flg.W �Zs.�ahrgasg Musgabe A Nr. 252 Bezugspreis» viertrgährl. 36,— 331., monotL lt— SR. frei in, Haus, voraus zahlbar, Post- brzug: Monallich 12.— 33!.»liischl.8u- stcllungsgebsthr. Unter Kreuzband tllr Deutschland, Danzig, da« Ellar- und Memelaebict, sowie die ehemal» beut- schen Gebiete Polen», Oesterreich, Ungarn und Luremdurg 22,— iM. für da» übrige Au»Iand 23,— M. Post- bestellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho- Slowakei, Däne- marb Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz, Der.Porwiirts" mit der Sonntag»- deilage.Volk und stein, der Unter- Haltungsbeilage.HeimwelN und der Beilage.Siedlung und Kleingarten� erscheint wochentiiglich zweimal. Sonn- tag» und Montag» einmal. Telegramm- Adresse: »Sozlalvemokrot Ocrfta" Morgen Ausgabe Vevlinev VolksblAtt ( 40 pksnnig) Anzeigenpreis: Die neungespaltene Nonpareillezelle lostet 6,— M,.kleine Anzeigen" da» slllgedruckte Wort 2,— M. kein Wunder. Wäre ein solcher Antrag in der sozialdemo» sich-rung, daß wir restlos bemüht sind, das über uns hereingebrochene" Unglück noch in letzter Stunde abzuwenden Wir werden dabei Fraktion gestellt worden, er hatte gleichfalls em> unterstützt durch das volle Verständnis der Zentrumsfraktion des � stimmige Annahme gefunden, und vermutlich wäre die Sache Reichstages und der des Landtages, die ebenso unablässig tätig sind, bei den Unabhängigen auch Nicht anders gelaufen. die Interessen der Oberschlesier nach allen Seiten hin und mit allen Kräften zu wahren. Jn diesem Sinne bitten wir euch, wie bisher Vertrauen zu uns und unserer Arbeit zu haben, Ruhe zu wahren und alle unüberlegten Schritte zu vermeiden Neichstagsfraktion und parteiausschuß. Die sozialdemokratische Reichstagsfrakt'on beriet gestern gemeisam mit dem B a r t e i a r s s ch u ß. Die schon bekannte Stellungnahme der Fraktion in der Regierungssrage fand auch in dieser gemeinsamen Sitzung einmütige Zustirnmimg, ßartgesehte Kabinettsberatung. V e r l i n. 21. Oktober.(RZTB.) Das Reich sk ab I nett trat heute abend zusammen, um seine Beratungen über die o b e r s ch l e- fische Frage fortzusetzen. Die beteiligten Ressorts erstatleteu Bericht über die wirtschaftlichen, verkehrstechnischen und sozialen Folgen der von der Bolschastertonferenz getroffenen Entscheidung. Daraus trat das Kabinett in die Besprechung dnr politischen S e s a m t l a g e ein. Das Kabinett wird seine Veratungen, die bis in die Rächt hinein Volksrates siedelt nach Kattowitz ins Hotel.Deutsches Haus" über, j dauerten, morgen nachmittag fortsetzen. Gesamtaussperrung im Suchöruckgewerbe. Die Verhandlungen im Zeitungskonflikt haben den gestrigen Tag voll ausgefüllt. Alle Bemühungen, zu einer Einigung zu kommen, sind ergebnislos verlausen. Das Personal der Firma Moste bcharrt ebenso auf seinem Standpunkt, der In der gestern gefaßten Entschließung, die wir abends mitteilten, zum Ausdruck kommt, wie die Firma selbst. Der Reichsarbeitsmloister sah sich eben- falls veranlaßt, seine Bemühungen, den Streit zu schlichten, auf- zugeben und auch ein von anderer Seite unternommener Versuch, in später Abendstunde noch zu einer Einigung zu kommen, kann als gescheitert betrachtet werden. Die Unternehmer haben jetzt den Beschluß gesaßt, das Personal sämtlicher Buchdrücke- reieo auszusperren. So ist denn gestern in einer großen Reihe Berliner Luchdrockereien, unter denen sich wichtige Zei- tungsbelrlebc befinden, dem gesamten Personal gekündigt worden. Wir haben es bisher Unterlasten, in dem Konflikt zwischen Moste und seinem Personal Stellung zu nehmen, um in Anbetracht der politischen Ereignisse einer Einigung auch nicht die geringsten Schmie- rigkeiten zu bereiten. Wir haben uns lediglich darauf beschränkt, über die Dinge zu berichten, aber schon am Mittwochmorgcn sahen wir uns veranlaßt, die Frage aufzuwerfen, ob es sich bei der Mostc-Aus- fpcrrung nicht, um eine Machtprobe der Unternehmer handelt. Die Ereigniste der letzten Stunden scheinen diese Frage mit ja beantworten zu wollen. Wegen eines ganz geringen Kon- fliktes, in dem es sich nur um ein paar lumpige Mark handelt, läßt das Zeitungskapital einen Kampf entbrennen, der gerade in diesen Tagen außerordentlich schädlich wirken muß. Wie überall, so glauben auch im Buchdruckgewerbe die Unternehmer die Zeit für gekommen, um einen entscheidendenSchlag gegen die Arbeiterschaft zu führen. Aber diese Meinung ist irrig. Die Ullstein und Scherl, die Moste und Siinnes mögen es sich gesagt sein lassen, daß die g e s a m t e B e r l i n e r A r b c i t e r- s ch a f t hinter den ausgesperrten Buchdruckern steht und daß sie den Schlag, der nicht nur die Buchdrucker, sondern die gesamte Arbeiter- fchast treffen soll, mit der g a n z e n K r a f t parieren wird, die in ihr wohnt. Di«.Vereinigten Zeitungsverleger Groß-Berlins' nehmen in einer umfangreichen Erklärung Stellung zu dem Konflikt und be- gründen den Ausfpcrrungsbcschluß. Sie weisen darauf hin, daß die Solidarität der Zeitungsverleger gebot, den Versuch zu machen, das .Berliner Tageblatt" in anderen Druckereien herstellen zu lassen. Jn den Betrieben, wo diese Streikarbeit abgelehnt wurde, sei„wegen unberechtigter Ar b ei ts o« r w« i ge r un g die frifttofe Entlassung der an der Herstellung der Zeitungen beteiligten Perso- nale" ausgesprochen worden. Nach derselben Erklärung hat der Der- ein der Berliner Buchdruckereibesitzer„gleichfalls zur Bekundung einer Solidarität mtt den Zeitungsverlegern die Kündigung der tech- nischen Belegschaften mit der tariflichen achttägigen Kündi» gungsfrist beschlossen". Di« Zettungsverleger beteuern, daß ihnen der Entschluß der Entlastung sehr schwer geworden sei, besonders .in Erwägung der überaus ernsten politischen Nerhältniste". Zur Entstehung des Streites wollen wir uns heute nicht mehr äußern, darauf kommt es jetzt nicht an. Der Konflikt war ursprüng- lich aus die Firma Moste beschränkt und konnte auf sie beschränkt bleiben, aber die Unternehmer erklärten ihr« Solidarität mit Moste. Ebenso taten die Arbeiter, was ihr« Arbeiterehre gebot: sie übten Solidarität. Aus der Erklärung der Zettungsverleger geht sehr klar hervor, daß sie von vornherein gewillt waren,«ine Machtprobe herbeizuführen. Sie wußten, daß die Arbeiter ihren Kollegen von Masse nicht in den Rücken fallen würden und haben dennoch den Versuch gemacht, Streikarbeit herstellen zu lasten. Nicht um den Tarif zu retten, sondern um«inen Grund zur Kriegser» k l ä r u n g zu bekommen, haben sie diesen Schritt unternommen, der zu dem Kampf führte, den sie wohl wollten. Solidaritätskundgebung der Hilfsarbeiter. Die Ortsverwaltung Berlin des Verbandes der graphischen Hilfs- arbeiter hatte zu gestern abend ein« Mitglied erversamm- l u n g einberufen, in der G l o t h über den Stand des Zeitungs- konfliktes berichtete. Nach der Schilderung der Entstehung des Kon- fliktes und nach der Mitff-ilunq über die Aussperrung sag'« der Redner: Nachdem die Unternehmer diesen Weg beschritten haben, wird die Organisationsleitung wissen, was sie zu tun hat. Die Kollegenschaft möge sich nicht in Erregung bringen lassen und die Anweisungen der Organisationsleitung abwarten. Jn der Aussprache bekundeten all« Redner ihre volle Sym- pathie mit den Ausgesperrten. Man war sich darüber einig, daß auch die Hilfsarbeiter einmütig zusammenstellen werden, wenn ihnen der Kampf aufgezwungen werden sollte. Beoniragt wurde zur Unter st ützungderausgesperrtenArbeiter. s ch a f t von Mosse von den männlichen Hiisearbeitern S M. und den weiblichen 3 M. Extrabetträge zu erljeben und hiervon 42 000 M. für den gedachten Zweck bereitzustellen. Dieser Antrag wurde ange- nommen. Auch der Reichstag selbst könnte diesen Antrag einstimmig zum Beschluß erheben, wenn— ja wenn der Reichstag darüber zu entscheiden hätte, ob die Entscheidung über Ober» schlesien gelten soll oder nicht. Aber das scheinen die scharf- sinnigen Politiker der Deutschen Volkspartei übersehen zu haben, daß die Entscheidung über Oberschlesien nicht der Be- schlußsassung des Reichstags unterliegt— und das ist leider der springende Punkt. Man hat uns gar nicht gefragt, ob wir Ja oder Rein sagen werden, sondern man hat uns einfach gesagt:„So ist es!" Es wird uns nichts zur Annahme vorgelegt, sondern es wird eine Verfügung getroffen, und wenn wir nicht nach dieser Verfügung handeln, werden uns Zwangsmaß- nahmen angedroht. Unter diesen Umständen zu sagen:„Wir lehnen das ab!" ist entweder eine absichtlich gewählte unklare Ausdrucksweise oder eine Kinderei. Innerlich lehnen wir alle die Entscheidung über Ober- schlesien ab, und diesem Gefühl in Worten Ausdruck zu geben, ist ungefährlich. Die Kernfrage aber ist. ob die poli- tische Handlungsweise Deutschlands diesem Gefühl folgen darf, und darauf gibt die Entschließung der Deutschen Volkspartei keine Antwort. Ob man sich dem Zwang beugen, ob man Widerstand leisten oder ob man zu verhandeln ver- suchen soll, um sich dann zwischen Unterwerfung und Wider- stand zu entscheiden, das ist die Frage! Man sucht in den Worten der Weisen Rat und findet keinen! Wenn damit das Meisterstück geliefert sein soll, mit dem die Deutsch« Volkspartei ihren Beruf als Retterin des deutschen Volkes beweisen will, so ist er mißlungen. Trotzdem wächst die Wahrscheinlichkeit, daß schließlich an Stelle des Kabinetts Wirth eine rein bürgerliche Ra- gierung zustande kommt, in der dann naturgemäß der Rechten die Führung zufallen wird. Das Kabinett Wirth kann nur bleiben, wenn sich seine Mitglieder über die nächsten zu unternehmenden Schritte einig werden, und wenn im Reichstag eine Mehrheit vorhanden ist, um seine Politik zu stützen. Damit soll nicht gesagt oder an- gedeutet sein, daß im Kabinett Meinungsverschiedenheiten vorhanden wären, denn bisher hat es ja nur die Pariser Rote durchberaten, über seine künftige Haltung aber noch nicht be- raten, geschweige den beschlossen. Diese sichliche Me- thodederBeratungist nur zu billigen, denn wo es um Kopf und Kragen des Volkes gehen kann, darf man nicht mit Hurra Beschlüsse fassen, von denen man nicht weiß, was aus ihnen folgt. Wenn eine außerhalb der Regierung stehende Fraktion einen Beschluß faßt, wie der der Volkspartei, so nützt das nichts, aber es schadet auch nichts. Ein ähnlicher Beschluß einer verantwortlichen Regierungspartei könnte nur oerhäng- nisvoll sein. Die sozialdemokratische Reichstagsfrak- ltion, die jetzt mit dem Parteiausschuß gemeinsam berät, ist bereit, jeden ernsten Vorschlag, der chr ge:nacht wird, ernstlich zu prüfen. Aber es läßt sich nicht verhehlen, daß ihr Optimismus in dieser Beziehung stark begrenzt ist, und daß sie einen Vörschlag, der Deutschland einen Ausweg aus seiner furchtbaren Lage zeigt, nicht kennt. Besteht aber nicht die Möglichkeit, einen solchen Ausweg zu finden— was bleibt dann übrig? Protesterklärungen können in die Zukunft wir- ken, aber sie können an den harten Tatsachen der Gegenwart nichts ändern. Nichts wäre schlimmer, als wenn die Regierung Wirth zu einheitlichen Beschlüssen über die künftige Politik nicht kommen könnte, und wenn dann eine Regierung käme, die erstrechtnichtweiß, wassie will. Mit einer solchen Regierung müßte man aber nach dem Sturz Wirths rechnen, dafür ist der Beschluß der Deutschen Volkspartei ein Symptom. Dieser Beschluß drückt ein Gefühl aus. Aber er zeigt keinen Weg. JJl?hnen bekannt...? Wie Ludendorff mcht schnell genug Waffenstillstand bekam Die deutschnationale Geschichtslegende über die Ursachen des Zusammenbruchs ist nur möglich gemorden, weil im Volk die Vorgeschichte des Waffenstillstands teils nie bekannt geworden, teils vergessen worden ist. So können die Deutschmonarchisten in ihrer Propaganda heute behaupten, wir hätten im Herbst 1918 noch lange Widerstand leisten können, wenn nicht die Revolution gekommen wäre. Ist den Verbreitern dieser Behauptung bekannt, dast in einer Besprechung beim Reichskanzler am 19. Oktober 1918 der Staatssekretär Solf folgendes(laut a m t- l i ch e m Protokoll) vorgetragen hat: Ich habe Ludendorff gefragt, können Sie noch drei INonals die Front halten? Ludendorff hat gesagt: Itcin. Darum wollen wir prinzipiell eingehen auf die feindliche Räumungsforderung.(Es handelt sich um die Räumung der besetzten Gebiete Ist den Verbreitern der Behauptung, wir hätten noch lange weiterkämpfen können, bekannt, dag in einer Be- sprechung beim Reichskanzler vom 9. Ottober 1918(laut a m t- l i ch e m Protokoll) der Oberst Heye im Auftrage der Ober st en Heeresleitung folgendes gesagt hat: Es wäre Hasardspiel der OHL., wenn sie den Friedens- schritt nicht beschleunigte. Es kann sein, daß wir bis zum Frühjahr halten. Es kann aber auch jeden Tag eine Wendung kommen. Gestern hing es an einem Faden, ob Durchbruch gelang. Dringende Bitte, nicht von Nervosität zu sprechen. Schritt zum Frieden, noch mehr zum Wassenslillsiand ist unbedingt nolwendig. Truppe hat keine Ruhe mehr. Unberechenbar, ob Truppe hält oder nicht. In derselben Sitzung hat Ludendorff ausgeführt, daß die V e r t e i d i g u n g teurer sei als der Angriff. Beim Angriff unsererseits hätten die Gegner höhere Verluste als wir, bei der Verteidigung aber sei es umgekehrt. Das dürfte besonders die Kreise interessieren, die meinen, man hätte in der D e f e n s i v e endlos ausharren können.— In der Sitzung wurde durch den Staatssekretär Graf R o e d e r n darauf hingewiesen, daß wir die Donaufront nicht halten könnten und dann von den rumänischen Oelvorräten ab- geschnitten gewesen wären. Er fragt Ludendorff nach der Höhe der deutschen Oelde stände. Das amtliche Protokoll verzeichnet folgende Antwort:, Ludendorff: Marine 10 Monate, Heer für Luftzeuge 2 Monate. Die rumänischen Oelquellen waren tatsächlich gleich dar- auf verloren, ebenso die galizischen mit Oesterreichs Kapitu- lation. Beim Weiterführen des Krieges hätte also späte- stensimDezemberDeutschlanddenLuftkrieg wegen Mangels an Benzin einstellen können. Wie wollte man dann gegen die feindlichen Fliegerschwärme weiterkämpfen? In derselben Sitzung vom 9. Oktober trug der Reichskanzler Max von Baden vor, daß er gern noch mit dem . Friedensschritt gewartet hätte. Er sagte laut Protokoll: Im Verlauf dieser Unterredung(vom 1. Oktober) habe er mehr- mals an die OHL. im Großen Hauptquartier die telephonische An- frage richten lassen, ob nicht mit der Note gewartet werden könne. 'ÄäPcmf sei vom General Ludendorff die telephonische Antwort "erteilt worden, wenn er, der Prinz, am nächsten Morgen um 1 0 U h r noch nicht Reichskanzler sei, so solle lieber der Vizekanzler Herr v. Payer die Rote unterzeichnen. Oberst v. Häften als Vertreter der OHL. erklärte auf An- frage diese Darstellung für richtig. Staatssekretär Dr. Solf gab seinerseits folgende Darstellung: Er habe ebenfalls den Feldmarschall o. Hindenburg gefragt, ob wir nicht a ch t oder wenig st eng vier Tage Zeit hätten. Der Feldmarschall habe erwidert, darauf könne er keine be- stimr le Antwort geben und seine Erwiderung mit den Wgrten gx- schlössen: j »Machen Sie schnell, machen Sie schnell!" „9er fiiegenöe Hollänöee� Charlottenburger Opernhaus. Wagners„Fliegender Holländer" wächst inhalllich unserer Zeit und ihren Stimmungen immer mehr entgegen, entfernt sich da- für musikalisch von der Gegenwart, die der späte Wagner fundierte, bedenklich. Das Visionäre ist unserem psychologisch geschulten Alter in Märchen und Wirklichkeiten nicht mehr unerklärbar. Das treibende Motiv aber, das den Ahasoer des Meeres nicht sterben und nicht menschlich leben läßt, den grausamen Fluch verstehen wir nicht ganz. War es ein Verbrechen, das Kap zu umsegeln? Nehmt es als ein Symbol der Auflehnung gegen göttliche Macht und Bestimmung: Wagner hat es wohl so gedacht, wenn auch nicht gedichtet. Ein faustischer Drang nach Unendlichkeit, nach Entschleierung von göttlichen Geheimnissen hat den Satan als Gegenkraft angelockt. In der Treue des Weibes fein Leben geadelt und gesühnt zu sehen, das ist ein Abwerfen des Mannesdüntels, das ist Fluch und ist Segen zugleich. Der Regisseur hat das Wort. Er braucht nur nachzulesen, was Wagner, der Meister aller Operntechnit, in der Partitur, was er in einer seiner kleinen Schriften vermerkt hat. Diese Oper muß mit allen Raffiniertheiten der Beleuchtung und des Spuk» gespiett werden. In Charlottenburg erreicht die Szenerie einen vorbildlichen Grad der Vollendung, so daß Natürlichkeit und Maschinerie in eins verweben.(An dieser Stelle ist schon davon gesprochen worden.) Die Sihouelte des Hollünder-Schiffes, feine langsame Materialiste- rung, das Wandern der Wolken, die automatische Bewegung der Segel und Schiffskörper, all das im Gleichmaß mit der färben- gewaltigen Musik: eine die Spannung außerordentlich fördernde Reihe gelungener Effekte. Hier ist mit Recht dem Theater gegeben, was des Theaters ist. Im Textbuch ist fast für jede Bewegung und jeden Schritt des 5)olländers eine Anweisung gegeben. In Bayreuth folgt man dem Buchstaben: Bertram und van Roy bewiesen, daß so der Eindruck der stärkste ist. Franz Reisinger ist nicht von so großem For- mat und es gelingt ihm nicht immer, die Starre, Bewegungslosig- keit, die Schicksalsruhe des Gemarterten auch noch im Affekt so darzustellen, daß Erschütterung uns packt. So oersucht er zu be- leben, was in der dämonischen Leblosigkeit die besten Akzente fände. Im Gesanglichen stand er seinen Mann und seine ehemals nasale Stimme gab Bestes cusgeoiichen her. Gegen ihre Natur hatte die S a l v a t i n i ebenso zu kämpfen wie gegen die großen Berliner Borbilder. Blond das Haar und schwarz die Augen: so auch die Charaktermischung._ In der Stimme jene Schärfe, die das träume- rijche Nordlandsmädchen miteins in eine Südländerin wandett. Senta soll nicht sentimental sein und das war die Salvatini auch nicht. Aber die Merkwürdigkeiten ihres Wartens, Träumens, Han- delns, die seelischen Kräfte zur Erlösungstat erwachsen nicht aus solcher Leidenschaft, sondern aus der Naivität. Die Salvatini ist eine wissende, ist eine bewußte, keine aus dunklen Unterströmungen weltfernen Träumens und Halluzimerens erwachende Senta. Also überhaupt keine Senta Auch sie darstellerisch von hohem Reiz, momentan ergreifend. In der von K r a s s e l t sehr sorgfältig vorbereiteten Aufführung hatten sogar die Matrosenchöre Schneid, Auch dies mußte Oberst v. Häften als richtig zu- gestehen. Vizekanzler o. Payer b e st ä t i g t e gleichfalls die Darstellung des Prinzen Max von Baden und be- merkte: Das Telephonat fei keineswegs das einzige D r ä n g e n gewesen._ „Die falsche Front". Das Blatt der rheinifch-westfälifchen Montanindustriellen. die„Deutsche Bergwerkszeitun g", fühlt sich verpflichtet, uns wegen unserer Haltung zur Kredithilse der Industrie anzugreifen. Sie bezeichnet unsere Kritik an dem Vorgehen der Industriellen als falsche Front; wir versagten den Unternehmern Anerkennung für den guten Willen— meint sie— und unsere Angriffe müßten sich gegen„unsere Feinde" richten, die die Reichsmark und das Volk in den Abgrund stürzten. Mit Verlaub: Anerkennung verdient die Tat, nicht das Wort. Unter den Leitern der Verhandlungen befindet sich ein Mitglied der Industrie, das einmal begeistert die Unternehmer zur Mitarbeit an der Sozialisierung aufrief. Wir verzeich- neten das damals mit Anerkennung. Heute ist der Mann in jeder Beziehung einwandfreie Stütze der Unternehmer gegen Sozialisierung. Diese Erfahrung bat uns gegen die Zusagen des Reichs- Verbandes etwas skeptisch gestimmt. Die Zweifel wurden be- stätigt durch das Gleiten des Angebotes— man nannte ver- schieöene Summen— und durch die auffallende Beflissenheit der Unternehmer, ja um Gottes Willen dem Reich n i cb t zu viel Recht über die Kredite zuzugestehen. Gewisse Vorstöße der Unternehmer gegen die Sozialisireung und die Propaganda für die Privatisierung der Eisenbahnen, die un- sachlichen Einwände gegen die Erfassung der Sachwerte, der Vorschlag zur erhöl?ten Besteuerung gemeinwirtschaftlicher Be- triebe zeigten die Richtung, in der die Industrie arbeitet, zur Genüge. Rein, auf dieses Spiel können wir uns nicht einlassen. Auch nicht auf das andere, die breiten Massen mit Hetzartikeln gegen den„verfluchten Feindbund" einzulullen und sie darüber hinwegzutäuschen, daß sie, Arbeiter, Angestellte, Rentner es find, die zahlen, während der Besitz verdient. Wir f o r d e rn die R e v i f i o n des Berfailler Vertrages — aber nicht mit schlecht verhehlten Kriegsdrohungen, sondern mit den Interessen der ganzen Welt. Nicht Mitleid wollen wir, sondern Erkenntnis, daß es eben so nicht geht, soll nicht die ganze Weltwirtsckmft Schaden nehmen. Und um dieser Erkenntnis trotz aller Opfer, die es das deutsche Volke mit Ausnahme der Großaktionäre und der Geldgeber der„Vergwerkszeiwng" kostet, Raum zu ver- schaffen, bedarf es der S a ch w e r t st e u e r, des letzten Kraft- aufgebotes. Gleichwohl glauben wir, daß die K r e d i t h i l f e Cr- leichterung bringen kann und wir denken nicht daran, sie unmöglich zu machen. Wir verkennen auch nicht die Größe des Augenblicks, wo die gesamten deutschen Erwerbsstände sich zusammenschließen, um dem Reich zu helfen. Beileibe nicht. Aber wir halten es mit dem gewitzten Kellner, der fein Urteil über den Gast erst abgibt, wen er gezahlt hat. Im Trüben gefischt. Die„Deutsche Zeitung", die u. a. auch das Blatt der baltischen Barone ist, bringt einen aus Riga datier» ten eigenen Bericht, in dem anknüpfend an die Mitteilung, daß das Haus der Livländischen Ritterschaft durch Brand völlig zerstört worden ist, allerhand Schmähungen und Verdächtigungen ausge. sprachen werden, die sich gegen die Träger der lettischen Staätsge- walt richten. Nachdem nacheinander„Brandstiftung durch Bolschs, misten" und„Fahrlässigkeit betrunkener ftaatserhaltender Elemente" als Ursachen des Unglücks, das auch wir tief bedauern, angegeben werden, gibt der Korrespondent zu verstehen, daß— dies alles nur Vermutungen find. Positives weiß man also nicht, aber man verleumdet darauf los, in der Hoffnung, damit die deutsch- lettischen Beziehungen zu trüben und damit die Geschäfte der kur- ländischen Junker zu besorgen. und der Daland S ch ö p f l i n s ging, lebhaft spielend, an den komischen Grenzen seiner Rolle haarscharf vorbei. Paul P a p s- darf war und wurde gar nicht lyrisch, seine beiden Auftritte hatten Charakter und Spannkraft. Und das Werk? Ein genialer Versuch, von Meyerbeer weg- zukommen. Ein großartiges Stück flammender Musik. Ein tasten- des Musikdrama. Der„Ring" hat diesen herrlichen Anfänger er- drosselt und den Genius freigemacht! Kurt Singer. Wie August Gaul arbeikeke. Dieser größte moderne Meister der Tierplastik hat seinen Ausgang nicht von der Akademie genom- men, sondern vom Handwerk, und seine ursprüngliche Tätigkeit als Ziseleur lebt fort in der feinen Behandlung des Materials und der Oberfläche, dl« er ohne r-aturallstische Einzeheiten nur durch ausdrucksvolle Kerben. Punktierungen und Auflockerungen belebte. Die großartige Solidität seiner Technik, die nichts der unpersönlichen Ausführung überließ, sondern alles bis ins kleinste durch das Werk der eigenen Hände beseelte, verbindet ihn mit dem einzigen Lehrer, an den er sich anschloß, mit Adolf Hildebrand. Gaul hat hauptsächlich Tiere in Ruhe und Spiel dargestellt und Tiere bevorzugt, in denen das Wesen des Animalischen in seiner ganzen Größe und Dumpfheit verkörpert ist. Der Affe, der nur allzu leicht zu menschlichen Parallelen verführt, taucht daher nur ganz früh bei ihm auf. Seine Lieblinge sind dagegen neben Löwen und Adlern besonders Bären, Hamster, Biber, Fischottern, die in ihrer ruhigen Behäbigkeit eine eigentümliche Schönheit offenbaren. Eine hohe Ehrfurcht vor dem Eigenleben und dem Lebensrecht jeder Kreatur spricht aus dem ganzen Werk Gauls. Stets gibt er das Tier und nur das Tier, befreit von den Zufälligkeiten des be- treffenden Exemplare, gesteigert zur Gattung. Daher die Monumen- talität auch in seiner Kieinplastik. Die Reinheit seiner Linie offenbarte sich vielleicht am eindring- lichsten in seinen Reliefs und Plaketten; sie ist auch seinen Zeichnungen eigen, in denen er sich als ein unermüdlicher Beobachter der Tiere zeigt. In diesen Studien und Entwürfen konnte man die unsäglich mühevolle Arbeit beobachten, die Gaul vollbracht hat, bis jene nun so selbstverständlich dastehenden Meister- werke vollendet waren. Heber originelle Forschungsmekhoden wurde auf dem letzten Kongreß der„Deutschen Gesellschaft für innere Medizin" berichtet. Zur Feststellung der Widerstandsfähigkeit des Dünndarms liegen Bakterien ließ Prof. o. d. R e i s- Greifswald Bersuckspcr- onen zylindrische Eisenhülsen verschlucken, di« mit be» stimmten Bakterien angefüllt waren. Durch Beobachtungen ver- mittels Röntgenstrahlm stellte er fest, wann diese„Darmschifschen" im Dünndarm angelangt waren. Durch einen vor den Bauch der Versuchsperson gebrachten Elektromagneten w»rde die Hülse g«> öffnet. Die in ihr enthaltenen Bakterien wurden der Einwirkung des Darminhalts ausgesetzt. Die gleiche Methode wurde ange- wandt zu Untersuchungen außerhalb des Körpers. Prof. v. d. Reis lieh das leer verschluckte„Darmschiffchen" sich im Dünndarm voll Darminhalt saugen. Nach Entfernung des Elektromagneten schloß eine innen befindliche Feder die Hülse wieder und der darin be- Ssrichtsrftatter Remmele. Der vom Reichstag zur Untersuchung des Oppauer Un* glück s eingesetzte Untersuchungsausschuß beriet am Freitag über den weiteren Verlans der Feststellungen. Zunächst lieh der Vor« sitzende Abg. Schwarzer(B. Vp.) einen Bericht der„Rot e n Fahne" zur Verlesung bringen und erklärte, daß dieser Bericht in gehässiger und unwahrer Weise die ehrlichen und Pflicht- gemäßen Bemühungen des Ausschusses in den Schmutz ziehe. Wg. R e m m e l e(Komm.) bekannte sich zur Urhebers chast dieses Artikels, den er„nach seinem gewissenhaften Urteil" nieder« geschrieben habe, und den er Punkt für Punkt zu verfechten bereit sei. Abg. Schwarz(U. Soz.) hielt einzelne tatsächliche Angaben des Artikels für durchaus zutreffend, fand aber, daß der Artikel in seiner aggressiven Form zu weit gebe.— Abg. Dr. Semmlec (Dnat. Vp.) regte an, der Reichstag müsse gegen die unerhörten Vor- würfe des Abg. Remmele einschreiten. Auf keinen Fall könne man den Mitgliedern des Ausschusses zumuten, noch weiter mit dem Abg. Remmsle in dieser Sache zusammenzuarbeiten.— Abg. Brey(Soz.). widersprach dem Vorschlag des Vorredners. Der Ausschuß müsse selbstverständlich die Untersuchung nach bestem Wissen und Gewissen fortsetzen. Er soll aber eine Entgegnung in die Presse bringen, die die bisherigen Untersuchungen vor aller Oesfentlichkeit darlegt, und es der breiten Masse s e l b st überlassen, sich ein Urteil über die Tätigkeit des Ausschusses zu bilden. Vorsitzender Abg. Schwarzer(B. Vp.) wies auf die Oesfentlichkeit aller Aus- schußsitzungen hin, so daß jedermann die bisherigen Verhandlungen habe verfolgen können. Jedem Unparteiischen ist es klar, daß das Remmeljche Machwert wider besseres Wissen aufgestellt ist.— Der Antrag des Abg. Semmler auf Absetzung der Sache Remmele von der Tagesordnung und auf Vorbehaltung weiterer Schritte des Ausschusses in dieser Angelegenheit wurde mit Majorität angenommen.— Der Ausschuß trat nunmehr in die sachliche Beratung ein.— Abg. Schwarz(U. Soz.) beantragte, es sollten die Arbeiter ohne Beisein der Direktion, aber in jeweiligem Beisein der in Betracht kommenden Sachverständigen, vernommen werden.— Abg. Dr. K u l e n k a m p f f(Dt. Vp.) beantragte Ein- setzung eines Untersuchungsausschusses von 3 Abgeordneten zwecks Prüfung der Aussagen der Zeugen in Ludwigshasen auf ihre Ge- nauigkeit.— Abg. Remmele(Komm.) stellte den Antrag, die Frage zu prüfen, welchen Anteil das ganze Prämiensystem bei den Fabriken an der Herbeiführung des Unglücks habe, ferner die Frau des verstorbenen Sprengmeisters Humbe, sowie die übrigen Zeugen in dieser Angelegenheit, schließlich auch die kaufmännischen Ange» stellten der in Frage kommenden Firmen zu vernehmen.— Sämtliche Anträge wurden angenommen und einem Unterausschuß von 3 Mitgliedern zur Ausführung überwiesen. Flüchtlingselenö unö Kartoffelwucher. Man schreibt uns:' Die Agrarier wissen aus allen Blüten Honig zu saugen. Jeden Tag vergießt die agrarische Presse Ströme von Tränen des Mitge- fühls über'das Elend der oberfchlesischen Flüchilinge. In Wirklichkeit verstehen es die Agrarier, selbst aus dem Flüchtlingselend Profit zu schlagen. In der Nähe von Guben befindet sich ein Lager, in welchem oberschlesj'ch« Flüchtlinge untergebracht sind. Alle Versuche, bei den dort ansässigen Großgrundbesitzern den Bedarf an Kartoffeln zu einem erschwinglichen Preis« zu decken, sind fehlgeschlagen. Di« Agrarier erklären,'daß sie selbst nicht oerkaufen, sondern damit den Landbund beaustragt haben. Dieser Landbund wiederum verlangt Preise, die einfach unerschwinglich sind. Die Agrarier lassen g�enwärtig große Mieten herstellen, in denen die Kartoffel« eingegraben werden, und zwar nur deshalb, weil sie die Preise nid? bezahlt bekommen, die sie glauben fordern zu sollen. Es verdiew festgestellt zu werden, daß die Agrarier schamws genug sind, selSfl aus dem Flüchtlingselend Prosit herausschlagen zu wollen. Der Vesd'wcrdeausschuß des Reichsrales für Zeitungsoerboke hat sich mit der Hinzuziehung von journalistischen Sachverständigen ein» oerstanden erklärt. Ein solcher Wunsch war von der Berliner Presse- konfercnz erhoben und vom Rdchsminister des Innern befürwortet worden. findliche Darminhalt konnte zu Untersuchungszwecken im Labora- torwm verwendet werden., Prof. H e y e r- München berichtete über ein« nicht weniger originelle Methode, die er zur Prüfung des psychischen Ein- flusses auf die Absonderung von Magensaft an- wandte. Er versetzte Patienten in tiefe Hypnose und sugge- rierte ihnen dann die Aufnahme bestimmter Speisen. Vermittels einer Sonde saugte er gleichzeitig den Magensaft ab. Nach der Suggestion des Genusses von Bouillon stellte er schnelle, lebhaft« Absonderung von Magensaft fest. Bei Milch kam die Absonderung von Magensaft langsamer in Gong und versiegte langsamer. Milch und Brot hatten eine größere Pepsinabsondcrung zur Folge. Die Suggestion von Angst und Schrecken verminderten die Sastabson- derung und brachten sie schließlich zum Stillstand. Die Suggestion freudiger Erregung wirkte nicht umgekehrt in gleichem Maße an- regend auf die Absonderung des Magensafts. Oel- und Goldficbex. Die Meldung, daß in dem in West- australien gelegenen Kimberleydistrikt überaus reiche Mine- ralölquellen entdeckt worden sind, hat eine wahre Bölker- Wanderung nach den erwähnten Gebieten gelenkt. Der Zulauf von geldgierigen Abenteurern erinnert an die Szenen die sich auf die Meldung von den ersten australischen Goldfunden in lltew Süd Wales und Victoria am Anfang der ILöVer Jahre hier abgespielt haben. Am ö. Januar 1SS2 lagen in Hobson Bay nicht weniger als 4 7 H a n d e l s d a m p f e r. die von der Mannschaft verlassen worden waren und nicht entladxn werden konnten, und es kam oft vo< daß sich die Kapitäne ihren nach den Goldfeldern zuströmenden Matrosen anschlössen. Nach dem Bericht, den der Eouv�rneur Latrobe damals an die Regie« rung in Melbourne erstattete, waren ganze Ortschaften von den männlichen Bewohnern verlassen, so daß der Handel zum Still- stand kam und die Schicken geschlossen werden mußten. In den Städten vor allem gab es nicht einen einzigen Vertreter des männ- lichen Geschlechts mehr. Schließlich griff das Fieber auch auf die Regierungsbeamten über, und da alles auf die Goldsuche ging, mochte auch die Polizei nicht länger zurückstehen. In Melbourne waren am Neujahrstage 1533 von 40 Schutzleuten nur noch zwei zum Dienst erschienen, und es war ein Glück für die öffentliche Sicherheit, daß auch sämtliche Spitzbuben nach dem Gold- land gezogen waren. Romanlikerausstcllung in dar Siaaksbiblloihe?. Zu unserem Artikel in der gestrigen Morgennummer teilt uns die Direktion der Staatsbibliothek mit, daß die Ausstellung mit Rücksicht auf die werktätige Bevölkerung auch Sonntags von 11—2 Uhr u n- entgeltlich geöffnet ist und daß zu dieser Zeit dort Vor- tröge stattfinden. De« Begräbnis August«anls findet heute nachmittag Z Uhr von der Leichenhalle des Tahlemcr Friedhofs aus statt. Untcrgrundbahnhos Tab- Icm Börsenoperationen betrieben, und zwar hat er namentliN sich als Hausspekulant in deutscher Mark und Baumwolle betätigt. Da seine Börsengeschäfte durchweg höchst unglücklich abliefen, grlss er die Kapitalien seiner Gesellschaft zu seinen persönlichen Zwecken an. Unter anderem kaufte er sich eine Villa, die er gc- radezu verschwenderisch ausstattete. Die Bilder und Möbel seiner Wohnirngselnktchinng repräsentieren einen Wert von rund 2 Millionen Franken. Selbstverständlich erschienen alle diese Geschäfte in den Büchern der Firma nicht. Ende November 1920 schloß die Bilanz mit einem Fehlbetrag von 53 Millionen Franken. Daraufhin wurde Blatt seinerzeit verhastet. In den Prozeßoerhandlungen werden ungefähr 89 Zeugen erscheinen. hinrichftmg. Freitag früh 6� Uhr wurde im Gefängnlsdok j:i Kempten im Allgäu Ludwig Schmal)! aus Augsburg erschösse». Schmahl wurde am 4. September zum Tode verurteilt weil er In der Nacht zum 27. April seinen Nachbar, den Händler Josef Schärzlrr. Mit dem er wegen eines Kaufes in Konflikt gekommen war, durch Beilhiebe getötet hatte. 3m tiaupkbahnhof Nürnberg fuhr eine Lokomotive Freitag früh 6.30 Uhr auf einen einfahrenden Personenzug auf, der von Treücht- ltngen kam. Drei Wagen entgleisten, vier Personen wurden leicht verletzt. Attenlei in Madrid. In Saragossa ist der Personalchef einer Waggonfabrik einem angeblich syndikalistischen Anschlag zum Opfer gefallen. Sport. Rennen zu Manenbors. Erstes Nennen. 1. Gradrsca(H. Grübet, 2. Siegmund Silver(Lantenberger), 3. Flora Bingen tKnöpnedel). Tot.- 21: 10, Pl. 13, 24, 18'- 19. Ferner liefen: Irrfahrt(4.), Fragcnicht, Verdu:, Brebant keine 23., Zukunft, Humor', ArgcntiNia, Silvcrius, MaricÄcn H.— "Ii" Tyrvler(Babickri, 3> Sahar M>>WW>WWWW>MjE dlrndl. Sphinx, Vasco i, Rtoiirice, Urdenbach, Wilhelwina, Dardimello. Tünabnrg.— Dritte? Rennen. 1. Frühauf(I. Ltchtenseld», 2. Älpeiifex(Rooowski), 3. Grane(Janß fr.). Tot.: 40: 10, Pl.: iß, Ii), 17• 10 tirt.n- eint t4V-----~_- 17; 10. Fenicr liefen: Ägi Fliris Onward, Cyprrsse ■irane(I, ,i(41. Je n> Jalu ola Rivsr, Long Paulinck, Imme utz i"|fe . HefdemäNn, Clörchen M.— viertes Rennen. 1. Nebel tMvostrs, 2. Tvpinmnbour(Kctzri»), 8. Deborab W.(Inner). Tot.: 23:10, 15, 30, 24:10. Ferner liefen: Handschlag(4), Brünhilde m. Per«) K, Kriegsfreiw.. Finale I, Dnrchbttich, Kammcisritz Aisqn., Edlnhard, ttiichenuiädchen M.. Deutsch- weifter, Hindenburg u, Carl Kiifer, Daphne l, Dr. Preßbeurg.— Fünftes Rennen. 1. Dornröschen 9(M. RiNgins), 2. Manteuffel lJauß), 3. Hans Medium(Kauppcr). Tot.: 118: 10, Pl.: 29, 43. 22: 10. Ferner liefen: Cnatncto(4), Einiger, Miß TootS, SantoS Boy, Clara Bingen. Gudrun u, Zufall, Siegmund, Bogdan, Jcffris, Marsch. Hinden- bnrg, Gerard A., Heir Reapcr.— Das 0. Rennen wUrdt wegen verdächtigen Fohren» von Feiner(Fenerwebrl annulliert nnd nochwal ausgetragen. Feuerwehr wurde hier vom Protestfahrer E. Treuherz gefahren. 1. Feuerwehr(E. Treuherzl, 2. Body(Rogowski), 3. FlscUs(I. Lichtenfeld). Tot.: 21:10, Pl.: 16, 23:�0. Ferner lief: Fanny Hole.— Siebentes Mills), 8. Crocns erner liefen: Alten- Renne n. 1. Cleo Küfer(Kaüppcr), 2. Künstler( (Hs. ZMensncr). Tot.: 18:10, Pl.: 15, 28:10. I__________________ müblen(4), Eil mg.— Achtes Rennen. 1. Traueresche lKöüpper), 2. Walfisch(L. Weiß), 5. Jeltir(Hm. Schleus» er). Tot.: 50: 10. Pl.: 16, 16, 20: 10. Ferner liefen: Fruerball(4), Sucill« Frisea. Josef, Long Eugen, Wafserfahrt, Ezerna, Vollspieler, Prekusa. �rbeltersport. Seiet t-r-Ztatfehere-Berei h„Sreh-Vezti»". Sonnabend, 22., abends 8 IIb'. 11. Stifiana-fest im Bergnllguugepalast„Südost", früher Uliems, baien» Heide 13. Sonntag. 23., nachmittags 1 Uhr, Katerbummel nach Rahladors- S!U>, Hettzekrug. Star! Mariannenplatz. Sriefkaften üer ReSaktion. Briefliche Auskunft wird nicht erteil i.— ZA>er für den Brief- fasten beslimwien Anfrag« füg« man einen Bnchstabon»nd«in« Nummer dei. Eilige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Üindenstr. 3. 1. Hof part. lml», vor. Schriftstücke und Vertrüge sind mitzubringen. tzl. 6. 6864. Wenden Sie sich Mtnöchst befchlverdikühtend aN den Landrat. SoM« dieser der Beschwerde nicht stattgeben, so müssen Sie den Regierung». dröstdenten und evtl. den Obervrästdenten anrufen.—«r,r, flrev. Uns ist davon nichts bekannt.— L. 14». Rein.—». B. Meiningen. Nach der Bast- ordnnng gebt die V-ltanweisuiig sowie die zur Frankierung verwendeten Bost- Wertzeichen in das SiqenNtm der Vostderwnltttt', über.— N. 26. 1. und 3. Wenden Sie sich an die Landgefellschaft..Siacne Scholle" in Franlsurt n. b. O.. wo Sie alle» Rfthere erfahreti. 2. Rur totes Inventar.— 12826. Tie Forde- rang ist noch nicht verjährt. Befchreilen Sie den Klageweg.— tt.£. 801. 1. Ja. 2. und S, Rein. ~®. 241; Duirbnrg. ■"•«ni » äKtschsÜMtztÄch«» Lusan, ist cNstevtti'g größere Bervreiiung Erbxrinzt» ßiaxold i, Br? G rTSiealer, LitMspIcle usw.| JCV�irrjLiricnm:»-ir>r*-r.yrtattdcr>t:rf�r\-�yv->r»fv->r■».-r<- eqrr�fflft Operühsus Zngunsten der Witwen- pensionskasse desVereins „Berliner Presse" Boheme Vf, Uhr Scbaiispielbaus AuBer Abonnement König Richard HI. 7Vi Uhr Dentscb. Theater 7i/>-. Prinz Louis Ferdinand Sig. Z'/j: Russ. Gastspiel Jekatarina Jwanawna Stg.71/« Pr.LOuisPerdinand Rammerspiele 8 Uhr: Der Hübnerbol Stg.ZVj: FrChlingsErwach. Btg. 8: Der Hbhnerbol Kr. Scbaaspielh. (Karlstraße) tjhr: Die Rauber Stg. ZV. Uhr: Die Räuber (Abt. A 6, Vorst) 7Vj Uhr; Die Räuber Theater 1. d. KöniijoräfzerStr. Taglich 7.30 Uhr; Maflon Lescaut (Orska, Janssen. Riemann, Blldt, Brandt, Plcha, Reü- kopf, Klupp, May, Appell) bonnt. 3 Uhr: Salome KomMicQhaiis Täglich l3? Die Fahrt ins Blaue GISBner, Richard, Engl, Prdckl. Stieda, Demburg Stg.nachm: Lache Ib. Lala Berliner Theater Täglich 7.30 Uhr; tyrinseffin QMa FritziMassaryao. Ralph Art Roberts Pepi Zampa, Kiper Sonntag nachm 3 Uhr Die tolle Komteß Usa Weise a. G., Else Bottiche r'a H. Kiper Central-Theater s uhr: Bis Foslfflelsterin Deutsches Opernhaus 7 uhr: Margarete Ffieür. Wiiheitnstaat. Th. 8 uhr: Imm GSrI Intimes theatar £ U.i Die Spciimkc/ Lsuf doch nicht immer nackt herum Kleines Schauspielhaus Th tl.; Rfbt(Lustsp.) Lustsptelhaus uhr: Die Schüspteler Metrophl-Theator � Die SiraßeBsüßfertfi Neues Operettentheater s uhr: Känip 1 üaefe! Neues Theater tun Zoo uLDasEsiigJäßiÄ Neues Volkslheater 7v=uTth Die Wflilcnte Schiller- Tb. Chariottanb. 3 Uhr: Don Carlos 8 Uhr: V. eine Prnu, die Hetscbausplelerln SchloBpark-Th. Steglitz 7v.u-- illes nffl CeW Thaliä-Theater 7t/lu.:Scl!ä!n'Bicli)LBttE Theat a. NoHendorfplatz 3V, Uhr; RzMb»t uhn Vetier ans Dinssda Theater des Westens 7v.u.: Braut ILuesilss Th.i ri.Kommandantenstr. (Jtd. Künstler-Theater) Täglich 8 Uhr; Newejle Waltner-Thsater t/, uhr: Nixchen Volksoper. Waihalla-Th. �r:GloekeiiT.Coni£iille ResIdenzTheater Täglich 7'f, Uhr UWiiiM Olgatimburg, Kaiser-Titz, Else Wasa, Eugen Rex Sonntag 4 U. kleine Preise; Evcben Humbracbt Kleines Theater täglich TV, Uhr: Frl. Josette -meine Fra« Eorcb Bar* Carola Teellc Falkcnstei», hans Albers Volksbühne Theater am Bülowplatz u.:MBa!i!askus,ii,u Lessing-Theater ?-/, Uhr; Die Spielereien einer Kaiserin Stg TV,; Der lasterhafte Herr Tschu Slont.TV,: Nie Spielereien einer Kaiserin Seutsciies Mer-Tii. Aüabendüch 7>), Uhr; Die Ballerina Bes Königs (Leopoidlne Konstantin) Trianon-Theater Täglich 7'/, Uhr: WfkMsM Arnold Korff, LotteKHnder W.Bendow, Uis.Schneidor- Nissen, Fr. Schinema v\vv. 4..« V'5 T/t Uhr*'• LOUIS FERDINAND Prinz von Preußen Von Frlfz von Unruh Regie: GUSTAV HÄRTUNG Harttnann, KrauB, Lossen, Helene Thlmlg, von Alten, Dleterle, Dlejcelmoun, Wäscher, Brause wetfer, Völcker, Günther, Nun- berg, Ritter, Hannemann, Weinmann, Redlich, Refglag terüesOsie Buchausgabe 6. Aullage. Erich Relss-V erlag. Oeb. M. 2Z.—. geh. M. 15.— Durch alle Buchhandlungen zu beziehen. (Rose.Thecter) 3'/,: Hansel und Gretes Tu Uhr: Bas Qtüek der kleinen Leute ' 6 3. Reines Varietö-Programniij Raachen gestattet!| Theal a.Kottbus. Tor T-I.Morihx>i.!SM7 SüflL?>-,UHrund iSonnt.notbhLSU. Wite-Mm — 10 Serret!!— wihl Somit I Nm. halbe Preise Sotf. 11-1'/,«, 4 6 p: Oper t/\ 1 Direkt.: James KielE' Allabendlich Der Theater am Kurfürsiendamm Tets SleinpUta 0914 Dir. Dr. EugCXl Robert kcnrtllr.ten«Iamm 108,9 Allabendlich 8 Uhr: Ingeborg Theater i. cl. Königgrätzer Str. Täglich 730 uhr: Manon Lescaut Schauspiel in vier Akten(b Bildern) von Carl Sternheim mit Maria Orska, Waller Janssen, Jobannes Riemann Pool Blldl, Julias Brandt, Hermann Plcha, Paul Rebkopf, Willy Appelt, H. H.v.Twardowskl, Rob. Klapp Die Fahrt ins Blaue Der größte Lustspiel-Erfolg {seit„Die fünf Frankfurter") Ab heute täglich 7™ Uhr im Komödienhaus mit Erika Oläßner, Frieda Richard, Olga Engl, Ernst Pröckl, Heinz Stieda, Ernst Dernburg äWclill P A ü L G � A U P E I Große Ausstattung?-! I Opereltenreyue in 8 Bildern I Flauptdarsteller: Max Land» Snioo Kastner r.ascv»(iura Franz Greil \ Wilhelm Hartsteinjj Paul Westermeyerl I Lotte Wcrksnelsterii. ■ Albert Paulig IVoreerkauf ab 16 1 unuuterbroch. i »pr LRilcnstf. 1ZZ, am Oraniesburger Tor Täglich 8 Uhr: Naaoüs Dehnt Posse mit Gesang von L. Leonhard mit Perd. GrOheckcr Tel.: Norden 8008 J 8 Uhr 8 Uhr I Stg. nachm. 3', Unter ailahend- licher Leitung I d. Komponisten Paci Linke IfraaSuna Große Ausstattungs- oprrette Oscar S?.liOa.ö. Else Heraa FrKzi ireo üartin Ketlner Fritz AM Irls-ärl�oUtlsS Luftbailett 1 Tageskasse un- unterbr. gpöfln. litt-Filast Tvauhr: ÄiiraKaMra Morgen 3»/, und 7V, Uhr: Die rotea Schuhe W Bcbrenstr. 54 8 U; Der usiiiiertreitiietie Oktober 7 Uhf 30 Die StnSffilqcHo von Leo Fall Mlzzi Günther trade Hesterberg Guido Thiel scher Albert Kutzner Leonhard Haskel Otto Treptow Herrn. Boettcher Bertli. Reissig a Sonntex nachm. 3 Uhr Die bläiie ttim AUKTIONSAUSSTELLUNG DER VERSTEIGERUNGEN C. Q. BOERNER(LEIPZIG) JAGDSAMMLUNG ALTER GRAPHIK ENGLISCHE FARBDRÜCKE DES XVHI. UND XIX. JAHRHUNDERTS FREITAG, DEN 21. SONNTAG, DEN 23. OKTOBER LUTZOWSTRASSE 38 Kennen»Qnmewalil (tcntouklub) Sonnabend, 22. Okt, nachm. 12� Gör: 7 Rennen I Heute Blfithnersaal 7�, Uhr Kelge fiindberg der große nordische Bariton. Äcala UV« Unr I Morgen Mar-FrieH-ZjUn j Mahler tl.Symphonie r, Beehstefnsnal. Heute, Sonnab., 8U.; ihedeoAbend „1 Irene Sentheim Mit*.; Erna Schulz(Bratsche). Am Flügel!, Piltz Llndemann, Brehms— Schubert. Karten 16—3 M = Singakademie. Rente, Sonnabend, 8 Uhr; S ~ L Konzert mit dem PliUhnrm. Orchester � I Charles Lautrup� � Carl Nielsen t Sinfonla Espansiva; Mozart t* | Serenade(E. kl. Nachmusik); M. Reger: SS Variat u. Fuge u. c Thema v. Mozart. H Karten 25—5 M. 0rt f. ob Veranst b. Bote& Bock, Wertheim SS | und an der Abendkasse BEHOKMi DlroMlon: Siegbert Goldscbmldt Richard Oswald Lichtspiele W Uhr Täglich«Uhr der Miilionen>Film der Richard Oswald Film A.-G. Lady Hamilton im Harmo/haos und In den Richard- Oswald-Lktrispielcn 7 Akte trol nach dar Historie und den Romanen von Heinrieh Veitret Sehumeaher.Liebe und Leben der Latfp Hamnion- und„Lerd NelseAe letzte Liebe** ven Richard Oswald in den Hauptrollens Liane Haid/ EU« Helms/ Cartrud Walker � JHcft«rQ. nlng/ KM« WaMak/ Adele Sandrock/ Julie Serdi Conrad VeMI/ Reinhold Schänzel/ Werner Kraus Georg Alexander/ Theodor Leos/ Hans Heinz v. Ttarar- dowshi/ Friedrich Kühne/ Heinrich George/ Louis «*alph/ Hugo DSblin/ Anten Hotntnor/ Raul Blldt Entwurf der Dekorationen i Paul L o n i Bauten i Paul Lunl, Hans Oraler Regie: Richard OswaBd 1' Thalia-Theater Täglich 7% Uhr: O L•• Ganz Berlin spricht C tVCLtTls von der Operette Dich Lotte Premlerenbesetzung fl Frledrichstr., Eingang Besselstr. 22 Voller Röchen- und Restanratebetrieb Täglich i 4- Uhr-Gese!lschaftstee mit Tanz- Vorföhrnnpi Gretel Patela Schwedler Kemrttler Em« Böhm/ Mnrion u. Ralf The Higlife Jazz-Band Eintritt hei TTÄF, Abends 8 Uhrs Eleganter BALL sowie das gro�e Programm u Marlon ond Ralf Leo Morgenstern Ernst Wilhelm 3allet!?artsicn Erna Offency 2 Kapellen oÄcrTaabfiu I Sonntag, d. 23. Okt. 1 nach«. 3*/, Uhr bei kleine» Preisen: „Venn Riebe_ erwaebt" l Philharmonie. Mohtag, 24. Okt., 7Vi Ubr; Jg L. Konzert mit dem Philharm* Orchester= Bruno Walter J nroQUN. Sol.: % Mrvrorif« Ufvtrtimento B-dur; ,11 re' lil\ߣiCil i. pastore"; Les petits riens; P „Mia speranza"; Jupittr-Sint y Oeff. Pfobfe Morgen Sonntag llVi F 1 Karten 7. KonTOtt 39— t M, z. Fr«»« 18—4 M H lammn bei Bote& Bock, A. Wertheim«MESSU In beiden Theatern Ereohelnt im Sonderverleih derg National- Film-A.-G. g MinKWWWWlWWW Öie Aufnahmen sind] an den hiator.SUtten i In Italien hergestellt i »»ItellMtelMMANMi! geschloszane Vorstellungen 5, 7.» Uhr Sonntags 3, S, 7, 9 Uhr Erhökle Eintrittspreise ven 10°* M. bis 5050 Inkt Sleue» Dlenatplllzo, Ehrankarten und Frelkartdn aufgehoben. Vmv erkauf an beiden Theatern»ormlttage 11—1 Übt tür 3 Tag« im verau». O SOENNECKEN BON�A- FEDER Ueberau erhältlich F. SOmKECKE*. BON«■ Mio V. Tautautr. 16-1S lUiiWHIIiallHinilllllllHIIIHIIIIIIIIIIIIIUIIIUIIUIIIIIIIIIIIlllillllllllllllllllUlUimm ?assage-7tjeater Unter d. Linden 22-23/ Dir.« M. Soliman Ab Freitag, 21. Oktober 2 Uraufführungen 2 Lsr JEatitt im schwarzen Alante! 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Kleines Schauspielhaus\ Cbarlottcnburg, falantnCtr. i ! HlUbendUcb /Vs Obr: Luftlpwl mit Käthe Dorjch Unreines Blut und dessen Folgeerscheinungen, wie Haut» Jucken�Purunkel, Qeslchtsplckel, werden beseitigt durch Anwend. einer Herbstkur mit Dr. Koffbauers gas. gesch. Arsen-Lccifliin-Piiienl Leicht bekümralich I Blutbildend I IOO Stck. 18.—, Kurpack. M. 58.— n. 85.— Ausführliche Literatur gratis. Elefanten-Apothake, Barlin SW| Leipziger Straße 74(DOnhoffpiatz). Zentrum 7,921 MWWMlk'AMW 3 Diejel-HlotneQ gebraucht, durch Uebetlanbjrnttolen Irelgew.rden, prtistrect zu orrlaufex Ferner große Posten Werkzeuge und yauagerüfe. 204b wuder St Co., Leipzig, Simsonftr. 2. MI Betrifft: Berlin, im Oktober. Dempsey-Carpenüer Tn\ mar Orrs zahlten die Zuschauer Iii /i. 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Straßenbahnlinien D, U, 98, 33,81, 80,62, T" Kr. 49« ♦ ZS. �ahrgaag 2. Heilage öes Vorwärts Sonnabenö, 2Z. Oktober 1921 Sie Gewerkschaften Ser Welt. Die Augustnummer der Internationalen Arbeits- r u n d s cf; a u, der Monatsschrift des Internationalen Arbeitsamts, enthält bemerkenswerte Zahlen, die die gewaltige Entwicklung der gewerkschaftlichen Organisationen seit 1913 anzeigen. Die Statistik ist durchaus vollständig und verläßlich. Jedoch ist darauf hinzuweisen, daß die Genauigkeit und Vollständigkeit der Angaben von Land zu Land verschieden ist, weshalb in einigen Fällen Schätzungen der Mitgliederzahlen der Gewerkschaften genügen mußten. Alle derartigen Schätzungen sind in der folgenden Tabelle besonders bezeichnet, welche die gesamte Mitglicdcrzahl der Ge- werkschaften in 30 Ländern für die Jahre 1913, 1919 und 1920 angibt. Es ist bemerkenswert, daß im Jahre 1919 von den insgesamt 42 040 000 Mitgliedern 34 061 000 oder 80 v.H. auf europäische Länder entfallen. Won den 7 979 000 außereuropäischen Mitgliedern trafen 5 985 000 auf Nordamerika. Man kann auch eine stark ausgeprägte Häufung der Gewerkschaftsmitglieder in gewissen Län- dern beobachten: sechs Länder, nämlich Deutschland, Groß- britannicn, die Vereinigten Staaten von Amerika. Rußland, Frank- reich und Italien zählten im Jahre 1919 insgesamt nicht weniger als 33� Millionen gewerkschaftlich organisierte Arbeiter und Arbeite- rinnen, während es in den anderen 24 Ländern deren nur 8% Millionen gab. Die vier großen Industrieländer, Deutschland, Großbritannien, Vereinigte Staaten und Frankreich weisen zu- sammen 23 Millionen Mitglieder auf, das sind 6 6 v. f). der im Jahre 1919 gezählten Gewerkschaftsmitglieder aller Länder der Welt._ Die christlichen GsVerksthaften 1020. Zm„Zentralblatt der christlichen Gewerkschaften" wird der Ge- schäftsbericht des Gesamtverband es der christlichen Gewerkschaften für da» Jahr 1920 veröffentlicht. In der ge- wissermaßen programmatischen Einleitung wird über die Ziel- r i ch t u n g der christlichen Gewerkschaften gesagt, daß das Ziel sei, die Neuordnung der Gesellschaft und der Wirtschaft des Volkes im christlichen Sinne, die Herbeiführung einer wirklichen Volksge- meinschaft, in der nicht der eine des anderen Ausbeuter ist, sondern alle miteinander und füreinander wirken. Im politischen Leben müsse die christliche Demokratie herrschen. Eine Demokratie, die sich nicht nur stützt auf den Mehrheitswillen des Volkes, sondern auch auf die Verantwortung vor Gott. An mehreren passenden und unpassenden Stellen wird noch neben dem lieben Gott besonders das Christentum zitiert, womit lediglich die Erfahrungstatsache aufs neue unterstrichen wird, daß die christlichen Gewerkschaften sich abhängig fühlen und abhängig sind vom Klerus und daß sie im Dienst d er klerikalen Zentrumspartet stehen. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß in reuevoller Selbsterkenntnis zugegeben wird, daß sich in der Vergangenheit die Kampffront der christlichen Gewert- schaften im stärkeren Maße al» gegen den Kapitalismus gegenden Sozialismus gerichtet hat. Wie die freien Gewerkschaften haben auch die gesamten christ» lich-n Gewerkschaften im Berichtsjahre 1920 ihre Mitglieder» zahlen gesteigert, und zwar von 1 000 770 am Jahresschluß 1919 auf 1 105 894 am Jahresende 1920, was eine Steigerung von 105124 Mitgliedern bedeutet. Im gleichen Zeitraum steigerten die im Allgemeinen Deutschen Gewertschaftsbund vereinigten freien Gewerkschaften ihre Mitgliederzahlen von rund 7 800 000 auf 8 Millionen, also um 700 000. Angeblich sollen viele von denen,„die im Taumel der Revolutionszeit zu den sozial- demokratischen Organisationen gestoßen waren", sich auf sich selbst besonnen haben und zu den christlichen Gewerkschaften in der richtigen Erkenntnis gekommen sein, daß sie hier am richtigen Platz wären. Die Zunahme der freien Gewerkschaften, die siebenmal so groß ist als die der christlichen, zeigt, was es mit dieser Behauptung auf sich hat. Einige chrisllich« Verbände haben angesichts ihrer bisherigen Mitgllederzahl eine nennenswerte Mitgiiederzunohme zu verzeichnen. So haben die Banarbeite-r ihren Mitgliedarstand um rund 5000 vermehrt, die Bergarbeiter um 11 500. die Fabrikarbeiter um 23 000, die Holzarbeiter um 2300, die Landarbeiter um 19 000 und die Metallarbeiter um 9400. Vergab ist es gegangen mit den Verbänden der Heimarbeiterinnen, die 1800 Mitglieder verloren haben, die Hausange st eilten oer- loten 2900. Auch der grqphifche Verband, der Leder» arbeitet verband und der Württembergische Eisen» bahneroerband verzeichnen einen Mtiglieder v e r l u st. An Weiblichen hatten die Christen im Jahresdurchschnitt 214550 or» ganisiert. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschafts» b u n d hatte am Jahresschluß mehr als das achtfache, nämlich rund 1700 000 weibliche Mitglieder. Hinsichllich der Beitragsregelung find die Christen den Spuren der freien Gewerkschaften gefolgt. Man hat diesen den Bor» zug gelassen und jetzt auch die Norm aufgestellt: Der wöchentliche Eewerkschaftsbeitrag soll der Höhe eines Stundenlohnes gleichkommen. Die Zahlen im Kassenbericht sind, wie es heißt, „ins Riesige angewachsen". Und doch wie klein nehmen sich die Zahlen aus gegenüber denen der freien Gewerkschaften. Die Gesamt- einnahmen der christlichen Gewerkschaften betrugen im Jahre 1020 84 815 200 M., ein Mehr gegenüber dem Vorjahre von 53 200 426 M. Die Gesamtausgaben betrugen 63 413 688 Mk., gegenüber dem Bor- jähr mehr 44 803 373 M. Der Vermögensbestand erhöhte sich gegen- über dem Vorjahre von 20 161 629 M. auf 42 413 350 M. Zum Ver- gleich wollen wir die entsprechenden Zahlen der im A l l g e m e i n e n Deutschen Gewertschaftsbund vereinigten Gewerkschaften folgen lassen. Deren Gesamteinnahmen betrugen 1920 747 Millionen Mark, die Gesamtausgaben 544 Millionen Mark und der Vermögens- bestand 268i4 Millionen Mark. Für Lohnkämpfe wendete die christliche Gewerkschaft 6 806 805 M. auf, für Arbeitslosenunter- stützung 1 955 857 M., die freien Gewerkschaften 108% Millionen Mark bzw. rund 54 Millionen Mark. In den Schlußbemerkungen zum Geschäftsbericht begibt man stch wieder auf das politische Gebiet.„Wer im Herzensgrunde für die Monarchie Sympathien hat, dem muß dennoch der kühle Ver- stand sagen, daß es eine höhere Aufgabe ist, ein OO-Mil- lionen-Volk vom Untergang zu retten, als eine Anzahl Fürsten, von denen sich doch wirklich keiner beklagen kann, daß es ihm schlecht gehe, wieder auf den Thron zu erheben" Im allgemeinen kann man diesen letzten Bemerkungen zustimmen. Allein ste stnd ein Zeichen dessen, daß die christlichen Gewerkschafts- führer dem Geist der neuen Zeit Rechnung tragen müssen, um ihre Gefolgschaft zu halten. Mit dem Zitieren des lieben Gottes und dem Schimpfen auf den materialistischen Sozialismus hält man heute auch die Massen nicht mehr bei der Stange.— u. GftZtköm in DsutWanö. Das Arbeiterkürsoraeamt der Jüdischen Organisationen Deutsch- lande Hot eine aufschlußreiche Schrift über die Ostjuden in Deutsch- land herausgegeben: ihr ist folgendes zu entnehmen: Von jenen Hunderttaussnden von Ostjuden, mit denen die mon- archistischen Pogromhetzer krebsen gehen, ist gar keine Rede: ihre Zahl bewegt sich nur»m 60 000 herum, und zwar lebt ein Teil seit Jahrzehnten in Deutschland, ein anderer, etwa 30 000, ist von der Ludendorffschen Heeresleitung zur Munitionsherstellung aus dem besetzten Osten nach Deutschland vergfliMt worden— nicht selten zwangsweise—, und der Rest ist vor Pogromen und Heeresdienst aus Polen usw. geflüchtet. Das Arbeiterfürsorgcamt bemüht sich mit Erfolg, die proletarischen Ostjuden nicht dem deutschen öffentlichen Leben zur Last fallen zu lassen. Deutschland ist bei seiner dichten Vesiedelung niemals ein Einwandsrungsland für Ostjudcn gewesen: viele sind nach 5— 6 Monaten westwärts weitergezogen, und nach dem russisch-poliüsthen Friedensschluß hat auch die Rückwanderung wieder eingesetzt. Es besteht eine umfangreiche Hisss- und Fürsorgetätigkeit. Von den im Kriege eingewanderten oder hergebrachten oft- jüdischen Arbeitern wurden viele durch die Dcmobilmachungsver- ordnung arbeitslos. Heim konnten sie nicht— s o wurden sie Händler. .Der Bericht hebt hervor, daß z. B. im rheinisch-westfälischen Industriegebiet, das von dem Zwang zur Entlassung der Ausländer freigelassen blieb, das Verhältnis zwischen deutschen und ostjüdischen Arbeitern rein kollegial ist und die Gewerkschaften wiederholt für diese eingetreten sind, bis zu den Ministerien hinauf. Auch auf mecklenburgischen, pommerschen und anderen Landgütern sind oft- jüdische Arbeiter zu Zufriedenheit tätig, so daß sogar weitere ver- langt worden sind. Die ostjüdischcn Arbeiter sind nahezu vollzählig In den Gewerkschaften, ihre einzige deutsche Zeitung, die„Jüdische Arbeiterstimme" der sozialistischen Richtung„Pool« Zion", ist anti- kommunistisch. Der zionistischen Organisation ist nur ein Teil an- geschlossen, die„Hapoel Hazair" mit dem deutschen Organ„Die Arbeit". Daneben erscheinen mehrere Bkätter in der«stjüdischen, hebräische Lettern gebrauchenden Sprache, die bekanntlich zum großen Teil jenes Deutsch ist, das die Luden zur Zeit ihrer Vertreibung aus Deutschland nach Polen sprachen— also Mittelhochdeutsch, freilich mit vielen hebräischen und wohl auch etlichen polnischen Einsprengun- gen. Kulturvereine, Teehallen und Arbeiterküchen sind aus der Initiative der Masse selbst entstanden. Schwere Sorgen hat die Unterbringung ostjüdischer Frauen und Kinder den Hilfsorganisationen bereitet. Auch hier konnte manches erreicht werden. Das Flüchtlingsheim in Verlin, Wiesenstraße, ein Städtchen für sich, hat vom Oktober 1920 bis Mai 1021 nicht weniger als 80 039 durchwandernden Personen Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung und Gelegenheit zur Säuberung gegeben. r. d. Ms öer Partei. Stellungnahme zum Parteitag. In zwei Versammlungen nahm die Kasseler Parleiorgcmisation zum Görlitzer Parteitag Stellung. Dem Bericht folgte eine stch über zwei Abende erstreckende lebhafte Aussprache. Die vom Vorstand eingebrachte Entschließung des Parteivorstandes wurde gegen etwa 50 Stimmen angenommen. Sie spricht die Er- Wartung aus, daß Parteivorstand, Reichstags- und Landtags- fraktionen alles tun, was zur Sicherung der Republik und zur Stär- lung des sozialdemokratischen Einflusses in der Republik möglich ist, vor allem aber auf eine schnelle Umbildung des Kabinetts Stegerwald hinarbeiten durch Beteiligung der Partei an der Regierung. Dabei ist an den Görlitzer Mindestforderungen unbe- dingt festzuhalten._ Ein chilenischer Sozialist. Der„Franks. Ztg." entnehmen wir folgendes: Vor kurzem starb in Santiago Don Malaquias C o n ch a. der Begründer der chilenischen f o z i a l i st i s che n Partei, die heute schon zahlreiche Abgeordnete zählt und sich besonders in letzter Zeit kräftig zu regen beginnt. Lange Jahre hindurch war Don Malaquias der einzige Vertreter der Partei. Er durchzog das Land, leitete die Propaganda und gründete Ortsgruppen. Er war ein ungeheuer scharfsinniger und schlagfertiger Mann. Bezeichnend hierfür ist folgende kleine Geschichte, die sich wirklich ereignet hat. Don Malaquias hatte fein Kommen in einer Stadt angekündigt, um die Landarbeiter eine neue Ortsgruppe zu gründen. Die„Bourgeoisie" aber hatte sich � natürlich gegen ihn verschworen und, um seine Tätigkeit von vorn- herein zu vereiteln, hatte sie beschlossen, drei Esel am Bahnhof auf- zustellen, die ein Plakat auf dem Rücken trugen mit der Aufschrift: „Ich bin ein Sozialist." Don Malaquias stieg aus dem Zug und bemerkte sogleich die Esel vor dem Bahnhof, an dem sich eine große Menschenmenge angesammelt hatte, die ihn verspottete. Er ließ sich dadurch nicht beirren, sondern ergriff das Wort zu folgender kleinen Rcde:�„Auf meinen vielen Reifen durch das Land bin ich oft mit größeren Ehren empfangen worden, als es sich mit meiner Bescheidenheit vertrug. Aber nirgends wurde mir ein io guter Empfang bereitet wie hier. Denn nicht nur die Anhänger der Leh» ren, die ich vertündige, find gekommen, um müh zu Hegrühen, fon» tungen noch übertroffen worden sind, denn die drei hervorragende sten Vertreter der Bourgeoisie sind gekommen, um mich zu empfane gen." Don Malaquias gewann sich mit diesen Worten alle Herzen in der Stadt. ««»«ab« utcht wafriiib«,»echätaugeu. �pechl« Dr ich sich« zu«ew« jrSßt««retchA. dich«netee kühnsten«r Wictfdyafi Die Preisverhandlungen im Eisenwirlschafksbund.. Den Arbeitnehmern im gemeinwirtschaftlichen Selbstverwal- tungskörper wird oft zum Vorwurf gemacht, daß sie sich auf den Produzenten st andpunkt stellen und darüber ihre Klassen- interessen als Arbeiter und die Rücksicht auf die Allgemeinheit ver- nachlässigen. Daß aber das nicht immer der Fall zu fein braucht. dafür lieferten die Verhandlungen über die Festsetzung der Eisen- preise im Eisenwirtschaftsbund am 19. Oktober ein treffen» des Beispiel. Der Eisenwirtschaftsbund wurde, wie erinnerlich, als gemein» wirtschaftlicher Selbstverwaltunzskörper gegründet mit der Aufgabe. die Versorgung der heimischen Industrie und der Verbraucher zu erträglichen Preisen sicherzustellen. Er verdankt seine Entstehung einer Zeit, wo ähnlich wie heute infolge der Verschlechterung der Valuta sämtliche Preise in die Höhe schnellten und wo durch den Ausverkauf Deutschlands der gesamte Inlandsmarkt von lebenswichtigen Waren entblößt wurde. Um dem auf dem Gebiete der Eisen- und Stahlindustrie, wo stch besondere Mißstände herausgebildet hatten, entgegenzuwirken, setzte man den Eisenwirtschaftsbund ein, der stch eine Außenhandelsstelle angliederte, Ausschüsse einsetzte und durch Höchstpreise den inländischen Markt regulierte. Aber nach wenigen Monaten bereits trat die Weltwirt- schaftskrise«in, von der unsere Schwerindustrie besonders schwer betroffen wurde, weil sie vorher in maßlosem Profiteifer die In- lands- an die Weltmarktpreise herangeführt hatte und nun, als sich die Valuta besserte und die Weltmarktpreise obendrein zurück- gingen, in ihrer Konkurrenzfähigkeit sehr geschwächt war. Der ftei« Markt sorgte nun von selbst für einen Preisrückgang und so konnte der Eisenwirtschaftsbund auf die Festsetzung von Höchstpreisen ver- zichten. Das hat sich wieder geändert, seit die Valuta in den letzten Wochen sich erneut verschlechterte. Wieder zogen die Eisenpreise stark an und aus dem Eisenmarkte machte sich das Schiebertum erneut breit. Infolgedessen sah man sich zu einer neuen Preisregelung genötigt. Der Eisenwirtschaftsbund Nahm in feiner Bollsitzung dazu Stellung. Während nun die Arbeitnehmeroertreter ge- schlössen für die Festsetzung von gesetzlichen Höchstpreisen eintraten, lehnten die Unternehmer sämtlicher Gruppen, also der Produzenten, Händler und Derbraucher eine solche Bindung ab. Unter denjenigen Unternehmervertretern, die auf Höchstpreise verzichten zu können glaubten, befand sich auch ausfallenderweise der Vertreter des Eisenbahnzentralamts, der offenbar der Meinung ist, daß das Defizit der Reichseisenbahnen einer Erhöhung bedarf. So kam der Antrag der Arbeitnehmer zu Fall. Die Unter- nehmer verlangten nun die Einsetzung eines Arbeitsausschusses, der Richtlinien für die Sicherstellung des Jnlandbedarfs und für die Lieferungsbedingungen aufstellte. Die Arbeitnehmer wurden freund- lich eingeladen, dabei mitzuwirken, das ihnen zustehende Stimm- recht wurde ihnen jedoch abgestritten. Sie lehnten desyatb" eine Teilnahme ab. Es kam dann zu Abreden zwischen den einzelnen Unternehmcrgruppen. Als Richtpreise(nicht Höchstpreise!) wurden folgende festgesetzt: 1. Rohblöcke 2435 M.. 2. Vorblöcke 2655 M.. 3. Knüppel 2725" Mark, 4. Platinen 2790 M., 5. Formeisen 8150 M., 6. Fluß- und Stahleisen 8200 M., 7. Universaleisen 3500 M., 8. Vlankeisen 3585 Mark, 9. Walzdraht 3500 M., 10. Grobbleche 5 Millimeter und dar- über 3500 M.. 11. Mittelbleche 3 bis unter 6 Millimeter 4300 M.. 12. Feinbleche 1 bis unter 3 Millimeter 4400 M., 13. Feinbleche unter 1 Millimeter 4450 M. Die vorgenannten Preise sind Grundpreise für 1000 Kilo- gramm und für Lieferung in Thomashandelsgüte. Der Aufpreis auf Lieferungen in Siemens-Martin-Handelsgüte wurde auf 50 M. für 1000 Kilogramm festgesetzt. Der Handelszuschlag beträgt 4 Praz. im Werkgeschäft und 20 Proz. im Lagergeschäft. Dir bis- herigen Ueberpreislisten treten wieder in Kraft. Es versteht stch von selbst, daß diese Preise wieder recht statt- liche Gewinnmöglichkeiten lassen: belastet werden durch sie nicht nur die letzten Verbraucher, sondern insbesondere auch die klein- gewerblichen E i s e n v er b r a u ch e r, die bei dem hohen Handels- Zuschlag ganz unberechtigt hohe Preise zu zahlen haben. Der Streitfall ist damit noch nicht erledigt. Die Arbeitnehmer gedenken vielmehr gegen dieses rücksichtslose Vorgehen der Unter- nehmer bei den zuständigen Stellen Einspruch zu erheben. Es ist bedauerlich, daß hier ein Gemeinwirtschaftskörper einer solchen B e- lastungsprobe ausgesetzt ist. Es ist aber Pflicht der Arbeit- nehmer, gegen die Preistreibereien der Unternehmer zu wirken und die Interessen der Allgemeinheit wahrzunehmen. Der Bericht des Eisenwtrtfchaftsbundes über diese Verhand- lungen, der von MTB. verbreitet wurde, weiß von diesen scharfen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern natürlich nichts. Um so notwendiger ist es, zu betonen, daß die im Eisenwirtschaftsbund vertretene gewerkschaftlich organisierte A r- b e i t e r s ch a f t mit diesen Machenschaften nichts zu tun hat und daß es nicht ihre Schuld ist, wenn den Verbrauchern das Eisen verteuert, den Unternehmern und Händlern aber über» mäßige Gewinne zugeschanzt werden. ZNarknokierungcn vom 21. Oktober 1921. (Die Ziffern in Klammern bedeuten den Kurs vom Tage vorher.) Kopenhagen 3,55(3,45): Stockholm 2,80(2,80); Christian ia 5,25(5,00); Zürich 3,45(3,40); Amsterdam 186%(189%); Paris 87/,(9%); London—(527%): New York 0,60(0,66%): Wien 2197(-,-): Prag 60%'(-,-). Die weitere Erholung der Mark geht aus folgenden amtlich er- mittelten Kursen hervor: 1 Dollar kostete 155,34 gegen vorgestern 157,84 M.. 100 holländische Gulden 6204,75 gegen 5344,65 M.. 1 Pfund Sterling 615,35 gegen 616,35 M., 100 Schweizer Franken 2857,10 gegen 2867,10 M.. Der französische Franken wurde um einige Mark höher, nämlich mit 1137,85 gegen 1123,85 M. für 100 Frank bewertet. Die gestrige Besserung der Mark hält sich demnach in engen Grenzen. � ver vörsenoerkehr bleibt infolge des großen Andrangs weiter beschränkt. In der Woche vom 24. bis 29. Oktober 1921 finden Börsenversammlungen der Abteilung Wertpapierbörse statt am Montag, den 24. Oktober, Mittwoch, den 26. Oktober, Frei- tag, den 28. Oktober d. I. Davon sind Montag und Freitag Voll- börsen. Am Mittwoch, den 26. Oktober d. I., werden nur für die zur fortlaufenden Notierung der tatsächlichen Umsätze zugelassenen Wertpapiere Kurse festgesetzt. Der Außenhandel der Dereinigten Staaten Im September er- fuhr nach Stattstiken de» amerikanischen Handelsdepartement» dem Werte nach erneut einen Rückgang. Die September ausfuhr hatte einen Wert von 325 000000 Dollar: das sind noch 5 000 000 Dollar weniger als im Juli, wo die Ausfuhr den bisher niedrigsten Stand des Jahres erreicht hatte, 46 000 000 Dollar weniger als im August und 279 500 000 Dollar weniger als September 1920. Der Wert der Einfuhr im September wird mit 180 000 000 Dollar angegeben: das sind 14 000 000 Dollar weniger als im August 2 000 000 Dollar mehr als im Juli und 182 000 000 Dollar wenige» als im August, ZW000V Dollar mehr als im Juli und 183 000000 iDtnidtr 410*101€fplftnfrtr Soziales. Erhöhung der Aerziehonorare. In einer Zusammenkunft von Vertretern des Groß-Berliner Aerztebundes und der Aerztekammer am 14. Oktober ist, wie Korre- spondenz B.C. meldet, beschlossen worden, in einheitlicher Weise die ärztlichen Honorare der gegenwärtigen Teue- rung anzupassen. Die Honorarabrechnung des Berliner Aerztebundes. Nachdem die Zbrankenkassen dem Drängen der ärztlichen Standes- vereine nachgegeben haben und im Frühjahr dieses Jahres allgemein die freie Arztwahl für Groß-Berlin mit einem gegen die Friedens- sähe um das siebenfach erhöhte Kopfpauschal eingeführt hatten, durften die Kassenoertreter wohl mit Recht der Anficht huldigen, daß endlich geordnete Verhältnisse zwischen den Kontrahenten eintreten würden und man zunächst einmal in Ruhe die Auswirkungen der freien Arztwahl abwarten könne. Diese Ansicht ist allerdings eine sehr irrige gewesen. Die A e r z t e warteten erst gar nicht die Ergebnisse der ersten Honorar- Verteilung ab, sondern stellten bereits im Laufe des Monats Juli die Forderung auf eine hundertprozentige Erhöhung des von den Kassen gezahlten Kopfpauschals. Wie diese eventuelle Pauschalerhöhung sich auf die Einkommensoerhältnisse der Kassen- örzte auswirken würde, darüber soll in einem späteren Abschnitt geredet werden. Zunächst sei festgestellt, daß die K o s s e n o e r- t r e t e r gar keine Veranlassung hatten, diese ganz unbegründete und unmotivierte Forderung auch nur mit einem Schimmer von Ernst- haftigkeit zu behandeln, sie erklärten, daß sie zwar Verhandlungen in dieser Hinsicht nicht generell ablehnen, daß sie jedoch für solche Verhandlungen in allererster Linie Grundlagen haben müssen, diese Grundlagen können aber erst als gegeben erachtet werden, wenn feststehe, in welcher Höhe der einzelne Arzt unter dem System der freien Arztwahl an dem auszuschüttenden Gesamthonorar partizipiert habe. Heute liegt nun die Abrechnung des Aerztebundes vor. Bekanntlich wird die Leistung des einzelnen Arztes nach der Zahl der von ihm eingereichten Bons berechnet. Jedes Kassen- Mitglied, das einen Arzt aufsuchen will, erhält entweder beim Ar- beitgeber, oder von seiner Kasse einen Ausweis mit anhängendem Bon. Die Aerzte errechneten nun, daß der Wert jedes dieser Bons genau 8,80 M. betrage. Vor Einführung der freien Arzt- wähl betrug der Bonwert 12,2S M., er war also um 3,45 M. oder um 39,1 Proz. höher bewertet als heute, was zweifellos keine Empfehlung für das freie Arztwahlsystem bedeutet. Nach Angabe der Wirtschaftlichen Abteilung des Aerztebundes find im 1. Quartal 903 009 Bons insgesamt zur Verrechnung und Bezahlung gelangt. Berechnet man diese Bonzahl mit je 8,80 M., so würde sich die Summe von 7 946 479,20 M. ergeben. Nach den Verrechnungslisten der Wirtschaftlichen Abteilung des Aerztebundes wurde jedoch durch den Verband der Krankenkassen Groß-Berlin bereits die Summe von 10 735 129,90 M. aus seinem Konto bei der Girozentrale zur Auszahlung angewiesen, es bedeutet dies also ein Mehr von 2 838 650,70 M. Errechnet man den Bonwert nach der bereits ausgezahlten Summe, so steigt er sofort auf 11,94 M. Die dem Verband der Krankenkassen angeschlossenen Verssche- rungsträger umfaßten im Verrechnungsquartal eine Mitgliederzahl: von 1 354 666, für die das Kopfpauschale pro Quartal 7,50 M. be- 1 trägt, wozu noch eine Verrechnungsqebühr von 2 Pf. pro Mitglied gezahlt werden muß, so daß die insgesamt zu zahlende Summe � 10 187 088,32 M. beträgt. Davon werden 7/4 Proz. sofort als Ver-! waltungskosten abgeführt, die andere Summe wird für einen Monat! zu 4 Proz. festgelegt. Ganz abgesehen von dieser vorgenannten Rechnungsdifferenz,! die rein bureaumäßig erledigt werden muß, sieben die Dinge so, daß � zwischen dem von den A e r z t e n errechneten Bonwert von 8,80 M.; und dem Wert des Bons, der sich aus den bereits geleisteten Zahlungen ergibt, die Differenz von 3,14 M. pro Bon oder eine Gesamtsumme von 2 835 448,26 M. besteht. Da den Aerzten die geforderten Summen zunächst einmal angewiesen worden sind, kann die mit 8,80 M. angesetzte Bonbewertung nicht stimmen. Wenn die Aerzteoraanisation diesen Bonwert willkürlich herabsetzt, so hätte sie die Pflicht, diese Herabsetzung auch deutlich kennt- lich zu machen. Einen Zweck kann die Sache nur dann haben, wenn man damit beabsichtigt, die Forderung der hundertprozentigen Honorarcrhöhunq damit zu begründen. Was die Leitung des Aerzte- bundes an Verwaltungs- und sonstigen Nebenkosten gebraucht, darf unter keinen Umständen den Kranken- lassen zur Last gestellt werden. Man müßt« erklären: der Bon- wert beträgt soundso viel, davon muß jedoch die und die Summe gekürzt werden.* Neben den Verwaltungs» und sonstigen Nebenkosten drückt aber noch die berüchtigte Bonjägerei vieler Kassenärzte den Wert derselben enorm herab. Bei vielen Aerzten ist es Usance, er- krankte Kassenmitalieder erst dann arbeitsfähig zu schreiben, wenn sie den zweiten Monatsbon beigebracht haben. Daß diese Methode auch ganz gewaltig am Vermögen der Krankenkassen zehrt, sei hier nur angedeutet. Eine weitere Quelle alles Uebels ist die Ueberweisungsschieberei vieler Aerzte untereinander. Leider hat es die Abrechnungsstelle des Aerztebundes unterlassen, statistisches Material darüber zu sammeln, in welcher Höhe Ueber- weisungsbons überhaupt verrechnet wurden und welche Aerzte in der Hauptsache daran beteiligt waren. Berechnet man, daß bei einer Gssamtmitgliederzahl von 1 354 666 im Quartal 903 009 Bons er- bracht wurden, so bedeutet das«ine Krankenziffer von 6 6,7 Proz., die um ca. 20 Proz. höher ist, als es bisher der nominelle Durchschnitt gewesen ist. Will man boshaft sein, dann kann man auch dies Symptom auf das Konto„freie Arztwahl" im freien Beruf setzen. Ohne Uebertreibung kann man behaupten, daß in dem jetzigen System der Anreiz zur Bonjägerei und damit zur Bonontwertunq nur in weitere Aerztekreise gedrungen ist. Den Aerzten hat es keinen Dorteil, den Krankenkassen aber absolut und relativ Schaden gebracht. Ein anderes Moment ist aber bei der Honorarabrechnimg de» Aerztebundes etwas sehr kraß in die Erscheinung getreten und muß bei Verhandlungen über etwaige Honorarerhöhungen nament- lich von den Kassenvertretern nicht unbeachtet gelassen werden. Erstens war es einer Anzahl Aerzten möglich, reine Kassen- arzth onorare von 10 000 bis 50 000 M. im O u a r- tal zu verdienen. Es steht positiv fest, daß alle diese Aerzte auch noch erhebliche Einnahmen aus Privatpraxis haben, sie also im Durchschnitt noch nicht als überbeschäftigt angesprochen werden können. Daraus ergibt sich, daß etwa 10 Proz. aller Groß-Berliner Kassenärzte nur vollbeschäftigt, alle übrigen(90 Proz.) nur minder oder gar nicht nötig sind. Das bedeutet: von den in Groß-Berlin vorhandenen Aerzten würden im Ernstfalle schon 300 genügen, um die gesamten Kassenmitglieder zu behandeln. Will man diesen Kreis noch erweitern, und man kann ihn getrost verdoppeln, dann hätten die Krankenkassen 600 Aerzte zur Verfügung, die sie als durchschnittlich beschäftigte Aerzte ansprechen können. Würden die Kassen nun mit diesen 600 Aerzten feste Beamtcnverträge eingehen und ihnen dreist Durchschniltsgehälter von 50— 60 000 Iii. pro Hahr zahlen, dann entständen den Kassen Ausgaben für Arzthonorar von nur 36 000 000 M. im Jahr, sie würden also noch etwa 6 009 000 ITC. ersparen. Jetzt soll aber, wie eingangs gesagt wurde, nach einer Forde- rung der Aerzte das Kopfpauschals um 100 Proz. erhöht werden, das heißt, es sollen statt bisher 42 000 000 M. von den Kassenmitgliedern das Doppelte, also 84 Millionen Mark aufgebracht werden. Untersucht man, welche Wirkung die horrende Mehrzahlung haben würde, dann ergibt sich, daß nicht etwa die minderbeschäftigten Aerzte eine höhere Arbeitsleistung zu verzeichnen haben werden, sondern es würden die Herren, die heute schon Honorare von 40 000 bis 200 000 M. pro Jahr erzielten, solche in Höhe von 80 000 bis 400 000 M. erzielen. Es darf wohl sehr getrost behauptet werden, daß ein solcher Zustand weder von Aerzten, am aller- wenigsten aber von den Mitgliedern der Krankenkassen als ideal empfunden werden kann. Es muß hierbei einmal ganz klar und eindeutig ausgesprochen werden, daß die Krankenkassen und nicht zuletzt auch die Kranken nicht das allergeringste Interesse daran haben, daß der überlaufene Aerzteberist noch überlaufener werde. Das gute alte deutsche Sprichwort:„Viele Köche verderben den Brei!" kann auch hier angewendet werden, man kann getrost sagen: Zu viele Aerzte verderben den Kranken! Für die Wirt» schaftlichkeit der Krankenkassen, die auf größtmög- lichste Sparsamkeit angewiesen sind, kann es aber nur eins geben: Den übertriebenen Forderungen der Aerzte ein entschiedenes Nein entgegenzusetzen, die Schäden, die den Kassen äus der Freien Arzt- wähl im freien Beruf entstehen, sehr kritisch im Auge zu behalten, um zur gegebenen Zeit gesetzliche Maßnahmen herbeizuführen, die geeignet sind, die Kassen vor einem Auspumpen und damit vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Karl Schulz. Wetter bis Sonntagmittag: Ziemlich kühl und. veränderlich, vorlierr- fchend bewölkt, mit wiederholten leichten Negcnfällcn und ziemlich frischen westlichen Winden. I Tt- Mr. Sjf.,(|. 14*. lOW-W. 1810 /Ol-. Statt besonderer Meldung. Am IS. d. Mts. entschlief sanft nach langem, Ichwerem Leiden unser inmgslgeliebter Bater, Schwicgerouter, Großvater, Bruder, Schveagcr und Onkel ISZb Emil Feldmann nach eben vollendetem 70. Lebensjahre. «er»» W, Fielen str. 24, Billoivstr A. Walter Feldmann Rechtsan». Dr. Richard GraßholT . und Fr«u Acnne geb. Feldmann. Die Beerdigung findet«»Sonntag, den 23. Ottober 1921, mittag« 12 Uhr, t» Weißcnsee »on der neuen Halle au» statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Den leider zu plötzlichen Tod meiner geliebten Gattin zeigt hierdurch an 200b| Max Perl Rcgensburger Str. 21. Bon Kondolenzbesuchen bitte abzusehen. Am MitNvoch, den 19. Oktober, srllhmorgen», wurde»n, nach kurzem Leiden meine heißgeliebte Frau, unsere innigstgellebte Mutter, Großmutter und Schwester, Frau LditK Belgard reb. LeUer durch den Tod entrissen. Nur wenige Monate nach der Ueberfiedlung au» Graudenz war es unser teuren Entschlafenen vergönnt, in der neuen Heimat Ruhe zu finden. Wannsee, Wernerstr. 7 2S2b In tiefster Trauer: Kommerzlenrat Heinrich Beleard Dr. Martin Beijzard. Neubabclsbcrc Gertrud Belgard geb. Weinstein Hans Joachim Belgard Die Beerdigung findet Sonntag, 23. Oktober, 1 Uhr, von der Neuen Halle, Weißensee, aus statt. Nach langem, schwerem Leiden verschied am 19. d. Mts. mein lieber, guter Mann, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegerjohn. Bruder, Schwager Onkel, Neffe und Vetter Marhu, Kochmann im 50. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen Rosa Kochmann geb. Kaiser, Graunstr. 28, I. Berlin, den 21. Ottober I92>. 2S7b Beerdigung: Sonntag, 23. Okt., 1» Uhr. neu- Halle. SSbae d. 15.—, GoId-,Li!derdnich, zahlt hohe Preise Hanke, A venslebensir. 12(Bülowhocho.) Spezialarzt Dr.ined.Damnian,s Heilanstalt vorlin M3, Potsdamer Str. 123 b Sprechstunden 9-12 a, 3-6, Sonntag» 10-12 versendet belehrende Broschüre über alle Äeschlechtskrankheit-n.wleSnphillsLarnröhren- leiden, sexuelle Schwäche, Weißstnß, kostenlos ohne jede Verpflichtung gegen Doppelbriefporto tn verschlossenem Kuvert ohne Aufdruck. Leiden genau angeben. 157/10 MTOer MMrSMMdlÄ Verwaltungsstelle Berlin 71 54. Linienstr. 83-85 Geschäftszeit von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 4 Uhr Telephon: Amt Norden 165, 1239, 1987, 9714 Alontaa. den 24. Ottober, nachn». S Ahr. in den«rminhallen, Kommandantenstraße 58/53 (großer Saal): Srsueksnvsrssmmlung der Metallschleifer, Galvaniseure, �eucrvcr�inkcr, Verzinner, Hilfs- arbcitcr und Arbeiterinnen Tagesordnung: Jena. 2. Diokusfio angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt t-W» lt jedes Vranchenangehörigen ist pünktlich _ vis Ortsoermaltnng. 1. Bericht vom Bexbandstag In «n. 3. Verbands» und Branchen» zu erscheinen. 10"' 100/18 Dach-, Schleier- nliegel- decker-Innung In Berlin Die zum 12. Novbr. 192 t anberaumte Wahl der Mit- glieder zum Vorstande so- wohl seitens der Herren Ardeitgeber wie der Herren Arbeitnehmer findet nicht statt, da von jeder Gruppe nur eine Vorschlagsliste ein» gereicht wurde. Di- von jeder Gruppe vorgeschlagenen Herren find daher gemäß S 9 der Wahl- ordnungohneSttmmabgabe in den Vorstand gewählt. Berlin, 20. Oktober 1921 Oer vorstand. Grorg Krebs, Vorsitzender. IS ovo M. mit tättgem Teilhaber bei hohem Verdienst gesucht. 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Die Beittäge zur Provinziai-Witwen- und Waisen- lasse trägt die Etadü Umzugskosten werden nach den hier bestehenden Bestimmungen erstattet Zur Fortführung eines Nebenamtes oder entgeltlichen Nebenbefchäfttgung bedarf es der Genehmigung der Etadttollegien. Bewerber werden aufgefordert, ihre Meldungen unter Beifügung eines Lebenslaufes und von Zeugnis- abschriften bis zum 2V.Novemder an denEtadtverordnete n- Vorsteher in Kiel. Rathaus, einzureichen. Vorstellung nur auf besondere Aufforderung. Die auf die Ausschreibung vom 24 August 1921 eingegangenen Bewerbungen bleiben in Geltung. Kiel, den 18. Oktober>921. Der Stadtverordnetenvorsteher Splvfrvl. Zufall. Gebildeter, vornehmer Herr von ftchcrrm Austreten, der eine gute Sache überzeugend zu vertreten versteht, findet in erstem, bekanntem Hause sichere Ausficht auf hohen verdienst und dauernde Lebensstellung. 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