Nr. 6T ♦ 39. �ohrgong Nusgabe A Nr. 31 Bezugspreis: Wtertritälirl.ft),— M., mcir.all. 39,— 5K. frei Ins Kau», oorau» jahlliac. Polt» Bmub: Monatlich 20.- M, etnjchl. gu» Rfllunitsgebilhr. Unter Jtrewtanb rüt StfutidilunD, Sanvg, da« Saar- und aRfmelgfbift, sowie die ehemals dem- lchen«Set'rte Polen,. Oesterreich- Ungarn nnd?uxemdura 9».- M., tiir ha« lidrige Ausland 72,- M. Polt» deslellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho- Llowalei, Dänemark. Kolland. Luremdurg, Schweden und d,e Sc! weiz Der.Lorwari«» mit der Sonntag» beiloge.Boll und Zeit», der Unter» Henwogsdrilage«SciniEifir und der Beilage.Siedlung und St'ringanen" erscheint Wochen!»glich zweimal. Sonn- tag» und Montags einmal. Telegramm-Adrelse: «»aztaldeworrat veclw- Sonntags Ansgabe c 1 Mark ) Bcrliuci' PoIh�UIatt SUtjütgrapi-ci« i Sie jehngespalten» RonnareMezer!- kostet 9,- M.ftlrin* 3ln,»!ge»" da» settgedruckle Wort M. ISMg zwei sellgedrntkle Wort«), sede» »eitere Wort IL» M. Stellengesuch? und Schlasstellenanzelgrn da« erste Won 1,50 M. i»d«, weiter,«ort M. Worte Uder ld Buchstaden lihlen Illr zwei Wone Familien-An- zeigen Kr Bdonnenten Zeil» M. »>« Preise verstehen sich einschließlich Teuerungszuschlag. Anzeige» K? die nllchst« Bumia» wüsten di««>. Ahr nachmittag, t» pauptgeschäkt. Berlin SW K8, Linden- straße 2, abgegeben werden. Geöffne» »on 6 Uhr srllh dt»» Uhr nachmittag«. Zentralorgan der rozialdeniohratirchen parte» Dcutfcblands Neüaktton und Expedition: Ev? b8, Lindenstr. Z De-Biiktini-es,-�» Rrdaktion 0.'sori«!vla«>»>!>.«-»7 ycimvirn�rr. ��atttou»Joriwl«« 1175»- 54 Sonntag, den 5. Februar INÄÄ vorwarts-verlag G.m.b.H., SV? bL. Lindenstr. Z Äet'l'nkAri-eßte-»» Verlag. Vffprdttiv» nud Inseraten. Marinplad I,7S»-5« Der Streik gegen Herlin. Die städtischen Arbeiter haben in fast unbegreiflicher Der» blendung beschlossen, der arbeitenden Bevölkerung Berlins ab beute 4 Uhr früh Gas, Elektrizität und Wasser abzuschneiden. Die Streikleitung hat verfügt, daß auch keineNotstands- arbeiten verrichtet werden sollen; nur die Pumpen der Unter- gnmdbahnanlagen sollen in Gang bleiben, die Pslegean'talten und-- das Aquarium des Zoologischen Gartens sollen nerforgt werden. Die Krokodile werden also von heute ab di« beneidenswertesten Berliner sein: warum die Streikleitung mit diesen interessanten Geschöpfen mehr Mitgefühl hat als mit den Proletarierkindern, denen nicht einmal ein Glas Wasser bleibt- ist bisher nicht ergründet worden. Auch die Toten sollen nicht mehr begraben werden. Nur die schon Ang:m:loeten werden noch abgefertigt, die anderen bleiben liegen, bis der Magistrat, der s o z i a l i- st i s ch e Magistrat Berlins, so tanzt, wie die Streikleitung befiehlt. Gegenüber solchen Methoden der Kampfführung ver- schwindet der Streitgegenstand fast in ein Nichts. Selbst wenn die städtischen Arbeiter mit ihren Forderungen so recht hätten, wie sie nach unserer Ueberzeugung unrecht haben, lieze stch einsobarbarischer. allenGebotenderMensch- lichkeit hohnsprechender Kampf für die speziellen Interesien einer bestimmten Arbeitergruppe niemals recht» fertigen. Mit einer f o geführten Bewegung wollen wir nichts zu tun haben, wir rücken weit von ihr ad. Was wir in diesen Tagen erleben, ist ein Unglück und eine Schande für die Arbeiterbewegung. Für uns Sozial- demokraten heistt es jestt. im Sturm fest bleiben. Wir können das unsere tun, um das Uebel auf das mögliche Min- iiestma'z zu beschränken, aber aus unserer schärfsten morali- schen Verurteilung eines solchen Vorgangs dürfen wir kein machen. Dem selbstmörderischen Wahnstnn, der sich jetzt austobt, wird die Ernüchterung folgen. Wir müssen jetzt schon der Reaktion die Frücht streitig machen, die ihr mühelos— wenn auch wahrscheinlich nicht ohne ihre stille Mitwirkung hinter den Kulissen— in den Schoß fallen. Der Sozialdemo- kratischen Partei bleibt die Aufgabe, die Arbeiterbewegung moralisch wieder aufzurichten und sie von dem Weg zum Abgrund zurückzureißen, auf dem sie sich augenblicklich be> findet. Der StreikbetcMuß. Die ein Freitogabend mit Llankcvollmacht ou-gestcitt-t« Streik- leitung, die bereit- vrr der Beendigung der Abstimmung ge. wähN war. hat im Laufe des gestrizen Sonnabend» bis gegen 7« Uhr abends beraten. Alle vernünftigen Erwägungen konnten gegen den chcch�ruck nicht auskommen, der au» allen städtischen De- trieben zur Beeinflussung der versammelten Funktionäre unternom- wen wurde, um st« in der Durchführung des Streiks zu bestärken. Der Streik wurde beschlossen. Um zu verhüten, daß etwa noch Irgendein letzter Ausweg zur Abwendung der Kata- ftrophe für da, ganze Berliner Wirtschafts-, Verkehrs- und Fa- wilienleben gefunden werden kennte, ist die ursprüngliche Absicht, am Montag den Streik zu beginnen, aufgegeben worden. Sofortiger Skre'.kt Um 4 Uhr früh ist der elektrische Strom abzustellen. Die Wasserhaltung der Untergrundbahn wird mit Strom verscrgt. Die Gas- und Wasserwerke treten um 6 Uhr früh in den Streit. Die dringendsten Notstandsarbeiten werden ver- richtet. Da» Personal der Pfleg« an st alten verrichtet sein« Dienste weiter. Deerdtguuggen werden nur soweit sie bc- reit- angemeldet waren, besorgt. Im" übrizen werden nur die' dringendsten Not- standsarbeiten verrichtet. Das Alt.wshsim in D u ch soll mit Wasser versorgt werden und anerkennenswerter Weiss auch das Aquarium. Der Schiedsspruch wurde also verwerfen. Die Streikenden fordern, das» der bi-h-rize Mantcltarif anstatt bis SO. Juni, bis zum Jahresschluß verlängert wiro, jedoch ohne jedwede Abänderung. Der Schiedespruch besagt einleitend:»Die alten Manteltarif« werden mit den von beiden Parteien überein st immend für zweckmäßig gehaltenen Abänderungen bis zum so. Juni 1922 verlängert/ Diese Abänderungen, für die auch die Lrbeimehmervertrcter die Zustimmung ihrer Organisationen zu finden hofften, begegnen nunmehr großem Widerspruch, zumal nach- dem sie gehörig aufgebauscht wurden. Die„Rote Fahne" schrieb z. B. gestern morgen:„Nach Ablauf dieses Termins(des 39. Juni, bi» zu dem der Mantcltarlf rerlängcrt werden sollte) sollen die Perschlechterungen eintreten." In Wirklichkeit sollten die neuen Perhandlungen di» spätestens am 1 März beginnen. Die Stellungnahme der Angestellten. Die Dertrctcr der beteiligten Angcstelltenorganisationen ver- suchten ihre Funktionäre dahin zu bringen, zu der durch den Schiedsspruch gegebenen durchaus veränderten Situation erneut Stellung zu nehmen und unverzüglich durch Urabstimmung über den Schiedsspruch zu entscheiden. Di« Organi- sationen müßten ihre Zustimmung zum Streit ablehnen, solange eine Urabstimmung über den Schiedsspruch nicht erfolgt ist. E» würde auch gelungen sein, die Angestellten zu einem dahingehenden Baschlufle zu bewegen, wenn nicht inzwischen der Streikbeschluß be- tanntgewcrden wäre. Da man fürchtete, da« Odium des Streik- bruchs auf sich zu nehmen, und die Solidarität der Kopf, und chandarbester betont wurde, beschlossen auch die Angestellten den Streik. • Es ist ein aller gewerkschaflNcheu Gepflogenheit geradezu Hohn- sprechendes Ve-fahreu. sich aus das Abstimmungsergebnis über«inen nicht mehr besiehenlen Schiedsspruch, den das Einigungsomt des Magistrals abgegeben hat.«, zu versteifen und daraufhin den Streit zu bsichließen, ohne die Mitglieder auch nur darüber zu befragen und sie darüber emscheiden zu lassen, wie sie sich zu de m neuen Schiedsspruch im Reichsarbeiisministerium stellen, der um des lieben Friedens willen die ganzen bisherigen, teilweis« al» Ver- schlechterungcn empfundenen Vereinbarungen- einfach beiseite legte und den gellenden Menteitaris so lang« weiter lau'cn lasten will, bis durch neue D:rhandlung:n, für die ein volle» Vierteljahr Zeit blieb, eine neue Regelung erfolgt ist. Wm rrisst die' er Streik? Di« Kapitalisten etwa? Rein, das ganze Berliner Gemeinwesen, in erster Linie aber die Arbeiter und Angcsiolllen selber. Wer einen derariigen Streik unternimyrt und ihn vor der Gesamtheit verantworten will, der hat di« verdammt« Pflicht und Schuldiglest, zuvor alles z u versuchen, um eine friedlich« Regelung h-erbdzu'ichren. Das ist in diesem Fall« nicht geschehen! Wir ersuchen daher alle Arbeiter und Aagestellleu der Sladt Berlin darauf zu dringen, daß ihnen der neue Schiedsspruch in ob- sekllver Weise bekann gegeben wi.d und ln allen Betrieben sofort eine Urabstimmung darüber ecfelgt, ob dieser Schiedsspruch ange- nommen oder abgelehnt werden soll. Darüber zu entscheiden ist ihnen bi-her keine Gelegenheit gegeben worden, sondern über ihre SSpfe hinweg ist dieser Slreik vom Zaune gebrochen worden. Solange die Abstimmung nicht ersoigt ist, solange kann dieser Sireit nicht als bercchkigl nnd legal erklärt werden. Arbeiter und Angestellte! Wahrt Euer ureigenstes Zllitbestimmungsrechk und for- dert Urabstimmung über den Schiedsspruch! Aufruf ües Ntagiftrats. Sl« alle stadtischen Arbeiter und nicht ständig Angestellten! Der Magistrat hat in seiner henllgen Sihnng beschlasten, de» im Reichsarbeilsmloistcrium grsüllicn Schiedsspruch de» Schlich- tungsausschusse» anzunehmen und dos gleiche der Sladtoerordnelen- Versammlung zu empfehlen. Alle Arbeiter und nicht ständig Angrstclllen genießen also all« wesentlichen Rcckzie aus den bisherige» Manielkarisen welker, beson- der» diejenigen, die ihnen bisher bezüglich de» Urlaub», der Arbeitszeit und des Mltbcstimmungsrechte, zustehen. Die Gerüchte über bedeutend verlängerte Arbeitszeit. Herabsetzung l der Löhne usw. sind unwahr. Ob und welche Änderungen in diese» Richtungen einmal einzutreten haben ist durch den Schiedsspruch ausdrücklich dem Ergebnis von neuen Verhandlungen ocrbchalten. die späkcsten» am 1. März 1922 zu beginnen haben. Mithin werden vier Monat« ! Zeit sein, diese Verhandlungen gründlich und erschöpfend von beiden Sellen zu führen. i hiermit sich: der Magistrat den Weg ästen, die schweren Schäden wlrl'chis licher und gesua heiliicher Art, wclche ein Ausstand der fiäd.ischen Arbeiter und nicht stän'ckzen Anzesteiliea mit sich bringen muh, der Einwohnerschafl von Berlin und Insbesondere auch der werkkäkigcu Bevölkerung, den Müttern und tUnderu, vor allem auch den Srankeu zu erspare». l Der Magistrat ruft daher alle ArbÄker und nicht ständig Ange- steinen auf. auch ihrerstii» den Spruch des Schlichtnngsausschufses anzunehmen und»u verhindern, daß über die städtischen Be- triebe und über die ställlsch« Wirtschaft ciae Satafiroptze her- einbricht, die letzten Eudes am schwersten all- die lresten müßte. für die der vcflanb der stä'.lischen Werke und der ruhige Gang der städli'chen Wirstchaft Brak. Dasein und Zukunsl bedenken. nämNch die Arbeiter und Angestellten selbst. Berlin, den 4. Februar 1922. Illaglfirat: Büß. Tic Straftrnbnhn.„ Nachdem die Streikleitung den Betriebsrat der Straßenbahn Tie Kommunisten am werf. n dem Streikbeschluß in Kenntnis gesetzt hatte, ließ dieser durch Der Vorstand der Union der Hand, und KopfarbeUer will die lfstchtsbeamn- von 9 Uhr abends ab die auf der Strecke befind- Bewegung im Nuhrreoier durch Betreibung va» Streiks )en Wage» nach den Depots fahren.' fördern. i Streik und Sozialismus. Lon Friedrich Stampfer. Es ist merkwürdig, daß in einer Zeit, in der so viel ge- streikt wird, so selten davon die Rede ist, wie sich Streik und Sozialismus zueinander verhalten. Für manche Leute ist die Sache freilich ungeheuer einfach: für die ist derjenige, der am schnellsten und am lautesten nach Streit ruft» der beste Sozialist: wer aber nicht jeden Streik ohne weiteres billigt, der ist ein Judas und ein Arbeiter- Verräter. Die lange Geschichte der Arbeiterbewegung lehrt srellich, daß Leute, di« bei allen Streiks immer mit der Lärmtrompete voran waren, nur eine sehr vorübergehende Rolle zu spielen vermochten, während andere, die nötigenfalls auch den Mut fanden, sick augenblicklichen Strömungen entgegenzustellen und die dadurch von der Arbeiterbewegung viel Schaden abwand- ten, im Vertrauen der Massen fest einwurzelten. Man braucht nur Namen wie Bebel und Bömelburg zu nennen— wie oft würden sie jetzt den„Judas" und den„Arbeiterver- räter" an den Kopf geworfen bekommen, wenn sie das Zweifel» hafte Vergnügen hätten, in dieser Zeit noch zu leben! Jene Männer hatten gewiß nicht weniger Empfinden für die Notlage der Arbeiter als andere. Aber wenn sie er- kannten, daß ein Streik unter den obwaltenden Umständen keine Besserung, sondern höchstens eine Berschlimmerung bringen könnte, rieten sie von ihm ab. Oder wenn er dennoch ausgebrochen war und schief ging, rieten sie zu seinem Ab- bruch und fürchteten sich weder vor Schimpfworten noch vor Steinen. Die Gewerkschaften wehrten sich stets gegen den Borwurf der Unternehmer, sie feien„Streitoereine". Sie betrachteten und betrachten den Streik als ein letztes Mittel, das nicht ohne strenge Einhaltung der gewerkschaftlichen Regeln, nicht vor Erschöpfung aller anderen Möglichkelten, nicht ohne sorgfältige Abschätzung der Erfolgaussichten und der Gefahren des Kampfes angewendet werden darf. Gilt das für alle Streiks, so gilt es doppelt und dreifach für solch«, die in gemeinwirtschaftltchen Be» trieben auszubrechen drohen. Damit kommen wir erst zu unserem eigentlichen Thema: Streik und Sozialismus. Wenn die Arbeiter, Angestellten und Beamten nicht be» greifen, daß zwischen gemeinwirtschaftlichen Betrieben und vrivatwirtschaftllchen ein Unterschied zu machen ist, dann ist die Sache des Sozialismus verloren. Heut« aber besteht der Unterschied, der gemacht wird, höchstens darin, daß man sich in gemeinwirtschaftlichen Betrieben viel leichter zum Streiken entschließt als in privatwirtschaftlichcn, weil man in jenen mit geringeren Widerstünden und Risiken rechnen zu können glaubt. Bor zwei, drei Jahren gab es links von unserer Partei noch Leute, die meinten, es schade nichts, wenn olles kaputt- gestreikt würde, desto schneller gelange man, durch den großen Zusammenbruch hindurch, zum Sozialismus. Der große Zu- sammenbruch bringe zwar Jahre des schlimmsten Elends, aber dahinter öffneten sich die Tore des Reuen Reichs. Als Vorbild des Reuen Reichs galt jenen Gläubigen damals— Sowjetrußland. Diese Illusion ist so gründlich zerflossen, daß es sich nicht mehr lohnt, über sie zu reden. Daß wir auf russischen Wegen zum Sozialismus gelan- gen können, glauben heute nicht einmal mehr die konfusesten Kommunisten. Wenn diese vor zwei, drei Jahren das Tot- streiken der Wirtschaft zur Förderung des Zusammenbruchs empfahlen, so batte das immer noch«inen gewissen Sinn, denn damals sahen sie hinter dem Zusammenbruch ein glän- zendes Ziel. Heute ist diese Fata Morgan« erloschen, und e» bleibt nur die Wüste, nur die Zerstörung als Selbstzweck. Di« Sozialdemokratische Partei hat niemals die messiani- schen Hoffnungen der äußersten Linken geteilt, sie hat ihre Verelendungspraxis, die früher fanatisch war und setzt nur noch frivol ist, stets bekämpft. Und auf die Frage der Ver- irrten. Verzweifelten, ob es denn überhaupt einen Weg zum Sozialismus gäbe, bat sie in ihrem Görlitzer Pro- g r a m m folgende Antwort erteilt: Dl« Erzialdemrtratisch« Partei... kämpft um di« Herrschast de« im freie» Botksstaat organisierten Dolkswillen« über die Wirb- schast, um di« Erneuerung der Gesellschaft im Geist« s o z i a l i st i schen Semeinsinns. Di« Ueberfüihrung der großen kons-«- trierten Wirtschaftebetrieb« in die Gemein Wirtschaft und darüber hinaus die fortschreitend« Umformung der gesamten kapita» listischen Wirtschast zur sozialistischen, zum Wohl der Gesamtheit betriebenen Wirtschaft erftnnt sie al» notwendig« Mittel, um da, schaffend« Volk au» den Fesseln der Kapitalherrschaft zu befreien, die Produktiongerträg« zu steigern, die Menschheit zu höheren Formen wirtschaftlicher und sittlicher Gemeinschaft emporzuführen Nach sozialdemokratischer Auffassung kann also die Um« Wandlung der kapitalistischen Gesellschaft in eine fozialistisch« nicht mit einem Ruck, sondern nur durch fortschreitende Um- formung erfolgen. Stützpunkte dieser Entwicklung sind die vorhandenen gemeinwirtschafilichen Be- triebe des Reichs, der Staaten, der Gemein. \ den, de? Genossenschaften. Sie sollen durch muster. hafte Verwaltung und Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit bis zum äußersten nicht nur Anschauungsunterricht im Sozialis- mus bieten, fondern auch die Kraft gewinnen, sich immer neue Betriebszweige, die heute noch privatkapitalistisch verwaltet werden, anzugliedern. Nachdem die russisch-bolschewistische Methode der Soziali- Jierung Bankerott gemacht hat, bleibt nur noch die deutsch- ozialdemokratische. Versagt auch sie, dann können wir mit dem Sozialismus einpacken! Man nennt heutzutage so oft den Namen Stinnes; man betrachtet ihn als die Verkörperung des kapitalistischen Prin- zips. In diesem Sinne möchte ich sagen: die Leute, die in den Betrieben des Reichs und der Gemeinden keine Ordnung aufkommen lassen wollen und die gerade diese Betriebe zum Objekt einer leichtfertigen Streikhetze machen, arbeiten genau so, als ob sie von Stinnes bezahlt würden. Schutz und Förderung der Betriebe des Reichs, der Staaten, der Gemeinden, der Genossenschaften ist Pflicht jedes bewußten Sozialisten. Wer nicht begreift, daß der Dienst an der Gemeinwirtschaft Hingabe, Pflichttreue, Opfermut er- fordert, der ist kein Sozialist. Bricht das, was wir an Ge- meinwirtschaft besitzen, zusammen, weil die Arbeiterschaft seinen Wert nicht erkennt, so bricht der Sozialismus z u s a m m e n, mit ihm das Ideal, das der Arbeiterbewegung bisher ihren Adel und ihre Schwungkraft verliehen hat, und es bleibt nichts anderes übrig, als ein ekelhafter Kampf aller gegen alle, in dem die Starken, die Gerissenen, die Rücksichts- losen triumphieren werden. Das Los der Arbeiterklasse aber wird Knechtung sein, weil sie ihre geschichtliche Mission, wie sie Marx und L a s s a l l e ihr predigten, nicht oerstanden, ihr Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht verkauft hat. Deutschnatlonale Streikfpmpathien. � Eine— bei oller Vorsicht— sehr charakteristische Schwenkung in seiner Stellung zum Eisenbahnerstreik vollzieht der deutschnationale-Tag". Bisher hatte die deutsch- nationale Presse in gewohnter Art das Streikproblem in der Weise behandelt, daß sie über die„schlappe Regierung" schimpfte, die dem Streik nicht mit der genügenden Energie entgegentrete. Nun aber scheint sich in der Redaktionsleitung des„Tag" etwa folgender Gedankengang bemerkbar gemacht zu haben: Ein Streik wie der jetzige Eiienbahnerstreik s ch ä- digt und schwächt vor allen Dingen die Re- o u b l i k. Je mehr er sich ausdehnt und je länger er dauert, desto größer wird der Schaden für den verhaßten d e m o k r a- tischenGedankender Selbstregierung und Selbstoerwal- tung des Volkes. Wenn man aber auch auf der einen Seite gegen die Regierung scharf macht und die schärfsten Maß- regeln zu fordern hat, so muß man doch auf der anderen Seite den Streikenden Mut machen und sich so verhalten, daß !ie nicht etwa ins kommunistische, sondern ins deutschnationale Zager getrieben werden. In ganz auffälliger Weise macht sich der„Tag" in seiner Sonnabendnachmittagsausgabe zum Sprachrohr der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahner. Namentlich die Zuschrift dieses Verbandes, die der„Tag" an der Spitze abdruckt, ist um so beachtenswerter, als sie das deutschnationale Blatt ohne jeden eigenen Zusatz wiedergibt. In dieser Zuschrift wird den Gewerkschaften, die sich gegen den Streik ausgesprochen haben,„völliges Versagen" vor- sgeworfen. Diesen Standpunkt läßt die Redaktion des deutsch- nationalen Blattes ebenso widerspruchslospassieren jiovt den weiteren Vorwurf gegen die Gewerkschaften, daß sie :?ine Anregung an die Reichsgewerkschaft zwecks VerHand- langen nicht hätten ergehen lassen. Dabei ist allgemein de- kannt, daß die Reichsgewerkschaft es ihrerseits nicht einmal für notwendig gehalten hat. den DAGB. und die Afa von ihrem Streitvorhaben zu benachrichtigen. Aber die Erklä- -mng für dieses Schweigen der deutschnationalen Redaktion liegt in dem Schlußsatze der Zuschrift, der lautet: Unsterbliche fugend. von Artur Zickler. Dieser Tage km» mir«In Buch In die Hand«, das ich mit tiefer Ergriffenheit gelesen habe. Ein junger Amerikaner, Luden Pric«, rot es geschrieben: auf sechzig Buchseiten erzählt er die Gefchicht« -iner unsterblichen Jugend, die in den Krlegsgräben von Flandern hr zeitliches End« fand. Luden Pdc« nennt bielcs Giedentbuch für einen Freund Fred A. Demmler„Blätter vom schSpferischen Willen'— ait Recht: denn was aus dem schmalen Buch so unmittelbar«n das -öerz greift, Ist die tiefste Tragik des Krieges: das Sterben einer lugend, deren Aufschrei Max Barthei einmal in die Vers« bannt«: Ach. m der Jugend sterben ist so bitter! Wenn dein« Träume endlos schweifen und wie der Zukunft stolze Ritter kühn nach den höchsten Zielen greifen... Dcrs Eddsk, was ein Bolk zu verlieren hat. ist der schöpferisch« Äill« feiner besten Jugend— und wie Ist der geopfert, wie ist der »eraast worden I Die Jungen sielen wie Kräuter im Maien. Dabei oll noch weniger an die Jugend gedacht fein, die den Krieg aus nnerfter Seele bejaht«, sogar bejauchzte und in de? bes'ommten Ehrlichkeit der Jugend Ihr Leben hinwarf; hier gilt der Trost, daß es Menschen Wille sein Himmelreich ist. Weher als das Schicksal �r blutjungen Kriegsfreiwilligen, die bei Langemarck wie taubes Aroh in den Ofen des Krieges geschoben wurden, rührt uns dos Äerbensleid einer Jugend, der kein Alldeutschlandlied dos bitter« Wehen des Totenwindes versüßen konnte. Das Gemähtrrerben eines Zungvoltes, besten Herz im Rhythmus anderer Klänge schlug, denen er Internationale, dein Lied« von der kommenden Menschheit Wie e bendig marschieren sie an unserer Erinnerunq vorüber, die lieben Genossen der Vortriegszeit, helle, wackere, prächtig« Korneroden— die die Granat« zerriß, die das Blei erjchlug. die dos Gas erstickte, d!« der Typhus fraß. Husaren der Freiheit. Pioniere friedvolle? Ordnung auf der(»de wollten st« sein, und sie mußien sterben sür Krupo und Cchnelder-Creuzot, für Corned-Deef und Lederpreis«.... Run grüßt uns ein Toter von der anderen Front, einer, der an Zerspringen unserer Geschosse verdarb. Ein junger amerikanischer Künstler, ein Moler,«tu seltener Mensch, den alle liebten, weil er ein reiner, tiefer, kraftvoller und schöpferischer Mann war. Einer, der das Leben mit feinem jungen starten Herzen unsagbar liebte: die Landschaft, die Menschen, die Sterne, die Pflanzen» die Steine, die Sonn«. Vor allem ober lein Wert, iein Schallen, seine Kunst. Seine Bilder verkünden die MeisterichafI im heißen Ringen erworbe- ner, eigener Forn», abseits vcn Manier und Mode: ste zeigen die Welt, empfunden durch ein lchönheitssellges Herz, ossehen mit lieben- den, klaren tiefen Augen. Ein Mem'ch voll Hellem Lachen und mann- lichein Ernst, voll Hlnaabe und Selbstnnht. Ein„Wanderer zwischen den Welten", ein schöner und edler Gast der Erde. Wie selbstver- stündlich erkennt dieser kluge, einsame Mensch den Krieg als das, was er ist, als ein plumpes und rohes Verbrechen: er ist Tolstoianer >md hält Gewaltlosigteit für die erst« Voraussetzung menschlicher Würde. Fred A. Demmler verfällt der Aushebung, wird als Mo- schin?»g:w«hrschui-- nach Europa gebracht. Am letzten Oktodertage lLIL» gm» reichlich» Wache vor dem Waffenstillstand, iällt«r auf Die Reichsgewerkschaft wehrt sich dagegen, von dem Streikrecht frivolen Gebrauch gemacht zu haben. Wenn jetzt die sozklistischc Partei anders urteilt, dann würde dies sich ja bei der nächsten Wahl bemerkbar wachem Die deutschnationaie Presse hat hier die Möglichkeit eines Stimmenfangs entdeckt, und es ist bezeichnend, wie unter diesem Gesichtspunkt sofort ihre sachliche Stellungnahme um- schlägt._ Weitere yilfe für Kleinrentner. Der preußische Minister für Bolkswohlsahrt hat im Ein- vernehmen mit dem Finanzminister einen Betrag von 61,8 Millionen Mark zur Unterstützung notleidender Kleinrentner zur Verfügung gestellt. Der Betrag wird zur Durchführung von Fürsorgemaßnahmen anteilig auf die Provinzen verteilt. Weitere Maßnahmen zur Linde- rung der größten Rot der Kleinkapitalisten sind in Aussicht ge- nommen. Die Fürsorgemaßnahmen haben nicht den Charak- ter der Armenpflege erhalten, es ist vielmehr die Beteiligung der Bersicherten, Rentenempfänger und kleinen Kapitalrentner an der Durchführung sichergestellt. Di« Kosten der Unter» stützung für Invaliden- und Angestelltenrent- ner werden auf jährlich 1� Milliarden geschätzt, für die Kleinkapitalrentner werden im ganzen Reichs- gebiet jährlich 600 Millionen Mark aufgewendet. Das preußische Dohlfahrtsminillerium ist für Steuervergünstigungen im Interesse der Rentner eingetreten. Durch Rückzahlung des Rotopfers, Freistellung von Ein- kommen-, Umsatz- und Erbschaftssteuern würde den Kleinrent» nern weiter wesentlich geholfen werden können. Ms üer kommunistischen Häuslichkeit. Kampf mit Schlüsseln nnd Meinemachefranen. Dom kommunistischen Kriegsschauplatz liegen neuer« Meldungen über kämpfe um die Festung Seehof u. Co.(Kommunistische Buch. Handlung) nur spärlich vor. Dagegen sendet uns ein uns unbekannter und von uns auch nicht genannter Otto Augustin eine Benchti- gung, die zwar in keiner Weife den Erfordernissen des Presiegesetzes genügt, aus der wir aber zur Erheiterung unserer Leser einiges wiedergeben wollen. Danach hat eine Angestellte des Verlages der Geschäftsleltung der„Viva" den Zutritt zu den Räumen des Seehof- Verlages verweigert und erklärt, daß ste dl« Tür nicht öffnen könne, weil ste krank zu Bett liege. Der«eitere Verlauf wird von Augustin folgendermaßen geschildert: Es bestanden sofort Zweifel an der Echtheit dieser Angaben, da man vor einigen Augenblicken die„Angestellte des Verlages' vollständig bekleidet am Fenster des Verlages gesehen hatte. Die „Einbrecher" unter Führung des Turksstaner? warteten nun auf die angeblich jeden Augenblick erscheinende Reinemachefrau, die nach Ausführung der Angestellten im Besitz der Schlüssel fd. Kurze Zeit darauf erscheint Laub, nicht aber von der Straße kom. mend, sondern aus den Räumen des Verlages mit der„schwer- kranken' dort wohnenden„Angestellten des Verlages". Auf- geiordert durch den Geschäftsführer und den Betnebsrot der „Viva", die Schlüssel herauszugeben, damit die Angestellten für den geregelten Gang des Verlages sorgen könnten, weigerte sich die»Angestellte des Verlages", die Schlüssel herauszugeben. Laub wurde on-Lgllch durch Kedcnsarkcn wie Alörder, Verbrecher. Gesindel usw. Diese sch, nußige ilusdrackswei'e wurde enlspreckend beantwortet. Von einem jämmerlich zugerichteten Zustand kann gar keine Rede sein. Worin dl«„entsprechende Beantwortung" bestanden hat. ver- schweigt dieser Kriegsbericht, und das ist zu loben, denn sonst pflegen Feldherren ihr« strategischen Erfolg« ganz anders herauszustreichen. Unser Turkestaner kann allen Bersaflern offizieller Heeresberichte als Muster von Bescheidenheit dienen, wie er ja auch die Verdienste der nicht zu seiner Heeresgruppe gehörenden Reinemachefrau unpar- teiisch ins recht« Licht stellt. Als Situationsbild für die Zustände in der KPD. hat sein Bericht jedenfalls Anspruch aus bleibend« Bedeutung. Der mit„Brachialgewalt" aus seinem Verlag herausgesetzte Ellas Laub ist inzwischen, wie wir bereits mitteilten, durch ein st- dem Vormarsch in Deigien, letzt Ihm ein« deutsch« Granate das letzte Ziel seines leuchtenden Ledens. Einer unttr Hunderttaufenden, unter den Millionen Toten des großen Gemetzels. Price sagt von ihm:„Warum habe ich euch mit einer so einfachen Geschichte ausgehalten? Was war er mehr als ein unbekannter junger Maler, dreißig Lahre alt, und dabei, seinen Weg zu deginnen? Warum habe ich ihn aus Millionen für euch eusgewähft? Weil er mein Freund war? Rein, weil er der eure ist! Weil d!« Keim« der Größe, die tn ihm waren, auch in euch sind; und er soll sie euch erkennen losten. Er trug den Samen des Genius in sich: der Kapitalismus mache« ihn zum Mafchinengeirehr. sitzutzen... Ick) gebe ihn euch, ihr jungen Männer, daß er euer Freund fei, treu und hochgesinnt. Ich gebe ihn euch, ihr jungen Frauen, daß er«rn Geliebter fei, rein an Leid und Seele. Ich gebe Ihn euch in aller Schönheit feiner Iugeud. und er soll nie alt werden. Laßt sein adliges Herz durch das eure weiterjchlagen in der he'ßen Leldenjchast für«in« ideale Gesellschaft und ein« bessere Zeit... llnsterbliche Jugend, laß ihn dir den guten Kameraden fein! Wir senken den Kops. Was haben wir getan, was haben wir geschehen lassen! Und welche hohe Pflicht haben wir Jugenlt die wir noch im Lichte stehen: einer Weit den Boden zu bereiten, die besseres zu nin weiß, als ihr edelstes Menschentum>n Massen- gröber zu stoßen. Bio einmal unser« Fahnen wehen aus den Zinnen der Weltstädi«. unser« gemeinsamen Fahne,», toter omeri- konischer Kamerad!__ Arno Holz Abend. Ein Riefenauditorium. Auf den Sitzreihen, die in weiter stets geschweiftem Vogen hinauf bis in des Himmels Blau sich runden, zehntaufende kunstbegeisterter Deutscher, in atemloser Ergriffenheit den Rhythmen und Kiänaen des gewattigsten vichterwerk» lauschend, dos unser« Zdt geschossen hat, das für die zartesten Empfindungen wie für die Ausbrüäie wilder erschütternder Leidenschaft, für den stöhnenden Jammer hilfloser Dcrzweisiung wie sür das flammend« Pathos der sozialen Anklage, für säsimmernden, bunt-phantastischen Märchenzauber, sür dm ätzenden Witz de? Sa- tirikers, für den Humor des gütigen, alles verzeihenden Menschen- freundes den erschöpfenden Ausdruck zu finden weiß. Jubeln und Lachen schallt durch den Raum, in Empöriuig ballen sich tausend FSilste, Begeisterung blitzt aus tausend Augen. Seufzer ertönen. Tränen quellen, in stiller Versonnenheit sitzen ste da, bis zum Schluß sich alles auflöst in jauebzenden Vdsall und der Dichter, von Lorbeer und Blumen überschüttet, immer wieder sich zeigen muh vor der vieltausendköpfigen Meng«, die den Künder ihres Wollens und Fühlen», ihrer Freud« und ihres Leide, ihrer Liebe, ihres Hasses und ihrer Sehnsucht dankend grüßt.---- So hätte die gestrige„P h o n t a s u s- V« r l« s n n a" sich gestatten müssen und so wird eine..Phaniosu»"-Borleftina st-H einst(testallen, wenn die künstlerisch« Kulti-r des deuttthen Volkes die Höhe er- reicht hat. die wir ihm wünschen, die wir erhoffen nnd erstneben. Gestern sah es im Msistersaal freilich anders aus. Der kleine Raum war kaum zur Hälite gefüllt(möglich, daß die Furcht vor den Derkehrsschwieriokeiten viele fernnebchten hotte), und wenn auch die Erschienenen, ehrlich«rgdffen. mit Beisoll nicht kargten,, und wenn auch Frau v. Strantz.Fsthrlng mit oerflnudmsvoller Klugheit und warmer Cmpsindnnq dem vichicrwerk im großen und ganzen gerecht wurde,— es nmr, olle« in ollem, doch nur ein Abend wie viele andere..,.___ Ä. S. weMge gerichtlich« Verfügung wieder in fein« Besitzrechte«ingesetz! worden. Dennoch kann er nicht in sein Lokal gelangen, da Rechts- anwalt Dr. Kurt Rosenfcld, bei dem die Schlüssel deponiert sind, sich weigert, diese herauszugeben, da in der einstweiligen Verfügung nicht ausdrücklich die Aushändigung der Schlüssel vorgeschrieben sei? Im ttemen öes pobels. Ter große Unbekannte«lS Täter! vor einiger Zeit wiesen wir auf die erstaurtkich« Tatsache hin, daß eine llridlsauefertigung des Amtsgericht» Verlin-Schöneberg die Uebsrschrist trug:„Im Namen des Pöbel s". Im amtlichen Poeußrchen Pressedienst nimmt jetzt das Justizministerium zu der Sache Stellung. Wenn es zunächst betont, daß die gegen den amtierenden Richte?«»hobenen Vorwürfe gegenstandslos seien, weil die von dem Richter selber unterzeichnete Urschrift des Urteils die richtiz« Uederschrift„Im Ramen des Volkes' trag«, so heben wir ausdrücklich hervor, daß w i r derarnz« Vorwürfe nicht erhoben haben. Aus unserer Notiz ging ganz klar und deutlich her- vor, daß es sich um ein« Ausfertigung handelte, und wir haben die Ausfertigungsklausel wörtlich mit dem Namen des verant- wörtlichen Kanzleibeamten in unserer Notiz abgedruckt. Das nun diesen Kanzldbeamten anbetrifst, so redet er sich aus den„großen Unbekannten' heraus. Er fd— so gibt er an— während der Abschrist aus einige Zeit aus dem Zimmer gegangen und derweil fei ein unbekannter Dritter, um ihm Ungelegenheiten zu bereiten, an sein« Schreibmaschine gegangen und Hab« die falsch« Ueberschdft hergestellt Wir können nicht finden, daß das sehr glaub- würdig klingt. Das Justizministerium scheint aber die Ge- schickste vom großen Unbekannten zu glauben, denn es bemerkt nur, daß gegen den betreffenden Beamten wegen Fahrlässigkeit, weil er die falsch« Uederschrift nicht bemerkt habe, dn- geschritten worden sei. Dir bezweifeln sehr, daß unter dem allen System ein Beamter, der etwa ein Urteil mit der Uederschrift»Im Namen des Idioten' hätte herauszehen lassen, nur wegen Fahr- lässsgkdt bestraft werden wäre. demonftratkonen Erwerb5!oser in Dresöen. Dresden, 4. Februar.(Eigener Drahtbericht.) Erwerbslose zogen gegen Mittag unter Führung des bekannten FrenzÄ vsr das Ministerialgebäude, um für ihr« Forderungen zu demonstrieren. Ihre Absicht, in da, Gebäude einzudringen, wurde verhindert Eine Abordnung der Demonstration ging mit Frenze! zum Arbeitsmini- ster. vorher hatten die Demonstranten bei dem Ostplatz einen Zu- sammcnstoß mit de? Polizei, die die Demonstranten gewaltsam zer- streute._. Arbeiter und ffschstbule. Der Hauptausschuß des Landtages nahm am Sonnsbend zu den Abschniten Universität und Technisch« Hochschulen Abstimmungen vor. Angenommen wurde unter anderem ein Antra», Lehrstühle für Er- ziehungswissenkchaften zu errichten, soweit solche noch nicht vor- Händen sind. Für die Fälle, wo keine besonderen Vertreter sür Pä- dagogik an einer Universität vorhanden find, sollen vorläufig Prr- vatdozenten einen Lchrauftreg erhalten. Bedürftig« Stu- denken sollen durch Verleihung von Stipendien, Nachlassung oder Ermäßigung der vorlesungsgebühren, Gründung von Miitagsiischen, Ermäßigung der Fahrgelder Unterstützung erhalten. Neu« Profes- füren sollen unter Verleihung besonderer Lehraukiräge sür Wirt- schaftswijsenschast, sowie sür Staats- und Lerwal« tungslehre eingerichtet werden. Angenommen wird ferner de» sozialdemokratische Antrag, das Staatsministerivim zu ersuchen, das Lipmannfche Institut zu verstaatlichen. Ferner fand Annahme eine Relhe von Anträgen auf Besserstellung der Privat, dozenten und Assistenten. Weiter fand ein Antrag Genehmigimg aus Errichtung eines Fonds für hochschulmäßige Lusbil- dung von Arbeitern, Angestellten und Beamten auf dem Gebiet der Wtrlschaflswissenschaften. Auf den Hochschulen soll aus- reichend über Arbeiterrckft gelesen, ferner sollen Lehraufträge Über vntialkoholismus eingerichtet werden. Die Reform des medi- zinijchen Studiums soll schleunigst durchgeführt werden. Wie man seine» Ketnbrandi mit Polizelhilse..echt' macht. Der Eches der Newyorker Geheimpolizei scheint in Kunstdingen einen ganz besonder» feinen Spürsinn zu haben. Die er da jetzt einer modernen Rembrandt-Kopie durch sein Eingreifen zur Echthdt ver- Holsen haß das wird im„Sammler" erzählt E»n Newyorker Kunst- Händler begegnet« in einer holländischen Privotsummlung einem bis- her unbekannten schönen Bilde Rembrandis, das aber für ihn nicht zu haben war. Dafür erhielt er von dem Besitzer die Erlaubnis, das Bild kopieren zu lassen, und gab dazu den Luftrag an de« besten holländischen Kopisten. Auch die Signatur Rembrandt, ließ er von ihm kopieren, dann aber mit einer Lage Firnis zlideckeu. Endlich jetzt» der Kopist seinen eigemn Namen aus seine Arbeit. Als nun die Kopie dem Besteller nach New Port überfandt werden sollte, er- hielt die Newyorker vottzei die anonyme Mitteilung, eft, echte: Rembrandt solle als wod-rn« Kopie nach Amerika eingeschmuggelt werden. Denn es geschieht häufig, daß Werke alter Kunst, mn den Einfuhrzoll zu sparen, als moderne Kopien verzollt werde«: Kostet doch ein rechter Rembrandt nach heutigen Sätzen ollein etwa 60 000 Dollar Einsuhrzoll. Als der Kunsthändler sdne Kopie, die er mit 1000 Dollar deklariert hatte, vom Zollamt holen wollte, wurde er in Strafe genonnnen und hatte den Satz für ein Original zu zahlen. Natürlich kam diese Tntdeckung de? Newyorker Polizei in die Oessentlichkdl. und so send sich denn nach kurzem auch»in Käufer, der dem Zfimsthändle? seinen.Rembrandt' für 500 000 Dollar abnahm. Die Geschichte ähnelt sehr einer Schnurr«, die Eudel in seinen „Fälscherkünsten erzählt, kann ja trotzdem aber wahr sein. Hamburg ai» Luswerkehrsh-fen. De? alte Fuhlsbüttele? Flug- platz bei Hamburg, dessen Anlagen allmählich zu vorfallen drohten, wird jetzt durch das Eingreifen der Hamburger Bürgerschaft in«tnen Zustand versetzt werden, der ihn den Hauptsiugplätzen Europas gleichwertig macht. Dabei wird in„Werft, Reederei, Hafen' dw außerordenttiche Bedeutung Homburg» als Flugvrrkehrshofen her- vvrgehobcn. Die Stadt ist«in Knotenpunkt der internationalen Li'.ftverbindung. die von London über Amsterdam nach Kopenhagen i.nd Stockholm führt und in Hamburg«ine neue Linie üher Stettin— Königsberg— Kswns bzw. Riga nach dem Osten abzweigt. Di« Linie Hamburg— Westerland ist wohl unter allen deurschen Lust» Verbindungen die beste, denn die Flugdauer beträgt«ur Stunden, während man bei Benutzung von Eisenbahn oder Schiff tnltu bestens 12 Stunden braucht Sodann muß der«eitere Ausbau dieser Strecke nach Südosten, nach Berlin— Dresden— Prag angestrebt werden. Hamburg muh auch den Seeflugzeuge« Gelegenheit geben, hier Halt zu machen oder einen Heimathofe« zu sinven. Gelreide-EkpZosioven. Das Publikum weih nicht, daß Getreide ein so geföhrttchcr Erplaisionestofs fcin kann wie Schieftpulver. Den« man den Inhalt eines Sacks mit 6 Pfund Wcizen in der Luft eines normal großen Hauses vortettte. so kSnut« das Aufleuchten eines Streichholzes das Gebäude in die Luft fprenaen Die doppell so große Menge Getreide würde, mit 4000 Kubikfuß Luft in einein hsriuetisch verschlossenen Raum vermischt, bei der Entzündung soviel Kraft hervorrufen, daß sse genügen würde, um ZäOO Tonnen zu einer Höh« von 100 Fuß emporzuschleuder«._ Der Grund für diese Ex. plosionskähigkeit des Getreide» siegt darin, daß bei der Verkeilung »n der Lust eine» Raumes jedes Teilchen d«. Getreides in Berührung mit dem Sauerstoff der L'ift kommt und brennt, wenn es CHneziindrt wird. Sofort wird eine groß» Menge Grs entwickelt, das Pitz«uise Nr. 6t ♦ 59. Jahrgang 7. Seilage ües vorwärts Sonntag. 5. 5ebrllart922 Die Ruhe öer rollenden Räder. WWWWWWW' ytm Nahalter Sahnhof. Nicht wie sonst mit der chast der nervösen Reisenden naht man sich der großen Bahnhosehalle am Anhalter Bahnhos, mehr wie«in tlmatcurrcisendcr betrachtet man heut« den Dahnhos. Und auch der Bahnhof scheint sich nur für sonderbar« Reisende eingerichtet zu haben, er ist auch heute sozusagen nur Lmateurbahnhos. In feinen breiten Wandelhallen, in denen sonst ein bienrnfleißiger Der- kehr herrscht«, ist nicht ein Mensch zu sehen bi» auf die paar Grünen, di« ja nicht als Reisende gelten. Doch da kommt durch die Haupt» pforte noch«in altes Mütterchen mit einer Traglost gehumpelt. Sie steht am geschlossenen Schalter und wandert olle Schalter hinauf, und doch ist keiner geöffnet. Gepäckraum hinter herabgelassenen Scheiben ist hier und da eine Mütze sichtbor, aber für den Auskunft- heischenden unerreichbar. Oben auf dem Bahnhofsperron tiefe Stille. Di- Züge, die sonst noch Halle und nach München rollten, stehen wie in Parade, ohne Dampf und mit erfrorenen Scheiben. Das ewige warten. Doch am letzten Ende der Durchgangsschranten drängt fich ein Menschenknäuel, der eben da» Wartezimmer vierter Klasse verlassen hat. Sind e, auch Amateurreisende? Ja und nein! Es sind zum größten Trll Menschen, di« nun schon drei Tage in «erlin festliegen und doch noch nicht di« Hoffnung aufgegeben haben, nach Holle zurückzukommen. Jetzt eben kommt ein« Abordnung vom Bahnhofskommandanten und der Sprecher bringt den tröstlichen Bescheid, daß um 2 Uhr mittag» ein Zug abgelaffen wird. vorausgesetzt, daß sich hier da, Zugpersonal für di« Führung zu- sommenfindct. und daß die Hallelchen Beamten den Zug hinein- lassen. Vorausgesetzt. Etwa 500 Menschen haben sich im Dahnhof». räum um den Sprecher geschart: die Hoffnung aus ein gutes Fort- kommen kann die Leute auch In Berlin nicht festhalten. Einig, sind auch dabei, die da» vergnügen einer billigen Reise mitmachen wollen, denndie Bahn befördert unter Umständen tosten- lo» alle», was au» Berlin heraus will. Die Versammlung will in. Politische umschlagen, d. h. da, Publikum sucht sein Gaudium oder seine Entrüstung, wie man e» nennen will— gegen die streikenden Beamten geltend zu machen. Der Redner spricht:„verhin- dern sie uns mit Gewalt, so brauchen wir auch Gewalt!" Da» oer- anlaßt einen Echupomann zum Protest.„Ihr seid zum Schutz de» Publikum» da und nicht zur Parteinahme für di« Lahnbeamtenl" wird ihm drohend entgegengerufen. Ein Arbeiter meint ganz zu» versichtllch: Wenn sie un» nur di« Lokomotive stellen, da» Ding werden wir schon bi» Halle allein drehen können. Und zualeich meldet sich auch ein Lokomotivführer und ein Hetzer. Gute» Fort- kommen! Die verschnciken Meise. Draußen sagt der Wind den Schnee von den VahnholsdZchern, so daß«» aussieht, als spielte weißer Rauch au» den Hallen. Die »ahngleise sind bereit» verschneit, der Himmel ist diesmal Verbürcheter der Streikenden. Am Potsdamer Bahnhof ist es fast stiller als zur Nachtzeit. Plötzlich dröhnen über mir di« Schienen und erstaunt sehe ich nach dem seltenen eisernen Ungetüm. da» e» wagt, diese Totenruhe zu entheiligen. Aber«» ist nur die Untergrundbahn, die nicht streikt. Auf dem Potsdamer Güter- b o h n h v i olles wie tct. Keine Arbeiter, kein Fuhrwerk. Ein paar verlassene Möbelwagen stehen schräg auf dem Platz. Einig« Gruppen Zivilisten vor den Toren: Lcomt« und Arbeiter. Ich glaub«, sie wundern sich selber übe? da» Ding, wie»» nun aussieht, nachdem sie e» au» den Händen gelassen haben. Und obwohl ich nur ein Amateurreisende? bin. möchte ich euch bitten, da» Ding bald wieder anzudrehen und Dampf darauf zu setzen... f\ls blinder Passagier Im Güterzug. Koste e». wa» e, wolle: ich muh nach v e r l i n. Da» war mein einziger Gedanke, den ich om Freitag in Frankfurt a. O. hatte. Aus dem Bahnhof wird mir die Auskunft:„fjeute sind schon zwei Züge nach Berlin durchgekommen." Ein Hoffnung,strahll Also mit der nächsten Elektrischen hin zum Dahnhcf. Alle Schalter verschlossen. Durch die Vorhänge eines Fenster, blinzelt ein ver« fchämter Lichtschimmer. Ein paar Unentwegte warten mit ihrem Geyäck und tauschen ihre Meinungen au». Ja. wenn die Hoffnung nicht wär'... Im Wachtzimmer der Bahnhofspoltzet, zu dem man mir in entgegenkommender Weise Zutritt gewährt, will ich meinen Berliner Freunden Nachricht geben, daß wir un» wohl nicht sehen werden. Da kommt ein Oberwachtmeister herein.»Was, Sie wollen nach Berlin? Na, denn man schnell. Jetzt wird gerade«in G ü t e r- zu g abgelassenn." Schon hat mich ein anderer Schuvote unter sein« Fittiche genommen, hinaus geht's auf den dunklen Bahnsteig. Eh« ich noch recht weiß, wie mir geschieht, hat mich der Mann der öfsent» liehen Ordnung in einen Wagen hingeschoben, ein« Pseife schrillt; ich fahre Im Güterzug nach Berlin. La» war einmal eine Fahrt. Ich werde noch lange daran zu- rückdenken. Bis Fürstenwalde ging es ja ganz gut. Wir fuhren sogar schneller als im Personenzug. Aber gleich hinter Fürsten- walde ging da» Elend lo». Erst lagen wir eine Viertelstunde fest, Endlich ging es weiter. Aber noch oft blieben wir auf offener Streck« liegen, und sedesmal wurden an diese Tatsache die unglaub- lichsten Vermutungen geknüpft. Ein findiger Kopf hatte die Lösung bald gefunden:„Stralau-Rummelsburq weigert sich, den Zug an- zunehmen." Aber wieder fingen dir Räder an. sich zu drehen. Im Schneckentempo, als wenn jemand vor der Maschine gemächlich ein- herlief, um zu sehen, ob auch alle» in Ordnung sei. Doch plötzlich wurde un» ein» klar: wir mochten«ine Rundfahrt um Ber- li n. Der eine erkannte In der Dunkelheit Warschauer Brück«, der andere Tepmelhos, ein dritter Gesundbrunnen, und einer—> er>h>en mir besonders verdächtig— meinte, wir seien in Tegel oder Plötzen» see. Aber schließlich gab sich der Führer auf der Lokomotive einen Ruck, der Zug stand, und ein Schild auf dem matterleuchteten P?r- ron verkündete: ,.S ch l e s i s ch e r B a h n h o f". Ich stand auf dem Trittbrett, Ich sprang auf den Bahnsteig, ich ging durch die Sperr«, wo niemand nach einer Fahrkarte fragte, bald schloß sich hinter mir die Tür der einsamen, verlassenen Bahnhosihall«. Ich war in Berlin angekommen al» blinder Passagier. Der erste Notverkehr. Im Lauf« de» gestrigen Eonnabend» konnten einige Züge nach den nördlichen Vororten abgelassen werden. In den Nachmittagsstunden Nef ein Zug nach Oranienburg, ein Zug in den Abendstunden nach Bernau, ein Zug noch Zossen und ein Zug noch Könlgswusterhausen. Die weit diese Züge geführt werden können, steht noch nicht fest. E» ist zweifelhaft, ob e» gelingen wird, den verkehr regelmäßig durchzuhalten, da die Weichen und Signale nicht überall dedient werden können. Im übrigen Fernverkehr sind Züge nicht abgelassen worden. « Auch Montag früh werden von Verlin au» Sonderpost- vnd Passagierfahrten mit Kraftomnibussen nach Hamburg. Magdeburg(mit Anschluß nach Drounschwelg und Han- nover), Leipzig und Dresden abgefertigt. Abfahrt wieder um 8 Uhr vormittag» von der Hapog. Unter den Linden S. Fahrkarten- verkauf bei den Reiseburcau». Für die Dauer der Unterbrechung de» Eisenbahnverkehr» wird — zunächst jeden zweiten Tag— zwischen Derlin und König»- b« r g(Pr.s eine Luftpost Verbindung über Stettin und D a n z l g unterhalten. Erste Ankunft In Berlin am 5., erster Ab- siuq von Berlin om 6. Februar, S Uhr vormittoa», ab Staaken. Mit Holland ebenfalls jeden zweiten Tag Luftpostverbindung über Bremen und Hamburg. Erste Ankunft von Amsterdam in Bremen und Hamburg am 4.. Rückffug voraussichtlich am S. Februar. In Bremen und Hamburg Anschluß nach und von Berlin durch Flugzeug._ Die Leere im StaötsSckel. Wie man die EinnahmeanSfälle wettmache« will. Durch die Verweigerung der Tariferhöhungen für die Elektrizität»- und Gaswerke der Stadt wird da, M> ß» e r- hältni» zwischen den Au»gab,n de» Stadtsäckel» und seinen Einnahmen noch verschlimmert. Der Magistrat kündigt an, daß er sich nicht ander» zu helfen weiß al» durch weit- gehende Beschränkung der Ausgaben schon Im laufenden Haushalt. Amtlich wird darüber gemeldet: .Der Magistrat beschäftigte sich In einer außerordentlichen Sitzung am Sonnabend mit der Finanzlage der Stadt. Da» dauernd« Anwachsen der Ausgaben ohne ent- prechende Mehreinnahmen macht die Fortführung der tädtischen Wirtschaft in der bisherigen Weise unmöglich. Die Ber- agung der Tariferhöhung für die städtischen Werke in der letzten Stadtverordnetensitzung hat die Lag« weiter verschlimmert: Der Kämmerer gab eine Darstellung der bisherigen Entwicklung der Aus- sichten für die nächste Zukunft. Der Magistrat erkannte an, daß bei dem Versagen de» Reiche» und dem Zurückbleiben der Einnahmen die Fortführung der städtischen Wirtschaft nur durch einschneidend« Maßnahmen sichergestellt werden kann. Er wird in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch über die Einzeloorschläge für Einschränkungen im lausen- den Haushalt, sowohl im außerordentlichen wie im ordentlichen Haushalt, beschließen." Man kann nur wünschen, daß e» zu diesen Maßregeln nicht kommt. Eine Einschränkung der sozialen Aufgaben der Kommunen brächte weiten Kreisen der Bevölkerung schweren Schaden, und wahrscheinlich würde es auch nicht ahn« Arbetterentlaslungen abgehen. Bon anderer Seite wurde gemeldet, daß der Magistrat die in der letzten Stadtverordneten- sitzung abgelehnten Tariferhöhungen schleunigst neu bean- tragen wolle. E» scheint, daß er sich hiervon keinen anderen Erfolg al» am vorigen Donnerstag verspricht. Oeschlagnahme öer öerllner Kohlenvorräte. Zur Sicherstellung der lebenswichtigen vekriebe. Die preußische Koblenwirtichafl» stelle in den Marke» beschlagnahmt, w>e amilich mitgeteilt wird, im Einvernehmen mit dem Reich»kohlenfommissar und dem Kohlenamt Berlin mit Wirkung vom». Februar ab beim Kohlenhandel im Gebiet der Einheit«» gemeinde verlin sämtliche Bestände an hochwertigen Brennstoffen(Gtemkohlen. Steinkohlenbrikett« und Broun» kohlenbrikett»). Die Beschlagnahme erfolgt zur Sicher st ellung de« notwendigsten Bedarfe« der lebenswichtigen Betriebe, wie Krankenhäuser, SaS-, Elektriziiät«» und Wasser» Werk« und der Bäckereien, da infolge de» Eisenbahnerstreik« und der zugefrorenen wasserslroßen jegliche Zufuhr aufgehört ha». Die Abgabe und Entnahm« beichlagnabmier Brennstoffe darf bi« auf wtitere« nur mit besonderer Kenrbmigung der Preußischen Kohle»»» wirtjchafttstelle bzw. de» Kohlenomte» Berlin erfolgen. Der Inüermorü vor Gericht. Die Mutter der Anw Singh. Die Beweisaufnahme in dem Prozeß gegen die de» Morde» bz» der Beihilfe angeklagten drei Personen scheint allmählich in» Ufer» lose zu gehen, so daß die Hoffnung, den Prozeß gestern noch zu Ende zu führen, ssch nicht erfüllte. In der gestrigen Verhandlung trat n. a. ein Arbeitskollege de« AngeNagten Arnold auf, der behauptete, Zeuge von„Anfällen" de» Arnold gewesen zu sein. Die Vernehmung der Mutter der Frau Singh nimmt längere Zeit in Anspruch. Sie schilderte den ermordeten Singh als«inen gutmütigen, ober jäh» zornigenMenfchen, der außerdem fehrelferfüchtigge- wesen sei. Singh habe ihr selbst erzählt, dag er für fein« politisch« Betätigung monatlich«00 M. erhalt«. Da diese» Geld nicht au»- reichte, habe ihre Tochter»ine Stellung annehmen müssen. Diese habe sie jedoch infolg» der Eifersucht de» Singh wieder aufgeben müssen, da S. stundenlang vor dem Geschäft auf und ob aelaufen sei und jeden Heraustretenden gefragt habe, ob sich fein« Frau nicht mit anderen Männern einlasse. Als Grund ihre» Wegganges von ihrem Manne habe idr« Tochter ihr ange- geben, daß sie es bei ihrem Manne wegen dessen Krankheit nicht ausholten könne. Al» sie den Singh an dem kritischen Morgen tot vorfanden, hat di« Zeugin zunächst an Selbstmord au» politische« Gründen gedacht, dt« Tochter habe aber gesagt:»Selbstmord kann«» nicht fein, denn mein Mann hing. dock, so a« Leben." Die Tochter habe auch darauf gedrängt, daß so schnell wie möglich ein Arzt herbeigeholt werde. Nach einstündiger Mittagspause beantragte N.-A. Dr. Ja ffä di« Anberaumung«ine» Lokaltermin» am Ort der Tat. Da» Gericht behielt sich den Beschluß über diesen Antrag vor. Di» Vernehmung der Zeugen zog sich noch bi» zum Abend hu� ohne daß sie wesentlich Neue» zur Aufklärung brachte. Di« Verhandlung wird am Montag fottgefetzt. Ein Silderfchaß, dessen Eigentümer nicht bekannt ist, wurb« Von der Kriminalpolizei beschlagnahmt, der zu Obre« gekomme« war. daß au» gewissen Kreise» in der Friednchstraße heran« Silberzeug zu Geld gemacht werden sollt«. C« gelang idr, den verborg enen Schatz bei einem jungen Manne, der jenen Krei'en angehört, zu beschlagnahmen. Er besteh» an» Gabeln, Messer«. Löffeln u. bergt. die allem Anschein nach au«« i n« m Einbruch in der Provinz stammen. Die Sachen trage» ein Wappen, tn dem sich«in Anker befindet und haben emrn ziemlich boben Wert. -» Eine seltsame Nacht. Roman in vier Stunden von Lanrid« Bruun „Sie erzählt« auch allerhand von dem jungen Hilsöel Mich dünkt. Sie sagten, Sie kannten ihn?" „Lch Hab ihn mal als ganz jungen Mann behandelt!" Doktor Sylt setzte sich in den Lehnstuhl, während jjjarmer auf dem Pufs gegenüber Platz nahm. „Was hatte er eigentlich sür einen Ruf?" fragte er wieder. Der Doktor sah verständnisvoll auf: „Ach so— Sie meinen die Wechselgeschichte?" „Sie kennen die Sache?" „Eott ja! Alles sickert ja schließlich durch in dieser Welt. Ich Hab es dem alten Widder recht gegönnti Denn es geschah ihm recht, dem alten Eeizkrcgen! Na. das war damals übrigens eine ganze Tragödie auf dem Ziegelhof." „Wieso?" fragte Hjarmer interesstett. „Ja. sehen Sie—" der Doktor beugte seinen schweren Oberkörper vor lrnd stützte die behaarten Bärentatzen aus die rurtde Knie—„der sung« Hilsoe ist ein uneheliches Kind." „Ah so! Vielleicht de» Alten eigener Sohn?" „Nein— von seiner Nicht«! Sie war Waise und führte des Alten Haus. Und da ließ sie sich mit einem Steuermann «in— e» mar in HUföes großen Tagen, als er sein eigener Reeder war und Fracht nach England hatte." „Und sie sollte den Steuermann ni»t Koben?" „Er war nickt gut genug für eine Hilsöe. verstehen Sie? Da grämte die Aermste sich und starb im Wochenbett. Mein Vorgänger im Amt hat es mir erzählt. Der alte Widder ober nahm den Knaben zu sick und gab ihm seinen Namen. Und da« ist die Geschickte des jungen Hilföe." „Ob er ss« selbst kennt?� „Obne Zweifel!" „Glauben Sie. daß er sich Lhrer erinnert?" „Meiner?— Ich glaub« es fast. Ich möchte nur wissen. weshalb er mir einbilden will, daß wir nicht mit demselben Zug gekomm-n sind." „Ein Mißverständnis, Doktor!" 7. Frau Hjarmer und Werner Hilföe kamen au» dem Satten, von Fräulein Eindal gefolgt. Hjarmer ging Hilfoe entgegen und sagte lächelnd: „Na— Sie genießen die Juninacht wohl ordentlich!" Doktor Sylt zog die Schultern hoch und sah Frau Helwig von der Seite mit seinen kleinen, scharfen Augen an: „Haben Sie den großen Pan gesehen, Frau Hjarmer?" Sie erinnerte sich ihres Gespräches von vorhin und lächelte ihm mit ihren grauen Augen zu. di« jetzt groß, tief und strahlend waren. „Ja— er saß Im Syringengebüsch und blies die Flöte l" Hjarmer trat zu ihr: „Du hättest deinen Schal umlegen sollen. Liebste!— Wenn man still sitzt, schleicht sich die Kälte heran. Di« Nacht ist hinterlistig." Frau Helwig ging an»hm vorbei zum Flügel, mit ihren langen, starten Schritten, die Hände gegen die Hüften gepreßt. „Ach— die Luft ist so still und milde!" sagte sie. ohne ihn anzusehen. Es roch plötzlich nach Tabak. Fräulein Selma sah sich um. Ja, der Ingenieur raucht«. Er hatte sich in der augenblick» lichen Verwirrung, als Fräulein Sindal sie in der Laube stört«, eine Zigarette angezündet. „Herr Hjarmer hat Kopfschmerzen!" sagte sie und sah den Ingenieur herausfordernd mit ihren großen, blauen Augen an. „Sie sollten das Rauchen lieber lassen. Herr Hilsöel" „Eine einzeln« Zigarre—" beeilte Hjarmer sich zuvor- kommend zu sagen,„schadet gar nichts!" „Ja. aber Zigorettenl" sagte sie und sah eifrig zu Herrn Hilsöe hinüber, der die Zigarette au» dem Mund genommen hatte und nicht wußte, wo» er damit machen sollt«. Hiormer wandte sich kostig um. „Zigaretten?" wiederkolt« er unwillkürlich, während ihm eine plötzlich« Jdeenvcrbindvng wie ein Blitz durch den Kopf schoß und jeden Schmerz verjagte. „Herr Hjarmer kann den Geruch de« verbronnten Papier» nickt vettogenl" sagte Fräulein Selma und sah sich nach einem Aschbecher um. Hjarmer ging aus Herrn Hilsö« zu. wShrend er nervös seinen Nock zuknöpfte. „Ah— Ei« rauchen Zigaretten!" sagt« er und sah starr auf die Zigarette In Hiisöes Hand. „Ich werde sie beiseite legen!" Hilsöe ging zum Kamin, um sie fortzuwerfen. Hjarmer kam ihm hastig zuvor. „Einen Aschbccherl" sagte er zuvorkommend.„Gassen Sie mich, bitte!" Damit ging er aus den Nouchtilch zu, von wo Fräulein Sindal ihm schon mit einem Aschbecher entgegenkam. Gr nahm ihn ihr aus der Hand und reicht« ihn Hrlsö«, der dl« Zigarette darauf legte. Den Blick starr auf den Aschbecher gettchttt, ging Hjarmer zum Rauchtisch zurück. Er zögerte einen Augenblick und ver» gewissette sich, daß er nicht beobachtet wurde. Dann öffnet« er die Mappe, nahm einige Dokument« heraus und öffnete in deren Schutz« die Streichholzschachtel, in der der Zigaretten- stumme! aufbewahrt lag. den Petersen an der Mordstelle gefunden hatte. Während Hjarmer am Rauchtisch stand und dem Zimmer den Rücken zukehrte, war Fräulein Selma damit beschäftigt, den Tisch abzuräumen. Sie setzte Teller und Teetassen aus das Servierbrett. Als sie auch die Gläser und die Whisky- flasche nehmen wollte, streckte der Doktor, der der häuslichen Geschäftigkeit der rundlichen Finger zugesehen hatte, ab- wehrend die Hand aus. „Halt. Fräuleinchen! Den Whisky dürfen Sie nicht ent- führen. Herr Hilsöe und ich wollen noch«in Glas auf alte Bekanntschaft miteinander leeren." „Ich danke. Herr Doktor!" sagte Hilsöe.„Lieber ein andermal!" „Wie Sie wollen!" Doktor Sylt ergriff die Flasche. schenkte sich selbst ein Glos ein und trank mit Wohlbehagen. Dann zog er die Nachtluft ein und sagt«: „Niemand kennt die Nacht, bevor die Sonn« aufgebt— Man weiß nie. was einem zustoßen kann, wenn die Essen Ringelreigen tanzen und di« alte Schlange im Syringen- gebüfch auf der Lauer liegt." (Fortsetzung folgt.) Die Arbeit üer Dezirke. s Zm 17. Verwallungsbezir?(Lichtenberg) wurde die Neuwahl! der Deputationen vorgenommen und der Unabhängige, Stadtrat, S t i n n i n g, mit 26 Stimmen der Linken zum zweiten Bürgermeister gewählt. Dit am 11. Januar erfolgte Wahl von 6 unbesoldeten i Stadträten brachte der vereinigten Linken vier Mandate, während, sich die Bürgerlichen mit zwei Mandaten begnügen mußten. Gewählt sind Genosse Weiß(SPD.), Stinning, Klüsner(USP.) und! T o r g e'l e r(KPD.). Sobald Stinning in sein Amt als Bürger- � meister eingeführt ist, wird Genosse Peterhansel(SPD.) un-! besoldeter Stadtrat. Auch die Bezirksversammlung des IS. Bezirks (BJeiftcnfee) nahm in ihrer letzten Sitzung die notwendig gewordenen Wahlen vor. Der Borstand ist der alte geblieben. Der von der SPD. als besoldeter Stadtrat vorgeschlagene Bauführer, Genosse Müller, wurde mit 17 Stimmen zum besoldeten Stadtrat gewählt. Das Deutsche Opernhaus in Charloklenburg. Die Bezirksversammlung des 7. Bezirk»(Tharloltenburg) be- willigte in ihrer Sitzung vom 1. Februar zur Sanierung de» Deutschen Opernhauses den Erlaß der Pacht vom 1. September 1926 ab und außerdem vom 1. April 1922 eine> ä h r- liche Unter st ützung bis zur chöhe von 2 Millionen Mark zur Deckung d?s voraussichtlich entstehenden Defizits sowie 166 666 Mark jährlich alsZuwenduna zuden Pensions- lassen des Personals. Ferner soll die Stadtgemeinde Berlin die Bürgschaft für ein zur Deckung der Kosten des Bühnenaufbaues auf- genommenes Darlehen von 2 Millionen Mark übernehmen. Durch Uebereignung des Fundus der Bühne ist für diese Aufwendungen volle Sicherheit geboten. Müllkäsken als Reklameflächen. Im Verwaltungsbezirk 7(Tharlotlneburg) wurde einem Ber- trage mit einer Privatfirma zur Verpachtung von Flächen an Mül'l abfuhrwagen und Müllkästen für Reklame-� zwecke zugestimmt. Im 9. Verwaltungsbezirk(Wilmersdorf) sollte den Hausbesitzern eine Extrawurst gebraten werden, indem für die Müllabfuhr eine Sonderdeputation geschaffen werden sollte, in die auch einige Hausbesitzer hineindelegiert werden sollten. Der Antrag wurde abgelehnt. Im Verwaltungsbezirk 17(Lichtenberg) wurde eine Borlage auf Erhöhung der Mllllgebühren von 5,66 auf 7,56 M. wegen ungenügender Unterlagen an die Deputation zurückverwiesen. Sonstige Vorlagen. Im 7. Verwaltungsbezirk(Tharloltenburg) wurde befchloflen, beim Magistrat anzufragen, ob für die Fürsorgerinnen, die von der städtischen Wohlfahrtsschule in Charlottenburg ausgebildet werden, bei einer Ausbildungszeit von IM Jahren gegenüber der staatlichen Forderung von zwei Iahren bei Beschränkung auf die Ausbildung als Gesundheitsfürforoerinnen die staatliche An- erkennung zu erwarten sei. In einem Dringlichkeitsantrage aller Fraktionen wurde gegen die nach Zeitungsnachrichten beabsichtigte Einstellung der durch den Tiergarten nach Char- lottenburg führenden Straßenbahnen entschiedener Protest eingelegt. Der bekannte kommunistische Antrag, die Erwerbs- losenunterstützung nach 13 bzw. 26 Wochen nicht einzustellen, fand Qedensmittelprelse der Woche. Zufuhr: Fischeetwas reichlicher. Geschäft rege. Fleisch reichlich, Geschäft ziemlich rege. Obst und Gemüse schwach, Geschäft ruhig * In der Woche vom 29. Januar bis 4. Februar galten in der Zentral- markthalle folgende Klelnhandslsarelse: Aale lebend; 60 M. das Pfund. Barsche 18 M. Bleie 12— 14 M. Hechte 20-23 M. und Karpfen 24-30 M. Plötzen 12—15 M. Schleie 32 M. Zander 28 M In Eis; Aale 18—40 M. Barsche 5—10 M und Bleie 5—9 M. Hechte 13—14 M. Karpfen 16-20 M. PIBtzen 5—9 M. das Pfund. Schiele 20 M. Zander ebenso. Schollan 11 M. Schellfisch 10—15 M. und Kabeljau 9 M.- Rindfleisch 15—19 M. Kalbfleisch 15-24 M. Hammelfleisch 15— 19 M. Schweinefleisch 20—24 H. Geräucherter Schinken 40— 44 M. das Pfund. Geräucherter Speck 32—35 M.— Hirschfleisch 18— 23 M. Hasen das Pfund 14 M.. das Stück ca. 115 bis 120 M Puten 22— 24 M. Enten 28— 30 M.— Rotkohl 6- 6 25 M. Blumenkohl 10—15 51. WelCkohl 2.50— 3M. Wirsingkohl 3— 4.50 M. Rosenkohl 11 M Kohlrüben 1.20 M. Zwiebeln.50— 3 M.— EBSpfol 7-li M. und EBbirnon ebenso. Kochäpfel 4,50-5 M. Apfelsinen das Stück 1.50—5 M. Grost-Serliner Parteinachrichten. die Zustimmung aller Fraktionen. Dagegen wurden sämtliche übrigen bereits im Rathaus verhandelten Erwerbslosenfragen im Gegensatz zu den Kommunisten abgelehnt und auf Antrag unsere» Genossen D o r ch a r d t genau so entschieden wie in der Stadtverordneten- Versammlung. Wegen der gleichen Angelegenheit gab es im 17. Ver- waltungsbezirk lLichlenberg) einen argen Tumult, der den unab- hängigen Borsteher zwang, die Tribünen räumen zu lassen. Der g. Verwaltungsbezirk(Wilmersdorf) soll in 18 Ortsbezirk«, ein- geteilt werden. Im IS. Verwaltungsbezirk(Weißensee) gelangte ein Antrag der USP. zur Annahme, in den nächsten Tagen zum Bau eines neuen Rathauses für den 18. Bezirk als erste Bau- summe 2 Millionen Mark einzusetzen, zur Annahme. Die örtliche Zerrissenheit der Berwaltung wurde mit Recht als unhaltbar be- zeichnet. Die Bezirksversammlung des Verwaltungsbezirk» 13 (Tempelhof) hat nach längeren und lebhaften Auseinandersetzungen zwischen den Bezirksverordneten«inen Antrag der Demokratischen Fraktion angenommen, wonach die im Bezirk noch bestehenden offent. lichen Berkaufsstellen und die öffentliche Schuhausbesserungsanstall zum 1. April d. I. zu schließen sind. Auf Antrag der bürgerlichen Fraktion wurden erhöhte Mittel für die Erweiterung der Schul- spelsung auf den ganzen Bezirk bewilligt. ,.,u. Der Turmhaus-Wettbewerb. In dem von der Turmhaus-Aktiengesellschaft veranstalteten WettbewerbfürdieErrichtungeiaesTurmhauses am BahnhofFriedrichstraße hat das Preisgericht gestern nach zweitägiger Berhandlung feine Entfchei' insgesamt 144 Entwürfe ein ' utsck erHandlung seine Entscheidung gefällt. Es waren ntwürse eingegangen. Dem Preisgericht ge- hörten von bekannten deutschen Baukünstlern Ludwig Hofs- mann sowie die Professoren German Bestelmeyer(Berlin), Heinrich S t r a u m e r(Berlin) und B i l 1 i n g(Karlsruhe! an. Den ersten Preis von 36 666 M. erhielt der Entwurf der Architekten B r a h m und R. K a st e l(Kassel), Mitarbeiter Alfred Becker: den zweiten Preis von 25 666 M. erhielt der Entwurf der Architekten Gebrüder L u ck h a r d t und H o f f m a n n(Berlin): den dritten Preis von 15 666 M. erhielt der Entwurf des Archi- tekten W. G. Koch(Stuttgart). Sech» vierte Preise zu je 5666 M. erhielten die Entwürfe der Architekten Adolf Abel(Stutt- gart), Profestor Martin El süsser(Köln), W. Langstein (Karlsruhe), Krekel und L e y k a u f lDüstÄdorf), Otto K o h tz (Friedenau) und Dr.-Ing. Otto Schubert(Dresden). Für je 3666 M. wurden die Entwürfe der Architekten Hans S ch a r a u n (Insterburg) und Tiedemann(Chorlottenburg) angekauft. Die Entwürfe sind vom heutigen Sonntag ab bis zum 26. d. M. im Fest- soal des Berliner Rathauses öffentlich ausgestellt.____ Die Arbeite« zur Schnecbeseitigung. Die Schneefälle der letzten Tage verursachen der Siadtgemeinde Berlin eine nicht unbeträchtliche Mehrausgabe. Seit Tagen arbeilen die Schneepflüge ununterbrochen, um die Verkehrsstraßen nach Mög« lichkeit für den Verkehr freizuhalten. Im vereinigten Betriebe für SIU-Berlin(Bezirke 1—6) sind über 1600 Hilfsarbeiter beschäftigt. Die Anzahl der Schneepflüge ist in diesem Jahre erheb« lich vermehrt worden, auch konnten die Leistungen durch Verwendung von Automobil-Vorspann beträchtlich gesteigert werden. vor einigen Tagen hat die Leitung der Alt-Berliner Siraßenreini- gung einen Automobil-Borbauschneapflug in Betrieb genommen. Als Triebwagen dient ein Lastkraftwagen, der an einem vorn angebrachten VerlängeiungSrahmen den eigentlichen sechs- fchaufeliaen Schneepflug nach dem bekannten Modell der bespannten Schneepflüge trägt. Die bisherigen Versuche halten ein durchaus befriedigendes Ergebnis. Der Schneepflug leistete etwa das Doppelte bis Dreifache eine? bespannten PflugeS. Anftankierte Magistratsbriefe. Infolge be» erhöhten Portos bat der Berliner Magistrat beschlosten, Briefe und Postkarten an Privatpersonen(Vereine, Gesellschaften, Korporationen usw.) un- frankiert als.portopflichtige' Dienstsache abzusenden, wenn die Angelegenheit im Jnteresie deS Empfänger? liegt. ES wird daher gebeten, allen Schreiben und Eingaben, auf die der Ab- fender eine Antwort in seinem Interesse erwartet, da? Porto für die Antwort beizufügen. Beschränkte Milchbelieferuag. DaS ErnährungSamt der Stab Berlin teilt mit: Mit Rücksicht auf die ungewissen Milch« eingänge auf der Bahn infolge de» Eisenbahnerstreits kann die augenblickliche Belieferung der Milchkarten noch nicht wieder herauf- gesetzt worden. Soweit etwa über die für Karten benötigte Milch- menge hinaus noch Milch in Berlin eingeht, wird sie al« freie Milch abgegeben werden, weil eS sich dann vielfach um Milch handelt, die ichon einige Tage Unterweg« ist, alio nicht auf Vorrat zenommes. f sen kann, auch vielleicht nicht mehr für die Kinder n de« ersten Jahren restlos verwendbar ist. Willi Wach. Seit einer Woche wird— wie unsere Leser misten— unser Mitarbeiter Willi Wach vermißt. Die Hoffnung, daß er noch unter den Lebenden weilt, muß leider aufgegeben werden. Nach den von uns und von den Angehörigen des Verfchwundenen gemachten Fest- stellungen scheint e» fast zweifellos, daß Willi Wach beim S ch l i t t- schuhlaufen in einer durch einen-Dampfer aufgebrochenen und nur leicht zugeftorenen offenen Stelle im Müggelsee einge» brachen ist und den Tod in den eisigen Fluten gefunden hat. Ein Absuchen der Unfallstelle nach der Leiche des Berunglückten war bis jetzt nicht möglich. Wie von Augenzeugen versichert wird, war die lebensgefährliche Stelle nur äußerst mangelhaft durch Warnung?- zeichen abgesteckt, so daß es fast als«in Wunder erscheint, wenn der Müggelsee an jenen Tagen nickt noch mehr Todesopfer hinab- gezogen hat. Willi Wach war uns feit Jahrzehnten ein gewissenhafter Mitarbeiter. Er hatte das Buchbinderhandwerk er- lernt, tonnte damit aber wegen seines Augenleidens sein Fort- kommen nicht finden. Schon in jungen Iahren war er durch das Studium sozialistischer Literatur zur Sozialdemokratie gekommen und bat während der letzten Jahre des Sozialistengesetzes für die Parteibewegung im ersten Berliner Reichstagswahlkreise mitgear- bettet. Im Alter von 26 Iahren trat Willi Wach 1896 beim„Bor- wärts' als Berichterstatter ein. Als fein damaliger Wohnort Rirdorf (heute Neukölln) städtische Berfastung erhielt, war auch Willi Wach einer von den Stadtverordneten, die unsere Parteigenosten ins Rat- haus schickten. Durch ein beklagenswertes Geschick hat die Frau den Gatten, der Sohn den Dater und haben viele einen Freund verloren. Mit ihnen allein beklagen wir den Berlust, gleich ihnen bewahren wir dem Berunglückten ein treues Gedenken. Einbruch vor Zuschauer«. In boller Oeffentlickkeit spielte sick gestern früh ein Eindruck Herrmann st r. 73 in Neukölln ab. Gegen 5t/, llbr morgen», als die Straße von Leuten, die zü ihren Arbeitsstellen eilten, fckon belebt war, fuhren vor dem Haute drei Männer mit einem Personenkrait- wogen vor. Während der Chauffeur auf seinem Sitz« blieb, st'egen sie eiligst aus und erbrachen vor den Augen der vor- übergebenden die Vorhängeschlösser an dem Eisengitter eine« Papiergeschäfte«. Die Pastanten sckauten zwar etwas verdutzt drein, ließen aber die Männer ge- währen. Auch dann noch rührte sich keiner, al» sie mit einem Dietrich die Ladentür ausschlössen, eine schwere Registrier- lasse herausholten und sie auf den Kraftwagen ver- luden. Nur ein junger Mann machte Miene, die Polizei zu holen. Andere Zeugen de» Einbruchs riefen ihm zu:„Laßt sie doch,«S sind ja Arbeitslose Jetzt gab auch der junge Mann seine Absicht auf und ging weiter. Der Chauffeur ließ an- laufen, und die Einbrecher fuhren mit ihrer Beute, die 25 666 M. wert ist, in aller Ruhe davon. Der Chauffeur wurde im Laufe des Tage? ermittelt und auch die Registrierkasse wi-der entdeckt und herbeigeschafft. Auch den drei ungewöhnlich dreisten Einbrechern ist man bereits auf der Spur. Brand eines Lokomokioschuppens. Di« Berliner Feuerwehr wurde am Sonnabend abend in der achten Stund« nach der D r« i- bundstraß« alarmiert. Dort stand auf«isenbahnüskalischem Gelände(Anhalter Güterbahnhof)«in Lokomotivschuppen in Flammen. Diese hatten das Dach ergriffen. Es gelang, den Brand bald zu löschen. Die in'dem Schuppen befindlichen L o k o- Motiven haben nur unerheblichen Schaden erlitten. Gebäck al» Sartoffelersatz. Auch in der Woche vom 6. bis 12. Februar gibt das ErnährungSamt Berlin Gebäck als Kartoffel- ersatz, und zwar in der Menge von 1 Pfund aus. Die Abgabe erfolgt auf die mit einer großen roten 11 bezeichneten linken Hälfte deS Mittelstücks der Lebensmittelkarte. DaS Publikum wird gebeten, darauf zu ackten, daß eS die reckte Hälfte des Mittelstücks samt den noch daran befindlichen Abschnitten vom Bäcker zurück- erhält, weil sowohl diese rechte Hälfte deS Mittelstücks wie die reit- licken Abschnitte für spätere Extraausgaben vorbehalten bleiben müssen.— In der Woche vom 0. bis 12. Februar darf Bror und Mehl nur auf die Brotkarte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte das Stichwort.Rob' trogen. BezirkSbildnngSausschnh Grosf-Berli». Heute nachmittag 3 Ubr im Neuen BolfStheater. Kövenuke! Str. 68,.Die Heuchler� von Bernbard Shaw. Karten ä 6,80 M. einichließlich Kleiderablage'und Theater- zettel an der Kaste.— Heute abend 7 Uhr im Oberlichtsaal der Philharmonie, Bernburger Str. 22a/23,»Berliner Humor und Sraelmen. lieber*(Agne« Fuhrmann-Ruhtz: Lieder zur Laute. Hans Hein, Fuhr. mann: Rezitationen).— Sonntag, den 5. März, nachmittags 3 Uhr im Reuen VoItStheater, Köpcuicker Str. 68,.Der zerbrochene Krug* von Kleist und.Die Gezielten* von Molisre. Karlen i. 6,80 M. im Bureau des BezirkSbildungSauSschusteS, Lindenstr. 3, 2. Hof 4 Tr.. im Bureau der .Arbeiter-Iugend*. Lindenilr. 3, 2. Ho> 2Tr. und bei den BildunzSauSschuh Mitgliedern der Kreise Tiergarten und Neukölln. Zudiel Schweine. Der landwirtschaftliche verein für Niemegk und Umgegend hat vom Magistrat der märkischen Stadt Niemegk die Abhaltung von zwei Schweinemärkten in der Woche gefordert, well durch das Ausblühen der Schweinezucht die be- stehenden Märkte nicht mehr ausreichen, um die Schweine rechtzeitig abzusetzen. Hoffentlich werden, wenn die Schweineproduktion so groß ist, nun auch bald die Fleischpreise zu- rückgehen.__ Wetterbericht bi? Montag mittag. Meist trocken, zeitweise heiter, nder veränderlich mit strengem Frost bei mäßigen nördlichen Winden. Fugenüveranftaltungen. «eeeia Aebeitez-Zagexb«raß.Berlin,®B. SS, Liadeustr. J, t. tzos, 2 Te?. Zeleahon»ociSaUS«1»»-121 1». Heuke. Sonnkag. d«n S. Februar: ?. haben. Beginn der«erlofang am 2 Uhr._ Jugendheim Lindenftr. 3. 2. ftcf, Z Treppen Nnts, Peine-Ubend. Anfang 7 Uhr. Eintritt frei. Morgen, Monkag, de« v. Februar: Blchtang, Scnaffinnen. Sie Itici*-, Sbieilnngnleitezinaen- nfrn. Fnnt» tianärinacataufcrcn, nm Montag, de» 6. Frdrnar, niirb wegen des Siscndahncrstrcrto ocrschodcn foo-onssichtlich auf Montag, de» 13. Fe. bruar. ftoftennotiz am nächsten Tonntag beochten). Sie für Mo». tag U« 5 Uhr ongesegte«uofchugstgung findet an, Frcrtag, de» 10. d. M., um S Uhr im Tcketariat statt. Z. fteci«. Wedding. Montag 5 llhe zraltloaofignng der Stadt-»nd StjiclooetoTbncten im Ledigenheim._ 14. Ätcio. Reulölln-B-Itz. Montag, den 0. F-brnar, 7 Uhr. Mtglieder- neetammluno in de-«Uta de» Rcalonmnnstumo,«oifer.grie engeren ttreisoorstondeo im Rathaus; dazu ist der Äbtetlnn! und Äastieree dee St. Abteilnna geladen. ——...- gichtei des icitet eÄtcnberaoe«rbeitsgemeinfchast E 17. Rms. Die FunUIonä-fikung—--------„-..., findet Montag, de» S. ikebenar, Vih Uhr. bei«»rgow»«, VsarrNraß-. £att. stnfolge der wichtigen Tagesordnung � stnd samtliche Abtei- rnrsteiter des Reelfes geladen. Erscheinen Pflschr.� 1 m 18. ttrei». W-ißenf-e. Montag, den S.!?rbru--. Ubr,»reisfnnk- tionäenersammlunn bei Gamp«, Lichtenbeege? Gteaße 8. == 8.«reis. Wedding. Dienstag, den 7. ssebruar. 7 Ilb-, bei«chnr»»»»». m Ttettiner Straße,«orstandsfignng der fretr» Schulgemeinde ©cbbilto. e«. Kreis, ftrensberg. Die Ztlndergrnpn- tagt irden Dienstag oon 5 bis R 7 Übt im Ingendbeim, Lindenstraßc 3, 2. Kos, 3 Treppen. E fe 7. o-rte. Cbartottenbum. Dienst»», de» 7. Kebrnar, 8 ilhr, Zimmer| 304 des Rathauses,«bt-ilungaleiterinn-nsitznng. heuie. Sonnkag, den S. Februar: 43.«bt. strsth 10 Uhr Bczltf Barles, Zusammenkunft bei Mal. Relchenbergee Straße 96. N-'imahl de, Beiirksfiihrer,. Morgen, Montag, deu S. Februar: t. Übt. VA Uhr«orstand-sttzung mit den Bezirfsleiter» bei Rufchnee.«» 4. Übt. IM Uhr«ittung fSmtlicher Funktionäre bei Hubert BBtfchert, Neue Üriedrichstrnste 108._.,.-, 8. Abt. 744 Ubr Sikung der ssunktsonäre und Betriebinert rouensleut« bei Bobeoblow, Swinemünder Str. 11...... 8.»bt. 714 Ubr Sikunn der Bezirfesstbrer Nttd Betrlebsnertraliensleute bei Bickert. Steinm-dstr. 38<>.___ »bt. VA Uhr Nonserenz sämtlicher Funktionäre bei Hsibner, Dil-nacke, Straße 87. 1Z.?sbt. 7 Vfir �unktionnrslkung bei Stbmidt, WicleffKr. 17. 14.»bt. 7 Uhr slnnftionärsttn-ng bei Killwakd, PnUbiiser Str. 24. 13.»bt. 7 Uhr Sisning der VnrtelfunkttonSre und Betriebopertrauenslent« bei Obligo, Strnlsunder Str. 11._.. 17.»bt. 744 Uhr srunktionärfrnferenz bei Dose, fstondhafen 8. 18.»bt. 7 Ubr S!tu:ng sämtlicher iZimttionäre des Siebes. BnnMe. 82. 2».»bt. 7 Uhr Sifrnng der Pcrteifunttlonär« und«etri-bspertrauenoleute bei »«fem,«ofoniestr. 15. �.._.., 23.»bt. 7'.-. Uhr Sidiing der Bezirf-sührer und«etrieb�ertrauen-fente bei Tn„be. MiUlerstr. 52->..„ 24.»bt.?>4 Uhr«ihnng der Nezlrfofitbrer.«relsnertreter und Slternbeirät« bei Näsner, Immanueltirchstr. 25. Erscheinen.Bflicht. 31.»bt. 7tb Uhr Situnq der!7nnft!onZre. Detrikbsnertranenss-ute und«Item. beiräte bei cheldtchmidt. Stelpische Str.. 38. Erscheinen dringend noimen. dia. ffet»bteiliingsnorstend trifft stch dort etne SNinde vorher. 35. Abt. 714 Uhr Siknna sämtlicher sZunktionSre, tllternbeiräte und Betriebs» Vertrauensleute bei Schonack, Somoriter-, Ecke Rigaer Strohe. 4«.»bt. VA Uhr Sitninn der Stjitlsfühtet und«etriebsvertrauensleute bei Peufner, H-aeiberaer Str.»1».___ 42.»bt."Vi Uhr IZunktionärfanferenz bei Bählke. Beramannste. 8». 48.»bt. 7 Uhr Eidnna sömNicker Funktionär« bei Wolf, ssorster Str. 4t. Eha-fottenburg. 51.»bt. VA Uhr ermeitert« Borstandssiklin« bei Seltman», Eovhie.Chnrlotte.Str. 78. Bie Gruppen flibrrr, ktastierer"Nd Reitnngsfom Mission müssen pünktlich erscheinen.— 58.«bt. VA Uhr Sitznna aller Funk. tionäre»I'd srnnktionärinnen bei Etein, Pnssauer Str. 35. Erscheinen drin- qcnd erforderlich._____,_. Schoneberg. 77.»bt 8 Uhr sZnnkllonilrsshvnq bei«ist. Martin.?nther.Vtmhe Nr.«S.— 79.»bt. 714 Uhr ermeiterte Norstan�ssskiina fvilnktllchl bei Nosenau. Hohenfriedberg., Ecke»olonn-nstraste. Die Funktionärinnen und Fnnktionüre werden oebcten, voNtählIg zu erscheinen.___ 103.»bt. Oberschöneweide. 7'4 Uhr Funktionärkonferen, Bllhelminenhof. straße 22. .israuenveranstaltung: 84.»bt.»ankwls,. 744 Uhr bei Kirchner,«Qiser.Wilh-lm.6tr. 53, Vortrag: .Religion und Schule". Uebermorgen. Dlenskag, den 7. Februar: 7.»bt. 744 Uhr MitgNederversnmmlung in ttählers Festsälen, Tieckstrohe 24. Thema:„Steuersragen". Res. Felgentreu..-.-„ 38.«bt. Renkälln. 1 Uhr Abteilung-o-rsammlung bei Berthold,«ranoll». strahe 1. Thema:„«irtschastssragen". Res. Sroaer. M.«St.«eil,. 7 Uhr In der Aula der 1. Semeindeschuli, Sbertstadt-Mee 14. Jenseu-Adend, tbesangevorträge usw. Eintrittskarten zu 1,50 SR. beim Se- Nossen Kofsmann.. �... 107.«bt. AI«. Glienicke. 714 Uhr Sitzung der»orteismtkUonare und �Betriebs. Vertrauensleute be! Zllingenderg, Grünauer Str. 29. 114.«bt Lichtenberg. 7>4 Uhr Mltgliederversommlunz bei Rienäcker,«rvssener Strasse 14. Vortrag des Genossen»lbin Reichest �. "7e». Gruppe Lichtenberg. 7 Uhr Jugendheim, Barkau« 10 kkleines ~'igion und Eozialis'■ immer). Bortrag über„Religion und Sozialismus". 0 19. Artis. Sämtliche Anmeldungen zur Jugendweihe sind sofort an be» Kreis- vorfitzenden Mühlmann, Pankow, Schlossstr. 7, einzusenden. (Schtuss des redakttonellt» Seils.) Nettere Spiele und Morgnreteiisaat Fri dtichsir..'9/60, Ecke Luprirer StraBe- Tori 4>/, u 7'/, Nnchmlttags- u Abrnd- Vorstellungen. Im Turniersaal; Blllard-Wettkämpfe mit Werten-Aunntime. Cafe Zielka. A-SMÜttS Lebertran-Gmulfion mit Eisen, Eiweiß, Kalk und Phosphor. — Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Man düte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrucklich: Sc. Sanders Lebertran• Slnalstan. 1 Sind Lun�enleiden heilbar? Bei Asthma, Langen- u. Kehlkopftuberkulose, Schwindsucht, Lungenspitzen-Katarrh, v.raltetem Husten, VeracblelmunK, lanzbestehendcr Heiserkeit lese jeder die Broschüre mit oolgem Titel. Der Ver asser, Herr Dr med Outtmann, Chelant der Fin'ienkuranstalt zeigt darin in volks>erständ- I cher Weise natürliche Wene zur Beseitiguna dieser schweren Leiden Jeder Kranke-r.iblt diese B-oschüre auf Wunsch rollstindio umsonst Man schreib« nur eine Post- �«�«11 224,«llggSlStt. 253. ahne 5 n. 8 jTiU. mit Triedenskautsehuk 5 Jahre schriftl. Garantie. Zahnziehen mit Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen v. 30 Mk. an. Spez.: Zähne ohne Gaumen. Keine Laxuspreise. ahn-Praxis Katvani, Danziger Straps 1. karte an z Stoffe für Hcrren-u.Damen-Bekleidun; bule Fibi I ilte, inSt Aas« I.Tiitnl netencin Koch& Seeland»;� aartraudtenstruB« 20—2). Deutscher Wein! Der Grundsatz, für unsere Marke nur erlesene Weine aus deutschen Gauen zu verwenden, hat sich seit Jahren aufs beste bewährt und verbürgt ein vortreffliches Erzeugnis. Durch die Aochhaltung unseres Grundsatzes werden überdies der deutschen Volkswirtschaft nach Millionen zählende Werte erhalten. Diese Tatsachen tragen dazu bei, den treu zu unserer Sektmarke „Söhnlein Rheingold" stehenden großen Kreis von Freunden und Gönnern stetig wachsen zu lassen. Oer Werdegang unserer Marke, in dessen Verlaufe sie in unseren Kellereien zu dem bekannten Qualitätsprodukt geschaffen wird, ist ein Zeugnis von hohem Klang für Deutsche Arbeit! Göhnlein& Co Schiersteln I. Rhetngau Gegründet 1865 Dezua durch den Weinhandel Trikotesen Domen-Hemdcheti-iqoo BanmeU«, gaiirKkl, Min,'Ji■t1/. Acnarl Damen- Jumpers 9 qaoo Mm»«II«, ki«Mm Parum..... CmS V Kinder-Jäckchen /-so �25 •«■Hmotlr, ga>ir(cKl. Mtlt. Ci. 1-4 J vi Leibhöschen für Kinder, aAer»n..Or.6t-liX) JL, JLm\J Herren- Hemden.... muMicliik leider,»ollgrirlKlit.� all« QQ Herren• Hemden oz-oo laamaMl«, min. m. larb. Cmt, s-CiAum O J Blusen B lijse.................. i*. fQio «0>n und gaicMeum n kazm....... D I_ baummll. 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M-Hkeri Stunden, nachdem unsere Notiz.steine Züge und tzine Pässe" erschienen»er und nachdem in Paris die internationale Ken- ferenz eröffnet worden war, hat sich die franzö,..-A Regierung dazu Bequemt, die vor fünf Tagen nachgesuchte Einreiseerlaubnis den so- zialdemokratischen und unabhängigen Delegierten zu erteilen. Luch wen» die Züge verkehren würden, hätte diese verspätete Bewilli- gung den deutschen Vertretern nicht mehr viel genützt, da die Kon- terenz bereits am Montag zu Ende geht. Man wird den Eindruck nicht los, datz die Einreiseerlaubnis überhaupt erst erteilt wurde, als es für die Pariser Regierungsstellen seststand, daß sie für unsere Senossen praktisch doch bedeutungslos sein würde. Es Vorverhandlungen im Cifenbahnersireik. scheint überhaupt in dieser vehandlung der deutschen Arbeitervcr treter durch die französische Regierung eine gewisie Methode zu � Reichsgeroerkschaft angeschlossen ist, liegen. Sehnlich erging es z. S. im vergangenen Sommer dem Se- Immerhin ist mit einem Abschluß des nosien L e i p a r t vom ADEL., als er sich zum Gewerkschaftskongreß von Lille begeben wollte; auch ihm wurde der Sichtvermerk erst de- willigt, als es zu spät war. Und vir tonnten in der Tot nicht er- warten, daß sich die verhältnifle mit dem französischen Regimmgs- Wechsel bessern würden.... Gesterreich und Tlcbechoslowakei. Prag, 4. Februar. kW TB.) Das Tschechoslowakische Presse- Bureau teilt mit: Die zwischen den Vertretern der tschechoslowakischen Republik und der Republik Oesterreich in Prag geführten Kredit- Verhandlungen hoben zur Vereinbarung eines Anlehens im Betrage von SYS Millionen tschechoslowakischen Kronen geführt. Der Kredit wird binnen 20 Iahren zu tilgen sein. Zur sofortigen Erleichterung der wirtschaftlichen Lag« Oesterreichs wird auf den vereinbarten Kredit bis zu seiner Flüssigmachung ein Vorschuß»on etwa 10Y Millionen tschechoslowakischen Kronen gegen entsprechend« Sicherstellung gegeben werden._ §rankee:chs Wahn. Angesichts der vernunftlosen Blindheit, mit der sich Frankreich Deutschland und Rußland gegenüber als Gläubiger auf- spielt, ist es interessant, wie man in Paris den Beschluß des aireri- konischen Parlaments ausnimmt, endlich die Eintreibung der alliier- ten Schulden i» die Dege zu leiten..Journal' ergeht sich bereits in lebhaften Klagen. Das Blatt berechnet, daß die S Milliarden Dollar, tie die Alliierten vcn Amerika im Laufe des Krieges er- hielten, zum gegenwärtigen Kurse 132 Milliarden F ank be- tragen würden. Frankreich, dem Amerika 13750 Millionen Frank lieh, müßte 33 Milliarden Frank zurückzahlen, wobei ti« Zinsen nicht eingerechnet wären. Würden die Zinsen zu zahlen fein, würde sich die französische Schuld jährlich umlH Millionen erhöhen. Diese Schuld lastet um so schwerer auf den Alliierten, als diese tatsächlich von Amerika kein Geld, sondern nur Kriegs« Material im Werte von höchsten, 20 Milliarden erhielten. Der Rest der ganzen Summe wurde zur Bezahlung der Arbeitskräfte und der Gewjnne der Kriegslieferanten verwendet. Die Alliierten hätten also an wirklichen Werten nur 20 Milliarden Frank erhalten und sollen dafür 132 Milliarden zahlen. 33 Milliarden Frank zum gegenwärtigen Kurs sind 2 Milliarden Gold- «mark. Da» ist die Summe, die Deutschland nach dem Lon. toner Ultimatum jährlich an die Entente abzugeben hat und hie sich im Laufe der Jahr» noch wesentlich erhöhen soll. Wenn Frankreich eine Gesamtsumme von 2 Milliarden, deren Ab- zchlung sich auf«inen langen Zeitraum erstreckt, als ein« furchtbor« Last empfindet, was soll dann Deutschland sagen, das diese Summe als Mindestziffer jährlich erstatten soll? Nichts charakterisiert den Wahnsinn der französischen Polttik besser als diese Zahlen. m Der Abg. P a s q u a l, der während des Krieges vor Maubeug« ln deutsche Gefangenschaft geriet und später ausgetauscht wurde, er- klärte in der Kammer, daß die Kriegsgefangenen von Deutschland die Bezahlung von 1201 Millionen Frank für Rahrungs- mittelpatet« verlangten, die ihnen in die Kriegsgefangenen- lager geschickt worden seien! Am Samstag abend verhandelte der Sozialdsmo- kratische Parteivorstand mehrere Stunden mit der Partei nahestebenden Mitgliedern der Reichsgewert- sch a f t über die Differenzpunkte, nachdem sich vorher die Ge- nassen Hermann Müller und Otto D e l s mit den : maßgebenden Führern der freien Gewerkschaften \ über die Situation ausgesprochen hatten. Die Verhandlungen werden am Sonntag fortgesetzt werden. Es ist anzunehmen, daß im Laufe des Montags Verhandlungen der Reichsreg:s- ; rung mit dem Deutschen Deamtenbund, dem bekanntlich die "------- stattfinden werden. Streucs, der zu er- K'reiten sucht und die Mauern zersprengt. Nicht nur Getreidestaub diese explosive Wirkung, sondern nuch Staub von Metall, Gummi, Zucker, Kork. Papier usw. Während der letzten Si4 Jahre haben Staudexplosionen in den Bereinigten Staaten und in Kanada den Tod von etwa 100 Menschen hervorgerufen und Werte für mehr«I» 10 Millionen Dollar zerstört.__ stch helfferich! Politisches Eouplet. In Rom wird jetzt der neue Papst gewählt, Ein Mann, der bisher menlchlich auch gefehlt. Doch üt er in sein hohes Amt geweiht, Winkt ihm die Gnade der Unsehibarkeit. Mag sich bei ihm die Logik auch vermirred. Kein Gläubiger läßt sich bidurch beirren. Ach chelfferich, och Helfferich, was war das ein« Stell' ser dich. Ach Helfferich, ach Helfferich, Das ist die Stell' fer dich! An Soest geht eine Sage wunderbar: Ein Männlein kommt bort all« tausend Jahr, Es läßt die chofe sinken von dem Bauch Und hockt sich weder— ganz wie andere auch. Loch statt des sanften» produzierten Mistes Bei ihm ein Häuflein Golddukoten ist es. Ach Helfserich, och Helsferich, was wär das eins Stell' fer dich. Ach Helsferich. ach Helfserich, Das ist die Stell' fer dich! Von Wertheim fand ich neulich annonciert: Bei uns wird ein Rayonchef engagiert. Bedingungen: Elegante Gehrock-Fizirr, imponierendes Austreten gegen das Personal, Revegewsndtheit in der Anpreisung aus der Mode gekommener Artikel, Reklame- kachmann, keine Vorstrafen. Bewerbungen mit Einsendung des Lichtbildes usw. usw. Ach Hessserich, ach Helsserich, was wär das eine Stell' fer dich. Ach Helsferich, ach Helfserich, Das ist die Stell' fer dich! _« t ch. o,» Li«beeh-ck«». A» Kr«»vrl»nenpnk«lst iki die AuigeZunq d?Z ketzttZbrtzen SSoffenS»on Mox Pk-hb« n loeben»riS.'Blftn tpoibfn. Ahr soll im ob«r»en Stockwerk 5e-«taleiie eine ZluSnevnnz von»ecken de! tm Ärteg« gelallenen stran, Noce folzen. roia* VrelS rieft cm T. 8 Uhr. in der Serllnet L« z e II i o n unter MUw rlung von Fränze Ztolosf und Erntt Pröckl auö «tgenen Wecken in, Rahmen her Beraultaliunzcn des Küntilcrdautt. Einen Reziiattottönbeiid vernngalien Jobanna Leh und va nl Lortens ta-, 10. b. St., odendS 8 Übt, im Hotmonfumta iL D e b m e l. Seidel, Hess«. W, rsel und t-U i a n Po.« ltcheu auf kein<-ogramm. warten ist, erst für Mitte dieser Woche zu rechnen. Die Haltung öer Spttzeugewertschafien. vom A s o- B u n d wird UNS geschrieben: Der Aufruf der Spitzengewerkschasten zum Abbruch des Streiks wird sowohl von der bürgerlichen als auch von der kommunistischen Presse in durchaus tendenziöser Weise entstellt. Es mutz zunächst festgestellt werden, daß die Protesterklörunz des ADGA. und des Afa-Dur.des gegen die Verordnung des Reichspräsidenten und die Matznahmen des Berliner Polizetpräsidcnten, wie bereits in den Abendblättern vom 8. Februar veröffentlich! war, durch den Ausruf vom 4. Februar zur Wieder- aufnahm« der Arbeit auch ohne nochmalige Wiederholung keines � Geltung o e rl or« n hat. Eb.nso es noch � zmign-ausschuh soll man«in Aoseinandcrsallen der Reichsgewer! nicht bekannt zu sein, daß nach Einwirkung der Gewerkschaften„nh ,rfr bereits am 8. Februar die verhafteten Führer der Streiten- den sämtlich wieder freigelassen wurden und mit der Reichsgewerkschast hinsichtlich der Verfügung über die beschlagnahmten Gewerkschaftsgelde?«in« Verständigung mit dein Polizei- Präsidenten herbeigeführt worden war. Soweit es sich um den materiellen Teil der P e a m t e n f o r d e- r u n g e n handelt, ist in den Verhandlungen mit den Snitzengewerk- schaften die Zusicherung der Reichsregierung gegeben worden, daß mit allen Spitzcnverbänden nicht nur über die Deso'dungsfragen, sondern auch die anderen Beomtenwünsche in die Erörterung«ingetreten werden soll. Diese Verhandlungen sollen und müssen in Zukunft mit den Spitzengewerkschasten geführt werden, wenn nicht wieder durch Sonderverhandlungen mit der Reichsgewerkschaft der Eilenbahnbeamten wichtige Interessen der Arbeiter und Angestellten in den Staatsbetrieben preisgegeben werden sollen. Es wird von den Gegnern der Gewerkschoflen auch geflissentlich verschwiegen, daß in der Sonnabend früh von der Regie- rung verbreiteten ofsiziösen Pressenotiz die Fortsetzung der Eröcre- rungen über die Beamtenbesoldung als eine ausdrückliche Zu- sag« des Reichskanzl ers enthalten ist. Bei der Verordnung des Reichspräsidenten ist von der Regie- rung zunächst die eindeutige, auch im Aufruf enthalten« Erklärung abgegeben worden, daß das Streikrecht der Arbeiter und An- gestellten auchfürdieZukunft gesichert ifh In der grund- sätzlichen Stellung zum Streikrechi der Staatsbeamten gehen de- kannt'ich die Meinung der Regierung und die unserig« auseinander. Aus der Fassung unseres Aufrufs, wonach die dem Rezierungsstand- punkt entsprechend« Ausnahmeverordnung des Reichspräsidenten mit dem Abbruch des Streiks gezenstandsws wird, geht aber hervor, daß die endgültige geschaftlicheRegelung des Streik- rechts der Beamten noch beserstehL Der Reichstag dürfte sich damit in aller Kürz« befasien. Wer so wie unser Ufa-Bund für das Streifrecht der Beamten eintritt, hat aber auch die Pflicht, or- ganisatotische Sicherungen zu schaffen, daß die einzelnen Beamten- gruppen der Organisotionsdisziplin der gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen unterstellt werdin. Die der- zeitige zerrissen« und zurückgebliebene Orgonisationsform der Be- amten erschwert es aufs äußerst«, die Anerkennung einer Regierung für das bedingungslose Streikrecht der Staatsbeamten zu finden. Di« Reichsregierung Hai die Forderung der Gewerkschaften nach so Anlaß nicht empfohlen werden kann und im gegenwärtigen Augenblick nicht im Interesse der arbeitenden Bevölkerung liegt. von den streikenden Organisationen verlangen wir im Interesse der Berliner Bevölkerung unier allen Umständen die Beachtung srcigewerkschafiNcher Grundsätze hinsichtlich der Durchführung der dringend st en Notstandsarbeiten(Miichzüge und dergleichen). Die Beraniwortung des Reichsverkehrsministeriums gegenüber der Berliner Bevölkerung verMlichtet dieses, zur Durchführung der Nosstandsarbciten mit der Streikleitung sofort gemeinsame Matz- nahmen zu ergreifen. Eisenbahnerverband und Streik. Am gestrigen Sonnabend nachmittag tagten 600 Funktionäre der Orisverwaltung Berlin des Deutschen Elsenba h nerv er- band es, um zu der Lage Stellung zu nehmen. Die Bersamm- lung beschloß gegen 8 Stimmen, entgegen dem Wunsch« des Verbandes Deutscher Eisenbahner, im Streik zu verharren, bis die Forderungen der Beamten erfüllt feien. Die Streiklage im Nsich. Die Pressesislle des Reichsverkehrsministeriums teilt mit: Roch Meldungen mehrerer Berliner Abendblätter verlangt die Reichsge werkschaft von der Regierung gewisse„Mindestgarantien'. Im ein schast befürchten und erklären, daß, wenn„ein Teil der Beamten- schaft abfallen sollte, der Aktionsausschuß nicht dofür einstehen könne, daß nicht Sabotageakte vorkämen'. Dies« Nachrichten zeigen» wie geschwächt die Streikleitung ist und wie wenig sie vor Drohungen mit Eingriffen in das Wirtschaftsleben und in den Eisenbahnbetrieb selbst zurücklchreckt. Es ist anzunehmen, daß, wie bereits heute in immer steigendem Umfange festzustellen war, die Streikenden baldigst die Arbeit wiederaufnehmen. Trotz der entschiedenen Erklärung de? Zentraworstandes des DEV. gegen den Streik sind in einigen Bezirken infolge Aufreizung durch unverantwortlich« Personen Arbeiter in den Streik getreten, was insbesondere für Berlin zutrifft. Der Reichsveriehrsminister hat die Direktionen angewiesen, sofort einen Anschlag zu veröffentlichen, durch den die Arbeiter und Angestellten auigesordert werden sollen, ihren Dienst binnen kürzester Frist wieder anzutreten. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt. Hot sein Dienstverhältnis selbst beendet und sich als entlassen zu betrachten. Der Reservelokomoiivjührer S ch a r f s ch w e r d t, der als einer der Hauptführer der Reichsgewerkschail zum Beamten streik aufgerufen und denselben organisiert hat, ist mit einem anderen Führer. auf Beranlasiung des Reichsverkehrsministers von dar Eisenbahn- direkiion entlasse» worden. Scharsschwerdi war auf Kündigung angestellter Beamter: er war Vorsitzender des Hauvibeamtenrats der Reichsbahn. In Frankfurt a. M. haben Streikend« versucht, ins Eisen- bahndirektionsgebäude einzudringen. Schupo hat das Eindringen abgewehrt. Di« Streiklage im Direttionsbezirt Ist verscharst, da die Frankfurter Gruppe entgegen der von der Spitzensrgcmisanon des Deutschen Eisenbahnerverbandes ausgegebenen Parole dem Streik beigetreten ist. In Frankfurt a. M. selbst ist die Aufrechterhaltung des Lebensmitteloerkehrs heute nicht m ö g- l t ch gewesen. In Trier sind 3 Wiedergutmachungssohlenzüge von der Ruhr «ingegangen. Aus Köln wird gemeldet: Aus dem Ruhrgebiei sind 8 Wieder- gutmachungskohlenzüge für Belgien bzw. Frankreich abgerollt. In Münster i. W. hoben sich 22 seither streikende Lokomotiv- führer wieder zum Dienst«ingefunden. In Oldenburg haben alle Parteien mit Ausnahme der fortizer Aufhebung der Verordnung des Reichspräsidenten vor allem Kommunisten und Unabhängigen einen Aufruf on die Bürger zur Unterstützung der Eisenbahn ertasten. Di« Eiscnbahndirektwn K a t t o w i tz hat Kohlen, Koks und Lrikettoerladungen wiederaufgenommen. Eine weiter« Verschärfung des Streike» ist nach den vorliegenden Situaiionsberichten nur in Hamburg zu vor- zeichnen. Hier hat eine Funktionäroersammlung einstimmig den lo- fertigen Abmehrstreit gegen die vom Reichsvcrkehrsm'nisterimn angeordneten und von der Eisenbahndirektion durchzesührlen Maßnahmen beschlossen. Der Orisaueschvtz des ALGV. sowie die S'- triebsräiezenirale Croß-Hamburg und der Afa-Bmcd jecheri das Verhalten der Hamburger Mitglieder des deutschen Eis.-nbaicuerver- bandeo. Der Ortsansschuß des ALGB. Hamburg richtete an den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund«in Telegramm, in dem u. a. gesogt wird, daß für die streikenden Eis«nt.ah?..r große SP»- pathie vorhanden ist. In den übrigen Landesteilen iit im asszem ün:» die Lage vr> verändert. Wivtfdyaft die Teuerungszisser fiie Jamat. Die Teuerung Hai im ersten Monat des neuen Jahres weiter die augenblickliche Verständigung mit der Reichsregierung nicht i zugenommen. Nach deu Berechnungen des Staiisiilchen Reichsamts scheitern ließen. Dos bedeutet aber keineswegs, daß das verlange:! auch nach der formellen Aufhebung der Verordnung des Reichspräsidenten von den Gewerkschaften weiterhin irgendwie ausgegeben werden darf. Die Entscheidung bringen die nächsten Reichstags» Verhandlungen, bei denen sich die uns nahestehenden Abge- ordneten für dos Streikrecht der Beamten unter den oben erwähnten organisatorischen Sicherungen einsetzen werden. Ob die von dem größten Teil der Beamten gewählten bürgerlichen Parteien ebenso verfahren, wird sich zeigen. Eine �rkläraitg zum Buftuf öes Die Gewerkschoftekvmmission Berlin und Umgegend sowie der Aja-Bund(Ortstartell Groß-Lerlin) erklären: Die Gewerkfchoststcmwlssion Berlins und Umgegend und das Ortskartell Groß-Berlin des Afa-Bundes halten auch nach Kenntnisnahme des Ausrufs des ADGB. und des Afa-Bundes daran fest, � baß die Bercrdnungcn dcs Reichspräsidenten und Polizeipräsident�!:. �.7''" «inen Schlag gegen das Koalitionsrecht darstellen und ihre um- �«�rigen Lebensmittel gehende Rücknahme ersolgen muß. Solange dies nicht ge- schieht, erscheint der Schutz des Koaliiiansrechis aller Arbeitnehmer keiner Weise gesichert. Daß«ine gegen einen bestimmten Streik auch mit dem Hinweis auf ihr« zur Führung der Außenpolitik nach ihrer Meinung unerläßlich notwendig« autoritativ« Stellung entschieden abgelehnt. Noch den vom Reichskanzler gegebenen Erklärungen konnte auch kein Zweifel sein, daß die Spitzengewerkschasten be! einem Scheitern der Berhandliingen und der daraus folaenden Ausdehnung des Eisenbohnersireiks zur allgemeinen gewerkschaftlichen Aktion gegen die Regierung mit einer Kabinettskrise rechnen müssen. Ein Sturz der Regierung, der in diesem Falle von den Gewerk- schaften außerparlomeniarisch erzwungen«erden würde, bedingt. daß die Möglichkeit der Neubildung einer Regierung unter der Parole de» Verzichts aul all« einschränkenden Bestimmungen für das Veamtonftreikrechi überhaupt gegeben ist. Ein« solch« Poraussetzung ist aber keineswegs gegeben. Nicht nur die Vorgänge in Rußland und das Verhalten weiter reaktionärer Beamienkreise gegenüber der sozialistischen Regierung in Sachsen, sondern auch d!« politisch arbeiterfeindlich« Orientierung eines erheblichen Teiles der Reichs- beamten lassen die Annahm« zu, daß selbst eine auf die jetzige Re- gimmg etwa folgende Arbeiterregierung mit der Parole des bedingungslosen Streitrechts der Staatsbeamten nicht gesunden werden könnte. Die Spitzengewerkschasten haben deshalb durchaus im Bemutzt- fei» ihrer vollen Berantwortcmg gehandelt, wenn sie zur Vermeidung de« auf einen solchen Regierungsfiurz entstehenden E tz a 0 S l ist Sie Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten(Ernährung, j Heizung, Beleuchtung und Wohnung) vom Dezember 1S2! zum � Januar 1ll22 von lSS0 aus 1640. demnach um 5,5 Pro», g e- ist legen. Gegenüber Januar!üZl bedeutet dies«in« Steigerung : um 73,7 Prcz., gegenüber Mai, dem billigsten Monat des vergon- ' genen Jahre-, 86.4 Proz. Weniger stark als im Vormonat trugen � im Berichtsmonat Erhöhungen der Ausgaben für Heiz- und Leucht- stoff« zu der Steigerung der Lebenshaltungskosten bei. Di« Woh» nungsmicten haben sich in einer Reihe von Erhebungsgeweinde« erhöht. Bedeutend stärker haben sich die Kosten für den Ernäh' rungsbedarf gesteigert. Die Indexziffer für die Ernäbrungs- ausgaben allein stieg vcn 2088 auf 2219 oder 6,3 Prag. Billiger wurden seit dem Bormonat nur die Feite, deren Preis« sich bis Mitte Januar recht erheblich ermäßigen konnten, inzwischen allerdings wieder angezogen haben. Dagegen wurde— in ein« größeren Reihe von Erhsbunxsgemeinden— Brot und fast allgemein Rind- Kartoffeln und Gemüse«est'.rlUch teurer. Für war die PreiSberergung nicht gsnz einheitlich. in gerichtet« Verordnung mit Beendigung dieses Streiks gezenstanislos Die vil li okhek der Handelskammer Berlin veröffentlich! soeben ein verzrichr.is der in ihrem Lesescal(Dorotheensir. 8) ausstehenden .....,........... 610 jurift-schen, wirtschafte- und sozialpolitischen Zeiilchritten. die wrrd. l,t se-bstoeritandlich und to.cn»ich. a.» Er�-b.r.« gewich- ger � Besuchcrn uuentgeMich zur Lcrsügung stchen. Die Lidliochek Beratungen gewerist esrek«.•— � �....»..!- Wir weisen die Reicher egicrunz mtb den erneut und dringend auf die atsitz-mein«» Anzeichen tat«'» Michelanze!«.' und■.Julius tfrejüt*»u hü«. t Groß-Berlin z» eine.» 6..« n er a istr« ik dränger!, der cua _„,. ,,v,(ist von 0—3, Sonnabends«n,»—1 Ahr geöffnet und biet»!«in« reiche �altßeiPraMntm � MM um» BuchmoterstiH. namentlich Zldreßbüchrr. Recht«»«qi» /ji, dl« i«| Gteuerliteraiar, Statistik. Das awe diesei:', ZeÜ-ftkiiftenpreise vvu 3,40 M. Verzeichnis der Zritschriftö!.' s-ri! zma abgegeben. Gewerkschostsbewegung Achtung, Gokzarbeiter! Vm Montag Abend von<�bi7�Uhr werben die Delegier» ten zur Generawersoirrnlixng gewühlt. Auf gedruckten, vom Der- bände ausgegebenen Abstimmungslisten sind die Kandidaten nach ihren P a r t« i r�i ch t un g« n mit S. Ii. oder K. bezeichnet. Unsere Wahlporole ist in den einzelnen Bezirken und Branchen verschieden. Jeder Parteigenosse stimme und agitiere für die S.» Kandidaten. Wo ausreichend Kollegen unserer Richtung aufgestellt, und zwar soviel wie Delegierte zu wählen sind, dürfen natürlich nur S.» Kandidaten gewählt werden. In einer Anzahl Wahlabteilungen, a. B. in den Bezirken de« Ostens und den Branchen der Musikinstrumenten- o r b e i t e r und Beraolder, stimmen SPD. und USPD. gemeinsam für die Kandidaten beider Richtungen. Im Süd- o st e n hoben unsere Genosien auster ihren IS eiaenen noch 11 be» stimmt« U.-Kandioaten zur Wahl empfohlen, damit sich unsere über- zähligen Stimmen nicht zersv'sttern. Achte jeder Genosse auf diele Liste. In den übrigen Wahlbezirken stimmen wir z u n ä ch st für unsere Leute und dann für noch soviel U.-K a n d i d a t e n, al« zusammen zu wählen sind. Haben beide Richtungen zusammen mehr Kandidaten aus den Listen al, Delegierte zu wählen sind, so empfiehlt es sich, die zu unserer Aahl noch fehlenden Unabhänglaen einfach von oben abzu- zählen. Dadurch kann am ehesten eine Liste von Anhängern der praktischen Gewerkschaftsbewegung durckge- bracht werden. Nu? wo Unabhängige zur Streichung unserer An- häiwer auffordern, muh anders vcrfnhren werden. Reichen die Kandidaten beider Richtungen zusammen noch nicht zur vollen Delegi-rtenzahl aus, so dürfen trotzdem unser« Rest- stimmen nicht für Kommunisten obgeaeben werde». Es muß dann für ein« kleinere KanNdatenzahl gestimmt werden. Hol arbeUer, vcrsäuml die Vologiertei' wählen aichli Bringt Eure Kollegen mit und agitiert für unsere Kandidaten. Wählt ein« Delegiertenversommlung. die sich die Einigung der Arbeiter, zur Allsgabe macht. He"te, Sonntag. Ist Uhr, Versammlung in den Musitcrsälrn, Kaiser-Wilhelm-Strahe 11. Bezirkssekretariat der SPD. SPT.-Gemeindcarbeiter! Heute, Sonntag. 2 Ubr im Kausereuzsaal. Lindenstr 3, 1 Hof, 4 Trc'ven, Konferenz aller SP?.»Berllaue»-le»le Betriebsräte usw. des G'meinbearbs'terverbandes. Taaesordnung: Schiedsspruch und Strelkbeschluh der GemrlndeacbeL«. Sfie Funktionär« müssen erscbe'nen. Mitgliedsbuch der Partei legilimiert. _ Bezirks verband SPV. Achkunz, valiorbelter! In der Feriensrage ist auf Grund der Bereindarung der Zeniralinstanzen ein« örilicbe Regelung erkolgt zwiiwen dem Verband der Bangcilbäile bau Groh-Berlin und de» beleiligten Aibeitnebmerorganisaiionru. Der Wortlaut kommt'm Miieiluiigsblalt zum Abdruck. Zunächst ist z» beachten! Wer den Ferienanipruch aui Grund der Entscheidung des Haupttarif- amt? lür das Baugewerbe erworben Hai. d. h. wer vom b. August bis 30. Sewember 1021 eine unnnterbiocheue AibeiiSdauer von 40 Wo den bei einem Aibeiigeber zurückgelear nnd noch keine Ferien erhalten da« muh dieselben noch bl» i. März d. 3. nehmen. andernrall» der Anlnru» verwirkt ,st. Al« Entschädianitg kommt der Lohn vom 14. November 1031 in Slnwendimg. Die jepigen Frositage können al« Ferien'age benutzt werden. Arbeitnehmer, die nicht mebr bei dem Arbeitgeber belchäiiigt sin'', bei dem sie den Ferienauspruch erworben haben, müile» ibre An'prüche an diesen stellen nnier Beibringung des NackweiieS. daß sie die Ferien noch nicht genommen habe». S t r r i k« a g e lörnien als Ferientage njtfit in Anrechnung gebracht«oerden. Die'e Berembarung gilt »vnur für das Hochbauge werbe. Slnkragen sind auf dem VeretnSburcau, Zimmer 40, zu stellen. Der Vereinsvorstand. ACS. eokomosivfabrlk yeualgstorf. Fall« die Eisenbahn noch nickt fährt, eriolot die L o h u z a h I u n g am Montag vormittag im Arbeitsnachweis, Linienstraße. Nachher Funliionäisitzung. KPV.-Bllchblnder. Dienstag'/zll Uhr im Graphischen BcresnS« Hans. Alerandnnenstr. 44: Wichtige Sitzung der Delegierten zur Generalversammlung. Da zur Generalversammlung Stellung genommen werden soll, ist pünktliches Erscheinen aller Betriebsräte und Vertrauenspersonen, die auf dem Boden der SPD. stehen, dringend notwendig. Der SPD.-AltionSausschiitz. Der Zenlralverbaud der Aogesiellken, Ortsgruppe Groh-Berlin, Veranüaltet beiondere Versammlungen in den Ber- wallungSbezirken XIII. XVl und XV1I1 für die Mitglieder aller Fachgruppen. Siehe veiemSlalender. «munwoWe DlenStag 8 llht»ri Witt«,«oftstr. 89, Sitz-ms.»» SeHtonesSk lsute der Gruppe Samt- und Seiden-Grohhandel am TienArag 8 Uhr oe? Hoppe, Ftfcherslr. 24, Sit?ung. Acutralvcrband der Tilittlfmelcher. Montag abend T Uhr BeAirkKversamodo luim der TSotz. und Mahbran-de in lola-iideii Cntalen: Liers» ftantilr, 63; Zi-dnke. Heiielir. 1; SicmcrS. Biilswsir 66: ilblburz. Zieiheniir. 68: Ron«» beck. Skaliper Strafe« 69c; Hoffmann. Sußenet Sltafee S: Tins«, llsedomfir. 18: Mark, Lldenburper Sitafee 10. Zu allen Bersammlungen erscheinen Rcfinent««. öetriebsräte! Generalversammlung öer öetriebsräte! Die Generalvrrsammlung der vekrlebsräke der Frei- gewerkschas tischen Sclriebsrätejcvkrale des wirtschafls- bezirk, Groh- Berlin findet am Montag, abenüs S Uhr, in der Sockdrauerel, Berlin, Zioicinstraße 2. statt. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtigen wlrticha.tttchea kämpfe. 2. D.siusjioa. Die Delegierten der Generolve! sammlung find ver» pflichtet, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Zugelassen werden nac diejenigen, welche sich aubweisen durch die Veleqtertentaite zur Sencraloersarnmluug und das Milgliedsbuch der geaierkschafttichen Organisat onen sowie die Delegierte« zur Dleaaroersammlung der Berliner Gewerkschaltsrommisitou und des Äfa-Bundes, beide mit den voi« ihren Organisalioneu ausgestellten illusweijen. Die Folge» de? Bcrgarbeikerskccik?'.» DShmen machen sich l-e- reit? in ter sächsischen Industrie, dl« s ark untcr Kohleiimuigd leidet, bemerkbar Das Elektrizitätswerk in R« i ch e n b a ch mit seinem umfargrciche,. Uebcrlandzkntralbctrieb hat den Betrieb infolas Kohlenmangels e r n st e l l e n müssen. Das glei.ch« wird aus Drcuen i. L. von der Treibriemensabrik Kunst u. Co. gemeldet. Weitere Einstellungen stehen bevor. TlutsSlr H-lzartiliirucrdau».«erlammlung aller in der GolM-ifleii. und Rahmenindusni« beschäftigien Arlxiier und Ärbeiieiinuen Tienslag nachm. 5 Uhr bei flUineiM.»tofe« Jcaniturter Strafe« 16. SNllunsnahme zu unserer Lobn.'>5w«gung. Di« Lranchenieiiung. Wiilltr.Li«-»« dcr VVMJ.�Vrtlic»«. Di«nStag abend» Uhr bei Doh. ling, Krunnensll. 19, aufeerordqniiich« BerirauenSmÄineclanferen». Dl« Ort«- waltung. Lrrband dcr Suchbindcr nvh tavUnctaxtiutt. Montag na»m.'45 Uhr bei Sraumann. Ziaunynsir. 21, niMtge Setfamnuung aller in BuÄbinoereien und Buchdrllckreien im Aliord betÄStiigten BuÄbinder uud Buchbinder«!- arbelter innen. Di« Branchenchitung. I ZtntroIDtrJonb dcr Augliilllten. Heute Sonntag Metalllnduilri«: Ceffent- ■ Ii»« Serfammlung dorm. 10 Uhr„Reue Bhilbarmanie'..gSveuicker Str. 96/97. I MuMaUscher«Uuiilabend nachmittags 6 Uhr„Brauerei tlünigfiadt". Schönhauser i tlllee 10/11. Siehe Inserat.— Montag gonfeliionierie Weifewaren: Mit- : giiederderfammlung abend» oth Uhr Aentralburau der ilngelieöien s Zweig- öureau), ftommaudanienUr. 63/M.— Sicnäiag Getreide und tzourage: j Qesfentlich« Versammlung abend« 8 Uhr.�Haderland» tzesisäle. Neu« ! tzrcedrichsir. 86— thernie: Padigrüfpen. und ScitioiisleitungSsihung abend« � Iii Uhr veröand«loka!. Lelle-Alliance-Sirafee 1/19.— Tavifferie: Witglieder- derfammluug nachm. SH Uhr ZeiUrawerdand der ttngesiellren(Zweigbureau). Nomlnandanlenllr. 63'6i.— Donner«tag 8echi>anwail«angestellte: Ceffent- 1 fiche Lersarimiung abend« 8 Uhr.-Haderland« gefifäJe'. Aeu« Nriedrich- ftrafee 86.-»■ Ritgliederdersaminlungen aller tzachgrudden abend« 7V4 Uhr. und iwar am Dienstag für de» zcrui. BerwaltungSbesirl. Weifeensee. im„Berliner Hof'. Weifeenfe«.»ntonvlatz. ,.Ttrel!,uge in da« Gebiet der Soäial- derstcherung.' Referent Sollege Fritz SchmoiinSIh: DonuerStag für den DIU. BerwastungSbozirk, DemdelhobMariendarf. im Restaurant Ringler, Tenipelhof, Berliner Strafe« 109.„Aus der Geschichte der Berliner Arbeiter- ! schafl.' Referent Kollege Han« Zungblut.— Freitag für den XVI. Lerwal- i tungSbezirk. Grünau-Bahn»borf. Im Restaurant JSgerheim. Grünau. Bahn- hofstrafee.„Das Wachsen und Werden de« genirarderbande! der tlizaesieMen.' I Referent College Salo Kapv».— Erscheinen aller Kollegen in biefnt verwal- ' inngSbestrlen ist Pflicht! ! vlrban» dir«lmiindc-«Ii» St-atSarbclicr. Settion Staatsbetriebe. Reich s- berwaltungen und Reichtbe.'riebe. Montag abend 7 Uhr im.JSatenthalei Hof. Rofenihalerstr. 11/12, Obleute-Konscreiu. Der wichtigen TnoeSordming wegen Erscheinen aller Kollegen Pflicht! Die Branchenleiiuna.— 15. Bezirk. Meitlag abend 7 Uhr in der Schulau la der Gemeindeschule Niederschöneweid« Bezirt«- dersanimlung sämtlicher verbandSfallegen. Tie BezirfSIeilung. Deutscher DrouStzortartzeitenurdoud. Handelsarbeiter»n»-arbelterinnen au« ollen Betrieben der Damenhut-. Putz». Sedern- und Iiuistlichen Dlumen- brauche r Montag 9 Uhr im GewerlschasiShauS. Aufgang B, Zimmer 4, Grudvenversammlung: Sielliingnabme sum Streilbefchlufe.— Branche! Gradh. Gewerbe. Grudde v. Buchdruclereien und Buchbindereien: Montag 8 Uhr im .chKechandriner'. Alexandrinenslr. 87». Grudhenderfammlung. Erscheinen not- wendig.— Teiiildranche: Vertrauensleute der Gruppe Tuch«, Filz«. Leinen, Vorträge. Vereine unö versammiunaen, Zoternationalec«und der«eicguopser. Dien-iag, de» 7. Februar, 3Uu- lSlln. Mitgliederversammlung der Gruppe Desibezirl 18—18 hei Pietni», Oda- sirafee 5. Serantm. für den redatt. Teil: Fran, Klüh» Berlin-Lichlerselde: für«». zelae»: Th. Sl-ife, Berlin. Brnag Barwaris-Berlag S. m. d. H„ Berlin. Drucht VorwSrts-Duchdruckerei u. Verlags inttait Paul Slnger u. Eo.. Berun. Llndenm?-». Hierzu 8 Gcttage». EASA Vmvn m söm .....Me H am nur 9 1 Damen-$3 Kleidung Sport-Bluse, aus gutem Batist, m reich. Stickerei, offen und geschlossen zu tragen(wie Bild)... Jabot-Bluse««p.™, aus gesticktem VoU-Voile(wie Bild)...... Kleiderrock mit Knopfgarnitur(wie Bild). aus solidem Stoff, JL tleidersioffe Blusenstoffe«n Batist bedruckt OA mittelfarb., gestreift Mtr. O y50 Meter 4� OM Kostümstoffe opr Musselin®aX'«1 meliert, 130 cm br., Mtr. 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Tüll, weiߣ>85 Erbstüll mit Bandarbeit O/ M r-"«.'»7�50 Bettdecken Toii78M Gardinen„„ 14,„ Künstler-Garnitur engl. Tüll, weiß, 3 teilig B Bm ,M buntfarbiger Etarainc 1 5 5 M Zur Sclbsfanferügung: Motive 40an Einsätze a7eÄ.85° yve/i SlX jlltecfer/agK Leipziger Straße Zwischenstock Kunst- und Gebrauchs- PORZELLAN Nr. 61 ♦ 36. Jahrgang 2. Seilage des vorwärts Sonatag, S. Februar 1622 Zilmschau. Psychologie im Film. Strindbe?, Ifl»nfilml. 5er»In« ht«er der Seelen!n Sukei e VkLck>tchiel blinke» niutz, aeM-encht— «ß Hiibt ein Kibnfitin.!luebuid«foimen iii eilen f« wider einander, nlchl minder Kcilip� wie(ich in Strindbeifl« Kestailen die Kclchiechter be iedden 5a« übcrsab man. al« man im Marmorbaut.Fräu- lei» Auli e� rar den Kuibelioften zcrrle Man alauble genua zu tun. wenn man Pieiät wallen lieie, wenn man die Zuaeständnisse an da« Kino «vi ein Mindeste« einidränile, sich der'.iteraiui mil seidenen Lland estulien Nähert«. Man Lberiab dubei nur. dast man auch mit ieidenen Hand'chuhen erwüraen lann. Tieser und ehrlicher Reipell vor einem Tichier m noch kr ne Legitimation. Irin Werk ,u versilmen. Diele Lcgiiimation muh im Werke leibst liegen, und da» ist bei.Fräulein Julie' ganz bestimmt Ntcht der Fall. D>« gegeben« Kimalion: deibsinnlichc«riebe der Jostannia. »acht, in der da« Salostsräulein— Produtt und Dolumenl einet eller. lichen Keschlecht«hader«— finnlich erwachend fich dem Laleien zu eigen gib! und dann mil einem Ztasie, messcr die nalüriichile Tat iühut— die e gegebene Eituaiion ist nur au« de» Sbarakteren de« Dlama», nicht au« ten Legebenbeiten eitlärlich. Der verinch. den Ebaialtcr au« einer siir den �ilm«rjundenen Vorgeichichle. au« einer Sriäuierung der Erz chung KU erltären, ist ganz saljch. Sie bedeulet. dem Äerke Zlrindbcrg» da« Wesen Strindberg« zu neluren. Zudem übersteht der Film, völlig in da« Echlagworl vom Aclchlechttkampl veriannl, dag dter auch ein« Abrechnung mil einem degenerierlen Adel vorlag, wa« aus der Lcln.vand nur beiläufig und gefällig angedeutet wird. So mustten die ersten drei»Ikte, die Sirindberg korrigierten, so sauber und loriell sie gearbeitet, io lein auch im iandschasllichen ZIeiz fie berau«. eebracht si»b, unter den Tisch salien. Die Tragödie der Jobannitnacht. Ireilich nur zu einer solchen verdichtet, ist dann allerdings ditdhajt und dromatiich wuchtig geraten. ftiSuiein Julie ist Asla Nielsen. Nicht einen«lugenbsick Sckau- spielenn, am allerwenigsten Kiiioi'chautpielcriii, nur gestaltender, über- zeugender, mit sparsamer und zwingender Gest« redender, Schicksal er- lebender Meitlch. Jbr Pa>tner, Wilhelm D i e t e r l e, lebt mit ibr da« Tiama der JobanniSnacht. ststna Lassen in herber Grauiamkeit vor- züglich. Und noch eil e R ndglosse: E« ist Ausgabe de« Film«, Zustünde zu illusliiercn. Lb er nicht manchmal aus diese« Recht besser vcrzichtele und in da« Drama von.stränieln Julie' Krogaiisnabmcn von qnielsch- vcrguüaten Feileln lieber nicht einstreuen sollte? Diet dem sehr geschmack- volle» Regisseur Felix Bäsch in« Stammbuch. Ein Kompromitz»wischen Pstzchologie und reicher Handlung stellt der Film ,D i e D a m e u nd d e r Landstreeicher'. von Berner Sches s (NT. Klusürstendamml. Abenteuer lichleit, innere Sleigerung, bUdhaste Möglichkeit, alle« da. Alsred Halm, der Spielleiter, hat Berdeiiilichungen. Ul terstieichungen nicht gescheut, ohne fich damit zu lvergröbcrungen oer. testen zu lassen. ES ist ihm gelungen, die Piychologie zu retten, aber nur darum, weil fie an die Handlung geichioeigt, durch sie erst verständlich wird. Ein Film im Fitm war ein echt filmbasler und reizvvller Einfall. Me- schmack belundele> die Til-t. Grete R e i n>v a l d al« Darstellerin der unruhigen Sybille sand in dem innigen E-Nst P rL5(f l, i» Röte Haack, P a 1 1 c n t i n und Ernst Deutsch samol« Mitsvieler. Endlich noch ein Wort über estien Film, der mit Piychologie nicht» mehr zu tun bat und ein Sammetiurlum abgestandener, schlier und dummer Situationen Ist:.Der Roman einer Sünderin'. Nein, der zwei. Sie heizen O rtman« ch a u b n r g, und Lee Paretz Film eine« Tllnder«,»der gleich ihrer und K o f s l e r. der Film läuit in der S strengt fich dasür an, rasfig zu tum_ «DaS lveld anf der Straste" beifit der Micco-Film der Decla» SioScop, der im T a u e n t» i e n p a l a st seine Uraufführung«»lebte. Der Verfasser diese« Zeilbilde» erinnerte fitz an Klante unrilhmlshen An- gedenken». Da« Manullrivl ist nicht de» Lobe» we>>, e« triest von üzestter Senlimeutaiitöt und vei steht den S. Alt mit einem Schlug, der aller Wir- kung bar ist. Al« Neuheit bringt e» ein Wofinaniomobil und einenoSörse». lbieioerein. Die P otograpgie lägt oft alle« zu wünschen übrig, auch war die Porführung keine gute. Doch bat die Regie. Reinhold Schänzel, origj- nelle Einfälle. Etwa» ganz Neue» ist z.'S. ein Rarionettenspiet. da« haar- genau die Schauspieler kopiert Auch ist da« Iyldzeug de« Kinde« ooie geschickt detonier Eigenart und tadello» wirkt da» Tapetenmuster«rt den Hähnchen, da« fich so»timmungSzarl in die ganze Kingeritubensel'gkeit ein« siiqt. Eben'o waren die Dekorationen abweichend vom Altherzebra tztcw Rcinhoid Schänzel und Eugen K l ö p s e r wissen au« ihren Rollen rechl viel zu inachc» Liane Haid ist eine lchöne Puppe. Von e«t» zückender�Ratüllichkeit aber ist da« mitiviclende Kind.«. h. BrziehuugSstlme. Da» Institut für Kuliurfo Ihung gibt eine Filin« reihe berau». in der wichtige Fragen de« modernen Erzlebungiweien« da» qeNellt werden. Der erste zwesteilige Film, der da» Thema.Kind und Grogst idl' unter besonderer Bcrücksitztigung der Ga'!ena>b-»«ichulbt!oezunz behandelt, gibt ein umsassende« Bild der von der Stadt Neukölln angelegten Äartenarbestsschule am Tcltowkanal. Berichtigung. In der Besbrechung de« Film».Allein im Ur» w a i d' ist der Name de« Haupldariieller« unrichtig angegeben worden. Er beifil nicht Sari de Jona,> andern Earl de Bogt vo m? n.5 n o r,»!s»sl �e. liillckdo» m. Derbyscirnlit od. shes, biolte niod. Form rnll 4»1 Q0" llbaobeia Abtots. Extra billig Daman» Halbschuhe prima eebwarx Ctiorreaa and «10 hoxkaif, Eam Schnüren, moderne runde Formen. Extra billig. Telia unsortiert.... Damen- Hausschuh« ans btofl, mit Kordelaohle, In xereobied. enuOokenden Blumen-*7 D monorn. Ausaerge«. biUlgfcO Damen-Hausschuh« (t In arbig. Fiiz» o.f axcn Sammec mir fouipon. in xie.en acböm-n A O Farben. Itxtra billig...... nO Damen-Hausschuhe Stepp. oidemitrompon.auca fein-. £ Fttartt-------"• iOO 00 <»r ... 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Heute und morgen TV»; Flamme(nor"h) Dienstag 7'/,: Die rote Rebe Mitrwoch und Donrers tag 7'/, Flamme Preiiag 7>/,. Die rote Raba Sonnan bis Montag F/, Flamme(Dorsch) OeotsetiesRBnstler-Tb Qastsp des Muskauet Künstl-r-Ti eateis 7: Jede Weisheit bat einen Haken Moiuag r Uhr zum I Male Hamlet Dienstel1er a. U. vmMV* CIRCUS BUSCH Heute Sonntag 2W-, Clrcus AS Bäsch i+ 7'l, Uhr tschm. I kind Ire! jamil. neue Sen ai Robinson Crusoe Martha Mohnke nt. Sch ilpt. Liebling Die Schlangr der Itnrgrm iVsiiperTvj Dir Jam. Klein| Die große Revue Der Ken der Welt KelreBQbne der Vellbiel. solche Praehi-iasstii- Innii b.«amen her. Darsteller »Uhr: Neue* Thoater am Zoo Ca'.deron- üeselischalt Vi, Uhr: To Dcnm— Metaaeoltc Neue* Volkothoator 7 Uhr: Die aezlcncn Der zerbrochene Krug Schiller-Th. Charlbg. 3 h Stützen d. Gesellsch. suhrlnwelBenRöB'i SchloBpark-Th Steglitz 3 Uhr: Extemporale 7V, Uhr: Des Meeres u.derLIsuc Wellen aroBcs Haus Moni,»ihr Lästiger Abend Mosel P.aut) Thalia-Theater 3; O schöne Zeit, o seLZ. IV, Uhr: Die Herren van und zu...1 Theat am Nellemlortpl. 3V,: Votier aus Dingsda Die Elie Im Kreise Theater de* Westen* 3V,: Erst.Lieoevold.Zeil � Der Tanz ins Giiiek Th.l.d. Kommandant Str IV,U: Der Dertjunge �MankellsBl Wallner-Theater JV« Uhr; Nlxchei dfcT...... Walhalla-Theater 3'/, U.: Schcidnngsrelsc i Uhr Die Mond» scbelndamo Iflax Lindl IsriiB« Kistner |Sisehi Dan Rilh. Rtrlsleln iFnnz Gross IPhI Weslenatj r J Litt: W rimtlUer liier.» Riehler 7C Damen- 1 10 Ballett! Senntsgi | Große lolkseper Nachm. 2V, Uhr j Lohengrin IVorTkf.ununterbr (RascTbcatert 3'/* Uhr; 1001 Nacht 7 V, Uhr: Die Gräfin von Kempinski FOLIES CAPRICE Limentlr. 132 Tä;licn V,8 Uhr: D. Liebeskanapee Dos Käuzchea Dia talscha Nummer Frd.Cr Unec'.er. K. Bergl Dir. Strobel 8 Theater 8 j>ir. Jam. 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IV,Uhr FßlDERICUS REX ■ ASTER UND ZWEITER TEIL Heute 3 Vorstellungen Während der Vorstellung kein tiulass Sämtliche Plätze nnrnmeriert Vorverkauf lär 3 Tags im Yorzoo voa«1-"1 übt K t osoa t r• f la a a g 1 Staad* var Segiua > I. all»•rlsgcn- lllllllf BC hritzn ft»nF at» 1 Ort*D»r»aItnn**.#»al»> Wetzl des Aadraarss Vjvzerkaai»motahiaa htita fdjsn TOuRffc-Östbeabr». U.-Bhf. Hohenzolle. npi. ftoilte- Wiltzsim-Gu, 31, suabM. ai, 47,41, 8g,a,H l satäaa aaa,• Khrsa-uad Prelkarts* uaaültlal k. Nr. 61* 36. Jahrgang A. Heilage öes vorwärts Sonntag, S. Februar 1622 WWWWW lleitl»i»» lielzllisd iliruldsri Bkrwa»ung«stell« Perlt»- Den Mitgliedern nur 1 Nachricht, daß unter | Kollege, der Schlosser Hans Böhm I Friedrich-Aarl-PIar 1 15. am 29. d, M. ge» I starben ist. j üitt!« ileiii kienllei! Die Etnbicherung 1 st» bei am Montag, I oen«. Februar lllZg, I namnitiiag» l Uhr.im l jtremalorium Berlin, \ j5ci ichtstrabe, statt. Rege B-teiligung I erwartet l>2et ] Di» 0r>-o«rwalt«na. illpm. QrtskrankBD- kasse Berlin-Britz. Um EStttnach, den IS. Februar d. Z.. abend» , Uhr, sinoet im Lokale de, Herrn Ott» jtögpen, Brist. Willze.mftr. 1, du a?!-r«»llch» MWß'SWg statt,»u irelchec die Auo- schui?a>ilgii»d»r hiermit «rgedrnst eingeladen wer» den. Tagesordnung: ] Mahl von S Rechnung»» vrlliern Z. BelchluKsaffung lld dt» Erhöhung»er Drund» ldhne, en»»rechend dem tvele» vom SS lZ. Zl S Betannigab, der Ad. anderungavorschrtste» »om SN. 12. St deir. WochenhUt« n Wochen- sllriorge < Raffensache». Dar Vorstand. g«i- N-»raag. Boissg. Vr.msil.l.osttlvr «neziatargt» fSr Sa«, n. Harn etdrn OrnnicnstraU« IST, II «Mortzvlag). 1-8.4-7 Willst du preUwert Hosen kaafea* mußt tu ten-Urs laufen. A. Anders Deassel»tr. 25 t hpffnunksloi» KianKe Dir- Martin Sabal» AHnr. trtanrunn Berlin C< Kalserstr. 33 (Ale*.-Pl) 11-12 u. 5-7 vormiirt» strebende na» Erfinder Gute Berdienstm»glicht. glusllärung u. Aurrgang gebende. 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Das Fener wurde mit einem Minimax-Apparat gelöscht. Ich war mit der Leistung des Minimal zufrieden. Charlottenburg, den 8. Jannar 1999. gez.; Rtinhsü Schrdther, Piano- und Pianotartefabrik. SelbstentsUndunf. Am 8. Janner 1822 entstand im Fabrikruum durch Selbsten t- zfindung Feuer. JCs handelte sich uro einige Kisten ans Hols, die in der Nähe eines Ofens standen und zu schwelen anfingen. Unzweifelhaft wäre ein gröberer Brand entstanden, wenn nicht durch Gebrauch der Minimax-Löscher diese« verhütet wäre W i 1 d a n, den 10. Januar 1922. gea.; Kzichiaeslsbrik u. MetallgleBerel, Kellert Schaidt, Werk Wildau bei Königswnsterhaiuen. Mensche nleben In aefahr. Are f. September 1991, 2 Uhr 45 Minuten nachmittags, brach in der Werkstätte ein Brand aus. Die Arbeiter waren mit der Keparatur eines Antomotors beschäftigt. Beim Anwerfen des Motors entstand eine Fehlsündnng. wodurch der Vergaser in Brand geraten ist. Man versuchte das Feuer zu ersticken, was jedoch nicht glückte, da dabei die Benzin-Znfuhrleitung ge- o rochen ist. Das Feuer erstreckte sioh sofort suf das ans- flieüende Benzin, sowie anf den ganzen Motor und die Kleider eines mit der Reparatur besehärtigten Arbeiters. Durch das sofortige Eingreifen des Minimax-Löschers konnte das Feuer in ganz wenigen Augenblicken gelöscht werden. Der Minimax- Löscher hat eich dabei großartig bewährt, da durch denselben nicht nur der Motor, sondern anoh ein Mensobenleben gerettet werden konnte. H e m b u r g(Beyern), den 14. September 1921. Trtnt Fuhrmann. Sparländische Automobil- und Maschlnenbauanstalt. Orößerer Schaden verbatet. Att 4. Januar 1922, Uhr vormittags, gerieten durch Ueh erhitz ung beim Kübel-Ausbrennen derselbe und Kisten in Brand. Es herrschte starker Qualm, der sich ungemein verdichtete nnd das Sehen erschwerte. Sehr starke Hitzeentwiokelung. Löschvei suche mit Sand wurden gemacht, jedoch ohne Erfolg Der Minimax- Apparat bewährte sich ausgezeichnet nnd bewahrte uns durch sein aioberes Funktionieren vor größerem Schaden. Bcrlin-Friedriehsfelde, den 7. Januar 1992. Dr. Hwlaaeha 4 Ca., Druckfarben-Fabrik. Es gfbt keinen anderen Feuerlöscher, ffOr dessen Gdte und Brauchbarkeil so viel Beweise aus der Praxis erbracht werden können wie für H INI MAX. Seine Erfolge gründen sich auf seine hervorragenden Eigenschaften wie: leichte Handlichkeit I sofortige Nachfüllbarkeil| Betriebssicherheit 1 Unschädlichkeit der selbsttätige Funktion( stete Löschberei tschaft| langjährige Heilbarkeit 1 Löschflüssigkeit Von grOftlcm Werl tfir flen Kanter glnd die ficwaiirlclsftmacn der ff INIMAX-Ges. 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