Nr. 280. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6910. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Numiner müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Berliner Bolksblatt. 1930 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. and adore Sonnabend, den 1. Dezember 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements- Einladung. Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises thätig zu sein. Die Zeiten sind so bewegt, so schwankend ist die nächste Butunft, so nothwendig die Theilnahme eines Jeden an den Kämpfen der Gegenwart, daß es mehr als je Pflicht der Genossen ist, für politische Aufklärung zu sorgen, und das Parteiorgan in immer weiteren Kreisen zu verbreiten. Es ist das im wahrsten Sinne des Worts eine Parteipflicht, die erfüllt werden muß im Interesse der Partei. Die Hauptstärke einer Partei liegt in ihrer Presse je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat es, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer die Macht der Partei. Wer dem Parteiorgan neue Leser zuführt, stärkt die Partei. Mit dem 1. Dezember eröffnen wir ein neues MonatsAbonnement auf den „ Vorwärts" Ein Prachtjunker. Berliner Volksblatt abre Frohnen wurden bis ins mit der illustrirten Conntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements ür den Monat Dezember zum Preise von 1,10 Mark Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts bemerkte de Staatsrath in Wien mit Staunen und Schrecken, daß ganz Die Schlacht am weißen Berge( 1620) brach die bis dahin Kreise in Böhmen mit der Steuer jahrelang im Rückstande blieben fast unbeschränkte politische Macht der böhmischen Stände, der und daß sich diese Rückstände immer mehr häuften. Da nur Absolutismus in seiner abschreckendsten Gestalt hielt seinen die Bauern zur Grundsteuer verpflichtet waren, tam man Einzug. Wer von den adeligen Grundherren der Brüder- Unität bald darauf, zu untersuchen, warum denn diese nicht angehörte oder Protestant war, wurde geächtet, aus dem Lande zahlten; und da ergab sich das Resultat, daß sie es einfach nicht hatte die Krone mehr als ein Dritttheil des ganzen Königreiches daß für den Staat nichts mehr übrig blieb. Nun regnete es gejagt, die Güter verfielen der Konfistation. Bis zum Jahre 1630 fonnten. Sie wurden von den Gutsherren derart ausgesaugt, eingezogen. Aber diefer ungeheuere Besitz blieb nicht lange in Edikte und Dekrete, welche die Schuldigkeiten der Unterthanen. ihren Händen. Er wurde verschenkt an Klöster und geistliche in der Weise zu regeln versuchten, daß diese wenigstens noch ihre Orden, an Abenteurer und Eoldknechte, um einen Pappen- Steuern bezahlen konnten. Die Gutsherren hörten wohl die ftiel verschleudert an hochgeborene Grundspekulanten und Botschaften, aber sie fümmerten sich nicht darum, sie preßten Aufkäufer. Aus dieser Zeit datirt die Entstehung der weiter. Die Bauern, die sich auf die kaiserlichen Verordnungen ungeheueren Latifundien in Böhmen, in diefer Zeit beriefen, wurden von ihnen gezwungen, die Frohnen in der alten entstand der Reichthum und Besitz der Liechtenstein und Schwarzen- Weise weiter zu leisten. Nun riß der Hofkanzlei die Geduld. Gie berg, der Waldstein und Gallas, der Lobkowitze und Mansfeld. stellte auf den verschrieensten Herrschaften durch unparteiische, Einheimische waren von den„ neuen Herren" nur wenige. Die energische Beamte Untersuchungen an. Dabei famen Bedrückereien, große Mehrzahl war aus aller Herren Länder zusammengelaufenes Betrügereien und Greuel zum Vorschein, die man gar nicht für Gesindel, Beutejäger und Räuber, die sich wie ein Rubel Wölfe möglich gehalten hätte. Auf eine Anzeige hin wurde auch die auf die ihnen vorgeworfenen Besitzthümer stürzten. Das Land Fürst Mansfeld'sche Herrschaft Dobrzisch( Berauner Kreis) war von ihnen mit dem Schwerte in der Fauft erobert worden; in die Untersuchung einbezogen. Dieselbe wurde von dem Berauund danach betrugen sie sich. Und das erste Ausbeutungsobjekt ner Kreishauptmann geleitet und dieser Beamte fonstatirte dieser sauberen Gesellschaft wurden die unterthänigen Bauern. unterm 18. März 1769 folgendes: Ihre Frohnen wurden bis ins Unerträgliche gesteigert. Noch im Auf der ganzen Herrschaft waren die Steuerbücher in Un15. Jahrhundert hatten die Bauern in Böhmen außer geringen ordnung und der Fürst ließ die Steuer für die zum Gutsfeld Binfungen an Geld und Naturalien nur 6-12 Frohntage jähr geschlagenen Bauernäcker, welche gefegmäßig er entrichten sollte, lich zu leisten gehabt; jest müssen fie 5-6 Tage in der von den Unterthanen bezahlen. Er zwang die Bauern, OchsenWoche auf dem Gutsacker arbeiten, und, wenn sie das vor- und Schöpfenfleisch zu einem außerordentlich hohen Preis von geschriebene Pensum nicht geleistet, sich Eonntags im Echloffe ihm zu kaufen; dieses Fleisch war mitunter ungesund und vereinfinden und für den Nest bezahlen. Die Materialabgaben und dorben. Im Jahre 1767 wurde ein Bauer durch die Drohung verschiedenen Ehrungen" erreichen die Länge einer Litanei. mit dem Zuchthause gezwungen, auf einmal 300 Schöpfen und Gier und Geflügel, gesponnenes Garn und Flachs, Honig und Kälber von der Gutsherrschaft zu kaufen. Für die Ertheilung Meerrettig, Federn und Vieh, wilden Hopfen, Kümmel und des Heirathskonsenses verlangte die Herrschaft statt 30 Kreuzer, Haselnüsse, Eicheln, Schwämme und Schnecken müssen die Unter- wie es Gesetz war, bis zu 3 Gulden. Fürst Mansfeld hatte thanen abliefern, sie müssen das Vich der Herrschaft überwintern, auf seinem Gute Eisenhämmer. Konnte ein Bauer die ver zu er nicht 9thziehen, auch wenn sie feinen Bedarf haben, und ihr Korn in der führten Karren Eisenerz 24 Kreuzer bezahlen. Die Frohn- AbHerrschaftsmühle mahlen lassen. Und dafür werden fie behandelt, lösungsgelder waren in den letzten Jahren ungeheuer gesteigert ärger wie die Hunde. Die zahlreichen gutsherrlichen Beamten, worden; von 12 auf 30 und von 22 auf 60 Gulden. Die Bauern die der Bauer erhalten muß, sind hungrig wie Blutegel. Sie mußten bei Getreidedarlehen 25 pCt. Zinsen zahlen und außerheißen allgemein nur die Peitscher". Es liegt in ihrem Inter- dem noch von jedem Strich 3 Kreuzer, obwohl das letztere vom esse, die Unterthanen bis aufs Blut zu pressen. Sie peitschen Gesetz fireng verboten war. Verlangte die Herrschaft von den schwangere Frauen und prügeln junge Bauern zu Tode. Und Unterthanen Getreide, so mußte diese das Strich 1/2 oder zur Brutalität fügen fie den blutigsten Hohn. 3/4 Gulden( 30-50 pet.) unter dem Marktpreis ablassen. Bauern wurden bei den geringsten Vergehen geradezu barbarisch gestraft. Giner sollte angeblich gestohlenes Wildpret gekauft haben; 400 Gulden mußte er dafür Strafe zahlen. In dem Felde eines anderen wurde eine erschossene Wildsau ges funden; der Frevel wurde mit 100 Gulden geahndet. Ein Abdecker hatte ein paar Wilddecken gekauft; man zwang ihn 300 Gulden als Strafe zu zahlen. entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 von ihr Bier, Schnaps und Fleisch zu einem hohen Preise belangten Fuhren nicht leisten, so mußte er für jeden nicht ver unter Nr. 6919.) Der Roman Im Exil von Georges Renard, dem Verfasser des zuerst in deutscher Sprache von uns Sommer 1893 veröffentlichten Roman's 97 Monat Die Bekehrung André Savenay's, im der eine so günstige Aufnahme gefunden hat, wird in diesem weitererscheinen und den neueintretenden Abonnenten auf Verlangen nachgeliefert werden. Die Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. 01390 Feuilleton. Am Exil. von Marie Kunert. [ Nachdruck verboten.] Auf einer Herrschaft konnten einige Unterthanen den Robotzins nicht bezahlen. Man sperrte sie zu dem Vieh in den Stall. und als sie vor Hunger schrieen, setzte man ihnen eine Schwinge Häckerlinge vor. Den Typus eines solchen böhmischen Junkers in all seiner Glorie zeichnen uns offizielle Aftenstücke, die von Karl Grünberg in seinem Werke:" Die Bauernbefreiung in Böhmen, Mähren und Schlesien" vor kurzem veröffentlicht wurden. Die Kaum war die Untersuchungskommission abgereift, rief einer fommen kann, wenn sie sich nicht zurückdrängen läßt. Er geben. Aber da er andere Menschen auch nach sich beurtheilte, begriff auch, daß eine Reihe von Reformen möglich, so hegte er oft fast kindliche Hoffnungen. Er glaubte, daß daß ein entschlossenes Vorgehen unerläßlich war. Zweifel- es genüge, ihnen die Gerechtigkeit und die Wahrheit zu los würde dieser Weg lang sein. Viele, viel- zeigen, um sie dahin zu bringen, daß sie sofort alle diesem 16 leicht er selbst, würden vor dem Ziele erliegen. Biele zustrebten. Er bildete sich infolge dessen auch ein, Roman von George 3 Renard. Autorisirte Uebersehung Ginerlei! er hatte jetzt ein Ziel für sein Leben, er widmete daß man ein Gesellschaftssystem wie einen Handschuh Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung sich der allmäligen Aufklärung, der thätigen, ruhigen Pro- umkehren könne, daß die Sitten einer Nation sich paganda für die Ideen, die anderen den Weg in das ge- verändern, sobald in ihrer Regierungsform eine lobte Land bahnen sollten. Umwandlung eingetreten ist. Er hatte Er hatte ein unbe Als René so im Klaren war über das, was er wollte grenztes Vertrauen in die revolutionäre Tradition, fehrte er gern in den geselligen Kreis zurück, in den ihn in die Macht der Reformen, die von einer energischen der Zufall geführt. Dort konnte er wenigstens sein Urtheil Minorität dekretivt und nach Bedarf auch ausgeführt über die verschiedensten Dinge aussprechen, diskutiren, philo- wurden. Cayrolaz sagte mitunter zu ihm: Du bist nichts Dann war er von der Windsbraut, die über Frankreich sophiren, sich nach der geistigen Seite ausleben, was für weiter als ein zu spät geborener Jakobiner. Doch wenn dahinraste, mit erfaßt und wie ein Strohhalm fortgeriffen Männer, die an das gährende Leben der großen Städte man ihn auch als Fanatiker behandeln mochte, Niemand worden. Acht Monate hatte er wie im Fieber verbracht. gewöhnt sind, ein unweigerliches Bedürfniß ist. In konnte bestreiten, daß seine Seele edel und von Grund aus Jeßt, wo er faltblütig überlegen konnte, fragte er sich, ob dem einförmigen Leben eines Arbeitsthieres, das er gut war. Der Zufall hatte es gewollt, daß er gerade zwanzig Jahre alt war in dem Augenblick, als fast die ganze Elite der denkenden Jugend sich zum Ansturm auf das in den legten Zügen liegende Kaiserreich anschickte Da war er zum Kämpfer für seine Ueberzeugung geworden. er sich geirrt, ob er etwas zu bereuen hätte. Doch nein! führte, waren es für ihn lichte, erhebende Stunden. Ganz anders war Cayrolaz. Er besaß eine Ge sah Courbet bei der Arbeit r mochte sein Gewissen bis in die tiefsten Tiefen durch Er gu, während schmeidigkeit des Rückgrats, des Gewissens und des frschen, er konnte das zweifache Prinzip, nach dem er ge- dieser sich über die Engländer und Amerikaner, die seine Geistes, die sein Kamerad nicht kannte. Er that sich handelt hatte, Gründung der wahren Demokratie und damit Sonnenuntergangs- Bilder kauften, lustig machte. Er sah etwas darauf zu gute, unendlich praktisch zu sein, und Ser wahren Aristokratie! Gleiches Recht für alle! Jedem ihn auch oft, wenn er der handwerksmäßigen Ausübung er war es auch. Ja, er war es zu es zu sehr; er nach seinem Verdienst! nicht verdammen. Als logischer seines Berufes überdrüssig war, zum Pinsel greifen und sich flammerte sich an das Reelle, an das Gegenwärtige, Geist zog er daraus die Konsequenz: Eine Gesellschaft in die Darstellung einer Landschaft aus dem Jura ver- wie wenn garnichts anderes auf der Welt existirt hätte. muß allen ihren Mitgliedern die gleiche Möglichkeit, tiefen, den er den Alpen vorzog, wie man einen alten Bum Teufel mit den politischen Spekulationen für die Zufich zu entwickeln, sichern. Und er war überzeugt, Freund neuen Bekanntschaften vorzieht. In dem Atelier funft, den uneigennützigen Bestrebungen zur Besserung des daß er ein gutes Werk that, wenn er für die Gleichheit der fand er seine beiden Freunde vom ersten Tage vor und lud Schicksals der menschlichen Gesellschaft! Er war nicht der sozialen Verhältnisse eintrat. Afie fie ein, ihn zu besuchen. Mann, der sich für andere geopfert hätte. Er gestand auch Allein, war die Anwendung von Gewalt nöthig, um Verdier eroberte René's Eltern im Sturm; er war bereitwillig ein, daß sein Verlangen nach Luxus und Wohl= den Bürgern und Bauern die Augen zu öffnen? War sie enthusiastisch, oder wie diejenigen fagten, welche ihn nicht leben gerade so groß sei, wie das irgend eines Reichen. der Weisheit letzter Schluß? Konnte das Heil nur mit leiden mochten, exaltirt und ein Phantast. Vergnügungen, gute Mahlzeiten, Reisen, ein Leben auf Flintenkugeln oder auch auf gesetzlichem Wege erreicht Aber selbst seine Feinde mußten seine Aufrichtigkeit, großem Fuße, das scheine ihm beneidenswerth. Warum werden? Das Beispiel der schweizer Demokratie, die alle seine Geradheit, seine Aufopferungsfähigkeit achten. Wenn er sollte er nicht dazu gelangen so gut wie irgend ein andrer? Fortschritte auf friedlichem Wege durchsetzte, zeigte ihm, vou dem Glück der Menschheit träumte, verlangte er für Er wegte die Zähne schon im Voraus. Aber sein daß eine Nation auch langsamen Schrittes vorwärts sich weiter nichts als das Recht, sich für die Sache hinzu- Ehrgeiz machte sich nicht unangenehm bemerkbar. Er Das hübsche Sprüchlein: Man soll nicht urtheilen nach eines Mannes Rede, Man muß sie hören alle beede! und der fürstlichen Räthe die Bauern zusammen und wollte sie durch| Stimmung für sich gemacht hatte, ihm dies mit Be- Die Parteileitung verzichtete darauf. Sie Drohungen zur Wiederübernahme der früheren, durch die Kom geisterung" eitheilt worden ist. Sehr unklug und un- gewährte das benöthigte Geld( 12000 m.), schickte einen Genossen mission provisorisch herabgesetzten Frohndienste zwingen. Die ftaatsmännisch dagegen war, daß er den Antrag, mich nach als tüchtigen Verwaltungsbeamten nach München, der noch Bauern lehnten ab. Darauf hin wurden die Waldungen Tag München einzuladen, um zu hören, was ich Anklagendes zu sagen heute zu aller Zufriedenheit seines Amtes waltet, und Nacht von den herrschaftlichen Jägern bewacht und den hätte, persönlich bekämpfte. die Münchener Genoffen fontrolliren die Verwaltung und Unterthanen jogar das Klaubholz entzogen, das ihnen gebührte. besetzen die Redaktion mit Personen ihres Vertrauens, ohne Jetzt wurden die Bauern vollends rebellisch und einer war so daß die Parteileitung sich bisher im geringsten vermeffen, dem Kreishauptmann in dem Gedränge einen derben darum betümmerte. Stoß mit dem Ellenbogen zu versezen". Das Prager Gubernium fab sich gezwungen, einen Bericht nach Wien zu senden. Von dorther fam nach ganz kurzer Zeit der Befehl, daß den Bauern unverzüglich ihr Holz auszufolgen sei, allenfalls mit militärischer Assistenz". Weiter wurde eine zweite, umfassende Untersuchung der Herrschaft Dobrzisch angeordnet. Man vergleiche einmal den Verlauf dieses Waldstreites mit den blutigen Ergebnissen in Fuchsmühl, und man wird ermessen fönnen, wie weit die Kultur in den letzten hundert Jahren fortgeschritten. Bei der zweiten Untersuchung fam erst die volle und ganze Wahrheit an den Tag. Die Kommissionsleiter waren gerechte, nicht aus dem Kreise stammende Männer, welche mit strengem Ernste an ihre Arbeit gingen. Schon am 27. Januar 1770 fonnten sie ihren Bericht vorlegen. Das Robotpatent 1788 batte feftgefeßt, daß den Bauern für Fuhren, die über das Herrschaftsgebiet hinausgingen, bestimmte Gebühren und Bergütungen nom Gutsherrn gewährt werden sollten. Natürlich hatte Fürst Mansield feinen Bauern nie einen Kreuzer gezahlt. In 31 Jahren waren diese um 18 579 Gulden 30 Kreuzer geschädigt worden. Dadurch, daß die Herrschaft ihren Unterthanen ein tranfer Stier und ab gestandene Fische- um einen höheren Preis barunter war anhing, hatte sie nur von den Bauern allein einen Profit von über 3000 Gulden erzielt. Die Arbeiter in den Eisenhütten und Gruben unterstanden aber demselben Zwange. Der Betrag der Mehrzahlungen für Heirathekonsense wurde mit 158 Gulden 5 Kreuzer festgestellt. An Gesammtfrohnen sollten jährlich 31 148 Bug und 34 476 Fußtage von den Unterthanen geleistet werden; es wurden aber an ersteren 18 428, an legteren 58 500 Tage mehr abgefordert. Da der Hofacker verhältnißmäßig flein war, waren viele Frohntage zu seiner Bestellung gar nicht nothwendig. Die Herr schaft zwang nun die Unterthanen, einen Theil der Frohnen mit Geld abzulösen. Innerhalb 10 Jahren steckte sie hierfür 24 164 Gulden 18 Kr. 5 Pf. ein. Wer nicht zahlen fonnte, wurde als Holzichläger verwerthet, sein Verdienst floß in die Renttasse. Nicht einmal die Bettelleute ließ man in Ruhe. Ein alter, an beiden Händen verstümmelter Mann beklagte sich bei der Kommission wehmüthig, daß er vor das verflossene Jahr noch 3 Gulden 30 Str. Robott- Reluttion erbetlen und abführen müssen". Die gegen das Gesetz eingehobenen Strafen beliefen fich auf tausende von Gulden. Und was galt da nicht hat er damit zwar für sich zu nichte gemacht, wenn er aber glaubte, durch das Vertrauensvotum" für sich, oder das„ Mißbilligungsvotum" für mich auch nur um ein Haar breit mich eingeschüchtert zu haben, fennt er mich herzlich schlecht. Ich bedarf nicht, um meinen Muth zu stärten, eines Bertrauensvotums, was ich mir ja auch bestellen fonnte, und andererseits hielt ich meiner unwürdig, die Hilfe Dritter, wie er, anzurufen, wo ich in meiner Sache und als Mann mich start genug fühle, der Hilfe Dritter entbehren zu können. Damit genug über diese Komödie. Befifter might be So auch in dem vorliegenden Falle. Worin besteht denn dieser Eifer zu Schablonisiren, Reglementiren und Uniformiren in dem in Frage stehenden Streit? Rann man parteigenössischer, unvoreingenommener handeln? Ich denke, diese eine Thatsache schlägt diese jämmerliche Ans flage zu Boden. Dagegen fann aber leider nicht bestritten werden, daß partifularistischer Geist bei einem erheblichen Theil unserer Genossen in Süddeutschland vorhanden ist, der ihre Urtheile und Entscheidungen unbewußt beeinflußt. Als Männer, die auf dem Boden der materialistischen Geschichte auffassung stehen, wissen wir, daß was die Menschen denten, nicht willkürlich in ihrem Kopfe entsteht, sondern der Seitens Bollmar und Genossen verwahrt man sich nach- Ausdruck der Einflüsse und Erscheinungen ist, welche die Proträglich besonders lebhaft dagegen, partikularistisch gesinnt zu duktionsverhältnisse, die Lebensbedingungen, unter denen sie fein. Echade, daß ihre Reden auf dem Frankfurter Parteitag in exiftiren, das gesellschaftliche Milieu, in dem sie sich bewegen, in dem Protokoll deffelben festgenagelt sind und so jeden Augenblick ihnen hervorrufen. wieder gegen sie ausgegraben werden können. Süddeutschland ist ein überwiegend Kleinbürgerliches Land Man fagt, man wehre fich gegen das Schablonisiren, und fleinbürgerlich heißt auch fleinbäuerlich. Die große Reglementiren und Uniformiren, das nicht sozialdemokratisch, Industrie ist, mit Ausnahme von einem Theile von Elfaß- Lothringen sondern ein Ausfluß des preußischen Korporalgeistes sei. und wenigen Städten, noch unentwickelt, daher ist die MaffenWenn fluge Leute in Werlegenheit gerathen, fehlt es ihnen proletarisirung noch nicht weit vorgeschritten. Die Massen beselten an hübschen Worten, die mit dem nöthigen Aplomb vor finden sich, wenn auch vielfach in fümmerlichen, meist noch in getragen eines gewissen Eindrucks auf schwache Geister nicht verleinbürgerlichen, beziehentlich fleinbäuerlichen Verhältnissen, dafehlen. eines gewi her gelangt das eigentliche proletarische Denten noch nicht zum flaren Ausdruck. Dazu fommt das Gefühl der staatlichen Be sonderheit, das entsprechend diesen ökonomischen Verhältnissen, in Süddeutschland mehr als anderswo zum Durchbruch fam. Der eigentliche politische Ausdruck dieser Zustände ist die fleinbürgerliche Boltspartei, die daher in dem kleinbürgerlichsten Lande Deutschlands, in Württemberg, am fräftigsten in die Er scheinung tritt, in diesem Lande ihr Eldorado hat, weshalb auch unsere württembergischen Genossen besonders schwer zu arbeiten haben. Daß nun unter solchen fozialen und politischen Verhältnissen, unter welchen der größte Theil unserer süddeutschen Genossen ausschließlich lebt, diese auch von dem herrschenden gesellschaftlichen Geiste, der unbestritten ein vorwiegend fleinbürgerlicher ist, beeinflußt werden, ist ganz selbstverständlich. Dafür spricht unter anderem, daß man in Baden einen ausgesprochenen Spießbürger zum sozialdemokratischen Landtags. Abgeordneten wählte, ein Pfaffenfresser und Kulturkampfpauter, wie Rüdt, den Einfluß erlangen konnte, den er thatsächlich noch heute besitzt, und ein lüderlicher Hanswurst wie Hänsler in Mannheim eine Rolle spielen fonnte. In einer sehr wichtigen Frage, in der Frage der Abstimmung über das Budget in den Einzelstaaten, entstehen tiefgehende Meinungsverschiedenheiten in der Partei. Es wird die oberste Instanz der Partei, der Parteitag, angerufen, um zu entscheiden und eine Richtschnur festzusetzen, wie tünftig die Genossen in den Landtagen in dieser Frage sich verhalten sollen. Das war feine Sucht zu Schablonisiren, Reglementiren und Uniformiren, sondern es war die zwingende Aufgabe und Pflicht des Parteitages, hier Entscheidung zu treffen, wenn er überhaupt eine Bedeutung haben soll. " Ich führte im Eingang meiner Berliner Rede aus: hat, wird daß Hier muß ich einem Einwurf Grillenberger's furz begegnen. Auf meine Anklage: er habe in Frankfurt erklärt, die Bayern würden sich unter feinen Umständen einem gegen sie gerichteten Beschluß fügen, antwortete er, er habe hinzugefügt, weil sie das nicht könnten, gesetzliche Bestimmungen hinderteu sie. Wäre das richtig, dann war der Münchener Parteitag, waren die Wolfsversammlungen, in welchen unsere bayerischen LandtagsWas wurde dann, wenn der Münchener Parteitag oder es gerade das süddeutsche eine der Volksversammlungen z. B. in München oder Nürnberg ist, das man im allgemeinen als das gemäßigte be beschloß: ihr habt in der Budgetabstimmnng falsch gehandelt zeichnen muß. Ich bin natürlich weit entfernt und müßt fünftig anders handeln? Wollten dann Grillenberger unseren süddeutschen Parteigen offen einen Bor und Genossen erklären: Ja, ihr guten Leute, Bertrauens- wurf daraus zu machen." voten dürft ihr uns geben, so viel ihr wollt, aber keine Miß- Ich machte also subjektiv niemand einen Vorwurf, als ich trauensvoten und keine Weisung, wie wir handeln sollen, sonst das sprach, ich suchte objektiv eine Erscheinung zu erklären, die verstößt ihr wider das Gesetz! für unsere Partei Entwidlung von größter Bedeutung ist und die nicht nur für die norddeutschen Genossen, sondern insbesondere auch für die süddeutschen selbst die lebhaftefte Aufmerksamkeit erfordert. Alles als Vergehen! Ein Bauer, welcher nach der Taufe seines genosse, Zustimmungserklärungen erhielten, reine Schauspielerei. Wer unsere Entwickelung verfolgt in unserer Partei den Gevattern 21 Kreuzer verzehrt hatte, mußte 1 Gulden 10 Kreuzer Strafe und 3 Kreuzer Grefutionsgebühr zahlen und wurde durch 6 Tage in Eisen geschlossen. Wer sich beschwerte, wurde 2 bis 3 Wochen eingesperrt, wodurch sich dann niemand mehr zu flagen getrauet". Ueber 8000 Gulden preßte die Herr schaft aus den Bauern heraus dadurch, daß sie ihnen die Gerste billiger abdrückte, als der Marktpreis befagte. Die Getreide händler durften bei einer Strafe von 10 Schock Groschen nur Ein Sohngelächter wäre die Antwort gewesen. Was Liberale bei der Herrschaft kaufen. Jedes Mädchen, das ein un- und Bentrum feit Jahrzehnten thun, in ihrer Presse, in eheliches Kind betam, mußte 12 Kreuzer an die Rent Vereinen, Versammlungen und auf Parteitagen, ihren Vertretern taffe abführen. Die un terthänigen Bergleute zahlten 8 Gulden bestimmte Weisungen zu geben, ein Recht, das namentlich die 40 Kreuzer jährlich als Robottablösung, und wer von ihnen sich Bauernbündler ihren Ageordneten gegenüber üben, das sollte bei weigerte, zur Arbeit zu gehen, wurde mit Prügeln dazu ge- fozialdemokratischen Abgeordneten ein Vergehen sein. zwungen. Von allen Gründen, die vorgebracht wurden, war das mit der faulste, er ist durch und durch reaktionär. Eher müßte eine Partei, wie die unsere, auf Abgeordnete verzichten, als daß sie sich des Rechts begebe, ihre Vertreter zu kontroliren und nöthigenUnd was ließ der Fürst Mansfeld fagen, als die Kommission wegen all dieser Ungeheuerlichkeiten Borstellungen zu machen wagte? Er hätte das Gefeß nicht zu kennen gebraucht, und feine Unterthanen hätten sich bei ihm auch nie beschwert. falls zu dirigiren. Mehr als 100 Jahre sind verflossen, seit die Untersuchungen auf der Herrschaft Dobrzisch stattgefunden. Aber der Geist und der Uebermuth und die Rücksichtslosigkeit, die damals aus dem Mansfelder sprach, er lebt heute noch, nicht bloß in Böhmen, auch bei uns in Deutschland, in den Junterschädeln rechts und links der Elbe. Zur Diskussion Wie bekannt, tam über die Frage eine definitive Beschluß fassung nicht zu stande;- sie ist alo offen, fie tann weiter diskutirt und jeden Augenblick wieder zur Entscheidung des Parteitages gestellt werden, sobald Parteigenossen das Bedürfniß dafür empfinden. So liegt die Sache. Die vorherrschende fleinbürgerliche Produktionsweise und die Abgeschlossenheit des Kleinstaates finden ihre Befriedigung im Föderalismus, dessen Geist der herrschende wird, und so fühlt fich ein großer Theil unserer süddeutschen Genossen noch start als Bayern, Württemberger, Badenser, Heffen. Ja, sie fühlen fich als solche so start, daß, wenn sie ihre landsmannschaftlichen Gefühle verlegt glauben, oder man sie geschickt bei ihnen aufzustacheln versteht, sie momentan den Partitularisten über den Sozialisten stellen. Ich gehe weiter und sage, daß die süddeutsche Bourgeoisie mehr antipartitularistisch ist als ein erheblicher Theil unserer füddeutschen Genossen. Die füddeutsche Bourgeoisie, die, wie überall die Bourgeoisie, lebhafteres Klassenbewußtsein hat, als bis jetzt die Masse der Arbeiter, ist aus Klasseninteresse Im übrigen wird in ganz Süddeutschland nicht politisch zentralistisch, einbeitsstaatlich, gesinnt, wenn ein Genosse aufzutreiben sein, der nachweifen könnte, auch die Klugheit ihr gebietet, aus Rücksicht auf die Vorurtheile der daß etwa die Parteileitung und zu dieser gehöre ich von Masse der Bevölkerung und aus politischen Rücksichten, dies preußischem Korporalgeist befeelt sei und zu raiſonniren, zu öffentlich nicht zu laut werden zu lassen. dem. Parteitag ausgesprochen und später immer wieder wieder holt, sollten nur dazu dienen, auf die vorurtheilsvolle Stimmung eines großen Theils der süddeutschen Genossen zu wirken. Dies ist das Geheimniß. über den Frankfurter Parteitag. Schablonisiren und reglementiven suche. Diese Schlagworte, auf Zur Entgeguung. IV. Zuvor eine persönliche Erklärung: Bollmar hat letzten Montag in München eine Versammlung abgehalten, in der er dieselben Anklagen wiederholte, die er in den bekannten vier Artikeln der„ Münchener Post“ gegen mich Schließlich erhielt er ein Vertrauensvotum ausgestellt, für das er offenbar ein lebhaftes Bedürfniß empfand, bevor ich ihm noch geantwortet hatte. Ich verstehe, daß nachdem Vollmar durch seine Artikel in der Münchener Post" so vortrefflich " blieb ein forgloser, lachender, lustiger Gefährte, dienstwillig bei jeder Gelegenheit, vorausgeseßt, daß es ihm nicht zu viel Mühe machte, immer bereit, die Leute zu unterhalten, weil ihn das nichts tostete. Ale Spaßmacher war er von unbestreitbarer Bolltommenheit. Berdier führte ihn als Beispiel an, wenn er beweisen wollte, daß der Mensch nichts sei als ein vervollkommneter Affe. Frau Messant mochte ihn seines zynischen Tones und seiner ewigen Paradoren wegen nicht leiden. Die großen nationalen Einheitsstaaten sind eine der Vor bedingungen für die großkapitalistische Entwickelung. Daher jubelte die gesammte deutsche Bourgeoisie und zwar jene südlich der Mainlinie am lautesten Bismarck zu, als er 1867 den Norddertschen Bund und 1871 das Deutsche Reich gründete. Selbst Für die Art, wie die Parteileitung z. B. schablonisirt, während des Krieges von 1866 war die Sympathie der füdreglementirt und uniformirt, diene folgende Thatsache. Als die deutschen Bourgeoisie auf der preußischen Seite. Die Bourgeoisie fünchener Genoffen vor 2 Jahren die Hilfe der Partei für ihr ist in ihrer Entwickelung eine durchaus revolutionäre Blatt in Anspruch nahm.n, offerirten sie der Partei- Klasse, was im Kommunistischen Manifest von Mary und leitung die gänzliche Uebernahme ihres Blattes. Engels glänzend durchgeführt wird. Sie wird erst reaktionär, Die Berteileitung sollte also die Verwaltung in die Hand nehmen sobald sie zu ihrem Schrecken entdeckt, daß hinter ihr eine neue und die Redakteure einsetzen, sie hätte damit die Münchener Klasse, das Proletariat, entsteht, das auf ihre Beseitigung und Post" in der Hand gehabt. die Aufhebung aller Klassenberrschaft ausgeht. er, Clarens. Courbet endlich war alt geworden und lang- seinem Gewissen und den Armen nicht genug gethan, wenn weilte fich; mit einem Male war einer er von der Kanzel herab ein paar gute Worte an fie ges Eiche gleich, die von einer Legion unsichtbarer Würmer richtet hatte, auch nicht, wenn er ihnen die Almosen der ausgehöhlt wird, zusammengebrochen, um sich nicht Reichen in das Haus trug. Er war ihr Berather, ihr wieder zu erheben. So fiel René wieder in seine Verein Freund, ihr Bruder. Er besaß eine unendliche Geduld, wenn samung zurück, die ihm um so schmerzlicher war, als er sich es sich darum handelte, ihre Klagen anzuhören, eine unfür einige Monate von warmen Sympathien umgeben ge besiegbare Bähigkeit, wenn er sie gegen eine Ungerechtigkeit fühlt hatte. vertheidigen mußte, Ohne irgend eine andere Macht, als die seiner sittlichen Autorität, hatte er den Sohn einer vor nehmen Familie dahin gebracht, eine von ihm verführte junge Arbeiterin zu heirathen. Ein anderes Mal hatte er einer Wittwe, welche die Erben des Verblichenen auf legalem Wege völlig ausgeplündert hatten, die Mittel zu Nicht etwa, daß René die Gesellschaft der Eingeborenen verabscheut hätte! Er kanute unter ihnen auch René lachte wohl über seine Bossen, aber er hatte eine solche, die nach Kopf und Herz zu den Auserwählten viel zu hohe Meinung von der Freundschaft, um ihn seinen zählten. Aber schließlich theilte er ihren Geschmack, ihre Freund zu nennen. Wenn er Verlangen nach einem ernst Art, die Dinge anzusehen, nicht. Was sie begeisterte, ließ haften Gespräch hatte, wenn er sich jemand anvertrauen ihn talt und umgekehrt. Er als Freund der großen einem ehrlichen Leben verschafft. Die Großen des Landes wollte oder einen Rath wünschte, war es Verdier Joeen interessirte sich es Verdier Joeen interesfirte sich nicht für den Kleinstädtischen hegten ihm gegenüber etwas von jener Furcht, die stets in allein, an den er fich wandte. René verkehrte Klatsch, für die Kirchthurmsstreitigkeiten. Die Leute waren Ehrfurcht übergeht; die Armen und Geringen beteten nicht lange in der kleinen Kolonie der Geächteten: es giebt Feuer und Flamme, so bald es sich um Fragen ihn an. Er hatte aber nicht nur ein warmes Herz, nichts Flüchtigeres als diese Gesellschaften von Exilirten. der lokalen Politik handelte, in die sich einzumischen er besaß auch fröhliche Laune. Er hatte es gern, Derselbe launenhafte Wind, der die vom Stamme ge- er weder ein Recht noch überhaupt Luft hatte. Dagegen wenn luftig gelacht oder irgend jemand eine boss riffenen Blätter zusammenkehrt, fegt sie in in einem waren sie zurückhaltend oder gleichgiltig, wenn er versuchte, hafte Antwort zutheil wurde; er erzählte auch gern Augenblick auch wieder auseinander. Cayrolaz lang mit ihnen über die großen religiösen oder philosophischen Anekdoten. Bei alledem war er tolerant gegen diejenigen, weilte sich. Er fand die Schweiz unausstehlich. Es Fragen zu sprechen. Ein gewisses Etwas, einer dünnen welche nicht seines Glaubens waren, vorausgesetzt, daß er fehlte an Frauen, erklärte er. Er sah in seinen Eisschicht vergleichbar, trat stets dem vollen Ueberströmen fie als ehrenhaft und edel von Gesinnung erkannt hatte. Träumen den Orient mit Dbalisten und Huris be der Herzen und jener innigen Seelengemeinschaft entgegen, René und er waren sich zuerst in der Liebe zu den völkert, die bereit waren, ihm Liebesabenteuer und die die Bedingung und gleichzeitig der Bauber wahrer Armen und Enterbten begegnet, und wenn auch der eine neue, ungekannte Genüsse zu bereiten. Verdier träumte Freundschaft ist. aus einer göttlichen Quelle herleitete, was der andere aus dem leidenschaftlichen Gefühl der menschlichen Solidarität schöpfte, so waren sie sich doch auf dem Boden einer ges meinsamen Liebe schnell nahe gekommen. Sie sind Christ, ohne es zu wissen, sagte der Pastor zu dem jungen Manne. Brüderlichkeit ist nur die Bezeichnung Augen, seinem weißen Haar, der Laien für die christliche Liebe. Staar zu vergleichen war, der in Gesellschaft eines wilden das noch sehr dicht und kurz geschnitten war, bem stark Sie sind Sozialist, ohne es zu wollen, entgegnete ihm Schwanes seine Luftreise macht, auf und davon geflogen in entwickelten Rinn, dem kräftig gebildeten Munde bezeugte, René. Chriftus war cuch bis zu einem gewissen Grade das Land der Tausend und eine Nacht. Reclus, der, wie daß sich in ihm zwei Eigenschaften vereint fanden, die sich Sozialiſt, und Sie gehören ganz und gar nicht zu denen, alle großen Reisenden bei der Rückfehr von seinen Fahrten so oft gegenseitig ausschließen: Energie und Güte. Er be- die sich Christen nennen, die Christus aber kreuzigen würden, ein trauliches, behagliches Nest vorfinden wollte, baute sich schränkte sich nicht darauf, das Evangelium nur zu wenn er heute auf die Erde zurückkehrte. dann ein Haus an den sonnigen Gestaden des Golfes von predigen: er sette es in die That um. Er hatte sich vor ( Fortsetzung folgt.) davon, dort unter diese zurückgebliebenen Nationen die Infolge einer jener merkwürdigen Wahlverwandtschaften, Saat der Freiheit und der Revolution ausstreuen zu die jeder Borhersage spotten, war die Persönlichkeit, zu der können. Er wurde von der Jdee verfolgt, in Konstantinope!, René fich am meisten hingezogen fühlte, der Bastor in Kairo oder in Persien, überall wo ihm der Boden von la Tour de Peilz. Er war ein braver, alter günstig schien, Druckereien und Zeitungen zu gründen. Mann, der mit seinen lebhaft und sanft zu Eines Tages waren die beiden, von denen der eine einem gleichblickenden . Das Proletariat als Kind einer so revolutionären Klasse rvi« die Bourgeoisie, ist aber nsteder revolutionärer als diese. Zertriimmerte die Bourgeoisie überall wo sie unbeschränkt zur Herrschaft kam, die kleinen politischen Gebilde und schuf die großen Einheitsstaaten— England, J-ra»kreich. Italien, und bis zu einem gewissen Grade Deulschland— so geht das Proletariat über sie hinaus. Es hebt schließlich auch die großen National- staate» auf und gründet die allgemeine Völkerverbrüderung. Daher darf der klassenbewußte Proletarier, der klassen- bewußte Sozialdemokrat kein Partikularist mehr sein.. Ist er es dennoch, so hat er noch nicht die Einflüsse, die rückständige Produktions- und Lebensbedingungen aus ihn ausüben und sein Denken und Handeln mit bestimmen, abgestreift. Darüber müssen wir uns als Sozialdemokraten klar sein. Können wir die sozialen Zustände nicht beliebig modeln, weil das außer unserer Macht liegt, und können wir nicht verhindern, daß rückständige Produklionsznstände und Lebensbedingungen unsere Umgebung beeinflussen, so ist es aber als denkend« Sozialdemokraten unsere Pflicht und Schuldigkeit, uns selbst von den Vor- ur t h eil e n u n f ere r Um g e b n n g z u befreien und, nachdem wir uns selbst davon befreit haben, u st reden, auchunsereUmgebung davon zube- r e i e n. Wir müssen von unseren Parteigenossen fordern, daß sie nicht den Vorurtheilen Rechnung tragen, wohl aar ihnen entgegen- kommen, wie dies in derBudgetabstinrmungs- Debatte des Frankfurter Parteitages hervor- trat, sondern daß sie den Vorurtheilen ent- gegentreten, die Vorurtheilsvollen erziehen, lie aufklären, sie zu uns emporheben, statt zu ihnen hinabzu st eigen, selb st auf die Gefahr hin, daß unsere Fortschritte weniger rasch, dafür aber umso gründlicher sich gestalten. Ich habe nicht gesagt, wie die Berichte zum Theil mich sagen lassen, mir ist eine kleine Partei lieber als «! eine große, sondern mir ist«ine kleinere Partei lieber als eine große, in der eni großer Hause vollständig un- klarer Köpfe sich befindet; Mitläufer, wie Genosse Schippel sie . sehr richtig in seinem Artikel über den Parteitag in Nr. 43 des „Sozialdemokrat" nennt, die als Schwergewicht sich an uns hangen und die Partei in den Sumpf deS jammervollste» Opportunismus ziehen. Diese mein« Auffassung wird in der Partei weit getheilt, sie wird sogar hier und da im Vollmar'schen Lager geiheilt, in Um man über die Warnung vor dem Versumpfen und Verwässern sich lustig macht, aber mit der gehandhablen Taktik das Ver- suinpfen und Verwässern eifrigst betreibt. Diese Anklage erhebt ich so lange, bis sie hinfällig wird. Die Erkenntniß, daß diese partikularistische und opportunistische Richtung, die sich an die rückständigsten Elemente wendet und mit Rücksicht auf sie d i e A g i t a t i o n bis zur Ver- schleierung oder Verschiveigung der Partei« Prinzipien betreibt, so viel Boden in der Partei hat, und nach den Vorgängen ans dem Frankfurter Parteitag dem Anschein nach immer mehr Boden gewinnt, hat einen Theil unserer Genossen— und wahrlich nicht den schlechtesten— zu geradezu ungeheuerlichen Echlußfolgerungen getrieben. So den Elsasser Genossen, der in Nr. 41 des„Sozialdemokrat" in dem Artikel„Tie Eidesverweigerung in der elsässischcn Sozialdemokratie" schreibt: „M an steht hier vor einer Gefahr(der Konzession an den Unverstand), welche die ganze Partei in ver- schiedener Art und Weise bedroht, und welche bedenklicher für sie ist als neue NnSnahmegrsche." Diese Bedrohung der Partei charakterisirt der Schreiber kurz und bündig mit den Worten:„Dort führt einer knlturkämpferischc Reden, hier bewilligt ein anderer öffentliche Gelder zu kirchliche» Zwecken. Um die Bauern zu gewinnen, werden gelegentlich die grundlegenden Sätze des Kommunistischen Manifest es über das Eigen- thum abgeschworen. Verwerfung des Impf- zwanges, Vegetarianismus und Natiirheil- Methode erscheinen nicht selten unter Partei- flagge. Es hat oft den Anschein, als ob der Partei alle Dinge zum Besten dienen müssen". Derselben Schlußfolgerung wie der Elsässer Genosse gab Genosse Scköpstin in der bekannten Berliner Partei- Versammlung Ausdruck und man kann dieselbe Anschauung auf Schritt und Tritt in der Partei von den eisrigsten Genossen äußern hören. Es ist ein Znstand, der wahrhaftig zu denken. giebt, daß ein Tdeil der Genossen bereits so pessimistisch über die Verhältnisse in der Partei urtheilt, daß er ein Aus- Nahmegesetz als eine Art Rettung vor der Versumpfung betrachtet. Vor zehn Jahren, wo noch keine Gefahr der Versumpfung wie beute bestand, war es sogar Vellmar, der, als damals die Verlängerung des Sozialistengesetzes wieder aus der Tages- ordnung stand, im Züricher„Sozialdemokrat" eS für die revolutionärere Entwickelung der Partei für förderlicher fand, daß der Asu- nahmezustand erhallen bleibe. Das war damals und heule? Di« Partei hat also die Pflicht, die hier erörterte» Gesichts- punkte unausgesetzt im Auge zu behalten, die proletarisch-revolu- tionäre Auffassung zu erweitern und zu vertiefen und mit aller Entschiedenheit alle Bestrebungen zurückzuweisen, die auf Berwässerung und . Bersnnipfung gehen. Die Gefahr vor dem Rückfall in die partikularistische und opportunistische Rückständigkeit ist heute größer als je, an- gesickls des großen Hausens unsicherer, unklarer Kam tonisten, die sich Sozialdemokraten nennen, es aber nicht sind, angesichts des Bestredens, Anbänger um jeden Preis und mit allen Mitteln unter vollständiger Verleugnung des Klassenkampf- Eharaklers der Partei und ihrer proletarischen Wesenheit zu erober». Dies klar zu stellen, habe ich mit meinen Angriffen aus den Partikularismus, die Kleinbürgern und Spießbürgern bezweckt. die auch schon Genossen ergriffen hat, die auf ihre frühere Thäiigkeil hin in angesehene Vertrauensstellungen gelangten, in- folge ihrer kleinbürgerlichen Existenzweise aber allmälig das proletarische Klassenbewußtsein verloren, ihre geistige Ausbildung und Weiterbildung an den Nagel hingen und nur noch von den Brocken überwundenen Wissens leben und damit die Genossen und Nichtgenossen füttern. Ich nenne keine Namen, weil ich keinen persönlichen Streit haben will. Wer glaubt, daß er von mir gemeint sei, mag sich strenge prüfen und findet er, daß ich Recht habe, so mag er ent- weder andere Wege einschlagen oder einem jüngeren streb- sanieren Genossen seinen Platz räumen. Unsere Partei ist eine Partei des unausgesetzten Fortschritts auf allen Gebieten, wir befinden uns in beständiger geistiger Mauserung zu immer Höherer Erkenntniß, da brauchen wsr auch überall leitende Kräfte, welche mit dem Beispiel der Selbsterziebung vorausgehen. Man hat meine Anklage, daß kleinbürgerlicher Geist vielfach in unseren Reihen herrsche und kleinbürgerliche Verhältnisse, natürlich neben mangelndem Streben, das verschulden, damit zu widerlegen versucht, daß man antwortete: Die Tbatsache, daß viele tüchtige Genossen und Du selbst aus kleinbürgerlichen Ver- hältnissen hervorkamen, widerlegt Dich. Man hätte mit der gleichen Logik sagen können: Da Marx, Engels, Laffalle und andere in unseren Reihen aus Bourgeoisfamilien stammen, kann von einem Gegensatz zwischen Bourgeoisie und Proletariat keine Rede sein. Im übrigen habe ich schon weiter oben die Antwort gegeben, wie auch der Kleinbürger in unseren Reihen zum wirklichen konsequenten Sozialdemokraten werden kann und werden soll. Ich habe in meiner Berliner Rede weiter gesagt: Die Partei sei i» ihrer geistigen Entwickelung mehr in die Breite als in die Tiefe gegangen, wir hätten uns quantitativ sehr vermehrt, qualitativ nicht entsprechend verbessert. Das halte ich aufrecht. Ware es nicht so, die Befürchtung vor Versumpfung und Ver- Wässerung könnte nicht den Boden eingenommen haben, den sie in der Partei besitzt. Gewiß hat sich der Kern unserer Literatur bedeutend ver- bessert. Wollte ich das nicht zugeben, ich spräche eine Be- leidigung gegen die Männer aus, die als Urheber dieser Literatur anzusehen sind. Es wäre auch tief traurig, wenn es nicht so wäre. Aber neben dieser guten, auf der Höhe der Zeit stehenden Literatur, hat sich eine faule, seichte Literatur sehr breit gemacht, welche der guten gewaltig Konkurrenz macht und nach Ansicht sachverständiger Genossen vergleichsweise weitere Verbreitung findet, als unsere gute Literatur. Das ist bedenklich. Daß gegen diese Literatur schon prolestirt wurde und zwar in erster Linie wieder aus der Reihe der Berliner Genossen, ist erfreulich. Daß endlich auch im Zentralorgan die Praxis Platz gegriffen hat, was aus dem literarischen Markt erscheint, zu krilisiren auch wenn es von einem Parteigenossen erscheint, und nickt zu schweigen, wo man tadeln muß, ist ebenfalls ein Fortschritt. Aber daß man zu dieser Praxis kam, geschah, weil das Uebel schon seinen Höhepunkt erreicht hatte. Es ist ferner zu beachten, daß, um Massen, die heute zur Sozialdemokratie sich rechnen, mit sozialistischem Sauerteig zu erfüllen, ganz gewaltig mehr an guter Literatur und gutem Lesestoff verbreitet werden muß als früher, wo die Partei kleiner war. Ich bestreite, daß dies in entsprechendem Maße geschieht. Ein guter Theil unserer Agitatoren muß ebenfalls streben, weit mehr auf die Höhe zu kommen, als das bis jetzt der Fall ist. Diesen meist überarbeiteten in proletarischster Lebenslage befind- lichen Männern dies in jeder Beziehung zu erleichtern, muß sich die Partei zur Pflicht machen. Unbestreitbar ist auch, und es ist die größte Enttäuschung, die wenigstens ich seit dem Fall des Sozialistengesetzes erlebte, daß der Zuwachs an hervorragend tüchtigen, intelligenten Kräften, weit hinter der Ausdehnung der Partei zurückblieb. Was wir an solchen Kräften in den letzten Isünf Jahren gewonnen haben, läßt sich an den Fingern einer Hand abzählen. Wir haben alles aufzubieten, daß dieses anders wird. Ein Theil unserer Genossen ist gegen die sogen. Akademiker voll Mißtrauen erfüllt. Mag sein, gegen den einen und den anderen mit Recht, gegen die Akademiker an sich mit Unrecht. Es wurde schon auf dem Parteitag darauf hingewiesen, wo wohl die Partei geblieben, wären die Akademiker, welche die wiffenschairlichen Begründer des Sozialis- »ins sind, nicht gewesen. Eine Partei, welche die Erfahrungs- Wissenschaft zur Grundlage gesellschaftlicher Bildungen machen will, muß branchbare wissenschaftlich gebildete Männer begrüßen, wo sie für die Partei sich finde». Kommen diese als hochnäsige Berather. als Allesbesserwisser, behastet mit den Eierschalen bürgerlicher Denk- und Vor- siellungsweise zu uns, so setzen wir ihnen den Stuhl vor die Thür oder rathen ihnen, erst weiter zu lernen, bescheidener zu werden und dann wieder zu kommen. Treten sie aber als charaktervolle Jugend, von Idealismus und idealer KanipfeSlust getrieben, in unsere Reihen, ausgestattet mit jenem wissenschaftlichen Rüstzeug, das für wirksamen Geistes- kämpf unentbehrlich ist und das wir Autodidakten uns erst müh- selig erwerben mußten, und oft doch nur sehr unvollständig uns eriverben konnten, dann sollen wir sie willkommen heißen. Wir betrachten sie deshalb nicht als Wesen höherer Qualität, sondern kritisiren ihr Handeln so gut wie das aller andern. Beachten wir ferner, daß anch in den Reihen der akademisch Gebildeten der Kampf ums Dasein immer verzweifeltere Formen annimmt und daß Anhang in ihren Reihe» für uns gewinnen bedeutet, der bürgerlichen Gesellschaft nicht den schlechtesten Theil ihrer Ueberproduktion an Intelligenz abzunehmen und für unsere Zwecke nutzbar zu machen. Ich bin mrt meinen Ausführungen zu Ende. Nur noch wenige Worte. Als ich infolge der geschilderten Erfahrungen auf dem Frank- surter Parteitag mich zu dem sogenannten„Pronunziamento", meiner Berliner Rede entschloß, mußte ich auch dazu kommen, das, was in Frankfurt sich mir offenbarte, bis zu seinem Ur- sprung zu verfolgen. So gelangte ich dazu, daß manche Er- örterungen in meiner Rede Raum fanden, die für den ober- flächlichen Leser in keinem Zusammenhang mit dem Partei- tag zu stehen schienen. Griff ich nun in meinen Ausführungen dabei besonders Vellmar an, indem ich eine Person mit den von mir hervorgehobenen Erscheinungen n Verbindung brachte, so weil ich in ihm das eigentliche Haupt der Strömung sehe, die ich für verhängnißvoll halte und der Partei nachdrücklichst zur Beachtung denunziren wollte. Ich hoffte, ihn auf das Gebiet sachlicher Auseinander- setzungen drängen zu können, damit die Partei die Möglichkeit bekam, die sich gegenüberstehenden Anschauungen gründlich kennen zu lernen und darüber zu entscheiden. Endlich muß einmal Klarheit darüber geschaffen werden, ob die Partei fernerhin die alte Fahne weiter trägt, oder ob eine neue an ihre Stelle treten soll, auf welcher die Verleugnung des alten Klassenkampf« Standpunktes und der Opportunismus an die rückständigsten Eleniente entfaltet werden soll. Vollmar, welcher so gut wie der größte Theil der Partei- presse, meine Absicht erkannte, wich derselben aus. Er suchte de» Stiel umzudrehen, indem er mich der Partei als einen Menschen denunzirte, der aus den n i e d r i g st e» Beweggründen, aus„verletzter Eigenliebe", „unzugänglicher Rechthaberei und Selbst- Herrlichkeit" zu einem„Pronunziamento". zu einer„Fahnen- Erhebung" sich entschloß und die „Fackel der Zwietracht in die eigenen Reihen schleuderte". Was es mit diesen elenden Verdächtigungen für eine Be- wandtniß hat, mögen die Parteigenossen entscheiden, die diesen meinen Ausführungen gefolgt sind. Ich bin vorläufig fertig und zu weiterem Kampf bereit. Berlin, den 29. November lS94. A. Bebel. ltaUUMze MebevttkM. Berlin, den 30. November. Wozu die Eile? Tie sozialdemokratische Fraktion des Reickstages wird während des wesentlichsten und größten Theiles der Session zweier ihrer tüchtigsten Mit- glieder beraubt sein. Mit einem sonst nicht üblichen Eifer wurde das Gerichtsverfahren gegen die Genossen Stadthagen und Schippel beschleunigt. Heute wurde Genosse Stadt- bagen auf Grund des Urlheils des Reichsgericvts um 7 Uhr Morgens verhaftet und nach Plötzensce gebracht. Gleichfalls heute wurde das Urtheil gegen den Genossen Schippel, das auf 3 Monate lautete, vom Reichsgericht bestätigt. Wir bedauern, daß unseren Genossen die Möglichkeit entzogen wurde, im Kampfe gegen die Regierungsvorlagen zur Verschärfung des Preß- und Strafgesetzes theilzunchmen. Wir wissen aber, daß durch die Maßnahmen gegen die Ab- geordneten von Niederbarnim und Chemnitz wir moralisch fast so viel gewinnen, als das heute herrschende System verliert.— Das Neueste vom neuen KnrS. Zur Geschichte der Um- sturzvorlage bezeichnet die„Köln. Tolls-Ztg." die Angabe der Münchener„Allgemeinen Zeitung", daß. die Reslerungsaktion gegen den Umsturz von den Industriellen ausgegangen sei, die einen verstärkten Schutz gegen die sozial- revolutionäre Propaganda verlangt hatten, als int großen und ganzen richtig. Man habe jedoch vielleicht nur an zwei hoch-- mögende Herren in der Rheinprovinz zu denken, von denen besonders der eine, Freiherr von Stumm, einen großen Einfluß in Berlin besitze.„Später allerdings, nämlich im Herbst d. I., haben die ostelbischen Konservativen in dieselbe Kerbe gehauen. weil sie in Erfahrung gebracht hatten, daß der Gedanke schärferer Maßregeln gegen die Sozialdemokraten bei dem Kaiser auf großes Entgegenkommen zu rechnen habe. Den Konservativen dient« dieser Hebel aber mehr als Mittel zum Zweck, nämlich zuni Sturze Caprivi's." Jetzt liege aber auch den konservativen Kreisen sehr wenig mehr an einem Zustandekommen eines Anti- Umsturzgesetzes, und ohne das Drängen der Vertreter der Groß- Industrie wäre es nicht unwahrscheinlich, daß die ganze Aktion wieder aufgegeben wurde.„In Regierungskreisen verhehlt man die Verlegenheit über die Suppe, die man sich selber eingebrockt. gar nicht. Reaierungsmänner gestehen offen ein, das Anti- Umsturzgesetz muffe entweder so„schneidig" und scharf sein, daß der Reichstag es nicht annehme, oder es werde ein bloßes Schaugericht. Jetzt ist man natürlich bestrebt, ein Fahnvasser zu finden, in dem man zwischen dieser Scylla und Charybdis hindurch laviren kann. Freudigkeit hat niemand bei dem ganzen Unternehmen, selbst die Väter und Gevattern der geplanten Maßregeln bezweifeln den Erfolg. Allem Anschein nach geht man nur vor. weil man nach allem Vorhergegangenen sich des Rückzuges schämt; man glaubt sich schon zu wert engagirt zu haben, um ohne Schaden für die Autorität der Regierung zurück- gehen zu können." Perfide, wie eben die„Hamburger Nachrichten" sind, behaupten sie, diesmal in die Fußspuren der„Nordd. Allg. Ztg." tmeiid, daß die Debatte zwischen Vollmar und Bebel ein Täuschungsversuch der nach den Gesetzen gegen den Umsturz rufenden Politiker sei. Es wäre dem elenden Zeitungsgeschwister zu viel Ehre angethan, wollte man sie eines Wortes der Erwiderung würdigen.— Ein schneidiger Wind weht überall im Deutschen Reich. Auch die bayerischen Unter- und Oberbeamten spannen gemeinschaftlich ihre Kräfte an, das Vaterland vor dem Umsturz zsi retten. Nach dem bayerischen Vereins- gesetz dürfen Minderjährige politischen Versamm- luugen nicht anwohnen. Ein Schneidergeselle, der jüngst in einer Versaminluug zugegen war, aber erst im nächsten Monat 21 Jahre alt wird, erhielt ein Strafmandat von 10 M. Es ist das wohl der erste Fall, daß in dieser Weise vorgegangen wird. Wir wetten, der junge Mann wird der eifrigste Versammlungsbesncher in Bayern, sobald er erst einen Monat älter geworden ist. Wie viel Polizei wird da aber niehr gebraucht, wenn künftig jeder jung aus- sehende Versammlungsbesncher aus sein Lebensalter geprüft werden soll!— Die richterliche Praxis in Majestätsbeleidigung genau zu kennen, ist für jeden Sozialdemokraten, besonders tn den gegenwärtigen staatsrettnngsschwangeren Zeitläufen von Bedeutung. Neuerdings ist es vorgekommen, daß das Reichsgericht in Uebereiustimmuug mit der Strafkammer einen wegen Majestätsbeleidigung zur Untersuchnng gezogenen Angeklagten, der bei einem auf den Kaiser ausgebrachten och sich von seinem Sitze nicht erhoben hatte, freisprach. eber die Beurtheilung ähnlicher Fälle hat das Reichsgericht nach Mitthcilung der„Jurist. Wochenschrift" neuerdings folgende Grundsätze ausgestellt: „Die Beleidigung eines Monarchen kann darin enthalten sein, daß einer üblichen, von der Mehrzahl der Staatsangehörigen als schuldige Ehrfurchtsbezeugung betrachteten Huldigung mit einem Prot« st oder sonst störend entgegen- getreten wird. Eine derartige Huldigung liegt aber vor, ivenn Wahlversammlungen oder sonstige politische Versamm« lnngen der monarchisch gesinnten Parteien mit einem Hoch auf den Kaiser eröffnet werden. Als ein Protest oder als eine Störung kann es aber ferner betrachtet werden, wenn einzelne gleichzeitig und unberufen ein Hoch in anderer Richtung ausbringen. Ob in einem solchen Gebühren— je nach Lage des einzelnen Falls— eine Beleidigung zu finden, ist Sache der thatsächlichen Würdigung des ersten Richters. Die in dieser Beziehung getroffenen Festsiellungen erster Instanz sind mittels Revision nicht anfechtbar." Soweit ist die Sache ja klar. Man setzt sich der richter- lichen Verurtheilung aus, wenn man in einer Versammlung sogenannter Reichslreucr bei einem auf den Kaiser aus- gebrachten Hoch sitzen bleibt oder gleichzeitig ein Gegenhoch ausbringt. Dagegen sind die Richter augenscheinlich davon zurückgekommen, es als Majestätsbcleidignng gelten zu lassen, wenn etwa in einer sozialdemokratischen Versammlung die Anwesenden bei einem von anderer Seite in provokatori- scher Absicht ausgebrachten Hoch auf den Kaiser sich nicht von ihren Sitzen erheben.— Tie verstorbene Fürstin von Bismarck war während des deutsch-französischen Krieges, den ihr würdiger Gemahl durch Fälschung der Einser Depesche entzündet hatte, so „christlich", daß sie verlangte, alle Franzosen bis zu d e n K i n d e r n herunter müßten erschossen oder erstochen werden. Der biedere Gatte erzählte dies selbst schmunzelnd und hat es weiland durch eins seiner Hausreptilien— das„Büsch'chen"— in die Denkwürdig- reiten des Hauses Bismarck eintragen lassen. Wir erwähnen der„Anekdote" blos, weil jetzt sehr viel von der„christlichen" Gesinnung der verstorbenen Dame die Rede ist. Man muß sich das„Christenthum" dieser „edelsten"�Me»schensorte mitunter einmal ansehen.— Den Stand der österreichischen Wahlrcformfrage beleuchtet unser Wiener Korrespondent in dem folgenden Briefe: Gestern Abend hat die Regierung endlich eingestanden, daß sie mit ihrem Latein zu Ende ist, daß ihre Bemühungen, irgend eine Art von Wahlresorm allen drei Koalitionsparteien annehm- bar zu machen, definitiv gescheitert sind. Aber anstatt, wie sie verpflichtet wäre, einfach abzutreten, nachdem sie die von ihr selbst als„erste und wichtigste" bezeichnete Aufgabe nicht zu lösen vermag, macht sie sich die Sache bequem und stellt dem Wahlreform- Ausschuß anheim, zu leisten, was sie nicht vermochte. Und sie thut dies, ohne dem Ausschuß auch nur den Schatten einer Idee mit aus den Weg zu geben. Fürst Windischgrätz setzte auseinander, daß die Regierung für Arbeiter- kammern zu haben gewesen sei, daß aber von Seilen der Vertrauensmänner gewisser Parteien„gewichtige Bedenken' erhoben wurden, so daß dieser Weg keinen Erfolg verspreche. Darüber seien alle Parteien und die Regierung einig, daß„die Gewährung einer parlamentarischen Vertretung an die Arbeiter unter allen Um» ständen angezeigt sei". Die Regierung werde sich aber der„Berücksichtigung auch anderer Volksschichten" nicht wider- setzen. Mit einem Wort, es ist dem Koalitionsministerium Alles egal, wenn es nur am Ruder bleibt. Die politische Impotenz ist niemals in einer ärgeren Blamage manisestirt worden, als durch diese Regierung, welche die Luv Üvur aller österreichischen Staatsiveisheit in sich vereinigt. " Die Debatte im Ausschuß ergab, daß die Arbeiterkammern| Nachricht von diesem neuesten Gewaltstreiche der italienischen zum Sozialisten, daß er sah, wie eine ganze Schiffsladung heute bereits den Dümmsten schon zu dumm find. Einen Hinweis Behörden bekannt wurde. Der radikale Abgeordnete Cavallotti Getreide zum Zwecke der Hochhaltung der Preise ins von seiten des Abg. Fanderliß auf die Taaffe'sche Wahlreform richtete an Badaloni folgendes Schreiben: beantwortete Windischgräh, jener Entwurf sei eben heute zurüc " Lieber Badaloni! Troh der zwischen uns herrschenden eine Brotrinde betteln mußten. Meer versenkt wurde, während Tausende hungern und um gezogen worden; sie wollen das Gespenst aus dem Hause haben. Meinungsverschiedenheit bin ich ganz sicher, daß Du Dich selbst werden dem armen Volke durch solche Vorgänge die Augen Auch in Griechenland Als ob sie das retten könnte, und in Dir Deine Kollegen und die Bersammlung, der Du angehörst, Nunmehr beginnen die Ausschußverhandlungen, und die genügend respektirst, um auf Deine Ladung vor den Zwangs geöffnet werden. Parteien werden ihre Schacherbuden aufschlagen. Es ist domizil- Ausschuß eine freche Verhöhnung der Volksvertretung höchst unwahrscheinlich, daß sie mehr politischen Verstand und der Verfassung die Antwort zu geben, die diesen Herren anarchistische Gespenst bringt ein bürger. Ueber den Chicagoer Justizmord und das oder gar Rechtssinn haben werden, als ihre Regierung, gebührt. Der einzige Fall, in welchem der Artikel 45( welcher anarchistische Gespenst bringt ein bürger und es ist vorauszusehen, daß der Ausschuß gleich fläglich von der Immunität der Abgeordneten handelt) seine Daseins- liches Blatt in Amerika, der Milwaukeer Freischeitern wird wie die Regierung, eine Aussicht, die sich in den berechtigung erweist, ist gerade Dein Fall, d. h. der einzige Fall, denker" in seiner letzten Nummer( vom 18. November) an sehr sentimentalen Artikeln der Koalitionspreffe bereits spiegelt. in welchem die Verfassung das freie Volksmandat gegen die läßlich einer Trauerfeier zum Gedächtniß der Opfer jenes Was aber dann? Dann geht die Koalition zum Teufel und auf Rachepläne der Exekutivgewalt geschützt wissen wollte. Es schmachvollen Verbrechens, dessen Mitschuld die gesammte ihren Trümmern wird eine gründliche Wahlreform möglich. ist doch ganz klar, daß, wenn es gestattet wäre, die Bourgeoispresse aller Länder trägt, folgendes sehr verDaß die Ausschußberathungen nicht als Verschleppungs Jurisdiktion der Kammer und den Grundvertrag mit Füßen zu nünftige Urtheil: manöver benützt werden, dafür werden die Arbeiter Desterreichs treten, um einen Abgeordneten, nur auf grund persönlicher Man mag über die anarchistische" Agitation urtheilen, wie sorgen. Aber nicht nur die Arbeiter, die gesammte Bevölkerung, Rachegelüfte, nach Ustica zu schicken, eher als Du, eher als so man will, sie, wie wir es thun, als höchst unglücklich und die den Kaiser mit eingeschlossen, bat es satt, sich von der Koalition viele ehrliche Bürger, die ein reines und teusches Familienleben Arbeitermaffen irre führend, entschieden verurtheilen, es ist und hinhalten und unter nichtigsten Vorwänden nasführen zu lassen. führen, die niemals von gefälschten Dokumenten Gebrauch ge- bleibt eine Thatsache, daß der sogenannte Anarchisten". Schließlich fragt man sich überall, ob es denn wirklich nothwendig macht haben, niemals Staatsgelder aus den Banken stahlen, sich Brozeß unserer Republit zur Schande gereicht sei, das Land in ewiger Unruhe zu erhalten, nur um ein paar niemals bemühten, einem Lumpen einen Orden zu verschaffen, nie- und einen mehrfachen Justizmord zur Folge hatte, wie liberalen Strohtöpfen mehr ihre Mandate lebenslänglich zu mals gewisse klienteln hatten, niemals standalöse Staatsgeschäftchen er in in feinem Rechtsstaate möglich sein sollte. Heute garantiren. machten, niemals mit Staatsgeldern ihr Dienstpersonal besoldeten noch hat man keine Ahnung, auf wen der ominöse BombenIm ungarischen Parlamente kam es zu großen daß, sage ich, eher als Du, viele andere vor die Zwangsdomizilwurf auf dem Chicagoer Heumarkt zurückzuführen ist. Den erregten Debatten wegen der Subventionirung eines Theaters, Ausschüsse geladen werden müßten. Was in der Kammer be Angeklagten wurde wohl nachgewiesen, daß sie in Wort und das auch Vorstellungen in fremder Sprache geben soll. Seit wiesen werden soll und sollte es bei den Haaren herber- Schrift eine revolutionäre Propaganda zu fördern suchten, aber gezogen werden müssen wenn Dein Fall zur Erörterung ge- nicht, daß sie mit dem Bombenwurf auch nur das geringste zu Jahren besitzt Budapest, eine Stadt mit mehr deutschen als langt! Denn Geduld ist eine schöne Sache, jawohl und man thun hatten. Durch sophistische Dehnung und Deutung des Buchungarischen Bewohnern, blos magyarische Theater. Nun hat genug Geduld gehabt, aber alles hat eine Grenze, und stabens des Gesetzes, so daß eine unmittelbare Urheberschaft anfürchten die Stockmagyaren, welche alle nichtungarischen das Maß ist voll. Dein treuer Felice Cavallotti." genommen werden konnte, wurden Geschworene, die nicht GeNationalitäten brutal unterdrücken, daß ihre Magyarisirungs- Dieser Brief wirkte, als er in die Deffentlichkeit fam, wie eine rechtigkeit üben wollten, sondern als Werkzeuge für einen arbeit unter den fünfzig eventuell in deutscher Sprache Bombe. Natürlich war Crispi gezwungen, jenen delirirenden Racheakt der Justiz" sich hingaben, veranlaßt, ein stattfindenden Theatervorstellungen leiden könnte, wodurch Präfekten schleunigst an die Luft zu befördern, der so ungeschickt Urtheil zu fällen, wie es in der Geschichte des Hechtes beispiellos fie ihrer Politit selbst das ärgste Armuthszeugniß ausstellen. gewesen war, den Abgeordneten Badaloni erst vor die Zwangs- dasteht, und eine Massenbinrichtung zur Folge hatte, Mit einer kleinen Majorität wurde die Subvention des Domizilkommission zu zitiren, nachdem die Kammern bereits zu die aller Humanität und jedem Rechtsbewußtsein sammengetreten waren und die verfassungsmäßige Immunität ohn spricht. Theaters dann beschlossen. jenen Abgeordneten also selbstverständlich schützte. Nicht seine Für uns waren die Spieß und Konsorten niemals die Von einem ,, neuen Dreibund" faselt die edle Zunft anständige Gesinnung, nicht seine Achtung vor den verfassungs. Christusse, wie sie jetzt der Märtyrerruhm dazu erheben will; der Kannegießer, die bekanntlich eine Abtheilung des weit- mäßigen Rechten des italienischen Volkes haben Crispi veranlaßt, ihre ganze Agitation erschien uns im Gegentheil, obschon wir ein verbreiteten, von Ehren- Bachem befehligten Clanes der jenem verlumpten Präfekten den Laufpaß zu geben, sondern ehrliches Wollen nicht in Abrede stellen, höchst unklug und verBlechschmiede bildet. Der neue Dreibund", das soll lediglich die Furcht vor einem Riefenſtandal in der Kammer, berblich. derblich. In bewußtem oder unbewußtem Demagogenthum der ihm aber doch jedenfalls nicht erspart bleibt. stachelten sie die wildesten Volksleidenschaften auf, ohne mit England, Rußland und Frankreich sein. Nun, vorerst " " ist der Zwei bund noch nicht fertig. noch nicht fertig. Und der„ alte Zum Fall Ungern- Sternberg. Ueber den großen Thatsachen irgendwie zu rechnen, während sie doch wissen mußten, reibund" ist so wacklig, daß kein Mensch in seinen" fünf Dynamitardenprozeß in Lüttich wird den daß schließlich nur Unheil die Folge dieser systematischen AufSinnen daran denken fann, einen neuen zu machen. In Baseler Nachrichten" aus Brüssel unterm 26. November wiegelungen sein konnte. Wir begreifen aber, daß sich nun die Legende dieser Männer, die so frevelhaft zum Tode tamen, be England pfeift man beiläufig gerade lustig auf den weis geschrieben: mächtigte, und man muß sich alle die Uebertreibungen, die bei bund" wie auf den„ Dreibund". Und um das Pfeifen Endlich ist das Ergebniß langer Untersuchungen in dem großen diesen Gedächtnißfeiern mit unterlaufen, als eine natürliche, nicht zu hören, muß man eben zum Glan der Blechschmiede Dynamitardenprozeß bekannt. 16 Angeklagte sind schließlich vor durchaus erklärbare Folge dieser Gewaltjuftig gefallen laffen. die Anklagekammer verwiesen, unter ihnen der eigentliche Auftifter Den Anarchismus" hat man so gewaltsam gehören. des ganzen Komplottes, Cyprien Jakolkowski, alías Baron gezüchtet, ihm, von dem man sonst in dieser Republit garFrankreich. Der Fall Mirman". hat sehr rasch von Sternberg, 29 Jahre alt, geboren in Bopow, Rußland, nichts wußte, erst eine Bedeutung verliehen. Man schuf ge und auf sehr natürliche Weise seine Erledigung gefunden. gegenwärtig im Gefängniß zu St. Petersburg internirt. waltsam Revolutions heilige. Der Soldat" Mirman wurde vom Arzt untauglich Jatolfowsti, dessen Auslieferung Rußland verweigert, wird Gewiß hat man in Amerika, wie in Europa, den für den Militärdienst erklärt- möge der Abgeordnete gilt von dem Holländer Cornelissen, der mit Bliegen wegen burch das Märtyrerthum Unschuldiger. Schon ehe die in contumaciam abgeurtheilt werden müssen. in contumaciam abgeurtheilt werden müssen. Dasselbe Anarchismus" tünstlich gezüchtet. Und nicht erst Mirman sich um so tauglicher erweisen! Ein groß der mährend die aufreizender Artikel in Anklage versezt ist, während die übrigen artiger Preßstandal, ein journalistisches Panama, wegen Theilnahme an einer Verbindung von Missethätern, Chicagoer Anarchisten" ernsthaft von sich reden machten, ift in Paris ausgebrochen. Geschrieben wird darüber: in der Absicht, Attentate gegen Personen und Eigenthum zu hatten in verschiedenen Städten Amerika's notorische, Der Revolver- Journalist Declercq fikt in Mazas und begehen, angetlagt find. Dahin gehören Berg, die beiden seinerzeit von dem ehemaligen Großmeister der Arbeitsritter der politische Direktor des„ XIX. Siècle", Edouard Portalis, Chegatten Schelbach und vier untergeordnetere Werkzeuge Jakol Powderly gebrandmarkte Lockspiel die Arbeiter hat flüglich das Weite gesucht. Der„ XIX. Siècle" schweigt fowsti's, welche wegen des gegen das königliche Theater in zu anarchistischen" Attentaten aufgefordert, lediglich vorsichtig über den ganzen Handel, allein der Name Portalis, Lüttich begangenen Attentates in Anklagezustand versetzt wurden. in der Absicht, die Sache der Achtstundender noch gestern über dem Titel des Blattes prangte, ist heute Jafollowsli und verschiedene seiner Spießgesellen sind überdies Bewegung in Verruf zu bringen. verschwunden. Ein Mitarbeiter des" Paris", de Nouvion, hat die des Attentates in der St. Jacques- Kirche, der Explosion am Hause Stelle des Chefredakteurs des XIX. Siècle" übernommen. Jeßt, des Bürgermeisters von Lüttich und vor allem des Attentats in der Der Hallunke, der die Heumarktbombe schleuderte, ist da die Revolver- Journalisten unschädlich gemacht worden sind, Rue de la Paix und des Mordversuchs gegen Herrn und Madame übrigens nicht unbekannt. Obgleich er nicht mehr lebt, wagen es die Opfer ihrer Erpressungen, ihre Klagen laut werden zu Ranson und Dr. Bodard angeklagt. 6 der vor die Anklagekammer so haben doch gewisse persönliche oder Familienrücksichten laffen, und so erfährt man, daß Portalis und Declercq nicht nur dem verwiesenen werden außerdem wegen des Dynamitdiebstahls in bisher die öffentliche Nennung des Namens verhindert. Direktor des Cercle franco- americain" 70000 Frts. erpreßt Chevron verfolgt. Es ist charakteristisch, daß nur 4 von den 16 Gewiß ist aber, daß der Morbbube im Solde der hatten, 40 000 Frts. baar und 30 000 Frts. in furzfristigen Angeklagten Lütticher find; alle übrigen mit Ausnahme des Polizei und der Kapitalisten stand und Wechseln, sondern auch den Versuch unternommen hatten, die russischen Barons" find Deutsche. Den Verdacht, daß Stern- eine Bombe warf, um die tapitalistische Leiter aller Pariser Spielklubs zur Zahlung eines jährlichen berg, sei es im Auftrage, sei es aus Sportliebe oder um Gesellschaft zu retten. Schweigegeldes von 150 000 Frts. an ein Preßfich Geldmittel durch Raub zu verschaffen, den Lockspiel Syndikat zu veranlassen, was jedoch abgelehnt wurde. Die gespielt, scheint die Untersuchung im Ganzen Die Japanesen fühlen sich als GSieger. Ein Friedens nächsten Tage dürften wohl noch neue Enthüllungen über das bestätigt zu haben. Wenigstens hat dieselbe er unterhändler, den die Chinesen nach Yokohama geschickt Treiben der Revolverpresse bringen. geben, daß alle feine Mitangeklagten feinen Attentats hatten, wurde, weil er fein Chinese( der Mann heißt DeDie Sache tam gestern in der Kammer vor. Die plänen gegenüber sich I ange widerstrebend Regierung versprach rücksichtsloses Einschreiten. Der oben hielten, daß manche bis zulegt seinen An- tring und ist dem Namen nach wahrscheinlich Engländer), genannte Portalis ist ein seit Jahrzehnten berüchtigter reigungen widerstanden, andere nur widerwillig und von dem japanischen Ministerpräsident gar nicht empfangen. Abenteurer. Seit obige Notiz geschrieben war, find in beschränkter Weise seinen Instruktionen folgten. Sternberg Die Japaner sollten sich des Sprichworts erinnern: Hochmehrere neue Verhaftungen worden. hatte einen vollständigen Plan zu einer gleichzeitigen Indieluft- muth tommt vor dem Fall". Weder England noch Rußvorgenommen Was man bis jetzt weiß, ist übrigens jedenfalls nur sprengung der Hauptgebäude Lüttichs entworfen, deffen Ausland werden dulden, daß der Sieg über China allzu weit ein winziger Theil der Wahrheit; und es steht bereits ührung nur deshalb unterblieb, weil seine Helfershelfer ihm die ausgenügt wird. Gefolgschaft versagten. Der Prozeß gelangt in der am feft, daß die Revolverhelden auch mit Behörden und 7. Januar 1895 beginnenden Geschworenensession zur Vernamentlich der Polizei in Verbindung standen, von denen handlung." fie Material für ihre schändlichen Praktiken empfingen. Die Der Zwischenfall Englands mit der Republik Liberia Korruption der kapitalistischen Gesellschaft tritt hier wieder ist beigelegt. Nach in Liverpool eingetroffenen Briefen gehörten es, die der erste Staatsanwalt zu Frankenthal( Pfalz) wegen VerFahnenflüchtige. Nicht weniger als 61 junge Leute sind einmal recht anschaulich und handgreiflich zu Tage. Ein die Boote, auf welche am 7. d. ein liberianisches Kanonenboot legung der Wehrpflicht auf den 29. Dezember vor die Frankenthaler Redakteur des sozialistischen Peuple" in Lyon, Monsieur schoß, nicht zu dem englischen Schiffe Ambriz", sondern waren Straftammer geladen hat. Der Aufforderung werden allerdings nur Crozier, ist wegen Cafimir Beleidigung zu 4 Monaten Boote der Eingeborenen, welche dem Dampfer entgegenruderten. wenige folgen, da die Ausgewanderten auf die Freuden des Gefängniß verurtheilt worden. Casimir Perier wächst sich Sämmtliche Personen, welche getödtet wurden, waren liberianische Militarismus verzichten und in Amerita sich ohne Pickethaube immer mehr zum Bismarck aus. wohler fühlen. " Unterthanen. 210 Soziale Ueberlicht. Duellirende Politiker. Aus Madrid wird telegraphirt: Gegen die Konsumvereine. In Reichenbach i. B. Infolge eines Vorfalles in der Kammer schickte der Kolonial- wurden der Vorsitzende und sechs Lagerhalter zu 40-150 Mart minister Abarzuza dem Republikaner Salmeron feine Beugen.- Geldstrafe verurtheilt wegen unbefugten Branntweinausschants. Der Ausnahmezustand über Barcelona soll in der nächsten Woche aufgehoben werden. Für die militärische Spionage gilt dasselbe Gesetz wie für die großen und fleinen Diebe. Die kleinen Spione werden gehängt( erschossen oder eingekerkert) die großen läßt man laufen. Die militärischen Attaché's aller Gesandtschaften betreiben notorisch die höhere Spionage das ist überhaupt ihr einziger amtlicher Daseinszweck. Wie in Serbien Politik gemacht wird, zeigt die Französische Blätter verlangten nun dieser Tage im Spionenfieber, man solle die militärischen Attaché's der folgende Depesche aus Belgrad: Der Ministerpräsident Christic verständigte den Präsidenten fremden Gesandtschaften sich vom Hals und über die Grenze des liberalen Zentralausschusses Avakumovic, er werde alle Mittel schaffen. Hiergegen läßt nun die Regierung in ihren in Anwendung bringen, die liberale Partei gänzlich unmöglich Organen erklären, das gehe nicht. Natürlich geht's nicht. zu machen, wenn die Partei Ristic wieder an die Spitze ftelle Denn diese höhere Spionage ist international und steht und Ristic in seiner feindseligen Haltung gegen den König verunter dem Völkerrecht. Crispi und der Fall Badaloni". Aus Rom schreibt man uns: harre. Studentendemonstrationen gegen den reaktionären Professor Georgjewitsch, den früheren Unterrichtsminister, haben an der Belgrader Universität stattgefunden. Auch in Rumänien sieht die Regierung sich zu sozialer Gesetzgebungsarbeit gezwungen. Sie hat dem Parlamente einen Gesetzentwurf über die Versicherung der Arbeiter gegen Unfälle zugehen lassen. Crispi mußte einen Präfekten, der gegen einen sozialistischen Abgeordneten allzu scharf vorgehen wollte, auf telegraphi schem Wege seines Amtes entheben. Das Wunder trug sich folgendermaßen zu: Der sozialistische Abgeordnete Badaloni war auf Veranlassung des Präfetten von Rovigo vor die berüchtigte Zwangsdomizil- Kommission" zitirt worden und war auf dem besten Wege, als„ politischer Verbrecher" verschickt zu werden. Der Präfekt von Rovigo- Pennino heißt er ist eins der elendesten Subjekte In Bulgarien hat die Regierung einen Gesezentwurf in ganz Italien. In Neapel, wo er Polizeichef war, wäre er für die Errichtung von Arbeiterkammern angekündigt. von der wegen seiner Heldenthaten" erbitterten Bevölkerung Ehe wir ein Urtheil abgeben, wollen wir erst sehen, was einmal faft gefteinigt worden, und Crispi, der auch damals für Rammern" das sind. Minister war, mußte ihn rasch zur Disposition stellen. Später • Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. New- York, 29. November. In Lima haben die Regierungs. truppen die Insurgenten unter Seminario geschlagen. und der Polizei kam es zu einem Zusammenstoße, wobei 1 Person Rio de Janeiro, 29. November. Zwischen Nationalgarden und der Polizei kam es zu einem Zusammenstoße, wobei 1 Person getödtet und 5 verwundet wurden. " ( Depeschen- Burean Herold.) Wien, 30. November. Das Amtsblatt" meldet die morgen früh 7 Uhr erfolgende Eröffnung des Telephonverkehrs zwischen Wien und Berlin. Brüffel, 30. November. Die sozialistische Rammerfraktion stellte ein Manifest her, das bei der Budgetdebatte bei dem Artikel Zivilliste verlefen werden soll. Madrid, 30. November. Der Republikaner Salmeron ver anlaßte in den Cortes einen stürmischen Zwischenfall, indem er erklärte, das ganze parlamentarische Regiment sei so vordorben und forrumpirt, daß die Republikaner zu den gewaltsamiten Mitteln greifen müßten, um ihre Ziele zu erreichen. Auf diese Erklärung fandte ein poffibilistischer Abgeordneter Salmeron seine Beugen. werden. London, 30. November. Standard" publizirt einen großes Aufsehen hervorrufenden Artikel über die von Japan geforderte fam er als Präfekt nach Syrakus und erwarb sich auch dort Unfere unvernünftige Wirthschaftsordnung wird Kriegsentschädigung. Es wäre möglich, schreibt das genannte solche Sympathien", daß er, so oft er sich öffentlich zeigte, aus- durch die folgende Nachricht grell beleuchtet: Blatt, daß sich die japanische Regierung mit der Abtretung gepfiffen wurde. Unter dem Ministerium Rudini- Nicotera wurde In Patras, Pyrgos, Palos und anderen Orten des Pelo- einiger chinesischer Inseln zufrieden geben würde; dadurch aber die China's verlegt Integrität er nach Grosseto und nach Campobasso gefchickt, aber überall ponnes sind Maffenversammlungen abgehalten worden, in denen würde machte er sich unmöglich und mußte schließlich des Amtes ent- einstimmig legislative Maßregeln zur Aufspeicherung und Bernich- Eine hohe Kriegsentschädigung sei deshalb von vornherein segt werden. Dem ehrenwerthen Giolitti gebührt der Ruhm, tung eines bestimmten Prozentfazes der Korinthen- auszuschließen, weil China fie nicht bezahlen tönne. Unter den die braven Bürger von Rovigo mit diesem Mustermenschen Ernte verlangt wurden, um auf diese Weife die obwaltenden Umständen erhielte die chinesische Regierung von beschenkt zu haben. Und dieser traurige Gefelle, der den Preise zu heben. Die Abgeordneten wurden aufgefordert, den europäischen Börsen tein Geld. Man müffe es als ein von größten Theil der Woche sinnlos betrumfen ist, hatte den Muth, ohne Parteirücksichten solche Maßregeln zu unterstüßen. Eine allen europäischen Mächten angenommenes Prinzip betrachten, unseren Genossen Badaloni, einen der geachtetften und beliebtesten ähnliche, von Trifupis in der legten Session eingebrachte Bor- daß, wenn China auch die Kosten seiner Unfähigkeit tragen Politiker Italiens, zu Zwangsdomizil verurtheilen zu wollen! lage ist verworfen worden. müsse, die Existenz des chinesischen Reiches in teinem Fulle bedroht Ein Schrei der Entrüstung ging durch das ganze Land, als die Bekanntlich wurde der große Utopist Fourier dadurch werden dürfe. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Gierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 280. Sonnabend, den 1. Dezember 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Tokales: Die Sprechstunde des Rechtsanwalts wird heute 74 bis 84 Uhr Abends abgehalten. von Die Wirkung des Boykotts wird heute wiederum von zwei Ringbrauereien mit vielem Schmerz und wenig Fassung befundet. Aus der Brauerei Friedrichshain tönt es wie folgt im Handelstheil des Börsen Kouriers" wieder: " Wir haben bereits mitgetheilt, daß die Aktienbrauerei Friedrichshain nicht in der Lage ist, für das am 30. September beendete Geschäftsjahr eine Dividende zu vertheilen. Leider gestaltet sich der Abschluß noch ungünstiger, indem der felbe, wie uns mitgetheilt wird, einen Fehlbetrag von einigen 70 000 Marf ergiebt. D, jerum! = = M Konfituren während der Zeit von 5-10 Uhr Vormittagg und von 12-2 Uhr Nachmittags; b) der Handel mit Fleischwaaren während der Zeit von 5 bis 10 Uhr Vormittags; c) der Handel mit Kolonialwaaren, mit Vorkostwaaren, mit Brennmaterialien, mit Bier und Wein, mit Tabak und Zigarren während der Zeit von 8-10 Uhr Vormittags. d) der Handel mit Blumen während der Zeit von 7-10 Uhr Vormittags und von 12-2 Uhr Nachmittags, e) die Zeitungsspedition während der Zeit von 4-9 Uhr Vormittags. schützen und vor dem Verderben zu bewahren!" ruft er den Mitbürgern" warnend zu. Der Fröbel- Verein" hat es aller auf seine Volkskindergärten" zu lenten. Diese erfreuen sich dings nöthig, die Aufmerksamkeit des Publikums nachdrücklichst gegenwärtig unter all' den ,, wohlthätig gemeinnütigen" Unternehmungen, mit denen die Bourgeoisie das leib liche und geistige Glend des Proletariats bekämpfen zu können meint oder vorgiebt, beinahe der geringsten Beachtung und gleichen schon lange mehr dem Veilchen, das im Verborgenen blüht. Daran wird auch durch den Umstand nicht viel geändert, daß gerade in neuester Zeit( 1890 und 92) die Volks- Kindergärten" um zwei vermehrt worden sind. Es ist ihnen überhaupt 3. An den übrigen Sonntagen im Dezember d. J.( 2. und merkwürdig ergangen, den Fröbel'schen Ideen. Fröbel's Kinder- 9. Dezember), sowie am 26. Dezember d. J., dem zweiten Weihgärten" wurden 1851 infolge eines Mißverständnisses, das nachtstage, finden lediglich die allgemeinen Vorschriften über die die Beschränktheit der Bureaukratie in ihrem vollen Glanze Feststellung der Zeit zur Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen zeigte, von der preußischen Regierung als unchriftlich und Arbeitern im Handelsgewerbe Anwendung. Die Norddeutsche Brauerei Attiengesell verboten. Niemals ist einer unschuldiger in Bann und 4. Alle mit den vorstehenden Festsetzungen nicht in Einklang fchaft jammert: Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die Acht gethan worden als der gottesfürchtige, kindlich fromme stehenden Vorschriften früherer Verordnungen bleiben außer AnBerlinische Brau Industrie ein sehr ungünstige 3. Hohe Fröbel, der wirklich kein Wäfferchen zu trüben vermocht hätte. wendung. Preise der Rohmaterialien, ein naßfalter Sommer, all Seine Kindergärten waren sogar von Anfang an recht geeignet, Wie ist der Bußtag im königlichen Schloß begangen gemeine Arbeitslosigkeit und der Boykott seitens Vorschulen der Muckerei und Bigotterie zu werden, und sie sind worden? In unserer geftrigen, unter dieser Stichmarke geder hiesigen sozialdemokratischen Partei haben zusammengewirkt, auch bis zu einem gewissen Grade stets etwas Derartiges ge- brachten Schilderung der Arbeitsverhältnisse im föniglichen Schloß daß wir außer den zu Abschreibungen verwendeten Beträgen wesen, auch bis in die Gegenwart hinein, wenngleich in ihnen befindet sich insoweit ein kleiner Irrthum, als die Zahl der leider feinen Gewinn( i. 2. 3 pet.) zu vertheilen in der die religiös- sittliche" Seite der Erziehung nicht einseitig als die Maurer und nicht die der Gesammtarbeiter am Schloßbau sich Lage sind. Ging das Geschäft bis gegen Ende April cr. auch Hauptsache angesehen wird. Jenes Verbot wurde erst 1860 auf anfangs auf etwa 150 belief und zur Zeit etwa 40 beträgt. Wir ganz befriedigend und brachte bis dahin einen Mehrabsatz von gehoben, wohl mit infolge der Agitation, die der Berliner forrigiren hiermit diesen, auf ein Weißverständniß der uns zuungefähr 2000 Hektoliter, so mußten wir unter dem doppelten Zentralverein für das Wohl der arbeitenden Klassen" Ausgang gegangenen Schilderung zurückzuführenden Irrthum, der die geDruck des bekannten, im Mai cr. ausgebrochenen Boytotts, der fünfziger Jahre für die Fröbel'schen Ideen in Szene setzte, sammten Arbeitsverhältnisse am Schloßbau zwar im gleichen wie namentlich auch infolge der überaus ungünstigen Witterung nachdem andere schon vor ihm dasselbe versucht hatten. Licht wie heute erscheinen läßt. Im ganzen mögen noch gut in den Commermonaten in unserem Absatz erheblich leiden, so Damit begann die eigentliche Blüthezeit der Kindergärten, die 100 Arbeiter bei den Renovationsarbeiten am Schloß unter den daß der ursprüngliche Mehrabsatz sich in einen Minderabsatz von jetzt, wie gesagt, längst vorüber ist. In Berlin hatten die gestern von uns geschilderten Verhältnissen beschäftigt sein. 5179 Hektoliter verwandelte. Kindergärten noch vor Mitte der 60er Jahre, von zahlreichen Der Baurath Blankenstein, der aus seiner Zeugenschaft Die ungeschickte Ausrede mit dem nassen Wetter verzeihen Vereinen, von den Volksschullehrern und auch von der Kommunalwir der Norddeutschen Brauerei, wie wir sie anderen Brauereien, verwaltung gefördert, eine solche Ausdehnung und Bedeutung ge- in dem fürzlich verhandelten Daminmühlenprozeß dem Publikum denen auch gerade bis zum Beginn des Boykotts heiterer Sonnen- wonnen, daß 1864 sogar in der Stadtverordneten- Versammlung genauer bekannt geworden ist, soll der Staatsbürger- Zeitung" schein gestrahlt hatte, in Gnaden verziehen haben. Wir nehmen beantragt wurde, allerdings ohne Erfolg, die Stadt solle die Er zufolge in einer fürzlich abgehaltenen geheimen Sigung der nur noch kurz davon Notiz, daß der nominelle Betriebsgewinn richtung Fröbel'scher Kindergärten auf eigenes Risifo in die Hand Stadtverordneten seinen Abschied erbeten und widerspruchslos fich gegen das Vorjahr um 125 378 M. verringert hat und be- nehmen und armen Kindern den Beitrag theilweise erlassen. erhalten haben. Es verlaute auch mit großer Bestimmtheit, der Chef der merken der Norddeutschen Brauerei, daß sie um so eher Ursache Der erste Volkskindergarten" Berlins wurde 1863 eröffnet. gehabt hätte, sich vom Ring fern zu halten, als sie sich bereits Man versprach sich schon damals von einer solchen Ein- Tiefbauverwaltung, Baurath Hobrecht, werde dem Beispiel seines im vorigen Jahr im Kampf mit der Arbeiterschaft arg die Finger richtung neben Erfolgen auf pädagogischem Gebiete noch Kollegen vom Hochbau sehr bald folgen. verbrannt hat. allerlei andere Vortheile, die mehr auf sozialem Gebiete Mit dem heutigen Tage wird der Nachtwächterdienst in liegen, was bei der Mitwirkung des famosen 3entral- der IV. und V. Polizeihauptmannschaft aufgehoben und es treten Am Ende ihres Lateins ist die kapitalistische Weltordnung, vereins" selbstverständlich war. Die Erwartungen gingen nicht alsdann auch in diesen Revieren Privat- Nachtwächter ein. Die die herrliche, für die wieder einmal der Feldzug gegen den Um- in Erfüllung und würden auch nicht in Erfüllung gegangen sein, Wirthschaftsgenossenschaft der Grundbesizer hat nunmehr die sturz riskirt werden soll, selbst nach den Schilderungen der staats- wenn sich die Begeisterung für die Fröbel'schen Ideen im all Organisation des Nachtwachtdienstes soweit beendet, daß mit treueſten Blätter. Dem steifzöpfigen" Hamburgischen Korrespon- gemeinen und für die" Boltstindergärten" im besonderen später jenem Tage aus den Reihen der entlassenen obenerwähnten Bedenten", für den Alles, was jenseits von Soll und Haben liegt, gesteigert hätte, statt zu finten. Wenn gegenwärtig eine Neur amten die Privatwächter entnommen werden und im April 1895 ein Gräuel sein sollte, wird über das Glend in Berlin belebung des Intereffes versucht wird, so darf man annehmen, will die Genossenschaft bereits bewirkt haben, daß Berlin bei eine Schilderung gegeben, die, so wenig so wenig übertrieben daß das soziale Moment nunmehr dabei den Haupt beweg- Nacht ausschließlich von Privatwächtern behütet wird. Indessen sie auch ist, sich dennoch seltsam genug ausnimmt in dem Organ grund bildet. Der Aufruf ist auch ganz danach gehalten. Viel- denken die brotlos gemachten Nachtwächter weiter über die Für desselben„ Ehrbaren Kaufmannes", der im Jahre 1890 so tapfer leicht gelingt es ihm wirklich, der bürgerlichen Klasse noch ein- forge nach, welche die Gesellschaft, deren Eigenthum sie Jahrgegen die Hamburger Arbeiterschaft zu wüthen wußte. Man schreibt dem Hamburgischen Kapitalistenblatte von hier: mal ein größeres Juteresse abzuringen, sodaß die Errichtung zehnte lang geschützt haben, ihnen erwiesen hat. Man schreibt dem Hamburgischen Kapitalistenblatte von hier: einiger weiterer Volkskindergärten" ermöglicht wird. Aber die Die Klagen über Belästigungen anständiger Damen In jedem Jahre beim Eintritt der falten Witterung hat sich in Hoffnungen, von denen sich die bürgerliche Klaffe bei einer solchen in den belebteren Straßen während der Abendstunden nehmen Berlin ein Noth stand geltend gemacht; so ist es feit zehn unterstützung der„ Voltskindergärten" leiten ließe, würden natür von Tag zu Tag zu. Das Gigerlthum und der Pöbel in Glacé Jahren gewesen, in diesem Jahre aber scheint der Nothstand viel lich heute noch weniger als vor 30 Jahren in Erfüllung gehen. handschuhen haben es in dieser Beziehung zu einer traurigen größere Ausdehnung angenommen zu haben, als je zuvor. Nicht Wenn heute die Bourgeoisie Interesse für Erziehungsfragen und Berühmtheit gebracht. Solch ein äußerlich elegant erscheinender nur die Arbeiterbevölkerung, sondern in viel er- vollends für die Frage der Bolts erziehung" befundet, so ist elender Bursche, in dem später ein Charlottenburger Hausbesizerhöhtem Maße der kleine Handwerkerstand leidet Noth. Die es ihr faft immer darum zu thun, dem heranwachsenden Prole- sohn Arnold W. festgestellt wurde, unternahm es am vorgeftrigen Steuer- Ausschüsse sind mit Ansuchen der Handwerker um Gr- tariat durch entsprechende Bearbeitung und Zustugung Spätabend die aus dem Friedrich Wilhelmstädtischen Theater. mäßigung der Steuern geradezu bestürmt worden; und die Nach- in der Jugend möglichst piel von seiner Gefähr tommende Postsekretärs- Tochter Marie D., eine junge bildhübsche forschungen haben ergeben, daß in der That ein großer Noth- lichkeit zu nehmen. Das und nichts anderes will Dame, in der Chausseestraße mit zotigen Redensarten zu belästigen. stand vorhanden ist. Die massenhaft ins Leben gerufenen die Bourgeoisie namentlich mit der Errichtung und Unter- Als der Aufdringliche schließlich seinen rechten Arm um die neben ihm Ramsch bazare haben weite Klassen der Handwerker voll- stützung von allerlei Anstalten( Kinderhorte" u. s. w.), in gehende Dame zu legen versuchte, wurde dieser Arm von eiserner tommen auf das Trockene" gesetzt; es giebt eben nichts, was benen die ärmeren Kinder, während die Eltern auf Arbeit sind, Hand gepackt und derartig gepreßt, daß der so Angefaßte einen man in diesen Bazaren nicht für einen Schleuderpreis kaufen den Tag über Schutz vor den schweren Gefahren des Straßen- Aufschret des Schmerzes nicht zu unterdrücken vermochte. Der tann. Die Bauthätigkeit in Berlin war in diesem Jahre Lebens" finden sollen. Sollten etwa auch die Kindergärten mehr Gefaßte versuchte wohl, mit der Linken seinen Gigerl- Knotenstock schlechter denn je, und Tausende von Puzern, Maurern, 3imme- als bisher in diese Bahn gedrängt werden, so könnte es sehr gegen seinen Peiniger zu erheben, er wurde aber von einem rern, Töpfern hatten nicht einmal während des Sommers leicht geschehen, daß der durchaus brauchbare Kern, der bei aller zweiten Herrn energisch hieran behindert und in beschleunigtem etwas zu thun. Der Maschinenbau liegt auch fast vollständig Frömmelei und trot mancher Wunderlichkeiten in den Fröbel'schen Tempo zur nächsten Polizeiwache abgeführt. Die beiden Herren darnieder, die infolge des deutsch- russischen Handelsvertrages er- deen steckt, zum Teufel ginge. Ideen steckt, zum Teufel ginge. In den Dienst des Geldsacks waren Sittenpolizei- Beamte, die den feinen Strolch schon längere gangenen Aufträge sind nur in geringem Maße nach Berlin ge- fann sich die Erziehung ungestraft ebenso wenig stellen wie in Zeit beobachtet hatten und seine Festnahme auf frischer That be kommen, und andererseits war der Preis sehr gedrückt. Der den des Thrones oder des Altars. wirkten. Troy allen Lamentirens mußte der saubere Patron Konfektionszweig hat ebenfalls mit großen Schwierigkeiten zu mittels des Grünen Wagens die unfreiwillige Reife nach dem Polizeipalast antreten. " fämpfen, und viele Hunderte von Schneidern und Schneiderinnen Wo bleibt das deutsche Volk? Eine Notiz, in der sich find ohne Arbeit. 3u ganzen Schaaren sind die recht drastisch der unfreiwillige Humor wiederspiegelt, der gar Einen grauenhaften Fund machte am Mittwoch NachArbeitsuchenden angewachsen, die sich an den viele Handlungen der deutschen Reaktion begleitet, geht jetzt durch Expeditionen der Blätter aufstellen, die Arbeitsnachweise heraus- die Presse. Sie lautet: mittag der Tischlermeister Runze, als sich derselbe nach der geben; 500 bis 600 Angebote auf eine Handlungs- Auf dem Gebält der westlichen Säulenvorhalle des Reichs- Kamerunländerei an der Danzigerstraße begab, um nach seiner gehilfenstelle sind feine Seltenheit. Eine genaue Schäßung tagspalastes sieht man eine start herausgemeißelte lange Tafel, Laube zu sehen. An einem Balken derfelben hängend fand K. der Arbeitslosen ist natürlich unmöglich, aber man wird die die nach einer Inschrift förmlich rust. In der Reichstagsbau- die Leiche eines etwa 50jährigen Mannes, der unzweifelhaft 3ab1 60 000 als nicht zu hoch bezeichnen müssen. Die Wohl- Kommission war vereinbart worden, hier, über den monumentalen, durch Selbstmord geendet hatte. Der Lebensmüde wurde von der thätigkeitsanstalten aller Art werden überlaufen; die stellenweise gewöhnlich nicht zu benutzenden Haupteingange, die Worte, Dem hinzugerufenen Polizei als der obdachlose Kaufmann Jacob re recht reich bemessenen Mittel sind doch nur ein Tropfen auf den deutschen BoIt" anzubringen, und die in dem Wallot'schen fognoszirt, der auch zu den Stammgästen des Asyls an der heißen Stein. Die Bekanntmachung des Magistrats, worin die Atelier hergestellten Ansichten der Hauptfassade zeigen auch diese Weihe Prenzlauer Chauffee gehörte, vor 80 Jahren aber in der Preuz Arbeitslosen in den Provinzen dringend gewarnt werden, nach inschrift. Jetzt ist die Fassade längst abgerüstet, aber die Tafel lauerstraße ein gutgehendes Kolonialwaaren- Geschäft besaß und Berlin zu kommen, da hier fast gar feine Arbeitsgelegenheit prangt in unschuldsvoller Leere. Hätte man fie, was möglich dessen Frau als eine hervorragende Schönheit in der Königstadt vorhanden, ist recht gut gemeint, aber sie tommt zu spät, da gewesen wäre, ganz weggemeißelt, so fiele die Lücke niemandem bekannt war. In den Gründerjahren verlor I. fast sein ganzes Arbeitslose aus den Provinzen sich hier schon in größeren auf. Heute aber fragt sich jeder, was denn die Tafel soll. Witz- Vermögen, nur wenige tausend Thaler rettete der Kaufmann Schaaren angefammelt haben." bolde haben schon vorgeschlagen, die Worte anzubringen: Ein aus dem Zusammenbruch seines Geschäfts. Und auch diese Summe Soviel im einzelnen auch an dieser Schilderung zu forrigiren gang von hinten." Auf weisen Veranlasung die Weihe- follte dem fer des großen Krachs nicht bleiben, denn bald darauf ist, übertrieben ist sie nicht. Im Gegentheil. Die Arbeiterschaft, Inschrift Dem deutschen Volke" freigelassen worden ist, darüber verschwand die schöne Frau J. unter Mitnahme des fleinen Ver auf der der Fluch der heutigen Ordnung mit ganzer, drückender weiß man nichts. Vom Reichstags- Vorstande und mögens, den damals bettlägerigen Gatten in hilfloser Lage zurückanderen Mitgliedern Der Schwere lastet, weiß, daß dies Bild noch milde ist im Vergleich den Reichstags Baulaffend. Seitdem sant Jakob allmälig auf die äußerste Stufe zur trostlosen Wirklichkeit. tommission sind entsprechende Weisungen an den aus- menschlichen Glends herab. In der Tasche des Erhängten fand man u. a. die Photographie seiner Frau. führenden Architekten nicht ergangen." Was aber bezeichnend ist, das ist die Thatsache an sich, daß auch diejenigen Organe der Bourgeoisie, die bislang zur glizernden Winterszeit nur von Hofjagden, Hofroben und Hosbällen zu berichten wußten, sich allmälig an das wichtigste Thema der Saison" erinnern. Sie begnügen sich allerdings wohlweislich mit der einfachen, matten Schilderung des Elends. Nach dem Auswege befragt, wissen diese Interessenten der heutigen, auf dem letzten Loch pfeifenden Ordnung der Dinge nur eine Antwort, und die flingt nach einigen trostlosen Kapriolen in die bekannte Fanfare aus: Auf zum Kampf für Ordnung, Religion Parteien und Sitte gegen die sturzes! Auch ein Programm! des Um " Erschwindelt worden sind von einer Frau zwei Sammellisten für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter, welche die Nummer 8275 und 8276 tragen. Es wird gebeten, die Listen anzuhalten, wo sie vorgezeigt werden sollten. Groß ist das Unglück ja eben nicht. Das unter sozialdemo fratischer Erziehung vortrefflich gedeihende deutsche Volk wird fich immerhin aber an den posfirlichen Hämmlingen der deutschen Reaktion durch eine passende Inschrift" zu revanchiren wissen. Die polizeiliche Bekanntmachung bezüglich der Sonntage Vom Gendarm Höppner in Nigdorf weiß der Lokal vor Weihnachten und des Sylvester Sonntags enthält folgende Anzeiger" folgende bezeichnende Geschichte zu erzählen: Bestimmungen: Gemäß§ 105b Absatz 2 und§ 105e der Reichs GewerbeOrdnung wird für den Stadtkreis Berlin folgendes bestimmt und hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht: n = M 1. Im Handelsgewerbe, soweit es in offenen Verkaufsstellen betrieben wird, jedoch mit Ausschluß der Bank, Wechsel und Lotteriegeschäfte, dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter über die allgemein festgestellte fonntägliche Beschäftigungszeit hinaus " In einer Sigung des Kommunal- Reformvereins zu Rixdorf brachte der Vorsitzende, Herr Rahmig, die Höppner'sche Affäre zur Sprache und schilderte, wie wir berichteten, das Verhalten des Beamten in einem neuen Falle gegen einen Maler, Namens Thiele in sehr scharfen Worten. Hierdurch hat sich nun der Gendarm Höppner beleidigt gefühlt und gegen Herrn Rahmig Anzeige erstattet. Die königl. Staatsanwaltschaft hat nun das Verfahren gegen Herrn Rahmig eingeleitet. Man darf auf einen interessanten Strafprozeß sich gefaßt machen, wenn die Anklage am 16., 23. und 30. Dezember d. J. bis 7 Uhr Abends gegen Herrn Rahmig erhoben werden sollte. Derselbe hat für beschäftigt werden. alle seine in der Versammlung des Kommunal Reformvereins Berliner 2. Von dem allgemeinen Verbot der Beschäftigung von Ge- erhobenen Anschuldigungen gegen den Gendarm Höppner den Für die„ Volfskindergärten" des Fröbel Vereins" wird jetzt ebenfalls der Klingelbeutel in hilfen, Lehrlingen und Arbeitern im Handelsgewerbe am 25. De- Wahrheitsbeweis angetreten. Nach dem Schutz, den Richter und Behörden den Sicher: Umlauf gefeßt. Der Aufruf an unsere Mitbürger", der zu diesem zember d. J., dem ersten Weihnachtstage, werden, soweit der 3wed augenblicklich durch die Blätter geht, arbeitet mit ziemlich Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen stattfindet, aus- heitsbeamten bisher haben angedeihen lassen, oarf ein der artig fühnes Auftreten des schlagfertigen Gendarmen nicht be= starken Ausdrücken. Es gilt, nicht blos den Leib und die Ge genommen: a) der Handel mit Milch, mit Back, Konditorwaaren und fonders überraschen. fundheit, sondern auch die Seele von Tausenden von Kindern zu l Zur Lokalliste. Boykottbier führen im VI. Wahlkreis die Gastwirthe Fürber, Schwarz, Emdenerstr. 2, und Schulz, Antonstr. 3. Gleichfalls führt Schulz, Röpnickerstraße 161, Boykottbier. " A Dem Vertrauen@ mann wurde Die Brandstiftungen in Oranienburg dauern fort. Nach- Inannte ihn einen Strolch und Zuhälter und stellte ihm Inahme und Ausgabe decken. dem es gelungen, den Fuhrmann Jüterbogt daselbst als den Ver- dieselbe Behandlung in Aussicht, welche Frau Ludwig Decharge ertheilt. Als Vertrauensmann wurde Genosse Brevour ursacher der zahlreichen Brände in den letzten Jahren zu über zu Theil geworden war. Otto begab sich sofort zur Polizei, um gewählt, als Wahlkreiskommission die Genossen Brevour, Rindführen, ist die Freude der Einwohnerschaft, nun endlich Ruhe zu zu melden, daß der Wirth im Hause eine Art Revolution ver- fleisch und Frizsche. haben, nur von furzer Dauer gewefen. Am Dienstag Abend ursacht habe. Thatsächlich war auch ein gewaltiger Zusammen- Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten erstattete zwischen 10 und 11 Uhr erklang wiederum der Ruf„ Feuer" und lauf der Hausbewohner auf der Treppe entstanden und nun zog Genosse Poller Bericht vom Parteitag. In der Diskussion über die allarmirte freiwillige Feuerwehr fand die Scheune des Fuhr- der Wirth plötzlich einen Revolver und feuerte Knall auf die Verhandlungen des Parteitages stellte sich der erste Redner manns Wannemacher in hellen Flammen stehend. Das Gebäude Knall fünf Schüsse in schneller Aufeinanderfolge ab. Zum Glück im Großen und Ganzen auf den Standpunkt des Genossen Bebel. brannte bis auf die Umfassungsmauern nieder; es wird auf Brand- wurde niemand verlegt, sondern die Kugeln gingen gegen die Wegen vorgerückter Zeit wurde die Versammlung auf Donnersftiftung geschlossen. Wände und ließen Spuren zurück, als habe ein Straßenkampf| tag, den 6. Dezember, vertagt. Inzwischen war aber Otto mit vier Schuhleuten Aus demselben Wahlkreis wird uns ferner noch Die Feuerwehr war vorgestern bei Wertheim am getobt. Inzwischen war Mouißplay in voller Thätigkeit. Wo brannte es im großen und einem Wachtmeister zurückgekehrt. Er rief laut, mitgetheilt: In 5000 Exemplaren wurde am Sonntag, den 25. d. Schleuderbazar? Nirgendwo. Wertheim zog nur um und zum man solle doch dem H... ein Messer in den Leib M., eine Broschüre, betitelt:" Fort mit der Gesindeordnung". Umzug benutzte er Feuerwehr- Beamte, wahrscheinlich rennen, eine Drohung, die schon deshalb erfolglos blieb, im Rieler Landgebiet und im dänischen Wohld verbreitet. Die weil es ihm in heutiger Zeit, wo tausende Arbeitslose nicht weil die Polizeibeamten den Revolverhelden umringt hatten und Broschüre deckt in schonungsloser Weise die jämmerlichen Lebens, wiffen, woher fie ein Stückchen Brot für sich und ihre Familie ihn mit großer Mühe festnahmen. Wegen der Mißhandlung Lohn-, Arbeits- und Wohnungsverhältnisse des Proletariats hernehmen sollen, nicht möglich war, andere Arbeiter zu finden. der Frau Ludwig ist Lünow, der bei jenem Auftritt übrigens auf und ersucht dasselbe, sich der menschheitbefreienden angetrunken war, zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Sozialdemokratie anzuschließen, denn nur auf diese Weise Durch einen Celluloid- Kamm, welchen sie im Haar trug, Gestern hatte sich Otto wegen Beleidigung und Bedrohung zu wird es möglich sein, die barbarische Gesinde- Ordnung zu be ift gestern Abend die Kindergärtnerin Antonie E., Brunnenstraße, verantworten. Die Erregung der übrigen Zeugen gegen den feitigen und auch für den Knecht und Tagelöhner auf dem Lande schwer zu Schaden gekommen. Die Dame hatte sich gestern Abend Hauswirth war eine so gewaltige, daß der Vorsitzende alle Mühe bessere Zustände zu schaffen. Die Verbreitung ging mit wenigen am Klavier niedergesetzt und ist jedenfalls dem Licht zu nahe hatte, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Der Gerichtshof sprach Ausnahmen gut von statten und wurden unsere Genoſſen faſt gekommen, denn plötzlich hatte der Celluloid- Einsteckkamm Feuer den Angeklagten frei, weil die Bedrohung nicht erwiesen sei und überall gut aufgenommen. In Suchsdorf wurden zwei Genoffen gefangen und auch bereits das Haar in Brand gesetzt. Der die Beleidigungen, da sie auf der Stelle erwidert waren, straffrei vom Gendarm aufgeschrieben, da nach der Meinung desselben Versuch den Kamm herauszureißen hatte zur Folge, daß die bleiben müßten. die Kirchzeit schon begonnen und nach der in unserer Proving Wermste an den Händen und im Gesicht schmerzhafte Branddem Eisenbahnfistus entzogen haben soll, hatte der Kaufmann Schriften unter der Kirchzeit nicht stattfinden dürfe. Ihe Hohen Wegen eines Betrages von zehn Pfennigen, den er noch geltenden dänischen Sabbathordnung eine Verbreitung von Zudwig Ehlert vom Schöffengericht eine Geldstrafe von 10 M. Schulen wurden zwei Genossen vor den Amtsvorsteher sitirt wunden( auch die Augen find in Mitleidenschaft gezogen und die Wimpern vollständig abgesengt) erlitt, so daß sie nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden mußte. Der vor kurzem verunglückte Gastwirth Thurau, dem in seinem Keller in der Frankfurter Allee die Theile eines mit flüssiger Kohlensäure zu stark gefüllten Bierfasses an Brust und Stopf geflogen waren, ist im Krankenhause am Friedrichshain infolge der erlittenen Schädelverlegung gestorben. Mit einer Schukwunde in der linken Seite wurde am Mittwoch Abend der Maurer Tempelhagen in das Krankenhaus Am Urban eingeliefert. Wenige Stunden vorher war T. mit mehreren Bekannten, unter welchen sich auch der Bahnarbeiter V. befand, in einer Destillation am Rottbuserdamm zuſammen gewesen und V. hatte feinen Bekannten einen Revolver gezeigt. Als der Besitzer der Waffe die Konstruktion derselben erklären wollte und sie lud, ging durch eine unvorsichtige Bewegung des V. der Schuß los und traf den Maurer T., welcher sofort bewußtlos vom Stuhl sant. Wiewohl die Kugel bis gestern noch nicht gefunden war, liegt doch feine Lebensgefahr vor, da das Geschoß edlere Theile nicht verletzt hat. war. Dem " Die und von demselben die Broschüren mit Beschlag beerhalten. Die Sache wurde gestern vor der zweiten Instanz ver weil durch den Inhalt derselben verschiedene handelt. Am 28. Juni d. J. hatte der Angeklagte die Stadt: legt, bahn von der Station Zoologischer- Garten bis zum Gesund- Bevölkerungsklassen zum Klassen haß aufgereizt würden. brunnen benutzt. Er gab beim Verlassen des Bahnhofs zwar Genossen verlangten selbstverständlich von dem pflichttreuen Beeine 20 Pfennig- Karte ab, der Beamte bemerkte aber rechtzeitig, amten Aufklärung, worin er denn die Aufreizung zum Klaſſenhaß daß dieselbe schon am Tage vorher durchlocht worden sehe, und man staune. Da heißt es auf Seite 4 der Broschüre: Stationsvorsteher gegenüber räumte der Unser Schriftchen soll Euch tlar machen, wie Angeklagte ein, daß die Karte schon Tags vorher hr eigentlich lebt und warum Ihr unzufrieden durchlocht worden sei, er habe die Fahrt aber nicht gemacht und seid, und daß Ihr ein Recht habt, unzufrieden fich deshalb für berechtigt gehalten, die Karte für den nächsten 6u sein und bessere Zustände zu verlangen." Und Tag zu verwenden. langen, habe er sich bei der Anfangsstation seiner Fahrt eine Guch zum Schlusse nochmals, Ihr ländlicher Um unbeanstandet auf die Bahn zu ge- zum Schluffe der Broschüre:" Darum ermahnen wir 10 Biennigstarte gelöst. Der Gerichtshof glaubte dem Angeklagten Arbeiter, erwacht aus Gurer bumpfen Gleichebensowenig wie der Schöffenrichter. Wäre die Angabe des An- giltigkeit, erkennt Gure traurige Lage und erNieder mit allen Unter geklagten wahr, so hätte die Fahrkarte einen Vermerk des mannt Euch zum muthigen Kampfe um Euer gutes Stationsvorstehers über die Benutzbarkeit desselben für einen Menschenrecht! drückungsmaßregeln der ländlichen Arbeiter, anderen Tag haben müssen. Die Berufung wurde verworfen. fort mit der Gesinde: Ordnung, und: Hoch die Widerlicher Konkurrenzneid lag einer Privat- Beleidigungs- menschheit befreiende Sozialdemokratie! In Polizeibericht. Am 29. d. M. Morgens sprang ein Mädchen lage zwischen zwei Schankwirthen zu Grunde, welche sich gestern diesen beiden angezogenen Sägen erblickt der Herr Amtsvorsteher vor dem Schöffengerichte gegenüberstanden. Kläger war der Aufreizung zum Klaffenhaß. Wahrlich, in dem Kopfe des Herrn aus dem Bodenfenster eines Hauses der Gubenerstraße auf den Schankwirth Grust Prätsch, Beklagte waren der Schankwirth Amtsvorstehers scheint schon der allerneueste Kurs zu spuken mit Hot hinab und zog sich außer einem Schädelbruch schwere innere Schinkel und dessen Tante, die Wittwe Schinkel. Anfangs Juni obligaten Unterdrückungsmaßregeln gegen den Umsturz. Nun, Verletzungen zu. Nachmittags wurde vor dem Hause Moltke: straße 1 eine Frau durch einen Rollwagen überfahren und am dieses Jahres erhielt der Beklagte ein polizeiliches Straf die vorgesetzte Behörde wird Gelegenheit bekommen, dem Herrn mandat wegen Uebertretung der Polizeistunde. Er und Amtsvorsteher Gesetzestunde beizubringen und dann werden wir Kopfe und an den Beinen verletzt. Vor dem Hause Koppen- feine Tante verbreiteten seit dieser Zeit die Behauptung, wiederkommen und auch die Leute des Herrn Amts: Straße 75/76 gerieth ein siebenjähriger Knabe unter die Räder daß fie angezeigt habe, Prätsch sie eines Geschäftswagens und erlitt bedeutende Quetschungen der früheren Fällen geschehen sei. auch in vorstehers, die ja nach dessen eigener Aussage wie im Paradiese Das letzte Strafmandat leben, so daß sie die Hezer zur Thür hinauswerfen werden, mit Unterschenkel. In der Nacht zum 30. d. M. wurde ein unter ließ Schinkel einrabmen und in seinem Lokale aufhängen, dem Gifte, genannt Auftlärung, infiziren. Die Broschüre foll fittenpolizeilicher Aussicht stehendes Mädchen in der Thürnische nachdem er den Namen des als Beugen aufgeführten übrigens in fämmtlichen Ortschaften des 7. schleswig- Holsteinischen eines Haufes der Keibelstraße mit einer Verletzung am Hinter- Klägers Prätsch dreifach unterstrichen hatte. Dies Wahlkreises verbreitet werden. topfe aufgefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichs Verhalten führte zu obiger Klage. Während der Kläger vom bain gebracht. Im Laufe des Tages fanden drei kleine Rechtsanwalt Meyersobn vertreten wurde, stand den Beklagten Brände statt. der Rechtsanwalt Meyer zur Seite. Der letztere hatte einen Witterungsübersicht vom 30. November 1894. umfangreichen Beweis dafür angetreten, daß der Kläger wirklich denunzirt habe. Der Wächter Zimmermann befundete auch, daß Prätsch ihn wohl sieben bis acht Mal auf gefordert habe, den Schinkel wegen Uebertretung der Polizei funde zu denunziren, unter der Androhung, daß er, Prätsch, sich sonst an das Polizeipräsidium wenden werde. Eine Zeugin Habermann bekundete, daß die Ehefrau Prätsch ihr eines Tages mit bezug auf den Beklagten gesagt habe: Den wollen wir schon firre friegen, einen blauen" wird es wohl diesmal kosten, ein Stra mandat ist schon wieder unterwegs. Stationen. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Swinemünde. 757 NW MNM Hamburg 763 Berlin 761 Q Wiesbaden. 769 NW München 768 Wien 764 AL Haparanda 742 Petersburg 738 Cort. 776 774 28 771 N Aberdeen Paris • WNW NND Windstärke 5 ( 1-1) 14424322212 Wetter wollig heiter wolkig bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt heiter wolkig bedeckt Temperatur baartoera( nach Celſius 50 S. 4° R.) Wetter- Prognose für Sonnabend, den 1. Dezember 1894. Etwas tälteres Wetter mit mäßigen bis frischen nordwestlichen Winden und veränderlicher Bewölkerung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. wie dies Der Gerichtshof bielt troß dieses Beweises eine Beleidigung für vorliegend und verurtheilte Schinkel zu 20, dessen Tante zu 10 M. Geldstrafe und legte die Kosten den Parteien je zur Hälfte auf. Das Reichsgericht hat die Revision des früheren Hauptmanns' Danne, welcher am 21. Juli d. J. wegen Urkundenfälschung zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, verworfen. Parteinachrichten. Der sozialdemokratische Arbeiterverein in Reusa bei Platen, der erst vor zwei Monaten gegründet wurde, zählt bereits gegen 50 Mitglieder. Ein Lokal hat der Verein jedoch noch nicht erhalten tönnen, sondern muß seine Versammlungen im nahen Plauen abhalten. Also doch ein steter Fortschritt troß all' der Verfolgungen gerade in Sachsen. * Eine ,, Spaltung" der Partei soll bürgerlichen Blättern zufolge in Heilbronn sich vollziehen. Es habe dort eine versammlung der„ Jungen" stattgefunden; man habe einen neuen Wir Verein gegründet; dem sofort 40 Personen beitraten. geben diese Nachricht unter allem Vorbehalt, da uns authentische Berichte noch fehlen. " Parteipreffe. Aus New Yort schreibt man uns: Unser Partei- Organ Vorwärts" hat mit der vorige Woche herausgegebenen Nr. 52 sein Erscheinen eingestellt, da die gemachten Anstrengungen, es aufrecht zu erhalten, nicht den nöthigen Erfolg hatten. Es ist nun seitens des Parteivorstandes mit dem Verwaltungsrath der New- Yorker Bolts- Zeitung" das Abkommen getroffen worden, daß die Wochenausgabe dieses Blattes einen Theil bis 5 Spalten der Partei zur Verfügung stellt und dieser den Titel„ Vorwärts" führen soll. Der Redakteur des betreffen den Theils wird vom Parteivorstand ernannt und die Kontrolle gemeinsam von diesem und dem Verwaltungsrath ausgeübt. Andererseits besteht der Plan, das englische Partei- Organ„ The People", welches bisher wöchentlich erschien, täglich herauszugeben. Von der Agitation. Gegen die Tabaksteuer wird feitens unserer Parteigenossen in allen Theilen Deutschlands bereits wieder lebhaft agitirt. So haben Versammlungen stattgefunden in Offenburg, wo Gen. Geck über dies Thema referirte, in Kirchheim, wo Gen. Dolinski aus Mannheim sprach. Ueber das gleiche Thema sprach der Genosse Zur Beerdigung des Genossen Brehmer in Magdes Keller Görlig in Goldberg i. Schl. In Haynau burg ist berichtigend mitzutheilen, daß nicht der Gen. Pfanne Schneidig! Der Lieutenant der Reserve über: tuch, wie anfangs beabsichtigt war, sondern der Gen. Gerisch Joseph von Schöller wurde gestern in Abwesenheit und Bunzlau sprach Frau Rohrlad Berlin wegen einer groben Ausschreitung von der 136. Abtheilung des" Die Anstellung weiblicher Fabrikinspektoren" und erntete in den Parteivorstand bei der Leichenfeier vertrat. beiden Versammlungen ungetheilten Beifall. Schöffengerichts abgeurtheilt. Vor genau einem Jahre, am Gerichts- Beitung. Todtenliste der Partei. In Hof ist der Genosse Hans Raithel gestorben. Seine Beerdigung fand unter zahlreicher Be theiligung der dortigen Parteigenossen statt. Polizeiliches, Gerichtliches c.ast day 1. Dezember vorigen Jahres, befand der Angeklagte sich im Café Die Parteistreitigkeiten in Braunschweig, von denen National in Gesellschaft mehrerer Freunde. Als einer derselben wir in unserer Donnerstagsni mmer eingehender berichteten, wegen ungebührlichen Verhaltens aus dem Lokal gewiesen wurde, scheinen nun einigermaßen beigelegt zu sein. In einer weiteren nahm sich der Angeklagte desselben in so energischer Weise an, daß der Geschäftsführer sich veranlaßt fand, auch diesen Versammlung wurde, um mehr Einheitlichkeit in die Bewegung Als der zu bringen, und um zu vermeiden, daß jede gelegentliche Ver Gast zum Verlassen des Lotals aufzufordern. Als der fammlung bindende Beschlüsse fassen darf, folgende Resolution vor der dortigen Straftammer zur Erledigung gekommen. Die Angeklagte sich weigerte, wurde ein Schußmann geholt. angenommen:" Für die Partei bindende Beschlüsse tönnen nur Diesem leistete der Angeklagte zwar Folge, draußen erging in Parteiverfammlungen gefaßt werden, die von dem gewählten er fich aber in groben Beleidigungen gegen den Vertrauensmann einberufen sind. Beantragen mindestens fieben Beamten. Er soll u. a. auch gesagt haben: Wenn ich nur in Uniform wäre, würde ich dem Iumpigen Genossen beim Vertrauensmann die Einberufung einer ParteiSchuhmann den Schädel spalten!" Die Verhand- versammlung, so hat er eine solche einzuberufen." lung wegen dieser Strafthaten fonnte erst jetzt erfolgen, weil Die nuliebsamen Zwiftigkeiten in Darmstadt Bes der Angeklagte sich im Auslande befunden hat und erst jetzt nach Deutschland zurückgekehrt ist. Da er sich im Harz aufhält, warungen scheinen mit dem Spruch des Parteitages noch nicht er vom persönlichen Erscheinen entbunden worden. Der Gerichts- endgiltig erledigt zu sein. An einem der letzten Sonntage ver hof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß die Stellung breiteten eine Anzahl" Bessunger" ein Pamphlet, das sich und der Bildungsgrad des Angeklagten als firaffchärfend an- gegen die Vertrauensleute in Darmstadt wendet in dem auch gefagt wird, daß sie, die Bessunger, richter sollte durch einen Artikel den dortigen Stationszusehen seien. Das Urtheil lautete auf 200 M. Geldstrafe. - Der Elberfelder Pfingstausflug ist endlich Genossen Gewehr und Neumann, die ein Strafmandat von 15 M. erhalten hatten, beantragten gerichtlichen Entscheid und erzielten in der ersten Instanz Freisprechung. Da der Umitsanwalt Berufung einlegte, tam die Sache vors Landgericht. Auch bier erfolgte Freisprechung, da nicht nachgewiesen werden konnte, daß die Angeklagten einen Zug geleitet hatten. -Der Standpunkt der Zeitung fällt straf. diese Auffassung der Herren schärfend ins Gewicht" Staatsanwälte scheint eine immer allgemeinere zu werden. Auch in Köln wollte der Staatsanwalt gegenüber der„ Rheinischen und Zeitung" diesen Grundsatz zur Geltung bringen. Genosse Hof= sich dem Beschluß des Parteitags nicht fügen, da sie dort nach assistenten Rolfing beleidigt haben. Die Rh. 3tg." hatte an Ein Nevolverkampf zwischen Hauswirth und Miethern russischem Recht" behandelt worden feien. In einer Kreis die Mittheilung eines beinahe eingetretenen Eisenbahn- Unfalles, fand gestern vor der 132. Abtheilung am Amtsgericht I in einer konferenz, die hierauf nach Darmstadt einberufen wurde, ist indeß der nur durch das energische Eingreifen des Zugpersonals versehr stürmischen Verhandlung ihren vorläufigen Abschluß. In der bisherige Vorstand und der Vertrauensmann Cramer hindert worden war, die Bemerkung geknüpft, der an diesem dem Hause Bankstr. 13 besteht schon seit längere Zeit ein sehr wiedergewählt worden, Braun und Wolf dagegen ausge Tage aufsichtführende Beamte habe einen Rath zum Schwiegergespanntes Verhältniß zwischen dem Wirth, Bauunternehmer schlossen. Diese Beschlüsse wurden von einer nachfolgenden öffent- vater und der diesmalige Hauptschuldige zeige Wilhelm ünow und den Miethern, welch letztere ihrem lichen Parteiversammlung gutgeheißen. sich bei Versehen seiner Kollegen nicht nachsichtig und diskret. Groll häufig dadurch Luft machten, daß sie dem Wirth vorHieraus war dann die Schlußfolgerung gezogen worden, daß der warfen, er habe schon in Rummelsburg gesessen und von seinem" Aus dem 7. Schleswig- Holsteinischen Wahlkreis. In lettere deshalb straffrei ausgehe, obwohl er schon verschiedene Hause gehöre ihm auch nicht ein Stein. Am Abend des einer öffentlichen Parteiversammlung der Kieler Genossen Male Eisenbahntransporte gefährdet habe. Genosse Hofrichter 20. August d. J. bemerkte Lünow am Fenster einer im Quer erstattete Genosse Haafe Bericht über die Thätigkeit der Ver- gab vor der Straffammer zu, bezüglich des Rolfing falsch begebäude wohnenden Mietherin einen jungen Menschen, den er, trauensperson. Nach demselben find verbreitet worden in dem richtet worden zu sein, da derselbe um die fragliche Zeit nicht weil er ihm verdächtig vorgekommen war, aus der Wohnung der Kieler Landbezirk und dem dänischen Wohld: 5000 Broschüren mehr im Dienste gewesen sei; das habe er aber auch, sobald ihm Mietherin herausholte. Bei dieser Gelegenheit betrug er Der einzigfte Rettungsweg", 5000 Norddeutsche Volte falender, das zur Kenntniß gekommen sei, unverzüglich in der Rh. 3tg." fich derartig, daß er wegen dieses Vorganges später zu 3000 Schleswig- Holsteinische Volszeitungen". In der Stadt selbst richtig gestellt. Im übrigen halte er die Angaben des Ar3 Wochen Gefängniß verurtheilt wurde. Während des Streits wurden verbreitet: 16 000„ Schleswig- Holsteinische Volkszeitungen" titels aufrecht. Sodann sei es eine Verwechslung, wenn man am 20. Auguft erschien die Maurerfrau Ludwig auf der Treppe und 15 000 Flugblätter." Deffentliche Versammlungen wurden unter dem Hauptschuldigen den Stationsaffiftenten Rolfing ver und machte ihrer Entrüstung über das Verhalten des Wirthes abgehalten in Riel 13( inkl. einer Arbeitslosenversammlung) und nebe; es heiße in dem Artikel ausdrücklich: und der diesmalige Luft. Lünow aber ließ sich das nicht gefallen, sondern schlug der im Landgebiet 12, von denen eine aufgelöst wurde, da das Lokal den Hauptschuldige", und darunter sei nicht Rolfing, sondern der Frau sofort derartig ins Gesicht, daß im Augenblick das Auge baupolizeilichen Vorschriften nicht genügte. Die Jahresabrechnung Weichensteller Schlimchen gemeint, der verschiedene Male anschwoll. In diesem Augenblic tam zufällig der Arbeiter ergab für den Lokalfonds eine Einnahme von 4075,71 M., demgegen- Eisenbahntransporte gefährdet auch Burch öftere Franz Otto heim und sah gerade noch die brutale Mißbandlung. über steht eine Ausgabe von 2678,81 M., so daß ein Kassen- Denunziation feiner Kollegen fich bemerkbar gemacht Er war darüber so empört, daß er dem Wirth zurief: Schämen bestand verbleibt von 1396,90 M. Für die Wahlkreistasse betrug babe. Der Zweck des Artite Is sei der gewesen, Sie sich, eine arme Frau so zu mishandeln, Sie!" die Einnahme 1748,10 M.( darunter aus der Stadt Kiel 1315,20 auf die Gefährlichkeit des Verkehrs an der betr. Stelle Der Wirth ließ aber den Otto nicht ausreden, Mart), die Ausgabe gleichfalls 1748,10 M., so daß sich Ein- hinzuweisen und die Betriebsleitung zu veranlassen, daß auf solche 1und verantwortungsvolle Posten auch befähigte Personen gestellt Ein Arbeiterkongreß über Unfälle bei der Arbeit. I wiederholten Arbeitseinstellungen bei den Arbeitgebern das Be würden. Die Beweisaufnahme bestätigte diese Schlimchen be- Aus Mailand wird uns geschrieben: Wie bereits vor einiger dürfniß nach Organisation immer lebhafter machen. treffenden ben Ausführungen vollständig. Der Staatsanwalt 3eit gemeldet wurde, beruft die Mailänder Arbeiterkammer durch meinte in seinem Plaidoyer, in dem Artikel liege unbedingt eine Bermittelung ihres Exekutivausschusses für den 2., 3. und 4. Fe Spike gegen Rolfing und die Betriebsleitung und komme der bruar 1895 einen Kongreß aller italienischen Arbeitskammern Standpunkt der Zeitung hier mit ökonomische Kampfesweise das noria Die Erfahrung macht aus uns feine Schwärmer für diese Den Schneidern als abschreckendes Beispiel bringt der " tradit, ba bieleibe ben 3 med babe( 3) Ungufriedenheit in den bezug auf hygiene, Frauen- und Kinderarbeit und auf obli- confettion", einen Bericht über diejenigen Schneider, welche unteren Voltstreifen und Beamtenkategorien zu erregen; er be- gatorischen Unterricht zu diskutiren, und um sich auszusprechen: antrage eine Geldstrafe von 300 M. und Veröffentlichung des a) über Mittel, die geeignet sind, den Arbeiter vor Unfällen bei so sehr für den Streit eintreten, möchten wir auf einen Bericht Urtheils in Geldstrafe und Urtheilspublikation in der Rh. 3tg.". In der müssen, damit die strenge Anwendung des Gesetzes über den Wir haben schon oben bemerkt, daß der Streit mit einem Sieg nder the St. Das Urtheil lautete auf 40 M. der Arbeit zu ſchüßen; b) über Mittel, die angewandt werden dieſenſtreit ber Mäntelarbeiter in ew York wo beanntlich ein. Szene gesetzt worden ist, zugeht. Begründung wurde im Gegensaße zu den Ausführungen des obligatorischen Unterricht durchgesetzt werde; c) über die Art der Fabrikanten geendigt hat, weil sie andere Arbeiter bekommen Staatsanwalts hervorgehoben, daß die schwierige Stel- und Weise, wie man die gewissenhafte Beobachtung des Gesezes haben, die sie an Stelle der Streifenden einstellen konnten. Die lung des angeklagten Redakteurs zu berück über die Kinderarbeit erlangen fann; d) über Regelung der fireikenden Mäntelschneider und Schneiderinnen aber haben jetzt sichtigen sei. Frauenarbeit. Die Tendenz" eines Artikels in der Frankfurter Volksstimme" sollte die schwere Strafe von einem Monat von einzelnen Personen ausgehen., dürfen nicht später als am aber die sehr langsam und in immer fleineren Beträgen Berichte und Entwürfe, mögen sie von Arbeitskammern oder eine sehr harte Probe zu bestehen. Sie wurden mit ihren Familien unterstützt, um nicht dem Hungertode anheimzufallen; Gefängniß rechtfertigen, die das dortige Schöffengericht dem Ge- 25. Dezember d. J. eingereicht werden. Jeder Verein darf zum einlaufenden Hilfsgelder reichten nicht aus, auch die aufnossen Schmidt zudiktirt hatte. Die Berufungskammer hob Kongreß so viele Vertreter entfenden, als er will; er darf jedoch laufenden Miethszinsen zu decken. So find sie zum großen diefes Urtheil auf und erkannte auf 200 M. Geldstrafe. nicht mehr als eine Stimme abgeben. Die Delegirten müssen in Theile ihren Hauswirthen gegenüber in Rückstand gekommen. Welche Wunder wird uns der unde na ber heutige Tag Lohn stehende Arbeiter sein. Nun haben aber lettere ihrerseits Verpflichtungen und scheinen fasho nicht länger gewillt, die Schuld weiter anwachsen zu lassen, felbst Frist gegeben hatten. So sind denn seit einigen Tagen in den " " " Gewerkschaftliches. am diejenigen unter ihnen nicht, die ausdrücklich eine oder mehrere Wochen noſſe Hartmann, Schöfferent ind ber. Gurer Safft die im Quartett vor dem Schöffengericht standen, Eurer Pflicht bewußt und erscheint alle in der Versammlung, wartet. Zum Schluß ruft der brave" Confectionair"" den Bermit Worten aus Sachfen melden?- fo tönnte man Recht jeden Morgen ausrufen. Hier ein Neues, daß der Sächs. Arb. 3tg." uns mittheilt: Nachklänge zur Lassallefeier. Singe, wem Gefang gegeben, in dem deutschen Dichterwald! In diesem herrlichen Verse liegt ungweifelhaft eine Aufreizung zur GesetzesAn die Delegirten der Ort8- Krankenkasse der Drechsler! Bivilgerichten mehr als dreihundert Ermissionsbefehle erlassen übertretung, denn singen ist verboten! Natürlich nur das Singen Kollegen! Unterzeichnete erlauben sich, Euch auf die am worden, und mehr als zweitausend Männer, Frauen und Kinder des Sozialistenmarsches. Und nicht nur das Singen, sondern Sonntag, den 2. Dezember, Vormittags 10 Uhr, in den Armin waren genöthigt, während der letzten Nächte auf Bänken oder auch das mit den Lippen wadeln". In dieser Richtung mußten ballen, Kommandantenstr. 20 stattfindenden Generalversammlung auf dem Fußboden in Walhalla Hall" zu schlafen. Am nächsten die Redakteure Eichhorn und Reichard, Frau Eichhorn und Ge- unserer Kasse aufmerksam zu machen. Kollegen! Seid Euch Montag werden weitere große Mengen von Gymissionen errecht bittere Erfahrungen machen. Sie hatten feiner Beit Jeder indem Fragen von Bedeutung, wie die der ev. Erneuerung liner Schneidern die Großherzigkeit der Berliner Unter20 Strafverfügung erhalten, weil sie des in betreff läßlich der feiner Zeit in der Gulbenen afte", abgehaltenen wahl zum Borſtand u. f. w. auf der Lagesordnung stehen. Wir wünſchen, daß es bei uns in Berlin nicht ebenso weit Laffallefeier den Sozialistenmarsch gesungen haben sollten. Gegen müssen einem ev. Ansturm dagegen gewappnet sein, damit wir die kommen möchte, und daß die besonneren Elemente den Sieg dajene Verfügung hatten sie auf richterliche Entscheidung angetragen. Errungenschaft der freien Arztwahl uns nicht entreißen von tragen, die überzeugt sind und sein können, daß die Inhaber Die Verhandlung gestaltete fich zu einer recht humoristischen. Bier lassen. Mehrere Delegirte. der Konfettions Geschäfte, die ja auch den Meistern Kriminalgendarmen haben am Eingang des Saales gestanden und da in einiger Entfernung einen Trupp Leute beobachtet. firten Gastwirthsgehilfen bei der letzten Delegirtenwahl zur Orts- bedacht sind, für das Wohl der Arbeiter zu Einen nicht zu unterschäßenden Sieg haben die organi- und Werkstätten- Inhabern, mit denen sie nur zu thun haben, gute Löhne zahlen, in allererster Reihe darauf Jene Leute sollen den Sozialistenmarsch-gesungen haben. Frau Krankenkasse der Gastwirthe Berlins errungen. Von 28 auf- forgen. Sie sind deren beste Freunde und haben schon Eichhorn hat nach der Angabe der Zeugen in der Mitte gestanden gestellten Kandidaten gingen 27 als gewählte Delegirte aus der oft gezeigt, daß sie Herz und Hand für die Arbeiter und dirigirte. Man will auch die Stimme der Frau Eichhorn Wahl hervor. Sonderbar schien es den anwesenden Herren Gast- haben und soweit es im Bereich der Möglichkeit gehört haben. Dagegen haben die Beamten nur die übrigen wirthen vorzukommen, daß von den organisirten Kellnern, welche liegt, gern austömmliche Löhne bewilligen; das wird auch in stehen und mit den Lippen wackeln" sehen. Reichard und Eich auf der einen Seite des Boly'schen Saales Plaz genommen 3ukunft geschehen. horn können überhaupt nicht fingen, Hartmann giebt Zeugen an, hatten, absolut nichts verzehrt wurde. um zu beweisen, daß er an dem fraglichen Abend überhaupt Wirthe, darunter ein großer Theil Saalverweigerer, hatten hier Die Herren nicht in der Güldnen Aue" gewesen ist. Diese Zeugen werden die beste Gelegenheit, sich zu überzeugen, wie der Boykott von aber abgelehnt, weil der Thatbestand genügend aufgeklärt" ist. überzeugten Arbeitern gewürdigt wird. Ein Gendarm gab selbst zu, daß es ein regelrechter Gesang nicht gewesen ist. Das Urtheil lautete für jeden auf 20 M. Geldstrafe. Zum Seidenweber Streik in Bielefeld. In einer Ver- lottenburg). Eine gut besuchte Versammlung tagte am 28. No, Franen- und Mädchen- Bildungsverein( Filiale Char In der Urtheilsbegründung hieß es, daß es erwiesen sei, daß die sammlung der Streikenden, die am 27. ds. stattfand, wurde fest- vember in Bismarckshöhe. Genoffe Schöpflin referirte über. die baß Angeklagten die Lippen bewegt haben und man darf nicht an- des wieder aufgenommen haben. Der Redner legte an einer Reihe spezieller Fälle dar, wie sehr gestellt fein, ob der Gesang ein besonderer Kunstgenuß war oder Durch diese Thatsache ist der Streik in ein ganz anderes Fahr- gerade auch die Frau unter dem fapitalistischen System leidet nicht, gesungen ist auf alle Fälle Butter" iſt beleidigend, und meinsam mit den Männern für die Abschaffung der kapitaliſtiſchen waffer gelangt. Zu noch keiner Zeit, so schreibt unser Biele und wie sehr es im eigensten Interesse der Frauen liegt, geda das Wort in der Sächsischen Arbeiter Beitung" gestanden Produktionsweise zu kämpfen. hatte, und diese wegen ihrer Zendenz" extra bart bestraft werden muß, so verurtheilte das Dresdener Landgericht den Rabatteur Genossen Reichard zu einem Monat Gefängniß, damit die Ehre dieses Polizisten wieder hergeftellt fei. Dersammlungen: nehmen, daß sie dieses nur zum Scheine thaten. Es mag dahin denn 33 Weberinnen her und Dienstags nicht weniger Die kapitalistische Produktion und die Frauen Die Bezeichnung " " Eine Ausweisung. Bürgerliche Blätter melden von Eibenstock( Sachsen):" Der hier aufhältliche Sozialdemokrat Wilhelm Guidoni aus Massa- Carrara in Oberitalien ist wegen feines agitatorischen Auftretens, insbesondere seines Verhaltens bei sozialdemokratischen Versammlungen und der aufreizenden und heherischen Gespräche, die er an öffentlichen Orten zu führen pflegte, als Reichsausländer ausgewiesen worden." Nun werden sich die Eibenstöcker wohl wieder beruhigt aufs Ohr legen können. - Gehaussucht wurde wieder einmal in Heiligen hafen nach verbotenen Schriften bei mehreren Parteigenossen. Natürlich mit dem gewöhnlichen negativen Erfolg. Soziale Leberlicht. Das Diptherie- Heilferum soll den Unbemittelten der Stadt Schwelm laut Beschluß der Stadtverordneten unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. fel der Partei- Organ, ſtand der Streit für die Arbeiter so günstig als jetzt. Der Streit hatte seinen Höhepunkt erreicht, die Firma mußte sich ergeben, oder der Schaden wäre für sie ganz unberechenbar gewesen. Die Seidenindustrie hat erfreulicher Weise einen Aufschwung genommen, das Geschäft in Krefeld geht sehr gut und bei der Firma Delius liefen ebenfalls Kommissionen ein. Guter Rath war theuer. Da haben nun die betreffenden Arbeiterinnen ihrer und ihrer Kolleginnen Sache einen schlechten Dienst geleistet. Zur Wiederaufnahme der Arbeit wurden die Weberinnen veranlaßt durch eine Schrecknotiz in den bürgerlichen Blättern, die besagte, ak die Firma diejenigen, welche nicht sofort die Arbeit aufnehmen, überhaupt nie mehr einstellen würde. Die Würfel werden nach Ansicht unseres Bruderorgans noch dieser Tage fallen. Ein späterer Bericht besagt, up on Sajeeretimmen, welche durch den Ausstand der Weberinnen in Mitleidenschaft gezogen waren und aus der Streitkaffe mit unterstüßt wurden, falls die Arbeit wieder aufnehmen. Es verbleiben dann noch 100 Personen zu unterstüßen. eben= twerkvereins christ Verein Schäftebranche. Sonnabend, den 1. Dezember, abends 9 Uhr, gentualisation an" ammlung. Tages- Ordnung:„ Schließen wir uns der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale 1. Mitglieder- Bersammlung am Montag, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr, bet Wilke, Andreasstr. 26. Gärtner Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 1. Dezember, Abends 8½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Deffentliche und sein Werth für die Gärtnergehilfen." Referent: Kollege Befchte aus Versammlung. Tages- Ordnung: Der Allgemeine Deutsche Gärtner Verein Hamburg. Bergnügungs- Verein Thusnelda". Freitags 9 Uhr im Restaurant Friz Zubeil, Lindenstr. 106, Sigung nebst Fidelitas. Militär- und Lieferungsschneider. Sonnabend, den 1. Dezember, Abends 8% Uhr, Schüßenftr. 18, Restaurant Freigang. Tischier- Verein. Sonnabend Abend 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Bersammlung mit Damen. Fachverein der Uhrmacher und verw. Berufsgenossen. Sonnabend, den 1. Dezember, Abends 9 Uhr, bet Wienecke, Alte Jatobftr. 85: Vortrag des Genossen Dr. Badet über Die Entwickelung der Heilkunde und die tapitalistische Gesellschaft." Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledermitgliedschaft Berlin. Montag, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr, bet DeigGalanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. müller, Alte Jakobftr. 48a: Mitglieder Versammlung. Lages- Ordnung: Vortrag des Genossen Rohrlack über„ Das Werkzeug als Kulturträger." Montag, den 10. Dezember, Lederarbeiter- Abend bet Schneider, Annenfir. 16Arbeiter- Bildungsschule. 2. und 4. Sonnabend im Monat, Abends 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179a, und Süd- Ost- Schule Waldemarstr. 14: Naturerfenntniß. 1. und 3. Sonnabend im Monat, Abends 8-10% Uhr: Distutir- üebungen. Bet allen Unterrichtsfächern werden neue beibrier, Damen uns Serren, feber Zeit aufgenommen. Neumann, Pafewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedric Kortum, Marteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends & smeralda, Tilsiterstraße 82 bei Sänice. 9-11 Uhr: Uebungssunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Grüne Giche, Rigdorf, Sermannstr. 48. Gate Serrfurthfiraße, bet Setdaus. 2yrania, Lands= Ganges Echo, Naunynftr. 86, bei Zubeil. Pajewalferfir. 3 bei Neumann. Gesundbrunner männerchor, Bringen- Quee 10 bet Bergmann Männer- Gefangverein 2te bertranz in Brandenburg a. 5. Savel, Mengert's Boltsgarten, Bergfir. 6.- Gefangverein Sänger hatn, Reichenbergerſtr. 16, bei intel's Calon.- Frisch auf I, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 23 bet Soffmann. Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Havel, Hauptstraße, Emil Neumann. Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bei Otto Schulze. Männer- Gesangverein Fortschritt, Königsbergerstraße 28 bei Leichniß. Hand in hand I, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. bet mit seinecke. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: Gefelliger Verein Deutsche Eiche, Ritterfir. 97 bei Bauer. Theaterwereineffing, Blumenstr. 46 bei Tarmuschat( jeden 2. und 4. Sonnabend). Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein Fichte( Witgl. b. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt heute: 1. Männer- Abth. Friedensir. 87. 3. Männer- Abth. Boeckhstr. 21. 2. Lehrlings- Abth. Staligerfir. 55-56. Gemischter Chor Gleichheit, Abends 9 Uhr, Bühnenverband Normania, jeden legten Sonnabend im Monat bei G. Leichniß, Königsbergerfir. 28. Privat- Theater Gesellschaft Schiller, Privattheater Gesellschaft Tont, Sonnabend 9 Uhr bet Buleger, Theaterverein Lustige Brüder II, Sizung jeden Sonnabend Abends 9 Uhr, bei Reichelt, Hafenhaide Nr. 45/47. Theatergesellschaft Immer Lustig, Abends 9 Uhr, Sigung bei Ruhl, Thorinerstr. 68. Bergnügungsflub Ostend, Sigung Abends im Restaurant Rudolf, Krautstraße 6. nehmen, daß die übr Geselliger ArbeiterBei der Gründung des licher Bergleute" sagten wir bereits, daß, so zahm auch ihn doch bald bekämpfen würden. der Verein gegenüber den Unternehmern auftreten wird, diese Das hat sich nur zu bald bewahrheitet; in unserm Dortmunder Parteiorgan lesen wir: Das Saarbrücker Gewerbeblatt des Herrn v. Stumni ist Das Interesse der Landwirthschaft im Gegensake zur nun glücklich schon dabei angelangt, den Gewerkverein christlicher Volksgesundheit. Eine Anzahl Fleischerinnungen haben bei der Bergleute als„ Kampforganisation" und„ neueste Richtung des fächsischen Regierung petitionirt um Einführung der obligatorischen Sozialismus“ zu denunziren, und die" Rheinisch- Westfälische Fleischbeschau in den Landgemeinden. Dagegen wendet sich der land- Beitung" stimmt ihm zu. Die Bergarbeiter, auch die gläubig chrift wirthschaftliche Kreisverein in Leipzig, weil dadurch das Interesse lichen, werden nun wohl einsehen, daß das Großkapital ihnen der Landwirthschaft geschädigt würde. Es wird behauptet, daß jedwede Organisation verbieten möchte. Drolliger Weise fügt bei der Fleischbeschau heute über das erforderliche Maß von Vor- das Gewerbeblatt hinzu, daß man" ja auch einer Organisation ficht hinausgegangen und mit zu großer Härte verfahren würde, der Arbeitgeber zur einseitigen Wahrung ihrer Interessen durchso daß dadurch die Viehbesizer großen Schaden erlitten. Es sei aus abgeneigt sei juft als wenn es fein Kohlensyndikat gäbe. durchaus nicht erwiesen, daß das Fleisch von tuberkulösem und Kann jemand nach alledem noch an eine" Harmonie" mit dem mit sonstigen leichten Krankheiten behafteten Vieh der mensch- Kapital glauben? Und soll nach alledem noch die Religion die lichen Gesundheit schädlich sei. Um des Interesses der Arbeiter spalten, das Kapital durch das divide et impera fein Zandwirthe willen foll also das Bolt Fleisch von frantem Bieb Ausbeutungssystem verenigen, oder werden die christlichen effen. Es wird aber der Vorschlag gemacht, eine staatliche Vieh Bergarbeiter endlich die Augen öffnen? versicherung einzuführen, um den Landwirth vor solchen Ver luften zu schüßen und wir können uns diesem Vorschlage nur erhalten wir von dort noch folgenden ausführlichen Bericht: Ueber den Verlauf des Amsterdamer Bäckerstreiks anschließen. Wir unterschreiben vollständig die aufgestellte Forderung, daß, da die Nothwendigkeit, den Rindviehbefizern Ein unangenehmes Erwachen hatte die EinEs Entschädigung für Berlufte aus der Tuberkulose und gewissen wohnerschaft Amsterdams am Montag, den 26. November. anderen Krankheiten zu gewähren, in der im Interesse mensch war in der ganzen Stadt tein Brot zu haben. Ueber Nacht licher Gesundheit gestellten Forderung begründet sei, nach dem hatten nämlich sämmtliche Bäckergesellen die Arbeit einErmessen der gesundheitspolizeilichen Organe das Fleisch von gestellt. Das entschlossene Auftreten, das sehr unerwartet Thieren für ungenießbar zu erklären, und daß hierdurch auch stellung zwei Tage gedauert hat, sind sämmtliche Forderungen fam, verfehlte seine Wirkung nicht; nachdem die Arbeits- Eindas Verlangen gerechtfertigt sei, die Kosten nicht dem Rindvieh der Arbeiter von allen Bäckereibesitzern bewilligt worden. befizer allein aufzuerlegen, sondern dieselben zu einem Theil aus Forderungen enthielten eine beträchtliche Lohnerhöhung, die Die öffentlichen Mitteln zu bestreiten. Gelegentlich werden wir die Herren aber auch in anderen Fällen an diese Beweisführung Des weiteren verlangten die Arbeiter während fünf Tage der zwischen 21/2 und 1%, Gulden pro Woche und pro Mann schwankte. Woche eine tägliche Arbeitszeit von 12 Stunden, für den SonnDie Errichtung eines Gewerbegerichts in Pirna ist abend eine solche von 18 Stunden, also wöchentlich 78 Arbeitsabermals abgelehnt worden. Eine Befragung der betheiligten stunden. Es kann einen Wunder Gewerbetreibenden, sowie der Innungen über die Nothwendigkeit Arbeiter sich auf diese Forderungen bezüglich der ArbeitsVerein Proletaria, Sonnabend nach bem 1. und 15. feben Monats, Abends 9 Uhr bei Sommer, Grünstraße 21. Rauchflub der Errichtung eines solchen Gerichts habe ergeben, daß man in zeit beschränken; wenn man jedoch in Betracht zieht, Blaue Woltell, Sigung jeden Sonnabend 9 Uhr im Restaurant F. Steuer, jenen Kreisen dagegen sei. Die Arbeiter wollen's nicht und daß es bis jetzt nicht zu den Eeltenheiten gehörte, daß die Ge- einfiraße 22. Rauchlub Dornröschen, jeden Sonnabend Abends Damit ist die Sache abgethan. fellen eine ununterbrochene Arbeitszeit von 22 und 23, sogar von 9 Uhr, bei F. Krüger, Fennfiraße 5. Statflub Blaue Blouse jeden Sonnabend bei Wuttte, Graudenzerstr. 2. Statflub Revolution, Sigung Wieder ein Schritt rückwärts. Der Provinzial- Landtag mehr würdigen können. 26 und 27 Stunden hatten, so wird man diesen Fortschritt schon ieben Sonnabend 9 Uhr bet Gerhardt, Grünauerstraße 27. Bitherflub von Hessen Nassau bat die Einführung des Dreitlassen- WahlEs muß anerkannt werden, daß das Erita", jeden Sonnabend Abend 8% Uhr Uebung bei Koßmann, Zimmersystems für Gemeindewahlen beschlossen. Das bedeutet eine weitere bem Gebiete der ökonomischen Aktion. Fragt man uns jedoch, Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser findes i Lokalet. holländische Proletariat gegenwärtig große Versuche macht auf firaße 22. Aufnahme ueuer Mitglieder. Dansk Forening Freja, Oranienstrasse 51, Módeaften hver Lòrdag Beschneidung der Boltsrechte. Das furhessische Gemeindewahlrecht ob die erzielten Erfolge befriedigend sind, so müssen wir diese Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Sue St. war Gold gegen das Dreiklaffen Wahlecht nach preußischem Muster mit öffentlicher Stimmenabgabe. Die„ Hessische Landes- Frage entschieden verneinend beantworten. Vorläufige Erfolge bonore 814 Gafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche BerBeitung" schreibt dazu unter Anderem: Lamit ist das Ende giebi's ja hier und da, aber die Sache hat immer einen Hoken. London, he w althessischer Freiheit befiegelt. Von den furhessischen Gemeinden der Charakter des Klaffenkampjes tritt bei diesen Arbeits- alte, von Karl Mare und Friedrich Engels 1846 mitbegründete aber erwarten wir, daß sie sich stemmen gegen diesen reaktionären einstellungen immer in den Hintergrund, und auch ist es nicht wie vor 49 Zottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Uebermuth, daß sie sich wenigstens ihre alten Rechte zu retten ausschließlich der Kapitalist, der die Beche zahlt. Ein paar Beispiele: Der Streit der Buchdrucker in Utrecht suchen, daß sie nicht geduldig in die Sklaverei des preußischen fann als verloren Und angesehen werden. Dreitlassen- Wahlsystem triechen, das ein paar Reichen die Gewalt die ea ist über Tausende Armer giebt! Man protestire! Man zeige, daß freisinnige Bourgeoisie, die fich der unglücklichen Opfer auch die Bürger schreien" tönnen, wie die Junker, deren Ge- allgemeine Bettelpartie und einige wohlwollende in London theilte dem„ Reuter'schen Bureau" eine Depesche aus ökonomische Aktion verläuft in eine Cholera in Brafilien? Die brasilianische Gesandtschaft schrei ja stets Gehör findet!") Bourgeois Arbeiterfreunde" führen den Bettelsack für die Arbeiter. Rio de Janeiro vom 28. November mit, derzufolge vor mehreren Piui der Schande! Sie macht die Erniedrigung der Arbeiter Tagen einige choleraartige Diarrhöfälle epidemischen Charakters in dem Zentraleisenbahndistrikte zwischen Cachoeira und Entreerinnern. V annimmt. Diefe 50 000 Arbeiter brotlos. Wie hiesige Blätter melden, soll der amerikanische Zucker Trust beschlossen haben, seine vollständig! Raffinerien in New- Yort, Boston und Philadelphia zu schließen, um durch dieses Manöver die Preise für Zucker in die Höhe zu schrauben. Turch diese Maßregel würden 50 000 Menschen dem Elend überantwortet werden und warum? Nur, um einigen Wenigen die Taschen zu füllen. Swinglistraße 6a im Reſtaurant. Mitglieder werden bafelbft aufgeigung& Sigung Abos. 9 Uhr bet Linte, Buttbuferstr. 24. Nach der Gizung: mineminder straße Abende fammlung; Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. einzige hiesige sozialdemokratische Berein Londons, der Rommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach Vermischkes. Ein anderes Beispiel. Die Lohnerhöhung der Bäckergesellen Rios aufgetreten feien; die letzten Nachrichten lauteten beruhigend, bat zur unmittelbaren Folge gehabt, daß das Brot einen Cent die Epidemie zeigte Neigung zum Verschwinden. Die Stadt Rio theurer geworden ist( 1 Gent= 1,60 Pfennig). 1,60 Pfennig). Es ist also de Janeiro sei frankheitsfrei. Der Verkehr auf der Eisenbahn hauptsächlich der Arbeiter, der den erhöhten Lohn feines Schicksals fei auf einige Tage eingestellt, bis volles Vertrauen zu den angenoffen bezahlt; was um so sicherer stattfinden, muß, da die gewendeten Bekämpfungsmitteln gewonnen sein werde. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 1. Dezember. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. boten. Schauspielhaus. Halali. Die Dienst Deutsches Theater. Hamlet. Berliner Theater. Madame SansGêne. Lessing Theater. Zwei Wappen. Schiller Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Residenz Theater. 9 Der Unterpräfekt. Vorher: Villa Vielliebchen. Neues Theater. Figaros Hochzeit. Theater Unter den Linden. Jabuka. Meißner Porzellan. Theater. Bellealliance Pension Schöller. Hierauf: Das Fest der Handwerker. Central- Theater. D! diese Berliner. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die ewige Braut. Alexanderplat- Theater. Grille. Die National Theater. Der Tod als Pathe. Reichshallentheater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenBorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonnabend, den 1. Dezember, Abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Sonntag, den 2. Dezember, Nachm. 3 Uhr: Die Karlsschüler. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Dichter- Abende: Jm Bürgerfaale des Rathhauses Ab. 71/2 Uhr: UhlandAbend. Jm großen Saale des Handwerker- Vereins, C., Sophienstr. 15. Abends 7 Uhr: Schiller- Abend. Montag, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Adolph Ernst- Theater Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central- Theater Alte Jakobrake Nr. 30. Direttion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. Anna Bäders. Josefine Dora. Zum 92. Male: National- Theater. Statt besonderer Meldung! Christbaumkonfekt, Buchhandlung des„ Vorwärts Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Sticker Gustav Heyden am Mittwoch, Nachts 12 Uhr, nach schweren Leiden sanft entschlafen ist. 46/14 reizende Neuheiten, uur genießbare Waare, 1 Kiste sort. Inhalt, circa 430 Stück 2 M. 50 Pf. 1 Kiste sort. Inhalt, circa 270 große Stücke 3 M. Der Tod als Pathe. Siegfried Brock, Berlin, Ausstattungs- Komödie in 5 Aften von Waßmannstr. 37. Ernst Bluhme mit theilweiser Benuhung Die Beerdigung findet am Sonntag, Buchdrucker! Auktion Montag, den Dekorationen von Müller und Schäfer. Der Leichenhalle des städt. Krankenhauses straße 13. Maschinen, Schriften. 1858b einer Jdee von August Blanche. den 2. Dezember, Nachm. 21/2 Uhr, von 3. Dezember, Vorm. 10 Uhr, BrüderBeleuchtungseffekte vom Ober- Beleuchter am Friedrichshain aus nach dem St. Collander. Maſchinerien vom Theater. Georgenkirchhof vor dem Landsberger Buchführung, besorgt zuverlässig meister Weisse. Lichtbilder von Ludwig Thor statt. Richter. Tanz- und Flugevolutionen vom Balletmeister G. Zinner arrangirt. Die lebenden Land- und Wasserthiere aus dem Aquarien Institut von Otto Preusse, Alexanderstr. 28. Garderoben und Requifiten vom Ober- Garderobier Paul Hildebrandt. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61, Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ,, Sanssouci Kottbuseraraße 4a. Jeden Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl, Röhl und Blank). Zum Schluß( Neu): Tenoristen- Rache. Urkomisches Ensemble. Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochen1352b auch stundenweise, Die trauernde Wittwe. Kölln, Saarbrückerstr. 7. 1353b Achtung! Berlin SW., Beuthstr. 2. Zum Studium über die Stellung der Sozialdemokratie zur Landagi tation empfehlen wir: Zur Landagitation. Preis 10 Pf. Porto 3 Pf. Soziale Frage auf dem Lande. 1. Die Lage der ländlichen Lohnarbeiter in Preußen. 2. Der Ruin des ländlichen Kleinbetriebes durch die landwirthschaftliche Großproduktion. Preis 20 Pf. Porto 3 Pf. Soziale Frage und Bodenverstaatlichung. Bon Conrad Schmidt. Preis 15 Pf. Porto 3 Pf. Mitglieder der Allgemeinen Orts- Krankenkasse. Deutsche Bucher- Industrie und Die Mitglieder der Allgemeinen Drts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen( früher Meyer'sche Kaffe) werden hiermit nochmals dringend ersucht, in der am Sonntag, den 2. Dezember d. J., Vormittags 91/2 Uhr, in Fiebig's Salon, Grosse Frankfurterstrasse 28, einberufenen Versammlung pünktlich zu erscheinen, um sich die schwer errungene freie Arztwahl nicht ent reißen zu lassen und energischen Protest gegen ein derartiges Vorgehen zu er heben. Insbesondere werden die Delegirten ersucht, dieser Versammlung beizuwohnen, um Aufklärung in der ganzen Angelegenheit zu erhalten. Die Kommission. 1364b ihre Subventionirten. Von Max Schippel. Preis 15 Pf. Porto 3 Pf. Junker und Bauer. Zur Entwicklung unserer Agrarverhältnisse Von P. Kampffmeyer. Preis 15 Pf. Porto 3 Pf. Das platte Land und die Sozialdemokratie. Von E. Effner. Preis 20 Pf. Porto 3 Pf. Entwicklungsgeschichte Kapitalismus in Deutschland. Bon P. Kampffmeyer. Preis 25 Pf. Porto 5 Pf. Hausdiener, Packer, Rollkutscher, Keller ur Entwicklung gefchichte des Arbeiter und Berufsgenossen. Am Sonntag, den 2. Dezember, Vormittags 10 Uhr, Große öffentliche Versammlung Die Epigonen der Raubritter. Ein Beitrag zur EntwicklungsGeschichte unseres Junkerthums. Preis 75 Pf. Porto 10 Pf. im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße 37. Frankfurter Kongreh- ProtoD Tages Ordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen in der Reichskommission, betreffend Arbeits- und Ladenzeit im Handelsgewerbe. 2. Diskussion. 3. Bericht über Innehaltung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. 4. Verschiedenes. Reje renten Kollegen Grauer und Liebenow. Das Erscheinen Aller ist nothwendig. Der Vertrauensmann. Oswald Schumann, Adalbertstr. 47. 135/15 Sonntag, den 2. Dezember, Vormittags 11 Uhr: koll. Preis 25 Pf. Porto 10 Pf. Ju Partien billiger. Bei Bestellungen von Auswärts bitten wir den Betrag inkl. Porto in Briefmarken der Bestellung bei zufügen. Achtung! tags 8 Uhr.- Entree 50 Big Leffentliche Versammlung der Böttcher Berlins und Umgegend Besonderer Umstände halber ist mein Billets à 40 Pfg.( nur für die Wochentage giltig) sind im Vorverfauf in der Zigarrenhandlung von Reßler, Rottbuserplag, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. bei Fr. Wilke, Andreasstr. 26. Um pünktliches Erscheinen ersucht Die Kommission. 97/8 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 2. Dezember, Vorm. 10% Uhr: Passage- Panopticum. Bezirks- Versammlung für den Süden 51 wilde Weiber im Restaurant Kummer, Rirdorf, Berlinerstr. 136. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn Schulz: Der Einfluß des Kapita Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht aus Dahomey.ismus auf die Wohnungsverhältnißſe. 2. Distuſſion. 3. Aufnahme neuer Der Vorstand. Die Herenschaukel, 1720 Bur Beachtung! Allen unseren Kollegen diene zur Nachricht, daß in neueste Illusion. der Zahlstelle Ostertag, Rixdorf, Prinz Handjerystr. 34, Sonntags Bormittags von 9 bis 1112 Uhr, und in Spandau, im Restaurant Horle mann, Lutherplatz 4, Sonntags Vormittags von 10 bis 12 Uhr ein Kollege zur Entgegennahme von Beiträgen und Aufnahme neuer Mitglieder anwesend D. O. sein wird. Alcazar Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt! Neu! Sensationell! Neu! Unsere Garde. Große Posse mit Gesang u. Tanz und militärischen Aufführungen in 1 Aft von Beckers. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang: O, diese Berliner! Wochent. 71/ Uhr, Sonntags 6 Uhr. Große Posse mit Gesang und Tanz. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: 01 diese Berliner. Circus Renz Carlstrasse. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pf. R. Winkler. Castan's Panoptikum. Sonnabend, den 1. Dezember 1894, Englische Marionetten. Abends 7/2 Uhr: Tjo Ni En. BF Neue Musikeinlagen, fenfat. Tänze. Außerdem: 3um 1. Male: Hippol. Potpourri von 40 Pferden, vorgef. vom Dir. Fr. Renz. Grande Illusions- Caroussel. Astora, die Tätowirte. Armin- Hallen Quadrille de la haute équitation, ger. Sommandantenstraße Nr. 20. von 6 Damen u. 6 Herren. Zum 1. Male: Major Burk in seinen amerik. Militär- Original- Exerzitien. Der sensationelle Handequilibrift Mr. Jules Keller. Die beliebten Klowns Gebr. Villand 2c. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Eine leistungsfähige Brauerei Sonntag: Nachm. 4 Uhr( ermäßigte in der nächsten Nähe Berlins Preise laut Platat): Gr. KomikerVorstellung. Abends 71/2 Uhr: Tjo fucht wegen Abgangs ihres Vertreters in Berlin einen tüchtigen Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. Vertreter mit Niederlage. Offerten unter G. H. an die Erpe1145L Circus G. Schumann. bition dieser Zeitung. Friedrich Karl- Ufer. Täglich Abends 72 Uhr: Texas Jack's American Gine ringfreie Brauerei Lokal nebst Festsaal unentgeltlich an einen größeren Verein am Sylvesters Abend und am 1. Neujahrstage au vergeben. Dranienstr. 180. Kein Ringbier! Kein Ringbier! E. Werner's Restaurant Stallschreiberstrasse No. 17. Vorzügliche Speisen und Getränke. Gemüthlicher Aufenthalt. 1845b Vereinszimmer noch einige Tage frei. Carl Tutzauer Admiralstr. 38. Vereinszimmer mit Klavier. Saal für 100 Personen. Kegelbahn und Billard. Nur ringfreies Bier. Den Parteigenossen empfehle mein Weiß- und Bayerisch- BierLokal mit Vereinszimmer und größeren Räumen. Bei Beerdigungen zum Aufenthalt für größere 16182* Gesellschaften. Für gute Speisen und Getränke ist Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. aften. Sonntag, den 2. Dezember, Nachmittags 5 Uhr, Lindenstr. 106: stets gesorgt. Versammlung. 1. Vortrag des Herrn Ingenieur Gebauer. 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. J. A.: H. Holz, Mulacfir. 21. 195/9 Paul Hilpert, Riedorf, Herrmann- u. Karlsgartenstr.- Ece. Bierhaus Wein Gemischter Chor Glocke" wünscht Kanarienhähne, pass. Festgeschent, Oberschmidt's bergsive 11'D. " Damen und Herren zur Verstärkung. Uebungsabend: Donnerstag 9 Uhr bei Altmann, Neue Hochstr. 49. Nächstes 1354b Konzert am 8. Dezember. Waldvögel, 2000 Stück am Lager, von 50 Pf. an. Kanarienroller von 8,50 an. Zwerg papageien von 2,50 an. Gr. Auswahl in Vogelbauern von den einfachsten bis zu den elegantesten billig. 11582* Schnelle. 1. Geschäft: Gr. Frankfurterstrasse 12. Gollnowstrasse 32 b. 2. " Schneiderin empfiehlt sich in und außer d. Hause. Garantie d. Gutſizens. Fr. M. Hintze, Lehrterſtr. 40, vorn IV. Genossen empfehle ich meine Wasch u. Plättaustalt bei tostenloser Abholung der Wäsche und pünktlicher Lieferung. Bestellung per Postfarte wird vergütigt. [ 13106] J. Fest, Wasserthorstr. 24. Weihnachts- Geschenke. billig. Schulz, Prinz Albrechtstr. 3, 1304b verlängerte Zimmerstraße. Muschelmöbel, spottbill., verkäuflich Invalidenstr. 157, II. I. 1361b Achtung! Erlaube mir Freunden und Genossen mitzutheilen, daß ich von heute an einen Ausschank der GenofenKinderschafts- Brauerei Hohen- SchönWagen, hansen eröffnet habe und nur ring. freies Bier schänke. Vereinszimmer zu Krantenwagen vergeben. Um recht zahlreichen Besuch Korbwaaren, bittet Holzwaaren, größtes Lager Berlins, Theilzahlung gestattet, Musterbücher gratis, empfiehlt E. Weber, Basenertr. 1. " Bur füßen Ede." 1341b Jeden Sonnabend: Gänse- Ausspielen. Boykottfreies Bier. Kunert, 1845b Rüraffierstr. 20. A. W. Schulz, Heute großes Gänse- Ausspielen bei Brunnenstr. 145 Ece Rheinsbergerstr.), Reichert, Willibald- Alexisstr. 22. Hauptgeschäft Brunnenstrasse 95, vis- à- vis Humboldthain. Teleph.- A. 3. Nr. 1767. Empfehle mein Weiß- u. Bairisch Bier- Lokal. Vereinszimmer m. Piano. 1360b Engelhardt, Eisenbahnstr. 7. Unter dem Tannenbaum empfehle ich Vereinszimmer mit Klavier ist zu 1353b hochfeine Harzer Kanarien Roller vergeben Staligerstr. 140. zu 6 M. 30 Pf. mit Porto und VerVereinszimmer mit Piano, 40 bis packung. Weibchen jetzt 75 Pf., von 50 Pers., auch zur Zahlstelle passend, Januar ab 1 M. Was nicht konvenirt ist zu vergeben. J. Brüß, Lothringer nehme zurück. Versandt nur per Nach- straße 41 am Rosenthaler Thor. 1357b nahme. Schutz vor Kälte und Nässe. Anfragen mit Retourmarken an L. G. Müller, Vogelzüchterei, Nordhausen a. H. Jeden Sonnabend: Großes Gänse ausspielen. Rein Ringbier. Restaurant, 1356b Frol. Schlafstelle für 1-2 Herren b. 1348b Einice, Somlsstr. 10, 4 Tr. Zimmer für 2 Herren sofort zu verni. bei Thiele, Markusstr. 58, 1 Tr. 1367b Anständ. junger Mann findet Schlafstelle Manteuffelftr. 90, 4 Ir. r. 1970b Arbeitsmarkt. Korbmacher auf Bambus sofort verl. A. Rudloff u. Co., Ritterstr. 86. Tüchtiger Barockvergolder b hohen verlangt Kottbuser Ufer 32. Tüchtiger Klavierspieler für Sonnabend und Sonntag Eisenbahnstr. 7. Zuschneider, auf Kragen geübte, Suchen Kraft& Jacobi, Marienburger1868b straße 9. E. Hübner, Stalizerstr. 125. Empfehle allen Freunden u. Genossen En gros. Vogelhandlung. En detail. mein Vereinszimmer zu Festlichkeiten. Waldvögel von 50 Pf. an. Kanarien- Schulz, Prinz Albrechtstraße 3, roller, Rollerweibchen, Baumaterial, 1805b verlängerte Zimmerstraße. Utensilien billig! Kardinale, Pracht finken, Sittiche, Lachtauben, Flugtauben, Kaninchen, Mäuse, Goldfische, Vogelfucht zur Erhaltung der best. Kundschaft futter. Gr. Auswahl von Vogel- gutgehendes, mit mehreren Vereinen, Prairie Life- Show. einen gefchäftsfähigen, zuverläßlichen fäfigen. Mehlwürmer 60 Std. 10 Pf. passend für große Versammlungen, ist Für unsere hiesigen Abonnenten Vertreter, dem gute Referenzen aur A. Hoffmann, Reinickendorfer wegen Krankheit des Mirthes sofort liegt der heutigen Nummer ein Illustrationen aus dem Amerikan. Seite stehen. Gefl. Offerten unter straße 64c, Laden, nahe der Dantes: billig zu verkaufen. Zu erfragen bei Prospekt der Firma Ferdinand Plantagen- und Prairieleben. T. K. b. B. an die Expedition des tirche.- Kaufe Meerschweine und Klemmpftein, Joachimstraße 16, Bier Neumann, Berlin SW., Leipsiger1862b Ranarienweibchen. 1365b verlag Vorwärts". ( Näheres die Tageszettel.) 1366b traße 51, Eke Donhoffplat, bei. Berantwortlicher tedatteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beutnjtraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 280. Sonnabend, den 1. Dezember 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts find abgebrochen worden, weil die Ringbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Riugbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eriftenlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug- seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes kurzes Nein entgegenseiten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins fonnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klaffenbewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrlofer Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand ans Wert legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch uene Massenmaßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer kapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Interesse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es feinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. May Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Sahloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank. furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage - Edm. Reuter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. = Loui sen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Königs Wusterhausen, Niederlage Reichenbergerstraße 33. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Krautstr. 48, Tel. VII, 1487. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. Nieder lage Marthen, Bellermannstr. 6. Brauhaus Hohen- Schönhausen bei Berlin. Boykottirt sind die folgenden, dem Ring augehörenden Brauereien: Aftien Brauerei Friedrichshain, Berlin. Die Boykott- Kommission. Gerichts- Beitung. V folgendermaßen begründet:" Die Klageforderung steht und fällt mit der Entscheidung der Frage, ob der Kläger als Geselle oder Vom Reichs- Versicherungsamt. Der Arbeiter Walbersloh, Gehilfe des Beklagten im Sinne des 7. Titels der Gewerbewelcher noch drei Kinder zu versorgen hat, verlor am 29. August Ordnung anzusehen ist. Daß diese Frage zu verneinen ist, er 1893 seine Hauptstüße, einen neunzehnjährigen Sohn, durch einen giebt§ 119b der Gewerbe- Ordnung; denn wenn in diesem aus Betriebsunfall. Er verlangte eine Rente von der in Betracht drücklich hervorgehoben ist, daß unter den im§ 115-119a bezeichneten tommenden Knappschaftsberufsgenossenschaft und begründete sein Arbeitern auch diejenigen zu verstehen sind, welche für bestimmte Verlangen damit, daß er unterstützungsbedürftig sei und sein Gewerbetreibende außerhalb der Arbeitsstätte derselben mit der Berufsgenossenschaft wie auch vom Schiedsgericht zurückgewiesen, der im 7. Titel behandelten Arbeiter fallen. Andernfalls müßten verstorbener Sohn ihn stets unterstützt habe. Er wurde von der Anfertigung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt sind, so folgt daraus zwingend, daß diese Arbeiter nicht unter die Kategorie so daß er Rekurs beim Reichs Versicherungsamt einlegte. Es wurde zunächst festgestellt, daß der Kläger ein monatliches die§§ 115-119a ohne weiteres auch für sie Anwendung finden, Ginkommen von 48,40 W. hat, das sich zusammensetzt aus 12 m. womit die Bestimmung des§ 119b überflüssig wäre. Da nun Invalidengeld, 17,40 m. Unfallrente, 10 M. Armengeld und der Kläger unstreitig außerhalb der Arbeitsstätte des Beklagten 9 M. Kindergeld. Ferner wurde festgestellt, daß der Sohn des gearbeitet hat, so gehört er nicht zu den Arbeitern, welche nach des Arbeitserzielte, welchen er ganz dem Vater gab und an dessen Nuß- verhältnisses Anspruch haben. nießung er nur als Familienmitglied partizipirte, ſowie, daß oder unfelbständig war, ist gegenüber dem klaren Wortder Kläger nach dem Tode des Sohnes das Armengeld be laut des Gesetzes unerheblich. Handelt der 7. Titel von den unwilligt erhielt. Hiernach erachtete es das Reichs- Versicherungsamt felbständigen Gewerbetreibenden, so find im Sinne desselben für unzweifelhaft, daß der Kläger in dem Verunglückten seine eine unſelbſtändigen Gewerbetreibenden diejenigen, welche zu wesentlichste Stüße in der Noth verloren habe, und daß Kläger Hause und nicht auf der Arbensstätte ihres Arbeitgebers arbeiten, sich nicht mit den drei Kindern eruähren könne; es verurtheilte und zwar deshalb, weil der§ 119b ein eigenes Kriterium der Arbeiter außerhalb der Arbeitsstätte aufstellt.( Gemeint ist die deshalb die Berufsgenossenschaft zur Zahlung der beanspruchten besondere Bezugnahme des§ 119b auf die genannten 2.rbeiter. Rente. D. R.) Dieſes Kriterium erscheint auch vom gesetzgeberischen Standpunkt ausreichend, um die Anwendung des§ 119b zu rechtfertigen, da der Arbeiter außerm Haufe der Disziplin des Arbeitgebers nicht völlig unterworfen und an eine bestimmte Arbeitszeit, fowie an die Beobachtung einer Arbeitsordnung nicht gebunden ist." Klägers einen durchschnittlichen Monatsverdienst von etwa 62 M.§ 122 auf eine gesetzliche Aufkündigung Ob der Kläger selbständig Der Faktor Baß, welcher in der Expedition einer Brauerei thätig war, benutzte gewohnheitsmäßig nach Beendigung seiner Thätigkeit des Abends einen der Bierwagen, die aur außerhalb der Stadt gelegenen Brauerei zurückkehrten, um seiner Wohnung näher zu kommen. Lettere befand sich an der Beripherie der Stadt, nicht allzuweit von der Brauerei, während die Expedition in der Stadt selbst ist. Am 30. September v. J. fuhr Baß ebenfalls auf einem solchen Bierwagen seiner Wohnung entgegen, wobei er das Unglückt hatte, herunterzustürzen und sich derart zu verlegen, daß er starb. Gin Rentenanspruch seiner Wittwe wurde weder von der Brauerei- und Mälzerei- Berufsgenossenschaft, noch Im Frauen und Mädchen- Bildungsverein für Berlin von deren Schiedsgericht als berechtigt anerkannt. Der Verstorbene und Umgegend sprach am 28. November vor mehr denn tausend fei, deduzirten beide, auf dem Heimivege verunglückt und nicht riefen die moderne Frauenbewegung hervor?" Redner bezeichnete Zuhörern Genosse Bebel über das Thema: Welche Ursachen im Betriebe. Das Reichs- Versicherungsamt, bei welchem Frau Derlammlungen. Aktien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Patzen- es sei ihm sehr erwünscht gewesen, daß der Mann häufig mit da war vollständigste Gleichstellung zwischen Mann und Frau hofer, Berlin. Aktien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Osipald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Borussia, Attien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei A. Werin, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Attien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Schultheiß' Brauerei, Attien Gesellschaft, Berlin, Abth. Schönhauser Allee. desgl. Abth. II Tivoli. H Brauerei Schweizergarten, Berlin. Baß Refurs erhob, stellte Ermittelungen darüber an, ob nicht die Anschauung, als sei die Stellung der Frau noch im Mittels vielleicht ein Betriebsinteresse mitspielte, als Baß die unglückliche alter eine wesentlich beffere gewesen wie jetzt, als durchaus irrig. Fahrt machte. Der Betriebsvorsteher der Brauerei sagte aus, Nur in den Ürzuständen, wo allüberall Kommunismus herrschte, fuhr; wenn der Kutscher abstieg, sei wenigstens jemand beim vorhanden. Damals gab es feine Scheidung nach Familien, weil Wagen gewesen, der auf diesen und die Pferde Obacht gab. es feine Ehe gab. Aus diesem Grunde kam auch die Frage der Das Reichs- Versicherungsamt nnter dem Präsidenten Bödicker Mutterschaft da die Vaterschaft nicht nachgewiesen werden fonnte in Betracht, wo es sich um Erbberechtigung, um verurtheilte hierauf die Berufsgenossenschaft zur Zahlung Namengebung, um Bezeichnung der verwandtschaftlichen Grade einer Rente, weil Baß bei seiner Todesfahrt im Interesse des Namengebung, um Bezeichnung der verwandtschaftlichen Grade handelte. Nur in diesem Sinne darf man von einem Mutterrecht Betriebes gehandelt habe. sprechen, nicht aber in dem, als habe damals die Frau eine be Als dann Das Landgericht zu Berlin und die Kündigungsfrist vorzugte Stellung eingenommen. das Privat der Heimarbeiter. Das Gewerbegericht hat in einer sehr eigenthum auftam, so hatte die nunmehr eingetretene Ungleichheit großen Anzahl von Fällen den Heimarbeitern die gesetz im Besize das Entstehen der Einehe und des Vaterrechtes im liche vierzehntägige Kündigungsfrist zuerkannt. So hat es auch Sinne der Watermacht zur nothwendigen Folge, und, ob das nun am 30. Juni die Firma S. Butt( Herren- Garderobegeschäft) zur ein Geschlecht oder eine Klasse war: so lange noch jemand durch Bahlung einer Entschädigung von 112,50 M. an den Schneider die Verhältnisse die Macht bekommen, so lange hat er sie mißSchmoll verurtheilt, weil derselbe erstens eine Woche lang nicht braucht. Die Frau wurde als Sache, als Anhängsel betrachtet, beschäftigt worden war( sogenanntes Hinziehen"), und weil wie es noch heute geschieht. Diese Abhängigkeit der Frau von er dann ohne Kündigung fofort entlassen wurde. der Produktions- und Vertheilungsweise der Güter giebt uns die E3 wurde ihm eben er bedeutet, bekomme über Gewißheit, daß, wenn sich die Eigenthumsverhältnisse einmal haupt keinen Zuschnitt" mehr mit. Assessor Hellwig be- ändern, wenn sie kommunistische im Sinne der wirthschaftlichen gründete das Ürtheil in seinem prinzipiellen Theil es war Entwickelung werden, auch das Verhältniß der Geschlechter zu Unter dem Privat der Einwand erhoben worden, Kläger habe als Hausarbeiter fein einander ein anderes werden wird. Anrecht auf die Kündigungsfrist folgendermaßen: folgendermaßen: Ob die eigenthum trat, wie gesagt, die Frau mehr und mehr außerhalb des Geschäfts ihres Arbeitgebers thätigen Personen in den Hintergrund, sie wurde schließlich allein auf Anspruch auf die Kündigungsfrist haben, kann nur unter Berück- das Haus angewiesen. Wenn nun im Laufe der Jahr sichtigung des einzelnen Falles entschieden werden. Man ift ge- hunderte einzelne Frauen aus hohen Gesellschaftstreifen nöthigt, zwei Gruppen zu unterscheiden, diejenigen, welche ihrer- hier und da studirten, dann war das eben eine Ausnahme, und seits wieder Gehilfen beschäftigen oder zugleich für mehrere Ge- weil sie Ausnahmen waren, ließ man sie gewähren. Erst als schäfte arbeiten, und die, welche allein und zu einer die Ausnahmen zu häufig wurden, machte man ihnen, wie im I gegebenen Zeit nur für einen bestimmten Arbeitgeber thätig Mittelalter auf der Universität zu Bologna, die Thüre vor der sind. Erstere sind selbständige Hausindustrielle, lettere gewerb Nase zu. Wenn mit dem Wirken gelehrter Frauen im Alterliche Arbeiter( Heimarbeiter). Wenn diese auch ihre persönliche thum und im Mittelalter etwas bewiesen werden kann und be Bewegungsfreiheit haben, so tommt es doch lediglich auf wiesen werden soll, so ist es nur die Thatsache, daß überall da, ihre wirthschaftliche Stellung an." Die zitirten Voraussetzungen wo der Frau die Gelegenheit gegeben ist, auf geistigem Gebiete Arbeiters, der das Rohmaterial seines Arbeitgebers verarbeitet, ebenso Gutes zu leisten vermag wie der Mann. Es ist übrigens trafen auf Schmoll zu. Der verurtheilte Herr Butt ließ ganz natürlich, daß, wo Frauen von Sorgen frei und an Geift durch den Rechtsanwalt Isaacsohn beim Landgericht Berufung reich waren, sie das Bestreben hatten, etwas höheres zu bedeuten. Da einlegen, wozu ihn die Höhe des Objekts Höhe des Objekts berechtigte. her auch der Einfluß vieler Frauen in Frankreich im vorigen Jahre Schmoll wurde vom Rechtsanwalt Gerhardt vertreten. Am hundert. Aber gefeßlich war die Frau bis in die jüngste Beit überall 14. November hob die 8. Zivilkammer unter dem Vorfize des vollständig dem Manne unterworfen, in England bis zum Anfang Landesgerichtsdirektors Krause das Urtheil des Gewerbegerichts der fiebziger Jahre, am schlimmsten jedoch in Frankreich. Gine auf. Diese äußerst wichtige, prinzipielle Entscheidung wurde lebhafte Bewegung gegen diese Rechtlofigkeit begann unter den Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei der Kündigungsfrist des in seiner eigenen Behausung thätigen mit dem Manne gleichberechtigt in Konkurrenz zu treten, sie Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rixdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Bittoria- Brauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Sodann folgte der Vortrag des Herrn Pinn, dem mit großem Interesse zugehört wurde. Der Groß- Spediteur Herr W. Schäfer müht fich in Nr. 275 an dieser Stelle unter Anführung vager, unstichhaltiger und verschleiert gehaltener Gründe ab, die Unzweckmäßigkeit des Beginnens, den Vertrieb des Vorwärts" in eigene Regie zu nehmen, darzuthun. und " as aber " Walther. weil Frauen erst, als an die Stelle der früheren kleinbürgerlichen| pflichtungen der Mitglieder nachzukommen. Gerade sind es diese und kleinbäuerlichen Verhältnisse die großkapitalistische Produktion beiden Herren Scheidewig und Schiller, die am meisten unter trat, die auf die Stellung der Frau umgestaltend einwirkte. Die dem Druck und den ungemein niedrigen Akkordpreisen in dieser Arbeit im Hause, für die Familie, wurde der Frau nun mehr Werkstelle zu leiden haben. und mehr abgenommen, andererseits famen viele Frauen in die Es ist die Werkstelle von Art, Krautstr. 4-5. Fabrik. Jezt hörte das schöne Geflüster von der Heiligkeit der In gerade nicht besonders geschickter Weise leitet er sein Ehe, von dem häuslichen Berufe der Frau für Tausende und Lamento damit ein, daß er die drei öffentlichen Volksversamm heutzutage für Millionen auf. Heute sehen die in die Industrie Im Verein der Hutarbeiter und Arbeiterinnen hielt lungen des sechsten Kreises, in welchen der obige Beschluß gefaßt gespannten Frauen, daß sie sich mit ihren Männern in der am 24. November Genosse Pinn einen mit Beifall aufgenommenen wurde, oftentativ als" kleine" bezeichnet. Diese Versammlungen Stlaverei befinden; immer rücksichtsloser werden sie aus Vortrag über konventionelle Lügen. An der Diskussion be- fanden in Sälen statt, welche uns momentan zur Verfügung stehen gebeutet, so daß, wenn die kapitalistische Ausbeutungs- theiligten sich die Kollegen Stabrie, Lauschte und Opitz im Sinne und in jenen Bezirken die meisten Personen faffen und waren bis weise noch sechzig, achtzig oder gar hundert Jahre existiren des Referats. Der Kassenbestand ist 768,25 M. Dem Kassirer auf den letzten Platz gefüllt; ja diejenige in Schneider's Gesellsollte, dann die Bevölkerung der modernen Industriestaaten der- wurde auf Antrag der Revisoren Decharge einstimmig ertheilt. schaftshaus war fogar wegen Ueberjüllung polizeilich abartig degenerirt wäre, daß überhaupt kein menschliches Ge- Unter Verschiedenem beleuchtete Kollege Lundt die Nothwendig gesperrt. Was soll also Ihre dunkele Andeutung schlecht mehr bestehen könnte. Auch in den höheren Schichten feit, eine Kommission einzusetzen zum Zwecke der Ausarbeitung besagen? Soll dadurch der Glaube geweckt und rege gehalten wird das Bedrohliche der heutigen Verhältnisse von den Frauen von Anträgen zur nächsten Generalversammlung des Unter- werden, daß die Mehrheit der Genossen nicht hinter jenen Beempfunden. Die Heirath wird dort immer mehr zur Geld- stützungsvereins Deutscher Hutmacher, welche in Offenbach statt- schlüssen stände? Nun, dann mag die Thatsache, daß in heirath, zahllose Mädchen der Bourgeoisie werden, weil sie fein findet, auf welcher die Verschmelzung beider Vereine vor sich Schneider's Gesellschaftshaus dieser Beschluß einstimmig und Gelb haben, sogenannte alte Jungfern, und der Kreis der gehen soll. In die Kommission, welche auf Antrag des Kollegen im Swinemünder Gesellschaftshaus gegen ca, zehn Stimmen letteren wird immer größer, je mehr die Kapitalskonzentration Gruhl gewählt wurde, wurden die Kollegen Rutschke, Gruhl und angenommen wurde, Ihnen die Illusion rauben, daß andere wächst, je geringer der Zinsfuß wird, so daß jemand, der gut die Kolleginnen Kiow und Lise gewählt. Frau Daubner Raumverhältnisse an diesem Faktum Wesentliches geändert leben will, ein äußerst hohes Kapital besitzen muß. Daher bei appellirte nun an das Solidaritätsgefühl der weiblichen Mit hätten. diesen Frauen das Verlangen, zum Studium zugelaffen zu glieder, diese ermahnend, recht kräftig für die Lese- Abende zu nothwendig, Herr Schäfer, im Interesse der Partei, sowie Ob nun solches Vorgehen nothwendig war? Dringend werden, damit sie als Erwachsene eine ebenso angesehene agitiren. Stellung einnehmen können, wie sie sie als Bourgeoistöchter im mit bezug auf Absatz 1b unseres Parteiprogramms, da es Die selbständigen Barbiere und Friseure hatten zu Glternhause innehatten. Daher schaffen sich auch viele dieser höheren Donnerstag Nacht eine öffentliche Versammlung nach Buske's unsere Pflicht erheischt, dort, wo wir die Macht dazu befizen, Töchter, um durch Roben ze. nicht weniger als die reichsten Damen Lokal, Grenadierstraße 38, einberufen, in der Herr Waldeck diese Forderung der Verwirklichung nahe zu bringen. Daß, glänzen zu können, einen Nebenverdienst, indem sie sich billig an- man alle den Kampf ums Dasein in einem intereſſanten Bor nebenbei bemerkt, wenn es auch als Grund zu obigem Vorgehen bieten und den Arbeiterinnen Schmutzkonkurrenz machen. Von Frauen und Mädchen des Proletariats waren im Jahre 1888 trage beleuchtete. Diskussion über den mit lebhaftem Beifall nicht mitspricht, da zu dessen Beseitigung andere Wege vorhanden, aufgenommenen Vortrag unterblieb. Der Kollege Ludwig be- auch die unbegreifliche Konzession an die Großspediteure- ich schon fast 51/2 Millionen in allen möglichen Gewerben und In leuchtete hierauf die Privilegien der Innung und erklärte, daß meine die historischen 5 Pf. aus der Welt fommen, ist ebens dustrien beschäftigt, bei der Berufszählung im nächsten Jahre die selbständigen Friseure und Barbiere angesichts der gegen- falls zu begrüßen. vor Schaden Das Ansehen der Partei, welches Sie wird sich zeigen, daß diese Zahl seitdem viel größer geworden wärtigen allgemein schlechten Verhältnisse im Barbiergewerbe, ist. Heute giebt es nahezu keine Thätigkeit mehr, für die man nicht alle von den Gehilfen gestellte Forderungen erfüllen könnten, zu bewahren sich erdenkliche Mühe geben, wurde von die Frau nicht gebraucht; auch schon aus diesem Grunde ist die er verlangte vielmehr, daß die Gehilfen, ohne welche ein selbst den, obigen Beschluß fassenden öffentlichen Parteiversamm Hätten Sie es allerdings Diese rechtliche Beschränkung der Frau ein Unfinn. ständiger Barbier nun einmal feine Arbeit nicht bewältigen fönne, lungen trefflich gewahrt. materiellen Ursachen also haben die Frauenbewegung bdiesen Verhältnissen Rechnung tragen sollen. Auf fast demselben mit einer Partei zu thun, Herr Schäfer, welche die Ausbeutung hervorgerufen, ganz so wie es materielle Ursachen sind, welche die Arbeiterbewegung hervorgerufen haben, und wie diese wächst Standpunkt standen ferner die Koll. Haase, Freier und Gründel. der Kinderarbeit auf ihre Fahne geschrieben, dann würde das und wachsen muß, so muß auch die Frauenbewegung fortwährend bei Gründung der Freien Vereinigung der selbständigen Barbiere Der Kollege Meier erklärte dagegen, daß der Grundgedanke Ansehen verlegt worden sein. Etwas weniger Interessent und etwa mehr Genosse, Herr wachsen. Der heutige Zustand bildet das Uebergangsstadium zu. Schäfer! einer höheren Gesellschaftsform, wo die Frau mit dem Manne war ein gesunder war, daß diefelbe aber durch ihr Verhalten Was anständig" und sozialdemokratisch" ist, das zu entvollständig gleichberechtigt sein wird. In England und Amerika dem Arbeitsnachweis der Gehilfen gegenüber, dann durch ihre nüchterner, leidenschaftsloser Erwägung.- Der Partei hat als ist man darin heute ja schon ziemlich weit, und die Frauen, welche Ausbeutung der Lehrlinge, die ihnen zwar nicht, wie den scheiden, Herr Schäfer, überlassen Sie der Gesammtheit in Innungen, gefeßlich gewährleistet wurde, aber unter dem Namen sich dort in höheren Berufen befinden oder an Wahlen betheiligen der Verwendung der Arbeitsburschen von ihnen genau so, wie höchstes Ziel da? Interesse der Gesammtheit vor oder wichtige Aemter bekleiden, zeichnen sich dabei sämmtlich sehr bei den Innungsmeistern betrieben wird, die Freie Bereinigung Augen zu stehen, und davon giebt es kein Abweichen, selbst wenn vortheilhaft aus. Daß die Frauenbewegung Fortschritte macht, sieht man selbst bei uns, wo man im Reichstag nicht mehr wie der Barbiere ist eben auch ganz in das zünstlerische Fahrwasser die geheiligten Intereffen des einen oder anderen Spediteurk Wenn Sie im Absatz 3 Jhres Sprechsaal- Artikels endlich noch früher wagt, Frauenpetitionen einfach in den Papierkorb zu werfen. gerathen, und daß daher ein Zusammengehen mit den Gehilfen davon betroffen werden sollten. unmöglich ist. Die Gehilfen, die zur Erkenntniß ihrer Lage ge= Je mehr jede einzelne Frau für diese Bewegung Propaganda kommen find, halten getreu an ihren Ideen fest, und werden, sich zu der Bemerkung versteigen, daß Verschiedene auf den Bezug macht, je mehr sie es sich angelegen fein läßt, ihre Mitschwestern wenn sie selbständig find, niemals einen Gehilfen einstellen, wenn Blatt von bestimmter Stelle zu beziehen, so diene Ihnen zur des Vorwärts" verzichten, falls sie gezwungen sein sollten, das aufzuklären, desto schneller wird die Bewegung fortschreiten.( Leb- sie ihn nicht menschenwürdig bezahlen können. Rollege Simson hafter Beifall.) In der Diskussion ersuchte Frau Reimann erklärte ebenfalls, daß unter den angebenen Verhältnissen die Ge- Antwort, daß der so Redende und Handelnde nicht Genoſe iſt: die Arbeiterinnen aus der Konfektionsbranche, an der Versammhilfen durchaus nicht gewillt sind, mit den Meistern um die und sein kann, da jeder Personenkultus uns fremd ist Was sein muß. den weiteren lung, die am 11. Dezember im selben Lokale( Renz' Salon) tagt Wette zu hungern. Können die Meister nicht ohne Gehilfen Einwand unter: zwecks Erörterung der in der Branche herrschenden Mißstände fertig werden, so sollen sie dieselben angemessen entlohnen. können Absah 3: Es giebt aber auch eine Anzahl Leser 2c." daß, so glauben Sie mir, wenn diese und der dagegen zu thuenden Schritte, Theil zu nehmen. Frau fie das nicht, so sollen sie ihre Selbständigkeit aufgeben und in anbelangt Fahrenwald hob Ginzelheiten aus der Rechtlosigkeit der deut den Reihen der Gehilfen für bessere Verhältnisse mitkämpfen. Leute sich mit dem Zeitungsboten 2c., ins Ginvernehmer schen Frau hervor und zeigte, wie verkehrt derartige Zustände sind. Vor allen Dingen sei dafür Sorge zu tragen, daß nicht die Ar- sehen, ihre Anonymität ebensogut aufgehoben ist, als in der Trube der Herren Spediteure. Frau v. Gyzicki sprach namens der bürgerlichen Frauen und erklärte, beitsleistung für einen Lohnsah verdoppelt werde, für 10 Pf. daß dieselben sich aufraffen werden und die Wege der englischen wurde früher einmal barbiert, jest zweimal und noch frisirt. wird, enthält die einzige treffende Stelle, welche leider von Ihnen Jur letter Satz endlich, daß der Kleine vom Großen ruini ŕt Frauenbewegung einschlagen wollen. Sie hätten augenblicklich Darin sei vor allen Dingen Remedur zu schaffen. Es fam eine wird, enthält die einzige treffende Stelle, welche leider von Ihnen zu Unrecht angezogen wird, eine Petition an den Reichstag vor um Einführung des weib Resolution zur Verlesung, in der sich die Versammlung mit dem im vorliegenden Falle lichen Fabrifinspektorats. Rednerin bemerkte: Wir haben viel in Wirklichkeit das Geschäftchen nur dem Großen entzogen Referat einverstanden erklärte und das Versprechen abgab, mil und dem Kleinen, am ärgften Bedrückten, übertragen wird, vor Herz für unsere Mitschwestern, die so sehr viel leiden, für uns aller Macht dahin zu streben, Aufklärung unter den Kollegen zu allem- und das war beabsichtigt weil der Schritt erfolgt leiben. Das ist ein Unrecht, das scheue ich mich nicht auszu verbreiten, und in deren Reihen den sozialistischen Gedanken im Interesse der Gesammtpartei und zu Gunsten der Menschlichkeit. sprechen." Bon dieser Gesinnung bürgerlicher Frauen sich zu über- hineinzutragen. Kollege Meier behauptete, daß diese Resolution im Interesse der Gesammtpartei und zu Gunsten der Menschlichkeit. zeugen, möchten die Anwesenden am Sonntag Mittag Gelegen durchaus nicht den kundgegebenen Ansichten der selbständigen heit nehmen, wo sie einen Vortrag über das Recht der Frau im Ronzerthause halten werde. Darauf aufmerksam gemacht, daß werden könne. Nachdem Kollege Haase erklärt hatte, daß Kollegen entspreche, dieselbe daher von diesen nicht angenommen das Lokal boykottirt ist, fügte Frau v. Gyzicki hinzu, es werde der Standpunkt des Sozialisten und Unternehmer doch nicht zu Briefkaffen der Expedition. Dort kein Entree genommen und Bier zu trinken sei nicht nöthig; vereinbaren sei, rieth er den Gehilsen sich schnell zu organisiren, Für die ausgesperrten Brauerei Arbeiter gingen fie habe jenen Saal genommen, um recht viele ihrer Klassen. genoffen dorthin zu ziehen, die in einen Saal der Arbeitergegendum fchleunigst ihre Forderungen zu stellen. Hierauf gelangte 2. M., Buchdrucker 0,90. Arbeiter in der Fabrik Müter u. nicht kommen würden. Waldeck Manasse weist darauf obige Resolution zur Annahme. hin, daß die bürgerliche Frauenbewegung ein Interesse ein Interesse Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Co., Blücherstr. 35 12,-. Versteigerung eines Zwirnfnäuells bei Arbeiter Berlins und Umgegend. Am 28. November Rabe 7,25. Die Krampfbrüder bei der Gesellenfeier( Georg daran hätte, mit der proletarischen gemeinsam vorzu gehen. In seinem Schlußwort meint der Referent Bebel, tagte bei Gründel die Bezirksversammlung für den Norden Wustrow 2,50. Verein, Kanüle 3,-. Deutscher Holzarbleiter daß gegen den Besuch der von Frau v. Gyzicki erwähnten Berlins. Genosse A. Hoffmann hielt einen mit Beifall Verband, Bahlstelle Görlitz, durch Beier 50,-. Von der Bersammlung nichts einzuwenden sei, wenn man dort nichts aufgenommenen Vortrag über" Modernes Raubritterthum". Eine Bieger'schen Wertstelle, Krautstraße, durch Windmüller 17,85. verzehre. Er giebt dann zu, daß die bürgerliche und die prole- Diskussion fand nicht statt. Unter Verschiedenem wurden mehrere Bierprozente der Tischlerei von Hochstein 5,25. Amerikanische tarische Frauenbewegung eine Menge Berührungspunkte haben, Verbandsangelegenheiten erörtert und aufgefordert, recht zahlreich Auktion einer Gabel, beim Geburtstage der Frau Deutsch durch Gefangverein Deutsche Eiche I 5,85. Am Geburtstag ges 3. B. auf dem Gebiete des Zivilrechts, wo die Frauen sich u. A. dem Verband beizutreten. gemeinsam dagegen erheben müßten, daß im bürgerlichen Gesetz Eine öffentliche Versammlung der Droschkenkutscher sammelt bei Otto Schnell, 2,50. Durch Genossen Fiebig 80. Berbank der buche eine Anzahl Bestimmungen aufgenommen sind, welche die tagte am 29. November, um Beschluß zu fassen über eine Ueberschuß eines Gesellschafts Abends 6,70. Deutschlands, Filiale Berlin S.O., 10,-. Frauen rechtlos machen. Auf der andern Seite stehe aber fest, Petition an das Polizeipräsidium wegen Aufhebung der Bekannt- Dachdecker daß, wie nun einmal unsere Klassenscheidung sich vollzogen hat, machung vom 10. November 1893, betreffend die Einführung Amerikanische Auktion von der Deutschen Liedertafel" bei es eine Reihe von Fragen giebt, die die proletarische Frauen- des weißlackirten Hutes, sowie Aufhebung der Sonder- Haltepläße Wiedemann 5,50. Von Herrn Andreas A. 7,50. Lobinsklaven Nachdem Genosse einer Musterwerkstatt in Spandau, 3. Rate 12,-. tauchklub bewegung von der bürgerlichen trennen, z. B. die Bestrebungen für Droschken mit Fahrpreis- Anzeiger. bezüglich der zukünftigen Gestaltung der Gesellschaft. Redner A. Hoffmann einen mit Beifall entgegengenommenen Vortrag Portoriko 3,-. Von den Laubenbefigern d. Einigkeit durch fordert dann die Arbeiterinnen zum Anschluß an ihre Gewert über: Individuelle Freiheit und Radavergehorsam" gehalten Senfel 6,-. Geburtstag in Rummelsburg 1,80. b. 10,-. schaften oder zur Gründung solcher, wo sie noch nicht bestehen, hatte, referirte W. Schütte über die obige Angelegenheit. Der Bierprozente der Reparaturwerkstatt Prächtel, 5. Rhte 5,20. auf, indem er darauf hinweist, daß die Gewerkschaften nicht nur selbe empfahl den vorliegenden Petitionsentwurf der Agitations- Bierprozente Prinzenstr. 25 7,- Gesammelt beim gemüthlichen die Lebensstellung ihrer Mitglieder zu verbessern, sondern in fommission zur Annahme, in welchem in eingehender Weise die Zusammensein bei Sternte 1,82. Gesammelt auf der Geburtstagsschlechten Zeiten auch dafür einzutreten haben, daß die Lebens- bekannten Gründe gegen den„ Weißlacirten" nochmals vorgeführt feier des rothen Vogelhändlers Straußbergerstraße 1,50. Arbeiter bedingungen nicht noch schlechter werden. Nachdem die Vor- werden. Als neues belastendes Moment tritt jetzt hinzu die durch die der Metallwaarenfabrik Elisabeth- Ufer, 13. Rate 850. Agisigende zum Anschluß an den Verein aufgefordert, schließt die Erfahrung erwiesene Thatsache, daß der Weißlackirte" durch tationskommission der Vergolder, 8. Rate 100,-. Bon den Stadtbezirke 102/103 1,80. Versammlung mit einem Hoch auf das Gedeihen desselben. Blendung Krankheiten der Augen hervorrufe, weßhalb man Glasarbeitern Stralaus 50,-. schon zu dem Aushilfsmittel, die untere Krempe des Hutes Lotterie des Vereins Fortuna durch Henze 11,85. Tischler Die Ortskaffe für Handlungsgehilfen und Lehrlinge fchwarz zu färben, habe greifen müffen. Die schleunigste Bewerkstatt Jungnickel, Langeftr. 108 1,50. zu Berlin( Große Hamburgerstr. 22-23) hält am Donnerstag, feitigung des Weißlackirten" fei eine unbedingte Nothwendigkeit. Summa 848,57 M. Bereits quittirt 18 079,56; in Summa den 6. Dezember, in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobftr. 32. Auf dieser Forderung, meinte der Referent, müsse unbedingt be 18 428,13 m. eine ordentliche Generalversammlung ab, in der folgende Tages- harrt werden. Die zweite Forderung, die Aufhebung der Sonderordnung zu erledigen ist: 1. Neuwahl dreier Vorstandsmitglieder und zwar eines Arbeitgebers, eines männlichen und eines weib- baltepläge für Tayameter Droschten möge später geltend Tichen Kaffenmitgliedes, gemäß§§ 37, 38 und 39 des Statuts. gemacht werden. Aug. Schula erklärte sich demgegenüber verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. gegen jede Petition und sprach sich für eine geharnischte ReAltes und Neues Museum am Luftgarten. Befud) szeit täglich, mit 2. Wahl eines Ausschusses für die Prüfung der Rechnung des solution aus, ohne indessen mit dieser feiner Meinung ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den Laufenden Jahres. Die Wahlen zum Vorstande finden in gesonderlich Anklang zu finden. Büchle ging die Petition 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April September 12 bis trennter Wahlversammlung für die Arbeitgeber- Delegirten um noch nicht weit genug, er wünschte die Beseitigung der 6 Uhr, Ottober und März 12-6 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, 8 Uhr Abends, für die Kaffenmitglieder- Delegirten um 9 Uhr verschiedenklassigen Uniformirung und die Einführung einer ein- Dezember und Januar 12-8 Uhr( unentgeltlich). gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr Abends statt. Nach Erledigung der Wahlen wird in gemeinheitlichen Uniform für sämmtliche Droschkenfutscher. Seinem schaftlicher Sigung über Punkt 2 der Tagesordnung berathen. diesbezüglichen Antrage stattgebend, beauftragte die Versammlung 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar unb November 12 bis Eine Versammlung der Glasschleifer, Lokalverband ihr Bureau mit der Ausarbeitung einer Eingabe an das PolizeiBerlin, tagte am 8. November im Saale des Herrn Deigmüller, präsidium im beiderseitigen Sinne. Nothwendig machte sich Alte Jakobstr. 48a. Die Tagesordnung lautete: 1. Abrechnung sodann eine Ergänzungswahl zur Agitationskommission. vom 3. Quartal. 2. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Die wurde Büchle an stelle von Ladner in dieselbe gewählt. November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Jartuar 12-3 Uhr( Unents Bildung. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Die Abrechnung er- Einem Wunsche von Aug. Schulz entsprechend, wird noch vorzeit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich).- ygiene- Museum, gab, daß von 75 Mitgliedern durch Beiträge 126 M. aufgebracht Schluß des Jahres die Abrechnung vom Hutstreit erfolgen. Es waren. Vom Verbandsvorstand gingen 810 M. ein; durch erging an alle Restanten die Mahnung zur schleunigften ReguSammellisten für die Streifenden tamen ein, hauptsächlich in lirung ihrer Angelegenheiten, sowie an alle Droschkentutscher die Berlin, 798,85 M.; durch Unterstügung von Kollegen außerhalb Aufforderung zur strengsten Durchführung des Bierboykotts. 90,30 m. 7 M. wurden noch vereinnahmt durch Einschreibe gelder, dazu kommt der Baarbestand vom 2. Quartal mit 370,55 M., bies ergiebt als Gesammteinnahme 2197,70 M. An Streit unterstützung wurde gezahlt an 15 refp. 12 Mitglieder Die Redaktion fiellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafü 2084,40 m., an Arbeitslosen- Unterstützung 14 M., Reise- abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fte wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inbalt deffelben identifizirt zu werden. Unterstützung 5 M., diverse Unkosten, Telegramme, HandAuf den Sprechfaal Artikel des Herrn W. Schäfer in der gettel, Schreib- und Bureaubedürfnisse 36,75 M., macht ausammen 2141,15 Mart. Bleibt mithin ein Ueberschuß Nummer 275, in welcher die Speditionsgründung auf das vom 3. Quartal 56,55 M. Der Vorsitzende erklärte, daß er in heftigste angegriffen wird, erklären wir hiermit, daß wir es für nächster Zeit eine öffentliche Versammlung einberufen werde, in überflüssig halten, auf die vielen Unrichtigkeiten, welche darin welcher speziell über den letzten Berliner Glasschleiferstreit ab- enthalten sind, näher einzugehen, sondern unbehindert auf dem gerechnet werden soll. Alle Kollegen, welche noch im Besitz von Weg, der uns laut Beschluß der drei Volksversammlungen geSammellisten sind, werden hierdurch aufgefordert, diefelben uns geben ist, mit aller uns zu Gebote stehenden Kraft vorwärts verzüglich abzuliefern, ob mit oder ohne Betrag. Ganz besonders schreiten werden. Spredilaal. V E3 scharf wurde unter Verschiedenem" das Gebahren zweier Auch- J. Pfarr, Vertrauensmann des 6. Wahlkreises( Moabit). Außer dieser Erklärung erhalten wir in der betr. Sache noch tollegen" gegeißelt, welche sich in den Verband aufnehmen ließen, um dann weder das Eintrittsgeld zu bezahlen, noch den Bers folgende Buschrift: ferner ein: N Besuchszeit Die National: ( Montags ausgenommen). Sonntage im April- September von 12 bis Museum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich). Kunstgewerbeausgenommen) im Sommer von 9-8 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Oftober: und März 12-5 Uhr, geltlich). Museum für Völtertunde, Königg rägerstr. 120. Besuchs Museum für klosterstr. 85. Besuchszeit Sonntags wie im Kunftgerberbe- Museum. Mußers Naturkunde,' Invalidenstr. 42 Besuchszeit Sonntags wie im Kunstdem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-8 Uhr. Museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugniffe bes Hausgewerbes, Klosterftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Bf., Kinder 25 Bf., Vereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge öffnet Gonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnertags, Freitags von Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich 11-2 Uhr( Unentgeltlich). Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsturm Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. Sternwarte, Endeplag sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bts 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Invalidenfir. 57-62. Geöffnet von 6 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. Aquarium, Entree 60 Pf. Buschlag für Theater von 50 Bf. bis 2 M. legten Sonntag im Monat 25 Pf. Caftan's Banoptttum, Friedrichs Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem Geöffnet 10-10 Uhr. Gintrittspreis 50 f. Baffage, 10-10 Uhr. f. Eintrittspreis 50 Marine. straße. Banoptitum 50 Pf. Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwei neue Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree Dioramen: Katakomben des Kapuzinertlofters zu Palermo und Vesuvausbruch Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ist bis 7 Uhr Abends zu befichtigen.-80ologischer Garten, Zuzowufer. Sonntags 50 Bf.- Borsig's Garten mit Balmenhaus, alt- Moabit 85-86 Eintrittspreis 60 Pf. 50 f. Klingbeil& Co. ( Juhaber E. Vogtherr) Petroleum- Groß- Handlung Berlin SW., Stephanstr. 29, billige und reelle Bezugsquelle für Wiederverkäufer von nur reinem Prima Kristall- Petroleum u. Prima Salon- Petroleum in Fässern und Kannen von 1/4 und 1/2 Zentner Inhalt. 1116L* Freie Zusendung. Fernspr.- Anschluß. Jede Uhr revariren u. reinigen foftet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1,50 M., außer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer u. gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren u. Weder zc. Alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. 58352* Carl Lux, 34. Chausseestr. 34. Bitte genau auf No. 34 zu achten. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biengen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtavate find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. MöbelGelegenheitskauf zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 m. Theilzahlung geftattet. Elegante Nußbaum- u. Mahagoni- Kleiderspinden u. Vertikows 30 m., einfache 20 M.; Sophas, Bettstellen mit Matrage 20 M.; Waschtoiletten, KüchenHut- Engros- Geschäft von 1154L* Alwin Sussmann, Holzmarktstr. 38, part. rechts. 1 Grösste Auswahl in dieser Branche. Steife und weiche Herrenhüte von 2,-, 2,40. Extra- Qualität 2,80. Kinderhüte von 1,- ant. Cylinderhüte von 5-10 M. Chapeau- Claques 9-12 M. Gelegenheitskauf für Brautleute: Im Möbelspeicher Neue Königstr, 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Beit verliehen gewesene u. neue Möbel Ganze spottbillig verkauft werden. Einrichtungen 100, 150, 200-1000. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchenspinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matraßen 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mark, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Mart, Garderobenspinden, PaneelSophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Betten, Coulissentische, alles spottbillig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu be fichtigen u. sich von den staunend billigen Preisen zu überzeugen. Gekaufte Möbel fönnen bis Januar kostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. In RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! ſpinden, Kommoden 12 M.; Stühle 8 M.; W. Hermann Müller Sophatische 6 M.; Säulen- Trumeaug 65 M.; Plüschgarnitur 60 u. 100 m.; Baneelsophas 80 M.; Buffets, Silberschränke, Herren- Schreibtische, Schreib fetretäre, Bylinder- Bureaux, Spiegel ( wenig gebrauchte) zu halben Preisen und sollte es Niemand versäumen, wer gut und reell kaufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Gekaufte Möbel werden bis Januar tostenfrei aufbewabrt, transportirt und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. Nur Hüte mit Kontrollmarke, Pelzwaaren von den einfachst. bis zu d. feinst. Genres. Großes Lager in Damen-, Herren- u. Kinderschirmen Genosse führt Otto Gerholdt, Dresdenerstraße 2 ( am Rottbuser Thor). Schneidermeister, 1025L* E. Strauss, Blumenstr. 46 pt. empfiehlt sich unter Garantie zur Anfertigung gut passender Herren- Garderoben. Lager von Stoffen in Auswahl. Roulante Zahlungsbedingungen.[ 1029L Berlin Alexanderstr. 22. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Hosen, Winter- Ueberzieher, pottbillig. Pfandleihe, Stalizerstr. 13. 10220* Nie dagewesen!! In dem Konkurs ber Serren- Kleidermagazine Kleiderbaron, Berlin, Landsbergerstraße 59 Centraldepot, Berlin, Oranienstraße 50, sollen die kolossalen Bestände aus dieser Konkursmasse, bestehend aus Herren- u. Knaben- Garderoben nachdem dieselben nunmehr übernommen schleunigst noch vor Weihnachten zu Larpreisen geräumt werden. Nie dagewesen!! Burkin- Knabenanzüge " " • Herrenhofen.. Herrenanzüge Schwere Winterpaletots Prima Hohenzollernmäntel mit reinwoll. Futter Elegante Schlafröcke Unter mit Pelerine Lodenjoppen.. . 2 M. an నేటి అధోనిని == von 2 〃 " " 10 " " " " " " 25 " " " " " " 1 12 " " 6 " " " Verkaufszeit 10-1, 3-9 Uhr. Sonntags 8-10, 12-2 Uhr. andantissa Carl Mampe Berim N Zo haben Verdauung Deferderad & to allen Colonialwaaccobandlupgen Streng reelle Bedienung! Halb und Halb. Mampe mit Pomeranzen Feinste Likörmischung Champagner Flasche Mark 1,25 Carl Mampe Likört brik Berlin. N.28 Herren- u. Knaben- Garderoben. Größtes fertiges Lager der Louisenstadt. M. Schulmeister, Schneidermir., Dresdenerstr. 4, Kottbuserthor, Saifon ſein reich fortirtes Lager zu außergewöhnlichen billigen Preisen! Bestellungen nach Maass von deutschen, englischen und französischen Stoffen werden in eigener Werkstatt unter meiner persönlichen Leitung billig und gut hhend ausgeführt. Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni und Nussbaum. Auswahl empfiehlt Begründung des Geschäfts 1878. Achtung! Bahuerfan, auch Theilzahl., wöchentl. 1 M., Guckel, Laufiger Pl. 2, ElsasserMON, Julius Apelt, Sebaftiauftr. 20. traße 12. Reelle Waare. Prompte Bedienung. ( früher 27/28.) 5468L Wegen Umbau meiner Geschäftsräume gelangen die Restbestände meines feit 21 Jahren be313 stehenden Waarenlagers: Teppiche! Fertige Wäsche! Gardinen! Steppdecken! Portieren! Leinenwaaren! zu spettbilligen Ausverkauf.10 Preisen zum Am StadtLIW ano J. Brünn Börse. 4. Hackescher Markt 4. Am Stadtbahnhof Börse. Otto Eleser, wohnt jest wieder Uhrmacher( Fachmann), Naungaftr. 15. Nur 1 Mark foftet die Reinigung jeder Uhr. Bei allen Reparaturen wird der Preis vorher gesagt. Lager und Reparaturwerkstatt für Uhren, Musikwerke, Goldvon Brillengläsern tann gewartet werden. waaren und optische Gegenstände. Auf das Ginschleifen Martin Klein, Uhrmacher, 5464L* 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Wand- und Laschen- Uhren. Reparaturen zu soliden Preisen Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise! Reichhaltiges Lager in Formen, Bockfaçons. Heinrich Franck, 185 Brunnen- Straße 185. Kannen, Satten, Maße, Milchkübel, Steve, Tafelwaagen, Lampen, Kühlapparate, Buttermaschinen Butterkneter, Drehrollen. Jordan, R. Markusstr. 28. Honigkuchen 137 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs- Quelle des Süd- Ostens für Gold, Silber, Alfénidewaaren( Eg.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 MöbelKaufgelegenheit für Brantlente zu außergewöhnlich billigen Preisen Einrichtungen von 150 bis 3000 m., auch jedes Stück einzeln. Nußbaum, Mahagoni Kleiderspind 80, Zisch 10, Sopha 30 M., Seidens und Plüschgarnituren, Paneelsophas, BuffetKleider Säulentrumeaur, Säulen spinden, Vertitow, Muschelspinden, Schreibtische, Bettstelle m.Matraße 30m. Muschelbettstelle, Spiegel, Küchen- Einrichtung. Verliehen gewesene billiger. Getaufte Möbel tönnen to stenlos lagern. Transport frei. Neue Königstr. 56, 1Tr. 1000] Damen!!! Seiden- Plüschjaquets mit fleinen unscheinbaren Webefehlern 12-30, Abendmäntel auf Seide wattirt u. Pelzbesatz 8-15. Seiden- Matelassé- Mäntel, Capes v. 12-30. Regenmäntel, um 3. räumen, 5-12. Neueste Winterjaquets 5-25 M. Landsbergerstr. 48 I Treppe. Schulhygiene. Die von mir erfundene Tragvorrichtung für Schultornister welche das Tragen der Bücher erleichtert und Schiefwerden der Kinder verhindert, wird in meiner Werkstatt sofort an jeder Mappe befestigt. 10572* Preis 1,50 M. A. Herzberg, Berlin SW, Jerusalemerstr. 66, Hof rechts part. Schuh u. Stiefel mit Kontrollmarke.[ 825L* Empfehle mein Schuh- und StiefelGeschäft. Gr. Ausw. i. Winter- Artikeln. Louis Zaake, Küstriner Platz Nr. 8. Alle Uhren 5462L* werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dankes- Kirche. Lager aller Arten Uhren, Uhrketten Nachweislich tauft man am allerbilligsten Herren- und KnabenGarderobe, gut sigend, modern und reell bet Max Riese, 1048L 95 Grüner Weg 95. Reell und billig fauft man in der Norddeutschen Schuhfabrit von W. Hitschke, gegründet 1872, Staligerstr. 13, Ecte Admiralstraße, am Rottbufer Thor. 59702 gebrauchte, tauft Möbel, Bartsch, Schügenſtr. 2 Damen- und Kinder- Mäntel- Fabrik 100 Hermann Hiller 1. Geschäft: Landsbergerstr. 79, 2. Gesch.: Alexanderstr.15, 3. Geschäft: Belle- Alliancestr. 22. Elegante Winter- Jaquets in allen Farben St. 4,50, 5,50, 6, 7,50-20 M. Paletots, 12, 15, 18, 80 M. Elegante Blüsch- Jaquets ohne Fehler Stüd 13,50, 16-24 m. Prima Seal 24, 27, 38-40. 1094L* Frauen- Mäntel, Cape extra zu tragen 16-18, 20, 24. Große Auswahl in Seiden- Matelasse, Seidenplüsch, Cape- Mäntel 2c. Stoff- Räder in allen Farben von 12,50-30 m. Prima wattitte Räder in allen Farben 8-25 M. Regenmäntel um zu räumen für jeden Preis. Für nur 5 Mark versende ich gegen Nachnahme meine berühmten Concert- Zug- Harmonika's, 10 Tasten, 2 Register, 2 Bässe, 3 Bälge mit Metalleckenschonern. Werth fast das Doppelte. Jedes Instrument ist genau abgeftimmt, Verpackung wird nicht berechnet. Porto 80 Pf. Schule zum Selbsterlernen des Spielens wird gratis beigelegt. Beitungen angebotenen minderwerthigen Instrumente herein. Preisliste versende gratis und franko. Man falle nicht auf die in anderen Hermann Severing, Neuenrade( Westfalen). Jede Uhr 5466* L zu repariren und reinigen toftet bei uns unter Garantie des Gutgebens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen garantirt reine 28aare. Hoher Rabatt. von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Rarat Christbaum- Confect, viele Neuheiten, à Rifte 2,50, 38,-, 8,50 E. Rothert& Stolz, Geschäft: Andreasstr. 62. Oranienftr. 30, Ede Adalbertstr. Uhrmacher. Chausseestr. 78. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Bekanntmachung. Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter = Sonntag, den 9. Dezember, Vorm. präzise 10 Uhr, im und verw. Gewerbe zu Berlin. Elysium, Landsberger Allee 40-41: Uebungsstunde = anter Leitung von 3 Dirigenten. Noten sind mitzubringen von den Liedern: Mahnruf", Arbeiter Vaterlandslied",„ Die drei Ehrengrüße"." Hoch Ferdinand Lassalle"," Bruderlied" und" Völkerfrühling". Die Reihenfolge betreffend werden die Dirigenten sowie die von denselben zu dirigirenden Lieder ausgelooft. Die Vereine werden ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Nur aktive Mitglieder haben Zutritt. Bundesmitgliedstarte legitimirt. [ 65/14] Der Vorstand. Achtung! Die darauf folgende Uebungsstunde findet im nämlichen Lokale statt: Sonntag, 16. Dezbr, Vorm. D. D. Große Achtung! Achtung! öffentliche Versammlung für die Mitglieder der Allgemeinen Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Sonntag, 2. Dezember, Vorm. 9½ Uhr, in Fiebig's Salou, Große Frankfurterstr. 28. Tagesordnung: Die freie Arztwahl. 1331b Der Einberufer. W. 3impel, Zorndorferstr. 14. Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 3. Dezember 1894, Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festfälen, Oranienst r. 180: Die Wahl von 82 Vertretern der Arbeitnehmer für die Generalversammlung, welche in den Fabriken, wo mehr als 75 Mitglieder beschäftigt werden, arbeiten, findet am Donnerstag, 13. Dezember d. J., in den betreffenden Fabriken statt. Die Herren Arbeitgeber werden ersucht, die Wahlen an diesem Tage vornehmen zu lassen. Die Wahl von 36 Vertretern der Arbeitnehmer für die Generalversamm lung, welche in Fabriken arbeiten, wo weniger als 75 Mitglieder beschäftigt werden, findet am Donnerstag, 13. Dezember d. J., Abends 82 Uhr, im Restaurant Röllig hierselbst, Neue Friedrichstraße 44, im hinteren Saale ( Gartenfaale) statt. Quittungsbuch legitimirt. Die Herren Arbeitgeber werden er sucht, den Mitgliedern an diesem Tage die Quittungshücher auszuhändigen. Die Wahl von 26 Vertretern der Bertre freiwilligen Mitglieder für die Generalversammlung findet am Donnerstag, 13. Dezember d. J., Abends 8/2 Uhr, im Restaurant Röllig hierselbst, Neue Control Arbeiter Marke deutscher Stbutt- Marke 159 der Arbeiter Con Control Bulmacher Sign in Berlin Commission deen Heise, Hamburg Die Marte ist grün auf weiße Bapter aebrudt Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marke unter dem Schweißleder tra gen, bieten Garantie, daß den Werfertigern gerechter Lohn wurde! Rauft nur Hüte mit dieser Marke! H. Aertsens, Prinzenstr. 28. O. Arnold, Dresdenerstr. 116. P. Antoni, Chauffeeftr. 60. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. W. Bracklow, Schönhauser Allee 29. 0. Böttcher, Landsbergerstr. 113. E. Dittmer, Ackerstr. 68a. G. Dunsing Nachfl., Dresdenerstr. 6. Max Eckard, Alexanderstr. 16, Dranien straße 57, Kommandantenstr. 20, Spittelmarkt 18, Alexanderstr. 1. 0. Gerholdt, Dresdenerstr. 2. Th. Gerlach, Linienstr. 39. G. Gottmann, Große Frankfurterstr. 130. A. Graffert, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 2a. E. Grünbaum, Badstr. 44. Ph. Haase, Reinickendorferstr. 64. R. Haase, Rastanien- Allee 36. P. B. Hansen, Münchebergerstraße 26, Beusselstr. 18. M. Holfmann, Elisabethkirchstr. 14. 0. Oeffentliche Versammlung. trichstraße 44, im vorderen Saale O. Jörs Nachfl., Bantſtr. 5a. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Frau Rohrlack. 2. Der gegenwärtige Stand des Lohnkampfes. 3. Verschiedenes. 198/11 Die Mechanik Arbeiterinnen find zu dieser Versammlung hiermit befonders eingeladen, ebenso die Kollegen von Schleifer& Co. Frauen haben Zutritt. Die Lohnkommission. Treptow. Sonntag, 2. Dezember, Nachmittags 4 Uhr, bei Zornow, Deffentliche Bolts- Versammlung für Treptow und Umgegend. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Zubeil über: Die politische Lage. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 268/7 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Genossen des 4. Berliner Wahlkreises sind dazu besonders einDer Einberufer: H. Menzel. geladen. Britz. eme Sonntag, den 2. Dezember 1894, Vormittags 11 Uhr, in Wirsing's Lokal, Rirdorf, Knesebeckstraße: Große öffentl. Volts- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über den Parteitag in Frankfurt a. M. Referent Genosse Kasper. 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren der Vertrauensperson. 4. Berschiedenes. 255/18 Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen ist Pflicht eines jeden Genossen. Die Vertrauensperson. C. Klinge, öpenick, Grünstr. 34. W. Kliem, Bernauerstr. 108. J. Kock, Rastanien- Allee 80. G. Knaake, Andreasstr. 24. In folgenden Geschäften sind Hüte mit Kontrollmarke zu haben. Ph. Krull, 3ionskirchstr. 55. L. F. Koschel, Charlottenburg, Sophie- Charlottenstr. 27. Arnold Lange, Brunnenstr. 181. A. Lemaitre, Wilmersdorf. Oskar Liscow, Oranienstr. 147a. H. Meissner, Neue Hochstr. 43, J. C. Otto, Chauffeeftr. 22. M. Polvogt, Gleditschftr. 52. E. Rieck, Badstr. 64. W. Rother, Arndtstr. 31. E. Radloff, Charlottenburg, Berlinerstraße 50. Carl Sarsch, Wilnackerstr. 52. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. Carl Stark, Neue Königstr. 73. G. Schaudt, Weißensee, Lang, hansstraße 71. A. Schumann, Gerichtstr. 20. W. Wolff, Wallstraße 82, Ecke Neue Roßstraße. C. Wolter, Zionskirchplatz 2. " R. Wegener, Moabit, Stromstr. 59. A. Wittenbecher, Lübeckerstr. 4. W. Zapel, Stalizerstr. 131. A. Zechelius, Manteuffelstr. 17. Das Quittungsbuch legitimirt. Die Wahlen sind geheim und müssen mittels Stimmzettels ausgeübt werden. Wahlberechtigt find alle großjährigen männlichen und weiblichen Kassen kleben derselben beim Kauf ist Betrug. mitglieder. Berlin, 30. November 1894. Der Vorstand. 1343b 1340b Carl Thieme, Vorsitzender. Generalversammlung der Herren arbeitgebenden MitgliederberOrts Krankenkasse der MaschinenbauArbeiter 11. verwandten Gewerbe zu Berlin am Donnerstag, d. 13. Dezember, Abends 8 Uhr, im Fraktionszimmer des Berl. Rathhaus- Keller- Restaurants ( Eingang: Jüdenstraße). Tagesordnung: „ Wahl von Vertretern."(§ 44 des Statuts.) Daran schließt sich um 81/2 Uhr, in demselben Zimmer die ordentliche Generalversammlung der Herren Vertreter der arbeit gebenden Mitglieder. " Tagesordnung: Wahl für ein ausscheidendes Vorstandsmitglied(§ 34 des Statuts). Berlin, den 30. November 1894. Der Vorstand. Carl Thieme, Borsigender. 1342b Grosse öffentliche Metallarbeiter- Versammlung Orts- Krankenkasse der in Gross- Lichterfelde am Sonntag, den 2. Dezember, Vormittags 11½ Uhr, im Lokale des Herrn Ebert, Berlinerstraße. Tages Ordnung: 177/19 1. Bortrag des Genossen Rohrlack. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Landsberger Allee Elysium. Landsberger Allee No. 40-41. No. 40-41. Klempner. Sonntag, den 9. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, findet in den Armin hallen, Kommandanten: Straße 20, eine Außerord. Generalversammlung ber Bertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer unserer Kasse mit der Sonnabend, den 1. Dezember 1894: Tagesordnung: 1. Beschlußfaffung über event. Abschluß eines neuen Vertrages mit dem Verein der freigew. Rassenärzte. 2. Beschlußfassung über event, Beitritt zu einem Verbande nach§ 46 des Krankenversicherungs- Gesetzes. 1344b Der Vorstand. Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert zum Besten der ausgesperrten Brauereiarbeiter arrangirt von den Gesangvereinen ,, Freier Männerchor Nordwest", Glück zu".„ Lyra",„ Syrene", Weddinger Harmonie" und Treu und Einigkeit"( Mitgl. des A.-S.-B.) unter Leitung ihres Dirigenten Primmel. " Anfang 812 Uhr Nach dem Konzert: Programm 20 Pf. Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und bei den Mitgliedern der betreffenden Vereine zu haben. 129/10 Freie Vereinigung der Bureau Angestellten = Berlins und Umgegend. Sonntag, den 2. Dezember, Abends 6 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 88: Deffentliche Versammlung. Zagesordnung: Vortrag des Redakteur Schulz. Tanz. Pelzwaaren- Fabrik Göbel& Reinecke: Zangg Einzelvert. z. Fabrikpreisen. Verkaufsstellen direkt in der Fabrik E Stallschreiber- Strasse No. 50/51, 1( Ece Alexandrinenstraße) und Jerusalemer- Strasse 65( Laden, an der Kirche). Sämmtliche Waaren sind aus besten Winterfellen unter unserer eigenen fachmännischen Leitung hergestellt. Telephon Amt IV 9790. Wichtig für Jedermann Gegen wollene Lumpen aller Art liefern moderne, haltbare kleider-, Unterrock- und Läuferstoffe, Schlafdecken, Teppiche, sowie Buckskin, blau Cheviot und Loden anerkannt billig. Muster frei. Gebrüder Cohn, Ballenstedt a. Harz 7. Sammelstelle und Muſterlager in Berlin: NW., Lübeckertr. 36.1. v. bei Frau. Jablonsky, sowie in deren Filialen: C., Hirtenstr. 21 und Prenzlauerstraße 18, bei C. Baum; N., 3ionskirch- Plak 3 bei 2. Goebler. 641L Schuhe und Stiefel eftgefchent. Stralsunderstraße 30, aus der Deutschen Schuhfabrit in Erfurt empfiehlt C. Anders, Gerichtstraße 82. 894L* 43/25 Kanarienroller, hochfeine, passende Droguengeschäft. Leere Cigarrenfiften verkauft Lebuferstr. 4. Es ist 1350b mir gelungen, auf einer Auktion 480 Hochfeine Herren- Winterpaletots, 360 hochelegante Damenmäntel und Jackets zu erwerben, ich verkaufe daher Herrenpaletots zu 11,50 m., Damenmäntel zu 9,50 M., Knabenpaletots, Herrenanzüge, Kellneranzüge, Jackets, Hosen, Hüte, Schirme, Wäsche, Stiefel, Roffer, Kessel, Revolver, Harmonitas, Betten, Uhren, Preisen. 11402* Retten, Ringe u. s. w. zu enorm billigen Gustav Lucke, Waarenhaus, Oranienstraße Nr. 131. Kanarienhähne, a. Weibchen, offerirt billig J. Heinze, 1869b Köpenick, Grünauerstr. 8. Es ist immer nach der MACHT EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE SC GESCH Marke zu fragen, das EinDie Kommission. J. A.: C. Kempe, Weinstraße Nr. 12. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jezt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 6364 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche Einkäufe zu unterstützen. 1102L Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. Th. Sabor, [ 678b Oranienstraße Nr. 204, wischen Heinrichsplak und Manteuffelstraße, empfiehlt sein reichsortirtes Lager in Damen- und Kinderhüten garnirt und ungarnirt zu außerordentlich billigen Preisen. Möbel, Fefte Preise. Geschäfts- Häuser Fete Preise. Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin 8.0., Franz Tutzauer, köpnickerstr 25. Baer Sohn BERLIN. 24a. Chausseestraße 24a. am Friedrich- Wilhelmstädtisch. Theater. 11. Brüdenstraße 11. Ecke Rungestraße. 16. Gr. Frankfurterstraße 16. Gegenüber dem National- Theater. 293-1 Herren- u. KnabenBekleidung Preise in Bahlen. Gegründet 1891 Preise in Zahlen. Geschäfts- Auflösung. Schluss des Ausverkaufs: Mittwoch, 5. Dezember. Ein Posten Rester. Paletots, Rock-, Jacket- Anzüge spottbillig. Zu verkaufen vollständige Einrichtung: Lampen, Regale, Ständer, Stühle, Tische, Schilder, Geldspind.■ 2310L* A. Abrahamsohn, Köpnicker- Strasse 76, Ecke Brückenstrasse. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2.