Nr.H»�ZH.�ahrgtMg Ausgabe B Nr. 47 Bezugspreis: vt«rtkII!!!'rl.«zug: Monallich ZV.— M. einschl. Zu- ftellungsaedUKr. Unter Kreuzband Illr Deutschland, Danzig, das Saar- und Meinel Berlin 40 PI. ausvfSrls 50 Pfennig ) Devlknvv Vollir-blnkk AnzeigeuprriS: Dl» zehngespaltene Nonparetllezell» tostet g,— M.„Aleine Anzeigen" da» settgedruckte Wort 3,— M.(zulässig zwei sellgedruckle Wortes, sede» «eitere Wort lchv M. Stellengesuche und Echiasitellenanzelgen da» erste Wort höv M., tedc» wettere Wort >.— M. Wort» über I.'-Buchstaden zählen sür zwei Worte. Familien-Au- zeigen sür Abonnenten Zeile 4,— M. Die Preise verstehe» stch einschließlich Teurrungs»Uschlag. «nzelgen sstr dir» S ch st e Stumme» müssen dl»<>,, Ahr nachinittag, tm Hauptgeschäft, Berlin SW W, Linden- stroße Z, abgegeben werden Geöffnet von S Uhr srllh dl» 5 Uhr nachmittag». �10 Zcntralorg&n der Sozialdemokratifcben partd Daitfchlands Neöaktion und Expedition: SW 08, Linüenstr. z S-rn»Ar«-«4,rr- Siedaktion Morivplatz lölva—»7 Moritzvla» 117»»— 54 Freitag, den Ä4. Februar 1922 vorwärtseverlag G.m.b.H., SW SS, Lindenstr. 3 !?ernivrccker•®rr,aB' e direkte Ursache derWeltwirtschaftskrise ist, hat sich in allen Ländern durchgesetzt. Nur in Frankreich ver- schließt sich noch die derzeit regierende Partei gewaltsam den offenkundigen Tatsachen. Aber auch in Frankreich wird sich btese Erkenntnis durchsetzen, schneller, als es heute unter dem Ministerium Poincars den Anschein hat. Man vergesse doch nicht, daß die Alliierten vor nicht gang neun Monaten die deutschen Zahlungsverpflichtungen festgesetzt haben und daß seitdem unter der Führung Englands— vielmehr unter dem Zwange der wirtschaftlichen Not— ein ganz wesentlicher Umschwung eingetreten ist. Mit der Vertiefung der Wirtschaftskrise in Frankreich wird auch dort die Erkennt- nis der wirtschaftlichen Notwendigkeitvn sich durchsetzen. Doch diese Erkenntnis, der wir heute in England. Italien, den Vereinigten Staaten und auch in den ehemals neutralen Ländern begegnen, ist nur eine mehr oder weniger wider- willig eingestandene Teilerkenntnis. Immer noch glaubt man dort, daß ein Land, ohne Schaden für die anderen Länder, jährlich, wenn schon nicht die phan- tastischcn Summen, die die Sllliierten in London ausgerechnet hatten, so doch etwa zwei Milliarden Goldmark an die Alliier- tcn abführen könne. Und in diesem Zusammenhange ist es am Platze, daran zu erinnern, was die wirtschaftlichen Sach- v e r st ä n d i g e n der Alliierten vor weniger als einem Jahre über die voraussichtlichen deutschen Goldlcistungen ausgerech- net hatten. Danach wurde vorgesehen, daß Deutschland jähr- lich für 35 Milliarden G o l d m a r k Waren ausführen würde! Loucheur war immerhin etwas weniger optimistisch. Er rechnete in der französischen Kammer aus, daß Deutsch- lands Ausfuhr jährlich 25 Milliarden Goldmark betragen würde. Nach dieser„bescheidenen" Rechnung hätte also Deutschland jährlich Milliarden Goldmark Ausfuhrabgabc plus 2 Milliarden fest« Jahreszahlung abzuführen gehabt. Alles in Gold natürlich. Das goldene Zeitalter stand also unmittelbar bevor. Man kann nicht erwarten, daß Leute, die noch vor wenigen Monaten mit solchen ungebundenen Phan- tasien ihre Politik trieben, bereits heute die Wirklichkeit in ihrem ganzen Umfange erkennen, geschweige denn anerkennen würden. Und diese Wirklichkeit hat ein ganz anderes Gesicht. Die skandinavischen Länder erleben jetzt die größten Wirtschaftskämpse. In Dänemark, Schweden und Norwegen sind die verschiedenen Berufs- organisationen nicht allein solidarisch, wenn eine Be- rufsorganistaion in einen großen Lohnkampf verwickelt ist, die Berufsorganisationen der drei Länder sind wieder mitein- ander im selben Maße in Gegenseitigkeitsverbänden zusammen- geschlossen. Aber auch die Unternehmer sind konzentrisch or- ganisiert. Und diese haben den festen Willen bekundet, die Wirtschaftskrise, die die drei Länder nun schon seit mehr als einem Jahre brachlegt, zu beseitigen. Sie wollen das in erster Linie durch Herabsetzung derLöhne. Den skandinavischen Arbeitern ist es gelungen, durch Aus- Nutzung der außerordentlichen Situation während des Krieges und im ersten Jahre nach dem Kriege die Teuerung durch Lohnerhöhungen auszugleichen und noch darüber hinaus ihre Lebenshaltung zu heben. Während anfangs 1922 die Teuc- rung im Vergleich zu 1914 im Durchschnitt etwa 190 Proz. ausmacht«, haben sich die Löhne mehr als verdreifacht. Nach dem heutigen Stande der Wechselkurse ist ein Stundenlohn von 1,89 Kr. gleich 55 bis 99 M. Die skandinavischen Unternehmer aber wollen, daß ihre Produkte wieder von Deutschland ge- kauft werden und mit den deutschen Produkten wieder kon- kurcieren können. Und sie wollen nicht allein die Löhne eilt- sprechend herabsetzen, sie wollen auch zugleich mit dem Acht- stundentag aufräumen. Aehnliche Kämpfe spielen sich seit einem Jahre in allen Ländern der Welt ab. Die Arbeiterschaft befindet sich heute überall in der Defensiv«. Und ihre Lage ist desto schlechter, je weniger ihr Land vom Krieg gelitten oder selbst durch diesen scheinbar gewonnen hat. Lohnherabsetzungcn, ja teilweise so- gar Verlängerungen der Arbeitszeit, sind an der Tages- ordnung, nicht allein in den Vereinigten Staaten und England, sondern selbst in Ländern mit Verhältnis- mäßig niedrigem Wechselkurs und niedrigen Löhnen, wie Frankreich, wo die Bergarbeiter z. B. erst jüngst sich in eine neue Lohnhsrabsetzung fügen mußten. Und in Frankreich ist die Arbeiterschaft um so ohnmächtiger, als sie durch die von Moskau befohlene Zerreißung der Gewerkschaften gegen- wärtig in zwei Lager gespalten ist, die einander erbittert be- kämpfen, statt gegen die Unternehmer Front zu machen. Der Ausgleich nach unten, den die Unternehmer des Auslandes jetzt als Richtschnur ihrer Lohnpolitik gcitoni- men haben, ist jedoch unerreichbar, solange Deutschland gezwungen ist, alljährlich Milliardenwerte ans den Weltmarkt zu werfen, ohne hierfür irgendwelche Bezahlung zu erholte», d. h. ohne Gegenwerte dafür einzutauschen. Dieser Zwang zur Gratisarbeit setzt sich in der Praxi» durch eine systematische Unterbietung auf allan Märkten um. Die Folge davon ist, daß Deutschland, außer für die Miiertett, auch für alle neutralen Länder Gratisarbeit liefert. Deutschland muß trotz der immer höher gezogenen �Zollmauer seine Waren billiger als die Industrie der anderen Länder liefern, um von diesem Minderertrag an die Alliierten Devisen abliesern zu können. Trotz der Stärke und der Geschlossenheit ihrer Gewerkschaften sind die deutschen Ar- beiter also verurteilt, statt Preisfechter Preisdrücker des internationalen Proletariats zu fein. Wer den Rückschritt der Arbeiterschaft in allen Ländern, besonders im vergangenen Jahre verfolgt, der kann über die kommende Entwicklung nicht im Zweifel sein. Der Vertrag von Versailles ist in Wirklichkeit ein automatisch funktio- nierendes Instrument zur Niederhaltung des internationalen Proletariats, zum Kampf gegen die Internationale von Amsterdam! Es liegt im Interesse der Arbeiter aller Länder, wenn das Diktat von Versailles schleunigst und end- gültig revidiert wird., Das Zrieüensangebot öes Prinzen Sixtus. Die„Münchener Neuesten Nachrichten" veröffentlichen einen Auszug aus dem Protokoll über die Unterredung, die am Ib. März 1917 in Wien zwischen Bethmann Holl- weg und dem Grafen C z e r n i n über das Friedensangebot des Prinzen Sixtus stattgefunden hat. Die Unterredung ist charakteristisch dadurch, daß Graf Czernin sie mit der Erklärung eröffnete: Die Monarchie stehe am Ende ihrer Kraft, sie müsse aus dieser traurigen Lage die Konsequenzen ziehen. Jeder Faden, der zu einem akzeptablen Frieden führen könne, müsse aufgegriffen werden.— So der Leiter der österreichischen Politik Anfang 1917. Ein neuer Beweis gegen die Dolchstoßlegende! Bethmann Hollweg zeigt sich in dieser Unterredung wieder als der Zauderer, dessen Entschlußunfähigkeit mit zum Verhängnis Deutschlands geworden ist. Er stimmte schließlich der Entsendung eines Vertrauensmannes nach der Schweiz zu. Als Minimalforderung Deutschlands bezeichnet er einen Aus- tauf ch der Erzlager von Longwy-Briey gegen Teile Loth- ringens oder des Elsasses, als Maximalforderungen den Er- werb von Longwy-Briey ohne eigene Gebietsabtretungen. Doch müsse der Vertrauensmann es auf das strengste v e r- meiden, daß dos deutsche Minimalprogramm enthüllt werde. Er müsse im Gegenteil bestrebt sein, bei seinem Part- ner den Eindruck zu erwecken, daß Deutschland w e i t w e n i- ger entgegenkommend sein sollte.— Wir sehen hier in das diplomatische Versteckspiel hinein, das auch ein Grund zur Verhinderung einer rechtzeitigen Verständigung ge- wesen ist. die Münchener Morözentrale. München, 21. Februar.(Eigener Drahtbericht.) Die Aufdeckung der Münchener Mördcrzentrale ist durch b a d i s ch e Kri- minalbeamte einen wesentlichen Schritt vorwärts gekommen. Auf Grund des Badapefter Telegramms der Erzberger-Mörder wurde in dem Hause des Dr. Müller eine Haussuchung abgehalten. Die Untersuchung ergab, daß Dr. Müller Leiter der R e ch t s a b t e i- lung der Einwohnerwehr war und im Stab der Orka tätig ist. Sein Bureau befindet sich h e u t e n o ch im Ringhotel, im ehemaligen Stabshauptguartier der aufgelösten Einwohnerwehr. Die Zusammenhänge niit dem Erzbergennord werden aber erst klar aus der Talsache, daß Dr. Müller in dem von den Erzbergermördern als Adresse angegebenen Hause übe rhaupt nicht wohnt, sondern daß der Besitzer des Hauses der Orgesch-Führer Dr. P i tt i n g e r ist. Dieser wurde zusaminen mit Dr. Müller bei einer Besprechung be- troffen und ebenfalls verhaftet. Die Münchencr reaktionäre Presse wütet über die geglückte„Expedition" der badifcheu Kriminalbeamten und entrüstet sich, daß die Badenser es wagten, in das„Land der Äschanti-Neger" einzurücken und dort verdächtige Gebäude zu um- stellen und auszuheben. So schreibt die deutschnationale„München- Augsburger Abendzeitung": Wann wird Bayern aus dieser Für- sorgeerziehung entlassen, und wann gesteht man ihm die staatliche Selbständigkeit zu?" Die in Bayern gezüchtete separatistische Bewegung hat im benachbarten Tirol einen lebhaften Widerhall gefunden, so daß selbst christlich-soziole Blätter eine Abwehr der bayerischen Pusschpolitik für notwendig halten. So macht eines dieser Blätter bekannt, daß der Bund Oberland in Inns- brück ein Werbebureau aufgeschlagen und Freiwillige für Ungarn ge- warben habe. Es sei ein offenes Geheimnis, daß die„Oberland- Leute" mit den Kreisen des„Tiroler Alpenlandes" in Berbindung ständen. Das Jnnsbrucker Kommando benutzt die Reise zweier führender Sozialdemolraten zu dem im Burgenlande stehenden Ti- roler Regiment, um durch eine Anzeige an das Bundesminisierium für Heerwesen wegen Hetztätigkeit der beiden Abgeordneten in der Wehrmacht die Erregung zwischen den Beoölkcrungsklassen zu stei- gern. Das Verbrechen der beiden Genossen bestand lediglich darin, daß sie Worte der Ermahnung an die Soldaten gerichtet hatten, daß sie die Republik gegen die monarchistischen Bastden Horthy-Ungarns mit aller Kraft verteidigen sollten. skylanderö teure Uniform. München, 21. Februar.(Eigener Drahtbericht.) Die Berurtei- lung des Teutschnationalen, O b e r st von T y l a n d e r, zu SM M. Geldstrafe wegen unerlaubten Uniformtragens beim Reichs- Parteitag der Deutschnationalen gibt der Münchener Rechtspresse Veranlassung zu wütenden Ausfallen gegen die Rcichsregierung. Tylander wird tief bedauert, daß er sich auf eine Anklagebant setzen mußte, auf der kurz vorher ein Dieb und nachher ein Totschläger hätte Platz nehmen müssen. Tylander machte vor Gericht dieselbe Figur wie die Kapp-Berbrecher in Leipzig. Seine weinerlichen Ausführungen gipfelten darin, daß er im Glauben gewesen sei, die Verordnung des Reichspräsidenten sei rechtsunwirksam ohne die Genehmigung der bayerischen Re- gierung.' Schließlich jammerte er darüber, daß er seine Uniform verlieren soll, nachdem seine Vorfahren seit 200 Iahren die Uniform des Kurfürsten und des Königs getragen hätten. Selbstverständlich protestieren sämtliche Offizier- und Militärvereine gegen die„Ber- liner Iustizschande". Kein Hastbefehl gegen Kaehne! Am gestrigen Donnerstag ist die Voruntersuchung im Fall Kaehne nach Meldung der BS.-Korrespondenz weiter fortgesetzt und noch eine Anzahl weiterer Zeugen vernommen worden. Das Verfahren gegen den Rittergutsbesitzer geht inzwischen weiter, und es ist damit zu rechnen, daß bereits im kommenden Monat die VerHand- lung gegen Herrn v. Kaehne stattfinden kann. Der Unter- f u ch u n g s r i ch t e r hat nach dem bisherigen Stand der Angelegen- heit den von der Staalsanwaltschaft Potsdam beantragten Haftbefehl abgelehnt, da Fluchtverdocht nicht vorliege. Bei Adligen, Offizieren, Reaktionären usw. liegt bekanntlich Fluchtverdacht nie vor, wie die Fälle Boldt, Dithmar, Schulz. Tillesen, v. Lüttwitz, Kapp, Bauer usw. glänzend bestätigen. Ist dem Unter- suchungsrichter übrigens bekannt, daß Untersuchungshaft auch wegen Verdunkelungsgefahr verhängt werden kann und daß diese Gefahr bei der wirtschaftlichen Macht und den terroristischen Ge- pflogenheiten der Familie o. Kaehne nicht von der Hand zu weisen ist? Die Vermö'genszuwachssteuer. Der Steuerausschuß des Reichstags erledigte am Mittwoch in zweiter Lesung das Vermögenszuwachssteuergesetz. Die Unabhängigen stellten den Antrag, die Regierungsvorlage iri ihrer alten Fassung wiederherzustellen, serner, daß der Vermögenszuwachs nicht erstmalig vom 1. Januar 1923 bis 31. Dezember 192S, sondern vom 1. Januar 1920 bis 31. Dezember 1922 ermittelt werden soll. Diese Anträge werden abgelehnt, nachdem Staatssekretär Zapf die Vorverlegung des Ermittlungstermins als technisch undurchführbar bezeichnet hatte. Im Z 19 wurde die Bestimmung g e st r i ch e n, daß für jeden Veranlagungszeitraum 100 000 M. Vermögenszuwachs steuerfrei bleiben sollen. Ebenso wird die Steuerbegünstigung für Familien- Mitglieder wieder beseitigt. Dagegen wehrten sich begreiflicherweise die Deusschnationalen, die Deutsche Volkspartei und der kapitalistische Interessenvertreter Fischer fKöln), der eine besondere Zierde der Deutschdcmokraten ist. Der Tarif wird in Verschärfung der Beschlüsse der ersten Lesung dahi» abgeändert, daß die Steuer beträgt: für die ersten angefangenen oder vollen 200 000 M. des steuerpflichtigen Vermögenszuwachses.... 1 v. H. für die nächsten angefangenen oder vollen 200 000 M. 2.. ...... 300 000. 3.. ...... 300000. 4.. ...»»» 1 000 000. ö.» ..... 1000000. 6,. ...,.. 1000000. 7.. .... 1 000 000. 8.. ...... 1 000000., 9.„ für die weiteren Beträge 10 v. H. Ein Vermögenszuwachs, der länger als 12 Jahre zurückliegt, bleibt außer Ansatz. Selbstverständlich liefen auch gegen diese Verbesserung die .Dcutschnationalen, wenn auch vergeblich, Sturm. Bei der zweiten Lesung der Kcrperschaflssteuer wurde ein sozialdemokratischer Antrag auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage abgelehnt. Unter Ablehnung der sozial- demokratischen Anträge auf Begünstigung der städtischen Sparkassen und gemeinnützigen Bankinstitute wird im � 2 Abs. 2a bestimmt, daß von der Steuer u. a. befreit sind: die Reichsbank, die Reichs- darlehnskassen, die Staastdanken, die öffentlichen oder dem öffent- liehen Verkehr dienenden Sparkassen sowie die von Körperschaften des öffentlichen Rechts gegründeten und geleiteten gemeinnützigen Kreditanstalten. Außerdem wird folgender Absatz eingefügt:„Die ! in ihrer Hauptbestimmung als Zentralen der Genossenschaften wir- j kenden Genossenschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung und , Aktiengesellschaften, deren Gesellschafter(Genossen) ausschließlich oder ! doch überwiegend Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschasten sind und deren Geschäftsbetrieb sich auf den Kreis der Mitglieder beschränkt, sofern sie satzungsgcmäß nicht mehr als 5 v. H. jährlichen Ertrag verteilen dürfen, bei Auslosung oder Ausscheiden eines Gesellschafters nichts mehr als die eingezahlten Anteile zurückgewährt wird, und im Falle der Auflösung der Ueberschuß für gemeinnützige Zwecke zu oerwenden ist." Ein Antrag der Rechten will die Körperschaftssteuer auf das steuerbare Einkommen angerechnet wissen. Der Antrag wurde abgelehnt, nachdem die Sozialdemokraten gefordert hatten, daß dann auch die Lohn- und Gehaltsempfänger das Recht haben müssen, die zu zahlende Steuer von ihrem steuerbaren Einkommen abzuziehen. CisenbahnkonfliktzwischenReichundpreußen Zwilchen Reich und Preußen ist, wie IK. meldet, ein Streit vor dem Staatsgericktshof anhängig über die Auslegung der Artikel 90 und 94 der Reichsverfassung. Es handelt sich um die Frage, inwieweit durch den Uebergang der Eisenbahn auf das Reich auch das E n t e i g n u n g s r e ch t auf das Reich über- gegangen ist. Preußen nimmt die Entscheidung über Beschwerden gegen die Feststellung des Enteignungsplans nach Maßgabe des preußischen Enteignungsgesetzes auch dann in Anspruch, wenn es sich um Enteignungen für Zwecke der Reichsbahnen lzandelt, während der Reichsverkehrsminifter auf Grund der Verfassung das Reich für zu- ständig hält. Räch dem Gesetz sind für diese Fälle vier besondere Beisitzer und vier Stellvertreter zur Hälfte vom Reichstag und zur anderen Hälfte vom Reichsrat zu wählen. Der Reichsrat wählte, wie meldet, in seiner gestrigen Sitzung als Beisitzer den jetzigen Landes- Hauptmann der Provinz Sachsen, früheren preußischen Eilenbalm- minister Oes er, und den früheren bayerischen Berkehrsminister v. S e i d l e i n, zu Stellvertretern den Ministerialrat Dr. S ch e l- l e n- Dresden und den Reaierungsrat im Thüringischen Wirlschasts- Ministerium Lc h m a n n- Weimar. Das braunschweigische Staatsministcrium hat die Geschäfte unter seine Mitglieder wie folgt verteilt: I st n k e Porsitz, Zentral- abteilung, Abteilung für Recht und Vertretung im Reichsrat: Steinbrecher Abteilung für Arbeit und Wohnungs- und Sied- lungsangelegenheiten; A n t r i ck Abteilung für Forsten, Domänen und Bergwerke, Abteilung für Handel und Verkehr sowie Ernäh- rungs- und Gesundheitswesen: Grotewohl Bolksbildung, und W e s e m e i e r' Inneres und Finanzen. Der thüringische Landtag hat das Erundsteuergesetz, dessen Ab- lehnung im vorigen Jahr den Sturz des Ministeriums und die Auf- l ö f it n g des Landtages herbeiführte, mit einigen Abänderungen gegen die Stimmen des Landbundes bei Stimmenthaltung der Kommunisten angenommen._ Oer Reichtum fpenöet.... Bon Hans Bauer. Am ersten Tage der Berliner Eechstage-Rennens spendete ein Anonymus den Fahrern erst 5000, dann 10 000 M. Eine Zigaretten- fabrik spendete ebenfalls 10 000 M. Am zweiten Tage machte der Generalvertreter der Aga zwei- Inal 5000 und einmal 10 000 M. locker. Das waren die größeren Posten. Drei braune Scheine wurden gelegentlich, einer ungezählte Male gestiftet. Am zweiten Tage betrug der Gesamtsegen an Prämien 80 000 M. Alles in ollem wird ungefähr eine halb« Million gestiftet worden fein. Bitte: An Prämien aus unbeteiligter Privalhand. Aus Privat- band, die kein anderes Verlangen für ihre Gabe hatte, als das, die .Fahrer ein paar Minuten lang spurten zu sehen. Die Cechstage-Fahrer leisten Ungeheuerliches. Daß das Unge- heuerliche unproduktiv ist, ist kein Einwand gegen sie. Wer den Leistungen eines Jongleurs, eines Schlangenmenschen, eines Draht- feiitänzers Existenzberechtigung zuerkennt, wird sie dem Sechstage- Fahrer auch dann nicht aberkennen, wenn er die Sechstageschinderci nicht für Sport hält. Sie ist dann eben Artistik und Artistik soll es 'auch geben. Solche Artistik soll auch bezahlt werden. Ordentlich. Aber dieses Publikum, das für Artistik Zehntausende übrig hat, Zehntausende für ein paar feste Tritte in die Pedale.... Wann hat dieses Publikum schon einmal für Geistiges Prämien ausgesetzt, warm hat man gehört, daß es Krüppetheimen Zehn- hausende gestiftet hat. Ach ja: Die Not ist nicht durch private Wohltätigkeit aus der Welt zu schaffen. Dem Geistigen ist nicht viel durch die zehn- tausend Mark eines Generalvertreters gedient. Aber daß es dies gibt, daß solch ein Krösus auch nur für einen Spurt den Fahrern nicht so wenig anzubieten wagt, wieviel der Kleist-Preis beträgt und daß solch ein Krösus den Genuß, für zehn- taufend Mark fünf Minuten spurten zu sehen, dem andern vorzieht, den allerdings wohl nicht er, aber zum Beispiel Ich daran hätte, den ersten besten Armseligen und Zerlumpten je einen Tausend- markschein � in die Hand zu drücken: das ist allerdings demütigend. Sie wollen etwas sehen für ihr Geld: Spurt und Sieger. Es ist kein Trost für uns, daß sie arm genug sind, nichts für ihr Geld fühlen zu konnon.-.......... ■, Es ist eine Anklage wider sie. Dom politischen Kabarett. Goethes Wort aus der Auerbach» Keller-Szene:„Ein garstig Lied! Pfuil Ein politisch Lied!" hat eigentlich immer nur Für das monarchistische- Deutschland Geltung gehabt. Frankreich war von jeher gegensätzlich das Land, in dam man auch politisch eine lyrische Lippe riskieren durfte und sich so schon lange ein Kabarett schuf, bevor Salis auf dem Montmartre seinen„Schwarzen Kater", das erste offizielle Kabarett der Welt, be- gründete. Deutschland hat sich gegen seine politischen Dichter des 19. Jahrhunderts: Heine, Herwegh, Freiligrath, Hofsmann von Fallersleben, Kinkel, Dingelstedt, Prutz, Strachwitz höchst unpattio- lisch und undankbar benommen: und auch die sozial aufgewühlte Gruppe der deutschen lyrischen Revolution um Holz, Panizza, Ccm- radi, Scharf, Henckell, Wedekind ist in die Literaturgeschichte über- gegangen, ohne daß ihr tiefere politische Bedeutung beschieden ge- wesen wäre. Dem sogenannten deutschen Kabarett, von Ernst von Wolzogen als hübsche Salonangelegenheit inszeniert, entwuchs ein einziger Chansondichter größeren Formats: Hans Hyan, dessen Berse leider bis heute nicht gesammelt wurden. In Berlin ward man nicht müde, an den Traum des üterari- scheu Kabaretts zu glauben, in dem, nach der Revolution, der poli- tische Ton selbstverständlich nicht fehlen durfte. In den Programmen von„Schall und Rauch",„Größenwahn", der„Wilden Bühne" kehrt e i n Name immer wieder: Walter Mehring. Wer ihn bisher nicht aus seinen einzelnen Couplets kannte, �hatte jetzt Gelegenheit, ihn auf einem Künstlerdank-Abend in der Sezession zu hören. Ein kleines schwarzes Männchen macht sich selbst die Conference mystique im esoterischen Kabinett. Es hagelt politisdie Pflaumen, besonders in den Zwischenstücken des Programms, das sich gliedert in: Zirkus, Panoptikum, weihe und schwarze Messe, Wedekindsche Ironie muß durch eine neue Retorte gehen. Der Geist Panizzas steigt phönixhaft aus dem Gebrodle. Aristide Bruant, die große Pariser Ehanson-Rummer, wird als Gast beschworen. Die Jazz- Band von Mehring prescht los. Er selbst ist eben in Paris gewesen Das Kultusministerium sollte ihn dito nach London, New Park, Japan, China schicken— zum Heile des deutfch-polittschen Schang- fongsl Sein„Salto mortale" steigert die Groteske bis ins Dämo- Nische. Dem Bürger wird im Eisbein-Magcn ganz anders. Er muß diese Melodien, Revolutionshymnenfetzen, Choräle, Volkslieder, mit- singen. Denn der Dichter Mehring wächst plötzlich im Vortrag seiner Strophen in ein richtiges Singen hinein. Ein ganzes höllisches Or- chester brüllt aus dem kleinen schwarzen Männchen. Dazwischen gibt es auch scheinbar reinlyrische Weisen, aber nur als Mittel zum Zweck, der wieder bitterste Politik heißt, ein chemisches Säurebad, das, auf Papier gedruckt, teilweise soeben unter dem Titel„D a s K etz e r b r e v i e r" bei Kurt Wolff, München, erschienen ist. Man bediene sich gest. dieser Amoralin-Pillen von Zeit zu Zeit. A. R. Ml Gesangnisstrafe für das Nichtzurückgeben eines Buches. Ein sehr beachtenswertes Urteil, das allerdings manches Kopfschüttein erregen wird, ist kürzlich von einem Richter in Babikon bei Zürich gesollt worden. Ein Bäcker des Ortes hatte einem Freund ein Buch geliehen, das 8 Franks kostete, und als er es auf leine Forderung nicht zurück erhielt, klagte er. Der Richter fand den Bücherleiher, der noch alter schlechter Sitte das Wiedergeben vergaß, des Diebstahls schuldig und verurteilte ihn zu zwei Tagen Gefängnis, zu einer Geld- strafe von 20 Franks und zur Wiedergabe des Buches oder seines Wertes; er erklärte ein Buch„für einen Familiengegenstand und so gut wie Möbel, der zur Wohlfahrt der Famllie notwendig ist": „fau/r im LePng-Theater. Direktor Barnomski, dessen phantasievoll eigenartige Regie- kunst aus den Aufführungen des Ibsenschen„Peer Gyrtt" und Strindbergs„Damaskus" in lebendiger Erinnerung ist, brachte dos Goeihefche Werk in einer von Lovis Corinth cntworfenen, von Impekoven für Bühnenzwecke weiter ausgearbeitete Bilderreihe, die vieles Schöne bot. Echte Frühlinqsstimmung atmete die wellig weitgestreckie Osterlandschaft vor dem Tore. Anklänge an die Wal- bungen und schlanken Säulen gothijchcn Kathedralenstils in Faustevs Studierzimmer, und auch sonst sich wiederholend, deuteten symboli- sierend den Hintergrund der Zeiten an. In die Einfachheit von Mar- tens Garten wob sich ein seltsam märchenhafter Zug hinein, lln- geheuerlich und düster türmte sich in der Walpurgisnacht die wind- umbrausie Bergkuppe. Indessen der Berfuch, den wilden Hexenjpuk dieser Szene auf dem Theater leibhaft zu vergegenwärtigen, konnte trotz allem nicht gelingen. Die Wirkung auf die Sinne erhöht hier nicht, sie lähmt die Kraft der Phantasie. Dos Recht des alten Brauchs, den Auftritt fortzulassen, wurde so nur bestätigt. Um so mehr, da sich die Borstellung, hierdurch verlängert, auf fünfeinhalb Stunden dehnte. Der schauspielerische große Erfolg des Abends wor das Gretchen von Käte Dorsch. Befürchtungen, daß die frauliche, nicht Mädchen- hafte Figur der Darstellerin die Illusion zerstören würde, erwiesen sich als durchaus grundlos. Ihre Kunst oder vielmehr ihre unbcirr- bar sichere, sieghafte Natürlichkeit triumphierte spielend über olle solche äußeren Hemmnisse. Im Ton der Stimme, in Mienen und Bewegung verschmolz ihr Gretchen völlig mit dem schlicht liebens- werten kindhaften Geschöpf des Dichters. Bor allem in de« ersten Teil. Theodor Laos wirkte am eindringlichsten in F a u st' s großem Monologe, dein Ausdrucke der Grübelqualen und Zerrüttung, die an feiner Seele nagt. Da war in hohem Grad Beseeltheit. Zlber dem auf einen ganz bestimmten Grundton der Klangfarbe eingestelltem Organ fehlte die Kraft und Fülle der Modulationsfähigkeit. So ebbte das Interesse ab. I a n n i n g s Mephisto weckte in dem Prolog im Himmel, wo er, ein grünlich schillerndes Ungeheuer, Bockshörner auf dem Haupte, mit dem Herrn der Heerscharen Zwiesprach hält, große Erwartungen, die sich indes nicht so erfüllten. Das eigentlich Me- phistophelifche trat in dem weiteren Verlauf hinter einer Miene derb spaßender Verschmitztheit allzu sehr zurück. Von den kleineren Rollen waren die Frau Marten durch Jlka Grüning, der zufrieden trockene Famulus durch Emil Lind hervorragend vertreten. Gut auch der Valentin des Herrn Stahl-Nachbaur. Am Schluß rief lauter, iinmer wiederholter Beifall Schauspieler und Direktor vor den Dvrhong._ Conrad Schmidt. Das vierte Sonntag-MIttags-Konzert des Ächiller-TbeatcrS bringt Mozarts Os-llur-Quinlett und Bectdooens Ds-ckur-Quintelt. Kammer- jänger I. von Raatz-Brockmann singt Lieder oon Schubert und Hugo Wolf. Zwanzig Gemälde von Millet entdeckt. Vergessen und. verstaubt wurden in einer Bodenkammer des Ratbauses von Eherbonrg 20 frübe Bilder des berühmten französischen Malers Fran?ois Millet entdeckt. Millet stammt aus dem kleinen Ort Greville, der einige Kilometer entfernt von Cherbourg liegt. Die aufgesun denen Gemüld« sind zrun grüßten Tell Porträts von Familienanzehörigen. Geoener und öie Eisenbahner. Die Reichsgewcrkschaft deutscher Eisenbahnbeamten und-anwärtcr oersendet einen Auszug aus dem Protokoll über die erweiterte Vor- ftanüssitzung vom 16./17. Februar. Aus diesem Bericht ist besonders erwähnenswert, was im Anschluß an die Verichterstattung über die Verhandlungen mit»dem Reichskanzler gesagt wird. Es heißt da: „Alles in allem sind wir der Ueberzeugung, daß wir durch diese Unterredung ein gutes Stück weitergekommen sind. Eine allgemeine Amnestie lehnen auch wir ab"und besinden uns in dieser Teziehung in völliger Uebereinstimmnng mit dem Reichs- tanzler.... Diese Ausführungen des Kollegen Klein wurden ergänzt durch kurze Berichte der an den Verhandlungen mit dem Reichskanzler beteiligten Kollegen. Der Eindruck aller dieser Be- richte war ein solcher, daß die Versammlung sich auf den Boden der Abmachungen mit dem Reichskanzler stellte und dem obersten Beamten des Reiches das Vertrauen aussprach, daß er für die Durchführung der von ihm in feierlichster Form ge- gebenen Zusagen sorgen werde. Nur unter dieser Bedingung ist die Reichsgewerkschaft bereit, eine Beruhigung der wegen der bereits vorgenommenen Maßregelungen in neuer Erregung be- findlichen Mitgliedschaft zu versuchen. Es wurde aber gleichzeitig der feste Wille der Versammlung zum Ausdruck gebracht, die Organisation als im Zustande der Aktion befindlich zu betrachten, solange nicht positive Wirkungen der vom Reichs- konzler gemachten Zusagen ersichtlich sind/ In einem Schreiben, das an alle Minister, den Reichskanzler und den Reichspräsidenten sowie an die Fraktionsvorstände aller Par- teien gerichtet ist, wird zu der(auch von uns bereits mitgeteilten) Aeußernng des Reichsverkehrsministcrs zu einem evtl. neuen Streik der Eisenbahner Stellung genommen. Es heißt in dem Schreiben u. a.: „Dieses Verhalten des Reichsvertehrsministers muß jedem ganz unfaßbar erscheinen, da der einfache Mann nicht ohne weiteres die Maßnahmen eines Ressortministers von dem Ver- halten der Gesamtregierung zu unterscheiden oermag und solche Erlasse als„Willen der Regierung" auffaßt. Ein Beweis für staatsmännischen Weitblick des Reichsverkehrsministers ist der Erlaß nicht, aber jedenfalls ist cherr G r o e n s r wie immer auch diesmal in völliger Unkenntnis über die wirkliche Lage im Lande, wahrscheinlich wieder gestützt auf falsche Informationen. Schon der erste Satz des Erlasses wider- spricht direkt den Tatsachen. Der Ausgang der erweiterten Vor- standssitzung, von der nur der verantwortliche Vorstand einen wahrheitsgetreuen Bericb.t geben kann, ist hierfür maßgebend: nichls von neuen, Streikwillen der Reichsgcwertjchasl geht aus ihr hervor. Es hat fast den Anschein, als ob bei Herrn Groener der Wunsch Vater des Gedankens ist und er mit allen nur erdenklichen Mitteln auf eine Wiedereröffnung des Streiks hin arbeitet, weil er und hinter ihm stehende Kreise aus irgendwelchen Gründen ihn wollen." Inzwischen scheint stch infolge des Verhaltens des Herrn Reichs- Verkehrsministers neuer K o n f l i k t s st d f f zwischen der Re- gierung und der Reichsgewerkschast angehäuft zu haben. Die Reichs- gewerkschaft hatte am Morgen des 22. Februar beim Reichsverkehrs- ministcr um eine Besprechung nachgesucht. Der Minister lehnte aber den Empfang der Kommission ab, da stch unter ihr Beamte befanden, gegen die wegen Urheberschaft am Streik das Disziplinarverfahren schwebt. Diese Haltung des Ministers ist nur aus der Tatsache heraus zu erklären, daß Herr Groener einstmals General der kaiserlichen Slrmec war. Wenn der Reichskanzler als oberster Beamter keinen Anstoß daran nahm, bei Beendigung des Streiks zur Wiederherstellung des Friedens auch mit den Leuten zu verhandeln, gegen die ein Diszi- plinarverfahren schwebt, so müßte der zuständige Ressortminister das nach unserer Meinung schon lange tun können. Herr Groener macht aber aus dieser Angelegenheit nicht nur eine Frage seines persönlichen Prestiges, er kritisiert sogar den Reichs- kanzler, sagt er doch in seiner Antwort an die Reichsgewerk- schaft: „Die Tatsache des Empfanges der Kommission durch den Herrn Reichskanzler kann der Reichsoerkehrsminister nicht als für sein Verhalten maßgebend aner- kennen. Der Herr Reichskanzler befindet sich nicht in der Stellung des Vcrwaltungschefs und Dienstvorgesetztcn der Eisenbahnbeamten." Sollte etwa die Reichsgewerkschast doch recht haben, wenn ste behauptet, daß im Reichsverkehrsministerium Leute sitzen, die den Strgik wollen? 1>eres Bedürfnis. Oberbürgermeister Löß wies ferner darauf hin, wie eng die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Holland und Deutschland von jeher gewesen sind. Auch schon vor dem Kriege sei Holland ja für die Versorgung der Stadt Berlin mit Lebensmitteln, besonders im Frühjahr, immer von größter Bedeu- tung gewesen. Wenn in dieser Stunde Hofsnungen ausgesprochen werden dürften, so sei es der Wunsch, daß das Gleichgewicht der Weltwirtschaft sich bald wieder einstellen möge und daß das Valutaproblem eine gesunde Lösung finde, zum Besten der internationalen Wirtschaft und zur neuen Regelung des Austausches der Arbeitserzeugnisse allgr Länder. Stadtrat de Kanter- Dordrecht erwiderte mit Worten des Dankes für den von der Stadt Berlin bereiteten Empfang. Er ge- dachte der schweren Zeiten, die auch über Berlin dahingezogen seien, aber er gab gleichzeitig der Freude Ausdruck, daß Zeichen der Wiederaufrichtung unserer Stadt dem Besucher sich überall zeigen. Der Besuch gebe Gelegenheit, von neuem einander die alte Freundeshand zu reichen. Berlin zeige wie Frankfurt am Main und Hamburg, dessen Gäste die Besucher soeben gewesen seien, sein eigenes Gesicht, Berlin dürfe künftig auch weiterhin des warmen Anteils aller Holländer gewiß sein. Der nächste Weg. Die das Kapital die Postgebühren umgeht. Der Weg von Berlin nach Potsdam über Wien ist heute, finanztechnisch betrachtet, der billigste, also der nächste Weg. Der Tiefstand der österreichischen Valuta läßt es nicht nur rationell er- scheinen, gewisse Waren in Wien statt in Deutschland herstellen zu lassen, sondern wird von den Geschäftsleuten noch benutzt, die Post- sendungen innerhalb Deutschlands auf dem Umwege über Wien zu verbreiten. Beispiel ist der Prospekt einer Berliner Lebensmittelversiche- nrngsgesellschaft, der als österreichische Drucksache mit 2 Kronen Porkv in Massen nach Berlin geschickt wird. Das Exempel ist sehr einfach. Die Prospekte läßt man in Wien drucken, weil ihre Herstellung dort billiger ist als in Deutschland, und man läßt sie von Wien aus nach Deutschland versenden, weil das öfter- reichische Porto einen Bruchteildes deutschen aus- macht. Diese Lebensmittelverstcherung hat— angenommen— ) Million Prospekte auf diesem etwas ungewöhnlichen Wege ver- schickt. Dafür hätte sie allein an Drucksachenporto in Deutschland (die Drucksache St) Pf.) SOOOOO M. aufwenden müssen. Bei dem Wege über Oesterreich braucht ste 2 Millionen Kronen an Porto. Da eine österreichische Krone nach der letzten Notierung 3,45 Pf. kostet, entspricht der Betrag von 2 Millionen Kronen der Summe von 59 000 M. Die Gesellschaft hat also bei dem Postwege Berlin— Potsdam über Wien die Summe von 431 000 M. erspart. „Geweihter" plunöer. Der„Lokal-Anzeiger" ist heute früh anläßlich der Castan Auktion in Bitternis und Wehmut getaucht. Er konstatiert hämisch. daß man für die Wachsfiguren, die Ebert und Scheidemann darstellen sollen, zunächst nur 1,50 M. bot, woraus aber schließlich 2100 M. wurden. Dann kamen die bösen Leute an die Reihe, wie Poincare und Wilson, die sozusagen nur einen Pappenstiel brachten, bis die Püppchen der verschwundenen kaiserlichen Herrlichkeit dem Hammer des Auktionators verfielen.(Man hörte die Zimmerstraße förmlich schluchzen.) Da war zunächst der alte Wilhelm, den ein Anwärter auf die wächserne Pracht samt Pferd und dem Blechladen auf der Brust für 15 000 M. limitiert hatte. Dann geht es wörtlich weiter Außerdem ging manch ein durch den perfön- lichen Gebrauch des Monarchen geweihtes Stück in Privatbesitz. Des Kaisers in drei Fcldzügen getragener Feldmantel brachte 2100 M., vier Taschentücher mit dem Monogramm wurden mit 2000 M., ein Hemd mit 1000 M. bezahlt: 1350 M. beachte der Gasteiner Spazierstock: der Drei- fingerhandschuh, den der Kaiser nach dem Attentat von 1878 getragen hat, erzielte 210 M. Welch unbestritten feierlicher Augenblick, als der glückliche Käu- ser die durch kaiserliches Einschnauben hoffentlich recht kräftig ge weihten Tücher entfaltete. Wie muh ehrfürchtiges Erschauern den treuen Unterton geschüttelt haben, als er dos kaiserliche Hemd nach den Spuren der gottbegnadeten Körperlichkeit durchschnüffelte. Ist es auszudenken, was der kaiserliche Nachttopf gebracht hätte? Und was gäbe gar das kaiserlich geweihte Zimmerklosctt für einen prächtl gen Zimmerschmuck. Die Wiederaufrichtung der Monarchie wird eben schon aus dem Grunde erforderlich, weil wir auf Erneuerung der„durch perfön lichen Gebrauch der Monarchen geweihten Stücke" unbedingt holten müssen. � Nicht wahr, Zimmcrstraße? Kohlenferien und Versetzung. Zum Teil hat der seit 3— i Wochen wegen Kohlenmangels aus gesetzte Unterricht in Berliner Schulen noch' immer nicht wieder be gönnen. Hier und da hotten zwar die Lehrer ihre Schüler veranlaßt, sich zweimal wöchentlich die Aufgaben für häusliche Schularbeiten vom Schulgebäude zu holen, aber selbstverständlich ist das kein Ersatz für den Unterricht. Uebcrall mußten die Lehrpläne umge- stoßen werden, da die Kinder in der schulmäßigen Entwicklung zurückgeblieben sind. Dos ist von nicht unwesentlichem Ein- sluß bei der Versetzung. Unmöglich kann jetzt vor Ostern von den Kindern verlangt werden, was sie bei ordnungsmäßigem Schul- besuch zu leisten imstande waren. Es ist dringend zu wünschen, daß hierauf überall Rücksicht genommen und bei der Entscheidung über die Versetzung nicht nach Schema F verfahren wird. Was ohne Schuld der Kinder versäumt wurde, muß eben in der neuen Klasse, natürlich ohne geistige Ueberanstrengung, nachgeholl werden. tzollänüische Gäste im Rathaus. Heute mittag um 12 Uhr empfing Oberbürgermeister Boß tzusommen mit Bürgermeister Ritter, dem Stadtverordnetenvor- steher Dr. C a s p a r i, Gcheimrat Stadtbaurat Dr. Ludwig H o f f m a n n und Stadtrat Wege im Saal der Magistrats- bibliothek namens der Stadt Berlin die zurzeit hier auf Besuch wellenden Mitglieder der Nederlandsch-Duitschen Vereeniging und den Vorstand der Berliner Deutsch. Niederländischen Gesellschaft. Die Gäste besichtigten unter Führung von Stadtrat Wege die Festräume des Rathauses. Oberbürgermeister B ö ß gab in seiner Ansprache der Freude Ausdruck, die holländischen Gäste der Stadt Berlin empsangen zu dürfen, sei es doch der erste freundnachbarliche Besuch, der Berlin nach dem Kriege gelte. Unvergessen seien die reichen Liebeswerke, 1 die während der schweren Kriegszeit an deutschen Kindern und Ge- brechlichen und Schwachen von feiten der Holländer verrichtet seien. Hierfür heut nochmals danken zu können, fei dem Redner ein. beson- Mcftzügc mit Prcisermäftigung. Sonderzllge mit Preisermäßigung werden zur Frühjahrs- Muster- und technischen Messe in Leipzig vom 5. bis 14. März eingerichtet. Die Züge sind Gesellschoftssonderzüge. Sie werden nur bei genügender Besetzung nach und von Leipzig gefahren. Fahr- karten für einfache Fahrt zum ermäßigten Satze von 51 Pf. in 2. Klasse und 30 Pf. in 3. Klasse für das Tarifkilometer werden nur vom Meßamt in Leipzig abgegeben. Vorgesehen sind Korten von Nürnberg, Stuttgart, Hcilbronn, Würzburg, Karlsruhe, Mannheim, Mainz, Rüsselsheim, Frankfurt o. M., Offenbach. Hanau, Düsseldorf. Elberfeld. Barmen, Hagen, Fröndenberg, Neheim- Hüsten, Arnsberg, Solingen, Remscheid, Lennep, Köln, Ohligs, Schwerte, Unna, Soest, Duisburg, Mülheim a. d. R.. Essen, Dort- mund, Bochum, Münster, Osnabrück. Bünde, Löhne, Hamburg, Altona, Harburg, Lüneburg, Uelzen, Königsberg und Elbing. Ebenso gibt es Karten von Leipzig nach diesen Orten mit Ausnahme von Mainz, Königsberg und Elliing, wohin Rücksondcrzüge nicht ein- gelegt werden. Außerdem gibt es Vor- und Nochzüge sowie Sonder- züge mit gewöhnlichen Fahrpreisen. Reisegepäck wird aus allen Sonderzügen durchgehend bis Leipzig abgefertigt, ober nicht Meß. mufter, die als Expreß- oder Eilgut gehen müssen, aber noch recht- zeitig eintresten sollen._ „Volk und Zeil", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Postauflage bei. Die Untersuchung der Rathenower Schießerei. Der Fall des Grafen Kalkreuch in Rathenow beschäftigt jetzt die S t a a t s a n- waltschast in Potsdam. Ein Beamter der Staatsanwalt- schaft hat sich an Ort und Stelle begeben, um dort die erforderlichen Zeugenvernehmungen vorzunehmen. Auch das Reiterregiment in Rathenow hat den Begleiter des Schuldigen, den Grafen Pilati, ein- gehend vernommen. Nach den bisherigen Ermittlungen hat der Fähnrich Kalkreuth die Erschießung des Kaufmanns Hormann in einem Zustande nervöser Ueberreiztheit verübt. Der Graf soll schon mehrere Tage vor dem verhängnisvollen Zusammen- stoß ein zerfahrenes und gereiztes Wesen zur Schau getragen haben. Die Rathenower Polizei hat die bei dem Grafen Kalkreuth ge- fundenen Briefe beschlagnahmt. Charlottenburg- Spandau. Juristische Sprechstunde, Sonnabend nachmittag 4— 5 Uhr, Rosinenstraße. Iiiir das TelbstbcstimniungSrecht der Tcutschböhmcn und gegen jede Preisgabe des Selbslbestimmungsgedaiikens, wo immer diese erfolgen möge, findet die vertagte grotzc Kundgebung Sonntag. S. März, vormitlags V,ll Uhr, in den Kammerlichtsbielen am Potsdamer Platz statt. Namhafte Parlamentarier aus Deutschböhmen, Deutschäslerreich und dem Reiche werden sprechen Der Ausruj zur Kundgebung ist unterzeichnet von etwa 20 großen Berliner Verbänden, die für den SelbstbestimmungSgedanlen eintreten._ Gropen geflüchtet. Wie der„Boke aus dem Ricfengebirge" bekanntgibk, Ist der kleppelsdorfer Dovpelmörder Peter Grupen, dessen verurtei- lung durch den Entscheid des Reichsgerichts vorgestern rechtskräftig geworden war, in der vergangenen Nacht aus dem Gerichts- gefängnis in Hirschberg ausgebrochen und entflohen. GewseMastsbeVegung Generalversammlung der Brauerei- nnd Mühlenarbeiter. Am 19. Februar erstattete in der Iahrcsgeneralversammlung der Zahlstelle Bertin der Vorsitzende Hodapp den Jahresbericht. Danach haben sämtliche der Zahlstelle angeschlossenen Industrie- gruppen im Berichtsjahre fünf Lohnbewegungen geführt. Die durchschnittliche Erhöhung der Löhne betrug im Berichtsjahre 105 bis 120 Proz., einige kleinere Gruppen schlössen bedeutend gün- stiger ab. Für die Gruppe der Vraucreiarbeiter wurde ein neuer Monteltarif abgeschlossen: der Manteltarif für die Mühlenorbeiter wurde mit einigen Derbesserungen verlängert. Einen breiten Raum nahm auch die Schaffung von Arbeitsort- nungen auf Grund des BRG. in Anspruch. Die sämtlichen von der Zahlstelle vertretenen Jndustriegruppen befinden sich bereits in neuen> Lohnbewegungen. Die Mühlenarbeiter mußten am Jahresende zur Durchführung ihrer Forderungen zum Streik greisen, ebenso andere kleinere Gruppen. Die Konjunktur war im Berichtsjahr« leidlich, iür die Brauereiarbeiter ausnahmsweise gut. Die Zahlstelle hat mit 0003 zahlenden Mitgliedern ihren Höchststand seit Be- stehen erreicht. Den Kassenbericht gab Kastner. Die Berbands- fasse hat bei einer Einnahme von 779 720,45 M. eine Ausgabe von 248 933,71 M.: 530 792,74 M. konnten cm die Hauptkasse abgeführt werden. Die Lokalkasie weist am Jahresschluß einen Bestand von 115 878,21 M. aus. An Unterstützungen wurden im Berichtsjahre insgesamt 208 939 M. gezahlt. In der anschließenden Aussprache wurde an der Tätigkeii/ der Ortsoerwaltunq mit keinem Wort Kritik geübt. Dagegen machten die Kollegen Boy und B o ck f ch ihren kommunistischen Bedräng- nisten dadurch Luft, daß sie die Ortsoerwalwng bzw. deren Ange- stellten für alle Borkommnisie der letzten Zeit auf politischem und gewerkschaftlichem Gebiet verantwortlich machten. Die Versamm- lung erteilt der Verwaltung einstimmig Entlastung. Zum 2. Punkt der Tagesordnung: Neuwahl des engeren Vorstandes und der Rem- soren, lag ein von der erweiterten Ortsoerwaltunq und Vertrauens- männerverfammlung einstimmig gefaßter Beschluß vor, den engeren Vorstand wieder zu wählen. Boy und Bocksch zogen über die Ange- stellten her. Die Versammlung wurde total auseinandergeredet und der Antrag abgelehnt. Neue Borschläge zur Dorstandswahl wurden aber von keiner Seite gemacht, lo daß sich Ortsverwaltung und Per- trauensmänner erneut mit der Wahl des engeren Vorstandes zu be» schäftiaen haben werden. Der Berlauf dieser Versammlung gibt einen Vorgeschmack dafür, welchen Verlauf die Führung der Geschäft« der Zahlstelle unter kommunistischer Leitung nehmen würde. Metalkarbciterstreik in Mainz-WieSbaden. Mainz, 24. Februar.(Eigener Drahtbericht.) Im Bezirk Mainz- Wiesbaden sind die Metallarbeiter am Donnerstag, nachdem die Verhandlungen ergebnislos verlaufen waren, m den Ausstand ge- treten. Hierzu meldet TU., daß rund 4000 Arbeiter der Opel-Werk« in den Streik getreten find, weil die Werkleitung die Forderung auf Gleichstellung der Löhne mit denen der Kleyer-Werke in Frankfurt am Main abgelehnt hat. Genosse Carl Bechert, der in Gewerkschoftskreisen bekannte Gau- leiter des Zentraloerbandes der Angestellten in München, starb kükz- lich im 42. Lebensjahre infolge eines tückischen Leidens nach ändert- halbjährigem Krankenlager. Er war nicht nur ein rastloser Pionier in der freigewerkschaftlichen Angestelltenbewegung, sondern auch ein überzeugungstreues langjähriges Mitglied der SPD. Ehre seinem Andenken! Deutscher Trsneportsrbeiterverband. Betriebsrat Berliner Straßenbahn. Dienstag abend 6 Uhr im Luifenstädtische» Rcalanmnasnim, Dresdener Straße: Boll- Versammlung der Betriebsräte der Straßenbahn. Stellungnahme zur Neuwahl der Betriebsräte. Bund der technische» Angestellte« und Beamten. Heute abend V/. Uhr: Mitft'.tcderversammwng Tegel. Bercinshans Honuseck, Hau'Mr. 6. Die letzten Streiks und Etclliiugnahme zur techntichen Nothille.— DiUglicdcrvcrsammlung Wcißcnsee, Rest. Spätcnbräu. Weißcnsec, Berliner Allee 232. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Mild nnd zcltweisc ausklarcnd, jedoch über- wiegend trübe und etwas neblig, bei mätzigen südwestlichen Winden. Keine crbcblichen Niederschläge. Berantw. für den redalt. Teil: Kran, glüh». Berlin. Lichlerfeld«: für Anzeigen: Th. lLIoilc, Berlin. Bcrlag Borwäris-Lerlag D. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts-Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Einger u. Co.. Berlin, Lindenstr.!. Der„vorwärts" ist nicht nur ein Werbeorgan fiir die Ziele der Sozial- demokratischen Partei, er ist heute auch ein modernes Nach- r i ch t e n b l a t t größten Stils. Trotz aller Schwierigkeiten, die gerade uns in hohem Maße sich entgegenstellten, ist der Nachrichtenteil des„Vorwärts" stetig weiter ausgebaut worden. Eigene Korrespondenten in Rom, Paris, Wien und anderen Hauptstädten unterrichten schnell und ausführlich über alle wichtigen Begebenheiten. In Deutschland selbst wird das Berichterstatternetz immer dichter. Der Groß-Ber- liner Nachrichtendienst ist anerkanntcrweise gut und wird dauernd vervollständigt. Jeder Leser unseres Blattes, dem die weitere Ausgestal» tung des„Vorwärts" am Herzen liegt, kann dazu� sehr beitragen, indem er durch lebhaste Werbearbeit die Bezieher- zahl vergrößern hilft. Darum ans Werk! Gewinnt zum Monatswechsel neue Loser des �vorwärts"! Nochstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die Hauptgeschäftsstelle des„Vorwärts", Berlin SW. 68. Linden- straße 3, einzusenden.(In Orten außerhalb Groß-Berlins ist der„Vorwärts" bei der Post zu bestellen.) Ich abonniere den„Vorwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage„Volk und Zeit", der Unterhaltungsbeilage „Heimwelt" und der 14tägig erscheinenden illustrierten Bei- läge„Siedlung und Kleingarten" in Groß- Berlin täglich zweimal frei ins Haus für 20 M. pro Monat März. 3 1 .ucs3-Äe.e-Äir, TO-TU U ruinD agep Wie bringen während dieser Ausnahme-Tage große Posten Schuh- und Strumpfwaren in nur guten Qualitäten zu ganz auffallend niedrigen Preisen zum Verkauf. ,00 Damen-Lackbesatzsllef@B"cÄ'Äinsatz 1 SB DaiII®W"CBl©VI*.-Sti@1aJ©B Hochschaft m. Lackkappe... 22�°° DameBH-Schnürschuha»chw«««««. od« Laokh«ppe�*18** fest« Slrapazientiefel, schwarz.....>24�� Damen-Ckevr.-Ha�scI��Sise 32Soo Daiißen-Segelly€ii"idNyke wS? S!"T:. 79"'° ZezettM-MmM ZegelM-ÄWMMe. lilnkler-üdM�U Klllijer-ZWWrilkiie. � U U klnivkÄleket. MnÄer-leSssMiZzle!!. W!i S ft" 1* M sf3 engl. lang, ohne Naht, lederfarben. 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