Nr. 295. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 19. Dezember 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! | Der kaiserliche Ober- Postdirektor müssen auch die zur Berichtigung der Standesliste unter Bunkt 5 schließung erschwert ist, die unehelichen Geburten und die Ehe. Endlich, welcher heirathet, der thut wohl, welcher aber nicht heirathet, der thut besser. ( 1. Epistel St. Pauli an die Corinther, Kap. 7, Vers 38.) So sagt auch der kaiserliche Ober- Postdirektor in Kiel. Heirathen ist sehr schön, meint er, wenn man Ober- PostSirektor oder Postdirektor, oder doch zum mindeſten pensionsberechtigter Bostsekretär geworden ist. Aber bei den nicht festangestellten Unterbeamten, den sogenannten Post hilf 3boten, hält er das Heirathen für den größten Lugus von der Welt. Von unserem geheimen expedirenden Sekretär bei der Reichs- Postverwaltung ist uns nämlich die folgende Verfügung der kaiserlichen Ober- Postdirektion in Kiel zugestellt worden: Kiel, den 8. November 1894. Den Herren Vorstehern der kaiserlichen Verkehrsämter wird unter Hinweis auf die Verfügung vom 8. Mai 1892 I] 8384 von neuem zur Pflicht gemacht, unüberlegten, vorzeitigen Heirathen der nicht angestellten Unterbeamten( ständigen Posthilfeboten) mit allem Nachdruck entgegenzutreten und gegebenenfalls ihnen verhandlungsschriftlich die möglicherweise entstehenden nachtheiligen Folgen vorzuhalten mit dem Eröffnen, daß im Falle der Eheschließung ihre Beibehaltung im Postdienste in Frage gestellt würde. Damit Borhaltungen dieser Art ihren Zweck nicht verfehlen, müssen sie dem Betheiligten rechtzeitig gemacht werden, so lange er noch in der Lage ist, die wohlgemeinten Rathschläge feiner vorgesetzten Behörde in Erwägung zu ziehen und zu befolgen, nicht etwa, wenn die Vorkehrungen zur Hochzeit schon getroffen sind oder letztere nahe bevorsteht. Die Herren Amtsvorsteher haben sich deshalb über die persönlichen Verhältnisse der in Betracht kommenden Unterbeamten auch bei den zugetheilten Postagenturen dauernd unterrichtet zu halten. Für die Folge ist vor jeder Verheirathung eines nicht ans gestellten Unterbeamten unter eingehender Darlegung der wirthschaftlichen Verhältnisse des Ehepaars, beziehungsweise der Eltern, hierher Anzeige zu erstatten, auch zu erörtern, weshalb er die vorausgegangenen Ermahnungen unbeachtet gelassen hat, und welche Umstände für seine fernere Belassung im Postdienste sprechen. Die mit dem betreffenden Unterbeamten aufgenommene Verhandlungsschrift ist dem Bericht beizufügen. In legterem 1910 Feuilleton. Im Exil. ( Nachdruck verboten.] 31 erforderlichen Angaben enthalten sein. An Der taiserliche Ober- Post direktor. In Vertretung: Kempte. die kaiserlichen Verkehrsämter des Bezirkes I 17396. So, nun wissen die Post- Unterbeamten in ganz Deutschland, wie sie es mit dem Heirathen zu halten haben. Und daß das Gebot der vorgesetzten Behörde nicht unbeachtet bleibt, dafür wird ja die angedrohte Dienst entlassung im Uebertretungsfall schon sorgen. zunehmen? Oder hat sie ihren Unterbeamten etwa auch das Reuschheitsgelübde abgenommen, wie die katholische Kirche ihren Priestern? Das wäre ja sehr interessant und im Interesse der öffentlichen Sittlichkeit höchstens noch der Wunsch hinzuzufügen, daß das Gelübde von den jungen Bostschweden besser gehalten werden möge, als dies bei den Mönchen und Priestern im allgemeinen geschieht. Die Das führt auch gleich auf die Religion. Religion soll ja jezt dem Volk erhalten werden". Die Religion aber hat die Ehe zu einem Sakrament, also für„ heilig" erklärt. Im christlichen Evangelium Behörde submissest unser Urtheil vorzutragen, die obige verlassen und wird seinem Weibe anhangen". Im alten Nur scheint uns, wenn es uns gestattet ist, einer hohen steht:" Der Mann wird seinen Vater und seine Mutter Verfügung nicht ganz zeitgemäß zu sein, gerade jetzt, da der Testament sagt der liebe Gott zum ersten Menschen: Kaiser in Thorn die Parole zum Kampf für Religion, Seid fruchtbar und mehret Euch!"- aber nicht, Ordnung und Sitte ausgegeben hat und dieser Kampf wenn Ihr Unter beamte bei der Reichspost seid", fügt denn auch auf der ganzen Linie entbrannt ist, gerade der Herr Ober- Postdirektor hinzu. jetzt, da in dem Umsturzgesetz der Regierung die Familie und die Ehe unter einen ganz besonderen Schutz gestellt werden. " Unsere Leser sehen, daß wir bei der Beurtheilung dieses Falles von den Argumenten, die uns unsere eigene Weltanschauung, die Prinzipien unserer Partei bieten würden, Wir sind nämlich der unmaßgeblichen Ansicht, daß in diesem keinen Gebrauch gemacht haben, daß wir mit keinem Wort Kampfe( und die kaiserliche Ober- Postdirektion in Kiel wird in die Unwürdigkeit dieses Ueberwachungssystems der aller diesem Kampfe doch auch ihren Mann stehen) Religion, Ordnung intimsten Angelegenheiten der jungen Beamten 2c. erwähnt und Sitte nicht gerade besonders gut geschützt sind durch ein haben. Es ist aber gut, einmal zu zeigen, wie solche beHeer junger, unverheiratheter Leute. Wir würden rufenen Hüter von Ordnung, Religion und Sitte, wie es es für richtiger halten, den jungen Beamten ein solches eine Ober- Postdirektion ist, ihre eigenen Prinzipien verGehalt zu geben, daß sie im stande wären, eine Familie leugnen, wenn sie gerade nicht in ihren Kram passen. Es zu ernähren. Zumal Ehe und Familie doch sonst nicht nur ist ganz gut, sie einmal mit ihren eigenen Waffen zu Drdnung gelten, sondern auch was in unserer so als die Grundlagen des gesitteten Staates und der schlagen. sozialpolitischen" Zeit besonders ins Gewicht fällt als Die Grundlage des sozialen Wohlbefindens der kleinen Leute. So heißt es bei einem„ sozialpolitischen" über den Frankfurter Parteitag. Professor: " Bur Diskussion Erklärung. Ich hatte eine furze Erwiderung auf die wiederholten heftigen Ausfälle des Herrn Ledebour gegen mich an die Redaktion des Vorwärts" eingesandt. Diese ersuchte mich im Interesse des Friedens von einer Polemik gegen Herrn Ledebour abzusehen und seine Behauptungen unerwidert zu lassen.*) Obwohl Herrn Wir Das Familienleben soll dem Einzelnen Freude und Genuß bereiten, es soll die Quelle des höchsten individuellen Glückes, die Stätte liebevoller, treuer Pflichterfüllung und fittlicher Aufopferung sein. In der Familie, in seinem Heim, im liebevollen Leben mit Frau und Kindern soll auch der Arbeiter die Frucht seiner Arbeit und seines Fleißes genießen und das Glück empfinden, das nur die treue Liebe*) Das ist ein Jrrthum des Genossen Kautsky; wir lehnten und Sorge und die sittliche Hingebung dem verheiratheten den Abdruck der Erwiderung in der Gestalt, welche sie hatte, und mit Kindern gesegneten Menschen gewähren und das deshalb ab, weil wir, nachdem der Streit, so weit Persönauch der größte Reichthuin allein nicht zu erzeugen vermag." lichkeiten ins Spiel tamen, geschlossen war, keinen in diesem Ton gehaltenen Artikel veröffentlichen konnten. Und glaubt die Kieler Ober- Postdirektion etwa, die wollten aber feineswegs, daß Kautsky die Erwiderung ab Sitte im Lande zu heben, wenn sie ihren Beamten das geschnitten sei, sondern waren nur der Ansicht, daß dies am besten Heirathen verbietet, oder kennt sie, ebenso wie wir, die in der„ Neuen Zeit" geschehe, die ja auch die Antwort auf Le Erscheinung, daß überall, wo den jungen Leuten die Ehe debour's erste Erklärung gebracht hatte. Red. des Vorm." lange die Kinder klein sind. Aber ist das nicht schmähliche innerte er sich erst daran, daß er nicht einmal wußte, Tyrannei, wenn man sie in alle Ewigkeit aufrecht er- wo sie sein konnte. Wohlan, dann wollte er halten will? Frau Roveray aufsuchen, sie bitten, sie anflehen, Der Pastor schüttelte den Kopf. fie umstimmen. Sofort eilte er auch nach ihrem Hause und Ich bedaure Sie aufrichtig, mein armer Freund. Sie tlingelte. Er wurde nicht empfangen. Er ging nach Hause kennen Frau Roveray noch nicht. Sie hat einen eisernen und schrieb ihr einen langen Brief voll Hochachtung und Kopf. Und die Schwierigkeiten des Kampfes ahnen Sie noch Verzweiflung im Tone, der unbeantwortet blieb. Er begab nicht einmal. Sie sind Ihrer Kraft, Ihrer Geduld gewiß. sich wiederum zu ihr. Sie war nicht zugegen, verreist, Mein armer Sohn, das ist ein Traum, dem Sie ent- Aber ist das auch bei Annette der Fall? Ein junges man wußte nicht wohin und wann sie wiederkehren würde. sagen müssen. Frau Roveray, die ich weiß nicht, wo Mädchen hat nicht den energischen Willen eines Mannes, Er bebte vor ohnmächtiger Wuth. Zu Hause war& durch von Ihren Gefühlen Kenntniß erhalten hat, ist den das Unglück gestählt hat. Durch tausend Bande des düster, schweigsam, reizbar. Seine Mutter, die den Sturm zu allem entschlossen, um diese Verbindung zu hindern. Herkommens wird es zurückgehalten. Wer weiß, was man abute, der in ihm tobte, fürchtete sich, ein Bekenntniß Aber Annette liebt mich auch, rief René heftig. Ich bin ihr einreden, was man sie glauben machen wird? Sie ist seinerseits herauf zu beschwören und so Del ins Feuer zu dessen gewiß, denn sie hat es mir gesagt. schon jetzt Gott weiß wohin gebracht worden und zweifellos gießen. Und aus Furcht, sie nußlos zu betrüben und Ich glaube es Ihnen. Aber Frau Roveray will ihre längst durch viele Meilen von Ihnen getrennt. Sie können auch in dem letzten Zufluchtsort, der ihm geblieben Tochter keinem geben, der nicht ihrer Religion angehört. fich wohl denken, daß man nicht zulassen wird, daß Sie war, mehr Unwillen als Trost zu finden, versenkte Das sind sie wieder, die Frommen! Ob protestantisch Annette wiedersehen oder ihr schreiben. Ach, ich bedaure René sich in unfruchtbare, verzehrende Träumereien. Er oder katholisch, sie sind immer dieselben! Engherzige, Sie, ich bedaure Sie tief. arbeitete nicht, er aß nicht, er schlief nicht mehr. Eines intolerante Menschen, die ohne zu zögern ihre Kinder ihrem René war, das Gesicht mit den Händen bedeckend, in Abends klagte er über Frost und Kopfschmerz; er legte sich Fanatismus opfern, Geschöpfe ohne Mitleid, ohne Herz, einen Stuhl gesunken. Er fand keine Antwort auf die zu Bett. Einige Stunden später lag er schon in Fieberohne Gerechtigkeit, unfähig zu begreifen, daß man über sanften, verständigen Worte des Pastors. So verharrte er delirien. Der Arzt, der schleunigst herbeigerufen wurde, erDinge, in denen zwei Kirchen abweichende Ansichten haben, niedergedrückt, betäubt von einem Schwarm wirrer Ge- tannte ein Nervenfieber. anders denkt als sie. D, ich hasse, ich verabscheue fie! danken. Aber Annette und ich sind jung, wir werden warten, wir werden kämpfen und siegen! Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Was thun? seufzte er. Was thun? • Acht Tage lang schwebte er in Lebensgefahr, und Frau Messant, die von Gewissensbissen erfaßt wurde, als sie ihn All' Ihren Muth zusammennehmen und entsagen. Ich unzusammenhängende Worte sprechen hörte, in denen jeden Der Pastor ließ den jungen Mann ruhig seinem Zorne sehe leider keinen anderen Ausweg. Augenblick der Name Annette's wiederkehrte, war untröstlich Luft machen. Er fühlte, daß dies allein ihn beruhigen René sprang auf. bei dem Gedanken, daß sie mit dem Leben ihres Sohnes gefonnte. René ballte die Fäuste, lief im Zimmer auf und Nein, nein! rief er. Nicht eher als bis alle Mittel fpielt hatte. Sie machte sich die bittersten Vorwürfe und ges ab wie ein Tiger in seinem Käfig und blieb endlich mit versucht sind! lobte sich, wenn er ihr wiedergegeben werden sollte, einem Gefühl, gekreuzten Armen vor ihm stehen. Und ohne auf weitere Auseinandersetzungen zu hören, dessen Tiefe sie nicht geahnt hatte, nicht mehr entgegen zu sein. Nicht wahr, Herr Borel, habe ich nicht recht? Das stürzte er wie ein Rasender davon. Endlich triumphirte René's Jugend, seine kräftige Konist ja ein Selbstmord, den man da von mir verlangt. Kann Lange irrte er durch die Felder. Tausend unsinnige Pläne stitution, die energische, unermüdliche Pflege über die ich es zulassen, daß man uns überlebten Vorurtheilen wälzte er in seinen Geiste. Er dachte daran, Annette zu Krankheit. Er ging aus ihr wie aus einem schweren opfert? Die Autorität der Eltern ist eine gute Sache, so folgen, sie mit Gewalt zurückzuführen; und dann er- Traume, gebrochen, fraftlos, gealtert hervor. Nur langsam Ledebour's herausfordernder Ton zu einer solchen Selbst-| Versuch gemacht hätte, sich mit Friedrich Engels zu decken. Daß p Ueber die Beschlußunfähigkeit des Reichstages verleugnung nicht ermuntert, will ich dennoch dem Ersuchen der von Herrn Kautsky schwerlich nutbringende Beiträge zur Agrar- entrüstet sich die nationalliberale Rorrefpondenz, noch er= Redaktion nachgeben angesichts der augenblicklichen politischen frage zu erwarten" sind, schloß ich nicht aus einer strittigen bitterter ist sie und ihre Hintermänner über die SozialSituation, wobei ich allerdings den Wunsch nicht unterdrücken Ansicht, die er geäußert, sondern aus den Widersprüchen, in die demokraten, welche durch ihren Antrag auf Auszählung des tann, die Friedenssehnsucht in der Redaktion des„ Vorwärts" er sich verwickelt hat, ohne sich ihrer bewußt zu werden. Für hätte sich schon früher, bei dem Eintreffen der Ledebour'schen diese Widersprüche habe ich aber triftige Beweise erbracht. Selbst Hauses das Ansehen des Reichstags wahrten. Da werden dann Einsendungen, fühlbar gemacht.*) wenn die Ansichten Friedrich Engels' über die Agrarfrage fich Räubergeschichten erzählt von den Sozialdemokraten, welche Ich begnüge mich mit folgender Konstatirung: mit denen des Herrn Kautsky in wesentlichen Bunften deckten, fünstlich die Beschlußunfähigkeit des Hauses geschaffen haben Die Angriffe des Herrn Ledebour gegen mich gehen von würde es doch niemandem einfallen, und mir am allerwenigsten, sollen. Es wäre dazu keine Anstrengung nothwendig gewesen, folgendem Saz meiner Echrist über das Erfurter Programm die Verworrenheiten des Herrn Kautsky Friedrich Engels zur da selbst drei Dutzend Sozialdemokraten das Haus nicht aus:" Der Uebergang zur sozialistischen Gesell- Laft au legen. beschlußfähig gemacht hätten. Die Eatrüstung gegen die schaft bedingt feineswegs die Expropriation Was Herr Kautsky aus dem Engels'schen Aufsatze in der bösen Sozialdemokraten ist um so lächerlicher als die erste der Kleinhandwerker, und Kleinbauern." Neuen Zeit" für seine und gegen meine Ansichten anführt, Beschlußunfähigkeit im neuen Reichstage durch die Konserist nun aber obendrein so unglücklich gewählt wie irgend möglich. vativen verursacht wurde. Die Kölnische Volts- Zeitung" Denn für die gewaltsame Expropriation der Kleinbauern bin ich ja gar nicht eingetreten. Im Gegentheil; da ich ihre erwähnt hierüber das folgende: gewaltsame Expropriation nicht für möglich halte, andererseits Daß zum Schluß beim ersten Sammelsprung" im neuen aber auch nicht glaube, daß sich ein sozialistischer Betrieb für Hause Beschlußunfähigkeit sich herausstellte, ist wohl darauf den Großgrundbesiz durchführen läßt, wenn die eingesprengten zurückzuführen, daß ein großer Theil der Rechten sich entfernt fleinbäuerlichen Liegenschaften individualistisch weiter bewirth hatte. Man wollte auf diese Weise dem Präsidenten die Möglichschaftet werden, habe ich eingehend zu begründen versucht, daß keit verschaffen, für die nächste Sigung die Umsturz- Vorlage aus wir an die Verwirklichung der sozialistischen Wirthschaftsordnung eigener Machtvollkommenheit auf die Tagesordnung zu setzen. nicht eher denken können, als bis wir auch die Kleinbauern als Die große Mehrheit der Abgeordneten wollte schon gestern nach Klasse dafür gewonnen haben. Dann erfolgt aber die Ueber- Hause, der Präsident soll aber mit seinem Rücktritt gedroht führung der kleinbäuerlichen Betriebe in den sozialistischen Be- haben, falls die Umsturz- Vorlage nicht noch zur ersten Lesung trieb nicht gewaltsam, sondern mit Genehmi- vor den Ferien komme. Wahrscheinlich wird die erste Lesung gung der Kleinbauern. vor verhältnißmäßig leeren Bänken vor sich gehen und spätestens am Mittwoch zu Ende sein. Dagegen bemerkt Herr Ledebour im Vorwärts" in seinem Artikel, vom 21. November, es sei nach seiner Ansicht ein grober Frrthum, wenn Kautsky annimmt, daß in einer fozia listischen Gesellschaft neben dem kollektivistischen Großbetrieb in der Industrie und der Landwirthschaft die kleinbäuer liche Einzelwirthschaft fortbestehen könnte." Das ist etwas ganz anderes, als ich behauptet hatte. Die fozialistische Gesellschaft und der Uebergang zur sozialistischen Gesellschaft sind offenbar zwei verschiedene Dinge. Ich hob nach Ledebour's Angriff in meiner Auseinander setzung in der„ Neuen Zeit", Heit 9, diesen Unterschied besonders hervor, indem ich erklärte: Bom ökonomischen Standpunkte aus wäre es zwecklos, den Kleinbesitz aufzuheben, so lange der Kleinbetrieb fortbesteht. Dessen Reste dürften aber nicht in der sozialistischen Gesellschaft, sondern, wie ich ausdrücklich hervorhob, während des Uebergangsstadiums dazu eine Zeitlang fortbestehen. Allerdings nicht allzu lange Beit, denn der Kleinbetrieb ist dem Untergange unrettbar verfallen und er wird in der sozialistischen Gesellschaft noch schneller verschwinden müssen als heutzutage." " Troß dieses ausdrücklichen Hinweises wiederholt Herr Ledebour im Vorwärts" vom 4. Dezember seine frühere Behauptung:„ Meine Grilärung im Vorwärts" gipfelte in der Beweisführung, daß in der sozialistischen Gesellschaft die kleinbäuerliche Produktionsweise neben einem im übrigen sozialistisch organisirten Betriebe nicht fortbestehen kann, während Herr Kautsky das für möglich hält." Mit dieser Ausführung will ich indeß keineswegs in Abrede stellen, daß ich mit anderen Theilen von Engels' Artikel nicht völlig einverstanden bin. Ich ziehe es aber denn doch vor, darüber direkt eine Verständigung mit Friedrich Engels zu suchen, von dem ich sicher bin, daß er eine Kritit seiner Ansichten vertragen tann. G. Ledebour. Politische Leberlicht. Berlin, den 18. Dezember. Demnach haben die Sozialdemokraten freilich gegen ihren Willen dem Wunsche der Mehrheit des Hauses Rechnung getragen und all' die Entrüstung der Böttcher, Manteuffel und Konsorten ist nichts anderes als die elendeste Heuchelei. Und die Regierung sollte doch froh sein, daß man nun die Nieberding'sche Rede auch als Grundlage zur Beurtheilung der Umsturzvorlage besitzt. Eine Zeit lang hatte die Reichsregierung die Uebung, ihre Vorlagen vor dem Unbedeutendheit ist die Signatur der Männer des Busammentritt des Reichstages der öffentlichen Beurtheineuesten Kurses. Sie ist ihnen allen auf die Stirn gelung vorzulegen. Sie hat dies bei einer so wichtigen VorDie Grundlage von Herrn Ledebour's Polemit gegen mich schrieben, und macht sich geltend in jedem Satz, den sie lage, wie es die Umsturzvorlage ist, unterlassen. Nun hat bleibt also eine Behauptung, die ich nicht nur nicht aufgestellt, reden. Der neueſte Kanzler, der neueste Polizeiminister, der durch die Intervention der Sozialdemokratie die öffentliche sondern gegen die ich mich ausdrücklich verwahrt habe. neueste Justizminister sie sind in ihrer Art sehr ver- Meinung Gelegenheit, sich mit der Vorlage ganz gründlich Damit werden auch die Konsequenzen hinfällig, die Herr Lede- schieden, aber in einem sind sie einander gleich: in der zu beschäftigen. bour daraus für meine Person gezogen hat. behauptet. K. Kautsty. durchbrach. Ist dies der Reichs- und preußischen Regierung so unte angenehm? Ich kann mich mit dieser kurzen Konstatirung um so eher unbedeutendheit. Und der neueste Reichsanwalt der begnügen, als ich inzwischen die Genugthuung hatte, zu sehen, Staats- und Gesellschaftsretterei, Herr Staatssekretär daß Fr. Engels erklärt( in der Neuen Zeit" Nr. 10), es sei Nieberding, macht keine Ausnahme. War das eine Die Soldaten und der Umsturz". Das neue „ handgreiflich, daß, wenn wir im Besitz der Staats- Rede! Wie aus einer Gießkanne, deren Brause zu drei Bierteln Umsturzgesetz" enthält bekanntlich auch einen Baragraphen, macht sind, wir nicht daran denken können, die verstopft ist, träufelte es herab, dürftig, aber anhaltend wie ein nach dem Gefängniß von einem Monate bis zu drei Kleinbauern gewaltsam zu expropriiren( einerlei, langweiliger Landregen, das lang aufgesammelte, Jahren denjenigen trifft, der es unternimmt, einen Anob mit oder ohne Entschädigung), wie wir dies mit den Groß- tausendmal aus einer Polizeikanne in die andere geschüttete, gehörigen des Heeres zur Betheiligung an Bestrebungen grundbesitzern zu thun genöthigt sind 2c."( S. 301). Herr Ledebour hat dieses Gedankens wegen von mir behauptet, muffige Wasser. Nicht ein, aus der stereotypen Mittel zu verleiten, welche auf den gewaltsamen Umsturz der beich müsse mir zunächst selbst größere Klarheit verschaffen" 2c., mäßigkeit herausragendes Wort von Gedanken kann stehenden Staatsordnung gerichtet sind. 2c., bei derartigen Menschen und Gelegenheit ohnehin nicht die ehe, nugbringende Beiträge" von mir zu erwarten seien. Wir haben schon darauf hingewiesen, welche Gefahren Ich darf wohl annehmen, daß er das jetzt auch von Engels Rede sein nicht einmal eine Geste, die das öde Einerlei in diesem Paragraphen für alle unsere Genossen liegen, die irgendwie mit Soldaten zusammenkommen. In einem Im Vorstehenden macht Herr Kautsky den Versuch, bei den Wahrhaftig, der alte Buttkamer war kein Genie, aber von Professor L. v. Bar in Göttingen herrührenden ArLesern den Glauben zu erwecken, ich hätte geflissentlich er war doch ein anderer Kerl- er hatte wenigstens tikel der freisinnigen Wochenschrift" Die Nation" wird feine Erklärung ignorirt, daß er nur ein vorläufiges Pose, und machte, während er freundlich lächelnd ebenfalls auf diese Gefahr hingewiesen. Es heißt da: Nebeneinanderbestehen der kleinbäuerlichen Produktionsweise uns aufspeiste, vortreffliche Reklame für seinen Tanz- Der Wortlaut des Gesezes ergiebt, daß jedes politische neben der sozialistischen vertreten will. Er ermöglicht sich diese lehrer. Doch dieser neueste Sozialistenspeiser! Hölzern, oder angeblich politische politische oder nur die Politik streifende Unterstellung dadurch, daß er aus meiner letzten Erwiderung den hölzern, hölzern. Jedes Wort hölzern, jede Geberde hölzern Gespräch, welches 8. B. eine der Sozialdemokratie obigen Satz aus Nr. 282 des Vorwärts" vom 4. Dezember aneiner Militärperson führt, jede führt, aber den unmittelbar" darauf folgenden, mit ihm in alles Holz und Langeweile. Ernsthafte Langeweile, angehörende Perjon mit logischem Zusammenhange stehenden fortiäßt: denn dem war es gestern, als er sich und den Reichstag Busammenkunft eines Sozialdemokraten mit einer MilitärOber dabei an eine längere ober türzere anderthalb Stunden abquälte, bitterer und bitterster Ernst, person in einem Gasthause, auf einem Spaziergange u. f. w. Reihe von Jahren denkt, ist nebensächlich. Um und ein langweiliger Sozialistentödter, dem es mit der urtheilung geben faun; denn sobald jene person irgendwie den Anlaß zu einer strafgerichtlichen Untersuchung und Ver eine nach Jahren zu bemessende Frist handelt es sich aber dabei Langenweile Ernst ist, das ist der Schrecklichste der Schrecken. urtheilung geben kann; denn sobald jene Person irgendwie mit einer Militärperson freundschaftlich redet, in ihrer jedenfalls, sonst würde er den Kleinbauern nicht die ungeheure Ja, es war ihm Ernst. Und das war nicht blos uns Gesellschaft Glas Bier trintt, fann, die erforder Erleichterung" einer Umwandlung der Hypothekenzinsen in fürchterlich, sondern auch seinen Freunden. Nur ein ernster liche Absicht vorausgesetzt, darin der Thatbestand gefunden Naturalleistungen in Aussicht gestellt haben. So etwas kann doch Mann konnte in einer Rede gegen die Sozialdemokratie, werden, daß jene person es unternehme, den Soldaten nur bei einem Jahre hindurch währendem Zustande in Betracht Berzeihung: gegen die Umsturzbestrebungen das große Wort zu verleiten..... Und wenn es wahr ist, daß sozialDaraus geht doch klar hervor, daß meine Kritik sich ausgelassen aussprechen:" Die Schuhmittel der Staats- und demokratische und Umsturzideen in dem von den Motiven andrücklich gegen das von Herrn Kautsky befürwortete vor- Gesellschaftsordnung, welche die Gesetzgebung bietet, reichen genommenen Umfange verbreitet sind lich auch von Angehörigen und Jugendfreunden vieler Iäufige Nebeneinander der beiden Produktionsweisen richtet. gegenüber der Entwickelung der Verhält Soldaten getheilt werden, glaubt man, daß es wünschensKein Leser meiner Ausführungen sollte darüber im Zweifel sein nisse nicht aus." Ein Wort verblüffender Weisheit! werth fet, durch peinliche Untersuchungen über bloße Verblüffend aus diesem Munde, denn es ist das Todes Gespräche 2c. eine erhebliche Anzahl von Militärpersonen in den Nach dieser Klarstellung wäre ich eigentlich fertig mit urtheil der heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung. schweren Konflikt zu bringen, entweder den Eid zu verlegen oder Herrn Kautsky, wenn er nicht noch den gleichfalls mißglückten Herr Nieberding hat das freilich nicht begriffen; allein die aber Angehörige und Freunde in eine Strafe zu bringen, die *) Zensur während des Streites zu üben, erlaubte uns unsere drei Wochen Bedenk- und Nachdenk- Zeit, welche die Sozial- vielleicht den Ruin bedeutet, und zwar wegen einer Handlung, Neutralität nicht. Kautsky's zweite Erklärung war mindestens demokraten ihm gutmüthig geschenkt haben, genügen viel deren Strafbarkeit dem Voltsbewußtsein nur schwer einleuchten wird? Glaubt man wirklich durch derartige Strafgesetze und so verlegend, wie irgend eine der Auslassungen Ledebour's, leicht, es ihm klar zu machen. Untersuchungen die Anhänglichkeit an die Ordnung des unfere Friedenssehnsucht" sträubte sich aber nicht gegen die Herr Nieberding wird vom„ Volf" und dem„ Reichs- Staates, an die Monarchie zu festigen? Würde nicht viel Aufnahme. Nur muß der Satz gelten: was dem Einen recht ist, boten aufgefordert, am 8. Januar seine Rede nochmals zu mehr die Gehässigkeit solcher Untersuchungen, die Gehässigkeit ist dem Anderen billig. Daß wir es nicht lieben, wenn in der Polemit ein Genoffe den anderen nicht auf dem Fuße partei- wiederholen, aber dann in besserer Weise die Umsturz- der unvermeidlich an so sich verflüchtigende Thatbestände sich genössischer Gleichheit behandelt, das stellen wir nicht in Abrede; vorlage zu begründen. So wenig schmeichelhaft dies für anschließenden böswilligen Denunziationen gerade den entgegen gesetzten Erfolg hervorbringen fönnen? Existirt in irgend einem für dieſes Gefühl dürfte sich jedoch ein paffenderes Wort finden Herrn Nieberding ist, so unchristlich ist es, dem Reichstage Staate der Welt ein derartiges Strafgesey? Die Motive haben derartiges zu wünschen. teines angeführt. tommen." tönnen. lassen als„ Friedenssehnsucht". Red. des Vorw." ein und dann natür Wozu eine Umsturzvorlage? Heute hat unser Ges noffe& chippel seine dreimonatige Strafe in Plögensee angetreten, so daß sich nun das gesammte Redaktionspersonal des Sozialdemokrat" in Strafhaft befindet. " Wir hoffen, daß unsere Genossen gesundheitlich ungeschwächt in die deutsche Freiheit" zurückkehren. Der " Sozialdemokrat" wird natürlich trotz der gegen ihn geführten Schläge weiter in gleich energischer Weise die Sache genas er wieder; es fehlte ihm die Lust zum Leben. Der Stimmung, die seinem gequälten Körper jetzt behagte, alte Kummer fehrte zurück, so bald er sich dessen, was ihn athmete er mit einem Vergnügen, das ihn selbst überraschte, umgab, bewußt wurde, und bedrückte seine Bruft zum die Seele des jungen Lenzes ein, die über allen Dingen, Ersticken. die ihn umgaben, lag. Er seufzte oft, wenn er an das Frau Messant wagte nicht die leiseste Anspielung, die dachte, was jetzt hätte sein können. Annette schien ihm für das schlecht verhehlte Leid wieder aufwecken konnte. Aber immer verloren, wie es sein Vater für ihn war, und die die Damen Krantz kamen, um sich nach dem Befinden Wunde, an der er sich beinahe verblutet hatte, war des Genesenden zu erkundigen. Dabei wurde der jett nur noch eine schlecht verharschte Narbe, des Proletariats vertreten. Name der Frau Roveray ausgesprochen, und Rosa die noch immer schmerzte, die ihn aber dennoch erzählte mit Berwunderung, daß sie mit ihrer Tochter auf nicht hinderte, wieder in die Reihen der Lebenden und mysteriöse Weise verschwunden, daß ihr Haus von oben bis Handelnden einzutreten. unten fest verschlossen und leer sei. René hörte vom Nebenzimmer aus alles mit an, und als seine Mutter zu ihm zurückkehrte, fand sie ihn fast ohnmächtig und so bleich, daß sie nicht mehr an sich halten konnte. Sie zerfloß in Thränen, Roman preisgekrönt.- Bravo! Brief folgt. ihr Kopf glitt auf das Kissen neben den des Sohnes, sie be René überflog das Telegramm mit einem Freudendeckte ihn mit Küssen und rief: Mein armes Kind! mein ausruf und reichte das Papier dann seiner Mutter, die es ,, leber Thema" darf in Sachsen nicht gesprochen armes Kind! Da, als René ihr Herz an dem seinen schlagen las, ohne seinen Sinn zu begreifen. Aber als René ihr werden nämlich nicht über den Fall Liebknecht". fühlte, ließ er der Fluth von Bitterfeit, die er so lange in auseinandergesetzt hatte, daß die Akademie für Moral- Einem fortschrittlichen Abgeordneten, der am Sonnabend sich zurückgehalten, freien Lauf. In abgerissenen Worten wissenschaft und Politik ein Werk preisgekrönt hätte, das in Dresden einen Vortrag halten wollte, wurde dies von sagte er ihr alles, er weinte über seine Liebe wie über er ihr eingereicht, lachte und meinte fie, um dem überwachenden Polizeibeamten amtlich zu wissen geeinen theuren Todten, und lange schluchzte er wie ein Kind armte sie ihren Sohn und betrachtete ihn voll Respekt than. Wie schade", werden die Bliemchen Politiker am Halse seiner Mutter. und Bewunderung. Sie erwog alle Folgen, welche denken, daß es im Reichstag keine überwachenden PolizeiEin Telegramm Luciens trug noch besonders dazu bei, seine Rückkehr zur Gesundheit zu beschleunigen. Es besagte: und Schweigen ist das Geständniß des Sünders, dem die Die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schweigt; Auswege verlegt sind. Der Verfasser des Artikels mit den famosen Zitaten und Auslassungen ist Dr. A. Benedix, Staatsanwalt vom Landgericht I Berlin- derselbe Staatsanwalt, der im Gummischlauch Prozeß thätig war. 1 = Er war gerettet. Rubiger, seit er sich ausgesprochen, diese unverhoffte Freude möglicherweise haben founte. Sie Engel giebt!" dem Druck an das Unmögliche entrissen, begann er von sah ihren Sohn berühmt, wie er gebeten wurde, nach Frank- Das geheime Militär- Gerichtsverfahren. Gegen diesem Tag an sich wieder für die Dinge der Außenwelt reich zurückzukehren und wie man ihn plöglich zu den über der Resolution des Reichstages, nach dem Vorgange zu interessiren. Gerade jetzt trafen auch gute Nachrichten höchsten Aemtern berief. Sie targte auch nicht mit ihren der Veröffentlichungen über die allgemeine Kriminalstatistik aus Frankreich ein. Fragen. Was hatte es mit diesem Roman auf sich? Welchen auch die Veröffentlichung einer Statistik über die von den Die republikanische Partei gewann die Oberhand und Gegenstand behandelte er? Wie hatte er es angestellt, ihn Militärgerichten abgeurtheilten Strafsachen zu veranlassen, die Republik sollte nun aufhören, eine verkappte zu schreiben, ohne daß jemand etwas davon wußte? René wird bemerkt, die Veröffentlichung einer MilitärMonarchie zu sein. Noch einige Monate, noch ein mußte ihr schließlich die erste Niederschrift des Romans Kriminalstatistik erscheine nicht bedenkenfrei. Jahr, und das Vaterland öffnete sich Vaterland öffnete sich der Ver- zeigen und versprechen, ihr denselben vorzulesen. Sie war Es könne der Frage erst nahe getreten werden, wenn über bannten. Diesmal war es gewiß. Es war jetzt An- von einem wahren Fieber der Neugier und der Ungeduld den Entwurf einer Militär- Strafgerichtsordnung endgiltige fang des März, und der flare Himmel, die laue exfaßt. Sofort wollte sie eine Reihe von Besuchen machen, Entscheidung getroffen sein werde. Luft, der warme Sonnenschein gaben schon einen Vor- um die Neuigkeit überall zu verkünden. René hatte Mühe, geschmack des Frühlings, und strahlten belebenden Duft sie zu überreden, daß sie den angekündigten Brief abaus. René lebte mit dem jungen Grün und den ersten wartete. Blumen wieder auf, und in der weichen, träumerischen ( Fortsetzung folgt.) Es spricht nicht für die Güte des allseitig als reform bedürftig anerkannten Militär- Strafprozeß- Verfahrens, daß man auch die Statistik über die Urtheile dem Volke vorenthält. Das Strafverfahren, die Urtheile und nun auch die Statistik über die Urtheile werden mit dem undurch-[ greift in den französischen Arbeiterkreisen immer mehr um Der moderne Murawiew, Gurko, ist nun endlich dringlichen Schleier des Geheimnisses verhüllt und die wenig fich; das erfahren die Alemanisten. Sie haben mit ihrer seines Postens als Generalgouverneur von Polen entsetzt tröstliche Aussicht wird dabei gemacht, daß nach Reform der Agitation sehr wenig Glück. Und vorige Woche, als zwei worden. Die Polen werden einen Moment erleichtert aufMilitär- Strafprozeßordnung die Publizirung einer Militär- ihrer tüchtigsten Leute, die Hutmacher Dejeante und athmen, daß sie diesen rücksichtslosesten Vertreter einer vor Kriminalstatistik in Erwägung gezogen werden wird. Nun, Faberol, in Roubaix, der Stadt, die Guesde gewählt nichts zurückschreckenden Unterdrückungspolitik los sind, sie dann kann man wohl bis tief ins nächste Jahrhundert hat, Propaganda machen wollten, hatten sie in einer Ver- werden aber daran denken müssen, daß Gurko angeblich warten, bis so bescheidene Resolutionen des Deutschen sammlung vor 1200 Arbeitern blos 5 Stimmen für sich. blos aus Rücksicht auf seine zerrüttete Gesundheit und Reichstages von der hochmögenden Militärverwaltung Zum französischen Presskandal. Man schreibt uns aus unter Erhöhung seines Rauges entlassen wurde, so daß die gnädigst in Erwägung gezogen werden. Wir glauben, daß Paris unterm 13. Dezember: Gestern Abend wurde abermals ein Besorgniß gerechtfertigt ist, daß die Polen wohl den Gurko wir die famose Militär- Strafprozeßordnung erst mit dem Zeitungsdirektor, und zwar der des vornehmen Bourgeoisblattes aber nicht das System Gurko los sind. Militarismus los sein werden. " Paris", Herr Raoul Ganivet verhaftet, der gleich den Nach Armenien wird auch' ein russischer und Es giebt keine Soldatenmishandlungen. Aus legion ist. Außerdem hat er sich während der jüngsten französisch- ein französischer Untersuchungskommissär geschickt. verhafteten Trocard und Camille Dreyfus Ritter der EhrenEs Pojen wird der National- Beitung" gemeldet: russischen Feste, bei denen er als Vertreter der französischen Presse soll also gestänkert werden. Der alte Gladstone hat Die hiesige Strastammer verurtheilte den Chefredakteur der er ist Generalsekretär des Journalisten Verbandes eine sich plötzlich erinnert, daß er noch auf der Welt Posener Zeitung" wegen eines Artikels betreffend Miß- hervorragende Rolle spielte, einen hohen russischen Orden er ist, und fragt entrüstet, wie denn eine Macht, welche handlungen eines Soldaten zu 30 M. Geldstrafe, ebenso wurden we.ben. Als bei Beginn des Preßskandals sein Name mit der solche Greuel verübe, auf Erden noch geduldet werden könne? zwei Augenzeugen, welche behaupteten, die Mißhandlungen Affäre Allez" in Verbindung gebracht wurde, schrie er: Ver Vor fast zwanzig Jahren stellte er dieselbe Frage angesichts mit angesehen zu haben, zu 30 resp. 10 Mark Geldstrafe verleumdung und wollte die Sache vor ein Schiedsgericht des der„ bulgarischen Greuel", die aus der nämlichen Fabrit Journalisten- Vereins zum Austrag bringen, was jedoch von den Fürsorge für die Agrarier. In den ostelbischen betreffenden Anschuldigern nicht als das richtige Forum betrachtet hervorgingen, wie jetzt die armenischen Greuel". Bezüglich Gebieten ist die Regierung voll zarter Fürsorge für die wurde. Als Beweis seiner Unschuld stellte er nun die Ver- der letzteren giebt sogar die Tante Boß den Urhebern den Agrarier. In einem Vertrage, den eine königliche Militär- leumdungsklage, deren Resultat aber die gestrige Verhaftung war. Rath, nicht gar zu viel Armenier zu tödten. Und in der verwaltung mit einem industriellen Unternehmer ab: Es soll sich nämlich im Verlaufe der Untersuchung, während der That, wenn die Greuel" nur zur Hälfte wahr wären, gäbe die Bücher von einigen mit dem Hause Allez in Berbindung ge- es in Armenien keine Armenier mehr. Den bulgarischen geschlossen hat, findet sich folgende interessante Bestimmung: standenen Banken revidirt wurden, ergeben haben, daß er der Greueln folgte bekanntlich der russisch- türkische Krieg. Ob Kontraftbrüchige ländliche Arbeiter darf der Unternehmer Hauptbetheiligte in dieser Erpressungsaffäre fei. Seitdem sollen das Barenthum sich jetzt stark genug fühlt? nicht beschäftigen. nun auch andere Direktoren zittern, und man spricht sogar von Man ersieht hieraus, daß es unseren Behörden nicht dem Direktor eines bekannten Morgenblattes, der trotz der an sozialpolitischer Fürsorge fehlt, leider äußert sich hierfür ungünstigen Zeit eine Lustreife in die Schweiz gemacht dieselbe aber zu gunsten der Agrarier und nicht zu der der haben soll. Arbeiter. urtheilt.Wie sich aber der Einfluß auf das Arbeitsverhältniß sonst äußert, ersteht man aus der Bestimmung des Vertrages, wonach dem Unternehmer seitens der königlichen Verwaltung für die Arbeitsstunde 25 Pfennige gezahlt werden soll. Was mögen da die Arbeiter erhalten? Gehen doch von den 25 Pf. die allgemeinen Unkosten und der Profit der Firma ab. Wie elend muß es somit nach der Meinung der königlichen Verwaltung den ostelbischen Landarbeitern gehen, wenn sie zur Erzielung eines solchen Hungerlohnes kontraktbrüchig werden sollen! " China Japan. Der„ Times" wird aus Tientsin vom 17. b. Mts. gemeldet: Eine japanische Truppenkolonne ist in Haitschung bei Niutschuang eingetroffen und bedroht die Armee Algier. Pariser Blätter veröffentlichen sensationelle Nach des Generals Sung, welche 20 000 Mann start ist und ihre richten, wonach in Algier wegen schlechter Behandlung der Be- Operationsbasis in Kaichou hat. Die Streitmacht des Generals völkerung durch die dortigen Behörden ein Aufstand der Araber Sung besteht aus den Resten der besiegten Garnisonen einschließauszubrechen drohe. Ein Delegirter der Araber soll demnächst lich 6000 Mann aus Port Arthur. nach Paris kommen, um über die Erpressungen der algerischen Berwaltungen Klage bei der französischen Regierung zu führen.- Peling lebenden auswärtigen Staatsangehörigen in wirklicher GeNach einer Meldung aus Shanghai befinden sich die in Unser armer Freund Jean Volders erfreut sich törper- fahr, obwohl die kaiserliche Regierung erklärt hat, daß sie im lich des besten Wohlseins. Und auch geistig hat sein Zustand sich stande sei, dieselben zu schützen. so gehoben, daß die Möglichkeit vorhanden ist, ihn aus der Anstalt zu entlassen und seiner Familie zur Pflege zu übergeben. Die Rückkehr ins politische Leben und zu geistiger Thätigkeit ist durch die Natur der Krankheit- theilweise Hirnlähmung aus gefchloffen. Parlamentarisches. Kommunale Besteuerung des Weines. Der Abgeordnete Die politischen Parteien in der schweizerischen BundesCrispi ist zwar noch nicht gefiürzt", aber er ist zer eingebracht: Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn ReichsDr. Hammacher( ntl.) hat im Reichstag nachstehenden Antrag versammlung haben nach dem" Bund" folgende Vertretungen: Die 147 Mitglieder des Nationalrathe 3 zerfallen in 80 An- schmettert. Und daß König Humbert, der Sohn des Königs fanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die Vorschriften über gehörige der freisinnigen Linfen, 24 des Zentrums( Liberal und Edelmannré galantuomo fich von diesem der ge- die Besteuerung von Wein für Rechnung der Einzelstaaten, Konservative), 29 der katholischen Rechten und 14 Unabhängige meinsten Verbrechen überführten Zuchthaus- Kandidaten noch Kommunen oder Korporationen im Artikel 5 des Vertrages vom ( meist ostschweizerische Demokraten, darunter auch der Sozial nicht getrennt hat, kann nur als Beweis jener Verblendung 8. Juli 1867, die Fortdauer des Zoll- und Handelsvereins be demokrat Vogelsanger aus Zürich). Die 44 Mitgelten, welche die Mächtigen der Erde in den Abgrund treffend, aufgehoben und insbesondere die Hindernisse, welche glieder des Ständerathes gruppiren sich in 28 Angehörige reißt. Man erinnert sich der Prophezeiung Mazzini's: der der Erhebung einer Verbrauchsabgabe von Wein in angemessener der Linken, 4 des Zentrums, 13 der katholischen Rechten und Mensch( Crispi) wird die piemontesische Dynastie verderben Höhe seitens der Gemeinden wegen der Gesetzgebung des Reichs 2 Unabhängige. Die gesammte Linke beider Häuser zählt dementgegenstehen, beseitigt werden. nach 103 Mitglieder, das Zentrum 28, die Rechte 44 und die Gruppe er wird der letzte Minister des Hauses Savoyen sein." der Unabhängigen 16 Mitglieder. Wörtlich gehen solche Prophezeiungen ja meist nicht in Erfüllung. In der Hauptsache aber hat sich diese erfüllt. 3 Parteinachrichten. unferes Genossen Otto Goerte in der Charlottenburger StadtUnter einem recht nichtigen Vorwande ist das Mandat verordneten- Sigung für ungiltig erklärt. Begründet wurde dieser unseres Genossen Otto Goerte in der Charlottenburger StadtBeschluß durch folgende Vorkommnisse: 1. Das Wahllokal foll den Anforderungen einer geregelten Durchführung des Wahlaktes nicht entsprechen. 2. Das Wahllokal ist gleichzeitig das Hauptversammlungslokal der hiesigen Sozialdemokraten. 3. Gs haben mehrere Wähler ohne Legitimation gewählt. 4. Sollen nach 7 Uhr, dem Schluß der Wahl, noch 2-4 Wähler durch eine Hinterthür hereingekommen sein. Die Herren wollen also noch einmal versuchen, den verhaßten Gegner los zu werden; für das Mißlingen ihres Planes werden die Genossen am besten selbst sorgen. Der einmal eroberte Bezirk soll ihnen nicht wieder entrissen werden, selbst wenn sich wiederum der gesammte liberale Mischmasch" gegen sie vereinigt. Die Genoffen des 2. Bezirks aber mögen auf der Hut sein und am Tage der Wahl frühzeitig ihre Pflicht ausüben, damit nicht durch den Schluß der Wahlhandlung um 7 Uhr eine Anzahl Wähler ihres Rechtes beraubt werden und die Gegner über uns triumphiren. Agitation. Genosse Theodor v. Wächter sprach Versammlung, welche aus allen Bevölkerungskreisen zahlreich besucht war, über das Thema, wie er als Predigamts- Kandidat Sozialdemokrat wurde. Von den anwesenden protestantischen Geistlichen ergriff der bekannte Pfarrer Kambli das Wort. Am Montag spricht Genosse Wächter in Basel über das gleiche Thema. Veranstaltet wurden die Vorträge von der organisirten Arbeiterschaft. Tabakmonopol in der Schweiz. In seinem Berichte an die Bundesversammlung über den Stand der eidgenössischen Als das Haus Savoyen" vor jetzt einen Jahr, Finanzen, so schreibt man uns aus der Schweiz, sagt der Bundesrath, daß für die Subventionirung der Volksschule und für die nach dem Falle Giolitti's, sich wieder an Crispi an Beitragsleistung an die Kranken- und Unfallversicherung der flammerte, da wußte alle Welt, da mußte auch Bund neue Einnahmequellen eröffnen müffe und die erste, welche König Humbert es wissen, daß Crispi bis über die Ohren vorgeschlagen wird, ist das Tabakmonopol, dessen im Panaminoschmutz stat, ja, daß er sogar aus dem MilErtrag auf 8 Millionen Franken berechnet wird. Angesichts liardentopf des französischen Original Panama geschöpft dieses Vorschlages ist es auch in einem deutschen Blatte nicht und im Solde des Universal- Lumpen Cornelius Herz unzeitgemäß, daran zu erinnern, daß vor Jahresfrist in Zürich gestanden hatte. Waren die" Papiere", welche jetzt in der der außerordentliche Arbeitertag des schweizerischen Arbeiterbundes die Initiative für die unentgeltliche Krankenpflege und italienischen Kammer wie Dynamit geplagt sind, doch un das Tabakmonopol beschloß, wofür aber die erforderlichen schon vor Jahresfrist bekannt, und wären schon damals von 50 000 Unterschriften nicht aufgebracht wurden. Damals und uns veröffentlicht worden, wenn nicht italienische Freunde bis in den Sommer hinein wurde die Sozialdemokratie von sich aus politischen Gründen für einen Aufschub erklärt den Gegnern aufs schändlichste verlästert, indem sie die hätten. Alle Politiker in Italien, und viele in anderen beiden Begehren als den reinsten Umfturz und die Verwirklichung Ländern kannten die Papiere, und es ist einfach undentdes Sozialismus darstellten und aufbauschten, wodurch in der bar, daß König Humbert sie nicht gekannt habe. Und war That viele Leute kopfschen wurden und worin wohl auch die Erklärung für das Scheitern der Initiative liegt. Nun der nicht in vielen Zeitungen zu lesen, daß Crispi, als er ins Ministerium berufen wurde, von Schulden erdrückt Bundesrath die Einführung des Tabakmonopols als eine finanzielle und sozialpolitische Nothwendigkeit erklärt, bleibt war und aus der Privatkasse des Königs einige hundertalles ruhig! Nun hört man weder etwas von der Vernichtung tausend Lire( Franks) sich geben ließ, um die dringendsten am Donnerstag Abend in St. Gallen( Schweiz) vor einer der schweizerischen Tabak- und Zigarrenindustrie noch von der Gläubiger zu befriedigen? Indem das Haus Savoyen sein Einführung des Sozialismus, jetzt ist im Gegentheil das Projekt Schicksal an das des Verbrechers Crispi hängt, verwickelt des Tabakmonopols ein staatsmännischer Vorschlag, der voll es sich auch in seinen Sturz. Crispi kann einen Nachfolger ständig auf dem Boden der bürgerlichen Gesellschaft steht und erhalten, aber die italienische Monarchie ist nicht mehr zu diefelbe fogar noch befestigt, da der Monopolertrag für sozial retten. Sie hat sich mit dem Panamajchmuh befleckt und politische Zwecke bestimmt ist. Treffend sagt zu dieser verFrankreich der politische schiedenen Taktik, welche ein Stück Heuchelei darstellt, der Basler das ist in Italien wie in Tod. Vorwärts":„ Nach zwei Seiten hin hat somit der Bundesrath den Sozialdemokraten eine glänzende Genugthuung gegeben, ein Die Aufregung in ganz Italien wächst fortwährend. mal, indem er unumwunden anerkannte, daß zur Durchführung Die Vertagung der Kammer wird von monarchistischen der Vertrauensmann in einer Barteiversammlung Bericht über Situationsbericht aus Effen. Am 16. Dezember erstattete sozialer Reformen die Einführung des Tabakmonopols unerläß Blättern der schwerste Fehler bezeichnet, der lich ist, sodann, indem er die bei der Krankenpflege Initiative feit der der Einigung Italiens begangen worden ist. einnahme an Parteigeldern betrug 1157,54 M., die das abgelaufene Jahr seiner Thätigkeit. Die Gesammte von den Sozialdemokraten für die Durchführung des Monopols Unter den Anhängern der Regierung herrschte Bestürzung. Gesammtausgabe 1118,46 M. Für Landagitation wurden aufgestellten Bedingungen im wesentlichen zu den ſeinigen machte. Man glaubt allgemein an einen Staatsstreich. Aber ist es allein 148 M. ausgegeben, für die Maifeier 202 M. Jm verdie praktischen Vorschläge der Sozialdemokraten entweder mit möglich, einen Staatsstreich zu machen, um einen verbreche- floffenen Jahre haben 17 Bolts- und 4 Parteiversammlungen Mißtrauen oder mit Spott und Hohn aufzunehmen pflegen, sollte rischen Minister vor dem Zuchthaus zu retten? Freilich, itattgefunden, die alle durchweg gut, einige fogar, z. B. als Ge diese Vorlage des Bundesraths eine ernste Mahnung sein, wie soll die Regierung ohne Staatsstreich auskommen? noffe iebknecht und Genoffe v. Wächter sprachen, überzu urtheilen. Denn man fann nie wissen, wann die obersten es dauern, bis das italienische Volk vor der Noth- Geistlichkeit, Polizei und Unternehmerthum, diese Dreieinigfünftighin a chlicher über sozialdemokratische Bestrebungen Sie steht vor lauter Unmöglichkeiten. Und wie lange wird füllt besucht waren. Der Vertrauensmann bob in feinem Bericht die Schwierigkeit der Agitation im hiesigen Kreise hervor. staatlichen Behörden durch die Verhältnisse gezwungen wendigkeit einer Revolution steht? teit, legten uns alle möglichen Hindernisse in den Weg. werden, den Sozialdemokraten Recht zu geben", So vollstreckt sich das Verhängniß. In demselben So verweist was natürlich für andere Länder in noch viel höherem Maße Augenblick, wo der eine Treibundstaat den politischen Kon- immer auf den Herrn Kaplan oder auf den Direktor der dortigen verweist ein Saalbesizer in Borbet bei Essen gilt als für die Schweiz. Wenn diese Herren nichts dagegen ( Es versteht sich von selbst, daß die Stellung der Sozial- furs angemeldet hat und den Umsturz seiner Religion, Fabrik. lautet demokratie zum Tabakmonopol in einem demokratischen Staats- Ordnung und Sitte" feierlich anmeldet, versinkt der zweite haben, können Sieben Gaal betommen", die Antwort des Wirthes auf unsere Frage, ob er uns sein wesen, wie es die Schweiz, wo die Kontrolle des Boltes groß, Dreibundstaat in dem Schmußsee des Panamino. die Absicht sozialpolitischer Reformen ernst ist, eine andere sein Der dritte im Bund aber ist froh, wenn man nicht Stelle, in Schönebeck, jezte man dem Wirth, der nur einige Lokal zu einer Versammlung hergeben wolle. An einer anderen muß, wie im Deutschen Reich, wo die Mehreinnahmen nur zur von ihm spricht. Versammlungen in seinem Saal gestattete, die Polizeistunde von Stärkung des volksfeindlichen Militarismus dienen, wo man dem So vergeht die Herrlichkeit der Welt! 11 auf 9 Uhr herunter. Natürlich im Interesse der öffentlichen Bolte sozialpolitische Reformen blos verspricht, dafür aber Anläßlich der Gewaltthätigkeiten, die bei den in Sicherheit". Mit der Zeit bessert es sich aber auch hier; so ist die Knebelung des freien Wortes stets im Auge hat. Daraus olland häufig vorkommenden Arbeitseinstellungen dann und es uns gelungen, in werden, der Zentrumsdomäne, einen erklärt sich die entgegengefeßte Stellung der beiden Bruder- wann, oft durch provokatorisches Auftreten der Polizei, Play Saal für unsere Veranstaltungen zu gewinnen und haben die parteien zu den Monopolplänen. Red. d.„ Vorw.") greifen, ergingen fich einige fonservativ- liberale Ariftofraten in Genossen Lütgenau Dortmund und v. Wächter der zweiten Stammer in schmerzlichen Wehklagen über die Zügel- dort mit großem Erfolg in sehr gut besuchter Versammlung losigkeit, die im Lande herrscht. Sie forderten von der Regierung referirt. Die Erfolge werden nicht ausbleiben und werden die Einschränkung der Herren Ultramontanen bei Gelegenheit ihre helle Freude haben. Verbesserung der Polizei Aufsicht und Preßfreiheit, und hatten mit der Lobpreifung dieser staats- Die Versammlung nahm mit Befriedigung den Bericht des Vererhaltenden Maßregeln denn auch ihre ganze Weisheit aus- trauensmannes Kohns' entgegen. Genosse Ballmann getramt. Wir sind jedoch noch nicht so weit gedieben, daß die als Revisor, spricht sich sehr lobend über die forrette GeschäftsRegierung uns mit Ausnahmegesezen beehrt, vorläufig bat sie führung des Genossen Rohns aus und bittet um die Entlastung die voreiligen Burschen unbefriedigt nach Hause geschickt. desselben. Dem Antrag Ballmanns wurde stattgegeben und dem = Das französische Kammerpräsidium, das durch den Tod Burdeau's erledigt wurde, ist heute dem Radikalen Brisson übertragen worden. Brisson war der Kandidat der Republikaner und Sozialisten für die durch den Tod Carnot's erledigte Präsidentschaft der Republik. Schon das macht die Wahl Brisson's zu einer bedeutungsvollen, sie wird aber dadurch noch bedeutungsvoller, daß die Gruppe der gemäßigten Republikaner, auf die sich das System Dupuy- Perier stüßt, gegen Brisson und zwar für den Führer der französischen Schutzöllner Méline stimmte. Brisson erhielt 249, Méline 213 Stimmen. Allerdings gehen mehrere Leute unzufrieden nach Hause, die Vertrauensmann einstimmig Decharge ertheilt. Mit ebensolcher ein Recht hätten, befriedigt zu werden. Die Abgeordneten der Einstimmigkeit wurde Genosse Rohns als Vertrauensmann Provinz Friesland brachten die schreckliche Noth, die in dieser wiedergewählt. Dann wurde noch verhandelt über den Provinz herrscht, und schon zu mehreren Konflikten mit der Re- rheinischen Parteitag, der am 20. Januar 1895 in gierung Veranlassung gegeben hat, zur Sprache, und forderten Duisburg stattfindet und wurden die Genossen Kohns und Die Utopie des Generalstreiks hat unter den dringend Abhilfe. Aus der Haltung der Regierung läßt sich Jant als Delegirte zu denselben gewählt. französischen Sozialisten eine" Spaltung" hervor jedoch schließen, daß dieselbe nicht daran denkt, den nothleidenden Parteifinanzen. Der Vertrauensmann von Elberfeld, gerufen insofern, als die Alemanisten, die an dieses Gemeinden zu Hilfe zu fommen. Man bekommt in der Kammer Phantom glauben, sich vorläufig von den parlamen immer wieder diesen Eindruck: Die Noth steigt und die deffen Thätigkeitsbericht wir fürzlich zum Abdruck brachten, verRegierung meiß teinen Rath. Jeder Minister weiß, öffentlicht jeßt in der Freien Presse" seinen Rechenschaftsbericht. tarischen" Sozialisten getrennt haben, was jedoch der daß er sein Amt nur auf furze Zeit inne hat. Deshalb überläßt Nach demselben haben die Elberfelder Parteigenossen im vergemeinsamen Aktion in allen wichtigen Punkten feinen Aber die Hauptirage, die Aufhebung der sozialen Mißstände, seinem floffenen Jahre 4042,93 W. vereinnahmt. Auf freiwillige Beibruch thut, so daß dieser Streit um des Kaisers Bart" gar Nachfolger, der ihm auch darin wieder nachfolgt, bis der Bu- träge" entfallen davon 729 M., für Maifeft- Zeitungen und Maiteine politische Bedeutung hat. Die Erkenntniß, daß der stand dermaßen unhaltbar wird, daß ein vollendeter Krach dem feiermarken 425 M. Abgeführt wurden 1000 M. an die ParteiGeneralstreit eine Unmöglichkeit und ein Widersinn ist, ganzen System ein Ende macht. faffe, 280 M. an das Rheinische Agitationskomitee, 103 M. an " " die ausgesperrten Berliner Brauer. Die ganze Abrechnung ist eine Lanze zu brechen suchte für die christlich- sozialen Arbeiter. 12. Schröder- Dortmund referiren. Punkt 4: Vereinigungsfrage, ein beredtes Zeugniß für die Opferwilligkeit der Elberfelder vereine. In einer Resolution fordert die Versammlung, daß die Heinr. Bauer- Weitmar. Genossen. Eine große Anzahl Delegirter find Stadt Wiesbaden Geld flüssig zu machen habe, um durch bis jetzt angemeldet. Inangriffnahme von Nothstandsarbeiten der herrschenden Arbeits- Aus Obersch le sieu wird der Berg- und HüttenarbeiterGegen die Tabak- Fabrikatsteuer. Sechs Volksverfamm- lofigkeit entgegen zu arbeiten. Die Versammlung protestirt ent- zeitung" gemeldet: 3um nationalen Kongreß sind bis jetzt zwei fungen fanden am Sonntag in Hamburg statt, die alle eines schieden gegen das Bestreben der Behörden, die Fürsorge für die Delegirte durch öffentliche Bergarbeiter- Bersammlungen gewählt guten Besuches sich erfreuten. Die Referate der Genossen Bueb, Arbeitslosen auf die Armenverwaltung abzuwälzen. Der worden. Folgende Anträge werden von Oberschlesien dem KonMolkenbuhr, Schmalfeldt, Schulz, v. Elm, Baerer Wiesbadener Stadtrath hat 20 000 M. zu Nothstands- greß unterbreitet: 1. die Grubenbesitzer aller Bergwerke Deutschund Saalfeld richteten sich gegen die in Aussicht stehende arbeiten bewilligt.- In Stettin fand eine Arbeitslosen- lands sollen gefeßlich gehalten werden, auf der Grube WaschTabaksteuer- Vorlage. In allen Versammlungen wurden Protest- Versammlung statt, der gegen 400 Personen beiwohnten. Diese einrichtungen zu schaffen.( In Oberschlesien müssen die Bergleute resolutionen angenommen. Der Ueberschuß in einer der Ver- Zahl dürfte, wie mehrere Redner betonten, nicht den thatsächlichen durchgängig schwarz nach Hause gehen.) 2. sollen alle die Bergsammlungen wurde den Berliner Brauern überwiesen. Verhältnissen entsprechen, denn vor dem Weihnachtsfeste sucht leute betreffenden Bekanntmachungen in den Bezirken, wo die und findet hie und da noch mancher einen, allerdings meist polnische Sprache vorwiegend herrscht, zugleich in polnischer geringen und nur vorübergehenden Verdienst. Sprache bekannt gegeben werden, weil dadurch mancher BergEine Arbeitslosen- Versammlung in Halle hatte eine mann in Strafe verfällt, daß er die Anordnungen nicht zu lesen Deputation beauftragt, bei dem Bürgermeister vorstellig zu werden. vermag. Der Herr Bürgermeister bemerkte, daß die Unterorgane beauftragt seien, an die sich Meldenden„ Almosenunterstüßung" zu zahlen; im übrigen stellte er in Aussicht, daß Nothstandsarbeiten vor genommen werden würden. Steine statt Brod bietet man den Hamburger Partei genossen. Auf das Drängen derselben um das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht hat die Bürgerschaft beschlossen, allen denen das Bürgerrecht unentgeltlich zu ertheilen, welche 5 Jahre hindurch mindestens 1200 M. Einkommen versteuert Mit diesem Brocken werden unsere Genossen natürlich nicht zufrieden sein, sondern den Kampf weiter führen. " = * * Eine kräftige Antwort auf die Auflösung der sozialdemokratischen Partei" ertheilten bei den Gemeinderathswahlen unsere Parteigenossen in Marienthal bei Zwickau. Von dort wird uns geschrieben: Am 13. Dezember wurde die Partei Organisation im 18. fächsischen Reichstags Wahlkreis aufgelöst und tags darauf haben die Sozialdemokraten hierorts bei den Gemeinderaths wahlen glänzend gefiegt. In der Klasse der Ansässigen erhielten unsere beiden Kandidaten 63 und 62 Stimmen. Die Gegner mußten sich mit je 50 Stimmen begnügen, bei den Unansässigen siegten unsere beiden Genossen mit je 133 Stimmen, während die Gegner nur 50 und 49 Stimmen erhielten. Nicht weniger als 11 Bereine hatten den Aufruf der Ordnungspartei" unterzeichnet und trotzdem der große Reinfall; ein deutlicher Beweis, daß sich die Mitglieder der sogenannten patriotischen Vereine nicht von ihren Vorstands- und Ausschußmitgliedern bei Wahlen am Gängelbande führen lassen. In Reichenau unterlag der sozialdemokratische Kandidat mit 115 Stimmen gegen den bisherigen freisinnigen Vertreter, der 146 Stimmen erhielt. In Hohndorf und Nieder- 3wönig siegten bei den Gemeinderathswablen ebenfalls die Sozialdemokraten. Weitere Wahlsiege werden gemeldet aus Lichten. stein und Callnberg; in beiden Orten siegten unsere Genossen in der Klasse der Unansässigen. In der Diskussion nahmen die Reichstags- Abgeordneten Köhler und Hirschel das Wort. Auf die Vorwürfe der Verjudung, der Bauernfeindlichkeit u. f. w. unserer Partei antwortete Dr. David in trefflicher Weise unter stürmischem Beifall. Herr Köhler erklärte sich mit uns einverstanden, daß alle größeren Güter verstaatlicht werden müßten, die Kanig und Konforten seien überflüssig. Mit lebhaftem Hoch auf die arbeitende Bevölkerung schloß der Vorsitzende die Versammlung. Allgemein war das Urtheil: Es ist auch dem besten Gegner unmöglich, die Wahrheiten des Sozialismus zu widerlegen. Mann gemeldet, von denen aber nur 40 Mann Beschäftigung Zu den Nothstandsarbeiten in Mainz haben sich 280 finden konnten. Aufruf, den wir im Bergboten" finden. In dem Aufruf heißt Gegen die ,, unzufriedenen Bergarbeiter" richtet si b ein es: 3ur Bebergigung! Nach hier eingegangenen Nach richten soll es noch Mansfelder Bergleute geben, welche über den stellen, daß nur den Arbeitern Abzüge gemacht würden, daß aber zurückgegangenen Verdienst flagen und die Behauptung aufdie Beamten im Ueberfluß schwelgen, wie sich besonders gelegentBeneidenswerthe Stellung. Ein Schriftseger erhielt von lich der Jahresbefahrungen zeige. Wir glauben diesen unsinnigen dem Buchdruckereibesitzer Hilscher in Dahme folgende Karte: Setzereien zurückzuführen find, lediglich entgegenhalten zu Redereien, die wahrscheinlich auf sozialdemokratische " Dahme( Mark), 15. Dezember 1894. Wollen Sie die Stelle eines Setzers bei einem Lohn von 5,00 M. pro Woche und freier dürfen, daß der Mansfelder Kupferschiefer Bergbau bei den Rost und Logis in meiner Buchdruckerei fofort antreten, so jezigen Metallpreisen schon längst an der Grenze der bitte ich sogleich zu kommen, umgehend aber mich brieflich istenzfähigkeit steht, und daß nur Rü cf fich t davon zu benachrichtigen, anderenfalls ich einen Andern einstellen auf den Verdienst und die Unterhaltung der muß. Die Stelle ist bei gutem Verhalten eine angenehme und vielen Arbeiter es gewefen ist, wenn bisher Wir zweifeln nicht daran, daß angesichts der noch nicht größere Arbeiter Entlassungen traurigen, wirthschaftlichen Verhältnisse auch für diesen Jammer: aber begreifen, daß diese Betriebsthätigkeit ihr Ende finden muß, stattgefunden haben. Jeder denkende Mensch wird es lohn sich schließlich noch Leute finden. feine Mitte: vorhanden sind. Es dürfte sich empfehlen, wenn wenn sie nur mit Zuschüssen möglich ist, zu denen schließlich diejenigen Arbeiter, welche nicht zu den albernen Hezern gehören, lettere den Revierbeamten anzeigen, damit den unzufriedenen Menschen, welche Disziplin und Ordnung gefährden, ohne weiteres die Arbeit gekündigt werden kann. Sie mögen sich dann an die Sozialdemokraten wenden und diese um Unterkommen bitten. So, nun wissen wir wenigftens, warum der Mansfelder Bergbau, und mit anderen Unternehmungen dürfte es sich ebenso verhalten, noch betrieben wird. Nicht, wie die sozialdemokratischen Hezer und Wühler" behaupten, um Dividende herauszuschlagen, sondern lediglich, um den vielen Arbeitern Verdienst und Unterhalt zu gewähren". dauernde." Das Fürstenthum Reuß i. 2. ist gerettet! Das fürst liche Staatsministerium hat neulich auf grund einer polizeilichen Verordnung vom Jahre 1864 verfügt, daß die Benüßung von Räumlichkeiten, welche Eigenthum der Gemeinden sind, zu Versammlungen politischer Vereine oder zu ähnlichen Zwecken bei einer Geldstrafe bis zu 150 M. oder entsprechender Haft verboten sein soll. Gegen die hohen Brotpreise richtet sich eine Bewegung der Bewohner von Obertshausen. Sollten die Bäcker die Preise nicht herabsetzen, so will man Konsumvereine gründen und eventuell das Brot von auswärts beziehen. Arbeiterrisiko. Durch eine Explosion in der ZündhütchenFabrik Linden Hannover wurde eine Arbeiterin getödtet und sechs andere verletzt. : " M In Tolkwiz bei Dresden wurde ein Genosse in den Gemeinderath gewählt. In Schönau bei Chemnitz ver- Zum Boykott der Krankenkassen seitens der Apotheker banden sich der Militärverein, der Verein Sansouce, der Turn in Ludwigshafen entnimmt die„ Droguisten Zeitung" einem verein, der Männergesangverein, der Naturheilverein und der Ludwigshafener Blatte einige interessante Mittheilungen. In man dem„ Hamburger Echo": Die gegenwärtig in Holland sich Ueber die Gewerkschaftsbewegung in Holland schreibt evangelische Männerverein, um die Wahl des Militärvereins- denselben wird gesagt, die Apotheker sollen behauptet haben, sie häufenden" Streiks, vornehmlich die Aufsehen erregenden der Vorsitzenden zu erzwingen, jedoch ohne Erfolg. Es wurden 139 dürften nach einem Gremialbeschluß nicht mehr als 10 pCt. Rabatt Diamantarbeiter und der Bäcker in Amsterdam, machen vielleicht Stimmen abgegeben, davon fielen auf unseren Kandidaten und geben. Daß dies nur eine Ausrede sei, gehe daraus hervor, daß nach außen hin den Eindruck, als besäße Holland tüchtige, gut den Ersaßmann die erdrückende Majorität( 98 Stimmen), der sie schließlich 15 pet. bewilligten, allerdings nur unter der Be- organisirte Gewerkschaften. Davon kann aber leider nicht die Ordnungsretter erhielt 40 Stimmen. In Reichenbrand bingung, daß den Droguisten der Hals zugeschnürt werde. Nach Rede sein. Nur einige Berufe haben eine bemerkenswerthe wurden in der Klasse der Unansässigen zwei Genossen gewählt, gefeßlichen Bestimmungen müssen die Apotheken in Bayern den Organisation, nämlich die Zigarrenarbeiter, die ZimmerIn der Klasse der Ansässigen siegten die Gegner mit ganzen Gemeinden und öffentlichen Anstalten mindestens 10 pCi. Rabatt leute, die Buchdrucker und die Eisenbahn- Bediensteten. Die 15 Stimmen Majorität, zufolge einer beispiellofen und verwerflichen einräumen. Das erwähnte Blatt bemerkt weiter: Die Einkünfte erst und die letztgenannten erfreuen sich einer über das Agitation. der Herren Apotheker sind derartige, daß sie einen weiteren Abzug ganze Land von o pGt. fehr wohl vertragen fönnten. Thatsächlich sei erwiesen, und verbreiteten Organisation, die Zimmerleute Buchdrucker haben Sektionen Zu einem intereffanten Redekampfe gestaltete sich die daß eine der vorhandenen Apotheken einen Jahresumsatz von ca. Städten, während die übrigen Gewerkschaften, wie Metallin zehn oder zwölf von unserer Seite nach Leihgestern auf Donnerstag, den 13. d. M. 40000 M. und damit einen Reingewinn von mindestens 27 000 M. hat. arbeiter, Dockarbeiter, Bäcker, Maurer u. s. w., nur schwache einberufene Versammlung. Genosse Dr. David sprach in zwei- Die Ortsfrankenkasse zahle an die Apotheken einen jährlichen Durch Vereine in Amsterdam, Rotterdam, dem Haag und vielleicht zwei stündiger Rede über das Thema:„ Die Bauern und die Sozial: Schnittsbetrag von mehr als 6000 M. Die mehrverlangten 5 pGt. oder drei anderen Städten besigen. Die Fabritarbeiter haben demokratie". Redner zeigte ausführlich, daß die Nothlage der Rabatt würden demnach ca. 300 M. betragen. Der Medizinal Anfänge einer Organisation in Twente, einem Landstrich an der Kleinen Bauern ihre Ursache in der kapitalistischen Aus- verband zahle durchschnittlich 4000 M. und würde der verlangte deutschen Grenze bei Gronau in Westfalen, wo die Weber sich beutung der Arbeiter habe, deren Kauffrait zu gunsten Mehrrabatt hier ca. 200 M., insgesammt also 500 M. pro Jahr zusammengeschlossen haben; diese waren auch auf dem letzten der Kapitalisten immer mehr durch niedrige Löhne betragen und das für sämmtliche vier Apotheken bei einem englischen Fabritarbeiter- Kongreß vertreten. geschwächt würde. Der Vorwurf der Diese Vereinigung Internationalität Jahresumsage von mindestens 100 000 M. Unter solchen Um stammt aus dem Jahre 1887, wo die Weber einer Fabrik in erledige sich von selbst durch die gleiche Eigenschaft der Ausständen wagten es die Herren Apotheker, den Krankenkassen den Almelos nach viermonatlichem Streit über einen der mächtigsten beuter. Nur die Sozialdemokratie will das Wohlergehen aller Boykott zu erklären. Sie wüßten sehr gut, daß einzig und allein Fabrikanten siegten. Seitdem kamen in diesem Ort noch mehrere Glieder der Gesellschaft und nicht wie es heute geschieht, wo man durch die Sozialgesete ihr Einkommen um mindestens 50 pet. Ausstände vor, die aber scheiterten, und zwar an dem die Großen auf Kosten der Kleinen noch größer macht. Was nüßen gestiegen sei. Ebenso wie auf die Krankenkassen übten die Herren ebenfalls aus die Hölle? Dem kleinen Bauer nichts, dem mittleren wenig, dem Apotheker aber auch auf die privaten Patienten einen Druck aus. ring. Sonstige bemerkenswerthe Streifs dem Jahre 1887 stammenden Arbeitgebergroßen Grundbesitzer hunderttausende. Darum fort mit allen Es sei noch nicht sehr lange her, daß sie öffentlich bekannt ge der Dockarbeiter von Rotterdam( 1890), der zum GSiege führte, waren noch der Privilegien, fort mit dem Kapitalismus, welcher weder christlich, macht hätten, daß sie von nun ab nicht mehr borgen, und diese und jener der Rotterdamer Metallarbeiter, welcher mißlang. Die noch deutsch ist. Anordnung führten sie seitdem in extremster Weise durch. jetzigen Streits sind keineswegs als Ausfluß einer lebhaften Gewerkschaftsbewegung aufzufassen. Nur bei dem Streit der Bimmerleute und dem der Schriftsezer in Amsterdam standen Organisationen auf dem Kampfplatz. Die neuerlichen Kämpfe niedrig; Hunderte der Bäckergesellen z. B. arbeiteten in sind Verzweiflungs- Streite. Die Löhne sind entseßlich Amsterdam für 10-12 Gulden 84 Stunden die Woche, für nicht ganz 25 Pf. die Stunde. Dazu kam die stets wachsende fürchter liche Arbeitslosigkeit. Es ging so einfach nicht länger und der Streik brach aus. Ob der durch die Amsterdamer Arbeiter errungene Erfolg ein bleibender sein wird, bleibt abzuwarten; thatsächlich sind die meisten Gewerkschaftsorganisationen auf Amsterdam beschränkt und es steht das Herbeiftrömen von Arbeitern aus den Provinzen zu befürchten, was den Arbeitgebern erwünschte Gelegenheit geben würde, die„ revolutionären" Elemente zu be Unter dem eidgenössischen Fabrikgesetz des Kanton seitigen. Echaden wird das am Ende natürlich der Arbeiter= 3ürich standen 1893: 800( 1892: 793, 1891: 747) Stablisse- bewegung nicht, denn die Fortgetriebenen wenden sich ge= ments. Die Zahl der Unfälle betrug 4139( 1892: 3545, 1891: zwungenerweise den Provinzialstädten zu, wo sie nicht unter3759, 1890: 2908, 1889: 2540); Bahnbauten und rege Bau- lassen werden, die Keime der gewerkschaftlichen Organisation zu thätigkeit in der Stadt Zürich werden als Ursachen der Unfall- legen. vermehrung erflärt. Arbeitszeitverlängerung bewilligten die Man erzählt sich im Ausland, hauptsächlich in Deutschland, Statthalterämter( Landrathsämter) in 168( 126) Fällen. Die viel über den Aufschwung der anarchistischen Bewegung in Direktion des Junern ertheilte solche Bewilligungen an 48 Firmen Holland. Deshalb ist es nothwendig, darauf hinzuweisen, daß ( 40) in 62( 60) Fällen. Die Gesammtzahl der bewilligten Stunden mit dieser die jetzige Thätigkeit der niederländischen Arbeiter Drei verschiedene Verbrechen" sollte der Ge- betrug 42 099( 63 345), pro Jahr und Kopf der Fabrikarbeiter- nichts zu thun hat. Natürlich sind die Sozialisten jeder noffe& mmel in Saargemünd begangen haben. Erstens schaft etwa 1( 11/2) Stunde. Die gesammte Ueberzeitarbeit würde Echattirung die Thätigsten unter den Arbeitern, sollte er Druckschristen ohne Erlaubniß verbreitet haben, zweitens etwa 14 Arbeitern normale Jahresbeschäftigung gewährt haben. meiste Führer ja auch Sozialisten find. Aber während follte er Stifter einer geheimen Verbindung sein und schließlich Für Nachtarbeit wurden an 5 Firmen 7, für Sonntagsarbeit die Bäcker einige„ revolutionäre Sozialisten"( Anhänger follte er eine öffentliche Versammlung ohne Genehmigung aban 6 Firmen 10 Bewilligungen ertheilt. Wegen unerlaubter von Tomela Nieuwenhuis) zu zu Führern hatten, war gehalten haben. Der Staatsanwalt war nicht besonders zimper: Ueberzeitarbeit wurden in 12, wegen unerlaubter Nachtarbeit in die Leitung der Diamantarbeiter fast ausschließlich in den lich und beantragte, nachdem er den Belastungszeugen nach 4, wegen unerlaubter Sonntagsarbeit in 3 Fällen Bußen von Händen von Sozialdemokraten. Ueberall sprach man jedoch nur Möglichkeit herausgestrichen, die alltäglichen Tiraden gegen den 5 bis 100 Fr. verhängt. von der Lohnbewegung und stellte den Sozialismus folange in Umsturz losgelassen und betont hatte, daß ein Sozialdemokrat beden Hintergrund. Ob das wohlgethan war oder nicht, darüber sonders strenge verurtheilt werden müsse, zu Punkt 1: zwei Monate wollen wir einstweilen nicht sprechen; wir führen diese ThatGefängniß und 40 M.; zu Punkt 2: sechs Monate Gefängniß: zu sache nur an als Beweis dafür, daß die Lohnbewegung außer Punkt 3: zwei Monate Gefängniß und 80 M. eine Gesammtjedem Zusammenhang mit dem Ausschwung des Anarchismus" Strafe von 9 Monaten Gefängniß und 100 m. Geldstrafe. Da steht. Wir erwarten noch immer die Periode der ökonomischen kein Saargemünder Rechtsanwalt die Vertheidigung Emmels Aktion", der jedenfalls eine rege Agitation vorhergehen muß. übernommen hatte- die Vertheidigung eines Raubmördecs oder Sittlichkeitsverbrechers übernehmen die Herren gerne Dabei wird sich genügender Anlaß für die Sozialdemokratie bieten, ihrerseits auf dem Kampiplaße aufzutreten und Anhänger theidigte sich Emmel selbst und beantragte nach einer energischen für sich zu werben, während jetzt in der Periode reiner gewerbVertheidigungsrede seine völlige Freisprechung. Nach halbstündiger Die zeutralisirten Gewerkschaften von Gotha und Berathung wurde das Urtheil dahin verkündet, daß Emmel wegen das dortige Gewerkschaftskomitee haben beschlossen, ihren arbeits- icher Stämpfe die politischen Bestrebungen etwas in den Hintergrund getreten sind. Druckschriftenverbreitung zu einem Monat Gefängniß und 20 m. lofen Kollegen eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Es soll für Geldstrafe verurtheilt sei, im übrigen hätte auf Freisprechung er diese Kollegen ein Weihnachtsbaum geputzt werden, der mit entkannt werden müssen. sprechenden Geschenken behängt werden wird. * * ** Redakteurfrenden. Unser Dresdener Parteiorgan schreibt: Unser Redakteur Genosse Fischer trat heute, Montag früh eine Gefängnißstraße in der Dauer von 5 Monaten an, wozu er die Einladung am Freitag Nachmittag erhalten hatte. Er kann daher in Hoheneck fröhliche Weihnachten verleben. Die Majestät soll er beleidigt haben in einem Artikel, den der Staatsanwalt zuerst als groben Unfug eingeschätzt hatte. Außer diesem haben noch 4 Redakteure unserer Zeitung zusammen 20 Monate Gefängniß zu verbüßen. Das beweist klärlich, daß wir durchaus Umsturzgeseze brauchen. * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die schuhlosen" Bauern. Auf der Hauptversammlung des Rheinischen Bauernvereins flagten der Graf von der Schulen burg und andere Bauern" ihre Noth Dienstbotennoth. So tönne es nicht mehr weiter gehen, da der Landwirth bezüglich der Dienstboten nahezu schuhlos" dastebe. Ob die Herren Bauern die unzulängliche" Gesinde Ordnung durch Einführung Leist'scher Kulturmittel zu ergänzen gedenken oder ob sie vollkommene Leibeigenschaft eintreten wollen, ist aus unserem Düsseldorfer Partei Organ, dem wir obiges entnehmen, nicht ersichtlich. Gewerkschaftliches. Dem Verbande der ultramontanen Berg- und Hüttenarbeiter sind, wie der„ Köln. Volks- Zeitung" aus St. Johann a. d. Saar gemeldet wird, 21 Vereine mit 3000 Mitgliedern beiver: getreten. Freigesprochen wurde der Genosse Koch in Dortmund. Er sollte einen Polizeikommissar beleidigt haben. Soziale Ueberlicht. " Depeschen. ( Depeschen- Bureau Herold.) deren Bum internationalen Bergarbeiterkongreß. Das vorbereitende Komitee hat die Tagesordnung nunmehr festgesetzt. Zum 1. Punkt gehören: a) Achtstündige Schicht für alle Arbeiter unter und über Tage( einschließlich der Ein- und Ausfahrt). Leipzig, 18. Dezember. Die Revision des Staatsanwalts b) Verbot der Frauen- und Kinderarbeit. c) Abschaffung der in der Prozeßsache Leist ist nunmehr beim Reichsgericht einAffordarbeit. Als Referenten hierzu haben sich gemeldet: gegangen. Der Termin der Verhandlung ist noch unbekannt, Die Größe der Arbeitslosigkeit wird durch folgendes Mehrere Delegirte aus dem Königreich Sachsen und doch dürfte derselbe Mitte Januar stattfinden. Vorkommniß wieder einmal bewiesen. Ein Braunschweiger Verbandskaffirer Meyer Bochum. Zum zweiten Punkt, Budapest, 18. Dezember. Der der rumänischen MonopolGeschäftsmann suchte dieser Tage einen Hausdiener, um welche a) Einführung eines einheitlichen Berggefeßes für alle Berg- gesellschaft gehörige Dampfer, Cuma" ist in der Nähe des eisernen Stelle sich nicht weniger als 83 junge Leute bewarben. reviere Deutschlands; b) einheitliche Knappschaftskasse; c) einheit- Thores gescheitert. Die Mannschaft, einschließlich des Kapitäns Arbeitslosen Versammlung. In Wiesbaden fand liche Arbeitsordnung, wird H. Möller- Weitmar( Reichstags- und der Maschinisten, ist ertrunken. am 12. d. M., Mittags, eine Arbeitslosen- Versammlung ftatt, Abgeordneter des Kreises Waldenburg) referiren.- Ueber welche außerordentlich stark besucht war. Als Referent war Ge- Punkt 3: a) Unglücksverhütungen und Bewetterung in den Shanghai zufolge sollen sich die beiden japanischen Armeen in nosse Brand aus Frankfurt a. M. erschienen. In der Dis- Gruben; b) Inspektionen und Kontrolleure, von Arbeitern frei Stärke von 72 000 Mann auf dem Marsche gegen Tientsin bekussion meldete sich auch ein Stadtmissionar Jagdstein, der gewählt und vom Staate besoldet, wird der Verbandsvorsitzende finden. O London, 18. Dez. Einer Meldung des Standard" aus Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 295. Mittwoch, den 19. Dezember 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt Trinkt kein kein boykottirtes Bier! Tokales. Allen unseren Berliner Abonnenten geht mit der heutigen Nummer des ,, Vorwärts" ein Boykottflugblatt zu. Wir hoffen, daß jeder Leser des Blattes den Inhalt des Aufrufes der Boykottkommission voll würdigen und mit ganzer Energie für die Verschärfung des Boykotts eintreten wird. Die juristische Sprechstunde wird heute von 7/2 bis 81/2 Uhr Abends abgehalten. S = fordert. Unterzeichnet ist er an erster Stelle von Wirkt. Geh.[ der Chriftinenstraße beschäftigt war. Vor etwa einer Woche hat Rath und Präsidenten des Reichstages Herrn v. Levezzow und er seine aus der Ehefrau und drei Kindern bestehende Familie von Herrn Zelle, seines Zeichens Oberbürgermeister der Stadt verlassen, die im ganzen über drei Pfennige verfügte. Danach Berlin. So sehr die Bekundung internationaler Solidarität auch dürfte wiederum ein Selbstmord aus Noth vorliegen. die national" gesinnten Männer ehrt, so dünkt uns doch, daß man in punkto Wohlthätigkeit immerhin beffer daran thut, sich lande umzuschauen. Sieh', der Nothstand liegt so nah' zunächst einmal recht gründlich im eigenen vielgeliebten Vater bemühe sich nur einmal in die Arbeiterquartiere Berlins! man Die Direktion der Großen Berliner PferdebahnGesellschaft hat jetzt dem Magiftrat das Projekt zum Bau der Bahn vom Schloßplaz über die Kurfürstenbrücke und durch die Königstraße nach dem Rathhause mit Anschlüssen an die bereits vorhandenen Geleise auf dem Schloßplaze, der Breiten Straße, der Spandauer und Königstraße mit der Bitte überreicht, derfelben die Bedingungen zur Ausführung der projektirten Anlagen zuzustellen. Für 1200 Mark Stiefel sind in der Nacht zum Dienstag bei einem Schuhmacher im Hause Friedrichstr. 125 gestohlen worden. Mit einer Schußwunde im Kopf fand man am Montag Morgen auf dem Grundstück Kreuzbergstraße 42 die Leiche eines Mannes, in dem später der 19 Jahre alte Dreher Eugen Richter aus Leipzig erkannt wurde. Auf Charlottenburger Gebiet ist die Leiche eines uns Die Bierboykott Lieder" von Scävola haben Anlaß zu einer Anklage gegeben, die gestern die 4. Straffammer des bekannten, etwa 20 jährigen Mannes, die schon längere Zeit im Landgerichts I beschäftigte. Sie richtete sich gegen den Schant Wasser gelegen haben mußte, gelandet worden Der bartlose wirth Friedrich Krüger, und die Buchdruckereibesitzer Peter Mann hat dunkelblondes, turzgeschorenes Haar und gute Zähne. Er war anscheinend Fabrikarbeiter oder Schiffer, trug dunkelMaurer und Karl Dimmick. Der erstere war wegen Ueberblaues Beinkleid und Weste, eine blaue Bluſe, ein graugestreiftes tretung bezw. Vergehens gegen die Gewerbe- Ordnung, die Wie muß man sich aus Einwohner- Meldeamtswenden? Barchendhemd und abgenutzte Gummizugstiefel. Etwaige Anbeiden letzten Angeklagten wegen Uebertretung der preßpolizeilichen Das hiesige Einwohner Meldeamt hat fürzlich den Bl. für gehörige tönnen sich im Zimmer 4 des Charlottenburger RathVorschriften angeklagt, weil sie auf den Bierboykott- Liedern" Rechtspflege" in bezug auf eine von denselben gebrachte Notiz hauses melden. die Namen der Drucker und Verleger nicht vorschriftsmäßig an folgende für weitere Kreise bemerkenswerthe Mittheilung zugegeben haben. Sie wurden zu je 20 M. Geldstrafe event. zu zwei geben laffen:„ Der Weg, der einzuschlagen ist, um von dem Die Ofenklappe hat im benachbarten Biesdorf an der OstTagen Haft verurtheilt, dieselbe Strafe wurde gegen Krüger hiesigen Einwohner- Meldeamt Auskunft über den Verbleib von bahn zwei Todesfälle verschuldet. Bei dem daselbst ausgesprochen, welcher überführt schien, die Bierboykottlieder" Personen zu erhalten, ist immer noch nicht genügend bekannt. Jus wohnenden Schlächtermeister Laue befinden sich zwei Gefellen, für Lang im Partei- Interesse vertrieben und bas, was er durch besondere bestehen Zweifel darüber, ob die betr. Anfragen an jene die, wie es im Schlächtergewerbe üblich ist, im Hause des Meisters feine Gäste eingenommen, an seine Partei abgeführt zu haben. Behörde mündlich oder schriftlich zu stellen sind. Wir sind in wohnen. Die jungen Leute waren am Sonntag Abend des Der Gerichtshof nahm merkwürdiger Weise an, daß er indirekt der Lage, mitzutheilen, daß solche Anfragen unter Angabe des schlechten Wetters halber zeitig zur Ruhe gegangen, nachdem sie persönliche Vortheile erstrebt habe, da er wußte, daß, wenn er vollständigen Nationales des gesuchten Person in der Regel mündlich in ihrem Zimmer tüchtig eingeheizt hatten. Am Montag Morgen recht viele Exemplare absetzte, seine Kundschaft wuchs. beim Einwohner- Meldeamt gestellt werden müssen, das gegen waren die Gesellen nicht rechtzeitig in der Werkstatt und da dies Bahlung einer Gebühr von 25 Pf. für jeden einzelnen Bescheid die Herrn L. auffiel, begab er sich selbst hierauf, um dieselben zu gewünschte Auskunft sogleich ertheilt. Nur in den Fällen, in wecken. Dem Eintretenden bot sich ein entseglicher Anblick dar; denen das Nationale der gesuchten Person nicht gekannt und die beiden jungen Leute lagen todt in ihren Betten, sie waren auch troy aller Nachforschungen nicht zu erlangen ist, sind die infolge giftiger Roblengase, die sich aus dem anscheinend noch bezüglichen Anfragen schriftlich mit entsprechender Begründung mit einer Klappe versehenen, zu zeitig geschlossenen Ofen ent an den Bureauvorsteher des Einwohner- Meldeamts und die wickelt hatten, erstickt. Die beiden Gesellen gehören Berliner Antwort nach etwa acht Tagen ohne vorherige Aufforderung im Familien an. abzuholen." Es wird nicht mitgetheilt, warum das Publikum Einwohner- Meldeamt während der Dienststunden von 9-3 Uhr nicht auf schriftlichem Wege seinen Zweck erreichen kann, sondern auf die zeitraubende mündliche Nachforschung angewiesen ist. Zur Lokalliste. Nessel, Memelerstr. 29, schänkt SchultheißBier und hat die Vornahme der Kontrolle abgelehnt. Bischke, Mariannenstr. 32, schänkt boykottfreies Bier, desgleichen Schutsch, dessen Adresse Reichenbergerstr. 164 ist. W. Rutte wohnt nicht Nr. 50, sondern Nr. 56 in der Gr. Frankfurterstraße. heirathete Chefrau des in der Tegelerstraße wohnenden TapeIm Jrefinn hat sich am Montag die erst 6 Wochen ver zirers Schulze durch Aufschneiden der Pulsadern das Leben genommen. Polizeibericht. Am 17. d. Mts. wurde ein obdachloser Mann auf einem Grundstücke der Kreuzbergstraße erschossen vorgefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Eine plätterin schoß sich in ihrer Wohnung, in der Mariannenstraße, Zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter sind bei der unterzeichneten Kommission 111,25 M. vom Zitherflub Gleichheit und dem Karthaus'schen Gesangverein eingegangen. Die Kommission der Brauer und Brauerei- Hilssarbeiter. An die Parteigenossen des 6. Berliner Reichstage Wahlkreises. Dem Beschluß der Parteiversammlung in Moabit, der dahin geht, den Vertrieb unserer Partei- Die Beibringung der Impfscheine war bisher gewöhn Zeitungen und Literatur in eigener Regie zu lich Borbedingung für die Einschulung schulpflichtiger Kinder. übernehmen, haben sich auch die übrigen Bezirke des 6. Wahl- Dies Verhältniß ist nun neuerdings, nach einer von dem Vorfreises angeschlossen. Die Parteigenossen werden daher auf- fitzenden den Schulfommissionen gemachten Mittheilung, dahin gefordert, eifrigst für die Partei- Speditionen zu agitiren; geändert, daß die Nichtbeibringung des Impfscheines die Ein- eine Revolverfugel in die Brust und verletzte sich schwer. einerseits um der Kinderausbeutung entgegenzutreten schulung zwar nicht verhindern soll, daß aber die Eltern darauf Nachmittags fiel ein 11 jähriges Mädchen in der Wilhelmstraße und den Frauen einen angemessenen Lohn zu gewähren, hingewiesen werden sollen, die Scheine nachträglich beizubringen, beim Spielen hin und brach den Arm.- An der Ecke der anderseite, um die Verbilligung des Vorwärts" und eine weitere da eine Anrufung der Polizei für sie die Folge haben könnte, Wolliner- und Bernauerstraße wurde Abends ein Tischler mit Verbreitung unserer Parteizeitungen und Literatur herbeizuführen. daß diese Behörde die Beibringung des Impfscheines unter An- schweren, anscheinend von einer Schlägerei herrührenden Ver Die Kommissionen, welche mit der Durchführung dieses drohung einer Geldbuße bis zu 20 M., zu deren Festsetzung sie letzungen am Kopfe und an den Händen angetroffen und nach Planes beauftragt sind, geben hiermit bekannt, daß am nach dem Impfgesetz berechtigt ist, erzwingen kann. dein Krankenhause gebracht. Im Laufe des Tages fanden drei 1. Jaunar 1895 in allen Stadttheilen des Kreises die Speditionen Als ob es keine Arbeitslosen in genügender Anzahl gäbe, fleine Brände statt. eröffnet werden. Für Schönhauser Vorstadt sind die sieht man jetzt wieder Soldaten im Postpacketdienst Genossen Karl Mars, Rheinsbergerstr. 32; für Rosen arbeiten. Wie mancher Proletarier muß auf einen färglichen thaler Vorstadt und Gesundbrunnen Genosse Wilh. Weihnachtsverdienst verzichten, weil Herr v. Stephan nun einmal Gaßmann, Grünthalerstr. 67; für Oranienburger Vor- am zweierlei Tuch seine Freude hat! stadt und Wedding Genosse Emil Stolzenburg, Wiesenstr. 14, als Spediteure bestellt. " Witterungsübersicht vom 18. Dezember 1894. Eisenbahn- Rückfahrtkarten, die am 22. Dezember gelöst Stationen. Alle Meldungen von 3eitungs- Austrägern, sowie sind, haben in Rücksicht auf die Festtage auf den preußischen Sonstige Anfragen sind für die Schönhauser Vorstadt an Staatsbahnen bis zum 27. Dezember Giltigkeit, desgleichen gelten Genossen Liezke, Schwedterstr. 33; für Rosenthaler solche, die man am 29. und. 30. Dezember gelöst hat, bis zum Vorstadt und Gesundbrunnen an Genossen Helbig, 2. Januar nächsten Jahres, und zwar auch dann, wenn nach Swinemünde Rügenerstr. 23; für Wedding und Oranienburger den allgemeinen Bestimmungen die gewöhnliche Giltigkeitsdauer Hamburg Borstadt an Genossen Stolzenburg, Wiesenstr. 14, zu alsdann abgelaufen ist. Die Rückfahrt muß spätestens am letzten Berlin Giltigkeitstage( 27. Dezember und 2. Januar) bis um 12 Uhr Wiesbaden. richten. Abonnements für die Partei- Speditionen nehmen außer Mittternacht einschließlich angetreten und darf nach Ablauf München ben obengenannten Spediteuren die folgenden Kommissions Mit dieses Tages nicht mehr unterbrochen werden, ist vielmehr Wien dann mit den in unmittelbaren Anschluß nach den Ausgangs- Haparanda glieder entgegen: Brüß, Lothringerstr. 41; Leutenmeyer, Weinbergsweg 8; stationen führenden Zügen ohne weiteren Aufenthalt zurück- Petersburg Liezke, Schwedterstr. 33; Augustin, Kastanien- Allee 11; Emil zulegen. Als unmittelbarer Anschluß gilt der nächste von der Cort. Schmidt, Treschowstr. 24; Beschel, Hochmeisterstr. 18; Rulice, Anschlußstation in der Richtung nach der Ausgangsstation ab- Aberdeen Pappel- Allee 108a; Buchholz, Wörtherstr. 39; Schensch, Schön- gehende Zug. Paris Barometerreduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 759 756 SW 761 350 762 Still 766 GSD 755 756 NW 753 786 • . 762 . • . 1 Windstärke 422142( Stala 1-12) Wetter bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt wolkenlos wolkenlos heiter bedeckt SSW 3 bedeckt 22305 Temperatur Go( nach Gelfins 50 G. 4° R.) Wetter- Prognose für Mittwoch, 19. Dezember 1894. Vorwiegend trübes, zunächst etwas wärmeres Wetter mit Niederschlägen und mäßigen bis frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Hauser Allee 53; A. Krzyzanowski, Swinemünderstr. 43; Dietrich, Keine Taxameter- Pudel. Auf eine Anfrage des VorSchwedterstr. 29, v. 4 Tr.; C. Jahnke, Buttbuserstr. 44, v. 2 Tr.; standes des Vereins Berliner Droschkenfutscher an das PolizeiK. Marziller, Griebenowstr. 8/9, v. 3 Tr.; D. Näther, An- präsidium, ob es sich bewahrheite, daß für die Taxameterflamerstr. 44, part.; Bormet, Stettinerstr. 36, 1 Tr.; H. Raschke, Droschtenfutscher weiße Pelzmüßen zur Einführung gelangen Hochstr. 32, Laden; Brinkmann, Prinzen- Allee 67, v. 2 Tr.; M. follen, hat dasselbe erwidert, daß die Mittheilung in der Presse, Kiesel, Rammlerstr. 26, Stfl. 2 Tr.; Freiberger, Fennstr. 35, v. daß dem Polizeipräsidium durch den Kaufmann Weinholz oder 1 Tr.; Bergemann, Müllerstr. 10/11; Tauschel, Grenzstr. 4; einen anderen Winter- Belzmüßen mit weißem Rolpack für TayaGieshoit, Boyenstr. 40; Gleinert, Müllerstr. 7; Marten, Garten- meter- Droschkentutscher zur Probe überreicht worden seien, un straße 152; Blosfeld, Hussitenstr. 22; Lenzner, Chauffeeftr. 50; zutreffend sei, daß überhaupt eine Aenderung in der bestehenden Au drei verschiedenen Stellen des Kriminal- GerichtsJ. Pfarr, Puttligstr. 9; G. Schmitz, Havelbergerstr. 37; D. Hempel, Art der Kopfbedeckung nicht beabsichtigt werde. gebäudes wurden heute Anarchistenprozesse verhandelt. Der Lübeckerstr. 16. Jägerlatein. In einem Vorortblatt bringt der Bericht zweiten Strafkammer des Landgerichts I wurde der TischlerDie Lokalkommiffions- Mitglieder folgender Ortschaften über eine in der Nähe von Berlin abgehaltene Treibjagd u. a. geselle Karl Wilhelm Eicke vorgeführt, welcher in einer öffentder Umgegend Berlins haben ihre Adressen bislang noch nicht folgende fleine Schilderung: Die Jagd ergab 500 Hafen als lichen Anarchistenversammlung eine Rede gehalten hatte, worin bei dem Genossen Echolz eingereicht: Adlershof, Köpenick, Beute Bei einem Treiben liefen zwei Hafen in der Nähe der die Anklagebehörde Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten erblidte. Der Angeklagte bestritt daß er Anarchist sei, er Grünau, Friedrichshagen, Nixdorf, Charlottenburg, Schöneberg, Treiberkette dermaßen gegeneinander, daß der eine derselben todt sei herrschaftsloser Sozialist". Auf die Frage des Präsidenten, Rüdersdorf und Baumschulenweg. An die Mitglieder der Lokal liegen blieb, während der andere das Weite suchte. Landgerichts- Direktors Brausewetter, was hierunter zu verstehen tommissionen vorgenannter Ortschaften ergeht das dringende Ersuchen, bis Sonnabend ihre Adresse an C. Scholz, teur des„ Berliner Börsen- Courier", sendet uns zu der gestern Imsturz auf der Börse. Herr Benno Jacobson, Redat: sei, anwortete der Angeklagte nicht weiter. Im Verlaufe der Verhandlung standen einander zwei AnBerlin SO., Wrangelfir. 32, gelangen zu lassen. von uns unter vorstehender Stichmarte gebrachten Notiz die schauungen gegenüber, die, wenn sie auch beide nicht das Die müßige Frage, ob es einen Nothstand giebt, wird folgende Berichtigung: 1) Ich bin nicht der Lokal- Redakteur höchste Maß sozialpolitischer Erkenntniß in sich schlossen, ausnahmsweise auch einmal in der Norddeutschen Allgemeinen des„ Berliner Börsen- Courier". 2) Ich bin nicht als Sünden doch um des Drtes willen, an dem sie vorgetragen Zeitung" bejaht. Das Blatt bringt folgende Mittheilung: bock mit Vehemenz in die Wüste hinausgestoßen worden. Herr wurden, interessant waren. Der Angeklagte meinte, Hundebraten scheint in einigen Vororten ein gesuchter Benno Jacobson hat Recht; wir haben uns in der Person geirrt. daß die ganze Gesellschaftsordnung auf Gewalt aufs Artikel zu sein. Nachdem erst vor wenigen Tagen. aus Nicht er, sondern sein Redaktionskollege Davidsohn war der gebaut sei und der Gewalt fönne man Gewalt entgegenseßen. Rigdorf berichtet worden, daß dort werthvolle Hunde auf unglückliche, dem das Malheur, als Sundenbock in die Wüste Nimmerwiedersehen verschwunden seien und endlich von hinausgestoßen zu werden, passiren mußte. der Polizei eine ganze Gesellschaft ermittelt sei, die gewerbs mäßig fremde Hunde gefangen und geschlachtet habe, herrscht Ein furchtbarer Inglücksfall hat sich am Sonntag Abend jezt auch in Friedenau unter den Hundebesitzern große Er- auf dem Bahnhof Kiez- Rummelsburg zugetragen. Als der vom regung, da in letter Zeit wiederholt Hunde spurlos verschwunden Schlesischen Bahnhof kommende Vorortszug nach Erfner gegen und selbst auf sehr hohe Belohnungen nicht mehr wieder zu er- 212 Uhr Nachts in die obenerwähnte Station einfuhr, wurde langen gewesen sind. Namentlich der letztere Umstand läßt dar- plöglich eine Koupeethür aufgerissen und ein Mann, in welchem auf schließen, daß die Thiere, nachdem sie gefangen, alsbald ge- später der 30jährige Inspektor Karl der Deutschen Eiswerke zu Rummelsburg refognoszirt wurde, sprang aus dem noch in voller schlachtet worden sind. braten sich an Austern und Kaviar übergessen haben, so muß unter die Räder, sodaß ihm beide Beine buchstäblich vom Körper Da kaum anzunehmen ist, daß die Verehrer von Hunde- Fahrgeschwindigkeit befindlichen Zuge heraus, stürzte und gerieth man wohl oder übel schon annehmen, daß die bitterste Noth die abgetrennt wurden. Da S. auch noch innere Verlegungen er= arme Bevölkerung zwingt, zu der für ekelhaft gehaltenen Nahrung litten, so verstarb der Unglückliche schon nach kurzer Zeit, ehe die zu greifen. Bielleicht rechtfertigt der Leitartikler des offiziöfen Ueberführung desselben nach dem städtischen Krankenhause Friedrichs Blattes aber aus diesen neuen Anzeichen der um sich greifenden hain erfolgen konnte. Verwilderung" in Ermangelung anderer Gründe gelegentlich die neue Umsturzvorlage. " Warum in die Ferne schweifen? In den bürgerlichen Zeitungen findet sich ein großmächtiger Aufruf abgedruckt, der für die Nothleidenden in Sizilien und Calabrien Silfe Wiederum ein Selbstmord and Noth. Seine Auftlärung gefunden hat nunmehr der Leichenfund, der im Hause Lothringerstr. 68 gemacht wurde. In dem Todten ist der 34jährige Kaufmann Paul Ziegler erkannt worden, der in der Fehrbellinerstr. 89 wohnte und in einem Abzahlungsgeschäft in Er halte es für unzulässig, daß ein Hausbesitzer einen Miether, welcher durch Arbeitslosigkeit außer stand gesetzt set, den Miethszins zu zahlen, auf die Straße sebe. Ein Besigloser sei heute auch rechtlos. Der Vorsitzende des Gerichtshofs, Herr Brausewetter, hielt dem Angeklagten feine Weltanschauung entgegen und meinte, daß er dasselbe Recht befize, wie jeder andere Mensch. Wenn er eine Arbeit nach verabredetem Preis geleistet habe, so sorgten die Gerichte dafür, daß ihm auch Zahlung werde, im Falle von Krankheit oder eines Unfalls werde ebenfalls für ihn gesorgt. Wenn ein feine Zinsen zahlen, er verliere sein Haus und sein Vermögen. Es sei tief bedauerlich, daß Leute von so geringem Hauseigenthümer feine Miethe erhalte, so könne er auch Verständniß wie der Angeklagte sich dazu hergeben, noch dummere zu verführen und irre zu leiten. Durch die Beweisaufnahme wurde erwiesen, daß der Angeklagte in der Versammlung direkt zu Gewaltthätigkeiten aufgefordert hatte. Staatsanwalt Dr. Benedir beantragte ein Jahr Gefängniß und der Gerichtshof er= kannte nach diesem Antrage. Der zweite Prozeß, welcher vor dem Schwurgerichte sich abspielt, betrifft eine Falschmünzerei, die von drei als Anarchisten bezeichneten Berfonen beaanoen is Unter der Anklage des Münzverbrechens standen vor dem gewidmet waren. Allegorien sind es durchweg, doch sind sie Ideen der beiden deutschen Philosophen Schwurgericht( Bors. Landgerichtsrath Pohle): 1. der Tischler nicht einförmig ausgewählt. Sie tragen finnig- ernsten, wie heiter für alle Zeiten unterdrückt und ausgetreten zu August Fr. Wilhelm Büsch e I; 2. Schlosser May Carl Richard jubelnden Charakter. Während auf einem Blatte ein stolzer haben. Aber Fichte's Geist durchdrang die Lorenz; 3. Emil Rudolf Carl Kayle und 4. der Arbeits- Frauengenius thront, in der hocherhobenen Rechten die flammende deutsche Nation und von Georg III. wissen die bursche Reinhold Konstantin Schettler. Die drei ersten Leuchte, in der herabhängenden Linken die Friedenspalme, steht Deutschen nicht viel mehr, als daß er, trop der werden von der Kriminalpolizei Anarchisten genannt. Büschel auf einem anderen Blatte vor den Stufen eines Tempels, Gnade Gottes, fein bischen Verstand verlor und befand sich am Abend des 6. Mai im Verkehr mit einer an dessen Kuppel die Worte: Freiheit, Gleichheit, Brüder als Marr vom Throne entfernt werden mußte. Dirne, welcher er vier neue Einmarkstücke schenkte. Das Mädchen lichkeit eingegraben sind, eine hohe Frauengestalt, die phrygische Ein Sittenbild aus dem russischen Beamtenthum. Aus schöpfte Verdacht gegen die Echtheit des Geldes und dieser Müze über dem wallenden Haar, das Sinnbild des lachenden Moskau wird berichtet: Wegen eines Verbrechens war der frühere Berdacht bestätigte sich, da es ihr gelang, eins der Geldstücke zu Glückbewußtseins. Ernst und feierlich nahen der Hochthronenden Chef der Rjäsaner Gouvernements- Gendarmerie, Oberst Serbin, zerschneiden. Büschel hielt es für gerathen zu entfliehen, das die Arbeitergruppen, wie im hellen Jubelreigen umringen Männer, vor dem Moskauer Bezirksgerichte angeklagt worden. Die GeMädchen verfolgte ihn aber mit dem Rufe„ Haltet den Falsch- Frauen und Kinder die Glückspenderin auf dem anderen Blatte. schworenen bejahten die Schuldfrage, und während der Gerichtsmünzer"! und da sie in der Verfolgung von anderen Personen So tann, wer sich und den Seinen eine kleine weihnachtliche hof sich zur Urtheilsfindung zurückzog, tödtete sich Serbin durch unterstützt wurde, so entwickelte sich eine wilde Jagd hinter Freude bereiten will, unter den Kunstblättern nach seiner Ge- einen Schuß in die rechte Schläfe. Püschel, der wiederholt aus seiner Tasche Geldstücke weg- schmacksrichtung wählen, je nachdem er pathetischen Schwung warf, aber schließlich am Georgenkirchplatz gestellt wurde. oder heitere Laune vorzieht. Als man ihn festnahm, warf er noch verschiedene Geldstücke über die Kirchhofsmauer und diese am sind Bei A. " Briefkaffen der Redaktion. Zur Proportionalwahl. Der Schriftsteller und Privat- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Ball) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. nächsten Tage daselbst vorgefunden worden. Gelehrte R. Siegfried zu Königsberg i. Pr. ersucht uns mitDie juristische Sprechstunde wird heute von 712 bis der in Püschel's Wohnung am Grünen Weg 24 vorgenommenen zutheilen, daß er in betreff des in neuerer Zeit so häufig ge= nannten Themas der Proportionalwahl und Minoritätenvertretung 81/2 Uhr Abends abgehalten. Haussuchung fand man Formen für die Herstellung von Zwanzig eine mit Erläuterungen versehene Uebersicht der gesammten ein2. y. 3. Sie haben ganz recht, die Briefkastennotiz in Pfennigftücken und Markstücken, ferner Schmelztöpfe, Zinn, Metall aller Art 2c. 2c. Da eine Verbindung des Büschel mit Lorenz schlägigen Literatur( eine sogenannte Bibliographie) vorbereitet. bem fraglichen Blatte nicht ernst zu nehmen. Der Bourgeoisfeſtſtand, so wurde auch bei viejem eine Hausjuchung in eines Derselbe richtet an alle biejenigen, welche in der Lage wären, Journaliſt", der nur unter falschem Namen zum" Broletariat Wohnung in der Elbingerstraße abgehalten, welche belastendes ihn auf einschlägiges älteres und neueres, in- und ausländisches herabsteigt, ist ein Phantasiegebilde. Wir fennen hier feinen Material zu Tage förderte. Die Kriminalpolizei stellte fest, daß Material( dasselbe sei von welcher Art es wolle) aufmerksam zu solchen Journalisten. Jedenfalls wäre im Vorwärts" kein Play als Falschmünzer- Werkstatt eine dem Kayke gehörige Bude am machen, die dringende Bitte, ihn mit bezüglichen Mittheilungen für ihn! Die Anfeindung der Freien Voltsbühne im„ Vorwärts" Verlorenen Weg bei Weißensee, dem sogenannten„ Kamerun", zu verfehen. Besonders erwünscht wäre ihm die Nachweisung ist ebenso reines Phantasiegebilde, wie jener journalistische Diente. Dafelbst wurden auch die verschiedensten Formen, in denen dies Thema entweder der Hauptsache nach behandelt wie die angeblichen Aeußerungen eines in derselben BriefkastenDaselbst wurden auch die verschiedensten Formen, von Auffäßen und Abhandlungen in Zeitungen und Zeitschriften, Wauwau, wie die Begeisterung für das Schiller Theater, und Schmelztöpfe u. s. w. vorgefunden. Als Verausgaber des falschen Geldes scheint der Arbeitsbursche Schettler ge= oder nebenher berührt ist, sowie der einschlägigen Stellen, welche notiz genannten Parteimitgliedes. Lassen Sie sich die Freude Blatt dient, durch dient zu haben. Nach den angestellten Ermittelungen hat der ich in wissenschaftlichen Werken in großer Zahl zerstreut finden. an den trefflichen Unternehmen, welchem das Bl felbe wiederholt versucht, falsches Geld unterzubringen. Als er Jede, auch die geringste Mittheilung wird mit lebhaftestem derartige Extravaganzen nicht verderben. felbe wiederholt versucht, falsches Geld unterzubringen. Als er Dant entgegengenommen und auf das sorgfältigste beachtet ist bei Beamtenausschreitungen insgemein nicht zuständig", da J. Schmidt. Sie haben schon recht. Aber der Reichstag bei einem solchen Versuch in der Kruppstraße abgefaßt wurde, entfloh er in Gemeinschaft des auf der Straße auf ihn wartenden der Polizei- Etat vom Landtag genehmigt werden muß, und wie bekannten Rodrian.- Von den Angeklagten erklärt sich nur es da aussieht, das werden Sie schon selber wissen. Lorenz für schuldig, den Versuch gemacht zu haben, falsches Geld anzufertigen. Die übrigen Angeklagten behaupten unschuldig Weber Drechsler. Der Parteivorstand giebt keine Sammel bons aus, wohl aber ist der Vertrauensmann berechtigt, im Aufzu sein. Zu ihrer Ueberführung sind 25 Zeugen vorgeladen. Ihre Vertheidigung wird von den Rechtsanwälten Plonski, trage der Genossen derartige Bons in Umlauf zu setzen. Blinsner und Dr. Schwindt geführt. Auf Antrag des Staatsanwalts wird die Deffentlichkeit während der Verhandlung, die zwei Tage dauern wird, ausgeschlossen. werden. Versammlungen. Der Verein der Bauauschläger beschäftigte sich in seiner Sigung am 2. Dezember mit der Erledigung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. Nach der Wahl von drei Revisoren, mit welchem Amt die Mitglieder Loth, Pfeffer und Menske betraut wurden, sprach das Mitglied Schenter über das im Berufe übliche Helferthum. In einer Resolution befundet hierauf die Versammlung ihre Abneigung gegen dieses System, dessen Befeitigung von den Mitgliedern erstrebt werden soll. Bungen werden fortan im Lokale des Herrn Buske, Grenadier aße 33, abgehalten. Vermischtes. Die J. M., Mülhansen. Alle derartigen Rundgebungen, ob für oder gegen, müssen wenigstens vorläufig zurückgestellt werden. J. M. 1111. Sie können den Wahren Jacob" durch die Post beziehen( eingetragen unter Nr. 6939) und fostet so 2,60 m. jährlich. G. B. 57. Wenn eine Frau schon früher außer der Che von einem anderen, als dem als Erzeuger des Kindes bezeichneten Mann geschwängert worden ist, wie in den von Ihnen bezeichneten Falle, so tann fie feine Ansprüche erheben. M. 2. 112: Ja. Consum. Sie müssen den Sachverhalt genau darstellen. R. Görlitzerstraße. Zu welcher Stunde haben Sie den eingeschriebenen Brief am 28. September zur Post gegeben? eingeschriebenen Brief am 28. September zur Poft gegeben? A. E. 67. Wenden Sie sich an die Direktion der Fachschule für Tischler, Krautstr. 49. Das Schulgeld ist mäßig. G. 100. Bebel wurde 1872 in Leipzig zu 9 Monaten Ge Reichstagsmandat aberkannt. Seine Wähler haben ihn sofort fängniß verurtheilt. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm auch sein wieder gewählt. 100. Die meisten sozialdemokratischen Stimmen unter allen Bundesstaaten wurden im Jahre 1893 in Hamburg abgegeben. tigend mit, daß in Berlin eine anarchistische Bibliothek erscheint, von der fünf Heste herausgegeben sind; als Material für die Väter der Umsturzvorlage eignet sich dieselbe schon um deswillen nicht, weil die Hefte Separatabdrücke aus dem„ Sozialist" find. E. Malo. Wir haben Ihre Adresse verlegt; haben Sie die Güte, uns dieselbe umgehend mitzutheilen. S. 3. Nein. Soweit sind wir noch nicht. Weihnachten 1894. Wenden Sie sich an Herrn Günzel, Lothringerstr. 53. Schöneberg. 1786 738 sozialdemokratische Stimmen für 1893. R. M. 33. Die Sache mit der Post hat ihre Richtigkeit; davon abgesehen, waren Sie das Opfer eines albernen Scherzes. Alter Abonnent, Fruchtstraße. Fragen Sie doch einmal direkt bei der Pferdebahn- Aktiengesellschaft an. $. B. O. 1. Uns ist ein solcher Sammler" unbekannt. D. S. 100. Nein. " Der dritte Anarchistenprozeß, der in der politischen und triminalistischen Welt ganz besondere Beachtung beanspruchen darf, richtete sich gegen den Schriftsteller May Weidner, den Nachfolger des entflohenen Wilhelm Werner. Der Angeklagte verbüßt z. 3. eine bis zum Oktober 1895 dauernde Gefängnißstrafe, die ihm wegen Majestätsbeleidigung, Aufreizung zum Klaffenbaß zc. auferlegt worden ist. Er war jetzt beschuldigt, das Der Unterstützungsverein der Hutmacher beschäftigte sich Heft 6 der Anarchistischen Bibliothet" bewußt falsch in seiner Sigung am 4. Dezember mit einer Erörterung über mit der Druckfirma" Wilhelm Werner Nachf." versehen zu die Reorganisation des Vereins. Von mehreren Rednern wird haben, obgleich ihm polizeilich verschiedentlich klar gelegt die Aenderung der bestehenden Organisation bekämpit, wobei wurde, daß er diese Bezeichnung nicht anwenden dürfe, da eine auch die Ansicht vertreten wird, daß die Arbeiterinnen sich der Firma„ Wilh. Werner Nachf." nicht eingetragen sei. Staats- Frauenbewegung anschließen mögen. Demgegenüber wird von anwalt Dr. Benedix führte aus, daß es sich hier ich teres maschinellen Entwickelung die Frau heute den Platz des Mannes in sich hier nicht um ein der anderen Seite die Anschauung vertreten, daß infolge der einfaches Omissin- Delift handle, sondern um subjektives Verschulden des Angeklagten. Der" Sozialist" sei das der Fabrik einnehme, für ihn zur Konkurrentin werde, und damit aber einzige Parteiorgan der Anarchisten in Deutschland, welches auch nothwendig zu derselben Organisation herangezogen werden übrigens, wie Herr Benedir wußte, auf dem Au 3- müsse, um Schulter an Schulter gegen die Macht des Kapitals sterbe& tat stehe. Nächsten Donnerstag oder Sonn zu kämpfen. Dem Hutmacherdünfel wurde eine derbe Absage Verschiedenen Einsendern. Wir theilen hiermit berich abend dürfte die legte Nummer dieses Organs zu theil und auf das geradezu Widerfinnige diefes Vorurtheils erscheinen, denn es sei gelungen, es unschädlich zu hingewiesen. Diesen Ausführungen trat die Mehrheit der Vermachen! Werner war f. 3. Lohndrucker in der Druckerei von ſammlung bei. Hierauf wird eine Kommission von sieben MitMaurer. Es bestehen, wie Herr Benedig weiter erzählte, 3. 3. aliedern gewählt, an die alle Anträge aus der Filiale zu richten in Berlin drei solcher, der äußersten extremsten, radi sind. Der Ueberschuß einer Opern- Vorstellung im Betrage von talen Richtung angehörigen Druckereien der 118,85 M. wird den ausgesperrten Brauern überwiesen. Sozialrevolutionäre. Werner machte sich selbst: Der Verband deutscher Maurer( Bahlstelle I und II) ständig und und auf ihn ist es zurückzuführen, daß der hatte am 9. Dezember eine Versammlung einberufen, in der der fozialrevolutionären Bewegung ein eigenes Preßorgan Verbandsvorsitzende Bömelburg ein Referat übernommen geschaffen wurde, welches der sehr begabte Redakteur hatte über das Thema:„ Warum organisiren wir uns?" Redner Landauer vollständig in das anarchistische Fahrwasser steuerte. bespricht eingehend die Lohnverhältnisse im Maurergewerbe und Als Landauer festgenommen wurde, blieb Werner die Seele des schildert, wie durch die geringen Löhne im Verein mit der Geschäfts, bis es gelang, auch ihn zu 6 Monaten Ge- Arbeitslosigkeit die Lage der Arbeiter sich bis zur Unerträglichfängniß zu verurtheilen, weil festgestellt wurde, daß er seine teit gestaltet. Der Vortrag fand in der Versammlung allseitig Druckerei stets und jeder Zeit für die zu begehenden Ungefeßlich zustimmende Aufnahme und wurde von einer Diskussion Abstand feiten zur Verfügung hielt und daß gerade die Truckerei genommen. Zum Schluß wird bekannt gegeben, daß der Maskendes, Sozialist" als der gefährlichste Heerd der sozialrevolutionären ball des Vereins am 7. Februar in Keller's Festjälen, KoppenTagespresse(!) zu betrachten sei. Werner sei nach London entstraße, stattfindet. flohen, sämmtliche Redakteure des„ Sozialist" befinden sich Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Briefkaffen der Expedition. hinter Schloß und Riegel, mit Ausnahme des Adam, den 19. Dezember, Abends 8% 11hr, im Restaurant des Landsmanns saß, Ausgabe der der die eine Nummer gezeichnet, die Anlaß zu dem bekannten Markgrafenftr. 102: Große Versammlung mit Frauen. Für die ausgesperrten Brauer gingen ferner ein: Ueberschuß der Matinee am 14. Ottober vom Theaterverein Prozeß Adam und Genossen gegeben. Adam sei nach Kopen Billets zur„ Urania" und zum Sylvefter- Kränzchen am Montag, den 31. Dezbr., in den Oranien- Hallen. hagen entflohen. Werner war die Seele des ganzen UnterThalia, Gesangverein Arion III, Musikverein der Musikfreunde nehmens, in seine Stelle sei der Angeklagte getreten, der neben ( dabei von den Dirigenten Herren Gurcau und Appelt 8,-) dem„ Sozialist" nun auch die„ Anarchistische Bibliothek" heraus107,50. Von der rothen Kindtaufe bei Ehrhard, Charlottenburg gegeben. Er habe nicht irrthümlich, sondern mit dem Willen, 2, Lüneburger P. R. E. G. 2,-. Amerikanische Auktion bei eine Ungefeßlichkeit zu begehen, den Drucker falsch bezeichnet. Recht gemüthlich geht es bei den Gemeinderathswahlen in Michael, Antonstr. 18 3,30. Amerikanische Auktion bei Freund Eine Geldstrafe sei deshalb nicht am Platze, sondern eine Zusatz- der Pfalz zu. Die Mannheimer Voltsstimme" berichtet hierüber: Ernst, Nollendorfstraße 16 4,10. Bierprozente Markgrafenstrafe von 3 Monaten Gefängniß. So Herr Dr. Benedix. Nachdem in Weidenthal zwischen den beiden religiösen Parteien, ftraße 88 3, Verein Berliner Gastwirths- Gehilfen 2,45. Der Gerichtshof nahm nicht an, daß der Angeklagte dem Gesetze welche als solche in den Gen.einderaths- Wahlkampf eingetreten Gesammelt bei Gießer Wilhelms Geburtstagsfeier 3,10. Bier ein Schnippchen schlagen wollte und es verurtheilte ihn deshalb sind, eine förmliche Schlacht stattfand, nachdem in Contwick dem prozente von Gastwirth Niz, Beusselstr. 62, 4,-. Arbeiter der nur zu 50 M. Geldstrafe. fatholischen Ortspfarrer, angeblich weil er den aufgehetzten Metallwaaren- Fabrit Elisabeth- ujer, 14. Rate 8,30. Bierprozente Katholiken zu wenig fanatisch war, eine gräßliche Kazenmusik, von Arbeitern der 2. Löwe'schen Fabrik in Martinickenfelde, so eine Art Haberfeldtreiben, bereitet wurde, nachdem in Altripp 7. Rate, 18,40. Rothe Hochzeit Charlottenburg, Goethestr. 67. der Kasten mit den abgegebenen Stimmzetteln mittels Einbruch Amerit. Auktion einer Flasche Wein 3,56. gestohlen wurde, können wir heute berichten, daß in Brücken Bigarrentiste auf einer rothen Hochzeit, Rixdorf, 5,25. gar kurz vor der Wahl die Wählerlisten gestohlen wurden. Es Bautischler von Mittag, Belle- Alliancestr. 79 d. Höfler 11,50. ist hohe Zeit, daß der 15. Dezember und damit das Ende der Aus der Tischlerei- Aktiengesellschaft für Bauausführung, CharGemeinderathswahlen heranrückt. Ein dankbares Feld wäre lottenburg 8, Lurusmöbel- Fabrik Prinzessinnenstr. 15 3,-. übrigens einem Statistiker geboten, der zusammenstellen wollte, Durch Nagel 1,25. Von den Arbeitern der Firma wie viele Fuder Wein, Bier, wie viele Wahlfäue vertilgt W. Quehl, Ritterstraße 51 7,-. Geburtstagsfeier Frau Bierprozente Tischlerei Schuster 5,-. Wässerige. wurden; so ganz ohne ist es in vielen Gemeinden nicht König 1,10 abgegangen. Geburtstagsfeier Streligerstraße" 1,05. Stattlub vier Ein Zeitungsverbot aus dem Jahre 1799. In Wenzel 5,05. Gemüthlichkeit im blauen Affen Auguststr. 26b Jammerud stand eines Tages ein siebenjähriges Mädchen Hannover erschien Anno 1799 der nachstehende königliche Grlaß: 2,25. Ges. in der Werkstatt von Burggraf, Krausstr. 52, 2,45. an dem Schutzgitter eines Ladens in der Rosenthaler Straße. Georg der Dritte, von Gottes Gnaden König von Großbritannien, Tischlerei von Hohensee( darunter 1 Maurerarbeitsmann 0,50) Der Bureauvorsteher Lösch trat heran und erfuhr von dem weinen- Schottland und Irland, Beschützer des Glaubens, Herzog zu 9,25. Sparverein Vorsicht 2,-. Reinickendorf, bei einer den Kinde, daß es zwei Thalerstücke durch das Gitter habe fallen Braunschweig und Lüneburg, des Heiligen Römischen Reichs Familienfeier; amerikanische Auktion von 4 Bücklingen 4Iassen und nun nicht wisse, wie es das Geld wiederbekommen Ertz- Schatzmeister und Churfürst, 2c. Es sind in dem so- Amerikanische Auktion unter Bildhauern in Spittelhallen 5,05. könne. Lösch holte das Geld heraus, that, als wenn er die beiden genannten philosophischen Journal, welches die Professoren zu Ordner- Kränzchen Freie Volksbihne 4, K. A. 3,45. Korb Thaler recht sorgfältig in Papier wickele und drückte dem Kinde Jena, Fichte und Niethammer herausgeben, folche ge- macher Ritterstr. 86 10,-. A. B. 1,-. Andreas A. 7,30. das Geld in die Hand, indem er es ermahnte, recht sorgfältig da fährliche, böchst anstößige und gemeinschädliche Grundsäße 3erissene.... 1,-, Duderstadter Genossen 10,- Biermit umzugehen. Er hatte jedoch nur einen Thaler eingewickelt geäußert worden, daß Wir aus landesväterlicher Vor- prozente von den Steindruckern Staligerstraße 3,-. Von den und entfernte sich eiligst mit seinem Raube. Das Kind hatte aber forge für das allgemeine Beste Uns bewogen finden, mit Töpfern der Firma D. Klamann, Ueberschuß von einer an dem fremden Manne verdächtige Bewegungen wahrgenommen einem ernstlichen Verbot dieses Journals in unsern deutschen Geburtstagsfeier und Bierprozente durch B. Klische 9,30. und schlug, als es merkte, daß ein Thaler fehlte, sofort Lärm. Landen einzutreten. Wir untersagen demnach bierdurch bey Ueberschuß einer Kranzspende von Arbeitern der Firma Nielbock Lösch floh, wurde aber bald eingeholt und verhaftet. Die Straf Straße der Konfistation und einer Geldbuße von 50 Weichsthalern, u. Heß 1,35. Hamburg- Hohenfelde Tellersammlung im Hohentammer verurtheilte ihn zu einem Jahr sechs Monaten ad pios usus, allen Buchhandlungen, Buchdruckern und Kom- felder Kasino 5,05. Von den Malern von Schmidt u. Bachel, Gefängniß. missionärs, sothanes Journal zu führen, zu verkaufen, oder Kurfürstenstr. 108, 14,15. Statbrüder bei Panier, Gerichts Der antisemitische Agitator in Würzburg, Landesprodukten kommen zu lassen, nicht weniger Unsern einländischen und aus- straße 62, 5,-. Metallarbeiter Berlin II. 37,50. Schumann 0,50. Händler Karl Zöllner, wurde von dem Würzburger Schwurgericht wärtigen Bostämtern, selbiges anzunehmen, zu verschreiben, zu Buchbinder, Rochstraße, 4,40. Von polizeilich nicht genehmigtem Vers wegen betrügerischen Bankrotts zu 2/2 Jahren Zuchthaus und versenden und zu distribuiren, desgleichen auch den Lese- Gesell- gnügen in Adlershof vom Soziald. Arbeiterverein in Köpenick 15,-. 5 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Die Staatsanwaltschaft hatte schaften, solches aufzunehmen oder in Umlauf zu bringen; wollen Durch A. F. bei einer Junggesellenfeier 4,20. Geburtstag 4 Jahre Zuchthaus beantragt. In dem Vortrage des Staats- mithin, daß hiernach ungefäumt nach Publikation des gegenwärtigen Seranowit 1,50. Arbeiter und Vorstand der Genossenschaftsanwalts fam folgende Stelle vor: Unter dem Schutze des Verbots von Jedermann zur Vermeidung der obgesagten Strafen sich bäckerei für Berlin und Umgegend, Müllerstr. 34, 10,50. Für Schildes reinen Deutschthums und der Devise der Bekämpfung geachtet werde, und befehlen den Obrigkeiten an den Dertern, die Kinder der ausgesperrten Brauereiarbeiter Berlins zur Weihe der Korruption wurden von dem Angeklagten Schurtereien verübt, wo sich Buchhandlungen, Buchdruckereien, Bücherfommissionärs nachtsbescheerung, Ortsverein Magdeburg der Lederarbeiter 25,-. wie sie ähnlich groß mir in meiner Praxis noch nicht vor- und Lesegesellschaften befinden, selbigen hiernach sofort die ge- Nilpferd 1,50. Güstrin durch Tietz 4,30. Bei einer Geburtstagsfeier gekommen sind." messenste Bedeutung zu thun und über die genaue Befolgung bei Dumschat, Dalldorferstr. 2, Amerik. Auktion einer Zigarre, davon mit pflichtmäßiger Sorgfalt zu halten; zu welchem Ende 2,-. Für einen Herrentanz im Gesangverein Völkerfrühling dieses Unser Verbot zur Wissenschaft und Nachachtung von Jeder durch Tanzlehrer Lewandowsky 2,75. Bigarrenprozente von mann durch den Druck bekannt gemacht und an öffentlichen Orten Maschinenarbeitern Moabits 5,-. Gefangverein St. Urban, affigirt werden foll. Gegeben Hannover, den 14. Januar 1899 gesammelt bei Schäßig 2,-. Andreas A. 7,35. Von den Töpfern Ad. Mandatum Regis et Electoris. E. R. A. Graf von Kiel- durch Wolf 2,10. Gesammelt von Steinträgern, Augsburgers annsegge.- Mit diesem Erlaß glaubte der straße 33( Philipp) 4,20. önig Großbritannien und Kurfürst Summa 439,31 M. Bereits quittirt 390,85; in Summa on Hannover sicher die staatsgefährlichenl830,16. Der Maurer Julius Thiede hat gegen das Urtheil des Schwurgerichts, welches auf acht Jahre Zuchthaus lautete, die Revision angemeldet, obwohl er nur wegen des Sittlichkeitsverbrechens an der Frau Klebebzon verurtheilt worden ist, welches er selbst eingestanden hat. Er hat dabei seinen Vertheidiger nicht zu Rathe gezogen, sondern sich einfach in der Gerichtsschreiberei vormelden lassen und hier seinen Willen zu Protokoll gegeben. von der vollendeten Thatsache Kenntniß erhalten und hat nun die Aufgabe, die seiner Ansicht nach gänzlich aussichtslose Revision zu begründen. Literarisches. Kunstblätter. Im Verlag des Vorwärts" sind rier Kunstblätter erschienen, die des Arbeiter- Feiertages gedenken. Es find sorgsam ausgeführte Photographien in Großformat, Vervielfältigungen nach verschiedenen Erinnerungsblättern, die als tünstlerischer Schmuck der deutschen Arbeiterschaft zur Maifeier m K Auktion einer Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 19. Dezember. Opernhaus. Margarethe. Schauspielhaus. Der Königsbote.Die Philosophin. Deutsches Theater. Blau. Dann: Cyprienne. Leffing Theater. Zwei Wappen. Berliner Theater. Madame SansGêne. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Residenz Theater. Der Unter Passage- Panopticum. Jungen zeigen hocherfreut an( 16356) Die Geburt eines strammen, gefunden Achtung! C. Fünnieg nebst Frau, Wrangelstr. 98. wilde Weiber unserem Sangesbruder Schubert zu 51% feinem heutigen Wiegenfeste die besten aus Dahomey. Glückwünsche.[ 16456] Allegro. Achtung! Parteigenoffen und Genosfinnen des vierten Berliner Reichstags- Wahlkreises! Große Todes Anzeige. Volks- Versammlung Die Herenschaukel, Den Mitgliedern des Sozialdemokrat. Wahlvereins neueste Illusion. für den 6. Berliner ReichstagsCastan's Panoptikum. Wahlkreis zur Nachricht, daß die beiden Mitglieder, Genossen Wilhelm Hentze, Arbeiter, heute Nachmittag 21/2 Uhr vom Trauerhause, Gerichtstr. 39, aus, und präfett. Vorher: Villa Bielliebchen Englische Marionetten. Wilhelm Vallentin, Schiller Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Urnes Theater. Andrea. Theater Unter den Linden. Der Iuftige Krieg. Tanz- Divertissement. Bellealliance- Theater. Das Wunderhorn. Central- Theater. O! diese Berliner. Illusions- Caroussel. Armin- Hallen Ein Säle und Vereinszimmer Adolph Ernst- Theater. Keine Vor- Kommandantenstraße Nr. 20. ftellung. Aleranderplan Theater. Modell. Vorher: Monsieur Alfonse. National Theater. Die Wucherer von Berlin. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Novität! Novität: Die Wucherer v. Berlin. Volksstück mit Gesang aus dem modernen Berliner Leben in 4 Atten von Ernst Clefeld. Musit v. Adolph Wiedecke. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. von 20-600 Personen. Arbeiter, Nachmittags 1 Uhr von der Charitee aus beerdigt werden. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Vater, der Portier 1646b Gottlieb Tesch, Mittwoch, den 19. Dezember, Abends 8 Uhr, im großen, neuerbauten Saale des Herrn Keller, Koppen- Strasse 29. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Paul Singer über: Die Umsturzvorlage und die politische Situation. 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen Die Vertrauenspersonen. Achtung! 5. Wahlkreis! Große öffentliche 26818 Partei- Versammlung am Donnerstag, den 20. Dezember, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstraße 188. Tages Ordnung: im Alter von 67 Jahren nach langem 1. Vortrag des Abgeordneten Genossen Auer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Leiden verstorben ist. Die Beerdigung Die Vertrauenspersonen. Circus G. Schumann. findet Freitag Nachmittag 3 Uhr vom Friedrich Karl- Ufer. Täglich Abends 72 Uhr: Texas Jack's American Prairie Life- Show. Illustrationen aus dem amerikanisch. Plantagen- und Prairieleben. Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. Oeffentl. Versammlung am Donnerstag, d. 20. Dezbr. cr., Abends 10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Die Verkürzung Trauerhause, Zwinglistr. 26, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Frau Tesch nebst Kindern. Todes- Anzeige. Nach schweren Leiden verstarb am 16. d. M. mein lieber Mann und Vater unser Sohn u. Bruder, der Stockarbeiter Emil Schnitzer. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 20. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Rixdorfer Kirchhofes statt.[ 16366] DieHinterbliebenen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Fritz Buxmann der Arbeitszeit an Sonn- u. Feiertagen. am 15. d. M., Abends 7 Uhr, an der Referent F. Starofson. 2. Diskussion. Rippenfell Eiterung nach schweren 3. Wahl des Delegirten u. Stellvertreters Leiden verstorben ist. 265/18 Freie Volksbühne. Seitens der Polizei ist der Freien Volksbühne die Veranstaltung von Vorstellungen am Todtensonntag( 25. November) verboten worden. Da in früheren Jahren an dem genannten Tage stets gespielt wurde, so vereinbarte der unterzeichnete Borstand mit der Direktion des Lessing- Theaters auch in diesem Jahre eine Vorstellung für Sonntag, den 25. November. Das polizeiliche Berbot schaffte nun eine Verlegenheit, umſomehr, als alle übrigen Sonntag Nachmittage dieses Spieljahres theils durch unseren Verein, theils durch andere Vereinbarungen vergeben sind. Um nun die Rechte teiner Abtheilung zu kürzen, vereinbarte der Vorstand nach Rücksprache mit den Ordnern mit der Direktion des Lessing- Theaters, daß außer an den bereits bestimmten Tagen am Donnerstag, den 27. Dezember( dritter Feiertag), Nachm. 2/2 Uhr, eine Vorstellung für die Freie Boltsbühne stattfinden solle. Der Spielplan für die nächsten Wochen stellt sich demnach so: III. Serie.( Lessing- Theater.) 157. Borstellung Sonntag, den 23. Dezember, 6. Abtheilung 159. Dienstag, 25.( 1. Weihnachtsfeiertag), 7. Bur Aufführung gelangt: Die Stützen der Gesellschaft. IV. Serie.( National- Theater.) 3. Abtheilung " " " zur Gewerkschaftskommission.[ 1641b gung findet heute Mittwoch, Nach: 158. Vorstellung Sonntag, den 23. Dezember, Der Ausschuß des Berliner Gewerbe- mittag 3 Uhr, von der Leichenhalle 160. Adolph Ernst- Theater gerichts ist hiermit zu obiger Versamm Bethanien statt. Dies zeigt tiefbetrübt 162. Vom 17. bis incl. 24. Dezember: Keine Vorstellung. In Vorbereitung: Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen ,, A Gaiety Girl" von Jonas Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. lung besonders eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet Die Agitations Kommiffion J. A.: Franz Starosson. Ortskrankenkasse der Schneider, Schneiderinnen an Frau Clara Bugmann. Sargmagazin " # " " " 166. " Dienstag, 25.( 1. Weihnachtsfeiertag), 4. Sonntag," 30. Dienstag, 1. Januar( Neujahrstag), 6. Sonntag," 6. u. BeerZur Aufführung gelangt: Hildegard Scholl. Vorher: Ehrenschulden. digungsV. Serie. fomtoir, 161. Vorstellung Donnerstag, den 27. Dezember, 1. Abtheilung " " 5. " " 7. " " 163. 165. 167. " Sonntag, 30. 2. " . Dienstag, Sonntag, 1. Januar, 6. " " Schuhmacher, Swinemünderstr. 140. Nur Hüte 1234 4. Zur Aufführung gelangt: Der Traum ein Leben. Mitwirkende: Teresina Gessner, Clementine Krauss, Gustav Kober, Schiller- Theater. und verwandter Gewerbe z mit Kontrollmarke, Heinrich Prechtler, Paul Nollet, Carl Waldow. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Mittwoch, den 19. Dezember, Abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Donnerstag, den 20. Dezember, Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Freitag, den 21. Dezember, Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Sonnabend, den 22. Dezember: Zum Berlin. Die Arbeitgeber obengenannter Rasse, welche Beiträge aus eigenen Mitteln zahlen, werden zu der am Mittwoch, 28. Dezember 1894, Pelzwaaren Großes Lager in Damen-, Abends 8 Uhr, in Specht's Restaurant, von den einfachst. bis zu d. feinst. Genres. Markgrafenſtr. 86, stattfindenden Wahl- Versammlung Herren- u. Kinderschirmen hierdurch eingeladen. führt Genosse Tagesordnung: Jn getrennter Wahlversammlung Wahl von 220 1. Male: Pring Friedrich von Vertretern( laut§ 49 d. Status) zu den Homburg, Schauspiel in 5 Aften Generalversammlungen pro 1895. 1025L von Heinrich von Kleift. Zonntag, den 23. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, Vorstellung für Anmeldeschein der Arbeiter legitimirt. II. In demselben Lofale findet um 9 1hr die städtischen Volksschulen: Die in getrennter Wahlversammlung Karlsschüler. Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. die Wahl der Vertreter der großjährigen Kassenmitglieder statt, welche hierzu eingeladen werden. [ 1639b Tagesordnung: Wahl von 440 Alte Jakobrake Nr. 30. Vertretern( laut§ 49 d. Statuts) zu den Central- Theater Zum 111. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund. Musit von Julius Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Circus Renz Carlstrasse. Mittwoch, den 19. Dezember cr., Abends 7/2 hr: Generalversammlungen pro 1895. Das Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand J. Mathis, Vorsigender, An der Jerusalemer Kirche 3. G. Schröter, Schriftführer, Bellealliancefir. 71b. Vorzüglichste aller 6 Pf.- Cigarren ift meine No. 14. Brand, Geruch und Geschmack ausgezeichnet. Für Kenner! Gr. brillante Vorstellung Ewald Nitter, Berlin 0., Tjo Ni En. ( Beim Jahreswechsel in Peking). Neue Musikeinlagen, Poa ma, ( großes Ponnyspringen), neue überraschende Lichteffekte. Außerdem: 4 arabische VollblutSchimmelhengste, vorgef. von Herrn Andreasstr. 67, a. d. Langestr. Präsent- Cigarren von 25, 50 u. 100 Stück in großer Auswahl. Saal Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. 294/9 Gesangverein Freie Liedertafel". ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) 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Hier ist kein Mangel an Arbeitern und besonders in diesem Jahre ist die Hälfte der bulgarischen Arbeiterschaft ohne Beschäftigung. terinnen. treten 10 pCt. bei Affordarbeiten und 2 pt. bei der Werkzeugherstellung.| handelte sich dabei um die Frage, ob die Genossen vom WeddingDer Lohn ist jetzt schon so gering, daß der Stundenlohn bei ans Viertel den Vertrieb des Borwärts" in eigene Regie übernehmen An die Holzarbeiter Deutschlands. Aus Sophia( Bul- gestrengter Arbeit zwifchen 22 und 32 Pf. variirt. Wenn nun wollen. Hierzu lag ein furzer Ueberblick vor, über das Resultat, garien) geht uns folgender Aufruf zu: Es kommt häufig vor, noch der Abzug von 12 pet. eintritt, dann ist der Hungerlohn was hinsichtlich dieser Einrichtung im Moabiter Biertel erzielt daß bulgarische Unternehmer Arbeiter vom Auslande unter fertig. Da die Arbeiter den Abzug sich nicht ohne Weiteres ge- worden ist. Vom 1. Juli bis vorigen Monatsabschluß ist die falschen Vorspiegelungen nach Bulgarien locken, wo dann die fallen laffen wollen, so ist es nicht ausgeschlossen, daß es zu Bahl der Abonnenten auf 1200 gestiegen. Den austragenden Tegteren in große Noth gerathen. Arbeiter des Auslandes! einem Streit fommt. Der Streit ist mittlerweile ausgebrochen. Frauen wurden 20 Pf. pro Exemplar gezahlt, entgegen der Glaubt nicht den Worten der Unternehmer, daß es den Arbeitern Vom Bielefelder Seidenweber Streik sind noch 26 Per- Frauen haben 100 bis 120 Abonnenten. Obgleich diese Neus fapitalistischen Gewohnheit, die ihnen 15 Pf. gewährt. Die einrichtung auch noch einen Theil einmaliger Ausgaben vers Der Ausstand in der Karlsruher Hof- Möbelfabrik ursachte, wurde immerhin ein Ueberschuß von 151 M. erdauert fort. Bei den Unterhandlungen gab Herr Reutlinger zielt. Die folgenden Diskussionsredner befürworteten die Ein fremder Arbeiter, der hier arbeitslos wird, muß ver- selbst zu, daß mit den Löhnen, welche die Arbeiter Uebernahme des Vorwärts" in eigene Regie, und die hungern, denn Arbeit findet er nicht so leicht, weil Bulgarien erhielten, ein verheiratheter Mann( ein lediger Versammlung ftimunte dem einmüthig zu. Es wurde eine achtteine nennenswerthe Industrie besitzt und die aus dem Auslande aber auch nicht!) nicht auskommen könne. Es thate gliedrige Kommission dem Vertrauensmann beigegeben, bestehend eingeführte Waare billiger zu haben ist, als sie im Lande selbst ihm selber weh, wenn er feine Arbeiter mit einem so geringen aus den Genossen: Gleinert, Freiburger, Bergemann, Tauschel, hergestellt werden kann. Im Handwert sind aber die Bulgaren Verdienst nach Hause schicken müsse. Ueber diese platonischen Lenzner, Marten, Blosfeldt und Gishoit, die die Sache in die heute schon so ausgebildet, daß sie den Ausländer entbehren Erklärungen tam jedoch Herr Reutlinger nicht hinaus und Hand zu nehmen und auf dem besten und schnellsten Wege zu tönnen. Dazu kommen noch die makedonischen Arbeiter, die hier so verliefen die Verhandlungen resultatlos. regeln haben. Die Genossen der Rosenthaler Vorstadt und auf bevorzugt werden, weil sie um die Hälfte billiger arbeiten, als die Bulgaren und Ausländer. Sie sind äußerst genügsam, be Eine Tabakarbeiter Konferenz für Hessen und dem Gesundbrunnen sind ebenfalls gewillt, den Vertrieb des gnügen fich mit Zwiebel, Paprika und schwarzem Brot, bei Hessen- Nassau fand am 9. Tezember in Groß- Stein: Borwärts" schon vom 1. Januar ab in die Hand zu nehmen. heim statt. Die Konferenz war von 45 Delegirten, worunter Bei den Lederarbeitern bielt B. Jahn am 11. d. M. welcher Nahrung ein abendländischer Arbeiter nicht existiren kann. Ausländische Arbeiter, die Sozialdemo- zwei weibliche, aus 23 Orten befchickt. Das Thema der Be- einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die Lebensrathungen: 1. die Lage der Tabafarbeiter und Arbeiterinnen, haltung des Proletariats. Ein weiterer Punkt der traten sind, werden von den bulgarischen Behörden und Aus- 2. die geplante Mehrbelastung des Tabaks, und 3. wie können Tagesordnung: Wie verbessern wir unsere Lage, gab Veranlassung beutern unbarmherzig verfolgt und gemaßregelt, deswegen fürchtet sich jeder Ausländer, in eine bulgarische Arbeiter. wir dem am wirksamsten entgegentreten? wurde einer eingehen zu einer längeren Aussprache über das Grundübel in der organisation zu treten. Der Lohn wird hier nicht wie in den und gründlichen Beleuchtung unterzogen und als Ergebnis Branche, die hausindustrielle Produktion mit ihren FolgeDeutschland oder den anderen industriellen Ländern wöchent- eine Resolution zu Punkt 1 angenommen, dahingehend, die münd- erscheinungen, und den Vorschlägen dahingehend, welche Art der lichen und schriftlichen Berichte, welche die Telegirten der ein- Agitation angebracht erscheine. Auf die Herbstmonate, so wurde lich oder vierzehntägig, sondern monatlich, vierteljährig, ja nicht zelnen Orte abgaben, zu veröffentlichen, und ebenso den Ab- geklagt, dränge fich die ganze Arbeit zusammen; da schaffe der felten gar nicht ausgezahlt. Der Arbeitgeber zahlt aus, wann er will und wann er Geld hat. Gewerbegesetzliche Bestimmungen geordneten als auch den Landesregierungen und Handelskammern Hausarbeiter durch die äußerste Ausnügung der Arbeitskraft von zuzustellen. Die Berichte, die von der Kommission ge Frau und Kind das Produkt fertig, das ihm unter normalen bezüglich der Lohnauszahlungen bestehen hier nicht, von ordnet und zusammengestellt wurden, gaben ein trostloses Bild der Verhältnissen das Jahr hindurch Beschäftigung gewähren würde. einem Arbeiterschuh feine Spur. Wir wollen sofort einen klassischen Beleg anführen, wie Lage der in der Tabakbranche beschäftigten Arbeiter und Arbei- Die ungeheure Konkurrenz sorgt dafür, daß die Preise auch nicht Zum 2. Punkt wurde folgende Resolution an- annähernd der aufgewendeten Arbeit entsprechen. Einzelne man in Bulgarien mit Arbeitern umgeht: Die Arbeiter beim fürstlichen Palastbau haben die Arbeit ein Kommerer aus allen Gauen des Großherzogthums Hessen und Hessen- der Gesetzgebung( Beaufsichtigung der Hausindustrie durch das fürstlichen Palastbau haben die Arbeit eingenommen:" Die heute in Groß- Steinheim im Lokale des Herrn Retner vertraten die Ansicht, daß man lediglich durch Eingreifen tellen müssen, weil ihnen schon sechs Wochen Nassau beschickte Konferenz der Tabatarbeiter und Arbeiterinnen Fabrifinspektorat) Abhilfe erwarten könne; schließlich brang die fein Lohn ausgezahlt wurde und weil sie infolge erhebt entschieden Protest gegen die seitens der Reichsregierung Wieinung durch, zunächst der Unternehmerschaft mit dem Ver= dessen nichts zu essen haben. Genossen aller Länder! Steht uns bei in unserem geplante Tabak Fabrifatsteuer, sowie gegen jede weitere Mehr langen nach Einführung von eigenen Werkstätten näher zu belastung des Tabaks, und siellt an die Vertreter des deutschen weitere Schritte sollen vorbehalten bleiben. Acht Per Lohnkampfe und haltet 3uzug nach Bulgarien fern! Reichstages die dringende Forderung, alle auf eine höhere Be- sonen wurden in die zu diesem Zweck gebildete Kommission ge= Sollte jemand nach Bulgarien gelockt werden, so wende er sich Steuerung abzielenden Vorlagen oder Anträge abzulehnen. Die Landes- wählt. Hennig erhielt das Mandat zum Delegirten zur vorerst an uns, wir werden ihm die beste Auskunft ertheilen. Steuerung abzielenden Vorlagen oder Anträge abzulehnen. Die Landes- wählt. Berliner Gewerkschaftskommission. regierungen von Hessen und Hessen- Nassau werden dringend ersucht, Mit sozialdemokratischem Brudergruß Anton Toman, ihre Bevollmächtigten im Bundesrath zu beauftragen, gegen jede Der Stand des Streifs bei Gör8 n. Kallmann, Arudi. Sekretär des Bulgarischen Holzarbeiter- Verbandes in Sophia. weitere Mehrbelastung des Tabaks seitens der Reichsregierung ftraße 34, lautete die Tagesordnung einer gut besuchten öffent An die Väcker Teutschlands! Kollegen! In sehr ein- Stellung zu nehmen." Gründe: Die wirthschaftliche Lage der in lichen Klavierarbeiter Versammlung, die am 16. Dezember im gehender Weise wurden vom 14. bis 20. Februar d. J. Vertreter der Tatalindustrie beschäftigten Personen der ganzen Hessenlande Märkischen Hof", Admiralstraße 18c stattfand. Wenn nicht alle der Meister wie Gesellen über die Durchführbarkeit des Zwölf ist eine überaus traurige, so daß der niedrige Lohn( 8-9 M. im Anzeichen trügen, befinden sich die Fabrikanten bereits in einer stundentages in unserem Gewerbe vernommen. Für alle Ein Durchschnitt) in den Fabriken nicht hinreicht, die Familie arch argen Klemme. Wie ein Mitglied der Lohnkommission berichtete, wände, welche die Meister erhoben, hatten die Vertreter der Ge- nur einigermaßen menschlich zu ernähren, weshalb die Tabat- erging am vorigen Sonntag an sämmtliche Streifende die Auffellen stichhaltige Gegengründe, so daß die Behauptungen der arbeiter gezwungen sind, durch Nebenverdienste, so weit diese forderung, ihre Sachen wegzuholen zu be fo weit biele ibre Sachen suboru Meister vor der Reichskommission auf einen sehr unfruchtbaren überhaupt noch möglich find, anderen Erwerbsthätigen Kon- trachten; das aber dieser Boden fielen. furrenz zu machen. Jede weitere Mehrbelastung des Tabaks eilt gefaßt sein mußte, geht daraus hervor, daß sie bereits am Die Reichskommission legte sodann ihre Ermittelungen in würde eine Verminderung der Konsumtion zur Folge haben, anderen Tage eine Unterredung mit der Kommission nachsuchten. einem Gefeßentwurf nebst Begründung dem Bundesrath vor, der aber auch Tausende von Arbeitern dadurch brotlos gemacht Dieselbe bat am Dienstag stattgefunden, doch Besonderes iit am 7. Auguft d. J. im Reichsanzeiger" veröffentlicht wurde. werden, und entweder der Gemeinde zur Last fallen, oder die Datei nicht herausgekommen. Die Fabrikanten willigen wohl in Obwohl dieser Gesetzentwurf auch noch viele Mängel aufweist, schon große Bah! der Arbeitslosen vermehren und so zum soge- die Entlassung des einen Werfführers( Lingfch) und vielleicht indem er nur eine tägliche ununterbrochene Rubezeit von acht nannten Vagabundenthum hinabgeschleudert werden. auch in die des anderen( Jürgen 3), aber wie sie angeben aus Stunden( Sonntags 16 Stunden) festgelegt wissen will, so bedeutet anderen Gründen, als denen, aus welchen die Streifenden deren Gegen vierzehn Mitglieder des Textilarbeiter: Entlassung verlangen, boch von einer Wiedereinstellung der von ihnen er für uns immerhin einen kleinen Anfang zur Befferung und Verbandes fand am 13. d. M vor dem Zwickauer Lani gericht Gemaßregelten nollen sie abfolut nichts hören. Im Gegentheil, Jeder hoffte, daß diese Vorschriften zum neuen Jahr in Einspruchsverhandlung statt. Sie waren vom Schöffengericht die Fabrikanten schützen schlechten Geschäftsgang vor, der es Kraft treten würden. Weit gefehlt. Durch den mehrfachen Hohenstein Ernstthal wegen Vernoßes gegen eine ganze Anzahl ihnen verbiete, sämmtliche Streifende wieder in Arbeit zu nehmen. Ministerwechsel ist die Ausführung des Gesetzes wieder in nebel: Paragraphen des sächsischen Vereinsgefeyes einer zu 60, ein Sie glauben, daß aus diesem Grunde etwa 30 ihrer früheren hafte Ferne gerückt. Kollegen! Wollt Jbr diese Verschleppung ruhig anderer zu 20 und die übrigen zu je 15 M. Geldstrafe event. zu Arbeiter freiwillig auf ihre Wiedereinstellung verzichten werden weiter mit ansehen? Wollt Ihr auf den Maximalarbeite tag warten 12, 4 reip. 2 Tagen Gefängniß verurtheilt. Tas Landgericht und dann ließe sich auch über die Lohnfrage reden. Der Vorbis auf den Nimmerleinstag? Gure Offenbacher, Hamburger und hob das Urtheil auf und erkannte nur gegen Hillig auf zehn schlag, sämmtliche Arbeiter wieder einzustellen und eventuell bie Berliner Kollegen wollen sich nicht länger hinziehen lassen. In Mark Geldstrafe, weil er am 11. Februar d. I. öffentlich durch Arbeitszeit in der Fabrit dementsprechend zu verfürzen, stieß letzterer Stadt waren Eure Brüder am 4. Dezember versammelt eine Annonce die Textilarbeiter zu einer Besprechung nach bezeichnender Weise bei den Fabrikanten auf den entschiedensten und beschlossen nach eingehender Tebatte, 1. dafür zu sorgen, daß Oberlungwithz eingeladen, ohne die polizeiliche Anmeldung ver: Widerstand. Diese Weigerung ist jedenfalls mit einer am vorigen der deutsche Reichskanzler im Reichstag von den Arbeiteranlaßt zu haben. Im übrigen trat das Landgericht der Auf- Sonntag abgehaltenen Pianofabrikanten Versammlung in Verwas in zu thun gedentt? 2. an Guch, Kollegen, in ganz Deutschland fassung des Hohensteiner Schöffengerichte nicht bei, welches an bindung zu bringen, die, wie die Kommission im Laufe der Woche ſtelle" gegründet hätten, ohne Statuten zu entwerfen, die der Behörde Streik bet Gör 3 u. Kallmann beschäftigte und über die bei daß die einen Verein oder" Bahl zusammenschaart und Euch mit uns verbündet, Guer Recht selbst einzureichen sind, und daß diefer Verein, ohne das Recht der fordert. Körperschaft zu besitzen, sich mit öffentlichen Angelegenheiten erstatter bemerkte zum Schluß, die Fabrikanten hätten die zu ergreifenden Maßnahmen berieth. Um das Einverständniß der deutschen Kollegen zu ermöglichen befaßt hätte und mit anderen Vereinen( dem Vorstand des Textil Kommissien mit der Erklärung entlassen: würde der Streit und uns über das wie und wenn des gemeinsamen Vorgehens arbeiter Verbandes in Berlin) in Verbindung getreten sei. Es zu verständigen, fordern Euch Eure Berliner Brüder auf, überall hätte sich im vorliegenden Falle, so hieß es in den Erkenntniß- beigelegt, dann würden sie ruinirt, und es bliebe ihren ihnen gestellten Bedingungen nicht bald öffentliche Bäckerversammlungen zu berufen, um diese Zeilen zu gründen, nur um Gründung eines Vereins gehandelt, dieselbe nichts weiter übrig, als zu liquidiren und dann mit Schuhwichse besprechen und einen Eurer Kollegen, der Herz und Verstand fei aber nicht ausgeführt worden, deshalb seien die Angeklagten handeln zu gehen.( Heiterkeit und Zuruse.) Won mehreren Dis hat, als Euren Vertreter zu wählen, welcher an dem am freizusprechen". Durch dieses Urtheil ist also gerichtlich feste tafsionsrednern wurde hervorgehoben, daß selbst bei Berwirk 20. und 21. Februar 1895 in Berlin, in Buste's gestellt worden, daß auch in Eachsen die Zugehörigkeit zu Ge- lichung dieser„ fürchterlichen" Drohung die Pianofabrikation durch Salon, Grenadierstraße 33, Morgens 9 Uhrwerkschaftsvertänden an und für sich nicht sirasbar ist, und daß den Verlust der beiden Personen absolut feinen Schaden davon beginnenden Deutschen Bäckertag theilnimmt. Die Verbandevorstände das Recht befizen, an Orten, wo mit- tragen würde und die Streikenden tann einfach in denjenigen Rollen! Auf zum gemeinsamen Kampf! Auf nach Berlin zum glieder sind, Bertrauensleute zu bestimmen, welche die Geschäfte Fabriten untergebracht würden, welche die Absatzgebiete der ver Deutschen Bäckertag, damit Euch endlich Euer Recht werde! des Verbandes besorgen, Beiträge einsammeln, die Verbands- frachten" Firma inzwischen an sich gerissen haben. organe austheilen und die Interessen des Verbandes wie der richtig.) Wie geringwerthig die Fabrikanten die paar Streif Mitglieder nach jeder Richtung hin wahren. brecher betrachten, welche sich ihnen zur Verfügung gestellt haben, geht daraus hervor, daß fie der Kommission gegenüber sofort in deren Entlassung willigten und bereits vier von ihnen wegen durch= aus ungenügender Leistung schon jetzt entlassen haben. Die Kom mission hat an die Organisationen aller größeren Städte Situationsberichte entsandt und dadurch bewirkt, daß von oußerhalb troß aller Verlockungen der Fabrikanten der Mit brüderlichem Gruß Die Agitationstommission der Bäcker Deutschlands. J. A.: Karl Schmidt, Berlin N., Antonstr. 25, vorn 4 Treppen. NB. Alle Anfragen in dieser Sache, sowie Anmeldungen zum Bäckertag und Bestellung von Logis, sowie Empfang auf den Bahnhöfen, wolle man gefälligst an diese Adresse richten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Zur Beachtung der örtlichen Kartells. Weberandstände. In Reims wie Lyon befinden sich gegenwärtig einige Hundert Weber im Streit. An beiden Orten bandelt es sich um Lohndifferenzen bezw. um eine Zurück weifung der von einzelnen Fabrikanten vorgenommenen Lohnreduktionen. " Streits unter den und sich als entehr über ( Sehr Bum Glasarbeiterstreik in Rive- de- Gier ist mitzutheilen, Buzug von Arbeitskräften ferngehalten wurde. Wie aus daß derselbe noch mit aller Kraft weiter geführt wird. Die zur Verlesung gelangenden Notizen in hiesigen und ause Da wir in vielen größeren Städten noch keine Verbindung Ric arme- Teriárd fieht sich jezt gezwungen, die Defen zu löschen, wärtigen bürgerlichen Zeitungen hervorgeht, macht die Firma mit unseren Kollegen haben, so nehmen wir die Vermittelung weil sie nicht genug brauchbare und auch überhaupt nicht ge- die trampshajtesten Anstrengungen, um die öffentliche Meinung der Genossen in Anspruch und erwarten, daß die übermittelten nügend Arbeiter hat. Die Streifbrecher sind nun ganz nieder- für sich zu gewinnen. Die Kommission wird in nächster Zeit Aufrufe noch vor den Festtagen in die Hände unserer Kollegen geschlagen. Die streifenden Arbeiter sind meist in der Vereins- Angaben über die Durchschnittshöhe der Löhne bei Görs ut. gelangen. Noch angenehmer wäre es, wenn die Kartells gleichhütte". welche den Arbeitern gehört, beschäftigt. Es wird in all mann veröffentlichen und damit den unwahren Behaup Die Einberufung der öffentlichen Bäckerversammlungen in die 4 Partien à 6 Stunden gearbeitet. Zwei Desen sind nun schon tungen der Fabrikanten entgegentreten. Ein Redner illustrirte Wege leiten würden. im Gange und der dritte wird in Kürze in Betrieb gesetzt; das an drastischen Beispielen die seitens der Firma dem FabrikDer Vertrauensmann der Steinsetzer ersucht uns mit. Geschäft gebt gut. Die Eperre über die Fabrik bleibt verhängt, ausschuß zugedachten Funktionen, welche u. a. auch in der Kon zutheilen, daß die Versammlung der Steinfeger, die am Freitag bis die Forderungen der Streikenden erfüllt sind.- Gegen zwei trolle der Arbeit der übrigen Kollegen bestehen sollte. Ferner nach dem Keller'schen Lokal einberufen war, nicht von der Ge- deutsche Glaearbeiter wurde am 14. d. M. ein Aus- wurden die fortgesetzten Chifanirungen seitens der Werkführer werkschaft des genannten Berufs arrangirt war. Die Mitglieder weisungsbefehl erlassen. zur Sprache gebracht und auf die durch verschiedene Aenderungen der Organisation haben die Beschlüsse in Sachen des Bier im Betrieb erzeugten Fabrikationsfehler hingewiesen. Nachdem boykotts vollständig aufrecht erhalten. wiederholt zur Unterstützung der Streifenden ermuntert worden theilte der Telegirte zur Gewerkschaftskommission mit, daß er den Streik bei dem Ausschuß derfelben angemeldet habe und die Eine gut besuchte Parteiverfammlung für die Kommission in ihrer Sigung am Dienstag( deu 18.) dazu Stellung Genossen des 6. Berliner Reichstags- Wahl- nehmen werde. Die Unterstützung auch durch die übrigen GemertArbeiters Weihnachtsfreuden. In der Holzschuh- Fabrik treifes, Wedding- Viertel, tagte am 13. Dezember schaften sei gewiß. In der nächsten Versammlung soll Stellungs von Grünewald in Neustadt wurden 75 Arbeiter ent- bei Reichert, Müllerstr. 7. Der beifällig aufgenommene Vortrag nahme gegenüber den Fabriken erfolgen, in denen etwa für laffen. Den Feilenhauern der Firma Renner und des Genossen Kiesel über:" Die Bedeutung der Presse für das Görs und Kallmann gearbeitet wird. Nach einer ErSiegwarth in Ludwigshafen soll ein Weihnachts- Proletariai", gab sogleich Gelegenheit, in der darauffolgenden gänzunge wahl für die Kommission schloß die Versammlung mit geschenk verabreicht werden in Form eines Lohnabzugs von Diskussion den dritten Punkt der Tagesordnung einzuleiten. Es einem Hoch auf das Gelingen des Streits. Zum größten Theil Der Streik in der Schuhfabrik von Eichbaum u. Co. in Mainz ist durch Vergleich beendet. wurden die Forderungen bewilligt. Dersammlungen. Unstreitig beste u. billigste Bezugsquelle Acht Silberne Herrenremontoiruhr. 2 Jahre Garantie, kein Risiko, da Umtausch gern gestatt. Geg. Nachn. M. 10.50. Verl.gfl. Preisliste. Nicherem v. 5.Regulateur v. 6. Louis Lehrfeld, Pforzhelm. 18 Teppiche auch an Private. 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