Nr. 54 ♦ 39. �akrgang Ausgabe ti Nr. 27 Bezugspreis: DIkrteliahrLfU— M., monatl. 20,-371. frei ins Haus, voraus jahlbar. Postbezug: SBlonallid) 20,— M, einschl. Au- stellungsgediilir. Unter Kreuzband liir Deutsltilanb, Danzig, das Saar- und Memelgediet, sowie die ehechals deut- scheu Gebiete Polens, Oeslerreich- Ungarn und Luxemburg St,— M., für das übrige Ausland 72,— M. Postbestellungen: nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tlchecho» Elowalei, Dänemark Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz, Der„Vorwärts" mit der Sonntags- , beilage„Voll und Zeit", der Unterhaltungsbeilage„Heimwelt" und der Beilage„Siedlung und Kleingarten" erscheint wocheniäglich zweimal, Sonn- tags und Montags einmal. Telegramm-Adreffe: •SpzialOemottol Berlin" Abend Ausgabe c Groß-Berlin 40 Pf. auswärts 50 Pfennig ) Devlinev Volksblstt Anzeigenpreis: Die zehngespaltene Nonvaretllezeile lostet?,— M,„kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort II.— M.< zulässig zwei settgedruckte Worte), fede« weitere Wort 1,50 3)1 Stellengesuche und Schlaf stellenanzeigen das erste Wort ILO M., jedes weitere Wort >,— M, Worte über lö Buchstaben zählen für zwei Worte, ssamilien-An- zeigen für Abonnenten Zeile 4,— 3>i. Die Preise verstehen stch einschließlich Teuerungszuschiag. Anzeigen für die n ä ch st e Nummer müssen bis 4>,- Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW OS, Linden- straße 3, abgegeben werden. Geöffnet »an»Uhr früh di» S Uhr nachmittags. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands m Ueöaktion und Expedition: SW S8, Lindenstr. Z Redaktion Morii-.plan l»l 5)5—97 ,>ernipren,er. y;rtlcl>ition Morivvla« 11753—51 Mittwoch, den 1. Februar 1922 vorwärtseverlag G.m.b.H., 6SD öS, eindenstr. 3 «tcm'ljrrriifr• Verlag,(kxvedition und Inseraten- Zlbteilung Morinplah 11753-51 Der Eisenbahnerstreik besthlossen. verorünung öes Reichsprästüenten. Verbot der Arbeitsniederlegung von Beamten der Reichsbahn. Auf Grund des Art. 4S. AbZ. 2 der Reichsoerfassung verordne ich zur Wiederherstellung der össenllichen Ordnung und Sicherheit im Reichsgebiet folgendes: § 1. Den Veamten der Reichsbahn ist ebenso wie allen übrigen Beamten nach dem geltenden Veamkenrechl die Einstellung oder Der- Weigerung der Ihnen obliegenden Arbeit oerboten. Wer einen De- amten der Reichsbahn zu einer Hiernack) verbotenen Einstellung oder Derweigerung der Arbeit auffordert oder anreizt, wird mit Gefängnis und mit Geldstrafe bis zu 50 000 Mark oder mit einer dieser Strafen bestrast. Ebenso wird bestraft, wer zur Durchführung einer ver- bokenen Riederlegung oder Derweigerung der Arbeit an Zugkräskcn. Fahrzeugen. Maschinen, Dorräten oder sonstigen Anlagen oder Ein- richkungcn Handlungen vornimmt, durch welche die ordnungsgemäße Fortsetzung des Dctricbes der Reichsbahn unmöglich gemacht oder er- fchwcrt wird. Z 2. wird durch eine unzuläfflge Einstellung oder Verweigerung der Arbeit der Betrieb der Reichsbahn ganz oder teilweise stillgelegt oder erschwert: so ist der Reichsverkehrsminister berechtigt. Rotsiands- arbeilen und Rotstandsversorgung zu sichern, sowie alle Mahnahmen zu treffen, die zur weitcrföhrung des Betriebes geeignet sind. Z Z. Beamte, Angestellte oder Arbeiter, die im Betriebe der Reichsbahn die Arbeit weilerführen oder Rotstandsarbeiten oder Ar- bellen zur Sicherung der Rotstandsversorgnng leisten, dürfen dieser- halb in keiner weise wirtsckiasllich benachteiligt werden, wer in einer solchen Benachteiligung auffordert oder anreizt, wird mit Gefängnis und mit-Geldstrafe bis zu 50 000 Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. 8 4. Diese Derordnnng tritt am l. Februar 1S22 in Kraft. Berlin, den l. Februar 1022. Der Reichspräsident, gez. Eberl. Der Reichstanzier. gez. Dr. W'.rth. Der Reichsoerkehrsminister. gez. Groener. �lusführungsverorünunz ües Polizeipräsidenten. WTB. Berlin, den t Februar. Zn Aussührung der Dcrord- nung des Reichspräsidenten, welche die Arbeitsniederlegung der Eisen- bohnbeamten für verboten erklärt und die Aufforderung zum Streik unter Strafe stellt, hat der Polizeipräsident von Berlin folgende Mah- nahmen angeordnet: Alle zur Durchführung des Streiks bestimmten Gelder sind zu beschlagnahmen. Die Drucklegung von Aufrufen, die Aufforderungen zum Streik enthalten, ist zu verhindern. Aufrufe zum Streik sind zu verhindern. Personen, die zum Streit ausfordern oder Sabotage verüben oder sich nach 8 Z1S dP StrGB. strafbar machen, find festzunehmen. » § 346 bedroht mit schwerer Gefängnis- und Geldstrafe die zur Leitung der Eisenbahnfahrten und zur Aufsicht über die Bahnen und den Beförderungsbetrieb angestellten Personen, wenn sie durch Der- nachlä'sigung der ihnen obliegenden Pflichten einen Transport in Gefahr setzen. Der Streikbeschluß. Der Borsland der Reichsgewerkfchast deutscher Eisenbahnbeamten und Anwärter hat nach überaus stürmischer Rachl- sihnng um V>6 Uhr früh mit 20 gegen lS Stimmen bei einer Slimmenthaltung den Streit beschlossen. Dieser Beschluß soll h e u l e. n a ch t s 12 ll h r. In die Tal umgefetzi werden. Soweit das bei den auf der Fak-rk befindlichen Aüaen nicht möglich ist. sollen die Ookomo- livfgbrer und das Fahrpcrfonal am'Donnerstag früh ö U h r die Dienströnme verlassen. Die Leitung des Streiks liegt in der Hand eines Aktionsausschusses, der in Berlin lagt. Oer Verlauf öer Sitzung. Die Reichsgewertfchaft ist offenbar der Meinung, daß sie Ihren Streik am besten vorbereitet, wenn sie der Arbeiterpresse über den Berlauf ihrer Borstandssitzung und über deren Ergebnis trotz wiederholter Anfragen keine Auskunft erteilt.' Dagegen sind bürgerliche Korrespondenzbureaus in der Lage, sehr aus- führlich und in durchaus glaubwürdiger Weife über'die Nacht- sitzunq der Reichsgewerkjchaft zu berichten. Im Morgenblatt haben wir schon gesagt, daß die stürmische Sitzung gegen 7 Uhr abends unterbrochen werden mußte. Unter dem Eindruck der Mitteilungen. daß sich das Reichstabinett sehr eingehend mit dem.Streik beschäftigt, schienen verschiedene Mitglieder des Vorstandes wankel- m ü t i g geworden zu sein. In den ersten Morgenstunden aber kamen die Meldungen über die Sitzung des hauptausschusies und über das Ergebnis der Vermittlungsaktion des Beamtenbundes. Dadurch bekam di« Kampfesstimmung neue Kraft, und so beschloß man dann um 1�6 Uhr morgens den Streik. Der eingesetzte Aktionsausschuß tagte weiter, um alle Maßnahmen zu treffen» die zur Borbereitung des Streiks notwendig sind. weitere Maßnahmdn öer Regierung. Das Reichsverkehrsministerium hat sofort nach Eintreffen der offiziellen Meldung vom Streikbeschluß an alle Dienststellen An- Weisung gegeben, die schon vor zwei Tagen ausgegebenen Ver- fügungen in Kraft treten zu lasten. Von den Polizeibehörden sollen sofort Beamte zum Schutz der Bahnanlagen an- gefordert werden An di« Stelle der streikenden Lokomotivführer sollen Eisenbahningenieure trxten, die zum großen Teil im Fahr- dienst ausgebildet sind. In der Hauptsache soll versucht.werden, di« K vh l e n v ers or gu n g aus dem Ruhrrevier und Oberschlesien sicherzustellen, um die Arbeiterschaft in den Großstädten vor Arbeitslosigkeit zu bewahren. Im übrigen glaubt man an maßgebender Stelle, daß ein großer Teil des der Reichs- gewerkschaft angehörenden Personals der Streikparole keine Folge leisten und seinen Dienst weiter versehen wird. Gegen den Lokomotivführer S ch ar f s ch w e r t ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, weil er der Aufforderung, seinen Urlaub zu unterbrechen und die Arbeit wieder aufzunehmen, mit der Begründung nicht Folge geleistet hat, daß er krank sei und seine Wohnung nicht verlassen könne. Demgegenüber ist amtlich festgestellt worden, daß Scharfschwert seit mehreren Tagen überhaupt nicht mehr in seinem heim gewesen ist. Vie Haltung öes öeamtenbunöes. Der Deutsche Beamtenbund hat nach seinen gestrigen Besprechungen mit dem Finanzministcr keine weiteren Schritte unter- nommen. Die Bundesleitung wird heute nachmittag erneut die Möglichkeiten eines Einigungsversuches erörtern. Sie ist nach wie vor bestrebt, ihre ganze Kraft einzusetzen, um von der Beamtenschaft die großen Gefahren abzuwenden, die für sie der Streik der Reichsgewerkschaft bedeutet. krlttsihe Lage in Sachsen. Die Ortsgruppe Dresden der Reichsgewerkschaft teilt mit, daß ihre Haltung in der Streikfrage, zu der sie in einer Bersammlung am 22. Januar Stellung genommen hat, unverändert sei. Sie i st gewillt, dem Streikbeschluß des Hauptvorstandes in Berlin im gegebenen Augenblick Folge zu leisten. In der gestrigen Borbesprechung der Eisenbahngewerkschast Leipzig erklärte diese, daß sie im Streikfalle sich zu den übrigen Gewerkschaften solidarisch verhalten würde. Bon einer auch nur teilweisen Einstellung des Zugverkehrs in Leipzig kann keine Rede sein. Der Präsident der Eisenbahndirekion Dresden hat folgenden Aufruf erlassen: An alle Eisenbahner! Jeder Beamte, der sich an einem Streik beteiligt, verletzt seine Pflicht aufs schwerste und es wird das Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet wer- den. In letzter Stunde warne ich deshalb nochmals alle Be- diensteten eindringlich vor der Beteiligung an einem Streik und vor jeder Unterstützung darauf gerichteter Bestrebungen nicht nur in ihrem eigenen Inetresse wie in dem ihrer Familien, sondern auch im Interesse unseres Vaterlandes, mit dem wir unlösbar ver- Kunden sind. Württemberg verlangt Urabstimmung. Stuttgart. 31. Januar.(WTB). Die württembergstchen Lan- desverbände des Verkehrspersonals haben sich in Borstandssitzungen am Montag mit der durch das Ultimatum der Reichsgewerkfchast der Eisenbahnbeamten geschaffenen Lage befaßt. Der Deutsche Eisenbahner-verband ertlärt, daß er an dem angekündigten Streik der Reichsgemerkschaft sich nicht b e- teiligen werde. Der württembergische Eifenbahnerverband hielt erst gestern eine entscheidend« Sitzung ab. Die Haltung dieses Ber- bandcs dürfte mehr oder weniger von der Stellungnahme seiner Großorganisation, der Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner, abhängig sein. Die Reichsgewerkschaft. Landesstelle Württemberg, hat in ihrer Borstandssitzung am Montag beschlossen, vyn ihrer Berliner Gewerkschaftsleitung eine Urabstimmung zu verlangen und dementsprechend das UUimatum weiter zu befristen. 3n Bayern zeigt sich zur Stunde keinerlei Neigung der Streik» parole zu folgen.__ Sorfenangfte. An der heutigen Berliner Börse wurde im Hinblick aus den Eisenbahr-�ftreik und den Rücktritt der Deutschen Volks- parte! vom E�uerkompromiß die innere Lage sehr pessi- mistisch beurteilt. Man befürchtet eine neue Aera verschärf- ter sozialer Kämpfe. Die Nachfrage nach ausländischen Zah- lungsmitteln hat wieder stark zugenommen. Der Dollar wurde mit 202 bis 203 gehandelt und zeigt weiterhin stei- gende Tendenz� Am Effektenmarkt liegt das Geschäft gegen- wärtig völlig danieder, etwas spätere Umsätze fanden nur in Kaliaktien und Schifsahrtswerten statt. I Der Steuerblock aufgeflogen! Kriegserklärung der Dentschcn Volkspartei � Das offizielle Organ der Deutschen Voltspartei, die„Zeit", veröffentlicht unter der Ueberschrift:„Rathenau Außenminister — Ein Borstoß des Reichskanzlers gegen die D. Vp."— folgende Kriegserklärung: Die Moichstagefraktion der Deutschen Dolksparkei trat gestern abend im Anschluß an die Plenarvcrsammlung des Reichstags zu einer Sitzung zusammen. Die gestern erfolgte Besetzung des Aus- wärligen Amtes durch Dr. Ralhenau wird in der Fraktion der Deutschen Dolksparkei als ein beabsichtigter Dar stoß des Reichskanzlers gegen die von der Fraktion auf- gestellten Doraussetzungen für die Zustimmung zum Steuerkömpromiß angesehen. Die im Auftrage der Fraktion von Dr. Becker verschiedentlich abgegebenen Erklärungen hatten ausdrücklich gegen eine einseitige Besetzung des kabinetis Stellung genommen, da nach Ansicht der Fraktion die Besetzung der einzelnen Ministerien nur im organischen Zusammenhang mit den von der Fraktion geforderten sachlichen und persönlichen Garantien für eine Gesundung der Reichssinanzen erfolgen konnte. Obgleich dem Reichskanzler diese Stellungnahme der Fraktion wiederholt bekanntgegeben war und er noch kurz vor der vollzogenen Renbesehung aus die Folgen hin- gewiesen wurde, die eine derartige Richtbeachtung der Forderungen der Fraktion auf ihre Stellungnahme haben müsse, ist die Besetzung des Auswärtigen Amtes noch gestern abend erfolgt. Infolge- dessen besteht für die Fraktion angesichts der be- stehenden endgültigen Verabschiedung des Steuerkompromisses wiederum volle Hand- luugssreiheil. Die Ernennung Rathenaus zum Außenminister ist nach den Verhandlungen von London und Cannes weiter nichts als eine Selbstverständlichkeit. Wir können uns darüber nähere Ausführungen sparen, indem wir uns'auf das andere Organ der Deutschen Volkspartei, die„Deutsche Allgemeine Zeitung", berufen, die schreibt: Bei den wichtigsten Entscheidungen und Besprechungen der letzten Zeit ist Rathenau also maßgeblich beteiligt gewesen. Der Zustand, daß der mit der Leitung der Gesamtpolitik schon über- mäßig belastete Reichskanzler das Auswärtige Amt nebenher mit verwaltete, war unhaltbar. Rathenaus Tätigkeit griff zudem in die Sphäre der auswärtigen Politik ein. So ist es eigentlich eine selbst- verständliche Lösung, daß der Mann, der die wichtigsten Besprcchun- gen geführt Hot, jetzt auch die volle Verantwortung für seine Wirk- samkeit vor dem Volke und dem Parlamente übernimmt. Durch die Mitteilung der„Zeit" wird nun bestätigt, was gerüchtweise schon längst verlautete, daß nämlich die Deutsche Volkspartei die Berufung Rathenaus zu hintertreiben versuchte und daß sie sich zu diesem Zweck des Steuerkompro- Misses bediente. Zu den„sachlichen und persönlichen Garan- tien", von denen sie die Bewilligung der Zwangsanleihe ab- hängig machte, gehörte u. a., daß die längst geplante Berufung Rathenaus zum Außenminister unterbleibe. Außerdem war, wie erzählt wird, die Entfernung von Robert Schmidt, Groener, Giesberts sowie des Staatssekretärs Hirsch aus ihren Aemtern gewünscht worden. Nachdem sich nun herausgestellt hat, daß weder der Reichspräsident, noch der Reichskanzler noch auch die bisher an der Regierung beteiligten Parteien ihren verfassungsmäßigen Einfluß auf die Führung der verantwortlichen Reichsämter an die Leitung der Deutschen Volkspartei abtreten wollen, hat diese nunmehr beschlossen, vom Steuerkompromiß zurückzu- treten. Der Vorgang stellt so ziemlich das Tollste dar, was wir in der bisherigen kurzen Geschichte.unseres parlamentari- fchen Systems erlebt haben. Die Deutsche Volkspartei hat sich unter dem Schein, sachliche Arbeit im Interesse des Volkes leisten zu wollen, an den Verhandlungen über das Finanz- Programm beteiligt. Nachher hat ihr Führer in Finanz- fragen, Herr Becker- Hessen, im„Tag" mit brutaler Deut- lichkeit ausgesprochen, daß es ihr dabei nur auf die W a h- rung der Interessen des Besitze s»angekommen sei. Vierundzwanzig Stunden nach dieser Selbstenthüllung folgt eine zweite noch schlimmere. Es wird mit rücksichtsloser Offen- heit zugestanden, daß das sachliche Interesse an den Aufgaben der Finanzpolitik nur vorgeschützt war, um ungemessene, ge- rndezu größenwahnsinnige Machtansprüch-e der Partei zu verwirtlichen. Mit der Deutschen Vokkspartei sind bei interfraktionellen Verhandlungen schon recht merkwürdige Erfahrupgen gemacht worden. Aber der neueste Vorgang übertrifft alles bisher Erlebte um Kirchturmshöhe. Die Rot des Landes schreit zum Himmel, ein sichtbares Opfer des Besitzes zu seiner Linderung wird verlangt. Und eine Partei, die bisher stets mit ihrer besonderen Vaterlandsliebe geprunkt hat, erklärt nicht nur, dieses Opfer bloß deshalb bewilligt zu haben, weil es unter den gegebenen Umständen das denkbar klein sie sei, sie zieht nachträglich noch ihre Bewilligung zurück, weil ihr ein übles von kleinlichsten persönlichen Beweggründen geleitetes Manöver.mißglückt ist. Das„patriotische Opfer" der Deut» schen Dolkspartei war nichts anderes als ein Schachzug in einem Spiel, dessen Zweck es war, einem mißliebigen Minister. kandidaten ein Bein zu stellen. Die Gewissenlosigkeit, mit der dieser parteitaktische Knall» effekt in Szene gesetzt wurde, erscheint, vom außenpolitischen Standpunkt aus betrachtet, noch größer als vom innenpoli- tischen. Die Erklärung der Deutschen Volkspartei stellt das schärfste Mißt-rauensvotum dar, das eine Partei einem Minister erteilen kann. Durch sie wird angekündigt, daß die auswärtige Politik der Regierung mit dem stärksten Widerstand dieser Partei zu rechnen haben wird. Von ihr hat also die Regierung auf ihrem schwierigen Wege nichts anderes zu erwarten, als Stöße in den Rücken. Die Volkspartei marschiert in Reih und Glied mit der anderen Patrioten- Partei, der Deutschnationalen Partei, auf, deren Organ heute morgen in bezug auf Rathenau erklärt, selbst wohlgesinnte Ausländer könnten sich mit„l i st i g e n Juden, die jeden andern geschäftlich übers Ohr hauen wollten", nicht verständigen. In ihrer Methode, die Interessen des deutschen Volkes vor dem Ausland zu vertreten, stehen die beiden„Schwester- Parteien" jetzt ebenbürtig nebeneinander. Werden die Demokraten, die der Deutschen Volks- Partei bisher in geradezu unanständiger Weise nachgelaufen sind, nun endlich einmal ein wahres Wort gegen ihre Freunde von rechts riskieren? Werden sie am Ende wieder Mut zum Leben bekommen und sich ihr Recht auf Existenz gegen rechts zu erkämpfen versuchen? Jetzt wäre ihre Stunde gekommen, wenn sie die Uhr der Zeitgeschichte zu lesen verständen! Aehnliches gilt in anderem Sinne für die U n a b h ä n- g i g e n. Sie sind vor die Frage gestellt, ob sie einer Re» gierung, die nur im Kampfe gegen die beiden Rechtsparteien leben kann, die nötige Unterstützung angedeihen lasssn oder ob sie schließlich durch schwankendes und unschlüssiges Ver- halten den Sieg jener reaktionären Intriganten» Politik herbeiführen wollen, die sich soeben durch die über- raschende Schwenkung der Deutschen Volkspartei in der wider- wärtigsten Weise entblößt hat.__ Kranzosiscbe Stimmen über Rathenau. Pari», 1. Februar.(WTB.) Zur Ernennung Dr. Walter Rathenau» zum Außenminister schreibt„O u v r e", Präsident Ebert habe dadurch, daß er da» Portefeuille für auswärtige Angelegen- > he'ten einem grohlndustrtellen und volkswirtschaftlichen Fachmann übertragen habe, der sich in Wiesboden, in London und w Cannes als ein sehr geschickter Unterhändler gezeigt habe, offiziell die Autoritär bestätigt, die jener schon ausgeübt habe. „Echo de Paris" sagt, Rathenau bestrebe sich, die Politik zu vertiefen, die das Ministerium Wirth seit Mai 1921 betreibe und die allmählich die Alliierten dahin geführt habe, ihre Strenge gegen- über Deutschland zu mildern und eine Politik anzunehmen, die keine Sanktionen nach sich ziehe. Wenn der gute Wille sich in Deutschland wahrhaft zeige, werde F r a n k r e t ch ihn mit allen seinen Kräften unter st ützen, aber die«Beschichte de» letzten Lahres habe bewiesen, daß Frankreich nur mit Tatsachen rechnen müsse und sich nicht mit Worten abfinden lassen dürfe. Auch da»„Petit Journal" begrüßt in Rathenau einen Mann guten Willens. Tie Wahl, die getroffen worden fei in einem schwierigen Augenblick, be veise, daß man auf»inen ersten Posten einen geschäftserfahrenen Mann mit Sinn für Realitäten berufen müsse, um die politischen Handlungen den wirtschaftlichen Notwendigkeiten de» Augenblicks unterzuordnen. Exkaiser unü Exkronprinz. � Das„Börsenblatt für den deutschen Buchhandel", da» au» Gründen angeblich„politischer Neutralität" Anzeigen sozio- listischer Schriften ablehnt, dagegen ohne Bedenken gehässige Karrikaturen auf den Reichspräsidenten Ebert bringt, erschien im Januar 1922 mit dem seitenaroßen Porträt Wilhelm» des Ehemaligen auf der Umschlagseite. Dieses Porträt wird von einem Berliner Verlag in Masien- auflag« mit einer faksimilierten U n t« r s ch r i s t des Meine Jungen. Von Rudolf Zwetz. Ihr wollt die Jugend aufgeben? Bloß noch mit der Knut» de» Prügeloaukers von dazumal fei sie zu bändigen? Ist fa gar nicht wahr, oaß sie innerlich faul und zerfallen sei! Gewiß, die häusliche Ordnung- ist vielfach aus dem(Besüge gegangen, als der Pater fern war. Verwildert, flach, genußfroh, oerlottert— so erfcheinen sie, so geben sie sich— und: sind doch ganz ander»1 Habt ihr'» noch nicht empfunden, welch«in Durst nach Schönheit, nach Frieden, nach dem Glänze eine» anderen Himmel», nach Tiefe und Inner- lichkeit sie beherrscht— und was für«in Drang nach Betätigung, nach Arbelt— jawohl, nach Arbeit! Nut in anderen Formen al» bisher. Da« Leben drängt mit taufend neuen Erscheinungen auf sie ein. Nie— so scheint'»— hat die Menschheit so schnell g«l.bt, ging alle Entwicklung so reißend hin wie heute. Und da sollten nicht neue Interessen aufschießen? Müßt sie bloß nicht totschlagen mit der Lrhrplanteulel Sollen wir Lehrer denn ewig Sklaven de» Stöfs- plan» sein? Soll der Artikl 148 der Reichsoersassung»Ine Phrase bleiben? Wir sollen die zahllo» aussteigenden Fragen unserer Lungen nicht In besonderen Eesamtunterrichtsstunden befriedigen dürfen? Ich erhielt in einer Quarta in zehn Tagen zweihundert- unddreiundachtziq Fragen: nach Fremdwörtern, nach technischen, aaturwissenschastlichen, erdkundlichen Dingen, nach Begriffen der Wirtschaft und der Politik Und da soll ich mit einer erhobenen Geste:„Da» versteht ihr noch nicht!" darüber weggehen? Warum kesselt man uns dl« Arme, wenn wir arbeiten wollen— im Sinne unsere» Diensteide», des Eides auf die Lersassung? Nun, nicht verzogtl Fröhliche Augen stimmen mich rasch auch selbst wieder sroh. Kunst! Jungen«, wie sehen eure Wände hier aus! Kahl wie die Wortehalle einer Badeanstalt Bilder schaffen! Die. Stadt hat ein? schöne Auewahl. Wir bauen uns Wechsel» rahmen, der Bater Tischler spendiert den Leim: gleich sieht es ander», wohnlicher aus! Doch der Drang erwacht, zu sehen, wie so ein Marmnrgvtt erwächst. Schon öffnet sich uns eine Bildhauerwerkstatt. Ein Maler folgt. Eine Druckeret. Und Immer neu» Zlrbeitsaufgaben reihen sich an: sie wollen arbeiten, nur ander» als bisher, selbständiger, in enpster Fühlung mit Welt und Gegenwart. Eine neue Landkarte von Europa schassen wir un» in Gedanken. Nichts ist furchtbarer, als zu sehen, wie jetzt Staaten erstehen, Gren- zen fließen: wir erleben einen Umbau der Welti Wer von uns, der nach 70 die Schule besuibte, kann da» sagen! Ein Film rollt heute ab. Jungen«: vor euren sehenden Augen wirken die Wirt- schaftsmächte gegeneinander, sucht der westliche Kapitalismus Absatz- markte, formen sich Volksstaaten— ein wilde» Gewirr von uatio- nalen, sozialen, ökonomischen Gegensätzen, und doch auch da Gesetz« drin: und hier wachen gerade die stumpferen Geister, die oft schon oerlorengegebenen auf, die ausgesprochenen Lausbuben tun eifrig mit-- wenn nicht alles nur Ansätze bliebenl Denn da, System, der Plan, die bureaukratische Ordnung nimmt »wem di« Lungen nach«wem halben Lahre oder erschwert all» Dargestellten verbreitet, die lautet:„Deutschlands Schuld am Weltkrieg« ist eine freche Lüg ei" Unter diesem jämmerlich falschen Deutsch prangt die Unterschrift Wilhelm l. R.(was betautet Imperator Rex— Kaiser und König). Gegenüber diesem provozierenden Auftreten des Vaters versucht es der Sohn auf andere Weise. Der„Tag" bringt einen Artikel des Erkronprinzen an seinen ehemaligen Uni- versitätslehrer, Professor Zorn. In dem Schreiben heißt es: „Die Frage„Republik oder Monarchie?" darf auch meiner An- sicht nach in der jetzigen Zeit schwerster vaterländischer Rot über- Haupt keine Rolle spielen. Wie Sie wissen, habe ich stet» auf dem Standpunkt gestanden, daß der Monarch de» Volke» wegen da ist, und nicht da» Volk de» Monarchen wegen. Nach dem furchtbaren Zusammenbruch im Jahre 1918, dessen Folgen sich immer drückender fühlbar machen, hat sich die vom deutschen Volk gewählte Nationaloersammlung durch Mehrheitsbeschluß zur republikanischen Staatiform bekannt. Die Weimarer Verfassung ist— trotz allem, wa» man an ihr aussetzen mag— damit ejne Tatsache." Der Brief bewegt sicb dann weiter in dem Gedankengang, daß, wenn auch sein Schreiber persönlich di« Monarchie für besser hält, dieses jetzt nicht in Betracht komm«, weil heute nur eine Verfassung mögsich ist, die von der Mehrheit des Volkes gebilligt und insbesondere auch„von dem Ver- trauen derÄrbeitermehrheit mitgetragen" wird.— Man kann in dieser Stellungnahme nur ein sehr dcut- liches Abrücken des Sohnes von dem sich noch immer munter„Imperator Rex" unterzeichnenden Vater erblicken. In seinem Brief an ProfesiorlZorn bestätigt der ehemalige Kronprinz nochmals, daß er bereits nach der Marne- schlacht 1914 an den restlosen Sieg nicht mehr geglaubt und deshalb alle Friedensmöglichkeiten unter- stützt habe. Weiter schreibt er: „Noch im Sommer 1917 bot sich meine» Erachten» die Möglichkeit für Deutschland, leidlich au» dem Krieg herauszukommen. ... Nicht irgendeine Einzelerscheinung, sondern die Summen vieler Fehler in Verbindung mit der da» deutsche Volk immer mehr zermürbenden Hungerblockade und unserer operativ allerding» höchst schwierig gewordenen Lage führten die Katastrephe herbei. Ob deren ganze Auswirkung un- abwendbar war, lasse ich dahingestellt. Man täte aber bester, wenn man die Frage nach den Schuldigen oder Alleinschuldigen endlich ver- stummen ließe. Da» ständige Aufwersen dieser Frage in Partei- politischem Sinne hindert un» nur an der Erfüllung der wichtigsten Aufgabe: dem Wiederaufbau." Den Dolchstoßlegendisten wird das alles sehr bitter sein. Freilich verfolgt der ehemalige Kronprinz mit dem Bekenntnis seiner Ansichten einen deutlich sichtbgren Zweck: Er will, wie er gegen.Schluß des Briefes ausführlich darlegt, seine Wiederkehr nach Deutschland ermöglichen. Wenn er seine Trennung von Frau und Kinder beklagt, so ist das menschlich vollauf zu verstehen. Es müßte aber wohl möglich sein, ihm ein Zusammenleben mit diesen auch i n Holland zu ermöglichen. Er sollte sich zu diesem Zweck nicht sowohl an das deutscht Volk als an seinen Vater wenden, der ja für sich und seine Bedürfnisse einen ansehnlichen Herrensitz bat kaufen können. Politische Fragen können jedenfalls nicht durch sentimental« Familienerwägungen gelöst werden. Die fiktienflesellstbasten ües Reiches. Im Haiiptnusschuß des Reichstag» wurden am Mittwoch der Haushalt des Rcichsschatzministerlum, beraten. Auf eine Anfrag« de» Abg. Hcch(Soz.), inwieweit da» Reich an industriellen Unternehmungen beteiligt sei, erwidert ein Regierungsver- treter, las Reich habe die sämtlichen bisher für unmittelbare Rech- nung de« Reich» betriebenen reichseigenen Unternehmungen in vkticngesellschaslen umgewandelt. Bei diesen Gesellschaften besitzt da» Reich sämtliche Aktien. Im übrigen ist da» Reich entweder mit «ehr als der Hälfte de» Kapitals oder je nach der historischen Eni- wicklung mit geringeren Beträgen beteiligt. Den hier ausgesprochenen Wünschen.nach jährlicher Vorlegung einer Denkschrift über den Be> stand der industriellen Unternehmungen, an deiren das Reich be- teiligt ist, stellte ter Rcichsschatzminister Erfüllung in Aussicht, reier« Bewegung au» ganz äußerlichen Gesichtspunkten. Und chlimmer: Intrigen vergiften unser Vertrauen, politiiche Spannung llllt die Lust im Lehrerzimmer mit Explosivstoffen, ein aufreibender Kleinkrieg mit tausend Widerwärtigkeiten bindet unsere Kräfte. Und draußen stehen meine Jungen und warten auf mich! Warum schafft ihr un« kein« Gemeinschaftsschule? Soll unser Beruf Handwerk bleiben und nie werden, wa» wir ersehnen: Dienst an der Jugend? Und dann auf FahrtI Da löst sich gar bald der steifgeordnet« Zug— Gruppen bilden sich, Kamps« entbrennen: ein Femgericht urteilt über Verräter ab, die die Kiassenehre verletzen: ein Feuer am Eisrnnde des Waldsee». Da plötzlich taucht eine alte Kirche auf, ansehnlich, viel zu wichtig für da, kleine Rest. Wir müssen hinein. Ungeahnte Schätze birgt sie. Hier lernen die Jungen in einer kurzen Stunde mehr Bau- und Kunstgeschichte als drinnen in der Schule In einem Monatt denn die» hier geschieht au, eigenem Wollen her- au». Daß unser Derkehrston hierbei freier wirk, Ist Notwendig- keit: die Steifheit des„Dienstes" löst sich: Wir sind jetzt«in« Gesell- schaft zur Erforschung der Welt. „tehrsilme." Zu unserem Aussatz vom 24. v. M. teilt un» der Leiter der Bildstelle de» Zcntralinstitut» für Erzichung und Unter- richt, Prof. Lampe, mit, daß mit der in dem Aussatz genannten „staatlichen Bildstelle" nicht die staatliche Bildstelle am Schinkel- platz gemeint sei, sondern die Bildstelle de»„Zentralinstituts für Er- Ziehung und Unterricht"— also, eine andere„staatliche" Bildstelle. Prof. Lampe schreibt un« weiter, daß der beanstandete Tlerfilm schon zahlreiche„unbeanstandete" Aufführungen erlebt Hab«br arischer Geist doch überlegen ist? Over wollen sie umaelebrt da» Schachipielen mit Juden vermeiden, au« Vingst, daß der jüdische Gegner etwa bester Schach spielen könnte? Wird übrigen« auch in den deutschvölliichen Schachllub» der König matt gesetzt? Telephonische Herzdiagnose, ver Im Londoner Rationalhospltal für Herzkrankbeiten in Gebrauch befindliche Auskultationsapparat hat in letzter Zeit«ine neue Bervollkommnung erfahren. Er ist jetzt imstande, den Herzschlag de» Patienten durch da» Telephon einem rund 2 Kilometer entfernten Arzt zu übermitteln. Ein den Zustand de, Herzen» verzeichnende» Diagramm wurde kürzlich durch gewöhn- llche Telephondrähte vom Bett des Patienten Im Addenbrooke- Krankenhaus in Cambridge nach dem 114 Kilometer entfernten paihologsichen Institut der Universität übertragen. Da» Telephon gibt die Herztön« so scharf und deutlich wieder, daß der abwesende Arzt sich ein genaue» Bild von der Position de» Herzens und dem Druck de» Blutlauf» machen kann. Der neue Apparat, der den Namen„Phono-Corliagroph" trägt, ist in England hergestellt und benutzt da» von Profestor Hughes erfunden« Mikrophon. Dank dieser Erfindung ist e» einem Patienten setzt ermöglicht, sich von einem Spezialarzt telephonisch untersuchen zu lassen, ohne daß er sein Zimmer zu verlassen braucht. wer sind die Wilden? Große Lörmszenen spielten sich In ver- schiedenen römischen Theatern ab, weil die Besucher der Galerl« entrüstet waren über die außerordentlich geringe Bekleidting, In der sich verschieden« Damen in den Logen zeigten.„Wilde!" schrie der Begleiter einer solchen Dame mit geballter Faust nach der Galerie empor, und erhielt die Antwort:„Sie haben unrecht. Wilde sind doq Leute, die nackt gehen!" SpielpanSnderung. Die für beute angesetzl«VremIerede».?chwediI-h'n. ?allclt«- im Groften Lchaiilvlklbaii» ifl anl morgen(Donnerflag) verichoben. Die Billette d»balten für morgen Mültigteit. Arvo-Hol,'Abend. Nnna von Sirantz-Fabring Nell am Hreiiaz. de» abend» Uhr im Reift» rj aal an« Arno Holz .P h a n t° I u»'. Ueber„Gemrinsch alt» leben nnd»emeinfchafttknndea Ipricht beute abend S Ubr Dr. Siegfried Kawerau u» Zentralinstitut für iHziehung und Unterricht(Potsdamer Str. 199). Konferenz von Genna am S. März. Teilnahme aller europäischen Staaten. London. 1. Februar.(WTV.) Reuter erfährt zu den ver- schiedenen Gerüchten über die Konferenz In Genua, dah. soweit die britischen und italienischen kreise unterrichtet seien, eine ver- schiebung nicht erwogen werde. Man erwarte Zuversicht- lich, dah die Konserenz, wie ursprünglich vereinbart, am t. Mörz beginnen werde. Die Konferenz werde aller Wahrscheinlichkeit nach zwei oder drei Wochen dauern. Man schöhe, dah die Zahl der Teilnehmer etwa 2000 betragen wird einschließlich der velegalionea und ihrer Stöbe. ZS Lönder sind ofsizlell eingeladen worden, Missionen zu entsenden, nämlich alle europäischen Staaten mit Aurnahme der Türkei: außerdem die vereinigten Staaten, Japan und die britischen Dominion». Von diesen Ländern haben alle endgültig angenommen mit Uuinahme der ver- einigten Staaten, deren ZlntwoU erwartet werde. »Daily Thronicle" berichtet, dah die Antwort der ver- einigten Staaten bestimmt ablehnend lauten werde. E» hänge jedoch sehr viel davon ab, in welcher Form die weige- rung erfolgen werde, wenn, wie wahrscheinlich sei. da» Staat»- departcment in seine Antwort eine Darlegung seiner Haltung gegen- über den allgemeinen Problernen de» europäischen wiederausbaue, einschliehe, so kö.'ne da» ein« ebenso tiese wie nützliche Wirkung haben. Frankreich bilde die Schwierigkeit. Pari» ver- heimliche nicht seine Abneigung gegen die Konferenz in Genua, vei der Ebnung der Wege sei bisher kein Forlschritt gemacht worden. Die Franzosen seien allein auf den Pakt mit England aus und hegten die Ansicht, In allen anderen Fragen könnten sie e» sich leisten, unnachgiebig zu seio. da ihre Stellung unerschütterlich stark sei._ Zür ein Saarparlament. Saarbrücken. 1. Februar.(WTL.) Di« Stadtverordnetem»«- sammlung nahm gestern folgend« Entschließung an: Die Stadwerordmtcnversammlung Saarbrücken hat durch die- Tagespresse Kenntni» von dem Bericht genommen, den die Regie- rungstommission al» Erwiderung auf die Denkschrift d«r politischen Parteien an den völkerbundrat gesandt Hot. Sie weih sehr wohl di« darin enthaltenen Abschwächung»- und Widerlegungsversuch« auf ihren wirklichen Wert und Zweck zurück- zuführen und hat keine Ursache, zu den in der Denkschrift der politi- schen Parteien enthaltenen Wünschen und Beschwerden etwa» zu be- merken. Die Wiederernennung von vier ausländischen Mitglied«« der Regierungskommission gibt der Stadtverordnetenversammlung keinen Anlaß, anzunehmen, daß der Ruf der Saarbevölkerung beim Völkerbund ungehört verhallt sei. Die Erklärung der Re- gierungskommission in ihrem!0. periodischen Bericht, wo- nach sie bereit ist, die Bevölkerung von nun an stärker zur Arbeit heranzuziehen, legt der Stadto«ordnetenvnsammlung nah«, noch einmal die Regierungskommisslon auf ihre wiederholte Bereitwillig. keit zu wirklicher Mitarbeit aufmertlam zu machen. Die Stadt- verordnetenversammlung benutzt diese Gelegenheit, in Uebercinstimmung mit der Bevölr«ung zu erklären, daß die De- fragung acht verschiedener Vertretungen nicht die geeignete Grund- läge für die Mitarbeit der Bevölkerung bildet. Die einzige Mög- lichkeit einer tatsächlichen Mitwirkung erblickt sie in der Schaffung einer zusammengefaßten einheitlichen Vertretung. Eine solche Vertretung könnte jedoch nur von dem vertrauen der Bevölkerung getragen sein, wenn sie vom Volk selbst noch dem all- gemeinen, gleichen und direkten Wahlrecht gewählt ist. Dieser von den politischen Parteien wiederholt und jetzt wieder gestellten Forderung schließt sich di« Stadwerordnetenoersammlung an und erwartet öon der Regierungskommission, daß sie di» Mit- arbeit der Bevölkerung aus diesem einzig möglichen Wege herbeiführt._ deutschlanö und öas französische Suöget. Parts, t. Februar.(EP.) Der Senat hat am Dienstag die von der Kammer bereit» angenommenen provisorischen Kredite für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete genehmigt. DI« Kammer beschäftigte sich mit dem Budget der wiederaufzubringenden Aus- gaben für das Jahr ISlktz. Diese Ausgaben, die von Deutsch. land wieder zurücker st attet werden müssen, belaufen sich für 1922 aus 13 8�1 Millionen Frank. Der Abg. Aubry kritisiert» die Vereinigung der Krieg»- und Penstonsministerien. Cr machte auf dl« Mißstände in der Gewährung der Pensionen aufmerksam. Der Abg.-Defok erklärte, dah bi» jetzt 2�00009 Pen- sionsgesuche erledigt worden seien. Für diese» Jahr seien an Pensionen 877S Millionen Frank vorgesehen. Da» Kapitel der Pensionen wurde angenommen. häusliche Szene in der Kpd. 5n der»Freiheit" lesen wir eine ergötzliche Schilderung, wie am Montag nachmittag der Leiter de« k o m m u n i ll i- schen Verlages Sl. S e e h o f u. Co.. namens Laub, von der kommunistischen Zentrale aus seinem Lokal heraus- gesetzt wurde: Zwischen 4 und 5 Uhr erschienen Im Geschäftslokale von Seehof u. Co. al» Beoultraate der kommunistischen Zentrale Hermann Remmele. F>-lir Schmidt. Willi Leow, Franz Kessin, etwa» später noch Wilhelm Pieck, und forderten Laub wiederholt auf, das Lokal zu verlassen. Dieser weigerte sich dessen und ver- langte von den Eindringlingen, dah ste wieder gehen sollten, da« der Ecschästsiuhaber sei. Remmel» erklärte, daß er hier zu verfügen habe, und schließlich rief Felix Schmidt au«:»Mr müssen zur Srlbslhilfe schrellen!" Es kam zu weiteren mündlichen Auseinander- fetzungen, bis Leow ausrief:»Raus mit dem hunbe!" Gleichzeitig griff er Laub an die Kehle und schüttelte ihn heftig hin und her. Dann kam noch Kossin hinzu, beide schlugen aus Laub so lange ein. bis«»u Boden stürzte. Hierauf schleppten sie ihn gewaltsam zur Ladentür. Laub mußte schließlich der Gewalt welchen. Run kamen drei Mann der Sicherheitspolizei dazu, die aber den Streit nicht entscheiden, sondern lediglich weitere Gewalttätigkeiten verbindern wollten. Pieck und Schmidt beeilten sich noch, da» Wohl- wollen der Beamten durch anlisemltlsch« Aeußnungen zu erwerben. Die Eindringlinge ließen einen Schlosser kommen, d« die Ladentür sperrte. Diese Art der Nuseinondersetznng ist man so bei den Kommunisten gewohnt. Verwunderlich ist nur, daß es immer noch Arbeiter gibt, die von diesen Methoden nicht angeekelt sind._ Sowsetwahlen in Rußland. Die russische Handelsdelegation tn London hat au» Moskau ein vom 2K. Januar datierte» Tele» gr.amm erbalten, da» besogt, das Ergebnis der dreitägigen Wahlen für die rulststschen Sowjet, sei: 4gö Kommunisten, 46 Parteilose und ein M e n s ch e w I st. Genoste Ramsay Macdonald, Sekretär der Internationale, reift dieser Tage nach Aegypten, wo die antibriiische Bewegung zu wachsen scheint, und Palästina, wo Ihm die südlichen Soziallsten ihre Arbeit und Ausgaben vorführen wollen. v:e neuen Verkehrstarife. Die Hochbahn heute am teuersten. D««ste Februar hol im Groß-Berliner Verkehrswesen die eigenartige Tatsache gezeitigt, daß die allgemeine Tariferhöhung, die er bringen sollte, auf den Tag nicht einheitlich durchgeführt werden konnte. Während im allgemeinen die Straßenbahn mit der Ein- führung ihrer Tariferhöhungen an der Spitze marschiert, hat sie sich diesmal von der Hoch- und Untergrundbahn überholen lassen. Pünktlich mit dem 1. Februar hat diese» Unternehmen die Preise für Fahrkarten der Hl. Klasse bi» zur kv Station aus 1,70 M., darüber hinaus auf 2 M., und für die II. Klaste bis zur ö. Station auf 2 M. und darüber hinaus auf 2H0 M. erhöht. Um aber den ob dieser Erhöhung überraschten Fahrgästen ein Entgegenkommen zu beweisen, sollen die schon vorher einzeln oder auf Blocks gelösten Fahrtarten bis Donnerstag, den 2. Februar, mittag» 12 Uhr, ohne Aufschlag ihre Gültigkeit behalten. Auf die Erhöhung der Fahrpreise für Stadt- und Ring- bahn aus 2 M. für die III. und 3 M. für die II. Klasie war man schon seit längerer Zeit vorbereitet. Dennoch aber wird e» den meisten schwer angekommen sein, Ihre Bororts-Monatskarten mit nahezu dem Doppelten de» bisher geltenden Betrages zu bezahlen Jnsolgedesten macht sich aus den Borortstrecken ein» erhebliche Ab- Wanderung von der zweiten In die dritte Klaste bemerkbar. Selbstverständlich ist auch eine Erhöhung der Fahrpreise auf der Straßenbahn und den A u t o o m n i b u s s e n geplant, die bei den letzteren vermutlich schon in den nächsten Tagen Platz greisen wird. Jedoch plant die Direktion der Omnibusgesellschast zur Stunde nur eine Erhöhung der Preise aus den Teilstrecken von 1,50 aus 2 M. Der Fährprei» von L M. für die ganze Strecke, ebenso die Fahrpreise auf Freitag, den Z. Februar, abends 7 Uhr, in den Zenlralthealer- Festsälen, Alle Zakobstr. 32. Tagesordnung: „Auswärtige Politik uud Steuerkompromiß" Referent: Eduard Bernstein. Zutritt haben nur Funktionäre mit Ausweis vom Zahre 1922. ver Sezirksvorftanü.' d« Linie E Zeughaus— Holensee(Teilstrecke 3 M., ganze Strecke 4 M.) sollen nicht erhöht werden. Hingegen werden bei den N a ch t- Pserdeomnibuslinien die Fahrpreise von 2,50 aus> M.. von 8 aus 4 M. und von 4 auf S M. erhöht werden. Ueber die Tariferhöhungen aus der Straßenbahn wird v«mutlich in der morgen stattfindenden Etadtoerordnetenversamm- lung entschieden w«den._ Kohlenmangel in öen Haushaltungen. Aber gefüllte Keller bei den Geldschweren. Di««chttäglge stark« Kälte hat genügt, um in die KohlenoorrSt« der Haushaltungen ein gewaltiges Loch zu reißen und all» amtlichen Berechnungen über da» dem einzelnen Wohnmigsinhab« zustehende notwendige Mindestmaß an Hauzbrandtohle über den Hausen au werfen. In vielen Haushaltungen ist man nur noch für höch- sten» acht Tage versorgt. Die neue Lieferung von wem- gen Zentnern ist aber vor Ansang Marz bäum zu erwarten, zumal Kälte oder Schneefall auch rezelmäßig Beförderungsschwierigkeit-- mit sich bringen. Obendrein ist für tie gegenwärtig« Heizperiode In Groß-Berlin«st wenig mehr al» die Hälfte de» Zustehenden frei- gegeben und angeliefert. So erhielten die Inhaber von Zweizimmerwohnungen von 30 Zentnern erst 16)4 Zentner, vor Jahressrist aber zur gleichen Zeit und im milden Winter s ch o n 2 1 Z e n t n e r. An die ollgemein gewünschte Zuweisung eine» besonderen Kohlenquantum» über di« Kohlenkarten hinou» für sämtlich« Bezugsberechtigten ist schwerlich zu denken. Dogegen sollte bei Anträgen auf Zasatzkarten für Woh- nungen die durch ihre Lage apsnohmsweise stark d« Kälte au»- gesetzt sind, möglichst weitgehende Berücksichtigung stattfinden. Daß »» geldschweren Leuten noch immer gelingt, sich den Keller mit geschobenen Brikett» vollzustopfen, ist«in offene» Geheimnis. Ter neue Gtadtbahn-Wasientstp- Bekanntlich macht die Umstellung der Stadtbahn, d« Ring- und Borortbahnen aus den elektrischen Betrieb ein« Reudeschalsung von Wagen erforderlich, da die Eisenbahnverwaltung von dem Ursprung- lichen Plan, Iriebzestell«, eine Art elektrischer Lokomotiven, die vom Zuge au» gesteuert werden, unter Verwendung der bisherigen Stadtbahnwagen, aufgegeben hat und sich für die Verwendung von Gleich st romtriebwagen entschieden hat. Nunmehr sind die Pläne de» Eisenbahn-Zentralamtes fertiggestellt und vier Eni- würfe zur Ausführung von Probebauien bei einer Privatfirma in Auftrag gegeben worden. Sämtlich« Entwürfe sehen ein« Unter- scheidung in Trieb- und Beiwagen vor, von denen die Triebwagen «l» Drehgestellwagen von je 19.3 Met« Länge ausgebildet lind, mährend die Beiwagen nur je 9.6 Meter Läng« erhalten w«d«n. Statt d« bisher verwendeten Drehtür der Eisenbahnperfonenwagen, werden di« bei Schnellbahnen im allgemeinen eingeführten Schiebe- türen verwandt, und zwar unt«sch«iden sich die einzelnen Wagen- typen hinsichttich d« Anordnung der Türen insofern von einander. al» ihr« Zahl und ihr« Breit«««schieden Ist. Entsprechend den Ab- tesitüren ist auch die Zahl der Abteile im Wagen verschieden und damit di« Zahl der Eitzp'ätze, die zwischen 40 und 70 schwankt. Jeder Entwurf weist neben den Sitzplätzen noch eine größere Zahl von Stehplätzen aus, di«, je groß« di« Zahl der vorgesehenen Sitzvlätz«. klein« und je klein« die Zahl d« Sitzplätze, um so größer ist. Allen Entwürfen gemeinsam ist ein Mitteloong, der die halbhoch gedachten Abteile(die Trennung durch Zwischenwände fällt lort) mit einander verbindet. Sie haben welt«hin ein g«Sumig»i Führer- und Zuqbegleiterabteil. In dem die technischen Apparate, Kontrollen, Schaltanlagen sür Licht und Hei- zunq, Strommesser, Sicherungen usw. untergebracht werden sollen. Diese» Fübrerobteil ist in der sich an der Stirnwand etwas ver- jüsigenden Spitz« untergebracht�_ Tin Pfarrer als»vappeiwobner�. Zu unserer tn Rr 8 gebrachten Mitteilung über den In T h a r» l v tte n b u r q an der Epiphaniaskirch« amtierenden Pfarrer Mann, der dort Im Hause Rußbaumallee 16» früher eine groß« Wohnung hatte und in der wärmeren Jahreszeit sein eigenes Landhaus in Rehbrücke bei Potsdam al» Wohnung benutzte, haben wir zwei Erwiderungen erhalten DI» eine, die vom Wohnungsamt de» Verwaltungsbezirk» Charlottenburg kam, bestätigt» alle. Wesentliche..Be- richtigt" wurde ledlalich die völlig nebensächliche Angabe, daß Pfarrer Mann» Wohnung in Tharlottenburg acht Zimmer umfaßt bade: sie bestand au» sechs Zimmern. Diese Zahl spielt- in unserer Darstellung gar keine Rolle, und für die Affäre Mann ist e» gänz- lich gleichgültig, ob die Wohnung aus acht oder aus sechs Zimm«n bestand. Da» Wohnungsamt Eharlottenburg war übrigens in unserem Artikel nicht mit einer Silbe erwähnt worden. Die Zuschrift bestätigt, daß Pfarrer Mann in Rehbrücke ein Land- Haus hat und es für sich und seine Famile als dauernde Wohnung be- nutzt. Reu erfahren wir au» der Zuschrift, daß der Pfarrer anfäng- lich die Wohnung in Eharlottenburg dem anfragenden Wohnungs- amt al» seine Hauptwohnung benannte, daß er aber hinterh«, als ihm derÄerlultseinerWohnunginNehbrückedrohte, diese zu seiner Hauptwohnung erwählte, so daß sie ihm er- halten blieb Wir müssen die Verantwortung sür diese Darstellung, di« für Pfarrer Mann nicht günstiger, sondern noch ungünstiger ist, dem Wohnungsamt und der Pressestelle überlassen. Bestätigt wird in der Zuschrift schließlich auch die von uns ausgesprochene Ber- mutung, daß Pfarrer Mann die ihm in Eharlottenburg nach Her- ab« der halben Wohnung immer noch verbliebene andere Wohnungs- älft« als.Aurea u" benutzt. Ueber da», was sich in Rehbrücke abgespielt hat, über die von un» geschilderte Exmission einer in dem Landhaus bis dahin zwangseinquartierten Familie, die der einziehenden Psarrersamilie weichen mußte, kann da» Wohnungsamt natürlich nichts sagen. Das besorgt der.Evangelische Preßoerband",.der ein« ihm von PsarrH: Mann übersandte Zuschrift uns mitteilt und um Derösfentlichung bittet. Auch von dieser Erwiderung, die nicht» widerlegt, müssen wir sagen, daß dem Psorrer mehr gedient worden wäre, wenn sie unterblieben wäre..Doppel- wohner" ist er nicht mehr, weil er die tn Eharlottenburg behaltene Wahnungshälfte al».Bureau" benutzt. Daß er.Doppelwahner" war, bestreitet er nicht Die Räume in Rehbrücke braucht er jetzt alle: dafür beruft er sich aus die Anerkennung durch sämtliche Wohnungsinstanzen. Dem Wohnungsamt Rchbrücke wirft er vor, daß es der setzt exmittierten Witwe nicht vorher beizeiten eine andere Wohnung beschafft habe: auch habe die Witwe selber sich nicht um eine geeignete Wohnung bemüht. Man habe alle» darauf angelegt, ihn— dem Pfarrer Mann—.zur Räumungsklage zu z w i n g e n". „Da schließlich," sagt er.kein anderer Ausweg blieb, mußte, völlig gegen meinen Wunsch, die Zwangsvollstreckunq erfolgen. Also gegen den Wunsch de» jetzt sämtliche Räume seines Hause» beanspruchenden Besitzers erfolgte die Exmittierung der Bewohnerin einiger Räume, sagt Pfarrer Mann. Die Möbel habe sie selber, fügt er hinzu, aus die Straße stellen lassen, statt die ihr nun vom Wohnungsamt beschafften Räum» schon am Mittag zu beziehen. .Daß die Familie," schließt Pfarrer Mann,.bei mir um den lächerlich dilligen Preis von 20 Mk. monatlich gewohnt hat. daß Ich auf ReparaturkostenAuschlag verzichtet« und mir in der Sache ein großer finanzieller Schaden erwuchs, sei zum Schluß noch ousdrück- lich bemerkt. Wir überlosien diese.ausdrückliche Schluß- b« m e r k u n g" des- Pfarrer» dem Urteil unserer Leser. Sie werden ste zu würdigen wisien. Neudruck von Germaniamarken. Die vriesmart« zu IV, M. ist jetzt die meistbegehrteste. Man braucht sie vor all«n zu Postkarten im Fernverkehr und zu Briefen im Ortsverkehr. An zweit« Stelle steht die zu 75 Ps. sür Postkarten im Ortsverkehr. Um den Bedarf an den beiden Marken zu decken, stellt die Reichsdruckerei jetzt di« beiden Marken in Bogensorm bi» zur Herstellung dieser Wert« in den neuen Mustern noch mit dem Germaniobild aus dem neuen Wasserzeichen- papi« mit dem Wasselmuster h«. Aber auch diese Marken werden erst etwa In drei Wochen an di« Postanstalten verschickt werden. Bei einem Mangel an den beiden Werten müssen also bis dahin di« Postgebühren durch mehrere andere Werte verrechnet werden Bor allem sollen dabei die oeträchtlichen Vorrät« der älteren Ausgaben verwendet werden. Brand Im vorotheenstädtischen Realgymnasium. Heute(Mitt. wach) früh gegen)47 Uhr mußte di« Feuerwehr nach dem Dorothcen» städtischen Realgymnasium, Dorothcenstr. 12, Ecke Prinz-Louis-Ferdi- nand-Straße, ausrücken, wo der Dachsluhl in Brand geraten war und in hellen Flammen stand. Der Wehr glückte es, den Brand einzu- dämmen, und dann schnell zu löschen, so daß der Schulunterricht keine Unterbrechung«leidet. Fast völlig nackt aufgrgrissen wurde in d« vergangenen Rocht gegen 12 Uhr in der Schloß st roß« zu Steglitz ein Mann, desien Persönlichkeit noch festgestellt werden muß. Es Handell sich augenscheinlich um einen Geisteskranken, der sich bis auf Hemd und Socken leiner Kleidung entledigt hatte und dann planlos umherirrte. Der Mann gibt an. daß er Karl Schröder heiß« und Sergeant beim Pionier-Dataillon 8 in Koblenz gewesen sei. Er wurde vorläufig auf der Ratwache zu Stegiitz untergebracht. Reue Leichenlransportaukomobile hat der Volks-Feuerbestattungs- Verein Groß-Berlin V v. o. G. der annähernd lOO�OO Mitglieder zählt, für die Ueberführung seiner verstorbenen Mitglieder nach den Krematorien In Betrieb genommen. Der zur Aufnabme der Särge bestimm:« Raum ist an beiden Längsseiten von Spiegel- scheiden, in denen das Vereinswappen»ingeätzt ist, umschlossen, die einen freien Einblick in da» Innere des Wagen« gestatten. Für die Sargbegleiter ist hinter dem Führersitz ein besondere» Kupee ein- gebaut. Chauffeur und Begleiter tragen entsprechende Dienstkleidung. Jugendweihe in Tellow. Um, wie im Vorjahr, so auch in diesem Jahre den aus der Schul« zur Entlastung kommenden Kindern eine im proletarischen Sinne würdig» Feier veranstalten zu können, ersucht die Gewerkjchaftskommlssion Teltow die Eltern um Meldung ihrer für die Jugendweihe in Frag» kommenden Kinder an den Kollegen Loppuch, Teltow. Lindenstr. 28. SVv..Ell«nbeirate Sroß.B«lin»! Sprechstunde Freitag, abend» 6—7 Uhr, im Jugendsekretariat. Lindenstr. 3. II. Hof, links» 2 Treppen.— Der Kursus für Elternbeiräte findet nicht in der Aula, sondern Zimmer 33, 3 Treppen, statt. Eingang Weinmeisterstr. 16/17. »Meine Erlebnille al» Rolgardil: tn Sowjetruiiland» iä da» Thema, über da» Gen. Rnibmann im eirbciier-AMlineülrn-Bimd am sireilaq, abend» 7 Uhr, in der Schule NiederwalUtrahe 12 lprechen wird, �enosie Raibmann dal lSnpe:« Zell in der Rolen Armee gegen ftollfchak und ander« Seitzgardiflen getämpst._ Wetter für morgen. Berlin««» Nmaegend. Ziemlich trübe und neblig, mit geringen Riedericklägcn und schwachen, veränderlichen, vorhmjchend wehlichen Winden. Temperaturen nahe bei Null. Va, kostet eine Insel? Berkauf von Inseln sind Immerhin eine seltene Sache, e» ist deshalb auch schwer, ihren Preis zu bestimmen, zumal dieser stark von der Lag« de» Eiland» im Weltverkehr ab- hängt. Di» amerikanische Bundesregierung hat jetzt die Insel North-Jshend, eine kleine nördlich von San Diego gelegene Insel, endgültig erworben, um ste al, Zentrum des S e e f l u g- wesen» auszugestalten. Ihr bisheriger Eigentümer war der amerikanische Kapitalist John D. Spreckels: der Kaufpreis betrug 6 Millionen Dollar oder nach heutigem Wert IL Milliarden Papiermart. Groft'Serlinek parteinacbricbten. «. krrt». Dinner»:«», den Z Februar,»dend» 77« Uhr, erweUirte greiivorstand»- flftuna dil Menzel. Möllen h-Mrahe L 7.»rel» akarl»ttenb»rz. Vi» erweller«,«»rttandiRtmng findet nicht heute Mtiia»» abend, sinbera morgen Vonner»»ag abend um 7>/, Uhr im gtmmer de» Aathaule» Natt. »I. Abt. Renklll». Vi» nüchfie avaemetne Funktion Ilrstdung findet Donneretag, den J. Februar, adenb« 8 Übe det genier, Kaiser-Friedrich-Ttrabe>«8, Ecke keupifier Str«b», ft»tt. Ericheine» oller Funtuonarinnen und FunlttonSr» wirb ermariet. 101.«bt.«It»ltenlck«. Frouenadend«m Donner»!»», den 1 Februar,»denb« 77, Udr det KUngenberg, Grünauer Straße V. Znnaloztollst»»»ruppe Britz. Vonnerotag, den l Februar, abend» 7 Uhr im Jugendheim. Edaufiee Straß, 48. Vortrag: SU iranzSsilch« Slcaalution. Res. Satte»alte«Ullomm«». Oewerkschastsbewegung Ver Lohnkampf in öer Metallinüuftrie. Eine Versammlung der Angeskellten-Aunklionäre. In einer überfüllten Versammlung der Funktionäre des Afa- Bundes in der Metallindustrie, die am Dienstag abend tagte, be- richtete Günther»om Butab über die stattgehabten Tarifverhand- lungcn. Die mit den Unternehmern geführten Verhandlungen über ein Abkommen fllrIanuar haben zu einer Verständigung nicht geführt In der letzten Verhandlung wiesen sie auf den vom Arbeits- Ministerium gefällten Schiedsspruch hin, der die von der Arbeiter- schaft in der Metallindustrie für Januar geforderte Lohnaufbesse. rung ablehnt. Wir haben nun, um alle Möglichkeiten zu er- schöpfen, das Reichsarbcitsministerium auch angerufen und die Ent- fcheidung dürfte schon in den nächsten Tagen erfolgen. Dem Bericht folgte eine erschöpfende Aussprache. Die Haltung der Unternehmervertretung wurde einer scharf verurteilenden Kritik unterzogen. Fritz Schmidt forderte die Funktionäre auf, mit Ent- schiedenheit für die Beseitigung der Ueber stunden- arbeit einzutreten, um die hieraus entstehende Schädigung der An- gestelltenschafl zu oerhindern. Wir dürfen nicht daran denken, auf die Lohnerhöhung für Januar zu verzichten. Folgende Enr- fchNetzung fand die einmütige Zustimmung der Versammlung: „Die Afa-Funktionäre beharren auf dem Standpunkt, dah unter allen Umständen die für den Monat Januar aufge- stellten Forderungen als Verhandlungsbasis zu gelten haben. Sie verpflichten die Organisation, mit allen gewerkschaftlichen Mitteln hierfür einzutreten." Betriebsräteschule. Di« von den Verbänden zur Verteilung übernommenen Hörer- tarten zur Betriebsräteschule sind bereits zum größten Teil abge- rechnet. Der Verkauf der Hörerkarten lzum Preis von 10 M., für Arbeitslose unentgeltlich) findet nunmehr Montags und Freitags bis 7 Uhr, Dienstags, Mittwochs und Donnerstags bis 4 Uhr nachmittags und Sonnabends bis 1 Uhr im Bureau der Frei- gewerkschaftlichen Betricbsrätezcntrale, Engelufer 24125, 2. Hof I, 1 statt. Da der Unterrichtsabschnitt bereits am 13. Februar beginnt, 1 ist es notwendig, daß Sammelbe st ellungen aus den Be- trieben dem Bureau umgehend überwiesen werden. Unterrichts- verzcichnisie und Plakate sind in gewünschter Anzahl dort erhältlich. Die Kurse finden im Zentrum, Nordwesten, Norden, Südosten und Osten Berlins statt und beginnen um 6 und 8 Uhr. Für Raterteilung in Fragen der Kursnsauswahl finden Lehrberotungs- Sprech stunden Montags und Freitags von 4—1 Uhr statt. Die im Lchrplan vorgesehenen S5 Kurse geben allen freigewerkschaftlich organisierten Kollegen und Kolleginnen, insbesondere den Betriebs- räten, die Möglichkeit, sich Kenntnisse der Volkswirtschaft, der Betriebswirtschaft, des Arbeitsrechts, der Sta- t i st i k, des S t e u e r r e ch t s und derSozial-undGewerbe- Hygiene anzueignen. ym dem Zstankestarkf. Am 27. Januar beschäftigte fich eine Lok!. Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen der städtischen Elek- trizitätswerte Groß-Berlins mit dem Abschluß des Mariteltarifs. Nach Entgegennahme des Verhcmdlungsberichts und der darauf folgenden Diskussion wurde einstimmig das Vorgehen des Magistrats verurteilt und vom Sohnkartell verlangt, für das bisherige Recht einzutreten. Die Belegschaften der einzelnen Werke und. Abteilungen sind g.nvillt, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln den bestehenden Manteltorifvertrag zu verteidigen. Die Casino-LIchksplele, Zirckstr. 5, wurden in der letzten Woche wegen Lohndifferenzen des Vorführers von der„Deutschen Film- gewertschaft" gesperrt. Jetzt beschirmt die Schupo dieses Theater. — Das Vorgehen des Kinobesitzers, der die Schupo gegen die Streik- posten aufhetzt und mit Verhaftung droht, verdient nicht die Unter- stützung der Arbeiterschaft. Angestellte des eebensmIttel-Sleinhandels. In Rr. S„Die deutsche Feinkost" wird laut Bericht van Herrn Siegert an den Rsichzverband der deutsch«» Feinkastkaufleute der Antrag gestellt, bei der Regierung die Aufhebung des 8 63 HGB.(Zahlung desTe- Halts bei Erwerbsunfähigkeit) zu verlangen. Angestellte! Wehrt Euch gegen dieses reaktionäre Treiben. Lehnt die Nachunter- suchung durch einen Vertrauensarzt der Firma ab, nur ein Kreisarzt ist berechtigt, eine Nachuntersuchung vorzunehmen. Lehnt eine Unter- Zeichnung von Engagementsabschlüssen ohne Zustimmung Eurer Or- ganisation ab Wehrt Euch gegen jede Verschlechterung der gefetz- lichen Bestimmungen. Besucht die össontliche Versani.mlunz am Donnerstag, 8 Uhr, in den Sophiensälen, Sophienstr. 17/18. Konflikte zwischen Arbeilgebern und Arbeiknehniern werden in Rußland nach einem Beschluß des Rates der Volkskommissare dem Volkskommissariat für Arbeit übertragen, soweit diese Konflikte durch die paritätischen Kommissionen, in den einzelnen Betrieben nicht ge- regelt werden können. Beim Volkskommisiariat für Arbeit werden Sonderausschüsse zur Entscheidung von Konslik- t e n geschaffen, bestehend aus je einem Vertreter der Kommissariate für Arbeit und für Justiz, sowie der Gewerkschaften. Für Ungehor- sam gegen die Entscheidungen der Kommissionen werden die Unter- nehmer mit Geldstrafen bis zu 300 Goldrubeln oder mit I n t e r n i e r u n g in den Konzentrationslagern bis zu sechs Mo- naten bestraft._. Sewerttchaft»-Mbli»th«l«re. Nächste Bollversammlung Eenvabend 4 Uhr' im Gewerlschaftshaus, Saal 8. Auch die Mitglieder der Bidllothetskammisston sind eingeladen.— Eewerklchastekommission. 47. Berwaltnngndezirl(Lichtenbeeg). Fstr arbeitslose G eroer kschastsmit- gNeder Donnerstag 40 Uhr ArbeUsIosenverfanimlung dei Schonert(Rummels- bürget See). zeat«>l»e»ba«d der Angestellten. Doirne«,«,. stolonialwaren- und Butte». kleinhandel: Veffentlich« Versammlung 8 Uhr in den Senhlen.Eälen, Sophien» sttaKe 47/18.— Pelzmaren: MiMIiederversammlnng 7>� Uhr im tzweigbureau, Kommandantenstr. 63/64.—«chotoladenaeschöfie: vesfentliche Versammlung 8 Uhr in der Neuen Philharmonie, stöpenieker Str. S8/S7.— Kol,: Milglieder» Versammlung IVi Uhr im Rosentholer Hof. Rosenthnlor Str. ll/42.— Baum- moll», Leinen- und 5ll»iderstoffar»sih»ndel: Mitglioherrersammlung S Uhr in dor Nouen'Philharmonie, äopeniaer Str. 96/87.— Tertilgrohhnndel: Mitgliede»- vorsammlung 7(4 Uhr in der Neuen Philhermonie, Xöpeniiker Str. ttltl. Bund der technischen Angeftelten nnd Veamtcu. Heute 7(4 Uhr Mitglieder- Versammlung««. Nordost: Rum XS»i«»tor, Neue ftönigstr. 4: Oranienburg: Reichshof, Bernauer Str. 38; J8'~~- Kaiserin-' Norden I....»WWWWWWWWWWWWW��W Turmstr. 78: Steglitz: Althoff, Alihoff-, Ecke Kijrnerstratze; Spandau: Reuer Ratskeller, Rathaus; Friedenau: Hohenzollern, Handjernstratze.— Freitag 7>,a Uhr Aitzliederoersaminlungen. Osten II: Logcnkasino, Knorrpromenade 2; ftenIrum-Sttden: Rest. Alernndriner, Alexandrinenstr. 87: Revlillln: Bürger- sälc. Bergstr. 147; ObersmLneweide: Hubertus, Edison-, Ecke Waldstratze; Stliöneberg: Ebrrshof, Edersstr. 63; Tempelhof: Castno-Restaurant, Berliner Straße 165; Wcißcnsce: Epatenbräu. Berliner Aller 232. WirtflHaft Die Oesterreichische Länderbank gchk nach Paris. er stark mit französischem Kapital Auf der außer- ordentlichen Generalversammlung der, durchsetzten Oesterreich ischen Länderbank, die von nun an Zentraleuropäischc Länderbant heißen wird, wurde die vor- geschlagene Verlegung des Sitzes der Gefellschaft nach Paris, die Umwandliknft des derzeitigen Kapitals von 160 Millionen Kronen in 40 Millionen Frank, die Erhöhung des Aktienkapitals auf 100 Millionen Frank und eine dementfprechende Statutenabänderung angenommen. Der Umfang des Zwischenhandels. Na« einer Zukommen- stellung einer varlamenkarii'chen Rommissian wurden in den B e r» einigten Slaaien 956 419 Kleinbändler festgestellt.� Auf je III Einwohner bzw. auf je 26 Familien entiällt ein Händler. Daneben wurden 27 083 Großhändler sestgestelll oder je einer auf 3903 Einlvohner oder 899 Fannlten. Die größle Gruppe ist der Kvlonialwaren- und Delikalestcnbändler, von denen einer auf se 73 Familien entiällt. Auf je b6 dieser Händler kommt ein Großhändler. Im Konieltion sgewerbe und ver« wandten Branchen wurden 35 207 Detattgeschäfte gezählt oder eines auf je 691 Familien neben 2780 Großhandlungen, im Scduhgewelbe 14l 867 Klein- und 1899 Großhandlungen, d. h. je eine auf 172 Familien bzw. 101 Händler. Die Genossenschaftsbewegung in der Tfchechaflowakei. Ueber die tschechische Genossenschaftsbewegung wird berichtet: Der Zentral- I verband tschechischer Genossenschaften zählt zurzeit 1322 Genossen- ! schaften als Mitglieder, darunter 535 Konsumvereine, 219 Pro- � duktivgenossenschaften, 237 Pachtgenossenschaften, 220 Bau- und Woh- i nungsgenossenschaften, 8 Kreditgenossenschaften, die Großeinkaufs- ; genossenschoft, die Allgemeine Genossenschaftsbank und die Volksver- , ficherungsanstalt„Tschechoflaoakia". Die Mitgliederzahl be- trägt 1 Million, der Umsatz 1500 Millionen Kronen, gegen das Vorjahr 250 000 Mitglieder und 500 MiMonen Kronm mehr. Die Großcinkaufsgefellschaft beschäftigt 700 Personen. Die Einlagen der Genosienschaftebank belaufen sich auf 50 Millionen, ihr Umsatz auf 3 Milliarden Kronen. Die Versicherungsanstalt oerfügt über 43 000 i Versicherungen, die auf 150 Millionen Kronen lauten. Berantw. für den redntt. TeN: Fr«»> ftlllh». BerNn-LIchterselde: für An- __________________............! jeiflen: Th.ie, Berlin. Berlag Borwarts.Bcrllig E. m. d. H.. Berlin. Druck: csten: Rationalhof, Bülvrvstr. 37.— Dsnncrs» I Dorwärts.Dnchdruckerei u.Berl-gsanNall Paul Singer u. Co.. Berlin. Lindenstr. 3. I Zildsz'-i • kamt Haus Leipziger Str. � Zahlungserleicliterung ED. BERNSTEIN Der Sozialismus elnflundleizf lochen erschienen PREIS 30 MARK BuAhandlung VORWÄRTS SW 66, Undcn/traSc 2 «nrfRTT.T- T'3-.'....... Kleiderstoffe Wäsche Soweit Vorrot I 5950 5950 1975 6950 Damenwäsche Damenbemden«.>>-«>1»« su-k-e«! Damenbeink'eider stiok«7ii!r. Unter aillen reich garniert..,, Stickereiuntenöcke....... 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