Nr. 128 39. Jahrgang Ausgabe B Nr. 64 Bezugspreis: Biertelfährl. 60,-, monatl. 20,-. fret ins Haus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 20,-, einscht. Su ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, fomie Bestpolen, Oesterreich u. Suremburg 54,-, für das librige Ausland 72, M. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, Efth land, Finnland, Frankreich. Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Saweden, Schweiz, Tschecho- Slowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt unb Seit", der Unter haltungsbeilage Seimwelt" und ber Bellage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialbemotrat Berlin Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Dolksblaff Groß- Berlin 40 Pl. auswärts 50 Pfennig Anzeigenpreis: Die etnipalttge Nonparellezetle toftet 12,-.„ Kleine Anzeigen" Das fettgedrudte Wort 3, M.( 3 läffig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 2- M. Stellengesuche unb Schlafstellenanzeigen das erste Wort 2, M., jedes weitere Wort 1,50 M. Marte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen flir Abonnenten Zeile 6, Die Preise verstehen sich einschließlich Seuerungszuschlag. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4½ he nachmittags im Hauptgeschäft, Verlin G 68, Sinden ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Moriuplak 15195-97 Expedition Morisplay 117 53-54 Donnerstag, den 16. März 1922 Vor der Reparationsentscheidung. " Hierzu meldet der Petit Barifien", man werde jetenfalls zu den Borschlägen von Cannes zurüdfehren, also von Deutschland die Zahlung von 720 Millionen Goldmart bar und 1450 millionen in Waren perlangen. Die Reparationsfommiffion scheine einmütig die Ansicht zu vertreten, daß die Erklärungen Deutschlands über seine neuerlichen Anstrengungen nicht befriedigen und daß die Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Ferniprecher: Verlag. Expedition und Inseraten. Abteilung Morisplay 11753-54 Italien und Genua. Schanzers Wirtschaftsprogramm. Aus dem füditalienischen Melfi hat Nitti nochmals feine Paris, 16. März.( WIB.) Die Reparationskommission ver- stehenden Berfahrens bezüglich der Ein- und Ausfuhr, die Paßgefez- warnende und mahnende Stimme vernehmen lassen. Sie öffentlicht folgenden amtlichen Bericht: Die allierten Regierungen gebung und Fragen des internationalen Eigentums- und Urheber- macht die Landsleute des Erministers nachdrücklich aufmerkbeschlossen, die Frage der Zahlungen in bar und der Lieferungen rechts; auch für andere Fragen feien bis ins einzelne gehende Ent- fam auf den nationalökonomischen Uebelstand, daß Italien in Natura, die Deutschland im Jahre 1922 zu leisten hat, an die Re- würfe ausgearbeitet worden. Unter ten fonkreten Plänen, die von ohne solche Rohstoffe ist, die als Basis für eine großindustrielle parationsfommiffion zu verweisen. Die Reparationstommiffion jetzt Sozialisten des britischen Schazamts entworfen wurden, befinde fich Tätigkeit unentbehrlich sind. An rohen Spinnstoffen, metallidaher das Studium dieser Frage in vorbereitenden Sihungen eifrig einer für die Wiederherstellung des Goldstandards schen Bodenschäßen und fossilen Brennstoffen leidet die fort. Sie hofft, in ihrer am nächsten Freitag stattfindenden offiziellen in den internationalen Währungen, obgleich die Goldparität nicht Apenninenhalbinsel starken Mangel und ist hierin auf regelSigung zu einer Entscheidung fommen zu fönnen. notwendigerweise die Borkriegsparität in allen Ländern sein würde. mäßige große Einfuhr angewiesen. Aber es fehlt auch an dem Länder mit hochstehender Valuta wie Großbritannien, Skandinavien, Grundmaterial für die Holzindustrie; der keramischen und der Holland, die Schweiz und Spanien fönnten den vollen Goldstandard Glasindustrie müssen ebenfalls lebensnötige Rohmaterialien annehmen, während im Falle Frankreichs und Belgiens ebenso wie vom Ausland zugeführt werden. Zudem ist der heimische Italiens Devalvation ratsam sein fönnte, durch die der Frank Ackerbau nicht imstande, die für die Bolksernährung erforder= beispielsweise auf die Parität 40 und die Lira auf 70 gleich einem lichen Getreidemengen zu schaffen. Südrußland war vor Bfund gebracht werden würde. Dieser Prozeß fönnte ausgedehnt dem Kriege der bedeutenste Getreidelieferant Italiens, der werden, um dadurch auch die tiefstehenden Baluten zu stabilisieren. Transportweg relativ furz und billig. Mitti fordert lebhaft die Wiederaufnahme des Verkehrs mit Rußland, überhaupt die Einstellung der italienischen Außenpolitik auf mitteleuropäische Notwendigkeiten. Dieser Staatsmann muß die Befriedung Europas fordern, schon meil ihm das Hemd näher sizzt als der Rod, soll heißen: weil die Fortdauer der durch die Friedensdiftate von Berjailles und St. Ger main erzeugten Beunruhigung der Weltwirtschaft auch Italien in eine schwere Krise gestürzt hat. deutschen Steuern um mindestens 50 Proj. erhöht werden müßten. Diese Sanierung der Budgetverhältnisse Deutschlands sei übrigens die Borbedingung für die größere Opera tion, die man die Mobilisierung der deutschen Schuld nennen tönne. Die Reparationskommission laffe die Vorschläge Sir Robert Hornes durch einen Unterausschuß prüfen, ihm gehöre auch ein Vertreter Deutschlands an.(?) Es handle sich um tie praktischen Bedingungen für cine von Deutschland aufzulegende Anleihe auf dem internationalen Martie, wofür die deutschen Zölle verpfändet werden müßten. Dagegen meldet Information", daß die Reparationskommission auf die Anleihe vorläufig verzichten werde. Nordamerikas Forderung. Der deutschen Regierung wurde, den PPR. zufolge, durch eine note des italienischen Botschafters in Berlin nunmehr offiziell und bestimmt mitgeteilt, dass die Konferenz von Genua auf den 10. April festgesetzt ist. Verlängerung der Militärkontrolle. Paris, 16. März.( Havas.) Die Botschafterfonferenz hat gestern vormittag den Bericht des Interalliierten Militärfomitees in Ber Der Bericht soll auf die Auf failles zur Kenntnis genommen. rechterhaltung der Kontrolle in Deutschland hinauslaufen, zu bestimmen bleibe nur noch ihre Dayer. Auf franzöfifcher Seite foll man dazu neigen, fie noch für mindestens acht Jahre auf London, 16. Märg.( TB.) Unterhaus. Abgeordneter rechtzuerhalten. Der italienische Botschafter Sforza foll einen Wedgwood( Arbeiterpartei) fragt, ob die Bereinigten Staaten Vermittlungsvorschlag gemacht haben, der grundsätzlich eine Dauer die Kosten für den Unterhalt ihrer Befagungstruppen in Deutschland von acht Jahren zuläßt, aber vorfieht, daß, wenn Deutschland in aus dem Reparationsfonds verlangt hätten und ob die britische Re- der Ausführung der militärischen Klaufein guten Willen an gierung mit dieser Forderung übereinstimme im Hinblic dar- den Tag gelegt habe, der Bölferbund vor diesem Termin mit cuf, daß diese auf tie Beschleunigung der Räumung des Rhein der Ueberwachung der fraglichen Bestimmungen betraut werden landes und des Wiederaufbaus Deutschlands hinzielen kann. Diese Lösung soll die Zustimmung der franzöfifchen Delewürde. Die Regierung erwidert, es sei für wünschenswert erachtet gation gefunden haben. Die englischen Bertreter sollen darüber worden, diese Frage mit dem Gedankenaustausch zwischen den alliier- an ihre Regierungen berichten. ten Regierungen und den Vereinigten Staaten durch tie diplomatifchen Kanäle zu regeln. Das amerikanische Memorandum 3irtu liere im Rabinett. Wedgwood fragt weiter: Wirften wir mit der amerikanischen Regierung bei der Stellung dieser Forderung zufammen? Der Regierungsvertreter erwidert, daß fein Schluß irgendwelcher Art aus seinen Erklärungen gezegen werden dürfe. Washington, 16. März.( Reuter.) Wie von maßgebender Seite mitgeteilt wird, hat bie legte Note der amerikanischen Regierung an bie Alliierten Finanzminifter lediglich die Anerkennung des Rechts der Vereinigten Staaten auf ihren Anteil an den deutschen Reparationen bezweckt. Nach Erlangung dieser Anerkennung beabfichtige die amerikanische Regierung nicht, noch weiter auf Bezahlung zu bringen. Der Widerstand des Cenats gegen das Biermächte abtom men hat zu einer Drohung Hardings mit Neuwahlen im Rc vember geführt. Vorkonferenz der Neutralen. Bern, 16. März.( Intel.) Die schwedische Regierung ist en ten Schweizer Bundesrat mit einer Anfrage herangetreten, wie fich die Schweiz zu einer Konferenz der Neutralen stellen werde, Nach dem„ Echo de Paris" find die Engländer gegen die achtjährige Berlängerung und wollen, wenn Deutschland auf den Borschlag Sforza, ohne Schwierigkeiten zu machen, eingeht, als Gegenleistung die Räumung von Düsseldorf und Duisburg- Ruhrort durchgeführt sehen. So würde aus dem Vertragsbruch dieser Sanktionen An Handelsobjekt, um noch auf lange Jahre nicht nur den reattionären Nationalismus in Deutschland zu stärfen, sondern auch der Re. paration die Gehalt- Milliarden für die Militärkontrolle zu entziehen, die die Notwendigkeit ihres Weiterbestehens nur noch durch haltloje Noten zu beweisen strebt. Hilfe für Deutschösterreich. Italien hat Deutschösterreich einen Kredit von 70 Millionen gewährt. Der nordamerikanische Senat hat einstimmig befchloffen, Deutschösterreich eine Anleihe von 50 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Hungersnot zu gewähren. Imperialistische Ziele mögen eine Regierung veranlassen, eine Maffenauswanderung ihrer Landestinder zu begünstigen. Italien gibt unter allen europäischen Ländern die weitaus größte Menge der Eingeborenen an das Ausland ab. Aber nicht als Eroberer, sondern als fleißige Arbeiter mit bescheidenen Lebensbedürfnissen, aus der Heimat gebrängt durch die Notwendigkeit, anderswo Broterwerb zu suchen. Allein in den brei Jahren vor dem Kriege wanderten über 2 Millionen Italiener aus, vornehmlich nach dem Vanteclande, nach Argen. tinien, Deutschland und Frankreich. Als die Yankees vorjährig ein Einwanderungsgesetz gegen den Maffenimport von Menschen erließen, arbeitete die italienische Auswanderungsbehörde mit allen Mitteln, um vor dem Inkrafttreten des Gesetzes noch möglichst viele ande stinder nach New York einzufchiffen. Es gibt faum eine bezeichnendere Tatsache für die italienische Wirt schaftsverfassung als das Bemühen der Regierung, den Menschenerport zu fördern. Im Jahre 1921 find wieder weit über 200 000 Italiener ausgewandert. Allerdings gehört ihre Heimat zu den bevölkertsten Gebieten Europas, über 120 Menschen wohnen durchschnittlich auf einem Quadrattilometer. Aber beispielsweise das räumlich viel fleinere Belgien ist noch viel dichter bevölfert( 1910.schon 252 Menschen auf 1 Quadratkilometer), gibt jedoch nur wenig Menschen an das Ausland ab. Belgien fonnte eine Großindustrie ersten Ranges entwickeln, in erster Linie dank seines Reichtums an mineralischem Brennstoff und der relativen Leichtigkeit, den anderen wichtigen Grundstoff für eine ausgebreitete Eisen-, Stahl- und Maschinenfabrikation herbeizuschaffen. Darin ist Italien unvergleich schlechter gestellt. Es dominierte in der Erzeugung von Schwefel, bis ihm Amerika und Spanien den Rang streitig machten. Die Schwefelproduktion Siziliens ging von jährlich über 2 Millionen Tonnen vor dem Kriege auf nun taum den vierten Teil herab. Dennoch lagerten Mailand, 16. März.( Intel.) Der Butsch von Fiume und die Die andere italienische Spezialindustrie, die Seidenfabritation, schon im Oktobeer 1921 zirka 2 Millionen Tonnen unverkauft. Mussolinis Leute. die noch vor der Konferenz von Genuq eine Klärung der wichtigsten Bufpigung der Gegenfäße innerhalb der Fascistenpartei hat eine ist ebenfalls durch Krieg und Kriegsfolgen schwer getroffen. Im schwebenden weltwirtschaftlichen Fragen, insbesondere das Verhältnis verstärkte Kampftätigkeit des radikalen Flügels der Partei ausgelöst. Hauptstandort dieser Industrie, Mailand, gingen die NettoInsbesondere in den nördlichen Provinzen scheinen die Fascisten Berwiegungen von 9,49 Millionen Rilo in 1913 auf legtjährig Rußlands zum europäischen Wiederaufbau erörtern fell. nach furzer Ruhepause ihre Offensive wieder aufnehmen zu 6 Millionen zurück. Der Import der lebensnötigsten in wollen. So werden neuerdings aus der Provinz Barma eine duftriellen Rohstoffe und Halbfabrikate und des Brotgetreides ganze Menge von Terroratten und Angriffen der Fafciften gegen ist auch sehr verteuert durch das Fallen der Valuta auf etwa London, 16. März.( WTB.) Der diplomatische Berichterstatter die Institutionen der Arbeiter sowie die Gemeindebehörden gemeldet. 25 Proz. ihres Vorfriegsstandes. Als fühlbarster Kriegsgedes„ Daily Telegraph" schreibt, troß der seltsamen und energischen Es kam zu mehreren blutigen Zusammenstößen zwischen Fascisten winn" lastet auf dem Lande eine ungeheure Staatsver Propaganda, tie in gewiffen britischen und kontinentalen Kreifen und Sozialisten, bei denen, wie die Blätter feſtſtellen, durchwegs die gegen die Abhaltung der Genueser Konferenz unternommen Fascisten die Angreifer waren. Es sind auch mehrere Todes Englische Wiederaufbaudenkschrift. schuldung. Der Umschlag in der Weltwirtschaft brachte Italien auch Betriebsstockungen, Lohnreduktionen, Arbeitslosigkeit im bedeutenden Umfange. Also hat dieser„ Siegerstaat" ein vitales Intereffe an der raschen Wiederherstellung der durch den Krieg zerriffenen internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Das ist die wichtigste Aufgabe der Konferenz in Genua. Daraus erklärt sich schon zur Genüge das Unbehagen des offiziösen Italiens über die Sabotageverfuche gegen Genua. werde, seien die britische und die italienische Regierung zufammen opfer zu beflagen. mit der großen Mehrheit der fleineren alliierten und neutralen Die englische Regierungstrife fcheint dadurch verschärft zu Regierungen bestrebt und entschlossen, die Konferenz abzu fein, daß Lord Der by abgelehnt hat, Wizekönig von Indien zu haiten. In Berfolg des britischen Gedankens, daß die Genueser Kon werden. Die Konservativen weigern sich, Lloyd George ein Ver: ferenz, insbesondere was ihre finanzielle und wirtschaftliche Seite trauensvotum zu erteilen und im Oberhaus regt sich Widerstand betreffe, nicht eine Konferenz fei, auf der die Klaffifizierung gegen Lloyd Georges Irlandpolitik. Lloyd George ist fern von der Staaten in alliierte, neutrale und vormals feindliche Staaten London, Lord Curzon gleichfalls frank. Die Lösung kann also noch Die natürlichen Bedürfnisse des Landes drängen speziell aufrechterhalten werden solle, sei die Mitteilung der Vorschläge der auf fich warten laffen; aber am 10. April foll Genua beginnen. britischen Eachverständigen nicht auf die alliierten Mächte be- ustralien zabit als erste britische Kolonie dem Mutterlande hin auf eine Sicherung der regelmäßigen Versorgung mit Lebensmitteln und industriellen Rohstoffen. Gleich nach schränkt worden. Unterredungen und schriftliche Mitteilungen sowohl die Kriegsbarlehen zurüd. Es hat 400 000 Bfund abgeliefert. Kriegsausbruch stand Europa besonders im Zeichen großen privater als auch halboffizieller Art seien zwischen London, einigen Rohstoffmangels. Die Preise waren während des Krieges neutralen Hauptstädten und auch Berlin erfolgt. Vor einigen enorm aufgefchnellt, gingen 1919/20 noch höher. Zudem traten Lagen feien auch verschiedene deutsche Sachverständige in London Der Berliner Devifenmartt zeigte an der heutigen merkantilistische Tendenzen zur Monopolisierung der Rohstoffe, gewefen. Eine allgemeine Derlegung der britischen Ansichten über Börje wieder eine fe fte Haltung. Dollarnoten jezten mit 270 Rontingentierung und Preistreiberei für die Ausfuhr unver den europäischen Wiederaufbau befinde fich jetzt in den Händen ein und stiegen bis mittag auf 274. Am Geffettenmarkte hält hüllt auf. Rohstoffarme Länder wie Italien und die Schweiz zahlreicher, wenn nicht aller eingeladenen Regierungen. Darin die schwache Tendenz an. Man befürchtet für den litten unter dieser erklusiven Wirtschaftspolitik ungewöhnlich. würden behandelt Brobleme, wie die Beseitigung aller fünftlichen folgenden Ultimo eine ziemlich scharfe Durchsicht der Speku- zumal die früheren Lieferungsgebiete Deutschland, DesterreichEingre in die Währungen, tie Mobilisierung der Aktiva in Lon-| lationskonten bei den Banten und eine entsprechende Ein- Ungarn und Rußland faktisch aus dem weltwirtschaftlichen Gedon, die internationalen Kreditgesuche, die Bereinfachung des be- schränkung der Kredite. triebe ausgeschaltet wurden. Um diese Zeit entstanden die BeDevisen fest- Effekten flau. " KPD. gegen Amnestie! Der Triersche Winzerverband für Hermes. schlüsse der internationalen Gemertfchaftsfont- 1 greffe, gerichtet auf die Konstituierung einer überstaatlichen Der Winzerverband für Mosel, Saar und Ruwer und der Rohstoffkontroll- und Verteilungsstelle. Auf die Bermittlung Der Borstand des ADGB. hat in einem Telegramm an des Internationalen Arbeitsamts in Genf hin Lenin, das wir heute früh veröffentlichten, um Amnestie für Triersche Winzerverein A.-G. versenden durch die Zentrums hat sich der Völkerbund in Plenarversammlung und die gefangenen Sozialrevolutionäre gebeten, die in Gefahr Barlaments- Rorrespondenz" eine längere Erfiärung des Inhalts, daß Kommissionsberatungen mit dem Rohstoffproblem beschäftigt. stehen, auf falsche Aussagen hin zum Tode verurteilt zu werden. Die vielbesprochene Zuckerzuweisung, feinerlei Begünstigung“ Zu einem definitiven Resultat ist es nicht gefommen, erstlich Die Rote Fahne" schreibt dazu: darstelle; weil sie durch die Verhältnisse des Weinbaues unbedingt meil das internationale Solidaritätsgefühl der hauptsächlichsten Diefer Aufruf bestätigt, daß der ADGB. seine Aufgabe darin geboten mar". Was die Weinlieferung en Hermes betrifft, Rohstofflieferanten der Welt( Deutschland und Rußland erblickt, alle Manöver gegen die proletarische Einheitsfront zu unter. fo wird natürlich ein Zusammenhang mit der Zuckergeschichte entscheiden aus bekannten Gründen noch aus) nicht start genug stützen. Herr Leipart maßt sich aber vollkommen zu Unrecht das schieden bestritten und der niedrige Preis damit begründet, daß es war, um die Klagen und Wünsche der Notleidenden aus Recht an, im Namen von Millionen deutscher Arbeiter zu sprechen. sich um Reſtbestände aus dem Jahre 1915 handelte, die, wie in reichend würdigen zu fönnen; dann aber auch weil die inDie deutschen Arbeiter wissen ganz gut, daß die Regierung der vielen anderen Fällen, an Bekannte zu den Gestehungskosten zwischen eingetretene Weltwirtschaftskrise eine relative Ueber- russischen Bauern mit den Sozialrevolutionären jo verfahren wird, verkauft wurden, da der Verein Wert darauf legte, feine Konproduktion eintreten ließ, modurch die Frage der Rohstoffver- wie diese es verdienen. Die deutschen Arbeiter(!) verstehen das. junkturgeminne" daraus zu ziehen. Die Erklärung fügt hinzu, daß teilung nicht mehr aktuell" erschien. Bei der Erörterung im Das fommunistische Blatt nennt die Angeklagten des der Verein noch eine weitere Zuwendung in Höhe von 50 000 m. Bölkerbund haben die Delegierten Italiens, in erster Linie Moskauer politischen Prozesses„ Diebe, Spikbuben, Räuber, Dom Reichswirtschaftsministerium im Jahre 1919 erhielt, an deren Tittoni, und der Schweiz aus ihren Unmut über die Banditen", gegen die vorzugehen Pflicht der Sowjetmacht sei. Bewilligung zwar Dr. Hermes mitgewirkt habe, die jedoch hauptAn anderer Stelle derfelben Nummer veröffentlicht das- fächlich durch einen anderen Referenten des Ministeriums befelbe Blatt einen Artikel Für die Amnestie", worin die wirkt worden fei. Die Erklärung schließt mit den Worten: Sozialdemokratie beschuldigt wird, für die Amnestierung der an den mitteldeutschen Märzunruhen Beteiligten nicht genug getan zu haben. Für den Montag wird eine kommunistische Massendemonstration" zugunsten dieser Amnestie angekündigt. mangelnde internationale Solidarität gegenüber den rohstoffarmen Ländern fein Hehl gemacht. Der Umstand, daß der Vertreter Tittonis in der mit der Rohstoff- und Lebensmittelfrage befaßten Völkerbundkom miffion, Schanzer, heute italienischer Außenminister ist, rechtfertigt es, daß wir seine marianten Ausführungen in der Kommission zu dem in Rede stehenden Problem hier wieder geben. Schanzer erflärte: Der Tag ist gut gewählt. Am Montag, den 20. März, foll nämlich in Moskau der Prozeß gegen die Sozial. revolutionäre beginnen. -Eiserne Kreuze, eiserne Stirnen. Wir denken feineswegs daran, unfere Hand auf das Befigtum anderer zu legen.... Was wir fordern ist, daß wir unser wirt schaftliches Leben frei entwideln fönnen, die Freiheit und Gerechtigteit, sowohl auf der wirtschaftlichen wie auch auf dem politischen und sozialen Gebiete. Wir wünschen, daß man eine Politik des Protettionismus, der Ausfuhrabgabe, der unterschied fichen Preise nicht verschärft, besonders nicht in bezug auf die für Im Reichstag hat gestern der preußische Ministerpräsidie Bolfsernährung und die Arbeitervölfer unbedingt nötigen Roh- dent, Genosse Otto Braun, den Verjuch, die Berleihung stoffe. Eine Politik dieser Art müßte dazu führen, die Wirtschaft non Eisernen Kreuzen unbeschränkt in die Friedenszeit hinein einzelner Bölker zu isolieren, das Bestehen ihrer In- fortzusehen und dabei Geheime Hofräte, die nie Pulver geduftrie zu gefährden und sie würde für ihre Arbeiter- rochen haben, mit dem E.. I zu bedenken, als ein Bossen massen die größten Gefahren mit sich bringen. Die ipiel bezeichnet. Der Zusammenhang, in dem er diesen ganze Welt fann nur als ein einziges großes Wirt. Ausdruck gebrauchte, war vollkommen flar und ergibt sich schaftsgebiet aufgefaßt werden und daher ist eine Politik der auch aus den Berichten der deutschnationalen Presse. Die Solidarität und des wirtschaftlichen Zusammenarbeitens erforderlich, Kreuzzeitung" 3. B. läßt Braun die Geschichte von den Gez. wenn man schwere Konflikte und die ärgften, Zusammenbrüche ver. heimen Hofräten erzählen, um dann den Schluß seiner Rede folgendermaßen wiederzugeben: meiden will." Aus all dem geht hervor, daß unsere Beziehungen zu Herrn Reichsminister Dr. Hermes völlig einwandfrei find, daß dem Minister Weine in nicht anderer Form und zu nicht anderen Preisen geliefert find wie in vielen anderen Fällen, daß in der Zuwendung von Zucker eine Sonder, begünstigung des Verbandes in feiner Weise erblickt werden fann und daß auch eine anderweitige Sonderbegünstigung nicht vorliegt." Es wird Sache des parlamentarischen Untersuchungs. ausschusses bzw. der Gerichte sein, festzustellen, ob jene vom Winzerverband felbft gezogenen Schlußfolgerungen aus all dem" tatsächlich hervorgehen. Gewerkschaftliche Beamtenzentrale. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund und der Allgemeine freie Angestelltenbund haben gemeinsam für die ihnen angeschlossenen Gewerkschaften, die neben Arbeitern und Angestellten auch Beamte organisieren, eine Gewerkschaftliche Beamtenzentrale mit dem Eig in Berlin errichtet. In Uebereinstimmung mit den in mit dem Eig in Berlin errichtet. In Uebereinstimmung mit den in Betracht kommenden Verbänden sind für diese Beamtenzentrale beBetracht kommenden Verbänden sind für diese Beamtenzentrale be fontere Sagungen aufgestellt worden, aus denen Zwed und Aufgaben der Zentrale ersichtlich sind. Als Zwed ist in§ 1 die gemeinsame Bertretung allge wertschaftlichen Gedantens unter den Beamten angegeben. Die Wenn das Bekenntnis des nunmehrigen italienischen Wenn jegt drei Jahre nach Beendigung des Krieges diesen des Mußenministers zum Völkersolidarismus auf wirt- Eiferne Kreuz 1. Klasse gegeben werden sollte, so wäre das eine Un- meiner Beamten interessen und die Ausbreitung des geschaftlichem Gebiete sich als vorherrschendes Leitmotiv der billigkeit und Ungerechtigkeit gegen alle diejenigen, die es sich im Felde Schaffung der Beamtenzentrale beruht auf den Beschlüssen der DeGenueser Konferenz durchfeßen würde, so wäre ein außer erworben haben. Diese Herren haben warm im Hauptquartier ge- Schaffung der Beamtenzentrale beruht auf den Beschlüssen der De ordentlicher Gewinn für den Wiederaufbau Europas fessen. Durch die Bearbeitung ter zahllofen Anträge, die der Be- embertagung des Bundesausschusses, wonach dieser die Absicht billigt, erzielt. Ob aber die Wortführer der von der Natur berechtigung entbehren, ist nur Zeit für die Bearbeitung berechtigter daß die dem ADGB. und dem Af- Bund angehörenden Berbände, günstigten Nationen schon rüdhaltlos den Völkersolibarismus Anträge verlorengegangen. Das ist bedauerlich. Ich bin aber nicht die Beamte organisieren, besondere Abteilungen bzw. Reichssektionen anerkennen werden, das ist die große Frage, die wir nicht zu bereit, das Possenspiel von neuem zu beginnen und für ihre Beamtenmitglieder errichten. bejahen magen. den Schlußtermin nochmals zu verlängern.( Große Unruhe rechts, lebhafter Beifall links.) In dem Stimmungsbild, das die Kreuzzeitung" dem Bericht vorausschickt, heißt es jedoch: Der Hauptausschuß und die Kohlennot. Um die große Koalition. Der Hauptausschuß des Reichstages feste am Donnerstag die Beratung über den Etat des Reichswirtschaftsministe Seit gestern miffen verschiedene Blätter schon wieder von Verhandlungen über die große Koalition" zu berichten. Die Trek der vor seiner Wahl im preußischen Landtage abgegebenen riums fort. Abg. Hue( Soz.): Die Kohlennot führt dazu, daß Germania" sagt, daß solche Verhandlungen noch nicht statt- Versicherung, fich angemessener Umgangsformen befleißigen zu wollen, die feinen Betriebe die Lasten nicht mehr ertragen fönnen und zur gefunden haben, sie würden aber in den nächsten Tagen be- ist Herr Braun wieder mehr sozialdemokratischer Agitator als preus Stillegung gezwungen werden. Sie müssen das Feld den großen ginnen". Auch diese Nachricht ist uns neu. Die Volkspartei Bischer Ministerpräsident. Er hat die Stirn, das Eiferne Kreuz und Trusts überlaffen, die ihrerseits ohne jebe Beschränkung alle Breife erflärt jetzt in ihrer Bresse, ein Eintritt in die Regierung komme feine Berleihung als Possenspiel zu beschimpfen, was auf der rechten ins Maßlose hinauftreiben können. Die Kohlennot ist aber eine Folge der freien Wirtschaft. In Wirklichkeit würde sie bei planmäßiger für sie erst in Betracht, wenn sie von sämtlichen Re- Seite des Hauses heftige Erregung und Pfui- Rufe auslöst. Berteilung nicht eristieren können, weil die Braunkohlenförderung gierungsparteien dazu aufgefordert würde. Der Wunsch, eine In ähnlicher Weise verfährt die übrige deutschnationale bollkommen ausreichend ist. Abg. Dr. Reichert( Dnat:) machte dic folche Einladung ergehen zu laffen, ist aber befanntlich nur bei Breffe. Man muß ihr, wenn man vom Antimoralischen ab Achist un denarbeitszeit für die Stohlennot verantwortlich. einem Teil der Regierungsparteien vorhanden. Offenbar sieht, das sich für sie von selbst versteht, zum mindesten den Abg. Dr. Zapp( D. Bp.): Infolge der besseren Baluta des Auslandes besteht bei diesem Teil die Absicht, mit dem anderen Teil, der Vorwurf machen, daß sie in höchst schauderhafter Weise redi- werden deutsche Arbeitskräfte vom deutschen Arbeitsmarkt wegSozialdemokratischen Partei, über den Eintritt der Deutschen giert wird. Denn wenn sie schon die Agitationslüge vergezogen. Die Abwanderung der gelernten Arbeiter über die Grenze findet dauernd statt und stellt deutsche wirtschaftliche Unternehmungen Bolkspartei zu verhandeln. Diese Absicht besteht aber bekannt breiten wollte, Braun habe die Auszeichnung von Soldaten, in Frage. Abg. Rosemann( U. Soz.) wies darauf hin, daß der Realfich nicht erst seit heute oder gestern, auf der anderen Seite die diese Auszeichnung verdienten, als ein Bossenspiel lohn der Bergarbeiter durch Vornahme von Ueberschichten herabist aber auch der Standpunkt der Sozialdemokratischen Partei bezeichnet, so hätte sie sich auch der fleinen Mühe unterziehen gefeßt worden ist. Abg. Dr. Semmlee( Dnat.) hielt für das einzig derfelbe wie bisher. Somit ist festzustellen, daß eine Aenderung müssen, auch den Parlamentsbericht zufälschen, erfolgreiche Mittel die allgemeine Hebung der Produktion. ber Sachlage nicht eingetreten ist, sondern daß über diese Ange- mas für sie doch eine Kleinigkeit gewesen wäre. Wenn mit legenheit noch immer geredet und geschrieben wird, wie das so tölpelhaftem Ungeschid gehandelt wird, wie in diesem Fall, sicher nicht zur Kurzweil der Leser schon die längste Zeit dann verliert das deutschnationale Bossenspiel jeglichen Biz, gefchieht. und man wendet sich gelangweilt ab. -VO Der Dollar steigt! Von Michael Charol seprior Der Dollar steigt wieder! Auf den Gesichtern lagert Sonnen schein! Die Belzmäntel figen straffer! Die Augen glänzen aus frisch gepuderten Antligen, deren Teint wie ein Rosenhauch leuchtet. Die befracten Kellner laufen mit hochschießender Lebensenergie herum! Die Seftforten springen! Die Bars sind überfüllt! Die Autos rottern! Die Hotels der Winterbäder pfeffern die Rechnun gen! Die Sommerfurorte bereiten sich zum Wettstreit! Die Jume liere schmunzeln! Die Lurusartitel tönnen nicht in genügenden Massen herangeschafft werden!. Die Kuchen werden gegessen, aber tas Brot ist zu teuer! Natür lich nicht für die, die an dem Kuchen satt werden! Für die anderen! Für die Vegetarier, aber nicht aus lleberzeugung! Die auch Hungertünstler find, ohne dafür Geld zu bekommen! Die sich aber so fanatisch darin üben, daß, wenn ihnen das Hungern schlecht gelingt, fie Leucht gas einatmen! Die fich darin gefallen, tie Anzüge zu tragen, bis man von außen erkennt, daß sie einftmals gefüttert waren! Bis jeder sieht, daß in den Schuhen Füße steden! Der Dollar steigt! Mit ihm Elend und Reichtum! Mit ihm Hunger und leberfättigung! Es soll feine Bescheidenen, es soll teine einfach Satten, es soll feine in Arbeit Frohen geben! Hammer oder Amboß, hniauf oder hinunter, ter Moloch will es! Der Dollar steigt!... Die Zahl der deutschen Offiziere in der Rofen Armee schäßt die britische Regierung nach ihrer Antwort auf eine Anfrage im Unterhaus auf 500. nach etwas anderem. Der Tod trifft uns noch auf dem Wege nach„ Nachtigall, ich hör dich trampeln!" Es gibt ein parodistisches dem Ziele unserer Wünsche. Man gebe dem Menschen alles, monach Lied, in dem davon erzählt wird, daß man die Nachtigall trampein er sich sehnt, und in demselben Augenblick, da er es erlangt, wird er hört. Diese phantastische Vorstellung wird aber zur Wahrheit durch entpfinden, daß dieses Alles nicht alles sei. Da wir nun hier tein die Erfindung eines neuen Apparates, der die höchsten Tonver Ziel und Ende unseres Strebens sehen, so nehmen wir eine Zukunft stärkungen hervorbringt. die bisher möglich sind. Diese in den an, wo sich der Knoten lösen muß; und dieser Gedanke ift dem Men Laboratorien der amerikanischen Westinghouse- Elektrizitätsgesellschaft fchen um so angenehmer, je meniger Berständnis hiernieden zwischen gemachte Erfindung hat den Namen Radiophon erhalten und ist Freude und Schmerz, zwischen Genüssen und Entbehrung stattfindet. ein drahtloses Telephon, das jeden Laut in geradezu unglaublicher ich für meine Person erheitere mich damit, daß ich schon fiber Weise verstärkt. Edison, der dieses Radiophon eine der größten elef. 60 Jahre alt bin, und daß das Ende meines Lebens nicht mehr fern trischen Erfindungen unseres Zeitalters genannt hat, erzählt daron ist, wo ich in ein besseres zu fommen hoffe. Wenn ich mich jetzt an in amerikanischen Blättern erstaunliche Dinge. Er glaubt, daß man die Freuden erinnere, die ich während meines Lebens genoffen habe, mit diesem Apparat, menn er vervollkommnet ist, Millionen von Geso empfinde ich kein Vergnügen; dent ich aber an die Gelegenheiten, räuschen wird hören können, die vorher nie an ein menschliches Ohr wo ich nach dem Moralgefeh handelte, das in mein Herz geschrieben brangen. Das Geräusch, das die Füße einer Fliege beim Kriechen ist, so fühle ich die reinste Freude. Ich nenne es das Moralgesez, perursachen, wird durch das Radiophon wie ein dumpfer Donner vernommen; wenn etwas Asche auf einen Teppia) fällt, so wird das andere das Gewissen, die Empfindung von Recht und Unrecht man nenne es wie man will, aber es ist. Ich habe gelogen, fein durch das Radiophon flingen, als ob Felsen übereinanderstürzen; Mensch weiß es, aber ich schäme mich doch. Freilich ist die Wahr das Fallen eines Blumenblattes durch die Luft gibt bei dieser Berscheinlichkeit des fünftigen Lebens noch immer feine Gewißheit, aber ftärtung einen pfeifenden Ton von sich, und das Geräusch, das eine wenn man alles zusammen nimmt, so gebietet die Bernunft daran Räfemilbe in einem Stüd reifen Käses verursacht, wenn sie sich ihren zu glauben. Was auch würde aus uns werden, wenn wir es fozu Beg gräbt, ähnelt dem Gedröhn einer Säge, die Stahl schneidet. Von fagen mit Augen fähen? Würden wir dann nicht vielleicht durch dem Geräusch, das Grassamen hervorruft, wenn er aus seiner Hülle den Reiz desselben von dem rechten Gebrauch des Gegenwärtigen plagt, wird gesagt, daß es durch das Radiophon wie ein Kanonenabgezogen werden? Reden wir aber von Bestimmung, von einem chuß klinge. Auf diese Weise kann man also... sehr vernehmlich zufünftigen Leben, so sehen wir damit schon das Dasein eines das Bras wachsen hören, und es ist ganz selbstverständlich, daß eine ewigen und schöpferischen Verstandes voraus, der alles zu irgend Nachtigall, die von Zweig zu Zweig hüpft, mindestens so laut trametwas, und zwar etwas Gutem schuf. Was? Wie? Hier muß pelt, wie ein Mann mit Kanonenstiefeln. Ueber den Wert dieser auch der erste Weise seine Unwiffenheit bekennen. Die Vernunft neuen Entdeckung für die Naturwissenschaft jagte der Profeffor föscht hier ihre Fackel aus, und mir bleiben im Dunkeln. Nur die Gahan, Leiter der Insektenabteilung des Londoner Naturgeschicht Einbildungstraft fann in diefem Dunkel herumirren und Phantome lichen Museums: Gewiß wird das Radiophon für Entomologen und schaffen. Kant spricht geschwind, leise und unverständlich; ich Botaniter von größtem Wert sein. Es gibt viele Infeften, die Gemußte alle meine Gehörnerven anstrengen, um zu verstehen, was er räusche erzeugen, ohne daß wir fie bisher mit unseren Ohren hören fagte. Er bewohnt ein feines unansehnliches Haus. Uebrigens ist fonnten. Wir wissen aber genau, daß sie Laute hervorbringen, weil alles bei ihm alltäglich, ausgenommen seine Metaphyfit. wir unter dem Mikroskop feststellen fönnen, daß fie mit Lautwertzeugen versehen find. Ob man wird hören fönnen, was die Ameisen oder die Fliegen sich erzählen, das ist eine andere Frage. Die Ameisen scheinen sich durch ihre Taftwerkzeuge miteinander zu verständigen. Jedenfalls aber wird die Welt der Kleinlebewesen mit Hilfe des Radiophons nicht nur unserem Auge, sondern auch unserem Ohr ertennbar werden." Ein Gespräch mit Kant. In den Briefen eines reifen ben Russen" von Karamfin, dem später berühmt geworbenen Geschichtsschreiber des alten russischen Reiches, die 1802 in einer deutschen lebertragung bei Harifnoch erschienen und die für die neuere russische Prosa bahnbrechend geworden sind, steht, in der Kant Deutsches Opernhaus. Genau 100 Jahre ist Hoffmann tot, und Literatur bisher unbeachtet, die Beschreibung von Karamsins Bees ist gut, wenn Berlin ihn nach Meinhardt und Bernauer wieder juch bei Kant, 1789 im Juniin Königsberg: Gestern im originaleren Lampenlicht des generell Halbfranzosen Offenbach nachmittag war ich bei dem berühmten Rant. Ich hatte teinen fehen läßt. Die Charlottenburger Oper hat für eine Aufführung von Brief an ihn, aber Kühnheit gewinnt Städte und mir öffnete fie hoffmanns Erzählungen in Bötel einen stimmlich begabdie Tür eines Philosophen. Ein fleiner bagerer Greis, von einer ten Hoffmann, in Scheidt einen flugen, nicht immer grotesken, etwas Der dritte internationale Kongrek für fitiliche Erziehung tagt außerordentlichen Bartheit und Weiße empfing mich. Er nötigte zu behaglichen und behäbigen Gegner aus der Geisterwelt. Auch sonst vom 28. Juli bis 1. August d. I. in Genf. Der erste fand 1908 in mich sogleich zum Sigen und sagte: Meine Schriften können nicht schleppt und hapert manches. Einen Einzelgaft für die Puppenfigur London, der zweite im Haag statt, unter starter deutscher Beteiligung. jedermann gefallen. Nur wenigen liegen die tiefen metaphysischen Diympia zu bemühen, lohnt nicht, besonders wenn es sich um erfa um so mehr ist zu bedauern, daß die deutschen Mitglieder des ArUntersuchungen, mit welchen ich mich beschäftigt habe". Bir praden Barnhagen handelt. Sie hat zwei Vorzüge, die sie vielleicht beitsausschusses, Euden Jena und Rerschensteiner. erft eine halbe Stunde über verschiedene Gegenstände: von Reifen, einmal einem Bublikum lieb machen können: Jugend und Schönheit. München, nicht einen für Deutsche billigeren Tagungsort durchschen von China, von Entdeckungen neuer Länder usw. Ich mußte dabei auch macht sie ihre automatischen Bewegungen nicht schlecht. Das tonnian. Auf der Tagesordnung stehen der Gedanke des Inter. über seine geographischen und historischen Renntnisse erstaunen, die alles jedoch ist außermusikalisch. Sie fingt ihre Weisen richtig, zag nationalismus mit besonderer Berücksichtigung des Geschichts. allein hinreichend erschienen, das ganze Magazin eines menschlichen haft, mit fleiner, noch nicht stabiler Stimme, die zerbrechlich scheint unterrichts und der Gedante des wechselseitigen Dienens. Gedächtnisses zu füllen, doch ist dies bei ihm nur Nebensache. Darauf wie Puppentöpfe. Wenn sie aus der Puppenklinik zurückgekehrt ist. brachte ich das Gespräch, doch nicht ohne Sprung, auf die moralische fell fie wieder Probe fingen, frühestens in drei Jahren. Dann wer. Natur des Menschen und folgendes habe ich von seinem Urteil dar den sich bei ihr hoffentlich Jugend und Runstfertigkeit miteinander über gemerft:„ Unsere Bestumunung ist Tätigteit. Der. Mensch ist beffer vertragen, Charlottenburg liegt doch dicht bei Berlin. niemals gang mit dem zufrieden, mas er beligt, und strebt immer R. G. Albrecht Schäffer wird Mittwoch, den 22., 8 Uhr aberbs, aus un veröffentlichten Dichtungen im Ernst Rowohlt Berlag, Berlin B. 35, Bots. damer Str. 123 B, lefen. Eintrittsfarten find nur bom Berlag direkt zuz beziehen Das aufgestörte Wespennest. Mit der Entscheidung über die Entlassung der auffässigen Brimaner der Lichterfelder Bildungsanstalt hat das preu Bijhe Staatsministerium tatsächlich in ein Wespennest gegriffen. Die deutschmonarchistischen Blätter veranstalten ein gewaltiges Gebrumm und Gesumm wegen der Hafen freuzjünglinge, denen es an den Kragen gehen soll. Wenn es noch irgendwie zweifelhaft wäre, welcher Art die Helden von Lichterfelde waren, so würde die demonstrative Unterstügung ihrer Flegeleien durch die Rechtspresse es sicher erweisen. Es ist ein neckisches Spiel des 3u falls, daß ausgerechnet Herr Boelig, der volksparteiliche Gymnasialdirektor, als Minister für Unterricht die Entscheidung der Regierung zu verantworten hat. Gerade von ihm hatten die Deutschmonarchisten doch eine stille und nachhaltige Unterstützung ihrer Minierarbeit gegen die Republit erwartet. Um so größer ist ihre Enttäuschung. Das Trusfähnlein. Die Reichsfarben find befanntlich Schwarz- Rot- Gold. Die Berfassung sagt es ausdrücklich und jedermann weiß es auch. Fußschafft werden. Der Magistrat hat demnach jetzt beschlossen, die Abs änderung der Wohnungslurussteuer ooriäfig zurüdzuftellen, bis eine Aenderung der vom Reichest aufgestellten Grundsäge über die Wohnungslugusfteuer erfolgt ist, eine er tragreichere Ausgestaltung der Steuer ermöglicht. Der Abvermietungswucher. In der Nummer des ,, Berliner Lotal- Anzeigers" vom 14. März Amerikanisches Ehepaar mietet möblierte Wohnung, Miste Nebensache." ,, Amerifoner fucht sofort möbliertes Zimmer, Preis gleichgültig." Solche Inserate sind hier fast jeden Tag zu sehen. Erfreulich davon folgendes Mietgejuch ab: Hauptmann a. D. fucht gut möbliertes Zimmer, Westen. Zahle beine Wucherpreise.". In einigen Stuben der Kasernen in der Rathenower Straße, woselbst auch bayerische Truppen liegen, scheinen sich eber einige von der Republik befoldete Mannschaften recht dumme und unangebrachte Kindereien erlauben zu dürfen. gänger, die am Sonntag, den 12. d. M., gegen 4-5 Uhr nachmittags finden sich unter den Mietgesuchen die folgenden Inserate: die Kasernements an der Rathenower Straße passierten, sahen aus der ersten Etage des Kasernengebäudes linter hand des Tores, aus dem sich jeden Freitag, Punkt 12 Uhr, die Wachtparade ergießt, ein Fähnchen flattern mit vergoldetem Pickelhaubenknopf. Es schien recht dauerhaft an der äußeren Fensterbrüstung befestigt, wohlgemerkt zur Straße hin, damit der vorbei- fticht flutende Verkehr dort unten merte, wes Geistes Kind hier hause. O ja, es merkte ein jeder: einesteils an den herrlichen Grundtönen des kindischen Fähnchens, Schwarz- Weiß- Rot, und dann Die Deutsche Tageszeitung", cus deren Leserkreise wohl auch an den höhnischen, verächtlichen Gesichtern, mit denen ab und die meisten der Lichterfelder Zöglinge stammen, spricht wieder zu einige republikanische" Soldaten vom gleichen Fenster die unten holt von der Brutalität" des Kultusministers, die ,, Tägliche stehenbleibenden Zivilisten betrachteten. Und um nun vollends zu Rundschau", die in Lichterfelder sogenannten gebildeten Fa- zeigen, daß den Hütern der Verfassung an der Achtung des für milien sehr verbreitet ist, spricht ironisch von dem Sieger ie Steuer zahlenden Bublifums a Dred" gelegen sei, war auch von Lichterfelde" und stellt erneut die Frage, wie die mutig die nähere Visitenkarte dem Fähnchen angeheftet: unter dem Deutsche Bolkspartei sich zu den repubiitanischen Großtaten goldenen Spigentnauf flatterte ein winziger Wimpel in WeißHerrn Boeligens stellen" werde. Sie muß sich allerdings zu Blau. Zur Vervollständigung des Bildes war zwei Fenster weiter gleicher Stunde durch die Seit", wo ihr hinausgedrängter im gleichen Stofwert eine riesengroße Marinefriegs. früherer Leiter Rippler jetzt volksparteiliche Politik macht, flagge alten Systems in schöner Drapierung, wahrscheinlich fagen lassen, daß die Landtagsfraktion der Deutschen als Fenstergardine, demonstrativ aufgehängt. Bollspartei mit der Behandlung des Lichterfelder Schulfalles ganz einverstanden sei. Gefangenenrevolte im Eisenbahnzug. Man könnte sich darüber amüsieren, wenn Ausländern. bei denen Geld auf unsere Kosten feine Rolle spielt, das Balutageld tüchtig abgeknöpit wird. Durch derartige Angebote ist aber gerade im Berliner Westen der Abvermietungswucher so in die Halme geschoffen, daß alle Vermieterinnen sich um Ausländer bewerben und nun Inländer nur für ähnlich hohe Preise wohnen lassen. Man fann es wirklich nicht verstehen, daß diese Art des Bermietens kein strafbarer Mucher sein soll. Der Mann mit den zwei Frauen. Eine Doppelehe aus Irrtum. Bor der 2. Straffammer des Landgerichts III hatte sich der oft vorbestrafte Tapezierer Eugen Loste wegen Doppelehe zu verant worten. Der Angeklagte war im Jahre 1914 im Alter von 34 Jahren vier Wochen in einem Orte in der Nähe von Schweidnitz als Soldat einquartiert und hatte dert nichts eiligeres zu tun, als innerhalb dieser furzen Zeit mit einem Landmädchen ein Verhältnis anzu fnüpfen und das Mädchen schleunigst zu heiraten. Loske ist dann fahnenflüchtig geworden, wurde von seiner Frau bei der Kom mandantur in Breslau denunziert und nach seiner Ergreifung die zu längerer Festungshaft verurteilt. Darauf reichte er Scheidungsflage gegen seine Frau ein, und es fand auch ein, ergebnisloser Sühnetermin statt, dann aber wurde der Angeklagte In der vergangenen Nacht nach 12 Uhr trafen auf dem Bahn für seine Frau unsichtbar. Er hat durch verschiedene Bergehen hof Alexanderplat 33 Gefangene aus Görlig ein. gegen die Strafgesete sich längere Freiheitsstrafen zugezogen, wurde unterwegs war es zwischen den Stationen Frankfurt a. d. O. und zur Abwechselung einmal wieder fahnenflüchtig und ges Fürstenwalde zu einer Revolte gekommen. Einer der Trans- langte schließlich nach Berlin, wo einer eine Zeitlang Aufnahme in portbegleiter wurde von einem Gefangenen mit einer Eisen- der Edelsen Anstalt fand. Dort fand er Gefallen an der stange angegriffen und zu Boden geschlagen. Das ihn betreuenden Krankenschwester und schloß mit ihr auf dern war das Signal für mehrere andere Gefangene, fich ebenfalls auf den dauerte aber nur 4 Monate; der Angeklagte erhielt eines Tages Standesamt in Spandau eine zweite Ehe. Das eheliche Glüc Beamten zu stürzen. Diesem gelang es aber noch, seinen Revolve: einen anonymen Brief, der ihn daran erinnerte, daß er das Vers zu ziehen und mehrere Schüffe auf die Angreifer abzugeben. brechen der Doppele he begangen habe. Dies veranlaßte Dadurch wurden drei der Gefangenen verlegt. Schwere ihn, schleunigst zu verschwinden und auch seine zweite Frau im Berlegungen erlitten der 27 Jahre alte Walter Schmidt durch einen Stich zu lassen. Der Angeklagte behauptete, daß er auf Grund Oberschenkelsteckschuß und der 36 Jahre alte Ernst Krüger durch des Sühnetermins und weil er jahrelang von seiner ersten Frau Bauchsteckschuß. Einem dritten Gefangenen war eine Kugel in den nichts mehr gehört hatte, angenommen habe, daß die Ehe gerichtlich rechten Unterarm gedrungen. Durch das Dazwischentreten der ande- getrennt worden sei. Er wurde unter Annahme mildernder Umren Transportbegleiter gelang es, die Ruhe wiederherzustellen, Nad) stände zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. der Ankunft in Berlin wurden Schmidt und Krüger nach der Charité geschafft. Der Verdruß der Vorübergehenden ist vollauf berechtigt, denn die Kinderei der Soldaten ist nicht nur ungehörig, sondern auch Soweit wir sehen, hat keine der deutschnationalen Zei- sehr dreift. Aber man beachte: Die Fahnen sind„ Fähnchen". Aus tungen die neueste amtliche Erklärung aus dem preußischen ben großen Fahnen sind kleine geworden, und sie werden auch Pressedienst übernommen, die wir in der Morgenausgabe zum immer fleiner werden, bis sie ganz verschwinden. Auch mit der Abdruck brachten. Sie verschweigen ihren Lesern also Dreiftigkeit geht es nicht anders; sie wird immer fleiner werden, geflissentlich die Ungezogenheiten, die sich die be- bis sie eines Tages, cus Furcht sich lächerlich zu machen, sich nicht neidenswerten Heldenjünglinge erlaubten, verschweigen mehr hervorwagen wird.. insbesondere die ordinären Schimpfworte, die von diesen auf Kosten des Staates durchgehaltenen Junkerspröß lingen gegen ihre Hausdame ausgestoßen wurden. Der Tag" nimmt von dieser amtlichen Darstellung nur insoweit Notiz, als darin in einem Nebensaze angedeutet wurde, daß es nicht in der Absicht des Kultusministers gelegen sei, Unschuldige und Unbeteiligte zu strafen. Man wolle sogar denen, die ihre Unschuld nachträglich glaubhaft machen, irogdem sie vorher ein freiwilliges Schuldbekenntnis abgelegt hätten, wieder glodene Brücken bauen. Uns erscheint diese Art des Zurückziehens sehr bebenklich. Wenn man in ein Wespennest greift, soll man es fest tun, um sich nicht selbst zu verlegen. Herr Boelig ist in diesen Tagen auf einer Dienstreise nach dem Westen. In zwischen flecken sich die deutschnationalen Landtagsabgeordneten hinter seinen Staatssekretär Becker, fahren mit diesem nach Lichterfelde hinaus, um dort mit den Eltern der Schüler zu verhandeln. Augenscheinlich will man auf diese Art Kon Beffionen erzielen, während zu gleicher Zeit die Rechtspreffe aus agitatorischen Bedürfnissen über Herrn Boeliz als Schüßer der Staatsautorität herfällt. Wir warnen davor, fich aus Gefühlsgründen zu solchen Konzessionen breitschlagen zu lassen. Es kann den zügellosen Jünglingen aus der besitzenEine Freude für die Hauswirte. ben Klasse durchaus nicht schaden, wenn sie einmal mit ihrem Gegenüber den Bestimmungen der Höchstmietenverordnung heißen Röpfchen an eine feite Mauer stoßen und sich dabei haben die Berliner Hauswirle es verstanden, ihre Mieter zur Unter Beulen holen. Als die Staatliche Bildungsanftalt noch zeichnung einer Klausel zu bewegen, wonach jeweils bei neuer Radettenanstalt war, gab es für sie ja auch keine Reifeprüfung. in auffezung der höchftmietegrenze diese für die Sie blieben eben Kadetten. Die Republik hat ihnen in dem ober Quartals ersten ab in Kraft tritt. Durch diese betreffenden Mietersogleich vom nächsten Monats. Ausbau der Anstalt zu einem Realgymnasium die Möglich furz als Jerseifs- Klausel bezeichnete Vereinbarung wollten fie er feit der Reifeprüfung geschaffen. Wenn sich die reichen, daß die Mieten auch bei laufenden Verträgen sofort erhöht Hakenkreuzjünglinge aber als so unreif erweisen, wie sie es werden konnten. obwohl die Höchstmietenverordnung jagt, die noch getan haben, fo fönnen sie sich ihre Reife" ja anderwärts be- laufenden Verträge feien ausgenommen. Die Mieteinigungs. scheinigen lassen. Vielleicht finden sie in Kahr Bayern ämter nahmen freilich, in Uebereinstimmung mit dem Berliner für unsere Boltsgesundheit und für die Ertüchtigung unserer Jugend ist Crisansschuß für Jugendpfege Weukölln. Von proßer Bedeutung bazu eine günstigere Gelegenheit. Zentral- Mieteinigungsamt und auch mit dem Oberdas Problem der Bekämpfung des Allobolismus. Amerita iit in dieser präsidenten, meist den Standpunkt cin, daß die Jeweils Dinsicht in raditaler Weise vorgegangen und hat ein allgemeines Klaufel ungültig sei. Nachdem aber verschiedene Berliner Altoholverbot erlassen. Ein Teutich- Amerikaner, Herr Samel, der Gerichte, denen die Streitfrage von Hauswirten und Mietern beigetreten find, sondern die Jeweils Klausel für rechts vorgelegt wurde, der Ansicht des Zentral- Mieteinigungsamts nicht verbindlich erklärt haben, hat jeht auch das Zentral Mieteinigungsamt umfallen zu müssen geglaubt. Dem Mieteinigungsamt Lichterfelde hat es geschrieben, daß es mit Rücksicht auf jene Entscheidungen der Gerichte nicht mehr einer An- Riefenfeuer in Chikago. Durch Großfeuer wurde in Chikago erkennung der Jeweils- Klaufel durch die Mieteinigungsämter ent- ein ganzes Häuserviered zerstört. Der angerichtete Schaden wird gegentreten fönne, weil die bisherige Ansicht des Zentral- Miet- auf fünf Millionen Dollar geschätzt. einigungsamts fast ausnahmslos eine Berurteilung der Mieter nicht verhindern würde. Hiernach fönnten die Hauswirte sich wieder mal einen Erfolg buchen, der für fie einen ganz hübschen Profit abwirft. Weiche Stellung nimmt dazu jeht der Oberpräsident ein? " Der Bombenwurf von Dinkelsbühl. Der Hilfsarbeiter August Kingler, welcher in der Neujahrsnacht auf dem Marktplatz in Dinkelsbühl eine Bombe warf, wodurch 25 Personen zum Teil schwer verletzt wurden, ist wegen verjuchfen Mordes und Bergehens gegen das Sprengstoffgefetz zu neun Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Aängler gab an, die Tat begangen zu haben, weil ein Genosse von ihm nicht aus der Haft entlassen worden sei. Abschluß der Reichslohnverhandlungen. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaftsorganisationen über Erhöhung der Arbeilerlöhne haben in den gestrigen Abendstunden zu einer Einigung geführt. Ich Jagow warnt schon wieder! Anerkennung der Jeweils- klausel? Vorläufig keine Wohnungsluxussteuer. Der Berliner Magistrat teilt zur Frage der Wohnungs: furussteuer folgendes mit: Der Zeitungsdienft mit Frankreich wird zum 1. April von der Reichspost eingeführt. Sämtliche Postanstalten nehmen daher von jeßt ab Bestellungen auf französische, insbesondere auch elsaß lothringische Zeitungen entgegen. Aus folgen den fremden Gebieten tönnen jegt Zeitungen durch die Bost bezogen werden; Belgien, Dänemart, Gebiet der Freien Stadt Danzig, Engfand, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Bettland, Luxemburg, Memelgebiet, Norwegen, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho flowatet, Ungarn. Brieffendungen nach Westpolen( den en Polen abgetretenen Deutsche und polnische Ortsbezeichnung. Es ist vorteilhaft, bet deutschen Gebieten) in der Aufschrift neben der deutschen auch die polnische Drisbezeichnung anzugeben, da andernfalls Verzögerungen auf polnischem Gebiet nicht ausgeschlossen sind. die Verhältnisse aus eigener Anschauung fennt, wird deshalb am Montag, und das Altobolverbot preden. Eintritt frei. Jedermann ist 20, arz, abends 7 Uhr, in der Aula des Reiorm- Gymnasiums Neuföän, Boddiniti. 34/8, über das 2beina.Die amerikanische Jugend herzlich it eingeladen, ganz besonders aber die Vereine, die im Stampf gegen den Alkoholismus stehen. Probefahrt eines neuen Cloyddampfers. Der Bossagier- und Frachtdampfer Köln" machte in Gegenwart von Vertretern des Magistrats der Stadt Köln und von anderen Teilnehmern eine Probefahrt nach Helgoland und zurück, wobei er sich in jeder Beziehung vorzüglich bewährte. Der Dampfer ist auf dem Bremer Bulkan in Begefad für den Südamerikadienst des Norddeutschen Lloyd erbaut worden und mißt 9265 Brutto- Register Tonnen. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Troden und vielfach heifer, nur zeitweise Binden. etwas neblig, nachts fühl, um mittag ziemlich mild bei mäßigen nordweste Groß- Berliner Parteinachrichten. unb 12. Rreis. Wir weisen darauf hin, daß der Lebenstunde- Unterricht, den Frau Dr. Kriesche erteilt, mit der Jugendweihe der EPD. am Sonntag, den 26. März. in Schöneberg, Hohenzollernschule, Belziger Straße, in teinem zu fammenhang fteht. Der Einführungsunterricht für diese Jugendweihe findet legtntalig am Donnerstag, 23. März, von 4-6 Uhr im Jugendheim Schöneberg. Rubens, Ede Hauptstraße, statt. Seit Traugott v. Jagow als Berliner Polizeipräsident durch die Die Berliner Wohnungs- Lugussteuerverordnung war der AufMarnung Neugieriger beinahe einmal Welfruhm erworben hätte, fichtsbehörde am 12. Februar 1921 zur Genehmigung vorgelegt wor fann er's nicht mehr lassen. Nämlich das Warnen. Mit dem Rufe: September 1921 erneut mit dieser Steuerordnung, da vom Mini- lichen den. Wie erinnerlich, befaßten sich die städtischen Körperschaften im Jah warne- Zeitgenossen und Geschichtsforscher" sterium des Innern eine große Anzahl von Bedingungen für diese ( man beachte den entschiedenen Fortschritt in der Auswahl der ge- Bustimmung gestellt worden waren. Die Steuerordnung wurde den warnten Objekte!) stürzt er sich auf das hier schon besprochene Buch Wünschen des Ministeriums entsprechend abgeändert und Ende von Brammer über den Leipziger Jagowiterprozeß. Herr v. Jagow September erneut zur Genehmigung vorgelegt. Aber auch darauf findet, daß er in dem Buch nicht günstig genug davongekommen sei, namentlich vermißt er die hochbeachtenswerten Ausführungen der Berteidigung" und sein eigenes letztes Wort". Daß Herr v. Jagow feine eigenen Ausführungen für das Beachtenswerteste auf der Belt hält, wird niemand wundern, der diesen aufgeblafenen Couleur: studenten mit der Hand in der Hosentasche vor dem Reichsgericht hat näfeln hören. Daß er aber in einer objektiven Darstellung über den Prozeß nicht ganz die Rolle spielt, die er sich selber wünscht, daran dürfte er selber mehr schuld sein als er ahnt. Denn es gab da sehr unglüdselige Momente, in denen man sich fragte, warum der eifrige Warner anderer sich selbst nicht im rechten Augenblick zu warnen weiß. Franen- Arbeitsgemeinschaft( Programmturius). Referentin: Klara Bohm. Schuch( M. b. R.) heute abend 6% Uhr( nicht 7 Uhr) tm Cigungsfanl des Sekretariats, Lindenstr. 3, 2. Hof 1. 2 Sr. Bortragszyklus Gemeindepoliti: für weibliche Stadt- und Bezirksverordnete und Bürgerdeputierte, 2. Bortrag: Das städtische Finanzwesen, Referent: Dr. Lohmann( Stadtverordneter), Freitag, ben 17. März, abends 7 br, im Sigungsfaal bes Gefretariats, Lindenstr. 3, 2. Hof links 2 Xt. erfolgte die Genehmigung nicht. Inzwischen hat der Reichsrat am 11. 15. Dezember 1921 Richtlinien über die Erhebung der Wohnungslugussteuer aufgestellt, die eine außerordentliche Beschränkung dieser Steuer darstellen. Am Schluß der Richtlinien ist ausdrücklich bewenn sie von den Richtlinien abweichen, bis zum 1. Oftober 1922 stimunt, daß die bereits eingeführten Wohnungsiurussteuern, auch weiter erhoben werden dürfen. Der Oberpräsident hat jezt im Februar 1922 dem Magiftrat die Steuerordnung über die Woh nungslurussteuer ohne die Juftimmung der Minister zurüc gegeben und den Magistrat ersucht, die Steuerordnung mit den Grundsägen des Reichsrats in Eintlang zu brin gen. Ferner sind darüber hinaus noch eine ganze Anzahl von neuen Abänderungswünschen mitgeteilt worden, von deren Berück sichtigung die Zustimmung der Reffortminifter abhängig gemacht ist. Dies bedeutet praktisch, daß die Wohnungslurussteuer für Berlin frühestens erst von dem 1. April 1922 ab eingeführt werden könnte. Der Stadt ist also durch die Verzögerung der Genehmigung der SteuerLeipzig, 16. März.( TU.) Im Leipziger Volkshause wurde gestern ordnung durch die Aufsichtsbehörden die Erhebung der Woh= der Internationale fozialistische Studententon- nungslugussteuer für das ganze Rechnungsjahr greß eröffnet. Der Kongreß ist von fast allen deutschen Hochschulen 1921 unmöglich gemacht worden. Damit sind ihr beschickt. Ferner sind verireten Deutschösterreich, Ungarn, fichtig geschäßt wenigstens 20-40 millionen SteuerItalien, Norwegen, Bulgarien und die Tschecho- einnahmen verloren gegangen. Nunmehr aber ist durch [ lomatei. Es sind fast 100 Delegierte anwesend. Auf Antrag die Richtlinien des Reichsrats auch der Ertrag der Steuer felbft ber kommunistischen Bertreter wurde die bürgerliche Presse außerordentlich zweifelhaft geworden. Da aber dieser Ertrag nur 811n Rozb. Augenheim Münchener Straße 52. Bortrag:„ Das Sozialiſten nicht zu den Berhantlungen zugelassen. Der gestrige Tag wurde au denselben Zwecken verwendet werden darf, wie die Abgabe zur gefez.- Norden. Jugendheim Gemeindeschule Butbufer Straße 5/7. Bortrag: Förderung des Wohnungsbaus, fann es der Stadt nicht zugemutet Aus dem Seelenleben der Stere." Stralauer Biertel. Jugendheim Ge vorwiegend ausgefüllt mit technischen Fragen und Tätigkeits. werden, Kosten und Arbeitslaft der nicht einfachen Beranlagung meinbeschule Naglerstraße 3. Lefeabend: Lubmig Thoma." Schönhauser berichten. Heute, Donnerstag, soll die Möglichkeit einer Zusammen- dieser Steuer aufzuwenden. Vielmehr können die Mittel nunmehr Das Seitungswefen." Borstadtl. Jugendheim Gemeindeschule Sonnenburger Straße 20. Bortrag: Steglig: Friedenau Jugendheim Offenbacher arbeit der Intellektuellen aller Länder verhandelt werden. bis auf weiteres nur durch Zuschläge zur Wohnungsbauabgabe be- Straße 5 a. Distuffionsabend: Die Jugend und der Antimilitarismus." Die Internationale der Studenten. cor= Jugendveranstaltungen. Derein Arbeiter Jugend Groß- Berlin, M. 68, Lindenftr. 3, 2. Sof, 2 Irp. Telephon Morigpleg 121 08-121 19. Heute, Donnerstag, den 16. März: Der Bollstangturfus finbet heute abend 7 Uhr wieder im Jugendheim, Lindene ftraße 3, 11. Hof, 3 Treppen, ftatt. Neuantwiz. 6. Vortrag:„ Die Berfassung." Gewerkschaftsbewegung Entschließungen der Textilarbeiter. Der Beirat des Deutschen Textilarbeiterverbandes befaßte fich auf seiner Tagung vom 10. bis 12. März u. a. auch mit den 10 For derungen des ADGB., den Gesezentwürfen des neuen Arbeitsrechts, sowie mit der Frage des Sozialiohnes. Die Stellungnahme- des Beirats in diesen Angelegenheiten wurde in trei Entschließun= gen zusammengefaßt, die wir hier auszugsweise wiedergeben. somie Maler, Anstreicher, Lackierer! Die zu morgen abend 7 Uhr einberufene öffentliche Malerversammlung ist nicht vom Verband der Maler einberufen, sondern von den kommunistischen Spaltungspolititern, die die Erfolge der Zersplitterung im Bauarbeiterverband nicht schlafen lassen. Wer die Tätigkeit diefer Leute während des letzten Jahres beobachtet hat, fut am besten, die Herrschaften unter sich zu Berband der Maler, Filiale Berlin. laffen. Wirtschaft Koften des Nahrungsmittelaufwandes. Die starte Erhöhung der Brot, Kartoffel- und Fleischpreise im Monat Februar tommt in der Lebensmittelpreisstatistit bereits sehr scharf zum Ausdruck. Nach den Berechnungen R. Calwers stellten sich im Durchschnitt von etwa 200 beutschen Plätzen die Kosten des Nahrungsmittelaufwandes einer vierköpfigen Familie im Februar 1922 auf 674,39 m. gegen 548,85 M. im Vorgibt sich aus nachstehender Tabelle: Februar 1914. Inder 25,29 • 1918.. 56,47 1919... 64,93. Februar 1920. 1921. 1922. 4 Inder 147.65 850,56 674,39 Ortsverwaltung gegen Hauptverstand im DEV. Bekanntlich mußte der Hauptvorstand des Deutschen Eisenbahner: Der Beirat ersucht den Vorstand des DGB., inten- Berbandes gegen den überwuchernden fommunistischen Einfluß in/ monat. Die Entwicklung der Reichsinderziffer seit Februar 1914 erfiser als bisher die am 15. November 1921 aufgestellten 10 For der Berliner Mitgliedschaft geeignete Maßnahmen treffen. Diese berungen zu propagieren und sie in den sozialistischen Parteien wurden nun erst recht zum Anlaß genommen, die Verhegung weiter zu treiben. Die Opposition fette die Einberufung einer Generalver den Regierungen gegenüber zu verfreten fammlung durch, die gestern ebend abgehalten wurde und eine Neuwahl der Ortsverwaltung vornahm. Dabei erhielt die kommunistische Liste Schmiedte eine, wenn auch nicht sehr starke Majorität. Geger diese Wahl erhob der Verbandsvorsigende Scheffel sofort Ein prud und erklärte namens des Hauptvorstandes, daß der Verband infolge der trüben Erfahrungen, die man gemacht habe. tommunistische Angestellte nicht anerkenne.. Der Hauptvorstand werde der Ortsverwaltung Berfin eine ihm passend erscheinende Leitung geben. Diese Erklärung wurde von den Kommunisten mit ungeheurem Lärm aufgenommen, der sich so steigerte, daß man Handgreiflichkeiten erwarten mußte. Die Versammlung wurde infolgedessen geschloffen. und des Bundesausschusses, das Interesse der politischen Partei, der fie angehören, unberücksichtigt zu lassen und in allen Fragen ihr Berhalten ausschließlich nach dem gewerkschaftlichen Intereffenstant puntt der Gesamtarbeiterflasse einzurichten. Die Arbeiterschaft wird vom Beirat aufgefordert, von den sozialistischen Parteien die Beendigung des Bruderkampfes zu verlangen und auf die Wiederzusammenfassung der streitenden Teile hinzustreben. Der Beirat fordert von den sozialistischen Parteien als ersten Schritt für die Behandlung der besonders wichtigen Angelegenheiten in den Parlamenten, die Bildung von Arbeitsgemeinschaften zur Erzielung einheitlichen Handelns, um so endlich die proletarische Macht wirksam zu machen. Zu den Gesetzethiwürfen des neuen Arbeitsrechts erklärt der Beirat, daß diese in vielen Paragraphen den alten gemeingefährlichen, in Gesetzgebung, Berwaltungspragis und Juris diktion zum Ausdrud gekommenen arbeiterfeindlichen Geist der Vortriegszeit atmen, Borsicht bei Zuzug nach Hamburg. Der Hamburger Ortsausschuß des ADGB. bittet alle Arbeiter blätter um die Beröffentlichung folgender Feststellung: Demnach hat die Inderziffer im Vergleich zur Borkriegszeit bereits eine Steigerung auf das Siebenundzwanzig. fa che erfahren. Das Anschwellen der Teuerungswelle in den letzten sechs Monaten ergibt sich aus nachstehender Uebersicht: Kosten des Nahrungsmittelaufwandes pro Woche in Mart 399,59 September 1921. Dezember. Oftober 418,42 Januar 1922. November 473,89 Februar 514.03 548,85 674.89 Im September 1921 ergab sich im Bergleich zur Borkriegszeit erft eine etwa sechzehnfache Steigerung. Hieraus folgt, daß im Laufe des legten Halbjahres die Rauftraft der Mart im Inlande außerordentlich nachgelaffen hat und daß auch die inländischen Kosten der Lebenshaltung immer mehr sich den Auslandsverhältnissen nähern. Der Wohnungsmangel in Groß- Hamburg ist außerordentlich groß und dürfte in absehbarer Zeit faum gemindert werAufhebung der Benzolbewirtschaftung. Der Wirtschaftspolitische den. Wohnungsuchende müssen auf Wohnungszuweifung minde Ausschuß des vorläufigen Reichswirtschaftsrats stimmie dem Entstens 1½ bis 2 Jahre warten, wenn sie überhaupt in die Liste der wurf einer Bekanntmachung zu, nach der die Bewirtschaftung Bewerber aufgenommen werden. Die Aussichten auf erfolgreichen des Benzols aufgehoben werden soll. Begründet wurde Der Beirat fordert die Zusammenfassung der vielen Wohnungstausch sind außerordentlich gering, da erstens die Nach die Vorlage vom Reichswirtschaftsministerium damit, daß bei dem einzelnen Gesezentwürfe zu einem großen einheitlichen Gefeß frage sehr start, zweitens der Wegzug der ortsansässigen Arbeit schwankenden Beschäftigungsgrade der benzofverbrauchenden Ergebungswert, welches das gesamte Arbeitsrecht für die nehmer ganz gering, und drittens der Wohnungstausch meistens mit merbszweige eine zwedentsprechende Verteilung nicht durchzuführen lohn und gehaltsempfangende Bevölkerung in sich schließt. ganz. erheblichen Geldopfern verknüpft ist. ist. Auch wird der Benzolpreis zum 1. April annähernd dieselbe Er sieht in verschiedenen Bestimmungen des Entwurfs ber Die Unterkunftsmöglichkeiten für ledige oder allein höhe wie der jetzige Benzinpreis erreichen. Der Benzolver. Schlichtungsordnung, ganz besonders im§ 55 sowie im stehende Arbeitnehmer sind sehr beschränkt. Die Herbergen band hat sich verpflichtet, die Mengen, welche für die Zwangsliefe 13 des Entwurfs des Arbeitstarifgejeges eine den sind entweder überfüllt oder selbst für fürzeren Aufenthalt unge- rungen an die Entente aus dem Friedensvertrag notwendig sind, Aufstieg der Arbeiterflaffe beeinträchtigende Einschränkung des nügend. Es mangelt durchaus an Brivatioais. Die Preise für sicherzustellen und alle Teile Deutschlands, insbesondere Ostpreußen, Streifrechts, sowie eine Gefährdung des Rechts der Koalition und Unterkunft in bescheidensten Hotels oder Gasthäusern sind angesichts und ferner die Landwirtschaft, das Handwerk und die sonstigen kleinen der Bewegungs- und Handlungsfreiheit der gewerkschaftlichen Organi- der sonstigen Lebenshaltungskosten( Hamburg marschiert an der Verbraucher im gleichen Umfange wie bisher zu versorgen. fationen. Spitze der teuren Städte) für Arbeitnehmer unerschwinglich. Die Betriebsverbände in der Binnenschiffahrt. Jm voll18. Energischen Protest erhebt der Beirat gegen die im Arbeits- Den Arbeitnehmern wird, wenn sie sich schwere Enttäuschungen er= tarifgefeßentwurf und im Entwurf eines Gejeges über die Rechts- sparen wollen, dringend geraten, nur dann nach dem Wirt wirtschaftlichen Ausschuß des Reichstages wurde am Mittwoch das Gesez zur Wenderung der Verordnung über die fähigkeit der Berufsvereine ausgesprochene Schadenfchaftsgebiet Groß- Hamburg zuzuziehen, wenn ersah- und Bußepflicht der Gewerkschaften im Falle an der Arbeit anbietende Unternehmer unterkunft Errichtung von Betriebsverbänden in der Binnenschijfahrt vom geblich rechtswidriger Bertragsverlegungen, sowie gegen die im Ent in einwandfreien Räumen zu normalen Breisen 18. August 1917 in Tester Lesung angenommen. Danach sollen die wurf eines Arbeitsnachweisgefeßes auf Wunsch Arbeits- schriftlich garantiert.( Aehnlich liegen die Verhältnisse in Mitglieder der Betriebsverbände der Kleinichiffahrt selbit darüber fämpfen und die teilweise llebertragung der Kosten der Arbeitsver- Großstädte. Es empfiehlt sich darum, den im letzten Satze ausgezulösen sind, oder ob auch fernerhin em Zusammenschluß auf licher Maßnahmen zwangeweise gebildeten Betriebsverbände auf. milliger zugelaffene Bermittlung von Arbeit an diese bei Lohn- der Mehrzahl der anderen Ortschaften Deutschlands, nicht nur der abstimmen, ob die ursprünglich zur Durchführung friege wirtschaftsprochenen guten Rat auch dann zu beherzigen, wenn es sich um 34 öffentlich- rechtlicher Grundlage erfolgen felf. Hierdurch soll dem mittlung an die Proletarier. zug nach jedem beliebigen andern Orte handelt.) Der Beirat lehnt die Erfegung der Arbeitslosenfürsorge durch eine Arbeitslosenversicherung ab. Er erblickt in der Beitragspflicht der Arbeiter und Angestellten eine in der heutigen Zeit unperantwortliche Belastung der Klermften unserer Bevölkerung. Er fordert ein Arbeitszeitgefeh, das die Arbeitszeit aller in Deutschland gegen Lohn oder Gehalt beschäftigten Personen auf der Grundlage des achtstündigen Arbeitstages regelt und eine Ratifizierung des Washingtoner Abkommens. Er erwartet, daß der Borstand des ADGB. allen in diesen Gefehentwürfen enthaltenen arbeiterfeindlichen Paragraphen den energischsten Widerstand entgegenseit und versucht, deren Zustandekom men den Interessen ter deutschen Arbeitnehmer entsprechend zu gefialten. Das vorläufige Weiterbestehen der Demobilmachungs negordnungen hält der Beirat für eine selbstverständliche Pflicht der Reichsregierung. Gegen die Einführung des Soziallognes wendet sich die dritte Entschließung des Beirats, worin die Ortsver. waltungen des Verbandes aufgefordert werden, dementsprechend ihr Berhalten dem Unternehmer gegenüber einzurichten und unter den chriftlich organisierten Textilarbeitern darüber Aufklärung zu schaffen. Der Deutsche Tegtilarbeiterverband tritt, wie bisher weiterhin ein für sozialgesetzgeberische Maßnahmen des Reiches zum Schutz und zur Unterstügung der Familienvorsteher, wie Steuerbefreiungen, Schulgeldbefreiungen, Schulfpeisungen, Schulkleidung, Freifahrten, freie Lehrmittel, Fürsorge mittels Kinderversicherung nach öfterreichischem Musicr usw." Der Tapeziererstreik geht weiter. Der Inhaber der Goldleistenfabrit mad u. Mey, Herr Otto Mad, Berlin, Wallstr. 57, ersucht uns um Berichtigung der ihn betreffenden Stelle der Notiz in der Morgenausgabe des Borwärts" vom 4. März, mit der Ueberschrift:„ Neuzeitige Kampfmethoden bestreifter Arbeitnehmer. Lange vor Beginn des Streifs war fleineren Fabrikanten die Lieferung von Halbfabrikaten übertragen. Diese Lieferanten gehörten nicht zur Branche und waren vom Streit unberhührt. Sie mollten die Waren abliefern und ihr Geld dafür haben. Diese Leute feien an der Abfieferung gehindert, oder ihre Waren auf den Damm geworfen worden. Der Betriebsrat habe für den Bersand der Meßmuster umgehinderte Berladung zugesichert, die anfänglich auch erfolgt sei, bis plöglich eine Rotte betriebsfremder Streifender mit dem Ruf aufgetreten fei:„ Schmeißt die Waren auf den Damm, wir dulden feine Streifbrecherarbeit!" Auf Richter passe das Wort Streitbrecher nicht, da er als Meister angestellt fei. Man habe versucht, diefem einige Gegenstände aus den Händen zu reißen. Da mad unter Berufung auf die Abmachung mit dem Betriebsrat dagegen protestierte, sei ihm der Hut vom Kopfe geschlagen und versucht worden, ihn zu würgen. Beim zurückgehen nach der Haustür sei er wiederum tätlich angegriffen worden. Kleinschiffahrtgewerbe, das sich in einer schwierigen Lage befindet, fernerhin der berufliche Busammenflug ermöglicht werden. Die bestehenden Betriebsverbände haben bis zum 80. Eeptember 1922 über Fortbestand oder Auflösung abzustimmen. Der Betriebsverband tritt bei Stimmenmehrheit für die Auflösung mit dem 30. September 1922 in Liquidation. Berantw. file den redakt. Teil: Franz Klübs. Berlin- Lichterfelde; für An. zeigen: Sb. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin. Lindenfte. 3. ,, Daß ich mich jetzt meiner Haut wehrte, wird feiner weiteren Rechtfertigung bedürfen. Wenn dabei zwei Leuten etwas übel mitaespielt wurde, sei das bedauerlich. Wer aber mit gewalttätigen Mitteln fämpft, muß darauf gefaßt sein, ebenso bekämpft zu 19. Die von uns berichtete Art der Schlägerei blieb von der Berichtigung unberührt. werden." Am Dienstag wurde zwischen beiden Parteien verhandelt. um eine Einigung herbeizuführen. Ueber das Ergebnis wurde gestern Ein Generalffreit für die Landwirtschaft wurde von den Kom in einer überfüllten Versammlung im Gewerkschaftshaus berichtet. munisten der Tschechoslowatei beschlossen. Wie die fozialEs sprachen Müller, Diten und Kielmeyer. Sie berichteten, demokratische Bravo Lidu" meldet, beteiligen fich nur 600 landdaß die Vertreter der Arbeitgeber in manchen Punkten ein Ent- wirtschaftliche Arbeiter an diesem kommunistischen Generalstreif", gegenkommen bekundeten, aber immer noch die Lehrlings= der sich mithin als ein Generalunfug erweist. frage ganz ausgeschaltet wissen möchten. Hinsichtlich des Ar= beitsnachweises zeigten sie sich geneigt, auf das Recht der beliebigen Einstellung zu verzichten. Nur idenn sie die gewünschten Kräfte aus dem Nachweis nicht erhalten fönnten, beanspruchen fie, fich diese auf anderem Wege, durch die Zeitung usw., zu suchen. Doch sollte der Nachweis davon in Kenntnis gefeßt werden. Diese ErJm Metallarbeiterstreit im Rhein- Maingau ist am Dienstag flärung fönne aber nur als unverbindlich gegeben werden, durch Verhandlungen eine Einigung auf der Grundlage des Schieds weil ihnen keine Vollmacht für die Verhandlungen gegeben sei. In der Urlaubsfrage machten sie nicht nur teine Zugeständnisse, son- gerichtsspruches zustande gekommen. Gleichzeitig wurde eine Einidern forderten sogar eine Herabminderung der Urlaubsbestimmungen gung über die Lohnerhöhungen für April erzielt. im alten Tarif. Bu einer vollen Berständigung ist es bei teinem der bisher verhandelten Punkte gelommen, die Verhandlungen sollen jedoch heute( Donnerstag) fortgesetzt werden. Eine Resolution, in der die streifenden Tapezierer, Hilfsarbeiter und Mäherinnen der Lohnfommission und Streifleitung volles Bertrauen befunden und versichern, bis zum siegreichen Ende des Streits gefchloffen hinter ihrer Organisation zu stehen, wurde einstimmig angenommen. Deutscher Metallarbeiter- Verband Solaites Verwaltungstelle Berlin N 54, Linienstraße 83 85. Geschäftszeit von vorm. 9 1hr bis nachm. 4 2hr Telephon: Aunt Norben 833, 81, 835, 836. Die Bertrauensmännerfonferenz der Maschinenfchloffer findet heute nicht um 6 Uhr, fondern um 7 Uhr statt. Die Orisverwaltung. 114/14 Die Anfertigung moderner Korsette, ReformKorsette. Kinderleihchen, Büstenhalter usw. aus eingesandten Stoffen unter Hinzunahme besten Materials, als auch Reinigung und Wiederherstellung getragener Korsette übernimmt bei billigster Berechnung Korsett- Fabrik Richard Necke 1. Geschäft: Bin.- Karlshorst, Treskow- Alec 99 igfeit, nerv.Unruh.. 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Gurkofix feinst. Gurkensalat Ueberall erhältlich! Essig, Mostrich. Carl Tinner, Konservenfabrik u. Berlin, Büschingsir. 6 Korbmöbel ffi Gärten, Balkone, Wohnzimmer i moderner u.dauerhafter Ausführung. Korbsessel v. M.60 an. Große Auswahl Besichtigung erbeten Heinrich Kaese Korb- u.Rohrmöbelfabr. Neukölln, BerlinerStr.89 Quergeb. pt.( Kein Lad.) Berichtigung! 08 Dorath's zuverläftige u. bekömmliche Kinder Nahrungen für Meh! Her Kines Breffire über Enofcungie Pflege, das Täuglings botteglob. Richard Powath Geneb. H. Barlin P. 2. 68. Gewinn- Auszug bet Breus.- lbs.( 245. Preuß.) Klaffen- Potterie 2. Ziehungstag 4. Klasse. 15. März 1922. Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und stvar le einer auf die Lose gleicher Nummer in ben beiden Abteilungen I und II Chne Gewähr. Rachorud verboten. In der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 409 Mart gezogen: 2 zu 200000 M 26 825 2 zu 100000 M 2 8471 2 zu 40000 M 75539 2 zu 20000 M 8391 4 zn 10000 M 39002 275144 6 zu 6000 M 49965 112231 198500 10 zu 3000 M 64195 81276 199814 217464 283535 32 zu 1000 M 32910 38223 40934 44010 60604 93738 100574 112693 133014 140802 209606 210560 244478 258236 263007 272272 In der Nachmittagsjichung wurden Gewinne über 409 Mark gezogen: 4 zu 20000 M 126244 208902 4 zu 10000 M 157706 2: 2115 8 zn 5000 M 81127 108125 155230 271639 18 zu 3000 M 12280 24280 70182 80076 158881 170940 179309 20.058 277021 24 zu 1000 M 100753 102823 113174 120739 159510 179157 186506 222903 225648 234189 241714 291276 Die in dem vorstehenden Gewinn- Auszug nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne find aus den Liften zu ersehen, die bei den staatlichen Lotterie- Einnehmern zur unentgeltlichen Ein ficht ausliegen. Jm Juferat Mufflärung, S. Steinberg, in 9tr. 127 vom 16. 3. 22 muß es im legten Sag nicht heißen: Damit mit aller Macht vorgegangen wird" fonbern ,, da mit aller Wladyt vorgegangen wird" ufw. Schlechterwerke Peter Schlechter Markgrafenstraße 27 Ecke Krausenstr. Wo laß ich meinen Anzng machen? Wer garant. f. gut. Sig u. Berarbeitg.? ar Motel, Schneidermstr. Neuföln, Ningbahnstr. 33:: Tel. 609 Lieferung für höchste Staatsbeamten Biele Anerkennungen u. Dautschreiben Altes Restehaus Resten Damen- Mantelstofi., Tuchen Krause renomm Pianos zur Micie Ansbacher Str. 1, Ecke Kurfürstenstr. BERLITZ SCHOOLS Leipziger Str. 123 a Tauentzienstr. 19a FREMDE SPRACHEN Ecke Wilhelmstr. Einzelunterricht. Zirkel monatl. 100 M. Affenhaut. Covercoats, Homespun, Kostümstoffe. Kammgarne, Gabar. dine, sehr bile. Kleider, Mantel- und Putter- Selden in vielen Farben. 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