Ur. 289. Erscheint täglich außer Montage. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 12. Dezember 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Ultramontanismus in Belgien. Recht, selbst so viel Schulen, wie ihr beliebt, zu gründen. Sie gehen aus ihnen hervor, aber die Genußsucht und Frivolität, hat ihre Rechte nach Möglichkeit ausgenutzt. Selbst über eine die Glaubens- und Sittenlosigkeit nimmt gerade dort am meisten eigene katholische Universität verfügt sie in Löwen. Ihre Klöster waren von 779 mit 11968 im Jahre 1846 auf 1784 mit 30 098 Ordensleuten im Jahre 1890 angewachsen. Auf je 250 Einwohner kam eine Ordensperson, auf je 1/2 Gemeinden ein Kloster. Man fann es noch häufig genug in ultramontanen zu, wo dieser Ultramontanismus in höchster Blüthe steht; nicht Zeitungen lesen, von ultramontanen Rednern hören, daß durch ihn, aber trotz seiner. So war es im vorigen Jahrhundert in Frankreich, als die aus der Fäulniß und Widerstandsdie katholische Kirche mit ihren Heilslehren und Heil losigkeit der damaligen Gesellschaft entstandene Revolution, den mitteln den einzig sicheren Schutz gegen das Vordringen äußerlich glänzenden ultramontanen Aufbau vom Erdboden fegte; des Sozialismus gewähre. Mit Stolz wird immer darauf so ist es heute in Belgien, wo die sozialdemokratischen„ Legionen" hingedeutet, wie gegenüber den starken Fortschritten des Und dennoch hat der Unglaube in den großen Städten unter den Fenstern der hunderte von Kirchen und Klöstern ihren Sozialismus in den protestantischen Gegenden Deutsch reißend überhand genommen, ist der Sozialismus zu einer Parademarsch in die Kammer antreten." Allerdings nicht durch den Ultramontanismus, aber lands er nur geringe in den katholischen mache, nur Macht im Lande geworden. er dient, wurden geringe, denn gar keine fann man nicht mehr behaupten, Bürgerliche Beurtheiler, wie ein Kritiker, der unter durch den Kapitalismus, dem seitdem München und Mainz über" sind, Köln, Dortmund, dem Pseudonym„ Alius" in den„ Preußischen Jahrbüchern" die bürgerlichen Klassen Belgiens korrumpirt und durch industrielle Revolution wurden trog Würzburg und Kronach in's Wadeln geriethen. Nun liegt schreibt, wissen sich das nicht anders zu erklären, als aus die der Grund dafür ja wesentlich daran, daß der langjährige einer falschen Kirchenpolitik der katholischen Kirche, die in Ultramontanismus die Massen mit dem Geiste des Vertheidigungskampf des Katholizismus gegen die Staats- Aeußerlichkeiten verslacht sei und den wahren dehinüthigen Sozialismus erfüllt, der ihnen die Kraft verleihen wird, gewalt der katholischen Kirche in Deutschland einen Glauben in dem Volte nicht zu wecken verstanden habe. die Korruption zu vernichten und die Zukunft des Volkes Einfluß auf das Bolt verliehen hat, der sich langsamer Sie erkennen es nicht, daß die revolutionirende Macht, zu retten trotz Staat und feirche, trog Mönch und Kalodert als in anderen Ländern. Der Sozialismus die hinter dieser Sinneswandlung des belgischen Volkes pitalist. fann dort nicht so leicht Boden gewinnen, wo die steckt, die Industrie war, die nämliche Macht, die das Briesterschaft, mehr mit dem Volksleben verwachsen, Aeußere des Landes so gewaltig verändert hat seit der 30er theilweise mit einem starken demokratischen Geiste erfüllt, Revolution. " " Preßßtimmen des eine praktische soziale Wirksamkeit von einem gewissen Und wenn die katholische Kirche thatsächlich verflacht über die Umsturzvorlage. Werth entfaltet. Es sind also besondere historische Ursachen, ist in der Hochburg des Katholizismus, so rührt das Nachdem wir nun wiederholt und ausführlich in unserer die vorübergehend die katholische Kirche in Deutschland als gleichfalls her von der industriellen Umwälzung. Denn da Preßftimmen Sammlung die Stellung wiedergegeben ein Bollwerk gegen den Sozialismus erscheinen laffen. Daß die Kirche sich nicht auf die Seite der ausgebeuteten haben, welche die verschiedenen bürgerlichen Parteien zu der es nicht der Geist und die Institutionen der päpstlichen Proletariermassen, sondern, vom Staate begünstigt, sich auf Umsturzvorlage der Regierung einnehmen, laffen wir nun noch Kirche an sich sind, von denen diese Wirkung ausgeht, das die Seite der Ausbeutenden stellte, wurde sie ergriffen einige Stellen aus unserer auswärtigen Parteipresse folgen, die zeigt, von anderen katholischen Ländern abgesehen, feins so von der kapitalistischen Korruption wie alles, was dem sich mit dem neuesten Ergebniß staatsmännischer Regierungskunst deutlich wie Belgien, das als die Hochburg der katholischen Kapitalismus sich verbündet. So trifft, ohne daß der beschäftigen. Wir glauben mit dieser in den Nummern 286, 287, Kirche von den Ultramontanen selbst gepriesen wird, und in Kritiker in den" Preußischen Jahrbüchern" es weiß, er den 288 und der vorliegenden Nummer enthaltenen Preßstimmendem jezt der Sozialismus im Kampfe gegen die ultra- Kern der Sache mit den Worten, in denen er den Zustand Sammlung unseren Genossen ein sehr reichhaltiges und sehr brauchbares Material zur Beurtheilung der gegenwärtigen montane wie die liberale Bourgeoisie sich plötzlich zu einer der Kirche in Belgien schildert: politischen Situation in die Hand gegeben zu haben, von dem den Macht entfaltet hat, die den sozialdemokratischen Parteien Geschäfte geworden, die sich gegenseitig überbieten in Anpreifung fie in den kommenden Wochen jedenfalls vielfach Gebrauch werden teines anderen Landes, auch Deutschlands nicht, nachsteht. Seitdem der spanische Staatsmaun und Feldherr Alba ihrer Vorzüge, ihrer Erfolge, ihrer Vortheile, die wie ein großes Handelshaus mit hochmüthiger Eitelkeit die Jahresbilanz ihrer die katholische Kirche als Staatskirche in Belgien wie einen guten Werke" ziehen, und voll prahlerischer Selbstgefälligkeit die fefter die gesellschaftliche Ordnung auf der Grundlage der Be Die ,, Leipziger Volks- Zeitung" äußert noch einmal: Je ehernen Fels stabilirte", hat sie dauernd Gelegenheit ge- Bahl der gehaltenen Gottesdienste und Predigten, die Namen dürfnisse, der Anschauung der Wassen des Volkes beruht, je habt, ihre Segnungen dem Volfe zu theil werden zu lassen. ihrer vornehmen und reichen Klienten, das Lob und die Aus- mehr sie sich eins weiß mit dem Willen der großen Mehrheit der Sie, war allmächtig noch bis in die Mitte dieses Jahr zeichnungen, die ihnen geworden, in ihre Jahrbücher eintragen. Staatsangehörigen, um so mehr wird sie die Kraft ihrer Er hunderts. Sie tonute eine Revolution gegen die Aber gerade deshalb auch die Unfruchtbarkeit an innerlichem, haltung in diesem Willen suchen, wird sie im Vertrauen auf das Aufklärungsbestrebungen des deutschen Kaisers Josef, der dauerndem Heilerfolg. Es erheben sich prachtvolle Kirchen und Vertrauen des Volkes alle Angriffe mit fühler Ruhe hinnehmen. als österreichischer Landesherr auch über Belgien gebot, in Kapellen, herrliche Gemälde, vergoldete Altäre entzücken das Anders, wenn die Erkenntniß in den leitenden Schichten aufSzene setzen und sie war treibende Kraft in der belgischen Auge, um die Kanzeln renommirter Prediger sammelt sich eine dämmert, daß ihre Herrschaft von der größen Mehrheit der Beelegante Zuhörerschaft, die„ Sprachzimmer" der Klöster werden völkerung mit wachsender Unlust ertragen wird, daß die InterRevolution von 1830, die das protestantische holländische nicht leer von Besuchern; in großartigen Erziehungsanstalten effen, die sie vertreten, vom Bolte mehr und mehr als fremde, Herrscherhaus aus dem Lande trieb. Die neue belgische werden die Söhne und Töchter des Landes von den in der ja seindselige Interessen angesehen werden. Dann tritt an stelle Staatsverfassung sicherte der Kirche unbedingte Bewegungs- Jugenderziehung berühmtesten Orden herangebildet, tausende von der ruhigen Selbstgewißheit ein unsicheres Tasten, ein nervöses Schwanken, und fern von der Zuversicht auf die freiheit zu, die Aufsicht über die Volksschulen und das Männern und Frauen fünftige Familienväter und Mütter Feuilleton. Im Exil. 25 Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. machen können. er trieb sie auf alle Weise dazu, die Damen Kranz zu be- René war entschlossen, das Abenteuer zu unternehmen, suchen, überhaupt alle Personen, die sie kannte und und ohne irgend jemand außer Lucien etwas zu sagen, warum auch nicht Frau Roveray? Ihr Sohn, der füllte er Blatt um Blatt mit seiner kleinen zierlichen Schrift. ( Nachdruck verboten.] nach Deutschland abgereist war, war vorher gekommen, Seine Mutter hatte unterdessen ihre wiedererwachte um ihr Ade zu sagen. Das war eine Höflichkeit, die eine Bewunderung für Paris den Damen Krauß anvertraut, Erwiderung verdiente. die sie eines Tages zu Frau Roveray mitgenommen René selbst verzichtete in diesem Jahre auf alles ge- hatten. Sie war nicht weiter erstaunt, als sie Annette sellige Treiben. Er hatte verschiedene Gründe dazu, ohne dort fand. René hatte ihr ganz nebenher mitD, wenn René wollte! begann die Mutter wieder. den allerbesten zu rechnen, den er aber nicht verrieth. Er getheilt, daß er ihr zwei- oder dreimal auf einem GebirgsMein Vetter Grandie hat ebenso viel, wenn nicht noch wollte Ersparuisse machen, ferner irgend eine große schrift ausflug und hei Besuchen begegnet sei. Einen Augenblick größeren Einfluß, als da er Senator unter dem Kaiserreich stellerische Arbeit vornehmen, die ihm die Rückkehr nach lang stieg etwas wie Argwohn in ihr auf, als sie das war. Er hat mir gesagt, daß er Deine Begnadigung erwirken Frankreich ermöglichen und seine Freunde an die Existenz junge Mädchen so frisch, so hübsch und vor allem so will, wenn Du darum nachsuchst und versprichst, Dich nicht des Autors wieder erinnern sollte. Vor einigen Wochen liebenswürdig ihr gegenüber sah. Um ihren Sohn auf die mehr mit Politik abzugeben. hatte er von Lucien folgenden Brief erhalten: Probe zu stellen, erging sie sich in Lobeserhebungen über So ist es, sagte René bitter, wenn ich versprechen will, das reizende Kind, wie sie Annette nannte. Er besaß die Mein lieber Freund! ganz artig zu sein, d. h. meine Ueberzeugungen zu ver Ich schicke Dir zweitausend Franks.... die Du ge- Selbstbeherrschung, dazu zu schweigen. René begnügte fich leugnen, den Kopf zu neigen und die Knie zu beugen, dann winnen kannst. Die Akademie für Moralwissenschaft mit den stummen Begegnungen, bei denen er ihr fast allwerde ich das Recht haben, wieder ein Vaterland zu be- und Politik hat für das nächste Jahr ein Preisausschreiben abendlich seine ganze Seele in einem Blicke schenkte, und sitzen. Um diesen Preis niemals, Mutter! Ein für alle erlassen. Den Preis erhält:„ das beste Werk, das die mit der geheimnißvollen Rolle, die er ihr in seinem Roman Dieser erzählte die Geschichte der Ehe eines mal bitte ich Dich, erlaß es mir, auf dergleichen Vorschläge Nothwendigkeit der Erkenntniß, daß die Gewissensfreiheit gab. zu antiporten. in den Einrichtungen und Sitten immer mehr einzuführen Katholiken mit einer Protestantin, und dabei hatte René Frau Messant schwieg betrübt. Aber René wurde ist, behandelt. Uff! Der Satz ist dafür, daß er akademisch beständig Annette vor Augen. Er schuf seine Heldin nach dem wieder von schmerzlichen Wünschen gequält, die diese Worte sein soll, nicht gerade leicht. Aber denke trotzdem einmal Bilde der Geliebten seines Herzens und träumte, wie er seiner Mutter in ihm wachriefen. Vor allem fühlte er, daß die darüber nach. Jeder Preisbewerber kann sich die Form, ihr einen geachteten Namen geben wolle, und wie ihn jedes Reise seiner Eltern nach Frankreich ihr Verlangen, dorthin in der er das Thema behandeln will, selbst wählen. Sogar beschriebene Blatt ihr um einen Schritt näher bringe. zurückzukehren, nur verstärkt hatte, und er litt, weil er die Form des Romans ist gestattet. Und merke Dir vor sein und der er sein fünftiges Glück sorglich verbarg. Seit längerer ihrem Leiden ebenso wenig wie dem seinigen ein Ziel sezen allem: Die Manuskripte müssen anonym ein Motto tragen, das auf dem Rouvert, Zeit schon hatte René's Vater über Kopfschmerzen und konnte. Als wirklich bekümmerte Seelen vegetirten die nur des Autors birgt, wiederholt Schwindelanfälle geklagt. Er, der das Leben und der gute beiden Alten seit ihrer Rückkehr unbeschäftigt, traurig, von welches den Namen des der Langenweile verzehrt. René sagte ihnen dann immer werden muß. So fannst Du der ehrwürdigen Akademie Humor selbst gewesen war, wurde trübfinnig und schweigsam wieder: einen schönen Streich spielen, wenn Du Dich von ihr und saß stets zu Hause. An einem warmen Tage im frönen läßt. Ans Werk also! Vertheidige die Ideen, die September, nach dem Frühstück, sank er plötzlich mit unEr hütete sich, seiner Mutter etwas von seiner Liebe ja auch die Deinigen sind. Du hast bis zum 31. Dezember artikulirten Lauten in seinen Stuhl zurück und griff mit zu sagen, die sie als eine schreckliche Gefahr, ihren Sohn Beit. Wer weiß, welche Folgen ein Erfolg für Deine Zu- der Hand nach der Kehle, als wenn er erstickte. ( Fortfehung folgt.) für immer an die Schweiz zu fesseln, bekämpft hätte. Aber tunft haben würde?... Ihr müßt ausgehen, Ihr müßt Euch zerstreuen. Plötzlich wurde er aus der Ruhe herausgeriffen, unter 21 licher werde. zu tödten. dauernde Nothwendigkeit der eigenen Herrschaft, auf die dauernde p Auch die Kölnische Zeitung" meint, die Reichstags- Vorschlag brachte, den Antrag der GeschäftsordumgsAnerkennung dieser Herrschaft durch die weiteren Wolfsschichten, Mitglieder müßten umfomehr auf baldige Ergänzung der jetzt Kommission zur schleunigen Erledigung zu überweisen. rufen die Vertreter des Bestehenden nach äußerer Gewalt, nach unzureichenden Disziplinarmaßregeln Bedacht nehmen, als der Die genannte Kommission wird nach altem Brauch vorden Mitteln des Zwanges und des Strafgesetzes. artige Fälle bereits früher mehrfach Anlaß zu schweren Klagen schlagen, dem Antrag keine Folge zu geben. auf Kosten des öffentlichen Ansehens des Deutschen Reichstags Das ,, Volksblatt" in Harburg sagt: Wissen doch gerade Anlaß gegeben hätten und als eine Wiederholung solcher Szenen Die Verhandlungen über den Etat wurden eingeleitet wir Sozialdemokraten es ganz genau, daß auch in der hohen bei dem stetigen Sinken des sozialen Niveaus der durch eine Programmrede, welche der neue Kanzler verlas. Politik nichts so heiß gegessen wird, als es gekocht ist und daß Reichstags- Mitglieder( das heißt: es tommen immer Was Fürst Hohenlohe vorgelesen hat, müssen unsere Leser der Lärm der„ Ordnungsstüzen" stets um so größer iſt, je weniger mehr Sozialdemokraten in den Reichstag!) immer wahrschein im stenographischen Bericht aussuchen, im Hause war auf dahintersteckt, d. h. je weniger irgend ein kommender Rummel der linken Seite fein Wort zu verstehen. sich mit dem vorhandenen Bedürfniß in Einklang bringen läßt. Und wenn dann vielleicht die widerborftigen Reichsboten Aber dann fährt sie doch fort:„ Die juristische Konstruktion, Graf von Posadowsky trug darauf das übliche Finanznach Hause geschickt werden und unter der geschmackvollen Devise: welche zu dem Antrag geführt hat, ist eine Glanzleistung exposé von, dessen Schlußergebniß die Forderung neuer juristischer Findigkeit im Auslegen von Verfassungsbestimmungen. Steuern ist. Gegen den Umsturz!" ein neuer Reichstag zusammengetrommelt Aber damit ist auch alles erschöpft, was man zu ihrem Lobe wird, so können wir das Resultat dieser Arbeit den staats: beibringen kann. Sie hält sich an den Buchstaben, um den Geiſt Aus dem Hause ergriff zunächst der Abgeordnete Bachem männischen Schlaumeiern schon heute mit apodiktischer Gewißheit Aus der Rede dieses Herrn Der Reichstag wird sich schwerlich auf diese ein- für das Zentrum das Wort. voraussagen: die breitesten Volksmassen wissen es längst, daß schränkende Auslegung des Begriffs der Immunität einlassen. erfuhren wir, daß Fürst Hohenlohe in seiner Vorlesung unter jener Devise lediglich ein neuer Raubzug der blaublütigen de Achtung vor dem Spürsinn, der herausgebracht hat, daß Abbitte für seine früheren Sünden als bayerischer KulturSchnapsbrenner, der Schlotbarone und sonstigen Ordnungsfüßen daß Sigenbleiben weder eine Rede noch eine Abstimmung fämpfer geleistet hat. Der Zentrumsredner nahm von inszenirt werden soll, dessen Kosten das Volt das wahre Bolt ist, auch Hut ab vor der Deutungsfunst, welche erklärt, wenn dieser Abbitte Notiz, meinte aber, daß er und seine Freunde das wahre Bolt zu tragen hätte! ein Abgeordneter in seinen Reden verleumde und beleidige, so fich vorläufig aufs Abwarten legen wollen, was die thue er das nicht in Ausübung seines Berufes. Nur wird das durch der Sinn der verfassungsmäßigen Immunität eines Theils Bukunft bringt. Ziemlich klar scheint sich das Zentrum seines Inhalts entleert. Denn der Sinn der Verfassungs- heute aber schon den neuen Steuern gegenüber zu sein. Wenn wir den Redner recht verstanden haben, so sind bestimmung ist der, daß der Abgeordnete nicht wegen Aeußerungen verfolgt werden kann, die ihm sonst nicht straflos hingehen würden. seine Freunde und er der Meinung, daß das Budget Die Immunität wäre ein wesenloser Schatten, wenn sie nur balanciren wird ohne neue Steuern. Aeußerungen deckte, in denen der Strafrichter auch unter anderen Umständen keine Handhabe zum Einschreiten finden würde. In diesem Falle wäre ja der Abgeordnete nicht mehr geschützt als jeder andere Bürger. Die Bedeutung der Immunität liegt aber darin, daß sie dem freien Wort, dem ehrlichen Manneszorn selbst in den Zeiten ärgster reaktionärer Willkür eine feste Zufluchts. stätte sichert. Die„ Norddeutsche Volksstimme" in Geestemünde schreibt: Bielleicht hat man in bürgerlichen Kreisen geglaubt, daß die von der Sozialdemokratie gezeigte Gleichmüthigkeit nur eine sch ein bare fet, aber da irct man sich ganz gewaltig. Freilich, wird die Vorlage Gesetz, so brechen unzweifelhaft eine Menge neuer Strafen, Chikanen 2c. über uns herein; jedoch glauben zu wollen, durch derartige Maßregeln die Partei vernichten zu können, dazu gehört schon eine ziemliche Portion Unverständniß der einfachen Thatsachen. Die geschichtliche Entwicklung geht trotz Umfturzgesetz und allem, was drum und dran ist, ihren Weg ruhig vorwärts, die geschichtliche Entwicklung aber ist es, auf der die Sozialdemokratie sich aufbaut. Auf die Schanzen! Das ist der Nuf, der in diesen Tagen durch die Reihen der Parteigenossen geht. Wir sind über3rugt, er wird gehört werden. Wir führen in dem bevorstehenden Kampfe nicht die Machtmittel der brutalen Gewalt. ,, Nicht mit dem Rüstzeug der Barbaren, mit Flint' und Speer nicht kämpfen wir. Es führt zum Sieg der Freiheit Schaaren des Geistes Schwert, des Rechts Panier." So wollen wir es halten. Wohl wird in dem Kampfe der Einzelne schwer betroffen werden, Dieser oder Jener wird stürzen, die Lücken aber sofort wieder aus zufüllen, stehen unzählige bereit. Un so sei es denn! Schwere Tage stehen uns bevor, aber helle Begeisterung durchglüht unsere Herzen, mag da kommen was will, wir weichen und wir wanken nicht! Unser der Sieg troß alledem! Das bedeutet schlechte Aussichten für Herrn Miquel! Recht diplomatisch sprach sich Herr Bachem gegenüber der Umsturzvorlage aus. Da scheinen die Herren auch erst abwarten zu wollen, was für die Zustimmung geboten wird. Da von der Rechten heute keiner reden wollte, ein Bertagungsantrag aber abgelehnt wurde, so mußte nach Bachem, Richter reden, also zwei Abgeordnete der„ Oppo fition" hinter einander. Zum neuesten Attentat auf die wegen der ſozialdemokratischen Aeußerungen vom 6. d. M. ver- Agrariern einige recht bittere Billen zu schlucken, nach denen ſie Immunität des Reichstags. M wenn Die, National 3eitung" ist ebenfalls nicht geneigt, diesen Majestätsbeleidigungs- Rummel mitzumachen. Sie sagt: Herrn Singer's Worte vom 6. d. M., wie anmaßend und ver- Der freisinnige Redner ging u. A. auch auf die aus so legend für das Volksgefühl sie auch waren, stehen danach unter seltsamen Gründen und unter so eigenthümlichen Begleitdem Schuße des Art. 30 der Verfassung. Ein Antrag der Staats- umständen" erfolgten Kanzler- und Minister- Stürzereien der anwaltschaft an den Reichstag, die Einleitung einer Unter letzten Wochen ein und er war neugierig genug, sich von Herrn suchung wegen dieser Worte zu gestatten, würde sicherlich mit größter Mehrheit, wenn nicht einstimmig abgelehnt v. Bötticher, der alle Entlassungsurkunden gegengezeichnet werden. Es ist klar, daß die parlamentarische Redefreiheit hat, nähere Auskunft über die Vorgänge zu erbitten. Be überhaupt beseitigt wäre, sobald es den Staatsanwalt- sonders bat Herr Richter, auch einiges Licht auf die Thätig schaften und Gerichten frei stände, zu unterscheiden zwischen feit des Chefs des Zivilkabinets zu werfen, der bei allen Worten, welche durch die Redefreiheit geschüßt wären, und Vorgängen scheinbar die Rolle des Zwischenträgers übersolchen, auf welche dies nicht zuträfe. Wollte man es etwa nach nommen hatte, der die seidene Schnur" in die Ministerdem Schluß der Session, wo es keiner Genehmigung des Reichs- hotels zu tragen hat. Sonst gab Richter besonders den tags zur Erhebung einer Anklage mehr bedarf, mit einer solchen suchen, so würde die Regierung dadurch die größte Thorheit be- anscheinend ihren Eifer im Kampfe für Religion, Ordnung gehen, welche gegenüber der Sozialdemokratie unter den gegen- und Sitte von der Höhe der Bezahlung abhängig machen, wärtigen Verhältnissen möglich wäre: die Regierung würde sich die dafür abfällt. Nach Richter erklärte der Staatssekretär von Bötticher, Das Ersuchen des Berliner Staatsanwalts, der Reichstag in einen Kampf mit ihr einlassen, in welchem die Sozialdemomöge ihm die Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung des tratie den Reichstag und die öffentliche Meinung auf ihrer Seite daß er es ablehnen müsse, auf eine der gestellten Fragen zu Abgeordneten Liebknecht ertheilen, der neulich bei der Er- haben würde. antworten. Bötticher bestritt auch, daß Graf Eulenburg Das christlich- soziale Volt" schreibt sehr zutreffend: Grund- im Ministerrath Borschläge gemacht habe, die auf einen öffnungs- Sigung des Reichstags in das Hoch auf den Kaiser nicht mit eingestimmt hatte, ist seitens des Reichstags der fäßlich halten wir das Vorgehen für nicht gerechtfertigt. Sehr Staatsstreich und Verfassungsbruch abzielten, wie Richter Geschäftsordnungs Rommission überwiesen worden. Und wie bedenklich ist uns schon immer die gerichtliche Praxis vorfich erwarten läßt, wird diese Kommission dem Reichstag vor gekommen, in der Unterlassung des Aufstehens beim Hoch eine ang deutet hatte. Das war vorauszusehen. Es bedurfte schlagen, den Antrag des Staatsanwalts abzulehnen, was Majestätsbeleidigung zu sehen. Gewiß kann darin eine Majestäts- aber der Beantwortung auch nicht, in Deutschland weiß der Reichstag auch, allem Herkommen nach, vermuthlich beleidigung liegen. Aber sie muß nicht darin gefunden werden. nachgerade alle Welt, woran man ist. Morgen bei Fort thun wird. Bu hoffen ist aber gleichzeitig, daß der Reichstag, Es ist sehr wohl denkbar, daß ein Republikaner, der gegen den Träger setzung der Debatte wird nach den Rednern der Rechten wenn die Sache zur Debatte tommt, den Angriff des Staats- der Krone nichts besonderes einzuwenden hat, und nicht daran Liebknecht sprechen. anwalts auf die Unantastbarkeit der Abgeordneten so energisch denkt, ihn beleidigen zu wollen, doch bei dem Hoch fizzen bleibt, Fürst Hohenlohe und die Parteien. Das einzig zurückweisen wird, daß sich strebsame Staatsanwälte in Zukunft um seiner antimonarchischen Gesinnung Ausdruck zu geben. andere Versuchsobjekte für ihre Experimente aussuchen werden. Dann weiter: Es wäre doch ein Widersinn ohne gleichen, bemerkenswerthe an der Nede des neuesten Reichskanzlers Vorläufig fann man jedenfalls fonstatiren, daß fast die wenn die stärkste wörtliche Beschimpfung des Kaisers straftos ist seine Stellung zu der Politik Caprivi und zu den ganze Preffe aller Parteien sich einmüthig gegen dieses Attentat bleiben müßte, während die mildeste, rein paffive Art der Konservativen und zur Zentrumspartei. Aus der Rede des auf die verfassungsmäßigen Rechte der Voltsvertreter verwahrt Majestätsbeleidigung, wie sie in dem Sigenbleiben liegt, bestraft Fürsten Hohenlohe geht hervor, daß er in Sachen der hat, allerdings mit einigen ehrenwerthen Ausnahmen. würde. Solchen Unsinn fann man doch verständigerweise nicht Kolonial- und Zollpolitik ganz andere Bahnen einschlagen Zu diesen ehrenwerthen Ausnahmen gehört natürlich in aller aus der Reichsverfassung herauslesen. will als sein Vorgänger er auch in bezug erster Linie die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", Die Kölnische Volkszeitung" schreibt: Der entscheidende das Blatt, das zwar feine eigenen politischen Prinzipien Buntt ist unseres Erachtens, daß die zweifellos vorliegende und auf die Handelspolitik den in den Handelsverträgen einge hat, aber dafür doch ein anderes Prinzip, nämlich: die Ansichten allem Anscheine nach auch geplante Ehrfurchtsverletzung inner- gangenen Verpflichtungen sich nicht entziehen kann. der preußischen Regierung, mögen diese Ansichten auch noch so halb des Reichstages vorgekommen ist und sofort ihre dis- Dementsprechend waren die Konservativen mit dem neuen schnell wechseln, stets schleunigst zu den seinigen zu machen. Die ziplinäre Ahndung durch den Präsidenten gefunden hat. Das ist Reichskanzler sehr zufrieden. Diese Zufriedenheit dürfte sich Norddeutsche" hatte von der geplanten Attion des Staatsanwalts unseres Grachtens für den Reichstag entscheidend. Der Staats- noch gesteigert haben, als auch der Reichsschazsekretär Graf offenbar schon Wind bekommen, bevor die Sache noch in die Welt anwaltschaft entgegen dem bisherigen Gebrauch Dienste zu Bosadowsky in beweglicher Weise von der Noth der Landhinaus telegraphirt war, und sie brachte deshalb schon Montag Abend leisten hat der Reichstag feinen Grund. Um so weniger, als wirthschaft erzählte. Der Zentrumspartei suchte sich der einen zornentbrannten Artikel über den Frevel der Sozialdemokraten eine etwaige Berurtheilung der Demonstranten zu wunderbaren neue Reichskanzler zu nähern, indem er das Zusammens mit dem nach ihrer Meinung unumstößlichen Beweis, daß diese Konsequenzen führen würde: wenn ein Sozialdemokrat im Reichs- wirken der firchlichen Autoritäten mit denen des Staates bestraft werden müssen. Sie schrieb: tag mündlich die größte Majestätsbeleidigung begeht, so ist er Das unerhörte Verhalten, mit welchem der Reichstags- nach Artikel 30 der Verfassung firaflos; wenn er beim Hoch auf betonte, was verständnißvolle Zustimmung im Zentrum fand. Abgeordnete Singer und verschiedene seiner sozialdemokratischen den Kaiser sigen bleibt, so soll das nach Ansicht der StaatsFraktionsgenossen es gewagt haben, einen schrillen Mißton in anwaltschaft strafbar sein wir möchten den Reichstag nicht Zum Fall Liebknecht. Unser Wiener Korrespondent sendet die erste Parlamentsfißung im neuen Reichstage hineinzutragen, in Wege einlenken sehen, welche zu einer derartigen Folgerung uns die folgende Depesche: hat einen einmüthigen Schrei der Entrüstung führen. Außerdem ist in Betracht zu ziehen, daß der Reichstag Die Verfolgung des Abgeordneten Liebknecht erregt in im ganzen deutschen Lande hervorgerufen. Das gesunde mon- feine Veranlassung hat, die Geschäfte der sozialdemokratischen archische Grundempfinden des ganzen Volfes bäumt auf bei Fraktion zu besorgen. Ein politischer Prozeß aus diesem Anlaß Wiener politischen und parlamentarischen Kreisen das größte diesem Fauftschlage, der es direkt ins Gesicht getroffen, und mit würde den Herren gerade jetzt trefflich munden. Man darf wohl Aufsehen. Der wegen seiner tonservativen Gesinnung bekannte energischerem Proteste noch, als der Reichstags- Präsident(!), erwarten, daß der Reichsiag ihnen nicht diesen Gefallen thut. Reichsraths Chlumetzky erklärte, daß nach seiner persönlichen weist es diese augensichtliche Verhöhnung zurück, mit Die Vossische Zeitung" äußert: Diese scheinbar der in geflissentlicher Verweigerung einer nicht nur durch offiziösen" Auslassungen werden auf die meisten Boltsvertreter Rechtsüberzeugung die Verfolgung eines Abgeordneten wegen des den parlamentarischen Gebrauch gebotenen, sondern auch und Richter eine gelinde verblüffende Wirkung ausüben. Denn Nichteinstimmens in das Hoch auf den Monarchen unmög Dom lebendigen Boltsbewußtsein erforderten Ehrfurchtsbezeugung bisher war man allenthalben der entgegengesetzten Meinung, lich sei. gegen Se. Majestät den Kaiser die sozialdemokratischen Abgeord nämlich, daß ein Abgeordneter wegen der Aeußerungen, die er Der Großherzog von Hessen und die Gründung neten vermeint haben, ihrer revolutionären Gesinnung Ausdruck im Reichstage thut, in keinem Fall vor die Gerichte gezogen des Deutschen Reiches. Der französische General Ducrot geben zu müssen. Nach diesem Widerhall, den der einmüthige Entrüstungs- Hätte der Reichstag bei der Verhandlung über die Ver- veröffentlicht jetzt Memoiren über die Ereignisse von 1870/71, fchrei des deutschen Volkes in der Redaktion der fassung an die Möglichkeit eines solchen Prozesses gedacht, so aus denen hervorgeht, daß der Großvater des jetzigen Groß Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" findet, wird dann dargelegt, hätte er sicher eine noch bestimmtere Formel gefunden, um aus herzogs bereit war mit den Franzosen gemeinsame Sache zu daß die Abgeordneten durch Artikel 80 der Reichsverfassung zudrücken, daß Abgeordnete wegen ihrer Thätigkeit im Reichstage, machen, ja einen Theil seines Landes abzutreten, wenn er nur für die Aeußerungen straflos bleiben, die sie in Ausübung worin sie auch bestehe, nicht strafrechtlich verfolgt werden sollen. mit badischen Gebietstheilen entschädigt werden würde. ihres Berufes als Volksvertreter thun, daß aber aus dieser Denn das war die Absicht, die mit Artikel 30 verfolgt wurde. Nationalliberalen Blättern ist dies recht unangenehm, was Bestimmung nicht folge, daß alle Aeußerungen derselben, die sie Die Freisinnige Beitung" sagt: Die Auslegung in ihrer Eigenschaft als Abgeordnete thun, auch straflos sind, der Nordd. Allg. 3tg." geht noch erheblich über die von uns aber nichts an der Thatsache ändert. Wenn die Umsturzwenn sie die gefeßlichen Schranten überschreiten und den That- angenommene Begründung der Staatsanwaltschaft hinaus und vorlage angenommen werden wird, dürfte es nicht mehr bestand eines durch das Wort zu begehenden Verbrechens( Hoch- würde schließlich die gerichtliche Verantwortlichkeit der Reichstags- möglich sein, solche historische Thatsache zu berichten, werden verrath, Majestätsbeleidigung, Berleumdung, Injurie) enthalten. Abgeordneten für alle Aeußerungen herstellen. Die Anerkennung doch die Staatsanwälte und Richter nicht fehlen, die den Eine Majestätsbeleidigung oder Hochverrath begehe ein Ab- derartiger Schlußfolgerungen würde also thatsächlich auf die Veröffentlicher wegen Herabwürdigung der Monarchie von geordneter doch nun und nimmermehr in Ausübung seines Aufhebung der Immunität der Reichstags Abgeord: den neuesten Früchten deutscher Gesetzgebungskunst tosten Berufs"! neten hinauskommen; denn man könnte dann in jedem einzelnen laffen. Falle bestimmte Aeußerungen so auslegen, daß sie nicht in AusSozialdemokratische Resolution gegen die Umsturzübung des parlamentarischen Berufs gethan sind. Diese Auslegung widerspricht offenbar dem ganzen Sinn des Artikels 30, vorlage. Eine von 2500 Personen besuchte Voltsver Aber abgesehen von dieser„ Norddeutschen Allgemeinen" nach welchem zweifellos die Redethätigkeit im Reichstage über- sammlung, welche am 9. Dezember in Breslau abgehalten und der Kreuz- Zeitung", die sich in der Sache auf eine haupt als Ausübung des Berufs anzusehen ist. wurde, faßte einstimmig die folgende Resolution; turze Notiz beschränkt, aber ebenfalls gegen eine Majestäts" Die heute im Etablissement Deutscher Kronpring" tagende, Mie unsere Leser bereits aus dieser Uebersicht ersehen, haben von mehr als 2500 Personen besuchte Volksversammlung erklärt beleidigungsflage nichts einzuwenden hat, müssen wir doch konstatiren, daß sich sonst die ganze Berliner Presse im großen sich mit Ausnahme der Regierungspresse die Blätter aller Bar ich mit den Ausführungen des Abgeordneten Dr. Bruno Schoen. und ganzen ablehnend gegen die geplante Bergewaltigung der teien gegen die geplante Bergewaltigung ausgesprochen. Wir lank einverstanden. Sie betrachtet die sogenannte Umiturz Reichsverfassung ausgesprochen hat. müssen mit der Wiedergabe der Preßstimmen über diese AnDer fromme Reichsbote" glaubt zwar, das Verhalten der gelegenheit heute schließen, obgleich uns noch viele inter vorlage als ein gemeinschädliches, dem Kulturfortschritt widerzu hemmen. Sozialdemokraten im Reichstnge durchaus verurtheilen zu müssen, essante Aeußerungen vorliegen, tommen aber nächster Tage noch strebendes Produkt, welches geeignet ist, die friedliche Entwicklung Sie erblickt in der Vorlage eine Bankrotterklärung ist aber doch der Meinung, daß es besser gewesen wäre, wenn der auf die Sache zurück. der herrschenden Klassen, dazu angethan, Furcht und Schrecken Reichskanzler sich darauf beschränkt hätte, eine Aenderung der zu erregen, um unter diesem Merkmal um so bequemer einen Disziplinarordnung des Reichstages zu beantragen und neuen Aderlaß am Boltstörper vornehmen zu können. Die Ver wenn man von der Majestätsbeleidigungs- Klage gegen Liebknecht 2c. sammelten erklärten: Der Blut- und Eisenpolitik der herrschenden abgesehen hätte. Daß er sich bei dieser Gelegenheit auch den Blödsinn Klasse den stäblernen Willen der Arbeiterschaft entgegen zu Teistet, gerade den Abgeordneten Singer als besonders straf- Aus dem Reichstage. Es raft der See, er will feßen und sie verpflichten sich, jetzt schon darauf hinzuwirken, würdig hinzustellen, weil dieser das Sigenbleiben mit Worten sein Opfer haben". Dieses Opfer aber soll unser Genosse daß bei einer Reichstagsauflösung Breslau durch Sozialdemo erläutert habe, welche ganz unzweifelhaft eine schwere Majestäts: Liebknecht sein, weil er dem Hut die Reverenz verweigert fraten vertreten ist." beleidigung enthielten"( während Singer sich zur Zeit des Die Antisemiten haben alle Veranlassung, gegen Hochs gar nicht im Sigungssaal befand, sondern erst später hat". Deshalb lag beute bereits ein Antrag des StaatsAbgesehen von hineintrat und baun das Berhalten unserer Abgeordneten be anwalts auf Strafverfolgung gegen unseren Genossen vor, die Umsturz vorlage einzutreten. gründete), das kann man dem antisemitischen, Reich 3. den der Herr Präsident damit aus dem Bereich der vor- Breßstimmen liegt aus dem antisemitischen Lager vorläufig boten" nicht weiter übel nehmen. läufigen Erörterungen im Hause zog, 30g, daß er in blos eine Aeußerung des Abg. Böckel vor, die er, ohne für Das Ende des Liedes ist: die betreffenden Sozialdemokraten müssen nach Plögensee, und der Reichstag muß Ja und Amen dazu sagen. " " " werden kann. Politische Ueberlicht. Berlin, den 11. Dezember. " lich 222 290 M. sehen für nothwendig, die in ihrer Gesammtheit geeignet sind, der Bongton, 10. Dezember. nicht. = = die ihm nahestehenden Abgeordneten sprechen zu können, lichen Betriebe erfordern zu ihrer Herstellung 424 000 m.; dabei leidige Angelegenheit zum Schmerze Crispi's nicht zur in einer auch von Sozialdemokraten besuchten Versammlung foftet das Ausschreiben von 3 Millionen Zählblättchen 75 Pf. Ruhe. gethan hat. Er erklärte sich als Gegner der Vorlage, be pro 100 Stüd, alio 22 500 M. Die Zusammenstellung und Ber- Aus Rom liegt über die heutige Sigung der zeichnete sie als schlimmer, als er sie erwartet habe, und öffentlichung der Ergebnisse für das ganze Reich erfordert schließ- Deputirtenkammer folgende Depesche vor: fritisirte sie in so energischer Weise, daß Genosse Lütgenau ihm vollkommen zustimmen mußte. Einstimmig wurde Colajanni erklärt, infolge der Absicht Giolitti's, die in seinem Der amerikanische Weizenpreis und der Antrag Besitze befindlichen Dokumente der Kammer mitzutheilen, ziehe er hierauf die folgende, dem nationalliberalen Vertreter des Kanik. Vor einigen Tagen veröffentlichten wir den ab- feine( in unserer letzten Nummer mitgetheilte) Interpellation Wahlkreises, Kommerzienrath Möller, übermittelte Resolution geänderten Antrag Kanit, nach welchem der Getreidepreis über die Räthlichkeit von Maßnahmen betreffend im Beſize von gefaßt: vom Staate festgesetzt werden soll, und zwar in der Höhe theilt mit, auf den Rath eines von ihm befragten Ausschusses Staatsbürgern befindliche wichtige Dokumente zurück. Giolitti Die am 9. Dezember 1894 in der Turnhalle zu Dortmund des Durchschnittes der Preise der letzten 40 Jahre. Wie hervorragender Abgeordneter lege er die Schriftstücke auf den statthabende Versammlung stimmt den Ausführungen des sehr dabei das konsumirende Publikum zu gunsten einer Tisch des Präsidiums nieder. Redners, des Reichstags- Abgeordneten Dr. Böckel, bei und kleinen Minorität von inländischen Großproduzenten beflärt, er glaube nicht, daß das Präsidium dieselben annehmen ( Bewegung.) Der Präsident ererklärt sich gegen alle Gesetzmaßregeln, welche die schon genügsam nachtheiligt werden soll, geht aus heute eingetroffenen könne. beschränkte Freiheit des deutschen Volkes unnützer Weise noch ( Lärm auf der äußersten Linken. Es ertönen Rufe: mehr einzuengen geeignet sind und sieht jedes Ausnahmegesetz Depeschen aus New- York, Washington und Chikago hervor," Die Dokumente verlesen!") Ueber die Frage, ob die Schriftgegen deutsche Voltsangehörige als höchst verderblich und die wonach der amerikanische Weizenpreis, der für die Preis: ftücke verlesen werden sollen, erhebt sich eine lebhafte Diskussion. Volkswohlfahrt hindernd an. Die Versammlung erkennt eine bildung auf dem Weltmarkte von ausschlaggebender Be Giolitti erklärt, daß er die Entscheidung der Kammer überlasse. Nothwendigkeit zu solchen, die Allgemeinheit schädigenden Maß- deutung ist, während der letzten 25 Jahre, demnach während Die Tribünen und die Kammer sind vollbesetzt. Im Hause herrscht nahmen, die einem beschwerten Gewissen zu entspringen scheinen, der ganzen Zeit, seitdem die Vereinigten Staaten als starke Bewegung. nicht an, hält vielmehr eine umfassende freiheitliche Revision der Exportland für Getreide in betracht kommen, noch nie so Ministerpräsident Crispi das Wort: Es handle fich nicht wie Unter großer Aufmerksamkeit des Hauses ergreift der jezt bestehenden, die wahre Freiheit Gesetze, insonderheit beschneidenden niedrig war, wie gerade jetzt. Die erwähnten Depeschen früher darum, den Bericht einer parlamentarischen Kommission des Vereins, Wahl- und Preß sind von solcher Bedeutung für die Kritik der agrarischen zur Berlesung zu bringen, sondern um Schriftstücke, deren Art und gefeßes für durchaus geboten und erachtet die Ein führung von klaren, der wirklichen Gerechtigkeit und dem edlen Bestrebungen im Deutschen Reiche, daß wir dieselben zur Bedeutung ein einziger Abgeordneter fenne. Wenn Giolitti die Empfinden des deutschen Volkes mehr entsprechenden und auch dem Kenntniß unserer Leser bringen müssen. Sie lauten: Veröffentlichung erwünscht wäre, hätte er sie bewirkt. Es kann Schutz der produktiven Arbeit mehr wie bisher bethätigenden GeNach dem Dezember: fich um Schriftstücke handeln, die sich auf Verbrechen beziehen Ackerbau- Bureaus stellt sich der Weizenpreis für oder Beleidigungen, Verleumdungen, Beschimpfungen entzunehmenden sozialen Noth und Proletarisirung des Volfes Gin- guten Weizen auf 498/10 Cents( ca. 2 mart) pro Scheffel, balten. Wer werde die Verantwortlichkeit übernehmen?( Ein halt zu gebieten und fordert, daß bei Abfassung von Gesezen für der niedrigste Preis seit 25 Jahren. Der Baum- Ruf auf der äußersten Linken: Die Verantwortlichkeit fällt dem Herbeiführung einer wirklichen Ordnung die auf dem Boden der wolle Preis stellt sich auf 49/10 Cents pro Pfund, der zu, der die Schriftstücke einbringt.) Hierauf erwidert Crispi: Freiheit und Gerechtigkeit kämpfenden deutschen Volksangehörigen schnittsstand des Winterweizens beträgt 89 pet. Das Areal, Giolitti muß also die Verantwortlichkeit für die Becöffentlichung niedrigste bisher bekannte Preis. Der Durch Nein, denn es besteht die Unverleßlichkeit der Abgeordneten; gehört werden." im Vergleich zum Vorjahre. welches im Herbst mit Weizen besät ist, beträgt 103 p& t. auf sich nehmen." Wenn die Kammer die Veröffentlichung der Dokumente anordne, werde er sich entfernen, um nicht an einem New York, 10. Dezember. Weizen eröffnete schwach auf unüberlegten Beschluß theilzunehinen. Versammlungen, welche sich lebhafte Verkäufe für auswärtige Rechnung, achten, müßten prüfen und urtheilen, nicht blind Berathungen auf 3 unahme der unterwegs befindlichen Menge pflegen.( Beifall.) und weil die Zunahme der sichtbaren Vorräthe Nach Schluß der stürmischen Berathung wurde die von größer als erwartet, später auf Abnahme in den Bonghi beantragte Tagesordnung, durch welche der Präsident der englischen sichtbaren Vorräthen vorübergehend bessere Stimmung, Kammer aufgefordert wird, die Schriftstücke Giolitti wieder zufodann fallend auf Liquidation der langsichtigen Termine. zustellen, damit er denjenigen Gebrauch davon mache, den er Schluß schwach. verantworten zu können glaube, durch Namensaufruf Chicago, 10. Dezember. Weizen anfangs fallend mit 239 gegen 24 Stimmen abgelehnt. Der Minister auf Zunahme der unterwegs befindlichen An- präsident Crispi, sämmtliche Minister sowie das Kammerprä fuhren, dann vorübergehend bessere Stimmung auf Deckungen fidium nahmen an der Abstimmung nicht theil. Darauf beginnt der Baissiers, worauf fallend auf große Ankünfte im Nordwesten der Namensaufruf zur Abstimmung über den Antrag Di Nicolò, und schwächere Kabelberichte. wonach das Präsidium die Aktenstücke Giolitti's der BeMan sieht also, daß ungeheure Weizenmassen zu außer hörde, welche mit der Untersuchung in dem Prozesse der bei Seite geschafften Dokumente betreffend ordentlich billigen Preisen für die Konsumenten zur Ver- wegen die Banca Romana betraut fügung stehen, daß sich dadurch eine bessere Ernährung, eine Antrag Di Nicolò wurde mit 217 gegen 29 Stimmen abgelehnt ist, übergeben solle. Verminderung der Verbrechen und Vergehen gegen das und ein Antrag Cavallotti- Coppino mit großer Majorität an Antrag Di Nicolò wurde mit 217 gegen 29 Stimmen abgelehnt Eigenthum ermöglichen läßt. Dies aber mit allen Mitteln genommen, wonach eine St om mission von 5 Deputirten zu verhindern, ist das eifrigste Bestreben der Kaniz und zur Prüfung der Dokumente Giolitti's im Manteuffel, der unentwegten" Kämpfer für Religion, Interesse der Ehre und Würde der Kammer Ordnung und Sitte. ernannt werden soll. Die Kommission soll, nachdem sie die bei den Dokumenten Interessirten vernommen, darüber Fuchsmühl. Gegen unser südbayerisches Parteiorgan, Bericht erstatten. Es entspann sich eine lebhafte Debatte die Münchener Post", und das ultramontane Neue darüber, ob die Kommission heute oder morgen ernannt Münchener Tageblatt" wurde Anklage erhoben wegen groben werden soll. Unfugs, verübt bei ersterer in fünf, bei letterem in vier Fällen durch Bilder und Artikel über die Fu ch 3 mühler Abreßdebatte im rumänischen Parlamente vom AbDas allgemeine Wahlrecht wurde gelegentlich der Borkommnisse, wodurch eine Beunruhigung geordneten Nicolesco gefordert. staats erhaltenden Parteien einges treten sei. Die Artikel waren, wie der Voss. 8tg." Soziales aus Amerika. Nach dem großen Pullmanstreit telegraphirt wird, theilweise aus anderen Blättern über- war vom Staat eine Kommission zur Untersuchung der ganzen nommen, theilweise sind sie von ihnen aus in andere Angelegenheit eingesetzt worden. Blätter übergegangen. Gegen sämmtliche Blätter stehen anderes Vorgehen der Pullman Company bie durch den AusDer soeben veröffentlichte Bericht ist der Ansicht, daß ein etwa 15 Auflagen bevor. Der Verhandlungstermin gegen stand verursachten Verluste an Leben und Eigenthum verhindert die beiden angeführten Blätter ist auf den 28. Dezember hätte. Auch die Regierung entgeht dem Vorwurfe nicht, daß sie festgesetzt. den Monopolen und Kartellen nicht gleichmäßig entgegentrete und die Rechte der Arbeit ungenügend schüße. Die Umsturzvorlage genügt den Sächsern noch Wie man den„ Berl. Neuest. Nachr." aus Dresden schreibt, ist man in den dortigen konservativen Kreisen von dem Inhalt der sogenannten Umsturzvorlage sehr wenig erbaut allerdings nicht aus denselben Gründen, wie ein Theil der extrem- konser vativen preußischen Presse. Wörtlich heißt es dann weiter:" In Sachsen, wo das gemeingefährliche Treiben der Sozialdemokratie ganz besonders in Blüthe steht, hält man ein viel schärferes und rücksichtsloseres Gingreifen der Staats. gewalt für durchaus unerläßlich und erwartet, daß die Ordnungsparteien des Reichstages in diesem Sinne vorgehen werden." Zeichen der Zeit. Eine Lokalkorrespondenz schreibt: Eine Majestätsbeleidigungs- Epidemie gleich der im Jahre 1878 nach den Attentaten von Hödel und Nobiling scheint im Anzuge zu sein. Seit knapp einer Woche finden fast täglich GinLieferungen von Personen statt, welche der Majestätsbeleidigung beschuldigt werden. An einem einzigen Tage belief sich die Zahl dieser Einlieferungen auf vier. Ob die betreffenden Denun ziationen zurückzuführen sind, daß die Thronrede und die befannten Borgänge bei der Gröffnung des Reichstages in aller Munde sind und die verschiedenartigste Beurtheilung finden, oder aber, ob die Polizei jetzt mit besonderer Schärfe und Feinfühligfeit vorgeht, läßt sich nicht sagen, höchstens vermuthen. Wir tönnen unseren Genossen nur auf's eindringlichste rathen, ihre Urtheile über Personen und Ereignisse in möglichst vorsichtiger Weise zu äußern und sich jedem politischen Gespräche mit allen ihnen nicht als ganz zu verlässig bekannten Personen zu enthalten. 99,25 von bis und einem der " " Die Reichsschuld. Dem Reichstag ist die Denkschrift über Ausführung der seit dem Jahre 1875 erlaffenen Anleihegesetze zugegangen. Aus den Mittheilungen des Reichsschapsekretärs geht hervor, daß von Anfang November 1893 bis Ende Oftober 1894 durch Ueberlassung an den Reichs- Juvalidenfonds, an die Bundes regierungen und an öffentliche Institute, zu einem fleineren Theile auch durch freihändigen Verkauf an der Börse 16 948 900 Mart 31/2 prozentiger Schuldverschreibungen zu Kursen Aus München liegt die folgende Depesche vor: 103,35 Prozent durchschnittlichen Reinerlös von 100,82 Prozent veräußert Der Prinz- Regent le bnte die von den Fuchsmühler Holzworden sind. Infolge dieser Verkäufe ist das 31/2 prozentige berechtigten nachgesuchte Einwirkung auf den gerichtlichen EntSchuldkapital auf 780 047 900 M. gefstiegen. An die am 24. April scheid sowie seine lehnsherrliche Einmischung in die Zoller'schen aufgelegte dreiprozentige Anleihe in Höhe von 160 000 000 m. Privatrechte a b, doch sagte der Freiherr von Zoller den Fuchs wurden 404 197 900 M. zu 87,7 pet. gezeichnet. Der Reinertrag mühler Holzberechtigten thunlichstes Entgegenkommen zu. für das Reich stellt sich auf 139 985 181,17 M. oder 87,49 pt. Die Münchener Post" schreibt: des Nennwerths, während im Jahre vorher der Ertrag nur Dem Redakteur unferes Blattes, Genossen Ed. Schmid, 86,42 war. Der Gesammtbetrag der Anleihekredite belief am gingen zwei Anklageschriften zu, laut welchen er in fünf Fällen 28. November 1894 auf 2074 580 716,88 M. Hiervon sind be groben Unfug" verübt haben soll. Beanstandet sind: 1. das geben worden in vierprozentigen Schuldverschreibungen im Bild in Nr. 275: Die Gespenster in der bayerischen Minister Nennbetrage von 450 000 000 m. 445 705 020,05 M. in ſtube"; 2. das in derselben Nummer abgedruckte Fuchsmübler 31/ 2prozentigen Schuldverschreibungen im Neunbetrage von Glaubensbekenntniß": 3. ein Artikel über Fuchsmühl in Nr. 256; 780 047 900 m. 788 312 519,73. und in dreiprozentigen 4. zwei Artikel in Nr. 253, und 5. das Bild Fuchsmühler Recht" Schuldverschreibungen im Nennbetrage von 850 000 000 m. und das Gedicht Fuchsmühler Recht" in Nr. 257 der Wünch. 726 781 023,07 m., insgesammt also 1960 798 550,85 M., so daß Post". Die Verhandlung in sämmtlichen Fällen findet am der Reichsregierung noch Kredite von rund 114 Millionen zur Freitag, den 28. Dezember, Vormittags 8/2 Uhr, am Amtsgericht Verfügung stehen. Der Kurs, zu dem die Schuldverschreibungen München I statt. feit 1875 begeben worden sind, beträgt durchschnittlich für die vierprozentige Anleibe 99,05, für die 3/ 2prozentige 101,06, ür wird telegraphirt: Streif von Polizisten. Aus Kaschau( Ober- Ungarn) die dreiprozentige 85,50, der Binsfuß, zu dem die Reichskasse den aufgekommenen Erlös zu verzinsen bat, für die vierprozentige wegen Unregelmäßigkeiten entlassen worden ist. Die biesigen Polizisten streiken, weil ein Theil derselben 3,50. An der gestrigen Berliner Börse standen die vierprozentigen visorische Ueberlassung von Gendarmen zur Aufrechterhaltung der Schuld 4,04, für die 312prozentige 3,46, für die dreiprozentige wegen Unregelmäßigkeiten entlassen worden ist. Der Oberst Stadthauptmann ersuchte die Leitung der Gendarmerie um proAnleihen 105,80, die 31/ aprozentigen 104,20, die dreiprozentigen Ordnung. Es wurden bereitwillig 80 Mann zur Verfügung ge 95,40 pet. im Kurse. stellt, die ihren Dienst gestern begannen. " Zur Kamerunschande. In Sachen Leist wird der Ein sozialdemokratischer Sieg. Bei der Er Kölnischen Zeitung" über den Stand der Berufung gänzungswahl zum Regierungsrath des Kantons Baselgegen das Disziplinarurtheil berichtet: Die Berufungsschrift ist am 27. November der Disziplinar. Stadt wurde der von unseren Genossen kandidirte Stadt fammer in Potsdam eingereicht worden, die sie dem Angeklagten baumeister Reese in der Stichwahl gewählt. Jit Reese, der zuzustellen hat, der dann zur Erreichung einer Entgegnung aus Schleswig- Holstein stammt, auch kein ausgesprochener 14 Tage Frist hat. Erst wenn diese Entgegnung eingegangen ist, Sozialdemokrat, so haben unsere Baseler Genossen nun doch werden die gesammten Atten dem Reichsgericht überreicht, das wenigstens einen Mann ihres Vertrauens in der höchsten dann den Tag zur Verbandlung anzujeßen hat. Da man an Behörde ihres Staatswesens. nehmen kann, daß das Reichsgericht jedenfalls im Laufe dieses Monats in den Besitz der Akten kommen muß, so bleibt es wahr Eines Lämpchens, dem der Docht auszugehen scheint, scheinlich, daß das Verfahren im Laufe des Januar oder An- nehmen sich, so schreibt die Berner Tagwacht", die bürgerlichen scheinlich, daß das Verfahren im Laufe des Januar oder An- Ausbeuterblätter in rübrender Einmüthigkeit an. Alle Kapitalisten fang Februar stattfinden wird. 再 Der Die Kommission macht verschiedene Vorschläge für fünftige ähnliche Fälle. So den, cine permanente Streit- Rommission für die Vereinigten Staaten einzusehen, die die Pflicht und Ermächtigung hätte, in Streitfällen zwischen Eisen bahnen und ihren Angestellten durch Untersuchung und Einigungsvorschläge zu interveniren; der Kommission sollten Delegirte der Eisenbahnen und Arbeiterverbände als zeitweilige Mitglieder zu gezogen werden und die Gerichte wären dahin zu verständigen, daß sie die Eisenbahnen zu verhalten hätten, den Entscheidungen der Kommission nach Anhörung derselben nachzukommen, ohne daß ihnen eine Appellation zustände. Im Verlaufe der bei der Kommission anhängig gemachten Untersuchung sowie sechs Monate nach dem Schiedsspruch soll die Entlassung von Angestellten seitens der Bahnen, außer wegen Unfähigkeit, Gesezesübertretung oder Pflichtversäumniß ungefeßlich sein, desgleichen die Anordnung eines Streits gegen die Bahnen u. f. w. Weiter proponirt die Kommission, Verträge, welche als Arbeitsbedingung die Nichtzuge. hörigteit zu einem Arbeiterverband statuiren, als ungefeglich zu erklären, wie es bereits in einigen Staaten der Fall ist. Zur Diskussion über den Frankfurter Parteitag. die Erklärung des Parteivorstandes über die Verwendung der Die Münchener Post" bringt in ihrer feßten Nummer Gelder aus der Parteikasse. Weiter nimmt das genannte Bruder organ Notiz von den letzten Ausführungen des Genoffen Bebel im Vorwärts", worin für später eine fachliche Fortführung der Diskussion angekündigt wird, und knüpft daran folgende Bemerkungen: " Wir unserseits werden event. unberechtigten Angriffen selbstverständlich auch dann mit derselben Entschiedenheit entgegentreten, wie wir es bis jetzt gethan haben und die Beschlüsse der Parteitage stets höher achten als den Willen eines Parteigenossen, welchen Namen er auch führen möge. Ein gründlicher Meinungsaustausch blätter von der freisinnigen" Nüance bis zu den konfervativsten über die Agrarfrage, wie Bebel ihn ankündigt, ist nur zu be Kosten der Berufs- und Gewerbezählung. Für die be- rühmen um die Wette die Schweizerischen Blätter für Wirth- grüßen, wenn derselbe leidenschaftslos geführt wird. Das Hauptfanntlich im nächsten Jahre beabsichtigte Berufs- und Gewerbe- fchafts- und Sozialpolitik" des berüchtigten Renegaten Dr. Hans augenmerk wird dabei dem Agrarausschuß zugewendet ſein zählung sind die gesammten Kosten auf 2 150 000 m. veran Müller, der der Reihe nach Sozialdemokrat, Unabhängiger, müssen, damit diese Körperschaft vielleicht schon dem nächsten schlagt. Davon sind 300 000 m. schon im laufenden Etats- Anarchist u. s. w. gewesen ist und jetzt den Reaktionären zu Parteitag praktisches Material vorlegen fann. Doch auch bei jahre durch Borarbeiten absorbirt und werden außeretatsmäßig Gefallen schreibt. Trotzdem rentirts noch nicht. Gs drohe dem dieser Angelegenheit müssen nachträgliche Angriffe auf Genossen, zu verrechnen sein, während 1 400 000 m. im Etat für 1895/96 Blatt ,, wegen Blutarmuth, d. h. Abonnentenmangel" ein deren Ausführungen zur Agrarfrage auf dem Parteitag unwider als einmalige Ausgabe erscheinen, der Rest mit frühzeitiges Ende. Jüngst fand unter dem Vorsitz von sprochen blieben, entschieden vermieden werden. 450 000 M. erst in den Etat des nächsten Jahres eingestellt wer- Bundesrath Frey in Olten eine Versammlung statt, Nur in dieser Art kann für die Partei ersprießliches ge= den wird. Für die Kosten der Zählpapiere, deren Versendung die über die Mittel berieth, wie eine größere Abonnenten- leistet werden. Gin Ton, wie er in der eben beendeten Debatte und Rücksendung sind 230 000 Wi. ausgeworfen. 15 Millionen zahl zu verschaffen sei". Das konservative Tagblatt" lobpreift hervortrat, ist geeignet, unsere Bewegung schwer zu schädigen." Haushaltungslisten erfordern 127 500 M., 61, Millionen Frage- das Müller'sche Papier, schöner nüßti nüt, die freifinnigen" bogen für landwirthschaftliche Betriebe 29 250 M, 2/2 Millionen Beitungen loben ebenfalls. Der Müller ist doch ein Bechvogel, Gewerbefarten 22 500 M an Herstellungstoften. Die Bearbeitung Schützling der Konservativen, Schüßling der Freisinnigen", des Urmaterials, sowie die Herstellung von Bezirks- und Handels- Schüßling des Herrn Regierungspräsidenten v. Steiger, Schützübersichten erfordert 1697 600 M., oder 3,9 Pf. auf den Kopf ling des Herrn Bundespräsidenten Emil Frey, Schüßling unseres der Bevölkerung. Die berufsstatistischen Uebersichten erfordern Freundes und Genoffen Rob. Seidel Herz, was willst Du noch 1048 100 m., um sie herzustellen sind 52 Millionen Zähl- mehr? Und doch keine Abonnenten? Na, so viel ist sicher, blättchen erforderlich, die 52 000 M. Herstellungskosten ver- wenn die zweifelhafte Gründung verkracht, dem Müller ist ursachen, während das Ausschreiben derfelben auf 334 750., irgend ein Stellchen am eidg. Barren sicher als würdiger deren Auszählen auf 103 000. veranschlagt wird. Die Ueber- Renegatenlohn. fichten der landwirthschaftlichen Betriebe erfordern an Herstellungskosten 225 500.; für dieselben sind 51/2 Millionen " Parteinachrichten. Laudagitation." Bange machen gilt nicht!" dachten jedenfalls unsere Genossen, als sie türzlich wieder von neuem den Nordd. Volks- Kalender" in den Ortschaften um Heiligenbafen verbreiteten, wo die Polizei den Leuten die zuerst verbreiteten Kalender wieder abholte. Da nun unser VertrauensZum Panaminoffandal wird heute aus Rom gemeldet, bat, wird die heilige Hermandad hoffentlich ihre Finger davon mann, Genoffe Dons, sich das Eigenthumsrecht vorbehalten Zählbogen à 2 Pf. erforderlich, während das Auszählen, Auf daß Giolitti die in seinem Besize befindlichen Aktenstücke lassen, damit sie sich dieselben nicht verbrennt. fummiren 82 500 m. tosten wird. Die Uebersichten der gewerbe dem Kammerpräsidenten übergeben werde. So kommt die! Die beschlagnahmte Nummer der Magdeburger ,, Volks: 1 tages in den Bundeswerkstätten und im Fabrikgeset statt des ftimme" vom Donnerstag ist wieder freigegeben. Die Elfftundentages wurde fallen gelassen. Bundesrath Deucher er Konfiskation erfolgte auf Anordnung des Polizeipräsidenten. Der erklärte bezüglich des ersten Theiles, daß er bereits durchgeführt Staatsanwalt, dem die Angelegenheit zur weiteren Entschließung sei, indem in den Bundeswerkstätten nicht länger als 10 Stunden übergeben wurde, lehnte den Verfolg der Sache ab, da der be- täglich gearbeitet werde. Den zweiten Theil bekämpfte er mit anitandete Artitel Strafbares nicht enthält. Die Polizei hat dem Hinweis auf den unsicheren Ausgang einer bezüglichen daher die beschlagnahinten Exemplare wieder an Ort und Stelle Boltsabstimmung. bringen müssen. * Parteipresse. Die Redaktion der„ Neuen Wurzener 3tg." hat der Genosse Paul Köhn übernommen. Der frühere Redakteur Adolph Thiele übernimmt die Redaktion des Partei: Organs in Halle. = Bei den Gemeinderaths Wahlen in Runnersdorf ( Sachsen) siegten die zwei Kandidaten der Arbeiterpartei; auch die Ersatmänner sind unsre Parteigenossen. Nicht weniger denn 17 Randidaten standen zur Wahl. * Machinationen der vereinigten Gegner, trotz aller Verleumdungen, die unserer Partei durch die massenhaft verbreiteten Flugblätter nachgesagt wurden, 11 014 Stimmen, die geguerische Lifte nur 3882 Stimmen. Berücksichtigt muß noch werden, daß der größte Theil der klassenbewußten Arbeiter den freien wilfskaffen an gehört. Unsere Parteigenossen in der belgischen Rammer baben dem Parlamentarismus Leben eingehaucht. Die offiziellen Parla: mentsberichte, die im vorigen Jahre nur 12000 Abonnenten hatten, haben deren in diesem Jahre bereits 30.000. Bei jeder Sigung sind die Tribünen stets voll besetzt. worden war. * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. baftbar und auch das Schiedsgericht wies die Berufung des Verlegten als nicht begründet zurück. Letzterer wandte sich nun an das Reichs Versicherungsamt und bat um Aufhebung der Vor entscheidung. Vor dem Refursgericht begründete die beklagte Beraie genossenschaft ihre Ablehnung einer Rentenzahlung damit, daß Höflein's Betrieb, wo Sube als Geselle beschäftigt gewesen, nicht versichert sei. Das Reichs- Versicherungsamt hielt jedoch die Norddeutsche Holz- Berufsgenossenschaft für entschädigungspflichtig, indem es Höflein's Betrieb für versicherungspflichtig erklärte, da die Arbeiter in demselben gewohnheitsmäßig eine Dampfmaschine, wenn auch eine fremde, zu benutzen pflegten. Es müßte als eine Umgehung des Unfallversicherungs- Gesetzes angesehen werden, wenn man solche Betriebe nicht für versicherungspflichtig ansehen würde. Infolge dieser Entscheidung wird jeyt die verurtheilte Norddeutsche Berufsgenossenschaft mehrere tausend ähnlicher Betriebe zu Beiträgen heranziehen; für Berlin kommen allein etwa 1000 Betriebe in Betracht. Genosse Zähle aus Fermersleben trot eine ihm in Sachen des Boykotts zuerkannte 20tägige Haftstrafe im Buckauer Gefängniß an. Berufskrankheiten der Porzellanarbeiterinnen. In - Verworfen wurde vom Reichsgericht die Neon der„ Franki. 3tg." war unlängst über das Auftreten von BleiBei den Wahlen zu den Dresdener Ortsdes Redakteurs der„ Reußischen Tribüne", Genossen Wilhelm trantentasien haben die Sozialdemokraten einen glänzen- even in Gera, der vom dortigen Landgerichte am 6. August in Limoges berichtet, die mit dem Auftragen der Farben auf die vergiftungen unter denjenigen Arbeiterinnen der Porzellanfabriken den Sieg errungen. Sie erhielten trotz der gemeinen wegen mehrfacher Beleidigung zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt in den Thon eingepreßten Zeichnungen beschäftigt sind. Wie der In Danzig ist der Redakteur der sozialdemokratischen Figaro" numnehr erfährt, hat der Conseil d'hygiène fich mit " Volts- Tribüne", Tischler Lorenz, wegen Beleidigung des diesen Zuständen befaßt und acht Vorschriften zur Schonung Landraths v. Hüllessem durch die Presse zu 3 Wochen Gefängniß dieser Arbeiterinnen aufgestellt. Danach sollen ihre Arbeitssäle verurtheilt worden. von den übrigen Fabrifräumen getrennt und nur dem nothVersammlungsverbot Die Arbeiterinnen müssen wendigen Personal zugänglich sein. nach sächsischem Muster. Gin Genosse in Lägerdorf( Schleswig) erhielt eine Gesichtsmaste nach dem Modell Detroye tragen. Das Aufvon der Regierung, an die er sich beschwerdeführend gewandt tragen der Farben muß vor einem ventilirten Schacht geschehen, hatte, folgenden Bescheid:„ Die in der Eingabe vom 10. Septbr. durch den der schädliche Staub sofort entweicht. Die Arbeiter erhobene Beschwerde über das polizeiliche Verbot der Abhaitung weggehen von der Arbeit zurücklassen; sie werden angehalten, und Arbeiterinnen erhalten besondere Kleidung, die sie beim von Boltsversammlungen auf dem Groth'schen Wiesengrundstück sich nach der Arbeit gründlich mit Nagelbürsten zu waschen; in zu Hohenfelde ist unbegründet. Da zu den sogenannten Volfs- dem Arbeitsraum ist Trinken und Essen verboten; die Arbeiter versammlungen in Hohenfelde erfahrungsgemäß zum großen sollen häufig wechseln; als vorbeugendes Heilmittel soll ihnen Theile junge unreife Elemente herangezogen werden, bei dem eine Mischung von 1 Theil Schwefel und 4 Theilen Honig immer Mangel jeglicher Begrenzung des Versammlungsortes auch Vagabunden und sonstige zu Grzessen geneigte Personen sich ein- zur Verfügung stehen, damit sie nach Bedürfniß einen oder mehrere Löffelchen voll davon nehmen können. Es wäre nun finden tönnen, für deren Verhalten während etwaiger agitatorischer Reden feinerlei Garantie vorliegt, so ist aus der mehr von Jntereffe zu erfahren, ob die Anwendung trockener Veranstaltung derartiger Versammlungen, wenn sie unter freiem Farben in der Porzellanmalerei auch in den deutschen Fabriken Himmel stattfinden, umjomehr eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu befürchten, als bei der freien Lage der nach den Nachbargrundstücken nicht abgefriedigten Groth'schen Wiese die Möglichkeit einer wirksamen polizeilichen Ueberwachung von vornherein ausgeschlossen ist. Der Regierungspräsident Zimmermann." Protest gegen die Gemeinderathewahlen hatten die Genossen von Untermhaus bei Gera eingelegt. In der Gemeinderaths Sigung mußte der Bürgermeister den Protest als stichhaltig anerkennen und wurde schließlich beschlossen, dem fürst lichen Landrathsamt zur Entscheidung zu überweisen. Als Kandidaten zum Bezirksausschuß find in einer Parteiverfammlung in Mülhausen i. E. die Genossen Bueb und Doppler wieder aufgestellt worden. Sie haben beide erklärt, nunmehr den Eid leisten zu wollen. * " Eine Arbeiterbühne" soll, wie die Bossische Zeitung" mittheilt, demnächst in Wien errichtet werden, die Volfsstücke und Stücke sozialdemokratischer Gesinnung aufführen wird. Zuerst foll Unzengruber's Viertes Gebot" gegeben werden, sodann sollen Hauptmann's Weber"," Ein Proletarierkind" von Minna Kangty und andere folgen. Sämmtliche Rollen werden von Arbeitern dargestellt. Das Orchester und die technischen Arbeiten sollen gleichfalls von sozialdemokratischen Arbeitern besorgt werden. Die Vorstellungen sollen einmal wöchentlich stattfinden und das Reinerträgniß Parteizwecken zugeführt werden. " Soziale Lleberlicht. üblich ist. Arbeiterrisiko. Ein Bremser, welcher in Bocholt( Westfalen) auf einen bereits in Bewegung befindlichen Güterzug springen wollte, tam zu Fall, gerieth unter die Räder und wurde fofort getödtet. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete fich ain Mittwoch Mittag auf Harthauer Flur auf der im Bau be= griffenen Bahn Altchemniz- Stollberg. Der Lokomotivführer eines Bauzuges hatte das Signal zum Bremsen gegeben, worauf ein Bremser so stark bremste, daß der Wagen aus den Schienen sprang. Der Bremser besaß zwar die Geistesgegenwart, schnell die Böschung hinab in den Fluß zu springen, ahnte aber nicht, daß der Wagen ebenfalls hinabsauste, der nun seinen ganzen Inhalt an Erdmassen auf den Unglücklichen schüttete und oben drein noch auf ihn rollte. Der Bedauernswerthe wurde vollständig zerquetscht und ist auf der Stelle verstorben. Das die Chancen der Arbeiter im Eisenbahndienst. Den Tod stets vor Augen und dabei einen oft jammervollen Lohn. Gewerkschaftliches. Die Differenzen in der Kasseler Schuhfabrik sind des der Amnestie sein. Denjenigen, die früher bereits dem Verbande angehörten, sollen die geleisteten Beiträge angerechnet werden. Notorische Streitbrecher sind von dieser Maßnahme ausgenommen. In derselben Versammlung wurde beschlossen, beim Vorstande zu beantragen, die Karenzzeit zum Bezuge der Arbeitslosen- Unterstüßung von 150 auf 100 Wochen herabzusetzen. Derlammlungen. Verboten wurde in Dortmund das geplante Neujahrsfest des Sozialdemokratischen Vereins, dessen Reinertrag den Wittwen und Waisen verstorbener Genossen zu Gute kommen follte. Motivirt wurde das Verbot damit, daß ohnehin schon Wer ist Schuld an den Exzessen in den Straßen? Luftbarkeiten genügend stattfänden. Was gehen die Soziale Gin interessantes politisches Experiment ist demokraten die gefilichkeiten der Regel-, Rauch- und sonstigen dieser Tage in Wien zum Abschluß gekommen. Es handelt sich Klimbimvereine der bürgerlichen Philister an? um die Frage: Wer ist an den von Zeit zu Zeit vorkommenden Der Turnwart des Grimmitschauer Allgemeinen politischen Arbeitertrawallen Schuld, die sozial- Bildungsvereins hatte, wie wir kürzlich mittheilten, ein Strafdemokratische Arbeiterschaft oder die Polizei? Das Experiment mandat in der Höhe von 10 Mark erhalten, weil er seinen hat Niemand bewußt angeordnet, es hat sich von selbst gemacht, Gewerbebetrieb" nicht angemeldet hatte. Das Schöffen es scheint aber vollständig beweiskräftig zu sein. Der Frankf. gericht hat nun das Etrafmandat bestätigt. Berufung ist einZeitung" wird darüber aus Wien, 5. Dezember, geschrieben: gelegt. Zwei Mal hat nun ganz die gleiche Wahlrechts Demon1=-Berboten hat die Chemniger Amtshauptmannschaft stration der Wiener Arbeiter stattgefunden, am 18. Oft. und auf Grund des§ 5 des Vereinsgesetzes eine Versammlung, die am gestrigen Abend. Beide Male, soweit es die Arbeiter betraf, in Rappel stattfinden und in welcher Redakteur Genosse in ganz gleicher Weise. Ebenso wie am 18. Oftober famen auch Rosenow über„ Gustav Adolf und der Mordspatriotismus" beigelegt. gestern etwa 4000 sozialdemokratische Arbeiter in den Sophiensaal. sprechen sollte, weil nach den bekannten Artikeln des von Die Konferenz der Zertilarbeiter Sachsen 3, Es war bestimmt ganz dasselbe Milieu gestern wie am 18. Oftober, Rosenow redigirten Beobachters über Gustav Adolf anzunehmen die am 30. Dezember nach Crimmitschau einberufen war, großentheils wahrscheinlich sogar dieselben Individuen. Der sei, daß der Zweck seines Vortrages und damit auch der Ver- ist auf Grund des§ 5 des sächsischen Vereinsgefeges verboten Zweck des Meetings war gestern derselbe, wie am 18. Oftober: fammlung selbst lediglich der sein werde, die religiösen Empfin- worden, Begründet wurde dieses Verbot damit, daß der als nämlich gegen die Verschleppung der Wahlreform zu protestiren, bungen und Glaubenserinnerungen der evangelischen Christen Referent angegebene Genosse Albin Reichelt bestraft sei, und und da seit dem 18. Oftober ca. 6 Wochen mehr obne positives durch hämische Beschimpfungen des Königs Gustav Adolf von deshalb anzunehmen sei, daß es Zweck der Versammlung sein Ergebniß verflossen sind, hatten eigentlich die Leute diesmal noch Schweden zu verlegen, somit aber unsiitliche Handlungen zu könne, Gefeßesübertretungen zu begehen, dazu aufzufordern oder. mehr Anlaß, aufgeregt zu fein als das vorige Mal. Auch waren begehen. Das alles hat also die Polizei schon im voraus dazu geneigt zu machen. es dieselben Redner wie am 18. Oftober, die gestern sprachen: gewußt. Eine Versammlung der Mitglieder des Verbandes Dr. Adler, Abg. Pernerstorfer, Arbeiter Schumeier, Der Kampf gegen die Frauen ist nun auch von deutscher Buchdrucker in Leipzig, die von 800 Personen Arbeiterin Popp, und wenn ich nicht ganz irre, sprachen sie der Münchener Polizei aufgenommen. Am 6. Dezember besucht war, nahm den Antrag der Vertrauensleute an, wonach ungefähr dasselbe wie am 18. Oktober. Auch gestern zogen die wurde der Allgemeine Frauen- Bildungsverein München" polizei- denjenigen Kollegen, die infolge der letzten Rämpfe innerArbeiter nach Echluß der Versammlung in Maffe über die lich aufgelöst. Die erlassene Maßnahme ist durch die Beanstandung halb und besonders durch die Ringstraße, auch gestern fangen sie das Lied der Arbeit" und von zwei im Verein gehalter en Vorträgen begründet. Den ersten nach dem letzten Streit sich fühlbar machenden Maßnahmen schrieen ihr Heraus mit dem Wahlrecht!" und" Nieder mit den Vortrag hielt Herr Dempwolf. Er sprach über:" Die Frauen der Prinzipale gezwungen waren, ihrer Organisation Brivilegirten!" Aber doch kam es gestern zu feinem Zusammen- frage auf dem Züricher Kongreß." Der zweite beanstandete Borden Rücken zu kehren, die Hand zu reichen. Diesen Kollegen es stoß mit der Polizei, zu feinen blanken Säbel- und zu keinen trag wurde von Herrn Dr. Sturm gehalten. Das Thema ermöglichen zu können, wieder in die Reihen ihrer früheren Kavallerie- Attaten, und am 18. Oftober hat sich bekanntlich nach lautete: Muß die Religion dem Volte erhalten bleiben?" Mit Rampfesgenossen, in die Organisation einzutreten, soll der Zweck der Wahlrechtsversammlung auf der Ringstraße eine grauenhafte der Auflösung dieses Vereins ist die Frauenbewegung am Drte Szene abgespielt, welche die Arbeiter die Schlacht am Kolowrat: wieder auf Jahre hinaus stark gehemmt. ring" getauft haben. Das find verschiedene Effekte, die nur aus einer Verschiedenheit der Ursachen erklärt werden fönnen. Auf Seiten der Arbeiter lag diese Verschiedenheit nicht, wie bereits im Einzelnen auseinandergesetzt, wohl aber auf Seiten der Polizei, wovon sich jeder Beobachter überzeugen konnte. Am Fidele Wahlen. In der fränkischen Ortschaft Rinkhardt 18. Oktober hat man mitten unter die friedlich marschirenden fämpften die Parteien des bisherigen und des sodann neuArbeiter Kolonnen von Sicherheits- Wachleuten zu Fuß hinein- gewählten Bürgermeisters einen heißen Kampf, indem sie gezwängt und ganze Schwarmlinien berittener Polizisten mit der durch Darbietung von Bier 2c. in den verschiedenen Gasthäusern ganzen Kraft feuriger Pierdeleiber hineingesprengt. Gestern ist die Stimmen der Wähler zu fangen suchten. Die eine Partei don all' dem nichts geschehen. Die Polizei hat sich darauf be- verbrauchte 3600 M., die andere 4509 M. Das Landgericht fenre sprach am 4. Dezember Herr Schriftsteller Fricke über In der Freien Vereinigung der Graveure und Ziseschränkt, nur den Verkehrsrücksichten, aber nicht höheren" Würzburg verurtheilte am 23. Juli die Herren Bürgermeister In einem politischen Zwecken zu dienen. Berittene Sicherheitswache fab und verschiedene Mitangeklagte wegen Stimmenfauss resp. Ber- Homöopathie, Allopathie und Naturheilkunde". zirka zweistündigen Vortrage erläuterte der Referent die man nur an den großen Kreuzwegen, und auch nur einen, faufs zu Gefängnißstraßen. Die Revision der Angeklagten Allopathie und Naturheilkunde und verbreitete sich dann des höchstens zwei Mann, aber nicht wie beim vorigen Mal ganze wurde vom Reichsgericht verworfen. Weiteren über die Homöopathie. Der Referent beantwortete soDußend, die schon durch ihr Erscheinen allein nicht so sehr Zum Unfallversicherungs- Gesch. Man schreibt uns aus dann mehrere an ihn gerichtete Fragen zur Zufriedenheit der imponirend als provozirend wirkten. Und auch die wenigen Be- Hamburg: Das so oft gerühmte segensreiche Wirken der Versammlung. Der vorgerückten Zeit wegen wurde auf dahinritienen hielten gestern Ruhe und ritten nicht unter die wehr- Berufsgenossenschafts- Verwaltungen wird wieder einmal in gebenden Antrag der übrige Theil der Tagesordnung vertagt. losen Fußgänger hinein. Die nichtberittene Sicherheitswache drastischer Weise illustrirt durch eine am 4. d. M. hierselbst ab- Der Vorsitzende machte alsdann bekannt, daß Anträge zur marschirte überhaupt nicht, wie am 18. Oktober, in felddienst gehaltene Versammlung der Hafenarbeiter Deutschlands. In Generalversammlung 14 Tage vor derselben eingereicht werden mäßigen geschlossenen Trußkadres auf, sondern hielt sich in zer dieser Versammlung wurde von den Arbeitern eine Reso- müssen. streuten Stehposten längs des Weges. Die Polizisten hatten übrigens lution dahin gefaßt, die Regierung zu bitten, geeignete Maßwenig zu thun, und wo sie eingriffen, thaten sie es nicht in der Die von anarchistischer Seite vor einiger Zeit mit großem brutalen Art von ehedem, schrieen, schimpften und kanaillisirten regeln zum Schuße der beim Be- und Entladen von Fahrzeugen Aplomp in Szene gesetzte, Bewegung" zu gunsten der Gruppennicht die Arbeiter, sondern behandelten sie respektvoll, und Betriebseinrichtungen, in erschreckender Weise zunehmenden Unfälle darf als gescheitert betrachtet werden. In der am Montag abbeschäftigten Arbeiter zu treffen, um die, bedingt durch mangelhajte organisation auf gewertschaftlichem Gebiete deswegen haben auch die Arbeiter jeden ihrer diesmal auch zu verhüten. Dem Vernehmen nach ist auch eine diesbezügliche gehaltenen großen" Versammlung stellte sich heraus, daß die sachlich berechtigten Wünsche geradezu mit Zuvorkommenheit erfüllt. Es ist mit dem gestrigen Abend flar bewiesen, an we mpetition av den Reichskanzler gerichtet worden. Die Verwaltung intelligenten Köpfe in der individualistischen Richtung diesen der Speditions, Speicherei und Kellerei- Be Experimenten abhold sind. Ueber den Verlauf der Versammlung, die Schuld liegt, wenn es in Wien Arbeitertumulte giebt. Daß rufsgenossenschaft, welche in erster Linie schon im die nur mäßig besucht war, ist nicht besonderes zu berichten. Die Kunst, es gestern teine gegeben, deß beloben wir ebenso wie die Arbeiter: Intereffe ihrer Mitglieder berufen war, durch Erlaß von ge- über ganz unbedeutende und selbstverständliche Dinge schrecklich schaft so auch die Polizei. Die sozialdemokratischen Arbeiter Wiens haben gestern, wie so oft schon, und eigentlich am besten eigneten Unfallverhütungs- Vorschriften und sorgfältige Ueber viele Worte zu machen, wurde von einigen Rednern bis zur mit ihrer ganzen durchaus gesetzlichen Haltung in der Wahl nicht Beit gehabt, sich von diesen Mißständen Kenntniß zu ver- Gemeinplägen ein neuer Gedanke. Bemerkenswerth ist eigentlich wachung der Arbeiten Abhilfe zu schaffen, hat bisher wohl noch höchsten Vollendung getrieben selten war in dieser Wüste von reform- Agitation bewiesen, daß sie fein großstädtischer schaffen, obgleich ihr durch die Unfallstatistik das Material zu nur die fast unheimliche Rube, mit der die langweiligsten Mob sind, sondern eine politisch reife Klaffe Gebote stand. Hoffentlich wird die von den Arbeitern ge- Redereien angehört wurden. reifer gewiß als manche Kategorien der heute noch Wahlrechtsgebene Anregung nunmehr das Reichs Versicherungsamt verfucher verließ vor Echluß der Verhandlungen das Lokal. Ein erheblicher Theil der Be Privilegirten." Tout comme chez nous ganz wie bei uns. In Preußen- Deutschland haben wir die gleichen Er- anlassen, von dem ihm zustehenden Recht als Aussichtsbehörde Wenn das noch längere Zeit in dieser Tonart weiter geht, Gebrauch zu machen. fahrungen schon mehrfach gemacht. werden die Einberufer solcher Versammlungen sich daran ge Entscheid des Reichs Versicherungsamtes. Bedeutwöhnen müssen, statt Entree zu nehmen, vielleicht noch besondere Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Am Montag ist fam für mehrere Tausend Betriebe ist eine Ent- Bergünstigungen zu gewähren, um überhaupt Zuhörer zu bein Bern die Bundesversammlung zur Tezemberfession zusammen- fcheidung des Reichs- Versicherungsamtes, welche fürzlich gefällt kommen. getreten. Der Nationalrath behandelte zunächst die von uns wurde. Die Gesellen eines Tischlermeisters Höflein arbeiteten im fürzlich mitgetheilten Anträge seiner Kommiffion, betreffend Atford: um schneller mit ihren Arbeiten fertig zu werden, beArbeiterschutz, worüber Curti und Dr. De curtius referirten. nugten sie nicht felten gegen Entgelt die Dampihobelmaschine Angenommen wurde das erste Postulat, welches lautet: Es sei eines Echneidemühlenbesizers Kirchhof. Im Allgemeinen wurde die der Bundesrath eingeladen, zu untersuchen, ob nicht mit bezug Dampfhobelmaschine von einer bestimmten Person bedient. Die auf die Lohnauszahlung in Waaren, sofern dabei eine gewinn Tischler, welche Holz zum Schneiden oder Hobeln brachten, pflegten nur Rom, 11. Dezember. In der Deputirtenkammer wird besüchtige Absicht obwaltet, sowie mit bezug auf die Lohnabzüge Handreichungen zu leisten; ausnahmsweise hobelten sie auch selbst schlossen, die Kommission für die Prüfung der Dokumente Giolitti's und die 14tägige Lohnzahlung für solche Betriebe, welche mehr mit der Maichine. Als auch der Tischlergeselle Sube eines Tages fofort zu wählen. Unter großer Unruhe des Hauses geht die als 10 Arbeiter beschäftigen, Bestimmungen, wie die im an der Maschine beschäftigt war, wurden ihm mehrere Finger Wahl vor sich. Die Sigung wird sodann behufs Feststellung der Fabritgesetz entfaltenen, zu treffen seien."" Einschneidend" wird abgeschnitten. Der Verlegte wandte sich an die Magdeburgische Gewählten unterbrochen. Nach Wiederaufnahme der Sigung diese Reform bei ihrer Beschränkung auf die wenigen Mittel- Baugewerfs- Berufsgenossenschaft behufs Erlangung einer Unfall- werden als Mitglieder der Kommission proklamirt: Carmine, betriebe, welche vom Fabrikgesetz nicht erfaßt sind, nicht werden. rente, weil Kirchhof's Betrieb bei dieser Berufsgenossenschaft ein- Cavallotti, Chinaglia, Cibraria, Damiani. Die Kommission wird Das zweite Postulat, betreffend die Einführung des Zehnstunden- getragen war. Die Berufsgenossenschaft erachtete sich aber nicht für noch heute Abend zu einer Sigung zusammentreten. T Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Truck und Berlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Hr. 289. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 3. Sigung vom 11. Dezember 1894. 121/2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Fürst Hohenlohe, v. Bötticher, v. Marschall, Graf Posadowsky, Bronsart v. Schellendorf, v. Berlepsch, v. Köller, Miquel, Nieberding. Das Ergebniß der in der vorigen Sigung vollzogenen Schrift führerwahl, welches von dem Bureau nach der Sigung ermittelt wurde, ist folgendes: Es sind gewählt worden Hermes mit 323, Krebs mit 281, Braun mit 286, Pieschel mit 286, v. Hollenser mit 222, Merbach mit 280, Kropatscheck mit 273 und v. Cegielski mit 248 Stimmen. Der Sozialdemokrat Abg. Fischer erhielt 63 Stimmen. Präsident von Levehow: Die Nummern der Drucksachen entscheiden nicht über die Priorität; die Anträge gelten alle als gleichzeitig eingebracht und über die Reihenfolge wird wohl dadurch am besten entschieden werden, daß wir demnächst zuerst den Antrag zur Geschäftsordnung zur Berathung stellen, welcher ja bereits vorliegt. wenn um Hierauf nimmt das Wort der Mittwoch, den 12. Dezember 1894. die 11. Jahrg. Diese, veran glieder. Seit Jahren sind den Maßnahmen zum Wohl erfolgt an der Hand der Ergebnisse der letzten 24 Monate. der arbeitenden Klassen, insbesondere zum Schuh Veranschlagung ist berechtigt für die Zölle von Kolonialwaaren 2c., der Arbeiter in den Großbetrieben alle Aufmert- welche sich in ihrem Verbrauch nach der Wohlhabenheit steigern; famkeit gewidmet worden. Hierbei darf aber die Schonung aber dies ist nicht anwendbar für die Getreidezölle, deren Erder Erwerbsthätigkeit unserer Industrie trägniß abhängt von der Ernte; für die Getreidezölle ist desgerade im Interesse der Arbeiter nicht außerhalb der dreijährige Durchschnitt angewendet worden. Bezüglich cht gelassen werden. Es ist nicht zu verkennen, daß verder 3ucker steuer ist zu beachten, daß die Zuckerproduktion schiedene Einrichtungen auf dem Gebiete der Alters- und diesmal eine ganz ungeheure sein wird; wenn der Zucker nicht Invaliditätsversicherung mit zu großen Belästiin viel größerer Menge als bisher exportirt werden kann, gungen für die Unternehmer verbunden sind.( Zustimmung.) dann wird ein Rückgang der Bebauungsfläche von Rüben Hier wird eine Besserung eintreten müssen.( Beifall.) Bei der eintreten und die Rückwirkung wird fich 1895-96 bei Ordnung des Börsenwesens wird es sich nur darum der Steuer fühlbar machen. Mehreinnahmen sind voraushandeln, Auswüchse zu beseitigen, welche zum Schaden der zusehen bei der Branntweinsteuer, bei der Brausteuer, und bei Börse selbst entstanden sind. Der solide Börsenden Stempelabgaben. Im Etat der Post und Telegraphenverkehr darf ohne Schädigung unseres Handelsverkehrs nicht verwaltung ist ein Minderertrag vorgesehen, weil einzelne Beamten beeinträchtigt werden. in ihrem Durchschnittsgehalt erhöht sind und weil das System Eingegangen ist folgendes Schreiben des Reichskanzlers vom Von größter Wichtigkeit ist die Ihnen zu der Dienstaltersstufen zunächst zu einer Mehraus. 9. d. M.: Der Staatsanwalt beim Landgericht I gegangene Vorlage betr. die Ergänzung des gabe führte. Das Gesammtergebniß der Etatsaufstellung ist, hierselbst beabsichtigt auf grund des beigefügten Berichts vom Reichs- 3ivil- und Militär Strafgesetzbuches daß die Matrikularbeiträge die Ueberweisungen 7. b. m. die strafrechtliche Verfolgung des und das Gesetz betr. Die Presse. Sie entspricht 44 Millionen übersteigen, wovon aber 11 Millionen als Reichstags Abgeordneten Liebknecht wegen den Wünschen weitester Volfskreise( Beifall rechts), Ausgleichungsbeiträge Der füddeutschen Staaten abgehen. Majestätsbeleidigung( Beifall rechts) und hat die welche den Lebensnerv des Staates bedroht sehen. Man hat behauptet, daß die Aufstellung so erfolgt Genehmigung des Reichstags hierzu für die Dauer der Sitzungs- Ob das frühere Ausnahmegeiet gute oder geringe ist, um die Tabaksteuer zu begründen. Ich periode beantragt. Ich ersuche den Herrn Präsidenten, das Weitere Wirkungen gehabt hat, lasse ich dahingestellt. Jedenfalls machen muß diesen Vorwurf als unbegründet zurückweisen. zu veranlassen. sich Bestrebungen geltend, welche die Grundlagen des Staates Wenn wir nach dem alten System verfahren worden wären Das Schreiben wird der Geschäftsordnungs- und der Gesellschaft bedrohen, und dem kann der Staat nicht und hätten bei den Verbrauchssteuern den dreijährigen DurchKommission zur schleunigen Berichterstattung ruhig zusehen.( Bustimmung.) Wir wollen ihnen entgegen schnitt genommen und bei der Naturalverpflegung nach dem überwiesen. den Oktoberpreisen treten durch Ergänzungen der Bestimmungen des gemeinen zehnjährigen Durchschnitt und Eingegangen ist folgende Interpellation der Abgg. Rechts. Wir werden Gelegenheit haben uns darüber noch zu schlagt, so wären Mindereinnahmen von acht Millionen v. Heyl, Ofann und Genossen, in welcher gefragt wird, welche unterhalten. und Mehrausgaben von sechs Millionen Mark entstanden. Maßnahmen die Reichsregierung auf grund der am 25. April 1891 Zum Schluß noch ein mehr persönliches Wort. Man hat in bat uns also fern gelegen, fünstlich die Spannung zwischen von dem Staatssekretär v. Bötticher abgegebenen Erklärung in der Tagespresse auf meine politische Thätigkeit in den 60er und Matrikularbeiträgen und leberweisungen zu vergrößern. Die betreff der reichsgefehlichen Einrichtung von Hand- 70er Jahren hingewiesen, daraus Forderungen gezogen und Preise der Naturalverpflegung sind so niedrig wie niemals verwerter oder Gewerbekammern in Aussicht gedaran Befürchtungen geknüpft. Diese Befürchtungen entbehren anschlagt. Die Preise sind jetzt geradezu ruinös nommen habe. jeder Begründung. Wenn ich auch meine damalige Thätigkeit für die Landwirthschaft; aber jedes Steigen der Preise Ein Schreiben des Abg. Prinzen v. Hohenlohe- Dehringen, als eine durchaus berechtigte ansehe, so liegt doch meine Theil- würde eine erhebliche Mehrausgabe für das Reich bedeuten, in welchem dieser anzeigt, daß er zum Oberstkämmerer seiner nahme an jenen Bestrebungen fast 30 Jahre hinter mir und ge- ebenso wie jede Verminderung der Einfuhr von Getreide bei Majestät des Königs von Preußen ernannt worden ist, wird hört der Geschichte an. Ich halte ein freundliches, ver guter Ernte eine erhebliche Mindereinnahme bei den Getreidezöllen durch Kenntnißnahme jür erledigt erklärt, sein Mandat wird nicht ständnißvolles zusammenwirken des Staates herbeiführt. Daneben ist zu berücksichtigen, daß wir es noch als erledigt erachtet, da das Amt nicht Neichsamt ist. und der kirchlichen Autoritäten für noth nicht haben ermöglichen können, einen ausreichenden BetriebsVor dem Eintritt in die Tagesordnung verweist der Abg. wendig( Beifall im Zentrum) und meine Amtsthätig- fonds für die Reichskasse zu bekommen. Wenn wir bisher ausRichter darauf, daß die Freisinnigen Initiativanträge feit in den Reichslanden giebt Zeugniß dafür, daß ich diesen gekommen sind, so liegt das daran, daß thatsächlich aus den eingebracht haben vor der Gröffnung des Reichstages mit der Grundsatz auch praktisch zu bethätigen weiß.( Beifall rechts und frühzeitig realisirten Anleihen die laufenden Bedürfnisse beWeisung, sie als im Augenblick der Eröffnung eingebracht zu beim Zentrum.) friedigt sind. Man müßte den Ueberschuß eigentlich zum trachten. Trotzdem seien die freisinnigen Anträge in den Druck- Darauf tritt das Haus in die Tagesordnung ein und nimmt Betriebsfonds verwenden oder ihn mindestens nicht als ordentsachen unter späteren Nummern abgedruckt. Vertreter aller zunächst ohne Debatte den schleunigen Antrag des Abg Zimmerliche Einnahme, sondern als außerordentliche behandeln und Parteien haben darüber verhandelt und bitten den Präsidenten, mann wegen Einstellung des gegen den Abg. Werner zur Echuldentilgung benutzen. Denn während die laufenAusgaben Den fich in darüber eine Entscheidung herbeizuführen, wie es mit der Reihen- schwebenden Strafverfahrens an und beginnt dann die erste den verdoppelt letzten Jahren folge der Anträge gehalten werden soll. Lesung des Reichshaushalts Etats für 1895-96, haben, haben sich die Schulden erheblich stärker gewelche eingeleitet wird von dem steigert, d. h. die Leistungen sind von der Gegenwart auf die Reichsschatsekretär Grafen v. Posadowsky, welcher hervor Zukunft abgeschoben; deshalb deshalb ist es dringend noth hebt, daß seine Erwartung, das abgelaufene Finanzjahr werde wendig, eine Tilgung der Schulden herbeizuführen. einen Ueberschuß von 4 Millionen geben, sich mehr als erfüllt Wie man die Schuldentilgung vornehmen soll, das ist allerdings habe; cs hat sich ein Ueberschuß von 14 Millionen ergeben eine Doktorfrage. Unzweifelhaft ist, daß wir vor steigenden und man hat daraus gefolgert, daß die geplante Reichsfinanz- Ausgaben stehen und vor schwankenden Anforderungen an die Reform nicht nothwendig sei. Der Ueberschuß erklärt sich aus Steuerkraft der Einzelstaaten; wir stehen ferner vor einer Reichskanzler Fürst von Hohenlohe Schillingsfürst folgenden Umständen. Bei der Kolonialverwaltung hat steigenden Berschuldung ohne Möglichkeit der Tilgung. Da darf ( auf der Tribüne sehr schwer und nur bruchstückweise verständ- sich ein Mehr herausgestellt, und das Reichsamt des Innern man sich feine Illusionen darüber machen, daß das Reich fortEs muß durch eine lich): Wenn ich heute vor der Berathung des Etats hat eine Ersparniß gemacht, weil bei den Invalidenrenten während Anleihen aufnehmen muß. das Wort nehme, so geschieht dies, um meine Ansicht über der Abgang cin größerer war als der Zugang. Auch hat das Finanzreform die Möglichkeit der Schuldens einige Bunfte zu äußern, die Gegenstand Ihrer Berathung in Reichsheer erheblich weniger erfordert, als veranschlagt war. tilgung geschaffen werden. Ich bitte Sie also, sich nicht dieser Session sein werden. Dies wäre eigentlich nur nöthig, Dazu treten die Mehreinnahmen bei der Zuckersteuer, bei der durch das Ergebniß des gegenwärtigen Etats trösten zu lassen. und e fich beim Gintritt in den Ueberweisungen Spannung mein Amt Branntweinsteuer, bei der Post u. s. w. Um solchen irrigen Ob zwischen oder einen zehn sogenannten Systemwechsel System wechsel ge Schäßungen vorzubeugen, sind die einzelnen Refforts angewiesen Matrikularbeiträgen dreißig Millionen Mark 63 Die handelt hätte. Das ist handelt sich darum, nicht der Fall. worden, die Einnahmen des laufenden Jahres möglichst genau beträgt, ist gleichgiltig. Und das konnte um so weniger der Fall sein, als die meisten zu schäzen. Die Finanzen werden sich auch die Einzelstaaten zu bewahren vor schwankenden Anforderungen Reiches. Die Einzelstaaten stehen bei größeren Gesezentwürfe, welche wir vorgelegt haben, schon zur mal günstiger gestalten, als wir bei der Auf des Beit meines Vorgängers berathen oder bestellung des Etats angenommen haben.( Hört! Anforderungen des Reichs vor einem Defizit oder sie müssen zu schlossen waren. Bezüglich der Handelsverträge links.) Aber so sehr das volkswirthschaftlich erfreulich ist, anderen Zwecken bestimmte Reservekapitalien angreifen, oder sie muß ich erklären, daß ich die vollendeten Thatsachen so wenig hat es finanzwirthschaftlich zu bedeuten. Die müssen steigende Einkommensteuern einführen. Die Lösung der zu refpettiren habe und daß ich die eingegangenen Kolonialpolitik hat einen Fehlbetrag ergeben, aber es ist Frage den Einzelstaaten zu überlassen, die sich durch Verpflichtungen loyal zu halten habe. Ich gehe noch nicht festzustellen, wie groß derselbe sein wird. Einführung höherer Einkommensteuern helfen können, wäre über zu den einzelnen Punkten, zunächst zur Finanzfrage. Die Kolonialpolitik ist unter der begeisterten 3u finanzpolitisch falsch, denn die Einkommensteuern würden bald Der Etat wird von sachkundiger Seite, dem Herrn Staatssekretär Stimmung des Volkes inaugurirt worden; wir müssen so hoch steigen, daß man in den Einzelstaaten zu träf= des Reichsschayamts erläutert werden, und ich kann mich darauf deshalb unsere Kolonien so verwalten, daß wir sie beherrschen tigen Staatsmonopolen kommen wird. beschränken, auf einen Punkt hinzuweisen, der einer der wichtigsten fönnen. Mehr Ausgaben werden sich ergeben nicht bald zur Finanzreform kommt, dann wird man niemals ist im Intereffe des Reichs und der Bundesstaaten. In den bei der Heeresverwaltung, namentlich für Transport- dazu kommen, weil die Steuermaßregeln zu einschneidend sein Verhältnissen des Reichs zu den Einzelstaaten fosten auf den Eisenbahnen, welche verursacht werden durch die würden. Die verbündeten Regierungen geben sich der Erwar ist in finanzieller Beziehung eine Aenderung Beförderung der Truppen auf den Eisenbahnen, wodurch die tung hin, daß Sie sich diesen Erwägungen bei der Berathung dringend geboten.( Bewegung.) Die gegenseitige Ab- Vorspannleistungen der Gemeinden erleichtert werden. Ein Ver- des Etats nicht verschließen werden.( Beifall rechts.) hängigkeit in den Finanzen ist für die Einzelstaaten eine schwere luft entsteht bei der Abschiebung der österreichischen Thaler in Abg. Bachem( 3.): Aus der Vergangenheit des Gefahr.( Sehr wahr! rechts.) Das Reich ist zwar in der Höhe von 44 Millionen Mark. Den Mehrausgaben stehen nicht Reichskanzlers werden wir keine Schlüsse auf die Lage, für für seine durch andere Einnahmen nicht zu geringe Mehreinnahmen gegenüber. Bei der Zucker jetzige Stellung des Reichskanzlers ziehen, auch wenn wir nicht deckenden Bedürfnisse Mittel im Wege der Anleihe zu steuer werden wir auf eine Mehreinnahme von 514 Millionen aus seiner Thätigkeit als Statthalter von Elsaß Lothringen beschaffen, aber diese finanzielle Haftbarkeit für die Reichsschuld zu rechnen haben; aber dieser günstige Faktor ist bei der folgern müßten, daß er mit Schonung den religiösen Fragen ist eine große Last. Noch schwerer als die Höhe der Reichs- Etatsausstellung für 1894/95 bereits vorweg genommen, gegenüber verfahren ist. Wir haben gegenüber den materiellen schuld drückt das Verhältniß zwischen den Ueberweisungen und sodaß für 1895/96 nicht mehr auf eine solche Steigerung Bestrebungen der Regierung troß aller Angriffe, die auf uns den Matrikularbeiträgen. Die Finanzen der Bundesstaaten sind der Einnahme zu rechnen ist, ähnlich wie dies bei der Post niederrasselten, es verstanden, und volle Objektivität zu trotz aller Pläne und Vorhersagungen immer von der wechfeln- verwaltung der Fall sein wird, bei welcher der Reichstag bewahren. Wir wünschen, daß wir in Zukunft in demselben den Gestalt der Reichsfinanzen abhängig. Eine Finanzreform, ebenfalls eine Erhöhung der Einnahmen beschlossen hat. Man Sinne positiv friedfertig mit der Regierung aus welche diefes finanzielle Abhängigkeitsverhältniß ändert, ohne die befürchtet bei der Post sowohl wie bei der Reichs Eisenbahn- fammenwirten fönnen wie bisher. Ich zweifle nicht, Interessengemeinschaft zu lockern, ist für das Reich und die verwaltung eine Mindereinnahme. Der Ueberschuß der daß die Thaten den freundlichen Worten des Reichs= uns Bundesstaaten eine wirthschaftliche Nothwendigkeit. Im Zu- eigenen Verwaltung des Reichs stellt sich also etwa auf 5 Mill. tanglers entsprechen werden; dann soll es an fehlen. Aber wir bitten, Daraus nicht fammenhang mit der Gestaltung unserer Finanzen steht auch die Mark, d. h. rechnungsmäßig. Für die Verwaltung stellt sich die nicht wir im Budget minder Rolonialfrage. Man ist bei der Kolonialpolitik davon Sache anders. Durch die Verkürzung der Kreditfristen bei den Folgerungen berzuleiten, daß ausgegangen, daß die folonialen Bestrebungen nationaler und Transitlägern hat sich für das dritte Quartal eme erhebliche Mehr- sparsam sein werden und daß wir gewissen Bestrebungen als es nach gewissenhafter religiöser Natur sind und daß es nothwendig sei, daß Deutsch- einnahme ergeben; dafür wird aber im ersten Quartal des neuen mehr entgegenkommen sollten, land, um sich den Weltmarkt zu sichern und seine internationale Jahres eine erhebliche Mindereinnahme stattfinden. Die Er Ueberlegung unter den heutigen Verhältnissen zu verantworten Machtstellung zu wahren, darauf bedacht sein müsse, höhung des Kontingents bei der Branntweinbrennerei ist. Die Ausfühungen des Schatzsekretärs haben gezeigt, daß sich neue 21/3 Millionen Mark. die Finanzkunst der Budgetkommission doch nicht ohne Erfolg und unabhängige Absatzgebiete zu fchaffen. ergiebt eine Mindereinnahme von Die Kolonialpolitik hat einen start nationalen In- Für die Bundesstaaten ist das Ergebniß ein günstiges; denn gewesen ist; die Thatsachen haben die Erwartung der Budgethalt, und das deutsche Volk muß auch theilnehmen an Den wenn man die Ueberweisung gegen die Matrikularbeiträge auf- fommission noch übertroffen, denn die Einnahmen sind noch höher Kulturmissionen in fremden Welttheilen.( Beifall rechts.) rechnet, würden die Bundesstaaten nur 4 Millionen zuzuzahlen ausgefallen, als man annahm, und für neue Steuern Die Reichsregierung wird die Interessen unserer haben. Wiedner wendet sich nunmehr dem neuen Etatsentwurf liegt gar kein Grund vor; es ist also fein Grund, anLandsleute in den überseeischen Reich zu und erläutert dessen einzelne Mehr und Minderausgaben im zunehmen, daß der Reichstag jetzt weniger widerstandsfähig gebieten auf alle Weise fördern( Beifall) und die Reichsamt des Innern für die Gewerbezählung 11. f. 1., gegenüber neuen Steuern sein wird. Die Steuern, welche Tolonialen Bestrebungen ermuntern, ohne andere in der Verwaltung des Reichsheeres für die Ver- ohne wirthschaftliche Nachtheile eingeführt wichtige Interessen des Reiches zu verletzen. Den deutschen Unter- mehrung des Intendanturpersonals und für die Präfenthaltung werden können, sind erschöpft. Die Ausgabe der nehmungen in anderen überseeischen Gebieten des Lehr- Infanteriebataillons während des ganzen Jahres. Die Budgetkommission wird es also sein, den Etat ohne jede Rücksicht auf nene Steuern zu bilanciren.( Sehr richtig! links und im Zentrum. wird Vorschub geleistet und Schutz gewährt durch Forderungen für die Naturalverpflegung sind um die Anwesenheit unserer Geschwader in den über: 15/2 Millionen Markniedriger als früher veranschlagt; Gegenüber der Tabakstener nehmen wir ganz genau seeischen Gewässern. Es hat sich aber gerade in der das ist ein klassischer Beweis für die Nothlage denselben Standpunkt ein wie früher, und wir ( Sehr richtig! rechts.) Für hoffen, daß die Budgetkommission so arbeiten wird, um das legten Zeit gezeigt, daß unsere Schiffe nicht aus der Landwirthschaft. wenn bei der reichten, um den Unternehmern denjenigen Schutz zu ge- Uebungsplätze find 182 Millionen ausgeworfen, was Defizit verschwinden zu lassen. Freilich, allein 12/2 Millionen währen, den sie beanspruchen dürfen. Die Lage der Landschr hoch erscheint; darunter sind nur wenige neue Bläge; meist Militärverwaltung wirthschaft ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine handelt es sich um die weiteren Raten und um die Herstellung Etatsüberschreitung eintreten, was nügt dann Das Bedürfniß für der Budgettommission das Streichen Der sehr schwierige geworden( hört! hört! rechts), und es muß der Verwaltungs- und Dienstgebäude. zugegeben werden, daß die gesetzgeberischen Maß- Uebungsplätze ist schon früher anerkannt worden im Interesse Ausgaben? War es denn nicht möglich, dazu die besondere nahmen der legten Jahre der Natur der der Ausbildung und auch im Interesse der Sicherheit, denn die Genehmigung des Reichstages einzuholen? Sache nach mehr der Industrie als der Uebungen im Scharfschießen werden bei den verbesserten War es nöthig, zwei Schiffe ohne weiteres zu Landwirthschaft ชิ น gute gekommen sind. Waffen auf den jetzigen Uebungsplätzen nicht mehr möglich. bauen, ohne die Genehmigung des Reichstages ( hört! hört! rechts; Beifall). Wir haben den ernsten und Ebenso erläutert Redner die Mehrforderungen des Marine- a b zuwarten? Die Schuld trifft allerdings auch zum Theil guten Willen die berechtigten Wünsche der Land Etats, des Reichsschatzamts, des allgemeinen Pensionsfonds u. f. w., den Reichetag und die Rechnungskommiffion, deren Arbeiten vom Reichstag selbst sehr wenig beachtet wirthschaft zu erfüllen. Ebenso haben wir den guten bei welch letzterem eine Summe zur Unterstützung der Hinterbliebes allerdings Willen den Handwerker und kleinen Kaufmann zunen der Opfer der Katastrophe auf der Brandenburg" eingestellt ist. worden sind, so daß das lähmend auf die Rechnungssch ühen und zwar auf dem Wege der gesetzlichen Abwehr des Bei der Beranschlagung der Zölle und Verbrauch 3- kommission wirken muß. Wenn man sieht, wie man in der unlauteren Wettbewerbs und des Waaren steuern wird man möglichst vorsichtig vorgehen. Infolge der Rechnungskommission über Millionen im Hui entscheidet, dann pertaufs der Konsumvereine an Nicht- Mit- Anrechnungen der Budgetkommission ist die Veranschlagung er muß man sagen, die Budgetkommission wird von der Rechnungss Wenn man sei das tommission nicht genügend unterstützt. Jn bezug auf die Finanz- 13ugeständniß dafür, daß man über den Flottenplan hinausgeht. 1des Fürsten Hohenlohe heute schon ein Ente reform ist ein Wunsch dieses Hauses berüdsichtigt worden; die Früher verlangte man für den überseeischen Dienst fleine Panzer- gegentommen. Er meinte, die Er meinte, die Landwirthschaft zu gunsten der Industrie; Thronrede verzichtet auf die positive Ueberweisung größerer fahrzeuge, jetzt handelt es sich um große fostspielige Fahrzeuge vernachlässigt worden zu gunsten Summen an die Einzelstaaten. Das Haus konnte also in Bezug und zwar nicht mehr um ein Admiralschiff, sondern um eine hat Herr Miquel schon im vorigen Jahre gesagt und des auf die andern Puntte der Regierung entgegenkommen, aber das ganze Flotte von Kreuzern. Wenn die Flotte bisher unsere An- wegen ist es doch nicht wahr.( Sehr richtig! links und im fann ich sagen, an der Klausel Frankenstein wollen gehörigen hat schüßen können, warum dann der Drang nach Zentrum.) Und wenn es wahr wäre, dann würde darin ein wir nicht gerüttelt wissen. So lange die Klausel neuen Schiffen? Eine solche Flotte würde eine Schwächung der großer Vorwurf für den Fürsten Bismarck liegen. Liebesgaben Frankenstein fette Jahre brachte, waren die Einzelstaaten zufrieden; Wehrkraft unserer heimischen Küsten bedeuten. In den letzten aller Art find den Landwirthen zugefallen, und nach dem Rücktritt fie fangen erst jest an zu schreien, wo die mageren Jahre kommen. fieben Jahren haben sich die dauernden Ausgaben der Marine des Fürsten Bismarck sogar der Erlaß der Grundsteuer, auf den Das ist aber noch kein Beweis für die Fehlerhaftigkeit der Klausel. um nicht weniger als 40 pCt. erhöht; das muß man unter Bismarck nie zu hoffen gewagt hätte. Fürst HohenMuß man mit der Beschaffung der großen Schießpläge vorsichtig in bezug auf die weiteren Bewilli- lohe hat davon gesprochen, daß man nicht an unlösbare Provon Der tritt in so schnellem Tempo vorgehen, wie es vorgeschlagen gungen. Die Ausführlichkeit des Kapitels der bleme herantreten fönne? Welche Probleme find unlösbar? ist? Man schafft ja nicht einmal Uebungspläge von normaler Rede des Reichskanzlers über die Kolonial Mit fleinen Mitteln ist den Agrariern nicht gedient; sie verGröße und wird also im nächsten Jahre mit weiteren Millionen- politit schien mir nicht im Verhältniß zu langen baar Geld( Heiterkeit), viel Geld für alle Artikel, welche Die Gerüchte über die Vervollstehen forderungen kommen. 8 1 der Bedeutung der Kolonien. sie zu verkaufen haben. Nun sind die Preise wegen der guten ständigung der Halbbataillone scheinen übrigens Wenn die Kolonialpolitik wirklich das Einigungsband für Deutsch- Ernte( Widerspruch rechts) jest außerordentlich niedrig. Eine nicht so leer zu sein, wie man es darzustellen beliebt; es würde land wäre, dann müßte es mit der deutschen Einigkeit sehr Steigerung der Preise kann der Reichskanzler und das gut sein, wenn die Regierungen darüber eine Erklärung ab- schlecht besiellt sein.( Sehr richtig! links.) Der internationale Reich nicht herbeiführen, ohne die besitzenden Konsumenten belasten zu der gunsten gäben. Bezüglich der Marine will die Reichsregierung eine Wettbewerb ist lange vor jeder Kolonialpolitik vorhanden ge- u besiglosen Klassen. für große Offensivflotte schaffen. Der Reichstag will wesen und Vortheile hat die Kolonialpolitik noch nicht gebracht, Bund der Landwirthe hat erklärt, daß er Sitte und Ordnung eintritt, das nur eine gute Vertheidigung der Küsten, weil weitere fondern Störungen und Verluste; wir haben keine Absatzgebiete Religion, Anforderungen die Finanzen des Reiches erschüttern würden. Das gewonnen, sondern Zuschüsse zu leisten gehabt,( Sehr richtig! ist eigentlich selbstverständlich; wer Religion hat, Trockendock hat der Reichstag verworfen und jetzt erscheint lints) höchstens haben wir einige überflüssige Assessoren unter auch dafür ein. Die Erklärung erweckt fast den Verdacht, als Der Reichstag gebracht. Deutsche die Forderung für die vielen Trockendocks. Arbeiter fönnen in den ob das Gintreten gegen Bezahlung erfolgen solle, hat Sparfamkeit bei den Postgebäuden ver Kolonien nicht leben.( Sehr richtig! links.) Gerade in aber die Herren scheinen sich nur noch nicht einig darüber zu sein, langt, der Staatssetretär des Reich 3- Postam 13 diesem Jahre werden die Zuschüsse zu den Kolonien ob fie praenumerando oder postnumerando 3ahlung verlangen fordert jetzt aber mehr Gelder für Bauten als um 40 p@ t. erhöht werden. Die Kulturmission in sollen.( Heiterfeit im Zentrum und links.) Zufriedener werden früher, während man lieber die Gehälter der Unter- Afrika sollte man jetzt nicht besonders hervorheben.( Sehr die Herren nicht gemacht werden können, bei ihnen wird mit beamten verbessern sollte. Wenn wir auch die wahr! im Zentrum und links). Der Nährboden für Das Zentrum sollte dem Essen der Appetit kommen. Rolonialpolitit der Regierung aus wirthschaftlichen und vom Standpunkt der Missionen sich überlegen, ob es noch die Umsturzparteien ist die Unzufriedenheit, fulturellen Interessen unterstützt haben, sind wir doch nicht mehr Geld als bisher für die Kolonieen ausgeben will. Haben welche wesentlich durch das wirthschaftliche System des Fürsten gewillt, übermäßiges Geld dafür zu verwenden. Wir wir Geld übrig, so ist es besser für deutsche Beamte als für Bismarck verstärkt worden ist. Im Interesse der Machtpolitik, müssen aber verlangen, daß die Neger auch als Menschen Afrika zu verwenden. Graf Caprivi hatte darin Recht: Je um die einzelnen Interessengruppen zu gewinnen, hat man immer behandelt werden, während manche Menschen die Sache weniger Afrika, desto besser für Deutschland. Der Reichsschaß auf die Staatshilfe verwiesen und nicht an die Selbsthilfe und anders betrachten. Wir müssen die Neger auf eine höhere Kultur- sekretär verwies auf die schwankenden Einnahmen und Ausgaben. Selbstverantwortlichkeit appellirt. Solchen Vorstellungen von der stufe heben, und nicht die niedere Kulturstufe derselben in unserem Warten wir das doch erst ab; warum sollen wir denn schon jetzt Macht des Staates fann feine Regierung, fein Reichsfangler ge Interesse ausnuten( Zustimmung im Zentrum); deshalb sind be zur Tabatfabritatsten er übergehen, welche die minder recht werden; in weiten Kreisen wird die Meinung erweckt, daß sonders die Missionen, die katholischen und protestantischen, zu wohlhabenden Klassen trifft. Während die Thronrede gerade von nur der böse Wille der Regierung an allem Uebel schuld sei. unterstützen. Deren Wirksamkeit wird aber geschädigt durch ein der Stärkung der wirthschaftlich Schwa chen Die Thronrede ist rhetorisch sehr schön, aber die Einleitung hätte solches Verhalten der Kolonialbeamten, wie es leider festgestellt worden spricht, will man die Tabatarbeiter schädigen. geändert werden müssen; sie nimmt sich so wunderlich großartig in. Trotz aller Sparsamkeit muß aber dafür gesorgt werden, daß die Gerade in der Tabakfabrikation finden noch Arbeiter Be- aus gegenüber der kleinen Liste der Mittel, welche vorgeschlagen Quartierleistungen der Gemeinden erleichtert werden, denn die schäftigung, deren Kräfte deren Kräfte für andere nicht ausreichen. werden. Es ist seltsam, daß die Umsturz vorlage Vergütungssäge dafür reichen durchaus nicht hin, um die wirt Die Tabat- Fabrikatsteuer würde die Unzufriedenheit vermehren, sich eingeführt hat mit einem Umsturz der lichen Leistungen zu entschädigen. Redner tritt für die Ver- umfomehr, weil man schon jahrelang die Tabakindustrie mit Minister, die diese Vorlage ausgearbeitet befferung der Gehälter der Unterbeamten ein und diesen Steuerprojekten beunruhigt. Ich habe die Ehre, schon haben. Graf Caprivi hat davor gewarnt, Maßregeln zu er erinnert den Reichstag daran, daß er auch seiner eigenen Unter: 25 Jahre dem Parlament anzugehören, aber ich muß sagen: greifen, welche den Eindruck einer großen Thatkräftigkeit machen, beamten gedenken möge. Auf die Umsturz vorlage will Ministerwechsel, wie in diesem Herbste, habe ich nicht erlebt. Die aber thatsächlich nur die bürgerlichen Parteien treffen. Wir Redner nicht eingehen; er weist nur darauf hin, daß Entlassung des Reichskanzlers ist ein Regierungsatt, welcher der haben uns vorzusehen nicht blos gegenüber man den Sozialdemokraten gegenüber den Weg der Ausnahme- Gegenzeichnung bedarf. Die Entlassung des Fürsten Bismarck dem Um sturz von unten, sondern auch gegen gefege verläßt, während man ihn dem Zentrum gegenüber bei und des Grafen Caprivi, sowie die Berufung des Grafen Caprivi über dem Umsturz von oben. Der Plan, durch einen behält. Wenn man die Redemptoristen hereinläßt, dann und des jetzigen Reichskanzlers hat nach meinen Informationen einseitigen Beschluß der Bundesfürsten das ist eine fann man auch die anderen Jesuiten hereinlassen. Ihre Herr v. Bötticher gegengezeichnet. Parteirüdsichten sprechen dabei Reichstags- Wahlrecht aufzuheben, Thätigkeit in den Kolonien hat man anerkannt, warum für mich nicht mit, denn Graf Caprivi war fonservativ und Aufforderung zum Hochverrath, zum Umst urz läßt man fie in Deutschland nicht zu? Die Darlegung der von oben. Graf Eulenburg hatte Vorschläge gemacht, Sind die der jetzige Reichskanzler ist es auch. Deutschen nicht derselben Wohlthätigkeit würdig wie die Gründe, aus welchen sich der Kanzlerwechsel vollzieht, welche weder in dem jezigen, noch in einem neu gewählten Bewohner der Kolonien? Diejenigen Leute, welche ist Bedeutung die Volksvertretung. für Welches Reichstag durchzusehen gewesen wären. Nur durch Staatsund Hochverrath wären solche Pläne wegen der Verbrechen bestraft sind, die die sind die Gründe des Kanzlerwechsels gewesen? Daß es teine st rei ch Der Ministerpräsident hat nachUmsturz vorlage schärfer treffen will, leben privaten Gründe waren, sondern politische, unterliegt feinem durchzuführen gewesen. nicht in den Gegenden, wo die Sozialdemo3weifel. Graf Caprivi erfreute sich der Mehrheit dieses Reichs her die Vorschläge zurückgezogen; er ist aus dem Amt getraten zu Hause sind, sondern in Ostpreußen, tages. Die Gründe können nur liegen in den Verhandschieden; aber es ist doch seltsam, daß ein Mann an dieser Westpreußen und Pommern!( Heiterfeit und Zustim Lungen, die gepflogen wurden in der Vorberatbung Stelle fich überhaupt zu solchen Vorschlägen verstehen konnte, zu mung.) Man muß die praktische soziale Arbeit erleichtern; man der Umsturz vorlage. Redner rekapitulirt die Vorgänge Vorschlägen, die nur hätten im Wege des Eidbruch s muß endlich die Sontagsruhe für die industriellen beim Kanzlerwechsel, welche nach erfolgter Verständigung plöglich durchgeführt werden können, die geradezu die Arbeiter durchführen, wovon in der Thronrede und in innerhalb 24 Stunden zur Entlassung des Kanzlers führten. Revolution von unten provoziren müssen.( Unruhe Gegen den Umsturz von oben haben wir der Rede des Reichskanzlers nichts zu hören Man sagt ein ungeschickter Zeitungsartikel habe zu diesem Er- rechts.) war. Man fürchtet in der Bevölkerung, daß mit der Länge gebniß geführt. Nun, innerhalb der Redaktion kann ein un- weniger Garantien als in anderen Staaten; der Zeit der Vorbereitung die Ausnahmen sich vermehren. geschickter Artikel wohl solche Folgen haben( hört, hört!), aber wir sind auf das Vertrauen zu den leitenden Personen anNur wenn die leitenden Personen Recht und VerWenn man nicht alles auf einmal durchführen kann, dann daß er auf die Politik wirken sollte, ist doch unwahrscheinlich. gewiesen. muß man mit einzelnen Maßregeln endlich hervortreten. Vielleicht ist Herr von Bötticher, der die Gegenzeichnung geleistet fassung zu wahren wissen, dann ist gedeihliches Zusammenwirken Erfreulich ist es, daß die verbündeten Regierungen der Aus- bat, in der Lage, triftigere Gründe vorzubringen.( Heiterkeit.) der Parteien und der Regierung möglich.( Beifall links.) Staatssekretär v. Bötticher: Ich habe eine thatsächliche wucherung der Getreide bauenden Bevölkerung Fraglich ist mir, ob Herr von Bötticher, ehe die Entscheidung gedurch die Börse entgegentreten wollen; hoffentlich kommt die troffen wurde, um seine Ansicht befragt worden ist. Fürst unrichtigkeit des Vorredners zu berichtigen. Allerdings habe ich Börsenreform bald zu stande. In bezug auf die Handwerker- pohenlohe soll über die Ernennung neuer Minister schon befragt als Stellvertreter des Reichstanzlers sowohl die kaiserliche Ordre, frage war der frühere Kurs gut; der Handelsminister v. Ber worden sein, ehe er Kanzler war. Die Minister verhalten welche die Entlassung des Grafen Caprivi aussprach, wie auch Tepsch war ein guter Steuermann dabei und wird hoffentlich den sich ganz passiv, als wenn es sich um einen Kanzler die, welche den Fürsten Hohenlohe- Schillingsfürst zum Nachfolger Kurs noch lange steuern. Erfreulich ist auch die Interpellation der wechsel in Frankreich handelt, so paffiv wie die Stabs bestimmte, gegengezeichnet; ebenso habe ich auch die Ernennung Nationalliberalen über diese Frage. Wenn die soziale Reformarbeit offiziere bei der Berujung eines neuen Regimentstommandeurs. des Grafen Caprivi zum Reichskanzler 1890 gegengezeichnet, aber aber Erfolg haben soll, dann müssen die übrigen Klassen mit Der Chef des ein 3ivil Kabinets ist den die Ordre, durch welche Fürst Bismarck von seinen Aemtern einem besseren Beispiel vorangehen, als es bis jetzt geschehen. Ministern untergebener Beamter und es ist nicht richtig, entbunden wurde, bat Graf Caprivi gegengezeichnet, ich wurde ein folder Beamter Es nüßt nichts, blos vom Christenthum zu reden, der daß der Krone awischen und von dieser Pflicht damals entbunden aus besonderen Gründen. Ministern eine ganze pofitive Aufbau muß auf der festen Grundlage des Zwischenträgerrolle spielt. Wenn Ueber die Gründe der Entlassung des Grafen Caprivi nur ein Christenthums erfolgen. Die Nationalökonomie des Vater der Chef des Ziviltabinets wieder eine solche Rolle des Minister- Wort zu verlieren, muß ich ablehnen.( Zustimmung rechts.) Nach unsers ist die gesundeste. Nicht Sonderwünsche der einzelnen stürzers übernimmt, dann sollte er sich doch anderer Formen der Verfassung hat Se. Majestät der Kaiser das Recht, den Stände sollen erfüllt werden; wir müssen auch den Muth haben, bedienen; das erinnert zu sehr an die seidene Schnur, die Reichskanzler zu berufen, und jeder im Lande, also auch die wo eine Aenderung nicht herbeizuführen ist, an den moralischen in anderen nicht gerade zivilisirten Ländern eine Rolle spielt. Mitglieder des Reichstags, hat einfach die Pflicht, diese Ere inneren Menschen die Anforderung zu stellen, daß er sich in seine Nicht der Chef des Zivilkabinets, nicht die Flügeladjutanten nennung zur Kenntniß zu nehmen.( Beifall rechts.) Die Argu Lage fügt. Sonst verliert der positive Aufbau sein bestes und ähnliche Persönlichkeiten sollten im öffentlichen Leben eine mentation, daß, wenn der Reichskanzler aufhört, zu existiren, auch Fundament.( Beifall im Zentrum.) solche Rolle spielen. Das Reichsfanzleramt ist mit dem Minister- der Stellvertreter nicht mehr existirt und nicht mehr kontraEin vom Abg. Richter gestellter Bertagungsantrag wird um präsidium wiederum verbunden worden; um so nothwendiger ist figniren fann, ist grundfalsch, denn nach dem Stellvertretungs der ift Stellvertreter Des Reichs 3 Uhr 25 Minuten abgelehnt. allgemeine eine anderweitige Entlastung des Reichsfanglers. Fürst Bismard gesetz Abg. Richter: Ich kann den finanzpolitischen Ausführungen hat die Arbeit eine Reihe von Jahren bewältigt; aber selbst ihm, fanglers eine dauernde Funktion, gleichviel ob der Reichsdes Vorredners nur unbedingt beistimmen. Die Thronrede ver der in das Amt hineingewachsen war, ist es schwer geworden. Kanzler im Amte bleibt oder nicht. Endlich herrschte vollständige zichtet auf die Ueberweisungen an die Einzelstaaten, diese Ueber- Es ist unter ihm aber doch schließlich eine Versumpfung der Uebereinstimmung zwischen Sr. Majestät dem Kaiser und dem weisungen waren ja auch nur bestimmt, um die Weinsteuer, den Gesetzgebung eingetreten( Widerspruch rechts). Darüber haben Grafen Caprivi, sodaß auch der Vorredner an meiner Stelle die Fracht und Quittungsstempel u. s. w. zu begründen. Aber diese auch die Konservativen geklagt. Als Graf Eulenburg das Ordre fontrafignirt hätte. Preußische Vorgänge einer Betrach Steuern hatten nicht einmal auf eine erhebliche Minderheit zu Ministerpräsidium antrat, erklärte er, daß die Vereinigung der tung zu unterziehen, ist hier nicht das Forum. Ich lehne es rechnen. Auf neue Steuern fönnen wir uns nicht einlassen, Aemter die Kräfte eines Mannes übermäßig in Anspruch nähme. auch ab, auf diese Vorgänge bei der Entlassung der preußischen noch weniger fönnen wir uns auf die organische Finanz- Es müssen jezt Minister oder Staatssekretäre mit Minister einzugehen. Der Vorredner meint, es entſpreche nicht reform einlassen, welche die Reichsfinanzen und Die einer selbständigeren Stellung geschaffen werden. dem Verhältniß der verantwortlichen Minister, Eröffnungen Finanzen der Einzelstaaten festlegt. Wir halten es nicht Das ist eine alte Forderung, die noch 1889 Herr v. Bennigsen Sr. Majestät des Königs durch den Chef des Zivilkabinets entfür richtig, dem Bundesrath das praktische Interesse zu rauben, insoweit vertreten hat, als er einen besonderen Reichs Finanz gegenzunehmen. Es ist nicht die Gewohnheit preußischer die Ausgabe Etats des Reiches sparsam zu gestalten, wir minister verlangte. Man hat gesagt, man müsse erst abwarten, Minister, Sr. Majestät Formen vorzuschreiben, würden darin auch eine Schwächung des Einnahme- Bewilligungs- was der Reichskanzler vorschlagen werde. Das ist doch eine Se. Majestät für gut findet, mit seinen Ministern zu sprechen. Amts des Reichskanzlers; man er: Der Vorredner hat auch eine Sigung des preußischen Staatsrechts des Reichstages erblicken. Die Probe bezüglich der Finanz- Unterschätzung des gebahrung des vorigen Jahres ist glänzend zu gunsten des wartet, daß die Uebertragung des Amis sich vollzieht ministeriums erwähnt. Nicht um Interna aus den Berathungen Reichstages ausgefallen, die Thatsachen haben den Reichs- Echah auf grund der politischen Vergangenheit. Fürst hohendes preußischen Staatsministeriums mitzutheilen damit würde Bedürfniß gehabt, der ich meine Pflicht verletzen aber um ihn zu beruhigen, will ich sekretär im Stiche gelaffen. Die Steuerbewilligungen sind erst lohe hat felbst das taktische im Mai in Kraft getreten, und trotzdem ist das Biel erreicht. ausschlaggebenden Zentrumspartei eine ge- ihm sagen, daß weder der Graf Eulenburg noch Die Matrikularbeiträge übertreffen die Ueberweisungen nicht; an wiffe Beruhigung zu geben. Aber eigentlich gehen irgend ein Minister irgend eine Aeußerung ges feiner Stelle sind die Einnahmen hinter den Mehransägen uns firchenpolitische Fragen doch nicht viel an; die Jesuiten than oder irgend eine Perspektive entwidelt des Reichstages zurückgeblieben, die Ausgaben haben die frage, die Hauptfrage, hat er gar nicht berührt. Fürst hat, die auf den Staatsstreich hinaus w ermäßigten Ansätze nicht überschritten. Den Ueberschuß Hohenlohe hat dem Reichstage und einer Reichstagspartei an- Jedes Mitglied des preußischen Staatsministeriums, das den Eid eigenen Verwaltung des Reiches schlägt der Schatz gehört, wenn er auch nicht einen so scharf ausgeprägten politischen auf die Verfassung geleistet hat, wird es ablehnen, in dieser Besekretär auf 5 Millionen Mark an; es wäre ein kolossaler Charakter hat, wie z. B. Herr v. Kardorff.( Heiterkeit.) Wir ziehung eine Politit zu inszeniren, die zum Staatsstreich führen Reinfall( hört, hört!) für alle Steuerzahler geworden, wenn bringen ihm daher ebenso viel und ebenso wenig Vertrauen ent- muß, und wenn der Vorredner seine Folgerungen aus einer wir neue Steuern bewilligt hätten; man hätte den Einzelstaaten gegen wie jedem anderen Manne. Wir haben als Ausführungen Aeußerung des Grafen Caprivi zieht, die dahin geht, daß seine 75 Millionen über die Matrikularbeiträge hinaus in den Schooß des Reichsfanzlers die Thronrede und das heutige Programm vor Vorschläge weder in diesem noch in einem neuen Reichsgeworfen. Daß der Ertrag von 33 Millionen, um welchen die uns; das letztere verdient umsomehr Beachtung, als es vorher figirt tage auf Annahme zu rechren hätten, so hat ihm seine Matrikularbeiträge die Ueberweisungen übertreffen, gerade mit ist. Einen Systemwechsel hat der Reichskanzler bestritten, aber Phantasie doch einen Poffen gespielt. Daraus folgt doch dem Ertrag der Tabaksteuer übereinstimmt, mag ein Zufall sein; ich kann nur sagen: man weiß nicht, was noch werden mag. weiter nichts, als daß gewisse Vorschläge, wenn sie von diesem aber ein komischer Zufall ist es jedenfalls.( Hört! hört! links.) An der Thronrede gefällt mir weniger, was darin steht, als was Reichstage nicht angenommen werden, vielleicht von einem Es ist in der Thronrede kein Entgegen- fünftigen zu haben sein werden. Aber der Schritt von einer Man hat die Zolleinnahmen nicht höher, sondern niedriger darin nicht steht. geschätzt; man hat die dreijährige Fraktion da angewandt, fommen gegenüber den Agrariern ausgedrückt worden.( Bu- Auflösung des Reichstages bis zu einem Staatsstreich ist ein so einen zweijährige Mehrertrag ergeben hätte. ruf rechts: Da haben wir's!) Graf Caprivi war unser poli- exorbitanter, daß er mit einer gewöhnlichen Phantasie nicht zu Erforderlich ist allerdings die Verminderung des Anleihebetrages tischer Gegner, aber ohne jedes Falsch und ohne jede Hinter- tonstruiren ist.( Beifall rechts.) Um 5 Uhr wird die weitere Berathung auf Mittwoch um 74 Millionen Mart, aber warum soll denn eine solche Ver- list; er wies jedes Sonderinteresse zurück und vertrat das minderung in einem einzigen Jahre herbeigeführt werden? Interesse des gemeinen Wohles, wie er es nach seiner Ueber- 12 Uhr vertagt. verstand. Warum werden die außerordentlichen Ausgaben so erheblich zeugung In den letzten Tagen seines Regidie Agrarier auch sehr zerknirscht. erhöht? Der Vorredner hat schon auf den Ankauf der Uebungs mentes eine Deputation ab, welche allerunterthänigst plätze hingewiesen; die Forderungen für Rasernenbauten sind sandten die Ausschreitungen des Bundes der Landwirthe höher als in jetem früheren Jahre; für nicht weniger als für Die Einstellung der gegen unsere Genossen Kühn, Schmidt25 Rafernen sind erste Bauraten gefordert; mit der die Verzeihung entgegennahm und jede Opposition als neuen Heeresvermehrung hängt das nicht zusammen, denn es unmöglich bezeichnete. Jezt glauben die Agrarier, daß ihre Berlin, Stadthagen und Vogtherr schwebenden Strafverfahren wurde gesagt, daß diesem Bedürfniß im Laufe von 20 Jahren Zeit gekommen sei; es muß sie mit Freuden erfüllt haben, daß wurde von der sozialdemokratischen Fraktion beantragt. Rechnung getragen werden könne. Für die Marine schreibt man ein Gegner der Handelsvertrags- Politik zum LandwirthschaftsLeuß. Die Schwurgerichts: Verhandlung gegen den anti21/2 Millionen Mark mehr den ordentlichen Einnahmen zur Last, Minister berufen worden ist. Die Kreuz- Zeitung" hat aber ihre blos weil man die Tabaksteuer begründen will. Der Reichskanzler hat Leser über den Mangel der Thronrede getröstet und gemeint, semitischen Reichstags- Abgeordneten Leuß wegen Meineids ist von einer Erweiterung der Kreuzerflotte gesprochen. Das ist ein die Sache würde nachgeholt werden. Vielleicht ist die Rede endgiltig auf den 14. und 15. d. M. angesetzt. der 100 Die 0 den waren Sie in denen wollte. Parlamentarisches. verloren Der Seniorenkouvent des Reichstages war heute vor] Male zuschnürt.- Um Himmelswillen nur dem Ringe nicht zu jener Gegend, in der sich bereits verschiedene derartige Anstalten Beginn der Plenarsizung versammelt, um über die Vertheilung nahe treten," diese Phrase war gewissermaßen als Stichwort in befinden, eine sittliche Gefahr, der besonders die des Vorsitzes in den Abtheilungen und in den ständigen Kom- der Nähe des Vorstandstisches ausgegeben. Eine Anfrage, ob Schülerinnen der zahlreichen dortigen Schulen ausgesetzt sein missionen, sowie über die Zahl der den verschiedenen Parteien man denn nicht den Versuch machen solle, die Herren Ringbrauer würden. zustehenden Size in den Kommissionen zu berathen. Es wurde zu Konzessionen in bezug auf die Flaschenbier Frage zu Möchten die feisten Vertreter der fatten Moral die Tugend b.schlossen, bezüglich des Vorsitzes in den Abtheilungen veranlassen, wurde mit der ausgezeichneten Motivirung abgelehnt, und Unschuld niemals in größere Gefahr bringen, als dies durch sowie in den Fachkommissionen es handelt sich um die daß die Gastwirthe eigentlich daran garnicht betheiligt seien.(!) die Obdachlose geschehen kann, die am Abend eiligst die Stätte Geschäftsordnungs-, Petitions, Rechnungs-, Wahlprüfungs- und Der Ursprung dieser neuen Wahrheit ist nicht zweifelhaft aufsuchen, wo sie ihr müdes Haupt niederlegen. Budgetkommissionen feine Aenderungen gegen die vorige Hervorgehoben soll aber werden, daß die Stellungnahme des Session vorzunehmen. Die Fraktionen erhalten die ihrer Stärke Vereins zu dieser Frage früher eine wesentlich andere war. Wir Von den sogen. höheren Baubeamten hatten wir kürzlich entsprechende Anzahl von Plägen in den Kommissionen. Auch werden ja sehen, wie die anderen Gast- und Schankwirthevereine zu berichten, daß sie in der glücklichen Lage wären, sich nicht mit hierbei bleibt es bei dem Verfahren der vorigen Session, weil sich damit abfinden. Geldsorgen, wohl aber mit Titelsorgen quälen zu müssen. Einige durch die inzwischen erfolgten Mandatsverschiebungen bekanntlich Zum Schluß wurde den Anwesenden noch ein Stück Zuckerbrot dieſer Herren geizten, wie wir in einer uns aus ihren Kreisen haben die Ronsevativen zwei Mandate an die Sozialdemokraten gezeigt. Ein Mitglied der famosen Saalbesitzer- Kommission erzählte, Bugegangenen Mittheilung entnahmen, in vollem Gruft nach den an der Vertretung der Parteien in den Kommissionen daß schon" 160 000 m. an Unterſtügungen verausgabt seien. Nun, mit ihrem Chinesenthum scheinen diese Leute nun selbst die geschmackvollen Titeln Bau- Referendar" und" Bau- Assessor". rechnungsmäßig nichts geändert wird. Diese Beschlüsse des glücklich der, der da glaubt; wir haben gehört, daß recht viele bei Mehrzahl ihrer uffieflerten Berliner Kollegen angesteckt zu haben, Seniorenkonvents haben durch die heute erfolgten Wahlen und dieser Mittheilung spöttisch gelächelt haben sollen. Doer geschah Mehrzahl ihrer ufffeklerten Berliner Kollegen angesteckt zu haben, die Konstituirung der Kommissionen die Zustimmung des Reichs- das vielleicht deshalb, weil der gute Mann den uralten Wig von denn in einer dieser Tage abgehaltenen Versammlung erklärte tages gefunden. Die in der Presse vielfach ventilirte Frage der dem„ nassen Sommer" als Trost für diejenigen verausgabte, die sich der Berliner Architektenverein mit den ihm zur Berathung Reihenfolge der Initiativanträge kam im Seniorenkonvent eben- trotz allen Hoffens und Harrens bislang noch keinen rothen entsetzlich weit mit dem geistigen Rückschritt der deutschen Bourvorgelegten Titulaturvorschlägen einverstanden. Es muß ja falls zur Sprache und wurde dahin erledigt, daß sämmtliche Pfennig erhalten haben? Initiativanträge, von denen die meisten schon vor Eröffnung des geoisie gekommen sein, wenn die Pest des Bureaukratismus selbst Reichstages auf dem Büreau niedergelegt waren, als zu gleicher so unheimlicher Weise grassirt. in einem so nützlichen Beruf, wie dem der Baumeister, schon in Zeit eingebracht gelten, so daß zunächst keiner Partei eine Priorität für die Verhandlung ihrer Anträge zusteht. Ueber die geschäftliche Behandlung der Initiativanträge bezw. die Reihenfolge foll die Geschäftsordnungs- Kommission dem Reichstage Bor: schläge machen. Vermuthlich wird man sich entschließen, die Reihenfolge der Anträge für die Verhandlung im Plenum durch das Loos zu bestimmen. Sentrumsantrag betr. den Hausirhandel. Die Abgeord: neten Gröber, Dr. Hiße und Genossen haben den schon im vorigen Jahre dem Reichstage unterbreiteten, aber unerledigt gebliebenen Gefeßentwurf zur Abänderung der Gewerbe- Ordnung betreffend den Gewerbebetrieb im Umherziehen( Hausirgewerbe) wieder eingebracht. fondern Nr. 65 in der Friedenauerstraße. Wegen Verhinderung Zur Lokalliste. In Schöneberg wohnt Schulze nicht Nr. 62, der Kontrolle sind die folgenden Wirthe in Rummelsburg von der Liste zu streichen: F. Peters, Kantstr. 3; Hente, Göthestr. 9; Kernchen, Prinz Albertstr. 29; Ulrich, Hauptstr. 8. " " 100 entstehen. Zu dem Bau, dessen Anfang schon für das nächste Ein neues Theater soll demnächst im Südosten Berlins Frühjahr beabsichtigt wird, ist das Hinterland des Grundstücks Reichenbergersir. 34 in Aussicht genommen, das wegen seiner eingebauten Lage anderweit schwer zu verwerthen ist. Die Anschläge und Zeichnungen sind bereits fertig. " Durch Nebel und Rauhreif leuchtete und funkelte es am 10. Dezember auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde. Das Grab unserer Agnes Wabniß war an ihrem Geburtstage von zahlreichen Genossinnen geschmückt worden. Ein geBefähigungsnachweis für Schiffer und Flößer. Nachschmackvoller Baldachin aus Tannenzweigen wölbte sich über hauses wird uns aus Fachkreisen noch geschrieben:" Im VorUeber den künstlerischen Werth des neuen Reichstagsdem es infolge der in der letzten Bundesrathengung erfolgten dem Hügel; Balme, Stechpalme und Lorbeer stiegen wieder fast hauses wird uns aus Fachkreisen noch geschrieben:" Im VorAnnahme der Ausschußanträge zu den Gefeßentwürfen, betreffend bis zur Höhe der Friedhofsmauer empor. Am Nach wärts" vom 5. und 6. d. M. war das neue Reichstags- Gebäude die privatrechtliche Regelung der Binnenschifffahrt und der mittage versammelten sich Mitglieder einer Besprechung unterzogen, die sich vortheilhaft von dem des Frauen und Flößerei, wahrscheinlich geworden ist, daß sich der Reichstag in Mädchen Bildungsvereins an der Ruhestätte, die Lobesgeheul der bürgerlichen Organe unterschied. Immerhin feiner diesmaligen Tagung auch mit diesen Entwürfen beschäf: Vorsitzende, Frau Mesch, einige Worte voll warmen Ge- kam diese Architekturleistung noch ziemlich glimpflich weg, tigen wird, dürfte, den„ Berl. Pol. Nachr." zufolge, der Reichs- dentens an die Verstorbene sprach. Geräuschlos, fast unbemerkt, während sie doch geradezu einen Schlag ins Gesicht der selbsttag auch in die Lage fommen, in eine Erörterung über ist der Blumenschmuck durch Arbeiterinnenvereine und die ständig denkenden und selbstbewußten Theile des deutschen Volkes die Einführung des Befähigungs- Nachweises Befähigungs Nachweises einzutreten, Freundinnen der Verstorbenen auf den Friedhof geschafft bedeutet. Hat der Architekt, dem die bürgerliche Presse besonders obschon ein Entwurf über die Organisation des Hand worden. Diese Ehrung widerlegt in ihrer einfachen Größe die die überquellende Erfindungsgabe nachrühmt, wirklich keine werts aller Voraussicht nach diesmal nicht vorgelegt Behauptung bürgerlicher Blätter, der Begräbnißgang" am anderen Dekorationsmotive finden können, als Kronen und werden wird. Die beiden oben genannten Gefeßentwürfe ver- 2. September sei nicht dem allgemeinen Herzensdrange ent- Wappen? Innen und außen, in Stein und Malerei, in Stuck, langen nämlich den Befähigungsnachweis, der erstere für Schiffer sprungen, sondern nur eine„ Demonstration" gewesen. in Holz, in Vergoldung, nichts als Kronen und Wappen, Wappen und Kronen! Dazu würde die Inschrift:" Dem und Maschinisten, der letztere für Flößer, allerdings mit einem Unser Artikel über die Arbeitsverhältnisse der Ver- deutschen Volke!" wirklich gepaßt haben wie die Fauft aufs Unterschiede. Bezüglich der Schiffer und Maschinisten soll der Bundesrath allein zum Erlaß von Vorschriften über den Be- golder im königlichen Schloß hat bereits einen, wenn auch Auge. Angesichts der bekannten Worte vom„ Gipfel der Gefähigungsnachweis ermächtigt werden, bezüglich der Flößerei soll nicht besonders erheblichen Erfolg gehabt. Am Dienstag voriger schmacklosigkeit" fann man nicht annehmen, daß diese Anordnung dagegen auf denjenigen Wasserstraßen, auf welchen eine regel- Woche, also an dem Tage, an welchem der Artikel in unserem von oben gewünscht ist. Sie scheint vielmehr aus der Tiefe der mäßige Schifffahrt nicht stattfindet, diese Befugniß den Landes- Blatt erschienen war, hatten die Arbeiter das Vergnügen, Herrn deutschen Bourgeoisseele geflossen zu sein, wie die Hofnachrichten mäßige Schifffahrt nicht stattfindet, diese Befugniß den Landesregierungen übertragen werden. Es darf angenommen werden, Hof- Vergoldermeister Noat plöglich während der Effens- der bürgerlichen Blätter, und empfunden zu sein, wie der Handdaß der Reichstag mit Rücksicht auf die in diesem Gebiet in Frage pause mit dem Vorwärts" in der Hand vor sich zu sehen. fuß des Esels in der Fabel. Durch das einstimmige Lob der Ziemlich weit im Hintergrunde standen einige andere Herren, Künstler und Fachkreise sollte man sich übrigens nicht in dem stehenden Interessen der Einführung dieser Befähigungsnachweise die von den Arbeitern für Hosbeamte gehalten wurden. Herr Urtheil über das Gebäude beeinflussen lassen. Der Eindruck der nicht entgegenstehen wird. Noat erkannte in liebenswürdiger und zuvorkommender Weise Größe und Erhabenheit ist eben nicht vorhanden. Die die Richtigkeit der von uns in dem Artikel an's Licht geförderten deutsche Künstlerschaft aber, die sich seit längerer Zeit schon Thatsachen an. Nur meinte er, hätte der Vorwärts" Un- des Rufes der Impotenz erfreut, befindet sich hier in der Lage recht, wenn er ihm indirekt vorwerfe, daß er bei den Arbeiten des Schneiders, der einen Anzug verpfuscht hat und nun dem selber nicht Hand mit anlege. Das sei ihm bei seinen Verhältnissen Kunden vorredet, derfelbe size brillant. Man hat zweimal Konnicht gut möglich. Von den Arbeitern wurde Herrn Noat ent- turrenzen ausgeschrieben, an den Mitteln nicht gespart und gegnet, daß dem Vorwärts" in dieser Beziehung wohl ein das Resultat befriedigt das Publikum nicht. Da heißt es eben wenig der Schalt im Nacken gesessen habe und daß die betreffende nach helfen. Die Arbeiterklasse hat aber keinen Grund sich über die Unterlassung auch von ihnen nicht für der Uebel schlimmstes ge- fünstlerische Impotenz der Bourgeoisie aufzuregen. Die deutsche halten werde. So kam denn ganz von selber die Rede auf den Nation hat zu andern Zeiten gezeigt, daß fie der höchsten künstnervus rerum und der Schluß der interessanten Disputation lerischen Leistungen fähig ist. Ünter günstigen Kulturbedingungen, war, daß Herr Noak den Arbeitern einen Thaler 3ulage wie sie die Arbeiterschaft anstrebt, wird die Kunst auch auf per Woche verhieß. Aber es geschah noch ein Uebriges. unserem Boden wieder gesunde, schöne Blüthen treiben. Bis In den nächsten Tagen wurde von den Zimmerleuten der bis dahin heißt es, Alles ehrlich und scharf fritisiren." ten dahin in unmittelbarer Nähe der Bedürfnißanstalten placirt gewesene Frühstücksverschlag anders hergerichtet, sodaß die Arbeiter dichten Nebels entstanden. Der Nordringzug, der um 5 Uhr Ein Eisenbahnunglück ist am Montag Abend infolge des fortan nicht mehr nöthig haben, ihr Essen unter Bestgeruch zu 47 Minuten vom Bahnhof Wedding nach dem Gesundbrunnen verzehren; und als der Sonnabend Abend herangerückt war, tam abfährt und größtentheils Arbeiter befördert, ist in der Nähe der zu aller Verwunderung mit einem Male die Weisung, daß eine halbe Stunde früher, als sonst üblich, Feierabend gemacht Badstraße entgleift. An dieser Stelle laufen die vier Geleise der werden solle! Stadt und Ringbahn in zwei Schienenstränge zusammen, Seit diesen Ereignissen ist der Vorwärts" selbst unter den während ein neuer dritter Strang noch nicht ganz fertig gestellt wenigen Arbeitern im Schloß ungemein populär geworden, die ist. Der aus der Maschine und zehn Personenwagen bestehende sich bisher lässig und indifferent von unseren Bestrebungen fern- Bug fuhr rechtzeitig vom Wedding ab, schlug aber ein langals dem eifrigen Wirken unserer im königl. Schloß beschäftigten fonnte. Da nun dieses nicht gegeben war, wie sich später herausgehalten haben. Ein Erfolg, den wir natürlich weit weniger uns, fameres Tempo ein, weil der Maschinenführer das Einfahrtzeichen auf dem Gesundbrunnen des Nebels wegen nicht sehen Parteigenossen zuschreiben. stellte, so war auch die Weiche nicht entsprechend gestellt. So Werden die sich ärgern! In der Bolts Zeitung" lesen geschah es, daß der Zug auf das im Bau begriffene Geleiſe wir: Oberbürgermeister Belle wird am nächsten Sonnabend fuhr. Die Maschine und der erste Wagen entgleisten: die erstere im Festsaale des Rathhauses einen alljährlich stattfindenden bohrte fich tief in den Sand ein. Unglück scheint nicht entstanden Repräsentationsabend veranstalten, wozu bereits Ginladungen an zu sein. Die Fahrgäste verließen den Zug und entfernten sich städtische Kreise, an Mitglieder des Magistratskollegiums und über die Böschung des Eisenbahndammes. Der Verkehr war der Stadtverordneten- Versammlung ergangen find. Nach dem auf dem einen Geleise von 6-8 Uhr gesperrt. Dienstag Morgen Mahle findet ein gemüthliches Zusammensein statt. Mit Rück- um 10 Uhr wurde der„ Thatbestand" durch eine Kommission von ficht auf die neuesten Bortommnisse im Reichs- Direktionsmitgliedern festgestellt". tage sind so berichtet die Staatsbürger Beitung" an die sozialdemokratischen Stadtverordneten aber feine Einladungen ergangen. Die Elsaß Lothringer, unterstützt durch Zentrumsmitglieder, beantragen einen Gesezentwurf folgenden Inhalts:§ 1. Der Landesausschuß von Elsaß- Lothringen geht aus allgemeinen und direkten Wahlen mit geheimer Abstimmung hervor.§ 2. Auf je 30 000 Einwohner wird ein Abgeordneter gewählt. Eine Ver mehrung der Zahl der Abgeordneten infolge der steigenden Bevölkerung wird durch das Gesetz bestimmt.§ 3. Die Bestim mungen der§§ 12 bis inkl. 16 des Gesetzes vom 4. Juli 1879, betreffend die Verfassung und die Verwaltung Elsaß- Lothringens, werden aufgehoben." Gegen die Einfuhr argentinischen Weizend. Die Abgeordneten Frhr. v. Heyl, Graf v. Oriola und Dr. Friedberg haben, unterstüßt von einem Theile der Nationalliberalen, den Antrag gestellt, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, den argentinischen Republit vom 19. September 1887 auf grund des Freundschafts, Handels- und Schifffahrtsvertrag mit der Artikels 14 dieses Vertrages zu kündigen." Nach der Nat. 3tg." ließen sich die Antragsteller von der Erwägung leiten, daß nicht weniger als 50 pet. der argentinischen Weizenproduktion auf den deutschen Markt geworfen wird, und zwar gerade zu einer Zeit, wo auch unser Weizen reif ist. Trotz dieses Vortheils, welchen Argentinien ohne jede Gegenleistung erhalten hat, find die industriellen Einiuhrzölle nach dort wiederholt und zuletzt noch in diesem Jahre erheblich gesteigert worden. Bei etwaigen neuen Verhandlungen über einen Handelsvertrag könnte die deutsche Landwirthschaft bei Zucker, Sprit und Quebrachoholz, die deutsche Industrie durch Herabsetzung der argentinischen Bölle Bortheile erlangen. Lokales. B Unsere Parteigenossen im Rothen Hause sind natürlich zer schmettert oder zum mindesten niedergeschmettert. Sobald sie sich einigermaßen erholt haben, wollen sie zunächst vor Herrn Belle tosten. Deutschlands Kulturhöhe. Die Strafanstalt in Brandenburg a.. ist gegenwärtig so überfüllt, daß am legten Freitag nicht weniger als 206 Sträflinge unter Leitung des Direktors nach anderen Anstalten überführt werden mußten, und zwar 46 nach Lichtenburg, 85 nach Striegau und 75 nach Brieg. Die Sprechstunde des Rechtsanwalts wird heute von Buße thun und ihn fragen, wie viel ein Paar Wadelstümpfe Polizeibericht. Am 9. d. M. starb das dreijährige Mädchen 71/2 bis 81/2 Uhr Abends abgehalten. Die Preßkommission hat nach stattgehabter Neuwahl den Genossen Richard Beyer, Cuvrystr. 34, H. 5 Tr., zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Die Adressen der Preßkommissions. Mitglieder sind: Jm 1. Wahlkreis: Johannes Timm, Alte Jakobftraße 18/19, 4 Tr.; Soyka, Lübbenerstr. 14, v. 2 Tr. Stalizerstr. 118. Im 2. Wahlkreis: Hermann Silberschmidt Culmitr. 25; Karl Aeustergerling, Nostizstr. 5. Im 3. Wahlkreis: hoch, Manteuffelstr. 51a; Pohl, Im 4. Wahlkreis( D): Franz Thielte, Strauß bergerstr. 32.( Südost): Richard Beyer, CuvryStraße 34, H. 5 Tr. Im 5. Wahlkreis: G. Niederauer, Andreasstr. 56. Im 6. Wahlkreis: Otto Schmidt, Schwedterstr. 22; Heinrich Beiswänger, Soldinerstr. 21. Buschriften resp. Beschwerden, welche die Preßkommission angeben, find entweder an den Vorsitzenden oder an die betr. Mitglieder der einzelnen Wahlkreise zu richten. Abends stürzte in der Mendelssohneines in der Naunynstraße wohnhaften Kaufmanns infolge einer Den Arbeitern und Handwerkern, deren Löhne unter der Vergiftung durch Schwefelsäure, die das Kind aus einer im Konkurrenz der Bucht hausarbeit heruntergedrückt worden Küchenschranke stehenden Flasche getrunken hatte. Am 10. d. sind, wird die nachstehende Mittheilung, die wir der Frei- Nachmittags stürzte im Lagerraum eines Produktenhändlers in finnigen Zeitung" entnehmen, eine kleine Genugthuung bereiten: der Pappel- Allee eine dort beschäftigte Frau aus dem 2. Stock Die Schneiderwerkstätten im Buchthause Moabit, so berichtet in den Fahrstuhlschacht hinab und erlitt sehr schwere innere Verdas Blatt, welche für den Fiskus die Bekleidungsstücke der legungen. In der Potsdamerstraße fand ein Zusammenstoß Schuhmannschaft liefern, haben dem Berliner Polizeipräsidium zwischen einem Omnibus und einem Pferdebahnwagen statt, bei bezw. dessen Bekleidungskommission einen argen Streich gespielt, dem der Schaffner des letzteren und ein im Omnibus sigender indem sie den größten Theil des gelieferten Tuches zu Schuß- Kaufmann durch Glassplitter erheblich, und mehrere Fahrgäste mannspaletots fo gänzlich verschnitten haben, daß dieselben zur leicht verlegt wurden. Bekleidung als unbrauchbar zurückgewiesen werden mußten. In straße ein in scharfem Trabe reitender Mann vom Pferde und folge dessen wartet die Schußmannschaft, welche reglementsmäßig wurde am Kopfe so schwer verlegt, daß er bewußtlos liegen alle vier Jahre Anwartschaft auf neue Mäntel hat, bereits sechs blieb. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain Jahre darauf, also 24 Monate länger, als die Lieferung früher gebracht. Im Laufe des Tages fanden drei Brände statt. mit anerkennenswerther Pünktlichkeit von der Stadt erledigt wurde. Genau dieselben Verzögerungen, nur in geringerer Beitdauer, find bei der Lieferung der Anzüge vorhanden. Auch jetzt die Fußbekleidung war schon am 1. Oktober fällig ist Weihnachten vor der Thür, und die Lieferung ist noch nicht erfolgt. Witterungsübersicht vom 11. Dezember 1894. Stationen. reduzirt auf Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter Temperatur ( nach Gelfins 50 G. 4° R.) Nebel halb bedeckt wolkenlos wolkenlos wolkenlos Nebel 1 774 G 2 772 GO 774 772 Still 771 -6 774 Still 763 Still heiter -18 768 SSW Schnee -3 758 SW 3 Regen 11 757 768 SW 4 bedeckt 11 Still wolkenlos 0 Lie Sigungen der Preskommission finden fortan jeden ersten Mittwoch im Monat Abends 81/2 Uhr statt. Die Sonntagsruhe, sowie die Bestimmungen der Gewerbe Winke mit dem Thorflügel. Die ringtreuen Blätter Ordnung, welche auf die Nachtarbeit der Frauen Bezug haben, Berlins berichten von der letzten Versammlung des Vereins scheinen für die Buchdruckerei von Albert Damte, wiarkBerliner Gastwirthe u. a. auch über den Bescheid, der grajenſtr. 88 nicht zu eriñiren. In diesem Institut haben in der Swinemünde. diesen allezeit ergebenen Verfechtern der Brauerei- Interessen auf vorigen Woche Anlegerinnen und Bogenfängerinnen nicht Hamburg den Tag über, sondern auch während der Nacht- Berlin devoteft vorgebrachte Wünsche zu theil geworden ist. Auf das nur gearbeitet. Ferner ist in der Druckerei des Wiesbaden. Ersuchen, doch den Beschluß des Ringes, wonach die Gastwirthe stunden von einigen Ar- München gezwungen sind, gegen ihren Willen bei ihrer bisherigen Herrn Damke am verflossenen Sonnabend Brauerei zu verbleiben, zu annulliren, hat Herr Happoldt im beiterinnen nicht nur länger, als bis 1/26 Uhr gearbeitet worden, Wien Namen feiner Mitverschworenen mit Rein" geantwortet; nur sondern man hat dort auch die Nachtschichten zum Sonntag, wie Haparanda unter besonderen Umständen soll einzelnen recht braven Gast- sum Montag hindurch Frauen beschäftigt. Desgleichen ist am Petersburg wirthen diese Fessel abgenommen werden. Recht deutlich wurde Sonntag den ganzen Tag über gearbeitet worden. Angesichts Cork. bei Grörterung dieses Punktes Herr Jakobi, der unermüdliche der Nacht- und Feiertagsarbeit im föniglichen Schloß scheint Herr Aberdeen Fürsprecher für den Brauerring. Man solle die Brauereien Damke dem Dichterwort„ Ein gutes Beispiel weckt Nacheiferung" Baris nicht drängen, denn diese„ drängten" ja auch nicht, war der eine recht erweiterte Auslegung gegeben zu haben. Einn seiner Rede. Die fatte Moral. Gegen die Errichtung eines Asyls Wetter- Prognose für Mittwoch, den 12. Dezember 1894. Das ist der Dant vom Hause Rösicke! Man erinnert die für Obdachlose im Norden Berlins, in der Müllerstraße, Wirthe, denen diese Bestimmung, äußerst unbequem iſt, paran, hat der Bezirksverein„ Wedding" in einer in feiner legten Gig mit ſchwachen südlichen Winden; keine oder unerhebliche Neber: daß sie hängen" und es eigentlich als besondere Vergünstigung ein stimmig angenommenen Resolution protestirt. Der Schläge. zu betrachten haben, daß man ihnen die Kehle nicht mit einem Verein erblickt in der Errichtung eines Asyls für Obdachlose in " Wetter Berliner Wetterbureau. Versammlungen. " der = Dermisdites. und einflußreichen, die Einsicht, welche untergeordnete Stellung| stände nicht aus der Welt schaffen lassen, sondern nur durch sie thatsächlich im großen Produktionsleben einnehmen. Ihre immerwährenden, energischen Protest seitens des Proletariats Im Verein der Zimmerer sprach am 2. Dezember Genosse eigene Dentträgheit zwingen sie den von ihnen abhängigen gegen den Kapitalismus. Distusfion fand nicht statt. Kollege Schichten auf. Thate erinnerte an den§ 4 des Statuts und ermahnte die MitReßler über den Nußen der Gewerkschaftsorganisation. Der Endlich ist es das heutige Produktionssystem selbst, glieder, nicht die Arbeit niederzulegen bei Streits oder dergleichen, Referent schilderte in seinem Vortrage, in welche Noth die welches, frei von jeder Humanität, die große Mehrzahl der ohne den Vorstand vorher in Kenntniß gesezt zu haben. Es Arbeiter durch die heutige Wirthschaftsordnung gerathen, gerade Menschen derart in den Konkurrenzkampf spannt, daß ihnen zum würde in dieser Hinsicht noch viel gesündigt. im Baufach zeigt es sich am deutlichsten, was die Profitgier der Denken kaum Zeit bleibt, geschweige, für dies Denken Freiheit Unternehmer für unendlichen Jammer und Elend in der ganzen zu verlangen. Daß diese Denkunlust aller Nichtorganisirten beim Arbeiterschaft hervorzubringen im stande ist. Die Arbeitslosig: weiblichen Geschlecht überwiegt, liegt daran, daß die ohnehin feit, wie fie gegenwärtig herrscht, ist zum größten Theil dadurch überlastete Frau durch den Konkurrenzfampf noch stärker ermüdet Schiffeexplosion. Aus Rubrort wird berichtet: Am verschlimmert, daß städtische wie fönigliche Bauten in Submission wird als der Mann. Zur Diskussion äußerten sich im Sinne Monteg Mittag and auf dem Bugfirdampfer, Ruhrort" während vergeben werden. Bei der Ausführung ist es sehr natürlich, daß des Referats die Genossinnen 2uch 3 und Fahrenwald. der Bergfahrt eine Kesselexplosion statt. Das Echiff ist zertrümmert der betreffende Unternehmer troß der gedrückten Preise immer zu Verschiedenem" befürwortete Frau Fahrenwald die und soort gefunken. Der Kapitän Krezer und der Maschinist noch Profit herausschlagen will. So kommt es, daß die Zahl stedung eines Rechtsbeistandes für den Verein, indem sie an Philipsen sind getödtet. der Arbeiter herabgedrückt wird, während die Thätigen aufs die im Oktober ftattgehabte Verurtheilung der Genossin Berge Bei Spinazzola in Apulien ereignete sich am Montag äußerste angestrengt werden. Bei dem Privatunternehmer- mann zu 150 M. Strafe erinnerte. Ferner beschloß der Verein, ein Eisenbahnunglück. Die Brücke über den Ofanto thum ist der Bauschwindel vorherrschend. Fast auss am 10. Dezember, dem Geburtstag der Genoffin Wabnig, einen zwischen Venosa und Rapolla, welche von; dem angeschwollenen nahmslos fungiren sogenannte Strohmänner als Bau- Kranz auf deren Grab niederlegen zu lassen. Fluß unterwühlt war, stürzte in einer Länge von 20 Metern in herrn resp. Arbeitgeber. Diese sind möglichst bestrebt, billige dem Augenblicke zusammen, als ein von Spinazzola kommender Arbeitskräfte zu erhalten, die Leistung aber zu erhöhen, und Die Mühlenarbeiter hielten am Sonntag Nachmittag im Personenzug hinüberführ. Die Maschine, der Tender und die schließlich die Arbeiter um den Lohn zu betrigen. Die Pflicht Freischüß". Fruchtstr. 36a, eine öffentliche Versammlung ab. meisten Wagen stürzten hinab. Acht Personen wurden schwer der Arbeiter ist es diesen entgegenzutreten, doch kann das nur Genosse Millarg referirte über die wirthschaftlichen Um verwundet, darunter sechs Eisenbahnbeamte. durch die Organisation geschehen, darum ermahnte der Redner wälzungen und ihre Begleiterscheinungen", unter besonderer Professor und Lieutenant der Reserve! Der die Anwesenden mit träftigen Worten sich zu organisiren; sobald Berücksichtigung Verhältnisse im Müller Gewerbe. militärische Charakter scheint bei unseren Gebildeten allgemach die Zeit eine beffere wird, muß alles zum Echlage bereit sein. In der Diskussion des mit Beifall aufgenommenen Vortrages die erste Stelle einzunehmen. In einem Fachblatt finden Doch auch in der Gegenwart fann sehr viel verhindert werden theilte Prüfer mit, daß in der an der Moabiter Brücke be- wir ein Werk„ Szepter und Kronen" annoncirt, als dessen sobald eine organisirte Masse den Unternehmern gegenübersteht. legenen Borsigmühle" seit Sonnabend der Betrieb eingestellt ist, herausgeber sich ein Herr Adolf Ascher mit der Empfehlung: In der Diskussion sprachen sich alle Redner im Sinne des wodurch ca. 60 Arbeiter, von denen schon viele 12-16 Jahre Professor und Lieutenant d. N. einführt. Referenten aus, unter anderem wurde die Ueberstundenarbeit am dort arbeiten, kurz vor dem Fest brotlos und somit dem Elend nicht zieht! tönigl. Schloß fritisirt. Mit der Bekanntmachung, daß am Sonn- preisgegeben wurden. Dieser Fall beweise aufs neue, wie ohne tag, den 16. Dezember die nächste Vereinsversammlung in den jede Rücksicht auf das Wohl seiner Arbeiter der Kapitalist die Arminhallen, Kommandantenstr. 20, stattfindet, schloß die gut- ihm für seine Interessen gut dünkenden Dispositionen trifft besuchte Versammlung. und um so bedauerlicher fand es der Redner, daß troh größt: möglichster Agitation die Betheiligung der Mühlenarbeiter an Eine journalistische Diebesfalle. Unter dieser Spigmarke In der Vereinsversammlung des Frauen- und Mädchen den Versammlungen und der Organisation eine sehr schwache ist. erzählten wir unlängst die heitere Geschichte von den DepeschenBildungsvereins des arbeitenden Bolkes hielt am 5. d. M. Ge- An Stelle des am Erscheinen verhinderten Delegirten erstattete diebstählen der United Preß. Wir werden darauf aufmerksam nosse Bogtherr einen anregenden Vortrag über:" Denkfreiheit Millarg den Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschafts- gemacht, daß es bei dem Rufe dieses Unternehmens nicht zu und Denkfaulheit". Keine Befürwortung sette Referent aus- fommission. Die von Prüfer verlesene Abrechnung der verwundern ist, daß sein Berliner Vertreter Herr Theodor brauche die angebotene, unbestreitbare Freiheit der Agitationskommission für die Zeit vom 11. März d. J. bis Ende Reuß ist. Dentoperation im Hirn des Einzelnen, die dem schärfsten Polizei- November wies eine Einnahme von 39,52 M. und eine Ausgabe Auge verborgen bleibt und die selbst dem sibirischen Gefangenen von 44,35 M. auf. unverwehrt ist, Defto stärkerer Bertheidigung bedürfe die einzig wesentliche Freiheit, daß der Einzelne seine Gedanken verbreiten und durch Andere zur That umsetzen lassen dürfe. Daß diese Freiheit auch beim Volte der Denker übermäßig fontrollirt wird, ist die Schuld der Denkfaulheit, die das gesammte geistige und gesellschaftliche Leben beherrscht. Auf dem Gebiet des Ueberzeugungs- und Empfindungslebens sind es Die Gewaltmaßregeln der Schule, welche zuerst dem Denken die unfreie Bahn fürs Leben vorschreiben. Innerhalb der Gesellschaft der Erwachsenen fehlt ganzen Schichten, und zwar erfolg einander Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 12. Dezember. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Mara. Schauspielhaus. Halali. Die Dienstboten. Deutsches Theater. Gespenster. Berliner Theater. Heimgefunden. Leffing Theater. Zwei Wappen. Schiller Theater. Des Meeres und und der Liebe Wellen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. Residenz Theater. Der UnterWenn das Cattaro, 10. Dezember. Heute früh 4 Uhr 35 Min. wurde hier ein ziemlich starkes, wellenförmiges Erdbeben verspürt; dasfelbe dauerte 4 Sekunden und bewegte sich in der Richtung von Osten nach Westen. -WVO Briefkaffen der Redaktion. Nigdorf. Am Sonntag, den 2. Dezember, fand in Kummer's Lokal eine Bezirksversammlung des Verbandes aller in der Metall. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Ba!!) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. industrie besch. Arbeiter statt. Schriftsteller Sch u Iz referirte über: Die Sprechstunde des Rechtsanwalts wird heute von Der Einfluß des Kapitalismus auf die Wohnungsverhältnisse. 71/2 bis 81/2 Uhr Abends abgehalten. Der Referent schilderte die Wohnungen von früher und jetzt, und P. S. 24. Das Berliner Gewerkschaftsbureau befindet sich gab über die Entstehung des Handwerks die des Kapitalismus eine Grenadierfir. 10. Bureauzeit Wochentags von 10 bis 1 Uhr und eingehende Darstellung. Die Arbeiterwohnungen, namentlich in 6 bis 7 Uhr. größeren Städten, besprach Redner in hygienischer, ökonomischer W. C. 1. Bisher haben sich unsere Parteigenossen von und sittlicher Beziehung. Durch Polizei würden sich diese Uebel- dieser Förmlichkeit ferngehalten. Adolph Ernst- Theater iridh au seinem heutigen wegenfefte. Räder, Oranienſtr. 37, chen, Baum, Chorinerſtr. 53, Querg. Charley's Tante. Schwank in 3 Akten v. Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Aft von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene gesetzt von Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater Alte Jakobrake r. 30. Bum 104. Male: O, diese Berliner! Große Poſſe mit Gesang und aus in 6 Bildern von Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Präfett. Borber: Bila Biellebchen. National- Theater. Neues Theater. Andrea. Theater Unter den Linden. Der luftige Krieg. Tanz- Divertissement. Bellealliance Theater. Krause. König Central- Theater. O! diese Berliner. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die ewige Braut. Alexanderplat Theater. Gin Modell. Vorher: Verbotene Liebe. National Theater. Die Weber. Reichshallentheater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Große Frankfurterstraße 132. Auf vielseitiges Verlangen: Die Weber. Schauspiel in 4 Akten von Regie: Max Samst. Rassenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panoptikum. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Englische Marionetten. Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten- Illusions- Caroussel. Vorstellung. Schiller- Theater. Circus Renz ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Mittwoch, den 12. Dezember, Abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen Donnernas, den 13. Dezember, Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Freitag, den 14. Dezember, Abends Carlstrasse. Mittwoch, den 12. Dezember cr., Abendo 7/2 Uhr: Tjo Ni En. Neue Musifeinlagen, sensation. Tänze. Außerdem: Der 8 Uhr: Hans Sachs. Burgruine. 6 trak. Rappen, vorgef. von Herrn R. Sonnabend, den 15. Dezbr., ach- Renz. Das Schulpf Cyd u. d. Springpf. mittags 3 Uhr: Schuler- Vor- Blitz, ger. v. Frau Renz- Stark. Gr. Stellung: Des Meeres und der Hurdle Race v. 20 Pferden. Der tautas. Liebe Wellen. Abends 8 Uhr: Jockey Mr. Williams. Krieg im Frieden. phänom. Handequilibrist Mr. Jules Sonntag, den 16. Dezember, Sach Keller. Die beliebten Clowns mittags 3 Uhr: Der Meineid- Gebr. Villand. Major Burk in seinen bauer. Abends 8 Uhr: Krieg im militär. Original- Exercitien 2c. Frieden. Donnerstag: Tjo Ni En. Passage- Panopticum. 51 wilde Weiber hour. Fr. Renz, Rommissionsrath. Circus G. Schumann. Friedrich Karl- Ufer. Täglich Abends 7½ Uhr: aus Dahomey. Texas Jack's American Prairie Life- Show. Die Herenschaukel, mustrationen aus dem Amerikan. neueste Illusion. Plantagen- und Prairieleben. Klagen, Eingaben, Unfallsachen, Paizger, Stealigeritr.65 Hirsch zu ein dreimal donnerndes Hoch, daß die Kellerbewohner in 119 wackeln. Die Rothen aus der Naunynstrasse. Aus der J. Hechtichen Konkursmasse, Karlstraße 15, sind noch zu verkaufen eine fast neue Karper'sche Drehbank, Schraubstöcke, ein Schleifstein, optische und medizinische Gegenstände Restaurant zw. Adalbertstrasse und Oranienplatz. Empfehle m. Werkzeuge eig. 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Er tam| erhobenes Darlehen von 1300 M. 14 Dreimonats- Akzepte über 1891 in Geldverlegenheit und suchte durch eine Beitungsannonce zusammen 4200 m. auszustellen. Endlich mußte er bei einem Mendel Trenherz und Genossen. Gel Sierauf melbete fich der Agent Hermann Cohn, der ihm nochmaligen Darlehen von 250 M. einen Wechsel über 300 M. Im Jahre 1888 und 1889 brauchte der Landwirth Edwin Rafeliz, der sich jetzt wegen Unterschlagung von Krankentaffen Geldern in Strafbaft befindet, dringend Geld zur Be zahlung von Löhnen. Er trat daher mit dem Kaufmann Hanff in Verbindung, der ihm für ein Dreimonats- Atzept über 4000 m. ein Darlehn von 3200 M. gab. Auf dem Wechsel, den er aus. füllen mußte, soll sich der Stempel des Treuherz befunden haben. Später nahm K. ungefähr alle Monate bis zum Jahre 1892 Darlehne in Höhe von je 1000 bis 4000 m. auf, für die er pro Vierteljahr etwa 20 pet. zahlen mußte. Die nicht bezahlten Wechsel wurden später von Treuherz eingeklagt. In einem Falle gab R. dem Hanff für ein Darlehn von 900 M. ein DreimonatsAtzept über 1150 M. Im Jahre 1892 hatte Hanff 800 M. Darlehn gegen ein Afzept über 900 m. gegeben. Da letteres zur Verfallzeit nicht eingelöst wurde, ließ Hanff für seine Frau auf dem Grundstück der Ehefrau des Schuldners eine Hypothek von 1700 m. eintragen. Die Hypothek wurde an eine dritte Der nächste Fall betrifft einen Studenten Triebel. Der Person zedirt. Der Kaufmann Bredow hatte von Spiegel felbe hat in den Jahren 1887-1890 von Spiegel Darlehne erwiederholt zu Geschäftszwecken Darlehne erhalten und stellte im halten und für 90 M. 100 M., für 135 M. 150 M. Jahre 1892 etwa vier Dreimonats- Afzepte über 400 M. aus, für afzeptiren müssen. Für Prolongationen wurden 30-40 pet. die er je 300 m. erhielt. Das eine Afzept konnte er nicht ein- Zinsen pro Jahr beansprucht. Der Studiosus mußte außerdem lösen, die Schuld wurde wiederholt prolongirt. dem Spiegel auch noch Zigarren abnehmen. Auf den zwei letzten Wechseln hatte Kaselitz sein GefälligkeitsAkzept in Blanko gegeben. Spiegel forderte nun von legterem unter der Erklärung, Breckow schulde ihm aus den Wechseln 1000 M., eine Summe von 1200 M., da er auf Kosten und Zinsen 200 M. berechnete. Kaselig stellte ihm hierüber zwei Wechsel über 500 und 700 M. aus. Später beabsichtigte Raselig von Spiegel noch 3 Darlehne aufzunehmen und gab ihm daher 2 Dreimonats Atzepte über je 500 M. und eins über 600 M. Hierfür sollten 6-7 pet. Zinsen in Abzug kommen. Spiegel zahlte für den 600 M.- Wechsel nur 435 M., für den 500 M.- Wechsel 300 M. Den dritten Wechsel gab er zurück.- Spiegel erklärt, daß sich der Zeuge nicht in einer Nothlage befunden habe und Treuherz behauptet, daß er mit Rafeliz niemals ein Geschäft gemacht habe, sondern lediglich mit Hanff, der ihm nur gesagt habe, der Geld fucher gebrauche das Geld zu Geschäftszwecken. bis Ende 1892 auf etwa 4 Wechsel über je 500--700 M. Dar- ausstellen. lehne verschaffte, für die er auf 3 Monate 10 pCt. Aus den Bekundungen des Zeugen Professor A. geht hervor, Binsen bezahlen mußte. Geldgeber war Treuherz. Später daß er diese Geldgeschäfte nur mit Ostertag, nicht aber mit trat Ramspott mit Treuherz direkt in Verbindung und Treuherz gemacht habe. Letzterer war der Geldgeber von Ofter entnahm von ihm ein Darlehen über 2000 m., für tag und hat die Wechsel und die Honorarzession von diesem ers welches er sich einen Abzug von 12 pet. gefallen lassen mußte. morben. Der Zeuge ist aus seinen Wechselverbindlichkeiten gar Diesen Wechsel löfte er ein, nahm aber sofort wieder ein neues nicht mehr herausgekommen, da infolge der hohen Zinsen die Darlehn zu 12 pet. pro Vierteljahr auf und setzte dies Verfahren Schuldenlast immer mehr anschwoll. Ostertag hat seiner Beit bis 1894 fort, und zwar mit der Maßgabe, daß das neue Dar- behauptet, daß der Zeuge über die qu. 1900 Mark lehn stets 50 M. weniger betrug. Ende 1893 hatte sich seine nicht vierzehn sondern nur sieben Wechsel ausgestellt und nicht Schuld bis auf 1600 M. verringert. Als dann Treuherz Geld fünf sondern nur vier Wechsel eingelöst habe. Der Zeuge geschäfte mit ihm nicht mehr direkt machen wollte, hat diese der bleibt aber bei seiner gegentheiligen Behauptung. Er habe drei Agent Wolfsohn vermittelt. Treuherz giebt über Entstehung der Wechsel bisher nicht einzulösen vermocht. Treuherz erklärt, und Abwickelung der Geldgeschäfte eine ganz andere Darstellung daß diese drei Wechsel in seinen Händen seien und er sich bereit und erklärt den Zeugen Ramspott für unglaubwürdig, da der erflärt habe, diese mit 75 pet. zu quittiren. Einer dieser Wechsel felbe Unterschlagungen und Fälschungen begangen habe und nach trägt, wie festgestellt wird, die Treuberg'sche Nummer 22 123. Amerika entflohen sei. Der Zeuge erklärt, daß er in allen Fällen, in denen er sich an Ostertag gewandt, in der dringendsten Verlegenheit sich befunden habe. Dieselbe sei daraus entstanden, daß die Lieferanten seiner Einrichtung weit über die ihnen gezogenen Grenzen hinausgingen und ihn in Wechselverbindlichkeiten stürzten. Er sei damals völlig unerfahren auf dem Gebiete des Wechselverkehrs gewesen. Er habe im Ganzen für 5400 M. 1800 M. Zinsen zahlen müssen, Der Sefondelieutenant v. Sen the gen. Fint, welcher bis d. h. er hat das Geld mit 331/3 pCt. 3infen zurückgezahlt, außerzum Februar 1893 Lieutenant im Dragoner- Regiment Nr. 12 war, dem laufen noch Wechsel über 900 M. In wie weit Treuherz und wegen Spielschulden in Höhe von etwa 30 000 M. feinen der Geldgeber gewesen, wisse er nicht, könne auch nicht sagen, Abschied nehmen mußte, befand sich 1892 in Geldverlegenheit und in wie weit dieser an den Gewinnsten des Ostertag Theil ge wandte sich an den Agenten Wildenow, der aus dieser Vernommen. Wie er inzwischen den Ostertag tennen gelernt, anlassung seiner Zeit wegen Wuchers verurtheilt worden ist. Er halte er es nicht für unmöglich, daß dieser von Treuherz empfing u. a. gegen Afzepte über 9000 m. im ganzen 6650 M. mehr Geld erhalten, als er ihm auszahlte. Ostertag wußte ganz Zu den Geldgebern gehörte auch Treuherz, der einen Wechsel genau, zu welchen Zwecken er das Geld brauchte, ob auch Treus über 1000 m. für 700 M. erworben hatte. Der Wechsel wurde herz dies wußte, fönne er nicht sagen. nicht bezahlt, vielmehr machte Justizrath Arnold den Einwand des Wuchers und der mangelnden Vertragsfähigkeit des noch unter väterlicher Gewalt stehenden Offiziers und offerirte die Rück In der Sigung vom Dienstag wird zunächst in der Beweise. erstattung des wirklich gezahlten Betrages von 700 M. Damit aufnahme fortgefahren. Es werden noch einige Zeugen vers erklärte fich Treuherz auch zufrieden. Er behauptet, daß dies nommen, ein Stabsarzt, ein Bureauvorsteher und eine Handelsfrau nicht mit Rücksicht auf den Einwand des Wuchers geschehen sei, vernommen, welche von Spiegel bezw. Treuherz Darlehne genommen sondern weil er sonst gar nichts bekommen hätte. Der als Zeuge haben. vorgerufene Wildenow bekundet, das Lieutenant v. Renthe das Der Staatsanwalt theilt mit, daß er zwei Direktoren von Geld für Rennzwecke haben wollte, daß sich Treuherz um den Genossenschaftsbanken vorzuladen beabsichtigte, aber Niemand zur Zweck, zu welchem das Geld verlangt wurde, aber nicht weiter Stelle sei. bekümmert habe. Um 4 Uhr wird die Sigung auf Dienstag vertagt. Sechster Tag. Auf eine Aeußerung des St.-A. Dr. Ivers bemerkt der Staatsanwalt schon jetzt, daß er glaube, in Zukunft auf eine ganze Anzahl von Zeugen verzichten zu können. Die Sachlage sei ja im ganzen aufgeklärt und es fomme auf einige Fälle mehr oder weniger nicht an. Er gebe auch ohne weiteres Rechtanwalt Dr. Friedmann: Ich kann nicht begreifen, zu, daß die einzelnen Darlehnsnehmer dem Treus Ein interessanter Fall betrifft den Professor Karl Arndt. daß die Genossenschaftsbanken meine Mittheilungen dauernd herz nicht gesagt haben, daß fie sich in einer Derselbe siedelte im Jahre 1887 mit seiner zahlreichen Familie mißverstehen. Es läßt sich doch nicht aus der Welt schaffen, Nothlage befinden, ja, daß Treuherz fich im Gegentheil Ver- von Peking nach Berlin über, logirte sich zunächst 10 Tage daß die Genossenschaftsbanken nur an Genossen Geld geben, sicherungen im entgegengesetzten Sinne hat ausstellen lassen. Er im Hotel ein und mußte, als er eine eigene Wohnung bezog, daß den einzelnen Genossen eine mehr oder minder umfangreiche stehe aber auf dem Standpunkte, daß die Art und die Be- fich eine neue Wohnungseinrichtung beschaffen. Dies ver Haftpflicht obliegt, daß zwei Unterschriften verlangt werden und dingungen, unter welchen die Prolongationen vor sich gingen, den Darlehnssuchern dadurch größere Schwierigkeiten bereitet über die Nothlage feinen Zweifel ließen. werden. Weiter habe ich nichts sagen wollen. Ich begreife Der Angell. Spiegel beruft sich auf seine frühere Buchnicht, daß die Herren nun wieder eine Versammlung von halterin Frl. Knab dafür, daß er in vielen Fällen den Dar25 Direktoren einberufen wollen, um gegen meine Bemerkungen Lehnsnehmern deutlich gesagt habe, daß die Banken einen bezu protestiren. ftimmten Depotabzug zu ihrer Sicherheit zurückbehalten. Die Beugin bestätigt dies, Der Staatsanwalt bemerkt, daß in vielen Fällen die wucherische Ausbeute auch darin bestehe, daß den Darlehnsnehmern bas Depot nicht voll zurückgezahlt wurde, obgleich die betreffenden Wechsel eingelöst wurden. Der nächste Fall betrifft den Kaufmann Joh. Ramspott, Wider den Umsturz! Für die Ordnung!) ( Ein politisches Tischgespräch anläßlich der im Deutschen Reichstag eingebrachten Gesezesvorlagen wider den Umsturz.) ursachte ihm eine außerordentliche Ausgabe von 5000 M. und setzte ihn in Verlegenheit, da er jene außerordentliche Ausgabe von seinem Gehalt von 7500 M. nicht leisten konnte. Er kam infolge einer Annonce mit dem Ostertag in Verbindung und entlich im Laufe der Jahre von diesem in fünf oder sechs Fällen mindestens je 250 M. Er stellte hierüber Wechsel aus und mußte für 1000 m., die er empfing, sich durch Dreimonats- Afzepte zur Rückzahlung von 1300 m. verpflichten. Im Herbst 1891 entlieb Profeffor A. von Ostertag 1600 M. und zedirte hierfür ein Autorenhonorar von 2400 M. Als letzteres nur 1800 M. ergab, wurde A. veranlaßt, für die restirenden 600 M. und ein weiter -Nun, so etwas habe ich wohl auch schon gespürt, indeß, meine ich, hättet Ihr Euch wohl für Eueren vorgeblichen Kampf gegen den Ümsturz nach einer geschmackvolleren Devise umsehen können." Wieso?" Vors. Direktor Hoppe: Die erste Aeußerung des Herrn Vertheidigers fonnte ja wohl zu dem Mißverständniß Veranlassung geben, als ob behauptet würde, daß von den Banken etwa dieselben Binsen berechnet würden, wie von den Angeklagten. Hiergegen wenden sich wohl nur die Genossenschaftsbanken. Der Herr Vertheidiger hat ja aber seinen Standpunkt schon klar gestellt. Nun hör' aber endlich mal auf mit Deiner langweiligen unverschämten Predigt! Das ist's ja eben, was wir wollen mit einer Aenderung der Gefeßgebung: solchen frechen Kerls, die uns kritisiren, wie Du eben thust, das Maul stopfen." ,, Aber, Mensch, bist Du denn erst gestern konfirmirt als in der Residenz des Nachfolgers des Propheten; er tenne, sagte worden? Konntest Du Dir auch nur einen Augenblick einbilden, er, u. a. einen vornehmen Herrn in London, der gleichzeitig für daß wir uns vor dem Pöbel fürchteten? Efel empfinden wir, fieben Odalisken je ein Appartement bezahle, und alle, die den Orient der Frechheit wollen wir steuern, damit wir uns nicht mehr zu wie den Occident kennen, finden dasselbe; die frommen Londoner ekeln brauchen, und nebenbei die Bahn freimachen für eine ver- aber würden mit Entrüftung dagegen protestiren, wenn man ihre nünftige Gesetzgebung, die Steine aus dem Wege räumen, die Sittlichkeit niedriger taxiren wollte, als die der Berliner. Daß der Regierung bei jedem Schritt, den sie thun will, vor die Füße der Bauer nur eine Bäuerin, der Handwerksmeister nur eine .. Umsturz! eiferten die Herren vonn Sanhadrin:**) den geworfen werden. Meisterin und der Lehrer nicht mehr als eine Lehrersfrau hat Pöbel viegelt der Mann gegen uns, die Vertreter von Besitz wie es recht ist- das bringt schon der natürliche Lauf der und Bildung auf, unser nationales Kirchenthum untergräbt er Dinge von selbit so mit sich, das ist nie und nirgends in der und predigt eine aus dem Humanitätsschwindel geborene interWelt anders gewesen, das hat sich bei Griechen, Juden, Egyptern, nationale Religion! Und so treuzigten sie ihn denn und pflegten Römern, Germanen so gemacht, das macht sich heute noch so bei ihre patriotische Religion so eifrig, daß sich 40 Jahre später die den Chinesen wie bei den Japanern, bei den Indern wie bei den Römer veranlaßt sahen, ihren Miniaturstaat umzustürzen und " Nun, weil es unter den heutigen Umständen lächerlich Türken, und das würde so bleiben, auch wenn sich kein Gesetzvon ihrem Heiligthum keinen Stein auf dem anderen zu lassen! flingt, wenn Ihr aufruft zum Kampfe für den Staat und die geber, kein Richter, kein Geistlicher und feine Polizei um die Timsturz! eiferten Anno 303 der Mitregent und die Geheimräthe Religion, für Eigenthum und Familie. Für Volt und Vaterland, Chesachen fümmerte. Daß es aber über und unter dieser Mittelzu Nikomedien: den Staat bedrohen diese Reichsfeinde schon lange, wenn dem eine Gefahr drohte, das versteht jeder Mensch und da schicht drüber und drunter geht, das haben alle Richter und Geistund nun haben sie auch noch Feuer im Palast angelegt und be- wäre ich selbstverständlich gleich dabei, aber für den Staat, was lichen der Christenheit bis auf den heutigen Tag nicht zu ändern drohen das Leben der geheiligten Majestät! Und der alte tíuge soll denn das heißen? Den Staat in abstracto tönnte doch nur vermocht, zu geschweigen von dem, was diese Herren selbst mit= Diocletian ließ sich verleiten, die Edikte gegen die Christen zu ein Narr mit Strafgesehen vertheidigen wollen. Welchen wirk- unter in Sittlichkeit" gelehrt haben. Jedenfalls können sich Bebel unterschreiben und den Ausrottungsversuch zu unternehmen. Aber lichen Staat meint Ihr also? Das Deutsche Reich? Natürlich, und Liebknecht mit ihrem Familienleben noch sehen lassen schon nach neun Jahren mußte er es erleben, daß das verhaßte wenn ein Haufe von Verrückten mit Revolvern angerückt täme, neben dem Kanzler Leist, dem Lord Oberrichter von Kamerun, Zeichen des Nazareners die römischen Fahnen schmückte; fluger- um den neuen Reichspalast zu stürmen, so müßten solche Kerls dem soeben der Disziplinargerichtshof das Zeugniß ausgestellt weise hatte er sich schon vorher, sobald er fab, daß es schief als Aufrührer bestraft werden, aber dazu würden ja wohl die hat, daß er ein tüchtiger und pflichtgetreuer Beamter sei. Und ging, zurückgezogen, und baute Gurken in seinem verborgenen Geseze hinreichen, die wir haben. Bloße Erwägungen jedoch was endlich das Eigenthum anlangt" Winkel, während die Welt von dem Triumphgeschrei der Christen und Erörterungen über eine Umgestaltung des Reiches, sollen wiederhallte. Umsturz! eiferten die Pfäfflein zu Worms, und auch die verboten sein? Wie lange besteht denn das Reich? Seit Starl V. glaubte ihnen, bannte Luther, aber schon 9 Jahre 24 Jahren. Da wäre also vor 25 Jahren jeder strafbar gewesen, darauf der den Vorschlag gemacht hätte, das Reich aufzurichten? Denn „ Aber liebstes Schulmeisterlein, unterbrach den predigenden das war doch nur durch den Sturz der damaligen Ordnung möglich. Oberlehrer der Amtsrichter, der, obwohl Lieutenant der Reserve, und soll denn das Reich, so wie es heute ist, ewig bleiben? Wer den unmilitärischen Schulfameraden noch hie und da seines Um ist denn mit seiner heutigen Verfassung zufrieden? Zur Rechten ganges würdigte- wie tannst Du denn uns gereiften Männern hier wie zur Linken niemand? Oder soll es verboten sein, die So- o- o? Nein, das müssen wir gar nicht! Gerade Borlesungen halten aus den Auffäßen Deiner Sekundaner? Ueber den Existenzberechtigung eines Staates Sachsen zu erörtern? Wie diesem Unfug wollen wir ja steuern!" Unsinn solcher historischen Analogien sind wir ja längst hinweg! willst Du denn jemand beweisen, daß dieses kleine Königreich ,, Nun, dann werden die Proletarier, wird überhaupt die Wie kannst Du denn Miniaturstaaten und alte Reiche mit unserem mehr Recht auf Fortdauer gehabt habe, als das annettirte König- Opposition auf die Straße gehen müssen, wie in Wien." heutigen Staate vergleichen? Kleinstaaten können freilich von reich Hannover gehabt hat? Und für die Religion? Für " Oho, das fehlte uns gerade noch! Argumente von der einem mächtigen Nachbar gefressen werden, und schlotterige, welche denn? Für die katholische, oder für die evangelische, Straße paffen uns noch weit weniger als dem Fürsten Windischschlappe monstra, wie das römische und das alte Deutsche Reich für die evangelisch- orthodoxe oder für die liberal- protestantische, gräß. Du wirst Dir doch nicht einbilden, wir in Preußen würden waren, kann ein Windstoß über den Haufen werfen, eine Idee deren Vertreter sich seit Jahrhunderten gegenseitig diskreditiren, hinter Bruder Langsamvoran in der Schneidigkeit zurückbleiben? oder sonstiger Unsinn, ein Häuflein von Fanatikern, eine deren eine die andere eigentlich ausrotten müßte, wenn nicht die Da laß Du nur unsere Polizei und unser Militär sorgen! Und Barbarenhorde; aber der wohlgefügte moderne Großftaat, der malitia temporum dies verböte? Und für die Familie? Da wer die empfangenen Hiebe nicht einsteckt, ohne zu mucken, auf sich vor Jdeen und von frechen Mäulern nicht zu fürchten hat, und muß man doch erst fragen, welche Familie? Für die kirchlich den lassen wir den Brausewetter los!" " So, so! Also mit der Revolution der Ideen durch Wort namentlich das eherne Gefüge unseres herrlichen preußischen eingesegnete Ghe, die in Deutschland vom Staate, oder für die Staates mit seiner herrlichen Bureaukratie und seinem herrlichen Zivilehe, die von der Kirche für ein Konkubinat erklärt wird? Für und Schrift ist's so gut aus im modernen Europa wie mit der Kriegsheer, das steht, wie die egyptischen Pyramiden, als die Arbeiterehe, wie sie sich unter dem Einfluß des modernen blutigen Revolution, und wir sind bei der chinesischen Ordnung na wie sagt denn der alte Versedrechsler, mit Lohnarbeitssystems gestaltet hat, wo der Mann die Nachtschicht ja richtig, daß es vor allem ein Kampf für die Ordnung sein und die Frau die Tagschicht in der Fabrik hat, oder wo beide soll, daran habe ich ja vorhin gar nicht gedacht dem wir in der Prima malträtirt wurden?" so wären wir ,, Monumentum aere perennius"( Denkmal dauernder gleichzeitig in der Fabrik arbeiten, und die Kinder entweder auf also glücklich im himmlischen Reiche angelangt. Und eigentlich als Erz)- warf schlagfertig der Herr Oberlehrer ein. Aber der Straße liegen oder, allein in der Stube eingesperrt, ohne ist es ja auch die höchste Zeit dazu; wo bliebe es denn, dieses dann begreife ich Euer Geschrei gegen den Umsturz erst recht Pflege verkümmern, mitunter auch das Haus anzünden und in den schöne Reich, wenn wir es nicht aufrichteten, hier im Westen, da Flammen umkommen? Oder die vornehme mariage en trois, es im Osten zerfällt? Aber freilich, mit der Revolution hört auch vernicht." en quatre oder en x?( Heirath zu dreien, zu vieren oder zu schiedenes andere auf, eigentlich alles, denn was ist denn das *) Aus der von uns schon öfters erwähnten trefflichen Wiener unendlich vielen.) Lothar Bucher fand, nachdem er London und Leben, beim Lichte besehen, anderes, als die Revolution in Konstantinopel studirt hatte, daß die Polygamie in der Residenz Permanenz? Darum sind es von jeher die unruhigsten und Wochenschrift„ Die Zeit". Das oberste Gericht der Juden in Jerusalem. der Bibelgesellschaft und der Prüderie häufiger und schlimmer fei revolutionärsten Bölker und Staaten, wie Athen gewesen, die monumentum " " Nun, wenn Ihr uns an allen Orten das Maul vers bindet, im Reichstag müßt Ihr uns wenigstens reden, und das Gerede müßt Ihr auch drucken lassen!" rennen. Präs.: Es wird wohl kein Zweifel darüber sein, daß Treuherz von solchen Personen, die zahlungsfähig und durchaus ficher waren, höhere Zinsen nahm, um damit die Verluste zu decken, die er bei unsicheren Darlehnsnehmern zu erleiden hatte. Gerichts- Beitung. sie durch an Rechtsanwalt Dr. Friedmann: Ich wollte hier nur 146528 M., 2. Semester 145 679 M.; 1. Semester 1892 109 592 m., 191/ ftündiger Arbeitszeit am besten gestellt gewesen seien. G3 hervorheben, daß die Herren doch wirklich offene Thüren ein- 2. Semester 142 028 M.; 1. Gemefter 1893 120516 M., 2. Semester folgte nun die Boykottirung von sieben Brauereien, und zwar 115 905 M.; 1. Semester 1894 591 481 M. In diesen Ziffern find wurde das damit motivirt, daß die Böttchergesellen in ihrem Staatsanwalt Strehler: Ich möchte fragen, ob die Ver- die Zahlungen enthalten, die Treuherz für Ricambien zu leisten hatte. Lohnkampfe unterstützt werden sollten. Der Branereiring habe sich theidigung noch auf die Vernehmung des Direktors Goldschmidt und Eine genaue Ziffer über die Anzahl und die Höhe der Ricambien ver- nun um Hilfe an die Saalbefizer gewendet, und in deren Resoanderer Herren der Berliner Bant besonderes Gewicht legt? mag der Zeuge nicht anzugeben. Treuherz erklärt, daß die lution heiße es auch ausdrücklich, daß die Saalbesizer sich mit Ich würde nämlich in der Lage sein, nach der heutigen Sitzung Zahl der Ricambien recht groß war und von 10 Wechseln etwa den Maßnahmen des Vereins der Brauereien Berlins soliauf weitere Beweisaufnahme zu verzichten, in der 6 bezahlt und 4 nicht bezahlt worden sind. R.-A. Dr. Löwen darisch" erklärten. Nach alledem sei erwiesen, daß es sich Voraussetzung, Σαβ der Gerichtshof die Sache ebenso stein beantragt, dem Zeugen aufzugeben, nach dieser Richtung hin nur um Vereinigungen und Verabredungen im Sinne des§ 152 wie ich für ausreichend geklärt hält. Präs.: Eine derartige die Bücher noch einmal durchzusehen und den Zeugen sowie den der Gewerbe- Ordnung handele, und für aus diesen übernommene Erklärung wird der Gerichtshof doch nicht abgeben mögen. Direktor Goldschmidt zu morgen vorzuladen.- Zeuge Stechmesser Verpflichtungen gebe es ein Klagerecht überhaupt nicht. Aus Staatsanwalt: Dann schlage ich vor, daß ich morgen viel- bekundet weiter, daß durch die Depotabzüge von 10 pCt. für den diesem Grunde sei die Klage ohne weiteres abzuweisen. Die leicht plädire und der Gerichtshof sich vorbehält, eventuell die Angeklagten ein Guthaben von 12 000 m. gebildet worden Zivilkammer des Landgerichts I hielt diese Ausführungen für Beweisaufnahme noch fortzusetzen. war, welches bis auf einige hundert Mark durch die durchaus stichhaltig und durchgreifend und wies deshalb ab. Rechtsanwalt Dr. Friedmann: Jch fönnte auf den Ricambien absorbirt ist. Staatsanwalt Srebler erklärt, die Klage tostenpflichtig a b. Direktor Goldschmidt verzichten, wenn folgende Behauptungen daß er auf diese Erörterungen_gar feinen Werth lege, da es Eine für Werfführer, Direktricen u. f. w. äußerst wichals wahr unterstellt werden: Treuherz hat keineswegs eigenes für die Beurtheilung der ganzen Sachlage nicht darauf ankomme, tige Entscheidung des Gewerbegerichts ist dieser Tage vom baares Geld zu liegen gehabt, sondern hat in sehr vielen Fällen ob vielfach mit Berlust gearbeitet worden sei. Die Wechsel in der Weise machen müssen, daß er 8 pet. bei der Auf die nochmalige Vorladung des Zeugen Stechmesser wird hiesigen Landgericht I bestätigt worden. Es handelte sich um Berliner Bank hat zahlen und die vorgeschriebenen Rautelen hat verzichtet und um 4 Uhr die Verhandlung auf Mittwoch vertagt. Baragraph enthält die Bestimmung, daß die sofortige Aufhebung eine Auslegung des§ 133 c Nr. 4 der Gewerbe- Ordnung. Dieser leisten müssen. Er hat zahlreiche Ricambien einlösen müssen und des Dienstverhältnisses der im§ 188 a bezeichneten Personen vielerlei Verlufte gehabt. ( Betriebsbeamte, Werkmeister und ähnliche Angestellte, sowie Maschinentechniker, Bautechniker, Chemiker, Zeichner 2c.) ut. a. insbesondere verlangt werden kann, wenn Der Bierboykott resp. die Saalsperre beschäftigte fürz- haltende Krankheit, oder durch eine längere Freiheitsstrafe, lich in einer interessanten Zivilflage des Dr. Merker gegen den Rechtsanwalt Dr. Friedmann: Wenn das als richtig Gastwirth A. Zameitat, Rudersdorferstr. 45, das hiesige Land- oder Abwesenheit an der Verrichtung ihrer Dienste verhindert zichten. Nun ist hier noch ein Zeuge zur Stelle, welcher be- ventionalstrafe von 500 M. und begründete dies wie folgt: Mit von sechs Wochen in Kraft blieben, wenn die Verrichtung der die vertragsmäßigen Leistungen des Arbeitgebers für die Dauer zugegeben wird, kann ich auf einen diesbezüglichen Beweis ver- gericht 1. Der Kläger beanspruchte gegen Bameitat eine Kon- werben. Hierzu bemerkt der letzte Absatz des Paragraphen, daß funden will, daß er verschiedene Waarengeschäfte mit Treuherz Rücksicht auf den zwischen der Sozialdemokratie und den Braue- Dienste durch unverschuldetes Unglück( etwa Krankheit) verhindert gemacht hat, wiederholt bei Abschluß von Geldgeschäften durch reien Berlins ausgebrochenen Streit hätten sich auch die Saal worden ist. Jedoch, heißt es weiter, mindern sich die Ansprüche denselben zugegen war und bezeugen könne, daß er im Berkehr befizer zur Wahrung ihrer Interessen vereinigt, in der Versamm in diesem Falle um denjenigen Betrag, welcher dem Berechtigten mit seinen Kunden sehr foulant war. Staatsanwalt: Das lung am 5. Juni bei Bolz in der Alten Jakobstr. 75 sich durch aus einer auf grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden foll gar nicht bestritten werden; im Gegentheil hat Resolution solidarisch erklärt mit den Maßnahmen des Vereins schon die Anklage hervorgehoben, daß Treuherz bei den der Brauereien Berlins und Umgegend und verpflichtet bei Krankenversicherung oder Unfallversicherung zukommt. In dem wurde nun die Frage entschieden, Darlehnssuchern in dem Rufe stand, foulant zu sein. Rechtsanwalt Dr. Jvers: Auch mein Klient Spiegel hat Falle und Ausschluß aus dem Ring, ihre Säle zu feiner noch eine ganze Musterkarte von Namen solcher Personen, welche fozialistischen und anarchistischen Versammlung oder an Gewerfchuldetes Unglück an der Verrichtung seiner Dienste ver bekunden sollen, daß er den Geldsuchern äußerst foulant entgegen schaftsvereine 2c., die sozialistischen resp. anarchistischen Behinderter Werkführer u. f. w. Anspruch auf seinen Lohn hat, vom Behinderungstage oder vom Tage der Ent fam, oft sehr milde Bedingungen stellte und in manchen Fällen firebungen huldigen, herzugeben, falls der Boykott gegen die laffung ab zu rechnen sind. Die Klägerin war als Direktrice auf seine Spesen überhaupt verzichtete. Brauereien und Gastwirthe bis zum 15. Juni cr. nicht auf gegen 125 m. monatlich beschäftigt gewesen. Am 3. Januar Präf.: Es wird dies wohl zugegeben werden können, daß gehoben sei oder sich wiederholt 2c. Unter den Besuchern diefer erkrankte sie und am 1. Februar wurde sie entlassen, nachdem so etwas wohl auch manchmal vorgekommen sein mag. Anderer- Versammlung habe sich auch 3ameitat befunden und nicht nur ihr der Beklagte das Gehalt für den Januar ungeschmälert gefeits würde ein solcher Beweis vielleicht doch auch dem Staats- der Resolution zugestimmt, sondern auch eingewilligt, daß der zahlt hatte. Damit gab sich die Klägerin aber nicht zufrieden, anwalt eine Handhabe zu dem Beweise geben, daß in den Fällen, Kläger das Inkasso für jeden Kontraventionsfall übernehme resp. zahlt hatte. Damit gab sich die Klägerin aber nicht zufrieden, sie beanspruchte vielmehr noch für sechs Wochen, vom Tage der in denen die Bedingungen recht schwer waren, eine Nothlage eintlage. Der Beklagte habe nun, gleichwohl er der Resolution Entlassung ab gerechnet, ihr Gehalt mit 187,50 M. Der Bevorgelegen haben müsse. Unter den weiter vernommenen Zeugen befinden sich einige tontravenirt und seine Säle doch den sozialdemokratischen Versammlagte machte dagegen geltend, daß der letzte Absatz des§ 133 c Postbeamte, welche mit Spiegel in Verbindung getreten waren. lungen überlassen. Es solle deshalb zunächst nur für einen Fall nur meinen könne", die sechswöchentliche Frist sei vom Tage der Behinderung ab zu rechnen. Bei ihnen handelte es sich nicht um eine Nothlage, sondern mehr unter Vorbehalt der Nachforderung der Betrag von 500 M. ein- Das Gewerbegericht verurtheilte jedoch den Beklagten, um Ausgaben für die Annehmlichkeiten des Lebens, Ermöglichung geklagt werden. Auf diese Klage beantragte Rechtsanwalt eines Landaufenthaltes für die Frauen 2c. Die Zeugen geben Freudenthal bie Abweisung und fügte eine längere Be- indem es nur 21,75 M. von der Klagesumme in Abzug brachte, zu, daß es ihnen möglich gewesen wäre, von dem Post- Spar- gründung bei, in welcher er auf die Entstehungsursachen des welche die Klägerin in der Zeit vom 1. Februar bis zum 8. März und Vorschußverein das Geld zu erhalten, sie wollten sich aber Bierkriegs zurückgriff. Am 1. Mai d. I. sei eine große Anzahl aus der Krankenkasse bezogen hatte: 3 erklärte damit den Entlassungstag als denjenigen, von der Behörde nicht decouvriren. von Böttchern, welche in den Brauereien beschäftigt waren, nicht Eine kleine Beamtenfrau hat bei Spiegel ein Darlehen von erschienen und infolgedessen hätten dreren Arbeitgeber be- welchem ab bie betreffenden sechs Wochen zu 100 M. entnommen, weil sie mit dem Wirthschaftsgeld nicht aus schlossen, diese Leute bis zum 7. Mai überhaupt nicht rechnen find. Das Landgericht bestätigte, wie schon gekommen war, eine andere Frau war zu Spiegel gegangen, mehr zu befchäftigen. Diese Maßregelung babe die Berliner gefagt, die Entscheidgung des Gewerbegerichts unter ausführlicher Begründung. weil sie zu zwei Hochzeiten geladen war und anständige Geschenke Böttchergesellen veranlaßt, in einer öffentlichen Versammlung machen wollte, eine dritte nahm ein Darlehen auf, um ihrer vom 3. Mai zu beschließen, daß in eine Lohnbewegung eingetreten Tochter bessere Wäsche faufen zu können. werde und gegen zwei Stimmen sei festgesetzt worden, daß folgende Bedingungen gestellt werden sollten: Jm Brauerei betrieb 30 M. Minimallohn, neunstündige Arbeitszeit, Fortfall Von den Lichtdruckern war eine öffentliche Versammlung der Ueberstundenarbeit, Freigabe des 1. Mai, Entnahme sämmt zum Sonntag Vormittag einberufen, welche die Mißstände licher Arbeitskräfte vom Arbeitsnachweis der organisirten Böttcher im Gewerbe, insbesondere bei der Firma Neumann, Ritter und bei Kellerarbeiten 50 Pf. Aufschlag pro Kopf. Auch für die Straße, erörterte. Aus den Reden des Referenten Schöpfe, Betriebe außerhalb der Brauereien wurden besondere Bedingungen des Vorsitzenden Sillier und Anderer, die bei der genannten gestellt. Dann wurde der Streik beschlossen und eine Kommission Firma beschäftigt sind, flang hervor, daß ein erheblicher Theil von neun Mitgliedern gewählt, welche mit den Unternehmern zu der in diesem Unternehmen thätigen Arbeiter einen Verdienst verhandeln hatte. Zu den Ringbrauereien" gehört auch die erzielt, der das Weiterarbeiten fast zur Unmöglichkeit macht. Bergschloß. und die Unions= Brauerei. Da auch auch bei Handpressendrucker, gut eingearbeitete Leute, follen ins diefen die Aussperrmaßregel getroffen war, begab sich die folge der unvollkommenen Einrichtung im Geschäft und aus Kommission zu den Direktoren der beiden Brauereien, und dort Mangel an verwendbarem Material mit einem Wochenverdienst stellten sie ihre Bedingungen. Sie wurden jedoch abgewiesen, fich begnügen müssen, der zwischen 9-15 M. beträgt. Der in und nun wurde in einer Rigdorfer Versammlung beschlossen, die der Versammlung anwesende Oberdrucker der Firma ver Lohnbewegung der Böttcher zu unterstüßen. Der Brauerring vertheidigte das Verhalten derselben mit dem Hinweis, um die Unternehmer alles gethan haben, ihren langte Aufhebung dieses Beschlusses, wurde jedoch abgewiesen daß und nun beschloß der Ring", die schon in Aussicht gestellten Arbeitern einen ausreichenden Verdienft zu ermöglichen. Maßregeln zur Ausführung zu bringen, 1. den Betrieb zu be- Die Ansicht der Versammelten ging dahin, daß es durchaus an schränken, 2. 20 pCt. ihrer Arbeiter zu entlaffen, insbesondere die- der Zeit sei, die Firma Neumann die eine so unrühmliche jenigen, welche sich bisher an den Bestrebungen hiesiger Arbeiter Ausnahme in diesem Falle bilde zur Abstellung der durch durch Boykottirung der Brauereien Zugeständnisse in Sachen des ihre Schuld hervorgerufenen Unzuträglichkeiten zu veranlassen. Böttcherstreits zu erzwingen, betheiligt haben und 3. den Arbeits. In einer Resolution, die keinen Widerspruch bei ihrer Annahme nachweis der Böttcher nicht mehr zu benutzen. Die Brauereien machten fand, wurde Protest gegen die geschilderten Prattiken erhoben auch öffentlich bekannt, daß die Böttcher die Arbeit freiwillig und das Bureau der Versammlung beauftragt, die Regelung der niedergelegt bätten, obgleich sie bei 27 M. Minimal- Wochenlohn und Angelegenheit in die Hand zu nehmen. Die nächste Verſammeiner Ronventionalstrafe von 500 M. in jedem einzelnen fraglichen Falle ob die sechs Wochen, während der ein durch unver Die meisten der noch zur Stelle befindlichen Zeugen, welche zumeist nur noch ganz furz vernommen werden, bestreiten, sich in dringender Nothlage befunden zu haben. In der weiteren Beweisaufnahme zeigt sich kein Fall, der irgendwie von den übrigen abwiche oder besonders interessante Momente darböte. Interessant ist nur die Feststellung des Präsidenten, daß es nicht wahr sein könne, wenn Treuherz behaupte, er habe seine Geschäfte am 1. Januar 1890 mit der Nummer 15 000 begonnen. Ein Wechsel vom 2. Januar trägt nämlich schon die Nummer 16 377. Ein Gerichtsassessor Geppart, der noch als Zeuge vernommen wird, hat in den Jahren 1888 bis 1893 theils zur BeStreitung der Kosten für eine militärische Uebung, theils zum Anfauf eines Pferdes und sonstiger Luxusausgaben Darlehne im Gesammtbetrage von ca. 3000 M. entnommen und dafür mindestens 15 pet. Zinsen pro Vierteljahr gezahlt. In einer Nothlage hat fich der Zeuge nicht befunden. Er hat f. 3. eine Erbschaft gemacht, auf welche aber schon viele Schulden aufgenommen waren, denn Rechtsanwalt Dr. Rosenstock hatte s. 3. 30 000 M. Schulden für den Zeugen regulirt. A13 letzter Zeuge wird Prokurist May Stechmesser von der Berliner Bant" vernommen. Derselbe giebt über den Geschäftsverkehr des Angeklagten Treuberz mit der Berliner Bank folgendes Bild. Der Umsatz betrug: im 1. Semester 1890 241 476.; im 2. Semefter 190 788 M.; 1. Semester 1891 Eine öffentliche Lesehalle in Berlin. Dersammlungen. " 1 das größte Quantum echten Menschenlebens produzirt haben. einen besonderen Gefallen zu bereiten?" ist ich zitive wörtlich In der Zeit, wo Italien, politisch allerdings meistens vom Ausdie oft gehörte, ironische Antwort. Mun, über den naiven lande abhängig, dennoch eine dreifache Weltherrschaft ausübte: Standpunkt des Gefallen" bei der Gründung einer Einrichtung, durch die Kirche, durch den Geist und durch das Geld, wo es die lediglich deshalb für's Erste von privater Seite in die Hand den Handel und die Industrie, wo es die modernen Künste und genommen ward, weil die städtische Verwaltung sich noch immer Wissenschaften schuf, einschließlich der Staatskunst und der Bon geschäßter Seite wird uns geschrieben! In der Stadt nicht dazu verstehen wollte, diese empfindliche Lücke zu füllen Finanzkunst, der Kriegswissenschaft und der Finanzwissenschaft, verordneten- Versammlung vom 13. März 1894 ward von sozial- über diesen Standpunkt brauche ich an dieser Stelle kein Bort in jener Zeit hat es, wie ihm einer seiner Geschichtsschreiber demokratischer Seite darauf hingewiefen, daß die Benutzung der zu verlieren. Er entspricht ganz der Auffassung weiter Streife, nachrechnet, über 7000 Revolutionen durchgemacht. Das einzige städtischen Volksbibliotheken- zum größten Theil infolge der bestehen- die dem tiefen, echten Bildungsstreben der Arbeiter mit eben o Florentinervölkchen, das in den 300 Jahren von Dante's Geburt den unpraktischen Einrichtungen eine recht schwache sei. Ver- viel Verständnißlosigkeit wie Untenntniß gegenüberstehen einer bis zum Tode Michel Angelo's mehr für die Menschheit ge- gleicht man den Bericht 1893/94 des Magistrats zu Berlin über Unkenntniß, die im Vorbeigehen sei's erwähnt- glänzend Teistet hat, als die unzähligen Millionen Russen in ihrem die Verwaltung der städtischen Voltsbibliotheken, wo wir durch die Thatsache illustrirt wird, daß diese sach- und menschentaufendjährigen Thränen- und Schnapsdusel, hat diese Riesen- 375 887 Bände- Entleihungen( 13 000 Bände mehr als im Vor- fundigen Beurtheiler selbst von der Existenz einer freien leistung unter immerwährenden Revolutionen vollbracht: nicht jahr) angegeben finden, mit dem was die öffentlichen Bibliotheken Boltsbühne in Berlin niemals etwas läuten hörten, von weiteren tros dieser ewigen Unruhe, sondern durch sie, da sie nichts Englands und Amerika's leisten, so ist es geradezu erstaunlich, Proben ganz zu schweigen. Natürlich kennen sie aber doch das anderes war, als potenzirtestes Leben: ein Prozeß, in welchem wie sehr Berlin auf diesem Gebiet zurücksteht. Die genaueren geistige Niveau" des Arbeiters ganz genau. der ewige Widerspruch zwischen Jdee und Wirklichkeit, zwischen Daten sind zu finden in Prof. E. Royer's Buch„ Entwickelung Die Lesehalle der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur der inneren Struktur der Gesellschaft und der äußern Staats- und Organisation der Volksbibliotheken". Leipzig. Engel wird nun voraussichtlich schon am 1. Januar 1895 in der form fortwährend aufgehoben wurde; ein Prozeß, der in jedem mann. Jch spreche hier natürlich von dem, was den Neuen Schönhauser str. 18 eröffnet. Die Benutzung ist Augenblick neue Gestaltungen, Vorwürfe für den denkenden Ver- breiten Maffen des Volkes zugänglich ist. In jener Stadt natürlich unentgeltlich. Mit Entleihungen wird begonnen, stand wie für die dichtende Phantafie und die bildenden Künste verordneten- Versammlung ward als besonders hinderlich für eine fowie der vorhandene Büchervorrath es geftattet, was schon in hervorbrachte, furzum, fortwährend Kultur schuf." stärkere Benutzung der Bibliotheken bezeichnet, daß diese an furzer Zeit der Fall sein dürfte.( An Wochentagen ist die Lese,, Ach was Kultur, Du Kindstopf! Die brauchen wir nicht Wochentagen nur zu einer Zeit geöffnet seien, zu der es der ar halle Abends von 6-10 Uhr, am Sonntage vermuthlich der mehr! Haben genug von dem alten Plunder: Bildern und Gyps- beitenden Bevölkerung unmöglich ist, sie zu benußen; an Sonn- ganzen Tag offen; genauere Bestimmungen werden noch angefiguren, Bersen und gelehrten Schwarten! Die einzigen Künste, die was tagen aber von 11-1 sei der Andrang so groß, daß mancher geben.) Es liegt mir fern, dieser einzelnen mit dürftigen Mitteln werth sind, bedürfen keiner Revolution; das Schießen und Leser eine halbe Stunde auf Abfertigung warten müsse. Ferner mühsam geschaffenen Lesehalle oder auch den Lesehallen überFechten bringen wir unseren Kerls viel besser bei, als es Deine ward auf die Schwierigkeit bei der Ausstellung des Bürgschafts- haupt in noch so großem Stile eine übertriebene Bedeutung wollen. gu Nicht über das, twas fte alten Athener, und, Florentiner gekonnt haben, die Kunst der scheines und auf die Nothwendigkeit von Lefesälen hingewiesen. zuschreiben BeChampagnerbereitung wird so wenig verloren gehen wie die Eine Antwort auf die Resolution, die dementsprechend der Aus- nicht leisten kann, brauche ich hier hier zu sprechen. so viel mir bekannt tonen will ich nur, Kunst, durch die Schwingungen von Messingblech und Schaf schuß dem Magiftrat empfahl, ward daß diese Lesehalle unter den in därmen die Beine unserer Balleteusen in rhythmische Bewegung von legerem noch nicht gegeben; hingegen hörte ich jüngst von Berlin waltenden Bibliotheksverhältnissen eine für die arbeitenden zu setzen, und vor allem: die Zeit tommt auch heran, wo wir zuverlässiger Seite, daß wenigstens die Volksbibliothek in der Klassen erwünschte Einrichtung ist, deren reger Besuch in was Gutes in Ruhe schmausen mögen! Diese Zeit ist heute Gipsstraße( 23a) von nun an 8 Mal wöchentlich in den Abend- doppeltem Sinne als nüglich zu bezeichnen ist. In dem Aufruf, herangekommen, ein für allemal, auch schon für uns Jüngere, stunden zur Ausgabe von Büchern geöffnet sein soll. Hinsichtlich der das Unternehmen ins Leben rufen sollte, hieß es: Die Anund in dieser Nuhe wollen wir uns nicht stören lassen, und die der Errichtung von Lefesälen, die schon in der Resolution schaffung der Bücher und Zeitschriften wird sichKunst, was Gutes für den Schnabel zu bereiten, geht in der nicht besonders betont ward, verlautet hingegen gar nichts. falls nach Gesichtspunkten irgend welcher Bevormundung, sondern Ordnung nicht verloren, die chinesische Küche soll ja ganz famos So scheint es, daß die Stadtgemeinde sich in der That durch lediglich nach der Nachfrage richten, welche gerade in den Lesersein, nicht wahr, Herr Geheimrath? Ihr Neffe, der Legationsrath, ein privates Unternehmen erst den Beweis der Nothwendigkeit treifen, auf die wir rechnen, nach zweifellosen Erfahrungen eine war ja wohl dort?" und Zweckmäßigkeit einer mit Bibliothek verbundenen öffentlichen fittlich gefunde ist." Der Charakter der Deutschen Gesellschaft -Ja wohl, Herr Lieutenant, erwiderte der Angeredete, Lefeballe in Berlin erbringen lassen will. Zur Gründung einer für ethische Kultur beugt auch Befürchtungen solcher Art der, in den Genuß seiner Havanna vertieft, zwar nur mit halbem solchen hatte die Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur schon vor. Blätter der verschiedenen Fachvereine werden selbstOhre hingehört, aber doch die Ergüffe des Oberlehrers hie und im November 1893 begonnen, Geldmittel zu sammeln stets verständlich ausliegen. In jedem Fall da mit einem spöttischen Lächeln und die schneidigen Hiebe des mit der flarbewußten Absicht, nur Pionier auf diesem Gebiet für als erwünscht betrachtet, daß jede Ausstellung, sofern sich Amtsrichters mit beifälligem Ropfnicken begleitet hatte ja die spätere Bethätigung der Stadtgemeinde zu sein. Soll ich es eine solche später in irgendwelcher Hinsicht als nothwendig er wohl, Herr Lieutenant, ich tomme Jhnen was!" als fymptomatisch bezeichnen, daß- trok lebhafter Bemühungen- weißt, hier sogleich öffentlich gemacht wird. Jede hierdurch erProsit, Herr Geheimrath! Auf China, mit dem uns der für ein solches Unternehmen in der Stadt der Intelligenz" gange möglichte Aenderung und Besserung aber ist umsomehr zu befür dumme Phantaft da zu ärgern gedachte, stoßen wir an! Hoch 3000 m. bisher aus den Kreisen der Besitzenden zugesteuert worten, als die rege und eifrige Benutzung der Lesehalle durch worden sind? lebe der 3opf!" Eine lächerlich geringe Summe, wenn man die arbeitende Bevölkerung ein unwiderleglicher und ich hoffe Und das Schwert, Herr Lieutenant, des Zopfes Be- damit vergleicht, was für die verschiedenen Wohlthätigkeits. es wirksamer Beweis für die Nothwendigkeit der Errichtung Einrichtungen durch Bazare und ähnliche Scherze erzielt wird! einer öffentlichen Lesehalle in größerem Stile von Seiten der Karl Jentsch. „ Glauben fie wirklich, den Arbeitern mit einer solchen Lesehall Stadt sein wird. Ad. G. " schützer!" Neisse " wird es feines = SE Tung, der über den Ausgang der Verhandlungen mit den Chefs| Zukunft den Wettbewerb mit allen Bauten aufzunehmen, auch in Treptow bei Bornow 9,-. Andreas 2. 7,50. Bericht gegeben wird, soll sich in zweiter Linie mit der Forde mit denjenigen, wo nicht tarifmäßig zahlende Unternehmer Ertrag einer Tellersammlung im Verb. d. Barbiere Friseure 2c., rung eines Garantielohnes beschäftigen; man hofft da die Arbeit haben. Das Vorgehen nach dieser Richtung wurde 3weigverein Berlin 3.- Buze 0,50. Von den Arbeitern der durch die Schäden der Akkordarbeit bis zu einem gewissen Grade im einzelnen festgelegt. Selbstverständlich muß darauf hauptsäch Firma S. Markus, Staligerstr. 10, 5,-. Ueberschuß des Todten. zu beseitigen. liches Augenmerk gerichtet werden, daß diese Bauten dem Arbeits- fonntags von Rummelsburg 10,20. Ueberschuß von ringnachweis gemeldet werden, und die Kollegen die Verpflichtung freiem Bier, Spandauerstr. 30, 2. S., 20. Woche 5,90. In einer öffentlichen Bäckerversammlung vom Dienstag, erfüllen, am Sonnabend genauen Bericht zu erstatten über Fort Th. D. Sattler 3,-. Buchdruckerei Bifchoff 60. Gürtler D. den 4. Dezember, die im Nieft'schen Saale tagte, sprach über schritt oder Erfolg ihrer Agitation. Die Kollegen Lasow, Lundershausen 1,50. Für einen Vortrag des Genoffen Wagner den Maximal- Arbeitstag im Bädergewerbe der Hoffmann, Habant, Pech, Babiel, Haagen und in der Volksversammlung am 4. d. M. bei Henke 5,-. F. HellBäckermeister Pfeiffer. Aus hygienischen und volkswirthschaft. Me laer erklärten sich für den Antrag Daudert. Von mehreren muth 1,50. Bierprozente Sargtischlerei, Ziegelstr. 30, 3,50. Gelichen Gründen hielt der Redner eine Begrenzung der Arbeitszeit Rednern wurde darauf hingewiesen, daß der Antrag Daudert sammelt bei einer Geburtstagsfeier bei W. M. Bundt 2,20. auf ein vernünftiges Maß für unerläßlich. Auch in der Diskussion feine Aufforderung enthält dahingehend, auf gesperrten Bauten Drei ehrliche Spißbuben durch Ontel 1,80. Ges. d. Meisterfeld 3,55. fand diese Ansicht teinen Widerspruch. Scholz erwähnte der oder bei nicht tarifmäßig bezahlenden Unternehmern zu arbeiten. Ueberschuß v. Gänse- Ausspielen bei Tempel, Langeftr. 78, 2,-. dankenswerthen Veröffentlichungen des Dr. Oldenburg und trat Die Versammlung stimmte hierauf einmüthig dem Antrage Daudert Durch E. M. v. einer Geburtstagsf., Adalbertstr., 1,85. Gefellen von einem Anhänger des Antisemitismus energisch entgegen. Die zu. Thieme befürwortete die Einberufung einer Konferenz der Blume, Elisabeth- Ufer 55, 5,75. Geburtstagsfeier Oderbergerstraße, Versammlung stimmte schließlich folgender Resolution zu: Töpfer Deutschlands. Redner schlug vor, diese Konferenz am gesammelt durch Seidler 2,10. Gefango. Jugendfreuden Amerik. Die Versammlung ersucht die sozialdemo- 30. Dezember abzuhalten; dieser Vorschlag wurde afzeptirt und Auktion 11,15. Beim Singen auf eigene Fauft Münchener fratische Frattion des Deutschen Reichstages, als Delegirte die Kollegen Lothar, Daudert, Lasow und Brauhaus Oranienburg gesammelt 6,-. Von den Arbeitern von die Regierung au interpelliren, was dieselbe Habant gewählt. H. Wolter, Ritterstr. 74, 3,60. Gesangv. Maiengruß Friedrichsin betreff der Bäckerei Arbeiter Schuhbagen 5,- Arbeiter Bildungsverein Friedrichshagen 10,-. bestimmungen zu thun gedenke."- Das langfame Ueberschuß vom ringfreien Bier, Spandauerstr. 30, 2. Hof, Tempo, so führten einige Redner aus, das die Regierung in 21. Woche 4,70. Gürtler D. Lundershausen 3,- Bier dieser für die Betheiligten so wichtigen Frage innehalte, müsse prozente Prinzenstraße 25 10,-. Berliner Steinfeger 3,60. die Bäckerei Arbeiter veranlassen, schon jetzt zu erwägen, Für die ausgesperrten Brauerei Arbeiter gingen Firma C. Reinicke durch May Harting 1,50. Von den welche Stellungnahme geboten sei, wenn feine Schutzbestimmungen ferner ein: organisirten Steinarbeitern Warthau's in Schlesien 12,95. Gevon seiten der Behörden erlassen werden. Man beauftragte die Spandauer Grüne Jungen, XIII. Rate, darunter vom rothen sammelt Leierkasten- Hochzeit, Tiedstraße, 3,25. Grüne Jungens Agitationsfommission mit den nöthigen Vorarbeiten, um im Schuster 1 M., von dessen Freund 1 M., 28,-. Lustige Brüder Sorauerstraße Nr. 4, durch H. F. 2,60. Ueberschuß einer nächsten Frühjahr einen allgemeinen Kongreß der Bäcker in der Wirthschaft zur Rosenau Höchst a. M. 1,55. Amerika- Amerikanischen Auktion in Reichert's Restaurant, Willibald Deutschlands einzuberufen, der sich ausschließlich damit zu nische Auktion bei Frigen in Rixdorf-, 60. Ueberschuß vom Alexisstraße Nr. 22 2,30. 5 Gürtler der Fabrik Chestedt u. beschäftigen hat, wie die Erringung des Zwölfftundentages und Stiftungsfest des Vergnügungsvereins Nordwacht"( Moabit) Robert 2,50. Hamburger Verein der Scheuerleute durch die Regelung der Arbeitsvermittelung einzuleiten ist, 50,-. Werkstatt 3. Gitschinerstraße, 2,-. Von den Stein- Döring 50,-. Werkstatt von Golz, Staligerstraße 24a 2, trägern der Schule Graueftraße( Norden) 2,60. Bom Bau Gürtler Fabrit Nitterstr. 90 7,20. Tellersammlung des Holz. In einer öffentlichen Töpfer Versammlung, die am Augsburgerstr. 33 durch Philipp 4,15. Gesammelt bei arbeiter- Berbandes( Branche Modelltischler) 8,50. Ueberschuß 5. Dezember bei Breuer, Gr. Frankfurterstr. 74, tagte, hielt einer Geburtstagsfeier bei E. Berlin, Weberstraße 45, v. M. Weltkal., 598. Bezirk 3,-. Pfropfenverein Wedding 2,50. Dr. Joël einen interessanten Vortrag über die moderne Natur 1,50. Werkstatt Jungnickel, Langestr. 109, 1,50. 1,50. Textil Geburtstagsfeier beim dicken Adolph durch Henze 2,10. anschauung und ihre Einwirkung auf die Gesellschaft, wofür die arbeiter Reichenbach i. Schl. 6,10. Die sieben Mothen aus 101 aus Rolonie Wild- Amerika, Rigdorf, Vergnügen am 17. November Versammelten ihm reichen Beifall zollten. Sodann gab der Hamburg 2. Rate 6,50. Ges. bei Langer, Admiralstr. 1, 1,50. 33,55. Lese- und Diskutirklub Aufklärung 10,-. Summa Kollege Dau dert einen. Ueberblick über die gegenwärtige Sologeld, Lutherstraße 2,-. Amerikanische Auktion im Bezirk 390,85 M. wirthschaftliche Lage der Töpfer. Redner resümirt sich am Rube, Schönhauser Vorstadt 4,50. L. M., Buchdrucker-, 90. 1 Berichtigung. In Nr. 284 soll es nicht Kraus, AckerSchluß seines Referats dahin ,, daß er empfiehlt, in Rothe Hochzeit, Naunynstraße 1,-. Amerikanische Auktion straße 5, sondern Kramm, Ackerstr. 50, heißen. Sozialdemokratischer Wahlverein Briefkaffen der Expedition. für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. 1000 Modell- Regenmäntel! Mittwoch, den 12. Dezember, Abends 8% Uhr, in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstraße Nr. 32: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen P. Jahn. 278/17 von 6-18 m., elegante WinterJaquets 7-15 M., Modell- Jaquets 10-18 M., Wattirte Räder mit Belzbefatz 8-20 M., elegante Golf- Capes 7-15 M. Ladenpreis das doppelte. Leipzigerstr. 91, I. Gr. Volksversammlung Möbel, zum Besten der Arbeiter- Bildungsschule gebrauchte, tauft Bartsch, Süßenſtr. 2. am Donnerstag, den 13. Dezember, Abends 8 Uhr, Costüme, Blousen, Kleidchen, in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße 28. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn Manfred Wittich aus Leipzig über: Heinrich Heine und seine Zeit". 2. Diskussion. Zu diesem belehrenden und intereffanten Vortrag lade alle Parteigenossen und deren Familien zu zahlreichem Besuch ein. 55/15 Jedermann hat Zutritt! Der Ginberufer. Tricot- Taillen. Eigene Fabrikation, solide, gut fizzend und doch billiger als in jedem Bazar. 1527b L. Liepmann, 30. Alte Schönhauferstraße 30, Ecke Weinmeisterstraße. = Soeben erschien eine gemeinverständliche Agitationsbroschüre: Die Religion 1240L* foll Privatsache werden. Glaube, Religion, Sittlichkeit und Kirche im Verhältniß zur Sozialdemokratie. Von Gustav Keßler. Preis 20 f. Zu beziehen durch alle ParteiBuchhandlungen, Kolporteure und Zeitungs- Spediteure sowie vom Verlag Hans Baake, City- Passage. Achtung! 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Dezember, Abends 73/4 Uhr, im Lokale von Ehrenberg, Annenstr. 16: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Fr. Freudenreich. 2. Die Lohudrückereien und sonstigen Misstände in der Bartonfabrik von Grunow, Langestraße, und auch in anderen Fabriken. 3. Diskussion und Verschiedenes. Diese Versammlung ist von hoher Wichtigkeit und wird dringend erwartet, daß jede Fabrik unbedingt vertreten ist. Im Uebrigen sei mitgetheilt, daß die Sperre über die Kartonfabrik von Cohn& Friedländer, Stralaurrstr. 58, unverändert fortdauert und die Arbeiterinnen gewarnt werden, weder in noch außer dem Hause dort Arbeit zu nehmen. 75/11 Zur Versammlung erwarten pünktliches und zahlreiches Erscheinen Die Vertrauenspersonen. Achtung! Dekateure! Achtung! Donnerstag, den 13. d. Mis., Abends 82 Uhr: Versammlung der Filiale 3 des Deutschen Textilarbeiter- Verbandes bei Wienecke, Alte Jakobftraße Nr. 83. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 1521b Turner! Groje öffentliche Berſammlung am Donnerstag, den 13. Dezember cr., Abends 81/2 Uhr, in den Oranien- Hallen, Oranienftr. 51. Tagesordnung: 1. Bilder aus der Turngeschichte. Referent: Turn108/13 genosse Frey. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten 10 Pf. Eintrittsgeld. Der Einberufer. Künstl. Zähne, vorzügl. u. Garantie, ſchmerzl., Zabuſchmerz befeitigt, ſchmerzloses Bahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienstr. 123 Gänzlicher Ausverkauf wegen vollständiger Auflösung meines seit vielen Jahren bestehenden Geschäftes 68 Alexanderstraße 68. Am Lager befinden sich noch: Herren-, Damen- u. Kinderwäsche, Kleiderstoffe, Gardinen, Tisch- u. Bettdecken, Morgenröcke, Unterröche u. Blousen. Sämmtliche Waaren werden bedeutend unter dem Selbstkostenpreise abgegeben. Gustav Heilborn, Alexanderstrasse 68. schmerzlos eingefeßt, festsigend. Reparaturen sofort. Weniger Künstl. Zähne mittette Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. 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Ober- Präsidium Der Provinz Brandenburg D. P. Nr. 15 937. 87/8 Potsdam, den 27. November 1894. Nachdem der Bezirks- Ausschuß dortselbst die Auflösung der Orts- Krankentasse der Böttcher unterm 18. d. M. befchloffen hat, bestimme ich gemäß § 47 des Krankenversicherungs- Gefeßes in Verbindung mit Nr. 48 der Anweisung vom 10. Juli 1892 zur Ausführung des KrankenversicherungsGesetzes, daß 1. der Tag der Auflösung auf den 1. Januar 1895 festgesetzt wird, 2. das Kaffenvermögen zur Berichtigung der etwa vorhandenen Schulden und zur Deckung der bereits entstandenen Unterstügungsansprüche zu verwenden und der etwa verbleibende Rest des Kassenvermögens an die Allgemeine Orts- Krantentaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeite rinnen zu Berlin zu überweisen ist, 3. die Weiterversicherung der verficherungspflichtigen Personen bei der legtgenannten Rasse zu ers folgen hat. An Der Ober Präsident Staatsminister gez. A chenbach. den Vorstand der Orts- Krantentaffe der Böttcher zu Berlin. Vorstehender Erlaß wird hierdurch bekannt gemacht. Berlin, den 8. Dezember 1894. Der Vorstand der Orts- Krankenkaffe d. Böttcher. gez. Büngel, Magiftrats- Sefretär. Unterzeichneter wünscht bei einem Genoffen, Gegend Garten- od. Brunnenstraße od. in den diese durchschneidenden Straßen ein leeres, gut heizb. Zimmer mit sep. Ging. oder eine solche Schlafstelle inkl. Station, jedoch ohne Beheiz., vom 1. Januar ab unter billigen Bedingungen zu miethen. Gefl. Offerten mit Preisang. werd. schleunigst erbeten. J. Ed. Pehmler, Hussitenstr. 26, Hof Seitenfl. rechts, part I. 1528b und alle 1242L* Mehl Backzuthaten liefert in anerkannt vorzüglicher Güte jetzt ganz besond. preisw. P. Herrguth, Berlin, Müllerstr. 180( Weddingplay). Wiederverk. besond. Vorzugspreise. Hennigsdorferstraße 26 Wohnungen: 8, 12, 16 und 18 Mark monatlich. Möbl. Schlafft. a. Herren Branden= burgstr. 4, 4 Tr. b. Bäcker. 1522b Arbeitsmarkt. Musikinstrumenten- ArbeiterStreik! 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Während sogenannte Seifenpulver meistens roth gepackt sind und eine runde Form haben, ist Karol Weil's Seifenextrakt nur in grauen vierkantigen Packeten gepackt. Ebenso verschieden wie das Aeußere ist auch der Inhalt. Rothe Packete enthalten meist geringwerthiges Zeug und sind daher der Wäsche oft geradezu verderblich, während Karol Weil's Seifenextrakt von so her vorragend guter Qualität ist, daß es von keinem ähnlichen Fabrikat auch nur erreicht wird. Diejenigen werthen Hausfrauen, welche unser Karol Weil's Seifenextrakt noch nicht gebraucht, oder die mit sogenannten Seifenpulvern trübe Erfahrungen gemacht haben, bitten wir unsere Waare vorurtheilsfrei zu versuchen, wenn auch nur zum Rochen der Wäsche. Wir sind feft überzeugt, daß fie es fortwährend benutzen werden, denn es giebt kein besseres, sparsameres und billigeres Waschmittel. Aber achtet beim Einkauf auf die Schuhmarte Waschfaß, mit der jedes Packet oben und unten verschlossen ist und weiset alles andere energisch zurück. 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