Nr. 287. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 9. Dezember 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! " Quittung. 2801 kur od tied b. Nowawes P.§. 1. Oftpriegniß, aus einem Dorfe von sprechungen, die in den beiden bekannten kaiserlichen Er H. St. 5,-. Derlinghausen, auf Listen 6,15. Plauen i. V., lassen vom 5. Februar 1890 gegeben wurden, heute Plauen i. V., amerik. Auft. in der„ Tulpe" 5,-. Pforzheim 10,-. v. d. Frauen b. einem Tanzkränzchen d. Lefever. Vorwärts 4,11. noch aus. Rostock, rothe Verlobung 2,85. Ronsdorf, Lassallefeier 100, Man müßte den Klassencharakter unserer Staats- und | Steglit, In 30,-. St. Ludwig, A. Sch. Ueberschuß 1, St. Ludwig, A. Sch. Ueberschuß 1- Wirthschaftsordnung vollständig außer Auge lassen, wenn Stettin 100,-. Wegefad, A. K. 1,10. Waldenburg i. Schl., man annehmen wollte, daß das in der Thronrede nieder. B. m. 10,-. Wiesbaden, von den Würstern in der Forelle 1,75. Witten, Nachtrag 4,50. Berlin, den 7. Dezember 1894. 999 C Für den Parteivorstand A. Gerisch, Kaßbachstraße 9, 1 Treppe. Arbeiter- Schut und Arbeiter- Knebelung. In der Rede, mit welcher der deutsche Reichstag er öffnet wurde, finden sich folgende zwei Abfäße: Ju Monat November gingen bei der Parteikasse folgende Beiträge ein: Apolda, E. F., W. 15,-. Aachen, rothe Rindtaufe 3,40. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Kr. 610,-( darunter vom Dom ban 10,-) 4. Kr.( Often) 1000,-( darunter letzte Rate v. Stattlub gelegte Regierungsprogramm ausführbar wäre. Es ist Rüdwärts 21,-, Tischlerei von Görlich, Krautstr. 38, 6,-) heute weniger denn je möglich, die Interessen der Unter6. Kreis( Oranienb. Borstadt) 150,-( darunter Bierprozente von nehmer und Arbeiter gleichzeitig zu wahren. Die Unternehmer in Hermann u. Ko., Andreashof 7,75). Berlin, diverse Beiträge: ihrer Ausbeuterpraris zu schüßen und zu sichern, indem man den . S. 50,-. A. B. 50,-. Dr. L. A. 20,-. Dr. H. 100,-. Arbeitern die Organe zerstört, durch die sie ihre Wünsche Von Berliner Hutmachern 50,-. 2.-R. 40,-. Auft. b. e. gemüthl. A. äußern und die ihnen das Streben nach ihren Idealen erZusammensein im Lokale Wörtherstr. 19 9, Sächsischer Staatsangehöriger in Moabit 20,-. Guttenberg 100,- Fünf Schaf leichtern, und gleichzeitig die Wünsche der Arbeiter zu ertöpfe Schäfer u. Walker 7,- Rothe Buchbinder aus der Grünfüllen, die doch dahin gerichtet sind, die Macht des Unterstraße 5, Fünf A. d. V.-B. 11,25. M. G. E. 4,50. Uebernehmerthums einzuengen. Die Intereffen der herrschenden schuß v. Preßfohle Marie" durch N. 1,- Von 2 Genossinnen Klassen und der Monarchie bedingen sich gegenseitig, sie 2, Ein Unterstüßungsbedürftiger der Eth. Gesellschaft 50,-. sind im Schutz und Truß die gleichen. Die Interessen der Unglücksstelle 9,20. Desgleichen 8,-. Freundschaftskreis 1,20. einen können von den anderen auf die Dauer nicht gestört P. 48 70. Nr. 167 3, Tapezirerwerstätte Lichtenstein, Landsbergerstr. 92 50,-. Gesammelt bei den Kellerarbeitern bei hohen Verbündeten und ich es als die vornehmste Aufgabe des geoisie versucht, so muß er naturgemäß scheitern. Dies Getreu den Ueberlieferungen der Vorfahren, betrachten meine werden. Und wird einmal ein Vorstoß gegen die BourEchuster u. Bär 5,90. Mth. 10,-. Bierprozente, Prinzen: straße 25 7,-. Gesammelt auf dem Bau Prenzlauer- Allee 210/11 Staates, die schwächeren Klassen der Gesellschaft zu schüßen und erlebten wir in den Jahren 1890 und 1891, als die kaiser3,45, Arbeiter von Schuster u. Bär 15,55. Tugendbund 7,- ihnen zu einer höheren wirthschaftlichen und fittlichen Ent- lichen Erlasse vom 5. Februar 1890, die ArbeiterschutzBreslau, Ueberschuß b. d. Besuch der Anatomie durch die wickelung zu verhelfen. Die Pflicht, dieses Ziel mit allen Kräften Vorlage der Regierung und die im Reichstage fertiganzustreben, wird um so zwingender, je ernster und schwieriger Korfarbeiter 4,15. Braunschweig, Ueberschuß von einem Tanz der Kampf um das Dasein für einzelne Gruppen der Nation gestellte Novelle zur Gewerbe- Ordnung gegen einander in vergnügen der Weihe'schen Werkstelle 10,-. Boppard 3, Die schon die VerBremen, von den Bimmerern 7,50. Braunschweig 200,-. Gre- sich gestaltet hat. Von der Ueberzeugung getragen, daß es der schreiendem Widerspruche standen. feld, G. 5,- Cottbus S. 10,-. Chemnitz Eckhardt's Spieltisch Staatsgewalt obliegt, gegenüber den streitenden Intereffen der sprechungen des Kaisers nicht erfüllende Arbeiterschutzdem von der Regierung verschiedenen Elemente das Gesammtinteresse des Gemeinwesens Vorlage scheiterte an 3,50. Coswig, v. Gestoffen 10,-. Crimmitschau, gemüthliches Ausschußschmaus b. Göpener, Langesir. 2,-. Dresden, v. einem und die Grundsäge der ausgleichenden Gerechtigkeit zur Geltung weniger als schwächlich bekämpften Widerstande der koalirten rothen Bolier bei Peters 3,-. Elmshorn, durch den Vertrauens. zu bringen, werden die verbündeten Regierungen fortfahren in Bourgeoisie. Gegen diese etwas zu erkämpfen, fehlte und rothen Bolier bei Peters 3,-. Elmshorn, durch den Vertrauens dem Bestreben, durch Milderung der wirthschaftlichen und sozialen fehlt die Macht, und zwar ebenso unter Bismarck wie unter mann 20,- Erfurt 50,- Forst i. L. 150,- Frankenthal R. N- b. 1,72. Frankfurt- Lebus, aus dem Wahlkreise 100,- Begenfäße das Gefühl der Zufriedenheit und der Zusammen- Caprivi wie auch unter Hohenlohe und seinen Nachfolgern. Freiburg i. B., von Genossen 10,- Freiburg i. B. S.. gehörigkeit im Volfe zu erhalten und zu fördern. 1,50. Frankfurt a. M. 635,40. Soll aber dieses Bestreben, bei welchem ich Ihre rückhalt. Mag auch die Bourgeoisie mit Mund und Handbewegung Greiz, von den Genossen von Greiz und Umgegend 100,-( darunter rothe Kindtaufe se Unterſtüßung erhoffe, in seinem Erfolge gesichert werden, so noch so tönend ihre Loyalität der Krone gegenüber beweisen, Wettengelstraße 1,55, von Andreas M. Aubachthal 1,50). wirksamer als bisher entgegenzutreten, welche die Staatsgewalt weiter, wie sie es mit ihren ökonomischen Interessen verrscheint es geboten, dem verderblichen Gebahren Derjenigen sie geht in Wirklichkeit doch nicht um eine Handbreit Gräfrath, Ueberschuß einer rothen Geburtstagsf. 2. Geefte- in der Erfüllung ihrer Pflicht zu stören versuchen. Die Erfahrung einbaren kann. Dies sah man 1891 bei der Berathung der nünde, rothe Geburtstagsf. Sadviertel 2,40. Gera( Reuß) 50, hat gelehrt, daß die bestehende Gesetzgebung nicht die erforder Arbeiterschutz- Novelle zur Gewerbe Ordnung ebenso wie Glauchau, rothe Hochzeit 1,50. Harburg, v. F. St. durch Niehoff lichen Handhaben hierzu bietet. Die verbündeten Regierungen 1893/94 bei den Kämpfen gegen die Erniedrigung der 3,- Hamburg Eppendorf, amerit. Auft., rothe Hochzeit 2,83. erachten deshalb eine Ergänzung unseres gemeinen Rechtes jür Lebensmittel- Zölle. Und so wird es auch fünftighin ſein. Hamburg, Bau Ueberquerstraße u. Landwehr- Allee 8, Ham: Ihnen unverzüglich ein Gefeßentwurf vorgelegt Zur Fertigstellung von Gesezen ist die Uebereinstim durch Erweiterung der geltenden den Schutz Schrubber 1. Rate 12,-. Hannover 500,-. Johanngeorgen- Ich hege die Zuversicht, daß Sie für diese ernste Aufgabe Ihre Reichstag nothwendig; an dieser wird es nicht fehlen bei stadt, von Lederarbeitern 3,20. Königsberg, K. Wt. 20,-. 2. in thatfräftige Mitwirkung gewähren werden. der Umsturzvorlage, wohl aber bei den in ferner Aussicht Bayern, Dr. M. 10,-. Lauschgrün, von Genossen 10,-. Löbau, thatkräftige Mitwirkung gewähren werden. von Schneidern und Schneiderinnen 1, Lichtenstein- Gallenberg, Zwei Versprechungen sind hiermit gegeben worden, stehenden Arbeiterschutz- Borlagen. Diese würden im Gegengl.. 1,30. Lauenburg a. G., amerit. Auft. d. blauen Böttcher eine derselben ist mit der Umsturzvorlage sofort eingelöst theil unmöglich gemacht durch die Annahme der Umsturz5,60. Web 15,50. Mylau, vom verbotenen Mädchen- Gesang- worden; auf die Einlösung des zweiten Bersprechens haben vorlage. Derein 5,95. Neudamm, zielbewußte Genossen 4,-. Neuendorf wir zu warten. Steht doch selbst die Erfüllung der Ver- Eine mundtodte Arbeiterklasse hindert jeden Fortschritt M noch burg, vom Bau Poßmoorweg u. Krahustamp 20,-. Halberstadt werden, welcher der Staatsordnung verstärken will. mung von Krone und Bourgeoisie, von Bundesrath und Feuilleton. 23 [ Nachdruck verboten.] Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung Im Exil. von Marie Kunert. hatten, machte den mitleiderregenden Eindruck einer alten, verspätete Frühling plöglich seinen triumphirenden Glanz abgenutzten, durch Wind und Wetter ausgebleichten entfaltet. Das Grün an den Bäumen, die Düfte der Fahne. Was für die Jugend nur ein scherzhaftes Miß- Blumen, der Gesang der Vögel, alles bricht dann mit einem geschick war, wurde für sie ein beklagenswerthes Unglück. Male hervor. In wenigen Tagen lockt der allmächtige Auch Jules hatte auf dem Marsche seine untadlige Eleganz Bauberer Blüthen auf den Wiesen, an den Büschen, auf eingebüßt und als ein Stern, der seinen Glanz verloren den Felsen hervor, läßt er die Bächlein murmelnd dahinhatte, trat er mit dem Gefühl ein, daß er in seiner fließen und munteres Zwitschern aus den Nestern ertönen, schmuhigweißen Sporttoilette lächerlich aussah. weckt er überall zugleich die in dem allzu langen Winter Ich bin der wandelnde Regen, rief Henri lachend, Man trocknete und tröstete sie, man versuchte sie zu erstarrten Wesen. und in der That ließ er bei jedem Schritte, den er zerstreuen, aber ohne Erfolg. So dald der Himmel sich So erwachte auch René's Jugend unter dem warmen. machte, einen kleinen See hinter sich zurück. René wieder aufhellte, wurde der Abstieg in die Ebene an- Hauch der Liebe aus ihrem erzwungenen Schlummer. war nicht besser daran, aber er bemerkte es taum. Er getreten. Der Tag sant. Alle waren müde und erreichten René widerstand nicht länger, er gab sich dem Gefühl, das betrachtete Annette, die sich wie ein Schmetterling aus den Bahnhof mit einem Seufzer der Erleichterung. Sie ihn überwältigte, hin. An seinem düsteren Horizont war ihrer schwarzen Umhüllung herausschälte, ein reizender nahmen in einem leeren Koupee Platz und befanden sich ihm ein Stern aufgegangen, der ihm zu winken, schien, Schmetterling, dessen Füße wohl die Erde gestreift hatten, damit wieder in dem Komfort und der Alltäglichkeit und er ließ sich von ihm leiten. Er wußte jetzt, wer sein aber dessen Farben niemals glänzender und frischer waren. des zivilisirten Lebens. Während der von Sonn- Glück war. Er liebte, er ward wiedergeliebt. Wie haben Sie sich für mich so einregnen lassen, tagsausflüglern besetzte Zug langsam auf Vevey Doch, wenn er sich täuschte! Wenn Annette nichts fagte sie zu René mit mitleidigem Tone. Viel herzlichen zufuhr, lauschte René in dem Halbdunkel des Waggons weiter für ihn empfand, als die unbestimmte Sympathie, Daut, mein Beschützer! und bei dem Schweigen seiner Gefährten seinen Gedanken, die so oft in dem unbeschäftigten Herzen junger René fühlte sich für seine Mühe hoch belohnt. Doch die immer lauter redeten. Einen langen Blick heftete er auf Mädchen auftaucht, wie der Nebel am Morgen auf den nicht genug damit. Annette stößt einen Ruf des Be- Annette, die ihm gegenüber mit halbgeschlossenen Augen Wiesen vor dem Aufgang der Sonne? Um jeden Preis mußte dauerns aus, dem gleich darauf ein lustiges Lachen folgte. träumte, und mit einem Gemisch von Freude, Traurigkeit er diesen Zweifel zerstreuen. Er mußte sie wiedersehen. Er Ich glaubte, ich hätte meinen Rododendronzweig ver- und Ahnungen sagte er sich, daß dieser einfache und doch an ging an dem wohlbekannten Garten vorüber, wo sie früher loren, fagte fie, glücklicherweise habe ich mich geirrt. Ereignissen so reiche Tag eines der großen Daten in seinem Veilchen für ihn gepflückt hatte. Mehrmals schritt er an In der That, der Blüthenzweig war gerettet; er hing Leben abgeben würde. der Mauer auf und nieder, die, wie er sich erinnerte, auf unverlegt an ihrem Gürtel. Ach, das Unwetter mochte In den folgenden Tagen war er fieberhaft aufgeregt, der anderen Seite von einer Terrasse begrenzt wurde. Hatte noch so sehr toben, René fühlte eine ganze Sonne in unfähig an einem Orte zu bleiben. Er hatte Anfälle von fie feine Gegenwart geahnt? Sie war da zwischen den seinem Innern, die ihn mit ihren leuchtenden, glühenden Begeisterung ohne scheinbare Ursache, das Bedürfniß zu grünen Riesensträußen der Bosketts. Sie bemerkte ihn, erStrahlen erfüllte. singen, zu springen, Tollheiten anzugeben, Liebesgedichte zu röthete und erwiderte seinen Gruß mit einem glücklichen Aber was machen denn die andern? sagte Henri. lesen und zu schreiben, irgend ein Kindchen, das vorüber- Lächeln. Nein, nein, er hatte sich nicht von einem Phantom Sie tamen endlich in traurigem Zustande an. Die arme ging, abzuküssen, den Leuten, die ihm begegneten, die narren lassen, und um sich noch bessere Beweise dafür zu Rosa mit ihrem durchuäßten Kleide, das eng am Körper Hand zu drücken, den Bergen, die noch niemals so schön schaffen, ging er allabendlich, wenn die Nacht herabtlebte, ihrem Hute, der in eine Dachtraufe verwandelt waren, zuzulächeln und dem See, der noch nie so blau war. sank, an der Stunde, die den Liebenden hold ist, war, ihren vom Regen entfärbten Hutbändern, die auf Es kommt zuweilen, besonders in einem Gebirgsland vor, mit anscheinend gleichgiltiger Menge auf dem Wege, ihren allau rothen Wangen gelbe Streifen zurückgelassen daß nach einem nebligen, regnerischen, häßlichen April der der die Terrasse beherrschte, spazieren; und allabendlich " auf dem Gebiete der Arbeiterschutz- Gesetzgebung; gestand gung der Mängel unserer wirthschaftlichen Entwicklung) der Ein- Die„ Berliner Börsen- Zeitung"( nationalliberal. Parole: doch selbst Fürst Bismarck vor versammeltem Reichstag gangs erwähnte Gefeßentwurf eine Handhabe bieten soll, so Bismarck!" Kriegsgeschrei:„ Reaktion!") schreibt:„ Gines muß ein, daß ohne Sozialdemokratie die Reichsregierung feine werden sich die staatsbewußten Parteien vor Augen zu halten gesagt werden: Wie unvollkommen die Vorlage in betreff Veranlassung gehabt hätte, die sozialpolitische Gesetzgebung haben, daß es mehr darauf ankommt, dem verderblichen Gebahren des Ueberhandnehmens der Verhegung gegen Gesetz und Besiz, in Angriff zu nehmen. Die Reichskommission für Arbeiter derjenigen wirksamer als bisher entgegenzutreten, welche die gegen unsere Weltanschauung und die im Staatsleben fundirten statistik würde nicht existiren, hätten nicht Bebel's Unter- Staatsgewalt in der Erfüllung ihrer Pflicht zu stören versuchen Moralbegriffe auch ist, der Anfang soll gemacht werden, die und sich hierbei bis dahin viel zu sicher gefühlt haben suchungen über die Lage der Arbeiter in den Bäckereien als in einen endlosen Konkurrenzkampf Feinde unserer fulturellen Errungenschaften ernstlich zu bekämpfen. endlosen Ronkurrenzkampf darüber einzus Wird der Reichstag zustimmen, wie voraussichtlich, so wird die Er die Regierung gezwungen, endlich die Anfänge für eine amt- rteten, ob sich nicht noch bessere Fassungen der Vor- fahrung lehren, ob wir mit dieser Erweiterung des Strafrechts liche Sozialstatistik zu schaffen Abwehr von bewußt oder unbewußt revolutionären Angriffen gegen die Feinde des Staates in seiner gegenwärtigen Gestalt In der Begründung der Umsturzvorlage wird der auf Religion, Sitte und Ordnung ermöglichen sollen. auszukommen vermögen werden. Wird der Eindruck auf das Beweis versucht, daß die Umsturzvorlage die Freiheit der Hierbei kann gar nicht ausschlaggebend sein, daß der Verführung preisgegebene Bolt auch kein gewaltiger sein, Wissenschaft nicht stören werde. Ein so fonservativer und die gegenwärtigen Führer einer Partei, wie es die fozialdemo- gänzlich wirkungslos fann es nicht sein und bleiben, wenn der jeder Regierung treuer Mann wie Prof. Schmoller hat fratische ist, erklären oder glauben machen wollen, sie hätten es verirrte Theil des Voltes erkennt, daß sich derselbe Staat, aber erst unlängst die Abwendung des Vereins für Sozial- der bestehenden Ordnung abgesehen. Schon der verewigte reiche Vergünstigungen gewährt, zu einer Abwehr gezwungen auf nichts weniger als einen gewaltsamen Umsturz der die humanitären Geseze schuf und dem Mittellofen zahlpolitik und seiner Mitglieder von sozialpolitischer Forschung General- Feldmarschall Graf Moltke hat in den siebziger Jahren sieht, die hauptsächlich die Verführer und Verheyzer zu treffen auf das Sozialistengesetz zurückgeführt. Noch gefährlicher darauf hingewiesen, daß der Umsturz auch gegen den Willen der bestimmt ist. Der Eindruck könnte wesentlich verstärkt werden, wird das neue Gesetz nach dieser Richtung wirken; ist es Führer in der Regel von Elementen der Straße herbeigeführt wenn der Reichstag den Entwurf mit imponirender Majorität doch ein auf jedermann anwendbares Gesez und, formell wird, die sich an andere Gebote halten, als die der Partei annehmen würde. In diesem Falle handelte der Reichstag wenigstens, nicht blos ein Gesetz zur Bekämpfung der disziplin. im neuen Hause wahrlich weithin erkennbar für das Deutsche , gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie". Was den Einwurf betrifft, die sozialdemokratische Bewegung Bolt!" Wie sollen die Mißstände in den sozialen Verhältnissen erst i dt werden, so ist das ja gar nicht die Absicht, die ver werde durch ein Gesetz, wie das hier in Frage stehende, nicht der Arbeiterklasse, wie sollen die Uebergriffe des Unternehmer- folgt wird. thums, wie soll somit das Bedürfniß nach gefeßlichem Ein- nationalen Einrichtungen und Sitten, die Monarchie und Es handelt sich vielmehr darum, die wichtigsten schreiten, nach Schaffung von Arbeiterschuß- Gesetzen bewiesen die Armee, die Religion und das Familienleben gegen Auswerden, wenn die Organe fehlen, welche die Wünsche der mit den berechtigten Bestrebungen irgendwelcher Partei auch nicht werden, wenn die Organe fehlen, welche die Wünsche der schreitungen einer Propaganda besser zu schügen als bisher, die Arbeiterklasse laut werden lassen!? das Mindefte zu thun haben. Ohne Arbeiterbewegung kein Arbeiterschutz! Mit Zwangsgesetzen teine ernsthafte Sozialpolitik! Man fann unter dem Sozialistengesetz die Armenpflege reformiren durch Arbeiterversicherungs- Geseze, man fann vielleicht auch einige Balliativmaßregeln unter dem Umsturzgefeße anordnen, eine ernsthafte Arbeiterschuh- Politik ist aber unmöglich unter Knebelgesetzen. Und wäre sie möglich, so bliebe sie doch wirkungslos, denn das Vertrauen zu den Maßregeln einer Regierung, die mit der einen Hand den Arbeiter an der Gurgel faßt und ihn mit der anderen Hand die Wange streichelt, wird sich nicht einstellen. uns tein Grund zu einer Die Kölnische Volfs- Zeitung", die bestgeleitete ultramontane Zeitung Deutschlands, schreibt: Wir finden nicht, daß die Einzelausführungen der Be gründung zu den§§ 130 und 131 geeignet erscheinen, die sich Bedenken auszuräumen oder auch mir auch die 2 von vorn herein aufdrängenden, in der Unbestimmtheit und Debnbarkeit der fraglichen Bestimmungen beruhenden nur abzuschwächen. Auch die allgemeinen Wendungen, welche Begründung Die Deutsche Tageszeitung", das Organ des Bundes der§§ 180 und 131 wählt und nach Lage der Sache wählen der Landwirthe beurtheilt den Entwurf folgendermaßen: Das müſſen wir von vornherein und unumounden ſagen, nimmungen find ,, welchen Spielraum biefelben. Det richterlichen daß die Vorlage unsere Erwartungen nach allen Richtungen hin Auslegung und Handhabung bieten. Daß der Reichstag diese getäuscht hat. Vor allen Dingen vermissen wir in ihr Formulirung eben so wenig annimmt, wie die Strafgefeh- Novelle das einheitliche Gepräge und den Ausdruck eines klaren 3iel des Jahres 1876 ist uns taum zweifelhaft; namentlich der§ 130 bewußtsein 3. druck des gelegentlich zusammengelesenen, und dieser Bestimmungen der Novelle sind weit weniger bedenklich, Die ganze Vorlage macht den Ein- ist ein Kautschuk- Paragraph der bedenklichsten Art. Die andern Eindruck nicht unwesentlich gesteigert durch den theilweise fann man denselben ohne weiteres zustimmen. Wortlaut des Entwurfs, der hie und da die Klarheit vermissen läßt, an anderen Stellen eine Dehnbarkeit zeigt, wie sie in einem Da die Vorlage der Vorschläge der Regierung zur Abänderung Das Hamburger Fremdenblatt"( freisinnig) schreibt: Gefeßentwurfe, der auf Annahme Anspruch machen soll, beinahe Eines von beiden ist blos möglich: Die Freiheit der unerklärlich ist. Sollte die Vorlage, wie sie jetzt ist, wirklich An- des Strafgefehbuches 2c. zwecks wirksamerer Abwehr der um Arbeiterbewegung und eine Arbeiterschutzpolitik, oder die nahme finden, so fürchten wir, daß sie das, was sie will: die stürzlerischen Bestrebungen sich auf dem Boden des gemeinen Rechts bewegt, so besteht nicht er bwehr der drohenden Umsturzgefahr, Knebelung der Arbeiterklasse und die rücksichtslose Ver- reichen wird, daß sie aber die freie Aussprache, die doch eine prinzipiellen Ablehnung im Bornhinein. Daß in der Agitretung der Bourgeoisinteressen. Nothwendigkeit im fonstitutionellen Staate ist, gewaltig er tation für den Anarchismus und die Sozialdemokratie Auss Deshalb ist die Großbourgeoisie auch so freudig für schweren, ja unmöglich machen wird. Daß unsere erste Be- schreitungen vorkommen, die gefährliche Folgen für die öffentliche die Umsturzgesetze eingetreten, weil sie hofft, daß sie ihr fürchtung nicht unbegründet ist, geht schon aus der kühlen Ordnung und den bürgerlichen Frieden nach sich ziehen können, mehr bieten werden, als eine Verschärfung des Straf- Geringschabung hervor, mit der das führende Organ der ist nicht zu leugnen, und wenn es möglich ist, solche Ausgesetzes, weil sie ihr auch die Unterbindung des Sozialdemokratie den Entwurf behandelt. schreitungen zu verhüten, ohne daß die allgemeinen Rechte und Roalitionsrechtes, das Brechen jeder Widerstandskraft der Wir sind durchaus damit einverstanden, daß die Auf- und die berechtigte Freiheit des Meinungsausspruches in Preffe Arbeiterklasse zu garantiren scheinen. Und eben deshalb forderung zu einem Verbrechen, daß die Anpreisung des und Versammlungen dadurch beeinträchtigt werden, so steht nichts muß die ganze Arbeiterklasse, Mann für Maun, mit aller Berbrechens, daß die Verabredung zum Zwecke eines Verbrechens entgegegen, daß auch vom liberalen und freisin muß die ganze Arbeiterklasse, Mann für Mann, mit aller Energie eintreten gegen dieses neueste Attentat auf die mit möglichster Strenge geahndet werde, auch dann geahndet igen Standpunkt aus die Hand dazu geboten werde. werde, wenn die vorbereitenden Handlungen nicht Einer Verschärfung des Strafrechts gegenüber Staats Freiheit der Arbeiterklasse. erfolgt sind. Daß der Königsmord in der sozial- und gesellschaftsgefährlichen Ausschreitungen steht auch nach bemokratischen Beffen öffentlicher Unfug; daß bie als eine große That gepriesen liberalen Anschauungen an sich nichts entgegen. werden fonnte, war Die Vossische Zeitung" äußert sich noch einmal: Bu Anarchisten in ihren Versammlungen ziemlich unverblümt nächt muß es als wenig angemessen bezeichnet werden, daß in die Vernichtung mit allen Mitteln predigten und predigen der Begründung der Vorlage die Monarchie als eine der durften, hat das Rechtsbewußtsein des Volkes ungemein ver: Grundlagen unferes ganzen Kulturlebens bezeichnet wird. wirrt. Hier muß Wandel geschaffen werden, und hierin stimmen Wir selbst stehen auf monarchischem Boden. Wir halten die wir den neuen Vorlagen bei. Nicht minder sind wir mit den Monarchie und insbesondere die Dynastie der Hohen. Bestimmungen einverstanden, die die Verbreitung umstürzlerischer zollern für Preußen und Deutschland für nothwendig; Anschauungen im Heere unter Strafe stellen. Es folgen dann aber es giebt Kulturstaaten ersten Ranges, die sich noch einige Ausstellungen an dem Gesetzentwurf. ohne Schaden der republikanischen Staatsform erfreuen. Man fann nicht behaupten, daß die Vereinigten Staaten von Amerika oder die französische Republik im allgemeinen in der hätte nicht übersehen werden dürfen, daß es in Deutschland Kultur hinter den monarchischen Staaten zurückſtehen. Auch Presstimmen über die Umsturzvorlage. fie auch " " " Die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung", das Regierungsorgan, äußert sich in folgender Weise: Ein gedeihlicher Fortgang der sozialpolitischen Reformthätigfeit ist ausgeschlossen, wenn es politischen Richtungen, für welche die Erregung oder Verstärkung von Unzufriedenheit eine Daseinsbedingung bildet, gestattet ist, gegen dieselbe Die Kölnische Zeitung", das nationalliberale, Weltblatt", staatliche Gewalt und Ordnung, unter deren starker Führung es äußert sich: Die Umsturzvorlage" wird nicht nur bei den den gefeßgebenden Körperschaften und der Verwaltung allein möglich ist, eine Milderung der Klaſſengegensäge durch finden, und auch wir meinen, daß man sie in allen EinzelSozialdemokraten, sondern auch weiter nach rechts Gegner nachhaltige Unterstützung der wirthschaftlich schwächeren Boltselemente herbeizuführen, mittelst böswilliger Herab.heiten genau prüfen muß und daß sich dabei manche Berbefferung verfassungsmäßig Republiken giebt, nämlich die Hansestädte. wird anbringen lassen. Vor allem wird man versuchen müssen, würdigung, Verbreitung von Mißachtung von Gesetz und alles, was an ihr tautsch utartig ist, in festere Gestaltung Aufzählung der Paragraphen: Alles dies zur Bekämpfung des Die ,, Breslauer Morgenzeitang freifinnig, fagt nach Obrigkeit, Aufreizung zu gewaltthätigen Schritten und ähnlicher Mittel der Propaganda feindselig zu wirken. zu bringen, um so zu verhüten, daß aus dem Geseze eine Falle gewaltsamen Umsturzes! Wir hoffen zuversichtlich daß der Eine staatliche Gewalt, die sich das bieten läßt, setzt sich werden könne für solche Handlungen, die der heutige Gefeßgeber Reichstag einen Strich durch die Borlage machen wird. Einzelne selbst herab und mindert bei denjenigen Gesellschaftsschichten und gar nicht hat treffen wollen. Es ist das umsomehr Pflicht, als Bestimmungen, z. B. der Zusatz zu§ 130 find wahre Um jt ur zBarteien, die ihr gern zur Seite ständen, die Bereitwilligkeit zur in der Rechtsprechung unserer Gerichte manchmal eine Neigung Baragraphen sie würden die Umsturzbestrebungen geradezu zu Mithilfe bei der Abwehr von Bestrebungen, die ausgesprochen weitgehender Auslegung hervortritt, der man nach fördern. oder verhüllt darauf abzielen, das Fundament der bestehenden Kräften die Gelegenheit zur Entfaltung benehmen muß. Die Breslauer Zeitung", freisinnig, meint: Schon eine Ordnung, den Glauben und das Vertrauen in die Sicherheit der Die Berliner Neueste Nachrichten", das Berliner flüchtige Durchsicht der einzelnen Bestimmungen welche die verfassungsmäßigen Institutionen zu erschüttern. Bismarck Organ( fie selbst nennt sich„ Unparteiische Zeitung") Umfturzvorlage enthält, beweist, daß für die Vorlage in ihrer In der fortschreitenden Verwilderung und Ab- schreibt: Die Novelle ist bekanntlich auf der Grundlage des Gesammtheit ein auch nur halbwegs liberaler Mann schwächung des Staats- und Rechtsbewußtseins liegt eine der gemeinen Rechts entstanden; sie fordert denn auch, wie unter keinen Umständen zu stimmen vermag. stärksten Dellen des Erstarkens derjenigen Parteirichtungen im sich auf den ersten Blick ergiebt, das Mindest maß dessen, Reiche, die eine soziale Reform erschweren, weil sie in weiten was die Staatsgewalt zur Abwehr der gegen ihre Fundamente schreibt: Wohl anerkennt die neueste Thronrede, daß es Die Magdeburger Volksstimme", unser Bruderblatt, Boltstreifen geflissentlich 3 weifel daran erregen, daß es die gerichteten sozialrevolutionären Bewegung in Anspruch zu die vornehmste Ausgabe des Staates sei, die schwächeren Klaffen geordneten Gewalten ehrlich meinen. Wenn dazu( zur Beseiti- nehmen hat. Selbst der Vorwärts" giebt in seiner der Gesellschaft zu schüßen und ihnen zu einer höheren prahlerischen Betheuerung, daß die Vorlage ohnmächtig wirthschaftlichen und sittlichen Entwickelung zu verhelfen; wohl trug er einen Schatz von Glück heim, denn er hatte einen bliebe, wäre zehnmal schärfer noch abgefaß! anerkennt die Thronrede, daß der Kampf um das Dasein für Gruß, ein Lächeln, einen Blick mit ihr tauschen können. und zehnmal wuchtiger ausgefallen", unwillkürlich zu, daß einzelne Gruppen sich äußerst schwierig gestaltet hat, aber Doch das genügte ihm nicht. Er dürstete darnach, von Anforderunge der Staatsautorität gefaßt war. man in den Kreisen der Genossen" auf weit entschiedenere man glaubt die sozialen Gegenfäße", das Gefühl der zu ihr sprechen zu hören. Plötzlich ward er von einem Juter- Wenn mea einmal die für uns noch offene Frage, zu können, daß man zurückgreift auf die Repression und friedenheit", die" Busamengehörigkeit im Volke" dadurch erhalten effe für das Befinden von Fräulein Rosa Kranz erfaßt. Er er ob nicht Ausnahmezuständen gegenüber auch der Weg heute von ihr mehr erwartet als 1889. innerte sich, daß er in das Landhaus, in dem sie mit ihrer der Spezialgesetzgebung der gegebene und geeignete fei, mit Wir wissen nun, woran wir sind die Wege sind geebnet, Mutter wohnte, wiederholt eingeladen worden war. Er schneller Entscheidung erledigen wollte, so mußte man füglich die uns zu dem Kampfplatz führen. Sollte es im Verlaufe der wollte sich erkundigen, ob ihr Ausflug vom vergangenen auf die Versuche zurückgreifen, die im Jahre 1875 gemacht Verhandlungen über diese Novelle zu einer Auflösung Sonntag feine bösen Folgen gehabt hätte. Das arme Mäd- worden waren, das Strafgesetzbuch in entsprechender Weise zu kommen, so wäre für jeden Unbefangenen von vornherein klar, chen empfing mit staunender Dankbarkeit diese Beweise ergänzen, daß für die Auflösung der Kampf gegen den Umsturz" nur feines guten Willens. René machte fabelhafte Anstrengungen, Entwickelung unserer politischen Zustände nicht gedacht werden kommen würde, durch eine Mehrheit der alten Kartellparteien die Der monarchische Gedanke, ohne den eine gedeihliche Aushängefchild ist und daß es in Wahrheit darauf anum den Namen, der ihm auf den Lippen und im Herzen tann, Familie und Ghe, die das gesammte fittliche Leben des Miquel'schen Steuerpläne zu verwirklichen und die von den brannte, nicht zu früh in die Unterhaltung zu mischen. Voltes bedingen, die Einrichtung des Privateigenthums, auf die ehemaligen Kartellparteien sehnsüchtig gewünschte Einschränkung Echließlich sagte er in einem Tone, der gleichgiltig fich die wirthschaftliche Existenz des Einzelnen wie der Gesammt des Reich 3-2 ahlrechts zu ermöglichen. tlingen sollte: heit gründet, find vornehmlich die Gegenstände der agitatoris In parteigenössischen Kreisen ist lezter Beit viel über Haben Sie Fräulein Roveray nicht wiedergesehen? fchen Kritik, welche den Zweck verfolgt, die Ueberzeugung attit gesprochen worden. Wir wissen, daß wir sie anzupassen Aber seine Stimme zitterte dabei, und er wurde un zu verbreiten, daß unser nationales und wirthschaftliches zu haben den obwaltenden Verhältnissen. Die einzig richtige Tattit ruhig wie ein Knabe. Rosa Kranz hatte sein Geheimniß fammenleben auf unwahrheit und ungerechtigkeit beruhe. Das ist augenblicklich: Schulter an Schulter zu stehen, die fofort errathen. Sie hatte neulich schon mancherlei bemerkt. Kritif, die mindestens so verderblich wirkt, wie die Aufreizung walten zu lassen. Der Ansturm gegen das bischen deutsche O der Egoismus der Liebenden! sagte sie sich unter der zum Klaffenhaß, meist ohne Macht. Freiheit muß abgeschlagen, das bischen deutsche Freiheit muß geaugenblicklichen Bein eines eifersüchtigen Schmerzes. Dann Im Uebrigen aber halten wir es für zwingend nothwendig. ichützt werden. Geschützt durch das arbeitende Bolt, seufzte sie; sie erinnerte sich, daß sie endgiltig abgedankt daß die Regierung das, was sie für recht und geboten erkennt, welches bereits heute in großem Maße existenz los ist und hatte, und mit heroischer Selbstverleugnung sprach sie von mit Energie und vollem Nachdruck vertrete. Fast wichtiger das die herrschende Klasse rechtlos machen will. dan Annette, ja sie rühmte sogar warm ihre siegreiche Rivalin. noch als diese Abwehr gegen den Umsturz erscheint in diesem René hätte sie tüssen mögen, als sie beim Abschied sagte: Augenblick die Wiederbefestigung der Ueberzeugung in der Nation, Besuchen Sie uns doch öfter, Herr Messant, fie finden daß ein starkes sielbewußtes Staatsregimen: an der Spitze der Geschäfte stehe und daß die Tage des Irrens uns Sonnabends immer zu Hause. schuldig, dachte er, gerührt von ihrer Güte, die er auf eine Ohne zu zögern versprach er es: Ich bin es ihr wohl und Schwankens vorüber seien. so harte Probe gestellt hatte. 190 1923 Die Wiedergabe einer Reihe weiterer uns vorliegender Breßstimmen müssen wir Raummangels halber einstweilen auffchieben.blad had od smist 201 bild limos po chin und Politische Meberlichit. äußern kurz und deutlich: Im Allgemeinen stehen wir jedem Die Hamburger Nachrichten"( Bismarck's Leibblatt), In der That tam er auch in der nächsten Woche wieder, erschweren, 3 u stimmend und hilfsbereit gegenüber. Versuch, die sozialdemokratische Agitation einzudämmen und zu hi sodBerlin, den 8. Dezember. und beim Eintritt gewahrt er zuerst Annette. Sie war Die Entrüftungskomödie, welche von reaktionärer mit ihrem Bruder zu Besuch gekommen. Kaum traute Der„ Hannoversche Courier"( nationalliberal) meint: Die Seite anläßlich der Nichtbetheiligung sozialdemokratischer René seinen Augen. Er war verwirrt und fand keine Begründung des Gesetzes hebt hervor. daß sich der Entwurf nur Abgeordneten an einem Hoch auf den Kaiser in Szene gesetzt Worte. Annette war nicht weniger bewegt als er. Die bestehenden Staatsordnungen anstreben und daß die Strafbarkeit ward, hat zu einem kläglichen Fiasko geführt. Hätten die gute Rosa lächelte schmerzlich, als sie die beiden betrachtete. stets von der Voraussetzung abhängig sein soll, daß seine Absicht sozialdemokratischen Abgeordneten, die bei Ausbringung des Das war sie also, die gegenseitige Liebe, die Liebe, auf den gewaltsamen Umsturz gerichtet ist. Hochs im Saal anwesend waren, sich schnell entfernt, so würden die sie nicht kennen lernen tonnte. So athmete von höhnischen Zurufen Der„ Schwäbische Merkur"( nationalliberal) äußert furz: fie wie das früher geschehen sie wenigstens den Duft dieser Liebe, der von anderen aus- Im ganzen eine Borlage, die, wenn sie geschickt vertheidigt wird begleitet worden sein. Und hätten sie in das Hoch eingestimmt, ging. Annette war so glückselig. Und René? Er schaute und das Zentrum zustimmt, eine Mehrheit, wenn auch mit so wäre das ein Akt der Feigheit gewesen. Das wird feder sie an, hörte ihr zu, er war bei ihr! Was brauchte er einigen Abänderungen erhalten kann. Die Entscheidung dürfte anständige Mann anerkennen müssen. mehr? ( Fortsetzung folgt.) fich lange hinziehen. Das Junkervolt, das nebst seinen nationalliberalen " letzten Theil der Entwürfe von Bestimmungen über Ausund o " -WA wohl das Schildknappen den skandalösen Radau des vorigen Donners- die sich zur Sozialdemokratie bekennen, von der Wehrpflicht geworden, die Genossen kamen jedoch sehr bald zur richtigen tag veranstaltete, ist mit Recht von den Sozialdemokraten befreit? Erkenntniß der Dinge und des Sachverhalts. Einen vor3ur Scham gerufen worden! Nur einmal versuche man es, und auf den Kasernen- trefflichen Artikel über diese Vorkommnisse Das Vorgehen dieser patriotischen Radaubrüder war höfen werden die Unteroffiziere vor Langeweile sterben, und beste, was überhaupt darüber geschrieben ward bringt um so unverantwortlicher, als sie aus der Thatsache, daß die Mannschaftsstuben werden öde werden wie ein Leit die Petit Republique" aus der Feder unseres Genossen blos wenige sozialdemokratische Abgeordneten zu jener Zeit artikel des Leipziger Tageblattes". Beliebt's, es einmal Baillant, der den französischen Bourgeois klar macht im Saale waren, ersehen mußten, daß es sich um teine ge- zu probiren! ( oder wenigstens zu machen sucht, denn diese„ Entarteten" plante Demonstration handelte. Denn dann wäre die Bundesrath. In der am 6. d. M. abgehaltenen Plenar. haben ja nicht mehr die Fähigkeit klaren und Logiſchen Denkens), fihung des Bundesraths wurde den Ausschußanträgen zu dem daß eine auf wissenschaftlicher und prinzipieller Grundlage Eine ähnliche Pöbelei ereignete sich im alten Haus", Entwurf eines Gesetzes, betreffend die privatrechtlichen Ver- ruhende Partei wie die sozialdemokratische die freie Diskussion als nach Erlaß des Sozialistengesetzes Liebknecht bei einem hältnisse der Binnenschifffahrt und der Flößerei, der Vorlage zur Lebensbedingung habe, und daß jede Diskussion, worüber Hoch auf den Kaiser sigen blieb, woraus einige strebsame wegen Gewährung der 3ollfreiheit für niederländisches Eisen- und wie immer sie geführt werde, nur zum Vortheil und Dickschädel eine Majestätsbeleidigung zu fonstruiren trachteten. bahnmaterial, sowie dem Ausschußantrage, betreffend die zur Festignng gereichen könne. Uebrigens war es wie die Frankfurter Beitung" Acnderung der Bestimmungen über die Branntweinsteuer- Statistit, Vaillant hat Recht, und wir fügen hinzu: während hervorhebt zur Zeit des großen Konflikts"( der so klein die Zustimmung ertheilt. Die Vorlage, betreffend den für unsere Partei die jüngsten Debatten eine einfache endete) Sitte der Fortschrittler, bei Hochrufen auf nahmen von dem Berbot der Sonntagsarbeit in Lebensäußerung waren, hätten sie natürlich andere den König demonstrativ size n zu bleiben. gewerblichen Anlagen( Gruppe XII der Gewerbe- Streitpunkte vorausgesetzt jede andere Partei nicht Und das Recht, in solchen Fällen seiner Ueberzeugung statistik), und die Denkschrift über die Ausführung der seit dem blog gespalten", sondern aufgelöst. Wir Sozialdemokraten gemäß zu handeln, wird kein Mann sich nehmen lassen. Jahre 1875 erlaffenen Anleihegesetze wurden den zuständigen aber tönnen uns den Lurus solcher Debatten erlauben. Wenn die große Kloake am Rhein meint, für den Ausschüssen überwiesen, wie Anträge von albergscheiben In Basel erhielt am letzten Sonntag bei der Regie. Reichstag sei ein Disziplinargesetz" zur Hebung des von Schwarzburg- Sondershausen, betreffend sozialen*) Niveaus" der Abgeordneten nöthig, so wollen wir ihrer staatlichen Tiefbau- Betriebe aus der Tiefbau- Berufsgenossen- rungsrathswahl der von unseren Genossen kandidirte der edlen Kölnerin bemerken, daß jeder derartige Versuch schaft, wurden genehmigt. Außerdem wurde über eine Reichs- Kantons- Baumeister Reese 2108 Stimmen, der Kandidat an dem tiefen sozialen", geistigen und sittlichen von Zoll für amerikanisches Pökelfleisch, sowie über eine Anzahl Konservative Dr. Stehlin 2042. Im zweiten Wahlgang ertags- Resolution zu einer Petition, betreffend die Rückerstattung der herrschenden Freisinnigen, Dr. Göttisheim 2477 und der Niveau ihrer eigenen Leute scheitern wird. von Eingaben Beschluß gefaßt. wartet man den Sieg Reese's, der kein Sozialdemokrat, Darf die Person des Kaisers in Debatten hineingezogen werden? Auf die aus den Kreisen von Genossen Bureau versendet folgende Meldung: Offizielle Korrespondenz. Das offiziöse Nachrichten- aber ein sehr fortschrittlich gesinnter, anständiger Politiker ift. an uns gerichtete Frage, ob der Präsident des Reichstags Vom tönigl. Literarischen Bureau zu Berlin W., Jäger: Die Proportionalwahl im Kanton Neuene überhaupt ein Recht habe, sozialdemokratischen Abgeordneten straße 11, wird demnächst unter dem Namen„ Berliner Korre: burg war vor 3 Jahren durch Gesez nur versuchsweise die Erwähnung des Kaisers zu verbieten, fönnen wir nur fpondenz" eine Korrespondenz herausgegeben werden, welche eingeführt worden. Jetzt hat der Kantonsrath beschlossen, antworten, daß ein solches Recht nicht besteht. Ein beſtimmt ist, den Zeitungen dasjenige Material zu vermitteln, tonstitutioneller Brauch ist es allerdings, daß die Person deffen Veröffentlichung durch die Presse erwünscht ist. Sie wird das Gesetz als dauerndes zu erklären, da sich das des Monarchen nicht in die Debatte gezogen werden soll. sämmtlichen größeren und eventuell auch kleineren Zeitungen Proportional- Wahlsystem sehr gut bewährt habe; in der Dies kann aber blos dann gelten, wenn es für alle ohne Unterschied der Parteistellung auf Wunsch unentgeltlich That stimmte niemand dagegen. Parteien gleichmäßig gilt. Was den Konser die Korrespondenz auch regelmäßig einen kurzen Parlaments- Man schreibt uns aus Paris unterm 5. Dezember: überfandt werden. Während der Tagung der Parlamente wird Zur Generaldebatte über das franzöfifche Budget. vativen recht ist, ist den Sozialdemokraten billig. Und bericht veröffentlichen. ziehen unsere Gegner, wie sie das bei jeder Gelegenheit Unser Urtheil über diese Regierungs- Korrespondenz mus schon geschlossen ist? Weit gefehlt. Bouge und Deschanel Sie glauben vielleicht, daß die Debatte über den Kollektivisthun, die Person des Monarchen in die Debatten, so wollen wir vertagen, bis wir sie gesehen haben. Bequem haben ihn wohl erit jüngst todt geschlagen und die Kammer ihn haben selbstverständlich auch wir das Recht. und billig genug scheint es ja den Zeitungen gemacht werden mit einer Tagesordnung eingefargt, aber er scheint nichtsbestos Gleiches Recht für Alle." zu sollen, die wirkliche und unverfälschte. Ansicht der jeweiligen weniger recht munter und lebendiger als je zu sein, denn sonst Zur Umsturzvorlage. Ein erster milder aften- Regierungsmänner fennen zu lernen. Es ist anzunehmen, würden sich die Herren wohl taum mehr mit ihm befassen und mäßiger Beitrag zur Kritik der Umsturz"-daß viele kleine Zeitungen von dieser Korrespondenz regel- die gegenwärtige Budgetdebatte zu einer Fortsetzung der jüngsten Vorlage sei heute geliefert! Die Leipziger Volkszeitung" mäßig Gebrauch machen werden, ohne die Quelle zu nennen, Sozialistendebatte machen. Schon der erste Redner, ein Herr erfüllt nur eine„ Christenpflicht", wenn sie die Ursachen zu und deswegen zu fürchten, daß häufig die Regierungs- Boudenrot, ist den Sozialisten gar fürchterlich an den Leib gesozialistischer begreifen und zu erklären versucht, die die Regierung und ansicht als öffentliche Meinung" in die Welt ihre Hintermänner zu dem tragikomischen Kreuzzuge wider hinaus geschickt wird. Da heißt es denn für den Zeitungs- verwaltung und wie das kollektivistische System gleichbedeutend Staatshaushalt, wie ungeheuer theuer eine sozialistische Staatsdie Arbeiterklasse getrieben haben. Die Lehre vom zureichen- leser aufgepaßt!" Allerdings heißt es auch heute schon mit einer Auslieferung der Gesellschaft an die Bar den Grunde wird durch die Belege, die aus der Fülle der bei großen und kleinen Zeitungen genau ebenso.g baren wäre, sondern, was noch viel schrecklicher Erfahrung geschöpft werden, bereichert. Ist die ursächliche Schule mit ihrem Die neue Tabak- Fabrikatftener, so schreibt man der ist, daß selbst die positivistische Verkettung aufgedeckt, so offenbart sich die Haltlosigkeit der Freif. 3tg." aus Kreisen der Tabaksindustrie, kann doch ganz Spencer und Laffitte die Nichtigkeit der kollektivistischen Lehren Gründer August Comte und dessen Schülern Herbert heutigen Zustände doppelt deutlich. gewiß nicht dazu beitragen, im Sinne der Thronrede den So holen wir denn aus unserem Urkundenschreine eines schwächeren Klassen zu einer höheren wirthschaftlichen und fitt- nachgewiesen habe. Nun, wenn das nicht dem Kollettivismus den jener ganz vertraulichen Aktenstücke, die auf den Schreib- lichen Entwickelung zu verhelfen. Die Tabak Fabrikatsteuer, Garaus macht, dann ist er überhaupt nicht umzubringen. Freitisch sozialdemokratischer Beitungsschreiber so gerne nieder- soviel von derfelben bis jetzt befannt geworden ist, hat im Ge- lich, hat's die positivistische Schule bis jetzt nicht vermocht, dann flattern. Man lese: folge, daß 30-40.000 Arbeiter brotlos werden; die wirthschaft- fann man es den anderen Bourgeois Abgeordneten nicht vers den 30. September 1894. liche Entwickelung dieser Arbeiterklassen wird also nach entgegen- argen, wenn sie nur wenig Vertrauen zu ihr haben und sich ihre gefeßter Richtung hin erfolgen, die sittliche Wirkung dieser Wlaß- Waffen lieber aus einem anderen Arsenal holen. Aber was sollen fie ihnen nüßen, wo die Regierung selber den Sozialisten regelung auf den ganzen deutschen Arbeiterstand kann aber nur eine höchft ungünstige sein.- Ferner ist im vorigen Jahre durch nicht mehr Stand zu halten weiß, wo sie ihnen sehr bedenkliche die fachmännischen Vereine festgestellt worden, daß die Konzessionen macht, ja wo sie geradezu auf dem Wege ist, ihnen die fapitalistische Festung auszuliefern? Dies wenigstens ist die Die Herren Minister des Innern und des Krieges haben Tabaksteuern zu 86 pt. von demjenigen Bublikum getragen Meinung echter und rechter Bollblut- Bourgeois, die wie Cochin, in betreff der Ertheilung von Meldescheinen an Angehörige der werden, welches Zigarren bis zu 5 Pf. das Stück oder geringe Léon Gay 2c. bisher zu den festesten Stüßen Dupuy's zählten, Pfeifentabake raucht. Die ärmeren Klassen also sind die HauptUm den freiwilligen Eintritt von Sozialdemokraten möglichst konsumenten des Tabats und wenn jetzt die Grundsäße der aus- nun aber nahe daran sind, ihn zu den Guesde und Jaurès zu werfen. gleichenden Gerechtigkeit zur Geltung" gebracht werden sollen, so Wie konnte aber auch die Regierung nur an die Einführung zu verhindern, erscheint es nothwendig, daß die Truppentheile, fann man unmöglich etwa nothwendige neue Mittel durch die einer progressiven Erbschaftssteuer denken. Ist dieselbe zwar auch fofern ihnen nicht anderweitig bekannt geworden ist oder zweifel Tabakskonsumenten aufbringen lassen.„ Das Gefühl der Zu- nur so befchaffen, daß sie namentlich in bezug auf Erbschaften los erscheint, daß der zum freiwilligen Eintritt sich Meldende der Sozialdemokratie nicht angehört, dieserhalb vor der An- friedenheit und der Zusammengehörigkeit im Volte" würde da in direkter Linie vielmehr einer degressiven als einer progressiven nahme bei dem Bivilvorsitzenden der Erfaßtommiffion, welcher durch nicht gefördert, sondern iminer mehr verloren gehen und Steuer ähnlich fieht, so kommt in ihr nichtsdestoweniger das den Meldeschein ertheilt hat, Nachfrage halten. Der Zivil- die vornehmste Aufgabe des Staates" die schwächeren Klassen der Prinzip der Progreffivsteuer zur Anerkennung. Und da die Sozialisten für die Progressivsteuer sind, ist es selbstverständlich, vorsitzende hat in solchem Falle unverzüglich soweit die Ver- Gesellschaft zu schüßen," würde in das Gegentheil umschlagen. daß diese Erbschaftssteuer direkt zum Rollettivismus führt. Denn hältnisse ihm nicht bekannt sind, nach vorgängiger Ermittelung- Angst vor der Verbesserung der Seemanns- bekanntlich fostet nur der erste Schritt Ueberwindung. Ist dieser dem Truppentheile Auskunft zu ertheilen. Der Truppentheil wird sich Ordnung haben die Vertreter der Rheder- Intereffen. Sie einmal gethan, kommen die anderen leicht nach. Ist nur erst die proin der Lage befinden, über die Annahme des Freiwilligen gemäß preisen jetzt die„ Wohlfahrts- Einrichtungen" für Seeleute greffive Erbschaftssteuer geschaffen, dann kommt bald die Dem Zivilvorsitzenden der Ersakkommission verbleibt die und hoffen mit dieser Anpreisung den maßgebenden Kreisen progressive Einkommensteuer, und von da zur Enteignung der Pflicht, den Truppen unaufgefordert Mittheilung zu machen, so eine Ausdehnung des Arbeiterschutzes auf das Seemanns- befizenden Klassen es tommt ja nur auf die richtige Progression bald er die Benachrichtigung von der Einstellung eines ihm als gewerbe als nicht nothwendig beweisen zu können. So Scharfsichtigkeit der Abgeordneten bewundern, die in dieser Seemanns- an- ist nur ein Schritt. Und man muß daher nur die Sozialdemokrat( vergleiche die diesseitigen Erlaffe vom 20. und findet sich im Jahresbericht der Handelskammer für Ost- Erbschaftssteuer den Beginn des Kollektivismus sehen und darum 30. März J. S... bezw.... DP) bekannt gewordenen Frei- Friesland und Papenburg die folgende Ausführung über so ernstlich vor ihr warnen. Hat die Regierung erst fürzlich willigen in Gemäßheit des§ 68, 1 der Wehrordnung erhält. die Wohlfahrts- Einrichtungen: in der Errichtung einer Gemeinde Apotheke den ersten Schritt Die Herren Minister sehen voraus, daß Anarchisten der Meldeschein zum Eintritt allgemein versagt wird. Euer Hochwohlgeboren ersuche ich ergebenst, hiernach gefälligst zu verfahren. In Vertretung Unterschrift Der Ober- Präsident der Provinz S. J. N... Eigenhändig! Sozialdemokratie Nachstehendes bestimmt. § 85, 2 der Wehrordnung zu befinden. = rückt. T = Sie liefern den Beweis, daß für den Schutz der deutschen zum follektivistischen Staat erblickt und darum ihr Veto dagegen. Seeleute gesorgt worden ist, ohne daß es einer Aufforderung in eingelegt, wie fann sie dann zu einer progressiven Erbschaftsder jetzt beliebten agitatorischen Form bedurfte. Wir erinnern steuer die Hand bieten? Niemand hat zum Leidwesen der Rezunächst an die vermehrte Sicherheit und die großen Arbeits- gierung diesen Widerspruch so sehr, wenngleich mit einem gewissen erleichterungen, welche die fortschreitende Technit bei dem Bau Humor hervorgehoben, als Herr Léon Say. Die Finanzpolitit, und der Ausrüstung der Schiffe erdacht und die Rhederei gerne sagte er, müsse mit der allgemeinen Politit im Einklang stehen. An sämmtliche Zivilvorsitzende der Ersatzkommissionen der angenommen hat. Wir erinnern ferner an die großen Verbesse- Die allgemeine Politik des Kabinets tenne er; ſie ſei ſehr einProving rungen, welche die Schifffahrtszeichen an der deutschen Küste fach; sie bestehe darin, der Politik der Sozialisten in den Weg Nicht blos der§ 112 der Umsturz"-Vorlage, der von von Memel bis Emden erfahren haben, und welche es ermög- zu treten. Entweder habe er darum in der die Gemeindeder Anreizung" der Soldaten handelt, wird durch dieses lichen, daß die meisten deutschen Ströme mit derselben Sicher Apotheke von Roubaix betreffenden Debatte die Dupuy'sche Rede preußische Rundschreiben gut beleuchtet. Daß schwarze beit bei Nacht, wie bei Tage befahren werden können. Wir nicht verstanden oder er müsse annehmen, daß Herr Dupuy diese Listen über politisch anrüchige Wehrpflichtige geführt wer- erinnern ferner an die große Zahl von Rettungsstationen an der Gelegenheit ergriffen habe, um es recht ins Licht zu sehen, daß den, ist bekannt, daß man die Verdächtigen im Dienste deutschen Küste, die bereit sind, gegebenenfalls den Schiffbrüchigen feine, Politit den Kampf gegen die Sozialisten zur Basis Man werde nun nicht begreifen, wie Dupuy doppelt scharf überwacht, ist ein öffentliches Geheimniß. Silfe zu leisten. Die meisten dieser Einrichtungen verdanken der habe. Initiative der Rheder ihre Entstehung. Auch die Unfallversiche- da den Sozialisten hat den Krieg erklären können, Wie weit aber ist die Angst vor der Sozialdemokratie gerung der Seeleute, welche, ebenso wie die Alters- und Invali- wenn er ihnen einige Tage später viel beträchtlichere Konzessionen stiegen, wenn man schon die freiwillig zum Dienst sich ditäts- Versicherung derselben, nur ein Glied in der Kette der hat machen wollen. Mit der Progressivstener habe er den Meldenden auf ihre Gesinnung prüft, wenn man be- allgemeinen sozialen Gesetzgebung zu sein scheint, hat ihren Bor- Sozialisten die Thore geöffnet. Sei die Regierung nun der fürchtet, daß Sozialdemokraten, noch ehe sie dienen läufer gehabt in den Bestrebungen, welche die Rheder im Schooße Meinung, daß dies besser sei, als wenn die Sozialisten die müssen, freiwillig unter die Fahne treten könnten? Was des Deutschen Nautischen Vereins auf die Fürsorge für die See- Thore sprengten, warum haben sie ihnen dann nicht die Apotheke mögen wohl der Kriegsminister und der Minister des leute und ihre Hinterbliebenen in Unglücksfällen gerichtet haben." in Roubaix errichten laffen? Selbstverständlich ist Herr Say für Innern sich hier gedacht haben? D, zahlreich lassen sich An die unerhörten Quälereien der deutschen Seeleute, eine Wider andspolitit, da, ob man nun eine Schlacht verlieren die Umstürzler" einstellen, in hellen Haufen drängen an die barbarischen Mittel zur Erhaltung einer oft über- oder ob man, um derselben auszuweichen, die Festung überliefere, sich die Proletarier zum Heer, die Verschwörer", triebenen Disziplin, an die zu geringe Besatzung der Schiffe das Resultat sich gleichbleibe. Hoffentlich hat ihn die Rede des die Komplottmacher" bringen schaarenweise das und die daraus refultirende Ueberarbeit der Matrosen, an Herr Poincaré nicht nur nachwies, wie wenig an der geplanten Finanzministers sein tapitalistisches Gemüth wieder beruhigt, da Gefüge der Armee, die Mannszucht wird zerstört. die diktatorische Gewalt der Kommandeure erinnert die Finanzreform sei, wie sie durchaus tein Präzedenz für eine Der Ludergeruch der Revolution verdrängt den alten, Vertretung der Unternehmer Interessen nicht. Wir hoffen progressive Einkommensteuer bilde, sondern auch ausdrücklich erehrlichen, muffigen Kommißgeruch, alle Bande frommer aber, daß die sozialdemokratische Fraktion Gelegenheit finden klärte, daß er mit Jules Guesde, Jaurès und deren Freunden Scheu reißen, die. Revolutionäre, die sich in der Zeit der wird, dem Reichstage ein Material vorzulegen, das die nicht das Mindeste gemein habe und auch nicht gemein haben Massenstrafen in contumaciam gegen Fahnenflüchtige tückisch Nothwendigkeit einer gründlichen Reform der Seemanns- wolle. Wie konnte Herr Say aber die Regierung auch nur einen Moment einem solchen Verdacht aussehen?... in die Ferienkolonie eingeschlichen haben, wiegeln auf, Ordnung allen nicht Interessirten klar beweisen wird. wühlen, heßen, das Erfurter Programm im Tornister, die Stonjiszirt!„ Es M Wegen des Artikels Es geht los!" ist Lassalle'schen Broschüren im Brotbeutel. Die Militär- die Freitagsnummer der Magdeburger Volts Revolution ist fertig.l ft i m me" tonfiszirt worden. Grund: Beleidigung Als ob wir die Kasernenagitation brauchten oder der Majestät. Unser Bruderblatt beantwortet die Ronwollten? Der Militarismus ist der beste Fürsprech der fiskation mit einer Aufforderung zu reger Agitation für die Sozialdemokratie und die Herren Bivilvorjizenden der sozialdemokratische Presse. Mehr denn je, schreibt sie, beund Ersatzkommissionen sind fruchtlos bemüht worden. Da die Regierung das„ Umsturz"-Gesetz vorlegt, muß sozialdemokratische Presse beginnt; je schärfer dieser Kampf, in seiner Jugend den sozialistischen Lehren des französischen darf dieselbe Eurer Unterstüßung. Der Kampf gegen die Ferdinand v. Lesseps ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Lesseps war ursprünglich Diplomat und huldigte es heißen: Knieschlottern ist Triumph. Nun aber ein Vor- je größer muß die Zahl der Sämpfenden werden. Utopisten St. Simon. Bon diesem übernahm er auch die schlag zur Güte! Da jede neue Aushebung die Gefahr Die Spaltungs- Artikel, zu welchen die kapitalistische Idee der Erbauung des Suez- Kanals, und die Ausführung vergrößert, da immer mehr sozialistisch gesinnte Rekruten eingestellt werden, wie wäre es, wenn ein Gesetz alle die, Presse aller Länder durch die jüngsten Differenzen inner- dieses Planes wird den Namen Lesseps unsterblich machen. halb der deutschen Sozialdemokratie begeistert wurde, haben Den großen Ingenieur und geschulten Diplomaten für den *) Dieser Begriff hier in bezug auf den gesellschaftlichen unseren Genossen im Auslande heitere Minuten verursacht. Schwindel beim Banamakaual, an dem er ja Mitschuldiger Anstand gebraucht. Im Anfang war man allerdings hier und da etwas stubig war, allzusehr verantwortlich zu machen, wäre wohl falsch. 0 März von Marseille eingeschifft werden, damit dieselbe Anfang Die Expedition nach Madagaskar soll spätestens im April an der Küste von Madagaskar landen könne. Die Expedition wird sich sofort nach Tananariva begeben; man glaubt, Anfang Oktober fönnten die Truppen nach der Küste zurückkehren. 130 Es giebt weit Schuldigere als den Greis, der für vieles p Aschantilad. Wie das Reuter'sche Bureau" erfährt, ist die Verantwortung übernehmen mußte, was andere ver- die Meldung, wonach demnächst das britische Protektorat über brochen hatten. das Aschantiland proklamirt werden soll, unrichtig. Die Zivilliste in der belgischen Kammer. Aus Brüssel läßt sich das Wolff'sche Bureau telegraphiren: tönnten. Parteinachrichten. * verurtheilt. " " " Die unentgeltlichkeit der Lehrmittel hat auf Antrag unseres Genossen Schmidlin die Gemeinde- Bersammlung in Delsberg( Berner Jura) beschloffen und zwar für sämmtliche 11 Klassen der Elementarschule; die Unentgeltlichkeit soll auch auf die Sefundar- und Progymnasialklassen ausgedehnt werden. Ferner wollen die dortigen Genossen auf die Unentgeltlichkeit der Die Repräsentantenkammer sehte die Berathung über die Beerdigung hinwirken. Dotationen fort. Beernaert trat in einer eingehenden Rede den Die Parteifonferenz für den Wahlkreis Hanau, GeInVolizeiliches, Gerichtliches: c. Sozialisten entgegen, bekämpfte den Rollektivismus derselben und hausen, Orb, die am vergangenen Sonntag in Enkheim Wegen Beleidigung eines Steinsetzmeisters in Erfurt, forderte sie zu einer ausführlichen Besprechung ihrer Tendenzen stattfand, war von 17 Ortschaften befchickt. Der Reichstags begangen durch die Presse, hatte sich Genosse Knoll, Redakteur und Prinzipien in der Kammer auf. Vandervelde sprach sich in Abgeordnete Genosse B r ü b n e, der vom Parteivorſtand beauftragt der Allg. Steinfeger- 3tg.", am 7. Dezember vor den Berliner einer Entgegnung über die Begriffe des Eigenthums, der Familie worden war, die Hanauer Parteistreitigkeiten zu untersuchen, theilte Schöffengericht zu verantworten. Bei Beginn der Verhandlung und des Baterlandes aus; bezüglich der Religion sei jedem Frei- der Konferenz das Resultat seiner Untersuchungen mit. Nach eingehen- theilte der Vorfißende mit, daß auch die Garnisonverwaltung in heit zu laffen. Selleputte bekämpfte die sozialistischen Theorien. dem Referate und Diskussion wurde schließlich nachstehende Nesolution Erfurt Strafantrag geftelt habe wegen desselben Artikels. In Anseele griff die Kapitalisten heitig an. Hierauf wurde die die Sanauer Parteigenossen enthielten sich der Abstimmung demselben soll angeblich den Beamten derselben der Vorwurf der einstiminig angenommen: Beide Organisationen sind auf Beitechlichkeit gemacht sein. Der Angeklagte bestritt, diese Absicht Debatte geschlossen. Die Zivilliste wurde darauf ohne Widerspruch, die Dotation des Grafen von Flandern( des steinreichen zulösen, das gesammte Vermögen der neu zu gründenden zu gehabt zu haben. Wenn auch in dem inkriminirten Artikel dem überweisen. Die Genossen sind verpflichtet, in diese einzutreten betreffenden Steinfegmeister vorgeworfen werde, daß er die Beamten Bruders des Königs) mit 97 gegen 35 Stimmen bewilligt. und brüderlich zusammenzuwirken. Alles Geschehene auf beiden Die Seeschlange eines englisch russischen Ein- Seiten das den Bruch erzeugte, wird entschieden verurtheilt, aber nicht geläutert werden, daß die Beamten die Auffassung gehabt zu seinen Gunsten beeinflussen wollte, so könne daraus doch noch verständnisses zappelt fortwährend in den Zeitungen im Interesse einer gesunden Agitation und ruhigem Zusammen hätten, daß es sich um eine Bestechung handele. Daß der herum das heißt in den deutschen. Denn in keinem wirken für die Zukunft als nicht geschehen betrachtet und ver- Steinfegmeister die Absicht zu bestechen thatsächlich gehabt habe, anderen Lande find die Zeitungsschreiber politisch so wenig geffen." geschult, daß sie derartigen Unsinn für möglich halten wiederum in einer Reihe von Drischaften die Wahlen zum Ge- stattfand, grobe Vorwürfe darüber gemacht hat, daß derselbe von Gemeinderathswahlen. Im fächsischen Vogtland haben gehe daraus hervor, daß es dem Wirth, in dessen Lokal die Wahl Geben meinderath stattgefunden und wieder ist es gelungen, in einer den betr. Beamten Bezahlung angenommen hat, wie derselbe in den am 29. v. M. stattgehabten Termin gegen den Redakteur Ein Programm des russischen Liberalismus. Der Anzahl die sozialdemokratischen Kandidaten durchzubringen. In Hülle in Erfurt selber zugegeben habe. Bezüglich dieses und letzten Nummer( vont 15./27. Oftober d. J.) des in Lem- Neunkirchen errangen die Sozialdemokraten einen durch aller übrigen Punkte der Anklage erklärt Rechtsanwalt Heine als berg erscheinenden ruthenischen Blattes„ Tas Bolk" entfchlagenden Sieg. Sogar in der 1. Klaſſe der Anfäffigen kam Wertheidiger, den Wahrheitsbeweis antreten zu wollen. Das nimmt die„ Kreuz Zeitung" einen Beitrag des bekannten falls in der 2. Klaffe; in der Klaffe der Unansässigen aber ver- tommissarisch vernehmen zu lassen. Genosse Ile in Erfurt neben einem Gegner der sozialdemokratische Kandidat durch, eben Gericht beschloß hierauf, die sämmtlichen angegebenen Zeugen Kleinrussischen Patrioten Professor M. Dragomanow, den einigten sich alle Stimmen auf unsere Parteigenossen. In wurde wegen desselben Artikels in der Thür. Tribüne" auf auch wir hiermit als ein nicht unwichtiges Stimmungs- Reisch au sind ebenfalls die beiden Kandidaten der Sozial: Antrag der Garnisonverwaltung zu Erfurt zu drei Monaten, symptom mittheilen: demokraten gewählt. Ferner wird aus Gersdorf berichtet: Alexander III. fann wohl als ein Märtyrer der Selbst. Die am 3. Dezember stattgefundene Ergänzungswahl zum Ge- nicht, wie wir fürzlich angegeben, zu fünf Monaten Gefängniß herrschaft betrachtet werden. Ein junger Mann von ungewöhn- meinderath ist für die Unansässigen sehr glänzend ausgefallen; Verworfen hat das Landgericht zu Saalfeld die Berufung licher Gesundheit, ist er in dreizehn Regierungsjahren aufgerieben unsere Kandidaten erhielten 290-295 Stimmen, wo hingegen die des früheren Redakteurs Beder vom„ Saalfelder Boltsblatt", worden! Augenscheinlich übersteigt die Schwierigkeit, ein Reich Gegner blos 90 Stimmen erhielten. Auch in Mutterstadt und zwar wegen Nichterscheinens. Becker war vom Schöffenvon hundertzwanzig Millionen Bewohner zu beherrschen, die( Baden) siegte bei den Gemeinderathswahlen diejenige Liste, Kräfte eines einzelnen. Fügen wir noch hinzu den Eisenbahn welche unsere Parteigenossen mit enthielt, so daß von vier auf gericht wegen Beleidigung eines Pfarrers zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Das„ Volksblatt" fügt dieser Meldung Unfall bei Borki, dessen Möglichkeit sich aus der schlechten gestellten Kandidaten drei gewählt wurden. hinzu: Wie wir leider erfuhren, befindet sich unser Genoffe Administration erklärt, sowie den Umstand, daß der Zar fich Gatschina, 301 allerbergen, wo wir werben ber Ueber die Stadtverordneten- Wahlen in Leipzig be- Becker, der bekanntlich in Mainz in die Artillerie eingereiht ist, bein Untersuchung wegen irgend eines mit seiner Gesinnung im vor Attentaten zu verbergen, und wir werden der Gründe merkt die Leipziger Volkszeitung" noch:" Das elendeſte der Zusammenhang stehenden militärischen Vergehens. Die bei der genug haben, die selbst einen eifernen Organismus zu Grunde Wahlsysteme" hat seine Schuldigkeit gethan. Ochsenköpfis ches. Mecklenburg, das Land, das sich zu richten vermögen. Es wäre gut, wollte der neue Bar dies alles Wahlkreis- Eintheilung vom Rathe geübte Geometrie hat sich als Ginnbild einen Ochsenkopf ins Wappen eingefügt hat, besigt beachten und den Kampf gegen die Bedürfnisse der Zeit auf bewährt, aber sie war auch von nöthen, wenn den Ordnungs bekanntlich das reaktionärste Vereins- und Versammlungsgeseh, geben. Und diese laufen für Rußland in zwei Worten aus: parteien wenigstens für diesmal noch die Mandate der ein wahres I u wel". Bereits im Frühjahr d. J. wandte sich Politische Freiheit, d. h. das Bedürfniß des einzelnen beiden ersten Kreise zufallen sollten. Mit einer nach gewissen Rechten auf die Theilnahme an der Selbst: Mehrheit( 180 und 95 Stimmen) gewannen die Ordnungsparteien mecklenburgische Ministerium wegen Abhaltung einer öffentlichen verwaltung des Landes, an der Leitung der Staatsangelegen vier Mandate, während die sozialdemokratische Mehrheit im politischen Versammlung, wurde aber nach vernommenem Bericht politischen Versammlung, wurde aber nach vernommenem Bericht beiten, die ihn angehen. Die Forderungen, welche die Ber- dritten Wahlkreise 2096 und im vierten Wahlkreise 1519 Stimmen bes Boizenburger Magistrats" abschlägig beschieden. Wie untenſammlungen der Semstwos in den Jahren 1878-1882 beträgt. Von 21 605 Wahlberechtigten haben 14 075 Wähler( ohne stehende Verfügung zeigt, haben sich die Zeiten nicht geändert, erhoben, haben zur Genüge gezeigt, daß diese Bedürfnisse die an Zahl geringen, die ihre Stimmen zersplitterten) abgestimmt, doch ist ein anderer Umstand bei diesen Eingaben an das Ministerium in Rußland zur Reise gekommen sind. Alexander I. selbst das find ca. 65 Prozent. Abgesehen von den Stimmen, die der war ihnen Anfangs nicht abgeneigt, aber er folgte schließlich den Sozialdemokratie noch bei den Wahlen der zweiten Klasse zu- 3u Tage getreten. Während sonst nur die üblichen" 20 Pf. Porto für derartige Schreiben bezahlt werden mußten, wurde der schlechten Rathschlägen und erklärte sich gegen die Wünsche der fallen werden, gewann sie bis jetzt eine Zunahme gegen das VorPetent diesmal mit der Zahlung von 1,80 M. NachRepräsentanten der Gesellschaft, und indem er solchen Rath- jahr von 2534 Stimmen. Bis jetzt stehen 8449 sozialdemokratischen nahmegebühr und 20 Pf. Porto, zusammen 2 M. übergebern, wie dem persönlich gereizten reaktionären Aristokraten, Stimmen insgesammt 5626 gegnerische Stimmen gegenüber. In der dem Grafen Dmitri Tolstoi, Gehör schenkte, reichte er die Hand zweiten und ersten Klasse befinden sich 5325 Wähler. Da die rascht. Dafür prangte aber auch eine 25 Pfennig- Stempelmarfe am Kopfende des Originals. Ob das Ministerium in sogar zur Bernichtung desjenigen Guten, das in der Regierungs- Wahlbetheiligung in diesen Klaffen schwerlich eine stärkere werden diesem Fall berechtigt ist, Nachnahmen zu erheben? Vielleicht epoche seines Vaters geleistet worden war. Ja, er ging noch wird als in der dritten, darf mit einiger Sicherheit angenommen soll dies ein Abschreckungsmittel für die Zukunft sein. Das weiter und erhob die Hand sogar gegen solche heiflen Dinge, werden, daß die Gesammtheit der gegnerischen Stimmen aller ministerielle Schreiben lautet: J.-Nr. 15.069. Die von Ihnen wie den Glauben seiner Unterthanen. brei Klassen die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen nicht Jeder unparteiische Beobachter muß sagen, daß diese„ Ne- erreichen wird. Auch wenn der gesaminte Ordnungsbrei zu unter dem 15. d. M. nachgesuchte, nach Maßgabe der Verord formen" Alexander III. weder dem Volte, noch der Regierung, fammen ging, wären dann unter dem früheren Wahlsysteme der nung vom 27. Januar 1851, betreffend Versammlungen und noch dem Zaren selbst von Nuzen gewesen sind und daß sich jetzt Sozialdemokratie sämmtliche 24 zur Wahl stehende Size Abhaltung einer öffentlichen politischen Versammlung am 9. f. M. doch wieder vor dem neuen Baren jene Frage erhebt, welche in zugefallen, dank dem Dreiklaffen- Wohlsysteme und dank der geübten im Saale des Rothen Hauses zu Boizenburg kann, wie Ihnen den Jahren 1878-1882 von den Semstwos aufgeworfen wurde, Wahlkreis- Geometrie werden am 1. Januar nächsten Jahres jedoch hierdurch nach vernommenem Bericht des dortigen Magistrats die Frage der politischen Freiheit. nur 4 Sozialdemokraten in den Stadtsaal einziehen. Der neue Bar fann fehr leicht wenigstens einem Theil jenes Das Dreiklaffen- Wahlsystem hat seinen Zweck erreicht. Unsere eröffnet wird, nicht ertheilt werden. Schwerin, den 26. November 1894. Also am 26. November erhält der Gesuchsteller auf sein Unheils, welches noch feit den Zeiten Alexander II. von der nächste Aufgabe muß es sein, dafür zu wirken, daß bei der im Gesuch vom Frühjahr endlich für 2 Mart den ablehnenden russischen Regierung gestiftet worden, Abhilfe verschaffen mit Jahre 1895 stattfindenden Ersatzwahl sämmtliche Man Bescheid. einem einzigen Federstrich: es muß vor allem Preßfreiheit date der dritten Klasse der Sozialdemokratie gegeben werden, die im ftande wäre, die Nöthe der Völker Nuß- ufallen. lands aufzuhalten. Es müffen alle unschuldig Berurtheilten und alle ohne gerichtliche Verhandlung wegen politischer Verbrechen Die Berufungs Verhandlung gegen Genossen Dr. Bestraften amnest irt werden, es muß allen Andersgläubigen Gradnauer in Dresden, der vom Schöffengericht bekanntlich Gewissensfreiheit gewährt werden und so weiter. zu mehrmonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilt worden war, wie zum Beispiel findet nächsten Donnerstag, den 13. Dezember vor Andere fomplizirtere Fehler hingegen, die durch die Eingriffe der Regierung verdorbenen Dresdener Strafkammer statt. Selbst die unberechenbare Inftitutionen der Semstwos, wie die Gerichte, die Einführung Rechtsprechung sächsischer Richter in Betracht gezogen, steht es der Landhauptleute( Semstije Natschalniki) u. dergl. mehr er faft außer Zweifel, daß Graduauer der Freiheit zurückheischen zu ihrer Verbesserung eine fompligirtere Arbeit, umſe gegeben wird. Immer noch ein Opfer des Dresdener mehr, als sie jene Basis beschädigt haben, auf der allein die BeWaldschlößchen- Boytotts. Der Maurer Kühn in theiligung der Gesellschaft an den Staatsangelegenheiten in Wie und durch wen die Sozialdemokraten geradezu Dresden war dabei erwischt worden, als er an einem Neubau Rußland aufgebaut werden kann. Hier ist es vor allem nöthig, zum Boykott gedrängt werden, geht wieder deutlich aus dem Boykottzettel gegen die Waldschlößchen- Brauerei angeklebt hatte. zu der Ordnung in den Semstwos und Gerichten Boykott der Münchner Parteigenossen gegen die Brauerei Vor Gericht bestreitet Kühn entschieden, den Bettel angeklebt zu der Jahre 1864-1866 zurückzukehren; die Ver- Kindl Bräu" hervor. Der Franks. 3tg." wird über die näheren haben. Man hat aber, als man ihn damals erwischte, eine sammlungen der Semstwos in Kreisen und Gouvernements Umstände noch mitgetheilt, daß man in einer Versammlung sich Taschen- Untersuchung vorgenommen und bei ihm auch neben müffen eine andere Vertretung bekommen, die irgendwie den dahin geäußert habe, die Polizei werde nicht mehr dulden, daß einigen anderen Betteln eine Arbeiter- Zeitung" gefunden. Dies Wünschen der Bevölkerung entspräche, die Gerichte müssen auf größere sozialdemokratische Versammlungen abgehalten würden. war nun Beweismaterial gegen ihn und man erachtete ihn für irgendwelche Weise unabhängig und gefeßlich werden; ferner ist Es würden nur Versammlungen von höchstens 2-300 Personen überführt. Wegen Uebertretung des§ 360, 11 erhielt er 60 M. es nöthig, die Kompetenz der gewöhnlichen Gerichte auch auf geduldet, da die Ordner und Vorsitzenden nicht für die Aufrechter- Geldstrafe und wegen Vergehen gegen das Preßgesetz( es war politische Verbrechen zu erweitern und für immer jede Art haltung der Ordnung einstehen könnten, wenn in großen Versamm: auf dem Plakate die Druckerei nicht verzeichnet) 30 Mark GeldDon dritter Abtheilung sowie die anderen In lungen Tumulte entständen. Mitgetheilt wurde ferner, es sei von der strafe. quifitionen, die administrativen Berbannungen Polizei auf die Besizer größerer Lofale eingewirkt worden, um Und abermals etwas ganz merkwürdiges und dergleichen abzufchaffen; zugleich damit müffen im sie zu veranlassen, ihre Lokale den Sozialdemokraten nicht mehr aus Sachsen. Daß die Veranstaltung von öffentlichen Geldganzen Reiche, in den baltischen Provinzen, in Polen, zu Beriammlungen zu geben. Dem Befizer mehrerer Tanz- und fammlungen ohne vorhergegangene behördliche Erlaubniß strafbar in Den westlichen Gouvernements, im Rautafus, in Gesellschaftsfokale wurde gedroht, er bekäme Schwierigkeiten mit ist, ist bekannt. Aber es dürfte Manchen überraschen, wenn er Sibirien die Institutionen der Semstwos ein Tanzmusiken, Festlichkeiten und Polizeiſiundverlängerung. Bei hört, daß man sich bei der Veranstaltung einer solchen Geldgeführt werden, und endlich müssen aus der Mitte dieser einem Lokalbefizer, bei dem der bayerische Parteitag abgehalten fammlung eventuell eines sogenannten" gemeinen" Bergehens Bersammlungen Repräsentanten für einen allgemeinen worden war, werde seitdem strenge auf Polizeistunde gehalten, schuldig machen tann. Und dennoch ist es geschehen. Reich 3 tag( Semsti Ssober) einberufen werden, der im Ein wenn die Gewerkschaften dort verkehrten, während man bei nicht So mußte sich in Dresden der Schuhmacher Luther wegen vernehmen mit dem Baren und den höchsten Behörden über die sozialdemokratischen Festlichkeiten bis zum Morgen bleiben könne, versuchten Betruges verantworten und wurde auch wegen dieses Art und Form berathen würde, in welchen die Gesellschaft an Die Münchener Kindl- Brauerei giebt an, es sei ihr mit Militär- Deliftes verurtheilt. Er soll eines Sonntags im Juli d. J. in den Staatsangelegenheiten theilnehmen solle. verbot und Entziehung der Militärmusik seitens der Stadt Niedergorbiz in Dehme's Gasthof Gelder gesammelt haben. Daran läßt sich nichts verringern, wenn man die Bedürfnisse tommandantur gedroht worden. Bei dieser Gelegenheit hat er nun dem Sohne des Gasthofs= des Reiches befriedigen und sogar dem Baren selbst ein ruhiges Leben auf dem Throne sichern will. Was außerhalb der Grenzen ,, lu unsern deutschen Genoffen", so schreibt die Wiener treibung der Sozialdemokratie geben. Durch diese befizers scherzweise gesagt, er solle nur auch was für die Aus. dieser Forderungen der Zeit liegt, ist Unordnung und Diebstahl Arb.- 3tg.", in dieser ernſten Zeit auch ein kleines Vergnügen Aeußerung hat sich nun Luther eines Betruges schuldig gemacht, in der Administration, Berarmung des Landes, Hungersnöthe, au bereiten, wollen wir ihnen mittheilen, wie das hiesige Anti- der indessen nur beim Versuche geblieben ist, da ber Unwiffenheit des Volkes, Cholera und andere Krawalle, Geld- jemiten- Organ, das Deutsche Volksblatt", die Diskussion inner. Trotzdem nun das betteleien bei den ausländischen Börsen, endlich übermäßige halb der deutschen Sozialdemokratie auffaßt. Nach ihm ist das junge Dehme nichts gegeben hatte. Gericht annehmen mußte, daß eg sich hier nur um Arbeit des Baren selbst, allerlei Borkis, das Leben in Gefängnissen Entscheidende der Boltšcharakter:„ Die Norddeutschen sind Kollet einen Scherz handelte, so erachtete es doch die widerwie Gatschina u. f. w. tivisten, die Süddeutschen neigen der individualistischen Richtung rechtliche Verschaffung eines Vermögensvortheils durch die Vor" 1 g * der " 3u 4 Monaten Gefängniß wurde der Nedakteur Genosse Eichhorn von der Dresdener Straffammer wegen angeblicher Militärbeleidigung verurtheilt. Inkriminirt waren wei in Nr. 7 und Nr. 9 der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" vom 10. und 12. Januar 1894 enthaltene Artikel. Die Verhandlung gestaltete sich durch den Vortrag verschiedener Urtheile von Militärgerichten und sonstiger militärischer Aftenstücke, die als Beweis. material herangezogen waren, zu einer außerordentlich intereffanten, und der Militarismus hat keine Lorbeeren dabei ge erntet. Das alles müßte der neue Zar und seine Vertrauten be- zu, und damit sind die Motive gegeben, die sie verschiedene spiegelung einer falschen Thatsache für gegeben. Luther war greifen. Jedenfalls müssen die Repräsentanten der russischen Wege wandeln heißen." Außerdem aber besitzt in der süd aber auch von der Amishauptmannschaft Dresden- Altstadt mit Gesellschaft durch ihre Versammlungen der Semstwos nnd andere, deutschen Sozialdemokratie das Judenthum weit weniger Einfluß einer auf 60 M. Strafe lautenden Verfügung bedacht worden, durch Deputationen, durch die in- und ausländische Preffe dies als unter den Norddeutschen, die geradezu unter jüdischer weil er sich gegen die Verordnung, die Veranstaltung öffentlicher alles der neuen Regierung flarmachen. Je rascher und energischer Diktatur stehen". Die Antisemiten haben den Juden schon allerlei Geldsammlungen betr., vergangen hatte. Gegen jene Verfügung fich die nach Alter und Stellung einflußreichereren Männer Laster nachgesagt; aber nun erst haben sie sie endlich durchschaut hatte er auf richterliche Entscheidung angetragen und wurde dafür ins Zeug legen, um so besser wird es sein. Werden sie es und in den Juden die Fanatiker für den Kollektivismus entdeckt. Darüber gleich mit verhandelt. Schließlich wurde Luther wegen aber zulaffen, daß die Jugend ihnen zuvorkommt, dann werden Es sind doch pubige Kerle! Betrugsversuchs in ideeller Konkurrenz mit der Uebertretung die Dinge in Rußland sich im alten Schlendrian dahinschleppen. einer amtshauptmannschaftlichen Verordnung zu 2 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die Parteigenossen Westböhmens halten zu Weihuchten Die gemischte Kommiffion", welche den Stand der in Falkenau eine Landeskonferenz ab. Auch für Süd- und Dinge in Armenien untersuchen soll, wird von Delegirten Dböhmen finden um dieselbe Zeit Konferenzen start. der englischen, amerikanischen und türkischen Regierung ge bildet. Rußland und Frankreich stehen also zunächst noch Frauenvorträge hat der Winterthurer Grütlibei Seite. Bemerkenswerth ist das immer ausgesprochenere verein veranstaltet für die Frauen und Töchter der unseren Hervortreten der Vereinigten Staaten, die sich früher bei Drganisationen angehörigen Witglieder und zwar über die Gederartigen Borkommnissen als unbetheiligte Buschauer ver- sundheitspflege in der Familie( Wohnungshygiene, Störperpflege, Ernährungsweise u. s.).. Die Vorträge werden von Fräulein hielten. In dem chinesisch- japanischen Konflikt haben die Dr. med. Sommer gehalten und sind von ca. 60 Frauen besucht. Amerikaner bekanntlich das Vermittleramt übernommen, so as Bersammlungslokal dient ein Unterrichtszimmer der städtidaß man sagen kann, in Asien hat die amerikanische Republit fchen Mädchen- Sekundarschule. ( egt eine führende Rolle.Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Washington, 8. Dezember. Die Ratifikationen des Auswanderungsvertrages mit China sind heute ausgetauscht worden. Petersburg, 8. Dezember. Nach einer Meldung aus Chabarowska ist die Ussuri Eisenbahn nunmehr bis auf eine Entfernung von 877 Werst von Wladivostok fertiggestellt. In den letzten Monaten haben nur Soldaten an dem Bau der Bahn gearbeitet. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Truck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. aris Nr. 287. Sonntag, den 9. Dezember 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Lokales. aid toads vaterlandslose Gesindel, dann würden wir eventuell den Erdball| Aldegrever, Peter Vischer, Perikles, Trajan, Juftinian, Erwin aus den Angeln heben! v. Steinbach, Schlüter und Schinkel. Die Eideshelfer verhalfen dem Angeklagten durch die Bekundung seiner Genialität zu einer glänzenden Freisprechung. " Der Tradition folgend nahm man denn doch eine Resolution an, Die Sprechstunde des Rechtsanwalts wird am Montag die die Mitbürger" auffordert, ihre Unterstüßung allen LeidenDon 71/2 bis 81/2 Uhr Abends abgehalten. den im Boykottkriege zuzuwenden und sich pflichtgemäß über die Sozialdemokratie entrüstet. Ob das genügt? : " Weitere Wirkungen des naffen Jahres. In der am Freitag abgehaltenen General Versammlung der Brauerei Bazenhofer theilte Herr Direktor Goldschmidt mit, daß verschiedene Ursachen zusammengewirkt haben, dus Resultat zu beeinflußen. Ein wesentliches Moment bildete der Streit mit den Arbeitern. Er hat nicht allein das Mehr des Abſatzes, das vor dem Ausbruch des Boykotts zu verzeichnen war, beseitigt, sondern auch einen Minder absaz dem Vorjahre gegenüber herbei geführt. Redner glaubt aber, daß die Aktionäre mit thm übereinstimmen, daß es besser sei, ein vorübergehendes Mindererträgniß verzeichnen zu müssen, als die Ordnung und Disziplin in den Betrieben untergraben(!) zu lassen. Der Boykott habe auch, ganz abgesehen von der Wiederkehr der Ordnung, das Gute gezeitigt, daß die Berliner Brauereien sich solidarisch fühlen und gemeinsam unberechtigte Forderungen bekämpfen. Es fei alles geschehen, um neue Abfazquellen zu eröffnen und Redner glaube, daß, ob der Streit bald ein Ende finde oder nicht, die Brauerei für das nächste Jahr einer guten Zukunft entgegen gehe." Letztere Hoffnung dürfte vor Beendigung des Boykotts allerdings sehr wenig Aussicht auf Erfüllung haben. Was den Opfermuth betrifft, den Direktion und Aktionäre großmüthig im Jnteresse der Disziplin bezeigen wollen, so sind wir zwar der Ansicht, daß wie jedem Thierchen sein Pläsirchen au gönnen ist, auch die Herren von der Pazenhofer Brauerei ungehindert in diesem kostenspieligen Vergnügen schwelgen mögen; doch meinen wir, daß das Malheur der Brauerei Friedrichshöhe, der einstmals so erträglichen, ganz danach angethan ist, vernünftige Leute einigermaßen zum Nachdenken zu stimmen. beliebten Bieres." Die anderen mißlichen Umstände, nämlich der Boykott, dürften denn wohl auch recht wesentlich dazu beigetragen haben, daß die Dividende diesmal nur" 8 pet. beträgt. Die Arbeiterschaft quittirt auch in diesen Fällen schmunzelnd über das Resultat ihres Pflichteifers. Schade, daß die Künstler, die unter sich so trefflicher Satire fähig sind, in der Deffentlichkeit einem Machtwort gegenüber Ordre pariren, als ob sie polnische Rekruten wären. Dieses Glöcklein, dieses Läuten Beim Boykott was soll's bedeuten! Aegir, der vom König von Preußen besungene Herr der Haben die weiten Kreise", die durch die Abgesandten des Fluthen, soll als alter Heidengott fürderhin der christlichen Ringes heimgesucht werden, nach ihrem dugendfach wiederholten Mirbach- Kirche Vorspanndienste leisten. Geständniß keine Kourage, feine Hoffnung auf Sieg und keine preußischen Gotteshause ist der 33 600 m. hohe Ertrag über Diesem töniglich Opferwilligkeit, weshalb um alles in der Welt noch diese Un- wiesen worden, den die von unseren Byzantinern viel begehrte toiten und diese Anstrengungen? Das fordert nicht mehr die kampfesfreudige Kritik, das fordert unser Mitleid heraus! zur Lokalliste. In Friedrichsberg schänkt Pallas, Bürger heim, wieder boykottfreies Bier. Komposition bislang abgeworfen hat. Ueber eine andere Geldquelle für die protestantische Kirche berichtet die Germania": „ Ein sonderbarer Reliquienkult entwickelt sich aus Anlaß der Eröffnung des neuen Reichstagsgebäudes. Man kann nämlich bronzene Denkmünzen, die auf einer Marmorplatte aus dem Material des Fußbodenbelags in der Wandelhalle des neuen Ge bäudes ruhen, für nur 20 M. haben. Der Ertrag ist für einen orthodox- protestantischen Zweck bestimmt." In Nigdorf wurde am Montag der neuerbaute Saal der boykottirten Vereinsbrauerei eingeweiht. selten hat ein derartiges Fest unter täglicheren Verhältnissen Wohl stattgefunden als diesmal. Für wen soll der neue Saal bestimmt Ein echt preußisches Stücklein wird aus Rixdorf be sein? Für die Arbeiter? Die werden sich hüten vor Beendigung richtet. Das Vorgehen des Gendarmen Höppner gegen dortige des Boykotts das Parquet dieser Räume zu betreten. Und für Einwohner hatte vor einigen Wochen die gesammte Bevölkerung die bürgerlichen, staatserhaltenden Elemente? Die Vereinsbrauerei derartig in Aufregung versetzt, daß selbst das amtliche Tel mag sich einmal die Mühe machen, und bei irgend einem ihrer faalbesitzenden Kunden anfragen, wie diefen Winter das Geschäft geht, wie miserabel die Unterstützung der staats- und ringbiererhaltenden Elemente aussieht. Und nun für diese armen Schlucker noch die neue Konkurrenz! Uns kann es recht sein. Als Ueberschuß einer vom Unterstützungsverband deutscher Hutmacher am 18. November veranstalteten Borstellung gingen bei der unterzeichneten Kommission 118,85 M. ein. Die Kommission " = tower Kreisblatt" Ende Oktober an hervorragender Stelle die allgemeine Entrüstung durch eine Notiz dämpfen zu müssen glaubte, in der versichert wurde, daß die Behörden den Schutz des Publikums nicht aus den Augen verlören und daß der Gendarm Höppner bereits vom Amte suspendirt und die Untersuchung gegen ihn eingeleitet ſei. lichsten Dinge meldeten, ist nun wieder anscheinend in seine Dieser Gendarm, von dem sämmtliche Blätter die unglaub. Rechte eingetreten und behütet von neuem die Rix. dorfer Sicherheit. Ueber diesen Vorfall, der die Rig der Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter. dorfer Bevölkerung natürlich in die größte Aufregung verfeßt ,, Die Post" moquirt sich höchst überflüssiger Weise über hat, meldet die Berliner Zeitung": Der Gendarm Höppner, Ein ähnlich saures Gesicht, wie die Herren vom Patzenhofer den von uns am Freitag gebrachten Boykottartikel, der die stockschwingenden Angedenkens, ist wieder in Amt und Würden mögen die Aktionäre der Bergschloßbrauerei in Rixdorf Aechtung der Dreiunddreißig behandelt. Ehrenvoller wäre es eingesetzt worden und sorgt aufs neue für die Sicherheit des. beim Lesen des diesjährigen Geschäftsberichts gemacht haben. für das Organ der deutschen Sklavenhalter gewesen, wenn es Publikums". Als er vorgestern zum ersten Male wieder in der Es heißt in diesem Dokument von der Macht des Proletariats: ein bischen Kourage gezeigt und der Bußtagsfeier im Uniform auf der Straße sichtbar ward, trauten die guten RixDie schlechten Erwerbsverhältnisse, die ungünstige Witterung töniglichen Schloß gegenüber wenigstens einen Giertanz dorfer Bürger anfangs ihren Augen nicht. Einer fragte den in diesem Sommer und andere mißliche Umstände aufgeführt hätte. Aber brutal nach unter" und voll hündischer anderen, ob denn das wirklich höppner wäre, bewirkten eine Verminderung des Absatzes unseres sonst sehr Feigheit nach oben", das ist so die Art der Organe des preußisch- dem da das Schwert an seiner Linken so traulich blinkte und deutschen Knutenthums. der so drauend die Revolvertasche trug. Der Zweifel und das gediente Beamte erhält eine recht niedliche Beleuchtung durch an deren Stelle ist eine allgemeine Entrüstung, ge Die Sorge des Staates der Sozialreform um aus- Erstaunen sind jetzt der beglückenden Gewißheit gewichen, aber die Worte, die der Vorsitzende Herr Scherr in einer Versamm: treten, aus welcher es deutlich heraustönt, daß man nicht lung der Eisenbahnbeamten gehalten hat, welche dieser gewillt ist, diese neueste Wendung der Affäre ruhig hin= Tage stattfand. Der erwähnte Herr sagte am Schluß der Ver- 8unehmen. Uns wird hierzu berichtet, daß der Mann seit Donnerstag Der Muthlose unter den Verzweifelten. Es gelingt fammlung:" Meine verehrten Kameraden, die Sie hier ohne ihm nichts mehr, dem Herrn Hubertus Jatobi, wie weiland Unterschied des Ranges sich zusammengefunden haben, ich bitte wieder seinen Dienst versieht; auf Anweisung der Gen= seinem Schutzpatron dem Säkular- Bismard: der Pessimismus Sie, sich Derer zu erinnern, die nicht mehr in unseren Reihen darmerie Brigade feien ihm die Waffen zurückgraffirt in einer Weise unter den Berliner Boykott- wirfen können! So haben wir in unserem Betriebsamt vier gegeben worden. Man will die Gemeindevertretung ververächtern, daß auch dem Führer der Saalbefizer allgemach frühere Rangirbeamte, die im Alter von 74 bis 86 Jahren anlaffen, gegen diese Art Genugthuung, die sie erhalten, lebhaft die legte Hoffnung schwindet. Stellen wir das Faktum ein- stehen und denen es recht, recht kümmerlich ergeht. 3u protestiren. mal fejt. Was den Grund betrifft, der zu der Wiedereinsehung Der fonservative Kreisverband, der fünf Bürger- Vielleicht machen Sie diesen alten Herren eine Weihnachtsvereine umfaßt, hält eine Versammlung ab. Ein einziges Mal freude und suchen unter Ihren Kleidungsstücken, von geführt hat, so verlautet nichts, es turfirt nur das Gerücht, im Jahre kommt das überhaupt nur vor! Zu dieser Versamm- Ihrer Wäsche, Ihren Stiefeln und mas Sie sonst an Ab- daß der Gendarm sich am Freitag wegen der von ihm im Dienst lung wurden durch die ausgedehnteste Reklame- vier Referenten, gelegtem vorfinden, heraus, um damit unsere alten Stameraden verübten Ausschreitungen vor dem Militärgericht zu verant darunter zwei Abgeordnete, waren angekündigt ganze zwei zu erfreuen. Auch bitte ich Sie herzlichst, der Wittwen und worten hatte, doch ist nicht bekannt, welchen Verlauf die Sache hundert Männer herangeschleppt. Und in welcher Stimmung Waisen unserer verunglückten oder auf dem Krankenbett ver- genommen hat! waren diese Außerlesenen des bierfesten Germanenthums! storbenen Gehilfen eingedent zu sein. Das Elend ist in Durch die im Berliner Aquarium neu angekommenen Klagen, nichts als Klagen," um mit dem Dichter zu reden, diesen Häusern oft fürchterlid), unbeschreib: Sendungen von Seethieren aller Art hat in erster Linie die Bittschriften, nichts als Bittschriften" waren das Leitmotiv der ich! Ich brauche nicht mehr zu sagen. Viele von Ihnen Gruppe der Fische gewonnen. Das Mittelmeer lieferte außer Berhandlungen, die am Freitag im Saale des Handwerkervereins haben ja in derartigen Verhältnissen schon Einblicke gethan. zwei bisher fehlenden Tintenfischen, die in einem der oberen sich abspielten. Der Mitreferent Feuerstein war gar nicht Also, liebe Kameraden, vergessen Sie auch dieser Armen und Becken dem aufmerksamen Auge des Besuchers nahe gebracht sind, gekommen; es blieb dem Weinhändler Jakobi allein über- Unglücklichen nicht!" Man versteht, daß sich der Staat, in dem und anderen Weichthieren drei Haie, welche die im Aquarium laffen, den Verlauf des Berliner Bierkrieges in phantasievollen solche Zustände möglich sind, durch neue Knebelgesetze gegen nase vorhandene Sammlung dieser gefräßigen Seebewohner ergänzen Bildern vorzuführen. Wir", meinte der Vorsitzende Pretzel, weise Kritiker schüßen muß. und mehr denn vierhundert jener zierlichen Büsch elfiemer, welche der verflossene Stadtverordnete, offenherzig, haben auch ein Die Entrüstung zarter Frauen. An den Justizminister ob ihres in Form und Ansat an den Pferdekopf erinnernden Interesse am Boykott, das Bier ist bei dem deutschen Herrn Schönstedt haben die Vereine Frauenwohl"," Jugend- Ropjes Seepferdchen" genannt werden. Trotzdem diese hunderts. Bürger( vereinler!) immer die wichtigste Frage." schuh" und Hilfsverein für weibliche Angestellte" folgende Ein- töpfige Gesellschaft in einem einzigen Becken hier vereinigt ist, Das sollte natürlich ein Wiz sein, aber die Versammlung so gabe gerichtet:" Durch das Urtheil des Disziplinarhofes wider erscheint das letztere dank seiner gewaltigen Ausmaaße doch wenig als der Referent hatte dafür so recht Verständniß; der den Kanzler Leist fühlen wir deutschen Frauen uns in unserer nicht überfüllt. letztere war durch das Gejammer und Gestöhne in den vorher Ehre getränkt und wir erheben im Namen der Gerechtigkeit und gegangenen Reden in so miserable Stimmung gekommen, daß es der Sittlichkeit Einspruch dagegen. Wir erklären uns solidarisch erfolgten Raubanfalls auf einen Geldbriefträger in Breslau erIlluminirte Stephansboten. Anläßlich eines vor Kurzem ihm augenscheinlich Ueberwindung kostete, diesen Jeremiasgesängen mit unseren afrikanischen Schwestern und können es nicht zugeben, balten seit Donnerstag alle Briefträger von ihren Postämtern noch sein bierehrliches Klagelied anzufügen. Wir hatten schon daß der Vertreter des Kaisers fich der schwersten Verbrechen gegen fleine Laternen, welche mit Rüböl oder Petroleum gespeist werden mehrfach das Vergnügen, dem strebsamen Weinhändler in seinen unser Geschlecht schuldig machen kann, ohne daß die nach§ 174,2 Produktionen als Agitator für den Ring und dessen Schwanz des. Straf Gesetzbuches auf solche Verbrechen ausgesetzte Strafe und bei Dunkelheit in den Häusern vorn auf der Brust getragen. politiker zu hören, aber so schwach hat Herr Jakobi über ihn verhängt werde. Denn daß die armen Pfandweiber werden müssen. " seine schlechte Sache noch nie vertheidigt. Was er der„ Obhut" des Herrn Leist anvertraut waren, wird wohl nicht Schon wieder ist der Selbstmord eines Rekruten zu fagte?- Einige Neuigkeiten wollen wir den Lesern bestritten werden können 2c." melden. Der Kanonier Bormann von der sechsten Batterie des mittheilen. Sieben oder acht Lokale haben die Sozi's Ob die mehr oder minder vornehmen Damen, die für das zweiten Garde- Feldartillerie- Regiments hat sich am Donnerstag noch, wo sie ihre leider so erfolgreiche Agitation Recht ihrer afrikanischen Schwestern so wacker eintreten, sich auch Nachmittag in der Kaserne am Kupfergraben erhängt. Nach Be enthalten können, die anderen sind kraft des Willens der Saal- über die Großthaten der Frau Oberförster Gerlach schon entendigung des Dienstes, etwa um 5 Uhr, wurde er vermißt und besizer gesperrt. Herr Jakobi war so gütig, gleich hinterher zu sprechend entrüstet haben, ist uns nicht bekannt. Auch wissen erschien auch nicht zum Baden und in der Gesangstunde. Als bestätigen, daß dies Bergnügen ein abscheuliches Nachspiel gehabt wir nicht, ob eine jede der organisirten Gemahlinnen unserer gegen 10%, Uhr der Futtermeister den Geschüßschuppen der zweiten hat: den furchtbarsten Dalles. Sie", sagte er wörtlich( die deutschen Bourgeois ihre resp. Dienstmädchen stets und ständig Abtheilung betrat, fand er Bormann hinter einem Vorhang. Saalbefizer nämlich), befinden sich, ich weiß das sehr genau, so behandelt hat, wie es sich deutschen Schwestern" gegenüber Er hatte sich mittels eines Sattel halters an einem Querbalten thatsächlich in einer sehr schlechten Lage." Mit einer gewiffen geziemt. So scharf wir auch die Scheußlichkeiten des Leift ver- erhängt. Die Veranlassung dazu ist bis jetzt nicht bekannt ge Genugthuung begrüßt die Arbeiterschaft jedenfalls auch die urtheilen, so dünkt uns doch, daß es deutschen Hausfrauen zu- worden. Bormann stammt aus Schleswig- Holstein und scheint weitere Bemerkung, daß die, statt der Versammlungen und Fest- kommt, zuerst recht reinlich vor der eigenen Thüre zu fehren. nicht unvermögend gewesen zu sein. Die Leiche ist nach dem lichkeiten eingerichteten, Tingel- Tangel- Geschäfte nicht annähernd Echter Künstlerhumor trieb bei einem Bankett, daß am Garnisonlazareth I gebracht worden. Erfaz bieten, und daß der Erfolg des Boykotts bei den Brauereien Freitag dem Meister Wallot zu Ehren gegeben wurde, sein aussich auch bemerkbar macht. Soweit ging das Thatsächliche gelassenes Spiel. In einem Nebensaale des Festraumes sah man, Anzuhalten ist die Liste 7528 für die ausgesperrten Brauerei und mit dieſem gingen auch alle Theilnehmer nach Hause. Der nach dem Berliner Tageblatt", eine plastische Darstellung der arbeiter. Es wird ersucht, dieselbe Tilsiterstr. 81 bei Mann abzweite Theil der Rede, wo die Operation mit, man sagt"," es Fassade des Reichshauses, die Rustica ans Schwarzbrot, die zugeben. soll sein", und, wie ich gehört habe", losging, fonnte selbst- übrigen Stockwerke in Weißbrot gebildet; Architrav und Haupt- Großfener. Zum dritten Male ist das bekannte Triangelverständlich nur dementsprechend gewürdigt werden. Zunächst gesims bestanden aus Schweizerfäse, die Säulen aus Wiener gebäude, zwischen Mauer, Friedrich- und Schüßenstraße vom tam eine Räubergeschichte aus Burg. Die Burger sollen den ver- Würstchen, die Kuppel aus einer Käseglocke und die Auffäße aus- Feuer heimgesucht. Bor zwei Monaten gelang es, das Feuer flucht gescheidten Gedanken gehabt haben, stintiges Bier für Zuckerguß. Also Alles echtes Material". Die Ueber, im Entstehen zu ersticken, dann brannte es dort zum zweiten Male 10,75 M. nach Berlin zu verkaufen; natürlich waren es die schrift des Modells lautete: Der Gipfel des Geschmacks" am Bußtag und es bedurfte großer Anstrengung, das Feuer auf dummen Arbeiter, die voller Freude davon tranken und 21 M. Weiter stand im Museum eine Gliederpuppe mit grotester seinen Heerd zu beschränken. In der Nacht zum Sonnabend dafür obendrein bezahlten. Dieser Schant wirth Mattutat, Nase und verliebter Grimasse neben einem Musit Auto- meldete zum dritten Male ein Feuerschein, daß es schon wieder das ist der Schlimmste! Ein ehrlicher, biederer Bäckermeister, maten, der die Juschrist trug:„ Die Musik spielt beim Ein- brenne; die Feuerwehr rückte mit zwei Dampfsprißen und zwei so plauderte Herr Jakobi harmlos weiter, sei zu ihm gekommen wurf einer großen goldenen Medaille den„ Sang Hydranten an. Auch die mechanische Leiter vom Spittelmarkt und habe ihm weinend erzählt, daß er von den Sozialdemokraten an- ihr". Es gelangte auf der Bühne zwischen 1 und fam zur Anwendung. Der Heerd des Brandes war auf dem deshalb boykottirt werde, weil er seinem Werkführer nicht 2 Uhr ein tomisches Festspiel zur Aufführung unter dem Titel: Dachgeschoß des Hauses Schüßenstraße 1; von da aus griffen die mehr als 45 M. Wochenlohn zahlen wollte. Jetzt nimmt der Gin Vehmgericht am Wedding oder: der entlützowte Flammen immer weiter um sich, so daß der Dachstuhl in seiner brave Mann täglich 70 Pf. ein; er ist ruinirt, dieser Mann mit Reichshausbau. Wallotria in nur einem Att." In diesem ganzen Ausdehnung brannte. Die Feuerwehr griff mit fünf dem lahmen Arm und den sieben lebendigen Kindern!--- dramatischen Schers, welcher auf die Angriffe Karl von Lügow's Röhren, welche in die Eingänge Friedrichstraße 204 und Es war wirklich überraschend. Wie beim ersten Punkt, wo gegen Wallot's" Ruppel" in der Neuen Freien Presse" Bezug Mauerstraße 1 gelegt waren an, und es gelang nach halbstündiger über die Handwerkerfrage" verhandelt wurde, die Diskussion nimmt hatte sich der Vervehmte und Angeklagte in zweiter Arbeit jede Gefahr zu beseitigen. Schaden haben fast sämmtnur von dem Grundton widerhallte: Es ist zu spät, wir können Instanz", Paul Wallot,„ Hugenotte aus Oppenheim" gegen die liche Bewohner erlitten, die Sachen auf den Böden hatten, da nicht, wir haben feinen Muth! So tlang dasselbe Lied auch Anklage der Ruppelei" zu verantworten. Den Vorfiß im Behm dieselben sämmtlich verbrannt sind. Ferner sind durch die durch= Herrn Jakobi jetzt in die Ohren. Ja, wenn wir so einig, so gerichtshof führte als Freigraf des freien Stuhles am Wedding" dringende Wassermenge mehrere Bewohner der vierten Etage ge= geschlossen und petuniär so gut gestellt wären, wie dieses Michel Angelo, Freischöffen waren unter Anderen: Dürer. schädiat worden. Ga mird Brandstiftung vermuthet. " der Langenstraße 70 zu dem meister gefahren habe. " Wie man billige Möbel fabrizirt. In der Nacht vom von hinnen rust..."" Das soll das Ende eines deutschen| Anzahl der Letteren geführt haben. Da der Fachorrein bereits Donnerstag zum Freitag voriger Woche wurden von dem in der Schauspielers, eines Mannes sein, der einst beffere Tage fah, zu Stellung zu dem Vorgang genommen hat, so wird es wohl zu Glogauerstraße 13/14 belegenen Holzplatz des Sägewerksbesikers jener Beit, als er am Hoftheater in Potsdam engagirt, einer Fabriksperre" kommen. Bliesener 5 Stämme amerikanisches Nußbaumholz, die einen der erste Regisseur des berühmten Friedrich Haase war?" frägt Lohndifferenzen sind in der Metallwaaren Fabrik von ungefähren Werth von 1000 m. repräsentiren, gestoblen und sein Freund F. Eisfeld, der für ihn bittet, um eine Kleinigkeit Fr. Saage in Cannstatt( Württ.) ausgebrochen und werden mittels zweispännigen Fuhrwerts weggefahren. Herr Bliesener bittet, die die Theater- Reform" entgegennimmt. die Metallarbeiter, Gürtler und Goldarbeiter ersucht, Zuzug nach ließ durch Säulenanschlag 100 M. Belohnung demjenigen in Was der Patriotismus alles thut. Der frühere dort fernzuhalten. Aussicht stellen, der ihm die Diebe nachweisen, resp. über den Redakteur des Deutschen Tageblattes" in Flensburg, Hans Verbleib des Holzes Auskunft geben könne. Der Polizei v. Langen- Allenstein, ist wegen scharfer Angriffe gegen den gewarnt, da in der dortigen Schuhfabrik Differenzen wegen einer Die Schuhmacher werden dringend vor Zuzug nach Kaffel gelang es nicht, der Diebe habhaft zu werden. Durch die Tagespreise aufmerksam geworden, meldete sich der dänischen Redakteur Jessen in Flensburg seiner Zeit zu Geld- Lohnreduktion bis zu 40 pet. drohen. Fuhrherr Neumann, Hermannstraße 117, der angab, daß er strafen in Höhe von 1700 m. verurtheilt worden. Der Staatsanwalt wies seiner Zeit eine Verfolgung des verrn v. Langen Achtung, Steinarbeiter! Sämmtliche Steinmetzen der oder vielmehr einer seiner Kutscher die besagte Fuhre Holz nach troß seiner in der Form sehr argen Angriffe ab, und alle höheren Firma Nezsch in Selb in Oberfranken haben die Arbeit niederDort ist auch das gestohlene Instanzen bis zum Justizminister bestätigten die Aufiaffung der gelegt. Wir bitten deshalb, den Buzug streng fernzuhalten. Die I. A.: Holz von von dem Vertreter der Firma Bliesener theils töniglichen Staatsanwaltschaft, die ausdrücklich hervorhob, daß Beniralleitung der Steinarbeiter Deutschlands. im Vorrathsschuppen, theils auf der sogenannten" Bammellage" die Haltung des Herrn v. Langen eine patriotische gewesen Ph. Thoma 3. Die Weber in 2yon( Frankreich) stellten die Arbeit ein, und zwischen Kieferholz versteckt am Dienstag Abend vorgefunden sei. Auf dem Wege der Privatklage erzielte der Beleidigte die worden. Der Kutscher des Herrn Neumann, der den leeren Berurtheilung zu der erwähnten namhaften Geldstrafe von weil ihnen die Löhne zu niedrig sind. Wagen am Donnerstag Abend nach der Glogauerstraße fuhr und 1700 M. Diese Strafe hat der Kaiser nunmehr mittels KabinetsDer dänische Zimmererverband, der kürzlich seine fünfte am Freitag frühzeitig mit dem Holz beladen abbolte, erkannte in ordre im Gnadenwege auf 800 M. ermäßigt. Delegirtenversammlung in Kopenhagen abhielt, zählt jetzt einem Sohn des Herrn Schirrmeister, der früher bei dem Um einen Schuldigen zu treffen, wurden in einer Wiener 38 Abtheilungen in 79 Städten gegen 32 Abtheilungen in 52 Städten Tischlermeister Sauer, Manteuffelstr. 76, eine Beit lang in Fabrit 39 unschuldige Arbeiter brotlos gemacht. Es waren im Vorjahre. Der Verband zählt zirka 2300 Mitglieder. In Arbeit stand und mit diesem den Holzplatz öfter besucht hatte, nämlich in einer Abtheilung des Betriebes mehrfach Diebstäble 23 Städten hat der Verband im Laufe des Jahres eine Erhöhung den Besteller des Fuhrwerks wieder. Besonderer Erwähnung vorgekommen, ohne daß es möglich war, den Thäter zu ermitteln. des Stundenlohnes von 33 Dere( 36 Pf.) und darüber durchverdient der Umstand, daß das Holz anfänglich nach der Achen- Der Unternehmer, dem einige Gegenstände gestohlen waren, griff gesetzt. Die Durchführung der Aufgaben des Verbandes hatte bachstraße gefahren werden sollte. Am Nollendorfplatz begegneten zu dem brutalen Mittel, alle dort beschäftigten 40 Arbeiter zu unter anderm in Aalborg eine Arbeitsniederlegung vom 1. April dem Kutscher zwei Bretterträger, welche ihm mittheilten, daß ein entlassen. bis 18. August herbeigeführt. In dieser wie in allen anderen Irrthum vorliege und das Holz in der Langestr. 70 abzuladen Arbeitsniederlegungen hat der Verband gefiegt. Der Vorstand schlägt fei, worauf die Rückfahrt angetreten wurde. In den Kreisen der kleinen Tischlermeister erregt dieser Vorfall begreifliches zur Abwehr der Gewaltmaßregeln, welche von der Meisterorganisation geplant werden, daß wenn die Meister in zwei oder mehreren Aufsehen, da sie viel unter der auf die Epiße getriebenen Kon- Achtung, Holzarbeiter! Kollegen! Durch die Maß- Städten gleichzeitig Arbeiterausschließungen vornehmen, foll der furrenz, die ihnen Herr Schirrmeister bereitete, zu leiden regelungen, die in der Pianofabrik von Görs und Kall- Hauptvorstand versuchen, Produktionswerkstätten zu errichten. batten. Im Frühjahr ist schon ein Diebstahl unter ähnlichen mann, Arndtstr. 34, vorgekommen, sind auch ein Theil zur Den Meistern, welche die Gesellen unterſtüßen, soll alle mögliche Umständen verübt worden; jedenfalls bringt die eingeleitete Holzarbeiterorganisation gehörenden Kollegen betroffen worden. Hilfe zutheil werden. Dieser Antrag wurde mit allen Stimmen Untersuchung auch Licht in diese Angelegenheiten. Daraus ergiebt sich, daß auch wir uns ganz besonders für diese gegen eine angenommen. Ferner wurde folgende Resolution anStreitbewegung, die von der Lohnkommission der Mufitinstru- genommen: Der Delegirtentag beschließt, mit aller Macht der menten- Arbeiter geleitet wird, zu interesfiren haben. Das Vor- Affordarbeit entgegenzuwirken und daß kein Preiskourant in gehen der Streifenden ist in vollem Umfange gerechtfertigt und einer der Abtheilungen des Vereins mit niedrigeren Preisen eindeshalb ist es unsere Pflicht mit dozu beizutragen, daß die will- geführt werden darf, als sie in Kopenhagen festgesezt sind." Der fürlichen Maßnahmen einzelner Unternehmer in gebührender Weise nächste Delegirtentag foll in Kopenhagen abgehalten werden. zurückgewiesen werden. Kollegen, sorgt dafür, daß der Zuzug fern gehalten wird, und tretet in jeder Beziehung moralisch und materiell für die Streitenden ein. Es werden größere Summen zur Unterstützung der Streifenden nothwendig sein, deshalb möge auch jeder Kollege sein Echerflein dazu beitragen. Hier ist es unsere Pflicht zu beweisen, daß die Solidarität der Arbeiter kein leerer Wahn ist, sondern daß wir gewillt sind, für diejenigen einzuzutreten, welche an uns gehören und denen man von Seiten der Unternehmer beabsichtigt noch weiter ihr bischen Recht zu Freiwillig gesammelte Gelder können an den Unterzeichneten abgegeben werden. Der Vertrauensmann der Holzarbeiter Berlins H. Wiedemann. Bei solchen Marimen ist es allerdings fein Wunder, daß der Tischlermeister Schirrmeister seine Fabrikate an Möbelhändler halb umsonst abgeben konnte. Echon wieder ist ein Knabe durch Ueberfahren um das Leben gekommen. Als am Freitag Nachmittag 2 Uhr der zehn jährige Schüler Max Wegner, der Krautstr. 31 bei den Eltern wohnt, vor dem Hause 25 über den Straßendamm lief, wurde er von einem Wagen des Gastwirths Wolff gefaßt und sofort getödtet. Die Leiche ist nach dem Schauhause gebracht Witterungsübersicht vom 8. Dezember 1894. worden. Stationen. Barometer stand in mm, d. Meeressp. នី នី នី ធិ នី reduzirt auf Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden. 762 Windstärke (-1112241222 Wetter Temperatur 15° C. 4° R.) 2 Nebel 1 Nebel 1 SW bedeckt 1 Still bedeckt München NM bedeckt -1 Wien 762 NW bedeckt 0 Haparanda 769 G bedeckt Petersburg 774 GD halb bedeckt -11 Cort. 764 M halb bedeckt 4 758 NW SSM wolkig bedeckt 4 4 Aberdeen Paris 760 -6 Wetter- Prognose für Sonntag, den 9. Dezember 1894. Mildes, zeitweise heiteres, vielfach wolkiges Wetter mit geringen Niederschlägen und schwachen westlichen Winden; nachher etwas tälter. Berliner Wetterbureau. Gewerkschaftliches. verfümmern. An alle in der Musikinstrumenten- Industrie beschäftigten Arbeiter! Kollegen! Der Lohnkampf, den die hiesigen Piano- Arbeiter seit sechs Wochen führen, hat eine Reihe günstiger Erfolge gezeitigt. Dem Unternehmerthum unserer Branche ist einmal gründlich bewiesen, daß ihre Lohnsklaven stets auf der Wacht sind, um jeden günstigen Moment auszunüßen, der fortwährenden Herabdrückung unserer Lebenslage energisch entgegenzutreten. Wohlan, Kollegen! Dies einsehend beginnen unsere Unternehmer sich jetzt furz vor Weihnachten gegen uns zu erheben, um allem Anscheine nach ansere Organisation zu sprengen. Der Versuch ist gemacht, die Firma Görs u. Kallmann hat es unter nommen, legten Sonnabend 5 unserer beften rührigsten Kollegen, von welchen einer 15 Jahre ununterbrochen in der Fabrik thätig ist, zu entlassen. Der Grund zu dieser noblen" Handlungsweise besteht einzig und allein darin, daß die Gemaßregelten fiets bemüht waren, ihre Mitarbeiter aufzuklären und sie vor allem zu lich als Signal gegen dieses ungerechte Vorgehen nicht nur zu organisiren. Als obige Entlassung bekannt wurde, galt es natür protestiren, sondern von unserem stärksten wirthschaftlichen Kampfes mittel, dem Streit, Gebrauch zu machen, falls die Wieder einstellung sämmtlicher 5 Kollegen nicht erfolgt. Da dies nicht erzielt wurde, so legten am Dienstag von den ca. 90 beschäftigten Arbeitern 80 Mann die Arbeit nieder, um auf diese Weise ihrer Solidarität gegenüber ihren fünf Klaffengenossen Ausdruck zu geben. " Der Bäckerausstand in Amsterdam, über dessen Ve endigung wir bereits berichteten, hat, obwohl er für die Bäckergehilfen siegreich endete, für die Arbeiterschaft eine Ver heuerung des Brotes zur Folge gehabt. Bürgerliche Blätter berichten: Die Bäcker stellten den Arbeitgebern gegen über hauptsächlich zwei Forderungen auf: Erhöhung des wöchentlichen Arbeitslohnes und Einführung eines 12stündigen Arbeitstages, sowie der Sonntagsruhe. Da die Bäckereien in der holländischen Hauptstadt meistens dem Großbetriebe angehören, von denen einige über hundert Bäckergehilfen beschäftigen und die Löhne ziemlich gering sind, so war der Ausstand im allgemeinen der Bevölkerung sehr sym pathisch. Die Bäckerei Gesellschaften haben fich denn auch beeilt, unter dem Drucke der öffentlichen Meinung den Ausstand dadurch zu beenden, daß sie den Bäckern die Gr höhung des Wochenlohns um 2 bis 22 Gulden zugestanden. Von der Herabsetzung der Arbeitszeit und der Sonntagsruhe wollten sie jedoch durchaus nichts wissen, und die Arbeiter, we che die Brotlieferung durch das Militär fürchteten, beeilten fich zur Arbeit zurückzukehren. Nunmehr haben aber die Bäckereien zu einem naheliegenden Mittel gegriffen, um ihre durch die zugestandene Lohnerhöhung verursachten Mehrausgaben wieder hereinzubringen, indem sie die Brotpreise billiger Sorte um zehn Prozent erhöhten. Da die starke Amsterdamer Arbeiterbevölkerung täglich für etwa 40-50 000 Gulden Brot konsumirt, so hat ihr somit der Bäckerausstand eine tägliche Mehrausgabe von 4-5000 Gulden gebracht, was im Jahre die riesige Summe von anderthalb Millionen Gulden ausmacht. Die den Bäckergehilfen zugestandene Lohnerhöhung beträgt im Jahre Polizeibericht. Am 7. d. M. Mittags versuchte ein Gerber für die Arbeitgeber mit einem jährlichen Ge= Polizeibericht. Am 7. d. M. Mittags versuchte ein Gerber ta um 200 000 Gulden, so daß der Bäderausstand auf dem Boden eines Hauses in der Prinzen- Allee sich zu erwinne von fast anderthalb Millionen Gulden hängen. Er wurde jedoch noch rechtzeitig abgeschnitten, ins aus den Taschen der Arbeiter selbst endet. Es Leben zurückgerufen und nach der Charitee gebracht. Auf dem ist begreiflich, daß die Amsterdamer Bevölkerung mit diesem Hoje eines Grundstücks der Neuen Friedrichstraße fiel ein Resultate nicht zufrieden ist, namentlich die ArbeiterArbeiter von einem Gerüft und erlitt außer leichteren Berlegungen bevölkerung, die durch den Ausstand ihre Lage nur verschlechtert am Kopfe und am Fuße auch innere Verlegungen, so daß seine hat. Die Hauptstädtischen Arbeitervereine beriefen daher Ueberführung in die Charitee erforderlich wurde. In der eine Versammlung ins hiesige" Gildenhuis" und protestirten Krautstraße wurde Nachmittags ein zehnjähriger Knabe durch Kollegen! Wir wissen, Ihr habt stets, seit der Dauer unseres um so heftiger gegen das Borgehen der Bäckereigesellschaften, einen Geschäftswagen überfahren und auf der Stelle getödtet. Lohnkampfes Euch apferfreudig gezeigt und wir fühlen uns ver- als dieselben die Preise der feineren Brotforte nicht Im Landwehr- Kanal, an der unteren Schleuse, wurde die anlaßt, an Euch von neuem den Appell zu richten, uns auch hier erhöht, mit der Preiserhöhung also nur die är meren Klassen Leiche eines etwa dreißig Jahre alten Mannes angeschwemmt. wieder zur Seite zu stehen und uns vor allem petuniäre Hilfe getroffen hatten. Nach der Protestversammlung begab sich eine Ein Hausdiener schoß sich in seiner Wohnung, in der angedeihen zu lassen. Bedenkt was auf dem Spiele steht, wenn Delegation der Arbeiter zum Bürgermeister von Amsterdam, Herrn Rüdersdorferstraße, zwei Revolverkugeln in die Brust dieser Streit verloren geht! Dreifter denn je wird Hochmuth Meineß, um die Intervention der Gemeindeverwaltung zu gunsten und verlegte sich so schwer, daß seine Ueberführung in und Unternehmerdüatel sein Haupt erheben, um uns zu zeigen, der Arbeiterschaft nachzusuchen. Der Bürgermeister versprach, ein ein Krankenhaus erforderlich wurde. Abends zerschlug ein Sklaven haben zu arbeiten und zu gehorchen, gutes Wort bei den Bäckerei Gesellschaften einzulegen, erklärte wohnungsloser Rolporteur die Scheibe der Eingangsthür zu einer daher: Fort mit Gurer Organisation! Wir feßen aber, daß die Gemeindeverwaltung teine Macht besige, um alle in dem Hause Kleine Frankfurterstr. 14 befindlichen Schantwirth. das Bertrauen in unsere Berufsgenossen, daß fie die Streitenden Gesellschaften zur Herabfeßung des Brottarifs zu zwingen. Er schaft, aus der er entfernt worden war, und verlegte sich dabei vor einer solchen Semüthigung bewahren und deshalb dafür könne den Arbeitern daher einen praktischen Erfolg ihrer Agitation schwer an der Hand. Vor dem Hause Blumenstr. 34a fiel ein forgen, daß der 3uzug streng ferngehalten wird. Die nicht zusichern. Bisher haben sich thatfächlich die Bäckerei- GesellTischlergeselle in der Trunkenheit hin und brach den Unterschenkel. Lohnkommiffion. schaften allen Rathschlägen und Mahnungen gegenüber taub gezeigt, In der Nacht zum 8. d. M. entstand in dem erst am 21. v. M. durch Feuer vernichteten und wieder im Aufbau begriffenen Dachwodurch aber eine sehr gefährliche Gährung in die Arbeitermaffen stuble des Hauses Friedrichstr. 204 aufs Neue Feuer, bas dengetragen wird. felben faft ganz wieder zerstörte. Außerdem fanden im Laufe des Tages fünf kleinere Brände statt. Soziale Leberlicht. rührigen Fabrifleitung gelungen, alle Bläge mit anderen Arbeitern Gerichts- Beitung. jadem Der deutsche Metallarbeiter" ersucht uns um nochmalige Veröffentlichung des nachstehenden: Der Streit ist Güstrow hat mit einer Niederlage der Arbeiter nach 14wöchentlicher Dauer beendet werden müffen. Es ist der in dieser Hinsicht äußerst zu befehen und es dürfte wenig oder gar keine Hoffnung vorhanden sein, daß einer der Streifenden angenommen wird. Der Mordprozeß Thiedendo Zuzug ist daher noch streng fernzuhalten. Bu unterstüßen sind Theil der Ginlaß Begehrenden muß zurückgewiesen werden. GeDer Zubrang zum Zuhörerraum ist ein gewaltiger, der größte Ein Apothekerboykott. Wie wir fürzlich mittheilten, noch 47 Mann, darunter 35 Verheirathete mit zusammen richtsdiener und Schuyleute halten die Ordnung aufrecht. Sturz hatten die Vorstände der Haarburger Krantentassen, den 70 Kindern. vor 10 Uhr wird Thiede in den Saal geführt. Er macht den Beschluß gefaßt, da die Apotheker den Krankenkassen die früheren Achtung, Töpfer! Giesenbrügge( b. Frankfurt a. D.), Eindruck eines Mannes, der mit Ruhe seinem Schicksal entgegenBrozente nicht mehr gewähren wollten, nur die Arzneien aus der 3. Dezember. Die Töpfer werden dringend ersucht, den Zuzug steht, auf seinem grobfnochigen Gesicht mit den tief liegenden Rathsapotheke zu entnehmen. Lettere, die bisher noch 10 pet. wegen Differenzen fernzuhalten. Die Kommission. Augen ist eine Gemüthsbewegung nicht zu entdecken. Nach gewährte, hat nun an die Krankenkassen die Mittheilung ge macht, daß sie, wenn die Sperre über die übrigen Apotheken An die Glasarbeiter Deutschlands! Kollegen! wenigen Minuten wird er wieder abgeführt, bei seiner Rüdkehr nicht aufgehoben würde, ferner auch feine 10 pet. gewähren Noch liegen eine Anzahl Opfer des verlorenen Oldenburger erscheint er in seinem Arbeitsanzuge, während er vorher feine fönne. Ein ähnlicher Streit spielt auch in Mannheim Streits auf der Strecke. Der übermüthige Sieger fennt fein Er- beste Kleidung trug. Es ist dies auf Anordnung des Staatszwischen den dortigen Krankenkassen und den Apotheken. barmen. Er denkt micht daran, daß auch diese Arbeiter, so gut anwalts geschehen, um die Wiedererkennung des Angeklagten zu wie alle übrigen gegen nichts Weiteres gekämpft haben, als erleichtern. Um 10 Uhr eröffnet der Vorsigende, LandgerichtsDie Kunft geht nicht blos betteln fie verhungert. gegen die Verschlechterung ihrer materiellen Lage. Der Sieger rath Meyer, die Sigung. Die Auflagebehörde vertritt der Ein" Hilferuf" in der„ Magdeb. Theater- Reform" giebt Stoff zu hat bis jetzt nicht daran gedacht, mit gleichem Maße zu messen, Erfte Staatsanwalt Dr. Lademann unter Assistenz des Staatseinem sozialen Drama aus dem Künstlerleben. Gin 80jähriger b. h. auch diese Arbeiter wieder einzustellen; lieber begiebt er anwalts Jürgens, die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Kunstveteran, Namens Dr. Jul. Frant, der von dem Künstler sich auf die Suche nach Arbeitern nach außerhalb. Dabei sind Dr. Löwenstein. Vor Aufruf der Zeugen stellt der Friedrich Haase als einer der ersten Regisseure und Lehrer der die Ausgeschlossenen durch schwarze Listen geachtet! Bertheidiger den Antrag, den Zeugen Krause neben Schauspielkunst bezeichnet wird, ist jetzt im Greifenalter vor die Kollegen! Gedenkt der Schwergeprüften auch ferner! Und Keiner dem Angeklagten Platz nehmen zu laſſen. Es würden Alternative gestellt: Berhungern oder Selbstmord. Die bürger- von Euch nehme in Oldenburg Arbeit an, so lange es in Olden- Beugen auftreten, welche im Zweifel darüber seien, ob sie in dem liche Gesellschaft, die durch seine Kunst sich so viele genußreiche burg noch Opfer des verlorenen Streits giebt! Angeklagten oder in dem Zeugen Krause denjenigen Mann wieder Abende verschaffte, hat nichts für den greisen Rünfiler übrig. erkennen sollten, den sie am Thatorte gesehen zu haben glauben. ertennen: - Wie elend es mit ihm steht, ist aus einem Dankesschreiben zu Zur Besprechung des Schuhmacher- Streits in Mainz Der Vertheidiger meint, daß es im Interesse des Angeklagten Wie sehr ich mich auch sträube, bei dem Ger fand dort eine öffentliche Schuhmacher- Versammlung ftatt. liege, den Zeugen durch Nebeneinanderstellung der beiden in Frage banken, dem Zeitlichen Balet zu geben und bitter beweine, in Sämmtliche Redner betonten, daß die Zustände bei der Firma kommenden Personen ihre schwere Aufgabe zu erleichtern. Der solcher Weise enden zu müssen, es geht nicht anders, die Noth- Eichbaumu. Ko nicht länger erträglich gewesen seien. Vor Erste Staatsanwalt widerspricht diesem Antrage, ben er überwendigkeit erheischt es. Schon jetzt eines geheizten wiegend wurde die Unverfrorenheit des Unternehmers betont, haupt gefeßlich nicht für zulässig hält. Der Gerichtshof lehnt Zimmers und Abends des Lichtes entbehrend, befinde ich mich welcher die sämmtlichen Reparaturen bezw. Umarbeitungen, ganz den Antrag ab mit dem Bemerken, daß die Rechte des Anegal, ob sie durch die Schuld des Arbeiters, durch schlechtes geklagten in umfassendster Weife gewahrt werden sollen. Es sind halb wie im Grabe, bin wie verstört und würde Material oder durch den Einfluß der Witterung sich nothwendig über 40 Beugen, drei medizinische Sachverständige und der Geselbst wenn Rost und Logis mir bis Neujahr kreditirt würden bei eintretender Dezemberfälte und den dann noch längeren gemacht haben, hon seit Jahren den Arbeitern aufhalft, richtschemifer Dr. Bischoff geladen. Nach Berlesung des AnklageAbenden es vollends werden, da ich mir Licht und Heizung selbst und denselben nichts dafür bezahlt. Nach längerer ein- beschlusses ermahnt der Vorsitzende den Angeklagten, sein Gewissen beschaffen muß und nicht kann. Zudem auch hätte ich dann die gehender Debatte murde beschlossen, sich mit den Streifenden durch ein offenes Geständniß zu entlasten, falls er fich des schweren im Januar fällige Pension wieder ganz so hinzugeben, wie die folidarisch zu erkläven und dieselben in jeder Weise zu unter- Verbrechens schuldig fühle. Der Angeklagte erwidert mit klarer, lette, und stände ganz wie zur Zeit hilflos da. Ausharren will ftüßen. Wenn je ein Streit gerechtfertigt sei, so sei es dieser. deutlicher Stimme:„ Herr Präsident, von dem Verbrechen ich, bis die Witterung in strengere Rälte umschlägt, dann aber Ausständig find 34 Mann, darunter 20 Berheirathete. des Mordes ist mein Gewissen rein, ich bleibe zdaim Bertranen, daß mir im Jenseits Gottes Barmherzigkeit ver In einer Möbelfabrik in Pforzheim ist es der Arbeits bei, daß ich die Echweichel nicht nicht ermordet habe." zeihen werde, hinübergehen, falls seine Gnade mich nicht schon ordnung wegen zu Differenzen zwischen dem Geschäftsinhaber Präs.: Dann müssen wir also in eine umfangreiche zuvor- wie ich ihn brünstig anflehe- aus dieser Bedrängnis und den Arbeitern gekommen, welche zu der Entlassung einer Beweisaufnahme eintreten und ich frage den Herrn Staatsanwalt, Die entfegten Kinder stürzten nach der ein der Trepperifter 100 wie er über den Ausschluß der Deffentlichkeit denkt. Erster Gerichtshof beschließt, die Oeffentlichkeit im Interesse der guten| hatte. Bersteht denn aber der hizköpfige pens. Major etwas Staatsanwalt: Die Ermordung der Helene Schweichel hat Sitte auszuschließen, mit der Maßgabe, daß sie vielleicht von Mufit? ja eine große Aufregung im Publikum hervorgerufen und die während einiger Theile der Verhandlung wieder hergestellt Eine furchtbare Katastrophe hat sich in der katholischen öffentliche Meinung hat sich in erheblicher Weise an der Ent- werden könne. Schule zu Belfast( Irland) zugetragen. Zu einer Kinderdeckung des Mörders betheiligt und aus diesen Gründen würde Alle Zuhörer, darunter eine erhebliche Anzahl Damen. Vorstellung in jener Schule waren über vierhundert Perich ja eine öffentliche Verhandlung für wünschenswerth halten. müssen den Saal verlassen. fonen, zumeist Kinder, anwesend. Plötzlich drehte Es läßt sich aber nicht vermeiden, daß Dinge zur Sprache Unbekannter das Gas aus und rief: Mörder! Geister!" kommen, wodurch die gute Sitte gefährdet werden wird und muß ich deshalb beantragen, die Deffentlichkeit im Allgemeinen schworenen den Angeklagten des Nach etwa einstündiger Berathung sprachen die GeMordes der Helene furchtbares Gedränge stattfand. Vier Kinder wurden todt während der Verhandlung auszuschließen. Der Vertheidiger Schweichel nichtschuldig, dagegen schuldig der übrigen aus dem Knäuel hervorgezogen, dreißig andere schwer verletzt. erklärt, daß er anderer Meinung sei und entschieden dafür ein Strafthaten. Bei dem Verbrechen der Nothzucht wurden dem darunter eine Anzahl lebensgefährlich. Herzzerreißende Szenen treten müsse, daß die volle Deffentlichkeit während der Verhand Angeklagten mildernde Umstände versagt. spielten sich bei der Bergung der todten und verwundeten Kinder lung stattfinde. Wenn der Angeklagte wegen des Mordes freigesprochen werde, so könne dies wenig nüßen, wenn die FreiGange. ab. Die Untersuchung gegen den unbekannten Urheber ist im sprechung hinter verschlossenen Thüren erfolge. Der jährigen Ehrverlust.. Fluch, die Schweichel ermordet zu haben, werde immer auf ihm lasten, das Publikum werde sagen: Geschworenen haben ihn freigesprochen, weil ihm genug bewiesen werden fonnte." Im Intereffe der Gerechtigkeit liege es, daß alle Punkte bekannt würden, welche für die Unschuld des Angeklagten sprächen. Vors.: Angeklagter Thiede, haben Sie hierzu etwas zu erwähnen? Angefl: Jawohl. Ich bitte dringend, die Verhandlung " Fahren und drei Monaten Zuchthaus sowie zehn Der Staatsanwalt beantragte eine Gesammtstrafe von zwölf Das Urtheil lautete auf acht Jahre Zuchthaus und nicht 10 jährigen Ehrverlust. Ehrverlust.si.A Die Vermischtes. von Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bahl) infoshanzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die Sprechstunde des Rechtsanwalts wird am Montag von 71/2 bis 81/2 Uhr Abends abgehalten. sin N. W. 44. Forderungen der Kaufleute und Handwerker Efür Baaren und Arbeiten verjähren in 2 Jahren. 33. Rann nur nach Einsichtnahme des Kontrakts öffentlich ſtattfinden zu laffen, mit Ausrahme des Falles mit„ A. N. Nachr."“ von einem penf. Major gefordert worden, weil beantwortet werden. Diebitabatezequ der Frau Klebedzon, in welchem ich geständig bin. Der er den Gang an Aegir" als„ Dilettantenarbeit" bezeichnet| R. K., Chauffeeste. Ist Diebstahl.- rohiidlede arsip Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 9. Dezember. Freie Volksbühne( Lessing. Theater.) 4. Abtheilung, Nach mittags 22 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. ( National Theater.) 1. Abtheilung, Nachmittags 21/2 Uhr: Hildegard Scholl. Vorher: Ehrenschulden. Opernhaus. Hänsel und Grethel. Die Puppenfee. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schauspielhaus. Der neue Herr. Montag: Halali. Militärfromm. Adolph Ernst- Theater Charley's Taute.achruf. Schwant in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Am 1. d. Mts. verschied unser Mitglied, der Gastwirth 112112 Hermann Schröder. Da uns die Theilnahme untersagt wurde, wir aber den Todten als einen ehrenhaften, guten Charakter fennen, so sei auf diese Weise unser Beileid ausgedrückt. Dein Geist wird bei uns weilen, Unsere Freundschaft sie gehört ewig Dein, troß alledem! National- Theater. Der Stat- Klub„ Nu 11- Rams Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu Volkspreisen. Borlegtes Gastspiel des Fräulein Bertha Rother. Ein Modell. Posse in 1 Att von Eugen Prudens. Vorher: Deutsches Theater. Blau. Cyprienne. Der Tod als Pathe. Montag: Die Weber. Berliner Theater. Madame SansGêne. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leshing- Theater. Zwei Wappen. Montag: Gespenster. Schiller Theater. Krieg im Frieden. Ausstattungs- Komödie in 5 Akten von Ernst Bluhme. Musik von A. Wiedecke. Dekorationen von Müller und Schäfer. Beleuchtungseffekte vom Ober- Beleuchter Collander. Maschinerien vom Theatermeister Otto Weisse. Regie: Max Samst. Uhr. Montag: Des Meeres und der Liebe Raſſenöffnung 5 Uhr. Ant. 7 ube Wellen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. Montag: Diefelbe Vorstellung. Residenz Theater. Der Unterpräfeft. Vorher: Villa Vielliebchen. Diontag: Diefelbe Vorstellung. Neues Theater. Andrea. Montag: Das neue Stück. Theater Unter den Linden. Der lustige Krieg. Tanz- Divertissement. Montag: Dieselbe Borstellung. Bellealliance Theater. 30 Krause. Morgen: Doppelvorstellung. Letztes Gastspiel des Fri. Bertha Rother: Ein Modell. Borher: Der Tod als Pathe. Passage- Panopticum. wilde Weiber 51% aus Dahomey. König Die Herenschaukel, neueste Illusion. Montag: Pension Schöller. Central- Theater. D! diese Berliner. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die ewige Braut. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplay Theater. Gustav Adolf und die Fürstin Emmerig. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Ein Modell. Vorher: Der Tod als Pathe. Montag: Diefelbe Vorstellung. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. 55 Sanssouci“ Kottbuserßraße 4a. Sonntag, den 9. Dezember: Apollo Theater. Spezialitäten ratio Vorstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten Boritellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, den 9. Dezember, Nachm. 3 Uhr: Ein Fallissement. Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Dichter- Abende: Jm Bürgersaale des Rathhauses, Ab. 71/2 Uhr: SchillerAbend. Montag, den 10. Dezember, Abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Dienstag, den 11. Dezember, Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. G. Anna Bäders. Josefine Dora. Zum 101. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund. Musit von Julius Einödshofer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Castan's We wil Panoptikum.e Soirée der J. A.: Fischer. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung Montag, den 10. Dezember 1894, Abends 82 Uhr, bei Rickmann, Leffingstraße 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Hoffmann: Das moderne Raubritterthum. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. [ 276/11] Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 12. Dezember, Abends 8% Uhr, Kranken- Unterstützungs- in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstraße Nr. 32: bund der Schneider. am Versammlung Dienstag, den 11. Dezember, Abends 81/2 Uhr, in den Armin hallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Vorschlag der Lokalverwaltung. über Anstellung einer zweiten befoldeten Person. 2. Verschiedenes. 221/4 Schneider und Schneiderinnen. Große öffentliche Versammlung heute, Sonntag, den 9. Dezember, Nachmittags 5 Uhr, be bei Herrn Kelle, Schönhanser Allee 28. Tagesordnung: 1. Die Lohnbrückerei in den HerrenKonfettions Geschäften. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Um regen Besuch bittet 1456b Die Lohukommifffon. Posamentenbranche. Versammlung Grosse Versammlung.M Tages- Ordnung: sex " Die neue Gesetzesvorlage zum Kampf gegen den Umsturz". Referent: Genosse Paul Jahn. 278/16 Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Laut Beschluß: Beginn der Versammlung Punkt 81/2 Uhr. We Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Zwei Versammlungen. 19227 1. Görlitzer Viertel: Am Dienstag, den 11. Dezember, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Ullrich, Waldemarstraße Nr. 75. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schriftsteller Schulz über: Die häusliche Erziehung im heutigen Klassenstaat". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 2. Stralauer Viertel: Am Dienstag, den 11. Dezember, Abends 8 Uhr, in Albrecht's Salon, Memelerstr. 67. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genoffen Bruhns. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste, Damen wie Herren, haben freien Zutritt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 2804 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Sonntag, den 9. Dezember, Abends 62 Uhr, der Filiale il des Textil- Ar- Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: beiter- Verbandes. Mittwoch, den 12. Dez ,, Abds. 81/2 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: Große öffentliche loadinda Versammlung für Frauen u. Männer. 1. Vortrag des Koll. Mahlte: Die technisch- wirthschaftliche Revolution der Gegenwart. 2. Abrechnung vom Ver- im gnügen. 3. Betr. Neuaufnahme rest. Mitglieder. Tages Ordnung: die 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Die moderne Ehe heutigen Klassenstaat. 2. Diskussion. Pf. Stettinere...- Entree 10 FT. Sänger reich zu erscheinen. 100% Die Kollegen werden ersucht, zahl= Der Vorstand. 209/5 ( Meysel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Röhl und Blank). Auf. 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Circus Renz bus e Carlstrasse. Sonntag, den 9. Dezember er., Nachm. 4 Uhr: ( Ermäßigte Preise siehe Plakat.) Bum 1. Male: Großes Ensemble- Programm neu einstudirt u. in neuer Ausstattung Sonntag, den 16. Dezember, fegte Soirée der Stettiner Sänger ( vor Weihnachten). Ma Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis Die lustigen Heidelberger. Außerdem Auftreten der Spezialitäten 1. Ranges; d. hervorragendsten Clowns in ihren besten Nummern. Abends 2 Uhr: Tjo Ni En. Neue Musikeinlagen, sensation. Tänze. Ferner Reiten und Vorführen der 50 Pf. BE bestdressirten Schul- u. 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Sonntag, den 9. Dezember 1894. Arbeiter! Varteigenossen! 11. Jahrg. Die Verhandlungen wegen Beendigung des Bierboykotts find abgebrochen worden, weil die Ringbrauereien eine Bedingung stellten, deren Annahme mit der Ehre der Arbeiterschaft unvereinbar ist. Die Vertreter des Brauerrings hatten die Stirn zu fordern, daß der Friedensschluß davon abhängig gemacht werde, daß 33 Arbeiter nie mehr in den Betrieben der Niugbrauer beschäftigt werden. Arbeiter! Parteigenossen! Ohne jeden Anlaß seitens der betreffenden Arbeiter sind am 16. Mai Hunderte aufs Pflaster geworfen worden. Und nun sollen nach monatelanger Aussperrung, nach monatelangen Entbehrungen dreiunddreißig Arbeiter dauernd dem Elend, für immer der Eristenzlosigkeit, also dem langsamen Zugrundegehen überliefert werden, dreiunddreißig Mann, von denen keiner Schuld an dem Boykott trägt. Sie sollen als Opfer des Kapitalistenübermuthes auf der Strecke bleiben. An der barbarischen Doppeldezimirung des 16. Mai hatte der Brauerring nicht genug- seine Rache verlangt die Vernichtung von weiteren dreiunddreißig Existenzen. Arbeiter! Genossen! Wir wissen, daß wir in Eurem Sinne gehandelt haben, als wir diesem ungeheuerlichen Anfinnen ein empörtes furzes Nein entgegenseiten und die Verhandlungen abbrachen. Die Arbeiter Berlins konnten und wollten einen ehrlichen Frieden schließen; niemals aber werden wir unsere Hand dazu bieten, niemals werden die klasseubewußten, in den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie organisirten Arbeiter dulden, daß ein geschlossen wird. ehrlofer Friede Nun ist die Entscheidung getroffen. Der Boykott muß mit erneuter und vermehrter Energie fortgeführt werden. Die Parole Kein Tropfen Ringbier muß mit unwiderstehlicher Macht zur Durchführung gelangen. Jeder einzelne Arbeiter muß seine ganze Kraft aufwenden, um den Boykott zur vollen Wirkung zu bringen. Dazu ist nöthig, daß die gesammte Arbeiterschaft mit verdoppelter Kraft Hand aus Werk legt, die zur Organisation, Ueberwachung und Durchführung des Boykotts erforderlichen Maßregeln energisch zu unterstützen. Es bedarf aller Kraft, aller Energie, denn die Brauerdirektoren haben offen erklärt, die Unterwerfung der Berliner Arbeiterschaft durch neue Massenmaßregelungen erzwingen zu wollen! Arbeiter, Parteigenossen! Der Brauerring hat zwar Millionen zur Verfügung und wird in diesem Klassenkampfe auch fernerhin Hunderttausende opfern; hinter uns aber stehen die Massen, auf unserer Seite ist das Recht, ist die Begeisterung, ist der Opfermuth. Und an Euren Opfermuth appelliren wir abermals. Die unschuldigen Opfer tapitalistischen Uebermuthes dürfen nicht dem Hunger preisgegeben werden. Seit Monaten liegen diese Hunderte existenzlos auf der Straße. Wir wenden uns deshalb an die Arbeiter von ganz Deutschland um thatkräftige und schnelle Unterstützung. Der Kampf ist uns aufgezwungen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Handschuh aufgenommen und sie wird den Kampf durchführen bis zum Ende. Arbeiter! Euer Klassen Juteresse nicht blos, Eure Klassen Ehre ist im Spiel. Da giebt es keinen anderen Gedanken als Sieg! Vorwärts zum Sieg! Kein Tropfen Ringbier! Hoch der Boykott! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring 1. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenowver Exportbrauerei Niederlage. Juh. Mar Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant furt a. D. Niederlage Greifswalderstr. 228. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Königs Wusterhausen, Niederlage Reichenbergerstraße 33. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Bertreter: M. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Krautstr. 48, Tel. VII, 1487. Export- Brauerei Grabow a./D. bei Stettin. Niederlage Marthen, Bellermannstr. 6. Brauhaus Hohen- Schönhausen bei Berlin. W. Boykottirt sind die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Aktien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Aktien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Paßenhofer, Berlin. Aktien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aftien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Borussia, Aktien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Attien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin, C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Die Boykott- Kommission. Der Reichshaushalts- Etat für 1895/96. 0 Beamtenbesoldungen ist ein Betrag von 1 439 950 M. eingestellt von diesem Etatssage entfallen 1 390 000 m. auf die Reichspost und Telegraphenverwaltung, welcher Betrag denn auch im Reichspost- Etat bei den fortdauernden Ausgaben erscheint. 541 339. Der soeben dem Reichstag vorgelegte Gtat schließt in Gin- Die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats nahmen und Ausgaben mit 1247 256 063 m. ab; von den Aus- sind mit 98 844 584 m., das sind 22 521 341 M. höher vergaben entfallen 1 100 554 613 M. auf die fortdauernden, anschlagt. Es entfallen hiervon auf das Auswärtige Amt 98 844 584 M. auf die einmaligen Ausgaben des ordentlichen 6791 100 M.(+2 094 100), auf das Reichsamt des Innern Etats und 47 856 866 M. auf die einmaligen Ausgaben des 3 609 860 M.(-695 410), auf Post- und Telegraphenverwal außerordentlichen Etats. tung 9 397 895.(+697 912), Verwaltung des Im einzelnen setzen sich die fortdauernden Ausgaben Reichsheeres 55 113 540 m.(+ 16 780 600), Marines folgendermaßen zusammen: Seichstag 422 958 M., Reichsfangler verwaltung 23 025 050.(+4 029 400), Reichsjustizund Reichstanzlei 153 780 M., Auswärtiges Amt 10 556 487 M., Verwaltung (-458 661), Reichsschazamt barunter ein Wehr von 173 500 M. für Gesandtschaften, Konsulate 195 800 M.(+34 400). Reichsschuld 170 000 M.(+170 000). und Schutzgebiete, Reichsamt des Inneru 28026 295 M., darunter Tie einmaligen Ausgaben des außerordentlichen ein Mehr von 605 540 M. bei den allgemeinen Fonds und Etats, welche auf 47 856 866 M., d. f. um 82 418 509 M. 128 100 m. beim Reichs Patentamt; Berwaltung des niedriger, veranschlagt sind, feßen sich folgendermaßen zu Weich sheeres 471 288 465., im ganzen weniger gegen den sammen: Reichsamt des Innern 1565 174(-19 144 826), laufenden Etat 8 788 440.; Verwaltung der kaiser- Werwaltung des Reichsheeres 34 167 892(- 58 560 533), lichen Marine 55 994 636 M., im ganzen mehr 5 298 532 M.; erwaltung der Marine 7342 800(+3 111 600), Reichs Justizverwaltung 2 085 366 M.; Reichs Schazamt Eisenbahnverwaltung 4781 000(-7 824 750) 9. 374 321 990 M., D. h. 13 793 555 Wt. mehr als im laufenden Etat, Die Einnahmen sind veranschlagt: Zölle und Verbrauchswovon 13 737 000 m. auf die Ueberweisungen an die Bundes steuern mit 623 140 420 M., b. f. 1204 860 m. mehr; es ent Die staaten entfallen; diese Ueberweisungen sind im ganzen mit fallen auf die Zölle 347 612 000 9.( 2 094 000). 369 187 000. veranschlagt; Reichs- Eisenbahnamt 346 900 M.; Tabatsteuer ist veranschlagt auf 11 381 000(+ 249 000) W., Reichsschuld 75 193 800 Mart mit 8481 000 art Zuckersteuer 77 097 000(+1691 000) M., Branntweinsteuer: mehr für Verzinsung; Rechnungshof 735 503 M.; Maischbottich- und Materialsteuer 18 820 000(+ 832 000) M., allgemeiner Pensionsfonds 55 034 754 M., um Verbrauchsabgabe 98 957 000(-1136 000)., Salzsteuer 6 789 316 m. mehr als im laufenden Etat, von 43 657 000(+ 915 000) M., Brausteuer 25 603 000(+ 747 000) welch letzterer Summe 6 416 625 m. auf das Reichsheer, Mart, Reichsstempel- Abgaben und zwar: Spielkartenstempel 339 741. auf die Marine entfallen; Reich 31312 000(+ 57 000) M., Wechselstempel 7 727 000(+ 139 000) Invaliden fond3 26 393 717 M., d. h. 864 778 M. weniger Mart, Stempel für Werthpapiere 9 751 000(+ 5 320 000) M., als pro 1894/95; auf die Invalidenpensionen infolge des Krieges Kauf- und sonstige Anschaffungsgeschäfte 13 867 000(+ 2 827 000) 1870/71 entfallen 21 430 857 M., b. b. 1 249 935 M. weniger, Mart, Lotterieloose 17 624 000(+8571 000) M., statistische infolge der Kriege vor 1870 3 532 581 m., d. h. 420 154 m. Gebühr 720 000(+42 000) M., zusammen an Stempelabgabe mehr, auf die Pensionen für Angehörige der ehemaligen 51 001 000(+16 956 000) M., Reichspost- und Telegraphen Schleswig- Holsteinischen Armee 280 000 m., Ehrenzulage an Verwaltungsüberschuß 27 932 879(-471 138) M., Reichsdruckerei. die Juhaber des Eisernen Kreuzes 38 084 Mart, für überschuß 1 474 155(+37 355) M., Eisenbahn- VerwaltungsüberPensionen an ehemalige französische Militärpersonen 200 000 schuß 23 173 000(+ 91 900), Bantwesen 7 182 100(-62 700), Mark, für den Dispositionsfonds des Kaisers verschiedene Einnahmen 10 247 525(-2 291 688), aus dem 350 000 art, und für die Invaliden- Justitute 865 452 Mart. Reichsinvalidenfonds 26 398 714(-864 778), Zinsen aus belelgten Zur weiteren Durchführung des Altersstufen Eystems bei den Reichsgeldern 10 000 M., Veräußerung ehemaliger Festungsbesitzverhältnisse und andere Wissenschaften versenite; wie er, um die ganze vorhandene Literatur heranziehen zu können, zu den germanischen und romanischen Sprachen, die er alle fannte, auch noch altslavisch, russisch und serbisch dazulernte, bis ihn dann im Jahre 1883 der Tod aus seinen Studien und Arbeiten herausriß. = Der III. Band des„ Kapitals". Es ist ja richtig, wenn gesagt wird, daß unsere Partei auch ohne das Vorhandensein theoretischer Bücher entstanden wäre, weil Mehrwerth- Produktion, Ausbeutung des Volkes, ständiges Hinabsinken aus den mittleren Volksschichten in die Reihen des Proletariats, wachsende Erbitterung der Lohnarbeiter, weil So erzählt Engels. Von dessen eigener Arbeitslast aber, die alle diese weltgeschichtlichen und weltumgestaltenden Er- er sich freiwillig durch Uebernahme der wissenschaftlichen Grbscheinungen im Leben der modernen Wölfer eingetreten schaft seines Freundes Mary aufbürdete, hat noch kein Fremder wären, ob nun der Gang dieser Entwicklung und die erzählt, und er selbst, der jetzt schon ins 75. Lebensjahr geht, zu Grunde liegenden Geseze theoretisch ergründet und in ge- macht darüber nur in den Vorreden der von ihm herausBände dürftige Angaben, soweit es lehrten Büchern dargestellt worden waren, oder ob dies nicht ge- gegebenen Go theilt schehen war. Aber immerhin findet das moderne, im Klassen- die literarische Pflicht zu gebieten scheint. fampf geeinte Proletariat( abgesehen von dem unbefangenen er jegt, in der Vorrede des dritten Bandes, mit, daß Interesse der reinen Wissenschaft, das Wahre zu erforschen,) in er bei Herausgabe des zweiten, im Jahre 1885, geglaubt habe, der diesen Büchern sein„ theoretisches Rüstzeug", werden viele seiner dritte würde wohl nur technische Schwierigkeiten machen, mit Glieder erst durch die von diesen Büchern gewährte verstandesgemäße Ueberzeugung in die Reihe des fämpfenden Prole: tariats geführt, werden dem Proletariat Ziele, Wege und Mittel gewiesen. " ihm Ausnahme freilich einiger sehr wichtigen Abschnitte. Von den Schwierigkeiten jedoch, die gerade diese, die wichtigsten Abschnitte des Ganzen, ihm bereiten würden, habe er damals doch keine Ahnung gehabt, ebenso wenig wie von den sonstigen Hinders, nissen, die die Fertigstellung des Buches so sehr verzögern sollten. Das bedeutendste und unentbehrlichste dieser Bücher ist Das Kapital" von Karl Marx. Unserm größten Theorerifer Mary selbit war es leider nicht beschieden, sein Lebenswerk Zunächst und zumeist, so erzählt er, störte mich eine anselbst zu vollenden. Er hat nur den ersten Band gedruckt in die haltende Augenschwäche, die meine Arbeitszeit für Schriftliches Welt hinausgehen sehen, und mußte dann die Ausarbeitung der Jahre lang auf ein Minimum beschränkte, und auch jetzt noch Entwürfe für die folgenden Bände als Erbschaft seinem viel- nur ausnahmsweise gestattet, bei tünstlichem Licht die Feder in jährigen Freunde Friedrich Engels überlassen. Den zweiten die Hand zu nehmen. Dazu kamen andere, nicht abzuweisende Echultheiß' Brauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin, Abth. I Band des Sapitals" fonnte Engels nach langen Studien Arbeiten: Neuauflagen und Uebersetzungen früherer Arbeiten Schönhauser Allee. und Vorarbeiten im Jahre 1885 erscheinen lassen, und von Mary und mir, also Revisionen, Vorreden, Ergänzungen, vor wenigen Tagen ist nun, nach neunjähriger die ohne neue Studien oft unmöglich, u. f. w. Vor allem die Arbeit, dem zweiten auch der dritte Band gefolgt, dessen sach- englische Ausgabe des ersten Buchs, für deren Text in letzter Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei licher Inhalt in diesen Spalten noch von berufener Feder ein- Instanz ich verantwortlich bin, und die mir daher viel Zeit weggehend gewürdigt werden soll. Den vierten und letzten Band genommen hat. wird Engels, wie er in der Vorrede des eben erschienenen verspricht, sobald wie möglich bearbeiten. desgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rixdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Viktoria- Brauerei, Aftien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Dazu habe ihm das Auwachsen der internationalen Arbeiterbewegung viele neue Pflichten auferlegt. Von den ersten Tagen In einer Biographie seines Freundes Mary erzählt Engels unserer öffentlichen Thätigkeit an, so heißt es, war ein gutes von dem ungeheuren Fleiß, der unendlichen Sorgfalt, die Mary Stück der Arbeit der Vermittlung zwischen den nationalen Beauf die Ausarbeitung seines Kapitals" verwandte, wie er sich wegungen der Sozialisten und Arbeiter in den verschiedenen noch in seinen lezten Lebensjahren für die Vorarbeiten zu dem Ländern auf Mary und mich gefallen; diese Arbeit wuchs im eben erschienenen Band in tiefe Studien über Ur- Verhältniß der Erstarkung der Gesammtbewegung. Während geschichte, Agronomie, russische und amerikanische Grund- aber bis zu seinem Tode. auch hierin Mary die Hauptlast über errains 800 039(-600 261) und endlich Ueberschuß aus früheren Jahren 14 476 980(+18 104 947) M.; die Matrikular. beiträge sind mit 413 567 385 das find 16 059 565 M. mehr als 1894/95 in den Etat eingestellt und an außerordentliche Deckungs nittel 47 856 866, das find 82 418 509 M., weniger als pro 1894/95 vorgefehen. Der Ansatz für Naturverpflegung weist eine Minder- I aufsteigen, ferner für die Beamten der Assistenten. forderung von 9 786 129 M. auf. Für die Bekleidung und Aus- und Ranzlisten Kaffe statt. Diese sollen tänftig rüstung der Truppen sind 564 955 M. mehr verlangt. Das Mehr gemeinsam von 1500 bis 2700 M. aufsteigen. Hierin liegt beim Garnison vermaltungs- und Serviswesen für die Postverwalter eine erhebliche Gehaltserhöhung. in Höhe von 635 995 M. ist hauptsächlich durch Zugänge neuer Auch für die Post- Assistenten und Telegraphen Verwaltungsstellen und durch Erhöhung der Fonds für Unter- Assistenten liegt in der Neuregelung ein Vorzug, da sie haltung der Gebäude entstanden. einer ihren bisherigen Meistsatz von 1700 M. übersteigenden BeEinzelheiten aus den Spezialetats. Heeresstärke. Die Etatsstärke des deutschen Heeres soldung nur insoweit, als sich ihre Beförderung zu Obers Auswärtiges Amt. Von besonderem Interesse im Statist für 1895/96 auf 22 617 Difiziere, 1202 Bablmeisteraspiranten, Assistenten ermöglichte, also nur nach Maßgabe der für ves Auswärtigen Amts ist der neu eingestellte Betrag von 75 000 6066 Epielleute, 1922 Lazarethgehilfen, 68 791 sonstige Unter letztere bestehenden Stellenzahl, erreichen fonnten, wogegen fie Mark für die versuchsweise zutheilung land- und forstoffiziere, 479 229 Gemeine, 2072 Militärärzte, 1102 Bahl- fünftig unter den allgemeinen Bedingungen auch über 1700 M. oirthschaftlich gebildeter Sachverständiger an, meister u. f. w., 579 Roßärzte, 1060 Büchsenmacher, 39 Sattler hinaus aufrücken werden. sie Vertretungen in Petersburg, Washington, London und 97 280 Dienstpferde veranschlagt. Eisenbahnen. Der Etat der Verwaltung der Reiche Paris und Wien. Der Vorschlag ist vom preußischen Marine. Der Etat der Marineverwaltung schließt Eisenbahnen weist an Einnahmen 64 625 000(+ 2 165 000), und Minister der Landwirthschaft, welcher von der Entsendung solcher in der Einnahme mit 452 650 m.(+39 000) ab. Die fort zwar aus dem Personen und Gepäckverkehr 14 762 000 Sachverständiger eine werthvolle fortlaufende Orientirung über laufenden Ausgaben belaufen sich auf 55 994 656 M.(+ 5 298 532).(+788 000), aus dem Güterverkehr 45 758 000(+ 930 000) M. die Produktionsverhältnisse und die Fort Der Haupttheil der Mehrausgaben entfällt auf die Geldverpflegung, auf. Die fortdauernden Ausgaben sind auf 41 452 000 schritte des landwirthschaftlichen Betriebes den Betrieb der Flotte und die Instandhaltung der Flotte und(+ 2073 100) m. veranschlagt, so daß ein Ueberschuß von in den hauptbetheiligten Konturrenzländern Werftanlagen. In dem Kapitel„ Seelsorger Seelsorger und 23 173 000(+ 91 900) m. verbleibt. Die einmaligen Ausgaben erhofft, im Interesse der deutschen Landwirthschaft befürwortet Garnisonschulwesen" werden zwei neuestellen für des außerordentlichen Etats sind auf 4 781 000(-7 824 750) W. worden. Es liegt in der Absicht, wenn die Maßregel sich be- marinepfarrer vorgesehen, von denen eine gefordert wird. veranschlagt. währt, sie dauernd aufrecht zu erhalten. Für die Geld verpflegung der Marinetheile ist eine Mehr- Kolonien. Der Kolonial- Etat für das neue Rechnungsjahr ausgabe von 762525 M. vorgesehen. Für den Betrieb derglotte präsentirt sich in Höhe von 9 052 000 M. Der Voranschlag be ist ein Mehr von 1 571 923 M. ausgeworfen, welches theils durch trägt für Ostafrifa 5 850 000 m.(+330 000 M.), für Süddie geplante Erweiterung der Indiensthaltung von Schiffen, theils west afrit a 1727 000 m.(+ 700 000 M.), für Kamerun durch die Aenderung der monatlichen Einbeitssäge für einzelne 1 210 000 m.(+ 600 000 M.) und für Togo 265 000 M. Die Echiffstlaffen bedingt wird. Für die Natural verpflegung Erhöhung der Ausgaben für Ostafrika ist durch Vermehrung des werden 108 616 m. weniger in Anfah gebracht. Beamtenpersonals und Erbauung eines Lazareths in Dar- esSalam begründet. In Kamerun sind die Kai- Anlagen fertig und die Schiffs- Reparaturwerkstatt ist bereits in Betrieb. Bestellungen für Aufschleppung und Reparatur von Fahr zeugen aller Art liegen schon in einer Zahl vor, daß in allernächster Zeit die Betriebskosten werden gedeckt werden. Die Schuttruppe soll auf 240 Mann gebracht werden. Schuhtruppe der Logo Kolonie soll vorerst auf 150 Mann gebracht werden. Für Südwest- Afrika sind 100 000 m. zur Ausführung der Stationsbauten in Aussicht genommen, sowie für Vorarbeiten zu Hafenanlagen und Wegebauten. Die Schutztruppe ist mit 12 Offizieren, 2 Zahlmeistern und 540 Mann auf 664 500 m. veranschlagt, die Personalkosten der Zivil. verwaltung auf 722 575 M. Bei den einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats weisen die Zuschüsse für die Verwaltungsausgaben der afrikanischen Kolonien durchweg Erhöhungen auf, und zwar wird beantragt, den Zuschuß für Süwest- Afrika auf 1 700 000(+ 700 000), Oftafrika auf 3 700 000(+330 000) und Kamerun auf 600 000 m. zu bringen. Für den Ankauf eines Gesandtschaftsgebäudes in Teheran werden 199 000 M. verlangt. Der größte Posten der Mehrforderung in Höhe von 2 662 821. entfällt auf die Instandhaltung der Flotte und der Werftanlagen; davon sind 1 636 000 M. zur Instandhaltung außer Dienst befindlicher Schiffe als ein malige fünftig wegfellende Verstärkung bestimmt. Reichsamt des Innern. Im Etat des Reichsamts des Innern ist bei den fortdauernden Ausgaben der Zuschuß des Reichs zu den Alters- und Invalidenrenten auf 15 312 500, das sind 1 352 500 m. mehr als pro 1894/95 erhöht. Marinetruppen. Die Etatsstärke der kaiserlichen Marine Es wird angenommen, daß am 1. Januar 1895 ein Bestand von für 1895/96 ist auf 927 Offiziere, 116 Marine- Aerzte, 77 Bahl183 400 Alters- und 75 300 Invalidenrenten vorhanden sein meister, 12 Büchsenmacher, 805 Decoffiziere, 8947 Unteroffiziere, wird; im Laufe des Jahres 1895 werden hinzutreten 30 000 14 943 Gemeine und 600 Schiffsjungen( zusammen 21 487 Röpfe) Alters- und 45 000 Invalidenrenten, während vermuthlich 18 300 in Aussicht genommen. Alters- und 14 500 Invalidenrenten in Wegfall tommen werden. Reichsjustizamt. Jm Etat des Reichsjustizamtes sind die Für Unterstützungen aus Anlaß von Friedens- Einnahmen auf 469 497 M., davon aus Gerichtskosten vom übungen sind 1250 000(-750 000) M. ausgeworfen, Reichsgericht 468 700 M., die Ausgaben auf 2 085 366 M. verwas nach den bisherigen Erfahrungen reichen dürfte. anfchlagt. W " Versammlungen. Die xom Für das Reichs- Versicherungsamt wird die Stelle Reichsschnhamt. Im Etat des Reichsschaamts entfallen eines ständigen Mitgliedes neu verlangt, außerdem die einiger von den 198 435 M. Einnahmen 97 575 M. auf den Antheil technischen und Büreaubeamten, im übrigen ermäßigen fich diesmal des Reichs am Ueberschusse des Reichs- und Preußischen Staatsdie Ausgaben für das Reichs Versicherungsamt um 33 880 M. Anzeigers" und 100 000 m. auf den Münzgewinn. Im EtatsZu einer Versammlung der Form stecher, die am Zur Ausschmückung des Reichstags- Gebäudes jahre 1895/96 foll mit der Ausprägung von Nickel- und Kupier- 1 Dezember tagte, referirte Genosse Rohrlack über das mit Bildwerken werden noch 132 000 m. verlangt. Die zweite münzen, sowie mit der Ausprägung von 22 Mill. Silbermünzen, Thema„ Arbeitslosigkeit und Kapitaleinkommen". In der DisRate für das Kaiser Wilhelm Denkmal ist auf von welchen im laufenden Etatsjahre 5 Millionen zur Aus: fussion befürworteten sämmtliche Redner die Anregung des 700 000. festgesetzt. Von den Kosten der im Jahre 1895 prägung gelangen, fortgefahren werden. Die fortdauernden Aus- Referenten zum Anschluß an die Organisation. Nach einem vorzunehmenden Berufs- und Gewerbezählung, welche gaben betragen 374 321 990 W.(+ 18 793 555 M.), wovon auf Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschaftskommission betraute insgesammt auf 2 150 000 m. veranschlagt sind und von denen die Besoldungen 584 490 M., auf die allgemeinen Fonds die Versammlung den Kollegen Maurer mit der Vertretung in 300 000 M. für das Jahr 1894/95 außeretatsmäßig verrechnet 4106 600 m., davon 3 000 000 m. Dispositionsfonds der Kommission. werden sollen, sind in den Etat für 1895/96 1,4 Millionen ein des Kaisers, 400 000 m. für die Universität Straß= Im Verband der in Buchbindereien, der Papier- und gestellt. Der Rest von 450 000 m. soll in den Etat für 1896/97 burg entfallen. Die Ueberweisungen an die Bundesstaaten sind Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Areingestellt werden. auf 369 187 000.(+13 737 000 M.) veranschlagt. beiterinnen hielt am 3. d. M. Genosse Rohrlack einen interMilitär. Der Etat für das preußische Reichs- Der Etat der Reichsschuld weist eine Einnahme von essanten und beifällig aufgenommenen Vortrag über: Das Werk Militärkontingent und die in die preußische Verwaltung 16 000 M. an Gebühren für Eintragungen in das Reichs- Schuld- zeug als Kulturträger. In der Diskussion sprach Kollege Jahn. übernommenen Kontingente anderer Bundesstaaten beläuft sich buch und fortdauernde Ausgaben im Betrage von Hierauf berichtete Wittrisch über eine erfolgreiche Lohnbewegung in der Einnahme auf 4 631 030 M. Die fortdauernden 75 193 800 M. auf; davon entfallen für Verzinsung der 4prozentigen bei der Firma Langer u. Ko. Es wurde ein Buschlag von 5 Pf. Ausgaben betragen 366 971 072.(-6213 001). Die Haupt- Reichsschulb 18 000 000, der 31/ 2prozentigen 27 303 000 Mart, für Ueberzeitarbeit gleichmäßig für Arbeiter und Arbeiterinnen posten des Mehrs entfallen auf die Geldverpflegung, das der 3prozentigen 28 560 000 M. Infolge des Vorkommens im Zeit- und Affordlohn, sowie einige fonstige Zugeständnisse Garnison- und Sanitätswesen, sowie die Bekleidung und Auszahlreicher sehr gut ausgeführter Fälschungen von Reich erzielt. Sicher könne die Organisation in sehr vielen Betrieben rüftung der Truppen. Bei dem Kapitel Militär- Geist- assensch einen über 50 m. hat sich die Nothwendigkeit Vortheile für die Kollegenschaft erringen, leider stehen die Ar lichkeit" ist eine Erhöhung des Fonds für Remunerirung der ergeben, die alten Echeine von 1882 einzuziehen und durch neue beiter und Arbeiterinnen der schlechtesten Werkstuben abseits. mit der Militär- Seelsorge beauftragten Zivilgeistlichen vor zu erseßen, die vermöge ihrer veränderten Ausstattung einen Unter dem Beifall der Versammlung forderte Redner auf, den gesehen. In vielen Garnisonen baben besondere größeren Echutz gegen Nachbildungen bieten. Vertrauenspersonen Mittheilung von bestehenden Mißständen zu Militär Gottesdienste eingerichtet werden müssen, weil Der Etat des allgemeinen Pensionsfonds weist eine machen, wie auch für stete Vergrößerung des Kreises der Orgas die bisherige Theilnahme der Soldaten am Zivil- Gottesdienst Gesammtausgabe von 49 208 827(+6 062 991) M. auf. Es nisirten zu sorgen, nur dann tönne die Lage unserer Kollegen wegen Mangels an Raum oder geeigneten Plätzen nicht mehr entfallen hiervon auf Preußen 40 949 000(+5 406 800), auf und Kolleginnen gehoben werden. Von Koll. Krause wurde der angängig war. Außerdem hat eine Vermehrung der Sachsen 2802 080(+ 227 000), auf Württemberg 1934 455 Antrag gestellt, Gemaßregelte nicht mehr wie bisher im Arbeitsbereits bestehenden Militär- Gottesdienste und(+ 56 500) M. Die Mehrausgaben sind vornehmlich auf die nachweis als erste zu berücksichtigen. Dieser Antrag wurde mit der Feiern des des heiligen Abendmahles statt- Wirkungen der Pensionsnovelle vom 22. Mai 1893 und die der Begründung abgelehnt, daß es Pflicht sei, folche Mitgefunden. Für die Geldverpflegung der Truppen lette Heeresverstärkung zurückzuführen. glieder wieder in Arbeit zu bringen, eine bloße Geldunterfind 1130 378 Mart mehr ausgeworfen. Es wird be Der Etat des Reichs- Invaliden fonds schließt in ftützung genüge nicht. Dagegen wurde dem Borstande zur Pflicht absichtigt, die Luftschiffer Abtheilung von dem Einnahme und Ausgabe mit 26 393 714(-864 778) M. ab. Da gemacht, jeden Fall eingehend zu unterfuchen. in 1. Eisenbahnregiment ganz loszulösen und dem Kommandeur der die Zinsen 17 633 000 M. betragen, so ist ein Kapitalzufchuß von ersteren die Befugnisse eines selbständigen Bataillonskommandeurs 8760 714 M. vorgesehen. zu übertragen. Für Unterhaltung von Fahrrädern find 31 125 M. mehr eingestellt. Der Verein der Plätterinnen und verwandten Berufs genoffen beschäftigte sich in seiner Versammlung am 4. Dezbr. mit der Erledigung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. Bunächst verlas die Kassirerin die Abrechnung von der LassalleUrania- Vorstellung am dritten Feiertag und zum Maskenball Feier, die einen Ueberschuß von 2,85 M. ergab. Billets für die sind bei der Kassirerin zu haben. Für eine bedürftige Familie veranstalteten die Anwesenden eine Tellersammlung. B Post. Der ordentliche Etat der Reichspoft- und Telegraphens verwaltung schließt mit einer Einnahme von 279 138 390 m. (+8 369 990 m.); an fortdauernden Ausgaben mit 251 205 511 nommen hatte, fiel von da an die stets auschwellende Arbeit mir Mark(+8841 128), an einmaligen Ausgaben des ordentlichen allein zu. Nun ist inzwischen der direkte Verkehr der einzelnen Etats mit 9 397 895.(+697 912 M.), so daß ein Ueberschuß nationalen Arbeiterparteien unter einander zur Regel geworden von 18 534 984.(-1169 050) verbleibt. Das Porto und und wird es glücklicher Weise von Tag zu Tage mehr; troydem die Telegraphengebühren sind mit 257 170 000 M.(+ 8 200 000 wird noch weit öfter, als mir im Interesse meiner theoretischen Mart), das Personengeld mit 1570 000 M., Gebühren für Be- Für die Luxuspapierbranche fand am 6. d. Mts. eine Arbeiten lieb ist, meine Hilfe in Anspruch genommen. Wer aber stellung von Posisendungen mit 13 400 000 m.(-480 000 M.) öffentliche Versammlung statt, in der Genosse Georg wie ich über 50 Jahre in dieser Bewegung thätig gewesen, für veranschlagt. Wagner über den Kampf gegen den Umsturz sprach. P Dem den sind die hieraus entspringenden Arbeiten eine unabweisbare, Von den fortdauernden Ausgaben ist zunächst zu bemerken, mit allseitige: Anerkennung aufgenommenen Vortrage folgte augenblicklich zu erfüllende Pflicht. daß abermals auf die Nothwendigkeit, eine untereine Besprechung von Werkstuben Angelegenheiten. Derartige Der Umstand, daß ich in London wohne, bringt es nun mit ft a a13fetretär Stelle zu schaffen, hingewiesen wird und öffentliche Erörterungen von herrschenden Mißständen in Fabriken sich, daß dieser Parteiverkehr im Winter meist brieflich, im dafür 20 000 m. eingesetzt sind. Der Besoldungsetat weist ein sollen einmal die Abstellung derselben bewirten, zum zweiten Sommer aber großentheils persönlich stattfindet. Und daraus, Mehr von 991 718 M. auf. den Arbeiterinnen und Arbeitern der Branche die schlechten Ber wie aus der Nothwendigkeit, den Gang der Bewegung in einer Für die Poftverwaltung wird insofern eine große Aenderung hältnisse derselben vor Augen führen, sowie die Deffentlichkeit ftets wachsenden Anzahl von Ländern und einer noch stärker eintreten, als das Dienstaltersstufen System auf die in ihr über dieselben aufklären. Diesmal waren es vier Firmen, die wachsenden Anzahl von Preßorganen zu verfolgen, hat sich die beschäftigten Beamten ausgedehnt werden soll. Diese Ausdehnung einer Besprechung unterzogen wurden. Ueber Bracht u. Unmöglichkeit für mich entwickelt, Arbeiten, die feine Unter- foll im allgemeinen sich an das preußische Muster an euter( Friedrichstraße) wurden folgende Mittheilungen gebrechung dulden, anders als im Winter, speziell in den ersten drei lehnen, für die Postbeamten aber sollen verschiedene Ausnahmen macht: Beschäftigt sind hier 25 Arbeiterinnen, deren WochenMonaten des Jahres fertig zu stellen. Wenn man seine fiebenzig gemacht werden, damit ihre Position sich nicht verschlechtert. Zu verdienste durchschnittlich je 7-9 M. betragen. In der flotten Jahre hinter sich hat, so arbeiten die Meynert'schen Assoziations- diesem Zwecke ist eine Vereinigung der bisher minderbefoldeten Beit", wo mit Ueberstunden 2c. gearbeitet wird, erreichen die fasern des Gehirns mit einer gewiffen fatalen Bedächtigkeit; man Drts Unterbeamtenklaffe( Padetträger und Stadt Löhne die schwindelnde Höhe von 12 M. Getrennte Ankleide. überwindet Unterbrechungen in schwieriger theoretischer Arbeit Post boten) mit der besser befoldeten Schaffnerklasse und Kloseträume für beide Geschlechter werden für überflüssig nicht mehr so leicht und so rasch wie früher. Daher tam es, zu einer gemeinsamen von 800 bis 1500 m. aufsteigen- erachtet. Unter der Liebenswürdigkeit des Werfführers haben daß die Arbeit eines Winters, soweit sie nicht vollständig zum den Klasse geplant. Für die seitherigen Angehörigen der die Arbeiterinnen ebenso zu leiden, wie unter der Abschluß geführt hatte, im nächsten Winter größtentheils wieder Schaffnerklasse werden ausnahmsweise besondere Ge- Unliebenswürdigkeit des Herrn Leuter. Bei Kauli u. von neuem zu machen war. haltsstufen aufrecht erhalten werden, welche nicht wie die Pinner, Rommandantenstraße, soll es" Usance" sein, daß 3 Engels macht dann aufmerksam auf die Schwierigkeit seiner der neuangestellten mit 800 M., sondern mit mit 800 m., sondern mit 900 M. Arbeiterinnen durchschnittlich nicht mehr als 9 M. pro Woche Aufgabe, da für den dritten Band von Maryen's Hand nur ein beginnen. Andererseits ist vorgesehen, daß die seitherigen verdienen dürfen, andernfalls Abzüge erfolgen. Für 47 Ar äußerst lückenhafter erster Entwurf vorgelegen habe. In der Packetträger und Stadtpost Boten, soweit sie in die beiterinnen und Arbeiter wird ein und unverschlossenes Kloset Regel, fagt er, waren die Anfänge jedes einzelnen Abschnitts über das jezige Meistgehalt von 1: 100 M. hinausgehenden für ausreichend erachtet. Eine Arbeiterin hat umschichtig jeden ziemlich sorgfältig ausgearbeitet, auch meist stilistisch abgerundet. Stufen einzurücken haben, jedenfalls zunächst mit 1200 m. be- Sonnabend bis 8 Uhr Abends du jour. Gasmotor und Je weiter man aber tam, desto skizzenmäßiger und lückenhafter ginnen und jede dieser Stufen, ehe fie die höhere erreichen, Balancier entbehren jeglicher Schutzvorrichtung. Bei Fried wurde die Bearbeitung, desto mehr Exkurse über im Lauf der normalmäßig durchlaufen müssen, damit sie durch die ihnen neu berg u. Silberstein wurden bisher die Buchbinder mit Untersuchung auftauchende Nebenpunkte enthielt sie, wofür die gewährten Aussichten nicht eine ungerechtfertigte Bevorzugung 16 W pro Woche fürstlich entlohnt. Zwei Buchbinder, die sich endgiltige Stelle späterer Anordnung überlassen blieb. An vor den bisherigen Schaffnern u. f. w. erfahren. Für die erdreisteten, eine höhere Bezahlung zu beanspruchen, wurden ob mehreren Stellen verrathen Handschrift und Darstellung nur andbriefträger endlich ist zwar bei den fünftig an dieser Frechheit entlassen. Nachdem sind 18 M. Wochenlohn zu deutlich das Hereinbrechen und die allmäligen Fortschritte zustellenden die aus preußischen Vorbildern sich ergebende längere gnädigit bewilligt worden. Die Arbeiterinnen verdienen 7-9 9. eines jener, aus Ueberarbeit entspringenden Krankheitsfälle, die Aufrückungszeit von 21 Jahren in Aussicht genommen, und sind pro Woche. Ankleideräume gelten als Lurus, ebenso mehr dem Verfasser selbständiges Arbeiten erst mehr und mehr er dabei zur thunlichsten Ronservirung der gegenwärtigen Klosets als zwei für 60-70 Personen. Zum Ueberflusse sollen schwerten und endlich zeitweilig ganz unmöglich machten. Und Aufrückungsaussichten drei stärkere Steigerungen in die auch Frauen den großen Pappscheeren beschäftigt tein Wunder. Zwischen 1868 und 1867 hatte Mary nicht Anfangsstadien gelegt, wogegen bei den vor dem 1. April werden. Die Firma Priester u. Eid, Andreashof, ist erst nur die beiden letzten Bücher des Kapitals im Entwurf, und 1895 angestellten in demselben Sinne nur 12 Jahre in ihre neuen Fabrikräume übergefiedelt. Ein Theil der Ardas erste Buch in druckfertiger Handschrift hergestellt, sondern vorgesehen sind. Allen Post Unterbeamten wird beiterinnen war, genöthigt, in einem unheizbaren Raume mit auch noch die mit der Gründung und Ausbreitung der Inter- regelmäßig das Dienstalter, mit welchem sie vor dem 1. April theilweise offenen Fenstern zu arbeiten. Als sich dieselben über nationalen Arbeiter- Assoziation verknüpfte Riefenarbeit gethan. 1895 nach den bisherigen Reglements angestellt sind, auch bei unerträgliche Rälte zu beklagen wagten, wurde ihnen die AntDafür stellten sich aber auch schon 1864 und 65 ernste Anzeichen Einreihung in die Altersstufen belassen. Außer der bestimmungs- wort, sie sollten sich warm arbeiten. Ankleideräume werden auch jener gesundheitlichen Störungen ein, die Schuld daran sind, daß mäßigen Anrechnung des Diätariats, soweit es 5 Jahre hier für überflüssig und ein Kloset für 80 Personen als ausMary an das II. und III. Buch nicht selbst die letzte Hand gelegt hat. übersteigt, sollen diesen schon Angestellten auch die in den bis- reichend erachtet. Wer auf Ablösung vor diesem geheimen Engels' Arbeit begann damit, daß er das ganze Manuskript herigen Reglements zugesicherte Mitberücksichtigung anderweiterer Kabinet wartet und dabei betroffen wird, zahlt 50 Pf. Strafe! aus dem, selbst für ihn oft nur mühsam zu entziffernden, Original Vorbeschäftigung oder Verdienste in bestimmtem Umfange zur Verstöße gegen die Vorschriften der Gewerbe- Ordnung sollen hier in eine leserliche Kopie hinüber diftirte, was schon eine ziemliche Vermeidung von Bevorzugungen nicht zu gute des österen zu verzeichnen sein. Diese Mittheilungen wurden Zeit wegnahmi. Erst dann konnte die eigentliche Arbeit be- kommen, während für die vom 1. April 1895 ab Anzustellenden gekrönt durch die Vorführung einer Fabrikordnung der Firma ginnen, die Friedrich Engels so lange Jahre beschäftigt hat. selbstverständlich lediglich nach den allgemeinen Vorschriften ver- Karl Ernst u. Ko., in denen beispielsweise Geldstrafen bis zum Die Leser sehen wohl, daß es nicht leicht ist, ein Buch von fahren wird. Außerdem finden nach Vereinigungen zu fünftigen Betrage eines halben Tagelohnes vorgesehen sind. Einer stich der Bedeutung des Kapitals" zu schreiben, und das Proletariat gemeinsamen Klaffen für die Posttassirer und Tele- baltigeren Begründung der Aufforderung, sich dem Verbande der tann nur dankbar sein, daß sich ernste Männer bereit gefunden graphenamts- Rassirer, welche fortan mit den Ober- in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaaren haben, das ganze Leben an die Erfüllung dieser Aufgabe zu Postdirektions- Sefretären, Postmeistern und Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Teutschlands sezen. M. P. anderen von 2100 bis 3600 m. rangirenden Beamten gemeinsam anzuschließen, bedurfte es nicht. Winterpaletots Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitsschen, Bestellungen nach Maaß, u. 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Max Busse Uhrmacher und Juwelier. Brunnenstraße 175 neben der Invalidenstraße. Pferdebahn- Haltestelle Freie Volksbühne. Sonntag, den 9. Dezember, Nachm. 2½ Uhr: III. Serie.( Lessing- Theater.) IV. Abtheilung( braune Karten): Die Stützen der Gesellschaft. IV. Serie.( National- Theater). Allg. deutscher Tapezirer- Verein, Fliale Berlin. Montag, den 10. Dezember 1894, Abends 81/2 Uhr, im Restaurant Frey: gang, Schützenstr. 18/19: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über Allen Genossen, Vereinen 2. halte ich mich zur Anfertigung Don Drucksachen jeder Art bei billigen Preisen u. sauberster Ausführung Ferner bringe bestens empfohlen und bitte um freundliche Berücksichtigung. meinen Verlag soz. Couplets, Theaterstücke etc. in empfehlende Erinnerung. Neu erschienen: 294/7 Nationalötonomie. Reierent Kollege Der Vagabond".„ Das Ende der Welt!" 2. Schmidt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes 231/15 Die Ortsverwaltung. 1. Abtheilung( rothe Starten? Hildegard Scholl. Borher: Ehrenschulden. Trauerspiel in 1 Aft von Paul Heyse und Fragekasten. Verband Arbeiter- Bildungsschule deutscher Kürschner, Sonntag, 9. Dezember, Ab. 7 Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstr. 51( am Moritzplatz): Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Pinn über: Ursache und geschichtliche Bedeutung der Feste. 2. Diskussion. 55/12 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz, arrangirt von den Schülern. Damen und Herren als Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Ethische Gesellschaft. Filiale Berlin. Montag, den 10. Dezember, bei Buslte( Seefeld), Grenadierstr. 33: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Fragekasten. Orts- Krankenkasse 155/9 Sonntag, den 9. Dezember 1894, Abends 6% Uhr: des Gewerbes der Lackirer Versammlung im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23. Vortrag des Herrn Dr. Völkel über: Einfluß von Klima Nahrung auf Thier und Mensch. und Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und 114/8 Herren, haben Zutritt. zu Berlin. Außerord. Generalversammlung ( auf Antrag von 1/10 der Mitglieder) Montag, den 17. Dezember 1894, Abends 812 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: 1. Antrag von über 1/10 der Mitglieder, betr. Beschwerde gegen den Erlaß minister Achenbach vom 17. Nov. 1894. 2. Ersagwahl für ein ausgeschiedenes Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Soz. Lebensbild in 1 Akt.( 25 Pf.) Urkomisches Couplet.( 50 Pf.) Gute Nummern jeden Genres nehme jederzeit gern in Verlag. Central- Bezugsquelle sämmtlicher Theater- und Vereinsbedürfnisse. Richard Heise, Buchdruderei u. Berlag, Berlin N., Schulzendorferstr. 16. Bum Vortragen meiner Couplets 2c., sowie zur Veranstaltung ganzer Theater- Vorstellungen halte ich mich nach wie vor bestens empfohlen. Bitte dieses Inserat auszuschneiden und aufzubewahren! Lederarbeiter. Dienstag, den 11. Dezember, Abends 8½ Uhr, in Renz' Salon, Naunynstr. 27. Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn. 2. Vorschläge zur Besserung der Lage der Lederarbeiter. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschafts[ 161/13 tommission. 4. Verschiedenes. Der Einberufer. Filzschuh Arbeiter und Arbeiterinnen. = Vereins- Versammlung Montag, den 10. Dezember 1894, Abends 82 Uhr, bei Buske, Grenadierstraße 33, Tages Ordnung: Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Brauche des Herrn Oberpräsidenten Staats- 2. Distuſſion. B. Vereinsangelegenheit. Dienstag, d. 11. Dezember, Abends 8 Uhr, in Gründel's Salon, Brunnenstr. 188, Borstandsmitglied( Arbeitnehmer). beschäftigten Berufsgenossen. Versammlung. 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben.) 125/8 3. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über: Das moderne 162/10 J. V.: C. Müller, Vorf. Dienstag, den fl. Dezember 1894, Abends 81/2 Uhr, Raubritterthum. 2. Diskussion. 3. Endgiltige Beschlußfassung über die Nachfeierabend- Arbeit. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 99/13 Der Vorstand. Achtung, Schuhmacher! Große öffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Montag, den 10. d. M., Abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. E Tages Ordnung: S 1. Vortrag des Genossen Rohrlack, über: Arbeitslohn und KapitalEinkommen. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Agitationskommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitations- Kommission, [ 223 18 J. A.: Carl Rott, Koppenſtr. 87. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen: West, Südwest und Schöneberg. Sonntag, 9. Dez., Vm. 10 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106. Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns zur neu zu gründenden InnungsKrankentasse? Referent: Rollege Ahrens. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Orts- Krankenkasse d. Sattler und verwandten Gewerbe zu Berlin. Berichtigung. In unserer Bekanntmachung vom 9. November d. J., betreffend die Verfügung des Herrn Oberpräsidenten vom 16. Oktober d. J., sind folgende Ab216/5 änderungen getroffen: aber Im Eingang des§ 12:„ nicht über 52 Wochen" muß es heißen: ,, aber nicht über 26 Wochen." Ferner§ 12 3iffer 2 ftatt: vom ersten Tage nach der Erkrankung", vom dritten Tage nach der Erfrankung" u. s. w. " Potsdam, den 27, November 1894. O. P. Der Oberpräsident. 15 970. Staatsminister Achenbach. Berlin, den 9. Dezember 1894. Der Vorstand der Orts Krankentasse der Sattler und verwandten Gewerbe. J. A.: Wilh. Erdmann, R. Dittberner, Vorsitzender. Schriftführer. Orts- Krankenkasse der Maler. 143/10 Donnerstag, den 13. Dezember 1894, Osten. Sonntag, den 9. Dezember, Vorm. 10 Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17. Abends 8 Uhr, bei Deigmüller, Alte Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns zur neu zu gründenden Innungs- Jakobstr. 48a, 1490b Krankenkasse? Referent Kollege Koblenzer. 2. Diskussion. 8. Werkstatt- Gr. Mitglieder- Versammlung angelegenheiten und Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen aus den Werkstätten von Albrecht, Pallisadenstr. 22, Bieger, Krautsstraße( Gewerbehaus) und Balt, Markus straße 19-20, besonders eingeladen. Norden. Montag, 10. Dezember, Abends 8 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Sassenbach über: Freimaurerthum. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. sämmtlicher Rassenmitglieder und Arbeitgeber. Tagesordnung: Neuwahl der Delegirten, 230 Arbeit nehmer, 115 Arbeitgeber. Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. Moabit. Montag, 10. Dezember, Abend3 8 Uhr, bei Lange, Stromste. 28. Kranken- und Begräbnißkasse Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Vertrauensmänner- Versammlung: Norden. Mittwody, 12. Dezember, Abends, 8 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Neue Mitglieder werden in allen Bersammlungen aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Die Sigung der Statutenberathungs- Kommission findet heute, Freitag, bei Schöning, statt. Achtung! Schöneberg. Achtung! Grosse öffentliche Versammlung der Schneider und Schneiderinnen im Westen, Schöneberg, Friedenau und Charlottenburg am Sonntag, 9. Dezember, Ab. 6 Uhr, in Schöneberg, bei Kessner, Grunewaldstr. 110. Zages Ordnung: Die wirthschaftliche Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen im Schneidergewerbe und die Nothwendigkeit der Organisation. Referent Kollege Pfeiffer. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Um recht rege Betheiligung wird gebeten. 219/16 Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen. Rixdorf. Sozialdemokratischer Verein ,, Vorwärts". Große Versammlung am Dienstag, 11. Dezember, Ab. 8½ Uhr, des Vereins sämmtlicher Berufsklassen. ( E. H. Nr. 2) in Liquidation. Den ehemaligen Mitgliedern zur Nachricht, daß deren Guthaben aus der Liquidationsmasse vom 8.- 23. Dez. durch den Obmann ausgezahlt wird. J. Schumacher, Obmann, 254M Pücklerstr. 49. Evora- Bräu Fürth- Nürnberg, Versammlung W im Lokale des Herrn Fuchs, Lichtenberg, Dorfstr. 2. Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Vers sammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste freundlichst willkommen. the Um zahlreiches Erscheinen ersucht EINIGKEIT GESETZL DIN 3- DEUTSON EUTSCHE CHT STARK GESCH SCH KERF [ 62/10 Der Vorstand. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jezt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 6364 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. 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Ich habe nicht gesagt, daß die Genossenschaftsbanken wucherische Vermögensvortheile suchen, sondern festgestellt, daß sie nicht Darlehns geschäfte mit solchen Leuten, wie hier Beugen sind, gemacht hätten, da sie eben nicht Darlehne geben, sondern Geschäfts wechsel mit zwei Unterschriften verlangen und Geld nur an Genossen geben und zwar erst nach stattgehabten Recherchen und Beschlußfassung der Verwaltung. Dadurch wird die den Geldbedürftigen wünschenswerthe Schnelligkeit, Disfretion 2c. illusorisch. Eine Vergleichung dieser Banken mit Treuherz hat mir fern gelegen. Als erster Zeuge wird heute der Lieutenant a. D. Freiherr v. Berlepsch vernommen. Derselbe empfing im Herbit 1891 von Bruck auf einen Dreimonatswechsel über 2000 m. ein Darlehen von 1600 M. Der Zeuge befundet, daß er das Geld nicht zu unabweisbar nothwendigen und dringenden Ausgaben, sondern mehr zu Annehmlichkeits- Ausgaben, Restaurationsschulden 2c. gebraucht habe. Rechtsanwalt Leop. Meyer stellt fest, daß Bruck erst nach Einholung der allergünstigsten Auskunft über den Zeugen das Geschäft gemacht und der Zeuge sich in einer Noth lage nicht befunden habe. Der Kaufmann Fanne, der sich gleichfalls vorübergehend in Verlegenheit befand, hat Ende 1892 durch Vermittelung von Bruck von Treuherz gegen zwei Dreimonats- Afzepte von je 600 M. ein Darlehen von 1000 m. erhalten. Er erklärt, daß er das Geld ganz dringend gebrauchte. Der nächste Fall betrifft den Holzbildhauer Le mte. Der Sonntagsplauderet. = Staatsanwalt: Was selbe brauchte im Jahre 1889 Geld zum Ankauf von Holz zu| Juwelen in feinem Geldschrank. seinem Geschäftsbetriebe. Durch eine Annonce wurde er mit waren denn das für Leute, mit denen Treuherz Juwelengeschäfte dem Agenten Lichtenstein bekannt, der ihn zu Treuherz führte. machte? War das vielleicht vorzugsweise ein gewisser Ostertag? Von diesem erhielt er gegen Dreimonats Atzept über 500 m. Zeuge: Das weiß ich nicht. R.-A. Dr. Friedmann: ein Darlehen von 425 M. Bei wiederholten Prolongationen Weiß der Zeuge aber vielleicht, daß Treuherz eines Tages für mußte er 15 pet. Zinsen zahlen. Der Wechsel ist schließlich in 8000 M. Uhren auf einmal verkauft hat? 3euge: Das ist vier fleinere Wechsel zerlegt worden. Der Zeuge hat dann noch mir bekannt. Präs.: Wurden auch manchmal Goldwaaren auf Geschäftswechsel, die nicht bezahlt worden sind, Gelder er auf Wechsel verkauft? 3euge: Ja.- Präs.: Weiß der halten und ist zum Schluß mit 1000 M. bei Treuherz hängen Zeuge, ob die Geschäftsnummern, die auf den einzelnen Wechseln geblieben, da er seine Wechsel nicht bezahlen konnte. Eine Frage abgedruckt waren, jedes Jahr aufs neue begannen, oder durch= des Rechtsanwalts Dr. Friedmann beantwortete der Beuge gehend waren 3euge: Meines Wissens gingen die dahin, daß er in drei Darlehnstassen war, in welchen sein Kredit Nummern durch. Präs.: Ist Ihnen jemals eine niedrigere aber erschöpft war. Er hat bei den Kassen die Hälfte des Be- Nummer als 10 000 vorgekommen?- 3euge: Darüber kann ich trages, den er als Darlehn erhielt, baar einzahlen müssen. nichts sagen.- Präs.: Wie viel Leute waren denn vielleicht täglich Rechtsanwalt Leopold Meyer beantragt hierauf die Haft- bei Treuherz? 3euge: Manchmal mehr manchmal weniger, entlassung seines Klienten Bruck, da die Beweisaufnahme nichts manchmal auch gar keiner. Präs.: Nun ja, Treuherz trat Belastendes gegen denselben ergeben habe.- Der Gerichtshof ja auch oft nicht direkt mit den Geldfuchern in Verbindung. beschließt, den Antrag abzulehnen, weil er im Gegensatz zu dem Rechtsanwalt Dr. Friedmann wünscht noch Auskunft über Vertheidiger den Angeklagten Bruck nach wie vor der ihm zur das Verhältniß des Treuherz zu der Berliner Bank. Nach Last gelegten Strafthat dringend verdächtig hält. Ansicht des Zeugen fam es der Bank hauptsächlich darauf an, Der nächste Beuge, Kaufmann Schreiber, schloß im daß der Name Treuherz auf den zu diskontirenden Wechseln Oftober 1892 mit seinen Gläubigern einen Vergleich, in welchem stand. Dieser hatte ein Depot von 12 000 M. und genoß nach er sich verpflichtete, zu bestimmten Terminen seine Schulden zu seiner Meinung einen im Verhältniß zum Depot beschränkten bezahlen. Da er im März 1893 die erforderlichen Mittel nicht Kredit. Die Bank nahm seines Wissens 6 pCt. per Anno und besaß, wandte er sich an den Angeklagten Winter, der ihn 1 pet. Provision, außerdem noch Inkasso- Spesen. Der Treuzu Treuherz führte; letzterer gab ihm für zwei Dreimonats- herz'sche Umsatz bei der Bank mag 70-100 000 m. betragen Afzepte über zusammen 1000 m. 850 M. Treuherz behauptet, haben. Ob die Berliner Bank unter den Treuherz'schen Abdaß nach seiner Kenntniß es sich hier um Geschäftswechsel nehmern die hauptsächlichste war, fann er nicht bestimmt handelt, die er kaufte. Der Zeuge bestätigte, daß sagen, er nennt als Privatabnehmer noch einen gewissen Isen er sich in sehr dringender Berlegenheit befand und daß Treuherz thal und David Arndt. wohl gewußt habe, daß es sich nicht um Geschäftswechsel, sondern Der Hotelier Berger entlich durch Vermittelung des um Gefälligkeitsatzepte handelte, denn er habe ihm gesagt: auf Angell. Spiegel in etwa 20 Fällen von Treuherz 500-1000 M. Schiebewechsel könne er nicht mehr geben. gegen 10-15 pet. vierteljährlich. Als die Schuld noch etwa 10 000 m. betrug, wurde ein Vergleich geschlossen, bei welchem Treuherz behauptet, große Verluste erlitten zu haben. Er Bei dem nächsten Falle ist wieder Treuherz interesfirt. Der Bauunternehmer Eugen Kornfeld befand sich in den Jahren 1892 Der Buchhalter Wilh. Senger, der hierauf vernommen und 1893 wiederholt in vorübergehender Geldverlegenheit. Er wird, ist Jahre lang Buchhalter bei Treuherz gewesen und wird brauchte Geld zur Bezahlung von Hypothekenzinsen und Aus über den allgemeinen Geschäftsgang bei Treuherz befragt. habe statt 6000 Mart nur 1500 Mark erhalten. führung von Bauten. Er zedirte gegen Empfang zweier Darlehne Präs.: Wenn Sie Buchhalter bei Treuherz waren, müssen doch Der Beuge bestreitet, daß er sich in einer dringen von 8500 und 6500 M. auf 4 Monate Miethsforderungen in auch Bücher vorhanden gewesen sem? Zeuge: In der letzten den Nothlade befunden habe; er habe das Geld geHöhe von 9500 und 7500. Treuherz bemerkt hierzu, daß Beit war ich vorzugsweise mit der Verwaltung der Häuser be- braucht, um sein Hotel einzurichten, aber immer Aussicht der Zeuge ihm nicht gesagt habe, wozu er das Geld haben wolle, schäftigt. Präs.: Nun, wie war es aber in den vorher gehabt, daß er im Nothfalle Geld von seinen Verwandten daß der Zeuge zahlreiche andere Vermögensobjekte zur Verfügung gehenden Jahren? Haben Sie da nicht die Wechsel irgendwo erhielt. hatte und der Vorschlag zu der Art des Darlehns vom Zeugen gebucht? 3euge: Die Wechsel wurden in ein Notizbuch Ein Maler Mansfeld sah sich im Jahre 1887 infolge Fallisses felbst ausgegangen sei. Der Zeuge, welcher dies bestätigt, giebt eingetragen. Präs.: Na, sehen Sie, Treuherz, da haben wir ments einer Verlagsfirma gezwungen, mehrere Wechsel über erim Uebrigen auf eine Frage des Staatsanwalts zu, daß ihm es ja! Ich habe Ihnen doch gleich im Anfang gesagt, daß es hebliche Summen einzulösen. Er entlich von Treuherz auf einen immerhin Verluste gedroht hätten, wenn er das Geld nicht er- unmöglich ist, so umfangreiche Wechselgeschäfte ohne Buchführung Dreimonats- Wechsel über 2000 m. eine Summe von 1800 m. halten hätte. Rechtsanwalt Dr. Friedmann weist dagegen zu übersehen. Wo ist denn das Wechsel- Notizbuch geblieben? Der Wechsel wurde zwei- oder dreimal prolongirt und dabei darauf hin, daß bei Bauunternehmern, auch wenn sie recht Treuherz: Ich weiß es nicht. Präs. Weshalb stets von neuem 15 pet. Zinsen für drei Monate abgezogen. gut fituirt sind, plöglich große Zahlungen eintreten fönnen, leugneten Sie denn den Besiß solcher Bücher? Treuherz: Gin ähnliches Darlehnsgeschäft mit 1500. folgte bald bei welchen sie fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Wenn Ich habe das anders verstanden. Präs. Sie haben das und im Jahre 1890 entlieh Mansfeld zum wede fie fich lange im Voraus an Banken um ein Darlehn wenden gar nicht anders verstanden, sondern extra gesagt, Sie einer Badereise abermals 1000 M. nach Abzug Don würden, würde dies kreditschädigend für sie sein. hätten sich mit Zettelnotizen begnügen können, da Ihnen von 12 pCt. per 3 Monat. Die darüber ausgestellten Wechsel wurden Der Bäckermeister Karl Krüger in Neustadt befand sich im den Banken der Verfalltag der Wechsel immer einige Tage vor neun- bis zehnmal prolongirt unter Berechnung von 48 pet. Jahre 1889 in Geldverlegenheit, die dadurch noch größer wurde, her mitgetheilt wurde. Wo sind die übrigen Bücher, die zweifel- Binsen, so daß der Beuge mehr als das Kapital durch die Zinsen daß ihn ein Geldvermittler um etwa 4000 m. betrog. Er wandte los auch geführt wurden? Trenherz: Das weiß ich nicht. in diesem Falle gezahlt hat. Auch in diesem Falle bestreitet fich an Bruck und empfing durch dessen Vermittelung von Treu- Präs. Weiß der Zeuge vielleicht, daß Bücher kurz vor oder der Zeuge, daß er sich in einer dringenden Nothlage befunden; herz in etwa 10 Fällen Darlehen von je 840 M., für die er kurz nach der Haussuchung verbrannt worden sind?- 3 euge: einen Theil der Darlehen habe er zu geschäftlich- spekulativen Dreimonatsakzepte über je 1000 M. ausstellen mußte. Bei der Nein. Präs.: Oder sind etwa Bücher unter Ihrer Beihilfe Zwecken benutzt. Prolongation berechnete sich Bruck für weitere 3 Monate auf anderweitig bei Seite geschafft worden? Der Zeuge fann darüber Daffelbe behauptet der nächste Zeuge, Kaufmann Ferdinand 1000 M. 200 m. Zinsen, die er vorweg abzog. Der Zeuge eine Aussage ablehnen. 3euge: Nein, ich weiß nichts da- Beckmann, der vor 10 bis 15 Jahren mit Treuherz in Vers hat dem Brück nicht gesagt, zu welchen wirthschaftlichen Zwecken von. Bräf.: Sie wissen auch nicht, wo die vielen Quittungen bindung gestanden und von ihm mehrfach Darlehen auf Wechsel er Geld haben wollte. Er brauchte es thatsächlich, um zu rechter geblieben find, die man bei der Haussuchung nicht mehr vorgefunden gegen 40 pCt. Zinsen entnommen hat. Auch er behauptet, daß Zeit für den Winter Holz billiger einzukaufen und um sein Ge- bat? 3euge: Auch das weiß ich nicht. Präs.: Was für fein Geschäft nicht zum Stillstand gekommen wäre, wenn er schäft zu vergrößern.. R.-A. Meyer: Der Angell. Bruck be- Geschäfte betrieb denn Treuherz überhaupt? Zenge: Vor- damals das Geld nicht erhalten hätte. hauptet, daß der Zeuge der Besitzer einer sehr gut gehenden zugsweise Wechselgeschäfte. Präs.: Hatte er auch ein Einer der Fälle, bei denen das neue Wuchergesetz in AnBäckerei sei. 3euge: Das ist auch richtig. Juwelengeschäft? 3euge: Ja, ich habe gehört, daß er auch wendung kommt, betrifft den Reisenden Mester. Derselbe hatte mit Juwelen, Brillanten, Uhren und dergleichen handelte. um die Weihnachtszeit 1892 einen großen Posten Nüsse gekauft Präs. Sie haben es nur gehört? Wurden denn keine Bücher und brauchte, wenn er nicht große Verluste erleiden wollte, etwa über das Juwelengeschäft geführt? 3euge: Ich habe sie 1000 Mart. Er trat deshalb mit dem Agenten Wildenow, jedenfalls nicht geführt. Präs.: Es handelte sich aber doch der jetzt eine längere Gefängnißstrafe wegen Wuchers nicht um ein Juwelengeschäft, welches seine Waaren öffentlich verbüßt, in Verbindung und in Verbindung und dieser verschaffte ihm von auslegte? Beuge: Nein, er bewahrte die Brillanten und Treuherz auf ein Dreimonats- Akzept über 500 Mart 400 Mart, Vielleicht könnte man man dafür die Unzüchtigkeit in werden. Die Zeitungsschreiber, wie die Zeitungsleser ge Schrift und Kunst treffen! Und man weiß, was die wöhnen sich an eine verhüllte Sprache; thut nichts: Frömmler unter Unsittlichkeit verstehen und von jeher ver- Es wird weiter fonfiszirt. Die Blätter nehmen Der Zensor hat nur Federn, die Wahrheit Flügel! standen haben. Maria Theresia ließ im Wiener Belvedere die Praxis an, Neu- Auflagen zu drucken, in denen Das ist ein Ausspruch, dessen innere Richtigkeit in allen das herrliche Bild von Rubens, das des Künstlers Gattin die konfiszirten Artikel fehlen. Aber auch das weiße Papier, Perioden reaktionärer Gewaltsamkeit erprobt worden war. darstellt, übermalen, ein tenscher Pelzmantel mußte die so legten Taaffe's Unterbeamten aus und die Organe der Jedoch, was hilft alle Erfahrung? So oft die Gründe Blößen decken, und Böcklin's kostbare Pieta war die längste jezigen Regierung sind vom selben Schlag, wirkt aufreizend ausgegangen waren, so oft es mit irgend einer geheiligten Beit in irgend einem Lagerraum der Berliner Museen ver- auf den Abonnenten und man zwang die Zeitungsleute, zum Ordnung zur Neige ging und eine neue Weltanschauung nach graben, weil das Gemälde als unfromm galt. Andere höchsten Gaudium der Abonnenten, dort, wo in der Zeitung dem Lichte drängte, immer rief man den Zensor zu Hilfe und seine wären zu anderer Handelschaft bereit, wenn nur die ver- über öffentliches Leben verhandelt wurde, Küchenrezepte über Paragraphen und seine geschäftige Feder und seinen Rothstift, dammte Beschimpfung des Eigenthums nicht wäre. Rosinenkuchen oder Pflaumenbrei zu bringen, um nicht mit denen man freie Gedanken zu erwürgen glaubte, wenn Wie leicht könnte man fich als waschechter Anti- durch unbedruckte Stellen den Leser aufzustacheln"! Todtman sie vom gedruckten Blatte strich. Haltet die Uhr nur semit gegen die geweihten Kapitals Begriffe ver- geschlagen hat der Zensor damit die Wahrheit auch nicht in an und denkt, nun wird es nicht Abend! Stand die Zeit gehen, selbst wenn man nur fagen wir Desterreich, aber das System der verfolgenden Zensur ist zur schon still, weil ihr Weiser es that?" So sprach und gegen Mendel Treuherz und seine Zutreiber wettert? äußersten Lächerlichkeit gebracht worden und vor einem dachte in vormärzlichen Tagen Friedrich Hebbel, als das Raisonnirt nicht schon in Tolstoi's Macht der Finsterniß" schreckhaften Popanz, der im letzten Grunde komisch ist, sollte absolute Königthum durch Säbel- und Polizeiregime sich zu ein armer Mann über Geld und Zinsfuß? Fort mit der man erzittern? Und darum sollten die Vertreter des Proerhalten wähnte und nicht erkannte, daß eben für seine Dichtung! Sie falle dem Zensor und dem Staatsanwalt letariats ein prahlerisches Siegerbewußtsein annehmen, um Welt der Abend herangebrochen war. zum Opfer. ihre innere Furcht zu verkleiden? Welch kindischer Trost Wer von dieser Erfahrung, die in der Geschichte So steigt dem einen dies, dem andern jenes Bedenken rabiat gewordener Flachtöpfe, die eine Hetjagd gegen Ideen duhend Male wiederkehrt, ausgeht, der wird den Muth der auf und mißmuthig trippelt man vor dem Gesetze herum, veranstalten! Kaltblütigkeit auch vor den neuesten Vorlagen gegen den wie Mephisto vor Fausten's Zauberzeichen, die den Teufel Mit der neumodischen Tugendbündlerei und mit dem Umsturz" nicht verlieren. Das ist so einfach, sollte man bannen. Da heißt es: Vorsicht, Vorsicht und noch einmal Frömmlerthum, mit dem Haß gegen alle freie Forschung und alles meinen. Aber trotzdem lassen possirliche Leute verschiedener Vorsicht: das Gesetz hat's in sich. Ja, was soll's mit der kritische Raisonnement hängt die vordringliche Pflege der Richtungen sich's nicht nehmen, die arg bedrohte Sozial- Vorsicht? Die Gesetzesvorlage ist von dankenswerther Schullegende und Schulüberlieferung zusammen, selbst wenn demokratie" so darzustellen, als ständen ihre Anhänger Offenherzigkeit. Sie fommandirt: Es werde Nacht, sie die Legende längst als Irrthum oder Widersinn erkannt ist. bebend vor Angst, mit schlotternden Knieen vor der Arme- unterbände alle Lichtquellen für die aufstrebende Mensch Feierliche Choräle werden morgen in den evangelischen sünderbank. Wäre dem so, woher käme dann die Ver- heit, wenn es nach ihrem Sinne ginge. Gefesselt über- Kirchen Deutschlands ertönen, würdevolle pastorale Anwirrung in so mancher Partei außerhalb der Sozial- lieferte sie jedweden, der sich hochragenden Geistesflugs ver- sprachen werden weihevoll Gustav Adolf's gedenken, des demokratie, woher die Zustände, die an sich ein satirisches mäße, dem plumpen Unverständniß subalterner Köpfe! großen Glaubensstreiters, der Deutschland in edler Uneigen. Beitgemälde bedeuten? Nur offene Worte und keine Kein Denker und kein Dichter, kein Forscher und kein nügigkeit im Kampfe gegen Rom und die Römlinge beiHeuchelei! Wäre die proletarische Welt wirklich angst- Grübler, kein Bildner und kein Künstler wäre vor Schlägen gestanden habe und dem Deutschland nationalen Dant erfüllt, dann fämen gewiß nicht die ultramontane sicher. Mau erwäge nur die Aengstlichkeit und das schulde. Pictätvoll wird mancher fromme Mann die „ Germania" und das Stöcker'sche Volk" herbeigelaufen, Streberthum subalterner Menschen! Wie emfig fie Augen gen Himmel aufschlagen und gerührt von der um dem„ armseligen Sozialismus" in seinen Nöthen beizu Gedanken unterzulegen verstünden, deren Sinne sie aus- Legende den Schwedenkönig preisen, der unschuldvoll und stehen. Sie wären die Ersten, die jubelten und weit nach zulegen nicht im stande sind. Im Musterlande der Bensoren, ohne Begehr nach Deutschland hinübersetzte, nur um lints hin würde der Jubel sich fortsetzen. Wie sie schachern in Desterreich, was haben da nicht Regierungskommissare sein Heldenthum im Glauben zu offenbaren. Als dieser und mäteln, wie sie feilschen und abhandeln möchten. Wie und Bezirkshauptleute an Konfistationspraxis geübt! Was Gustav Adolf noch ein Büblein von faum sieben Jahren sie trübselig und nachdenklich um den Brei der neuen wird da nicht für aufreizend gehalten. Unliebsamen Bei- war, da durfte er einmal an einer Flottenparade theilnehmen. Gesetzesvorlage schleichen! Wohl könnte man sich mit ihr tungen setzt man mit ewigen Konfistationen zu. Selbst die Man fragte das Kind, welches Schiff ihm am meisten befreunden, wenn sie nicht so rücksichtslos die freie theologische Stempelsteuer wird nicht wieder ersetzt-fie beträgt in Freude bereitet hätte. Der kleine Gustav Adolf wies auf Forschung bedrängte, meint der eine. Wehe dir, armer Desterreich einen Kreuzer für jede einzelne Nummer. Das ein einfaches Kriegsschiff, das aber die meisten Kanonen Harnack! Ja, wenn sich da Milderungen erreichen ließen. Beitungsunternehmen soll eben materiell scharf geschädigt hatte. Der Vorgang wurde von Chronisten der damaligen = von auf einen zweiten gleich hohen Wechsel 880 M. Von Spiegel eine Minute später eine Leiche war. Er hatte einen Stich in die die Art und Weise, wie die Fabrikanten mit Hilfe ihrer Werk erhielt er auf ein Dreimonatsatzept über 300. 250 M., auf linte Brust erhalten, der das Herz durchbohrt hatte. Obwohl führer Jürgens und Lingich, die Arbeitskräfte" auszus ein Afzept über 500 M. den Betrag von 400 M. Ueber die der Schuhmann unmittelbar dabei stand, hatte sich der Vorgang nüßen verstanden, zur Unerträglichkeit. Die Kollegen ermannten Frage, ob hier eine Nothlage vorhanden war, find trot vieler doch so bligartig abgespielt, daß der Beamte selbst nicht wußte, sich endlich und erhoben gegen diese Arbeits- und LohnverhältZwischenfragen des Rechtsanwalts Dr. Ivers ganz präzise wer gestochen hatte. Er konnte erst auf den Thäter schließen, nisse Protest. Sie wählten für jeden der vier Säle einen BerAntworten aus dem Zeugen nicht herauszubringen. als er ein blutgetränktes Brotmesser auf dem Ladentische fand, trauensmann und einen Kassirer zwecks Ansammlung eines Fast das gleiche Bild bietet noch eine Reihe anderer und sagte nun dem Stage die That auf den Kopf zu, worauf Unterstützungsfonds für unvorhergesehene Fälle. Der FabriGörs, Bengenaussagen, die gestern noch gemacht wurden. Es handelt dieser nur erwiderte:„ Ja, was sollte ich denn machen!" Stege fant der diese Vorgänge durch seinen sich immer um dieselbe Frage, ob die Darlehnsnehmer sich in hat nur die Zeit vom 28.- 30. März in Untersuchungshaft zu den Arbeitern bestgehaßten Werktführer 2ingsch erfuhr, einer Noth und Zwangslage befunden haben oder nicht. Der gebracht, weil schon von vornherein sich Nothwehr ergab. Auch hatte nichts Giligeres zu thun und den Einflüsterungen seiner eine Zeuge hat Miethsausfälle gehabt und kam aus diesem Grunde die geftrige Schwurgerichtsverhandlung förderte kein anderes Re- Werkführer gehorchend, die gewählten Vertrauensleute Knall und mit Treuherz in Verbindung, der andere war bei Bauspekulationen fultat als Nothwehr zu Tage. Die Geschworenen votirten auf Fall( Mittwoch, den 28. v. M.) zu entlassen. Die ca. 100 dort in Verlegenheit gerathen, der dritte mußte eine Geschäftsreise nichtschuldig; worauf der Angeklagte freigesprochen wurde. beschäftigten Arbeiter hielten hierauf eine Sitzung ab, erklärten machen 2c. 2C. In fast allen Fällen erklärten die Zeugen, daß sie sich in einer Nothlage nicht befunden, sondern eventuell beiter Bohle. Bor dem Neubau Schönhauser Allee 63 follten 1. Wiedereinstellung der 5 gemaßregelten Kollegen; 2. Entlassung der Eines grauenvollen Todes starb am 23. August der Ar- sich mit den infolge ihres Eintretens für die Arbeiterfache Gemaßregelten solidarisch und formulirten folgende Forderungen: noch andere Hilfsquellen zur Verfügung gehabt hätten; sie hätten sich nur deshalb an Treuherz gewandt, weil ihnen die Sache be: am Abend des genannten Tages die Latrinentonnen abgeholt beiden Werkführer und 3. Erhöhung der Affordsäge in dem Maße, quemer war und sie dadurch der Gefahr entgingen, daß ihre werden. Im zweiten Hofe, in unmittelbarer Nähe des Ab- wie es die Neueintheilung der Arbeit bedingt, um zu der Höhe Afzepte auf den Markt geworfen würden und ihr Kredit Schaden holungsortes befand sich erlitt. In den meisten dieser Fälle, die besonders Fall eine Ralfgrube, in welcher erst am späten Abend Kalt des bisherigen resp. früheren Lohnes zu fommen. Bezüglich mit einer 3 mit sich reden -Inter ben bemerkenswerthe Momente nicht darbieten, vertritt der Staats- Mehr umgeben, die Steinträger hatten die Umzäunung an einer lassen, die ersten beiden lehnte er rundweg ab. Ecke entfernt, und Bretter über die Grube gelegt. Im Dunkeln Entlassenen befindet sich einer, der dort 15 Jahre als Ausarbeiter vorhanden angenommen werden müsse, da es ſich immer um ganz war von der Grube nichts zu sehen, und so stürzte Bohle Topf- thätig war und dem die Firma die goldene Medaille der Ausüber in den noch heißen Kalf. Er verstarb unter den gräßlichsten stellung von Antwerpen verdankt; jezt hat er allerdings schon Von dem Staatsanwalt werden immer noch neue Zeugen Qualen au Erstickung resp. Verbrennung. Den Bau hatte der merklich graue Haare und dürfte das wohl der Hauptgrund sein, geladen, die nach Abschluß der Anklage ermittelt sind und das Architekt Karl Bauer dem Maurer Wilhelm Gill übertragen, und weshalb sich der Fabrikant entschieden weigert, ihn wieder einzustellen. Treiben von Treuherz durch ihre Aussagen illustriren sollen. Das Pensum, welches der Vorsigende für die einzelnen Tage gestellt dieser wurde der fahrlässigen Tödtung angeklagt. Die siebente Straf hat, ist bis jetzt noch nie erschöpft worden, es werden vielmehr fammer am Landgericht I erkannte auf 14 Tage Gefängniß. stets eine ganze Anzahl von Zeugen auf spätere Tage wieder vorgeladen einzelne auf Sonnabend, den 15. d. M. Um 4 Uhr wird die Verhandlung auf Montag, 92 Uhr, vertagt. Zur Vermeidung von Verwechselungen theilt uns der Papierfabrikant Franz Lanzke mit, daß der im Prozeß Treuherz genannt Lanzte mit ihm nicht identisch sei und sich Lanzke schreibe. Ferner theilt uns die Diskonto- Bank" mit, daß der Angeklagte Spiegel nicht durch sie, sondern durch die Berliner Kreditbank" veranlaßt worden sei, seine Firma eintragen zn lassen, nachdem das Wuchergesetz in Kraft getreten war. " Gerichts- Beitung. Ein Drückeberger von ,, Besitz und Bildung". Der befannte Augenarzt Professor Dr. Schöler, welcher aus seiner Praxis ein Einkommen von jährlich 70 000 m. bezieht, war von der Stadt Berlin für das laufende Steuerjahr zu einer Steuer von 1762,50 M. herangezogen worden. Er erhob dagegen mit der Behauptung Einspruch, daß er seinen ständigen Wohnsiz seit dem 1. April in Wilmersdorf habe. In der Verhandlung vor dem Bezirksausschuß wurde der Verwalter des Hauses, in welchem der Herr Professor nach seiner Angabe nur die Sprechstunde abbalten wollte, vernommen. Der Zeuge bekundete zum allgemeinen Erstaunen, daß der Professor nur im Sommer in Wilmersdorf, dagegen im Winter nach wie vor Berlin, Alexander Ufer wohne. Der Einspruch wurde selbstverständlich ohne weiteres zurückgewiesen. ein in Berlin taum vorkommender der Streit in Dem Streit, der für die Berliner Klavierarbeiter und deren Organisation von höchster Bedeutung ist, haben sich 83 Kollegen angeschlossen, von denen 42 dem Fachverein der MusikinstrumentenDer Bauunternehmer Wilhelm Rünow, der, wie wir Arbeiter und 8 dem Holzarbeiter- Verband angehören; 35 find fürzlich mittheilten, mit dem Revolver die Ordnung in seinem unorganisirt. Die Kommission hat beschlossen, auch den unGrundstück, Pantstr. 18, aufrecht erhält, und der schon wegen organifirten volle Unterstützung( 18 M. pro Woche) zu gewähren. Hausfriedensbruchs und Körperverlegung, begangen gegen seine Da es bei der jetzigen Konjunktur lange dauern könnte, ehe der Miether, zu 3 bezw. 6 Wochen Gefängniß verurtheilt worden Fabrikant etwaige Streifbrecher aus Klavierarbeiter- Rreisen ist, stand gestern abermals wegen Mißhandlung einer Mietherin erhält, und andererseits Arbeiter aus anderen Branchen die Höhe der Leistung seiner früheren Arbeiter vor der 6. Strastammer am Landgericht I. Eine Familie sollte faum ermittirt werden, und da Lünow wohl wußte, daß die Sache erreichen können, so steht zu erwarten, daß bald dürfte. beigelegt sein In der Disnicht ohne den üblichen Krach" abgehen werde, erbat er polizei- fehr lichen Schuh. Zwei Schuyleute blieben auf der Straße, wo sich fussion wurde von mehreren Kollegen übereinstimmend be die Sachen der Mietherin zum größten Theile schon befanden, fundet, daß der Werkführer Lingsch vom Pianobau so gut und Lünow ging mit seinem Sozius Koch in die Wohnung wie nichts verstehe und in den Fabriken von Schwechten der betreffenden Mietherin. Die meiste Habe derselben war und Bech stein, wo er furze Zeit gearbeitet habe, wegen bereits hinausgeschafft, retinirt sollte nichts werden, und so hatte ungenügender Leistung entlassen worden fei. Lünow absolut feinen Grund, noch irgendwelche Echritte gegen Ferner wurden fortgesetzte Abzüge konstatirt. Da Lingsch, die Leute zu unternehmen. Gleichwohl konnte er sich einiger der früher in Hannover gearbeitet hat, den Versuch macht, schwerer Herzensergüsse nicht enthalten, sondern schon bei seinem von dort und anderwärts Klavierarbeiter heranzuziehen, so soll Eintritt rief er:„ Na, Gott sei dank, daß die H.... bande, an alle Arbeiter- Zeitungen das Ersuchen gerichtet werden, vor das Gesindel endlich herauskommt!" Daß die Mietherin feine Zuzug zu warnen. Der Vertrauensmann der Berliner HolzLust hatten, sich diesen, wie sie behauptet, absolut unverdienten arbeiter, Wiedemann, gab die Erklärung ab, daß der HolzTitel gefallen zu lassen, kann wahrlich nicht Wunder nehmen, arbeiterverband die Unterstützung seiner Mitglieder selbst und man kann es ihnen nicht verdenken, daß sie keine Lust übernehmen werde; im Uebrigen solle seinerseits alles geschehen, hatte, sich diesen Schimpf stillschweigend gefallen zu lassen. was für das Gelingen des Streits von Vortheil sein könne. Ueber das, was sich nun abspielte, gehen die Angaben der Da die Firma Görs und Kallmann auch Klaviere Parteien diametral auseinander. Die Mietherin behauptet, daß anderen Fabriken anjertigen läßt, so sind diesbezügliche Melsie von Lünow emporgehoben und mit voller Gewalt auf die dungen sofort der Kommission mitzutheilen, und ist auch dort Der Vertrauensmann der Rante einer Bettstelle geworfen worden sei. Lünow dagegen die Arbeit event. niederzulegen. bestreitet, die Mietherin überhaupt berührt zu haben, sondern Musikinstrumenten Arbeiter wurde angewiesen, den Streik der giebt an, daß der Vater derselben mit einem Stocke auf ihn los Gewerkschaftskommission anzumelden und die nöthigen Schritte zu gegangen sei. Es habe nun ein gegenseitiges Stoßen statt- unternehmen, damit die Streikenden auch die moralische und gefunden, an dem er sich garnicht betheiligt habe, bei dem aber mater alle Unterstützung auch der übrigen Gewerkschaften erDer blutige Ausgang einer Geburtstagsfeier und Lokal- die Mietherin wohl von seinem Sozius auf das Bett geworfen halten. Außer diefen Anträgen fand nachstehende Resolution Ginweihung führte gestern den früheren Schankwirth, jezigen worden sein könne. Der Sozius Koch beschwor, daß er weder einstimmige Annahme:" In Erwägung, daß die Maßregelung Bierfahrer Auguft Stage aus Charlottenburg unter der An- die Mietherin berührt noch gesehen habe, daß diese überhaupt ge- der 5 Kollegen bei Gör 3 und Kallmann nur den Zweck haben fallen sei. Er hätte das sehen müssen, da er sich ebenfalls im sollten, den Beitritt zur Organisation zu verhindern resp. dieselbe flage der Körperverlegung mit tödtlichem Er. folge vor das Schwurgericht am Landgericht II. Der Anklage Bimmer befunden habe. Eine andere ganz unbetheiligte Beugin lahm zu legen; in fernerer Grwägung, daß die Werkführer ganz eng lag ein Vorfall zu Grunde, welcher seinerzeit mehrfach in den dagegen bekundet, daß Koch sich nicht in dem Zimmer be verbunden mit diesen Maßregelungen sind, sowie ferner, daß die Beitungen besprochen worden ist. Am 27. März d. J. feierte der funden, sondern sich im Nebenzimmer aufgehalten habe. geforderten Lohnfäße nichts weiter als die Erhaltung Die beiden Socii wollten also ganz unschuldig fein; der alten bezahlten Preise bedeuten, erklärt sich die Ver Angeklagte feinen Geburtstag und verband damit die Einweihung feines neu eröffneten Schantlokales in der Wallstraße. Ein hatten hiermit aber nicht die besten Erfolge, denn das Land- sammlung mit dem Vorgehen der Kollegen von Görs und Musitchor brachte ihm früh Morgens ein Ständchen, wurde gast- gericht war der Ansicht, daß dem Lünow nicht zu glauben fei, a Ilmann solidarisch und verpflichtet sich mit aller Energie lich bewirthet und spielte alsdann im Lokale noch eine Zeit lang daß man sich vielmehr von der Schuld des Angeklagten über die Streifenden materiell und moralisch zum Siege zu weiter. Dabei fammelten sich verschiedene Gäste, unter diesen Beugen müsse, gerade so wie dies das Amtsgericht, welches zu verhelfen." Gegen Mitternacht fand die imposante Versammbefand sich auch der Arbeiter Ernst Strahl, ein berüchtigter nächst in der Sache entschieden, ebenfalls gethan habe. Vor dem lung mit einem Hoch auf den siegreichen Ausgang des Streits Schläger. Als dieser sich später unnüß machte, auch seine Zeche Amtsgericht war nämlich Koch überhaupt nicht in die Sache ihren Schluß. hineingezogen worden, das Amtsgericht hatte es deshalb hauptnicht bezahlen wollte, wurde er von Stage aus dem Lokale ver- fächlich mit dem Belastungszeugen zu thun gehabt, und erkannte wiesen und da er nicht gutwillig ging, gewaltsam hinaus gebracht. Dafür griff er den Wirth thätlich an, biß denselben auch gegen Lünow auf 60 M. Geldstrafe. Gegen dieses Urtheil legte in einen Finger und erhielt dafür einen Schlag auf die Nase, so der Angeklagte Berufung ein, und nun erſt berief er sich darauf, daß diese blutete. Bald darauf kehrte der Geschlagene mit einem daß Koch" Derjenige, welcher" gewesen sei. Das Landgericht Schuhmann in das Lokal zurück, bevor der Beamte jedoch nahm aber, wie gesagt, ebenfalls an, daß Herr Lünow nicht so den Sachverhalt ermittelt hatte, griff Strahl mit mehreren engelsrein sei, wie er gern glauben machen wolle, und deshalb Freunden den Wirth von neuem an, es tam zu einem heftigen wurde die Berufung verworfen. Handgemenge und dem Schußmann, der sich redlich bemühte, die Streitenden auseinander zu bringen, gelang dies nicht eher, als bis Strahl plötzlich rückwärts wankte, auf einen Stuhl fant und 0 Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienVerein deutscher Schuhmacher. Filiale Mirborf. Montag, den Gesellschaft. Seute Bayling: Ackerſtr. 123 bei Grümde. 10. Dezember, abends 8 Uhr, bet m. Schüß, Bring handjernstraße Nr. 7: Versammlung. Tagesordnung: Distuffton über den letzten Vortrag Historische Entwicklung des Königthums". Machtmittel gerichtet war, erweiterte sich später, als Gustav mit den primitiven er unverhältnißmäßig länger gebraucht hätte. ftraße 108: Gemüthliches Betsammensein verbunden mit Borträgen und Tanz. = Arbeiter Bildungsschule. Montag Abends 8-10% Uhr: Nord Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: p. 2 Tr. Vergnügungsverein Eintradit. Sonntag, den 9. Dezember, Abends 5 Uhr, Raupachfiraße 6 bet Pallacz( Felsengrotte): Sigung mit Damen nebft Fidelitas. Gäste willkommen. Geselliger Arbeiterverin Bruderkette. Gonntag, den 9. Dezember, Nachmittags 5 Uhr, Zeughofstraße Nr. 8 bei Behlendorf: Sigung nach dem Reichs Versicherungsamt. Interessant ist der Ausgang Fidelitas. Schneider und Schneidevinnen. Heute, Sonntag, den 9. Dezember, einer Klage des Tischlers Sube gegen die Magdeburgische Bau- Nachmittags 5 Uhr, bei Relle, Schönhauser Allee 28: Große öffentliche Ver= gewerks- Berufsgenossenschaft. Der Kläger, welcher als Afford- fammlung. Tagesordnung: Die Lohnbrückerei in den Herren- konfektionsarbeiter beim Tischlermeister Höflein beschäftigt war, benutte umgeschäften. der Schnelligkeit und Bequemlichkeit halber die maschinelle Ein- Schmiede. Heute, Conntag, den 9. Dezember, Vorm. 10 Uhr, bet Reichert, Zeit sorgsam notirt und im Stile des Berliner Tageblatt" richtung einer in der Nähe der Tischlerei belegenen Dampf- lerrabe 7: Bersammlung. Zagesordnung: 1. Bortrag. 2. Die Urabftimmung über die Anträge des Borstandes. wurde das Geschichtchen mit der Ueberschrift versehen: Schneidemühle und Holzbearbeitungsfabrik; bier wurde ihm für Theater- und Vergnügungsverein Fritillaria. Heute Sonntag, Hervorragende Schneidigkeit unseres Prinzen!" Der Vor ein verhältnißmäßig geringes Entgelt in furzer Zeit Arbeits- Abends präz. 8 1hr, bei Dreßler, Barnimstr. 16: Legte diesjährige Sigung. Besprechung der Weihnachtsbefcheerung. Sandsmannschaft der Schleswig- Holsteiner in Berlin. Sonntag, stellungskreis des prinzlichen Knaben, der auf Kanonen als material geschnitten und gehobelt, zu dessen gleicher Bearbeitung ms Mitteln des handwerksmäßigen Be- den 9. Dezember, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Friẞ Zubeil, LindenAdolf zum Manne heranreifte und pro gloria für den Ruhm triebes Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. seiner Herrschaft, seines Hauses, seines Dynasten- Bewußt: Eines Tages, als er wieder in der Schneidemühle war,( G. 6. 29, Samburg.) Filiale Berlin 2. Montag, den 10. Dezember, Abenbs um die Kreissäge in Anspruch zu nehmen, fam er derselben zu 8 Uhr, im Märtischen Hof, Admiralstraße 18c; Außerordentliche Mitgliederfeins auf Eroberungszüge ausging, in den gleichen Formen. nahe, was ihm mehrere Finger foftete. Die Baugewerks- Berufs. Bersammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Kochmann. Was die Seele des Kindes offenbart hatte, das übte der genossenschaft, in welcher Herr Kirchhoff, der Besitzer der Schneide- Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarfir. 14: NationalMann und stützte fein Recht auf Kanonen und Soldaten. mühle versichert war, lehnte den Rentenanspruch des Verletzten öfonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Er übte es so gründlich, daß noch viele Jahrzehnte nach ab, mit der Motivirung, dieser sei ja nicht im Betriebe des Herren, jeder Zeit aufgenommen Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, den unseligen Kriegen, während derer Gustav Adolf in Kirchhoff als Arbeiter desselben thätig gewesen, sondern im Laufe des Semesters, eintreten. Deutschland eingriff, in deutschen Gauen die Kinder mit habe nur die Einrichtungen des Betriebes für Geld dem Ruf erschreckt wurden: Bet', Kindle, bet'! Jegund benutzt. Das Schiedsgericht schloß sich dem an. Das Reichs- unterricht in Gesezeskunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 133: Arbeiter Fängerbund Serlins und Amgegend. 1. Borsigender: kommt der Schwed'! So lebte der Schwed' als Schreck- Versicherungsamt, bei dem der Kläger Rekurs erhob, lud die Deutsch. Oft- Schule, Markusstr. 31, Unterricht in Gesegestunde. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfiraße 49 phantom in der Volksphantasie. Die Geschichtsfälscher und vernahm den Tischlermeister Höflein, sowie Herrn ontag, Abends 9-11, Ucbungsfiunde und Aufnahme neuer Witglieder. phantom in der Volksphantasie. Die Geschichtsfälscher Norddeutsche Holz Berufsgenossenschaft dem Verfahren bei Ad. Neumann, Pasewalkerſtr. 3. haben es aber glücklich dahin gebracht, daß hente in Kirchhoff. Letzterer bestätigte, daß in seiner Fabrik siedertafel der Maler, Annenstraße 6, bei Ehrenberg. Preußen Deutschland Gustav Adolf wie ein Befreier und den Tischlern Des Höflein häufiger Holz geschnitten Deutscher Männerfang, Belforterstr. 15, Schneiders GesellschaftsFrisch zur Freiheit, Simeonstraße 23 bei Flid. nationaler Held gefeiert werden kann; das furioseste Satir- und gehobelt worden sei, wofür er Bezahlung erhalten hätte. baus. straße 15a, Echelhose's Gambrinus. Bruderherz, Krautftr. 6, bei Studolf. spiel, das unsere nationalen Chauvins und Pietisten morgen Höflein gab zu, daß er nichts dagegen hatte, wenn seine Ge- Wiederhall, köpenickersir' 191 bei foge. 8utunft 1, Steglis, Aborn aufführen! hilfen zu Kirchhoff gingen und demselben die Benutzung seiner Arbeiter- Gesangverein Vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzenbet Serbe. Liebesfreiheit II, Strausberg, Wrießenerstraße bet Die trügerische Legende rankt sich nicht blos um Per- Maschinen aus eigenen Mitteln bezahlten. Daraufhin wies auch allee bei Karl Echulz. Lieder zweig, Waidmannsluft Berlinerstraße der höchste Gerichtshof in Versicherungsfachen den Anspruch foot, Bürgergarten. Glodenrein( gemischter Chor) Schönhauser sonen von historischer Bergangenheit, mitunter beweist sie be 3 Klägers an die Magdeburgische Bau- allee 46 bei Böhne. Rosalia, Lebuferstraße 5, bet A. Nemig. ihre Macht auch an Lebenden. In Frankreich hat sie's an gewerts Berufsgenossenschaft ab, was er damit Ferdinand Lesseps bewiesen, der, einstmals in allen Bungen begründete, daß Sube nicht im Betriebe der Schneide gefeiert, im hohen Greiſenalter ein Einsamer ftarb. Die mühle, sondern im Betriebe feines Arbeitgebers Legende hatte das unleugbare Genie des Technikers über öffein verunglückt sei. Deffen( nicht versicherter) Betrieb Menschengröße und menschliches Vermögen hinaus erhoben, sei als versicherungspflichtig anzusehen, da seine Arund die Bildner dieser Legende haben ihren Herrgott beiter gewohnheitsgemäß die motorischen Kräfte des und den Herrgottsglauben, den fie mit Ferdinand Herrn Kirchhoff in Anspruch nehmen. Lesseps trieben, zum kläglichen Panama schmählichen Holzberufsgenossenschaft erklärte sich nun bereit, Angedenkens mißbraucht. Der vergötterte Schöpfer des dem Kläger die Rente zu zahlen. Euezkanals ließ, vielleicht vom tragischen Frrwahn, von dem Vertrauen auf seinen Stern geleitet, den Hexentanz der Ausbeuterei ruhig gewähren. Als er die Wahrheit über Panama und seinen Kanal erkannte, waren er und Eine überans stark besuchte öffentliche Versammlung die Seinen selber schon in den Herensabbath verstrickt und beschäftigte Musikinstrumenten- Arbeiter sich der Muth fehlte ihm zum Bekenntniß seines Irrthums und der seiner Ohnmacht. Das war sein Verhängniß, das machte 7. Dezember in Deigmüller's Salon mit dem Streit in der ihn zum stillschweigenden Theilhaber einer Verbrechergesell- Bianofabrit von Görs und Kallmann, Arndtstr. 34. schaft; und geächtet, verlassen starb ein Mann, den einst Berichterstatter der Lohnkommission bemerkte, daß dieser Streik in der nicht aus der Lohnbewegung hervorgegangen, eine ganze Nation wie die Verkörperung des nationalen sich die Berliner Klavierarbeiter gegenwärtig befinden, Genies bejubelt hatte. Das haben die Giftdämpfe gethan, sondern als ein von den Fabrikanten provozirter Abwehrdie auch für ihn aus der wüsten Herrschaft des Kapitalis- Streit zu betrachten sei. Die Arbeitsverhältnisse waren die mus emporgeftiegen waren. Alpha, denkbar ungünstigsten und gestalteten sich in lezter Beit, durch = bei Stelle. Abeiter GesangSyrene, Echönhauser Alee 28 verein Wa cht auf II, Woltersdorf bei Grtner, Restaurant Gillmann, Wrangelfir. 84 bei Redanz. Wilhelmshöhe".- Arbeiter- Gefangverein der Enterbten, Eminemünderfraße 49. Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39.- enblüthe, Gifenbahnfir. 20 bei Siegemund. Männerchor Sangeslust II, Pafewalterstr. 3, bei Ad. Neumarn. suffitenstraße„ Elysium". Freie Feldblume", Admiralstr. 38 bei Tugauer. Die Norddeutsche Feinbr. jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. Versammlungen. am Der Gefangverein Liberte, Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau, Harmonie 2", Wetnftr. 11, teftaurant Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar anfer, Bund der geselligen Arbeitervereine Serline und Umgegend. ( Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Bergnügungsverein Belgoland II", Langeftr. 65 bei Zempel. Bergnügungstlub Ostend, Krautstraße 6 bei Rudolf von 5-6 Uhr. Bergnügungsverein Seeroie, Krautstraße 6 bei Rudolf. Bergnügungsverein Glüdstern 2, Fennstr. 2, bet Wiesner.- Montag: Pfeifentub elfenfest, Andreasitraße 26 bei Wilte. Bergnügungsverein Felsen fest, Nixdorf, Hermannstraße 21 bet Kartentlub Lustige Brüber, Krautfraße 48 bet Rattte. hornburg. Mund Spezialitätenverein Normannia, Frankfurterfir. 133 bet Golds. harmonitaverein Vorwärts, Bellealliancestr. 74 bet Rizing. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Turnverein Fichte"( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die IV. MännerGemeindeschul- Turnhalle Stephanstr. 3( Moabit). Bitvat- Theatergesellschaft Abtheilung turnt jeden Montag und Donnerstag von 8-10 Uhr in der Satur" Abends 49 Uhr, Sigung bei Specht, Martgrafenfir. 83. Theatergesellschaft Immer uftig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Muht Andree, Chorinerstr. 53: Sigung mit Damen. Stauchtlub Brüderlich te it" jeden Montag 9-11 Uhr bei Pauts, Schlesischeſtraße 38. 1 Privat Fabrik und Lager von Gold- und Silber- Waaren, Brillanten, Regulateuren und Taschen- Uhren. 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