Nr. 59 ♦ ZH. �abryang Ausgabe ü Nr. 30 BeznaSpreiS: PlfrtfI|ai-,tl.6J.- SU!., mona». 20.-®. jtct ins S»a«3, voraus �c.hli-ar Post- ! enla- Monatllch 20.— M. einichl. ftslllinnsqkdiikr. Unter»reu.rdand litr Sentsclitand. Danr g. da» Saar- und Memrlaediet. sowie die ehemals beut- tchen Ged'rte Polens. Oesterreich. Ungarn und?uxemburg M,- M.. lüt das übrige Busland 12.- M. Post» delteltungcn nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho» Ltowatei, Dane» mar!. Holland. Luhemdurg. Schweden und die Schweiz. Der„Borwürls* mit der Sonntags» Beilage»Boll und Beil*, der Unter» ha.Ningsdeilage»Kemrwelf und der Betlage»Siedlung und Kleingarten" «scheint wochrntiiglich zweimal. Sonn» tags und Montag» einmal. Telegramm-Adrelse: »Soziatdemolral üorll»" Morgen AnsAalre �- V Berliner DolllsblnN ( 70 Pfennig} AnzcinenpvetS» Die zehngelvaltene NonvareMezeN« kostet 9.— AI.»Klein« Anzeige»" da» settgedrrickie Wort 2.— M. tzu» liissig zwei settgedrucht» Wortes, tede« weitere Wort>.50 M Stellengesuche und Echtalstellenanzetgen da» erste Wort ILO Dl» sede« weitere Work >.- M. Worte über>5 Buchstaden ziihle» sllr zwei Wort«. Kan>iIie»»An- zeigen sllr Adonnenleu fteite 4.— Dl. Die Preise verstehen sich einschltehllch Deuerungszuschlag. Anzeigen sllr die nächste Nummer wüste» dt» 4>>, Uhr nachmittag« im Hanpigeschiilt. Bertin SWiiSt Linden» ftrahe it. adgegedr» werden Deöffnet von 9 Uhr srüh dl» 5 Uhr»achmiUllg», �entralorgan der fozialdemoKraMcKen parte! Deutfchlanda Redaktion und Expedition �ycruiprcdur CtOdS, Lindenstr. Z SHrbntiion wlortliplah I5UI5-»? Vrprdltlon Moriitl'lnt, II7A:I AI Sonnabend, den 4. Februar vorwärts-verlag G.m.b.H., SW bS, Lindenstr. Z • Verlag. Vxvedition»nd?l»srrate». IVtriiiprtNitr. o.r.or>nl,l.tn ,17 Alt A4 vie Gewerksthasten für Streikabbruch. M KieSeMkZ.MM».AiigesleM! Unter völlig?? Nichtachtung der anerkannten gewerkichostlichrn Grundsähe hat die Ncichxgewerkschast deuischcr Eiscnbahnbeamten und»anwärler anläßlich einer noch im Gange befindlichen Lohnverhandlung durch Aufforderung zum Sircik den Eisen- bahnoerkehr— auch den für die Ernährung des Dolkes u S l i g e u— lahmgciegt. Obwohl gerade die weritälige De- völkcrung unter den Folgen am schwersten zu leiden hat und die vcsoldurgoordnung der veamten mit den zurzeit stattfindenden Ver- Handlungen über die Löhne und Gehälter der Arbciler und An» gestellten in Staatsbetrieben im engsten Zusammenhange steht, hat es die Rcichsgelvcrtschaft absichtlich unterlasseo. dem Wunsche der übrigen belrosscncn Gewerkschaften nach einem ge- meinsamen Vorgehen nachzukommen. Dieselbe Reichs- gewcrksckzast. die seht Hilfe von den Arbeitern und Angestellten fordert, hat auch diesmal ihre Sonderbcstrebungen den gemeinsamen Znterefsen aller Arbeitnehmer übergeordnet. Es ist unerträglich, wenn eine einzelne undlszipll- niertc Gruppe in solch unverantwortlicher Weise mit dem Schicksal der gesamten V:völ?erung spielt. Dieser Lohnstrelk einer Deamkenzruppe musz bei der derzcitigen wirlschasllichen Lage auch bei nur kurzer Dauer die Lebensbedingungen aller Arbeitnehmer. besonders in den Großstädten, auss verhängnisvollste gefährden. Geradezu katastrophal aber wirkt dieser Streik bercils seht— drei Wochen vor der Konferenz in Genna— aus die Auhen- Politik Deutschlands«in. Die Verantwortung gegenüber den von ihnen vertretenen De- «nntcu, Arbeitern und Angestellten wie gegenüber dem gesamten Volke leg! deshalb den unterzeichneten Spihenorganlsationco oller Gswcrtschaslsrichlungcn die gebieterische Pslicht auf, alle im Streik befindlichen Eisen ba Huer aufzusordern, die Arbeit sofort wieder anfzunehmen. Von der Relchsgswerksdjzf! wird erwartet, daß sie sich ebenso ihrer schweren Verantwortung bewußt wird und den Streik unverzüglich beendet. Die für diesen besonderen Streitfall der Reichsbahn- bcawlcn erlassene Verordnung de» Rclchsprüsidcntcu wird mit der Beendigung des Streit» gegenstandslos. Die unterzeichneten Spilzcngcwcrkschasten haben bei ihren Ver- Handlungen mit der NeltHsregierung ocn dem folgenden Stand der vcsstdungsfrage Kenntnis genommen: Die Relchsreglerung hat gemäß ihrer bei der Verabschiedung der l.lztcn Vcsoldungsvorlage gemachten Zusage bereits ain ZZ. 3a- uuar d. 3., also vor Ausbruch des Streiks, die Frage der Gewäh» rung von wirtschastsbei Hilfen an veamke in Orten mit besonders schwierigen wirtschastlichen Verhältnissen in Anlehnung an die den Arbeitern bewilligten llcberteucrnngszusckzüste mit dem 2Z. Ausschuß des Reichstags eingehend geprüft. Das Relchskabinett hat bald darauf den Gesehentwurf, welcher die für die Gewährung der WiAsthaslrbclhil'cn nötigen ZNillel bereitstellen soll, genehmigt soniie die erforderlichen Maßnahmen für eine beschleunigte Verabschiedung der Vorlage durch die geschgebenden Körperschaften des Reiches und für eine möglichst baldige Ausführung der Zahlungen getrosten. Auch Hot die Relchsreglerung ihre v ereil- Willigkeit erklärt, mit den Spihcnuerbändcn. die Beamte vertreten, In Erörterungen über die weiteren grundsähllchen Besoldungsf ragen und sonstigen Wünsche der Beamten einzutreten. Die Relchsreglerung erklärte ferner ausdrücklich, daß alle Gerüchte und Behauptungen über eine beabstchligte Beschränkung der verfassungsmäßigen Koalilionsfreiheik durchaus unbegründet sind. Damit ist die Berücksichtig, ing der berrchiiglen Boamtcnsorde- rung-n und der Schuh des Koolltionsrcchts oller Ar- beitnehmcr gesichert. Wir erwarten von der organisierten Arboitnchmcrschast, dos, sie sich ausschließlich au die Weisungen Ihrer Spihonsrganisalioncn hält. Allgemeiner Deulichcr Gewerkschastsbund. gez. L e i p a r t. Deutscher Temcrlschastsbund. Daltrusch. Gewerkschasksring deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Bcamtenvcrbände. Hartman n.. Schneider. Allgemeiner freier Augesicllkenbund. Auf Häuser. Süß. Die Vorgeschichte ües Aufrufs. Ein Ergebnis der Vesprechung in der Neichskanzkei. Testern nachmittag empfing der Reichskanzler die Spißenverbünde der drei Ecwcrkschaftsrichtungen, mit denen jn Anwelsnleit der beteiligten Rcssortchefs eine eingeherde Aussprache über dieStreiklage stattfand. Im Anschluß an diel« Besprechung wurde im Beisein von Vertretern der Torrerklchaften der Vorstand des Allgemeinen Deut» s ch e n B e a ni t e n b u n d e s empfangen, nachdem er die Er- klarung abgegeben hatte, daß er den Streik ablehne und das Vorgehen der Neichsgewerkfchaft mißbillige. Der Reichskanzler sagte zu, daß die Erörterungen mit den Spitzenorganisationen über die grundsätzlichen Fragen der Beamtenbcsoldung alsbald fortgesetzt werden sollen. Auf Crund dieser Aussprache haben sodann die Spitzenvcrbände den oben wiedergegebenen Aufruf zur Beendigung des Streiks erlassen. Vom Aeitungsdienst des Deutschen Bcamtenbundes wird mitgeteilt: Die Vundesleitung hat im Laufe des Freitags beim, Reichskanzler nochmals Vorstellungen erhoben, um die so- fortige Aufnahme derVerhandlungcn über die Forderungen des Beamtenbundes zu erreichen. Der Reichs- k a n z l e r erklärte sich bereit, die vom Deutschen Veamtenbund nachgesuchten Verhandlungen persönlich schleunig st einzuleiten. Die Vertreter des Deutschen Veamtenbundes sagten ihre Bereitwilligkeit zu, dahin zu wirken, daß die Streikbewegung so schnell wie möglich zu Ende gebracht wird. die Nelchsgewerkschast will verhanöeln. Die B. S.-Sorrespondeitz meldet, daß die Reichsgewerkschasi dcul'cher Eisi-nbahner im Laufe de» gestri-zea Tages sich mehrfach durch Untcrhändlcr bemüht hat, zu den Besprechungen der Spitzen- organ sationcn mit dcm Reichskanzler bcrangezogen zu werden Die 3llleroentiou. an der sich auch Parlamentarier beteiligten, mißlang jedoch. Die Reichsgewertschast versuchte auch durch den veulscheu Beamlenbund Zutritt zur Sihung zu erlangen und entsandte stbliehllch selbst einen bevollmächtigten Vertreter zn- sammen mit einem Beau'lrag'en de» Deutschen Beamtenbunde», um an der Aussprache teilnehmen zu können. Die Reichsgeweik- | schalt de out. daß ihre Veitreter zu Verhandlungen mit der ' Regierung jederzeit bereit seien, vis seht hat jedoch dcr Wunsch der Relchsgeiverkichast. Verhandlungen elnzulellea. bei den zusläudigeu Regierungsstellen keinen Anklang gesunden. flbwartenSe Haltung Serpost- u. Telegrep�euarbeiter Der von den Funktionären der Im Deutschen Derkehrsbund organisierten Post- und Telegraphenarbeiter am Donnerstag abend gefaßte Streikbeschluß gilt als noch nicht offiziell. Freitag vormittag beschloß eine neue Funktionärversammlung, zunächst eine abwar- tcnde ckzaltung einzunehmen, bis die Vezirksverwaltung Berlin des Bcrkehrsbundes den Streikbeschluß sanktioniert. Wie wir er- fahren, wird sich die Vezirksverwaltung baldigst über ihre Stellung- nähme zu dcm Streikbeschluß der Funktionäre schlüssig werden und eine Entscheidung treffen. Immerhin ist es bereits Freitag bei ein- zelnen Tclegraphenabtcilungen und Bauämtern zu teitwci'en Ar- bcitsniederlcguiigcn gekommen, die jedoch nicht ins Gewicht fallen. Die Streiklage im Neich. Magdeburg. 3. Februar,(Eig. Drahtbericht.) Die Eisenbahndirektion hat am Freitag vormittag Eisenbahn- arbciter, die Strcikbrecherarbeitcn verweigerten, ausgesperrt. Ein Führer der Magdeburger Neichsgewerkschaft ist verhaftet worden, wurde jedoch nach seiner Vernehmung wieder entlassen. Brannschweig, 3. Februär.(Eig. Drahtbericht.) Heute vormittag fand eine Versammlung der Braunschweiger Eisenbahnbcamtcn statt, die der Rcichsgewerkschast angehören. Die Beamten beschlossen, den Streit bis zum siegreichen Ende durchzuführen. Der Führer der hiesigen Ortsgruppe der Reichsge- werkschaft und der Landtagoabgeordnete Schuhmacher machten den Mitgliedern Mitteilung über rechtswidriges Vorgehen der Braun- schweigischen Eisenbahndirektion. So sind u. a. junge Beamten- anwärter schriftlich aufgefordert worden, sofort wieder ihren Dienst anzutreten, andernfalls sie sich als entlassen betrachten könnten. Der hiesige Ortsgruppenleitec des Deutschen Eisenbahneroerbandes teilt hierzu mit, daß der Präsident dcr Eisenbahndirektion Hannover» Braunschweig ausdrücklich den Gewerkschaftsvertretern gegenüber erklärt hat daß ein solches Vorgehen streng von ihm ver- urteilt würde. Die Magdeburger Cisenba! ndirektion hatte sich im Laufe des heutigen Tages um Bahnhofsschuiz an die Braun- schweigische Beamtenschaft gewandt. Die Braunschwelgischen Eisen» Der Schkösspruch für Sie Sememüebetriebe. Ter Manteltarif bis Gestern abend traten die Funktionäre der städtischen Arbeiter in der Bötzow-Dauerci zusammen, um dort das Ergebnis dcr Urab- st i in m u n g in den städtischen Betrieben zu erfahren und dann über den im Reichsarbeitsministerium gefällten Schiedsspruch zu ent- scheiden. Da der Schiedsspruch erst kurz vor 8 Uhr abgegeben wurde, verzögerte sich der Beginn der Versammlung erheblich. Einleitend gab Reinsfeld vom Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter die Ergebnisse der Urabstlmmung bekannt. Insgesamt sind S2 03ck Stimmen abgegeben worden. Davon für Annahme des Manteltartfs 2133, für Ablehnung 43 053. Ungültig waren 71S Stimmen. Erst kurz nach 13 Uhr wurde ii« Versammlung eröffnet und Lagotschinski berichtete über den Schiedsspruch, der folgenden Wortlaut hat: .Der Schllchlungsansschuß kann angesichts der ihm zur ver- sügung stehenden beschränlten Zeit die Gesamtheit der vorliegen- den Slreilsragcn nicht entscheiden. Er entscheidet, wie folgt: Die allen Mantettari'e werden mit den von den beiden Parteien über- einstimmend für zweckmäßig gehauenen Aendernngen bis zum 33. 3uni 1322 verlängert. Der Schlichlur gsaus'dmß hat diese Ver- längerung auegstprochev, w-�ii er dcr«tuszassung ist, daß innerhalb der nun gegebenen Zeit der Abschluß der neuen Mantel- k a r i s e möz'ickz ist. Der Schlichlungsausschuß ist weiter dcr Auf- fassung, daß bei den Verhandlungen, die spätestens am 1. März 1322 zu beginnen haben, die bei den bisherigen Man- tellarifen gemachten Ersahningro berücksichtigt werden müssen. Er hält Acndcrungcn namentlich oah'n für geboten, 1. daß der gegenwärtig für 4S Stunden gezahlte Wochenlohn aus die wirklich geleistete Arbeitszeit ohne Kürzung umgerechnet wird, 2. daß die Urlanbsregelung für die städtischen Arbeiter dem Urlaub der städtische» vcamken angepaßt wird. Z. daß die Parteien umgehend, und zwar noch vor Abschluß der neuen Tarife dafür Sorge trogen müssen, daß die von ihnen kür die Regelung von Slrellsrazen geschaffenen SchNchlungz- Instanzen bei Ertlasfungen innerhalb einer Woche endgültig Entscheidung treffen. ver Schllchlungsansschuß Ist weiter der Meinung, daß im Falle der Entlassung mig wichtigen Gründen(§ 123 G'werbeordnnng.§ 63 des Handels Ocsetibuchea und entsprechenden. Vorschrisken des Bärger- ftchen Geseilbuches eine Lohrnohtung über den Tag der Entlastung hinaus nicht zu erfotgsn braucht. Die Radroh'ung hat zu erfolgen, wenn die betrcssendcn 3nsianzen die Entlassung für ungerechtfertigt befunden haben.) Der Schlichlungsausschuß richtet an alle für die Produktivität der städtischeu Betrieb« maßgebeudeu Faktoren die dringende Kräften für dl« mög. der Betriebe Sorge 80. Jttni verlängert. iAufforderung. mit allen Ii ch st e wirtschaftlichkelt ! tragen zu wollen. Den Parteien wird ausgegeben. Ihre Stellungnahme zu dem Schiedsspruch innerhalb einer Woche sich gegeuseiiig und dem Arbcllsn'.lnlstcrium milzutdlen." Gegen diesen Schiedsspruch machte sich In der Versammlung starker Widerspruch geltend. Tie Diskussionsr?dncr rklärt.m, daß man zum mindesten verlangen müsse, daß der Spruch für das ganze laufende Jahr Geltung habe. Lagodschinski berichtete eingehend noch einmal über die einzelnen Teile des Schiedsspruches, der ein annehmbore» Kompromiß bstde. Der nächste Redner R e i n d o r f crllärte jedoch, daß auf Grund der Urabstimmung der Streit be. schlössen sei und daß man über den Schiedsspruch, well er erst nach der Urabstimmung gefällt sei'.!), überhiupt nicht debattieren könne. Der Redner stellte den Antrig, ohne Diskussion sofort den Streik zu beschließen. Es gelang, die Oppcsition, die anfangs ihren Streikwillen durch- zusetzen suchte, zu beschwichtigen, und Schmidt vom Jentralverband der Angestellten erreichte, daß die Versammlung cie Vertreter dcr einzelnen Organisationen noch einniel zu Worte kommen ließ. L a g o d s ch i ws k i erklärte in längeren Ausführungen, daß der Schiedsspruch keineswegs die Grundtage für einen Streik bilden könne, da er einen Teil der aufgestellten Forderungen erfülle. Die Ausführungen dieses Redners wurden von der Opposition durch Pfeifen und Zwischenrufe häusig unterbrochen. Orthmann und Müntner legten eingehend dar, daß die Situation sich doch ganz wesentlich geändert habe, und man müsse sich fragen, für was man in den Kampf ziehe. Die Würfel könnten heute nicht fallen. Hervorgehoben müsse noch einmal werden, daß der alte Manteltorif in unveränderter Form zu» nächst bis 33. Juni Geltung behalte. Nach weiterer Debatte wurde gegen eine Stimme beschlossen, den Beginn der Attion in die Hände der bereits ge» wählten Streikleitung zu legen und dieser all: Vollmacht zu erteilen. Angenommen wurde noch eine Resolu: on, die den streikenden Eisenbahnern und Tetegraphenbeamten ihre S y m- pathie ausspricht sowie schärfsten Protest gegen die Regierungsmaßnahmen erhebt. Der ADGB. soll auf. gefordert werden, zu ihrer Beseitigung sofort zum General« streit aufzurufen. bahnbesmten tinb-arbeiter haben aber einmütig seglichenBahn- Hofsschutz abgelehnt. Streikbrecherarbeit wird kaum geleistet. Hannover, Z. Februar.(5ig. Drahtbericht.) 5m allgemeinen ist die Lage im Eisenbahnerstreik wie gestern. Einiges Personal der Eisenbahn ist noch in den Streik getreten. Die Lokomotivführer sind fast alle im Streik. Durch das Eingreifen der Technischen Nothiife können einige Personenzüge, insbesondere auf den Strecken ftildcsheim— Lehrte, oerkehren. Arbeiterzüge verkehren bis auf weiteres. Der Betrieb leidet durch den starken Schneesturm, der feit heute früh ununterbrochen herrscht. Diestern tagte eine überfüllte Versammtung von Tausenden von Eisenbahnern, Anwärtern und Arbeitern, die den verschiedenen Eisen- bahnergewerkschaften angehörten. Vertreter samtlicher Gewerkschaften sprachen. Es wurde eine Resolution angenommen, in der einstimmig Protest erhoben wird gegen die Veroronunz vom 1. Fe- bruar 1922, durch die der Reichsgewerkschaft der Streik verboten wird. Hamburg. Z. Februar.(Eigener Drahtberichl.) In Hamburg hat sich die Strelrlage weiter verschärst. Es ist die Zahl der verhafteten Reichsgewerkschast- ler auf 10 gestiegen. Der Deutsche Eisenbahncrverband hat sich bemüht, mit der Eisenbahndireklion in Altona Verhaudlungcn anzubahnen, um durch Einleitung von Notstands- arbeiten Freilassung der Zuhastierien zu erlangen. Die Eisen- bahndirektion icgie, wie sie erklärt, auf Anweisung des Ministeriums eine ablehnende Haltung an den Tag. Sic behaupict, nur mit Hilfe der Technischen Nothilse den Nolstandsverkehr aufrechterhalten zu dürfen. Ziutzerdcm brachten die Vertreter der Eisenbahndireklion zum Ausdruck, sie hätten Anweisung von Berlin, mit oller Schärfe die Verordnung des Reichspräsidenren durchzuführen und könnten daher über Freilassung der Verhafteten nicht»erhandeln. Dieser Ausgong der in freiwilliger Weise von den freien Gewerkschaften versuchten Vermittlung hat zu einer weiteren Erbitterung der Arbeiter beigetragen. In einer Eencratverjammlung der Ortsgruppe Hamburg des Eisenbohnerverbandes kam das zum Ausdruck, trotzdem wurde mit großer Mehrheit beschlossen, dien c u t a l e h a l i u n g beizubehalten. Der hambucgische Senat erläßt eine Kundgebung an die Bevölkerung, in der er auffordert, die Ruhe zu bewahren und das Wirtschaftsleben nicht durch die Befolgung weiterer Streilanssorde- rungen noch mehr zu gefährden. Er versichert, daß er sich bemühen werde, die Versorgung sicherzustellen. Bielefeld, Z. Februar(Elg. Drahtbericht.) Die Lage ist folgende: Der Streik wird geführt von der Reichs- gewerkschast in den Besoldungsgruppen 1—8. Der Eisenbahnerverdand teilt mit, dah der Streik nicht sabotiert und keine Streik- brecherarbeit verrichtet wird, hier ruht der Verkehr voll- ständig, nur einige Kleindahnen verkehren. Düsseldorf,. 3. Februar.(Eigener Drahtbericht.) Trotzdem in Düsseldorf, als dem neu besetzten Teil des Rhein- landes, nach den Bestimmungen der Besatzungsbehörde ein Streik nicht stattfinden darf, ist die Lage auf dem Düsseldorfer Hauptbahn hos alles andere als normal. Der Per- fonenverkehr ist außerordentlich eingeschränkt, weil nur der Verkehr in das besetzte Gebiet hinein aufrechterhalten werden kann. Außer- dem findet ein Pendelverkehr zwischen Duisburg und Düsseldorf statt. Die Fernzüge bleiben in der Hauptsache aus. Bis Freitag vormittag ist kein Fernzug aus der Richtung Berlin hier ein- gegangen. Zwei»Züge, die gestern abend nach Berlin abgelassen wurden, sind nur bis Duisburg gekommen, von wo aus stc heute bis Düsseldorf zurückgekehrt sind. In ungeheurer Zahl wachsen auf dem Hauptbahnhof die unerledigt gebliebenen Postsendungen. Ganze Wagenladungen von Paketen stehen herum, und man befürchtet, dah ein Teil ihres Inhaltes dem Verderben ausgesetzt sein wird. Nach einer WTB.-Mcldung soll in Dculsch-Ey!au die Streikleitung verhaftet worden sein. Verschärfung im Industriegebiet. 3m rhcinisch-wesisälischen Industriegebiet ist eine wesentliche Letichärsung eingetreten. Während sich zunächst nur das Ooko- tfioiivpcrsontxl an dem Streik beteiligte, haben sich seht auch die Weichensteller und Rangierer vollständig dein Ausstand angeschlossen. Selbst die Vureaubeainlcn, Vorsteher usw., haben die Teilnahme an dem Aussland beschlossen. Unter diesen Umständen erscheint co ganz unmöglich, mit hilse der technischen Nothilfe den in Aussicht genommenen Notsohrplan einzuführen. Der Ausstand wird mit der größten Schärfe durchgeführt. Der gesamte Eiseu- bahnverkehc ruht. Es werden nicht einmal Milch- und Lebensmittel- züge gefahren. Der Kohlenversand aus dem Ruhrbezirk hat ganz aufgehört. Die Zechen erhalten keine leeren wagen mehr und die beladenen werden nicht abgefahren. Auch die Kchlenscndungen an Georg Grandes. Von Max Hochdorf. Georg Brandes, der große, neugierige Betrachter des europäischen Geistes, feiert heute in Kopenhagen seinen achtzigsten. Geburtstag. Die'kritische Bibliothek, die sein Spürsinn und sein Scharfsinn zusammenschrieben, ist ein mächtiges Werk. Der fleißige, unabhängige und kluge Mann darf die Achtung von Tausenden ge- nießen, die sich seiner ausklärenden. Arbeit anvertrauten. Seine An- Hänger wohnen in allen Erdteilen. Denn er verstand es stets, die Lnternationalitöt jener Köpfe, die er pries, für die ganze Welt zu beleuchten. In seiner skandinavischen Heimat empfand man häufig als kalt und sogar parteiisch, was er über die Literatur feiner Landsleute sagte. Ibsen und Strindberg, die Individualisten, die mit beißendem Zorn odkr mit kochender Liebe dichteten, mochten sich nicht gern der vorsichtigen, medizinischen Seelenforschung dieses gemessenen, höchst behutsam messenden Kunstrichters ausliefern. Schon als er vor einem halben Jahrhundert die Hauptstädte der Kultur besuchte und die Herrscher der Literatur in Berlin, in Paris und London studierte, bewegte er sich wie ein Diplomat. Er drängte sich mit der Emsigkeit, die sein zum Internationalismus zielender Hang forderte, in die geistigen Kreise des zentralen, des östlichen und westlichen Europa und verfaßte seine Berichte vom geistigen Dasein der zivilisierten Erde nicht anders als ein ruhiger, der Verblüffung niemals verfallender Gesandter. Pon Sainte-Bcuve hatte er gelernt, wie die künstlerische Persönlichkeit erfaßt werden muß. Man zergliedere Familie, Liebcsmystik, Gehcimleidenschaft, Blutsverwandtschaft, bibliographische Belastung, patriotische Träume, soziale Sehnsucht, auch wohl krankhafte Entartung des Genies oder Talentes. Taine halte ihn ermuntert, diese Methode kes Er- gründcns, die leicht der Kammcrdienerei nachgibt, durch Ausblicke instAllgemeine zu veredeln und Gesetze zu suchen, die vielleicht in ollen Völkern die Schöpferkraft des Künstlers gleichmäßig regierten. So baute er stets einen gesunden Wirklichkeitsboden für die Er- klärung der Persönlichkeiten an, die seine Feder skizzierte. So hütet« er sich, zu tief in den Morast des rein Anekdotischen hinein» gusinken. Dabei galt seine erste Neigung dem romantischen Geiste Euro- pas, der in Deutschland geboren wurde, und den Frankreich hernach Mit emc.r Bereitwilligkeit ausnahm, deren psychologisck»« Erkenntnis dcm Geschichtsschreiber stets merkwürdig und ehrwürdig bleiben wird. Bald aber lebte er sich in die helle Vernunft des Stuart Mill hinein, der wirtschaftliche Dinge und die Freihcitsbestrcbungen der bürgerlichen Frau als ein energischer, theologisch nicht ver- dorbdner Alltagspolitiker bedachte. Ja, Georg Brandes huldigte einem die Arbeit und die Armut achtenden Demokratentum, das ihn trieb, die leidende Unermüdlichkeit Balzacs und die heitere Stier- nackigkeit Gottfried Kellers gleicherweise zu bewundern. Er gefiel sick als Beschirmer jener Revolutionäre, die im zaristisch unter- drümen Rußland und Polen die Schönheit der Menschenwürde nickst aussterben ließen. Er befreundete sich mit Zola und den Er- die Enlenke werden nicht mehr befördert, ver Postverkehr stockt ebenfalls. O Zur Streiklage in Potsdam ist noch der Eintritt der Eisen- bahnhauptwerkstätte in den Streik zu melden. Im östlichen TeU des Eisenbahndirektionsbezirks Halle verkehren fast alle Züge. In Altenburg häufen sich die Braunkohlenoorräte, da keine Ab- fuhr möglich ist. Die Besitzer von Lastautos wurden aufgefordert. den Abtransport mit erledigen zu helfen. Weigerungen, dieser städti- schen Anordnung nachzukommen, waren allgemein. In Pastau haben die Lokomotivführer gestreikt. Ein Teil von ihnen wurde sofort entlassen. Gegen einen anderen Teil ist bereits ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Der einge- tretene Ausfall an Arbeitskräften ist durch Personalabordnungen aus Regensburg, Plattiing usw. ausgeglichen worden. Störungen im Bahnoerkehr sind nirgends eingetreten. Die Eisenbahndirektion Sietliu teilt u. a. mit, daß die Zahl der nicht zum Dienst erschienenen Beamten zugenommen hat. Einer kleinen Zahl von Streikenden ist dos Dienstverhältnis gekündigt worden, gegen andere wurde das Disziplinarverfahren eingeleitet.__ Die �nichtkonvenierenüe" Wahrheit. Alldeutsche gegen deutsches Ansehen im Austande. Ein typisches Beispiel dafür, wie die Alldeutschen, die an- gcblich den deutschen Namen im Auslande wieder zu Ehren bringen wollen, sich nicht genug in Besudelung des deutschenAnsehens leisten können, wenn es ihre parte!- taktischen Interessen gebieten, bildet die„Tägliche Rundschau". Wir haben schon mehrfach festgestellt, wie dieses Blatt total verlogene Berichte aus Südamerika brachte, z. B. über die Vortragsreise des Republikaners Colin Roß. Am 9. Sep- tcmber v. I. veröffentlichte die„Tägliche Rimdschau" unter der Ueberschrift„Ein deutscher Skandal in Uebersee" einen Bericht aus Bogota, der Haupftadt Kolumbiens. Dieser Bericht bezeichnete als„ein Kapitel deutscher Jämmerlichkeit", was man jetzt in südamerikanischen Blättern spanischer Sprach« lesen könnte. Danach sollte am 9. September, dem kolumbianischen Rationalsesttage, der deutsche Gesandte in Bogota, Herr R o h l a n d. die schwarzrotgoldene Flagge gehißt und sie dann gegen den Ansturm der angeblich empör- ten Ueberseedeutschen durch Herbeirufen der kolumbianischen Polizei geschützt haben. Hieran schlössen sich hähnische und ge- hässige Ausfälle gegen die Republik und ihre Flagge. In- zwischen ist nun der Bericht des deutschen Gesand- t e n. Herrn R o h l a n d, eingetroffen und enthüllt die Be- hauptungen der„Täglichen Rundschau" als tendenziöse Lügen. Wir geben kurz seinen Inhalt: Was die Berichte in südamerikanischen Zeitungen anbelangt, so handelt es sich um ein einziges„Eingesandt" des deutschen Kaufmanns B u r ck h a r d t, der überall mit seiner Einsendung a b. gewiesen, sie mit Mühe und Rot bei einer einzigen Schristlei- tung(des„Ticmpo") anbringen konnte, die aber in einer redaktio- ncllen Vornotiz sich ausdrücklich selber zur gegenteiligen Auffassung bekannte. Die Darstellung des Herrn Burckhardt ist in allen Teilen falsch. Seine Behauptung, daß eine Abteilung bewaffneter kolumbianischer Polizei herangerückt sei, bezeichnet der deutsche Gesandte als bewußt? Unwahrheit. Es hak niemand einen Polizisten auch nur zu sehen bekommen. Die„große Erregung" und„helle Empörung" über dos Hissen der neuen Farben hat durchaus nicht bei allen Deutschen Bogotas, sondern nur bei einer ganz rechtssteh enden, nicht sehr zahl- reichen, dafür aber um so intoleranten Gruppe bestanden. Die über- wiegende Mehrzahl der Deutschen in- Bogota steht jedem Versuch, die alten Farben durch wörtliche oder tätliche Exzesse wieder einzuführen, durchaus ablehnend entgegen. - Der Bericht der„Tägl. Rundschau" ist von der„Kreuz-Ztg." und dann von der ganzen nationalen Prvvinzprcsse übernommen worden. Eine bereits durch WTB. oerbreitete Berichtigung hat natürlich dieser gesamte Pressekonzern in treudcutscher Gercch- tigkeitsliebe totgeschwiegen. Bezeichnend ist noch folgendes: Ein angesehenes Mitglied der deutschen Kolonie in Bogota hatte der „Tägl. Rundschau" einen Prolest gegen ihre unwahrhafte Dar- lösern des Hauptmanns Drcyfus. Und hat er über Theodor Mommsen auch Worte gesagt, die nicht mit Recht die Unsterblichkeit dieses Mannes etwas zerbröckelten, so war er eben manchmal etwas verblendet. Er nahte sich wohl mit Ergebenheit jedem Genie, es waltete aber in ihm sene Freude, die leicht den sehr vielseitigen, den sehr geschmeidigen und erfahrenen Scelendcutcr verführt: Er war nicht selten glücklich, wenn er die Achillesferse irgendeines Großen entdeckte. Was Brandes über Lassalle schrieb, entstammt auch dieser Freude an der Entdeckung der Achillesferse. Was er über Friedrich Nietzsche sagte, entstammte nicht minder dem Willen des Mannes, der alles gesehen, gelesen, durchgedacht, sa sogar durchschaut hat. Er will beileibe nicht nur Schalheit und Ernüchterung in den Leser bringen. Cr will aber als ein gelehrt siebender und mannigfaltig gesottener Diplomat seinen Leser davor bewahren, daß er sich in überflüssige Erhitzung und Schwärmerei verliere. Macanlay war der Biograph des Geistigen als leidenschaftlicher .lteldenverchrcr. Röstet euch, ihr Heldcnverehrer, an der göttlichen Flamme des Genies! Heute predigt am heftigsten Romain Rolland, der geistige Biographien schreibt, eine andere Heldenverehrung, in- dem er die von unbekannten Gottheiten kommende Genieilamme auslöscht und das kleine Feuer der moralischen Anstrengung so lange schürt, bis das Genie als ein Märtyrer dasteht Man möchte den Gegensatz etwas burschikos so formulieren, daß Macanlay die in- spirierten Genies liebte, Rolland dagegen nur die transpirierenden. Georg Brandes mildert olle diese Gedanken, die vielleicht nur Vor- urteile sind. Er kleidete jedes Genie schließlich anmutooll ein. Er stellte es mit der Diplomatie, die seine vorzüglichste Tugend ist, in eine europäische, bürgerlich behagliche Gesellschaft. Genies sind eher verehrungswürdige Frackträger als fanatische Fahnenträger. Und so preist er, da er ein alter Mann geworden ist, in seinem letzten harmonisch geformten Folianten und mit imponierender Milde den ersten, der ihm als Urvater liefen überall schön gegipsclten Europäer- tums erscheint: Goethe. Charlottenburger Opernhaus:„Das Loskonzert". Schcinpflugs erste Oper, die Musik zu Illgcnsteins.Lammermusik", hatte bei seiner gestrigen Uraufführung einen gesunden, guten und unbe- strittenen Erfolg. Es ist zu erwarten, daß das reizende Werk über viele Bühnen aeht, weil es den Hörer in guter Laune hält und keine musikalische Schwerarbeit vom Genießenden verlangt. Daher sei dieser Taufe, bei der Hertha Stolzenberg die lieblichste Ge- vatterin war, noch eine besondere Besprechung vorbehalten. K. S. Kleines Schauspielhaus:„Der Ring", Komödie von Harry K a h n.H Harry Kahn würde eine lustige Komödie schreiben, wenn er die Pointe etwas zaghafter aufgrifjc. Er hastete aber nach jedem Witzlein auch dann schon, wenn es etwas ausgewässert ist. Fröhlich? Szenen, die ihm einfallen, quetscht er so lange aus, bis nur noch etwas ziemlich Schales übrig bleibt.. Trotzdem fallen ihm einige Si- tuationen ein, die unterhaltender sind als der große Witz, der die ganze Komödie von dem Ring einfädelt. Dieser Ring ist natürlich •) Die Buchausgabe erschien im Verlag Ernst Rowohlt, Berlin. stellung Lbersandt. Die Aufnahme dieser Berichtigung wurde jedoch als„nicht konvenierend" abgelehnt. Es bleibt danach von der ganzen Geschichte nichts als die Tatsache, daß eine Gruppe Auslandsdeutscher in jeder Weise bemüht ist, im Verein mit der inländischen alldeutschen Presse das Ansehen der deutschen Republik im Auslande herunterzureißen. Alldeutsche Propagandatätigkeit zur Hebung des deutschen Ansehens! »* Der Reichsmini st erdesInnern hatte sich seinerzeit an die Bremer Scnatskommission für auswärtige AngelcZen» hellen mit der Aufforderung gewandt, Maßnahmen zur Durch- führung des Flaggenwechsels vorzusehen. Der Senat hat darauf geantwortet, daß die bremische Schiffahrt allerdings den beißen Wunsch gehabt habe, daß von der Einführung der neuen ' Handelsflagge abgesehen werden möge. Sie müsse aber nachdrücklichst gegen eine Auffassung Einspruch erheben, die ihr vnkcrstcSe, sie werde nunmehr den Boden des Gesetzes verlassen und in ungesetz- licher Weife Widerstand gegen die Verfassung leis en. Diese Auf- fassung sei um so unbegründeter, als die Bestrebungen zur Beibehal- tung der alten Flagge nicht parteipolitischen Erwägungen entsprun- gen seien. In seinem Anwortschrciben an den Bremer Senat gibt, der Reichsministcr des Innern seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß ein ungesetzlicher Widerstand gegen die Verfassung seitens der Bremer Schiffahrt abgelehnt werde. In dem Schreiben wird ab:r vermerkt, daß nicht alle Kreise der Schiffahrt für sich in Anspruch nehmen können,„daß sie bei der grundsätzlichen Erörterung der Flaggensroge lediglich die sachlichen Gesichtspunkte haben walten lassen. Vielmehr ist der Kampf gegen die jebwarzrotgoldenen Farben gerade auch an der Küste vielfach mit starten parkcipolilisch n Angriffen auf die neue Flagge verbunden gewesen, indem die ver- fassungsmäßig eingeführte deutsche Flagge ohne Rücksicht aus die Ueberseefrage verhöhnt und beschimpft wurde. Die eigene Achtung der Nationalflagqe— auch wenn der einzelne persönlich eine andere Flagge lieber gesehen hätte— ist aber natürlich Vcraussetzung für die Sichtung im Auslande."— Sehr richtig! Rur gelten unseren Alldeutschen diese Rücksichten nicht, wenn ihre Partei- a g i t a t i o n dabei zu kurz kommt. De? Detersöorfer FwifcfenfaU. Der französische Botschafter erschien gestern beim Reichskanzler, um ihm mitzuteilen, daß die Pctersdorfer Schießerei anscheinend auf eine militärisch otisgebildcte Geheimorganisation zurückzuführen sei, deren Wurzeln bis nach Mittel- und Niederfchlesien reichen, und bat um Mitwirkung der Reichsrcgicrung bei den diesbezüglichen Nachforschungen und gerichtlichen Verfolgungen. Ter Reichskanzler sagte die Mitwirkung der deutschen Behörden zu. Damit ist dieser Zwischenfall, der von der französischen Presse aufs übelste aus- genutzt wurde, erledigt. pomcares naposeoniscbe?öee. Der frühere amerikanische Bctschafter in Berlin G e r a r d er- klärte in einer Siede, die sich mit d.er europäischen Lage beschäftigte, er bedaure, daß Frankreich eine Taktik befolge, die er als „napoleonische Idee" kennzeichnete. Er glaube, daß Poincorö und seine Anhänger unrecht handelten,, indem sie auf Deutschland wegen der Reparationen einen so starken Druck aus- üben. Es sei völlig klar, daß Deutschland eine so schwere Last nicht tragen könne. Der dienstunfähige Orgeschhäupkling. Rocki einer Meldung der ?tl. ist der Obergeometer Kanzler>» Roseiibcim, der Gründer der beriicbttflten.Orka" und stellvcrireiender Landesbauvimann der bayeriicden Einwohne'. wehr, aus se'n Ansuchen wegen n a ckt- gewieien�r Dten st Unfähigkeit aui zwei Jabre in den Ruhestand versetzt worden.— Auf zwcr Jabre, da-Z ilingt seltsam. Zumal Herr Kanzler bisher neben der— wie nur doch annehmen müssen— sorgiältigcn Erledigung seiner Diei'stge'ckmfte noch ungeheuer viel über s ch ü> i i g e ArbeitSkra't zu monarchiiti» icher Geheimbündelei usw. oiiibringen konnte. Sollten die zwei Jabre dazu dienen, daß sick, Herr Kanzler nunmehr allem und nul'ebmdert durch nebensächliche Dicnstgcschäste seinen„großen" Ausgaben widmen kann? ein Ebering. Er wurde vergessen bei einem Ehebruch, begangen mit dem Freunde des Gatten— und ein dritter Freund, ein Idealist, Schwärmer und Dichter--- Man sieht, wo die Pointe liegt. Sie wird dadurch etwas verschoben, daß Frau Lissie mit dem schönsten Fuße beglückt ist, dessen schönsten Zeh' der beglückte Liebhaber mit dem Ehering schmückt. Run gilt der Ring für eine Zeitlang für ver- lorett, und vieles Unheil dird angerichtet, bis--- Es ist keine rechte Ursache zum Lochen. Das Stück ist anfangs nicht ganz sauber. Die Komödie hat aber einen Aufstieg, der zu- stand« kommt, weil die drei Freunde, ein Baron ein Stinnes-Tnp und ein Dichter mit blondem gesträubtem Haar sind. Die Ursache zur Gesellschaftssaiirc scheint darum gegeben. Die Satire stammt aber nur von einem niedlichen Feuilletonisten. Trotzdem ist olles an dcm Stück alte Schule, übernommen von einem erfahrenen Beob- achter der.Kulisse. Frau Eckersberq, Herr Forster-Lar- r i n a g e, Herr Gebühr und Herr K a i s e r- T i tz steuern das Werklein mit vieler Routine durch manches Hübsche, aber auch durch manches Heikle und Hohle._ M. H. Zuguntze» der.Hungeriiben in Mutzlanb spricht Prof. Einstein am Dienstag 7'/, Ubr im Mornrorsaal am Zoo über.Neue Ergebnisse über die Eigen chosteu des LichteS". Sl lfred Zteierle erzählt Montag, den 6. FeSiuar, 8 Ubr, in der Buch- bandtiing Neai! u. Pollak, V-einekeslraße, Andrejews.Geschichte von den sieben Gehenkten". Ter ZtzriedenS-NoVelPreiS. Der Nationalrat der norwegischen Frauen bot den Vorschlag gemocht, den diesjährigen Friedens-NobelpretS dcm Iutcriiatioualcii Rai der Frauen zu verleihen. Der Slorthing- präsident Haiversen befürwortet diesen Vorschlag. Gin« nicverdcutiäic Arbeitsgemeinschaft wurde aus einer Taatmg der vlalldciitichcn Verbände in Ncumünstcr sür«ckleswig.Holstein und bc- nachbarte iVebiete gegründet. Sie bat den Preuhnchen Kultusminister ntn die Errichtung einer niederdeutschen Professur an der Kieler Nntvcrsitäl gebeten. Das Prager LandcStbealcr, das den Deutschen genommen war, soll nach Btältci Meldungen an sie zilrückgegebeu werden. Hiingerhilfsniarkrn werden vom russischen Volkskommissariat für Postwcien ausgegeben. Ihr Ertrag ist zur Milderung der Not in den Hungei gebieten bestimmt. Ein aNrnssrfchcr Kongreh zur Bekämpfung der Tuberkulose beginnt ani 10. Februar in Petersburg.-Auch der Generalsckrclär der inte» nationalen Liga zum Kamps gegen die Tnberlnlose, Prosessor P a n n t» i tz- Verlin. wird daran teilnehmen. Das Tolstoi- Mufriiin in NioSkau. Die Mn'ciimsabteilung des Voliskommisiacials sür Bildnngsive'cii bat das HauS Leo Tolstois in Mos- kau der allgeincinen Bejichiiguiig sreigeaebcn. In diesem Hanie hat Tolstoi in den Indrcn 1882 bis I90t jeden Winter verbracht und dort eine Reihe seiner bekanntesten Werte, darunter den Roman.r'tuserstchung", geschrieben. Tor neue Kürschner. Nach sünsjähriger Pause ist in der Bereintgnng wisseii'chasilicher Verleger, Sellin, ein neuer Iabrgang, der sty.. von Küi'chnerS Delitschem Lilcralur-Kalcn�er erschienen. Der neuen tzlnsgabe liegt ein nencr Plan zugrunde. Künftig soll der Kür chner in etilen Getehrten- und Literalnr-Kalcnder im engeren Siiiiie geteilt werden So werden die Wissenschaf'llcr wie auch die Literaten voltzählig und mit allen Wissens- werten Taten und Angaben verzeichnet werden lönnen. Der dleSfähriqe Kalender stellt den Uebergang dazu dar iind berülksthtigt noch nach Mög- lichteit beide Gruppen. Er enthält ungejähr 15 000 Namen.. Steuerkompromiß und politifthe Lage. Groß-Berliner Funktionärversamnilnng. In den Zentralfestsälen versammelten sich am Freitag die Ber- liner Funktionäre der SPD., um zum Stcuerkompromiß und zur innerpolitischen Lage Stellung zu nehmen.' Gen. Eduard Bernstein als Hauptredner führte etwa aus: Ueber das Steuerkompromiß herrsche große Unzufriedenheit.(Sehr richtig!) Der Görlitzer Parteitag nahm eine Entschließung unseres Genossen Wilh. K eil an, in der ausgesprochen wurde, daß die Steuervorlagen der Regierung qualitativ und quantitativ völlig ungenügend seien. Jede Milliarde neuen Papiergeldes macht Millionen deutscher Volks- genossen ärmer, die Besitzer von Sachwerten bereichern sich dabei. Daraus entstand der Vorschlag, in die Sachwerte einzugreisen. Die Maßnahme hätte den Vorteil gehabt, daß das Reich am' Erlrage der Industrie usw. beteiligt worden wäre. Die heutige Steuerpolitik ist infolge der unstabilen Valuta eine �-üstphasarbeit. Die bürgerlichen Parteien waren durch keinerlei d-ünde zu bewegen, dem Eingriff in die Sachwerte zuzustimmen. Es gibt heute keine Steuer, die nicht abgewälzt werden könnte, denn wir leben in einer Zeit, in der der Käufer die Waren sucht. Redner ging dann auf die bekannten Kreditaktien der I n d u st r i e ein, die sich letzten Endes als ein großer Bluff bcrausgcstellt haben. Bernstein kennzeichnete das Verhalten der bürgerlichen Parteien in den Steucrousschüsscn. Bei der Ver- wö'enzsteuer haben es die Vürgerlicken durchocsetzt, daß die Tarife für die größeren Vermögen herabgeletzt wurden, während es dem Wirken der«PD. zu danken ist, daß die untere Vermöaensarmze heraufgesetzt wurde. Es ist auch ein Irrtum, daß das R e i ch s- n o t a p f c r fallen gelassen wurde. Dieses Gesetz ist vielmehr i n veränderter Form in das Vermögenssteuenesetz hincingc- ardsitst worden. Di« Besteuerung nach dem gemeinen Wert, die unbedingt notwendig geworden ist, da gerade der Großgrundbesitz feit Jahrhunderten zu niedrig besteuert worden-ist, wurde von sämr- lichen bürgerlichen Parteien abaelehnt. Sie hoben dafür die Be» stenenrnq nach dem Ertragswert durchgesetzt. In dem Steucraus- schuh haben die Anabhängigen harmonisch mit uns zusammengearbeitet.(Bravo!) Dennach sind beide sozialistische Fraktionen stets überstimmt morden. Die Kommunisten hoben in de" Ausschüssen-i-radezu kindlich« Anträge acltcllt. sZwischenruke: Wie immer» Sie haben aber nach deren Llblelmung auch oft für unsere Anträge gestimmt. An den Erträgnissen der deutschen Industrie sind Ausländer in bchem Maße beteiligt. Es mußte Wert dcraui geleat werden, di-lle deu!sch«n Einkünfte der Ai'Sländer ebenfalls steuerlich zu er- foiien. Hier mar es besonders Herr Helfferich(Heiterkeit), der sich d a g e a e n mnndte. Tie Luxusstcuer bat eine Mi'siarde ein- gebrocht. Das Gesamteraebnis aus den Ausschußheratungen der Ste'.»>rvorlagen war schließlich nach Berechnung der Regierung u m I? Milliarden geringer als die Entwürfe vorsahen.— Redner schilderte dann ein-chend die Verhandlungen, die zum Kom- premiß fiidrten. Die SPD. hatte zunächst den demokratischen An- toaa, die Vrlkcpgrtei'cr heranzuziehen, abgelehnt, und soft bis zu- letzt wurden die Parhandlvngen ausübließlich mit den Ko�sisions- portcien oefübrt. In diesen Vcrhandlunaen fielen die VerHand- langen Rathenaus bincin, der in London ganz andere Achtung Ownießt als Stinnes. Die Enaländer achten jeden, der ehrlich für fein Land emtriH. Dssweaen ist der Eindruck, den Stinncs in England nach dieser Richtung hin gemackzt hat, kein günstiger gewesen. kLebh. Hört, hört!) In den letzten Ta-wn des Kompromisses, in denen die Fraktion in Permanenz tagte, forderten wir ein sichkbares Opfer des Besilze» kn Form einer G idonHhe oou einer Milliarde. Das mar unser lcbtes Wort, und Müller erklärte, daß bei Ab- lehni ng dieses lebten Drr'chlogos die Verhandlungen von uns a b- gebrochen würden. Darauf ersuchte W i r t h, diese Erklärung der Sozialdemokratie wohl zu beachten, worauf der Vertreter Becker, der in den letzten drei Tagen hinzugezogenen VoEsportei erregt ausrief:„Dann mutet man uns zu. durch das Joch zu gehen, dos die Sezialdemokrofie errichtet hat."— Daraufhin kam dann das sogenannte Kompromiß zustande. Breitschcid und auch Helfferich beantragten kein Mißtrauensvotum, nur die Kommunisten taten es.(Heiterkeit.) Die Unabhängigen sind bcreik, im Rokfalle für die Republik zu sterben, aber sie sind es nicht, ihr die Mittel zum Leben zu be- willigan.(Zustimmung.) Warum hetzt die Reaktion gegen Rathenau?(Zuruf: Weil er ein Jude ist!) Nein Genossen, er hat Deutschland genützt und darum ist er bei diesen Leuten schlecht angeschrieben.(Zu- stimmung.) Man verzeiht ihm nicht, daß er als Unternehmer D e- m o k r a t ist, und man kann annehmen, daß die Hetze gegen ihn von Stinnes ausgeht. Wenn die Lage sich nicht ändert, muß man den Unabhängigen lagen, daß sie einen großen Teil Schuld an der jetzigen Lage tragen. Sie überlassen uns im allgemeinen die Arbeit, und wenn wir ge- kämpft und etwas zustande gebrocht haben, dann reißen sie solche Kompromisse herunter. Schon vor 20 Iahren habe ich geschrieben: „Die Demokratie ist die Hochburg des Kompro- mifies." Man muh den Mut haben, für das, was man getan hat. die Verantwortung zu übernehmen.(Vroool) Die Arbeiterschaft be- greift in steigendem Maße, daß die SPD. die Partei der Republik ist. So haben wir auch eine ReichstagsauPösunq nicht zu fürchten, wenn wir sie auch nicht wünschen. Die Hauvtsache ist. daß keine Fehler von uns gemocht werden.(Zwischenrufe: Eisenbahner» Bezüglich des Eisenbahner st reiks erntete der Redner allgemeine Zustimmung, als er erklärte, daß die Rcichsgewerkschast den Eisenbahnerstrcik entgegen allen gewerkschaftlichen Regeln in- steniert hat. Die Regierung hat in diesem Falle grundsätzlich recht. (Zustimmung und Widerspruch.) Entscheidet euch so, daß ihr das Vorgehen der Rcichsgewerkschast als unvereinbar mit den Grund- sätzen und Interessen der Arbeiterbewegung anerkennt.(Lebhaftcr Beifall.) In der Diskusston erklärt Schaumberg vom Gemeindearbeit w> verband, daß die gesamte Arbeiterschaft den Streit grundsätzli h mißbilliat, nahm aber dann scharf gegen die Regierungserlasse zum Streik Stellung. Sempkc spricht unier großer Unruhe aegen das Steuer- kompromiß und schlägt eine entsprechende Resolution vor. Zmhof weist auf die Stimmuno der Arbeiter in den Betrieben hin, die durch die Verordnung der Regierung entstanden sei. heivig: Bei dem Steuerkompromiß handelt es sich um die Frage, ob wir die GoldmAliarde bald bekommen. Man„könne sich nicht verhehlen, daß die Rechtsparteien sich mitunter geschickter qc- zeigt haben, die Besitzsteuern zu durchlöchern, als unsere Genossen, dies zu verhindern. Wir wünschen, daß das bei der Durchbcratung des Stcucrkomprrmisscs anders wird. Roch Lilkc, Meyer»nd Holkamp machte Bcvlal Mitteilung über den Schiedsspruch für die Gemcindcarbeiter. Genosse Richter: Es kann nicht meine Aufgab« sein, mich hier über dienstliche Handlungen zu verantworten. Jeder, der mich kennt, wird wissen, wie schwer es mir war, eins solche Verordnung zu er- lassen. Der Streik der Reichsgewerkichaft ist von keiner Seite ge- billigt worden. Die Frage, wie der Streik zu behandeln ist, ist nicht nicine Sache, sondern die der Regierung. Nun kann man sagen, .daß der Erlaß falsch war. Heute waren bei mir die Vertreter der Berliner Gcwer'schaften und der Afa und haben mir erklärt, daß sie den Streik verurteilen. Die Erregung der Arbeiter komme nur daher, weil sie fürchten, daß diese Bestimmungen auf sie angewandt werden könnten. Die Gewerkschastskommission fürchtet das von mir nicht. Wir sind, wie immer, friedlich auseinandergegangen. Es ist notwendig, daß V-'omte, die gegen die Zufälligkeiten des Lebens geschützt sind, die der Staat nicht aussperren kann, für dieses Maß an Rechten auch Pilichten auf sich nehmen. Die Frage des Be- omtenstrcikrcchts muß so geklärt werden, daß solche Dinge sich in Zukunft nicht wieder ereignen.(Z stimmung.) Werten wir ab, bis die Bewegung beendet ist, dann werden wir die Lehren daraus ziehen. Die Staotsantrrität darf nicht unter die Ryder kommen, sonst kommt die V/rsassung unter die Räder und dann die Re» p u h l i k.(Beifall.) Nach einem Schlußwort des Genossen Bernstein wurden mit großer Mehrheit zwei Resolutionen abgelehnt, die sich gegen das Steve rckompromiß richteten. Dle Schlichtungeorönuny voröemNeicbsrat� Im Rcichsrat, der am Donnerstag abend unter dem Vorsitz des Ministers des Innern, Dr. Köster, eine öffentliche Sitzung abhielt, wurde ein Gesetzentwurf angenommen, der die Bczüqe aus der Unfallfürsorge für Gefangene um das Zehnfache er- höht. Ueber den Entwurf einer Schlicht ungsordnung be- richtete Ministcrialdircktcr Dr. F r i ck: Ter Regierungsentwurs be- ruht auf felgendcn Grundsätzen: An der Spitze steht der Grundsatz der S e l b st v e r w a l t u n g. Vorgesehen sind S ch l i ch t u n g s st e l l e n, Landes-, schlichtungsnmter und Reichsschlichtungsämter. � Dem neuen Verfahren sollen unterworfen werden nur Gesamt- sirdtizkeiten, die zwischen einer* Gesamtheit der Arbeitnehmer und einem oder mehreren Unternehmen entstellen. A u« s p e r r u n g e n oder Arbcitseinstellung''n müssen in geheimer Abstim- mung mit mindestens zwetDrittelMehrheit beschlossen werden. Ein Gewerbeauf sichtsbeamter soll zur Kontrolle der Abstimmung ziqezogen werden. Drei Tage sollen mindestens zwischen der Zu- stellung eines Schiedsspruchs und dem Beginn eines Kampfes liegen. Vollstreckung der Schiedssvrüche statt. Die Vorlage wurde gegen die Stimme Sachsens angenommen. Die ghmeinnühigen Bekriebe. wie Gas-, Wosscr- und Elektrizitätswerke, nehmen eine Ausnahme- siellung insoweit ein, als hier die Schlichtungsbehörden auch von Amts wegen tätig sein können. Die Verbindlichkeit eines Schiedsspruches für diese Betriebe kann auf Antrag der Obersten Lan.desbchärde oder des Reichs» Ministers des Innern ausgesprochen werden und nicht nur auf 2In- trag der Beteiligten. Als Rechtsmittel ist lediglich Einspruch vorgesehen wegen Mängel beim Verfahren oder wegen Gesetzes- Verletzung. Ein Slrafvcrsahren für Aussperrungen und Arbeits- einstellungen, die gegen die Bestimmungen dieses Gesekes vorge- nommen werden, ist nicht vorgesehen, auch findet keine Zwangs- Vollstreckung der Schiedssprüche statt. Die Vorlage wurde gegen die Stimme Sachsens angenommen. Der Gesetzentwurf zur Lekämpfunq der Geschleck»etzl— für ungiiliig erklärt werden müssen. Der BcreinSvorstand bar daber beschlossen, daß au' öiriind der-vorliegenden Wahlproieste die bisherigen GeneralversammlungS- delegierten im Amt« bleiben bis die Geneialver'ammluiig zu den Dingen Stellung genommen bai. Das bedingt, daß die bisherige Generalveriammlung die einzelnen Fälle pnin und die Enl'cheidung irisfl. Die ordnungsmäßig nengewählien Delegierten sind regiilriert. Die neue Generalveriammlung tritt indes eril zusammen. nachdem die Neuwahlen in sämtlichen Bezirken gemäß den Beslimmiingen der Vereinssatzung für dem Bezirk- verein Berlin ordnungsmäßig vorgenommen worden sind. Drohender Streik in der Tonauschiffahrt. Ans der Dona» bestehen ernste Tisferenien. Vom Zentralver- band der M a i ch i n i si e n und Heizer sind den Arbeitgebern der Donaureedereien Forderungen übermittelt, welche zum Ziel haben, die Lilm» und ArbeilSverbältnisie der Dottatiichtffer em-ger- maßen den Berhälin-sien der anderen Btiinensiiöme anzupassen. Die beiondercn eigenartigen rnternotionalen VeiHäiimsse gesigltcn eine Lösung schwierig und bat auf glauben die Reedereien sich stützen zu können. Geaenwättg tagen an allen Stationen der Donau Betsommlungen. um zu der ossensichtlicheil Verichleppung der Angelegeitkeit durch die Arbeitgeber Siellmtg zu nehmen. Für die deulsche Sirecke der Donau steht die Auf- nähme des KnnipfeS unmittelbar bevor, was zur Folge haben kann, dag der Streik auf alle Betriebe übcrgreijr. Maurer und Bauarbeiter! Montag abend 6'/» Uhr Mitgltederverfammkung im Bezirk Norden II. Schnlanla, Temmtner Str. 27. Alle Kollegen, die sich nicht den Parolen von Moskau beugen wollen, müsien unbedingr ctficheiiten._ Die haadelsorbeiker in der Puhbranche hielten am 2. Februar eine Bcriammlung ab, in der Schacht über die bisher er- g e b n i s l o i e n Lohnverhandlungen mir den Aibeilgebervnbänden berichtete. Die Unternehmer wollten im Höchfikolle den Ver« heirareten mit Kindern 410 M. pro Woche zahlen Die Forderung einer SOprozentigen Lobnerböbung wurde von den Arbeitgebern strikt abgelehnt. Am 1. Februar fällte der Schlich- tungSaiiSschuß der BelleidungSttidustrie einen SchiedS'vritch, welcher den Arbeitnehmern 25 Proz. Löbnerböhung bis zum 15 März 1022 zuspricht. Die Versammlung, welch- gegen eine starke Minderheit aus ZweckmäßigkeitSgründen den Sätzen des Schiedsspruches zu« stimmte, beantragte in einer Resolution, daß die Atbeiigeber bis zum Montag, den 6. Februar.'die Anerkeiinung de« Schieds- ivruchcS der OrganisätionSleitung übermitteln mü'ien, sie gebt auf keine weitere Verschleppung ein und wird im Ablehnungsfälle in einer am Monlag, den 6. Februar, abends 6 Uhr, stattfindenden Versammlung im GewerlschaftöhauS, Aufgang B parterre, weitere Maßnahmen beschließen. Die Schallplattenarbeiker nahmen am Donnerstag Stellung zu dem Berhandliing« roebni«. mit den Arbeitgebern Nach längerer und sachlicher Diskussion wurden die Zugeständnisse als völlig un« genügend einstimmig abgelehnt und die VerbandSletrung beauftragt, so'orlige nochmalige Verhandlungen mit den Arbeit- , gebern nachznsiichen. Von dem Ergebnis dirier Verhandlungen soll eS abbäiigen. welche weiteren Schritte evtl zu unternehmen sind. Zinn Schluß wurde einstimmig eine Resolution gegen die Mas/ nahmen der Reichsregierung im Etjenbahnerstreil angenommen. vt«»er�atibfnngfo Im mlkteNxotsche« Sroonkohlenbergb««, die unter dem Vorsitz eines Vertreter« bei Reichsarbeit«- ntinisteriums in Halle über den Manteltarif geführt wurden, sind naäi, weilSgiger Dauer al« geild eitert zu betrachten. Der Schiedsspruch sieht eine Verlängerung der Ar» bcitSzeit für die Handwerker vor. oudrrdem eine Lohn» lürzung für die jugendlichen Arbeiter. Die wichtig« Frage de» AusichlusieS der Unorganisierten vom Bezüge der Gozialiöhne und der Uriaubsbezablung sollt« der zentralen Regelung vorbehalten bleiben. Die Arbeitnehmervertreter haben nicht zugestimmt, daher kann eS. wenn e» nicht im letzten Äugenblirk zu einer ver» siSndigung kommt, zu schweren wirtschaftlichen Erschütterungen kommen.— Dre anschtiehenden Lohnverhandlungen wurden eben» falls abgebrochen. AEG. QmtilflStxirf. Jnform.itionSlokal Puttbufcr Strafte 34 det Sillwett. 18811(6« Jnsormotlon von 11 Uhr ob. Heute 10 Uhr Rammln-Hvk, Dutt» buser Sltaftp, Eck« Ziammlerstrafte, gunltionSrlonferen». ePP-�oizardetle«. Sonntag vorm. 10 Uhr in den MustlersSten, Kais««. snihelm-Strab« 21: Versammlung für alle auf dem Boden der EDlb. stehen- den Holzarbeiter.„Die wtrtsck>astltck>« Lage Deutschlands und der strieden». vertrag.' Referent: Tenosse Alexander finoll vom ATGB. ES ist Pflicht aller AnhOnger der SPD., in dieser»oichtigen Versammlung zu erscheinen. Lei eventueller VerlehrsslSrung findet die Versammlung nicht statt. BezirlSderband der SPD. »er»«,»»er«emelnd«. nn» Staatsardctte», L. VertvaltungSbezirt. Montag abend 7 Uhr bei Tiedemann. Waldenserttr. 11, Milgliederdersammlun aller tm Verband der Gemeinde, und StaatSarbeiter organisierten Kolleginnen und Kollegen. Wichtige Tagesordnung I Erscheinen aller ist Vilich!! Die Bezirksleitung. Deutscher Trandportarbetterverband, Distrikt Köpenick und Umgegend. Sonnabend 7H Uhr Versammlung bei Ltlppesohl. Schönerlinder Sir. 8. iiahreSbertcht und Rciiwabl der TtstrltlZIcltung.— Branche Technisches Bühnenpersonal. Sonntag 0 Uhr im?oher de» Groften Schauspielhauses. Eingang SSlskbauerdamm. Mitgliederderlammlung. Bertchterstallung don den Tarif- Verhandlungen. Mitgliedsbuch legitimier«. Deutscher Elsenbahurr-Verband. Tresfpunlt zur Beisetzung de» Usch« der Senosfln Lictz Sonntag 11 Uhr am Wolsenmarst. �rbeltersport. AeOeltedchtudfalrrr�«»»„«olivueU»«". Touren für Sonntag, den t. ye- bruar. 1. Abt.: Bau- UN» VeiletzeSvtuseu«. Tresspuntt 12 Uhr Invalide,!» strafte HO. 2. Abt., Spandan(Tlvolt). Star» 1 Uhr Lansthec Platz. S. Abt.: NriedrlchShage»(Schllttschuh). Start 13 Uhr«rnSwalder Platz. «. Abt.: veftchttgnng der Kvnsumgenoflenschaft. Rltterautstraft« Start 0 Uhr Kopenhagener Straft« 30. 7.«dt.: SchSnioald«(Klöpser). Start Z Uhr Ko- l-nieltrafte 147. 8.« b t.: Ardelter-WohlsahrtSauSstellung. Tresfpunlt 1 Uhr Krauenhoferstraß». 4. gedruar. MaStenball Stadttheater Alt-Moabl». 0. Abt.: Bchönivalde(Klöpseel. Start 2 Uhr Schulslr. 114. 10. S d t.: Strelszvge durch den Osten. Start 1 Uhr EomenluSPlatz. 11. Abt.: PlchrlStverder(Freund). Start 1 Uhr Utrechter Strafte v. SshdoOspie»«»et Mltfischrn Cpirt-llmlmieun« sArbetter-Turner-Bund) am 8. Fedruar(Ansang 2)4 ttht): Fichtc-Gesiindbrunnen— Odersprce(Rrl- nickendors. Thuner Straft»),' Luckentvatde 1— Sparta(Luckentvalde, Beesen» drücker Strafte): Pankow 08— Teutonia 10(Pankow, PlchelSwerder Strafte): Stralau— SilMtiB-Potwärt»(Stralau. Eoftlersir. 8«; Adler IT— 7. 8. Pantow ....... oft»); Merkur 06— F. B. E(Srllnau. Am Kanal): AndreaS�poser-Platz): Neiftenlee— Lichten »Ichtenberg O: 3)4—4 Uhr(Jffibtgre— Cuosty— Sportplatz WUmerSdors Bllrf» tembcrgische Strafte: Moabit II— Echönholz- II: 1— 2'i Uhr(.oarncdct); Moabit l— Charloltenburg X: 214—4 Uhr(Schröder— Zahn).— Stadt: cr Spielplatz Westend: Charloltenburg II— Fichle-Lst I: 1014— 12 Uhr(Du f— Brust).—(�emeinde'Sportplatz Staalcu; Etaalen— Roland X: 2?�— 4 Uhr(CW* sellschastsspiel)._ vorträae. Vereine und versammsnnsen. Humanistischc(Zcmciudc Berlin E. B. Sanntag, den 8. Februar, nach« . mittag» 2 Uhr, Fricdr.-Werd. Lbereealschule. Niederivallstrafte 12. Dr. Rudols : Penzig über da» Thema:..Wir und die anderen." Eäste willsomme». Freireligiöse(pemeindc. Sonniag vorm. 11 Uhr im RatbauS, tiänigslrafte, Vorirag de» Herrn Dr. M. Brie:„Goethe als Pädagoge." Harmonium: „Erllönia"(Schubert). Pappcl-Zlllce 12. vorm. 11 Uhr. Vortrag der Frau . M. Lrilche:..Ter ToicmiSmuS als Kernproblem der ersten religiösen Entwick- ! lung."— Güsle willlommen. diSt- Minerva— Brandend uro 03(vorfigwalde._______________________ diSka(Adlertihof, BiSmarckslraft«): Frisch-Frei— Borussia(Stiedersebönewetde, Berliner Straft«. PaSanltalt): Luckenioald« Ii— Teutonia 00(Luckenwalde. Ber- , AndreaS�oser-Vlatz): Weiftenle«— Lichten- Viktoria— Froh- Frei(Tempelhos. Am Kanal): ersigwald«, ilonrodsteaft«): AdlerShos— Vor- lenbrücker Strafte): Brttannta— Spandem(Lichtenberg. WagnerNrafte)! Lichten- Luckenwalde neuen.. mlnla— Rathenow Wetterbericht bis Sonntag mittag. Anfang« noch überwiegend trübe mit tkichle» Lchneesällen und mäkigem Frost. Später im Südwesten geil weise nusllarciid und langsame Erwärmung. (Riederlehme, Dorsplatz); Motzen— Fschte-Ost(AUGlienicke. Rudowrr Strafte): Dt.-Wusterhausen— Eoncorpia(in Wusterhausen): Fichtenau— Ketschendorf (Fichtenau. iZutendeegsiraft»): KaulSdors— Fredersdorf(Knuisdvrf, Frant- furter Strafte): Mün«»bera— EggerSdort(Münchrbrrg. Hauvtstraft«): Teltow— vald« 8(Teltow, Augusiftrafte): Trebbin-BrandenSurg(Trebbin. Beim Faltenhagen— SiemenSftadt crmart(Moabit. Sickingen- (est. Auguste-Pittoria-Allee): Hansa-'-Elton« lHoSenneuentwrf. Suimsiaslraftel: Hennigsdorf— Aord(HennigS- dort. Am Bahnhof)! Bittoria— Eisenfpalterei(in SberSwald«): Eintracht— Bernau(ig Oranienburg).---- Vorher finden hie Spiele der 3. Mannschaften statt. To» elften-8« eei»„Die Ratnrsreunde» Fugendgruppe Abteilung v« d- d t n 8. Sonntag, den 8. Februar. Wanderung: Köni8sw»sierba»sen— Frieders- dorser Forst— Ertner. Tretstmntt 7 tl� Sörlitzer Bahnhof oder 7.ZZ Uhr tzliederschönrweld«. Hocke» splil»»er MgeNlchrn Bptet�eeetnlgnug. Auf den Pl»ben S»ön- houfer«Nee: Ficht* 1 ll-Ficht, 3: 1—8)4 Uhr(Sippcrl— Vogel): Ficht» 1 1— (Fatlenhvg«!______________ W. strafte): Retnickendors— Hertha 13(Reinickendorf-! ' ms--"-'----- Hierzu I Beilage Vtmetet: Karl Kais', Poisdim, Blsmarckstr. 3 Fernsprerhe': Amt P.is,! m Nr. 366 u Wilhilm Wittel, Henln-Wilmer darf, Meck raburglscnt Stiaße 20, Ferarpreehei: Amt Pfalzburg Nr. 3100. w m. iw i ii«i inr.. uvviruw.izw j Shm Eine neae Ennngenschaft dentscher mediziiischer ronclmg: RncbKti (englische Krankheit) ist Jetzt sicher heiihnrl Rachiti« i« eine derart»er. breitete Krankheit daß— was häuf.g unbekannt— last Jedes Kind in Mitteleuropa im ersten Lebensjahre eine rachitische ErkraokunE durchmacht Rachitis bedroht alle Kinder vom I. bis 6. Lebensjahre« Rlcidirtel ob arm, ob reich, gut oder schlecht crnlhrt, auf dem Lande wie in der Stadt Die Wi kung der bisherigen Behandlungsmethoden war meist langwierig und konnte daher oft eine Vcrkrflppcl ing nicht mehr verhüten. Im Cirunde hatte die f'orschung des Jahr» zehnts keinen praktischen Portschritt gebracht. Erst 1919 gelang ps in Professor Biesalskis Oskar-Helene-Heim tör Heilung gebrechliche' Kinder zu Berlin-Dahiem dem Assistenten der Anstalt, Dr. K. H u I d s c h i n s k y, den Nachweis zu erbringen, daft die rationelle Anwendung der neuen, sogenannten Ultravlolett- Therap e, d. h. Bestrahlung mit;KünsÜicher Höhensonne— Original Hanau— als ein neues sicheres Heilmittel gegen die Rachitis anzusehen ist, das in jedem Falle die Krankheit in kürzester Zeit zum Stillstand und zur Abheilung bringt Die aufsehenerregenden, vielen Aerzten noch unbekannten medizinischen Untersuchungen von Dr. Huldsehlnsky sollten von allen Angehörigen bezogen und dem behandelnden Arzt vorgelegt werden.(Pteis M. 2,50, siehe un.en) Aosblicbe der neuen Entdecksng: Da es mögreh ist, im Monat 192 Kinder und im Jahre weit über 1000 Rachitiker mit einem einzigen Apparat zu heilen und jeder nur einen Monat hindurch vorbeugend bestrahlte Säugling vor späterer rachitischer Erkrankung geschützt ist so sollten alle Eltern, Stadtverordnete, VoIksfreunJe, Betriebsräte darauf dringen, daß alle Kinder Im ersten Lebensjahre systematisch einer Bestrahlungskur zugeführt werden. Jede Fahrik. jede Gemeinde, jede Krankenkasse kann die relativ geringen Kosten für Einrichtung eines ärztlich geleiteten Bestrahlungsinstituts ohne Schwierigkeit aufbringen. Verlangen Sie zur Begründung von Antragen das .Rachitis-Merkblatt für Mütter and Pflegerinnen*' kostenlos I ScWHOd* Eine Caterlassoogssünde wurde vorliegen, wenn Dr. Hu'dsch'nskys Forderung unbeachtet bleibt:.Die Schutzbestrahlung gegen Rachitis sollte so allgemein eingeführt werden wie die Schutzimpfung gegen die Pocken. Jedes Kind, gleich ob bereite Ztiehen von Rachitis an ihm wahrnehmbar sind oder nicht, sollte in •einem ersten Lebensjahr wenigstens einen Alonat lang einer Bcstrahlungskur unteiworien werden. Geschieht das, so haben wir jetzt Aussicht, die Rachitis als Volksseuche Uberhaupt verschwinden zu sehen. Rachitis darf ietet In einem Geordneten Gemeinwesen Dberhaupi- ment mehr von-omnien." .Künstliche Höhenso ne— Original Hanau'— sind für Acrzte oder Kliniken bestimm e Apparate zur Erzcugunll unsichtbarer ultravioletter Sirah en, des HaupiheiUakiors der Hoch- gebirgskuren. Ein Verkauf an Private findet nicht statt. Selbst- Behandlung ohne ärztliche Vorschrift i>t gefährlich und ausgeschlossen. Ueber 18000 Aerzte.Univcrsi ätskl n Ken und-ins itute behandein seit Jahren mit Künstlicher Höhensonne— Original Hanau. Die Bcstrah'ung beschleunigt und verstärkt die Wirkung vieler Medikamente und anderer Behandlungsmethoden; sie bringt Hebung auf überaus zahlreichen Krankheitsgebieten — fragen Sie Ihren Arzt—. namentlich auch bei Skrofulöse, Knochentuberkulose und Tuherkuloscvcrdacht— Eine gemeinverständliche Darstellung der Wirkung und Anwendungsgebiete liefern nachstehende Buchwerke! Die UitravinHt- MMtäüdk «Mtantazof Me oenaalH(alsa a letzt rsctzlitscftes) SckUelttckce des Staftiats vea etzea gncles. vw frolc, vtcncklee n«(t ftftee«er Sttre, 41» klein««tdecVlfc im HInterkopl. Bei de- etnnencker BecMu* kann maa nun>u beiden Selten and hinter. der dreieckigen Schtdel- IBcke eine ungewöhnlich» Weichheit des Schldelknochene(Inden, jede Motter und POegerln o» I eon Zeit e« Zeit denech suchen. Die Stellen IQhlen sieh en wie ein Zelluloid- hkll oder ein Onmmlhen. fe i.ech der Schwer� der Erkrankung. Therapie der Rachiti». Von Dr. med. Huldschinsky, geo. m. 2,oü. —.betnne als tlenmiitel." Von Dr. med. F. Thedering. geb. M. 6,60.—.Skrofulös»'hre Ursachen. Bedeu'unc und H.üu g,' Von Dr. med. P. I hedenng, geo. M.(,IU—.Die B.deuiung üer vor- schieden ariigen Strahlen für die Diagnose und Behandlung der Tuberkulose." Von Dr. R. Gassul vom Berliner Universität-inslhut für Krebsforschung.(Mit dem Robert-Koch-P. eis für Tuberkulose- Forschung gekrönte Monographie) geh. 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Zm Ztame« brr iraurrnden Hinter» dlirb enrn Margarete Störte» a>» Ilntelin Dresdener Sir. HB. Berlin, 1. Februar. Die Beerdigung findet heute Sonn- adend, 4. Februar, J Ufti, nachm. der Kapelle von de» Simon- Lutas-Fried» , Tempelhoser au» siait. Borwart» stredead» med Lrfjnäer Buie Berdlenstmöglicht. «usllörung u. Anregung gebende Vrolchitr»: BIu uousr»eift 7 lend. geai 9. achmann 4t ft«., Bln. KoniagräurrElr tl lMe«-Zevtts!e St-utZll«!.»n-sedeckste. 7. An- u Vertauf von Flug- taub,». FutUtmittei k. i Cfi nserate l« Vorwärts sichern Erfolg! Möbel roch in bllllsca Preisen solange Vorrat reicht de! kleinster 4a- uad Abiabmag BOrgerllehe Vobmuisseliirich!. Wiligzlvi.,Ullilzim., SpdiulRR.Hemulu. Buotc Aitchen Blnzcln« MShel Llcterc auch n. answ. Utccrnng hesteal. Möbel-Gohn Gr.FraiiklDrt8rStr.S8 i Min. r. Aleisndcrgl. Fil.Badstr.47/48 5 Mlartzkl(iesuadkr. ScimQrscbohe �S-SOlV�Ä Schaftstiefel- Herren-Ulster uom Schalmapp. t Militar-Mantel, Röcke tt&r, ferner«r. Pmtra veoch. Oeschlrr- u. 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Natürlich ist dies« weniger angenehm« als romantische Postkutschern eine sehr kostspielige Sache und nur für die Besitzer allerschwerste: Ge'.dbeulel erschwingbar. Da die Wagen kaum mehr als SV Kilometer in der Stunde fahren dürften, so wird bcilpiels- weise eine Reise nach Hamburg(WV Kilometer) etwa 9 Stunden dauern. Bei den herrschenden Schneestürmen und angesichts der sich durch verwehte Straßen ergebenden Möglichkeiten alles andere als ein Vergnügen. Slehnlich steht es mit der Flugzeugbeförderung, die bei dem herrschenden Wetter noch mehr ungeahnte Möglichkeiten in sich birgt. Nichtsdestoweniger soll von morgen, Sonntag, den ab erstmalig nach Hamburg(250 Kilometer), nach Braunschwctg(2C3 Kilometer), Dortmund(4Ä0 Kilometer) und voraussichtlich auch nach Leipzig ilW Kilometer) und Dresden(ISS Kilometer) ein regemähiger Per- sonenflugdienst eingerichtet werden. Für Gesellschaften bis zu 4 Per. � sonen werden Kabinenflugzeuge, für Reisende bis 8 Personen Groß- ' flngzsug« bereitgestellt. Die Reisekosten betragen ZV M. je Kilo- Bieter. Aicgeut* Driesfendongen. Für die nächste Zeit richtet die Postverwoltung zur Beförderung von Briessendungen L u f t p o st v e r k e dr aus den Strecken Berlin— , Hamburg, Berlin— Dortmund, Berlin— Bremen, Berlin — Stettin und Berlin— Dresden ein. Weitere Lustposwer- ' bindungen sind geplant. » Uobcr die Dcrkehrslage in BerÜn ist folaendes mitzuteilen: Der Güterverkehr ist völlig zum Stlllstano gekommen, well die großen Lerfchisbehohnhöfe größtenteils nicht mehr besetzt sind Ein- gelaufen waren bis in die Nachmittagsitunden auf dem Gär litzer Bahnhof Z Güterzüge, die Milch gebracht haben, auf dem Nordbahnhof zwei Mt'chzüge, während der Hamburg-Lehrter Bahnhof überhaupt keinen Zugverkehr hatte. Die Güterannahme ist allgemein gesperrt, um«ine Verstopfung der Bahnhöfe zu ver- hindern.— Im Fern Personenverkehr fallt« um 2,VS Uhr nachmittags ein Zug nach Magdeburg abgelasien werden. Bis in die späten Rachmitiagsstunden war aber an die Abfahrt nicht zu denken. Es muß bezweifelt werden, daß der in Aussicht gestellte Notverkehr überhaupt in Gang kommt. Eingeschränkter Bekrleb ans dem Postscheckami. Der Eiscnbahnerstreik hat auch eine erhebliche Einschränkung km Betriebe des Postscheckamts im Gefolge gehabt. Durch den Ausfall der Vorortzüge konnte ein Teil der Beamterr nicht zum Dienst er- scheinen, so daß dir Direktion sich zu einer Verkürzung der Geschäfts stunden veranlaßt sah. Besonders empfindlich wurde die Vetriebseinschränkung für die Postscheckinhaber, die unter erheblichen Schwierigkeiten aus den Vororten nach Berlin gekommen waren. Vor dem Gebäude des Amts in der Dorotheenstraße spielten i �ch mittags um 12 Uhr, als die Kasienräum« bereits geschlossen waren, recht erregte Szenen ab. Das Postscheckamt wird, bis die Ver- lehrslnge sich bessert, bereits um 12 Uhr mittags fch.ießcn. Steigen üee Lebensmittelpreise. Die verllner Zufuhren für einige Tage gesichert. Die Versorgung Berlins mit Lebensmitteln Ist, soweit es sich ' übersehen läßt, noch aus einige Tage sichergestellt. Da die Fleisch- * zufuhr in letzter Zelt überaus rege war, kann man im Augenblick man Clüem Flcischmangel noch nicht reden. Wie lange diese Vorrät« den Bedarf der Bevölkerung decken werden, kann selbstverständlich im Augenblick nicht gesagt werden. Die Zufuhr von Naturbutter war schon, bevor der Streik eintrat, nicht gerode reichlich, aber man rechnet uMer den augcnblick- lichen Verhältnissen, mit den vorhandenen Beständen noch 8 bis 14 Tage die Kauflust befriedigen zu können. Ein« Knappheit der Margarine wird in absehbarer Zeit nicht eintreten, da die Lager gut gefüllt sind. Ebenso wird ein Mangel an Schmalz nicht ein- -reten. Sind die Mehl- und H ü l s e n f r ü ch t e b« st ä n d e aus einige Zeit gesichert, so muß man leider vom Gemüse das Gegen- teil behaupten. Hier war die Zufuhr dauernd schon flau, und die geringen Vorrät« werden nicht lange ausreichen. Das wenige, das zer Achse von den Gütern'Berlins gestern angerollt wurde, ist nicht mstande, den Bedarf zu decken. Do« Bild, das sich gestern abend in der Zentralmarkt- halle bot, stand im Zeichen des Eifenbohnerftreiks. Konnte man vorher von einer Käuserruhe sprechen, so machte sich gestern das Gegenteil bemerkbar. Die F l e i s ch e rst 5 n d« wurden geradezu b e l a g e rt Dieses unsinnige Kausen wird zuMhst den üblichen Erfolg zeitigen: das Steigen der Preise. Ruhiger ging es bei den Fisch ständen zu. Hier herrschte das alte Leben. Lebhafter wurde bei den Gemüsehändlern gehandelt. Bei den Auktionen der städtischen Verkaufsvermittler herrschte Ruh«. Ihre Stände, die sonst stark gefüllt waren, weisen zum Teck eine gähnende Leere auf. Die verurlelllen wohnuvgsbeamten nicht mehr tu ihren Aemlern. Die Teputaiion für Wohiningeweien teilt mit: Tie von der Sirai- lammet des LandgeiichiS II verurteilten ictmlMiien Personen sind scko« vor zwei I a b r e n aus dem Ainle entfern worden, sofort nachdem der Zentrale von den Vorkommnissen Mu« teilnng gemacht worden war. Es ist in solche» Fällen stets tn gleicher Aeiie verfahren worden. �edenslnittelpreZse des Tages* Zolahr: Flcisoti«chr-ach, rloschStt?obr ropro Fische oG-a« ir.-tppoi, GcscliSft rahig Ob.>: and Oomäso achvra.-h, Geschürt ctaos lebhc't. * Am pesti igen Freilcg gtilicn in der Zcnirnlmnrkthane fcdgendo Kleinhandolspraue: 8indfleis;;h, Kenle 2!-25 M. Bios- 17-19 M. dos Pfand. Kalbfleisch 18—24 M. Hammelfidich--Kindt nnf 18—10 M. Schweinefleisch lHüchen an>1 Kippespeer) 23—44 M.— GSnse i7 i.nd 28 M. MShaer 28- 28 M. und Pulen 21 S! Käsen durchschnittlich 14 M dns Pfund. — l ebende Garsclis 18 M. und Biel« 12--11 M. Meehte in Eispacfcimg 13—14 Iii. und Karpfen 18— 20 M. PlfiUtn 8—6 M., lebende 13— lä M. Schleie standen mit 82 M. dos Pfand ansgczetclinot, Zander mit 28 M. Ksbehau 6M— Natorbutter 49— 55 M. Margarine 23—'iO M. Schwelne- sehmalf 32 M. Sraikohl den Pfund 2,50 M. and Rotenhohl 11-M Wirsingkohl 3,50- 4,50 M. Weißkohl 3 M. Linsen 11 il das Pfand. IVciüe Bahnen 6— 7,50 M. Erbsen 6—8,50 M. Graupes 6.50—8,50 H. Reis 8—10 M. Hafermehl 9.80 M. ff Der Jndcrmord vor Gericht. Vernehmung der Augeklagte« Frau Singh. In der gestrigen Verhandlung gegen den des Mordes an dem indischen Studenten Singh ougeklagten Chausseur Arnold, den Schlosser K ö r w i e n und die Frau Singh wurde der Angeklagte Körwien zur Sache vernommen. Er schilderte, wie ihm Arnold erzählt habe, Frau Singh wolle sich von ihrem Manne scheiden lassen. Singh habe viel mit anderen Frauen verkehrt, und um dies zugunsten der Frau Singh in der Ehescheidungsklage sestznstellen, habe Arncld ihn gebeten, ihm bei der Beobachtung des Singh behilflich zu fein. Auf die Frage eines Geschworenen, in welcher Höhe er sich die von der englischen Regierung aus den Kopf Talaat Paschas angeblich ousgeftzt« Belohnung gedacht habe, erklärt der Angeklagte Körivien, daß ihm Frau Singh gesagt habe, es Handel« sich um 20000 Pfund Sterling.(Heiter- feit.) Die Vernehmung der Frau Singh, der Witwe des ermordeten Sindenten Singh. erregt« besonderes Interesse. Di« Angeklagt? gibt u. a. zu, daß sie schon am zweiten Tag« ihrer Be- kanntschosl in intimen Verkehr zu Arnold- getreten sei, obwohl st« mußt«, daß Arnold verheiratet war und van seiner Frau getrennt lebt«.— Der Vorsitzende bringt eine Reihe von Liebesbriefen zur Verlesung. In einem dieser Brief« hatte die Angeklagte an Arnold geschrieben:„Ich möchte von deinen Händen getötet werden!'' und in einem zweiten:„Maxl. Waxl, komm, erlöse mich!" Die An- geklagte gibt zu, daß sie den Arnold aufgefordert habe, ihren Mann, den sie im Verdacht der«helickien Untreue und auch des Diebstahls gehabt habe, zu beobachten. Sie bestreitet, daß sie den Arnold angeregt habe, einmal nach dem Exeelstor-Holel zu gehen, um dort Verbindung mit dem dort wohnenden englischen Spion zu suchen. Dafür, daß es sich um politische I n t r i- gen handelte, hat die Angeklagte keinen Anhalt, ebenso nicht dafür, daß Arnold von politischen Gegnern des Singh zur Tat angestiftet worden sei. Die Tatsache, daß sie gerade in der Nacht der Tat nicht In dem Zimmer ihres Mannes, sondern bei ihren Eltern geschlafen hob«, erklärt kde Angeklagte dahin, daß Singy bettlägerig krank war. Nach Abschluß dieser Vernehmungen er- folgen die Sutachleu der medizinischen Sachverständigen über den Geisteczustand das Arnold zur Zeit der Tat. Prof. Dr. F o r st e r schildert den Angeklagten als einen Epileptiker, der bei ihn erregenden persönlichen Angelegenheiten leicht in Wut gerate. Medizinalrat Dr S t ö r m e r bedauert«, sich diesem Gut- achten nicht anschließen zu können, sondern ihm direkt widersprechen zu müssen, da es viel zu weit gehe.. Epileptische Anfälle seien beim A�-erlagten von keiner Seite beobachtet worden, es liegen nur fub- ftktir« Angaben des Arncld darüber vor. Bezüglich der Frau Singh bekundet Medizinalrot Dr. Stürmer, daß diese zwar in geringem Gerade an der Basedowschen Krankheit leide, aber eine gel st ig durchaus gesund« Person sei. Auch von Hysterie sei bei ihr keine Rede, ebensowenig sei sie als Morphinistin anzusprechen. Hierauf wird Li« weitere Verhandlung auf S o n n- abend oertagt. Si« wird wohl noch bis Mitte nächster Woche dauern.__ Ter Mietstreit um ein PrinzenpalaiS. Um das historische Palais am Wilhelmsplatz, das von Schinkel erbaute sogenannt« Ordenspalais, wurde ein interesianter Rechtsstreit vor dem Landgericht I zum Austrag gebracht. Das Wohnrecht in dem Palais war seinerzeit dem Prinzen Karl von Preußen und seiner Linie eingeräumt und im Grundbuch eingetragen worden, so daß dos Wohnrccht gegenwärtlg dem Prinzen Fried- r i ch L e o p o l d zusteht. Nach dem Amtsantritt de» Finanzministcrs Lüdemann erließ das Finanzministerium ein Verbot an das Aus- wärtigc Ämt, das das Palais gemietet, hatte, und verlangle Ab- sührung der Miete an die preußisch« Generaistaotskasie. Dos Aus- wärtig« Amt wollte aber für keinen der streitenden Teile Partei izehmen und h i n t e r-l e g t e fortab die Miete bei der amtlichen Hinterlegungsstelle. Der preußische Finanzminister trat nun noch- mals in dringender Weise an dos Auswärtige Amt heran, und ver- pflichtete sich, die Bürgschaft für allen Schaden zu über- nehmen, der aus der Zahlung an i h n dem Reiche entstehen könnte. Dadurch ließ sich das Auswärtige Amt bewegen, die Miete nach der Anweisung des Finanzministertums zu zahlen. Der Prinz focht die Zahlungen als rechtswidrig an und erhob Klage gegen den Reichs- fiskus auf Zahlung der Miete an ihn. Das Landgericht erhob Beweis über die seinerzeit getroffenen Abmachungen, nahm nach Einsicht In das zngrunde liegende Aktenmaterial zugunsten des Prinzen als erwiesen an, daß diesem der Anspruch auf die Miel- Zahlungen zustehe, und verurteilte daraufhin den Reichssiskus zur Zahlung der Mictbcträge an den Prinzen. 5?ein Streik der Hoch- und Untergrundbahn. Die.Freiheit" brachte gestern abend die Meldung, daß dl« An- gesiellten der Berliner Hoch- und Untergrundbahn gestern nach- mittag zum llisenbahnei streik Stellung nehmen würden. SS sei anzunehmen, daß sie die sofdriige Sullogung des Betriebes be- schließen würden. Diese Milleiimig ist durchaus falsch. Im Be- Uiebe der Hoch-»nd Untergrundbahn befaßten sich die Angestellten lediglich mit der Abitnninung über den Schiedispruch zu ihrem Gruppenabkommen. Keine Streikarbeit. - Ter Zentralverband der Maschmisten und Heizer teilt aus viel-- fache Antragen mit. daß zurzeit von seinen Mitgliedein jede � S t r c t t a r b e i t a b z u l e b n e n ist. Aber es soll bei dieier Gelegenheit daraus hingewiesen werden, daß ein großer Berufs« verband, wie der der Maschinisten und Heizet oder doch wenigstens dcr�lDGB. in Znbinjl von dem beabsichtigten Streik in Kenntnis geletzt tverden muß, wenn man auf die Solidarität der fteie« Gclverlichaften rechnen will. Andernfalls werden dl« in Atage kommenden Organisationen in kommenden Fällen sich a« nicht» g e bu n d e n nachten. Tie KleinhanSstadt auf dem Tcmpclhofer Feld. Der erste Bauabschnitt der SiedlnngSanlaae. die von der Äe« meimintzigen Tempelbofer Feld-Heimstänengesellschaft mit Unter» stützimg von Reich und Stadl ausgeführt wird, ist jetzt vollendet. Auf der Westseite des Tempelhofer Feldes, wo »riprllnglich Hobe Mielshäuser errichtet werde» sollicn. ziehen sich setzt frenndlich« Flachbänser den zwei Stockwerken in übersichtlicher Gruppierung hin. And dem winterlichen Weiß de? Feldes erbeben sich rore, gelbe und weiße Reihenhäuser mit raten Dächern und da? ganze gewährt trotz einer gewissen, durch die Rot der Zeit bedingten Nüchtenrheit«inen anheimelnden Anblick. Der erste Bauabichniti von lb0 Häimn ist bereit« verkauft. Nur die Siraßen konnten infolge der WltterungSeinflüsse noch nicht fertiggestellt werden. Zur Frage der Zuwahl von Lürgerdepulierlen ,u den zentrale» V e r w o! t u n g S d c p ii r a t i o n e n hat der Magistrat erneut SleNimg genommen. Dabei wurde allseitig zum Ausdruck ge» bracht, daß die Zahl der Bürget deputierten möglichst k l e r n bemessen werden müsse, damit der GeichäftSaang in den Deputationen nicht leide. Ternenlsprechend wurde beiÄlossen. die Zahl der Bürger» depulierien in den Depniarionen ans sechs festzusetzen mit Aus» nähme der Deputationen für«rbeii und Gewerbe, iür Feueriotietät «nd rür Sckmlwefen, bei denen es bei den bisherigen Beschiiisie» verbleiben soll. Der Magistrat bat der Stadtvetordnetenversamm» lung eine enlsprechende Vorlage gemacht. Steuererklärung lS?l. Die Finanzämter Groß-Berlln« erlassen im Jnseraienteil der vorliegenden Nummer eine öffentliche Auiforderniig zur Stenemlläning zum Zwecke der Einkommen« steuelveranlagnng für da» Stennjahr 1921. Die Steuetkiärung muß bis zum Id. März d. I. bei dem zuständigen Finanzantl ab« gegeben seilt.__ Grofi-öerlmer parkelnackrickeea. DePrksvorskcmdsmiiglleders Heule nachm. S Uhr wichsige Sihung de« Bezirksvorstandes im Sekrelariat, Litidenstr. Z. Es darf keiner fehlen. 2. JtitU. Tiergarten. tSonnaicni, den 4. xctsfigung Wllbelmehascaer Sic. 78 Heuke. Sonnabend, den 4. Acbruor: lk. Abt. T injr Sitzung dir Bezirksiührer und BetrieSeventrouenÄeNt« tat Shelfdj, crbrtfliaiuaflrofje 13«. 1«. Abt. Srertom, 7 Uhr Sitzung famijtdiet sinnfflnnSte bei Mich«. KCfeeV strotze� 98. Sehr wichrige Tagesordnung. Erscheinen de, KuntttonSr« 181. Äbl. RlcbetidjJnbanfen. Tie sTnnftionätfonferenc findet nlift flatl.#ie Pezirfsslchrrr werden«rludl,»u der um Mittwoch, den 8. siebeuor, de! Riindf ftaüftndcnbcn Milgllederversammtnng einzuladen und die Zlotiz am Dienstag auch jit berditc». ZnngfozwIIsien. r.aslenrevifwn nachmlitage« Uhr Im Brzirksverbend Anden» strotze Z, 1. Hos, 2 Treppen. Morgen, Sonntag, den S. Februar: 18. Abt. grgb 10 Uhr Konferenz der Dezlrtofsthrc: und Betrieb sverira Iren». teuft bei Schmidt, Stromstr. 41. 4». Abt. sirLH 19 Uhr Bezirt Bartels, gnsammenkunft bei Rai. Aeichen» berger Str. 98. äleutrchl des Bezirkeführer«. 47. Abt. grüh 9 Uhr Konferenz aller Funktion Ii re und Belriebovertrau»»»» tenle bei Srosser. KSpeniefer Str. 29. 48. Abt. sirllh 9 Uhr plintkl'ch Sitzung fZmfllcher Bezirksfllhret unb»e» ttfebsocrtiQuensIeutc bei Züspodzani/ Brondenbnrgstr.»4. 68. Abt. Halenlee. 7 Uhr gemlittichra Beisammensein in de» FlornsSIen, Iohann-Georg-SIratze 17, mit Tanz, ch-alie wiiltommen. Znnolszialisten. Truppe Lichtenberg. Trotz des Elsenbahnerstreike findet die Wanderung statt. Trefspunlt 8 Uhr Dahnhos Straleu-Änmmetsburg.— S nupe Schön-be-g.Frledenao.-Besuch der Roiionatöfonomie. Tresspunkt 8 Uhr Kaiser-Wilhetm-Plotz. ?ugenüveranstaltunyen« Beteln Arbeiler-Zugend Sroft-Betfin, SW. 88, Lindenstt. Z, Z. Hof. t Trp. Telephon Moritzplatz 121 08�-121 1». hruls. Sonnabend, den 4. Februar: Eine Konferenz der Abtellungeporsttzenden findet heule abend um 7 llht tot Jugendheim Lindtnftt. 3, 2, Hof..8 Treppen, ftalt. Degen der wichtigen Tages» »rdnuna mtlssen alle Borsitzeuden»ertreien sein. Ohne Ausweis kein 8U> Iritt. Die Abrechnung der Theaterkarten vom 5. Februar mutz schnellstens et» folgen. Die Mondaie zur autzembentlichen Seneralverlammtung Müllen in Empsong genommen werden. Morgen, Sonntag, den 5. Februar: Nochmiftaqs Z Uhr findet im Neuen Dolks-Theafer, Köpenicket St«. 88, ein« Thoofeivorstellung statt, sine Aufführnng gelangt„Heuchler" von Schorn. Eintrittskarten zum Einheitspreis von 8,80 Mk. sind an der Kasse und i» Jugendlekretariat, Lindenstr. 3, 2. Hol 2 It., zu hadern. ßeute Scjjtusskg HERMANN T I ETZ LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ FRANKFURTER ALLEE SessenWe Motllenuig 1. zur«teucrcrtldruna zum Zweck der Siiltommrnftcurr«« rranlogung für das Stcuerjahr»S�i. Auf Grund des S 39 de» EwkommenNeuerge fetze, und der vom Reichsmmifter. der Finanzen gemäß K 32 der Ausiiihrungsbestimmungen ge- Iroffenen Festsetzung werden 1. alle im Sfjit.e der unterzeichnelen Finanz ämter wohnenden oder sich dauernd oder nur oorilbergehend aushaltenden selbständig steuerpflichtigen Personen(Deutsche oder Rtchtdeutsche); 2. sämtliche Perjonen, die, ohne Im Deutschen Reiche zu wohnen oder sich aufhalten, tn dem Bezirke der unterzeichneien Finanz- ämter Grundbesitz haben, ein Gewerbe b«. treiben, eine Erwerbstätigkeit ausüben oder Bezüge' au» öffentlichen, innerhalb de» Finanzamisbeziise« gelegenen Kasten mU Rücklicht aus gegenwärilge oder frühere Dienstleistung oder Berufstätigkeit erhalten, soweit die vorstehend Genannten nicht bei einem anderen Finanzamt eine Steuererklärung abgelen nnd soweit sie im Kalenderjahr 1921 oder in dem während diese» Kalenderjahrs» endenden Wirt- ichast» ahr lSefchäiisjahrf ein steuerbare» Gin- irhr�al» 2i 000 SSL dezo�e��ben, . n Vordruck, 15.«är, 1022 bei dem für sie zuständig«« Jinanzomt abzugeben. Dt« Verpflichtung zur Abgab« einer Steuerertläruug desteht auch dauu,«euu«tu * gelaudi Ist j Tücalcr, Udilsplcic iisw.| mraairtw. oaocsaoooo kommen von Bich Vordruck nicht zuaelandi ist. Selche» Finanzamt zuständig ist, bestimmt stch nach den am 20 Oktober 1921 bestehendin Per- hältnisten(Wohming bzw Ausenthall an diesem Tage u w). Wer die Ertlärung bei einem anderen ai» dem zuständigen Finanzamt abgibt, wolle die» und den Grund dazu mitteilen. Die Einlendung der Sieucrerklärung durch die Post ist zulälstg. geschieht aber aus Geiahr de« Pflichtigen und deshalb zweckmäßig mittel» Gin- ichrelt-eäriei». Die Steuerelklärung laun auch mündlich bei dem zuständigen Finanzamt während der Deschä tsstunden»an vormittag» 9 bi» l Uhr zu Protololl abgegeben werden. Am Montag find die Finanzämter iSr Heu Publlkumoertehr ge- fchldstea.-- Wer die Frist zur Abgabe der ihm odlieaenben Sleuererklärung versäumt, kann mit Seldstrajea bi» zu 509 M. zur Abgabe angehalten werden; auch kann ihm ein Zuschlag d>« zu 29». H. der endgüiiig sestgesetzien Steuer aulerlegt werden Wer zum eigenen Borleil oder zum Vorteil elnes andxen nicht gerechtsertigt« Steuervorteile erchleichl o-er vorsätzlich dewtrit, daß die nach dem(kintommensteuergesetze zu entrichtende Gin- kommeusteuer veriürzt wird, wird wegen Steuer- Hinterziehung mit einer Geld<>ra>e im iiint- dl» zwanzigiachen Be rage der hinlerzogenen Steuer destrasi. Reden der»etdstrase.anu au Gesäugnt» und unter Umständen aus Verlust der bLrgrrllchr» Ehrenrechte sowie aus Brtaunimachung der Be- stlafung aut Kosten de» VeruneUlen erkannt werden (h 53 de» Etniommenlleuergesetze» und ßz SSg st. der Relch»abgabenordi(Ung>. Wer sahrlafsta at» Sliuerpflichtiger oder al» Vertreter odet bei Wahr- nehniung der Angelegenheilen eine, Eleueepflichti- gen dewlrtl, dag die Einkommensteuer veikurzl oder Eieuervaileile zu Uniechi gewährt oder de- lassen werden wird wegen Steurrgrsihrduug mii einer Geldslrase destrasi, die im Höchlidelrage halb so hoch ist, w>« die sür die Sieuerhinterziehung angedrohte Geldstrafe(ß 357 der Riich»adgad«ii- ordnung) ll. zur Kapitalertragsteuerertläruus für das Säkcndcrjahr lSSl. Auf«rund de« i! 9 Abs. 3 de» Kapitalertrag»- steuergesetzc» hat. wer tn her Zeit vom I. Januar oi» 8l Dezember I92l jällig gewordene Kapizal- erlräge der nachbezeichnelen Art:- L Dt»!on»detiäge von inländischen Wechseln und Anweisungen einchließlich der Schatz- Wechsel, soweit e« sich um Kapitalanlagen handelt; S Erlräge au» ausländischen Kapitalanlagen tin»desondere Dividenden, gdisen von sest- verzinslichen Wertpapieren, Darlehn»., Khp» ihetenzmitn uiw) bezagen hat. eine Kavüalertragssteuereillärnng ab» zugeben. Bon der Bervflichtung zur Abgab« der Kapital- «rtragssteuererklätung sind besrni: t Personen, deren steuerbare» Gintornmeu nschl mehr ai» ötjOO m beträgt, wenn st» a) über 59 Jahre alt oder«lwerbsuniShig und nicht blaß vorübergehend dedinden sind, ihren Lebensunterhalt durch etgeue» Grwsro zu bestreiten, und b) bereit, bei der letzten Einkommensteuer- Veranlagung die volle Anrechnung der Kapitalertragfteuer auf die Einiommen- lteuei nach K«4 de» Eintommenfteuer- gesetzcs erreicht Hadem, 2- die nach den bestehende» Dorschriften oder den Eniicheidungrn der Finanzdehärden de- tresten Gläubiger. Mit dielen Ausnahmen besteht dle Pflicht znr Erklärung ohne Rücksicht aus dleHähe de« Ertrage», Bei verlpäleler Abgabe der Kapitalerirags- steueiertiärung rann ein Zuichlag big zu>9 v. H der endgültig sestgesetzien Sieuer anserlegt werden (K l7u der Reichsabgabenordnung). 'Soweit etne Verpflichtung zur Abgabe einer Einkomincnsteuerertiäinng desteht. ist die Kapital- ertragstruererklärunq glcichzeltia mit der Gin- lomuienneuerertlärung beim zuständlgen Finanz- «ml abzugevem Berlin, den 31. Januar 1922. Die Jinanzämtet Ctoft-BcrBn». Opernbaas Troubadour Vi, Ulu Scbausplelbans 71', Uhr VolksbQiine Theater a:i Bülowpiat/ Vorstcllunz der Jugend- Volksbühne 3 Uhr: Da» Kathchen von Hcllbronn »/.uhr IJetier d. Mt I. Ted Lessing-Theat. Heute bis dlon-z??>,. Flamme(d�h) OeDtschesKönstler-Tli Gastsp. des Moskauer Kammerspiele Dentsch. Theat 8: Balazto— Das Abenteuer Sonnt 2V.; Prllhllo j» Erwachen t: Basnzio.— Das Abenteuer Cashio-Tbeater LOthring.Str 3/ TägL78/4 Die neue BerUne« Posse Jamilie[ änseklein Vorher Lachende Liebe jes-Posse m d neuest hchlager.stumme trott 5tg. 3', Geständnis Anntol sonnrag 2 V,: Die dentoch. Klein» tSdter Anatol (KarlstraBe 7'/, Uhr Schwedisch. Ballett Sonntag VI,- Schwe- dlsche» Ballett Theater l. d. Röniggrätz-St. Aontag zum l Male; D. wunderlichen Geschichten des Kapellmeisters Kreisler Phantast Melodram nach E T A Hoffmanns Leben u Erzählungen von Carl Meinhard u. Rud. Bernauer. Musik mit teüw. Benutzung von Motiven aus Hollmanns.Urdlne- und Mozarts.Don Juan" von E N. ton Reznlcck. Komödienhaos Täglich 7.30 U r Karus»e|| mit Maria Orska Job. Rlemann Ralph Art. Roberts Berliner Tb. Täglich 7,30 Uhr: Orinaeffin QMa �r/WWWVWw fcmmy Sturm Herb. Kiper, Louis Kallgor, Wally Koch 7 U. Sonntag 7: Jede Weisheit hat einen Haken Montag 7 Uhr zum 1 Male Hamlet flÄlis (Rose-Theatert JV, Uhr: lOOl Nacht 7 7, Uhr: Die firäfin von Kempinski F0L1ES CAPRICE Lin.ensir. 132 Tä lieh»;, 8 Uhr: D. Liebeskanapee Das Kfiuzcben Die falsche Kammer Frd.Gtunecker. R.Bergl Dir. Strohe! Russ.-Deii(sch.Ttieatep GoltzstraBe 9 Noliendort 1613 Anfang; 8 1/| Uhr Ysrstellgng sllaberdllcli i I Keine Votsiel'ung Ball der Karlkatarfsten Sanm. 37,: Abrakadabra Vi,: Futur. Karneval DiePrinzessln v.Tragant Im G.spensterschlod circds BOSCH Tgl 7>»Stg auch 3t' Morgen Sonntag nachm. 3 Uhr I Kind trell Robinson Crusoe N ueCircus- ensat Nartlia Molmke mit ihrem neuen Schulpterd „tiloblln jf" '■,U_ D. Schlange der Durga.| Alle tSmWe?�' Zepernick. durgftr 44 Branden« 45 12a BehrenstraVe 7'/, uhr Das lastig Februar» �ro�ramm NeueWefr Arnold Scbolz Hasenheide 108/U j | Herne, Sonnabend, den 8. Februar; 1 Sockbier Test! Großer Alpendall Kapellen— — 8 1 EinlaO 6 Uhr Anfang 7 Ubr Confral-Thealer Jh',Das Delektivraädel Deutsches Opernhaus ?>,, Ubr Holtmanns Erzähtungen Frledr.-WllbelmsL Tb. / /.uhr Rigoietto Intimes Theater 8 Badende Nymphe Q'auslg. Exnerimenl Gustave, es bliizt Klein. Schautpleihaos 7'/. uhr: Der kivg Lustspielhaus uhr DerWerwoll Metropol-Theater �ytraBensängerin Neues Opereften-Th s uhr Königin iHactit Neues Operettenhaus 8 Uhr E nmal kommt die Stande#•• Neues Theater am Zoo H'Hite geschloss Str. Ca'deron- Oesellschafr T'f Uhr: Tc Deum— Metanoclte Neues Volkstheater 7«, uhr Henchier Schiller- TH. Charlbg. iv, uhr Der Snob Schloßpark-Th Steglitz schio't'tr 4 71/. uhr Extemporale Thalla-Thealer 7>-, Unr Die Herren von und zn• F. I Theat amNollendortpl. 3b, U Onkel Hrflslg T/t '?/ | Dir Jam. Klein| Die große Revue jder Ken der Welt I lei e SChne der! Weltbiel, solciief Praeli'-Anssiai- lunq u. Hgnen| ber ParslellerHil Mai Landt imno Kästner Saseha Dura Wilh. Harlsteinl Franz Gross Paul We.terincj r Utf W rSm- Ister Her a Rlebler 7C Damen- 10 Ballett! Sonntag: droBeVolksopeii Nachm Z1'? Unr f lApollO-| |8 Theater 8 >ir. Jam. Klein! Sonntag nachrr 3', Uhr; Rand am die Weit! Med rwach-er.el I ein Kind frei I IcrmäQigte Preise I Dieinsstattangs-i I Variete-Sebau Die Ehe im Kreise Lohengrin Laden- preisen zu Lcden- Theater des Westens ii1 Der Tanz ins Glück t 3' 4: Der ersten Liebe goldene Zelt Th.i.d. Kommandant Str Jüdlsch i ünst-Theai.) ii.t''hr; Dybuk Vallrer-Theat�r 5?, Die Spitzenkönigin Walhalla-Theater Uhr DI« Mond- scfaelndr.me /o vkf.iinunterbr.l preisen Residenz-Theat Täglich 7>, Uhr Un« Frau ahn. Bedeutung reno Triosch, Beizens, A'nsiäat, Korfi itg. 4 Uhr kleine Pr Casanovas Sohn Kleines Theater Täglich> ,d uhr- Raben Sie«ehts zn Knollen? Olga Limburg, Julius FalKenstein, Albers Stg. 4 Uhr Kleine Pr: Der Dieb Wie von allen Fcstbesoldeten, denen grössere Ausgaben auf einmal urerschwinglich sind, wird von den Angestellten der Berliner Geschälte viel von ms pekaoft. Sie fanden die gleichen Artikel, die sie selbst verleauten, kannten znm Teil die Hersteller und natürlich auch die eigenen Verkaufspreise. Sie bestätigten uns allgemein die PreKwürdj- keit unserer Waren Unsere Ar ikel: Gold-, S Iberwaren. Dri anten, Taschsnunren, Arm- bandui-ren. Sanduhren. Resulaioren, Wecker, Alfenidc-, Nl kclwt.en, Krlsta-I-, Pötzeilan-, Tefal-, Ka feeiervice. Leder«sren. Keffer. 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