Nr. 6T< ♦ ZK. �akrgong Ausgabe& Nr. 306 Bezugspreis t BitrttljShrl. 60.—®., monatl. JO,— SÄ. frei in» bau», vorau» zahibar Post- bezug� Monatlich 20— 3JL einlchi.Au- ftelluns»fl»d>il,r. Unter Areu�dand iUr DeutlSiiand. Donzig, da» Eaar» und Memet<>eb>rl, iowie die«hemai» deut- Ichra iSediete Polen». Oesterreich Ungarn und Luremdurg S4,— M, fiir da» übrige Ausiand 72,— M. Post- beltellungen nehmen an Oesterreich. Ungarn. Ticheido- Elowatei. Däne- mar!. Kolland, Luremdurg. Schwede» und die Schweig. Per.Porwüris" mit der Sonntag«. beiiage»Luit und Reif, der Unter- haitungsdeiiage �eimiDril* und der Beilage.Siedlung unld �lemgarteiri «rlcheint wochentäglich �imal.Eoiu»- tag» und Monte keinmal. Telegramm» Adresse: „SojiuIOemotcol asctlo" Abend Ansgabe c m drett» Berlin SO Pf, •aswlrts 40 Pfennig D Verlinev Volksblstt SluzrigeupreiS: ldk«ehngespaltene Nonpareivezet!« lostet 1,— M..filein* lURjoigcn" da» ietlgedruckt» Wort ZI!./, Ahr nachmittag, im Kauvtgeschäit. Berlin CW W. Linden. straße 3, abgegeben werden. Geöffnet uon S Uhr lrilh di» 5 Uhr abend». �entrslorgan äer sozlaläemokratifcken Partei Daitfchtancls Redaktion und Expedition: CW öS, Lindenstr. 3 Dernivrerirer- Redaktion-viorttiplan>»>«»— S7 erniprrnier. Morichplan I I7S:i—»1 Sonnabend, den 31. Dezember 1931 vonvarts'verlag G.m.b.H., CW b8, Lindenstr. Z Kt-rrti»»ri-rf,er- Verlag.«Expedition nnd Inseraten. »yrrnfprcmcr. Uhteilun» Morivplap ,1758-24 vor öer verjlänöigung. Die Seihilfe abgelehnt. Der„Soz. Parlamentsdienst" schreibt: Das Reichskabinett trat heute vormittag zu einer Kabinettssitzung zusammen, in der der gestern abend gemachte Vorschlag auf Zahlung einer einmaligen allgemei» n e n Beihilfe erörtert wurde. Das Reichskabinett lehnte die Zahlung dieser einmaligen allgemeinen Beihilfe a b und ließ dem Verkehrsministerium freie Hand bei der FiiH- rung der weiteren Verhandlungen. Fortsetzung üer verhanölungen. In der um 14,12 Uhr begonnenen Konferenz Wischen Reichsverkehrsministerium und den Eisenbahnerorganisationen machte das Verkehrsministerium zunächst den Lorschlag. für das besetzte Gebiet in den nächsten Tagen unter seiner Lei- tung besondere Verhandlungen abzuhalten. Die Orte im besetzten Gebiet sollen einen Ueberteuerungszuschuß erhalten, wie er bereits im unbesetzten Gebiet gezahlt wird. Die Zahlung dieses Ileberteuerungszuschuffes ist neben der Vefatzungszulage rückwirkend ob 1. Oktober mit Sil Pf. pro Stunde gedacht. Zahlbar sind sofort 300 M. In dem unbe» setzten Teile des Deutschen Reiches sollen alle Orte, die bisher einen NeberteuerungsRuschuß erhielten, einen außergewöhn- lichen Zuscblag von 50 Pf. pro Stunde ab 1. Oktober be- kommen. Auch hier sollen 300 M. sofort gesohlt werden. Das Verkebrsministerium erklärte, daß diele vorläufigen Maß- nahmen die allgemeinen Verhandlungen keines- wegs aufhalten noch beeinträchtigen, sondern es sich nur um eine Notstandsaktion handelt. Die Verhandlungen über die allgemeine Zulage, also für Beamte, Arbeiter und Angestellte, sollen erst am 5. Januar beginnen und mit größ- ter Beschleunigung durchgeführt werden. Wie wir kurz, vor Redaktionsschluß erfahren, lehnt der Deutsche Eisenbahnerverband diesen Vorschlag des Reichs- Verkehrsministeriums a b. Die Besprechung vom Freitag. Neber die gestrigen Verhandlungen gibt die TU. einen längeren, ostenbar offiziös inspirierten Bericht, dem wir entnehmen: Di« Verhandlungen wurden gestern nachmittag um 4 Uhr unter dem Vorsitz de» Minlsteriulrat» Dr. Grosser wieder aufgenommen. Es waren Vertreter des Deutschen Eisenbahnerverbandcs, der Ge- werkfchaft deutscher Eisenbahner und des Allgemeinen Eisenbahner- Verbandes erschienen. Zu Beginn der Verhandlungen wurde vom Vorsitzenden erklärt, daß die Verwaltung nur mit solchen Organisa- tionen verhandeln könne, welche auf dem Boden des bestehenden und nicht gekündigten Tarifvertrages stehen. Es wurde deshalb an die Vertreter des Deutschen Eisenbahnerverbandes die Frage ge- richtet, ob sie sich noch als auf dem Boden des Tarifvertrages stehend betrachten und wie sie sich zu der in den westlichen Eisen- bahndirektionsbezirken ausgebrochenen Streikbewegung stellen. Der Vorsitzende des Deutschen Eisenbahnerverbandcs gab daraufhin die Erklärung ab, daß sein Verband den Tarifvertrag nach wie vor als bestehend erachte und anerkenn«, und daß er den im Westen aus- gesprochenen Streik bedauere und mißbillige. Er habe sich nur vcr- anlaßt gesehen, nachdem der Streit einmal ausgebrochen sei, sich an die Spitze desselben zu stellen, um die Bewegung nicht in wilde Bahnen kommen zu lassen. Die Vertreter der Verwaltung erklärten die Bereitwilligkeit, auf dem Wege der Ueberteuerungszuschüsfe in denjenigen Orten zu helfen, in denen die Eisenbahnerlöhne erheblich hinter den Löhnen der Privotindustrie zurückstehen. Die Vertreter des Deutschen Eisenbahncrvcrbandcs hielten zunächst an dem Ver- langen der Zahlung von Vorschüsien fest, wobei sie sich nicht auf einen bestimmten Betrag festlegten, sondern erklärten, daß darüber sich reden lasse. Es wurden dann folgend« Vorschläge gemacht: 1. den A'beitern an denjenigen Orien, die zurzeit im Arbeiter- lohntaris in einer niedrigeren Ortsklasi« sich befinden als im Orts- klastenrerzeichnis für di« Beamten, einen Unlerjchiedsbetrag alsbald mit Rückwirkung ab 1. Oktober auszuzahlen: 2. in denjenigen Orten, an denen seither schon Ueberteuerungs- zuschüfl« gezahlt worden sind, diese sofort einer Rachprüfung zu unterziehen und die Erhöhungsbeträg« gleichfalls sofort an die Ar- beiterschaft zur Au-zabluna zu bringen: 3. die endgültige Ortsklasieneinteilung für die Arbeiter und di« endgültige Reusestietzung der Ueberieuerunaszuschüffe unter Einbe- Ziehung wei'erer Orie, an denen seither Ueberteuerunqszuschüsse nicht gewährt worden sind, mit Beschleunigung in die ftand zu nehmen: 4. eine Verpflichtung regierungsseitig dabin zu übernehmen, daß di« Reurege'ung der Bezüge des gesamten Personals, die für den Monat Januar in Aussicht zu nehmen ist. gleichfalls beschleunigt wird: dogeoen werden S. die Organisationen sich verpllichten. die im Streik befindlichen Leute wieder in di« Betriebe zurückzuführen. Di« Vertreter de» Deut'lben Eisenbobnerverbande» und d«» All- gemeinen Cisenbabnerverbandes ertlär'en sich mit diesem Anlraq ein- verstanden. Von den Vertretern der Verwaltung wurde der Antrag in den Punkten 2 bis 4 grundsätzlich gutgeheißen, dagegen die Ziffer l nachhaltig bekämpft. Ein« Einigung hierüber war zunächst nicht zu erzielen. Es trat dann eine Verhandiungspause ein, nach deren Schluß den Vorsitz in der sortgesetzten Verhandlung Ministerialdirektor Hitzler übernahm. Inzwischen waren drei Vertreter der Reichsgewerkschast deutscher Eisenbahnbeamten und-orbeiter erschienen, welche gleichfalls an den Verhandlungen teilnehmen wollten. Ihre Beteiligung wurde ober seitens der Verwaltung nicht zugelosicn, weil die R e I ch s g e w e r k- s ch a s t n i ch t T o r i s k o n t r o h e n t ist. In der fortgesetzten sach- liehen Beratung blieb die Verwaltung aus ihrem ablehnenden Stand- Punkt hinsichtlich der Ziffer l. Von einem Vertreter der Eisenbahner wurde sodann der weitere Antrag gestellt, durch allgemeine, an das Personal auszuzahlende Beihilfen der größten Rot abzuhelfen. Der Vorsitzende des Deutschen Eiscnbohnerverbandes beantragte, solche Beihilfen noch Ortsklassen abzustufen. Es komme weniger auf die Höhe der Veihilsen als aus ihre sofortige Zahlung an. Ministerial- direktor Hitzler erklärte, daß für diese Fragen der Beihilfen das Rcichskabinett zuständig sei und daß es deshalb erforderlich fei, noch- mals den Beschluß des Reichskabinetts darüber herbei- zuführen. Er schlug deshalb vor. die Verhandlungen abzubrechen und ihre Fortsetzung auf heute vormittag 11 Uhr anzuberaumen. In der Zwischenzeit werde das Reichskabinett zu der angeschnittenen Frage Stellung genommen haben. Diesem Vorschlag schloß sich die Ver- sammlung an. Der verkebr liegt still. Die Durchführung des Elsenbahner st reikesinVerlin ist mit gewissen Schwierigkeilen verbunden, da die Streikparole in dem großen Eisenbahnnetz erst langsam bekannt wurde, andererseits aber die Betriebseinstellung aus technischen Gründen teilweise nicht sofort vorgenommeu werden konnte. Trotzdem aber hat der Streit im Lause der Nacht und des heutigen Tages eine Ausdehnung er- sahren, die erwarten läßt, daß bei der weiteren Aorldauer der bisherigen Arbrilseinstellung heule abend auch die Stadt- und Ringbahn den Verkehr restlos einstellt. Die Veamten lehnen jede Streikarbeit ab.— Der Fernverkehr liegt feit heute vor- mitlag brach. Der Stanöpunkt öes DEV. Zu den Meldungen der bürgerlichen Presse, daß der Deutsche Eisenbahnerverband den Streik im 13 c st e n bei den gesirizen Verhandlungen im Reichsverkehrsministerium mißbilligt habe, keilt uns der Hauptvorstand des Deutschen Eisenbahneroerbandes folgendes mit: .Das Ministerium stellte das Verlangen an die Vertreter des Deutschen Eisenbahnerverbandes, zu erNären, daß sie den Streik rächt billigen und daß sie Anhänger des Tarifvertrages sind. Air haben dazu gesagt, daß wir seibstversiändlich aus dem Poden des Tarifvertrages stehen, daß die Bewegung, sowohl die Forderungen wie auch der Ausstand selbst mit dem Tarifverträge gar nicht» zu tun hat. daß wir wiederholen, was wir bereits den Regierungsstellen so oft erklärt haben: Mir werden versuchen, die Streikgesahr zu bannen, und hassen, aus dem Verhandlungsweg zu einer Verständigung zu gelangen. Sollte das nicht möglich sein und der Streik ausbrechen, so werden wir uns an die S p i tz e der Bewegung stellen, um sie gewerkschaftlich zu führen und in geordnete Bahnen zu leiten. Mir haben weiter erklärt, daß wir die statutarische Streikunterstützung zahlen würden. Alle anderen Rachrichten, die sich mit diesen Erklärungen nicht decken, sind falsch." Aur Verhaftung in Koblenz. KSln. ZI. Dezember.(Eigener Drahlberichi.) Wie berichtet. wurde gestern der Geschäftsführer der Ortsgruppe Coblenz des Deutschen Eisenbahncrverbandes, Fritz kalt, von der amerikani- fchen Behörde in Coblenz verhaftet unter der Anklage von Ver- flößen gegen gewisse Berokdnungen der 3nlerallilerten Rheinland- kommission. Die amerikanische Behörde weist daraus hin. daß dieser Schritt gegen kalt persönlich, nicht aber gegen seine Eigenfchaft als Geschäftsführer einer Eisenbahnergewerkschaft unternommen wurde. (Dazu fei zunächst nur bemerkt, daß, wenn Kalt nicht Geschäfts- führsr des Deutschen Eisenbabnerverbandes wäre, er höchftwohr- scheinlich nicht in die Verlegenheit gekommen wäre, mit den Ver- Ordnungen zu kollidieren. Red. d.„V.") Koblenz. Sl. Dezember.(WTV.) Der Deutsche Eisenbahner- verband, Ortsverein Koblenz, versendet an die benachbarten Orts- vereine folgendes Telegramm: Hohe Interalliierte Rheinlandskom- Mission hat Fcldeisenbahnkommission Generalvollmacht erteilt, mit bevollmächtigten Vertretern der deutschen Eisenbahner und Regie- rung sowie Bevollmächtigten des Hauptvorstandes des Deutschen Eisenbahnerverbandes wie auch der Bezirksleitung Verhandlungen wegen Eisenbahnforderungen sofort zu führem Bei Richtentgegen- kommen der Eisenbahner und Regierung regeln Militärbehörden im besetzten Gebiet selbständig Löhne und GehLOer der Bediensteten. Die Verantwortung der daraus entstehenden Folgen hat Regierung gegenüber dem deutschen Volke zu tragen. Eisenbahner im ameri» konisch besetzten Gebiet haben beschlosien, die Betriebe zu verlassen. gez.: Deutscher Eisenbahnerverband. Ortsverein Koblenz. (Weitere Etrclkmeldungen siehe 2. Seite.) ver Hauptkriegsverbrecher. Poincard als Weltbrandschürer. Dem Versuch der Deutschmonarchisten, Deutschland von jedem Schuldanteil am Ausbruch des Krieges freizusprechen, � kann nicht entschieden genug entgegengetreten werden. Es mag wohl fein, daß Wilhelm und feine Ratgeber mehr aus Dummheit denn aus Schlechtigkeit gehandelt haben, die immer wiederholte Behauptung des Flüchtlings von Doorn, daß er i den Krieg nicht gewollt habe, mag subjektiv zutreffen, wer aber durch Fahrlässigkeit und Dummheit ein derartiges Un- glück über die Menschheit hat hereinbrechen lassen, hat eine un- geheure Schuld auf sich geladen und kein Fluch, keine Strafe wäre für ihn hart genug. Das im November vorigen Jahres in einer Rede in Man- chester von Lloyd George geprägte Wort, daß t e i n S t a a t s- mann den Krieg gewollt habe, daß sie vielmehr alle hineingeschliddert wären, trifft indessen nicht zu. Auf Deutschland kann man es beziehen, auf den k. k. Außenminister Graf B e r ch t o l d schon nicht mehr; und soweit namentlich die indirekte Schuld am Kriegsausbruch in Frage kommt, findet der Ausspruch Lloyd Georges keine Anwendung auf ein paar russische und französische Staatsmänner, die den Krieg tatsächlich gewünscht und gewollt haben und die es nur der beispiellosen Tölpelhaftigkeit der Berliner und Wiener Regierung verdanken, wenn sie heute noch den wahren Tatbestand verdunkeln und von der Ällcinschuld der Zentralmächte reden können. Der frühere russische Botschafter in Paris, Jswolfki, und der frühere Präsident der französischen Republik, P o i n- c a r 6. gehören in erster Linie zu jener Kategorie von Men- schen, die den Krieg gewollt haben. Wenn Indizien für die Beweisführung ihrer Schuld genügten, dann wären sie schon längst als die Haupt- kriegsverbrecher entlarvt und allgemein angesehen worden. Poincar6 war bereits durch die Berichte des belgi- fchen Gesandten in Paris, Baron Guillaume, aus den Iahren 1912— 14 und noch durch manche andere Schriftstücke, wie. die unvorsichtigen Bekenntnisse zweier seiner intimen Freunde, seines eigenen Kabinettchefs Maurice C o l r a t und des ehemaligen Botschafters in Rußland, P a 16 o lB g u e, er- heblich bloßgestellt. Aber unmittelbar belastende amtliche Dokumente, die seine eigenen Aussprüche, Ansichten, Pläne wiedergeben, fehlten bisher. Man vermutete naturgemäß ihr Borhandenfein in den russischen Archiven, doch mar eigentümlicherweise von den Bolschewiki bisher nichts enthüllt worden, was über die Rolle Poincar6s vor dem Kriege ein neues Licht zu werfen geeignet wäre. Offellbar konnten die betreffenden Dokumente erst jetzt ausfindig gemacht werden. Ihre Veröffentlichung steht bevor und Th. Wolff ist bereits in der Lage, im„Berliner Tageblatt" einige recht interessante Proben darauf zu veröffentlichen.- Es handelt sich um die Berichte des Botschafters I s w o k j k i an den Außenminister S a s o n o w. In einem Bericht aus der Zeit des ersten Bat» kankrieges vom 18. Dezember 1912 wird von einem Tele- gramm des Chefs der französischen Militärmission in Ruß- land, General L a g u i ch e, an seine Regierung berichtet, wo- nach diesem dort gesagt worden sei,„daß selbst Im unwahr- scheinlichen Falle eines österreichischen Uebersalls auf Serbien. Rußland nicht Krieg führen wird. Diese Antwort hat Poincarä(damals nur Ministerpräsident. Red.) und alle französischen Minister in die größte Bestürzung versetzt. Ein grelles Licbt auf die Bestechlichkeit der fran- zösischen Bourgeois-Presse, die mit Wissen und durch d i e' V e r m i t tl u n g der Regierung Poincar6 vor sich ging, wirft folgende Stelle des gleichen Berichts: Ich bemühe mich, die für uns wünschenswerte Stim- mung in den Regierungs- rryd politischen Kreisen aufrecht zu er- halten und versuche gleichzeitig auf die Presse einzuwirken. In dieser Hinsicht sind, zum Teil dank den seinerzeit g.e tröffe- nen Maßregeln,(!) sehr bemerkenswerte Resultate erreicht worden. Wie Ihnen bekannt, beteilige ich mich nicht direkt an der Berleilung der Subfl'oien. die Verteilung wird aber unler Mitwirkung der französischen Minister vorgenommen und hat bereits die nötige Wirkung gehabt. Von mir aus versuche ich durch persönliche Beeinflussung die Hauptzeitungen in Paris, wie den„I e m p s",„Journal des Gebots",„Echo de Paris", zu lenken. In letzter Zeit habe ich nicht mehr gegen die Idee zu kämpfen, Frankreich könnke in einen seinen Interessen fremden Krieg verwickelt werden, sondern eher gegen die Befürchtung, daß wir uns den Fragen gegenüber, die das Interesse und da» Prestige des ganzen Dreiverbandes berühren, zu passto verhalten. Ihr Ihnen ausrichtig ergebener gez.: Iswolski. Einen Monat später, am 16. Januar 1913, ward Poincar6 m Präsidenten der Republik gewählt. Während es Mahlganges Im Bersailler Schloß konnte man überall teils warnende, teils jubelnde Stimmen vernehmen, die in dem stereotypen Satz gipfelten:„Poincarö c'eet la g u e r r e!"„P o i n c a r 6 b e d e u t e t d e n K r i e g!" Auch mar Jswolsky der Hauptwahlagcnt Poincarös gewesen. Kurz nach ihrem gemeinsamen Sieg drahtet Jswolsky unter dem 2g. Januar 1S13 an seine Regierung: „Soeben hatte ich eine lange Unterredung mit Poin- carä, der sich zu mir dahin äußerte, daß er. in seiner Eigenschaft als Präsident der Republik auf die Außenpolitik Frank- reich? direkten Einfluß habe und es nicht ver- säumen werde, sich dieses Einflusses zu bedienen, um im Laufe der nächsten sieben Jahre die Unoeränderlichkeit einer auf dem engen Bündnis mit Rußland aufgebauten Politik sicher- zustellen. Cr sprach hierbei die Hoffnung aus, daß wir uns auch fernerhin oft sehen würden, und bat mich, in allen mir notwendig erscheinenden Fällen mich direkt an ihn zu wenden. In bezug auf die Tagesfragen wiederholte er mir ungefähr dasselbe, was ich bereits gestern von I o n n a r t(damals Außenminister. Red.) hörte. Seinen Worten zufolge ist es der französifchen Regierung von ä u ß e r ft e r Wichtigkeit, die Möglichkeit zu haben, die fron- zösifche öffentliche Meinung auf die Dekeiligung Frankreichs an einem durch die Lage ans dem Balkan hervorgerufenen Krieg vorzubereiten. Daher bittet uns die französische Regierung, keinerlei Einzel- Handlungen zu unternehmen, die solchen Krieg ohne vor- ausgegangenen Meinungsaustausch mit Frank» reich hervorrufen könnten." Spricht nicht aus diesen Zeilen genau das Gegenteil von Friedensliebe? Kein Wort der Warnung, der Mäßigung an die Adresse des unternehmungslustigen Bundesgenossen! Am nächsten Tag erläutert und ergänzt Jswolski sein Telegramm in einem ausführlichen Schreiben an Sasonow, in dem es heißt: Der tu den obersten Regierungskreisen Frankreichs eingetre- tene Wechsel hat für uns zweifellos sehr vorteilhaste Seiten. Die Wahl des Herrn Poincare auf den höchsten Posten der. Republik bedeutet einen entscheidenden Sieg der gemäßigten (d. h. nationalistischen. Red.) politischen Elemente über den äußersten Radikalismus, der sich Rußland und dem französisch-russischen Bündnis gegenüber stets feindlich verhalten hat. Die Energie und Entschlossenheit des Herrn Poincarö bürgen uns dafür, daß dieser in seiner Eigenschaft als Präsident der Republik sich nicht damit begnügen wird, wie Herr. F a l l I e r e s, eine rein paslsioe und sozusagen dekorative Rolle z u spielen, fondern mit allen Kräften und zu jeder Stunde auf den Gang der französischen Politik, Haupt» sächlich auf das auswärtige Gebiet, einwirken wird.... Daher sind wir für die kommende siebenjährige Periode vor dem Erscheinen solcher Leute wie Caillaux, Cruppi, Monis u. a. an der Spitze der französischen Regierung und des diplomatischen Ressorts gesichert.(Nebenbei bemerkt, sollte sich diese Prophezeiung vorübergehend als irrtümlich erweisen, da am 2. Dezember 1913 die Regierung Darthou gestürzt und durch ein Kabinett Doumergue- Caillaux abgelöst wurde, das aller- dings nach einigen Monaten durch eine Jswolski genahmere Kombi- nation ersetzt werden konnte. Red.)... Herr I o n n a r t trifft ohne Poincares Wissen und Einverständnis keinerlei Anordnungen. Aus meinen langen Unterredungen mit diesen beiden Staatsmännern habe ich folgenden Schluß gezogen: Die französische Regierung ist fest entschlossen, uns gegenüber die V ü� d.n i s p f l i ch t e n in ihrem ganzen Umfange zu erfüllen. Die französische Regierung ist sich dessen bewußt, daß das Endergebnis der augenblicklichen Verwicklungen eine Teilnahme Frankreichs an Vm allgemeinen Kriege notwendig machen wird, und sieht dieser Möglichkeit kaltblütig entgegen. Der Moment, in dem Frankreich das Schwert entblößen muß, ist in der französisch-russischen Militärkonvention genau festgelegt. Th. Wolff deutet im Anschluß an diese lehrreichen Toku- Menke an, daß dies nur ein Ansang sei, denn Jswolski habe viel geschrieben. Schon jetzt aber läßt sich sagen, daß der Kriegswille Poincarss dokumentarisch feststeht. Dadurch wird die Schuld der deutschen Machthaber gegenüber ihrem Volke und der Menschheit kaum geringer, aber die ungeheure Lüge der A l l e i n s ch u l d Deutschlands(Art. 232 von Versailles) ist nunmehr unhaltbarer denn je. Die Krähe unö öer Silvestertag. Dick aufgeplustert hockt« die alte, schwarze Krähe auf der Spitze der kahlen Kastanie, die mit ihrer Krone die Straß« dort abschloß, wo sie aufs freie Feld hinausging. Der Bogel hatte den Kopf ein wenig eingezogen, so daß sein Schnabel noch dunkler und massiger aussah, als er es schon an und für sich war. Die Sonne war im Versinken. Durch den Schneedunst des Wintertages senkte sich ihr feuriger Ball dem Horizont näher und näher. Die großen Miet- kasernen standen bereits im Schatten. So zerflatterte der letzte Tag des Jahres, das so unendlich Vielen nichts anderes als Gram, Not und Sorgen gebracht hatte. Wie die Krähe so aufgeplustert inmitten des dunklen Astgewirrs hockte, hatte sie etwas Tückisches an sich. Wenn man länger zu ihr hinaufstarrte, war es einem, als sähe man ihre kugeligen, schwarzen Augen blinzeln. Und dieses Blinzeln wurde zu einem schadenfrohen Lachen. Ja, da» tückische Tier lachte— lachte über die Menschen und ihre törichte Welt! Oh, es hatte viel gesehen— es war ja alt. uralt! Und es ver- stand die dummen Menschen auch wirllich nicht! Erst arbeiteten sie und bauten auf, daß Ihnen der Schweiß von der Stirn rann. Und dann begannen sie auseinander zu schießen, das, was sie ausgebaut hatten, zu zertrümmern, sich selbst das Lebenslicht auszublasen und den erarbeiteten Wohlstand In Not und Sorge und Hunger umzu- wandeln. Das war doch wirklich ein« sonderbare Logik, die in sein kleines Dogclgehirn durchaus nicht hineinwollte! Wie die Würmer krochen und schlichen sie nun da unten einher und schauten trübe und hoffnungslos in die Zukunft. Zu närrisch war es nur. dag sie noch immer an ihren eigenen guten Willen glaubten! Die alte Krähe schüttelte ein paarmal den fcderzerzausten Kopf. Dann reckte sie Hals und Beine und Flügel. Dem soeben iüntsr dem Hanzont versunkenen letzten Tag des alten Jahres äugte sie nach. Ein Schwingenproben, ein Aufflattern und ein lauter, heiserer Krähenfchrei... Wie ein höhnisches Auflachen zitterte es durch die dämmerig« Stunde. Dann war der Bogel verschwunden wie das letzte, matte Aufleuchten des scheidenden Jahres! Goeihe bestellt Reuzahrskarlen. In vielen der zahlreichen Briefe !/.uhes an Zelter in Berlin finden sich Bestellungen und Auf- i äg», die Zelter auch immer gewissenhaft auszuführen bestrebt war. So heißt es auch einmal in einem Brief vom 10. Dezember 1816, nachdem Goethe die Bitte ausgesprochen, Zelter möge ihm statt der in diesem Jahr mißratenen Teltower Rübchen— jahrzehntelang ! achte der treue Zelter alljährlich zu Beginn des Winters die in Loethes Haus immer sehr geschätzten Rübchen nach Weimar— doch lieber»einigen Zander" schicken.„Auch tu mir die Liebe, mir vor Neujahr von den artigen Neujahrswünjchen zu senden, wie sie beweglich, durchscheinend und aus sonstig« Weise in Berlin gar so Deutschland und der Völkerbund. In der Lreslauer„Volkswacht" tritt Genosse L ö b e für den baldigen.Beitritt Deutschlands zum Völker- b u n d ein. Er schreibt: „Von Interessen der deutschen Minderheiten, die wir in Ost und West, in Nord und Süd zurückließen, geleitet, wird sich unser Bei- tritt zum Völkerbund, der mir auch sonst dringend erwünscht er- scheint, als unumgänglich erweisen. Die Heranziehung Deutschlands, die Einbeziehung Rußlands zu den kommenden internationalen Ver- Handlungen wird einer Ausgestaltung zu einem wirklichen Völkerbund förderlich fein, und unser Eintritt in ihn wird eine der ersten Vorbedingungen sein für die einstige Verschmelzung O e st e r r e i ch s mit der großen deutschen. Republik. Nicht eine weitere Einengung, sondern eine Verbreiterung unseres Wirtfchafts- gebiete? ist es, was die Zukunft anbahnt." Genosse Löbe bespricht dann die Entspannung in der Re- parationsfrage in optimistischem Sinne. Vorbedingung für jede Hoffnung auf Besserung bleibt allerdings die Ordnung unserer eigenen Finanzen. Hier wird der Druck der Ar- beiterparteien stärker als bisher einsetzen müssen und dafür müsie eine einheitliche Front der Arbeiterparteien sorgen._ Stresemanns fimsteröamer Konferenz. Die„Zeit" berichtigt die Meldung der„Freiheit" über die geplante, aber gescheiterte deutsch-englische Parka» mentarierkonferenz in Amsterdam dahin, daß die Anregung nicht von Strefemann, sondern von einer Reihe englischer Parlamentarier ausgegangen fei. Sie beklagt sich dabei heftig über die begangene Indiskretion, durch die eine Aussprache, in der„eine wesentliche Erleichterung der Lage Deutschlands hätte erreicht werden können", vereitelt worden sei, und schreibt:' Der Plan hatte also durchaus günstige Aussichten auf Belingen, wenn er auf deutscher Seite die nötige Unterstützung gefunden hätte. Statt dessen hielten es— wie aus der Bestätigung der„Freiheit"- Meldung durch den„Vorwärts" zu entnehmen ist— d i e S o z i o l- demokraten wieder einmal für zweckmäßiger, ihre Mitwirkung zu oersagen, und gaben zweifellos erst durch ihre Fraktions- besprechung der„Freiheit" die Möglichkeit, zur Verräterin des Planes zu werden. Dazu ist zu bemerken, daß Genosse Hermann Müller von der an ihn ergangenen Einladung Stresemanns nur zwei Mitgliedern des Parteivorstandes Mitteilung gemacht hatte. Es ist ganz ausgeschlossen, daß die„Freiheit" von hier aus direkt oder indirekt informiert wurde. Offenbar ist aber von anderer Seite, die der„Zeit" näher steht, über die Sache mehr als nötig herumgeschwätzt worden. Genosse Müller hatte für unsere Partei die Beteiligung abgelehnt, weil von einer solchen„Geheimkonferenz", die nicht geheim bleiben konnte und die zugleich mit der Konferenz von Cannes tagen sollte, eine Störung der offiziellen Verhand- lungen zu befürchten war. Daß Sozialdemokraten sonst eine? Aussprache mit Politikern anderer Länder grundsätzlich durch- aus geneigt sind, braucht nicht erst gesagt zu werden. Dogegen ist eine solche Neigung bei Herrn Strefemann, dem Führer der ehemals Nationalliberalen, der jetzigen Deutschen Volkspartei, eine neue Ersckieinung, und daraus erklärt es sich, daß wir aus der„Freibsit" die Ueberschrist„Internationalist Strefemann" übernahmen, über die sich die„Zeit" so sehr erbost._ 3m Slaalsrak des Mcmelgebiekes teilte Oberkommissar PetiSne mit, die Boisäiajterkonscren« genebmipe den Abschluß von Wirt« schaktZabkommen mit Deutschland, Litauen und Polen und wolle Vertreter des MemelgcbieteS hören, bevor über die Zilkimit dcS MemelaebieteS entschieden werde. Gegen eine großlilanische Stimme wurde PetiSne und der Volichasterkonferenz der Dank ausgesprochen, insbesondere dafür, daß sie Vertreter des MemelgebicteS kören wolle. Haben wir es nicht Kerrlich weit gebracht, daß der Beschluß, der günstigenfalls dahin führt,«in Voll nicht wie eine Hammelherde zu verschenken, schon als besonders dankenswert empfunden wird? artig fabriziert werden."— Wie immer, war Zelter auch diesmal bemüht, die Bestellung zu erledigen, allein er hotte kein besonderes Glück.„Zur Probe schicke ich drei Exemplarchen, welche unter mehreren Hundert ausgesucht sind, die alle mehr oder weniger durch Angreifen und Probieren beschmutzt sind. Auch diese— reinsten sind nicht ganz rein. Gegen Neujahr sollen bessere folgen. Ich suchte solche, auf denen keine Berse stehen: die sind gar nicht zu be- kommen. Recht gute und reinliche sind mir noch zugesagt." Diese „guten reinlichen" haben Zelter vermutlich dann doch leidlich be» friedigt, sie scheinen auch abgesandt worden zu sein und trafen noch rechtzeitig ein, denn schon am 1. Januar 1817 bedankt sich Goethe in folgenden Worten:..Die Neujahrskarten sind am Siloestertage glücklich angekommen und konnten daher am Abend sowie am andern Morgen dem geselligen Scherz hülfrciche Hand leisten. Sie sind artig genug: man muß denken, daß sie nicht für uns, sondern für das junge verliebte Volt erfunden und gestempelt sind." Es gab für das junge Volt im Eoethe-Haus Anlaß genug zu verliebten Scherzen, da gerade in diesen Tagen die Verlobung von Goethes Sohn mit Ottilie v. Pogwisch gefeiert wurde, die Goethe im selben Brief dem Freund mitteilt. Mer war der Erfinder der Buchdruckerkunst? Jedes Kind sagt uns heute, daß Gutenberg den Buchdruck erfunden hat; aber die Wissenschaft ist sich über diese Frage nicht einig. Jahrhundertelang hat ein erbitterter Streit getobt, in dem der Holländer C o st e r gegen Johann Gutenberg ausgespielt und al? der eigentliche Er- finder des Buchdrucks gefriert wurde. Die Holländer hatten diese Streitfrage zu einer nationalen Angelegenheit erhoben und schon vor 200 Jahren Coster ein Denkmal errichtet. Bor 100 Jahren, im Jahre 1823, und ebenso 1826 wurden dann große Costcr-Feste ge- feiert, die ihren Höhepunkt in der Einweihung des Erzstandbildes von Coster zu Amsterdam fanden. Allmühlich aber war es um Costers Ansprüche still geworden. Nun lebt der alte Kampf von neuem auf. Ein Vorkämpfer für die Anrechte Costers hat sich in dem Erforscher des Frühdrucks, Prof. Gottfried Zedier, gefunden, der in zwanzigjähriger Arbeit die alte Streitfrage zu klären gesucht hat. Wie im„Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" berichtet wird, ging er von der eingehenden Untersuchung der Buchstabenbildcr in den holländischen Frühdrucken aus und stellte fest, daß diese holländi- schen Typen in einem viel primitiveren Verfahren gegossen worden sind als die Mainzer Lettern der ersten Drucke Gutenbergs. Er zeigt, daß man durchaus der Nachricht der Kölner Chronik Glauben schenken kann, der zufolge die Gutenbergsche Erfindung ihren Aus- gang von den holländischen Donat-Drucken genommen hat. Die holländisch? Erfindung beschränkte sich freilich auf einen noch sehr umständlichen und kostspieligen Letternguß. Diese Frühdrucke haben ihre Stätte in Haarlem und ihr Urheber ist Coster. Gutenberg hätte also nach Zedler das von dem Haarlemer zuerst gelöste Problem des Letterngusses aufgegrisfen und dann durch die Einführung der Metallmatrize und vor allem durch die Erfindung des Handgieß. instruments vervollkommnet. Durch seine Tot ist der Buchdruck im größeren Umfange erst möglich geworden. Gutenbergs unvergäng- liche Verdienste werden also buch diese neuen Feststellungen nicht ge- schmälert: aber auch Coster erhält sein Recht. Streiklage im Reich. Breslau, 31. Dezember.(Eigener Drahkbericht.) Etue Orts- gruppenleilerkouferenz des Deutschen Eisenbahnemrbandes beschloß heute, den Eisenbahnerstrelk für Breslou-Ort für heule nachmittag 2 Uhr zu proklamieren und für den Bezirk Schlesien für morgen früh ö Uhr den allgemeinen Eiseubahuer- streik zu erklären. Elberfeld, 31. Dez.(WTB.) Die Vertretungen der E i s e n b a h n- b e a m t e n des Wuppertates, die Ortekartelle Elberfeld. Barmen und Langerfeld des Deutschen Beamtenbundes, befaßten sich heute abend mit den Forderungen der Eisenbahner. Sie er- klärten den Streik als voll berechtigt, oerlangen von ihren Mitgliedern strengste Neutralität und oerweigern jede Zu- sammenarbeit mit der Technischen Nothtlfe. Elberseld. 31. Dez.(WTB.) Vertreter der Reichs gewerk. fch a f t Deutscher Eisenbahner von Köln, Essen � d Elberfeld hielten hier gestern abend eine Versammlung ab. Es würde strikte Neutralität gegenüber den Streikenden beschlossen, d. h. Ablehnung jeder Streikarbeit und A b l e h n u n g d e r N ot h i l f e. Die Siche. rung der Notstandsarbciten übernehme die Reichsgewerschaft selbst. Lebensmittel- und Milchzüge würden befördert. Es wurde jveiter gefordert, daß der A r b e i t sz e tt g e s e tz en t w urf von der Re- gierung sofort wieder zurückgezogen werde. Düsseldorf. 81. Dez.(WTB.) Sm Laufe des gestrigen Nach- mittags hat sich d i e L a g e auf dem Bahnhof Düsseldorf ver- schlechter!. Obwohl die Mehrzahl der Eisenbohnarbeiter. dem Befehl der Besatzungsbehörde folgend, zur Arbeit erschienen ist, hörte der Zugverkehr doch langsam auf, weil in den Nachbarstadten gestreikt wird. Der Verkehr nach Essen über Kettweg ist vollständig gesperrt. In Düsseldorf, Köln und den linksrheinischen Stationen lausen nur noch vereinzeltZüge ein. Köln. 31. Dezember.(Eigener Drahtbericht.) Die vom Wolsj- Bureau verbreitete Mitteilung, nach der ein Streikverbot der Interalliierten Kommission für das gesamte besetzte Gebiet aus- gesprochen sein soll, trifft in der oerösfentlichten Form nicht zu. Ein offizielles Streitverbot liegt von der Interalliierten Kommission nicht vor. Der Streit geht im besetzten Gebiet in dem bisher gemeldeten Umfange weiter. Die Werkstätten liegen still, der Fahr- betrieb ist größtentells eingestellt bis aus die Transporte für die Rhsinlandkommisston. Die Interalliierte Rheinlandkommisston hat die Eisenbahnerbezirksorganisattonen im Rheinland zuVerhand- lungen ausgefordert. Die Organisationen haben diese Ver- Handlungen abgelehnt. Frankreich zum Streit. B a r i s. 31. Dez.(WTB.) Aus E s s e n ist dem französischen Ministerium die Nachricht zugegangen, daß die Eiscnbahnersireiks die kohlenlleserung behinderten. Man Hesse ober, daß aus dem Gebiete von Köln die kohlenzöge für die Aeparationslieferungen ohne Hemmung abgehen werden, und daß auch die kohlen ans Essen ab- transportiert werden können. Der Minister für öfseullich« Arbeiten, Le Trocquer. hat den üriegsmiuister aufgefordert. aus dem linken Rheinuser die Ciseubahneu zu requirieren, da- mit wenigstens die Kohlenlransporle aus Aachen und dem Ruhr- gebiet gesichert werden können. Der Dircklor im Ministerium für öfsenlliche Arbeiten hatte eine Besprechung mit dem General Wey- gand. Es könnt aber nur festgestellt werden, daß das linke Rhein- uker nichl mehr als 1800 Tonnen Kohle läglich llefcru kann. Der Minister für SjfenMche Arbeiken lud die ReparaliouskommlAon ein. sich mit der deutschen Kommission, die gegenwärtig lu Paris wellt. in Verbindung zu sehen, damit alle Sohleniransporke für die Repa- ralionskommissiou als Transporke von äußerster Lriugllchkeil be- trachtet werden. Schießübungen der Zollbeamte» hat die Rbeinkandkommission gestattet, und zwar mit dem Vorbehal», daß vorher Tag»nb Siunde der Uebunge» mitgeteilt werden.— Laut„Fronlsurter Nackirickten" werden die sranzösisckien Truppe» im besetzten Gebiet wieder erheb« lich vermehrt, io daß der Stand von 1910 erreickit. wenn nickt sogar übersckiitten ist. In Mainz sind innerhalb 4S Stund«» 70 Offizier»- wohnnngen verlangt worden. fibschieü vom �ahre. Brüder, wer Wein hat, soll davon trinken!. Sehet, das alte Jahr will versinten schwer wie ein Stein. Ein schwere» Tragen an dreihundert Tagen! Ein arges Schlagen mit Mühen und Plagen für unsereinl Brüder, wer Fleisch hat, soll davon essen. Wie wenig war un» doch zugemessen pro Tag und Jahr! Was haben wir Schweiß und Blut gelassen, um unsere Kinder nicht darben zu lassen--- das Leben wohl gar! Brüder, ein neues Lied Ist zu singen: es muß uns ein bessere» Leben gelingen im neuen Jahr! Wenn wir noch fester zusammenhalten, kann uns kein Teufel die Herzen zerspalte» und keine Gefahr! _-lrtur Zickle». Hermann Paul, der führende Meister der deutschen Sprach- forschung, ist. 72 Jahre alt, in München gestorben, wo er seit langem an der Universität als Professor der deutschen Philologie wir«« und in seinem Seminar den akademischen Nachwuchs heranbildete. Dem kleinen unscheinbaren Mann, der seine Mahlzeiten im Wirte- Hause einzunehmen pslegte, sah niemand seine Bedeutung an, und doch hat er wie kein zweiter die Gesetze der Sprochbildung und -Wandlung erforscht und in seinen freilich allzu individualistisch orien- tierten„Prinzipien der Sorachwissenschast" da» grundlegende Wert geschasfen, mit dem jede weitere Erforschung der Sprachgeschichte sich auseinandersetzen muß. In seinem„D e u t- schen Wörterbuch" hat Paul ein mustergültiges Nachschlage- werk geschaffen, da« besonders den Bedeutungswandel der Wörter klarlegt. Hermann Paul war im In- und Auslande als das Haupt seiner Wissenschast anerkannt. Grstaufführungen der Woche. TienSt. ThaNa-TKeater!.Di« Herren von und zu-.—»Nittw. Komödieiih-ius:.Karulsel'.-- jirrett. Kammeisplele:.Anntol*.— AlcineS Schau'pielbaus:»Die Mütter-— Schlojzpart-Tliralcr:.Schetterhausen".»Varia". — Sonnnl». Tbeater i. d. Kommandantcnüraße:„Der Dorljunge"'. Ilrania-Vorträge. Sonnlag unt, Mittwoch:»Im Kampf mit d e m B e r a« Montaa. Donnerstag, Sonnabend:.DaSWunder de« Schneeschuhe«". DienSlag:»Indien-. Freitag:»Aegypten und der»t i l TaZ Moskauer Zlünstlertbeater leyt sein Gastspiel im D-uttihen Künsllerthcaler am 3. Januar mit der Erstauijührung von A. Tschechow« Komödie»Der Kirschgarten- sort. Tos Haupiwerk deS verstorbenen dichter« Koroleuko,.Di« Geschichte meine» Zeitgenossen-, ist in der Uebersetzung von Zlosa Luxem« bürg im Berlage von Paul Eajflrcr erschienen. Europas Gefunöung. Der Erfolg der Pariser �inanzbesprechunge«. Paris, ZI. Dezember. oölker ii ng zu richten habe. Wenn der Senat diese Bestimmung der Kammer annimmt, werden bei den nächsten Wahlen 96 Kammersitze aufgehoben werden. Bevölkerungsabnahme: 2 K0� V75. Pari». Zü. Dezember.. Ring, und Vorortverkehr, wenn auch mit Einschränkungen, aufrechterhalten werden. Rur der vom S t e t t i n e r und Görlitzer Vahnhos ausgehende Vorortverkehr ruht vollständig, cbenso der Vorort- verkehr zwischen Charlotten bürg und Spandau. Der Güterverkehr, der schon durch den Rückstand vom Westen stark ins Stocken geraten ist, ruht. Hauptsächlich Milch- und Er- nährungszüge werden gefahren. Es ist und wird weiter versucht werden, den Verkehr wie bisher aufrechtzuerhalten. Die Laüenökeblnnen vom kurfürstenöamm. Neue aufsehenerregende Verhaftungen. Die Festnahmen de» Ehepaares Räber vom Kurfürsten- dämm 141, der beiden Töchter Röders, der Schwester der Frau Räber und eines Ehepaares Hüls haben gestern zu weiteren auf- sehenerregenden Verhaftungen geführt. Das Haupt der.vornehmen' Diebesgesellschaft ist, wie mit- geteilt, die 4-l Jahre alte Frau Dora Räber, eine aus Holland ge- vürtige filllhorst, die bereits dreimal oerhelrotet und zwei- mal geschieden ist. Während des Krieges lernte sie ihren setzigen, 15 Jahre jüngeren Ehemann kennen, mit dem sie zuletzt eine luxuriös eingerichtete Sechszimmerwohnung im Hause Kurfürsten- dämm 141 innehatte. Während der Kriegszeit machte Frau Räber, die schon wiederholt wegen Ladendiebstahls vorbestrast Ist und immer aus großem Fuße lebte und dabei auch einen leichtsinnigen Lebenswandel führte, die Bekanntschaft des jetzigen Direktors der Reichs-Treuhand-Desellschaft Mervilius aus der Kaiser-Zlllce. Mervilius war damals Einkäufer der staatlichen Lebensmittel-Einkanfsgeselllckiaft und kam al» solcher oft nach dem Rheinland, wo sich damals Frau Räber mit ihren beiden Töchtern aushielt. Frau Räber war diese Bekanntichast um so lieber, als Herr Mervilius ihr versprach, sie mit billigen Lebensmitteln zu versorgen. Bald daroui wurde dann Frau Räber die Schwieger- mutier Mervilius', der nach Beendigung des Kriege» Di- rettor der Reichs-Treuhand-Nciellschaft wurde. Er selbst geriet bei Aufdeckung des Treibens der Frau Räber und ihres Anhanges in den Verdacht, um die Diebstähle der Schwiegermutter gewußt und diese beaünstigt haben. Es war iestgestellt worden, daß auch seine Frau die Mutter noch nach ihrer Verheiratimg bei ihren ..Besuchen" in den Geschäften begleitet hatte. Sie und ihre Schwester, die Frau des Kaufmanns Eckert aus oer Paulsborner Straße zu Wilmersdorf, wurden ebenfalls in Haft genommen. Die Ermitte- lungen und Feststellungen, ob und wieweit die Ehemänner um die Diebstähle gewußt hatten, haben nun auch zu deren Festnahmen geführt. Bei beiden, in der Wohnung des Direktors Mervilius I.i der Koiserallee und In der des Kaufmanns Eckert in der Vaulsborner Straße, wurden gestern Durchsuchungen vorgenommen, die zur Beschlagnahme von weiterem Diebesgut führten. Bei Direktor Mervilius wurden außerdem Delege über ein Bankguthaben der Schwiegermutter gefunden, das diese in Elberfeld hatte. Dieses Konto, das über«in Guthaben von 170 000 Mark lautet, wurde sogleich gesperrt. Direktor AkervINu» wurde gestern von der Kriminokpolizei vernommen. Er bestritt, sich irgendwie strafbar gemacht zu hoben. Er gibt zwar zu, daß es ihm bekannt gewesen sei, daß seine Schwiegermutter an„Kiep- t o m a n i e" leide, und er habe aus diesem Grund« versucht, seine Frau zu verontasien. die Mutter nicht bei ihren»Einkäufen" zu be- gleiten. Er selbst ist auch wiederholt, wenn die Schwiegermutter irgendwo abgefaßt geworden war, in den Geschäften gewesen und bat es stet» erreicht, haß von einer Anzela« abgesehen wurde. Herr Mervilius wies dann auch noch auf sein« Stellung als hoher Staats» beamter und sein hohes Einkommen als lolcher hin. Die Raffiniert- heit, mit der die großen Ladendiebstöhl« ausgeführt worden sind. zeigen jedoch, daß«s sich nicht um»Kleptomanie", sondern um ganz gewerbsmäßig und mit seltenem Geschick ausge» führt« Diebstähle bandelt Die noch nachträglich in den Wohnungen der Schwiegersöhne beschlagnahmten Sachen wurden von den Beamten nach dem Polizeipräsidium gebrocht, um sie, soweit die Eigentümer bereits bekannt sind, diesen wieder zustellen zu lassen. Ungetreue Beamte. Da Gerüchte im Umlauf waren, daß bei dem Umsatzfleueramt des Landcsfinanzamtcs Groß-Berlin Unregelmäßigkeiten vorgekom- men sein sollten, wurden gestern seitens der Kriminalpolizei die oer- .dächtigten Beamten, die Stadtsekretäre Hennemann, Chmke und Krüger, die bei dem Umsatziteueromt im Lchrervercinshaus be- schäftigt waren, nach einer plötzlichen Durchsuchung ihrer Wohnungen verhasiet, aber einstweilen wieder ans Fuß»clafi«!. Die weiteren aus Anordnung des Landesfinanzamtes, der vorgesetzten Behörde des Urnsatzstcueramts, eingeleiteten Ermittelungen der Kriminalpolizei haben ergeben, daß die drei Beamten bei ihren Vor- fehlungen planmäßig Hand in Hand gearbeitet haben. Ihre gsmein- jamen Ansprüche gingen dahin, daß ihnen 2S Proz. der Steuer- summe, die sie weniger hcrousrechncjen, von der betr. Finna zufiel. Zur restlosen Aufklärung der Versehlungen ist es dringend ersorder- lich, daß sich alle Firmen, an die die Beamten herangetreten sind. auch solche, die auf ihre Vorschläge nicht eingegangen sind, sich un- oerzüglich bei Kriminalkommissar Finte im Zimmer 44 des Berliner Polizeipräsidiums melden. Die Untersuchungen gehen weiter, doch sind die Akten bereits der Staatsanwaltschaft übergeden. Außerdem ist von selten des Landesfinanzamtes das Disziplinarverfahren gegen die ungetreuen Stadtsekrcläre eingeleitet worden. Lehrgänge ln der Wohlsahrtspslege. Am 16. Januar beginnen die von der Ctadtgemeinv« Berlin und führenden großen Wohl- fahrtsorganisalionen veranstalteten Lehrgänge in der Wohlsayrts- pflege. Als Dozenten für die verschiedenen Gebiete der Wohlsohrts- pflege find leitend« Persönlichkeiten wie Bürgermeister Doslein, Dr. Albert Leoy, Professor Möllers, Lili Droeschcr, Peofesior Rott, Lic. Ulrich u. a. gewonnen woraen. Die Kurse vermitteln Kennt- nisie auf den verschiedenen Gebieten der Wohlfahrt und sind be- fonders auf die Entwicklung der Berliner Verkältnisse eingestellt. Programme und Hörcrkarten sind in der Geschästsstelle, Berlin W. 35. Flottwellstr. 4 l,(Sprechstunden von 2 bi» 3 Uhr) und bei d�n Abendvcrlesungen in der alten Bauakademi«, Am Schinkelplatz Nr. 6 und in der Sozialen Frauenschule, Barbarossostt. 65, er- hältlich. Wetter für morgen. Verlin und Umgegend. Etwa» lälicr, zeitirell« beiter, aber noch überwiegend bcwöilt, mit geringen Riedeischlägen und langsam abnehmenden nordwestlichen Winden. GeweclfchQfisbewegurig Streik auf der Zeche Mont CeniS. Auf Schachtanlagc 1 bis 3 in Sodingen— wo ein Union- mann kürzlich die aufsehenerregenden Mitteilungen über die Ur- fachen des Unglücks auf Ment Cents machte— trat die gesamte Belegschaft gestern in den Streit. Ueber den unmittelbaren Anlaß zum Streik wird berichtet: Zwei Mitglieder des Beiricbsausschusses hatten drei des Bergbaues und seinen Gefahren völlig unkundige Frauen ohne Genehmigung der Betriebsleitung niit in die Grube genommen. Im Jnter«ss« der Belegschaft, die durch derartige leichtscrtige Handlungen großen Gefahren ausgesetzt wird und im Interesse der Aufrcchterhaltung der Ordnung im Betriebe sab sich die Zechenverwaltung veranlaßt, die beiden Betricbsausschußmitglieder zu entlassen.»Infolge kam- munistischer Agitation" legte daraus die Belegschaft die Arbeit nieder. Aus dieser Darstellung geht nicht deutlich hervor, ob die Mit- gkiedcr des Betrirbsausschusjes die drei Frauen— was wahrscheinlich— nur zur Besichtigung der Grub« zugelassen haben. In diesem Falle hätte die Betriebsleitung, die die Beschäftigung eines der deutschen Sprache unkundigen Schießhauer» ouldete, kein« Ursache, sich deshalb aufs hohe Roß zu setzen und die Gelegenheit zu nützen, ihr ungenehme BetriebsousschuZmitolieder zu entlasten. In diesem Fall« bedurste es wirklich nicht erst der kommunistischen Agitation, um die Belegschaft zu ihrem Vorgehen zu veranlassen. Vet der AEG. hennigsdars wurden sämtliche Dreher. Drehs- rinnen und Rundschleifer. insgesamt etwa 850 Personen entlassen. Montag srüh 10 Uhr versammeln sich die Betrofsenen bei Volkmann. Ramler. Eck« Putbuser Straße. Proteststreik In der Augsburger Textilindustrie. Aus Anlaß der letzten Lohnbewegung der Heizer und Maschinisten in der Textilindustrie wurde am Mittwoch der Betriebsrateoorsitzende der Spinnerei Senkelbach fristloo entlasten. Di« Arbeiterichait hat zum Protest dagegen nunmehr die Arbeit niedergelegt. Verhandlungen sind im Gange.__ Theater der Woche. Vom 1. bis 8. Januar. BoHslBbitll L, 8., 7. u. 8. Der suhrende TchUler bannt bi» SeuW. Der aesiiefclte{tatet.!. u. 4. Sünig Seat. S. Masse Mensch,(j. Naritbr. Braß. bounds Bctehrung.— vpernhau«: 1. Bälestrina. 2. Mona Elsa. S. M'ilaatete. 4. ffigato« Hockziil. 8. SBUlttta. 6. Di« Dätjil. 7. Aahdm«. S. Der fliegend« Holländer. 9. OtbeHo.— Schausplelhans! 1. u. 7. Otlitllo. 2.. 4. u. 8 Cumpaji* oagabunlm». 5. Seonre und Eeiia. Diener zweier beeren. 8. u. 9. Beer Gnni. 6. fficato.— Sentsche» Theater! 1., S„ 4.. 8., 8. u. 9. Sin Zraumspiel. 2., S. u. 7. Laui» Ferdinand.— Nammerspielei 1. bis 8. n. 7. Der Hühncrhof. 6. u. 8. Anatal.— Lessing. Theater: 1., 8., 4., 8., 7. u. 8. Di» rate Slloi c. 2. u. 5. Wenn wir Taten erwachen.— Theater in der»äniggrShe« Stragc! t. Drei (Schwestern. 2. u. 8. Manan Lcscaut.'Ab 4. Die Fahrt ins Blaue.— Dcntsche» Ouernhaua: t. Sahengrin. 2. Dderan. 8. Margarete. 4. Die Meistersinger van Nürnberg. 8. u. 6. Die Fledermaus. 7. Die BeHeine. 8. Der fliegend« Hall änder.— Schister-Theater: t., 8., 8. u. 7. Sin ÄZiniemärchen. 2. Der Raub der Sabincrinncn. 4., 8. u. 8. Im weihen RSstl.— Sraßcs Schanlplel. Haus: Orpheus in der Unlerwclt.— Reue» Dalls-Iheateri t.,§., 4., 5. u. 6. Die Eezierlen. Der zerbrachcne Nrug. 8. Iugendkreunde. 7. u. 8. Di« Wild- enli.— DI» Tribüne: DI« fremde Frau.— Dcntsche» StinfUcr-kheater: t. u. 2. Der heilige Ambrastus. 8. u. 4. Der kirfchgarien. 8., 5. u. 7. Herdstgeigen. 8. Brüder Karamasaw.— komädirnhans: l. bis 8. Di» Fahrt ins Blaue. Ab 4. Narussell.— Berliner Theater: Prinzesstn Olala.— Nieines Schouspiclhans: 1.{tili. 2. bis 8. Reigen. 6. b!» 8. Die Müller.— Trianav-Thcater: ftümmne dich nm Amelle.— Restdenz-Tbeater: Dos weite Land.— gentral-Theater: Da» Deteltivmädel.— Theater in de« Nammandantrnltrahei i. u. 8. Dvbvl. 2., 4. u. 6. Sanlel, der Schmied. 8., 7. u. 8. Der Darf!unae.— Feiedrich» WilhelmstSdtlschc» Theater: Der Frauenräuber.—{tamüche Opee: Der Herr der Welt.— Lnstspielban»! Der Berwals.— Metrapal-Thenter: Die Strnhen» siingerin.— Reue« Operettcu-Thealcr: Die Nünigin der Nacht.— Thalia» Theater: 1. Schäm' Dich. Latte. 2. Seschlalsen. Ad 3. Di, Herren van und HU.— Theater am Rollcndarsplaj,: Die She im greise.— Theater de» Nestcusr Di« Braut de« Sucullu«.— gleinc» Theater: Iaqueline.— WaZner-Theate«: Die Spitzenlönigin.— Walhalla.Thcoter: Jung muh man fein. Theater de, Ostens(Rose-Theater): Verlaren», Dlück sSpreealhener).— Nastna-Theater: Der Weg zum Glück.— Rrae« Theater am gaa: Annette.— Schlahpark-Theater Steglitz: Nleine» Haus: l., 2., 4., 8. Sxiemparale. 8. Medea. 8. u. 7. Scheiterhausen. Paria. 8. Da»{lanzert.— Falle, Saprice: Penstan Liebeslaude. Lillvs Seitensprünge. Die nnmaialische Wohnung.- Admiralspalast: Futur!. stischer Karneval. Die Prinzessin van Tragant. Da» Gespensterschlah.— Zu- time» Theater: Die grvhe Stadt. Der Schleier.— Theater am Kurfürsten. dämm: Der Schwan. Rachwittagsvsrstellvnge». valksbüdn«: l. u. S. Der Bauer als RilllanSr. 4. u. 7. Die Gänsemagd.— Echansvlelhav«! I. Maria Magda» Icno.— Deutsche» Tdeater: 1. TOa» ihr wollt. 8. Frühling« Erwachen.— Kammcrsplele: 1. Frühling» Erwachen. 8. Ostern.— Lesfing Theatcr: l. Die Morgnise von Arcis.— Theater in der Käniggröhe» Strah«: 1. u. 8. Srd- geist.— Deutsche» Opernhau»: l. u. 8. Der Wassenschmied. 8.>7 Uhr: 8. Sin» fanie» Konzert.— Schtller.Theatcr: l. u. 8. Don Carlo». 7. Wilhelm Test.— Drohe» Schausplelhaus: l. u. 8. Danton» Tad. 4. u. 7. Prinzessin Huschewind. — Reue,«alt,.Thcater: 1. u. 8. Die Gezierten. Der zerbrochene Krug.— Die Tribüne: 8. Totentanz.— Deutsche» Künstler-Thsater: l. Flamme.— Komödienhau,! l. Die Sache mit Sola. 8. Heinrich Hein,.— Berliner Theater: l. u. 8. Der letzte Walzer.— Kleine, Schauspielhau»: 1.»IndertragSdie.— Fentral-Theater: 1. Der Meineiddauer.— Frirdrich-Wilhelmstädtische» Theater: 1. Der Freischütz.— Sustsplelhau«! 1. Nochtasi)!.— Thalia- Theater: 1. u. 8. GSnseliesel.— Theatrr am Rollcndorsplatz: l. u. 8. Der Vetter au» Dingsda. 4.. 8. u. 7. Da« unbeschriebene Blatt.— Theater de»«Isten»! l. u. 8. De- ersten Siede goldene Feit. 4. u. 7. Känsel und Dretel.— Walhalla-Theatr? � l. Firlefanz, der Puppendoktor.— Theater de» Osten»(Rose-Theater): l. Käufe! und Grciel. 7. Roiläppchen.— Kasino-Tdeater: 1. Martin, Abenteuer.- Neue» Theater am Raa: 1. u. 8. Metanveite.— Schlohpark-Thcater Strgritz: Kleines Haus: l. Der Raub der Sabinerinnen. 8. Extemvorale. E-ostes Kons: l., 2., 4. u. 8. Der gestiefelte Kokrr.— Intimes Theater: 1. Sine Siebes. nacht usw.— Theater am Kursürstcntzairm: 8. Bnndurv. Berantw. sstr den rcdoit. Teil: Fra», Klüho. Berlin-Sichterfelde: für An. zeigen: Th. Glocke, Berlin. Bering Porwärts-Berlag D. m. b. S.. Berlin. Druck: Porwärts-Buchdruckereiu. Verlagsanstalt Paul Einger u. Ca., Berlin. Stndenstr. 3. Kein Umtauschl Keine Zusendung! Kein Verkauf an Händler! Nur sowelf Vorrat! 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