Nr. 534 ♦ 38« Jahrgang Ausgabe ei Nr. 265 BezugSvrciS: JSiJrttriäljrl.SS.- SL, uionatl. 12,— M. frei ins Haus, noraus«oWbar Post» dezug: Monatlich 12- M � e>nsck>l. Zu. stellungagk0ilhr. Untre Srnulunb tiir Sicutfriilm!), Danz g, das Eanr» und Mrmelqebirt, towtr dir rhrmals drut- srten(ürdirlr Palms Orftrrreich. Ungarn und gnrrmimrg 22,— M,, iüc das übrige Ausland 29,- M, �olt» beftrllnngen nehmen an vrfterrrich, Ungarn, Tschecho■ Elowatei, Däne- marl, Kolland, Luxemburg. Schweden und dir Schweiz, Her„Borwtirts" mit der Sonntags» btilogr„Polt und Seit", der Unter« haitungsbeilage �zriniwrlt" und der Beilage„Siedlung und Kleingarten- erscheint wochentSglich zweimal. Sonn» tags und Montags einmal. Telegramm-Adeesse: «Sojialdemotcol Bettln" Abend Ansgabv ( 30 Pfennig) Anzctffenpreis: ®te nenngespaltene UJonnaTeillejeUe tostet M.fileine Änzelgen" das fettgedructle Wort 2.— M.< zulässig zwei lettgedruckte Worte), ledes weitere Wort l,— M Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen da» eelte Wort U— St, jedes weitere Wort 60 Psg, Worte übet 15 Buchstaben zählen für zwei Worte Rontilien-Bts zeigen für Abonnenten Keile 8,50 M. Sic Preise oerstehen sich eiuschlleblich Teuerungszujchlag. k�evlillev Oolkslilstt Anzeigen fllr die n I ch st e Stummer müssen bis A Ahr nachmittags tm Hauptgeschäft, Berlin EW KS, Linden» straste 8. abgegeben werden. Geöffnet von S Uhr früh bis d Uhr nachmittags. Zentralorgan der rozialdemokratircben parte» Deutfcblands ctsr Neüaktivn und Expedition: CW 68, Lindenstr. Z Rrdaltion MoriliPlat, lältts— i>7 ,hcrn,prrr»1»r. �p�itton Morittplan ll7Sa-S» Freitag, den 11. November 1i)Ä1 Vonvärts-Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. Z ZkernsBrecker- Irring. Spedition nnd Inseraten. ' älüfcilung Morihplah U75:t-64 Amerika gegen Schulöenstreichung. London, tt. Itooember. tVTV.) Mac Kenna, der zeslcrn abend aus Amerika zvrückgckchrl isi. erklärte in einer Unter» rcdung mit Preslevertrclcrn, die allgemeine Ansicht in den ver- einigten Staaten sei gegen die Streichung der alliierten Kriegsschulden. Man erwarte zwar in den Vereinigten Staaten nicht, doh Zinanzfragen aus der beoorsichenden Abrüstungs» konfcrenz erörtert würden, gebe jedoch die Möglichkeit zu. daß dies doch der Fall sein könne. Wenn auch die Arbeitslosigkeit in den vcr» einigten Staaten beträchtlich sei, so sei sie doch ganz bestimmt viel geringer als in England. Soweit er aber beurteilen könne, seien die vereinigten Staaten über das Schlimmste hinweg. England zahlt seine Schulden. London, 11. November.t g e w c r b e. Museum», Prinz-AIbrecht-Strane 8, täglich um 4Y, Nbr nachm'ttag» (auch Sonntag» zu derselben Stunde), nur an den Donnerstagen mittag» um 1 Udr, vorgeführt. Die AuZsUlluna ist täglich, auch Sonntags, von 10— v Uhr geössnet. Der Anschlag auf Sie Eisenbahnen. Der Reichsverband derdeutschen Industrie ist nun endlich aus seiner Reserve herausgetreten und hat die Pressevertreter zu sich eingeladen, um seine Kreditpläne im einzelnen zu begründen. Unbegreiflich ist, wie man überhaupt noch von einem Kreditplan sprechen kann. Man will die Eisenbahn, will die vielen angeblich überflüssigen Arbeiter aus. ihr herausbringen, und will schließlich aus ihr Gold- werte machen. Diese Goldwerte sollen dann den Personal- und Warenkredit ermöglichen, der auf lange Sicht die Schuld der ersten Reparationszahlungen deckt. Mit anderen Worten: Man will die Eisenbahnen billig kaufen, die Tarife erhöhen, rücksichtslos alle Grundsätze der Privatwirtschaft anwenden und so eine private Verbrauchs st euer durch den Ver- kehr auf die Allgemeinheit legen, die dann die ersten Repa- rationsraten deckt. » Warum ist das Reich nicht selbst schon auf diesen Ge- danken gekommen? Seit Herr Stinnes die Wasserstraßen unter sich hat, und seit die Eisenbahnen ihre soziale Tarif- Politik treiben, haben die Wasserstraßen tarife, früher die billigsten Verkehrspreise der Welt, sich sogar über die 6isen- babntarife erhoben. Wenn aber die Eisenbahn ihre Tarife erhöhte, protestierte der Reichsverband. Statt dessen kann der Reichskanzler heute zu'ihr um Kredit bitten gehen, weil, wie Herr Zr. Bücher treffend sagte, die Industrie der st ä r k st e W i r t s ch a f t s k ö r p e r des Reiches fei. Aber sie hat nicht genug mit ihrer Kraft, sie braucht auch die R e i ch s e i s e n b alh n e n. Und darum will sie„opfern". Die Eisenbahnen haben ja jetzt zwei Jahre Friedenspolitik hinter sich, ide längst nicht restlos erfolgreich war. die aber das wichtigste Verkehrsmittel immerhin schon aus dem Breiten- bachfchen Sumpf herausgewirtschaftet haben. Das Defizit, das heute besteht, ght zu einem großen Teil auf die Ueberteue- rung der Materialien zurück, zu einem noch größeren aber auf die einfache Tatsache, daß alle werbenden Anlagen nicht wie bei allen Privatbetrieben durch Kapitalbeschaffung gedeckt, son- dern durch Betriebsausgaben bestritten werden. Von der Nertrustungstendenz.die jetzt durch die ganze deutsche Wirtschaft geht und die Produktion erheblich verbilligt, ohne daß man den Preisen davon etwas anmerken würde, blieben die Verkehrsunternehmungen unberührt. Jetzt müssen die Eisenbahnen, um ihre Materialien zu erhalten, genau so betteln gehen, wiS der Reichskanzler um die Kredithilfe. Hier liegen die Gründe, und dann noch in der Betriebs» organisation.die allerdings noch viel zu wünschen übrig läßt. Privatwirtschaftlich« Grundsätze lassen sich, das haben die Deutschen Werke bewiesen, auch in Reichsbetrieben nnwenden. Das Verschachern allerdings ist der Industrie lieber, und darum beschönigt sie ihre Absicht und hängt ihr ein patriotisches Mäntelchen um.„Es erfordert Opfer, die Reichs- eisenbahnen zu kaufen und auszubauen"— sagt man. Natürlich. Denn wenn man das nicht sagte, könnte ja das Reich «uf die verrückte Idee kommen, einen anständigenPreis zu fordern. Und man braucht sie billig, deswegen deutet man noch nicht einmal an, wo die w a h r e n Gründe des Eisenbahn- defizits liegen und beschränkt sich auf die Forderung ihrer Privatisierung. « Die Industrie will auch siedeln, um die Arbeitskräfte richtig zu verteilen. Das Reich aber will ebenfalls siedeln, nur rt es damit noch nicht weit gekommen. Und jetzt kommt die "lrivatindustrie und bringt diese Politik mit der Kredithilfe .'ies: mit der Privatisierung der Eisenbohnen!) in Verbindung. lo ist das Gesetz über die Sozialisierung des Woh- nungswefens» das die Antwort auf diesen Vor�lag arftellen soll?• • RSichseisenbahnen seien in einem demokratischen Staate nicht möglich, weil die Anwendung privatwirtschaftlicher Grundsätze durch die P a r t e i p o l i t i k verhindert wird. Das ist das einzige Wort, das man sich merken sollte. Innerhalb der Demokratie will das Kapital seinen Absolutismus errichten und auf die Eisenbahnen stützen. Das gilt es zu verhindern. Der R e i ch s e i s e n b a h n m i n i st e r hat die Pflicht und sollte vpr dem Parlament vor die Frage gestellt werden zu erklären, ob er s e l b st in der Lage ist, die Privatwirtschaft- lichen Grundsätze im Eisenbahnbetrieb dermaßen anzuwenden, daß ohne Schädigung der berechtigten Interessen der Allge- meinheit, freilich nicht ohne Opfer, der Betrieb sich selbst erhalten kann. Kann er es, so ist er d e r demokratische Reichsverkehrs- minister, und es ist Pflicht aller Arbeitnehmerorganisationen und Parteien, ihn in diesem Bestreben zu unterstützen. Kann er es aber nicht, so werden wir nach dem neuen Mann suchen müssen, der die Herabwürdigung der Arbeit der Republik zu einem Dien st für das Privat- kapital verhindert. * Der Höch st betrag der Goldanleihe, die die Industrie nach diesen Zugeständnissen aufzunehmen bereit ist, wird auf etwa eine Milliarde Goldmark geschätzt. Auch dies? können erst mobilisiert werden, wenn die Washingtoner Konferenz vorüber ist. Man rechnet, daß das drei bis sechs Monate dauern kann. Schon diese Tatsache wirft die Frage auf, ob das Reich mit einer ErfossungderSach werte nicht r a s ch e r zu dem erstrebten Ziel kommen kann. Sie zeigt aber, daß die Industrie, selbst wenn sie die Eisenbahnen be- käme, in der Zeit der größten Not nicht zur Stelle ist. Besprechung üer Regierungserklärung. Tie Vertrauensfrage. Die Aussprache des Landtages über die Programmerklärung des neuen Kabinetts wird in der heutigen Sitzung fortgesetzt.— Es sollen zwei Rcdnerreihen sprechen, für die zweite Reihe ist die Rede- zeit auf je eine halbe Stunde beschränkt. Abg. Winkler(Dnat.): Wenn auch unsere Hoffnungen nicht voll in Erfüllung gingen, so haben wir Stegerwald als ehrlichen Mann und aufrechten Deutschen kennengelernt, mit dem wir in nationalen Dingen und in der christlichen Ueberzeugung übereinstimmen.(Sehr richtig I rechts.) Das Wichtigste an der Neubildung des Kabinett» ist, daß jetzt die Führung wieder an die Sozialdemokraten über- gegangen ist, und das hindert uns. diesem Kabinett das ver- trauen auszusprechen.(Lebhafte Zustimmung bei den Dnat.— Lachen links.) Wer liest, was der Ministerpräsident gelegentlich in der Presse seiner Partei schreibt, der weiß, daß sein Geist und seine Ideen sich nicht geändert haben. Die Erklärung des Ministerpräsi- dcnten spricht von einer Einheitsfront aller derer, die an Deutsch- lands Zukunft glauben. Diese Einheitsfront ist aber nur in natio- nalem Geiste möglich.(Beifall rechts.) Es sind in zwischen verschiedene Anträge über die Verkrauenssrage eingelaufen.> Zunächst der dcutschnationale Antrag der Abg. Winkler und Genossen, folgenden Inhalts: Der Landtag wolle beschließen: „Der Landtag versagt dem Staatsministerium, das in seiner Zusammensetzung den nationalen Interessen des Landes nicht entspricht und den staatlichen und wirtschaftlichen Wiederaufbau Preußens gefährdet, das zu seiner Amsführung erforderlich« Vertrauen." „Von den K o a l i t i o n s p a r t e i« n ist ein Antrag der Ab- geordneten Limbertz-Esien(Soz.), Dr. Porsch(Z.), Oeser(Dem.), Dr. v. Krause(D. Vp.) und Genossen eingegangen: „Der Landtag billigt die Erklärung der Regierung und spricht ihr das Vertrauen aus." Abg. Oeser(Dem.): Wir haben setzt ein Kabinett der Ver- sassungsfreunde. Der Abg. Winkler hat hier viel von natio- naler und internationaler Politik gesprochen. Wir sind der Meinung, daß die Schaffung dieses Kabinetts eine nationale Tat bedeutet. GroßSZrlln Die neue Staötgemeinüe Serlin. Das Stalistische. Amt der Stadtgemeinde Berlin hat soeben eine erste statistische Zusammenstellung(„Statistische Grundlagen") über die neue Stadkgemeinde veröffentlicht. Demnach ist Alt« Berlin mit einer guten Hälfte, mit 62,2 Proz. an der Gesamt- bcvölkerung beteiligt. Die einzelnen Alt-Bcrliner BerwaltungS- bezirke gehen sämtlich über den Durchschnitt von 6 Proz. mehr oder weniger weit hinaus. Unter den Außenbezirken stehen nur Schöneberg mit 6,8 Proz., Neukölln mit 7,3 Proz. und Charlotten- bürg mit 8,6 Proz. über dem Durchschnitt. Per kleinste an Be- Völkerungszahl überhaupt ist der Bezirk Z e h l e n d o r f mit 0,9 Proz. Im letztgeiiannren Bezirk bildet sich die absolute Zahl nur ouS 32 913, das ist noch nicht der 11. Teil der Bevölkerung des Bezirkes Kreuzberg mit seinen 366 2SS Einwohnern. Die 3 864 648 Seelen der letzten Volkszählung waren in 1 137162 Haushaltungen zusammengeschloffen, wobei auch die Anstalten für gemeinsamen Aufenthalt, wie Kasernen, Kranken- Häuser. Strasanstalten usw. als Haushaltungen zu zählen sind. In diesem Sinne ergibt sich eine durchschnittliche HaushaltungSstärke von drei Personen. Ueber die A l t e r ß v e r h ä l t n i ss e der Bevölkerung ergibt sich auS der tabellarischen Uebersicht, daß im Gesamtdurchschnitt der Stadtgemeinde über dreiviertel der Bevölkerung im Alter der Er« werbSfähi gleit von 14 bis 66 Jahren stehen, während 18,7 Proz. als noch nicht erwerbsfähig und 4.8 Proz. als nicht mehr erwerbsfähig anzusehen sind. Bon diesen DurchschnittSsätzen weisen die einzelnen Verwaltungsbezilke höchst beachtenswerte Ab« Weichlingen auf. So schwanken die Anteile der Uncrlvachsencn von 14,7 Proz. in Berlin-Mitie bis zu 23,6 Proz. im Bezirk XX(Rei- Nirkendorf). Dagegen liegen die westlichen Außenbezirke dem Mini- mum näher, wie z. B. Bezirk IX(Wilmersdorf-Grunewaldl mit 15,4 Proz., Bezirk XI(Schöneberg) mit 15,5 Proz., ferner auch die Alt-Berliner Bezirke VI(Kreuzbcrg) mit 16,6 Proz. und Bezirk II (Tiergarten) mit 16,7 Proz. In den übrigen Siadtgemeinden aber übersteigt die Ziffer den Durchschnitt, und zwar— von denr schon genannten Bezirk XX abgesehen— am meisten mit Sätzen von 22 bis 23 Proz. im Bezirk XV(Treptow), Bezirk XIV(Neukölln! und im Bezirk XVII(Lichtenberg). Aus diesen Zahlen ist deutlich er- sichtlich, daß die Arbeitcrkamilien im Durchschnitt eine höhere Kinderzahl zu verzeichnen, haben, als die reicheren BevölkernngS- schichten. Eine allgemein bekannte Tatsache wird hier aufs ncue bestätigt._ Die Sachverftänöigen im„Neigeir-prozeZ. Ludwig Fulda. Znkendank Baron zu Puklih. Professor Klaar, Alfred kerr. Den Schluß der gestrigen Verhandlung, bildete die Vernehmung einer großen Anzahl literarischer und Bühnensachverständiger. Als erster wurde Dr. Ludwig Fulda vernommen, dessen erste Aus- lafsungen wir noch im gestrigen Abendblatt gebracht hatten. Dr. Fulda führte des weiteren aus: Schnitzler habe nie daran ge- dacht, daß diese von ihm geschriebenen Dialoge auf die Bühne ge- langen sollten, er hatte das Wert nur für die Lektüre geschrieben. Der intellektuelle Urheber der„Reige n"-Aufführung s ei Prof. Reinhard, der dem Dr. Schnitzler er- klärte:„Ich halte die Aufführung Ihres Werkes künstlerisch nicht nur für opportun, sondern für durchaus wünschenswert". Es fei ferner zu erinnern an die Andc-utungen des Geschlechtsaktes, wie sie in„Faust",„Romeo und It'lia",„Judith", in Wagners„Walküre" vorkommen. Das Buch der„Walküre" hatte seiner Zeit Schopenhauer vorgelegen und dieser schrieb hinter Wagners Bemerkung„Der Vorhang fällt schnell", die Bemerkung:„Es war. aber auch die höchste Zeit!" Sicherlich sei es nicht erwünscht, daß unreife junge Leute in den„Reigen" gesien. Jugendlich können ober nicht nur durch den„Reigen" gefährdet werden, sondern auch durch zabllose andere Werke der Kunst und Mssenschaft, durch Zeitungsickture, ja auch durch Gerichtsverhand- lungen. Der Iugendfchutz nrog den Weg einschlagen, der ihm ge- eignet erscheint, nie aber darf er so weit gelten, daß er das Leben der Erwochstnen einschränkt und bevormundet. Die Erwachsenen haben das Recht, lebenewichtige Dinge in der Oeffentlichkeit be- handelt zu sehen. Die Eltern mögen Ihre Kinder so erziehen, daß sie nicht in sie gefährdende Vorstellungen hineingehen. Die Kunst würde um eines ihrer besten Stoffgebiete gebracht werden, wolle man ihr verbieten, erotische Probleme zu behandeln. Der„Reigen" weist einen pessimistischen Zug auf, und ist keine VerHerr- lichung oder Persiflage des Ehebruchs. Wie jemand dadurch cmgereizt werden kann, ist demgemäß dem Sachverständigen absolut unverständlich. Der Nächste Socliverständige Bo-ron zu Putlitz hat sich in seiner Eigenschaft als Präsident des Deutschen Bühnenvereins mit der Aufführung des„Reigen" befaßt. Nach seiner Ueberzeugung hat Frau Cyioldt bezüglich des„Reigen" die künstlerischen Interessen nie vernachläffigt. Niemals auch hat er bei den wiederholt von ihm besuchten Vorstellungen einen Moment das Gefühl des Zuwiderscins gehabt. In dem Bestreben, möglichst dezent zu spielen, habe sich nach seiner Empfindung viel- mehr eine gewisse Langweile eingeschlichen. Auch die Frau des Sachverständigen ist durch nichts choliert gewesen. Alle von ihm gesehenen Borstellunaen glichen wie ein Ei dem anderen und er könne nach seinen Beobachtungen die Wut gegen den„Reigen" iicht verstehen. Als Sachverständiger kann er nur voll unter- schreiben, was Dr. Fulda über den., Reihen" ausgeführt hat. Im übrigen weist der Sachverständige darauf hin, daß ihn der ganze Prozeß mit großer Svroe erfüllt. Wenn Hier eine Verurteilung erfolge, in welche Situation kämen da die Thcaterdirektoren? Es würde«ine Revoluiiou unket den Bühnfulelletn eintreten, wenn ihnen aus dies« Weise das Leben verekelt werde. Der Sachverständige Professor K l a a r hat nichts als unsitt- sich und anstößig empfunden. Bei dem Kampf im Leben spielen sexuelle Borgänge eine große Rolle. Bon einem unssttlichen Drama kann hier nicht die Rede sein, wenn auch Unsittliches darin ent- halten ist. Man könne wohl von den Grenzen des Darstellbaren für dos Dramatische sprechen, jedoch seien bei der Auffuhrung de* „Reigen" die Grenzen nicht überschritten. Der Sachverständige Dr. Alfred K e r r verbreitet sich sodonir zunächst über die Stimmung, aus der heraus das Buch„Der Reigen" entstanden sei. In dem„Reigen" liege eine schwermütige Stimmung und der Dichter sage nicht„das ist schön", sondern„da habt ihr die Bescherung, so geht es". In den sexuellen Vorgängen erblickt Dr. Kerr kerne Unzüchtigkeit, wenn auch von einer„Heiligkeit" bei ihnen nichts zu spüren sei. Es sei heutzutage der Erwachsenen un- würdig und eine Heuchelei, so erwas als unzüchtig anzusehen, wenn die Heiligkeit fortfiele. Im übrigen sei das Reich der Kunst keine Kinderstube. Es gilt, unsere Kinder so zu erziehen und zu ertüchti- gen, daß sie durch solche Werke nicht verdorben werden können. Die weiteren Sachverständigen Ludwig S t e r n a u x, Dr. Her- bert Jhering, Hochdors, Hugseld und Oberverwaltungs- gerichtsrat Dr. Lindenau schließen sich im wesentlichen den Aus- sührungen Fuldas an. Dr. Lindenau wies noch darauf bin, daß er bei dem Publikum nichts von einer schwülen Erotik gespürt Hab«. Die Perhandlung wurde daraus aus Sonnabend, 9 Uhr vormittags, vertagt._ Abgefaßte Mäöchenhänöler. Die internationale Hochstapler« undScheckfchwindlerbande Gold- schmidt und Genossen, über deren gefährliches Treiben wir wieder» holt berichteten, ist jetzt restlos unschädlich gemacht. Der Anführer der Bande Goldschmidt sowie mehrere seiner Helfershelfer wurden, wie wir damals mitteilten, in Bcrlin dingfest gemacht. Sie hotten sich schon vor einigen Tagen vor Gericht zu oerantworten. Jetzt ist es in Genua gelungen, auch die drei letzten Mitglieder der gefähr- lichen Gesellschaft hinter Schloß und Riegel zu bringen.' Wie von dort mitgeteilt wird, wurden diese in dem Augenblick verhaftet, als die überall Gesuchten gerade einen Dampfer nach Brasilien be« steigen wollten. Die hiesige Kriminalpolizei hatte festgestellt, daß sich die noch auf freiem Fuß befindlichen Mitglieder der Bande, die als Alex Meto de Maltcß, Baron Endersyni und Baron von Ba- locki auftraten, sich nach Genua gewandt hatten. Auf Benachrichti- gung der dortigen Polizeibehörden hin wurden sie dann feftgenom- men. In ihrer Begleitung befanden sich vier junge, b i l d- hübsche Mädchen, denen sie sich als schwerreiche Ausländer vorgestellt und die sie überredet hatten, mit ihnen nach Brasilien auszuwandern. Die Gesellschaft plante jedoch, sie, wie in früheren Fällen, an Freudenhäujer zu verkaufen. Die Mädchen konnten so im letzten Augenblick vor diesem Schicksal bewahrt werden. Auch jetzt wieder hatte die Bande mit gefälschten amerikanischen Schecks operiert und große Summen erhalten. Selbstmord in der Blumcnstrafte. In der vergangenen Nacht hat sich im„Residenztasino" in der Blumenstr. 16 der 22 Jahre alte, aus Bielefeld gebürtige Kaufmann Rudolf Knacke auf der Toilette des Lokals erschossen. Ein Berliner Mittagsblatt brachte die Tat mit dem Erzbergermord in Zusammenhang. Danach sollte Knacke an diesem beteiligt ge- wcsen sein und vor seiner Verhaftung gestanden haben. Wie wir dazu erfahren, ist diese Nachricht unzutreffend. Der junge Mann hatte vielmehr in der Wirtschaft eine Zeche von 2666 M. gemacht, die er nichr bezahlen konnte. Da ihm deswegen seine Verhaftung bevorstand, machte er seinem Leben ein Ende. Erweiterung der Schulzahnklinik in Lichtenberg. Um den Nutzen der Einrichtungen der städtischen Schulzahnklinik in Lichtenberg auch der Schuljugend in den mit der ftüheren Stadt- gemeinde Lichtenberg als„Verwaltungsbezirk Lichtenberg"(17) der Stadtgemeinde Berlin vereinigten Ortsbezirken zutell werden zu lassen, war eine bedeutende Erweiterung der Anstalt notwendig. Sie ist nunmehr erfreulicherweise durchgeführt worden, so daß auch die angegliederten früheren Ortschaften Friedrichs- felde-Karlshorst, Mahlsdorf, Biesdorf, Kiruls- dorf, Marzahn, Hellersdorf und Wuhlgarten» bezirk durch die Wohlfahrtspflege der Klinik er- faßt werden. Die Abnahmebesichtiaung der erweiterten Räume und Einrich- tungen ini Gebäude, Lichtenberg, Rathausftr. 7, die durch Herrn Bürgermeister John und die Derwaltunqebezirks-Gesundheite- kommission vorgenommen wurde, zeigte die sehr vorteilhafte Anlag« der neugestalteten Klinik in hygienischer und räumlicher Beziehung. Dem um die Leitung der Anstalt verdienten Zahnklinikleiter Herrn Dr. Klein stehen nunmehr 2 Assistenzärzte und 3 Schwestern zur Seite, die Zimmerzohl(darunter 2 schöne Behandlungsräume mit 3 Operationsstühlen) ist von 4 auf 8 vermehrt worden. Die Aus- dehnung der nach Möglichkeit kostenfreien Behandlung auf die Schul- linder aller Schnlnrck' ilten des Verwaltungsbezirks ist in Aussicht genommen._ „Volk und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der beutigen Postauflage bei. Straßcnbahnverbindung Lichtenberg— Iohar niskhal. Der jetzige Endpunkt der Straßenbahnlinie Johannisthal— Friedrichsfelde, Schloßstraße, wird an der Friedrichsfclder Kirche verbunden mit den Gleisen der Linie 69 und es werden ob 1. Januar 1922 nach Her- stellung dieser bereits im Bau befindlichen Gleisoerbindung die Wagen der Linie 65 vom Alcxanderplotz durch die Frankfurter Allee über Friedrichsfelde nach Johannisthal verkehren, um diese Linie später, allgemeinen Wünschen entsprechend, nach Ausbau der ver- längerten Kaiser-Friedrich-Straße in Neukölln bis Baumschulenweg zu einem Ring zu schließen. Das Projekt einer direkten Berbindung des industriereichen Lichtenberger Nordgebietes mit Friedrichsfeld« wird weiter verfolgt. Porkoerhöbung für Anslandsvakete. Die anhaltende verschlechte» runa des Markkurses zwinat die Postoerwaltung, vom 15. November an die Gewicht- und Bersicherungsgebühren im Auslandspakewer- kehr wieder zu erhöhen und noch dem Verhältnis von 1 Gold- franken— 48 M(gegenwärtig 26 M.) zu erheben. Dieses Um- rechniingsvcrböltnis ist auclWür die Wertangabe auf Briefen und Kästchen mit Wertanaabs und auf Paketen nach dem Ausland maß» gebend. lieber die Einzelheiten erteilen die Pvstanstalten Auskunft. Jugendfüriorge im Bezirk Treptow. Das Bezirtsjugendamt Treptow hat eine Ablcilimg Jugcndiursorge geschaffen, die n. n. sich die Anf- anbe gestellt hat. die Eltern lchwcr erziehbarer Kinder zu unter» stützen. In den einzelnen OriStcilen de? Bezirks werden besondere Sdrech« stunden abgcbaltcn, in denen Eltern, die in der Erziehung und Pflege ihrer Kinder Schtricrigkciten haben. Nat und.(Mise erteilt wird. Die Sprech- stunden w-iden abgehalten: in OberschönewMde Lwsenllr. 33. Zimmer 13, am Dienstag nachmittag 6—7 Ubr; in Niedertchöneweide Memeindeichul« Britzcr Straße, Lesezimmer 1(Bibliothek), Freitag 8—16 Uhr vormittags: in tzldlersboi Bismarckslr. 1, Zimmer 1. Montag 6—7 Ubr nachmittag«: in AII-Klicnicke�Griinaucr Straße 66, Zimmer 13, DonnerSiag 8—16 Uhr vormiilags. Jngendbühne Neukölln.?lm Sonnabend, den 12. November, nach» mittags 3 Uhr, findet im städtischen Lichtspielhaus, Bcigtlraße 147, eine. einmalige Vorführung des großen MärchenansstatlungSsiln» „Der kleine Muck- statt. Karten a 6,66 M. für Schüler und Schülerinnen und 1 M. sür Erwachsene sind im Jugendamt, Rathaus, Zimmer 278 und an der Tageskasse zu baden. Verein Arbeiterjugend Groß- Berlin. Wilmersdorf. Die sür Sonnabend geplante Fahrt nach Löwcnbruch findet vorläufig nicht statt. Dafür Uebungen sür die DcihnnchtSseier. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Zeitweise heiter, jedoch ilterwiisiend bewÄljt bei gelindem Frost und frischen ostlichen Winde», keine erbedliche» Äi»d«« Ichl-ge._ «Srofi-öerliner parteinachrichten. 6. Uni« Fricdricheh-In. Beute abend 7 Uhr erweitert« ttreivvvrstanhefitung hei Schuckert, Rlldervdorfer Straße L. OewerMMstsbewegurig Hapern und die Sonntagsruhe. Der Zsn!rciloerband d«r Ungestillten hat an den Rdchsnrbeits- .nistcr folgenden offenen Wrief gerichtet: In unserem SchrcibsV vom 9. September 1921 teilten wir Ihnen mit, daß die bayerische Regierung mit der Bekannt- machung vom 29 August d. I.(„Bayeriscye Staatsgeitung" Nr. 193) die Bcrjchriften der Gewerbeordnung über die Sonntagsruhe im Handelsgewerba außer Kraft gcietzt hat. Wir wiesen gleich- jdtig vorauf hin, daß bereits vor mehr oenn Jahresfrist das Reichs- arbe.temimftcrium auf Grund von Beschwerden der würtUmberch. schon Regierung gezwungen war, die Einhaltung der Sonmagsriche- Vorschriften in Bayern zu fordern. Heute sind wir m oer Enge se>t° stellen zu können, daß nicht nur der Reichstag, Ihr Ministerium, das württcmbcrgifche Arbeitsministerium, sondern neuervlngs auch das badische Arbeitsministerium mit erfrischender Deutlichkeit bestätigt, daß die Bekanntmachung über die Sonntag:- ruhe in Bayern rechtswidrig ist. Auf eine Eingaae der Lcndeszentrale de» badischen Einzelhandels, in der cbenfills unter Bezugnahme auf Bayern eine Durchbrechung der Sonnrags'uhe- vor christen verlangt wurde, hat das badische Ministerium tolgenoe Antwort gegeben: „Das bayerische Ministerium für soziale Fürsorge da: in der i Tat die von Ihnen mit Schreiben vom 12. September l?21 mit geteilte Regelung der Sonntagsarbeit im Handelsgew. be get'of-! sen. Wir sind aber nicht in der Lage, in gleicher Weise zu vor- fchren, da wir die gesetzlichen Borausjetzungen nicht fü,r gegeben erachten und auch sachlich ein« ocrartiz weitgehende Durchbrechung de» Grundsatzes vollkcmm ner Sonn- tagsruhe nicht glauben vertreten zu können. Wir Huben beim Reichsarbeitsmii.isterium erneut um die Herbeiführung ein:: end- gültigen für das ganze Reich einheitlichen Regelung ersucht." Die Rechtslage ist also vollkommen klar. Wir verlangen, daß die Rcichsrcgierung nunmehr nicht nur Werte gebraucht, sondern auch durch Taten einen Rechtszustand in Bayern in Sachen der Sonntagsruhe herstellt. Ihre Referenten haben in der Be- sprechung am 7. Oktober d. I. auf unsere Forderung nach einer einwandfreien Erklärung de, Reichsarbdtsministsriums eine aus-: weichende Antwort gegeben. Wir vermissen bis jetzt jede klar« � Stellungnahme. So dürfen unseres Erachtens nach die Dinge nicht weitergehen, denn eine Regierung, die nicht dafür sorgt, daß den' Rechtsgcsctzcn Geltung oer chafft wird, hat kein Recht, sich über dm! Schwinden des Rechtsbcwußtselns im Volke zu beklagen. Zentraloerband der Angestellten. Ter Tarif der Konditoren Für da« Personal der Konditoreien wurde ü.er die Arbeits- bedinguagen vor dem Schlichtungsausschuß mit dem Zentralverband der Bäcker und Konditoren«in Vergleich geschlosten. Die entstehende Zwangsinnung war ourch den gcschiiftsführenden Ausschuß vertreten, so daß der Vergl ich„voibehaltlich der Genehmigung der' zukünftigen Zwangsinnung" geschlossen werden mußte. Der Manteltaris vom 1. November 1929 wird mit der Maßgabe big zum 1. Februar 1922 verlängert, daß bezüglich ocs Arbeitsnachweises die Part ien darüeer einig find, daß ihre Wünsche betreffend die Organisation des Arbeitsnachweises vom Fachausschuß beraten und � »n. schieden werden soll. Vom 1. November 1921 ab werden sol-: gende Löhne gezahlt: Konditorgehilfen bis 21 Jahre pro i Woche 490 M.. über 21 Jahre 439 M. L a d e n g e h i l f e n 19 Proz. vom Umsatz und 35 M. wöchentlich: garantiertes Mindest- einkemmcn bei vierteljährlichem Durch chnitt pro Woche 439 M. Hausdiener. Hilfsarbeiter und ungelernte Arbriter bis 19 Jahre wöchentlich 299 M., vis 24 Jahr« 259 M., über 24 Lahre. 349 M., Kutscher 379 M. Weibliche Hi-fskräfte für Küche, Back- stube und Hausarbeit bis 19 Jahre wöchentlich 190 M., monatlich 823,59 M., bis 24 Jahr», wöchentlich 229 M., monatlich 953,59 M., über 24 Jahre wöchentlich 259 M., monatlich 1933,59 M. Verkäuferinnen, Kassiererinnen, Kaffeemamsells bis 21 Jahre woch nckich 249, monatlich 1940 M., über 21 Jahre wöchentlich 270 M monatlich 1170 M. Für Kost werden täglich 12 M., für Wohnung täglich 2 M. in Abzug gebracht. Die'�ar- teun fino sich darüber einig, daß vis zum 1. Februar 1922 zwischen der neuen Zwangsinnung und dem Zmtralverband ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen werden soll. Falls mit einer anderen Organifalion der Arbeitnehmer(gemeint ist oie Hirsch-Dunckersche) innerhalb der Zeit bis zum 1. Februar 1922 gün, iger« Lohn- und Arbeitsbedingungen vereinbart werben sollten, so sollen diese gün- stigcren Bedingungen vom Tage der Wirkung der Vereinbarung ab auch für die Mitglieder des Zentralverbandes Geltung haben. Zu die, cm Vergleich nahm am Donnerstag eins gutbesuchts Mitgliederversammlung des im Zcntralvcrband der Bäcker und Konditoren organisierten Personals der Berliner Konditoreien Stellung, nachdem T h i e m e einen Bericht von den Verhandlungen erstattet hatte. Nach einer Diskussion stimmten die Versammelten dem Vergleich zu, erklärten aber gleichzeitig in der Entschließung, daß sie Gewehr bei Fuß stehen und jederzeit gewillt sind, den Kampf um ihre Rechte auszunehmen. Zu bemerken ist noch, daß bei grundlegenden Veränderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Manteltarif auf Antrag einer Vertragspartei Innerhalb dneg Monats in neue Lohnver- Handlungen einzutreten ist. Nene Löhne in der Sirohhukindustcie. Verhandlungen der Ar- beitgeber und Arbeitnehmer der in der Strohhutindustrie beschäftig- tcn Arbeiter und Arbeiterinnen brachten folgende Lohnerhöhungen: Für November 25 Proz., ab 1. Dezember 39 Proz, gefordert waren 49 Proz. Danach stellen sich die Lohne wie folgt: Für Hut- macher ab November 432,50 M., ab 2. Dezember 448 M., Näherinnen und Garniererinnen November 282,29 M., für Dezember 393,29 M. Eine aus beiden Teilen neu gebildete Differenzkomwission wird dauernd in Verbindung blei- den und Mißstände und dergleichen umgehend regulieren. K«Dirkichast»r(w(rilchaft»- oocslii»dc-S>xung. Im An.chluß daran an dem c.den Adcnd: NaNcUsihung. Eine Schnellzugslokomotive gestohlen. In Hoyerwerda ist au« dem Schuppen des dortigen Güterbahnhofes eine toniplette Echnellzugslokomotive, die auf einem toten Gleis stand, jpurlosverschwunden. � veraniw. für den redak«. Teil: Dr. Wer»« Peilcr� Charlottenburg: für An» seinen: Th.«locke, Berlin. Verlag Vorwärls-Periog D. m. b. H., Berlin. Druck- Vorwärts-Duckidruckereiu. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin. Lindenstr. 3» Gcwinn-Auszug der v, 18. Prousz.rSudd.(244. Preuß.) 5 Klage. 24. Ziehungiiag. Klassen-LoNcrZe 10. November 1921. 3Jaf Irvt gezogene 3tummri sind jmei qielct) hohe Gewinne grfoUrn, und zwar\i rlr.rt auf die Lose gleicher Kummer In den beiden aibtellunoen I und II i 17313 17432 29590 30585 �lus aller We!t. Qhn-. GewZchr. Nachdruck»erboinr. In der LorulittagSziehung wurdcn Ecwinne über«S0 Marl grzogmz : 2 za 2: 0000 Ü 266963 I 2 in ICOOO M 129907 S r» 10.00 M 26863 16737« 20<599 10 in 6000 M 76091 87277 1 6205 JI9038 271792 128-0 000 11 771 4570 2 9g.<3648 26843 35168 37047 39172 62753 682680711270394 71741 73140 76767 78.47 77037 8187087029 0893 P4800 96977 98827 101994 104767 106097 108395109911 13837713042 145412 1491 18 161026 157672 169795 100437 67036 171000 1716 8 175080. 177070 177931 181769 184039 187708 190332 203855 210351 215669 22:191. 2:5208 238166 234833 236888 248066 263162 263096 258808 262601 270999 371996 275008 270600 20J713 328 IN 1000 M 1835 4671 6030 8892 12460 13860 17291 17851 170' 0 18502 18940 2.607 26742 27280 27728 28734 31434 36454£8946 39115 41224 42859 44032 45450 43526 49463 64933 67479 87902 69505 61384 64653 64796 68390 60915 70892 71442 73743 67441 89178 80380 89674 00104 01362 93087 160019 100453 100485 100769 202982 103833 105733 10 873 1114 5 112590 114071 1,6022 12142? 12? 4 2 123034 123569 125878 134406 136659 18(831 138317 139713 142586 142724 143581 144313 149130 110179 162703 181731 1' 6545 166840 107139 169433 163907 170464 171284 171600 172:20 17 604 175092 17o7.3 176 46 178281 1785,7 178968 1 0.79 1831 9 84160 188438 188773 190629 9/979.03095 194015 197651 199290 20.368 203587 208432 20928.104:8 210527 210931 213887 222173 223179 228330 2-6339 2/7931 23178 1 234:80 23 4 84 8 235120 2 38/3 1 230 332 2410 4 4 2 421.11 24 2 88 1 2444 3 5 245 1 85 4/7/9 /4 350 243085 249093 260394 25/300 2525?0 265362 256582 267071 67094 26:829 260S56.64443 266560 268357 268519.63593 272442 27/5.7 277803 28176» 2818.9 294930 286041 289378 290062 293283 29.663 299936 In der NachmitiazZzichung wurde» Gewinne über«SO Mark g-zcgcn: 48837 67544 48.116 8 96 Neue Petrolcuuiqucllc i« der Tschechoslowakei. „Robodnik Loiiini" meldet au» Egbell, daß am Dienstag, den 8. d. M., im Eabeller Naphtliaftlo ein neues Bohrloch unter großem Geräusch eine so große Menge von Oel auszinoerfen begann, daß die ganze Umgebung in kurzer Zeit überschwemmt wurde. Der auf chie�ende Oel rem erreichte eine Höhe von 8 0 Metern. Die Eruption ist von häufigen Gasexplosionen be» gleitet. Da» Vlott meint, man scheine bei den Bohrungen endlich auf die H a u p t q u e l l e der Egbelicr Gruben gestoßen zu sein, denn die Menge des ausfließenden Ods sei so groß, daß drei in Tätigkeit gesetzte Pumpen nickit genügten, die herausströmende Menge aufzuschöpfen.— Nach einer anderen Meldung aus Egbell vxrden ri.igs um die Pclroleum.ucllen Ricscndämme aufge- worfen für die Schaffung eines großen provisorischen Reservoirs, da» bereits jetzt einem See gleich«. vtrhaflung eine» Ztediumdiebcs. Vor kurz-m wurde durcki zwei ange iiickio Jiaiiileiiie eme junge Ärüiviiwe in der Friedlich- ürane ili München um ein Ouanluni Radium im Weue von sli Millionen Mcirt btichwindeli. Jeyi iii In Smirdriicken ein ,«aufm, um aus München öctoafiei worden, der einem ripoibeker Radium im W ne von 600 000 Mark suin Kant annebaien hanie Der tschechische vcnkmalkrlcg hat setzt da» Maria-Theresia-Denk- mal in Preßburg ereilt. -) 2 za 60900 M 12. 759 2 ZU 19000 11 104607 8 za 60.0 11.9601 79303 120389 139014 140 ZU auoo 333> 687».641 8/38 9090 11923 20762 24577 24318 58683 617.7 36869 569 Ii 48135 93361 64313 65255 70373 75743 81613 91:45 101648 16938» 108380 119572 1 0 80 125294 1295.6 133615 145944 160566 163377 166523 16/415 16875» 173007 18 683 164658 185208 166.52 137.07 ,91276 20614/ 213.89.1/4 9 214/16 2161/3.16963.26663 226.93 266177.412 7 242268.60867 263.43.69/52 26350/ 2o9/3: 269783 270949 27.246.78307 274.32 274499 79081 285805 286684.94.04.94364 290978 414 zn lOl/O M 416 437 1 9.9 2940 3499 5366 3473 9-95 99.4 1073 llOlo 11390 16090 1.0.1 13963 l»535 19694 20 0..1308 24475 279.6 28052 82142 0.687 38111 3.04O 34957 34996 36365 36609 3721- 37731 38109.84/4£9935 3.936 416/3 42.07 40996 4..9, 45580 46739.6758 ,7869 49545 492.8 61.43 620-5 65.05 6-563 69636 62287 089.9 56539»795» 39.80?0S4i 7.482 73/8, 74i7i 75795 6 94 766.7 73943 7 9,92 843.9 34637 37342 83460 33870 99/. 6 90333 1-6979 97.89 1303.7.31940.0.97» 103704 137502 107973 107936 105123 1034/2 109/. 8 111533 11.961 112301 t 17553 1 13437 121.94 ,21793 122744 1 2/705 123840 123929 ,24,06 1240/1 1243/3 123263 126o69 ,27422 1.7362 128636 13..91 10424/ 104301. 04539 1064/0 133903 139585 139/95 141392 14l6j6 145974 149123 139901 160/17 16.611 1 63543.35675 ,665.8 169/9. 164:48 106353 167487 i7u7u4 ,798.8 179639 170.54 170466 174960 17/472 176473 173.09 13.612 18/305 167736 19/.24 19473a 197.43 197610 197/18 196697.99/93 99912..955»,.95/35 2.06-3.0.234.9, ,9/.9,791.0.613 211053.,/.o9 214999.13576 21613/.1/0/5 2.72.8 2 8856..0190. 0/31 2 2521.255.3 20,931 201 04, 2016/4 23.7.7 36/84 23763» 2073-4.4.721.4-0.2 244 02 2433 7.43.»9 2,»573 263.»6.33.6».35/7/ 234337 /43/9.65651.384.8 .6-/83.6194/.5/94/ 2/85.9 2.773. 2.7792.6 976 2/9979 27.6. 2759. S 0752-6.704 4 274/ 7.0.379 283263.84784 28.9.7.85758.863.8 299077 29.-8.9 919.-69 Di» ia dem vorstehenden wewinn-StuSiug nicht enthaltene» nie/rigeron la-caiiiiu« stnd au» de» Linen zn erieeen, orc»ei den staa.iicije» Lotterie-Siauedmern zur uueuiaeiotichtii ismi.cj« anstiege». nemi b*®»' arwsasüPNSM Haus Oranien gewähri vermine s Höhensonnen, Diathermie� Licht«, Vlei zchcnbÖder usw größte Heilerfolge ge en ErkaCunssbrankbeiten, Grippe, Rbeuma, Ischias, 1 ühmun�cn, Schreibkrampf, Schlafloslskelt, Blutarmut, Nervet leiden u a 3=» 15 Beba? dlungen von\\. 80.- an— Prospe te und Auskünfte kortenlos. tt-, Elektromeaiziniscfte Anateil und Köhensonner.bad ersten Ranges unter Le tum; von Aerzten, auch einer Aerzlln ORANIENSTRASSE 37 Gold* und Silber* Bruch brillanten sind bei der heutigen Valuta große Werte!= Klaviere bestens zalilend tauft fierer, TSlieastr. 8. 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