Nr. 494 �ZS. Jahrgang Ausgabe B Nr. 245 BezugSpreiSi Tierteljährl. ZS,— M. monall. 12,— ZU frei ins Sans, vorau» zahlbar. Post- bezug: Monatlich 12.— M. einschl-Zn» stellungzgebübr. Unter Kreuzband für Deutschland. Danzig, das Saar- und Memelgcbiet, sowie die ehemals beut- schen Gebiets Polens. Oesterreich. Ungarn und Luxemburg 22,— M., für da» übrige Ausland 29,— M. Postbestellungen nehmen an Oesterreich. Ungarn, Tschecho- Slowakei, Dane- mark, Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Der„Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage„Volk und Seit*, der Unter- baltungsdeilage„Heimwelt" und der Beilage„Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentiizlich zweimal.Eonn- tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: »Sozialdemokrat verllo*' Abend Ausgabe berliner Volksblstt ( 30 Pfennig) Anzeigenpreis: Die neungespaltene Zionpareillezeile kostet S,— M.»kleine Anzeigen- das teltgedruSte Wort 2,— M.(zn- lässig zwei fetrgedrnckte Worte), jede» weitere Wort 1.— M. 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Im Senat trat Johnson („unversöhnlicher Republikaner") für die Ratifizierung des Frie- densoertrages mit Deutschland ein. Er sagte, er könne sich nicht den Ansichten anderer„Unversöhnlicher" anschließen, daß der Der- trag wahrscheinlich die Vereinigten Staaten in die europäischen Verwicklungen hineinziehen werde, aber, so erklärte er, es sei un» klug, daß die Vereinigten Staaten sich weigerten, der Reparations» kommission beizutreten. H i t ch c o ck sprach auch für die Ratifi- zierung des vorliegenden Vertrages. Er meinte, die Wiederher- stellung des Friedens mit Deutschland sei für die Rehabilitierung Amerikas' notwendig. Er führte aus, die Vereinigten Staaten hätten den Versailler Frieden dadurch anerkannt, daß sie eine Stimme bei der Verfügung über Yap und andere frühere deutsche Besitzungen beanspruchten. Darauf lehnte der Senat mit 71 gegen 7 Stimmen einen Zusatzantrag zum Frieden mit Deutschland ab, der die Vereinigten Staaken von so gut wie allen aus dem Ver- failler Frieden sich ergebenden Verpflichtungen befreien wollte. New Jork, 19. Oktober.(WTB.) Der Gemeinderat hat be- schlössen, dem Marschall Fach. Admiral Beatty, General Diaz und dem belgischen General Jacques, die sich nach den Ver- einigten Staaten begeben, um an dem Konvent der amerikanischen Legion teilzunehmen, das Bürgerrecht zu oerleihen. Um Orianüs Politik. Iu der gestrigen Kammersitzung gab es zwischen T a r d i e u und B r i a n d ein lebhaftes Zwiegespräch. B r i a n d erklärte, daß die Politik des Quai d'Orjay, die zu einer Verbesserung der Ausfüh- rung des Friedens hätte führen können, zu nichts geführt habe. Die Regierung habe die Rechte der Reparationskommis- sion wieder hergestellt. Tardieu ruft: Diese Kommission hat Instruktionen der Regierung erhalten! Briand widerspricht und sagt ferner, selbst der Urheber des Friedens(wohl Clemen,- ceau. Red.) habe erklärt, der Vertrag fei ein forlgesetzles werden. Daraus gehe hervor, daß der Wille Frankreichs zur Ausführung nicht genüge. Man müsse stets mit seinen Alliierten einig bleiben, um den Friedensvertrag ausführen zu können. Tardieu weist auf den Wert der Unterschriften des Vertrages hin. Briand erwidert. Tardieu habe gesagt, Frankreich habe gewisse Garantien erhalten. die seine Sicherheit gewährleisten. W o seien diese Sicherheiten und di« Unterschriften? Tardieu fragt: Sind wir denn nicht am Rhein? Briand erklärt weiter, daß Land müsse sich Rechenschaft darüber ablegen, daß der Wechselkurs den Mlliarden deutscher Goldmark seine Bedeutung tiehme. Briand stellt fest, daß Deutschland bis jetzt bezahlt habe, genau nach dem Zahlungsplan. Das Ultimatum sei angenom- men worden, was wolle man mehr? Di» Stellung Frank- reichs sei weit davon entfernt, geschwächt zu fein. Die Politik, die Tardieu und seine Freunde befolgen wollten, betrachte er als katastrophal: wenn sie in der Kammer eine ziemlich starke Mehrheit finden werde, die in ihm die Meinung erwecke, daß man andere Gedanken habe, dann mühte ein anderer seine Nachfolger- schast übernehmen._ Nmisterkonflikt in Selgien. Brüssel. 17. Oktober.(WTB.) Als Antwort auf die nationa- listische Kundgebung in La Louoiere(einem Bergwerksort), bei der der Kriegsminister den ehemaligen Frontkämpfern eine neue Fahne überreichte, fand gestern eine soziasistische Kundgebung statt, der der sozialistische Mnister der öffentlichen Arbeiten, A n s e e l e, bei- wohnte. Unter einer roten Fahne soll ein Sozialist, als belgischer Soldat verkleidet(?!), eine Flinte zerbrochen haben, und diese rote Fahne soll dem Verein sozial! st ischer Front- tämpfer überreicht worden sein. Der Kriegsminister D e v e z e hat deshalb seine Demission überreicht. Da der Ministerpräsident nicht in Brüstcl anwesend ist, tonnte über die Demission noch keine Ent- scheidung getroffen werden. Der König hatte eine längere Unter- redung mit dem Kriegsminister. Die belgische Kammer besteht zu etwa je einem Drittel aus Sozia- listen, Klerikalen und Liberalen. Diese Liberalen sind besonders nationalistisch und der Kriegsminister Abg. Deveze ist einer von ihnen._ Zrieöensprogramm üee Tschechoslowakei. Vrag, 18. Oktober.(WTB.) Die Nationalversammlung er- öffnete heute ihre Wintertagung. Ministerpräsident B e n e s ch ver- las im Abgeordnetenhause und im Senat programmatische Er- klärungen, in denen er u. a. aiissührte: Die in kurzer Zeit zu er- wartende Veröffentlichung der statistischen Ergebnisse der Volkszählung wird im Sinne der liberalen Gesetze der Republik die Lösung der nationalen,� sozialen und kulturellen Fragen auf g e- rechter Grundlage ermöglichen. Die äußere Politik wird von folgenden drei Erwägungen geleitet: 1. Geltendmachung der Pariser Friedensbestimmungen, 2. allmähliche Beseitigung aller Konflikte, sowie Schaffung einer neuen internationalen Akmosphäre, in der der Geist des Hasse» dem Geist nüchterner Mäßigung und Nuhe weichen würde, 8. wollen wir beginnen, in dieser neuen Atmo- sphäre mit Miseren Freunden und Nachbarn an der Reorgani- sation Mitteleuropas und an der Festigung des Friedens in ganz Europa praktisch mitzuarbeiten. Die„Kleine Entente" ist ein starker Faktor des Friedens und der Reorganisation Mitteleuropas. Unsere Beziehungen zu Deutschland haben flch gefestigt: auch in ihnen hat sich eine Tradition herausgebildet und es liegt nur im Willen beider Teile, daß die Beziehungen bleiben, wie sie in den letzten drei Jahren unserer auswärtigen Politik geworden sind. Unser Verhältnis zu Oesterreich hat sich besonders nach dem letzten Besuch des Präsidenten in Hallstadt gefestigt. Der Ministerpräsident streift verschiedentlich die Gefahr einer monarchistischen Reaktion, welche besteht, aber nicht überschätzt werden darf. Wir sind wachsam und würden sie mit äußerster Energie unterdrücken. Weder die Ereigmste in Westungarn, noch die in O b e r s ch l e s i e n können unsere Sicherheit und unsere Interessen irgendwie berühren. Der Ministerpräsident schließt: Es gibt nichts, weder im Innern noch im Verhältnis zu den anderen Staaten, was unser Staat zu befürchten hätte. Es ist uns gelungen, ihn in kurzer Zeit so weit zu konsolidieren und zu stabilisieren, daß alle Bersuche, seine Grund- lagen zu untergraben, sich als völlig erfolglos und eitel erweisen werden._ tzerbfttagung ües britischen Parlaments. Oondon. 1». Oktober.(WTB.) Nach einer Ferienpause von zwei Monaten trat heute nachmittag das Parlament wieder zu- sammen, um sich in der Hauptsache mit der industriellen Krise zu be- fassen. Kennworthy(Arbeiterpartei) beantragte, daß außer'der Arbeitslosenfrage während der Herbsttogung auch eine Möglichkeit zur Erörterung der oberschlesischen Frage, der russischen Hungers- not und der irischen Frage geschaffen werde. Chamberlain sprach gegen die Zulassung einer Oberschlesien-Debatte: der Entschei- dung des Völkerbundes habe man sich zu fügen. Die Gesamtzahl der Arbellslosen wurde von der Regierung auf 1% Millionen angegeben. Lloyd George sagte unter allgemeinem Beifall, er hoffe, per- sönlich nach Washington gehen zu können, sobald die parlamentarische und die allgemeine Lage dies zuließ:. Admiral Lord Beatty werde in Washington die britische Flotte, Lord Cavan das britische Heer und Marschall Higgins die britischen Luststreitkräfte vertreten. Chamberlain teilt« mit, daß die Regierung im Zusammenhang mit der Arbeitslosenfrage vier Gesetzentwürfe einbringen werde. Lloyd George wird morgen bei ihrer Einbringung eine allgemeine Erklärung über die Politik der Regierung abgeben. Chamberlain gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Tagung des Parla- ment« nicht länger als 14 Tage dauern werde. Im weiteren Verlauf der Sitzung fragte E l y n e s(Arbeiter- partei) an, ob es richtig sei, daß England auf der Brüsseler Hunger- konferenz erklärt habe, man müsse Rußland-so lange Unterstützung versagen, als es seine Dorkriegsschulden noch nicht bezahlt habe. Der Direktor des Bureaus für Auswärtiges erwiderte im Namen der. Regierung, die in Brüssel angenommene Resolution unterscheide zwischen Hilfswerk und Kreditgewährung für Nußland. Die Konferenz lud alle Reoierungen ein, dem Roten Kreuz bei dem Hilfs- werk für Rußland beizustehen. Die englische Regierung handle bereits demgemäß. Was die Kreditgewährung anbetreffe, so entspreche die Haltung der Konferenz dem Beschluß vom IS. August, wonach Rußland erst Kredite gewährt werden sollen, wenn es die Bedingungen annehme, die im Handelsverkehr zwischen zivilisterten Völkern üblich sind. Auf eine andere Anfrage erklärte die Regierung, die englische Regierung stehe immer auf dem Standpunkt, daß Ruß- lond nur dann Kredite gewährt werden, wenn es seine V o r kr i e g s- schulden anerkenne. * Die neugewählte Abg. Frau Windringham wurde von«sguith und Donald Mac Lean eingeführt. Die Mitglieder aller Parteien brachten ihr Ovationen dar. Die Londoner Polizei verbot jede Kundgebung in der Nahe des Unterhauses oder in den zu ihm führenden Straßen während der Dauer der Parlamentssstzungen. Am Schluß der gestrigen Sitzung gab der Sprecher bekannt, daß heute Zuhörer wieder Zutritt haben. Gestern fand eine große Demonsöation iin� Hndepart statt, die gegen die Verschleppungspolitik der Regierung in der Arbeitslosen- frage protestierte. Es ereigneten sich keine Zwischenfälle. deutschösterreich protestiert. Wien. 18. Oktober(WTB.) Der Auswärtige Ausschuh des Rationalrales hat einstimmig und bei einer Stimmenthaltung beschlossen:..Das verhallen der Ententemächte seit der Ratifizierung des Vertrags von Trianon beweist, daß sie offenbar nichlwiliens sind, wesentliche territoriale Bestimmungen des Vertrages von St. Germain, und zwar gerade die für Oesterreich günstigen. durchzuführen. Zufolge der hierdurch geändcrken Sadstage wird die Bundesregierung ermSchiigt. die in Venedig begonnenen Verhandlungen unter ensschiedener Wahrung der Interessen Oesterreich» und ! der Rechte des burgeoländifchen Volkes fortzusetzen und vorbehaltlich der verfassungsmäßigen Genehmigung abzuschließen." Kanton Genf gegen Frauenfkimmrecht. In der Volksabstimmung über die Einführung des Frauen st immrecbts im Kanton Genf wurde die Gesetzesvorlage mit rund 14 gegen rund vöOO Stimmen verworfen. Sieg öes öürgertums? Die Berliner Stadtverordnetenwahlen. Das Nichterscheinen des größten Teils der bürgerlich.:-! Zeitungen hat leider bewirkt, daß die Meinungen der ein- � zelnen Parteien über den Ausfall der Berliner Stadt- verordnetenwahlen nicht mit genügender Klarheit zum Ausdruck gekommen sind. Fast als die einzige auf wei- ter Flur erhebt die„Deutsche Zeitung", das Organ der deutsch- monarchistischen(sog. deutschnationalen) Partei, ihre Stimme, um laut den Sieg der bürgerlichen Parteien zu feiern, den sie mit Recht als ihr en Sieg bezeichnet. Und das ist in der Tat der springende Punkt der ganzen Angelegenheit. Die bürgerlichen Parteien hätten die Mehr- heit in Groß-Berlin nicht errungen, ohne die rund 100 000 Stimmen, die der äußersten Rechten zugewachsen sind. Die Parteien der Mitte haben durchweg sehr bescheidene, zum Teil sogar, wie die Deutsche Volkspartei, negative Erfolge zu verzeichnen, nur die Partei der nationalistischen und mon- archistischen Reaktion hat neue Wählermassen an sich zu reißen verstanden und damit den Sieg der bürgerlichen Parteien herbeigeführt. Diese Erscheinung sollte auch den bürgerlichen Parteien der Mitte ein wenig zu denken geben. Ihre Freude über die Vernichtung der„sozialistischen Mehrheit" dürfte dadurch we- sentlich gedämpft werden. Sie haben während des Wahl- kampfes wie hypnotisiert nur nach dem äußersten Winkel der Linken gestarrt, und das wüste Treiben der Kommunisten, das nirgends entschiedenere und erfolgreichere Bekämpfung findet als durch die Sozialdemokraten, bot ihnen in der Tai einen ganz ausgezeichneten Agitationsstoff. Aber ihre poli- tische Einstellung war falsch, denn die Kommunisten haben längst aufgehört, eine ernste Gefahr für eine gedeihliche Ent- wicklung des Staatsganzen zu sein, die wirkliche Gefahr drohtvonrechts. ... �ie kommunistische Presse genötigt ist, Sammlungen für das hungernde Rußland zu unternehmen, und Rußland selbst gezwungen ist, auf dem Wege des Konzessionssystems seine natürlichen Schätze an das ausländische Kapital zu verschleu- dern, ist die kommunistische Bewegung im Grunde zi e l l o s geworden. Ihr Ideal ist zusammengebrochen, und der heil- lose Zustand der Konfusion in ihrem Innern zeigt, daß die ernsteren Elemente in dieser Partei heute schon mit der Frage ringen, ob es eine Grundlage für ihre politische Tätigkeit über- si�upt noch gibt. Zwar schwört die Zentrale noch auf die "Offensivtheorie", aber auch sie kann rechnen, sie weiß, daß von zehn Berliner Wählern noch nicht einer bereit ist, einen kommunistischen Stimmzettel in die Urne zu werfen, und daß dieser eine, wenn er zur Offensiv praxi? übergehen wollte, von den neun oder zehn anderen zur Raison gebracht werden wurde. Ungleich ernster aber ist die Gefahr von rechts. Man braucht sie nicht darin zu suchen, daß die äußerste Rechte, von ihren Erfolgen berauscht, zu Gewalttaten gegen den Bestand der Staatsordnung übergehen könnte. Dazu ist sie weder stark noch einheitlich genug, um ein solches Unterneh- men gegen den Widerstand der gesamten Arbeiterschaft durch- führen zu können. Aber auch sonst ist der Schaden, den sie nach außen und nach innen anrichtet, groß genug. Rach außen gilt, nicht mit Unrecht, der Deutschnationale als der Typ jenes Deutschen, der nicht lernen kann. Die be- dingungslose Anbetung der Macht, der Glaube an das allein feligmachende Maschinengewehr, das Hintansetzen Gder poli- tischen Ueberlegung hinter die nationale Leidenschaft und einen sich brutal äußernden Machtwillen— das waren die destruktiven Kräfte, die Deutschland zugrunde gerich- tet haben. Sie'leben in der sogenannten„deutschnationalen" Partei fort, und wehe Deutschland, wenn sie noch ein- mal zu maßgebendem Einfluß auf seine.äußeren Geschicke ge- langten! Die sogenannte„deutsch nationale" Partei hat ihr Leben mit einem Diebstahl begonnen. Sie bat den Namen „national", den in seinem echten Sinn alle Parteien— sie selber vielleicht am wenigsten— beanspruchen können, für sich mit Beschlag belegt.„National" sind jetzt nach dem Firmen- schild nur noch die einstigen Konservativen, selbst die ebemali- gen Na t i o n a l liberalen waren genötigt, auf diesen Namen zu verzichten und sich einfach„Deutsche Volkspartei" zu ne.i« nen. Dadurch ist der Begriff des Nationalen in Mißkredit gekommen, der tiefe Unterschied zwischen national und natio- nalistisch verwischt worden. Im Innern hat die sogenannte„deutschnationale" Partei durch die maßlose Verhetzung der ihr zugänglichen Bolkskreise ungeheuren Schaden angerichtet. Vergebens wehrt sie sich gegen den Borwurf, daß eine Reihe sinnlos b l u- t i g e r Taten, die Deutschlands Namen in der Welt schän- deten und den Glauben an Deutschlands Zukunft erschütter- ten, Folgen dieser Verhetzung sind. In derselben Richtung wirkt ihr wüstes antisemitisches Treiben, ihr An- knüpfen an die glorreichen Traditionen der Stöckcr, Ahlwardt IlMd Pückler. Dieser Antisemitismus, der agitatorische ErfÄg« erM«i« f«lläter wird ex zur Buße seiner Frevel in die Oberwelt zurück« Zur literarischen Erziehung der Kinder wurde gefvr- dert, daß gegen den literarischen Schund in den Lehr- und Lese- büchern mit aller Macht eingeschritten werden müsse. In der Frage der Lernmittelfreiheit wurde verlangt, daß die Versassungs- bestimmung betr. Lieferung freier Lernmittel baldigst in allen Volks- schulen der deutschen RepubM durchgeführt werde. Gegen die Besetzung der Schulen mit Rektoren erhoben die Schulgesellschoften schärfsten Protest und ersuchten, unverzüglich die notwendigen Schritt« zu unternehmen, die kollegiale«chul« l e i t u n g zur Durchführung zu bringen. Die Volksoersammlung am Abend des ersten Tages gestaltete sich im großen Saale des Gürzenich zu einer machtvollen Kundgebung für die Emheitsschule. Staatsratspräsident P e u s- Dessau redete über das Thema:„Die freie Schule, ein« Kulturforderung der Ge- genwart". Sein« Ausführungen waren ein warmes Bekenntnis zu der alle Schichten, Parteien, Konfessionen unseres Volkes umfassenden Volkseinheitsschule, di« nur dann zustande kommen könne, wenn die Schul« von der einseitigen Beherrschung durch Konfessionen und Parteien erlöst würde.__ Der schimpfenöe Schulmeister. Hamburg, 19. Oktober.(Eigener Drahtbericht.) Der frühere Schulmann und Schriftsteller Otto Ernst, mit dem stch die sozia- listtsche Presse wegen seiner reaktionären Hetzereien, die stch insbesondere gegen den Genossen Scheidemann richteten, schon des öfteren beschäftigen mußte, hotte in den beiden Hamburger natio- nalistischen Zeitungen, der„Hamburger Warte" und dem„Hamburger Tageblatt", einen Artikel veröffentlicht:„Die Republik soll leben?" In diesem Artikel stellt Otto Ernst die Frage, aus welchen Gründen eigentlich die Regierung durch die Verordnung des Reichspräsidenten die Republik schütze und warum die Republik überhaupt geschützt werden müsse. Er antwortet darauf solgendermaßen: „Weil die Herren Bürstenbinder, Kantinenwirte und L e i m s i e d e r, die Landräte, Ministerpräsidenten und der- gleichen geworden sind, es nun auch gern bleiben möchten? Weil der Herr Reichskanzler so geduldig dem Ausland die W a n- gen hingehalten hatte, als gäbe es gar nicht so viel Ohr- f e i g e n, die darauf Platz hätten, weil sich in Parlament und Ver- sammlung, im Haus und auf der Gasse, im Bierhaus und im Ge- richtssaal ihre Majestät die souveräne Dreckseele breit- machen darf?" Ernst schließt mit der Bemerkung, die Zeit werde kommen, wo man„keine Gleichheit mit fanatischen Idioten und keine Freiheit für plebejisch gesinnt« Schufte" werde haben wollen. Die Hamburger Polizeibehörde sah w diesem Artikel Grund genug, um gegen beide Blätter einzuschreiten. Das Hamburger Tageblatt" und die Hamburger Warte" sind daher vom Polizei- senator H ens e auf die Dauer von vierzehn Tagen, bi« zum 81. Oktober 1921, verboten worden. Der verarmte Wilhelm. Die„Eologne Post", das Organ der englischen Befaßungearmee, berichtet, daß der ehemalige deutsch« Kaiser durch die augenblick- lichen Valutaoerhältnisse gezwungen sei, zehn Mitglieder seines Hauses zu entlassen. Es geht bergab mit der Monarchie! Erst mußte Wilhelm auf feinen Thron verzichten, und nun fleht er sich gezwungen, seinen Hofstaat zu vermindern und«inen Tell seiner Getreuen zu entlassen. Es bewahrheiten sich die Worte des Kaiserliedes:»Nicht Roß, nicht Reisige sichern die stolze Höh', wo Fürpen pehn.",, Zortfetzung ües MMtSrtuchprozestes. Bei der weiteren Vernehmung des früheren Leiter» der Beschaf- fungsstelle der Sicherheitswehr Major Bruer, fragt der Vor- sitzende: Sie haben gestern gesagt, daß zu jener Zeit, als da« Tuch- geschüst abgeschlossen wurde, Sie gewöhnlich nicht vorher Vortrag hielten, sondern befugt waren, sttbständig obzuichließen. Nun hat aber der Minister am SS. April ausdrücklich verfügt„Ihrem Antrags gemäß wird die Genehmigung zum Antauf von 450 000 Pard Tuch erteilt." Zeuge: Wegen der Höhe de» Objekte« tonnt« ich in diesem Falle nicht allein die Verantwortung tragen. Die Einfuhrgenehmigung habe ich selbst besorgt. Vors.: Wußten Sie, daß auf die zweite Lieferung 2 Schilling ausgeschlagen waren? Zeuge: Nein. Auf Befragen von Rechtsanwalt Ä u g u st i n, Köln, gibt geschickt, um dort die Leiden eine» elenden Flickschneiderlebens durch- zukoften. Doch das Motto tritt bald zurück zugunsten einer fenti- mentalisch aufgeputzten Liebesaffäre, die mit dem Wesen jenes auf- geblasenen schurkischen Würdenträger» auch nicht dos mindeste zu tun hat. Als Schneider steigt er ans seinem Sarge, entflieht der Echneidersfrau, verdingt stch als Diener bei der eigenen ungetreuen Gattin, um in der gleichen Rolle dann bei Mn-ying, seiner einstigen Mätresse, anzutreten. Die triebhaft dumme Kleine(sehr anmutig von Frl. B e r g n e r dargestellt) hat den Verstorbenen noch nicht vergessen. Ihre Ljebe zehrt von der Erinnerung, wie drollig er auf einem Bein hüpfen und obendrein gleich einer Spitzmaus pfeifen konnte. Als der Diener die wundervollen Künste seines früheren Ich von neuem spielen läßt, oermag ihr Herz nicht länger Widerstand zu leisten. Sie entläuft mit ihm der Kupplerin. Diese schwanthaft burlesken Szenen riefen lebhaften Applaus hervor. Was folgte, mußte in semer krassen Sttllosigkeit, die sich tm letzten Bild zu Zügen eines widerwärtigen Sadismus steigern, um so ärger ver- stimmen. Das Mädel entweicht dem»hungernden" für sie zum Dieb gewordenen Schneidersmann und wird Mätresse eine» scheußlich dicken und grausamen Mandarinen, der den verhasteten Schneider vor ihren Augen foltern läßt. Sie weint nur einige stille Tränen, während er den Foltertod mtt Gesten triumphierender Ekstase als Erlösung begrüßt. Weiter ließen Ungeschmack und Unnatur sich freilich nicht mehr treiben. Direktor Varnowskys Inszenierung hatte da» Milieu kunst» voll farbig herausgearbeitet. Die einzelnen Figuren boten kaum ein« Handhabe zu irgendwie intimerer Charakteristik. Alexander G r a n a ch deklamierte mit oft überlautem Stimmaufwand den Mandarinen, V a l l e n t i n verkörperte abschreckend drastisch das Scheusal in dem letzten Bilde. ckt. Neuerwerbungen Berliner Museen. Die drei Meikterblötter alter deutscher Zeichenkunst, die auf der Amsterdamer Versteigerung der Sammlung Rodriguez für die Berliner Museen ersteigert werden konnten, sind jetzt im Kupserstichkabinett ausge- stellt. Es sind: das Abendmahl von Albrecht Dürer,«in« der bis- der umstrittenen Zeichnungen au» seiner Frühzeit, um 1495; dann Hans Baldung Gricns Enthauptung der heiligen Katharina, 1505 datiert, eine der stolzesten Acußerungen seiner schwungvollen Feder: endlich die Zeichnung eine, ritterlichen jungen Königs als heiligen Sebastian, aus dem 15. Jahrhundert. Der Oskar-Aried-ZtzkluS beginnt am 23. Oktober mittag« llft, Uhr in der Scala mit einer Ülusilibrung von Gustav Mahlerö u, Sinfonie. Der Chor der StaatZoPer wirkt mit. Die Berliner mldizinikche Gesellschaft veranstaltet am SS. Oktober '/»S Uhr eine Festsitzung zu Ehren V i r ch o w S im Saal de» Langcnbeck- Virchow-Hause». Plato und Goethe— Katholiken. Hermann Bahr, der Uebermoberne von einst, ist reuig zum Katholizismu» zurückgekebrt. Er hielt tn dem österreichischen katholischen UniversilätSverein einen Feftvortrag, worin er nachwies, daß eigentlich'alle edlercn Naturen katholisch dachten. Der alte Heide Plato, dem das Christentum später viele Ideen entlehnte, war schon so ein ungetanster Katholik. Und Goethe— meint der Ketzer von ehemals— wäre heute auch Witglieh de» katholischen lluwerfitätSderewt. 1 ,3euge an, daß nach den Veröffenkkichungen in der Presse mit dem Tuchsyndikat Verhandlungen geführt worden seien. Der Zeuge be- streitet dann erneut, daß er wegen des Tuchgeschäftes aus dem Amte entfernt worden sei, er sei vielmehr freiwillig nach Kündigung ausgeschieden. Vors.: Haben Sie in irgendeiner Form Schmier. gel der oder Vergütungen erhalten? Sie wissen wohl, daß der Verdacht ausgesprochen worden ist, daß Beamte der Beschaf» fungsstelle irgendwelche Vorteile gehabt haben. Zeuge Bruer: lMit großer Entschiedenheit): Ich habe nichts erhalten, ich habe auch keine Anhaltspunkte dafür, daß andere Beamte Vorteile gehabt haben. Vors.: Können Sie das unter Eid nehmen? Zeuge: Gewiß. Herr Vorsitzender, habe ich Sie recht verstanden, daß Sie nur Verdachtsmomente aussprechen oder stützen Sie sich auf Tatsachen? Vors.(scharf unterbrechend): Wollen Sie meine Pro- zeßführung kritisieren? Hch stelle die Fragen, wie sie mir nötig er- scheinen und verbitte mir jedes Dreinreden. Polizeimajor Gerhardt, Lester der juristischen Ab- teilung der Sicherheitswehr wurde als ehemaliger Rechtsanwalt von Major Bruer vor Abschluß der Verträge mehrfach um Rat gefragt, worüber er jetzt Auskunst gibt. Er bekundet weiter, daß der An- geklagte T r o b e ck sehr erregt war, als der K u r s d e r M a r k sich plötzlich änderte und um eine Aenderung des vertrage» bat, um von dem großen Risiko befreit zu werden. Rechtsanwalt Dr. Alsberg: War nicht Trobeck bemüht, bei den Verhandlungen das Risiko des Ministeriums zu vermindern und den Vertrag fo zu schließen, daß das Ministerium keinesfalls Schaden erleide? Zeuge bestätigt dies. Geheimrat Pieschek vom Reichsbekleidungsamt gibt Aus- kunft über ein dem Reichsschatzamt gemachtes Angebot eng- lischer Tuche, das er schon aus volkswirtschaftlichen Gründen a b g«- lehnt Hab«. Aus einem Anruf von Major Bruer folgert Zeuge. daß dieser von dem Angebot gewußt habe. Ein Direktor von ihm hatte den Eindruck, daß geschmiert werden sollte. Zeuge Bruer: Mir war mitgeteilt, daß dort die Tuche angeboten waren, daher suchte ich herauszubekommen, welcher Preis dort gemacht wurde. Zeuge Pieschek: Als ich anfragte, welchen Preis die Sipo bei dem ersten Tuchankauf gezahlt habe, verweigerte Major Bruer die Auskunft. Zeuge Bruer: Bei dem Verhältnis zu der Reichsbekleidungsstelle hatte ich dazu kein« Veranlassung. Vor- sitzender: Es scheinen also Reibereien zwischen der Sicher- beitswehr und der Reichsbekleidungsstelle bestanden zu haben? Zeuge Pieschek: Davon ist mir nichts bekannt. Wenn die Be- schaffungsstelle von den richtigen Instanzen Gebrauch gemacht hätte, so wäre es den Interessen de« Staates dienlicher gewesen. Zu uns kamen Schieber, die sagten, daß sie für die Sicherheitswehr Be- kleidungsstücke kaufen wollten und unverblümt Provision ver- langten. Auf Befragen gibt Zeuge zwar zu, daß die deutschen Tuch- sabriken das Militärtuch damals nicht liefern konnten, daß aber die R e i ch s st e l l e, wenn die Dringlichkeit nachgewiesen wäre, die dringendsten Bedürfnisse der Sicherheitswehr hätte decken können. Die Tuchbeschaffung aus England hätte unterbleiben können. Mit den Mänteln hätte man noch einige Monate warten können. Zeuge Bruer: Man muß die damasigen Verhältnisse berücksichtigen; wir hatten nichts und mußten sehen, wo wir es herbekamen. Schieber habe ich nicht benutzt. Darauf wird Major Bruer vereidet. Zur Naturgeschichte Dr. tzeims. Dr. Heim bat bekanntlich unlängst die Hetzkampagne gegen den Reichskanzler eröffnet und sie nebenbei durch einen markierten Angriff gegen Hergt verschleiert. Nun gräbt dieser Tage das bekannte Organ des badischen Nationalliberalismus, das„Heidelberger Tagblatt", eine be- achtliche Geschichte aus. Es wendet sich dagegen, daß gerade ein Mann wie Heim Hergt vorwerfe, daß er aus partei- egoistischen Gründen nationale Interessen verletzt habe und schreibt: „Eigenartig, daß gerode Dr. Heim den Mut hat, solche Bor- würfe zu erheben. Es ist vielleicht zettgemäß, daran zu erinnern, welche Stellungnahme er selbst in der schwersten Stunde unseres Vaterlandes«ingenommen hat. In einem mit seinem Nomen ge- zeichneten Artikel, der am 1. Dezember 1918 im„Bayrischen Kurier" erschien, forderte Dr. Heim vom bayerischen Standpunkt au» den engsten Zusammenschluß von Bayern, Vorarlberg, Tirol, Steier- mark, Oberösterreich. Dieser Zusammenschluß sei seiner Ansicht nach der einzige Weg, der einen Ausgleich für unausbleibliche wirtschaftliche Schäden für Bayern bringe. Er meinte, wenn dieser Zusammenschluß nicht zustande komme, so sei dies ein Versäumnis, da» in Jahr- taufenden nicht mehr gut gemacht werden könne. Er schrieb dann wörtlich:„Wenn feststeht, daß die Alliierten niemals zugeben werden, daß das alle Deutschland durch Oesterreich vergrößert wird, dornt hat Bayern nur die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Entweder es bleibt im Gefüge des allen Reichs. Dann muß es auf diese glänzend« Perspekttoe verzichten, oder Bayern vollzieht und ersttebt diesen Anschluß. Metner An- sicht nach kann nur das letztere in Betracht kom» m e n. Das neue Wirtschaftsgebiet hat keinen Anschluß zum Meere, kein genügendes Erz- und Kohlenvorkommen. Hierfür gäbe es aber eine Lösung, kurz bezeichnet mit dem er- «eiterten deutschen alten Rheinbund, Hannover. Westdeutschland bi» zur Elbe und Süddeutschland m i t O e st e r r e i ch. Hierfür sprechen ober noch andere Gründe.. Als diese anderen Gründe bezeichnet Dr. Heim die Notwendigkeit, sich gegen den„Eiterherd des Bolschewismus" abzuschließen. Bayern müsse sich schon au« diesem Grunde mit der„Hoffnung einer Wiederoereinigung" unbe- dingt abtrennen. Bei einer derartigen Reuzruppierung in Deutschland werde die Entente keine Schwierigkeiten machen." Der Artikel schließt damit:„Es sst die Rettung die Zukunft Bayerns, die einzig« Möglichkeit für einen Wiederaufbau des Wirtschaftsleben» in Bayern, die einzige Rettung vor einer Verarmung Bayerns." Wenn heute dieser Artikel aus der Vergangenheit hervor- gezogen wird, so erscheint manches von dem, was Dr. Heim in der späteren Zeit unternommen hat, erklärlich. Es sei nur erinnert an seine Reisen nach Ungarn, an seine Agitation in den Donaustaaten für die Grüne Internationale, an seine Ver- bindung mit dem Grafen Bothmer, an jene mysteriöse Unter- redung mit französischen Offizieren in Mainz usw. Wir wollen gar nicht von der unglaublichen Kurzsichtig- keit und politischen Torheit jener Donaustaatpläne reden. Aber es ist nur in Deutschland möglich, daß ein Mann, der sich nicht gescheut hat, in der schwersten Stunde des deutschen Vaterlandes seinen politischen Einfluß offen für die Zertrümmerung des Reiches«inzusetzen, heute noch eine politische Rolle spielen darf, und es heute noch wagen darf, anderen unberechtigt vorzuwerfen, daß sie nicht genug vaterländisches Verantwortungsgefühl hätten. Die englische Mannekonkrollkommission ist um«ine ganze An- zahl Offiziere und Beamten verringert worden. Mehrere Abteilun- aen und Untcrkommisflonen wurden aufgelöst. Di« abberufenen Offiziere und Beamten sind bereits nach England zurückgekehrt. Ministerristto in Portugal. Bei einem vom Lissaboner Bürger- meister den Regierungsmitglicdern gegebenen Festessen soll eine Bombe geworfen und mehrere Minister oerletzt worden sein. Meh- rere Revolutionäre, die sich in ein benachbarte« Cafe flüchteten, sei« verhastet, Das weinhaus il Nächtlicher Spuk in In der Leipziger Straße, gegenüber dem Reichspostministerium, zwischen ll> und 11 Uhr abends. Ein Auto fährt dort vor. Das ist an sich nichts Außergewöhnliches. Sonst löst dort ein Auto das andere ab; aber die glänzende Reihe fand trotzdem wohl kaum Be- ochtung. Jetzt fuhr nur eines vor und die Menschen blieben stehen, um zu schauen: das Auto war Mittelpunkt ihres Interesses, denn es wurde von Schupoleuten begleitet. Die Schupo bahnt mehr oder minder energisch einen Weg zwischen diesem Auffehen erregenden Auto und dem Hausflur, vor dem es hält. Die allgemeine Span- nung wächst. Was mochte hier vorgehen? War ein Mord passiert, wurden Schwerverbrecher abgeführt oder was sonst? Plötzlich husch- ten einige Männer durch den freigehaltenen Gang. Den Kragen hochgeschlagen, den Hut tief ins Gesicht gedrückt, und ihre Blicke schienen den Boden zu fressen. Schreie gellen durch die Luft: ,Lum- pen, Schufte, Gesindel.. Ein Ruck, das Auto fliegt mit ihnen davon. Die Erregung der Menge legt sich nicht so leicht, und trotz. dem die Schupo unablässig zum Weitergehen auffordert, ballen sich aufgeregte Menschen immer und immer wieder zusammen und be- sprechen das Erlebnis Eine Unterredung auf der Straße. „Was haben sie verbrochen?" „Streikbrecher sind es, die den kämpfenden Gastwirisangestellten tn den Rücken gefallen sind." „Warum streiten die Gastwirtsgehilfen?" »Weil es einfach unerträglich ist, auf Almosen, die das Publikum den Kellnern spendet, angewiesen zu sein. Ein festes Einkommen, das bei allen anderen Schaffenden selbstverständlich ist, wollen sich die Gastwirtsangestellten erkämpfen. Ein Teil der Gastwirte weigert sich, diese» feste Gehalt zu zahlen und erklärt, daß bei dem althsr- gebrachten Trinkgeldsystem ein Kellner mehr als 100 000 M. im Jahre verdienen könne. Die Gastwirte verlangen also, daß um diese Summe da» Publikum durch einen einzigen Kellner geprellt werde. Gegen diese Uebervorteilung de« Publikum» führen die Gastwirts- angestellten einen erbitterten Kampf. Diele alte Gäste haben erklärt, daß sie die Lokale nicht eher betreten werden, bis diese Forderungen der Angestelltenschaft, die durchaus im Interesse des Publikums liegen, bewilligt sind. In den Lokalen der Fricdrichstadt verkehren jetzt fast ausschließlich Provinzler, denen der satte Magen über alles geht. Die Unternehmer versuchen Streikbrecher von auswärts zu erhalten, trotzdem laut Demobilmachungskommissar in keinem anderen Gewerbe irgend jemand beschäftigt werden darf, der nicht am 1. August 1014 in Berlin sein Vrot gefunden hatte. In dem Lokal, vor dem da» Auto gehalten hatte, sind acht Stteikbrecher beschäftigt und zum Schutze dieser acht war ein Lastauto mit 80 Mann der Schupo erschienen. Wie lächerlich das wirkte. Auf jeden Streik- brecher kamen 10 Schupoleute. Im Lokal ist eine Wachstube ein- gerichtet. Man wird sagen, dieses Lokal liege in der Bannmeile und man müsse dort Demonstrationen verhüten. Die Gastwirtsangcstell- ten ssnd nicht töricht genug, hier Demonstrationen zu veranstalten. Sie gehen einfach spazieren jeder so, wie es ihm gefällt, dagegen ist nichts einzuwenden. Wohl aber wirkt es herausfordernd, wenn gegen diese friedlichen Spaziergänger die Schupobeamten von einem schneidigen Leutnant mit Karabinern und aufgepflanztem Seiten- gewehr vorgeschickt werden." „Einige Blätter haben von den Ausschreitungen der Streikenden berichtet, wie verhält es sich damit?" „Das find Schwindelnachrichten und die Blätter erweisen dem Pubütum einen schlecht«' Dienst, wenn sie solch« Unwahrheiten ver- breiten. Mr Hecken nicht nötig, die Streikbrecher nickerzuschlagen. Wahlversprechvogen. Jetzt haltet sie beim Dort. Di« hohen Preis« für Gas und elektrisches Licht in Groß-Derlin waren bei den bürgerlichen Parteien«in beliebte« Mittel, um urteilslose Wähler herüberzuziehen und neue Anhänger zu ködern. In bürgerlichen Flugblättern fand man immer wieder aufgewärmt, daß in anderen deutschen Großstädten die Preise für Ga» und«lekttischen Strom viel geringer seien. Wohlweislich wurde aber verschwiegen, daß Berlin unter allen deutschen Großstädten zurzeit die teuerste Lebenshaltung aufweist, weil Bürgerliche und Agrarier mit ihrem Schieberanhang darin wetteifern, die Weltstadi an der Spree bis zum Weißbluten zu schröpfen, was folgerichtig ausschlaggebend ist für die Gestaltung der Lohntarife und demnach auch für die Verbraucherpreise in Gas und Elektrizität. Es hätte nur noch gefehlt, daß man die Sozialdemokratie auch verantwortlich machte für tn« fortgesetzt steigenden Koblenpreise, also für die noch nicht geringer gewordene Gewinnsucht der Kohlenmagnaten. Run haben die Bürgerlichen im Stadtparlament die Mehrheit. Jetzt sollen die bekannten größten Kälber ihre Metzger bei den Ohren nehmen und ihnen zurufen: Haltet Wort... baut schleunigst die hohen Preise für Gas und Elet- trizität ob I Es wird all den Schrethässsn, die heute noch in eitel Wonne über den Wahlsieg schwimmen, nicht möglich werden, ihre Wahllügen in Wahrheiten umzudlchten. Mag auch manche städtische Karre, die während des Krieges und durch den Krieg in den Dreck gefahren worden ist, durch zähe Arbeit, wie sie gerade die Sozialdemokratie nach der Revolution geleistet hat, wieder in«in bessere» Gleis gebracht werden können, so Ist doch gerade die Der- sorgung mit Ga» und Elektrizität ein Schmerzenskind geworden, well hier, und zwar nur infolge des Krieges, Verhältnisse mitwirken, die weit über die Macht des Äerliner Gemeinwesens hinausreichen. Ohne Kohlen kein Ga» und kein« Elektrizität! Ohne billige Kohle kein« billige Lichtversorgung! Trügt nicht alles, so wird die kürz- liche Preiserhöhung für Gas und Elektrizität, unter der bei dem Das die werktätigen Massen am meisten leiden müssen, nicht die letzt« sein. Vor dieser Notwendigkeit, wenn sie unabwendbar ist, steht dann dir bürgerlich« Mehrheit._ Christus w der Hasenheide. In d«„Neuen Welt" war der groß« Saal vollkommen überfüllt, jede Sitzgelegenheit war beschlagnahmt und jeder sich ergebende Stehplatz ausgenutzt. Die Ordner waren höchst elegant(schwarzer Anzug, weiße Blume im Knopfloch). und feierlich. Man muß e» den S c i e n t i st e n lassen, sie verstehen sich auf Reklame und Aufmachung. Wußte doch jede Anschlagsäule, in marktschreierischer Weise, genau wie ein Zirkus sein« Atttakttonen ankündigt, von diesem Vorttag zu sagen. Zu- dem war die Bühne mit Blumen bestellt und alles weise auf den Star vorbereitet. Es sprach ein Mann aus S y r a c u s e, N.?). Während man sich einerseits womöglich am tollsten Nationalisten- rummÄ gütlich tut, sucht man andererseits alles Hell von den Aus- ländern. Ob man auch wohl bereit ist, Männer mit neuen Ideen, Männer, die Reuland beschreiten wollen, in Deutschland anzu- erkennen? Nun, es war nur ein Vortrag über die Ehristian Science(Christliche Wissensckast). Eharie- I. O h r e n st e! n, der über gute Armmusteln verfügt, denn über eine stunde las er, mit gestreckten Armen das Manuskript haltend, ohne Hebung und Senkung t« Stimm» o. o. folgend«» wörtlich vor: Was Jesu» zu i öer Hannmeile. »er Leipziger Straße. Wenn es uns nicht gelingt, sie zu bekehren, fallen sie der Verachtung anheim und das ist die stärkste Waffe, über die wir verfügen. „Warum weigern sich die Unternehmer, ihre Forderung zu er- füllen?" „Einfach darum, well sie beim Trinkgeldsystem dem Kellner keine Entschädigung zu zahlen brauchen und well ihnen die eigenen Inter- essen über die des Publikums gehen." SjMpoleute forderten energisch zum Weitergehen auf und pattoiWerten unablässig zum Schutze der„öffentlichen Ordnung". steine Sarabinerpolizei. Wie wir hören, ist auch die von uns gestern gegeben« Mit- teilung einer Berliner Korrespondenz, daß die Schupo innerhalb der Bannmeile mit Karabinern ausgerüstet worden sei, nicht richtig. Es hat sich nur um ein S p e z i a l t o m m a n d o gehandelt, das zur Sicherung der Bannmeile eingrisi. Wir verstehen die Pflicht und das Recht der Schupo, die Bann- melle zu schützen, durchaus. Wir wissen aber auch, daß im Umfang der gestrigen Vorkommnisse die Bannmeile verschiedentlich oerletzt worden ist, ohne daß die Schupo mit Karabinern, gefälltem Bajonett und entsichertem Revolver dagegen vorging. Es ist doch nicht zu verhehlen, daß den Gostwirtsgehilfen gegenüber ein ungewohnt unhöflicher Ton angewandt wird. Mag das zum Teil auch durch einzelne überhitzige Elemente unter den Streikenden selbst mit erzeugt sein. Sie verdienen, von ihrer Organisation gründlich zur Ordnung gerufen zu werden. Es darf aber doch nicht vergessen werden, daß es weder der arbeitenden Bevölkerung Berlins begrüßenswert erscheint, jeden Bannmeilenauslauf mit entsichertem Revolver bekämpft zu sehen, noch ist's der Mehrzahl der Schupo-Leute sympathisch, gegenüber den Zivilisten immer als die totschlagsberechtigte, leben«- gefährliche Polizei zu gelten. Man weiß doch bei ihnen auch, daß es harmlosere Mittel als S-Millimeter-Blei zur Zerstreuung unerlaubter Ansammlungen gibt. ßn Sie Emwohoerschafi öerlins richtet sich ein von neun Arbeitnehmerorganisationen unterzeichneter Ausruf, der heute an den Plakatsäulen Berlins angeschlagen ist. „Der Kamps im Gastwirtsgewerb« ist kein Lohntampf. Er ist«in« brutale Machtprob«, die von den Unternehmern pro- voziert wurde. Die Unternehmer lehnten den Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses ab. Di« Unternehmer lehnten die Vermitt- lung des Reichsarbeitsministeriums ob. Die Unternehmer haben dem Polizeipräsidenten auf seinen Vcrmittlungsvorschlag gar keine Antwort. Warum? Weil, wie sie selbst sagen, sie wicker Herren im Hause sein wollen, weil sie die künftigen Lohn- und Arbeits- bckingungen diktieren wollen. Well sie mit Hilfe eines oerschlech- terten Manteltariss wieder nehmen wollen, was das Leben ihrer Angestellten in den letzten Iahren erleichtert hat, weil sie ein unstn-' niges Lohnsystem, die Verewigung des Trinkgeldes einführen wollen. Die Unternehmer behaupten, daß da» Bedienungsgeld dem Kellner Jahresgeld von 100000 bis 180000 M. oerschaffe. Solche Summen soll ein Kellner seinen Gästen in einem Jahre aus der Tasche ziehen. Diesen Unfug machen wir unter keinen Umständen mit. Euch vom Bedienungspersonal will man ködern, um die andern um so leichter beherrschen zu können. Ist das erreicht, kommt auch ihr daran, dann macht man aus 10 Proz. Bedienungsgeld 6 Proz. oder gar 4 Proz., wie das Beispiel des Harzes und Schlesiens heute zeigt. Hunderte von Wirten haben unser« Forderung bewilligt. Hunderte von Wirten würden sie bewilligen, wenn sie nicht den Ter- ror Ihrer Kollegen fürchteten und nicht Angst vor der Zahlung der Konventionalstrafe hätten. Hunderte von Wirten werden sie be- willigen, denn diese Konventtonalstraf« kann niemals eingettagt werden. Die nn Gastwirtsgewerbe Tatigen lassen sich nicht verge- wattigen. Ihre ganze Zukunft, ihre Lohn- uick Arbeitsbedingungen stehe» auf dem Spiele. Deshalb halten st« aus und erwarten, daß auch die rechtlich denkende Bürgerschaft sie unterstützt." vollbringen kam, was er lehrt«, tat und lebte, kann sehr wohl als seine Mission getten, als da» Ideal der Propheten, da« ideal« Judentum und ganz gewiß als das absolute Christentum. Um Gott zu bezeichnen, werden in de? Ursprache der Bibel hauptsächlich zwei Ausdrücke und deren Barianten gebraucht. Der eine bedeutet: „Kraft" oder„Macht", und der andere der„Seiende" oder einfach „das eine und einzige Dasein". Mrs Mary Baker Eddy. die Eni- deckerin und Gründerin der christlichen Wissenschaft, formulierte „Gott ist unkörpcrliches, göttliches, allerhabenes, unendliches Ge- müt, Geist, Seele, Prinzip, Leben, Wahrheit und Liebe". Verstehe da« wer will. Unser Berichterstatter, der sich zunächst redliche Mühe gegeben hatte, war bald unter der einschläfernden Wirkung der monotonen Ausführungen der Nachfolger Christi selig eingeschlummert und mit ihm der größte Teil des Auditoriums. Durch eine Gasexplosion wurden drei Bäckergesellen in einer Konditorei in Eharlottenburg, Leonhardstr. S, verletzt. Sie bekamen auf der Rettungsstelle 33 Verbände und konnten dann nach Hause entlassen werden. Aas der Hochbahn überfahren und getölcl wurde in der ver- gangenen Nacht der 17 Jahr« alle Joachim Mann aus Ebers- walde. Der junge Mann wurde auf dem Bahnhof Nordring auf dem Gleist schwerverletzt aufgefunden und nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht. Al» man dort mit ihm ankam, war er schon tot. Ob er verunglückt ist oder sich in selbstmörderischer Absicht vor den Zug geworfen hat, konnte noch nicht festgestellt werden. Schreibmaschinen im werte von 300 000 Mark erbeuteten Ein- brecher in der vergangenen Nacht in der Fortbildungsschule in der M ü h l e n st r. 1 ö. Es Handell sich um 8 Maschinen der Sy- steme Adler, Continental, Mercedes, Jost und Ideal. Von den Tätern und dem Verbleib ihrer Beute ist noch keine Spur gefunden. Der Ausschuß zu« verkauf von Grundstücken der Straßenbahn, die in Eharlottenburg und Grunewald liegen, hat ge- tagt, konnte aber au» verschiedenen Gründen noch zu keiner Eni- schliehung kommen, da der Käufer bestimmte Verpflichtungen bezüg- lich der Wegschaffung der aus dem Platz lagernden Materialien zur Bebauung der Plätze eingehen muß. Di« SPD.-Stadtverordneten- fraktion oertritt den Standpunkt, daß einmal wegen der schwanken- den Balutaverhältniss« zurzeit ein Verkauf untunlich sei, außer» dem aber auch grundsätzlich, daß dos Gemeindeeigentum an Grund und Loden nicht vermindert werden darf. I« III. Konzert der Nolkibübne. da« am Donntag. den 29. Okt.. mittag«'/fi2 Uhr, in der Volttbübne stattfindet, wird die Dingakademic unter Prof. Schumann Thöre von Bach, Palcstrina, Mendelssohn aufführen. Wetter für morge«. verlin und Umgegend. Zntwels« neblig, sonst trocken und über- wiegend heiter, ein wenig kühler, bei mäßigen, südwestlichen bi« westlichen Winden. Grofi'öerliner parteinachrichten. Z». lsrüher 20.) Abt. Heute abend N/z Uhr ZuntlionLrsttzung bei Sasse, Pctere- vurg ee Str.«S, tt. HM. Heut» T% Uhr gadladnM» MhoHm Wall. Gewerkschaftsbewegung Zum Kampf im Gastwirtsgewerbe. zutreten. Nicht pinnen"," bichtender Streitbrecher, fondern denten, während andere industrielle Warengruppen eine mehr oder erfennen lernen was deine Pflicht ist! Für alle Arbeitswillige", minder gesteigerte Ausfuhr gegenüber dem Bormonat zeigen. So ist die aus Untentnis und Unbesonnenheit handelten, gilt die Mahnung: die Ausfuhr chemischer Waren gestiegen, auch Eisenwaren und elek Macht euch ehrlich! trotechnische Erzeugnisse wurden in größeren Mengen exportiert. Im Vergleich zu früheren Monaten zeigen Ein- und Ausfuhr fol gendes Bild: Verhandlungen im Zeitungsgewerbe. Einfuhr Menge in Minion. Doppelzentner • Juli 1921 Juni 1921 Mai 1921 Dezember 1920. 20,07 19,24 9 18,23 15,34 Wert in Mia. Mark Ausfuhr Menge in Million. Doppelzentner Wert in Mill. Mark 7580 15,58 6208 6409 5486 15,08 5432 11,45 4558 17,58 7863 Das Arbeitnehmerfartell gab heute vor dem Demobilmachungstommissar folgende Erklärung ab: Weder das Kartell noch die Heute nachmittag finden im Reichsarbeitsministerium unverStreifleitung hat Veranlassung oder Anordnung zu irgendwelchen bindliche Verhandlungen statt zwischen den beiderseitigen Organifationsvertretern und den Vertretern der Ausgesperrten des MosseKartell und Streitleitung Berlages. Ausschreitungen gegeben. verurteilen wiederholt und ohne Vorbehalt alle Terroratte, ganz gleich von welcher Seite fie per Cohnkampf der Feinmechaniter und Optiker. Die in den Beübt werden, und lehnen jede Berantwortung dafür ab. Sie betrieben des Fachverbandes für Feinmechanit und Optit beschäftigten mühen sich dauernd, im friedlichen Sinne auf ihre Mitglieder ein Arbeiter und Arbeiterinnen waren am Montag versammelt, um zu Es wurden 3,60 Millionen Doppelzentner mit einem Werte von Die Bilanz des Außenhandels ist nach wie vor passiv. zuwirken. Sie müssen aber gleichzeitig zu bedenken geben, daß die dem Abbruch der Lohnverhandlungen durch die 1,37 Milliarden Mark mehr ein- als ausgeführt. Gegen die steigende Erregung der Ausgesperrten und Streifenden begreiflich Unternehmer Stellung zu nehmen. Nach dem Bericht von früheren Monate hat sich der Einfuhr überschuß dem Werte wird durch das provozierende, herausfordernde kahlbaum hatten die Verhandlungen mit den Arbeitgebern dazu nach ganz beträchtlich( um rund 400 Millionen Mark) erhöht, eine Borgehen der Unternehmer und deren hartnädige geführt, daß ein Lohnzuschlag auf alle bestehenden Tatsache, die mit dem Rückgang der Valuta zusammenhängen Beigerung, in irgendwelche Verhandlungen ein Löhne eintreten sollte, und zwar im Betrage von 80 Pf. für Fach- dürfte. Der Dollar wurde nämlich im Durchschnitt des Monats arbeiter, für Jugendliche von 14 bis 16 Jahren 30 Pf., von 16 bis Juni an der Berliner Börse mit 69,38, im Juli dagegen mit 76,67 18 Jahren 45 Pf. und von 18 bis 21 Jahren 65 Pf., darüber Mat bewertet. Während dadurch die Einfuhr sich automatisch ver 70 Bf. Die Attordbasis wurde auf 6 M. festgesetzt. Arbeiterinnen teuerte, passen sich besonders die in Mart abgeschlossenen Lieferun pon 14 bis 16 Jahren sollten 25 Pf., bis zu 18 Jahren 30 Pf. und gen für die Ausfuhr nicht sofort den steigenden Weltmarktpreisen über 18 Jahre 50 Pf. Buschlag erhalten; Affordbasis 3,65 M. an. Diese Tatsache beleuchtet die Notwendigkeit einer scharfen In einem Schriftfah über die Verhandlungen, den die Arbeit Ausfuhrkontrolle, ebenso wie die Pflicht der Exporteure, wo nur geber den Vertretern der Arbeiter übermittelten, ist aber zu lesen, irgnd möglich in hoher Auslandswährung abzuschließen, daß der Zuschlag auf die bestehenden Tariflöhne er damit nicht der deutschen Wirtschaft enorme Berlufte entstehen. Auf folgen foll Damit waren die Vertreter der Arbeiter nicht einver- diese Pflicht haben Reichsbank und Ausfuhrkommissar erst fürzlich standen, weil der Tarif schon vor Monaten festgelegt ist und seit mit Nachdrud hingewiesen. dem wesentliche Aenderungen in den Lohnverhältnissen erfolgt find. Es tam zu einer neuen Verhandlung, und in der Aussprache zwischen den Parteien äußerte sich ein Arbeitervertreter dahin, daß die Handlungsweise der Arbeitgeber gegen Treu und Glauben verstoße. Diese Aeußerung wurde von den Bertretern der Arbeit geber als Beleidigung betrachtet und die Berhandlungen wurben abgebrochen. Das Kartell versichert trotzdem, daß es auch heute noch soviel Einfluß auf die Ausständigen zu befizen glaubt, daß es diese mit Erfolg von allen Ausschreitungen abhalten kann, von dem Augen blic an, wo sich die Arbeitgeberorganisationen bereit erflären, mit dem Kartell die Berhandlungen aufzunehmen. Das Kartell felbst ist zu Berhandlungen jederzeit bereit. Herr Adlon zahlt teine konventionalstrafe! Entgegen den vom Verein Berliner Hotels verbreiteten Mitteilungen, Herr Adlon habe die Berechtigung des Verlangens dieses Vereins anerkannt, 350 000 M. Ronventionalstrafe zu zahlen, weil er sich mit seinen Kellnern einigte, läßt Herr Adlon durch seinen Rechtsbeistand er flären, daß er lediglich unter Vorbehalt 100 000 m. gezahlt habe, jedoch ein Schiedsgerichtsverfahren und die eventuelle Anfechtung des Schiedsspruches durchsehen werde. Er ist durch das Eingreifen der Behörden gezwungen gewesen, wegen der Ententefommission, die im Hotel Adlon wohnt, sich mit den Kellnern zu einigen. Er bestreitet deshalb, eine Ronventionalstrafe schuldig geworden zu sein. Er bestreitet ferner die Gültigkeit des ganzen Berpflichtungsfcheins. Er ist aus dem Verein Berliner Hotels und verwandter Betriebe ausgeschieden. Ein poetisch veranlagter Streitbrecher schickt uns ein„ Gedicht". Es mag ein Rest von Scham sein, der ihm bewog seinen Namen nicht zu nennen, weshalb er sich als ein Rurierter" bezeichnet. Wie wenig furiert" dieser Arbeitsmillige ist, d. h. wie schwach bei ihm das Solidaritätsgefühl entwidelt, wie ftart ausgeprägt bagegen feine Begriffsverwirrung ist, geht aus seinem Geistesprodukt deutlich herpor: Gleiches Recht gilt heut für alle, Jeber handelt nach Ermessen, Ja, fo follt es sein doch häufig Ist dies Recht" gar bald vergessen." Daß das gleiche Recht" des einzelnen, ohne die im Interesse der Allgemeinheit notwendigen Beschränkungen zur Anarchie führte, daß nicht jeder nach eigenem Ermessen" handeln fann, weder als Privatperson, noch weniger aber als Gesellschaftsmensch, oder gar als organisierter Arbeiter oder Angestellter, der sich mit seinesgleichen zur Wahrung feiner wirtschaftlichen Interessen verbunden hat und damit an die Beschlüsse dieser Interessengemeinschaft gebunden ist, das hat dieser Trinkgeldjäger offenbar noch immer nicht begriffen. Leider geht es sehr vielen nicht besser, die nur die Mode mit machten", ihrer Berufsorganisation beizutreten, ohne fich im geringsten damit abzugeben, in das Wesen der Organisation einzubringen. er nicht mitstreitt ist ein Schweinehund" dichtet der Streitbrecher, wodurch er fich ungewollt ganz zutreffend charakterisiert. Leider gibt es solcher Geister noch allzu viele. Deshalb muß immer wieder für Aufklärung gesorgt werden, solange es Zeit ist. Daß im Ernstfalle ein nach eigenem Ermessen hanbelnder Verräter als solcher behandelt werden muß, ist diesen Leuten natürlich unangenehm. beitgebern und Betriebsräten stattgefunden, die den Wunsch der Inzwischen haben unverbindliche Besprechungen zwischen Ar. Arbeitgeber zur Wiederaufnahme der Berhandlungen erkennen lassen. Nach einer sehr regen Aussprache, in der von Rabe hervor. gehoben wurde, daß in dem besagten Schriftftüd auch ein Sag über einen Bunft der Altordarbeit stehe, obgleich über diesen Punkt übernicht verhandelt worden sei, wurde beschloffen, in eine neue Berhandlung mit den Arbeitgebern einzutreten, der Berhandlungsfommission jedoch mit auf den Weg zu geben, daß die ArbeiterSchaft, falls bie Arbeitgeber in der beregten Aeußerung noch eine Beleidigung erbliden sollten, diese durch den von ihrem Syndikus Dr. Reich bei den Verhandlungen beliebten Kasernenhofston als fompenfiert erachtet werden müffe. Achtung! Stereotypeure! Auf verschiedene Anfragen hin teilen wir den Kollegen mit, daß eine Information der Vertrauensleute über das Resultat der bisherigen Verhandlungen am Sonnabend, abends 7 Uhr, im Berkehrslotal von Schirm, Charlottenstr. 7/8, stattfindet. Bis dahin ist strengste Disziplin zu üben. Der Borstand. Die Uhrenstadt Glashütte hatte eine städtische Kriegsindustrie. zentrale geschaffen, die in die Friedenswirtschaft übernommen wor den ist und ein Institut zur Förderung des technisch- wirtschaftlichen Fortschritts darstellt, das die besondere Aufmerksamkeit aller Arbeit. nehmer in Anspruch nehmen sollte. Nr. 17, die Oktobernummer der Betriebsrätezeitung des Allgemeinen Deutschen Gemertfchaftsbundes, bringt einen sehr intereffanten Auffaß über Glashütte. Auch dieses Heft enthält verschiedene Beiträge zur Erforschung des Problems einer planmirtichaftlichen Wirtschaftsführung. Bon allen Seiten her muß gründlich geprüft werden, wie die Umftellung unserer Wirtschaft zu höherer Produktivität praktisch möglich gemacht werden kann. Allgemeine Phrasen und spekulative Rontruftionen machen es nicht. Daß ein bureaukratisches System nicht die besten Kräfte zu höchsten Leistungen auszulösen vermag, hat Sowjetrußland überzeugend bewiesen. Besondere Beachtung verdient der Beitrag: 3ft die Arbeitersiedlung noch möglich?" Hier wird ein zeichnerischer Entwurf vorgelegt, der ein ganz billiges Sieblerhaus zeigt und anregend wirken soll. Reicher Inhalt wird wiederum geboten. Das Bostabonnement toftet nur 3 m. vierteljährlich. In Berlin werden Einzelhefte in den Zeitungsfiosten und Bahnhofsbuchhandlungen verkauft. Wir können uns an dieser Stelle nicht darauf einlassen, diesem fich„ turiert" düntenden Helden, der nur in die alte Gleichgültigkeit und Bedanfenträgheit zurüdgefallen ist, bei dem die Eigensucht das Ein Streit im Delsnißer Grubenrevier ist infolge des Befchlusses legte Fünfchen von Solidarität verdrängt hat, zu belehren. Doch der Belegschaft ausgebrochen, mit Unorganisierten nicht mehr zufam= ihm und seinesgleichen fei wenigftens an einem fleinen Beispiel ge- men zu arbeiten. zeigt, welche organisatorische Rechtsbegriffe auch im Arbeitgeber. lager gelten. An einigen Orten in Deutschland, in Bielefeld, GütersDer Achtstundentag für die Eisenbahner ist nach einem im Amts. loh und Herford i. B., fowie in Neudamm streifen die Buchdruder. blatt veröffentlichten Erlaß in Spanien eingeführt. Der Deutsche Buchdruderverein erflärt es daher in seinem Organ, der Beitschrift für Deutschlands Buchbrucker"( Nr. 57 vom 18. Dt. tober), als Ehrenpflicht sämtlicher Prinzipale, Solidarität zu üben, Drudaufträge sowie Personal aus den Streiforten abzuweisen. Beigt, daß unter Euch Einigkeit herrscht und fallt Euren Kollegen nicht in den Rüden! Steht zufammen, alle für einen!" Nach diesen Sägen müßte auch in dem Rampf im Gast. mirtsgewerbe jeder einzelne Angestellte handeln. Mer aber das Gegenteil tut, nach eigenem Ermessen handelt, wer seinem persönlichen Vorteil zuliebe die Cache seiner Kollegen und Kolleginnen mit Füßen tritt, ist ein Berräter an feiner eigenen Sache, befundet eine solch schuftige Gesinnung, daß die Bezeichnung als Schweinehund für ihn viel zu harmlos ist. Judas befam für seinen Berrat dreißig Silberlinge, der Schmaroger aber be tommt gelegentlich vom Unternehmer den reblich verdienten Fuß tritt. E Ernste Bontangestellte. Der Allgemeine Berband der deutschen Bantangestellten be eine öffentliche Bantangestellten- Bersammlung ein, in der Prof. E. Lederer, Heidel ruft zu Freitag 7 Uhr nach der Brauerei Rönigstadt, Schönhauser Allee 10/11, berg über Beltwirtschaftstrise und Reparationen" sprechen wird. Wirtschaft Deutschlands Außenhandel. Die vorläufigen Ergebnisse des Außenhandels für den Monat Juli find nunmehr veröffentlicht worden. Sie zeigen eine geringe Steigerung der ein. und ausgeführten Warenmengen gegenüber dem Juli. Eine bemerkenswerte Zunahme erfuhr die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugenissen, an Erzen, Kohlen, auch Metallen; zurüdgegangen ist die Ausfuhr landwirtschaftlicher Baren, Mahnung an die Deutschen Hausfrauen! Die Frau als Hausärztin! Während sich die Einfuhrmengen nach Jahresmitte bereits der Einfuhr des Monats Dezember 1920 nähern, bleiben die Ausfuhr mengen im Juli noch um rund 2 Millionen Doppelzentner hinter den Zahlen für Dezember vorigen Jahres zurüd. der allgemeinen Bewegung der Außenhandelszahlen und nach dem Rüdgang der Baiuta ist anzunehmen, daß die Dezemberausfuhr heute bereits übertroffen ist. Beranto. für den redaft. Teil: Dr. Werner Beifer, Charlottenburg; für Anzeigen: märts- Budbruderei u., Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin. Lindenstr. 3. Th. Glocke, Berlin. Verlag: Borwärts- Berlag G. m. b. H., Berlin. Drud: Bor Gewinn- Auszug ber 18. Oftover 1921 18. Preuß. Südb.( 244. Preuß.) Klassens@ otterie 5. Plaffe. 4. Ziehungstay. Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und stvar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Ohne Gewähr. Rachdrud verboten. In der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 490 Mart gezogen: 2 zu 30000 M 212589 6 zu 10000 M 15859 156478 219986 18 zu 5000 M 43528 91551 99389 100078 129399 134593 156295 173595 299945 120 zu 3000 M 2865 6754 6900 12534 19434 21666 22425 37839 39598 41883 44437 44583 44942 51364 58013 58122 63327 71473 80627 83315 89151 91300 96017 104884 130770 139384 139461 140568 147946 147975 154554 156 02.162917 165140 171368 178116 175821 184800 184943 200065 202075 205371 212032 213799 215848 218428 218872 219300 219598 222798 225856 231263 253923 266741 270369 274802 278001 284306 295632 298855 842 1000 M 664 2581 2752 3387 4455 5776 8269 8580 9289 10048 10138 12249 12595 14732 15388 15504 18655 21794 22183 22824 23348 23608 23903 26034 31306 32518 34415 37480 38126 88984 40091 40422 41178 47006 52 83 53979 54142 56025 58638 63608 65281 70460 76953 78917 79272 79649 83223 84881 86079 86236 87004 87865 01434 92091 93983 95234 95737 98683 102749 102956 103521 104343 105351 119496 123780 124629 125212 126474 127326 129074 131277 131479 133038 134992 141099 142500 148598 148822 147494 151100 151672 153619 158638 154018 154762 156040 156325 156608 156929 161619 166544 166816 167397 169053 175023 175291 175569 177298 178675 178797 179099 180611 182983 185896 187471 187859 188606 195839 198128 198934 199049 205380 208801 216630 216787 218530 218954 222408 223818 224059 224471 227192 228773 229494 231533 235841 238558 238960 238992 239505 241643 243896 244134 244152 245403 247013 247066 248538 251508 251567 251624 256851 257075 260095 260223 263328 264724 264754 265468 269513 270278 272028 272487 276268 278060 279348 281345 285335 287431 287522 288457 288598 288677 289247 289620 289844 290763 201003 293997 294282 296081 In der Nachmittageziehung wurben Gewinne über 490 Mart gezogen: 12 zu 10000 M 121932 128773 177708 197661 287469 297125 4 zu 5000 M 54658 258233106 zu 3000 M 11045 14903 15790 18567 27979 42523 43161 45014 49530 50343 52320 54648 59627 68873 70159 73917 76956 82501 105229 114133 126654 137449 187471 141634 143130 150947 151242 163264 165791 177756 183944 185390 187130 192937 204381 208879 213471 222076 229046 229070 244573 248006 252100 254140 257818 273660 275118 275771 276838 283305 288604 294954 296055 390 zu 1000 M 212 911 2338 3061 5004 5849 7321 9382 11954 12642 13570 14434 15957 20311 21091 25167 25427 27077 28687 30169 31158 31482 38434 84488 34578 85322 37251 37174 87369 37505 38737 39447 39723 40329 40375 46075 47014 47865 49698 50337 52846 55398 55517 58823 59180 60412 61730 62059 62922 63877 65191 71667 73311 74403 74867 76213 80490 81357 81469 81575 83050 83111 87187 87208 8782 89981 93466 95712 100390 104918 105586 107811 108782 109190 110446 111556 111955 114904 117695 122099 122879 123063 128279 128501 130795 133821 136173 187274 138148 139973 141993 142099 143893 145515 146672 147734 149677 150354 154163 156591 161494 162154 163984 164596 168018 168487 168765 170314 170778 171882 171978 172823 173243 174418 177195 177606 180060 181690 181794 182700 183308 184478 185053 189248 189305 191189 191762 191845 191961 192147 192199 194107 195006 195273 195529 195650 199035 199097 201225 202422 207182 207820 208180 208475 208779 209389 211159 212175 212534 213841 214208 215299 218487 220267 220677 223722 223811 226658 227217 229481 280120 281119 233932 234161 234281 234731 237592 244921 247377 248615 249300 250169 257165 257916 264295 264478 866164 266691 268999 269618 273931 275894 278642 279168 281097 283775 284890 284686 286941 287304 292726 294129 294304 297134 298356 Die in dem vorftebenden Gewinn- Auszug nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne find aus den Listen zu ersehen, die bei den staatlichen Lotterie- Einnehmern zur unentgeldlichen Einsicht ausliegen. Die ungeheure Nervenanspannung des Weltkrieges und feiner Folgen tann ohne Schaden nur gut gemacht werden, wenn die Gesund heitspflege zur höchsten Aufgabe der Frauen gemacht wird Aber die Unwissenheit unter den Frauen auf dem Gebiete der Gesundheitspflege und Heilkunde ist geradezu beängstigend. Es gibt teine Statistit Gallen. barüber, wie viele Frauen an Krankheiten sterben, bie fie aus Schamgefühl ser ber Behandlung bes rates verheimlichten, wie viele unter dem Drude diefes unwürdigen Zustandes leiden und mie viele bei rechtzeitiger Aufklärung gerettet würden. Ereten nicht die meisten Bräute leichtsinnig in die Che ohne jebe Kenntnis der Pflichten gegen sich selbst und ihre fünftige Familie, von den Eltern über die wichtigsten Aufgaben des Ehelebens total im Dunkeln gelaffen?- 3n teinem Haushalte sollte daher bas berühmte große Brachtwert von Frau Dr. med. Unna Fischer- Düdelmann fehlen. Eingehend behandelt find: Anstedende Krankheiten Afterjuden Ausbleiben der Menstruation Ausflug Befruchtung Blutungen Bestimmung des Geschlechts. Behandlung der Brüste Cholera- Dammriß Diphtherie Fieber- Fehlgeburt Frühgeburt Geburtshilfe fteine Gelentcheumatismus Geschlechtsleben und Geschlechtstrankheiten Gicht GrippeSämorrhoiden Krebs Rindbettfieber- fämtl. Leber- und Lungentrantheiten Tubertulofe Langlebigkeit Leistenbruch Masern Bocken Scharlach Scheidenirankheiten Schwangerschaft Schönheitspflege Wassersucht Ratschläge für Bräute und junge Ehefrauen Beißer Fluß Wochenbett Wechseljahre Bahntrantheiten Unsere Heilkräuter über alle akuten und chronischen Krankheiten, sowie erste Hilfe bei Unglüdsfällen. Behandelt find auch die so gräßlichen Hautfrankheiten wie: Schuppenflechte fressende Flechte Gin ärztliches Nachschlagewert ber Gesundheitspflege und Heilkunde mit besonderer Berücksichtigung der Frauen u. Rindertrantheiten, Geburtshilfe und Rinderpflege und der Nachbehandlung Kriegsverlegter. 1036 Seiten mit ca. 500 Abbildungen, 43 Runftbeilagen u. einem Mobell- Album Mann und Weib". Die Heilkunde enthält zuerst bie Beschreibung der Krantheiten, dann ihre Behandlung. Großer Prachtband m. 132.- mit 8ahlungserleichterung von monatl. nnr 12 M. Die Lieferung des Werkes erfolgt ohne Anzahlung.( Siehe Bestellschein.). Buchhandlung A. M. Feller, Hermsdorf bei Berlin, Weisbachstraße 2. Was ist Eko? Durch Verbindung mit dem Auslande die bestzahlende Auskunftsstelle für E PIANO IANO ober Flügel sucht bring. Herer, Ballasftt. 9 Rurf.9104 gewbl. Lombard- Haus Brillanten KEH. Graff, Leipz. St.75 11 Perlen, Schmuckstücke aller Art besonders große Objekte Gold-, Platin-, Silber- Gegenstände 0 Zentrum 1964 Leipz.St.75 Höchste Beleihung Diskr., Reellste Gelegenheitskäufe, Uhren, Brillanten, Schmucksach. 10-50% unt. Ladenpr.) Geschäftsz.10-4| Versäumen Sie nicht, unser Angebot zu hören! 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