Nr. 49»3�.?akrgans fiosgabe A Nr. 25 Bezugspreis: Viertels Dir�S>.— M.. monall. R. kei in» Sau», voran» jablfcot. Pott» bejufl: Mvnailich 20.— M. einschl. gu» ttettunoegebttdr. Unier Kreuzband lllr Dcutschlond, Danliz. das Saar- und Memelpediel. sowie die eheinal» dem- schen Sed'eie Polen». Oesterreich- Ungarn und?uxemburg dt,- M.. für da» übrige Ami and 72,--H!. Post- drftellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecko- Eiowaiei, Däne- wäre. Holland, Luxemdurg. Schweden und die Echwcij. Der.Dorwärl»� mir der Sonntag»- deilage.Boii und ZeiN. der Unter- mptungebeiiag« �Heimwell" und der Beilage„Siedlung und Aieingarien" «scheint wocheniägllch zweimal, Eomi» tag» und Montag» einmal. Telegramm-Mrelset »Sozwldamokrol vcrll»- Sonntags-Ausgabe berliner Oolllsblcltt () Anzeigenpreis» Dt»»ehngesvalten« Nonvareillezel?» kostet 9,— M.„Slcittc Anzeigen- da» settgedruckie Wort 3.— M.(zu- lässig zwei I eltgedruckte Wort»), jede» weltere Won 1,50 M. Stellengesuch« und Schlasstellenanzeigen da« erst« Worl iL!) M„ sede» weiter» Wort t,— M. Worte über lö Buchstaben zählen sür zwei Worte. gamilien-Pn» I, eigen für Abonnenten geile 4.— M. Di, Preis« verstehen stch einschließlich Tcuerungszuschlag. Anzeigen für die nächst« Nummer müssen bi»«>/, Ahr nachmittag« im Hanplgeschäst. Perlin EW W. Linden» strotze 3. abgegeben werden. Sräffnet von 9 Uhr früh dl»» Uhr nachmittag». Zentralorgan der rozialdemokratifcben parte» Deutfchlanda Neöaktion und Expedition: CW öS, Lindenstr. Z\ Sti»rnfJip«>rfn»f• Redaktion ivlociupinti 151115—97 :«rvedition Muritipla» lZeS» 51 Sonntag, den 29. Januar 1922 vorwärts-verlag G.m.b.H., SW öS, Lindenstr. Z - Brrlag. Vxprdition und Inserate«. illllllElLfHL:«NctlMn« Motiliplav 11753-5« Die öeutsihe Reparationsnote. Unmittelbar vor dem plötzlichen Schluß der Konferenz von' Cannes am 13. Januar beantwortete die Reparationskom- Mission das deutsche Ersuchen um Zahlungsaufschub dahin: Für die Barzahlungen, die am IS. Januar und IS. Februar zu leisten sind, wird Aufschub bewilligt. Deutschland hat ab 18. Januar alle zehn Tage 31 Millionen Eoldmark zu zahlen, das gilt solange, bis eine weitere Entscheidung erfolgt ist. Zum reck dieser Entscheidung hat die deutsche Regierung binnen Tagen der Neparationskommission einen angemessenen Reform- und Earantieplan betreffend das deutsche Budget und den Papiergeldumlauf sowie ein vollständiges Programm für die Barleistungen und Sach- lieferungen für das Jahr 1922 vorzulegen. Dieser Aufforderung ist die deutsche Regierung durch Uebzrreichung einer Rote naä'gekommen, deren Text weiter unten wörtlich wiedergegeben ist. i Die deutsche Rote legt auf der einen Seite ausführlich dar, welche Anstrengungen die deutsche Regierung unternimmt, um ihren Reparationsverpflichtungen nachzukommen. Auf der anderen Seite weist sie die ökonomische Unmöglichkeit nach, diese Verpflichtungen im Jahre 1322 sowohl wie in den kommenden Jahren zu erfüllen. Aber indem sie das tut, spricht sie doch keine Weigerung aus. Sie erklärt im Gegen- teil ihren Erfllllungswillen mit besonderer Betonung der Pflicht, die zerstörten Gebiete wieder aufzubauen, und verfließt sich nicht der v ol it i schen Notwendigkeit, auch im laufenden Jabr, eigentlich über das Können hinaus, Bar- Zahlungen zu leisten. Durch diese Betonüng ihres guten Willens entwaffnet sie alle Kritiker, die selber guten Willens sind, das Problem objektiv und ohne feindliche Absichten gegen Deutschland zu betrachten. Da der gute Wille zu solcher Obsektivität beute geo- graphisch sehr versckieden verteilt ist, wird man sich darauf geiaht machen müssen, daß die Note da und dort ein ver» schiedenes Echo finden wird. Wer die französische� N a t i o n a l i st e n p r e f s e in der letzten Zeit aufmerksam verfolgt hat. kennt die Antwort, die von dorther kommen wird. schon im vorhinein. Dort wird Deutschland als ein in seinen Reichtümern erstickendes Land geschildert, und das Brobl't.n, aus den Nebcrfäüssen der deutschen Wirtschaft das Defizit der französischen zu decken, wird als kinderleicht dargestellt. Nähere Angaben, wie es nun eigentlich gemacht werden soll, vermißt man leider. Wir können namens der Sozialdemokratischen Partei, die eben erst ihren Erfüllungswillcn bekundete, indem sie die Z w a n g s a n l e i h e in der �öhe von einer Gold- Milliarde durchsetzte,' auf das bcstimmlestc versichern, daß große Teile de« deutschen Volkes für alle guten Ratschläge, woher immer sie auch kommen mögen, donkbar sind. Diesen Teilen d?s deutschen Volkes fönte nichts lieberes passieren, als wenn man ihnen zeigte, auf welchem Wege sie, sei es auch unter stärkster Einschränkung ihrer eigenen Bedürfnisse, eine geregelte Abtragung der Reparationslasten bewirken könnten. Wo ober an Stelle solchen guten Rats schlechtbentrünMe Anklagen treten» können auch sie auf der anderen Seite keinen guten Willen vermuten, sondern nur die Absicht, zu neuem feindlichen Vorgehen gegen das deutsche Bolk willkommene Vorwände zu finden. Es ist gut, daß das Neparntionsproblem aus der Atmo- sphäre leidenschaftlicher Polemik in die kühlere der klaren Rech- nung hinüb-rgcsührt wird. Aber auch diese Methode, die von der deutschen Note angewandt wird, kann mir dann von fortsch-eitendem Erfolg begleitet sein, wenn sie von einer Re- giuimg geübt wird, deren redllche Absicht, übernommene Ver- pilicktungen bis an die Grenze des Möglichen zu erfüllen, nicht bestritten werden kann. Erfüllungspolitik und Prova- (wnda gegen den Irrtum, daß die Möglichkeit restloser Er- siillung vorliege, sind nur zweiten Seiten ein und derselben Sache. Wenn die inneren Gegner der Erfüllunqs"0litik das euch heute noch nicht zugeben, dann haben sie ihr Wesen niemals begriffen oder wollen es nicht begreiien. Eine rasche Entscheidung über den endgültigen Zablungsrlan fir 1922 liegt im Interesse beider Seiten.»Die Z�hhmg von 31 Millionen Eo'dmcrk in zehn Togen entspricht vnfesöbr einer Zahlung von 93 Millionen im Monat. Nach .fünf Monat-n müßten also rund 463 Millionen gezahll lein,> noch zehn Monaten 930, nach einem Jahr weit über eine Milliarde Eoldmark, mehr als dos Doppelte dessen, was die Sochverstävdigen der Londoner Besprechung Deutschland im lm'fendm Jabr zumuten zu konn-m glaubten.> Bon eWui gewissen Zeitpunkt ab würbe der Zustand, der. durch die fortgesetzte Barz�hs"Ngspfl!cht Deutschsonds entsteht,! immer prekärer'we-ben nicht nur für Deutichsond selbst/ sondern auch sür di» Westwirtschast, deren innige B-rflechtung mit der deutschen Wirtschaft schon im ersten Erfüllungsjahr deutlich geworden Ist. Die Männer, denen es obsiegt, die endgültige Entscheidung Stressen, müssen sich klar darüber sein, daß siederganzen e l t für ihr Tun verantwortlich sind. Wenn wir an der deutschen Note etwas auszusetzen haben, so ist es der Umstand, daß weder in ihr noch in den Anlagen die Loge der arbeitenden Massen in Deutschland mit dem nötigen Nachdruck dargetan ist. Für uns freilich sprechen die Mit- teilungen über die kommenden schweren Verbrauchssteuern, über die Erhöhung des Brotpreises fast auf das Doppelte, die Ersparungen im Beamtenetat eine beredte Sprache. Es wäre verhängnisvoll, wenn man den Versuch machen wollte, die deutsche Regierung auf diesem Gebiet zu noch schärferem Vorgehen anzutreiben.. Denn eine Volkswirtschaft, die auf dem Elend ihrer breiten Massen von Arbeitern. Angestellten und Beamten aufgebaut ist, kann keine anderen Ergebnisse zeitigen als soziale Unruhen und verminderte Leistungsfähig- keit. Die Arbeiter der ganzen Welt sind daran interessiert, daß die deutschen Arbeiter nicht zu Kulis herabsinken, denn sie würden auf diesem Schicksalswege ihre ffilassengenossen in anderen Ländern automatisch mitziehen. Wir können in Erwartung der Entscheidung nur den Wunsch äußern, daß sie sich nicbt in Widerspruch setzen möge zu der Erklärung, die die alliierten und assoziierten Re- gieningen am 16. Juni 1919 abgaben: Die alliierten und assoziierten Regierungen haben keinerlei Ab- ficht, Deutschland zu erdrosseln... Sie wünschen, daß die durch den Krieg wachgerufenen Leidenschaften möglichst bald aussterben, und daß olle Nationen Anteil haben sollen an dem Wohlstand, der sich aus der ehrlichen Versorgung der gegen- seitigen Bedürfnisse entwickelt. Sie wünschen, daß Deutsch- land diesen Wo hl st and genießen soll ebenso wie die anderen Völker, obgleich viele der daraus gewonnenen Früchte notwendigerweise auf viele Jahre hinaus verwandt werden müssen zur Wiedergutmachung der an den Nachbarn begangenen Schüden. Den Massen des deutschen Volkes ill„Wohsitand" ein unbekannter Begriff, es genügt ihnen die Möglichkeit eines er- träglichen Lebens. Sie erwarten aber von den fremden Regierungen, die heute einen so starken Einfluß auf Ihr Schicksal hoben, daß sie den aussichtslosen Versuch, einen un» ausführbaren Zahlungsplan auszuführen, nicht bis zur ab- soluten Verelendung der Massen des deutschen Volkes treiben werden. Denn dadurch würden sie auch ihren eigenen Völkern schlecht dienen, würde die geplante Konferenz für Wirtschaft- lichen Wiederaufbau in Genua zu Spott und Hohn! Der Wortlaut �er Note. Berlin, den 28. Januar 1022. Herr Präsident! Die Reparationskommlssson hat durch die Entscheidung vom 13. Januar 192S der deutschen Regierung für die beiden Fälligkeiten vom 15. Januar und 15. Februar 1922 einen vorläufigen Zahlungsaufschub unter der Bedingung gewährt, daß die deutsche Regierung binnen 15 Togen a) ein Reform Urogramm für den Haushalt und den Roten- umiaiif mit geeigneten Garantien, b) ein rollstöndiges Programm für Barzahlungen und Sach- lelstungen für das Kalenderjahr 1922 vorlegt. Die deutsche Regierung entspricht hiermit diesem Verlangen. I. Reform öes Haushalts und des Notenumlaufs. Der deutschen Remerung und der deutschen Volksvertretung ist es gelungen, den Abschluß, der Im Jahre l919 begonnenen vollllän- diaen Re'orm der Reicksllnan'en unter Uebcrwindunq der größten Schwierigkeiten nunmehr zu fchem. Das Ziel dieser Reform, weiche dem deutschen Volk schwerlle Opfer aufer'egt, ist, das©'elchoewicht des Reichs' ausballs herzustellen. Zu diesem Zweck werden die Ein- nahmrn aufs äußerste gesteigert und die Ausgaben auf das stärkste etnieirfst mkt. Außerordentliche Bedürfnisse sollen nicht mehr aus- schlleß'ich durch Ausaabe kurzfristiger Schatzwechsel, sondern soweit als möglich durch Anleihen gedeckt werden. 1. Dermehrnnss der Einnahmen. Das Auf'ommcn aus den O'iellen der Besitzbesteuerung wird durch Ausbau des Steuersystems in den dem Reichstag zurzeit vor- liegenden Gesetzentwürfen(Vermöacnssteuer, vermögsnszuwachs- steuer. Kapilal-e-ckestrsstever und Sörpe fchallsstener) westnt'ich er- höht. Dies geschiel t, obwohl die Sachverständigen der alliierten Re- gierungen bereits auf der Brüsseler Konferenz vom Dewmber 1929 anerkannt baben, daß die direkte Resteuerung in Deutschland keiner i weiteren Steigerung mehr f"big ist. Die Besteuerung des Besskes nötigt In nicht geringem Umfang die Steuerpflichtigen, in die Substanz ihres Vermögens einzugreifen. Dieser Eingriff wirkt auf das Einkommen des ein- � gelnen in einer Weife zurück, die notwendig jede Besteueruna des Ve-hra"chz verschärft. Durch die Umsah"euer, die von 11, Proz. auf 2 Proz. und di» Sohlenlleue«. die noch der Vorlage der Reichs- regierimg van 20 Proz. auf 40 Proz. erhöht werden soll, ist Pro- duktion und Verbrauch in stärkstem Maß« vorbelastet. In den zurzeit dem Reichstag vorliegenden Entwürfen sind wichtige Zölle und Verbrauchssteuern bedeutend erhöht. Die Zölle sollen aus der wirklichen G o l d b a s t s erhoben werden. Unter diesen Umständen erfährt der deutfche Verbrauch in An- betracht der geschwächten Kaufkraft der Bevölkerung eine Ge- samtbelastung, die dem Druck der indirekten Be» steuerung in jedem anderen Lande winde st ens gleich ist. Die Durchführung der Steuergefetze ist jetzt gesichert. Die not- wendige Umstellung der einzelstaatlichen Verwaltungen auf die ein- heitliche Reichsverwaltuntz ist trotz aller Schwierigkeiten im wesent- lichen vollzogen. In weitem Umfange werden die Steuern an der Quelle erhoben. Durch strenge Verwaltungeaussicht werden Veran- lagung und Erhebung der Steuern immer mehr an den Zeitpunkt der Steuererklärungen herangerückt. Gegen Kapital- und Steuerflucht sind energische Mahnahmen getroffen. Insbesondere istdasBankgeheimnis durch Gesetz aufgehoben, der Wertpapierbesitz wird bei den Danken durch die Steuerbehörden überwacht. Die durch Kapitalflucht bereits ins Ausland abgewanderten Vermögen sucht die deutsche Regierung durch internationale Rechtshtlfeabkommen zu erfassen. Das vorstehend in seinen Grundzügen angegebene Steuerpro- gramm wird In der Anlage I erläutert. Die Tarife der Verwaltungen von Post und Elsenbahn sind nach Durchführung der bevorstehenden Erhöhungen gegenüber den Ta- rifen der Vorkriegszeit im Durchschnitt wie folgt gesteigert: Im Eifenbahnpersonenverkehr auf das 15- bis 19fache, im Elfen- bahngüterverkehr auf das S2fache und im Post- und Telegraphen- verkehr auf das 21fache. 2. Beschränkung der Ansgaben. Durch Vorschriften des Haushaltsgesetzes sind Vorkehrungen für eine Verminderung der Beamtenstellsn getroffen. Die Zuschüsse für die Lebcnsmiltclverbilligung werden nach einem besonderen Plan im Lause des Rechnungsjahres 1922 beseitigt Sie betrugen im Rechnungsjahre 1921 rund 22.5 Milliarden Papier- I mark. Sie werden, falle keine weitere Entwertung der Mark ein- � tritt, im Rechnungsjahre 1922 nur noch 1 Milliarde Papicrmork e�- fordern. Der Vrolprcls wird zu diesem Zwecke vom IS. Februar > 1922 ab weiter um 75 Proz. erhöht. Die Erwerbslosenunkerslützung durch öffentliche Mittel soll im Jahre 1922 durch eine Arbeitslofenverficherung ersetzt | werden, deren Kosten überwiegend von Arbeitgebern und Arbeit- ! nehmern getragen werden. Die außerordentlichen Ausgaben der allgemeinen > Reichsverwaltung sind trotz des inzwischen erheblich gesunkenen Geld- . wertes auf nahezu ein Drittel des Borjahres, nämlich auf 3 Milliar» den Papiermork, herabgesetzt. Bei den Verwaltungen der Post und der Elsenbahn sind organisatorische Reformen zur Verminderung der Ausgaben im Gange, fo daß vom 1. April 1922 die Betriebsausgaben durch Be- triebseinnahmcn gedeckt werden. Die außerordentlichen Ausgaben Snd so knapp als möglich bemessen. Sie betragen nur% Proz. de« nlagewertes, während in der Vorkriegszeit S Proz. dafür aufge- wandt werden mußten. Ein dem Reichsrat vorliegender Gesetzentwurf sichert durch strenge Vorschriften die sparsame Aufstellung und genaue Einhaltung der Haushaltplnne. J Auf diese Weise bringt der Houshaltplan des Reichs für 1922 zur Deckung der Ausgaben für die allgemeinen Zwecke des Friedens- Vertrages uizd die Reparationsleistungen einen Ueberfchuß von ISlü Milliarden Papiermark. 193,2 Milliarden an ordentlichen Einnahmen stehen 86,7 Milliarden an laufenden Aus- gaben gegenüber. 3. Einschränkung der schwebenden Schnld nnd des Noten- Umlauf».* Die Reichsregierung wird im Jahre 1922 die Auslegung einer inneren Anleihe versuchen. Di» Ende 1919 aufgelegte Spar- Prämienanleihe hat dem Reich trotz Ausstattung mit den mannig- sachsten Vorteilen nur 1.8 Milliarden Baraeld zugeführt Sie muß also als Mißerfolg bezeichnet werden. Die Möglichkeit m einer wirklich umfassenden inneren Anleihe wird erst dann vorhanden fein, wenn das Vertrauen in die wirtschaftliche und finanzielle Wiederaus- richtunq Deutschlands wiederhergestellt ist, und wenn feststeht, daß die Bestimmungen des Vertrages von Versailles den Dien st einer fundierten Reichsanleihe nicht beeinträchtigen können. Unabhängig von der Frage, ob für eine freiwillige Anleihe«in Markt geschaffen werden kann, wird die deutsche Regierung zur Auflegung einer Iwangsauleihe schreiten, deren Ertrag bestimmt ist, der Vermehrung der schwebenden Schuld Einhalt zu tun. Zu dieser äußersten Maßnahm«, die nicht wiederholt werden kann, hat stch die deutsche Regierung entschlossen. um wenigsten» für das Jahr 1922 die Reparationsleistungen unter möglichst geringer Inanspruchnahme der Notenpresse finanzieren zu können Dem Bedenken, das die alliierten Neaterungen au« der recht- lichen Abhängigkeit der Acichsbank vom Reichskanzler entnehmen, wird die deutsche Regierung Rechnung tragen. Sie wird dem Reichs- tag ein Gesetz vorlegen, durch das die zurzeit rechtlich bestehende Befugnis des Reichskanzlers zu Eingriffen in die geschäftliche Lei» lunq der Reichsbank beseitigt und somit ihre Autonomie ge- sichert wird. Ueber die gesamten Maßnahmen, welch« zur Ordnung der Reichsfinanzen bestimmt sind, ergeben die«eiteren Anlagen dieser Rote den erforderlichen Aufschluß. Sic VurchfklhrunA asser dieser Maßnahmen bietet Seivsshr da- für, daß für die Einschränkung der schwebenden Schuld, die Stillegung der Notenpresse alles geschieht, wo» von der deutschen Regierung billigerweise erwartet werden kann. Die deutsche Regierung wird außerdem dafür Sorge tragen, daß genaue Statistiken über die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands künftig wieder in der vor dem Kriege üb- lich gewesenen Weise veröffentlicht werden. II. Programm für Sie Leistungen Ses Kalenderjahres 7922 Die vorstehend dargelegte Reform des Reichohaushalts gewährleistet die Deckung der inneren Zahlungsverpflichtungen. C t e kann jedoch eine gesunde Finanzierung der Repa- rationsleistungen nicht herbeiführen. Die Einnahmen des Reichs bringen in der Hauptsache nur Paviergeld, mit welchem bei der nahezu völligen Entwertung der Mark Reparationszahlungen in Goldmcrk nicht geleistet werden können. Die deutsche Regierung hat bereits mehrfach, zuletzt In Cannes, ausführlich die Gründe dargelegt, die zum Sturz der Mark ge- führt haben und die es Deutschland trotz höchster Kraftanstrengung zurzeit unmöglich machen, die gesamten Reparationsleistungen aus- zubringen. In der Hauptsache sind dafür folgende Faktoren de- stimmend: R o h st o f f e besitzt Deutschland außer Kohlen nuv noch wenig. Die Produktivität, insbesondere der Landwirtschaft, ist erheblich zu- rückgegangen. Der unentbehrliche Einfuhrbedars an Rotz- ftoffen und Lebensmitteln beträgt jährlich 2% Milliarden Gold mark. Der Wert der Ausfuhr ist von rund lv Milliarden Goldmark im Jahre 1913 auf rund 4 Milliarden gefallen. Das bedeutet unter JBerücksichtizung der allgemeinen Steigerung der Weltmarktpreise eine Verminderung der Ausfuhr auf etwas mehr als den vierten Teil der Ausfuhr vor dem Kriege. Die Zahlungsbilanz ist jetzt mit rund 2 Mil- liarden Goldmark passiv. Bei passiver Zahlungsbilanz ist «ine anhaltende Festigung der Mark nicht möglich. Unter diesen Umständen bringt jede erhebliche Zahlung in De- visen eine neue Erschütterung des Markkurses, gleichzeitig entwertet sie alle inneren Einnahmen, steigert alle Ausgaben, vermehrt die In- [lation und schwächt damit Deutschlands Fähigkeit zu Reparation»- eistungen immer mehr. Wenn man das Reparationsproblem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, so muß man zu dem Er» oebnis kommen, daß es unbedingt erforderlich ist, Deutschland für längere Zeit, mindestens aber für das ganze Zahr 1922. von allen Reparationsleistungen in bar zu befreien. Die deutsche Regierung verschließt sich jedoch nicht der Erkennt- nis, daß sie unter den gegebenen Verhältnissen selbst die schwersten Bedenken für die deutsche Wirtschaft und die Finanzen des Reichs hinter diepolitischenRotwendigkeiten zurückstellen muß. Der deutschen Regierung ist bekannt, daß von alliierter Seite in Cannes für Reparationsleistungen Deutschlands für das Jahr 1922 folgende Ziffern in Erwägung gezogen worden sind: 729 Millionen Goldmark an Darzahlung und bis zu 1450 ZNiMonen Goldmark an Sachleistungen. Die deutsche Regierung darf nicht Unterlasten, daraus hinzuweisen. daß die Mittel zur Deckung so bedeutender Leistungen auch nach Durchführung der inneren Finanzreform zum großen Teil nur durch Erhöhung der schwebenden Schuld beschafft werden können, und daß sie mit Rücksicht hierauf bitten muß, die deutschen Barzahlungen nötigenfalls unter Erhöhung der Sachleistungen auf geringere Detröge festzusetzen. Gleichviel wie die Festsetzung der Reparationsleistungen für das Jahr 1922 erfolgen mag, schlägt die deutsch« Regierung auf Grund der Vorbesprechungen folgendes Programm für die Art und Weife der Erfüllung vor:, «) Auf die festzusetzenden Beträge werden die Barzahlungen und Sachleistungen angerechnet, die aus die Fälligkeiten vom 15. Januar und 15. Februar 1922 bereits be- w't r k t sind und noch bewirkt werden. Die im Jahre!922 danach noch zu leistenden Barzahlungen werden auf die Monate des Kchenderjahres 1922 gleichmäßig vertellt. d) Die in fremder Währung zu erstattenden Defahungskoflen werden auf die Gesamtleistungen des Jahres 1922 oerrechnet. Die in Paplermaxk zu leistenden Beiträge zu den Lesatzungskosten werden bedeutend ermäßigt. c) Die übrigen in fremder Währung zu tilgenden Verpflichtungen aus dem Friedensvertrag, insbesondere die Laflen auf Grund des Ausgleichsoersohrens. werden im Wege besonderer Vereinbarungen auf«in erträgliche» Maß zurückgeführt. Die Nachtung öes v. ö. Nu. von Lena. Der D.d.Mu.. der Verein der Mumien, hielt eine Nachtung ab. Wer mit den Gewohnheiten der Mumienoereinsmitglieder nicht oertraut ist, dem mag die Bezeichnung.Nachtung' anstatt»Tagung- ungewohnt sein. Die Mumienvereinler haben nämlich so lange in der Erde gelegen und sind braun und trocken geworden, daß sie nichts, was mit Tag und Licht zusammenhängt, vertragen können. So halten st« nicht gleich anderen Bereinen eine Tagung, sondern Nachlungen ab und kommen jedesmal eine Stunde vor Mitternacht zusammen, wenn die Finsternis am tiessteir ist. Die Nachtung fand statt in einem alten Klostergebäude, dos jetzt als Wollspeicher diente. Dort lagerten große Wollballen, und es roch angenehm nach Staub, Kirchenglauben und Kapitalismus. Da» Ist ein Geruch, den Mumien lieben. Die Obermumie hatte den Vorsitz. Sie war von Adel und einmal Hoffräulein an einem kleinen Fürstenhofe gewesen. Ihr Mund war eine Zahnlücke, aus der»in einziger gelber Raffzahn tief herabgriff über die Unterlippe. In den Ohrstummeln hingen ihr zwei große blaue Perlen. Neben ihr saß der Redewart des V. d. Mu. Er war Marineosfizler gewesen, dann Profestor der Landwirtschast geworden, hatte«inen stolzen, langen, zweizipfeligen Bart, war unentwegt monarchisch gesinnt, und e» lag ihm ob, bei großen Anlässen gestnnuagstüchtige Reden zu halten. Die Obermumie konnte keine Reden halten, da sie am Fürstenhofe nur gelernt hatte, mit dem Kopfe zu nicken und ja zu sagen. Auch«ine jüngere Mumie nahm an der Nachtung teil. Sie hatte einen Sprung im Gesicht, der vom Mundwinkel bis zum Ohr reichte, einen Durchzieher nannten fle da». Auch trug st««In Haken- kreuz und hatte auf dem Kopf einen kleinen runden Knopf. Drückte man den, so rief die Mumie:„Schlagt die Juden tot!' Der V. d. Mu. beriet über die Verderbnis der Zeit.„Das Volk ist dreist geworden,' sprachen sie.„Die Tradition gilt nicht» mehr. Nur Arbelt und Leistung soll gelten.' »Ich bitte Sie. Leistung, Pul' sagte die Obermumie. »Wer wird überhaupt heutzutage etwas leisten?' fragte ver- Bchttich die junge Mumie mit dem Besichtssprung..Leistung ist für Proleten. Wir repräsentieren.' .Wir wollen das Volk zusammenrufen,' sagte der Redewart, .und ihm sogen, daß es uns und die Tradition verehren muß. Zu unserer Zeit war es bester?' .Damals durfte man die Juden totschlagen,' sagte die Mumie mit dem Kesichtssprung. .Und es gab noch keine Sozialdemokraten,' sprach die Ober- «umie mit dem Raffzahn. .Wir wollen die alte Glocke läuten,' meinte der Redewart, und er tat«». � E» war«in» alt» gesprungeu« Glocke, die vo» frühere» Zeit» SB«, dt« SachleMungm anfangt, gibt Deutschland erneut seiner Bereitwilligkeit Ausdruck, mit ollen verfügbaren Mitteln und Kräften an der Wiederherstellung der zerstörten Gebiete mit- z u w i r k en. In diesem Geiste ist das Wiesbadener Abkommen abgeschlossen worden. Die deutsche Regierung ist bereit, auch mit anderen alliierten Regierungen Abkommen über Sachlieferungen abzuschließen. Bei der Bemessung der. Sachlieferungen muß in Betracht ge- zogen werden, daß auch sie Goldzahlungen erfordern, siiweit dazu ausländische Rohstoffe gebraucht werden. Die deutsche Regie- rung bittet, daß die Sachleistungen für jedes beteiligte Land g e- trennt festgesetzt und daß sie nur insoweit angefordert werden, wie sie für das Jahr 1922 wirtlich gebraucht werden können. III. Die deutsche Regierung ist der Rieinuag, daß die Regelung der Reparationsleistungen für das Zahr 1922 allein nur einen ersten Schritt auf dem Wege zur Lösung de» Reparationsproblems bedeute. Das Programm für 1922 beruht auf einem System, das, wie die vorllegendeu Erfahrungen ergeben hoben, die deutsche Repa» rationsfähigteil empsindlich schwächt. Monatlich oder vierteljährlich wiederkehrende Reparationszahlungen in fremder Währung ver- hindern Deutschland, seine Finanzen in Ordnung zu bringen. Es erscheint daher im Interesse aller beteiligten Länder geboten, für die deutschen Reparationsleistungen auf einer anderen Grundlage und aus längere Zeil Dorsorge zu lrefsen. Die» sollte s ch l e u n l g st geschehen, da die Ungewißheit darüber, wie vom Jahre 1923 ab die deutschen Leistungen erfolgen sollen, aus die wirtschaftliche und finanzielle Lage nicht nur Deutschland», sondern auch der alliierten Länder einen lähmenden Einfluß ausübt/ Deutschland wird zur Leistung der Reparation nur dann im» stände sein, wenn der Kredit de» Zulande» und de» Aus- lande» für Finonzoperatloneu großen SM» In Anspruch genom» men wird. Zurzeit wird aber die Kreditwürdigkeit Deuischlauds weder von dem inländischen noch von dem ausländischen Aulagekapital anerkannt. E» fehlt allgemein da» vertrauen, daß Deutsch» land imstande sein werde, unter den gegenwärtig gegebenen Dedin- gungen wirtschaftlich so z» erstarken, daß e» al» ein zahlungsfähiger Schuldner für eine große Reparationsanlelhe angesehen werden kann. Da» Vertrauen der Welt in Deutschland, Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen, ist die Vorbedingung für eine befriedigende Lösung des Problems. Die deutsche Regierung bittet daher die Reparationskommission, diesen Erwägungen Ihre besondere Aufmerksamkeit zu schenken, da» mit ein Weg gesunden werden kann, derveutschlandskredit im Inland und Ausland wiederherstellt und eine große Reparationsanlelhe durch internationales Zusammenwirken mögllch macht. Genehmigen Sie. Herr Präsident, die Versicherung meiner au»- gezeichneten Hochachtung. gez. Dr. wlrth. » Der Note sind folgende Anlagen beigegeben: 1. Ueberblick über das Steuersystem, die Durch- führung der Steuergesetze und die Maßnahmen zur Bekamp- fung der Kapitalflucht mit Tabellen über die steuerliche Be- lastung im Vergleich mit England und Frankreich. 2. Uebersicht über den Abschluß des Haushalt» planes für 1922. 3. Uebersicht über die bei der P o st u n d Eisenbahn durchgeführten und geplanten Reformen. 4. Programm für die Beseitigung der Zuschüsse zur Verbilligung der Lebensmittel. Genua. Ein offizieller Beschluß der amerikanischen Regierung über die Beteiligung der Bereinigten Staten an der Genua-Konfe- renz liegt bis zur Stunde noch nicht vor. Das Washingtoner Staatsdepartement hat lediglich die Nachricht dementieren lassen, daß der gmerikanische Botschafter in London, 5) a r o e y, den Standpunkt der amerikanischen Regierung in dieser Frage mitteilen würde. Diese Meldung war schon oeshalb unglaub- im Klosterturm hing. Sie gab einen schrillen, mißtönenden Klang, den man weithin vernehmen konnte. Draußen waren allerlei Leute auf der Straße, dl« über die Not der Zeit beraten hatten. Andere wachten in ihren Zimmern, weil e» so bitter kalt darin war und sie zu hungrig waren, als daß sie hätten schlafen können. Alle diese hörten den Ruf der ge- sprungenen Glocke und zogen hin zu dem alten Kloster, das jetzt ein Wollspcicher war, um zu hören, was es gäbe. Die drei Mumien hatten sich in die dunkelste Tiefe einer Nische gestellt, so daß die Menschen unten nur den feierlichen Umriß ihrer Gestalten gewahren konnten. Der Redewart begann und erzählte, wie viel schöner die alte Zeit gewesen sei. Damals hätten wenige befohlen und Macht, Ansehen und Wissen gehabt. Das fei gut ge» wesen für die vielen, die es nicht hatten. Sie hatte» keine Derant- wortung zu tragen und sich nicht über allerlei den Kopf zerbrechen müssen.»Es muß werden, wie es damals war,' schloß der Rede- wart und drückte den Knopf der jungen Hakenkreuzlcrmumie. die sofort rief:»Schlagt die Juden tot!' „Was sollen wir denn sonst noch tun?' fragte eine Stimme von unten. „Geht hin, schert eure Schafe und bringt un» die Wolle. Wenn wir in der Wollt sitzen, so ist das gut für euch,' antwortete der Redewart. „Kniet, verehrt un» und die Tradition!' rief die Obermumie. Das hatte auch sie allmählich gelernt zu sagen. Da dachten manche, es ist wirNich jetzt schlecht bestellt, vielleicht wird es besser, wenn wir tun, was jene sagen. Und sie sanken auf die Knie, um zu verehren. Andere aber schickten sich an, nach Hause zu gehen, um ihre Schafe zu scheren und den Mumien die Wolle zu bringen. Doch sie kamen nicht weit, denn e« geschah etwas Seit- fames. In das mißtönende Klingen der gesprungenen Kirchenglocke mischte sich ein feines, helles Läuten, rasch, hüpfend und klingelnd wie Nachtigallentriller. Alle blickten nach dem Stadttor, von dem das Läuten klang. Doch sie sahen nur«ine alte Großmutter, die mit ihren zwei Enkelkindern eben durch da» Tor kam. Sie hatten Holz aus dem Walde geholt und sich verspätet. „Wer läutet da so albern?' schrie der Redewart des v. d. Mu. zornig. „Verzeiht,' sprach die alt« Frau,„wir wußten nicht, daß es euch stört. Weil wir einmal im Walde waren, so sind wir gleich ein Stückchen weitergegangen, dem Frühling entgegen, um zu fragen, ob er nicht nächstens kommt. Der Winter dauert so lange!' „Hast du den Frühling gesehen?' fragten die Leute. „Gewiß, ich soll euch grüßen und sagen, er wäre schon auf dem Wege. Wenn er käme, brächte er für alle gleichmäßig Blumen und Sonne mit. Bei ihm hat keiner mehr zu bedeuten als der andere.' »Der Frühling ist ein Schwätzer,' sagt« der Redewart.„Keiner «ehr als der«deret Da» sind so»od«»« llmsturzgedauteot Ts würdig, weil mit einem solchen Aufklärungsschritt doch trnr der Botschafter in Paris, Myrron Herrick, beauftragt werden könnte. Halbamtlich wird in Belgrad mitgeteilt, daß die Kleine Entente in Genua zum ersten Male als einheitliche Staatengruppe aufzutreten gedenkt und zu diesem Zwecke auch eine gemeinsame Borkonferenz ihrer Mitglieder abhalten wird. Südslawien hat inzwischen bei der Reparationskommission beantragt, seinen öz�prozentigen An- teil von der deutschen Reparationsgesamtsumm« in R a t u r a l» lieferungen zu erhalten. Die schwedische Regierung, deren Ministerpräsident und Außenminister Genosse B r a n t i n g ist, hat auf das Ein- ladungsschreiben mit einer Rote geantwortet, in der die Er» Wartung ausgesprochen wjrd, daß die Beteiligung an der Konferenz so allgemein sein wird,„daß sie es ermöglicht, e n d- l i ch in einem Geiste des gegenseitigen guten Willens und durch ein gemeinsames Borgehen das dringende Werk zur Gesundung Europas zu beginnen.' Harding und Jnfferand. Paris, 28. Januar. lHavas.) Das Ministerium de» Auswärtigen erhielt keine Mitteilung über eine Meldung der„Morning Post', wonach Präsident Harding den französischen Boischafter Jusserand nicht empfangen haben soll. Poincarö hat an Iusserand telegraphiert, um Auskunft darüber zu erhalten. was sich tatsächlich ereignet habe. die»sachlichen unü persönlichen Garantien'. Die dunklen Andeutungen der Deutschen Volkspartei, sie würde ihre endgültige Entscheidung über die Zwangsanleihe von»sachlichen und persönlichen Garantien' abhängig machen, haben naturgemäß neue innervolitische Unruhe hervorgerufen. Allerhand Mutmaßungen, Gerüchte und Kombinationen tauchen auf, manche Leute sehen schon Herrn Becker-Hessen nach Belieben Minister absetzen und einsetzen. Daß auch von der„großen Koalition" geredet wird, ist selbstverständlich. Dazu können wir nur bemerken, daß sowohl die maß- gebenden Regierungsstellen wie auch die Sozialdemokratische Partei der Enthüllung des verschleierten Bildes mit der gleichen Spannung entgegensehen wie alle übrigen Mit- menschen. Auch sie wissen nicht mehr, als was die Deutsche Bolksvartei an geheimnisvollen Ankündigungen in die Welt geworfen hat. � Wir kennen also die subjektiven Absichten der Deutschen Bolkspartei nicht. Objektiv aber sieht ihr Vorgehen freilich wie dos von Leuten aus, die eine neue Krise, nicht aber eine endgültige Berständigung herbeizuführen gewillt sind._ flufgelöfte Selbftschutwerbanöe. Wie der amtliche Preußische Presiedienst meldjfc hat Minister Seoering in einem Erlaß an den Berliner Polizei- Präsidenten folgendes verfügt: Gemäß§ 1 des Gesetzes vom 22. März 1921 löse ich hierdurch mit Zu st i n, mungderReichsregierung den„Berliner Selbstschutz' G. m. b. H. und den„F a l t e n b u n d'(Selbst- schütz Hallesches Tor), beide in Berlin, mit sofortiger Wirkung auf. Personen, die sich an einer der aufgelösten Organisationen beteillgen, werden gemäß§ 4 a. a. O. mit Geld st rase bis zu 59 000 M. oder mit F« st u n g bis zu 3 Monaten oder mit Gefängnis bis zu gleicher Dauer bestraft. Die Korrespondenz B. S. bringt ein« offenbar von den aufgelösten Berbänden inspirierte Notiz. Danach liegt die Vermutung nahe, daß die Auflösung der Berbände mit Wasfenfunden zusammenhängt, dl« in der letzten Zeit im Berliner Südwesten gemacht worden waren. So ist in der Wilhelmstroße ein größeres L a g e r von Waffen ent- deckt worden. Dies Lager soll allerdings den Behörden vor- schriftsmäßig angemeldet und zur Verfügung gestellt worden sein, aber merkwürdigerweise sei es nicht rechtzeitig abgeholt muß Vornehme geben und Geringe, die für die Duuehmen arbeiten. Ich glaube überhaupt, daß die Alte lügt. Sie hat den Frühling gar nicht gesehen.' .Wir haben ein Wahrzeichen,' sprach die Großmutter,»zeig es einmal.' Der klein« Knabe hob ein weißes Dlütenglöckchen hoch, das der Frühling ihm zugeworfen hatte. Damit hatte er geläutet. Nun ging «In feines Strahlen von dem Glöckchen aus, da» immer stärker wurde und die Mumien droben in der Nische hell beleuchtete. Sie schauerten, denn Licht können sie nicht oertragen. Doch der Kleine rief:'' »Ihr da oben, ihr seid ganz braun und vertrocknet und gar nicht mehr lebendig. Macht, daß ihr in» Grab kommt, in da» ihr gehört. „Macht, daß Ihr ins Grab kommt!' schrie das ganze Bolt. Da purzelten die Mumien erschreckt übereinander und kollerte» zurück ins Kircheninnere, das nun ein Wollspeicher war. Selbst der Redewart oermochte nichts mehr zu sagen, nur die Hakenkreuz- mumie stieß im Fallen gegen einen vorspringenden Balken, der gerade den Knopf auf dem Kopf traf. So rief sie noch einmal: „Schlagt die Juden totl' Dann sank auch sie zwischen die Wollsäcke hinab. Es war gut, daß wenigstens drinnen ein schöner Geruch war nach Staub, Kirchenglauben und Kopitalismus. Die Leute gingen nach Hause, um auf den Frühling zu warten und die Großmutter sagte zu ihrem Enkelsohn: „Nimm auch ja dein Frühlingsglöckchen in acht!— Es ist aber doch merkwürdig, daß es immer noch Leute gibt, die bereit sind/ ihre, Schafe für andere zu scheren.' Reuer hellsschwlndel in Sicht. In Amerika treibt zurzeit ein neues Heilverfahren fein Wesen, das sich Chiropajris nennt. Di« Chiropaktoren treiben eine große Reklame in Zeitungsannoncen. „Wenn Sie trank sind, kommen Sie und überzeugen Sie sich selbst, daß Chiropaxis hilft; Konsultation und Rückgrotunterluchung tosten- los!' Dankschreiben Geheilter werden gedruckt, Artikel mit der Ueberschrift:„Durch Verzweiflung zum Glück' usw. Die Leute, welche die neue Heilmethode betreiben, nennen sich Doktoren der Chiropaxis oder legen sich sonst schön klingende Titel zu; Hauptsache ist, daß sie viel Geld verdienen. Das Verfahren besteht darin, daß sie Kranken und Gesunden erzählen, fast alle Krankheiten und Un- annehmlichkeiten des Lebens, besonders rheumatische und nervöse Leiden, Erkrankungen der Leber, der Milz, des Magens kommen daher, daß ein paar Wirbel des Rückgrals verrenkt oder verboaen seien. Dann befühlen sie den Kranken, finden, daß er in der Tat verrenkt« Wirbel hat, zwei, drei oder auch fünf. Schliel-lich drücken und kneten sie an dem Opfer so lange herum, bis die Wirbel angeb- lich wieder in Ordnung sind. Wie immer, aibt es Leute, die darauf schwören, auf diese Weise alle möglichen Beschwerden losgeworden zu fein. Andere aber, denen es nichts geholfen hat, gehen nachher zum Arzt, der mit Erstaunen die verrenkten oder verrenkt gewesenen Wirbel betrachtet. Bei der Einfachheit des Verfahrens, meint die Nr. 49 ♦ 39. Jahrgang 1. Omlage ües Vorwärts Sonntag. 29. Iaan«1922 Nachspiel Zum dresöener Streik. Der Reichstag fegte"»ttern die Besprechung über den Waggon Mangel der Reichseisenbahn fort. Nach dem Abg. Pieper(U. Soz.) fprh't Abg. Schumann(Sog.): Wenn der Waggonmangel auch aus Unterlassungssünden der Derkehr-verwaltung zurückzuführen sein sollte, so kann man die frühere Vertehrsverwaltung von einer Schuld nicht freisprechen. 1919 bis 1921 sind 20 OOS neue Dagzons in den Verkehr gestellt worden. Der Rhelnisch-Westsällsche Zementuerband ha: trotz des Waggenmangels SSV Waggons mit Jemen» in das Ausland verschoben. Die Schwierigkeiten werden noch vermehrt durch das eigenartige Verhalten unserer Landwirtschaft, die ihre Produkte zu einer Zeit verfrachten läßt, wo hinreichende Weggevgesiellung nicht möglich ist. Sie behält ihre Produkte zurück, um einen Einslusj auf die Preisbildimg qe- Winnen zu können. Dann sind Stockungen unvermeidlich Die L e i st u n g s f ä h i g k e i t d e s E i f e n b a h N p e r s o n a l s hat sich tatsächlich g e st e i g e r t. Alle Beschuldigungen das) das Personal nicht seine Pflicht erfülle, beruhen aus Unwahrheit. Nicht aus den Acht' undentaq sind diese Stecklingen zurückzuführen, es ist so, wie der..Derwärts" seinerzeit geschrieben hat:.Die deutschen Eisen- bahnen sind durch den Ml'laehtr.us Im Kriege henmlergewirlschaflei worden." Die Kreise, die sich heute über die mangelhafte Leistungs- fähigkeit der Reichseisenbahn beschweren, sind es, die die Eisenbahn in diesen Zustand gebracht haben. Die M a t e r i a l p r e i s e der Eisenbahnen fliegen enorm, die Lohne, Gehälter der Arbeiter, An� gestellten und Beamten dagegen stiegen alles, nur nicht enorm. Wenn das Eisenbahnpersvnal seine Pf.icht tun und der Betrieb wieder voll auf die Lzöhe gebracht werden soll, dann muß den be- rechtizten Wünschen des Personals viel weitergehend, als das bis- her der Fall war, Rechnung getragen werden, chört man die Kritik gewisser Blätter, dann wird man den Eindruck nicht los, daß be- ftimmfe kapital! llische kreise die Kritik lediglich dazu benutzen, um für eine Uebersühruna der Reichseisenbahn in den Privatbesitz Stim- w.nnz zu machen. Wir werden uns mit unserer gangen Kraft gegen diese Manöver wenden. Die Reichseisenbahn muß reichseigener Betrieb bleiben. Selbstverständlich müssen kaufmännische Grundsätze in die Verwaltung und Leitung eindringen und der Bureaukratismiis muß verschwinden. Auch sind wir gegen jede Ueberzentralisation� Unsere Aufgabe kann nicht in der Entstaat- sichung bestehen. Der Weg zur Gesundung kann nur dann mit Aus- ficht auf Erfolg beschritten werden, wenn man vor allem die Ange- stellten, Arbeiter»nd Beamten zur verantwortlichen Mit- arbeit heranzieht. Die alte preußische Verwaltung hätte unter tausendmal günstigeren Bedingungen den Wagenpark vermeh- ren können.(Lebh. Just. b. d. Soz.) Ministerialrat Sommerland: Die Klagen über die Wagen. � gestellnnz werden vie'fach übertrieben. Im April, Mai und Juni ist z. B. bei der Wagengestcllung an der Ruhr gar lein Ausfall ein- getreten. 1 In der weiteren Debatte führt Reichsverkehrsminister Gmener aus, daß an die Generaldirektion Dresden ganz klare und scharfe Anweisungen wegen des Streik» gegeben worden seien. Leider hat sich der Präsident nicht im Rah- men der Richtlinien gehalten.(Lebh. Hört! hört!) und die Ange- legcnheit zn milde erledigt.(Erneutes Hört! hört! b. d. Bürgerl.) Abg. Dr. Külz(Dem.): Der Präsident ließ die Verfügung an- sch'agen" mit den Worten:„Ich habe zu meinem großen Schmerz und Bedauern mitzuteilen.... Reichsverkehrsminister Geoener: Der Präsident hat meine Ber- fügunz, wonach für Wiederaufnahme der Arbeit eine kurze Frist > gesetzt war, eigenmächtig bis zum 26. Januar verlängert und hat sich nicht nach meinen Anordnungen gerichtet.(Lebh. Izört! Hort!) Auch bei den Entlassungen hat sich der Präsident nicht an meine Wünsche gehalten, sondern ist in milderer Form vorgegangen. Angenommen wird eine Entschließung, die die Reichsregierung ersucht, den Entschäcßungen des Reichstages zum Besoldungsgesetz vom 17. Dezember 1920 betr. Ausstellung von Grundsätzen für dle künstigen � Lausbahnen der Beamten aller Reichsverwaltungen und der Länder schleunigst Folgt zu leisten. Angenommen wird noch ein Antrag des Ausschusses für da» Dildungswesen, die Reichsregierung zu ersuchen, mit den Ländern darüber zu verhandeln, daß in den höheren Lehranstalten dle Sprache der Nachbarländer gepflegt und der Pflege der spanischen Sprache besondere Aufmerksam- keit gewidmet wird. Montag 2 Uhr: Erste Beratung des Haushaltsplan». Schluß gegen 2 Uhr. ZinÄ Lungenleiden heilbar? Bei Aülhma, Landen- u. Kehlkopltabcrkalase. Schwlndsncht, Lufigea- epltzee-KRtarrh, v.raltetem Husten« Verschlctmuns, langbestchcndef Heiserheit lese jeder die Broschüre mit oiigem Titel Der ver'asrer, Herr Or med Guttmann. Che arzt der Finsenkuranslalt, ze'gt darin in volks. erständ- l eher Weise natürliche We'e zur Beseltiquns dieser schweren Leiden Jeder Kranke trnält diese B oschure auf Wunsch sollsiärdi« umson-t Man srhrelbe "" karte kMmsvll& Co., Lsrün 224, Mflogelstr. 25a. I Ilms 5 u. S M. mit tricdenskautsehuS 5 Jahre schriftl. Garantie. 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Melodram naehE.T.A Möllmanns Leben u. Erzählungen von Carl Meinhard u. Rud. Barnauer. Musik mit teiiw. Benutzung ton Motiven aus Holtmanns.Utidine" und Mozarts.Don Juan" von E N- van Reznieck. Hartaa. Abel. Cbariotte Schulz. Franziska Binz. Blldt, Fr. Richard, Scholz, Oernburc, Bcbkept.Beiz.PIcha EomOdieahans 3U; Heinrich Heine Täglich 7�0 U.ir KarMs»e|| mit Maria Orska Joh. Riemann Ralph Art. Roberts Berliner Tb. 3U. Letzter Walzer Täglich 7.36 Uhr: (Prinseffin QMl �B�WwWWw Ifcmmy Sturm Herh. Klper, Lenin KalljgerjJVall�tecli VolHsbüline Tneater a« Bulowplätz 2',, Uhr: Masse Mensch "/.uhr, üelierl Krall I. Teh Kleines Theater Heute 4 Uhr He re Br.: Der Dieb Tätlich x Uhr- KabcnSe nichts zu verzo.lenl Olg, Lim'urg. Julius Falkenstein, Albcrs, Bendow, Jankermann Lessing-Theat. unr Die rote Robe Monr 7'> Wenn wir Toten erwachen Dienstag u. Mit iw. 1/j Die rote Robe Donn rstag 7; Peer Gyn!(Loos) Prenag bis Montg Vi\ Flamme OeiitscIieslQnstler-Tli 7V,' Die Sclieiilnngsrelse (Ma* Ada Den) Monlae hl Freitg 7>, Oer beil. Ambrosius (Max Auaibeiti ionnab. 7: Gastsp des Moskauer Rumller-T». Der. Klrscbzatten Sonntag 7: Jede Weisheit hat einen Haken Montag 7 Uhr zum I. Male Hamlet (Rose.Theaten J', Uhr 7 7, Uhr Varlorenes Qlück iSpreeathenutl ■••XhtS Kl* .>WilhelmsL Th. Uhr. Frn Dlavelo vwi DeriideleEiQer Intimes Theater 8; D e badende Nymphe Ein grausig. Experiment faustave, es blitzt 4 ü; Die Spelunke usw. Klein. Sehauapielhaut i /. uhr Die Mütter Lustspieihaus 3Va Um Nachtasyl i uhr. Der Werwoll Metropel-Theaier 3: Er u. seine behhetter u.�D.SlraliensangeriB Neues Oparetten-Th. «uhrKöfligio Oaetit Heuet Operettenhaus Suhönebg., Hauptstr 144 3'/,: Schneeseid u R (Bis 5 Feb) 8. Einmal kommt die Stande... Neues Theater am Zoo s uhr: Annette Neue» Velkstneator u.uhrBeucbler Sehiller-Th. Charlbg. 3 Uhr: Don Carlos «uhr: Im wetöen ßöS'l SchloBpark-Th Steglitz Kleines Hans 311.; Hans Hachebein Vit Uhr: Oes Meeres n.derLiena Wellen Droves Haus uastspiel Kesidenz-Th. üüEvchen liCmbreebt Thalia-Theater 3: 0 schöne Zeit, o sel.Z. !>/, unr: Die Herren von und zu... 1 Theat amNollendortpi. i1/,: Vetter aus Dingsda A Die Ehe Im Kreise Theater des Wettene 3>„: ErstUebe-old.Zelt � Der Tanz insCliick Th. id. Kommandant. Str j'/tUhr: Dybuk Mgr?/ | Dir Jam. Klelr.; Die große Revue IderKsn kr Veit! Ilei eeehnederH |wtStb'tt.5o!clie! IPrzeh-Aussiat-i Heute letzter Tag! Kinder cier Fnsisrnts Zw* i i e r Teil Kärrspfcnds We'-ten Kc iie E. A 0 u p o n» Ausstattung: Pau Leo» mit H a a< M i c r e o d o r i i Grit He esa Mari.aLeyko Chsepllridor Slrätllng Beginn 4. 4 und S Uhr Vorvcrkaul Ii v.» 1 Uhr Riss.-I!eQlscliTliea'er WMÜU GoltzstraSe 9 j Noliendor» 1613 Anfang; 8'/, Uhr Varsleüurig cllabe Jilsh. I I JeniralTerhanil der äniieilelllen I Sonntag, den 5. Februar 1922, Im gr. Saale der Brauerei Kdnigsiadi, Schönhauser Alice 10 11 KUNSTABEND Mitwirkende• Alexander Kirchner(Staatsopen. Prof. lechert( �tisaisODer). Berliner Sinfonie- MW! BDSCHj ■ 3. Circ. i. utveHeir i 1 Heute 3 Uhr t I ßjSinsin Ci usot! I Kind Ireil Ahends:>/, Ub |Dlf Sclilnnsc-!: der Ikurga Nur noch werte Türe Hagcebrui flit Fair.lilencr.sC'iEuss 5 Akte mit Norme Ie>madge Ansserdcm in den Ufa Uchispiei n ianeolz eopeleei G I O C O.ö D A Scb.o&p el in 4 Akten und In» Ü.T N-IlcrdcrJplat* 4 Die Frau mit den Goldau' en 4 Ak e mit Ice von Lenkelty TS Wallnor-Thenlor 3'?, Uhr: Nischen p,,- Uhr: Walhai 37, U.: Scheidungsreise i Uhr Dl» Mond» schelndame i unr: isizcnen 'JieSpitzenköQlgin Walhalla-Theater Trianon Theat. Heute 4 U., kl. Preise Moln Freund Teddy Täglich 8 Uhr llunn n. Hzmeii; iber Darslellerg Max Lands liirnRO Kastner (Sascha Dura tffilh. Hartstelnjl (Franz Gross (Pau! Ws'-Hrmj r Uolt W rtim Ister j Her a Rlebler Damen- Ballett! 1 Sonnt 29. Jafi.I l&roSeVsiksgper! Nachnv 27, Unr' Lobengrln l'.Vvkl.uaueterbr I Casino-Theater Lothring.Str.37 Idgl.?»/« Die neue Bcrllnei Posse Tantilla üäRsehlsm Vorher Lachende Liebe Jes-Possem d neuest Sehlager.Bumme trotf Stg. 3', Geständnis FOLIESCÄPRICE Llmenstr. 132 am Otanier.nurger Tor Tä-llch'/.Suhr: D. Liebeskanapee Das Kfinzchen Die falsche Nummer Frd Gr ünecker. K. Berpl Seine Exzellenz von r*Jadagaskar ».Iii--Zweiter Teil: StHbb«. der Defektiv mit Eva May- Geo»f. Alexsndei faul Ollo/ Alfred Gcrascb Julius Falkccs e n Rc�te s Georg Jacoby Künsti AnsstattuB": Kob. Neppsch fCorffii sten i. u Ki mmerlichf snlelc ChapliM bei der Fe icrwenr Ü.T Vciabcr�sweg Chaplin«erlebt Klaviere Choplin klaut'n Regenschirm K — fe llUHHUIIUIIIUUllUtllllällllUUilUIIIIIIUIIIIinillUlllllllilinh iiiniiiiiiiiiiiililillUliBiUiuiiiiiiiiiiiiiiuiimiiiiiiiiiiiHiiiiiiii. unter dieser De vise findet arr l 4. Februar! Admirals- Paiasl 1 Variett-Spielplas Rauchen gestattet TS�licr E 1 ga V. 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Red. d. V.) Nach Jnkraft- treten des Entwaffnungsgesetzes feien die Mitglieder der Selbstschutzorganisationen in der Hauptsache mit Schlag- waffen und Selbstladepistolen bewaffnet gewesen. Danach wird also zugestanden, daß es sich um eine b e- waffnete Organisation gehandelt hat. Was eine solche Organisation in Verlin soll, außer für reaktionäre P u t s ch g e l ü st e bereit stehen und evtl. noch mißliebige Versammlungen terrorisieren, können wir beim besten Willen nicht einsehen. Zum Ultimatum öer Neichsgewerkschast. Eine Erklärung der Reichsregiernng. Di« Reichszewerkschaft Deutscher Eisenbahnbeamten und «anwSrter hat der Rcichsrexierung am Sonnabend das am 24. Januar beschlossene Ultimatum mit der bekannten Forderung Überreicht. Dazu läßt die Negierung erklären: „Der Reichsgewerkschaft muß bekannt sein, daß die Reichs- regicrung in einem Antwortschreiben des Reichsfinanzministers vom 13. Dezember 1921 auf die Eingabe des Beamtenbundes vcm 2. Dezember 1921 darauf hingewiesen hat, daß diese Forderungen, die einen gesamten Mehraufwand des Reiches, der Länder und der Gemeinden von!50 bis 60 Milliarden Mark bedeuten, die gebotene Rücksichtnahme auf die allgemeine Volkswirtschaft, aus andere Kreise der Bevölkerung, auf die Finanzlage des Rdcdes und auf unsere auswärtige Loge' vermiflen lassen, und daß es der Reichsrezierung daher nicht möglich sei, die Forderungen als geeignete Grundlage für neue Verhandlungen anzusehen. Der Reichsgewcrk- schaft muß bekannt sein, daß der Veamtenbund in Uebcreinstimmunq mit den anderen Großorganisationen dieie Forderung der Höhe nach fallen gelasien hat. Der Reichsaewerkschast mußte ferner bekannt sein, daß der Vertreter des Reichsfinanzmmisters in der Sitzung des Reichstaas vom 21. Januar 1922 die Erklörung abgegeben hat, daß es der Absicht der Reichsregirrung entspreche, baldmöglichst in «ine eingehende Aussprache über alle Bcsoldungsfragen «inzutreten und alle in Betracht kommenden Probleme, wie die Möglichkeit einer automatischen Anpofb�ng der Bezüge an die je- weilige Teuerung, die Gewährung vön lleberteuerungszufcküsien an Beamte mit den Parteien des Reichstaas eingebend zu prüfen. Im 23. Ausschuß des Reichstaas ist die Frage bereits geprüft worden, inwieweit den Beamten Wirtichaftsbeihilsen in Anlebnung an die den Arbeitern in Aussicht gestellten Ueberteuerungszuschüsie in Orten mit besonders schwierigen wirtschafllichen Berbältnisien gc- währt werden können, und die Rcichsreqieruna hat sich bereit er- klärt, diese Frage am Montag, den 30. Januar, mit den Landesregierungen zu beraten und am Mittwoch ihre endgültig« Stellungnahme im Reichstag. mitzuteilen. Ferner Hot der 23. Zlusschuß des Reichstags die Frage der outrmotischen Anpassung der Gehälter an die sinkende Rauftraft des Geldes bereits bebandelt und am 27. Januar einem Unterausschuß zur eingehenden Prüfung überwiesen/ Zum Schluß sagt die Regierung, daß sie mit den schärf- Pen Mitteln gegen jeden schuldigen Beamten ein- schreiten und den pflichtgetreuen Beamten mit allen Mitteln Schutz angedeihen lassen wird. Es darf wohl von der verantwortlichen Leitung der Reichs- Gewerkschaft und allen ihren Mitgliedern erwartet werden, daß sie da» Ergebnis der schwebenden Verhandlungen abwarten, ehe sie zu der angekündigten Aktion schreiten. Lasten pe den Grundsatz aller Gewerkschaften, er st alle Berhond- lungsmöglichkeiten zu erschöpfen, ehe sie in den Streit treten, unbeachtet, dann gehen sie mit einem großen Minus in den Kampf. tzilfe für Nußlanü. Der Internationale Gewerkschaftsbund wendet sich er- neut mit einem Ausruf an seine Mitglieder, den Hungernden In Rußland zu helfen. Das Ausmaß der Katastrophe laste sich erst jetzt übersehen, nach den aus den Hungergebieten in den letzten. Wochen eingegangenen Berichten. Die bisherigen Hilfsaktionen erfaßten noch nicht einmal die Hälfte der vom Hungertod bedrohten Bevölke- rung. deutsche Zeitschrift„Medizinische Klinik', wäre es wohl zu erwarten, daß der Schwindel von Amerika nach Europa überspringe. Leider gibt es sn auch bei uns qewistenlose Menschen genug, die sich nicht scheuen, Kranke betrügerisch auszubeuten, und einfach genug ist die Sache gewiß. Geologische Erpedition nach Südafrika. Nördlich von Pretoria in Transvaal breitet sich in 1060 bis 1700 Meter Sechöhe das große Boschveld oder Buschseld aus. Es ist eine flache Landschaft, die von vielen Spitzbergen überraat und rings von höheren Land- schwellen abgeschlossen ist. Die Flüsse, die sie durchziehen, sind reich an Krokodilen: der ein« von ihnen, der Limpcpo. heißt deshalb auch Krokodilfluß und einen anderen Fluß hoben die Buren weqen seines Rrokodilreichtums den Rylstroom getauft. Abseits der Flllste ist das Gebiet ziemlich wasterarm, stellenweise ist der Boden sogar versalzt, und die londschostlichen Reige sind daher gering. Sehr interestant ist das Boschveld dageaen für den Geologen, denn es gilt als die ansgebreitetste vorgeschichtliche vulkanische Ausbruchs. fläche, die auf der ganzen Erde bekannt ist: das vulkanische Magma, das hier ausgetreten ist, muß äußerst dünnflüssig gewesen sein, daß es sich leenartiq soweit horizontal ausbreiten konnte, ehe es erstarrte. Es s�»d daher sehr intereiiante wissenschastliche Fraaen, deren Lösimg einer von Amerika aus finanzierten neuen Eroedition obliegt. Ihr Leiter, der Geologe an der Technischen Hochschule in Delst, G. A. F. Molengraasf, der schon früber lanae Jahre in Südafrika tätig war, hat Holland zu Weihnachten verlassen. Heines„Schlohlezende", die derbe Satire auf den Hohenzollern- stamm, fehlt in den meisten Heine-Ausgaben. Auch in H. Heines sämtlichen Werken des Verlags Hesie u. Becker, die kürzlich in der »Bücherschau' angezeigt wurden, schien sie uns zu fehlen. Wie uns indes der Verlag mitteilt. Ist sie tatsächlich doch darin, und zwar in der„Nachlese zu den Gedichten'. lIV. Teil, S. 110.) Sie steht dort allerbinas unter der Ueberschrift„W e l s ch e Sage', und zwar in der Fasiunq der zweiten Ausgabe, die für Berlin— Turin und für Preuhenkönig— Sardenkönig aus naheliegenden Gründen brachte. Die Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung beendet in diesen Taaen ihr Geschäftsjahr. Sie hat ihre Bestrebungen in gewohnter Weise weitergeführt. Der Gesamtumsatz ihrer Verlagswerke, in denen sie billige Ausgaben lebender und toter deutscher Dichter und Denker bietet, erreicht TSOOOOO Bände. Die Stiftung ist ein gemein« nütziges Unternehmen. Der Geschäftsgewinn des Verlages dient zur besonders billigen Deschoffunq von Büchern für Dolksbibliotheken, Schul» und ähnlichen Büchereien. Ungefähr 30 000 Bände kannten «m diese abgegeben werden, so daß die Gesamtzahl 900 000 erreicht. Durch ihr« Dücherspende Grevzdank leistete die Deutsche Dichter- Gedächtnis-Stistung Kulturarbeit in den deutschen Grenzgebieten und bei Bolk-oenosien außerhalb des Reichs. Bücher im Werte von ISO 000 M. sind im Jahre 1921 diesen zugegangen. Senta Zöneland bat ihr Gastspiel al«.Vrvbeii» in der Unterwelt' tll.Schall und Rauch' für den Mouat Februar verlängert. Fridlsof Nansen bat seine Tisabrungen al« Führer der lnlernollonalen HlllSaklion für das russische Hunaerzeblet In einem Büchlein niedergelegt. beffcn deulsche Ausgabe unter dem Titel.Rutzland und die Weit' t« cn oeuijwe Ausgabe unter dem TN«. vl u«> a n L erlag iür Politik und«irlicha»«schewen wir». JOr zehn MMonen Erwachsene und Sinder gibt e» keine, Rettung, sie bleiben nach den nun schon über ein Hildes Zahr währenden qualvollen Entbehrungen den Schrecknisien des Hungers und einem sicheren Tode ousgcliessrl, wenn nicht alle europäischen Siaaten sich sofort und mit ollen verfügbaren Mitteln zur Hilfe ent- schließen, ehe das Frühjahr die Wege in Rußland ungangbar gemocht hat. Die erste Sendung von 1200 Tonnen Lebensmitteln und Klei- dungsstücken, die aus den Sammlungen des JGB. bestritten wurden, gelangen im T l ch u w a d i st r i k t zur Verteilung. Die Sowjet- regicrung versorgt in diesem Distrikt 9000 Kinder, weiter ist dort bisher nichts geschehen. Das körperliche Befinden von allen fast ohne Ausnahme, be- sonders aber dekKtnder, macht emen furchtbaren Eindruck. Die Bevölkerung lebt von einem Brot, das hauptsächlich aus Lehm, War- zeln unk) Eicheln besteht; selbst an diesem erbärmlichen Ersatz herrscht hier, und da Mangel. Täglich sucht der Tod die Dörfer heim. Die Menschen st erben an Hunger und ollgemeiner Körperschwäche. Diele Männer und Frauen leiden an unheilbaren Darmkrankhciten, die durch die widerlichen Nahrungsersatzmittel hervorgerufen wer- den. Außerdem grassiert eine Augencrkrankung, von der 60 Proz. der Bevölkerung befallen sein sollen. In einem Hospital in Tscheboscori, der größten Stadt dieses Distrikts, starben 90 Proz. der Säuglinge. Das sind Einzelheiten aus den Berichten des 5)auptkommissärs O'G r a d y, der selbst dieses Gebiet bereist hat. In den Hospitälern fehlt es an Letileinwand und Verbands- zeug, Medizinen und Desinfektionsmitteln. Der Hunger findet fein« Opfer vor ollem unter, den Kindern. Mindestens 108 000 Kinder sind den schlimmsten Entbehrungen preis- gegeben. Von ihnen kann der Internationale Gewerkfchastsbund zunächst nur 40 000 helfen. Selbst diese begrenzte hilse kann nur dann bis zur endgäUigen Linderung der Hnnersnot durchzeführk werden, wenn die europäischen Arbeiter den selbstlosen Opfersinn und die proletarische Hilssbereilschckst, die sie in den letzten Monaten bewiesen haben, noch in den Schalten stellen durch neue Beweise kameradschaftlicher Treue. Jetzt, wo in S ch i k r a n i die Lebensmittelverteilungsstelle des Internationalen Geserkschaftsbundes eingerichtet wird, jetzt, wo in anderen Städten dieses Gebiets Ledensmitteldepots, Küchen und Cpeiseräume eröffnet werden, muß das international« Proletariat dafür sorgen, daß seine not leidenden Kameraden fortlausend ausreichende Mittel zur Verfügung gestellt bekommen� „Auf wen, Kameraden, wenn nicht auf euch, soll die schwerge- prüfte Bevölkerung dieses Gebiet» rechnen? Sie ist ausschließ- lich auf eure Hilfe angewiesen. 105 000 Kinder sirtd euch anvertraut. Helft ihnen mit ollem, was ihr entbehren könnt. Bringt euer Geld zu den Sammelstellen der Gewerkschaften. Rettet bie russischen Kinderl' Zranzösische Journattsten im Reichstag. Die Wiedergabe der Aeußerungen des Reichstagspräsidenten Genossen L ö b e im gestrigen„Vorwärts' enthält einige Irrtümer, die folgendermaßen zu berichtigen sind: Im vorigen Jahre waren an ausländische Journalisten nicht weniger als 135 Zvlasfungskarten ausgegeben worden; diesmal hat der Lerem der ausländischen Journalisten, der überhaupt in loyaler Weise die Bestrebungen zur Zlufrechterhaltung der Ordnung aus der Pressetribüne unterstützt, auf Bitte des Präsidenten eine Liste zu- sammengestellt, die 65 Namen enthält. Die Einschränkung der Zu- Weisung von Sitzplätzen hat die deutsche Presse noch stärker betroffen als die ausländische. Daß irgendwelche politischen Gründe in der Sache nicht mitsvrechen, beweist schon der Umstand, daß der„Matin" und der„Petit Parisien', die beide doch nicht über- mäßig deutschlandfreundlich sind, ihre Karten, wie immer, bekommen haben. Allerdings hat die ausländische Presse nur drei S i tz platze, da eben nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein unwisicnder Professor. Im roten„Tag' behauptet der aus Ruhland importierte alldeutsche Profcsior Dr. v. F r e y- tag-Loringhoven die Existenz eines deutschnationalen An- träges, die Neuwahl des Reichspräsidenten anzusetzen. Wie die Reichstagsdrucksachen beweisen, ist ein solcher Antrag von den Deutschnalionalcn niemals eingebracht worden. Der Herr Pro- fessor hat die Behauptung also glatt erfunden, wie ja denn überhaupt von der objektiven Gelehrsamkeit nichts mehr zu merken ist, sobald die Herren Professoren in ihrem nationalistischen Fahr- wasser segeln. Viktor Tschernoff, ehemals Präsident der russischen Konstituante, trichl morgen, Montag, abeiids 7', Uhr, ruisisch im Spicberniaoi, ilmerödvrs, über„Tie Lage in Rusziand und tie Stellungnahme der Partei der Sozialisten- Revolunonäre'. Karten am Eingang läuslich._ Virtschaft Steuerkompromiß und MorkßanS. Die vergangene Woche hat mit dem Abschluß des Steuerkompromtsses gezeigt, daß das deutsch« �Bolk gewillt ist. weiter im Rahmew des Möglicizen die Wiedergutmachungspflich- tcn zu erfüllen, auch wenn seine Bemühungen im französischen Lager immer noch nicht die Würdigung erfahren, die man im Interesse der Bötkerverständigung und der internationalen Zusammenarbeit am Wiederaufbau der Welt wünschen muß. Was das Kompromiß selbst angeht, so ist man auf keiner Seite restlos damit zufrieden. Natürlich jubeln die Kapitalisten, daß es ihnen gelungen ist, den Plan der Erfassung der Sachwerte zunächst auf die lange Bank zu schieben. Gleichwohl bleibt das Steucrkompromiß ein Er- folg. Nicht nur in politischer Richtung— obgleich der Zusammenhalt der Parteigruppen zur tatkräftigen Leitung der Reichsge» schicke überhaupt erst die politisch- Boraussetzung dafür bietet, daß eine einheitliche, von der Boltsgesamtheit bestimmte W t r t s ch a s t s- Politik des Reichs zustande kommt—, sondern auch in finanzieller. Es ist das erste Mal, daß das Reich gegenüber dem Besitz Goldmart- pflichten gellend macht. Eine Milliarde Gold soll der in Papier- mark auszubringende Betrag der vorläufig unverzinslichen Zwangsanleihe fein. Alle bisherigen Steuern haben sich aber aus Popiermarkbetröge beschränkt. Wohl reicht eine Goldinilltarde nicht hin, um auch nur auf längere Sicht ein großzügiges Repara- tionsprogromm zu ermöglichen, sie deckt ja noch nicht den Repara- tionsbedorf eines Holben Jahres unter den gegenwärtigen Zah- lungsbetingungen. Wohl ist' es noch fraglich, ob das Parlament, das sich im Prinzip auf die Zwangsanleihe in dieser Höhe geeinigt hat, auch bei der Fassung des Gesetzes selbst die Entschiedenheit und Klarheil aufbringen wird, die die volle Beitreibung der fraglichen Summen gewährleistet— auf diese Aufgabe werden sich die scziali- stischen Parteien jetzt zu konzentrieren haben. Aber es ist doch fraglos ein Fortschritt gegenüber den bisherigen Steueranfcrderun- ge», daß man endlich einmal den Mut findet, dem Besitz Lasten aufzuerlegen, die dem Produktiocharaktrr des werbenden und speku» latio angelegten Kapitals entsprechen. Losten, die steigen mit der Markentwertunz und mtt ihr sinken. Dadurch ist ein wesentliches Moment beseitigt, da» bisher der Steuerausführung im Wege gestanden hat. Die Kapitalflucht aus rein marktechnischem Grunde würde begünstigt, wenn man nur Papiermarksteuern auf- erlegte. Brauchte man doch nur den Stand der Mark zu oerschlech- tern, um den Anteil der Steuer am Einkommen erheblich zu ver- mindern— denn die Sachwerte stiegen in demselben oder in einem ähnlichen Verhältnis wie die Mark fiel. Leistet sich jetzt die De- viscnspekulation die Sprünge, die sie im November dieses Lahres fertigbekommen hat, wo der Dollar bis 310 stieg, so ist der Erfolg, baß der Besitz nickt 40, sondern 70 Papicrmilliarden ausbringen muß. Diese Tatsache allein wird die besonneneren und ihrer Ber- onlwortung bewußtere Führer lder Privatwirtschaft sicherlich dazu veranlassen, ihrerseits mit größerem Nachdruck zur Bekämpfung der Devisen spekulatlon beizutragen als das bisher leider geschehen ist. Andernfalls laufen sie Gefahr, aus eigener Tasche die Kursdifferenz zu zahleg. die bisher nur das Reich und die breiten, von der Geldentwertung bstroffenen Massen zu tragen hatten. Daß die Zwangsanleihe auch uns, die wir nun fast ein Jahr um die Erfassung der Sachwerte kämpfen, nicht befriedigt, braucht nicht besonders betont zu werden. Die Kritik ist aber leichter als die praktisch-pvlitlsche Durchführung aufgestellter Forderungen. Der geringeren Belastung des Besitzes steht gegenüber ein« gewisse Ent- lastung des- Verbrauchs. Die Umsatzsteuer vor ollem, ur- sprünglich mit 3 Proz. vorgeschlagen, ist auf 2 Proz. ermäßigt. Vom Standpunkt der Reichsfinanzen aus ist es freilich bedauerlich, daß mit beiden Ermäßigungen der Ertrag der Reichskosse gemindert wird. Was wir jetzt an Verbrauchssteuern ersparen, wird den Massen doch auf dem Wege über die Notenpresse abgenom- men, dieser brutalsten und rücksichtslosesten aller Steuer». Aber kein Mensch konnte verantworten, daß die arme Näherin an Steuern das bezahlt, worum sich der Sarotti-Aktionär drückt, ohne daß dabei die Gewähr gegeben war, daß die Notenpresse nun eingestellt wird. So endete der Kampf um das Steuerkompromiß mit einer unzulänglichen Lösung, aber immerhin mit einer Lösung, die die politischen Augenblicksschwierigteiten fortschaffte. Das Loch, das den Reichsfinanzen entsteht und das man heute noch nicht abschätzen kann, auszugleichen, bleibt künftiger, darum nicht geringerer Berant- wortung überlassen. Hoffen wir, daß sie Männer findet, wo heute .Händler um ihr Recht aus den Besitz gefeilscht hoben. O Der Devisenmarkt begleitete die entscheidenden Vorgänge der inneren Finanzpolitik, die außenpolitisch mit den Vorbereitungen der Konferenz von Genua zusammenfielen, mit lebhaften Schwan- tungen der Kurse an den einzelnen Börsentagen. Verfolgt man die Bewegung der Kurse im Laufe der Woche an Hand der Gold- Notierungen zweier Hauptdevisen an der Berliner Börse, so«rgibl sich folgendes Bild: 2t Fan. 23 Fan. 24.Ian. 25 Fan. 26. Jan. 27.Fan. 28.Jan. Dollar... 199.80 204 04 209,79 202 79 199.55 291.29 200.04 Pfd. Sterling 831.65 89l.«0 801,60 862,10 846.05 852,60 852 00 Am Wochenende waren die Kurse nur noch wenig über den Cndkurscn der letzten Woche. Im Vergleich zu früheren Stichtagen zeigen die wichtigsten Devisennotierungen der Berliner Börse fol- gende Bewegung der Kurse:' am 28. 7. 26. 11. 61. 12. 14. 1. 21. 1. 28. 1. 100 boll. Gulden 2477 10589 6743 6658 7243 7388 1 Pfv. Sierling 289 1Z78 770 762 843 853 1 Dollar... 81 203 184 180 200 200 100 sranzös. Fr. 620 2018 1491 1498 1623 1648 100 S-bweiz. Fr. 1821 5584«621 3511 3896 8906 100 ischech. Kr. 101 309 271 298 345 390 100 österr. Kr. abgestempelt 9.13 9,03 6,83 6,48 5,88 5,78 Die Effektenbörse— immerhin ein Gradmesser für hie Aussassung der Kapitalisten von den Wirkungen der Steuern hatte an dem Kompromiß keine ungeteilte Freude, obwohl zuweilen sich Ansätze zu allgemeinen Kurserhöhungen zeigen. Die Umsätze hielten sich in mäßigen Grenzen, einigen Kursbcsserungen führender Spekulaticnspapiere standen am Wochenende auch Kursverluste gegenüber. Cs ist höchste Zeit! Die Politik des Deutschen Reiches ist zum größten Teile zwangsläufig. Sie wird im wesentlichen bestimmt durch die herrschenden Kräfte In jenen Staaten, die im Weltkrieg Sieger geblieben sind. Alles was bei uns geschehen kann, ist nur. daß wir uns bemühen, die Last zu mildern, statt sie zu er- schweren. Wir— das heißt jeder einzelne aus unserer Volksgemeinschaft!— müssen selbst mitwirken, um eine Politik der Stetigkeit zu treiben und eine internationale Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen. In diesem Sinne ist der, „vorwärts* als Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie dauernd zu wirken bemüht. Es ist deshalb nicht nur eine ehrenvolle Auf- gäbe, sondern eine politische Pflicht, für ihn neue Leser zu gewinnen und dadurch neue Anhänger der demokratischen Republik und der Sozialdemokratischen Partei. Aber: es Ist höchste Zeit, wenn die Werbearbeit noch Erfolg haben soll vor dem nächsten Mcnatswechsel. Darum ans Werk: Jeder werbe mindestens einen Februar-Lefer für den „vorwärts" Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die Hauptgeschäftsstelle des„Vorwärts", Berlin SW. 68, Linden- straße 3. einzusenden. Ich abonniere den„Vorwärt«' mit der illustrierten Sonntagsbeilage.Boll und Zeit', der Unterhaltungsbeilage „Heimwelt' und der 14tögig erscheinenden illustrierten Bei« läge„Siedlung und Kleingarten' in Groß Berlin täglich zweimal frei ins Haus für 20 M. pro Monat Februar.< Name Wohnung: -Straße Nr.— Hof— Ouergeb.— Seitcnfl.— Tr link,— rechts OsweBlchostsbewegung Ver Schieösfpruch für ü!e Metallinöustrie. Im Reichsarbcitsministerium wurde Sonnabend für die Groß- Berliner Metallindustrie unter dem Vorsitz des Oberregierungsrots Caesar einstimmig ein Schiedsspruch gefällt, der in seinen wesentlichen Teilen folgendes besagt: „Der Antrag der Arbeitnehmer auf eine Lohnerhöhung für den Monat Januar wird abgelehnt. Mit Wirkung vom Zü. Januar treten folgende Lohnzuschläge in Kraft: Für männliche Arbeiter über 21 Jahre um 1,SZ M. pro Arbeitsstunde! vom 18. bis 81. Lebensfahre IL» M.: vom 14. bis 18. Lebensjahre S0 bis 90 Pf. Für weibliche Arbeitnehmer über 21 Jahre 1,10 M. pro Arbeitsstunde: vom 18. bis 21. Lebenssohre 30 Pf.; vom 14. bis 18. Lebensjahre 40 his 80 Pf. Die Familienzulagen für Ehefrau und jedes Kind in Höhe von 1 M. pro Stunde bleibt un- verändert bestehen. Die Parteien haben bis zum zweiten Februar eine Erklärung abzugeben, ob dieser Schiedsspruch angenommen wird. Am heutige» Sonntag werden die Arbeitnehmer in der Metallindustrie zu dem Schiedsspruch Stellung nehmen. Es besteht die Hoffnung, daß Ar» beitgeber und Arbeitnehmer den neuen Lohnsätzen zustUnmen werden.' Gegenüber dem am Mittwoch von den Funktionären abgelehnten Vorschlag der Unternehmer bringt dieser Schiedsspruch eine Erhöhung der Stundenlöhne bis zu 80 Pf. Die Familienzulage wird dagegen um 2? Pf. gekürzt. Heute nimmt eine neue Fimktionärsttzung de» Metallkortell» zu dem Spruch Stellung. Angestelltentarif in der Metallindustrie. Di« ursprünglich für Sonnabend in AuSiicht genommenen Oer« dandlnugen»vischen dem Verband Berliner Metallindustrieller und den Angestellienorganiiationen lind auf Montag verlegt worden, weil am Sonnabend Verbandlnngen zwischen dem Arbeit- gebeiverband und dem Deutschen Metallarbeiier-Verbond gepflo.ien wurden. Sl>a-Vund und Metallarbeiter« Verband verständigien üch hierüber. Da« Ernebni« der Verbandluna über die neue Eni- lobnuna der Aimestellten wird in einer„Afa-Fnnktionär- »nd Betriebsräte-Verkammluna der Metallindustrie' Dienstag abend 7 Nbr rn Havellands �estinlen. Reue Friedrich- stratze belaiinigegeben werden. T> scheinen aller Fnnki'onäre ist erforderlich._ Afa-OrtSlartell Grotz'Berli». Um öen ftäStischen Manteltarif. Itoch keine Einigung. Die Verhandlungen der Magistrarsiarifkommi'sion mit den Arbeirnebmeroraaniiationen über den Abschlntz der neuen Mant'eltarifverträge iür die städtischen Arbeiter nnd nicht ständigen Angestellten sind vorläufig zum Ab'chlntz gekommen. Eine volkommene Einigung ist nicht erzielt worden. Daher bat der Magistrat beschlofien. bei der Stadtverordnetenversammlung die sosorlige Eins« tz-u ng einer gemischten Deputation' bestehend au« 8 Magist, aiSmitgliedern und l7 Stadtverordneten, zu beantragen, um eine Mitwirkun, der Stadtverordnetenversammlung bei der Beratung der noch strittigen Punkte(Mitbestimmungsrecht, Urlaub und Arbeitszeit» zu ermöglichen. Es ist zu hoffen, datz diese Kommission bereits in den nächsten Tagen zusammrnirill, um diese dringende Angelegenheit schnellstens zu Ende zu führen. Gemeinde- und Staatsarbeiter. Der Verband der Gemeinde» und Staatsarbciter(Filiale Groß- Berlin) hielt am Freitag seine sehr gut besuchte Generalver» fammlung ab. Zum Iahresaeschäftsbericht führte der Sekretär G ü r n e aus, daß es leider injosae der plötzlichen Erkrankung des ersten Bevollmächtigten Kollegen P o l e n s k e nicht möglich sei, den Geschäftsbericht zu geben Infolge einer Umstellung des Geschäfts. fohres umfaßt der Bericht diesmal nur die Zeit vom 1. April bis 81. Dezember. Der Bericht wird den Mitgliedern gedruckt zugehen. Der Kassierer H o f f m a n n berichtete, daß die Filiale in der Berichtszeit 908 Mitglieder gewann. Diese gering« Zahl erklärt sich daraus, daß ein ziemlicher Wechsel in Staatsbetrieben, aber auch in städtischen Betrieben(Eingehen von Küchen) erfolgt ist. Staatsbe. k triebe, z. B. Lazarette, gingen zu Dutzenden ein und die darin tätigen i Mitglieder gingen in Privatbetriebe oder in ihre Heimat zurück Der l Bestand der Lokaltasse stieg von 940 030 M. bum B-ginn des zweiten Quartals auf 1379 398 M. Die Gesamteinnahme der Haupt» lasse betrug in den drei Quartalen 4 öSS 20Z M. An die Haupt- � taste wurden 2 451 869 M. abgeführt. Die L o k a l k a s s e hatte eine Gesomteinnahme von 4 181 198 M. und eine Gesamtausgabe von 2 801 799 M. zu verzeichnen, mithin am Jahresschluß einen Bestand i von 1 879 393 M. An Unterstützungen wurden aus der Haupt- I taste 1 031 104 M. und aus der Lokalkasie 1 099 768 M., insgesamt i 2 130 872 M. gezahlt. Am Jahresschluß zählte die Filiale öS 469 Mitglieder. Dem Kassierer wurde einstimmig Entlastung erteilt. Dann erfolgte die Wahl der Ortsoerwaltung, die, auf 11 Mitglieder erhöht, um zwei unbesoldete Mitglieder vermehrt wer- den soll Zu besoldeten Mügliedern der Ortsverwaltung wur- den gewählt: P o l e n s k e mit 407 Stimmen, Logodzynfki mit 274 Stimmen, als Kassierer H o s f m a n n mit 437 Stimmen und als Sekretär Arthur K ü l n« mit 330 Stimmen. Zu unbesoldeten Mitgliedern wählt« man Kiel, Schwanebeck, Kammer- meier, Elid.Torqe, Strelow und Schulz. Die bisherigen Revisoren und die Mitglieder der Bibliothckskrmmisflon wurden wiedergewählt. Sämtlich» Angestellte der Verwaltung wurden be- stätigt. Beschlofien wurde eine Erhöhung der Sitzungsgelder und Mankogelder. Gürne teilte dann mit, daß die Ortsoerwallung da« Hau» Johannis st raße 14/Iö. wo sich ihr« Bureau« befinden, zum Preise von 625 000 M. erworben hat. Es ist zu diesem Zweck eine Gesellschaft mit beschränkter Hastung gebildet. Kassierer H o s f m a n n begründete den Antrag der Ortsver- wallung. Bis zum 1. Juli soll jede» männliche Mitglied einen „B a u st e i n' von 10 M und jedes weibliche Mitglied einen solchen von 6 M. liefern. Die Versammlung stimmte gegen eine Stimme dem Hauskauf zu und setzte die Abstimmung über die„Bausteine' bi» zur nächsten Generalversammlung aus. Opposition gegen den Beamtcnbnnd. Die Mitglieder des Verbandes der Iustizbureaubeamten und deren Anwärter In Grvh-Berlin hielten am Mittwoch im Lehrer- vereinshaus«ine Protest Versammlung ab Bon der recht zahlreich besuchten Versammlung wurden folgende Resolutionen ein. stimmig angenommen: 1. D>e Versammellen haben mit größtem Bedauern feststellen müsien, daß d>e Leitung des Deutschen Beamten. bunde» in ihrer jetzigen Zusammensetzung unfähig ist, die Interesien der im Deutschen Beomtenbund zusammengeschlossenen Mitglieder so zu vertreten, daß Regierung und Parlament dem Bunde mit der nötigen Achtung begegnen, welche«ine Macht tarfiellende Or- ganisation zu beanspruchen hat. Die Bundesleitung hat zurückzutreten. 2. Die Versammelten beschließen, daß sie sich einer aktiven Aktion, welche von einer anderen Oraaniso- t i o n, die in der Lage ist, eine derartig« Aktion mit Erfolg durch. zuführen, anschließen werden, trotz der ihnen bekonnten zu er- wartenden Maßnahmen feiten» der Regierung. Sie sind sich des von ihnen gefaßten Beschlusses voll bewußt und sind bereit, mll allem für diesen Kampf einzutreten. Betriebsräte. Die Gruppenversammlungen finden statt am 30. F a» nua r 7 Uhr. Gruppe XIII. Verkehr, VIII. Laudwirtschasl und Gärt» nerei, IX, Leben»- u»v Genußmiltel, GewerlichatlShauS. Engelufer 25, Saal 4. l. Februar 7 Uhr. Gruppe XI, Meiallindustrie,� Neue Phttbarmonic SO 16, Köpenicker Sir. 96. 2. Februar 7 Ubr, Gliippe IV. Cölmiiclie Jnvustrie, Vi. GiaphiickeS Gewerbe, Berliiier Verein»» und Koiizeitläle(Arminhallen), Rommaiidaiilensir. 58, öS. Aussperrung der Slagschleiser. Seit Montag, den 28 b. Mt«. , sind die in den Swleiieieibelriebeu Beichäiliglen aiiSgeiprrrt. Ter ! AiiSiperrung liegt fotgeuder Sackverbail zugrunde. Tie GlaS» ;'chleiser toreerien eine Zulage von 4 M. pro Siunde. Tie Unter« nebnieiorgaiiiiation bot ab l. Februar 1 M., ab lS. Februar 50 Pf. Die Biaiicbenver'ommlung der Schleifer, Polierer und Beleger lebnle diese« Angebot einstlmniig ab. Daraus sperrten die Unter« nehmer unter Tariibruck an«. Laut Tarifvertrag mntz:e derselbe ein Vierteljahr vorher gelünd'gt werden. ES wird sich vielleicht kein Ausgesperrter mehr finden, der mit diesem toritbrüchigen � Unternehmellum je wieder einen Tarisverlrag abichliepen wird. W'r wissen auch, daß da« Groß-Unternehmerium dahinter stcckl. und der Name de« Dr. Neu mann besagt alle». Die Berliner GlaS« schlerfer haben b>«her bcwieien, daß sie kampserprobt sind, und«in« braucht nicki bange zu lein. 6'> Kollegen reisen i» der» nächsten Tagen nach außerhalb, und die Unieinehmer mögen sehen, wie ihre Arbeit fertig wird, wenn der Kampf z» Ende ist. Da« Sireikkomiiee. 3n den Vlnos-(AulomobIl-)Werken hat die aus etwa 800 Ar» heitern bestehend« Belegschaft gestern die Arbeit eingestellt, nachdem sie zuvor bereits in passive Resistenz getreten war. Gefordert wurden 3,50 M. Lohnzulage, geboten wurde 1 M. Zulage. Di« Firma will dem Verbände Berliner Metallindustrieller beitreten und dann nach dem mit ttcscm zustande kommenden Tarif zahlen. Da die Berhandlungen deswegen noch im Gange sind, konnte der Metall« arbeitcrverband schon aus diesem Grunde den per Akklamation be« schlössen«» Streit nicht anerkennen. Aentralvcreilnd dir eltiiuslcllten. Monta«: Hell#-, Staat?- und Provlnzlal- VeSSiden: Sitzung sSmtlicher ScIUanäteilungcn, 7H Uhr, Restaurant Sil« hclnishot. AnhalUIr, 11.— Suchbandel: Aunttlonürversammlung, 7 Vi Uhr. vlter Bäfnntct, HnhaUflt. 11.— DienStog! BrlesumsAIag-, VaplerauSsiattung: Mitgliederversammlung, 7 Vi Uhr, Zweighureau, Nommandantenstr. 63!64.— ibla«, Neramtl: Mitaltedervcrfammlung. 71t Uhr. gweigbureau. Nanunan- dantenstr. SZ/yt,— XII, BerivaUungSbegtrl, Steglitz: Mitglied-rtzersammlung aller Fmtgrutztzen, 714 Uhr, Restaurant pritz Sckcllhase, Steglitz, Ahornstr, IS». XI. VerwaltungSbe�trt: Mitgliederversammlung aller iVucknrjivDcii, 714 Uhr. Reue Rathau»-Säle, Marttn-Luther-Str, 60.— MitttvoA: Samt- und Seiden- watengrosidandel: Mitgliederversammlung. 714 Uhr. S.dullieih-Au�'ckant. Reue lZalobstr. 2t/Sd,— Graphlsili»» bewerbe IPapier): Mitgliederversamm« lurtg, 714 Uhr. Mu'irkrfest'lll-, Kaiser-Wiw-lm.Str. Zl.— WirlsSaltsSetrl-b« de« Magistrats: MitgUederversammInna, 7 Uhr, Ret�«lasino, Neue Ndnig- strafte Z6,— XIX. Nerwaltungsbeeirl. Panlow, NiederschSnhausen: Mitglieder- Versammlung aller Kaehqruvvcn, abend? 714 Uhr. Restaurant Türlis-He« gelt. llianlvw. Lrette Str. H.— TanerStag: ReckitSnnivoltSangestellte: Mitgliederversammlung. 714 Uhr. Neue Philharmonie. KSpenicker Str. s>S,'S7.— Chirurgie- Meckanif: Mitnttedcrversammlung, 7 Uhr Haverlnnd« Festsäle, Reue Friedrich- strafte Z»,— XVII. Perwal!ung?bc»IrI, Karlshorst, ftriedrichStelde: Mitglieder« Versammlung aller FachgruvVcn, adend« 714 Uhr. Hilth« BereinShail», Tresloi». Allee, E-»« Nrause-Strafte, Narlshorst. gentralverband dcr glmmercr Teutschland?. Der«rhhhte?Zeitrag tritt mit dcr i. PeitragZwoche in ftratt Vollgcwordene PerdandZbücher Müllen vn- bedingt sosvrt in Ordnung gebracht werden und beim PezirlSknsüere: adgegeden irerden. Zeilnehmerlarten tür vi« Surs« der RSleslule sind varrSttg auf dem ZlerhondSbureau. llnloslen erstattet die Organisatwn nach Ablaut he« Kurse» zuräch. gcntralverband der Schuhmacher. Montag S14 Uhr. Sranchenversammlune der SchS'temachcr bei Hentschel, KStzenick« Str. 127». Da» lkrgeSaiS der Lähnver Handlungen. Deutsche« Dranevartnrdrttrr.Perhand. SandelZhissgarhelter und-arbeit»- rinnen au? allen Setrteben de« rertilgrofthandelS, Montag 614 Uhr, tu de» Tentrol-Festsülen. Alte Zalobstr. 32, Branchenversammlung,— Gravhlsche« «emerbe, Sruvve Papier und Pavven. Dienstag S Uhr, in der Schulaula. Stallschrelberftr, St». Srupvcnversaunnlnng.— HandelShilfzarveiter und -arbeiterinnen au? allen Betrieben der Damenwäsche-, Schür, en-. Unterroch-. Weiftwaren- und Zapillerte-Branche! Dienstag 14? Uhr bei Sitte, Paststr, 2S. Siruvpenderfammlung.— S-andclShilsZarhelter»nd-arbeiterinnen an» allen Betrieben der Mlltzenbranche! Montag 147 Uhr, bei Witte, Poststr. SS, Arupvenversammlung. Trutlchrr Brrlchrdbund, tzbleUuna Kraftfahrer. Krastdroschkcnsährer. Dlenatag 7 Nbr, Branchenversimmlnna im Englischen Pos, Meranderstr. 27b. Bericht über die Verhandlung beim Schllchtiingsaiisfchuft, Verband dcr Garincr«nd glärtnrrrlartcUcr. tllruvve vandschnsts- gärtnerci. Dienstag 7 Uhr im SewerlschaltShau«, Engewlcr 2025, Sruppcn- versammlung. Stand dcr Lohnbewegung. gentralrerdand der Maschlnlllea und Beizer. Donnerstag 6 Uhr, in der Reuen Philharmonie. Töpenicker Str. 96(07, Sunttionärversammlung. Die streikenden Reparakur-Schubmacher waren am Sonnabend zahlieick im Gewerlickasleha»« versammelt, wo Höry die erfreu- lrcke M'Ueilling mackte. daß ein erbcblicker Teil der streikenden Kollepen bereit« die Forderungen bewilliai erbailen habe. Dringend notwendig sei, bei dcr Bewilligung dir Unlerickrift derAibeit» geber zu fordern, da eine bloße mündlicke Zulage nickt genüge. Die Kontrolle müste sich durck Einsick» in die Lohnbücher davon überreugen. daß der neue Lohnsatz latiächlich gezahlr werde. Tie Ge'ckäfte. welcke bewilligt haben, sollen durch rote Plakate kennt Ich gemacht werden. Vit PorkefcuUler beschloffen am Tonnabend im Lebrerverein«- Hause nach der Entgegennahme eine« Silliationebericki« über die Streiklage mit 1094 gegen 861 Stimmen die Arbeit am Montag wieder auszunehmen. Die Uniernebiner Haben sich nämt'ck zu sofortigen Verhandlu-ngen bereit«rlläit. die am Moniaa in Frankfiirl a. M. beginnen. Sie stellen aber die Bedingung, daß am Montag die Arbeit ausgenommen werden müsse. Die Streikenden werden den Kamps sofort wieder beginnen, wen» die Verband. liingen nicht befriedigend anSiallen sollten. Da der Streik nur linierbrochen ist. werden die Mitglieder eriuch«, die Konirollkarie» in den Händen zu behalten. Sämtliche MitgliedSlaiten bleiben>m Buteau. Die endgültige Sntsckridung erfolgt in der näcksien Voche. Sämkllche INclallarbetker dreier Marburg«? Fabriken traten in Verantw. für deu reda«. Teil: ä-a-,«lüh». Berliu-Lichterfelder wr»«- Hl'- 54. x m*.. w» 4>�,»�4 fnfT j�clflcnt 5h.©lokfc« Berlin. �crlQß iÖortPfirtS'�cclQß©. nt. b. V e Sctltn. bßn Ausstand. ÜBcr bis OiC xlrbeit ntd)t aufnimmt,(Oll Dorlvärts-DuchdruckerelU.Verlaasinslilt Van! Singer u. Co.. Berlin. Lindenstr- T. al» entlassen gelten.__ vurzu 3 gciiaiicn._ Weiße Wfrche besonders QÜnsiige Kavfgclcgcnhcii— Heng cn&l gute bcschrßnhi Wetter bis Montag mittag. Trocken. Im Osten heiter und str«»ig«r Aroli, im Wellen bewölk! bei etwa« nachlassender Kälte. Damen- Wäsche Taghemdcn m»»«.»,...£Sm 3378 Tcghemdcn mtisiidi«!..SCts 37m Taghemc'en»>» S»«--««,,...... 47m Beinkleider>>»>» p»,»»»«...... 42m N'achlhe irden«»»» pa-»«»«... ,75m Taghcmdengl,i.®!iÄ'58,e5,85M Beinkleider oen... 46, 58, 67m Nachthemden o.»£4,S5,145m Nachthemden m.5«ck«rt,6SM u» 148m StlckerelrCcke..... 65m b» 125m Prir.ze ßrc ckc m. sudmi 75m t>i-225M Unter faiile n mit Sllckerd-Ansah.... 1£7! Unteilaiilen 24sc Slso Detfn'äsdje Ceckbettbezüge....1Q5m1C9m Kissenbezüge........ L4so 44m Bettlaken....... C5m CCm£8m Herrenhc mden«.�»'LSM lleiis n-Nachthe ma'c n'e.»» tC5M Kinderw äs di e lv:fidchenhemdcr.rÄ137Eb.3278 IViädchenhemden 97t b. 5973 Mfidchenbelnklelder 22b0b.F4bo Knabenhemtien ti« m6hr19tcb.4CM Tascheniädi c r mit t au beilinctitev Kerle.... Siück 370 5so 750 Taschentücher Hohlsaum- Tücher Batist-Tücher �ir;„,ml!r. K6.nl.c5mS.r Wäschestoffe Herrdentuch b-itdee« vu-»»» �»>««1575 Hemdentuch mni.iei«�. M«i«r ILs: 21m Renforcä felnrediger waedceloff. Meiert OtC Re nforc£ varrvs'. Meter 2450 29m Lculsianafuch ILso IS75 Lculsleratuch?g?f.rt;Ä'23£c 2Sm Deulas fÄc�»:45M« �55m Ecttsatin ��«23l. BeUcamasU�ÄSS;. �»33m KCperbarcher.t»"W �3:o 2Sm Tisdiwäsdie Jacquard-«s«»,» ,«>,«» Tischtücher 24m IICm 14öm Wur.dtüch.er 0-»»...... ISts J a c c u a t d-T I s c 1 1 1 ü c 1 1 c r h%ek;°rt KOvIM 170x1« 0 160x160 leCxiSt 110m 1c5m 170 k., 240m Mundtücher««tu passend,«oxts.. 21m IVIUnCttÜCher Sdiachbrenmuster, MxBO 10M Ilmisn'äsdie Wlrtschafistücher Tao Kücher liar.dtUchcr�ÄJ!4sa Küche nhandtücher Srtm Gewissen zurückgek-'brt sind— in den Auaen der Welt Ehr« und Anseben zurückaewonnen haben— schämen Sie sich letzt nicht im Grunde Obres Herzens?" Ja, sie schämte sich Sie füblte. wie das Blut Ihr in die Wangen stieg— das Blut der Scham. Sie schämte sich In ihrem Herzen, daß sie hätte meinen können. „Weshalb nahmen Sie mich damals nicht zu eigen?" flüsterte sie, Währung lhre Knie zu zittern begannen. (Fortsetzung folgt) Die Kälten ot der Dchule«. De? Magistrat beschäftigte sich in seiner gestrigen außerordent- lichen Sitzung mit der Äohleiibclieserung der Schulen während der aiigenblicklichen Kältepcriode. Dabei kam zur Sprache, dah 20 Proz. der Schulen nur noch für wenige Tage oersorgt sind, 1,5 Proz. der Schulen haben woaen Mangel an Kohlen geschlossen. Die Gaswerte sind mit allen Mitteln bestrebt unter Zurücksetzung anderer Zlnsprüche die Schulen ocrzugswelse zu versorgen, so datz weitere Schließungen nicht geboten sein wckden, besonders wenn der Frost weiter nachläßt._ Gebälk anstatt Kartoffeln. Die völlige ttuterbindung der Karioffelzufubr durch den strengen Frost iowie Klagen über Kartoffelniangel ans der Bevölkerung der- anlassen das Ernährungsaml, in der kouinielid»» Woche svoni 80. Januar bis 5. Februar) als Ersay Gebäck aiiszugeben. Aui die obere Hälite des Abschnittes 22 der Lebensmittel« karte skleiue Zahlen)' wird in der genannten Woche ein Pfund Gebäck verabfolgt._ Die unbeso'deten Skadlräte wurden in der Magistrats» sitz ii n g durch Obeibürgermeister Boß begrünt. Neu eingetreten sind Genosse Dr. T r e 1 1 e l(SPD.), Letz(KPD.)« B u s ch(Wirt» schafisvartei). Dr. Richter(Dnatl.). Bei der neuen Dezerua's- Verteilung erhielt Sladlrat Wege das Dezernat hu Güter. Stadl- rar Genosse Köhlen r er das für Forsten. Stadirat Dr. Richter wird Vorsitzender der Devliiariou für das Eniäbriliigswesen und Dezernent für die Zentralkarioffelstelle. Stadtrat Busch>oll das Dezernat für den V'eH« und Schlachihof uns'ür die VolkS'pdhina führen. Siadirat Letz erhält die Voiimiiid'chrflSsgche». Stadtrat Genosse Dr. Trei t el wird Verlvgltun>sdezerneiit der Gaswerke sowie Dezernent für die PieisprüjungSstclle und für allgeineinc Poli zeiaiigelegenheiien. Zg facher vorkrlegspreis. Der Ankauf von Gold für das Reich durch die ReichSbank»nd die Post erfolgt in der Woche vom 80. Januar bis 5. Februar d. I. niiveräiidcrt wie in der Voi Woche zum Preise don 7L0 M. sür ein Zwauziomarlslück, 390 M. für ein Zehumarlstück. Für die ausländischen Goldmünzen werden rntsprechenSe Preise gezahlt. Weizengrieß auf TNilchkarken. Im Monat Februar d. I ge- langen oui die oberhalb des Miticlslückes der Milchkarten befindlichen Abichuilte und � II an Kinder im l. nnd 2. Lebens jabre je 600 Gramm Weizengrieß zum Preise von 1.90 M. je Pfund durch die früheren KraiikciikostverlaufSstillen zur Ausgabe. Pezirksl'ItdiiligSauSschust Grost.Pcrlin. Sonnlag. den 5. Febriigr, ncickmi ionS 3 Ubr, im Neuen VolSIbcatcr. Köpenicker Ztr. 63: »Die Heuckcker", von Berrlnird Siinw. 5ia> ien ä tz.WZ M. ciiuchliciilich Klelder- oblnge und Tliraicizcllcl im Buiean deS Bezii ksbildun SauSickuisseS, Lhdcn- sirane g, 2. Hos 4 Tr. und im Bureau der„Aibilllcr-Ziigend*, Lindenstr. 3, 2. Hos 2 Treppen. »Reue GrspliruISqueNen in der Bauwirtschaft». 9ln einer öffent- lichen Veisammlunq des Bundes teckinischex Angestellten und Beamle». die am Montag, den 30. d. 3Di., abends 7'/} Uhr. im Dcuiichcn Hof, Luckauer Stiasie 15, stattfindet, wird Dr. Jng. Martin Wagner, der frübere Schöneberqer Sladtbanrat und jetzige Leiter de» Verbandes sozialer Bau- betriebe. Borschläge zur Verbilligung des Bauens machen. Tie Grhöbung der Gaspreise ln einer Reibe von Vororten kündigt dl» GaSbelriebSgrsellichalt im Inseratenteil dieser Nummer an. Brotkar'eiistichwort. L» der Woche vom M. Januar bis S.Februar darf Brot und Medi nur aus die Biolkartc abgegebeli und entnommen werden, deren Abschnitt« das Slichivort Blind enarbeiteu tragen. öCkllkl?? PorfefnßArfeftftTL!»«rsa»>ou>>n5�«0»�u nd�Se n-> mnllen� werden��d�gend v.»,,..«.»■«•M«tu«ebeten.»u erscheinen, und»war sür die Schulen 220, 25». 287, 227-nd die Kigenöveranllaltungen. Berel» Brielter-Jugend Groß. Berlin, EW.«8, Lindcnstr. 3, 2. Has, 1 Tr». Teiepheu Mori«»!«» 12t 08-121 10. heute, Sonntag, den 29. Januar: Tegrl. Jugendheim Bahnhofstr.!S. Außerordentlich« Mitgliederversamm- lung 8 Uhr.— Niipcnick-Adlciohos. Vcfuch des Bau» und Verkehrsmufeuma. Trnfpunlt S Uhr Bahnhof Spiudlcrsfcip..— Maoüit. Srllndungsfeier im Lokai von Berger, Levrtzori-, Ecke Iagowstr., Anfang 7 Uhr.— Ei onhanfcr fjotflodt I. Besuch des Aauarjums, Treffpunlt 2 Uhr Bahnhof Nordring. WeAen. Besuch des Bau» und Verkchrsmiifeumz, Treffpunkt Iii llhr Hochbahn» Hof"Bitlowstr.— 11.«reis, Eck.önctzcrg-Fricdenau. Im Jugendheim Rüben»- Ecke Hauplftr.. S Uhr, auberorbrntliche Funktionärkonferenz.—«reis Ärruzberg. Die Turnabcnd« finden wieder regelmäßig Montags in der Turnhalle Wrangel- ftraße 128 statt. 1. Turnabrnd Montag, den Zl>. Januar. ZNorgcn. ZNontag, den Z0. Januar: Blankenburg. Jugendheim ttzemeindefchnle. Triflslr., außcrardenMche Mit. gllideroersammnuig.— Licktcurade. Jugendheim Lokal von Mitzlaff, Hilbert- Ecke Hohenzollernitr., außerordentliche Mitgliedcroersainmwng.— Hr.msuo.s. Jugendheim Turnhalle Sloonstr., Mitgliederversammlung.— Prenzlauer Vor. padt. Jugendheim Ecmcindcfchule Ecncsclderstr. 6/7, Bortrag:„Anfangs- gründe des Sozialismus". 3. ttrel» Wcddinq: Sonntag, den 28. Januar, in der„Urania" Bor- ilellung, nachmittags 4 Uhr. Zur Vorführung gelangt ein Vortrag mit Lichtbildern Uocr„Das Riefengevirge". Eintrittstarten sind noch am Eingang zu haben.— Montag, de» 30. Januar, Ihr, Sitzung der Abtcilungslc.tcrinnen mit samtlichen m der Wohlfahrtspckcge tatigen ttcnosimiic» bei tierfin, Panlstr. 00. 0. Itreis, Wilmc:sdo:s: Montag, den 80. Januar, 7a Uhr, im Partei- lotal, Easicincr Str. 12, erweiterte Kreisoorstandssttzung mit der Be- zirksocrordnctensraktion. 10 tircis: Montag, den SO. Januar, 7a Uhr, straktionsfitzung In Tempel- Hof, Dorfjtr. 42, im Ztommiffionssitzungs-imnier. 4. lircts, Prenzlauer Berg: Montag, den 30. Januar, öffentliche Frauen- vcrfainuilung, 7 Uhr, Echulaula Eenefeloerstr. tz. Thema:„Die feruclle Frage und die Jugend". Rcicrentln: Clara Bohm-Echuch. 8. ttrcis, Wilwersdoif: Montag, den 30. Januar, 8 Uhr, bei Pieper, Holbeimsche Et?. 00. Referat des(Senoffen Dr. Ehay«. 1. Ärcia, Mitte: Dienstag, den 31. Januar, im Bürgrrheim, Alte Echdn- hauicr Str. 23/24, Sitzung des Äreisoorstandes mit den Abteilung». 3. Ärcio? ijcdHng: Dienstag, den 31. Januar, 7 Uhr, Echulaula Pank» ftraße 47, gemeinsame Elternbciratsversammlung der SPD. und USP. Thema:„Der Kamps um die weltliche Schule". Ref.: Winter. Alle sozialistischen Lehrer sind eingeladen. 4. itrei«, Prenzlauer Berg: Dienstag, den 31. Januar, 7 Uhr, Eltern-' i beiräteoerfammlun-. Schnlaula Eenefelderftr. 0. 3. Kreis, Friedrich-h-in: Der 2. Abend der Bortragsrelhe„Die Eni- wicklnngsgcschichte des Sozialismus" fEen. Horlitz) findet nicht am 31. Januar, sondern am Dienstag, den 7. Februar, 7>rtz Uhr, in der 32. Eemeindefchuie. Memelcr Str. 38, Zimmer 13, statt.— Mittwoch, den l. Februar, erweiterte Kreisvorstandssitzung bei Schubert, Rübers- darscr Str. 3, 7 Uhr. lt. Kreis, Eck Sneberg-Friedenon: Dienstag, den 81. Januar, 8 Uhr, Konferenz der Mitglieder der Zeilungskommission de,«reise, bei Will, Martin-Lulher-Str. 08. � 13. K.ei«: Dienstag, den 31. Januar, 7 Uhr, in der Aula in Nieder- schöncweide, Berliner-, Ecke Hasselwerder Str. Eitzum; der Arbeit». gemeinfchaft aller SPD.- und USP.-EIlernb-iräte. Wichtige Tages- ordnung. Heuke, SonnZag, den 29. Januar: Sozlalbemokratlschrr Mäuncrckor, Krci» Prenzlauer Tor: 3 Uhr, Generalver- sammlung in Brauerei Bötzow. Anschließend gemütliches Beisammensein. Morgen, Monkag, den 39. Januar: 81. AS». Renllllu: Unser Ecnvsse Robert Tietz feiert am Montag mit setner Ebcsrau Marie seine Sild-rhochzeit. Die Genossen der Abteilung wünschen 11...... �-l. � u 1> � litt,«»,»f«!' isie« 50. «ebeten, zu erscheinen, und zwar für die Schulen 220, 253, 287, 227 nnd die Schute von Stralau. Thcma:„Gründung einer Kinogemeinschaft. Abt.: Nicht Dienstag, sondern Mittwoch, den 1. Februar, bei Eisler, Göll» nowstr. 13. Sitzung aller Genossen und Genossinnen der ehemals 23. Abr. und der Genossen aus der Wcherstraße. Organisationsengelegenhciten. Kein Mitglied darf schltn. Abt. Eharlottcnbnrg: Den Genossen der Abteilung zu: Mitteilung, daß die Einäscherung des Genossen Gustav Mcnch Dienstag stattfindet. Treffpunkt 0 Uhr nachm. am Krematorium Gcrichtstraße 37. Um rege Beteiligung wird gebeten. 81. Abt. Frieden«»: 7a Uhr Mitgliederversammlung im Sescllschastszlinmer de, Rathauses am Lauterplatz. Ref.: Dr. Kaisen:„Unser Schulproaramm." 83. Abt.: RcnkZlln: 7 Uhr Borstandssitzung mit Bctriebsiührern dei Lampe, Lesüngstr. 16. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen oller notwenbig. 180. Abt. Köpenick: 7a tlhr Borstandssitzung bei Müller. Arauenveranstastungen: 30.«it.! 7a Uhr bei Dehrcndt. Liebigstr. 24. Ref.: Kur««ießman». 31. Abt. Eharlotteub'i'g: 8 Uhr bei Rossius, Friedrich-Karl-Piatz tz. An, de« Borgeschichte der sozialdemokratischen Fraucnbcwegung. Res.: Johann« Heymann. » Znagsoziallste»? itzrnpp» Scktzncberg-F.icdena«! Mittwoch, den I. Februar� 7a llhr, öffentliche Versammlung im geichcysaal der Feurlg-Schul«, Feurig- straße 37. Ggon UmM villi rltltitittttt« i,.....—.-----"—■■ straße 53/54, 7 Uhr. Thema:„Ist die weliitche Schule reUgionslo»? Re- sercnt Pfa/rcr Bleier..„., �, «ricitsgemcinsS.ast sozialdemokratlschc? Lehrer nnd L'hrcrInnen Sroft.«erli»,l 7 Uhr, Stabil, au» Klosterstr., Zimmer 8S0. Genosse Oberstadtschulrat Paulscn spricht vor den zur Mitarbeit entschlossenen Lehrern und Lehre- rinnen über:„Wo und wre fangeiz wir an?" Pa'tcigenossc», die im D.E.B,«ivanlstert find, Montag, den 3». Januar, äußerst wichtige Besprechung, 0 Uhr, im Gesangssaal der Sophienschule, W-inmeisterstr. 16/17. Erscheinen unbedingt erjorderlich. Dl« in der Zahlstelle gewählten Delegierten zur G/encraloersammlung, dl« der SPD. angehören, find unbedingt mitzubringen. Frauenvcransiallungen: 4. Abt.: Ilnterhaltungsabend, 7a Uhr, im Restaurant„Brannschweiger Hos" sPliiltciscn), Schillingstr. 37.„»», 6. Abt.! la Uhr, bei Dobrchlaw, Ewinemvnder Str. u. Thema:„Meine Erlebnisse im Orient". Ref.: Heinrich Bierbücher......,.. 34. Abt.: 7a Uhr, bei Thiedke, Litauer Str. 7. Thema:„Heinrich Heine*. Ref.: Dr. Schütte. 37. Abt.: 7a Uhr, bei Seeland, Hausburgstr. 8. Fritz-Reuter-Abend. Ref.: Emil Duchholz. 47. Abt.: 7>4 Uhr, hei Kuhnert, Muskauer Str. 12. Thema:„Die weltlich» Schule". Ref.: Erwin Marquardt. Gäste herzlich willkommen. 68. Abt., Kalense«: 8 Uhr, bei Schwöb, Paulsborner Str. 22, Ecke Schweid- nitzcr Str. Thcma:„Sexuelle Iugenbaustlärung". Reserentin: Etta Federn. Mege» der Bedeutung des Portrag«» ist da» Erscheine» aller Grnossmncn erwünscht. Gaste willkommen. Schöneberg. 78. Abteilung: 7a Uhr, im Klassenzimmer 14 hrr Schul« Feurig- stroßr 37. Thcma:„Frauenkrankheiten". Ref.: Dr. Lemke.— 80. Abt.: 7!h Uhr, bei Gürlich, tiubens-. Ecke Begasstr. Thema:„Sexuelle Belehrung der Jugend". Res: Gen. Albrecht. 81. Abt.. Friedenau: 7>h Ubr, in der Luisenschule, Goßlerstr.:„Ernste» nnd Heiteres." Ref.: Rudbeck. 82. Abt., Sieglitz! 8 Uhr, bei Thiel, Albrechtstr. Ecke Ringst:.„Frauensragen im neuen Parteiprogramm". Ref.: Frl. Dr. Nichtenhausen. Renkölln, 83.?lbt.: 7 llhr. bei Ruppclt, Kaiser-Friedrich-Str. 172. Vortrag de» Genossen Grozer:„Die Frau als Staatsbürgerin".— 85. Abteilung: 7a Uhr, bei Grieger, Lesssngstr. v. Vorlesung au» Werken deutscher Dichter. G-nofsen mit ihren Frauen herzlich willkommen. Anschließend gemüt- lichcs Beisammensein. l«l. Abt., Treptow:'a Uhr, hei Ja ecke, Boucheestr. 83 Ecke Ktefholzstr. Heiterer Abend. Genosse Hinrichsen: Vorleiungen obs Fritz Reuter. 104. Abt., Ricierschöneweidc: 7a Uhr, im geichensaal der Schule BerNner Str. 81. Thema:„Einführung in das Parteiprogramm". Referentiu: Minna Todenhagen. 138. Abt., Tegel: 7a Uhr, Jugendheim. Dahnhofstr. 13. Thema:„Feuerde. stattung". Ref.: Karl Schmidt. llebermorgen, Dienslag. den 3t. Januar: 28. Abt.: 7 Uhr. Sitzung der Funktionäre und Detriebsvectrcuienslente tu her Schule Schönhauser Allee 160a. Gaon Amua H amvurAi MVVVI-NN mEm.TZO€> Mreiteftraße MUN.T,JN Cä ßriiderftraße Sehr vorteilhafte Angebote Weife e Wäfchc Dam en-TagS�eixi dien viereckiger Ausfchnikl, ohne Verzierung das............................ M- Damen-Belnltlelder getchloflene Form/ mil breiker Sffckerel- , Verzierung........... das SlUck M. D a tu e lü-'Na clif l>e m d e a mil Viereckigem Ausfchnikk u. Siickerel. Verzierung............ das SlUck M. IBeliilcIier aus besonders gutem Kraftigen Krefonn, GröSe ISO x 2,10 cm das Stück...................... M. 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Räch den Ausführungsbcstimmungen ültftr Rotstandsmaßnohmen zur Unterstützung von Rentenempfängern Invaliden- und der Angestelllenversicherung ist den Gemeinden zi'.v Pflicht gemacht, die Notstandsmaßnahmen beschleunigt durchzuführen und den Rentenempfängern bei Geltendmachung ihrer Einsprüche behilflich zu sein. Die Anträge sind schriftlich oder müivdlich bei der Ge � meindeverwaltung zu stellen.-Auch ist gestattet, dpn Antrag durch einen Vertreter stellen zu lassen. Hierbei ist aber zu empfehlen, dem Vertreter eine schriftliche Vollmacht mitzugeben. Zkzpändiq ist die Gemeindeverwaltung des Wohnortes: Hat ei» Rentenempfänger keinen Wohncrt, oder ist derselbe streitig, so gilt als Wohnort der Ort, der für die Bestimmung der Zachistelle der i Rente oder des Ruhegeldes maßgebend war. Auf Verlangen sind ! die Rentenempfänger verpflichtet, durch Darlage der Bescheide die I Zahlstelle nachzuweisen. Alle Feststellungen, Insdesandere über Einkommens- und Fa- � miliennerhältnisse erfolgen von Amts wegen. Die hierzu erfarder- licheij Verhandlungen und Urkunden(Vollmachten und amtlich« De- schciniaungen) bei der Stellung von Anträgen, der Durchführung f oon Erhebungen und Auszahlungen-auf Grund des Gesetzes, sind gebühren- und stempslsrei. Falls die Auszahlung der Unterstützung an einen Vertreter erfolgen soll, so muß er die Vcrtrctunaemacht nachweisen und- aus Verlangen eine Dollmacht vorlegen. Diese ist van einer Person zu beglaubigen, die berechtigt ist, ein öffentliches Siegel zu führen. Ganz besonders wichtig ist, daß länger als drei Monate rück- wärls vom Tage des Antrages an gerechnet, keine Unterstützung gezahlt wird. Ausnahmsweise ist aber gesetzlich angeordnet, ft«� Anträgen, die vor dem 1. April 1922 gestellt sind, die Unterstützungen soweit d!« gesetzlichen Vcrouisetzungcn dafür vorliegen, vom Z. Ok*, tober 1921 ab nachzuzahlen. Es ist also allen Rentenempfängern, die für ein« Unterstützung in Frage zu kommen glauben, dringend zu empstblen, unver-üali-b ihre Anträge einzureichen, damit sie möglichst bald und evtl. tst/t 1. Oktober 1921 ob in den Genuß der Unterstützung kommen. kSchli-ß r««d«kl>»ncZti> Teils.» St©!!® {ürHerren-t! Damen-Beklcid"-* NleFaW»Mrc-JeAnW hVaisuimstT*» K©cSi« Seeland a'm Gertraudtenatr i». H. Be 20-21. Bei»:<7ra ihrovaniile MiBs'sna. Zahnschmar z-Khaurrio---- rrSUlich inAnothe� en, Chem.-Ph* m. Laburat. Oifo& Co., Frafikfuit a, M« 5. \ Bs? 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Mitmig gemeldet# eve! Unterschriften. Anmerkung der Minimax-Gesellschaft. An die Minimax G. m. b. H. Zeugnis-Nr. 56130 Wandsbek, den 15. Juni I92T. Berlin W. 8 Bei dem gewaltigen Brande, der unser Werk heimgesucht hat, haben wir mit großer Befriedigung feststellen können, daß Ihre Minimax-Apparate sich in jeder Beziehung bewährt haben. Abgesehen vom Löschen einiger kleiner Brandstellen, die das große Feuer naturgemäß im Gefolge hatte, hatten wir die Freude, zu beobachten, wie ein beherzter Mann mit etwa einem Dutzend Ihrer Apparate das Weitergehen des Feuers auf ein großes Lager verhütete, wodurch ein weiterer, wie zu erwarten stand, großer Schaden abgehalten wurde. Wir möchten nicht versäumen, Ihnen von dieser unserer Feststellung mit Befriedigung Kenntnis zu geben. Kakao-Kcrmpagnie Theodor Reichardt O. m. b. H, gez. zwei Unterschriften. Im Anschluß daran erteilte die Kakao Kompagnie Theodor Reichardt eine Nachbestellung auf weitere 50 MinImax>L5scher» v MINIMAX-GESELLSCHAFT m. b. H. BERLIN W.ö, UNTER DEN LINDEN 2. ANSBACH, Karolinenstr. 19 AUGSBURG. Bahnhofstr. 12", BRAUNScHWEIG, Tel. 2696 BRESLAU.Kais.-WiiheIm-St.II BREMEN. Horner Str. 49 CHEMNITZ, Tel 8801 DANZIQ, Langgarten 21 DRESDEN, Tel. 31485 ERFURT, Hot. ReichshoffLad) FRANKFURT a.M., Kaiserstr.7 FREIBURG i. B., Schloßbcrgstr. II HAviBURQ, Feidi andsir 12 • HANNOVER, Tel. Süd 5677 Hof!. B., Marienstr. 20. KARLSRUHE i. B., Marienstr. 86 KOELN, Breite Straße 118— UO KOENI'iSBERQJunkerst 13-14 LEIPZ G, Hotel Stadt Rom(Lad.) LU�- BECK Tel. 152d. MAGDEBURG, Tel. 3268 MUENCHEN, Hans-Sachs-St.9 NUERNBtRQ, Praterstr. 7 SCHWERIN, Körnerstr. 10. STETTIN, Augus-astr. 14 STUTTGART, Militärstr. 22 ULM a. d. D, am KarUplatz WORMS, Dalbergsir. 16. '. i* Sweater et«*«, t—t*» o,»»i>». Gru«» r. üeberzlelijadidicn r!t Damen-Hemden Herrenhemden i««« t t—triM ,«»»»»»»R 13" Pelzjoppen nnd Fahrpelze Engl. Off iziersmäntel■- Amcrikan. 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Die Sinäjcherung erfelat Dienstag, den 91. Januar, nachm « Uhr. im Ätema- tnrium Baumschulen- weg 1/2. Um rege Beteiii- guna ditiet DerAbteilunesvarst. Taukiagnng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kran spenden anläßlich des Hinscheiden» meines lieben Mannes, des Gastwirts s45/8a Max LiepoSd tage Ich allen Beteilig en, bei anders Serrn?I!e» mmn und dem Venrejer des Verbandes der Freien Gail- und Schankwirte Denlichlands iür die trettreichen?5ar»c am Grabe des Ver- ttardenen, tawie den tlallegen und der Direluan der Kchullheit)- Brauerei, den Miibrwahnern des Ha» es Uhlandttr 10S/9, den Geneffen der SPD.(69. Abt>. den Slammgätle» und alle» Freunden u, Belannle» meinen innigsten Danl. Wilwe!tIe»i-Io I.tvpold varlln-wUmervOort, Uhlandir I09/g. Lmlii i!. öMZlMkl liilil SSrWkM Mttwach. 1. Jcbruor, nochm, S'/z Ahr: Auherordenlliche GeRelsl'VekWiRlRRg tu den Andreas-Ze-tsölen, A-ibreasstr. 21 T a g es a rbltu n g: Lerichierskoliung von der Tarls-Aus- jäiuk/sihung in Leipzig Zu dietrr Veriammlung haben anher den Deie- gietten die Beitrauensleuie und Kai steter Zultiti Ohne Legitimation fe n Einlaß! 26/1* See«Sanoorstand Pfleqcftcllen gesucht! Für Säuglinge und lvr ftnabeu und Mädchen bis zu 14 Jahren bei guten Pfleg egeldtähen. #S>'-hulenilastene Mäd- che» leichte Dienststellen gesucht. Berlin-Ireviaw, den 18. Januar 1922 Peztrtslnqendanrt Verlin-Ireplaw. pliotoMeetive Zeio. vaern zu lauien oetuchi Offerten unter R. 6066 befördert«la Bei IIa SW 19. 130 12 NiltMeMe der sieWm gut dt« Wahl des Bat- standes der Onskranken- kajje der Riempuer zu Berlin ist(citeus bei Ben reter der Kr beitgrber und der Verst.. erten nur je ein Äagtuarlchiag ein» gereicht Der Wahivarschlag der Arbeiigeber bigmnt um dem stiamen illaj Tschäre und endet mu dem Namen Paul greymark Der Wahlaarfchlag der Beuuyerirn deginui dem Namen August wiagiunh und endet Mil deat tUainen Guiiuu Appel. Beide«ahlaa, schlüge sind als richtig anerianni und ge.te» die aui beiden Baqiaarichläge» Be- zeichneten gemäß ß 9 der Wahlardnung ahne Stimmabgabe als gr- mähii D.iAusichnßstgung zur Wahl am 3 Februar 1922 ftndet daher»i cht statt. 161/17 Die SllUigleii bei Wahl kann innerhalb eines Mtmals nach Belanni- maa niig bes Wahleigeb- niss.s beim Batiianb der Raste aber beim Bei stche- tungsami angeiochle» werden fiel Vorstand der OtUtranltnlaffe der fttrmpner zu Berlin Saief Kartmaun, Bars. Kewrich«»nid, Schriju, itselier Meli Verraltna�slelle Berlin N 54, LlnienstiaBc 83 85. Srschästszrlt von norm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr Telephon! Ami Bchtun«! i Norden 8Za, 834, 835, 836. Nchtiinst! Montag, den 30. Januar, nachm. 4', Ultt, im Oceodener geglld Haupleing. Zoo. Hansioieing. direki an i d Ecke Kurlllrftend Achlnng l«ein Laden. � DA Bei Anlaut wird Fahrgeld vergütet Millwoch, den i. Februar, abends ö llhr in kiiems Festsälen(großer Saat), hasünheioe: Funktionär-Versammlung! Der Nbschlns; über den Manteltaris Antritt haben nur Funktionäre gtAnt Vorzeigung des grünen Funktionär- Ausweises und des Mstgliedsduches der unterzeichneten Organisationen. Verband der Gemeinde- und Staatsarbeitcr Zentralverband der Angestellten Deutscher Transportarbeiter- verband Verband der Maschinisten und Heizer Deuticher Mefalla beitcr-Verband »n Verband der Gärtner und Gärtnerciarbeiter üogrunolot tvL4. uigiwuiiii!!»WM w fiPOrt L2SEI �h-Ronff� � 25 b!s 50 Prozent � NM- herabgesetzt RosfOiM ifÜSS:26 15t WMMÄiZv 1!' 75 fBiil Ä � tiBiLoiPP-Ää" U5 CevkiMl��iSO üiDileriliäBieiido� 75 kadiailrsü'KO 575 illiiSfflßf mo'isoo 95•) i8älS«"P290U2£0ol35ß M. Mosbüi, LaniJsöeiöür S». 59." S","K n ei'.r t«»» öle liöchstzahlende Stelle der führendeo Firmen! r Brillanten Derlen, Juwelen Jeder Art, Platin-, Gold-, Silber- IBruch u. Gcgenslände), goldene Uhren, Ketten, Klnx», »lunrenftammlungen, insbes. xroLs Objekte, aofoi il�e baie Auszahlung ohne Rücksicht der Köhc. 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Höpker-Aschhoff(Dem.), Dr. Bredl(Wirtschaftepartei) und INeyer-Vülkau lchann.), die gründliche Umgestaltung des Entwurks im Ausschub ferdern, geht die Vorlage an einen besonderen Ausschuß von 29 Mitgliedern. chierauf vertagt sich das Haus auf Dienstag, den 7. Februar. Z Uhr: Notlaoe der Gemeinden, Vereinigung Pnrmonts mit Preunen, Ensichädiaung der Ansiedler aus den an Polen verlorenen Gebieten. Ein Antrag des Abg. Scholem(Komm.), die kommunisti- fchen A m n e st i e a n t r ö g e auf die Tagesordnung zu fetzen, wird abgelehnt.— Schluß gegen 3 Uhr. • Der Geschäftsordnungsausschub des Preußi» fchen Landtages beriet am"Freitag über die strafgerichtliche Verfolgung des Abg. Scholem(Komm.) und bestätigte am Freitag abend seinen früheren Beschluß, die Genehmigung zur Straf- Verfolgung zu erteilen, zur Inhaftnahme aber zu versagen.__ Ms öer Partei. Ein Achtzigjähriger. Morgen vollendet der Senior der Partei in Niederschlesien, Ge- nosie Hugo Keller, Görlitz, sein 80. Lebensjahr. Er gehört zu den wenigen Alten, die von Jugend an der Partei dienten. Den alten Tabakarbeiter, dessen Wiege in Breslau stand und der bis zu seinem 65. Lebensjahre als kleiner Fabrikant seine»Nudeln" drehte, zeichnet noch heute eine seltene körperliche und geistige Frische aus. Er konnte zu seiner Freude den Parteitag in Görlitz er- öffnen. Bei Errichtung des Arbeiberfekretariats 1997 wurde er von seinem Arbeitstisch wegqcholt und durch das Vertrauen der Ge- werkschaften mit dem Posten des Sekretärs betraut. Seit 1903 wirkt er als emer der ersten sozialdemokratischen Stgdtverord neten im Görlitzer Stodtparlament. das ihn im Lahre 1919 mit noch vier Eenosien als unbesoldeten Stadtrat in, den Mogistrat entsandte. All« seine Acmter versieht er heute noch mit nimmermüdem Eifer. Mögen ihm. der seit sechs Jahrzehnten in der Partei- und Gewerk- schaftsbewegung seinen Mann steht, an seinem Lebensabend noch viele frohe und glückliche Tage beschiedet? sein. Den jungen Genossen möge da» vorbildliche Wirken der Acltcsten unter den Alten der Partei zur Nachahmung dienen. Zilmschau. Tie �filtne der Woche. Filmwetkkauf Amerika— Italien in den Ufa- Lichtspielen Tauentzien-Palast. Amerika schlägt Italien 1000:1. Und doch hat Italien seinen d' A n n u n z i o vor das Objektiv gefordett und Amerika nur ein harmlos flottes Lustspiel als Klnodooid gegen den literarischen Goliath gestellt: Die»Sioconda"'st verfilmt. Lieblos. Im Bildhaften wie km Dramatischen ohne Netz ziehen vier Akte über die Leinwand. Eine schwülstige Sprach«— man sag« nicht, sie sei dAnnunzio nachgefilmt— verführt die weiß? Fläche zu einer Dialog- raserei—, hier wird mehr geredel als gefilmt. Eine gute unge- nannte Schauspielerin vermenschlicht de» Bildhauers Settala ver- raten« Frau, kann aber in der berühmten Szene, da sie ohne Hände dem Kinde gegenübersteht und es nicht umarmen darf, über die Kinorührseligkeit nicht hinaus. Es wäre Sakrileg, an das erhabene Vorbild der Duse auch nur denken zu wollen. Den Settala spielt ein Herr Mozzarto mit sanften Schwankmanieren, die Tragik sein wollen, und sieht aus wie Schänzel in Limonade. Helene M a- k o w s k a heißt die G i o c o n d a, eine ganz äußerliche, ganz seelen- lose Darstellerin. Willkürliche Verzerrung des Vorbildes fördert die Filmwirkung aanz und gar nicht; und Rom ist mit kalter Bädeker- einstellung geschaut; drei Stern«— kein Lichtblick. Wie wahrhaft amüsant dagegen das amerikanische Lustspiel .... mit.Tamilienavichluß.' Erlebnisie einer Stenotypistin, die durchaus anständio bleiben will und doch Karriere macht. Normo T a l m a d g e heißt dieser fröhliche Star, dies« Lustigmacherin, die Humor und Witz in jeder Gebärde verschwendet, die ein weiblicher Ehopltn ist, nur natürlicher, freundlicher, auch im Grotesken. Dieser Film kennt die Gesetze der Lichtlpielwirkunq und ihre Grenzen. Es ist echtes, vergnügliches Kino. Und die um Normo Talmadge mimen, tun es mit Liebe und Freude am Werk. Dos bereits in allen Klebestellen rissige Genre des Abenteurer- films, dem die Impotenz von Autoren und Regisseurei n-cht mehr abzuringen vermag, kam im Marmorbaus mit dem Sechsakter »C. d. E.". Club der Entgleisten, zu Bild. Gentlemanverbrecher in oll«n Lebens- und Stcrbenslaoen ist Friedrich Z e h n i k. Um ihn gruppieren sich immerbin recht aut geschaute Typen, und Schau- spieler von Rang, wie Junkermann, Dieoelmann, Peter- bans, geben Anlchauun.gsunt-rricht in diesem Aufklörungesilm über Nebelbnnditen. Die Fülle der Bilder ist durch manch?n Einfall be- lebt. Die Art des Films an sich mag getrost vom Schicksal seiner Helden bald ereilt werden._ p— s. .Die Fran mit den Goldangen», die au« Budavest zu uns kommt. und im NT. am Nollendorwlad ibre Uraulsübrung erlebte, gebärt zu der Einlulutvare, die wir wirtlich lchmerzlo« entbebren können. Man hat zwar Anläufe gemacht, etwa« E�tllbasteZ und zugleich Eigenartige« zu ichaffen. aber die vackcnd: Wirkung blieb au«. So verlanien dlele vier Alle mit eltiibcii Abweichungen so übnlich wie die anderen liilme. die man in Svie er. kreile verlegt. Jca von e n k e s s y ist die Trägerin der Hauptrolle. Sie spielt sie, sein rinsüdlend. gleich gut a!« veiichilchterte« Menschentind und gl« nickt« ahveiide« Seelckcn in voller Juzendsrische, dabei zeigt sie sich nalüilich immer in ladelbasten Toiletten. e. b. Tie Zahl de» Licht'vieltfteater beträgt, wie eine Statistik im.Kino« Kalender' der Lichtipielbübne nutteilt, zurzeit 3851 mit 1304 605 Sitz- vlätzrn. Eine weitere Statistik gibt interessante Ansschlsisse für die»Labrc 1306, I3it, 1816, 1913. 1320, 1921 über die Anznbl der Kinotheater in 44 deuticken Städten. So' ballen z. B. im Jabre 1306 bedeutende Städte wie München, Kassel, Edemnitz. Essen nicht ein einzige» Kino; 1311 hatten dieselben rrtädle schon 20 bzw..5, 12 und 3 Kino« Für 1920 lauten die Zisjern 65, 5, 17, 12, sür 1321 dagegen 60, 5, 16, 13. vorträoe, vereine nnü verknmmsnnnen. ZIepvdlitanIscher Jugendtuad Schwarzroigol». Montag, den 80. Januar, abend« S Uhr, im Falt-Realgymnasium. Lüvowltr. 840 ÖO lOO Preise: 50 60 80 lOO Pf. d. Sfck Cavolier 100. Cabinet 150, Auslese 200 P£ Erhältlich in den besseren ZiqarrenqeschoOen. oo 148 148" Damen« Hausschuhe «na Stoff, mit Kordelsohle, vorschied. entzückenden Blnmen-OD00 mustern. Ausssrgew. biliigfcW Damen•Hausschuh« sus prima farbigem Filzstoff. Ä mit rxtra starker Filzsohle und Absatztleck. Extra billig�W Damen» Halbschuh« schwz. Sanimet. schwz. Bstia u. blau HiovCe, mit'I, Absatz, z. T. S »it Spange, nicht alle Grossen Damen»Hausschuh« ßammet, mit Pompon, In ylelen •chönen Farben und Mustern. 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