höhe des Sages vermuthlich 135-145 pet. die Weißbier- Brauereien durch nichts weniger als durch besondere als treueste Staatsstüßen und großmächtige Schreier im Kampf wird alljährlich bei der Etatsberathung je nach Bedarf fest- Liebe zur Sezialdemokratie bekannt sind. Es bleibt daher wohl gegen den Umsturz aufspielen, erlaffen gleichfalls mit der Ge gefeßt. Mit 11 gegen 4 Stimmen beschlossen. nichts übrig, als die Annahme, daß der moderne Christopheros, wissenlosigkeit afrikanischer Sklavenhändler auffallende Arbeiter5. Das Schulgeld an den höheren Lehranstalten wird von der den Gott der neuen Zeit über die brausenden Gewässer trägt, gesuche in den Provinzialzeitungen, um die einheimischen Ar100 M. auf 130 M. erhöht, mit 8 gegen 7 Stimmen beschlossen. Der Arbeiter, neben vielen anderen für den Philister erstaun- beitskräfte immer und immer noch ein Stückchen ärger fnuten 6. Die Bauplatz- Steuer wird jährlich mit 1 pet. von dem lichen Künsten auch schon das Wettermachen gelernt hat. Und zu können. Will der Magistrat hiesiger töniglicher Haupt- und durch Anlegung von Baufluchtlinien erstandenen Werthzuwachs da es feineswegs in der Art des neuen Wunderthäters liegt, die Residenzstadt ein ganz besonders naheliegendes Beispiel haben, der Liegenschaften erhoben. Wit 9 gegen 6 Stimmen beschlossen. Sonne gleichmäßig über Gerechte und Ungerechte scheinen zu so möge er nur einmal einen jeden seiner liebwerthen Freunde vom 7. Bon jedem Besitzwechsel eines Grundstücks wird 1/2 pet. laffen, so giebt er, ein besserer Wetterprophet als Falb, den Brauereiring fragen, wie viele fremde Arbeiter er neuerdings in seinem von dem Kaufpreis( Umsatzsteuer) erhoben. Mit 9 Broken hiermit die Versicherung, daß das schlechte und dividenden- Betriebe eingestellt hat! gegen 6 Stimmen beschlossen. feindliche Ringbier- Wetter erst dann ein Ende haben soll, wenn die Ursachen des Boykotts in einer ihm genehmen Weise beseitigt sind. ans Es ist also klar, daß mindestens ebenso sehr als eine Wara 8. Die Hundesteuer wird in jebiger Höhe beibehalten und nung an die Arbeiter ein magistratlicher Appell an das hiesige Unternehmerthum am Platz wäre, endlich einmal mit der ge 9. Die Gemeinde- Einkommensteuer wird im Verhältniß von wissenlosen und 2 zu 3 der Gemeinde- Grund- und Gewerbesteuer erhoben. gemeinschädlichen heran. Zur Lokalliste. Die Gastwirthe Siffenich, Grüner Weg 25, loc ung auswärtiger Arbeitsträfte einzuhalten. Der zu erhebende Prozentsatz wird durch den Etat alljährlich Pietsch, Gr. Frankfurterstr. 34, und Schulz, Stalizerstr. 13, führen bestimmt. Die zweite Steuerfiufe darf nicht mehr außer Hebung ringfreies Bier. Von der Liste zu streichen ist Horst, Bierverleger, mag ihn die Erwägung geleitet haben, daß noch viel, viel weniger Wenn der Magistrat solchen Appell nicht erlassen hat, so bleiben, sondern muß eingezogen werden. Letzterer Beschluß Simeonstr. 4. Derselbe führt Ringbier. In Schöneberg als die von der Noth getriebenen fremden" Arbeiter das ein wurde mit 11 gegen 4 Stimmen gefaßt, während die Gemeinde- find folgende Gastwirthe als solche, die ringfreies Bier führen, heimische Unternehmerthum derartigen behördlichen„ Warnungen" Einkommensteuer selbst, in der nach dem Etat nothwendigen nachzutragen: Meyer, Akazien- und Belzigerstraßen- Ecke, Rheins- zugängig sein wird. Höhe, mit allen Stimmen weiter zu erheben beschlossen berg, Bahnstr. 12, Schulz, Frankenstr. 23 und Winkel, Goltzworden ist. Denn zu allem sind unsere berufenen Rämpen für Ordnung, straße 31. Diese Neuregelung der Gemeindesteuern soll am 1. April 1895 Religion und Sitte zu haben, nur nicht zu einem dem Gemein in Kraft treten. Hiermit sind die Berathungen des Ausschusses wohl zum Besten dienenden Wirken. beendet. Die vom Magiftrat vorgelegten Entwürfe der Steuerordnungen werden in einer besonderen Sigung berathen werden. Tokales. Das schlechte Wetter spielt gegenwärtig bei den Ring brauereien eine wunderbare Rolle. Seit der denkwürdigen Zei im Inseratentheil unserer Sonntagsnummer seinen Beschluß, bei Als„ Warnung" veröffentlichte der Magistrat u. a. auch Die braven Männer vom Alexanderplatz sind gegen den im Winter vorkommenden städtischen Arbeiten nur solche wärtig recht beschäftigt. Am Sonnabend Nachmittag 5 Uhr Personen zu beschäftigen, welche in Berlin ortsangehörig sind fanden bei unseren Parteigenossen Buchbinder Felix Weinberg, oder wenigstens im vergangenen Sommer hier gearbeitet haben. Chausseestraße 60, und Wilhelm Giesboit, Boyenstraße 40, Haus Unter der heutigen Misère ist dieser Beschluß wohl erklärlich. fuchungen statt, an denen sich nicht weniger als zehn Beamte An fich ist seine soziale Bedeutung ja nicht weit her, da der betheiligten. Bei Gieshoit war das Resultat Null, wogegen bei Magistrat selber konstatiren muß, daß am Ort gegenwärtig Weinberg zwei Postkarten, sechs Quittungen und ein Brief mis schon einer geringen Nachfrage nach Arbeitern ein großes Beschlag belegt wurden. Erinnerungen an Todtensonntag. worten gegenüber, noch dazu gegen meine beſſere Ueberzeugung, gungen als Muster hingestellt wäre. Da, wo der christliche Es war Todtensonntag, als mich der Zufall nöthigte, eine größere Reise zu machen. In dem sonst leeren Koupee nahm mir gegenüber ein alter Herr Platz, dessen wetterhartem, von langem weißem Bart umrahmten Gesicht man ohne Studium den Landwirth oder Forstmann ansah. Langsam richtete der weißbärtige Herr seine hellen, blauen Augen auf mich. Es leuchtete ein eigenes Feuer echter, Kluger Menschenliebe darin, wie es im allgemeinen nur die Reife des Alters verleiht. " " Es wäre mir ein Kunststück gewesen, diesen warmherzigen Elend, seiner Noth, seinem blutigen Haß und seinen Vertol eine Entgegnung zu finden. Der alte Herr wartete eine solche Staat geschildert ist, Apostelgesch. Kap. 4 und 5 heißt aber auch garnicht ab, sondern fuhr lebhaft fort: ,, Uebrigens ist das alles kein Wunder. Die Noth, das Elend führt die Herzen zusammen und knetet sie weicher wie Wachs; und Noth und Jammer müssen die Armen des neunzehnten Jahrhunderts wahrlich in Hülle und Fülle ertragen. Freilich, Kohlen sind genügend vorhanden, drinnen im Schooße der Erde, und Hände sind genug bereit, sie ans Licht zu fördern; Millionen Hände von Millionen Arbeitslosen. " es, daß niemand in der Gemeinde Noth litt, weil alle alles gemeinsam hatten; und ein Bösewicht, welcher sich an diesem Gesetz der Gemeinsamkeit versündigt, wird sogar wie sein mitschuldiges Weib mit dem Tode bestraft." Eine Weile schauten wir Beide schweigend in den froftklaren Der alte Herr hielt einen Augenblick inne und ich benutzte Morgen hinaus über winteröde Flächen, auf elende Dörfer, deren die entstehende Pause zu der naheliegenden, aber offenbar recht Hütten sich wie Küchlein im Nest unter den kahlen Kronen einiger Da fingen unsere Lyriker immer von dem stillen Glück ungeschickten Frage, ob er denn diese Ansichten auch offen ver Bäume zusammendrängten und auf die treuzbefäten Kirchhöfe, unterm Strohdach. Nun, sehen Sie sich die Strohdächer dort treten und im Leben bestätigt habe. Im nächsten Augenblick deren Gräber allüberall liebevolle Hände mit fünstlichen und einmal an und stellen Sie sich vor, wieviel Krankenzimmer darin bereute ich meine Ungeschicklichkeit. Denn das bisher sonnig lebenden Blumen zu schmücken sich mühten. sein mögen, in denen ein geliebtes Familienmitglied auf dem freundliche Gesicht nahm einen finsteren Ausdruck an und die Es ist doch merkwürdig," unterbrach ich die Stille, welch Schmerzenslager stöhnt und in denen es an Kohlen zum Stimme flang wie von Schmerzen durchzittert als er entgegnete: warmes Empfinden in dieser armseligen Bevölkerung lebt. Diese Einheizen mangelt; heute, bei dieser Kälte. Leider nein. Ich bin pensionirter Oberförster rührende Pietät den Verstorbenen gegenüber habe ich oft genug und glaubte, so lange ich im Amt war, es meiner Stellung und in unseren besseren Ständen vermißt." meiner Familie schuldig zu sein, Ansichten zu verbergen, die mir zwar das Leben und der Verkehr mit den Enterbten der Gesellschaft unwiderstehlich aufgezwungen hatte, von denen ich Aber unsere göttliche Weltordnung giebt dem Grubenbefizer mich trotz aller inneren Kämpfe ihrer unwiderleglichen Wahrheit das Recht, aus Gründen der Konjunktur, seines wirklichen wegen auch nicht losringen fonnte; für die ich aber nicht eins Bessere Stände!" entgegnete er langsam, jedes Wort oder vielmehr eingebildeten Vortheils willen, die arbeits- treten durfte, ohne mein Amt zu gefährden. Jetzt, da ich nichtsbetonend. Kann es einen besseren Stand geben, lustigen Hände zum Feiern, die armen Kranken zum Frieren mehr zu hoffen und zu fürchten habe, quält mich als den, der durch seine mühselige Arbeit der zu verurtheilen. Die Preise dürfen nicht verdorben werden, der Gedanke an diese Feigheit o, lassen Ste Gesellschaft Nahrung, Kleidung, furz, alle die Preise. mich nur nur das Ding beim rechten Namen aussprechen. zum Leben nothwendigen Güter verschafft? Unsere Landwirthe flagen über die ausländische Konkurrenz Glauben Sie mir, junger Mann, Tausenden geht es Und wundern Sie sich wirklich darüber, bei diesen Leuten ein und die Getreide Einfuhr derselben. Und dabei essen sich wie mir. Im dichtesten Kugelregen habe ich nicht gezittert; und feineres, seelisches Empfinden zu erkennen als bei den blafirten Tausende von Menschen in unseren Staaten nicht fatt, sterben den Muth der Männer, die ihre Existenz für das Bolt, für sein Zugehörigen der großen Welt?" unausgesetzt Hunderte infolge mangelnder Ernährung. Wohl wahres Wohl opfern, fonnte ich nur bewundern, ohne ihn mir tönnten wir noch viel Boden im Lande urbar machen, bei inten- anzueignen. fiverer Wirthschaft weit mehr Brotfrucht bauen, als bisher. Sie scheinen mit meinen Ansichten nicht übereinzustimmen. Aber wozu das, fragen die Gelehrten der Volkswirthschaft? Wenn sie einst auch in Ihnen mächtig werden sollen und ich Die Preise würden ja dann noch mehr sinken, die Preise. zweifle bei der Macht ihrer inneren Wahrheit nicht daran, daß es Nicht um den Hunger der Massen zu stillen wächst nach geschehen wird so hüten Sie sich, dieselben öffentlich zu ver unserer Weltordnung das Getreide; nicht um den Armen zur leugnen. Gewiß ist es schwer, die vielfachen Nachtheile zu erFeuerung zu dienen ruht der schwarze Edelstein in der Erde Der alte Herr schüttelte bedächtig den Kopf. tragen, die dem sogenannten Umstürzler" überall bereitet Der Zufall, der den Beruf eines Menschen ihr Zweck ist nach unseren Einrichtungen nur der, dem werden. Aber wenn Sie auf das Wort eines alten Mannes bestimmt, vermag sein innerstes Herz, seinen Eigenthümer zu nüßen, hohe Preise zu haben. etwas geben, so seien Sie überzeugt, daß es noch viel tausend geistigen Kern nicht zu wandeln. Wie viele mag's Erfüllen sie diese Aufgabe nicht genügend, so darf auch mal schwerer ist, auf ein ganzes Leben zurückzublicken, unter den Armen dort geben, die alle für einen höheren Beruf keine Arbeit für sie verwandt werden und sollte die Welt darüber ein ganzes Leben hinter sich zu wissen, das in seinem nöthigen Gaben besigen, nur daß dieselben nicht ausgebildet sind? zu Grunde gehn. innersten Wesen nichts ist, als eine fortgesette Würde das aber heute geschehen, so würden sie ihre Eltern Wahrlich, eine spätere Zeit wird diesen grausamen Wider- Heuchelei und eine lange Kette von Lügen." und Geschwister doch nicht zärtlicher lieben, und ihre Todten finn nicht zu fassen vermögen; jene Armen aber dort auf dem Der Zug hielt. Ich hatte nicht mehr Zeit, dem alten d'rum doch nicht tiefer betrauern." Kirchhof sollten lieber die Wohnstätten ihres eigenen Leids, als Herrn zu sagen, daß ich ihm aus vollem Herzen beiftimme und Je nun," versetzte ich, erstaunt, so freie Ansichten bei einem Manne von solchem Aeußeren zu finden, und, auf weiteres begierig, meine wahre Meinung verbergend, man sollte meinen, daß der Künstler, der Gelehrte zarter befaitet, geistigen Regungen leichter zugänglich ist, als der Handarbeiter mit der schwieligen Faust." : aum Sehen Sie", fuhr er nach einer kurzen Pause fort, ich die Gräber der Verstorbenen mit den Blumen der Trauer seine Ansichten oft genug vertreten hatte. Gilig, mit kurzem bin fogar vom Gegentheil überzeugt; unter unseren Verhältnissen schmücken. Die Todten frieren wenigstens nicht mehr und hungern Gruß stieg er aus. Er wollte sich offenbar die Bewegung, die verhärtet der Reichthum die Seele. Fragen Sie doch nur den nicht und brauchen nicht mehr mit anzusehen, daß ihre ihn übermannt hatte, nicht weiter anmerken lassen. Bettler, wer ihn verhältnißmäßig am meisten und wer ihn Schwestern und Bräute zum gnädigen Herrn" in den Dienst Auf seinen Platz setzte sich eine bleiche, schwarze gekleidete Frau mit zwei tränklichen Kindern. Alle drei ficher am zartfühlendsten bedentt; die Arbeitersfrau, der gehen. Man vertröstet die Armen am Todtensonntag überall auf trugen ärmliche Kränze. Sie fuhren offenbar Handarbeiter, der es als eine Art Menschenpflicht empfindet, mit dem nothleidenden Menschenbruder sein Scherflein zu theilen, den Himmel. Aber man scheint felbst nicht recht nächsten Kirchdorf, zum Grabe des verstorbenen Baters und während der Prog selten umhin tann, sein Almosen mit einer an die ewige Vergeltung zu glauben, sonst Gatten. Ein ganzes Leben voll Jammer und Noth, ein ganzer Strafpredigt und einer Klage über die Belästigung durch das müßte man sich doch hüten, die hungernden Massen immer blos Roman vom Proletarierelend war durch die dürftigen Er Bettelpack" zu begleiten. In Arbeiterfamilien bildet es die mit schönen Worten abzuspeisen und so die angedrohten scheinungen illustrirt. Regel, daß der träftige Sohn die Stüße der alternden, franken Strafen der Verdammniß auf das eigene Haupt herauf- Mir aber lag der Alte im Sinn und immer wieder glaubte ich aus dem Rasseln der Räder feine Stimme zu hören, die wehAngehörigen ist, während in besseren Kreisen" nur allzu häufig das zubefchwören. gebildete" und" studirte" Söhnchen den Ruin der Seinen herbei- Man predigt heute auch allüberall vom Christenthum und müthige, furchtbare Anklage: führt. Sind Sie da im Zweifel, wo das feinere Empfinden", der göttlichen Weltordnung. Aber ich tenne feine einzige Stelle Mein ganzes Leben eine fortgesette Heuchelei, eine lange J. H. bas edlere Herz stzt?" der Schrift, in der ein Staat, wie der unsere, mit all' seinem Kette von Lügen. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Schmidt zu einer Geldstrafe von 100 M., sprach dagegen den Angeklagten Lück frei, da nicht erwiesen sei, daß er wider besseres Wissen gehandelt habe. Der Buchdruckereibefizer Schrinner ist, über dessen In- legungen und vernehmungsunfähig wurde er nach der Charitee| Polizei durch die Verhandlung rehabilitirt sei; denn haftirung wir berichtet haben, am Sonnabend in später Stunde gebracht. schon die eine Thatsache- daß mit Wissen des Herrn Amtsdem Untersuchungsrichter vorgeführt und dann auf seinen Antrag aus der Haft entlassen worden. Genosse Ernst, einer der am straße 2, ersucht uns mitzutheilen, daß er mit dem Zigeuner Arrestanten zu heßen, der, wie es in diesem Falle bei dem Ungez Der Pferdehändler Herr Georg Petermann, Anklamer- vorstehers dem Wächter erlaubt ist, seinen Hund auf einen übrige Personal der Schrinner'schen Buchdruckerei bereits am berichtet haben, nicht identisch ist. Dienstag Berhafteten, wird noch in Haft behalten, wogegen das hauptmann, über dessen Ausweisung wir in der letzten Nummer flagten Lück geschehen, sich eines nur geringfügigen Bergehens fchuldig machte genügt, um von einer wirklich unglaublichen Dienstag, wie wir unserer am Sonntag gebrachten Notiz berichtigend hinzuzufügen haben, nach furzem Verhör entlassen Erschoffen hat sich am Sonnabend Abend der Schlächter- Polizeithat zu reden. worden ist. Bemerkt sei, daß Schrinner fast drei Tage in Haft meister Franz Gottschaar, Dennewißstr. 19. Als Ursache des behalten wurde, trotzdem er nachweisen konnte, daß er von einer Selbstmordes werden bedeutende Spielverluste angegeben. neuntägigen Abwesenheit in Hamburg erst am Donnerstag zurück der Friedrichsbrüde die Leiche eines Mannes aus der Spree ge Polizeibericht. Am 24. d. M. früh wurde in der Nähe Der 1879 gegründete Männer- Gesangverein Lorbeer- zogen und Nachmittags auf einem unbebauten Grundstücke an tranz( M. d. Arb.- Sgb.) ersucht uns, bekannt zu geben, daß er der Ecke der Salzwedeler- und Butlißstraße die bereits stark ver mit dem Verein gleichen Namens, der in der Ressource ein Ber- weste Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden. gnügen abhält, nicht identisch ist. gegen Abend in der Klosterstraße ein Kutscher auf seinen dort haltenden Wagen steigen wollte, trat er fehl, fiel vor die Räder und wurde, da die Pferde in demselben Augenblick anzogen, überfahren und schwer an beiden Beinen verlegt. gefehrt war. Gerichts- Beitung. " Ats Aus den war. Atten die Vollun Das Reichsgerichts- Urtheil in der Strafsache wider Stadthagen enthält mehrere Ausführungen, die wir hiermit betrachten wollen. Stadthagen hatte in einem Schriftfah in der Strafsache gegen Fritsche und Genossen einen Beweis an getreten. Durch diesen Beweisantritt sollte nach Ansicht des Aus der Urania" wird uns folgendes mitgetheilt: daß die Form nichts Beleidigendes enthalte, nahm aber u. a. an, daß Gerichts ein Staatsanwalt beleidigt sein. Das Gericht anerkannte, Tesla's Licht der Zukunft" hat in der Urania einen so großen Andrang hervorgerufen, daß am Sonnabend im Voraus dem Umstand, daß Stadthagen als Sozialdemokrat verkauf bereits sämmtliche Billets vergriffen waren; infolge dessen Sozialdemokraten vertheidigt hatte, die Absicht der hat Herr P. Spies auf Wunsch der Direktion sich entschlossen, Beleidigung gefolgert werden könne. Das Reichsgericht reprobirt feine Reise, die er zwecks Vorführung der Tesla'schen Versuche in seinem Urteil diese Ansicht nicht, führt vielmehr aus: es außerhalb unternimmt, um einige Tage aufzuschieben, wodurch Sicherheitsbeamten und Zivilpersonen bildete die Grund- ber Angeklagte als Sozialdemokrat Sozialdemokraten vertheidigt Ein nächtlicher Zusammenstoß zwischen Wilmersdorfer kann dahingestellt bleiben, ob in der Thatsache, daß es ermöglicht wird, den Vortrag heute, Dienstag, und morgen lage einer Anklage wegen Beleidigung durch die Presse, welche bat, ein begleitender Umstand" im Sinne des§ 193 des Abend zu wiederholen. gestern vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I gegen Straf- Gesetzbuches gefunden werden konnte". Die politische Texas Jack ist in Berlin eingezogen und hat am Sonn- den Redakteur des Vorwärts", Robert Schmidt und den Gesinnung des Angeklagten ist also ein Umstand, aus abend dem so lange verwaist geweſenen 3irtus Steinmeßgefellen Ernst& ück verhandelt wurde. Lück wollte von dem auf eine Absicht zu beleidigen geschlossen werden Schumann seine erste Vorstellung gegeben. Die Truppe des den Beamten in haarsträubender Weise mißhandelt worden sein. darf! Was bedarf es da noch eines ausdrücklich etwa dahinberühmten Ueberseers führt, soweit die beengten Räume des Er hatte seine Erlebnisse in der Redaktion des Vorwärts" mit- gehenden Ausnahme- Umsturzgesetzes: wer Sozialdemokrat oder kleinen Zirkus am Friedrich Karl User es gestatten, uns all' getheilt und diese gab in der Nummer vom 24. Dezember v. J. Arbeiter ist, ist strafbar?- An einer anderen Stelle des Urtheils die schönen Geschichten vor Augen, die unserem Ge- unter der Spigmarke: Ueber einen unglaublichen Polizeiatt" wird der dem Reichsgericht unterbreiteten Frage, ob eine wäh dächtniß aus froher und unfroher, aber immer phantasie- eine Schilderung des Vorfalls nach den Angaben des Lück. rend der Dauer des Reichstags ohne Genehmierfüllter Jugendzeit erhalten geblieben sind. Die aufregende Bunächst ist infolge des Zusammenstoßes von Polizeiwegen gegen gung des Reichstags erfolgte Strafvollstreckung Schilderung vom Conanchet, dem Indianerhäuptling und seinen Lück und einen Arbeiter Ebel vorgegangen worden, diese wurden bem Gesetz und der Verfassung( Art. 31 Abs. 1) zuwiderlaufe, Händeln mit den Blaßgesichtern bringt uns das Wirken der Prärie- wegen Widerstandes und Beleidigung zu je 30 M. Geldstrafe ausgewichen und diese Frage unentschieden gelaffen, weil sich helden wieder in die Erinnerung zurück und wer im öden, qual- verurtheilt und dies Erkenntniß in zweiter Instanz bestätigt. aus dem Protokoll nicht ergebe, daß die Hamburger Strafvoll wollen Fabrikleben noch nicht ganz unempfänglich geworden Darauf ist gegen Schmidt und Lück obige Anklage erhoben worden, streckung Gegenstand der Verhandlung in erster Instanz rift für die Auffrischung der Eindrücke aus einer nach da der Inhalt des fraglichen Artikels nicht mit der Wahrheit ergiebt fich, daß weitschweifender Bethätigung suchenden Knabenzeit, der übereinstimmen sollte. Der Angeklagte Lück behauptete, daß in dem streckung gerichtsnotorisch. Indeß, wenn das Reichsfieht wieder, wie der Trapper in den Sümpfen einfam streift Artikel der Vorfall in sehr abgeschwächtem Maßstabe geschildert gericht aus diesem formellen Grund der Entscheidung der ihm nach Biberfellen" also heißt es in Lederstrümpfen und in ähn- fei. Er habe sich in der Nacht zum 17. Dezember mit noch unterbreiteten Frage auswich, so läßt sich nicht ohne Grund lichen Gesellen. Die Männer des fernen Westen find tapfere, zahlreichen Personen im Viktoria- Garten in Deutsch- Wilmersdorf hieraus ableiten, daß der Senat, ohne in Widerspruch mit den tüchtige Kerle von robuftem und dabei geschmeidigem Körperbau; befunden. Gegen 2 Uhr habe der Wirth Feierabend geboten bekannten Reichsgerichts- Entscheidungen des dritten und vierten aus ihren Augen blißt das Feuer der Freiheit. Wie mancher deutscher und der Angeklagte mit mehreren Personen hätten der Auf- Senats in Sachen wider die Genossen Schmidt und Proletarier, der unter der Fuchtel des Kapitalismus und des Mili- forderung auch Folge geleistet. Auf der Treppe sei ihm der Kunert zu gerathen, die Rechtmäßigkeit der Hamburger tarismus schlimme Leidenszeiten durchmacht und durchgemacht hat, Gemeindediener Heinrichs begegnet, der sich in Zivil befand. Strafvollstreckung nicht anzuerkennen vermochte. Zu aag sich in feinen Ketten für Augenblicke nach gleicher freier Derselbe habe ihn mit den Worten angeredet, er solle der Bethätigung fehnen! Die fremden Gäste zeigen uns ähnlich sich beeilen, das Lokal zu verlassen. Frage, ob mit Recht die Vorlegung der Frage Der Angeklagte an wie es vor einigen Jahren Buffalo Bill's Truppe gethan, wie habe ihm erwidert, den Zeugen Landgerichtsdirektor Isenbart als wenn er fich entferne, so thue erheblich und unzulässig abgelehnt war, aus welchen Gründen die wilden Pferde eingefangen und gezähmt werden, wie der er es infolge der Aufforderung des Wirths. Der Gedas Magdeburger Gericht zu der Verhängung der unzulässigen Pfadfinder seine Wege streift und wie der Cowboy Lynch justiz meindediener sei hierüber sehr erregt geworden nach Strafe des Ehrverlusts gelangt sei, bemerkt das Reichsgericht: hält über Diebe und Banditen. Doch auch in Künsten kurzem Wortwechsel habe derfelbe ihn mit beiden Händen am allerdings sei die Frage nicht unerheblich aber unzulässig auf den den kleinen aber geschmeidigen Pferden bethätigt Salse gepackt und ihn aus dem Vorgarten gezogen. Er habe gewesen. Die Befragung des Richters über die Art und sich die Gesellschaft und ferner fehlen ihr nicht feine beiden Hände zur Abwehr ausgestreckt, da habe er aber Weise des Zustandekommens des Spruches sei wegen des die Plantagen- Neger mit ihren Nationalgefängen und schon von dem draußen stehenden Wächter wuchtige Hiebe gegen Grundsatzes der Unabhängigkeit der Richter Tänzen. Und zum Schluß wird sogar des An den Kopf erhalten. Er sei zu Boden gefunken und dann mit fählich unstatthaft" Dadurch ist zum Prinzip erhoben, siedlers Heim im fernen Westen dargestellt, das Stündlich be- einem Knüppel und der flachen Klinge des Wächters furchtbar daß bei berartigen Richter beleidigungen" der Beweis der droht ist von Indianern und anderen gefährlichen Feinden. Nicht mißhandelt worden. Man habe ihm sogar Fußtritte versetzt. Es sei wahrheit in ähnlicher Weise wie bei Majestätsbeleidigungen vergessen sei ferner der von Indianern aufgeführten Spiele und ihm gelungen, fich aufzuraffen und zu fliehen, der Wächter ausgeschlossen ist. Etwas angreifbar scheint indeß dem Reichsder männlichen Künste, in denen die Präriemädchen tüchtig und Richter habe aber seinen Hund losgemacht und denselben auf gericht felbft diese Theorie vorgekommen zu sein. Es fährt des und erfahren find. ihn gehegt. Er habe stehen bleiben müssen, weil der Hund sein halb wörtlich fort: Ob es Fälle geben tann, in denen der obige Die Direktion der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn- Ge- Gebiß in seine Wade geschlagen habe. Wiederum seien die Grundsatz Ausnahmen erleiden und ob er namentlich bei etwaigen sellschaft hat sich dem Magiftrat gegenüber bereit erklärt, über Beamten über ihn hergefallen, die Mißhandlungen feien aber untersuchungen wegen Rechtsbeugung, bei Strafprozessen Die Vereinbarung eines neuen Vertrages betreffend die Um selbst auf dem Wege zur Wache noch fortgesetzt worden. Er gegen Richter oder dergleichen höheren Intereffen der Rechtsverfolgung wandlung ihres Gesammt- Pferdebahnneges in ein elektrisches mit babe sich am nächsten Tage bei dem Amtsvorsteher über die oder Rechtsvertheidigung weichen muß, ist nicht zu entscheiden, demselben in Verhandlungen zu treten. Die Direktion der Beamten beschwert und erst als darauf nichts erfolgte, die Sache da derartige Fälle hier nicht in Frage stehen." Recht untlar Attien- Gesellschaft Berlin- Charlottenburger Straßenbahn hat sich an die Presse gegeben. Zur Ermittelung der Wahrheit waren läßt das Reichsgericht, wie denn eigentlich eine Rechtsmit den ihr vom Magistrat gestellten speziellen Bedingungen für zahlreiche Be- und Entlastungszeugen geladen worden. beugung" zur Untersuchung" gelangen fönne, wenn in dem in die Weiterführung der Linie Charlottenburg- Dorotheenstraße in ersteren, die Beamten, gaben eine ganz andere Schilde: Wahrnehmung berechtigter Interessen erhobenen Vorwurf den Straßen Am Kupfergraben" und" Am Zeughause" entlang rung Vorfalle wie der Angeklagte Lück einer Rechtsbeugung eine Beleidigung seitens des Vertheidigers bis Schloßbrücke einverstanden erklärt. und feine Entlastungszeugen. Gemeindediener Heinrichs erblickt werden, dem Vertheidiger der Beweis der Wahrheit abs Heirath nicht ausgeschlossen! In der Staatsbürger- wollte von Lück zuerst thätlich angegriffen sein und dann erst geschnitten und er wegen des unter Beweis gestellten Vorwurfs Zeitung" sucht ein äußerst intelligenter und tüchtiger Kaufmann, von seinem Stocke Gebrauch gemacht haben. Dies bestätigten bestraft werden darf.- Den Theil des Urtheils, der darlegt, Christ", einen Kapitalisten oder Sozius mit Stapital, da ihm auch der Nachtwächter Richter und der Gemeindediener Krüger. daß eine Verurtheilung des Angeklagten in zwei Fällen nicht eran einem großen antisemitischen Fabrifplage" Gelegenheit ge- Der Letztere bestritt entschieden, daß er dem am Boden liegenden folgen durfte, weil die Beleidigung in einem gesehwidrig boten sei, ein gut gebendes Manufaktur- und Konfektionsgeschäft, Lück Fußtritte versetzt habe. Die Entlastungszeugen bekundeten vom Richter geöffneten briefe des Vertheidigers an Matthies in dem er seit Jahren thätig sei, günstig zu übernehmen. Dagegen übereinstimmend, daß der Gemeindediener Heinrichs in entbalten sein sollte, hat das Reichsgericht mit der Motivirung endlich Heirath nicht ausgeschlossen!" fügt er seinem höchft rücksichtsloser und unnöthig schroffer Weise vorgegangen zu Ungunsten des Angeklagten aufgehoben:„ Durch das für erwiesen Inserat hinzu. Also wenn sich ein weiblicher Kapitalist fei. Da es auf der Straße dunkel gewesen, hätten sie die doe erachtete ordnungswidrige Verfahren des Untersuchungsrichters in der oder Sozius findet, der das gewünschte Kapital nur gegen den tigen Vorgänge nicht genau sehen können. Straffache wider Matthies wird die Verurtheilung des Angeflagten aus§ 185 oder§ 186 St.-G.-B. nicht ausgeschlossen"(!). Chering hergeben will, dann ist der strebsame Mann auch dazu bereit. Ob der nicht auch eine reiche Jüdin nehmen würde, Auf den vor länger als fünfviertel Jahren von Stadthagen wenn er fie friegen könnte? gestellten Antrag auf Bestrafung des unbefugten Brieföffners ist übrigens bis heute ein Bescheid noch nicht ergangen.- Stadts hagen ist hingegen bekanntlich aufgefordert, innerhalb drei Tagen Plößensee zu besuchen. Irgendwo sezt jemand auseinander, Gerechtigkeit und Justiz sei zweierlei. Ob der Jemand Recht hat? Ein Sittenbild. Bei den hiesigen Standesämtern ist dem Lokal Anzeiger" zufolge im November bis jetzt nicht weniger als für siebzehn Knaben der Name Aegier angemeldet worden. Möchten die armen Würmer den Bedientenseelen, die sich ihre Väter nennen, nicht nacharten! Arbeitslosigkeit und Noth haben nach einem hinterlassenen Schreiben einen noch nicht zwanzigjährigen Schlossergesellen Ernst Harmuth aus Berlin in den Tod getrieben. Die Leiche des ver: zweifelten jungen Mannes, bei dem man noch ein Strafmandat von drei Tagen Hast wegen Bettelns vorfand, wurde am Sonntag Mittag im Grunewald auf dem Wege zwischen Spandauer Berg und Pichelsberge an einer Kiefer hängend auf gefunden. von dem . Zeuge Nickel befundet, daß er in unmittelbarer Nähe des Lück gestanden habe, aber nicht wahrgenommen, daß sich Lück gegen den Beamten widersetzt habe. Der Amtsvorsteher Stock giebt an, daß Lück am folgenden Tage bei ihm gewesen sei, ihm seine Wunden gezeigt und sich über die Beamten beschwert habe. " " Vermischtes. " grunds Der Staatsanwalt vertrat die Anficht, daß der Bericht im Vorwärts" durchaus nicht der Wahrheit entspreche. Es sei nicht darin erwähnt, daß Lück der Angreifer gewesen sei, wie durch die Zeugenvernehmung für erwiesen gehalten werden müffe. Der Vorwurf, daß die Beamten sich Uebergriffe hätten zu schulden tommen lassen, sei somit unberechtigt. Der ganze Artikel fei Ueber ein furchtbares Eisenbahnunglück berichtet die tendenziös gehalten und verrathe die Absicht, der Polizei Eisenbahn Betriebsdirektion Magdeburg von Montag: etwas am Zeuge zu flicken. Der Staatsanwalt beantragte gegen Sonntag Abend gegen 93/4 Uhr ist durch den Verbindungszug 1068 Lück vierzehn Tage Gefängniß, gegen Schmidt einen Sudenburg- Buckau auf dem nicht geschlossenen Uebergange des Monat Gefängniß. Breitenweges in Sudenburg- Magdeburg ein Pferdebahnwagen Der Vertheidiger des Letzteren, Rechtsanwalt Herzberg, erfaßt und zertrümmert. Von den Insassen des Pferdebahns hob hervor, daß das ganze Auftreten des mit Wunden bedeckten wagens ist 1 getödtet, 1 schwer und 4 find leicht verlegt, auch Mannes in der Redaktion des Vorwärts" unbedingten Glauben das Pferd ist verlegt. Das Fahrpersonal des Zuges und des erwecken mußte. Der Angeklagte Schmidt habe nur das Recht Pferdebahnwagens ist nicht verlegt. Die Untersuchung ist sofort eingeleitet und der Ueberwegs Wärter vom Wärterdienst zurückeines Parteigenossen und Abonnenten wahrgenommen. Arbeiter- Risiko. Ein bedeutender Unfall ist am Sonnabend Vormittag um 111/2 Uhr auf einem Neubau in der Koloniestraße am Echönholzer Bahnhofe vorgekommen. Der 28 Jahre alte Arbeiter Karl Steller aus Meseriß, der bei seiner Familie in der Schönhauser Allee 52 wohnt, trug eine mit Kalf gefüllte Mulde Der Angeklagte bestreitet, daß nach dem Ergebniß der gezogen. In Sofia wurde in der Nacht zum Montag ein ziemlich in die oberen Stockwerke der Rüstung. Er hatte mit der Laft Beugenaussage in der fraglichen Notiz eine Beleidigung der enthalten ist. starter wellenförmiger Erdstoß verspürt, welcher einige Gefunden eben einen sogenannten Ueberleger betreten, als er mit diesem Polizei oder Angabe unwahrer Thatsachen erscheine ihm außerdem sehr fraglich, ob durchbrach und in die Tiefe stürzte. Mit schweren Ver-& s die dauerte. Arbeiter- Bildungsschule Südost- Schule, Waldemarstraße 14. Dienstag, den 28. November 1894, Abends 8½ Uhr: Volksthümliche Medizin. Volks- Versammlung am Dienstag, den 27. November, Abends 81/2 Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17. Tagesordnung: 1. Die Korruption in der Neuen freien Volksbühne", ihre Ursachen und Wirkungen. 2. Diskussion. Die Fünfer- Kommission. Gauverein Berliner Bildhauer. Vortrag des Herrn Dr. Gustav Heymann. Alle jezigen und früheren Schüler werden ersucht, im recht zahlreich zu erscheinen. Gäste haben heute freien Zutritt und werden dort als Schüler aufgenommen. 55/7 Der Vorstand. Kontobucharbeiter u. Arbeiterinnen. Grosse Versammlung Dienstag, den 27. November, Abends 8½ Uhr, Lokale des Herrn Schneider, Annenstraße Nr. 16: Versammlung. Tages Ordnung: Grundstücke! 1285b ca. 239-Ruthen hintere Wasserfront mit Sommerhäuschen ist Umstände halber für 12 Hundert Thaler zu vert. Eigenthümer Töpfer, Andreasstr. 77, Laden. Arbeitsmarkt. Farbigmacher auf Plainleisten verl. Löwenthal u. Richter, Rottbuser Damm 100. 1283b 1. Geschäftliches. 2. Besprechung der Aenderung der Stellen vermittelung. Farbigmach. v. Brandtner, Krautstr. 52. 3. Verschiedenes. 1 Barockvergolder und 1 Bersilberer Da die Aenderungen der Stellenvermittelung sehr einschneidend sind, ist das auf Leisten verlangt Erscheinen aller Mitglieder, besonders der Holzbildhauer, erforderlich. 12805 Rottbuser Ufer 82. Gesucht ein Dirigent für einen Arbeiter- Gefangverein zu Mittwoch oder Donneritag von 9-11 Uhr Abds. Meldung Dienstag Lübbenerstr. 80 bei Mayer. Auch werden Mitglieder 66 aufgenommen. Zu dem am 27. Dezember, in Schmiedel's Festfälen, Alte Jakobstraße 32, aller in Kontobuchfabriken beschäftigten Arbeiter und stattfindenden Winterfest sind Billets bei den Kollegen Otto Meyer, Streliger straße 28, v. 4 Tr.; Carl Stötzer, Waldemarstraße 65, v. 2 Tr. und im Veram Mittwoch, den 28. November, Abends 81 Uhr, in den Arminhallen, fammlungslokal zu haben. Arbeiterinnen Kommandantenstr. 20. Zages Ordnung: 75/6 Referent Kollege Der Einbernfer. 1. Das gleiche Recht und die Arbeiterklasse. F. Freudenreich. 2. Diskussion. 8. Wertstuben- Angelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 71/18 Männer- Gesangverein ,, Liederlust" 1274b 1 Schlosserlehrling und 1 Arbeits129/9 straße 2, am Kreuzberg. tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Admiralstr. 38 bei Tutzauer bursche verlangt A. Kemnis, Ropisch1290b ( früher Adalbertstr. 21 bei Roll); wegen zweierlei Bier weggezogen. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung # 108 Theater. Dienstag, den 27. November. Opernhaus. Cavalleria rusticana, ( Bauernehre.) Das goldene Kreuz. Schauspielhaus. Vasantasena. Deutsches Theater. Gespenster. Berliner Theater. Die Haubenlerche. Leffing Theater. Gespenster. Schiller Theater. Hans Sachs. Burg ruine. Friedrich- Wilheimstädt. Theater. Die Fledermaus. Rehdenz Theater. Der Unter präfett. Vorher: Villa Vielliebchen. Circus Renz Carlstrasse. Dienstag, 27. November 1894, Abends 2 Uhr: Tjo Ni En. Neue Einlagen in den sensat. des barbichons 2c. Tänzen les grelots vivants und jeu Außerdem: 6 trak. Rapphengste, vorgef. vom Dir. Fr. Renz. Cyd und der Steiger Solon, geritten von Frau Renz- Stark. Jeu de barre, fom. Reitpieèce, ausgef. v. den Herren Krembser, Bayer und William. Der jenia sensaDie beliebten Klowns Gebr. Villand 2c. tionelle Handequilibrist Mr. Jules Keller. Mittwoch: Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. Todes- Angabe. Den Kollegen des Vereins der Einseher( Tischler) Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß unser Kollege Heinrich Knabe Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Köpenicker Viertel. Dienstag, den 27. November 1894, Abends 8%, Uhr, im Lokale des 019119 Genoffen Henke, Naunynstraße Nr. 27: Versammlung. Zages- Ordnung: 280/3 am 24. d. Mis., Nachts 12 Uhr, ver- 1. Vortrag des Genoffen Theodor Metzner über: Die Verkürzung der storben ist. 116/9 Arbeitszeit und die Berliner Stadtverordneten. 2. Diskussion. 3. Vereins22 Die Beerdigung findet am Dienstag, angelegenheiten. den 27. d. M., Nachmittags 2½ Uhr, vom Trauerhause, Manteuffelstr. 19, Frankfurter Viertel. nach dem Emmaus- Kirchhof in Brig Dienstag, den 27. d. M., Abends 8 Uhr, im Freischük, Fruchtstr. 36a: Versammlung. statt. Der Vorkand. Berichtigung. Urues Theater. Figaro's Sodit Circus G. Schumann. tags: Nummer 1. Beilage lete ete Theater Unter den Linden. Jabuka. Bellealliance- Theater. König Krause. Central- Theater. D! diese Berliner. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die ewige Braut. Alexanderplat- Theater. Die Ahnfrau. National Theater. Der Tod als Pathe. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Borſtellung. Spezi Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner Theaterstrasse. Dienstag, den 27. November, Abends 8 Uhr: Hans Sachs. Burgruine. Mittwoch, den 28. November, Abends 8 Uhr: Hans Sachs. Burgruine Donnerstag, 29. November, Abends 8 Uhr: Zum 1. Mafe: Des Meeres und der Liebe Wellen. Trauer fpiel in 5 Aufzügen von Grillparzer. National- Theater. ellas Große Frankfurterstraße 182. Sensationelle Novität! *** Der Tod als Pathe. Ausstattungs- Komödie in 5 Atten von Ernst Bluhme mit theilweiser Benuzung einer Idee von August Blanche. Dekorationen von Müller und Schäfer. Beleuchtungseffekte vom Ober- Beleuchter Collander. Maschinerien vom Theatermeister Weisse. Lichtbilder von Ludwig Richter. Tanz- und Flugevolutionen vom Balletmeister G. Zinner arrangirt. Die lebenden Land- und Wasserthiere aus dem Aquarien Institut von Otto Preusse, Alexanderstr. 28. Garderoben und Requifiten vom Ober- Garderobier Paul Hildebrandt. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 6 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater Alte Jakobtraße Nr. 30. Grd Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. 6. edom Bum 88. Male: Friedrich Karl- Ufer. Täglich Abends 72 Uhr: Texas Jack's American Prairie Life- Show. Illustrationen aus dem Amerikan. Plantagen- und Prairieleben. ( Näheres die Tageszettel.) Castan's Panopticum. Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase das fleinste Mensch enkind. Merikanische Riesen- Cacteen in noch nie gesehener Größe. Passage- Panopticum. 51 wilde Weiber In der Todes- Anzeige in der Sonnsoll es nicht Pa eper sondern Paeger heißen. Blumen und Kränzen. 5441 L* Vers Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Theodor Glocke über: Landproletariat und Sozialdemokratie. 2. Discussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Empfehle mein Geſchäft in friscaen für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Robert Meyer, Dienstag, den 27. November, Abends 8, Uhr: Versammlung. Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Borgmann über: Der Sozialismus der höheren Stände. 2. Diskussion. 3. Bereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. Der Vorstand. Sprechst. für Frauenkrankheiten 2841 Montag, Dienstag, Donnerſtag, Freitag Hollmannst.16 11-12, Lothringerst. 43 1-2. Achtung! Falzerinnen. Achtung! Freie Arztwahl.- Unbem. unentgeltl. Mittwoch, den 28. November, Abends 8½ Uhr, bei Schneider ( früher Ehrenberg), Annenstraße Nr. 16: Dr. Herzberg, 1238b Privatwohnung: Potsdamerstr. 139. Sprechstunden 4-6 Fachverein der Lapezirer Berlins und Umgegend. Freitag, den 30. November: Besuch Große öffentliche Versammlung aller in 75/7 Buchbindereien und Buchdruckereien beschäft. Falzer und Falzerinnen. D Tagesordnung: 1. Wodurch können wir die traurigen Zustände der Urania. Treffpunkt Abends in unserer Branche beseitigen? Referentin: Frau Marie Greifenberg. 6 Uhr an der Urania, Invaliden: 2. Diskussion und Werkstuben- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. straße 57-62. Billets à 25 Pf. sind am Treffpunkt zu haben. 232/5 Der Vorstand. aus Dahomey. Seiden- Plüschjaquets mit kleinen un1000] Damen!!! Die Herenschaukel, neneste Illusion. Armin- Hallen Sonimandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Achtung! Achtung! Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Zu dieser Versammlung sind die Personale von Hamann, Beuthstraße, und Bruer Nachf., Bernburgerstraße, besonders eingeladen. aga D. 0. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. scheinbaren Webefehlern 12-30, Abend- Mittwody, den 28. November 1894, Abends 8%, Uhr, im Restaurant mäntel auf Seide wattirt u. Pelzbesay Gründel, Brunnenstraße Nr. 188: 8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes v. 12-80. Regenmäntel, um 3. räumen, Bezirks- Versammlung für den Norden. 5-12. Neueste Winterjaquets 5-25 M. Landsbergerßtr. 48 I Treppe. Ausgiebigste Verwerthung alter Wollsachen 461b Franseckistr. 27 2 Tr. r. tol Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann über: Das moderne Raubritterthum. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mittwoch, den 28. November, Abends 812 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Branchen- Versammlung der Metalldrücker. Tages- Ordnung: Steh Bierhalle ist besonderer Um 1. Bortrag des Kollegen Litfin äber: Die Lage der arbeitenden Klassen ftände halber für 400 M. zu verkaufen und die Sozialreform. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ber ( volle Konzession, Gegend Dranienburger bandsangelegenheiten und Verschiedenes. 173/18 Thor). Offerten unter T., Postamt Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen in diesen Versammlungen 1286b ersucht Der Vorstand. Achtung! Louiſenſtraße. Verein Freier Willc. Die Borſellung am Todtenſonntag Bierdruck- Apparate ist polizeilich inhibirt worden, die im Elysium, Landsberger Allee 40/41, felbe finder diesen Sonntag, 2. Des Lager flüssiger Kohlensäure Dez., dafelbst bestimmt statt. Billets behalten zu herabgesetzten Preisen[ 1188L* volle Giltigkeit. 1275b Der Vorstand. H. Reinhardt. Bekanntmachung. 113 Brunnenſtr. 113. Anna Bäders. Josefine Dora. Orts- Krankenkasse O, diese Berliner! des Töpfergewerbes Große Posse mit Gesang und Tanz. 39indins Anfang 71/2 Uhr. Morgen: 01 diese Berliner. Specialgeschäft Achtung! Getreideträger, Schipper und Speicherarbeiter! Große öffentliche Versammlung am Donnerstag, 29. Nov., Ab. 8 Uhr, bei Herrn Gründel, Brunnenstr. 188. Zages Ordnung: " 1. Vortrag. Referent Genosse Dandert über: Der Kampf ums Dasein". 2. Berichterstattung der Delegirten der Gewerkschaftskommission und Neuwahl. 3. Berichterstattung der Kommission an den Rath des tgl. Magazine. 4. Diskussion über Lohnbewegung der Mannheimer Getreideträger. 5. Ver schiedenes. 187| 8 Es ist Pflicht eines jeden denkenden Kollegen in dieser Versammlung zu Der Vertrauensmann. für Mehl, Mühlenfabrikate, Hülsenfrüchte und Vogelfutter von H. Matthés, Grüner Weg 70( nahe d. Koppenplatz) erscheinen. empfiehlt Wiener oder Kaiser- AuszugMittwoch, den 28. November 1894, mehl 5 Pfund 90 Pf. Weizenmehl Abends 61/2 Uhr: bester Sorte 5 Pfund 65 Pf. Weizenmehl zweiter 5 Pfund 60 zu Berlin. Adolph Ernst- Theater Generalversammlung Charley's Tante. Schwank in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von 1979 W. Mannstädt und J. Kren. ( In Scene gefeßt von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alcazar Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt! Neu Sensationell! Neu! Unsere Garde. Große Posse mit Gefang u. Tanz und militärischen Aufführungen in 1 Akt von Beders. 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Die Versammlung wird präz. 7 Uhr eröffnet. 244/12 Der Vorstand. Zurt. Baumen muß sehr fuß und wohlschmeckend à Pfund 20 Pf.[ 1187L Lederhalle und Shäftefabrit Eugen Teichmann, 70 Grüner Weg 70 zwischen Koppenstraße u. Küstrinerplay. Lager in sämmtl. Ober- und Unterleder zu den billigsten Preisen. Specialität: Sohlenausschnitt. Gr. Lager in Wachstuchen zu billigsten Fabrikpreisen. Bahlungsfähigen Käufern bietet sich Gelegenheit, ein gutgehendes Restaus rationsgeschäft zu übernehmen. Auskunft ertheilt 12916 Brauerei Pichelsdorf, Königin Augusta Straße 1. Vereinszimmer mit Piano zu vergeb. Lichtenbergerstr. 20, Borchardt.[ 990b Münchener Brauhaus Saal. hier. Flaschenbiere, vorzüglich, liefert ausschließlich laut Bestätigung der Direktion. Plessner, Lothringerstr. 9. Vereinszimmer, 15-100 Per fonen faffend, frei, auch Sonn12516 Parteigenossen, die sich einem neu- tags, Alte Jakobstr. 83. zubildenden Diskutir- Klub, der in der Nähe des Rosenthaler Thores tagen C. Bolzmann's Lichtenbergerstr. 16. foll, anzuschließen wünschen, wollen sich Gesellschafts- Säle, melden Abends zwischen 1/28 und Achtung! Steinarbeiter Achtung! Große Berlins und Umgegend. öffentliche Versammlung am Donnerstag, 29. Nov., Ab. 8 Uhr. bei Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Das Innungswesen. Referent Genosse Behler, Regierungsbaumeister a. D. 2. Stellungnahme und Vorschläge zum nächsten Steinarbeiter- Kongreß. 3. Gewerkschaftliches. 227/10 Die Plagvertreter und Vertrauensleute werden ersucht, dies ordentlich bekannt zu machen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Willibald- Alexisftr. 39. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein für Berlin und Umgegend. Wanderversammlung am Mittwoch, den 28. November 1894, Abends 8 Uhr, im Lokal Ren 3', Naunynstr. 27. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Bebel über: Welche Ursachen ruft die Frauenbewegung hervor?" 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 120/8 Frauen- und Mädchen- Bildungsverein ( Filiale Charlottenburg). Große Versammlung am Mittwoch, 28. Nov., Ab. 8 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Tages: Drdnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 9 Uhr bei Fränkel, Joachimstr. 11c. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 500 Personen. 820L* Männer haben Zutritt. Die Bevollmächtigte. 120/5 Einzelne Flaschen frei Haus Berlin. Rum anerkannt gut, Literflasche à 1,10, 1,60, 2,10,' bei 5 Flaschen à 10 Pf. billiger. Glühwein- Extrakt, hochfein, Literflasche 1.30, 5 Liter 5,50. Echt Stonsdorfer Likör à Liter 1,20, 5 Liter 5,50, 10 Liter 10,-. Jngber- Likör, magenstärkend, Literflasche à 1,10, 1,60, 2,-. Himbeer- Kirsch- Johannisbeersaft, vorzügl., Literflasche à 1,30. Eugen Neumann& Co., 6a, Belle- Allianceplatz 6a. 81, Neue Friedrichstr. 81. 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