Üt. St chZH. Jahrgang Ausgabe A Nr. 41 Bezugspreis: ®icrtrilöt)tl.#ü,— M., monatl. 20,— SÄ. trci ins Saus, voraus jiaiildar, Post- peMg: Monoilich 20,— M, linschl. Zu- stcllungsgrbuhr. Unter Kreuzband tllr Deutstland, Danzig. da» Saar- und Memelpediel, loroie die ehemals beut- ichcn(Sebiete Polens, Oeslerreich- Ungarn und?uxemburg dl,— M,, stir das Übrige Ausland 72.— M. lieft- beiiellungen nehmen an Oesterreich. Ungarn. Tschecho- Slowakei, Däne- mark. Solland. Luxemburg. Schwede» und die Schmeiz, D-a.Vorwärts" mit der Sonntag»- deilage.Volk und Zeit", der Unter» haiwngsbcilage„Hennwelt" und der Beilage.Siedlung und Kleingarten" erscheint wochemüglich zweimal, Sonntag» und Montag, einmal. Telegramm-Adresse: »»oztaldemokra: verlin» Morgen-Ansgabe Verlinev Volksbletkt { 70 Pfennig) Anzeigenpreis, Di» zehngelvalien« Ponvarelllezekl» kostet 9.- M»«leine Anzeigen» da» lettgedruckte Wort S.- M. lzu» lässig zwei lellgedruckte Worte), sede» weitere Wort ILO M Stellengesuch« sind SchlafsteNenanzetgen da» erst« Wort ILO M. sede» weitere Wort l.- M Worte Uber lb Buchstaben zählen fstr zwei Worte ffamilien-An- zeigen siir Abonnenten Keile«,— M. Die Preise oerstehen sich einschließlich Teuerungszuschlag, Anzeigen wr die n S ch st e Nummer mvssen bt» 4>/z Ahr nachmtttag» im Hauotgeschäst, Berlin SW 08,—..den- Nraße 8, abgegeben werde» Geöffnet von 9 Uhr lrUH bis S Uhr nachmittag». �entralorgan der Sozialdcmokratifcben parte! Dcutfcblands Neüaktion und Expedition: 2mdenftr.; • Redaktion Moridplat, 151»5—»7 ,>rrniprrnirr. Motihplan 11755-5, Freitag, den 17. Februar 19ÄÄ Vonvärts-Verlag G.m.b.H.» EW SS, üindenstr. 3 I�e-rtritiri-rfirr• Verlag. Vxvedition und Inseraten. >TeriIlprer»1er. Morittpla» 11755—54 Mehrheit ohne Klarheit! Von Philipp Scheidemann. Der Reichskanzler W i r t h hat eine Mehrheit für das Vertrauensvotum bekommen, aber er hat trotzdem keine sichere Mehrheit für seine Steuerpolitik. Mit anderen Worten: die Situation ist noch genau so ver- worren, wie sie vor der Vertraucnskundgebung gewesen ist. Die Kundgebung hat lediglich gezeigt, daß erstens sich keine Mehrheit im Reichstage gefunden hat. die gewissenlos genug ist. zielklar dem Chaos entgegenzusteuern, und zweitens, daß die Verworrenheit, die im allgemeinen herrscht, besonders auchinderUSP. vorhanden ist. Wie die Deutsche Volks- Partei bald mehr zu den Demokraten, bald mehr zu den Deutschnationalen neigt, so macht die USP. bald gemeinsam« Sache mit der SPD., bald aber liebäugelt sie aus Angst vor künftigen Wahlen mit.den Kommunisten. So spielt die Deutsche Volkspartei auf der rechten die gleiche Nolle wie die USP. auf der Linken. Auf keine dieser beiden Fraktionen ist Verlaß. Aendert sich die Taktik dieser beiden Pendelparteien nicht bald, dann ist an eine vernünftige Steuerpolitik ebenso» wenig zu denken, wie an eine Klärung der politischen Situa- tion überhaupt. Dann aber könnte bis zu einer Reu- wähl des Reichstags nur noch von der Hand in den> Mund regiert oder, um es ganz volkstümlich zu sagen, nur I weiter gewurstelt werden. Das ist angesichts der Geiamtlage! des Reichs ein Zustand, der nicht mehr lange ertragen werden kann. j Als Herr Wirth sich zum ersten Male als Reichskanzler j dem Reichstag vorstellte, habe ich in der Presse die Notwendig- keil betont, daß er vor allen Dingen auch sein klares Steuer- Programm verkünden und feststellen sollte, ob er für sein Pro-> gramm— ehrlicher Versuch der Erfüllung und die dazu et- forderlicben Steuern— eine arbeitswillige und entschlußkräf- tige Mebrhest babe. Hätte er eine solche nicht, dann sollte man! nicht kostbare Zeit ver'treickien lassen, sondern schnellstens dieReuroablen für den Reichstag herbeifüh- über die hinaus wir nicht gehen können, wenn wir in dem Willen, die Entente zu befriedigen, unser Volk nicht vollkom- men der Verelendung entgegenführen wollen. Gerade deshalb, ipeil ich die Dinge so schlimm sehe, habe kch die Annahme der Vertrauenskundgebung für das Kabinett Wirth besonders freudig begrüßt. Denn dieses Kabinett hat sich durch seinen Erfüllungswillen einen Fonds von Vertrauen im Ausland verschafft, der nicht unnütz vertan werden sollte. Wenn dieses Kabineit eines Tages der Entente offen und ehrlich erklären wird, daß wir nicht weiter gehen können, dann wird das einen anderen Eindruck machen, als wenn es etwa eine Regierung Hergt-Helfferich tun würde. Die Situation ist jetzt fo, daß die Regierungsparteien ent- weder Zuwachs von links oder rechts haben müssen, wenn sie überhaupt arbeitsfähig werden sollen. Die Verstärkung durch die Bayerische Volkspartei würde hinreichen, um eine sichere Mehrheit zu schaffen. Diese Partei ist aber, wie die Erklärung ihres Vorsitzenden Leicht vor der Abstimmung über das Ver- trauensvöwm wieder gezeigt hat. derartig von partikula- ristifch-parteiagitawrischen Momenten beherrscht, daß auf ihr« zuverlässige Mitwirkung innerhalb der Mehrheit kaum ge- rechnet werden kann. Die einfachste Lösung wäre natürlich, wenn die verständigeren Männer der USP. in ihrer Fraktion die Mehrheit erlangen und die Fraktion der USP. die Regierungsparteien stärken könnte. Leider ist das BH ebenso zweifelhaft, wie die Tatsache gewiß ist, daß die USP. auf chrem letzten Parteitage sich noch in einer Weise taktisch festgelegt hat, die heutzutage für jede Partei ausgeschlossen sein sollte. Wie weit eine Erweiterung der Koalition durch die Deutsche Volkspartei in Betracht kommen könnte, ist vorläufig nicht abzusehen, nachdem sie erst gegen das Kabinett Wirth ein Mißtrauensvotum beantragt hatte. Alles in allem: Eine vollkommen unklare Situation, aus der wir sobald als möglich heraus müssen. Nachschrift der Redaktion: Wir halten es für sehr nützlich, wenn die Parteigenossen im Lande, wie es durch den Artikel des Gen. Scheidemann geschieht, auf die noch nicht überwundenen Schwierigkeiten und auf die Mög- lichkeit einer Reichstagsauflösung hingewiesen werden. Zu- nächst aber scheint uns durch die Kraftprobe vom 15. Februar der Weg gezeigt, der bei der taktischen Behandlung der Fi- nanzfrage beschritten werden muß. Es muß in aller Ruhe versucht werden, mit derMehrheitvom 15. Februar die Finanzreform unter Dach zu bringen, wobei sachliche Un- terstützung von rechts oder links mit Dank angenommen wer- den kann. Erst wenn dieser Versuch scheiterte, weil sich kein genügend großer Test der bürgerlichen Parteien fände, um den Besitz in einigermaßen gerechter Weise zu den Lasten heranzuziehen, erst dann würde die Situation zu einer Klärung durch Neuwahlen reif sein. die Neuwablen für den Reichstag herbeifüh r e n, um eine sichere Mehrheit zu schaffen. Mein Vorschlag 1 hat damals wenig Gegenliebe gestmden. Inzwischen ist kost- bare, nie zurückzugewinnende Zeit verstrichen und wir stecken beute in der gleichen Unklarheit wie vor etwa 9 oder 10 Mo» paten. Seit den Wablen von 1884 habe ich alle Reichstags- wallen als tätiger Sozialdemokrat mitgemacht. Mein Be- darf an Wohl agitation ist also einigermaßen gedeckt. Wenn ick, damals und heute von Wablen rede, so deshalb, weil ich bisten möchte, einen anderen Weg anzugeben, der zu einer postt!sck>en Klärung führen könnte, falls jemand einen anderen Weg weiß. Gewiß, es ist bisher„gegangen", ohne Neuwahl, aber trag mich nur nicht wie. Wenn der Reichskanzler am 15. Fe- bruar wieder eine erbebliche Mehrheit erzielen konnte, die das Bleiben des Kabinetts ermöglicht hat, so doch nur deshalb— nvm muß das offen aussprechen—, weil die verständigeren Mitglieder der USP. ihrem Fraktionsbeschluß nicht folgten, sich vielmehr der Abstimmung enthalten Haben. Das ist für die Regierungsparteien im Augenblick eine willkommene Hilfe gewesen: wie das Verhalten der in Betracht kommenden USP.- Abgeordneten aber von den starken Männern ihrer Fraktion mo0 dier unerörtert bleiben. /---»5 �e�€n Por �Cn schwersten Entscheidungen in den Stenersragen. Höhere Einnahmen aus Steuern und indirek- ten Angaben in einem geradezu phantastischen Ausmaße wer- den aufdemPapier aebticht. Werden diese höheren Ein- nahmen aber auch in die Reichskasie fließen, werden sie Auch nur annayernd zu erzielen lein angesichts des Rückgangs des Konsums, der gonz unausbleiblich ist? Die Umsatzsteuern be- lasten die arbeitende Bevölkerung in geradezu furchtbarer Weile. Ihr Ertrag ist geschätzt worden auf 24 Milliarden, er wird aber wesenllich höher fein, weil ja die Preise für alle von der Umsatzsteuer betroffenen Konsumartikel und Ver- branchsgegenstände fortgesetzt steigen. Ganz automatisch stei- gen damst naturgemäß die Umsatzsteuern auch. Mit der Preissteigerung im allgemeinen fängt aber die Einschränkung an besonderen Konsumartikeln. die nicht unbedingt zur Er- näbr mg notwendig sind, an. Das im einzelnen näher zu be- gründen, kann ich mir wohl ersparen. Oder doch, um nur ein Beiwiel zu nennen: wer wird sich denn von der arbeitenden Bevölkerung, zu der ich allezeit die Intellektuellen, den gesam- ten Mittelstand, die Beamten und Angestellten gerechnet babe, noch Kaffee kaufen können, wenn das Pfund hundert Mark kostet? Während also die Umsatzsteuer im allgemeinen wahr» scheinlich höhere als die geschätzten Erträge bringen wird, wer- den dw Einnahmen aus anderen Steuern hinter den Bor- anschlügen zurückbleiben. So einfach, wie es häufig dar- gs tellt wird, sind die Verhältnisse auch nicht bei den Besitz- steuern. M. E. sind wir, nachdem eine Mehrheit für die Er- fassung der Sachwerte nicht zustande zu bringen war, drauf und dran, eine Steuerpolitik zu betreiben, die letzten Endes unser Volk in der unerträglichsten Weise belastet, unsere ge- samte Volkswirtschaft zu ruinieren imstande ist, ohne daß wir den Anforderunaen genügen können, die von der Ent-nte an unser Volk gestellt werden. Wir stehen hart an der Grenze. Entftheiö über die �Deutsthen Werke* Wichtige Zugeständnisse. wagen unh Lokomotiven, sowie alle der Fricdenssabri- kakion Ueneaden lieben arbeilen, welche bereit» ausgesührl werden. Alle jetzigen und bereit» genehmigten Fabrikationszwcjg«, sowie diejenigen, welche in der Folge zugelassen werden, müssen inner- halb einer Zone von 12 Hektar vereinigt werden, wie in den Vorschlägen der Direktion vorgesehen wurde, welche dey Interalliierten Kontrollkommission zugegangen sind. Ferner muh die Anlage zur Herstellung von Nitro-Zellulose, deren Aufrechterhaltung provisorisch zugestanden worden ist, unvcr- züglich aus«in« Leistung von SV Tonnen monatlich maximal herabgesetzt werden. Die Festsetzung des mit Rück- ficht auf diese Leistungsfähigkeit zu erhaltenden Restes der Anlage wird an Ort und Stelle seitens der Distriktskommission erfolgen. Der übrige Teil der Anlage muh unverzüglich verschwinden, während der Teil, welcher im Betrieb erhallen bleibt, den bereits erwähnten Bedingungen unterliegt, bevor auch er geschlossen wird. Alle Gebäude und Anlagen, welche auherhalb der 12-Hektar- Zone liegen(einschliehlich der ober- und unterirdischen Kanalisation?- anlagen) sind unverzüglich zu entfernen, mit Ausnahme der für die Beleuchtung und Heizung der Bureaus und Wohnräume erfordcr- lichen Leitungen. Ausnahmsweise dürfen die Gebäude, welche der Repara- tur von Eisenbahnwagen und Lokomotiven dienen, vor- übergehend erhalten bleiben, obwohl sie außerhalb der Zusammen- fassung auf 12 Hektar liegen, und zwar für eine Zeitspanne, welche seitens der Distriktskommission festgesetzt werden wird. Für den Fall, daß die Direktion die Wetterführung der Schmirgelfabrikation In den jetzigen Räumen beantragen sollte, wird die militärische inter- alliierte Kontrollkommission dem kein Hindernis in den Weg legen, allerdings unter der Bedingung, dah sofort mit der Beselli- gung aller in diesem Gebäude endenden Dampfleitungen begonnen wird. Das normalspuriqe Schienennetz, welches das Werk durch- läuft, muh in der Weise verkleinert werden, dah nicht mehr erhalten bleibt, als für den künftigen Umfang des Werkes ange- messen ist. Alle ins Einzelne gehenden Anordnungen, welche die Durchfüh- rung der vorerwähnten Maßnahmen behandeln, werden seitens der Distriktskommissionen gegeben, sie wird auch die einzuhallenden Fristen festsetzen. Die Interalliierte Kontrollkommission würde das vorerwähnte Programm längst angenommen haben, wenn es ihr seitens der Werksdirektion fristgemäh vorgelegt worden wäre. 3. Im Hüttenwerk Spandau gestattet die Interalliiert« Kon- trollkommlssion, daß im Hüttenwerk I neben dem bestehenden Walz- werk ein Ivalzwert zu zwei Gerüsten errichtet wird von solchen Ab- Messungen und einer derartigen Leistungsfähigkeit, wie sie der Fa- brikation von schwachem Flacheisen und schwachen II- und T-ltzro» fiten angemessen sind., Diese Entscheidung entspricht dem seitens der Deutschen Regie- rung eingebrachten Antrage, sowie auch der nachträglich seitens der IMKK. in der Mitteilung Nr. 6657 /A vom 2. September 1921 zur Kenntnis gebrachten Forderung. Die Errichtung des genehmigten Ergänzungswalzwcrkes zu zwei Gerüsten darf indessen erst ausgeführt werden nach der Erfüllung der alten Bestimmungen der militärischen Kontrollkommission, welche das Werk Spandau(ehemalige Geschohfabrik, ehemalige Ge- schvtzqieherei— West und Ost— und ehemalige ArtMeriewertstatt) betreffen. Schließlich häll es die Kommission für zweckmäßig, folgendes zu erwähnen: a) Es ist kein« Aederung eingetreten in bezug auf die Entscheidungen, welche die Zerstörung oder die Zer» st reuung der Maschinen betreffen, welche sowohl für Erfurt als auch für Spandau angeordnet wurden. d) Di« Kontrolle seitens der Distriktskommissionen in bezug auf Lerkäufe oder Neubeschaffung von Maschine«, der Dersfu, 16. Februar. Der Borsitzend: der Interalliierten Mili- tärkontrollkommission, General Rollet, hat unter dem 13. Fe- bruar d. I. nachstehende Note an das Auswärtige Amt gerichtet: In der Note vom 12. 2. 21 Nr.? II 361 hat die Deutsch« Re- gierung ihren Standpunkt in der Frage„Deutsche Werke" ausgeführt. Als Antwort auf diese Note und im Anschluß an den Beschluß der Botschafterkonferenz, welche ihr am 28. 12. 21 folgte, habe ich � die Ehre, Ihnen folgendes mitzuteilen: Nachdem grundsätzlich festgelegt worden ist, daß die U m> st e l l u n g der verbotenen Fabrikationszweige in den Deutschen Werken ausgeführt werden muh, wobei den besonderen Zoiercssen der Arbeiter Rechnung gelragen wird, bittet die Kommission, daß ihr am 15. Mai folgende Unterlagen überreicht werden: a) das zukünftige Fabrikationsprogramm für ! die Werke Erfurt, Spandau-Haselhorst und Wolf- 'gang(Hanau) mit Angabe der für die Durchführung erforderlichen Abschnitte, b) einen Uebersichtsplan, aus dem die Nutzbarmachung der für ' jeden der zukünftigen Fabrikationszweige in Betracht kommenden Werkstätten und Maschinen ersichtlich ist. I Die Ausführungsbestimmungcn für die Zerstörung oder Außer» betriebssetzung von Maschinen und Gebäuden oder Einrichtungen, welche noch für die heute verbotenen Fabrikationszweige benutzt werden.. werden in der Folge von den zuständigen Distriktskommissio- nen festgesetzt. j Die Fabrikallonszwelge, welche katsächlich im taufen sind, welche aber endgültig verboten wurden, können provisorisch weiter betrieben werden, wohlverstanden unter den Verhältnissen, unter i denen sie sich jetzt abwickeln. Welter darf das Ausziehen neuer Fabrikationszweige der Durchführung der Umstellungen nur in dem Ausmaß folgen. wie es der Fortschritt der an Gebäuden und Anlagen vorzunehmen- den Arbeiten gestattet. Die Umstellungen müssen beendet sein, sobald die Kontrolle der alliierten Rlächte aufhört essektiv zu sein. Die votstehenden Anweisungen beziehen sich nicht auf die Ausführung von Entscheidungen, welche seitens der Kommission schon vorher getrosten worden sind, und welche sich auf Fabri- kationszweige beziehen, welche nicht durch die Entschließung der Botschaftcrtonferenz vom 28. 12. 21 revidiert wurden, d. h.: Zerstörung oder Umänderung von Gebäuden oder Anlagen. Unbrauchbarmachung, Zerstreuung oder Umwand- lung von Einrichtungen(Maschinen, Apparate, Lehren usw.). Beschränkubg der Maschinenzahl auf die unbedingt notwendige Menge unter Zugrundelegung des Belegschafts- bestandfs eines Werkes vom 10. Januar 1920 oder entgegen- kommenderwcise. um jede Entlassung zu vermei- den. unter Zugrundelegung des augenblicklichen velegschafis- stand«. Folgende Richtlinien werden für jedes der in Betracht kommen- den Werke aufgestellt: 1. In den Werken Erfurt und Spandau-Haselhorst darf die Herstellung von Schußwaffen, Jagd- und Sport- munition nicht weiter geführt werden. Die werke dürfen jedoch provisorisch diese Fabrikation unter den zuvor aufgeführten allgemeine« vedlngungea weiterführen. 2. Im Werk W o l f g a n g wird die Herstellung von Nitro- Zellulose verboten. Die Genehmigung, die Fabrikation fortzuführen, wird nur provisorisch und unter gleichen Bor- behalten erteilt. EndgüMg wird geuehmlgt: Die Herstellung von Kollodfum für Filmzwicke und zur Fertigung von künstlichem Leder, die Herstellung von jSchmirgelpapier, die Reparatur von Eiseobahn» Transport« von Werk zu Werk gemäß de« bestehenden Nicht» Urnen bleibt netter aufrechterhalten. c) Die Herbeiführung einer vorhergehenden Genehm i- a u n g der Kontrollkommission für jeden Verkauf, jede Plotzver- önderung oder jede Umwandlung von Material der Deutschen Werke, einschließlich der Rohmaterialien, bleibt aufrechterhalten. -t) Dje Fristverlängerung, welche im Schreiben vom 12. November für die Zerstreuung von Maschinen der Werke Span» dau und Haseihorst erbeten wurde, wird zugestanden. Der Termin ist auf den 1. März verschoben worden. Genehmigen Sie bitte, Herr Direktor, die Versicherung meine? vorzüglichsten Hochachtung. gez. L. Rollet. « Ucber die Entscheidung der Botschasterkonferenz bezüglich der„Deutschen Werke" sind bereits seit Wochen die verschie- densten Versionen in Umlauf gesetzt worden, die zum Teil einander widersprachen. Nun wird das Rätsel endgültig ge- löst durch die Bekanntgabe der Note Nollets, und damit wer- den Zchntausende von deutschen Arbeitern endlich Gewißheit über ihr und ihrer Arbeitsstätte Schicksal erhalten. Ohne auf die Einzelheiten dieses Schriftstückes einzugehen, was nur unmittelbar Beteiligte und Fachmänner zu hm in der Sage sind, so können wir doch mit Genugtuung feststellen, daß die Note eine ganze Anzahl er hedlicher Zugestand» nisse enthält und daß damit Millionenwerte, die nach den ursprünglichen Anordnungen der interalliierten militärischen Kontrollkommission einer sinnlosen Zerstörung preisgegeben waren, gerettet worden sind. Grundsätzlich werden zwar viele der bereits angeordneten Maßnahmen aufrechter- halten, aber in den meisten Fällen— und darauf kommt»s doch vor allem an— ist die provisorische Aufrechterhaltung des statu» quo genehmigt. Besonders angenehm berührt uns der mehrfach wieder- kehrende Hinweis Nollets auf die notwendige Berücksichtigung der Interessen der Arbeiter, vor allem der Wunsch nach möglichster Vermeidung der Entstehung von Arbeits- losigkeit als Folge der Ausführung gewisser Anordnungen. Aus dem ganzen Inhalt und besonders aus diesen Stellen der Note geht übrigens hervor, auf wessen Einfluß die Revision der ursprunglichen Zerstörungsbefehle in erster Linie zurückzuführen ist: es war die deutsche sozio- l i st i s ch e Arbeiterschaft, die im vergangenen Herbst ihre Stimme machtvoll erhob, um die Aufmerksamkeit der Welt auf die sich vorbereitenden ungerechten und sinnlosen Schläge zu lenken, die ihr drohten. Die deutschen freien Gewerkschaften boten ihren ganzen Einfluß auf, um das nahende Unheil abzuwenden. Sie waren es, die auf Anregung des Genossen W i s s e l l die Gelegenheit der Genfer Tagung des Internationalen Arbeitsamtes auszu- nützen oerstanden, um jene Besichtigungsreise durch Deutschland zu veranstalten, über die wir Im November aus» führlich berichtet haben. Damals haben sich sämtliche Teil- nehmer, die bürgerlichen Delegierten und Journalisten ebenso wie die Arbeitewertreter energisch in ihren jeweiligen Heimat» lämdern für die Rückgängigmachung der bereits angeordneten Maßregeln eingesetzt. Ihnen allen gebührt der warme Dank der deutschen Arbeiterklasse, und zwar nicht nur der unmittelbar Betroffenen, denen das gl>- Schicksal der Erwerbslosigkeit in naher Zukunft drohte. Wir gedenken da- bei insbesondere der tatkräftigen Hilfe, die unsere französischen Genossen Jouhaux, Laurent, Thomas und G r u m- dach der Sachs der„Deutschen Werke" in den Organen der französischen Arbeiterklasse, im Pariser„Peuple" und im „Populairel haben zuteil werden lassen. Indessen muß hinzugefügt werden, daß der C r f o l g, den Deutschland erzielt hat. nur errungen werden konnte, weil die deutsche Arbeiterklasse selbst den französischen Militärs das Vertrauen abzuringen wußte, daß ihr geheime Revanche- zwecks fernliegen und daß sie sich auch nicht zu solchen Zwecken nsißbrauchen lassen würde. Es gilt nun, sich dieses Vertrauens würdig zu zeigen, damit auch in anderen, vielleicht sogar wichtigeren Fragen, die das Schicksal ganz Deutsch- lands berühren, der bereits erzielte Erfolg ausgebaut werden könne. Oos Germanenferum. Sitzungslokal des Germanen-Ordens zum Pferdekopf. Der Vorsitzende, etwa zwanzig hellblond« Mönnlein und Weiblein. Der Vorsitzende:„Drüber und Schwestern in Teut! Ich habe einige betrübende Mitteilungen zu machen. Das Mitglied Brünhilds Müller III mußte vom Vorstand ausgeschlossen werden, weil sich ihr Blondhaar und ihr Walkürenbusen als künstliches Mach. wert erwiesen haben." Stimmeaus dem Hintergrund:„Woher weißt du?" Der Vorsitzende:„Das gehört durchaus nicht zur Sache. —(Mehrfaches„Ahal") Ich bitte um Ruhe! Ferner hat sich der Wirt des Lokals beschwert, daß beim letzten Iulschmaus drei Mit» glieder die Zahlung verweigert haben." S t i m me n:„Der Broten war liottehü?" Der Vorsitzende(erregt):„Wißt ihr nicht, daß das Der» zehren von Pferdesleisch«ine uralt germanische Sitte ist? Zu ihrer Wiederbelebung werde ich von jptzt ob besondere Pferdefleischabende einführen." W e i hl i ch e S t i m m e:.Herr Iesusl" Der Vorsitzende:„Fräulein Irmintrud, wegen Anrufung des internationalen pazifistischen Juden Jesus nehme ich Sie in eine Ordnungsstrafe von.? Mark." Irmintrud(schluchzend):„Ich Hab« mein Portmon.... meine Geldbörse vergessen." Der Vorsitzende: Drüber in Teut! Ich komme setzt zu einem besonders traurloen Fall(Aufsehen). Ich meine den Fall Erich Lindström. Das Mitglied Erich Lindström ist unter der Vor- oussetzung rein arischer Abstammung in unseren Orden aufgenom» men worden. Nun stellt sich heraus, daß Lindströms Urgroßvater in der Kuukellinie der Setdenhändler Abraham Weyland in Stet- ti« war." (Große Bewegung.) Der Vorsitzende fortfahrend):„Durch Gutachten des Optikers Huhnke ist ferner festgestellt, daß Erich Lindström die blaue Brille, hinter der er seine— offenbar jüdisch geschnittenen— Auaen. verbirgt, gar nicht braucht.(Hört, hört! Tumult.) Wir müssen unter allen Umständen ein Mittel finden, uns in Zukunft gegen derartige Irreführungen zu schützen. Stimme:„Ist schon gesunden!"•?.* f Der Vorsitzende:„Wieso?" Der Unbekannte(tritt vor und zeigt eine Flasche): Brüder in Teut, hier ist das Mittel: das von mir erfundene„G« r m a n e n- ferum" lGroße Bewegung)." Der Vorsitzende:„Wir bitten um nähere Erklärung." Der Unbekannte:„Brüder in Teut! Es ist bekannt, daß schon heute die Naturwissenschaft zur Fessstellung der Artenver- wandtschast die Serumprobe anwendet. Impft man z.B. einem Rinde das Dlusscrum des Pferdes ein, so stirbt das Rind mit allen Symptomen der Blutvergiftung. Eip Maulesel dagegen verträgt das Serum des Pferdes ohne Störung seines Wo'» Durch Wofffs Bureau wird heute noch einmal der Inhalt der neuen von Gröner im Reichstag verlesenen Verfügungen oerbreitet, die wir der Klarheit halber wiedergeben: ■ Nach den Richtlinien dürfen nur solche Beamte aus Anlaß des Streiks entlassen werden, die Urheber des Streiks waren, Sabotage oder gewaltsame Eingriffe verübt oder an« der« Beamte durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt in der Er- füllung ihrer Dienstpflicht behindert haben., Gegen unkündbare Beamte, die solcher Handlungen be- schuldigt sind, ist im Wege des förmlichen Disziplinarverfahrens vor- zugehen. Mit der Einleitung dieses Verfahrens werden die in Frage kommenden Beamten vom Dienst enthoben. Stellt sich bei der Unter- fuchung heraus, daß der oben erwähnte Tatbestand nicht zutrisst, so wird das Verfahren eingestellt. Bei kündbaren Beamten tritt an die Stelle der Einleitung des Disziplinarverfahrens die sofortige Entlastung. Stellt sich die Entlastung als nach den Grundsätzen nicht gerechtfertigt heraus, so wird sie durch die Stelle, die sie ausge- sprechen hat. zurückgenommen. Gegen Beamte, die durch Wort oder Tat zum Ausbruch oder zur Fortsetzung des Streiks aufgefordert haben und gegen solche Beamte, von denen infolge ihrer Stellung ein besonderes Verant- wortlichkeitsgefühl Erwartet werden müßte, werden Ordnungsstrafen, und zwar Warnungen oder Verweis« verhängt. Geld- strafen nur in besonderen Fällen. Keinerlei disziplinarische Maßnahmen sollen ergrisfen werden gegen die sogenannten Mitläufer beim Streik; sie verlleren jedoch, wie alle am Streik Beteiligten, selbstverständlich die auf die Srrcntage entfallenden Einkomnrensbezüge. Mit besonderer Strenge soll gegen Bedienstete vorgegangen wer» den, die etwa Beamte wegen ihrer Pflichterfüllung ange- griffen haben. Bekanntlich hat bereit« vor dem Streik der Reichsverkehr»- minister die Beurlaubungen von Beamten zur Reichsgswerk- kchaft zurückgenommen. Gegen diejenigen von diesen Lea in. ten, die der Aufforderung zum Dienstantritt keine Folge geleistet haben, wird in allen Fällen das förmliche Disziplinarve r- fahren eingeleitet. Durch besondere Anordnungen ist Vorsorge getroffen, daß die eingeleiteten Verfahren mit möglichster Schnelligkeit durchgeführt werden. Alle Beschwerderechte sind selbstverständlich den Beamten gewahrt. Ein internationaler Kulturfortfihritt. Erdbrbenforscher, seiner Meinung dahin Ausdruck, daß'der cherd der Erschütterungen entweder südwestlich van Venezuela oder etwa 1100 Kilometer nördlich vön San Franziska zu suchen sei. Nach seiwer Meinung handelt es sich dabei um eine Fortsetzung der im Dezember und Januar berbachteten Erscheinungen, die aus dieselbe Störung»- quelle zurückzuführen sind. Diese mitersecischen Zuckungen wirken wie ein Sicherheitsventil, da sie den angefmnmelten Energiemengen einen harmlosen Auswea schaffen, während sie aus dem Lande unfehlbar zu einer schweren Katastrophe hätten führen müssen. Die Uulertuvneiuug des Suezkanals. Während des Krieges hatten die Engländer von Kantara eine Eisenbahn durch die Wüste nach Palästina gebaut, die auf einer Hängebrücke über den Suez- tanal führte. Die Eisenbahn soll, wie w der.Umschau" mitgeteilt wird, Erhalten bleiben und mst den ägyptischen Linien verbunden werdew Um aber eine Störung des jetzt wieder sehr stark geworde- nen Kanalverkehrs zu vermeiden, wird der Suezkanal untertunnelt und die Dahn unter dem Kanal durchgeführt. Zusammenschluß aller Mzfteunde. Pilzfreunde, die zur Förderung des eigenen Wissens und zur Förderuna volkstümlicher Pilz- künde und der praktischen Pilzverwertunq sich an regelmäßigem Forschungs- und Erfahrungsaustausch beteiligen oder in ihrer Geqend an der Gründung lokaler Vereine für Pilzkunde, an der Abhaltung von Pilz-Ausstellungen und anderen Veranstaltungen mitwirken wollen, um in unserer Notzeit zur besieren Ausnutzung der in den Wäldern wild wachsenden Nahrungsmittel zu helfen, werden gebeten, sich zu hcm Zwecke mit der Gesellschaft für Pilzkunde(früher Pilz- und Kräuterzentrale) in Heilbronn a. N., einer geminnütziqen For- schungs- und Arbeitsgemeinschaft von Pilzforschcrn und Pilzfreunden, m Verbindung zu setzen. Besonders sino auch naturwissenschaftliche Vereine sowie Leiter von Volkshochschulkursen gebeten, sich der For- derung der volkstümlichen Pilzkunde anzunehmen. Marcoui schwer erkrankt. Wie her Teltmion au? London g«. meldet wird, Hot Rareoni am Mittwoch einen Schlagansall erlitten. Sei» Zustand gibt zu schweren Besürchimrgen Anlag. Unfall etneS Verliner SilagerS. Der KammerlSitger Reifinger vom Deuiichen LpeinhauS in Ckiailoileiiburq. der am M'ttwoch abend im Dresdner Obern haute in der.Walküre� als Gatt den Wolan ge- fungen hatte,»ürzte nach Schluh der Vorstellung infolge«ineS Fehltritts »nd zog sich eine» Bruch d:S rechten Oberschenkels und eine Verletzung an den Augen zu. «üiiftlerbilfe für die Hungernden in Rnftland. Geschlossene Be- triebe oder Oiganifationen erhallen bei dem von der Äünstlerliilse am Diei�SIag. den 2t. d. M.. abrndS 7'/, Uhr. Im Leetbovet saal veranstaltelen kldend.Da» neue Ruhland, seine ilultinmbe t und seine Richtungen' aus sämtlichen Plätzen 25 Proz. Pretsermätzigung. da der Abend ivezicll sür die arbeitende Bevölkerung ariaugiert ii». Qflnmtbcltellnngen find bis ipSlestcnS Sonnabend an die Künillci Hilfe iür Rutzland, Silbelm- firatzc 37/38(Telephon: Nollendorf 480l— 03) zu richten und dort biS Mon- tag mitlag gegen Zadlung de» Betrage» abzuholen.?<6te Mtiwlrkima dtiben»ugelagt: r'lrlur Holit'ch-r. der über(eint Rutzlandreise berichten wir d, Wilhelm Dielcrle und Elena Polewitzlasa.— Einzeltarten zum Preis» von 5 M. biS 20 M. bei Bote u. Bock. Ä. Werlbeim, Buchhandlung Vorwärt». Buchhandlung Freiheit, Buchhandlung lladyichnikoij,.Aole Fahne", Sowitee ArbeiterhUfe und an der Abendlajfe erhältlich. l sei? Im Reichstag wurde gestern das Gesetz betr. die Aufhebung s der Bekanntmachung des Bundesrats über die Errichtung von Be- triebsverbänden in der Binnenschiffahrt an den Ausschuß zurückver- wiesen. Es folgt die erste Lesung des deutsch-fchweizerischm Schieds- gerichls- und Dergleichsvertroges. Nach diesem Vertrage verpflichten sich Deutschland und die Schweiz, alle Streitigtetten irgendwelcher Art, die zwischen ihnen entstehen und nicht in angsmesiener Frist auf diplomatischem(Wege geschlichtet werden können, emweder einem Schiedsgericht oder Dergleichsverfahrcu zu unterwerfen. fiußsnminzster Dr. Rathenau: Gern hätte ich an diesem ersten Tage die Gelegonheft benutzt, mich über die Richtung unserer Außenpolitik zu äußern. Hierfür ist der Zeitpunkt jedoch noch nicht gekommen. Der Vertrag, den ich Ihnen heute unterbreite, erscheint mir als«in gutes Vorbild für eine friedliche deutsche Zukunft. Der Vertrag wird geschlossen mit einem unserer Nachbarstaaten, mft der Schweiz, mit der uns jahrhundertelange Gemeinschaft der Kultur und enge Handelsbeziehungen ver- binden. Es ist dies ein Vertrag des ausgleichenden Rechtes, eine neue Stellungnahme Deutschlands zum Gedanken der Schiedsge- richte. Es ist bekannt, daß die alte Stellung Deutsch- l a n d s zu den Schiedsgerichten, wie sie im Haag zutage trat, wenig positiv war.(Sehr richtig! und Heiterkeit links.) Kaum ein zwischen Völkern abgeschlossener Vertrag sieht eine so voll- kommene und umfassende �Regelung der Streitigkeiten vor, wie der vorliegende Vertrag. Für die Möglichkeit des Rechtsstreites ist ein Schiedsgericht vorgesehen, das endgültig entscheidet. Für poli.1 tische Konflikte haben Schiedeinstanzen einzutreten, die zwar nicht endgültig entscheiden, die aber doch Borarbeft leisten und tn allen wichtigeren Fällen hoffentlich endgültig entscheidend wirken. Der Geist und die Fassung des vorliegenden Vortrages finden sicher den Beifall des hohen Hauses. Wir hoffen, daß sich diesem Vertrag weitere Schiedsgerichisverlräge mit anderen Staaken anschließen werden. Solange es in der Welt nicht eine einzige Instanz gibt, die sagen kann:.Kommt zu mir, bei mir findet ihr die absolute, höchste, durch keine äußeren Einflüsse gestörte Gerechtig- keit"— solange es keine Instanz gibt, die sagen kann:.Kommt zu mir, vor mein Tribunal, hier wird jede Sorge eines Landes �und jedes berechtigte Bedürfnis feine gerechte Beurteilung finden"— solange es eine solche Instanz nicht gibt, worden Schiedsverträge die Rechtsordnung der Welt sichern. Das Recht ist die Vorbedingung kür alle Arbeit. Alle Arbeit beruht auf Rech!, und somit ist das Recht auch Vorbedingung für jeglichen Wiederaufbau in Europa. Ich empfehle Ihnen den vorliegenden Vertrag als ein Instrument, das In eine friedliche Zukunft hinweist.(Beifall.) Abg. Dr. Schücking(Dem.): Als Borsitzender der deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Union habe ich den Auftrag, der Freude Ausdruck zu geben, die uns beim Abschluß dieses Vertrages erfüllt. Die Interparlamentarische Union hat von Anfang an für die Schiedsgerichtsbarkeft in der ganzen Welt gearbeitet. Seit dem Zerfall des mittelalterlichen Reiches hatte Deutschland die schlechteste innerpolitische Organisation. Die Folge war, daß fremde Heere immer wieder in Deutschland standen. Wilhelm II. wollte nicht» von einer internationalen Organisation Europas wissen. Cr stützte sich nur auf den Machtgedanken. Im Jahr 1907 hat das Deutsche Reich nicht weniger als 17 Schiedsgerichtsverträge abgelehnt. Wir müssen den Kampf des Rechtes gegen die Gewalt führen. Wir be- grüßen den neuen Weg, der mft dem Vertrag eingeschlagen wurde. Der Vertrag gibt auch, Schllchluugsmöglichkelleu für pofl tischen Skreit. Das Gericht kann auch solchen Streit entscheiden. Der Vergleichs« rat. der für solche Falle vorgesehen ist. gibt em Gutachten ab. Wollen die Staaten dieses nicht annehmen, dann bleibt nur der Weg der Gewali. Dieser Vertrag wird mft der Schweiz geschlossen, der gegenüber wir die Pflicht der Dankbarkeft für wahre Neutralität irnb warme Fürsorge für unsere Kriegsgefangenen empfindeo.(Bei- fall.) Das Völkerrecht muß an unsere» Universitäten mehr Raum bekommen. Di« gan e K ri e gs b ros ch ü r e nlite ra t u r deutscher Professoren sollte man verbrennen. Aber diese deutschen Professoren lernen ja nicht um. Im Gegenteil. An drei Fakultäten sind Männer, well sie Pazisisien sind, nicht zugelassen worden.(Lebhaftes Hört, hörtl links.) Das gilt zum Beispiel von einem Völkerrechtslehrer und von einem Lehrer der romanischen Sprachen. Lloyd George irrt, wenn er glaubt. wir wollten unsere äugend für den Reoauchekrieg erziehen. (Sehr richtig! links.) Wir erziehen die Jugend im Rechtsgedanten. Erst nach dem Frieden von Versailles beginnt der Frieden. Die Welt hat doch etwas gelernt aus dem Unglück. Ich erinnere an die Konferenz von Washington. Dort wurde die Abrüstung großer Morbmaschinen beschlossen. Ferner ist ein allgemeiner Schiedsgerichts hos jüngst zustande gekommen. Die Soli- darilät der Völker macht Fonjchrftte.(Rufe rechts: Obersch'efien!) Erinnern Sie ssch an Napoleon.(Ruf rechts: Ein Militarist!) Ja« wohl, ein Milftarist. aber am Ende seines Lebens gestand er. daß auf die Dauer der Gedanke stärker Ist als das Schwert. Wir wollen den Vertrag treulich halten.(Lebhafter Beifall links.) Abg. Dr. Lraun-Araukeu(Soz.): Im Hinblick auf die ausgezeichneten Worte des Vorredners will ich mich kurz fassen. Wir hosten, daß der vorliegende Vertrag d-e einmütige Zustimmung des Reichstages finden wird. Bei diesem Vertrag spielt kein Druck des Siegers mit. Freie Verein. barung, nicht Zwang! Dazu eine Vereinbarung mft einem Land, das schon den Weg der Völkerversöhnung und Völkerverständigung beschrftten hat, als ringsum in Europa die anderen Staaten noch in der Finsternis des Despotismus und Mllftarismus logen. Vor» bildlich war das Schweizer Staatswesen; denn in ihm waren ver- schiedene Nationen und Sprachen zusammen vereint zu friedlicher Arbeit.— Wir haben den festen Glauben an eine höhere Form des Zusammenlebens der Völker. Bedeutsam ist, dag zur selben Zeit, da dieser Vertrag geschaffen wird, auch ein allgemeiner SchUdsgerichkshof entstanden ist. Wir begrüßen, daß dieser Vertrag eine Abkehr bringt von jenem Geist, der von einer friedlichen Lösung der Völker- streiügkeiten nichts wissen will. Diese Schiedsverträge sind bedeut- same Dokumente jenes unaufhaltsam forffchreitenden Geistes, der gegen den Krieg ist und die Ausgleichung oller Differenzen ohne Gewalt herbeiführen will. Menschenafter sind oergangen, seitdem die sozialistische Bewegung zum erstenmal für diesen neuen Geist ihre Stimme erhoben hat. Schon im Jahre 18kö schrieb der„Sozialdemokrat", daß die Solidarftät der Völker marschieren werde. Und in dem Erfurter Programm der Sozialdemo. kratie wurde betont, daß die Sozialisten den Gedanken des Schieds- aerichts proklamieren und propagieren und im neuen G ö r l i tz er Programm der Sozialdemokratie wird für den Völkerbund, für den großen, wahren Völkerbund geworben und gekämpft. Mit Stolz bekennt sich die Sozialdemokratie zu dem Geist jenes Mannes. der sich schon vor mehr als einem Jahrhundert zu dem Gedanken des Schiedsgerichts und der Völlerversöhuung bekannte. Im- manuel Kant sprach das stolze und kühne Wort vom„ewigen Frieden". Im Bunde mit diesem großen Deutschen begrüßt die Sozialdemokratie den vorliegenden deutschschweizerischen Schiede- gencfitsvertrag.(Lebhafter Beisoll bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr.' Kahl(Dt. Dp.): Weine Freunde und Ich begrüßen den vorliegenden Vertrag. Ich will nicht auf die weft ausgreifende Rede des Abg. Schücking näher eingehen. di-> an manche» Stellen zum Widerspruch herausfordert. Was soll der Hinweis auf die preußische Geschichte, in der der Mochtgedante über dem Rechtsgedauken stehen soll? War es nicht Moftke, der erklärte, daß Abg. Schreiber(Z.): Wir betrachten den Vertrag als eine« großen Gewinn für Deutschland. Wir sind in dieser Anschauung einig mit dem verstorbenen Papst Benedikt XV. Wir glauben an den Sieg dieser Idee zum Segen der Menschheit Abg. Vreitscheid(U.Soz.): Wir sind sür den Vertrag, well er das Verhällnis Deutschlands zu einem anderen Staat auf den Boden des Rechts stellt. Wir begrüßen die Abkehr von der Politik, die Deutschland auf der Haoger Konferenz getrieben hat. Notwendig ist, haß der Geist derer, die durch den Vertrag gebunden sind, ein Stück des neuen Geistes ist. Sollte Deutschland mit dem Gedanken der Schiedsgerichte und Schiedsverträge an der Spitze marschieren, so begrüßen wir das. Nach weiteren Ausführungen des Abg. Fröhlich(Komm.) schließt die Aussprache. Der Vertrag wird in zweiter und dritter Lesung einstimmig angenommen. Der österreichisch-deutsche Vertrag in Angelegenheiten der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen wird in allen drei Lesungen angenommen. Es folgt die Abstimmung über öas Reichsmietengesetz. Der Antrag Stresemann(Dt. Vp.), den Absatz 3 des 8 1(Nachprüfung der Mietzinse durch das Mieteinigungeamt aus Verlangen der Gemeindebehörden) zu streiche», wtrd mft 159 Stimmen der Linken gegen 123 Stimmen der Rechten abgelehnt. Auf Antrag der sozialdemokratischen Fraktion wird der Wsatz 4 des§ 1, den der Ausschuß gestrichen hatte, wieder hergestellt. Das Mi ekeln lgnngsami soll also in Zukunft auch von Amts wegen eingreiseu können.—§ 1 wird nun in dieser Fassung angenommen. Angenommen werden ferner'Anträge Müller-Frankc» (Soz.). Marx(Z.), Frau Dr. Säumer(Dem.), Ledebour(U. Soz.), wonach zur Schaffung von Mitteln sür große Instand» setzungsarbeiten von den Mietern ein weiterer Zu« schlag in einem Hundertsatz der Grundmiete zu zahlen ist, den die oberste Landesbehörde festsetzt. Dieser Zuschlag muß nom Ver» mieter aus ein Ha u s k o n t o eingezahft werden. Will der Ver» mieter über das Hauskonto verfügen, so bedarf er der Zu st im- mu n a der Mieter. Wird die Zustimmung verweigert, so kann sie auf Antrag des Vermieters durch eine von der obersten Landes- behörde zu bestimmende Stelle ersetzt werden. Die gleiche Behörde kann anordnen, daß die Mieter den Zuschlag nicht an den Vermieter, sondern unmittelbar auf das Hauskonto einzuzahlen haben. Ferner kann die oberste Landesbehördc anordnen, daß der Vermieter für nicht vermietete Räume sowie für Räume, für die nicht die gefetz, liche Miete zu zahlen ist, den entsprechenden Betrag auf dos Haus» konto einzuzahlen hat. Gemeinden und Gemeinde ver- bände können mit Zustimmung der obersten Landcsbehvrde einen Ausgleichsfonds einrichten, aus welchem für große Instand- setzungsarbeiten, die mit den Zuschlägen nicht gedeckt werden können. an wirtschaftlich' Schwache Beihilfen gewährt werden. Angenommen wird auch 5 8 in der Form, daß die Ge» meindebehörde berechtigt ist, die Arbeitselb st vor- nehmen zu lassen, wenn der Vermieter trotz Aufforderung eine notwendige Instandfetzungsarbeit nicht ausführt. Abg. Dr. Sülz(Dem.) beantragt die Streichung des 8 16, der von der Mieterveriretuna handelt. Abg. Silberfchmidl(Scz.) erklärt gegenüber dem Abg. Külz (Dem.!, dem Abg. Gutknecht(Dnat.) und dem Wg. Beythien (Dt. Vp.), die gleichfalls für die Streichung des 8 16 eintreten, es gehe beute nicht mehr, daß der Hausherr nur hituere. Werde der alle Absolutismus der Hauswirte wieder eingeführt, dann könne man etwas erleben und Sie(nach rechts) werden dann recht wsnig «ftzückt sein.(Unruhe rechts. Zuruf; Cr droht!) Der Antrag Külz wird im Hammelsprung mft 131 gegen 122 Stimmen abgelehnt. Die Mlekersectrekung bleibt also bestehen. In 8 22 wird die Geldstrafe, die Vermietern im Falle falscher Angaben auferlegt wird, von Zehntaufend Mark auf Hundert, , tausend Mark erhöht. Das Gesetz tritt am 1. Juli 1922 in Kruft- I Damit ist die zweite Lesung des Reichsmietengesetzes erledigt; die dritte erfolgt wahrscheinlich am Dienstag. Außerhalb der Tages» ordnung erbält das Wort zu einer Erklärung ! Abg. Ditkmann(U.Soz.): Nach zuverlässigen Informationen ist die vom Reichsverkehrsminister erwähnte Verfügung, wonach die Kündigungen aus Anlaß des Streiks nachgeprüft und ae. mildert werden sollen, bis heute mittag um 12 Uhr noch nicht erschienen. lHört! hört! links.) Staatssekretär Siieler: Der Derkehrsminister hat diesen Erlaß gestern mittag 12 Uhr, also che er vor diesem Hause zu sprechen hatte, gezeichnet und hat ihn noch gestern abend an die Direktionen erlassen.(Lebhaftes Hört! hört! rechts.) Das Haus vertagt sich auf Freitag 2 Uhr: Anfragen, Abgab« zur Förderung des Wohnungsbaues.— Schluß gegen 7 Uhr. auch ein flegreicher Krieg ein uaiionale» Unglück Gerters Enöe. Vraonschweist, 16. Februar.(ATV.) Noch einer Meldung der hiesigen„Freiheit" wut de Sepp Letter gestern von einer vo» mehr als 2500 Parteimitglieder« besuchten Versammlung der UTPD- einstimmig ausgeschlossen._ handelt wie hSlz!� Aufforderung zum„Bürgerkrieg"--- S Woche» Gefängnis. Wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Gesetze und Aufforderung zu Gewalttätigkeiten standen am Donnerstag der Invalide Arthur Horn, der aus Ge- fälligkeit eine Zeitlang die„Kommunistische Arbeiterzeitung" verant- wörtlich gezeichnet hat. ferner der Techniker Richard Braunwasd und der Werkzeugmacher Arthur W e s s e l vor der 11. Strafkammer des Berliner Landgerichts l. Die Verhandlung gegen Horn mußte abgetrennt werden, da er Beweise dafür anbot, daß gegen se i n e n Willen sein Name unter die inkriminierte Nummer der Zeitung, aus welcher ein Artikel als Flugblatt von den beiden Mitangeklagten öffentlich angeklebt worden ist, gesetzt worden war. Das Flugblatt trug die Ueberschrift:„An das gesamte Jung- Proletariat!" Die proletarische Jugend wurde darin auf- gefordert zum„erbarmungslosen Komps gegen das jetzige gesamte System", zur Zerstörung des Kapitalismus, Eroberung der politischen und wirtschaftlichen Diktatur der Arbeiter. Das Losungswort lautet „Bürgerkrieg": zertrümmert den Staat der Bourgeoisie, handelt gegen die Gesetze! Formiert euch zum Kampf, handelt wie Holz!"— In dieser Sache waren seinerzeit Erwägungen angestellt worden, ob das Reichsgericht zuständig fei; dies ist aber ver- neint worden, da ein bestimmter hochverräterischer Plan nickt zu erkennen sei.— Die Angeklagten bekannten sich voll zu dem Inhalt des Flugblattes: Braunwald erklärte sogar, daß er an der Redaktion des Flugblattes mitgewirkt habe.— Der Staatsanwaft bsaiftragte auf Grund der§§ 110 und 130 StGB, gegen beide Angeklagte je zwei Wochen Gefängnis, umgewandelt nach dem neuen Gesetz in je 2000 M. Geldstrafe.— Iustizrat Victor Frän kl bestritt, daß die angezogenen Paragraphen Anwendung finden können, da die An- geklagten nur danch gestrebt haben, den Lesern klarzumachen, daß zu jener Zeit, wo die Gemüter durch da« Attentat auf Erzberger erregt waren und die Reaktion den Bürgerkrieg propagiert habe, die Proletarier zur Abwehr sich rüsten ntühien.— Das Gericht ver- urteilte mft Rücksicht daraus, daß beide Angeklagte unbestraft sind und lediglich aus ihrer Ueberzeugung, nicht aus niedrigen Instinkten und Motiven gehandell haben, den Angekiagtea Braunwold zu 2000 M. Geldstrafe event. 2 Wochen Gefängnis, Wessel zu 1V00 W. Geldstrafe event. 10 Togen Gefängnis. GeWerMastsbewegung Um die Demobilmachungsverordnunge«. Bekanntlich sollten nach der Verordnung vom 18. Februar 1S21 die Temobilmachnng�bestimmungen am 81. März 1922 ihr Ende erreiche». ES wurde damals angenommen, dafc- bis zu diesem Termin die nur durch Verordnung geregelten Fragen durch ent- sprechende Reichkgcsetze eine Regelung erfahren würden. Dieses hat sich nicht erreichen lassen, so dasi die Nnfhebung der Demobtl» machungSverordnungen die Arbeiterschaft ohne den nötigen Schutz getanen hätte. Die drohende Aushebung, die in Gewerkschaits- Irenen zu lebhaften Befürchtungen Anlatz gab, veranlagte den Vor- stand des ADGB., bei den Ncichsbehörden die Fortiübrung der Schutzbestiminungen zu erwirken. Diese? letztere steht nunmehr in Aussicht. Wie der Reichsminister des Innern am 4. Februar 1922 mitteilte, wird zurzeit in seinem Ressort mit Beschleunigung an einem Gesetzentwurf gearbeitet, durch den die G e l t u n g s- dauer der De mobil machungSverordnungen verlängert werden soll. Mastregelung ohne Richtlinien. Bei der Betriebswerkmeisterei des Anhalter Bahnhofs siird sieben Beamte vom Dienst suspendiert worden, weil sie der Strcikparole ihrer Eewerkschast gefolgt sind. Fünf davon sind politisch indeffcrent, der sechste steht rechts, nur der siebente gehört zur SPD. Als Urheber oder Agitator beim Streik kommt keiner von ihnen in Frage. Unser Genosse hat sich am 8. Februar um S Uhr nachmittags zum Dienst gemeldet und wurde zum andern Morgen um 4 Uhr bestellt. Er fand sich pünktlich ein, wurde jedoch nicht zu- gelassen und erhielt am 19. den. Bescheid von der Direktion, das, das Disziplinarverfahren gegen ihn eingelestet sei. Das ist seines Erachtcns nur auf Grund irgendeiner Denunziation geschehen. Der Man kann durch Zeugen nachweisen, daß er sich gegen den Streik ausgesprochen hat. Er ist 25 Jahre im Dienst, hat während des Ärlegcs in Rußland Lokoniotivführcrdicnst getan und hatte in der letzten Kriegs- und Revolutionszeit drei Jahre eine Vertrauens- stellung als Lokomot'wdienstleiter inne. Aus seiner Gesinnung hat er allerdings nie ein chehl gemacht. Das ist nur ein Beispiel dafür, daß nach den Richtlinien bei den unteren Amtsstellen offenbar herzlich wenig gefragt wird, fon- dcrn die Gelegenheit genützt wird, um persönlich etwa mißliebige Beamte aufs Pflaster zu werfen. Ergibt auch das Dilziplinaroer- fahren, daß sich der Mann außer der Beteiligung am Streik nichts zuschulden kommen ließ, so muß doch mindestens gefordert werden. — da Mißgriffe der unteren Stellen nicht zu oermeiden sind—, daß dos Disziplinarverfahren möglichst beschleunigt wird. Die Wirkung der Suspendierung vom Dienst mit halbem Gehalt tritt ab 1. März in die Erscheinung. In allen den Fällen, in denen �ich beim Disziplinarverfahren erweist, daß es auf Grund leichtfertiger und falscher Beschuldigungen eingeleitet ist, müßten eigentlich die Denunzianten entlassen werden. Wenn wir schon den Streik verurteilen mußten, so können wir darum doch nicht willkürliche Maßregelungen gutheißen, zumal dann nicht, wenn sie auch nach den Richtlinien offenbar unberechtigt sind._ Aus dem VersicherungSgewerbe. Wie wir erkahren. soll der Arbeitgeberverband deutscher VersicherungZiinteinebmungen zum 4. März d. I. eine Generalver- scnnmluna nach Nürnberg einberufen baben, um in dieser zu den von dem Zentralverband der Angesiellteneingercichlen Anträgen we'en Festsetzung von Teuer ungSauSgleichSzu lagen bis zum 39. April fow'e w der durch den Zentralverband der Angesiellien ansgelprochenen Kündigung der geldlichen Leistungen des Reichs- tarifverlragcS geschaffenen Loge Stellung zu nehmen. gebenden Vertreter des ADGB. kurz erklärt, daß alles, was der ADGB. der gesamten organisierten Arbeiterschaft wegen des V e r- kehrsstreiks zu sagen habe, im„Korrespondenzblatt" gesagt werden würde. Da durch den Abbruch des Streiks eine völlig neue Situation geschaffen war, konnten wir den Auftrag der Generalversammlung nur insoweit zur Anwendung bringen, wie wir dies getan haben. Die Einberufung einer allgemeinen Vollversammlung sämtlicher Betriebsröte Berlins ist technisch einfach unmöglich, öetriebsräte! öetriebsräte! Grnppenvollvcrsammlungen. l. Bank und Handel, Xll. Slaoiliche und kommunale Behörden, XV. Sozialversicherung am Bkonkag, den 20. Februar, abends 7 Uhr. in den Sophiensälea, Sophienstr. 17/18; ll. Baugemerbe. VIl. Holzindustrie am 22. Februar, abends 6 Uhr, im©ewerkschaflshaus. Saal 4; III. Bckleidungsindustrie, X. Lederindustrie am 23. Februar, abends 6 Ahr. in den Arminsälen, kommandantcnstr. 58/59. Tagesordnung: 1. Betriebsräte und Gewerkschaften. 2. Freie Aussprache. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Betriebsräte, in ihren©ruppenvollver- sammlunqen zu erscheinen. Al» Ausweis dient die Betriebsräte- karte und das Verbandsbuch. AreigcwerkschaftNche Vekriebvräteze«krale für den Wirtschaftsbezirt Groß- Berlin. Berichterstattung der„Roten Fahne". hierzu schreibt man uns: Von der Branchenversammkung de» Zentrakverbande» der h o t e l ach g e st e l I t e n am 3. Februar barten sich die Kommu- nisten offenbar aroße Illusionen gemacht. Sie rücklen mit vier ellim'cuiacn Reswuiioneii an» ihrer Resolutionsfabrit in der Münz- straße an die sie mit mehr oder weniger geistreichen Reden bc- gründen ließen. Damit der Mit- und Nachwelt diese Akrion nicht verloren aebe, hauen sie auch einen Berichterstatter der.Rote» Falme" mitgebracht, dessen Bericht am 12. Februar erschien. Aus demselben gebt bervor. daß man sich tn der Adresie geirrt batte und sich in einer Versammlung der Eisäkellner glaubte. In den, Bericht ist weiter die Rede von einer Wahl der Vorsitz-nden Bürde und Saar unter AnSschaltnng der Kommunisten»nd Kommunisten« Hetze. Dabei war keine Rede davon, daß der in der Veisammlung ktl'gebrachte Piatest mit angeblicher Ausschaltung der Kommunisten begründet worden sei. So geht e», wenn man au» nicht» Eifolge machen will. Betriebsrate. Dem Beschlüsse der Generalversammlung der Freige- werkschast'itben Betriebsrätezentrale für den Wirtschaf tbezirk j Groß-Berlin vom 7. d. M. entsprechend, verbandelten wir bereits am 8. d. üü. mit Vertretern des ADGB. und erhielten dort j die Zusage, daß uns nach der Ausschußsitzung, die am nächsten Tage stattfände, Mitteilung zugehen würde. Aus Anruf unsererseits wurde uns dann von einem maß-! da wir keinen Saal in Berlin zur Verfügung haben, in dem 33 999 Betriebsräte untergebracht werden können. Außerdem wäre in einer solchen Versammlung eine Aussprache nicht möglich. In den in der nächsten und übernächsten Woche stattfindenden Gruppenvollversammlungen haben wir beschlosien, das Thema„B e- triebsräte und Gewerkschaften" aus die Tagesordnung zu setzen und bitten wir um regste Beteiligung. Zu der Erklärung einiger SPD.-Bctriebsräte in Nr. 33 des „Vorwärts" vom 8. d. M. erklären wir, daß die dort aufgestellten Behauptungen nicht der Wahrheit entsprechen, denn 1. wurde kein Generalstreikbeschluß und 2. wurden die dort getätigten Beschlüsse nicht unter dem Druck Außenstehender vorgenommen. Der Vollzugsrat der Freigewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale für den Wirtschaftsbezirk Groß-Berlin I. A.: A l b r e ch t. » Anmerkung der Redaktion, hält es der Vollzugsrat der Berliner Betriebsrätezentrale schon einmal für notwendig, nach vollen acht Tagen auf überholte Dinge zurückzukommen, dann sollte er doch nicht mit Wortklaubereien kommen, um die betreffenden SPD.- Betriebsräte mit ihrer Erklärung der Unwahrheit zu zeihen. .„Es wrude kein Generalstreikbeschluß gefaßt." Stimmt; es wurde nur beschlossen, daß die Generaloersammlung die Pro- klamierung des Generalstreik? für ganz Deutsch- land für unbedingt notwendig hält und die Betriebsräte- zentrale auffordert, in diesem Sinne auf die Spitzenverbände energisch einzuwirken. Die SPD.-Betriebsräte erklärten im„Vor- wärts" unter der Ueberschrift:„Keine Generalstreik» parolel", daß dieser Beschluß nie und nimmer einen General st reikbeichluß bedeute. Ist das die Wahrheit oder ist sie es nicht? Nichts anderes wird in der Erklärung als „Wahrheü" behauptet. Wir wollen die Frage hier unerörtert lassen, ob auch dann der Beschluß gefaßt worden wäre, wenn die General- Versammlung„nicht unter dem Druck der Tribüne" gestanden hätte. Ist der Vollzugsrat anderer Meinung, kann er das Werturteil der SPD.-Betriebsräte anzweifeln, ihm seine eigene Auffasiung ent- gegenstellen, doch hat er nicht das Recht, auch hier von einer Be- hauptung,„die nicht der Wahrheit entspreche", zu reden. Die Tatsache der Beeinflusiung von außen läßt sich doch nicht aus der We't erklären. Nach alledem war es schon bester, diese unnütze und falsche Erklärung beiseite zu lasten. Wie Betriebsräte„abgelöst werde«. Der Obmann des Betriebsrats der Konditorei C y l i a x wurde fristlos entlasten. Das Eewcrbegcricht bat die Entlastung als zu Unrecht erfolgt erklärt. Gegen das Urteil des Gewerbegerichts er- hob die Firma Berufung beim Landgericht. Das Landgericht Berlin l hat am 9. Februar verhandelt und folgenden Der- gleich vorgeschlagen: Klägerin zahlt an den Beklagten 7599 M. und stellt ihn als Konditorgehilfe sofort wieder ein Der Beklagte legt seinen Betriebsratsposten bis zum 29. Februar nieder und verpflichtet sich, keinen Betriebsratsposten wieder bei der Klä- gerin anzunehmen. Damit sind alle zwischen den Parteien persönlich bestehenden Ansprüche getilgt. Die mißergenchrtichen Kosten werden gegeneinander aufgehoben, die gerichtlichen Kosten trägt jede Partei zur Hälfte. Beide Parteien sollen sich über diesen Vergleichsvorschlag bis zum 1. März 1922 schriftlich zu den Akten erklären. In der Regel geht dies« Ablösung weit weniger umständlich vor sich als in diesem Falle. Arbeiterentlaffuugen im Taargebiet. Die Straßenbahn mußte wegen Betriebseinschränkungen ein« Anzahl von Angestellten und Arbeitern entlassen. Die Postver- waltung ist zwecks Verminderung des Person«ls ebenfalls zu Äündi- gungen geschritten. In der Schwerindustrie konnten im letzten Monat nur 53 Arbeitsuchende unterkommen. Das Bau- g e w e r b e mußte die Arbeiten einstellen und brachte größere Uebcrschüste an Arbeitsuchende. Insgesamt hoben im Monat Ja- mmr 3058 Männer und 173 Frauen Arbeit gesucht, während nur 669 bzw. 162 Stellen offen waren, von denen 659 bzw. 93 besetzt wurden._ Zur Aussperrung in Tänemark. Die Aussperrung ist am Dienstag abend in Dänemark in Kraft getreten. Die staatliche Schlichtungsbehörde hatte am Mittwoch, um sich über die Haltung der beiden Parteien orientieren zu können, Konferenzen mit den Arbeitgebern und Arbennehmern. Am Donnerstag hat die S6)lichtungsbehörde die beiden Parteien zu gemeinsamen Verhandlungen wegen verschiedener Fragen zu- sammenberufen. Die bürgerlich-radikale Presse hat die Frage über ein schiedsrichterliches Verfahren unter recht- lichem Zwang aufgeworfen; der Innenminister lehnte jedoch vorgestern bei einer politischen Sitzung diesen Gedanken ab, und der sozialdemokratische Redner schloß sich ihm an. Der Zenlralvcrband der Angesiellien bittet alle noch nicht wieder- cingesleülen Angeiielllen beim Magistrat Berlin sieb umaebend� in seinem Orisbureau. Belle-AüiarciuSlr. 7— 10, zu melden. Entlassen« Mitglieder des Verbandes haben im Burean einen Unteriiiitzu�gs- antrug zu stellen. Bei den Berhnndluiigen mit dem Magistrat wurde verciiibarl, daß da, Ivo eine Ncuwabl der Betriebsräte er- sorderlich ist. Vertrau«nsleute gewählt weiden sellen, die die Jnteresienvei tretung bis zur Neuwahl der Belnebsräle wabr- itchmcn. Diese Wahlen müssen unverzüglich vorgenommen werden. Die Arbeiter der Firma A. Dinse, Belnlckcvdorf. stehen schon seit süiit Wochen in einem wirlichasllichen Kamps. An» ibien Reiben haben sich bis jetzt noch keine Streikbrecher gemeldet. Veider haben sich aber einzelne Ana est eilte bereitgefiinden. Tians- portarbeiten zu verrichten. Die Lehrlinge wurde» gezwungen, da- bei zu helfen. Besonders hervorgctan Kaden sich die beiden Direk- '.o'.ell Dinse»nd Dr. Piilz und der Betriebsleiter Diplom- ingentcur Volkard. Kollegen, übt Solidarität und achtet dar- auf, daß keine Arbeiten von uns bei Euch ausgeinhit werden. In Zweifelssällen gibt der DMV. Auskunft. Die Streikleitung. Hamburger Lohobeweguitgen. In einer Versammlung der im Transponai beiler-Verband oraanisienen«> r a ß e n- und Hoch» b a h n e r Haniburgs wurde beschlossen, im Hinblick auf die sort» gesetzte Steigerung der Lebensmittelpreise mit den Direktionen über neue Lohnerhöhungen zu verhandeln. ES wurde vor- geichlagcn, von der Aussiellling bestimmter Forderungen zunächst Abstand zu nehmen und die Regkliurg der Löhne dem SchlichtungS- ansschuß zu überlassen. Damit erklärte sich die Versammlnng nach längerer Aussprache einvei standen. Außerdem fanden DienSiag Verhandlungen über die Lohnerhöbungen de? Werft- arbeiter statt. Die A'.beitervertreter nahmen das Angebot der Arbeitgeber zur Kenntnis; über die Vorschläge sollen Urabstimmungen in den Betrieben ersolgen. Die Lohnverhandlungen Im Blansfelder Vergbau sind g e» scheitert. Die Forde!»ngen der Aibeitncbmer ans 29 M Zu- läge je Schicht für alle Arbeiter ül er 2l Jahre winden abge- lehnt. Ein Angebot der Arbeitgeber wurde nber Haupt nicht ge- macht. Wenn man mit Spitzen löhnen der Mansfelder Ar- beiier, die 60,25 M. beiragen, den KiipserprriS vergleicht.>o kommt man zu dem Ergebnis, daß die ManSfelder Gewerktchaft die Lohn» erböbung ablehnt, nur weil sie es auf eine Machtprobe an- kommen lasten will. Die Arbeitnehmer haben der ManSfelder Ge- werkschait anheiiiigesteNt. bis Freitag, mittags 12 Uhr. ihre Ent»> icheidung zu treffen. Die Enttcheidiing darüber, od die orqani» sterte Aibeitetichasl auch daS letzte gewerk'chatlliche Mittel anwendet, um neben den Lobufragen auch alle die anderen Fragen zu lösen, liegt nun in den Händen der Unternehmer. Wetter bis Sonnabend mittag. Ueberwiegend bewölkt und zeit. welle nebelig. Tempeiatirr zunächst nabe bei Rull, später, besonders im Leiten, leichte Ntedeitchläqe»nd etwas wärmer. Berantw. für den redatt. Teil: Kranz glüh» Berltn-Lichterfeld«; silr An. zeigen: Th.—■— TV«F*-ra». I IdiFmersdlor/er Stw. I Nr. Jahrgang Heilage öes vorwärts 5rs§tag, 17. Lebrum 1H22 Die neuen Tariferhöhungen. Abstimmnngswirrwarr in der Stadtverordnetenversammlung. In der Stadtverordnetenversammlüna Nagten gestern die Kommunisten über immer wiederholte Hinausschiebung der Erörterung ihrer Anträge, aber immer wieder muß gerade mit ihren weitschweifigen Gefchäftsordnungsdebatten und mit den von ihnen beantragten namentlichen Abstimmungen die Zeit vertrödelt werden. Bemerkt zu werden verdient, daß endlich auch die Unabhängigen dieses Treiben satt haben, so daß sie es gestern nicht mehr mitmachten und ihr Redner das auch ausdrücklich betonte. Aus der langen Tagesordnung wurde gar nichts weiter erledigt als die zweite Beratung der aus dem Ausschuß zurück- kommenden Borlage über die neuen Tariferhöbun- gen, die den ganzen Abend in Anspruch nahm. Die sozial- demokratische Fraktion entschloß sich unter dem Zwang der schwer aus der Stadtverwaltung lastenden finanziellen Not den Tariferhöhungen zuzustimmen, sie wehrte sich aber gegen die Verquickung mit dem Manteltarif der Gemeinde- a r b e i t e r, die hinter dem vom Ausschuß gemachten Vor- schlag steckt, die Tariferhöhungen einstweilen bis zum 30. Juni zu befristen. Als unser Redner, Genosse L o h m a n n, das als E r p r e f s e r p o l i t i k bezeichnete, gab es bei den Deutsch- nationalen einen Wutausbruch, aber Lohmann hielt ihnen vor, daß im Ausschuß ihr Redner Steiniger aus ihren Absichten kein Geheimnis gemacht hatte. Nach fast vierstündi- ger Debatte konnte man endlich zur Abstimmung schreiten, bei der dann der Vorsteher Caspari es glücklich wieder dahin brachte, daß der ärgste Abstimmungswirrwarr und im An- schluß daran böse Skandalszenen entstanden. Die Tarifer- hohungen wurden abgelehnt als unbefristete und auch mit Befristung auf das laufende Etatsjahr, angenommen aber mit der Befristung b i s z u m 30. I u n i. In einer noch drewiertelstündigen tumultuarischen Geschäftsordnungsdebatte wurde um die Frage gestritten und krakeelt, ob die zweite Ab- stimmung überhaupt rechtsgüllig fei oder nicht. Wie„gemütlich" es bei allem Radau im Saal zuging, zeigte ein Gruppenbild, das von dem Kommuni st enDörr und dem Deutschnationalen Pfarrer Koch„ge- stellt" wurde. Obwohl im Saal Rauchen nicht üblich ist, zündete sich Herr Dörr vergnügt eine Zigarette an und gab Herrn Koch Feuer, an dem auch er seine Zigarette in Brand setzte. Sitzungsbericht. Zwei Anfragen der 1b Soz. betreffend die Mißstände in der Müllabfuhr und die infolge des Streiks eingetretenen Einfchränkun- gen im Straßenbahnbciricbe gehen an den Magistrat. Der Antrag der Kommunisten vom 23. November auf Bewilli- gund von 580 Millionen zur Bekämpfung der Teuerung beantragt Dr. Rosenberg(Komm.) vorweg zu erledigen. Fabian (Dnat.) widerspricht, ebenso Krüger(Soz.), der den Ankrag nicht ernst nehmen zu können erklärt, ebenso Dr. Wen!(II. Soz.). der ihn zwar ernst nimmt, aber ihn auf den nächsten Schwerinstag ver- weist— Für den Antrag Rofenberg stimmen nur die Kommunisten. Dörr fragt den Vorsteher Dr. Caspari, wer ihn beauftragt habe, im Namen der Versammlung, wie das„Tageblatt" berichte, beim Begräbnis der drei technischen Nothelfer einen Kranz nieder- zulegen. X, Dr. C a s p a r i' Diese Nachricht ist falsch. Ich habe einen Kranz der Deutschen Volkspartei niedergelegt. Ein zweiter durch einen Boten des Hauses niedergelegter Kranz war von der demo- kratifchen Fraktion gewidmet. Ich hätte aber sehr gerne einen Kranz im Auftrage der Versammlung niedergelegt.(Große Unruhe links.) Ich habe keine Anregung dazu gegeben, um durch die Ver- handlang darüber unsere Arbeiten nicht noch weiter zu verzögern. — Man berät zunächst die neue Deckuvgsvoklage, über die Dr. B o r ch a r d t(Soz.) den Ausschiißbericht erstattet. Der Ausschuß hat zuerst die sämtlichen Tariferhöhungen, die der Ma- gistrat vorschlägt(Elektrizität auf 6 M., Gas auf 3,3V M., Wasser auf 1,00 M.) abgelehnt, dann aber mit der Befristung bis zum � 30. Juni 1022 angenommen. Die Befristung ist von derselben Seite ! vorgeschlagen, die die Dcckungsvorloge nur im Zusammenhang mit ! der Rückwärtsrevidierung des Manieltarifs gelöst wissen will. Dr. Michaelis(Dem.): Wir stimmen bei der Notlage der | städtischen Finanzen dem Magistrat grundsätzlich zu, müssen aber , darauf bestehen, daß die neue starte Erhöhung des Wafserpreifes ' den Hausbesitzern irgendwie abgenommen wird, daß eine Abwälzung 1 auf die Mieter ermöglicht wird. Sonst würden wir die Erhöhung des Wafsertarifs ablehnen. Ueber die Befristung denken wir sehr skeptisch: es ist eine Politik de? Illusionen, zu glauben, daß die er- höhten Tarife am 1. Juli wieder abgebaut werden können. Das Gegenteil wird eintretem Kämmerer Dr. K a r d i n g: Schon in allernächster Zeit wird eine Vorlage gemacht werden, die eine Steigerung des Miet- Zuschlages auf Grund der Erhöhung des Wasscrstandtarifs ent- halten wird. Dr. L o h m a n n(Soz.): Der letzten Deckungsvorlage haben wir unter dem Zwange der Notlage zugestimmt, die heutigen Ausschuß- anträge aber lehnen wir ab, und wir beantragen die unbefristete , Annahme nach der Magistratsoorlage. Gegen die Art, wie die ' Deutfchnationalen versucht haben, die Tariferhöhungen mit dem , Abbau des Manteltarifs zu verkoppeln, müssen wir uns mit aller Kraft wehren; eine solche Erpresserpoliiik machen wir nicht mit (Lärm rechts): Dr. Steiniger hat im Ausschuß ganz ausdrücklich erklärt, auf diesem Wege einen Druck und Zwang ausüben zu wollen. � Die Deutschnationalen sagen: Die Börse oder das Leben!(Ge- iächter rechts.) Ganz unklar und unentschieden haben sich im Aus- ; fchusie die U. Soz. verhalten. Aufs bestimmteste lehnen wir den Antrag der Demokraten ob, wir stimmen gegen die Erhöhung des , Wassertarifs, wenn jener Annahme findet. Anscheinend lassen sich ! die U. Scz. von der Rücksicht auf die kommenden Wahlen leiten! Wir müssen dafür sorgen, daß die städtische Ver- waltung und die städtischen Werke nicht zusam- in e n b r e ch e n. Geht unser Antrag nicht durch, so beantragen > wir, die Erhöhung nur bis zur Beschlußfassimg über den Etat für 1022 gelten zu lassen. Unter allen Umständen aber muß auch der bloße Anschein einer Derquickung der Tariferhöhungen mit dem Manteltarif vermieden werden R. Kunze(Dtsch. Soz.) sieht in der Vorlage einen neuen Be- leg für den mit Riesenschritten nahenden Zusammenbruch. Er fragt den Kämmerer, inwieweit die Behauptung des„Lokal-Anzeiger" aus dem Oktober zutrifft, daß aus der Sparkasse Gelder entnommen worden sind, um die Beamten zu bezahlen(Unruhe), ferner, ob die Stadt denn nicht endlich Anstalt machen wolle, die Steuerschraube i gegen das mobile Kapital durch Besteuerung der Dividendengewinne � kräftigst anziehen zu lassen, anstatt weiter die breite Masse durch Verbrauchssteuern zu belasten. Ein Antrag der Kommunisten, ihren Dringlichkeitsantrag von vorgestern betreffend die Maßregelungen mll zu beraten, wird vom Vorsteher als verspätet beanstandet und von der großen Mehrheit abgelehnt. Der Kämmerer protestiert energisch gegen die systematische Verdächtigung, die in der„Lokal- Anzeiger"- Notiz am Tage vor den Wahlen bezüglich der Sparkasse enthalten gewesen ist. Es sei nicht ein Pfennig ans der Sparkasse für Gehälter und Löhne entnommen worden. Die 3Z-Prozent- Grenze sei nur ganz vorübergehend überschritten worden, als die großen Kreditanstalten Verlin zwangen, auf einen Sturz große Beträge zurückzuzahlen. Lange(Z.) erklärt sich für die Vorlage und gegen die Be- fristung.— Dr. Steiniger(Dnat.) verbreitet sich über den Manteltarif und übe.r die Durchlöcherung des Achtstundentages: er verharrt dabei, daß der Termin des 30. Juni als Bedingung gestellt wird. Das fei nicht Erpresserpolitik, sondern Gebrauch des ver- fassungsmäßigen Rechts.— Schwenk(Komm.): Ständige Tarif- erhöhungen können die Stadtfinanzsn nicht gesund machen; sie ver- ewigen bloß den circulus vitiosus, in dem wir uns bewegen. Die Massenentlassungen haben lediglich den Betrieb der Werke ge- schädigt. Es geht ein neuer Antrag der Kommunisten ein, der,„um die städtischen Werke vor weiterem Schaden zu bewahren", die Wieder- einstellung aller Arbeiter und Angestellten verlangt, das Ver- halten des Magistrats und der Betriebsleiter mißbilligt, die die Wiederaufnahme der Arbeit verhindert haben, die Entfernung die- ser Personen fordert und das Anrufen der Technischen Nothilfe ver- urteilt. Die Zulässigkeit der Mitverhandlung dieses Antrags wird vom stellvertretenden Vorsteher Meyer bezweifelt und von v. E y n e r n (D. Vp.) und D o v e(Dem.) verneint. Die Kommunisten erzwingen namentliche Abstimmung über ihr Verlangen; sie bleiben mit ihren 17 Stimmen allein. R e i m a n n(U. Soz.) erklärt sich mit dem Inhalt des kommu- nistischen Antrages durchaus einverstanden, stellt aber fest, daß das von den Kommunisten beobachtete Verfahren eine grobe Unanständigkeit war; sie würden an Demagogie nur noch von R. Kunze übertroffen. Redner polemisiert gegen Dr. Loh- mann, kritisiert das neue Sparprogramm des Magistrats und lehnt schließlich die gesamten Tariferhöhungen ab. Der Oberbürgermeister bekräftiat seine Erklärung vom vorigen Freitag, daß loyal verfahren, daß Maßregelung und Rache- � Politik vermieden werden soll. Di« Beschwerdekommissionen sind z eingesetzt und arbeiten; bisher sind Maßregelunaen nicht festgestellt. ; Jeder Fall wird auch weiterhin forgfättig geprüft werden. Müller- Fran ken(Wirtsch.P.) lehnt die Erhöhung des Tarifes für Gas ab. A l b r e ch t(Dt. Vp.) sagt dem Oberbürgermeister für seine Er- klärung Dank und kann in der Annahme von Arbeitern nach dem Maßstabe des Bedarfs keine Maßregelung, sondern lediglich den Beginn einer wirtschaftlichen Gesundung erblicken. Hierauf wird um 0 Uhr ein Schlußantrag angenommen. U r i ch (U. Soz., zur Geschäftsordnung): Sie haben mir durch Ihre Brutali- � tät unmöglich gemacht, die Unwahrheit nacbzuwsifen, deren der Oberbürgermeister heute zum zweitenmal sich schuldig gemacht hat. (Ungeheurer Lärm; Redner wird zur Ordnung gerufen.) Es sind ! Leute gemaßregelt word«n, die 32 Jahre im städtischen Dienst stan- | den, weil sie vor zehn Jahren einmal Vertrauensmänner waren. I In der nachfolgenden Flut persönlicher Bemerkungen bezeichnet .Schumacher(Komm.) den Kollegen llrich, der ihn in einem ! Zwischenruf als von den Kapitalisten bestochen hingestellt hat, als ■ gemeinen Schwindler.(Große Unruhe und Lachen.)— U r i ch gibt Details; Schumacher erklärt den Wahrheitsbeweis für miß- lungen. Im Schlußwort holt Dr. B o r ch a r d t nach, daß der Ausschuß den Antrag wegen Abwälzung der Wasserpreiserhöhung abgs- lehnt hat. Die Abstimmung ergibt zunächst die Annahme der Sätze der Vorlage und des Antrages auf Befeiti- gung der Befristung, der Antrag der Demokraten geht dabei mit 03 gegen 87 Stimmen durch. In der Gesamtabstimmung-fällt diese Fassung mit 105 Stimmen der Deutschnationalen, Unabhängi- gen und Kommunisten gegen 84 Stimmen der übrigen Fraktionen. Es wird nunmehr über den Eventualantrag der Sozial- demo traten abgestimmt und- dieser mit der gleichen MehrheU. abgelehnt. Der Vorsteher läßt hierauf abstimmen über die Gel- tungsdauer bis zum 30. Juni und erklärt die Vorlage mit diesem Termin für angenommen, da anscheinend die bürgerlichen Parteien geschlossen dafür stimmen. Dörr(Komm.) und Dr. Weinberg (U. Soz.) legen gegen die Legitimität dieses Wstimmungscrgebnisies Protest ein. Di« Persammlung beherrscht andauernde allgemeine Erregung, in der die Aeußerungen der nächsten Redner verloren gehen.— Dem Borsteher wird der Borwurf gemacht, da� er nicht noch über die Vorlage mit dem Termin 30. Juni Hab« abstimmen lasten.— Die weitere Entwicklung im Umkreis der Rednertribüne führt zu einem stürmischen Zusammenstoß zwischen Schalldag (D. Vp.) und Dr. Wey!»rtuu>». EonnaLend. d«n 18. Aedruar. naSm. 5 Ujr. wichtia« Siwlng im Bezirt-lekretcrtttt, Cmbenfti. 8. Die Sortiserjieu t« ftteife mOffot vollzitliliz in dieler Sitzung oerteeten fein. Wer verhindert ist, muß beliinunt einen Pertreter entsenden. 5. Are!». Frtedrlchehaln. Elttrnbelrite: Freitag, den 17. Fedenai. 7 Uhr. in der Schule Pct-reb arger Str. 4, Zimmer 1», Pollnertamm. Inno der Slteindeirite aller drei furtaliststchen Parteien. Thema: ..Ate* will die freie Schalaemernschast'. Ref. Ethvee Winter. 7. viel*. Sharlatteabnra. Am Freitag, de» 17. Feien«, findet eine Perlammlnng vom Ctteoujichi« fiir Arbeitermohlfahrt im Eharlot. ttninraer Rathan,. Zimmer 304, abend,» Uhr statt. Ref. Fran Dr. Simfim. Heute, Freitag, den 17. Februar: 4h. Abi. 714 Uhr Mstgliederverfanimluna in den 9l!idjt:.6o'l«n. Blllcherstr. 6t, Thema:„Streif und Sczialicmotame". Ref. Arthur Häufiler. 104. Abt. Rlederschllneweide. Achtung, Frauen! Der%. aintllhruugsabend in das Görlitzrr Programm ist voui Freitag, den 17. Februar, auf Dien,» tag, den 21. Februar, abend, 7 Uhr(Schule Berliner Etr. 61) verlegt worden. Z»uafo, Urlisten. Oruppt Spandau. 8 Uhr Im Jugendheim. Reuendorfer Straße ZZ. außerordentliche Mitgllederverfarnmiung. Bortrag stiert .Lungfoziaiisten und Partei". Rest Robert Seller.—©rnppe Norden. 7V4 Uhr in der Sememdelchule Puttbufer Sir. 6—9, Bortragsabend.— Gruppe Sichterfrida. 7H Uhr im Jugendheim, Albrechtstr. 14*, Vortrags abend.—«rbeitegemeinfchaft Süden. 7V4 Uhr in der Zitriftischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Fortsetzung der Aussprache. Morgen, Sonnabend, den IS. Februar: 13. Abt. Siettlilln. 7 Uhr im Lokal von Otto Haffmann, Herßberastr. 26, außerordentliche Borftand». und Bezlrfeluhrerfitzuug. Zeder Bazlrl muß vertreten fein. Wichtige Materialausgabe. Das Beztrtmnatertat für die nächsten Slternbeiratswahlen ist, forveit noch nicht geschehen, auf lade, Fall mitzubringen. Dernau. Mitgliederversauunlung . Rest Iben. Drstgemstller. politische abend, 8 Uhr im Elyfium. Thema;„Di« ?ugenüveranstaltungen. Derein Arbeiter. Z-oen»»roß.Derlin. SW. OS, Lindenstr. 3, J. Host t?rp, Telephon Moritzplatz 121 08- 121 10. Heute, Freitag, den 17. Februar: «charlotttnbnrg. Zugendhelm Bolkrhauz Rostnenstr. 4, Bortrag:„Der Auf. stieg der deutschen Arbelttrbeweguna".— Marirnborf. Zuaendheim schulbaracko «öniastraße. Bortrag:.Lügend uns Wandern".— MoabU. Jugendheim Ge- meindcfÄule Waldenferstr. 21, Bortrag:..Antisemitismu,".— Rordosteu. ZirgendheiM Semeindefchule Heinersdürser Err. 15, Disiustioneabeud:..Wie es »st und wie es fein soll".— Pettraburger Bieltest Zugeudhrim Serneinde. ichule Straßmaunstr. S, DiÄuSwnt„Wandern". �____ vorläufiger Reichswkrtfthafisrat In der gestrigen Sitzung beantragt zum Bericht des Ausschusses für Sredlungs- und Wohnungswesen zu dem Entwurf eines G e- setze? über Mieterschutz und Mieteinigungsämter Frau Lromer(Berbr.-Bertr.) namens der BerbraUchergruppe. den Entwurf an den Ausschuß zurückzuverweisen, da die Gruppe schwer- wiegend« Bedenken gegen das Gesetz habe. Stüter(Arbeitnehmervertreter der Industrie) lehnt die Ver- tugungsanträge ab, die nur darauf hinausgehen, einen weiteren A b. bauoer Zwangswirtschaft auf dem Wohnungsmarkt her- beizuführen. Nach weiterer Aussprache wird im Hammelsprung die Zurück» Verweisung mit 107 gegen S6 Stimmen beschlosten. los angenommen. Der Antrag des Finanzpolitischen Ausschusses, der Reichs- regierang zu empfehlen, den Depotzwang wieder auf- zuHeben, wird noch kurzer Aussprache abgelehnr. Schließlich beschäftigte sich der Reichswirtschoftsrat mit der durch die Brotpreiserhöhung bedingten neuen Belastung der breiten Massem Dazu lag eine Entschließung des Wirtschaflspolitischen Aus- schusses vor, die Reichsregierung zu ersuchen, Maßnahmen zu treffen, durch, die die Lohn-, Gehalts- und Renten- empfänger und die erwerbsunfähigen Klein- rentner in denStandgesetzt werden, düe Folgen der Brotpreiserhöhung in voller Auswirkung zu er- tragen. Die Entschließung begründete und befürworiete Dr. August AlLller, der anerkannte, daß das Reich durch die renlente zum Ab- bau der Zuschüsse zur Verbilligung der Lebensmittel gezwungen ist. Die infolgedessen notwendig gewordene Preiserhöhung für das um- lagcfreie'Getreide habe aber eine erhebliche Belastung der breiten Schichten der Bevölkerung zur Folge, die bei einen, Verbrauch von 4 Pfund pro Kopf und Woche eine jährliche Mehr- ausgab« von 293 M. für den Einzelnen, von S8S M. für ein Ehepaar und 1150 M. für eine vierköosige Familie betrage. v ackert(Arbeitnehmervertreter): Dos Brot ist die Grundlage i der gesamten Volksernästrung, Wenn der Brotprels steigt, so tritt ' in der Regel eine Erhöhung sämtlicher Preise eim Es muß damit gerechnet werden, daß sich die Lebenshaltung wieder um SV bis 7 S P r o z steigert und dementsprechend« Lohn- und Gehaltserhöhungen erforderlich werden. Lins(Arbeitnehmervertrctcr): Die Brvtpreiserhähung bedingt bei einer vierköpfiaen Familie eine Erhöhung des Stundenlohnes von 44 Pf., unter Berücksichtigung der ev. Auswirkungen sogar eine solche von 1,5V bis 2 M. Roßdeutfcher(Arbeitgebervertreter): Die Brotpreiserhöhung hat in der Ländwirtschaft große Mißstimmung hervorgerufen. Sie wird zur Folge haben, daß man von der Landwirtschast in Zukunft keine Umlage mehr erhält. Darauf wird die Entschließung angenommen. Ein Antrag, den Wirtschaftspolitischen Ausschuß zu ermächtigen« den Entwurf eines Gesetzes über die Erhebung einer Ausiuhradgabe zu erledigen und der Äeichsregierung ein Gutachten zu übermitteln, wird ohne Aussprache angenommen. Das Haus vertagt sich auf unbestimmte Zeil. Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fische snsreichender. Geschäft nihj�'Fleisch übe* Bedarf, Geschäft ruhig. Obst upd Gemüse sehtraoh, Geschäft fiaa. Am Donnerstag gellen in der ZefitrahnarkthaUe folgende Kleinhandelspreise: Lebende Aale 55-60 31. Barsche 10— 12 M. und Bleie 11— 13 51. Hechte 18 M. PHtren 12— 15 M. Schleie 25- 30 M. Barsche in Eis fi-9 5L Hechte bis 16 M. Platzen 7—9 M. Sehlo!» 20 M,— Schweinefleisch 23-26 3L Hammelfletsch 17-23 M. Kalbfleisch 15—91 51.»indfleisch 16-3?. M. Geräucherter Schinken 42—44 5L Geräuchcrfer Speck 30— 35 5t. Rückenfett 29—82 M.— Weibkohl 3,50 M. und Wirsingkohl 4,50 5L Rotkohl D— 7.50 M. Grünkohl 9,50 M. Rosenkohl 10 iL Blumonkohl 12—15 M. der Kopf. Kohlrüben 1,50 51.— Margarine 25—84 M. Malurbutter 44—52 Jf das Pfund Schweineschmalz 82—84 M.— Gelbe Kochorbsen 6—9 M. Ursen 12 M. Weiße Bohnen 8 M. Weizen- mehl 7.50 51. Rongenmehl 5 51. Maisgrieß 4 M. und Weizengrieß 7,50 5L Reis bis 11 5L Eiernudcln 14 5l. Handnudeln 10—12 51. die deuts clie Weinbrandin arKe K»■e.jfcoooocii»«JOUJUOUCOOOOO jc3cc-our>oax>oao(xnaoo< | Theater, Udtfspiclc bsw. Openthans Ritter Blaubart 7 Uhr ScbaDspielhans Peer Qynt Vi, Unr Deutsch. Theal TartOff.- Bin HelraUantrajc Sonnaoend VI, Cäsar und Kleopatra Kaaunerspiele S: Anatol Eonnatxnd 8: Anatol flr.Schaaspielh. (Karist, afiel Vi,: Orptcus m der Unterwelt Sonnab. l1/.: Orpheus In dar Unterwelt Ttjeater i. d Eönipgrätz.Str. Täglich 7-10 Uhr; Sieuninderlich.Ge- sehichteuiLKapell- meisten Kreisler KomOdieahaas Täglich IJOLiar: Kar"ss Volfesbähne Theater a n Bulowpiatr 7Uhr:Köaiglear Lessino-Theat. Heuts bis öonntHg?1',- Flamme Montag geschlossen Dienstag 6'itz. 1. Male- Faust OentschesSünstler-Tb Qastsp. des Moskauer KQnstler-Theaters 7: Der Klrsctigarten Sbd.7: Jede Weisheit bat einen Haken Sonntag 7: Drei Schwestern mit teil Maria Orska Job. Rtsmann Jtalpb Art. Roberts BerUner Ideal. Heute gcRchlossen Sonntae und Montag; Einer tos uDsereLenti' ßesidenzTüeat. Täglich 7", Uhr; Eine Frau ohn.Bedautung Triesch, A r.släot, Ber- tans, Koni, Sandiock, Welcher Sfg. 4 Uhr kleine Pr.: Bvcben Kambrectat Trlaaon Tfeeat. Täglich 8 Uhr• Der zrotte Befolg SS ' eroüc 81 ga f. Gcrnan luuptmann Stg 4 Uhr kl. Preise: Mein Fccnnd Teddy Kleines Theater JUcw 7 Lhrz. I.Male: Das Weib an! dem Tiere von Bruno Frank (Mar laKein, Falkenstein Bendow. Klein. Schi oth) Central Thoater uh.ias DetekdmDlülel Deutsches Opernhaus 7«',uhn Fidelio Friedr.-Wilhoimst. Th. ijbr: Driimäiierihaus intimes Theater 8: Experiment/ Nymphe Gustave, es blitzt Klein. Schauspielhaue ?'/. uhr: Reigen lustspielhaus 8 Uhr; Der Werwe!! Metropol-Theaisr Oescnl. Morgen z. I. M 7 Uhr.- Dl» Bajadere Neues Operetten-Th. s uhn Königin dlachi Neues Operettenhaus Jh'/.Sehäni' Dich Lotlc SigJ'/j. Mu und Moritz Neue« Theater am Zoo TVju.: SehaüEDSlnlßnie Neues Valkstheaier 7'/« uhr: Heuchler 8ohiller-Th. Charlbg. 4.15: Wilhelm Teil suhr: im weiden RöS'l Schloßpark-Th Steglitz 7»/. Uhr; Der H.hu— Der Gelrlxe Thalia-Theater Vi, Uhr: Die Herren von und zu...! Thent amNollendortpl. 31'. Gebildete Menschen a* Die Ehe Im Kreise Theater des Westens E* Der Tanz ins GKck Son.tag nachm. 2 Uhr: Gr. Volksoper Lohengrin Th.l d.Kommandant.Str (Jüd. Kunstler-Th.) Vi, Uhr Grün Felder Wallner-Thealer �JeSpiizenkönlgin Walhalla-Theater t Uhr Die Mond* schelndatne llm sämtlichen Abonnenten'Aufführungen zu besuchen, ist es aus Gelegenheit zu geben, die technischen Gründen notwendig, die für den 28. März vorgesehene Vorstellung ,u auf den 23. AeDkUdt' 29. März iO. April 11. April 12 April 13. April 25 April 24. FeSruar 25. Februar 26. Februar 3. Marz 4. März 5. Marz VI« am 2g. vezember 4»2l ausae« yy stCHltfltftf fallene Adonnemenstvorstellung wirb am mju»(j Vvl MWl ndchzehslt. llmtausch der Karlen für die verlegten Vorstellurgen nicht erserverlich. iv.ßpen1/. □ir. Jam. Klein| Die große Revue Der Ken derWettl Max Lnnda Bruno Kastnerl Sascha Dura f Wtlh.Harlstelnl Franz Uno»» PjüI Wsilsrniej r Uli-. WErkitislsitr Herta Ricbtei Broa A'ibcrti OoltzstraBc Noilendort 1613 Anfang» V, Uhr lftr}ltlluii|| illabendllcli 1 1 Apollos 8 Theater 8! >ir. Jam. Klein' Kuvä um! die WsKIi i d. Hauptrollen.{ Else Berna Martin Kettner Eritz SteMI Else Reral Allred Wallers Har.ä VcijhUiBer Msriau litlng f CUES CAPRICE Lialenslr. 132 Täellch»/,S Uhr: D. Liebeskanapee Da» Kauzchen Die tatsche Nummer Frd.Orünecker.K.Bergl Dir. Strobel 7«/, Uhr: Futurisfeeii. Karneva! Die Prinzessin v.Tragant Im Gespensterschloä (Rose-Theater) Vi, Uhr: Die Gräfin von Kempinsbi l( ! Unter b.Lwd-n 22 23 J J Str.: M Sollman J | 2 Uraulfäbruagtn 2 1 LN IN- lassage-' Thealer I CERCDSI BUSCH r gl T'/fcSIg�uchäUJ Dss erfolgreiche I Manegeschaustflck I Robinson Crusotl Tieridrll/Tlerballeiil Todessprung Jiu-Jitsu] PferdekarusstH Vkf.Werth.u.Circk. Caslno-Theater Loilirlng.S(r.37 Tägl.78� Die neue Berliner Posse Mlieilänseklain Vorher Loelicnde Liebe Ues-Posse m d neuest Echlager.Bumme trotf itz zt, Q. letzte Stunde RelchshallenTheater Allabendlich?>> Uhr u Sonnt nehm. I U Stettinoi- 8 Ii n j; o r Nachm. halse Pr UGnhoH- Brettl: Anf. I'/jUhr D 'Retnef yarlclß-Frograniffl Raucben gestattet ftalPhsvbd.Rcrlln (SPD.> Schänebg.■ JtUbton 81 Abteilung. Am 4. Fedtnar ftarh I»nser langjähriger s Dznotse Stäb Ferdinand Bauer I nach langeinNrmrlen- lapet Ith 68. Lebens. jähre. I«ir werden dem | pflichttreuenSenoljen ein ehrendes An> [ denken bewahren. Die Beerbtanna hat bereit» in aller Stille ritt Stahnsdorf statt. | stfujibcit mm ßlckEieljenassiBscliafi „Bep�n" Smottrci Denoffentchaft mit beschränkter Haltung. Am K. Feiruar ,823, naätmUiag» 3 Uhr, im Kontor, Urbansir. 70a Generalversammlung pbtsdanter Str di> turmstr. 12 iDzi« Geld nnlj der Sfrafle Hauptrolle: Rclnh. Schünzcl Liane Haid BehreastraUe 54 VI, Uhr Das lusllzs Februar- Progranim iPrledenau, Rhelnst jTIleh. Kuhnen Im DerAbeotcarerj j Alexanderol.-Pars ] D.EisenbahnkSnii I. Tei theat. a Kottb.Tor TeUMorixlM?? Sägt T«/, Utrcu Stg nachm. 3 U I Spannendes Schau- « spiel in Z Alten J Hauptdarsteller: «Olaf Föns»] ! Elve Zw» ge- ÜMs.kMe«! 1 Lustiprei m 3 Alten i Zn bot Hauptrolle: J KarlVIctor Plagge] •NeucWeU« 1 Arnold Scholz Hassnheide I0d/I4 j i8oebbier-Test in den bayer. Alpen Wieder voller Betrieb! 1 8 Kapellen 30 bayer. Mad'l j ] Jeden Dtenstag. Mittwoch, Donnerstag. I üÄni«: Großer Ball ElnlaB 6 Uhr Anfang 7 Uhr 1 I Für Sonn ad.. 18. Febr., aasverkault r«t Verwalliingsieüe Serlin H 54, UnlanstraEe 83 85. as sieh. Mittel d Rauchen ganz od. teilw einzu stellen. Wirkurt? verbl.Ausk.ums IVets. sanit Art Gg. Englbrccht, RH6.Kapu-.St9. Kollegen, die Mitglieder nnscrer Orgmtisatiot» sind, und nach SircilunIcrltliHunz erhalteu. Heben dieselbe bis Souuabenb, den 25. Aübrudr, öt unterem Verbandskanle, Llnicnttr 83 35, in der geil uuu 8— 4 Uhr, im Arüetl-!»te:rsaa!, Schalter 3, abzuholen RAM- Slrelllrnlrolllarle ib miizubrtnzen. Spälere gahlungen finden nicht mehr statt. 113/17 Di? 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Dle Schule soll tu eme höhere Lehranstalt (Realschule mit Resormrealprogymnastuml weiter ausgebaut werden Die Rektorat. chuie soll nach dem Lehrplan der Realschule arbeiten, jedoch ist von Tertia av ein wahlfreier Unlertidlt nach dem Plan eines Reiormrea prognmnasiums o, zugliedern. Rur absolut tüchtige Bewerber, dle auch Orgattisationsgejchick besitzen, werden gebeten, Meldungen mit den üblichen Uniei lagen bis spätesten» 5. März 1922 an dä»»Amt Harpen in Gerthe(Lanhfreis Bochum)» einzureichen Vorstellung ohne weitere» nicht erwünscht. Gerthe, den 14 Februar 1922. Da» INiilelschuikuralorium _ ver Vorsitzen de_ LABORANTEN PRALINEN- UEBERZIENERINNEN wicklerinnen packerinnen für sofort de, gutem Verdienst resuchi Mowack& Berte! Ä'Änl; _ Prenzlauer Allee 36. 18 1» Wtr juchen per to>ort tüchtige und zunerldistge SiiliiW-!lchefii.SAl!Welef vaimler- Motoren- Gesellschaft Zwetttntedertnftuug Ssrltu-Mnrteafafde. 1 Infolge Unerlülldarkest der Forderungen der bisher für dieunterzeichnelen Rassen tätigen Aerzte(Bezahltmg»ach Elnzelleistungen. Ron» fultaiion Ml. Be.uch 12.— Ml, tämlliche Berrichlungen nach den Mindestsätzen der De» bührenordnung vom t. 9 20 und 50°/, Aust schlag ohne jede Begrenzung I) jeden sich die» seiden genötigt, nunmehr zur Festanstellung von Rassenärzten iiderzugehen Wir suchen daher per soiort eventf.'päter noch einige Herren Aerzle(auch Fachärzlel), denen ein Jahreseinkommen von je 7S 000Mf garantiert wird. Prioatprax» wird auffetdem in beschränktem Umfange gestattet. Die An» ftellung crto gf mit mindestens zehnjährigem Verl rag. tpäter ledenslängllch. Penstons» beeedutgung wirb gewährleistet. Erhöhung des Einkommen« den Teuerungsverhälin,ssen entsprechend Für Wohnung wird gesorgt. Ferner suchen wir 2 IIS Z MM SelMIsskil gegen feste gestcherte Anstellung Dieselben müssen auch bereit sein, im Bedar/sfalle Rran» fenionlrollc auszuüben. Bezahluna eriolgt nach näherer Pereindarung aus Grund der Reichsdesoldungsordnung. Allgemeine fl'(s»nWe für vea StgllldeM lilfit. Lelkievslrlln-ekWe der Zellsloss- Wrik Mllllos'Alsik. SrlS' lillki collijlkllnlelllassen her We iilllt und vogegen. Bewerbungen ssnb an die erstunterzeichnele Rasse zu richten 192,9 Trikotagen Bandschohe Parfümerie Lederwaren Koioniaiwaren sofort gesucht Meldungen. 5— 6 Jhr nachm />. Jandoif& Co. C>iarlottenburg WilmcrsdorferStr. 1 18/1 1 Botenfrauen u. Männer (tfittiittii)uarritfabrif in Sllddeulschlanb. vorerst noch Ilelneren Um- -ange» imtr f n dt I-MB einen in techn Weichgummi-(Maschmenschnllre, Gasschläuchen Form» u. Radier») artifeln burchau» er a..renen jüngeren Meister Anged. m. BUd. steugn. u Angabe llb. seither Tätigleit, Eintrittstermin u Gehaltskorderungen unter hl. E. 8.47 an Invalide, daak. An» noncen>Bxpedlllon, Mürichen. 141 7 worden zu den neuen, lehr st»rt erhöhten Löhnen eingestellt: Mariusstraffe 36 Mlillerstraffe 3« a Petersburger Platz 4 Ptinzenstraffe 3t Sieglitz r Straffe 37 Wattstraffe 9 Bühelmshavener Str.« chftraffe 10 "äffe Steglriedftr. 28/29 Ackerstr iTURopuenplotz) Bärwalditraffe 42 Bastian straffe 7 Boxhagener Straffe 8i GteifenHogenct Straffe 22 Immanueiiirchstraffe 24 Lausttzer Platz 14,15 Lü tecker Straffe I Borfigroolbe, Räu Ltchteuaerü, Wartenberg» äffe 1 Iteutövii. Neckarstr 2 und Slegu Itieher'.chöuemelhe. Briickenstr.>0 NiederstHönHauseu. Ttes.'awiiraffe ZI Beinltfcnbotr-Of». Provinzstroffe 56 Schöueberg. Beiziger Straffe 7 lempelhot, Raiier-Silhelm-Stratze l» Irepto«, Rieihaizstc m