\ ffr. SH ♦ ZH.�rckryans Ausgabe A Nr. 35 VezusSvrriS: tS«TteItäl)rl.#X— M., monatL K.— VL tt(i m» Haus, voraus joblbot. Post» bejag: Monatlich 20.- M. eintdiL Zu- ftellungsgrdllbr. Unlrr Rrnisbanb für Srnlfdilonb, Danvg. da» Saar- unb Memctgebin, sowie die ehemal» beut- schen ched'et» Polen». Oeslerreich- Ungarn unb?urembura it.— sür da» lldnge Aug'anb 72.- M. Post» destellungen nehmen an Oesterreich, Ungarn. Zschecho» Elowalei. Dane« wart, Holland. Luxemburg, Schweben unb bie Schweiz. »er.Dorwario" mit bei Sonnlag»- de> lag»»Boll und Zech', der Unier- Haltungsbeilage»Helmwelf unb der Beilage»Siebiung unb R�ewganea' erscheint wocheniäglich zweimal, Sauo» tag» und Montag» einmal. Zetearamm-Abress«: »»«zioibalnotral Bctll«* Morgen Ansgabe liiucc r>oIItf»ltUitt (70 Pfennig) SlnzctstenvreiS! Die zehngespalten, Bonvareillegell« kostet S.- M»Klatn« Anzeigen- da» tetlgebruckte Won».- M.>z»- liisstg zwei settgebruchie Wone). lebe» weiter» Won l.b0 M Slellengesuch» unb Echlalstellenanzngrn da» erste Won l.50 M.. lebe» weitere WoN l.- M Wort» Uber ld Buchstaben »äbien Nir zwei Worte ssamillen-Bn- zeigen für Abonnenten Seile»,— M. Die Preise verstchen(ich einschliehNch Zeuerungszulchleig Anzeigen wr die n b ch st e Nummer miisten bl» 4',, Ahr nachmittag» im Hauplgeschiilt. Berlin SW KS. Linden- strahe Z. abgegeben werben Deoffne« »on s Uhr srilh bi» b Uhr nachmittag». �entralorgan äer fozkalclemokratil'cken Partei Deutfcklancls ReSoktion onü Expeöition: EW dS. ltnöenstr. Z WrbnftioB s.'i orinpla» ISIttä»7 iSernsyrtnzrr. Morivvla« 117 53-»! vorwärts»verlag G.m.b.H., SV) öS,!tnöenstr. Z -'�rrlag. V-rvrdilion und Inirratrn- zyrrnsprrnirr. Morii-plau 1,7 3»- K-l Wirth über öen Eisenbahnerftreik. Nack, der Rede des Reichskanzlers und einer lebhaften De-' für Beamtenstreiks, am Königs platz gegen angebliche» fchäftsordnungsdebatte hat sich der Reichstag gestern auf heute„Scharsmachertum" und an der Königs st r a ße selber„scharf- mittag 1 Uhr vertagt. Der Tertagungsantrag, der auch der macherisch"— so geht das nicht! sozialdemokratischen Fraktion überraschend kam. aber nach> Mit Befriedigung entnehmen wir einer Veröffentlichung parlamentarischem Gewohnheitsrecht'nicht abgelehnt werden des Magistrats, daß sich im Rathaus die erste Hitze gelegt hat. konnte, ging von der D e u t s ch e n V o l k s p a r t e i aus. in und daß man dort jenes MaßvonMilde anwenden will. der sich wieder einmal heftige innere Kämpfe abspielen und das sich mit dem Zweck, Ordnung in die Betriebe hineinzu- die deshalb gestern noch nicht in der Lage war. zur Erklärung bringen, noch verträgt. Wo es gilt, soziales Empfinden mit der Regierung endgültig Stellung zu nehmen. Es ist wohl Gerechtigkeit au paaren, werden die unabhängigen Magistrats- kein bloßer Zufall, daß zugleich auch die interfraktionelle Be- Mitglieder unsere Genossen auf ihrer Seite fintom. Wir bitten fprechung über das gekündigte Steuertompro- nur um Gegenseitigkeit im Reichstag. m i ß. die gestern abend stattfinden sollte, auf heute vormittag vertagt wurde. Es gibt in der inneren Politik Kompli- Wir würden es dankbar begrüßen, wenn die Unabhäm igen uns dort in dem Bestreben unterstützen würden, die kationen, die nicht mit dem Eisenbahnerstreik zusammenhängen. Folgen des Beamtenstreiks für die Beteiligten auf das real und es wäre falsch, die politische Gesamtstellung der Parteien politisch mögliche bloß nach diesem einen Gesichtspunkt zu fixieren. Mindestmaß herabzudrücken und wenn sie darauf verzichten wollten, aus bloß agitatorischen Gründen die Gestern hat sich nun wieder einmal eine bemerkenswerte Lage noch weiter zu oerscharfen. Kooperation der äußersten Rechten und der äußersten Linken' Wir müssen durch diese Krise mit möglichst geringem ergeben, auf deren Seite die Unabhängigen mitspielten, offen- Schaden nicht nur für die Beteiligten und teilweise schwer bar ohne sich über die Bedeutung dieses Spieles recht klar zu Schuldigen, sondern auchfürdasganzeReich hindurch. fein. Der äußersten Rechten und dem Stinnes-Flügel der Das ist der Weg. den wir mit offenen Augen gehen und den Deutschen Boltspartei könnte nichts Lieberes passieren, als wir weltergehen werden, auf welchen anderen sich andere. wenn die Regierung Wirth gerade über den Eisenbahnerstreik««n rechtzeitig Gewarnte, auch immer verlieren zu Fall käme. Darin würden sie die beste Gelegenheit er- mögen! � � blicken, jeder politischen Linksentwicklung einen starken Riegel» Mt.., "m d» Ä.n" m man mit Schmus, ml- � gegenwartige Regierung von den Agitatoren und Unposttikern Reichspräsidenten am heutigen Tage vormittags II Uhr wieder der äußersten Linken als eine„Scharfmacherregierung" her untergemacht wird. Man hofft dort auf eine nahe Gelegen- heit, diesen Kindern zu zeigen, wie eine wirtliche Scharf- macherregierung aussieht. außer Kraft gesetzt worden ist.(Lebhaftes Hört! Hört! links. wegung im ganzen Hause, Heiterkeit rechts.) Prof. Löb« macht darauf aufmertfam, daß damit die auf der Tagesordnung stehenden Anträie auf Aufhebung der Verordnung Dl- SoÄabt-mokratisch« Partei, die dl- Dmg--tw-- �""" Narer zu sehen glaubt, wird so handeln, wie es nach chrek j Abg. Adolf Hoffmann(Komm.) verliest folgenden neuen Antrag Ueberzeugung die Interessen der Arbeiter und besonders auch seiner Fraktion:.Der Reichstag wolle beschließen: Di« anläßlich des derLeamten gebieten. Gerade für die der Arbeiterbewe- Tisenbahnerstreiks eingeleiteten Disziplinarverfahren gegen gung nabestehenden, aufrechten Beamten würde das Gelingen Beamte sind sofort einzustellen, neu« sind nicht einzuleiten. der reaktionären Pläne geradezu eine Katastrophe bedeuten. und Mosfen-nttassunI-n gegen Arbeiter und Beamte an. Die Unabhängigen würden �rch Unt-rstütz� Än sÄ zu er&m" N einge". den Beamten einen Bärendienst leisten, und sie irren, wenn sie i l e i t- t e n S t. a f° e r f v l g u n g e n auf Grund der Verordnung glauben, sich aus solche Weise ihren Dank verdienen zu können. � bes Reichspräsidenten vom 1. Februar sind niederzuschlagen. Auch wir hätten es lieber gesehen, wenn der Reichskanzler(Zurufe rechts: Dafür gibt's«ine Extrabelohnung!— Heiterkeit.) für den Beamtenstreik nicht die Worte„Revolte" und„Auf-! Neue Strafverfolgungen dürfen nicht eingeleitet werden."— Redner ruhrbewegung" gebraucht hätte, obwohl er sich für sie auf olle im Amt befindlichen Linksradikalen von L i p i n s k i bis Lenin als Autoritäten berufen kann. Aber es handelt sich nicht um Worte, die nach einem englischen Sprichwort keine Beine brechen, sondern«im die Sache: es handelt sich darum, daß ein weiteres Abrutschen des außen- und innerpolitischen Kurses nach rechts vermieden wird und daß eine je�e Rache- floütik ausschließend« Liquidierung des Eifenbabnerstreik» er- olgt. Und das ist mit der gegenwärtigen Regierung immer noch viel besser zu erreichen als mit ihrer— in diesem Augenblick allein möglichen— Nachfolgerin..... � � c„■ Im Reichstag scheint sich ein Teil der Unabbänaiaen auf t Vertrauens, das Deutschland und feine parlamentarische Regierung den Standoimkt der flonirmmls-»,» NttsT-n ,.t mnsfvn hift!»b, Auslande einflößt. Ein Staat, der andere zu wirtschaftlichen W fin.,"lIten ftC« B 1•»' �. Gesichtspunkten bekehren will, kann nur dann Glauben finden, wenn !P! Ln x-Ii r cm Beamienstreik, ja jedes � � � Lehren In seinem Hause anwendet, die er propagiert. harte Wort über sie ein Verbrechen sei, das sofort mit der Rur ein arbcitssamcs, sparsames und In häuslicher Ordnung lebende» parlamentarischen Todesstrafe bestraft werben müsse. Wir � Deutschland kann die auswärtige Politik führen, die ihm seinen möchten— z"Nächst mit aller Behutsamkeit— Hörauf aus- inneren Wiederaufbau gewährleistet. An dieser Pflicht, die von merksam machen, daß a"ch der Berliner Magistrat stdem einzelnen, von jedem Berufe und von leder Klasse die höchste eben einen siegreichen Abwebrkamof aeaen einen frivolen Selbstzucht fart.ert, ist in der letzlen Zeit sehr schwer gesündigt CtrV... ffmh. � Wr M. Ilttfer. worden.(Sehr wahr!) Und zwar gerade von Elementen, die nach Streik M Ende fuhrt nd daß sich auch bier sur die Unter Tätigküt und Stellung Im Staate In erster Linie dazu berufen legenen bitter« Folgen bemerkbar machen. Wir mochten auch gnd, zum Wiederaufbau beizutragen. Die Arbeitsverweigerung bier mr möglichsten Schonung mahnen, obgleich wir nicht � eines Teiles der Eifenbahnbcamten. die man gewöhnlich Streik der M-immg sind, daß sich ein tlnabbängiq-me''rheitsfozialisti- nennt, die ich aber nicht zögere, als ein« scher Magistrat alles gefallen lassen m"ß. Auf keinen Fall aber j Revolle in der veamlenfchafk möchten mir schweigend die Augen schließen, wenn ein paar zu bezeichnen, ist eine» der betrübcndsten Ereignisse der letzten Jahre tw'fend Arbeiter als Opfer eines verlorenen Streiks auf der mit unabsehbaren Folgen. Diese Beamten brächten damit— das bittet die Beratung dieses Antrages mit der über die Erklärung der Reichsregierung zu verbinden. Präs. Löbe schlägt vermittelnd vor, den Antrag zwar mit auf die Tagesordnung zu setzen, den Antragstellern aber nicht das Wort außer der Reih« der Rednerliste zu erteilen. . Abg. Adolf hosfmann(Komm.) ist damit einverstanden. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Reichskanzler vr. Vieth: Die Werbekraft des Gedanken», die Reparationsfrage au» den fesseln der Gewaltpolitik zu lösen, hängt von dem Grade des Straße bleiben, un'' ffz laut darüber entrüsten, wenn in mußten sie genau wissen— die deutsche Außenpolitik in einem qereaesten. mit Rechtsgarontien umgebenen Berfabren ssrößt« Gefobr.- Der Relebskanzl-r gibt dann eine kurze � bie SchV.si.-mioer �eomfen an em-r schweren Slm'-iauna der Schilderung der«orgeschichte und der Entwickelung de« Streiks, � 9 9 wobei er mehrfach durch kommunistische Zurufe unterbrochen, wird. Bolkngesnmtbeit festgestellt werben soll. wie: Ein Hundsfott der streikt!— Der Streik ist im erweiterten � Da M"ß man steber f-lmn so konfegnent fein w'e die Kom- Vorstand der Reichs icw:rkschast mit nur 20 gegen IS S!imm-n bei munisten, d�ngn jeßt fsb?r Eifenbabn-, Li'bt.,(llgs- und einer Stiminenthott'ing beschlossen worden. Im engeren Bor- Wasserstr-lk wohlgestifsiges Werk und geheiligtes Menfchenre cht stand war das Stimmenverhältnis 4 z u 4. Der durch Ist, und die— nach russischem Borbild— mit dem Erschießen Erlaß des Rcichsverkchrsmwistcrs eingeleitete Einsatz der Tech- von Streikenden erst dann beginnen mallen, wenn einmal l L"> R-« hl l'.wachte sschs«dr bald bemerkbar.(Zuruf link«: ür„Uü.s." K*'!*>" fz? st?» nÄr ar v»•! Aber so mit Halb und Halb und Gmerseits- Eintritt in den Streik. Am Sonntag lehnte, nach- Andererseits, mit einem Fuß M der Regierung, mit dem dem auch die Arbeiter der Berliner städtischen Werke In den Streit anderen draußen, in Sachsen staatserhaltend und im Reich> getreten waren, die Reichsgewerkschoft den Abbruch de» Streit» ausdrücklich ab. Besprechungen mit der Reichsregierung führten zu einer Erklärung des Reichsfinanzministers, der sich bereit erklärte. über die Regelung der Gehaltsfrage in Besprechungen einzutreten. Die Nachprüfung der Grundgehälter sollte beschleunigt erfolgen. Die Reichsregierung gab die Erklärung ab, daß Massenentlafsungen und Disziplinaroersahren nicht erfolgen sollten. Die Reichsgewerkschaft gab fodann am 8. Februar früh die Anweisung zum Abbruch des Streik» und zu sofortiger Wiederaufnahme der Arbeit. Da aber die Anweisung nicht sofort an alle Stellen durchdringen tonnte, ver- zögerte sich die Wiederaufnahme der Arbeit. In dieser Zeit war oer Notbetrieb schon soweit ausgedehnt, daß fast 30 Proz. des normalen Verkehrs bewältigt wurden. In kurzer Zeit war auch schon eine Steigerung auf SV Proz. vorauszusehen.(Gelächter und Zurufe links: Etfenbahnunfälle sind vorgekommen!) Die Dezemberforderungen der Spitzen- organifasionen würden«inen Mehraufwand von 50 bis 80 M:l liarden bedeuten. Daher konnten diese Forderungen unmöglich al» geeignete Grundlage sür neue Verhandlungen angesehen werden. (Hört, hört!) Umfassende Erhebungen ergaben aber, daß die Industrielöhne in den Großstädten teilweise höher waren als die Reichsorbeiterlöhne, daß andererseits ober in weiten Reichswirt. fchaftsgedieten umgekehrt die Reichsarbeiterlöhne nicht unerheblich höher waren als die gnduftrielöhne(Zuruf der Komm.: Wo denn!! Man einigte sich daher w der ersten Januarhälfte dahin, daß die Reichsarbeiterlöhne allgemein um 73 Pf. pro Stunde erhöh« werden sollten. Daneben sollten in größeren Orten Ueberteuerungs- zufchüsse gewährt werden. Auch für die Beamten und Angestellte»! sollte ähnlich rvie für die Arbeiter ein Weg gefunden werden für Orte mit besonders schwierigen Wirtschastsverhältnissen etwas Be fonderes zu tun Schon am 20. Januar begannen im Reichs Verkehrsministerium die Verhandlungen über die Teuerungszufchüsfe der Arbeiter. Am 23. Januar begann der Beamtenausfchuß des Reichstages die■ Beratungen Über die entsprechenden Maßnahmen für.die Beamten, die bald zu einem positiven Ergebnis führten. Schon am 2l. Januar erklärte die Reichsregierung sich auch bereis. in eine eingehend« Aussprache über alle übrigen Be- foldungsfrogen einzutreten und auch die»Grundgehälter zu prüfen. Die Nochprüfung soll beschleunigt durchgeführt werden. Obwohl die Verhandlungen einen durchaus befriedigenden Verlauf zu nehmen versprachen, und obwohl die Oeffentlichkeit hierüber stäffdig ans dem lausenden gehalten wurde, stellte die Relchsgeweckschaft am 27. Januar nochmal» dieselben Forderungen, die schon im Dezember ats un» erfüllbar abgelehnt werden waren. Unter anderem wurde die Rückziehung des Nescrentenenlwurfs des Arbeitszeit- g«fetz er gefordert. Ueber dle'en Gegenstand sind die Verhanö- lungen noch gar nicht abgeschlossen. Eine endgültige Entschließung des Rcichsverkehrsministers hierzu liegt noch nicht vor. Bon einem Ausnahmesefetz gegen die Eisenbahner kann keineswegs gesprochen werden. Die bisher gepflogenen Besprechungen baden dahin qe» führt, daß die Svitzenorgantfativnen sich bereit erNört haben, mit dem ReichSverkehrsminister In ein« eingehende Beratung über dies« Materie zu treten. Ob eine allaemeine Zlrbeitszeit eingeführt werden soll, stand noch nicht zur Debatte. Die Arbeiter aller Gewerkschaften werden Gelegenheit erhalten. hierzu Stellung zu nehmen. Don welchem Standpunkt man auch zu dem letzten Ereignis Stellung nehmen mag, um eines kommt man nicht herum: die Eisenbahnen müssen wirsschofMch gesialkel werden. (Sehr richlia!) Die Reichsgewerkschoft setzte sich mit ihrem Ber- halten ins Unrecht gegenüber der Regierung, die alles getan bot, um eine Befriedigung bezüglich der Löhnung herbeizuführen. Die Folgen dieses ersten Bcamtenstreiks(Lärm links. Zwischenruf: Kopp.Putlch!) lassen sich noch nicht übersehen. Die Netchsgewerk- fchaft dal sich mich in, Unrecht gefetzt gegenüber dem aefamten beut- schen Volk». Die Kernfrage ist die, wie sich die Reichsregierung arundsätzlich zu diesem Streik gestellt hat. Es ist nicht die wirtschaftliche. nicbt die Arb-itszeilfrog«, sondern die prinzipiell« Frage des Streikrechts der Beamten.(Sehr richtig!) Alle Staats- reglerungen sind sich hierin einig: Zür äfsenlsich-rechtsich angestellte Beamte gibt es keinen Streik. (Herl, hört! links.— Sehr richtig! rechts.) Die Beamten sind ein Teil der Reaierunq und der Verwoltuna.(Lachen rechts.) Wer in diesem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis die Arbeit einseitig niederlegt, hat den Anspruch auf alle verechligurgen verloren. (Sebr richtig!) Allerdings gewährt die Reichsverfassung das Recht der Dereimaunzs- und Berfommlungsfrciheit. Daraus kann ober weder dem Sinn noch dem Geist der Verfassung nach der Gedanke abgeleitet»erden, daß öfsenllicb-rcchtlich« Beamte die Wahr- nehmun, Ihrer Vllichten oernochlässizen dürfen. Nach dem Gesetz übernimmt der Deomte vielmehr die Berpflichtunq, das ihm über- tra-wne Amt gewissenhaft wahrzunehmen. Dieser Verpflichtung stehen auch besondere Rechte aeaenüber. Der Beamte ist gegen Kündigung und Entlassung geschützt. In der Regel sind die Beamten, in-bcscndere die Ellenbabnbeamtcn, lebenslänglich angestellt. Das Gehest wird periodisch im voraus ausgezahlt. (Zwischenruf links: Es reicht niemals aus!) Die Hinter- b l i e b e n e n sind gleichfalls oeschützt Alle diese Rechte sind m>t einem Slreikrcck k unverelnhar. sonst msißie auch das Reich berechtigt sein, ohne welkeres zu kündigen.(Kemmunistilchcr Zwischenruf: Sklaven wallen Siel) In dieser orlnziviellen Frage haben alle bisherigen Regierungen diesen Standpunkt eingenommen und wer- den Ihn immer einnehmen müssen, wenn sie eine geordnete Staats� Verwaltung ausrecht erhalten wollen. Zu SowZeirußland herrscht fcfrfrtfcf Snmdsah. fLathen Bnfs.) Auch der sZchsifch« Mnister L i p> n s k i oertritt diesen Grundsatz.(Heiterkeit.) Zch wäre nicht in der Lage, eine Regierung länger zu fähre», die ein SIrcikrechl der Reamtea anerkennt. Die Neichsregimina ist entschlossen, alle Konsequenzen zu ziehen, die sich au» der besonderen Stellung dieses Standes ergeben. Die Reichsregierung anerkennt auf der anderen Seite aber auch die Pflicht des Staates, in der Fürsorge für sein« Beamten innerhalb der Grenzen des Möglichen alles zu tun, was in ihren Kräften steht. (Beifall.) Die Regierung hat der Beamtenschaft durch ihr« sachliche Erledigung der Beamtensorderungen keinen Anlaß gegeben, der Regierung ihr Vertrauen zu kündigen und sich zum Aufruhr hinreißen zu lassen.(Großer Lärm bei den Komm, und Unab- hängigen. Zurufe: Oberscharfmacher!) Der Streik, der die Re- gierung und die Oessentlichkeit eine Woche lang in Atem gehalten, Handel und Verkehr aufs schwerste gefährdet hat, ist zu Ende. Wir sind seiner Herr geworden, gestützt auf die unzweideutige Er- kläoing aller Schichten des Volkes, auch der Gewerkschaften, daß sie mit ihm nicht cinoerstanten sind. Allen denen, auf die wir uns in der Abwehr stützen konnten, spreche ich unscrn Dank au».(Beifall.) Der Dank gilt insbesondere der Technische» Rolhilse. (Lebhaftes Broool—' Kommunistische Zurufe:(Ölreikbrecherl— Pfuirufe rechts.) Sie nennen d i e Streikbrecher, die die Berliner Krankenhäuser mit Licht und Wasser versorgt haben.(Lebhafte Zu» stimmung bei der Mehrheit.) Leider haben infolge de» Beamtien- streik» zah'-'elche Mitbürger Ihr Leben verloren, ein Umstand, den sich diejenigen in ihr Gewisien schreiben sollten.(Erneuter großer Lärm bei den Kommunisten Und Unabhängigen.— Der Präsident bittet, den Reichskanzler ausreden zu lassen.) Ich danke insbesondere den Gewerkschaften aller Richtungen für die sachliche und ruhige Art. in der sie mit uns beraten haben. 2n den Gewcrkschaflsführern Hobe ich in den kritischen Stunden Männer gesehen, die die Znler- essen des Slaakes und der Gesellschaft über alle Sonderlnleresien gestellt haben.(Beifall) Mit der Beendigung des Streike» ist die Verordnung des Reichspräsidenten gegenstandslos geworden. Da» mit wird aber nicht das Streikrccht der Beamten wieder frei. Wer es mit dem deutschen Volke gut meint, der darf nicht leichtfertig auf dem Wege zur Arbeit Hindernisie für Staat und Gesellschaft auf- richten.(Beifall.) / Eine GeschäflsorünungsSebatte. Präsident Lobe: Von mehreren Parteien ist der Wunsch ge- äußert worden, die Beratung jetzt abzubrechen. Ist das Haus damit einverstanden?(Stürmische Protcstrufe der äußersten Linken.) Abg. Lcdebour(U. Soz.) bittet dringend, dieser Anregung nicht Folge zu leisten: Damit die Wahrheit einwandsfrei ans Licht kommt, müssen auch Vertreter der Arbeitertibaft lprechen.(Kom- munistische Zurufe.) Ach haltet das Maull(Schallende Heiterkeit.) Als die Regierung nach Stuttgart floh, hat man den Beamten da�Streikrecht. zuneftanden. Abg. Koenen(Komm.): Ilm festzustellen, daß hier eine Scharf- machcrrede gehalten worden ist. müssen wi» sofort in die Besprechung eintreten. Es liegt ein völliger Bruch mit- der früheren Handhabung bezüglich des Bcamtenstreikrechts vor. Abg. Adolf yoffmann(Komm.):?m Aeltestenrat konnte die Rechte die Aussprache gar nicht abwarten. Heute kneift sie. Stinne» hätte nicht anders reden können als der Reichskanzler. Abg. Dr. Strcsemann(DVP.): Auch wir wollen die Rede des Reichskanzlers nicht unwidersprochen lassen. Aber die Fraktionen müssen erst Stellung nehmen. Abg. Müller-Franken(Poz.): Wir sind bereit, auch heut« zu diskutieren. Erst im Laufe der Sitzung sind verschieden« Parteien an uns herangetreten und haben den Wunsch geäußert, zu der Rede de» Reichskanzlers erst in den Fraktionen Slellun-' nehmen zu wollen. Uebrigens liegt das im Jnteresie de» Abg. Koenen selbst, wenn seine Rede nicht gl-ichzcitig mit der de» Reichskanzler, er» scheint.(Stürmische Heiterkeit.) Abg. Adolf hosfmann(Komm.) und Abg. Barh(Komm.) sprechen nochmals für sofortigen Eintritt in die Besprechung. .» Abg. vilkmann(U. Svzt): Fortwährend laufen au» dent Reiche Meldungen über Massenmaßregelungen ein. Findet eine Besprechung nicht sofort statt, dann werden die Beamten verhindert, ihren Dienst sofort wieder aufzunehmen.- Der Antrag, sofort in die Besprechung einzutreten, wird gegen dl« Stimmen der Kommunisten, Unabhängigen und eine» Teiles der Deutschnatipnalen abgelehnt. Freitag l Uhr: Besprechung der Regierungserklärung und des kommunisti'chen Antrages auf Einstellung der Disziplinar» und Strafverfahren: Rcichsmietengesetz.— Schluß gegen S Uhr. Trauer unü Streik. r~ Konzertrundschau von Kurt Singer. .Auch das Schöne muß sterben, das Menschen und Götter be» zwinget/ Arthur R i k i s ch ist tot. Der reinste Quell unseres musi» kalischen Erlebens ist versiegt, die größte Offenbarung hymnischen Orchestcrgesangs verstummte. Aber wo immer wieder Rausch, Kamps und Begütigung der Töne unser Herz trifft, wo Kunst die Riede» rungen unsere» Daseins übersteigt, seine Richtigkeiten vergessen macht, wird Rikisch? Name in Dank und Ehrfurcht genannt fein. Die Schillersche Klage, �.daß das Schöne vergeht, daß da» Vollkommene stirbt", wird entkräftet durch das Gefühl, Leben und Wirken des größten europäischen Musikanten müsse noch in Jahrzehnten den Wissenden tätigste Erinnerung sein. E» bedarf zur Bekräftigung solcher Erlebnisse keiner Totenfeiern. Eine einzige hätte es gegeben, würdig des Namens und der Persönlichkeit Nikischs: als er, tot. fein Schicksal erfüllt, mußte die Musik stumm werden, muhten Phil» Harmonie und Gewandhaus den Alltag abbrechen, Halbmast flaggend in den Großtempeln seiner Kunst. Aber es blieb laut wie sonst, das Leben; es trauerte mit Posaunen und Fanfaren. Die Suche nach dem Nachfolger gierte durch Deutschland. Einer der drei Berliner Prä» tendenten, Furtwängler, nicht nur der jüngste, sondern auch der begnadetste unter ollen, leitete die Erinnerungsfeier. Er diri» gierte die Eroika und begleitete Raatz-Brockmann zu den vier ernsten Gesängen von Brahm». Ich gcstehe, daß hier vor allem, und später, nur noch im Trauermarsch der Sinfonie etwa» von Beseliqung im Leid zu fühlen war. L>icr war unterdrückte Träne im Auge de» Empfänglichen. Die Ränie, nicht die stärkste Eingebung Brahms, ließ Kittel mit seinem Chor weihevoll austönen. Hier hätte man— au» Gründen persönlicher Freundschaft und jahrzehntelanger künstle» rischer Zusammenarbeit— Ochs am Pult gewünscht. Die Phil- harmoniker standen stumm und erarifscn beim Klingen de» Chorals »O Welt, ich muß dich lassen." Sie fühlten, welche magische Kraft von ihnen gewichen war.-- Die Tage des Streits zeigen, welche Magnete stark genug sind, um uns auch bei Ueberwindung maßloser äußerer Schwierigkeiten noch anzuziehen. Ehrlich gestanden: wenig«. Die Säle sind kalt und leer, das Fleisch ist schwach, der Geist ist willig. Gustav Brecher ist ein Musiker von eigenem Gesicht: er schreibt ein« gescheite, eine gute Feder, er steht literarisch und psychologisch seinen Mann. Hätte er doch Rikisch, dessen Wesensart er'o schön und so tief erkannt«, ein wenig von der Grazie, der Sicherheit, der bewegten Ruhe zweier fjändc abgesehen I Dieses Schlenkern der Arme, diese Weichheit der Hantierung läßt uns nie bei ihm sicher werden. Im Voltsopernkonzert holt er alle Humore,� alle Unbedenklichkeiten, alle grotesken Witzeleien der Pctruschka-Tänze von Strawinsky au» dem gut- g?e»dea Täler der Pleiske. Grielcl»n» Elana wird OSlar Bolle an l-and von JIO Kilnlllerlichtbildern in nalilrbchen Farben in einem, mii kelteren Erinnerungen gewürziem Bollragc am it., abend? Nhr. im HSr'aal de« Kunstgewerbemuseum«, Prtn,> iilbrechi- eiratz« 7», schilöeru. Karlen ,u 4,50 und 3,50 M. an den Konzerttasseu Serthecm, Bot««. vock usw. un» der Abendtägcr €fn allüeutlcber ffelö. Schiele bekennt sich j-tzt als Führer. Der„Reichswart" des Grafen Neventlow veröffentlicht ein langes Schreiben des freigesprochenen Kgppisten Schiele on den Herausgeber. Dies Schreiben hat folgende Vor- gefchichtc: Wie wir in Nr. 610 des„Vorwärts" vom 27. Dezember 1921 mitteilten, hat'e Graf Reventlow den Kappisten ihr unmännliches Verhaften vorgeworfen, das er sowohl in ihrer Flucht als in der Art ihrer gerichtlichen Verteidigung erblickte. Gegen diese Vorwürfe sucht sich nun Dr. Schiele zu ver- teidigen. Seine Abwehr ist äußerst matt. Herr Schiele, der sortgesetzt über den„deutschen Ordnungsphilister" schimpft, der nur solche Gegenrevolutionen gutbeiße, die mündelsicher vorbereitet seien, bemerkt nicht, daß er sich selber als Typ erster Ordnung dieses Philistertums zu erkennen gibt. Denn sein Hauptargument, mit dem er sein Verhalten entschuldigt, lautet:„Ich bin Familienvater und habe an meine sechsköpfige Familie zu denken." Sehr zutreffend bemerkt Reventlow in seinem Nachwort hierzu, daß man sich so etwas eigentlich vorher überlegen müsie. Das Erstaun- fichste an Schieles Rechtfertigung ist jedoch nicht fein Be- kenntnis zu deutschem Mannesmut, gemildert durch Familien- rücksichten, sondern der Zynismus, mit dem dieser Herr gesteht, das Reichsgericht belogen zu baben. Er schreibt: „Seine innersten Pläne wird jeder für sich be- halten haben.... wir hätten natärNch auch sagen können: Iawohl, wir wollen Führer gewesen scin. Dann mußte das Gericht verurteilen: ich sah auf f ü n f I a h r e i m Gefängnis und wurde auf 300 009 M. Gerichtskosten für alle Zeit mit meiner sechsköpfigen Familie ruiniert.?ch hatte mich zwar vollkommen auf diese Möglichkeit eingestellt, aber die Aussicht, dann bei einer Partei, die uns politisch und moralisch im Stich lieh und deren Presse uns beschimpft«, betteln zu müssen(gemeint ist die deutschnationole Partei. Sied. d. V.), war keineswegs angenehm. Ich ziehe die Freiheit vor. Ich bin mir zwar bewußt, vieles verschwiegen zu haben, aber nichts gefoat zu haben, was einer Verleugnung des Unter- nehmens gleichkäme." Herr Schiele bekennt mit diesen Zeilen unzweideutig, daß er tatsächlich Führer gewesen ist, das Gericht ober aus„Liebe zur Freiheit" und Angst um seine hochbedeutende Person be- schwindelt hat. Wir machen den Oberrcichsanwalt darauf aufmerksam, daß«in derartiges Geständnis eines frei- gesprochenen Angeklagten den Grund zu einem Wieder- aufnahmeverfahren bietet. Noch um einer persönlichen Sache willen müssen wir den Brief des Herrn Scbiele zitieren. In Leipzig hatte ein Zeuge der Kappistenfe'te Genosien Ulrich Rauscher durch den Vorwurf feigen Benehmens lächerlich zu machen gesucht. Genosse Rauscher saß damals als deutscher Gesandter> in T i f l i s— er befindet sich ietzt aus der Heimreife— und konnte sich nicht verteidigen. Schiele schreibt: „Was übrigens die Aussage über Herrn Ulrich Rauscher anbe- trisst, so halt« ich es für meine Pflicht, zu bezeugen, daß mlr von einem würdelosen, angstvollen Benehmen seinerseits nicht» bekannt Ist.. Sch weih aus meiner Begegnung mit ihm nichtsdavon, und holte es für meine Pflicht, dies zu bezeugen. Ich weih, wie wehe es tut, als Abwesender wehrlos beschimpft zu werden." Wir registrieren diese Richftg'tellunq als den einzig fym- pathischen Zug des Schieleschen Schreibens, das im übrigen beweist, daß dos würdelose angstvolle Benehmen ganz ollein auf feiten der K a p p i st e n in Leipzig war. In seinem Nachwort bekennt Graf Revenftow freimütig, daß er keineswegs prinzipieller Gegner des Kapp-Unternehmens war: „Ein Gewaltstrelch, der In meinen Augen dauernden Erfolg versprach, hätte mich zum Anhänger gehabt..... Das Recht der Gegenrevolution muh betont und aufrechterhalten werden. ... Es gab im Jahre 1919 20 Nationale genug, die von der Aus- fichtslofigkeit eines solchen Unternehmens überzeugt waren und«snurdeshalb mihbilligten, weil sie eben grnndfähllch nichts dagegen haklcn, die aber nachher entsetzt waren über die unvoll- tommenen Vorbereitungen usw. usw." Aus diesen Zeilen ist klar ersichtlich, welcher Art die „Gegnerschaft" der Deutschnationalen gegen das Kapp-Unter- nehmen gewesen ist._ Der öre'prozentige Gerter. Dem sozialdemokratischen Parlomentsdienst wird aus Braun- schweig gedrohtet: Dem ersten Fall Oerter folgt setzt ein Skandal Oerter. Dem Braun- schweiger„Bolkssreund" ist ein Schreiben zugesandt worden, das von Oerter geschrieben un» an einen Braunschweigilchen Großfabrikanten gerichtet ist. Aus allgemeinem politischen Interesse lassen wir den Brief im Wortlaut folgen: „Werter Herr Wemmell Sie werden sich der Ueberzeugung nicht verscbließen, daß ich mich jederzeit bemüht habe, in Ihrem und dem Interesse Ihres Betriebes tätig zu sein. Es ist mir nun «in Bedürfnis, die Beziehungen, welche mich mit Ihnen verbinden, zu dauernden für Gegenwart und Zukunst zu machen. Ich schlage Ihnen deshalb ein vertragliches Derhältnis vor. durch we'ches ich mich verpf icht«, jederzeit mit Rat und Tat Ihnen zur Sei!« zu stehen, und— falls ein« Ablösung von meinem gegenwärtigen Posten erfolgen sollte— dauernd in Ihr« Dienste zu tv:ten. Di«'« Bervslichtung würde all« Unternehmungen betrefsen, an denen Sie beteiligt sind. Als Gegenleistung Ihrerseits schlage ich vor: 1. Solange ich aus meinem gegenwärtigen Posten bin(Praun- schweigischer Ministerpräsident, sichern Sie mir aus dem buch- mäßigen Reingewinn Ihrer Unternehmungen 3 Proz. zu. 2. Wenn ich dauernd in Ihr« Dienst« trete, 10 Proz. des Rein- pewinns. 3. Di« Abrechnungen darüber«rfolgsn am Iahresfch'uß: doch kann ich Dorschüss« aus die Abrechnunaen erheben, und zwrr für die ! Zeit unter 1. in Höhe von 5000 M. und unter 2. von 10 000 M. Der Vertrag würde lausen vom 1. April 1921 bis zum 31. März 1951. Er kann jedoch von beiden Seiten zum Schluh eines jeden Jahres ein Vierteljahr im voraus gekündigt werden. Dies« finanziell« Regelung ist für mich erforderlich. Sie werden begreifen, daß ich jetzt schon Ausgaben da und dort habe, die seiner- zeitige Fahrt nach Rühle bezüg'ich des Bodenerwerbes für den Bruch. Es kam»mir mit den Ausoaben für den Chauffeur auf etwa 700 M., da ick einen eigenen Wagen benutzen muhte. Ich Hofs«, daß Sie mit meinen Vor'chlägen einverstanden sind. Ihrer recht baldigen Antwort selje ich entgegen." Oerter hat eingestanden, den Brief selbst ge'chrieben zu haben. Schon dieses Geständnis stellte unsere Fraktion, die noch am Sonntag beschlossen hatte, eine rein sozialistische Regierung aus der Basis einer engen Arbeitsgemeinschaft mit der unabhängigen Fraktion zu bilden» vor«in« völlig neu« Situation. Sofort nach Kenntnisnahme des Briefes fragt« die sozialdemokratische Fraktion des Braunschweigischen Landtages bei der unabhängigen Fraltion an, wie sie sich jetzt zu Oerter zu stellen gedenk«, ob sie gewillt sei, ihn noch weiter in ihren Reihen zu dulden, oder ob sie beabsichtige, Oerter zu veranlassen, aus »eind des Briefe»«n Demmel dos Land tags Mandat niederzulegen. Ausdrücklich wurde betont, daß das verhaften de? vnabhSnglgen bei der folgenden Regierungsbildung für unsere Fraktion von größter Bedeutung sei. Die Antwort der Unabhängigen, die am Mittwoch- abend erfolgte, ist nicht so ausgefallen, wie es erwartet wurde. Oerter ist nicht äus der Fraktion ausgeschlossen worden, sondern der Fall wurde einem Untersuchungsausschuß der Parte: unter Einbe- ziehung des Zentralkomitees der USP. zur Klärung überwiesen. Soll'« Oerter nicht aus der Fraktion der Unabhängigen ausgeschlossen werden, so dürste damit die Bildung einer reinsozialistischen Re- gierung in Braun schweig gescheitert sein. Eine Beiastung der Re- gierungskoalitlon mit der Persönlichkeit Oerterz, oder einer Fraktion, der Oerter angehört, wird die Sozialdemokratie vor ihrer Wählerschaft niemals verantworten können. preußifcbe Kunstfragen. Im Hauptausschuh des Landtages berichtete Abg. Dr. Heß(Z.) über das Theaterwesen. Die beiden Staatstheater haben einen großen Aufschwung genommen. Berlin leiste für die Staatstheater nichcs, während z. B. Kassel für sie 7S0 000 M., München 2 Millionen aufwende und Hannover das Staatstheatcr ganz überncmmen habe. Das Theater sei zurzeit keine „moralische Anstalt". Mit Prozessen kommen wir nicht weiter: man muh positiv das Gute fördern. Eine Landesbühnen organi- s a t i o n könnte Ahhftfe schassen. Besondere Pflege bedürfen die Grenzbezirke. Die Freie Volksbühne und ähnlich« Organi- sationen mühten unterstützt werden.— Genosse Harnisch frägt an, wie es mit der Verteilung des S ch i l l e r p r e i s e s stehe. Das Kultusministerium müsse für die Theater zuständig sein. Kultus- minister B o e l i tz stellt die Entscheidung über die Vergebung des Schillerpreiscs in baldige Aussicht. An der Geburtstagsfeier für Hauptmann werde man sich durch Ihcateraufführungcn und Prämien beteiligen. Abg. Frau N o a ck(Du.) spricht die Er- Wartung aus, daß das Schauspielhaus wieder das erste Berliner Theater werde. Sie begründet den deutschnationalen Antrag auf Einsetzung von Mitteln, um die darstellende Kunst zu fördern, Gast- spiele der Staatsbühnenmitglieder in anderen Städten. Theaterkultuc- verbände und Wandertheater zu unterstützen. Die Kunst muh auf christlich-deutschcr Grundlage stehen. Abg. Dr. S ch w e r i n g(Z.) weist auf die schwierigen Theaterverhältnisse in den besetzten Ge- bieten hin und wünscht, daß die Staatstheater im Rheinland Gast- spiele geben. Intendant I e h n c r vom Schauspielhaus legt die siuanzicllcn Schwierigkeiten dar. Die Preise hätten erhöht werden müssen. Für die ersten Plötze werde jeder Preis gezahlt. Die billigen Plätze sollten nicht erhöht werden. In der Frage der Gastspiele seien Verhandlungen mit Köln angeknüpft. Veranstaltungen in kleineren Städten scheitern am Widerstand des Verkehrsministers. Intendant des Opernhauses v. Schilling äußert, daß die Kinderkrankheiten der Revolution, die sich auch an der Staatsoper geltend machten, glücklich überwunden seien. Dem Etat der Oper bereite die wachsende Teuerung große Schwierigkeiten. Durch Gastspiele seien VA Millionen erarbeitet worden. An Zeitströmungen könne man nicht ganz vorübergehen. Die Berliner Presickritik erschwere die Heranziehung tüchtiger Kräfte. In der weiteren Aussprache tritt Abg. Buchhorn(D. Bp.) für die Feier des Geburtstages von Gerhart Hauptmann ein. Abg. S ch o- l i ch(Soz.) begründet«inen gemeinsamen Antrag, der für die Brcs- lauer Theater 4 Millionen außerctotsmäßig oeriongt. Die anderen Städte Schlesiens sollten von Breslau au« versorgt werden. Abg. Frau G a. r n i ch(D. Dp.) und Abg. Hofs(Dem.) traten ebenfalls für den Antrag Scholich ein. Beim Abschnitt Musik fordert der Berichterstatter Dr. Heß, daß neben der Kunstmusik auch die Voltsmusik gepflegt werden müsse. Di« Zlusbildung der Gesanglehrer lasse zu wünschen übrig. Ein Regierungsoertreter er- klärt, beim Abbau der Seminare entstehen Schwierigkeiten bezüglick der musikalischen Ausbildung der Lehrer. Die Aufbauschulen und die höheren Lehranstalten müßten, etwa in Form wahlfreier Kurse, der Musikpslege erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Bei Aufnahme in die pädagogische. Akademie seien müsikglssche Kenntnisse nochzu- weisen. Auf eine Anfrage H e i l m a n n(Soz.) erklärt Minister B o e l i tz: in Bayern schweben Verhandlungen mit dem Päpstlichen Stuhl über den Abschluß eines Konkordats. Ueber den Inhalt sei nichts bekannt: es müsse dem bayerischen Landtag vorgelegt werden. Auch in Preußen würde gegebenenfalls analog vorgegangen werden. Die Frage eines Konkordats zwischen dem Deutschen Reich und dem Papst habe das Preußische Staats- Ministerium nicht blschäftigt. Es werden angenommen der Antrag auf Bereitstellung von 4 Millionen Mark für schlesische Theater, auf Erhöhung der Bei- Hilfen für Kunstzwecke und Künstler auf 2 Millionen Mark, aus Ein- stellung von 000 000 M. für das Rechnungsjahr 1922 zur Förderung von Kunstausstellungen und aus Ausgestaltung des Instituts für Kirchenmusik zu einer Akademie für Schul- und Kirchenmusik. An- nähme fand auch der Antrag, das Staatsministerium zu ersuchen, alsbald der Gründung einer Landesbühnenorganisation näherzu- treten und erstmalig in den Haushalt für 1922 eine Summe von 3 Millionen Mark für Landcstheoterzwccke einzusetzen, insbesondere für Schaffung und Haltung der Landesbühnenorganisation. Schließ- lich wurde in der Gcsamtabstimmung der Kultushaushalt gegen Kommunisten und Unabhängige angenommen. proüuktive Ewerbslosensürsorge. Erhöhte Sähe. Mit Wirkung vom ö. Teceiuber l92> traten ftlr die p r o d uk- i i v e ErwerbSloiensürsorge an Stelle der bisherigen Sätze folgende neue Sätze: für Ortsklasse AB C D/E Mark 27 24,75 22,50 20,25 vei WobnnngSbantcn ändern si» die bisherigen Sätze für jeden Kubiknieter umbrniien Raumes wie folgt: a) bei Zugrundelegung der zweifachen Ersparnis an Erwerbs- loseusürsorge: für Ortsklasse A B C DE Mari 126 114 103 102 d) bei Zuprundelegung der zweieinhalbfochen Ersparnis an Ertverbökoieuliiilerslützung: sür Ortsklasse � B O D E Mark 166 188 132 123 Eine E r b ö b u» g des ZiifchufieS für bereits vor dem 5. Tezemler l!'2l anerkannte Maßnahme» kann nur tu besonders begründeien Ausnabmerällen eintreten» z. V. wenn die«nstellnng langfristig Erwerbsloser in großem Umfange in Frage kommt. Zehnstünüige Arbeitszeit in Polen. Der polnische Landtag hat mit 1S6 gegen 61 Stimmen ein Gesetz über die z« h n st ü n d i g e A r b e i t S z eit im Handels- gewerbe angenommen. Ein Antrag, wonach Handelsgeschäfte nn- unterbrochen 10 Stunden ohne Mittagspause geöffnet sein müssen, wurde gleichfalls angenommen. find) Grlanöo lehnt ab. Wie die Agenzia Stefunt meldet, hat auch Orlando auf die ihm angetragene Kabinettsbildung v e r zi ch t e t. da er zu einer Einigung mit der Popularparter und der demokratischen Partei nicht gelangen konnte. Durch den Verzicht Orlando» habe sich die parlamentmische Lage in Italien«och verwickelter gestaltet. Zur Arbeitsaufnahme in Serlta. Der Magistrat hat zur Herbetführung eines einheitlichen Per» fahrens nach Abbruch des Streiks in später Stunde folgende An- ordnung bekanntgegeben: Diejenigen Arbeiter und nicht ständigen Angestellten, die ent- gegen dem Aufruf ihre Arbeit am 7. Februar, nachmittags 2 Uhr» nicht aufgenommen hatten, gelten als entlassen. Soweit sie sich nach diesem Zeitpunkt zum Dienstantritt gemeidet haben oder noch melden, sind sie neu einzustellen, und zwar möglichst in der Reilzenfolge ihres Dienstalters unter besonderer Berücksich- tigung der Verheirateten, vorausgesetzt, daß ihre Stellen nicht be- reits anderweitig besetzt sind und überhaupt noch ein Bedarf für Neueinstellungen vorliegt. Die Einschränkung von Neueinstellun- gen äus den wirklich notwendigen Bedarf ergibt sich aus der schwierigen Finanzloge der Stadt. Eine Bezahlung der Streiktege erfolgt selb st verständlich nicht; Lohn- und Dcrgütungszahlungen beginnen lediglich mit dem Zelt- punkt der Arbeitsaufnahme. Den Neueintretenden sind d i e Rechte aus ihrem früheren Arbeitsvertrage zu« zugestehen mit dem Vorbehalte der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. Die Einstellung erfolgt aus der Grund- lag« des letzten Schiedsspruches des Reichsarbeitsininlsteriums. Die Dienststellen und Bezirksämter sind ersucht worden, dafür zu sorgen, daß sowohl die in Arbeit Verbliebenen als auch die Neu- eingestellten unter keinen Umständen von irgend jemand b e- löst igt oder geschädigt werden. Jeder Versuch in dieser, Richtung soll die sofortige Entlassung nach sich ziehen. Schließlich sollen alle zentralen Dienststellen und Bezirksämter Beschwerdekommissionen einsetzen zur Entscheidung über Beschwerden, die sich aus der Neuetnstellung bzw. Abweisung ergeben. Kein neuer Berliner Teilstreik. Die in später Nachtstunde verbreitete Meldung, daß die Beleg- schaft des G a s w« r t e s Tegel die Frage der Maßregelungen wieder aufgenommen und das Gasmerk Danziger Straß« veranlaßr hätte, die Arbeit wieder auf die Notstondsarbeiten zu beschränken, und daß Tegel auch mit den übrigen Werken zum gleichen Zweck in Verbindung getreten sei, ist völlig unzutreffend. Es verbleibt bei den Mitteilungen des Magistrats, daß die gesamten städtischen Be- triebe, insbesondere auch Danziger Straße, wieder im Gang sind, und daß lediglich beim Gaswerk Tegel morgen früh 147 Uhr noch eine Betriebsversammlung stattfindet, von der zu erwarten ist, daß sie ebenfalls zur Aufnahme der Arbeit führt. Pius Xl. nicht üeutscbfeinölich. Rom. 9. Februar.(EP.) Die(katholische) Agentur„Dolta" er» fährt aus dem Vatikan: Papst Pius XI. hat es lebhaft be- dauert, daß«in Teil der französischen Presse seine Wahl als eine Aenderung der politischen Orientierung des Heiligen Stuhles in einem franösifchfreundlichen und deutschfeindlichen Sinne glaubt be- trachten zu können. Sobald der Papst von'dieser Behauptung Kennt- nis erhielt, berief et Kardinal Bertran, Erzbischos von Breslau. zu sich und bat ihn in einer herzlichen Untervedung, Deutschland zu versichern, daß er alle Sympathien für die deutschen Katholiken heg« und daß er alle Völker ohnejeden Unter- schied und ohne jeden Vorzug segne. Wivtfdyaft Die Abschlüsse des Eleklromonlankonzerns. Nachdem die Montanunternehmungen des Stinnes-Konzerns ihr« Abschlüsse für das letzte Gefchäftssahr bekanntgegeben haben, werden auch die Ergebnisse der angeschlossenen Elektrowerke be- kanitt. Die Siemens u. H a l s k e A.- G. in Berlin zeigt eine bedeutende Steigerung der Gewinnziffern im Vergleich zu dem letzten vollen Geschäftsjahr 1919/20. Der Reingewinn ist von 15,3 auf 35,9 Millionen Mark gestiegen. In den zwei Monaten August/September 1920, die als Zwischeugeschüftsjahr gelten, wur- den 3,73 Millionen Mark Reingewinn erzielt. Aus dem Rein- gewinn werden nun auf das Aktienkapital von 130 Millionen Mark 20 Proz. Dividende vertei't, das ist die höchste bisher erreichte Aus- schdttung. In früheren Iahren hatte sich die Gesellschaft in der Regel mit 12 Proz. Dividende begnügt. Ferner werden aus dem Neingewinn der Sonderrücklage 5 Millionen, dem Dispositions- fonds 1 Million und dem Reservefonds 2,08 Millionen Mark über- wiesen. Vor Ermittlung des Reingewinnes wurden jedoch 6 Mil- lionen dem Wohlfahrtsfonds überwiesen, der zur Erweiterung der Fürsorgestiftung, zu Siedlungszwecken und zur Sicherstellung von Pensionsznschüssen dient. Außerdem waren vor Ermittlung des Reingewinnes in der Bilanz 30 Millionen Mark als Rückstellung sür in Busführung begriffene Ersatzanlagen abgesetzt wo den, um sür schon übernommene Verpflichtungen Vorsorge zu treffen. Die Bilanz zeigt also ein recht günstiges Bild. Dasselbe gilt von der Schwestergesellschaft, den Siemens» Schuckert-Werten G m. b. H. Sie erhöhten gegen das Ge- fchäftsjahr 1920 ihren ausgewiesenen Reingewinn von 12,47 auf 21,79 Millionen, ihre Dwidende von 10 auf 10 Proz., nachdem vor- her dem Wohlfahrtsfonds 12 Millionen zugeführt und als Rückstellung 94 Millionen abgebucht sind. Auch bei dieser Gesellschaft werden die Rücklagen erhöht, und zwar auf 5 Millionen, dem Dispositions- fonds wird«ine weiter« Million zugewiesen. Die Dividende von 10 Proz. stellt gleichfalls die höchste bisher oerteilte Dividend« dar. Es ergibt sich also auch für oiese Unternehmungen das gleiche Bild wie für die Montangesellschaften: sie konnten ihre Rentabilität beträchtlich steigern oder ihre Reserven erhöhen. Die Dividenden- stcigerung ist, da die beteiligten Gesellschaften nicht in demselben umfange wie viele anderen Unternehmungen der Privatindustrie ihr Kapital verwässert haben, kaum als übertrieben anzusehen, zu- mal die Rücklagen vorher erheblich verstärkt worden sind. Dag erste Geschäftsjahr nach dem Zusammenschluß mit dem Stinnes- Konzern hat aber auch in den Elektrounternehmungen bereits seine Früchte getragen, wenigstens für die Aktionäre. Ob auch für die Arbeiter, das wird sich erst dann übersehen lassen, wenn die Valutakonjunktur regelmäßigeren Verhältnissen in der deutschen Wirtschaft gewichen sein wird._ Sarolli-A-G. Bei der durch den Brand der Tempelhofer Fabrik notwendig gewordenen Umorganijation des Betriebes ist es inner- halb des Vorstandes und des Aufsichtsrates zu Mcinungsverschieden« heiten gekommen. Ein Vertreter der schwedischen Gruppe Kanold, die an der Sarotti»A.°G. beteiligt ist, hat den Kauf der Schokoladen- ,obrik Groß abgeschlossen und wurde dafür in den Vorstand aufge- nvmmen. Das gab Herrn Max Hofsinann Anlaß, aus dem Vorstand augzuscheiden. auch drei Aussichtsratsmitglieder', darunter der bekannte Führer der DDP. Stresemann. legten ihre Aemter nieder. An dtes« Tatsachen, die im wesentlichen durch eine Mitteilung der Gesellschaft bestätigt, aber nicht genügend begründet werden, haben sich Gerüchte geknüpft, wonach Aktionärsintcresscn geschädigt seien. Nach der letzten Bilanz und nach den Erklärungen des Unternehmens erscheint das ausgeschlossen. Wenn aber wirklich solche Leute ge- schädigt sein sollten, die in maßloser spekulativer Uebcrtreibung des Vczugsrechts auf drei neue Earottioktien mit 50 000 M. bezahlt hab0 Arbeiter beschäftigen dürste, sind es bei letzterer kaum l 0 0. Erster« erklärten,„selbst vor einem Gene'alstreik* nicht zurückzuschrecken, letzter« aber, daß sie keinesfalls gesonnen seien, sich noch länoer vom Komvf zurückhalten zu lasten. Gebt man dem Uripruna so'cher Resolutionen nach, mit denen die Arbei'erschaft aller Betriebe bea'ückt wird, dann stellt sich heraus daß sie größtenteils aus der kvmmunistjsch-n Aqit-'tion'zen'rvle herrühren oder doch von dieler in'piriert sind Dieses Treiben fuhrt dazu, daß schließlich auch wirkliche und wich'ia« Entichließungen nickt mehr be- achtet werden. Dabei darf oe'agt we'den, daß dies« ganze Resolutionsmacherei keinen Sinn und Zweck hat. Jede Dele-'schast weiß. daß. wenn st« ircendein« Forderung zu stellen hat, sie sich damit an ihre Organisation wenden muß. «verraten und verkauft*. Von den Hauvtvorständen und dem ADGB. sollen die In den Streik komm änderten Eem-inde- und S'oatsarbeit-'r nach d-n Aus- iührungen des Straßenbahners Sckaumburq in der Obleute. konferenz, verraten und verkaust worden ti-in. Laaodzinski ivll von einem„Verrat der Gewerkschaftsipitzen* geredet haben, weiter ober behauptet haben, baß die„Freiheit* und der „Voru-ärt-* die Bevölkerung geoen dl« S'reikenden m,kten zu lasten.* Das A'a-O lskor'ell bat sick unverzüglich an- den BBMI. gewandt und um Aufnahm« der Verhandlungen' gebeten.-_ Tie Verhandlnnsten im tschechischen Berstva«, D!« Verhandlungen zwischen den Ber"arbeiterorganisa»s"nen und den Grubenbesitzern sind soweit vorgeschritten, daß im Lauf« des Freitags Besprechungen in den einzelnen Revieren stattfinden konnten. Im Senat erklärte der Minister sür öffentlich« Arbeiten, daß die Regierung keine Schuld daran trüge, wenn die Krise im Bergbau zu einem allaemeinen Streik geführt habe. Es kämpfen zwei entgegengesetzte Prinzip'en gegeneinander. Auf selten der Vera- arbeite? der Grundsatz, eine Herabsetzung ihrer Lebenshaltung nicht zu dulden, auf feiten' der Grubenbesitzer der Leitgedanke, durch Her- absetzung der Löbne die Bedingungen der Koblenproduktion zu er- leichtern. Wenn das Kompromiß, dos jetzt in Aussicht stünde, daran scheitern sollte, daß eine der beiden Parteien aus Gründen, die nicht anerkannt werden könnten, nicht den guten Willen oder di« Ent- schlosienheit aufbringt, den Konflikt friedlich zu schlichten, so sei di« Remerung entschlossen, ihre ganze gesetzgeberische und exekutive Ge- malt zur Anwenduna zu bringen. Der Vollzugsausschuß der S o- zialdemokrati scheu Partei lehnt in einem Schreiben an den kommunistischen Vollzugsausschuß ab, den von den Kommu- nisten geforderten General st reik zugunsten der Bergarbeiter zu unterstützen. Die Entscheidung über die geeigneten Mittel des gewerkschaftlichen Kampfes müsie den Gewerkschaften überlasten bleiben._ Da, neue Abkommen im tklnzelbandel, welche» allen Angestellten eine Zulage von etwa 20 Pro,, bringt, ist unierzeichnet. Die neuen Gebaliesätze find im VerbandSbuieau, Belle-Sllliance- Straße 7/10, erbälliich. verband der»emeiad«. und Staateardcitcr. deute e Uhr In den vubi« Eiilen, Neue Nönigstr. 26, Bollversammlung sämtlicher im ttanalbetried be- schäftigtcn Arbeiter. Bllird der t-.e-ische»«ugrstrlltr»»ud ve-mtr». Vrtsvrrm-Iwnq Norden M. Mitgliedervrrfammluug heute IVt Uhr ,Pio» Hageubeck, S£t Mllllcr. und keestraße. Ze-tral-erd-ud der«chuhmacher. Sounadeni»»ormltta,» Uhr»ersamm. Inns der streitenden«ollegeu der Nepar-turdr-uche im Semertschaftshan,. Enselufer 24ß5. veutsike« rra»»portarde>ter»erdaud, Sektion ▼. Souutas»H, Uhr!« «ewerks-t-oftohous. Suaelill-r 24/26, V-rsammIuna oller in d« Sroh-Berliner Metallindustrie besä-iftigten Nollesen und«ollcstnne». t. SeschZft-bericht und Neuwahl der S-ttionoleitung. 2. Au-sprache. 8. v-rschied-ue,. Mt: gliedsausweis itz am Saaleiugaus oorzulege». flus öer Partei. Die Äatsin Zgnaz Aoe-s, de» langjährigen Führer» der deutsche« Tozialdeniolratie. ist in Stullgart. Ww un» von dort gemeldet wird, plötzlich am Herzschlag gestorben. Ihre Bcerdi- gnnq ist am Donnerstag nackmiitag bereit» eriolgi. Die nunmebr Äeistorbene baite unfern alten.Nazi*»m fasi 15 I�bre übellebt. Berantw. für den redatt. Zeit:«enn, Rliih»«erltn-Li-htertelde: für«n- »eiacn: Ih. Slocke, Berlin. Bertas Borwärtd-Berlas D. m. d. s.. Berlin. Druck: Lorwärte-Buchdruckerei u. B--laasooliotl Paul Sinaer u. Co. BcrUn. Lindenslr. 8. tzirrzu> veUage und„Zusend-vormürt,'. Gegen rauhe aufgesprungene Haul CREME M0US0N vollkommenstes Haulpnegemittel Stoffe fürHerren-u Damen-Bekteidunj lnileFil»l(»le,hro8eAlsti' IFtrtiilnetmpU Koch& Seeland>; Gertraudtenstr Qe 20—21. Frisches Fleisch Kalbskamm u. Brust m. 16m Kalbsnierenbraten rrund 18m KalbskCUlC ganzu.geleUl Pfund 18 M Schweineschinken pfuniZZso Schweine- SSS'rüS« w-nd ZZ50 CsCliackiCSlUnd'a.ScfawelncfleU—.-pb."» 95n. Weißkohl...... pf--nä 3in Mohirübcn..... Pfund 2»» Sellerie BroPeKnoIIen Pkmd 3« Mark. Rübchcn pfun» 1« Maronen...... pw»» 6m Kochbirnen..... pw»» 3r» Mandarinen..... p,unädelbiu, Lola Landau, Berta La«t und«imin T. Wcgner mllivli ken weichen. Eilist Loren, von der Ouäleimilfton In Rußland wird Dokumente au« den Hungcrgchielen zur LeUeiang bringen. Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fische keine, OeschSft leblos. Fleisch scbwaoh, Geschäft ruhig. Objt und Gemüse keine, Geschäft still. Am gestrigen Donnerstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Schellfitch 7—6 M. Rotrungen 12—13 M. und Seelachs 10 U das Ffund. Stints 4 M. Grüne Heringe 7-8 M. Bleis In Eis 7,50-10 M. Plölren kosteten 6—6 M. Hechle 13—15 M., lebende Hechte 2t— 24 M. |— Kalbfleisch wurde mit 20—26 M. das Ffund ai geboten. Rindfleisch 1 hat sieh im Preise nicht verändert. Hemmellleisch 16—21 M. und Schweineileitch 23—26 M.— Weifikohl kostete 3-4 M. Wirsingkohl stand 4— 5 M. dos Pfund. Rotkohl 6.50—7 M. Grünkohl 2 M. Blumto- kohl 13—18 M der Kopf. Teltower Rübchen 3—3,50 das Piund. Mohrrüben 2—3 M. Kohlrüben 1.50-2 M.— Edäplel KLO— 10 M. Eübir. en 6—9 M. Apfelsinen ILO— 4 M.— Natu, bulter 50-67 M. Margarine ' wurde bis an 35 W. das Pfund angeboten.— Eier das Stück 5,50 M. ver.erfolgreiche' Hypnotiseur. Bor der Strafkammer des Landgerichts III begann gestern der Strafprozeß wegen Diebstahls und Betruges gegen den Vortrags- redner und Hypnotiseur Leopold MIecrslaw Kitiay au» Galizien und wegen Hehlerei gegen den Kaufmann Isidor Krisch, der infolge des Derkehrsstreike in einem Automobil von Köln zum Termin geeilt ist, den Teppichhändler Alfred Joseph und den Kaufmann Hermann Roth. Wie seinerzeit schon mitgeteill worden, soll Kittay seine ge- deimnisvollen Kräfte, die in ihm wohnen, dazu benutzt haben, Frauen, auf die er einen besonders starken suggestiven Einfluß ausgeübt habe, zu Straftaten anzustiften. Er ist in zwei Fällen angeklagt: in dem einen Fall soll er einen ihm bekannten Herrn durch Betrug geschädigt haben: der Hauptsall bctrifst'jedoch einen großen Schlag, den er mit einer Frau des Kaufmanns V. ausgeführt hoben soll. Er ist von dem Ehemann D., der am Kurfürstendamm ein« luxuriöse Wohnung innehat, ge- beten worden, mit Hilfe de» Hypnotismue sein« Frau von Mor- phinismu» und Schlaflosigkeit zu heilen. In willenlosem Zustand soll Frau V. auf hypnotischen Einfluß des Angeklagten in Ab- Wesenheit ihres verreisten Ehemannes 19 wertvolle Teppiche und viel« kostbare Sachen, Sevr.es- Dosen und anderes verkauft haben. Käufer der Teppiche, die in Ge- genwart der Frau D. verkauft wurden, waren die drei MItan- geklagten, die von dem Angeklagten zu dem Ankauf herange- zogen worden waren. Er hat dafür eine Provision von 10 000 M. erhalten. Der Angeklagte Kittay bestritt entschieden jede Schuld. Er brüstet« sich damit, daß er wohl schon 90 000 Men» schen hypnotisiert habe. Auch die drei Mitangeklagten lehn- ten jede Schuld ab und behaupteten, daß sie vollständig korrekt ge- handelt hätten. Die Teppiche seien durchaus minderwertig gewesen und der dafür gezahlte Preis von 20 000 M durchaus dem Werte entsprechend. Der Staatsanwalt beantragte gegen Kittay IX Jahr«, gegen die Mitangeklagten 9, 9 und 3 Monate Gefängnis. Der Sachver- ständige Geh. Sanitätsrat Dr. Moll hielt durch die Beweisauf» nähme nur für erwiesen, daß Kittay an Frau V. hypnotische Versuche angestellt habe, nicht aber, daß sich Frau V. bei dem Verkauf der Sachen in einem hypnotischen Zustand befunden hat. Diesem Gut- achten schloß sich der Sachverständige Dr. A l l e n d o r f an.— Der Gerichtshof kam zur Freisprechung aller Angeklagten, da er die Frage des Eigentums an den Sachen als nicht genügend geklärt erachtete.__ Sozialiftiilher Stnbentenbuub. Der zum tO. Februar in der Aule de« gtäMilchrn Srpbien-Li'zeuni«. Beinmciflerftr. 16/17, nngeiapl» Vortrag bei(Scnoften Dr. fstuboil Breltlcheih kann an Meiern Tage nicht iiatlsiiiben. Der spätere Termin wird an dieser' Stelle noch bekannt« gegeben werden. Vereisung der Un'erelbe. Die Schiffahrt auf der Unter- elbe ist dura, Ei« fast vollkommen lahmgelegt. Mehrer» Dampier liegen im Eise fest. Ei-brecher und Sihlrpp« dampfer haben die größte Mühe, durch da« Ei« hiiidiirchtlikommcn. — die starke Kälte der letzten ,w«> Tage bat an den Ufern de« Bodensee« starke Ei«bildui>g veruiiacht. Der Unters«« ist in seiner ganzen Au«dch»ung zngeirolen.— In Innsbruck sind infolge der andauernde» Kälte die elektrischen Kranguellen vereis». Neun Todesopfer einer Explosion. Zwischen der Stadt Friedland in Ostpreußen und der Baustelle der ostpreuß'ichen Kiaftweike baire« Kinder einen Sprengkörper gefimde», an dem sie sich zu'chaffen machten, so daß eine Explosion ersoigte. Sieben Kinder wurden durch die umherfliegende» Spreiignücke gerötet, zwei noch ldbend« in« Kianlenbau« gebracht, wo sie inzwiichen ebenfalls ihren Ber- letzungen erlegen sind. 11 Ein Elsenbohnzug unter eine Lawine begraben. Nach einer Depesche der«siocmied Preß au» Tokio ging aus den Babnbos der Station Itolgawa eine gewaltige Lawine nieder, die eine» Pei'onen- zug volliiändig unter ihren Schpeeuiasie» begrub. Di« Kataslrophch hatte 110 Torr und zahlreiche Verletzte zur Folge. ?u?enöveranstaltunyen. heute. Freitag, den 10. Februar: Brlßi Jugendheim Chaussceftrahe. Vortrag:„Wie sollcn wir wandern 7"— SRahledors:'Jugendheim ffiemeinbcschul» Waldcrkecstrahe, Bortrag:...Sari Mari".— Moabit: Jugenthcim t�rmrindeschule Waldenserftr. 21, Vortrag: „Die geschichtliche Entwlalung der Eozialdemokratie und ihre Wlrlung auf den SoziaUsmue".— RcutäUn-Tüd: Jugendheim Zlogatstr. 53, Mitgliederversammlung.— Stiederfilönhaulc»: Jugendheim iüemcindcichulr Blanlenburgcr Etraze, Mitgliederversammlung.— P«te:«bu:ger Viertel! Jugendhelm tbemeindeschule Strabmannstr. 6, Vontag:„Deutsche Sagen".__' Eine seltsame Nacht. Roman in vier Stunden von Laiirids Bruun Doktor Syll aber sagt« in ruhig gebietendem Ton. indem «r sie fest ansah: „Wenn Sie in diesem mondsüchtigen Zustand, in dem Sie sich befinden, zu ihr kommen, ist sowohl für Sie wie für das Kind Erfahr vorhanden, haben Sie mich verstanden?" Letzt setz ihr das Weinen in der> Kehl«: es wurde zu einem Schluchzen, das sich in Tränen Luft machte und ihren Widerstand brach. S!« beugte den Kopf: ihre Anne er- schlafsten, und sie ließ sicb willenlos von Doktor Sylt zum Lesinstuhl führen, den er für sie zurechtstellte.'Liebevoll und tröstend sogte er zu ihr wie man zu einem betrübten Kind spricht: „So. meine Nebe Frau Hjarmer, setzen Sie sich jetzt!— Eine augenblickliche Gefahr ist nicht vorhanden. Aber es gilt beizeiten auf dem Posten zu sein. Darum Hab« ich die Ein- spritzung gemacht." Als er sah, daß der Anfall ganz vorüber war und die Tränen an ibrem gesenkten Antlitz hinabrannen, während die Brust sicb wieder beruhigte, richtete er sich auf und sag!e: „Jetzt muß ich zu Becker Järgensens. Es wurde nach mir geschickt, als ick vorbin zu Hause war. Wenn ich dort fertig bin, komme ich zurück: dann wird es sich zeigen, ob—* "„Ob was?" fragte Hjarmer flüsternd, als der Arzt un- willkürlich innebielt. „0b Ich ohne Grund gefL"»i14 Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 8, Aussprache.— Hcst 2 der„Jung- Arbeitersport. Schwlmnrverela„Barwäit«', Berlin 1897. Sonntag, den 12. Febrnar, Im Stadtbad Bedding, Bereinsschwimmsesl. Die reser- vierten Uebungsabcnde der Abteilung Rorden finden für Manner und Frauen gemeinsam Mittwochs und Donnerstags von 7— 8l4 Uhr abends ebensaü» im Stadtbad Wcdding statt. In der Städtischen Badeanstalt Bärwaldstratze ist eine neue Abteilung eingerichtet, die ihre Uedungsstunde Freitag» von 5T4— 7 Uhr abhält. Aufnahm« neuer Mitglieder und Echwimmschülcr zu scder Uedungs- stunde. Genaue Auskunft Über Vcrcinsübungsabende in den einzelnen Sladt- gegenden«rleilt F. L e s ch. 9B. 57, Bautzener Str. 7. Der Arbeilcrschwimmsport. Das Schwimmen mutz als ein durchaus gesunder Sport bezeichnet werden. Im Cammer tummeln sich die Wasserfreunde Sonntags und Wochentags in den See», Flutzläufen und Familicnbädcrn, um Erholung zu suchen. Aber auch im Winter hat da» Schwimmen grossen gesundheitlichen Bert! es kräftigt die Lnnqe und Nerven, fördert den Stoffwechsel und die Hautatmunz, härtet den Körper ab, so datz er geaen den Witterungswechsel widerstandsfähiger wirb. Im engeren Berlin gibt es 6 Arbeiters chwimmverein«, von denen„Vorwärts" mit 14ö5 Mitgliedern der grötzte ist, dann folgen„Welle" mit t>K.„Norde n" mit 219,„Union" nO 172, „Südost" mit 189 und„Freiheit" mit 114 Mitgliedern. In Charlotten- bürg haben die„Freien Schwimmer" 276, in Köpenick der„A r- b« i t e r. S chzw i m m v e r c i n" Nil, in Neulölln die„Freien S ch w i m- m e r" 670, in Tegel„Delphin 188 Mitglieder. Ausserdem sind noch Ardeiierschwimmvercine in Fricdrich:hagcn, Falkenhaaen-Secgcfeld, Ober- schöneweide. Potsdam, Stransderg, Wannfec. Beisscnsce<288 Mitglieder) und Wildau. Die A-cheiterschwimmoereine betreiben den Schwimmsport planmässig unter Leitung guter Schwimmwarte und erteilen auch Schwimm- aat««richt, wobnrch brfonher« IugendNchen Gelegenheit gegeben ist, diesea schönen Sport in seinen verschiedenen Formen sowie Sprünge zu erlernen. Um der Arbeiierschost Gross>BrrIins Gelegenheit zu geben, sich mit der Tätig- kcit der Ardeiterschwimmvercine näher bckonntzumachcn, finden am lt. Fe» brnar Weibcsäwimme» giösserea Stil» in acht Gross-Verlincr Hallenbädern statt. Hier soll ein besonders gutes Programm geboten werden: kann doch der Arbeiler-Schwimmverband ljetzt sind die Schwimmer dem Arbeiter-Turn- und Sportbund als besonderer 6. Bezirk angeschlossen) auf eine fast llbjährig« Pionierarbeit zurückblicken. Die grossen Werbefeste finden statt in den Schwimmbädern Ech'llingobrllcke, Dderbergcr Strasse, Gen tstraße, Turm» strasse, ferner in Neukölln(Ganghofcr Strasse), Charlottenherg(Krumme Strasse), Spandau und Sieglitz. Die Veranstaltungen beginnen nachmittags 3 Uhr. An die gesamte Arbciterschast wird die Bitte um zahlreicheu Besuch dieser Veranstaltungen gerichtet. Der„Berliner Modell- und Segelslugnercin" veronsialtet am Sonntag, de» 12. Februar, in der Cchulaula Anncnstr. Id eine Ausstcllung. Sie ist geöffnet von 10— 6 Uhr und bietet einen intcrcssanten llebcrblick über die Arbeiten des Vereins. Es wird n. a. das in der Vercinswerkstatt fertiggestellte neue Eä ulgleitslugzeug gezeigt, mit dem die ersten Schulslilgc für di« Mitglieder in den nächsten Tagen begonnen werden. Gleichzeitig werden dort Teile de» im vorigen Rhön-Segelslug-Wettbewerb eifolgreich hervorgegangenen Segelflugzeuges von Winde gezeigt. Neuartige Segel- modclle und Rekordmodelle mit Eummiantricb zeigten die Ar» betten der Modellabteilung. Segcldrachen i'nd Drachen für Wissenschaft l'i che Zwecke, flugtechnisch« Znstrtt- in c n t« und Photographien vervollständigen die Ausstellung. Geschästlicke Mitteilungen. Flafchensplritu» ist laut Inserat in dieser Nummer zum Preis««an 18,50 M. je Liter 95 Raum(Flaschennsand 8 M.) im Kleinhandel jetzt über- all erhältlich. Anzeigen über etwaige Preisliberforderungen stnd an die Reichsmonoxolvcrwaltung für P.anutwcin, Berlin W. 9, Schclliugste. 14/15, zu richten, di« für Abhilfe sorgen wird. Wktlkr bis Tonnabönd Mitlast. Trocken und ssbetwieaenb heiter bei wenig veräii'kiker Tenipeiatur»nd sä wachen jüdö lichc» Winde u ■M.. i.-V• r Im Dienste der Allgemeinheit haben ihr Leben eingesetzt und geoplert die Nothelfer studem Adolf Eckhardt studem Gerhard Richter Bergbaubeflissener Herberl SteiltZe] Treu dem Oedanken der Nothilfe, die dem Wohle der Volksgemeinschaft dient, sind sie, erfüllt ton tiefem Verantwortungsbewußtsein, herbeigeeilt, um mitzuhelfen an der Linderung der durch den Stieik entstandenen Not Die Technische Nothilfe und alle, die den von ihr vertretenen Gedanken unterstützen,«erden den Notbelfem, die ihre Ge- ainnung mit dem Tode besiegelten, ein treue« und immer- Währende« Gedächtnis bewahren. Im'Namen der Nothelferschaft Deutschlands Hauptstelle der Technischen Nothllfe lininmitzReli, Vorstand. Bei dem Eltcubahnanfail am ». Februar d Js auf Bahnhol Moahil fanden den Tod die tschnitchen Nothelfer Adolf Eckhardt Gerbard BIchter Staden« »n Staden: I AuBerdem verunglückte tödlich am 1 7. Februar d. J*. aui Bahnhof Pape- stratze der technische Nothelfer Berdbanbeflissener Herbert Stentzel Die E senf ahndirektlon beklagt schmerzlich das Ableben dieser Männer, die In schwerer Zelt unter aufopferun s voller Hingabe ihre ganze Kraft freiwillig dem ulenste der Efienhahnverwaltung gewidmet und damit zur Lln.erung der durch den Sireik entstandenen Not beigetragen haben Sie wird diesen wackeren und selbllosen Hellern ein dahkbares Andenken bewahren. Oer Präsident 4er Eiseobahndirektion Berlin Wulff Be2lkkST3rt.l8rt dSPD. 5. Str. Friedrichshain 33.«btcilnng. Am Sonntag, den 5.dM.nerschled unler langiährige» Partei. Mitglied, der l Bor- sitz'»»« n. Ientrqiver- dande« d Töpser.Gen kim Drunsel Hehenlahestr. 3. Seit einem Menschen- alter der Partei an- gehörend, verlieren wir in ihmeinen alle- teil lieben». braven Paiteige». ssrnn wer- den wir sein Anden- fen in Ehren halten. DieBeerdigung fin- det Montag, den IZ.d.. nachm. P, Uhr. von der Leichenhall« de» slädfitcheuFriedhojes, Friedrichsielbe, aus stall.— Um rege Be» feiligung bfliet sSIll De« Abt- Verstand. vrtzlrtvaerbnnd verlin Spv. 137. Abteilung Reinickendorf. West. Am Eonnadend en 4. d. M. ve:- staib unser Genasse Barl Bnaype Ehre sein. An denlcv! Die Einäichernng stndel aniSonnabend, den II d.M, millag? 12 Uhr. im Krema- lorium»erichlstrasie statt. 2 2 fi ankasfsslellt Osten Gra.ierWej 80 /arm I aie�nreisc für Kupfer. Messing Biel. Zink etc. Am 6 Februar not* mittag» 9 Uhr ent- schlief nach langem Ichwere» Leiden unser 1 teder Brnder.Schwa- ger und Onkel, der Buchdrucker S17d fzu! ligfM nach ivcden»ollende- :em 62 Lebensjahre. Um ssille, Beileid dilten die trauernden Hiateroliebenea. Die Einäscherung stndel amSonnabeno, o. It. Februar, nach- millag» 5»/, Uhr, im KrematoriumGerichi- Itrass» N<38 statt. Stuttgart 6 Febr>922 Militärstr. 35. «eftern abend uer. ichied ganz uner- warf»! infolge eines Herzschlage, im 64 Lebensjahr unsere inni. stgeliedte gute Mutier. Gross nuUer. Schwiegermutter und Tante Agnes Auer Im Namen der Sinterdliebene» die Töchter Anna Hermann geb. Auer, Emmr Auer. ISvcrthSi littelmann j -- Bankgescbäfl-- Dr. med. H. Schmidt, dperla Insillul, Berlin NW 117. Karhenower Str. 73, am Krlmlualgerlchl. Be lehrende Broschüre vOM• oiskret gegen 2 M. Leiden angeben.• Restehaut I D A(B4'A|nDamen-Manlelstof(.,Tuchen j*V'�ölcA((en|,auti Covercoal», Home- 1 span, Koslümatolie, Kammgarne, Oabar» | dioe, sehr hLli■.— Kleider». Mantel» unu Piatter-Scldeii in vieien Faiben Doc�o in Anzug» und Puletotdoffcn für Herren und Knaben Gelcgenheitskänfe in mo�men Mänteln. 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