Nr. 281. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren chiro me Raum 40 Pfg., für Bereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer 00 müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Gonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Vorwärts Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 2. Dezember 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Was die kapitalistischen UmStürzler wollen. Als das bürgerlich- junkerliche Ausbeuterthum die von feiner eigenen Polizei, den Andrieux und Genoffen, angestifteten anarchistischen Verbrechen" zu einer Bewegung" für Anarchistengefeße" zu verwerthen begann, jagten wir sofort: von Anarchisten spricht man, die Sozialisten meint man. Und was seitdem in Frankreich und Italien geschehen ist, wo das Ausbeuterthum seinen Willen schon durchgesetzt hat, das hat uns im weitesten Umfang Recht gegeben. von den Dächern gepfiffen. Freilich der russische Handels- Herr Stumm ist zwar kein Genie, allein er hat eine vertrag hatte mit der Sache nichts oder wenig zu thun. feine Nase für seine Klasseninteressen. Er erließ einen Die Stellung des Königs Stumm" war längst bekannt; fulminanten Utas gegen den christlichen Gewerkverein", längst bekannt, daß er Hahn im Korbe des Klassen- dem er zu gleicher Zeit einen zünftigen Fridolinsstaats war;- und daß er ein neues Sozialistengeset brief auf den Weg gab. In dem Ihm unterthänigen nothwendig glaubte zum Schutz der kapitalistischen Umsturz-„ Saarbrücker Gewerbeblatt" geruhte Er Seinen Königlichen gesellschaft, das hat er selbst ja bei allen passenden und Willen also zu bekunden: unpassenden Gelegenheiten, im Reichstag und außerhalb des selben, an die große Glocke gehängt. schreibt die„ Kölnische Volkszeitung": Zu der Nachricht der Münchener„ Allgemeinen Zeitung" " Die Münch. Allg. 3tg." hat schon einmal behauptet und legt es jetzt wieder an der Hand zahlreicher Einzelheiten dar, daß Mit unserem Urtheil sind wir blos noch nicht weit die Regierungsaftion gegen den Umsturz von den genug gegangen. Wir hätten sagen sollen: von Anarchisten Industriellen ausgegangen sei, welche als Preis ihrer redet man, die organisirten Arbeiter meint man. äußersten Kraftanstrengung zu gunsten der Handelsverträge einen Jämmerlich und feig, wie unsere Bourgeoisie ist, so jämmerlich verstärkten Schutz gegen die sozial- revolutionäre Propaganda verund feig ist sie nicht, daß sie die paar morphiumsüchtigen langt hätten, was ihnen auch versprochen worden sei. Im schwachnervigen Hirnkranken fürchtete, die allein übrig Februar d. J. hätten infolgedessen schon im Reichs- Juſtizamt bleiben, wenn man aus dem„ anarchistischen" Haufen die fich aber in anderer Richtung bewegt, als die jezigen. Nach die Vorbereitungen einiger Maßregeln begonnen; dieselben hätten Spigel und die Schwadroneure ausscheidet; was sie unseren Erkundigungen dürften diese Nachrichten im großen fürchtet, das ist das Eindringen des Klassengeistes in die und ganzen richtig sein; doch hat man, wenn von den Arbeitermassen und deren Organisation. Industriellen" die Rede ist, vielleicht nur an zwei hoch mögende Herren aus der Rheinprovinz zu denken, von denen besonders der eine Frhr. v. Stumm- einen großen Einfluß in Berlin besitzt." -" Hinter jedem Streik steht die Hydra der Revolution," deklamirte einst der Puttkamer im Reichstage. Er sprach der Bourgeoisie aus der Seele. Die kleinste Bewert schaft ist den Stumm und Konsorten tausendmal verhaßter, ist von ihnen tausendmal mehr gefürchtet, als alle ,, Anarchisten" aller Länder zusammengenommen. Und mit gutem Grund denn sie ist ihnen tausendmal gefährlicher. Der zweite Hochmögende" heißt natürlich Krup p. Der Klassenstaat tennt seine Herren. " ,, Als selbstverständlich sehen wir an, daß die Gesetzgebung sich auch derjenigen Roalitionen fürsorg lich annimmt, die sich nicht genieren, mit der Sozialdemo fratie gelegentlich gemeinsame Sache zu machen. Der Ge werkverein der Herren Weber und Oberndörfer würde dazu wohl gehören. In der Bekämpfung der Sozialdemokratie wird in Zukunft von allen daran betheiligten Parteien der Grundsatz in Anspruch genommen werden müssen: wer nicht in allen Stüden für uns ist, der ist gegen uns." Sehr Königlich gesprochen! Und sehr ehrlich. Wir werden es uns merken, wenn die hochmögenden" Herren nebst ihren Vassallen und Trabanten die Lüge in die Welt trompeten, das Umfturzgesetz richte sich nur gegen die Sozialdemokraten, nicht gegen die Arbeiter. Herr Stumm hat diese Lüge in der Wiege erstickt. Unferen Dank dafür! Die frommen Herrn Weber und Oberndörfer bettelten am Hofe des Königs Stumm um gut Wetter, ihre christlichen Absichten betheuernd. Doch der gestrenge Herr war unerbittlich und der Ober- Moniteur der Hochmögenden", die Rheinisch- Westfälische Zeitung", erklärte fich gestern Die hochmögenden" Herren sind aber anspruchsvoll. ausdrücklich mit dem Utas und Fridolinsbrief einverstanden, Mit dem Finger begnügen sie sich nicht, sie wollen die ganze und ertheilte beiden gewissermaßen die amtliche Weihe. Und zwar giebt es feine Arbeiter organisation, Hand und noch mehr. Ein Umsturzgesetz", das die So= Den frommen Sozialisten", wie die christlichen" hinter der die Männer des kapitalistischen Umsturzes, um 3ialisten zu kuebeln sucht, das reicht ihnen nicht aus. Gewerkvereinler von den Organen des Königs Stumm be in Puttkamer'schen Sprache zu reden, die Hydra der Re- Sie brauchen ein Gesetz, das jede Arbeiter- titelt werden, ist nun infolge dieser schnöden Behandlung volution", oder, wie das jetzt Mode- Ausdruck ist, des organisation in Acht und Bann thut. die Milch der frommen Denkungsart" mit etwas weltUmsturzes" nicht stehn sehen. So viel Verstand In Rheinland- Westfalen haben fromme Protestanten, lichen Batterien des Hasses versetzt worden, so daß einiges haben die Herren, daß sie begreifen, wie jede Arbeiter ein Dr. Oberndörfer und ein Licenziat Weber, in Kon- Drachengift" entstand, welches von dem hiesigen Volt" organisation das Klaffenbewußtsein und Solidaritätsgefühl kurrenz mit dem katholischen Arbeiterfang- Geschäft einen gebührend auf Flaschen gezogen wird- indeß das will nichts der Arbeiter erwecken und schließlich zu einer Organisation christ lichen Gewerkverein" gegründet, der den Sozia- bedeuten, ebenso wenig wie der ganze Sput der ,, chriftlichen des Klassen kampfs gegen das Kapital werden muß. Liften entgegenwirken, daneben aber auch die Interessen der Gewerkvereine" und des christlichen Sozialismus“. Wir waren daher gar nicht erstaunt, als dieser Tage Arbeiter wahren soll. Ersteres paßte den Hochmögenden", Die deutschen Arbeiter aber wissen jeßt, was es mit eins der beiden Hauptorgane des deutsch nationalen Chefs desto weniger das andere. Arbeiter interessen! Sind der Umsturzvorlage auf sich hat; sie wissen, daß es der kapitalistischen Umsturzbande, die Münchener Auge- das nicht lassen interessen? ein Arbeiter Knebelgesez ist, das man plant; meine Zeitung", das Geheimniß ausplauderte, die Umsturz- Darf der Arbeiter Sonder interessen haben? Sind und sie stellen den„ Hochmögenden" und deren Dienern eine vorlage sei die Erfüllung eines Versprechens, das seine Interessen nicht die seines Brotgebers" und hoch geschlossene Phalang entgegen, an der die Angriffe der kapitaden Großindustriellen weiland für die Unterstützung mögenden" Herrn? Steckt nicht schon in der bloßen An- listischen Umsturzparteien abprallen werden, wie brandende des russischen Handelsvertrags gemacht worden sei. Das erkennung spezifischer Arbeiterinteressen die Anerkennung Schaumwellen an granitner Felswand. ausgeplauderte Geheimniß war ein Geheimniß des Hans- des Klassen gegensatzes, kurz die ganze Pandorabüchse wursts", d. h. alle Spazen haben es seit vielen Monaten des Sozialismus? " N Feuilleton. Im Exil. Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. " " = Das Ränzel auf dem Rücken, den Stock in der Hand, schönen, erröthenden Mädchen zuwarfen, das plötzlich in so machten sie mit einander wundervolle Reisen durch das der Umrahmung eines Fensters erschien; die Abende, an Gebirgsland mit seinen beständigen Kontrasten. Sie ließen denen sie, vom Unwetter überrascht, ihr Abendessen in Bett[ Nachdruck verboten.] sich dabei zuweilen vom Zufall leiten. An einem Tage tücher und Decken gehüllt einnehmen mußten, während ihre tletterten sie auf Pfaden aufwärts, die sonst nur von den durchnäßten Kleider am Herde trockneten. Ziegen erflommen werden, am nächsten Tage schaukelten In diesen nur allzu kurzen Tagen erfrischte René sich fie fich auf dem grünen oder blauen Spiegel eines Sees, das Herz, athmete er für lange reine Luft, Gesundheit der ihnen bei jeder Biegung seiner Ufer eine neue und Frohsinn ein, und wenn er sein Joch wieder auf Seitdem waren der Greis und der junge Mann still- überraschend schöne Landschaft bot. Am Morgen speisten sich genommen hatte, wie er zu sagen pflegte, so schweigend überein gekommen, alles das bei Seite zu lassen, sie wie Zigeuner in einer einsamen Waldlichtung ein Stück waren es drei Eindrücke, die von allen anderen noch lange was sie trennte, um sich dafür an das zu halten, was sie geräuchertes Fleisch und dazu in der Asche gebackene Kar- in ihm lebendig blieben: der Duft des frischen Heues, von mit einander verband. Und oft gingen die beiden zum großen toffelu. Am Abend wieder genossen sie auserlesene Ge- dem er sich umhüllt, gebadet und gleichsam durchMerger der Frommen, die es nicht begreifen konnten, daß der richte mit hochtönenden Namen an der Tafel eines vor- drungen gefühlt hatte, eine ununterbrochene Musit, bei der Herr Pastor Borel mit einem Ungläubigen verkehrte, nehmen Hotels bei den Klängen der Musik, in Gesellschaft die tiefe Stimme der Gebirgsbäche den Baß abgab, während stunden lang zusammen spazieren und unterhielten sich von einer bunten Menge, die direkt vom Thurmbau in Babel sich in melodischen Tönen davon das silberne Geläute der tausend Dingen, vor allem von den Mitteln, wie zu kommen schien. In wenigen Stunden schritten sie über Herden abhob; ein Chaos von wildgeriffenen Bergrücken, eine Gesellschaft heraufzuführen sei, in der die Menschen ein Schneefeld dahin, auf dem sie trotz der Mittagssonne von ungestaltenen Felsen, schwindelerregenden Abgründen, nicht mehr in Mächtige und Elende von einander geschieden froren, um zu lauen Seen zu gelangen, in denen von nebelumhüllten oder vom Morgenroth gekrönten Bergsein würden. fie ihren ermüdeten Körper badeten. Wiesen voll gipfeln. In den Augenblicken des seelischen UnbefriedigtAber wie groß auch für René der Genuß des Geistes- Blumen und Leben verließen sie, um zu kahlen, seins brauchte er nur die Augen zu schließen, um alles dies austausches mit einem so bedeutend angelegten und hoch vom Sturm umtosten Berggipfeln voll tragischer zu sehen, zu hören und zu fühlen, und diese Erinnerung an gebildeten Manne war, so gestattete ihm der Altersunter Einsamkeit, auf denen die Natur völlig erstorben schien, die glückliche Ferienzeit genügte oft, um schwermüthige Anschied doch nicht, in ihm den Freund seines Ideals zu finden, emporzuſteigen. Sie wanderten immer weiter und fanden wandlungen zu verscheuchen. vor dem er frei und offen denken, träumen und klagen konnte. allerorten Anlaß zu hellem Lachen, ernsten Betrachtungen, Später besuchte er mit Lucien oder irgend einem zus Eine Menge von Gedanken, Wünschen, Kümmernissen, die leichten Plaudereien im Schatten einer Tanne; unaufhörlich fällig angetroffenen Reisegefährten Deutschland und Italien. ihn verzehrten, verschloß er in seinem Innern. Wie seufzte machte sich der angeregte Geist Luft, ihre Lebenslust brach An Ort und Stelle studirte er die Sprache, die Sitten er da erleichtert auf, als die Ferien tamen und er endlich in heiteren Einfällen, in Liedern, in scherzenden Worten, im und Gebräuche dieser Länder. Er empfand da oft eine aus dem engen Kreise, in dem er ersticken zu müssen ihrem Jauchzen siegreich durch. Dazu allerlei unverhoffte tolle Lust, auf und davon zu gehen. Er dachte an seine glaubte, hinaus konnte. Sein Better Lucien, der Ingenieur kleine Abenteuer: Die Herberge, in der man ihnen Jugend, die er in unfruchtbaren Beschäftigungen verbringen geworden war, tam zwei Mal und verbrachte seine Ferien- Bier brachte, nachdem sie in einer gemeinsam ge- mußte, er seufzte nach einem thätigeren, weniger farblosen, und Freiheitszeit mit ihm. Er hatte weder dieselben An- drechselten italienischen Phrase um Weintrauben ge- lebhafteren Leben, das ein großes geistiges Zentrum ihm sichten, noch denselben Charakter wie René, aber er beten hatten; das Dorf, in dem sie sich nur durch bieten konnte. Dann erinnerte er sich wieder an seine brachte ihm einen Hauch der heimathlichen Luft mit, und Zeichen verständlich machen konnten, weil man dort Eltern, die zu alt waren, um noch Abenteuer mitzumachen. bas genügte. nur romanisch sprach; die Rußhände, die sie einem Er wollte sie nicht einem neuen Landeswechsel aussehen, Politische Leberlicht. angelineet bis 5 evite Die angekündigte Mandatsniederlegung des Dr. I wahrscheinlich beabsichtigt, wie wir schon gestern mittheilten, Wer sich an den Widerstand der Stephan und Fischer ein amtliches offiziöses Zentralorgan zu bei den letzten Reichstags- Verhandlungen über den Bostetat Berlin, den 1. Dezember. gründen. Die Minister und Vorsteher der anderen Zentral- erinnert, wer die Kritik der Ausführungen dieser Herren Die neuen Marineforderungen. Neue Soldaten, stellen sollen dann gehalten sein, nur durch dieses Organ seitens der Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion kennt, neue Kanonen, neue Kriegsschiffe! Wir kennen die Weise, ihre Mittheilungen in das Publikum gelangen zu lassen, wird eingestehen, daß das Zugeständniß an die Postbeamten wir kennen den Text, wir kennen auch die Verfasser. Auch damit nicht wieder, wie vor kurzem, ein Kampf zwischen auf die parlamentarische Thätigkeit unserer Partei im Reichsbei dem neuen Marine- Etat, der jest dem Reichstage vor den verschiedenen Ministerien ausbrechen könne. Es tage zurückzuführen ist. gelegt werden wird, ist es offenbar wiederum auf eine scheint etwas Aehnliches geplant zu sein, wie Vergrößerung der Marine abgesehen. Der Etat die glücklich eingegangene offiziöse Provinzial. für Schiffsbauten im Extraordinarium ist auf 16 Millionen Korrespondenz", die einst im Ministerium des König, des antisemitischen Vertreters des Mart bemessen, das sind 4 Millionen Mark Innern erschien und allen Kreisblättern beigelegt wurde, Reichstags- Wahlkreises Nintelu- Hofgeismar wird jetzt von mehr, als im Vorjahre vom Reichstage bewilligt worden bis ihr Inhalt so viel Anstoß erregte, daß selbst Fürst der Staatsbürger- Zeitung" bestritten. sind. Doch es kommt nicht blos auf die diesmal geforderten Bismarck fie von den Rockschößen abschüttelte und ihr Im Gummischlauch- Prozeß hat jetzt das Summen an; die ersten Raten darunter bilden nur die schließlich das Lebenslicht ausblies. Rammergericht entschieden, daß der Landgerichts- Direktor Spize für das dicke Ende, für die Summen, die sich nachher In welchem Geist dieses amtliche Zentralorgan ge Brause wetter alle jene Vorgänge, aus denen sich das als nothwendige Folge aus der Bewilligung der ersten Raten halten sein würde, das ist schon im Namen des jetzigen Bild seiner Geschäftsführung in jener Gerichtsverhandlung ergeben. Ministers des Innern angedeutet, desselben Herrn ergiebt, in das Sigungsprotokoll nicht aufzunehmen braucht. Es werden jetzt verlangt erste Raten für einen Kreuzer von Köller, der seiner Zeit an der Spitze des Bekanntlich hatten die Genossen Schmidt und Keßler durch erster Klasse, bezüglich dessen schon bei den vorjährigen Vereins zur Verbreitung konservativer Zeitschriften" ihren Bertheidiger Rechtsanwalt Herzfeld die Aufnahme Etatsberathungen ermittelt wurde, daß der Bau eines solchen stand, der damals jenes vertrauliche Rundschreiben dieser Vorgänge in das Protokoll beantragt, ohne damit bei Tropenkreuzers" und Admiralschiffes für über- in Umlauf setzte, das im Jahre 1886 den Reichstag be- Herrn Brausewetter Gegenliebe zu finden. Das Kammerseeische Expeditionen in dem geplanten idealen Sinn ein schäftigte und in dem es unter anderem hieß: Alltäglich gericht hatte aber auf die Beschwerde der Genossen die Ansicht schließlich der Artillerie- und Torpedo- Ausrüstung 15 bis träufeln sozialistische und ihnen nahestehende fortschrittliche des Herrn Brausewetter, daß die Faffung des Protokolls in 16 Millionen Mark tosten würde, während das Schiff Zeitungen in Hunderttausenden von Exemplaren das Gift seinem Belieben stehe, getadelt und die Aufnahme der Leipzig", zu dessen Ersatz" das neue Schiff dienen der Auflehnung gegen jede göttliche und menschliche Ordnung beantragten Vorgänge, falls dieselben wirklich vorgekommen foll, nur 4 bis 5 Millionen Mart foftete. Ferner in die Herzen unseres Volkes 2c. 2c." Das Gift der Auflehnung seien, angeordnet. Herr Brausewetter lehnte aber die Aufwerden verlangt Raten für zwei Kreuzer gegen göttliche und menschliche Ordnung" wird also in dem nahme wiederum mit Gründen" ab und das Kammerzweiter Klasse, und es wird mitgetheilt, daß jeder dieser neuen amtlichen Organ des Herrn von Köller jedenfalls gericht stimmte auf die abermalige Beschwerde zwar nicht Kreuzer bei weitem mehr" toften werde, als die bis nicht in die Herzen des Volkes geträufelt werden. Aber seinen Gründen bei, meinte aber nun, daß es in der That herigen neuen Kreuzer zweiter Klasse gekostet haben. dies nur nebenbei. Wir haben schon gestern gesagt, daß im Ermessen des Herrn Brausewetter stehe, Da lettere 42/3 Da letztere 42/ s Millionen Mark tofteten, so wird man uns dieser neue Plan ebenso utopistisch erscheint, wie uns ob er Vorgänge der Hauptverhandlung in das Protokoll s. annehmen dürfen, daß diese beiden neuen Kreuzer 1. 3. der des Grafen Caprivi erschienen war, der bei An- aufnehmen wolle.- So wird denn ein amtliches zusammen mindestens 12 Millionen Mark kosten werden. tritt des Reichskanzleramtes versprach, nur den„ Reichs- Dokument über jene Vorgänge nicht an= Ebenso wird ein Kreuzer( Ersatz Freya) verlangt. Die Anzeiger" zu offiziösen Mittheilungen zu verwenden. Der Plan gefertigt werden, und Herr Brause wetter braucht " Freya" aber tostete überhaupt nur 22/8 Millionen Mark, mag ja gut gemeint sein. Aber die Thatsachen werden seine Geschäftsführung in jenem Prozeß nicht selbst cozeß nicht und für den Ersatz werden schon als erste Raten zwei sich auch dem Fürsten Hohenlohe gegenüber als stärker er- amtlich niederzuschreiben. Millionen verlangt. Das läßt darauf schließen, daß der weisen, als es die besten theoretischen Vorsäge sind. Juner- Gewerbebetrieb im Umherziehen. Im November Ersatz auch wenig unter 4 Millionen Mark foften wird. halb der Regierungskreise, der Hoffliquen 2c. find immer 1892 beantragte Bayern beim Bundesrath eine Abänderung Und endlich soll denn auch noch eine ganze neue Torpedo- einander entgegengesetzte Strömungen vorhanden, und diese der Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, die sich auf den flottille gebaut werden. Ein Torpedo- Divisionsboot und einzelnen Interessentengruppen werden ihre jeweiligen Inter Gewerbebetrieb im Umherziehen beziehen. Hierüber schreiben 6 Torpedoboote sind zusammen auch auf mindestens effen immer mit allen Mitteln, wenn nicht mit die offiziösen, Berl. Polit. Nachrichten": 4 Millionen Mark zu veranschlagen. Daraus er sauberen, dann mit unsauberen, verfechten. Zu solchen in diesen Der in dieser Beziehung von Bayern beim Bundesrathe giebt sich, daß die ersten Raten, welche für Schiffs- Kreisen beliebte unsauberen" Mitteln gehört natürlich in gestellte Antrag bezweckte im wesentlichen drei Neuerungen. Ein bau in dem neuen Etat gefordert werden, im Ganzen erster Linie die offiziöse Presse. Aber auch die Regierung mal wiederholte er die schon in dem Entwurfe zur Gewerbeeinen Aufwand von mindestens 36 Millionen felbft fann, so lange eben das Volk durch bevorzugte Kreise Ordnungs- Novelle von 1882 enthaltene Forderung, daß GewerbeMark bedingen. Für eine solche Summe also engagirt noch in der heutigen Weise regiert" wird, nicht mit einem treibende oder Handelsreisende, die auf grund des§ 44 der sich der Reichstag, wenn er die jetzt geforderten ersten Raten einfachen amtlichen Organ auskommen. In der hohen Politik Gewerbe- Ordnung ihr Gewerbe ohne Wandergewerbeschein aus bewilligt. Nun, und wir haben feine Sorge, daß dieser wird nämlich nicht nur auf geraden, sondern viel mehr üben, Bestellungen auf Waaren nur bei solchen Personen suchen dürfen, in deren Gewerbebetrieb die angebotenen Waaren BerReichstag sie nicht bewilligen würde. Der Reichstag, der noch auf frummen Wegen marschirt. Warum ist wendung finden. Sodann verlangte er, daß der gesammte wandem Grafen Caprivi im vorigen Jahr die Militär- denn die jeßige Umsturzvorlage nicht einfach im Reichs: dernde Geschäftsbetrieb, der von Haus zu Haus oder an öffent forderungen bewilligte, der wird auch in diesem Jahr nicht Anzeiger" veröffentlicht worden und warum hat man doch lichen Orten stattfindet, als Gewerbebetrieb im Umherziehen beso ungefällig sein, dem Fürsten Hohenlohe die Marine- allerhand Einzelheiten daraus mit Benutzung eben der handelt würde, daß also für den einheimischen Hausirer dieselbe forderungen abzuschlagen. Abgesehen natürlich von dem krummen Wege", der offiziösen Presse, in die Deffentlich- Ueberwachung wie für den fremden plaßgreife. Und schließlich Fall, daß die Bekämpfung des Umfturzes" zur Reichstags- teit fidern lassen? Aus dem einfachen Grunde, weil follte der Gewerbebetrieb im Umherziehen allgemein nur insoweit auflösung führt. Dann hat nicht mehr der Reichstag man sich durch die amtliche Veröffentlichung nicht die gestattet werden, als ein Bedürfniß für diesen Gewerbebetrieb in zu sprechen, sondern die Wähler. Und die Wähler möchten dann ja Hände binden wollte, sondern aus der Aufnahme, die die den Bezirken, für welche die Erlaubniß nachgesucht wird, vorhanden ist. Ueber diese bayerischen Vorschläge haben innerhalb wohl einen Reichstag nach Berlin schicken, der nicht, wie der bekannt gewordenen Paragraphen in der Deffentlichkeit finden, der Bundesraths- Ausschüsse eingehende und langwierige Be gegenwärtige, mit Marsch, marsch, hurrah!" jede beliebige erst auf die Stimmung der politischen Kreise und der Wähler- rathungen stattgefunden. Es ist auch eine Anzahl von Uende Forderung für Heer und Marine bewilligt und der, wenn massen schließen wollte, um dann die Sache ev. noch erheblich rungen vorgenommen worden. Man dürfte aber wohl in der schon der gegenwärtige Reichstag an die neuen Steuern verschärfen, sie abzumildern, oder, wenn keine Aussicht ist, Annahme kaum fehlgehen, daß die vom Bundesrath nunnicht recht heran wollte und an die neuen Umsturz- die Sache durchzubringen, sie auch ganz versumpfen lassen mehr angenommene Aenderung des Titels III der GewerbeParagraphen nicht recht heran zu wollen scheint, noch viel zu können.- Die heutige Regierungsweise ist eben nicht in Ordnung sich im großen und ganzen an den bayerischen Antrag weniger geneigt sein dürfte, der Regierung neue Macht- erster Linie auf das Wohlergehen des Volkes gerichtet, als anschließt." mittel zu neuer Aussaugung und neuer politischer vielmehr auf die Aufrechterhaltung der Herrschaft der Knebelung des arbeitenden Volkes zu liefern. Wir glauben, herrschenden Klassen". Und dazu gehört vor allem auch ein solcher neugewählter Reichstag würde der Regierung die offiziöse Presse. noch in manchem andern Buntt, als nur bei den Marineforderungen ungefällig" sein." " " Gegen die Tabak- Fabrikatftener fanden in den württem bergischen Tabakindustrie- Orten Lauffen und Schnaitheim öffentliche Protestversammlungen statt. In beiden Versamm lungen wurden Resolutionen angenommen, in welchen gegen die Einführung der Steuer protestirt wird; dieselben werden den Vertretern der betr. Reichstags- Wahlkreise übermittelt. Das preußische Abgeordnetenhaus versendet wieder die Uebersichten über die Geschäftsthätigkeit des Hauses der Die offiziöfe Preffe. Genaues erfährt ja das Abgeordneten in der letzten Session, wie solche Uebersichten Die österreichischen Liberalen haben aus Sehnsucht deutsche Volk nicht über die Gründe, die zur Anstellung alljährlich veröffentlicht werden. Dieselben sind in der bis nach der Wacht sich mit den reaktionären Polen und den oder Absehung der ersten Staatsbeamten führen, und mit herigen Art angefertigt und zerfallen in die Rednerliste, Ultramontanen verbunden und damit ihre letzten Prinzipien, zusprechen hat es in diesem Punkt schon gar nicht. Daher die Uebersicht über den Staatshaushalts- Etat und die Haupt- die Freiheit der Schule, aufgeopfert. Das von ihnen gefügte der Name konstitutionelle Monarchie! So viel aber durch übersicht. Minifterium ist in Unterrichtsfragen noch reaktionärer als das Hinterthüren in dieDeffentlichkeit gelangt ist und auch den Schein Ein Erfolg der Sozialdemokratie. Wie die ,, Berl. von ihnen bekämpfte Minifterium Taaffe. Versprechungen, die der Wahrheit für sich hat, ist der Kanzler Caprivi neben anderen Pol. Nachr." erfahren, ist über die bei den Verhandlungen dieses dem freiheitlich gesinnten Philosophen Franz Brentano Fallstricken auch über solche gestolpert, die ihm die politischen des Reichstags erörterten Schwierigkeiten der Ausdehnung betreffs seiner Wiederernennung zum ordentlichen Professor Drahtzieher in der offiziösen Presse gestellt hatten. Der des Dienstaltersstufen- Systems auf die an der Universität Wien gegeben hat, hat der neue Unter neue Kanzler, Hohenlohe, im Verein mit seinem Adlatus Beamten der Posts und Telegraphen Verrichtsminister nicht eingehalten. Bei dieser Gelegenheit wurde Köller, soll nun, wie es heißt, das offiziöse Breßwesen um- waltung nunmehr eine Verständigung erzielt, sodaß bekannt, und das ist das für weitere Kreise interessante geftalten wollen. Es soll eine gründliche Säuberung demnächst auch der gesammte Beamtenkörper der Post- und an der ganzen Sache, daß daß der Unterrichtsminister unter dem der Regierung zur Seite stehenden Preß- Telegraphen- Verwaltung in das Dienstaltersstufen- System erklärt haben soll, daß er seine Weisungen betreffs der personal vorgenommen werden, und es wird höchst einbezogen werden soll. Ernennung von Professoren sich von der Nuntiatur( der Ges sandtschaft des Papstes) hole. Dies bestreiten givar zwar offiziösen mit schweigender Ergebung kehrte immer um sie nicht in Erstaunen zu versetzen. Es war Ende die Blätter in aber Wien, geftehen wieder an die alte Kette zurück. Aber wenn er August. In dem kleinen Badeorte war die Saison noch zu, daß die Darstellung Franz Brentano's sonst wieder daheim war, wenn er wieder daran dachte, nicht zu Ende, und René ging an mit Orden geschmückten ganz zutreffend sei. Brentano will seine Lehr mie er bedaß Frankreich ihm mehr verboten war, als diese Herren, eleganten Frauen vorüber, deren Gang, Frisur und thätigkeit in Wien aufgeben, weil, fremden Länder, zu denen sich seine Träume ver- Toilette von einem Chic war, an dem man Paris auf zehn hauptet, die Freiheit der Wissenschaft in Defterreich ges irrten, wenn er es dort unten, jenseits des Sees, so nah Schritte Entfernung erfaunte. Ja, er war in Frankreich, fährdet sei. Der Liberalismus will in Defterreich wie im und doch so fern liegen sah, dann hatte er unter heftigen fein Zweifel mehr. ( Fortsetzung felgt.) Deutschen Reiche blos seine wirthschaftlichen Interessen ver Anfällen des Heimwehs zu leiden. Lange Stunden stand treten, seine Prinzipien hat er hier wie dort zum alten er an seinem Fenster und folgte mit sehnsüchtigem Auge Eisen geworfen. und Theater. 3091 384 den Schiffen, den Vögeln und den Wolken, die dem ver- Im Schiller- Theater wurde am Freitag Grillparzer's. Das Bubenstück, das die französische Bourgeoiss botenen Geftade zuftrebten. Er war wie hypnotifirt von Trauerspiel De 3 Meeres und der Liebe Bellen" regierung an dem internationalen Sozialisten Robin verübt der firen Idee, ihnen nachzueilen; schließlich tam er zu der zum ersten Wale aufgeführt. Man kann nicht sagen, daß be- bat, ist jetzt in all seinen Einzelheiten aufgedeckt. Aus weiteren Ueberzeugung, daß er sich von dieser sonderbaren Pein nur fonders glückliche Sterne dieser Vorstellung gestrahlt haben. antlichen Aktenstücken, die uns heute vorliegen, erhellt: erstens, befreien fönne, wenn er den Fuß auf französischen Das aus inniger, garter Boesie gewobene Stück war in Hände daß Robin die Entlassung des Taugenichts Machu sofort ver Boden setze. gerathen, die zwar fed, aber recht raub zugriffen und so bem fügte; zweitens, daß er den Vorgang ungefäumt der vor. An einem Sonntag im Sommer konnte er dieser Ver- feinen Schleiergewebe, das der österreichische Dichter um die gesetzten Behörde anzeigte, und drittens endlich, daß die vor suchung nicht mehr widerstehen. Ohne daß seine Eltern griechische Liebessage gesponnen hatte, manchen häßlichen Riß bei- gefeßte Bebörde, d. h. die Präfettur der Seine felber es anordnete, daß der Entlassungsgrund nicht es wußten, bestieg er den Dampfer nach Evian. Das Herz brachten. So ward denn manche Stelle der Dichtung, die hold und in das Beugniß gefegt werde, damit Machu, der ja schlug ihm halb vor Freude, halb vor Unruhe, als er im voll züchtigen Sinnes wirken sollte, mit so greller und abgeschmackter doch für immer vom Lehriach ausgeschloffen war, nicht für alle Farbe aufgetragen, daß eine Wirkung eintrat, die schon nicht Hafen ankam. Wenn der Gendarm, der an der Landungs- mehr schön zu nennen war. In der Liebesszene des zweiten Beiten an ehrlichem Erwerbe gehindert fei. Eine Motivirung, stelle stand, ihn im Namen des Gesetzes verhaftete! In Aktes wurde das Publikum durch das spaßhafte Gebahren des die dem anordnenden Beamten nur zur Ehre gereicht. einem Augenblick sah er alle Folgen in seiner Phantasie: Serrn Felix als Naukleros recht unpassend zur Heiterkeit ge- Schurkenstreich nicht entgehen! Das Ministerium Dupuy wird der Büchtigung für diesen Die Menge sammelte sich um ihn, man führte ihn ins Ge- fimmt; gar drollig machte es fich, wenn der um fängniß, brachte ihn dann nach Paris vor das Gericht, er das Glück Leander's besorgte Freund den Spaßmacher Bestien in Menschengestalt. Ueber die Mezelei der wurde zur Verbannung nach Numea verurtheilt, er hervorkehrte und seine Rolle als die eines Hofnarren auffaßte. Gefangenen in Cayenne hat man jetzt nähere, wenn sah sich schon auf dem Transportschiffe, während Wenig geschickt war auch Frl. Eliſe Pank als Hero in dieser auch noch nicht vollständige Nachrichten. Den Anlaß gab seine verzweifelten Eltern weinten. In diesem Augen- Szene. Es machte einen unfäglich komischen Eindruck, als die ein Akt des Ungehorsams und der Widerseßlichkeit. Ein Briefterin neben den beiden jungen Männern auf dem Sopha, blicke rief der Kapitän Aussteigen! Eine Sekunde der unter den schattigen Baum gestellt war, Plaz nahm und Gefangener hatte im Laufe des September einen Aufseher Lang hatte er die Idee, auf dem Dampfer zu sich in der Art eines weltstädtischen Backfisches schüchtern angepackt, worauf der Wärter sofort den Gefangenen bleiben. Dann lächelte er über diese Kinderei; viele gierte. wunderbare Zauber dieser Szene niederschoß. Dies erregte die Wuth der Sträflinge. In Schweizer stiegen hier aus, um einmal ein Stück von wurde zur Karrikatur verkehrt, so sehr auch der von Herrn Bach der Nacht des 21. Oftober wurde der Gefangenenwärter, Savoyen zu sehen. Rennt man mich denn? dachte er bei vortrefflich dargestellte Leander sich bemühen mochte, der Dichtung der den Gefangenen getödtet hatte, nebst einem Kollegen sich und zuckte die Achseln. Und dann komme, was da gerecht zu werden. Besser als die Begegnung gelang Fräulein erstochen, ebenso wie zwei Gefangene, die den Aufsehern als tommen mag! Wenn ich gefaßt werde, so werde ich doch Bank die Wiedergabe der Leidenschaft und des Schmerzes in den Hunde" gedient hatten. Die Frau eines Aufsehers holte beiden legten Akten. Herr Bategg war ein würdevoller wenigstens einige Monate in meinem Lande leben. Priester und Fräulein Hebbel als Janthe that, was Hilfe von der Nachbarinsel, und vier Aufseher hielten Friedlich schlenderte er an dem ebenso friedlich drein in ihren schwachen Kräften stand. 3u loben war auch Herr 800 Aufrührer im Baum und tödteten 11 der Leute. schauenden Gendarmen vorüber. Er ging auf dem Schmidthoff, der den Wächter anschaulich darstellte. Der Regie Das ist der vorliegende Bericht, offenbar amtlichen Quai, in der Stadt mit einer inneren Befriedigung ist ein großes Theil Schuld an den vielen Ungehörigkeiten der Ursprunges. Und ebenso offenbar durch und durch verspazieren, die er sich bemühte, den Leuten zu verbergen, ersten Aufführung beizumeffen. logen, denn es ist einfach undenkbar, daß vier Aufseher Der ganze • " " Auch Die Ge= mit 800 losgebrochenen Sträflingen, den verwegenften aller müssen. Den einen Posten, für den man auch als auch widersprochen. Es sei irrig, wenn gesagt werde, Verbrecher, fertig geworden sein tönnen. Vermuthlich Sozialdemokrat mit vollster Ueberzeugung eintreten muß, wird Bollmar habe in Bayern die Führerrolle. Allerdings besitze derhandelte es sich auf dieser wie auf der anderen Seite um jedes Budget aufweisen. Aber selbst von der Joest'schen Be- felbe in Südbayern großen Einfluß, solchen auch in Nordbayern Atte der Rache. gründung abgesehen, welche nebenbei bemerkt von der gesammten zu erhalten, danach habe V. nie gestrebt. Wenn aber der Versuch Wir müssen also weitere Aufklärungen abwarten und Parteipresse ohne ein Wort des Widerspruchs hingenommen gemacht würde, die Taktik Vollmar's für Bayern festzulegen, wurde, so liegt auch von unseren bayerischen Landtags- Abgeord- dann würde er, Redner, sich mit Händen und Füßen er, die Verhandlungen in der Kammer, die jetzt bevorstehen. neten nicht eine leise Andeutung dafür vor, daß fie gesonnen dagegen wehren, da die Konsequenzen diefer Der Zerfall der bürgerlichen Parteien ist überall feien, in Zukunft die optimistische Hoffnung unseres Kölner Tattit dazu führen würden, aus der sozialzu beobachten, so auch in Belgien, wo die Liberalen bei Parteiblattes zu erfüllen. Im Gegentheil, die gleiche revolutionären Arbeiterpartei eine radikale Hoffnung, ausgesprochen von Der letzten Wahl vernichtet wurden und die sogenannten der Sächsischen Arbeiter- Zeitung", ift in einem Artifel der noffen Großberger und Herrmann sprachen sich einem anderen Parteiorgan, Reformpartei machen. ชิ น reichen Ultramontanen nun, wenige Wochen erst nach dem Münchener Poſt" bereits vor 14 Tagen nach den in aus. ähnlicher Weise Wahlfiege, in drei Gruppen, die Vertreter der Interessen Fuchsmühler Vorgängen Der Lettere verspricht sich in der schroffsten Form nichts von der Bauern agitation, die Bauern würden, Brüssels, die Agrarier und die Klerikal- Demokraten zer zurückgewiesen worden. Unser Dresdener Partei- Organ wenn sie unser Programm verstehen gelernt, uns doch den Rücken fallen. Und das Volk faselt stets von Spaltungen inner- glaubte den Grund für die vermittelnde Abstimmung vieler fehren, denn sie seien die entschiedensten Gegner des Komhalb der Sozialdemokratie. Delegirten auf dem Frankfurter Parteitag darin finden zu munismus. Es sollten nur die ländlichen Lohnarbeiter in die Die sozialdemokratische Fraktion der belgischen daß fie in Zukunft eine derartige Abstimmung nicht wieder vor die Abgeordneten hätten ihre Mandate nach dem Willen der tönnen, daß die Bayern deutlich zu erkennen gegeben haben, Agitation einbezogen werden. Ferner ist derselbe der Ansicht, Kammer will bei der Budgetberathung die Streichung der nehmen würden". Wähler auszuüben. Auch solle der Partei das Recht zustehen, Zivilliste des Königs beantragen. Man kann bei dieser Diese Annahme fand nun in einem Artikel der„ M. Post", der den Abgeordneten ihr Verhalten vorzuschreiben. Gelegenheit auf fehr interessante Erörterungen gefaßt sein. ersichtlich nicht auf der Redaktion geschrieben worden ist, Gesetzesverletzung durch den dänischen Kriegsminister. Aufstellung vermögen wir da wir an dem guten Glauben Frankfurt a. M. die Debatte über den Bericht der Defolgende brüste Zurüdweisung:" Für eine derart unerhörte Durch zwei Versammlungen hindurch zog sich in Im dänischen Foltething hat neulich, wie die Frank niemands ohne Noth zweifeln wollen keine andere Erklärung legirten vom Parteitag. Die meisten Redner mißbilligten die furter Beitung" meldet, der Kriegsminister Thomsen zu finden, als daß der Verfasser entweder die Verhandlungen Abstimmung der Delegirten in der bayerischen Frage. Schließlich eine schwere Niederlage erlitten. Der radikale Abge- des Parteitags nur vom Hörensagen kennt, oder aber während fand die nachstehende Resolution Annahme: ordnete Trier interpellirte den Kriegsminister wegen der Er- derselben geschlafen hat. Nirgendwo in den Ausführungen der fammlung erklärt sich im allgemeinen mit den Beschlüffen des Die heutige Ver nennung des vorigen Kriegsministers Bahnson zum kommandiren bayerischen Abgeordneten findet sich auch nur ein Wort, Parteitages einverstanden, bedauert jedoch, daß der Parteitag sich den General, welche Ernennung ungefeßlich ist, da Bahnson seit das entfernt so gedeutet werden könnte, als ob sich diese Männer nicht entschließen konnte, den Abgeordneten der verschiedenen 1879 nicht mehr im aktiven Dienste gewefen ist, während das in der unwürdigen Lage von Schulfnaben befunden hätten, die Landtage u. s. w. eine bestimmte prinzipielle Direktive für BudgetHeeresgefeß ausdrücklich bestimmt, daß nur Offiziere, die im zerknirscht Besserung versprechen, um einer Strafe zu entgehen, abstimmung im Sinne der von Bebel und Genossen gestellten attiven Dienste stehen, zu tommandirenden Generalen ernannt und es gehört ein Neuling in der Partei, oder ein Naiver dazu, Resolution zu geben, die Versammlung erwartet, daß der nächste werden dürfen. Der Kriegsminister suchte die Ernennung mit um unseren Abgeordneten derartiges zuzutrauen. Was Bollmar Parteitag hierüber endgiltig die Entscheidung fällt." der Behauptung zu rechtfertigen, daß Bahnson im Dienste des wie Grillenberger gethan haben, ist einfach, daß sie sich verStaates gewirkt habe, allein diese Auffassung fand nur bei dem nünitigerweise ebensowenig für die Zustimmung wie für die AbAbgeordneten Scharling von der Rechten Unterstützung, während lehnung des Budgets banden, sondern die Entscheidung Schleswig- Holstein, das Herzogthum Lauenburg, Parteikonferenz. Der nächste Parteitag für die Provinz der Führer der moderaten Linken, Bojesen, der Haupturheber des über diese Frage am 1. April gefchloffenen Ausgleiches, fich der radikalen Auffassung, daß dieselbe eine Sache der bloßen Zweck findet am 20. Januar 1895 in Flensburg statt. getreu der bayerischen das Fürstenthum Lübek und die freie Hansestadt Hamburg Opposition anschloß. Mit 53 gegen 19 Stimmen wurde denn mäßigkeit, der parlamentarischen und agitatorischen Taktik Eröffnung des Parteitages erfolgt präzise 4 Uhr Nachmittags auch unter lebhafter Bewegung eine Tagesordnung angenommen, fei ganz den jeweils gegebenen Umständen vorbehielten, die im Lotale Gasthaus Soheluft", Schleswigerstraße 28. Als welche die Ernennung Bahnson's und das Besich allerdings einmal derart gestalten tönnten, daß provisorische Tagesordnung ist festgestellt: 1. Abrechnung und nehmen des Kriegsministers mißbilligt. eine Ablehnung auf das bayerische Volk von Wirkung und dem Bericht der Agitationskommission. 2. Bericht der Preßkommission. nach angebracht sein würde". 3. Bericht der Vororte der einzelnen Wahlkreise. 4. Berathung und Beschlußfassung der eingegangenen Anträge. 5. Wahl der Agitations- und der Preßkommission, sowie der Sitze derselben. Die Reorganisation der italienischen Armee scheint nun doch zur Durchführung zu kommen, wobei wenigstens nach dem offiziellen Communiqué einige Er sparnisse erzielt worden sind. Ein klares Bild über die Maßregel läßt sich aber nicht bilden, da die Nachrichten sich sehr widersprechen, in der einen wird von der Vermehrung der Offizierstellen, in der anderen von der Verminderung der Offizierstellen um 900 Offiziere gesprochen. Wir behalten uns vor, auf die Reorganisation der italieschen Armee näher einzugehen, sobald genauere Angaben vorliegen und lassen vorerst die bez. Depeschen aus Rom folgen: Infolge der Reformen, welche durch die heute veröffentlichten Defrete in der Armee- Organisation angeordnet werden, wird die Anzahl der Offiziere aller Grade um mehr als 900 und die der Zivilbeamten, welche dem Kriegsministerium unterstehen, um mehr als 400 reduzirt. : " " * Die Wir dächten, diese Erklärung läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig und es ist wirklich unbegreiflich, wie sich daneben immer noch der Optimismus über die zukünftige Haltung unserer bayerischen Genossen breit machen fann. Die bayerischen Abgeordneten stimmten für das Budget, weil, wie sie in ihrer Stimmen hatten die Stadtverordneten- Wahlen in FrankEine erfreuliche Zunahme von sozialdemokratischen offiziellen, durch Grillenberger im Landtag abgegebenen Erklärung furt a. M. aufzuweisen. Während die sozialdemokratifchen sagen, dieses zur Fortführung der Geschäfte des Kandidaten im Jahre 1884 nur 243, im Jahre 1890 gar nur Gemeinwesens nothwendig ist". 86 Stimmen erhielten, wurden diesmal 1391 sozialdemokratische Die fünf sozialdemokratischen Abgeordneten Stimmen abgegeben. Dabei ist zu berücksichtigen, daß, um mitGorge für die„ Geschäfte des Gemeinwesens" Bürgerrechtes aber nur der zugelassen wird, der Preuße ist und im bayerischen Landtag wollten sich in der wählen zu können, man Bürger sein muß, zur Erwerbung des von den Abgeordneten der anderen staats- mindestens 1200 M. Einkommen versteuert. Arbeiter fönnen erhaltenden Parteien nicht schlagen lassen und somit bei den Stadtverordneten- Wahlen der„ demokratischen" Stadt deshalb ihr zustimmen des Votum. Frankfurt a. M. überhaupt nicht mitwählen; die abgegebenen sozialDiese Sorge für das Gemeinwesen" wird aber in Zukunft demokratischen Stimmen stammen demnach von Beamten und über Vorfälle wie die Fuchsmühler Bauernschlächterei fleinen Geschäftsleuten, die sich immer mehr von den Interessenhinweghelfen, wie auch das letzte Mal der Umstand, bestrebungen der Besitzenden abwenden und ihr Heil in der daß man es unter dem Regiment des Herrn v. Feilihsch in Sozialdemokratie suchen. Das amtliche Blatt veröffentlicht Dekrete, wonach ab- Bayern mit einer russischen Praxis( Grillenberger auf dem sträuben sich die Demokraten" ebenso sehr, als die Konservativen; Ein besseres Wahlrecht einzuführen, geändert werden: 1. Die Organisation der Armee. 2. Ein bayerischen Parteitag) zu thun hat, nicht hinderte, den Staats- das allgemeine Wahlrecht bei den Kommunalwahlen würde die theilung der Militärbezirke. 3. Die Bezahlung und die Zuschüsse haushalt zu bewilligen. Es scheint uns wirklich an der Zeit, demokratischen" wie tonservativen Kliquen aus den Stadtder Offiziere und Soldaten. Des weiteren werden zwei Dekrete daß man in der Partei endlich aufhört über die Budgetfrage parlamenten vertreiben. betreffend die Organisation der Zentral- Kriegsverwaltung ver- blinde Ruh zu spielen. Entweder, oder. Die große Stimmenzahl in Frankfurt am Main zeigt aber doch, daß sich die Herren ihres Unterfichseins öffentlicht. Unter den beschlossenen Reformen find als die hauptIst die Stellung unserer sächlichsten hervorzuheben: 1. Die Aufhebung mehrerer Abgeordneten süddeutschen Landtags die längste Zeit zu erfreuen haben, wenn diesmal auch noch kein vom Parteistandpunkt aus zulässig, Generalsposten. 2. Die Umwandlung von sechs Feld- ist nicht abzusehen, dann Sozialdemokrat gewählt wurde. fte nicht auch im ReichsBatterien in Gebirgs Batterien. 8. Die Auflösung tag zur Anwendung tommen soll. Der Umstand, von fünf Festungs- Artillerie Regimentern. daß beim Reichsbudget der Löwentheil für Militärzwecke vember stattgehabten Wahl der Gewerbegerichts Beisiger in Gewerbegerichts- Wahlen. Bei der am 27. und 28. No. 4. Die Aufhebung von vierzehn Territorial ausgesetzt ist, fann fann tein Hinderungsgrund sein. Das Wiesbaden wurde die sozialdemokratische Liste einstimmig Artillerie Direttionen. # 5. Die Errichtung von ist nur eine Quantitäts aber feine Qualitätsfrage. gewählt. Der christliche Arbeiterverein hatte es diesmal vorzwölf lokalen Artillerie Kommandos, bestehend aus je Ob ein paar Millionen mehr oder weniger für den einen oder gezogen, überhaupt nicht auf den Plan zu erscheinen. Der schwere einem technischen Offizier für das Geschüß- und sonstigem anderen Zweck ausgegeben werden, kommt für die prinzipielle Reinfall der vorigen Wahl hat ihm klar gemacht, daß es unmöglich Material und zwei oder mehreren Brigaden Küsten- Frage nicht in Betracht. Wie die Dinge jetzt in der Partei ist mit unsern Genossen zu konkuriren. oder Festungsartillerie, 6. die Verstärkung der Festungsartillerie liegen, sind sie auf die Dauer unhaltbar. Dem Abgeordneten um acht Rompagnien, 7. die Verminderung der fünfzehn artille- Stegmüller werden die schwersten Vorwürfe gemacht darüber, Der Berliner Bierboykott lautete das Thema, über riftischen Etablissements auf zehn, 8. die Bildung eines fünften daß er verlangte, daß die 40 000 m. früher bereits bewilligte das die Reichstags Abgeordneten Schmidt, 3ubeil und Genieregiments( Mineure), 9. die Aufhebung der Kadetten Kirchenbaugelber nunmehr auch ihren bestimmten Zwecken zu Bogtherr aus Berlin in drei äußerst gut besuchten Ver anstalten, 10. die Aufhebung von fünf Militärgerichten. Die geführt werden. angeordneten Reformen sichern eine Ersparniß von ins sammlungen in Hamburg, Altona und Barmbeck In München bewilligten unsere Abgeordneten aber das Finanz- referirten. In allen drei Versammlungen erklärten sich die Angesammt 7500 000 Frants. Die Dekrete werden eingeleitet gesetz und damit das Kultusbudget, in dem Hunderttausende für wesenden mit dem Vorgehen der Berliner Arbeiterschaft gegen durch einen Bericht des Kriegsministers, in welchem versichert die Besoldung der katholischen und protestanden Brauerring einverstanden, was sie durch die Annahme nachwird, die Armee werde durch die Reformen gestärkt werden; estischen Pfarrer vorgesehen sind. Was bei Steg- stehender Resolution zum Ausdruck brachten: Die Ver ergebe sich aus denselben eine Vereinfachung des müller ein mit dem Ausschluß aus der Partei zu fühnendes sammlung erklärt Dienstes, eine Vermehrung der Offiziersstellen in den Regi- Verbrechen ist, kann doch bei den Bayern nicht plößlich ein aus in sich mit der Berliner Arbeiterschaft ihrem Kampfe gegen die mentern, eine Verstärkung der Friedenspräsenz der Kompagnien, 3weckmäßigkeits- Gründen" zu rechtfertigendes Verhalten sein! Brauereibefizer solidarisch und verspricht, die Arbeiterschaft mit brutalen Angriffe der eine bessere Vorbereitung für den Krieg, eine festere Organisation Gewiß ist unsere Stellung zu der Budgetfrage nur aus allen Kräften moralisch und finanziell zu unterstüßen." der Milizen und eine raschere Mobilifirung. tattischen Erwägungen zu beurtheilen, aber so lange Der neue Kurs in Rußland beginnt mit der Auf- wollen – und von der erdrückenden Mehrzahl der Parteigenossen ist, wie wir durch die Veröffentlichung mehrerer Beispiele zur wir noch nicht zu den staatserhaltenden" Parteien gezählt sein Das Vereins- und Versammlungsrecht in Hamburg nahme einer Anleihe von 400 Millionen Mark. Db Deutsch- darf heute doch angenommen werden, daß sie dazu keine Steigung Kenntniß unserer Leser gebracht haben, von seiten der dortigen land auch mit der Erlaubniß beglückt werden wird, Ruß- haben, wird das Ergebniß dieser taktischen Erwägungen sein, Polizei in der letzten Zeit in einer Weise korrigirt" worden, die land einige Millionen pumpen zu dürfen, ist noch ungewiß. daß unsere Bertreter gegen den Staatshaushalts- Boranschlag eine ganz verzweifelte Aehnlichkeit mit der sächsischen Praxis beDas Duell zwischen dem spanischen Kolonial. zu stimmen haben. Für jene aber, welche um jeden Preis tundete. Beschwerden unserer Hamburger Genossen an den Minister und dem Führer der Republikaner, Salmeron, positiv" mitarbeiten wollen, und es scheint ja solche Räuze unter Polizeichef, sowie an den Gesammt Senat sind ohne Erfolg gefindet nicht statt, da der Streitfall beigelegt wurde. uns zu geben, sei doch an die jest bekannt gewordene Thatsache blieben. Infolge davon hat sich der Vorsitzende des Sozialerinnert, daß unser ausschlaggebendes Votum für den russischen demokratischen Vereins für den dritten Hamburger Wahlkreis, Handelsvertrag das wir freilich nicht um der schönen Augen Genoffe. Koenen, mit einer eingehend begründeten Beschwerde des Grafen Caprivi willen oder Großindustriellen, sondern nur im Interesse der besseren Erwendung der Gefeße vorgesehene Instanz, den Bürgerausschuß, gar im Interesse der an die in der Verfassung zur Ueberwachung der richtigen Annährung und Beschäftigung der deutschen Arbeiterschaft abgaben gewendet. Wir sind nicht in der Lage, das umfangreiche Schriftdamit beantwortet wurde, daß aus demselben Anlaß, auf Be- ftück miederzugeben, werden aber nicht unterlassen, darauf zurück fehl des Serren von Stumm und seiner Freunde aus den zukommen, sobald der Bürgerausschuß die Beschwerde beantSchlotjunkerkreisen, in den Ministerbureaus neue AusnahmeWir dächten, diese eine Thatsache müßte auch dem Vertrauens. gefeze gegen die deutsche Arbeiterschaft ausgearbeitet wurden. feligsten die Augen darüber öffnen, welche Stellung die Sozialdemokraten im heutigen Klassenstaat einzunehmen haben. Gegen Stambulow soll das bulgarische Parlament Stellung nehmen. In demselben wird die Wahl einer aus fieben Mit gliedern bestehenden Untersuchungskommission gefordert, welche sich mit der Thätigkeit der früheren Regierung während deren ganzen Dauer zu beschäftigen hätte. Japanesisch- chinesischer Krieg. Aus London wird telegraphirt: Nach einer Meldung der Times" aus Kobe scheint Japan entschlossen, den Krieg fortzusehen; Japan trifft Vorbereitungen für einen Winterfeldzug. Wozu das Versteckenspiel. " Parteinachrichten. wortet hat. = * Legien geht uns das folgende Schreiben zu: Parteistreitigkeiten in Braunschweig. Von Genossen " " " In Nr. 278 des Vorwärts" wird unter Parteistreitigkeiten in Braunschweig" gesagt, ich hätte den Braunschweiger Genossen im Laufe eines Vortrages den Rath gegeben, falls die Redaktion des Volksfreund" sich ihnen nicht fügte, ein neues Partei Organ zu gründen. Die Redaktion des Vorwärts" Unter dieser Spizmarke schreibt uns ein Genosse: Die glaubte das Recht für sich in Anspruch nehmen zu müssen, mir Rheinische Zeitung" bringt im Anschluß an die legte im Vor- Zur Diskussion über die Streitfrage Bebel- Vollmar. auf grund dieses Berichtes Ungeschicklichkeit und Taktlosigkeit wärts" veröffentlichte Erklärung des Genossen Liebknecht in der Ueber die Versammlung in Nürnberg, in der Genosse vorzuwerfen. sogenannten Bayernfrage folgende Bemerkung: Grillenberger über diese Angelegenheit referirte, haben wir Der Vorgang ist folgender: Seit einem Vierteljahre schon hatte Unseres Erachtens wird die ganze Sache in einem Theil berichtet. Der Rede Grillenberger's, die wir im Auszug ich den Braunschweiger Genoffen versprochen, einen Vortrag zu der Parteipresse unnöthig erregt und persönlich behandelt. Wir wiedergegeben, folgte eine lebhafte Diskussion. Der Ton, der balten. Dieses Versprechen erfüllte ich am 20. November, indem find überzeugt, daß nach der Fuchsmübler Affäre tein von den Genossen angeschlagen wurde, unterschied sich erfreulicher ich über die Trusts und Ringe sprach. Im Laufe des Vortrages bayerischer Abgeordneter unserer Partei mehr Weise ganz wesentlich von dem von Genossen Grillenberger führte ich aus, welche Wirkung diese kapitalistischen Organifeine Prinzipien so weit vergessen wird, einen beliebten; die Redner gingen meist nur auf die prinzipielle Seite fationen auf die Gewerkschaftsorganisationen ausüben und polemiLandeshaushalt, der so schneidige Bezirks der Frage ein. Genosse Dertel, obgleich er die Ansicht firte gegen die in Parteitreisen verbreitete Meinung, daß Streifs Amtmänner wie den Weidner besoldet, zu geäußerte, daß der Genosse Bebel das Maß der zu- und Boykotts verfehlte Kampfesmittel seien, besonders auf die lässigen Kritik weit überschritten habe vergessen Widersprüche aufmerksam machend, welche über diesen Punkt in Woher unser Kölner Parteiorgan die hier ausgesprochene habe, daß er mit Genossen polemisire, stellte sich der seitens mehrerer Parteiblätter scharf fritisirten Calwer'schen Ueberzeugung schöpft, ist uns unerfindlich, in der bisherigen doch allgemeinen auf den Standpunkt Bebel' 3. Broschüre enthalten sind. Dieser Bericht ist objektiv in Nr. 278 des Haltung der Budgetbewilliger findet dieselbe sicherlich keine In der Agitationsfrage, so führte Dertel aus, habe er schon Boltsfreund" enthalten und wird sich gegen das dort Gesagte Begründung. Wer z. B. in dieser Frage den Standpunkt des oft darauf hingewiesen, daß erst in den Städten eine Kern vom Standpunkte der sozialdemokratischen Partei nichts einwenden Landtags und Reichstags- Abgeordneten Joest einnimmt, der in truppe geschaffen werden müsse, anstatt auf das Land lassen. einer Mainzer Parteiversammlung erklärte, wenn, wie geschehen, zu gehen. Bezüglich der Abstimmung im Landtage sei er aller- Am 21. November fand die Diskussion über den Vortrag die Regierung auf feine, Joest's, Anregung bin einen Fabrit dings der Ansicht, daß die Abgeordneten bei mich statt. Die Diskussion beschäftigte sich aber nicht mit meinen AusInspektor mehr anstelle, so könne er doch nicht gegen das Budget tigen Fragen fich mit ihren Wählern ins Be- führungen, sondern hauptsächlich mit dem Stand und Verlauf stimmen, in dem die Bezahlung des Fabritinspettors vorgesehen nehmen sehen sollen. In der Abstimmungsfrage stand des Braunschweiger Bierboyfotts. In der Diskussion famen eine fei, mir meinen, wer diesen Standpunkt einnimmt, und man aber vor vollendeter Thatsache. Die Aeußerungen Bollmar's Reihe Auseinandersetzungen vor, die von tiefgehenden persön er scheint ja Don unseren sämmtlichen süddeutschen und Grillenberger's über die Verhältnisse in Bayern hätten ihn lichen Streitigkeiten zeugten. Desgleichen wurde der Redaktion parteigenössischen Parlamentariern getheilt zu werden, der( Redner) wenig entzückt. Genosse Vollmar habe in Betonung der des Volksfreund" der Vorwurf gemacht, nicht genügend für die wird für alle Beit und für alle Budgets stimmen bayerischen Verhältnisse des Güten zu viel gethan und sich Durchführung des Boykotts eingetreten zu sein. nehmigen." Roter Bartelorgan bie im " Eine Resolution, dahingehend, den Boykott fortzuführen und die Redaktion des„Bolksfreund" wegen ihres Verhaltens in Sachen des Boykotts zu tadeln, wurde eingebracht. In der Dis- kussion, nicht im Vortrage, wies ich nochmals darauf hin, welchen Werth Streiks und Boykotts im Emanzipalionskampf der Arbeiterklasse haben und sagte, daß nur dann an eine sieg- reiche Beendigung des Boykotts zu denken sei, wenn die periön- lichen Streitigkeiten aufhören. Lassen sich diese nicht beseitigen. so solle man den Boykott lieber für beendet erklären. Können die Leiter der Bewegung den persönlichen Zwist nicht unterdrücken, so solle man andere Personen mit der Leitung betrauen. Die Haltung des Parteiorgans ist bei einem Boykott von größter Bedeutung. Wörtlich erklärte ich:„Das Parteiorgan soll das Sprachrohr der Genossen am Orte sein. Wenn die Wünsche der Majorität der Genossen— ich weiß nicht, ob Sie hier die Majorität der Braunschweiger Genossen vertreten— von der Redaktion des Parteiorgans nicht erfüllt werden, so bleibt nichts anderes übrig, als ein neues Organ zu gründen. Aber so weit darf der Streit nie gelrieben werden." Diese Ansicht habe ich nicht nur in Vraunschweig, sondern schon oft vertreten, und werde sie unter allen Umständen immer und überall vertreten. Daß übrigens meine Ausführungen das Gegentheil von dem waren, was der„Volksfreund" mir andichtet, wird dadurch be- wiesen, daß ein mir unbekannter Genosse, gleich nachdem ich ge- sprachen, den Antrag stellte, die Diskussion zu schließen, und betonte, es sollten nur meine zum Frieden mahnenden Aus- sührungen beherzigt werden. Ebenso sprach sich auch ein mir gleichfalls unbekannter Genosse in der Versammlung am 26. Ro- vember aus. Der Redakteur des„Volksfreund", Caliver, der in beiden Versammlungen nicht anwesend war, hat nun in zwei Artikeln gegen mich, nicht etwa gegen meine Ausführungen Stellung genommen. Spaltenlang zitirt er gegen mich gerichtete Aus- sührungen einzelner Genossen auf dem Kölner und Franki'urter Parteitage. Ich habe schon wiederholt mit Genossen, die anderer Meinung waren als ich, diskutirt, noch nie aber habe ich eine Art der Polemik gefunden, als bei diesem Redakteur. Das muß um so mehr auffallen, als er sich in einer von ihm verfaßten Broschüre darüber beklagt, daß die Parteipresse oft einen gehässigen und verletzenden Ton gegenüber dem Gegner anschlage. In den Versammlungen nicht anwesend, nach dem Hörensagen seine Ausführungen machend, befleißigte sich dieser Redakteur einen Ton zu gebrauchen, der einem antisemitischen Blatte alle Ehre gemacht hätte. Unter diesen Umständen konnte ich nicht erwarten, daß eine Erwiderung von mir im„Volks- freund" Aufnahme finden würde, oder zum mindesten würde die- selbe so entstellt worden sein, daß sie nicht zur Geltung ge« kommen wäre. Ich hielte es aber auch unter meiner Würde, auf solche Angriffe eine Erwiderung an den Redakteur ein- zusenden. Auf viermaliges Ersuchen der Genossen in Braunschweig, welche mich für den Vortrag bestellt hatten, er- klärte ich mich bereit, meine Ansichten nochmals in einer Ver- sammlung in Gegenwart des Redakteurs zu vertreten. Daß mir dies durch Auflösung der Versammlung nicht möglich wurde, be- daure ich. Die Redaktion des„Vorwärts" hätte aus den Artikeln in Nr. 273, 274 und 275 des„Braunschweiger Volkssreund" er» sehm müssen, daß der Redakteur nicht darauf aus- ging, die Unrichtigkeiten meiner Ausführungen nachzuweisen, sondern nur kleinliche gehässige Angriffe hatte und deswegen hätte sie auch ihre Kritik an meinem Verhalten in Braunschweig Sparen können. Wenn es in Braunschweig zu einen, offenen Zruch unter den Parteigenossen kommen sollte, so ist sicher nicht das daran schuld, was ich gesagt habe, sondern die Art und Weise, wie der Redakteur des„Volksfreund" meine Aus- sührungen, die er gar nicht gehört, behandelt hat. Der Tadel wäre in diesem Falle an eine andere Stelle zu richten. Ich bin gern bereit, einen Tadel zu ertragen, wenn ich einen Fehler ge- macht habe, aber auch nur dann, und das ist hier nicht ge- schehen. Hamburg, 30. November 1S94. C Legten, Aus den letzten Versammlungsberichten, die unser Braun- schweizer Partei-Organ über den Verlauf dieser Parteistreitig- ketten bringt, ist zu ersehen, daß die Majorität der Genossen sich nicht in Disharmonie mit der Redaktion des„Volksfreund" be- findet. Unser Urtheil bleibt auch gegenüber der Erklärung des Genossen Legten dahin bestehen, als wir es für durchaus geboten halten, daß bei Streitigkeiten, die rein lokaler Art sind, das Einmischen der Parteigenossen von anderen Orten füglich ver- mieden werden sollte. »• « Erfolge der Sozialdemokraten in der Schweiz. Im Kanton Solothurn wurde am Sonnlag ein Sozialdemokrat in den Kantonsrath(Landtag) gewählt und in der Volks- abstimmung das Gesetz, betreffend die staatliche Vieh- Versicherung mit einer Mehrheit von 1259 Stimmen an- genommen. In der Stadt Solothurn wurde der bekannte Genosse F ü r h o l z in den Einwohnergemeinderath(Stadt- verordneten-Kollegium) gewählt.— Die im gleichen Kanton seit einiger Zeit versammelte kantonsräthliche Verfassungsrevisions- Kommission hat die Forderungen der Sozialdemokraten nach Fallenlassen der Personalsteuer und Erhöhung des steuer- freien Existenzminimums akzeplirt; der Forderung nach Ein- führung des„Proporzes" hat sie insoweit Rechnung ge- tragen, als die Verhältnißwahl auch bei Gemeinderaths-Wahlen überall dort obligatorisch zur Anwendung kommen soll, wo 7 oder mehr Mitglieder zu wählen sind. In der Stadt Luzern hatten schon vor längerer Zeit Sozialisten und Demokraten gemeinschaftlich die Einführung der unentgeltlichen Beerdigung verlangt. Der Stadtrath beantragte bei der Gemeindeversammlung, dem Begehren insoweit zu ent- sprechen, daß die Kosten mit Ausnahme des Sarges von der Stadt getragen werden. Die Gemeindeversammlung stimmte diesem theilweisen Gewähren der unentgeltlichen Beerdigung am letzten Sonntag mit 700 gegen 300 Stimmen zu. In den Kantonen Zürich. Glarus und Baselstadt hat sich die Einrichtung der unentgeltlichen Beerdigung nach den Aeußerungen des Volkes wie der Behörden gut bewährt. Polizeiliches, Gerichtliches:e. — Eine verurtheilte Arbeiterführerin in Oesterreich. Aus S t e y r wird der„N. Fr. Pr." depeschirt: Vor dem hiesigen Schwurgerichte fand heute unter dem Vorsitze des Präsidenten Hebenstreit die Schlußverhandlung gegen Fräulein Charlotte G l a ß aus Wien statt, die sich als Rednerin in den Versammlungen der Wiener Arbeiterinnen be- kannt gemacht hat. Sie war angeklagt nach Z 300 St.- G. der Aufreizung gegen das Parlament, die Behörden, die Organe der Regierung und die Gendarmerie, sowie nach Z 305 der Aufreizung zu Straßen-Erzessen. Die Anklage wurde durch den Staatsanwalt Dr. Kaserer vertreten. Fräulein Glaß verant- wartete sich bei ihrer Einvernehmung in einer langen Rede. Das Plaidoyer des Vertheidigers Dr. Postelbera dauerte zwei Stunden. Die Hauptfragen wurden von den Geschwornen verneint, zum Theile einstimmig. Nur die Eventualfrage auf Ehrenbeleidigung wurde bejaht und Fräulein Glaß zu einem Monat Arrest ver- urtheilt. (ßettrevHTtft ctttlirhes. Handlungsgehilfen k Am Montag, den 3. Dezember. Abends SV» Uhr, wird Reichstags- Abgeordneter Gen. Wurm in einer im Luisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37, stattfindenden Versammlung über: Kapital und Arbeit im Handels- gewerbe sprechen. Kollegen! Genossen! Es ist Pflicht jedes Einzelnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Gäste sind willkommen! Der V o r st a n d. I. A.: A. Schneider. Die Negenschirm-Fabrik von Beer u. Komp. in Wien entließ im Oktober d. I. alle ihre Arbeiter und Arbeiterinnen, weil dieselben nicht, wie die neue Fadrikordnung dies ankündigte, eine elfstündige, sondern nur die in allen Fabriken dieser Branchen übliche zehnstündige Arbeitszeit einzuhalten gedachten. Nach Ver- lauf von sechs Tagen wollte die Firma ihr früheres Personal unter den allen Bedingungen, das heißt unter Einhaltnng der elfstündigen Arbeitszeit, wieder aufnehmen. Es gelang ihr dieses dank dem einmüthigen Zusammenhalten der Arbeiter und Arbeite- rinnen nicht und sie sah sich daher gezwungen, nachzugeben. Möge dieser Erfolg, welchen wir trotz der„todten Saison" zu verzeichnen haben, alle unsere Fachkollegen und-Kolleginnen an- feuern, ebenso sich um ihre Interessen zu kümmern und sich stramm zu vereinigen. In der Steinnußkiiopf-Fabrik der Firma Dinklage und F ranze in Tetschen(Böhmen) sind zwischen den Polirern und den Herren Lohndifferenzen ausgebrochen. Wir geben den Genossen allerwärts bekannt, daß die Löhne bei dieser Arbeit die denkbar schlechtesten sind und die leitenden Personen dieser Fabrik rücksichtslos und protzenhaft gegen die Arbeiter vorgehen. Es tvird ersucht, Zuzug streng fernzuhalten. Der in Aussicht stehende Streik der schottische» Berg- leute ist bis auf weiteres vertagt. In einer am 30. November in Glasgow tagenden Delegirtenversammlung wurde be- kannt gegeben, daß sämmtliche Grubenbesitzer die Lohnaufbesserung um 6 Pence abgelehnt hätten, daß jedoch die Arbeiter einem neuen Streik abgeneigt seien. Die Delegirten beschlossen, zu gunsten der Forderung einer fünftägigen Arbeitszeit in der Woche einzutreten und das Verlangen nach einer Lohnerhöhung bei der ersten Gelegenheit ztt wiederholen. Es wurde eine Resolution angenommen, wodurch der Sekretär angewiesen wird, die Gruben- besitzer aufzufordern, mit den Arbeitervertretern die Bildung eines Versöhnungsamtes zu besprechen. GevicktSrBeiUmg. Wegen Beleidigung des Erb- ttni Burggrafen zu Dohna- Lanck war unser Redakteur P ö tz s ch zusammen mit dem Redakteur des„Berliner Tageblatt" angeklagt. Man tvird sich des eigenartigen Briefwechsels erinnern, der in unserer Nr. 191 abgedruckt war. worin der entlassene Förster Marquardt in demüthigster Weise um eine Pension ge- beten und nachdem sie ihm in bescheidenstem Maße bewilligt worden war, dafür gedankt hatte, während der Graf Dohna in— sagen wir„gräflicher" Weise daraus er- widert hatte. In der Heuligen Verhandlung, wozu der Graf und der Förster geladen worden waren, erläuterte zunächst der Staatsanwalt die Anklage. Er wollte garnicht bestreiten, daß die abgedruckten Zeugnisse und Briefe, namentlich auch die des Grafen Dohna echt wären, aber der Artikel verfolge offenbar die Absicht derBeleidigung, wieaus derUeberschrtft hervorginge:„Wie der bohe Adel für seine Beamten sorgt.„Außerdem enthielte etspositive Unrichtigkeiten. Nach den Angaben des Grasen wäre Marquardt nicht 29 sondern nur 5 Jahre bei ihm in Dienst gewesen und Marquardt wäre auch nicht entlassen worden, weil er bei Verfolgung eines Wilderers sich verletzt habe und ein Krüppel geworden sei. Die Beweisanfnahine ergab darüber folgendes. Marquardt war allerdings bei dem jetzigen Grafen erst 5 Jahre in Stellung gewesen, weil dieser erst da die Herrschast geerbt hatte, aber bei dem Vorgänger hatte er schon 25 Jahre treu und tüchtig gedient. Nach Angabe des Grasen wären seine Leistungen in den letzten Jahren schwächer geworden, namentlich wäre er nicht häufig genug im Revier gewesen, wes- halb der Graf ihn entlassen habe. Marquardt erklärte das eidlich damit, daß er eben 1879 sich eine schwere, oft wieder aufbrechende und stets schmerzhafte Wunde am Fuße zugezogen habe, die ihm seine Pflichten allerdings sehr erschwert hätten. Er betonte noch, daß er zwar nicht aus- drücklich auf Lebenszeit angestellt gewesen sei, daß aber der ver- storbene Graf seine alten Förster mit Pension anszustatten ge- pflogen habe. Besonders interessant war die Erklärung, die der Graf Dohna zu einem seiner Briese an den Förster abgab, worin es geheißen hatte: Am 1. Januar hat er seine Wohnung zu räumen, sonst kommt er als Tagelöhner in die Nachbarschaft und seine Frau als Milcherin in den Kuhstall. Diese Drohung hatten wir allerdings nach Meinung des Grafen gründlich mißverstanden, indem wir darin eine Drohung gesehen datten. Der Graf klärte uns auf, daß er damit nur das Versprechen einer liebevollen Unterstätzung hätte abgeben wollen, zu der er gar nicht verpflichtet gewesen sei. Der Staatsanwalt, der gegen jeden der Angeklagten 1 Monat Gefängniß beantragte, betonte besonders, daß zwischen dem Grafen und dem Förster nur ein reines privatrechlliches Konlraktverhältuiß vorgelegen habe, wonach der Graf über- Haupt nicht verpflichtet gewesen sei, für den Förster zu sorgen. Dies sei in dem Artikel entstellt tviedergegebeit und das, auch moralisch, ganz berechtigte Vorgehen des Grasen sei aufgebauscht und zu Angriffen gegen die höheren Stände überhaupt ausgenutzt worden. Der Vertheidiger des Genossen Pötzsch, Rechtsanwalt Heine, stellte zunächst fest, daß die thatsächltchen Bemängelungen die der Staatsanwalt gegen die Richtigkeit des Artikels erhoben hätte, nach der Beweisausnahme hinfällig wären. Der Artikel hätte gar nicht behauptet, daß der Förster entlassen tvorden sei wegen seiner Verletzung, sondern daß dies nachher geschehen sei. Aber die Beweisausnahme habe auch ergeben, daß die Entlassung in ursächlichem Zusammen- hange mit dieser Verletzung gestanden habe. Allerdings habe der Graf keine Pflicht gehabt, dem Förster Pension zu zahlen, wenigstens keine klagbare. Aber die Kritik des„Vorwärts" sei doch mehr als berechtigt, wenn man bedenke, wie sehr die Zeitungen von der Richtung des Grafen, namentlich die„Kreuz- Zeitung", immer von dem schönen sittlichen, nicht rein geschästlichen Verhältnisse redeten, das angeblich auf dem Lande zwischen Herr- schaft und Untergebenen walte. Eine moralische Verpflichtung habe der Gras ohne Zweifel gehabt, denn ein Förster, der mit 50 Jahren entlassen werde, könne nie wieder eine dauernde Anstellung finden, so alle Leute könne niemand nehmen. Der Graf habe den alten Mann rücksichts- los entlassen und der öffentlichen Armenpflege über- antwortet. Am schlimmsten aber sei die Form der gräslichen Schreiben. Kein Mensch könne der von dem Grafen gegebenen Erklärung beitreten. Einer alten Förslerssrau die Stelle einer Stallmagd in Aussicht zu stellen, sei nicht das Versprechen einer Wohlthal, sondern einfacher Hohn. Wolle der Herr Graf viel- leicht auch die Randbemerkung, die er aus das dehmütige Dank- und Bittschreiben des Försters geschrieben habe: „daß die Frau, wenn sie allein übrig bleibt, in Arbeit gehen muß, soweit ihre Kräfte reichen; ist sie endlich ganz arbeits- unfähig, spaziert sie ins Hospital als ein Versprechen liebevoller Unterstützung auslegen?— Solcher Hohn fordere die Entrüstung heraus, und die Aeußerungen des „Vorwärts" seien keineswegs zu scharf. Aehnlich verlheidigte Rechtsanwalt Moffe den Redakteur des„Berliner Tageblatt". Das Gericht erkannte gegen jeden Angeklagten auf 100 M. Geld- strafe. Wir legen Revision ein. Wege« Schutzmannsbeleidtguttg hatte sich am Freitag iiliser verantwortlicher Redakteur Pötzsch vor der 7. Straf» kammer des Landgerichts I zu verantworten. Der„Vorwärts" hatte seiner Zeit berichtet, daß Schutzleute einen stark an- getrunkenen Mann, der sich zur Erde geworfen hatte und nickt weiter gehen wollte, mit entblößtem Oberkörper und ans mehreren Wunden blutend, auf dem Pflaster entlang durch die Hirtenstraße schleiften, bis schließlich einige halbwüchsige Burschen den Mann an den Füßen ergriffen und ihn nach der Polizei- wache bringen halfen. In dem Artikel war anerkannt, daß das Verhalten der Be- amten dem Mann gegenüber bis zu dem Zeitpunkt, wo er sich auf die Erde warf, korrekt war und auch dieselben nachher einen schwierigen Stand hatten, es waren aber Zweifel angeregt, ob das Schleifen des Mannes korrekt war und ob die Kräfte der Schutzleute nicht genügt hätten, den Transport in einer Weise zu bewirken, welche mehr den Anforderungen der Humanität ent« sprochen hätte. Als Zeugen wurden 5 Augenzeugen vernommen, welche über» einstimmend dieRichtigkeit der im„Vorwärts"angcgebenenThalsachen bekundeten. Die von der Staatsanwaltschaft geladenen Zeugen waren aber der Ansicht, daß der Transport des Mannes sich nicht anders habe bemerk st elligen lassen, da der Mann mit Händen und Füßen um sich geschlagen und auch sehr schmutzig gewesen sei. Die Entlastungszeugen meinten aber, daß der Mann von den vier bis sechs Schutzleuten und den denselben zu Hilfe gekommenen Zivilpersonen wohl hätte bewältigt werden und' in einer Droschke, die nebenher fuhr, nach der Polizeiwache gebracht werden können. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Gefängniß. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt H e r z f e l d. führte aus, daß eine Beleidigung nicht vorliege, da die in dem Artikel enthaltenen Thatsachen erwiesen seien und die Bemerkung, das Verhalten der Beamten hätte nicht ganz den Forderungen der Humanität ent- sprochen, keine Beleidigung derselben sei Denn die Polizei brauche nicht human zu sein und niemand verlange, daß sie diese Eigenschaft habe. Dieser letzteren Ausführung schloß sich der Gerichtshof an, verurtheilte aber den Angeklagten zu 100 M. Geldstrafe, weil das ungebührliche Verhallendes Mannes auf dem Transport in dem Artikel nicht erwähnt und dadurch der Eindruck erweckt sei, als hätten die Beamten ohne Grund den Mann geschleift. Wegen Preßvergehens hatte sich gestern der Tischler Hermann Feller aus Köpenick vor der zweiten Strafkammer am Landgericht ll zu verantworten. Der Angeklagte wurde in der Nacht vom 14. zum 15. Juli d. Js. dabei betroffen, als er in Köpenick das Verbrechen der FIugblälter-Anheftung beging, durch welche die Arbeiter auf den Bierboykott und die Saal- sperre aufmerksam gemacht werden sollten. Da Feller die„Ge- nehmigung" weder erhalten noch nachgesucht hatte, wurde er unter Anklage gestellt. In der gestrigen Verhandlung mußte nun durch den Vorsitzenden die für unsere Rechtspflege immerhin bezeichnende Thatsache konstatirt werden, daß t eller wegen des zur Anklage stehenden Deliktes bereits vom öpenicker Schöffengericht zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt und daß dieses Urtheil rechtskräftig geworden ist. Da niemand zweimal in derselben Sache verurtheilt werden darf, so mußte heute das Verfahren eingestellt werden. Nun hatten sich aber durch den Inhalt des betreffenden Flugblattes die Restaurateure Gebrüder Scheer. Besitzer des„Wilhelms-Gartens", welche besonders genanitt worden waren, beleidigt gefühlt und Straf- a n t r a g gestellt. Es hieß in dem Flugblatt u. a:„Sämmtliche Saalbesitzer haben sich erdreistet——",„die Herren, die sich in ihren Winkeln bemüßigt fühlen— Außerdem war bei Feller, als derselbe arretirt und visitirt wurde, ein Gedicht ge- funden worden, dessen Inhalt für die Gebrüder Scheer ebenfalls beleidigend sein sollte. Doch gerade in diesem schauerlichsten Falle erkannte der Gerichtshof erklärlicherweise aus Freisprechung. da sich derselbe der Ansicht des Vertheidigers Rechtsanwalts Morris anschloß, daß nur der„Verfasser" und der„Verbreiter" bestraft werden können. Der Verfaffer sei nicht bekannt und eine Verbreitung habe gar nicht stattgefunden. Das Umhertrage» einer beleidigenden Schrift in der Tasche könne als Verbreitung nicht angesehen werden. Wegen der anderen, im Flugblatte ent- haltenen Beleidigungen beantragte der Staatsanwalt 14 Tage Gefängniß. Ter Gerichtshof war jedoch der verständigen Meinung, daß die Sache so schlimm nicht sei. Die Beleidigungen seien keineswegs schtvere.sie seien im Kampfe der Parteien gefallen und nicht ehrverletzender Ab» ficht entsprungen. Das Urtheil lautete daher nur auf 20 M a r k Geldstrafe. Die Tchöneberger Gastwirthe sollen, wie Fama besagt, mit polizeilichen Strafmandaten reich gesegnet sein; der be- sonderen Aufmerksamkeit der dortigen Sicherheitswächter erfreut sich auch unser Parteigenosse Keßner, gegen den über vier Straf- ihaten, die von ihm sämmtlich im Monat August begangen sein sollen, gestern vor dem Schöffengericht II. verhandelt wurde. Von drei Denunziationen wegen Kontravention der in Schöne- berg üblichen Polizeistunde hielt das Gericht zwei derselben für nicht geeignet, um daraus eine Bestrafung herzuleiten; nur in einem Falle wurde als erwiesen angenommen, daß K. noch um Iii/» Uhr Gäste in seinen Schankräumen geduldet, resp. Bier an dieselben verkaust habe. Das war gelegentlich einer bei ihm tagenden Volksversammlung. Der letzte Fall, in dem das Gericht ebenfalls zu einer Verurtbeilung kam(1 M. event. 1 Tag Hast), betras das Dulden von Gästen im Garten und im Saal während der Kirchzeit. Das Verbot stützt sich aus eine Regierungsverordnung aus den dreißiger Jahren. Gendarnt Holz und Amts- dicner Obermeier traten mit einem Feuereiser für die Behauptung ein, daß im Garten Karten gespielt und im Saale Bier getrunken sei; man will das erstere sogar von der Straße aus geiehen haben. Keßner hielt das für eine Unmöglichkeit und führte im iveiteren aus, daß an dem fraglichen Sonntag Vormittag zu Il'/z Uhr eine Versammlung in seinem Lokal angemeldet war, zu der sich, wie das regelmäßig geschehe, einzelne Theilnehnier früher eingefunden hätten. Da das Stehenbleiben o u r seinein Lokal denselben doch jedenfalls von der Behörde nicht gestattet worden wäre, so habe er sich für verpflichtet gehalten, oea Garten zu öffnen. Getränke seien seines WiffeitS»nicht verabfolgt ivorden.— Gerichtlicherseits wurde die Uebertretung als erwiesen angenommen und gleichfalls aus eine Geldstrafe von 1 M. oder 1 Tag Haft erkannt. Die Arbeiterkrawalle auf der Antonieuhiitte� Aus B e u t h e n(Oberschlesten) wird gemeldet. Das hiesige Schwur- gericht verurtheilte den Haupträdelsführer bei den Antonienhütter Arbeiterkrawallen, Maurer Kucza, wegen Aufruhrs und schweren Landsriedensbruchs zu zwei Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehr- Verlust und Stellung unter Polizeiaussicht. Detteslften. Wolff'S Telegraphen-Bureau. Petersburg, 1. Dezember. Gestern Vormittag stießen aus der Station Melitopol an der Losowo-Sebastopol-Etsenbahn zwei Güterzüge zusammen. Mehr als 20 Wagen und die Lokomotiven wurden zertrümmert. Von dem Dienstpcrsoual sind Einige ver- mundet. Der Verkehr auf der Linie ist unterbrochen. (Depeschen-Burean Herold.) Wien, l. Dezember. In dem Geschästslokale der Uhren- fabrik Abeles am Graben hat heute Mittag eine heftige Gas- explosion stattgesunden, welche bedeutenden Schaden verursachte. Ein Arbeiter wurde schwer verletzt. Verantwortlicher Redakteur: I. Dierl(Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin L1V.. Beuthsrraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 281. Tokales. Die Sprechstunde des Rechtsanwalts findet am Montag von 72 bis 8%, Uhr Abends statt. " Sonntag, den 2. Dezember 1894. " " " 11. Jahrg. Alle AnCS Die Leiche eines Mannes, die einen Schuß in der rechten Schläfe hatte, ist am Freitag Morgen an der Bugbrücke in Char lottenburg aus dem Wasser gezogen worden. Witterungsübersicht vom 1. Dezember 1894. geklärt, daß der„ Weihnachtsmann" in dem Portemonnaie der kandidat. Welchen Umfang die Verlegungen der Wehrpflicht Eltern fizt, und daß er leere Portemonnaies mit lieblosem annehmen, ersieht man auch aus einer öffentlichen Ladung, gewissen Grade gleichmachenden Charakter längst eingebüßt. Der ausgeht. Von der dortigen Strafkammer wird am 28. Januar Schaudern flieht. Das Weihnachtsfest hat seinen bis zu einem die von der Staatsanwaltschaft in Landsberg an der Warte Weihnachtsmann" hat aufgehört, zwar jeden nur nach seinen 1895 gegen 266 Angeklagte verhandelt werden! aber auch abort, away febe Ueber die nasse Witterung*) des Boykotts, infolge Verhältnissen, aber doch alle zu beglücken. Es giebt eben geschuldigten, mit zwei Ausnahmen, stammen aus der deffen dem Vorstand der Schultheiß- Brauerei allein beutzutage recht viele Leute, für deren Verhältnisse konservativ- antisemitischen Hochburg, dem Kreise 24 000 M. verregnet sind, versucht sich der Herr Rösicke mit selbst ber bescheidenste Wunsch der Kinder noch zu Arnswalde, der dadurch, daß er, wie die" Bolts- Zeitung" schreibt, souveräner Selbstverspottung hinwegzutrösten, welcher der Humor unbescheiden wäre. Da lernen die Kinder nichts von dem famosen Rettor" aller Teutschen" in den Reichstag verhalf, nicht fehlt. Erst kürzlich waren wir in der Lage, vor den Augen dem Versteckspiel kennen, das die Neugier quält und foltert und eine gewiffe Berühmtheit" erlangt hat. Auch die Staatsanwaltunferer Leser den großen, mit 24 leeren Fässern beladenen doch wieder das Beste an der ganzen Weihnachtsfreude ist. Für schaft in Ravensburg( Württemberg) kündigt an, daß gegen Röfice'schen Rettametrommel- Tonnenwagen vorüberfahren zu sie birgt die Weihnachtszeit kein Geheimniß. Offen liegt für sie 38 Personen wegen Verletzung der Wehrpflicht das gerichtliche laffen, der, im Volksmunde„ das russisch französische Bündniß namentlich das Eine da: Für Dich giebt es tein Weihnachts- Verfahren eröffnet ist. Diese drei Bekanntmachungen des Landmit deutschem Schwindel" genannt, im laufenden Jahre aber mit fest, weil Deine Eltern zu arm sind. Diese Erkenntniß gerade gerichts I zu Berlin, sowie der Staatsanwaltschaften in LandsRücksicht auf die Gefühle der Ringbrüder nicht ausfährt. am Feste des Friedens ist natürlich nicht geeignet, den Frieden berg a. W. und Ravensburg, welche sich also gegen nahezu Diese leeren Reklame- Fässer scheint nun Herr Rösicke zwischen Arm und Reich zu fördern. Auch die Eltern, die ihren 500 junge Leute richten, befinden sich in ein und derselben in seinen großen Ausschanklokalen zu ganz eigenthüm Kindern die Weihnachtsfreude versagen müssen, befinden sich nicht Nummer des Reichs- Anzeiger". Die Liebe zum herrlichen lichen Kunststücken der höheren Magie zu verwenden. In in allzu friedfertiger Stimmung. Da kommen dann die Wohl- Kriegsheer muß doch mächtig groß sein in deutschen Landen. der letzten Nummer seines illustrirten Leibblattes sehen wir thäter" aus der Bourgeoisie, lassen Liſten umgehen, nota bene: neben so einem leeren Faß Herrn Kommerzienrath Rösicke im auch bei Unbemittelten und nicht ohne Erfolg, und bitten dann, handelt sich um den Landwirth Friedrich Krause, der die Eine sensationelle Verhaftung wird gemeldet. Leibrock und mit Orden geschmückt seinem verehrten spießbürger- um im Stile der Weihnachtsbescheerungs- Ansprachen zu reden, Broschüren Der Wucher und seine Geldleute", sowie„ Der lichen Stammpublikum eine tiefe Verbeugung machen. Da wir den„ Weihnachtsmann", daß er wenigstens den Kindern Wucher und seine intermänner" verfaßt hat, und dem Er in Ordenssachen zu unserer Schande als vollständige Ignoranten jener Aerinsten einen Tisch aufbaut und ein Bäumchen preffungen beziehungsweise Erpressungsversuche zur Laft uns bekennen müssen, erkundigten wir uns nach dem Ursprung anzündet. Die Kinder werden bei dieser Gelegenheit darüber be- gelegt werden. Er soll nämlich erhebliche Geldsummen- in der beiden auf Herrn Röficke's Männerbrust strahlenden Sterne lehrt, daß sie es dem warmen Herzen und dem milden Sinn der einem Falle werden 20 000 m. angegeben von verschiedenen bei einigen früher bei Schultheiß beschäftigt gewesenen Reichen zu verdanken haben, wenn auch sie ihre Weihnachtsfreude Personen dadurch erlangt bezw. zu erlangen versucht haben, daß Arbeitern, die aber auch nur ihre Vermuthung dahin aus erhalten, und zwar, ohne daß die Eltern in den eigenen, meist er ihnen ankündigte, er werde sie in seinen Broschüren als drückten, daß der eine Orden das Kommandeurkreuz des leeren Beutel zu greifen brauchen. Aber ganz umsonst ist die Wucherer brandmarken, wenn sie das verlangte Lösegeld nicht. Persischen Sonnenordens mit Eichenlaub und der andere die Sache doch nicht. Die Eltern, die ihre Kinder zu solchen Bezahlten. In mehreren Fällen hat er die geforderten Summen Persischen Sonnenordens mit Eichenaue, aun Anhaltinische Arbeiter- Wohlfahrtsmedaille, am Hosenbande um fcheerungen begleiten, die Bescheerungen finden öffentlich statt, erhalten. den Hals zu tragen, sei. Bestimmtes konnten wir nicht er- und die Begleitung wird gern gesehen müssen sich mit Demuth mitteln; doch schließlich bedeuten bei so einem Millionär ein und Beschämung rüsten, um wenigstens mit dieser Münze die paar Orden auch nicht so viel, die Hauptsache bleibt das inter- Gaben des von den guten Reichen bestellten"„ Weihnachtseffante Kunststück, das uns Herr Rösicke in sechs Bildern Der mannes" zu bezahlen. Für ganz und gar nichts ist eben wirklich unfreiwillige Diogenes" betitel, vorführt. In dem ersten weist tein„ Weihnachtsmann" mehr zu haben. Polizeibericht. Am 30. v. M. Nachmittags wurde in der er auf das neben ihm stehende leere Faß mit den Worten: Hier Roßstraße ein Knabe durch einen Omnibus überfahren und am Dieses Faß, zwei Zentner schwer, trint ich in fünf Minuten Gebäude, so schreibt unser Leipziger Bruderorgan, wird die Abends ein Arbeiter infolge eines Fehltritts hin. Er wurde durch Die Feier der Schlußsteinlegung für das Reichstags: Unterschenkel schwer verlegt. Auf der Gertraudtenbrüde fiel Teer", packt es mit beiden Händen, schwingt es empor auf seine Männerbrust, sezt die Lippen an den Bier- Herzen aller Gutgesinnten in byzantinischem Dreivierteltatt einen vorüberkommenden Bostwagen gegen eine Bordschwelle ge= hahn" Und schlürft und trinkt in großen Zügen, Dem schlagen machen. Welch ein Aufgebot höfisch kriegerischen Prunkes, drückt und ihm dadurch eine starke Quetschung des Oberschenfels, Bublikum macht's viel Vergnügen." Allein bei dem nicht für eine Kaserne, ein Schlachtendenkmal oder ein Offiziers- zugefügt. Im Laufe des Tages fanden sechs unbedeutende gewaltsamen Emporreißen ist Herrn Rösicke Bosto ein Malheur Lasino, sondern für die Stätte, wo die Vertreter des deutschen Feuer statt. passirt: der Boden des Fasses hat sich gelöst und ist auf dem dürfen sich nämlich auch an dem Hoffeste betheiligen, sofern sie die Wolfes fortan tagen sollen! Die Vertreter des deutschen Volkes Podium liegen geblieben, so daß nun den gefoppten Spießbürgern nöthige patriotische Treue und die nöthige Toilette dazu haben. ein Einblick in die innere Leere" der Röside'schen Braukunft innere Leere" der Rösice'schen Braukunft geboten wird: Das Faß war leer, das Maß ist voll, Die Denn auf den Einladungskarten, die, auf gelblich abgetönte starke Kartons in der Reichsdruckerei gedruckt, den Reichsboten zugegangen Menge tobt in Dur und Moll." Fäuste ballen sich, Schirme find, heißt es: Bitte zu wenden. Wer da wendet, lieſt in hervorfliegen, Stöcke schlagen, schließlich packt die Menge Herrn Röfice, stechenden Schriftzügen: Anzug Gala mit dunklen Unterkleidern, bez. steckt ihn mit Kopf und Oberkörper in die leere Zonne, so daß nur die ftrampelnden Beine aus dem Fasse emporschauen. Ge- Frack und weiße Binde. Die, die sich als wahre Repräsentanten stillt sind Racheburst und Haß!- Der Sünder sigt im leeren des wertthätigen Volkes und nicht als Hofgesinde betrachten, müssen dem Aufzuge der konservativen Schnallenschuhe und Swinemünde. Faß." Armer Diogenes Röfice! Wie muß es schmerzen, wenn Seidenstrümpfe, der sturmerprobten" deutschfreisinnigen Fräcke Hamburg. Wie muß es schmerzen, wenn und unentwegten" Rickert'schen Binden fernbleiben und können Berlin einem ehrfamen Spießbürger so rücksichtslos mitgespielt wird! Wie viel glimpflicher handeln da die Arbeiter, die vorläufig über noch nicht einmal die Wagenkarte, die nur bis 12/2 Uhr" zur Wiesbaden. 24 000 M. Reugeld quittiren und im übrigen ruhig vor vollen Anfahrt berechtigt, als Fidibus benutzen, da das Papier zwar München holzfret, aber viel zu stark ist. Es würde schwelen und übel Wien Fässern abwarten, bis der Berliner Diogenes aus seiner leeren buften. Handlicher zum Gebrauch erscheint der stattliche Bogen Haparanda im Attenformat, der die wohleinstudirte Ordnung der Feier uns Petersburg Der Gipfel der Geschmacklosigkeit. Die Berl. N. N." schildert. Der Kaiser betritt unter den Klängen einer Fanfare die Cork. bringen es fertig, in ihrer Lüfternheit nach neuen Knebelpara große Halle, Fürst Hohenlohe, der Kanzler des Reichs bittet ihn Aberdeen graphen den Berliner Boytott in einer Weise zu frutti- um die Erlaubniß, die Feier zu eröffnen und verliest dann die Paris fiziren, die denn doch die Grenzen des guten Geschmacks über- in den Schlußstein zu verlegende Urkunde. Die zur Verfteigt. Der Zyrannei der Arbeiter gegenüber," so faselt das fentung in den Schlußstein bestimmten Gegenstände werden, in eine Wetter- Prognose für Sonntag, den 2. Dezember 1894. Mameluckenthum in dieser echt bismärckisch redigirten Zeitung, Kapsel verschlossen, in die dafür hergestellte Höhlung versenkt. Theils heiteres, theils woltiges, am Tage ein wenig gift der von der Sozialdemokratie() so lebhaft kritisirte russische Hoffentlich versenkt man auch ein Exemplar der Umsturzvorlage", wärmeres Wetter mit mäßigen nordwestlichen. Winden; feine Absolutismus eine wahrhaft liberale Regierungsform." Der der Reichstagswahl- Statistit von 1893 und eine Uebersicht über oder unerhebliche Niederschläge. Idealzustand in der Reichshauptstadt wäre nach der Meinung die Wahlergebnisse in den Residenzen Berlin, Breslau, Königsdes genannten Organs damit erreicht, wenn nach Delbrück's berg, Hannover. Liegt die Kapsel in der Höhlung, dann über- O Rezept die sämmtlichen Arbeitgeber Berlins einen nach drückreicht der bayerische stimmführende Bevollmächtigte zum Bundeslichen lock- out, eine Aussperrung im Großen, arrangirt rath dem Kaiser die Kelle, der Kaiser wirft den Mörtel in die hätten. Erwähnenswerth ist, daß man in dem fraglichen Artikel den Bertiefung, die Maurer und Zimmermeister versehen den SchlußMißbrauch der Koalitionsrechte der Arbeiter( durch den Boykott!) stein, der Reichstagspräsident übergiebt dem Kaiser den Hammer. mit dem Mißbrauch des Revolvers(!) zuſammenwirft. Der Kaiser, vollzieht" drei Hammerschläge, dann folgen die Kaiserin, der Kronprinz, die königlichen Prinzen, Fürst Bismarck,( der aber nicht kommen wird), der Reichskanzler, die dazu befohlenen Ritter des Schwarzen Adlerordens und kommandirenden Generale, die stimmführenden Bundesrathsbevollmächtigten. Und dann darf auch das Präsidium des Reichstags mitsammt den Anästoren( wie wird der tapfere, mit einer Stimme Mehrheit gewählte Theofites der Nationalliberalen Korrespondenz" den Böttcherfchlegel schwingen!) auch einmal hämmern. Dann kommen die Minister, der Polizei- Alee 11. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Montag, den 3. Dezember präsident, der Berliner Ober- Bürgermeister u. s. w. Während des Hämmerns fällt die Musik mit einem Choral ein, vielleicht wie örtlicher Schulverhältniffe. damals, als die Gefallenen des 18. März 1848 im Berliner Schloßhofe aufgebahrt waren, mit Jesus meine Zuversicht. Der Präsident bringt ein Hoch auf den Kaiser aus, und die Musit spielt: Heil dir " Zonne hervorkommt und seinen Stolz abschüttelt. " Bierboykott und Revolver stehen in Ursache und Wirkung in einem engen Busammenhange" schreibt das saubere Blatt und überhebt uns damit der Aufgabe einer Widerlegung des Gehörten. Denn das steht fest, wen der Boykottschreck derart die Vernunft benebelt, verdient feine Abfertigung seiner Ansichten, sondern es genügt, wenn an ihn konstatirt wird, wie man albern und unverschämt zugleich sein kann. Bur Lokalliste. Thruns, Martgrafenstr. 28, schänkt nach wie vor boyfottfreies Bier. Bontottbier schäntt Fenger, Kronprinzenstraße Nr. 32 in Friedrichsberg. " im Siegerfranz! An die Parteigenoffen der Rosenthaler Vorstadt und des Gesundbrunnen. Den Beschlüssen der Partei- Versammlungen in Moabit und Schönhauser- Vorstadt, betr. Vertrieb unserer Partei. So wird der Schlußstein gelegt für den deutschen ReichsZeitungen und-Literatur in eigene Regie zu übernehmen, hat sich tag, die Vertretung deutscher Nation. Das Wolf aber bleibt diefer auch die Parteiversammlung der Rosenthaler Vorstadt und Gesund: auch die Parteiversammlung der Rosenthaler Vorstadt und Gesund Feier fern und hämmert sich selbst mit mächtigem Hammerschlage brunnen angeschlossen. Die Parteigenossen werden daher aufgefordert, eifrigft für die Partei- Spedition zu agitiren, einerseits sein Glück. Die Mufit spielt die Marseillaise. um der Kinderausbeutung entgegenzutreten und den Frauen einen angemessenen Lohn zu gewähren, andererseits die Verbilligung des Borwärts", sowie die weiteste Verbreitung unserer Parteizeitungen und Literatur herbeizuführen. Eine Neuner Kommission ist mit Erweiterung des Fernsprechverkehrs. Am 3. Dezember der Durchführung dieses Planes beauftragt und wird das Nähere wird der Verkehr auf der Fernsprechlinie zwischen Berlin und darüber in kürzester Zeit bekannt geben; alle diesbezüglichen Frankfurt( Main) eröffnet. An dem Verkehr werden auch die in Fragen sowie Meldungen der Zeitungsfrauen sind zu richten an die Linie einbezogenen Stadt- Fernsprecheinrichtungen in NordC. Helbig, Rügenerstr. 23. Die Partei- Spedition wird am hausen und Kassel theilnehmen. Die Gebühr für das gewöhnliche 1. Januar 1895 eröffnet und nehmen bis dahin folgende Ge- Gespräch bis zur Dauer von 3 Minuten beträgt 1 M. nossen Bestellungen entgegen: Für Rosenthaler Vorstadt: Die Euthüllung des Mitscherlich- Standbildes in den Anlagen der Universität wurde heute Mittag durch eine Feier vollzogen. Stationen. Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 881815( Stala 1-12) 767 NNW 771 SM 768 NW 771 NW 770 23 3. 766 WNW 757 Still 754 NW 775 GGD 773 WNW • 778 NND . • 1112 Wetter heiter heiter woltenlos halb bedeckt Temperatur Footbobo( nach Celsius 50 G. 4° R.). woltig wollig bedeckt bedeckt heiter halb bedeckt wolfig 1 Berliner Wetterbureau. Versammlungen. Tabak Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute, Sonntag, den 2. Dezember, Borm. 10 Uhr, bet Nieft, Weberstraße 17: Große öffentliche Aug. Bebel:„ Die in Aussicht stehende Mehrbelastung des deutschen Boltes; Bersammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Reichstags Abgeordneten insbesondere die brohende Zabat- Fabritatsteuer. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 2. Dezember, Abends 6% uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Bortrag des ein Gris Sansen über euther und ſeine Beit." Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen. Sonntag, den 2. Dezember, Nachmittags 5 Uhr, bei Friz Rubeil, Lindenstr. 106, Berfammlung. Bortrag des Herrn Ingenieur Gebauer. Gesangverein Nord". Montag, den 3. Dezember, Abends 9 Uhr, Außerordentliche General Bersammlung beim Genoffen Augustin, Kaftaniens Abends 8 Uhr, bei Keßner, Grunewaldstraße 110. Bersammlung. Besprechung Vermischtes: Eisenbahn- Unglück. Aus Szegedin in Ungarn wird vom 1. Dezember telegraphirt: Heute Morgen beſtieg hier ein betrunkener Lokomotivführer eine geheizte Maschine und fuhr in rasender Geschwindigkeit einem vor einer halben Stunde abgelaffenen Personenzuge nach, mit welchem die Lokomotive bei Basarhely zusammenstieß. Die Lettere sowie mehrere Waggons wurden total zertrümmert. Der Lokomotivführer des Personenzuges und ein Reifender wurden schwer verlegt, mehrere andere Passagiere leicht verwundet. Der Verkehr auf der Strecke ist unterbrochen. Bei dem letzten Erdbeben in Palmi wurden 2 Personen verwundet. Der Zustand der in Santeufemia verlegten Personen hat sich verschlimmert. In Melicuccia wurde eine Baracke durch Feuer zerstört, wobei ein Kind um das Leben kam und mehrere Personen verlegt wurden. Aus den Gebirgsorten werden täglich neue Unglücksfälle gemeldet; Ingenieure und Soldaten mit Hilfs= Landes treffen Unterstützungen ein für die durch das Erdbeben betroffene Bevölkerung. C. Helbig, Rügenerstr. 23 Keller; A. Krzyzanowski, Swinemünder- Das am Todtensonntag von der Polizei inhibirte Vermitteln sind dorthin entfandt worden. Aus allen Theilen des straße 43; Dietrich, Schwedterstr. 29 v. 4 Tr.; G. Jahnke, Put- gnügen des Vereins Freier Wille" findet bestimmt heute buferstraße 44 v. 2 Tr.; R. Marziller, Griebenowstr. 8-9 vorn Nachmittag 4 Uhr im Elysium statt. " " 3 Tr.; O, Mäther, Antlamerstr. 44 part. Für Gesundbrunnen: Der Polizei machen jezt die Rohlensäure= Gaßmann, Grünthalerstr. 67 part.; Bonnett, Stettinerstr. 36 Apparate der Gastwirthe schwere Sorgen. Die Explosion des Briefkaffen der Redaktion. v. 1 Tr.; Raschte, Hochstr. 32 Laden; Brindmann, Prinzen Fasses in dem Lotal des Gastwirths Thurau in der Frankfurter Allee 67 v. 2 Tr. Allee soll dem Polizeipräsidium Gewißheit darüber verschafft Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine 8a5b) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Der Weihnachtsmann" wird bald wieder seine von jeder- haben, daß die Schuhleute doch nicht alles tönnen. An stelle der Die Sprechstunde des Rechtsanwalts findet am Montag Polizeibeamten prüfen seit einiger Zeit vier Sachverständige die wird wieder sein geheimnißvolles Walten überall da beginnen, Thurau liegt aus jüngster Beit eine zweite Explosion flüssiger Deutschland mit zurückgelegtem 21. Lebensjahre. mann willig und freudig ertragene Herrschaft antreten. Bald Sicherheit der Apparate bei der Ausstellung. Außer dem Fall von 71/2 bis 8½ Uhr Abends statt. A. Lang. Aber! Die Großjährigkeit beginnt in ganz wo Menschen zusammen sind, die einander erfreuen wollen, in allen Familien besonders, wo Kinder find, die seinen füßen und Rohlensäure vor, die aber nur die Leitungsröhren des Apparates heiteren Gaben ungeduldig entgegensehen, oder nein! nicht in ventile die Schuld an den Unfällen tragen. Wenn sich die Un- zahlen. zersprengt hat. Ausgeschlossen ist nicht, daß die Reduktionsallen Familien, sondern nur da, wo man in der Lage ist, den allen Familien, sondern nur da, wo man in der Lage ist, den glücksfälle mehren, so heißt es, ist nicht unmöglich, daß der Ge: Weihnachtsmann" zu bezahlen. Du lieber, unschuldiger brauch von Kohlensäure in der bisherigen Weise für Wirths Kinderglaube! Wie einfältig bist Du und doch wie be= neibenswerth! Dein Weihnachtsmann" ist Dir der Inhäuser verboten wird. A. Jülge. Sie brauchen nur gegen Herausgabe des Pfandes hat ein Zeuge, gleichviel ob er Chrift, Jude, Muhamedaner ober A. Trautsch. Wie wiederholt an dieser Stelle dargelegt, Diffident, den Beugeneid zu leisten. Schöpflin. Wir ersuchen Sie um eine persönliche Rüc begriff aller Freigebigkeit. Aber auch er ist ein hartherziger O, welche Luft, Soldat zu sein! Ein offenes Straf- sprache. Shylod, der auf seinem Schein besteht und mit einem vollstreckungs- Ersuchen erläßt die Staatsanwaltschaft bei dem Briefkaffen der Expedition. Umsonst ist der Tod!" antwortet, wenn Du seine Gaben ohne töniglichen Landgericht I in Berlin in der Strafsache Pigulla Entgelt heischest. Armen Kindern bleibt solch holder Wahn und Genossen gegen 188 junge Leute, welche wegen Verlegung F. Henrichsen. Ihr eingesandtes Inferat tann in dieser von vornherein versagt. Sie werden sehr bald darüber auf der Wehrpflicht zu einer Geldstrafe von je 160 m. verurtheilt Form nicht aufgenommen werden. worden sind. Unter den jungen Leuten, welchen zweierlei Tuch A. B. 100. Wir können Ihnen keine Adresse eines nicht allzu sehr zu gefallen scheint, befinden sich auch ein 26jähriger Abonnenten in H. aufgeben, da die Bestellungen durch das PoftStudent der Medizin und ein 27 Jahre alter Predigtamts- lamt erfolgen. *) Anmerkung des Sehers: Wohl nur ein Schreibfehler, soll wahrscheinlich" traffe Wirkung" heißen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. National- Theater. Große Frankfurteritraße 182. Sensationelle Novität! Der Tod als Pathe. Ausstattungs- Komödie in 5 Akten von Ernst Bluhme mit theilweiser Benutzung einer Idee von August Blanche. Dekorationen von Müller und Schäfer. Sonntag, den 2. Dezember. Freie Volksbühne( National. Theater.) 11. Gerie. 7. Abthei- Beleuchtungseffekte vom Ober- Beleuchter Collander. Maschinerien vom Theaterlung, Nachmittag 22 Uhr: Der meister Weisse. Lichtbilder von Ludwig Biberpelz. Richter. Tanz- und Flugevolutionen ( Lessing Theater.) 11. Serie. vom Balletmeister G. Zinner arrangirt. 3. Abtheilung, Nachm. 2/2 Uhr: Die lebenden Land- und Wasserthiere Die Stügen der Gesellschaft. aus dem Aquarien Institut von Otto Opernhaus. Hänsel und Gretel. Preusse, Alexanderstr. 28. Garderoben Die Puppenfee. Montag: Tannhäuser. Schauspielhaus. Halali. Die Dienst boten. Montag: Wie die Alten fungen. Deutsches Theater. Gespenster. Montag: Either. Der Tartüff. Berliner Theater. Madame" SansGêne. Montag: Die Haubenlerche. Leffing- Theater. Zwei Wappen. Montag: Gespenster. Schiller Theater. Der Veilchenfreffer. Montaa: Des Meeres und der Liebe Wellen. Fried rich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Unter präfeft. Vorher: Villa Vielliebchen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Das neue Stück. Montag: Figaros Hochzeit. Theater Unter den Linden. Jabuka. Meißner Porzellan. Montag: Dieselbe Borstellung. Bellealliance- Theater. Königkrause. Montag: Diefelbe Vorstellung. Central- Theater. D! diese Berliner. Montag: Diefelbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's, Tante. Borher: Die ewige Braut. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz Theater. " Unserm Freunde und Genossen Carl Blosfeld zu seinem Geburtstage die besten Glückwünsche! Sozialdemokratischer Wahlverein 1379 für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, 4. Dezember, Abends 8 Uhr, Carl, geht's Dir aber gut!!! R. St. F. G. 3. K. Am 30. v. Mts. starb nach schwerer Krankheit meine liebe Frau Agnes, geb. Kapp. in den„ Arminhallen", Kommandanten- Straße Nr. 20: Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Dezbr., Nachm. 3/2 Uhr, vom 3. Krankenhause aus statt. Um stilles Beileid bitten Der trauernde Gatte und Söhnchen Valentin Kwiatkowski. Köpenick, den 30. Nov. 1894. und Requifiten vom Ober- Garderobier Textilarbeiter- Verband. Paul Hildebrandt. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 5%, Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar b Variété- und Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Bassage). Vornehmster Familienaufenthalt! Neu! Sensationell! Neu! Unsere Garde. Große Posse mit Gesang u. Tanz und militärischen Aufführungen in 1 Att von Beckers. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochent, 20 Pf., Sonntags 40 Pt. R. Winkler. Castan's Panoptikum. Gin Englische Marionetten. Modell. Borher: Zimmermann's Lene. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Der Tod als Pathe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. Spezialitätens Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenBaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, den 2. Dezember, Nachm. 3 Uhr: Die Karlsschüler. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Dichter- Abende: Jm Bürgersaale des Rathhauses, Ab. 71/2 Uhr: UhlandAbend. Im großen Saale des Hand. werker- Vereins, C., Sophienftr. 15, Abends 7 Uhr: Schiller- Abend. Montag, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Dienstag, den 4. Dezember, Abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Adolph Ernst- Theater Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Borher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Att von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater Alte Jakobtraße Nr. 30. Direttion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. Anna Bäders. Josefine Dora. Sonntag, den 2. Dezember 1894: Zum 94. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz Illusions- Caroussel. Astora, die Tätowirte. Filiale I Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer langjähriges Mitglied, der Sticker Gustav Heyden, am 28. November d. J. nach schwerem Krantenlager verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den Versammlung. Tages Ordnung: # 16 1. Vortrag des Genossen Nicolai über: Lohnformen. 2. Diskussion. Vereinsangelegenheiten event. Anträge und Fragen. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. 277/11 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung bin am 4. Dez., Ab. 8½ Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33. Zages Ordnung: 2. 282/8 1. Vortrag des Genossen Sassenbach über: Das Freimaurerthum. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 2. Dezember, Nachmittags 2 Uhr für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. vom städtischen Krankenhause Friedrichshain statt. am Versammlung Die Mitglieder werden ersucht, zahl am Dienstag, 4. Dez., Ab. 8½ Uhr, im Kolberger Salou, reich zu erscheinen. Der Vorstand. Nachruf. 1390b Rolbergerstr. 23. Zages Ordnung: old Bus 1. Der Sozialismus der höheren Stände. Referent Gen. Borgmann. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Fragefasten. urstisdal Am 26. November verschieb plöglich 284/10 unser verehrter Chef, der Steindruckereibefizer Der Vorstand. 13856 Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Herr Carl Reinecke. im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Sonntag, den 2. Dezember, Abends 6½ Uhr, me Sein freundliches und zuvorkommen des Wesen sichert demselben bei uns Allen ein ehrenvolles Andenken. Das Personal Große öffentliche Per un Bersammlung der Firma C. Reinecke, Chorinerstr. 26 Danksagung. en Verwandten, Freunden und Bekannten, welche bei der Beerdigung unferer inniggeliebten Tochter Clara so zahlreich erschienen, insbesondere für Frauen u. Männer. Zages Ordnung: im 1. Vortrag des Genoffen Dr. Pinn über: Muhamed und seine Lehren. 2. Diskussion. Entree 10 Pf. dali. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. 160/18 Achtung! Achtung! Große Volks- Versammlung ,, Sanssouci ihrem Chef Herrn Tobias und ihren Dienstag, den 4. Dezember, Abde. 8 Uhr, bei Henke, Nannynſtr. 27. Kottbuseraraße 4a. Jeden Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl, Röhl und Blank). Zum Schluß( Neu): Tenoristen- Rache. Urtomiſches Enſemble. Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Billets à 40 Pfg.( nur für die Wochentage giltig) find im Vorver kauf in der Bigarrenhandlung von Reßler, Rottbuserplatz, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. tiefgefühlteften Dant. 1373b Die tiefbetrübten Eltern und Geschwister Schwieger. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die herzliche Theil nahme und Kranzspenden bei der Be erdigung meines Mannes, hauptsächlich ben Kollegen der Firma Nielbock u. Hees, den herzlichsten Dank. Wittwe Anna Dieske. Sozialgeschichtliche Werke ersten Ranges: Maurer's Geschichte der MarkenVerfassung,( Ldpr. 82/5 M.) zu 4 M.; Gesch. d. Frohnhöfe, 4 Bde.,( Ldprs. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Georg Wagner über: Die Aufgabe der Frau im Kampf gegen den Umfturz." 2. Diskussion. 2. Diskussion. 8. Bericht der Revisoren. 4. Verschiedenes. Zellerfammlung findet statt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um zahlreichen Besuch besonders der Frauen, bittet 120/7 Die Franen- Agitations- Kommission. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein. Filiale Moabit. Montag, den 3. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Benser, Beusselstr. 19: Versammlung. Zagesordnung: Vortrag des Genossen Schädlich. Tellersammlung findet statt. Um recht zahlreiches Erscheinen, besonders [ 120/6] Der Vorstand. 351/5 M.) zu 171/2 M.; Geschichte der der Frauen, bittet Dorfverfaffung, 2 Bände,( Ldprs. 142/5 M.) zu 7 M.; Gesch. d. Städteverfassung, 4 Bde.,( Ldprs. 462/5 M.) zu 23 Mart liefert neu H. Kerler, Ulm a. D. Nur 1,50 M. Besuche, Eingaben u. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 2. Dezember 1894, Abends 6½ Uhr: Versammlung Briefe, a.Anstellungss., und juristischer Rath im Rechtsbureau, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Prinzenstr. 91, Prozeßführung. 13996 Vortrag des Herrn Frih Hansen über: Luther und seine Zeit.d Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Achtung! Achtung! Serren, haben Zutritt, gls 114/7 Bergnügungsver.Im Brand Freie Vereinigung der Kaufleute. Circus Renz 1. Stiftungs- Fest Caristrasse. Sonntag, den 2. Dezember 1894: Montag, den 3. Dezember, Abends 9 Uhr, am Sonnabend, den 15. d. M., im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobftr. 37: bei Breuer, Große Frankfurterstr. 74. Grosse Versammlung. Kein Saalverweigerer. 2 große Vorstellungen 2 Kein Ringbier. Kein Ringbier. Nachmittags 4 Uhr: Grosse KomikerVorstellung. Auftreten sämmtl. Klowns in ihren wirkungsvollsten Nummern, Achtung! Bahuerfan, auch Theilzahl., wöchentl. Spezialitäten ersten Ranges. Croissauce, Guckel, Laufißer Pl. 2, ElfafferStraße 12. électrique, oder: Das übernatürliche dages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Wurm: Rapital und Arbeit im Handelsgewerbe. 2. Distuffion. 8. Verschiedenes. dnu mogunis Gäfte find willkommen! Um zahlreichen Besuch bittet 154/11 Der Vorstand. gretter spredt für Frauenkrankheiten Achtung! Schuhmacher! Wachsthum. Logensitz 4 M., Kinder zehn Sprechst. Jabren 2 M. Sperrsit 2,50 Mart. Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Dienstag, den 4. Dezember, Abende 8 Uhr, in Nieft's Salou, Rinder unter 10 Jahren 1,50 m. Tri- Hollmannst.16 11-12, Lothringerst. 48 1-2. bünenfis 2 M., Kinder unter 10 Jabren Freie Arztwahl.- Unbem. unentgeltl. 1 M. Erster Rang Balton 2 M. Zweiter Play 1 M. Gallerie 50 Pf. Auf den letzten 3 Plätzen ein Rind unter 10 Jahren frei. Abends 7/2 Uhr: in 6 Bildern von Julius Freund. Tjo Ni En. Musik von Julius Einödshofer. Dr. Herzberg, Sprechstunden 4-6. 1238b Privatwohnung: Potsdamerstr. 189. Schmerzloses sass, Faldtenſteinſtr.82. Bahnsiehen, Nervtödt. Zahn- Klinit. Breise event. Theilzahlung. Süss, 78/2 Neue Musik- Aufführungen, Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Am 8. Dezember Jubiläums- Wohl- fenfat. Tänze. Les grelots vivants, straße 149, 8-10, Sis Weberstraße 17: Große öffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten Personen, als: Filzschuh-, mechanischen Schuhe- und Schäfte- Arbeiter. Zages Ordnung: 1. Diskussion über die vorhergegangen Streits in den Berliner Schuhfabriken. 2. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Hildebrandt, Willmer, Karl Fleischer. 223/16 Achtung! thätigkeitsvorsteliung zum Besten des jeu des barbicbons. Außerdem Auf- Homöopath. Arst Dr Hösch, Linien Achtung! unterstützungsfonds bes Vereins Bertreten fämmtlicher Spezialitäten, Reiten 7, Sonntags 8-10 Uhr. 74L* zum 100. Male: und Vorführen bestdressirter Schul und In beiden Vorliner Preffe O, diese Berliner! Passage- Panopticum. 51 wilde Weiber aus Dahomey. DieHerenschaukel, Bimmerer! Achtung! Breibetépferbe, a bribes or Circus G. Schumann. Verband deutscher Zimmerleute. ftellungen Auftreten des unerreichbaren Handequilibristen Mr. Jules Keller Friedrich Karl- Ufer. und des Major Burk in feinen amerik. Sonntag, den 2. Dezember cr., Nachm. 4 Uhr und Abends 71/2 Uhr: Original- Militär- Exerzitien. Lokalverband Berlin. Montag Abend 7/8 Uhr: Tg2 gr. Vorstellungen Mittwoch, den 5. d. M., Abdz. 8½ Uhr, bei Ehrenberg, En, Mr. Jules Keller und Major Burk. Fr. Renz, Rommissionsrath. eu!! Sensationell!!= Don Texas Jack's American Prairie Life- Show. Annenstraße 16: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über Freimaurerei. Ref. Sassenbach. eapel- Panorama Illustrationen aus dem Amerikan. 2. Distuffion. 8. Verschiedenes. Katakomben Besuvausbruch- Diorama. neueste Illusion. Bahnhof Thiergarten- 9 Uhr bis zur Dunkelheit. Plantagen- und Prairieleben. Nachmittags 1 Kind frei auf allen Plätzen. Tageszettel.) Da weitere Einladungen nicht stattfinden, werden die Kameraden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die Versammlung wird Punkt 8/2 Uhr eröffnet. 290/9 Der Vorstand. J. A.: Ad. Riekert, Rurfürstenstr. 41. Montag und folgende Sage bends Uhren- u. Goldwaaren, er au repariren u. reinigen, Feder !! Heute: 25 Pf. Eintritt.!! 171/2 Uhr Borstellung. unter Garantie 1,25 M. Hirschfeld, Uhrmacher, Rosenthalerstr. 57 v. 2 Tr. Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 2. Dezember, Abends 7 Uhr, in Renz' Salon, Naunyn- Straße Nr. 27: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Gen. Schulz- Steglitz über: Die Dichtkunst im heutigen Kampfe des Kapitalismus und Sozialismus. ( Letter Zyklus- Vortrag.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. und Herren, willkommen. Gäste, Damen 59/9 Neue Mitglieder werden aufgenommen. Arbeiter- Bildungs- Schule. Sonntag, den 2. Dezember, Abends 7 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23: Versammlung. Tagesordnung: Freie Vereinigung ber Bureau Angestellten Freie Volksbünne. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 2. Dezember, Abends 6 Uhr, bei Buste, Grenadierstr. 38: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Redakteur Schulz. Nachher: Tanz. Achtung! 1350b Tefeklub Karl Marx. Deffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, 2 Dezember, Ab. 6 Uhr, 1. Vortrag des Genoſſen Georg Wagner über:„ Die Ursachen der Ver- bei Specht, Martgrafenstr. 33. brechen." 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz, arrangirt von den Schülern. Damen und Herren als Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 55/10 Tagesordnung: Vortrag des Genossen Dr. med. A. Bernstein über: Moderne Kunst. Diskussion. 160/17 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Entree 10 Pf. Musikinstrumenten- Arbeiter. Berl. ArbeitervertreterMontag, den 3. Dezember 1894, Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festfälen, Oranienstr. 180: LUBS Verein. Verein. Oeffentliche Versammlung. Dienstag, der 4. Dezember, Tages Ordnung: 1. Vortrag der Frau Rohrladt. 2. Der gegenwärtige Stand des Lohnkampfes. 3. Verschiedenes. 198/11 Die Mechanik Arbeiterinnen find zu dieser Versammlung hiermit besonders eingeladen, ebenso die Kollegen von Schleifer& Co. Frauen haben Zutritt. Die Lohnkommiffion. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 3. Dezember 1894, Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festfälen, Oranienstraße 180: Vertrauensmänner- Versammlung für den Süd- Osten. Tages Ordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Kollegen der Baubranche besonders eingeladen. Hierzu find die Montag, den 3. Dezember, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Heinicke, riedrich Karlstraße 11: 8 bei Röllig, Nene Friedrichstr. 44: Versammlung. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Wahl des Vorstandes der Invaliden- und Altersvers ficherungs- Anstalt Berlin. 2. Bericht Erstattung der Kommission über die Sonntag, den 2. Dezember, Nachm. 2, Uhr: II. Serie VII. Abtheilung( National- Theater). Bum letzten Male: Der Biberpelz. Eine Diebeskomödie von G. Hauptmann. Mitwirkende: Mathilde Buchwald, Max Löwenfeld, Gustav Schwabe ,, Max Samst. Mitglieder für die VII. Abtheilung werden in allen Zahlstellen aufgenommen.isini Den Mitgliedern anderer Abtheilungen steht es frei, gegen Nachzahlung von 75 Pf. die Vorstellung noch einmal zu besuchen. Die Mitglieder werden gebeten, von der Freiheit Gebrauch zu machen. III. Serie III. Abtheilung( Lessing- Theater). Die Stüken der Gesellschaft. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. 272/7 Fachverein der Tapezirer Berlins u. Umg. Dienstag, den 4. Dezember, Abends 8½ 1hr, im Lokale des Herrn Freygang, Schüßenstraße 18-19: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 232/6 1. Vortrag dgs Genoffen Dr. Pinn über: Der Klaffenkampf im alten Rom." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Der Vorstand. Betition zur Unfallversicherungsgeleb Verband aller im Handels- u. Tranport- Gewerbe Novelle. Ref.: Kollege Dähne. 3. Dis tuffion. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden dringend er beschäftigten Hilfsarbeiter sucht, ihren etwaigen Wohnungswechsel als: Hausdiener, Packer, Kutscher etc. anzuzeigen. Gäste haben Zutritt. 112/11 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Bäcker am Dienstag, den 4. November, Nachmittags 4 Uhr, Bezirks- Versammlung für Friedrichsberg und Rummelsburg. in Mief's Salon, Weberstr. 17. Tages Ordnung: 1. Die neuzugründende Innungs- Krankenkasse der Tischler und welche Stellung haben wir hierzu einzunehmen? 2. Diskussion. 3. Verbands angelegenheiten und Verschiedenes. fälen, Müllerstraße Nr. 7: Sonntag, den 2. Dezember, Vormittags 10 Uhr, in Reichert's FestBranchen- Versammlung der Modelltischler. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Hierzu sind sämmtliche Modelltischler( auch Nichtmitglieder) eingeladen. Sonntag, den 2. Dezember, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Wernau, Rosenthaleritraße 57: Tagesordnung: Arbeitstag? 2. Rommissionär Unwesen. 1. Wie steht es mit dem Maximal3. Berschiedenes. 3. Verschiedenes.me Lackirer Arbeiterinnen. 1398b und die in der Branche beschäft. Dienstag, den 4. Des., Abends 81/2 Uhr: Filial- Versammlung bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 162/9 Branchen- Versammlung der Bürsten- und Pinselmacher. Graveure, Zifeleure! Tages Ordnung: = 1. Die wirthschaftliche Lage der Bürsten- und Pinselmacher. Referent: Rollege Schöpflin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden in allen Versammlungen aufgenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläßen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Dienstag, den 4. Dezbr., Abends 82 Uhr, Oranienstr. 51: Versammlung. Tagesordnung: Dienstag, den 4. Dezember, Abends 82 Uhr: Große Versammlung aller Branchen in Schmiedel's Festfälen, Alte Jakobstraße 32. Tagesordnung: 1. Gewerkschaftskämpfe und Sozialreform. Referent: Genosse Pfannkuch. 2. Diskussion. 3. Mittheilungen und Ausgabe der Billets zum Familienfest. Zahlreiches Erscheinen ist nothwendig. Gäste herzlich willkommen. Am 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag) in Keller's Fettsälen, Koppenstraße 29: Großes Familienfest des Verbandes. Großartiges Programm. Billets find im Bureau Neue Grünstraße 10, in den Zahlstellen sowie in allen mit Blakaten belegten Handlungen zu haben. Botsdamerftr. Se angegeben, dieselbe befindet sich aber Potsdamerſtraße 128. 185| 16 Achtung! Die Zahlstelle Karge ist im Zentral- Blatt" irrthümlich Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 3. Dezember 1894, Abends 8½ Uhr: Kombinirte Versammlung 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über: 222/7 Somöopathie, Allopathien Naturheilmethode". Ref.: Herr Homöopath u. Schriftsteller A. Fr. Fricke. 3. Dis fussion. 4. Verschiedenes, Fragekasten. Mit Rücksicht auf den Vortrag werden zahlreich zu erscheinen. bei Buske( früher Seefeld), Grenadierstr. 33. Tages Ordnung: 1. Die zukünftige Gestaltung unserer Lokalausgabe durch die Beschlüsse der Generalversammlung. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Bibs Verwaltung Berlin Centrale. URIO Montag, den 3. Dezember, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn die Mitglieder ersucht, pünktlich und Montag, den 3. Dezember 1894, Abends 8½ Uhr: Wilke, Andrastraße Nr. 26: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 21. Bericht der Statutenberathungs- Kommission. 2. Wahl eines Delegirten zur Generalversammlung. 3. Gewerkschaftliches. 1449 Die Kollegen werden ersucht, ihren Pflichten nachzukommen. Der Vorstand. Schneider und Schneiderinnen! Zwei große öffentliche Versammlungen. Erste Versammlung: Sonntag, 2. Dezember, Abends 6 Uhr, in den Festfälen, Oranienstraße 180. 188/14 Gäste willkommen. Der Vorstand. Putzer! Maurer! Charlottenburg. Achtung! Allen Kollegen zur Nach richt, daß ich von heut ab sämmtliche Buzergeräthschaften zum Verkauf vor räthig halte. G. Wilke, Wallstr. 63 ( Ecke Kirchstraße), v. part. Achtung! 11702 Mitglieder- Versammlung bei Schneider( Ehrenberg), S., Annenstraße 16, 1 Tr. Tages- Ordnung: 1. Stellung zum Antrag Nürnberg auf Erhöhung der Beiträge( siehe Nr. 43 D. M. 3.) 2. Bibliothek- Ordnung. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. 177/20 Gäste willkommen. E Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. Freie Vereinigung Photographien und buntbemalte lämmtl. in der Schuhindustrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins. Porträts von Mary und Lassalle auf Zentral- Pfeifenköpfe, Bierkrüge, Broschen und Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Joël über: Religion und der Freiheitsgöttin, auch alle Arbeiter Sittlichkeit im Sinne der Naturwissenschaft. Nachdem: Gemüthliches Belsammensein mit Tanz. Zweite Versammlung: Montag, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Specht, Markgrafenstraße Nr. 83. Tagesordnung: Der§ 100 f der Gewerbe- Ordnung oder Berliner Schneider Innung, Polizei Präfibium und Magistrat. Referent: Rollege Pfeiffer. Diskussion und Verschiedenes. 2 stun Zu dieser Versammlung ist die Innung brieflich eingeladen. Kollegen, der so wichtigen Tagesordnungen wegen ist eine rege Be theiligung an beiden Versammlungen nothwendig. 219/15 Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen( Mitgliedschaft Berlin). Montag, den 3. Dezember, Abds. 8% Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstrasse No. 48 a: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: mer " 1. Bortrag des Genoffen Rohrlack über: Das Werkzeug als Kulturträger." 2. Diskussion. 8. Mitgliedschaftsangelegenheiten. Montag, den 10. Dezember, bei Schneider, Annenftr. 16: Lederarbeiter- Abend. 75/8 dur touse Der Vertrauensmann. G. Superczynski, fünftliche Zähne, Juvalidenftr. 105, II. Anfang 8 Uhr. Tanzkränzchen. Manschettenknöpfe, sowie Darstellung Sonnabend, den 8. Dezember 1894, in Buss' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85: Embleme u. Wappen empfiehlt den geehrten Arbeitervereinen u. Genossen zu billigen Preisen. Alle Sorten Pfeifen töpfe à St. 0,70 M., 1/2 Liter. Biertrüge à St. 1,50 M. P. Meusel, Malerei, Schirnding( Bayern). 116 Deigmüller's Saal te Jakobftraße 48a. Sonntag, 2. Dezbr.: Grosser Ball. Einige Sonnabende sind noch zu ver geben. 1386b Entree intl. Tanz Herren 50 Bf., Damen 25 Pf. Der Vorstand. Bu zahlreichem Besuch ladet ein 228/15 Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umgegend. Morgen, Montag, Abends 8 Uhr: Versammlung in Rixdorf Hermannstraße Nr. 118. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Kurth über: Der Werth Gr. Vereinssimm. m.Piano zu verg. ber Organisation. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Rottbuser Ufer 57. Rein Ringbier. Den Kollegen zur Kenntniß, daß sie sich von jetzt ab in jeder Angelegenheit des Verbandes an Kollegen H. Schulz, Memelerstr. 60a, Der Vorstand. Saal. Bereinszimmerei, auch Gonn 8 Treppen, zu wenden haben. fonen fassend, tags, Alte Jakobftr. 83. 1251b Bimmer mit Instrument für Vereine empfiehlt den Genoffen, Wippler, 1382b Simeonſtr. 18. Empfehle allen Freunden u. Genoffen mein Vereinszimmer zu Festlichkeiten. Schulz, Prinz Albrechtstraße 8, 1305b verlängerte Zimmerstraße. 1311b Achtung! 2otal nebft gefaal unentgeltlich an ben und am 1. Neujahrstage zu Besonderer Umstände halber ist mein einen größeren Verein am Sylvester201/1 Schöneberg. W Frauen- und Mädchen- Bildungsverein für Berlin und Umgegend. Sonntag, den 2. Dezember, Nachm. 2 Uhr, im Lokale des Herrn Kessner, Grunewaldstraße Nr. 110: Wander- Derlammlung. Fran und der Kapitalismus". 2. Distuffton. 8. Aufnahme neuer Mitglieder Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Frau Mesch über: Die 3. und Verschiedenes. Männer als Gäste willkommen. 120/8 Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen und Mädchen, ersucht Der Vorstand. Specialgeschäft Bund der gesell. Arbeitervereine Berlins u. Umg. für Mehl, Mühlenfabrikate, HülsenTeppiche mit fleinen Webefehlern 5, 6, 7, 8, 10, 14-30 m. Des Festes wegen findet die Versammlung am Sonntag, den früchte und Vogelfutter von H. Matthées, 9. Dezember, Bormittags 10 Uhr, bei Schneider, Annenstraße 16, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Gent über: Das Wandern Grüner Weg 70( nahe d. Koppenstr.) Portièren 3, 4, 5, 6-10 m. ist des Müller's Lust." 2. Aufnahme neuer Vereine. 3. Bundesangelegen empfiehlt Wiener oder Kaiser- Auszug Gardinen und Stores 1, 2, 4-8 M. heiten und Fragekasten. 8817 mehl 5 Pfund 90 Pf. Weizenmehl Läuferstoffe 50 Bf., 60 Pf. bis 1,50 M. bester Sorte 5 5 Bfund 65 Bf. Weizen Tischdecken 2, 3, 4, 5-10 M. Achtung! mehl zweiter Sorte 5 Pfund 60 Bi. Bettvorleger 1,50, 2-6 m. Freier Wille! Das polizeilidh inhibirte Vergnügen vom Todten Sonntag findet Türk. Pflaumenmuß sehr süß und wohl Reise- und Steppdecken 3, 4-12 M. Fabrif A. 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Die meiste Arbeit wird gleich in den Steinbrüchen vorstellte, mußte zugeben, daß er früher ehrlicher als jetzt nur angefertigt; die Berliner Familienväter und Steuerzahler haben Allgemeines Aufsehen erregte der zwar unerwartete, aber mit" rohen" Mohrrüben und ähnlichem ungekochtem Grünkram das Nachsehen. Troß der übergroßen Arbeitslosigkeit wird speziell von allen ehrenhaften Menschen gewiß mit hoher sittlicher Genug- gehandelt hat und daß er mit seinem Sohne nur vom Bauen" auf den großen Pläten der sehr reichen Innungsmeister die tbuung aufgenommene Ausgang einer Verhandlung, welche am lebt. Als der betreffende Neubau zur Subhastation fam, erstand Lehrlingszüchterei und-Ausbeutung in denkbar größtem Maßstabe Freitag vor dem Schwurgericht am Landgericht 11 stattfand, um ihn der Vater Nürnberg, dieser ließ es wieder zur Subhastation betrieben. Besonders ist es der Hof- Steinmegmeister Me Bing 10 Uhr Vormittags begann und Abends Punft 9 Uhr endigte. tommen, und nun erſtand die Schwiegertochter, die Frau des( Workstraße), der seinen Kollegen von der Innung darin als Die allgemeine Sensation beschränkte sich keineswegs auf die bis Franz Nürnberg das Grundstück, also der reine Bau- Obermeister mit gutem(!) Beispiel voran geht. In einer Zeit, Die wo die Hälfte der Berliner Steinmegen auf der Straße liegen, zum Schluß gefüllten Tribünen, sondern erstreckte sich auf alle schwindel!" bemerkte trocken einer der Vertheidiger. betheiligten Faktoren. Es handelte sich um eine gewaltsame Ab- Berathung der Geschworenen war mit Schwierigkeiten verknüpft. läßt Herr Meting seine Lehrburschen bei Licht bis 7 Uhr arrechnung, welche neun Maurer und Steinträger mit einem Dreimal mußten sich dieselben zurückziehen und als dann endlich beiten. Sei es dann ein Wunder, wenn die jungen Leute schon Bauunternehmer vorgenommen hatten, der an der Spike derjenigen die Antworten auf die gestellten Fragen dem Gesez entsprechend in der Lehre den Keim der Schwindsucht in sich aufnehmen, um Sorte von Unternehmern steht, gegen welche sich die sittliche formulirt waren, da lautete das Verdikt auf Nichtschuldig" dann später in der schönsten Blüthe ihrer Jahre dahingerafft zu Empörung der ehrlichen Menschen im Allgemeinen und der Bau- bezüglich aller Delikte bis auf die vorsäßliche Körper- werden? Hier wäre es jedenfalls am Plaze, daß die Eltern handwerker im Besonderen richtet. Der Thatbestand ist kurz verlegung, doch wurde hier der Begriff der Gemein- der Lehrlinge mit Herrn Meging ein ernstes Wort redeten, folgender: Der Bauunternehmer Franz Nürnberg führte im schaftlichkeit" ausgeschlossen, so daß nur einfache Körper- denn das Arbeiten bei Licht verstößt bei den Steinmetzen gegen Jahre 1892 einen Spekulationsbau in der Schloßstraße zu verlegung übrig blieb, für die es eines Strafantrages bedarf, alle Usance. Der Redner gab der Agitationskommission den Charlottenburg auf. Am 18. August erfuhren die Arbeiter schon der zwar gestellt, doch um 1-2 Tage nach Ablauf der Antragsfrist ge- Rath, ehe fie in die Proving hinausgeht, zunächst in Berlin vor Feierabend, daß sie keinen Lohn erhalten würden, was unter ſtellt war. Der Gerichtshof mußte daher bezüglich der eine träftige Agitation zu entfalten, alle lässigen Koldenselben große Erregung verursachte, weil Nürnberg in dem Körperverlegung auf Einstellung des Verfahrens, legen zur Organisation heranzuziehen und bei den Behörden Rufe stand, daß er alte Schulden niemals bezahle und neue in allen anderen Punkten auf Freisprechung vorstellig zu werden, daß diese die Innungsmeister, welche doch ftets Schulden alt werden laffe. Die Arbeiter beschlossen daher, erkennen. So gingen sämmtliche Angeklagten straffrei aus. die„ Hebung des Handwerks" soll wohl heißen: das Füllen sich vorzusehen. Zur Feierabendstunde ging denn auch Die zweite Gruppe der unter Anklage gestellten und staatliche Arbeiten nicht ausschließlich in den Brüchen ander unter Anklage gestellten ihres Geldfackes?- im Munde führen, verpflichten, städtische der Tanz los. Der Vormann der Steinträger tam in das Wucherer Berlins, die Gruppe Dr. Weyl und Ge- fertigen zu lassen. Durch die Konkurrenz, welche den Berliner Baubureau und als er kein Geld für sich und seine Genossen nossen wird am 3. Januar t. J. vor der Strafkammer zur Steinmeßen in den schlechtbezahlten und willfährigen Arbeitern friegen follte, nahm er ohne Weiteres 122 Mart an sich, welche Verantwortung gezogen werden. Die Vertheidigung des Dr. Weyl in den schlesischen und sächsischen Brüchen erwächst, ist der Lohn, aufgezählt auf dem Tische lagen. Gleich darauf füllte sich das hat der Rechtsanwalt Dr. Holz übernommen. ganze und sehr geräumige Baubureau mit Maurern und Steinwie einige weitere Kollegen ausführten, soweit gesunken, trägern, welche ungestüm ihren sauer verdienten Lohn verlangten. daß selbst tüchtige Arbeiter häufig mit 10 und 8 m. Da sie diesen nicht erhielten, gingen sie gegen den eigentlichen pro Woche nach Hause gehen müssen. Trotzdem sei die Bauunternehmer Franz Nürnberg und dessen anwesenden HinterBetheiligung an der Organisation eine derartig geringe, daß fast mann, den Vater Wilhelm Nürnberg energisch vor. Letzterer zog Die Filialen des Vereins deutscher Schuhmacher zu wünschen wäre, die Verhältnisse verschlechterten sich noch noch sein Portemonnaie hervor, um die darin befindlichen 70 m. hielten am 25. November 1894 bei Feind, Weinstr. 11, eine mehr, da dann zu hoffen ist, daß die Kollegen zur Einsicht als Abschlagszahlung zu opfern, doch wurde ihm dasselbe sofort gemeinsame Versammlung ab, in der Genosse Schöpflin einen fommen und in die Reihen ihrer kämpfenden Brüder treten mit Gewalt aus der Hand gerissen. Vater und Sohn wurden Vortrag über: Die Folgen der kapitalistischen ProduktionsDer 2. Punkt der Tagesordnung betraf die Stellung alsdann wiederholt zu Boden geworfen und durchgeprügelt. Das weise und die Frau" sprach. Am Schluß seines beifällig aufnahme und Vorschläge zum nächsten Steinarbeiterkongres. In agitatorischen Werthes einer Derartigen Baubureau wurde so ziemlich demolirt, Einrichtungsgegenstände genommenen Referats fordert Redner die anwesenden Frauen anbetracht des der Zusammenkunft und in Voraussetzung, daß Der wurden zertrümmert, Karten und Pläne vernichtet. Der alte und Mädchen auf, sich der Organisation anzuschließen, um Nürnberg vermochte sich zu flüchten, der junge Nürnberg mußte Schulter an Schulter mit den Männern den Üebergriffen des Kongreß, falls er in Norddeutschland stattfindet, besonders zahlgezwungener Weise nach Geld schicken und wurde währenddem Kapitalismus entgegenzutreten. Unter Verschiedenem wurde be- reich aus Schlesien und Sachsen, wo sich die größten Steinbrüche im Baubureau festgehalten. Eine Ehrenwache von zwei fannt gemacht, daß der Verein ein Weihnachts- Vergnügen bei befinden, beschickt werden dürfte, stimmte die Versammlung für Mann wurde ihm gestellt, die ein Entweichen unmöglich Keller, Roppenstr. 29, am ersten Weihnachts- Feiertag abhält; Breslau. Der Zentralausschuß hatte München in Vorschlag gemachte. Der alte Nürnberg war in das nahe befindliche Programme bei den bekannten Kollegen. Die nächste tom: bracht. Das Resultat der Abstimmung aus sämmtlichen Orten Blay'sche Lotal retirirt, dort wurde er aufgestöbert, man binirte Versammlung findet am 3. Dezember Deutschlands, wo sich die Kollegen an der Organisation betheientriß ihm seine goldene Uhr mit Kette und hielt ihn fest, bis ft at t. ligen, wird rechtzeitig durch den Ausschuß bekannt gegeben werden. die Uhr von einem Uhrmacher auf ihren Werth abgeschätzt Auf Antrag des Kollegen Thomas soll in der nächsten VerDer Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten sammlung das Beerdigungswesen zur Debatte gestellt werden. worden war und der Wirth unter erzwungener Zustimmung des Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am Montag, den, alten Nürnberg 240 Mart darauf geliehen hatte. Wegen dieser 26. November, im Märkischen Hof, eine Versammlung der schlossen, daß die arbeitenden Kollegen auch während der WinterFerner wurde in Hinsicht auf den geringen Kassenbestand beVorkommnisse war gegen einen Theil der Arbeiter Lampenbranche ab. Kollege Litfin hielt einen Vortrag über: monate ihre Beiträge entrichten sollen. neun Mann die Anklage wegen Raubes, ver- Die Segnungen der modernen Kultur," welcher von den Ansuchten Raubes, Hausfriedensbruches, Sachwesenden mit Beifall aufgenommen wurde. An der Diskussion Ju der Filiale Friedrichsberg des Frauen und beschädigung, Freiheitsberaubung, gemein betheiligten sich einige Kollegen im Sinne des Referenten. Leider Mädchen Bildungsvereins hielt am 28. November schaftliche Körperverlegung und Diebstahls war der Besuch der Versammlung ein recht schwacher; hoffen bei Fuchs, Prinzen- Allee 6, Frau Mesch einen warmherzigen erhoben. Die Verhandllung gestaltete sich nun so, daß die beiden wir, daß die nächste Lampenbranchen- Versammlung gut besucht Vortrag über die Frauen und der Kapitalismus". Die AusHauptbelastungszeugen, die beiden Nürnberg, als die wird. beutung des von der Industrie und dem Handel beschäftigten alleinigen Angeklagten erschienen. Der junge Nürn- Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter tagte Weibes sei häufig gleichbedeutend mit der sittlichen Vernichtung berg betrat in seinem Hohenzollernmantel gehüllt, stolz wie ein am 26. d. M. bei Deigmüller, Alte Jakobftr. 48 a. An Stelle des letzteren. Rednerin wies unter anderem auf die färglichen Fürſt, den Sizungssaal und verließ denselben wie ein geknicktes des am Erscheinen verhinderten Genossen Hoffmann sprach Ge- Löhne der weiblichen Geschäftsreisenden hin: die Frau sei Rohr. Die Vertheidiger, Rechtsanwälte Dzial ofsynesti, noffe Rohrlac über das Thema: Arbeitslohn und Kapital in solchem Beruf selber gewissermaßen Waare, gezwungen, Dr. Schwindt und Blaschkauer an der Spike, über Kapital- Nebenverdienſt abzuwerfen, Nebenverdienſt zu erlangen. Es iſt schütteten die beiden Nürnberg's mit einem Kreuzfeuer von Fragen, und Ginkommen. Die Ausführungen des Redners wurden allseitig die heiligste Pflicht der Frau, sich am wirthschaftlichen Kampf zu recht sympathisch aufgenommen und folgte danach eine sehr rege die Antworten hätten allein genügendes Material geliefert, um eineGe- Diskussion. Die weiteren Verhandlungen betrafen lediglich Ver- betheiligen; sie wird damit ihre eigene Lage verbessern, sie wird schichte des Berliner Bauschwindels zu schreiben. Der junge einsangelegenheiten. Zur Aufnahme meldeten sich 28 Kollegen. ferner im Streben nach der Maffenglückseligkeit ihr eigenes Nürnberg mußte zugeben, vor jenem Krawall bereits manifeftirt zu schönstes Glück finden. Der Anschauung der Rednerin schloß sich haben, bei welcher Gelegenheit und zu welcher Zeit wußte er Die Steinarbeiter( Steinmeßen, Marmorschleifer 2c.) hielten in der Diskussion Fräulein Milaußty an. In der Debatte über angeblich nicht mehr. Er mußte zugeben, daß der Gerichts- am 29. November in Deigmüller's Salon eine öffentliche Ver- Verschiedenes" sprachen die Genoffinnen Schädlich und Kitte, pollzieher wiederholt bei ihm fruchtlos gepfändet hatte, wenn und ſammlung ab. Regierungs Baumeister Keßler besprach das die Vororte zu strengerer Befolgung des Boykotts mahnend, in welchen Sachen dies geschehen war, wollte er ebensowenig Innungswesen. Die Mißstände im Beruf gaben den Stoff zu sowie die Genossen Jakobi und Sack, um auf die überhandwiffen, als wie den Umstand, welche Bauhandwerker bei der einer längeren Diskussion. Wie Thomas hervorhob, haben die nehmenden Missionsversuche der apostolischen Gemeinden in den späteren Subhastation des Neubaues ausgefallen" sind. Der Berliner Steinarbeiter alle Ursache, tummervoll in die Zukunft Vororten aufmerksam zu machen. " Sonntagsplauderet. 3 denklichen, die wohl wissen, daß nur ein starkes, vertrauens des höfisch- militaristischen Pompes, der am Mittwoch entvolles, von Idealen erfülltes Geschlecht das Größte in faltet werden wird, froh werden? Ist die Art der Feierlichschöpferischer Architektonik leisten kann, die aber ein solches feit selber nicht bezeichnend genug? Wen soll weiter Dem kaiserlichen Berlin ist ein Ehrentag be- Geschlecht in den führenden Kreisen des kaiserlichen Deutsch noch die Gleichgiltigkeit des Publikums in Staunen verschieden. Dies Thema wird in ganz kurzer Zeit in Jubel- lands nicht anzuerkennen vermögen, entgegnen sie unwirsch: setzen? Ein kostspieliger Prunkbau wurde verachtet und im gefängen und Pfalmodien, in enthusiastischer und salbungs- Was seid ihr für armselige Thoren, daß ihr in dem reichen, üppigen Staatspalast soll von vornherein berathen voller Tonart angeschlagen werden. Vom breiten Sockel genialen Werke Wallot's, des Baumeisters, noch immer werden, wie man die Volksrechte schmälert und beschneidet. bis zur strahlend goldenen Ruppel steht der hellschimmernde nicht den höchsten fünstlerischen Ausdruck Neu- Ja, die knappe Spanne Zeit bis zur Eröffnung des ReichsReichstagsbau vollendet da. Jenseits des Brandenburger Berlins und seine besonderste Form erblickt! Hier tages foll ebenfalls nicht ungenügt vorüberziehen. HolterThores, da, wo das königliche Berlin von einst sein Ende hat sich neudeutsches Wesen geoffenbart, hier polfer, in aller Hast noch greift man nach ein paar Boltsgefunden hat, erhebt sich der neue Balast, ein stolzes Monu ist nationale Volkskraft aufgegangen; hier wird vertretern, führt sie in sicheren Gewahrsam ab und ment des neuen, des kaiserlichen Berlins! eine Wallfahrtstätte sich aufthun, zu der Deutschlands athmet auf. Wiederum eine Stimme oder zwei weniger, So wird es heißen, so verlangt es die feiertägliche Kunstjünger pilgern werden, um an ihr zu lernen und die unschädlich gemacht sind im Hinblick auf die reaktioStimmung; das ist die byzantinische Weise, die sich weiter zu bilden. nären Gesetzesvorlagen. Die neumodische Grandseigneurihre eigene Kulturhistorie zurechtlegt, und für Berlin, So reden die gläubigen Propheten; und die Skeptiker, schaft, das vornehm Kavaliermäßige, das den neuesten Kurs der Rangerhöhung der Dynastie entsprechend, dreierlei die fragen sich vergeblich: Wo stecken denn die unerhörten hätte auszeichnen sollen, erfahren durch die Eilzugsgeschwin Begriffe ersonnen hat. Drei übereinander lagernde Kultur- Wunder? wo ist der deutschen Volkskraft das lebendigste digkeit, mit der Stadthagen und Schippel in sicheren Ges schichten unterscheidet man: das alte enge kurfürstliche, das Siegel aufgeprägt? In dem figürlichen Schmuck des wahrsam gebracht werden, eine höchst sonderbare Beleuchtung. erweiterte fönigliche und das prunkende kaiserliche Berlin, Reichstagshauses mit seinen alten Allegorien und seinen Als in der Zeit der großen Ministersuche glücklich ein das längst über die alten Thormauern hinausgewachsen Fürsten Statuen? Bei allem Respekt vor dem großen Minister um den anderen ans Licht der Deffentlichkeit be ist. In dem Bereich des taiserlichen Berlins nun Können Wallot's, hat er in Wahrheit eine Form fördert worden war, da hieß es jedesmal in den Kreisen ist der Parlamentsbau emporgewachsen. Was ist da zu gefunden, Was ist da zu gefunden, die der monumentale Ausdruck der gegen derer, die haltlos, bange, ohne Willensenergie und servil verwundern, daß begeisterungstrunkene Stalden ihr Saiten wärtigen Volksempfindung ist? Welch' prahlerische jede Regierungskrise ängstlich beobachten: Welch' glückliche spiel stimmen und über Gesänge sinnen, die ruhmrednerisch Ueberhebung! Das kaiserliche Berlin soll seine monumentale Wahl, welch wohlgerathenes Ministerkind! Der Kanzler das neueste Symbol der Reichsherrlichkeit preisen? Wie Blüthe haben, es soll nicht zurückſtehen hinter anderen ein Grandseigneur, der Minister des Innern ein wird man sich anstrengen müssen, um für einen Tag oder Epochen. Drum frisch drauf zugejauchzt: Wir haben unser Mann, der den schäumend- reaktionären Jugendmuth, der zwei, alte, halbverblaßte Illusionen zu papiernem Dasein einziges Monumentalwerk, worin die bildnerische Kraft ihn einst auszeichnete, längst überwunden hat und über ihn neu zu erwecken? unserer Zeit zusammengedrängt ist, wir haben den gloriofen wie über eine längst verblaßte Erinnerung lächelt. Der In einem Romantapitel, voll von rednerischem Ueber Reichspalast, und am Mittwoch wird er eingeweiht Justizminister, ein Mann, jeder Kleinlichkeit fremd! Und schwang, in der Erzählung Notre Dame, hat Victor Hugo werden mit allen höfischen Ehren, und Kanzler und Generäle dennoch das heiße Bemühen, Stadthagen und Schippel für nach seiner persönlichen Art die alte Kulturerscheinung und Minister und Beamte im Gala- Anzug und mit dunklen die kommende Reichstagssession unschädlich zu machen und geschildert, wie das Ringen und Kämpfen, wie Größe Unterkleidern werden der Feier, der auch die Volks- die blühenden Phrasen, die ertönen werden, und Macht einer bestimmten Periode fich ihren vertreter als stumme Zuschauer beiwohnen dürfen, neue Reichs- und Staatspalast eingeweiht wird, Baustil, ihre monumentale Architektonik formen. Soll das das besondere Merkmal geben. Ein höfisches Fest, das fahren durch derlei Thaten einen höchst lebensvollen kaiserliche Berlin diese höchste Weihe nicht erhalten? Sollen, die Pulse des Volkes nicht um ein Atom höher schlagen Widerspruch. Die Minister und Reichsbeamten, die Höfwenn die Menschenzungen schweigen, nicht die Steine von macht. linge im Galaanzug und mit dunklen Beinkleidern, die er der hohen Pracht erzählen, die wir miterlebt haben? Schon Nein, für die Epoche des kaiserlichen Berlins sind die Generäle in strahlenden Uniformen werden, wenn der melden sich allzeit bereite Wortführer, die im Reichstags- Villenreihen des Westens, die von Geld- und Börsen Schlußstein gelegt wird, unter den üblichen Ham merschlägen bau einen nie dagewesenen monumentalen Stil entdecken. matadoren errichtet wurden, sind die traurig- trostlosen allerlei Weisheits- und Sinnsprüchlein vortragen. Das Allen Kleinmüthigen, die durchaus nicht von der überragenden Miethskasernen, sind die jungen Kirchenbauten, die in macht sich gut und verpflichtet zu nichts. Was da im Gewalt des kaiserlichen Berlin durchdrungen find, rufen sie uniformer Schablone überall aufgeschossen sind, die echten Innern vorgehen wird, dem stehen die Volksmassen fremd Ihr Kurzsichtigen! Vor euren Augen geschehen charakteristischen Zeichen. und kühl gegenüber. Keine Wärme, fein Funke elektrisirens Wunder und ihr könnt sie nicht wahrnehmen. Den Nach Wie soll denn das Volk, das Volk im weitesten Sinne, der Kraft geht von der steifen Feierlichkeit aus! Spezialität Ringe! Das der Neuzeit entsprechend eingerichtete, seit 16 Jahren bestehende große Uhren- u. Goldwaaren- Lager von Winterpaletots Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, u. Mäntel. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Breisen Elegante Anzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Gdte der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. 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