ly"» Nr.* ZH.?abr?a«s flusgabe Ä Nr. 21 vezngSprei»! BIkN«II!!!!r».vu,—-Ll, w°naik«.—«. Irei INS vaus, norau»»ohidar. Post. dtzu» MonnUtdj N.— M.»inlql. ftu- stellungsgedülin Um« SltrujbantiTUt Sicuif te'tellunzen ncqmen an LellerreiS» Ungarn. Tlchecho- Slowaiei. Däne» matt. Holland. Luremdurg. Schwede» und die SaiweiH. D«.Dorwärts" mil der Sonniag». deiiage.Poll und 8»ll*, der Unter» lag» und SHontag* einmau Telegramm-Adresie: JlojialBcnetcal Oettta" Abend-Ansgabe Berliner Volksblntt c «dnoa. r»o «t»i«rSnt»»0 Pfennig pT� nlgl Clxjdnnterdft Dw»ehngeipullen, NonpareillegeN, lottei D(._AI«ln« ttajclo«»" da»«»gedruckte wori 8.— SR. ig». Ullstg«w»> t»»gedruckte WoNei.!»de» ««>«, Varl>.K> SR. Slellengesuch, und Schlatklellenanzelgen da»«lt« Won 1.80 SR.!ede» weitete SB ort L— SR. SEorte IIb« 15 Buchslaben zdblen Nie swei Won«. I?amilien-«n- zeigen stir Abonnenten Keil» 4.— SR. Sie Preise oerllehen sich einschließlich Teuerungeiuschiag. Anzeigen we die nächsie l millsen b>« 4>/, Ahr nachmittag» im fiauvigeschitst. Berlin EW«. Linden. trade ii. abgegeben w«den. chebffnet »an u Uhr itüh bU 8 Uhr abaUM. Zentralorgan der rozialdemokrätirchen Partei Deutfchlanda Neüaktion und Expedition: 610 68, Ltndenstr. Z Ql�rnitirrrlirr•»«»nf««»" M»r»h»la» INI ti».»7 yfcrniprrnzrr.»(»rinbl«» 1 17 53-51 m i■■—■ii» ii 1 1 ii it»irt*n'rn-ri'-T i--- n i ifi UYia Mittwoch, den 25. Januar 1022 vonvarts»verlag G.m.b.H., SM 68, lindenstr.Z !ti»Ani»,»«-if,-.f- Verlag. Vrvrbition und Inserate». Bsi-rniprenii-r.«Vlvritiplat. 1,753-54 Wiechs Schickfalstag. heute muh es sich entscheiden, ob die SteuerverstSnd'.gmlg S stände kommt und Wirth bleibt, oder ob sie scheiterl und irth fällt. Diese Entscheidung liegt in hohem Grade beim Reichskanzler selbst, der noch immer bei den Parteien eine sehr starke Stellung hat und der vielleicht nur schon zu lange gezögert hat, sich mit seiner Person für eine bestimmte Lösung einzusetzen. Es war entschieden ein Fehler, dah der Reichskanzler den Parteien sagte, er könne seine Erklärung im Reichstag erst abgeben, wenn sie sich über die Steuern ge- einigt hätten. Viel richtiger wäre es gewesen, wenn er mit einem eigenen festen Programm an sie herangetreten wäre und ihnen erklärt hätte, mit diesem Programm werde er in offener Reichstagssitzung stehen oder fallan. Die Gegensätze zwischen den Parteien find so groh, dah ohne das Eingreifen eines Mannes, der aus beiden Seiten Pertrauen geniest, eine Verständigung kaum möglich ist Es gebt dabei nicht nur»m ein Mehr»der Weniger der Besitz» belastung. um Abstriche oder Zuschläge bei den Verbrauchs. steuervorlagen. Jedermann in Deutschland weih, dah die Der» braucher um schwere Lasten nicht herumkommen, �und dah auch die Vesitzenden noch zu viel erlieblicheren Opfern als den bisherigen genötigt sein werden, hier würde sich eine Linie der vorläufigen Verständigung finden lasien. wenn nicht über die bisherige Politik der Regierung selbst, die E r s ü l l u n g Politik schwere Meinungsverschiedenheiten beständen. Die Koalaldemokratische Partei steht ans dem Stand» punkt, daß Deutschland in Ausführung der Erfüllungspolitik von sich aus olle möglichen Anstrengungen machen wusse. um seinen guten Willen zu beweisen und seine Zahlungsiähig» keit nach ouhen auf den höchsten Grad zu bringen. Erst unter hinw?is aus die Vollständigkeit dieser Anstrengung. m kann ihrer Üebemugung nach die deutsche Regierung gegen tatsäch» sich unmögliche und unausführbare Forderungen Einspruch erbeben mit der Aiissiäst. ihn auch durchsetzen zu können. Die bürgerlichen Parteien dagegen neigen Immer mehr zu der bedenklichen Auffassung. Deutschland dürfe der Entente nichts .auf dem Präsentierteller entgegenbringen'', es müsse 0(10 vielmehr immer erst einen entsprechenden Druck von auhen abwarten, um sieh zu den Mahregeln zu beguemen, die zur Erfüllung seiner V-rpslichtungen notwendig sind. Die bürgerlichen Parteien scheinen nicht zu bemerken. dah sie durch diese Taktik den schlimmsten Gegnern Deutsch- lands Vorschub leisten, dah sie mit Ihr die gefährsiche These stärken, aus Deutschland sei nichts herauszuholen ohne einen sortgesetzt ausgeübten äußeren Druck. Würde sich die Sozial» demokratie der bürgerlichen Taktik ohne weiteres anschließen. so kämen wir in Gesahr, wieder einmal eine halbe Poll» t i t zu treiben, eine Politik der Diagonale zwischen Er» füllungspolitit und passiver Resistenz. Eine solche halbe Poli» tik ist in Deutschland während des Krieges getrieben worden, da die leitenden Staatsmänner immer die Diagonale zwischen Annexions- und Berständigungssrieden suchten— mit welchem Erfolg, das weiß man. S»hr merkwürdig ist nun an der Politik der bürgerlichen Parteien, daß sie anscheinend meinen, man könne zwar aus dem Gebiet der Derbrauchsbesteuerung der Entente au» freien Stücken entgegenkommen, müsie aber auf dem der Besitzbelastung Zurückhaltung üben und sich hier das Unvenneidliche erst abnötigen lasien. Es ist begreiflich, daß die Sozialdemokratie, die sich als die Vertreterin der breiten verbrauchenden Masten fühlt, für diese Art der Unterscheidung kein Verständnis aufbringen kann. Immer wieder trist in den Betrachtungen der bürger- lichen Prefle die Aufsassung hervor, daß der Vertrag von Per- sailles der Entente den Zugriff nur auf das öifentliche Eigen- tum, nicht aber auf das Vrivateigenwm gestatte. Das ist richtig und falsch zugleich. Die Entente kann nicht die Fabrik des Herrn X. oder das Landgut des Herrn P. zugunsten des Reparetionskontotz versteigern lassen; aber sie kann von Deutschland die Mahnahmen oerlangen, die not- wendig sind, um ihre Forderungen sicherzustellen. Die Fähig- keit des Staates, Verpflichtungen zu übernehmen, beruht aus seinem Recht, von seinen Bürgern Abgaben einzutreiben, und von diesem Recht muh er Gebrauch machen, wenn er sich nicht dem Vorwurf aussetzen will, dah er sich seinen Verpflichtungen entziehe. Der Kampf im Reichstag geht also im Grunde um nicht» anderes, als um die Politik selbst, die in den letzten acht Mo- naten geführt wurde und die mit dem Nomen des Reichs- kanzlers Wirst, aufs engste verknüpft ist. Was die Sozial- demokratie will, ist nichts anderes als die geradlinige Fort- fühmng dieser Politik. Mas die bürgerlichen Parteien unter Führung der Deutschen Volkspartei bewußt oder unbewußt hetreiben, ist ein Abbiegen von ihr, das loglscherweise zum Sturz des Kabinetts Wirth, zum Ausscheiden der Sozialdemokratie ans der Regierung und zu einer starken Schwenkung des gesamten außen, und innenpolitischen Kurses führen muh. Wollen die bürgerlichen Partelen das wirklich? Man hat den Eindruck, dah zwar einzelne Politiker bewußt auf dieses Ziel hinsteuern, daß aber sehr viele eine solche Fahrt ins Un- gewisse nur mit bangen Gefühlen mitmachen würden. Auch sie wären dem Reichskanzler dankbar, wenn er— nach allzu langem Zögern— noch im letzten Augenblick den Wagen her» umrisse, noch bevor er zerschellt. Die Aussicht auf einen Sturz der Regierung fft unter den gegenwärtigen Umständen für alle, die sich ihrer Verantwor» tung bewußt sind, äußerst drückend. Sie wird noch drückender durch das Vild, da» diese Krise darstellt, denn wieder einmal handelt es sich um eine Krise hinter den Kulissen, wieder einmal soll sich das Schicksal der Regierung in Ver» Handlungen entscheiden, die hinter verschlosienen Türen ae» führt werden. Herr Wirth hat einmal nach der topslosen Oberschlesien-Krise geäußert, er werde nicht anders fallen als in offener Feldschlacht, das heißt in einer Abstimmung de» Reichstags. Roch immer bleibt ihm der Weg zum Reichstag, den er zur Gefolgschaft zwingen oder als ehrenvoll Bestegter verlassen kann, um einmal als Sieger wiederzukehren. Der Abgang Im Dunklen aber führt ins Dunkle und nicht nicht wieder aus ihm heraus. cherr Wirth legt heute seine entscheidende Prüfung al» Staatsmann ob. Im Interesse unseres Landes, das Staats» männer braucht, wollen wir hoffen, daß er sie besteht! • Zentrum, Demokraten. Deutsche und Dayerische Volks parte! hielten heute vormittag eine gemeinsame Desprechang ab. hierbei geriet der Plan einer gesetzlichen kredlthilse, wie wir Ihn heute morgen hier andeuteten, wieder ln den Hintergrund. Auch der Gedanke der sosortlzen Einziehung beider noch au#- slehender Drlllel de» Reichsnotopser» scheint wieder sallengelosien zu sein. Dagegen beschSsklgle man sich wieder mit der Idee einer Zwangsanleihe in der ursprüngllch vorgeschlagenen Form. mittags sprachen Sozialdemokraten und ll n a b h S»- glge gemeins am beim Aelchstanzler vor. Die sozlaldemokra- tische Fraktion tagt wieder um 3 Uhr nachmittags, um S Uhr abend» Ist wieder Interfraktionelle Defprechung. Lelßien unü üie Neparationcn. D r ll s s e l. Z5. Zanuar. twTL.) Zn der 8 a m m e r gab der ZNinIst erpräsIdent eine Ertlörung ab. ln der er auslührte: Mr mußten In Eannes die Frage»es Zahlungsaufschübe» prüfen. Die d�ulsche Abordnung kam zu Worte. Es war in Eannes unmSg- sich, den Eindruck, den da, c-ndoner Memorandum gemacht hatte. ,n beseitigen. Die Sechverständigen erkannten einstimmig, daß man Devischland für da» Zahr\922 E r l ei ch l« r 0 n g en gewähren wüste, aber gegen neue Sicherheiten. E» ist in der Dal rrsorderiich. daß. damit diejenigen Länder, dir aus Reparationen ein Anreckt haben, die ihnen zukommenden Entschädigungen von Deutsch- iland erhallen können. Deutschland selbst einen gewisicn Grad de» Wohlstandes zurück-ugewinnen vermöge. was diebelglscheVrioritäi betrlsst. so zeigte sich die bel- gsiche Regierung immer fest enifchisssen. auf deren gewissenhafte Dleuhtnrg zu bestehen. Wir gingen nach Eanne» mit dem vewußi- ftin unserer fchmeren Verantwortung. Roch zahlreichen ErSrterun- gm hatte man sich im Anzcnbllcke de» Rücktritt» vriand» aus den Plan gerinlgl. die Darzahlungen veuischiand» für tSZZ von 300 auf 720 Millionen zu erhöhen, wovon 130 bis l40 Millionen da» Defizit de» Rcsat uvgshcerc» decken folltm. veigien fvll-e die übrigen 350 Millionen auf Grund ieiner Priorität erhallen, an Stelle der tn tondon in Aucsicht gensmmenru»6 Millionen. Wir hatten /noch cinm weiteren Punkt der Verständigung, wonach Frank- reich drm Wiesbadener Abkommen gemäß einen großen Dell der notwendlgm Materialien erhalle» soll, um die Wunde feiner verwüsteten Gebiete zu Heileu. �rbdtsrvertrete? nach Genua eineelaöen! pari». LS. Jsnuar.(WTV) Da» Gewerkschostsblott.Le / Pruple' glaubt zu wisien, daß der itsltenlfche MIniftrrprästdent vo- Nnomi an alle zur Konferenz von Genua eingeladenenen Regierungen appelliert habe, in ihr» Delegationen einen Vertreter der Ar. betterbewegung und einen Genossenschaft»»??- tretet mit ollfzunehmen.___ Seine MiNkärbllndnlsie mehr ist bekanntNch ein« der Grund- bebluguugen von Versailles. Darum verhandeln jetzt auch Rumänien, Südslawien und Griechenland über«ine Militärkonvention. Dollar 204. fteute fand an der Berliner Börse ein offizieller Verkehr nur in Devisen und Roten statt. Um die Mittagsstunde war da» Gerücht verbreitet, dah das Steuerkompromih zustande- gekommen sei. Daraufhin setzte ein Rückgang der Devisen- kurse ein. Dollarnoten wurden um V3I Uhr mit 204 bis 204 gehandelt._ Sur deutsche Meöeraufbauarbeit. Der Aktionsausschuß für dl» verwüsteten Ge- biet», dem eine Reihe von linksstehenden Abgeordneten au» den zerstörten Gebieten angehört, hat clne Tagesordnung angenommen, in der er feststellt, dnß die lm Budget vorgesehenen Summen den Bedürfnissen nicht entsprechen und daß im Jahre 1922 der Wlederousdau in ebenso beschränktem Maße fortschreiten und ebenso unsicher sein werde wie vorher. Deutschland müsie in kürzester Frist veranlaßt werden, Material und Arbeit»- tröste zu stellen. Seit der Eazialistcnkonserenz von Frankfurt wüßten die Behörden, daß die d e u ts ch e n A r d« i t e r in der Form von Gilden, die immer zu niedrigeren Preisen arbeiteten al» Privat- Unternehmungen, am Wiederaufbau teilnehmen wollten. Der Ausschuß wird rine llnterrrdung mit dem Minister für die be> freiten Gebiete, Reibet, nochsuchen, um ihm zu erklären, daß außer den privaten Jnteresien nicht» der Einrichtung der Gilden ln den zerstörten Gebieten entgegenstehe. Der kronprinzliche �arem. Vom Gericht als wahr unterstellt. Daß ein Gerichtshof lm Deutschen Reich a l, wahr unterstellt. daß der frühere deutsche Kronprinz in seinem chauptquartler»inen charem von Dirnen beherbergt habe, dürft» vielleicht Erstaunen erregen. Freilich erklärt sich dieser Versall ganz zwanglos, vor dem Landgericht Frankfurt a. d. O. cl» Berufungsinstanz hatte stch am LZ. Januar Genest» Redakteur Kurt Lehmann wegen Betel- d l g ti n g de» Offizierskorps des alten k»eere, und der Reich»- «ehr zu perantworten. Gegenstand des Anklage war»in vnitel zum 9. Rovember. der auf ol».laufende, hurend« und fressend« Offiziersmeut«'' in der Etappe hinwies. Der Sngettagte trat durch seinen Verteidiger. Rechtsanwalt Falkenfcld.»inen außerordentlich umfangreichen Wahrheit»- b e w e i» an. Er benannte über lSVV Zeugen für die Zu- stände In der Etappe, außerdem legte er zahlreiche Urkunden. Speife» karten au» Offizierskostno» und dergleichen zum Beweis de» Etappen» leben» vor. Da» Gericht hatte eine heilige Scheu, in dies» Beweis- aufnahm» einzutreten, die so ganz und gar nicht der Absicht der Ln- klage entsprochen hätte, da» Ofsizierskorp» tn Schuß zu nehmen. E» wußte sich zu helfen, indem e» sämtliche vom Verteidiger ge- stellten Deweisonlräge kurzerhand al» wahr unterstellte. Unter diesen Bewcisanträgen befand sich u. a. auch die Behauptung, di« in dem Buch eine» bürgerlichen Politiker»,.Die Tragödie Deutsch- lands"(Verlag Duncker u. stumblct) ausgestellt ist: Die Offiziere gaben der Mehrzahl nach nur ein velsplel be- fonderer Zugelloslzkelt. Der oeutsche Kronprinz beher- .bergte»inen Harem von Dirnen In seinem Hauptquartier, die Bordelle für Offiziere überschwemmten die Etappe. Ferner behauptet die Verteidigung, der ehemalig« Kronprinz habe ein in seinem Etappenort wohnende» unbescholtene» junge» Mädchen zu seiner Dirne gemacht, und die empörten Eltern de» Mädchen» an» dem Dorf abschieben lasien. All da» ward« von dem Gericht kurzerhand al» wahr unterstellt, eine näher« B» welsaufnahme hielt e» nicht für nötig. Nicht gerade sehr ehrenvoll für den Exkronprinzenl Man hätte eigentlich meinen mlisien, daß nach dieser Wahr- h«it»unlerstellung da» Gericht zu tiner Freisprechung de» Angeklagten gekommen wäre. Aber weil gefehlt! Mit der knlfslichen Begrün- dung, daß r, ein besondere» Elappenosfizierskorp» nicht gegeben(l) habe, daß also durch dle Behauptung de» Angeklagten auch dl« Front- ofsiziere mit beleidigt(II) seien, von denen jeder, wenn auch nur für kurze Zeit, einmal in di» Etappe gekommen sei(II), verurteilte da, Gericht den AngcNagten zu 1300 Mk. Geld st ras«. Der Staatsanwalt Jostrow hatte 3 Monate Gefängni» oder 150 000 M. Geldstrafe Länder, sich neu« Einnahmen zu schassen, außerordentlich gering. Nach der jetzigen Steuerordnung sind Länder und Gemeinden zu Kost aä», er» de« Reiche, geworden. Da» Reich ist durch fem« Steuerhoheit tn der Lag«, sich dies« Einnahmen zu verschafsen. Der Zuschlag zur Einkommensteuer ist für di« Länder unumgänglich. Dies«» ist ober in der Tat eine wesentlich« politisch« Frage. Ich habe die Ucberzcugung, daß das Reich sich n-chl der Notwendigkeit in dieser Hinsicht verschließen kann und noch zu weiteren Zugeständnissen kommen muß. Andererseits glaube ich ober nicht, daß da» Reich in der Lage sein wird, aus Einnahmen seine» eigenen Haushalte» zugunsten der Länder und Gemeinden zu verzichten. 5)inzu kommt die Schwierigkeit der augenblicklichen politischen Verhältnisse im Reich«. Trotzdem können und wollen wir diesc» Ziel nicht au» dem Auge verlieren. Ein anderer Punkt ist die Gestaltung der staatlichen Beinebsverwallung. Man bekommt einen gelinden Schrecken, wenn man da» große Mindcrerträgni» dieser staatlichen Betrieb« sieht. Daß diese Mindcrertrög» zu einer Zeit eintreten, wo Im Privatbetrieb außerordentlich« Ueberslhülst� erzielt werden, erregt Befremden. Im Hauptausschuß wird vorüber zu reden sein. Ich habe den Eindruck, als ob in den staatlichen Be- trieben zu sehr dos.Staatliche' und zu wenig der.Betrieb' be- tont worden ist. Wir müssen zu einer lebendigeren Betricbsocrwal- tung nach kousmännischen Grundsätzen kommen.(Zu- ruf von den Kommunisten: Die alten Geheimrät« müssen an die Luft gesetzt werden!) Der Betrieb muß losgelöst werden von gewissen Fesseln des Etats. An tüchtigen Personen, herrscht kein Mangel. Wir werden un» noch und nach diese Kräfte zu eigen machen. Natürlich hat ein staatlicher Betrieb gewisse höhere Verpflichtungen. In Erwägung zu ziehen ist auch die Er- höhung der Gebühren, besonders der Verwaltungsge» bühren. Preußen hat zu ten Kriegskosten 2 Milliarden geleistet, davon ist noch nicht eine Mark zurückerstattet.(Hört! Hört!) Dieser Zustand ist auf die Dauer unerträglich. Der legte Etat hat einen Minberertrag von rund einer Milliarde. Mit Sicherheit ist anzunehmen, daß wir diejen Minderertrag weiter mit uns schleppen müssen, wenn e» nicht gelingt, hier eine grundsätzliche Aenderung zu treffen. Die ernste Log«, in der sich Preußen sinon- ziell befindet, läßt sich natürlich nicht einsettig von Preußen selber beheben. Die Vermehrung der fchwedenven Schuld und damit der schlecht» Stand unserer Währung ist dadurch unvrr- meidlich. Die schrvebende Schuld de» Relche» Ist lm Jahre 1921 auf 247 Milliarden gewachsen. Von den lausenden Llisgaben des Reiche» wird nur die Hälft» durch taujent» Elnnohincn gedeckt. Der Dollar stand kurz vor dem Londoner Diktat noch auf 52. Er hat sich fprunghafl di» über 399 erhoben. Er ist dann bis zu einem gcwisien Grade wieder grfollen, hat aber jetzt wieder di« Höhe von 219 erreicht. Unsere Paptermark ist also seit dem Londoner Diktat um mehr al» da» Dreifache entwerte« worden. Nehmen Sle dazu dt« wachsenden Ztftern der Arbeits- losigkett tn England. Amerika und der Schweiz. Alle» da» läßt die Ueberzeugung immer mehr durchdringen, daß die Wirtschaftspolitik aller Staaten des Erdballs unauflöslich zusammenhangt. In England zuerfl hat man erkannt, daß man«inen so wichligen Teil wie das Deutsche Reich nicht von der allgemeinen Wirtschafls- volitik loslösen taiin, ohne damit der Gesamtheit zu schaden. Auch au» den letzten Reden von Lloyd George tritt der Gedanke Immer sichtbarer hervor, daß«tn» gewiss» Mlct- schajtshar monte and Znteressengemetnschaft zwischen den oerschiede- nen Völkern der Erde besteht und bestehen muß. Ich rechne weder tn der allgemeinen noch in der Wirtschaftspoliltk mit Sympathien und Antivathien. Ich rechne aber mit dem gesunden Men- fcheno Erstand und glaube, daß da, eigen« Imeresi« die Länder dazu führen wird, zu erkennen, daß die jetzt bestehenden Zustände schließlich auch da» eigene Vaterland zu den allerschwersten Schädi- gungen führen müsien. Ich verweise aus dt» neuesten Nachrichten au» Amerika, die dl« Lösung zweier Hauplprobteme, dl« Abänderung der deutschen Reparalionsverpflichlungrn aus Grund der w> c k- llchen Zahlungsfähigkeit Deutschland» und dt» Frag« der Londabrüstung vor Genua entschieden wissen wollen. Auch eine Verringerung der Reparationsleistungen wird noch nicht endgültig Helsen. Erst muß sich die Ueberzeugung durchsetzen, daß Deutschland gleichbercchiigk Im Kreise der anderen Nationen ist.(Lärmende Unterbrechungen der Kommunisten.) Wir wollen die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht fahren lasten. Im Vordergrunde muß stehen der Grundsatz der Sparsamkeit. Der zweite Grundsatz muß fein: Keine Au»- gab» ohne Deckung.(Lebhafter Beifall.) Donnerstag, 11 Uhr: Kletn» Vorlogen-, Aussprach» zum Hau». halt DieMcdezeil Ist aus Iii Stunden festgefetzl. Schluß M Uhr. Der Stammtisch. von Gustav Dtdtm. Seit Moneten findet man regelmäßig tn»wem amtlichen hessischen Provinzblättchen folgende» Inserat:.Deutschnatto- paler Stammtisch tagt.... bei....' Da versammeln sich dann nächtlicherweile di» deutschnationaien Helden um den eirunden Tisch und machen geräuschvvll w hoher. höchster und.allerhöchster' Politik. Hier an diesem Stammtisch werden dann die größten Schlachten geschlagen, Minister gestürzt und König« gekrönt. Tsiit dem M...i Warum sollte man euch, deutschnationclle Helden, auch diese» Vergnügen mlßgönneni Seid ihr doch von Jugend auf dazu er- zogen, ganze Völkerscharen mit dem M... zu vernichten, hinter dem Dollbierkrug.Gewaltsrieden' zu diktieren, Länder zu annek- tieren und euch schließlich unsterblich zu blamieren. Und wenn euch bei.Rundgesang und Gerstensaff dann der so selten gefühlt« Mannesmut warm überläuft— es leb« dU Etappe — und ihr den Mund zu voll nehmt, auf den Sattler Ebert schimpft, weil es euch al« Skandal erscheint, daß«in einfacher Är- beiter mehr wisien und können fall al,.alt« gelehrte Häuser' mit Sprüngen an der Vorderfront, dann.... sa dann kommt ihr dem nüchternen Gast, der einsam am anderen Tisch sitzt, vor wie ein Anenabild au. Sarrasant. Wie Clown», die sich aus hohem Seil produzieren und Kalauer erzählen. Denn di« Vernunft und menschliche«, soziale» Gefühl sitzen nicht an eurem Stammtisch zu Gast. Cur» Gehirnganglien im Oberstübchen sind outohypnotifch beherrsch» von dem Dünkel:.Wir müsien wieder die Herren sein. Die anderen, die Knecht«, die froh sein müsien, un» di« Stiesel putzen zu können.' Wenn ihr euch dann berauscht in euer mollige» Eheftübchen begebt, berauscht selbstverständlich nicht vom Wein und vom Voll- bier, sondern von dem Ueberschwang eure» Redeschwall», dann seid ihr glücklich und betet� inbrünstig vor eurem Hausheiligenbildnis in schönem Buntdruck— dem Landesflüchtigen von Doorn oder dem großen Ludendorff— euer christliche» Nachtgebet von dem kleinen Herzen, da» zu Gott und Christus fleht, er möge doch da».Gottes- gnadentum' wieder tn Deutschland»inführen und die Juden und ihre Stämmllnge nach Palästina entführen. Roch tm Schlafe träumt unser Held von Kapp und Lüttwitz und Hrffterich, von neuem Sozialistengesetz und vom Abbau der Löhne. Im„Schwanen hatte der Herr Wirt mittlerweile die letzten Rest» de» deutschnationalen Stammtifchabend« beseitigt. Die Bier- decke! au» Pappkarton, die der Herr Leutnant der Reserve mit „Nieder mit der Republik, Hoch Sein« Majestät Willielm der Aweit«' und anderen gelstreichen Aussprüchen bekritzelt hatte, flogen in die Ofenglut. Dann nahm er einen dicken Blaustift, ging hinaus auf den Flur an die Tür, wo„Für Herren' steht, und durchstrich mit großen dicken Zügen„Die Iudenfau von Rathenau', di» ein anderer deutschnationaler Held an die Wand gemalt hatte. Dann nahm der Wirt einen Elmer Wasier, und schwemmte die letzten Reste der „Wiederaufbauer' tn die Gosse, die selbst durch den langen Schlaf bt» tn die späten Morgenstunden hinein vom„deuischnattonalen Stammtisch' sich zu neuem„Wiederaufbau' erholten. Derartige„WIederaufbau-Stammtische' gibt e« überoll— in Groß- und Kleinstädtcn— dort, wo Reserveofstztere a. D. nicht mehr nach Belieben die Herren im Haus« spielen können und wo ihnen die.Futterkrippe' etwas hüher gehängt wurde. So sehen die„deutschnationalen Stammtische' w hormloser, humoristischer Beleuchtung au». Es gibt ober auch gefährltch« Stammtischrunden. die Ausgangspunkte sind für Orgesch, Jung- Deutschen-Orden und Kapp. Verbrecher. Darum, lieber Genosse, Ist e» förderlich, der stille Gast am Roch- bartisch zu sein. Denn nur wer die Waffen seiner Gegner �ennt, kann sie wirksam bekämpfen.' Der norwegische Bildhauer Stefan Sinding Ist im 75. Leben»- fahre in Pari» gestorben. Er hotte>» Deutschland, speziell in Berlin, die entscheidenden künstlerischen Einslüss» erlebt, die des akademischen Epiaonentums, da» griechische Vnrbiloer nachahmte. Später kamen Poriser Eindrücke dazu, und so wurde Sinding der bekannteste Per- treter der norwegischen Plostik. ohne bestimmt« nordische Eigenart. international verschwommen. Sinding ba't« auch in Deutschland. wo er sich gern aufhielt, seine Verehrer. 2lm bekonntesten sind seine Kruppen.Zwei Menschen',.Die Walküre'.»Gefesielte Mutier', .Anbetung' geworden. Für da» Ratianaltheatcr In Kristiania mo- dellierte er die Statuen Vsornfon» und Ibsen». Di« staatlichen Mn- seen von Kopenhagen und Kristiania besitzen Sinding» Hauptwerke. RMfch als DIrigoni. Ueber fein« Ziele und Absichten beim Dirigieren hat sich Arthur Rikisch schon vor Jahren dem Mimrbciter einer amerikanischen Musikzeitschrift gegenüber einmal in sehr aus- ichlußecicher Was« ausgesprochen. Der E rundton seine» mustkali- schen SclbstHekcnntnisic» klang dahin aus. daß er bestimmte„techni'che Ziele' überhaupt nicht versvl'«�..Wenn mich einer meine, Kc>'> legen.' meinte er..nach einem Konzert fragen würde, wie ich diese aber jene besondere Wirkung hcroo— cbracht hebe, so wäre ich un- sähig. ihm darauf �zu antworten. Man fragt mich, wie ich mein Fühlen meinen Musikern mitteile: ich tue e» rnioch. ohne daß ich weiß, wi«: wenn ich ein« Komposition diri-iere. so ist e» d e erre- gende Macht der Musi». die mich fortreißt Ich folge durchaus keinen beft'mmttn und kesten Regeln der Interpretation. Ich fetze mich nicht etwa hin und denk« mir im voraus au», wie ich nun jede Not« eines Werkes spielen lassen würde. So wechselt denn mein, Interpretalion tn Einzelheiten sast bei jedem Konzert. In Ueber- «wltlmmuna mit den Mächten de» Gefühl», di« in mir besonder» stark erregt werden. Aber ich bemerk« ausdrücklich: nur tn Einzel- Helten. Ein« Becthovensche Sinsonie heute in einer bestimmten Weise zu erleben und morgen in einem völlig verschiedenen S>il. da» wäre ebenso lächerlich wie unlogisch. Da» war« nur der Treck«ine» Gaukler» und hätte mit Kunst nicht» zu tun.' Rciltwinler und Bogelhoch'eil. Noch altem Volksglauben Ist mit i«m 25. IanWpr, dcm Tag.Pauli Belehrung', dt« genau» Mitte und damit der Höhepunkt de» Winter» erreicht, der von nun an wieder seinem Ende zugeht. Iusolgedesien hol dieser Mitlwtnierlog auch«ine erhebliche Bedeutung als Wetterglückstag und für die Zu- kunstsdcutung..Ist Pauli Bekehrung kell und klar, so hofft ma� auf ein gutes Iohr'. heißt es tn der Wetterregel. An den Mittwintcrtag knüpft sich ober noch ein anderer altey- Aberglaube, nämlich der, daß an diesem. Tag dt« Böget Hochz-it halten. In einiUn mitteldeutschen Gegenden hat sich sogar der Brauch eiagabüraert, die Vogelhochzeit mitzufeiern, indem die ein� zclncn Familienmitglieder, vor allen natürlich die Kinder. Tel.er aufstcllen, die dann mit allerhand guten Dingen gefüllt werden.' eis Hcchzeitsgobe für die Dög-l. wie es heißt, in WirNichkei, ode� zum Schmaus für die Kinder selber. Den Vögeln streut man indes, auch besondere Brosamen und sreui sich� jt mehr di» gesiederiecj Gäste an der Hechzcitsmohlzeit teilnehmen, denn da» bedeute� Fruchtbarkeit und Wachstumsfegen So hübsch nun der Glind« an dl« Bageihochzeit auch Ist saj stimmt er mit der Wirklichkeit doch nicht recht überein, denn e» sindi sehr wenig« unter unseren vögeln, die mitten im Winter Hoch�c'l halten. Der bekannteste Winterbrüter ist der Kreuzschnabel. d«p als richtiger.Zigcunervogel' sein Weibchen sucht, wenn er gernde'. reichlich im Futter sitzt. Da» ist. da er sich von Nadelholz omen! nährt, gewöhnlich im dicksten Winter der Fall. Auch die WasierU omscl, wenn sie gerade in der Näh« sorellenreichcr Gewässer nistet� läßt sich von ähnlichen Motiven zur winterlichen Hochzei! verieiterj und brütet im Januar, wenn die im Epitherbl! und Dezember ge4 laichten Forellen, die der Amsel liebst«, Futter sind, au» den Eiern/ schlüpfen. Die übrigen Winterdrüter. wie z. B. eine Anzahl unsercch Raubvögel paaren sich erst im Februar. Die Bogelhochzeil am.' Tage Pauli Bekehrung ist also mehr ein hübscher Aderglaub« alst ein« Tatsache de» Naturleben». Spielp'anänberiing. JZn ten K a m m e r s» i« l« n de« Deuttche� Tfcfcleiä grlnti l Dminei»tag mis �oiiiiabcii». mtol* j ir Aullilti una da der PaMomi»>»»adrvo aus cen 31..Zaimar v-nlchoden werden uui«, 7 Vruno Bürgel hält nm?onne! eian ade d» Ilde, tm Vougen» beck-Pirchow-Hali«,' Uise»sira> e üg rtne» Lildlbitdervoi lrag über da» Züi-ina � .Sind dt« Sterne»«wodidar?"/ Ik>,e> rttdallian ba' mi-n frn« von 100 0 Dollar ausgeieSi ttii eine»»Ifadrmil.r ose, Elud'ii rn jeder anei ta uilen Nnivertitäl, l>e> inner datt» der n>?«ig«n I>„i.Zuiire r i' wirtiamc» ezeilnittlel qfqen den ftifd»-»-dcckl(geidrr loflen-ich lotch»' Mittel nicht.enidectr,,-!o>,d-i» 5- wogen in lanarr.-jnianrnrrna, d.,l, Viticnscha't erlangen we den«r'Ier däli« d«r rettani-Ii.chNq» Sd-nd«, daran geian. da« Geld dem»«uiichen und anderen lUed«,riiitluie,i iu überaxtien.) F&? Of S-Z, ) Kartoffeln ot unö K6lte. Tin« vollkommen» Käusei-ruh« herrscht auch setzt wieder ln der Zentralmarkthalle. Man sah sich zwar die Waren an, kaufte ober nicht. Nur ein Artikel war sehr begehrt: die Kartoffel.„Schaffen Se die Kälte ab", meinte ein Händler mit ein wenig Ironie,„und Se haben wieder Kartoffeln". Es ist zu verstehen, wenn sich die Erzeuger zurzeit weigern, die Mieten zu öffnen, denn ein sofortiges Erfrieren des ganzen Kartofselbestandes würde die Feige sein, da die Kartoffel nur sehr wenig Kälte verträgt. Behalten wir also den augenblicklich herrschenden strengen Frost auf längere Zeit, so wer- den wir wohl aus dies«» wichtige Nahrungsmittel einstweilen oer- zichten müsien. Die Kartoffelftände sind leer, dafür aber sind die Fleischer- stände überfüllt, fzier ist alles vorhanden. Kalb-, wie Rind-, Schweine- wie Hammelfleisch. Auch da» Wildschwein ist oer- treten. Riesig« Tiere steht man hängen oder auf den Verkaufs- tischen liegen. Die Nachfrage scheint allerdings nur schwach zu sein und man will— trotz der„Billigkeit"— nicht so recht an dieses neue Volksnahrungsmittel heran. Mute Butter, Margarine und Käse sind ebenfall» reichlich ver- treten. Für einen der aus der Friedenszeit wohlbekannten„Sechser- käse", der mir ein wenig größer aussiebt, zahlt man heute Z,S<1 M. Das bedeutet also einen Aufschlag von 7000 Proz. Naturbutter, deren Höchstsatz noch vor einigen Togen 4S M. betrug, ist heute bl» aus SO M. gestiegen. Die Fischstände sind vereinsamt. Hier und da siebt man wohl ein paar Darse, Hechte oder Bleie liegen. Das Meschöft ist auch danach. Wer kann sich denn auch nur ein einzige» Bf und Zander kaufen, der bl» zu SS M. kostet? Für ein Pfund Stinte verlangt der Händler Z,50. bis 5 Mark. Werfen wir nach einen Blick ailf die Memüieständ«. Sämtliche Kohlforten behaupten seit einigen Tagen ihren festen Preis. Rot- kobl wird mit S M., Weißkohl mit 2,50 M. und Wirsingkohl mit S.50 M. das Bund angeboten. Selbst die Kohlrübe kostet 1 M. das Pfund. Bon Obstkäufen kann keine Rede fein, denn will man»inen eßbaren Avfel erstehen, muß man g M. für da, Pfund anlegen. Der schäbigste Musavfel kostet 4,50 M. Es Ist kein Wunder, wenn an- gesichts dlcser Zustände die Hausfrauen in Verzweiflung geraten. 'Lebenswichtige Betriebe unö Allgemeinwohl. Relchskonfcrenz der Gas-, Kraft- und Wasscrwerköarbciter. ve? Unde?annte. Ein Brief zu der Affäre vom ZNlchaeMrchplah. An die Redaktion de»„Vorwärts" ist ein Schreiben mtt der Unterschrift„Der Unbekannte" gelangt, in dem sich der Betreffend« al» den bezeichnet, der In der Notwehr In der Michaelkirchstraße seinen Angreifer, den 28 Jahre alten Maßlonka, erstochen hat. Aus dem sehr ausführlichen Schreiben geben wir zunächst ohne Sende- rung des Wortlautes und Etil» die ersten Zeilen wieder; sie lauten: „Ich der Unbekannte danke Oefflichke» sowie die Kriminal- Polizei und nicht zu vergesien die Passanten am Michaelkirchplaß für den einigermaßen aufgeklärten Tatbestand der Sache in den Talschlnch de» Stroßenräuber» Waslanka» Ich bedaur» oufrlibtig, daß ich dielen Menschen In»in B'übende» Aster, in nicht obsicht- sicher Weife erstocben habe. Ich kännte weinen, mein süngster So' n war gerode so alt. Aber ich mußte mir mein Leben selber retten." Im weiteren Verkauf seine» Schreibens versucht dann der Un- bekannte,»ine genau« Beschreibung des Vorfalle» zu geben. Danach ist er mit der„Polnischen Wando" auf einen Hausflur ge- gangen, wo sie ihm erst da» Portemonnaie mit zirka 90 M. abgenommen hat. Als er da» Mädchen ersucht», ihm da» Geld wiederzugeben, habe sie„L» ol" gerufen. Der Gerufen» sei auch erschienen, und habe ihm außerdem auch noch die Brieftasche mit 105 M. Inhalt geraubt. Infolgedessen sei»« zwischen il'nen beiden zum Kampf gekommen. In dessen Verlauf der Zuhälter dos Messer zog. Der Angegriffene zog nun seinerseits fein Messer und stach auf den Angreifer ein was dessen Tod zur Folg» hatte. Auch in dem weiteren Perlauf des Briefe» kommt zum Aus- dmck das rein menschliche Bedauern de» Schreiber» über den un- glücklichen Ausgong dieses feine» Aktes der Notwehr. Um lo un- verständlicher Ist es. daß der Betreffende sich nicht der Polizei stelli. Er meint zwar, daß Ibm ol« Arbeiter zur Belohnung da, Zuchthaus blühen werde, ober wenn fönst gegen Idn nicht» vorliegt, ist doch diese Besüechiung ganz bestimmt unbegründet. Der Unbekannte, dessen Tat auch die Kriminalpolizei lediglich al, einen N o t w e h r a k t ansieht, wird nun erneu« gebeten, sich un- gesäumt zue Klärung de« Tatbestande? bei Kriminalkommissar E n- o e l b r e ch I in der Adlellung 4 de» Posizeipräsidlnm, zu melden. Nach den von der Polizei geaebenen Z�ssiherungen Ist aar nicht daran zu zweifeln, daß der Vrleflchrclber. der als wichtigster Zeuge In Frage kommt, nicht festzehollen wird. Tie IMnien U nnd A werden verlängert. Verbesserungen im Strabendahn ver kehr sollen In vnchstee Zeil auf zwei Linien zur Durchführung gelangen. Da eine Verstärkung der WagensMg« aus den einzelnen Limen wegen de» Mangel» an Trieb- und Anhänaewaqen nicht möalich ist. wird versucht, durch Ülusgesialtunq und Verlängerung einzelner Linien, die bis setz! nur schwach beleb, t sind, eine Erhöhung der Wcktfchaftlichkeit»nlcr gleich- zeitiger Entlastung anderer Linien zu erzielen.?!>:» dielem Grunde wird die Linie ll. hl, spg,,, hl, neue Nummer 75 erha'ten soll, be- reit» Anfang März nach dem Stadtinnern durchgeführt werden, durch die Fronzösilche Srreße. Köninstraß«, Alercnterp'eiz bl» zur Kniveodestraße. Di» Wogernolg» wird die gleiche sein wie bisher: durch die Wei»erkührung wird ein« wertvolle neue Vcrbin- dun? zwischen dem Wessen und dem Nordosten Berlin» gesäxisien. — Eine weitere Linienän.deruno wird den südwestlichen Bar- arten und dem Norden der Stadt zugute-ommen. Die Li->» A, die bisher von Grunewald noch her Linkstraße iBotsdemer B'atzi oc'chren wurde, loll vorausslchtssch schon von Milte kommenden Monat» ab durch die Budavester Strasse. Brandenburger Tor. Doro- tdeenstroß«, Artillerie, und Borsigstraß« bis zum Stettin er Bahnhof verlängert werden. Tie MiMonenfälschnngen einer nngnrisch?« Bande beschäftigen seit geraumer Zeit die deutschen und ausländischen Kriminalbehörden. Die Mitalieder der Gelcwchaft. die überall sebr vornehm auftraten, sich Automobile dielten und in den ersten Hotel» wobnten. fäl'chten Scheck, aus omerlkanlsch» und Schweizer Danken und nerschofsien sick daraus große Summen, zuletzt in Wien noch 14 MIIlionenKronen. Der gröb», T,ii der Gcsellfchoss wurde in Berlin von der Dienststelle V der Kriminalpolizei vcrhaflet In Genna wurden seinerzeit ein Ingenieur Melchior Herworth dö» H a s s o»nd ein gewisser H n r m o t verhaltet. Herwarth rdoch wurde irrtümlich wieder ent'asscn. Seitdem sucht ihn die Kriminal- po'izel wieder in Berlin, weil man vermutet-, daß c? h'-rher zurück- kehren werde..Diese Annahme hat sich seiet als richtig erwiesen. H-rwarth wurde in einem Hotel in der Mittel ss rosse, wo er mit einer Dome unter dem Namen Bor» ihosse abgestiegen war, von einem Beamten, der mit der Fahndung beonftragi war. erkonnl und erneut festgenommen. Die Dame hatte»r in Rio de Janeiro. kennenoelernt. Er machte mit der Brasilianerin Reisen durch Oester- reich, Eebweiz, Italien und Deutschland»nd stand Im Bearill. mit ihr nach Brasilien zurückzukehren. Der Verhaftet« wird der Wiener Etaatsanwaltschast überliefert werden. K a s s e l, den 24. Januar 1922. Der Verband der Eemeinde- und Staats- ! arbeitet hielt in den letzten Tagen in Kassel eine Konse- renz der in den sogenannten lebenswichtigen Betrieben be- schäsiiglen Arbeiter ab. Ihre Bedeutung wird ichon durch die anwesenden Eäste bewiesen. Vertreten waren der Beirat der freigewerlschaftlichen Bctriebsrätezentrale des ADTB., der Vorläufige Ncichswirtschoftsrat, das Gas- kokssynditat, die Stadtverwaltung Kassel, das Eewerk- schaftskartcll Kassel, die„Foka" und der„Butab". Besonders erwähnt zu werden verdient, daß die Internationale sehr park vertreten war. Es waren erschienen: Maereooet und Uiitroevcr-Belgien, Iaquet, Krieger, Pichot-Frankreich, van Hinte, von Meurs-Holland, Tulbrandsen-Nvrwegen, Nordgrcn-Schweden. Dr. Oprecht- Schweiz, Thomsen und Ibsen-Dänemark. lieber den ersten Punkt der Tagesordnung:„Die t e ch- nische Entwicklung in den Gas» und Wasser» werken" sprach Prof. Dr. K. Bunte- Karlsruhe. Der Redner gab ein ausführliches Bild der Entwicklung der Gas- erzeugung. Die kleineren Gaswerke arbeiteten zu unrentabel. Die Entwicklung werde dahin gehen, daß in der Nähe größerer Kohlenlager di« großen Eoswerke erstehen und dos Gas in Fernleitungen in die Umgebung geleitet würde. Bei den Wasserwerken müsse man drei Gruppen unterscheiden: die Quellwasserleitungen, diejenigen, die aus das Grundwasser zurückgreifen und dritten« di« Ausnützung der Seen und Flußläuse(des Oberflächenwasters). In ein- gehender Weise erläuterte der Referent die Verschiedenartigkelt der drei Gruppen, von denen die erste die billigste sei. „Die technische Entwicklung und die Sozia- lisierungderElektrizitätsindustrie" behandelte Betriebsingenieur Dohle- Essen. In gründlichen, durch zahlreiches Zahlenmaterial gestützten Ausführungen wies er nach, wie die Elektrizitätswirtschaft. sich entwickelt und weich« Anwendung die Elektrizität im Lause der Jahre gefunden hnbei Der Gedanke derSozialisierungderElektri- z i t ä t s i n d u st r I e sei nicht erst nach der Revolution ausge- taucht. Schon vor dem Krieg hätten streng konserva- tiveLeute und auchIndustrielle die Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft propagiert. Dem neuen Volksstaat aber wollen sie nicht zugestehen,'was sie dem ölten Obrigkeits- staate, in dem sie die führende Roll« spielten, ohne weiteres zu geben bereit waren. Das inzwischen gesckafsene Gesetz über die Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft befriedige zwar weder den Techniker noch den Sozialisten, aber immerhin sei es ein unbestrittener Erfolg. Die Polkswirischaft werde ein«n ungeheuren Vorteil davon haben. Die Soziali- sierung sei aber auch ein» Menschensroge. Wir müßten deshalb das Streben nach Verwirklichung der sittlichen Ideale, wie sie im Sozialismus schlummern, mit ollen Kräften unterstützen, dann würde auch der geistige und wirtschaftlich« Wiederaufbau in Deutschland möglich werden. Direktor R. Heckmann- Berlin referiert« über„D i t wirtschaftliche Entwicklung der Gas», Wasser- und Elektrizitätswerk« und deren Einfluß aus di» Lohn- und Arbeitsverhölt» nisse." Er führte aus, daß die wirtschaftlich« Entwicklung auch ein« Kehrseite habe: Arbeitslosinkeit durch Einführung arbeitsparender Maschinen und neuer Ofensysteme. dazu komme die Ferngasversorgung, die bereits in 110 Orten bzw. von größeren Gruben aus eingeführt sei. Die Wirtschaft- lichen Grundlagen der Werke seien von. größtem Einfluß auf die Lohn- und Arbeitsverhältnisse, besonders bei kommunalen Betrieben. Heckmann besprach den Zusammenschluß der Gas- merke zur Verwertung der Rebenorodukte. zur Herstellung von Bedarfsgegenständen und die Einkaufsvereinigung. Das seien alles ssRaßnabmen, um die Werke renlnbler zu gestalten. Durch den Abschluß van Tarifverträgen, wobei d i e A r b e i t- nehmer gleichberechtigte Vertragspartei wären, seien die Laim- und Arbeitsverhältnisse bedeutend ver- bessert worden. Ausführlich ging der Redner dann auf die Fraa« der Gewinnbeteiligung der Arbeiter ein. die abge'-hnt werden müsse. In der sehr eingebenden Aussprache wurde die Ge- winnbeteiliguna der Franksurter Easarbeiter lehr scharf kritisiert. Verschiedene Redner wandten sich gegen die Versuch? einer„Slinncsseruna" der lebenswichtigen Betriebe. Be'langt wurde eine secbs stündige Schicht für die Gas- a r b e i t e r. Auf Anregung Heckmanns wurde der Verbands- vorstand beauftragt, an den Reichskahlenrat und den Reichs- kammisiar für die Kohlenverteilung das Ersuchen zu richten.- Maßnabmen zu treffen, die eine arößere Reinbeit der gelieferten Kohlen gewährleisten, um so die Werke vor Millionenverlusten zu bewahren. lieber den wichtigsten Tagesordnunaspunkt:„K a m m u- nalisierung, Eni kommunalisier ung. Sozia- l I s i e r u n g" sprach Verbandsvorsitzender M ü n t n e r. Die Erundzüge seines Referats sind in einer einstimmig an- genommenen Entschließung niederoeleyt. in der die Konferenz erklär!:„?m Interesse der Durclssührung einer gesunden, das Allgemeinwahl fördernden Kommunaivolitik ist es unbedingt aeboten die Gas-, E'-ttrizitäts- und Wasserwerk» betriebe in den Besitz der öffentlichen Hand zu überführen. Ein Derbleiben dieser Betriebe in dem Besitz des Privotkapitals wücde diesem einen starken wirtschaftlichen und politischen Machtsatlor ausliesern. mit dessen Hilfe es den privaten Interessenten möglich wäre, alle von den öffentlichen Verwaltungen geplanten, im Interesse des Allgemeinwohls liegenden Maßnahmen zu durchkreuzen. Die Bchgpptung. daß die pnoaten oder auch die sogenannten gemischt-wirt- schaftlichen Betriebe rationeller betrieben werden könnten als die Regiebetriebe, ist durch nichts erwiesen und hält einer objektiven Prüfung auch nicht stand. Es steht vielmehr fest, daß das Wirtsckaflsergebnis gutgeleiteter Regiebetriebe dem gleichartiger Privatbetriebe mindestens gleichsteht. Die technische und kaufmännische Betriebsführung der Regie- betriebe kann und muß zu höchster Vollkommenheit ausgebildet werden, was mit Unterstützung der Sach- und Fachkenntnisse der Betriebsräte möglich und notwendig ist. Durch di« Schaffung auskömmlicher Lohn- und Arbeitsbe- dingungen wird es möglich sein, eine Arbeiterschaft heranzu» bilden, die durch gesteigerte Arbeitslust und entsprechende» Interesse am Betriebe die Wirtschaftsergebnisse der Regie- betriebe jedem nur dem Prioatprofit dienenden Betriebe über- legen macht. Allen Entkommunalisierungsbe- st rebung.enmußmitallenzuGebote stehenden Mitteln entgegengewirkt werden. Sie erwartet von den Vertretern der politischen Arbeiterparteien, insbesondere aber von ihrer allein zuständigen Organisation, dem Verbände der Gemeinde- und Staatsarbeiter, daß alle Maß- nahmen getroffen werden, die geeignet sind, die Gelüste des Privatkapitals auf die öffentlichen Betrieb« abzuweisen. Nicht Entkommunalisierung der kommunalen Betriebe, sondern S o z i a l i s i e r u n g aller Gas-, Elektrizität»- und Wasserwerke ist das Ziel, dem wir mit allen ver- fügbarcn Kräften hinzuarbeiten fest entschlossen sind." Emil D i t t m e r- Berlin, der Redakteur der Verbands- zeitung, referierte über da» Thema:„Der Entwurf zum Arbeitszeitgesetz." Hierzu wurde«ine vom Rese- renten vorglcegte Entschließung einstimmig ange- n o m m e n, in der die Konferenz feststellt,„daß trotz der Der- ordnung des Rates der Voiksbeauftragten vom 23. November 1918 der achtstündige Arbeitstag s48-Stunden-Woche.) in den Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerken noch nicht allge- mein eingeführt ist. Die Scbicbtarbeiter, welche di« schwerste Arbeit verrichten, sind es besonders, die noch immer bis zu SS Stunden in der Woche fronen müssen. Anstatt sich nun zu befleißigen, die überlange Arbeitszeit auf die gesetzlich normierte Stundenzobl herabzusetzen, sind iinternehme'ium und Verwaltungsbehörden auf das eifrigste bemüht, den Acht- stundentag wieder zu beseitigen. Diesen Bestrebungen kommt der neue Gesetzentwurs über die Arbeitszeit gewerblicher Be- triebe entgegen. Er beseitigt nicht nur den Achlstundentog für einen erheblichen Teil der Gemeinde» und Staatsorbeiter, sondern läßt in kontinuierlichen Betrieben, wie Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerken, die Sk-Stunden-Woche be- stehen, ferner bei Schichtwechsel die DoppellchicH. Die Reichskonserenz protestiert deshalb auf das entschiedenste gegen alle Bestrebungen, die dahin zielen, den Achtstundentag zu be- seitiaen. gleichviel ob diese von dem Unternehmertum, den Ver- waltiingsbebörden oder von der Gesetzgebung kommen. Die Konferenz fordert die Kelleqenlchast zu energischer Abwehr gegen solche reaktionäre Maßnahmen auf. Im Einklang mit der Internationalen Arbeitskonferenz in Wasbington und allen freigewerkschaftlichen und sozialistischen Arbeiterkanaressen fordert die Konferenz daher die konsequente Durch- fübrung des Achtstundentages. Weiter fordert die Konferenz eine wöchentliche ununterbochene Ruhepouse von 36 Stunden, sowie einen ausreichenden Erholungsurlaub, um die Schäden, die sich aus der Berufstätigkeit ergeben, zu mildern." Den Schluß des Kongresses bildeten Referat«, die sich mit den Ausgaben der Betriebsräte, mit internen Organisationssrogen, den U n s a l l g e s a h r e n und Berusskrankheiten sowie deren Bekämpfung beschäftigten. In der Aussprach« klagte ein saarländischer Delegierter über die Leiden, die die Arbeiter des Saargebietes unter der französischen Herrschaft zu erdulden haben. In einer einstimmig angenommenen Resolution erkennt die Konferenz an. daß zur nachdrücklichen Wahrnehmung ihrer Interessen eine st orte einheitliche Organisation notwendig ist. Aus diesem Grunde lehnt sie entschieden alle Bestrebungen ab. die daraus hinouslausen, Teile der Orgoni- satian. sei es aus besonderen aber falsch verstandenen Berufs- intercssen oder parteipolitischen Motiven, abzusplittern. Dieses Bekenntnis vir Einheit bildete den würdigen Abschluß der ar» beitsreichen Tagung. Sie hat aus» neue erroieien, daß sich die Gewerkschaften und ihre an verantwortlicher Stelle stehenden Funktionäre ihrer hohen Mission bewußt sind und daß sie nichts scheuen, um ihre Kenntnisse auf wirtschaftlichem und sachteihni- schem Gebiete zu erweitern, um so das Gewonnene nutzbrin- gend anzuwenden zum Wohle der Allgemeinheit, der sie dienen. » In der heutigen Morgenausgabe war der Schluß de, Bericht, versehentlich an den„Monieltaris der Gemeindearbetter" angehängt worden. „Radcl und Schere". B rlin beainni sich auch als Messestadt einzuführen. Unier dem Tiicl„"JJadcl»nd Schere", 1. Allgemeine Waremmsstellung sämtlicher Rohmaterialien und Zubedörlcile für das Schneideroiaemerbe, Hot sich im Saalbou der Brauerei F ri e d r i ch s h a i:• für die To?» vom 25. bis 27. Januar eine Foch- schau aufaetan, die Zeugnis dafür a'ol-gt, wie ungemein violleitig der Gcsomtbedars aller mit Rädel und Sch-re hantierenden Ber'.lle ist. Neben den neuesten Errungenschaften aus malchincntechnilchcm Gebiet wird auch die Herstellungsweile und Fabrikntionsmethodc einzelner Warengattunoen veranschaulicht. Die Ausstellung ha! nicht nur Intercsle für Damen- und Herrenschneiderci. sondern auch für verwandte Zweige, wie WZlchfnäberei und Pelzbearbeitung, nicht zumindest aber auch für unsere Hausfrauen. Die Eröffnung der Ausstellung fand heute vormittag vor gglodenen Vertretern der Be- Hörden und befre. ndclen KLrncrlchaften statt. Die Sllslurg eine» Vogrlsreundcs. Der Gutsbesitzer Ottc von S ch l u ck m a n n in Rüggen hat der Gemeinde 5z«rm»dor> und der Stadt Berlin die Summe von 3000 M. aesti'iet. Die Zinsen sollen zur Err chtung von FuIIerplatzen und Häus- chen und zur Fütterung der Singvögel in der kalten Job- reszeii verwendel werden. Die Sültung loll Ibren Sitz in Herrn»- dort hoben und die Bezeichnuna..Otto-von-Schkuckmon"— Gertrud«- ' Tobdra-Stillima" lübren. D> Bezirtsversammlunn In Reinickendorf s holte in ihrer letzten Sitzung die Annahme di«ier Stiftung belchlossen. Ein räudorischer Einbruch wurde mli großer Frerdhet« in der oergonaenen Nacht in der Villa de» Oderingenteur» Grüntng«im Max milians-Korsv in Frohnau oerüdi. Die Einbrecher hauen iedcnfall» ousvekundschastcl. daß die Villa nach!» ollein lag, da die Frau de» Bcsstzer? verreist war, er selber sehr spät noch Hause kam und nur da» Mädchen anwesend war; ste drangen desha'd un- aebindert ein und während einer der Kerl» mit dem Revolver da» Mädiben in Schach hielt, packten die anderen Gegenständ« im Wert von 80 000 M. ein und suchten damit da» Weit«. AI» der Ingenieur nachts nach Hause kam. benachrichllgte er di« Polizei, jedoch konnte keine Spur mehr jeslgeslelll werden ?n der Veu'ichen Friedensqcscllichaft spricht heute, abend, 7M> Uhr. im Gastbaus Linder, Pankow, Breite Straße. Pastor F r a n ck e über„Was will der internationale Pazifismus?" Frei» Aussprache. Ein» papierinesse veranstaltet der Landesverband Vrondenburq i,n ReiibSbund deuiickier Bapiei- und Sckueibwarendändler vorn 25. b>> 2h Februar>n dem Gebäude der LandoversichrnngSanslaU, Am Köllinictie» Pari 8. Avetter kür- morgen. Verlln uvd Umgegend. Irockeo und aTJtzUnlen» heiter det strenge» Arost und ichaijen illticheu Wtnde«. Gewerksthoftsbewegung Streik der porlefeulüet. Zapeui n. AI bft Nachricht oerdrettet. In Arbeit»ingestellt worden und Diese Meldung ist eine unoer- Porlefeuiller organisiert sind, der Streik beschlossen. Abgegeben »urdcn insaesairl 2555 Stimmen davon waren 22S7 für den Streik, 213 gegen und 55 ungültig. Die Forderungen der Streikenden sind 5 M. Zulaae stündlich für olle männlicben Zlrbciter Über 23 Äahre, sür weidliche 75 Peez. «uf olle Löhne. Aus Akkordarbeiten 20 Proz. über den Mindestlohn. Ueber dies« Forderungen ist zentral in Eisenach mit den Arbeit- «ebern verhandelt worden, woraus de» Berliner Unternehmern ein Ultimatum gestellt wurde, sich bis spätestens heut«(Mittwoch) früh *u entscheiden. Do ein» Bewilligung der Forderungen nicht erfolgt fft. wurde in der Aussprache von den Rednern überwiegend der Streit gefordert.____ Aur Eisenba>inerbcweg»ma. Die Bezirksleitung Sachsen de» Deutschen Eisenbahnerverban- U« schreibt uns: Unter den Eisenbahnern wird Chemnitz und Leipzig sei die da» übrige Land werde bald folgen. «ntwortliche Irreführung der hiesigen Eisenbahnbeomten und Arbeiter, denn uns wird von verantwsrtlicher Seite au» genannten Städten und aus dem gesamten Lande mitgeteilt, daß-unsere Mit- glieder»inen unorganisierten Streik entschieden ab» lehnen Die Mitglieder im Lande sind in der übergroben Mehrheit davon überzeugt, daß die begonnenen Verhandlungen abgewartet werden müssen und die unbedingt ersorderlich« Borarbelt zur Verhandlung über Sachsen im Interesse der gesamten Eisenbahner auf keinen Fall gestört werden darf. Wir legen besonderen Wert darauf, festzustellen, daß alle Meldungen, welche in der Presse nicht direkt al« von der Bezirksleitung Sachsen des Deutschen Eisenbahnerverban- de» ausgehen und über die Haltung des DEB. in irgendeinem Punkte berichten, unzuverlässig sind und mit dem größten Mißtrauen aufgenommen werden müssen. Die Zigarettenfabriken„Tasst-Dhespla" und„ßannitri" zahlen t* ihren Betrieben in M u» k a u(Obenlausitz) den gelernten«chlol- tern, welch« at» Malchinensührer angelernt wurden, einen S t u n- i !»n?ohn von 5 M. Arbeiterinnen bi» zu 15 Iahren erhielten 1,40 M.. über 16 bis 18 Jahre 1,90 M. und über 18 Jahre 2,40 M.. pro Stund«. Da mit diesen Hungerlöhnen bei der steigenden Teu«-' rung auch In Muskau nicht auszukommen war und die Firma mit otmrd« glaubte die Teuerung ausza« zu'haben, suchten die Arbeiter Hilf« bei ihrer zustiindi-s«n einer Zulage von 10 Pf. pro Stund» glvubte die Teu«rune glichen zu haben, surbten die Arbeiter Hilf« bei ihrer zusi Organisation und verlangten d« Liiime, welch« in der schirkilchen Zigarettenindustri« festgeletzt sind. Auf die eingereichten Forde- rungen der beiden beteiligten Verbände wurde den Sauleitunqen mitgeteilt, daß die Betriebsleitung es ablehne, in irgendwelche Ber- Handlung über ein« Lohnzulage einzutreten, da die gezahlt«» Hunger- Ivhnr ausreichend wären. Da mit der BetriebsletAmg ein« Einigung unmöglich war und der Schlichtungsausschuh von Muskau es ab- lehnte, vermittelnd einzugrcif«», blieb der Belegschost nur da» letzte Mittet: der Kamps um besser« Lohn- und Arbeitsbedingungen Di« Arbeitsniederlegung erfolgte am Montag. Di« Streikenden erwarten von der Arbeiierschast Deutschland», daß sie jeglichen Zuzug fernhält und leine Streitbrecherarb«!! o«rricht«t. Der TNantcttarls im Gastwirisgewerbe. der K einigen strittigen Punkten durch Tchiedsgerichtfpruch de» Arbeltsministeriuin, geordnet werden mußte, wurde von der Berliner Delegiertenversammlung des Zentralverbandc» der Hotel-, Restaurant- und Easöangestellten am 20. Januar ohne Debatte einstimmig angenommen. Die für unsere Gruppe an die Arbeitsgemeinschaft der Arbeit- zeber eingereichte Forderung auf Zahlung eine» Teuerungszuschiage» o*« 123 M. pro Woche für oll« Angestellte fand ebenfall» die Zu- stimmunz der Versammlung. Der Vorsitzende verlas dann eine Erklärung de» Vor- stand es. in der gesagt wurde, daß der Vorstand»ach Aufhebung seine; Beschlüsse» auf Ausschluß der Kollegen Richter. Schlör, Reschke, Lentelt nicht mehr In der Lage sei, die Geschäfte weiter« ziiführen. Daraufhin beantragte Saar, sofort die Wahlen der beiden Vorsitzenden und der Kassierer vorzunehmen, was auch beschlossen wurde. Die Wahl ergab sür Bürde 101 Stimmen, sür Schlör 29 Stimmen. Als zweiter Vorsitzender wurde Saar mit 71 gegen 55 Stimmen, die für Richter abgegeben wurden, gewählt. Al, Kassierer wurden die beiden bisherigen Kollegen Warnst und Singer einstimmig wiedergewählt. Der Antrag de» Vorstande», die Wochcnbeiträge der Arbeitslasen auf die mit der Hauptverwaltung abzurechnenden Grundbeiträg« zu erhöhe», fand bei den Arbeiislosendelegierten energischen Widerspruch. Die Angelegenheit wurde oertagt und be- schlössen, sie In der nächsten Generalversammlung al» ersten Punkt der Tagesordnung zu behandeln. Der Beginn der Tagung verzögerte sich um zirka ein» Stund«, da die Delegierten, die nicht der fommunistifchen Fraktion ange- hörten, sich zu einer Sonderberai ung zurückgezogen hatten, »m zu der gegenwärtig gelchässenen Lage der Ortsverwaltung Stellung zu nehmen. Da» Ergebnis war da» Resultat der Vor- sttzendeuwahl. Die Kommunisten waren hierüber arg enttäuschl, »laubien sie dach aus Grund der letzten Generalversammlung, den Zwcigverein Groß-Perlin schon fest in Händen zu haben Die Ber- ärgerung kommt auch in Nr. 35 der.Roten Fahne" unverblümt zum Ausdruck, in der gegen die abgehaltene Sonderkonferenz energisch protestiert wird. Es wird aber verschwiegen, daß der Kommunist Richter ebenfalls wäbrend der Veriommlungszeit durch Wakot die Anhänger der KPD.»nd der USPO. zu einer Sonder- konferenz einlud, die ober wohl wegen zu lchwocher Beteiligung abgebrochen werden mußt». Was die Kommunisten für sich al» selbst- verständlich halten, machen sie den Anhängern der anderen Parteien zum Varwurf. Die Werkmeister in der TsietaMndustri« hatten sich am Dien«- tag in großer Zahl aus Einladung de, Deutschen Werkmeisterorr- bände» in der Detzow-Brauerei zusammengefunden, um sich mit der Gehalts'rag« zu beschäftigen. Der Resereni Rath« berichtete über die Verhandiunpen der Asa-Berbänd« mit dem Verband« Berliner j Metallinduflrieller»m 18. Januar. Den Industriellen lagen auch die von der Vertretung der Wertmeister ausgestellten Forderungen für ein« Neureaaimiq idrer Bezüge vor. Im Dezember war die j Kündigung drr Gehaltssätze für den Januar ausgesprochen worden.. Der Berein Berti ner Meto kkintmstri eller lechnte detomkflch sedwed» Zulagen sür Januar ob, da ein« weitere Teuerung im Januar gezen Dczemder nicht eingetreten sei. Di« Unternehmer spekuliere» sogar aus die ermäßigten Steuerabzüge, die sie aus ibre Art berücksichtigt wissen wollen. Am 28. Januar soll mit den oeteiligten Orzonisa» tionen in einer Heineren Kommission über Geholtszulazen für über Gehaliszulagen Februar verhantelt werden. Man glaubt, den Angestellten bei die« sen Verhandtungen auch einen Ausgleich bieten zu können für da», was ihnen im Januar entgangen sei.(Gelächter.) In der sehr leb- haften Diskussion kam allgemein starker Unwille gegenüber dem Verhalten des verein» Bertiner Metollindustrieller zum Ausdruck. Man verlrat den Standpunkt, daß dem Willen de» organisierten Unternehmertum» der Will« der organisierten Wertme'sterschasi energisch entgegenzustellen fei. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen'. „Die versammelten erklären die Aeußerung de» Derein» Berliner Meto llindustr: eller, daß für den Januar keine erhöbt« Teuerung besteh«, für eine Frivolität. In solcher Verständnislosigkeit gegenüber den Angestellten gicniben die Versammelten kein Zeichen eine» gedeihlicben Zusammenarbeiten» im Interesie des Au+boue» unsere» Wirtschaftsleben» erblicken zr» dömnen. Wir wollen den Kampf nicht, ziehon ihn aber evtl. der Derelendung unserer Famiii« vor, wenn es nicht gelingen sollt«,«in bessere» Verständnis für«in« gerecht« Entlohnung zu findcn." Achtung, Vachdocker und Verulsgenostenl Laut Schiedsspruch de, Bezirk-schlichtungsnusschusie» für da» Dachdeckergewerbe von (stroß-Berlin am 20. Januar 1922, beträgt der Stundenlohn für den Dachdecker ad 2 3. November 1921 bi»22. Dezember 1921 11,75 M.: vom 23. D-zember 1921. bis 10. Januar 1922 12,2? Mark: vom 11. Januar 1922 bis 23. Januar 1922 12.75 M. und a b 25. Januar 19 2 2 13,50 M. Für die Hilfsarbeiter in allen Stufen 55 Pf. weniger. Nachzahlung muß erfolgen! wo sie bis Sonnabend, den 4. Februar nicht erledigt ist, erwarten wir um- gehend Mitteilung. Der Wochenbeitrag beträgt ad erst« Woche 1922 10 M. Der Vorstand. Rußland- nnd lycorgicnhilfe. Vel ber cSewerkschostetommisllon Berlin» und Umgegend(ringen kernet fslgend» Britriigr«in: Berdnnd der ESnitim-cher, auf Linen, Nolle- aen der Zirma öcNUtzr u. Areundl Ivo ZP!., Brnuerei ffnfleftartt. Ad!. Panloro, fei M., Verband der tzadritarbeiler 10 vvv Tl., Dculfcher Aoljardrilerrerbond »vbv M.. Tenlscher Eisendnhnernerbnnd iSII.td M., Bczirtiverdond der USPD., nuf Liften,<8�4 M.. Brrdand der Nuptersri'miede 2VV0 M., Verband der Elein- ardeitrr Iva M., auf Liften ItTS.Sv Tl..®. N. IVO M., Perband der Sanier und Tune�ierer, auf Liften,»Si M.. verband der Steinletzer, arls Listen, 8ZZ M., Per» band der vla»!>rbe>I»r II, auf Liften, 2SU,50 M., M.(Srifloltif 30 Firma lt. Schueppel in OHUa» S00 M,, Trulschrr Eisenbahnernerdand 12 M., Verband der Drchderilcr lis,�>?!.. Vair»b!lduna»amt Sieinickendors loa M., Maegensprache der SSnaerchlre: Berliner Schubert-cebar, Meininaenscher. Wriftenseer und.£et0 M., Deutscher Arbcilrr-E3naer»Bund, Gau Berlin. Brzirt 5, SOO Ii!., Deutscher Buchbindern erdand 10 31# Sri., Latdar Maralteck 12 M., Berband der Fadrlkarbeiter 2300 Tl., Verband der vticker nnd Randilorcn, auf Listen,<153,05 Firma Trunck n. Ca., durch Bille,>00 M., Verband der Fleischer 1000 R., Deutscher Metallardelternerdand><0 000 M., Verband»er Idpfer. aus List«.<0 M. In Eumm« 213 901.15 St. Bereit» quillutt 2 006«5,43 M. Gesamtsumme 2 222 4J)#,I0 M. rtelder duecki die Bast stnd an die Adreste Han« V i e»> e g» r, Berlin SO, 15, Cnieluser 24/25. tu richten. -...> Verantw, siir den redatt. Dell! tzr,nt RIß»» BeeNn-Lichterfesde: fite An» »einen i Td Slacke, Berlin, Veriai Baru't>rt»-Veelag 15, m. d. K,, Berlin. Druck: Barwlrt«. Buchdruckerei u. Verlaa«ni>ft Iii Paul Singee u. Co., Berlin. Lindenstr. 5, ftnuitzimliili l-rfln 1 54. llnlinstraee 83 85. A»ichäit»teit von«arm.» litt dl» nachm. 4 Ute Televdont Amt Kerden 313, 334. NZä, 331. Danner» taq, den 21. Jnnnor, abend» � Udr, in d«-> »Saviitrnsiil»»", Landienftr.>7/ 13 Branclienvevfantmlttng hn Werlzeugmacher u. Werkzeugschleifer. ZaS««»rdnung: t Zadre»dertchl der Branchenieitung 2 Neuwahl »ar Branchenieitung 3 Branchen- und Verdands- angeiegenizeilen- Bar der Branchenuersamniinna stndet»m I Ulli p» Nrinrn Saat eine anherordcntltche Ranserrn» »er vretraue»»l«»te statt. UO il [i SpczlalarzlDr.Fel Umanr ,»Hand schnell nrftndiich. möaU schmrrzi u. ohne Berut»»dr»ng.en,i»!ra»II>e>>e» geh. Baut», baen». Frauenleiden Schwiiche. «enr»lethaden Kar».»«luluniersuchung \m\pf. 8U6. r�.nr;A;ex6pnl;,fopr .riSianten subÄrti »in« bei ciee Neuligen Valuta ------- große Werte!----- Nur das reelle JuwclengesdCbAft, welches[ Sclbatvei braueber»st, bietet Ihnen Oe»[ wänr lür die üestmögtiche Verueuuno Ihres Schni'icKes jOtto Koppen, Juwelier,! [Große Frankfurter Straße 105, bis 7 Uhr Oe rfln:el tw Korb- Q.RohrmSbel Clg Fabrik, stets hervor, ag. N'euh Gr Ausw.»III Piels,- EtlmuniiVuB.lllti-NeakAlln Bei liner eLl4,N5heliertnann- lat»- Tel.; Neukölln 2264 eparalur sämil Korbwaren iHMIilMINlItieNHIHt'lllllllt: Dmin prüfe, wer sich cwlq bindet 1 A s Sclbsthet stelirr �r- liefere ich in Qualität f) und l'rclsc«inzU aa- stehende tskauie und unsere hdligen 1'reise. 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S7-Zh 5I-S5:v.»v. 2S tzd?- z - BamvvstieFv! k oribox» R.-Cbevrcanx IP.L»ckk oo« Bocbacbortetleioi 1 Ciomelodcr 169- 1 >•••«•••••«••••••••••« : Echt Boxkalf»»-'» braune z ftAvr!nrl mod IBS breit# Für» mit • Dsrbyscbnitt__ ! Echt Chevreaux Gocdj. j»»s Hoch- chaUstirifel« Uek- ; kappe. Bebt Bi XKBU a echt CbttTt«am 189- j ,,*•••••••••••• - � HochschaJtslle el ö«?,', • o. Boskaif. Orig. OuodJ»Well... Welt modern» Kur«*»»••» l.aS.'r atrasscasi iel el, »ühi ttindl«d»*r mit Sport<«rben 268- 158- i Turnschiihe*!-»".»®.»«a i SS«»»«,,„»„«»»GOOSSGS«»»»»,»»»»OOOSO»»»»«»»»»»»» I SreeeäeUiil-ßtfluh 4pkaf SbSndl Feinfeine Luxussaciien>» Laos. Boz.alf iiBd Ub'TKaux mit siot(»lD»iu»B billig. ••••••e»»»»»»»< •••••••••••»••••• HWM.25 nur» Unter»«, AI«xandcrp!»(, Frankiarser Auw 54