Nr. 122 �39. Jahrgang flusgabe& Nr. 61 Bezugspreis: ??;crt»Ij3I)rL60,— SR., mtmoll. 20,— M. )ret ins öaus. voraus zahlbar. Post- dezug! Monatlich 20,— M. rinlchl. Au- stellung-gkdllhr. Untcr Kreuzband tiir Zieutschland. Danzig. Saar»u, Memel- yediet. sowie Welwole», Oesterreich u. Luxemburg 51,— SDL, sllr das übrige Ausland 72.— M. Postbestellunaen nehmen an Belgien, Dänemart, Esih- land, Finnland. Franlreich Holland, Lctlland, Luxemburg. Oesterreich, Schweden. Schweiz, Tschecho-SIowalei und Ungarn. Der.Vorwärts" mit der Sonntags- beilag-„Boll und Zeit", der Unter- bailungsdeilaae„HelMweU" und der Beilage„Siedlung und Kleingarteg" erscheint wocheniäglich zweimal. Sonn- tags und Montags einmal. ' Telegramm» Adresse: «SogialdemoCcot Seen«" Abend Ansgabe c GroB- Berlin 40 PI. auswärts SO Pfennig ) Devlinev Volksbleltt AnzcigcnproiS: Di«« t n s v a> I> g e Nonvarelllezeu lostet 12.— M.«Steinc Ilnzelgeo' da, fettgedruckte Wort S,- M.(zu liisstg zwei seltgedrnckte Wones, lebe« weitere Wo« 2,— M Elellengesuch, und Echlasstellenanzetgen das erst, Wort 2,— M., jedes weitere Wort 1.50 M. Worte über 15 Buchstaben zählen siir zwei Borte Familicit-An zeigen für Abonnenten Zeile K.— M DieSüretse verstehen sich cinschließlict Teuerungszuschlag, Anzeigen sür die nächste Numme, Müssen bi«<>,, Ahr nachmittag» im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden» straste 3. abgegeben werden, Geöffnet von S Uhr früh bis 5 Uhr nachmittag». Zcntralorgan der Sozialdcmokratifchen parte» Deutfcblands Neüaktion und Expedition: SW bS, Lindenstr. Z S-rniArrrl,«-?- Rcdaktion Morlhplast»S»Ui»-S7 �erniprrnicr. S«»ri»plav»»7s:t— SI Montag, den 13. März 192Ä Einigung mit den Beamten. Berlin. 1Z. März. vor ein« europäische Katastrophe eingetreten ist und bevor ihre Forderungen entwertet werden, so wird auch dieses friedliche und legale Mittel einen talmierenden Einfluß auf d:e Pariser exaltierten Heilkünstker ausüben." Die damals ersehnte politische Eiskompresse haben jetzt die Vereinigten Staaten zur Anwendung gebracht. Die vereinigten Staaten gehen nicht nach Genua. Haben sie bei diesem Entschluß so Unrecht? Man will in Genua die Leiden der zivilisierten Welt besprechen unter Ausbietung eines diplomatischen Apparates, wie er in der Welt niemals vorher in Bewegung gesetzt worden ist. Man will der Welt Heilung bringen, aber der reale Sitz des Uebels, die Verträge von Ver- sailles, von St. Eermain und die anderen Possenrequisite un- staatsmännischer Staatsmannschaft dürfen nicht erörtert, viel weniger zur Abänderung empfohlen werden. Ein Arzt, der dem schwerleidenden Patienten die Haare schneidet, die Nägel feilen läßt und einige andere nützliche Allotria treibt: hingegen Herz und Lunge und Nieren nicht einmal zu untersuchen ge- stattet, handelt etwa ebenso weise. Daß die Vereinigten Staaten an solchem Konzilium nicht teilzunehmen beabsichtigen, ist recht begreiflich und recht verständlich. Im besten Falle kann Genua die Einleitung zu weiteren ernsteren diplomatischen Beratungen sein, vorausgesetzt, daß Europa bei seinen steigen- den Leiden nicht zuvor einen unberechenbaren Tobsuchtsanfall mit unberechenbaren Folgen erleiden sollte. Die Vereinigten Staaten sind einen Schritt weiter- gegangen. Sie. die aus Genua fernbleiben, verlangen von der kurpfuschenden Diploniatie Europas Begleichung der Schulden, die Amerika durch seine Besetzung der Rheinland« entstanden sind. Nachdem die Finanzminister der Entente in Paris über die Verteilung der zahlreichen Millionen beraten hatten, die man uns als Kosten der Besetzung des Rheinlondes abgepreßt hatte, erhob sich der bisher schweigsame Vertreter Amerikas und verlas ein Schriftstück nüchtern, kühl, eisig, in dem die Vereinigten Staaten ihren Anteil von fast einer Milliarde Goldmark oerlangen. Dieses Verlangen, das sachlich durchaus berechtigt ist, würde bedeuten, daß Frankreich und Belgien in absehbarer Zeit an Entschädigungen leer ausgehen müßten. Die idiotische Redensart:„si.« Ilocb« payera ternt"— zu deutsch:„der deutsche Barbar muß alles blechen"—, diese Redensart, mit � der die französischen Chauvinisten sich im Kriege immer wieder anfeuerten, verliert langsam an Kredit, und sie wird schnell und schneller an Kredit verlieren. Denn nachdem die Bereinigten Staaten angefangen haben, ihre Macht im Dienste der Bernunft zu gebrauchen, kann diese Methode wirkungsvoll und immer wirkungsvoller fortgesetzt werden, sintemal die alliierten und assoziierten Mächte nichtnurfürdie Besatzungskost enden Bereinigten Staaten verschuldet sind. Sie haben überdies die gewaltigen Beträge zurückzuzahlen, die Amerika während des Krieges seinen Verbündeten zur Ber» fügung gestellt hat. Einzelne französische chauvinistische Blätter schreien bei dieser Sachlage nach Gewaltanwendung. Das„Echo de Paris" schreibt:„Sind die anderen Verbündeten dazu bereit, Ge- walt anzuwenden?" Sie werden schwerlich hierzu bereit sein, denn mit Gewehren und Kanonen und Panzerwagen kann man zwar das Wirtschaftsleben Europas noch weiter ruinieren, solche militärischen Instrumente sind jedoch ungeeignet zur Herbeisckzaffung von Milliarden. Man kann mit einer Schlächteraxt eine Kuh töten: aber mittele einer Axt kann man keine Kuh melken. Zu dieser tiefön Erkenntnis werden hoffentlich noch die Chauvinisten gelangen. Was nun? In allen Staaten erwacht die Vernunft: wie bei uns feit der Revolution, so seit neuerer Zeit in England, und zwar insbesondere unter dem surchtbaren Druck der Arbeitslosigkeit: so in den Vereinigten Staaten. Zeugnis hierfür sind die neuesten Noten aus Washington: jo in Frankreich bei den arbeitenden Massen. Die Konferenz in Frankfurt a. M. endlich beweist, daß die Sozialisten aller beteiligten Staaten die Uebel in der zivilisierten Welt erkannten und mit klarem Sinn, vorurteilslos und doch energisch, Wege weisen, damit die zusammenbrechende Weltwirtschaft und die dahinkränkelnde 'Zivilisation wieder zu Kräften gelangen können. Auch die französischen und belgischen Sozialisten unterstützen heute solche Bestrebungen, was ihnen um so höher angerechnet werden muß, da in ihren Ländern der Chauvinismus noch besonders stark grassiert. Wenn nunmehr die Vereinigten Staaten reale Druck- mittel anwenden, um die politische Unvernunft zurückzudrän- gen, so scheint der Beginn einer politischen und Wirtschaft- lichen Gesundung der Welt nicht mehr außer dem Bereich jeder Möglichkeit zu liegen. Die politische Eiskompresse, die die Amerikaner den Chaiicinisten in Paris mit erfahrener Sachlichkeit aufs chaupt gedrückt haben, wird um so segensreicher wirken, je verstän- diger wir in Deutschland assistieren. Wir wollen, und wir fühlen uns moralisch verpflichtet, in den Grenzen der Möglichkeit Opfer, schwere Opfer für die Aufrichtung der Welt zu bringen: und solche moralische Bindung ist eine stärkere Verpflichtung als jene, die durch den unsinnigen Vertrag von Versailles uns auferlegt worden ist. Aber wir würden es als ein Unglück betrachten für Deutsch- land und für die Welt, für ihre Wirtschaft und für ihre Zivili- sotion, wenn es borniertem und brutalem Chauvinismus ge- lingcn sollte, der Gesundung der Menschheit, ihrer Auswärts- entwicklung, hindernd und verzögernd, die Wege nochmals zu versperren._ Noröawerika gibt nicht nach. Gegenüber dem Versuch, die nordamerikanische Forde- rung nach Erstattung seiner Besatzungskosten aus den Ein- nahmen der Entente von Deutschland dadurch zu erschüttern, daß man sag«-, Nordamerika hätte ja nicht an der Besatzung teilzunehmen brauchen, wird drüben betont, daß diese Be- teiligung auf Verlangen der Entente erfolgt und solange aus- gedehnt worden ist. Laut„Chicago Tribüne" werden außer den 241 Millionen Dollar demnächst noch 23 Millionen Dollar für die Unterhaltung der amerikanischen Truppen vom 1. Mai 1921 bis 1. Mai 1922 verlangt werden. Durch diese neue Forderung steigen die gesamten alliierten Besatzungskosten im Rheinlande bis zum 1. Mai 1922 auf rund 3i/z Milliarden. Nach der amtlichen Aufstellung, die die Reparationskommission vor einer Woche herausgegeben hat, find von Deutschland bis jetzt 1379 Millionen Goldmark be- zahlt worden, wobei die sechs Dekadenzahlungen von je 31 Millionen einbegriffen sind. Die Summe, die Deutschland bis jetzt gezahlt hat, reicht also bei weitem nicht aus und die Hälfte der bisherigen Besatzungskosten ist noch zu be- zahlen. Das gleiche Blatt berichtet, die Bereinigten Staaten würden fortfahren, mit Nachdruck auf die Rückvergütung ihrer Besatzungskosten zu dringen. Es verlaute in alliierten Kreisen in Paris, das Abkommen der Finanzminister werde in dem Sinne revidiert, daß Amerika eine erste Zahlung von 199 Millionen Goldmark zugesprochen werden wird. Und nach dem„New Bork Herald" hat das Staats» departement mit Rachdruck erklärt, die Vereinigten Staaten würden auf Bezahlung der Besatzungskosten b e- st e h e n. Diese Forderung werde als eine unantastbare Schuld angesehen, die amerikanische Regierung würde ihre Ab- ----------------------- �- Die erste Lerche. Gewissermaßen aus Vorposten waren die ersten Lerchen wieder ins Land gekommen. Ter Winter machte sich noch immer breit. Aber der Schnee war geschmolzen und wo ihn die Märzsonne aus den Feldern fortzetaut hatte, da schimmerte grün und dicht die junge Saat. Tiran erkannten die Lcrchenvorposten zuerst, daß die Macht des Winters bröcklig geworden war. Und frohgemut wirbel- ten sie sich in die Lust empor, ihren lachenden Sang laut heraus- jubelnd. Die Felder, über die die Lerchen dahinstrichen, lagen hart am Weichbild der großen Stadt. Rußschwarze Essen ragten im milchigen Dunst. Fauchen und Surren und Hämmern dröhnte in die Einsam- keit der Felder hinüber. Und als die Lerchen schärfer hinlugten. da merkten sie, daß manches sich im Leben der Stadt und der sie be- wohnenden Menschen gegen das Vorjahr noch ganz erheblich ver- schlecktert hatte. Müdigkeit und Hoffnungslosigkeit starrte ihnen aus den meisten Augen entgegen. Hunger und Not und Entbehrung sprachen eine allzu bereot« cprache. Es war, alz ob sich die Menschen über den nahenden Frühling gar nicht mehr recht freuen mochten. Stumpf und dumpf trotteten s:s durch den Tag, ohne auch nur ein einziges Mal zum blauen Himmel emporzublicken. Und auch den Lerchen warfen sie kamn einen Blick zu. mochten die noch so schmelzend und laut lubilieren. Nur ein paar kleine Buben standen am Feldrain. Die deuteten mit ihren kurzen, ungeschickten Fingern zu den sich in der Lukt über- kugelnden Lerchen empor. Und redeten aufeinander ein in einer halb noch lallenden Kindersprache, aus der wieder und immer wie- der die gleichen Wort« klangen:„Die Vögel! Die Bogel!" Und als das die Lerchen hörten, da wußten sie daß sie doch nicht ganz umsonst sich eingestellt harten. Und immer lauter und immer jauchzender erscholl ihr Lied. «n Brief Hans Thomas. Zur Eröffnung der Ausstellung .n der Nationalgalerie hat Hans Thoma folgenden Brief an Geheimrar I u st i. den Direktor der Galerie gerichtet:„Herzlich dank« ich Euer Hochwohlgeboren für die freundliche Zusendung der Einladung zur Eröilnuna. Wie gerne wäre ich dabei! Aber meine 83 Jahre hab-.m mich gelähmt und de gibt man auch im hohen Alter, wie auch sonst noch im Leben, dem har.en..Muß" den Namen einer schönen Tugend; man nennt sie..Ent'agung".— Wie gerne hätte ich Ihnen bei dieser Gelegenheit mündlich gedankt, daß Ihre Stellung im schönen Reich« der Kunst es Ihnen ermöglicht hat.«in Stück echtes Weien deutscher Kunst zu der rechten Zeit, wo wir es brauchen, an da» Licht des Tages zu bringen— Verborgenes aufzufinden, es der Welt zu zeigen: unseren Fe'mden damit zu lagen: nicht nur so, wie ihr un» schildert, ist unser Volk, sondern es war ieit Lebensalter ein still bescheiden kunstsinnig Volk gewesen— der geistige Grundzug unseres Wstens wird wohl auch in Zukunft so bleiben, man könnte diesen Erundzvg Stille nennen, hinter welcher, sich selber' fast unbewußt, schöpserijch« Kraft fteckt.«arboltene Stärke. Möge man nun die lehnung als ein u n g e w o h n l i ch e s Vorgehen der Alliierten betrachten. Die„Times" sehen in dem zweifellos berechtigten Vor- gehen Nordamerikas einen Druck auf„gewisse" Alliierte, wie er bereits durch die Antwort auf die Ein- ladung nach Genua begonnen worden fei— nämlich den Militärmahn abzulegen und in Genua nicht vor den Ver- s a i l l e s f o l g e n den Kopf in den Sand zu stecken. Wird doch aus Washington auch gemeldet, H a r d i n g hoffe, auf eine europäische Landabrüstungskonferenz nach der von Genua. on nicht genügt, die Besatzungskosten Belgiens, Englands und Frank- reichs zu decken. Wenn die nicht geringen amerikanischen Besatzungs- kosten noch hinzulämen, die jedermann durch den Auegleich von Gewinn und Verlust erledigt geglaubt habe, so'ei man übel daran. Jahre könnten vergehen, bevor das Besatzungslonto gedeckt wäre und die deutschen Zahlungen für ihren eigentlichen Zweck verwendet werden könnten, d. h. für die Neparation der verwüsteten Gebiete. Das sei die Lage, der das plätzliche Auftrelen der Bereinigten Staaten «ine neu« ernste Wendung gab«. Werde die vsfcntliche Meinung endlich begreifen, daß die ganze Leistungsfähigkeit Deutschlands auf die eigentlichen Reparationen konzentriert werden müsse, wenn man reparieren wolle,'daß man aber die Besetzung e i n st e l l e n müsse, wenn die Reparationen durchgeführt werden sollen? Werde man endlich inne werden, w o die Narren seien, wo sich die B« r- r ä t e r cm den Interessen Frankreichs fänden? Die Moratoriumfrage. In etwa 14 Tagen soll mit anderen Fragen auch die einer Unterbrechung der deutschen Eoldzah'ungen von der Reparations- kommission und den sonstixen Instanzen der Entente entschieden werden. Einem Ausfrager sag!« der Exnnnister L o u ch e u r auf die Frag«, ob Deutschland einen vorbedachten Bankerott begehen wolle: „Niemals im Leben! Auf die'« Legende eines betrügerischen Bankerotts des Reiches zum größeren Borteile der deutschen Privatleute muß man verzichten. Natllilich heben die deutschen Unter- Händler den Kurssturz der Mark und die schlechte Lage der deutschen Finanzen hervor. Aber fast olle Welt in Deutschland Ist über die Fortdauer der Baisie beunruhigt, die Deutschland zur Ver- armung treibt und seine Waren zu billigen Preisen dem Ausland« ausliefert, was ober zur Vermehrung der Kosten des Lebensunterhalts und zur Verminderung des wirklichen Wertes der Ar- beitslöhne führt. Deutschland ist kein blühendes Land, obwohl es kein« Arbeitslos«» besitzt. Sein Wohlstand ist nur Fassade, imd wenn man dieser Situation nicht ein End: macht, bricht Deutsch- land genau so wie Oesterreich zusammen. Frankreich könnte sich darüber nicht s r« u« n!" Genua noch später? Der radikal« Londoner„Obs«rv«r" schreibt, die Genua-Konferenz sollt« besser erst nach d«n«nglischen Wahlen sein. Lloyd George müss« nach allem, was inzwischen geschehen sei, nach Genua gehen Mit dem klaren Vertrauen, die Nation hinter sich zu haben oder aber überhaupt nicht.» Die Sowjetregierung wandte sich nach London mit der Bitte, für die Reise der russischen Delegation vom Schwarzen Meer nach Genua ein englisches Kriegsschiff zur Vcrsllgung zu stellen. Verschiebung üer Dreierkonferenz. London. 13. Mär,. sZakel.) Zu der Aussorderung des Sekretariats der Internationalen ilrbeiisgew.einschast sozialistischer Parteien, am 25. März in Verlin eine vorbereitende Besprechung der Exekutiven der drei Znlernationaln stattfinden zu lassen, hat das Exekutivkomitee der 2. Taternationale ein Antworklelegramm nach Wien geschickt, in dem sie sich gegen diesen Termin ausspricht. Die Verhandlungen über das Datum der Berliner Konferenz sollen zwischen den drei Internationalen sorigesetzt werden. deutsche Kunst klein nennen und beschränkt finden, wir wollen sie erkennen und wollen anerkennen, dag sie, ob klein, ob groß, unsere Kunst ist, aus den Tiefen der geheimen Volksseele hervorgeht und daß sie ihren Zweck erfüllt, wenn sie als bescheidene Dienerin die Ver- Mittlerin zwischen Seele und Seele wird. Wenn sie somit sich selbst versteht, io halte ich es nicht für unmöglich, daß sie die Verbindung zwisci>sn sich fremden Volksseelen und so als eine Art von Friedens- «ngsl durch die zerklüsiet« Welt wandert. Nur soll sie nickst hochmütig werden.— Wie noch so manche anderen guten Dinge in der Menschenwelt, bringt der Hochmut, wenn er sich an sie hängt, ganz besonders auch die Kunst zu Fall. Wenn nun meine Ausstellung in Berlin in ihrer Reichhaltigkeil manchem Aufklärung darüber geben mag, was deutsche Kunst in ihrem Wesen lein kann, sein könnte, wenn man sie ausreifen lasten würde, sie schützte und pflegte, ohne zu viel daran herumdoktern zu wollen so möge er sich bei Ihnen bedanken. Wenn die Kunst erzoaen werden soll aus dem Wirrwarr beraus, in den sie in unserer Zeit geraten ist, so kann dies nur Erziehung zur Freiheit sein, die ihr Gesetz in sich selber findet, dem sie dann, wenn sie es erkannt hat. unbedenklich folgen kann.— Auch die Kunst hat ewige Gesetz«, die In der Natur verankert sind, die aber alle zur Freiheit des Wirkens führen.— Doch wo komme ich mit meinem Briefe bin. ich wollte Ibncn nnr meinen«infachen, so ielbltversiänd- lichen Dank vflichtgemäß herzlichst aussprechen, den ich Ihnen für Ihre unendliche Müdewallung schuldig bin. Ich kann mich nur ein wenig«nckasten. daß ich mir denke, Sie haben dies alles aus Liebe zu unserer Kunst traft ihres Amtes gelan. Somit schließe ich für heute." Wer war der„Bamberger Keiler"? Die berühmte Reiterfigur am Lamberger Dem, d-ren Kopf aus den neuen H u n d e r t m a r k- scheinen zu finden ist und dadurch die weiteste Pcp"!arität er- halten hat,, aehört zu den umstrittensten Fragen der deutschen Kunst- geschichte. We- war dieser Reiter, der so acdiotend vom Georgen- ihor des Dome- herebblickt? Eine neue Antwort auf diese Frage gibt Geh. Rat Dr. F Philipp! in einer Untersuchung, über die in der„Kunstchronik" berichtet wird. Daß der Dargestellte ein König ist. steht ohne weiteres fest, da er gekrönt erscki-int. Aber es kann kein König der heiligen Geschichte gewesen sein, da er keinen Nimbus und einen so überheblich trotzigen Ausdruck zeiat. Man muß also annehmen, daß es sich um einen dem Künstler aleicbzeitigen Herrscher handelt, und der ganz indlaiduelle Ausdruck läßt ein wirkliches Porirät vermuten. Von den deutschen Herrschern aus der Mitte des 13. Jahrhunderts kann wohl nur der Pfaffenkönig Wilbelm von Holland in Betracht kommen, den der Rcimchronist Meli? Stoke als„Jung, stolz, herrisck," charakterisiert, was zu dem Aus- druck des 5aovics vortrefflich patzt. Das«ine Giebelfeld am Tor des Bamberger Doms, das das Iünglle Gericht darstellt, scheint diese Deutung z» bestätigen, denn e? zeigt die Himmelfahrt eines junaen Königs, dessen Züge denen de, Reiter« ähneln, und die Höllenfahrt eines alten Königs. Bhisippj siebt darin die Himmelfahrt Wilhelms und die Höllenfahrt Friedrich, II. Durch diel« Erklärung würde auch die Entftchungszest der berübmten Bamberg« Domklquren festgelegt werden, denn eine Himmelkabri Wilhelms von Holland konnte doch wohl kaum vor feinem 12o6 erfolgten Tode geschildert cverden. Noraths Konkurrenzneiü. Der deusichvolksparteiliche Abgeordnete M o r a t h hat in Es» meinfchaft mit drei anderen Abgeo'.dnetcn seiner Fraktion eine An- f r a g e an die Reichsrcgierung erlassen, in der unter anderem folgen- des zu lesen steht:. � Es verlaute', daß der Herr Reichepostminister beabsichtigt, einen Oberpostsetrelär, der in der Deusichdemokratischen Partei polinsch täüg ist und seinerzeit oync Erfolg den Versuch gemacht hol. die Verwaltungsprüfung sür den gehobenen mitckeren Postdienst zu bestehen, zum P o st r a t zu befördern. Ist die Reichsregierung der Aufsasiung, daß sich die Beförderung eines solchen Beamten in eine Stelle des höheren Postdienstes rcchiier- ttgen läßt? Ist sich die Reichsregisrung bewußt, welche Wirkung aus die A r b e i t s f r e u d i g k e i t derjenigen Bcam.en, welche die Berwollungsprüfunq mit Erfolg abgelegt haben oder noch ab- legen wollen, die Vesörderung eines durchgesallcnen Beamten haben muß, die über die Stellen hinausgeht, weiche jene gemeinhin erreichen können. Ist die Reichsrcgierung in der Lage, zu erklären, daß bei dieser ausfälligen Beförderung lediglich sachliche und nicht etwa politische Gründe mitgesprochen haben? Der hier erwähnte„in der Demokratischen Partei politisch tätige" O b« rp o st s e k r e t L r ist der langjährige Landtags- und Reichstagsabgeordnete Delius,«in engerer De- rufskolleg« des Herrn Maroth. Delius ist berufen worden, als Postrat die Leitung der Pressestelle des Reichsvost- Ministeriums zu übernehmen. Wenn wir auch nicht mit Herrn Delius einer politischen Meinung sind, so wird ihm doch bezeugt, daß er sich innerhalb des Reichsparlamen's allgemein« Hochachiung und Wertschätzung erfreut, und daß er sich seiner Ausgabe als Vor- sitzender des Peiitionsausschusies. des Postgebührenausschusies und der Unterausschüsse zur Revision des Besoldungsgesetzes und des Ortsklass-enverzeichnisses stets, mit Geschick und Takt entledigt hat. Wir freuen uns deshalb, daß d« Postminister endlich Anstalten macht, von dem Ochse n tr ott cbzuwcick)en und Männer, die das Leben anders als durch die bureaukra'ische B ills ansehen, in sein Ministerium beruft. Herrn Maroth aber wollen wir nicht verhehlen, daß sein Bor- gehen gegen seinen Parlaments- und engeren Berufskollegen eine Er- börmlichkeit ist, wie man sie selten«lebt. Sein demagogisches und selb ft gefälliges Auftreten wirkt nachgerade widerwärtig. Das schönste an der aus Mißgunst, Neid und persönlicher Geha sigleit ent- jprungenen Anfrage ist aber, daß der schlau« Moralh sorgfältig ver- mieden hat, sich selbst etwa die Tür zu einer.aufsälligen Beför- dcrung" zu verbauen. Borsichiigermeise spricht er nicht etwa von den mittleren Beamten im allgemeinen, zu denen er ja auch gehört, sondern er unterscheidet zwischen solchen, die die sogenannte J3er- waltungsprüfung obgjlegt haben und somit ein paar«tuscn höher klettern können. Wir hängen die dcnunziatorische Anfrage deshalb hier einfach niedriger. Sie erhält ein besonderes Gesicht da- durch, daß das Nichtbestehen der Berwaliungsprüsimg durch Delius lediglich sein« politischen und. weil freisinnige, beim kaiserlichen Deutschland nicht gern gesehene Tätigkeit zu danken war. Wasserkrästeausbau unü Sozialüemokratke. Durch KürziMg. die infolge der leidigen Papiernot notwendig war. hat sich in unserem Landtagsbericht vom Sonnabend ein Ausdruck eingeschlichen, der zu MißoerstSndnisien Anlaß geben kann. Bei der Deschlußfasiung über den Ausbau der Wasserkräfte von Weser, Fulda und Main ist dort gesagt, daß die Be- schlüsie des Houptausfchusses gegen die Stimmen der drei sozio- listischen Parteien angenommen wurden. Daraus könnte die Änflchl bilkstehen,' dckß unsere 5 Fraktion gegen diese�großen Kultür- vorlagen gcstlmmt hatie. Das ist jedoch nicht der Fall. Die sozial- bemökratifche Fraktion hat nnb elnen Zußotzantrag des HcupLmi«- schusies abgelehnt, dagegen für alle entscheidenden Para- graphen d« Vorlage gestimmt, obwohl ihr« beiden Abänderungs- antrüge abgelehnt worden waren. Wir stellen dies hiermit ausdrück- sich fest._* Indien. Der revolutionäre Führer G b a n d i ist verhaftet und wird des Hochverrais beichutdigl. Bizelönig Lord c a v i n g wird livegeii des bekannien Telegramms gegen da? Ssvrcsoiktat) abgesägt, sobald der Prinz von Wale» Indien verlassen bat. Wien« Revolulionsselern. Am 13. März feiern die Wiener sozial! st ischen Arbeiter als Erben der bürgerlichen Demo- traten seit Jahrzehnten das Antenken der Revolution sopfer von 1848, die an diesem Tage gefallen waren. Sie ruhen in dem städtischen Ehrengrab auf dem Zentralfriedhos, ganz draußen im Osten, und vor dem großen Obelisken flammen am 13. März immer die Gedächtnisfeuer, während die Redner der Partei zu ten Massen sprechen. Seit dem Kriegsausbruch ziehen allerdings nur noch große Deputationen am nächstgelcgenen Sonntag hinaus, wäh- read früher Zehntausende den stundenweiten Weg auf gepflasterten SEaßen in d« ost schon recht warmen Märzensonne zurückgelegt hatten. Man hat diese Demonstration in d« Republik wohl darum nicht wieter ausgenommen, weil sie die Demokratie, in der es poli- tische Derrechte nicht mehr gibt, gebracht und es überflüssig gemacht hat, die Pietät zum Schirm der Demonstraticnsfreiheit zu nehmen. Dafür werden künstlerische Abcndfeiern veranstaltet. Die Akademie für das äczklich-soziale Bersicherungswesen, die frühere Koiscr-Wilhelm-Akademie sür das militärärzlliche Bildungs- wesen, gestaltete in der letzten Zeit ihren Arbeitskreis in einer Weise aus, daß der neue Name dafür schon nicht mehr paßt. Akademie für Arbeitswissenschast würde eher zutreffen. Aus dem Bau in d« Invalidcnstraße sind seit Kriegsende alle die großen Sammlungen ausgeschieden worden, die für die neuen Zwecke unnütz waren. Die wertvollen chirurgischen Instrumente aus älter Zeit wurden dem Germanischen Museum in Nürnberg überwiesen, die kriegschirur.st. scheu und trankprrtttcken Modell« übernimmt das Reickewehr- Ministerium. Statt dessen werden neue Sammlungen gebildet. Die sür dos Versorgungswesen wichtige Frage der Beschaffung künst- sicher Glieder crfcrdert eine orthopädische Samnilunz. Weitere Sammlungen werden der Betrachtung der Tuberkulose und der Ge. schlechtskrankheiten dienen. Di« große Bibliothek, mit ihren 90 OM Bänden und 250 Zeitschriften, die größte medizinische Bibliothek Europas, dient nunmehr der Gesamtheit der deutschen Acrzte und Medizinstudierenden. Die wichtigste Bcränderung crfubrcn die La- beratenen. Wohl erledigen auch sie, wie Dr. Grobcwski jetzt in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" ausführt, noch eine große Anzahl von Ausgaben sür die Kricgsbeschädigtcnfllrsorge, greifen aber immer mehr in den Ausgabenkreis einer Akademie für Arbeiis- wisicnschaft über. Hier findet eine planmäßige Untersuchung des Einflusses der Arbeit auft den menschlichen Organismus statt. Augenblicklich beschäftigt man sich mit den Einwirkungen des-Por- zellangewcrbes auf die Gesundheit der Arbeiter. Erfreulich« Weise zeigt man für dies neue Arbeitsfeld der Akademie im Rcichsarbeits- Ministerium das nötige Verständnis. E-in WobltäcigkeitS, Konzert der Geiverllchait Deutsq« Post. u»5 Selegravbenbennilrti findet Tenoerit»». de« tv..«teiid» Udr,« tw .Neuen Kell', Hisenveide. slolt. E: tritt M.(einicht.< teuer). Paul Fechter idrichl im«»Smen der Aer»ntlii»u»ae* der OrlSgr»»»» Berlin der ctzeelhe-Belellschafi am Dannei»la>. den l», iid«.«Soelhe» Lehen' im Aulagebdude der Untoerftiät(alte KSutgllche ylbliolbet. Franz. Ioiepb-Platz) abends 7 Ubr. Karten(lür Äitntieder und Lludenten 5 1? lür Zsickilmiicilleder 8 M) sind in den Nieolaiichen Buchbandlungen Dorotbee«»' jlrage S2 und Könlggrätzer Str. 12Z, soivic an der Abendtass« erhälnich. Staütverorönetenwahl m Zwickau. Ein mifzlungener bürgerlicher Angriff. Zwickau, 13. Mörz. sEig. Drohtbericht.) Die Zwickauer Stadt- verordnetenwahlcn vcm 27. November 1S21 wurden von den Deutsch nationalen wegen angeblicher Wah'verstöße angefochten und schließ lich für ungültig erklärt. Der wahre Grund für die Anfechtung der Wahl wird in der Tatsache zu suchen sein, daß den 18 bürger lichen Stadtvätern ebensoviel sozialistische gegenüberstanden. Dieses Ergebnis hofften die Bürgerlichen zu ihren Gunsten korrigieren zu können. Bei der gestrigen Wahl gewannen die Sozialisten ein Mandat. 17 Bürgerlichen stehen jetzt 13 Sozialisten gegen Über. Damit ist zum ersten Male die bürgerliche Mehrheit in Zwickau gebrochen und ferner' der Beweis erbracht worden, daß es auch in der heutigen Zeit den sozialistischen Parteien möglich ist, sich gegen den bürgerlichen Generalansturm erfolgreich zu behaupten. Die Stimmen und Mandate oerteilen sich aus die einzelnen Parteien folgendermaßen: SPD.......... 12 281 Stimmen, 12 Mandate USP.......... 4 691, 4. KPD.......... 3 083. 3 Deutschnationale Bolkspartei. 6 190, 6. Deutsche Volkspartei.... 6 294„ 6„ Demokraten...... 5 844» � 5. Die sozialistischen Parteien haben gegenüber der letzten Wahl 353 Stimmen und die Bürgerlichen 64 Stimmen gewonnen. Die Mandatsverteilung hat sich dadurch geändert, daß die Demokraten je einen Sitz an die Deutsche Volkspartei und die Kommunisten abgeben mußten. Staötverorünete unü Stäüteorünung. Hannover, 13. März.(Eigener Drahtbericht.) Im neuen Rathause tagten die Stadtverordnetenvorsteher und Vertreter der Stadwerordnetenoersammlungen Preußens. Es wurde über die neue Städteordnung beraten und über die Maß- nahmen, die nötig sind, um die notwendige Mitwirkung der Stadtverordnetenkollegien bei der Beratung des Städieordnungsentwurfes zu ermöglichen und zu sichern. Die Stadtverordnetenversammlungen fast aller größeren und mittleren Städte waren vertreten. Aus allen Provinzen waren Delegierte ge- kommen. Bürgerworthalter(Stadwerordnetenvorsteher) Gen. A n d r e c- Hannover sprach in einer ausgezeichneten Rede über die notwendige Mitarbeit der Stadtverordneten und Bürgervorsteher an dem Ent- wurf der neuen Städteordnung. Er wie? darauf hin, daß die Zu- sommensetzung der maßgebenden Organe des Städtetages für Preußen nicht die Gewißheit geben kann, daß bei der Begutachtung des Entwurfes einzig und allein die Interessen der breitesten Schich- ten der Bevölkerung wahrgenommen werden. Er gab ernstlich zu bedenken, daß die Begutachtung aller Wahrscheinlichkeit nach viel- mehr vom Standpunkt der Magistrate und des Berufsbeamtentums gestehen wird. Der Vorstand des preußi- schen Städtetages setzt sich bisher fast nur aus Berufsbeamten und wenigen rcchtsgelehrten Stadtverordneten zusammen. Gerade der preußische Städtetag aber wird berufen sein, das letzte Wort über die Städteordnung zu sprechen.— Die Bürgcrvorstehcrvereiniqung der Provinz Hannover habe bereits alles, was in ihren Kräften stand, getan, um bei der Begutachtung von der Regierung gehört zu werden. Die Regierung beabsichtigt, den Entwurf der Städteordnung den so- genannten Spitzenorganisationen zu unterbreiten. Eine solche Spitzen- organisation sei der preußische S t ä d t e t a g. Bei aller Anerkennung der Tätigkeit des preußischen Städtetagcs müsse doch einmal-offen gesagt werden, und diese Konferenz sei der Ort dazu, daß eine Re- formierung des preußischen Städtetäge» und seiner Organe ein Äe- bot der Stund? sei. Da? Element der Bürgerschaft, die Vertreter der Stadwerordnetenkollegien, niüßten dort für alle Zukunft, in eisern viel stärkeren Maße, als es bisher geschehen sei, zur Geltung kommen. ' Noch einer umfangreichen, lebhaften Aussprache, an der sich Ver- treter aller Provinzen und Parteien beteiligten, wurden nachstehende Richtlinien nahezu einstimmig angenommen: „Um die Mitwirkung der Stadtverordnetenkollegien und da- durch auch der gesamten Bevölkerung bei der Bildung des neuen Städtcrechts zu ermöglichen und zu sichern, wie es der mehr als hundertjährigen Wirksamkeit, der rechtlichen Stellung und der Bc- deutung dieser Selbstvcrwaltungsorqane im Volksleben entspricht, wird ein provisorischer Arbeitsausschuß aus Stadtverordneten der preußischen Städte eingesetzt, welchem 15 Mitglieder angehören.— Der Ausschuß ist berechtigt, sich durch Zuwahl zu ergänzend Die Angehörigen oller Parteien waren sich einig in dem Ge- danken, daß eine Stärkung des Einflusses der Stadtverordneten un- umgänglich notwendig sei. Alle Parteipolitik wurde darum zurück- gestellt und in voller Einmütigkeit vernebm.bar ausgesprochen, daß die Stadtverordnetenkollegien auf keinen Fall gewillt sind, sich von den Bürgermeistern und den Magistraten an die Wand drücken zu lassen. In den Ausschuß wurden nachstehende 15 Personen gewählt: Wendeburg-Bornum(D. Vp.l. A n d r e«° Hannover(Soz.), Tritter- mann-Buer, Westfalen.(Z.), Dr. Keil-Halle(D. Bp). Dr. Caspari« Berlin lD. Vp.). Schumann- Stettin(Soz). Dr. Alberti-Wies- baden(Dem.), Hanke- Görlitz(Soz.). Höllen- Köln(Soz.), Bogel- Hern-;" Westfalen(Z.), Dr. Weyl- Berlin(U. Soz.). RuniPki- Elbing(U. So,.), Dr. R o s b u n d. Potsdam(Dnat.). Skowronek- Deuthen(Z.), Bruhn-Fiensburg(Dem.). Dieser Ausschuß ioll berufen sein, sich Einfluß aus das Parlament und.die Presse zu verschossen, Anträge an den Preußischen Städtetag zu stellen und im Falle, daß er dort zurückgewiesen wird, das Ministe- rium selbst anzurufen. Der Ausschuß wird in nicht allzuferner Zeit hrr Vollversammlung Bericht erstatten. Dürgervcrsteher P ie p c r- Hannooer berichtete über die Grün- dung und Tätigkeit der Stadtveordnetenoereinigung im Bereich des hannoverschen Städteordnungsgebietes und bezeichnete das Vorhandensein und Wirken dieser Bereinigung als zeitgemäß imd zweckmäßig. Er empfahl auch dm Stadtverordneien der anderen Provinzen und Berwaltungsgsbiete'den Zusammenschluß in einer Dürgeroorstehervereinigung. Di« Aussrpach« ergab die Ueberein- stimmung der Versammelten mit dem Redner. Auch die Vertreter der andiren Provinzen hielten zum großen Teil einen Zusammenschluß der Stadtverordnetenkollegien für raisom. Im Verlause der Aussprache über die interfraktionellen Stadtverordnetenvereinigungen stellte Stadtverordnetenvorsteher M c h l i ch- Dortmund folgenden Antrag, der einstimmig zur An- nahrne gelangte:„Die Stadtverordneten lonferenz in Hannover hält die Bildung von provinziellen Stadtverordnetenver- « i n i g u n g c n zur Vertretung der besonderen Interesien der Stadt- rerordnetenkollegien für ein dringendes Gebot. Sie erwartet, daß sokort in allen Landesteiten solche Vereinigungen gegründet werden. die später in einem endgültigen Ausschuß für das Land Preußen ihr- Zusammenfassung finden sollen.' Deulnank Krall. Der Staatsko mmissar für ö-ffentliche Ortmling teilt mit: Zu der in einigen Blattern erschienenen Nach- richt. Leutnant Knill steh« in München ol««p>t,el in meinem Dienst. erkläre ich: die Nachricht beruht auf freier Erfindung. Leut» nant Krull ist mir völlig unbekannt und steht weder zu meiner Dienststelle noch sonst zu mir In irgendeiner Beziehung. (Krull ist bekanntlich einer der cm Morde Rosa Luxemburgs Beteiligten, der sich besonders dadurch hervorgctan hat. daß er die gestohlen« Uhr der Ermordeten an sich brachte. R. d.„B."). Schwarzweißroter Straßenrummel. Eine Mittelftandskundgebnng und ihre Folgen. Gelegentsich einer sogenannten Mittelstandskundgebung im Lust garten, veranstaltet vom„Kartell des Gewerblichen Mittel- standes', kam es gsitevn wieder zu Ausschreitungen nationalistischer Romdics. Die sattsam bekannten Hetzapostel, die L a d e n d o r s f, h ö p f n e r und der Vcrbandsdirektor Strauß, waren am Werk, die richtige„Siiminung' gegen die„Mißwirtschaft in Reich und Kommune" zu erzeugen. Immer wieder mutzte der Magistrat herhalten, der ganz„verjudet" sei. Dazu wurde auf der Trappe des Alten Museums eine schwarzweißrote Fahne unter Beifall und„Hut ab" feierlichst enthüllt. Flugblätter, die neben der Unterschrist des Reichsausschusscs für den gewerblichen Mittelstand auch die der Deutschnvticnolen Volkspartei tragen, fordern zum Beitritt beider Organisationen aus. Gleichzeitig werden Versammlung:» nv.ge- kündigt, in denen der„unpolitische" Parteivorsitzende Etaatsminister Exzellenz Dr. hcrgt als Redner angekündigt wird. Nationalistische Nowöies am kurfürstenüamm. Nachdem so das Feld für das nationalistische Theater säuberlich geebnet war, stellten sich auch vrompt die Jugendbündler mit einer neuen schwarzweißrote» Fahne ein. Als einige Passanten da- gegen protestierten, kam es zunächst in der Nähe der Schloßbrücke zu Ausschreitungen, die sich auf dem ganzen Wege, den der lärmende Hausen nahm, wiederholten. Gegen vier Uhr traf ein Teil des Trupps auf dem Kurfürstendamm ein. Wie amtlich mitgeteilt wird, war es eine etwa 5 0 0 k ö p f i g e Menge, die mit einer schwarzweißroten Fahne vom Wittenberg-Platz nach dem Kurfürsiendamm zog Die Demonstranten johlten und trieben aller- lei Unfug und bclä st igten und schlugen vorüber- gehende Passanten, so daß ein einzelner Posten der Schutz- polizei gegen die Menge machtlos war. Es wurde schließlich Ver- st ä r k u n g herbeigerufen. Als ein U n t e r w a ch t in e i st e r auf einem Fahrrad der Menge entgegenkam, wurde er sofort mit B e- schimpfungen empfangen. Auf seine Aufforderung, ausein- avderzuqehen, drangen mehrere der Burschen auf ihn ein, worauf er seine Pistole zog hierauf zerstreute sich die Menge. Es gelang ihm, den haupträdelsführerfe st zu nehmen und zur Wache zu bringen. Auf dem Wege dahin wurde er von zahlreichen Personen begleitet, die dann auch die f Mommensemvache belagerten. Schließlich wurde die Situation so drohend, daß der Wachthabende Verstärkungen herbeirief. Bevor diese aber eintrafen, zog die Menge wieder nach dem Kurfürstcndamm ab, den sie wiederum mit einer schwarzweißroten Fabne entlang zog. Ein Lastauto mit20 B e- o m t e n wurde der Menge nachgeschickt, und ein Beamter, der als erster vcm Wagen sprang, versuchte, den Fahnenträger festzunehmen. Dieser riß das Tuch von der Stange und entfloh. Als der Beamte ihm nacheilte, wurde ihm ein Bein gestellt, so daß er zu Boden stürzte. Im selben Augenblick fiel die Menge mit dem Rufe:„haut ihn!" über ihn her. Jetzt feuerte der Bramte mehrereSchrcckschüsse i» die Luft ab, worauf die Demonstranten von ihm abließen. Der flüchtende Fahnenträger war inzwischen von Passanten festgehalten worden und wurde zur Wache geführt, wo er als ein zwanzigjähriger Friseur festgestellt wurde. Außer ibm sind noch zehn Personen wegen groben Unfugs und Widerstandes s i st i e r t worden. Der deutschnationole„L o k a l a n z e i g e r" muh in Aufmachung und 5)etzc die pöbelhafien Exzesie seiner Anhänger natürlich möglichst in das Gegenteil verkehren. Nach ihm sind die armen nationalen Jugendbündler von den �traßenpassantcn ob ihrer schwarzweißroten Fahne solange bitter gekränkt worden, bis ihnen sozusagen die Galle Hachstieg. Dann stand nach dem„Lokalanzeiger" an der Gedächtnis- kirche ein„Auslände r". Als solcher offenbar kenntlich für den Berichterstatter des Blattes durcb eine entsprechende Beschilderung. der die Polizcibeamten aufforderte, zum„Schutz der Republik" einzu- schreiten.— Nun wissen wir wenigstens, daß die„Ausländer" daran schuld sind, wenn nationalistische Rowdies sich auf der Straße nicht mehr richtig austoben können. Auch sonst ist der„Lotalanzeiaer" mit derz Schupo nicht zufrieden, sie ging ihm zu scharf„mit großer Verstärkung gegen die nationale Jugend" vor. Das ist sehr hübsch in dem Blatt zu lesen, das bei harmlosen Demonstrationen Anders- gesinnter nicht laut genug nach energischem Polizeischutz schreien konnte. Wie es bei den Witkelständlern zuging, lehrt auch ein sehr kennzeichnender Vorgang, der uns noch aus dem Lu st garten berichtet wird. In einer der debattierenden Gruppen, die lange nach Schluß der Versamm'ung dort noch beisammen blieben und in heftigen Verwünschungen sich nicht genug tun konnten, kam es infolge des Protestes einiger Gegner zu einer P r ü g e l c i. Auf einen etwa 30jährigen Mo»*, der einem der Hetzredner d�n Einwurf gemacht hatte:„Kaiser Wilhelm hat schuld am 51riege!" wurde cingehauen, so daß er blutete. Dann schrie man, auf die nahe Spree weisend:„Schmeißt den Iudenlümmel ins Wasser!", obwohl der blutig Geschlagene nicht im geringsten jüdisch aussah. Der Judenhaß hatte die Tobenden so blind geniacht. daß sie in jedem, der widersprach, einen Juden witterten. Ein Zeuge, der den Mann retten wollte, rief Schupoleute herbei, aber diese wurden mit dem Ruf begrüßt:„hier wird bloß ein Jude verhauen!" Die Schupoleute führten den Blutenden zur Kaserne am Kupfergrab«», doch aus dem mitziehen- den Haufen heraus wurde er unterwegs noch mit Pulse n und Stößen' mißhandelt, unbek-ümmert um die Schupo- lsute. Bor der Kaserne blieb die rohe Gesellschaft stehen und erging sich in Drohungen gegen d«n Mißhandelten. helft öer wanüernöen?k!genö! Schluß der Jugendherbergswoche. Die Groß-Derliner Jugcr.dherbergswoche, die für die Mehrung der Jugendherbergen werben und möglichst viel Geld zusammen- bringen wollte, endete am Sonntag mit einer Reihe Beranstaltungen verschiedener Jugendorganisationen. Auch das Bezirksjugendamt Neukölln hatte die Jugend und ihre Freunde noch zu einer musikalischen Feier st unde versammelt, zu einem am Dar- mittag im großen Saal der Neuen Welt veranstalteten Konzert des Orchesters der Staatsoxer, das in Werken von Beethoven, Weber und Wagner die erlesensten Genüsse bat. An die breiteste veffeutlichkeit wandte sich eine auf die Jugend- herbergssacke hinweisende Kundgebung in Berlin, die nachmittags um 2 Uhr im Lu st garten staltfand. Burschen und Mädchen aus Wandcrvereine» führten der zuschauenden Menge die hübschen Bolkstänze vor, die von her wandersrohcn Jugend ebenso wie die alten schönen Volkslieder geschätzt und gepflegt werden Volks- tümliche Weisen, die der K o s l« ck s ch e B l ä s e r b u n d vortrug, klangen van der Vorholle des Museums her über den weiten Platz. Dieser war, noch ehe die Jugendlichen anrückten, schon zum Teil be- setzt, nämlich von den Resten einer kurz vorher hier abgehaltenen Mittelstandsv�rsammlung. D'e Hauptmasse der Versammlungsteil- nehmcr war abgezogen aber Grrvpen standen noch umher und hörten Straßenrednern zu, die auf Regierung, Juden, Sozialisten und Steuern schimpften. Als noch vor dem Konzert des Vläfcrbundcs die Tänze begannen, wurde die Aufmerksamkeit dcr Mittelständler für eine Weile abgelenkt. Mit der sich ansammelnden Menge sahen sie den Tänzen zu— und aus Gruppen, die eben noch auf Regie- rnng, Juden, Sozialisten ulw. geschimpft hatten, konnte man jetzt alberne Bemerkungen über die Tänzer und Tänzerinnen hören. Die Spattlustigen hätten sich wahrscheinlich ihre billigen„Witze" ver- kniffen, wenn sie gewußt hätten, daß an dieser Kundgebung im Lust- garten hauptsächlich Jugendliche derjenigen Bcvölkerungsschichten teilnahmen, die den Anschauungen der' schwarzwcißrot gefärbten Mittelständler nicht fernstehen Dcr Berein Arbeiterjugend Gr.oß-Berlin be- teiligte sich nicht, und auch von den anderen linksgerichteten Jugend- organisationen bemerkten wir keine. Man sagt uns übrigens, daß in einzelnen Orten Groß-Bcrlins die Veranstalter der Kundgebungen für die Jugendherbergen auf die Beteiligung der linksgerichteten Jugend offensichtlich gar keinen Wert gelegt haben. Im Gegensatz hierzu hat in Neukölln das Jugendamt alle Richtungen dafür gc- wonnen, gemeinsam für die Schaffung einer Jugendherberge zu ar- beitcn, die dem wanderfrohen Nachmuchs Neuköllns eine Unter- kunftsstätte bieten soll. Selbstverständlich ist in ker Jugendherbergs- woche auch unser Berein Arbeiterjugend Groß-Berlin nicht müßig gewesen, sondern hat gleichfalls eitrig geworben, um Mittel für das Arbeiterjugend-Landheim heranzusckiaffen, das a m Ouenzsee hinter B'r andcnbnrg für unsere Groß-Bcrlincr Jugendlichen eingerichtet werden soll. Noch am Sonntag veranstaltete er zum Besten dieses Heims ein paar Abendunterhaltunqen, die hoffentlich— denn für das Heim ist Geld dringend nötig— einen schönen Kasienerfolg gehobt haben. In Schöneberg, wo wir uns an den gut aeiungenen Darbietungen eines„bunten Abends" erfreuten, war der Besuch stark und der Derkmif der„Bausteine" (Kärtchen gegen Zahlung von 3 M., 5 M., 10 M., 20 M. usw. für den Boufonds) ging flott. An alle Freunde dcr Lugend richten auch wir die B'tte: Stärkt den Baufonds und helft unserer wandernden I u g e n d I_ Ter Einbrecher als..Krimiitalbeamter". In einer Wohnung im Hause Iohannisstr. 13 erschien, als die Wohnungsinhaberin allein anwesend war, ein Mann, der sich für einen Kriminalbeamten ausgab und erklärte, daß er mit einer Durchsuchung der Wohnung beauftragt worden sei, weil die Familie in dem Verdacht stehe, Falschgeld zu vertreiben. M i t vorgehaltener Schußwaffe forderte er die Frau auf, ihm die Gcldschrankschlüssel auszuhändigen. Durch ein Geräusch wurde er jedoch an seinem Vorhaben gestört. ließ von dcr Frau ab und c r- griff in der Meinung, daß jemand hinzugekommen sei, d i c Fluch t. k» gelang ibm auch, unerkannt zu entkommen. Dcr Räuber ist etwa 1,70 Meter groß, hat glattgefcheiteltes. schwarzes Haar und ein längliches Gesicht und trug einen dunkelblauen Anzug und schwarze Stiefel._ Ludwig Skollwerk. der Mitbegründer der bekannten Schokoladen- fabrik Gebr. Stollwerk A.-G„ ist im Mter von 65 Jahren gestern in Köln gestorben. Das unheimliche Postpaket. Ein Gaunerstück. Ein unheimliches Schreckmittel benutzte ein Verbrecher, um eine' Frau zum Schweigen über einen ihre bekannten Einbruch zu ver- anlassen. Eine Frau B. aus der Slralauer Straße erhie't vor einigen Tagen durch die Post ein Paket zugestellt. Beim Ocff�n fiel ihr ein Zettel mit folgendem InHall in die Hand:„Mit ihrem Schädel werde es ebenso gehen, wie mit deni In- 'halt des Paketes, wenn sie der Polizei irgendeine Angabe über den Einbruch mache, der zu ihrer Kenntnis gekommen sei." Die Frau wußte nicht, was sie sich dabei denken sollte, und wickelte den Inhalt des Paketes weiter auf, bis sie einen F r a u e n k o p f i vor sich iah, dessen Schädel zertrümmert und dessen G e s i ck t undHaarmit Blut besudelt war. tpie fiel in Schreisrämvfe � und es gab einen großen Lärm im Hause. Die Polizei, die gerufen i wurde, sah sich den in Papier und Lappen eingewickelten Kopf näher an und stellte fest, daß es sich nicht um ein Verbrechen handelte, daß - man es vielmehr mit einem W a ch s k o p f aus einem Friseurladcn zu tun hatte. Dieser künstliche Kopf ist wahrscheinlich irgendwo gc- stöhlen worden. Der Absender hat ihm den Schädel zertrümmert und ihn mit Blut und auch mit roter Tinte beschmiert. Den Zu- . sammenhang konnte die Kriminalpolizei noch nicht aufklären. Denn Frau B. hat durch den schauerlichen Anblick eine so schwere Nervenerschütterung erlitten, daß sie noch jetzt vernehmungs- � unfähig und bettlägerig ist. Wahrscheinlich handelt es sich um einen i Einbruch, bei dem einer ihrer früheren Abmieter seine Hand im Spiel gehabt hat._ Kleideraufschlitzer an dcr Arbeit. Große Beunruhigung ruft seit einiger Zeit in Berlin das Treib«» zweier perverser Menschen hervor, von denen der eine Damenkleider planmäßig beschmutzt, während der andere sie aufschlitzt oder ganze Stücke heraus- schneidet. Der B e s ch m u tz e r ist jetzt endlich durch die Ent- schlossenheit eincr Dame unschädlich gemacht worden. Er be- nutzte zwei Mittel, Mehl und flüssige Lederschwärze. Mit dem Mehl beschmierte er, namentlich bei Regenwetter, wertvolle dunkle Damenkleider, mit der Ledersehwärz« helle. Gestern wurde er s e st g e n o m m c n, als er das Kleid eines Mädchens beschmutzen wollte, das er in einem nach Lichterfelde fabrenden Zuge getroffen hatte. Er empuppte sich als ein Uhrmacher Adolf Jahn,«in alter Sünder aus diesem Gebiete.— Der Ausschlitzcr ist dagegen noch nicht ergrisfen. Er tritt besonders in dcr Z c n t r a l m a r k t b a l l e bei den Auktionen an den Großhändlerständen auf. Ein Dachstuhlbrand brach am Sonntag früh gegen 8 Uhr in einem Flügel des Elektromotorenwerkes der Siemens. Schuckert-Werke aus. Die herbeigeeilten F:uerwebren der Siemens-Wcrke und der Stadt Spandau konnten in kurzer Zeit das Feuer aus seilten Herd beschränken und in etwa einer Stunde ablöschen. Die zur Vorsicht benachrichtigte Charlottenburger Feuerwebr brauch'« nicht mehr in Tätigkeit zu treten. Der Betrieb erleidet keine Unterbrechung. vermißk wird der ach'jährige Schiller Edmund Böhm aus der R e i ck c n b e r g e r Str. 22 seit dem 6. März nachmittags 2?4 Uhr. Er war mit einem dunkelgrünen Sweater, weißem Schal, blauen Höschen, schwarzen Strümpfen und schwarzen Schnürstiefeln bekleidet. Arbcitsgemeinichait iozialdeMokratikchcr Lebrer und Lebre- rtnne» GrospBcrlinS. Die für heule Abend anberaumte Sitzung jällt.aus._ Wetter für niorgen. Nerli» und Nmgegcnd. Trocken und nielsaih heiter, iroriiEcrqchcnd wieder slärler bewölkt, nachlZ leichter Frost, um Mittag ziemlich mild bei mäßigen nordwestlichen Winden._ Deutsche Hilfe in sttustland. Der bisher im Hungcrgcbiet von Kasan arbeitende deutsche Sanitätszug hat sich, nachdem er von Moskau mit den aus Deutschland bezogenen Medikamenten neu versorgt worden ist, nach Saratow begeben, um dort einige Monate in dem Gebiet der deutschen Kolonien Hilf? zu leisten. Er führt größere Mengen von Lebensmitteln mit sich, um während der bis zur nächsten Ernte bevorstehenden schwersten Monate einige hundert Kinder speisen zu kennen. Die Lage der deutschen Wolgakolonisten wird täglich verzweifelter. Die Epidemien verbreiten sich in er. schreckendem Umfange. Es sind auch mehrere Fälle von Pest- erlranlungen festgestellt worden. Lohnbewegung der Gold- und Silberarbeiter. am Sonnabend berichtete DW verhandlnnqen. Nach einem Bergleichsvorschlag des Schlich tungsausfchusses soll zu den Stundenlöhnen, die bis zum 28. Fe bruar itezahlt find, ab März eine Erhöhung eintreten. Männer sollen 1,S0 M., Frauen 1,26 M. und IuqendUche 1 M. zugelegt erhalten. Vom 16. März bis 30. April soll die Zulage weiter erhöht werden, und zwar für Männer auf 2,tl1 M., für Frauen auf 2 M. und für Jugendliche auf 1,50 M. Außerdem enthält der Vergleichs- Vorschlag die Bestimmung, daß, wenn im Laufe des April die Teuerung außerordentlich zunehmen sollte, den Arbeitnehmern dos Recht zusteht, beim Schlichtungsausschuh erneut vorstellig zu werden. Gewsrifchofisbewegimg II Wochen Mullkutscherstrei?. Mit einer außerordentlichen Heftigkeit wird der Müllkutschcr- streit geführt. Aus beiden Seiten zeigt sich große Zähigkeit. Die Direktion und der Aufsichtsrot der Wirtschastsgcnossenschast Berliner Grundbcsiger lassen sich von der Ansicht leiten, daß die Müllkutschcr und-sch offner nochzugeben haben und als die Unterlegenen aus dem großen Kamps hervorgehe» müssen. Nach wochcnlangcm Ruhen in der Müllabfuhr hat sich die Direktion an die technische Nothilfe gewandt, von der.„,,,__________________ R_________.____ nu_________ seit 8 Tagen der Mülltranspcrt von den Höfen bewerkstelligt wird.> Der VcMcich wurde von beiden Parteien angenommen Auch die Versammlung war mit allen gegen etwa 3 Stimmen dafür. Hierauf fand im gleichen Lokal eine Versammlung der G o l d- schmiede statt, in der Hentschel über die Lchnverhandlungen für diese Branche berichtete. Die Arbeitgeber haben die nachge- suchten Verhandlungen abgelehnt. Gefordert wurde eine Stunden- zutage von 3,50 M. auf den Grundlohn. Die Arbeitgeber haben auch den noch saufendem Rahmentarif gekündigt. Der angerufene Schlich- tungeausschuß billigte den Golharbeilcrn eine Aulbesserung des Stundenlohnes in Höhe von 70 Proz. gleich 2,50 M. zu. Diesen Schiedsspruch lehnten die Arbeitgeber ab. Die Vertreter der Arbeit- nehmer haben nun die V e r b i n d l i ch k e i t s c r k l ä r u n g für den Schiedsspruch beim Temobilmachunpskommissor beantragt, Genossenschaft für jeden Wagen einender hierüber am Dienstag entscheiden wird. Ijentschel erklärte, 1 08 4 M. bedeuten. Dabei ist aber auch noch! daß diese Entscheidung abgewartet werden müsse. Sollte ober leine h�ron ßiinn+nm i 53crftßnMlLinfl mprhm. fr» fifolfio nur hin [der Mithilf« der organisierten Arbeiterschaft, In einer sehr stark besuchten Versammlung der Silberschmiede! Arbeitereltern, die ihre Kinder vor Schoden bewahren wollen, müssen e H e ipt über das Ergebnis der Lohn-! fc«r Organisation zufuhren. Diese.st gern bereit. Auskunst zu � �»V,.,.--rTrit'»n t n VU.tr-rtrtit i V- r» n; i»>. 9,1.'vs r f i i tc Während sonst die Arbeiten bei einem Müllwagen von zwei Mann besorgt wurden, die täglich 105 Kasten zu erledigen hatten, stellt die technische Nothilse d r e i bis vier Mqnn an einen Wagen. Was diese Art Abfuhr an Kosten verursacht, dazu eine kleine Berechnung: Der Nothelfer erhält pro Arbeitsstunde 13,50 M., in 8 Stunden 108,— M.z außerdem Dcrpflegungszulage 30,— M., mithin täglich 138,— M. oder 823 Mk. pro Woche. Eine Wagen- befetzung mit nur drei Nothelfern erfordert pro Woche einen Kostenaufwand von 2 484 M. Hätte sich die Genossenschaft mit ihren Arbeitern verständigt, so würden ihr bei einer Wagenbesetzung von zwei Mann an Arbeitslohn eniftehen: sür den Schaffner 700 M. und den Kutscher 750 M., insgesamt 1450 M. pro Woche. Es würde dies für die Genossenschaft sür jeden Wagen eine Ersparnis von die A r b e i t s l e i st u n g in Betracht zu ziehen, deren Quantum durch die Nothelfer als außerordentlich gering zu veranschlagenist. An- statt der sonst üblichen drei Fuhren täglich, haben die Not helfe r es noch nicht über eine halbe Fuhre gebracht. Daraus ergibt sich denn doch ganz zweifelsfrei, daß die Müllabfuhrarbeiten außergewöhnlich anstrengend sind und mithin die Lohnsorderungen der Streikenden durchaus gerecht sind. Weiter ober daß die Löhne von der Ge- nossenfchast(im Vergleich zu den Aufwendungen für die Nothelfcr)' sehr wohl gezahlt werden können. Wenn die Direktion sich den Schaden besieht, dann dürfte ihr! eine Verständigung mit ihren alten und eingearbeiteten Arbeitern> nicht schwer fallen. Glaubt sie aber, tKe streikenden Arbeiter und die hinter ihnen stehende Organisation niederzuringen, dann sollte sie nun bald merken, daß eine solche Spekulation verfehlt ist. Der Deutsche Transportarbeiter-Verband mit seinem Dermo- gcnsstand von annähernd 30 Millionen Mark wird die Unterstützun- gen sür die Streikenden aufbringen, solange es sein muß. Die Streikenden halten es länger aus mit ihrer Unterstützung als die Genossenschast mit, ihrer technischen Nothilse. Waltet die Vernunft, kann der Kampf rasch beendet werden. Wählt die Direktion der WirtschaftSZenossenschaft endlich den Weg der Eiasicht. dann dürfte sie sich und ihrer Genossenschaft damit den besten Dienst erweisen und das Unternehmen vor' dem unausblcib- lichcn Ruin bewahren. Die Streikenden sind zu Verhandlungen stets bereit. Es liegt an der Direktion, sich mit ihnen zu verständigen. Ter K-Uhr Ladenschluß im Berliner Einzelhandel. Verständigung erreicht werden, so bleibe nur die Anwendring des letzten aewerkschafilichen Mittels übrig. Ter Verbandsvorstand habe die Zustimmung zum Streik für diesen Fall bereits erteilt. Die Bersamw.luna erklärte sich schließlich damit einverstanden, daß ein endgültiger Beschluß er st nach der Entscheidung des De Mobilmachungskommissars herbeigeführt werden soll. Die Kommmlisten!>ci de» Buchbindern. Eine außerordentliche Generalversammlung der Buchbinder am 10. März im Gewerkschaftshaus befaßte sich erneut mit der Neu- wabl des Verstandes der Berliner Zahlstelle. Namens der An- stellung-kommission berichtete Otto, daß der Kollege Hein aus Hamburg als Angestellter einstimmig vorgeschlagen sei. Hein sprach hicraiif über die Aufgaben eines Leiters der Berliner Zahl- stelle. Im Fall« seiner Wahl werde er bemüht sein, unter Aus- schcltung aller politischen Gegensätze ein aewerkschoftlicheo Zu- fammcnarbeiten oller Richtungen, herbeizuführen. Innerhalb der Gewerkschaft müsse versucht werden, die Kräfte der Arbeiterschaft zusammenzuschweißen, um die rolle Aktionsfähigkeit der Organi- lation zu sichern. Dieser Stellungnahme hatte der Redner auch das Vertrauen der aus je drei Anhängern oller drei politischen Arbeiterparteien zusammengesetzten Anstcllungskommllsion zu verdanken. Damit wäre der erste Schritt getan, um d.e Organisation vom ParteiHader zu verschonen. C z c r n y von der KPD. kam aber dazwischen. Er hatte in einer Versammlung des graphischen Blocks in Homburg vor längerer Zeit geredet, mit dem Crsola. daß ein Antrag auf Ausschluß aus dem Verbände gegen ihn gestellt wurde, den!f>dn als Vorsitzender in Hamburg zu begründen hatte. Deshalb wandte er sich gegen Hein. Außerdem ober könne ein Kollege au« der Provinz(!) die Tinge in der Großstadt nicht meistern. _ �. v m<• rc-.t—»- der Großstadt nicht meistern. In der weiteren Twk;lslon Seit Jahren kämpfen die Arbeitnehmer des �erliner Kollegin, daß bei dem.Zahlenverhältnis der weiblichen hanoels um die Einführung des ö-Uhr-Ladenschlussc, Wenn auch Mitglieder auchKollealnnenindenVorstandzu bringen «>n Teil der Arbeitgeber mit diesem Gedanken sympathisiert, so sind—----..........- doch sowohl die Spitzenorganisationen des Deustchcn Einzelhandels sowohl wie die in der Berliner Einzeßlandelsgemeinschaft zusammen' geschlosseneid Arbeitgeberoerbäyde grundsätzlich gegen diese Forderung der Arbeitnehmer. Dar Berliner M a g i st r a t hat schon vor langer Zeit beschlossen, für die Berliner Ladengeschäst« den 6-Uhr-Lad«nlchluß anzuordnen. Dem steht jedoch die Bestimmung der Gewerbeordnung entgegen, die eine Regelung der Ladensäpuß-Frage durch Ortsstatut allein nicht zuläßt. Naüitem auch der Sozialpolitisch« Ausschuß des Reichswirt- fcfwst r~i» seine Zustimmung zur Durchführung des S-Uhr-Laden- schlusses acein hat, liegt nun die Emichcidung beim Reichstag. Die s-eigewe ilchai.Iichen Arbei'.er und Angestellten� sind von jeb'r daraus angewicsew und sind Bewegung vorwärts z W»W>WW>>WWW��I��W�WWWWIW�> wegung zu informieren, finden cm Dienstag im Deutschen Hos, Luckauer Str. 15, in den Sophiensälen, Sopbienstr. 17t18. i-nd in den Pharuisälen, Müllerstr. 142, abends 71-- Uhr öffentliche Ver- szmm''."igen f'.at', in denen Referenten der Berliner Gewerkschasts- kommi sion und das AfA-Vundes sprechen werten. Die Veranstalter dieser Bersammivngen sind die Berliner Ge- werkschoftsien'mission. das Ortskartell Berlin des AfLl-Bundes�das Kartell der f eien Gewerkfchakten im Ein.zeihandel, in dem die Fach- grupve, Einzelhandel" des Z-entrclverbondes der Ane'stclllen und der Deutsch' Transxortarbeiterverbanö die meisten Mitglieder stellen, sowie die Fachgruppe„Nahrung!- und Gcnußmittelgewcrbe" des Zcntcaiverbandeo der Angestellten. Alle sreiqewerkschastllchen Arbeiter und Angestellten werden ge- beten, für diese Versammlung zu werben, um sie zu einem vollen Erfolg zu festalten. «Hm,»«»-! I■■ I. II IIIIII I im— W Uli■■I ILIWI seien. Im ml) off(SPD.) wies die Angriffe Czernys gegen Hein zurück, dem daraus kein Strick gedreht werden könne, daß er als Vorsitzender die Beschlüsse des Vcrftaudes vertreten hat. Die Ausführungen von Eyerny führten jedoch zum Um fall der d re i K P D.- M i t g l ie d e r der Anstellungskommission, den Weisel damit zu begründen suchte, daß ihnen die Neuigkeiten von Czerny nicht bekannt gewesen seien. Rothe von der KAPD. klagte, weil sein« Ri-btung in der Kommission nicht vertreten sei. habe man ihn und Lüdicke nicht vorgeschlagen. Gaebel(KPD.) wandte sich gegen die Haltung, die Hein auf dem Würzburger Ver» bandstag eiugenrmmen habe, insbesondere zur Miigliedschm't der der Reichswehr beigetretenen Kollegen. G. beantraats eine Ent- schlicßung gegen die Kandidatur van Hiln. Letzterer wies die oeqen Wahlrecht der Mitglieder bedeute, ging die Versammlung wiederum im allgen' einen Tumult unter. Wie steht's in der Putzbranche? Wieder treten viele junge Menschenkinder ins Berufsleben ein. Es fehlt nicht an jungen Mädckfen, die das Putzsach erlernen wollen, besonders angereizt durch die augenblicklich gute geschäftliche Lage in diesem Peru'« und der späteren Möalichkeit. sich einen Neben- verdienst zu verschaffen. Sind aber die Verdienstmöglichbeiien der Putzmacherinnen so gtänzende? Leider nicht, ist doch die Putzbranche eine ganz eigenariige, weil sie nur weibliche Arbeitskräfte beschäftigt. Trotz zöl)er Organisation-arbeit ist es i s heute nicht möglich gewesen, dicselben in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Fest steht, daß der Deutsche Hutarbeiterverband alles getan hat, um im Interesse oller Beschäftigten vorwärts zu kommen. Hierzu bedürfen wir aber erteilen in ihrem Bureau, Engelufer 24/25. Gewerlichaftshaus, linker Seitenflügel Ausgang C 4 Treppen, in der Zeit zwischen 9 und 1 Uhr. Der Tarif ist dorrselbst unter Vorlegung des Mitgliedsbuches erhältlich. Am Freitag sind Berfa mmlungen in den Arminhallen, Kommandantenstr. 59; für Engrasbetriebe um 6 Uhr und für Detail» betriebe um 8 Uhr. Die Genossin Gertrud Hanna wird über die wirtschasiliche Notlage aller Arbeitnehmer in d:r Putzbranche sprechen. Das Direktorium der Rclchsocrsichcrungsar.siall für Angestellke ersucht uns um folgende Berichtigung des in Nr. II I des„Vorwärts� tAbcndausgabe vom 8. März) enthaltenen Berichts über eine Ve» tricbsvcrsammlung der Beamten der Rcichsversicherungsanstalt für Angestellte. l. Es ist unrichtig, daß der Betriebsrat über die Verleihung der Vcrpesetzteneigenschost an die Dienststcllcnlciter nicht gehört worden ist. Richtig ist vielmehr, daß während der über ein Jahr dauernden Verhandlungen über die Neuregelung der Besoldung das Diret- toriuw, der Verwaltungsrat und der Betriebsrat übereinstimmend aus dem Standpunkt gestanden haben, daß den Dienslstellenleitern die Voraesetzteneigenschaft verliehen werden müsse. 2. Wo« die in Uebcrstunden angeblich zu leistende Mehrarbeit anbcirisft, so ist der Sachverhalt folgender; Die Zn leistende Arbeit kann nicht als Mehrarbeit betrachtet werden, da sie eine Leistung darstellt, die von den Bcomten im Rahmest ihrer Dienstgeschäste un- bedingt zu leisten ist. Es handelt sich dabei besonders um Vor- arbeiten, die nötig sind, um den Versicherten ihre Kontoauszüge zu» zustellen. Damit die Angestellten möglichst schnell in den Besitz dieser Kontoauszüge gelangen, ist sür die Erledigung der fraglichen Ar- beiten bis zu einem gewissen Zeitpunkt eine besondere Belohnung zugesagt worden. Zu dieser Angelegenheit ist der Betriebsrat gehört worden. Es ist lediglich abgelehnt worden, mit besonders gewählten Sprechern zu vcrhandrln. �__ «un!> der i-irngck.«»«ngestcHK» und»cawle«. Ltcnd» � Uh: Mit- gllehcrrctrnmmlunflcn. H- u t t. Wildau' Kasino, II: Iuqcndhauo. Roihenawell vtr. 8-1. Dienstag. rf) t er d orf. fd.'hcnzi'acrn. Slndcndneqdamm Kh. Pankow: Rrst. L:i>i>«. Broit« Str. S4. Tluma:„Sozi-lianiu«. Liebo und®h«". Mi t t wo ch. �on ua Orteburoau, Iohanniaslr. t?» Ubr im Jugendheim» Albrech tfir. It». Zimmer 16. Dr. Eliaosohn lpricht über Tuberkulose. »äste ttimommen.__ Vorträge, vereine und Versammlungen. Lt-a-«rapheno«r-in..Stalze-Schreq'. U-buna-n für Dame» und Perre, Dienstag» Uhr In der 12#. Eemeindclchult, Eartenstr. 107». Dane wMtommin."._ Bund eutschiedcuer Schulresormer. Dr. med. Bruno 6 a al e r und Frau State ff e u e r st a ck sprechen am Dienstag, lt. Miirz. abend» 7 h Uhr, in der Aula des Werner.Siemens.Realgnmnastum», Berlin, Hohenstaufenstr. 47/«», Uder„Sittlich« Grundlagen und Methoden der Sexudlcrjichung. ffreie Au» spräche. Mieterserein Buchholz. Dienstag, 14. März, abenbs 7 Uhr, im RestauDant Waldow, Buchholz, öffentliche Mietertundgebung. Thema:„Kompromiß oder Kampf?"'_ Sport. VIS(traffnungsradreanen In Treptow wälDn tzsr kalten Mite» rung wegen nur mittelmäßig besucht. Den Erösfnungspre'.s,«in Daucrrennen in drei Läufen über insgesamt 50 Kilometer, gewann im Gesamtklassement Stellbrink nach scharfem Kampfe vor tew Holländer Bermeer. Pawke zeigte sich nbch ohne jede Form und auch der auf der Olympiabahn so gut gefahrene Hahn versagte völlig. In den Fliegerrenn«» waren Lewanow und Krahner am erfolg- reichsten. Ergebnisse: Erissnilng«vret4. 1. Laus. 15 Kilometer: 1. Stell- brink Ii MW 15 Set.. 2. Pawke 2C0, 3. Hahn 430, 4. Pcrmeer 470 Meter zurück.— 2. La»,. 25 Kilometer: 1.©tcUßtint 21 MW.. 2. Bermeer 100, 3. Pawke 1350. 4. Höh» 2340 Meler zurück.— 8. Lftui, 20 SlUomctcv: i. Beeuiecr 10 Min. 37 Sek.. 2. Stcllbrwt 10, 3. Pawke 780, 4. Hahn 2590 Meler zurück— Kefamtllassemcnt: 1. Stellbrink 59,990 Kilometer, 2. Pcimccc 59,440 Kilomeler,«. Pawke 57,6>0 Kilometer. 4. Hahn 54,650 Kllomeier.— Flleger-llrössnunge-Pr eis, 1000 Meter: >. Kradner, 2. Henich, 3. Hossmann, 4. Schwab, 5. Lewanow.— H a I 8• st u ii d e n» B: ä nt l e n s a h r e n: I. Lewanow 17, 400 Kllometer, 2. Tech« mer. 3. Behrendt. 4. Hossmann, 5. Schwab.__ An- _____ �...W«erlag lSorwilrls Lorlag B. m. b.».. B-rlin. Druck: Borwärls-Bnchdruckereiu. Berlagsanstalt Paul Singer u. So.. Berlin, Lindenstr. I. Derantm. füc den rebalt. zeigen: Th. Glocke, Berlin. Teil:«lüho. Berlin-Lichterfelde,� vär •Winzn Russ-Deuts:!!. Virwalhn jstelle Bcrlia H 54. UnstDitraile 83 85. SeschZft,zslt van»arm. S Uhr dl» nachm. 4 Uhr Telephon: Amt R-rden 8.«, 8Z4. 635, 830. Achtiinr!©ifctlbrchcr Goltzstraßc 0 Noliendorr 1613 Anfang 9'/3 U Ii r i sforslc'lnng alleaendllCii! jiu/io 33m Dienstag, den 14. Slürz. abends T Ahr, Im Aerbandshaua, Cinlenflr., Zimmer 10: Kommiss!onssttztt»»g. Di» Orisvecwailuag. 'Z�sus amaz "LtipzlRcrStr. 58 1 ZshlBOüSkklPicillTini 10 000 Mark sllrBormäriSrcbrndc und krftKüer! Anstt., Anrrg., gute Ber- dicnstlndglwii.blorBoich.- Hin ricn,-»- oral. d 6 t.r0v:anaü0o. ßln..it!>-: a>ltck:rer5t, 71 FiRyfz smoQts Lclpitljier Sir. i23a Ec«c Wilhelmsir. 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