Nr. 39 ♦ 39. Jahrgang Ausgabe A Nr. 20 BezugSvreiSt S!erteliaftti.60.— HL moiiati 29,— M frti INS S-aus, voraus zahlbar, Postbezug Monatlich 29,— Vi. einschl. Zu» stellungsgedllhr. Unter Kreuzband tür Deutschland, Darizig. da, Saar- und Memelirrbiet. lowie die eheinal» deut» scheu»«biete Polen», Oefterrrich Ungarn und Luremdurg dt.— M„ wr da. Übrige Ausland 72,— M. Pol»- bestcllungen nebmen an Oesterreich, Ungarn, Tichecho» Slowalei, Diine» mar!. Holland, Luremburg. Schwede» und dt» Schweiz, De:„Donnärts" mit der Sonntagsbeilage.Voll und Zeit', der Unter- haltungsbeilage.HeimwelN und der Beilage.Siedlung und Kleingarten" erlcheini wochentäglich zweimal. Soru»- lags und Montag» einmal. Te'earamm-Adreisei »Sojioldemolro« verll»- Morgen Ansgabe kicrlincr Dollrc�blnN ( /Opksi�nig� AnzeigeupreiS: Sir zehngelpalten, Slonparelllezekl» kostet 9.— M,„(kleine Anzeigen'' da» i eltgedruckt» Wor> Vt. Izn- lässig zwei littgedruckte Worte!, iede« weitere Wort l,Z0 M. Stellengesuche und Schlaistellinanzeigen da» erste Wort l,S9 M. Ilde« weitere Wort 1.— M. Wort» iider 15 Buchstabe» zählen für zwei Watte. Zamilien-«». zeigen lüt Abonnenten Zelle SL Sic Preise verstehen sich einschließlich Teuerungstuschlag. Anzeigen wr die nächste Nummer milssen bi,«V, Ahr nachmittag» int Hauptgeschäst, Berlin SW W. Linden» praße Z, abgegeben werden, Geöffnet von 9 Uhr iriih dl» 5 Uhr abends. �entralorzan cler sosialäemoki'atifcken Partei Vartlcklands Redaktion und Expedition: EW 68, Linöenstr. Z Se-rtifurcrfter- Rrdaklion'»iorit plat,>SI i»S-il7 eiscriitprcnier. Morinvlan ,I7S»-St vorwärts-verlag G.m.b.H., GW bi,£inden(h. 3 -tfriiföre'dipr• V"1»»- 6'tl'rd.iii»»»«>"zuzufügen. muß der«in» I bcfanaene Leser annehmen, daß sich„da« Baugewerbe" den Aufsatz der„Kölnischen Dolkszcituna" völlig zu eigen mockt. Da» gehl auch aus der Tendenz des Artikels, ous dem das Zitat stammt, klar hervor: denn damit sollte nachgewiesen werden,„dcib Kommunal- verwaUunoen nicht in der Lage sind, aroße Warengeschäft« durck'zu- flibren". Gerade zur Begründung dieser Behoi-vtung hat die„Kol- "isckie Bclkszeituno" und mit ihr das zitierte Arbeitgebcrorgan die Feststelluni gemacht, daß am Baustoffmarkt wilde Zustände herrschten, „die von Naturen n it robustem Gewissen rücksichtslos ausgenutzt � trnirVu". Auf diese Feststo'lung kam es mir an. die auch nicht durch die Behauptung aus der Welt geschafft werden kann, daß in dieser Zeit der ehrliche und richlig abwägende Kaufmann Z mückhaltung übte. Lch bin der Melnuna, daß durch diese Berichtigung meine Be- hauvtung nur noch bestätigt wird, denn die Dinge lagen End« 1010 und 1020 eben so, daß die Menschen mit robustem Gewissen den Markt beherrschten Und die Ehrlichen dabei nicht mehrmttkommen tonnten. Das ist auch heute noch zum großen Teil der Fall, wo wir auf dem Baumarkt eine wilde Epe tu- l a t i o n sich austoben sehen, bei der ehrlich und richtig abwägende Kaufleute au die Wand gedrückt werden. Das /?rbeitsnachweisgefetz. Im Sozialpolitischen Ausschuß de» Reich«. tags wurde am Montag der Entwurf eines Arbeitsnachweisgesetzes beraten. Ministcrialdircktor Ritter: Der Zweck des vorliegenden Entwurfes ist, den Ausgleich von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage zu erleichtern und nach MÖglichkeK" sicherzustellen, so daß die Arbeit nach den Grundsätzen wirtsckiasllicher Zweckmäßigkeit verteilt wird. Die gewerbsmäßige Stellen- Vermittlung will diese neue Organisation allmählich völlig ausschalten. Der Entwurf sieht als Zeitpunkt hierfür den 31. Dezember 1930 vor. Auch die fast allseitig gewünschte A r- beitslosenoersicherung kann nicht geschaffen werden, wenn nicht der Arbeitsnachweis den Arbeitswillen feststellt und Arbeits- losigkeit verhütet und lindert. Der Entwurf sieht vor: 1. Arbeitsnach- weisämter mit den dazugehörigen Arbeitsnachweisen, Landes- ämtern für Arbeitsvermittlung, dem Reichsamt für Arbeitsrcrmitt- lung: 2. nach Bedarf sollen bei den Arbeitsnachweisen Fachabteilun. gen gebildet werden; 3. die Vermittlungstätigkeit wird unent- gel tl ich erfolgen, wenn die Arbeitnehmer der Arbcitsoersicherung unterliegen, im anderen Falle sollen die Arbeitnehmer% der Kosten tragen: 4. werden Bestimmungen über die Arbeitsvermittlung außer- halb des Arbeitsnachweises getroffen. Im Beamienausschuß des Reichstages wurde am Montag die Beratung über den§ 6 des Veamtenrätegesetze» zu End« geführt. Der Antrag der Sozialdemokraten und Demokraten, das Wahlberechtigungsalter von 20 auf 18 Jahre herabzusetzen, wurde angenommen. Während einer Enthebung vom Amt ncht das Wahlrecht, dagegen nicht während einer Beurlaubung. Der Auf- bau des Ortsbeamtenrates nach§ 8 der Regierungsvor- läge ist unverändert geblieben. Bei 20 bis 00 Beamten besteht der Beamtenrat aus 3, bei 50 bis 09 aus 5 Mitgliedern, zu denen für je weitere hundert Beamte ein neues Mitglied bis zur Höchstzahl von 0 Mitgliedern tritt. Ein Antrag, der bereits bei 15 Beamten einen Beamtenrat errichten wollte, wurde gegen die Stimmen der sozialistischen Parteien und der Demokraten von den Rechtsparteien und dem Zentrum abgelehnt. Ebenso der Antrag, die Mitglieder- zahl des Ortsbeamtenratcs auf 12 festzusetzen. Nlont CenZs. Die reaktionäre Press« versucht den tot«n Bergarbeltern von Mont Cenls die Schuld an der Erplvsionsur ach« in die Schuhe zu schieben. Der Bcrgarbetze' verband hat diese Lüg« gründ» lich zerstört, Indem sein Organ, die„Bergarbeiber-Zeitung". den Be- weis erbracht«, daß die Betriebsleitung die Schuldige sei, iveil dies« einen Bergmann zum Schießhauer ernannte,«v-elcher nicht deutschlesen undsch reiben konnte. Die Direktion von Mont Eenis schickt nun der Redaktion der„BergarbeiXr- Zeitung" ein« Berichtigung zu. in welcher gesagt wird: ..Früher« Arbeitskameroden von ihm(von dem Schießhauer Paulin) von der Zech«„Teuloburgia" geben die eldes st ältliche Tersicheruno, daß Poulin lchon im Jahre 1012 und 1013 lein Schießbuch stet« selbst oesührt hat, in der Grube die Zeitung gelesen und seinen Kameraden Mittellungen auf die Gezähekiste geschrieben hat oder ihm ausgeschriebene Mitteilungen gelesen hat." Das ist augenscheinlich ein Derlchleierungsversuch der Direktion von Mont Eenis. Berühr! es schon eigenartig, daß sich die Direktion solche Zeugen von einer anderen Zech« erst holen muß, so erklärt die Redaktion der„Tergerbeiter-Zeitung", daß es auch auf„Teuto. burgia" solck>e Zeugen gor nicht geben kann, weil das vorliegend« Beweismaterial des B« garbelinerverbandes ab'olut hiebfest ist, Di« Redaktion erklärt ferner, doß sie«in In'ercsse daran habe, sich mit der Betriebsleitung von Mont Eenis an Gerichts stelle ausein- anderzusetzen._ Dcrs'fi« fter Z'ollzridlknst. Pom 1. Tlvril diele« Jahre« wird durch Verschiedene Maßiiabmen de« preußischen Jviieuminisier« die Zabl der im Sicherheit«- und Straßendienst i ä t i g e n S ch» p p o l i z e i b e a m t e n erhchlich Bermel rt woiden, um den zunehmenden lleberinlleii, Beraubungen, Einbrüchen usw. wirlianier eulgegeiureieii zu löuuen. /Zuf öem Wege zur Arbeit. Bon Carl D a n tz. Ich kenn« dich nicht, junger Arbeiter in der trübdunklen Straße, aber dein Anzug voll Oe« und Rost scheint mir vertraut; vertraut auch dein noch schlafmüdcr, schlenkender Scbritt, der dem qualmenden Schlotgetürm zustrebt, und dein verdrossener Blick, der düster und unfreundlich aus deinem Innern flackert. Die Schlaftrunkenheit eines unausgeruhten Körpers spricht daraus. Aber auch die Berdrcsicnheit eines Gemüts, dem der neue Tag kein frohes Ereignis, feine Arbeit kein aufrüttelndes Erlebnis ist. Die Eleichgüttiakei« eines Geiste», der in den engen Grenzen seines Bereiches keine Aufgaben sieht, die ihn wecken könnten zu Nachdenken und neuen Erkenntnissen. Ich weih nicht deinen Namen, junger Arbeiter, und ich erhasche nur einen flüchtigen Blick von dir und eine unwirsche Antwort. Aber mir Ist, als wärest du schon olt mein Weagenosie gcivesen. . Das Geschwätz von der Trcstlosigkeit der Gegenwart, der laute Ruf nach Zerstreuung, da» Gerede vom Mindeewert aller Dcistigkeil haben einen eigentümlichen Nachhall in dir gefunden. Trotzig verschließt du die Augen vor den Aufgaben, zu denen Berufs- und Parteivertrctung dich heranziehen wollen. Unlustig erfüllst du di« notwendigen Pflichten gegen die Gesamtheit. Und du schweigst in heimlichem Einverständnis, wenn in der Lärmpause der Niethämmer das Wort fällt, die Versammlung sei wieder einmal völlig ergebnislos gewesen. Beschleunigst du die Schritte, well die Dampfsirenen der Werft zu heulen beginnen? Oder dachtest du dem unbequemen Mahner zu entgehen? Gemach, Ich begleite dich die wenigen Schritte, nicht um dich zu kränken, sondern um dein Leben l-ichter zu machen. Wie anders stürmten deine Schritte, junger Arbeiter, wie viel Heller leuchteten deine Augen, als du im letzten Scmn er— es waren deine ersten Arbcitsfcrlen— nur wenige Stunden noch Mitternacht dos Bett verließest, um nur ja nicht den Sonnenaufgang zu ver- säumen! Und.w'ch in den voraufa-henden Woi'dcrte'gen konnte kein noch so frühes Wecken, keine nach so beschwerliche Wandrruni, keine nach so dürftine Kost deinem Wesen etwas von der Frische, Lebendig- keit und Heiterkeit nehmen, die aus ilrm strahlte Solltest du es nicht vermögen, auch das Leben deiner Arbeit so zu sehen, daß eine Wanderung und ein Sonnenaufgang daraus wird? Es bedarf in der Tat nur einer Willensentschließung. einer etwps anderen Ei- ste"una, um ous deinem dumpfen Dahinleben einen strahlenden lllusstieg zu machen. Tausend Schwierigkeiten des Weit» werden zu ehenso vielen Anspornen, sie zu überwinden; das Bewußtsein der Nähe wackerer Weggenossen erhöht die freudige Z-wersicht, ein Ziel zu erreichen, wie es herrlkl)«r nicht gedacht werden kann: alle Menschen durch schaffende Arbeit in brüderlicher Liebe zu oereinen. Derne Seele,'die sich verärgernd, vergrllbelnd, vertändelnd da- hingab, bekommt wieder Schwingen und Ziele, Trotz und Stoß- kraft, ehrlichen Haß und Liebe. Was ich dir sage, Ist wirklich kein Hirngespinst, keine dichterische Dergleichung oder ilebertreibung. wiewohl du die Sonne, deren Aufgang du erwartest, noch nicht stehst. Märtyrer sind für den Glauben an Unsichtbare» gestorben, Völker haben sich für die Machtgelüste ihrer Despoten aus die Schlachtfelder treiben lassen;— um wieviel zuvcrlichtllche. m'-ßt du einem vorausleuchtenden Gedanken folgen, der niast blinder Glaube, nicht eitle Dahnidee istl Deine Sache denken Millionen, an den Sorgen deines Lebens sorgt kein schlagende» Menschenherz vorbei Millionen Hirn« In aller Welt ober fiebern Dag und Nacht, in heißem Bemühen, um ! den großen Tag deiner Sehnsucht r.ur um eine Sekunde zu be- schleunigen Hier ist da» Fabrittor: laß es dir kein Iech mehr sein, sondern ein Emoano zu neuen Straßen I Diel« Umstellung für dein künftmes Leben! Und du bist ein- gespannt In den Rbnthmu» der völt-rbefi-nenden Kräfte, die da schwinoen zwischen Slr'-cit, Freiheit und Freude! i Wird auch dein Herz wllschwinoen? I Laß es mich in deinem Angesicht)esen, morgen oder über- worden, wenn ich dir wieder begegnen werde auf dem Wege zur Arbeit! - Das Elend der g-Istsgen Arbeit in veulschlaiid. Eine ange- sehen« geographische Zcltschrifr bezahlt nach wie vor ihre Aufsätze mit 64 Mark für den Druckbogen großen Formats. Das macht für die Seit? 4 Mark oder für die Zeile etwa 4 Pfennige au». Wer könnte eine Druckseite für 4 Mark auch nur abschreiben, wenn er auf Per- dienst angewiesen ist? Dabei ist die geistige Arbeit, die etwaig« wissen- lchaftliche Leistung gar nicht in Betracht gezogen, auch nickt der Um- stand, daß zu einer solchen Arbeit eine kostlpielige Borbildung und teures Studienmaterial erforderlich ist Eine philosophische Zeit- � schrist er klärt sogar, daß sie nicht nicht bloß kein Honorar zahi-, sau- dern in Zukunft von den Mitarbeitern sogar«inen Zuschuß von 620 Mark für den Druckboacn fordern müsse Für die Ehre, arbeiten zu dürfen, muß also ein Gelehrter auch ncch bezahlen! Eine Erfindung-ur Verhütung von Eifenbahnnnsällen. Der Koustanzer Dühneninspektrr Ereßwendt hat vom Reich-palenlamt eine Erfindung potentiert erhalten, die berufen erscheint. Im Punkt der Verkehrssicherheit auf den Ei-enbahnen Epoche zu machen. 2lu» der Statist-k der Eiienbohnunslückcfäi'e läßt sich nachweisen, daß diese Kataslrrphen in ihr-r Mehrheit aus tos i'cberfchon rcn E>n- oder Ai'slahrtssiina'cn zurückgeführt werben können. Die Erfindung Grcßwendts gcbt nun doNn, j.�en Zug, der ein auf.„Holt!" stehendes Ein- oder Auoscirtcsignol überfährt, durch autcmati'che ?luelyU.ing der Nrt'remle auf der Stelle zum Stehen zu bringen. Die hierzu erforderliche Vorrichtung ist ebenso einfach wie praktisch auszcbaut. Osfirlorszeworkschafken. Ein- Beso-derheit der spanischen Armee, die sich im pclitischcn Leben schon vielfach bemerkbar pc- macht hat und auch jetzt wieder bei der Regi-rungskrise eine Rolle spielt, ist das Bestehen von gewerkschaftlichen Ver- bänden, den sogen Iuntas. Alle Offiziere de, spanischen Heere» müssen in eine dieser verschiedenen Gewerkschaften eintreten, die für die verschiedenen Waffengattungen bestehen. Aber kein Etnb». Offizier darf Mitglied einer Junta der LInienofsiziere werden. Der politische Einfluß dieser Junta» ist gewaltig. So drohten vor kurzem die Offizier« durch ihre Eewerrschasten, In einen Streik einzu- treten, wenn nicht ihre Bezüge erhöht würden. Und ihrem Begehren mußte gewillfahrt werden, obgleich es auch der spanischen Finanz- verwnltung sehr schwer wird, die dadurch verursachten höheren Summen von den Bürgern aufzubringen. Die Stabsosfizicre stehen ' außerhalb dieser Iuntas, und sie sind während des marokkanischen j Kriege« der Gegenstand heftiger Anarisfe gewesen, indem man die i Niederlagen der Untücktigkeit der Stäbe und besonders des General- stabs zuschrieb. Die Junta» haben einen ostiziellen Protest gegen I die Generalstäbler erlassen, worauf einer der Führer dieser Offiziers- � geinerklchaften verhaftet wurde. Der dadurch entbrannte Kampf ! zwischen den Iuntas und dem Kriegsmiaisterium wird wohl mit dem , Sic-'? der erstercn enden, denn die Junta? haben erklärt, den Krieg in Marokko nicht mehr mitz-imachen, wenn nicht der verhaftete Führer in Freiheit gesetzt wird. Der König hat sich gewcioert, einen vom Minister geforderten Erlaß über die Auflösung der Iuntas zu unterschreiben. Enkdeckung von Bodiumlgg-'rn in Brasisten. Reich» Mineral- lazer, die Radium enthalten, sind in Brasilien entdeckt worden. Da» Vorhandensein«ine» Euxemit genannten Mineral», da» zwifchrn 7 und 10 Proz. Uranlum enthält, war schon vor einigen Jahren � von einem amerikanischen Bcrgwcrksin-zenieur in Brasilien fest- ! gestellt werden. Di« eigentliche Entdeckung und wissenschastliche i Feststellung der Lager ist aber einer englischen Forschungereisenden � Mr». Alexander Groß gelungen.„Es war eine reine Sache de» ' Zufalls," berichtet sie darüber in Londoner Blättern.„Eine mir . bekannte Dame machte mich mit einem amcrikaniichen Ingenieur � bekannt, der mir von dem Vorhandensein radiumhaltioer Mineralien � im Innern Brasiliens sprach Ich erkannte sofort die Wichtigkeit dieser Mitteilung, und mir veranstalteten ein« Expedition nach dem Innern des Staates von Mino, Garaes, wo mir auch di/ Lag-r glücklich ausfindig mochten. Im Boden eine» Hüaels fanden wir ! große Klumpen einer braunen mineralischen Substanz, die, zer- brechen, da» glänzend lchwcrz» ilranoxud enthü"te. Wir sandten Proben deren an ein Laberotorium in Rio de Io-'clrg, und man fand, daß dieser E'>xcmit genannte miicralische Steff 10 Proz. Nranoxud enthält. Ani'cre Proben w: r�en an Frau Eurie n-eh Baris gc'anM, die ebenfalls den reichen Uran- ehalt bestätigte. Am Fuß« des Hügels befindet sich ein See. dessen Wasssr in di-'er Gegend seit lon-em we-en seiner HeUkrait berühmt ist. Eine Zlnäl-se de« Wassers erwies leine Ra�iaktirität. Der Hügel liegt in einer Ge-cnd, in der Kolsce. Zucker und T-bak angebaut wird. Da die Arbei'e'rä'te Her sehr billig sind, so wird die Radium- -ewinnung mit n-rhälwixch'ßig ncri-'-en K-sten renstctten gehen können, und es ist berei's eme Gesellschaft in» Leben gerufen, die I djese» Unternehmen ausführt." Der Kampf g-g'n die Lnn.ch'ustl«. Der eben erschienen« amt- liche A>'»weis über die unbeilvolle Praxi», die„Richter Lynch" im abgelaufenen Jahre in den Vereinigten Staaten wieder aus- geübt hat, bietet als einzigen Lichtblick die Mitteilung, daß die Zahl der Fälle, in denen es der Polizei gelang, die Lyncher an der Au»- m Frankreich, Rußlanö und Genua. Ein Berliner Bolschewistenorgan, das den Ehrgeiz zu haben scheint, als sowjetoffiziös zu gelten, brachte vor kurzem Ausführungen über die Haltung der Sowjetregierung in der russischen Aufbaufrage und deutete im, die.deutsche Bourgeoisie" habe vor, Rußland mit Hilfe eines internationalen Konsortiums auszusaugen, um auf diese Weise seine Ententeschulden auf die Sowjetrepublik abzu- wälzen. Dieser Plan müsse durch eine— russisck)-französische Annäherung durchkreuzt werden. Die französische Bourgeoisie als der Retter Sowjstrußlands— der Gedanke ist so gut, daß die .Rote Fahne" den Aufsatz als Leitartikel übernimmt. Schade nur, daß man in Sowjetruhland etwas andere über diese Frage denkt. Die sowjetamtliche Moskauer.I s w e st i j a" bezeichnet aus Anlaß der Genueser Konferenz die französische Bourgeoisie als den unversöhnlichsten Feind Sowjetrußlands. Frankreich werde sich an der internationalen Konferenz hauptsächlich zu dem Zwecke beteiligen, um den Friedensschluß zwischen Rußland und den anderen Staaten und die Anerkennung der Sowjetreg ierung zu hintertreiben. Sowjetruhland werde sich nach Kräften gegen diese Absichten Frankreichs wehren. Wer hat nun recht, das Ber- liner Sowjctorgan oder da» Moskauer? PoincarS, Ncnnudcl und Heidenau. Parks, 23. Januar.(MTB.) Der au» Deutschland zurückge- kehrte Pierre Renaudel hat an Poincarä einen Brief gerichtet, den er im.Populaire" veröffentlichen läßt. Er wendet sich darin gegen die Behauptung Poincar-s in seiner Parlamentsrede vom Donnerstag, die Arbeiter von Heidenau in Sachsen hätten, nach- dem Renaudel vorher in Heidenau gesprochen habe, die Haubitzen und Lanzen versteckt. Renaudel erklärt, er habe nach dem Zwischen- fall von Heidenau dort gesprochen. Die Tatsachen hätten sich also ganz ander» vollzogen, als Poincare sie im Parlament mitge- teilt habe. Die Reuwahl de» Papstes. Die Versammlung der Kardinäle zur P.ipjlivadl ivmde ans oe» 2. Februar angeordnet. Eine bayerische Sesandlschast in Slullgarl. Die bayerische Regierung hat dem Landtag den Entwurf einer Verordnung über die Errichtung einer bayerischen Gesandtschaft in Stuttgart vorgelegt. Di« Errichtung der Gesandtschaft soll mit d«m 1. Februar 1322 erivlgen. Sie wird dem Steatsministcrium des Aeußern unter- stehen und soll ihre Wirksamkeit auf Baden und Hessen ausdehnen. Teilnahme von Schülern an polililchen veranstallunqen. Durch einen Erlaß des Unterrichlsministsrs H a« n i I ch vom 11. März 1920 ist wahlunmündigen Schülern d«r Beilritt zu partnpoliiischen Ber- eimaungcn und die Teilnahme an ihren Skranstaltungen verboten. Eine amtlich« Aushebunq oder Aenderung dieses Erlasses ist auch unter Hvenischg Nachfolger im Unterrichtsministerium nicht erfolgt. Da fällt es auf, daß nach Meldung der Kreiszeitung für die Ostprieanitz" die Deulschnational« Volkspattei und die Deutsch« Bolk.'partei in Witt stock auf eine Anfrage an den jetzigen Unter- richtsminister vor kurzem die drahtliche Antwort erhieli-m, daß den Schülern di« Teilnahm« an den Veranstaltungen politischer Parteien in Bealeitunq der Eltern gestattet sei. Dies« neu« Aus- legung des Erlasses dürste weitesten Kreisen unbekannt sein. Da doch wohl anzunehmen ist. daß sie nicht nur für Wiltstock und nicht nur zugunsten der beiden Rechtsparteien gilt, so wäre erwünscht, daß das Unterrichtsministerium seinen jetzigen Standpunkt genau präzisiert- und der Oessentlichkeit b« t a n n.t gibt. .Der hol, markt" brachte in letzter Zeit häufig Artikel, die sich in besonders scharfen Ausdrücken gegen einzelne Reichsbehörden wandten. Es ist dabei bemängelt worden, daß solche Artikel in einer Zeitung erschienen, die sich als„Amtliches Organ zur Bekannt- machung der Holzverkäufe der Preußischen Staatesorswerwaltung" bezeichne und damit, zum mindesten in nicht unterrichteten Kreisen, den Anschein erweck«, als sei sie auch in ihrem redaktionellen Teil ein amtliches Organ der Preußischen Staatsforstverwaltung. Diese Annohme ist nicht richtig. Tie Preußische Staatsforstoerwal- tung hat mit dem redaktionellen Teil de»..Holzmarktes" nicht» zu tun. Um auch den Schein zu beseitigen, der durch den genannten Untertitel erweckt werden könnte, hat der'„Holzmarkt" aus Deranlasiung des Landwirtschastsministcriums die Worte„Amtliches Organ der Preußischen Staatsforstvcrwaltung" in„Ber- kündungsblatt für die Holzverkäufe der Preußi- sehen Staat»for st Verwaltung" abgeändert. Das Unrecht am Saargebiet. Übung Ihrer Tätigkeit zu hindern, im Steigen begriffen ist. übrigen beträgt die Zahl Im ____„ hl der vollstreckten Lynchurteile immer noch KZ, was gegen da, Vorjahr sogar ein« Zunahni« um 2 Fäll« be- deutet. Im Süden wurden 62 Personen, im Rorden 1 gelnncht. Die Staaten Mississippi und Georgia stehen mit 14 und II Fällen an der Spitze der Liste. Don den gelynchten Personen waren 59 Farbige und 4 Weiße. Unter den Schwarzen befanden- sich 2 Regcrfrauen. Außerdem berichtet der amtliche Ausweis über 72 Lynchversuche, van ocnen 8 aus den Nordstaaten und 84 ans den Südstaaten zu oerzelch'ten sind. Diese Zahlen zeigen gegen da» Vor- jähr eine Zunahme von IS Fällen. Angesicht» der unhaltbar gewor- denen Zustänoe hat sich die amerikanische Reaierung endlich zu energischen Maßnahmen entichlosien. Im amerikanischen Kongreß wird zurzeit über ein Ersetz gegen die Lynchjustiz verhandelt, dessen Annohme gesichert Ist. Es siehe für jeden Staat, in dem ein Lynch. fall festgestellt wird, eine Geltstrafe von 10 990 Dollar vor. Außer- dem bedroht e» mit Ge'ängnisstrof-' ron fünf Jahren bis auf Lebens» z-it jeden, der der Teilnahme an einem Akt der Lynchjustiz über- führt wird, und belegt außerdem jeden staatlichen oder städtischen Beamten, der einer in den Händen res Mobs befindlichen Person nicht seinen Schutz angedeihen läßt, mit einer hohen Geldstrafe und Gcsängni» von 3 Jahren auswärts. Oer öeutschnatkonole Vater spricht: E» geht zu.Ende mit mir, mein Cohn. Komm deshalb her zu mir, setze dich an mein Lager, höre die letzten Worte eines Sterben- den und ara.be feine Mahnungen tief in dein Herz ein. Wir gelten augenblicklich nicht viel In Deutschland. Das war einmal anders. Setze darum alles daran und strebe mit ganzer Seele danach, daß dos Alte wiederkommt. Senk« den Haß gegen andere Völker in dein sunge» Herz und lasse ihn nur von dem Haß überboten werden, den du deinen republikanisch denkenden Boltsgenossen entgegenbringst. Sprich viel vom Christentum: das ist eine alte Tradition in unserem Hause und nimmt sich gut aus. Verachte es aber im Innersten, denn seine Lehren sind nicht unseres Geistes. Rede vom Recht, so- lange du die Macht nicht host, und liebe die Macht, denn si? ist käst- licher al, da» Recht. Ehr« die Frauen, ober nur soweit sie deines Standes sind und halte sie auch dann nicht für gleichberechtigt. Achte da, Alt-r, aber nur leweit es dienstältcr ist. Hobe Ideale, aber nur selche, die greifbare Werte verkörpern. Stiehl keine Lössel, ai-s daß du, wenn es wie früher wird, einen Fllhrcrpcsten di? stehlen kannst. Liebe dein SHerland, aber nur so lange, als es sich in dir verkörpert sieht. Gehcrche der Obrigkeit, aber nur so lange, als sie deinen Willen tut. Hebe Treue gegen alle, die dem Volke untreu wurden. Bild« Sohn, mein Atem qcht schwerer.. »Dater, ich schwöre dir!" schwöre mir in die Hand! Hans Bauer. To« Mocfauer Ktzoftler-lAkeete'' wird noch veentrgim, feiner skantunavbchen Tournee und vor«Inlrltt seiner Reise»och Nord>?lme>ika im Deutschen KÜnstler-TH'nter noch elmge Ablch'td«oor> slevungen veranflollen. Der Beginn de» kurzen Gastspiel» ist aus den 4. gebruar leslgesetzt. In ber gestrigen Landtagssitzung führte Ministerpräsident Gen. Braun weiter aus: Auf dem Gebiete der Verwaltung und der Rechtspflege des Saargebiets ist die französische Loslösungsbestre- bung in die Erscheinung getreten durch Schaffung einer selbständi- gen Saarelsenbahndirektion und eigener Verwaltungsgerichte sowie eines saarländischen Höchsten Gerichtshofes in Saarlouis, dem als Präsident ber als Gegner Deutschlands bekannte Schweizer Riopold sowie eine Anzahl von Richtern aus Luxemburg und der Tschechoslowakei aber nur ein Deutscher angehören! Die Schaffung eigener Versicherungsträger für das Knappschaftswesen und für die deutsche Soztalversicherung bilden weitere Schritte zur Abschnürung des Saarbeckens. Den Beamten, Angestellten und Ar- beitern wird verwe?)rt, weiterhin ihren großen Berufsorganisatio- ncn und Gewerkschaften in Deutschland anzugehören.(Lebh. Hört! hört! links.) Den Gemeinden sowie sonstigen öffentüchen Anstalten und Körperschaften des Saargebiets ist untersagt, Unterstützungen aus Deutschland ohne Genehmigung der Regierungskommission an- zunehmen oder zu beantragen. An einer Volksvertretung im Sinne eines Parlaments fehlt es im Saargebiet, obgleich im Friedensvertrage für gewisse Falle, z. B. Gesetzesänderungen, Einführung neuer Pbgaben, eine Anhörung der gewählten Vertreter der Bevölkerung vorgeschrieben wird. Die Regierungskommisston hat vielmehr bis auf weiteres die Mitglieder des Kreistages und der Stadtverordnetenversammlung in Saarbrücken als diejenigen Stellen bezeichnet, die als gewählte Vertreter der Bevölkerung in jenen Fällen anzusehen seien. Bei einigen Gesetzesänderungen ist nicht einmal eins Anhörung der Dezirksvertretun- gen erfolgt, so z. B. nicht bei der Einführung der Frankentarife für Eisenbahn und Post. Das hat sch'ießllch dazu geführt, daß die Kreistage es überhaupt abgelehnt haben, vorliegende Dsrordnun- gen zu begutachten. Diese Art der Gesetzgebung bedeutet die völlige Unterdrückung des ZNilbestimmungvrcchles der Bevölkerung und hat eine tiefgehende Erregung in der Gesamt- beoölkerung ausgelöst, so daß einige der als Vertreter der Beoölke- rung und des Landes eingesetzten Organe einmütig bei dem Völkerbünde die Abberufung der jetzigen Mitglieder der Re- gierungskommission nach Ablauf ihrer Amtsdauer erbaten. Schon zur vorletzten Tagung des Völkerbundes in Genf wurden durch eine au» Vertretern fast aller po'itischen Parteien usw. zusammengesetzte Delegation di« berechtigten Klagen der Bevölkerung über die Amts- führung der Negierungskommlsston unterstrichen und in einer Denk- schrift die Röte des Saarlandes, insbesondere die wirtschaftlichen, eindringlichst geschildert. Auch zur letzten Tagung des Bölkerbundrates wurde wiederum durch eine neue Abord- nung eine Denkschrift überreicht. Diese Abordnung wurde ausdrück- lich von den Vertretungskörperschaften der Saarbcvölkerung als ordnungsmäßig legitimiert anerkannt, obwohl die Re- gierungskommission durch Verbot von Krcistagssitzungen dies zu verhindern suchte.(Lebh. Hört! hört!)— In der Besetzung de» Saargebietes durch französische Truppen erblickt nicht nur Deutschland eine slagranle De.lchung des Friedensvertrages: di« Saarbeoölkerung empfindet ihre dauernde Anwesenheit al» einen schweren Druck. Der Friedensvertrag steht nur örtliche((saarlein- bische) Gendarmerie vor! Es wäre sehr mahl im Saargebiet eine ausreichende Anzahl geeigneter Männer für die Aufstellung einer saarländischen Landsögerei zu finden. Wenn Frankreich jährlich etwa 40 Millionen Franken für den Unterhast der Truppen auf- wendet, so hat das in p o l i t i s ch en A b s i ch t e n den Hauptgrund. Man denke nur an die Handhabung der Militärdiktatur während der verschiedenen Streiks im Saarbecken und an die dabei geübte rigorose Ausweilrngspolltik, an die drakonischen Urteile der französischen Kriegsgerichte, deren Zi'ständigkeit nunmebr vom Völkerbund ein-clchränkt worden ist. Es ist übrigens festgestellt, daß diese angeblich nur zur Aufreehter??ostunz der öffentlichen Ruhe und Ordnung bestimmte Truppe sich mit der Rekeukicrung für die französische Fremdenlegion befaßt.(Lebh. Hört! hört!) In fast alle leitende Verwaltungsstellen sind zum Teil in Widerspruch mit den seinerzeit den deutschen De- amten erteisten Zusicherungen Ausländer, und zwar fast durch- weg Franzosen berufen worden. Zur Berstärkunz des französischen Einf'ustes tragen aber Haupt- sächlich wirtschaftliche Maßnahmen bei, die unter Verletzung des Friedensvertrages rücksichtslos getroffen und durchgeführt sind. Durch die von der Regierungskommission begünstigte oder direkt erzwungene Einführung der Frankenzahlunge» bat sie eine große Verantwortung auf sich geladen. Nach dem Friedensvertrage ist die alleinige gesetzliche Währungsmünze im Saargebiet die deutsche Mark. Dem französtschen Staat ist nur das Recht eingeräumt, sich zur Begleichung seiner Berbindlichkeiten, die mit der Ausbeutung der in seinen Besitz übergegangenen Saar- gruben zusammenhängen, des französischen Geldes zu bedienen. Von diesem Rechte hat die französische Grubenverwa'tung schon bald nach dem Inkrafttreten des Vertrags» Gibrauch gemacht, indem sie die Bezahlung der Kohlen in Franken forderte. Rur dadurch gelang es ihr in verhältnismäßig kurzer Zeit, den größten Teil der blühenden Saarindustrie in französische H"nde zu bringen. Trotz vnfinglicher Ablel nung der Arbelterschast wurde dann die Frankenlöhnung bei den Gruben- und Hüttenv'-bsitarn ein�efübrt. Infolge der plljtz- lichen Stelgerung der Kauffähigkeit dieser Kreise entstand eine sprunghafte Derleucrunz der gesamten Leb-nshaltung für die übrige Bevölkerung: die wi.tschaftlichen und sozialen Gegen- säße vertieften sich durch da» Nebeneinander der beiden Zahlung?- mittel außerordentlich. Gegen die Erhebung der Gebühren im Eisenba'-n-, Vost- und Telegraphenverkehr in Franken erhob die deutsche Regierung sowobl bei der Regierungskommission als auch beim Völkerbunde mit allem Nachdruck Einspruch und oer- langte ihre Aufhebung. Die Regierungskommission rechtfertigte dem Völkerbundrat gegenüber ihre Maßnahmen damit, daß ihr nach § 33 des Saarstatuts zustehe, alle Zweifel über die Auslegung der vertraglichen Bestimmungen zu entscheiden. Der Völkerbundrat schloß sich diesen Darlegungen an und erklärte, daß zu Irgendwelchen Bemerkungen des Völkerbundes keine Veranlassung sei.— Bei dieser Sachlage kann die Staatsregierung vorläufig nichts Wirk- sames gegen die verderbliche Vermehrung des Frankenumlaufs und die weitere Verdrängung der Mark unternehmen. Unter schwerstem Eingriff in die kommunale Selbstoerwallung sind di« Gemeinden gezwungen worden, ihre Bcamtenaehälter in Franken auszuzahlen, und zwar ledig'Ich, um die politischen Ziel« Frankreich? zu fördern. Bei der Wohnungszuweisung werden die Ausländer vorzugsweise bsrü ksichtigt. Auch auf kusturellem Gebiet bat die Regierungskommission durch gegen die deutsche Schule gerichtete Verstöße eine tiefe Erreguna hervorgerufen, so durch die bcabsick'tizte Einführung obligatorischen französischen Sprachunterrichts in allen deutschen Volksschulen. Die Erregung veranlaft? sie b-nn zu einem Dementi: sie erklärte, daß nur frei- williger französischer Sprachunterricht beabsichtigt sei. Die Staats- reaierung wird die Saarbevö'kerung in dem Kampfe vm ihr heiligstes G"t, die deutsche Muttersprache, nachdrücklich unterstützen. Natürlich ersuchte die Regierungskommission auch. die Presse gefügig zu machen. Eine Reihe von Redakteuren und Verlegern der deutschgerichteten Blätter wurden ausgewiesen. Auch setzt wieder hat die Regierung»- kommisston gegen den Redakteur Braun dersozialdemo- k r a t i s ch e n„S a a r b r ü ck e r V o l k s st i m m e", die sich durch ibr« aufrechte Haltung belvnders auszeichnete, die Ausweisung vcr- fügt. Unter dem Drucke der öffentlichen Meinung mußte sie sie ! wieder zurückziehen, hat aber vor kurzem zum zweiten Male die Landesverweisung ausgesprochen. Dem einmütigen Eintreten der Saarpresfe für die Aufrechterhaltung der bedrohten P r e s s e s r e i° h e i t usw. ist es wohl zu danken, daß auch jetzt wieder die Auswei- jung auf unbestimmte Zeit vertagt worden ist. Die überzeugenden Darlegungen der wirtschaftlichen und poli- tischen Vertretungen des Saarlandes werden hoffentlich au� die Dauer ihren Eindruck bei den Mitgliedern des Völkerbundes'nicht verfehlen. Leider ist es noch nicht so weit. Denn der Völkerbundrat hat die Regierungskommission in ihrer bisherigen Zusammensetzung jüngst auf ein westercs Jahr wiedergewählt. Das preußische Parlament und die preußische Regierung oerfolgen mii innigster Anteilnahme den Kamps der Brüder an der Saar und wellen ihnen nach Kräften Helsen, daß nicht aus diesem blühenden nrdcnlschcn Lande ein zwciles Oberfchlesien oder gar eine sranzösiiche Kolonie wird. Volk und Regierung sehnen die Siunde der Wiedervereinigung herbei.(Lebhafter Beifall im ganzen Hause.— Die Kommunisten hatten den Saal verlassen.) Die Abgg. 2il?Mnaer(Z.) und Dr. Bachem(Dnat.) schließen sich dem Proteste des Ministerpräsidenten an und ergänzen ihn teilweise, Insbesondere bezüglich der schwarzen Schmach. Abg. hue(Soz.): Wenn der Vorredner erklärt, daß er den Saarländern Helsen wolle, so bitte ich ihn, seine Parteigenossen im Saargebiet zu ver- anlassen, möglichst wenig im Porzellanladen herumzuwütcn und alles kaputt zu schlagen. Die Annexionisten in Deutschland arbeiten den französischen in die Hände. Auch.Herr M. Spahn hat Tardieu den Nachweis versucht, daß das Saargebiet zu Deutsch- wre.... land gehört. Es fragt sich nur, bis zu welchem Zeitpunkt man zurückgeht. Mit solchen historischen Spielereien kämmt man nicht weiter. Meine Parteifreunde hoben sich stets gegen die annexioni- industne schassen stische Propaganda auf das schärfste gewendet, die letzten Endes gegen Dcutschlano ausschlagen mühte. Die von der französischen Schwer- finanzierten Annexionsbestrebungen aus das Saargebiet eine neue dauernde Beunruhigung Europas. Zu uikferer Freude lehnen auch die saarländischen Unabhängigen die französischen Anncxionsbestrebungen ab. Dos gleiche tun mit Ausnahme des Parteisekretärs Waltz die mir bekannten s a a r> ländischen Kommuni st en. Mit der fünfzehnjährigen Be- setzung des Saargebietcs müssen wir uns abfinden. Wenn Deutsch- nationale, frühere Annexionisten, dagegen eine lebhafte Agitation treiben, so wird damit nur das Gegenteil der Absicht erreicht. Die Regierungskommission betrachtet sich als Vertreter des französischen Ar.r.exionismus, treibt das Land einer Katastrophe entgegen und hat es nunmehr erreicht, daß die Kreise, die bisher loyal mit der Regierungskommission zusammenarbeiten wollten, in die Opposition gedrängt worden sind. Hauptsächlich dazu geführt hat die völlige Außerachtlassung aller demokratischen Grundsätze und der Eingrifs in die kommunale Selbstverwaltung. Die schon vorhandene Wirtschafts- krise ist noch verschärft worden durch die Einführung der Franken- Währung. Sie hat eine gewaltige Teuerung hervorgerufen. So kostet im linksrheinischen Gebiet der Zentner Kartoffeln 350 IN. Die saarländischen Bergarbeiter haben am ersten Januarsonntag gegen die Isolierung ihres Knappschaftswesen» von der besiercn deutschen Sozialgesetzgebung sehr heftigen Protest erhoben. Di« Gruben gehören dem sranzösischen Staat. Er ist daher an sich be- rechtigt, die Frantenwährung einzuführen. Für die Ardeiter bracht« das zunächst Vorteile, die aber bald in das Gegenteil umschlugen. Ein Teil der saarländischen Bourgeoisie hat seine Bergwerkranteile an den sran'ösischcn Kapitalismus abgelreken. Die saarländische Arbkilerbcvölkcruvg hält dagegen treu zu Deulfchlayd. Ein kleiner Teil ist allerdings durch die Manipulationen de» Kapitalism'-s In einer Weise beeinflußt worden, die wir vom Standpunkt des Pazi- fismus aus verurteilen müssen.(Sehr richthl) Die Einführung der Frantenwährung bedeutet für die Koble eine Erschwerung des Absatzes, und zwar nicht nur für den Absatz nach Deutschland, sondern ai'ch für den Absatz nach dem Westen. Die französische Eisenindustrie webrt sich gegen die Einfuhr des faar- lötzdisrhen Eisens und Stahl». Wie soll da diese» zwischen Franken- und Martwährung eingeklemmte Land wirtschaftlich existieren? Die französische Industrie braucht die Saarkohlcn gar nicht. wenn auch die sranzösischen Annexionisten das immer wieder be- hauptet haben. Der französische Gewerkschaftsführer M e r r h c i m, der Vorsitzende de« Metallarbeitervcrbandes, vertritt in dieser Frage dieselbe Zluffassuvg wie die deutschen Gewerkschaftler. Das Saar- gebiet wird 15 Jahre lang zu treuen Händen vom Völkerbünde ver- waltet. Es ist ganz nleickzgültig, ob wir Vertrauen zu ihm haben oder nicht. Da er 15 Jahre über da» Saargebiet, über Oberschlesien usw. zu entscheiden hat, wäre es für die deutschen Interessen viel wirksamer, wenn Deutschland al» Mitglied de» Völker- b u n d e» sich auch da» Mitverwaltiing»rccht an diesen Gebieten sichern würde. Und gerade wenn wir vom Völkerbund« da» Schlimmste befürchten, gerade dann müssen wir beitreten, um als Mitglied die Rechte der saarländischen Bevölkerung zu schützen. (Lebh. Beifall b. d. Soz.) Nach weiteren Ausführungen der Abpg. Eickhofs ID. Vp.), J-rnlen lTem.), Oltrr(U. Soz.) und Dahlem lKomm.j schließt die Aus'prcche. Es folgt die gemeinsame Beratung der Avträge verschiedener Parteien über die besetzten Gebiete und der Großen An- frage über die Ueberwachuna der Schulen de» besetzten Gebiete» durch einen Ausschuß der Rhcinlandkommisston. Minister des Innern Severing: Gegen den Rechtsbruch der Besetzung von Düsseldorf hat die Staatsregierunz leider vergeblich bei der Interalliierten Kommtssion Verwahrung eingelegt. Sowohl von der Reichsregierunz wie auch von dem Staatskommisiar für da» besetzte Gebiet wird bei der Rhelnlandkommission dauernd auf die großen L a st e n hing«- wiesen, die durch die militärischen Zwangsmaßnahmen hervorgerufen worden sind, und Abhilfe verlangt. Für die Errlch- tung von neuen Schießplätzen und Flugplätzen kann gar kein Be- dürsnts mehr vorliegen. Das Staatsministcrium verfolgt die Ge- fahr einer Ueberfremdung mit größter Aufmerksamkeit. Im Rheinland herrschen Zustände, die vielfach in Widerspruch mit dem Wortlaut des Rhein'a.ndabkommens stehen. Die Versuche, rheinisches Gebiet vom Reich loszulösen, kann nur die chelnische Bevölkerung selbst dadurch bekämpfen, daß sie ihrem Vertrauen zur Reich- und Staatsregierung Ausdruck gibt. Wenn auch die Staatsregierung weiß, daß ein Tel! der rheinischen Vevöltceung sich nicl't mit dem preußischen System befreunden kann. so weiß sie andererseits auch, daß eine Lösung dieses Problems von der rheinischen Bevölkerung niebt gesucht wird, solarere eine fremde Macht ihre Truppen auf theini'chem Gebiet beläßt.(Sehr richtig!) Kultusminister voellh: Die Entschließung der Rheilandkam- Mission, einen vntersuchungsaussct'ub zur Ueberwachung des Schul- Unterrichts Im besetzten Gebiet einzurichten, bedeutet einen Neb ergriff, der weder mit dem Friedensvertrag, noch mit dem Rhei'andab'ommen zu vereinbaren ist. 2lbg. Schmids-Conz. lZ.) beantragt namens des Zentrums, den Gemeinden die ihnen auferlegten 20 Proz. der Wirtschafts. b e i h i l f e n für die Beamten de» besetzten Gebietes obzune'imen und sie aus S t a a ts m t t t e l n zu bestreiten. Die Aussprache wird abgebrochen. Das Haus vertagt ßch auf Dienstag 12 Uhr: Weiterberatung, Abstimmung über Strafoerfol- gung Eberlein. GewerMaDbswegung öoutechniker und Wiederaufbau. In einer Versammlung der Fachgruppe Vaugewerbe des Dun- des der technischen Angestellten und Beamten am 20. Januar sprach Architekt Kaufmann, ein Mitglied der vom ADGB. und AsA- Bund eingesetzten Kommission zur Förderung des Wiederaufbaues der zerstörten Ocbicte Nordfrankreichs, über die Verhandlungen in Baris und Frankfurt a. M., sowie über die Eindnitke, die die deutsche Delegation in Paris und in den zerstörten Gebieten emp- fangen habe. Aus den Ausführungen ging hervor, daß sowohl bei deu deutschen wie bei den französischen Arbeitern und Technikern bi, hinauf in die Kreise der führenden Technikerschaft der ernste Wille vorhanden ist.«in« Politik der BcrflänMgung und Versöhnung zu treiben, die im gemeinsamen Wiederaufbau der zerstörten iZ.bicte ihren praktischen Niederschlag finden soll.(5s war ein düsteres Bild, das Kaufmann von den Kriegszerstörungen in Nord- frankreich den Anwesenden vor Augen führte. Das Elend der in Wellblechbaracken, primitiven Bretterhäusern und dumpfen Keller- lokalen hausenden Menschen dl« aber trotzdem zähe an ihrer Scholle kleben, sei unbeschreiblich und fordere das rein menschlich« Soli» daritätsgefühl der Deutschen diesen unglücklichen, vom Kriege be» sonders harr betroffenen Bewohnern gegenüber geradezu heraus. Die Schuld, daß beim Wiederaufbau nicht mehr geschehen ist und von den mehr al«(WO 000 teil« gänzlich zerstörten, reils bis zur Un- bewohnbarkcit beschädigten chäuser» so gut«le nichks wiederhorgestrllt wurde, liegt aber ausschließlich bei den Großkapitalistcn und deren Anwälten. Kaufmann schilderte sebr eindringlich die schwierigen Verhandlungen der deutschen und französischen Arbeiterführer seit der Zeit des Friedensschlusses bis heute und erbrachte den Nachweis dafür, daß das arbeitend« Volk in Frankreich sich immer mehr vom Haßgedanken abwendet und einen wahren Fricdeiiszustand herbei- sehnt. Unter der Regierung P o i n c a r e werde freilich die Ver- «endung freier deutscher Arbeitskräfte kaum zu erwarten fein. Dann aber wird sich die Vswegung der Geschädigt«» nur noch energischer gestalten und sich durchsetzen. Der Umschwung der öffentlichen Meinung in Frankreich gegen früher sei unverkenn- bar, weshalb auch die Frankfurter deutsch-französische Konferenz sich durch die Maßnahmen der Chauvinisten und Friedensfeinde nicht abhalten lasse ihre Arbeiten fortzusetzen. Diese werden soweit ge- ! ordert, daß, sobald die Voraussetzungen in Frankreich dafür gegeben ind, sofort mit der praktischen Aufbauarbeit begonnen werden kann. Ca sei et» erfreulich«, Zeichen der wachsenden Erkenntnis der Zroweudigkelt eines friedlichen Zusammenwirkens beider Völker, daß nunmehr nicht nur in den Gebieten der wiederholt genannten 11 Dörfer, sondern auch an anderen Stellen der langen Front die Frage der Beteiligung deutscher Arbeitskräfte von den Geschädigten leidenlcixifilich erörtert wird. So habe u. a. auch ein Vertreter des Gebiete» am Cbemin des Dames in Frankfurt zum Ausdruck gebracht baß auch in der dortigen Gegend die Deutschen als Helfer willkommen geheißen würden. In Frankreich führen dte eonfödLrasion zö«örale du Iravaill» und die Ilfiica, die gewerkschaftlichen Organisationen der Han!> und Kopsarbeiter, im engsten Zusammenwirken mit dem Aktion». komite der SInistre» einen scharfen Kampf gegen die Herr»' fchenden Gewalten, der auf die Dauer nicht erfolglos bleiben kann.' Mit einem Ausblick auf die düster vor uns liegende Zukunft und einem Appell an die internationale Solidarität aller Bölker, bei der die deutschen Techniker ganz gewiß nicht zurückstehen, schloß Kauf- mann seme l�stündigen mit großem Beifall aufgenommenen Au». führungen. Es ist beabsichtigt, diese Frage demnächst noch vor einem größeren Kreis der Berliner Funktionäre der Tcchniksrorganisation zu erörtern._ Zulage« für ZektuugSauSträgerinnen. Die im Deutschen Transportarbeiterverband organisierten Zei- tunxsausträzermnen nahmen den Bericht über die Verhandlungen mit den Unternehmern entgegen. Die neuen Bedinzunge» treten' ab 1. Januar 1922 in Kraft und gelten bis ZI. März 1922. Die Firmen Rudolf Masse. A. Scherl G m. b. H.. Ullstein' ?!.■©. zahlen für 100 Exemplar« und Monat bei ein- maligcm Austragen 17» M.. bei zweimaligem Austragen 550 M.; Die Teuerungszulagen von 20, 22. 23 M. pro Monat bleiben be- stehen, ebenfoll» die Extraentschädigunz vou« M. für das Sonn- � togsmorgemmstragen sowie die Cntfernungsgekderzuschläge in den Lororttouron. Mit der Zeltungszentrale(Z. Z.) A.-G. wurde vereinbart, daß pro Exemplar und Monat gezahlt wird bei ein- maligem Austragen 2 M., bei zweimaligem Austragen 4 M. unter Fortfall der Teuerungszulage. Für das Inkasso der Abonne- mentsbeträge 20 M. pro Monat und Tour extra. Die Extraent- schädigung für das Sonntagsmorgen austragen von 8 M. bleibt be- stehen sowie die Entfcrnungsgelderzuschläge in den Bororttouren. Für die Zeitungsausträgerinnen der Berlagsgenosienschaft„Frei- h e i wird am 1. Januar 1922 für zweimaliges Austragen pro Eremplar und Monat 4 Mk. sowie 20 Pf. Kossiergeld pro Excm- plar und Monat gezahst. Die Sonntagsextraentschödiaung von 8 Mk. bleibt bestehen sowie die Entsernungsgelderzuschläge. Einem Antrag, um das Interesse für wirtschaftliche und sozial» politische Dinge in Iugendkreisen mehr zu wecken, öfsenlliche Ver» sammlungen zu veranstalten, wird zugestimmt. Konflikt in der Lederwareakndustrke Berlins? Fn einer am Sonntag siatigesundenen Versammlung bei voeker berichiete der Boisitzende Ä. Blume über die NeiibMaritveihand» lnngen in Eisena». Diese Verbaiidlnngcn find gescheilert, da die Unternehmer nicht gewillt waren, die bithengen Löhne zu erhöhen. Sie beantragten. BMte Februar wieder ziisammenzutreten. Die Arbeilervertreier lebnien eine Vertagung ab und kennzeichneten da» Verhalten de» Unvarteiitchen. der sich am die Seite der Unier- nebmer stellte, in gebührender Weise. Die» gab den Arbeitgebern veranlasinnq, dem Unparteiischen ihr vollste» Vertrauen anszii- sprechen. Sie verlangten von den A-beiinehmern dasselbe. Die« geschah noiüilich nicht, daraufhin tiat der Vorsitzende von seinem Amte zurück, so daß die Verhandlungen vertagt werden mußten. Die Ditkussien der stark besuchten Versammlung war sehr leb- Haft. Allgemein wurde verlangt, da» provozierende Verhalten der Unternehmer sofort mit Arbeitkniederlegiing zu be- «ntw orten. Schließlich wurde einstimmig beschlossen, om Moniag die zentralen Forderungen den Arbeitgebern im Betrieb zu überreichen mit Frist bi» DienSiag abend.-Sollten die Unier- nehmer e» ablehnen, bi» zu diesem Tage eine Antwort zu geben, s« werden die A-beirnebmer in einer zum Mittwoch vor» mittag angesetzte» Versammlung Etcllimg zur Situation nebinen und ein Kampf dürfte dann, nach der Erbilternng der Kollegen zu urteilen, unvetmeidlich scin._ Der Konflikt in Nordwcstböhmen beigelegt. Der wegen der Arbeitdoidnung zwischen dem Internationalen Meiallarbeitrtveiband und dem verband« der Eilen- und Metall- industriellen in Teplitz allsgebrochene Konflikt wurde gestern durch Verhandlungen, die in Tepiitz zwischen beiden Organisationen statt- fanden, beigelegt. Die slritüae Arbeitsordnung wurde b e- seit« gt, die entlassenen verier»ng de« Ortsausschusses der Arbeitersugend- organisationen. Dieser Ausschuß bietet die Möglichkeit zum engen Zusammenschluß und zur Zusammenarbeit der proletarischen Jugend und wird, hoffentlich getragen von diesem Bewußtsein, seine Arbeit ausnehmen.> Drohender Taxkilarbellerslreik in HL-Gladboch. Nachdem der zum 1. Januar drohende gloße Ausstand der Trxlilatbciter in M-Gladbach noch verhindert werden konnte, stehi, wie die, Deutsche Konfetnoil" meldet, inr den 1. Februar eine neue ArbeiiSniederlegung bevor. Die Geweikschatien der Texlilai beiier haben für diesen Zeil« punli wiederum ibre Kündigung eingereicht, wenn ihnen nicht weienl» liche Zugeständnisse b e z ü g l t ch L ö h n e und Arbeits» zeit gemocht werden. Sie iordern eine Herausictzung der tarif» mäßigen«llord- und Zeillobnsätze um 15 P-oz.; eine Herabsetzung der Wochenarbeitswit von 48 aus 40 Stunden und sechs ArberlS« tage al« Ferien anstatt vier Tage. Ende des Uhrcnarbetlcrstrelks. Die in Donaueschingen unter Mitwirkung der württcmbergischen und badischen Regierung ge- führten Verhandlungen haben zu einer Beendigung des Schwarz» wäider Uhrenarbeiterstreiks geführt. Ein großer Teil der Betriebe hat bereits die Arbeit wieder aufgenommen. Zentraloerbanb der Zimmerer Deulschland». Nachdem der Streit am lt. Januar beigelegt ist, machen wir daraus aufmerksam, daß nach dem 27. d. M. Auszablnng von S'reikgeid nichl mehr staiifiiiden kann. Die Kaisierer ersuchen wir, Fahlgelder und Em- schädigungen der Sireitleilungen persönlich abzuholen/ Oeulsch« FTtngewerkschasl. Ueber die Kasino-Lichnviele, Berlin, Forckstr. 5. ist wegen Lohndifferenzen die Sperre verhängt. SPV.-Vllchblnder! Ericheint zahlreich und pünkilich in der am Donnerstag 4', Ubr im Deutschen Hot.� Lnckauer Straße, stall» findenden Branchenversammlung. Flugblätter und Dienstag und Mittwoch ab 4 Uhr bei Reimer, Kominandantenstr. 40, ab�uholeit. AltionSausfchuß. K-atscher Tran-r-rtarbeltrroerbend.»ertrauenspersonen der fflrmeit And. Motze,«-de?!, Ullslein: Heute IM Uhr im Bereinehaus Slldost, Melchior. stra!-.« l».?ericht über die Verhandlungen mit den Unternehmer».— Branche der Seschliftstutscher, Legerarbeiter usw.: Mittwach 7 Uhr im Euglischen Hos, Aleronderftr.!7, Drupne Rohprodukte, Versammlung. Benchi von der letzle» Lohnverhondlunz.— Ela». und Teppichreinigungsbranch«: Mlliwoch 4 Uhr bei Rönisch, gnselstr. Id. tkreoellerte Branchenleltnngrsltzung. 6 Uhr im selbe» Lokal ffnnttionLeveesammlung. Reparatneschuhmacher. Heute»arm.» Uhr im chemertschaftshaus. Fort» sehung der Streikversammlung vom Montag. Verband»ee Sattler, r»pc, lerer»nd BvrtescuMer. M- in der Metall. industrie beschästinten Sattler und Tapezicrer, honte I Uhr Versammlung bot ttrummbach,«arschauor Str. SU Sowerkschastonnterlommlssin» Renk!?». Mittwoch 7 Uhr im ttaiser'griod- rich-RealgyMnasium, Kaisor-Friodrich-Sir. 208, Sihung. tzonttnlverbnnd der«lngesieltten. Mittwoch. Zugcnd: VeffeniNch» Verfaimil- lung 7 Uhr im Fr!edr!ch.«er>ersch«n Oborrcglgiimnaslum, Ziicdcrwallslr. l2.— Vonnerotag. Srport: Mitgliederversammlung 6 Uhr in Haverland» Festsalen, Reue Friedrickstr. Zö. Eingang RochNrohe.- Immob-lienaeschSste. HZuserver- «altlingen, Hnvoiheten-Mallergeschilste: e>esfentlich« Borsammlung Uhr i» den ArminsSlen,«ommandantenftr. Kitt. gierband bot Buchbinder und Bapieroeroririter. Vonnorotaa eth Uhr l« Siei'.llchcn Hof, Llickauer Str. 15, Bri-nchenversommlung aller in Buchbindereien, Deschäsieduchsadrilen und Buchdruckcreiea beschiftiglc» Buchbinderporsoaalo. »erantw. für den redatt.?-tl: Franz«l«h,«erlin-Lichterfelde; für«n. »eigen: H». tilock«, Berlin. Verlag Burwarto-Berlag S. m. b. H.. Berlin. Bruch: Borwgrlo-Buchdrucherei n. Berlagoanstgit Paul Singer u. Co� Berlin. Lindenstr. a. Hicr»» 1 LcNagr. llnslmw- Millen tgel. gelchühl» zu« veewsetsioa der Mund- und flachellhkhkl besonder» bei GÄZe. Ssl�ükzZlliZWZ. VMleiMvg Erhälilich in den Apotheken u. Drogeiien Stoffs für Herren-u.Darnen-Bekleidunj b'jlc Fibil üte, grcdslasvi I.Yirksol nettm-i« Koch& Seeland n. H- Gertraudtenslr»03 23—21 Be:likSTirb.B(rl iSPB.• TkdCSU«. 71.«it.»".«W. Ben Mitgliedern jnr � Nachricht, das, der»e. nasse 1/18 J Aug. Beckmann; gvarideltrah» 14.«n| Iii Ja» gestordon ist ö ri ul»«ri«»ilz»!lt,l! Sie Beerdigung sin» det»m Bionoing. den j 24 Jan. nachm.ZUdr. j »onderHglledeoNiU- idllner Semexido- s triedbos»». M»rie».> dorser Bog, au» liat! Um rege«etei». j gung dilti: Der Vdt..r,rtz»»d. HülÄss K!klOs>!ki!ss-?M!i!!! »etvg'hi,,!!?!!« Berti« 5«. UistitiiiBe N CS. ecfchantjeff e»n vorm. 8 Ubr bi« ngch«.< Ufct rolephon: Brat SUrbtn SB, Ki, 8t5. 838. Ril'iung: ttrfitnnei! vekileSgriile öcr AvkelgnWe 22. lycrslellnng von yelzongs-, sanitären Gas» und Wofferleilungeantagcn.) TZlikttvoch do» Z5. 3«■"•*. abend» I Ubt, im Sitzuagss.ol,»inienfir SN 8». Versammlung.�WU e«g»»»rdnung: Reuwahi der Unter. gruppenleitung. vrnppennng- legenheiten. vchtiing? tlRtt»e t tzrtlillZtb lstfittk:,,» Berwglrungoftell« ' Ber.in So» Mitgliedern! zur Stachrichi. d«z! uns« Kollege,»er I Schweiher Walter OreSierl Reulölln. Ärpfllt.», am 1»». JJt ge- swrben ist. Die StnZfchernng I sindrr am Bienolga. 24. Januar, mittag, i >2 Udr, im Ztrema- 1 lorium Baumschulen. I i-'eg.»iesholiltrntze, s Ferner ltgrb nnfrr I ttolleg«, dri Dllriler s Illlivz iZöitlsr Linorystrahe 24. am k 20». M Die Siniltfgerung I siudrt am Freilag 27 Januar, nachm 4 Uhr. im it-ema- ivrlum Baumschulen- weg. KleihoiHtiiage i 't«U. Ektj ibrci tele«» j ZlegeBetoiligung er- wartet 111/7 1 Vi, Ott jBrapatmng. I SeMuenMk?. SSJf" DI- Italegen. dea Flugblaite»' welch» noch nicht lm«esl«, ... beirets, veilrago-rhdhnng find, werden enucht die glugdlSiter umgehen» im «Uiran. gimmer 3,»djuhoien. d. n. a. m. flefitnng! bezirkgWern. OW" Sie«i�gahe der neuen»ettraaamarken ?s und IIa m erlolgl oon hont, D.enstag, de,»4. Januar, ad>», Bureau. beim Einbaut ton III J __ Vi« OttCT«rw»«rnmg. M!l!SBUeSesKksMW Mittue» ich. da» 29. Januar, abend, I im«aal, de: Schnttyaltz.vrauarat, Hasonhoid«: Fimütionär-Kersamsulung aller Aunkllonäre«u» den Selrleben. tnelche de» VS7NZ. oneeschsassen sind und zu« D eielltirtell zehären. Tagesordnung: StrNunanahmr gm Srgcdi.i» bor Brrbandlunqrn zwischr» dem VBwiZ. und dem Melalllartell. 1- Zu: tili nur gegen Borge! gung de? Mitg'ied�usweise» einer dem MeialitarieN an-! geschlossenen Organisation und drr mit dem> Siempoi BBMZ. orrsedenen FunttionSrtarte. l Da» 7.r?,aUknrtcll. Itt/s! S 9: Deui.cher Sit tailarl-etter-Berbaud. Brillanten. Platin Goitl- n Silber OlireR, ZahngebisseiL Eetiea. Sünzen die führende Firma SroiMne«er Bnionen- MsSÜMlki-AliübSZIIbNliS Bekanntmachung. Durch Oeloii»am 14 Dezember iWl iss eine SrhSdung der»rundlohno illr die«tranken. Versicherung best-mmt worden Hierdurch w:rd eine 7lend-t»»g der Lodniiusen. der Beitritge sowie der Uniersi iinüngsbeitriige in lolgendor Weis, vom l. Februar I!i5! notwendig: jtassenmUgliedrr mit einem Entgelt von Mark Sterbegeld ? S Lehrt.«hnrSntg. bis 8 - 80«0 8 I»> 24'i 8 240 480 » 380 7» IJ 480 900 15 800 120 18 720 1440 !' 840 1830 24 980 1920 27 1080 2160 10 1-00 2(00 Berlin, den TO Ianugr!»»2 ISHlä Ludwig Siran. 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Juwelen|ejcr Art, Plnlln-. valel-, Silber. (Bruch n aegenslündol, uoldrnc Uhren. Ketten, Rlngr, ,iüni*ii>air.inlun£cn, Insbca. rrogc vi'i-i.l-. oo»rilga batc Auszah ung«hu» RCck.lchl der K5he. Verluat ». laldrn Sie»tot», wenn Sie nicht ju un« kommen. ,-landachc na lOacn»i« and zahlea dea Wert zu. .JerilnerJüwelon-VerwerlDaßsstelie'4 i. SpoalalgmchJft t>. daa Aakaui gratler OJ|akla Lada« chart. LQtZOWStr. 92 Lade, gart. ein Hau., vor dar Patsdamcr i.ralo, neben der K»n'iinret GeOffnet v«n 8-7 Ubr JtoflfetLeÄÄ ocioverwailun«» Deutschen RuNter-Berdande». Bat. er- Viiheim-Slr. St. Bierden**._• Barwätt» Itredenbe und Lrilnäer �Ulr PerdirnifMOfllichk XNstlärunci u. Awima ledimde roirf-ürf tfln neuet kySist? end n?a: i A. tztrSm«nn» S.o. l«. �"nmcfrd.;erStr 7z tünxsn ) �AaiTCür.R.�f 5 KauttBttl.Uerlin * Wilhelmstr 46-7 ünzen Neue BQctier Ober Schule und Erziehung Konred Haenlfd» Nene Bahnen der tiaiiar' pouiih Prrj»; 18 Mk. joh Hoffmann: SCüi.'e and Lctirer in der Heiths- »crial/nnst Ein Kommentar Prelf: b» 10 Mk. geh 15 Mk. Fi 1t* Karlen i Die Sdiniedsr werueaaen Ocfeüfäiah Pret»: 7 Mk. EVachhandlnng */ /"b D w; X o c lraDps-5niftfl*e dien.».», nne)ei«t..t.7. Än- ii Per taut ooi.�iug» lauben, i? iieim, lei ic. Bettwäscht.' '* �adrilgreisen! Bamenhemden. Hanl». illid. Tit cht.. St Arie»! «u»keOne>d»>, vergüte 6' E£kclirec!it-1!*s»~- 1 Bett« 98 n�.z-�-.h-ga°g-Öcffö�c Vvrlvärts vi.--..,.-,.?.»»««» Fm Hauptquartier Der Eiufintz der Grippeerkranknngen In der Klosterstra�e ragt zwischen der alten Klosterkirche und der Parochialkirche ein im gotischen Stil gehaltener Dacksteinbau auf. Ständig strömen hier Menschen hinein und heraus. Die beiden Flügeltürcnpaare stehen besonders um die Mittagszeit herum nicht still, chier hat die Allgemeine Berliner Ortskrankentasse ihr chaupt- quartier aufgeschlagen. In drei Stockwerken arbeiten die Angestellten der Kasse hinter hohen HolzwSnden, die in gewissen Abständen von Schalter» unterbrochen sind, an denen stch die leidende Menschheit drängt, um ihre Krankenscheine oder das Krankengeld in Empfang zu nehmen, An» und Abmeldungen zu erledigen oder Beschwerden anzubringe» und außerdem auf tausend verschieden« Fragen Au»- kunft zu geben. Um 1 Uhr soll die. Kasse für das Publikum ge- schlössen werden. Aber der Uhrzeiger hat die erste Nachmittagsstunde längst überschritten, und immer noch drängen stch vor einzelnen Schaltern die Leute, die auf ihre Abfertigung warten. vor üen Schaltern. Wer zum erstenmal diese weißgetünchten Räume betritt, in deren Mitte eine Normaluhr das Borrücken der Stunden anzeigt, wird ihm zunächst unverständlich erscheinende Schilder bemerken, deren Auf- schrift fremd und geheimnisvoll anmutet. Zum Beispiel:)an— Jz, Ka— Kla oder Henk— Hz— Ja— Jend. Ein« Frau konnte stch bei der Meng« von Schaltern nicht zurechtfinden. Sie fragte endlich ganz verschüchtert, an wen ste sich dann wenden soll..Wo» wollen Sie?" ,5ch möchte'nen Krankenschein haben.: .Für wen denn?" .Für meinen Sohn/' .Wie heißt er denn?" .Mar." .Ich meine mit FamMennamen." .»Ach so— Jahnke." .Ra lesen Se mal da oben, da steht: Jan— Jz, d. h. daß stch da dse Kranken zu melden hoben, deren Namen mit Jan anfängt, und alle die. deren Namen im Alphabet hinter Jan kommen, also mit J anfangen und mit z aufhören." ,Na, da» soll einer wissen. Dank auch schön." Auf den Bänken sitzen geduldige Seelen. Andere wieder betrach- ten mit mehr oder weniger' Interesse die an den Wänden aufgehäng. tcn Tafeln, die die Folgen des Alkoholmißbrauches aufzeigen oder den Nährwert der einzelnen Nahrungsmittel angeben u. a. m. Wenn man durch die schmalen Schalter blickt, sieht man an zahlreichen Tischen die Angestellten bei der Arbeit. Di« umfangreichen Karto- tiieken enkhallcv Tausende von üarlen, auf denen jedes Milglied genau verzeichnet ist. Es erfordert sicher ein hohe» Maß von Auf- merksamkcit und Pflichttreue, dies« Karten auf dem laufenden zu balten. s)in und wieder schleichen sich aber doch Fehler ein. Wenn diese Mängel dann zu Beschwerden Veranlassung geben, tritt die Beschwerdestelle in Tätigkeit, die im 2. Stockwerk eingerichtet ist und deren Schalter ebenso wie die der Auskunft ständig belagert sind. Die Beamten müssen gute Nerven hoben, um diesen Sturm von Fragen. die durchaus nicht immer in ruhiger, sachlicher Weise vorgebrocht werden, ertragen zu können. Auch hier erlebt man noch zuweilen das sattsam bekannte Schauspiel, daß das Publikum, besonders das weibliche, bei erregtem Wortwechsel, ohne den Sachverhalt zu kennen, gegen die Beamten Stellung ninimt. Es fehlt immer noch sehr an der nötigen Objektivität, trotzdem gegen die früheren Jahre schon eine gewisse Besserung zu verzeichnen ist. �rbeltsüberlaftung öurch Sie Grippe. Di« Arbeit, die die Kasse in den letzten Monaten zu bewältigen hatte, ist außerordentlich umfangreich. Zunächst hatte die Grippe- ap'.demie eine starke Belastung hervorgerufen. Aus der Statistik der Allgemeinen Ortskronkenkasse ist zu ersehen, daß die schlimmsten vorangegargenca Jahre Lbcrtrofscn wurden. So betrug£ B. die Zahl dcr arbeitsunfähig krank Geschriebenen am 5. Januar v. J. ZS ZS7. am S. Januar d. I. waren nicht weniger als 40194 Erkrankungen zu ver'.eichncn. Nicht eingerechnet in diese Zahl sind die arbeitsfähigen Kranken, denen u. o. nur Medikamente oder Bäder verschrieben werden. Diese*l«t der Erkrankungen Halle eine ungeheure Schreibarbeit im Gefolge, die nur mit Ausbietung oller Kräfte bewältigt werden konnte, wo» um so schwieriger war, als auch ein Teil der kasstnangesirllien ebenfalls von der Grippe befallen war. Ein großer Teil dieser Mcldearöeiten wird auch in den dreizehn Zahl- w Eine seltsame Aachk. Roman in vier Stunden von Laurtds Bruun. Werner ging auf sie zu. .Und weshalb nicht?" fragte er hart. Sie blieb stehen und wandte ihm ihr Eesicht zu, ohne»hn anzusehen. .hörten Sie nicht, daß ich glücklich sei?"' .Ich hörte es wohl, Frau chjarmer, aber ich wollte e» auch s e d e nl" sagte er fest und entschlosien. Wieder waren es die Stimme und der Blick, mehr als die Worte, die ihr Herz stärker schlagen machten. Sie stand einen Augenblick und suchte nach einer Ant» wort. Dann sagte sie unsicher: .Welches Recht haben Sie, meine Wort« zu bezweiseln?" - Sie merkte unter den halbgeschlossenen, zitternden Lidern. wie er sie lange und zärtlich ansah. .Weshalb zittern Ihre Hände?" fragte er wieder und versuchte vergeblich, sie zu ergreifen..Weshalb zittern Ihre Lider, während Ihre Augen lo groß und tief werden?" Frau Helwig rang nach Luft, als wäre sie am Ersticken. und ihr« Hände griffen in ihr Haar, als würde es ihr plötzlich zu schwer.« .Ich weiß es nicht!" antwortete sie und blickte sich Im Mondenlchein um.„Es ist so schwer und drückend hier! Und dann all das Sonderbare, das plötzlich in dieser stillen Nacht in mein Zimmer eingedrungen ist. Hier, wo sonst nichts vor- fällt— wo der eine Tag dem anderen folgt wie«in Tropfen d-m avde-en— dier ist plötzlich alles wie verwandelt. Sogar die Mädel scheinen mir fremd— icb kenne sie k�im mehrn Die'es Mol glückt« es idm. idre Hand»u fassen. .Es ist e!n Märcken," flüsterte er...da,"J Ifmen in Jfm Zimmer aekommen ist BVe es vi mir Ttn dort fcrnnd.'M auf der Landstrrst« in der stillen Tetstk. ni, ich tms astde- kannte Lsed spielen hörte und Sie leibhaftig vor mir stehen sah!" Frau H, die Hiliö« nicht mißverstehen konnte.„Aber desto fester hält sie zusammen." „Ja— nickst wahr?" Hmriner sab lie''eoost z?, ihr ist». Dann trat ste in v'ö'''cher Tötia'eit an ten Tisch»nd 'e-ll'e die Teller und Schüsseln vom Servierbrett vor ihren Mann bin. „Iß, mein Freund!" sagt« sie liebenoll.„Du mußt ja furchtbar h�ngrlq sein." „Aber Liebste!" Hjarmer sah hastig und vorwurfsvoll zu ihr auf.«Es fehlt ja ein Kuvert für Herrn Hilsöe." (Fortsetzung folgt.) Englische kohlen! Die Direktion der Städtischen Gaswerke tekkt mit: Die Kohlentnoppheit hat wiederholt dazu geführt, die Frage»u erwägen, ob es zweckmäßig und wirtschaftlich sei, englische Koh» len zur Gasbcreitung zu beschaffen. Bei der hohen Preis- läge, welche die englischen Kohlen durch die Markentwertung für un» haben und die auch ncch durch die hohen Transportkosten erhöht wird, würden die Gasvreise bei der Verwendung englischer Kohlen erheblich gesteigert werden müssen. Wenn man die Gewißheit hätte, daß die englischen Kohlen noch heute die Qualität der Vorkriegszeit Hutten, würde der Preisunterschied nicht in seiner vollen Höhe in» Gewicht fallen, da bei der heutigen Kohlenlage in Deutschland die Gaswerke mit großen Mengen Kohlen beliefert werden, die für die Easbcreitung ganz ungeeignet sind. Leider sind aber auch die englischen Kohlen nicht in der früheren Qualität zu erhalten, so daß dieser prcismisgleichende Faktor nicht in Betracht gezogen werden kann Der Preisunterschied zwischen westfälischen Kohlen und englischen Kohlen frei Verwendungrstell« würde 7Z5 M. betragen. Für die Berliner Gaswerke, die einen Jahrcsbedarf von 1 Million Tonnen haben, würde demnach bei Beschaffung von nur ca. einem Drittel englischer Kohlen eine Gaspreiserhöhung von 0,83 M. die Folge sein. In den Küstenstädten würden sich die Kosten pro Kubikmeter unter gleichen Derhällniflen nur um 0,77 M. steigern. Raubversuch in einem Neuköllner Postamt. Im Postamt Reulölln 4. das in der Hobrechistrab« liegt, ist gestern nachniillag ein Raubveriuch auSgefnbrt worden. Der?e- amte am Schalter 1 batle einem Geschäftsmann ein Paket öO-Martscveine, zusammen 1000 M., auf»in Aahlvreit gelegt, als plötzlich ein vornebm gekleideter Mann das Geld» patet ergriff und dayonsiürzie. Ein im Siorraum sich auf» haltender Postbeamter stürmte dem Räuber sofort nach, der auf der Straße in ein Auto sprang. Er zog«inen?i e v o l v e r und drohie den Vcom'en zu erschießen, wenn'er nicht sofort in da! Postgebäude zurückginge. In diefem Kugenbltck bog»ine Polizei- Patrouille um die«traßenecke, die von dem Postbeamten an» geru'en wurde. Run hatte eS wobt auch der Cdauffeur mit der Angst bekommen. Er fuhr jedenfall« nicht davon,»nd!o konnte der Räuber fesigenoinmeil werden. Im Reulöllner Pol'zeipräsidiui» gab der Räuber an, Kurl Müller zu beißen und in Giegiitz zu wohnen. Das geraubte Geld wurde bei ihm vorgesunden und der Post zurückersiattel.__ Zuchthaus für Weldscheinsiilscher. vor dem Schwurgericht des Landgerichts I hatten sich nicht««- riigcr als 13 Personen wegen in großem Umfang betriebener j�obri» iation von falschen SO» und LO-Mart-Scheinen, die in der Stein» druckerei des Franz Fuchs unter Beihilfe anderer Fachmänner her» gestellt und von mehreren Mllangeklagicn vertrieben wurden, zu verantworten. Das Urteil verhängte über die Hauptschuldigen schwere Strafen. Es wurden verurteilt: der Steindruckereibesitzer Franz Fuchs zu 3 Jahren Zuchthaus. Ehrverlust aus die Dauer von 10 Jahren und Zukässiakeit der Polizeiaufsicht! der Steindrucker Paul Eichler zu 1 Jahr Zuchthaus! der Dachbinder Erich Gaß, ner zu äJohren 3 Monaten Zuchthaus: der Photograph Wil» Helm Jorczitzu2vohren Zuchthaus: der Händler Max G o g e r zuäJahrenSMonaten Zuchthau»: der Händler Leib Bern» z w e i g, der ein Hauptogent des Fuchs war, zuSJahrenSMo- n a t e n Zuchlhau». Die Strasen der übrigen Angeklagten besäten sich zwischen 4 Monaten und 1 Lahr 3 Monaten Gefängnis. Zwei «eitere Angeklagt« wurden freigesprcchen. Zu dem Totschlag in der Zlotwehr, fttr besten Vnkklärnng eine Bslohnuiig b>» zu 8000 M auSgesevl ist, wird jetzt weiter mit- geteilt, daß die geiucht« ,PoInisck>e San da' verdattet werde» lomile. Di- Berhaftete b«i hier den Ostmarkenflüchtling gespielt. Sie ist erlaimt als ein- Perlon, die nach Art gewisser Siraßemiiäock-n Männer, namentlich vetriinkene, gewerbsmäßig an sich lockte, uti» sie bestabl.— Sie ist jetzt von mebreren Zeugen auch al« die Person erkannt worden, die in der Mlcbaelt>rchsiraße dnvoiilief, nachdem der über'allene. noch nicht ermittelte Monn MaSlanto erstochen hatte, Sie bat aller?äahrsch«'»l>chteit nach auch die dem Mißhandelten geraubte vriestasche mitgenommen. SkSetter bis Mitiwsch mittoz. Trocken und»eist heiter mit strengem Fräst und schaifen östlichen Winden. Groft-Serliner parteinackrschten. S. fiteU Fri-drichzhow. StittOKt, de» 25. 7 Uhr. Verla«»!.» luan alter i» d»r V>«hls»h«t»»I!»g« tätige»>Scuosft>!ncn und Stnoge» W t» trch.uidta Feßsaleu, Fi-chilir. 5». Thema!„ZUrinaideit t» der � Wohlfah:i«,s!,ae'. Keferentin Aarie brchaez, K. b. R.$;t Ltadt» � unb Vezirl,i>cr»»b»ete» de» JCrtift» finb«inzclobc». Vel»nbere � ttialaduizr» ergehe»»icht. Pünttliche» U»S jähtleiche» Selcheine» ersüalcht. S. ttrcili Wilmeredotf. MUtwech, den 25. Zanuar. adend, 7yt Uhr, crni-iteet« krci,-o!sta»b»ftl!!>«g bei ttolloch, tzetdclberg» Pla» t. 12. L-ei, eteglie, znl>t«!l>td.', taKtnig. Mittwoch, be» 26. Sauar, abends 6 Uhr, felgusg be» wohl!ahrt»»»»ich»ij«» bei St»i»affrr, Ktefaupe.t. 17. flrei» u chteilbceo.«ttttwoch, de««, Ja»u«r,«be,d, 7 Uhr, I» der Vau dt»!!»»,«tathauzliral!«.»itgtieber-er- sammluug. N-screüt veuoll« vigclt. Tie übrige» tUteiUsgr» (!nb ciugclade». heule. Dienstag, den 24. Zanuart 6. Krei, Friedriil.eh«!».««hlelistsick, VUtm»a-sch»l«.»,« 2.«ortregereih« Religion unö Schule. Im Reichst«« wurde gestern zum Schriftführer für Dr. Pfeifer(Z.). der als Gesandter nach Dien gegangen ist. Frau Teusch-Köln(D. vp.) gewählt.— Dem Reichstag vorgelegt ist das Schreiben des ttalienischen Botschafters, durch das die deutsch« Regierung zur Wirtschast»» und Finanzkonserenz nach Genua eingeladen wird. Es folgt di« zweite Beratung des Gesetzentwurfes über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln, wonach Geschäfte über ausländische Zahlungsmittel nur durch Vermittlung der Reichsbank oder solcher Banken adgeschlosien werden dürfen, die Depot- und Depositengeschäft« geschäftsmäßig betreiben dürfen oder denen von der Handelskammer eine Bescheinigung darüber erteilt ist. daß Ihr Gewerbebetrieb Geschäfte über ausländische Zahlrings» mittel reaelmäßig mit sich bringt.— Die Lorlage wird in zweiter und dritter Lesung unverändert nach den Lusschußbeschlüsien angenommen. das Neichsjchalgeseh. Es folgt die erst« Beratung des Gesetzentwurfes zur Lusfvhrung des Art. 143 Abf. 2 der Reich-verfasfung sReichsschulgesetz). Nach 8 1 dieses Gesetzes sind Gemeinschaftsschulen die Volts» schulen, soweit sie nicht Bekenntnisschulen oder betenntnisfrei« Schulen bleibe« oder werden. Die bekenntnisfreien Schulen sind entweder weltliche Schulen oder Weltanschauungs- schulen. Die Gemeinschaftsschule steht nach 8 2 grundsätzlich allen Schülern offen. Der Religionsunterricht ist im Sinne des Art. 149 Abs. 1 der R-ich-verfaNung ordentliche» Lehrfach nach näherer Be» stimmung des Landesrechts. Die Bekenntnisschule dient grund» sätzlich zur Aufnahme von Schülern eines bestimmten Bekenntnisses, jedoch können nach näherer Bestimmung des Landesrechts auch andere Schüler oufienommen«erden oder solchen in ihrcm Bekenntnis lehrplanmäßiger Religionsunterricht erteilt werden. Roch 8 4 sind b-kenntnisfreie Schulen solch« Schulen, di« Religionsunterricht im Sinne des Artikels 149 Abs. 1 der Reichsverfassung nicht erteilen. Staatssekretär Tchvlz: Die Vorlage Ist nach großen inneren und äußeren Schwierigkelten zustand« gekommen. Sie ist eine Jolfl« des Weimarer Schulkompromisse». Die Zurückziehung de» Gesetzentwurfes würde die Lösung der schwierigen Frage in» Ungewisse verzögern. Nach der Revolution war eine Einigung der beiden maßgebenden Parteien, des Z e n- trums und der Sozioldemotrati«, über Schul- und Kullursragen nötig, wenn wir nicht in unübersehbare Wirren gr- raten sollten. Das Elternrecht darf nicht autonom fein, es darf nicht dsn Staatsgedanken aufheben, nicht pädagogisch und schul» technisch die Tätigkeit der Schule aufheben. Die soziale Ein- h e i t s s ch u l e ist nicht di« nationale, nicht die Weltanschauungs- schule. Zlber eben diel« erscheint mir in absehbarer Zeit in Deutsch- land nickst möglich Die deutsche Schul« muß imstande sein. 26. Vbt. TUUV A»HUbf»» t»»-»»er«»»!?,«»folt»,«rW-tnfK Pflicht- 29.»fit 714 Uhr N°HI«b«nt,!»»«irt«»Ob-«U ii»b»28 b«i CAiieibw, f un». lernet«t«.«; Sejlrt« K». K»«. b,» v*b!*»«, b, bei Tt-we. ©urcftiflt. 71;»«iltfe»1»,*M,»5-*5«, M8-978 bei«bchhau». Schli- »uinnftt. 99, themc:„De»«Irllhet Ptoatain»!'. 98.»»».©i«»«|ltt»|oHohenOe fi*>t*»m 7 Cht tn foJser.ben Jofalen ftett: », Petsch, Pa»»i:.'ri,e»v;«.«wtzatbrt Stt. 19!«. a,tl.»lchet� sitvhe«»»**.«chlevel. N-»«-«IK. I.— rezlrlbfnhtet! 4.1e wenbffe» elulade» v!« fsieile»»Sen* 7 Uht»«ch hl.«»tl. Vichettstt. W. «.«bt.»Vi Uhr chahUbiab» i« fblatBie*»»lolen:«mitte 1, 2,» u»» 7 bei Sttciftnct, Schlvrlbtib-t Sit. 8t;"Seiitlt 2,<. 6, 9 u»b U bei Sinz(früh et N-trf!).«eeUtset Str. 18;«»yHI« 9 18. 11, II, 1» und 14 bei Äsld- tchmidt, St»lpiü»«tt. y. Sefetenttr. Rnlef,«hkst»«rtb Mntuscheck. 12.«st. 1 Uht»nippen»ftfoni»iIu«8t« bei Schuckett, Äübetabptfet Str. 8 uttS bei«ichslädt,«nbreosflt. 88. ST.«6t. ns Uhr fl«HI«be*» im f-lgenbrnr«»lote»!««eirtf Worth im» ffrteN tich bei r-oofe,«bettyfte. 8:«ejitl Rntlet brt veubbel, Heidenfeld- Ntnge!>;«»t>t? Händlet bei«»qi. kbnetstt. 82. «8.«lt. n4 5«»wbeitb t» f-lzenhe» r,,k«I-»!«eNtle 78—78 u»b 81 bei «i?!Mibt. Teltewee Str. l»!«ezirte 89,»1, 98—81 bei Wiwer,«tenebetj. (trefe 44; Sejirte 88-87»ei Jteuf*er,«»lelbetOet Ott. 28»;«ejitl«2 im» fteti-ffempelbof bei SiKbt, NttwibrrsSt. M. 41. H6u 7V4 Uhr fialilo.tea» it. ben betoimlf««tuppenlofol«». 48.«6t. 744 LH- ftcblrtenbe t» be» Waitnte*»ofolm. 118.«ejttf bei ichenbetaet Ott. 88; .. ,WW>. W etget Ott. 128;«tooh, tzmiflhet SttT G. Eoatoerbiuinä;«uffieHuno bet ftanbibate» für hie Sltetnbeitiite. LiflenmifsteAuns der Z»8e»bl!chen. 47.«bt- 7V> Übt fleih*.»»b©-»kntieta bette i» be» 8pk»le» Abelbirtüt. 19, WuobtueT Sit. 1 ii»b WenontfnpUl 12.€» teterieten Sehtet Adtia» übet„Cduilfteje**, Setuilie Dünnet übet..PosttiiKe Tnierstagen" und Senosse Ntiiget Wir„Mietetftane»'. Stscheine» Pflicht. 48. Abt. 7 Uhr zobltbenb in foteenie» Sokalen- It-llet, Futstenstt. 1;«espob. »ia»I,«tcndenbuesltt.»4; Seicct,«Ithandtinenstt. 187. 48. Abt. Ochmethbeigenßrtr?«. 7 IT Menzel, MZUenhoftstt, 1. «bi. 7 Uhr gahiabrnd« i» sokaenden L-kalen! Mal, Re> frZH-t Mintig, Fsrstet Sit. 88; tzebebreit,«eichinbitp.» Uht Bertommtuna in b«t Smibfhnnnit»- de» Senosse» Hoiliz übet„antmlcklunz-xt'ib!«!!« be» Sezialismu»" l>e«.»nt heute adenb 448 uht i» tet Aul» b»t»emeinbelchul» Kitnutt Stc»t». HSrctlatte» am Sat!tinf«M. 19. ft.ti» kenipeihif.«»zieiigoikie H'.ldnno-lchnl». Die«,tt,ai,t,;h» be» Eewllen De. Schütte übet„Die deutsche Atbeil,tb«ip»aung" besinnt heut, abend 7 Uhr in»et 2.»emeindeschuie, gtiedtich-vilhelm-, ticke«erdet» fireg». 2.«dt. Tie ffnnktionäte und ckenofftn ttefse» sich um 7 Uht im Üs!»I Oha- gemcib Kummanbantenstt. 88,«ut vetbteitunz det fflugblättet. 138. Keinicktnboif-Oft. 744 Uht Lihung be» enzeten Aotsiande« hei Andfledt, Nesidenzstt. 130/131. Achtung, So,.«Iteinbeieäte de» 1«. De,itb»I 744 Uht Polifthun« in»Spenick, D-rotheen-KchnI« Steibeit.«ktscheinen Tsliilit. Zmiüsazialiste». Truppe uichtrnberg! 7% Uht du Lokal Schulz, Loihogenet, «ck» Lehnbachsttahe. ZNorgea, ZNittruoch, den 25. Zanuar: 1» Abt. 744 Uhr gahiadende der»tuppeu hei SpieUel,«cketftt. 2; b«i«»ich- uet. Am gltku« und bei Witte, Postftr. 29. 7. Abt. 7(4 uht gahladenb bei Echilow»kI, StteNjet Sit. 1�«III,«et«» fttafte 71; irtoße 19. w QutjiuuKii« un wjiLuivwu, Ksittiimzz A?rr. tubu,«rrM» P5ti»alde, Schlegelftt. 8;«egtuu, Pflugstr. I:«lese,«»Yen. 8.«bt. 7(4 Uht gahlaben» bei Slicknet,«telnmehDt. 99» ,»b b«l Richtet, Dennewitzilt. 97. 9.«bt. 7(4 Uht tzahlcbend bei Schreibet, Pttlebetget Str. 89.«De lütksiiitdi» gen«eiträae sind an diesem«den» zu enttichien. 19. Abt. 7'4 Uhe bei Ttümpet, siienebutzet Sir. 3, Dlzkusgoneabenk. Refetat des Genossen Rotvalowsli:„Die Nunst— Palitik'. Mit Lichibildetn. 12. Abt. 744 Uht Zahlabrnde bei Drillet, BetUchingenstt. 7 u»d hei Schmidt, Wiclefstt. 17. 14.«bt. 7I4 Uht gahlabend bei Schteppel, Srltnthalet Str. 18; b«l Stil- wald, Pulbulet Str. 21 unb bei Slie/ener, kleimstt. KZ. 16. Löl.< Uhr gemeinlemet gahlabend siimtlick/et Lezitke I» der Schul- aiila Dernouer Sit.»S/kO. 17. 7 6!. 7 Uiit?ehi-bend in fotgenien lokrltn: Mnehmer, Sriftftt. 48i Behtend», Stielet Str. 22; bei Dose, Knrbhafen 8, Votttoz:„Die palilische tntn". t?. til. 7 Übet brt Siebel,«»n'Ilt. 82. gahlyb-nb. 28. 4.6t. 744 Uht gahlabrnd bei Pofe, Nolaniestr. Ii und flasetlck, Schwede»» llraye lI->. II. Abt. 7 Uht gahlobrnd in den bekannten Lokale», ikrfcheinen Pflicht. ZZ.«ot. 7'4 Uhr gahlabend«: Lewandom-li, Seestr. 104; Srunewald, tlame- n-i>ct Str. 18 und bei Taube, Mlllletltt. 62». 24. 7 bt. 7>4 Uht Zehlabend in sollende» Lokalen: RSonet, Immanuelkitch- sttahe 2!!; Wulsi. M'rtenbnrier Str. 67: 7vi,i,er. Shtiftbutzet, gcke Win»- sttahe; Schätz, neNetsit. 2. Taie»otdnung:„Palilische«»»»»fräße»' und Dru,pena»»el«8enheite»., 25.«bt. 714 Uht strhl-bens bei»Mt, Nniprabesteahe;«ubetjet, fftieb*- berget Sit. 1; SN»nget Ätaik«,«Sinser 5ti. 48; Schülzel, cketheniu«. Urft Thornee Sitaste. 37. Bit. 7(4 Uht Diikusstan»» und gahlabende. Stu»p« 1 bei«lessln. Star- aatdet Str. 8. Referent Stadtrat Nüdne.©nippe 2 bei Rattee,©reim- fttahe 48. Refrent vewertschaftesektetde«ufch.©nippe 8 bei Weier, «arftztetfit. 1. Referent»etm. Schmidt. Thema t» all»» dt»i Letalen: »Die EUrigung«U der USPD." schule. 2»arkn,ttt. 48, Sof link». 2 Srp. Sehr wiltitine Tageaerdnuna. Therloitenbur». 63. Abi. 744 Uht tzahl- und«iekustianiabenbe: 1. Bezirk bei Schwniett. Stamnunstt. 2; 2. u. 8. SeMrf bei Luy, Ufnanfit. 1. Zbema: „«et Parteit«» bet US«. u»b bie Siniguna'. Referent Sebett.— 68.«bt. T'i Uhe bei Schneitet, SoThenberffltr. 14. Thema:„Bode»- reform". Referent Sebharbt.— 87.«6t. 744 Uhr«bteilunaanerfammwn« bei Arndt. N-»t0t. 81. Referent«t. Iaffe. Themar„Sozialifletunü det ärMchen Tatißk'i!". 68.«84. Sp»»»»». 7(4 Uht MitaNedetnetfammlung bei steine».?i»m»tck- sttaj« 8. Thema:„Unser neue» Patteiytoqpamm". Referent SSompob, 39. 1:9t. 8. Sejirk: 744 Mit im Türkischen gelt,«i-marck-,«che Woltk-strah«. Thema:..Clnfühtu»«>» be» Progra»iM. Referent©enosse Illgnet. 78.«bt.«illpebeeD. 8 llht Mitßliebetnersammln»» in»et Schulaul» Frutia- sttahe 87.©euoffe Dr. RSdet:„«re«edeutuna ber soziale» Hygiene. ©tzste»Nskemme».«ie«etft-»t»mit,liedet treffe» sich ich Staube früher bett. 18. Abt.«emptlhH. 8 Uhe gehlabeude I» fol»e»deu Lokale»: 1.«esitk bei Hanle»(»ent» 8o«aI),«otufsia-. Ecke Reue Sttache: 2.«»zitk bei Huckshold, »aisetin-Äuzusla-Stt. 8», 9.«ezitk bei Lwsem, Naiset-Wilhelm-, Ccke «erderütehe; 4.«eoirk bei Radzuweit, Wetdetstt. 14; 6.«eziti bei LDmehle. Ftledtlch-Wilhil»,.,«che Meltkellrahe: 8.«ezirk bei«ecket, RiNUbehiißt. 4! 7.«ezirk hei Wenzlick, Obersanbslt. 1. 189. 7161. Uder schtz ne»,M». 7>4 Uht im geichrnsaal be» RealßymnaSum» geppellnslfh« Fertsetzung über ,.«»» neue Paeteipeagtamm". Referent iktwin Marynaedt. ICC, Abt. Sohannisthal. 9 Uhr bei Artner. Raiset-Wilhelm-Strage, S»fu»nd «i»kutlera6end. 114,«bt. Sil Irubt'». Sie gahlabenbe fallen»u».«afllr Mltglsebetbersamin. l:-na,n im««rtlien-Lmeum, Ruibau-sttsge. Referent©enosse Wissell. 134. Abt.«phl»be-f. TH Uhr Mitalieder»ersamml.:n8 bei Ander»,«»Hnhof. straf,«. Theen,:„Unf*t neue« Programm". Referent Robert ssendel. 104. Abt.«iebeischönrweide. 744 Uhe«ihung de« Kommunale» Auoft'usie» im fleichensaak dt 1.«emeindefchnle,»erlinet Etratze. Thema:„Wohl. frhttu pflege". Referent St ab trat ftihnet. All» Intet«ssi er t»n©enosstnne« und»en'ilen stnb hieez» etnaeladea. 1«.«bt. cketnIÄcrkherf.Dst-'«h» in her 2.©mnelndefchUle. Amvrste- Biktetie-BItee 87. MIlzNederuetsammlunS. Thrira:„Politische Lage. Referent«t. Ostrewel!. Wtchtt,««chuIeerteMMknng«». Siemene�Zchule»nd«itfenbaracken: 7 Uhr SUetnyersemMlunU i» be, Aul» der Sieme»»-Sch:ilr. Referent Pfarrer Bleie». The»«!.LH die weltliche Schule leligionolaa?" Arauenveranstalkungen: «chtznebee». 77.«4. z.«ezirk: 8 Übt hei»inie, Watfbumile. 7. Thema: „W-i, ea»indet»»tlilndlgt wirbt" Referent©rnesse«r.«lebet.©«• nosstnnen envrenzendet«ezitke sind ebenfall» einselaben.— 7d.«bt 7>4 Uhr bei Stoß. Sebanstt. 17. Thema!„«a»»eue Parteiprogramm". Referent Arthut Käußlet. Lebensmittelpreise lies l'szes. lukuht: flipsda ünapp. klsirdillkl flan. fllsizad Sdet Bsckark, G»�»i:»ft rrüzi�. Obut und Qoroäsa»ohwdah, Geeohtft rahij. • Am(rsstri*en jaitea ja dar ZantralraarkthnUa fulrende KIbirber.iizliprei:«. 1 Scr.tllliscri 8,.'>0—1 1 M. Schyllen 11—15 M. Blafa 11—11 M. P.Btren in Flispankun� 8—«1 II. und ilarsa 8,50—11 M. das Pfand.— Kar ein Pfund HimnrtfleiJii m tSra mn>7» iwandun. tziyjfloisc:! wurde mit 18—12 M. anjeeboren. Seliw»inefl«i»Ch echwankt» xwigohon 22 un,l 26 M. Kzibleisih-tand mit 16 M.»u-ge-eionnet um) Qaulasoh mit 18 M, Sct.tballctck koetafce da» Plund 30 M. flinckstlyfz honnte man für 11 und 18 81. de» Pfund hnban. Kilbdatt 21 M, and i» Uranien 28 hl.—£>»» halb« Pfand tehtzibbakliiic abemd mf 11 A. »nd de» Vierbalpkvnd Ulaize 8pe»N»» auf 4— ä M.—» Önra Betizr konnte man henta bis tu 50 U haben, ßfysstUtin» von 20 bis 28 M. das Pfund.— Hasen wurden mit 11 nnd Ii M. angeboten und GSnse mit 22-28 M.- Da» Pfund Rolktlil koatdt» 8 M. Wolllkahl 8,50 M, KohlrSheo 1 M. Mohrrüben i.so M. Vlktaric-Crk««» kosteten 8 id.. Reit 5—4 M., AuzjegwehJ 8�0 jfc die Kinder geistig und körperlich ZU voklenkwsckelien Persönsichkeiken zu erziehen. Diese beiden Forderungen können sowohl in bekennt» nisfreien als in Bekenntnisschulen erreicht«erden. Abg. Hellmann(Eoz.): Ramens meiner Partei habe ich zu erklären, daß wir diesem Gesetz mit großem Unbehagen gegenüberstehen. Das We:- marer Schulkompromiß ist von uns geschlossen worden unter dem größten politischen Zwang. Das setzt vorliegend« Gesetz gibt sich als da« vi'sführungsgesetz zu dem eigentlichen Zentralartikel IIS Abs. S der Reichsverfasiung. Er hat aber ausfallend« Erregung und Enttäuschung hervorgerufen, well e» noch mehr von dem Sinne de? demokrotischen Verfassung abweicht, und es hat auch unsere Erwartungen noch übertrofsen. Di« Paragraphen und noch mehr ihre Begründung sind voll von Anstößen und Fuß» angeln für den, der versucht, auf diesem Boden welterzukommen und für die Erfordernisse des arbeitenden Volte»«inzutreten. Z,-» gunsten des Gesetzes kann man sagen: Der notwendige Schritt ist tetan, um die weltliche Schule vorzubereiten, die nach unserer luffossung die einzige wirtlich« Gemeinschaftsschule ist. Im Gesetz. entwurf erscheint sie nur negativ, gesagt wird nur, daß sie eine religionslose Schule ist, aber nicht mehr, und in den daraui- folgenden Paraaraphen werden die Bestimmungen de» ß 1 erheblich eingeschränkt. Für uns ist die Schule nicht mehr ein« Hilfsanstalt der Familienerziehung, noch eine kirchliche Anstalt. Für un« ist der Zielsetzer aller Erziehung die volksgeineirilchast Vertreter der Volts» gemeinschaft ist aber der Staat, und so ist der S t a a t in Wirklichkeit der einzige alleinige Schulherr. Daraus folgt aber, daß unser demokratischer Staat zu einer weltlichen Schule kommen muß. Sie versucht, da« Kind in die Natur und in die Kultur einzuftähren. es zur Selbstcheherrschunq und Ehrfurcht zu erziehen. Weite Kreise Deutschlands fordern allerdings di« Konfessionsschule. Wenn wir im» jetzt von der Kirche trennen, so ist da« n i ch t ein Akt der Feindschaft, sondern e» ist da» die Lösung einer Frage, die in der Geschichte soviel Unheil gebracht hat. Die ganze moderne Schul- entwicklung läuft auf die weltlich« Schule hinaus. Mit der Welt- anschauungsfchule des Geletzentwurfs ist nicht» anzu- fangen. Sie beruht auf einer Mißdeutung der Verfasiung. Di« Bekenntnisschule des Gesetzentwurfe» ist nur eine Verschärfung der alten Konfessionalität. Dos Gesetz verletzt offensichtlicki den Sinn der Neichsverfosiung. von einer Zurückziehung des Gesetzentwurfes versprechen wir uns nichts, wir beantragen daher, ihn dem Ausschuß für Volksbildung zu überweisen, weil wir uns davon ein« schnellere Regelung versprechen. Auch die Abgg. Rheinländer lZ-) und Mumm(En.) verlangen Ausschußberatung. Das Haus vertagt sich auf Dienstag 1 llhr: vnsragen. Weiter» berawng.— Schluß 3 Uhr. �ugenüveranstaltungen. Berel» Aebriiee.Znyeud©roß-Petlt», SO. 88,st de» Herren von der Rrnnbab», wie man»ersteden kann, nalür- Ii» lehr unangenebni. Die ReiwSregierung war für den§». der Reichtra, eben'all«. der RktlbSmiit'chaftSiot tcSgleidien. Der Reichs» lagSallStchtitz war dagegr». Er bat den 4 9 abgelehnt. Nun wird das weitere Schicksal dct K 8 vom Pleuuui dz» Reichsiag» ab- hänge». Aus jeden Fall bändelt«» sich hier um»ine sehr wichtige Frage von weiiiragencer««beulung. Wenn man grundiätzsiw über« baup, da««MückSipiel(noch dazu>n Form von Lotieiie») staatlich zuläßt, wird mo» da ans die Dauer den Toi» dem Mororipott vorentbalie» lönnen? Hat bier de, Toi» uia» vielmehr Perechtiguitg al» be:m Pseideftoii? Steh« dieicr nicht ans dem AuSiterdeeiai? Pielleichl wird man tn fünfzig Jahren da» Pferd nur noch ai«»uxuSreritier und al««uSsteaungSobjetl rm Zoo bewundern lännrn, währenddem die Anzahl»,r«u:»s. die wir beule haben, sich ,ie»«icht verztvanzigsacht hat und ein«»ustierse auch für«tn, Arbetterlamtlre erschwinglich aeworde» sein wird. Ist ,» da nicht widersinnig, wenn man dem sachlich nur noch wenig berechtigten Pfcrdeiport den Toto au» weiteidrn Monopol» art'g zugute kommen läßt, brngegen den ausblühenden Motorsport. der ein« ungeahnt« Zukunst tioa, vor sich hat. vom Total, saior- betrieb»uSichließ, 7 Glaubt jemond.»aß man beut«»bne Tot» bedeutungsvolle siugsporllidie vrraiistaliungen arrangieren kann 7 Da» war sldon vor dem Kriege tedr Idinier möglich. Jetzt aber, wo die veranstallungSlosten in« a'chgrali« gehen, ist daiair gar»icht mehr zn denl-n» Zadlretw sind die motorischen Wettbewerbe, di» si.v für den Toiobeureb eignen. Sn Autorennen aus der Grmu waid-Babn mit Toto! Ein Liiii» rennen von zwanzig Spuaraien in JodanniStbol oder Ztaalen oder zwischen bcsi'cit PiatzrnI Ein Hödeuw-tlbewerb. gebn Flngzeugej Ber ist zuerst lautend Mrier doch? Oder swie'ch e« in 2Z>en kurz vor der große» Weiilatastiopde lad): LS-r überffiegr 01»» kürzest. nr Abstand h-rau: eine Mauer»0» zehn Meier Höhe 7 Li er: LaiibiingSgelck ckifchleiiswelibeltzerbe. D>e Einfühlung de« ToieS INI Molor'port wird die Judustti» lräsiig briebrn nnd vieleu Männer» Leh» und Vror schaffen. TS g'bl zwei Li in punlie in dieser Frage: Entwedrr lebnt der Staat aü-« Blücke>piel restlo» ab, d. h.»r gestaltet»veeer Lotterien»och Pleidetoio. Da« ist len'egu«»«. Oder er behäl' hie leiierien bei nnd dekut den Toiobetiieb anck«hi, den Vtaieripoit an«. Aber Seriellen bcibebalten und den Tora nur dem Pfrde« spori sdeffe» Glan,, eii längst vorbei ist> acwöhien und den ent« wickiui'gsiähigen Motorsport vom Totalisalorbetrieb Outzichtießeu. ist unsachlich, schädlich und auch unmoralisch. Hauptmann � D. Willi Meyer. Vor LInmufikalische. Von Max Gelsenheyner. vch S«he»icht gerne i« Konzerte, weil da lauter Leute sitzen. die zu Hause Klavier spielen. Ich spiele nicht Klavier, denn ich liebe meinen Nachbar wie mich selbst. Außerdem hat mich ein sehr spitz- sindiger Musiker krast seine» langen Haupthaares darüber auf» geklärt, daß ein Laie gute Musik nicht oerstehen könne. Neulich ober erhielt ich doch ein Konzertbillett von dem Lang» haarigen. Ein neuer Dirigent sei da und es sei großartig. Ich hatte acht Tage lang kaum einen Menschen gesehen, hatte genug zu tun gehabt mit mir, meinen und Deutschlands Schulden. Und darüber war mir schließlich alles gleichgültig geworden. Warum also nicht einmal einen großartigen Kapellmeister sehen? Es gab ein lange» und drei kurze Stücke. Ich saß in der Mitte des Saales auf einem Eckplatz. Aus dem Podium da» Orchester im Halbrund. Darüber eine Galerie, einreihig, mit Menschenköpsen schief bespickt, just in der Mitte jemand, der einem settgewordenen Gorilla ähnlich sah. Alle anderen sahen nur musikalisch aus. Sie spielten sicher alle Klavier. Der eine sagte z. B., der Bläser habe gute» Holz(ich dachte, so wird der arme Teufel wenigstens nicht frieren). Ein junges Mädchen mit vier dicken Notenbüchern auf dem Schoß meinte, das Orchester habe Kultur(ich dachte, wenn wir nur welche hätten). Eine Frau mit sehr roten Backen und sehr schwarzen Fingern flüsterte:.Der Dirigent hat jztzt seine sechste Frau"(ich dachte, da hat er die anderen fünf also unter die Erde dirigiert). Dann kam E r und sah wirklich fabelhaft au», obwohl ich keine rechten Gesichtszüge bei ihm entdecken konnte. Er hob den Taktstock, guckte mit einer halben Wendung in den Saal und freut« sich ofsen» bar, daß immer«och mehr Leute kamen und daß er noch nicht an» zufanzcn brauchte. Schließlich aber war e» doch so weit. Ich streckte mcine Beine von mir, verschränkte die Arme und besah mir den be- rühmten Mann von hinten. Er geriet allmählich in Bewegungen. Die waren nach wenigen Minuten so bedeutend, daß ich die Füll» der Bilder und Bergleiche, die sich mir aufdrängten, kaum noch fassen konnte. Ich notierte: wie ein Metzger, der einen Ochsen fällt, ein Obst» Züchter, der«inen kleinen Pflaumenbaum zart okuliert, ein Ninger, der«inen schweren Gegner hochhebt, Holoserne», der gerade nach dem Blitz ruft, eln Friseur, der sich heruntcrbiegt und«inen einseift, ein Rudertnecht, der mächtig vom Lände abstößt, ein Sämann, der Samen streut, ein Schnitter, der Achren schneidet, ein Bolksredner, der«in« Ansprache an Leute hält, die schlecht hören. Als es zum Schluß ging, war es mir, als griff er einen Musiker, der ihm zu- nächst saß. heraus und schlüge ihm den Takt der letzten Tonreihen auf» Hinterteil, ober e» hat wohl nur so ausgesehen. Denn nun be» wegte er seine langen Arme wie Propeller mtt ungeheurer Ge- schwindigkeit. Im Hintergrund de, Orchester» brachen jetzt Pauke und Becken in Immer stärker«erdende Explosionen au». Als der Krach a» größten, die Propellerumdrehung am schnellsten war und ich gerade glaubte, der berühmte Dirigent werde sich schweihver- spritzend in die Luft heben und über das Orchester hinweg zur Orgel fliegen, war dt« ganze Sache au«. Die Leute klatschten wie besessen, auch ich hatte lange nicht einen so gut organisierten Lärm gehört. Der Ssrill« aus der Galerie beugte sich begeistert über die Brüstung und brüllte Bravo!, bis er auf dem Gesicht so rot«oe, wie einig« feiner Verwandten auf der Kehrseite. Die Pause war ku»z, aber langweilig. Die Männer hatte« ossenb« besonder, intensiv zugehört, sie machten Gesichter wie CS«- schworen?, dle eben auf einen Staatsanwalt gelauscht, der einen An- ge klagten oerdonnert, und es war, als dächten sie jetzt darüber nach, ob Zuchlhau» oder Strafaufschub besser sei. Die Frauen waren etwas verändert. Sie ließen die Köpfe sinken, die einen andächtig, die anderen, weil es musikaiisch aussah. Junge Männer rissen sich an ihren Schlipsen, weil ein paar hübsche Mädchen auf den Ballonen saßen und nach musitalischen jungen Männern Ausschau hielten. Beim zweiten Stück interessierte der Dirigent mich nicht mehr. Ich beschäftigte mich mit dem Orchester. Es waren lauter brave, ehrliche Leute. Sie sägten seh? sorgfältig eine heitere Melodie auf ihren Celli, fuhrwerkten sachgemäß mit dem Bogen auf ihren Geigen. bliesen Trompeten, kurz, taten, wa, der Dirigent nur wollte. Mit einem Male entdeckte ich ganz links hinten unter den zweiten Geigern«inen alten ostpreußischen Onkel von mir, der leider schon lange tot war. War er wieder auf die Welt gekommen? Dar Mann dort strich seine Geige genau so, wie jener einst die Schmalzbrote für seine sechs Kinder: gediegen, ruhig, fachlich und etwas dünn. Ach, so lange Jahre hatte Ich nicht mehr an ihn g«. dacht. Wie gut doch so ein Konzert ist. Mir fiel ein, wie er mit sechzig Jahren noch einmal geheiratet hat. wie er bei seiner Hoch. zcitsfder in der kleinen Stube an der Tür saß und furchtbar be» trunken war. Heute«bend sah er ganz nüchtern au». Wie dann meine Tante, sein« Braut, zur Tür hereintrat, auch nicht mehr ganz nüchtern und ihm den Hcchzeltszylinder schief auf den Kops setzt« und wie selig er da lächelte. Wie, wenn sse jetzt durch die Samt- Portiere träte, in deren Nähe er jetzt geigte, und ihm einen Zylinder schief auf den Kopf setzte? Es würde ja zu der Musik passen, die sehr traurig geworden war. La, schoß es mir durch den Kopf, wäre es nicht gut, wenn alle Musiker zu solcher Musik einen umflorten Zylinder auffetzten, beim Andante könnten sse ihn ja ins Genick tun, beim Scherzo schief rücken, im Finale könnte, wer nicht zu spielen hat, ihn tn der Lust schwenken und zum Schluß ihn knallend eintreiben. Ich lachte, schlief ein und wachte im dritten Satz einer Beethoven- schen Symphonie auf. Mir war, als müßten riesige Männer aus der Erde wachsen, die Kronleuchter von der Decke reißen, umkehren, wie Fackeln halten und durch die Decke dem Himmel entgegen- schweben. Und wir: unten im dunklen Saal alle aneinander- gelehnt, vornübergebeugt, den Kopf in den Händen vergraben, lauschten, wie aus dem Orchester Sonnen, Sterne und Mond« stiegen und stch tönend drehten wie ein geheimnisvolles funkelndes Karussell, das uns mit emporreitzen wollte in die Unendlichkeit. Die musikalischen Leute schlugen sich längst um ihre Garderobe. Ich saß noch da, starrte in den leeren Saal und dann schrieb ich. aber der Saaldiener, der vorhin beim Adagio schlafend an der Tür gelehnt hatte und um den ich mich immer gesorgt, weil die Tür ja hätte plötzlich ausgehen können, schmiß mich roh aus dem Saal. Draußen traf ich den langhaarigen Musikalischen. Er hatte, weil er auch Dirigent werden wollte, während des Konzerts zehn Seiten voll Notizen geschri«bcn. Er los mir seine Eindrücke vor. Seine Begeisterung war groß. Seine Haare flogen. Als er mich fragte, wie mir der Trauermarsch gefallen, sagte ich ihm, daß es viel schöner gewesen wäre, wenn die Musiker dazu Zylinder ausgesetzt hätten. Er sah mich erst groß an, al» er aber merkte, daß ich da» Gesicht nicht verzog, sagte er nachdenklich:„Meinen Sie wirk- lich? Es könnte vielleicht allerdings schon sein, daß so etwas die Stimmung bedeutend erhöht. Man muß alles tun, um einen Konzert- betrieb, wie wir ihn heute haben, zu heben. Wenn es auch unge- wohnlich klingt, ich will mir die Sache doch durch den Kopf gehen lassen." Ich empfahl mich erschüttert und totenernst, als hätte ich selber einen Zylinder auf und empfand unbedingt das Bedürfnis, auch einen zu heben, aber nicht den Konzertbetrieb. Und dachte, als ich Gott fei Dank nun endlich wieder allein war, wie gut»» doch eigentlich dar Unmusikalische hat. Wirtsthafi Der Schwindel mit Maisbezugscheinea. Das Neichsernährungsministerium teilt mit: In Zeitungen der linksgerichteten Presse ist in den letzten Tagen mit Bezug auf die Durchführung der Austauschaktion von verbilligtem Mais gegen Getreideabllefrungen behauptet worden, daß die ungeheuersten Betrügereien dabei vorgekommen feien, ohne daß die Regierung bisher ihre Versprechungen zu rück- stchtslofem Einschreiten gegen diese Betrügereien irgendwie wahrge- macht hätte. Diese Behauptung entspricht nicht den Tatsachen. Bereits im März 1921, also wenige Wochen nach begonnener Durchführung der Maistauschaktion, hat die Reichsgetreldsstells, so- bald zum erstenmal bekannt wurde, daß Maisbezugsscheine in weit- herziger Weise über die von der Regierung gegebenen Nicht- linien hinaus durch Kommunalverbände ausgestellt wurden, in einem Rundschreiben an die Kommunalverbände eine Ueberprü- sung der ausgestellten Bezugsscheine angeordnet und die Kommu- nalverbänd« zu einer etwaigen anderweitigen Festsetzung des Ab- lieferungssoll» angewiesen, insoweit eine erhebliche Ueberlieferung de» Ablieferungssoll» seine unrichtige Festsetzung dartat._ Im Mai 1VL1 ist dann weiter ein« Prüfung der Kommunalverbände selbst durch Beamte der Rcichsgetreidestelle bezüglich der Ausstellung von Maisbezugsscheinen in die Wege geleitet. Nachdem diese Ueber- Prüfung bei einer Reihe von Kommunalverbänden stichprobenweise vorgenommen war und zahlreiche Mißstände bei der Aus- stellung der Maisbezugsscheine ergeben hatte, ist dann die genaue Nachprüfung sämtlicher Kommunalverbände durch Beamte der Neichsgeireidcstelle von dieser auf Anweisung des Neichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft angeordnet worden. Bei der großen Anzahl Kommunalverbände und überzuprüfender Bezugs- scheinausstellungen erfordert diese Maßnahme geraume Zeit, zumal infolg« desAbbouesderReichsgetreidestelle deren Per- sanol weitgehend entlassen ist. Sofern die Prüfung ergibt, daß Landwirte oder Organe der Kommunalvorbände in betrügerischer Absicht zum Nachteil de» Reiches bei der Ausstellung von Mais- bezuasscheinen vorgegangen sind, wird gegen sie st r a f- und zivslrechtlich eingeschritten. Auch sind die Länder ersucht worden, gegen die Leiter und Organe der Kommunalverbände, die bei der Maisbezugsscheinausstellung die Amtspflicht verletzt haben, auf dem Disziplinarwege das Erforderliche zu veranlassen. Die Reichsregierung hat hiernach alles getan, um die Angelegenheit aufzuklären und das Reich vor Schaden zu bewahren. Der langen Rede kurzer Sinn ist, daß große Betrügereien mit Maisbezuzsscheinen vorgekommen sind, und daß die Reichsregierung nicht einmal in der Lage ist, den Fehlgriffen mit der notwendigen Beschleunigung nachzugehen, weil sie nicht genug Personal hat. Der Abbau der Reichsgetreide stelle bat also die für die Agrarier erwünschten Folgen gehabt. Ob auch für die Reichs- kasse, da» muß dahingestellt bleiben. Jedenfalls zeigt die Mittel- lung, daß der überstürzte Abbau dieser für die Versorgung mit Brotgetreide wichtigen Stelle ein Fehler gewesen ist. Umwandlung der Reichsstelle für Texfilwlrlfchafi. Auf dem Trxtilgebiet ist zur Ucbcrleitung der Kriegswirtschaft in die Friedenswirtschaft durch Verordnung vom 27. Juni 1918 eine besondere Behörde, die N e i ch s st e l l e für T e x t i l w i r t- schafk, gegründet worden, der für Ne ewzelnen Faserstvstgebiete als Selbstverwaltungskörper Reichswirtschaftsstellen angegliedert worden sind. Durch Verordnung vom 1. Februar 1919 sind diesen Stellen weitestgehende Befugnisse hinsichtlich Beschaffung, Verteilung. Verarbeitung, Absatz, Verbrauch und Regelung der Preise von tex- tilen Rohstoffen und Erzeugnissen übertragen worden. Die Tätig- keit dieser Organisation kann nunmehr in ihrem Hauptzweck al» beendigt angesehen werden. Im Lause des vorigen Jahres ist für das gesamte Textilgebiet die gebundene Wirtschaft weggefallen. Sämtliche Kriegsgesellschaften auf dem Textilgebiet sind aufgelöst. Die Tätigkeit der Reichsstelle für Textilwirtschast und der Reich-wirtschaslsstellen besteht zurzeit im wesentlichen in der Hand- habung der Außenhandelskontrolle. Diese Aufgabe recht- fertigt eine so umfangreiche, kostspielige Organisation wie der bis- herigen auf besonderer gesetzlicher Grundlage mit weitreichenden Sonderbefugnissen nicht mehr. Das Reichswirischaftsministerium hat deshalb entsprechend dem allgemeinen Bestreben der Reichs- regierung auf Vereinfachung der Verwaltung die Umwandlung dieser Organisation in eine Außenhandelsorganisation nach dem Muster anderer Wirtschaftszweige in die Wege geleitet. Hiernach wird unter paritätischer Beteiligung der Arbeitgeber und der Ar- beitnehmer die Reichsstelle für Textilwirtschast in eine Außen- handelsstelle und die Reichswirtschaftsstellen werden unter möglichster Zusammenlegung in Außenhandelsnebenstellen umge- wandelt. Die Umwandlung wird einer echebliche Vereinfachung der bisherigen Organisation bedeuten. Die umfangreichen Der- treterversammlungen bei den einzelnen Reichswirtschaftsstellen wer- den wegfallen. Die Außenhandelskontrolle wird durch eine gewisse sachlich« Dezentralisation vereinfacht werden. Der Einfluß der Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird durch paritätisch zusammengesetzte Ausschüsse sichergestellt sein. Die namentlich von Arbeitnehmerseite erstrebte schärfere P r e i s k o n- trolle im Inlandsmarkt wird künftig durch das R e i ch s w i r t- schaftsmini st erium ausgeübt werden. Das Inkrafttreten der neuen Außenhandelsorganisation ist Ansang April w Aus- ficht genommen.__ Die Vorgänge in der Znckerindnstri«. Mehrere mitteldeutsche Rübenzuckerfabriken tragen sich mit der Absicht, sich Zuckerraffinerien anzugliedern, die die Weiterverarbeitung des von ihnen erzeugten Rohzuckers vorzunehmen hätten. Zunächst wird die Zucker- rasfinerie Halle A.-G. vor die Frage gestellt werben, ob sie sich auf diese Weise mit den Rübenzuckerfabriken zusammenschließen will. Das Angebot, über das eine Generalversammlung am S. Februar entscheiden soll, ist deshalb besonders interessant, weil es von den Rohstofflieferanten dieser Gesellschaft gemacht wird und weil lm Falle einer Ablehnung die Gefahr besteht, daß die Rohzucker- lieferanten die Raffinerie nicht lpeiter beliosern. Run haben einige Aktionäre In der Sache ein Haar gesund«». Sie hoben sich zu einer Schutzoereinigung zusammengefunden. Diese wendet sich gegen den Zusammenschluß u. a. mit dem Hinweis darauf, daß die geschaffenen Konzerne zu Sozialisierun gsversuchen verlocken könnten, an deren Ende ein Rcichszuckermonopol„droht". Es ist immerhin bemerkenswert, festzustellen, wie hier eine Akttonärsgruppe sich von selbst den Gedanken zu eigen macht, daß die fortschreitende Konzen. tration der Betriebe letzten Endes die Ueberführung der Produktions- mittel in die Hände der Allgemeinheit zur Folge haben muß, und wie sie dagegen im Grunde nur deshalb ankämpft, well dann der schöne Profit aufhören würde. Vorträge, Vereine unü Versammlungen. Heute, Dienstag, den LE. Januar» » in I u na ab. «r»kitei>S»art1art«> de« 15. D-rwaltimgiibezlrti. Heute 8 Uhr findet Im Üotal de« Eenossen Hermann Töpfer, Niederschöncweide, Berliner Str. llt, unsere Kcneralversammluna statt. Erscheinen aller Seleqierten ist Pflicht. Srafc« ölsentlickr Rieterverfainmlnnaen heult 7 Uhr in den Schulaulen Prinzenslr. 51, Wassertorstr. 31, Diessendachstr. 61. Thema: Die Verpewalli- SUNg der Mieterschalt durch die unberechtigten Mietszusthlägl. gentral'Rieter» verband, Verrvaltungsbezirt 6, Dielfrnbachstr. 76. Morgen. Mittwoch, den SS. Januar: Tauelstenverein„Die«»tnefrennde». wrneralversammlung der Ortsgrurv« Berlin in der Aula Weinmeisterstr. 15 um 7 Uhr. Eintritt nur«een Bar» jelguna der quittttrten Milgliod-larte fiir 1921MSZS. «etrirb-krant'-lk»Ise dir Stadtgemeinde Berlin. Nachmittag» 5 Uhr im " u?g. Aula der Sandel»« ndauer Str. 1, über„Der Panamafanal, sein« -----------------.. Rathaus«, Nilnig-r. 15/13, auherordentliche Auelchuhsthung. Bartrag ron Pros. Dr. Wegen« um 8 Uhr In ber Aul< Hochschule Berlin, Spandauer Str. I, über„Der f Seschicht«, le�nifch« Herstellung und lünftige Bedeutung". Oriefkasten der Reöaktion. «riefliche«asiunfi wird n t ch i erteilt.- Jeder für den Brief» lasten bestimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und eine Nummer bei. Eilige Ansrayen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindenftr. E 1. Hol pari, linke, vor. Schriftstücke und Vertriige sind mitzubringen. 6.»«. Margensasfee mit Zubrot 0,75 SB?.; Frühstück 1,90 SD?.; Mittagessen 4,50 M.; Nachmittagslafsee mit Zubrot 0,75 M.! Abendessen 2,30 M.—«. D. ! Verein Freidenier für Feuerbestattung<£. V., Berlin, Oranienstr.«3/34.— W.®. 100. I. An stch nicht. Der Betrag kann aber abiugofrei belassen wer» i den. 2. Rur In einem gewissen Umfange.— Teilhaber. 1. u. 2. Unter Um- ständeit ja. 8. Ja, sosern ein wichtiger Srund vorliegt.— w. B. 75. 1. Die Ürbanfallfteuee wird nach dem persönlichen Perhältni» des Erwerber» zu dem Erblasser in sech- Klassen erhoben. Wiederholen Sir daher Ihre Frage unter Annabe diesra Perhöltnisses. 2. Nein, aber«ine Nachlaßiieuer, die in Ihrem Falle 1 Proz. detrögl.— Sil. 101. Führen Sie zunöchst Beschwerde beim Oder- Angabe diese- Perhöltnisse». 2. Nein, aber eine Nachlaßsteuir, die in Ihrem Falle 1 Proz. detrögl.— Sil. 101. Führen Sie zunächst Beschwerde beim Ober- pröstdenten in Berlin. Ferner müssen Sie sich on das Mieteinigungsamt wenden.— R. T. 100. Zweifelhafl. Legen Sie gegen den Umsahsteuerdescheid Einspruch ein.-«.«. Ii. 1. B!» 1. April 1SÄ 165 M.. vom 1. April di» 31. Dezember 1921 200 M. 2. Vom 1 August bi, 81. Oktober 1921 35 SD?, vom 1. November bi« 81. Dezember 1021 15 M. 8. 15,00 SD!.— E.«. 17. 1. u. 2. .......„-. lt on sReai(n.un. Unsere» ...sp"rt. 1 Uns nicht besann«. uslunstsstellr de» Reich-wanderiingsaml», An einem Oberförster ober Forstmeister oder an di« Meoierun Wissen, ist bie Försterlanfbahn zurzeit gesperrt. 2. Uns n Wenden Sie stch oder an die Auslunstsstell Luisenstr. 81«.- 6. K. 15. 1. Ja. 2. 20 M, heirateien Arbeitnehmer handelt,(o dars ein 1 «. S.«. 1. Ja. Die Ansprüche au» den Iah. find verjährt, t. Ja, soweit die Seschwister dazu enn e» sich um einen rxr- Lohnabzug nicht Nattsinden.— iren 19i5 bi» einschließlich 1917 iu in der Loge sind. 3. Ja. .ur Such» Selbstv cwertnnx Meine u. zu höchst. Prellen ■J.Sohllephaekc Znwriier• Frt»driit>ttr-He»10 V ecke«ochstr-h, 7SUnn Q Tailzah un«. SJ.Qgr Kronen aaliuc 705 o an Iti iSahnz rn. Einspr. h icnrncrelrt. Lrnarb. scblschislli. lieb. Rep. so( Zalnar.l Dr. ff»U, pomd.st.ss.Hochb-St Spn.9-7 I Off, Stück Im m eil. T."«ingelverk. l»tZ»k!l0iI» Osten 1 SräierW63 33 ■am» l a e�oreisf'öf IMer,Messino Biel Zink ctc. Zahnp bisse tl o Schmask*. li5chstr, Piac. Goil Sil&.-Bfßeli Kit. Gicier, NO. Suaue berger Mr. 2t. Sn» cn- bayn 1,2.1,21 46,»',e,8, 71 BERUTZ 3CHOOLS Lcipzleer Str. 123« EcKe Wilhclmstr. Tauentzienstr. 19a MAUIMD Einieluntefncht. Zirkel nonatl. 00 Mark Kapitän ' Feinst. Sefchmoit stet» .#» irisch. Zu tauirn in den ÖII � fr Zlgarrengeichäilrn usw. II l M V U C 4,nrraivertr C KOtfer. S erlin. ClchtenbergerSlr. 22 tKönigstadt 3861) Beinwarih Kleine Frank?ur!er StrsCe 1 kauft ru ero wen Pre sen Seid-, Silber-, f iaün- Brucb und Qe�erstiändc Eigene Schmelze 1 > Socbsa or rokianaa I M. PHILIPS PRIGE Die russische RevolfilSoji (Eritmerongan aas dvn Ja'ursn 1917-1919) Aua dam Inhalt: Der Petersburä-r Sowjet ur.d die erste Koniifion/ Dag erste Stadium der Agranevoluljon/ Wie die Kosaken und Tataren Gber die Revolution dachten/ Der Sturz der bürserlichen Koalition— Alle Macht den RSten/ Sabotage der Intellektuellen und der Kampf auf dem Bauernkonfsreß/ Die internationala Gegenrevolution|eht zur Offensiv« Ober <95 Seiten Prais: broteh. 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Täglich 8 Uhr. Elga *. derhart Hauptmann (Tilla Durleuz. K Veldt. Becker, Kielr., Saliner) flieaürysleiis (Ra.e.Tbeatcr) 77. Uhr: (Spreeathener) FOLIES CAPRIGE Llmenstr. 132 am Oranienburger Tor Ti lieh»',8 Ohr: D. Liebeskanapee Das Käuzchen Die lalsclie Nummer Prd Giunecker. R. Bergi Theat. a Kattb.Tor TfLStori», 16077 Sägl. rv.Ubtu. ®1f8U: Vor- stellnng. Ab8Ü.: Endkämpfe der Intero. Meister- schalls* Riag- kämpfe!. Kitte!- j e. �shwergevlstät. vkf Tictz u Tigk -MMMN 1 Arnold Scholz Rasenheide 108/14 j Rente Dienstag, den 24. Januar:! jSoehbiey-Test „Große Modenschau4'1! Prümiierung des -I! lilEOilS I 3 bare Qcldprelae 500, 300« 200 M. 1 1 3 Kapellen 30 bayer. Mad'l j Einlaß 6 Uhr Anmeldungen zur Piimüsrung bis 10 Uhr sberds an der Kasse aea Da*■res.« K,®. Januar- V a r I o t*• zia* Programm I Jä? Begten 7�0 Uhr. Orots« Blersbtet ung. iauentSien 'ADItTC— Po'Sdamrr Mr 3* 1 jC.FiachlSchweigj Tnrm'tr. 12 Einer Mutter] Sünde J Alexandciol-Pas5 i BDlc AbentearcrlnH 1 von Monte Carl« Z III. Teil. I Crtrder.iu PhdnM H HB fimhfl'lt-FSIK' jD. Minder jähripr � Lülülid. U CflUä ZSSSiES?!* 3anuar- MißM-PiS.jr.! I fedes I Yuan- ■um, kvuft Metall* Kantor Jahn. Alle jnkobsir. 138 H.(iralt,Le'PZ.Si 7Sll 5 r Hbchsie Beleihung£ £ es Biskr.Keellsies öelegenhelts- S kaufe. Uhren.~ brillanten~ Sehmucksach i. 'WO«/, nnt. Lad Fr M «rttwäsch» biliar:, ba alle« eigrn» fa"-- lati»n. Betlori 78.-. RifTtn Lok«» 82.—«n. fluch krflert bi»|u 88 Ptoz. Iis H,::-«ndatdrr»be i# i kfrabsrlrgt.. Itrhb«- J C*l£i»onn, ttlczanbrl- gäube br» Znvralur» (nenlitaßk 44, II, tdt''---- I ftar.imir.banttnitcet'- i|Sc»5 flrisnib«; Xcu*- | am«»erlauft ätiuttBr. 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