nt.573 ♦ ZS. Jahrgong Msgabe Nr. 2S4 Bezugspreis: Si«rteli!lhrl.tü,— S!., monalü II,— M. Ire, ins sau», voran» zahibav Polt- bczng. Monatlich 12.— At. einschl. An» stellungsgeblthr. Unler Ztreuzdand lür Deutschland, Danzig, da» Eaar- und Meuielcediel, sowie die ehemals beut- schen Gebiete Polens, Oesterreich- Unisarn und Luremdurg2Z,— M., sur das Itdrige Ausland 32,— M. Post- besieUungcn nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tlcheaio» Elorvalei, Düne- mar!. Holland, lluxemdurg. Schweden und die Schweiz. Der.Borwärt»" mit der Sonntag»- beilage.Polt und Zeit", der Unter- hainingsdeilage„Heimwelt* und der Peiloge„Siedlung und Kleingarten* «richeinl wochenlägiich zweimal, Sona- lag» und Monlag» einmal. Telegramm- Adresse! „SozialbroioCrat Scrtto" Abend Ausgabe Oerlinev Volksblsti c 0roS»0sriIn ZS p? «Uis«ii�t» SS Pfennig D AuzeigenKreiSt Di, zehngespaltene sslonparriNezeiie kostet 7.— M.„Sletrio i-nzelgeo" da» icttgednnkte Wort S,— M.»d«» wertere Wort U— M. Worte über 13 Buchstaben zählen für zwei Worte. ssamiiien-An- zeigen für Abonnenle« gelle 4.— M. Die Preise verliehe» sich einschließlich D»s»ru«g»tnsch1ag. Anzeigen fv» die nächste Nummer müssen bi» 4Vs Ahr nachmittag» im Hauptgeschäfl. B-rii» EW«3. Linden. ftraße 3. abgegeben werden. Gedssnei von S Uhr irth dj« 5 Uhr abend». �entrabrgan der rozialdcmohratirchen Partei Deutfcblands Neöaktion und Expedition: EW b8, tindenstr. Z s.-'nnkt,n<><4,«'n- Ncdaktion Mortliplal, läluS— U7 �ernsprk-Nsi-r. Morihplav l>7ÜA-S4 Vonvärts-Verlag G.m.b.H., EW öS, Lindenstr. Z Zve-e-HkUforf,..,-. Verlag,«lirprditioa»nd Inseraten. zisrrnsprcnier. Ag„j,uug Morinpla« Il7.>»-K4 Wirth über unsere Zukunft. De? Reichskanzler Dr. Wirth hat gestern auf dem Emp- fangsabend der Berliner Preste im Reichstagsgebäude eine politische Rede gehalten, die Anlaß zu weiterer Erörterung im Ausland wie im Inland bieten wird. Beiden wird jetzt viel» leicht, nachdem wir die Erfahrungen wenigstens eines halben Jahres hinter uns haben, der Sinn der„Ersüllungspolitik" klarer geworden sein, als er es vordem vielen gewesen ist. Herr Dr. Wirth ist sich vollkommen dessen bewußt, daß das, was die Entente von uns verlangt, schließlich überhaupt nicht geht. Aber während die inneren Gegner der Erfüllungs» Politik sich auf den theoretischen Beweis dieses Richtgehens und damit auf eine Politik des R! ch t s t u n s zurückziehen wollen, erstrebt die Erfüllungspolitik den Beweisdurch dasEx* p e r i m e n t. Gelingen kann dieses uns, wenn wir die Welt davon überzeugen, daß bei uns alles mit rechten Dingen zu» geht, daß wir uns in bester Absicht, ohne Schauspielerkünste und Taschenspielertricks, bemühen, das uns Auferlegte zu leisten. Für diese Politik hat der Reichskanzler gestern das Der- ständnis des Auslands und die Hilfe des Reichstags gefordert. Der Weg zum ersten geht über das zweite: nur wenn der Reichstag wirklich mit der Regierung Hand in Hand arbeitet, können wir vom Ausland die Anerkennung verlan- gen, daß wir zur Durchführung der Ersüllungspolitik alles Zweckmäßige und Notwendige getan haben. Hier ist ein wunder Punkt, auf den der Reichskanzler gestern be- hutsam hingedeutet hat. Der Reichstag muß sich beeilen, die Steuerarbeiten fertigzustellen, bis schon über Gebühr verzögert worden sind. Daß wir zunächst einmal alle Energie daran setzen, unseren inneren Haushalt in Ordnung zu bringen, das wären wir schließlich doch uns selber schuldig, auch wenn es keine Reparatianskommisston gäbe, die das Recht hat, uns in diese Dinge dreinzureden. Unsere Selbstachtung müßte es uns verbieten, unsere wirtschaftlichen Angelegen- beiten derart zu vernachlässigen, daß man uns wie einen Bruder Liederlich bebandeln dürfte. Der Grund dafür, daß wir mit der inneren Ordnung unserer Staatswirtschaft im Rückstände Und, liegt bei der Ab- nelgung der besitzenden Klassen gegen das Steuerzahlen, die durch die deutschnationale Agitation zu einem förmlichen Widerstand verstärkt wird. Diesen Widerstand zu brechen, ist die Aufgabe der Regierung und des Reichstags. Die Umge- staltung der Steuerreform nach der Seite der Derbrauch»» steuern machte sa keine Schwierigkeiten, weil die armen Leute in Deutschland bundertmal einsichtiger und opferbereiter sind, als die von.�elfferich und Konsorten gegen Republik und Er- füllunaspolitik aufgehetzten Knallprotzen. Wir müsten aber diesen Streit binnen wenigen Tagen so oder so zum Abschluß bringen. Dem Ausland ist es sehr gleichgültig, aus welchem Grunde eine deutsch« Steuerreform nicht so zustande gekommen ist— das wäre ein inter Unterhaltungsgegenstand für die innere Politik. Das Ausland sieht dann nur, daß Deutsch« land nickit willens oder infolge feiner inneren Zerrissenheit nicht Imftande ill, feine Wirtschaft in Ordnung zu bringen, und aus bisser Feststellung können dann praktische Folgerungen gezogen werden, die allen Leuten In Deutscl'land, den Anhän- gern wie den Gegnern der Erfüllungspolitik, äußerst unange- nehm werden könnten. Für die Steuervorlagen muß die Aera der fortgesetzten Generaldebatten zu Ende sein. Der Reichstag muß einsehen. daß er einer Regierung, die sein Vertrauen hat, nicht nur papierne Vertrauensresolutionen, sondern auch Taten schuldet. � Belm Emvfang des Berelns Berliner Press« bn Reichstag waälte der Reichskanzler Dr. Wirth am Sonntag folgende ilusfübrungen: Die Presse im modernen demokratischen Deutschland muß mit Nachdruck in den volitilchen Kamvf gehen, dieser braucht nicht Parteikamnf und Parteileidenschaft in der «idersichen und rohen Form zu sein, die vir all« de- klagen, Partei soll sein Ausdruck der Uebrrzeugung, der Einstellung zum Staat und einer bestimmten Weltanschauung. Rur ein« solch Hochliehend« Presse wird zum Kampfqenossen der Regierung, sei es als Parteigänaer, sei e» in der Ovposition, aber nur eine solche Presse kann zu einem mitieitenden Faktor im Staate werden. Da, Deutsche Reich in seiner fetzigen Rot hat gewiß die Zu- sammenfassung aller produktiven Kräfte zu seiner Rettung not- wendig, und es ist dankbar anzuerkennen, daß In der Industrie- und Dankwelt es viele Männer gibt, die die deutsche Rot einsehen und zu praktischen Ergebnissen lammen wollen, aber endererseits ist doch anch unverkennbar die Tendenz zu bemerken, diese Zu- iammenfassung abseits vom Staat zu vollziehen, salbst«mf die Gefahr bin, fcca Z.act bobrl eosdorren z» lasse». Dieser Gefahr wird vorgebeugt, wenn der Staat gestützt wird durch die geistigen und kulturellen Kräfte, deren man ebenso- wenig entbehren kann wie Eisen und Kohle. Aller dieser vroduk- tioen Kräfte bedürfen wir, wenn wir über die nächsten Monate überhaupt hinwegkommen wollen. Das ist die Aufgabe, die wir uns zunächst in der Reichsregierung wie in den Landesregierungen gesteckt haben: wie kommen wir über den Winter hin» weg? Sie können mir vorhalten: Das ist aber nicht die Politik, die wir erstrebt hatten, die Politik auf lange Sicht. Diese Politik auf lange Sicht» von der Sie wohl glauben, heute ein gewisses Programm hören zu können, ist allerding» nickt allein von uns abhängig, sse ist abhängig von der gesamten Weitlage und von jener Erkenntnis internationaler Art, daß mit politischem Druck, daß mit einem dem anderen folgenden Ultimatum, daß mit Sanktionen die Wellwirtschast nicht saniert werden kann.(Deifall.) Die Politik, die ich zunächst die innere nenne, die nicht eingestellt ist auf die Entwicklung von Iahren, kann auch nicht etwa gelöst werden durch einen sich immer wieder- holenden Personenwechsel, sie kann auch nicht gelöst werden — ebenso wie die große auswärtige Politik— durch das Ticktack über die Taktik der Koalitionsbildung. Rein das Hinwegkommen über den Winter wie über die großen außenpolitischen Probleme erfordert eine verantwortungsbewußte Mitarbeit aller Schichten unseres Volkes, und es ist die Ausgabe gerade der deutschen Presse, allen politischen Faktoren und insbesondere machen, wollen wir insbesondere das aräßte oller Probleme, das da» Seitwärts-in»die-Büsche-schlagen keine Politik bedeutet.(Zustimmung.) Wollen wir auswärtige Politik machen, wollen wir insbesondere das größte aller Porblcme, dgs Rcparationsproblem, dos kein deutsche» Problem allein ist, sondern ein W e l t w i r t s ch a f tsp r o b l e m, den Dölkern näherbringen und Leistungen auf allen Gebieten vollbringen, so müssen wir in Deutschland jeden politischen Mrrwarr zu einer Unmöglichkeit machen. (Lebhafte Zustimmung.) Ich weiß, daß man mit dem oder jenem Politiker nicht zu- frieden ist. Ich habe auch immer Derständnis gehobt dafür, daß die Finanzminister insbesondere Attacken ausgesetzt sind(Heiter- keit), aber mit diesem persönlichen Kampf allein wird das deutsche DoiS nie frei werden und wird auch sein tägliche» Brot nicht be- kommen.(Sehr richtig.) Wir marschieren die Richtung, die wir seit dem 10. Mai eingeschlagen, für d'e ich die verontwortung trage, wir marschieren ste weiter. Dabei ist es ein m ü tz i ss e« G e< rede, etwa zu sagen: hier steht derKanzlcrder Erfüllung. Will man ein solches Schls-nvort in seinem ganzen Unwerte aner- kennen, so muß man einmal zur Negation übergehen, und ich frage Sie. wie muß eine Regierung der Richtcrfüllunz, der Richtieistung, de» reinen Protestes, sich in der Welt bewegen, damit schließlich die Einheit Deutschlands nicht in Erfahr kommt.(Zu- stimmung.) Das ist doch das große Ziel unserer xolUischen Arbeit gewesen, do» Letzt«, wa» wir au« großer Vergangenheit gerettet haben, die Einheit des Baterlandes und die Einheit feiner Wirtschaftsführung hinüberzuretten in eine Atmosphäre, wo nicht mehr der Gedanke reiner politischer Auswirkung tta Siegrs. des Hasses und der Zerfiörunn maßgebend ist, sondern wo der politische Äaß wie ein Nebel am Morgen zerstoben ist durch die aufgehende Sonne, wo die Menschen sich zur Borctung über die großen wlrt- schasklichen Problem- und über die kalkurprobleme dar Melk sich wieder au dem Konferen' lisch versammeln werden.(Beifall.) Die- fem Ziel hat unsere mühsame Arbeit"«dient, und jeden heißen wir wir willkommen, der dem Ziel der Rektung des deuischen Haler. lande», seiner Einheit und seiner Wirtschaft mit uns entgegenstrebt. Es wäre reizvoll, gerade in dieser Stunde unler« Blick« zu lenken sowohl über das große Wasser wie über den Kanal binüber. Di« Erörterung großer Probleme ist im Gang«. Mit Absicht haben wir eine von weiten Kreisen verlangte Polemik zurückgestellt. Ich rersaae es mir deshalb, heut« manche Probleme zu berühren, die unsere Herzen beweaen. Große Cnt- scheidungen können an un, herantreten. Wir haben den Weg ehrlicher Verständigung nicht erst seit gestern betreten, wir haben ihn i» de» letzte» Togen wieder bekrele». wir find willens, auch heute noch die schweren uns auferlegten Per- psslcktungen zu erfüllen. Die Regierung hat am 10. Mai bei der Annahm« de» illtimatums die wirtschaftlichen Folgerungen der Annahme de» Ultimatum, denen zuaelchoben, die uns dazu ge- zwungen haben. Hat jemand in der Welt geglaubt, daß man ein Volk wie das deutsch« mit seinen SO Millionen Menschen isoliert herausheben tzönnte ov» den vor dem Weltkrieg« so tief wirt» schaftlich und finanziell verflochtenen Rationen, und dckh man diese» isoliert« Volk dann auspressen könne wie»in« Zitron» auf Grund des Friedensvertrages? Ich weiß nicht, wie unsere Gegner von oestern fich die Fort» srtzung der Politik im neuen Jahr« denken. Wir wollen aufrichtig und ehrlich den Gedanken der Bereitwilligkeit, auch in Deutschland Substanz zur Verfügung zu stelle», soweit ein Kredit aus der Grundleae dieser Substanz möglich und sein« Abdeckung überhavvt ökonomisch durchführbar ist. in den näch- sten Tagen verfolgen. Aber die Entscheidung, ob es Geldgeber auf der Welt gibt, die bereit sind, in den großen Topf der Repara- tione» — das Ist ein Topf ohne Vöde»— Ihr Geld hineinzustecken, dl« Entscheidung darüber liegt nicht bei der deutsche» Regierung, auch nicht allem bei der deutschen Industrie und Bankwelt, sondern bei den Geldgebern, dt« nicht in Deutschland ihren Wohnsitz haben. Wir müssen deshalb mir Geduld der Eni- Wicklung der kommenden Woche entgegensehen. Ist es nicht möglich, in alle Kreis« den Gedanken hinauszutragen, daß gerade jetzt «ine gewiss« Zurückhaltung nötig wäre? Ob der Erfolg. ob die Möglichkeit für uns gegeben ist, über den Januar und Fe- bruar hi neu« azu kommen, das ist noch nicht da« einzige Entscheidende für uns, fondern daß überall, wo man die Wirtschaft zum Gegen- stand des Nachdenkens macht, das Ausscheiden Osteuropas mit leinen unzähligen Menschsnmassen, da« Nieöerbrcchcn de» wirtschaftlichen Leben» in den österreichisch- ungarischen Sukzession» st säten«nd der Zerfall des wirtschaftlichen Lebens und insbesondere die wachsende Kauf- unkrast der 60 Millionen Deutschen eis ein« Weltgesahr erkannt wird. Dies« Erkenntnis und die Notwendigkeit, daraus politisch« Folgerungen zu ziehen, anch wenn sie mit den harten Buchstaben de» Lersailler Friedens nicht übereinstimmen sollten, die Rotwendigkeik, die Völker einander wieder näher zu- bringen, ist im Laufe des Sommers und oerade jetzt gewachsen. Jetzt ist e» unsere Aufgab«, die wirtschaftiichen Probleme fern von jeder Polemit der leitenden Staatsmänner in ihrer wirklich großen Tragweite nun endlich zum Ausdruck kommen zu lassen. Di« größte politische Tatkraft muß jetzt an die baldigste Verabschiedung der Steuergcsetzentmürse gefetzt werden. Gewiß werden dabei auch Kompromisse notwendig sein. Die politisch« Reife de? Parteien gilt es z« bewähren. Ich bin mir klar, daß ohne deutlich stclstbare Opfsr de» Befitzes eine inncc- pollükchc Klärung und dl? Vsrabfchiod'mg Msjer Gesetze ein Ding der Unmöglichkeit sein wird. Das wird eine harte Arbeit sein, ge- rode in den höchsten Tagen. Schießen Sie von rechts und links, aber ein Ziel sollte seder im Auge behalten, daß nicht das Zu- fallbringen dieser Steuergesetze dem deutschen Dvlk« nützen kann, sondern der feste klare Mille, unser inneres Budget, soweit c? den ordentlichen Haushalt und den Haushalt der Detriedsvcrwal- tirngen umfaßt, in ein solches Gleichgewicht zu bringen, daß niemand in der Welt an unserem guten ernsten Willen und unserer Energie, Ordnung zu schaffen, zweifeln kann.(Beifall,) Dieser Arbeit widmen wir un'ere besten Kräfte. Wir fechten nicht für unsere Person und für die heutige Rezierung. Es ist falsch, in einem demokratischen Staat« immer der Regier«na zuzurufen: Regierun«, hilf!, statt nach demokratischem Grundprinzip der Regierung zu helfen oder«ine solch« zu bliden, die solch« großen Problem« lösen kann. Es ist mir eine herzlich« Freud«,— und ich darf wohl auch Im Namen des Herrn Reichsvräsidenten und meiner Kollegen sprechen— in Ihrer Mitte ein« Stunde oerweilen zu können, und wenn wir von Ihnen scheiden, tun wir es in dem Bewußtsein, mit Ihnen einig zu sein in dem festen Willen, die Einheit und Freiheit des deutschen Volke, zu retten, und für diese» Ziel all« acistigen und materiellen Kräfte anzuspannen.(Ll.irmischer Beiiall und Händeklatschen.) Reparation nnü Noratorinm. erfahren, ist die von Havas bsretts am on eine den auf der pfitiM- Zanuar und am Me wir 2. Dezember Gestern bei der VerfckSrfungen, Skandpunlt der Enieukeregierungen, die lichen A u s z a h l u n st der am IS. IS. Aebruar fäliigen Befrage bestehen. Nene Berzögermtgen? London, 9. Dezember(WTB.) Dem �vaitg Telegraph" zu- folge kann der in der Aufstellung de» Plan» für eine neue Repara- tionspolitik eingetretene Stillstand nicht überwunden werden, bevor das Reparationsproblem einschließlich de» i n t e r a k l i- irrten Abkommen» vom 13. August und de» Wiesbade- ner Abkommens vom Obersten Rat oder wenigsten» von einem Ausschuß der alliierten Finaazminister«röertert worden sei. Sie »Times* berichtet, der Finanzausschuß des britischen Kabinetts werde in dieser Woche sein« Beratungen über die ihm vom Schatz- amt unterbreiteten, dt» deuttchen Reparationen betreffenden vor- schläg« wieder aufnehmen. Ein Beschluß in dieser Frage werde erst gegen Ende der Woche erwartet. Da,»orgeschiagen» Mvrato- rium für Deutschland sei, wie angennommeN werde, die Lösung, die von feiten der Minister am meisten begünstigt werde. Die Frage sei jedoch schwierig und werde wohl nicht ohne Beratungen zwischen den alliierten Regierungen geregelt werden. Bevor da» Kabinett «inen Beschluß fasse, werde die Ansicht der Reparationskommtssion eingeholt worden müssen. Neglerungsbilöung in Selgien. Brüssel,». Dezember.(TU.) Die belgischen Soziali« sten haben beschlossen, an der Bildung einer neuen Regierung sich vorläufig nicht zu beteiligen. Wenn der Augenblick für den Ein- tritt in die Regierung gekommen sein wird, soll ein neuer Kongreß abgehalten werden. Die neue Regierung wird jetzt von dete Katholiken und Liberalen gebildet«erden. tVohnhesmftatte und wl'rtsthoflsheimstatte. Der Siedler und der Kleingärtner haben es schon längst schmerz- ttch empfunden, daß die von der Novcmbereoolution ins Leben ge- rufene Sicdlungsgesetzgebung(das Reichssiedlungsgesetz), b«s Preußische Ausführungsgcsctz zum Reichssiedlungsgesetz, da» Preußische Gesetz über die Bildung von Bodenvcrbesserungsgenossen- schaften, das Reichsheimstättengesetz, die Rcichs-Kleingarten- und Kleinpachtlandordnung, die Preußischen Ausführungsbestimmungen zu dieser Ordnung, die Reichs- und die Preußische Pachtschutzordnung, noch nicht zusammengefaßt und volkstümlich erläutert wurden. Letzt hat unser Genosse Dr. Eduard David, einer der besten Kenner der deutschen landwirtschaftlichen Verhältnisse, eine sehr belehrende Schrift.Die Siedlungsgesetzgebung" herausgegeben und die ein- schlägigen gesetzlichen Bestimmungen kurz erörtert. In seiner Einleitung schildert David wuchtig den furchtbaren Expropriationsprozeß, der unser Landvolk um Besitz und Freiheit brachte und ein ungeheueres Eigentum an Grund und Boden den Lrmkern zuschanzte. Dieser Prozeß schuf die wahrhaft beängstigende Machtstellung de» großen Grundbesitzes in Preußen und die für die Bolksgesundheit und Bolkswohlfahrt so gefährliche Verkümmerung de» bäuerlichen Besitzes, chlcr trar die Novemberrevolution endlich als Retterin auf und steekte sich in ihrer Siedlungsgesetzzebung große volkswirtschaftliche und soziale Ziele. Diese Gesetzgebung und die aus ihr fließenden staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten muß jeder kennen, der für sich und seine Familie gesundere Lebensver- hältnisfe begründen will.') Hat die gemeinnützige Siedlung, Helmstättenbildung mi Woh- wmgsherstellung auch durch die Novemberrevolution einen weiten gesetzlichen Spielraum gewonnen, so ist damit ldder noch nicht die tatsächlich« Siedlung selbst gegeben. Diese kann erst im großen Stil« um sich greifen, wenn zahlreiche Vilksgenosien wegen preiswerter Bodenverhältnisse Grundbesitz erwerben können. Wir be- dürfen deshalb vor allem der reichsgesetzlichen Boden» »ertbemessung für alle Fälle des Bodenerwerb» für Sied- lungszwecke. Genosse David führt den Artikel 1SZ der Reichsoer» fasfung ins Feld, der wohl eine Enteignung nur.gegen angemessene Tntschädigung bestinimt, aber dech hinzufügt, soweit nicht ein Reichsgesetz etwas andere» bestimmt.'... David bemerkt nun zu dieser Bestimmung:.Da» läßt also die MZglichkeit zu, daß durch besonderes Reichszesetz auch eine Enteignung ohne »der gegen eine Entschädigung, die dem Wert de» zu enteignenden Sbjekts nicht angemessen ist, angeordnet werden konn. Damit ist also freie Bahn gegeben für ein Reichsbodenbewertungs- » e s e tz zu gemeinnützigen Zwecken. David schlägt dann vor, bei den gefetzsichcn Wertbcmessungen von Liegenschaften und einzelnen Grundstücken dle Steuerveranlagung zugrunde zu legen. Die Sicdlungsgesctze will David wecter durch ein Reich»- bodennutzungsrecht ergänzen, das nicht nur Mindestforde- rungen für eine intensive Bodcnbcbouung, sondern auch eine Höchst- g r e n z e für den privaten Besitz an Boden festlegt. Dieser Borschlag soll endlich das ideale Ziel de? Reichsverfassung verwirklichen helfen: s e d er Familie eine Wohnheim statte und jedem Lxindwirt eine Wirtschaftsheimstätte. Dieses hohe Ziel kann aber nur durch den Zusammenschluß der Heim- stättenbewerber, Kleinbauern und Kleingarten- Pächter erreicht werden, um die Widerstände der Grundbesitzer und Bodenmagnaten gegen ein großzügige», volkbcfreiendes Siedlung»- «esen zu brechen. Daher haben Landarbeiter, klein- bäuerliche Besitzer, Kleinsiedler und Kleingarten- Pächter eine Arbeitsgemeinschaft zur Sanierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse des deutschen Volkes und zur Steige- »ung der Produktivität der Landwirtschaft zu schließen. •) Die Sicdlungsgesetzgebung s einschließlich Heimstättengesetz, Kleingarten- und Pachtschutzordnung). Ein Kommentar mit gc- schichtlicher Einleitung von Dr. Eduard David, M. d. R. 5. H. W- Dietz Nachfolger, Stuttgart und Buchhandlung Vorwärts, Berlin. 10 M. Die Milgliederliste dc» kai'erNchrn?rchlklubs. Der„Roiler- Rche" Nachtklub versendet jetzt feine Mitgliederliste für 1921. Al» Mitglieder werden gefültrt:.S. M. Kaiser Wilhelm II.' und andere Namen, die in der letzten Zeit viel genannt wurden, u. a. Leutrwat Tillessen, Killinger, Ehrhardt und der Großindustrielle S t I n n e s. Wucherbekämpfung. Die Reichsregierung hat erneut ihre nachgeordneten Stellen «utf die Notwendigkeit schärfster Durchführung der Verordnungen gegen den Wucher hingewiesen. In der Tat bestehen seit 1919 ge- setzmäßige Handhaben, um gegen Wucherer und Schieber nut aller Strenge vorzugehen. Die Gerichte können gegen Wucher auf Geldstrafe, Gefängnis, Zuchthaus, Ehrverlust, Untersagung de, Handelsbetriebs, Einziehung der Wagen, öffentliche Brandmartung durch Urteilsveröffentlichung erkennen. Es ist auch von den Be- vimniung«? bisher Gebrauch gemacht worden, aber es scheint aus dem Ergebnis hervorzugehen, daß der lang ame und umständliche We� des heutigen Gerichtsverfahren» sich für eine durchgreifende Bekämpfung des Wuchers wenig eignet. Ueber die Ergebnisse der deutschen Wuchergerichte innerhalb be» Zeiträume» 1920 ilt nämlich eine genaue Uebersicht dem Reichs- tage durch da» Reichsiustizministcrium zugeleitet worden. Daraus acht hervor, daß im lialendcrjahr 1920 im ganzen 27 S24 Der- fahren in Wuchergerichtssachen anhängig gemacht wer- den sind. Bon dieser Anzahl entfällt der größte Teil aus Erkennung zu Geldstrafen nämlich 11 920 Fälle, der kleinere auf Freiheitsstrafen, nämlich in 7700 Fällen, »nd 2397 lauteten auf Frcifpruch, da» find also etwa 8 Prcz. E» ist beachtenswert, daß an den Geldstrafen wiederum der weitaus aräßt« Teil, nämlich in 3012 Fällen, ein Strafmaß nur bis zu 1000 M. aufweist, über 20 000 M. nur in 280 Fällen verhängt wer- den ist. Es sind also von der weitaus größten Strafgruppe wieder» *m die überwiegend meisten Fälle kleine und belanglose Delikte ge» «esen, die im Gerichtswege zur Aburteilung gelangten. Auch in den verhängten Freiheitsstrafen zeigt sich ein gleiche» Bild. Don den 7700 Freiheitsstrafen lauten 5035 Fälle auf Gefängnisstrafe bis zu einem Monat, 1219 Fälle bis zu drei Mo- naten, 735 Fälle bis zu einem Jahr und nur 88 auf über ein Jahr. Iluf Zuchthaus wurde überhauot nur in 24 Fällen erkannt. Auch mit den anderen gleicyfalls durch die Bcrordnungen gegen den Wucher angedrohten Strafmaßnahmen ist bisher recht glimpflich »erfahren worden. Rur 55mal wurse aus V u ch er- sucht un» um Veröffentlichung dieser Zeilen: Anläßlich der Voll- endung meines achtzigsten Lebensjahre» sind mir von nah und fern, aus dem Ausland, aus ollen Teilen de» Reich«, der lieben Heimat, den hicsigen Parteiorganisationen, von Freunden und De- kannten so viele Glückwünsche und Angebinde gesandt und überreicht worden, daß ich die zahlreichen Freunde, die meiner gedachst bitten muß, meinen tiesempsundenen Dank öffentlich aussprechen zu dürfen. All die vielen Ehrungen, die mir im Laufe de, Tages zuteil wurden. fanden einen ebenso schönen wie harmonischen Abschluß durch di« von Mitgliedern des Arbeitersänaerbunde» am Abend vorqetragenen stimmungsvollen Lieder. Den Sängern meinen herzlichsten Danst Frankreich und die Konferenz von Washington. Wie die Pariser Morgenblötter mitteilen, Ist e» sicher, daß am Dienslag in der Kamnxr kein« Aussprache über die Washingtoner Konserenz stattfinden und daß auch Brland kein« Er- k l ä r u n a über sein« Reise abgeben wirb. völlig verschiedenen Eindruck, den ein Gebäude in einer Wohnstraß« und in einer Geschäftsstraße auf den Borübergehenden macht. Rück- ficht genommen werden. So müssen In einer Geschäftsstraße, wo die Auslagen der Läden die Aufmerkiamkeit der Borübergehcnden aus sich ziehen, starke Mittel angewendet werden, um den Blick noch oben zu ziehen. Doch dürsten sie den Geschmack natürlich nicht ver- letzen, und eine gute Farbgebung wird hier diesen Zweck besser erfüllen als besondere Bauformen. Hat man in der Geschäftsstraße nichts gegen eine Farbengebung einzuwenden. die vielleicht zu Reklamczwecken hart an die Grenze de» Geschmack» losen geht, so wird man in der W o h n st r o ß e in der Farbgebung mehr eine vornehme Ruhe erwarten. Mit Geschmack ausgewählte stumpfe Farben werden hier am Platze sein. Sehr schöne Wirkungen kann man durch farbigen Anstrich der Fensterireuze und Schlag- läden erzielen. Ganz neu« Wege In der farbigen Architektur hat wie wir hinzufügen u allen— neuerdings der Magdeburger Etodtbaurat Taut eingeschlagen, der namenllich mit der Errichtung eine» in lichten Farben strahlenden Kaufhauses starke und schöne Effekte er- zielte Die unerschwinglichen Preise für da» sogenannte.echte" Material werden überdies in Zukunft immer mehr zur Benutzung des farbigen Anstrichs nötigen. Neues von den roten Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen, die etwa 50 Praz de? Gcsamtmass« de» Blutes betragen bei einer Oberfläche van 2810 Ouodra-meter bei dem Erwachsenen, sind ihrer Form nach von dem amerikanischen Baktericlogen Prices-Joncs eingehender untersucht warben und im lebenden Zustande al» eiförmig festgestellt. Die beiderseits eingedellte Form zeigt sich an- scheinend nur außerhalb der Blutgefäße. Die Körperchen sind so welch und biegsam, daß sie ohne dauernd» Aenderung ihrer Form durch die engsten Kapillaren durchkommen. Abgesehen von dem Anschwellen und Schrumpfen in Lösungen von geringerem oder höherem Solzichclt läßt sich ein tägliches Schwanken ihres Durch- messcrs innerhalb der Blutzirkulation feststellen, und zwar ein» Zu- nahm« tagsüber, eine Verminderung im Schlaf. Aphorismen. Liebe deinen Nächsten als dich selbst l Ich aber sage: Richte dich selbst, wie du deinen Nächsten richtestl » Scheue dich nicht vor dem Schwersten und Härtesten: wem» die Nacht am tiefsten ist. geht es dem Morgen zu. Witz ist di« blitzende Oberfläch«, Humor der tief« Goldgrund de» Leben». » v-r Künstler ist noch nicht reif, der nur große Probleme wälzst Da» Kleins e meistern und im Kleinsten da» Große ausdrücken ist Meisterschaft. « In der Natur Ist der Kiesel nur«In Stein: der Künstler kann im Kieselstein da» ganze Weltall offenbaren. R. Biernath. Vor Entscbeiüunxen fn Washington! Der Kongreß von Washington, der sich im allgemeinen in di« imdurchsichligen Gardinen der Scheindiplomatie und in chaotische Staubwolken von Sensationsmeldungen einhüllt, soll sein oer- schleiertes Antlitz in dieser Woche wieder einmal enthüllen. In öffentlicher Sitzung werde, so heißt es in einer halbamtlichen An» tündigung, der Vertreter Englands und der Vertreter Japans da» Ende des«nglisch-jopanischen Bündnisse» bekannt- gegeben. Weiter wird gesagt, der Vertreter Amerikas werde diese Mitteilung zur Kenntnis nehmen und seinerseits erklären, daß die amerikanische Regierung sich gern an einem A b- kommen beteilige, das an Stelle des englisch-japanischen Bund- nisses treten werde. Verschiedene Quellen wollen auch bereit» wissen, wie dieses Abkommen aussehen wird. Es soll ein Garantie- vertrag zwischen den Vereinigten Staaten, Groß- britannien, Japan und Frankreich sein zwecks S i ch e- rung des Friedens im Stillen Ozean. Stehen die Dinge wirklich so günstig, wie hier angedeutet wird, so hätte die Konferenz von Washington ihr Programm erledigt und einen wesentlichen Erfolg erzielt. Leider sprechen die Tatsachen nicht für diese Annahme. Auf der einen Seite ist man hinsichtlich der Seeabrüstung immer noch nicht zu einer festen Derein- barung gekommen und schwankt wie bisher zwischen dem Ursprung- lichen Vorschlag von Hughes und neuen japanischen Kombinationen, auf der anderen Seite fehlt dem Großmöchtevertrag über den Stillen Ozean noch die Zusage Japans, und so schält sich als kärglicher Kern aus der pompösen Ankündigung vor- läufig lediglich die lang erwartete, nunmehr halbamtlich de- stätigte Auslösung de» englisch-japanischen Bündnisie», die äugen« scheinlich einen starken Druck auf da» bedrängte und mißgestimmte Japan ausüben soll. Mithin erübrigt es sich, über die Koalition Großbritannien, Vereinigte Staaten und Japan, zu der als vierte Macht sich angeblich Frankreich gesellen soll, Betrachtungen anzu- stellen. Neue Konferenz in Parks. Paris, 5. Dezember,(chaoas.) Im Ministerium de» Aeußern bestätigt man, daß eine Zusammenkunst der Minister de» Aeußern Englands, Italiens und Frankreichs zur Besprechung der Orientfrage bevorstehe. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese Zusammenkunft in Pari» stattfinden wird. Da» Datum ist noch nicht festgelegt. Obgleich man sich in dieser Konserenz nur mit den Oricntsragen beschäftigen soll, ist es wahrscheinlich, daß die Minister die Gelegenheit benutzen werden, um einige der anderen Fragen zu prüfen, die ihre Länder mit Besorgnis erfüllen, insbesondere die Frage der Reparation. jVieüeraufbauintrigen. Paris, S. Dezember.(WTB.) In P6ronn» wurde gestern unter dem Lorsitz des Präsekten Morain in Anwesenheit de» Se- nators Eouge und de» Abgeordneten Gonet eine Versammlung ob- gehalten, die die Vereinigung der ehemaligen Frontkämpfer einberufen hatte. 800 Personen waren anwesend, di» sich einstimmig gegen die Beschäftigung deutscher Arbeiter aussprachen. Die A b st t m m u n g i n d e n l! D ö r f e r n. die sür den Wieder- ausbau durch Deutschland bestimmt sind, ergab, daß sich S1 Prozent gegen die Deutschen ausgesprochen haben. Bon 806 Familien, die befragt wurden, haben 149 dafür gestimmt und 127 dagegen. • Es handelt sich bei dieser Abstimmung offenbar um die z w« i t« von Loucheur beeinflußte, während di« erste eine überwältigende Mehrheit sür deutsche Mitarbeit ergab. Aber auch die zweit« Ab- pimmung, die eine sehr knappe Mehrheit gegen di« Beschäftigung Deutscher aufweist, zeigt, wie di« Stimmung in den zerstörten Ge- bieten tatsächlich ist. mögen interessierte Drahtzieher die Sachlage auch zu verschleiern suchen._ Die Volksabstimmung in Geüenburg. Budapest, 4. Dezember.(US.) Die Ocdenburger Abstimmung». kommission der Entente hat an die ungarische Regierung«in» Rote gerichtet, worin sie mitteilt, daß die Pazifizierung Wcstungarn, am 8. Dezember vollendet worden ist. Im Sinne de» Venedigcr Abkommens muß die Volksabstimmung im Oedcnburgcr Gebiet 8 Tage später erfolgen. Die Abstimmung wird also am 11. Dezember be- ginnen. An diesem Tage wird zunächst in der Stadt Ocdenburg abgestimmt werden und einige Tage später in den übrigen zum Absümmungsgebiet gehörenden kleineren Ort chaften. Da» Ab- stimmungsergebnis wird erst am Schlüsse der gesamten Abstimmung bekanntgegeben. Die angekündigten Ententetruppen sollen im Lause dieser Woche in Oedenburg und Umgebung eintreffen. Kleine politistbe Nachrichten. "stndenburg und die„tief Gesunkenen". Trotz de» Verbote» de» preußischen Kultusministers hat am Sonntag der Schü.ertag in Hannover stattgefunden, zu dem nach Meldung der TU. etwa 8000 Schüler und Schülerinnen der höheren Lehranstalten Deutsch- lands erschienen waren. Die Tagung erhielt ihr besonderes Gepräge durch die Teilnahm« Hindenburg». dem unendliche Ovationen dargebracht wurden. Hindenburg hielt eine Ansprache, wonach wir tief gesunken sind, nicht nur im Sinne der Politik, sondern auch der M o r a l.— Diese Jacke mögen anziehen, denen sie paßt. Wir denken dabei namentlich an die G n m n a s i a st e n- und Studentenkreise, die einen so erstaunlich hohen Prozent- satz von Meuchelmördern hervorgebracht haben. Wünsche der Anslandsdeulschen. Der In Jamburg abgehaltene zw'ite Kongreß der Ausländsdeutschen fordert In einer Entschließung, daß endlich einmal die Aussührunqsvorschristen zu dem Entschädi- gunosgesetz erlösten werden und serner den Jnterestenvertrctunzen der Entwurf de» Liquidationsschädengesetzes unverzüglich bekannt- gegeben wird. Au'aekwbenes W'inasverbct. Das Verbot der.Ostpreußischen Zeitung" ist auf die Beschwerde des Blatte» vom preußischen Ml- nistcr des Innern aufgehoben worden. Der salsche Till"sen. Der Unbekannte, der sich der Dresdener Polizei in voriger Woche stellte und angab, er sei der Mörder Erz- bergerO hat eingestanden, der von der Staatsanwaltschaft Ulm ge- suchte Verbrecher Berenbrock zu sein. Di« Untersuchung hatte die Fährte auf diesen flüchtigen Verbrecher gelenkt. Mit dem Mord Erzberger» steht er in keiner Verbindung. 3n d-r ilallenlichen Kammer kam«, zu einem Kra ch. als kurz nach Eeöffnung der Sißuna d»r kommunistisch« Ab�ordnet« M i s I a n o. der bekanntlich zu 10 Jahren Zuchthaus und Ehrverlust «rx�en Fahnenflucht im Kriea« verurtn't wurde erschien. Viel« fascistische und andere Ab�ordnet». darunter Giolitti, verließen den Saal E-«nsi'and ein Tumult. Schließlich wurd«, da da» Hau» nicht beschlußfähig war, die Sitzung aufgehoben. Die ungarische Regierung bat sich g«bild«t. Ministerpräsident ist Gras B e t hl« n. Außenminister Gras Ritolau» Banssy. Den Ackerbau übernimmt Jochem Mager. Groß-J&rlüi Suche nach Wohngelegenheit. Kasernen sind nicht zu haben. Zur Linderung der Wohnungsnot ersuchte im Mai d. I. die Berliner Stadtverordnetenversammlung den M a g i st r a t, schnell- sten» Schritt« zu tun, um.die in Berlin zahlreich vor» handenen leerstehenden Kasernen für Wohn. zwecke nutzbar zu machen". Der Magis.rat kam diesem Ersuchen nach, er hat aber erst jetzt der Stadtverordnetenvcrsamm- lung mitteilen können, welchen Erfolg seine Bemühungen gehabt haben. Leider muß er über einen vollständigen Miß- erfolg berichten, den der städtische Ausschuß für das Wohnung». wesen, nachdem er bereits früher mehrfach vergeblich die Hergab« von Kasernen für Wohnzwecke betrieben hatte, sich aufs neue beim Reichswehrministerium und beim Reichsschatzministerium geholt hat. Au» den Antworten der beiden Ministerien ersährt man, daß die in der Bevölkerung verbreitete Meinung, es feien noch leere Ka- fernen zu haben,«in Irrtum war. Das Reichswehrmini st erium hat erklärt, daß es mit dem Ausbau unbenutzter Kasernen zu Wohnungen durchaus ein- verstanden wäre, wenn«» noch solche Kasernen hätte Die meisten Kasernen seien an das Reichsschatzministerium abge- geben und von diesem an andere Behörden überwiesen worden (z. B. sind in ihnen mehrere Finanzämter untergebracht), so daß jetzt schon da» Reichswehrministcrium selber an Raummangel leidc Da» Reichzschatzmini st erium hat dem städtischen Wohnungsausschuß geantwortet, die Erregung der Wohnungsuchen- den sei verständlich, weil ihnen nicht bekannt sei, wie die K a- fernen setzt benutzt werden. Trotz beträchtlicher Ber- Minderung de» Heeres sei kein« Kaserne entbehrlich, weil nicht nur 4800 Mann Reichswehr, sondern auch 17 200 Mann Schutzpolizei untergebracht werden mußten. Ueberdies seien sechs Kasernen zu Bureaus für Behörden eingerichtet worden, wodurch an anderen Stellen viele Wohnungen frei ge- worden seien. Alle Kasernen seien vollkommen ausgenutzt, und Roumverschwendung auf Kosten der Allgemeinheit werde nicht getrieben. Wenn Teile von Kasernen vorübergehend nicht voll be- legt gewesn seien, so sei das auf Umgruppierungen innerhalb der Dienststellen zurückzuführen. Der Reichssthatzminister betont, daß er der Wohnungsnot stets volles Verständnis und weitestgehende« Interesse entgegengebracht habe. Er habe auch die mit Kriegsgesell- schaften und Behörden belegt gewesenen Wohnungen bis auf einen verschwindend geringen Teil jchon räumen losten und diese Stellen in ihren Unterkünften so eingeschränkt, daß von einigen bereit» Bedenken in gesundheitlicher Hinsicht geäußert worden seien. Hiernach erklärt der Magistrat, zurzeU weiter» Schritt» nicht tun zu können. Der erste Eksbahn-Sonatag. Der klingende Frcst, der die ganze vergangene Woche tüchtig arbeitete, um alle Berliner G-wäster mit einer Eisdecke zu oersehen, hielt auch am Sonntag an. Die Tiergartenbahnen waren noch nicht ganz instand gesetzt, aber trotzdem entwickelte sich besonders In den Rachmittagsstunden dort bald das gewohnte Sportläuferbild. Auch die Umgebung Berlins hatte sich wieder eines regen Besuchs zu er- freuen. Di«» trat besonders auf den Strecken nach W a n n s e e und Friedrichs Hagen in Erscheinung, doch konnte der Ver- kehr ohne Schwierigkeiten bewältigt werden. Rur in den Abend- stunden machte sich in Wannsee ein größerer Andrang von zurück- kehrenden Eisläufern bemerkbar. �kn MorS In S!emensstaöt! Die Persönlichkeit des Teten noch nicht festgestellt. Auf ein neues Kapitalverbrechen läßt ein Leichensund in Siemen« st odt schließen. In den Neubauten der Siedlung der Firma Siemens u. Halske fand man i m K e l l e r unter dem Bretter- belog de» Kellergeschosse» die Leiche eine» unbekannten betagten Manne». Ein Ingenieur, der später das Hans be- ziehen soll und den Bau gestern besichtigte, entdeckte sie. als ihm auffiel, daß aus dem Belag einige Bretter Herausgeristen waren. Der Mordbcreitschastsdicnst stellte fest, daß es sich um einen mindestens etwa 80 Jahre alten Mann mit weißem Haar und grauem Bart handelt. Er ist etwa 1,72 Meter groß und hat noch ein gute», volles Gebiß. A m H n l s e entdeckte der Gerichtsarzt mehrere kleine Verletzungen, die vom Würgen mit den Händen oder einem Strick herrühren können. Die Kleider waren ausgezogen bis auf da» Hemd, ein fast neues Makkohemd mit der Firma Schütz, Berlin. Das Vorhemd mit einem schwarzwciß gestreiften Selbstbinder war über das Gesicht gezogen. Reben der Leiche lag der Hut. Daneben lag auch da, Jackett, in besten einer Tascke einer der auszezagenen Strümpfe steckt». Den anderen Strumpf fand man In einer Tasche der Hose, die mit der Unterhose über einem Balken de» Bretter- belöge» hing. Die Schnürschuhe waren unvcrschnürt auf die nackten Füße gezogen. Die Hosenträger waren abgeknöpft und mit einer Schlinge um da» recht« Dein gezogen. Die Hände de» Toten waren mit Blut befleckt. Augenscheinlich war die Leiche an den Hosen- trägern in den Keller hinabgelassen worden. Ob der Mann aus dem Neubau seinen Tod gefunden oder vielleicht au» der Heide aus den Bau geschleppt worden ist, tonnt« bisher nicht sest- gestellt werden. Einen näheren Anhalt zur Feststellung der Person- lichkelt außer den erwähnten Kennungszeichen aeben der a olden e T r a u r I n g, der T. T. 27. 11. 0« gezeichnet ist, und ein Rezept, daßaus den Namen Hillgruber lautet. DerNamede» Arzte» ist nicht zu lesen. Die Leiche konnte erst nach Z Uhr am Sonnabend nachmittag an den Fundort gekommen sein. Bis dahin waren Arbeiter auf dem Neubau befchäftiet. Wächter, die nachdem die Neubauten der Siedlung zu beaufsichtigen hatten, haben nicht» Verdächtige, wahrgenommen. Im Bett verbrannt. Bei eln«m Brande In der Ackcrsiraß« ist ein ältere» Mädchen, A. Moritz, vollständig verbrannt. Die Flammen ha'tcn einen niedrigen Scitcnslügel aus dem Hose ergriffen und reiche Nahrung gefunden. Wegen der großen Derqualmung drangen Feuerwehrmänner des 13. Löschzuges von außen über Steckleitern in das brennenb« Haus ein und fanden dort in einem Schlafzimmer de« ersten Stockes Leichenrelte der Moritz, die später zum Schauhaus gebracht wurden. Eine nebenan woh- nende blinde Frau tonnte von der Feuerwehr angekleidet und in Sicherheit gebracht werden. Andere Familien konnten sich mit Unterstützung der Feuerwehr retien. E» gelang, den Brand auf den Seitenflügel zu beschränken. Weber die Entstebuun de« Feuer» wird noch mitgeteilt, daß die verbrannte Arbeiterin Moritz om Montag früh von einem Vergnügen bezecht nach Hause gekommen sein soll. Sie soll dann im Bett Ziga- retten geraucht und dadurch den Brand verursacht haben. TaS Ende der Hundeprä mie. Der Magistrat hat dem Ersuchen der Stadtverordnetenversamm- lung entlvrechend, seinen Beschluß über die Zahlung einer Prämie von 10 M. für jede Meldung«ine» unversteuerten Hunde» als ständige Maßnahme aufgehoben, sich aber vorbehalten, später einmal vorübergehend daraus zurückzugrc.sen. Immerhin hat nach den Mitteilungen de» Magistrat» die Auslobung der IV-Mark- Prämie einen guten finanziellen Erfolg gehabt. In der Zeit von der Bekanntgabe der Magistrativersüiimg vom 24. August bis zum 24. Oktober 1921 sind infolge der Melvunoen SS8 Hunde neu zur Versteuerung gelangt, während in 233 Fällen die Ermittlungen noch schweben. Außerdem ist gerade in den letzten Monaten eine sehr große Anzahl von Hunden neu zur Steuer an- gemeldet worden Ter Meislrat führt die» Ergebnis auf feine Auslobung zurück, liefe hat der Stadt außer den vcrhän''ten Strafen einen Steuerertrag von über 120 000 M. gebracht.— Und da wage noch jemand zu beHaupt, die Sladt Berlin fei auf den Hund gekommenl Erfahrungen mit der freien Arztwahl. ver Ausschuß der Allgemeinen Ortskrantenkasle der Stadt Berlin hielt kürzlich eine Ausichußsitzung ab. in der von verschiedenen Seiten sehr heftig über die Behandlung geklagt wurde, die die Krcnden durch die Kastenärzte erfahren. Es wurde ousdrück- lich betont, daß die Hoffnungen, die von verschiedenen Seiten auf die Einführung der freien Arztwahl gesetzt worden sind, sich in keiner Weise erfüllten.— Die anwes«�«» Vertreter der Arbeit» geber und Arbeitnehmer nahmen mit Bedauern davon Kenntnis. daß di« feit Mai d. I. mit dem Wirtschaftlichen Verband der Aerzke wegen Einführung der Familicnbehandiunq geführten Verhandlungen gescheitert sind. To es der Ausschuß für aus- ocfchlosten hält, über diejenigen Honorarfätze hinauszugehen, die die Kastenvertrcter den Aerzten zuletzt angeboten hoben, beauftragt der Ausschuß den Kastenvorftand. Vorkehrungen dakür zu trefken, daß in kürzester Frist den nlchtverstcherungspslichtwen gemi'i'nmit- gliedern als Criatz für freie ärztliche Behandlung Kur und Der- pflegung auf Rechnung der Krankenkasse in den Krankenanstalten und Heilstätten gewährt wird. Das alle Slcckensplcl der ParochialNrcke in der K'.osterstraße ist nach erfolgter Reparatur wieder in Tätigkeit. Außer dem mecham- sehen Spiel von Liedern durch die Uhr— augenblicklich die Advents- choräle„Wie soll ich dich empfangen" und„Mit Ernst, o Menschen- kinder"— spielt jeden Sonntag von 1 bis%2 Uhr der Glockenist ein der Zelt angepaßtes Programm. Ebenlo ist di« seit langem adgekommene Sitte wieder«ingeführt, auch Wochentags zu spielen. Dieses Spiel findet jeden Mittwoch von J4!2— 2 Uhr statt, um auch dem wertztatiren Publikum«ine Gelegenheit stillen Gen'eßens zu geben. Da» historisch« Glockenspiel erfüllt damit seinen Zweck auch in der heutigen so beweglichen und veräußerl'chten Zeit. Das Pro- oramm de» Mittmochvcrtra"«» ist im wesentlichen dasselbe wie Sonntags. Das nächste Umsetzen der Ubrlieder findet am 24. De- zember statt, von wann ab bis Neujahr Weihnachtslieder erklingen. Zn der Rotwehr erschossen. In der Nacht zum Sonntoa wurde der 31 Jahre alte Händler Georg Schwarz aus der Kösliner Slraße S vor dem Kosfee Schmidt in der Pankstr. 90 von einem Polizeibcamten erschossen. Nach den bisherigen Ermittlungen hat sich der Vorgang folgendermaßen abgespielt: Schwarz und mehrere Bekannte von ihm sowie zwei Pollzeibeamte befanden sich in dem Lokal. Bei Eintritt der Polizeistunde entfernten sich die Gäste— unter ihnen auch die beiden Polizeibeamten— und wollten Schwarz, der stark angetrunken war, in eine herbeigerufene Kraftdroschke setzen. Dabei ging, allem Anschein nach durch die Ungeschicklichkeit eine» der Beteiligten,«ine Troschkenscheibe in Trümmer und nun entstand zwischen dem Chauffeur und den Koffechausaästen ein Streit, in dessen Verlauf Schwarz einen der Polizcibeamten zu Boden warf und mit Füßen trat. Als der Kolleae des Ueberfallencn diesem zu Hilfe eilte, wurde er ebenfalls von Schwarz angegriffen. In feiner Bedrängnis zog er feine Dienstpistole, um mit dieler an Stelle eines Stockes den Gegner abzuwehren. Dabei löste sich ein Schuß und die"Kugel streckte Schwarz zu Boden. Man trug den Bewußtlosen zur Rettungswache in der Lindower Straße, wo der Arzt nur noch den durch Kopfschuß eingetretenen Tod festzustellen vermochte. Ob diese Darstellung in allen Einzelheiten richtig ist. müssen die weiteren Zeugenvernehmungen ergeben. Aalsche wvcherteamke. Am Sonnabend erschienen in dem Milchgeschäft von Risch, Schöneweider Straße 3. in dcr Nähe des Bahnhofe» Neukölln drei jüngere Männer, die sich als Kriminal- bcamt« der Wucherabteilung ausgaben, und nahmen eine Durch- suchung der Wohnung vor. Dabei eigneten sie sich 1 3 000 M. bares Geld, einen goldenen Trauring, gez. A. R., und drei Sparkasienbücher an. Tann verschwanden sie schleunigst mir ihrer Beute. Di« Täter sind etwa 30 Jahre alt und von mittlerer Statur. Sie waren gut gekleidet, einer von ihnen trug einen schwarzen Cchlopphut und«inen dunklen Paletot. 150 M. Porto für Pakete nach Sowselrußland. Die Berliner sowjetrussische Gefandtschoft gibt bekannt, daß zwischen Deutschland und Rußland dcr Pakewcrkehr aufgenommen worden ist. Befördert werden: Lebensmittel, Papiere, Photoaravhien, Sloffe und Klei- dungsftücke, Medikamente, kosmetische Artikel. Die Pctcte werden von der Deutsch-Rulsifchcn Transportgesellschaft In Hamburg (Mönckebergtai, Schuppen 77)«us weitergelcitct und müsien bei einem Gewicht bis ö Kilo mit 1S0 M., bis 1V Kilo mit 225 M. und bis IS Kilo mit 300 M. frankiert werden. Für die Beförderung nach dem asiatischen Rußland wird der doppelte Betrag erhoben. Die Verantwortung für die Sendungen übernimmt die Handels- abteilung bei der russischen Gesandtschast in Deutschland. Deutsche Hochschule für Politik. Der seinerzeit wegen Erkrankung de» illeierenlen rniSgesgllene?o:Irag über da? Tbemg.Unter gang oder Wiederau iba»� der Wellwirtichait". den tUedeimral Dr. Biicher im Nakirnen de» Wiitickia tepoliti�chcn MendiliiiuS liälf. findet jetzt am rienStag.». Dezcmbei, abend» 8 Uhr. im Hörsaal 122 der Univerlltöt lialt. Arbeiter, Gstzerautiiten. M»nal»vnlamm'ung: Sophien-Lyceum, Weinmeistcrslrahe, Pünlttich V,8 Ubr. In der Psllebiihue em Viilotrplatz kann beute wegen Erkrankung de« Herrn Kam ler richl.Kapllä» S)ia»bounb* gespielt werden, loiibtiu c» gelangt.Mail« Mensch"»ur Auffümung. Eine Auesievnng guter Bilder und Bücher veranliallet die Dehn- »ation lürNunit und Bildung de» Verwalitti,g/, Uhr Mliglleherverlammlung tm zeichenlall der Semeindelchule geurigstr. b?. Thema: Wirtichaiteiragen Reierenl: Heinrich BierdUcher. t«.»rel«,»tenköllu. 7 Uhr,«ttgltederverlamml«»!', HahenstaufensLl«. K»ttt»serd««im 7«. Thema- tvi« gegenwärtige Lage nnjerer O, ganisatioa und St«i.u»gaahml zur �«itrageerhohung. Rejerent: Emil Lehman». Frauei.vcranstalkungen. Heute, ZNoulag. 5. Dezember. Sctlchllgnng. 182.«dt«amnschnleawig TV, Uhr des Hetz, vaumlchulenwe» 72. Thema: u» lachen der Teuerung. Aelereniin:»enossin Echeibenhuder. lv». Abt. Eäpeuick. 7-,, Uhr bei Schulz. Mtlggelbeimer«che M�-nheahe Thema: Warum wird 9a»,«ieNlizilä» und Strabenbahn teurer l Ztr.errnlm: iSeir-ss« «adettz«tedgee. Gewerkschaftsbewegung Sechs- oöer /lchtftunöensthicht! Die Heizer und Schlackenzieher vom städtischen Elettrizitüts- wert Zentrale Südufer nahmen Sonntag in einer Belegschaftvver- sammlung zu dem Verlangen des Magistrats Stellung, die jetzige Sechsstundenschichi in eine Achtstundenschicht umzuwandeln. Es wurde eine Kommission gewählt, die mit dem Magistrat über die Beibehaltung der Sechsstundenschicht oerhandeln soll. Generalversammlung der Maschinisten und Heizer. Der Verband der Maschinisten und Heizer(Verwaltung Groß- Berlin) setzte am Sonntag seine Generaloersammlung vom 29. November fort. Auf der Tagesordnung stand die Beitrags» erhöhung. Dazu führte der Bevollmächtigte R e i n e f e l d unter anderem aus: Seit April d I. haben wir in Groß-Berlin einen Wochenbeitrag von 5 Mark, wovon 3,60 M. an die Haupt- taste gehen. Die erwerbslosen Kollegen zahlten nur 2,50 M., so daß für ste aus der Ortskaste etwas zugezahlt werden mußte, da ja auch für sie an die Hauptkasie 3,60 M abzuführen waren. Der Haupt- vorstand ist sich einig geworden, daß bei den heutigen Verhält- mssen Kämpfe nur geführt werden können, wenn diese Beiträge er- höht werden. Er bat deshalb im Verein mit dem provisorischen Bei- rat eine Vorlage über die Erhöhung der Beiträge und Unter st ützungssätze gemacht. Der Antrag de» Hauptvor- standes ist schon von einem überwiegend großen Teil der Kollegen- schast im Nnche angenommen. Im Westen, so im Nuhrgebiet, ist man dazu übergegangen, örtlich den Gesamtbeitrag(Verbandsbeitrag und Ortszuschlag) auf lO M. wöchentlich zu erhöhen, stür die 6. Deiiraosklasse, in die die Kollegen mit einem Stundenlohn von 8 bis 9 M. gehören, soll ein Verbandsbeitrag von 5 M. wöchentlich gezahlt werden. Diesen Stundenlohn haben die Ortsv-'rwaUvng und die Funktionärversammlung als M i t t e l s a tz für Großberlin angenommen. Weiter wird vorgeschlagen, den bisherigen Ortszuschlag auf 2 M. zu erhöhen, so daß Ins- gesamt ein Wochenbeitrag von 7 M a r k zu zahlen wäre. Die Rege- lung würde ab l. Januar 1922 zu gelten haben. Der Redner teilte noch mit, daß es am Sonnabend durch Ver- Handlungen mit der Hochbahn gelungen Ist, S t u n d e n z u- lagen von 2.70 M. für Handwerker, von 2,50 M. für Angelernte und von 2.10 M. für Ungelernte zu erzielen. Nach lebhafter Debatte wurde die Vorlage des Hauvworstandes, betreffend die Neuregelung der Beiträge und Unterstützungssätze, angenommen. Dann gelangte mit überwältigender Mehrheit der Antrag der Ortsoerwoltuna zur Annahme, wonach a b 1. Januar in Groß-Berlin der C e s a m t b e i t r a g 7 M. pro Woche betragen soll. Durch die Presse wird bekanntgegeben werden, wann die Weihnachtsunter st ützung für die Erwerbslosen zur Auszahlung kommt. Einigung bei den JnnmtgSschmieden. Die bei den Innungsmeistern beschäftigten Schmiede Groß- Berlins nahmen am Sonntag zu dem Ergebnis ihrer Lohn- Verhandlung Stellung. In der Generalversammlung der Innung ist nach den voraufgegangenen Verhandlungen beschlosten worden, den Gesellen auf den Stundenlohn eine Zulage von 1,50 bis 1,8 0 M. zu bewilligen. Hiernach betragen die Löhne gb Dezember für S ch i r r m e i st e r 7,70 bis 9,50 M., für. B«- schlagschmiede 7,20 bis 9 M., für Stock- und Beschlag- schmiede 6,50 bis 8 M., für S t o ck s ch m i e d e 6 bis 7,50 M. und für A u s g e l e r n t e im ersten Jahre 6 bi» 7,50 M. In der recht regen Aussprache wurde zwar hervorgehoben, daß diese Löhne bei den sprunghaft steigenden Preisen für alle Leben«»' bedürsnisse nicht genügen, und daß deshalb eine weitere Er- höhung dringend erfordcrhch sei, doch fand da» Angebot der Innungsmeistcr schließlich Zustimmung. Gesellen, die heute für ihre Leistungen bereits einen höheren Lohn erhalten, sollen unter Berufung auf diese Tatsache eine ent- sprechende Forderung bei dem Arbeitgeber stellen. Von einigen Kollegen aus Zehlendorf und Neukölln wurde lebhaft darüber ge- tlagt, daß sie dort sehr niedrige Löhne erholten. Es soll des- halb der Versuch gemacht werden, die Rechtsoerbindlichkeit für die Löhne zu erlangen. Krawall in Tüffeldorf. Nachdem am Freitag der Streik in der Düsseldorfer Metall- industri« beendet wurde, ging der größte Teil der Arbeiter wieder in die Fabriken. Am Nachmittag drangen groß« Trupp», unter denen sich auch Russen und Polen befanden, in den Betrieb der Düsseldorfer Eisen- und Drahtindustrie in Oberbilk ein. Der Belegschas: des Werkes gelang es, die Eindringlinge wieder zu ver- treiben. Später wurden die Aus'chreitungen planmäßig in Ober- b i l k iortgesetzt. Größere Trupps drangen in verschiedene Betriebt gewaltsam ein, um in einigen Fällen die Feuer unter den Kesseln herauszureißen, in anderen Fällen die Kabel oder die Wasserleitungen zu unterbrechen und andere Störungen zu verursachen. Durch dies« Ausschreitungen wurden folgend« große Werke abermals stillgelegt: Das Oberbilker Stahlwerk, die Düsseldorfer Eisen- nd Drahtindustri«, ferner Hantel u. Lueg, Hohenzollern, Losenhaulen, Del�a-Metallwerk. In einer Besprechung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschasts- führern wurde das Vorgehen der Friedensstörer scharf ver- urteilt. Di« Arbeiterschaft erklärte sich bereit, in Zukunft der- artige Krawall« unmöglich zu machen. Ueberprüstmg seiner Ausgobenklguldation durch den Astestor M. vor» genommen wurde, diesen Herrn anderen Angestellten gegenüber schwer belekdigt. Astestor M. Hütt« die Revision einem anderen Herrn überlassen sollen, da er früher mit Sch. befreundet gewesen sei. Gegen Schleenbecker ist darauf sristlos« Entlassung verfügt worden. Dagegen hat die vngestelltenschaft Stellung genommen, weil sie an- nahm, daß der eigentliche Grund für diese Maßnahme darin zu l suchen sei, daß der Betroffene stets die Interessen der Kollegenschaft energisch vertreten hat und sich deshalb.unliebsam" bemerkbar ge- macht habe. Schleenbecker sei schon einmal mit fristloser Entlastung bedroht worden. Ein Versuch, beim Ministerium die Zurücknahme der Entlassung zu erlangen, ist gescheitert. Es wurde dann in Ver- bindung mit den Gewerkschaften mit dem l9er Ausschuß des Reichs- tags verhandelt. Geheimrat K e r ch e n st e i n e r, der das Ver- fahren gegen Schleenbecker dort verteidigte, habe dem Sinne nach dabei erklärt, daß das Ministerium direkt auf den Streik de? Angestellten warte und daß dann nur die Arbeitsfreudigen wieder eingrftellt würden. AI brecht habe hierauf eine pastend« Antwort gegeben.—- Der Angab«, die Ueberprüfung der Ausgaben habe er- geben, daß Schleenbecker zu viel liquidiert habe, wurden entgegen- gehalten, daß es sich dabei nur um einen Irrtum handeln könne.(Es soll sich dabei um 3 M. bandeln.) Uebngens sei die fristlose Eni- lastung nur mit der Beleidigung eines Borgesetzten begründet worden. Der Deleidigte sei aber nicht Vorgesetzter, weshalb die Sache vor dem ordenllichen Richter auszutragen sei. Das Ergebnis der Dsrhandiuneen war, daß fristlose Kündigung aufgehoben wurde. Schleenbecker soll als Betriebsrat weiter fungie- ren und wird bis zur gerichtlichen Entscheidung beurlaubt. Tie Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung cm, nach der die Arbeiter und Angestellten der Vertoraunasöm'e? Berlins und Brandenburg verlangen, über den Lauf des Verfahren» gegen Schleenbecker unterrichtet zu werden und daß sie sich ein« wettere Stellungnahm« bis nach Abschluß des Verfahrens vorbehalten. Die ssHmbörse„kiolosteom" ist auf Grund einer Entscheidung de» preußischen Ministers für Handel und Gewerbe, Genosten Siering, jetzt endgültig geschlossen worden. Das Lokal ist mit Polizeibeamten besetzt worden. Für das Engagement von Kam- parserie kommt also ausschließlich die.Städtische P a r I t S- tischeFilmbörse'Im Pastage-Kaufhaus, Oranienburger Str. 56, In Frage. Durch eine weitere Verfügung des Polizeipräsidenten, Genosten Richter, ist es dem Inbaber des.Kolvsteum"— wie j-dem anderen Inhaber einer Gestttätt«— bei Androhung der Konzessionsentziehung verboten worden, Engaqements- abschlüste in seinem Lokale zu dulden.— Die Sperre über die Licht- spieltheater Kurfür st lichtspiel e, Tempelbof, Dorfstr. 21, Viktoriatheater. Frankfurter Allee 18, Schwarzer Adler. Lichtenberg, Frankfurter Allee 99, ist aufgehoben. Angestellte der städlischen Arbeilsnachweise! Dienstag, 6'1 Uhr, in der Schulaula des Köllnischen Gvmnasii'.ms, InfePr. 2/5, Ver- sammlung sämtlicher freigewerkschaftlich organisierte? städtischer Arbeitsnachweisangestellten. Tagesordnung: Tarifvertragsentwurf für die Arbeitsnachweisanaestellten. Berichterstatter: Kollege Siegle- Gewerkfchoftskommission. Bei der wichtigen Tagesordnung erwarten wir bestimmtes und pünktliches Erscheinen. Nur freigewerkschaftlich Organisierte haben gegen Vorzeigung des Verbandsbuches Zutritt. Die Hamburger Transportarbeiter fordern folgende Wochen- löhne: für Arbeiter. Stolleute tm.d Wächter 800 M., für Kutscher 810 M., für Kraftwagenführer 830 M. sowie einen Tagelohn von 140 M. für Aushilssarbeiter. Der Schlichtungsausschuß hatte folgende Löhne festgelegt: für Arbeiter, Sialleute und Wächter 570 M., für Kutlche? 600 M.. für Kroftwagenführcr 620 M. wöchsnt» lich und 110 M. als Tagelohn für?lush!lfsarbeiter. Diese Löhne wurden in der letzten Versammlung der Transportarbeiter abgelehnt. Ein Sireitbeschluß ist noch nicht gefaßt worden.. Streikdrohung der italienischen tiommunalarbeiter. Unter den städtischen Arbeitern und Anqss'ellien Roms herrscht große Erregung darüber, daß eine Anzahl städtischer Arbeiter anläßlich des letzten Generalstreiks gegen die Fascisten ge maßregelt wurden. Es werden gegenwärtig Verhandlungen fleführß um die Wiedcrein- siellung der Entlassenen durchzusetzen. Räch Mitteilung der Gewerk- schaftsverbänd« würde ein Landes st reit der Kommunal- arbeite? proklamiert werden, fall» die Forderungen der Arbeiter nicht erfüllt werden. Einen Proleslffreik hat, wie Havas mitteilt, der französische Verband der Bergarbeiter für den 12. Dezember im Hin- bück auf die schlechte Lage der Arbeiterschaft und der Bergarbeiter im besonderen beschlosten._ tzevtrolverbavd bn ffltjfdj«.»Im-taq T M»r- McwNkbe-x-rsammsimq w Bo-ffr« fsesUiUen. Weber gr 17.— Berirk-verkammwnoen: MMwoch 7 Ubr Schönebeea.«'«ziengr. 10, d.i Laboriii». Ckarlottenburp. SibiNerNr. 8", bei Kraulllrunk.— ffreiiaq 7 Ubr, Zteinickendorf, Provinzstr. HZ, bei Pähl. Sp-ndml. int allen Rakkeller am Martt. Deutscher W-uarbelterueeiaud. Bezirk N-iikblln: S>onner»laq 7 Ubr,.Karl-» (tiirtetf, garl»raße, Persammlunq. Sibllibdieknstloa über da» Relerat: Mo»lau«der Amsterdam. Bericht über dl- Lohnsrage. Sozkales. Zsi Diebstahl strafbar? Vom Deutschen Landarbeiterverband wird uns geschrieben: Der Landarbeiter Heinrich Baumann in Süderwisch, Post Ottern- dorf. Kreis Hadeln, stand bei dem Hofbesitzer Hans Witlkopp in Arbeit und erhielt von diesem Wohnung nebst Ob st garten oerpachtet. Als im Sommer 1921 die Landarbeiter in den Streik traten, mußte sich Boumann diesem anschließen. Darauf hat bei der bald darauf«ingetretenen Obsternte der Arbeit» g e b e r aus dem Garten des Laumann ohne dessen Wissen und Er» laubnis etwa acht Zentner Ob st abgepflückt. Auf die Strafanzeige wegen Diebstahls ertellte der Amts« anwolt zu Ottcrndorf am 11. Oktober 1921 folgenten Bescheid: .Aus die von Ihnen erstattete Anzeig« vom 21. September 1921 betreffend Diebstahl von Aepfcln und Birnen gegen den Hof- besitze? Hans Wittkopp in Süderwisch bei Otterndors oerweise ich Sie auf den Weg des Z i v i l p r o z e s s e s, da der Beschuldigte im guten Glauben, die Früchte seien noch Aushören des Dien st vertrag« sein Eigentum, gehandelt hat, und teil« ich Ihnen hierdurch mit, daß ich da» Doroersahren eingestellt habe." Daraus ergibt sich klar und deutlich, daß Amts, und Staats- l anwälte auch in der Republik stets ein menschlich fühlende» Herz im Leibe haben. Merkwürdig ist aber, daß sie dieses Mitgefühl nur immer dann zeigen, wenn es sich um Straftaten von Arbeit- gebcrn handelt. Wenn Arbeiter auch noch so entschuldbare Straftaten begehen, dann muß der.Luchstabe des Gesetzes" her- halten, nach dem der Staatsanwalt nicht anders handeln kann! Stand der Erwerbslosigkeit. Zahl der urtterftützten Erwerbslosen(nicht gleichbedeutend Zahl der Erwerbslosen Lberchaupt) ist im Monat Oktober Die mit der_...... 1921 weiter gesunken, und zwar ist die Zuhl der mann- lichen Unterstützungsempfänger von 113 000 auf 115 500, die Zahl der weiblichen von 13 000 auf 36 500, die Gesamtzahl von 186 000 auf 152 000 gefallen. Di« Zahl der Zuschlag, empsänger (unterstützungsberechligten Familienangehörigen der Vollerwerbslosen) ist von 208 000 auf 168 000 zurückgegangen. Auch während de? ersten Novemberwoche Hot die Erwerbslosigkeit noch ein« mäßig« Abnahme ersohren, doch scheint der tiefste Stand nun- mehr erreicht zu sein. In der Landwirtschaft und im Bauwesen hat die Arbeitsgelegenheit im Zusammenhang mit der Jahreszeit natur- gemäß abgenommen. Aber auch soweit de? Rückgang der Erwerbs- losigkeit mit den Angstkäufen im Inland und mit dem Valuta- Ausoerdaus nach dem Ausland zusammenhing, ist. wie erwarlet. ein Stillstand eingetreten. Den unvermeidlichen Rückschlägen wird nach Möglichkett vorgebeugt werden wüsten, insbesondere durch die bester« sozialpolitisch? Auswertung der öffentlichen Aufträge und Arbeiten. Das Zustandekommen des beabsichtigten Gesetzes über eine vorläufig« Arbeitslosenversicherung vor Eintritt allzu schwieriger Derhültniste aus dem Arbettsmarkt erscheint dringend erwünscht._ Die Zahl der Todesfälle im amerikanischen Bergbau betrug nach einem Vericdt des IIT'l.-BnreaiiZ für Bergbau 1920: 2973. Die Zabl der Verletzien beträgt 206 000; allein ouk die Koblen- bergwerke entiallen davon 2260 Tot« und 150 000 Verletzte. Die SieibtlchkeitSziffer der Bergaibeiter betrug 3,19 pro Tausend. Die Angestellken der versoraungsämter hatten am Freitag abend eine Versammlung im großen Saale der Bockbrauerei. Den Rele» raten von C a m m i n e r und F r ö m m e r t lag ein Fall von Maß- regelung eines Angestellten zugrunde. Drr erste Vorsitzende vom Betriebsrat de» Hauptversorgung»- amts, Schleenbecker Hatte aus Erregung darüber, daß«in« Sport. Die Radrennvolln i« Sportpalast erfreute NÄ am Somitaq eine? ltklescnersolaeS. Alle Plätze waicn dicht Mctzt. DaS gut gewählt« und flott abgewickelte Programm umfahie ein S 0» K i I o in e t e r> M a n n l ch a I l S- fahren, ew Haupt-, ein«l-Zkunden-Prämien- und ein KO-Runden-Piinlle. fahren. Im Mann'chaftSfahren stellte erwartungSgemäi! Lewanvw mit seinem Paitner Tlol, die siegende Mannschaft. Aber auch dir stranensahrer Gebrüder Huschk« siidren ein hervoe. agcndcZ Rennen. NcinaZ, LSkar Tictz, Pawkc, Behiend und Hensch sorgten für ein andauernd flotteS Tempo. Bon IS gestarteten Paaien deend-len 11 Paare da» lange Rennen atS rpitzcn- aruppe. Die Mannschasi Hlepel-Jchail niq verlor eine Runde und Münzner- Pawl« gaben da« Rennen km» vm schlug aus Resultate: SO-Kilo- meter» MannichastSsadren: I. Lcwanow-Jtol, 1 Stunde II M>n. 60 Sekunden, 30 Punll«: 2. Gebiudei Hu'chke 16, 3. Hahn-Hoffmanu 15, 4 Gebrüder Tietz 12, 6. Schuiz-Neina» 1 Punkte,— Punkte, ahren, 60 Runden: Lwscner 25, 2. Dabnke 20, 3. Schröder 14, 4. Rmort 14. 5. Wigandt 11 Punkte.— Prämien fahren, 40 Runden: I. Pawke 12 Mi«. 17 Telunden, 2, Henich. Z. Schulz, 4. KopZ.— Hauvtsahrcn, 6 Runden: 1. Lewanow, 2. Hossniann. 3. Ad. Huichke, 4. Schüimann. �iis aller Welt. Die Serichlschronit der oberfchlesischen Zeitungen ist gegen- toäilig augc'üüi mit Peozesten und Beiurteiluugen grauenvoller Mord- und Ranbtalen. In Bcuihen verurteilte taS Sckiourgericht eine» 3l jährigen Grubenarbeiter zum Tode; er hat mit kaltblütigster iieberlegung seine 18jährige Schwester ermordet, weil sie seinen beständigen imsiltlichen Anträgen Widerstand leistete.— In Ttcheck'otviy(Kreis Gleiivitz) wurden ein Kaufmann und seine Schwester in grausiger Weise in ihrer Wohnung ermordet. Nach der Untat haben die Täter im Mordzimmer in Gegenwart der Opfer ein Zechgelage abgebolien.— In Ralibor wurde eine Räuberbande zu mehrjährigen Zuchthausstrafen verurteilt. Eiver der Verurteilten, der auch noch wegen Sittlichkeitsverbrechen an Überfallenen Frauen bestraft wurde, schoß sich vor Suakautril: eine Kugel in den Kopf. Er tötete sich zwar nicht, verlor aber da» Augenlicht. Ein tandkagsabgeordneker wegen Betruges verurteM. Die Heilbronner Strafkammer verurteilte den Landtaqsabg. R a p p von KIcin-Gartach wegen Belruge» zu 18 Monaten Gefängnis. Er hatte unter dem Vorgeben, Landesprodukttz einzukaufen, von einer Reihe von Firmen sich große Lorschüste bezahlen lasten und die Aufträge nicht ausgeführt. Der deutsch« Sanllälszug für Sowsetrußlaud, der vor einigen Tagen von Moskau nach Kasan und den weiteren Hzungergebieten an der Wolga abgegangen ist, besteht aus 24 Waggons, die trotz aller Schwierigkeiten vorzüglich ausgerüstet sind. Die mitgcführten Lebensmittel werden es ermöglichen, wenigstens den Kranken, die sich vom deutschen Sanitätspersonal behandeln lasten, träf- tige Mahlzeiten zu verabfolgen. Die deutsche Epedition hat darüber hinaus Maßnohmen ergriffen zur Organisation von bakteriologischen Stationen, sowie zur Auffüllung der mitgeführten Vorräte an Medi- kamenten und namentlich auch an Lebensmitteln. Die Einrichtung der deutschen bakteriologischen Untersuchungsstntion in Moskau macht gute Fortschritte. Der Moskauer Sowjet hat dazu vorzüglich geeignet« Räume eines Sanatorium» zur Verfügung gestellt. Außerdem wird dort auch ein Ambulatorium und ein« Apotheke eingerichtet. Breantw. kür den redakt. Leil: De. vre»» Petsee, ckharlottenburz: Illr An- , eigen: Th. Sticke, Berlin. Vertag BoewZets.Dertgg lb. m. d. H.. Berlin. Druck: Vorwärt»-Buchdruck«r«t u.Berlag»anItaIi Paul Einger u.— fielobt zeinkt. Geschmack, stet» irisch, flu(auf. in d zigarrengesch.usw Neue � 1t si 1« 4* F Ler!auf»Ilell. richte,«in, W M. V u« a�neralvcrtr C RScker. 8«tUn. Lichteaberger Str. 22(Kijnigsiadl 1683 Kapitän- II<• rt K rt J tucht z. so ortigen bintiiit: Kranrevlsorcn Uevolvi-rUrehop tue Lftwe Bank nohrnerkHdrclicr Kai'Uxsrldrelier KcvolTerdreher flir Pittler-Bank LnivfretaKi-aser Sloßor Einrichter f Bol enschafirnas hlnen Einrichter für Löwe-Avstechbänlte Einrichter f B own u.Sharpe-Autom. Einrichter für vtehly- Automaten Einrichter für Acme Automaten Persönl. Vorstellungen In unserer Arbeiterannahme Tor I von 9—11 Unr vo rn. AEÜ Lokomorivsabrik, Hennigsdorf. lieDrenstr. ö4 7'/, Uhr; Riesen-Weitinaeht ■■Loinbaril-Baiis"! H.Cralr, Leipz-S, 76,1 L J Höchste Bcfeihung 3- a DIskr. Reellste* Oelcgenheits-? kSufe, Uhren V brillanten~ Schmucksach■» lO-SO*,. unt. Lad Pr> um lein.l extrastarke Wallliopiiis HiBn!ong-EssEDz„ Krtut desto. Zus v ittvOei 1?.FI.M.30.«,FI M.75| tr.ink.Hers' Lah.E Walther. HalleS.-TrotheM.Z s Spielplan ßmAßt Tühtin R M- Teiliah;g.5j. Üar Krone,, tfUilllL IM t» an I8M, Zahm m. Einspr. h «chmerzld. Umarb. schlechtsitz. Beb. Rep. so, Zlhiar t Dr. Alls, Potsd.St.S.« Horhh-St Sorr S 7 9iati09'"'d1 Äarf. w>tyggj(gftrr/,i/fastfftus.io Frauen oder Männer zum ,ych war«m ganzen Ceftemt ßecht-n haftet. Weichs � mld) bueih da» ettigi IuckenTag a. Rächt peinigten. tzn 14 Tagen bat Znckcr't PateBt-Mcdtilmü-Selfe Hai llbel HeUittgL Diese«eist ft Hunderte wert. Seeg. V!.' Dazu ltuckooh-Lr«in,, nicht ettevd u. seltdattlg). In alle» llpotheten. Drogerien tuU patsttmert««jMllch. »«sucht UwWl v!liß 1415 VSllvalVstt. 42 imm. 3i Allerslr. 174 �zn 3n)in. Fehroerglltung. Gerd Inen.TüNbettdeckc'. Diwendecken.TifN, decken. Läuferdecken, spottbilllge Gelegenheiten. Pol»» demerstraße 461. Zischer. Steunenerregend! Rotfüchse 60, Rreuz» Illchse 76 Merl an! Alaelafüchsel Silber» küchle! fledelfüchsel Skunksel Zltt» sowie alle anderen Pelzartenl Reine Bertetzwaren! 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