Nr. 520 ♦ ZS. Jahrgang Ausgabe IÄ Nr. 2SS Abend-Ausgabe ( 30 Pfennig) BezugSprerSt 5lertfljäl)cl.36,— 3DU monail. 1t-«- (tei ins feaue. voraus»ahlbcr. Poft- bezug: MdnatUch 12— M. einschl. gu» stellungsgeiirihr. Unter Kreu.rdand illr DeutsUiland, D rnj g, dag Laar» und Memelpediet. iowie die ehemals deut- scheu Gebiete Polens. Oesterreich. Ungarn und Luxemburg 22.— 3)1, Illr das Ubrrqe Ausland 29,— M. Postbestellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho• Slowalci, Dane» mar!, Holland, Luxemburg. Schweden und die Schweiz. Der.Porwärts" mit der Sonntag». dcilag«»Pott und Zeit-, der Unter» hauungsdeiiage �>eimwelt- und der Beiiage.Siedlung und Kleingarten- erschernt wocheniriglich zweimal. Sonn» tag» und Montag» einmal. Telegramm-Adresse: »SozIaldeiBoktal Bern«" Serlinev VolksblsN Auzetgenprcis: Die neungespaltene Nonpareillezeile kostet d,— M.»Klein« Anzeigen- das fettgedruckte Wort 2,— M. türlich nicht der Wirt bezahlt. Jetzt will man den festen Lohn bc- s e i t i g e n und das Iv-Prozent-Sysiem einführen. Das bedeutet. die hohen Preise, indiedieLöhneeinkalkuliertwaren, bleiben bestehen, der Lohn wird aber nicht mehr vom Unternehmer, sondern vom Publikum in Form des Bedicnungsgeldes gezahlt. Der Wirt hat aber den Profit und das Publikums wird mehr geschröpft. Die Kellner und sonstigen Bedienenden wollen aber kein ent- würdigendes Trinkgeld. Sie haben es im letzten Jahre nur unter dem Druck ihrer sozialen Notlage zu dem niedrigen Lohn an- genommen. Auch das Publikum ist im allgemeinen gegen das Trinkgeld und hat solches gerade während des letzten Jahres nur aus Mitleid und für besondere Leistungen gegeben. Sind denn aber die zehn Prozent etwas anderes als das alte Trinkgeld? Sie sind sogar noch viel Schlimmeres, weil sie nunmehr, um dem Gastwirt die Lohnzahlung zu ersparen, den Gast zu einem Trinkgeld in bestimmter jjöhe zwingen. Der Gast hat aber obendrein gar keine Kontrolle, ob dieses, von ihm erzwungene Trinkgeld, desien Gcsamthöhe dem Kellner täglich auf Grund des Umsatzes bis auf den Pfennig nachgerechnet werden kann, auch wirklich in die Tasche des Bedienenden fließt oder ob nicht allerlei Kürzungen zur Deckung anderer Geschäftsunkosten vorgenommen werden. Darüber hinaus birgt aber das Bcdienungsgeld noch eine andere Gefahr. Es ist sehr leicht möglich, daß verschiedene Kellner durch dieses Lohnsystem sehr gut verdienen. Das werden sich die Unternehmer aber nicht lange mit ansehen: sehr bald werden sie dazu übergehen, den Prozentsatz zu kürzen und da» Eintan.men ihrer Kellner schmälern. Der Auftchlag auf die Speisen und Getränke wird ober gleich bleiben. Da» Publikum kann zahlen, denkt der Wirt, denn ich muß verdienen. Wa» also die Kellner mit Fug und Recht wollen, ist die B e- freiung— auch de» Publikums— vom Trinkgeld. Und dieses selbe Publikum merkt in seiner Gedankenlosigkeit gar nicht, wie Ihm von den Gastwirten das Fell über die Ohren und das Geld aus dem Beutel gezogen werden soll. Es ist, durch die bürgerliche Presse aufgewiegelt, zum großen Teil gegen die Kellner, die nicht nur für die eigenen Lebensinteressen, sondern auch für die Interessen des Publikums kämpfen. Wann endlich kommt der längst notwendige Publikums-Streik? Wann ist die Lammsgeduld dieses Publikums, das nur schimpft, aber niemals sich In großer Bewegung zum Handeln entschließt, am Ende angelangt? Hätte das Publikum in richtiger Erkenntnis der Lage sich gegen die Trinkgeldsteuer der Gastwirt« gewehrt und den festen Willen gezeigt, nicht der am meisten leidtragend« Teil zu sein, dann wäre der Kellnerstreik längst vorbei. Ohne Gäste können auch die Gastwirte nicht leben. Die öergungsarbelten am Wra e l m a n n, der gerade von seinen Fahr- gästen das Fahrgeld einkassiert hatte, in der Näbe der Kommando- brücke stand. Es siebt fest, daß Budick den„Storkow" auf voll- kommen vorschriftsmäßigen Kurs gehalten und daß er die Lichter des„Kaifcr Wilhelm" reckitzeitig' gestcbtei hat. Ueberdics wurde er auch von feinem Kapitän noch auf die Lichter des entgegen- kommenden Dompiers aufmerksam gemocht. Die von dem„Storkow* dorauflnn ausgeführten Steuermanöver waren durchaus korrekt und entsprachen der ganzen Sachlage. » Das Dompferunalück auf dem Wannfse wird von einem Schwindler ausgenutzt, der schon an verschiedenen Stellen aulge- treten ist, bisher allerdings ohne Erfolg. Nach den bisherigen Fest- ftellnnocn scheint es der aemeingcfährlicho Berbrecher auf Aus- Plünderungen der Wohnungen von Angehörigen der bei dem Dampfcrunglück ums Leben gekommenen Personen abaesehen zu haben. Diese Gelegenheit bat sich ihm bisher iedach nicht, da die betreffenden Personen ihre Behausung unter Aufsicht zurück- ließen. Der Gauner, auf den die Kriminalpolizei fahndet und vor dem hiermit gewarnt sei, ist ein Mann von etwa 20 Jahren. Er ist 1.63 bis 1,70 Meter groß, bat hellblondes Haar und ein bort- loses Gellcht und trägt einen Kneifer. Bekleidet ist er mit einem dunklen Mantel und einer hellarauen Sportmütze mit Gurt. Unter dem Arm trua er eine Pcvp-Sckreibmopxe. Wenn der Schwindler nach andere Leute aufsuchen fällte, so ersucht Kriminattammifsar 5)errmann vom Polizeiomt Zchlendorf um sofortige Mitteilung. öuchmacher ln Noten. Die Reichswetlzentrake macht ihnen Kopfschmerzen. Als man Mittwochabend fragend durch dos schaurig-kalt« Kriegervereinshaus ging— es tagten dort Dereine ehemaliger Ehe» maliger— wurde einem gesagt:„Die Buchmacher sind oben*. Do klang, in aufgefangenen Bruchstücken der UnterhoAung. esum 20. November finden am S. und 13. Nonrm- ber in ber Aula de? Sopbien.aMmnafiuniS, WcSnmcitzcrslr. 15, von 10 bi» 12 Ubr statt. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen ist notwendig. Mit- gliedSkarte legitimiert. Die ttntcrrlchtskurfe für Arbeiter E. V. nebmen noch Hörer aus. Melebrt wird richtig deutsch sprechen, schreiben und sicher rechnen. Feder KurluS dauert 12 Wochen und findet einmal wöchentlich abends von 71/, bi? 9*/, Uhr statt. Hörgebübr 5 M., ArbetlSlole Irel. Der Unterricht findet in Schulen stall: Gipsllr. 23«, Riederivallstr. 12, Kleinulr. 49, Bochum er Sir. 8; Neukölln. Koiler-Friedrich-Slr. 208/10; Lichtenberg. Rat- bauSslr. 8 und Marlli'tr 2/3. Anmeldungen am Montag. 7. Nov.. Lichten- berg. Morttstr. 2/3; DicnStag, 8. Nav. Dochumer Str. 8: Mittwoch, 9. Mov., Niederwallftr. 12. abends von 7>/, bi« 9 Uhr. Wetter für morgen. Berlin und Nmgegrud. Kübl und veränderlich, sibertvieaend bewölkt. mit geringen Niederschlägen und ziemlich srüchen westlichen Winden. Hroß-Serllner Parteinachrichten. «. Wdttlmui. Ltchtrrtetde. Heute abend TV. Übt MUgltederoerswmaUmg w» ©tfangfaal der vberreatschule SMnjfttafct Vortrag OewerMastsbewegung Mulle weiß alles! „Nichts ist so fein gesponnen, es kommt doch an das Licht der .onnen" Und wenn es noch solange dauert, und wenn sich jemand »och so große Mühe gibt etwas zu verbergen, Wulle bringt es„doch an das Licht der Sonnen"'. Wie könnte auch sonst jede Nummer skiner Zeltung„eine Sensation" sein. Am 1. November brachte nun sein„Abendblatt" als Sensation einen Artikel, der sich mit dem Streik im Gastwirtsgewerbe beschäftigt und den Standpunkt der Arbeitgeber wiedergibt, so wi�„eine maßgebende Stelle" ihn Herrn Wulle dargelegt hat. Nach dieser„maßgebenden Stelle", die es ja wissen muß, liegen die Ding« so, „daß die Arbeitgeber sofort bereit sind, in aussichts los« Berhand- lungen einzutreten, sofern von der Gegenseite das IV-Prozent-Sy- stem anerkannt isb Sämtliche Unklarheiten, die bei diesem Sy- stem in Erscheinung treten könnten, sollen durch tarifliche Verein- barungen rücksichtslos klargestellt und etwaige Ungerechtigkeiten restlos beseitigt werden" Wir danken Herrn Wulle für diese Weisheit, die aber leider keine Sensation ist. denn von allen Berliner Dächern pfeifen es schon die Spatzen, daß bisher alle Verhandlungen, an denen die Unternehmer teilnehmen, von vornherein aussichtslos waren. Die Arbeiterschaft denkt aber nicht daran, erneut in„aussichslose Vor- Handlungen" einzutreten. Sie wird schon dafür sorgen, daß nicht nur„etwaige Ungerechtigkeiten", sondern die Ungerechtigkeit über- Haupt beseitigt wird: nämlich das ly-Prozent-System. Uebrigens: haben hier wirtlich Herr Wulle und seine„m a ß- gebende Stelle" die Wahrheit gesagt, oder war es gar der Druckfehlerteufel, dem der Sck)windel der bürgerlichen Presse über den Gasthausstreik zu toll wurde, und der zur Selbsthilfe griff? Die letzte Möglichkeit scheint uns wahrscheinlicher! können, sich wenigstens dazu entschließen, nicht den Verkehr und die Lichtversorgung lahmzulegen. Beides ist in vollem Umfange aufrechtzucrhalten. Das sind die Arbeiter unserer Gemeindebetriebe dem 9. November und denen schuldig, die diesen Tag mit ihnen würdig begehen wollen. Afa Betriebsräte der Metallindustrie. Auf vielfache Anfragen erwidern wir, daß der in Leipzig oer- u altete Betriebsrätekongreh d- r Metolli ndu- strie ein« Vcrbandsangelegenhrit des Deutschen Metall- ardeiter- Verbandes ist. Es handelt sich also um einen Betriebsrätekongreß der Metallarbeiter. Die Afa-Mitglieder der Betriebsvertretungen der Metallindustrie nehmen hieran nur als Gäste teil. In welcher Form dies geschieht, wird durch die in Betracht kommenden drei Hauptoerbände des Afa-Bundes bzw. durch deren Ortsoerwaltungen bekanntgegeben. Afa-Bund, Ortskartell Groß-Berlin. Magistrat und Nastwirtsftreik. Das Verkehrsamt der Stadt Berlin will nunmehr in den Gast- Wirtsstreik vcrmi'telnd eingreifen. Stadtbaurat Dr. Adler hat sich als Vorsitzender des Verkehrsamtes bereits mit der Arbeitnehmer- organifation in Verbindung gesetzt, um eine Grundlage für neue Verhandlungen zu schaffen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge ist es wabrfchemlich, daß die Vertreter beider Organisationen noch im Lauf« des heutigen Nachmittags im Verkehrsamt an den Beratungen teilnehmen werden. Eine Nachprüfung dieser L. L.-Msl- dung war uns nicht mehr möglich. vie 5orüerunsen öer Hemeinöearbekter. Arbeiisruhe am st. Rovember? Eine sehr stark besuchte Funktionärversammlung des Lohn» kartells für die Gemeindebetriebe Groh-Berlins beschäftigte sich, wie wir schon berichteten, am Mittwochabend mit Aufstellung der An- träge für den 8. Lohntarif bzw. 4. Dergütungstarif. Bor Eintritt in die Tagesordnung wurde nach längerer Dis- kussion der Antrag gegen eine Stimme angenommen:„Die Funk- tionäre der Gemeindearbeiter Groß-Berlins be- schließen, am 9. November nicht zu arbeiten."— Ferner wurde dazu beschlossen, auf Bezahlung zu verzichten. Hierauf berichtete P o l e n s k e über die Beratungen bzw. Vor- schläge der Lohnkommission des Kartells. Der bestehende Lohntarif ist auf den 30. November gekündigt worden. Zugleich ist nach den vorliegenden Anträgen dem Magistrat die Forderung eingereicht worden, eine einmalige Teuerungszulage in Höhe von 1000 M. zur Abhilfe der Notlage zu gewähren. Die Tarifkommisston ist, wie oer Nedper weiter ausführte, nach einer gerechten Würdißuna der Tcuc- rungsverhältnisse dazu gekommen, einen Zuschlag auf alle bestehen- den Löhne von 3ch0 M. zu verlangen. Nach dem geforderten Zu- schlag würde sich ein Stundenlohn von zirka 10,75 M. ergeben, der sich bei den gelernten Arbeitern noch etwas nach oben hin verschieben würde. Ueber das Ergebnis der Aussprache, soweit ee die Löhne be- trifft, sind unsere Leser unterrichtet. Einmütig stimmte die Vrrsamm- lung einer Resolution zu, in der d e n st r e i k c n d e n G a st w i r t s- g e h i l f c n volle Sympathie bekundet und ausgesprochen wird, der Aufforderung der Gewerkschaftskommission zur Unter- stützung der Streikenden Folge zu leisten.— Verschiedene Anträge wurden der Tarifkommission als Material überwiesen. Wir erkennen das Wollen, das in dem Beschluß der Gemeinde- arbeiter zur Feier des 9. November liegt, durchaus an, können ihn ober dennoch nicht mit reiner Freude begrüßen. Solidarität zu üben und Beschlüsse der Dewcrkschaftsvertrauensleute zu achten, das war bisher die Starke des organisierten Proletariats. Die Gemeinde- arbeiter haben sich darüber hinweggesetzt und gefährden, wenn sie ihren Beschluß durchführen, den harmonischen Verlaus der zum 9. November geplanten Veranstaltungen. Wie sollen alle Arbeiter in die Versammlungen kommen, wenn keine Straßenbahnen verkehren, wie soll es möglich sein, Abcndseicrn zu veranstalten, wenn kein Licht brennt? Es ist dringend zu wünschen, daß die Gemeindcarbeiter. wenn sie schon ihren Beschluß nicht aufheben Mitglieder der mittleren Verwaltung des DMB. Der gestrige Beschluß der Pl-narversammlung der Gewerkschafks- kommission hat es notwendig gemacht, daß die Verwaltung heule 7 Uhr zusammentritt. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen ist Bedingung. Die Ortsverwaltung. Bertreterversammlung des Afa-Bundes. Freitig, 7 Uhr, im Zentraloerband der Angestellten, Belle- Alliancc-Str. 7/10, Roter Saal, außerordentliche Vcrtrcterversamm- lung des Ortskartclls Groß-Berlin des Afa-Bundes. Alle gewählten Vertreter müssen unbedingt erscheinen. Tagesordnung: D e r S t r e i k der Gast wirtsange st eilten. Afa-Bund, Ortskartell Groß-Berlin. Zentralverband der Maschinisten und Heizer. Der Beschluß der Plenarversammlung der Gewerkschaftskom- misston vom Mittwoch mocht es notwendig, daß die erweiterte Derwaltungssitzung am Freitag, abends 6 Uhr, zusammentritt. Pünktliches Erscheinen sämtlicher Mitglieder, Betriebsobleute und Branchenvertreter ist Pflicht.__ Die Tarifdiffcrenzen Im Frisourgewerbe in Bielefeld sind bei- gelegt. Die neuen Lohnsätze sind von der Interessengemeinschaft selbständiger Friseure anerkannt worden. Betriebsräte uod Verlrauensleule der Eleklromonleurei In Münster t. W. befinden sich die Elcktromonteure im Streik. Ein Zuzug von Berliner Elektromonteur«» ist streng fernzuhalten. SPD.-Belrtebsräle der Metallindustrie! Wir ersuchen alle Be- triebs- und Arbeiterröte, soweit sie Mitglieder des Metallarbeiter- Verbandes sind, die heute und in den nächsten Tagen stattfindenden Gruppenvollversammlungen zu besuchen. Lokale sind im Annoncen- teil der Mittwochmorgcnnummer angegeben. Der Frabtionsoorstand. Deutscher Derkmel�erverbaud, Berlin X>. Freitag 7 Uhr Im Verelnelokal Franksurler Wer 313: Mlizliedervcrsammiung.• Wivtfdyaft Gegen den Ausverkauf in den Grenzgebieten. Die Landesfinanzämter sind angewiesen worden, die von ihnen für den Warenverkehr zwischen den Grenzbezirken ge- währten Erleichterungen zurückzuziehen oder sie auf ihre Daseinsberechtigung unter den neuen Verhältnisien schleunigst zu revidieren. Ferner hat der Rcichskommissar für Aus- und Ein- fuhrbcwilligungcn veranlaßt, daß eine Ermächtigung der Zollstelle, wonach eine größere Reihe von Waren allgemein ohne Aus- fuhrbcwilligungen zur Ausfuhr zuzulassen war, für den kleinen Grenzverkehr außer Kraft tritt. Weiter hat der Reichs- kommiffar die Zurückziehung der den Ladengeschäften einiger Grenzstädte zur Benutzung im kleinen Grenzverkehr erteilten Sammelausfuhrbewilligungen angeordnet oder cmp- fohlen, soweit dies zur Behebung der Mißstände notwendig sei. Schließlich hat der Reichswirtschastsininistcr Ausfuhrverbote für Waren des 5. Abschnittes des Zolltarifcs(Textilwaren) im kleinen Grenzverkehr für die Bezirke der Landesfinanzämter Karlsruhe(für die badisch-schweizerischs Grenze), Wllrzburg, Köln, Düsseldorf, Münster und Hannover(für die westliche Reichsgrcnze) und Altona für die deutsch-dünifche Grenze) erlassen. Das Rcichssinanzministcrium wird für sofortige Verstärkung der Grenzüberwachung durch Heranziehung von Zollbeamten aus dem Innendienst unter Zuhilfenahme von geschulten Kräften des Rcichsbeauftrogten für die Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr sorgen. Ueber diese in der letzten Zeit veranlaßten Maßnahmen hinaus wird der Rcichswirtschaftsminister durch eine Bekanntmachung zur Sicherung des Bedarfs der inländischen Bevölkerung die Ausfuhr von Gegenständen des täglichen Bedarfs im Reichs- verkehr ganz allgemein von einer Ausfuhrbewilligung ab- hängig machen. Diese Bestimmung wird den Kontrollbehörden die Möglichkeit geben, der Ausbeutung des Tiefstandes der deutschen Mark durch reisende Ausländer zum Schaden der inländischen Be- oölkerung entgegenzutreten._ Gegen ausländische Fischkäufe, die in letzter Zett auf holländische Rechnung an der deutscheu Rordseeküst« erfolgten, sollen Maß- nahmen getroffen werden, über die man im Reichsernährungs- Ministerium beriet. Bon einem Ausfuhrverbot sah man ab. Die Reeder verpflichteten sich, die Verbringung deutscher Fänge nach dem Auslaiide einzustellen, während der Reichskohlenkommifsar be- müht sein sollte, eine bessere Kohlenoersorgung für die Fischereiflotte zu bewirten. Angesichts der für sämtliche Zweige des Hochsee- fischereigewerbes in zu yohen Preisen liegenden Gefahr haben die Großhändler und Reedereien in Geestemünde beschlossen, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln der übermäßigen Ausfuhr von Fischen nach Holland entgegenzuwirken. Es wurde«in Ausschuß gebildet, der sofort eingegriffen und zunächst die Eisfabriken in den Untcrwesercrten verpflichte� hat, den am Geestemünder Markt kaufenden Firmen bis auf weiteres Eis nur in dem Umfange zu liefern, wie sie solches bei regelmäßiger Markttage im Durchschnitt bezogen haben. An neue Besteller wird kein Eis verabfolgt. Auf diese Weise wird wenigsten«, eine Unterbindung des Der, sandes nach Holland in Wagenladungen erreicht werden können. Sollte sich diese Maßnahme als nicht wirtsam genug erweisen, wird der Ausschuß, der dauernd die Marktlage überwacht, weitere Maß- nahmen ergreifen. Anwachsen der kohlenbestände. Infolge der Derkehrsschwierig- keilen sind im Ruhrreoier die Brennstofflagerbestände auf den Zechen von 459 589 auf 634 634 Tonnen angewachsen. Derantw. silr den rcdott. Seil: De. Werner Peiser, Charlottenburg: für An- zeigen: Sh.®Iotfe, Berlin. Verlag Vorwärts-Verlag®. m. b. t-, Berlin. Druck: Vorwärts-Buchdruckerei u. Berlagsanftalt Paul Einger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. CüZ Gewinn-Auszug der 18. Prcuß-SLdd.(244. Preuh.) 5 17. Ziehungi:»g Klassen-Sotterle S. Aodemdr, 1921, ruu» ,»0e gezogene Mummet IinO zn-e, qielrt-«eiclnne gefallen. 1 .._.—.■--£0fe �gleicher Mummet In 6m brl6m I und ztnar le einet ouf die____ aibfethinorti I und II Cdn«««roädt.»achdrnck dttboua. 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MWA KskÄttSeMiNÄ« OttzvczioaUnug Berlin. Freitag, den 4. November, abend» ö1/, Uhr, im Aüistenhas, SSpenicker Str. 127: Funktionär- K onferenz. Taxerordnung: 1. eohndewcgnng. 2. Eicllungnahnie zur gegenwürtlgen Eltiiatian Mitgliedabuch und FunktianZreu weis legtttnilert. 257/5* Dl« 0r«»vern>a>l»ng. (tarikolix feinster Cüurkensaial Ueberaü erliaiilich! £*01� Tssix», Mostrich- uaic 14111 KonscrveafabriU Bilsching» r. e. i e w. Bitte, sofort bestellen! free Wahre?acob Einzige, fnrbiz Gedruckt» humoristisch- satirische Zeitschrift der Sozial- deinolwatlschen Partei veutschlandb Erschrin! all« vierzehn Tag, p.rei,»er Nummer 80 Pf. 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