nc.598 ♦ ZS. Jahrgang Ausgabe A Nr. 302 Morgen Ansgabe Bezugspreis: BicrteljätzrU tS.— M.. monotl. 15,— SJt frei w» Haus, vorous zahlbar Polt- bezug Monatlich 12,— M. einschl. A» ftellungsgebühr. Unter Kreuzband sür Deutschland, Danzig, das Saar- und Memelaediet. sowie dl» ehemal» beut- scheu Gebiete Polen», Oesterreich- Ungarn und Luxemburg 25,— M. sür da» übrige Ausland 32,— M, Post- bestellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn. Tschecho- Slowalet, Däne- warb, Holland. Luremburg. Schweden und die Schweiz, Der„Borwärts" mit der Sonntag» beilage„Poll und Zeit", der Unter- hallung»deilage �»eimwelt" und der DeUaae.Siedlung und Kleingarten" erscheint wochcntaglich zweimal, Eon»- tag» und Montags einmal. Telegramm- Abreste: „SojiaUietBofcal Bctfltt" Bciituci' Bolliftlilsitt (50 Pfennig� Anzeigenpreis: Die zehngespaltene Zionparelllezeile lostcl 7,— M.Uleine Anzeigen- das ietlgedrnckte Wort 3,— M. lzu- lässig zwei tettgednukte Wortes, jedes weitere Wort l,5i> M. 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Ein Sonderberichierflatier de»»ZNanchester Guardian" in London schreibt zur Frage einer englisch- französischen Allianz mit Deutschland, von französischer Seite verlaute, dah Briand seine Politik im Prinzip festgelegt habe. Der französische Premierminister sei nach den letzten Beratungen Louchcurs mit Lloyd George und hörne zu dem Entschluh gelangt, daß die britische Regierung bereit sei. Frankreich gewisse finanzielle Zugeständnisse gegen das Versprechen von Seiten Frankreichs, dem großen Plane Lloyd Georges für den Wirtschaft- lichen Wiederausbau Europas unter Einschluß Deutschlands und Rußlands keinen widerstand entgegenzusehen, zu machen. Briand werde Lloyd George als fundamentalen Grundsah uulerbreiien, daß die wirtschaftliche Seite der augenblick.ichen Lage solange zurückge- stellt werde, bis die englisch-französische Politik aus eine endgültige Grundlage gestellt werde, mit anderen Worten, Briand werde Lloyd George fragen, ob er irgendeiner Art von Bürgschaft für die Sicherheil Frankreichs zufsimmen werde, da bei einer solchen Bürgschaft Frankreich weder in der Frage der Landabrüstung, noch der der U-Boote und auch nicht in den Beziehungen Frankreichs mit Deutschland Schwierigkeiten begegnen würde. Die Frage, welche Gestalt eine solch« Bürgschaft annehmen soll, sei während der letzten Wochen sowohl in Paris als auch in London erwogen worden. Es werde seht erklärk, daß die Schrvlerigkeiien, die zwischen Frankreich und Großbritannien heuptsächlich infolge »hrer Haltung gegenüber Deutschland bestehen, gelöst werden durch eine Ausdehnung der Entente zwischen England und Frankreich auf Deutschland. Irland soll während der letzten Woche tatsächlich sondiert worden sein, ob er ein Drei-ZNächle-Abkommen zwischen Frankreich. Großbritannien und Deutschland, worin sich zwei Parteien bei einem Angriff der dritten Partei Unterstützung zusagen, als eine wirksame Bürgschaft für die Sicherheit Frankreichs ansähe? Bach dem Berichterstatter des„Manchester Guardian" verlautet von französischer Seite, daß Briand geneigt sei, den Gedanken eine» Einschlusses Deutschlands in Envägung zu ziehen, während, wie der „ZNanchester Guardian" selbst meint, die Absicht der Fran- zosen anscheinend ist, zunächst eine grundsätzliche Entscheidung über die allgemeine Frage der Sicherheit Frank- reich» herbeizuführen, bevor man sich über die Erörterung der Reparalionssragen unterhalte. 3u britischen Kreisen bestehe die Ansicht, daß ein Uebereinkommen in der Repa- ralionssrage die natürliche ZNethode sein würde, um den Weg für ein Abkommen in den anderen Fragen zu ebnen. Wir hätten diesen geradezu märchenhaft klingenden Auslassungen keinen Raum gewährt, wenn sie nicht aus einer Quelle stammten, die durchaus ernst zu nehmen ist. poincarss Scharfmachereien. Pari», IS. Dezember.(WTB.) Poincare beschäftigt sich im „Matin" mit dem„b e t r ü g e r i s ch e n, B a n k e r o t t Deutsch- l a n d s" und meint, jetzt sei es genug. Jetzt müßten die Alliierten sagen: Zahlt oder wir nehmen unsere Garantien. Einen Zahlungsplan abändern, der in das Ultimatum hineingeschrieben und eben dadurch ein wahrhafter Vertrag zwischen England, Italien, BelgKy, Deutschland und Frankreich geworden sei, das hieße, durch Zufamenhanglosigkeit sich ins Unbekannte führen zu lassen. Die Gelegenheit, die der schlechte Wille Deutschlands biete, müsse von den Alliierten ergriffen werden, um die französische These des Richtlaufens der Befahungssriflen am Rheinufer annehmen zu lassen. In zweiter Linie aber müsse der Garantie- ausschuß sich in die deutsche Verwaltung einmischen können. Briand habe jüngst im Senat gesagt, daß Deutschland be- zahlen könne, und wenn es nicht bezahle, werde es sich in den Zustand des betrügerischen Bankerotts setzen. Das aber sei nach dem französischen Strafgesetzbuch mit zeitlicher Zwangsarbeit belegt. Werde man nun Deutschland als Schuldner mit größerem Wohlwollen behandeln als die eigenen französischen Volksgenossen? Die von Briand ausgesprochene Verurteilung müsse eine Sanktion nach sich ziehen. Ein bemerkenswertes Urteil. Bor dem französischen RNlilärgericht in Landau stand der Rolar vudenbender in Landsluhl unker der Anklage, an der Orgesch-Orgmü- sallon, der Psalzzentrale und an sür die Sicherheit der Besatzungs- truppen gefährdenden Organisationen beteiligt gewesen zu sein. Das französische Kriegsgericht hat Budenbender freigesprochen, da ihm eine Beteiligung an der Orgesch nicht nachgewiesen werden konnte und seine Tätigkeit in anderen Organisationen sich nicht gegen die Sicherheit der Bcsahungstrnppcn wendete, sondern gegen die französischen Durchdringungsbestrebungen und gegen die Tätigkeit der rheinischen Separatisten und Sonderbündler, was nicht straf- bar sei. wo der Völkerbund regiert... Saarbrücken. 19. Dezember.(MTB.) Nachdem bereits 25 Be- amte des Berforgungsamtes ganz plötzlich entlassen worden find, sollen nunmehr 25 Proz. der Beamten der Postverwaltung der deutschen Regierung zur Verfügung gestellt werden. Es heißt, die Regierungskommission erkläre ganz offen, die beut- s ch e n Beamten hätten im Saargebiet keine Aussicht aus Beförde- rung. Die Ersetzung älterer Eisenbahnbeamter durch jüngere wird damit in Zusammenhang gebracht, daß hauptsächlich die deutschge- sinnten Beamten Andersgesinnten Platz machen sollen. Die erste beaegnung Sriand-Llopd George Rußland kommt zuerst dran. Pari». 19. Dezember. swIS.) Der S onderberlchterstakter der Agence havas in London meldet: Die erste Zusammenkunst Lloyd Georges mit Briand wurde um 1 Uhr nachmittags beendet. Die Besprechung war sehr herzlich und betraf Er- wägungen allgemeiner Ratur der welkwirtschaftlichen Lage und die hauptsächlichsten Fragen, die den Gegenstand der Besorgnis der beiden Allnister bilden. So wurden besonder» das Problem des welk- wirtschaftlichen wiederausbaue» Rußlands erwähnt und das der Reparationen. Verschiedene Lösungen wurden ins Auge gesaßt, besonders bildete die angebliche Za h- lungsunsähigkeit Deutschlands und der Zahlungsbelräge vom 15. Januar und 15. Februar den Gegenstand regen Interesses. Eine Entscheidung wurde in der Angelegenheit nicht getroffen, der Meinungsaustausch soll sorlgeseht werden. Loucheur. der im Ansang Briand unterstützte, begab sich während der Besprechung mit dem Schahkonzler Roberl hörne in das Schahministerium, um sich mit ihm uud den britischen und französischen Sachverständigen über das Programm der lausen- den Besprechungen zu beraten. Lloyd George und Briand einigten sich über die Rolwendigteit. einen endgültigen Plan sür die verschiedenen zu lösenden Fragen und die Lösungen, die wohl daraus hervorgehen könnten, aufzustellen. Loucheur erhielt dann den Auf- trog, dieses Programm ouszuorbelteu. Er arbeitete daran am Rachmlttog mit den Sachoerstöndlgen. die ihn bcglelleten. Zwelsellos wird er eine ganze Anzahl Anregungen beachten, die au» den allgemeinen Lekrachtungen von heute vormittag hervorgegangco siad. Diese Anregungen werden von ihm der Prüfung des englischen Schatzkanzlers und feiner Sachverständigen unteibreilel. denen er sich mit den französischen Sachverstävdigea in einer Versammlung anschließen wird, die im Laufe des Abends gegen 5 Ahr stattfinden werde. In britischen Kreisen schieb« man Lloyd George die Absicht zu an erster Stelle die Fragen des russischen Wiederaufbaues zu sehen, da er der Ansicht ist. daß dieser wiederaulbau. wenn er verwirklicht werden könnte, einer der wichtigsien Taffache« für die RezÄung de» weltwirtschaftticheo Gleichgewicht» der Welt seiv würde. Die Domänenpächterfrage. Verhandlungen angeordnet- Französischer Schiedsrichter Berlin, 19. Dezember.(WTB.) Die dem deutschen Botschafter in Paris von der Botschafterkonferenz in der Frage der Domänenpächter und Ansiedler in Polen zugestellte Note lautet: Herr Botschafter! Durch Ihre Schreiben vom Z. Oktober, 3., 9. und 30. November 1921 haben Ew. Exz. die Aufmertjamkeit der Botschasierkonserenz aus gewisse Maßnahmen der polnischen Re- gierung in bezug aus die Ansiedler und Pächter deutscher Ab- stammungstammung, die 495 Grundbesitz in den ehemals preußischen Gebiet Polens bewirtschasten, gebracht. Die Konferenz hat die in den verschiedenen Schreibe erhobenen Einwände geprüft. Sie ist der Auffassung, daß die Frage zu jenen gehört, die gemäß Artikel 92 des Vertrages von Bersailles zwischen beiden Regierungen im Wege unmittelbarer Verhandlungen geregelt werden müssen. Da es indessen schwierig erscheint, daß beide Regierungen freiwillig und schnell zu einer Verständigung kommen, ist die Konserenz der Meinung, daß es angebracht scheint, die Bollmacht tes Herrn Atphand zu erweitern, der früher von den Mächten dazu bestimmt worden ist, beiden Parteien im Falle von Meinungsverschiedenheiten seine guten Dienst« zu leihen und ihn bei diesen Verhandlungen mit der Rolle eines Schiedsrichters zu betrauen. Unter diesen Umständen hat die Konferenz beschlossen, beide Regierungen einzuladen, sobald wie möglich in Verhandlungen die Fragen der Lage der erwähnten Ansiedler zu regeln und Herrn Alphand im Fall«, daß Uebereinstimmung nicht erziest wird, zu beauftragen, die Rolle eines Schiedsrichters zwischen den Parteien zu übernehmen. Weiter ersucht die Konferenz die polnische Regierung, bis zur Regelung der Meinungsverschiedenheiien auf jede Maßnahme zu verzichten, deren Ergebnis sein würde, die gegenwärtige Lag« der«rwähmen Ansiedler zu ändern. krassia hat nach einem Londoner Berüfungsurteil keine diplo- matische Immunität in zivilgerichtlichen Verfahren. Diese Enffchei- dung ist gefällt worden in dem Prozeß eines Textilhauses gegen Krassin. Bielleicht wird noch dos Oberhaus in letzter Instanz zu ent- scheiden haben. Die örei Fragen. Obwohl an amtlicher Stelle über den Zweck der neuen Londoner Reise Walther Rathenaus nichts Bestimmtes zu er- fahren ist, so liegt doch die Vermutung nahe, daß der offiziöse deutsche Unterhändler dort auch Gelegenheit haben wird, die- jcnigen Fragen zu erörtern, die die Reparationskommission in Beantwortung der deutschen Note an uns gerichtet hat. Es sind dies bekanntlich drei Fragen, die scheinbar einfach und klar sino, deren Beantwortung aber teils sehr schwierig ist, teils sogar zurzeit fast unmöglich sein dürfte. Von diesen drei Fragen ist die erste, die sich auf die genaue H ö h e des Betrages, den die Reichsregierung bei den zwei nächsten Terminen zu leisten imstande wäre, v e r- ihältriismäßig leicht zu beantworten. Die deutsche Note sprach von 150— 200 Millionen Goldmark. Gewiß liegt zwischen diesen beiden Zahlen ein nicht unwesentlicher Spiel- räum, und das Interesse der Reparationskommission nach einer genaueren Festlegung ist an sich begreiflich. Indessen müßte die Kommission selbst bedenken, daß nur die erste dieser beiden Noten, nämlicki die vom 15. Januar, eine fixe Summe darstellt(500 Millionen Goldmark), während die zweite, die aus den 20 Proz. Ausfuhrabgabc zusammen- gesetzt wird, variabel ist. Eine solche bewegliche Summe läßt sich aber, zumal acht Wochen im voraus, nur bestenfalls abschätzen und so erklärt es sich, daß die deutsche Note einen gewissen Spielraum offen ließ. Im übrigen sind die darin angegebenen Ziffern das Ergebnis gewissenhafter rech- nerischer Prüfungen bzw. Schätzungen der zuständigen amt- lichen Stellen gewesen. Diese Schätzungen sind unter Anfüh- rung der entscheidenden Belege der Reparationskommission bereits gelegentlich ihrer Anwesenheit in Berlin Ende No- vember mitgeteilt worden. Es ist selbstverständlich, dah ihr auch fernerhin diese rechnerischen Feststellungen auf das Ge- naueste und Gewissenhafteste unterbreitet, werden und daß diese izeue Rückfrage durchaus loyal beantwortet wird. Biel schwieriger zu beantworten ist die z w e i t e Frage des Wiedergutniachungsausschusies nach der Dauer d e r �Zahlungsunfähigkeit Deutschlands. Eine solche ' Anfrage ist um so eigentümlicher, als sie von einem Ausschuß aufgeworfen wird, von dem man annehmen müßte, daß er aus den besten Wirtschoftsautoritätcn der Ententeländer zu- sammengesetzt ist. Wie kann man eine bestimmte Antwort auf eine Frage geben, deren Boraussetzungen abso- lut ungewiß sind? Die Dauer der gegenwärtigen Zah- lungsunsähigkeit Deutschlands hängt ja in erster Linie von zwei Zukunftsmomenten ab, nämlich-von der Ent- Wicklung des deutschen Wirtschaftslebens und von der Entwicklung des Wertes der beut- scheu Mark in den kommenden Zeiten? Wird die deutsche Handelsbilanz am 1. Oktober 1922 oder am 15. August 192Z noch immer passiv sein wie jetzt? Wird in einem Jahr Deutsch- land eine Zeit der industriellen Hochkonjunktur oder der Ar- beitslosigkeit erleben? Wird im nächsten oder übernächsten Sommer der Dollar auf 50, auf 100 oder auf 500 stehen? Wer kann das wissen? Und doch ist diese zweite Frage, die die Reparationskommission in allem Ernste an uns richtet, gleich- bedeutend mit einer Aufforderung zu solchen unmöglichen Prophezeiungen. Es war eben der Fehler der bis- herigen Reparationspolitik der Entente, daß sie mehr auf die Wahrsagungen von Kartenlegerinnen, als auf die Berechnungen nüchterner Voltswirtschaftler zu geben schien. Eine recht verfängliche, aber nicht minder eigenartige Frage ist die dritte, die die Garantien für die Zwischenzeit betrifft. In dieser Hinsicht bietet der Friedensvertrag selbst der Entente die denkbar größte Garantien, indem er ihr eine Generalhypothek auf alle Vermögenswerte und Einttahmequellen Deutschlands für die Zwecke der Reparationen gewährt. Der IX. Teil des Ber- sailler Dokuments(Finanzielle Bestimmungen) beginnt mit � dem Artikel 248, dessen erster Absatz lautet: Unter Borbehalt von Abänderungen, die seitens der Wiedergut- j machungstommiffion bewilligt werden könnten, haften a l l e V e r- möge nZ werte und Einnahmequellen Deutschlands �und der deutschen Bundes st aatcn an erster Stelle für die Bezahlung der Wiedergutmachung und aller ! anderen Verpflichtungen, die aus dem vorliegenden Vertrage oder aus allen ihn ergänzenden Verträgen und Abmachungen oder aus Vereinbarungen herrühren, die zwischen Deutschland und den alliier- ten und assoziierten Mächten während des Waffenstillstandes und dessen Verlängerungen abgeschlossen wurden. Es ist demnach eigentlich Sache der Reparation s» k o m m i s s i o n selbst, diesbezügliche Wünsche zu äußern und zu spezifizieren, in welcher Form und in welchem Maße sie von dieser Generalhypothek Gebrauch zu machen gedenkt. Indessen halten wir es für selbstverständlich, daß die Reichsregierung, wenn erst solche Wünsche von der Gezen- seite zum Ausdruck gebracht werden, sich im Geiste des Ent- gegenkommens und der Loyalität und bei nachdrücklichster Wahrung der Lebensinteressen des deutschen Volkes mit der Entente über diejenigen Garantien einige, die letztere berech- i tigt wäre, für die Zwischenzeit von uns zu verlangen. Klare Ziele! Unter dieser Ueberschrift schreibt uns Genosse P a r v u s: Wieder einmal soll über das Schicksal Deutschlands eine Entscheidung gefällt werden. Es scheint, daß man uns dies- mal mehr als bisher Gehör schenken will. Um so mehr ist es zu bedauern, daß wir bis jetzt kein klares Programm der Regelung unserer wirtschaftlichen und finanziellen Per- Hältnisse und Verpflichtungen vorgelegt haben. Als nach den Pariser Beschlüssen unsere Delegation nach London giiw, baute sie auf den Interessengegensatz zwischen England und Frankreich. Es war auch ein Unterschied der Gesichtspunkte zwischen beiden Regierungen, aber dieser Unterschied verschwand gegenüber der frappanten Tatsache, daß wir selber kein präzises Wiedergutmachungsprogramm vorzulegen wußten. Wir verwickelten uns in Widersprüche, man sah auf unserer Seite nur den Wunsch, möglichst viel ab- zuHandeln, und antwortete mit dem Diktat. Jetzt rechnen wir damit, daß zwischen England und Frankreich eine Verständigung stattfinden wird, um endlich einmal die Weltverhältnisse und damit auch unsere Verhältnisse in rationeller Weise zu ordnen. Aber wir können doch nicht von den Alliierten verlangen, daß sie sich um unsere Verhält- nisse mehr kümmern sollen, als wir selber, und wenn wir nicht ein klares und präzises Programm vorlegen darüber, wie wir uns einzurichten gedenken, wird man uns Bestim- mungen diktieren, bei denen unsere Interessen am wenigsten berücksichtigt sein werden. Wir haben schwere wirtschaftliche Einbußen ersitten und halten uns nur noch durch die Entwertung des Geldes. Wenn diese Kampfeveinspritzungen, die unserer Industrie ein Schein- dasein verleihen, aufhören werden, wird sie einen schweren Stand haben. Wenn aber dazu noch solche Maßnahmen kom- men sollten wie x. B., daß man uns aufdieDauerhohe A u s f uch r zolle auferlegt, so kann das zum Ruin unserer Industrie und zum Niedergang unserer gesamten Volkswirt- fchaft führen. Solange die Geldentwertung andauert, sind Ausfuhrzölle am Platze, und es ist zu bedauern, daß wir es bis jetzt versäumt haben, diese Zölle einzuführen. Aber wenn die Valuta wieder stabilisiert wird, dann wird die Weltmarkt- konkurrenz mit aller Schärfe wieder einsetzen, und dann wer- den wir es nicht vertragen können, daß unsere Erportindustrie allen anderen Konkurrenten gegenüber durch hohe Ausfuhr- zölle in Nachteil versetzt wird. Auch die Frag« der Erfassung der ausländi- fchen Privatguthaben ist keineswegs bloß, wie das große Publikum glaubt, ein Privatinteresse. Es stecken da- hinter große weltwirtschaftliche Zusammenhänge. Unsere Lebensversicherungsgesellschaften stehen vor dem Bankrott, weil sie nicht genug ausländische Guthaben besitzen, um die in ausländischer Valuta abgeschlossenen Prämien zu bezahlen. Sie verlangen Reichsunterstützung, weil sie sich sonst zahlungs- unfähig erklären müßten. Unsere Großbanken verfolgten die Politik, die deutsche Industrie von den ausländischen Banken unabhängig zu machen. Sie entwickesten sich mit der Cntwick- lung der Weltbeziehungen der deutschen Industrie und för- derten diese Ihrerseits. Wenn die ausländischen Privatgut- haben Deutscher ohne weiteres angegriffen werden könnten, würden die deutschen Banken vom Auslandsgeschäft ab- geschnitten werden. Unser ganzes Bankwesen wäre dadurch stranguliert. Ob es sich nun um diese oder andere Bestimmungen han- delt, wir können uns am besten nur dann durchsetzen, wenn wir ein klares und stichhaltiges Programm vorlegen, das unsere Interessen und die Interessen der West wahrnimmt. Wir müssen eine klare Antwort geben auf die Fragen: 1. Wie wollen wir unsere Valuta stabilisieren? 2. Wie werden wir unser Staatsbudget balancieren? 3. Wie werden wir die Staatsbetriebe rentabel machen? 4. Wie werden wir unsere Industrie aufbauen? 5. Wie werden wir unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen? Die �schenurne. Von Max Eck- Troll. Winterabend.... Draußen stürmt es, wie wenn die wild« Jagd um das staue toben würde. Die Schneeflocken werden in tollem Wirbeltanze durcheinandergepcitscht. Auf der sonst so belebten staupwerkehrs- straß« ist es öd und leer geworden. Ich bin allein in der„guten" Stube zu staust bei den Eltern. Unablässig schaue ich in da, Schneegestöber hinein. Die Dämmerschatten der anbrechenden Nacht umfließen mich Auf der Straße entflammt ein Gaslicht nach dem anderen. Das Zimmer liegt im stalbdunkel. Im Ofen knistert das Feuer. Durch die Ofenluken strömt ein magisches Licht in den Raum und wirft feine leicht vibrierenden Schimmerkreist in die andere Ecke des Zimmers auf ein Piedestal aus schwarzem Eben- holz, das von einer bronzenen Urne gekrönt wird, von einer Aschenurne. In ihr befindet sich die Totenasche meines verstorbenen Bru- ders. Langsam lasse ich mich aus den Sessel nieder und sehe fest nach der Urne, die die Reste dessen enthält, der uns der Liebste war. Besonders Dater hing an meinem älteren Bruder Franz. Zur Vater- und Sohnesliebe hatte sich ein herzliches, offenes Freund- schaftsverhältrns gesellt. Ein tragisches Schicksal hatte Franz dahingerafft. Einige Tage, nachdem er in sein steim mit der Geliebten seines sterzens gezogen war, nahm ihn der Unerbittlich« in da» Reich der Schatten, mitten aus überquellender Lebensfreude qeraus. Beim Baden in den Fluten des Rheins erlitt er einen sterz- schlag. Sein letztes Wort war ein lachender Ruf, zu ihm zu kommen. Weiter in die Wellen hinein, ein Ruf der Freud«. Mit diejem Ruf ist er untergegangen. All diese Erinnerungen an ihn tauchen immer in mir auf,! wenn ich in den Dämmerstunden in den Flimmerglonz der Aschen- urne sehe. Um diese herum sind Blumen. Frische Blumen. Rosen � und Veilchen. Seine Lieblingsblumen. Mit liebevoller stand hat sie Mutter, wie jeden Tag, so auch heute, an die Urne geftell: So kommt es, daß selbst im tiefsten Winter, wenn es draußen kahl. kalt und frostig ist, in unserem kleinen Friedhof die schönsten Blu- men das Grab des Bruders schmücken. Und an Weihnachten wird der Christbaum so in die Ecke hin- eingestellt, daß er gerade über der Aschenurne steht. So nimmt auch unser Toter an dem poesieumwobenen Feste teil. So letzte Weihnachten. Auch jetzt, wo ich so traumestrunken nach der Urne sehe, ist es mir. als hätte sich der Geist des toten Bruders aufs innigste mit meiner Seese verbunden. Die Glut des Ofens ist erloschen.— Draußen fällt Flocke um Flocke. Sie flattern im Winde, als wenn Wir müssen wissen, was wir wollen. Sonst dürfen wir uns nicht beklagen, daß die anderen uns nicht genug Wohl- wollen entgegenbringen._ Beratungen über üie Gehaltsvorfcbüffe. In Ergänzung unserer Mitteilung im gestrigen Abendblatt über Weihnachtsvorschüsse für Beamte schreibt der„Soz. Parlamentsdienst": Das Reichssinanzministerium verhandelte am Montag mit den Vertretern der gewerkschaftlichen Spitzenorgansationen über die Neu- regelung der Gehaltsverhältinsse der Beamten, Angestellten und Ar- beiter. Nach einer längeren Aussprache wurden die Verhandlungen abgebrochen. Die Vertreter der Spitzenorganisationen treten am Dienstag nachmittag 6 Uhr neuerdings zusammen, um die VerHand- lungsmöglichkeiten mit der Regierung weiter zu erörtern. Am Mitt- woch sollen dann die Besprechungen mit dem Reichsfinanzministerium fortgesetzt werden. Naturgemäß wirkt die augenblickliche außenpolitische Situation störend auf den Gang der Verhandlungen. Es ist zu erwarten, daß die Beamten. Angestellten und Arbeiter das notwendige politische Verständnis für die gegenwärtige Situation aufbringen. Die Gewerkschaften sind jedenfalls bestrebt, die Verhandlungen auf dem schnellsten Wege zu einem Abschluß zu bringen, und es kann auch gesagt werden, daß dt« Regierung eifrig bemüht ist, der Notlage der Beamten, Angestellten und Arbeiter Rechnung zu trogen. Aus Gewerkschaftskreifen wird uns hierzu geschrieben: Die Regierung erllärie den Vertretern der Spiyenorganiialtonen gestern in einer Vorbelpreckiung. daß eine Verhandlung auf der Grundlage der von den Spitzenorganisationen eingereickilen Forderungen nicht stattsigden könne, weil es die wirt'chaftliche Lage Deutschlands ver- bietet und auch die außenpolitischen Verhältnisse nicht gestatten. Die Organisaiionen müßten entweder ihre Forderungen anders gestalten, oder die Regierung würde zu gegebener Zeit selbst Vorschläge zur Neuregelung der Bezüge des Personal« der Reichs-, Staat«- und Kommunalbetriebe den Organisationen unterbreiten. Die Spitzen- organisationen werden am 2(X Dezember in einer Vollsitzung zu der Sachlage Stellung nebmen und ihre Entscheidung der Regierung übermiteln, was voraussichtlich am 21. Dezember in mündlicher Darlenunn geicheben wird. Die Korrespondenz LZ.- schreibt dazu: Am Monwg nachmittag traten im Anschluß an das Ergebnis dieser Besprechungen sowohl der Deutsche Beamtenbund als auch die Vorstände der anderen großen Organisationen zusammen, um zu der so geschaffenen Lage Stellung zu nehmen. Die Erörterungen waren fast allgemein sehr lebhaft und besonders im Deutschen Beamtenbund wurde nochmals festgestellt, daß man unbedingt an der Forderung einer Erhöhung der Grundlöhne festhalten müsse. Durch die gestrige Konferenz ist unzweifelhaft eine neue Verschärfung der Situation eingetreten, die nicht unbedenklich erscheint, da die Organisationen jetzt die Verant- wortung für die Komplikation, die sich hier oder da erqeben könne, ablehnen wollen. Es ist damit zu rechnen, daß in nächster Zeit die Beamtenverbände und Gewerkschaften zu einer gemeinsamen Kon» ferenz zusammentreten. » Im Beamtenausschuß des Reichstages bekämpfte der Regierungsvertreter einen Antrag S t e i n k o p f fSoz.). wonach die Ortsbeamtenräte verschiedener Behörden in einer Gemeinde zu einem Gesamtbeamtenral sich zusammenschließen sollen, wegen der großen finanziellen Aufwendungen für Dienstbefreiungen zur Teil- nahm« der Beamten an den Rätesitzungen. Abg. E ch u l d t (Dem.): Der Entwurf paßt nicht für Gemeindebeamten.—- Abg. Breunig(U. Soz.): Ein Gesamtbeamtenrat für das Eisenbahn» wesen würde sich nur zu einem Redeparlament entwickeln.— Die Abgg. Maroth(D. Bp.), A l l e k o t t e(Z.) und D e l i u s(Dem.) sprachen sich gegen eine solche drohende Ueberorganisation aus.— Ein Regierungsvertreter Preußens hielt, wie auch Abg. Delius(Dem.), eine Vertretung der Gemeindebeamten auch im chauptbeamtenrat beim Minister für durchaus möglich.— Die An- träge Steinkopf(Soz.) und Breunig(U. Soz.) auf Schaffung eines Gefamtbeamtenrats für jede Gemeinde wurden abgelehnt.— Einen Antrag Moratb(D. Bp.), wonach die Reichsregierung und die Landesregierungen Beamten der Körperschaften, Stiftungen und Anstalten de» öffentlichen Rechts nur mit Zustimmung des zustän- digen Hauptbeamtenrats von der Unterstellung unter diese« Gesetz befteien können, wurde gegen die Stimmen der Deutschnationalen, des Zentrums und der Bayerischen Bolkspartei angenommen, eben- sie Flügel hätten. Sie dünken mich ganz kleine Engelein zu fein, die vom Himmel herab mir viele, viele Grüße vom toten Bruder bringen. Der blaue Vogel. Man wird das neu« rufsifch-deuffche Kabarett„Der blaue Bogel" in der Goltzstroße in Schönebera besuchen müssen, um eine völlig neu« Einstellung zum Begriff Bunte Bühne zu finden, ein« Einstellung, die nichts mit den Eplgonenverlegenheiten deutscher Ueberbrettelei, nichts mit der nervösen, klaffchsüchtigen. sich in Pose und Temperament blähenden Aktualität de« Montmartre gemein hat. Dieser russische Farbenkasten ist erfüllt mit wechselnder, auf keine Formel eingeengter Buntheit: erfüllt von einer naiven, auf das primitivste, sinnfällige hingewendeten Freude am Schönen, von einem fast unbeirrbaren Geschmack, von der Frische volkstümlichster Erquickung. Man gibt sich gerne, erregt und angeregt, all diesen oollsaftigen. verständlichen, von innerster Witzkraft erleuchteten, runden und zu hoher Bildhastigkeit veredelten Dingen hin und fühlt bald, daß man Blick und Ohr den Ausstrahlungen einer sehr hohen Kultur, eines gesamttünstlerischen Geschmackes geliehen hat. Man sitzt in einem von blauem Licht, freilich mehr etwas drückend als stimulierend überschwemmten Raum und wird, erhellt sich der orangefarbene Kronleuchter, von der Zauberei eines in delikaten Farben abgestimmten Raumes froh gemacht, der, halb verspielt, halb festlich wie ein angenehmes Scherzo seine architek» tonischen Linien musizieren läßt. Aus dem Podium steht der Direktor Iushni, der schon in Moskau den„Blauen Bogel" flattern ließ, und gewinnt in losen Anreden das Publi- kum. Er sagt viel Lustiges, russisch und in ein wenig gewollt verballhorntem Deutsch. Schon der Austakt,«ine grotesk steife, feierliche Kantate, in eine Ironie getaucht, die Selbstzweck ist und sich an keinem Tagesereignis vergreift, liegt Stimmung, und diese Stimmung bleibt gewahrt in dem Bewegungsspiel zweier Tänzerinnen, die holländische Fayence in porzellanzarter Zierlich- keit und berückend stilfeinen Kostümen zeigen. Ueberhaupt diese reichen Kostüme und diese gemalten Hintergründe, bald mit dein Farbenlärm bäuerischer Buntheit übsrtupft, bald silhouettenhaft geschnitten, bald flächig andeutend,— das ist neues, unerreichte», zu billiger Nachahmung verleitendes.(Bor der einem schon heute bange wird.) Die verteufelt rassige Tänzerin Julia Bekefi, die, wie von der Musikdose heruntergeholte Gruppe„russisches Spielzeug", der aus dem Dorf hcrausgelauschte Reigen von Bauernliedern,— hinreißend in seiner volksiümlichen Echtheit—, die malerisch-musi- kalisch-darstellerische Komposition.�kneipen", in der aus derb und keck gemaltem Prospekt verquollene Saufgesichter blinzeln und Wirtshausradau schmettert, die geradezu wunderbar mechanisch präzisierte Gruppe kindhaft exerzierender Zinnsoldaten—«in« antimilitaristische Karrikatur von zwingendem Humor, dann die saftige, unsinnige und so sehr lustige ländliche Szene„Streloffchek", das Iägerlein, sind die markantesten Stücke des überreichen Pro- gramms, das auch einen Einakter von Tschechew und als einzige Entgleisungen drei zuckrig-fade, sentimentale Melodramen bringt. Iushni und sein Oberregisseur I. Duvan-Torzofs, der Haus- musiker Bötzow, eine Reihe kultiviertester Schauspieler und Tänzer haben im ersten Anlauf Berlin erobert. p— m fc et» demokratischer Antrag, wonach die Landesregierungen nach Verhandlungen mit den zuständigen Hauptbeamtenräten bestimmen können, daß für mehrere Verwaltungen ein gemeinsamer Haupt- beamtenrat eingerichtet würde._ Die versicherungsfteuer. Der Steuerausschuß des Reichstags beriet am Montag den Entwurf eines Bersicherungssteuergefetzes. Die Begründung geht dahin, daß die bisher im Reichsstempclgesetz ge- regelte Besteuerung der Versicherungen zu niedrig sei.� Es wurde beschlossen, daß bei der Feuerversicherung die Steuer für unbeweg- liche und bewegliche Gegenstände, ebenso wie für Hagelversicherung 20 Pf. von je 1000 Mark Versicherungssumme oder einen Bruch- teil davon betragen soll. Ferner soll die Steuer betragen: Bei EInbruch-DiebstaHlsversicherung 10 Proz. des Bersicherungsent- gelles, Glasversicherung 10 Proz., Viehversicherung 8 Proz., Trans- portoersicherung 3 Proz., Schiffsgefäß-, Schiffsbauwerk», Luftver- stcherung 2 Proz., Lebensoersicherung 2 Proz., Unfallversicherung S Proz., Haftpflichtversicherungen 5 Proz. und bei Baurisikenver- slcherungen 4 Proz.; Einheitsversicherung 10 Proz. Zu den Steuerbefreiungen werden gehören: 1. Lebensversicherun- gen, bei denen die Versicherungssumme 5000 M. oder die versicherte Icchresrente 500 M. nicht übersteigt. Auch Kollektiv- und Abonne- mentsversicherungen in dieser Höhe werden steuerfrei, ferner Rück- Versicherungen, die Sozial- und Tumultschädenversicherung. Die poftverteueruna. Der R e i ch s r a t hat am Montag den Reichstagsbeschlüffen über das Gesetz betr. die Post-, Telegraphen- und Postscheckgebühren zugestimmt Die Fernsprechgebühren sollen mit Zustimmung des Reichsrats und des 21gliedrigen Reichstagsausschusses um 80?roz. ob 1. Januar erhöht werden. Eine weitere Verordnung berechtigt die Fernsprechteilnehmer, Einrichtungen, deren Gebühren durch diese Verordnung erhöht werden, bis zum 30. Dezember 1921 auf den 31. Dezember 1921 zu kündigen.— Im Anschluß hieran erklärte Minister Giesberts: Wir fühlen uns oerpflichtet, alles daran zu setzen, um Berbilligung und Bervollständigung des Betriebes zu ermöglichen. Wir werden eine Denkschrift über die Mahnahmen vorlegen, die wir beabsichtigen.— In das Rcichsbankkonsortium wird für den früheren preußischen Finanzminister Sämisch sein Nach- folger von Richter entsendet. Gewerkschaft und Milltärkomm'ssion. In der an, Sonntag ver- öffentliibten Enlsidließiing des BundeSanSsckiusse« deS ADGB. ist im iweiten Absatz die Rede vom absoluten Friedenswillen der dent'lben Gewerkiibasien, der praktisch weil wirkungsvoller iei als die um- fassenden Maßnahmen der JMK. In Wirklichkeit ist in der Eni- ichließung getagt, dieser Friedenswillen sei weil wirkungsvoller als die umfassendsten Maßnahmen der Inieralliierlen Milnär« kontrollkommisston. Da dieser Druckfehler sinnentstellend wirkt, sei er hiermit beiichtigt. Smects behandelt in seinem Organ seinen Fall und fordert auf, sich bereitzuhalten. Es bereiteten sich große Dinge vor und er hoffe, bald Günstiges melden zu können. In wenigen Wochen werde die Erfüllung der Bonner Resolution(selbständige rheinische Republik) erreicht sein. Zlämische statt französische Dienstvorschriften fordern die Eisen- bahner von Eupen-Malmedy. Keine Ruhe in Irland. Bei Zusammenstößen in Belfast wurden am Sonnabend fünf Personen getötet und 10 ver» mundet, darunter 3 Frauen. Am Sonntag nachmittag begannen die Unruhen von neuem. Protektoratfeier in Aegvplen. Anläßlich des Jahrestages der Erklärung des englischen Protektorats über Aegypten im Jahre 1914 sind alle Hafenarbeiter in Port Said am Suezkanal in den Aus- stand getreten. Im Araberviertel wurden alle Läden geschlossen. Di« Bolschafi in Washington ist im Entstehen begriffen. Bis zum Eintreffen eines Botschafters ist zum Geschäftsträger der Geh. Logationsrat Lang bestimmt, der früher vornehmlich in den eng- tischen Dominions, vor dem Kriege zuletzt Generalkonsul in Man- treal, gewesen ist. In New Port wird ein Generalkonsulat erster Klasse errichtet, dessen Leiter einstweilen Legationsrat K r a s t e sein soll. Generalkonsulate werden ferner in Chicago und San Fran- cisco eingerichtet werden, und zwar wird Generalkonsul in Chi- cago der Legationsrat S t e i n b a ch, in San Francisco General- konsul Z i e g l e r. Konsulate sind für St. Louis und New Orleans vorgesehen unter Leitung der Konsul« Mund und Freiherr von U n g e l t e r. Die Entdeckung einer neuen Kultur in Aethiopien. Der be- kannte Archäolog« der Haeard-Universität, Pros. G. A. Reisner, ist noch einer zehnjährigen Ausgrobungslätigteit im Sudan in Amerika eingetroffen und teilt mit, daß er eine ganze bisher unbekannte Kultur dem Erdboden entrissen hat. Die Gräber von 20 Königen und 15 Königinnen, die um 700 v. Chr. in Aethopien und zum Teil auch m Aegypten regierten, sind ans Licht gefördert. Di« Ausgrabungen wurden an der Stätte der alten Hauptstadt von Achopien, Napata, dem heutigen Gebal Barkal, am Fuß des vierten Nütatarakts vorgenommen. Auf einem Hügel, der den Nil überschaut, wurde eine Gruppe von Pyramiden durchforscht, die sich als die Gräber der ächiopischen König« und Königinnen herausstellten. Di« Namen der meisten dieser Herrscher sind der Geschichte bisher unbekannt: nur der König Tirhagua, dessen Grabkammer man auffand, wird im Buch Jcsaias erwähnt. Weitere Ausgrabungen wurden südlich von Gebal Barkal bei Nur! gemacht, und hier wurden vier Gräber von mächtigen Königen gefunden, die wie Tirhagua zugleich über Aethiopien und Aegypten herrschten. Aus den Funden ergibt sich, daß die äthiopische Herrscherfamili« von einem Stamm lybischer Nomaden herkommt und um 900 v. Chr. erst Aethiopien und dann einen Teil von Aegypten eroberte. In Kerma, im nördlichen Sudan, legten die Ausgrabungen die Begräbnisstätte einer ägyptischen Gar- nison frei, in der Soldaten aus der Zeit zwischen 1900 und 1600 o. Ehr. beigesetzt waren. Die Begräbnissitten waren augenscheinlich sehr grausam: in einigen Fällen fand man in den Gräbern der ägyptischen Provinzgouverneure 200 bis 300 Personen, meistens Frauen, die mit ihm zusammen lebendig begraben worden waren, damit ihr« Geister dem Geist des gestorbenen Gouverneurs nach dem Tode Gesellschaft leisten könnten. Andererseits zeigten die mit Schildpattansi en versehenen Schwerter, die Straußensedersächer, Spiegel, Messer, Sandalen und zahllosen anderen Gegenstände, die in den Gräbern gefunden wurden,«ine schon ziemlich hol)« Kultur. 300 Kilomeier südlich von Kerma wurde zu Barkal ein großer Tem- pel des Amon ausgegraben, der Licht auf die Geschichte der Er- oberung des Sudan durch die Aegypter während der Zeil von 1500 bis 1000 v. Chr. wirft. Der gestlefelle Saker. Das Steglitzer Schloßparktheater gab seiner jungen Mannschaft am Sonnabend Gelegenheit, sich in einem Märchen von Emil Alfred Herrmann burlesk und grotesk e".:s- zutoben, was denn auch zum Ergötzen von groß und klein geschah. Da, bekannte Märchen ist geschickt und wirkungsvoll aufgebaut. Herrmann hat es glücklich vermieden, theatralische Mätzchen und Schnörkel anzubringen: er folgt getreu dem Märchen, und die Regie Paul Henckels wieder folgt-rnsthast und stilvoll dem Theater- dichter. So kam Erfreuliches zustande. Die übliche Weihnachts» apotheose fehlte glücklicherweise. Walter Falk führte die schwie- rige Rolle des gewitzten Katerviehs geschmeidig, galant und mit guter Sprechkunst durch. Rudolf Klix gab sehr lustig einen ver- fressenen Märchenkönig. Midi Scheinpflug lieferte als Prin- zeffin den vollgültigen Beweis, daß man mit einem lieben Gesicht- chen und einem holdseligen Lächeln da» ganze Parkett bezaubern kann. Ernst Bringolff aber sei der Rat gegeben, erst einmal sprechen zu lernen. Es fei noch der ansprechenden Bühnenbilder von Edward S uh r und der farbenfrohen Kostüme von Werner Boehm lobend gedacht.— Die Ouvertüre ist viel zu lang. Marzopfer-Sammlung: Schluß Ireitag abend Uhr. Die(Dberscblestenyrenze. Die wichtigsten Entscheidungen der Grenzkommission sind nach einer Kattowitzer Zcitungzmeldung folgende: 1. In Gegend Niborowitzer Hammer kleine deutsch-polnische Gebietsaustausche mit dem Ergebnis, dah die Kleinbahn Räuden— Gleiwitz auch hier ganz auf deutsches Gebiet zu liegen kommt. Niborowitzer Hammer ist deutsch geblieben. 2. Ebenso verbleiben die Delbrück-Schächte bei Deutschland. Die auf polni- schein Gebiet gelegenen zur Grubenanlage gehörenden Gebäude sind bis zur Bahnlinie Makoschau— Gleiwitz zu Deutschland ge- schlagen worden. 3. Die Königin-Luise-Grube erhält ihre drei lebenswichtigen Schächte Glückauf, Ruda und Georg sowie ihr ge- samtes Grubenfeld bis zum südlichen und östlichen Markscheid zurück mit Ausnahme der Kolonie Glückauf, des Kirchhofs von Ruda und der Fläche von Ruda— Poremba. 4. Leider ist es nicht gelungen, Rudahommer einschließlich das dortigen wichtigen Straßen- stückes der elektrischen Bahn und des Knappschaftslazaretts für Deutschland zurückzugewinnen. Die nördlich der Ortschaft ge- legenen Teile der Gemarkung Ruda(Grubenfelder von Borsig und Schaffgottch) sind Deutschland zurückgegeben worden. 5. Zwischen Rudahammer und Garnalz-Freudcschacht bildet auf Grund beiderseitiger kleiner Gebietsaustausche das Beuthiner Wasier die polnische Grenze. 6. Die Anlagen des Garnalz-Freudeschacht sind polnisch geworden. 7. Oestlich Beuthen kleine Veränderungen gegen- über der Genfer Entscheidung, so daß der auf Rosenberger Gelände liegende Teil des Blei-Scharleyer Grubenfeldes d eu t s ch geblieben ist. 8. Bei Alt-Coretzko wurde die Grenze um annähernd ISO Meter von der in Polen gelegenen Andalusienbahn abgerückt, ebenso der über die genannte Bahn hinausgehende Teil des Zinkbergwerts Fiedlers Glück zu Polen geschlagen. Alle übrigen Teile von Fiedlers Glück sind bei Deutschland verblieben, g. Die Neuhof-Grube mit dem Rest de» Zinkbergwerks Neuhof ist Deutschland zurück» gegeben worden. Die weiterhin von der deutschen Delegation geforderte Rückgabe des Radzionkauschachte», der Lazy-Zinkhütte und des Strossekwaldes ist verweigert worden._ MeÜer flöelsregimenter! Eine Korrespondenz sucht die Reichswehr gegen den Por- wurf der Bevorzugung des Adels bei der Offiziersstellenbesetzung zu schützen. Ste führt an, daß von 3759 Offizieren der Reichswehr nur 799 au» adligen Familien stammten, also beinahe ein Viertel. Wird man schon diesen Prozentsatz keineswegs als niedrig anzusehen hoben, so verschiebt sich das Bild noch be» deutend, wenn man in die Einzelheiten geht. Von 32 Generälen der Reichswehr sind lS adlig, d. h. weit über die Hälfte. Von LSI Savallerieoffiziereu sind 2SS adlig, d h. beinahe die Hälfte. Bei der Infanterie, und namentlich bei den technischen Truppen, tritt dagegen der Prozentsatz der Adligen sehr stark zurück, ihnen ist nach wie vor die.feudale"' Waffe der Kavallerie reserviert. Auf» fallen muß es auch, daß das in Potsdam stehende Reichswehr» regiment 9 von 7t Offizieren 40 Adlige zählt, das in Pasewalk stehende Regiment S bei ZZ Offizieren 22 Adlige. Dies wird erklärt aus der.Traditionspflege*, weil die Regimenter 9 und S die Tra- dition von Garderegimentern weiterpflegen. Traditionen in dem Sinne, da» bestimmt« Regimenter, wie einst die Garderegimenter, in der Hauptsache dem Adel vorbehalten sind, haben in der Republik um so weniger Berechtigung, als der Adel ja formell abge- schafft ist und das.von* nur als Namensbestandteil fortexistiert._ Die nachgelassene Schrift Rosa Luxemburgs, die wir gestern besprachen, trägt den Titel.Die russische Revolution. Eine kritische Würdigung* und ist im Verlag Gesellschaft und Erziehung erschienen. §ürs weihnachtsfeft öer Märzopfer. i Auf unsere Bitte, für die Familien der Märzgefangenen eine i kleine Weihnachtsspende zu bereiten, gingen bisher weiter ein: Flalchenlcller Echulth.-Brauerei, Abt. 2, 175.—,<5. Friede, Berlin, 10.—, i Tcchn. Pers. d. Buch. u. Stelndr. ZI. Winkelmann 472.—, Krüger, Berlin, 10.—, P. Bischolf, Neukölln, 10.-. H. W., Neukölln, 5.-, E. itöuprn. Neukölln, 10.—, amten de, Postamts 5 55.—, Arbeiter der Fa. Lennert»0.—, SPD. 132. Abt., Blankenburg, 50.—, SPD. 77. Abt., 3. Bez. 31.—, Reparatur-Werkstatt Po. lensky u. Zöllner, Altkarbe, 131.—, Deutscher Kommunalveriaa, Tempelhof, 120.—, 52. Abt. Eharlottenburg05.—, 35. Abt., Mitgliederversammlung l 819.50, Möbelfabrik Hülsen, Krall u. Co. 113.—, Dreherei Butzle 232.—. Tech». Personal der Allg. Fleischer-Ztg. 230.—, E. P. Eoerz, Zehlcndorf, 1930.—, A. E.®., Abt. 2, Berlin, 368.—, Leitung, kaufm. und techn. Angestellte der Bauhütte, soz. Vaugescllsch., Berlin, 210.—, Münnerchor Berlin-Mitte 104.—, Personal der Buchdruckerei Winter, Eharlottenburg, 100.—, Werkmeister, A..P., Berlin, 25.—, Personal der Buchdr. Gebr. ffeyl 85.50, Maart, Berlin, 5.—, Tody, Berlin. 10.—, Wolgast, Berlin, 20.—, 48. Abt. SPD. 32.—, Stellmacher van®ruudler 77.—, Lindendruckcrei 797.—, Fr. Prosit 10.—, Ardeiter der Man- schcttcnabt. der Fa. Rllger u. Mallon 83.—, Lustige Brllder durch Reim 80.—, O.-K. der Klempner, Berlin, 200.—, Angeftellte' de» Deutsch. Holzarbeiter. Per- bände« 494,—, Psrckstr. 01 30,—, Eraohoff u. Ludwig, Friedenau, 20,—, Pers. der Rkichsdruckeret, 1. Rate, 1338.—, Eundlach, Tcmpelhof, 15.—, Techn, Pers. der Berlinischen Berlogsanstalt 100.—, Hcilborn», Kranzlcr 20,—. Summa 22 385,— M.. bisher quitttert 04 570,10 M. Insgesamt 80 950.10 M. Zahlungen«erden auf Postscheckkonto Z7 5ZS. Vorwärtsverlag Ansprüche der Kohlenverbraucher nicht in dem wünschenswerten Ilmfange befriedigt werden können. Diese Lage wird noch verschärft durch das Fehlen ausreichender Vorräte, hervorgerufen durch den zehnwöchigen Ausfall von Oberfchlesten. Es ist richtig, daß die für die durchaus wünschenswerte Steige- rung der Roheisenerzeugung erforderlichen Brennstoffe zurzeit nicht zur Verfügung gestelll werden können, und zwar deshalb, weil die Entente in den letzten Monaten ihre Kohlenanforde- r u n g e n erheblich gesteigert hat. Für Dezember wird fast die doppelte Menge gefordert wie für September. In der Braunkohlenbrikettlage ist eine neue Anspannung da» durch herbeigeführt worden, daß die mitteldeutschen Braunkohlen- reviere mit beträchtlichen Lieferungen für den Ausfall einspringen mußten, der bei den Berbrouchcrn böhmischer Braunkohle da- durch eingetreten ist, daß ein großer Teil der böhmischen Händler- konzerne auf Anordnung der tschechischen Regierung mit Wirkung vom 12. November 1921 für die böhmische Kohle die Berechnung in Kronen einführte. Die Berkehrsichwierigteiten find dadurch herbeige» führt worden, daß die anhaltende Trockenheit dieses Jahres den Wasserverkehr und die Wasserkraft fast ganz ausgeschaltet hat. Auch setzten die Erntetransporte in diesem Jahre besonders früh ein, so daß sich bereits im Spätsommer ein scharfer Wagenmangel bemerk- bar machte, der einen außerordentlichen Umfang annahm, als in- folge der Hochkonjunktur und der Tariferhöhungen die Ansprüche an die Wagengestellung noch weiter gesteigert wurden. Die Eisenbahn selbst geriet durch diese Verhältnisse hinsichtlich ihrer Kahlenversor- gung in die äußerste Bedrängnis. In einzelnen Eisenbahndirektions» bezirken sanken die Bestände bereits auf einen Dorrat, der nur noch für 3 bis 4 Tage reichte. Es bestand also eine unmittelbar« Gefahr für den Eisen- bahnbetrieb und damit für das gesamte Wirtschaftsleben. Bei dieser Notlage sah sich der Reichskohlenkommissar gezwungen, die Reichsverkehrsoerwaltung zu ermächtigen, in den geföhrdetsten Direktionsbezirken in der Zeit vom 7.— 17. Dezember mit Zusiim- ! mung der zuständigen Kohlenwirtschaftsstellen aus den für ihre Ver» forgungsbezirke bestimmten Brennstoffsendungen die geeigneten Lokomotivkohlen zu beschlagnahmen. Ferner hat sich der Reichskohlenkommissar damit einverstanden erklärt, daß im Ruhr- revicr vom 8. Dezember bis 19. Januar der D i e n st k o h l e n- zwang durch die Eifenbahndircktion Essen angewandt wird, von G. m. b. H., unter dem Kennwort„Märzopfer", in der Expedition dem nur ausgenommen sind die Kohlen für die Entente, für Gas-, des„Vorwärts", Laden, Lindenftr 3, im Sekretariat des„Vorwärts*,! Wasser- und Elektrizitätswerke, für die Bebunkerung der Uebersee» Knecht Rupprecht. Es naht die Weihnachtszeit heran, Da rüstet sich der Weihnachtsmann. Um Festaufträge zu erneuern, Kommt unter anderm er nach Bayern. O weh, da weist man ihn zurück: „Ja, Freunderl, Heuer hast koa Glück! Mir ham doch hiatzt im Bayernlandl Aa unser eigen Weihnachtsmandl!*— Das war dem alten Herrn ganz neu; Er fragt bestürzt, wer denn das fei. „Dös is uns' Kinigs ält'ster Sohn, Rupprecht,— hiatzt Kinig ohne Thron. Dieweil's mit der Kinigerei Ja aa bei uns halt is vorbei, Ham mir den Ruppi vor der Hand Erst mal zum„Knecht Rupprecht* ernannt. Er b'schert uns Orden, sackrisch feine Fahnderln für Milletärvereine Zu Stiftefesten, Sedanfeiern: Ja, woaßt, dös is halt was vor d' Bayern; Und schöne, blanke G'denkmedaillen An all die siegreichen Bataillcn. Da schaugst, nit wahr? Was der beschert, Dös is nit blas sechs Dreier wert! Nu b'hüt di Gott, Herr Weihnachtsmann, Du siahst;„Bedarf ham mir grab k o a n!* _ Fritze. Gabriele Zapolfka. eine der bekanntesten polnischen Schrift- stellerinnen. ist im. 62, Lebensjahre in Lemberg gestorben. Ihre auf stark« Effekte ausgehenden, von großem Können zeugenden, das Sensationelle nicht scheuenden Romane sind zum Teil auch ins Deutsche übersetzt, wie„Die unberührte Frau*,„Der Polizei- meister*.„Wovon man nicht spricht*. Ihr Drama„Die Warlchauer Zitadelle' hatte im Residenzthealer wegen seiner antizaristischen Tendenz Erfolg._ Lie Gllzabeth-Tunean-Sttiule gibt am Mittwoiv ihr zweite» ttiolt- spiele in, Steglitzer Söiloii.'ark- Tbcater. Zur AuilLbrung lommt ein WeibnachtSsvicl in östcircichischer Mundart mit alten Krippculiedern, Oskar-«anchl> Abend. Ernst Friedrich spricht am Mittwoch, den 21. Dezember, abend» Tl. Ubr. antimilitarislisch« Dichtungen von Oskar Kanehl im Meisterlaal, Ziöltzeuer Str. 38. Karten bei Bote � Bock, St Wertheim und an der Sldcndtafse. Vtne russische Polar-Sxvcdition. Der Jeiter der JasmalZkaer Polar- Expcditton, Elpoil, ist zur Slusai bcitung eines Planes iür eine ncileExPedilion im nächsten Iabr« in MoSstiu cmgetrofstn. Im südlichen Teil von IaimalSka aus der Insel Puilo wurde«ine Gruppe vo» Ingenieuren und Teckmilern zurückgelassen, die aslronomtsche und metel eotogische Leobachlungen vor- vehmeu soll. Sekretariat der SPD., Neukölln, Iägerstr. 66, von 4—6 Uhr, Vor- wärtsspeditionen Neckarstr, 2 und Siegfnedstr 28/29, angenommen. Die Quittungen werden täglich veröffentlicht, Genossinnen, Genossen! Gebt, was Ihr könnt, vor allem aber gebt rasch! Redaktion des„Vorwärts*. » Berichtigung. E» mutz heitzcn: Fabrikpersönal der S+ofoladenfalitit Wilczek, ausschlietzilch Lager- und Laboratorlum, 210.— M. Wirtschaft ..kapilalbekeiligung" bei Krupp. Zu eigenartigen Mitteln greift die Finna Friedrich Krupp A.-G. in Essen, um die zu ihrem Werk gehörigen Arbeiter und An- gestellten an das Unternehmen zu fesseln. Auf der Gcneraloer- sammlung, der der Geschäftsbericht vorlag,— er brachte nach drei dividendetllosen Iahren wieder ein« gering« Gewinnausschüttung— und auf der zum ersten Male holländisches Kapital vertreten war, wurde der Beschluß gefaßt, das Aktienkapital um einen Betrag zu erhöhen, der bis 2S0 Millionen Mark bettagen kann. Das Grund- kapital kann dadurch also verdoppelt werden. Ferner wurde be- schlössen, eine neue Art von Vorzugsaktien zu schaffen, die den Werksangehörigen um 119 Proz. angeboten werden .sollen. Diese erhalten ein« Vorzugsdividende von 6 Proz. mit dem Anspruch auf Nachzahlung, wenn in einzelnen Iahren der Gewinn zur Ausschüttung dieses Betrages nicht ausreicht, sind aber im übri- gen im Gewinnbezug mit anderen Aktien gleich, wofern die Dwi- dende eine Höchstgrenze von 19 Proz. nicht überschreitet. Es ist also hier der Versuch einer Gewinnbeteiligung am kapitalistischen Betriebe gemacht. Di« Firma bezeichnet diesen Plan der Kapital- und Gewinnbeteiligung auch als einen Versuch. Die Aktien sollen nicht auf den Markt kommen, sondern von einem eingetragenen Verein mit dem Namen„Kruppsche Treuhand* verwaltet werden. Sie werden auf Wunsch des Besitzers zu dem gezahlten Kurs« wieder abgenommen, so daß Spekulation und Spiel damit nicht in Frag« kommen. In den Aussichtsrat der Firma Krupp, der sonst sehr klein war und sich fast nur aus Familienangehörigen zusammensetzte, soll dieser Derein als Aufsichtsratsmitglied in die Generalversammlung ihren Vorstand entsenden. Man will also hier den Gedanken der Werkgemeinschast, der von Krupp iumer propagiert worden ist, noch weiter ausbauen. Für die Arbeiter eröfsnet sich auch außerhalb des Betriebsräte- gesetzes die Möglichkeit der Mitwirkung an der Werkverwaltung. Im übrigen ist das System der Gewinnbeteiligung für die Arbeiter von nur geringem Belang. Sie erhalten, wenn sie wollen, ihre etwa erzielten Ersparnisse mit 6 bis 19 anstatt wie aus der Sparkasse mit 3� Proz. verzinst. Eine wesentliche Besierung ihrer Lebenshaltung wird, das dürste sich sehr bald erweisen, dadurch nicht erzielt. Ar- bester, die sich die Kapitalbeteiligung zunutze ziehen wollen, werden sich dabei hüten müssen, zum Vorspann reiner Produzent« rtinter schiffohrt und für Lebensmtttelbetriebe. Wenn durch diese Maßnahmen einzelne private Unternehmungen zu Einschränkungen oder gar Stillständen ihrer Betriebe gezwungen worden sind, so war dieser Eingriff jedoch erforderlich, um im Jnter- esse des gesamten Wirtschaftslebens den Eifenbahnver- kehr aufrechterhalten zu können. Eine neue grohe Lankenkonzenlralion. j Das wachsende Uebergewicht der Berliner Großbanken hat drei größere Prooinzbanken veranlaßt, durch den Abschluß eines Freundschaftsvertrages unter Austausch von Aufstchts- ratsstellen einen losen Zusammenschluß herbeizuführen, dessen Ziel die größere Selbständigkeit der Provinzbanken gegenüber den söge- nannten O-Banken ist. Es sind dies: der Barm er Bankver- ein, der in den letzten Iahren eine sehr starke Ausdehnungstättg- keit entfaltet hat, jetzt über 299 Millionen Mark Aktienkapital ver- fügt uns diese auf 499 Millionen Mark erhöht, ferner die A l l g e- meine Deutsche Kreditanstalt in Leipzig, die ebenfalls sich aus kleinen Anfängen herausgearbeitet hat, mit der Diskonto- Gesellschaft in einem Kartellvcrtrag steht und jetzt ihr Aktienkapital von 229 auf 499 Millionen Mark erhöht und die Bayerische Hypotheken, und Wechselbank, deren Einfluß in Süd- deutschland, zumal in der bayerischen Industrie, nicht unerheblich ist. Diese letztere erhöht ihr Kapital auf 499 Millionen Mark, so daß der ganze Konzern mehr als 1 Milliarde Aktienkapital beherrscht, ganz ab- gesehen von dem Einfluß, den die angeschlosienen Banken durch Be- teiligungcn auf die Industtie»nv auf andere Bankinstitute haben. Die Unternehmungen betonen zwar, daß sie ihre Selbständig- keit behalten wollen, es dürfte jedoch ganz von selbst eine engere Interessengemeinschaft sich ergeben, zumal der Gegen- satz der Interessen zu den Großbanken der Leitgedanke des Freund. fchaftsoertrages ist. Die industrielle Konzentration der letzten Jahre findet so ihr Gegenstück in dem engeren Zusammenschluß ihrer Geldgeber, die natürlich letzten Endes auch wieder der Z u f a m» menballung der Produttion dienlich ist. Die amflichen Devisenkurse der gestrigen Berliner Börse zeigten die bereits kurz mitgeteilte Abfchwächung. Der Dollar er- mäßigte sich von 195,89 auf 181 Mark, 100 holländische Gulden von 7143 auf 6618, ein Pfund Sterling von 816,65 auf 756,79, 199 fran- zösische Franken von 1528 auf 1438 und 199 Schweizer Franken von 3891 auf 3496,5 Mark Am Effektenmarkt, wo ebenso wie am Devisenmarkt das Geschäft verhältnismäßig gering war, gab es überwiegend Kurssenkungen, die im allgemeinen 39 bis 59 Prozent betrugen und nur für einzelne Papiere erheblich über- schritten wurden. vom Eisenwirkschuslsbund. Der Cisenwirtfchaftsbund beschloß in seiner letzten Sitzung eine Abänderung der Preisregelung dahin, daß nicht mehr wie bisher die lediglich auf freier Vereinbarung be- ruhenden, sondern die durch Vertragsstrafen verbindlich ge- machten Richtpreise gelten sollen. Diese Richtpreise sollen nicht mehr von einer nur aus Unternehmern allein bestehenden Kam- Mission, sondern von einem paritätischen, mit Arbeitervertrctern be- setzten Ausschuß festgestellt werden. Die Neuordnunn. der ein ...,. � Teil der Metallarbeiter widersprach, bedeutet eine gewisie Annähe- essen zu werden. Der Gegensatz zwischen Kapital und. rung an die Forderungen der Arbeiter nach gesetzlichen Höchst- Arbeit wird auch in den Betrieben mit Gewinnbeteiligung nicht' preisen, die auch das Reichswirtschaftsministerium verlangt hatte. beseitigt, und es wäre ein verhängnisvoller Irrtum, zu glauben. 1 Der Vertreter dieser Behörde erhob gegen die Neuregelung keinen daß mit dem Gedanken der Werkgemein'chalt auch nur der Weg Einspruch, und es ist anzunehmen, daß das Reich-wirtfchafts- w m-neninste oewielen wäre Inwie- � nnmsterium der vorgefchlaqenen Regelung zustimmen wird unter zur Ueberwindung der sozialen Gc�n atz« gew.e � der Varau-fetzung. daß auch die aberschlesischen Werte die jetzt in- weit die Teilnahm« der Arbeitervertreter am Aufsich rat zu einem foIge � Kohlenprei-stsigerung erhöhten Preise- z. B. für Stab- Ausbau des gesetzlich bereits festgelegten M' t b est> ,nm un gs- 5030 � � Lonne— als bindend ansehen. rechtes führen kann, hängt von tem Geiste ab, in dem die Be» stimmungen angewandt werden und von dem die beauftragten Der treter der Arbciterinteresien getragen sind. Die günstige Wirkung der genossenschaftlichen Sräftekonzenttosioa wird ständig dargeian durck die Ergebnisie der zahlreichen Verschmelzungen. die in letzter Zeil vorgenommen wurden. So hallen die Warenabgabestellen deS mit der Hamburger„Produktion* vereinigten äousumvereiiiS Harburg. WtlhelmSburg>>n November Die Gründe der Kohlenknappheit. Rheinifch-westfälifche Abgeordnete hatten eine Anfrage an die!«ine Umsatzsteigerung von 204 Proz., während sie im Gesamt Reichsregierung über die schwierige Lage der Kohlenversorgung der s geschalte nur 119 Proz. betrug. GewerMastsbewegung „Der soziale Niedergang der deutschen Beamtenschaft Die neueste Flugschrift des Deutschen Beamtenbundes von Wilhelm Schröder und Paul L o ck e n v i tz behandelt in ihrem ersten Teil die wirtschaftliche Entwickelung der Beamten- s ch a s t in der Vorkriegszeit, während des Krieges und der Nach- kriegszeit. In ihr wird klar das Zurückbleiben der Beamtenwirt- schaft gegenüber der Steigerung des Volksreichtums der Vorkriegs- zeit und das rasende Sinken während des Krieges und der Nach- kriegszeit gezeichnet. Der zweit« Teil zeigt den hierzu im scharfen Gegensatz stehenden wirtschaftlichen Ausschwung von Industrie, Landwirtschaft und Handel. Die Wege und Ziele zur Ge- sundung der Beamtenwirtschaft, die im dritten Teil dargelegt werden, weisen die Beamtenschaft darauf hin. mehr als bisher sich um die großen Fragen der W i r t s ch a f t s p o l i t i t zu bekümmern. Das Zusammengehen mit den andern Arbeitnehmer- gewerkschaften wird eingehend behandelt. Die ganze Schrift ist für die Beamtenschaft und für die andern Arbeitnehmer ein Mahn- und Wc.uf, die Dinge nicht wie bisher treiben zu lasien, sondern entscheidenden Einfluß auf die Wirtschaftsgestaltung unseres Volkes zu gewinnen, damit nicht ausschließlich die unteren Schichten die Hauptlast des Versailler Vertrages zu tragen haben. Das Heft kann zum Preise von 2 M. und aegen Voreinsendung des Betrages durch die Geschäftsstelle des Deutschen Beamtenbundes, Berlin S. 42, Oranienstr. 149/142, bezogen werden. eh» nicht empfehlenswerter Arbeitgeber. Der Inbaber der Papiergroßhandlung Fritz Voigt ck Co., Alte Jakobltr. 19«. zahli seinen Arbeitern einen Wocdenlohn von 239 M., außerdem eine WirlschastSbeihilse von 29 M., die aber nur gewäbrt wird, wenn die außerordentliche Teuerung an- hält. Der tarifliche Durchschniltswochenlohn dieser Branche beträgt 449 M. Als der Verband mit der Firma verhandeln wollte, wurde jede Verhandlung von dem Arbeilgeber abgelehnt. Es ist daher nöiig, daß das Verhallen dieser Fiima bekannt wird. Wir erwarten, daß jeder Arbeiter den Betried meidet. Deuischer Transportorbeilerverband. Branche: Graph. Gewerbe. Lohnbewegung der Müllfntscher. Die Sfüllf itscher und Arbeiter der W'rlschastSaenoflenschaft hatten, der Direktion durch den Dentschen Tran°vortarbe>terverband am l. Tereniber LoHnfordenmaen überreicht. Sie sahen sich hierzu peuvangcn, da bei den jetzigen LebenSmiitelvreisen die hoben .M iniste'gebälter� von 468 M. für Kutscher. 444 M. für Schaffner, 429 M. fni Verladearbeiter und 36ö M. wöchenilich für Hoiarbener die noble Paision als Minister zu leben nicht mehr gestalten. Die Direktion der Wirtschaftsgenossenschaft bat für die Noilage der bei ihr beschäfligten.Minister' kein Veiständnis. denn sie bat in den Verhandlnn.ien jedes Zugeständnis abgelehnt. Es könne den HauSwirlen bei dem jetzigen M'etunS, trotz der Erhöhung von 79Pioz ob 1 Januar, nicht zugemiltel werden, höhere Gebühren für die Müll'>»br zu zahlen. Andererseiis ge- statte auch die finanzielle Lage der Gesellschaft es nicht, höhere Löhne zu bewilliaen. Die Müllkulscher können ihre schwere Arbeit bei diesen Löhnen nicht weiter verrichten. ES besieht daher die Gefahr, daß der von der Oraanisalion angerufene SchlichiiingSauSichiiß einen SchiedS- spruch fällt, der die Arbeiter nicht befriedigt oder, wenn dies der Fall, von der Direktion abgelehnt wird, die Einstellung der Müllabfuhr nach den Feiertagen eintritt. DaS Ve, halten der WirtschaflSgenoffeni'choft läßt darauf schließen, daß den Hausbesitzern ein Slreik der Müllkulscher gar n>chi io unlieb ist, als Druckmittel auf die Behörden zur Erlaiiguiig höherer Mieten, wie sie der Gruiidbesitzerverein in Höhe von l3l Proz. fordert. Kommt es zum Streik, dann soll. man nicht, wie schon so oft, auf die»streitlustigen' Müllkulscher schimpfen. Da».Neukölliler Tageblatt' vom 13. d. M. berichtete, daß Vertreter des Deutschen TranSporiarbeiterverbande? gemeinsam mit der Direknon der WiriichastSgenossenichast beim Oberbürgermeister B ö ß weaen Erhöhung der Mieten vorstellig geworden seien, damit den Müllkuischern höhere Löhne gezahlt werden können. Der Denlsche TranSportarbeiterve-.band erklärt hierzu, daß kein Vertreter oder Angestellter von ihm beim Oberbürgermeister geweien ist. Vielleicht ist das.Neu'öllner Tagebtan' so freundlich und berichtigt teine falsche Behanprung. Betriebsräte! Die Generalversammlung der BetriebSiäie findet Mitrwoch, den 4. Januar 1922, abends 6 Uhr, im GewerlschaftShauS, Saal IT, statt. Tagesordirungl 1. Die wirtschofilichen Forderungen des ATGB.(lfleferenl: ein Vertreter des ADGB.) 2. Freie Aus'prache. 8. Wahl der UniersiützungSkommifsion � Zutritt haben nur die gewählten Delegierten zur General- Versammlung und die Mitglieder der GewerkschostSkommiision und de» AusschusfeS der OrlS-Afa. Der VollzugSrat der FBRZ. Nickel. Slbrecht. Die Funktionäre der poflhelfer erklärten in einer Entschließung, sie begrüßen die Reiolulion bei Tclegraphenorbeiter lS..Vorw.' 634), erklöien sich solidarisch mil denselben, und sie werden die Aklion mit den ihnen zur Veriüguirg stehenden Mitteln unterstützen. Ein Verggewerbegericht für das Saargebirt wurde durch Ver- ordnuug der Regieruiigsiommiision für die Enischeidung gewer klirter Streiiigkeiien zwüchen Arbeitgebern und»nehmern im ioarländiichen Bergbau errichiel. Da? Gericht besteht aus einem Bolsitzeuden und 64 Beisitzern, ist in vier Kammern eingeteilt(Saarbrncken, Völklingen, � Sulzbach und Reunlirchen) und umiaßi eme» ständigen AuSswuß von je 8 Vertretern beider Gruppen zwecks Erstaitung von Gm» oivte». Der Vorsitzende deS Gewcrbegerlwts und iein Stellverlreier werden vom Prändenie» der Negierungstommiiston ernannt, die Beisitzer auf die Dauer von 6 Iahrer gewählt. Einen schweren Berstist baben die italienischen Gewerk- schaffen erlitten. Ihr Generalsekretär B i a n ch i ist an den Folgen einer Lungenkrankheit, die er sich auf der Reise mit den Teilnehmern der Genfer Arbeitskonjerenz durch Deutschland, zuzog, in Mailand gestorben. Die Schwedische Eisenbahnerorganlsa'.lon veransta'tet« ein Res«- renbum über den An'elfluß an den Schwedischen Gewerkschaftsbund. Es stimmten zirka 67 Proz. für, der Rest gegen den Anschluß. Damit ist der Mnschluß eine vollzogen« Tatfache. Die kanadische Regierung hat die Verfügung getroffen,«wen Vertreter des organisierten Personals in die Lei- tunq des Eisenbahnbetriebes aufzunehmen. Das Wochenblatt der amerikanischen Eisenbahner»Labor" vermerkt diesen Beschluß als einen Erfolg des Eisenbahnpersonals, das diese Vertretung schon vor einigen Iahren verlangt hat. gkvtr-l-erdand bn«ngrstcltr». Herren» und Snabenkonfektion, Damen- und Mädchenmänlellonfektion, Blusen- und Sleidedtonfektum, Herrenwäsche- Kanfeltion. Funktionärversammlung heute S Uhr im Echultheiß-Auaschank, Neu« Jakobstr. 24— 25. Steinholzlegee und Heller. Mittwoch 7 Uhr im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 24— 25, Enal 10, Bericht der Lohnkominission. "'-Berband. Themische Branche. Mittwoch 7 Uhr ' Eingang Echmidstrah«, allgemeine Echultheih- Ausschank, Neue Zalob- st rate 24— 25, öffentliche Versammlung der Angestellten der Feinmechanik und t>»tS. Donnerstag 7 Uhr ht der Renen BHIMarmont«,»öprrttcker Straß» Nr. SS— 07. Mitgliederversammlung der Angestellten der Kunst- und Ba» schlossereien. femschmecker rauchen nach wie vor miEm GOLD ZIGARETTEN Willkommenstes Geschenk für Herren u. Damen Deittscher Traneportarbeitcr- Ms«« MM MW vernnlassen viele Leute wieder aus tbre allen Petroleumlampen olS Be- leuchlnngSmiltel zurückzugrcise» in der irrtümlichen Annahme, hierdurch Geld zu svaren.— Daß sie dabei au» dem Tiegen in die Trause kommen, möge Ihne« folgende Rechnung tiar machen: t. Der gewöhnliche Pelroleumrundbreuner enswickelt 12 Kerzen Hellig- keit und vcrbiaucht ilöndlich 69 Gr. Brennstoff; das macht bei einem Petroleumpreis von M. S,— pro Liier 5 1 P f. 2. Pelroleumglüblicht bcanivrucht bei SV Lk? Helligkeit 89 Gr. Brennstoff für die Stunde und tollet demnach für die BrennNunde 7 1. P t. 3. Eine SO-HK-JnvertgaSlampe verbrancht 50 Liter GaS in der Stunde nnd tonet bei einem Gaspreife von M. 2,50 pro obm nur 12,5 Pf. 4. Demnach isl daS Petlolenmlicht trn Rundbrenncr mcbr als viermal so teuer, in Bezug aus die Helligteit sogar säst P mal io leuer und da« Pelroleumglühlichl last sechsmal so ieuer als daS GaSglühlichi. Diese Zahlen beweisen dcullich die ökonomische Ueoerlegcnbelt deS GaS- lichtes gegenüber dem Petroleumlicht. Ein sür die HauSsrau lebr wichtiger Punkt ist daS Reinigen der Lampen. Die Petroleumlampe erfordert täglich die unai genebme Arbeit des Reinigen», PuhcnS und Aufsüllen», während die Brenner der GaSlampe nur einmal im Jahr nachgesehen und gereinigt werden müssen. Diese einmalige Reinigung sollle sich jedoch jede HauSsrau zur Pflicht machen, um ein Nachlassen der Helligkeit und eine unnötig« Zunahme de» Gasverbrauches zu vermeiden. Bom vollSwirtfchasillchen Standpunkt au» muß die Forderung autge» stellt werden, den Peiroieumver brauch einzulchränten. da schon vor dem Krieg« bei den billigen Pctroleumpreiien jährlich über 120 Millionen jür Petroleu« in» Ausland und so dem deutschen WiitschaftZIeben verloren gingen. »v», Zum ifacken: Margarine mit Buttengesch madiPfti52 bis MC- Schmalz Reines Schweineschmalz- Marmelade»50 60%2ucker; reine krucht...!?, mc- Butter m V» bis k' Bei Röchgabe der'«.. f_\J Reidielfbom V �* (SOBons proPfd)\« tzaufen Sie Netii zudzer Butter stfimalz pro Pfund billiger Anerfeinsfes Auszug» Weizenmehles mi Hochfeines Weizenmehle 6 tte Pn'ma Weizenmehl�S, 50 MC Weizengrieß� 50 MC loreley Rcidicll Union * ros PiUcilen inöroß ßerSn * Ladern? flt. J98*3«.5ii()t87 Dezember ge- starben ist. kbw seinem Andstto! DieBrerdlgung findet am Mittwoch, den\ 2t. Dezember, nach-[ mittags 1 Uhr. von I der Leichenhalle des I städtischen Kirchho'es I in Fried: ichsselde� aus statt. Rege Beteiliguna I erwartet I7I/8 l Die Ort«»«rwalt»ng i !tIIg.lIMf»i!!keük»8Ze Seiliii-Uelileiiliei'g. Einladung zur aak>orordan!l. Sitzung de» Ausschusses zu Mitt- woch, den 28. Dez. 1921, nacht». 5 Uhr. im Kassen- lokal, tviaadalenrnst. 16, 1 Tr. link». Tagesordnung: l. Festiehung der neuen Grundlöhne. 22 20 2. stassenangelcgenheiten. Der vorstand. v. S eilet, Varüßendev Danksagung. Für die vielen Beweis? herzlicher Triinahme bei der Beerdigung unsere» lieben Biuders Otto sagen wir allen Ber- wandte». Freunden und Bekannten, insbesondere Herrn Prediger Thicssrn unsrrn herzlichsten Dank. Geschwister H-Hd«. Sebastiansir. 39. 724b Allgemeine Ortskrankenkasse für Berlin-Steglitz Bekanntmachung Die Perireter ber Ar- beitgeber undVerücherten im Ausschuß werden hier- mit zu der am Mittwoch, den 28 De- zembr-r lgll.abd».«Abr, Im Restaur.„Atbrechts- hos",Albrechtstr.ls. hier, staltfiudendr'n 2Z-tk Ausschuß- Sitzung eingeladen. Tagesordnung: 1. ffftt eSunf) de» Haushaltsplanes für 1922. i Easiunqsänderung 8. Wahl des Ausschusses sür die Prüiung der Rechnung des laufen- den Jahres 4. Wahl von Vertretern gemäß ZlOSd. Satzung. 5. Verfchtcdenes B.-Sleglih. I7.Dez lS2l. Der vorstand Karl Ltehr. Borsißender Wie bekannt zahlisch Ar AI metalle aller Art, auch Fabrik- ads., die höchst Preise ?»»! /immerm»nn Alt- Iatebstr. 56. Tel: Monsivtah 4317 Weißweine n�hvetne Boräeaeix Biir�iiüer im Co�siac IPSüJJllC KAM ürac sowie sümfliche in* und auslSodis.cben Liköre Weinliaus G. m. b. H Weingroßlianillung Hauptgeschäft: Leipziger Str.!Z Tel. Zlr. 15102 u. S»20 2. Geschäft: Charlottenstr. 71 Tel. Ztr. 7nI4 Z. Geschäft: Prledrlchstr. 64 4. Geschäft: Ctiarlattenbtfrg WT'imersdori. Str. 86 a. Kurfürstendamm, Slpl. 6416 Ysrliniiin Sin anisre neueste Preisliste I Fordern Sir/Cobu", gotos-�tflonzen-guttet-MARGARINE Bertis �MäiKisdie MaT�üTintfWexRi SA�Jssexs�eä� XQ tlbexfeldund B eflin■ Piche Isdoif ' Generalvertretung: Franz Jos. Gfrörcr BERLIN W50, Ansbacher Str. 56» Fernspr.: Steinplatz 4848 cu 12144 OUt «stst eine Tafle Kaffee, Tee. Kakao usw. besonveSi wohltuend. Zum«Süße» verwendet ma» vprsellhest Süßsiofl-Tadiette». Est sind gus, billig und d-löinmLch Sin- Todlets- genügt sür eine Tafle. Schachtel» mit 100 Stück XL IAO. SrhälMch Instoloniaswaren-, OragcnbaaMungn »od Ulpothest». Verwe'longsstelle Berlin st 54, LinienstreDe 83/85. Seschästszeit so» sonn. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Miltmoch. den Zl.vezember, nachm. 8 Ahr, in der Aula de»„Sophien- eyjeu> Meisterstraße 10/17 Wetn- Bersammlung aller in der Batterie- u. Elementenindustrie beschäftigten Kollegen und Kolleginnen Tagesordnung:»arlchl»o» da« Tarif- Verhandlungen. vonnerolag, den 22. Dezbr., nachm. 8 Ahr, im„«legaadrlaer-, Atexandrinensir. 37» Branchenversammlung der Graveure und Ziseleure. Di« Tagesordnung wird in der Versammlung bekanntgegeben. IMV~ Ohne Mitgliedsbuch lein Zutritt! junfiioRdte Des SeuWev SiienDQönet-BetDaßDes! Mittwoch, de» 21. Dezember, abends 7 Uhr, sindct in den Audreas-Festsalen, Andrcosstraße 21, eine sseilmininng Qrtsgrnppe Gross Berlin statt. Tagesordnung: Tie Lohnbewegung. Wir erwarten vollzählige» und pünktliche» Er- scheinen. Funliionäriarte und Miigiirdsduch des DGB legitimieren, sonst unter leinen Umstäuben Zutritt. 80 4' Die für Mittwoch ong-setzte erweltrrte Ortsverwaltungssitzuug findet nicht statt. VIe Onsverwaltuag de« Deutschen BUenbahnerrerbande». Wm die Erwerbslose(Kranke) Wegen OuarialSschluß ist die Kranken, abteilnng am Montag, den 22. Januar 192*4, den ganzen Tag geschlossen. Di« am 2. Januar fällige Untristsißung 1 wird bereits am Tonnadend, de» 31. Te- 1 zemdcr, ausgezahlt. Die Auszahlung der Unterstützung erfolgt nur bis 12 Uhr mittags."MG .AHitanx'! Arhtnnsr! Der Feleriage wegen bleibt unser Bureau am Montag, de» 2«., und Dteastog, de» 27. Dezbr., geschlossen. Am Sonnabend, de» 24. Dezember, find die Bureau» dt» mittag» 1 Ahr geSstnel. 171/7 Die Ortsverwallnag. -llcppfdic kauft man am besten in dem seil 50 Jahren bestehenden Teppichhaus Brünn Hackescher Markt 4 am Bahnhof Börse Große Auswahl! Billigste Preise! IS dilzzl| erhalten Sie iu I diskreter Weis« Ä Krsdit Fertig am Lager RioseBliilt« iBSWtfet. WiDtsi-Ulüer Paletots Jadie!t*B.t!il3way Änxüge Ertal« für klaß! DamM-ÜMisklicD Möbel« Einrichiungen in 4 Etagen. IJiii neaeittiiter Str. 4447 Haos ÖfanienstFuSe verkaufe für 1. Banthnp. w Jahre fest Ta F. 7448 stuck. Moste, Tauentzien- straße 2. 10,16 »-alle wünschen sich in diesem Jahre im: JfÖSETTI- Ct�areiten zu Weihnachten— diese Qenief3epl!// Caf6 IENT Varletck Strausberj-er Platz, 3 Min. v Alexanderpl Ber vorragendes D E Z E M B E R- Programm . Hermann Stacbner | Reinard RcndOriaoa i den Lo Werdea ! 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Heute abend 7I(, Uhr Frau Gittas Siltine Marr, Klinder. Wasa, Schflnemann Muth Mittwoch u Donnerstag nachm 4 Uhr kleine Pr Rotkäppchen Residenz-Theat Taguch i', Uhr: Das mite Rand Irene Triesch. Arnoid Korfi, Schrotn. Klein. Pospischn, Haidt Mittwoch u.Doi ers'ag nachm 4 Uhr, kl. Preise: Max and Moritz üehrenstr. s4 7*/, Uhr; Riesen-" VomsöüHne Theater an. iJülowpiatz u�MalfeMenfch Lessinp- Theat. 7; Peer tjjnt(Doos) MittwochJ'i.: Pitzlllitz TV,: Wenn wir Toten erwachen Donnerstag 7', y Wenn wir Toten erwach. Freitag 7. U z. I. Male Die rote Robe Sonnaucnd geschlossen sonnt 3: Peer dynt 77,: Die rote Robe Mont 3 Die Spielereien einer Kaiserin 7'/,: Die rote Robe Dienstag 3', Pitzlllitz TV, Wenn wir Toten erwachen Oeutsehesiliiiistler-Tli Heute bis Freitag 7 V,: (Max Adalbert) Sonnabend geschlossen Sonntag und Monta 3: D.Ballerina d.Kdoljps Allabendlich?»/, D. heilig. Ambrosius Centrai-Theater '•/. u.: Detektivmäilel Deutsches Opernhaus �hr: lohengrin Friedr.-Wilhclmst. Th. s uhr: American Girl Intimes Theater 8 ü.: Die große Stadt Der Schleier Klein. Schauspielhaus iv.uht; Reigen Lustspieihaus 8 Uhr Hahnenkampf Slttl. Forderung Metropol-Theatcr u30D.SIraßEnsängerin Neues Oporetten-Th. 8 uhr. Königin UJaebl Neues Operettenhnus Sciiunchg., Hauptstr. 144 S Uhr Einmal kommt dl. Stund. Neues Thealer am 2op u7!,7;. Das deutscti. Leid Neues Volksthcater i'/jUhr Dl. Gezierten Der ze< broeh. Krug Schiller-Th. Charlbg. uJlnWintepfflärEiifiD SchloBpark-Th Steglitz '>/- Uhr Jugend Thalia-Thealer uhr. Schäm' öiEt!, Lotte Theat. am Noiiendorfpl. 3''z Die Ehe im Kreise U.' Die Ehe im Kreise Theater des Westens , h/ ßrantlLucullns Th.i d. Kommandant Str (Jüd KflVsti.-Th. 7', JanKel der Schmied Wallner-Theater ...uhr Oielanzgräiin Walhalla Theater u8:Jud3 muß man sein Admlrals-Paiast 7', Uhr Abrakadabra WeiHnachts- Spielplan der Meinhard-Bernauer Bühnen: iMiifSnMetftt: Komödienhaus: 1. Zeiering, ttnrlim. 2.30 Uhr: Mostauer«uustler-TH.. viei Scl)wsstern. Mmon Lesraul. (Maria Crsea. Wal terJauflen.JohanueS Riemann, Paul BUbt. Hermann Ptcha, H. H. von ZtwardowStl. Rudolf Jünger. Paul Rehkops.Gustav Mav.Robert Klupp. Willy Appell.) Z. Fetertag. nachm. 2.30 Uhr: Moskauer aünftler-TH.: vrüver Ksramasow. Mmon Lescmk. (Befrvuug wir am>. Feiertag.) MruStag, 27. tDe».. abends 7 Uhr: Moskauer«nuftler-Td.: vrei Sckiwestern. An beide» Feiertagen, nachm. 2 Uhr fermähigte Preise): vis Sache mit Lola. Allabendlich 7.30 Uhr: Die Fahrt ins Blaue (Erika Gläsjner, Frieda Richard. Olga Engl. Ernst Pritck!. Eharlotte Ander. Heinz Stieda. Ernst Derndurg.) »orberettung: Lustspiel in 3 Akten von B e r» e> i l. (Maria vrska.) Serliner Theaker: D Siv.operiv. An beiden Feiertagen, nach«. 3 Uhr (ermäfttgte Preise): va» Mllliordsnsoupsr. An de» Feiertage« adendS 7.30 Uhr: Am Dienstag. 27. Dezember: Zum Male: Vrinzessm Olala Fritzi Massary«. Ralph Arthur Roberts, Pepi Zampa, Herbert Kiper. Thealeri dkömggrätzerSlr. Gastspiel der Mitglieder des MßÄßN AM'ZSkSw Für folgende Aufführungen sind noch Karten zu haben: Marge». Mittwoch: Drei Schwestern Donnerstag, 22. Dezember: Briider Karamafow Freitag, 23. Dezember: Briider Karama ow Der Vorverkauf für die nächste Vorstellungsreihe be- ginnt heute an der Theatertasse, bei A. Wertheim und beim Verlag Ladyschnitow. Rantestr. 33, für: Dienstag, 27. Dezember: Drei Schwester» Mittwoch. 28. Dezember: Brüder Karamafow Donnerstag, 2S. Dezember: Onkot.Wanja. Freitag, SO. Dezember: Brüdc» Karamafow Sonnabend, 31. Dezember: Sütel Wanja Sonntag, 13. Dezember: Drei Schwester« (Rose-Thenter) Uhr Biederleute dazu 0. WenT.Elizondo Casino-Theater Loihring.Str.J, Tägl.T'. Der Weg z. iet An allen Feieita. en 2 Vorstelluneen 7'. DerWegz. Qtüek 3' ,: M art r.s Abenteuer FOLIESClPBICE Limenstr. 132 TSglich 8 Uhr: BicDaie Im Bell Sonntag k-tUhr: Die Schiffbrüchigen (zu klelaea Freisen) cum Busen Tal 7>. Stp a chZU l II�DIEIX da« Land b Träume| 31 Schlange d.Dur�a! eingewailtq.ürioipll 3!eue®M.*SinlatiDn I Bolf Werth. u.C>ruAl Theat«. Kottb.Tor TrtMoriz 16077 SogLT'.Uhtu. Stq nathm. 3 U. l Elite-Sänger 10 Herren wlst!«»mit.', Rmhatb-Pretse � Pvd.I I-ll.zU 4 r,' farietfi-Spielplan Rauchen gestaltet| RelchsballenThiater Ailabendlicn 7'/, Uhr u Sonntarhm. I U S tet t Incr S Ii n je e r Stg.nachm. halbe Pr uJ, Theater uhr i )ir. Jam. Klein l An beiden t'eieplage.- 31/, Uhr ■ Orig.-Besetzun. I Frau Luna [Vorverk eröffnet! Die Sensation Berlins Frau Lima Große Aussta Operette voi Paul Llncke mit dem Origoiatis- |Luft-Bailett| SskarSaboall Eise Berna Kartin Kellner fritzi Arco Fritz Steidl [inDamen- üU Ballett! Ankaut Juwelen' Margrai& Co. i?anonierstr.9. Qrosses Schauspielhaus Ohne Uaterbrechaag nach an allen 3 Feiertagen 8 Uhr Dantons Tod tob Georg Buchner Inscenierung: Max Reinhardt Dleterle, DecarU, Hartmann, Dlegelmann, Ohnther, Lina Lotsen, Tbelmann, Hagenbrucb Nicht mo rtrwecbseJn mit dem In diesem Hause zesp leiten Drama„Danton" von Romain Rolland Friejiich-Wilhelinsläillisch. Theater Freitag, den 23. Dezember 1921, abends 7 Uhr: Zum 1. Mala »« Text von Fritz GrDnbaum und Herbert Siel neck Musik von Kurt Zorlig Spielleitung: Carl GrQnwaid. Musikal. Leitung; Ernst Haueke In den Hauptrollen: Cord! Millowitsch a. G., Dora Hrach, Ida Perry, Carl Grünwald, Fritz Langendorff, Theo Lucas, Alfred Scherzer, Franz Schwaiger Vorverkauf für die Premiere und Felertags-Auffühningen ab heute an der Tageskasse von 10'/. bis 6 Uhr und bei A. Wenneim und invalidendank. | Dir. Jam. Klein An beiden Feiertagen 3V, Uhr . Otig.-Besetzung DepaeprßeFffelt Vorverk. eröffnet Die große Revue Welt bietet sol- Ehe Ppaehtiins-I stiitt.ii.Ksm.be- rühmt. Dspstell. Max Lands Bpdiio Kästner Sascba Gura Wilii. Hartstein Franz Groß P.Westermeyer L. Werkmeister Damen- Baliett! Vorverkaui | ununterbrochen 75 Sfühstrumpsafche lauft SBIUmtl, CHüffct- (ttaSt 2m I.* einmal aepradt— immer I«. ntiobt. Feinst, ideschmack. stet« frisch, gu fauf. in b. ,.*» Zigarre, laeich. usw. Neue �rtEtrOnn? Ncrtaufsftca. ricfilel ein: U U l U V U k Generaivertr E NSeker. Berlin, cichlenderger Str. 22(jwntflfiabt 1683) Quantum, kauft Metall. Kontor John, Altejakobstf. 13h Potsdamer dir ah 1 1 Nur n.b. Donnerst.:| iDas ind. Grabmsil II. Teil Turmstr. 12 I Die Abenteuerin I von Monte Carlo Ii. Teil iMarrokkanlsche Näctitn 1 mit Elten Richter Mexanderpl.-Pass | Im Rausche der Wacht. II. Teil iFriedenau.Rheinstr 1 0-ssiiwariePanllierln Auf Teilzahluim Anzüse MUOuier, Raüiant Magardeil mob.Sachen Bega., bistr. Ralenaabi Leizerkottiied «oueRaort»tr. 22 a fi.Et.(NäheNollend.pI. messe r. Weihnachts-Zleitwns 21. u. 22. 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