Nr. 175 39. Jahrgang Ausgabe A nr. 88. Bezugspreis: Bierteljährl. 90,- M, monatl. 50, frei ins Haus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 30,-., einschl. Sustellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, fowie Bestpolen, Defterreich u. Lugemburg 64,-., für das übrige Ausland 82,- M. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, Eng. land. Efthland, Finnland, Frankreich Holland. Lettland. Luxemburg, Defter reich. Schweden, Schweiz, TschechoGlomatei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Bellage Giedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adreffe: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 1 Mark Anzeigenprets: Die etni paltige Nonpareillezetle foftet 12, M. Aleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 3,- M.( 311 läffig zwei fettgedruckte Worte), fedes weitere Wort 2,- M. 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April.( Eigener Drahtbericht.) heufige Tag war im Vergleich zu den zwet erften der Konferenz ein ruhiger Tag; nur die Finanzfommission trat am Nachmittag zu einer Genua, 12. April.( Sonderbericht des Sozialdemokratischen BarZum zweiten Male treten die Lehrer unserer Partei in Sigung zusammen, in der Reichsfinanzminister Dr. Hermes den lamentsdienstes.) Die Mitarbeit der deutschen Delegierten in den diesem Jahre zu einer besonderen Tagung in Hamburg zudeutschen Reichshaushalt unterbreitete und die Schwierigkeiten der Kommissionen wird an Hand der von der Regierung schriftlich sammen. Der Entschluß war längst gefaßt, ehe die jüngsten Balancierung darlegie. Im übrigen beschäftigte man sich in der firierten Richtlinien vor sich gehen. Die Dentschriften, die für jedes Ereignisse ihre Sturmwarnung für das tulturelle Küstengebiet Hauptsache mit Geschäftsordnungsfragen. Dagegen wird für mor- einzelne Problem aufgestellt wurden, weisen übereinstimmend darauf unserer Politik ergehen ließen. Die Gefährdung des Reichsgen eine größere Debatte wegen der englischen Dentschrift über die hin, daß es zwedmäßig erscheint, dauernde Bereinigungen schulgesetes, die Verzögerung der Leherbildungs= Wiederaufnahme der finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen au schaffen, deren Organe für alle in Betracht kommenden Stoffe reform, der Vorstoß der preußischen Schulreaktion mit Sowjetrußland erwartet. Die am Montag den Ruffen über- auf Anruf der Beteiligten wie auf eigenen Antrieb anregend und gegen Berlin all das wird dem Hamburger Lehrertag nun ein aftuelles Gepräge geben und ihm ein besonderes reichte englische Denkschrift wird zwar noch geheim gehalten, doch bermittelnd eingreifen sollen. fidert bereits verschiedenes über den Juhalt durch. In englischen amt für internationalen Transport in Bern eine solche VereiniDie Denkschrift Transportfragen sieht in dem Zentral- Interesse sichern. Doch nicht um die Schule als solche wird sich die Arbeit Delegiertenfreifen erzählt man, daß die englischen Vorschläge darauf hinauslaufen, eine regelrechte Durchführung der dette publique gung. Durch Bereitstellung geschulter Sträfte, vor allem durch Geld- dieser Tagung drehen, sondern um den Lehrer. Nicht um die ( öffentlichen Schuldenverwaltung) nach türkischem Vorfriegsmufter foll den. Bereinigungen geholfen werden. mittel, die durch private Kredite aufgebracht werden sollen, Plattform für eine besondere Schulpolitik der sozaildemokratischen Lehrerschaft zu schaffen, hat die Partei ihre Berufsüber Sowjetrußland zu verhängen. Das würde auch das Regime der Die Dentschrift für Finanzfragen geht davon aus, daß als erzieher zu einer eigenen Arbeitsgemeinschaft zusammengeKapitulationen für Rußland bedeuten, d. h. aljo, daß die in primäre und maßgebende Ursache für den Berfall der Währung nicht faßt, sondern um die Kräfte dieses Bortrupps für die kulturellen Rußland lebenden Ausländer nicht den russischen Gerichten, sondern die Inflation, sondern die Bassivität der Zahlungs. Aufgaben der Sozialdemokratie, in der Schule wie im der Gerichtsbarkeit ihrer fonfularischen Vertretungen unterfiellt wer- bilan z anzusehen ist. Berbefferung der Handelsbilanz burch Stei Boltsleben und in der Jugendbewegung, fruchtden. Darüber hinaus soll die einzige Strafe, die die Sowjet- gerung der Produition, zur Beschränkung der Einfuhr und Ver- bar zu machen, um in diesen Pionieren einer neuen Kultur das regierung gegen Ausländer verhängen darf, die Ausweifung mehrung der Ausfuhr sowie die Verhinderung der Rapital 3usammengehörigteitsgefühl untereinander und jein. Es ist kaum anzunehmen, daß die ruffische Delegation von flucht durch internationale Bereinbarungen werden als Auswege mit der Partei zu stärken, ihren Blick für die Gegenwartsaufihrem dringenden Wunsch nach offizieller Anerkennung fo weit ge- empfohlen. Gleichzeitig wird der Antrag auf Einsetzung einer Unter- gaben zu schärfen und dadurch werbend zu wirken in der trieben werden wird, auch solche Bedingungen zu schlucken. tommission zur Vorbereitung eines internationalen Abkommens Maffe derer, die sich auch heute noch nur als ErziehungsWie ich aus ruffifchen Delegiertentreifen höre, ist man durch gegen die Steuerflucht gestellt. Zugegeben wird, daß die genannten beamte im Sinne und Geifte des alten Obrigkeitsstaates fühlen. diefes englische Programm schon aus dem Grunde überrascht, weil Maßnahmen eine endgültige Lösung nicht bringen fönnen. Es wird Sicherlich ist diese reaktionäre oder liberal angehauchte es mehr die Form eines bereits fertiggestellten Vertrages hat als deshalb empfohlen, bei den wichtigsten Faktoren der Zahlungsbilanz, Masse unserer Lehrerschaft, das stärkste Hemmnis jeder eines eigentlichen Temorandums. Manche Einzelheiten werden der Berschuldungs- und Forderungsbilanz mit einer internationalen Schulreform, ist die Frage der inneren Neugestaltung als annehmbar, andere als brauchbare Berhandlungsgrundlage, Lösung zu beginnen. Die Dentschrift weist dann auf die verschiedenen unserer Schule und unseres gefamien Erziehungswesens in vieles jedoch als vollkommen undistutierbar bezeichnet. Die Ruffen, Vorschläge hin, die zu dieser Angelegenheit bereits gemacht worden hohem Maße eine Frage der Lehrerpersönlichkeit. heißt es, fcien feineswegs bereit, ihre Anerkennung um den Preis find. 2is diskutabel erscheint für Deutschland unter den drei ge- ie wir feine sozialistische Wirtschaft ohne Menschen mit ihrer staatlichen Souveränität zu verkaufen; ferner weisen die machten Borschlägen der zwelie, der die Schulden der Schuldner- fozialem Pflichtgefühl gestalten werden, fo werden wir auch Ruffen darauf hin, daß fie bereits eine voll ausgearbeitete Gefe- länder durch internationale Vereinbarungen auf ein erfrägliches feine wirklich neue Schule ohne ein neues Lehrergeschlecht aufgebung befißen, die auch den Bedürfnissen der Ausländer Rechnung und durch Arbeitsleistung abzubürdendes Maß herabsehen will. bauen. Die Lehrerschaft und vornehmlich die Jungen unter trägt, während die englischen Vorschläge von der Annahme aus- Weiter wird in diesem zweiten Borschlage gesagt, daß zur Sicherung ihr für den Gedanken der neuen Kultur zu gewinnen, ist ganz zugehen scheinen, daß in Rußland völlige Anarchie herrsche. Was der Berzinsung und der allmählichen Tilgung der Restschulden sowie gewiß die wichtigste Gegenwarts aufgabe auf kulturellem die Regelung der Schuldenfrage anbetrifft, so dringen die Russen auf zur Wiederherstellung der normalen Verbindungen der Welt I ang Gebiet, hinter der die eigentlich schulpolitischen Fragen an Bedie Anerkennung der Gegenseitigkeit und dürften bei dieser Gelegen- fristige Stundungen oder internationale Kredite deutung zurückstehen. Die Reaktion hat diesen Kernpunkt flar heit die berühmte Gegenrechnung aufstellen für die Schäden, notwendig find. Ausdrücklich wird hinzugefügt, daß solche Kredite erkannt und richtet daher ihren ersten Gegenstoß gegen die die Sowjetrußland durch die von Ententemächten offiziell unter- nur nach Herabsetzung der Schuldenlast erreichbar und auch nur unter fozialistischen Lehrer, sucht ihn mit allen Mitteln fühlen Unternehmungen Kollichats, Denifins, Judeniffchs, Wrangels dieser Boraussetzung von Nugen sind. Selbst macht die Dentschrift zurück zu drängen, seinen Einfluß möglichst auszu= usw. zugefügt wurden. Nebenbei bemerkt, wird in französischen zu diesem schwierigen Problem den Vorschlag, zur Berbesserung der halten. Kreisen erklärt, daß man auf diese Gegenrechnung gefaßt sei, daß internationalen Technit des Zahlungsverkehrs und zum Ausgleich man den Grundjak der Gegenseitigkeit annehme und sich vor einem vorübergehender Wertschwantungen Vereinbarungen zwi Bergleich mit den russischen Vorfriegs- und späteren Schulden an fchen den Zentralbanten zu treffen, welche namentlich auch Frankreich nicht fürchte. die Aufnahme furzfristiger Lombardkredite gestatten sollen. Bon Vieles wird von der Haltung Lloyd Georges abhängen, der besonderem Vorteil wäre" so sagt die Denkschrift zum Schluß vor der schwierigen Aufgabe steht, den englischen Standpunkt zu ver- wörtlich wenn die Sentralnotenbanken die Ermächtigung ertreten, ohne den Erfolg der Konferenz zu gefährden. Der Kampf hielten, folche Kredite auf die bei einer anderen Zentralnotenbant wird um so heißer werden, als man von ruffischer Seite auf die 2b- hinterlegten und von dieser als Pfandhalterin aufbewahrten Sicher rüftungsfrage zurüdfommen will und auf die Unmöglichkeit, gesunde heiten( Gold, Silber, Wechsel) zu gewähren. Auf diese Weise würde Finanzpolitik zu treiben, solange das brüstungsproblem nicht gelöft fich die Konzentration und damit eine volle Ausnutzung der zu ist. Die Folgen eines solchen Borstoßes find nicht zu übersehen, da Lombardzweden verfügbaren Sicherheiten ermöglichen lassen." Frankreich zweifellos die Aufrollung des Problems fchärfftens befämpfen wird und diesmal auf großere Unterstüßung feines Bundesgenoffen als am Montag rechnen könnte. Die Russen haben die Zeit, die ihnen zur Prüfung der englischen Vorschläge gelaffen worden ist, dazu benutzt, GegenvorEinigung mit Polen? Dre Hamburger Lehrertag antwortet darauf nicht mit einem Hymnus auf die bedeutsame Stellung des Lehrers innerhalb der Schule, sondern ganz im Gegenteil mit einer Betrachtung über das Recht des Volfes an seiner Schule und auf seine Schule. Die Schule ist nach unserer Auffassung und nach unserem Willen eben nicht ein Dominium der an ihr tätigen Berufserzieher, sondern sie wird in ihrer Form wie in ihrem Inhalt von den gesellschaftlichen Mächten und Fattoren bestimmt. Hier aber gilt es, das Recht des einzelnen Das Recht der Eltern, über die Erziehung ihrer Kinder zu und das Recht der Gesamtheit mohl gegeneinander abzuwägen. bestimmen, tann nicht ein Dogma werden, über dem die Staatsschule und das Recht des Staates auf die Gestaltung seiner Schule zugrunde geht. Bon den Berfechtern Der Widerspruch in der Liquidationsfrage aufgehoben. der Konfessionsschule wie von den Freunden einer freien Genf, 12. April.( WEB.) Die Liquidationsfrage, die Schule drohen hier Gefahren, die rechtzeitig erkannt werden müssen. Auf dem Hamburger Lehrertag soll versucht werden, fchläge auszuarbeiten, die morgen überreicht werden, was die Dis- im Berlauf der deutsch- polnischen Verhandlungen sich als die schwie von dem Kerngedanken des Elternrechtes und seiner Umgrenfuffion auf ein friedlicheres Gleis lenten könnte. rigste erwies und schon wiederholt zu den überraschendsten Wendun- zung aus eine feste Stellung zu den schwebenden schulDeutschlands Stellung in dieser Debatte wird besonders gen führte, steht vor dem unmitelbaren Abschluß. Die Besprechun politischen und schulreformerischen Fragen zu gewinnen. heitel fein, obwohl es nicht so unmittelbar daran intereffiert ist wie gen, die nach dem geftrigen Abbruch der Verhandlungen heute Der zweite Tag wendet sich dann den allgemeinen Rußland, oder sogar gerade deshalb. Jeht aber, wo der Grundfah der morgen auf Wunsch der zuständigen Mitarbeiter vom Bölkerbund- Kulturaufgaben der Partei zu. Er will die Möglichkeit erGleichberechtigung auf dieser Konferenz zur vollen Durch- fefretariat wieder aufgenommen worden waren, haben den ganzen örtern, die sich gerade dem sozialdemokratischen Lehrer auf führung gelangt ist, könnte vielleicht den deutschen Delegierten eine heutigen Tag gedauert und nach mühsamen Beratungen dazu ge- Grund seiner Berufsausbildung und seiner persönlichen Eindankbare Vermittlerrolle zufallen. führt, daß die Konferenzleitung noch einmal die Berkündigung stellung darbieten, um an diesen voltserzieherischen des Schiedsspruches, die auf heute angesetzt war, ver Aufgaben im besten Sinne des Wortes mitzuarbeiten. Der schob, und zwar auf morgen nachmittag. Dabei darf es heute Lehrer der neuen Zeit will und darf seinen Horizont nicht durch abend nicht mehr als cusgeschloffen gelten, daß der Schiedsspruch in die vier Wände der Schulstube begrenzt sein laffen, er will in Ichter Stunde noch zu vermeiden sein wird, falls die Verhand seiner ganzen Arbeit die inneren Zusammenhänge zwischen fungen, die heute nacht und morgen vormittag fortgesetzt werden, Schule und Leben, zwischen Kultur und Wirtschaft zum Ausweiter einen Verlauf nehmen, der den deutschen Unterhändlern die druck bringen. Darum ist er auch berufen, daran mitzuwirken, 3uftimmung zu einer gütlichen Einigung ermöglicht. daß die großen Kulturaufgabender Sozialdemo= fratie noch flarer als bisher herausgestellt werden, noch mehr als bisher in ihrer Alltagsarbeit zum Aus= brud fommen. Um eine neue Lebensgeftaltung, um höhere Formen sittlicher Gemeinschaft", wie es in unferem Görlitzer Programm heißt, ringt unsere Seit, ringt ganz befonders unsere I ugen d. Die Hamburger Tagung will Wege suchen, auf denen die Partei als die berufene Führerin, als die weltanschaulich geschloffenste in unserer zerrissenen Zeit diesem Ziele näher tommen fann. Zur Gleiwizer Explosion. Das Londoner Memorandum. Genua, 12. April.( Intel.) Sir Worthington Evans erflärte Breffevertretern, daß das Londoner Memorandumt der Entente Sachverständigen( das bekanntlich) die Grundlage für die Beratung der Rußlandfrage ist) teinerlei autorative Stellungnahme irgend eines Staates bedeute. Ein Journalist fragte, mie der Abschnitt mit den Bedingungen für die Aufbauhilfe an Rußland sich mit den Refolutionen von Cannes vertrage, in denen bestimmt worden sei, daß sich fein Staat in die inneren Angelegenheiten des anderen Paris, 12. April.( WTB.) Havas teilt mit, daß die unter - mischen müsse. Darauf erwiderte Borthington Evans, daß fein fu chung der Gleimiger Explosion mit möglichster Be Etaat pofitive Eingriffe in die inneren Angelegenheiten eines schleunigung fortgefeßt werde. Bei der großen Zahl der notwenanteren vornehmen könne, d. h., lein Staat fönne verlangen, daß digen Beugenvernehmungen und Erfundigungen werde jedoch der ein anderer diese oder jene Maßnahmen heffen müsse. Dagegen Abschluß noch eine gewisse 3eit erfordern. stehe es jedem Staate rei, negative Forderungen zu stellen, d. h. er könne zum Beispiel erklären, mit diesem oder jenem Staate Bon einer Schuld deutscher Angehöriger oder gar Deutschlands feinen Handel treiben zu wollen, wenn der betreffende Staat nicht diese oder jene Maßnahmen treffe.(!) Paris, 12. April.( BTB.) Nach einer Havasmeldung aus Genua dementierte der englische Schazkanzler, Sir Robert Horne heute offiziell die von der Pariser Presse Lloyd George zu geschriebenen Pläne einer Rüstungspause von zehn Jahren. Es ist vielleicht mehr als ein Zufall, daß in demselben kann demnach vorläufig keine Rede sein. Um so unverantwortlicher Augenblick, in dem die Völker der Welt in Genua über den ist die Deutschenheze des Pariser Boulevardstraße, die nach dem Unwirtschaftlichen Wiederaufbau beraten, Konferenzen wie der glück einsetzte. Lobe spricht in München. Auf Einladung unserer Münchener Genoffen wird der Reichstagspräsident am 21. April dort über die Genua- Konferenz und die Lage der deutschen Arbeiter sprechen. Internationale Studentenfongreß und wie dieser sozialdemofratische Lehrertag zusammentreten. Sie lenfen unseren Blic auf das Doppelproblem unserer Zeit, das doch im tiefsten Grunde ein einheitliches ist, auf die innere Verknüpfung zwischen dem wirtschaftlichen und dem fulturellen Wiederaufbau, zwischen dem Ideal einer neuen Gesell schaft und eines neuen Menschen, zwischen Leben und Schule. Die Kluft, die heute zwischen Schule und Leben besteht und die die wiedererstartte Reaktion mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten bestrebt ist, muß endlich geschlossen werden. Daran mitzuarbeiten ist die Aufgabe des Staates und der Eltern wie desjenigen Teiles der Lehrerschaft, der nicht nur die Schule, sondern auch das Leben der Gegenwart fennt. Der Vorwärts" und der„ Dolchstoß". " Der„ Borwärts" hat die belgischen lebergriffe im befetzten Gebiet scharf getadelt. Was macht die Deutsche Tageszeitung" daraus? Sie bricht einen neuen Krafeel vom 3aun, indem sie ihren Lesern folgende schamlose Berleumdungen auftischt: Wer hat zielbewußt und planmäßig den Willen zum Durch halten im Eristenzlampfe des deutschen. Boffes untergraben und vernichtet? Wer hat dafür gesorgt, daß Deutschlands Heer die Waffen wegwerfen mußte und der Weg frei wurde für die belgisch französischen Truppen zur Besegung und Unterdrückung deutschen Gebietes; und wen trifft unmittelbar die Schuld daran, daß heute die deutsche Arbeiterschaft auch Duisburgs mehrlos belgischer Rach sucht preisgegeben ist? Es steht dem Borwärts" übel an, jetzt Klage zu erheben über Deutschlands Schande, die er zum guten Teil selbst verschuldet hat. Die Haltung des„ Vorwärts" im Kriege ist zu bekannt, als daß es notwendig wäre, an das Verleumderblatt ein Wort der Erwiderung zu verschwenden. Es genügt, festzustellen, daß auch die Leichen unserer Landsleute im besetzten Gebiet für die" Deutsche Tageszeitung" nur ein Anlaß sind, mit schmutzigen Lügen Boltsvergiftung zu treiben. Deutschlands Entwaffnung. Hat da glücklich das Direktorium des Reichsamts für Angefteltenversicherung in mehreren schweren Sigungen heraus, Die Reidstreuhandgesellschaft berichtet, daß ihr bisher folgende getüftelt, welche neuen Amtsbezeichnungen den Angehörigen Mengen von Kriegsgerät zugefallen find: 5 879 256 Gero ehre verschiedener Besoldungsgruppen innerhalb des eigenen Machtund Karabiner, con benen noch 8583 ungerstört auf Lager sind und bereichs verliehen werden konnen. Der simple Untertan denkt, daß 14689 an das Reid tzw. bie cutiersen Wächte abgegeben wurten. Das herausgequälte Resultat solcher Direktoriumssigungen, wenn es Der Neft wurde zer wrt. Von 104 477 Maschinengewehren hon überhaupt notwendig ist, den Beamten einfach durch ein Rundsind noch 14 auf 2, 379 wurden abgegeben und 104 084 zerstört. gemacht und dadurch erledigt wird. Aber weit gefehlt. Das Difchreiben oder durch einen Anschlag am schwarzen Brett bekanntSämtliche 28 440 Dinenwerfer und robre, bie der Treu- refterium befiehlt, daß der schriftiche Niederschlag feines Geiftes handgesellschaft eingeliefert wurden, sind zerstört worden, ebenso 3000 mal vervielfältigt wird, damit die Herren Diref= 54 415 Gefchie und Rohre, fomie 27 809 Lafetten. An Mutoren, Abteilungsleiter, Haupttassenrendanten, Dienststellenleiter, die nition fielen an über 76% Millionen scharfe Artilleriegeschosse und Herren Grpedienten des CB II und der Herr Oberbotenmeister Minen, rund 33 Millionen scharfe Hand-, Cewehr- und Burf ihn als Privatbesig genießen können. Der Betriebsrat, die mittleren granaten, über 120 Millionen scharfe Zünder und 936 Millionen und die Unterbeamten, die der Einfachheit halber dann nicht mehr 13 381 zerstört, 4 auf Lager und 629 abliefert worden. Von Flug- baftig werden. Man denke! Stück Handwaffenmunition. Von 14014 Flugzeugen find als Herren angeredet werden, läßt man dieses Genusses auch teilzeugmotoren wurden 24 045 zerstört, 15 gingen auf Lager und 3651 wurden unzerstört ausgeliefert. Diese Zahlen dürften erneut be weisen, daß es eine Unmöglichkeit für Deutschland ist, das waffenstarrende Frankreich ernstlich zu bedrohen. Die Sicherheitspolizei bat infolge der legten Nollet- Note Befehl erhalten, ihr gesamtes Nachrichtengerät bis zum 15. April abzuliefern. ,, Bayern seins mir." Die Bayerische Volkspartei hat im Landtage folgende kurze Anfrage eingebracht: den Beamten bisher, ausgestellten Ernennungsurkunden neue Das Allertollste ist aber, daß verfügt wird, daß an Stelle der Dotu mente mit den frisch erfundenen Amtsbezeichnungen ausgefertigt werden müssen. Diese neuen Urfunden müssen jeweils von zwei Direktoriumsmitgliedern unterzeichnet sein. Das heißt, daß im Reichsamt für Angestelltenversicherung für Wochen hinaus ein ganzes Bureau und zwei Direktoren damit beschäftigt werden, für rund 2400 Beamte neue Urkunden zu schreiben refp. zu unterschreiben! Und das alles nur, weil die AmtsbezeichDirektoriums andere geworden sind. Man stelle sich den Dienst und nungen jener Beamten jetzt auf Grund einer genialen Erfindung des die Bedeutung der Direktoren des Reichsamts für AngestelltenverIst der Staatsregierung bekannt, daß ab 1. April ein sicherung vor, die damit beschäftigt werden, zweitausendvierhundertpreußischer Oberleutnant in das bayerische Infanterieregiment mal ihren Namen zu schreiben, man stelle sich die armen StenoNr. 20 eingestellt wurde, daß außerdem im Wehrfreistommando typiftinnen vor, die die Urkunden ausfertigen müssen, und man stelle München zwei preußische Generalstabsoffiziere fich befinden? fich die finnlosen Unfkosten vor, die derlei bureaukratische Scherze dem verfassung festgelegten landsmanichaftlichen Charakter des bayerischen Was gedenkt die Staatsregierung zu tun, um den in der Reichs- Reiche einbringen. Teiles der Reichswehr zu wahren? Hoffentlich genügen diese Zeilen, um den in Frage kommenden Herren durch ihre vorgesezte Behörde eine Lektion über sparsame Wirtschaft zu besorgen. Droben auf der Höh, steht die boarisch' Armee... Deutschnationale untereinander. Smeets' Behauptungen. Der hamburgische Generalstaatsanwalt hat die Bürgerschaft um Die neuen Freiheit"-Redakteure. Köln, 12. April.( SPD- Drahtbericht.) Vor dem Kölner Aufhebung der Immunität der deutschntionalen Abgg. Dr Ridder Schöffengericht stand wieder einmal Herr Smeets als Angeklagter Die Namen der neuen Freiheit"-Redakteure werden jetzt von hoff und Dr. Hafche- Klünder wegen Herausforderung zum 3 wei- wegen. Beleidigung des Genossen Sollmann. Der Angeklagte der Leipziger Bolkszeitung" mitgeteilt. Es sind zunächst in die ampf bzw. Kartelltragens ersucht. Da die Beiden unter hatte in der„ Rheinischen Republik" dem Abgeordneten vorneue Redaktion eingetreten: Otto Meier, preußischer Landtags beantragt haben, ist dem Ersuchen stattgegeben. Die Deutsche geworfen, daß er ein Agent im fapitalistischen Solde der Heimatdienstabgeordneter, Minster, der ehemalige Kommunist, und Georg Beitung" weinert dazu, der Amtsrichter Baege, Kreisvorsitzender zentrale sei; Sollmann beziehe ein fürstliches Honorar vom Verlag Davidsohn. Außerdem die schon genannten Dittmann, der Deutschnationalen Bartei, habe seine eigenen Parteifreunde bei der„ Glode"; Gollmann stehe auf dem Gipfel seiner Macht und Marchionini und Rauch. Der Feuilletonredakteur Stös- der Staatsanwaltschaft den unziert. Mochte es auch inforreft die Arbeiter würden den unsinnigen Märchen der Arbeiterverräter singer und der Gewerkschaftsredakteur Rudner sind geblieben. sein, daß Dr. Ridderhoff seinen Parteifreund Weege, von dem er bald feinen Glauben mehr schenken. In der Verhandlung kam schließ Die Rote Fahne" hat auch zur neuen Redaktion fein Ber- wußte, daß er grundsäglich Duellgegner ist, zum Zweikampf heraus- lich folgender Vergleich zustande: 1. Nachdem Herr Emeets trauen, fie rät den unabhängigen Arbeitern, ihr scharf auf die Finger forderte, so sei es doch ein starkes Stück, daß Waege, noch dazu von dem Schriftstück des Borsitzenden der Reichszentrale für Heimatzu sehen. Das Mißtrauen wird vielleicht noch wachsen, wenn sie er- freund bei dem Staatsanwalt anzeigte. Ridderhoff hatte in Herr Sollmann sei bezahlter Heimatdienstagent, nicht aufrechterunter Wiederholung von beleidigenden Aeußerungen, seinen Partei- dienst Kenntnis genommen hat, erklärt er, daß er seine Behauptung, fährt, daß Otto Meier zu den Neuen gehört; denn dieser hat erst einer Debatte den Sozialdemokraten die Schuld am Kriegsunlängst in der„ Freiheit" einen ziemlich objektiven und vernünftigen ausgang vorgeworfen und mußte dabei den Vorwurf einsteden, daß halten kann. 2. Nachdem Herr Smeets Kenntnis genommen hat von Artikel über Koalitionspolitik veröffentlicht. Sein Uebergang von er, der sich und seinen Sohn hätte reklamieren lassen, am aller- der Abrechnung, die der Redakteur der„ Glocke" Herrn Erlimann der alten Freiheit"-Redaktion, zu deren Mitarbeitern er zählte, in wenigsten befugt wäre, über Kriegsfragen zu urteilen. Diese Be- über die Honorare für von ihm geschriebene Artikel in der„ Glocke" die neue„ prinzipienfeste" weckt Verwunderung. schuldigungen wiederholt Waege in seiner an die Staatsanwalt- erteilt hat, erklärt er ferner, daß er seine Behauptung, Herr Eollschaft gerichteten Anzeige und unterstreicht ausdrücklich, daß Ridder- mann sei hochbezahlter Soldschreiber der„ Glode" gewesen, nicht aufhoff ja genügend Gelegenheit im Schüßengraben hätte finden rechterhalten fann. Herr Smeets erklärt aber auch weiter, daß er fönnen, sich mit der Pistole zu betätigen. tein Material befize, aus dem sich etwas Ehrenrühriges hinsichtlich 4. Herr Sollmann erklärt, daß er die Beleidigung in seinem Briefe, der Berson und der politischen Tätigkeit des Herrn Sollmann ergibt. die eine Folge der Artikel des Herrn Smeets waren, nach den Er" Seiltänzer. Behördlicher Unfug. flärungen zu 1 bis 3 nun ebenfalls zurücnimmt. Die Rote Fahne" hat die erschütternde Entdeckung gemacht, Wort gegen diesen Ridderhoff der allerdings nur einer von jenen Die Deutsche Zeitung" aber verurteilt Waege und findet fein daß die georgischen Menfchemisten im Dienste des Bielen ist, die nun die deutschen Kriegsteilnehmer beschimpfen, hinter mefteuropäischen Kapitalismus stehen. Der Beweis? deren Leibern sie bequem im Sichern faßen. Der Delegierte Frankreichs stellte gestern auf der Genueser Konferenz die Forderung, das unabhängige Georgien, das in Genua durch einen Menschewisten vertreten ist, zur Konferenz zuzulassen. Also" verDie Braunschweiger Polizeiaffäre. Der im Zusammenhang mit trete das unterdrückte Georgien die Naphthapolitit des englischen Im- Eine Präfidialverfügung im Reichsamt für Angestellten den vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuß aufgedeckten perialismus und das Raubinteresse der französischen Reaktion. Diese Unregelmäßigkeiten suspendierte Polizeimajor Karthaus ist endLogif ist echt kommunistisch. Weil Georgien dagegen protestiert, als Ueber den Umfang bureaukratischer Lächerlichkeiten macht sich gültig aus dem Dienste entlassen worden. Dem gleichfalls suspenBolizeihauptKnecht des sowjetruffischen Imperialismus mißbraucht zu werden, der Außenstehende faum jemals eine richtige Vorstellung. Dabei bierten Hauptmann Staet ist gekündigt worden. ist es Knecht des Ententefapitalismus. Denn Knecht und erfährt die Allgemeinheit das allerwenigste von dem, was für die mann König foll vom Dienste suspendiert und gekündigt werden. Speichelleder irgendeines muß man nun einmal nach fommu- bleibt bei jenem Bureaukratismus immer, daß keine Rücksicht auf war an Berliner amtlichen Stellen am Mittwoch abend nichts be Behördenmaschine oft eine alltägliche Beschäftigung ist. Grundsah Bon einer Berlegung des„ Conful"-Prozesses. nach München nistischer Auffassung sein, und aus irgendeiner Quelle müssen die Kosten und Zeit genommen wird, es geht ja alles aus dem großen fannt. Es wurde dort der Inhalt dieser Meldung jogar als höchst Gelder fließen.... Das Glück des unerreichbaren. Bon Karl Lemte. Damals begann es: Als der Weltkrieg Europa zum Käfig machte, als alles, was von „ brüben" tam, mit den Jahren fast zu Sagenhaftem emporwuchs, damals begann die Sehnsucht nach der Welt, die wohl in jedem Menschen wohnt und im Deutschen ganz besonders ins Riefenhafte zu steigen. Sie stieß wider die Wände aus Stahl, Pflicht und Feindschaft, spreizte sich, drängte, wuchs mit dem Widerstand wie Dampffraft im verlöteten Reffel. Das Mecr rollte Bilder ferner Gestade heran: Palmen unter heftig blauem Himmel; nackte, braune Menschenieiber. Sehnsucht spannte ihren Bogen weit wie der Ho rizont, zerrte an den Fesseln wie ein angebundenes Boot in rascher Strömung bis fie müde zurückfant, sich schluchzend fauerte und der Abend facht seinen Mantel über sie deckte. Und langsam stieg ein neues Bild auf, schemenhaft anfangs, doch bald feste Form gewinend: Verschmelzung des Ersehnten mit dem Begriff„ Glück". Was ist Glück? Ist es nicht immer das Unerreichbare? Was mir erstreben, gewinnt an Wert, je mehr wir von der Aussichtslosig teit dieses Strebens überzeugt sind. Staatstopf. versicherung. Daß diefer sozial- organisatorische Geist, der sich mit demokratischrepublikanischer Einstellung paart, zu sozialistischen Ausblicken gelangt, dafür bürgt die Mitarbeit zahlreicher Sozialisten. Zu ihnen gesellen sich bekannte Psychologen und Pädagogen. Was bisher vor liegt, läßt erwarten, daß dies Buch einen erfolgreichen Versuch darstellen wird, die Elternschaft verständlich und mit Sachkenntnis in die Erziehungsfragen einzuführen und die Lehrerschaft über die allgemeinen Gedankengänge hinaus zur Umstellung anzuleiten. Das Buch sollte in die Familien- wie die Schulbibliotheken aller fort Bücher jetzt scheinbar teuer sind. Aber sind sie es wirklich, wenn man Schrittlichen Voltstreise aufgenommen werden. Nur schade, daß in alte Münze umrechnet? p. oe.. unwahrscheinlich angesehen. ansehen, das einer besseren und leichteren Erzeugung und Bertei-| gefet mißachtet, ist, wenn nichts Schlimmeres, etwas Ueberflüssiges. In lung der Güter weichen muß." der Traumdichtung vom armen Hannele, das nach leidvollem Leben, vore paradiesischen Träumen geschautelt, in eine lichte Trugbeimat fliebt, find 3llusionen erschließt sich dem Regisseur, dem Architekten, dem zum Zauberer unendliche Filmvoraussetzungen gegeben.. Das füße Blendwerk föstlicher umgewandelten Photographen. Urban Gad, ein Regisseur von feinster fünstlerischer Disziplin, von be Und es muß zugestanden werden, daß wußter Intelligenz und unbewußter dichterischer Empfindsamkeit, die Traumwelt des Werkes mit Traumleben erfüllte, daß er die Spannkraft des illusionistischen Rahmens weit und oft sehr beglidend filmmäßig stedte. Bugegeben muß werden, daß der Photograph Karl Hasselmann Reiz, mit technischer Stühnheit, mit reichstem Stimmungsgebalt zu beleben. Aeußerstes wagte, daß ihm Aeußerstes gelang, das Bild mit photographischem fügen sich schön und sicher dem Gesamtcharakter ein. Und doch frankt Auch die Bauten des Architekten Stnauer durchweg Alelierarbeiten dieser Film an der nicht völlig überwundenen Reibung zwischen Wirklichkeit und Traum. Daran frankte auch Hauptmanns Dichtung, zu der, um die Auslandsstudien an der Berliner Universität. Der Beirat für dramaturgische Armut der Szenen zu stüßen, Willi Rath eine taftvolle die Auslandsstudien an der Berliner Universität, dessen Vorsitzender und geschmacklich vollkommene Einleitung, eine Vorgeschichte zu Hanneles Sprach- und Kulturturse ein, einen englisch- amerikanischen unter verwischte, bald zu ſehr betonte Cajuren, und die raffinierteste fusion Professor Walter Bogel ist, richtet im kommenden Sommer zwei Tragödie geschrieben bat. Zwischen Sein und Schein fallen, bald zu ſehr Leitung von Prof. Brandis und einen spanisch- amerikanischen unter Schnitten Stötendes vermeiden, fonzentriertere Wirkung erzielen, gleich wird manchmal handfeste Wirklichkeit. Vielleicht läßt sich mit ein paar Prof. Wechslers. Ueber Sprache, Geschichte, Volkswirtschaft, Recht, wohl: gerade in der Wirtsamkeit dieses Films liegt sein Wert. Ich Literatur und Kultur der betreffenden Gebiete wird hier gelesen und babe zum erstenmal Leute beim Anblid eines Filmmerfes weinen sehen. mit Ausstellung von Zeugnissen im Herbst geprüft. Das neue Das zu erzielen, kann nicht die Aufgabe des Films sein, gewig; aber man Institut für Auslands- und Wirtschaftsrecht, das Prof. Ernst Hey- fann daraus( symptomatisch!) die erfüllte Forderung des Mitleidens spüren. Und heute? Das„ Glück des unerreichbaren" ist grenzenlos ge- mann leitet, fündigt Vorlesungen als Einführung in den Rechts- Darstellerisch wurde Schönes, oft Bedeutsames geboten. Margarete worden in dieser furchtbaren Zeit. Wie bescheiden sind wir jetzt! zustand Englands von Heymann, über das moderne Recht des legel tat recht, daß sie aus sich nicht allzu ſehr herausging und so Aber selbst vieles, das allgemein zum Selbstverständlichen der romanischen Sprachen und über den französischen Zivilprozeß, wehrer Gottwald leuchtet aus der Tiefe fanatischer Chriftusgüte. Hermann Islam von Leg.- Rat Prof. Nord, über Grundzüge des Berfassungsrechts ein Hannele von rührender Einfalt und Eindringlichkeit wurde. Theodor Lees erscheint mir als die wertvollste schauspielerische Leistung, sein gehörte in früheren Tagen, ist heute weit entrückt. Wieviele Männer besonders über das Verfahren vor den gemischten Schiedsgerichts- Ballentin endlich bringt mit überzeugender Straft die brutale Wirklichgibt es heute( um nur ein Beispiel herauszugreifen), die von der höfen von Dr. Norden, über Grundlinien des osteuropäischen öffent- teit in das fleine Himmelreich. Hand in den Mund" leben, in trübfter Gegenwart, ungewiffer Zu- lichen Rechts von Dr. Zaitzeff, und über die Quellen und Grundfunft entgegen Am Dirigentenpult saß der Intendant May von Schillings. Er die nie daran denken können, je eigenen Hause züge des russischen Privatrechts von Prof. Kulischer an. Dazu hatte, fehr fein und mit glücklichstem Stilgefühl die untermalende Music stand gründen, das geruhsame Glück des Familienlebens genießen fommen über ausländische Gegenstände die Realistischen Vor- zusammengestellt und Orchester sowie Chor fest in der sicheren Hand. zu können( das für viele Menschen doch nun einmal das höchste be- lesungen und lebungen des Seminars für orientalische Sprachen, Deutet). in dem u. a. Geh. Ober- Reg.- Rat Gerstmeŋer über Auswanderung über China, Dr. Scharschmidt über Japan, Dr. von Glasenapp über und Auswanderungsgebiete, die Professoren Forte und Schüler Indien, Lektor Vacha über Persien, Dr. Medelein über Georgien und der Kaukasus, Bolland über die Türkei, Prof. Kampffmeyer über Syrien, Aegypten und Marokko, Prof. Mittwoch über Abessinien spricht. " Nicht einmal da s! Nicht einmal das! Und all diese Armen fiten da mit brennenden Augen. Verzweiflung frißt ihre Herzen. Sie fizen da und träumen sich hinein in das, was ihnen versagt bleibt, träumen vom„ Glück des Unerreichbaren" " Hanneles Himmelfahrt. Ueber die äußere Bep- s. des Filmiverfes anneles Himmelfahrt" wegen seines ernſten Der Film am Karfreitag. Die Polizeibehörde hat die Vorführung Charatters auch für den Starfreitag gestattet. Der Film läuft von diesem Tage ab in der" Alhambra". lleber die richtige und falsche Art des Nomanlesens" wird der Bibliothekar Mönig am 19., abends 8 Uhr, im Lehrsaal der Schöneberger Voltsbücherei, Ebersstraße 9, einen Bortrag halten. Literaturnachweise werden die Ausführungen begleiten. Eintritt fret. Soziale Erziehung. ,, Warum find die Kinder immer so flug und die Erwachsenen immer so dumm?" fragt Mar Epstein in Amerikareif. Karl Meinhard und Rudolf Bernauer werden ihr. feinem im Erscheinen begriffenen großen Werte„ Das Buch der In der Staatsoper wird ein Film aufgeführt. Eine Schranke ist und Philadephia inszenieren. phantastisches Melodram vom Kapellmeister Streisler in New York, Chicago Erziehung"( G. Braunsche Hofbuchdruckerei und Verlag, Karls- gefallen. Erluſivster Rahmen öffnet sich einem Spiel, das Lichtbildwerk ruhe). So fommt er Anerkennungsurkunden für Fassaden. Bur fünstlerischen Hebung wird als Kunstgattung anerkannt. Den äußeren Anlaß bietet eine WohlGegenwartsproblem und ergreift fie sozial und( nicht partei-!) poli- diesen äußeren Zeichen vollzog sich die Uraufführung des neuen Terra geben. Das Breisgericht, in dem u. a. auch die Baupolizei vertreten ist, zur Erziehungsfrage als grundwichtigem tätigkeitsmatinee. Aber immerbin: ein Präjudiz ist geschaffen. Unter des Stadtbildes beabsichtigt man jezt in Sachsen, zunächst in Dresden, für vorbildliche Häuferschausei: en städtische Anerkennungsurkunden zu tisch! Wir verlangen also, daß der Mensch zu seiner eigenen Ent- Films: Hanneles Himmelfahrt". wicklung, aber zugleich auch als Glied der großen Gemeinschaft er weitung des Films hinaus sind seine inneren Werte zu finden und zu soll im April jedes Jahres über die im vergangenen Jahre erbauten und zogen werde!" Bu solchem Beginnen liefert das Epsteinsche Buch prüfen. bis zum 10. April angemeldeten Schaufeiten das Urteil fällen. Besonders mit seinem Stab von 40 befannten Mitarbeitern die pädagogischen Gerhart Hauptmann ist fein Filmfremdling mehr. Seine realsten wird dabei auch die Anbringung von Firmenschildern und Reflamen geBaumaterialien und erlebte Borschläge zu neuer Praxis. Für uns Dramen sind in die Weltsprache des Zelluloid überfest. Run ist auch seine prüft werden. Sozialisten ist dieser Soy des Epsteinschen Borwortes von flärendem es immer wieder und wieder betonen, daß die vorzüglichste, vielleicht die Petersburg ist eine Boifszählung vorgenommen worden. märchenhafteste Dichtung Bild geworden. Man soll daran festhalten und Die Bevölkerung Petersburgs. Der„ Revaler Bote" meldet: Sn Wert: In einem find alle Mitarbeiter dieses Werkes einig, darin einzig ernste Aufgabe des Films die ist: in den taum begrenzten Möglich Einwohner beträgt zurzeit 800 000. Siervon find 250 000 Personen griechisch Die Zahl der nämlich, daß wir die augenblicklich noch herrschende wirtschaftliche feiten des Films das zu zeigen, was den außerordentlich beschränkten Mög- orthodogen Glaubens, 250 000 gehören verschiedenen Stonjessionen an und Konstruktion unserer Bolfsgemeinschaft für ein Uebergangsstadium lichkeiten der Bühne versagt bleiben muß. Jeder Film, der dieses Grund- 300 000 haben sich als Ungläubige" bezeichnet. zu bie pädagogische Seite Aus Mangel an eigens zu diesem Zwed Internationaler Gewerkschaftskongreß.[ u erreichen, in der Jagd nach Ziffern, vernachlässigt man gänzlich| Entscheidung der Reparationskommission? Der Internationale Gewerkschaftstongreß tritt am 20. April in vorbereitetem Personal werden die Kinder weder nach Alter, noch Paris, 12. April.( WTB.) Die ReparationstomRom im großen Gaale des Theaters Argentina zusammen. Auf nach der Stufe ihrer geistigen Entwicklung oder sittlichen Neigung mission verhandelte heute vormittag in offiziöser Sigung weiter ter sehr umfangreichen Tagesordnung befinden sich drei wichtige gesondert. In der gleichen Kinderanſtalt, in der gleichen Stube über die deutsche Antworfnote, ohne jedoch zum Abschluß Referate. Jouhaug wird über den Wiederaufbau Europas wohnen zusammen: sechsjährige Kinder und sechzehnjähihrer Beratungen zu gelangen. Diese werden morgen vormittag rige, franke und gesunde, geistig normale und geistig de fette, sprechen. Edo Jimmen referiert über Abrüstung und Krieg sittlich reine Kinder, die eben ihrer Familie entrissen worden sind wiederum offiziös fortgefeht.„ Journal Debats" sieht voraus, daß gegen den Krieg. Die internationale Reattion unter und Kinder der Straße- jugendliche Berbrecher und wiederheit schon morgen abend eine Einigung stattgefunden haben und daß besonderer Berücksichtigung des Achtstundentages wird Mertens bestrafte Verbrecher. Die Sucht, die Idee der. Rinderkommunen die Entscheidung morgen der deutschen Regierung mitgebehandeln. möglichst rasch zu verwirklichen, führt oft dahin, daß verantwortliche teilt werden wird. Dem Kongreß liegen eine Anzahl Anträge des Borstandes Mitarbeiter fester, bestehender Aemter auf den Bahnhöfen zufällig Die Reparationsfommission ist gestern zu feinem endgültigen Bedes Internationalen Gewertschaftsbundes vor. Bon Interesse ist dahingeratene Kinder aufgreifen, indem sie sie durch Versprechungen schluß, betreffend die Ratifitation des Bemelmansien ein Antrag, der sich mit der Organisierung der Arbeiterinnen be an fich locken. Diese durch den Zufall zufammengewürfelten Clemente Sachlieferungsabkommens, gelangt, fie fündigt jedoch schäftigt und feststellt, daß der IGB. seit ungefähr zwei Jahren in von verschiedenem Alter, verschiedener Herkunft und Bildung fam: eine bevorstehende offizielle Sigung an, in der die Frage von neuem mein sie dann und schaffen sie in die Kinderanstalt irgendeiner entregelmäßiger und freundschaftlicher Berbindung mit dem Interfernten Stadt." nationalen Arbeiterinnenbund stand, der bis vor In den Kinderheimen dieser entfernt liegenden Stadt beginnt Genua, 12. April.( EE.) In englischen Kreisen rechnet man furzem in Washington seinen Siz hatte. Während der Genfer nun erst die Leidenszeit der Kinder. Es fehlt dort einfach an allem. mit der Möglichkeit, daß der ungeheure Rivale der internationalen Lagung dieses Bundes im Oktober 1921 fanden Besprechungen Reine leibliche Pflege und Kleidung, kein Unterrichtsmaterial und Konferenz", der Oberste Rat, noch vor Ende des Monats in statt über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit, wie über die feine ärztliche Aufsicht. In ganz unzulänglichen Räumen zusammen- ablehnende Note der deutschen Regierung an die Reparationsfomzusammen- Genua zusammentreten werde. Veranlassung der Tagung sei die Möglichkeit, diese internationale Organisation so auszubauen, daß gepfercht, verwahrlosen diese Kinder vollkommen und fallen zu ablehnende Note der deutschen Regierung an die Reparationsfomsie tatsächlich die Arbeiterinnen vertritt. Das Resultat dieser Be- Tausenden der Unterernährung und ansteckenden Krankheiten zum miffion. Barthou erhielt gestern eine wichtige Chiffresprechungen war, daß der Internationale Arbeiterin Opfer. Frau Dr. Ginsburg entrollt ein Bild dieses schrecklichen bepesche Poincarés, deren Inhalt er heute mit Lloyd George nen- Bund sich in Genf bei Annahme seines neuen Etatuts Glends nach eigener Anschauung und an der Hand amtlicher ruffi- erörterte. Man glaubt, daß Poincaré der Sigung des Obersten vollständig auf den Boden des JGB. stellte. Artikel 3 scher Dokumente. Ihre Schilderung bezieht sich nicht etwa nur auf dieses Statuts fagt, daß sich der Arbeiterinnenbund zusammen- die Hungergebiete, sondern ebenso auf den Sitz der Sowjetregierung, feht aus gewerkschaftlichen Landesverbänden, tie weibliche Mit den Bezirk Moskau. glieder haben und dem Internationalen Gewerkschaftsbund in Amfterdam angeschlossen sind. Der Internationale Gewerkschaftsbund wird aus diesem Grunde dem Kongreß zu Rom einen Antrag vorlegen, wonach der IGB. als solcher dem Internationalen Arbeiterinnenbund für die in feinen angeschlossenen gewerkschaftlichen Lant eszentralen organi fierten Frauen beitritt und die Beiträge für sie bezahlt. = Eine überflüssige Gesandtschaft. Zu dieser letzthin veröffentlichten Notiz erhalten wir folgende Buschrift: 1. Die staatlichen Machtverhältnisse in der Ukraina( gleichwie inden kaukasischen Republiken) fönnen berechtigterweise feineswegs Ein anderer Antrag des Vorstandes hat folgenden Wortlaut: als analog wie im übrigen Rußland bezeichnet werden. Die russische Sowjetregierung gründet sich auf eine zugunsten des bolschewifischen In Erwägung der Notwendigkeit koordinierter Aktionen der Ar- Systems beendete Revolution; in der Utrain a hat eine solche beiterklaffe empfiehlt der Kongreß dringendst die Verwirklichung niemals stattgefunden und stügt sich der von Moskau dorthin Der gewertschaftlichen Einheit sowohl vom nationalen wie vom inter- dirigierte, unter dem Schutz der roten Offupationstruppen amiienationalen Standpunkt aus. Ebenso wie jede gewerkschaftliche rende, fast ausschließlich natinalrussische Verwaltungsapparat der Landeszentrale dem Internationalen Gewerkschaftsbund ange- Sowjets einzig und allein auf die bolschewifische Militärmacht, woschlossen sein muß, muß es auch als selbstverständlich gelten, daß durch die Regierung der Ukrainischen Bolksrepublik, welche in legaler die Berufs- oder Industrieverbände der einzelnen Länder sowohl Weise im Februar 1919 von dem aus Wahlen hervorgegangenen threr gewerkschaftlichen Landeszentrale als auch ihrem Infernatio- Bauern- und Arbeiterkongreß bestätigt wurde, ihre Legitimation nalen Berufsjekretariat angehören. Der Kongres gibt der Meinung zur Bertretung der Ukraina nicht verloren hat. Ausdruck, daß die organisierte Arbeitermacht nur ihre ganze Tatfraft zu entfalten in der Lage ist, wenn diese wesentlichen Grundfäge zur Durchführung gelangen, und tiese Einheit der Auffassung und Aktion zu verwirklichen, wird das Bureau des Internationalen Gewerkschaftsbundes beauftragt, mit den Sekretären der internationalen Berufsjekretariate alljährlich eine Konferenz abzuhalten." Sinowjew über Rußlands Kommunisten. Mostau, 12. April.( DE.) Wie erst jetzt bekannt wird, hat Sinojem in seinem Bericht an den Kongreß der Kommunistischen Bartei Rußlands ein überaus pessimistisches Bild der Zustände in der Partei entworfen, wodurch er die inzwischen verhängte Mitgliedersperre begründete. Sinojem führte aus, in den Jahren 1917/21 habe sich eine wesentliche Aenderung im sozialen Bestande der Partei vollzogen, die unzweifelhaft Gefahren in sich berge. Gegenwärtig gehören nur 50 Proz. der Parteimitglieder der Arbeiterflaffe an gegenüber 15 Pro3. Bauern und 35 Broz. Angehörigen anderer Klaffen. Der Zustrom der Bauern gehe namentlich auf dem Wege über die Rote Armee vor sich und mache sich bereits auf den Parteikonferenzen in der Provinz und selbst auf den Parteifongreffen in bedenklicher Weise bemerkbar. Die Arbeitertlasse fei infolge des Verfalls der Industrie zersplittert und deklassiert, und nicht gerade die besten Elemente feien in den Industriezentren verblieben. Nur ein wirtschaftlicher Wiederaufstieg fönne der Partei die Arbeidermassen wieder zuführen. Ferner würden durch das Monopol der Legalität", welches auf Jahre hinaus das Borrecht der Kommunistischen Partei bleiben 2 Ich amtiere in Berlin als Geschäftsträger der Ukrainischen Gesandtschaft seit Herbst des Jahres 1920 und vermeide es peinlich st, mit irgendwelchen Kreifen oder Organisationen in Beziehungen zu treten oder auch nur persönlich zu verfehren, die neuerlich ein bewaffnetes Eingreifen in der Ukraina vom Auslande aus planen, da bekanntlich alle Experimente ähnlicher Art( Koltschat, Denitin, Wrangel) schon deshalb Mißerfolg haben und der ufrainischen staatlichen Selbständigkeitsidee Schaden bringen mußten, weil in dem Augenblice, wo durch solche Unternehmungen die Wiederherstellung des einigen Rußland und des autokratischen zaristischen Systems der ukrainischen Bevölkerung droht, diefelbe gegenüber dieser Gefahr begreiflicherweise eher für das ihr jetzt so perhaßte bolschewitische System optiert. 3. Es ist richtig, daß das mir unterstehende Amt Bässe ausstellt, aber unrichtig, daß dieselben nur von Frankreich anerkannt werden. Unsere Pässe haben Gültigkeit in allen europäischen Länbern, mit Ausnahme von Polen! 4. Selbst im Falle der in Ihrer Notiz ausgesprochene Wunsch, daß die bisherige Ukrainische Gesandtschaft aus Berlin verschwinde, in Erfüllung ginge, würde für die Ausstellung ukrainischer Bässe aller jener Staatsangehöriger aus der Ukraina, die das bolfche wifische System nicht anerkennen wollen, Vorsorge getroffen mer den müssen und ich kann auf Grund der mir vorliegenden einschlägigen Statistik feststellen, daß nur eine ganz geringe Zahl ukrainischer Staatsbürger sich entschließt, bolfchewitische Ausweispapiere anzu nehmen. Mit dem Ausdrude größter Hochachtung Der Geschäftsträger der Ukrainischen Gesandschaft in Berlin: Dr. R. Smal Stocki. Wir haben aus Loyalitätsgründen dieser Zuschrift Raum gemüsse, alle diejenigen, die sich nach attiver Teilnahme am öffent. geben und hoffen, bald mehr über die ukrainischen Verhältnisse mit lichen Leben sehnen, zum Eintritt in die Partei verführt. Es komme hinzu, daß 98 Proz. der Mitglieder erst nach der Märzrevolution von 1917 in die Partei eingetreten seien. Innerhalb der Partei herrschen Gruppenbildungen und bestünden Reibungen und zwar nicht nur wegen politischer Differenzen, sondern auch in folge der Gegensätze zwischen den alten und jungen Mitgliedern, den Gewerkschaftlern und den Wirtschaftlern, den Sowjetbeamten und den Parteifunktionären. Dieses zu einer allgemeinen Erscheinung auswachsende lebel sei eine Folge der neuen Wirtschaftspolitik und bes politischen, fulturellen und materiellen Liefstandes der großen Masse der Parteimitglieder. Man müsse daher die bereits vorhandenen Mitglieder zunächst heranbilden, bevor ein Zuftrom neuer nutzbringend sein könnte. Die Zustände, die Sinowjew schildert, waren zum Teil auch vorher bekannt. Es muß allerdings mit dem Niedergang der Kommunistischen Partei Rußlands weit gefommen fein, wenn sich dieser radikale Mortführer der Kommunisten, der feinerzeit in Halle den Mund nicht voll genug nehmen fonnte, zu dieser Flucht an die Oeffentlichkeit genötigt sieht. Er gibt sich auf diese Weise selbst die faftigste Maulschelle. Die Arbeiterklaffe zersplittert und deklassiert.... Gruppenteilen zu können. Der 1. Mai in Prag. Brag, 12. April.( WTB.) Wie Pravo Lidu" meldet, hat der Erekutivausschuß der tschechoslowakischen Sozialdemo fratischen Partei beschlossen, der Einladung der deutschen Sozialdemokratischen Partei zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Vertretern der Kommunistischen Partei über die Beranstaltung gemeinsamer Kundgebungen am 1. Mai Folge zu leisten. Die tschechoslowakische Sozialdemokratie gehört der Zweiten Internationale an und ist Regierungspartei. Die deutsche Sozial demokratie der Tschechoslowakei rechnet sich zur 2½ und steht ebenso in der Opposition, wie die ziemlich starke KPD., die in der Hauptsache aus radikalen Sozialdemokraten, nicht aus eigentlichen Bolschewiten besteht. Das Verhalten der tschechoslowakischen Partei ist offensicht lich von dem Bestreben diftiert, zwischen ihr und der deutschen Partei eine Berbindung herzustellen, die für die weitere innenpolitische Entwicklung der Tschechoslowakei von großer Bedeutung werden fann. bildungen und Reibungen... das sind die einzigen positiven Deutsch nationale Propaganda im Amte. Leistungen der Kommunistert im Dienste der Arbeiter. Und das wagt dann hinterdrein noch mit Steinen nach den Sozialverrätern" zu werfen und großspurig von der Einheitsfront der Arbeiter zu reden! Indem sie andere zu entlarven porgeben, reißen sie sich selbst die Larven von dem Gesicht, Der Nachwuchs in Rußland. Bei der Oberpostdirektion Breslau furfiert folgendes Rundschreiben: Deutfchnationale Beamtenjchaft Gruppe Post. Breslau, den 16. März 1922. Ich bitte mit bald mitzuteilen a) welche Menge Kartoffeln noch benötigt wird und jur Sprache fommen soll. Rates beiwohnen werde. Der immune Verantwortliche soll verschwinden. Nach einem demokratischen Antrag im Reichstag soll das Reichsprozeßgesetz dahin ergänzt werden, daß Mitglieder des Reichs- oder eines Landtags nicht verantwortlich für periodische Druckschriften zeichnen dürfen. Wirtschaft Erhöhung der Gütertarije. Die Güter, Tier- und Expreßguttarife werden zum 1. Mai aber mals erhöht, und zwar um 20 Prozent der seit dem 1. April d. J. geltenden Tarife. Das Reichsverkehrsministerium weist im einzelnen nach, daß die Tonne Stabeisen und die Tonne Schienen von 7500 Mark Anfang März auf rd. 10 000 m., d. h. um 33% Proz., 1 Kubikmeter Stiefernholz von 2400 m. auf 3400 m., d. h. um rund 42 Proz., 1 Kilogramm Kupferblech von 100 m. auf 117 gestiegen seien. Die Erhöhung der Bezüge der Beamten und die entsprechende Aufbesserung der Löhne der Arbeiter und Angestellten erfordere einen Mehraufwand von rund vier Milliarden Mart. Die fächlichen und perfönlichen Mehrausgaben belasten den Haushalt der Reichsbahn mit rund 15 Milliarden Mart. Bon einer abermaligen Steigerung der Berfonentarife folle dagegen abgesehen werden. Das Einkommen aus Ersparnismaßnahmen sowohl in den persönlichen wie in den sächlichen Kosten sei bei der neuen Berechnung der Mehrausgaben bereits berücksichtigt. Wirtschaftskrise und Warenverkehr am Weltmarkt. In seiner Eröffnungsrede zur Konferenz in Genua hat der italienische Ministerpräsident darauf hingewiesen, daß es heute in der Welt ungefähr 300 Millionen Menschen gibt, die gar nicht oder nicht genügend produzieren, weil es ihnen an Arbeit und Transportmitteln und meil das internationale Bertrauen fehlt. In der Tat ist nicht nur in Rußland, sondern auch in den übrigen vom Kriege betroffenen Ländern die Warenherstellung start zurückgegangen. Die Ententestaaten waren durch die Weltwirtschaftskrise start in Mitleidenschaft gezogen. Der Einschränkung der Warenherstellung entspricht die Schrumpfung der Welthandelsmengen. Diese läßt sich statistisch nur sehr schwer nachweisen, da die internationale Handelsstatistik nicht einheitlich aufgebaut ist und durch die von Tag zu Tag start veränderten Währungsverhältnisse eine Vergleichbarkeit verloren gegangen ist. Immerhin bieten sich der Beobachtung an den Zentren des Weltverkehrs Anhaltspunkte für einen Bergleich mit der Vorfriegszeit. So hat mit Recht Dr. E. Schulhe in seinem Buche„ Die Zer rüttung der Weltwirtschaft" den Warenverkehr durch den Suezkanal als charakteristisch für die Verminderung der Umfäße im Welthandel dargestellt. Hiernach ergibt sich, daß sowohl die im Jahre 1919 wie 1920 erheblich niedriger waren als 1913 und daß Gesamtmengen der Durchfuhr auf dieser wichtigen Welthandelsstraße auch die Gewichtsmengen jeder einzelnen Warenklasse niedriger waren mit alleiniger Ausnahme von Zucker und Benzin, die beide charakteristischerweise von Often nach Westen in erheblich größeren Mengen zur Durchfuhr gelangten, da die europäischen Märkte daran bittere Not litten. Nach Osten gingen durch den Suezkanal in Tausenden von Gewichtstonnen: 1913 Metalle und Maschinen 2300 Betroleum. Eisenbahnmaterial Zement 9 1919 1920 461 921 510 208 263 0 598 236 423 439 58 215 Es trat alfo 1920 eine Steigerung gegenüber dem Borjahre ein, die aber noch bei weitem die Ziffern der Vorfriegszeit nicht ab: vor dem Kriege betrug sie durchschnittlich etwa 1 Million Tonnen, erreichte. Für Kohle nahm die Durchfuhr nach dem Ostenn sogar im Jahre 1919 nur noch 242 000 Tonnen, 1920 fogar nur 118 000 Tonnen. Nach West en gingen in je 1000 Gewichtstonnen: Reis Getreide Deliamen Erdnüsse 1919 1920 1913 2061 417 587 1490 1155 1021 1394 816 698 427 92 149 Sojabohnen 298 228 124 Kopra 537 382 407 Jute. 841 538 493 Baumwolle Mangan 294 108 214 869 400 748 Die Rübenzudergewinnung Europas ist so bedeutend gesunken, daß kolonialer Rohrzucker in 19fach größerer Menge von Osten durch den Suezkanal nach Westen verfrachtet werden muß. ( B) unter melder Mitgliedernummer und bei bie entsprechende Ausführungsverordnung werden, demnächst im welcher Amtsgruppe Sie als Mitglied geführt werden. Es fönnen nur Mitglieder beliefert roerden. Küster D. P. G. Oberpostdirektion Anschluß 85. Das abgeänderte Zudersteuergesetz. Das am 8. April 1922 verabschiedete Gesetz zur Abänderung des Buckersteuergesetzes und Reichsgesehblatt" erscheinen und mit tem 1. Mai in Kraft treten. Nach diesem Gesez werden Zuckerabläufe, Rübensäfte und andere Zuckerlösungen, jerner Mischungen von Zuckerabläufen bei einem Reinheitsgrad von 70-95 Broz. einer Steuer in Höhe von 10 der Zuckersteuer, bei einem Reinheitsgrad von mehr als 95 Proz. einer Steuer in Höhe von 10 der Zuckersteuer unterstellt; bei einem Zudergehalt in der Trockenmasse von weniger als 70 Broz. bleiben sie steuerfrei. Steuerfrei bleiben auch die genannten Zuckerlösungen, soweit sie sich zum eigenen Gebrauch im privaten Haushalt befinden. Fester und flüssiger Stärfezuder unterliegt einer Steuer von 20 m. für 100 Kilogramm Steingewicht. Die Zuckersteuer wird bei der Einfuhr von folgenden zuderhaltigen Erzeugnissen erhoben: von fünstlichem Honig, von Fondants unt entsprechenden anderen zuckerhaltigen Waren, und zwar 50 m. für 100 Kilogramm Zuckergehalt der Waren. Die Städte suchen einander in der Zahl der Kinderanstalten zu über- Umstand, daß nur deutschnational organisierte Mitglieder Dividendenerhöhung bei Cudwig Löwe. Der Aufsichtsrat der bieten, um möglichst viele Kinder in ihnen zu vereinigen; mündlich mit Kartoffeln beliefert werden sollen, womit ganz gewiß nicht beund schriftlich wird für die soziale Erziehung agitiert; man überredet absichtigt ist, Propaganda für die deutschnationale Beamtenorgani- 6. Mai stattfindenden Generalversammlung der Aktionäre die VerLudwig Löwe u. Co. Aktiengesellschaft, Berlin, beschloß, der am die Mütter, die vom Fürsorgeamt unterstützt werden, ihre Kinder, aus den Schulen zu nehmen und in die kommunistischen Kinder- ation zu treiben! Daß diese Beamtenorganisation mit den Christ- teilung einer Dividente von 36 Proz, gegen 24 Proz. im Vorjahre anstalten zu schicken; von den Straßen lieft man obdachloje Kinder lichen Gewerkschaften liebäugelt, denen Herr Giesberts vorzuschlagen. Das Aftienfapital beträgt jezt 30 Millionen Mart und jugendliche Berbrecher auf und bringt sie in die gleichen Kinder- entstammt, hat natürlich, das Urteil des Reichspostministers nicht gegen 15 Millionen Mark im Vorjahre und 7,5 Millionen Mark vor dem Kriege. anstalten. In dem beharrlichen Drange, möglichst schnell das Ziet beeinflußt.... Das Kommissariat für Volksbildung der russischen Sowjetregierung hatte vom ersten Tage der Oktoberumwälzung die Parole ausgegeben: Wir werden nur dann eine wirklich kommunistische Ordnung erzielen fönnen, wenn unsere in den kommunistischen Schulen auf fommunistischer Grundlage erzogene Jugend heranwachsen wird". Dieses Schreiben legte Genosse Seppel anläßlich der BeSo gründete der Staat eine große Anzahl staatlicher Kinderheime, ratung des Postetats im Hauptausschuß des Reichstags vor. Miin denen diese Jugend herangezogen werden soll. Die nach zehn- nistet Giesberts gab auf die Frage, was er gegen diese deutsch jähriger Tätigkeit aus Rußland zurückgekehrte Aerztin Dr. F. nationale Propaganda in Diensträumen und mit Diensteinrichtungen Ginsburg gibt in einer soeben im Verlag für Sozialwissenschaft zu tun gedente, eine sehr merkwürdige Antwort. Er erschienenen Broschüre:„ Das russische Kindersterben" sah darin nicht Propaganda, sondern Menschlichkeit" und schien eine anschauliche Schilderung, wie die Begründung dieser viel ganz damit einverstanden zu sein, daß die Einrichtungen gerühmten staatlichen Kinderheime vor sich geht. der Republik zu deutschnationaler Propaganda benußt werden. " ,, Die Kinderanstalten werden zum Kampfgeschrei des Tages. Die Menschlichkeit" erblidt Herr Giesberts offenbar in dem Gewerkschaftsbewegung " Jund der Berliner Rots Bereinigung G. m. b.$., das injhaus, das für die Zeitung des Allgemeinen Deutschen Gewerb großen Lettern verkündet; Berlin ohne ots". Der erste schaftsbundes errichtet wird. Daß auch bei diesem Bau der architet Saz dieses Injerats lautet: Infolge des Verkehrsstreits im Fes tonische Aufbau nicht ganz nebensächlich behandelt werden soll, ist Um die Löhne der städtischen Arbeiter. bruar d. J., infolge der andauernd unzulänglichen Leistungen der richtig, falsch aber die Annahme, es würde ein zweites Gewerf. Eisenbahner und infolge der falten Witterung sind die Kotslager schaftshaus mit Festräumen und Sälen errichtet. Unter dem Borsiz von Staatssekretär Moellendorf, in Berlin sowohl beim Kohlenhandel wie auf den Gasanstalten Bei den Wahlen der Buchbinder und Papierverarbeiter zum Münzdirektor Dr. Bidert und Oberregierungsrat Hoffmann längst geräumt." Berbandstag wurden 6785 Stimmen abgegeben, wovon 116 ungültig begannen gestern die Berhandlungen vor dem vom Reichsarbeits- Diese Behauptung stellt eine ungeheuerliche Verleumdung waren. Abgegeben wurden für Ciste I( SPD.) 1654 Stimmen, minister eingesetzten besonderen Schlichtungsausschuß über des Eisenbahnpersonals dar. Diese dreiste Behauptung lönnte mit für Liste II 1220 Stimmen, für Liste III( KPD.) 2051 Stimmen die neuen Lohnforderungen der städtischen Arbeiter und über die ausführlichem Ziffernmaterial leicht widerlegt werden, doch ver- und für Lifte IV( USPD.) 1744 Stimmen. Gewählt sind auf Streitfragen aus dem Manteltarif. Der Borsigende betonte, daß weisen wir auf die in letzter Zeit wiederholt gegebenen Berichte Lifte I 7, auf Liste II 5, auf Liste III 9 und auf Liste IV das Schiedsgericht gleichzeitig die Regelung der Lohn- und Mantel- des Reichsverkehrsministers, die die Eisenbabner in ihren Beistungen 7 Kandidaten. Für die Wahlen zum Gewerkschaftskongreß, die tariffragen zu erletigen übertragen bekommen habe. Die Parteien einigermaßen objektiv beurteilen und diese Leistungen anerkennen. zentral erfolgen, wurden in Berlin 1002 Stimmen abgegeben; wurden aufgefordert, in die Debatte über die beiden Bunfte einzu- Minister Gröner müßte fich gegen derartige die Eisenbahner bis zu 1000 Stimmen erreichten 13 Kandidaten. treten. Als Bertreter der Arbeitnehmerschaft entwickelte ẞo herabfegende Anwürfe mit aller Entschiedenheit wenden. lenste die Lohnforderungen der Arbeiter, die eine Lohnerhöhung non 6,30 m. pro Stunde für die ungelernten Arbeiter, 5,80 m. pro Stunde für die Gelernten und von 5,30 m. pro Stunde für die Hantwerter bedeutet. Der Bertreter des Magistrats entwickelte das Angebot des Magistrats, das eine Stundenlohnerhöhung von 3 M. für den über 24 Jahre alten Arbeiter vorsieht. 9 Zum Bergarbeiterstreit auf Zeche Gustav. Seit über vier Wochen stehen nahezu 1300 Arbeiter der Braunfohlenzeche Gustav in Dettingen bei Kahl im Streit. Sie fordern ihre Einreihung in das Kernrevier, was eine Erhöhung ihres Nach fürzerer Debatte über die Lohnforderungen entwickelte Schichtlohns um täglich etwa 12 M. bedeutete. Auch die Angestellten Dr. Bolbrecht die Abänderungsvorschläge des Magistrats zum streifen. Vor 10 Tagen haben die bayerischen Behörden Manteltarifvertrage. Es entspann sich hierüber eine längere De- gegen den Willen der Direttion die Technische batte. Die Parteiausführungen wurden bis auf die Erörterungen Nothilfe eingefeßt, unter dem Schuh von nahezu 200 Mann über das Mitbestimmungsrecht beendet. Die Parteiverhandlungen Sipo und Landespolizei, trotzdem die Arbeiter die Notstandsarbeiten über das Mitbestimmungsrecht sollen heute vormittag um 11 Uhr in vollem Umfang aufrechterhalten haben. Alle Versuche der befortgesetzt werden. Das Schiedsgericht sieht vor, im Laufe des teiligten Organisationen, die bayerische Behörde zu veranlassen, den Donnerstag und Karfreitag feine Beratungen bis zur Spruchfällung verfaffungsmäßigen Zustand wiederherzustellen und dem Kapital in durchzuführen. dem harten Kampf der Arbeiter nicht beizuspringen, scheiterten an dem Widerstand der stockreaktionären Behörden. In zwei TeleJahresversammlung der Bühnengenossenschaft. grammen wurde die Reichsregierung, insbesondere der Reichsinnenminister Dr. Köster, aufgefordert, hier einzugreifen. Bis zur In den Berhandlungen der Bühnengenossenschaft wurde von Stunde ist noch nichts geschehen. Die Arbeiterschaft muß überall dem Borsitzenden Rickelt und dem Verwaltungsrat der Rech ihre Stimme erheben und die sofortige Auflösung dieser nungs- und Geschäftsbericht gegeben. Die Bühnengenoffenfchaft Streifbrechergarde fordern. Die Reichsregierung aber fonnte ein eigenes Haus erwerben, in dem sie jetzt zu ſehr muß zumindest eine Antwort auf die Telegramme geben, die das günstigen Bedingungen wohnt. Es steht den Schauspielern in Hanauer Gewerkschaftskartell und die einzelnen Organisationen an Rothenburg ob der Tauber ein eigenes Erholungsheim zur fie gerichtet haben. Berfügung. Damit die großen, von den Zeitschwierigkeiten verurfachten Untoften die Kaffe der Genossenschaft nicht zu stark belasten, Gescheiterte Verhandlungen im Ruhr- Bergbau. ist von der Schauspielergewerkschaft eine Vereinbarung mit Kartellverbänden des AFA- Bundes getroffen. Der Verband der Werf. Die in Essen unter Vorsiz des Reichsarbeitsministers zwischen meister, der Bund technischer Angestellten und der dem Zechenverband und den Bergarbeiterorganisationen geführten 32. steuern samt der Genossenschaft zur Unterhaltung diefes Er- Verhandlungen über den Abschluß eines Manteltarifs wurden am holungsheims bei, das zu einem verhältnismäßig geringen Preise Dienstag abend abgebrochen, da eine Berständigung über Unterkunft für Erholungsbedürftige bietet. Einen weiten Raum einige wesentliche Punkte nicht erzielt werden konnte. Die Berg nahmen die Verhandlungen über die Reformen für die arbeiterorganisationen haben daber den Reichsarbeitsminister um Schauspielerverträge in Anspruch. Die Staats die Einießung eines Schiedsgerichts ersucht, um die ftrittigen theater, die zu ihren Bühnen jährlich Millionenzuschüsse liefern Fragen zu entscheiden. Die 2obnfrage wird ohnehin im müffen, geraten immer mehr in Schwierigkeiten. Es bes Reichsarbeitsministerium verhandelt werden. steht die Gefahr, daß die Landtage der einzelnen Länder diese Zuschüsse einschränken oder gar sperren würden. Und es wird von der Genossenschaft der harte Kampf geführt, damit diese Gefahr für das Weiterbestehen der Kunstbühnen beseitigt wird. Johann Schneider+ Den Rechenbefizern ist es natürlich weit weniger um günstige Arbeitsbedingungen für die Bergarbeiter zu tun, als um das weitere Hochschrauben der Kohlenpreise. Die Berliner Gewerkschaftsbureaus sind am Karfreitag geschlossen und am Sonnabend meist bis 1 Uhr offen, beilweise, wie das des 2f- Ortsfartells, auch an diesem Tage geschlossen. Am sogenannten britten Feiertag, 18. April, bleiben faft alle Bureaus geschlossen. Es ist uns nicht möglich, von jeder einzelnen Organisation darüber besondere Mitteilung zu machen. Zum Verbandstag der Schuhmacher in München wurden als Berliner Delegierte gewählt: Hörk, H. Müller, Frau Giegler, Mofer und Joller, sowie fünf Erfahmänner. Die Aussperrung der Versicherungsangestellten in Frankfurt am main durch die Frankfurter Allgemeine, Deutsche Phönig und Providentia murde vom Echlichtungsausschuß für unberechtigt erklärt und den Angestellten eine 40prozentige Zulage vorschußweiſe zugesprochen bis zur endgültigen Regelung. Ein 24stündiger Profeffstreit in Italien ist gestern von den Ge meinbearbeitern und Angestellten angefündigt worden. Die lebenswichtigen Betriebe bleiben davon unberührt. Um den Achtstundentag in Belgien. Der Arbeitsminister hat vom obersten Industrie- und Handelsrat ein Gutachten darüber eingeholt, welche Ausnahmen vom Achtstundentaggesetz durch Verordnung vorgesehen werden sollten. Der Industrie- und Handelsrat( die gefeßliche Interessenvertretung der Unternehmer?) nahm hierzu am 24. Januar Stellung. In seinem Beschluß heißt es unter anderem: Die außerordentlich schwierige Lage, in der sich Industrie und Handel infolge der Zollschwierigkeiten an allen Grenzen befinden, infolge Formalitäten aller Art, durch welche der Warenumlauf be hindert wird, durch die ständige Bermehrung der Steuerlaften und durch die Schwierigkeiten, welche sich aus den sozialen Gesezen ergeben, gefährdet das Wirtschaftsleben Die belgische Produktion würde außerordentlich schwer geschädigt sein, wenn die Behörden nicht unverzüglich nach dem Beispiele der meisten großen Induſtrieund Handelsländer bei der Durchführung des Gesezes über die Begrenzung des Arbeitstages auf acht Stunden nicht diejenige Mäßiaung oder Umficht anwenden, welche die heutigen Verhältnisse gc= bieterisch fördern." Gutachten der belgischen Gewerkschaft en gegenüberDieser Bericht bedarf der Ergänzung insofern, als ihm ein gestellt wird. Wir nehmen ohne weiteres an, daß der belgische Arbeitsminister auch von den Gewerkschaften ein Gutachten einholen wird, da er ja sonst ganz einseitig informiert wäre. Eine Baugilde in Frankreich. Der Generalrat der Gewerkschaft der Technischen Angestellten der Industrie, des Handels und Gewerbes hat die Bildung einer Baugilde beschlossen. Diese Gilde soll nicht für Privatleute, sondern für Gemeinwesen arbeiten, d. h. für öffentliche Verwaltungen, Gemeindebehörden, Vereinigungen von Kriegsbeschädigten usw. Dieser Beschluß wurde auf Grund eines formellen Gesuchs der Vertreter der Kriegsbeschädigten gefaßt. ,, Die unglücklichen Bewohner der verwüsteten Gebiete sind der nicht gehaltenen Versprechen müde. Sie weigern sich, den Mittelspersonen, Bankiers und Unternehmern Buchergewinne zu überlassen, die mehr als 25 Broz. ihrer Kriegsentschädigung ausmachen und ohnehin für die Wiederherstellung des zerstörten Befizes zum Wert von 1914 nicht ausreichen. Sie wenden sich deshalb direkt an die Technifer und Arbeiter, welche nur die normalen 2öhne beanspruchen und Arbeiten annehmen, ohne Gewinne erzielen zu wollen." Dieser erste Verfuch wird im Einverständnis mit den GewertWetter bis Freitag mittag. 3m Diten vielfach beiter, in den Tagesstunden überall ziemlich mild, im Westen überwiegend bewölkt ohne erhebliche Niederschläge. Der Genoffe Johann Schneider, Redakteur der meise", Berbandsorgan der Borzellanarbeiter, ist am 9. April verstorben. Dem schlesischen Kohlen- und Borzellanbezirk Waldenburg entstammend, wo er den Beruf des Porzellandrehers erlernte, finden mir Schneider in den 90er Jahren in Thüringen, wo er sich politisch und gewerkschaftlich betätigte. Von hier aus wurde er im Jahre 1899 von der Generalversammlung seines Verbandes in Rudolstadt zum Verbandsschriftführer gewählt. Daneben blieb er ftets in engster Fühlung mit der politischen Organisation. Trotzdem Zu den Berliner Handwerkskammerwahlen, die laut Bekanntschaften der Bauarbeiter gemacht werden. er feit Jahren schwer an der Krankheit seines Berufes, der Schwind- machung des Oberpräsidenten durchgeführt sind, wird uns mitfucht, litt, sprang er in der Zeit nach der Revolution, wo so mancher geteilt, daß die Rechtsgültigkeit dieser Wahlen einer Nach infolge der Parteiwirren sich abseits stellte, in die Bresche und überprüfung bedürfe. Die Wählbarkeit zum Mitgliede der Handnahm den Vorsik im Charlottenburger Wahlverein. Die Ameise" werkskammer hängt u. a. daven ab, daß der zu wählende Handtedigierte Genosse Schneider feit der Kriegszeit. werter ist und seit mindestens drei Jahren das Handwerk im Bezirk der Handwerkskammer felbständig betreibt § 103b der Reichsgewerbeordnung aufgestellten Boraussetzungen müffen zur Zeit der Wahl fämtlich gegeben sein. Unter den nach der Bekanntmachung Gewählten genügen der Borauslegung nach 3iffer 3 des selbständigen Handwerksbetriebes verschiedene Herren schon längst nicht mehr. So der Kürschnerobermeister Lampe, der Sattierobermeister Ludwig, der stellvertretende Oberineister der Damenmäntelschneider Michaelis und der Schneiderobermeister Bieten, sämtlich in Berlin. Unser Gewährsmann hält daher eine Nachprüfung der Wahlen durch den Han delsminister für angezeigt. Ein waderer Kämpe und ein guter Mensch, der bis zum letzten Augenblid im Dienste des Proletariats gewirft hat. Eines feiner ezten Worte an den Schreiber dieser Zeilen war: Das liegt an mir Ein Mann über Bord. Hauptfache ist, daß an Stelle jetes Toten immer zwei neue Streiter in die Kampfreihen des Proletariats einrüden, dann wird es vorwärts gehen." Daraus geht hervor, mit welcher Liebe der Genosse Schneider an unserer Arbeiterbewegung hing. Möge sich erfüllen, was er wünschte: Für jeden Toten immer zwei neue Le bende in unsere Reihen." Heze gegen die Eisenbahner. Man schreibt uns: Das Berl. Tagebl." brachte in seiner Nummer 169 ein Inserat des Berbandes der Berliner Roblen Großhändler E. 23. Die im Ein fleiner Jerfum. In der Freiheit" unterm Strich werden tünstlerische Borschläge für ein neues Gewerkschaftshaus gemacht, nachdem die Berliner Gewerkschaftskommission beschlossen habe, ein folches zu bauen. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Bureauerinnern wir Berantw. für den rebaft. Teil: Franz Stlühs. Berlin- Lichterfelde; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlaasaritalt Baul Ginger u. Co. Berlin Lindenstr. 3. Hierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heimwelt". Gegen rauhe aufgesprungene Haut CREME MOUSON vollkommenstes Hautpflegemittel Zum Osterfest Die sparsame Hausfrau an unsere allseitig gerühmte BOLLE Milch- Margarine- Butter täglich frisch gereinigt, pasteurisiert u. tiefgekühlt täglich frisch. 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Der Angegekommen. Kaum betrete ich das Finanzamt, da tritt mir auch schon von der zuständigen Revierwache, dem 78. Polizeirevier, die Berliner flagte Kaufmann Paul A. Kauffmann, Wallfir. 45/46, betreibt ein beamteter Herr entgegen und sagt höflich:" Bitte, im Keller- Kriminalpolizei benachrichtigt, die die Mordkommission an den Fund- feit vielen Jahren einen ausgedehnter Handel mit Lebensmitteln, ort entsandte. Die Kriminalkommissare Irettin und Dr. Borns- obwohl ihm dieser wiederholt amtlich untersagt worden ist. geschoß links, Zimmer 320." Ich hin. Alles dicke voll. Dafür kann dorf sowie Gerichtsarzt Profeffor Dr. Fränkel und der Erkendas Finanzamt nicht. Ich warte also vollkommen geduldig, bis ich nungsdienst begaben sich noch in später Nachtstunde nach dem Gru an die Reihe komme. Da ging es sofort sehr flint, Denn die junge newald hinaus. Die Leiche wurde nach der Aufnahme des TaibeDame fagte mit flinkem Mund: Sie sind perfehrt gegangen. Bitte standes nach dem Schauhause in Charlottenburg gebracht. eine Treppe linter Flur Zimmer 115." Das ging wieder sehr rasch. Daß im Zimmer 115 die Leute in Schlange stehen, dafür kann das Finanzamt wieder nichts. Jeder will eben als getreuer Staatsbürger seine Steuermarfen aufrechnen lassen... Und ich habe mich der 19. Kreis( Pankow). Gewissenhaftigkeit der Leute gefreut und habe mir angenehm die Donnerstag, den 13. April, 7%, Uhr, bei Lindner, Breife Str. 14: fizeibesuch gemeldet wurde. Dann wurden in aller Eile die Barenhum der hum BY Große öffentliche Volksversammlung. Thema:„ Reichspolifit Genua Sozialdemokratie". Referent: Handelsminister Willi Siering. Der Angeklagte, der auch Inhaber einer Schokoladenfabrik und einer Liförfabrik ist, hat einen Schleichhandel im größten Umfange betrieben, die Waren waggonweise bezogen und ebenso wieder verkauft, wobei er der Eisenbahn gegenüber die raffiniertesten Trids anwandte. Auch sonst hatte er allerlei Borforge getroffen, um vor Ueberraschungen durch die Polizei gesichert zu sein. So waren in seinem Geschäftslokal elektrische Klingeln angebracht, die das Personal sofort alarmierten, sobald Bobestände durch eine von oben in die Tiefe gehende eiserne Scheidewand, durch schleunigst vorgestellte Regole usw. den Bliden der Polizeibeamten entzogen. Eine Spezialität von ihm bestand darin, daß er, menn Kontrollbeamte erschienen, seinen Hund auf diese hekte und sie mit den pöbelhaftesten Beleidigungen bedachte. Um seine Borstrafen nicht bekannt werden zu lassen, hat er bei wiederholten Bernehmungen immer wieder mit seinen Personalangaben gewechselt. Zu einem besonders heftigen Zusammenstoß mit Polizeibeamten fam es eines Nachts, als diese be= | obachteten, daß der Angeflagte einen ganzen schwer beladenen Wagen mit Lebensmitteln von der Eisenbahn wegfahren wollte; der Angeflagte beschränkte sich in diesem Falle nicht darauf, passiven Widerstand zu leisten, sondern er ging auch zu tätlichen Angriffen über und gebrauchte seine Peitsche gegen die Beamten. Staatsanwaltschaftsrat Dr. Berliner beantragte wegen der befonderen Schwere des Falles und der Gemeingefährlichkeit des Angeklagten gegen diefen 4 Jahre Zuchthaus, 500 000 M. Geldstrafe, Einziehung der beschlagnahmten Waren im Werte von 2 Millionen Mart, 10 Jahre Ehrverlust und öffentliche Befanntgabe des Urteils. Der Gerichtshof erkannte auf 2 Jahre 3 Monate Ruchthaus, 500 000 M. Geldstrafe, 5 Jahre Ehroerluft, Juläffigkeit der Polizeiaufsicht und Bekanntgabe des Ur teils in verschiedenen Zeitungen und durch Anschlag an den Anschlagfäulen. Zeit vertrieben, indem ich mir die Leute ansah und tagierte: Handwerker, Arbeiter, Angestellte, Beamte, Rentner. Eine agrarische Type habe ich nicht bemerkt. wiewohl es die massenhaft auch in Berlin gibt. Aber die scheinen das Steuermarkenaufrechnen nicht zu lieben. Als ich dann an der Reihe war, sagte der Herr höflich und geschwind zu mir: Eie müssen bitte an den rechten Tisch treten. Schwerer Raubüberfall in Wannsee. Hier ist der linke.". Ich trete zum rechten Tisch hinüber und warte, bis ich nach 14 Borgängern herankomme. Segt tritt ein jovialer Bis auf die Hosen ausgeplündert. dicker Herr auf mich zu und macht erst: Hum. hum.. ( er Nach Wannsee verschleppt und ausgeraubt murde gestern nachhatte nämlich kurz zuvor viermal in sein belegtes Brot gebissen und mittag der Kaufmann Erich Krug aus Eydikuhnen. Als diefer fonnte vor Kauen taum sprechen. Dann sagte er:" Bitte zur gestern vormittag auf dem Hauptpostamt in der Königstraße seine - hum Abfertigung an den hum- Mitteltisch. Dies ist Bostfachen in Empfang genommen hatte, wurde er von einem Manne angesprochen, der ihm erzählte, daß er oftpreußischer Flücht hum rechte Tisch." ling sei, Paul heiße und beim 3. Garde- Regiment zu Fuß gedient An dem Mitteltisch warteten nur acht Bersonen vor mir. Wie habe. Er habe die Absicht, seinen früheren Hauptmann von Bessel, güldklich war ich, als ich, nachdem mit deren Abfertigung in rasendem der in der Otto- Erich- Str. 10 zu Wannsee wohne, zu besuchen. Er Fluge 22 Minuten vergangen waren, an die Reihe kam. Der Be- schlug ihm vor, ihn dorthin zu begleiten. Krug ging auf seinen amte fagte gütig und mit einer Stimme, aus der Engelsgeduld Vorschlag ein. Nachdem beide noch in der Gerold- Weinstube an der strahlte:„ Sie müssen aber erst in das Rellergeschoß gehen und in Ecke der Friedrich- und Leipziger Straße einen Likör getrunken Zimmer 322 den Betrag Ihrer Steuermarken zusammenrechnen hatten, fuhren sie nach Schlachten see hinaus und gingen zu lassen." Da ich bereits 48 Jahre alt bin, wollte ich bemerken, daß ich Fuß nach dem Bahnhof Wannsee, wo beide einen Abort aufsuchten. ja das Zusammenrechnen selber besorgen fann, wenn es der Herr Dort jagie der Fremde plötzlich zu Krug, er möge ihm jezt eine Beamte nicht kann, aber ich habe es doch nicht getan, weil ich nicht Sachen herausgeben. Krug verstand das zunächst nicht, fragte genu wußte, ob eine derartige Bemerkung nicht als Beamtenbeleid einen Dolch, den er ihm auf die Brust sete. Nacheinander noch einmal, was er damit meine. Sein Begleiter zog plötzlich gung aufgefaßt und bestraft würde. So ging ich denn eilig tänzelnd mußte er nun zunächst eine goldene Armbanduhr im Werte in den Keller hinab. Hier wurde mir welch unermeßliches Glüd von 5000 Mark und ein Kettenarmband im Werte von 1000 in Zimmer 322 von einer jungen Dame, die vermutlich erst Mark vom Landgelent lösen, sodann einen goldenen Siegelring, 17 Jahre alt war, der Betrag meiner Steuermarten vollkommen der 1500 M. wert ist, und seinen Trauring im Werte von 1000 Der Muttermörder Roman Müllner aus der Albrecht, richtig und einwandfrei zusammengezählt. Dann twoftepte ich mit Mart, der die Zeichen G. R. 16. 9. 13. trägt, vom Finger ziehen und Straße 16 zu Lichterfelde ist nach den letzten Feststellungen noch in jener Leichtigkeit, die einem Menschen immer eigen ist, wenn er zwei dann feinen Sportpaletot, fein Jadett, das seine Brief- Berlin. Ein Unterwachtmeister der Schuhpolizei, der in bürgerStunden gestanden hat, die Treppe hinauf ins Zimmer 115 Mittel- tasche mit über 1000 m. enthielt, und sogar auch noch die Weft elicher Kleidung war, erkannte ihn nach dem durch Säulenanschlag tisch. Und wenn jetzt ein boshaftes miserables Subjeft etwa glaubt, ausziehen. Aus Furcht ließ der Ueberfallene den Räuber mit der verbreiteten Bilde des Gesuchten in einem Fahrgast, der mit ihm in daz inzur schen der Beamte feine Klappe zugemacht hatte oder aus- Beute davonziehen. Erst später bat er andere Leute, die die Be- einem Abteil eines Stadtbahnzuges zwischen Wilmersdorf und Frie. dürfnisanstalt aufsuchten, daß diese die Polizei benachrichtigen sollten. benau saß, wieder. Als der Gesuchte bemerkte, daß er von dem getreten war oder gar frank geworden war, so ist es im Irrtum. Der Räuber war unterdessen jpurios verschwunden. Auf Mitfahrenden gemustert wurde, riß er auf der Station Eversstraße Ich wurde am Mittelfisch abgefertigt, wie es sich gehört, und habe feine Ergreifung ist eine Belohnung von 2000 Mart aus die Abteiltür auf und sprang aus dem noch in voller summa summarum 2% Stunden in einer abwechslungsreichen gesetzt. Fahrt befindlichen Zuge hinaus. Ehe der Wachtmeister ihm Betätigung auf dem Finanzamt zugebracht. Manch einer wird folgen fonnte, war er bereits verschwunden. Jetzt trug der meinen, das sei viel. Aber ich kenne Leute, die stellen sich mit einem Die neuen Straßenbahnfahrpreise. Gesuchte statt der auf der Bekanntmachung mitgeteilten Kleidung Stühlchen nachts um 12 Uhr vor der Tür des Opernhauses auf, um einen braunen Mantel und eine graufarierte Müze. Unter HinBon heute ab tritt, wie mitgeteilt, der neuen Straßenbahntarif meis auf die auf seine Festnahme ausgesetzte Belohnung von 3000 11 Stunden später eine Karte vierten Ranges zu erhaschen. Meint in Kraft. Die bereits befanntgegebenen Tariffäge werden nochmals Mart werden alle Personen, die über seinen Aufenthalt Angaben jemand, das sei amüsanter? Ich meine das nicht. furz wiederholt: machen können, ersucht, sich bei der Berliner oder Stegliger KrimiEinzelfahrschein 3 M., Umsteigejahrschein, auch im Wechsel nalpolizei zu melden. An dem Tatort der entsetzlichen Bluitat Wechsel- nalpolizei verkehr mit der Hochbahn, 5 M., im Binnenverkehr der Vorort fand gestern vor Vertretern des Gerichts ein Lofaltermin statt, bahnen( vormalige Spandauer, Köpenicker, Heiligenfeer Straßen- dem sich eine erneute Bernehmung der Schwester an bahn, Teltower Kreisbahnen, einschließlich Grunewaldbahn) 3 M. Schloß. Sammelfarten für S Fahrten im Binnenverkehr dieser Borortbahnen 22 m. Aber ich bin durch diesen Besuch auf dem Finanzamt gewißigt geworden, denn wenn ich im nächsten Jahre wieder zum Finanzamt muß, dann nehme ich mir auch ein kleines Stühlchen mit nebst einem -Liter- Thermos voll Erbsfuppe, einer fleiner Handbibliothek und 2 Pfund Tabat( falls ich bis dahin ohne Gefahr das Rauchen gelernt habe. Dann bin ich auf 6 Stunden Wartezeit mindestens eingerichtet. Ein Mord im Grunewald. Monatsfarten im Hauptnet für eine Linie 250 m., für zmei Linien 330 M., für drei Linien 420 M., für alle Linien 660 M., im Binnenverkehr der Vorortbahnen für eine Linie 150 m., für alle Linien einer der Vorortbahnen 190 m.; Schülermonatstar Die Bluttat in Lichterfelde. Der Mörder noch in Berlin. Die ehemalige Hofdame der Zarin, die, wie wir mitteilten, fürzlich verhaftet wurde, hatte sich vor dem Charlottenburger Schöffengericht wegen och ft apeleien und wegen Entwendung von Silbergeschirr im Werte bon 60000 m., das sie einer Familie, in der sie verkehrte, gestohlen batte, au verantworten. Der Verteidiger machte mildernd für die Angeklagte geltend, day diefe ein Opfer der traurigen ruffifchen Verhältnisse geworden sei. Die Beschlagnahme ihrer Güter und ihres Willionenbermögens durch die Bolfchetoisten habe sie in Not und auf die schiefe Ebene gebracht. Die Angeklagte wurde zu drei Monaten Ge Das Märtische Museum ist von arfreitag bis Sonn- fängnis verurteilt unter Zubilligung einer Be tag geschlossen, am zweiten Feiertag jedoch von 10-3 Uhr abrungsfrist, nach deren Ablauf die Gefängnisstrafe durch. geöffnet. leine Buße von 1000 m. abgegolten werden fann. Der Mordbereitschaftsdienst der Berliner Rriten 55 M. minalpolizei wurde gestern spät abends nach dem Grune Arbeiterwochenfarten ab 17. Avril, Hauptnek, für 6 Wochen. mald gerufen, wo die Leiche einer eima 25 bis 30 Jahre alten Frau aufgefunden worden ist, die schwere Ropfverlegungen hatte, die zweifellos auf ein Verbrechen zurückzuführen sind. Die Frau, die ihrer Kleidung nach den bessergestellten Rreifen angehört zu haben scheint, lag auf dem Rüden. Ob ein Sittlichkeits29] Die Macht der Lüge. Roman von Johann Bojer. Aber Norby hatte sich umgedreht, um Mads Herluffen anzusehen. Da haft du's," dachte er. Herluffen schien ihm Bahnschmerzen bekommen zu haben. Bas fagen Sie dazu?" wiederholte der Assessor seine Frage, weil Sören stumm dastand und seine Stiefel betrachtete. Sie sagten, Sie hätten einen Wagen angemalt, als er Ihnen damals davon erzählte? Aber es scheint, daß Sie sich irren? Wie hängt das zusammen?" Aber da Sören durchaus keine neue Erklärung zustande brachte, wurde er entlassen. In der Dämmerung faßen Norby und Marit im Schlitten und wollten heimfahren, als sich eine Menge Menschen um sie drängte. Es war eine förmliche Ovation. Alle Zeugen Wangens hatten heute sich nur lächerlich gemacht, so gut hatte Norby alles vorbereitet. Als der Alte die Zügel anzog; um abzufahren, fam zufällig Wangen vorbei. Er sah ganz verzweifelt aus. Aber als er plötzlich seinen Gegner erblickte, fam er einen Schritt näher und drohte mit der Faust: Wart' nur!" schrie er mit verzerrtem Geficht." Schurke du! Du glaubst wohl, du hast heute gewonnen, aber wart' nur! Ins Zuchthaus sollst du, du fahrten 15 m., für 12 Fahrten 30 M., für 48 Fahrten( Bierwochenfarte) 120 m. Die neuen Preise für Monais- und Schülermonatstarten gelten erst ab Mai. ,, Einar? Der ist doch in die Stadt gereift?" fagte Marit, die zuerst aus dem Schlitten heraustam. " Man hat ihn hergebracht!" sagte Ingeborg.„ Ich habe schon nach dem Doktor telephoniert. 16. Der flare Mond steht ruhig zwischen den segelnden Silberwolfen und leuchtet hin über die Schneefelder und den Bald in der tiefen Nacht. Die Häuser und Fahnenstangen auf Norby werfen Schatten auf den glitzernden Schnee. Auf dem Hofplatz liegen die Schlitten auf der Seite, damit die Stufen nicht festfrieren. Ein einsamer Hund läuft um das und doch brennt da oben noch Licht in einem Fenster. Haus und heult in furzen Stößen, weil niemand ihn einläßt, Nacht auf zu einer kleinen Besorgung und schlich sich vorEiner der alten Knechte im Altenhaus mußte in der sichtig auf seinen Bantoffeln zum Fenster. Da blieb er stehen und blickte zum Haupthaus hinüber, und der Mond schien ihm gerade ins Gesicht. dann: Bei Einar oben brennt wohl noch Richt?" Der andere Alte ist auch aufgemacht, gähnt erst und sagt weil ihn friert, und fährt dann fort: Möcht wissen, ob sich " Ja!" Der Knecht am Fenster bewegt die Schultern, was verändert hat." Jetzt hört man auch die Kuhmagd in ihrer Kammer fich und die da neben dir!" Er sprang plötzlich über die Schnee- im Bett umdrehen und sie murmelt:" Der Hund hat die Nacht haufen, als wolle er auf fie los, aber ein paar Männer nahmen so schlimm geheult. Das bedeutet nichts Gutes. ihn rücklings am Krager und führten ihn zur Seite, so sehr Paufe. Der Alte am Fenster bleibt noch immer da stehen er sich auch mehrte. und schaut in die filberne Nacht und zu dem erhellten Fenster im Haupthaus. " Diefer Branntmein!" sagte ein alter Mann und blickte ihm topfschüttelnd nach. Ich sah, wie ihn der Konsul mit in Das Hotel nahm und ihm einschentte." Am besten nähme ihn der Amtmann gleich in Haft," sagte ein anderer und sah freundlich zu Norby. Norby lächelte etwas, fnallte mit der Peitsche und fuhr los, während alle vor ihm die Hüte abnahmen. Er war müde. Es hatte heute so viele Aufregungen gegeben. Aber er saß die ganze Zeit da und las die Erklärung .. und sah Herluffens Fraze... Das war etwas, darüber würde er sich freuen, solange er lebte. Dor Als sie in den Hof einbogen, fam Ingeborg auf die Vortreppe heraus und sagte erschreckt:„ Der Einar!" 27 Gestern nacht hörte ich das Rauschen schreien," sagte der Blinde plötzlich von seinem Bett und gähnte. Hier auf dem Hofe habe ich fein Räuzchen mehr schreien gehört, feit damals der alte Norby starb." ,, Ach, was war der Einar immer für ein lieber Junge," fagte die Magd. Gott sei seiner Seele gnädig." Und wieder gab es eine Bause. " 1 " Ich glaube, im großen Saal geht etwas hin und her!" fagte der Alte am Fenster. Aber dann geht er schnell in fein Bett, als habe er Angst bekommen. Nach einer kleinen Weile sagt der Blinde: ,, Bing der alte Norby nicht immer im großen Saale um?" I " Und gleich darauf erfcholl es aus der Kammer: Wenn heut nacht da jemand geht, dann wissen wir genug, was kommen wird." Auf dem Fußboden zeichnete der Mond zwei Fenster. Die große Uhr an der Wand schlug zwei. Und die Alten drehten fich auf die andere Seite und zogen die Deden über die Ohren. Der große Saal da drüben liegt zwischen Einars Zimmer und dem Raum, in dem die Hofleute schlafen. Und da geht wirklich eine Gestalt auf lautlosen Filzpantoffeln hin und her. Der Mond ergießt sein Licht über den Fußboden, und die Eisblumen an den Fenstern glizern wie fleine filberne Flammen. Aber der Mann, der da geht, hält sich im Schatten. Endlich ftellt er sich an ein Fenster und blidt hinaus. Da draußen in der Nacht ist es so stille. Die Sterne wundersames, buntes Land. Der alte Bauer hat einen Mantel Bergen im Norden liegen rote und schwarze Schatten, wie ein zwischen den hellen Wolken blinken, und darunter auf den an und die Hände tief in die Taschen vergraben. Die Tür ging auf und Ingeborg kommt herein, ein Licht in der Hand. Wie geht's?" fragt der Alte still. Komm, Bater." Will Einar das?" " Nein, Mutter..! Er. spuckt schon wieder Blut." Aber der Alte hebt die Schultern und antwortet:„ Das fommt vor bei Lungenentzündung. Geh nur wieder hinein und bleib ruhig. Er ist jung und start, er wird schon damit fertig werden." Ingeborg ging still wieder hinein. Der Alte fing an wieder hin und her zu wandern. Es fonnte ja jetzt nichts nügen, den Arzt wieder zu holen, die Krankheit mußte ihren Lauf nehmen. Aber der Bauer mußte hier auf und ab wandern, er fonnte nicht schlafen, und die Weibsleute mollten ihn in der Nähe wiffen. " Herr Gott!" dachte er, laß es mit Einar gut gehen!" Aber das Widerliche, vor dem er erschrecken fonnte, war, daß manchmal ein Moment über, ihn kommen fonnte, wo er nicht wünschte, es möge gut gehen. Wie stechende Wespen konnten solche Gedanken sein Gehirn umschwirren. Er konnte ordentlich Angst bekommen, und Luft, sich selbst zu prügeln. Aber die Wespen famen wieder. So tief hatten ihn die Leute in diese verdammte Geschichte mit Wangen hineingezogen. ( Fortsetzung folgt.) Das Schicksal einer Entführten. Strafe wegen unbefugter Grenzüberschreitung. Ueberraschende Beziehungen zwischen Baluta und Strafzumessung zeigte die Verhandlung gegen die 22jährige schweizerische Staatsangehörige Marta Schnabel, die sich wegen unbefugter Grenzüberschreitung vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte verantmorten mußte. Die Angeklagte war bei einem Großlaufmann in Genf als Privatsekretärin in Stellung gewesen. 21s dieser wegen geschäftlicher Unternehmungen seinen Wohnfig nach Deutschland verlegte, bestimmte er das junge Mädchen durch das Bersprechen sie zu heiraten, ihn zu begleiten und mit ihm in nähere Beziehungen zu treten. In Berlin verschwand er nach furzem Aufenthalt spurlos und ließ die Angeklagte, die infolge ihrer heimlichen Abreise mit ihren in Genf lebenden Eltern völlig zerfallen war, mittellos in einem Hotel zurück. Da das Paar bei der Ankunft in Deutschland die Grenze an einer unüberwachten Stelle überschritten hatte und der Paß daher keinen amtlichen Sichts permert aufwies, wurde gegen fie unter Zugrundelegung der schweizerischen Valuta eine Geldstrafe von 30 000 Mart verhängt. Hiergegen erhob Rechtsanwalt Dr. Kurt Pindar Einspruch und machte vor dem Schöffengericht geltend, daß die Angeflagte gar fein schweizerisches Geld besitze und es deshalb ungerechtfertigt sei, ihrer bloßen Ausländereigenschaft wegen die Strafe nach der fremben Baluta zu bemessen, zumal die Berlaffene durch ihren gewiffenlosen Berführer ohnehin auf das schwerste geschädigt sei. Das Gericht folgte den Ausführungen des Verteidigers und setzte die Strafe auf 1000 Mart herab. Sozialdemokratische Lehrer und Lehrerinnen! Die Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen Groß- Berlins wählte den bisherigen Vorstand wieder; neu trat Genoffe Dr. Herring ein. Die Mit glieberzahl hat sich verdoppelt; dennoch scheint es, als ob der Beschluß des Kasseler Parteitages( Nr. 355),„ daß die parteigenöifischen Lehrer und Lebrerinnen aller Schulgattungen berpflichtet sind, sich in erster Linie der Arbeitsgemeinschaft als tätige Mitglieder anzuschließen," noch nicht genügend be fannt ist. Die Abivehr der Schulreaktion, der Kampf für die weltliche Einheitsschule, die bevorstehenden Elternbeiratswahlen, erfordern dringend die Mitarbeit aller fozialdemokratischen Lehrer. Was unsere Gegner an Geldmitteln uns boraus haben, müssen wir durch opferfreudige Betätigung im Dienst unserer Ideale wettwachen! Jeder sollte sich als Referent für Elternbeirats- Wahlversammlungen zur Verfügung stellen! Meldungen an Sekretär äußler, SW. 68. Lindenstr. 3. Sonstige Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft ziemlich rege. Fische mäßig, Geschäft lebhaft. Obst und Gemüse schwach, Geschäft rege. Am Mittwoch galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Lebende Barsche 22-23 M. Jugendveranstaltungen. Bezein Arbeiter- Jugend Groß- Berlin, SW. 68, Binbentz. 3, 2. Sol, 2 Exp. Telephon Morigplag 121 08-121 10. Heute, Donnerstag, den 13. April: Das Ingendsekretariat und die Berkaufsstelle ist heute bis 7 Uhr geöffnet. Am Sonnabend bleibt des Jugendsekretariat und die Berkaufsstelle geschlafen. 14. Kreis. Die Jugendgenossen treffen sich zur Einäscherung des Genossen Borath um 4,30 Uhr am Bahnhof Neukölln. Lantwig. Jugendheim Seydligstr. 6, Vortrag: Stellung der Arbeiter Norden. Jugendheim Gemeindeschule jugend zur Kirche und Religion" Butbuser Str. 3-6, Bortrag: Himmelstunde". Stralauer Biertel. Jugendmanen". Reinickendorf- West. Jugendheim Boltshaus Scharnweberstr. 15a, beim Gemeindeschule Naglerstr. 3, Bortrag: Die Religion der alten GerHauptversammlung. Schweinefleisch 35-48 M. Rindfleisch 28-36 M., ohne Knochen 37-42 M. Kalbileisch 30-41 M. Hammelfleisch 32-40 M. Rückenfett 50-51 M. Scheiffisch 8-10 M. Seelachs 7-8 M. Dorsch 6-8 M. Schollen 15-16 M In Eis: Schiele 26-28 M. Mechte 21 M. Zander Plötzen 30 M. Grüne Heringe 6-6,50 M. 17-20 M. Blele 20-22 M. Naturbutter 65-72 M. Margarine 30-40 M. Schweineschmalz 48-50 M. Eier 4,20-4,50 M. Hafergrütze 9 M. Erbsen 10-12 M. Weiße Bohnen 9-10 M. Linsen 15 M. Kartoffelmehl 16,50 M. Wirsingkohl 6,50-9 M. Weißkohl M. Blumenkohl der Kopf. Grüne Gurken 20-28 M. das Stück. Salat 6-7,50 M. der Vorträge. Vereine und Versammlungen. Kopf. Rote Rüben 3,50 M. EBäpfel 14-15 M. Apfelsinen 4-6 M. das Stück. Mitteilungen, Beitrittserklärungen uſtv. an den ersten Vorsitzenden nief, N. 118, Bornholmer Str. 20. Die Halle- Hettstädter Eisenbahnmörder verhaftet. Auf der Suche nach den beiden Verbrechern, die den Ueberfall auf der Halle- Hettstädter Eisenbahn verübten, fahndete die Polizei auf zwei Männer, die sich furz vor der Tat in der Bahnhofswirtschaft in Cöllme aufgehalten hatten. Jept gelang es einer Polizeipatrouille, die beiden Geiuchten in einem Lofal in Halle zu verhaften und dem Amtsgericht zuzuführen. Man bermutet, daß die beiden festgenommenen Männer die alleinigen Täter des grauenhaften Ueberfalls sind. Groß- Berliner Parteinachrichten. Heute, Donnerstag, den 13. April: * Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Heute abend 7 Uhr Sigung des erweiterten Bildungsausschusses im Sigungssaale des Bezirksvorstandes, Lin fein. In dieser Sigung werden die Opernkarten für den 7. Mai verteilt. denstraße 3, 2. Sof, 2 Treppen. Alle Ausschüsse müssen unbedingt vertreten Jungsozialisten! Die Veranstaltungen der Gruppen Treptow, Friedrichshain, Süden und Neukölln fallen wegen Beteiligung der meisten Mitglieder an der Ostertreffahrt aus. Oftertreffahrt. Die Teilnehmer treffen sich An halter Bahnhof. 1. Gruppe um 3% Uhr, 2. Gruppe um 10% Uhr. Gruppe Norden. 7½ Uhr im Jugendheim, Putbuser Str. 3-6, außerordent liche Mitgliederversammlung. Infolge der wichtigen Tagesordnung Erscheinen sämtlicher Mitglieder Pflicht. Schöneberg- Friedenau. 7% Uhr bei Groß, Gedanstr. 17, Vortragsabend: Die Utopisten". Ref. Genoffin. Männerchor Harmonic", Charlottenburg. Die Uebungsstunde findet heute Senfeleit. in der Aula statt. Bollzähliges Erscheinen ist notwendig. Bereinigung der Freunde von Religion und Böilerfrieden. Karfreitag nachmittag proletarische Karfreitagsstunde mit einem Vortrag unseres Genossen Bleier über Erlösung" in der Schulaula Homuthstraße, Friedenau ( Rahe Kaifer Allee). Musikalischer Teil. Beginn pünktlich 4 Uhr. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinter bliebenen. Detsgruppe Reukölln. 13. April 7% Uhr in der Aula des Kaiser. Friedrich- Realgymnasiums, Neukölln, Kaiser- Friedrich- Str. 209-210, Quartals. Generalversammlung. Willi Lorenz spricht über: ,, Die gegenwärtige Teuerung und die Versorgung der Kriegsopfer". Arbeitersport. Freie Turnerschaft Groß- Berlin. Ostermontag: Schauturnen bes Bezirks Stitt Webbing im Lessing- Gymnasium, Pantstr. 18, nachmittags 3 Uhr. woch: Turnratssigung Niederwallstr. 12, 7 Uhr. Arbeiter- Sportlartell, 18. Bezirk. Am Donnerstag, den 13. b. M.. abends 18 Uhr, in der Aula des Realgymnasiums, Woeldpromenade, Kartellvollverfammlung. Der äußerst wichtigen Tagesordnung wegen ist unbedingtes Erscheinen aller Mitglieder durchaus erforderlich. Geschäftliche Mitteilungen. Die Meierei C. Bolle teilt mit, daß sie sich seit dem 1. April nicht mehr in städtischer Verwaltung befindet, sondern von Privathand betrieben wird. Im übrigen sei auf das heutige Inserat verwiesen. Formamint Tabletten vernichten die Bakterien in Mund und Rachen und gewähren Schutz vor Ansteckung In allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Alte Reserve 233 in kelhausen die deutsche Weinbrandmarke Bezirksverband Berlin Deutscher Metallarbeiter- Verband Berein der Berliner Buchdrucker Bekanntmachung. SPD. 93. Abt. Neukölln. Unser Genosse Albert Porath ift in jugendlichem Alter am 10. April geftorben. Ehre seinem Andenken! Die Einäfcherung findet heute Donnerstag, nachm. 5 Uhr, im Srematorium Baume schulenweg statt. Rege Beteiligung erwartet 3.18 Die Abt.- Leitung. Deutscher Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin Den Kollegen zitr Nachricht, daß unser Kollege, der Former Erich Zakrzewitz Grünthaler Str. 45, am3.d..geftorbenist. Die Einäfcherung findet amSonnabend, ben 15. April, mittags 12 Uhr. im Krema torium Baumschulen weg, Riefholzftr., statt. Unfer Kollege, ber Elettromonteur Karl Bartsch Swinemünder Str. 96 ist am 10. d. M. gestorben. Die Einäscherung findet am Montag, den 17, April, mittags 12 Uhr, im Krematorium Gerichtstr. statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Ferner starb unfere Kollegin, d.Arbeiterin Anna Putzke Schröderstr. 15 am 25. Aprii. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung Bezirksverband Berlin SPD. 14. Abtei ung. Am Sonntag, den 9. April, starb unjer Genosse 3:19 Gustav Wanke Beerdigung Donneretag 14 Uhr von der Halle des alten Paulsfriedhofs, Gee. ſtraße. Ebre seinem Andenken! Ankauf Juwelen Margral& Co. Kanonierstr.9. Verwaltungstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr Telephon: Amt Rorden 833, 884, 835, 836. Achtung! Und Schriftgießer Achtung, Druckereikassierer! Achtung! Wie bereits in den Bersammlungen mitgeteilt, wird nach Beschluß des Verbandsvorstandes von allen Schlichtungsausschuß- Beisiher. Dollarbeitenden Kollegen mit dem dritten Wochen Heute, Donnerstag, den 13. April, beitrage ein abends 6 Uhr, findet eine Situng fämt Extrabeitrag von 5 Mark licher Schlichtungsausschuß- Beisiter im Sigungssant des Verbandshauses, für die ausgesperrte dänische Arbeiterschaft erhoben. Linienstraße 83/85, ſtatt. Die Leistung hat am Zahltag dieser Woche zu erfolgen. Der Gauvorstand. Es ist Pflicht eines jeden, bestimmt 25/ 4* und pünktlich zu erscheinen. Beisiger, welche au diefer Gigung nicht erscheinen, werden gestrichen. Achtung! Achtung! Der Ofterfeiertage wegen sind unsere Bureaus am Sonnabend, den 15. April bis 1 Uhr geöffnet. " 17. Am Freitag, den 14. April( arfreitag) Montag Dienstag 18." Bureaus geschlossen. " bleiben bie Die Ortsverwaltung. Bekanntmachung Gaspreis. Die Gemeindebehörden haben den Gaspreis für das Bersorgungsgebiet sämtlicher Gemeinde gaswerte, also der ehemaligen Berliner, Char Tottenburger, Neuköllner, Lichtenberger, Spanbauz, Cöpenicker, Tegeler, Bittenauer, Friedrichshagener, Herinsdorfer und Heiligenfeer Gaswerte mit Wirtung von der im Anschluß an diese Bekannt machung erfolgenden Standaufnahme ab einheitlich auf 3.50 H. für das Kubikmeter festgesezt. Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 11. April 1922. Berlin, den 12. April 1922. Magiftrat. ( gez.) Rarbing. 3.-Nr. 4514 Erl. 1/22. 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