flg. 5$$ ♦ ZS. Jahrgang Ausgabe A Nr. 297 Bezugspreis: Slfttf t|äl)tL 45,— M., monotl. 15,— M. frei in« Saus, voraus zahlbar. Post- brzug� Monatlich l2,— M. einschl. Au- stellungsgediihr. Unter Kreuzband mr Deutschland, Danzig, das Eaar- und Memelhediel, loune die ehemals deul- scheu Gebiete Polens, Oeslerreich- Ungarn und Luremdurg 25,— PI., sUr das übrige Ausland Z2.— 901. Post- beitellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn. Tschecho- Elowalei, Däne» wart. Holland, Luremburg, Schweden und die S-bweiz. Der„Vorwärts� mit der Sonntagsbeilage„Polt und Afit". der Unter- haliungsbeilage„Heimweit" und der Beilage„Siedlung und Kleingarten" «scheint wochentaqlich zweimal.Sonn- tag» und Montags einmal. Te'egramm- Adresse i �Sozialdemokrat verNa- Morgen-Ansgabe berliner Nollt-tblstt � S0 Pfennig) NnzeiigcnprciS! Die zehngrspalten« Nonpa�iillezeile lostet 7.— M.„kleine Anzeigen- da« rtlgedruSte Wor' Ii,— M.< zulässig zwei»ettgedruckte Worte), ledeo weitere Wort l,50 M. Stellengesuche und Echlasstellenanzeigen da» erste Wort 1 50 M> rdes weilere Wort l.— M. Worte über 1.5 Buchsiaben zählen sllr zwei Worte. ssamilien-An- zeigen svr Abonnenten Aeilr-l.—'A!. Die Preise verstehen sich einlchiieszlich TeucrungsiUlchiag. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4> bedeutet nicht die Beseitigung der Notwendigkeit, die Sach- werte zu besteuern. Der Kampf um dieses Kernstück der großen Steuerreform steht noch bevor. Keine Revision des interalliierten Finanzabkommens. London, tZ. Dezember.(MTV.) Zu den Berichten der französischen presse, nach denen Groß-Britamiien geneigt sein soll, zum porteil Frankreichs das Finanzabkommen vom 13. Zlugusi ab- zvändern. durch das die erste von Deutschland am 31. August gezahlte Mlliarde Goldmark zwischen England und Velgiev verteilt wird, erklärt Reuter uach Zusormationen von gut unterrichteter Seile, daß die Haltung der britischen Regierung unverändert sei. England bleibe dabei, daß dieses Abkommen von der französischen Regierung ratifiziert werden sollte. Die vor kurzem geführten Be- ratungen hätten zweifelsfrei ergeben, daß die belgische Regie- rnng nicht bereit sein würde, aus ihre Prioritätsrechte bei dem Anteil an dieser Summe zu verzichten. England sei' ebensowenig bereit, seinen Anteil aufzugeben, der dazu beslimmt ist, die großen kosien des pesahungsheeres zu erleichtern. Die wirtschastspolitik üer Reichsregierung. Darmstadt. 12. Dezember.(MTB.) Auf der Konferenz der Wirtschastsminister wurde in dem Bericht der Ver- treter des Reichs wirtschaftsmini fterium» weiter aus- geführt, die Entwertung der deutschen Valuta habe energische Maß- nahmen zur Verhinderung des sogenannten Aueverkaufs Deutschlands notwendig gemacht. Insbesondere seien Maßnahmen zu einer verschärften Durchführung der Aussuhrkontrolle und gegen eine den Verhältnissen der Bestimmungsländer entsprechende Er- Mäßigung der Ausfuhrpreise ergrissen worden. Die Beteiligung des Reiches an den Mehrerlösen des Ausfuhrgeschäftes über die bis- her getroffenen Maßnahmen hinaus durch eine a l i g e m e i n e Ausfuhrabgabe fei beabsichtigt. llm die schädlichen Rückwirkungen, welche die Geldentwertung auf die Binnenwirtschaft ausübt, zu mildern, müsse neben den Bestrebungen auf Beschränkung der weiteren Markentwertung auf eine Steigerung der Produttion und eine Verwinde- rung des übermäßigen Verbrauches hingewirkt wer- den. Die Auswüchse in der Preisgestaltung, wie sie sich insde- sondere bei den letzten Kursstürzen gezeigt haben, würden unter Berückstchtigung der berechtigten Bedürfnisse des regulären Handels durch strenge Handhabung der bereits bestehenden Bestimmungen be- kämpft. Es bestehe die Absicht, gesetzlich vorzuschreiben, daß die er- folgten Bestrafungen durch allgemeine Veröffentlichungen bekannt- gegeben werden. Für die Beobachtung der Preisbildung seien die Preisprüfungsstellen durch Kommissionen zu ergänzen, deren Mit- glieder insbesondere auch aus der minder kaufkräftigen Verbraucher» schuft zu entnehmen seien. Da jedoch mit einem plötzlichen Umschwung der gegenwärtigen Hochkonjunktur gerechnet werden müsse, sei den öffentlichen Stellen empfohlen worden, vorübergehend jeden Antrag zurückzuhalten und auch die Notstandsarbeiten soweit wie möglich einzuschränken: jedoch seien schon jetzt Borbereitungen zu treffen, um für den Zeitpunkt dieses Umschwunges solche Notstandsarbe-iten in ver- mehrten Umfange wiederaufzunehmen und den Be- darf an Industriewaren in vermehrtem Umsange in Austrag zu geben. Die Behinderung der Arbeitsmöglichkeit auf vielen Gebieten sei durch unsere bedrängte Kohlenlage verursacdt. Namentlich dos Wohnungsbauprogramm im kommenden Jahre könne nur durch eine wesentlich gesteigerte Produktion von Baustoffen gesichert werden, was nur durch eine vermehrte Kohlenproduktion möglich sei. Alle diese Schwierigkeiten könnten nur beseitigt werden, wenn im Stein- kohlenbergbau wieder Ueberschichten gefahren würden. Im Interesse der deutschen Volkswirtschaft sei diese Anforderung an den Bergbau, sowohl die Arbeitgeber wie die Arbeitnehmer, zu stellen. Di« allgemeine Aussprache, die sich an den Bericht des Reichs- wirtschaftsministeriums schloß, führte zu erfreulicher Uebereinstim- mung über die schwebenden wirtschaftlichen Fragen. Es wurde all- gemein zum Ausdruck gebracht, daß vor einer Lösung der R e p a r a- t i o n s f r a g e der Boden für eine gedeihliche Wirtschaftspolitik nicht vorhanden fei. Wie wir hören, tst auch in Darmstadt zum Ausdruck gekommen, daß der Widerstand der Unternehmer die Frage des Ueber- schichtenabkommens verzögert hat. konferenzschluh in Dashington bis ZI. Dezember? Alle britischen Delegierten auf der Konferenz haben vorbe- reilungen gelrossen, um am 31. Dezember nacki Europa zurückzukehren, denn man hofft, daß bis zu diesem Zeitpunkt die Konferenz die Hauptsragen, mit denen sie sich besaßt, erledigt haben wird. öonomw Vertrauensvotum. O. L. Rom, 10. Dezember. Es ist in hohem Maße bezeichnend für die innerpolitifche Lage Italiens, daß vor jedem Vertrauensvotum dL Totenfeier für das Kabinett von einem großen Teil der Pusic ausgerüstet wird. Uebersteht das Ministerium die Krankheit, so kommt man billig zu Jubelhymnen: die lieben Verwandten waren eben alle auf das Schlimmste vorbereitet. Diesmal ist aber der von B o n o m i erzielte Erfolg wirk- lich nicht gering anzuschlagen. Nicht so sehr der beträchtlichen Stimmenzahl wegen— 251 Stimmen für das Kabinett, 105 dagegen bei 66 Stimmenthaltungen— als wegen der ver- hältnismäßig festen Fügung der ministeriellen Mehrheit, die sich auf zwei große Gruppen: die Linksliberalen und die Klerikalen stützt. Die Klerikalen sind ein wesentlickzes und wnongebcndes Element des Kabinetts: sie konnten dem l Ministerium ebenso wenig sehten, wie die Reformisten,. ! deren Partei der Ministerpräsident selbst angehört: wichtig ist 1 aber die Haltung der Linksliberalen, die sich aus Gruppen und Grüppchen gerade in diesen Tagen zu einer Partei zusammen- geschmolzen haben und als solche zum erstenmal aus der parlo- mentarischen Bühne aufgetreten sind. Diese neue Partei, die von den früheren bürgerlichen Radikalen bis zu den eigentlichen Liberalen(den einstigen Zanardellianern) reicht, stellt den ersten Versuch da, alle zwischen der äußersten Rechten und der äußersten Linken stehenden Gruppen, die G i o l i t t i von außen zusammenzuhalten verstanden hatte, durch innere Disziplin zusammenzuhallen und so an Stelle des stets schwan- kenden Begriffs des Minister ialismus, unter dem sich bisher diese Fraktionen einten, den einer liberalen Fortschritlsportei zu fetzen. Die neue Partei hat bei dieser ihrer ersten Ab- stimmung den dem italienischen Parteileben so widerstrebenden Grundsatz der Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit durchgeführt. Daß frcllicb die nach langer Zer- splitterung wieder erstandene liberale Partei, deren eigentliches Kennzeichen der A n t i klerikalismus ist, gerade Arm in Arm mit den Klerikalen ein Ministerium schinnen muß, das ist eine jener Ironien der Geschichte, wie sie das Chaos dieser Nach- kriegszeit so viele gezeitigt hat. Das gestrige Votum hat auch insofern gewisien An- sprüchen an Reinlichkeit und Klarheit Rechnung getragen, als sich die Opposition, je nachdem sie rechts oder links stand, ver- schieden verhalten hat: die Linke hat gegen das Ministerium gestimmt, die Rechte hat sich enthalten. So stimmten dagegen: die Sozialisten, die Kommunisten und die Republi- kaner. Die resorinistisch« Partei, obwohl sie nichts von einer Versckunelzung mit der neuen liberalen Partei dal wissen wollen, stimmte natürlich für das Kabinett. Der Abstimmung enthielten sich die Nationalisten, die Faseisten, die Agrarier und die Rechtsliberalen(Fraktion Salandra). Diese Opposition der beiden äußersten Flügel ist durchaus logisch. Den Sozialisten hat es Bonomi nichi recht gemacht, denn er hat weder den Willen noch die Kraft bewiesen, den Fascisten die angemaßte Funktion der Exekutivgewalt streitig zu machen. Mit den Fascisten Nationalisten, Agrariern usw. hat er es aber deshalb verdorben, well er immerhin, unter dem Druck des Unwillens der Massen, hier und da die Staatsgewalt gegen die Fastisten anwenden mußte. In der Diskussion ist eine ziemlich bizarre Sachlage zu Tage getreten: dieFasci st enunddie Kommunisten stellen sich auf den Standpunkt, daß man die Streitfrage am besten frei und ungehemmt zum Austrag kommen lasten solle. Die Fascisten fühlen sich ais die Stärkeren, well sie— solange sie in Gewalt machen— mit Geldmitteln verselzen sind, denn ihre Aktion in den ländlichen Provinzen zielt direkt auf das Herz der dortigen Arbeiterbewegung und dient also leben?» wichtigen Interessen des Großgrundbesitzes. Darum sähen sie gern eine Regierung, die auch auf dem Gebiet des Nieder- knüppelns und des Bombenwersens das„freie Spiel der Kräfte" gewähren ließe. Die Kommunisten andererseits fühlen sich offenbar außerstande, den von Moskau an sie gestellten revolutionären Ansprüchen zu genügen D i e M a s s e n s i n d n i ch t i n P u t s ch st i m m u n g. Bis heut« ist ihre Wirtschaft- liche Lage noch leidlich, wesentlich besser als vor dem Kriege. Die unter der Uebermacht der Verhältnisse sich vollziehende Verminderung der Löhne läßt eher kluge Abwehr oder kluges Nachgeben raffam scheinen, als eine„vn banguo"-Politik. Deshalb setzen die Kommunisten ihre Hoffnungen auf den Fascismus, von dem sie erwarten, er werde das Proletariat in den Geisteszustand versetzen, der den Kommunisten erlaubt, ihre Moskauer Wechsel einzulösen. Und so geschieht es, daß im Gegensatz zu diesen Ten- denzen, die den„freien Bürgerkrieg im freien Staat" ver- wirklicht sehen möchten, die Sozialisten, gerode und vor allem die Soziali st en, einen st arken Staat fordern. Die Gegner im bürgerlichen Lager, denen die sozialistische Folgerichtigkeit immer sehr am Herzen liegt, sind darüber fast ebenso entsetzt, wie die„reinen Kommunisten". Beide ver- gesien. daß die sozialistische Kritik unserer Gesellschaftsardmmg im allgemeinen und der jeweiligen Regierung im beloiideren zwiefacher Art ist. Einmal wird das Staatsgefüge mit seinein ganzen Gesetzes- und Verwaltungsapparat, im Hinblick aus sozialistische Bestrebungen und Ideale der Kritik unterworfen, der Staat und die Staatsfunktionen werden bemängelt, nicht als das, was sie in der heutigen Gesellschaft sein können, sondern als das, was sie zur Ueberwindung dieser Gesellschafts- form fein sollten. Im Sinne dieser Kritik wird man nie einen starken Staat, sondern einen anderen Staat fordern. Oder aber man kritisiert den Staat und seine Leiter als das, was er selbst sein will, was er seinen eigenen Gesetzen nach sein soll. In diesem Sinne kann man dann von ihm fordern, daß er stark genug sei. sein« eigenen Gesetze anzuwenden. Vor dieser Kritik hat die Regierung Bonomi nicht bestanden. Ein starker bürgerlicher Staat ist durchaus nicht das Ideal der sozialistischen Partei, aber trotzdem ist das»lindeste, was die Partei von der Regierung fordern kann, datz der Staat technisch soweit funktioniere, um den Schutz seiner Gesetze auch dem Proletariat zukommen zu lassen. Heute funktioniert er nicht so. Von bürgerlicher Seite wird den Sozialisten vorgeworfen, daß sie selbst die Autorität des Staates untergraben, indem sie z. B. die Ausstände in den öffentlichen D i e n st e n ermutigen. Ganz abgesehen davon, daß der ganze rechte Flügel der Partei diese Ausstände prinzipiell mißbilligt, steht dieses Messen der Kräfte auf einem ganz andern Blatt. Wenn der Staat aus einem Vorstoß zur Wahrung prole- tarischer Interessen geschwächt hervorgeht, ärmer an Autori- rät, so beweist das für die Partei nur, daß er den verschobenen Machtverhältnissen durch eine neue Gesetzgebung Rechnung trogen muß, wenn er nicht an der eigenen Schwäche hinsiechen will. Von dem Staate fordern, daß er die bestehenden Gesetze zum Schlitz von Leben und Besitz seiner Bürger durchführt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Auf alle Fälle gibt das Vertrauensvotum der Regierung Bonomi Gelegenheit, zu zeigen, was sie will und was sie kann. Das Stehenbleiben auf der.goldenen Mittelstrahe" zwischen Sozialisten und Nationalisten bringt den Karren nicht vor- wärts. Will man die Löhne abbauen— und die Abmachungen der letzten Tage zeigen, daß die gewerkschaftliche Abwehr dies nicht verhindern kann—, so muß man das be- ständige Steigen der Lebensmittelpreise ver- hindern, sonst treibt man die Arbeiterklasse zu verzweifelten Schritten. Die Hälfte aller Kommunaloerwaltungen des Landes entzieht sich dem Bankerott nur dadurcl), daß sie wesentlich« Ausgaben ganz unerfüllt läßt. Die sogenannte „Reform der Bureaukratie"', die ein Drittel aller Staats- beamten binnen kurzem des Dienstes enthebt, wird Scharen arbeitsloser Glieder des Mittelstandes den proletarischen Ar- beitslosen zugesellen. Ohne eine Erstarrung des industriellen Lebens ist diese Masse nicht aufzusaugen. Wie aber soll Italiens Industrie erstarken, solange Mark und Krone durch einen automatischen Dumpingsprozeß feine industrielle Pro- duktion ersticken müssen? Es ist keine Kleinigkeit, diesen Ausgaben gegenübergestellt zu werden, auch wenn einem eine parlamentarische Schonzeit bewilligt wurde. Und vielleicht wurde die Schonzeit eben nur deshalb bewilligt, weil es niemand danach gelüstete, sich an so schwerer Aufgabe zu messen. Der Arbeitsplan öes Reichstags. Der.Aeltestcnrat des Reichstags beschäftigte sich am Dienstag mit dem Geschüftsplcm für diese Woche. Die Plenarsitzungen sollen am Sonnabend dieser Woche zu Ende gehen. Erledigt sollen noch wer- den das Schulgesetz in erster Lesung, dos Ortsklassenoerzeichnls, die .Kohlen- und Tabaksteuer, das Gesetz gegen die Kapitalflucht, die Gesetze über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln, über Erhöhung der Post-, Telegraphen- und Fernfprech- gebühren, über Neuregelung der Zulagen in der Unfallversiche- rung, über Wochenhilfe und Wochenfürsorge, über das Verfahren in Versorgungssachsn, ferner die Besoldungsordnung für die elsaß-lothringischen Landesbeamien, dl« Interpellation über die Finanznot der Gemeinden, ein Gesetzentwurf über eine Neustaffelung der Einkommensteuer und das Gesetz über die Aenderung des Grundlohnes in der Kran kenverstcherung, sowie d«r Bericht des Untersuchungsausschusses über den Hungerstreik in der Strafanstalt Lichtenburg. Der Nachtrag zum Haushaltsplan wird dem Hauptausschuß überwiesen werden, so daß eine Aussprache über die Reparationsverpflichtungen erst in zweiter oder dritter Lesung stattfinden wird. Der Reichskanzler wird dazu erst in öffentlicher Sitzung noch Stattfinden der Verhandlungen im Ausschuß das Wort ergreifen. Sozialöemokratie unö Grtselassengefetz. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat beschlossen, für die Enblock-Annahme des Orts- klassengesetzes einzutreten. Dieser Beschluß wurde unter der Loraussetzung gefaßt, daß ein R e i ch s t a g s a u s- s ch u ß eine Nachprüfung zur B e s e i t i g u n g der z w e i f e l- los vorhandenen Ungerechtigkeiten des Orts- klassengesetzes vornimmt._ Rnnektioniften-Propaganüa im Saargebiet. Aus Saarbrücken wird uns mitgeteilt: Die Saarregierung hat den Vorstandsvertretern der deutschen Zentralgewerkschaften der Bergarbeiter und Eisenbahner die Einreise in da» Saargebiet verboten. Wohl um diese auto- kratische Maßnahme, die allerhand Aufsehen erregt hat, zu„recht- fertigen", muß der im Dienste der französischen Propaganda stehende neue„Saar-Kurier" eine Anzahl führender Mitglieder der Mehr- heitssozialdemokratl« und der freien Gewerkschaften als mehr oder weniger oertappte alldeutsche Annektionisten hinstellen. Ausge- rechnet das Blatt der französischen Annektionisten beschuldigt unsere Parteigenossen Hermann Müller, Lobe, Hue und Stampfer der Annektionslustl Dem Genossen Hue, der vor einiger Zeit einigen übereifrigen Frankenfreunden in die Parade gefahren ist, wirft das französische Annektionistenblatt vor, er habe die alldeutschen Eroberungsabsichten auf das Eisenhüttengebiet Longwy und Briey unterstützt. Ein dümmerer Schwindel tonnte nicht ausgeheckt werden. War es doch gerode Genosse Hue, der sich mit großer Schärfe gegen die schwerlndustriellen Eroberungspolt- tlker wandte und dem deshalb während des Krieges im Saargebiet verboten wurde, in Versammlungen über annektionspolitische Fragen zu sprechen. Daß das französische Annektionistenblatt ausgerechnet den Genossen Hue als Annektionist der Saarbevölkerung zu denun» zieren versucht, zeigt, in welcher tödlichen Verlegenheit sich die Macht« haber gegenüber den Protesten der Saarbeoölkerung gegen die französische Annektionspolitik befinden. Damit die Ausnahmemaß- reget gegen die deutschen Gewerkschaftsführer recht markant hervor- tritt, hat die löbliche Saarregierung kein« Einwände erhoben gegen die Einreise kommunistischer und anarchistischer Agiloloreu. Diese dürfen im Saargebiet Versammlungen abhalten. Kürzlich gab hier aiich der bekannte anarchistische Syndikalist Fritz Kater aus Verlin eine Separatvorstellung. Es oerlautet ober, daß infolge eine» Winkes aus Paris die Saarregierung veranlaßt worden ist, die Ein- reise kommunistischer und anarchistischer Agitatoren zu verbieten. Schade! Unserctwegcn hätten die oerehrlichen Moskauer und San- dikalisten noch recht viele Gastrollen im Saargebiet geben dürfen. Sie paßten nämlich ganz vortrefflich in das autokratssche Regime, unter welchem die Saarbevölkerung heute seufzt. Uebrigens ist der Redakteur des neuen Saarkuriers, ein Herr Weber, eingetragene» Mitglied der USP. Sein Einfluß auf die allerdings außerordent- lich zusammengeschrumpfte USP.-Gruppe in Saarbrucken sst keines- wcgs unbedeutend. Die USP. darf zu ihrem ausgezeichneten Mit- glied, Herrn Weber, journalistischer Vertrauensmann der fran- zösischen Annektionisten, ollerwärmsten» beglückwünscht werden. Tabakarbclicr und Tabaksteuer. Im ReichStagSauS« iNiur für Verbrauchs st euer» wurde am Dienetag die Tabaksteuer weiter beraten. Ein Antrag R i e d m ftl l e r(So�.) fand ebenfalls Annahme, wonach die mehr als ein Jadr im Tabaks« gewerbe beschäftigt gewesenen Ange st eilten und Arbeiter. die nachgewiesenermaßen infolge dieses Gesetzes innerhalb der nächsten diei Jahre nach seinem Jnirafltrsten, entweder vorübergehend oder für längere Zeit arbeitslos werden, Unter- st ü y u n g e n bis zu einem Jahre aus der ReichSkasse erhallen sollen. D!e neuen Postgebühren. Giesberts über die Umstellung des Postweseus. In der Sitzung des Reichsrats am 12. Dezember, in der die weitere Erhöhung der Postgebühren auf das 20soche der Dorkriegs- zeit beschlossen wurde, führte Reichspostminister Giesberts fol- gendes aus: Das Reichspostministerium ist vom Rcichssinanzministerium auf- gefordert worden, das Defizit aus seinem Haushall schon für 1822 zu beseitigen Dieses Verlangen stützt sich im wesentlichen darauf, daß, solange die Verkehrsbetriebe des Reichs Milliardenzuschüsse aus der allgemeinen Finanzoerwaltung erhalten, ein Entgegenkommen der Entenke bei den sogenannten Reparationsleistungen kaum zu erwarten ist. Sie macht ein solche« Entgegenkommen vielmehr davon abhängig, daß die Rcichssinanzen durch Steuern und die Reichsverkehrsbetriebe durch Erhöhung der Einnahmen �ind Verminderung der Ausgaben saniert werden. In dieser Zwangslage sehe ich mich genötigt, den Reichsrat zu bitten, die Postgebühren nunmehr in dem Verhältnis von 1: 20 festzusetzen. Im allgemeinen glaube ich sagen zu dürfen, daß bei unverändert bleibenden Wirtschafts- Verhältnissen die neue Erhöhung den Posthaushalt ins Gleichgewicht bringen wird. Diese Gebührenerhöhung hat «ine merkwürdige Vorgeschichte. Im Frühjahr 1821 glaubten wir, mit dem öH-Pf.-Brieftarif aus- kommen zu können. Der damals einsetzende Preisabbau ver- leitete uns zu der optimistischen Aussasjung, daß, wenn auch dos Defizit nicht vollständig gedeckt werden würde, doch infolge allmäh- licher Verbesserung unserer Valuta und eines weiteren Sinkens der Preise In Verbindung mit der Einschränkung und Vereinfachung von Betriebseinrichtungen und der Verringerung des Personals die Aus- gaben sich so ermäßigen ließen, daß vielleicht schon im Jahre 1922 ein gewisses Gleichgewicht Im Posthoushalt ein- treten würde. Das finanzielle Ergebnis dieser Tariferhöhung hat un» nicht enttäuscht. Es stellt sich sogar noch besser, als wir an- genommen hatten. Dagegen sind unsere Hoffnungen auf eine günstigere Preiswirtschast nicht eingetroffen. Die einsehende Skeigernng aller Materialpreise und die Erhöhung der Teuerungszuschüsse für das Personal nötigten uns von neuem, an eine Erhöhung der Tarife heranzugehen. Der Vorschlag der Postoerwaltung, hierbei das Verhältnis von 1: 10 zu- gründe zu legen, war im Verkehrsbeirat eben angenommen, als die jüngste Bejoldungsaufbesserung eintrat. Vel der Post war die Wirkung die, daß selbst ihre Mehreinnahmen jetzt nicht ein- mal zur Deckung dieser Ausgaben genügten. Auch bei Zugrunde- legung des Gevührenverhältnisse» von 1: IS verblieb noch ein Defizit von ungefähr 2 Milliarden Mark. Um�den Verkehr und da» Wirischaftsleben nicht unnötig zu belasten, glaubten wir, mit diesen 2 Milliarden Defizit un» abfinden zu sollen, In der Hoffnung, durch weitere Ersparnisse Im Betriebe und die Folgen einer Verkehrs- zunähme den Etat staffelwcise verbessern zu können. Di« Aufsorde- rung de» Reichsfinanzministeriums, den Posthaushalt schon jetzt zu balänzieren, schafft eine neue Lage. E» wird von der Post schon seit dem Krieg« fortgesetzt erhöhte Spar- samkeit oerlangt. Die Postetats der letzten Jahre sind so knapp gehalten, daß sie kaum noch zur Befriedigung des Allcrnotwendlgsten ausreichen. Dabei hat ein allgemeiner Verkehrsrückgang bei der Post nicht stattgefunden. Der eigentliche Postverkehr ist schon nnhezu wieder aus der Höh« der Vorkriegszeit angelangt. In der Telegraphie, im Fernfprech- und Funkwesen, so- wie im Postscheckvertehr sind sogar beträchtliche Verkehrssteigerungen zu verzeichnen. Das bedingt naturgemäß ein« Vermehrung der A r b e I t s krä f t e, so daß sich schon hieraus das Mehr an Personal gegenüber der Vorkriegszeit zum Teil erklärt. Da ferner bei der Eisenbahn bereits vor dem Krieg« in ihren einen bedeutenden Teil des Pcsonals beschästigenden Werkstätten die neunstündige Ar- beitszeit bestand, während für das untere Postpersonal der Wochen- stundenplan einschließlich der Sonn- und Festtage 60— 69 Dienst- siunden umfaßte, erfordert« die Durchführung der 48- Stunden-Woche bei der Post eine im Verhältnis größere Ver- mehrung des ständigen Personale. Bei den aus der Kricgszeit über- nommenen Hllfskräften, die teil» aus sozialen Gründen wegen der in den Jahren 1919 und 1920 herrschenden großen Arbeitslosigkeit, teils wegen der Demobilmachungsvorschristen zunächst weiterbeschäf- tigt werden mußten, haben seit Frühjahr 1921 umfang- reiche Entlassungen eingesetzt. Seitdem wird dauernd der Personalbedarf bei den Dienststellen der Verwaltung nachgeprüft und Die Not unö öie Gerechtigkeit. Von Max Porzig. Müde strich die Rot durch die Straßen der Stadt. Drohend streckte sie die dürren Arm« aus gegen die trotzigen Paläste. Ihr war übel von den vielen Armeleutestuben, die sie auf- zusuche» hatte. Ins Unendliche war ihre Aufgabe gewachsen. Kein Haus blieb von ihrer Gegenwart verschont•— nur diese protzig hin- gestellten Gebäude tonnte sie nicht betreten. Dort füllte der Ueber- fluß alle Räume. Seine robuste Gestalt machte jede Annäherung unmöglich. Und doch hätte auck sie sich gern einmal an den vollen Tisch gesetzt, hätte das schmatzende Behagen der Bewohner der Prunk« palaste einmal in zitternde» Entsetzen verwandeln mögen. Besonders hätte sie jenem hochmütigen Kriegsgewinnler, der mit dem Laster und der Gemeinheit tafelte, den die Schamlosigkeit bediente, der so hochmütig auf ihr« treuen Freunde, die Arbeiter, die Besitzlosen herabdlickte, diesen fetten Kriegsgewinnler hätte sie, die Not, gar zu gern einmal in ihre dürren Arme gepreßt, bis ihm der freche Atem ausging.—— Aber der Ueberfluß grinste ihr höhnisch entgegen. Auf seinen Knien schaukelten sich kichernd das Laster Und die Gemeinheit. Die Herzlosigkeit aber hatte dicke Stacheldrähte um den Prunkbau gezogen, und die Schamlosigkeit schleppte an Genüssen herbei, was nur irgendwie auszutreiben war. Lüge und Aberglauben stellten Maschinengewehre und Flammenwerfer hinter den Stachel- draht. Große Schilder aber verkündeten von allen Türmen:.Heilig ist das Eigentum."— � Die Not schlich sich zurück in die Straßen der Vorstadt. Auf halbem Wege begegnete ihr die Gerechtigkeit. „Einen Augenblick, ich flehe dich an, Gerechtigkeit, begleite mich." bat die Not.— Es mußte etwas in Stimme und Gebärde der Not liegen, da» die Gerechtigkeit zwang, der Bitte zu entsprechen. Es war sonst nicht ihre Art, aus die Stimme der Not zu hören— allzu häßlich klang ihr diese. Jetzt aber raffte sie ihr prächtiges Kleid, um mit dem Schmutz der Vorstadt nicht ln Berührung zu kommen, und ging mit der Not durch einige Elendsgassen, begleitete sie in einige von der Armut bevölkerte Häuser.— Bleiche Kinder hoben zitternd die Hände auf zur Gerechtigkeit. Welle, müde Mütter knieten vor der Gerechtigkeit nieder und flehten, nicht für sich, nur für die Kinder. Selbst die Väter, die trotzig und zornig blickten, vergaßen ihren Stolz und gaben der Gerechtigkeit gute Worte. Sie alle sahen wohl die rinqgeschmückten Finger, sahen das Perlenhalsband, die geschminkten Wangen und die falschen Augen. Dennoch erwachte ihnen allen ein Hoffnungsfunke, der sie yn eine Selbstbesinnung der zur Dirne gewordenen Gerechtigkeit glauben ließ. Die Gerechtigkeit erschrak, als sie das Elend sah. Noch nie hatte lie den dichten Schleier zu lüften versucht, der sich zwischen sie und die Welt der Hoffnungslosigkeit geschoben hatte.— Auch sie stammte von redlichen Menschen ab. Auch pe war anfänglich vom festen Willen beseelt gewesen. Ihre hellig« Misston ohne Ansehen der Person zu erfüllen. Aber der Lockungen waren zu viele. Bald wurde sie launisch und flatterhaft. Einmal mißbrauchte sie die Gewalt und nahm ihr den letzten Rest von Scham. Dann macht« sie der Besitz zur Dirn«. Schließlich ward sie jedem seil, der sie bezahlte. Allen ward sie käuflich, nur der Armut nicht. Das alles ging der Gerechtigkeit jetzt durch den Sinn. Aber die Scham hatte sie restlos verloren. Nur ein Fünkchcn Mitleid regte sich in einer entlegenen Hcrzensfaltr. Sie ließ die Not bei der Armut zurück,«Ute zum Ueberfluß, war ihm rasch zu Willen und verbarg da» reiche Geschenk dafür im Gewand. Dam, eilte sie. so schnell sie ihre Füße trugen, zur Armut zurück. Die Rot kauerte noch immer ln der Ecke der dumpfen Stube. Der Tod grinste zum Fenster herein.— Als die Gerechtigkeit zu den armen Menschen zurückkehrte, irrte eln Schimmer von Freude über die blassen Gesichter. „Ich bringe euch die Wohltat," sagte die Gerechtigkeit, zog die erhaltenen dreißig Silberlinge aus der Tasche und legt» si« mit stolzer Geberfreude vor die Armut hin. Gierig wollten die schmalen, bleichen Kinderhände nach den blinkenden Geldstücken greifen. Auch die Mutter erhoffte von der Wohltat eine Erleichterung ihrer trostlosen Lag« für die nächste Zelt. Im Gesicht des Mannes aber arbeitete es von verhaltenem Zorn. Schwer schlug seine Hand auf den Tisch, daß es in allen Fugen krachte. Dann raffte er die Geldstücke, den Schandlohn der Dirne, vom Boden auf, spuckte der Gerechtigkeit mitten ins Gesicht und schleudert« mit einem wilden Fluch die dreißig Silberlinge zum Fenster hinaus. Die Armut und die Not aber rissen ihr den Flittertram vom Leibe, bis sie völlig nackt vor den Menschen stand. Und e» zeigte sich, daß alles falsch an ihr war. Don ekelhaften 'Krankheiten war der ganze Leib zerfressen. Nun jagten sie alle diese Gerechtigkeit unter gotteslästerlichen Flüchen aus dem Hause der Armut. „Undankbares Gesindel," schrie die Gerechtigkeit In den höchsten Tönen zurück. Dann eilte sie in die Arme des Besitzes, der sie bald wieder mit neuen Prunkgewändern bedeckte— Der arme Mann aber tröstete Weib und Kinder und vetfprach ihnen eine neue Gerechtigkeit, die gesund und ohne Falsch sei— und der Mann ging hin und ward Sozialdemokrat.— Erziehung zur staalsbürgersicheu Verantworlung. An der Deutschen Hochschule für Politik wurde gestern durch den Vertreter de» preußischen Ministers für Handel und Gewerbe, Ministerialdirektor o. Seefeld, die„fflerufspädagogische Woche" eröffnet, und Zwar unter so starkem Andrang aus den Kreisen der Fach- und Berufsschulen, daß eine Wiederholung des Kursus sich sofort als notwendig erwies. Ministerialdirektor n. Seefeld wies darauf hin, daß dos Pro- blem der staatsbürgerlichen Erziehung sich nicht in einer staats- � bürgerlichen Belehrung erschöpfen könne, sondern zur Erweckung der staatsbürgerlichen Verantwortlicht«lt führen' müsse. Wenn auch in der Frage der methodischen Behandlung de» Stoffes keine wesentliche Aenderung erforderlich sei, so gelt« die» um so mehr für den Inhalt des zur Behandlung kommenden Ge- sehe«- und Rechtistoffes, der in seiner Tragwelt« und Mannigfaltig- keit zu erfassen selbst für die Fachleute eine schwierige Ausgabe be- deute. Um so dankbarer sei«e daher zu begrüßen, daß die Deutsche Hochschul« für Politik es unter Bereitstellung ihrer Einrichtung auf Anregung des preußischen Minister» für Handel und Gewerbe unter- nommen habe, ln einem sorgfältig zusammengestellten Lehrgang die wichtigsten Fragen auf diesem Gebiete für die Zwecke der Unterricht- lichen Verwertung an Fach- und Berufsschulen behandeln zu lassen. Besonderer Dank gebühre auch den bei der Mitarbeit Im neuen Staatswesen an hervorragender Stelle bewährten Männern, die als erste berujen sind, au» der Fülle ihrer Ersahrungen einen allseitigen Ueberblick über die zur Erörterung stehenden Fragen zu geben. Im Anschluß hieran begann Reichsmlnister a. D. Dr. Koch mit seiner Vorlesung über die Grundzüge der deutschen Reichs- Verfassung. Unter den anderen Vortragenden besinden sich auch Staatsminister Dr. S ä m i s ch und Staatsminister Dr. D r e w». Oesterreich» letzter Leutnant. Im österreichischen Rationalrat wurd« dieser Tage«in Bericht über die Ehargenzusammensetzung der jetzigen österreichischen Armee vorgelegt. Das Verzeichnis zählt di« gesamten l46? Osfizier« wie folgt aus: S Oberstbrigadiere, 230 Obersten, 857 Oberstleutnant», 410 Majore, 312 Hauptteute, 144 Oberleutnants und 1— einen— Leutnant. Ein einziger einsamer Leutnant für di« ganze österreichische Armeel Da hoben wir es in Deutschland doch besser. Uns ist der LeuMont nicht nur in zahlreichen Exemplaren, sondern auch in einer Qualität erhallen geblieben, die noch immer mit Hackenschmiß und Monokel allen Anforderungen eines wirklich gediegenen Mili- tarismus genügt. Den Oesterreichern aber raten wir, ihrem letzten Leutnant bei Lebzeiten die Wohltoten eines rationellen Naturschutzes angedeihen zu lassen und das Exemplar nach seinem Ableben sut konserviert Im Zoologischen Museum unterzubringen. ver„blaue Vogel" des Mount Eoeresi. Die Sammlungen von seltenen Vögeln und Pflanzen, die die englische Expedition bei der versuchsweisen Besteigung des Mount Evcrest zusammengebracht hat, ist nunmehr in London eingetroffen, und es befindet sich dar- unter auch ein eigenartiger„blauer Vogel", der von den Ein- geborenen als ein Glücksbringer angesehen wird. Der Fund dieses Märchenvogels, der die Erinnerung an Maeterlincks schönes Drama wachruft, erschien auch der Expedition als ein günstiges Omen für die glückliche Bezwingung des höchsten Berges der Welt. In der Sammlung befindet sich außerdem ein Sperling, der in einer Höhe von 18500 Fuß gefangen wurd-, fodann verschiedene Lärchenarten, Bachstelzen, wcisstöpficv Rotkehlchen, Dohlen, Rot- und Blaufinken. Außerdem gehören' zahlreiche Kästen mil Vogel- eiern, unbekannten Schmetterlingen und Insekten, Fliegen und Bienen sowie Frösche. Fifa)« und einige Säugetiere zu dieser Samm- lung. Unter Wr. botanischen Gegenständen befinden sich verschieden« zur Fan-ll'.« der Nelken gehörige Pflanzen/ die in einer Höhe vot> 400 Fuß über dem Meeresspiegel gesunden wurden, ver- schiebene Primclarten und Zwergrhododcndren. Hg Pakete mit Samen kamen in gutem Zustand,ren. vorläge ein Rückgang im Bertehr eintreten, der weiteres Personal entbehrlich macht. Die Entlastung von Arbeitern und Hilfskräften wird im übrigen nach Grundsätzen gehandhabt, die vor- her mit den Organisationen und dem Zentralbetriebsrat vereinbart worden stnd. Wenn man von der Post- und Telegraphenverwaltung setzt eine Wirlschaftlichkeit des Betriebes unter Vermeidung von Fehlbeträgen verlangt, müßten ihr ihre Leistungen auch entsprechend vergükel werden. Das geschieht aber in mehrfacher Hinsicht teils überhaupt nicht, teils in ganz unzulänglicher Weise. So bezieht die Post für die jährliche Auszahlung aller Unfall». Invaliden- und Hinterbliebenenrenten von über SKä Millionen Mark in 32 Millionen einzelnen Abhebungen keinerlei Vergütung, während sie für die Auszahlung der Militörrenten von 3075 Millionen Mark weit unter den Selbstkosten bezahlt wird. Völlig unzulänglich ist ferner die Bezahlung für den der Post übertragenen Vertrieb der Versicherungs marken, statistischen Wertzeichen, Umsatz-, Einkommensteuer- und Wcchselstempelmarken, deren Absatz für 1320 .3296 Millionen Mark betragen hat. Der jährliche Fehlbetrag der V5ost aus diesen Leistungen berechnete sich auf mehrere hundert Mil- lfrmen Mark. Wollte man außerdem der Post ihre Leistungen im Zeilungsdienst sou�ie für die dringenden Prestegespräch« und Presseielegramme nach den� Selbstkosten bezahlen, so könnte sie hieraus eine Mehreinnahme vomxüber% Milliarde Mark verzeichnen. Nie Not des Vaterlandes erfordert es, das Gleichgewicht Im Posllhaushalt herzustellen. Es ist aber auch nötig, daß der Post-, Telegraphen- und Fernsprechbctrieb wieder auf eine möglichst voll- kommvrte Höhe heraufgebracht wird. Deshalb wird von der Post- Verwaltung alles darangesetzt werden, den Betrieb weiter zu ver- bessern und wieder auf die alte Höhe zu bringen. Der neue preußische Ctat. Der zsrsußische Staatshaushaltsplan für 1322 wird heute beim Staatsrat eingebracht. Der äußere Eindruck des neuen Haushalts- plans ist der der stärksten Einschränkung auf das unum- schränkt Notwendige und die Vermeidung aller nur irgendwie ent- behrlichen, nicht durch unabwendbaren Zwang gebotenen Ausgaben. Der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1322 balanciert in Einnahme undt Ausgab« mit der Endsumme von 29 13t 289 882 2Rf. Die Erziclung lhW Gleichgewichts zwischen Einnahme und Ausgabe ist ohne Aufnahme einer Anleihe möglich gewesen. Von den Ausgaben entfallen auf das Ordinarium 16 817 606 351 M. und auf da» Extraordinärem 10 313 682 331 M. Gegenüber den Abschluß- zifsern des Haushoftsplans für 1921 ergibt sich nach Ausscheidung der größeren durchlaufatrden Posten von 5376 Millionen Mark für 1321 und von 14 812 MMonen Mark für 1922 eine Steigerung von 3 519 Millionen Mai?. Der Vorbericht zum Haushaltsplan bemerkt noch dazu, daß die Äbschlußziffern des vorliegenden Haushalt» sich auf etwa das 7s4sach» des letzten Friedenshaushalts von 1314 belaufen. Do gegenwärtig der Wert der Mark im Inlandsver- kehr auf etwa den 15. Teil des damaligen Standes gesunken ist, so ergibt sich, daß die Haushaltsansätze der Geldentwertung erst zur Hälfte gefolgt sind. Von besonderem Interesse ist. daß bei der allgemeinen Finanz- Verwaltung«ine Einnahme von 948 Millionen Mark aus der Steuer vom Grundvermögen Angestellt ist. E» handelt sich hier um den voraussichtlichen Ertrag der neuen Grundsteuer, deren Ent- wurf jetzt dem Landtage zugegangen ist. Ferner erscheint dort«ine Einnahme von 140 Millionen Mark au» der noch zu schassenden Ab- gab« zur Förderun.g des Wohnungsbaue». Bon einzelnen DetailV. ist noch zu erwähnen, daß die Do- mänenoerwaltung gegenüber dem Vorjahr einen Mehrüber- schuß von rund 9 Million«!, die Forsten einen Minderüberschuh von 35 Millionen Mark ervriygen, während die Gestüt««inen Mehrzuschuß von 7,7 Milliomen. verlangen. Die Lotterie erbringt 7,2 Mill. Mark Mehrüberschusj, die Preußische Staatsbank einen Minderüberschuh von 7,7 Mllionen. die M ü n z e einen Mehr- Überschuh von 700 00 Mark..Di« Bergwerke, Hütten und Salinen erbringen 13,3 Mill1o«en Mark Minderüberschuh, wäh- rend der„Reichs- und Staatsanzeiger' einen Mehrüber- schuh von 344 000 M. und auch die Porzellanmanusaktur und das Gesetzsammlungsamt kleine Ueberschüsse erbringen sollen. Deutsches Theater. Ein großer Abend, reich an Eindrücken: Max Reinhardt hatte das„T.r a u m f v i e l' Strind- b e r g» neu inszeniert. Man wurde, sich noch den vielen Ent- täuschungen der letzten Zeit wieder kldr,. welche Kraft vom Berliner Theaterleben allzu gewaltsam fernbleilst. Der Abend war auch eine Anerkennung der Frau T h i m i g, die zu einer neuen Per- innerlichung ihrer Talent« emporgewachsen scheint, lieber die mora. tische Gejpensterseherei diese» Stücke» und über die schauspielerischen Methoden soll morgen mehr gesogt sein. M. H. Der Kopp-Putfth. Ein Schulaussah vou Michel, Züngstem([ort nach Ludendorss). Es war ein MZrztag. Der Morgen au diesem Märztag war aber kalt. So kalt, daß der große Ludendorfs in seinem Bett eine Gänsehaut bekam und ousstehen mußte. Und weil es so schönes Wetter war, ging er spazieren. Und wie er so ganz zufällig in die Gegend von» Brandenburger Tor kam, kamen von Döberitz her eine ganze Meng« Soldaten. Und Herr Ludendorss sagte ganz erstaunt zu sich selber:„Ei. steh da, die ville Soldateiil Die Offiziere von den Soldaten aber hatte Herr Ludendorft früher einmal flüchtig kennen gelernt und er freute sich, sie hier zufällig wiederzusehen. �. Und da waren noch ein paar Herren, die zupllig da spazieren gingen. Die hießen Kapp, Schiele und Iagow. Der letztere aber wollte man bloß die Neugierigen warnen. Aber wie sie so bei- sammen waren, bekamen sie Durst. Und weil alle Rcstaurongs noch zu waren, kuckten sie in die Reichstanzlei nein, ob da der Portier vielleicht»inen Schnaps' hatte. Aber die waren ganz leer, was ihnen und die Soldaten sehr wundert«. Da sagten sie, denn sie waren ja alle Patrioten: „Jetzt müssen wir die Verfassung schützen!' Und die meisten setzten sich hin und machten Erlöste und fummelten an dem Steuer von die Regierung. Bloß Ludendorfs nicht, der ging mit Derbandpäckchen rum und oerhütete Bluwer- Aber als sie ein paar Tage die Verfastuna geschützt und die leere Reichskonzlei vollgemacht hatten,«rsubren sie, daß die Regie- rung man bloß oerreist war und sie auch nicht die richtige Verfassung hatten. Und da entschuldigten sie sich und die Soldaten schosten noch ein paar Arbeiter tot und dann gingen sie alle wieder zu Hause. Dloh Kopp machte eine Scmmerreis« nach Schweden. Und wegen die schlechte Valuta langte sein Geld nicht für ein Retour- billett. Aber Ludendorfs und die anderen haben nicht einmal einen Orden für ihr» Vertretung der Regierung bekommen. Das ist gar nicht hübsch von der Republik. Und setzt stehen sie sogar vor Gericht, weil sie nicht die richtig« Verfastung beschützt haben. Jeder deutsche Junge betet aber für ihre Freisprechung. Und daß Herr Ludendorff doch noch seinen Orden kriegt. ??»rp«ch»«UG»«» BreSlauer«-»adttheaters. Da«» r e« l au« r ßtabtthealer soll nach einem Belchluh de» Magistrat» unter Äb- iöjuug d« biSherigeo lommunale» Regie verpachtet werde«. Frankreichs Intrigen am Rhein. Köster über die Pfälzer Vorgänge. In der gestrigen Sitzung des Reichstags wurden Anträge auf Strafoersolgung der Abgg. Reich(Komm.) und Brodaus(Dem.) dem Geschäftsordnungsausschuß überwiesen. Auf der Tagesordnung standen sodann eine Reihe kleiner Anfragen, darunter zwei sozial- demokratische Anftagen über französisch« Uebergriffe und Ausschrei- tungen im besetzten Gebiet, die von der Regierung beantwortet wurden.— Ohne Aussprache an den Hauptausschuß geht ein dritter Nachtraashaushalt und die Ergänzung zur Besoldungsordnung. — Ein Gesetzentwurf zur Aenderung über Lohnpfändung und betr. die Pfändbarkeit von Gehältern wird dem Rechtsausschuß über- wiesen.— Der Gesetzentwurf zur Abänderung des Börsen- g e s e tz e s, wonach von setzt ab auch Frauen zum Börsenbesuch zu- aelassen werden, wird in allen drei Lesungen angenommen.— Der Gesetzentwurf zur Verlängerung der Verordnung über die A b g e l- tung von Ansprüchen gegen das Reich um ein Jahr, wird angenommen. Es folgt die erste Lesung der Abänderungsvorlage des Gewerbe- gerichts- und Kaufmannsgerichtsgesetzes. Danach können auch Frauen zu Mitgliedern der Gewerbe und der Kauf» mannsgerichte gewählt werden. Durch die Vorlage wird außer- dem eine Gebührenordnung vorgenommen. Die Vorlage geht an den Sozialen Ausschuß. Ein Gesetzentwurf betr. Aufhebung vorübergehender Zoll- erleichterungen geht an den Steuerausschuß. Es folqt die erste Lesung des Gesetzentwurfs über die Entsen- dung von Vetriebsratsmitgliedern in den Aufsichts- rat.— Die Vorlage geht an den Sozialpolitischen Ausschuß. Die Vorgänge in der Pfalz. Auf der Tagesordnung steht sodann 4ine Interpellation Dr. Strescmann(D. Vp.) über die Porgänge in der Pfalz. Danach wurde am 31. August und 8. September der Versuch gemacht, die in der Pfalz eingesetzte Behörde ihrer Gewalt zu berauben. Eine radikale Gruppe von ortefremden Personen drang in das Re- gierungsgebäude ein und nahm ein« Reihe von Gewaltakten vor. Die Vorfälle sollen sich der wohlwollenden Förderung des französischen Reichsdelegierten de Metz erfreut haben. Abg. Dr. Moldenhauer(D. Dp.) begründet die Interpellation und schildert die Vorgänge im einzelnen. Reichsminister des Innern Dr. Köster: Es macht im großen und ganzen den Eindruck, als wollte Frank- reich mit allen Mitteln das, was es Im und durch den Friedensver- trag nicht hatte erzwingen können, vielleicht nun nach dem Friedens- vertrag mit anderen Mitteln erreichen, vielleicht erschleichen. Viel- leicht ist es nicht das Ziel des augenblicklichen französischen Kabinetts. Ich will nur das»ine sagen: Die Politik, die wir an unserem Körper im Westen gespürt haben, die tatsächliche, die praktische Politik zeigte In diesen Jahren fast unveränderlich eine gleiche Linie: nämlich: Unter Ausnützung der jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Kon- junktur die Verbindungen der Rheinland» mit Deutschland zu lockern, aus dem Rheinlande ein franzSstfche« Vorwerk zu machen und eine Politik zu ermöglichen, wie sie Frankreich bis zu Thiers Zeiten erfolgreich durchgeführt hat: Die Politik einzelner unabhängiger deutscher Staaten! Auch die Regierung betrachtet die Ereigniste In der Pfalz vom 31. August und 8. September nicht kür sich, sondern als Glieder einer Kette von Vortommnisten der letzten Jahre, die sich nur erklären l«sten, wenn man annimmt, daß gerade in der Pfalz französische Kräfte am Werke sind, denen jedes Mittel recht ist, die Pfalz von Bayern und vom Reiche zu lockern und die jede Partei und jeden Augenblick auszunutzen suchen, diele Ziele Schritt für Schritt zu erreichen. Die Regierung weiß auch, daß im Frühjahr 1920 gewisse französische Kreise Fühlung mit der vayertschen Sänlgspartei gesucht haben(hört, hört!), und daß die- selben Slellen es nicht verschmähen, setzt mit kommunistischen Kreisen über dieselben Ziele Fühlung zu nehmen. Die französische Politik nutzt alles zu ihren Zielen aus. Sie hetzt das Bürgertum aus mit der Angst vor dem Bolschewismus und die Kirche mit der Angst vor dem Sozialkmus. Jede geistige und soziale Spannung innerhalb der deutschen Staatsbürgerschaft nützt sie aus. In den letzten Monaten scheint sie besonders gerechnet zu haben mit gs- wissen radikalen kommunistischen Unterströmungen der pfälzischen Arbeiterschaft. Die Arbeiterschaft der Pfalz hat gegenüber der grob- schlächtigen Pulschlakltk des Generals Gerard tm Jahre 1919 Im entscheidenden Augenblick eine bewundernswerte Entschlossen- heil gezeigt. Ich bin überzeugt, daß sie auch gegenüber den intri- ganten Methoden seines Nachfolgers dl» ruhigen Nerven be- halten wird. Denn darüber ist kein Zweifel, daß die große Masse der Speyrer Arbeiterschaft am 31. August für die Demokratie und für die R e p u b I i k zu demonstrieren gewillt war. Sie wußte nicht, daß sie damit zugleich fremden gnteresien zu dienen bestimmt war, und daß sie kurze Zeit in der Tat om Gängelband» einiger dunbler Existenzen sich befand, von denen ich wohl annehmen darf, daß sie trotz ihre» kommunistischen Namen» von der' Kommunisti- schen Partei niemal» gedeckt werden. Die große Masse der Ar- beiterschast hat ihren Irrtum schnell erkannt und rücksichisivs die Konseguenzen gezogen.(Beifall.) Ich bin über, zeugt, daß durch die Ereignisse im Sevtembcr und die Zusammenhänge, die wir in der Fvlae bloßlegen konnten, allen Parteien und sozialen Schichten in der Pialz die große Verantwortung wieder zum Bewußtsein gebracht worden ist, die sie dort unten für ganz Deutschland zu tragen haben. Sofort nach der Freilassung von Smeet» haben sowohl der Reichskommissar für die besetzten Gebiete bei der Rheinlandkommission wie auch unsere diplomatischen Vertretungen bei den Alliierten protestiert, und es ist zu erwarten, daß dieser Schritt wieder rückgängig gemacht wird. Es ist außerordentlich rührend, daß General de Metz den verwundeten Arbeiter« 3000 Mark geschenkt und sich so grvtze Sorge gemacht hat um o:! Freiheiten des deutschen Volkes und um die Einigung der Arbeiter- kia sie.(Lachen.) Diese Vorkommnisse haben auch eine interessante rechtliche Seite. Die Deutsche Regierung wiederholt hier noch ein- mal, was sie der Rheinlandkommission soundso oft angezeigt hat, daß nach dem Abkommen vom 7. August 1919 die Delegierten der Rhein- landkommission sich darauf zu beschränken haben, den Geschäfts- o e r k e h r zwischen den deutschen und den Besatzungsbehörden zu erleichtern. Sie haben kein Recht, sich tn innere Angelegenhelten deutscher Behörden einzumischen. In ihrer Proklamation am Tage der Uebcrnahme ihres Amtes hat die Rheinlandkommission selbst den Wunsch nach Zusammenarbeit in voller Harmonie ausgedrückt und den Grundsatz ausgesprochen, daß sie nur Verbindungsoffizier sein solle. Ihr Vorsitzender T h i r a r d hat das später bekräftigt. Das Herbeirufen einer fremden bewaffneten Macht zur Abwehr gegen eigene Landsleute ist und bleibt etwas Tiefbedauerliches. Es war auch im Rheinland nur möglich, weil die geschwächte deutsche Polizei mit eigenen Kräften die Ruhe und Ordnung nicht aufrechterhalten konnte. Es muß aber vermieden werden oder darf nur dann er- wogen werden, wenn entweder Menschenleben oder die Autorität des ganzen Staates auf dem Spiele stehen. Die Weigerung der französischen vesahungsbehörden. in. Speyer rechtzeitig einzugreifen, hat jedenfalls rein politische, und zwar französisch-politi'che Gründe gehabt.(Zustimmung.) Die Er- eignisie in der Pfalz sind nur ein Ausschnitt aus dem zähen Ringen, in dem die Rheinlande jetzt seit drei Iahren stehen und das im Friedensvertrage nicht vorgesehen war. Es ist hervorgerufen von der anderen Seite, die nur ein Ziel hat, mehr Macht, mehr Vor- Herrschaft, als der Versniller Friedensvertrag für Frankreich vor- sieht.(Sehr richtig!) Frankeich hat die Macht der Bajonette, die Macht der Sanktionen, die Macht der Rheinlandkommission, es hat leine wirtschaftliche Position von Lahr zu Jahr zu bessern gesucht. Gegenüber diesen Machtmitteln haben wir nur wenig: Unser Recht und die Treue unserer Ration!(Beifall.) Der französische Angriff auf die Rheinland» hat den Aufbau Europas in den letzten drei Iahren verzögert, er verzögert ihn jetzt noch und wird ihn auch in Zukunft noch verzögern. Eine deutsch-französische Verständigung ist die wichtigste Vorarbeit für eine Beruhigung Europas. Die alten Instruktionen an die Bevollmächtigten der Rheinlandkommission müssen verschwinden. Mit innerxolitischer Einmischung, mit Sank- tionen und schwarzen Bataillonsß kann man keine Politik der Versöhnung treiben. Ob der von mir gezeigte Weg der Weg ist, auf dem Europa gesundet, wissen wir noch nicht.- Auf allen Wegen werden aber die Rheinlande ihre besondere schwere Last und Verantwortung zu tragen haben. Das Leid der Rheinländer muß zu dem Leid de» ganzen deutschen Volkes werden.(Leb- hafter Beifall.) Ich habe Vorkehrungen getroffen, von denen ich die Parteien demnächst unterrichten werde. Wenn Frankreich nicht will, daß die Rheinlande eine friedliche Brücke Zwilchen Deutschland und Frankreich im Rahmen der Politik bilden, wie Ich sie vorhin auf- gezeigt habe, dann sorgen wir wenigstens dafür, daß sie ein festes wirtschaftliches und geistiges Bollwerk der deutschen Kraft werden, bis zu dem Tage, wo sie auch politisch wieder zu Deutschland ge- hören.(Lebhafter Beifall.) Darauf trat man in die Bestechung der Interpellation ein. Abg. Hosfmann-Kaiserslautern(Soz.): Die Demonstration vom 31. August gegen den politi- schen Mord und gegen die Kahr-Regierung war eine gemeinsame Aktimi der drei sozialistischen Parteien. Di« Bilderstürmerei war aber eine Extratour der Kommunisten. Ebenso wie der Generalstreik und die Bildung einer neuen Regierung. Wir haben mit den Zielen der Kommunisten nicht» zu tun. Die Kommunisten haben übrigens die besten Beziehungen zu den Franzosen im Saargebiet. Der Reichstag muß darauf hinwirken, daß die Ursachen solcher Vor- kommnisse aus der Welt gefchoist werden. Ferner muß Frankreich endlich auf die Propaganda für die rheinische Revublik verzichten. Bei der Treue der Bevölkerung gibt es nur eine Methode, die zum Ziele führen würde: Die brutale militärische Gewalt. General de Metz ist den Pfälzern als Gegner bekannt und wird mit schärfster Wachsamkeit beobachtet. Er weih, daß er sein Ziel schon deshalb nicht erreichen kann, well mein« Partei den schärfsten Wider- stand leisten würde. Meine Partei erhebt schärfsten Protest gegen oen französischen Eingriff im Falle Smeets, durch den die von uns gewünschte Politik der friedlichen Verständigung wieder erschwert wird. Die Sozialdemokratie erwartet, daß bei dem Urteil über die voraänge in Speyer die Richter versuchen, sich in die Seele republi- konischer Arbeiter hineinzuversetzen, die nur aus Anhänglichkeit an die Republik zu unerlaubter Selbsthilst haben hinreißen lassen.(Lebhafter eifall b. d. Soz.) Llbg. hossmann-Ludwigshasen(Ztr.): Der Hauptheld der Pfälzer Vorgänge weilt nicht mehr auf pfälzischem Boden, sondern in Straßburg.(Hört, dort!) Die Pfälzer werden sich die Ruinen de» Heidelberger Schlosse» aus der Vergangenheit und die Vor- aänge im SaargebH in dek Gegenwart immer als eindringliche Mahnung dienen lassen.(Beifall.) Das Haus vertagt sich auf Mittwoch 2 Uhr. Kleine Dorlagen, Steuervorlagen. Schluß nach 7 Uhr. Wivtfichaft Zur Frage der vezirkswirtschaftsröte. Am 19. und 20. Dezember tritt der Berfasiungsausschuß des Reichswirtschaftsrat» zu einer Sitzung zusammen, in der die beiden Referenten, Oberbürgermeister Mitzlaff und Max Cohen, ihre aus Grund der bisherigen Beratungen und der Sachverständigengutachten gemachten Vorschläge unterbreiten wenden. Die Vorschläge Cohens werden in der Frag« der Zusamn'ensetzunq der Unterstufen(der Landwirtschafts-, Handels- und Handwerkskammer) eine pari- tätische Zusammensetzung dieser Berufsvertretungen for- dern. Damit stellt sich Cohen aus den Boden der Auffassung, die von der überwiegenden Mehrheit der Arbeiter und Angestellten geteilt wird. Die von den Referenten gemachten Vorschläge haben folgenden Wortlaut: Zusammensetzung der Unterstufen der Bezirkswirtschafts. räre und der Bezirksriite. l. Die bestehenden Kommern: Landmlrtfchastskommern, Handels- kammern und Honbwertskommern werben, unter Zusammen- l e g u n g der zu kleinen Bezirke, durch Hinzuwohl von Arbeit- nebmervertretern zu paritätisch zusammengesetzten Berufskammern für Landwirtschaft, Handel und Industrie und Handwerk ausge» staltet; ste sind die U n t e r st u f e n der Bezirkswirtschaftsräte und bilden die Wahlkörper für die Wahl der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter zu den Bezirkswirtschaftsräten. 2. Die Bezikswirtschosterät,(deren Mltgliederzahl nicht zu groß sein soll) bestehen au» drei gleich starken Abteilungen: Abteilung 1(Arbeitgeber), Abteilung 2(Arbeitnehmer), Abteilung 3 (freie Berufe, Beamte. Vertreter allgemeiner Interesse», Verbraucher). Die beiden ersten Abteilungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden se von den Arbeitgeber, und Arbeitnehmervertretern der Unter st ufen gewählt, die dritte Abteilung von den Spitzen- v e rb ä n d e n der betreffenden Organisation. Ein Drittel der Mit- glieder der Abteilung 3 wird von der Regierung aus den Kreisen besonders hervorragender Wlrtschaftskenner des betreffenden Bezirks ernannt.. � � Die Zusammensetzung im einzelnen wird durch die Satzung für den einzelnen Bezirkswirtschaftsrat bestimmt. Die Satzung be- darf der Genehmigung der Rcichsregierung und des Retchswirt- schaftsrats. Für besondere Unternehmer- und Arbeiterangelegenheiten treten die Unternehmermitglieder des Bezirkswirischaftsrats als Bezirks- unternchmerrat, die Arbeitnehmermitglieder als Bezirksarbeiterrat zusammen._ Thyssen in Süddeutschland. Di« Thyssens che Handelsgesellschaft. Mannheim, plant, in München ein Bureau für die Bearbeitung Baverns mit einem Lager zu errichten und gleichzeitig Filialen in Würzburg, Augsburg, Bamberg und Regensburg einzurichten. Der Stand der TUark war. wie bereits kurz bericktet, an der gestrigen Börse wieder ungünstiger. Nach den amtlichen Notierungen erhöhte sich der Do Isar von 165,33 auf 188,81, 100 holländische Gulden stiegen von 6143.82 aus 6716,25, 1 Pid. Sterling von 689.30 auf 791,20. 100 franz. Franken von 1333 65 auf 1548,45' 100 Schweizer Frankeu stiegen von 3246,75 aus 6736,25 M. Oewerkschastsbewegung Neichstagung der Meieretangestellten. Am Montag wurde im Hause de« Deutschen Landarbeiterver- bandes in Berlin die erste Reichskonferenz der aus freigewerkschaft- licher Grundlage organisierten und als Reichssektion dem A s a- Bunde angeschlossenen Molkerei- und Käserei-Fachleute abgehalten. Der Landwirtschaftsminister hatte einen Vertreter entsandt. Lipinsti- Berlin referierte über die Lage des Molkerei- und Säsegewerbes und die Arbeitsverhöltnisie in demselben. Redner schilderte die Eni» Wicklung des Molkereiwesens in Deutschland, die durch die Erfin» dung praktischer Maschinen zur Milchverarbeitung gefördert wurde und mehr und mehr einen industriellen Charakter angenommen hat. Mit den technischen Verbesserungen hat jedoch die Verbesserng der Lohn» und Arbeitsbedingungen nicht Schritt gehalten. Der Beruf ist stark übersetzt infolge der immer noch grassierenden Lehr» lingszüchterei. Die Arbeitszeit steht mit den gesetzlichen Be- stimmungen keineswegs im Einklang. Bisher blieben alle Be- mühungen, um hierin Wandelzuschaffen, vergeblich. Während in Berlin die Arbeitszeit 48 Stunden beträgt, sind Arbeitszeiten zu verzeichnen von 63 Stunden in Pommern, bis zu 73�2 Stunden in Hannooer, Braunschweig und Oldenburg. Auch hier gilt: je länger die Arbeitszeit, um so geringer der Lohn. Im Regierungsbezirk Kastel und dem Freistaat Waldeck werden Monatslöhne von 140 bis 200 Mark bei freier Station gezahlt. Der Butterpreis betrug 1014 pro Pfund 1,60 M., der Monatslohn 40 M. 1019 war der Butterpreis auf 7 M. erhöht, das Gehalt auf 60 M. 1020 war das Verhältnis 12 M. und 80 M. Der Preiserhöhung um das Siebeneinhalbfache stand eine Gehalts- «rhöhung um das Zweifache gegenüber, wobei allerdings die Steige- rung des Wertes der freien Station zu berücksichtigen ist. Tatsache bleibt dennoch, daß die Preissteigerungen den Landwirten fast aus- schliesilich zugute gekommen sind. Bei alledem ist das Angebot von Arbeitskräften sehr viel größer als die Nachfrage. Die älteren Ge- Hilfen sind kaum unterzubringen. Die Arbeitsnachweise werden, so- weit sie überhaupt noch bestehen, von den Arbeitgebern nicht gern in Anspruch genommen und die meisten Tarifverträge stehen fast nur noch auf dem Papier. K i n k- Wangen lAllgäu) beleuchtet die Lage des Gewerbes und der Arbeitsverhältnisse in Bayern, Württemberg and Baden. In diesen Ländern sei das Gewerbe älter als im Norden und Osten Deutschlands. In Württemberg bestehe heute der Arbeitsnachweis nicht mehr. Ueber Lehrlingszüchterei habe man ebenfalls zu klagen. Bei den angerufenen Behörden sei man aus den„Erwägungen" nicht herausgekommen. S ch u r i ch- Leipzig referierte dann über die R e i ch s a r b e i t s- gemeinschoft. Schließlich wurden folgende Resolutionen angenommen: „Die Reichstagung der Meierei- und Käserei-Angestellten macht die Oeffentlichkeit und die für die Versorgung mit Milch und Milchproduktion verantwortlichen Behörden in letzter Stunde darauf auf- merksam, daß durch den Terror der Arbeitgeber dieses Berufes eine Situation geschaffen ist, die das Schlimmste für den Rückgang der Produktion befürchten läßt. Die Reichstagung erwartet daher, daß die zuständigen Ministerlen unverzüglich zusammen mit dem Verband der land- und forstwirt- schaftlichen Angestellten, Sektion der Molkerei-Fachleute, als einziger in diesem Berufe vorhandenen vom Arbeitgeber unabhängigen Inter- estenvertretung der Arbeiwehmer, Maßnahmen beraten und zur Durchführung bringen, die geeignet sind, eine Katastrophe zu ver- meiden." „Die Reichstogung billigt die bisherige Haltung und Tätigkeit ihrer Vertreter in der Reichsarbeitsgemeinschaft und beauftragt die- selben, mit aller Energie darauf hinzuarbeiten, daß die Reichs. arbeitsgemeinfchaft endlich einmal die erforderlichen Schritte zur Be- Hebung der allgemeinen Notlage sowie der Mißstände im gesamten Arbeitsverhältnis unternimmt." Damit war die Tagung beendet.„ die Verhandlungen im hochbahnerstreir. Noch kein Ergebnis. Die gestrigen Verhandlungen vor dem Demobilmachung s- t o m m i s s a r haben noch nicht zu einer Berständigung der Parteien geführt. Die Berhandlungskommission der Angestellten blieb auf dem Standpunkt, daß für sie der Spruch des S ch l i ch t u n g s> a o» s ch u s s«» Groß-verlin vom 9. Dezember die Grund- lag« der Einigung bilden müsse, während die Vertreter der Hoch- bahngesellschaft sich für den Schiedsspruch im Arbeilsministerium erklärten. Die Aeußerunaen des Vertreters vom Demobitmachungs- kommistar gingen dem Sinne nach dahin, daß für«inen Teil des Schiedsspruches voM 0. d. M. vielleicht die Verbindlich- teitsertlärung ausgesprochen werden könnte. Schließlich wurde eine Vereinbarung getroffen, nach der die Parteien bereit sind, unter Ausscheidung der bisherigen Schlichtungs- spräche nochmals unverbindlich über eine Einigung zu ver- handeln. Zu diesem Zweck werden sie heute um 11 Uhr zusammen- kommen. Sollte keine Verständigung erreicht werden, so soll noch- mals vor einem Schiedsgericht, unabhängig von allen Schlichtungsinstanzen und aus Vertretern beider Parteien zusammengesetzt, unter dem Vorsitz eines Unparteiischen oerhandelt werden. » Den Verhandlungen ging«ine Versammlung der Streikenden voraus, die auf 2 Uhr nachmittags nach der Bock- brauerei einberufen war. Simann und Knobel erklärten, daß es ihnen und den anderen Mitgliedern der Verhandlungskommission leider wegen der Verhandlungen beim Demobilmachungskommissar nicht möglich sei, in der Versammlung zu oerbleiben. Die Ver- sammlung möge zusammenbleiben, bis die Kommission über das Ergebnis berichten könne. Die Funktionäre blieben zusammen, um den Bericht der Kommission entgegenzunehmen Dieser wurde nach Rückkehr der Kommission von K n o b e i(vom Verkehrsbund) er- stattet. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Heute abend wird sich eine neue Funktionärkonferenz mit dem Ergebnis der heutigen Verhand- lungen beschäftigen und die notwendigen Beschlüste fassen. Annahme des Schiedsspruchs im Bankgewerbe. Der Allgemeine Verband der Deutschen Bankangestellten teilte dem Reichsverband der Bankleitungen mit, daß Zentralverband und Reichsbeirat seiner Organisation den Mitgliedern empfohlen Hab'», dem gefällten Schiedsspruch unter dem Vorbehalt ihre Zustimmung zu geben, daß über eine Beihilfe an die Angestellten, die der leue- rung Rechnung tragen soll, sowie über eine o e s i e r e Berück- sichtigung der jugendliche» und der weibl'chen Angestellten zwischen den Vertragsparteien noch verhandelt werde. Der Beschluß vom 7. Dezember er. hat folgenden Wort- laut: „Der Schiedsspruch bedeutet einen Fortschritt in der Richtung auf das von uns verfolgt« Tarifprmzip. Zwar sind im Verhältnis zu den Forderungen die Zugeständniste mit rund zwei Drittel nicht befriedigend, gemessen aber an früheren Schiedssprüchen, insbesondere am Juni-Schiedsspruch, anerkennenswert... Trotzdem sind ver- schied«»« schwere Mängel an dem Schiedsspruch zu beobachten. Während bei dem bisherigen Tarif die jugendlichen Angestell- ten nur um monatlich 2S M für jedes sehlende Berufsjahr von dem Anfangseinkommen differierten, sollen sie in Zukunft um monatlich 500 M. von dem Anfangseintommen ihrer Gruppe differieren. Das bedeutet eine derartige prozentuale wie absolute Minderung ihrer! Einkommenssummen in der Relation zum Anfangseintommen, daß dagegen unbedingt Stellung genommen werden muß. Dos gleiche gilt in beinahe dem gleichen Umfange hinsichtlich der Bureauburschen und Lehrlinge. Bezüglich der weiblichen Angestellten Ist an Stelle des von uns vertretenen Standvunktes der Gleichstellung ein« weitere erheblich ins Gewicht fallende Differenzierung nach dem Geschlecht eingetreten. Während die bisherige Differenzierung monatlich 75 M. ausmochte, soll sie nach dem Schiedsspruch 150 M. monatlich betragen, eine nur dann gerechtfertigte Maßnahme, wenn man An- Hänger des prozentualen Systems ist. Wir werden deshalb auch gegen diese Maßnahme Stellung nehmen. All« diese Mängel sind jedoch nicht so durchschlagend wie die Tatsache, daß der Monat Dezember von jeder der Teuerung Rechnung tragenden Zu läge entblößt ist. In der Stellungnahme zum Schiedsspruch soll dies klar und scharf zum Ausdruck kommen und im Hinblick auf da? Gejchäftsergebnis der Banken und die Gepflogenheit des letzten Jahres mindestens die gleiche Weihnachts- gratifikation wie im Jahre 1020 gefordert werden, der S ch i e d s- s p r u ch dann aber mit den obigen Vorbehalten als Ganzes angenommen werden." Der Reichsverband der Bankleitungen hat den Schiedsspruch ebenfalls angenommen. Gleichzeitig wurde, einer An- regung folgend, die Ausschüttung einer besonderen Weih- nachtszuwendung beschlossen. Aus der Metallindustrie. Eine gut besuchte Funktionärversammlung der Fachgruppe Metall des Zentralverbandez der Angestellten am Montag in den Sophienjälen besaßt« sich mit zwei Fällen von Maßregelun- gen und mit dem Streik der Werkstattschreiber� und schreiberinnen in der AEG. Brunnensttaße. Wegen Aeußerunaen in einer Sitzung des Schlichtungsausschustes war der Obmann des Angestelltenrats der AEG. Brunnenstraße, Max Schröder,«nt- lassen worden. Durch Verhandlungen wurde vereinbart, daß Sch. nach Ablauf seines Urlaubs seine Stellung wieder antritt. Auch der Obman des Angestelltenrats bei der NAG. in Oberschöneweide, Walter Weiß, war infolge von Aeußerungen. die er in einer Be- triebsversammlung machte, entlasten worden. Die Organisation hat sich ins Mittel gelegt, um die Wiedrrinstellung zu erreichen. Zu ausgedehntem Auseinandersetzungen führte der Streik der 120 Schreiber und Schreibcrinnen wegen der Eingruppierung in die Gehaltsklaste X II. Eine Betriebsversammlung beschloß inzwischen. die Arbeit am Dienstag, den 13. Dezember, wieder aufzunehmen und die Erledigung der strittigen Angelegenheit dem Verband zu überlassen. Ueber die neuen Gehaltsfvrderungen für Dezember wurde zwischen dem Verband der Berliner Metallindustriellen und dem Afa-Bund eine Erhöhung der bestehenden Teuerungszulagen um 40 Proz. des Grundgehalts vereinbart. Dieie Vereinbarung gilt zunächst auch für Januar, doch soll in der zweiten Hälfte nächsten Monats erneut verhandelt werden. Es soll dann auch die Neu- Verteilung des Torifeinkommens auf Grundgehalt und Teuerung?- zulage geregelt werden. Die Funktionäre beschlosten, ihren Be- legschaften die Annahme dieser Vereinbarung zu empfehlen. Verband der Gemeinde« und Staatsarbeiter. Laut Beichlnß der Generalversammlung der Filialk Groß» Verlin vom 21. November lommi in die'em Jahre folgende Weih» nachtsunter Itützung zur Auszahlung: Für arbeitslose Mitglieder, die mindeltens seit dem 16. Dezember arbeitslos sind: Bei einer Mitgliedichast über 26 Wochen.. 100 R. ....1»... 60. Für die pensionierten Mitglieder, die über ein halbes Jahr Pen» sioniert sind, 60 M. Die Auszabliing erfolgt vom lS. bis 21. Dezember, vormittags von v bis 12 Uhr. im Orlsbureau, Jobannisstr. 14 15, 2. Siock, Zimmer 14. Als Legitimation gilt für Arbeitslose: Mi»gliedsbuch resp. Mitgliedskarte, Stempelkarte und Jnvalidenkarte. Für Pen- sionierte: Mitgliedsbuch._ Die INargarinewerke„Berolina" haben auch auf Grund des ihnen gestellten Ultimatums Verhandlungen mit den Organisationen nicht geführt. Die stattgefundene Urabstimmung hat»rgeben, daß 97 Proz. der Angestellten sich für den Streik erklärten. Dieser soll sofort beginnen, wenn auch vor dem Schlicktungsausschuß am 14. Dezember die Direktion den berechtigten Wünschen der Anqe- stellten nicht nähertritt. Da die übrigen Firmen der Margarine- branche in Groß-Berlin bisher durchweg nach den Sätzen der Berolina-Werke entlohnt haben, steht zu erwarten, daß die heute 7 Uhr im Schultheiß-Ausschank, Neue Iakobstr 24/25, stattfindende Vollversammlung der Angestellten dieser Branche beschließt, am 15. Dezember den Kamps aufzunehmen. TNitglieder des Buchbinderverbandesl Der neue Prozent- Zuschlag auf alle Akkordarbeiten von 180 Proz. wird für Buchbindereien und Buchdruckereien ab 3. voller Lohnwoche im Dezember verrechnet. geatral-erbanl» txr Singesteaten. Eektlan BersSrgungmoesen: Heute nach- mittag 4�4 Uhr in der Brauerei Patzenhofer, Fidicinstr. 2/3, öffentlich! Versammlung. Deutscher HoUarbciternerband. Durch die am Donnerstag abend« Uhr stattfindende Sesaintnertrauensmiinncrnerfammlung bei Kliems, Hafen» Heide 14/13(Gartcnfaal), fällt die Eituing der Befchwerdetommisston am Donnerstag aus und wird vertagt auf Donnerstag, den 22. Dezember, zu der angegebenen Zeit.— Die Befchwerdetommifston. Dentfcher Transporta'beitcrveiband. Branche Sraphifche» Gewerbe, Gruppe Buchbindereien: Donnerstag S Uhr bei Schirm, Charioitenftr. 7, Gruppen- Versammlung.— Handelshilfsarbeiter und»arbeiterinnen aus allen Betriebe». des Bödenleder», Fell- und Häutegroßbandels: Donnerstag 7 Uhr bei Witte, Poststr. 29, Sruvpenverfommlung.— Handelshilfsarbeiter und»arbeiterinnen aus allen Betrieben des Schuhgrvhhandcls und»fabritation: Donnerstag 5 Uhr bei Witte, Pvstftr. 29, Grupvenverfommiung.— Ehemische Branche, Gruppe Oele, Fette: Donnerstag 7 Uhr bei Praster, Michaeltircbstr. 29, Bersoniwlnng. — Rollkutscher, Speditionsarbeiter usw.: Freitag KZH Uhr bei Boeler, Weber» strafte 17, Vollversammlung. Bericht über die Lohnverhandlung. ttnorr-Bremle. Donerstag, den IS. Dezember, nachmittags 4 Uhr, Be» sammlung der SPD. bei Stäber, Lichtenberg, Oder-, Ecke Iungstrafte. Wetterbericht bis TounerStng mittag. Zunächst trocken und ziemiich heilet bei strengem Fiost und frifchen lüdöstiichen Winden, wäler Nvidwind. etwas mllder, zunehmende Bewöltung und ftellenwetje leichte Riederichläge. Berantw. tllr den redakt. Zeil: Dr. Sern» Peifee, Charlottenburg: tttr Anzeigen: Th. Glocke, Berlin. Verlag Vorwärts-Veriag G. m. b. H.. Berlin. Druck: VorwärIs-Buchdruckerei u.V»rIagsanstali Paul Singer u. Co., Berlin. Lindenftr. 3. virrzu 2 vrliaar» um Für Weihnachtsgeschenke geeignet: Baumwollene Damenstrumpfe � das Paar................. M. 13.50 11.15 20«w Herrensocken 50 Baumwolle, graumeliert....... das Paar M. 0 und y Baumwolle, schwarz u. farbig, das Paar M. 10.50 14.00 1 Vigogne, graumeliert.... das Paar M. 12.50 14.50 1 6 Wolle, gestrickt....... das Paar M. 11.50 24.00 27 Kinderslrümpfe Wolle, schwarz mittelsiaik, Größe 2 M. Sportstutzen usw. 50 US«. rso Reme Wolle......... das Paar M. 33.25 40.50 16" Steigerung M. 2.15 52°° usw. 27 Waschestoife in verschiedenen Stärken breite ca. 80 cm...... das Meter M. 18.00 22.50 Hauskleiderstoffe in reicher Auswahl.... das.netcr M. 18.00 28.00 j4 SO USW. 00 Damen-Reformbeinkleider marineblau oder grau, stärkerer Trikotstoff leicht A C7i angerauht in 3 Größen, das Stück M 41.50 43-50* J Graumelierte vorzügliche Pulterware mit Sat n- srinoo bund, in 3 Größen.......... das Stück M. lUO Damen-Unterhemden Xermeinen baumwoll, ungebleichle, in 3 Größen, Mittelgröße Merino-Nachahmung, elfenbeinfarb., Mittelgröße M. Wo.e, elfenbeinfarbig, fein gestrickt das Siück M 33" 48" 3003 Herren-Krawatten Selbstbinder 24" 27" 36" 41°° 8 1 37* Regattes....... stück m 22" 2ot0 �8" Hosenträger Gummi- oder Qurtband. mit Biesen 155j 175j 21°° 25°° Stück M. Schals große Auswahl... Stück M. 70°° bis 186 usw. 03 Herren-Trikotunterjacken.�75 Weiße Baumwolle, Mittelgröße, das Stück M. 44.59 und 46 Herren-Trikothemden Q 7 Ungebleicht echt Mako, Mittelgröße..... dis Stück M. O 5 Naturfarbig wollgemischt Mittelgröße, das Stück M. 05.00 73 � Herren Trikot-Unterbeinkleider .752 00 Naturfa big. Weiche Futterware........ das Stück M Naturfarbig, wollgemischt.......... das Stück M, Graumeliert Wolle, extra schwer...... das Stück M 95 Herren-Trikothemden m färb. Kinsäizen Wollgemischt, elfenbeinfarb m. Zephireins, das Stück M. JJmw QCOO Echt Mako, ungeileicht mit Zephireinsatz das Stück M. Owm 282 Blusenstoife Baumwoii-, in verschied nen Streifen..... das Meier M 27.50 VeloUrS Baumwolle, gewebt oder bedruckt QO00 in großer Musler-Auswahl...... das Meter M. 29.00 52�, HERBST- UND WINTER-PREISLISTE, VERSAND KOSTENLOS. SCHNITTMUSTERLISTE PREIS M. 1.75 Geschäftszeit von 9 Uhr vormittags bis 3L7 Uhr abends Ke. S8S« ZS. Jahrgang Mittwoch, 14. Dezember 1H21 HroßGerlln Die Norü-Süöbahn a!s ftäötjscve Dis Aerligstsllung gesichert.— Ein Darlehen von 350 Millionen gegen Verpfändung der Lahn. Nach langen Verhandlungen scheint ein Weg für die Fertig- stellimg der Nord-Südbahn gesunden zu sein. Der M a g i st r a t be- schäftigte sich in leiner letzten Sitzung eingehend mit dieser sür Groß- Berlin so wichtigen Frage. Die Versuche der Stadt, Reich und Staat zur Mitwirkung zu gewinnen, sind bekanntlich gescheitert, nur ein Beitrag von ISO Millionen aus der produktiven Er- werbslosenfürsorge ist der Stadt zugesagt, sosern die Voll- endung des ganzen Baues finanziell sichergestellt erscheint. Diese Sicherstellung scheint grundsätzlich jetzt erreicht. Da die Stadt aus eigener Kraft die noch notwendigen rund -lOV Millionen nicht aufdringen kann, und da private Geldgeber dingliche Sicherheit durch Verpfändung der Bahn verlangen, so soll diese dadurch ermöglicht werden, daß für die Nord-Südbahn eine selbständige Rechtspersönlichkeit gebildet wird. Gedacht ist dabei an eine Aktiengesellschaft. Die Aktien fallen zum weitaus größten Teil im Eigentum der Stadt bleiben und die Stadt soll außerdem das Recht erhalten, nach Ab- lauf einiger Jahre auch die übrigen Aktien jederzeit zu übernehmn. Es soll sich also nicht um eine gemischtwirtschaftliche Unternehmung im üblichen Sinne handeln, sondern um eine städtische Gesell- s ch a f t, die sich von dem rein städtischen Unternehmen im wesent- lichen nur dadurch unterscheidet, daß sie vom übrigen städtischen Ver- mögen getrennt wird und vom Bureaukratismus der Ver- waltung befreit bleibt. Unter dieser Voraussetzung haben sich Geldgeber gefunden, die bereit sind, bis z u"3 5'v M i l- lionen gegen Verpfändung der Bahneinheit und unter Bürgschaft der Stadt herzugeben. Dabei handelt es sich zum Teil um Tilgungsdarlehen, zum Teil um feste Darlehen für zwanzig Jahre. Ueber die Betriebsmittel, d. h. den Wagenpark, steht eine Ver- ständlgung mit derchoch- und Untergrundbahn A.-G. in Aussicht. Diese wird den gesamten Wagenpark für die Nord- Südbahn zur Verfügung stellen und fürvorläufigzehnIahre den Betrieb der Bahn in ähnlicher Weise pachten, wie dies bereits mit den städtischen Strecken in Schöneberg und Wilmersdorf der Fall ist. Der Stadtverordnetenversammlung soll schon in nächster Zeit eine ausführliche Vorlage zugehen. Wie Oerlin Steuern za Schwierigste verwaltungstechmsche Aufgaben. Das wechselnüe wette?. D er strenge F r o st, der bei nnS in der Nacht eingetreten ist. herrsüt jetzt in ganz Nordost-, Mittel- und Südost- d e ii t i ch l a n d und ist durch ein von Rußland weiter west- wärtS vorgedrungenes Hochdruckgebiet veranlaßt worden, in desien Innerem anßei ordentlich kalte, trockene. östliche Winde weben. Vom Atlantischen Ozean ist jedoch gleichzeitig ein T i e f d r u ck a e b i e t nach der skandinavischen Halbinsel gelangt. An seiner Südseite bat sich ein Teilties auSge- bildet, das von der Nordsee ziemlich raich nach der Ostsee vorzn- dringen scheint, während vom Allaiilischen Ozean sich bereits ein neues Hochdruckgebiet den britischen Inseln iiähert. Beim Vor Übergang? des Teilliefs dürften sich die Winde in gonzTentsch- fand nach Südwest diehe» und zunächst der westlichen Hälite, später auch dem Lften DeutschlaudS eine ziemlich rasche Er- lo ä rm u ng bringen. Dabei wird voiaussichtlich d i e B e w ö l- tung zunehmen und hauptsächlich im Küstengebiet öfter etwas Schnee oder Regen fallen. Doch ist bald darauf nach An- Näherung de« atlantischen Hochs Wiederau'hsilerungSwelter und neue Ablühlung wahr schein lich. Die geheimen Spritbrcnnercien blühen. In der Wohnung des Frl. Else M a n t b e y. Alerander- st r a ß e gl. wurden bei einer Durchsuchung Geräte zur Spritsabrikaiion sowie fertiger und halbserti- per Sprit entdeckt und die gesamte zur Spriltabnkation dienende Einrichtung beschlagnahmt. Uninitielbar darauf wurde eine zweite geheime Spritbrennerei in der Wohnung des au« Galizien gebüiiigen Leo R o t b st e i n festgestellt. Die Geräte verfielen ebenfalls der Ve'chlaanabmc. Ratbstei» wurde zur Feststellung seiner Perion nach der Alerauderwache geiüdrt. Ferner bemerlten Beamte ver Schutzpolizei, die sich aus einem Slreikaange befanden, in der Alien Schützcnstraße zwei Männer, die bei ihrem � Anblick mit einem Handwagen z» entkommen ver-' Allenthalben flattern jetzt die Steuerveranlagungen den Ber- linern ins Haus. Mit Bangen und Zagen fordern die meisten daraufhin ihre Steuerkarte ein, um innerhalb der nächsten vier Wochen nach Empfang der ungern gesehenen Steuererklärung die staatsbürgerlichen Pflichten bei irgendeiner Steuerkaffe zu erledigen. Biele müsisn vorher Geld in ihre Beutel tun, wenn sich herausgestellt hat, daß der in Steuermarken zu zahlende Betrag nicht die Höhe der ganzen Steuersumme erreicht. Eine Tatsache, die manchen gerade jetzt zur Weihnachtszeit höchst unliebsame Ueberraschung bereiten dürfte. Welch ein Gedränge herrscht auf den Steucrkasjcn, die Bc- amten rechnen und schreiben, geben nie ermüdend Auskunft auf die vielen Fragen, denn das große Publikum kennt sich in der neuen Steuergesetzgebung nicht mehr aus, ist doch das Einkommensteuer- gefetz nicht weniger als sechsmal geändert worden. Die Massenflut öer Seschweröen. Zahlreiche Beschwerden sind über das Arbeiten der Finanzämter laut geworden und das Publikum ist leicht bereit, vernichtende Ur- teile über die unfähige Verwaltungsbureoukratie zu fällen. Es muß aber berücksichtigt werden, daß infolge der zahlreichen Fehler der Hclffcrichschen Steuerpolitik, infolge des Krieges und der vielen> neuen Gesetze, die eine völlige Umgestaltung der bisher geltenden, Steuerpraxis mit sich brachten, riesige Aufgaben an die Ber- � waltung herantraten, die mit Hilfe von zahlenmäßig nicht genügen-> dem Beamtcnpcrsonal oder sachlich nicht einwandfrei durchgebildeten Hilfskräften bewältigt werden mußten. In Berlin bestehen im ganzen 30 Finanzämter, von denen 16 allein auf Alt-Berlin entfallen. Die Erhebung der Reichseinkommenstcuer wird noch durch die Gemeinde- behördcn vorgenommen. Nur die Finanzämter Steglitz, Lichterfelde und Gesundbrunnen haben die ganze Arbeit von der Einschätzung bis zur Einkassierung der Steuer übernommen. Der Magistrat der Stadt Berlin hat angeregt, daß die Bezjrke der Finanzämter mit denen der Verwaltungsbezirke Grotz-Bcrlins in Uebereinstimmung gebracht werden sollen. Es wäre auch zu begrüßen, wenn es ge- länge, die Finanzämter in idrem eigenen Bezirk unterzubringen Die Erfüllung dieses Wunsches, der durchaus im Interesse des Publikums läge, hat sich bisher infolge der Wohnunqsfchmierigkciten nicht ver- wirklichen lasten. Die von den Finanzämtern in Berlin zu be- wältigende Arbeit ist ungeheuer. 2,3 Millionen Steuerpflichlige sind vorhanden, von denen fünfviertel Millionen eine Steuererklärung abggeben haben. Außerdem wird die Arbeit dadurch sehr schwierig gestaltet, daß in Berlin zahlreiche Auslandsdeutsche, Ausländer und Flüchtlinge zusammenströmen. Schwierigkeiten bei der Erfassung. Berlin wird gemeinhin als ein Ort angesehen, in dem fast aus- schließlich eine in Industrie und Handel tätige Bevölkerung wohnt. Das ist aber ein Irrtum, denn das neue Berlin weist auch eine ziemlich stacks landwirtschaftlich täklge Bevölkerung auf, und dadurch er- höhen sich die Schwierigkeiten bei der Veranlagung. Die große Zahl der Theater, Kinos und Wauderdarsisller erschweren erbenfalls die Ar- beit der Steueroerwaltung. Schwierigkeiten ganz besonderer Art bereitet die steuerliche Veranlagung der Konzerne und großen Verbände, die hier in Berlin ihren Sitz haben. Die Erfassung der Sleuer an der Quells war eine der gewaltigsten Aufgaben, und es ist nicht verwunderlich, daß so viele Aenderu igen, wie eingangs erwähnt wurde, erfolgen mußten. Es ist daher auch die Anordnung getroffen worden, daß bei allen Veranlagungen zunächst möglichst großzügig verfahren werden möge, um so eine reibungslose Durchführung der Geschäfte zu erreichen. Bei den Veranlagungen von 1920 hat ins- besondere die Festichung der Derbungskoslen große Schwierig- keiten bereitet. Solange der Bevölkerung nicht bekannt war, was alles als Wcrbunqskoften vom Einkemmen in Abzug gebracht werden konnte, war die Arbeit der Finanzämter noch ziemlich einfach. Man hat daher generelle Bestimmungen getroffen, die z. B. die Werbungs- kosten für Heimarbeiter, Bübnen- und Filmangehörige, Artisten usw. regeln, und im neuen Lohnsteuergesctz sind die Werbungskoslen all- gemein mit 1S0Z M. jährlich veranschlagt worden. Es liegt jedoch dem Reichstag schon wiederum eine neue Novelle vor, die mit Rück- ficht auf die allgemeine Geldentwertung die W e r b u n g s k oft o n auf 3200 M. heraufsetzen soll und auch noch andere Ab- züge, wie z. B. Krankcnkassenbciträge, Jnvalidenverficherun-i usw. gestattet, so daß die Werbungskosten wahrscheinlich auf 4000 M. be- rechnet werden können. Die Steuerkarlen sür dos Jabr 1022 werden dem Publikum bis zum 24. Dezember zvgestcllk. Wer bis dabin nicht im Befitze der neuen Stcuerkarte ist. muß sie sich vom Finanz- amt einfordern. Wer mehr als 1800 M.(bzw. nach endgültiger Beratung der neuen Novelle im Reichstag den alsdann festgesetzten Betrag) Werbungskosten hat, muß noch im Laufe des Januar einem entsprechenden Antrag an das Finanzamt richten, damit es alsdann auf der Borderjcite der Steuerkarte vermerkt werden kann. Die Stsuer?arLe hat sich bewährt. Bei der neuen Steucrkarte werden die Marken auf lofe bei» gefügte Blätter geklebt, io daß man sie nicht mehr herauszu- schneiden braucht. Das Snstem der Stcuerkarte bat sich durchaus bewährt. Dagegen hat die Abrechnung auf Grund des Lislensysicms, die von einer Anzahl von Firmen angewendet wurde, infolge vieler Mängel kläglich Schiffbruch gelitlen. 60 Beamte sind feit dreiviertel Iahren eifrig tätig, die auf den Listen eingezeichneten Steuerlnmmen zu verarbeiten, und das Ergebnis ist gleich Null. Es ist aber an- geordnet, daß gegen Arbeitnehmer, deren Lohnabzug nicht durch die Steuerkarle iwchgeroicskn wird, keinerlei Zwangsmaßnahmen er- griffen werden. Der Steuerabzug von etwa 100 000 Arbeitnehmern ist im Listcnsvstcm verrechnet worden. Zum Schluß möge noch darauf hingewiesen werden, daß nur durch das Entgegenkommen und das Verständnis der Arbeiterschaft es möglich war, den Steuerabzug in Berlin reibungslos durchzu- führen. suchten. Sie wurden verfolgt und in der Keibelltraße fest- gehalten. Bei der Duichluchung de« Wagen« stellieu die Beaniieu vier Tonnen mit etwa 100 Liter Sprit rcst, über deren Herkunft keine AuSlunit zu eilanpen wkir Die beiden Begleiter de« HondwaaenS mußten deshalb den Weg zur Wache antreten, wo ihre Personallen sengefielll winden. verflbobene DeManken. Das Schicksal einer russischen Tänzerin. Wegen eines mit großem Raffinement ausgeführten Juwelen- diebstahls hatte sich gestern der aus Polen stammende Kaufmann Leo G i n s b u r g vor der Strafkammer zu verantworten.— Die Verhandlung entrollte das in vieler Hinsicht tragische Geschick einer bekannten russische-r Tänzerin Tina Butt- ler, welch« aus dem früheren Hofballett in Petersburg hervor- gegangen war und in der russischen Kunstwcit früherer Tage eine hervorragende Rolle spielte. Kurz nachdem sie sich in Moskau mit einem mehrfachen Mit- lionär englisch-russischer Abkunft namens Buttler verheiratet hotte, brach die Revolution ans. Ihr Mann wurde von den Bolschewiftsn ermordet. Es gelang ihr, unter Mitnahme ihrer kostbarsten Schmucksachen zu fliehen. Sie gelangte schließlich nach Deutschland und inachte hier die Bekanntschaft des Angeklagten, dem sie sich anschloß, da sie kein Wort Deutsch sprach, während Ginsburg der russischen Sprache mächtig war. Beide fuhren nach Kolberg, wo der Ange- klagte in überaus raffinierter Weise einen Plan, den Brillant- schmuck der B. zu stehlen, ausführte. Er veranlaßtc einen aus Warschau stammenden Landsmann, in dem Hotel ein Zimmer zu beziehen, das neben dem der B. lag. Als der rechte Augenblick zur Tat gekommen war, veranlaßt« G. feinen Landsmann, schleunigst abzureisen, um den Verdacht auf diesen zu lenken. Er selbst erbrach den Koffer und stahl den Brillantschmuck, der aus großen Brillanten im Gewicht von zusammen über 22 Karat bestand und über l'A Millionen M a r k Wert hatte.— W o der S ch m u ck geblieben ist, hat s ich nicht ermitteln lassen. Die Anklage nimmt an, daß Gins- bürg, der kurze Zeit nach der Tat nach K o w n o gefahren war, ihn dorthin verschoben hat.— Ginsburg bestritt, der Dieb zu sein, suchte aber gleichzeitig sein Heil darin, daß er den Geisteskranken simulierte, tonnte dabei aber manchmal selbst das Lachen nicht ver- bergen. Die von Rechtsanwalt Dr. K I e e geladenen Gcrichtsärzte Dr. L. Hirsch und Sanitätsrat Dr. L e p p m a n n bekundeten, daß der Angeklagte, der aus einer belasteten Familie stamme, eine gewisse geistige Minderwertigkeit ausweise. Lediglich mit Rücksicht hierauf billigte ihm das Gericht mildernde Umstände zu und er- kannte auf 2 Jahre Gefängnis unter Anrechnung von 10 Monaten der erlittenen Untersuchungshaft. Mißglückter Ztciudüberfall. Als gestern abend der Werkmeister M-ix C e v u ii l t e auf seinem Rade die Cbauiiee zwischen Biesdorf und K a n l S d v r f palsierie, versuchten»tvei MSüner, die sich ihm in den Weg stellten, ihn oiifztidalieii. ES gelang E.. an ibiien voibeiznloinmcn und im ichiiellsten Temvo da.vonzniadren. Bier Schüsse, die von den Wegelagerern abgeien�ri winden, Kolomsken aus Welkschmerz Iii von Wilhelm Rhensti». „Es sieht/ sagte der Doktor,.mehr wie Leder aus, wie irgend etwas nichtlederiges, was ich..." .Es ist Leder," unterbreche ich ihn. Es war Leder. Der Sache auf den Gnind gehend, konn- ten wir uns nicht länger oerhehlen, daß wir einen rohgegerbtan Lederriemen mit in den Reis verarbeitet und— wer weiß— zum Teil verzehrt hatten. Frau Luisa tröstet uns, daß das Esten„im übrigen" recht gut war. Ein wohlgemeinter Trost. Ein weniger schonend ausgesprochenes Urteil über unser Menu wäre das gewesen, daß wir Fleisch hatte»!, das nach Leder schmeckte. Leder, das nach Fleisch scbmeckte, und Reis, der von beiden Ingredienzen einen Stich hatte. 29. September. Doktor fl'ckt am Dach herum und ich haste es für besser, menschlicher Gesellschaft fernzubleiben, da ich Chncho habe. Eine kleine Aufregung unterbricht die Mono- tonie dieses Tages. Am Nachmittag böre ich Frau Luisa's entsetzten Ruk:„Eine Schlanae! Eine Schlange!" Ich taumele ans meiner Valinbütte, der Doktor klettert vom Dache, greift, da wir von ihm eine Tat erwarten, nach einer Hacke und eilt, lie schwingend, hinter einer ziemlich großen Schlange ber, die sich mit großer Behendigkeit vor ibin ber durch den Moldschlog windet."Er hackt wütend nach ihr, aber immer vorbei, macht genug Löcher in die Erde, um eine Linie Mais zu pstonzen nnd verletzt ab vnd zu eivein Baumstumpf einen fnrchcharen H'eb. Schweißtriefend koinmt er zurück und meint Hohn- läche'nß, aber etwas blaß:„Sie wird wobl oenng baben." Ich losie das stillschweigend dahingestellt, soviel weiß ich aber, daß die Hacke genug hat. 14. Ein Sonntagsdiner. 39. September. Frau Luisa ist wieder so elend, daß sie sich ohne viel Murren bestimmen läßt, den ganzen Tag auf ihrem Lager zu verbringen. Die Küchenpslichten ruhen also wieder aus unseren Schul- tern, und wir wollen uns diesmal auszeichnen. Während Doktor den Backofen heizt, gebe ich in aller Frühe mit der Flinte fort, um irgendeinen Wildbraten zu beschaffen. Nach einer Stunde komme ich ohne einen solchen enttäuscht wieder. Unser Blick fällt auf den einsamen Hahn, und wir beschließen, ihn zu opfern, da es nicht nur ausgeschlossen scheint, daß er semals feiner Bestimmung gerecht wird, sondern auch die Ge- fahr droht, daß er ans Kummer darüber das Zeitliche segnet. Der Doktor bittet mich, die Hinnchtung mit der nötigen Dis- kretion vorzunebmen. Gehe mit Beil und Gockel in den Wald- schlag hinaus und schlage dort mit schwerem Herzen ohne Zeu- gen. Richter und Schöffen dem unseligen Tier auf einem Baumstumpf den 5lopf ab. Ein Gefährte weniger in der Einsamkeit. Er kommt in den Tops, um eine kräftige Suppe abzu- geben. Wir machen dann Teig für Semmeln an, die wir mit Hille von Backpulver in dem neuen Oken backen wollen. Doktor hat in diesem und um ibn sowie über ibm ein Hölleit- fever gemacht. Er begründet dies damit, daß Maismehl viel Hitze gebrauche, und ich bei'ae mich vor seiner Weisheit. Des- halb lasten wir auch eine Menge glühende Koblen auf dem Ofen liegen, nackdem wir sie aus dem Innern herausgenom- men und die verführerisch geformten Brötchen hineingeschoben haben. Dann warten wir der Semmeln, die da kommen sollen. Und sie kommen»ach geraumer Zeit in Gestalt von schwarz- braunen, eisenhorten Kugeln, die den Eindruck erwecken, daß man mit ihnen auf 1990 Meter durch eine lechszöllige Panzerplatte schießen könne. Man kann sie im Kaffee aufweichen. meint der Doktor! Mag sein! Aber die Hühncrsuppe mußte deliziös sein. Sah wenig- stens so aus. Frau Luisa wird zunächst ein dampfender Teller davon ins Zelt gebracht.„Köstlich!" rief sie nach einer Weile, „aber wie drollig, daß Ihr Maiskörner hineingctan habt. Davon Hot sie wohl auch den etwas strengen Geschmack." Wir scben uns bestürzt an.„Wo soll der Mais herkommen?" murmelte der Doktor,„wir haben doch den Magen gereinigt." Da kommt es wie eine plötzliche, entsetzliche Erleuchtung über mich und ich schiebe meine Hühnersuppe weit von mir.— „Doktor," zischelte ich ihm zu,„ist es Ihnen bewußt, daß Hähne in erster Linie Kröpfe haben?" Er sieht mich stier an und läßt seinen Teller fallen. Ich decke den Kochtops zu und koche schleunigst Kaffee. Frau Luisa erklärt sich zum Glück mit einem Teller voll befriedigt. Doch einen Erfolg hat unsere Kochkunst: Die Brötchen sind allerdings weder mit den Zähnen zu bearbeiten, noch durch irgendeinen anderen Prozeß außer zweistündigem Ein- weichen genießbar zu machen; aber es stellt sich heraus, daß sie mit cineni wuchtigen Hammer pulverisiert werden können, in welcher Form sie'von, Kanarienvogel akzeptiert werden. Wie sich Frau Luisa frönt! Das entschädigt uns für alles Unheil. Einer aber hat ein lukullisches Mahl, das ist Ratz der Pintlchcr. 15. Z i e h t a g. 1. Oktober. Es wird unerträglich heiß unter dem Zelt und deshalb beschließen wir, umzuziehen, obgleich es im Neu- bau noch etwas feucht ist. Außerdem ist nach heimatlichen Be- griffen Ziehtag. Das Fieber verschont uns. Während des 'Möbeltransportes schwelgt Frau Luisa in Erinnerungen an ' frühere Umzüge und erzählt, was alles dabei in die Brüche gegangen ist."Dieser Tradition bleibt der Doktor treu, indem er, beladen mit dem Vogelkäfig, ein Paar Stieseln, einer Speck- feste und einer Teekanne zur Tür des neuen Heims hinein- fällt. Die Teekanne bleibt auf dem Felde der Ehre. Noch am Bormittage bewerkstelligten wir den Umzug. Frau Luisa teilt eine Kammer sür mich ab, mit Hilfe einiger Borhänge. Wir machen aus Kistenbrcttern Fensterläden und kommen zur Ucbcrzengnng, daß eine Tür überflüssig ist. Eine große Kiste dient als Eßtisch, worin Frau Luisa zugleich ihre Porzellan- schätze unterbringt. Ich fand dies dadurch aus, daß ich, an der offenen Seite Platz nehmend, meine Beine an dem verhüllen» den Vorhang vorbei hineinsteckte. Schließlich brechen wir das Zelt ab und bringen den Ballen Segeltuch in einer Ecke des Hauses unter. Die' Palm- Hütte wird zur Küche bejtunint. (Schluß folgt.) IM. derseylten ihr Zier. Die sofort LenaKrichtigte Polizei suckie i>ie ganze Gegend ob, lontue aber ieirre Spur der Täler mehr entdecken. Vao Geieh über Rokstaudsmaßnohnleu zur Unkerftühuaz von Nenleaempjüiigern der Jnvaiiden« und der Nngestellienvernaieruiig vom 7. Dezember 1Ö31 wird in einer Sonderausgabe des Reicks« geietzblalteS in den nächllen Tagen veröffenilicht werden. Die AuSiühiunzSbestimmiincie» zu dieiem Gesetz sind für die Beratungen rm Reicksral ferriggcstcllt und werden vorausflchilich in etwa zehn Tagen dekanmgemacku werden. Tie Zentralstelle der TPT.-Elternbeiräte teilt mit: Die Sprech- stunde findet Freitag, den lk, naamiltaps ö— 6 Uhr. im Bezirksieiielaimt, Lindenslr. 3, statt, und sälli dann bis zum Januar aus.— Äuf vieliache Slniragen teilen wir mit, dafi tie.Richtlinien für Rei reuten zum Kamps den Reichsie. ulgesetzcwwurs'!m Dezemberheste dcS.Freien Ledrer' und in der.Zeilschrni de: SUernbeträle' abgedruckt find. Zu beziehen durch die BoiwäriS-duchbandlung Eine Gedeutreter für Kriegsg'fangene, denen noch immer nicht die Rücklchr u> die Heimat vergönn! ist. veranstaltet der Reichsverband ehe. waliger KrieaSgeiai! enrn am Sonniaz, den 18. d. M., um lOVj Uhr vor. miitigS im Airtus Buich. Der it-rSfidcnl des ReichsiazeS, Genosse Paul L ö b e, wird nach den einleitenden Borten von Erwin B a r s a n t i, des Buir esvoitttze.de,! des Recchsoerbandes. eine Änsprache kalten. Ausge- wählte ZiezUationen und Kescutgs- und Mufilvoruäge werceu der Feier eiu würdiges Gepräge geben. �Stille Beobachter if E. Kl teipzig. 13. Dezember. Wer den Verhandlungen im Reichsgericht folgt, gewinnt kaum den Eindruck, daß hier gegen Hochverräter ver- handelt wird, deren pulMstifches Unternehmen das Leben vieler hundert Volksgenossen gefordert und außerdem schweren Schaden für das Volksganze herbeigeführt hat. Die Prozeß- führung ist so konziliant, die Bewegungsfreiheit dieser Ange klagten so ungehemmt, daß es zuweilen scheint, als betrachte ten sie die ganze Sache als eine amüsante Slbwechs- l u n g in ihrem sonst so tätigkeitslosen Leben. Während der Srofs-Serliner parteinacbnchtelu Heule. ZNilkwoch, den 14. Dezember: kurzen Verhandlungspausen promenieren sie mit ihren Damen auf den Korridoren und halten traute. Krei». TM Uhr erweiterte Äteisimflonbsfitzuns bei ltolloth, Heldelborger Platz l. Sne Bezirksverordnelen bzw. Wagistrat-mitglieser, die dem__,' e,. r..,.„. ttieiaootflanö auzeyören, wollen stch nach der Veztrlsoerfamwlllng zur> Sch.ele? fragt der Verteidiger.»?a, der hat auch nur .....„......> still beobachtet." Nun fragt der Reichsanwalt:»Nach Ibruppe 2 be? SchWt�«i!»e»N.r Strotz.° s Ihrer Meinung war Jagow stiller Beobachter, Schiele auch, sz. Abt. 7Vj Uhr Zahlabrnd:«crichterstotiuntz vom außer., Sie ebenfalls. Was war Wangenheim?" Prompt antwortet <>•? Traub, daß auch Wangenheim nichts anderes gewesen Sitzuna»iuf.ndenl 82. Abi.(Ttüiicr 16.). Straß« 24, Sha.lottrndmg. ordenttichen Bezirkstag. 1. Bezirk' bei Schweikert,'Crazmusj?r. Z; 2. und Bezirk bei Lux, Ufnauftr. 1. Sämtliche Adtexlungsfunttianiire� treten sich bereits piinttlich 6 Uhr bei Lux IM Uhr im Birnbaum, cvaloanistr. Ii einer Aussprach«.— 84. Abt. _.. WWW._____... Abteilungsversamniluug. Ersatz. wohl des Abteilungsleiter» und Bildungsausschußmitgliede». Reserent Albert Horlitz:„Aulluraufgaben der Sozialdemotraiie�. 71. Abt. Wilmersdors. 8 Uhr Zahlabend bei Rohr, am Stadtpark, Kaiser. alle« 62/23, 1. Referat des Genossen(3 Udert. 2. Organisationsfragen. Um vollzähliges Erscheinen wird ersucht. K. Abt. Steglitz. 8 Uhr kUhm werden gebeten. 8 Uhr.'' Zahlabend in den� Paiteilokalen. Die Bezirk«. üinder- und Samniellisten Sonnabend, abend» Stesansil. 1, oder vorher beim Genofien Schulz, !. bei Siowasser. - Lrandenbuioische Str. 6, vorn 3 Trp., abzuliei «euiölln. 02. Abt. 7 Uhr Zahlabend der Bezirke 14 u. 29, 27 n. 82, 28 u. 38, 31. 44, 45, 55, 46 u. 49, 72 u. 73 in den bekannten Lokalen. Wegen der orher b iesern. ! il U. Referentln »25. Abt. Weil zirt bei ran Abg. Ege.jsranlfart, M. d. L. see. 7>4 Uhr Bezirlsabende in folgenden Lokalen: 1. u. 2. Be» ärke. Eharlottenburaer Etr. 3. Vortrag des Genossen Arthur Riutblick und Ausblick". 8. Bezirk de» ssrastr 63. Bericht vom Bezirkstag. Straße 8. Bericht vom~• 3. Bezirk Wittstruck, Langhan». 4. Bezirk bei Dampe, Lichtenberger Ber- 227. Abt. Sohenschöuhausell. 7>/, Uhr Mitgliederversammlung bei Milller, liner Str. 97. Erscheinen unbedingt ersorderlich. Nöutgeuihal-Zepernick. Zohlabend bei Marx. Wegen der wichtigen Tagesord- nung ist es Pflicht aller Eenofstnnen und Genossen, zu erscheinen. Wildau. 714 Uhr Zahlabinb Im Kasino. Tagesordnung: Die Kreisiagswahlen. Alle Genossen müssen erscheinen. Innasvzialifleu. Gruppe Pankow! 7iä Uhr im Jugendheim Breite Str. 22, Vortragsabend. Arauenveranstaltung: 83.«it. Llchterfelbe. V/j Uhr im Jugendheim Albrechtstr. Iii. fei. Wer denn eigentlich die lauten Teilnehmer waren, wc-ih Traub' natürlich nicht. Höchstens, daß Kapp, Dauer und Pabst— d. h. alle, die n i ch t z u f a s s e n sind— sich reger beteiligt haben. Die. die hier sind, bleiben harmlose Menschen und Traub würde es sicher beschwören, wenn ihn nicht glücklicherweise die Nichtvereidigung davor bewahrte. Als essanten Schlußpunkt unter seine Zeugenaussage setzt Traub einen Artikel des deutschnationalen Professors W» uz. interessanten Schlußpunkt unter seine Zeugenaussage setzt ZNorgen, Donnerstag, den 15. Dezember: 86. Abt. 7 Uhr Sitzung des Abteilungsvorstande», der BezirksfUhrer und Elternbeiräte bei Erunau, Siahiheimer Str. 36. 80. Bit. Cchöncherg. 714 Uhr Mitgliederversammlung Im Gesangssaal de» Lelmholtz-Gymnasiums, Rudensstrctze. Thema:„Erinnerungen an da» Sozialisiengesetz". Referent Hermann Molkcnöuhr, M. d. R. 234.«it. Rkd-rsikäneweide. IM Uhr im Zeichensaal der DeweindefGule Ber. liner Straße, Sitzung de» kommunalen AussÄusse». Bortrag de» Denasse» Ei scher:..Ausbau der Verwaltung". Alle«enosfinne» und Senoffeu sind freundlichst v. B e l o w aus Freiburg, der versichert, daß ohne den Kapp- Putsch das deutsche Volk dauernd um seinen Reichstag ge- kommen wäre. Nach der pfäffisch-kläglichen Art. mit der Traub sich und sein« Freund« aus der Patsche zu reißen sucht, wirkt die auf- dringliche Beredsamkeit des Kappschen Pressechefs, Brede- reck, geradezu provozierend. Wollte man dieser Darstellung glauben, dann waren all die Herrschaften, die morgens um 6 Uhr sich am Brandenburger Tor zusammenfanden, lediglich dorthin gegangen, weil sie eine Art Gaudi dort er- warteten. Sie haben sich die Ehrhardt-Drigade angesehen, die General o. Oven gestern als eine Mustertruppe bezeichnete, und sind der klingenden Musik und den wehenden Fahnen gefolgt, die den Zug durch das Brandenburger Tor charakteri- sierten. Beim Reich-stanzlerhause sind sie dann mal schnell hineingegangen, um zu sehen, was los fei und— na ja. das andere fand sich von selbst. Ein zeilfreiwilliger Aapitänleut »hend» 7 Uhr, findet im Sitzungssaal des Bezirk»verdande», Linden ftr. 8, 2. Hos link», 2 Trp. recht«, eine äußerst wichtige Konferenz all« Partei- genossen in der Kriminal-, blauen und Schutzpolizei statt. �uyenüveranstaltunyen. Bereit,«ebeiter-stugend. Sekretariat: S93. 38, Lindrnstr. 3, 2. Has V»I«, 2 Treppe» rechts. Telephon: Mpl. 121«8—10. Heute, Mittwoch, den 14. Dezember: ssZsenirkt z. Gemeindeschule, Marktplatz, Mitgliederversammlung.— fsrirb- Zederstr. 10&a, Vortrag:„Entstehung der Erde", eichrhrgen: Jugendheim Sä crnweberstr „Die Entstehung m' 1 Bortrag LSn»- Warum 23, WW�I�W�WW�IWWÄrtraa: Renschen"— Prenzlauer Baistadl! " Bortrag:„Rechtsempfinden der Gemeindeschule Wrangelslr. 128, Bolschewismus". Soziales. Merzte unö Krankenkassen. Die Reichskarifverhandluageu endgültig geschelkert. Der Leipziger Aerzteoerband hat den im Reichs- arbeitsministerium gefällten Schiedsspruch über das Arzthonorar abgelehnt, die Krankcnkassenverbände haben dagegen den Schiedsspruch angenommen. Damit ist der bisher laufende Tarif- vertrag aufgehoben. Die Regelung der Beziehungen zwischen Aerzten und Krankenkassen bleibt nunmehr, wie früher» der örtlichen Vereinbarung überlassen. nant wurde Pressechef, dieser ernannte Bredereck zum Gehilfen und so kam es. daß s ß Bredereck trotz seiner zweifelhaften Vergangenheit den Pressevertretern als Sprachrohr der»Re- gierung des Könnens und der Tat"(siehe Judenschule und Schwatzbude!) gegenübertreten konnte. Wirklich, eine wunder» samere Regierungsbildung ist noch nicht vor sich gegangen, als li« hier pon den Leuchten der Laterlandspartei, den Könnern oes alten preußischen Staates versucht worden ist. Ueberflüssig, die einzelnen kleinen Zeugen besonders auf- zuführen, den Borsitzenden des Nationakoerbandes deutscher Offiziers, M o l k e n t h i n. den Oberstleutnant o. C l e w i tz, der das Bureau im Reichswedrministerium im Stich ließ und sich zu seinen Freischärlern begab, die er am Potsdamer Bahn of wußte, der dann ledi um der Ordnung willen den , osten eines Stabschefs bei Lüttwitz übernahm usw. usw. Unnötig auch, bei dem Oberpostdirektor S ö n k s e n zu ver- wellen, der zunächst Kapp nicht als Reichskanzler anerkennen wollte, dann doch den Auftrag annahm, Retchspvstminister zu werden, diesen Auftrag aber wieder von der oerfassungs- mäßigen Regierung bestätigt haben wollte, endlich jedoch in der Ausübung seines Amtes durch die Beamten des Ministe- riums gehindert wurde. Reichsbankpräsident Havenstein, von d«n der „Reichskanzler" Kapp zunächst eine Million, dann gar 10 Millionen Reichsbankgelder für seine Regierung forderte. ilderte sehr anschaulich die politische Hilflosigkeit er Gesellen, die lediglich aus Grund der militärischen Macht der Ehrhardt-Drigade sich das Recht anmaßten, dem deutschen Volk eine reaktionäre Herrschaft aufzudrängen, oder wie sie Zustände wieder flm aller Welt. Explosionsungluck bei Rybnik.— Fünf Tote. In der Silesia-Fabrik in K r i e w a l d(Kreis Rybnik) ereignete , wiederum eine Explosion Im Mengehaus. Die Ursache wurde ishcr noch nicht ermittelt. F ü n f an der Explossonsstätte beschäftigt« Arbeiter wurden getötet, auch erheblicher Sachschaden wurde an- richtet. Sieben Männer durch Gas umgekommen. Im MämterSeim d-r Heilsaimee in Mauiz wuidrn am Tirntlag morgen sieben Männer in ihren Betten in dem im 2. Stock gelegenen Saale i dl aufgeiutidsn. Einer lag auf dem Fußboden neben der Tür. Eine AaSlampe im Zimmer war beschädigt, und das Gas war ibr eniströml. Die Berunglückien sind bis auf einen sämtlich Auswäriige»nd meist-Geleaenheiisarbeiier. irgendeine Regierung oder Verfassung vereidigt, verpflichtet oder durch Gelöbnis gebunden worden sei. Jene Unterossi» ziere, die nicht den Zug nach Berlin mitmachen wollten, seien oeshalb gar keine echten Ehrhardt-Soldaten ge- wesen, denn sie waren erst drei Tage bei der Brigade. Am Mittwoch sollen die letzten Zeugen vernommen werden, so daß am Donnerstag wahrscheinlich diePlädoyers beginnen werden. Am 12. März nachmittag« kam Kapitän E h r h a r d i auf mein Dienstzimmer und fragt« mich zuerst, ob ich die Sipo befehligt«, was ich verneinte. Ebenso sein« Frage, ob ich auf die Sipo Einfluß hätte. Als er dann weiter fragte, ob die Sipo im Falle eines Einmarsches seiner Brigade von der Waffe Gebrauch machen würde, erklärte ich ihm, daß ich das annehmen würde, denn die Sipo tue ihre Pflicht. Im übrigen wies Ich ihn wegen weiterer Auskünfte an das Kcmmando der Sipo. Am 13. morgens läutete in meiner Wohnung ein Beamter des Po» l! z« i p r ä s i d i u m s an und teilte mir mit, daß die R e g i e r u n g geflüchtet sei. Cr habe es von einem Reporter des.�okal-An- zeigers" gehört. Ich hielt das zunächst für einen Unsinn, informierte mich dann aber und erfuhr dann, daß Kapp und Lüttwitz tatsächlich im Besitz der Macht seien. Ich fuhr sofort zum Ministerium des Innern, das ich militärisch besetzt fand, ich wurde aber ohne weiteres hineingelassen. Im Ministerium traf ich Herrn o. I a g o w im Dlenstzimmer des Ministers. Er tellte mit, daß er auf Wunsch Kopps das Ministerium des Innern übernommen und daß ihm Kapp den Auftrag gegeben habe, gewisse Aenderungen eintreten zu lassen. Zum Beispiel lege Kopp auf die weitere Arbeit de» Staatssekretärs Freund, des Unterstaatssekretärs Meyer und des Abgeordneten Fischer sowie einiger weiterer junger Herren keinen Wert, weil er der Auffassung sei, daß die parlamentarischen Staatssekretäre, die s o z i o l d e m o- k r a t i s ch e n und demokratischen Aufpasser des Ministers, überflüssig seien. Die Herren sollten an einem eventuellen Betreten des Ministeriums oerhindert oder, soweit sie sich bereits im Dienst befanden, ersucht werden, ihre Arbeit einzustellen. Diese Mitteilungen, so erklärt der Zeuge, hat mir Herr v. Iaaow im Austrage Kopps gemacht. Mir war es nicht angenehm, dem Staatssekretär Freund, der sich bereits in seinem Zimmer befand, diese Meldung zu überbringen. Ich entledigte mich aber meine- Auftrages und teilte Freund mit, daß i ch an seine Stelle treten würde. Allerdings halte ich Herrn v. Iagow gebeten, wegen meiner Ueberlostung mit Arbeiten für die Sipo den Ministerialrat Dr. M e i st e r mit der Führung der Geschäfte zu beauftragen. Bon den Beamten des Ministeriums ist gegen den Umschwung nicht der geringste Widerstand geleistet wor- den, auch nicht bei der Besprechung, zu der Herr v. Iagow am 14. März die höheren Beamten gebeten hatte. Nachher allerdtngs gab Ministerialrat Dr. Meister die Erklärung ab, daß die Herren zur Mitarbeit bereit seien, daß sie damit aber nicht die neue GewaU anerkennen, sondern daß sie, wie seinerzeit am S. November, nur im Interesse der Aufrechderhaltung der Ordnung weiter arbeiten würden. Bors.: Hat Herr v. Iagow irgendwie mit der militärischen G e- malt gedroht? Zeuge: Nein. Bors.: Welches war denn die Tätigkeit des Herrn o. Iagow in der Reichskanzlei? Zeuge: Herr o. Iagow beschränkte sich auf seine Aufgaben als Minister des Innern. Vors.: Er hat doch aber eine Reihe von Oberptösi- denken abgesetzt. Zeuge: Das gehörte doch zu seinen regelmäßi- gen Dienstgeschästen. Bors.: Die Absetzung von Oberprosidenten gehörte doch wohl kaum zu den lausenden Geschäften?(Heiterkeit.) Oberreichsanwalt: Sie sollen vom Oberst Arend be- reits Anfang März Andeutungen über einen Putsch erhalten haben. Zeuge: Oberst Arend sprach mir davon, daß in der Reichswehr wegen der drohenden Auflösung Gärung bestände. Ich maß den Dingen damals keine allzu große Bedeutung bei. Oberreichs- a n w a l t: Hatten Sie bei der Unterredung mit Kapp die Empfin- dung, daß er irgend etwas plane? Zeuge: Das entnahm ich aus der Art�und Weise, wie er mich über die Sicherheitspolizei� sondierte. Welchen Eindruck machte Her R.-A. B ö t t g e r Sie? Zeuge: Ich weiß nicht, ob ich hier wiederzugeben. R.-A. B ö t t g e r: gesagt, Traub sei llhnea als eine komische(Zigur err Dr. Traub auf verpflichtet bin, Eindrücke Sie haben früher einmal erschienen, er habe den Eindruck des betrübten Lo hg erbers in der Reichskanzlei gemacht und sei wie geistesabwesend herum- gelaufen. Der Zeuge schweigt hierzu. R.-A. B ö t t g e r: Sie sollen Herrn Dr. S ü d e k u m auch am 13. März abends mitgeteilt haben, daß für eine geplante Koalitionsregierung drei Sozialdemo- traten ausersehen seien. Zeuge: Dr. Südekum wollte mich am 13. März abends sprechen, und ich fuhr noch um 1411 Uhr in seine Wohnung. Wir besprachen dann die Möglichkeit der Bildung einer ng, imo Koalitionsregierung, und ich schlug vor. daß Minister Heine da» Justiz-, Südekum selbst das Finanzministerium beibehalten sollte. Hieran schloß sich die Vernehmung des Kapitänleutnants Fischler, der im März 1919 bei der Ehrhardt-Vriga»- in Döberitz war. Er erklärte: Der Vormarsch auf Berlin erschien weder un« Offizieren, noch den Mannschaften als etwa» Verbotenes.(Lachen.) Darauf erfolgte die Vernehmung des Generals a. D. M a e r ck e r. Vors.: Es ist doch ein Fernspruch von Kapp nach Dresden- gegangen, die alte Regierung zu oerhaften? Zeuge: Ich habe zwei Telegramme bekommen: Um L Uhr morgens teilte General Lüttwitz mit, daß die alte Regierung geflüchtet sei und daß er und Kapp die neue Regierung übernommen hätten. Das zweite Telegramm hatte folgenden Wortlaut: „Die alte Regierung ist o u s g e r i f f e n. Ich habe Regie- rung übernommen und behalte Oberbefehl über die Truppen. Falls Mitglieder der alten Regierung in Ihren Wehrkreis kommen, sind sie zu verhaften und zu verhindern, daß sie gegen die neue Regierung vorgehen." „Mir kamen", so erklärte General Maercker,„diese Telegramme anz überraschend. Dorf.:� Sie sollen aber mit Kapp und Lüttwitz o n früher �einmal über eine eventuelle Regierungsänderung trat Oberst verhandell haben? Zeuge: Am 20. Juli 1919 Bauer an mich heran, machte mir den Dorschlag, die Nakioualversammlung zu sprengen und die R e g i e r�u n g �u stürzen. Ich weigerte mich, da ich das Unternehmen für aussichtslos und militärisch für undurchsührbor hielt. Ueber die Frag«, wie die Reichswehr sich stellen solle, wenn einmal eine Negierungsänderung eintreten sollte, ist auch gesprochen worden. Ich verlangte vor allem, daß man einen geeigneten Reichs- kanzler finden müßte. Kapp, von dem damals schon als Reichs- tanzler gesprochen wurde, hielt ich für eine gänzlich unge- eignete Persönlichkeit. Vors.: Wie haben Sie sich nun zu dem Telegramm von Lüttwitz gebellt, das die Verhaftung der Regierung forderte? Zeug«: Ich habe Noske in Dresden bei meinem Be- such von diesem Telegramm Mitteilung gemacht und habe gesagt, daß die Regierung in Dresden unter meinem Schutz stände. Minister Noske hatte an sich mir gar nichis zu befehlen, da Lüttwitz mein direkter Vorgesetzter wor und Noske nicht einmal ein Bureau(!) in Dresden besaß. Ich hatte Minister Noeke dann vorgeschlagen, ich nächsten Morgen war Minister Noske damit einverstanden, daß ich nach Berlin fahren sollte, und zwar nach einer Unterredung mit dem sächsischen Minister Gradnauer, der meinem Plan freudig zu, stimmte. Minister Giesberts zögerte, seine Zustimmung zu geben. die demokratischen Minister waren absolut dagegen. In V*.-" �'.•VT*. KOf UNOM in aller Kunde! Di& gute Massafjs-gigai'ef/e Massaj£y~CIasse SO Caid 60*% �ienWeihnat/)/� Heiz« und Koch-Apparate b» sitz« n 3S5« 1 1 ruf Überall m u h o b a n OualiiäK-tlrjeugnifl'« der Prinzenslraße Tnur4 � Qlaskijr)pr>i i ßisMme- ße�federn Fabrik Gusfav Daunen* decken »,..... 1600.- Dauncn decken 5«t».... 21C0.- Daunendecken Oben. Seide 390 Steppdecken •hSttia.... 350.» Lieber* laken mit Sddkerei. 325.— Kissen mit Stickerei. 125.— Schlafdecken hai. wolle... 195.— Divandecken boot..... 210.. Ober* betten mit rat Federn 379.— Unterbetten mit(ub Fede.n 310.— Kissen mit f«t Feder« 1 1 0.— Matratren ma...... 250- MetaII*BettsteIIen mit 30 mm starkem Bügel, Zugfeder- Matratze, hell lack, l'/t schläfrig.... 270.- Handtücher Gcnteokoro 19." Handtücher Frottier... 27." Wischtücher Karo.... 11.5® Laken VfbtAonuk. 95." Bettbezüge Obeibett.. 135." Kissen.... 45." Hemdentuch Chaiselongues bunt..... 625." Kinderbettstellen 320.- Anklcidcschränke 950.- Frisiertoilcttcn 450.- iBcrlin fuhr ich sofort zur Reichskanzlei, wo ich nachts eintraf. Ich fand dort SV Herren versammelt, und Kap? hielt einen Vortrag, der mir sehr rosig gefärbt erschien. Ich sagte, dah ich im Einoernehmen mit der verfassungsmäßigen Regierung käme. Das Kappunter- nehmen müsie meiner Ansicht nach unbedingt unglücklich enden. Vor allen Dingen warnte ich die Herren vor der Ansicht, daß alle Truppen hinter ihnen ständen. Es wäre fürchterlich, wenn Reichswehr gegen Reichswehr kämpfen müßte. Dann teilte ich den Herren den Stand- punkt der Rcichsreglerung mit: mit Käppi st en wird nicht verhandelt. Im Namen der Regierung forderte ich Kapp und Lüttwiß zum sofortigen Rücktritt aus. Nach mir sprach dann Herr v. Dangenheim über die Ernährungsfrage. Vors.: Drohte v. Wangenheim mit einem Streik der Landwirt- schaft? Zeuge: Er sagte, wenn der Eeneralstreik noch 48 Stirn- den dauert, dann würde die Stadl keine LcbenSmikkel mehr erhallen. Kämen die Arbeiter aber aufs Land, würden sich die Bauern zur Wehr sehen. Am nächsten Tage bekam ich eine Liste mit S Forde- rungen überreicht. Iustizrat G ö r r e s: Wie verhielt sich denn das Reichskabinett in Stuttgart? Zeuge: Ais ich die acht Vedinaunasn vorlas, wurde ich mit Lachen abgetan. Herr v. I a g o w: Ich glaube, der Zeuoe irrt sich, wenn er sagt, er habe mich In einer Sitzung In der Reichskanzlei kennengelernt. Zeuge: Ich sah in der Reichskanzlei einen Herrn, dessen phystagnomie mir ausfiel, und als ich fragte, wurde mir gesagt, das wäre der Herr v. I a g o w, der frühere Polizeipräsident von Berlin.(Lebhafte Heiterkeit.) A's nächster Zeuge wird Ministerialdirektor Dr. Meister vem Reichsministerium des Innern vernommen. Er bekundet: Am 13. März morgens kam Eeheimrat Doye zu mir in das Ministerium und teilte mir mit, daß Herr v. Iasow Minister der Innern und er, Doye, sein Unterstaatssekretär sei. Ich erwiderte, daß ich zunächst die Legitimation dieser Herren abwarten wolle, ober im Interesse der Ordnung die Geschäfte als dienstältester Beamter weiterführen würde. Am 14. nahm dann Herr v. Iaaow die Vor- stellung der höheren Beamten entgegen. Der ganze Akt ließ sich nur als Amtsübernahme erklären. Ich hatte ernstdafte Bedenken, zu- mal ich eine Legitimation der Herren nicht erholten hatte. Ich bat Infolgedessen um eine Sonderunterredung mit Herrn v. Iogow und teilte idm mit, daß ich die laukenden Geschäfte des Ministeriums weiter führen würde und ihn bitte, bis zur Klärung der Derhältnisie sich seder Amtshandlimg zu e n t b a s t e n. Am 14. abend» erfuhr ich dann aber, daß ebne mein Wissen SV Tele- gramme. die von Herrn o. Iagow veranlaßt und unterzeichnet waren, abgeschickt worden waren, in denen die demokralilcheu und sozial- demokratischen Ober- und Regl�unaspräsidcn'en ihres Amtes enk- snben und gleichzeitig ihre proriinrikchen Rochfolger ernannt waren. Als ich das erfuhr, habe ich ioiort angeordnet, daß kein Akt des Herm- v. Looow hinausnehen dürke. der nicht mein Visum trage. Ich ließ die Beamten des Ministeriums zusammenrufen und forderte sie auf, der geflohenen Regierung die Treue zu be» wahren. Von dieser Begmtenversommluna wurde der R?i Jahren noch genau so fest sitzt unl ' ei st........ und dabei stabil ist wie heute nach vierjähriger ständiger Benutzung.' P. Aencker in W. All« die bekannten Unbequemlichkeiten: Zeit «nd Geld Verfahren, unendliche Reparaturen be- zahlen— fallen dadurch sort. Ter Lohmann» Kneiser hat aber außerdem noch besondere Bor- züae, sür die dem Erfinder, wie gesagt, bereit» im Jahre ISIt ein Deutsche» ReichZ-Patent erteilt wurde. Gut feheu und gut aussehen! sind die Ideal- korderungen, die man an ein Augengla» stellt. Der L o h m a n n- Kneifer aber erfüllt sie! Wir greifen au» der fsülle der Zuschriften zufried- ner Lohmann-Kneiferträger wieder einig« heraus: „Der neue Lohmann-Kneifcr, der nur auf brieflich« Bestellung hergestellt ist. sitzt tadel- los: den Druck auf da» Nasenbein bin ich loS: e» stellen sich keine Kopsschmerzen mehr ein. Der Lohmann-Kneifer sitzt wirklich„ortho- zentrisch', und ich kann, wa» mir früher stet» unmöglich war, auch seitwärt» mit gleicher Schärfe lesen...' Geheimer Justizrat Dr. Ruland in D. Eine Dame schreibt: .. ganz nach Wunsch. Der Lohmann- Kneifer sitzt sehr gut. sieht sein au» und drückt nicht.' Frau Wando Kopple in B. Heber den leichten, dabei bombenfesten Sitz, sogar beim Springen, Tanzen, ja sogar beim Hin- fallen de» Trägers äußern sich alle ganz entzückt, z. B. Rittmeister v. Elsenhart-Rothe in T.: ./Habe den Lohmann-Kneifer Jahre an der Front getragen, ohne daß mir etwas mit ihm passiert ist...' Herr E. Gittermann au» N.: „Der Lohmann-Kneifer sitzt ausgezeichnet: vor allem gefällt mir der leichte und bequeme Sitz, den ich bei Klemmern anderer Konstruk- tion vermißt«...' Herr Arthur Arndt. H.: „... denn ich kann nur noch Ihren Loh- mann-Kneifer tragen. Ich kaufte versuch»- weise einen ähnlichen mir empfohlenen hier, warf ihn aber den zweiten Tag beiseite. Denn auch nicht im entserntesten hatte er die Vor- züge des Lohmann-Kneifers!!' Sie sehen: Alle diese und unzählige andere L o h m a n n- Kneiferträger find Mitglieder der „Gemeinschaft der Zufriedenen'. Ein Besuch in dem schönen Laden. Potsdamer Straße 134» oder. wenn Sie auswärt» wohnen, eine Postkarte nach kostenloser MabanleitungD 2.—(Wir liesern nur Maßkneifer!)— befreit auch Sie für immer vom Brillen- und Kneifer-Teufel mit all dem Aerger und unnützen Kosten. Da» beste ist immer da» billigste. Lohmann-Kneifer ist beide»! Lohmann-Kneifer-Gesellschaft. Berlin W, Potsdamer Straße 134a, Vem'liiitisitelle Berlli 1 54, Unstastratc 83/85. ecfdtffttjtU tum vorm. 9 Uhr bl« nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norde»«ZZ.«Z«, W. 83«. «chlunq! Ittpffytllttltfr.«chtunq! ntllftDOifi,»m 14. Oetetnbrr, abend» 7 Ahr, in de» ftommandonlen-.'Veftiaicn, Rommondantcnfte. 62; vMMIIMglllINWMU. durch dl r* Der Saat Im Gewerkschaf>«hause ig ■ Bllcherauosteltunq besetzt. Sonnetsfan. den 19. Cctembec. panMIch abend»' 7 Ahr. In der Sibuianla. gehdmlcker Etratze 18(Nähe Ro�enthaler Platz): Branchenversalnmlnng sämtlicher Elektromonteure«nd Helfer Grost-BerlinS. T,«e,»rdniing: t Die LobnvrrbiiltnM, In der Metallindnstrte. Referent: goU Kn ack. 2. P reicht der ktommlglon 8. Sontzltze Branche». angelenenhelten. 4. PcrbandsangelegenheUen und Berschtedene«. - gntritt nnr gegen Poitzrlgung de« Mtgkledsbuchr» mit Rachwei» der Branchen- zugehSrigkeit._ Conner afaq, 19. Crtrabrr, abend» t Ahe, In den Xophlcnfaicn, Sophlenstr.>7/18: Branchenversammlung der Werkzeugmacher. Tagesordnung: 1. Stellungnahme znm Tarif der Branche. 3. CtskuMon. «NM zutritt haben nur die Kallearn. welche sich durch Ihr Mitgliedsbuch als Werkzeugmacher ausweisen können. Alle anderen Kollegen müssen zurückgewiesen werden. Slchtnngk Die Vranchrnknnferenz nm ll». Dezember fällt wegen der Ver sammlnng an»._ ffcelkaa. den 10. Cesembcc. nachm. 4'»Ahr, Inden Alnftkersaie», Anlsee-wllhelm-Str. 91: Branchenversammlung der Zigarettenmaschlnen- Führer und Betriebshandwerker. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. Z. Neu- wähl der Branchenleitung, z. Branchen- II. Betriebs» ongelegenhetten._ Achknagl Mlttmnch, den 14. Cejbr., nachm. 4'/» Uhr, bei Schräder. Alte SchSnhaasrr Skr.: Kvmmissionssitznng Am O'l, Ahr- Sitzung der Vertrauensleute w demselben Lokal. Chne Mitgliedsbuch kein Zutritt. AllNmoch, den 14. Ocjembec. abend» 0 Ahr, Im»ernerlschafwhaa», Ongelnfee 24/29: Allgemeine Uerfammlung aller in der vadeopparate-llndustrie de- schastiglea Kollegen. Tagesordnung: 1. tiitllche» T-riskommisstoa. 1 Dislu schieden»». 91» SeldstdriSIrller Uetere Ich In yunlltll u Preis einzig dastebends .. Trauringe Ciyl Trauring, Djk. Gold von 200 BI. an. i -TTI Ring,>8.4 gff temnelt c? von 180—400 IN. r— I Rg�3J3 gstv 70M.an Garantiesch. I. gestzl. Goldinhalt. Anbant v. Qold-, Silber-, Plntlnbrncta infolge Setbstverwerte.z.denkb gllnsLPrels' Brillanten z. Auslands!;. K. Wiese, JuneUer JrlUleriestr.8 Telephon: Norden 1080 Bericht bei pari vislussion und Ber» Ohne MUglledsduch kein ZMrttt. Die Fuukttonllrr treffen sich um 5 Uhr In demselben Lokal. SllMvll n. Ziselevre. Die Branchenkonse renz am 15. Dezember find»! nmsiändehaiber nicht siait. Di» Vettrauenomfinnerkonferrnz der Rohrleger und Seiler findet nichl am 15.. sondern am Montag. den IS Dezember, abend» 7 Uhr. im Dewerkschasi». Haus, Saal 10, statt. 101/14 Die Ocfaoecmaltang. Garderobe I1 i für Herren, Damen u. Knaben I nur neueste Modelle, auf I « bestem« Teilzahlung dei mäßiger Arzahlnng f B And Rh ® Krankheiten@ u sutns ein gediegenes Musikinstrument? Beil sVoss ist die Firma.diegani Berlin kennt, Weil die Auswahl enorm, die Bedienung reell, Kaufet Du dortwsDu suchst, an derrichtigenSlelll Electromophon Orig.Grammophon Grammophon-Platten Parlophon-Platten Beka�- Platten Tanz--Platten Violinen-lauten Man dolinen G u itarre n Bandonien Mundharmonikas Saiten u.s.w Eigene Repärä furwerksfatf: Katalog» kostentos durch die Zentral» P'r/m c Premlauerstrasse 52. dniir neuen« Modelle, out atme Teilzahlung dei mäßiger Ar zahlun tivsni'ivk Georg dreasotr. 28, I. Et.(am Andrcuplaiii Sonntag von 1—6 Uhr geäffnet| DI« bedeutenden Gestalten der groben fian- ■Otlachen Re- rolation von 1789 und die gewaltigen Ereigniiu zeichne! Schlkowsk! In seinem Buche: Sitten- U.Charakterbilder aus derfranzösischen Revolution in lebendigen u. packenden Bildern. Preis geb. 7,50 Mk. und 20 V» Buchhandlung Vorwärts, Ä.t*8e*i der Geschlechtsorgane, Haut-, Harn-, Frauenleiden, WeilllluB, SiOrungcn, Syphilis etc sind heilbar durch meine bewAhrten Ruten ohne Elnsprlfang, ohne Berafsstörnng[• Dr. 0. H. Ziemann, Sptschzeit: n— 1, 2—6, Sonntags 11—12. Pickel, Hautunretntgk Gesichts- rftte etc. werden schmerzlos, unmerkbar tllr die Umgebung, abgeschält durch echte Vatsr- PhUipp-Schglkur, danach kommt anmutige junge zarte Haut zum Vorschein, ä 12 M.vom Laboratorium Dresden-Zschachwitz 146. erhältlich in der Elelantenapotheke, Leipziger Straße, und in den Droeerien Bastian str. 2, Fehmarnstraße 3, Reinickendorfer Str. 119, Charlotten- s trabe 76. Pankow, Prinzsir. o.* 453 zZZeiHncrch ei ra d es r&® i?! puppm, xtj!«). fernen<3it naef; & Ullstein- <0- öämtllrfje Schnttttuufler vvrrLttg 6cL. Ä» BZertHein�) Kriegsanleihe wird zu 84% in Zahlung genommen. Sonntag von I bis 6 Uhr geöffnet! Auffallend billig!! Echte Pelzmäntel 8750-12500 1 Sealplüschmäntel■. 2780°° Hrimmermäntel..• 1245°° Eskimomäntel reme w°»e 831° Seldenplflschmäntel 2338°°| Ästrachanmäntel.... 873°° lavlster........ 376w! [ Sport-Trikotjacken... 52° 1 Ulster«us guten si«Be... 136°° Gummimäntel>ar Herren 478' j Gummimäntel»r Damen 398 1 ReinvoU. Strickjacken 26900| Stoff-Röcke....... 82° Westmann 1. Geschäft: Berlin W, 2. Geschäft: Berlin NO 18 Mobrenstraße 37a Gr. Frankfurter Str. 115 erzielt durch Inserate im„Vorwärts" höheren Umsatz und damit größeren Nutzen Rattenv. Mäuse betetiigen Sie schnell ßifAlbn C UnschSdlich für tiindlich nur mit tlUlllllu U Menschen und nndgelindlichnurmii San«»«», ssu Haben in den veoaerlen: Berlin 2l: «mann, Inoalidenftr 8Z;«. SnlNg. SchSnhanser Allee 86: y. Anappe, Reinickendor/er Stt, 8S: SenH, Reinickendor'ee Elr. 1 IS: ch. Lange Brunnenllr. 157: «> Schweiher. Oranienburger Sir, 6S: Aestdenz- vrogorie. E»rzterlir, 22; O. Rirlchke Aachs, Baftianftr. 2: Brüsseler Ccog.. Briilseler Str. 49; O.ftanzlce.MUlleritr>52, amLeopotdptatz: ID.: t). Xoeblmann. Martin-Luiber»Sir 95; JITD; U. Odert. Wal denser str. 18; « A«orn.Ait.Mt>adit45, � 0: Andrea»- Drogerie, pletsch. Srüned.-raer Str. 7; chtocken-Veagerte. Petersburger Straß», am Baltenptatz: haderln»- veageri», Ebenyftr, 48; SO: Drogenhan,«, «Dacassa,(Brarßltr. 21; C. vergor, Brückenffr 16; «cenlral vro». und Stmilittsdaiar de» Südosten», Dresdener Str.>8: S.: S. Lehrte, Kottbnser Damm 8182: STD:®. ID. weirich. Blüchrrilr 1; ff.: v rager. Neue Promenade 2 Uhr. Telephon: Llltzow 2760. Unreines Bfut Zur Ausscheid, krankh. Stoffe aus Blut u Sält. b. off. Füßen u. geg. Haut unreiniek. ist B utrcini- gungspul. Sattarln seil 30 lahr.wirksam erorobt M 5jn, 3 Dosen 16.0■ M. Oito Reichel, Berlin 43. SO. Eisenbahnstr. 4. jedes Quan- lum, kiuft Metall- Kontor Jobn. Altejakobstr. i.!> Leder Klubsessel von 2700 M aulwärts Ledergarni tu en zu Oberraschend billigen Preisen, auch gebr. Uderklubsessel vei kauft billig Pollack. JoiicliliDStiialerStr.36 hochp, o. Kurf.-Damm Metall betten Stahlmatrag..Älnbrrbtn Mr.anBrrn.ftawl- KAhr ffifeamdbetf. Suhl(ih.)' Ällg.Ortskpankenkasss lOrSeriin-Tempelliol. Einladung zu der am Donneistag, den 22. d, M, abend» Punkt 6 Uhr im Rellau- rani Richard Schauer. B>rl!n» Temvelho. Ber- iiner Siraß« St. stattstn- dende» ordentliche» MMW der Perlreier der Arbeit- gebet u. der Persicherten. Tagesordnung: t. Felltetzung des Vor- anschl'aqs pro>921. 2. Wahl eiiie? Prlliungs- ausschuffe» zur Pell- sting der Iahresrech- nung tut da» Jahr 1921. 3. Dertchledenes. 22/14 Set VocRanb der Allgemeinen Orts- kranleniasse für Berlin- Tempelhos, gez. Pani Köllmer. I. Porsitzender Zch bitte meinen itiest , Stiesdrnder ! bisher wodah- It \ NW 52, Thomasiu». ! sttaß« 6, herz»- st, ' doch Weihnachten : bei mir za ver, I leben. Reisegeld , Ina» persönlich bei!! , Dr. Th., dessen,, , Adresse ihm de»!, , kanat ist, in Smp- . sang genommen , werden. ;M. Brünings|| jDorüra.Bz.Br£in8n| j Ffrtis«m LAcer liescRha t« uswatz1. fiBler-üisler Paletots MetH-Cuta«) Anzfige Ersatz fflr Uaß! Oaineii-llinileMlog Möbel. Einrieb. ungu Münzen B 8 SamrnluuOen ka jtiBali.oerlin MWilhelmstr.46,7 ünzen Bandiond. �aren cn Rros Einzelverkauf» Alaskafüchse, Krouz- füchse, Pelzkragen v. 100 Man, Pelzmäntel. Herren-Sportpelze Heue Köniptr. 21 türwonnanz-haus) kein Laden, II. Stock Bttsgioaß auf Firn' Qi und lUainaninier[{ zu acbtaol r. SSS�ZK.�ahrgaag 2. Vellage öes Vorwärts Mittwoch, 14. Dezember 1421 tzochsthulöebatte im Lanötag. In der heutigen Landtagssitzung wurde nach der zweiten id drittten Beratung und der Annahme des Gesetzeritwurfes be- effend die Verstärkung des Beamtenftandes des Provinzialschul- llegiums in Berlin die zweite Beratung des Haushalts des M i- > st e r i u m s für Wissenschaft, Kunst und Volts- > d u n g fortgesetzt. Behandelt wird zunächst Punkt 2: Uniocrsi- tei» und Hochschule«. Abg. ZvänNg(Soz.): Der Ministe? hat im Hauptausschuß betont, daß eine groß- gige Hochschulreform im Gange sei. Von rein organisatori- «en Reformen erwarten wir nicht viel. Es gilt vor allem, den ichschulen neue Ausgaben zuzuweisen. Der Klassencharakter unserer Hochschulen aß verschwinden, die Tore zu den Universitäten müsien weit ge- snet werden. Kurse für Arbeiter, Angestellte und Beamte müsten die Hochschulen angegliedert werden. Pen bildungshungrigen beitern muß der Weg zur Wisssenschaft geöffnet werden. ne stärkere Berührung zwischen Hochschule und Volksmasten kann r die Hochschule selbst nur von Vorteil sein. Eine neue Auslese r Geister muß staltfinden. Einzelne Teile dHf Hochschule müsten ?I stärker ausgebaut werden, vielleicht auf Kosten anderer Ab- lungen. So muß vor allem die staatswissenschastliche b t e i l u n g die stärkste Förderung erfahren. Nicht wir stnd es, ! den Klastenkampf fördern, im Gegenteil wollen wir die Grund- �ge des Klassenkampfes, die Klassengegensätze, beseitigen. In isem Kamps sehen wir nicht lediglich aus die materiellen Jnter- en. sondern ebenso auf die g e i st i g e n und-sittlichen Kräfte. ,d eben deshalb verlangen wir, daß der Klassencharakter der Hoch- alle fällt, damit die Wiederaufrichtung eines neuen und wirklich schlostenen und einheitlichen Volkes möglich wird. Minister Doelih: Bei der Erörterung des Hochschulproblcms müsten zwei Dinge r allem ins Auge gefaßt werden: die Stellung der Professoren id die Stellung der Studenten. Man nennt unsere Professoren- aft reaktionär. Wir verlangen, daß in dem Hörsaal d i e olitik zu schweigen hat. Das gilt ebenso für rechts wie r links. Wir wollen keinen Bildungsdünkel auf den iversitätsn. Wir wollen auch nicht, daß irgendein politisches aubensbekenntnis ein Hindernis für die Lehrtätigkeit an a Hochschulen sein loll. Auch ein Kommunist kann, wenn er die ihigkeiten besitzt, an einer Hochschule lehren. Unsere Studenten- ast wird ebenfalls als reaktionär hingestellt. Es heißt von ihr, sie ze noch ganz in der wilhelminischen Zeit. Das stimmt nicht. Unsere mdenten von heute haben die wilhelminische Epoche gar nicht htig geka int. Unsere Studentenschaft hat einen stark ausgeprägten ationalen Sinn. Sie denkt und glaubt an eine sittliche iedergeburt Deutschlands und beschäftigt sich aus diesem Grunde >rk mit den Ideen des Jahres 1813 und der R o m a n t i k. Was aserer Studentenschaft fehlt, das ist vor allem :r reale poli tische Sinn. Nachdem noch Redner der anderen Parteien gesprochen haben, ließt die Aussprache über den Abschnitt Universitäten. Es foiat die zweite Beratung über den dritten Abschnitt: cooinziaischulkvllegium, höhere Lehranstalten usw. Abg. Frau Jensen(Soz.): Wir stehen grundsätzlich auf dem Boden der Schulgeld- e i h e I t. Da diese Forderung zurzeit undurchsührbar ist, fordern r zunächst wenigstens die Stasselung des Schulgeldes ch der Höhe des Einkommens der Eltern. Die Privatschulen sind erslü stg. Es gibt Privotschulen, an denen sich noch Lehrer mit >em Iahresgehalt von 6000 M. begnügen müssen.(Hört! hört! i den Soz.) Di« siebensährige Volksschule muß das Fundament ch für die höheren Lehranstalten sein. Die Reifeprüfung als Ab- iluß der Schulbildung ist durchaus entbehrlich. Wir treten für die gemeinsame Erziehung beider Geschlechter >ch in den höheren Schulen ein. Das Gerede von sittlichen Ge° hren ist nicht ernst zu nehmen. Die Nachteil« der heutigen Tren- ing der Geschlechter in der Schule sind viel größer als die entuellen Nachteile der gemeinsamen Erziehung. Zu den Philo- gen usw.. denen heute unsere Jugend anvertraut ist, haben wir in Vertrauen. Wir müssen von ihnen verlangen, daß sie die Ju- nd im Geiste der Republik und im Geiste der Völterachtung er- ehen.(Lebhosler Beifall bei den Soz.) Es folgen die Abstimmungen zum Haushalt der Berg- - r w a l t u n g und den dazu gestellten Anträgen. Der Haushalt wird entsprechend den Ausschußbeschlüsten a n- e n o m m e.n. ebenso eine Reihe von Entschließungen und An- ägen zu ihm.__ Das Detriebrätegesetz soll dahin erweitert werden, daß zur Grubenkontrolle der Betriebsrat hinzuzuziehen ist. Der Aufsichtsrat der Hibernia soll um drei vom Landtag zu wählende Mitglieder erweitert werden. Gefordert wird weiter ein Reichs- knappfchaftsgesetz, das die Bildung eines einheitlichen Reichsknapp- schaftsvereins zum Ziele hat. Abgenommen wird ferner der An- trag L i m b e r tz(Soz.), der beschleunigte Vorlegung eines R e i ch s b e r g g e s e tz e s von der Reichsregierung verlangt. Eine Reihe von Anträgen geht an den Hauptausschuh. Sodann wird die Aussprache über die höheren Lehranstalten fortgesetzt. Es sprechen noch Abg. Frau Wronta(Z.). Abg. Frau Lehmann(Dn.), Abg. D. Schuster(D. Vp.), Kultusminister Dr. Bölitz, der die generelle Koedukation ablehnt, Abg. Schneide?(Komm.) Abg. Frau O b e n t r o p(U. Soz.). Das Haus vertagt sich.— Nächste Sitzung Mittwoch 12 llhr: Kultusetat.• �rbeiterkonferenz für die chemistbe�nüustrie Mr besseren Unfallschuh— Gegen Ententewillkür. Der Zentralverband der Fabrikorbeiter Deutschlands hatte für den 11. und 12. Dezember nach Frankfurt a. M. eine Konferenz der Arbeiter der chemischen Industrie einberufen, in der besonders die U n f a l l g e f a h r e n in der chemischen Industrie, die das Unglück in Oppau neuerdings wieder grell beleuchtet haben, besprochen und für ihre Verhütung Dorschläge gemacht werden sollten. Den ersten Punkt der Tagesordnung Unfallgefahren und deren Verhütung in der chemischen Groß- In- dustrie behandelte H a u p t- Hannover. Die Arbeiter der chemischen Industtie seien von Gefahren umgeben, die in anderen Industtien nicht vorhanden wären. Der Verband habe wiederholt Forderungen erhoben. Die von der Regierung gettoffenen Maß- nahmen seien nicht ausreichend, um die Arbeiter genügend zu schützen. Dazu komme, daß die Unfallverhütungsoorschriften von Arbeitgebern und Arbeitnehmern vielfach nicht beachtet würden. Ueber den Kreis der Unfälle hinaus kämen die Berufskrank- Helten für die Arbeiter der chemischen Industrie in Betracht. Während des Krieges war ein rapides Aufwärts st eigen der Unfälle zu verzeichnen, besonders die Zahl der tödlichen Unfälle ist stark in die Höhe gegangen. Aber auch nach dem Kriege hat die Zahl der tödlich Verletzten angehalten. Im Vergleich mit dem Bergbau sind die tödlichen Unfälle in der chemischen Industrie ganz erheblich höher. Das Unglück in Oppau beweist, daß noch vi'les zur Verhütung von derartigen Explosionen getan werden muß. Oppau zeigte, daß entgegen allen wisienschaftlichen Er- fahrungen in den in Frage kommenden chemischen Stoffen noch Kräfte schlummern, die eine ungeheure Gewalt auslösen können. Die Betriebsräte und Kollegen in der chemischen Industrie müssen ein wochsames Auge haben, damit die Unfallverhütungsvorschriften streng beachtet und Unglücke vermieden werden.(Zustimmung.) In der Diskussion teilte zunächst Abg. Brey einiges über die Tätigkeit des weaen des Opvauer Unglücks eingesetzten p a r- lamentarischen Untersuchungsausschusses mit. Die Behauptung in der Presse, der Ausschuß habe seine Arbeit eingestellt. sei falsch. Der Ausschuß arbeite weiter und neben ihm ebenfalls als Untersuchungsinstanzen der bayerische Ausschuß und der Arbeiterrat. Ueber das Ergebnis des parlamentarischen Untersuchungsausschusies könne er noch nichts berichten, da die Untersuchung noch nicht ab- gescblosien wäre. Mitteilen könne er aber, daß die Gutachter der Ausfasfung seien, daß Amonsulfat allein nicht explosiv ist, son- dern nur in Verbindung mit anderen Salzen(Amonnitrat). Das Sprengen der Salze sei sofort verboten worden, man habe nun ein anderes Zerkleincrunqsverfahren, das derartioe Unglücke unmöglich mache. Geprüft werde auch die Frage, ob Prämien- und Akkord- arbeit im Zusammenhang mit dem Unglück stehen. Da gingen die Meinungen in dem Ausschuß allerdings auseinander. In der. weiteren längeren Aussprache kamen zahlreiche De- legierte zum Wort, die die Derhältnisie in ihren Betrieben schilderten. Das Prämien- und Akkordsystem habe eine große Treiberei zur Folge und sei die Hauptursache dafür, daß die Unfallverhütungs- Vorschriften nicht beachtet würden. Vorwürfe wurden gegen Ge- werbeauffichtsbeamte erhoben, die oft allzu sehr die Interessen der Unternehmer vertreten. Verlangt wurde ein Mit- bestimmunqsrecht der Arbeiter in den Berufsgenossenschaften, auch � müßten die Entschädigungssätze erhöht werden. Ein Delegierter aus ! dem Saargebiet erklärte, daß, seitdem die Franzosen an den Be> trieben interessiert wären, dort das Antreibersystem herrsche. Die gesetzlilben Unfallverhütungsvorschristen würden nicht eingehalten. Ein Mitglied des Betriebsrats des Oppauer Werks bezeichnete als Prämienarbeit: verschärfte Kontrolle durch die Auf- sichtsbehörden unter Heranziehung von Arbeitern aus dem Berufe; periodische Belehrung der Arbeiter über die Wirkungen und Gefahren der zu verarbeitenden Stoffe. Ueber den Gesetzentwurf zur Regelung der Arbeits- zeit gewerblicher Arbeiter sprach Verbandsvorsitzender Brey. Er zerstörte die Legende, daß der Gesetzentwurf den Arbeit- gebern zuliebe gemacht sei und die Aufgabe habe, den Achtstunden- tag zu beseitigen. Der Entwurf stelle sich grundsätzlich auf den Achtstundentag. Er lasse wohl auch Zlusnahmen zu, die aber teilweise schon bestehen. Es sei Aufgabe der Interessenten, dafür zu sorgen, daß keine Verschlechterungen eintreten. Der Ver- band halte an dem Achtstundentag fest. Der Vorsitzende stellte als Ansicht der Konferenz fest, daß die Arbeitervertreter alles wn wer- den, um zu verhindern, daß das Gesetz für die Arbeiter Ver- schlechterungen bringe. Das Thema„Die chemische Industrie auf d-m Weltmarkt unter Berücksichtigung der Entente" be- handelt« Bruns- Berlin. Er besprach die Maßnahmen der Entente gegen deutsche Werke. Auf Grund des Friedensvertrags versuche die Entente einen Teil der deutschen Industrie zu ver- nichten oder stark einzuschränken. Der Redner unterbreitete eine Entschließung, mit der sich auch der Bundesvorstand einverstanden erklärte und die besagt: „Die Konferenz protestiert auf das entschiedenste gegen die von der Entente-Presse neuerdings propagierten Zwanqsmaß- nahmen gegen die deutsche chemische Indu st rie, die immer wieder als eine ständige Bedrohung für die Nachbarländer und als eine ernste Gefahr für den europäischen Frieden hingestellt wird. Wenn die von einem Teil der Entente-Presse geforderten Eingrifse in das deutsche Wirtschaftsleben durchgeführt werden, so müßten fast die Hälfte der chemischen Betriebe still- gelegt und dadurch mehr als hunderttausend Arbeiter brotlos werden. Die fortgesetzten Angriffe gegen die deutsch« chemische Industrie sind sinnlos und lassen sich nur damit erklären, daß hinter vielem Treiben privotwirtschaftliche Interessen einzelner In- dustriezweige in den Ländern der ehemaligen Gegner stehen. Die Konferenz erklärt alle diese Verdächtigungen gegen die deutsche chemische Industtie schon deshalb für gänzlich hinfällig, weil die Arbeiterschaft der chemischen Bettiebe sich selbst mit allem Nachdruck jeder Fabrikation von. Kriegsmaterial widersetzen würde." Die Resolution fand einstimmige Annahme. Damit waren die Arbeiten der Konferenz erledigt. §ürs Weihnachtsfest üer Närzopfer. Auf unsere Bitte, für die Familien der Märzqefangenen eine kleine Weihnochtsspende zu bereiten, gingen bisher weiter ein: Langmann 50,—, Aulich 10,—, M. S. 10,—, Dr. med. Tischler 10,—, I. Kohlsdorf 10,—, K. Elsner 5,—, Schröder 11,—, H. Richter, Kaulsdorf, 25,—, Keppler 10,—, Buddin 1,—, I. u. P. P. 100.—, Fritz 10,—, G. u. E. Heinrich 20,—, Joseph Hecht 25.—, Willi Lorenz 20,—, Schwerdt 20,—, Angestellte der„Vorwärts"-Haupt- «xpedition 215,—, Dagobert Klöppel 10,—, Schriftsetzer W. B. 10,—> Sozialdem. Männerchor, Friedrichshain, 151,—, Küster 15,—, Ludwig 32,—, Angestellte der freien Hilfskasse 50,—, Böhm 25,—, Buchdruckerei O. Drewitz 211,—, M. H. 10,—, Iuliusburger, 10,—, Ursache des Unglücks die sehr starke Vermischung der Salze, die explodiert sind, mit Amonnittat, das sehr explosiv sei. Daneben wäre das Akkord- und Prämiensystcm mit schuld an dem Unglück. Als Ergebnis der Aussprache nahm die Konserenz einstimmig eine Entschließung an, in der die gemachten Dorschläge verdichtet sind und u. a. gefordert wird: Verbot der Akkord- oder stets wilirommen. Standke, Lankwitz, 10,—, Chemigraphen A. Scherl 54,—, Die Bäcker der Weinstuben Kempinski u. Eo. 40,—, Martha u. Robert B. 15,—, Paul S. 5,—, aus Einnahmen von Otto Brauns nachgelassenen Schriften 1000,—, Berliner Trinokel 10,—, Zuschauer dabei 5,—, Generalversammlung der Metallarbeiter, SPD.-Fraktion, 218,—, Summa 2433 M. Insgesamt 7802 M. Zahlungen werden auf Postscheckkonto 37 536, Vorwärtsverlag G. m. b. H., unter dem Kennwort„Märzopfer", in der Expedition des„Vorwärts", Laden, Lindenstr 3. im Sekretariat des„Vorwärts", Sekretariat der SPD., Neukölln, Iäqcrstr. 66, von 4— 6 Uhr, Vorwärtsspeditionen Neckarstr. 2 und Siegfriedstr. 28/20, angenommen. Die Quittungen werden täglich veröffentlicht. Genossinnen, Genossen! Gebt, was Ihr könnt, vor allem aber gebt rasch! Redaktion des„Vorwärts". Arbeitersport. Gründung eines Arbeiter�! nglerbundeS. De? In Breslau bestehende, über 400 Mitglieder starke Arbeiter-Anglerverein, der auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung steht, hat be- schlössen, alle schon bestehenden derartigen Vereine Deutschlands zur Gründung eines Arbeiter-Anglerbundes aufzufordern. Wir bitten alle Vereine, die die Notwendigkeit zur Gründung eines solchen Bundes einsehen oder sich sonst- wie dafür interessieren, sich an den Vorsitzenden des Breslauer Vereins, den Genossen A. Bukowski, Breslau X, Blücher st raße 21, zu wenden. Alle Parteiblätter werden um Nachdruck gebeten. Arbciter-Sckachklnb„Nordwest*. Ab 15. Dezember wird unser Spicllokal nach Gmdener Str. 23 bei Thnrling verlegt. Jeden Donnerstag, 7 Uhr abends, Spielabend. Daselbst jeden Sonntag ab 1l) Uhr freier Schachverkehr. Gäste 1815 ♦ BERLIN C ♦ KÖNIGSTRASSE ♦ SPANDAUER STR. Geoger MewnawtS VerSaM 'Damen kteidung Blu»e».gMtreiftB»o9,(» hat. I.od J>ochge«chL40."" K.lei NjtXlCOtJOCXJOÜOCWOO■* \ Theater» Iii OOOOOOOO 0 OOOOOOOOOOI Opernhaos Pidcllo 7'), Uhr »tele usw.! Scbauspieilaas Othello ___ 7'/, Uhr Deatsch. Theat. Louis Ferdinand Prinz von Preußen Donnerstag 7 Uhr; Ein Traumapiel Karamerspiele - Uhr: Oer Huhnerhoi Uo.S: Der Hfihnerhof VoSKsbfihne 1 heater arrj Bülewpiatz TUhrKSaiglear Lesslng-Theat. Heute und morgen 7'/»' Wenn wlrToten erwachen Freitag 7: Peer Cynt Sonnab 3'/» kl Preise: Pitzlliltz— abends?>/, Spielereien ein. Kaiserin Allabendlich VJ%: Der heilige Ambrosius (Max Adalbert) Or.Scbanspielb. Trianon-Theat. (Karlstraße) 7 Uhr; Götz von verlieh Ingen Donnerst. 7 Uhr: GBtz von verliehingen Theater I. d. KOniggrätz.Str. Moskauer Künstler-Th. 7 Uhr; Onkel Wanja Komödienhaos 7.50 Die Fahrt Uh'-||ns Blaue Glässner, Richard, Engl, 'Tdckl, Sticda, Oernburg Berliner Theat. Täglich 7.30 Uhr: �rtnsQffin FrltziMassaryaG, l-aiph Arthur Roberts. Pcpl Zampa, Hb. Klper llesIdenzTheat Täglich T/j Uhr: Das weite Land r riesch, Korfl, Schroth, Klein. Posplschil, Har-t, Schönield, Fürth. Sbd 4 Uhr, kleine Pr.: Max und Moritz Kleines Tbeater Täglich 71/, Uhr: Jaqaeline Rosi Bertens, Carola Toelle, J. Falkenstein, Wersmeister, Albers Bern. Mamelok Sbd 4 U kleine Preise: Schneewittchen Täglich TS Uhr: KOmiicre Dict am Amelie! .imburn, Burg» Flink. Wasa, Bendow. Sandt, Chandon Freit 16.Dez., 7 U. z. I.M, Frau Gittas Sühne Sbd. 4 Rotkappchen lubr Theater uhr b 1)lr. dam. Klein Die Sensation Berlins Frau Luna | Große Ausstatt Operette von Paul Llnckc mit dem |firigoiatis-| kft-Balieti Oskar Saboal Eise Berna Hartin Eettner zi Aren zSteidi |9amen-l r Ballett!« Cenlrai-Theater -'/.u.- Detektiifmädel Deutsches Opernhaus 7v.u. DieBoheme Friedr.-Wilholmst. Th. 8 uhr; American Girl Intimes Theater ? Uhr; Die Spelunke Lauf doch nicht immer nackt herum Klein. Schauspielhaus 7i/i u.: Reigen Luatsplelhaus 8 Uhr: Hahnenkampf Slttl. Porderuns Metropol-Theator �D.StraBensängerln Neues Operetten-Th 8 uhr; Königin liJacbl Neues Operettenhaus Schcnebg., Hauptstr. 144 8 Uhr: Einmal kommt die Stunde Neues Theater am Zoo u'�Jas ileuiscbeleiti Neues Volkstheater 7>/.uhr; Die Wildente Schiller- Th Charlbg. 8 Uhr: Nora SchloBpark-TH Steglitz 7',. uhr Das Konzert Thalia-Theater Jh?; Schäm' Dich, Lotte Theat. am Nollendorfpl. 4: Schneeweiß u.Rosenr. u:* Die Ehe Im Kreise Theater des Westens 4 U.: Hansel u.Gretel uhr' Braut d.Lücalius Th. i d. Kommandant S!r (Jüd. Künstl.-Th.) 7';,: Jankel der Schmied Wallner-Theater iv, unr; DieTanzgrälin Walhalla-Theater M/�Firlef.d.Puppendokt. us: Jung muß man sein ARose« Theater) 7Vf Uhr: Biederleute dazu Oadebeniilizoniio Die große Revue Keine Bilbne der! Welt bistet soi- ehe Pracbtans- statt.nlani.h;- rühmt. Darsteil. Admirals-Palast B75 )>/,; Die roten Schuhe Iml• Max Landa Bruno Kastner ! Sascha Dura j Wilh. Hartstein| Franz Graß P.WestermayerS iL. Werkmeister[ Oamen-S Ballett il Vorverkauf j ununterbrochen j CIRCUS BUSCH Töi.71/a,Stg.anch ZU Ein vollständig nenes Vorprogramm außerdem das ind Manege-SchaustQck D.Hchlanfi:e d.Durga V»- f.Wcrth.u Zirkk FÖLIESCAPSICE tinienstr. 132 Täglich 8 Uhr: Sonntag V,4 Uhr; Die Schiffbrüchigen (zu kleinen Preisen) Variete-Spielplan Rauchen gestattet RelchshallcnThcater Allabendiicn 7V,Uhr u. Sonntags nachm. 5 Uhr Stettiner Sänger Nachm. hal ePr. Freitag, d.l6.Dez. Weihnachts-Be- nellz fürd. Mitglieder. Dönhoff* Brettl I Anfang TV, Uhr Casiao-Theater LoihrIng.Str.37 Tägl.7'., Der neue Schlagerl 7'/, Uhr: iliesen-Weibnacbts- Splelplan: Volksstück in 4 Aufz. Sonntag 3V, Uhr: Martins Abenteuer X&O |Till.jäK M Persönliches K J Auftreten! JSylvesterL Schäffer 1 sowie der grosse[ varidiä-Spielplan VorverVaut 1 1 2 f~ Berlin W'Tf Theat a. Kottb.Tor TeLMoritz.I«f77 lägLT'/jUbra. Stfl nachm. S U Elite-Säogsr 10 y seren! wih! Somit! Rm.haib.Preisi! S5oft.ll-l,/,u4 6 'ieBWli lijCOBe Äuswahl j preiswert S. Zttßliinaiöal j S,nurWallstr.72,SvilIeI- mar», nur Ed« Senbrlftr.. I und NikoIsburgcrPiaz z. Alte(5lrppd«d«n werben aufgearbeitet. versag Dftiepen Our�i Sie Auchhanvlung Vorwärts Berlin SBV, linden str. 2 Dukaten-Oold 900 gest 14 karat Gold 5S5 gest. 8 karat. Gold 333 gesL Stück von 38.00 Mark Trauringe� Stets vorrätig am Lager Trauring-Fabrik Minoga Berlin O, Grüner Weg 69 Telephon Alex. 2430 Filiale t BERLIN S. Dresdener Straße 31 M' \ fipetial-A ryfjebof: PerMeösa' Margraf& Co, Xanonierstrascc P Tauentzienstr. JSa beim Einkauf vor Brillanten Platin-, Hold- nnd Silber- Bruch Uhren Zahngebissen Ketten die führende Firm: Juwelier H Wiese Artitleriestr, 30 releph. Nord. I03C 3 Minut. v. B->hnh Friedrichstraße Warzen n. Leberfl.(L ._» Sibirischer»rezzfuch», selten schSn, 478, prachl- osller trlderfuch» 878, außerdem Aiaskafuchs, , Llaufachs dillig verkäuflich. chOldMAIIN, Alexaudrinenstiaßo 4411. Eck« Rommandanten. llraße.__• Rrenzfuchs 575�, Sllbcrjudis SOO,—, ech- ter großer Stunks- kragen ol»,—, Herr- licher Blauwolf-Opof- sumtragen. Geige, Brüderstraße gg ll, Schloßplatz, kein Laben. Weihnachtooezlanf. Anzüge. Achiüpser. AI- fter, elegant« Damen» mäntel, Rreü-füqse 378—1200. Rieseuaus- wähl in allen Artikeln und Preislagen. Reine Lombardware. Leihhaus, Boxhagener» »traße 47, Lichtenderg. Rreuzkllchse, Alaskafüchse, Silberfüchse. Skunkse. Sämtliche P-lzarte» Hälfte hetabg-f-tzte spottdil- lige Sommerpreife. Reine Lombardware. Leihhaus Sioseiitbaler. tor, Linienltraße 203:4. Ecke Nofeniholerstraß«. «ettwäsch« billig! g Sonder-Berkaufotag« » staunend billigen Preisen l Deckbeltb»» züge v«n 88,—, Rissen 27,-, Bettlaken 56,-, Prima Inlette, Wä- scheftosfe, chiMtli kon» kurrenzlosi Gelegenheit ausuützeni Diese Woche»us alle Waren 5 Prozent Rabatt. Wäschesabrik Stumpe u. Jäger, Landsberger- straße«chtundaditzig. Etadtbeisniite», g jk. tM Hettwäsche-Spezial» geschaft._• »ettwäsch« billigte eis überall. Deckbett» bwttg 88,—, Rissen 28,58, Laken 57,—, fertige Inlett« 148,—, einzelne Landtücher von IS,— Mark an. Tischtücher, Bäichestofse, Handtücher, Damaste enorm herabgesetzt für den Geihnachtsbedarf. Borzeiger diese,»us alle Einkäufe bis n.jlt. 5 Proz. Weihnachts- rabatt. Berliner Bett» wo»lefabrik, 6-usscc- straße achtundachtzig (Haltestelle Liefen- straße). Größte Spezial- sobetk mit Detailverlauf. Geöfsnet bi» 7.• Illst-r, Ameeil. Opossum- Raglan, Schlüpfer. Kragen 275.— M.. große Auswahl, von Op°lfum- Manschetten, 250,— an. Anzüge sehr Herrenpel, kragen 55.—. preiswert. Blonder. Herrlich, Rreuzsüchse, Alexandrinenstraße 62, feiten groß. 475,—. Ecke Dresdenerstraße.• Prachtvolle.hochmoderne, —--- jRatzenjacken spottbillig. QnjfiQC/ Gummimäntel. Hosen, TutawatzS, Gehreck» anzllge, Ulster, Paletots, Schlüpfer noch zu alt-- fpottbiiltgen Preisen. ffriodens- stoife. Rein« Lombardware. Leihhaus Bs» fett;-ale-tsr, Linien- straße 203)4, Ecke No- senthalorftra»,.' Staunenervegenbl Rotfüchse 60, Rreuz» Mchse 78 Mark an! Alaskafüchse! Gilder- süchse! Fodelfüchso! Skunisel Iltis sowie all« anderen Pekzarteu! Rein« Bersatzwarenl Alle» zu bedeutend her» abgesetzten, spottbilligen Sommerpreisen I Spezial- Pelzverkauf im Leihhau»! Warschauer- straße 7._• Spottbillige Pelzwaeen. 1 r" Pelzkragen uud Mus-' I Hobel fen, Opossum, imitiert. jetzt nur 08 Merk, Rreuzsüchse nur Mark usw., Herren Pelzkragen nur. 63 Mark, Damen-Peiz- Mäntel, Pelzhüt«, Peiz besätz« und all»»nee- re« P>' lich f Preisen. Spezial-Pelz warenhau», Eharlottsn- burg. Wilmersdorfer elzwaren an wirb stauneOG�billigen Schlaszimmer 135! jebor Größe, einfacher und«legontefter Ausführung finden Sie nach in reiche« Auswahl zu soliden Preisen in der Gchiof- zimmeB-Spezial-Fabrik Han» Henkel, vurg- siraße 27, Bureauhau« Börse. Rsstenlose La- aus beliebig» 'I r»» Itaufgezuede Rlavisrschul«, Harnsnium,»ielixMt, Sie Anzeigen �enrma.U* bis A'/z Uhr nachm Haupt-Expeditian des Varwärts, Berlin S» 68, Linder ' akeeteben werden, fieällnet van»Uhr IrDh bisSUhrabend ■ Näherinnen bürg, Wilmersdorser gerung auf beliebig Straß« 113)114, ho«. Zeil. 110)20' Rreuz-, silbee-, Alaska� füchse, LNossumkragen, selten schöne Exemplare, zu spottbilligen Preisen. Gelezenheits- kaufe: Anzüge, Ulster, Paletot», Schlüpfer aus erstklasstgen Maßstosfen in prima Verardeiiung. Reine Lombardware. Leihhaus Friedrich- straße 2, Hallesches Tor. parterre, zweite» Hau« von der Rantstraße. Ununterbrochen geois- net von»—? Uhr._ ch Teiben-Plüschmaniel 555,00 M., gufallskouf, Astrachonmantel 335,60, Tud)mäntel, Modsllneu- heiter, fslauschmäntel 148,60. Rallweit, Ehar. lottenburg. Bismarck» straße 5g 0._ Schlüpf», Anzüge, Paletots�Eutaway» aus prima Maßstoffen f»- lange alter Vorrat reicht, bis 50 Prozent Ersparnis. Goldmann, Alexandrinenstraße 44>1, Ecke Rommandanten. straße. Ehaiselonane 160,—, Chaiselonguedeck, 78,-. Metall- betten 160,—, Rindee- drahlbelt. Meine, Au- gustsiraße 32». Liier- gedüude.___ Aus Teilzahlnagl Mbbel, Poisterwaean. S. Geau, Berlin. Dried» richätraße 7(Nähe Belliallianeeplatz)._• Rreuzsüchse 160�-1 Viele Gelegenheiisköuse. 'chestr. 10, 2 Trep» «.askaistchie�lbe�obel.- Näh. Bäuerischer. 1 Vadensi süchse! Silbersuchsel vtn>?i( Stunks! Opossum! Herrentragenl Auzügei i Auf Teilzablung .�»Ibwarenl! Herrenanzüge, Cut- Riesen- Weihnachlsver. j awau, Ulster, Schlüpser. kam zu staunenden! Moderne Maßarb-ii. Spottpreisen!(Reine i B-aueme, diskrete Ra. Bersatzivare.)� � Pfand, tenzablung. Leiser leihhausi Schönhauser- Gottlieb, Nollendorf- All-, 115(Ringbohn- ttttaße 22», Nähe Rollen- Hochdahnhos Ziordring).) dorsplatz. Geöffnel Glpsel de« Billigkeit! Aussallend billiger Weihnachtsverkaus.Peiz- warenwegner, Polsba» merstraße 43. Mehrere hundert neue, echle Pelzwaren. Reine Bersatz- waren. Damenpelzkra- er, Damenpeizmusfe» 8,00 an. Rreuzsüchse,' Seesüchse 195,00 an. Robelfllchse, Blaufüchse, Siiberschakale 295,00 an, Silberwölfe, Silberfüchse, Ekunkskragen, Ekunlsmufsen, SIu»!s» opofsum. Nur einmalige Gelegenbeit: Sportpelze«75.00 an. Gehpelze, Damenpeiz- Mäntel, Damenulster 250,00 an, Damenraglan 350,00 an. tmenanziige 500,00 an. errenulster 850,00 an, Herrenraglan 450,00 an, Herrenfportkragen 125,00 an, Herreulchal- kragen 195.00 an, Herrenaustralopossum» schalkragen. Viele» ander»,» Achtung! Edelmarder» Cape, j�, Norden- Ladüra'ß- Prachtstück. nerkaufl 47)48. � Aeilzahlnng. Einzelne Mboel, ganze Einrichtungen, farbige Rüchen in seliener Auswahl, bsquemst« Wahlweise bei kleiuster An» und Abzahlung, ver- kaust Möbel» Cohn, Große Frankkurter-* straß» 98(8 Minuten vom Alexanderplatz), Jaheeabankaus, Linisnstrag« lg. 14gR' GckallvlatteiL, alt«, zerbrochen«, Rila-, gramm 27,—, Platten-� Umtausch. Bange, Bergmannsiraß« 15 sRreuzberg)._ 878b» Gliibstrumpsasche kauft«lllmel. Msasse». stgaße 26» U_• »nbaliisu, »chönhauser Ritherschula. Ackee straße 8». 8t Taghemden»ab ei:: kleidet(Zickzack- ülle« 186. Uhr. Verschiedenes Schallplatte», Walzen, alle, kauft Metallkoniar W. Zahn. Alte Iakobstraße ltzi (Hallesches Dar). 105R' Nähmaschinen. edrauchte, tauft zu ' m Preisen Schleper. Wilmersdorfer» straße 56/81._* Aettrauensvoll, Auskunft, Arz! zur Stele. Hebamme Opitz, Neue Rönigstraße 87 (Alaxairderplatz). maschin«)«ehalten au- ßer dem Heus« fast Beschäftigung. bunten vau 8—1 A. Äettheim, Seanien- � straße»L-_____ I Strohhutnstherinnen sucht Wilhelm Pvllack, Damenhutsabrii, Berlin SO. 16, Röpenickee. sttaß« 8»)». 78/8 Erfinde«. Patentbureau Packschee, Gertraudtenstraß, Ii. Ientrum 7800. lOIR» Berteauensvall» Aus- luaft, gewissenhaft. Zrau Ehm. Hebamme a. D.. Stargarberftt. 78. Rugellagea, M-gnete, Vor) .rgudteszan kaust � Reinickendorferstraße Hof parterre link». Onterriebt preiswert Schauspiele riu. Osserte» unter die. 824 Rudolf Messe, Schönhauser Alle« 144. Sardinen noch spoflbillig. Bei Weihnachtseinkaus«in Tifchläufer gratis. 2 47)48. Möbel werden leurerl Verkaufe noch zu alten Preisen. Bar- oder Teilzahlung. Rlemste An» und Abzahlung. Rüchen. weiß und bunt, Wohnzimmer, i Schlafzimmer. Speise- Mark, zweibettige Titll- ��mer, einzelne Mö- decken, Etores. Madras- � M. Gekaufte Möbel gard.nen, Meterware.- ,jjnnen unbegrenzte Gardinenhau» Schön--s�j.)<>?,«», o«- ' Länl'~ bardinenhau» hauser Allee 102. Spottpelz, neu, hochmodern, verkauft preiswert. Osser- teu unter!>>-. 822 Rudolf Mosse, Schönhauser Allae 144. 79)4 verkaufe billig«rstklasstaen Geh- rockanzug, Iackettanzug. lagern. dndwehr. Müllerste. 7 lWeddingpIatz). Einzelmöbel. Romplette Iimmee, Chaiselongue», Rllchen. Bar- sowie Teilzahlung. Svottbillia. Wenger, Marstliusstraße acht (Alexanderplatz). ArdeilsDsrtl Asltere.erfaiirsne Dreher fcfsrt gaaucht. iärger.ikt-Ges. Krautstr. 52 Stelieaaii liebste Heinrich Maurers Labewärtee, »eich»« mit Balleeiem und Umformer Bescheid weiß, stellt»in Auta» bau-Sesrllfchast, Ofener- straße 4)8._ T«1 I Melillmec nach geichnun, sucht Bnlin$». 29 Ortgmaansfeaiz« 102 Prival-Zuschneideschule I SCdifi« VauWsssee Alexanderplatz(Eingang- für Blea!» Rönigsgraben). Tages Abendkurse, Herren Damenschneiderei, Wä- sche, Putzkurse, Schnitt- zeichnen, Ruschneiden. Rähkurse. Schnittmuster. Schee ibnaterrichf, Slenographie.Maschine- schreiben. Buchssthrnng, Rechnen. Schriftverkehr, Richtigschreibe». Rauf- männische Prlvatschiile Georg Grunow. Belle- allianeestraß» 166. Anmeldungen iederzelt.' Raufmönalsche Privatschule Hugo Strahlendorff, Spittel- markt, Beuthftroße ll. Buchführung, Rechnen, Schriftverkehr, Schnell- nk-- m Eutawananzu Schlüpfer, Hose. garten, Prinzenstr. 83- isll«>aat»ss«l, Händler, Hausterer billigst. Lubomer, Era»- mrip straß, illi, Moabit. iianzug, � i. �...» schönschreiben. Deutsch, Paletot,,! ii!I5lll.ll�l5IIMIlllS 1 Rurzschrift(Stolze- W-'n- I I Schren). Maschinen- schreiben auf allen ge- bläudslichen Maschinen, Piano», Zlügel, neu und gebraudii, Eelegenheitskäuf«, Zeil- Uebungsstunben, Dil- tatstunden. Lehrpläne urrentgeUiich.» oarbeiten sofort gesucht. August Teudec, ssriedrichsfclde, Fried» richstraße 37�8. 7922 Zuschneiderin. perfekte, für Rinderhlli- che» zum sofortigen gintritt. Weinberg, Reue Promenade Z. � Maschinen-Sraveurlu, perfekte, sofort gesucht. C. Lindström. A.-G., Berlin SO., Schlestsche- straße 26, 695b MWales- EvllHler illr Offendadier»,, Wuttig- und Pier» | fpinb-er■ Automat bei günstigen Ar- beilsdedlngungen zu iocaitigem Ein-! tritt gesuchl Erdmann& Oroß| Rittersir II.« Bohrwcrksdreher»i Karnsselldreher Werkzeugdrchcr»«b ährttsEr � ritt aesnchf SReBümaett i« Einstellungsdurean. i Ii) lionale Ad(iuobii-G«S8llsehsiU A.C. l Berlin- vberschönrweibe, Ostrubstr. 1- 5 i SerllöeiighAttes m die uitt«ieklr-«alzbadoi»!-. und Gos-Muffel- ofan pettranl sink,»erden zum sof Einir.-.t ge! Meidunge» wi Eialtellungsbureau. Usllsollle Alliswübil- llesöüse sll L G. »«Iia-OaerschHuatsoi»», Osten dstr. 1—8 Hl evlslonsmonteiire | Telafonmonliiire rnid Mechaniker'■ für Selefanapparatt(»fart bei hohem Lohn! »esuch.l Schri'tliche Angebote mit Angabe, der bisherigen Tätigkeit an:, ßlietaisclie lelelOB-Ccsellschaft; _ DOssskdorf lNOhrhahM 34-38, ssmsmsmsstsMSSM; Frauen oder Männer «um »WÄIW gesucht Meister(Vertreter) für Kupferschmiede. Erstklasstger Fachmann nur dem Gebiet» de» Apparatebaue» illr die Erzeugung oon Sauerstoff und Stickstoff. g-itz Süder und gebiidet im Berkehr mit den Ai-.geNcllten und Arbeitern»nd vertraut mit dem modernen Lohn- uud AtkordMem sowie der nence-tl. Betriebsorgailisaiion, de! hohem Gehalt sofort für Berlin gesucht. Off. u. Im. 0. 363 an Kndolt Mosse. Bctlln SW IB. Cüüüfiei NLS M bÜMiWr. 42 »31� ilaBntl. 1?» viatzi ZmmLvvelMsir.z Nsrtüsslr. A Mm. ü„ >Msdv«ttW SSövevelg. 8ä: