Nr.H5 �?y. Jahrgang /lusgabe& Nr. 4$ Bezugspreis: 95t(ttel}5�tl.60,— M., rnonatl. M,— frei ins Hans, voraus zahlbar. Poil- brzug: Monatlich 20.— M.. einschl. Zu» stcllungsgebUhr. Unter Krcnzband sn: Deutschland, Danng. das Saar- und Memelgebict, sowie die ehemals beut- schen Gebiete Polens. Oesterreich- Ungarn und Luxemburg S4,— M., für das übrige Ausland 72,— M. Poü- Mtellimgen nehmen an Oesterreich, Ungarn, Tschecho- Elowakki. Däne- rnart. Holland. Luxemburg, Eckzwede» und die Schweiz. See»Zorwarts" mit der Sonntag» Heilage„Boll und geit". der Unter- hartnngsbeilage.Heiniwelt" und der Beilage„Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentiigüch zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telcgramm-Tldresse: »Sozialdkmokreit D erlin- Morgen Ausgabe Deelinev Volksblatt �entralorgan äer 8o2ialäemokratifcken Partei Veuttcklanäs ( 70 Pfennig) Aazeigrnprr», Die zehngesvaltene NonparcSezeg» kostet ü,— M.»Meine sttazelge»- das fettgebniefft Wort 8�- M.(zu. lässig zwei feilgedruckte Worte), sede, «eitere Wort VM M. Et«llengesuch» und Schlasstellnianz eigen erst, Wort ILv M, tede,»eitere Wort l,— M. Worte»der Ul Buchstaben zählen für zwei Zgorl«. st»i»ilic»-An- zeigen für Adonnenten Zeile*y— M. Die Preise»erstehen fWi einschließlich Teuerungsznschiql. Anzeigen flir»ie n S ch st e Nmms« Müssen bt,«>/- 2>hr nachmittag, i» Hauptgeschäft. Berlin SW 88, Linden- strahe Z. abgegeben«erden. Geöffnet von a Uhr früh bi» ö Uhr nachmittag» Ueüaktion unü■.. Srotgetreiüewucher. Die Telegraphenunion, die sich bekanntlich im Besitze reaktionärer Politiker befindet, meldet aus Eutin: Einen Ausblick auf die künftigen Brotpreise gewährt die Tat- fache, daß in Holstein einheimische Händler las Brotgetreide der kommenden Ernte für 1800 M. pro Doppelzentner aufkaufen. Ein Händler aus dem Rheinland zahlt 2200 M. für den Doppel- zenwer. Der Brotpreis wird sich bei 1800 M. auf 50 Mark für dos 1900-Grainm-Brot und bei 2200 M. auf 60 M. stellen. Aehnliche Meldungen sind uns bereits aus verschiedenen anderen Landesteilen zugegangen. Es scheint also, daß jetzt schon in rücksichtsloser Spekulation die Ernte des noch nicht ausgefätep Getreides zu Preisen ausgekauft wird, die das ein- einhalb- bis zweifache der gegenwärtigen Marktpreise be- tragen. Aber es wird nicht nur aufgekauft, es wird auch verkauft. Die Herren Agrarier, die sich unter den Schutz des freien Handels begeben haben, werden hoffentlich auch das Rezept dagegen sagen können, das diese wahnsinnige Teuerung aufhält. Es gewinnt immer mehr den Anschein, als ob Agrarier und Händler in stillem Einverständnis handeln, wenn sie die Preise auf diese unerhörte Höhe bringen in dem Vertrauen, daß die letzten Fesseln des Umlageverfah- rcns bei Beginn der nächsten Ernte fallen. Angesichts dieser trostlosen Aussichten, die weite Kreise des Volkes dem Hunger überantworten müssen, richten wir Zreiere Gestaltung öes Schulunterrichts Bon Dr. E r i ch, W i t t e. Wenn ein von einem Monarchen oder einer Klasse unterdrücktes Bolk plötzlich feine Freiheit erlangt, versteht es von derselben nicht immer gleich den richtigen Gebrauch zu machen, was für Reaktiv- näre oft der Anlaß ist, ihm die neuen Rechte ganz oder zum Teil wieder zu nehmen. Aehnlich geht es jungen Leuten, die die Uni- verfität beziehen. An der obersten Klaffe der höheren Schulen haben sie ebenso wenig Freiheit in der Wahl der Lehrgegenstände, wie sechsjährige Kinder. Als Studenten haben sie dann plötzlich die größte Lernfreiheit, die denkbar ist. Sie tönnen die Vorlesungen besuchen, die ihnen am besten zusagen; sie können denselben jeden Tag 8 Stunden beiwohnen, sie können ihnen monatelang sernblei- den. Kann man" sich da wundern, daß sie zuerst ihre Freiheit oft mißbrauchen? In vielen Ländern wird daher den Schülern der oberen Klassen eine gewisse Freiheit in der Wahl der Lehrfächer gewährt. An einigen deutschen höheren Schulen hat man tn der letzten Zeit ähnliche Einrichtungen getroffen, in der neuen Stadtgemeinde Berlin in Tempeihof, Gninewald und Karlshorst. Der Kultusminister Boslitz hat nun in einem Erlaß die Einrichtung anderen Schulen empfohlen. Es liegen verschiedene Möglichkeiten vor. Die am weitesten gehende ist die fatgende: Jeder Schüler nimmt an den allgemein- verbindlichen Fächern, döm Kern Unterricht, teil(Deutsch, Ge- schichte, Turnen, Zeichnen, Gesang). Dazu kommen drei ch a r a k- t c r i st i s ch e Hauptfächer, im Gymnasium sind es Lateinisch, Griechisch, Mathematik, im Realgymnasium Lateinisch, Französisch oder Englisch, Matöematik, in der Oberrealschnle Französisch oder Englisch, Matbematik, Naturwissenschaften. Außerdem muß jeder noch an einer Zahl von Fächern teilnehmen, die er nach seinen Nei- gunge» frei wählen kann. Bedauerlich ist es nur, daß die drei Typen der höheren Schul- (Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule) ganz erhalten blei- den sollen, gerade als ob es nur drei Arten von Begabungen und nicht eine ungeheure Mannigfaltigkeit gibt. Warum regt Boeiitz nicht an, nach nordameriktznischem" Borbild die Oberstufen von mehreren höheren Schulen zu vereinigen, sie wo- möglich in einem Gebäude unterzubringen, so daß dann weit mehr Kurse und Arbeitsgemeinschaften eingerichtet werden können? In großen und mittleren Städten ist dies leicht durchzuführen. Der Minister sagt in dem Erlaß, bei der Finanzlage des Staates und der Städte sei ee selbstverständlich, daß Mehrtosten nicht entstehen dürften. Dies läßt sich aber nur bei der Zusammenlegung mehrerer Oberstufen vermeiden, weil sonst entweder nur wenig Kurse einge- richtet werden können oder die Zahl der Teilnehmer sehr gering ist. Mancher Leser wird, von diesem Erlaß mit großer Gleichgültig- keit hören, weil das Proletariat davon keinen Vorteil hat. Denn aus Mangel an finanziellen Mitteln können nur wenige Kinder von Arbeiter» die obersten Klassen einer höheren Schule besuchen. Hoffentlich wird aber bald eine gemisse Wahlfreiheit der Lehrfächer auch für die oberste Klasse oder die beiden obersten Klassen der Bolksschule eingeführt, indem die Schüicr und Schülerinnen je noch ihrer Neigung verstärkten Unterricht im Deutschen, Geschichte, in Naturkunde oder im Rechnen erhalten, sprachlich besonders be- an den Reichsernähwngsministe? die Anfrage, was das R e i ch bisher dagegen getan hat, um dem hemmungslosen Wucher zu steuern! Es genügt nicht, wenn das Volk wieder mit Redensarten abgespeist wird. Bisher hat das Reichs- ernährungsministerium eine klare Stellungnahme dazu ver- missen lassen, ob die gänzlich freie Wirtschaft auch für Brot- getreide eingeführt werden soll oder nicht. Es ist hohe Zeit, daß das Volk erfährt, womit es zu rechnen hat. Es ist aber auch hohe Zeit, daß dem Treiben der Agrarier und Händler ein W i d e r st a n d entgegengesetzt wird. Sehr wichtig wäre es schon zu wissen, ob die Reichsregierung jetzt, wo die inlän- difchen Getreidepreise dicht an den Weltmarktpreisen liegen, genügend Vorräte ansammelt, um im Falle einer späteren Preissteigerung den Markt durch Verkäufe beeinflussen und die Spekulation, der Händler zunichte machen zu können. wieöer IlugzeußmAuftriel „Esteurope" meldet aus Paris: Die Kommission für Ouftschiss- sahrkstontrolle in Deutschland erkennt an. daß sich die Durchsüh- rung der versailler Bestimmungen über die deutsche Ouftschisfahrt ihrem Ende nähere. Einer Entscheidung der Voischafterkonferenz zufolge wird die Erzeugung und die Einsuhr von Zivilluftschisfahrt- zeugen in Deutschland am 5. Mai 1Z22 wieder beginnen können. Doch kann gegenwärtig keinerlei Mitteilung über die Bedingun- gen demacht werden, unter denen nach Aufhebung der Ouslschifs- fahrkskontrollkommission eine Uebcrwachung der deutschen Lufischisfahrt stattfinden werde. Zwischen den einzelnen Regierun- gen gemacht werden, unter denen nach Aufhebung der Lusischisf- siiges Ergebnis erhoffen lassen. Bei diesen Verhandlungen bemühe sich die französische Regierung, eine wirksame Uebcrwachung der deutschen Luslschisfahrt zu erreichen. Paris, 24. Februar.(EP.) Der„Tcmps" schreibt: Die Kommission der Luftschisfahrlskontrolle hat in Uebereinstimmung mit der Bolschasterkonscrenz der deutschen Regierung mitgeteilt, daß die Fabrikation und die Einsuhr von zivilen Lustschissen vom S. M a i 1 g 2 2 an wieder beginnen dürfe. Die Irankfurter Besprechungen. Frankfurt a. M., 24. Februar.(Eig. Drahtbericht.) Heute vor- mittag begann im Rathaus die gemeinsame Sitzung des Exkutio- komitees der Zweiten Internationale und der Wiener Arbcitsgemein- schaft(sogen. Internationale 2—2)4). Die streng verlraulichm Der- Handlungen wurden im engsten Kreise gefübrt. Bon deutscher Seit« nahmen nur teil die Genossen Otto Wels, Adolf Braun und Silberschmi dt. Außerdem waren sämtliche gestern genannten ausländischen Vertreter der Zweiten Internationale anwesend. Von der Internationale 2)4 waren anwesend: Friedrich Adler-Wien, Jean L o n g u e t und Bracke(Frankreich), Grimm(Schweiz), Wallhead, Shaw und Johnson(Engl. Unabh. Arbeiter- partei). Den Borsitz führten L c d e b o u r als ältester Teilnehmer und Shaw. Die Mitglieder der beiden Exekutiven begrüßten sich sehr herzlich, und es war im rein äußerlichen Verkehr kaum zu be- merken, daß sie verschiedenen Parteirichtungen angehören. Auch die Verhandlungen wurden in kameradschaftlichem Geiste und sehr sachlich geführt. Sie dauerten am späten Nachmittag noch an. Besonders eingehend wurde über die Frage gesprochen, ob und unter welchen Bedingungen die Mostauer Internationale zu einer allgemeinen Konferenz hinzugezogen werden solle. Es ist kein Geheimnis, daß in. dieser Frage Meinungsverschieden- Helten zwischen den Mitgliedern der Zweiten und der Jnternatio- nale 2)4 bestehen. Dielleicht trifft noch im Laufe der Frankfurter Besprechung eine telegraphische Äcußerung der Dritten Jnternatio- nale aus Moskau über eine etwaige Beteiligung an einer allge- meinen internationalen Sozialistenkonferenz ein. Unabhängig von den etwaigen Beschlüssen der zwei Exekutiv- komitees über eine allgemeine internationale Sozialistenkonferenz wird am Sonnabend die Fünfländcrkonferenz begingen, die sich mit den Reparationssragen bcschäfiigen soll. Es ist zunächst eine vertrauliche Tagung vorgesehen. Wahrscheinlich wird die Konferenz auch über den Sonntag und vielleicht noch bis zum ll�ontag oersammelt bleiben. gabte Kinder auch Unterricht in einer fremden Sprache. Kinder be- nachbarter Volksschulen können dann auch zusammen unterrichtet werden. In den Hamburger Gemeinschaftsschulen sind z. B. aus diesem Grunde verschiedene Schulen zu einer Schulgemeinschast zu- sammengeschlossen worden, allerdings nickt für das obligatorische achte, sondern für das freiwillige neunte Schukjahr. Außerdem berechtigt der Erlaß zu der folgenden Hoffnung, deren Erfüllung gerade im Interesse des Proletariats ist. Der real- tionär zusammengesetzte Reichsschulausschuh hat vorgeschlagen, d i e neunjährig« höhere Schule in vollem Umfange zu e r h a-l t e n und selbst die in Hamburg gleich nach der Revolu- tion-eingeführte Verkürzung um ein Jahr abgelehnt, ein für So- zialisten und die anderen Vorkämpfer der Einheitsschule unbegreif- licher Lorschlag. Wenn sich nun die Schüler in den oberen Klassen nach ihrer Neigung und Begabung verschiedene Fächer selbst wäh- len können, so lernen sie darin mehr als jetzt, wo sie an vielen Lehrgegenständen widerwillig teilnehmen. Behalten wir nicht von einem einstündigen Vortrog, für den wir uns interessieren, weit mehr als von einem zweistündigen, bei dem wir uns langweilen? Daher rechtfertigt dieser Erlaß von Loelctz die Aufhebung der untersten Klasse der höhere� Schule. Neues Thealer am Zoo:„Scainpvlo". Endlich nun,»nach dauernden Fehlgriffen, hat die Direktion Charte ihr Tlück gefunden. „Scarnpolo" heißt der Schwank, den der Verfasser kühn ein .Schauspiel" nennt. Dieser Verfasser benamst sich Davis N i c c o- d e m i und verlangt wohl daß man ihn für einen Italiener halten soll. Ist er einer, so muß sich dos Land der Sehnsucht bedenklich germanisiert haben. Ist er keiner, sondern nur einer von jenen Schlauen, die die Ausländerkonjunktur ausnützen, so fei ihm der Umweg zum Interesse der Theoterdirektoren und des lieben deutschen Publikums verziehen und' ihm nunmehr geraten, die schwarze Maske des Sttdländertums zu lüften und sein gemüthaft-geniütliches beut- sches Schwankangesicht zu zeigen. Er hat diese Geschichte hübsch gemacht und eine Rolle für Else Eckersberg— vielleicht nach Maß, Monsignore Niccvdeml?— geschrieben, die einen netten Theater- abend zu tragen vermag.— Scampolo ist der■Fachausdruck für den Rest eines Stoffballens, der zu nichts mehr zu verwenden ist. Diesen Spitznamen trägt ein römisches Straßenmädel, ein Gasjenbockfisch, ein enlant tcrrible, das unbewußt und bewußt immer die Wahr- heit findet und sagt. Es schneit einem Ingenieur ins Haus, der sich mit seinem Verhältnis herumärgert und abgebrannt auf einen großen Auftrag wartet. Er verliebt sich, über eine kleine Neben- Handlung hinweg, in das Mädelchen schmeißt die Kokotte hinaus und fährt gen Tripolis, während die Kleine lesen und schreiben lernt, um seine Liebesbriefe beantworten zu können. Weite Par- tien des Stückes erinnern bedenklich an eine gewisse Sorte berüch- tiglxr Backfischgefchichten—„Trotzköpfchens Zeitvertreib" yder„Elfe, die wilde Hummel",—, dann aber kommen doch immer einmal ein paar Augenblicke, in denen etwas Menschliches aufquillt, so daß man die Plumpheit des Dialoges vergißt und sich zu freundlicherem Lächeln entschließen kann. Else Eckersberg sei dafür Dank gesagt, daß sie diese Augenblicke über die sonst durchaus angemessene Schwankstimmung hinaus betonte: sie war eine entzückende Luft- Das Koalitkonsrecht öer VolizeZbeamten. Der preußische Minister des Innern hat eine längere De» fügung erlassen, die Bezug nimmt auf die Koalitionsfreiheit de? Polizeibsamten. In der Verfügung heißt cs u. o., daß das den Polizeibeamten zustehende Recht der Koalitionsfreiheit, Beamten- verbände zu bilden, sich in einer Weise auswirkt, die dem Ansehen der Polizei bei der BeoLlkerung, der Beamtsnzucht, der Kamerod- schaft innerhalb der Beamtenschaft und damit der Erfüllung der ohnehin schon schwierigen polizeilichen Aufgaben abträglich ist. Da sich diese Gefahr seit der Spaltung der Organisationen, die zu einem gewissen Konkurrenzkampf führte, besonders heraus- gebildet hat, erachtete der Minister die Herausgabe von R i ch t- linien über die Koalitionsfreiheit für unbedingt not- wendig. Diese Richtlinien besagen u. a., daß das von der Reichs- Verfassung gewährte Koalitionsrecht von allen Dienststellen und allen Borgesetzten unbedingt zu achten ist. Jede grund- sätzliche Bekämpfung der Verbände als solche, namentlich jede Politik der Nadelstiche, wird für durchaus»n statthast erklärt. Da- gegen bleibt das Verbot der parteipolitischen Betätigung d« Schutz» polizeibeamten im Dienste, in den Unterkunstsräumen usw. auf- rechtcrhalten. Der Minister verlangt dann weiter van allen vor» gesetzten Behörden gegenüber den Verbänden st r e n g st e Neu- tralität und erklärt jeden Druck der Vorgesetzten auf die Be- amten, diesem oder jenem Verbände beizutreten, für unstatthaft. Anregungen und Eingaben der Beamtenverbände, die allge- meine Interessen der Schutzpol�ciocrbände vertreten, sollen soch» gemäß geprüft werden. In dieser Hinsicht wird ein Vertrauens- volles Zusammenorbeiten mit den Verbänden empfohlen. Eingaben der Verbände in ungehöriger Form sollen unter ent- sprechender Veröffentlichung zurückgegeben werden. Zum Schluß der Verfügung spricht der Minister die Erwartung aus, daß die Betätigung der Beamtenschaft in bezug auf die Koalitionsfreiheit derart ist, daß das Treueverhältnis zwischen Staat und Beamten in jeder Hinsicht gewahrt bleibt und somit die polizeilichen Aufgaben nicht beeinträchtigt werden. Generalversammlung üer Eisenbahner. Die gestrige Generalversammlung der Berliner Mitgliedschaft des DEV. nahm einen sehr erregten Verlaus und oerfiel abermals der Vertagung. Die Fraktion der SPD. gab folgende Erklärung ab: „Alle Abmachungen mit den Fraktionen der IlSPD. und KPD. bezüglich der Neubildung der Ortsocrwaltung können in A»be- tracht der veränderten Sachlage von uns nicht mehr ausrecht er- halten werden. Durch das unverantwortliche Verhalten des bis- herigen 1. Vevollmächtigtsn Wilhelm Schulz wird das Weiterbc- stehen der Ortsgruppe Berlin in Frage gestellt, wenn kein Ausgleich mit dem Haupworstand gefunden wird. Wir verlangen, daß Wilhelm Schulz sofort aus dem Verband« ausgeschlossen wird. Nach den erfolgten Zuträgereien mußte der Hauptvorstand mit dem Beschuldigten vor seiner Beschlußfassung Rücksprache nehmen. Die Fraktion der SPD. ersieht ihre Hauptaufgabe darin, alles daranzusetzen, die Ortsgruppe Berlin vor Zersplitte- rung zü bewahren. Deshalb erklärt sie sich auch mit der vom Hauptvorstond vorgesehenen provisorischen Einsetzung des 1. Be- vollmächtigten einoerstanden. Wir rufen alle einsichtigen Kollegen auf, uns in diesen Bestrebungen zu unterstützen." Solange sich die SPD.- und die USPD.-Mitglieder nicht auf ein bestimmtes Zusammengehen einigen können, beherrschen die Kommunisten das Feld, zum Schaden der Organiastion und der Sache der Eisenbahner. Näherer Bericht folgt. Deutsch-lettische Krise. Das lettische Blatt„Iaunaskas S i n a s" meldet, daß ein Ministerium(wahrscheinlich das Finanzministerium) bei der lett« ländischen Regierung den Antrag stellen wolle, gegen Deutschland Vergeltungsmaßregeln anzuwenden, um es zu zwingen, die Verhandlungen wegen Ersatz der Kriegsschäden schnellstens zu Ende zu führen, und zwar sollen nach letrländischen Häsen kom- mende deutsche Schiffe mit einer zehnfachen Abgabe belegt und Ausnahmezölle gegen deutsche Waren eingeführt werden. spielfigur,«in Mischling aus kindlicher Unbewußtheit und keimen- der Mädchenkoketterie und Mädchenschlauheit. Neben ihr als hon- gender und bangender Ingenieur Heinz Salfner, humorig und lustig, nur hie und da ein wenig zu sehr die eigen« Rolle paro- dlerend. Dazu Hanns Fischer, Lotte Stein, Albert Paulig, Albert Kupferschmidt und— diesmal in die leichte Salonrolle passend— H e d d a R e u h o f f. Und Cbar- l- s Regie. Else Opplcr-Lcgbands wie immer reizende Bühnen- bilder,«in flottes Zusammenspiel und ein lach- und applausfrcudiges Publikum, dem netten harmlosen Stück einen dauernden Erfolg sichern. O. E. H. Deutsches Künstler-Thealee.„Der geizige Verschmender". Der Textdichter dieses dreiadtigen Schwankes, Richard Keßler, der einer Idee von Labiche gefolgt ist, hat sich nicht in sehr große Un- kosten gestürzt. Es ist im Grunde eine sehr gemütlich« und bummlige Tanzposse, in der allerdings den, einzigen Max Adalbert eine Bombenrolle auf den Leib geschrieben ist. Max Adalbert ist deshalb auch, wie beinahe vorauszusehen war, ver Zentrakpunkt des ganzen Abends. An ihm hängen alle Augen, Lippen und Ohren und zittern vor der Gewalt des unwiderstehlichen Acläckters. Selbst sein« musikalssch« Komik �ist einzig in ihrer Art. Neven ihm brauchen nur sehr wenig» genannt zu werden, so etwa der in Jungenrollen immer gleich-vorzügliche Fritz Schulz, die gesanglich sein kulti- vierte Peggy Permond als Gast, die zierliche Elly Leux. Die Aufmachung unter Direktor Karl Krünwald war sehr sein und reich belebt. Die musikalische Leitung des Kapellmeisters Dr. Egon Neumann wurde allen Feinheikem der Fall schen Partitur gerecht. Diese selbst verdient diesmal kaum eins besondere Erwähnung; denn alle ihre Vorzüge find uns bei Fall längst be- kannt. Erwos Neues ist selbst bei angestrengtester Aufm er kjaw keit nicht zu entdecken. H. M. Polizeiliche Ilebecgriffe gegen Künstler. Es gab eine Zeit, in der künstlerische Leistungen respektiert und der ernste Will« zur Arbeit geachtet wurden. Heute sind die Künstler für die Behörden ein Freiwild, auf das sie nach ihrem Gutdünken. Jagd mackzen können. Der Maler E d d y Smith hatte sich in die Röhe von Fredersdorf zurückgezogen, um ungestört schaffen zu können und einige größere Aufgaben zu vollenden. Unter anderem eine Kupferstichmappe..Der Narrentcmpel", die eine Reihe von Typen der Gegenwart festhalten und ein ethisch-satirisches Kulturdokument unserer Zeit werden soll. Infolge irgendeiner obskuren Denunzia- tion fühlte sich die Staatsonwaltschost veranlaßt, durch die ländliche Behörde eine Haussuchung in seiner Wohnung vornehmen zu lassen. Sie wählten einen Tag aus, an dem der Künstler und seine Frau abwesend waren und sandten zwei Landgendarmen in Begleitung eines Dorfgemeindebeamten, des Hauswirts als Zeugen und eines �Schlossers in die Wohnung. Trotz der kürzlich erlassenen Reichsver- Ordnung hat man es nicht für notwendig gefunden, dieser eigen- artigen Untersuchungskommifsion einen Kunstverständigen beizu» fügen. Die biederen Polizeiergane äfsneten sämtliäie Schränke und durchsuchten selbst das Zimmer der Frau nach Eroticis. Es gelang ihnen auch, zwei Platten ausfindig zu machen die zu beschlagnahmen sie Auftrag hatten. Welch sicheres Urteil sie dabei an den Tag legten, seht dqrasts hervor, daß sie außerdem Zlltxhotograxhien. die Neunier-debatte in Paris. Varls, 24. Februar.(WTB.) Die heutige KammerMmg he- fchaftigts sich mit drei Interpellationen über die Angelegenheit Paul Meunier, der im November 1919 unter dem Verdacht, Beziehungen zum Feinde zu unterhalten, verhaftet worden war und deffsn Freilassung vor einigen Tagen mangels jeglichen Beweises erfolgte. Die Kammer beschloß, daß mit diesen Interpellationen die Jnter- pellation des Abg. Paul de Cassagnac über die Affäre des in Brüssel wohnhaften rumänischen Staatsbürgers M a r g u l i e s ver- Kunden werde, der zwei Kriegsjahre unter der gleichen Befchuldi xung eingesperrt war-md dessen Vermögen die französische Regie rung beschlagnahmt hatte. Margulies war dann freigefprollien und sein Vermögen freigegeben worden; er sührt jedoch Beschwerde gegen zwei französische Vermögenszwangsverwalter über einen von diesen in Rechnung gestellten Betrag von über 2 Millionen Franken. In dieser Angelegenheit spielt der österreichische Finanzmann Rosenberg eine Rolle. Der Advokat Rosenbergs in Sequester- angelegenheiten war der Bruder Clemenceaus, Albert C l e m e n c e a u. Die erste Interpellation über die Dauer der Untersuchungshaft Paul Meuniers begründet Abg. Uhry(Soz.). Er erklärt, Paul Meu- nier sei 28 Monate auf Grund unbewiesener Aussagen in Unter- suchungshaft gehalten worden, obwohl nichts Belastendes gegen Meunier und die mitbeschuldigte Frau Ravisi vorlag; man hätte also die chaftentlafiung beschließen müssen. Uhry verlangt unter An. führung verschiedener Fälle ungemein langer Untersuchungshaft, die hätten vermieden werden müssen, den Schutz der persönlichen Freiheit der Staatsbürger. Nach ihm begründet der Royalist Leon Daudet die zweite Interpellation. Er nennt Meunier einen Agenten des Feindes. Er Habs 28 Monate im Gefängnis gesessen, weil er sich geweigert habe, auf die Fragen des Untersuchungsrichters zu ant- ivorten. Das Ministerium Clemenceau sei nur streng gegen Deutsche und Verräter gewesen. Daudet spricht sodann von M a l v y und Eaillaux, die er beide Verräter nennt. Paul Meunier habe aus der Schweiz 200 090 Franken, die aus Deutschland stammten, ab- holen wollen. Daudet verbreitet sich alsdann über die Angelegen- heit I u d e t und des mit ihm angeklagten Schweizers Bossard und verlangt schließlich, daß die Persönlissikeit Clemenceaus für unverlehllch erklärt werde. Die auswärtige Lage sei noch ernst und verlange volle Strenge gegen all« schlechten Patrioten und Verräter. Als der Red- ner die Richter angreift, verwahrt sich der Präsident gegen die Behauptung, Deutschland könne Unterstützung bei oen französischen Richtern finden. Daudet fordert schließlich d-n Iustizminister auf, gegen den Beschluß, Paul Meunier außer Verfolgung zu setzen, Berufung einzulegen, och dieser stellenweise ungeheuren Lärm hervorrufenden Red« wird die Sitzung auf eine Viertel- stunde unterbrochen. Darauf begründete Abg. L a c o t t e (äußerste Recht«) seine Interpellation, die sich ebenfalls gegen den Beschluß des Gerichts wendet, Paul Meunier außer Verfolgung zu setzen. Als vierter Interpellant spricht alsdann C a s s a g n a c über die Affäre Marauliss-Rosenberg. Namens der Eegierung beantwortet die Interpellation Justiz- minister B a r t h o u. Er weigert sich, über die Angelegenheit Mar- gulies-Rosenberg zu sprechen, da der Zivilprozeß noch anhängig fei, und geht alsdann dazu über, die Beschuldigungen Dau- dets zurückzuweisen. Die Sitzung dauert an. »« Der Mitbeschuldigte Meuniers, der in der Schweiz wohnhaft« ehemalige Herausgeber des„Eclair�, Ernest I u d e t, der wegen Einverständnisses mit dem Feinde verfolgt wird, hat gegen den Be- schluß der Anklagekammer ihn vor das Schwurgericht in Paris zu verweisen, Berufung eingelegt. Selgraüer Mentatsurteil. Belgrad, 24. Febr.(DA.) Wegen des Attentats am 29. Juni 1921 gegen den damaligen Regenten und jetzigen König Alexander ist fetzt der Anklagte Stejic zum Tode, der Angeklagte Ezaki zu zwanzig Zahrea Zwangsarbeit in ketten verurteilt worden. Mit dem Snenlat in Verbindung stehende Kommunisten, darunter Parteiführer und gewesene Abgeordnete, wurden zu je zwei Jahren Ge- fängni« venmcilt. Alle beteiligten Frauen, und im ganzen 19 Angeklagte wurden freigesprochen. ............... von Künstlern mangele von Modellen verwandt zu werden pflegen und die in Tausenden von Exemplaren im wirtschaftlichen Künstler- verband im freien Handel erhälllich sind, als„anstößig" mitnahmen. Bemerkenswert ist, daß 14 Tage seither vergangen sind, ohne daß die Behörden ts für notwendig befunden haben, dem Künstler von dem, was in seiner Abwesenheit geschehen ist, Mitteilung zu machen. Es ist nicht den ländlichen Behörden als Exekutivbeamten ein Vorwurf zu machen, sondern die Frage zu stellen, ob es nicht wirklich an der Zeit ist, diesen systematischen Ueberschreitungen der Amtsgewalt Eibhalt zu tun. Der Vorfall wird jedenfalls ein ge- richtliches Nachspiel haben. Das Schicksal der Oldenburger(Valerie. Wie erinnerlich, hatte der frühere GqUh erzog von Oldenburg vor zwei Iahren die wert- vollsten GemälWdsr berühmten Oldenburger Galerie nach Holland bringen und diese dann später dort verkaufen lassen. Die Presse bat sich im Lauf« der Zeit mehrfach mit der Angelegenheit befaßt. Jetzt ist zwischen dem ehemaligen Äroßherzog und der gegenwärtigen Regierung ein Vertrag abgeschlossen worden, wonach der olden- burgische Staat die noch in Oldenburg vorhandenen 236 Bilder zu einem Gcfamtprsis von 934 000 M. übernimmt. Dag ist«ine ver- hältnismäßig niedrige Summ«, doch darf nicht übersehen werden, daß diejenigen Gemälde, die den Stolz der Sammlung ausmachten, eben durch die Gslchäftstüchtigkeit des„Landesoatsrs" rechtzeitig aus dem Land« gebrach» wurden und also für Oldenburg wie sür Deutsch- land überhaupt wohl sür immer verloren sind. Zumal noch eine Regierungserklärung besagt, daß die Bilder bereits einige Wochen vor Erlaß des Schutzgesetzes ausgeführt wurden. Der zuständige Lar.dtagsausschuß hat am Donnerstag dem Bertrag zugestimmt und die erforderliche Summe bewilligt. � Die Abnahme der französischen(veburlernifser. Wie traurig Frankreichs Zukunft in der Beoölkerungsfrage ist, zeigen die neuesten Zahlen, die Schober in der„Deutschen Medizinischen Wochenschrift" anführt. Eine Anzahl von Departemente entvölkert sich langsam, so Gers bei den Pyrenäen, so Calvados und Mance in der Normandie. Die beiden letzteren Bezirke hoben in weniger als einem Jahrhundert weit über 100 000 Seelen verloren. 1913 hatte Frankreich schon die geringste Geburtenziffer unter allen zivilisierten Rationen. Während der jährliche Geburtenüberschuß bei i.n« damals auf 1000 Einwohner 12— 15 betrug, belief er sich in Frankreich nur auf 1. Die Geburten- zahl, die 1913 noch 745 000 betrug, war im Jahre 19 18. auf 450 000 heruntergegangen, während die Sterbeziffer in diesem Jahre mehr als doppelt so viel betrug. Nun haben sich zwar im Jahre 1019/20 die Geburten in Frankreich wieder dem bescheidenen Stand von 1913 genähert, aber dieses ist der großen Zahl von Eheschließungen zuzu- schreiben, die doppelt so viel betrug als vor dem Kriege. So ist diese Zunahme der Geburtenziffer nur eine scheinbare und hat bereits wieder abgenommen._ Die Galerie Golblchmidt- Wallerstein. Schöneberger Ufer 36». zeigt vom t. März ad neu- Arbeiten von B e l a Czabel, Erich H er Nranch-i'uiersammlunz der Mechanik- uns Klouiaturavbeiter iui o-eaieekschaft». Haus. Lohnbewegung. Abends» Uhr. Sitzung der Branchenkonunissian.— »isten wacher: Sonntag 10 Uhr in den Andreas-Festsälen, Andreasstr. 21. Set. sammlung. Stcllunznehm« zur Lohnbewegung. Beschlußfassung über Streik. Serantw. fi!r den redakt. Teil: Uranz illiihs. Berlin-Lichterfelde: für An. zeigen: Th. Glocke, Berlin. Beriag Vorwärls-Berlag CB. m. b. Berlin. Druck: Borwiirts-Buchdruckereill.Berlagsnnslalt Baul Singer u. Ca., Berlin. Lindenstr. z. Hier»» I Beilage. Die LohnverhanSlunzeu im öergbau. Am Donnerstag fanden nach einer Meldung des Sozioldemo- krtischen Parlamentsdienstes zwischen den Bergarbeiterorgonisationen und den Unternehmervcrbänden Verhandlungen über die Neu- regelung der Lohnverhältnisse im Bergbau statt. Die Verhandlungen verliefen ergebnislos, und man einigte sich deshalb, erneut die Bermittelung des Reichsarbeits- Ministeriums anzurufen. Freitag vormittag fanden VerHand- lungen im Reichsärbsitsministeriu« statt, die zur Einsetzung e!»er Unt«rt»m«issi»» au? je 7 Arbeitgeber- und Arbeit- MflkSiZ!- Mille» (gel. geschützt»� Rochcnhöhüt zet vesiafektion der Mund- un besonder» bei GdWk. MeiikzWlW. VerWeimW Erhälllich in den Apotheken u. Drogerien Großer Verkauf in Frühjahrs- u. Sommer-Neuheiten PnrcfrfluastiBe AhsclilBsse hin ich in der Lage, fast sämtliche Stoffe, trotz der taglicfeea PreissteiseniBg, noch zu wirkflcb billigen Preisen zu verkaufen I oo Eolienne KS?•.••■.'"f! r4. 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Was ein Großhändler sagt. Da»! weit??? EtsÄ?> d?? ÄS'rtosfetzufuhrcn hat uns vsrantaht,! »« flcifctcnj der«dteklungelcsst-ker finde! heute abend im Z'qenb- »«im»iRfcenftr. 3, ♦. Hof, 3 Krepp«, statt.?.'f der ftciefetenz aripTat die ÄusgeS« der Marlen,„Jugend»oq»" vnd der„ArretterPuzend" rüt M-nst SWwä. , Arbeitersport. Schwimm-Dereie„Welte«, Mitglied de« AcTicifef.Sutn. und Eeariöunde», meaiiltaiut am Lonr.tag, den 26. ifedrugr. nschmifisa« S Uhr, in der Sti-dtt. schen OÄ,a»�NW�WMWWWWW>IM»jMMWW»WWW>>MM»> fest. Zur Vir'"' Campionteigcn,»»«benreiaen.■......KVWWWWWWW N»ÄIet«P. findet in dW.e-im!nw».HÄen, Äemeier Ltx. 67, statt. eanfmlt en der Hchistingsbliicke slin» Mefioiififlee UUlt* vchipiinm« aptfühtuns gelange u unter anderem: Pameniunsteetgen, rietirischer eigen,»nabenreigen, RannsckiefiMmpf« und»ess-rliellspiele. Hie Der Reichstag beriet gestern zunächst über wiSerrufliche Seihilfen für Seamte usw. in teuren Orten.— Der Ausschuß schlägt eine Entschließung vor, wonach die Wirtschaftsbeihilfe der Beamten als Heber- gangs maßnah in e zu betrachten und mit der bevorstehenden gründlichen Aenderung der Beamtenbesoldung abzubauen ist. Das Reich wird ersucht, auf die Länder dahin zu wirken, daß die aus den letzten Besoldungsregelungen noch rückständigen Beträge und die jetzt gewährten Ueberteuerungszuschüsje sofort ausgezahlt werden. Abg. Slelnkopf(Soz.) beantragt, daß die Wirtschaftsbeihllfe nur bei Gehältern bis zu 44000 M. gewährt wird. Die höheren Gruppen brauchen den Zu- schuß nicht: sie sind bisher schon so begünstigt worden, daß das soziale Empfinden der breiten Schichten der Beamtenschaft verletzt wurde, wenn nicht mit der Beihilfe bei 44 000 M. Schluß gemacht würde, um so mehr, als die Negierung ja nicht in der Lage ist. den unteren' Gruppen das wirklich Notwendige zu geben. Wir appellieren besonders an Zentrum und Demokraten, unserem Antrag über die Grenze der Wirtschaftsbeihilfe zuzustimmen. Abg. Schmidt- Stettin(Dnat.): Da die Not auch die höheren Besoldungsgruppen trifft, lehnen wir diesen Zlntrag ob. Abg. Alorath ID. Vp.): Trog der Preissteigerung ist seit Oktober nichts geschehen. Den Antrag lehnen, wir ob. Abg. Deiius(Dem.): Dem sozialdemokratischen Antrag stimmen wir nicht zu: denn bei einer Wirtschaftsbeihilfe kann keine Diffe- renzieruny stattfinden. Abg. Breunig lU. Soz.): Wir stimmen für den Antrag. Abg. Allelokle lZ.): Den Antrag lehnen wir ab. Ministerialdirektor v. Kchlieben: Die Regierung hält es nicht für richtig, bei einer bestimmten Gehaltsgruppe mit der Beihilfe Schluß zu machen. Die Abstimmung findet beim Etatgesetz statt. Zum Haushalt des Ministeriums für Ernährung und Land- Wirtschaft werden zur verbilllgung von �iuslanSsmais Vis NUUiaröen nachgefordert. Abg. Dr. hcrh(U. Soz.): Die französischen Nationalisten bc- rufen sich bei der Verteidigung ihrer Politik darauf, daß ein Teil der deutschen Steuern zur Suboentionierung von Privat- p e r s o n e n verwendet werde. Aber es ist unerträglich, einem Teil der Bevölkerung Milliarden zu bewilligen und zuzuschanzen, wäh- rend durch den Abbau der Zuschüsse das Brot verteuert wird. Di« Nachfordsrung wurde notwendig auch deshalb, weil bedeutende Unregelmäßigkeiten in der Maisiieferungsangelcgenhcit vorgekommen sind: nur ein kleiner Teil der Kommunalverbände ist bisher kontrolliert und niemand weiß Genauere, über die Art der Kontrolle. Ueber den Verbleib von Tausenden Tonnen Mai« weiß die Regierung nichts zu sogen. Sie sind in das Schnapsmeer gewandert, in dem Deutschland zu versinken droht. Abg. Schiele(Dnat.): Dr. Hertz bringt hier vergilbt« Anklagen vor. Di« Forderung wird gegen die Stimmen der sozialistischen Par- teten bewilligt. Der Antrag Müller-Franken(Soz.) über die Grenze der Wirtschaftsbechllfen bet einem Grundgehalt von 44000 Mark wird voki der au» ollen bürgerlichen Parteien bestehenden Mehrheit abgelehnt. Die Aueschuhentschließungen und das Etatgesetz werden angenommen, auch in der sofort vorgenommenen dritten Lesung, Abg. Bach(Komm.) bringt einen schleunigen Antrag ein, die Auslieferung der Mörder Dolos rückgängig zu machen. Er er- sucht, den Antrag mit der Beratung des Justizetats zu verbinden. Da der Abg. Dr. Kahl(D. Vp.) widerspricht, kann der Antrag nicht auf die Tagesordnung gesetzt werden. In der darauf fortgesetzten zweiten Seeatung öes Iuftizstats wiederholt Abg. Dr. Bell(Z.) seinen frühcken Antrag, ein Reichs« amj für gewerblichen Rechtsschutz zu bilden. Der Erfinderschutz der Angestellten muß geregelt werden. Die Darlegungen des Reichs- justizministers zur Auslieferung der Mörder Datos begegnen keinen Bedenken. Wir wünschen einen Gesetzentwurf zum"Schutz der persönlichen Ehre. Für uns Katholiken ist die Ehe unauflö»- lich. Die Kritik an unserer Rechtsprechung muh sachlich bleiben. Die nun folgende Rede des Rcichejustizministcrs steht auf der ersten Seite dieses Blattes. Abg. Brodaus(Dem.): Die Gründung des republikanischen Richterbundes war notwendig. Wenn es richtig wäre, daß«in Richter aufgefordert hat, Mitglieder des Republikanischen Richter« bundes als besangen abzulehnen, so würde das eine unerhörte Her- ansforderung fein.(Sehr richtig! links.) Gegenüber Angriffen auf die Staatsautorität von links funktioniert die Justiz. Bei An- griffen von rechts stockt ober dos Räderwerk. Dem Reichstag ist ein Rechtsgutachten eines Juristen in hoher Stellung zugegangen, das Punkt für Punkt nachweist, daß die„Feststellungen" im Erz« berger-Helsferich-Prozeß mindestens recht fahrlässig waren. Das Urteil des Oandgerichls Berlin ist an dem Erzberger-Mord mitschuldig. Aiigefichis aller dieser Dinge ist das Mißtrauen des Volkes gegen die Justiz wohl verständlich. Die Auslieferung der Mörder Dato» ist gerechtfertigt. Abg. Dr. Herzfeld(Komm.) protestiert gegen die Auslieferung der Spanier. Reichsjustizminister Dr. Radbruch: Diese Auslieferung ist kein Klofsenurteil. Die Berantwortung für die Bewilligung der Auslieferung liegt bei der Reichsregie. r u n g, für ihr« Ausführung bei der preußischen Regierung. Bei beiden Regierungen herrscht Einigkeit darüber. Zuständig war im Reich da? Auswärtige Ministerium, gutachtlich zu hören das Justizministerium. Es ist nicht wahr, wie Dr. Herzfeld meint, dost in der Schweiz und in England folch« Zluslieferungen unmöglich feien. Abg. Dr. INofe»(11. Soz.): In den wettesten Kreisen der Be- völkerung herrscht die Meinung, daß die Justiz ihre Roche an allen Republikanern kühle. In manchen Strafanstalten muh man erst halb tot sein, um ärztliche Hilfe zu bekommen. Diese Aerzt« haben ein Kompromiß geschlossen zwischen ihrem ärztlichen Gewissen und den Staatsnotwendigkkiten. Sie haben das Wort Virchows ver- gesfen, der schon 1848 sagte:„Der Arzt ist der natürliche Anwalt der Armen". Deutschland hat durch die Auslieferung der an, geblichen Mörder Dato« das Asylrecht illusorisch gemacht. Die sozio- listisch« Press» aller Richtungen und auch«in Teil der bürgerlichen Press« wie z. D. die„Boss. Ztg." finden die Interpretation de» Reichsjustizminister» anfechtbar. Er sagte ja selbst,«ine Revision de» Auslicserungsrechte» sei notwendig. Vorher aber müssen erst noch zwei Menschen geköpft werden. Der R«ich»justizetat wird genehmigt mit einer Entschließung auf Erhöhung der Entschädigung für Schöffen und Geschworene. Donnerstag, den 2. März, 2 Uhr: Haushalt des Reichsschatz, Ministerium». Schluß KT Ub?. Srofi-Serimer parteinachrickten. flu Sienstag angesetzte erncileri» See- ftantzesitzunz fällt»u». Die«dieilung»sijheee treffe« sich heul«, Sennadend, den 23. Fett»»»,»m 8 Ahe i« Pceteiliuica». Er. scheinen alle, ist Pslichl. 14.»eeia SieuISKn, Sanntzg, de« 29. SfeBeaot.»»emfttaaa 19 Uhe, Sitzung d«: Ellenibeleiit« an den Hetzen Schulen im Lnial Boddin. stentze 4. Elicrn, die auf dem Pave» o» feeiheitliche» Schule stehen, find eingeladen. Morgen. Sonnlag. den 2ö. Februar: Et» Nunstebrnd zum Beste« de» Aebeitcriustend-Landheim» finfiet abend» 6!lh, in der Aula Eleinistr. iS statt. Mi-pirkentzei(Senesse Hau« Zutzr. mann und Atzne» Isuhemann-iSuhtz. Sinteiüalarien sind«um Preis»»an tz M.»m Ein««« zu haben. IZf. BDI,«iedi-schSüh-mse». Besuch de» MSrUfche» Museum«. Iteffpnn:! psinktlich«H Uhr firiedenapl-itz. fiiiheunz: Dr. Schliite. Gruppe BlumSertz. fsiachmittae» 3 Utzr«»nferen.l>u Plumbch» im teM «ruzsw. Th-me:„Eisenbähnetstreck Steuern— Genna. Referent Geneffe WayNSd. • U. Peel««eufefln. Abend, 7 Ufj? Im Zugrndbel« Schieckesfr, 44, ffunltianiir- furfus, Vortrag de» Senoffrn Weimann Wer„Praktische(sagend. a r d e I t". Am sSonntga. den 29.. vormiltaa» S llhr, im Jugend. beim Rogatstr. 53, Vorlrs» de« iSenosien Walter Rsidiger«her r» a N t, s a t i o n« fr a g e n......... VortrSae. vereine und Versammlungen. AraiMnkasfe für Rjlglleher de» Deutschen Werkmeister. Vetbonde«. Am Sennoficwb den 23. Februar, abend» t Uhr, Delegiertentpahl(m Schuiitzeisi, Neue Iakobstr. 24/23. Senosie Pfarrer Bleie« spricht am Sonnt««, den t«, d, M., abend»« Uhr, onlijhlich seiner religiösen FeierstUnd« In der Trinitgtie-stirch», Eh«rl«ltrnburg, statl. August. Platz, iider„tzleligirn und Weltanschauung''. De« Bund religiöser«oziasiste« Denlschlanda, Abt.X-tikhlU,»eranstafiet pi-l fachen SSlinschen enifprechri,» aai Bonntast, dm 2«.». tn., sdntdq« Uhr, in v-e Aiiodemus.stirche zu KeukallN, St»nsen,i-. ll.NÜ, eine»W«1te»releltzrische F-t-rsWnde mit dratlsoli», Nezitalionen und Ghorp»rdrt>«rn.»'11-?« Varrey Fennle-Oerlin spricht ild-r da» Shem»„stann ein Ehrtft ein«lasseiithnepfei! seinf Gintrift für fodermann frei! Ardeiter-Lamaelter-flolonne Sratz.Beell«,«, B. Die ga',re«-Generawer, sammlung der Salonnr findet am Sonntag, den 2«. Februar, nachinittag» Z tlhf. in der Schule Sinter dcr Garnifonkirche statt. Hei der Wichtigkcit der Vageaardnuna ist ea Pflicht jedes Mitgliede«, pünktlich ju erscheinen. Ohne Müglledsbuch kein flutritt. Freireligiöse«emejnde. Sonntag vormittag 11 Uhr im Paihau«. König. straße, Vortrag de» Kerrn Prof. Dr. st. Paffe:..Die menschliche Freiheit". Sarmonium: Aus ,, Tannhäuser". Lormitlag» 11 Uhr: Pappeloile 1». Vertrag de» Herrn Dr. A. Poscnbe'g:„Hat Jrsuo gelebt?"— Käste railllommrn. Weiter bis Wanutag mittag. Mild und zeitweis- ausfiareiid. jedoch sißorwt-aciib krSd, iliih n-blig oh«««vhehlich« l»i»d»rsch!ägi, bei mäßigen südwestlichei, Vmden. I.ebensmittelpr�se 6 es 1'sAes. Duluhri Firehe riemlieh reiehlich, Gespliäft ref»e. Fleisch üb v Bedarf, Geschäft etwa» reg«. Obifc und Gemüse schwach, Ge- sehäft«tili « Am Freijag; galten in dt? Ztntr»Ijaar>fhaHe feilende Klela- hanästspreese: Leüsnde Aal« 40-50 M. Barscfia 17—18 M. Blei« 14 M. Hoehl» IS M, Zantier 25 M. In Ei«- Aale 95—45 M Barsche 10-14 M, Hechte 15—16 hl. Zander 2i-»93 JX. Sohellfisch 8—10 bl. Kabeljau 7—8 M. Flundern 8—10 M. Schollen 10 M.— Rindfleisch 50-25 M. Kalbfleisch 22— 25 5T. Hainmeifleljoh 92-24 M. Schwein«(lel»ch 23 bis ?8 M. Wildachwein 28 M, Haiuriiutter 44--.SO M Msroarine 24-32 M. Schweineschmal« 80-33 if. Eier da» Btüek 4.50 M, Bathohl 5—7 M, WeiBkohl 4 bis S Ml Wirsingkohl 4 M-' Rosenkohl tS M. Blumibkohl 12-15 M. der Kopf. Grünkohl 3,50 M« die höheren Schulen. Im Landtag beantragten gestern die Kommunisten, zunäckist dl« vuslieferung des spanischen Ehepaares F o r k zu besprechen. Es wurde jedoch beschlossen, die Angelegenheit zusammen mit den Amnestieanträgen in der ersten Sitzung nach der Pause, am 6. Mörz, zu behandeln. j Daraus begann die Etaiberatung über die höheren Lehranstalten, die nach einigen Reden durch eine Geschöftscrdnungsdebatte unter- � brachen wurde, da sich die fraktionslefen Weifen über zu geringe Redezeit beschwerten. Sie werden in der zweiten Rednerreihe zu Worte kommen. Für die sozioldemokratische Fraktion sprach zur Sache ti$. Frau Dr. Vegscheider: Nenn der Minister erklärt, da» Bekenntnis zum Stsate sei nicht dos Bekenntnis zur Stootsform, f« heißt das. mit der«inen Hqnd«inen Schwur leisten, ihn«der mit der anderen Hand wieder ableisten. Was er««iter über die Reichsgründungsfeiern sagte, beweist, daß«r ein«? klaren Entscheidung ausweicht. Die Er- gehnislofigkeit der Untersuchungen über monarchistisch« usw. Ver- stoße gn Schulen beweist nur etwas gegen die Form der Unter« suchung. Es muß unbedingt dafür gesorgt werden, daß die Beschimpfungen de» neuen Slaales und fein« Regierimg aufhören.— Die allgemeine Tendenz der Denkschrift über die Oberschulen begrüßen wir. Nur ist der Stil Mit- iin:er höchst merkwürdig und der Lehrplon zu umfangreich. Der Roitionalismu» und der Antisemitismus sind nur Zeichen der Unsicher« heit über die eigene Kraft.(Sehr richtig!) Di« höheren Lehranstalten müssen in ein« enge Verbindung mit den Volk» schulen gebracht und Uebergangsmöglichkeiten geschaffen werden. Das Bildungsideal der Universitäten darf nicht allein maßgebend sein. Wenn jemand zwei Fre«dsprach«» kennt, f» braucht»r durchaus nicht gebildet zu sein. An den h, Heren Lehranstalten mtiff« sich UviielWemeitGShift« fiit bestimmt SwzeftfiMele. RokMWÜffeHfthUsten vsb». bilden. 9a Unterricht i, d«« ondkre» Wissensgebieten karr» für dt« Mitglieder dieser Arbeitsgemeinschaften ganz ruhig etwa? zurücktreten. Der Unterricht in Knaben« und Mädchenschulen muß so gleichartig sein, daß beide Schulen, wenn es not tut, zusammengelegt werden können.(Sehr richtig!) Das Schul. geld muß nach der Sieuerkraft und Kinderzahl gestaffelt werden. Wir warnen die Regierung vor einer Erhöhung des Schulgeldes ohne Befragung des Lindtagss. E» muß so festgesetzt werden, daß die Eltern des Mittelstandes und des Proletariats ihr« Kinder in die höheren Schulen ichicken können. Di« Perquickuug der Unter» stützungen für di« öffentlichen Schulen mit der für die Prioatschulen, indem die Gemeinden zu letzteren gezwungen werden, lehnen wir ab. Di« Privotschulen, die zum Teil miserable Gehälter zahlen, müssen in die gemeinschaftlich? Verwaltung der Schulen eingeschlossen werden. Es darf nicht sein, daß die Gründung von öffentlichen höheren Lehranstalten wegen zu geringer Schülerzahl unterbleibt, weil am gleichen Orte eine Pnvatschule den größten Teil der Schüler an sich gezogen hat. SgW««! und Tumen sind gsrade svr di- Sro�stadkkZnd« bcfw*«rs mift» endig. Erst wenn wir die Arbeitsgememschaftsschulen haben, tom auf da» Schluß« CEOwe* verzichtet warben.(Beifall b. d. Sog.) , Kultusminister Dr. LoeNh: Es sollen nicht zwei fremde Sprachen eingeführt wsrden, sow der» nur eine fremd« Sprache. Di« Bestimmungen über den Arbeit?- und Werkunterricht sind van den Provinzialschvlkallegjen auszustellen. Der Gedanke ber B ö l k e r v« r s ö h n u n g ist in der Denkschrift durchaus nicht zu kurz gekommen. Mehr wie Andeu» wngen kftyn«ine Denkschrift nicht enthalten. Am humanistischen Gymnasium hasiM mir fcsi, offftsilKfl? Muß tf? xesönnieri wttvn«. Durch eine Differenzierung des Unterrichts auf den Oberschulen werden wir viel erreichen.(Der Minister bespricht dann den Abbau der staatlichen Anstatten, des Wilhelws�Gynmasiums und der Neu- köllner Anstalt.) Die ungelzeuren Ttaatszuschüsse rechtfertigen sich nicht mehr. Wir müssen vorwärtschmten zur Selbsterzieyung unserer Zugend durch Freiheit. Die Schulgemeinde verlangt große sittliche Reise. Mit Zwang läßt sie sich nicht schaffen. Parlament-spieierci taugt nichts. Die Wandertage sind zu begrüßen. Die körperliche Ertüchtigung stählt auch Willen und Charakter. Der Anstaltsleiter kann nicht in jedem Fall« prüfen, wem er Schns räume zu? Verfügung stellt. Mißgriffe lassen sich nicht ganz vermeiden. Der Fall de? Feldwebels K a u l, der in Elberfeld vor Schülern wüste cheßredc,,. gehalten hat, ist bedauerlich und wird geprüft. Meines Wissens ist Knul als Schwindler entlarvt und inzwischen verhaftet worden. Wir wollen auch im Schulwesen unser Vaterland wiederaufbauen und heißen die Mit- arbeit aller Richtungen willkommen.(Beifall.) Räch weiteren Ausführungen der Abog. Pflug(Dnat, Vv.), Domin kcu»(Dem.). Ärebe(Ztr.) klagt Abg. Prelle(D.- channon.) über ungerechte Staffelung der Schulgelder der Stadt Hannover. Sonnabend 11 Uhr: Weiterberatuug.— Schluß 5 Uhr. Wirtschaft Verkauftes Staatseigentum. Desscru.?4. Februar.(WDJ.) Der anholtische Skaak aerkoufte den gesamten Besch on Aktien des Kaliwerks Salzdetsurth nicht, wie eine Berliner Korrespondenz sSIschlich meldete, für 90, sondern für 112,5 Millionen Mark an ein unter Führung des Berliner Bankiers Hugo Herzseld stehendes Bankenkonsortium. Die Ber- Äußerung erjoigle in erster Linie deshalb, weil der Unterhändler, der Direktor eines angesehenen Kaliwerks, erklärte, nur dadurch könne der Uebergang der Aklienmehrheit von Solzdelfurth an da» Ausland verhindert werden. Der Verkauf, nm den es sich hie? handelt, bezieht sich auf die Anteile des Staates LlPhalt am Kaliwerk Salzdetfurth, das insgesamt 21 000 Aktien ausgaben hat. Der Staat Anhalt besah davon 2400, also wenig mehr als ein Neuntel. Er hat sie um einen u n- erhört hohen Preis verämßert, weil die fachmännische Ansicht dahin ging, daß nur so der Verkauf an das Ausland vsr- mieden werden könne. Dieser„Verkauf on das Ausland" ist seit jeher vorgespiegelt worden, wenn rücksichtslose Machtpolitit getrieben wurde. Das Bankhaus Herzfeld hat sich dabei besondere„Verdienste" erworben. Fragt man nach den Gründen, die das Bankhaus Herzseld zu dem hohen Angebot bewogen hoben, so findet man die Antwort darin. daß dieses durch fein« von allen Skrupeln frei« Unternehmen sich an der Bildung eines neuen Großkonzerns der Kaliindustrie interessiert hat, welches die Werk« Leopoldshall, Aschersleben und Salzdetsurth umfassen soll. Damit erklären sich auch die Kurstroibc- reien für Kaliwert? in der letzten Zeit. Tief bedauerlich ist an dem varaang. daß sich nun wieder ein Bundesstaat seiner Rechte aus einen Teil der Bodenschätze entäußert hat. Der Staat verliert in der Kaliindustrie, die unter den ersten zur Sozialisierung ansersehcnen Industrien sich befindet, ein immerhin nicht zu unterschätzende» V t rfügung-recht. Der Bvrllmg U mn sd Aktzrukliiff??, als e? cklMn kfnsWJk. Je? am- 4 G eilst? für Js» Fvkg? gestattet sein soll, Lei Reffen ins Ausland fftatk haltikche Staat hat für sein Verhalten eine Entschuldigung darin, daß er in jedem Falle van der Sabotage der Interessenten bedroht war. War doch zu besurcksten, dgß die im Besitz der Attienmchrhsit von Salzdetfurth befindliche Kapitalistengrupps den Ertrag des Werkes herabsetzen würde, indem sie mit anderen Unternehmungen ungünstige Verträge abschloß. Dazu kam die ungeheure Höhe des gebotenen Preises. So konnte die Wahl zwischen dem unrentablen Betrieb und dem hohen Verkaufspreis nicht schwer fallen. Der Verlust ist gleichwohl beträchtlich, weil Salzdetfurth bei weitem als das beste Werk der deutschen Kaliindustrie bekannt ist. Es wirft sich die Fraae auf, wie in Zukunft eine solche Vor- schacherung dos Staatsbesitzes vermieden werden kann. Durch- greifend« Sicherheit dagegen bietet nur die S o z i a l i s i e r u n g der Bodenschätze. Nur wenn der Staat selbst Eigentümer des Kalibergbaues ist, kann er sich vor den Erdrosselungangeboten eines Bankiers, der vor dem Kriege noch ein kleiner Mann gewesen ist. schützen. Die Sozialistische Korrespondenz und mit ihr die„Frei- heit" hat aus diesem beklagenswerten Vorfall den Schluß gezagen, daß die Stinnefierung fortschreite. Der Schluß ist irrig, weil zu optimistisch. Nicht vor dem Großen im klande, sondern vor einem Geldjongleur hat sich die Autorität eines Freistaates beugen müssen. Die fünf Millionen, die Herr Herzfeld den notleidenden deutschen Studenten gestiftet hat, sind bei dem Geschäft sicherlich reichlich wieder herausgekommen. Um«ber ähnlichen Vorkommnissen vorzubeugen, wäre es zum allermlndssten erforderlich, daß ein S p o r r g e s e tz erlassen wird, das die Veräußerung deutscher Bodenschätze, die nach der Reichsver- fassung ja im Dienste der Volksgemeinschaft stehen sollen, verbietet und die fraglichen Werte dem Reich verfallen läßt, wenn irgeudein dahingehender Versuch unternommen wird. Der Vorschlag klingt radikal, er ist es keineswegs. Er zieht nur den Schluß aus dem, mos die Reichsverfassung zugunsten der Geuwinschast sordert, ohne daß bisher aeniigend geschehen wäre, um dieses Recht des Volkes auf seinen Besitz zu schützen. Verlängerung der kapilalfluchigesehaeöung. In den ersten Märztagen wird dem Reichstag eine Gefetzesvorlage zugehen, die die Verlängerung der bestehenden Kapitalflucht gesetzgebung bis vorläufig zum 21. März 192Z naifieht. So unvollkommen die bestehenden Gesetze gegen die Kapitalflucht auch sind, und so wenig man sich verhehlen darf, daß viele Milliarden trag dieser Gesetze den Weg über die Grenze finden, so wenig ist zu bestreiten, daß diese Gesetzgebung vorläufig nicht aufgehoben werden kann. Wenn es auch richtig ist, daß besonders durch die Uebertraglrna von Kapitalien auf das Konto von Ausländern sowie durch die Benutzung des unbewachten Grsnzverkehrs sich immer nach große Summen der Besteuerung zu entziehen vermögen, so gibt die Kapitalfluchtgesetz- gebung den Behörden doch viele Möglichkeiten, die Aeldvorschiebung nicht ins llnaemesscne wachsen zu lassen. Ergebnisse der Heber- wachung des Postuerkehrs in eingeschriebenen und Aeldbricfen für die Zeit vom Oktober ISIS bis September 1920 zeigen deutlich, welche Rtesenbeträge ungehindert ins Ausland fliehen wllr- den, wenn man die Kapitalsluch.-gcsetzgebung aushöbe. Und so oft es auch gelingen mag, einige Millionen Mark über die Grenze zu schaffen, die Befürchtung, gefaßt zu werden und den ganzen Betrag zugunsten des Reichs beschlagnahmt zu sehen, ist doch so groß, daß nie'« derartige Bersuche von vornherein unterbleiben. Au« diesen Gründen hat denn auch der Finanzpolitische Ausschuß de? Reichswirt- schaftsrats, dem dieser Entwurf zur Bsgutachhm? vorgelegt worden ist, mit überwiegender Stiminenmehrheit beschlossen, die Kapital- fluchtgesetzgebung zur Beibehaltung zu empfehlen, und zwar mit der Aenderung, daß es infolge des gesunkenen Wertes des deutsche» des bisherigen Höchstbetrages von 3000 M. 20 000 M. mitführen können. Ermäßigung de? Tabaksteuer. Der Reichssinauzministcr hat die Tabak st euer für Zigaretten im Kleinverkaufspreise von 23, 80, 40 und 30 Pf. das Stück mit Wirkung vom 13. März d. I. ab um 20 Prozent ermäßigt. E-as Ist das europäische Geld wer!? Einer Zusammenstelbniig des„Föderal Reserve Board Bulletins" zufolg« halten die europäi- schen Valuten im Verhältnis zum Panwert des amerikanischen Dollars Dezember 1921, in Prozentsätzen ausgedrückt, folgende Werte (Kaufkrafc): Belgisn 39 Proz., Dänemark 72 Pro;., England 83 Proz., Deutschland 2 Proz., Frankreich 41 Proz., Holland 90 Proz., Italien 23 Proz., Norwegen 57 Proz,, Schweden 92 Proz., Schweiz 101 Proz., Spanien 76 Proz. Neben der schweizerischen Valuta ist nur noch der in China im Umlauf befindliche Tael besser als der Dollar. Japan und Mexiko aber haben ihren� vorfvruna gegen den Dollar eingebüßt. Die Zahlen gestalten sich' jedoch anvere, wenn sie nach der Bedeutung gemessen werden, die der Dollar für die einzelnen Länder hat, was wiederum vom Hau- delsverkehr dieser Länder mit den Bereinigten Staate» abhängt. Veuischlandg Handel mit England. In einer der letzte» Unter- Haussitzungen imterbrsitete ein Berlreter de? Haildelsarnts auf Wunsch eines Abgeordneten dem Hause die amtlichen englischen Iis- fern über den deutsch-englischcn Handel in den Jahren 1920 und 1921. Danach erreichte die deutsche Einfuhr noch England im Jahre 1920 einen Gesamtwert von 30 252 000 Pfd. Sterl., lm Jahre 1921 einen Gesamtwert van 20550 000 Pfd. Sterl. Die englische Ausfuhr nach Deutschland beziffert sich dem Werte nach im Jahre 1920 auf insgesamt 51 089 000 Pfd. Sterl., ist aber im Jahre 1921 auf 40 729 000 Pfd. Sterl. zurückgegangen. Hiervon entfielen� auf Erzeugnisse und Manufakturwaren Großbritanniens 21 707 OOlr Pfund Sterl. im Jahre 1920, 17 832 000 Pfd. Sterl. im Jahrl- 1921. Die englische Aussuhr ausländischer und kolonialer Erzeuanisse und Manufakturwaren nach Deutschland hatte 1920 einen Wert von 29 382 000 Pfd. Sterl., 1921 einen Wert von 22 897 000 Pfd. Sterl. Hierbei ist zu bemerken, daß die Ziffern für 1920 noch den Handel mit Memel, Donzig, dem früher deutschen Teil Polens und dem jetzt dänischen Teil Schleswigs einschließen, die Zahlen für 1921 den Handel mit diesen Gebieten jedoch nicht mehr berücksichtigen. Fusion englischer Eisenbahnen. Drei große englisch« Eisenbahn-- gesellschaften, die ein Kapital von über 490 Millionen Pfd. Sterl. vertreten und mit einem Schienennetz von mehr als 14 000 englischen Meilen, sind auf dem Wege zu einer Fusion begriffen. Die Verfügungen des Eisenbahngesetzes von 1921 haben dieser Entwicklung de» Weg bereitet. Demnach sind nämlich die Eilenbahnen in vier Gruppen geteilt worden, die den gleichen Betriebsvorschriften und der Staatskontrall« unterliegen. Die in dieselbe OSmppe gehörenden Eisenbahnen wurden dadurch zur Fusion gedrängt. Die vielgelabte Konkurrenz wird auf diesem Wog» ausgeschaltet, e» blei- den eben nur die Dividenden für die Aktionäre. KSCHÜLMlIlflR KOTTBUSER TOR NloSem«. lerflöc LerrevMeMuvÄ kewe Herren- pjaftscüKeiaerci £inse(?nun0s-Anzüge "e«t«lier | MeMaffüiisr-Ynbeiid j zzerwaltaniistell« »eilln. ®«n gollegen»mj ] Nackrlcht, da« unser 1 Kollege, derKlempnrr I Edm. Herzberg et-nkölln.stuldostrll am 22. d. W ge- starben ist. »ie Elnischcmna findet mnSsnnadend. den 2S. Februar, natfim. S", Ubr. im Krematariüin Saum" schulenwe-,. gicthalz, ittave. statt. Am»K M. starb Unter Kollege, de, «rdelter �d.V/ilddglgös S SwinemllnderCtrTS. »i- Veerdtgung findet am«lantag. den Z7.'jebmar. vor- mittags U Udr. van de« xelchenballe de« ssriedcns-Semeinde- »irchhafe» in R-rd. end aus statt. Ferner starb am 24, d SR. unsere SoN legin. die Arbettertn Agilll Erbisch -Müllerstr. IllSz. Dl« Sinöstb'rnng findet am Donnera- tag. den S. Mit«, mittag« 13 Ubr im firematoriumDerickt- steaße statt. ua» Ehra Ihre» ÄnHnkirl ffiege�®e(,uigun| Die OrtsTerwBlfun?. 0 Schmucksachen j jefier Art, Injhe- 1>on,t gryk«. 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Tagesyrdniina: 1, Unter« Lehne und Slrbelt-bedinaiingen i» dir Industrie. 2, Bericht von den Berhdndiungen. Xfflt" Ohne Mitgliedsbuch kein Fuiritt! 118,7 Die Oelsoermaltuug Lslll-. Zildöl-, ssiglill-sili-ii Seil muctl Stücke, plnxe, rabnaed!»»««SV. llsuiei, stets zu ganz besattders noheo Preisen ■■■■-«Itrfc?.*»■■■■■< SolIendcrlstraßeiLJsÄÄ BS* mith SSglloss Immer noch geliefert, dabei war er ssek» XJ? M stbl billig,(Zc ermöglichi derSavsstau gut« grsparniss«,* M Ki auch praiiisch u;.h bekömmlich. Wer Ihn richtig Z rerwendet. wird ihn nicht mehr entbehren wolle«. Mache« Ost bitte einen Beriuch! Gchälllich In Kolonialwaren', Drcgengeschösten und Apotheken. : a u I l> e q u q m s* c k 'Teilsahlyng B» dal h Ist 1 1 e«> ra r prrliboroetinunfi'ai HEI? SSM üiio. LM««/» iiots, Uicier ts&Ksm- H'isiw«? Reganmäntei EURSCHENnßWZüQa Gute! Grcsße AiinwaMT M. 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VI,: K aufman nv.Vesed Ig Die Ehe im Kreise Theater des Westens a! Der Taaz ins GIBck Th.i.d.Kemmandant.Str (.lud. XknMIer-Th.) >/. Uhr: firlne Felder WaJIrer-Theattr �DieWeiKSvtzüi Walhalla-Tbeater 8 uc Mondseheindanie Das Tagesgespräch von Berlin: ■iiuMmuuiiniiiiiiiiiiiittuiiiitiiitmiiüiiftiutiitiiiitiitiiiimiiiiutiiMiiumiitiiiiiuuiiiimfiinittmimitiiiuiiitiui nie maäeriiebea HmUeUeu des Jüpettaeisiers ßreister Phantastisches Melodram nach E. 7. A. Hoffmanns Leben und Erzählungen in 3 Teilen(42 Bildern) von Carl Meinhard und Rudolf Bernauer, Musik mit teilweiser Benutzung von Motiven aas E. 7. A. Hoffmanns Oper„Und ine" und Mozarts„Don Juan" von E. N, von Tteznicek Regie: Carl Meinhard und"Rudolf Bernauer Hauptdarsteller: Ludwig Hartau s Alfred Abel s Charlotte Schult;/"Paul Blldi Frieda Richard s Robert Scholz s Robert Klupp/ Ernst Dernburg Paul Rehkopf s Hermann Pidia s Heina Alexander s Willy Appell Rudolf Jünger/ Emst Rehmer a, a. m. TäglScJ) 7.30 V&r im Tgea/er 1. d. KSniggrö&er Sfr. Bei dieser AuffOkrung gelanffi die von Carl Meinhard und Rudolf Bernauer erdachte Neuerang der Raumteilung und des beschleunigten Szenenwechsels zumersten Male zur Anwendung. Dieses Problem wurde von Svend Gade übernommen und mit besonderer BerücksidUigung der Raumverhältnisse des Theaters i. d. Königgräijer Str. praktisch gelöst. Bühnenbilder and maschinelle Erfindungen; Svetld Gade, MbSnsHsriseheSahaenMdsri. d. ieiiooa'I2 8 Ubrbis gegen 10 Uir: Vorspiel: I. DIs Tafelnmde der Serapions- brtlder. i. Loge f. Pefsdsmer Hoftheater. 8. Kreislers Stadivrzimmcr. 4. TnokMiing Deaia Acaa. ». Tleeders /".immer. «. Jalufe Zimmer. t Teil;„Julia', 7. LeeJsciaK ver Bamberg. I. Tra'mlamdsckatt(Ballett). S, Szeia am Biiv.te. IB. Ter dem Wohahocee d, Familie Mark. 11. Jnlias Zimmer. 13. Theodors Zimt» er, 13. Jnlias Zimmer. iL Wohnzimmer b.FamSle Kari. gleichzeitig. IS. Jnlias Zimmer. IS Die schsrarre Messe 17. KlostersafcristeL i*. Julias Zimmer 19. Wehnzimmer bei Pa- milit Hark 30. Jalia» Zimmer. 21. Saal im Hansa des Releho. 32. Jnlias Zimmer. 3. Theodors Zimmer. 2. Teil:„Euphemia' i 34. Baal!» Bebloste zu Dresden. 3. Die Neider Krelolers(Nacht- spuk). 38. Theodors Zimmer. 27. Amtezimmer des Mlniatenu 23. Schloßpark. 39. Kreisler bei der Art elt(Nachb spuk). 30. Bühneneiagaag. 31.1 Die Bühne des Hottheaters xn 32.1 Dresden(Orernauflührnng). 33. Bahneaemguagv 3. Teil:„Ssr.na Antta'e 34. Theodora Ziliner. 3ö. Die BUkae des Heltheatere In Potsdam(Opernszeie). 30. Theodors Zia:ner. 37. Die Bühne das Betthtters in Potsdam(Opornsze»#). 38. Theodors Ziemer. 38. Ja der Theaterlege Kr. Ä 40. Theodors Zimmer. iL Die Bühne des Hof- 1 theaters in Potsdam I Nacht- mit der Tbeaterloge l epnk. Kr. 23 j 42. Theodon Zimmer. Vie Sensation der diesjährigen Theaterspielzeit! fife Huafitfirsmarfen au�fröpm b,li?bN Meinbranö Ächaelachberg Golö weinbcanö Verschnitt Vertreter: Earl H. BitzenHofer, Berlin'W SO, Furttier Str. 5. il>(.: OlljlaaS 534. mpv/{ | Dir. Jam. Klein f Die große Revue IDerKen idarWelti Max Lau*« 1 Bruno Kastaerl Sascbn Dura I 1 WilhaHartsteiafl j Franz Grass j Paul WBSIermsjT Uith Werknteistor [ Herfa Richter| I Brno Albert! Volhshimne Theater am BUlüwplatz 7 uhr: König Lear -Theat. •morgen: (Dorsch, Oriining, Jannings, Loos) Montag /V.: Flamme (Dorsch) QeiitseftesKiinstler-Th H/uie bis Montag 71/j: Oer geizig« >Verschwender (MkX Adalbert) Residenz Theat. Täglich 7V, Uhr: eine Frau ohne Bedeutung Trlusch, Arnstadt, Ber- terts, Korff, Sandroch, Welcher Sonnt. 4 Uhr kleine Pr.; Evctton nunbrecht Apollos Theater | 71t. Jam. Klein I I Sanutag nachm.( 3'/q Uhr; Knnd um die Welt! | Jed Erwachsene I I ein Kind(rei I I |Erm3Btgte PreUe'j • Uhr iftund um! dia�Weif! | i d.Hauptrollen:| Else Bema Martin Kenner Fritr Stcidl Else Reval Alfred Walter* Maria Volstsbergtr I | Marien Illing (Rsse-Theafer) 3'A Uhr: ISO« Nachf 7V, Uhr: hie Gräfin von Kempinski Casino-Theater Lailirlng.Str.37 Tägl.?3/« Die neue Berliner Posse TamilieiläiKSklein Vorher: Lachende Liebe Oes.-Posse m. d. neuest Schlager ,Bummeltrott' Stg J'/j; D. letzte Stunde rnfetnlt j-»Vorwärts sichern Erfolg! Behrensirtille 54 7»/s Ufir. »a* 1»stixe Pcbrucr* Frogratnro Admirals-Pulast Keine Vorstellung 1* Redoute Morgen J'A u. Vlt Uhr: FoturisllselL Karneval Ble Prinzessin r.Tmgant Im CespensterschloQ Theat. a. Kottb.Tor ffl TtLMoril(.l«077 yf SagLTV.Uheo. Stp.nodim.SU. Eiite-Sänger 10 Herren! wih! Somit I Nm.hdlb.Preile � Sott.ll-l'/iU.d O RelchshallenTheater Allabendlich 7','s Uhr o. Sonnt, nehm. 3 U. 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ShrTejirf um. -atzt den derStaMgemein- de Berlin cinoerleibten Seil derMlqenieinenOrta» Iranlcnlaife Niedrrdar- ntm. Der Sitz dcr Rasse ist Drrliii." Der letzte Absatz fällt fort. «92. Die letzten beiden Absätze fallen fort. « m erhält felgrndcn Wortlaut; .Alle Delannlmadjun- gen.»eiche die Rasse de- treffen, inabesondere die Einladungen(tu Dahlen und fSuasdmtzsitzunaen, die Setcnntmochnng Uber Aenderuug»er Äcinfetv erbnun� der HiiHe der Beiträge und Leistungen, der Ruiemmensetzung de» Vorituudea sowie der 5»tigslelleu fn» im„®e. meindedlatt der Stadt Berlin', im.Aorwaria", m der„Freiheit' und im „Berliner Tagrblatl" zu oerosseittlichan.' Z. 1760. Berlin, d. 23. Mai 1921. Dar Vorstand Neubecker, Vorsitzender. (US.) Genehmigt mit Wtrlung vom 3. Juli 1922 ab. Sharlattenbutg, den 13. Februar 1922. Oborversichsrungsamt Berlin. (L.S.) Dr. Maier. Aualerilgunz. □ 173/12 Mmme NlsttDlentMe für SM-!MWs Einladung zu der am Rontag. den 6. Rärz. nachm. S Uhr. im Sleftaurant Rltfiarb Schauer, Berl. Tempel- I i)«s. Berliner Strasse 84. Iiatlstndenden 153,17 ! auherordenlltchcn AnsM-SMi der Vertreter bet Arbeitgeber u. der Betstchrrten. Sageaetbnung: I. Wahl des Vorsitzenden 3. Eatzungaanderung. 3. Fa»>ilimvrrsicherung. 4. Berschicbenea. ■Sei Vorstand dStUgr meinen Crf?> frantentnfle iür Verlin-»empellinf (gez.) Pnal KBIIner, 1. Vorsitzender. 1 O.Nachtrag zur Satzung der Allgemei.tcti QrtS- krankenkasse Nieder» darnim in Berit» I i. September, Uulll— x~.———;—. 1913» 31. Cltobcr si 30 a. Die Ueberfthrift bes , S 30 a ist zu streichen und ldasiir zu letzen:„b. Wo- : chenhille en FainUien- angehörige'. Hinter dem? 31 wird der Satzung neu hinzu- gefügt t.FamUieuhUfe'. x 31 n. ffa»erben gewährt: 1. den persichorungafreietr Ehegatten und dennoch nicht 1« Iahte alten Rindern der Dersichrr- trn für den Fall, dag Rtanlrnhcnopflrgc rr- fotberfid) ist, ein 3u- schuss zu dm Rosten der Rronlenpfieg» im Rrau- iexhause(nicht Hei!» statte, Erholungaheim) im Betrage pon 10 M. täglich für dm Ehe- galten und 6 M. tag- b.ch für jedes Rind dis zur Dauer uan 3 Mo- uate* innerhalb eines Jahres, wenn sie mit den Bersichertm in häusl'cherGemeinschaft leben, ohne eigenen Etwerb sind, ihr Unter» halt ganz aber Über- wiegend au» dem Ar- beitsverdienst des Ver- sicherten bestritten wird und anderweit auf Rraubenpsiege leinen Snfprudi haben; 2. ein Sterbegeld beim Tode des Ehegatten oder eines Mügliedes «der eines Rinde» unter 16 Fabren Da» Sterbe- gelb»ird für den Ehegatten«uf jmel CcHtd. für ein Rind d!a«:»ier Jahren auf cm»lewtaC darddeo auf»ie tNW«»ea imitei teBarfeglmWlt- glitdergetbegeldea demesstaun» um dtn Betrag gelürzt, auf den der Sctstocbmc feltft gesetzlich persidieit war. Sfnb beide Ehegatten Mitglieder der Rasse, lo wird daa Sterbegeld für ein Rind nur einmal gr- währt. Dehären dieEhe- ga'.ten vetlchiedenen Rogen an. dieFamilien- Hille gewahren, so wird beim Tode einea Rindes Sterbegeld nurgezahit. wenn da» Muglied, welchea der Ällge- meinrn Ortatranlen- lasse ülltbcrbamlm an- gehört, dm Unterhalt jür die Familie ganz oder überwiegend bo sttilten hat Borauasetzung für dia Gewährung derFamIlien- Hilfe Ist. dass bei Einlntt einesUnterstUtzungafallea eine sechantonatigeDartc- zeit zurückgelegt ist. Mit Beendigung der Mitgliedschaft endet auch das«echt out den Bezug der Fanülimhllfe. Berlin, den 33. siaobr. 1921, Der Borstand. Zlrudecker, Vorsitzender. (1.5)3.-677.. Denchmigt: Ehar.otteudurg, den 6. Februar 1923!. Lberperjtchrrunga-Mt. (L. S.) Menzel. Auafertigung B. K. II 87 22 Dieser Nachtrag tritt mit dem 1. März 1923 in Rcaft. Berlin. den 33 Februar 1922, Der Borstand. Nrubecker, Vorsitzender. 8. 498, Kleines Theater HabenSie niciits zu verzollen? 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