die ict: Sne em Cete ten die ten us, hn. an en Be eut= de ne in, bei r? zu ?" ine en. Gen hr. Des and m gen er !" Fine fen in auf Jer ute nit en, nit alt ter Der rei, ante en aße alle ich, ein in em ber ent, ur, eßL L 1, 10 11. L 09 Nr. 108. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berling Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Im alten Kurs. Schauen wir nur zurück bis zum 20. Februar 1890, den zweiten Abschnitt seiner ersten Session Dienstag, den 12. Mai 1891. at Expedition: Beuth- Straße 3. Berlin, 11. Mai. Zufriedene Leute sind unsere Gegner. Schreibt da Deutsche Geldprozen- Verzeihung: ArbeiterBeitung" zur Feier des 1. Mai: willkürlich mit Gewalt, durch Flinten und Kanonen sta a t 3. Der Gedanke der Gleichberechtigung in blutigen Straßenschlachten aus der Welt geschafft aller Staatsbürger, wie er in England, der Schweiz und anderen freien Ländern zur Anerkennung gelangt ist, liegt Wenn die wechselnden Erscheinungen des Augenblicks werden. felbst den Scharfsichtigsten verwirren können- wie dies Es ist dies genau die Anschauung des Fürsten Bis- diesem Reichstag und dieser Regierung noch so fern wie dem vorigen Reichstag und der vorigen Regierung. namentlich von einer so rasch und viellebigen, gestaltungs- marc. Der Sturz Bismarck's hatte blos eine persön Und ebenso entspricht die Sozialpolitik der jetzigen reichen Zeit wie der unsrigen gilt, in der die schroffsten Gegensäge unvermittelt neben einander bestehen und mit Regierung genau den Anschauungen des Fürsten Bis- li che Bedeutung:„ nur Einer kann der Herr sein; ich einander um die Herrschaft ringen, dann muß man, marck. Die kaiserlichen Erlasse" Wilhelms des dulde keinen anderen neben mir"- der Hausmeier ist um ein festes Urtheil zu gewinnen, die Augen zurück 3 weiten unterscheiden sich in Nichts von der„ kaiserlichen zerschmettert", sein System jedoch nicht. Wir haben also wenden und über eine größere Zeitfläche hinwegschweifen Botschaft" Wilhelms des Ersten die Gleich- in Wirklichkeit das System Bismarck ohne Bismarck" lassen. Dem Urtheilsfähigen zeigt sich dann sofort der berechtigung" und der Schutz gegen Ausbeutung" der und so lange der Staat Klassenstaat ist, wird es nicht wirkliche Charakter der Lage, und aus dem Wuft des kaiserlichen Erlasse" ist auf dem nämlichen Boden anders sein. Unwesentlichen, Zufälligen tritt der Kern des Wesentlichen gewachsen wie die Pflicht des Staats für den wirthschaftund Nothwendigen scharf hervor. lich Schwachen einzutreten", das Recht auf Arbeit" und das Patrimonium der Enterbten"- schöne Dinge, die dem Geburtstag des Reichstags, der vorigen Sonnabend theils in der„ kaiserlichen Botschaft" zu lesen, theils Politische Webersicht. vielleicht im Anschluß an sie von Fürst Bismarck verkündet worseiner einzigen, denn dieser Reichstag scheint sich den sind. Und der Geist des sogenannten„ Arbeiter= zu einem schuh- Gesezes" der na chbismarcklichen Zeit ist bis die allerdings dem Vorbilde sonst sehr unähnlich beendigt hat. aufs Kleinste der nämliche Geist, wie der, welcher die ,, ewigen Parlament" zu entwickeln Der 20. Februar 1890 zerbrach das Kartell und mit Bismarck'schen Arbeiter- Versicherungsgesetze eingegeben ihm die Grundlage, auf welcher Fürst Bismarck sein hat und durchweht. Hier wie dort der Geist des KapiHausmeierthum und seine unheilvolle Polizei- und talismus, die Fürsorge für den UnterReptilwirthschaft aufgebaut hatte. Die logische Folge nehmer, das Mißtrauen gegen die Arbeiter war der Sturz des Fürsten Bismarck und der und das Bestreben, sie niederzuhalten und ihnen die MögFall des Sozialistengesetzes bedeutungsvolle Greig- lichkeit der Selbstbefreiung zu nehmen. Bismarck ist gegangen und sein System lebt nisse, welche die optimistischen Massen in der sehr natürlichen Ueberschätzung des 20. Februar bestärken mußten. fort nur daß seine Nachfolger die unreinlichen PrakFürst Bismarck hatte ein Vierteljahrhundert lang tifen zu vermeiden suchen und nicht so kleinlich sind. Wer an der Fortdauer des Systems noch eine so unbeschränkte, eine so absolute Diftatur ausgeübt, daß es schwer war, sich dem Wahne nicht hinzugeben, zweifeln sollte, der mustre die Thätigkeit des Reichsder Sturz dieser Person sei auch der Sturz eines tag 3. Hat derselbe in irgend einem prinzipiellen Punkt Systems. mit dem System des Fürsten Bismarck gebrochen? Hat - um die zwei Hauptpunkte herauszugreifen Unsere Partei warnte von Anfang an vor dieser er irrigen Auffassung, und die Geschichte der letzten fünf auf wirthschaftlichem Gebiet mit der BismarckVierteljahre, im Busammenhang betrachtet, zeigt Jedem, fchen Millionärzüchtungs- und Brotvertheuerungs- Politik der sehen und denken kann, daß wir Recht hatten, und gebrochen, und auf sozialpolitischem Gebiet der daß das Wort von dem„ alten Kurs" durchaus richtig war. Begehrlichkeit" des Kapitalismus einen Damm gesetzt und In Bezug auf die Arbeiterfrage, die die Arbeiter vor der Ausbeutungs- und Unterdrückungsbrennendste Frage der Gegenwart und die allentscheidende, sucht der Herren Arbeitgeber zu schützen sich bemüht? hat die Politik der Regierung seit dem Sturze Bismarck's Nein! Die Wirthschaftspolitik Bismarcks hat auch in nur äußerlich, der Form nach sich verändert. diesem Reichstag die Majorität, wie sich bei GelegenDas Sozialistengesetz mit seinem Spielschmutz und seiner heit der Debatten über die Kornzölle, die Zuckersteuer, die namenlosen Korruption ist über Bord geworfen worden, Branntweinsteuer u. s. w. herausgestellt hat; und was allein nach wie kreisen Kurz -W ,, Die Sozialdemokraten erlitten am 1. Mai vorigen Jahres eine gewaltige Niederlage; eine Anzahl Hezer, die sich so stellten, als ob sie die Herren in der Fabrik wären und welche am 1. Mai gefeiert hatten, wurden abgelohnt und fanden oft erst nach vielen Wochen wieder Brot. Nach dem 1. Mai vorigen Jahres ist der Sozialdemokratie nichts mehr geglückt; so oft sie zum Schlage gegen ihre Gegner ausholte, wurde sie geschlagen. ,, Alle Streits gingen verloren; zuerst war es der große Streit der Maurer und Zimmerer in Hamburg, welche höheren Lohn und kürzere Arbeitszeit verlangt hatten; die Schuhmacher in Erfurt, die Weber in Gera, die Tabakarbeiter in Hamburg mußten nach schwerem Kampfe sich für besiegt erklären. Der Ausgang des Bergarbeiterstreiks wird hoffentlich nicht ohne Lehre bleiben. " Die Geldsendungen für die sozialdemokratische Rassen lassen nach, das Gejammer der sozialdemokratischen Agitatoren will kein Ende nehmen, feine Woche vergeht, in der nicht die Zentral- Streiffommission in Hamburg die Genossen" auffordert, fich opferfreudiger zu zeigen; Herr Bebel ist ebenfalls auf das Höchste unzufrieden, daß die Genossen so wenig für die sozialdemokratische Sache opfern. " Die Einigkeit in der Gewerkschaftsbewe= gung ist verschwunden; die Gewerkschaftsführer befehden sich gegenseitig, jeder will die Herrschaft haben, der eine schwärmt für Lokalorganisation, der andere für Zentralisation, der dritte für ein gemischtes System; einig aber sind sie darin alle, daß mehr Geld einkommen müsse. Alle finnen darüber nach, ob es noch ein neues Mittel giebt, um von den, Genossen" Geld herauszuschlagen. vor herrscht in den Regierungs- das sozialpolitische Gebiet betrifft, so hat dieser Reichsdie vollständigste Unkenntniß der sozialen tag bei Verhandlung des sog. Ar beiterschutz- Gesetzes sich Bewegung, und der nur aus dieser Unkenntniß mindestens so kapitalistisch erwiesen, wie der Bismarck'sche zu erklärende Glaube, die Sozialdemokratie sei das will- Kartellreichstag. herrscht fürliche Produkt halbverrückter Fanatiker oder verbreche- In der Gesetzgebung und in der Regierung herrscht rischer Demagogen, und könne und müsse eines Tages heute, wie unter Bismarck, der Gedanke des Klassen= Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 57 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol Schmiede betonte Wort, indem er die Mundwinkel herabzog und die Unterlippe vorschob. Der Schmied achtete scheinbar nicht darauf, sondern fuhr in seiner ruhigen Sprechweise fort: Und so will ich denn auch Euch gleich Lebewohl sagen- bis ich wiederkommen tann. Denn wiederkommen thu' ich eines Tages, Klosterbauer. Es wird mir ja in meinem eigenen Vaterland nicht fehlen und dann hol' ich die Lisei." " Dann aber hat sich in der letzten Zeit entsetzlich oft herausgestellt, daß zahlreiche Genossen" für sich ge= sammelt haben; Aufrufe an die Säumigen, endlich das gesammelte Geld abzuführen, finden sich in allen sozialdemokra tischen Blättern. " Bei keiner der zahlreichen Wahlen zum Reichstage, hat ein goldnes Herz und ich kann mir nicht vorstellen, daß Einer so niederträchtig sein kann, das einzige Herz, das an ihm hängt, zu peinigen und mit Füßen zu treten. Ein Vater sein eigenes Kind, und jetzt Euer einziges Kind, Klosterbauer! Und wie gesagt, ich komm' wieder." Lechner drückte ihm aber die Hand etwas fester auf die " Was wollet Ihr?" raffte sich der Klosterbauer auf. von Robert Sameichel Jetzt könnt Ihr doch nicht Hochzeit halten. Ihr habt jetzt Der Klosterbauer trat einen Schritt zurück und starrte meiner Tochter nichts zu bieten, und seid ihr so weit, läßt Aber Lisei! Sie war der Ecksteinin dem Bau seiner ihn an, Lechner ließ sich jedoch nicht irre machen, sondern sich ja weiter darüber reden. Glückliche Reise denn. Ich Zukunft und er wußte von Hartwanger, daß der Kloster- fuhr gelassen fort: Ein Jahr kann darüber wohl hingehen. muß fort." bauer öffentlich erklärt hatte, daß er ihm seine Tochter Aber die Lifei wartet schon gern so lange, und Eure Einnie geben würde. Er wollte seine Rechte auf Lisei nicht willigung hab' ich ja. Ihr habt freilich am Sonntag Abend Schulter und erwiderte:„ Nur noch ein Wort! Vorreden aufgeben und sah doch kein Mittel, um sie sicher zu da im Stern was hingeschwätzt; aber das war blos Gure braucht kein Nachreden. Ich will Euch blos noch sagen, stellen. Wohin er den Fuß setzen wollte, wich der Boden Aufregung über den Einzug der Soldaten, und es hat es daß ich Euch bei dem Wort festhalte, das Ihr mir und der auch Reiner für Ernst genommen. Ich am wenigsten, Lifei gegeben habet. Komm' ich wieder und Ihr habt Klosterbauer. Denn der Klosterbauer wird sich doch nicht derweilen die Lisei unglücklich gemacht, dann seine öffentlich hinstellen und es selbst laut in die Welt schreien, breite Brust schwoll hoch auf und seine Augen strahlten von einem Feuer, das der Andere nicht zu ertragen verdaß er ein wortbrüchiger Schuft ist." dann, Klosterbauer, dann sei Gott Euch Und jetzt will ich Euch nicht weiter aufunter ihm. In diesen sorgenschweren Gedanken fand er sich plöglich dem Klosterbauer selbst gegenüber, der eben um die Ecke seines Wohnhauses bog. Er stand im Begriff, sich in den Gemeinderath zu begeben, den der Müller berufen hatte, um über das Urtheil des Kommissars, so weit es den Schmied betraf, Beschluß zu fassen. Fast wäre er mit Lechner zusammengeprallt. Diesem stieg das Blut zu Kopf; aber er fühlte unter mochte dem Banne der strahlenden Augen des Schmiedes seine gnädig! Kehle wie zugeschnürt. Er hatte Furcht, und Lechner halten." wandelte ein an Verachtung streifendes Mitleid mit dem Mann an, der Jeden, bei dem er es ungeahndet thun zu können vermeinte, rücksichtslos unter die Füße trat. " " Der Klosterbauer taumelte fast davon und der Schmied „ Hollah, was wollt Ihr denn noch?" fragte der Klosterblickte ihm nach, bis er auf dem mehr und mehr zwischen bauer grob. den Feldern sich verlierenden Wege verschwunden war. Schauet, Klosterbauer," sagte der Schmied, indem er Dann stöhnte er tief auf. Er hatte dem Klosterbauer seine Wolf hatte nicht nöthig den Kopf aufzuheben, um dem Klosterbauer in das Gesicht zu schauen, denn dieser reichte näher zu ihm herantrat und ihm seine mächtige Hand auf Meinung gesagt: Das war, wie er fühlte, sein ganzer Geihm nur bis zu den Spitzen seines röthlichen Bartes. Ja die Schulter legte, die Lifei ist die einzige unter Euren winn, und schweren Herzens, wie vorher, stieg er die Steinso, Ihr seid's!" sagte er, seine Gedanken sammelnd. Er Kindern, die Euch immer aufrichtig lieb gehabt hat. Wär's treppe zur Hausthür hinauf. Lisei reichte ihm init einem traurigen Blicke die Hand." fäme, um von seiner Braut Abschied zu nehmen, da er anders, dann wären wir schon längst Mann und Frau und hätten uns den Henker darum gefümmert, ob es Sie errieth, weshalb er kam; auch ihr war es nach den morgen in der Frühe St. Vigil verließe. oder nicht. Die Lisei jüngsten Vorgängen klar, daß er nicht in St. Vigil bleiben. Braut!" wiederholte der Klosterbauer das von dem Euch genehm gewesen wär' bei denen die Sozialdemokratie betheiligt da sich trok aller Bemühungen für keinen der vorgeschlagenen| Klerus die Wahlreform wünscht. Unter solchen Umständen war, hat fie Erfolg errungen; im Gegentheil Adreßentwürfe eine Majorität fand. Dies ist anscheinend ist es sehr wahrscheinlich, daß die Regierung zur Nachgiebigmehrfach sind die sozialdemokratischen Stimmen ganz bedeutend ein großer Mißerfolg der Politik des Grafen Taaffe, auf feit gezwungen wird; und gewiß ist dies, wenn die zurückgegangen. Alle diese Momente geben zu denken! 1. Mai zufrieden zu sein." das dessen Programm die Versöhnung der Nationalitäten Defter belgischen Sozialisten start genug sind, ernsthafte Konflikte Seit dem 1. Mai vorigen Jahres hat die Sozialdemo- reichs, und das heißt in jenem Lande der politischen zu verhüten. Am guten Willen fehlt es nicht; wie es der Opfermuth der Genossen hat nachgelassen, die sozialdemo- Parteien, steht. Graf Taaffe regiert aber weiter und wird auf der anderen Seite freilich auch nicht an dem guten fratischen Gewässer fließen heute viel ruhiger, träger bahin als dies lange noch können, denn weit größer als seine Un- Willen fehlt, eine Katastrophe an den Haaren herbeizuim vorigen Jahre; die unreifen halberwachsenen Burschen fähigkeit ist die Charakterlosigkeit der bourgeoisen Parteien ziehen. können nicht mehr die breiten Arbeitermassen so terrorisiren als Desterreichs, welche aus Furcht, beim Kaiser zu mißfallen, früher. Die nichtsozialistischen Parteien haben endlich sich auf- feinem von dem Vertrauen der Krone getragenen Ministerium Der fast 82 jährige Gladstone, einer der hervorragendgerafft, sie haben berechtigten Grund, mit dem ernstlich Opposition zu machen wagen. Haben sich die sten Staatsmänner und Parlamentarier Englands, ist nicht Kurz, wir sind auf der ganzen Linie geschlagen, ins fönnen, Parteien auch nicht auf eine gemeinsame Adresse einigen unbedenklich erkrankt. Bei dem hohen Alter des früheren so waren sie doch einstimmig in einer Ministerpräsidenten müssen aber die Liberalen jetzt wenige Mausloch gejagt von den berserkerwüthigen Mordsphilistern- byzantinisch nicht um deutsche Monate vor der Ausschreibung der Wahlen sich auf das richtige deutsche wir haben fein Geld, kein Glück, keinen Stern und sind wir Wort zu schreiben: hündisch Ableben ihres populärsten und einflußreichsten Führers gedemüthigen Loyaliauch noch nicht ganz todt, so ist es doch Matthäi am Letten täts- Kundgebung an den Kaiser. mit uns. Natürlich geht dieser Schund durch die ge- aus Diejenigen, welche faßt machen. den eigenthümlichen Vorgängen im österreichi sammte Bourgeoispresse. Und aus solchem Blech sind schen Parlamente in erster Linie eine Niederlage des mitglied Cunningham Graham nach dem Schlusse des Wie aus Calais gemeldet wird, wurde das Parlaments die geistigen Waffen" unserer Gegner geschmiedet! Grafen Taaffe folgern, täuschen sich gewaltig. Weit mehr sozialistischen Meetings aus Frankreich ausgewiesen. Er In den Zeitungen aller Parteirichtungen wird daran als eine Niederlage der prinzipienlosen Taaffe'schen Politik wurde genöthigt, mit dem Morgendampfer nach Dover abist das Nichtzustandekommen der Adresse ein Bankerott des zureisen. Genosse Graham hat sich in tapferer Weise an erinnert, daß die Studentenmenfuren gesetzlich verboten österreichischen Parlamentarismus. Ein Parlament, das ein ber Matdemonstration der französischen Arbeiter und an gesteht, für kein Programm eine Majorität zu haben, das deren Protest- Versammlungen betheiligt. Wie nothwendig wir in Deutschland eine gesetzliche die Gelegenheit vorbeigehen läßt, ein allgemein unbeliebtes Regelung der Arbeitszeit für erwachsene Arbeiter Ministerium nicht zu stürzen und diesem Ministerium alles bedürfen, wird Herr von Berlepsch vielleicht ein bewilligen wird, ist nicht werth zu existiren. Graf Taaffe wird, sehen, wenn er von folgendem uns im Original vorgelegenen wie er sich einmal geschmackvoll ausgedrückt hat, weiter Arbeitsvertrage Kenntniß nimmt. Derselbe hat folgenden wursteln, und der österreichische Parlamentarismus wird im Wortlaut: In wie im Auslande der verdienten Lächerlichkeit verfallen.sind. Angenommen als Ziegelei- Arbeiter bis Anfang oder Mitte Oftober 1891 für freie Schlafstelle und 18 Mark WochenLohn, 2 mal Kaffee, Mittag und Abendessen für 25-30 Pf. die Richter durch das Volk wählen zu lassen, wurde in Die Forderung der Basler Sozialdemokraten, täglich. Arbeitszeit von morgens 3 bis Abends der gestrigen kantonalen Abstimmung mit großer Majorität 9 Uhr, 2 Stunde Frühstück, 1/2 Stunde Vespers und angenommen. 14 Stunde Mittagspause. Auf den Lohn giebt's Abschlagzahlungen und den Rest am Schluß der Canipagne. Das vom Meister ausgelegte Fahrgeld hat jeder zu erstatten. Dieser Vertrag wurde im Auftrage der Ziegelei des Herrn von Borstel in Drochtersen an der Elbe von Riefenstahl's Stellennachweis Berlin N., Große Hamburgerstr. 16, abgeschlossen. Aus Brüssel wird gemeldet, Boulanger wolle aus der Fourmies- Affaire und der durch dieselbe geschaffenen Lage für seine politischen Ziele Kapital schlagen. Die belgische Regierung sei in diesem Falle entschlossen, Boulanger den Aufenthalt in Belgien zu untersagen. Bei den spanischen Gemeindewahlen unterlagen im ganzen Königreich die Liberalen. Die Wahlbetheiligung war äußerst gering. In Madrid selbst stimmte nur die Hälfte der Wahlberechtigten. Wäre ein liberales Ministerium am Ruder, so würde die Niederlage der Konservativen ges meldet werden. Wo die Regierungen die Wahlen machen, wie in Spanien, sind sie keine Gradmesser der politischen Gesinnung. In Rußland und auf der griechischen Insel Corfu wurden in der letzten Zeit viele Judenverfolgungen zum Theil grausamſter Art gemeldet. die Juden in ihren Häusern förmlich wie Gefangene. Die Wie aus Corfu gemeldet wird, sind seit dem 14. April Fenster der Judenhäuser sind geschlossen. Um sich Lebensmittel zu verschaffen, müssen die Juden heimlich in aller Frühe ausgehen und den Kaufleuten, die sich den BeHerr Boulanger und seine noch unsauberen Hinter- lagerungszustand zu Nutze machen, alles dreifach bezahlen. männer sollen sich nicht unnüße Kosten machen. Die fran- Die Noth ist außerordentlich. Seit dem 28. April sind zösischen Arbeiter werden ihnen nicht auf den Leim gehen. alle Synagogen geschlossen. Die Leiche eines Juden konnte Es handelt sich hier um eine fast 18 stündige Arbeitszeit, von welcher nur 24 Stunden auf Pausen verfallen, Die Nachrichten aus Belgien erheben es über jeg- erst 60 Stunden nach seinem Tod, von 20 Soldaten bei unerhört schlechten Bedingungen. Und da wagt man lichen Zweifel, daß den belgischen Unternehmern das eskortirt, beerdigt werden. Der Handel liegt darnieder. zu behaupten, daß ein Normal- Arbeitstag in Deutschland Manöver, welches ihren deutschen Kollegen mißglückte, bis Die Bevölkerung bewahrt ihre feindliche Haltung gegenüber kein Bedürfniß ist!! zu einem gewissen Grade gelungen ist: anläßlich des 1. Mai den Juden. Die in Corfu gebürtigen Soldaten unter die Arbeiter zu einem Streit zu verlocken, welcher den Ar- stützen den Pöbel in seinen Ausschreitungen. Wiederholt Deutsches Matrosenelend. Wie in den Zeitungen beitern aller menschlichen Vorausberechnung nach wurde versucht, die Häuser dadurch in Brand zu setzen, daß zu lesen ist, sind dieser Tage von Oldenburgischen Gerichten Niederlage, und, dem entsprechend, der Bourgeoisie einen man die Thüren mit Petroleum begoß und mit getränkten -zu Brake- 70- wir schreiben sie bzig- Steckbriefe Sieg bringen muß. Die belgischen Sozialdemokraten appen umwickelte. gegen Heizer und Kohlenzieher des Norddeutschen Lloyd er- fahen die Falle so gut wie wir, allein die belgische baselbst verschlimmert. Das jüdische Stadtviertel wird Nach weiteren Nachrichten aus Corfu hat sich die Lage lassen worden, die sämmtlich in amerikanischen Arbeiterschaft ist leider nicht so gut geschult und Häfen desertirt sind. Bei der Behandlung, welche organisirt wie die deutsche, und es erfüllte sich das, was förmlich belagert, es droht daselbst eine Hungersnoth; seit den Heizern und Kohlenziehern auf deutschen Schiffen zu unsere Feinde in Deutschland so oft für Deutschland 3 Tagen können aus demselben keine Beerdigungen vorges Theil wird, ist es wahrhaftig nicht zu verwundern, wenn prophezeit haben, was ihnen aber nicht in Erfüllung gegan sie sich durch summarische Selbsthilfe" zu retten suchen. gen ist und auch nicht gehen wird: die Massen treten auf Uebrigens glaube man nicht, daß blos die Heizer und eigene Faust, über die Köpfe der Führer hinweg in die AtKohlenzieher mit ihrer Lage so unzufrieden seien. Auch tion und begannen den Streik. eine nommen werden. Wir leben im 19. Jahrhundert, das sich auf seine Toleranz so viel einbildet. Kommende Generationen werden unserm Jahrhundert, in dessen letztem Dezennium Judenverfolgungen größten Stils ähnlich denen zur Zeit der Kreuzzüge sich gehen, einen treffenderen Namen geben, als den des Jahrhunderts der Toleranz. unter den Matrosen unserer Handels- und Kriegs- Und nun ist für die belgische Arbeiterbewegung dieselbe marine, und sogar unter den Marinetruppen scheint vielfach ungünstige Lage geschaffen worden, die wir in Deutschland große Unzufriedenheit zu herrschen. Ist es doch z. B. eine be- gehabt hätten, wenn es den deutschen Arbeitgebern voriges kannte Thatsache, daß die deutschen Kriegsschiffe die Häfen Jahr gelungen wäre, einen allgemeinen Maistreif zu proder Vereinigten Staaten möglichst zu meiden haben, weil voziren, Die russische 500- Millionen- Anleihe kam in letter oder den rheinisch- westfälischen Kohlenbaronen Desertionen selbst bei sorgfältigfter Ueberwachung nicht beizuführen, anstatt eines bloß partiellen Ausbruchs, der Schlag für seinen Kredit mit der Ablehnung politischer dort nach den gemachten Erfahrungen, zahlreiche dieses Jahr, einen allgemeinen Berg arbeiter streit her- Stunde nicht zu Stande, weil der Pariser Rothschild feine Busage in letter Stunde zurückzog. Wenn Rußland diesen zu verhindern wären. Die deutschen Matrosen- und Marineleute obendrein rasch beendigt ward. fanden nämlich auf den amerikanischen Handels- und KriegsForderungen Rothschilds, welche die Einstellung der Juden schiffen weit bessere Löhne und vor Allem eine weit Zum Glück ist die politische Situation in Belgien verfolgungen zum Zwecke gehabt haben sollen, erklären will, weniger stramme Behandlung. Und auch die eindringlichste sehr günstig, so daß die Herrn Kapitalisten sich in ihren wird es außer einige Antisemiten niemand täuschen. Es heißt patriotische" Belehrung kann die Wahrheit nicht beseitigen, Hoffnungen doch wohl noch getäuscht finden dürften. Man den Edelmuth der Rothschilde überschäßen, wenn man diese welche in dem Satze liegt: ubi bene ibi patria wo es mir durch demokratisches Land ist, und daß es eine Bureaukratie nicht, weil er Rußlands Bahlungsfähigkeit in Zweifel zieht, muß bedenken, daß Belgien von Alters her ein durch und Erklärung annehmen will. Rothschild pumpt wohl deshalb wohl geht, da ist mein Vaterland eine Wahrheit, welche eine Wahrheit, welche und Polizei in unserem Sinne dort nicht giebt, desgleichen Einem vor dem Bankerott stehenden Lande, das ein Dritt seit den grauesten Urzeiten die Geschichte der Menschen be- auch kein stehendes Heer, auf welches die Regierung sich theil seiner Einnahmen für die Zinsen seiner Staatsschuld herrscht und gelenkt hat. bei einer Volksbewegung verlassen könnte. und den größten Theil der übrigen Einnahmen zur Vorbe Das österreichische Abgeordnetenhaus hat die Thron- Nun steht es aber fest, daß die Forderung des all- reitung eines Weltkrieges verwendet, das endlich über den rede des Kaisers nicht, wie es sonst dort parlamentarischer gemeinen Wahlrechts in den weitesten den weitesten Schichten der Zweck seiner Anleihen stets zu täuschen suchte, pumpt man Brauch ist, mit einer Adresse beantwortet, welche das Bevölkerung Wurzel gefaßt hat, und daß sogar nicht gerne. Dies ist wohl der einfache Erklärungsgrund politische Programm der Reichstags- Majorität stets enthielt, ein großer Theil des Bürgerthums und des niederen des Mißglückens der Anleihe. " " könnte. Ach, warum wird dem Herzen so schwer zu tragen, drückte sie mit herzlicher Bewegung. Amen", sagte er. was ihm der Verstand aufbürdet? " Jetzt werd' ich schaffen, als ob ich vier Arme hätte. Du wirst einen harten Stand gegen den Vater haben, Und unser Herrgott wird seinen Segen dazu geben", wenn ich fort bin," sagte Wolf." Er wird es Dir nimmer fügte sie mit einem Lächeln hinzu, das sich wie ein Sonnenfrei stellen, ob Du auf mich warten willst; denn Du bist strahl durch regenschwere Wolken stahl. Denn unsere Liebe nicht mehr die arme Lisei, die er mir hat geben wollen, weil ist nichts Unrechtes." Ach, heilige Mutter Gottes, das kann ja nicht sein," rief Lisei erschrocken. Wie könnte ich denn den Brosi aus feinem Recht drängen?" Lisei drückte seine Hand und eine Weile saßen beide stumm. Der Tag verglomm.. Wo Du morgen um diese Zeit wohl schon bist" suchte sich Lifei ihren traurigen Gedanken zu entreißen. " " Ja, laß' fehen," sagte er. Da bin ich wohl schon in Unter- Vintl, vielleicht auch schon durch die Mühlbacher ich mit dem Wenigen zufrieden war, was Du mitbringen Er legte seinen Arm um sie und zog sie fanft an sich. Selause. In Mühlbach bleib' ich zur Nacht, wenn meine solltest. Du bist jetzt des Klosterbauers einziges Kind und" Laß nur recht oft von Dir hören, damit ich weiß, Füße das Wandern noch nicht verlernt haben. Sie werden feine Erbin." wo Du bist und wie es Dir geht," bat Lisei, mit ihren doch nicht." heraufquellenden Thränen kämpfend. Er wollte in den Zusatz einen scherzhaften Ton legen Er versprach es und dann blieben Beide eine Weile allein er mißlang. Lisei versuchte zu lächeln, aber auch das zu rollen und er schaute sich in der Stube mit den dunkeln wurde es dunkler und dunkler. stumm. Lisei begannen die Thränen leise über die Wangen mißlang und so schwiegen Beide wieder. In der Stube ut orchun bie life liber ben Wolf stand auf und Life Möbeln um und dachte an die guten Stunden, die er hier folgte seinem Beispiele. Die Herzen waren ihnen wie zu Lisei seufzte, und er fuhr mit gedämpfter Stimme fort:„ Von dem Herrn Hannes hätt' ich noch gern Abschied finken, lieb's Herz; Gott wird helfen." Um dessen Recht kümmert sich der Klosterbauer nicht mehr," antwortete der Schmied, zwischen den Beiden ist es für alle Zeit aus." mit Lisei verlebt hatte. geschnürt. Es muß sein," murmelte er. Lass' den Muth nich mi " Ja, Wolf," antwortete sie leise mit zuckenden Lippen. feiner großen schwieligen Hand aber das Haar. Er zog sie an seine breite Brust und sie lehnte weinend Darum muß zwischen Dir und mir alles klar sein, Lisei. Da Dein Vater uns sein Wort nicht halten wird, darum Umweg von fast vier Stunden und die Tage sind noch genommen," sagte er. überleg's Dir noch einmal frei, was Du thun willst. immer so turg. Grüß Du ihn noch von mir, wenn Du ihre Aber über St. Martin ist's ein Stell's Dir vor, als ob wir zwei Beide einander nichts ver- ihn siehst. Und, Lisei, wenn Dir der Vater Ueberlast an wenn be? a Wort zurück und werde Dich nicht weniger lieb und werth thut, der Herr Hannes wird Dir rathen und helfen." halten, wenn Du jetzt auch willst, daß wir für's ganze Lisei warf ihre Arme um seinen Nacken und weinte Leben von einander scheiden sollen. Sag's ganz frei heraus, laut auf. Seine Worte zeigten ihr jäh ihre traurige VerLisei, was Du denkst und will st: ich sag' zu Allem Ja und einsamung, wenn auch er nun gegangen war. Amen!" Arme Lifei!" murmelte er erschüttert. Da drückte sie sich gewaltsam die Thränen aus den dumpf durch die tiefe Dämmerung. Behüt Dich Gott, herzlieber Schatz!" klang Die Thür fiel hinter Lechner in das Schloß. Schwerfällig, langsam klang sein Fußtritt auf den Steinstufen. Sie hatte, während er redete, auf ihre im Schooße ge= falteten Hände niedergeschaut. Nun hob sie ihre guten Augen und begann sich zu erkundigen, ob er auch für die Sichel des zunehmenden Mondes an dem blaßgrünen bi Mitten über dem Bannwalde schwebte die erste fein Augen mit einem tiefen Blick zu ihm auf und sagte:" Ich Reife ordentlich versehen wäre? Sie fragte nach allem und mel, und darunter blinkte der Abendstern. Der Schmied aber weiß, daß Du blos aus Gutheit so redeſt, ſonſt würden mir bat ihn, sich doch ja in Acht zu nehmen, damit er nicht schaute nicht auf. Deine Worte wie ein Schwert durch das Herz gehen. Ach, unterivegs frank würde. Darauf verließ sie ihn für kurze Wolf, ich hab' seit Sonntag Morgen an nichts anderes Beit, um ihm eine Wegzehrung zurecht zu machen, und um an den Tisch, legte die Arme kreuzweis auf die Platte und In seiner Stube fette er sich, ohne Licht anzuzünden, sedacht, als ob ich nicht von Dir lassen sollte um Deinet ihretwillen nahm er das Gebotene mit Dant an Sie das Geficht auf die Arme. Er war allein in deer Schmiede; willen. Du mußt Dein Leben in der Welt von vorn an- jezte sich wieder zu ihm auf die Ofenbank, nahm seine denn seinen Lehrburschen, den Pescol zu sich nehmen angen und da würd ich für Dich blos eine schwere, Rechte zwischen ihre beiden Hände und sagte: chwere Last sein. Das hab ich mir immer vorgehalten, Wolf, ich Dir auch gar nichts zum Andenken mitgeben kann! Boden an das Fenster störte ihn auf. An der Stimme er zu seinen Eltern geschickt. Aber jetzt, wo ich weiß, wie Du gesinnt bist, nein, Dir hab' Aber es ist alles so schnell gekommen!" ich mich aus freien Stücken und ganzem Herzen verlobt, und Sie seinen Namen rief, erkannte er den Müller. Er zündete „ Es braucht kein Andenken," versetzte er.„ Denn ich einen Kienspan an und Leuchtete damit in die dunkle Wert Dir bleib' ich zugethan in Treue." trag' Dich in meinem Herzen und dent' an Dich, wo ich statt hinaus. auch bin." Sie streckte ihm beide Hände entgegen, und er faßte und " Daß wollte, hatte er ( Fortsetzung folgt.) Gin ben ige die ifte es ten 311 nd cht cen ige as ge t8 Des Er aban an Jen ng die im ges en, jen fu im ril Die 13 Mer Be en. ind nte ten er. ber er olt ав ten age ird seit ge anz rm gen Des ster eine fen her en bill, eißt tefe alb eht. itt uld be Den an nd ide hte in her De pas be fei ju4 h e te も 11. nd bund entdeckt. Der Vosfischen Ztg." wird aus St. Petersburg tele- Redakteur des in Sonneberg erscheinenden„ Thür. Volksfreund",|- Die Cockerill- Werke haben eine große Anzahl von Arbeitern graphirt: Aug. Burkhardt aus Sonneberg, jetzt in Berlin; die Verthei entlassen. Morgen erst wird eine namhafte Wiedevaufnahme der Gegen den Advokaten Jaurney in Lüttich Die Polizei entdeckte dieser Tage eine geheime bigung hatte Herr Reichstags- Abgeordneter Dr. Harmening- Jena Arbeit erfolgen. Druckerei. Jm Liternaja- Prospett beschlagnahmte sie übernommen. Der fgl. Staatsanwalt behauptete die Gefährlich wird wegen einer gestern Abend gehaltenen Rede die gerichtliche eine Menge revolutionärer Veröffentlichungen und nahm frühere Redakteur des„ Thür. Volksfreund", Burkhardt, von der feit des genannten Liedes und beantragte, weil der Zeuge und Verfolgung eingeleitet. Lüttich, 11. Mai. In einer gestrigen Abendversammlung mehrere Verhaftungen vor. Etwa 50 Studenten herzoglichen Straffammer zu Roburg wegen desselben Bergehens feuerten de Volders( Brüssel) und Gamblon( Lüttich) zur Fortsetzung wurden ausgewiesen wegen Betheiligung an der Kund- zu 3 Monaten Gefängniß( gegen dieses Urtheil ist Revision beim des Ausstandes an. In einem Interview mit dem Sozialistenführer gebung anläßlich der Beerdigung Scholgunow's. Unter den Reichsgericht beantragt) verurtheilt worden ist, eine eben so hohe(?) Red.) Monzon erklärte dieser, er werde den Arbeitern rathen, Studenten der medizinischen Akademie wurde ein Geheim- Gefängnißstrafe; von Geldstrafe sei abzusehen. Der Gerichtshof fo lange ausständig zu bleiben, bis die Regierung die Revision Die Arbeiter werden moralisch war aber anderer Ansicht und verurtheilte unseren Gen. Kart angenommen habe.(? Red.) Wir hoffen von unserem russischen Korrespondenten Schulze zu 200 M. Geldstrafe event. für je 10 M. 1 Tag Haft und finanziell von der Bevölkerung unterstützt. Eben wurden bald Näheres über diese Vorgänge zu erfahren. und Tragung der Rosten. Gegen dieses Urtheil wird ebenfalls den Ausständigen in Herstal 1500 Brote zugesandt. In zwei Revision eingelegt. zu Seraing abgehaltenen Versammlungen ermunterten de Volders Ein weiterer Fall betraf den früheren Redakteur der Thür. und Gamblon ebenfalls zum Ausstande. Lanciers patrouilliren Rußland ist unermüdlich, Bulgarien Verlegenheiten zu bereiten. Hierüber berichtet die Köln. Zeitung" aus Tribüne" Gen. Wehder aus Sonneberg, wegen Verächtlichmachung die ganze Nacht hindurch. In Cockerill wurden sämmtliche der christlichen Kirche und deren Einrichtungen und Gebräuche. Führer des Arbeitersyndikats entlassen. In der Glasfabrik von Sofia, baß die russische Regierung durch den deutschen Ge- Genoffe Webber aus Sonneberg war angeklagt, in der Thür. Saint Lambert wurde den Arbeitern mit definitiver Entlassung sandten abermals die Austreibung eines russischen Nihilisten Tribüne" ein Urtheil, welches Genoffe Schulze zu einigen Mo- gedroht, falls sie noch länger ausblieben. In Herlos sind einige Namens Kablokom, Bahnhofsvorsteher in Basardschigt, for- naten Gefängniß wegen eines Ostergedichtes in der Thür. Tri- wenige Bergleute angefahren. dere. Indessen ist eine Persönlichkeit dieses Namens in büne" im Jahre 1890 belegt hatte, abgedruckt zu haben. Die Charleroi, 11, Mai. Der Ausstand im Mittelbecken greift Bulgarien durchaus unbekannt.- Wie ferner gemeldet Staatsanwaltschaft beantragte gegen Wehder 3 Wochen Gefäng- schnell um sich. wird, legte Rußland eine eingehende Rechnung von 600 000 niß. Die Vertheidigung lag ebenfalls Herrn Dr. Harmening ob, Rubel vor für Waffenlieferungen, welche Bulgarien Rußland derselbe schloß seine Wertheidigungsrede wie folgt:„ Finden Sie Schulde.den Angeklagten schuldig, so bitte ich denselben freizusprechen und den Anstifter zu verurtheilen, und der Anstifter bin ich!" Wehder wurde fostenlos freigesprochen. Bu bemerken ist hierzu, daß 3. Wehder bei Herrn Dr. Harmening angefragt hat, ob er bas infriminirte Gedicht in der Urtheilspublikation in der Thür. Tribüne" abbrucken könne, eine Frage, welche von Dr. Harmening bejaht worden war.s * Soziale Webericht. Nach Nachrichten aus Chile über Lissabon verfügt die Arbeiter, Genoffen! Der 1. Mai, der die Interessens Kongreßpartei nunmehr über eine Armee von 12 bis Gegensätze zwischen Arbeitern und Arbeitgebern aufwies, so daß 15 000 Soldaten, über 43 Krupp'sche und viele Schnellselbst der Indifferenteste es erkennen mußte, verlangte, wie allerfeuerfanonen. Ihre Infanterie hat Mausergewehre. wärts, so auch hier, seine Opfer. Alle Arbeiter, die den 1. Mai Es heißt, der Staatsschatz in Santiago sei ganz feierten, wurden acht Tage ausgesperrt. Dann sollten sie einzeln geleert. Unter der Bevölkerung zirkulirten nur noch Coldig. Wie überall, so wurden auch hier alle Vorbereitungen um Arbeit bitten fommen. Der Brauchbare wird wieder ungeseßlich emittirte Banknoten, welche anzunehmen man sie getroffen, um die Maifeier so recht volfsfestlich zu feiern. Doch wir angenommen, der nach Unternehmerbegriffen Unbrauchbare unter Androhung von Kerkerstrafe nöthige. Die Be- hatten die Rechnung ohne den Wirth, das heißt, ohne die Grimmaer soll draußen bleiben. Die Arbeiter sind entschlossen, die Arbeit fagungen Aricas und Tachas, die auf Seiten der Regierung Amtshauptmannschaft gemacht. Freitags zuvor wurde das Volts: in den einzelnen Betrieben, wo Ausscheidungen erfolgen sollten, stehen, überschritten die Grenzen Perus, wo sie die Waffen fest, das am 3. Mai stattfinden sollte, auf Grund des§ 12 des nicht aufzunehmen. Die Mittel, die wir zum Kampfe besitzen, Vereins- und Versammlungsgesetzes verboten. Aber nicht das find gering. Unterstüßt uns, daß wir nicht unterliegen. niederlegen mußten. Die Parlamentspartei soll im April Boltsfest allein wurde so zu Wasser. Der Wirth von unserm Auch die Behörde hat eingegriffen. Sie hat Personen, die eine Million Tonnen Salpeter aus den von ihnen besetzten Lokal hatte die Ronzession zum Tanz am Sonntag. Auch dieser ihr für die Ruhe und Ordnung gefährlich schien, verhaftet, fo Häfen ausgeführt haben. Tanz wurde verboten. Ueberhaupt alle Festlichkeiten in diesem den Genossen Anton Preibisch und noch sieben andere Arbeiter, Es war in den letzten Tagen von Verhandlungen der Lokal und an diesem Tag verboten. Der§ 12 fagt unter anderm von denen vier Familienväter sind. Die Gristenz dieser Familien sich bekriegenden Parteien in dem unglücklichen Lande die nur, daß Festlichkeiten, wo die öffentliche Ruhe gestört werden dürfen wir nicht vernichten lassen und Ihr, Arbeiter und ArbeiteRede. Dieselben sollen sich aber wieder zerschlagen haben. tönnte, zu verbieten sind. Kann nun bei Arbeiterfesten die öffent rinnen, sollt uns dabei helfen. Unterstüßungsbeiträge find zu liche Ruhe gestört werden? Gewiß nicht. fenden an Raimund Knispel, Warnsdorf. Arbeiterblätter werden um Nachdruck ersucht. Unter Berufung auf das Preßgeset schreibt uns Herr Schneidt: Berichtigung. Auf den in Nr. 107 des Vorwärts" unter der Rubrik Politische Uebersicht" gegen mich gerichteten Angriff des Reichstags Abgeordneten Herrn Grillenberger habe ich folgendes zu erwidern: 1. Es ist unwahr, daß ich mich jemals an Herrn Griffen. berger berangedrängt" habe, um durch ihn zu einer Stelle in der Partei zu gelangen. Ich habe vielmehr die in Nede ftehenden Manuskripte seiner Zeit an Herrn Julius Ruhl, Redakteur der Duisburger Freien Preffe" gefandt, welcher sie Herrn Auer übergab, durch den sie dann an Grillenberger gelangten. Nicht Herr Grillenberger, sondern Herr Auer und vielleicht auch Herr Liebknecht haben 1877 meine Anstellung als Parteiredakteur in Hamburg bewirkt. haben. werden. Die Aussperre der Tabackarbeiter und Arbeiterinnen der Fabrik von A. R. Jedicke u. Sohn in Trachau bei Dresden dauert, obschon 4 Wochen vergangen sind, unverändert fort. Um aber einen definitiven Bescheid herbei zu führen, wurde vom Romitee ein Brief ausgearbeitet, welcher durch eine Deputation von 3 Mann dem Fabrikanten übergeben wurde. Die Ueberbringer bekamen aber den Bescheid:" Er brauche teine Arbeiter." Die Ausgesperrten sind nun der Meinung, der Fabrikant habe die Antwort gegeben in dem Glauben, wir wären durch die Noth zu diesem Schritte getrieben, und um vielleicht einen Sieg in 8-14 Tagen zu erlangen. Die Ausgesperrten sind aber nicht durch die Noth, sondern lediglich der DOeffentlichkeit halber, um uns den Vorwurf der Halsstarrigkeit zu ersparen, an ihn herangetreten. Aus der Pfalz. Die Berichte aus allen Gauen veranlassen auch mich, über die Bewegung aus der goldenen Pfalz allerdings nur summarisch zu referiren. Auf Rosen sind wir hier so wenig als anderwärts gebettet, wünschen dies auch gar nicht, denn auch wir wollen uns des in heißem und schwerem Kampfe Grrungenen freuen. Seit der im November vorigen Jahres statt gehabten Konferenz von Lambrecht macht sich allerwegens ein Drang, Versammlungen zu veranstalten, bemerkbar. Das einfachste Mittel unserer Gegner ist das Abtreiben von Versammlungslokalen. Als ein Beispiel sei hier nur Landau angeführt; dieser Ort wimmelt von Soldaten; das Einkommen der dortigen Gastwirthe ist von ihrem Besuch abhängig. Durch das Verbot des Militärbesuches wird uns thatsächlich jedes Lokal unmöglich gemacht. Es erstreckt sich dieses Vorgehen auch auf die ganze Umgebung. So geht der Fiskus vor, aber nicht anders treiben es die gegnerischen Parteien, so in Schifferstadt das Wir glauben fest, daß wir zum Siege gelangen, da 2. Es ist unwahr, daß ich jemals als„ Polizei- Anarchist" 3entrum, bas jeden, selbst den tleinsten Winkel, uns streitig irgenb Etwas mit der Polizei zu schaffen gehabt hätte. Ich macht. Was Wunder also, daß wir zuweilen etwas ungeduldig Herr Jedide mit seinen augenblicklichen Arbeitern den Anforde rungen, welche man an ein derartiges Etablissement stellt, nicht gehöre bis heute zu denjenigen, welche die Polizei mit mißFür die Maifeier sahen wir im Großen und Ganzen mehr gerecht werden kann. trauischen Augen überwacht, zu denen, welche als„ gemeinge Wir richten daher an alle Leser die Bitte, uns zu unterfährliche Agitatoren" verfolgt, angeklagt und verhaftet werden. auf das Abhalten von Versammlungen und der Besuch derselben Auch habe ich wiederholt für meine Ueberzeugung, die dürfte auf weit über 10 000 angegeben werden. Wir waren ftüßen und in ihren Kreifen uns vor Buzug nach genannter noch immer eine sozialistische ist, in das Gefängniß hierzu veranlaßt einestheils durch die Gewissenhaftigkeit unserer Fabrit zu bewahren. Quittung über eingegangene Gelder bei der Generaltomfürsorglichen Behörde, mehr aber noch durch die Thatsache, daß wandern müssen und es stand feine Partei hinter mir, beren ber Achtstundentag unsern Bauern, ja vielfach noch den pfälzischen mission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom Unterstützung die verhängnißvollen wirthschaftlichen Folgen Arbeitern antipathisch ist. Salten sie doch noch vielfach eine 24. April bis 6. Mai. Verband der Zimmerleute, Hamburg solcher wenig angenehmen Erlebnisse gemildert hätte. Herr Grillenberger wird seine Behauptung vor Gericht zu vertreten lange Arbeitszeit, besonders mit Ueberstunden, für ein Glück. 95,- Oeffentliche Zimmererversammlung, Wilhelmshaven 6,21. Wir haben für dieses Mal Bresche geschossen; das nächste Jahr Wahlverein des sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreises 100. 3. Es ist unwahr, daß ich Herrn Grillenberger ganze foll es gewiß noch besser werden. Als ein erfreuliches Zeichen Carl Neumann, Bremerhaven 62,50. Sparklub„ Wir Alten" vom Pacete von Manuskripten überfandt hätte, um ihm zu be- muß es gelten, daß die rednerischen Kräfte fich zusehends ver- Hammer, Jungfernstieg 20,-. P. Ghemann jr., Bigarrenarbeiter, weisen, was ich leisten könne." Es ist mir niemals ein- mehren. Unsere Maibowle wurde uns gehörig versauert, da St. Pauli, 2,25. Gesammelt von Tabatarbeitern, Köpenick 4,35. Berlin 170. gefallen, Hrn. Grillenberger ein besonderes literarisches Urtheil uns jedwede politische Rede und das Singen von Arbeiter- Weißgerber Berlin, 3. Rate, 100. Klub Solidarität". Magde verboten liedern werden Mit Gewalt deshalb burg 12,-. Kommission der Tabatarbeiter, zuzutrauen. Wahr dagegen ist, daß ich eine umfangreiche und unsere Frauen Minderjährigen auf die Lektüre Expedition des Vorwärts" durch Th. Glocke, Berlin 400. Novelle, an der ich mindestens zwei Monate im Gefängniß zu Elberfeld gearbeitet habe, von Herrn Grillenberger später nicht angewiesen. Die Soldaten und die gesammte Gendarmerie war Agitationskomitee" Berliner Bäcker 13, Textilarbeiter, Barmen wieber erlangen fonnte.' Derselbe schrieb mir 1879, daß er 8um 1. und 3. Mai in Bereitschaft, glaubten sie doch, wir würden 20,- Kolls Bau, Winterhuderweg, durch Dempzin 10,48. Von das Manuskript„ verloren" habe. Heute gesteht er zu, daß er uns ebenso unbändig gebärden, wie das Bürgerthum Anno 1832 ben Blauen" Harburgs, durch Greymehle 15,-. Von den Weißdas Produkt von zwei vollen Arbeitsmonaten, auf dessen Er- in Hambach und 1848 in der ganzen Pfalz. Einzelne Orte wie gerbern Durlachs 15,-. Gewerkschaften Leipzigs durch B. 200, trag ich als Schriftsteller doch offenbar ein wohlbegründetes Raiserslautern, Lambrecht und Neustadt famen Bon Rosenbergs Buchdruckerei, Hamburg 12,90. Schafheitlin, Anrecht gehabt hätte, in irgend einem Winkel um die Genehmigung eines Festzuges ein. Ueber das Schicksal Steglitz 30,05. Arbeiter der Maschinenfabrik Auerbach u. Ko., von Raiserslautern wurde bereits berichtet. Klassischer ist noch Bieschen- Dresden 8,15. Von den Weißgerbern Oranienburgs 25,-. liegen habe." 4. Wenn Herr Griffenberger behauptet, daß er mir für dasjenige von Neustadt. Erst hatte es den Anschein, daß der Verein der Schlosser, Hannover- Linden 5,-. Glückmann Ralis. das Ergebnis einer sechswöchentlichen Arbeit denjenigen Preis Umzug erlaubt werden sollte. Hatten wir doch kunde, daß in fysche Bigarrenfabrit, Striegau 4,05. Ueberschuß einer Matinee bezahlt habe, den er nach Lage des literarischen Marktes solchen Orten, in denen wir noch die Minderheit bilden, eine der Eisen- und Metalldreher Berlins und Umgegend 200, allenfalls aufwenden konnte, so hat er damit Recht, was ich derartige Demonstration in der Hoffnung erlaubt werden würde, Ueberschuß vom Steinbildhauerstreit, Berlin 67,35. sie würde abschreckend wirken. Doch es kam zu guter Letzt anders. schuß vom Pretstegelschieben der Schmiede München 15, hiermit ausdrücklich bestätige. In einer im Fränkischen Kurier" gegen Herrn Grillen- Wahrscheinlich wegen der Konsequenzen wurde in legter Stunde vom Unterhaltungsklub" Schiller", Berlin 34,70. Ueberschuß berger geführten Polemik habe ich jenes Fattums nur so neben noch von dem mächtigen Gebieter über Berg und Thal des Be- einer amerikanischen Auktion bei Vid, Birkenstraße 24b, Berlin her Erwähnung gethan, um die Grillenberger'sche Darstellung, sirksamts Neustadt, Herrn Siebert, für Neustadt der Umzug, 2,75 M. als ob ich ihm zu Dante verpflichtet sei, zurückzuweisen. Die bas Waldfest, ja selbst der Ball verboten. Die Regierung von einzige Gutthat, welche Herr Gr. mir erwiesen hat" so un- Speyer hatte in letzter Stunde noch Mitleid und gestattete gefähr äußerte ich mich damals- bestand darin, daß er mir wenigstens das Tänzchen. Eine Revolution ist darob bis jetzt awei novellistische Arbeiten, an denen ich 6 volle Wochen noch nicht ausgebrochen. " " geschrieben hatte, mit 40 m. honorirte." Damit wollte ich, wie gefagt, lediglich beweisen, daß ich Herrn Grillenberger in teiner Weise zu Dank verpflichtet sei. Herr Biehl hatte wirklich nicht den geringsten Grund, meinen Worten eine andere Deutung zu geben. Daß ich ein„ Parteigenoffe" des Zünftlers Biehl sei, habe ich mit Interesse dem„ Borwärts" entnommen. Bisher hatte ich keine Ahnung von meiner Zunstverbohrtheit. Karl Schneidt, Schriftsteller und Redakteur, Berlin SW., Rochfir. 8 II. war. Die Bergarbeiter- Bewegung. Lüttich, 10. Mai. Mehrere Bürgermeister der Umgebung untersagten die Abhaltung von Meetings im Freien und an öffentlichen Orten. Wie es scheint, befindet sich bereits eine Anzahl der Streikenden in einer dürftigen Lage, welche erwarten arbeitet werden, und daß am Dienstag wieder eine namhafte AnA. Dammann, Kassirer. UeberHamburg, Zollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 13, 1. Et. Die für den Maifonds" eingegangenen Gelder werden in der nächsten Quittung mit angeführt werden, da zur Zeit nur einzelne unbedeutende Posten eingegangen sind. Wir bitten dringend, bei allen Geldsendungen, welche für verkaufte Marken an den Kassirer gehen, auf dem Postabschnitt zu bemerken, für den Maifonds", damit unsererseits die nothwendige Kontrolle geführt werden tann, und last, daß morgen wieder in ben Rohlenbergwerken vereinzelt ge- Versammlungen. Bei einem Meeting in Seraing traten die Redner Volders und Demblon für die Fortsetzung des Streits ein, Dieselben Seraing herrscht heute vollkommene Ruhe. Herstal arbeitet theilweise. Der in Algier weilende Direktor der Gockerill'schen Werke = Am 1. Mai tagte in Joel's Salon eine von ungefähr ( ad 1. Serandrängen" ist ein elastisches Wort. Lieb- zahl der Streifenden die Arbeit aufnehmen werde. knecht weiß nichts davon, daß er seiner Zeit die Anstellung 400 Personen besuchte öffentliche Versammlung aller in der des Herrn Schneidt als Parteiredakteur bewirkt habe. Juwelen, Gold- und Silberwaaren- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Das Bureau wurde von den Kollegen Faber, ad 2. Was ein„ Bolizei- Anarchist" ist, darüber läßt empfahlen den Arbeitern Ruhe und Ordnung. Sonrath und Heinemann gebildet. Bum ersten Punkt der Tagesſich streiten, was Herr Schneidt ist, das weiß Jedermann, ordnung hielt Genosse Aug. Günther einen mit großem Beifall der seine Thätigkeit verfolgt hat. aufgenommenen Vortrag über die Bedeutung des 1. Mai. ad 3 wird Grillenberger sich aussprechen. hat telegraphisch Lohnerhöhung versprochen. In der Diskussion wurde zunächst die von der sozialdemo Mehrere Industrielle haben bedingungsweise den AchtstundenUnd ad 4, welches nur bestätigt, was Grillenberger tag bewilligt.- Der Arbeiter, welcher aus Furcht vor dem fratischen Reichstags Fraktion gestellte Resolution verlesen. geschrieben hat, ist nichts zu sagen. Red. d.„ V.") Ravallerie- Angriff ins Wasser sprang, ist gestorben. In Dieselbe wurde von dem Referenten eingehend begründet und Jemappe wurde ein Attentäter verhaftet. Er trug mehrere Bur möglichst einstimmigen Annahme empfohlen. Dieselbe wurde einstimmig angenommen. Dynamitbomben. In seinem Schlußwort führt der Referent den AnwesenCharleroi, 10. Mat. In der vergangenen Nacht wurde ben in längeren Ausführungen den Nutzen und Vortheil von einem Unbekannten eine Dynamitbombe gegen das Haus einer starten Organisation vor Augen und fordert auf, soweit eines am Ausstande nicht betheiligten Arbeiters geschleudert, ohne dies noch nicht geschehen ist, Mann für Mann dem Verbande erheblichen Schaden anzurichten. Das Gericht hat Erhebungen der deutschen Gold- und Silberarbeiter beizutreten und nament eingeleitet. Erfurt, 10. Mai. Gestern, am 9. b. M., fand vor der Gent, 10. Mat. Die Dockarbeiter beschlossen in einer lich auch auf die in der Branche beschäftigten Hilfsarbeiter, welche hiesigen Strafkammer des Landgerichts gegen den Redakteur Karl gestern stattgehabten Versammlung, von morgen ab das Aus- bis jetzt noch jeder Organisation fernstehen, in dieser Beziehung Unter Verschiebenem" wurde noch laut Antrag einstimmig Schulze Verhandlung wegen Anreizung verschiedener Boltstlassen laden von aus Deutschland oder England im hiesigen Hafen aufklärend zu wirken. zu Gewaltthätigkeiten gegen einander( Bergehen gegen§ 130 bes einlaufenden Kohlenschiffen zu verweigern. In den Becken Str.-G.-B.) statt. Schulze war angeklagt, in Nr. 25 der Thür. von Charleroi, La Louvière und Mons ist die Lage im Alle beschlossen, einen Theil des am 1. Mai verdienten Arbeitslohnes Tribüne" vom 21. Dezember 1890 das Proletarierlied abgedruckt gemeinen unverändert. Es finden heute zahlreiche Arbeiter für den Maifonds zu opfern. Hierauf wurde die Versammlung mit einem begeisterten Hoch und dadurch sich der Anreizung im Sinne des obengenannten Meetings flatt. Lüttich, 11. Mai. Die Lage ist wenig verändert. Auf der auf die internationale Arbeiterbewegung geschlossen und unter Paragraphen schuldig gemacht zu haben. Als Zeugen waren geladen die Setzer Wiehle und Schmidt rechten Seite der Waas ist die Zahl der Arbeitenden etwas größer den Klängen der Arbeitermarseillaise leerte sich der Saal. in der Druckerei der Thür. Tribüne" beschäftigt) und der frühere geworden. Dagegen dehnt sich der Ausstand nach Herve aus. Korrespondenzen und Parteinachrichten. " Theater. Dienstag, den 12. Mai. Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. Der Sturm. Leffing- Theater. Der Probepfeil. Berliner Theater. Der Veilchenfresser. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Wallner Theater. Des Teufels Weib. Rendenz- Theater. Dr. Jojo. Bellealliance Theater. Der Giftmischer. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Oftend- Theater. Mitosch. Kanfmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Borstellung. Große Spezialitäten Bratweilige Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Ronzertmalers Signor Travieki aus Rom. Neue Walhalla. Sommer- Theater im Ausstellungs- Park Hasenhaide. Haltestelle d. Pferdebahn SchloßplayRixdorf und Rathhaus- Fichtestraße. Heute, Dienstag, den 12. Mai 1891: Grosse Gala- Vorstellung. " Ardel u. West, genannt die ZuluKönige", mit der neuen hochkomischen Bantomime, Meyer in Afrita". Madm. de Clairmont, schneidigste Chansonette der Welt. Mons. Loisset mit seinen dress. Klapperstörchen 2c. 2c. Geschw. Bertini, Gesangs- und Tanz- Duettisten. Frl. Waldowski, weibl. Romifer. Edi Rennert, Universal- Humorist. Gustav Rose, Gesangs Humorist. Kapelle: = Ein fräftiger Proletarier ist mir heute geboren. Berlin, den 10. Mai 1891. 790b H. Otto, Liebenwalderstraße. Am Sonnabend, 7 Uhr Abends, verschied plötzlich infolge eines Gehirnschlags mein innigft geliebter Gatte, unser guter, sorgsamer Bater, der Gelbgießer Carl Bauer. Dies zeigen allen Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme an 799b Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch 4 Uhr von der Leichenhalle des GeorgenKirchhofes, Landsberger Allee, aus statt. Statt besonderer Anzeige! Allen Bekannten die traurige Nachd. Musikdirektor Bachhofer mit dem Haus richt, daß am 10. b. M. meine liebe Frau Anna Heise geb. Kroll orchester. H Fachverein der Tischler. Heute, Dienstag, d. 12. Mai, Abends 8½ Uhr: Außerordtl. Generalversammlung in Norbert's Salon, Beuthstr. 21-22. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Henning. Distuffion. 2. Antrag auf Ausschluß einiger Mitglieder. 3. Beschlußfassung über Erhebung einer Statistik in diesem Jahre. 4. Wahl eines Ersatzmannes. 314/45 Entree 30 Pf., Parquet 50 Pf., Sperram Kindbettfieber entschlafen ist. Die fit 75 Pf., Loge 1 Mart. Rassen Gröffnung 4 Uhr. Anfang des Beerdigung findet am Mittwoch, Nach Konzerts 5 Uhr, der Vorst. 1/27 Uhr. mittags von der Leichenhalle des St. in Kaffeeküche ununterbrochen geöffnet.michaelkirchhofes aus statt. Bernard Heise. Avis: 1.2., 3. Pfingstfeiertag: Großes 794b Früh- Konzert und Früh Vorstellung. Allen Freunden u. Genossen, welche An den Nachmittagen von 5-10 Uhr: an der Beerdigung meines Bruders Große Gala- Festvorstellung. theilgenommen haben, herzlichen Dank. Wilhelm Günther. BERLINER HIPPODROM Kurfürstendamm u. JoachimsthalerStrassen- Ecke. Größt. Vergnügungspart d. Residenz Sente Dienstag: Empfehle zugleich meinen Frühſtücs Grosse Vorstellung. und reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 659 L F. Sodtke. Kolossaler Erfolg d. Hippodrom- Programms Das aufregendste Schauspiel der Gegenwart. Gtablissement Buggenhagen Das römische Wettfahren am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter d. Linden 22/23. 11-1 u. 5-9 U. Knabe mit 2 Köpfen. Esau- Lady. und Stehend- Reiten. Wettrennen Steeple- Chase, Das urkomische Ponny- Rennen. Ein Unicum der Dressur: Lockart's 795b Danksagung. Für die herzliche Theilnahme und große Betheiligung bei der Beerdigung meines geliebten Mannes, unferes Schwiegersohnes und Schwagers, des Bildhauers Gukau Wallor, sprechen wir dem Gesangverein Notenmappe, sowie seinem Meister, den Kollegen und allen Freunden und Bekannten unsern tiefgefühltesten Dank aus. 788b Anna Wallor geb. Kay. Familie Kay. Danksagung. Allen Bekannten, sowie Kollegen, welche meinem lieben Manne am Grabe die letzte Ehre erwiesen haben, sowie dem Herrn Prediger Krause für die so theilnahmsvollen Tröstungen sage ich hiermit meinen innigen Dant. Ww. Th. Reimann 792b 11. Kinder. Die Versammlung der Lohgerber und Lederzurichter( Filiale Berlin) findet nicht Dienstag, sondern Donnerstag, d. 14. Mai, Abends 8 Uhr, 6 Riesen- Elephanten. Die fliegenden Fernandez. Großes Clown- Potpourri. Die Tandem- Springpferde. Batonde- u. Tremplin- Springenstatt. ausgeführt von den besten Champion- Springern. Ferner Auftreten des gef. Personals. Jm großartig angelegten Parke: [ 205/3] Der Vorstand. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Fachverein der Tischler( West u. Süd- West). Versammlung am Mittwoch, den 13. Mai, Abends 8½ Uhr, Habel's Brauerei, Bergmann- Strasse No. 5-7, Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Rohrlack über:" Die Klasse der Geächteten". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Der Bevollmächtigte. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen f 9583 814/47 g Heute, Dienstag, den 12. Mai 1891, Abends 8 Uhr, im Saale der Habel'schen Brauerei, Bergmannstrasse 6-7. Tages- Ordnung: 1. Chriftus, der Mensch und Freiheits- Kämpfer, verfaßt und vorgelesen von Anatole Rembe. 2. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Des interessanten Themas wegen ersucht um zahlreiches Erscheinen, namentlich der Frauen, 336/7 Der Vertrauensmann. Verein der Arbeiterinnen an Buch- und Steindruck- Schnellpressen. Mittwoch, den 13. Mai 1891, Abends 8 Uhr, im Restaur. Kehner, Annenstraße 16: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 125/6 Der Vorstand. Kartonarbeiter u.-Arbeiterinnen! Mittwoch, den 13. Mai, Abends präz. 8 Uhr: Vereins- Versammlung bei Säger, Grüner Weg 29. i I 131/7 Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Sperling über LungenKrankheiten und deren naturgemäße Heilung. 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. Der Vorstand. Kranken- und Sterbekasse der Verschiedenes und Fragekajten. Grosses Militär- Konzert. Berliner Hausdiener. 6.5.61. Gauverein Berliner Bildhauer. Im Spezialitäten- Die Borstellungen finden bei jeder von Theater 6-10 hr Neu! Minnie Caß, 10jährige Soubrette. Gebr. Forès, Inftrumentalisten. Sgr. Rappo, Jongleur. Jika Scherz. Laura Zimmermann. Sigmund Stein. Mr. Wrighton. Castan's Panopticum. Jetzt: Friedrichstr. 165. Witterung statt. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Entree 30 Pf., inkl. Hippodrom 503f., Refervirte Plätze 1 und 2 M. Logen 3, 4 u. 5 M. Vorverkauf im Invalidendant. Saifontarten à 6 M. sind jetzt z. haben. Mittwoch, 27. Mai, Abends 9 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung Die Feier des 10jährigen Bestehens des Unterstügungsvereins der Bildhauer Deutschlands und zu Ehren der Anwesenden Delegirten findet am Dienstag, den 19. Mai( 3. Pfingstfeiertag), im Concerthaus Sanssouci", Kottbuserstrasse 4a, statt. Anfang 5 Uhr. bei Norbert( May's Festfäle), Beuthstraße 21/22. Tagesordnung: 1. Lungenkrankheiten und ihre Heilung. Referent: Herr Dr. Das Fest wird in kommersähnlicher Form für Damen und Herren ge Freudenthal, Schmidstraße 21. 2. Mit- feiert. Der Charakter des Festes ist: Mittwoch 2 Vorstellungen. theilung. 3. Abänderung der§§ 5 und Nachmittags 4 Uhr; KinderVorstellung. 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Dümmlers Verlagsbuchhandlung in Berlin SW. 12 er schien soeben zu beziehen durch alle Buchhandlungen: Gewerbeordnung für das Deutsche Reich ( Mit dem Arbeiterschuhgeseh) in der Fassung des Gesetzes von 1891. Filzhut- Fabrit Nebst dem Reichsgefes betreffend die von Gewerbegerichte. Ergänzt und eren gros u. en detail läutert durch die Materialien der Gesetzgebung von R. Höinghaus. 192 S. Ferd. Henke Breis 1 Mart. Verloren 173 M Dennewitzstr. 1, empfiehlt z. Saison eine braunlederne Brieftasche mit Damen-, Mädchen- Wiener Photographie auf dem Wege und Herrenhüte, vom Roppen- Play- Linienstraße durch garnirt u. ungarn. den Friedrichshain nach dem Elysium. zu den billigsten Fabrikpreisen. Gegen Belohnung abzugeben Mendels Großes Lager in Blumen, Spitzen und fohnstr. 10, Hof rechts part. Seidenbändern. Hüte mit Kontrollmarken. 523L des königl. preuß. Rechts- Burcan Amtsrichter a. D., 797b Massenausverkauf Für gute Speisen und Getränke Alte Jakobstr. 102, 11. 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Partie- Preise: 50 Exemplare 6 M., 100 Eremplare 10 M., 500 u. mehr Exemplare pro 100 m. 8. Wir empfehlen den Parteigenossen die Broschüre aufs angelegentlichste; der Inhalt derselben berührt die Interessen aller Volkskreise und dürfte die ausgedehnteste Publizität mit geeignet sein, die zu Tage getretenen Mißstände beseitigen zu helfen. Wer kaufen will, verlange bevor man eine illustrirte DerfflingerNähmaschine anderweitig kauft Preisliste C. Mahnkopf, Berlin W., Strasse 23. VON Diese seit 24 Jahren bestehende Firma ist die vortheilhafteste Bezugsquelle in Nähmaschinen, wie dies fortwährend von Tausenden von Kunden anerkannt wird. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2, 373 Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 108. der nothwendigen Lebensmittel aufgetreten. Dienstag, den 12. Mai 1891. " 8. Jahrg. Noch ein Urtheil über die Kornzölle. eine Anpassung an die Bedingungen der Zeit erreichen laſſen." man mit Zuversicht annehmen kann, im Laufe der Zeit wird sich ordnung in Bezug auf Licht und Luft noch sehr viel zu wünschen übrig lassen. Ganz besonders bemerkbar macht sich dies BeDie Getreidezölle tragen mit die Schuld an der Ver- dürfniß nach Luft in dem engen Straßengewirr des Zentrums, Im letzten Hefte feiner" Jahrbücher" veröffentlicht der beschlechterung der Lage des Voltes, sie haben den landwirthschaft- wo die kleinen Leute" in beängstigender Dichtigkeit bei einander fannte Nationalökonom Professor Dr. Johannes Conrad eine lichen Betrieb technisch gehemmt, da die Grundbefizer auch ohne wohnen." Der Friedrichshain wie auch der Alexanderplatz find Abhandlung über die Wirkung der Getreidezölle in Deutschland bedeutendere Entwickelung der Wirthschaftstechnik Profite machten, zu entlegen bezw. unzureichend, um dem Luftbedürfnisse der Bewährend des letzten Jahrzehnts. Conrad, der als Agrarpolitiker einen bedeutenden Ruf genießt, hat, wie ihm zur Ehre festgestellt sie haben verhindert, daß Deutschland die Preissenkung des Gewohner dieser Stadtgegend Rechnung tragen zu können. Mitten werden muß, niemals wie andere biegsamere jUniversitätslehrer den treides für sich, d. h. für seinen Volkskonsum ausnußen fonnte. in dieses Häuſergeviert gehörte ein schöner großer Erholungsplat iſt Tanz um das goldene Kalb der Kornzöllnerei mitgemacht, sondern ist Preiserhöhung ohne die Zölle nicht zu denken, zu Gunsten der bereits ein solcher vorhanden, allerdings nur für Leute, die Tanz um das goldene Kalb der Kornzöllnerei mitgemacht, sondern ist und bei dem Wachsthum der Konkurrenz ist an eine nachhaltige und es wäre ein Leichtes, einen solchen zu schaffen, denn es ist offen auch unter Bismarck's Regiment gegen diese Vertheuerung Funker aber wird dieser Vortheil den Massen vorenthalten. dafür bezahlen tönnen. Begrenzt von der Rücker-, Gormann, und Mulackstraße befinbet sich hier nämlich Courad weist darauf hin, daß je länger die Schutzöllnerei LinienWir haben kürzlich die Aufsehen erregende Arbeit Rudolph herrsche, desto stärkere Kontingente von Wählern den sozial- lich der alte Theil des alten Garnisonkirchhofes, welcher für Eine alte häßliche Meyer's in diesen Blättern besprochen. Im Anschluß hieran Meyer's in diesen Blättern besprochen. Im Anschluß hieran feien aus dem Aufsatz Conrad's einige wichtigere Daten mit demokratischen und der manchesterlichen Partei" folgen und den Beerdigungszwecke nicht mehr benutzt wird. unheilvollen Einfluß derselben steigern werden." Er Mauer, der Schrecken der dortigen Einwohner, schließt den Kirchgetheilt, die geeignet sind, das bisher Bekannte zu ergänzen und warnt als nationalliberaler Politiker schon deshalb hof gegen die Außenwelt ab. Doch hinter diesem verwitterten zu stützen. vor den Schutzzöllen. Daß die Kornzölle das beste Steinklumpen grünt und blüht es in holder Maienpracht, hier ist Unser Gewährsmann weist darauf hin, daß die deutsche Agitationsmittel der Deutschfreisinnigen sind, die sonst mit ein wunderschöner Erholungsplatz, allerdings nur für solche, die Getreideausfuhr fast auf Null reduzirt ist. Je höher der Zoll ihrer Opposition auf dem letzten Zoch pfeifen, ist bekannt. dem Besitzer, dem Militärfistus, 6 M. Miethe bezahlen können. geschraubt wurde, um so weniger war man im Stande, führt er Die Wadenstrümpfler werden mit dem Fortfall der Getreidezölle Nicht vielen ist es vergönnt, sich auch noch diese Bedürfnißsteuer aus, dort, wo bisher der Ueberschuß der heimischen Erzeugnisse ihr lehtes Hilfsmittel zum Stimmenfang verlieren. Die So- auferlegen zu fönnen, und so haben thatsächlich nur die besser an das Ausland abgeführt wurde, wie in den östlichen Pro- zialdemokratie dagegen als Vertreterin der Arbeiterklasse fituirten Familien den Genuß dieses Plates, während die arme vinzen Preußens, dieſen ſelben Weg einzuschlagen, weil im In- hat nichts zu befürchten; mit und ohne Schutzölle verfügt sie Bevölkerung sich an dem Anblick der alten häßlichen Mauer er= lande gegenüber dem Auslande die Preise künstlich erhöht waren, und es darum lohnender erschien, die Produkte tiefer in das über ein so ausgiebiges, wohlversorgtes Arsenal von Angriffs gößen kann. Es ist deshalb schon vielfach der Wunsch laut geInnere Deutschlands hineinzuschieben, als sie auf dem natür- waffen gegen die bürgerliche Gesellschaft, daß ihr sicher nicht worden, daß dieser Platz Gemeingut Aller werde, und ist von bange wird. Ihr ist es darum zu thun, durch verschiedenen Seiten an den Magistrat petitionirt worden, diesen lichen Wege zur See an andere Küstengegenden abzuschieben. Das den Fortfall der Zölle die tünstliche Brotvertheuerung Plah pachtweise zu erwerben und denselben in einen öffentlichen für hat der Inlandsverkehr sich gesteigert, und die Getreidezut beseitigen, welche das Proletariat schwer bedrückt. Spiel- und Erholungsplatz umzuwandeln. Nach Versicherung der massen werden auf Flüssen und Bahnen mehr herumgeschoben, als es den natürlichen Verhältnissen entsprach. Die Der Kapitalismus erzeugt aus sich heraus so viel solide Parkdeputation sind nach dieser Richtung hin mit dem MilitärBahnen haben dadurch gewonnen, aber auf Kosten der konsumi- Argumente gegen sich selber, daß die Opposition der Arbeiter- fiskus Verhandlungen angeknüpft. Mögen diefelben das erwünschte renden Bevölkerung und ohne allgemeinen volkswirthschaftlichen schaft nicht eher aufhören wird, ehe er einer anderen Gesellschafts- Endresultat haben! form Play gemacht haben wird. Vortheil." Man urtheile selbst! Es entfielen auf den Getreideverkehr: Zum Schluß schlägt Conrad eine Ermäßigung für das Brotgetreide auf drei Mark vor, und da„ eine plötzliche Veränderung des Zollsatzes von so einschneidender Wirkung ist, daß eine Menge Eristenzen gefährdet werden", nicht auf einmal, sondern monatlich um 10 Pf., damit sich die Leute darauf einrichten können. Später sei eventuell eine Reduktion um 5 Pf. monatlich zu gewähren. daraus Der, fozialistische Zukunftsstaat", von dem in neuerer und neuester Zeit so viel die Rede ist, hat schon seine Realiſation gefunden, und zwar auf Rixdorfer Gebiet. Geht man die Hermannstraße hinunter und blickt in der Nähe der Vereinsbrauerei nach dem im Süden belegenen Tempelhofer Felde, so steht man am Rande desselben auf zirka sieben Lauben, die in geringen Entfernungen von einander stehen, rothe Fähnchen Der Handelsvertrag zwischen Deutschland und Desterreich- luftig im Winde flattern. Das Land ist dort, ähnlich wie man Ungarn hat, wie offiziös versichert wird, den Zoll auf 3,50 Mt. es in der nächsten Umgegend Berlins und in Berlin selbst findet, herabgesezt. Ob aber auf diesen oder auf einen anderen Be- parzellirt und an Arbeiter verpachtet, die dann in ihrer freien Gemüse und Blumen hier an= pflegen, das um trag, wir betrachten alle diese Reduktionsmaßregeln nur als A b- 3eit etwas Kartoffeln, Geerntete für fchlagszahlungen. Diese Zugeständnisse der Herrschenden pflanzen und sind dem Drängen von außen, dem Drucke des Voltswillens zu sich zu verbrauchen. In Berlin sind diese Kolonien unter Die Pächter dieser bei danken. Nicht eher darf man rasten, als bis der letzte Pfennig Rixdorf gelegenen Parzellen sind nun zum größten Theile dem Spitznamen„ Kamerun" bekannt. Zoll verschwindet. Uebergangsmaßregeln", Schonung der durch den plöß- Sozialdemokraten. Jene rothen Fähnchen wurden von ihnen am Fortfall des Bolls bedrohten Existenzen, das flingt recht schön. 1. Mai auf dem Dache ihrer Lauben- jedes der in Betracht angebracht. Die Wer aber schont und schirmt die Hunderttausende von Prole- gezogenen Landstückchen besitzt eine solche tariern, die eine durch die Schuld der Kapitalistenklasse erzeugte Kolonie selbst ist jetzt bei den Rigdorfer Genossen unter dem Krisis jäh außer Brot wirft? Wer sorgt für die Myriaden, die Namen der sozialistische Zukunftsstaat" bekannt; als Motto, welches möglichst auf einem Holzschilde angebracht werden soll, der Fortschritt der Technik auf die Landstraße treibt? Auf der einen Seite die durch die Bourgeoisie ausgebeutete, wollen sie den Satz Jedem der Ertrag seiner Arbeit" gelten durch die Zollpolitik von den Agrariern geplünderte Arbeiterklasse, lassen. Die Rixdorfer Polizei war bestrebt und ist es auch jetzt auf der anderen das Häuflein„ Edelster und Bester." Schonung, noch, den sozialistischen Zukunftsstaat" seines rothen Schmuckes ruft der Chor der Junker. Derweil verelendet die arbeitende zu berauben, sie besitzt aber nicht die Mittel dazu. Hoffentlich Klasse. Es ist fast ein Jahrhundert verflossen, seit der Sprosse gedeiht der sozialistische Zukunftsstaat" recht gut. Tonnen( 1 Tonne= 20 3tr.) Im engeren Im Wechselverkehr mit dem Lokalverkehr der deutschen im Jahre im Inlande Auslande der einzelnen Ausnahme der Berkehrsbezirke mit Verkehrsbez. Seehafenftationen 1884 4 312 196,5 1 150 900,5 1 867 824,5 1799 277,5 1889 2 207 061,5 6 652 614 1 232 139,5 2 613 662 Der Verkehr mit dem Auslande hat sich sehr wenig verändert, der inländische Transport dagegen wuchs um fast 22 pet. Ebenso der Verkehr im Inlande; im engeren Lokalverkehr um 28 pCt., im Wechselverkehr der deutschen Verkehrsbezirke fast 25 pet. Mit Lexis, Maletkovits u. A. fommt auch Conrad zu dem Ergebniß, daß die Vertheuerung des Getreides zwar nicht ganz der Höhe des Bolles entspricht, im Durchschnitt aber doch, be sonders nach der neuesten Erhöhung desselben, eine sehr erhebliche ist, welcher eine tiefgreifende Einwirkung auf unser wirthschaftliches Leben nicht abgesprochen werden kann." Ueber die Preisbewegungen in einer Reihe deutscher Städte theilt er sehr an ziehende Daten mit. Es fostete die Tonne Roggen, das eigent liche Brotkorn der Volksmasse, in 1885-87 1888 1889 1890 Danzig 119,81 121,87 149,59 159,43 M, Berlin 130,68 134,46 155,53 169,99 Frankfurt a. M. 145,17 145,98 160,82 173,66 München 148,21 150,79 160,13 179,21" Diese Zahlen sprechen deutlich genug. Wie Meyer, so weist auch Conrad nach, daß der Zoll auf Roggen in Preußen bereits um 20 M. theurer als in England steuerfreien Ausland. War doch in den letzten Jahren der der Weizen! Kein Wunder, daß Conrad die hohen Getreide- brachte. zölle für ein auf Deutschland schwer lastendes Uebel" erklärt. • • . " eines " " " hinterpommerischen Adelsgeschlechts die denkwürdigen Am 3. Mai wurde in einer amerikanischen Anktion, Worte schrieb: Die Menschenliebe besteht nicht darin, ein die von Tischlern im Müggelschlößchen vorgenommen wurde, wenig Stockfisch mehr und ein paar Peitschenhiebe weniger zu u. A. ein Gummiball versteigert. Die Versteigerung brachte die geben; eine wahre Hebung der geknechteten Klasse muß sich auf Summe von ungefähr 7 M. auf. Der Betrag, der für die AusDer augenblickliche Besizer dieser Summe wird von Theils Negersklaven gedacht, als er diese denkwürdigen Worte zu Papier nehmern der Auktion ersucht, seiner Verpflichtung nachzukommen. strecken." Alexander von Humboldt hat sicher nicht blos an die gesperrten bestimmt war, ist bisher noch nicht abgeliefert worden. Lokales. Das erste starke Gewitter dieses Frühjahrs heftete sich an die Sohlen des ersten recht schwülen Tages. Am Sonnabend Die von den Agrariern poussirte Auffassung, daß der Zoll den Bauern helfe, wird von Conrad entschieden bestritten. Daß Mittag erreichte die Temperatur gegen 20 Grad im Schatten. es den Landwirthen dieser Art übel ergehe, sei nicht zu läugnen. Schon am Nachmittag gegen 4 Uhr bezog sich der Himmel vorSie wirthschaften altfränkisch, produziren mangelhafte, kleberarme, Unsere Museen und ähnliche Sammlungen haben bekannt- übergehend und es fielen einige schwere Tropfen. Bald aber liefern schlecht gereinigte Waare, so daß der Bezug ausländischen bekannt- flärte es sich wieder auf. Gegen halb sieben brach indessen der Korns für Müller und Händler vortheilhafter jei. Wenn G. lich ein heidenmäßiges Geld gekostet und erfordern auch jetzt noch heftige Regen verbunden mit grellen Blitzen und schnell folgenWie gewöhnlich freilich meint, daß unsere Zeit in den Genossenschaften das Mittel Jahr für Jahr bedeutende Ausgaben. Leider bleibt aber einem den Donnerschlägen mit großer Gewalt los. längst gefunden" habe, um den Bauern die Vortheile des Groß- großen Theil der Bevölkerung, und zwar in erster Linie dem staute sich zuerst das Wasser, das nicht schnell genug Abfluß betriebes zugänglich zu machen, so ist das eine irrige Ansicht. Arbeiter, die Anregung, welche diese Sammlungen bieten könnten, finden konnte, und namentlich in der Schönhauser- Borstadt drang Der Großbetrieb saugt die bäuerlichen Betriebe auf, die, weil sie versagt, weil die Besuchszeit an Wochentagen auf die Stunden es in die Keller. tapitalschwach find, sich nicht behaupten fönnen. Genossenschaften, von 10-3 und am Sonntag, also an dem einzigen Tage, an Der Herr Sergeant". Der„ Anz. f. d. Havell." meldet: wie der Sozialismus fie anstrebt, d. h. genossenschaftliche Pro- welchem ein Arbeiter überhaupt Beit zum Besuch eines Museums duktion, werden freilich diese Zustände ändern, aber nicht so, wie haben kann, sogar auf die Stunden von 12-3 beschränkt ist. Ein blutiges Rentontre, bei welchem wieder eine Militärperson wie der liberale Nationalökonom meint und hofft. Dementsprechend gestaltet sich auch der Besuch. An Wochen eine Rolle spielte, trug fich Donnerstag Abend in der Stadtforst Zwei Gewehrarbeiter, Piller und Weber, Die Schutzzollpolitik wirkt auf die Preise von Grund und tagen sieht man in den Museen nur vereinzelte Fremde, von Spandau 31. Boden, fie schafft, worauf Meyer besonders aufmerksam gemacht Studenten, Backfische, zum Stelldichein antretende Paare u. s. w. welche am Himmelfahrtstage mit Kollegen einen Ausflug gemacht hat, fiktive, künstliche Erhöhungen des Werthes, die wie Seifen- Am Sonntag dagegen sind die Sammlungen so überfüllt, daß hatten, befanden sich Abends etwa um 9 Uhr auf dem Heimwege; blasen beim Fall der Zölle vergehen müssen. Der durchschnitt- beispielsweise in der Nationalgallerie trotz der Bestimmung sie wohnen beide in Hakenfelde, wo jeder von ihnen ein Eigenliche Erlös für den Hettar Ader im Großherzogthum Baden Rechts gehen!" vor einzelnen Bildern zeitweise eine Stauung thum besitzt. Als P., der einige Schritte vorausgegangen war, betrug: des Verkehrs eintritt, welche jeden Genuß unmöglich macht. Wann von der Chaussee in den nach Hakenfelde führenden Seitenweg wird die immer wieder aufgestellte Forderung, die Museen mit eingebogen war, begegnete ihm ein Sergeant des Elisabeth- Regielektrischer Beleuchtung zu versehen und auch des Abends offen ments mit zwei Frauenspersonen. Als P. nun im Begriff war, zu halten, endlich erfüllt werden? vorüberzugehen, erhielt er plötzlich einen Säbelhieb über den Unter dem Sonntagspublikum finden sich auch vereinzelte Kopf, so daß er, aus einer klaffenden Wunde blutend, zu Boden Arbeiter, aber sie gehen vielfach, wie die Beobachtung lehrt, ohne stürzte. Sein Begleiter, Weber, eilte auf die Hilferufe des MißIn Medlenburg stieg der Kaufpreis der Zehn- und Allodial rechtes Verständniß und gelangweilt durch die Sale. Das ist handelten schnell herbei und gerieth mit dem Sergeanten in güter von 1770 bis 1870 auf das Achtfache. fein Wunder; denn wo soll auch bei der nothgedrungenen einen Kampf, in dessen Verlauf er dem Gegner mit seinem Als er glaubte, Die Pachtverhältnisse bei den preußischen Domänen gewähren Seltenheit der Besuche das Verständniß herkommen? Man ziemlich derben Spazierstock entgegentrat. gleichfalls einen gewissen Anhaltspunkt. Seit 1879 ist die Pacht glaube aber nicht, daß es dem Arbeiter an Interesse für daß er den Sergeanten für den Augenblick kampfunfähig im ganzen preußischen Staate von 12,9 Millionen im Jahre 1879 unsere Kunstsammlungen fehlt. Wer die Museen mit einem Un- gemacht hätte, bemühte er sich um seinen noch an der auf 14,02 Millionen im Jahre 1890/91 gestiegen, oder von fundigen, etwa einem Schüler, besucht, der sieht sich, wenn er Erde liegenden Gefährten. Es lag ihm aber auch daran, 87,87 M. für den Hektar auf 41,14 m. Seit 1879 hat sich der feine Erklärungen noch so leise und unauffällig macht, sehr bald die Persönlichkeit des Sergeanten festzustellen, und da dieser Bachtertrag verdreifacht. Ungünstig sind die Pachtergebnisse in von einem fleinen Gefolge Wissensdurstiger umringt, und die inzwischen seinen Blicken entschwunden war, so forschte den östlichen Provinzen, wo ein Abfall seit dem Jahre 1886 zu sich so an die Sohlen des Erklärens heften, sind fast stets Ar- er in der Nähe des Kampfplatzes nach. An einem Baum traf verzeichnen ist. Woher aber kommt dies? Unzweifelhaft," sagt beiter. Am vergangenen Sonntag hat nun der Geschichtslehrer er mit ihm zusammen und erhielt jetzt, ehe er es sich versah, Conrad,„ werden die nächsten Jahre noch ein ungünstigeres Ergebniß der Dftfiliale der Arbeiter- Bildungsschule den Verfuch gemacht, einen Säbelhieb über den Kopf, so daß der Schädelknochen Liefern, weil achtzehn Jahre vorher bei Gebot der letzten Pacht die Kunstschäße des Alten und Neuen Museums dem Verständniß an einer Stelle zerplittert worden ist. Die Verwundeten ließen fumme auch die Landwirthe vom Gründungsschwindel ergriffen feiner Zuhörer zu erschließen. Die Betheiligung war verhältniß sich noch in der Nacht von einem Heilgehilfen einen Nothvervaren und Summen geboten wurden, die kein anständiger Land- mäßig stark und der Erfolg recht erfreulich. Wenngleich der band anlegen. Der Vorfall wird zur Kenntniß der Militärwirth für gerechtfertigt hielt. Ein Rückschlag mußte deshalb Besuch ursprünglich den Zweck hatte, die Kunstwerte als An- behörde gebracht. 1868: 1639 M. 1879: 1866 " 1884: 1941 1887: 2069 1888: 2096 " " erfolgen, um erst gesunde Verhältnisse wieder herzustellen. So schauungsmittel für die Vorträge über egyptische und griechische ist auch schon der Abfall der letzten Jahre nicht vollständig als Götterlehre, Sage und Geschichte zu verwenden, so bot sich doch Im Norden und im Nordwesten der Stadt, in der RheinsAusdruck eines allgemeinen Ertragsrückganges anzusehen, sondern vielfach Gelegenheit, die Theilnehmer auch über das eigentlich berger Straße und in der Straße 40 des Bebauungsplanes( bei als Ernüchterung nach vorhergegangener Ueberspekulation." Künstlerische zu belehren. Daß die gebotene Anregung nicht auf Moabit), sind vorgestern zwei Blutthaten geschehen, die in ihren Und sicher hat das deutsche Volk keine Verpflichtung, aus unfruchtbaren Boden gefallen war, bewies das allseitige rege Ginzelheiten manche Aehnlichkeit aufweisen. In beiden Fällen einem Säckel den Balsam zu zahlen, mit welchem der bei seiner Interesse und das wiederholt geäußerte Staunen darüber, daß handelt es sich um Mord und Selbstmord. Auf Grund zuverJagd nach dem Schwindelprofit abgestürzte Junker seine zer- man früher bei vereinzelten Besuchen an diesem oder jenem lässiger Feststellungen wird berichtet: chundenen Glieder heilen will. Die Getreidezölle als Ent- Kunstwert so achtlos hatte vorübergehen können, ohne deffen In dem Hause Rheinsberger Straße 8, 4 Treppen hoch, hatte fchädigung für die Gründereien der Agrarier! Dasselbe gilt von Werth und Bedeutung zu ahnen. Die Besuche sollen bei Ge- feit etwa Jahresfrist der 28 jährige Töpfer Rudolf Eyner eine per Verschuldung des Grundbesitzes. legenheit wiederholt werden. Mehrere Theilnehmer versprachen aus freien Stücken, das Museum von nun an öfter zu besuchen. Hoffentlich thun es alle. Stube inne und beherbergte bei sich seine angebliche Braut, die Mit überraschender Einmüthigkeit sprechen fich Meyer wie unverehelichte 30 Jahre alte Jda Müller, welche bei ihrer Schwester, Conrad gegen die Auffassung aus, als ob ohne die Bölle bie der verehelichten Töpfer Krebs, Pantstr. 32b, gemeldet war und mit Eyner seit etwa 4 Jahren ein Verhältniß unterhielt. Gestern Landwirthschaft in Deutschland überhaupt nicht bestehen könnte". Es heißt bei Conrad: E3 bedarf nur des Hinweises darauf, Mehr Luft. Die Ueberfüllung der öffentlichen Park- und früher um 43/4 Uhr hörten die dem Erner benachbarten Bäcker daß in feinem in Betracht kommenden Lande, auch wo ein Zoll- Schmuckanlagen, der privaten Biergärten, selbst der primitivsten, Müller'schen Eheleute aus dem Zimmer des Erner heraus ein lautes Schutz nicht vorliegt, ein Verfall der Landwirthschaft zu beobachten zc. beweist hinreichend das tiefe Bedürfniß der Berliner Welt Stöhnen und gleich darauf einen Fall aus dem Fenster heraus. ift. In England hat wohl der Getreidebau abgenommen, dafür bürger Luft zu schnappen". Staturgemäß ist dies am meisten Als sie den Staum betraten, fanden sie die Müller mit dem aber ist die intensive Wiesenkultur entsprechend ausgedehnt. Das bei der arbeitenden Bevölkerung der Fall, bedingt durch deren Kopfe auf dem Fußboden, mit dem Unterförper im Bette liegend felbe ist von Desterreich, Holland, Belgien zu sagen. Außerdem Thätigkeit in Fabriken, Werkstätten zc., sowie durch die Wohnungen und aus einer tiefen Kopfwunde stark blutend vor; der Tod trat find alle Berichte über die Lage der Landwirthschaft derart, daß der Proletarier, welche trotz der vielgeschmähten neuen Bau- nach einigen Minuten ein, ohne daß die Müller zum Bewußtsein " Auf dem PotsGerichts- Beitung. Dort vordieSie wurden zu je erwacht war. Neben dem Bette Tag ein blutiges fogen. Rien- I Amtsgefängnisse zubringen. Die unheilvollen Konsequenzen der Bahnhof aufgestellt hat und nach geeigneter Beute ausspähte, beil" und auf dem Tische stand ein Töpfer- Schleifstein, mit dem Verlegungen wurden gerade durch die verspätete ärztliche Hilfe verschleppte die drei nach dem Ziegelschen Schankfeller in der das Beil wahrscheinlich kurz vor der That geschärft worden war. herbeigeführt. Die Untersuchung hat sich von vornherein gegen Elsasserstraße, indem er ihnen vorredete, daß er ein Landsmann Die Wunde lief über den Hinterkopf fort bis an das linke Dhr. den Ortsvorsteher Giese und seinen Bruder, den Gastwirth, ge- fei, mit ihnen nach Pommern reisen werde und nur noch sein Erner, der Mörder, hatte sich zum Fenster hinausgestürzt und richtet. Neuerdings ist noch gegen einen Kosfäthen und zwei Gepäck aus dem Ziegelschen Schaufgeschäft holen wolle. war auf dem Straßendamm mit zerschmettertem Schädel todt Knechte die Untersuchung eröffnet worden wegen Theilnahme an fand man noch zwei Leute vor, welche sich beim Kümmelblättchen liegen geblieben. Ueber die Beweggründe zur That bietet den einer Schlägerei, in welche sie nicht ohne eigenes Verschulden zu amüsiren schienen. Den drei Fremdlingen wurde einzigen Anhalt ein in der Stube gefundener, mit Bleistift un- hineingezogen worden sind und bei welcher Menschen schwer geredet, daß es nur und " zum Spaß" gehe leferlich beschriebener Zettel des Jnhalts:„ Gebrüder schon( tann verletzt bezw. getödtet wurden. auch Schön oder Schenk heißen) Alles verrathen." Diese Worte selben wurden aufgefordert, zum Spaß" doch auch einmal lassen die Deutung zu, daß entweder Eyner wegen strafbarer mitzusehen. Zwei von ihnen gingen auch auf den Leim: Der Getauft wurden in Berlin im Jahre 1889 von 100 Kindern eine setzte seine ganze Baarschaft von 60 M., der andere war Handlungen angezeigt worden ist, oder aber in Bezug auf seine etwas mehr als 86", wie sich das kirchliche Organ, dem wir zurückhaltender und wagte es nur mit 10 M. Jn demselben Braut, auf welche er sehr eifersüchtig war, irgend etwas in Er- die Angabe entnehmen, etwas sonderbar ausdrückt; kirchlich ge- Augenblicke, als die betr. Karte falsch gerathen war, strich fahrung gebracht hatte. Aus dem Zusammenleben der Beiden traut wurden von 100 Ehepaaren 64. Im ganzen Reich lehnten Planschnefe" das Geld ein und die ganze Gesellschaft war im waren drei Kinder entsproffen, von denen jedoch nur eines noch von 122 961 Ghepaaren 10 728 die firchliche Trauung ab und Nu verschwunden. Jetzt erst sahen die Betrogenen ein, daß die am Leben ist, das sich bei der Schwester der Müller in Pflege blieben von 545 329 Kindern evangelischer Eltern 30 165 unge ganze Spielerei durchaus nicht zum Spaß" war, und da der befindet. Der Mörder, welcher ebenso wie seine Braut von Haus- tauft. Das kirchliche Blatt nennt von seinem Standpunkte Wirth behauptete, die„ Herren" nicht zu kennen, wurde die Hilfe bewohnern als ordentlich und arbeitsam bezeichnet wurde, war natürlich diese Ziffern für die Hauptstadt ungünstig." der Polizei angerufen. Das Verbrecheralbum that auch hier seine durch seinen„ bösen Blick" von jeher aufgefallen, so daß er in der Fabrik des Hoflieferanten Werkmeister, Brunnenstr. 151/52, feiner Wohnung in der Georgenkirchstraße erhängt aufgefunden. Verdacht der Thäterschaft sehr bald auf die drei ersten An von wo er seine Braut nach Feierabend jedes Mal abholte, mit Am südlichen Ufer des Spandauer Schifffahrtskanals, hinter geklagten. Zimmermann fonnte nicht mit Bestimmtheit refog Polizeibericht. Am 9. d. M. früh wurde ein Mann in Schuldigkeit, denn mit seiner Hilfe richtete sich der dringende dem Beinamen„ Zuchthausbruder" belegt worden war. Seine Schwerin und Mertens der Fall. Eltern sollen hier am Orte leben; die Mutter der Ermordeten dem Hamburger Bahnhofe, wurde um dieselbe Zeit die Zeiche noszirt werden, dagegen war dies bezüglich der Angeklagte wohnt in der Bergstraße gegenüber dem Sophienkirchhofe. Der eines unbekannten, etwa 40 Tahre alten Mannes angeschwemmt. 2 Jahren Gefängniß, entsprechendem Ehrverlust und Mord scheint bereits am Sonnabend Abend geplant gewesen zu Nachmittags stürzte ein 12jähriges Mädchen aus dem Küchen- 600 m. Geldbuße, der Schantwirth 3iegel dagegen zu 1 Monat sein, darauf deutet ein auf dem Tisch vorgefundener, ein Freiloos fenster der im 3. Stock des Hauses Blumenthalstr. 1 belegenen Gefängniß verurtheilt. der sächsischen Lotterie enthaltender Briefumschlag hin, an dessen elterlichen Wohnung auf den Hof hinab, erlitt dabei anscheinend Deffnung wohl in der Erregung nicht mehr gedacht worden war. Damer Güterbahnhofe wurde Mittags der Hilfsheizer Pöppel vom als Betäubungsmittel drehte sich eine Verhandlung, welche gestern jedoch nur unbedeutende innere Verlegungen. Um die Wirkung und Anwendung des Bromäthyls scheinlich erscheinen, daß die richtige Lesart des Zettels, der in Seite geschleudert. Er erlitt eine Zermalmung des rechten Unter- vor der I. Strafkammer des Landgerichts I stattfand. Der Die Brüder werden es schon verrathen", lautet. Ueber das, was Gyner mit diesen schenkels, sowie eine schwere Verlegung am Kopfe und mußte approbirte Heilgehilfe Hermann Lademann befand sich Worten auszudrücken beabsichtigt hat, verlautet, daß er von nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden.- Nach- wegen fahrlässiger Körperverlegung auf der Anklagebank. Am feiner Mutter und seiner Geliebten bestürmt worden ist, seinen mittags stürzte sich ein Tischler in einem Anfall von Geistes- 26. November 1889 besuchte der Bildhauer Steinmann mit seiner Beziehungen zu der letzteren durch standesamtliche Handlung störung aus dem Fenster seiner im 3. Stock des Hauses Berg- Ghefrau den Laden des Angeklagten. Frau Steinmann litt an einen gesetzlichen Charakter zu verleihen. Diesen Bestrebungen mannstraße 95 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und erlitt Bahnschmerzen und bat den Angeschuldigten, fie unter Anwenſetzte Gyner stets entschiedenen Widerstand entgegen. Er machte einen Bruch des rechten Armes und rechten Beines, sowie an- dung eines Betäubungsmittels von dem kranken Zahn zu befreien. fette Grner stets entschiedenen Widerstand entgegen. Er machte scheinend schwere innere Verlegungen. Er wurde nach dem Erscheinungen, die infolge von Lachgas einzutreten pflegen, dieses für überflüssig und wurde stets sehr aufgeregt, wenn die Frauen Gewitter am 9. d. M. Nachmittags schlug der Blizz an habe jetzt ein neues Mittel, welches außerordentlich sicher und schnell Ausflüchte aller Art, erklärte eine standesamtliche Verbindung scheinend schwere innere Verlegungen. Er wurde nach dem der Ehemann Steinmann fügte hinzu, daß er wegen der üblen am Urban gebracht. Bei dem schweren Mittel nicht angewendet wünsche, worauf Lademann erklärte, man auf diesen Punkt zurückkamen. Schließlich gab er scheinbar nach drei Stellen, und zwar in die Häuser Kleine Markusstr. 4, Frucht habe jetzt ein neues Mittel, welches außerordentlich sicher und schnell und traf Anstalten zur Beschaffung der Papiere, die zur Vollwirke. Zademann eilte in das benachbarte Drogengeschäft von ziehung der Eheschließung nothwendig find. Diese Papiere sind straße 82 und Holzmarktstr. 34, ein, ohne jedoch bedeutenden Braumüller und Sohn und ließ sich dort 100 Gramm Bromdenn auch eingetroffen, aber Exner soll sich gescheut haben, von Schaden anzurichten. Die Feuerwehr wurde in 10 Fällen wegen äthyl geben. Er schritt sofort zur Anwendung des Mittels. ihnen Gebrauch zu machen, weil er bereits verheirathet war und Wassersnoth infolge des starken Gewitterregens und in 8 Fällen Frau Steinmann mußte eine halb liegende Stellung einnehmen äthyl geben. Er schritt sofort zur Anwendung des Mittels. seine Frau heimlich verlassen hatte, um mit der Müller zu leben, wegen kleiner Brände in Anspruch genommen. Am Mühlen- Frau Steinmann mußte eine halb liegende Stellung einnehmen eine Thatsache, von der diese keine Kenntniß gehabt hat, die aber damm rissen die Wassermassen das Holzpflaster auf und spülten und alle das Athemholen beengende Kleider lockern. Der Angewohl seinen Brüdern bekannt gewesen sein soll. Man glaubt dasselbe fort, so daß die Straße, mit Ausnahme der Pferdebahn- lagte fragte sie noch vorschriftsmäßig, ob sie kürzlich erst gegessen nun, daß er, beeinflußt durch die Furcht vor dem Eindruck, den geleiſe, für Fuhrwerf polizeilich gesperrt werden mußte. Am habe, oder an einem Herzfehler leide, beide Fragen wurden von konnte und zurückschreckend vor den Folgen einer Doppelehe, den ehelichte Müller, mit einem Beile, sprang darauf zum Fenster Mund und Nase seiner Ehefrau zu halten, welche gebeten wurde, eine offene Darlegung des Sachverhalts auf seine Geliebte machen 10. d. M. früh erschlug der 28jährige Töpfer Erner in seiner der Patientin verneint. Nun übergab der Angeklagte dem EheWohnung, Rheinsbergerstr. 8, seine angebliche Braut, die unver- weißes Taschentuch, mit der Anweisung, es unmittelbar über unvermann Steinmann ein in gewöhnlicher Art zusammengelegtes Entschluß gefaßt hat, sich und die Müller umzubringen. heraus und fand auf der Stelle seinen Tod. Im Nordhafen, Der zweite Mord und Selbstmord spielte sich in der Straße 40 bei der Sellerstraße, wurde am 10. d. M. Vormittags die Leiche den Mund recht weit zu öffnen, tief Athem zu holen und langsam zu Im Nordhafen, auf dem Grundstück der Bautischlerei von Richard Beckers ab. einer unbekannten Frauensperson angeschwemmt. Vor dem zählen, so lange sie hierzu im Stande sei. Der Angeklagte tröpfelte Der Arbeiter Karl Freiknecht, 1848 zu Fallenhagen, Kreis Sause Invalidenstr. 146 wurde Nachmittags ein dreijähriges feßt auseiner Flasche mit einem Tropfenſtöpsel fortgesetzt von der Dipzignit, geboren, Beuſſelſtraße 71, gemeinsam mit seiner Mädchen von einer Droschke überfahren und erlitt Quetschungen Flüssigkeit auf das Taschentuch, Frau Steinmann zählte bis weit Wirthschafterin Hulda Klemp, 1858 in Resnow, Kreis Röslin, an, beiden Beinen, sowie innere Verlegungen.- In der Nacht über hundert, die Wirkung blieb aus. Nach einer kurzen Bauſe geboren, wohnhaft, hat diese gestern Vormittag um 10% Uhr mit zum 11. d. M. wurde das Pferd einer vor dem Hause Tauben- wurde der Versuch wiederholt, diesmal flagte Frau Steinmann einem Revolver erschossen und dann mit derselben Waffe sich straße 6 haltenden Droschke scheu und ging durch. Um dasselbe darüber, daß ihr die Flüssigkeit in den Mund und in die Lunge felbst getötet. Freifnecht war vor längerer Zeit auf dem Kohlen aufzuhalten, sprang der Kutscher vor dem Hause 40 vom Bock, fließe und ein außerordentlich brennendes Gefühl hervorruse. platz von Betge, Stromstr. 36, als Arbeiter beschäftigt und trat gerieth jedoch unter die Räder des Wagens und erlitt einen Wieder wurde der Versuch unterbrochen und schließlich nahmen im Dezember 1869 in die Fabrik von Beckers über. Hier wurde Bruch des Unterschenkels, so daß seine Ueberführung nach der alle Betheiligten von weiteren Versuchen Abstand, der Zahn wurde ihm im Juli 1890 durch eine Spundmaschine der linke Arm zer- Charitee erforderlich wurde. schmettert, und er erhielt infolge dieser Verlegung im Oftober ohne Narkotisirung der Patientin gezogen. Frau Steinmann wurde vorigen Jahres die Stelle eines Nachtwächters auf dem Tischlereivon heftigem Erbrechen befallen und mußte, zu Hause angelangt, Grundfück. Freiknecht war zwei Mal verheirathet und hatte aus sofort das Bett aufsuchen. Es traten neue Krankheitserscheinungen der ersten Ehe vier Kinder, die nach dem Tode ihrer Mutter im hinzu; der Athem der Patientin roch durchdringend nach Bromäthyl und als Frau Steinmann am dritten Tage nach den Be Jahre 1875 im Waisenhause erzogen wurden. Im Jahre 1877 täubungsversuchen von ihren entsetzlichen Leiden durch den Tod verheirathete F. sich zum zweiten Male, mußte aber seine Frau erlöst wurde, waren die Aerzte der Ueberzeugung; daß hier eine schon wenige Tage nach der Trauung als unheilbar geistestrant Ein Durchgänger, welcher f. 3. mit Hinterlassung nicht Bergiftung vorliege. Der Gerichtschemiter Dr. Bischoff erhielt dem Irrenhauſe übergeben. Jezt lernte er die Klemp fenren unbedeutender Schulden das Weite gesucht hatte, stand gestern in den Reft der Flüssigkeit, die vom Angeklagten verwendet worden und bat fie, seinem Hauswesen vorzustehen. Man miethete bei der Person des Kürschners Paul Friedrich Schiffer wegen war, zur Untersuchung und diese ergab das überraschende Resultat, Eckholz, dem Schwiegersohn Betge's, Beusselstr. 71, eine Woh- Betruges und strafbaren Eigennuges vor der 3. Straffammer des daß man es überhaupt nicht mit dem unschädlichen Bromäthyl, nung, und die Nachbarn hatten bald Gelegenheit, sich über Landgerichts I. mit ihm wegen Eigennußes feine Ehefrau und sondern mit dem chemisch verwandten, aber höchst giftigen Bromdas Treiben der neuen Miether zu beschweren. Die R. war unter der Anklage der Begünstigung sein ehemaliger Kommis äthylen zu thun hatte. Bei Braumüller und Sohn mußte eine derartig eifersüchtig auf F., daß sie ihm auf Schritt und Tritt Lao Schmul. Schiffer etablirte sich im April 1890 in dem Verwechselung vorgekommen sein. Der ganze Vorrath von Brom folgte und ihn sogar mißhandelte. Dies ließ in Freiknecht den Hause Mendelsohnstr. 6 als Pelzwaarenhändler. Mitinhaberin äthyl, den diese Firma befaß, wurde mit Beschlag belegt, die oft geäußerten Wunsch entstehen, sich seiner Peinigerin zu entledigen, des Geschäfts war seine Ehefrau, während Schmul Kommis bezw. untersuchung ergab, daß es reines Bromäthyl war und die Inwelchen er gestern durch den Mord zur Ausführung brachte. Am Reisender war. Er besaß gar kein Geld, mit Schmul's Hilfe ge- haber der Firmen behaupteten auch, daß eine Verwechselung in Sonntag Morgen gegen 6 Uhr wurde er durch den Arbeiter Neuhaus lang es ihm aber doch, bei hiesigen Grossisten Kredit zu erlangen ihrem Geschäft nicht möglich fei, daß sie überhaupt Bromäthylen als Wächter abgelöst. Auffälliger Weise verließ aber Freitnecht das und dieselben schließlich mit nicht unbedeutenden Beträgen nicht führten. Das Bromäthyl sei von Merd in Darmstadt beGrundstück nicht und gab auch den Revolver, welchen er zur hineinzulegen. Nachtzeit bei sich führte, nicht, wie sonst, an seine Ablösung ab. den Grossisten Schmul wußte nämlich seinen Prinzipal zogen und diese Fabrik erfreue sich eines so guten und weltbeals foliden zahlungsfähigen Mann Schlag 10 Uhr erschien die Klemp bei ihm in ihrem Sonntags: schildern. zu taunten Rufes, daß man die von ihr bezogene Waare nicht erst Er stellte denselben als Kapitalisten und Be zu untersuchen brauche. Die Untersuchung erstreckte sich auch auf staat, um anscheinend eine mit ihm verabredete Landpartie zu fizer einer Hypothet dar, Schiffer bestätigte diese Angaben, die genannte Fabrit in Darmstadt und hier wurde festgestellt, unternehmen. F., welcher den Ausflug nur vorgespiegelt zu haben und so tam es, daß ihm Waaren auf Kredit gegeben wurden. daß zwar beide Präparate hergestellt werden, aber unter Beobscheint, führte die K. sofort in die Wächterbude und feuerte hier Ein Kaufmann Löwenstein ist auf diese Weise zu einem Schaden achtung solcher Vorsichtsmaßregeln, daß eine Verwechselung aus in demselben Augenblick zwei Schüsse auf sie ab. Der erste von 998 M., ein Kaufmann Herrmann um 640 M. gekommen; geschlossen schien. Man stand somit vor einem Räthsel, welches Schuß drang in den linken Oberarm, der zweite in die linke von außerhalb hat der Angeklagte sogar Poften im Werthe von bis jezt noch nicht gelöst worden ist. Dr. Bischof erklärte im Brust, und die Schüsse wurden aus solcher Nähe abgegeben, daß 3000 m. bezogen, trotzdem er sich fortgesetzt in der dringendsten Termine, daß in den faft übereinstimmenden Namen Bromdie Kleidungsstücke in Brand geriethen. Blutüberströmt stürzte Geldverlegenheit befand. Das Geschäft ging nämlich gar nicht, äthyl" und" Bromäthylen" eine bedauerliche Unsicherheit für den die K. aus der Bude heraus und lief unter lauten Hilferufen der Angeklagte versuchte es zwar, durch Eröffnung eines Verkäufer, wie für das Publikum liege. zwischen zwei Bretterstapel, wo sie sich vor dem F. zu verbergen Bigarrengeschäfts aus der Verlegenheit zu kommen, doch gelang wechselung stehe keineswegs vereinzelt da, auch in Thorn sei daDer Fall einer Vergedachte. In diesem Augenblick erschienen die Arbeiter Arndt ihm dies nicht. Er verfette deshalb verschiedene Male größere durch ein Unglück angerichtet worden.- Der Angeklagte und Fehrmann, um den Mörder zu ergreifen, als dieser ruhig Partien Rauchwaaren und Felle bei einem Pfandleiher, wollte, natürlich von der Voraussetzung ausgehend, daß er mit noch einmal auf sein Opfer zielte, aber fehlschoß, und dann die theilweise verkaufte er auch die noch unbezahlten Waaren Bromäthyl arbeite, alle üblichen Vorschriftsmaßregeln beobachtet Waffe drohend gegen Arndt richtete. Während dieser stuzte, lud zu Schleuderpreisen an Grossisten. Das Zigarrengeschäft verschob haben. Er berief sich dabei auf eine von Holländer u. Schöner den Revolver aufs Neue, schob den Lauf in seinen Mund und er an einen Bruder und hielt dann die Zeit für gekommen, um lein herausgegebene Broschüre über die Anwendung des jagte sich eine Kugel in das Gehirn, so daß der Tod auf der sich aus dem Staube zu machen. Er wollte mit seiner Frau nach Bromäthyls, welche besonders für Heilgehilfen herausgegeben ist. Stelle eintrat. Als Arndt und Fehrmann sich der K. näherten, Amerika auswandern und hatte bereits eine Rifte mit verschiedenem Die Anklagebehörde macht ihm indessen verschiedene Vorwürfe. war diese bereits verschieden. Beide Leichen sind dem Schauhaufe Hausgeräth nach New York vorausgeschickt, andere fleinere In erster Linie hätte er, wie es bei jeder Narkose geschehen soll, überwiesen worden. Wirthschaftsstücke waren bei Verwandten untergebracht. Ende einen Arzt zu Rathe ziehen müssen. Sodann soll er eine weit Die Schlacht von Blankenburg. Durch die Berliner von der Bildfläche. Seine Spur wurde aber in Groffen auf- und November wurde dann gerückt" und das Ehepaar verschwand größere Menge des vermeintlichen Bromäthyls angewendet Preffe ging im Herbst v. J. ein Bericht über einen blutigen gefunden, wo Schiffer und Frau bei einem Verwandten vor in die Versuche länger ausgedehnt haben, wie es Exzeß, der sich in Blankenburg abgespielt hatte und angeblich läufigen Aufenthalt genommen hatten. jener Broschüre vorgeschrieben ist. Es wird in von sozialdemokratischen Arbeitern provozirt worden sein sollte. Schiffer in Crossen noch im Besit größerer Geldmittel 25 Gramm Bromätyl verwendet werden dürfen, stellt sich dann Es scheint, als ob derselben gesagt, daß zu einer Narkose nie mehr als Es war dabei Sturm geläutet worden, die Bauern sollten die gewesen ist, denn angeblichen Exzedenten mit Dreschflegeln und Mistgabeln an- felbe dort noch es ist festgestellt worden, daß der noch nicht die erwünschte Wirkung ein, so solle zum Chloroform gegriffen haben. Thatsache ist, daß einer der angegriffenen Ar- Beche für fremde Personen bezahlt hat. Wo das Geld Menge verbraucht haben. Die Zeitdauer der Betäubungsver mit seinem Gelde geprahlt und die gegriffen werden. Der Angeklagte muß mindestens die doppelte beiter infolge der erlittenen Verlegungen gestorben und ein geblieben ist, hat nicht festgestellt werden können, die Anklage- fuche wird in der Broschüre auf 1/2 Minuten angegeben, durch Anderer in lebenslängliches Siechthum verfallen ist. Ueber den behörde hält es nicht für unwahrscheinlich, daß dasselbe durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß der Angeklagte bisherigen Verlauf der eingeleiteten Untersuchung, die für einen Selfershelfer jetzt noch für den Angeklagten verwahrt wird. Durch mindestens eine halbe Stunde die Versuche fortgesezt hat. Der Theil der Betheiligten eine sehr schlimme Wendung genommen die Beweisaufnahme erhielt der Gerichtshof die Ueberzeugung, medizinische Sachverständige Medizinalrath Dr. Long begut hat, tönnen wir heute Folgendes mittheilen: Die männlichen und daß der kaum 18 Jahre alte Schmul die Seele des ganzen Ge- achtete, daß Frau Steinmann zweifellos an den Folgen der weiblichen Arbeiter einer Perlmutter- und Knopffabrik in Nieder- schäfts gewesen ist und wahrscheinlich die ganze Methode der Bromäthylen- Bergiftung gestorben sei. Es sei schwer zu beSchönhausen unternahmen eines Tages einen Ausflug per Kremser Krediterlangung erfonnen hat. Er wurde deshalb ebenso wie urtheilen, welche Folgen entstanden wären, wenn der Angeklagte nach Blankenburg, wo sie im Lokal des Gastwirths Giese ein- Schiffer, welchem 4 Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet nicht mit Bromäthylen, sondern mit Bromäthyl gearbeitet hätte fehrten, einige Fäßchen Bier auflegten und sich bei Spiel und Tanz wurden, zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt, der An- unvorsichtig habe der Angeklagte aber unter allen Umständen geharmlos amüsirten. Gegen Abend kehrte der Ortsvorsteher Giese geklagte Schiffer dagegen nach dem Antrage des Rechtsanwalts handelt. Gerichtschemiker Dr. Bein schloß sich dem Gutachten des Dr. vom Säen auf dem Felde heim und kehrte bei seinem Bruder, Dr. Friedmann freigesprochen. dem Gastwirth Giese, ein. Mit dem Säetuch um den Leib geBischof an. Staatsanwalt Dr. Oppermann führte aus, daß der schlungen, stond er am Buffet des Saales, in welchem sich die Angeklagte wegen fahrlässiger Tödtung zur Verantwortung Achtung! Bauernfänger! So oft auch schon diefer gezogen worden wäre, wenn ihm nicht der Zufall durch die bis Arbeiter amüsirten. In ihrer lustigen Harmlosigkeit nöthigten sie Warnungsruf für leichtgläubige Provinzialen aus den Spalten der her unaufgeklärte Verwechselung der beiden Mittel zu Hilfe ge den Ortsvorsteher, dessen Würde sie nicht kannten, den sie nur Beitungen ertönte, so giebt es doch unbegreiflicher Weise noch fommen wäre. Es lägen aber so viele Beweise vor, daß der für einen einfachen Landmann hielten, von ihrem Biere mit immer Gimpel genug, welche durch die plumpesten Bauernfänger- Angeklagte mindestens fahrlässig die Frau Steinmann an der sutrinken. Der Ortsvorsteher that dies, wollte sich aber wohl stücke fich einfangen laffen. So standen gestern wieder der Gesundheit geschädigt habe, daß eine nicht zu geringe Strafe dafür revanchiren und bot einem der Arbeiter eine Bigarre an. Handelsmann Dito Schwerin, der Handelsmann Franz geboten fei, die er auf drei Monate Gefängniß zu bemessen bat. Der Letztere that einige Büge, gab die Zigarre aber sogleich immermann, der Arbeiter" Heinrich Mertens und der schaudernd einem Knechte, der sich im Lokale befand. Das ver- Schankwirth Richard 3iegel vor der III. Straffammer die sprechung des Angeklagten, da ein Kausalzufammenhang zwischen Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wronker, plaidirte für Frei broß den Ortsvorsteher, er fing an zu schimpfen, vergeblich waren ersten drei wegen gewerbsmäßigen Glückspiels, Biegel wegen der Behandlungweise des Angeklagten und den daraus entalle Beschwichtungen, der Ortsvorsteher lief nach seinem gerade Duldung desselben. Schwerin in der Verbrecherwelt durch standenen Folgen nicht nachzuweisen sei. Der Gerichtshof war über belegenen Hofe, holte seine Knechte und brang nun mit den Spinnamen Planschneefe" ausgezeichnet und Martens sind der Ansicht, daß der Angeklagte bei Anwendung des ihm diefen und in Gemeinschaft mit seinem Bruder, dem Gastwirthe, alte, vielfach bestrafte Bauernfänger, Zimmermann ziert unbekannten Mittels fahrlässig zu Werke gegangen sei und er auf die Arbeiter ein. Diese bestiegen schleunigst ihren Kremser auch das Verbrecher- Album, weil er und suchten fortzukommen. Die Sturmglocke rief die Dorfbewohner fehr mit Bauernfängern steht. Es handelt sich um eins der Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. im regen Ver- fannte auf awei Wochen Gefängniß, die durch die zusammen, eine furchtbare Attacke folgte, die Arbeiter wurden allergewöhnlichsten Manöver der Kümmelblättchen- Ritter, welchem W = " zum Theil schwer, die meisten leicht verlegt und mußten trotz der drei mit der Stettiner Bahn angekommene Dienstknechte zum Gegen den Maler Herrn Richard Schoekel schwebi erlittenen Verlegungen die ganze Nacht ohne ärztliche Hilfe im Opfer gefallen sind. Martens, welcher sich auf dem Stettiner wegen der Hamburger Affäre aus dem Mai vorigen Jahres immer T 242 t 4 I C ) noch ein Gerichtsverfahren. Zeute, die in dieser Angelegenheit| entgegen genommen, doch kann der betreffende Delegirte sich| Drohung, ganz aus der Organisation auszuscheiden, wahr als Zeugen dienen können, werden gebeten, ihre Adressen bei andere Personen seiner Gewerkschaft zur Unterstützung heran- machten; erst dann würde Ruhe werden und die Maurerbewegung Herrn Schoefer, Görlitzerstr. 68, abzugeben. ziehen. Der Ausschuß lehnt es jedoch des Zusammenhaltes einen erneuten Aufschwung nehmen. Noch Andere legten die wie auch der Ordnung wegen unbedingt ab, mit anderen Per- Schuld an dem Zwiespalt dem Baumeister a. D. Herrn Keßler Hamburg, 9. Mai. Das Wort Streitbrecher" eine Belei fonen in Abwesenheit des Vertrauensmannes zu unterhandeln. zur Last, der nur sein eigenes Interesse verfolge und nach eigner digung. Nach Beendigung des Streifs hatten zwei Maurer einen Ferner giebt der Ausschuß bekannt, daß bis auf Weiteres Aussage seine Anhänger als Strohmänner verbrauche. Auch dreiKollegen, der seiner Beit gegen den Streit gestimmt, aber trotz- Buschriften, sowie Anmeldungen zc. nur an O. Witte, Staliger- Delegirte aus Berlin sprachen gegen die sogenannte Berliner dem sechs Wochen gestreift hatte und mit dem sie dann auf einem straße 61, zu richten, Geldsendungen aber nur an R. Millarg, Richtung, welche durch Blaurock, Wilke, Wernau u. s. w. verBau zusammen arbeiteten, wiederholt einen Streifbrecher geehrterstr. 22 II, zu adressiren sind, und daß nur letterer treten war. Sie versicherten, daß diese Leute nur wenig Einfluß nannt. Da das Gericht in dem Ausdruck Streifbrecher eine Be- Auszahlungen leistet. Die für verkaufte Marken ver- auf die Masse der Berliner Maurer hätten und bald gänzlich leidigung erblickt, verurtheilt es die beiden Maurer zu je sieben einnahmten Gelder sind selbstverständlich an die Ausgabestelle isolirt sein würden. Zagen Gefängniß. der Marken zu dirigiren. Arbeiterbewegung. Aufruf an alle in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter! Kollegen! Gemäß dem Beschluß der öffentlichen Verfammlung im Feenpalast richtet die dort gewählte Kommission zur Aufbringung der Delegirten- Unkosten an Euch den Wunsch um thatkräftigste Unterstützung. Die Kommission hat beschlossen, Bons im Werthe von 10 Pig. zur Ausgabe gelangen zu lassen und sind solche bei den Unterzeichneten zu haben. Speziell die Vertrauensleute aller Branchen ersuchen wir, hiervon Notiz nehmen zu wollen. Die Kommission zur Aufbringung der Delegirten Unkosten der Metallarbeiter Berlins. Benno Stabernad, Wrangelfir. 85, Bigarrengeschäft. Wilhelm Neumann, Karl Trittelwig, Reinickendorferstr. 14, III. Rottbuserstr. 4, v. III. Mainz, 8. Mai. Der wirthschaftliche Kampf der hiesigen Möbelindustriellen gegen ihre Arbeiter ist in ein neues Stadium getreten. Arbeiter der bei der Aussperrung nicht betheiligten Bombe'schen Fabrik hatten sich an die Bürgermeisterei gewendet, um deren Vermittelung zur Beseitigung der Differenzen zu er wirken. Gern erklärte auch diese sich hierzu bereit und schon war aus den Beifizern des Gewerbegerichtes ein Ginigungsamt gebildet, als die Herren Möbelindustriellen der Bürgermeisterei thre Weigerung notifizirten, an irgend welcher Unterhandlung Theil zu nehmen. Da die Fabrikanten notorisch Mangel an guten Arbeitern haben und es ihnen unter dem Druck der Sperre sogar schwer fällt, die minderwerthigen Kräfte in einigermaßen ausreichender Zahl zusammenzuhalten, so liegt es auf der Hand, daß nur die Hoffnung auf einen baldigen Zusammenbruch des Streits sie zu ihrer waghalsigen Haltung ermuthigt. Freilich dürften diese Hoffnungen eine herbe Täuschung erfahren. Die Arbeiter haben in einer Versammlung, die am Mittwoch Abend wegen vorgerückter Stunde abgebrochen werden mußte und gestern fortgesetzt wurde, beschlossen, daß die Unverheiratheten ihre Entlaffungsscheine fordern und abreifen sollen, während den Zurückbleibenden es überlassen bleibt, die Sperre mit allen gesetzlichen Mitteln aufrecht zu erhalten. Den Nuzen von der intransigenten Haltung der Möbelfabrikanten werden theilweise nicht an der AusSperrung betheiligte hiesige Firmen, in hervorragender Weise aber die auswärtige Konkurrenz haben, da dieser es nunmehr ermöglicht ist, den Stamm bewährter Arbeitskräfte in ihre Dienste zu stellen, welche den Weltruf der Mainzer Möbelindustrie begründet haben. " Ausgabestellen der Marken sind bei: 1. H. Faber, Boeckhstr. 5, Hof Quergeb. pt. 2. H. Herzhoff, Lausitzerstr. 21, Hof II. 3. A. Körsten, Staligerstr. 63/64 IV. 4. B. Jost, Greifswalderstr. 68 I. 5. R. Millarg, Lehrterstr. 22 II. 6. J. Gilberberg, Blücherstr. 54. 7.. Witte, Stalizerstr. 61. 8. B. 3ad, Andreasstr. 63, 2. Hof I I. Da am Freitag, den 29. Mai cr., öffentliche Versammlung der Delegirten zur Streit- Kontrollkommission stattfindet, so werden die Gewerkschaften ersucht, bis 29. Mai 1891 spätestens ihre Delegirten anzumelden. NB, G3 empfiehlt sich, Vorstehendes aufzubewahren. Weitere Bekanntmachungen der Streit- Kontrollkommission erfolgen stets nur an dieser Stelle. Versammlungen. Achter deutscher Maurer- Kongreß in Gotha. Nachmittags- Sigung. Ein Antrag, die Dauer der Sigungen auf acht Stunden täglich festzusetzen, wurde ohne DeBroteste, einer aus Weißensee gegen die Wahl des Delegirten batte angenommen; ebenso die Geschäftsordnung. Ueber zwei Gilberschmidt aus Berlin und einer aus Dortmund gegen den Delegirten Luch, ging der Kongreß zur Tagesordnung über. Es folgte die Feststellung der Tagesordnung. Diefelbe lautet: 1. Bericht der Geschäftsleitung. Referent: Dammann. Hierzu beantragt Me he'r- Hamburg: Die Anschuldigungen des Delegirten Th. Hartwig gegen die Geschäftsleitung mit zur Debatte zu stellen Bezib. zu untersuchen. Hartwig erklärt sich damit einverstanden, verbahrt sich aber dagegen, ehren rührige Beschuldigungen erhoben zu haben. Der Antrag Meyer wird angenommen. 2. Bericht und Abrechnung über das Fachorgan, Grundstein". Referent: Stanning. Die Angegriffenen, welche im Ganzen ruhig und gemäßigt auftraten, bestritten die Anschuldigungen. Sie seien berechtigt, Opposition zu erheben, wenn sie glaubten, daß die Geschäftsleitung Unrecht handle. Allerdings hätten sie namentlich in dem häufig angezogenen Flugblatt scharfe Worte gebraucht, aber sie seien durch ein von der Geschäftsleitung gegen sie erlassenes Flugblatt und durch die Angriffe im Fachorgan" Grundstein" dazu gereizt worden. Die Uneinigkeit, die man jetzt so sehr table, hätten auch früher bestanden und würden so lange bleiben, als die Geschäftsleitung einseitig vorgehe. Das große Interesse, welches alle Delegirten an diesen Auseinandersetzungen hatten, wurde durch die mit großer Majorität erfolgten dreimaligen Ablehnungen eines Schlußantrages bewiesen. Man wollte offenbar diese Streitigkeiten, die nun schon mehrere Rongresse beschäftigt hatten, durch offene und gründliche Aussprache endgiltig beseitigen. Nachdem die Rednerliste erschöpft war, erhielt der Referent Herr Dammann aus Hamburg das Schlußwort. Er widerlegte verschiedene Tadel, welche von Berliner, Haller, Leipziger und einem Hamburger Delegirten gegen die Geschäftsleitung aus gesprochen worden waren. Auf die Berliner Differenzen eingehend, wies er namentlich den Vorwurf zurück, als sei es der Geschäftsleitung lediglich darum zu thun gewesen, das Fach organ an sich zu reißen. Er verliest einen Brief des Herrn Baumeister Keßler an Herrn Conrad, in welchem ersterer vorschlägt, Gesellschaftsvertrag zum Eigenthum der beiden zu machen. das damalige Fachorgan Der Bauhandwerker" durch einen Gefahr sei also gerade umgekehrt die gewesen, daß das Fachorgan in die Hände eines Ginzelnen gerathen wäre, der es zu seinen persönlichen Zwecken benutzt hätte. " Die Für morgen, Sonntag, haben die Kollegen von Gotha die. Delegirten des Kongresses zu einer Besichtigung des hiesigen Leichenverbrennungs- Ofens eingeladen. Damit war die Debatte geschlossen. Nach einer Reihe von persönlichen Bemerkungen gelangten zwei von Frankfurt und Düsseldorf eingereichte Refolutionen, welche der Geschäftsleitung ihr Vertrauen aussprachen und das Verhalten der Berliner Stollegen mißbilligten, mit großer Majorität zur Annahme. Ein Antrag, die Flugblätter sowohl der Berliner, als auch der Hamburger zu verlesen, wurde abgelehnt; ebenso ein Antrag seitens der Berliner, die Streitigkeiten zwischen Berlin und Hamburg an eine Kommission zu verweisen. Es gelangten nunmehr zwei An3. Die statistischen Erhebungen in Verbindung mit der träge zur Abstimmung. Nach dem einen sollten die Verfasser wirthschaftlich sozialen Lage der Maurer Deutschlands. des in Frage stehenden Berliner Flugblattes für unwürdig erReferent: Lorenz. flärt werden, eine Vertrauensstellung innerhalb der deutschen 4. Berathung und Beschlußfassung über die Neu- Organi- Maurerbewegung zu bekleiden, nach dem anderen die Verfasser sation der Maurer Deutschlands. Referent: Stanning. dieses Flugblattes vom Kongreß ausgeschlossen werden. Beide Diese drei weiteren Punkte der Tagesordnung werden ohne Anträge wurden abgelehnt. Dagegen wurde ein Antrag angeDebatte angenommen. nommen, die Berliner Kollegen durch den Vorsitzenden zu fragen, Es erhält nunmehr der Delegirte Dammann das Wort ob sie gewillt sind, in ihrer bisherigen Halting zu verharreu. zum Bericht der Geschäftsleitung. Der legtjährige Kongreß habe Auf Befragen des Borsigenden gab jeder einzelne der Betreffenden bereits vorausgesehen, daß die Maurer keinen guten Zeiten ent- eine Erklärung zu Protokoll, deren gemeinsamer Sinn dahin ging, leber den Bergarbeiterftreik im Ruhrkohlengebiet ver gegengehen würden. Wohl hätten sie schon manche harte Rämpfe daß sie in ihrer Opposition so lange verharren würden, als die breitet sich die General Kommission Deutschlands in einem durchgefochten, aber noch nie solche, wie im vergangenen Jahr. von ihnen gerügten Mißstände bestehen blieben. Zur Prüfung längeren Artikel, dem wir die folgenden Schlußfäße entnehmen: Die Arbeitgeber hätten in der rücksichtslosesten Weise ihre wirth- der Streitfrage bezw. Anfchuldigung Hartwigs gegen das frühere Wir erwarten von den Leitern der Bergarbeiterbewegung, schaftliche Ueberlegenheit geltend gemacht. Das Jahr 1890 Aktionskomitee wurde eine neungliedrige Kommission ernannt und daß sie durch das Mißlingen dieses Kampfes nicht entmuthigt brachte an 30 Orten Ausstände, davon waren 8 Aussperrungen, damit die Sigung auf Montag, den 11. Mai, vertagt. sein werden. Wir sind überzeugt, daß sie nach wie vor an der während die anderen als Angriffsstreits zur Erringung höherer Begrüßungstelegramme waren eingelaufen von Nürnberg, Ausbildung des Verbandes arbeiten werden. Es gilt jedoch nicht Löhne oder fürzerer Arbeitszeit zu betrachten sind. Infolge der Kiel, Erfurt und Aschersleben. nur, die eigenen Reihen zu formiren und zum wohlberechneten vielen Ausstände konnte nur wenig Unterstüßung gewährt wer Kampfe vorzubereiten, sondern es muß vor allen Dingen Fühlung den, dementsprechend war das Resultat auch nur an vier Orten Die Zahl der Ausständigen mit der großen Maffe der organisirten Arbeiter genommen günstig, alle anderen gingen fehl. werden. Diese müssen über die Vorgänge in den Bergwerks- betrug 9000. Trotz der tapfersten Wehr mußten die Arbeiter Der Unterstützungsbund der Hansdiener Berlins hielt betrieben, über Behandlung und Lohnhöhe, sowie über die ver- unterliegen, da die Unternehmer ihre ganze Macht daransekten, Schiedenen Arbeitszeiten Aufklärung erhalten, um mit ganzer Kraft die Organisation zu brechen. Ueberall verlangten sie den Aus- am 5. b. M. eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab. Der Das Eingreifen der Behörden habe Kassenbestand gestaltete sich im Monat April besonders günstig. in allen Bereinen und Versammlungen dafür eintreten zu können, tritt aus den Verbänden. daß sich die Sympathien aller organisirten Arbeiter dieser so schwer sehr start geschadet. Noch heute fäßen einzelne Kollegen im Ge- Die Einnahme betrug 901,55 M. Die Ausgabe 566,41 Mt.; das ergiebt einen Ueberschuß von 335,14 M. Gesammtvermögen bebelasteten Arbeiterfategorie zuwenden. Andererseits aber müssen die fängniß. Bergarbeiter ihrerseits Alles thun, was es ermöglicht, auch in Zur Agitationsthätigkeit der Geschäftsleitung übergehend trägt 1566,06 M. Dazu würden noch 300 m. Ueberschuß vom ihre Kreise durch die Mitglieder anderer Gewerkschaften die theilt der Referent mit, daß im Ganzen 10 Agitatoren ausgefandt Feen- Palast hinzukommen. Kollege Reßler forderte nun die Agitation zu tragen. So muß von beiden Seiten gewirkt werden, wurden, die 139 Städte besuchten. Dadurch seien die einzelnen Kollegen auf, sich am 2. Pfingstfeiertage bis 10 Uhr bei Senftum die gesammte Arbeiterschaft Deutschlands zu einem Ganzen Organisationen bestehen geblieben, dagegen ging die Zahl der Ge- leben in Johannisthal einzufinden. Behuss Erhebungen über die Der nächste gesellige Abend findet 8 Tage später bei Feuerzu verbinden. Wenn dann der geeignete Beitpunkt gekommen fanimtmitglieder zurück. habe die Geschäftsleitung stein, Alte Jakobstraße statt. Ferner wurde noch des Sommersein wird, wenn dann im Einverständniß mit allen organisirten Löhne, Arbeitszeit u. f. w. von 202 Orten ausgefüllt festes am 21. Juni in der Brauerei Friedrichshain" erwähnt; Arbeitern ein Ausstand der Bergarbeiter hervorgerufen wird, Fragebogen versandt, welche nur Zivil- Berufs dann können wir des Erfolges sicher sein. Nicht die einzelnen zurückgeschickt wurden. Diese Erhebungen sollen mit früheren Er- man beschloß nach längerer Debatte, Berufsvereine werden derartige gewaltige Arbeitseinstellungen zu hebungen zusammen verarbeitet und später veröffentlicht werden. musiker spielen zu lassen. Es hielt nunmehr Herr Pinn seinen halten vermögen, sondern hierzu muß die gesammte Arbeiterschaft An Broschüren und Flugblättern wurden 170 000 verschickt; Vortrag über das Thema: Die fonventionellen Lügen der KulturNach der Diskussion ergriff Pinn nochmals das Deutschlands helfen. Diese aber wird bei dem so oft bewiesenen Briefe gingen 2000 ein, von denen 1800 beantwortet werden menschheit. Opfermuth nicht müssig sein und der Erfolg wird nicht aus- mußten. Ein Delegirter wurde zur Konferenz nach Berlin ge- Wort, und forderte zum Besuch der Freien Voltsbühne, sowie fandt. Dem Antrag, daß jeder Ort einen Bericht senden der Arbeiter- Bildungsschule auf, indem er auf die Vortheile der möge, welche zusammengestellt und dem Kongreß vorgelegt wer- felben hinwvies; eine dahingehende Resolution wurde angenommen. den sollen, fonnte wegen zu großer Schwierigkeit nicht Folge ge- Nachdem eine Pause von 10 Minuten angefeßt, wurden 59 neue geben werden. Ebenso dem Antrage, größere Broschüren zu ver- Kollegen in den Bund aufgenommen. Kollege Grauer forderte treiben, da fein Absatz zu erzielen was. nochmals zum regen Billetvertauf zum Sommerfest auf. Ju Redner bespricht sodann die Differenzen mit den Berliner Fragetasten befanden sich 15 Fragen, welche zur Zufriedenheit Kollegen. Dieselben möchten Einfluß auf die Organisation haben; der Fragesteller erledigt wurden. Hierauf schloß der Vorsitzende aber so lange sie sich den Beschlüssen des Kongresses nicht fügen die Versammlung mit einem fräftigen Hoch auf das fernere Ge wollten, könne davon keine Rede sein. Zum Schluß betont der deihen des Bundes um 124 Uhr. Prag, 11. Mai. Auf folgende Bechen find heute die Beleg- Referent, daß man sich durch die vielen Niederlagenjim vorigen Die Stuckateure und verwandten Berufsgenoffen schaften nicht eingefahren: Theresienschacht" in Brür, Maria Jahre nicht entmuthigen lassen werde. Solche Niederlagen feien hielten am 4. Mai ihre Mitgliederversammlung ab und beschäf= Opferungsschacht" und" Saxoniaschacht" in Triebschis. Auf oft recht nüßlich, weil sie die Erfahrungen und die Einsicht in tigten sich mit dem Fachorgan. Kollege Merter erwähnte, daß " Doblhoffschacht 3" fehlten 100 Mann. Auf„ Saxoniaschacht" in die wirthschaftlichen Machtverhältnissen vermehren. Karbit sind die Arbeiter wieder eingefahren. bleiben. Vor allen Dingen Organisirung des Kampfes und der Sieg ist für uns nicht zweifelhaft." Wien, 11. Mai. Der Buchdrucker- Ausstand dauert fort. Die Zahl der Streifenden beträgt gegen dreitaufend. Wien, 11. Mai. Wegen des Druckerstreits ist die Mehrzahl der Montagsblätter nicht erschienen. Soziale Uebersicht. Bulow als Revisor theilt mit, daß jeden Monat Einsicht in unser Fachorgan,„ Der Bauhandwerker", bis jetzt von den Charleroi, 11. Mai. Die Metallarbeiter beschlossen gestern die Bücher genommen worden sei und daß am Schluß des Maurern verbreitet worden sei, die sich so lange den Nutzen in Arbellgemeinen Ausstand. In den Häusern von nicht streitenden Jahres eine Hauptrevision stattgefunden habe. Es habe sich nichts ihre Tasche gesteckt hätten. Es wäre wünschenswerth, daß das Arbeitern fanden mehrfach Explosionen statt.(? Reb.) vorgefunden, was zu Beanstandungen Anlaß gegeben habe. Die Fachblatt von den Stuckateuren verbreitet würde und der Nuzen in die Vereinskasse fließe. Auch sind sehr viele Klagen eingeFührung der Bücher und Kassen sei eine musterhafte gewesen. Wernau Berlin erhält nunmehr das Wort. Derselbe laufen über die unpünktliche Lieferung des Blattes. So rieth bedauert die inneren Kämpfe unter den Maurern Deutschlands, Kollege Braum, daß der Verein 50 Exemplare vom 1. Juli ab die gewiß gern Jeder geschlichtet sehen würde. Wenn Berlin der bestellen möge und so den Kollegen die Gelegenheit geboten สิน abonniren und für die weiteste Verbreitung Geschäftsleitung Opposition mache, so habe es seine guten Gründe wäre, agitiren, da es auf dem letzten Rongrrß als An sämmtliche in der Berliner Streit- Kontroll eines neuen Verbandsorgans. In längerer Ausführung geht hierfür. Der Streit sei angefacht worden durch die Gründung das beste Blatt für unser Gewerbe anerkannt wor= Kommission durch Delegirte vertretene Gewerkschaften. Redner näher auf die einzelnen Streitpunkte ein und schließt mit den ist. Es wurde hierauf der Antrag gestellt, zwei Kollegen zu Da laut Beschluß der Berliner Streit- Kontrollfommission vom der Versicherung, Berlin sei zu einer Einigung bereit, finde es wählen, die die Sache in die Hand nehmen sollen. Gewählt 10. April cr. von jet ab jede In Delegirten vertreten sein darf, und des Weiteren die Berliner und eine eigene Organisation gründen. Streit- Kontrollkommission beschlossen hat, einen Ausschuß zu wählen und auch gewählt hat, welcher die Geschäfte führt, Begesprochen, wird die Sigung um 6 Uhr Abends geschlossen. Nachdem noch mehrere Redner für und gegen in dieser Sache schlüsse faßt und zur Ausführung bringt, fowie Nächste Sigung Sonnabend, den 9. Mai. auf Grund eines ferneren Beschlusses der Berliner Streif Rontrollfommiffion, zur Schaffung eines Fonds das Marken- Gesammtzahl jetzt 104 beträgt. Im Laufe des Tages trafen noch 2 Delegirte ein, sodaß die system einzuführen, bringt der gewählte Ausschuß Folgendes zur Kenntniß der Betheiligten: Depeschen mit Grüßen und Glückwünschen gingen ein von Erstens werden vom Mai cr. ab zur Schaffung eines Streit- Wandsbeck, Wurzen i. S., Hamburg, Harburg und Thorn. fonds Marken à 5 Pf. ausgegeben, welche dauernd zu ver3weiter Sigungstag. ausgaben und an den unten näher bezeichneten Stellen abzu- Sigung von Sonnabend, den 9. Mai. heben sind. heiten wurde die Wahl des Vergnügungskomitee's vollzogen; Die Kollegen, die sich im Arbeitsnachweis einzeichnen laffen und hierzu wurden die Kollegen Otto Hoffmann, Frenfchel, Gartner, Kasner und Weding gewählt. Ferner wurde noch erwähnt, daß Arbeit erhalten, es nicht für ihre Pflicht halten, sich beim Nachweis- Inhaber abzumelden. Das müsse anders werden. Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend Dienstag. Geselliger Verein Schönhauser Linde" Abends 8% Uhr, im Restaurant Pegold, Schönhauser Allee 46. Achtung, Stodiarbeiter. Mittwoch, den 13. Mai, Abends 8 Uhr: Vers fammlung bet Gründel, Dresdenerstr. 116. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Moderne Vagabunden. Referent Sollege Menzel. 3. Distuffton. 4. AufSowohl die Morgen- als auch die Nachmittagssigung lösung der Ortsverwaltung Berlin 2. 5. Wahl eines Vertrauensmannes und Kollegen! Beigt, daß Ihr noch Interesse Zweitens werden Gewerkschaften nur dann unterſtüßt, wenn wurden durch die Differenzen zwischen der Hamburger Geschäfts- Hilfskafftrers. 6. Berichtenber an der Bereinigung habt und erscheint alle Mann in dieser Bersammlung. fie sich in der Berliner Streit- Kontrollkommission durch einen leitung und den Kollegen in Berlin in Anspruch genommen. Es Naturheil- Verein Norden. Mittwoch, den 13. Mat, Abends 8% Uhr, Delegirten vertreten lassen und dieselbe nach Kräften unter- zeigte sich im Verlauf der stellenweise sehr lebhaften und scharfen Schönhauser Allee 161: Vortrag des Herrn H. Kanig über Hautpflege. Gäste willkommen. Stützen. Debatten, daß die Opposition der Berliner fast einmüthig von Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, ben 12. Mai: Bersamm Drittens werden Streits ohne Ausnahme, sowie den Delegirten der anderen Orte getadelt und verurtheilt wurde. lung bei Gaillard, Brinzenfir. 87. Tagesordnung: Bortrag; Geschäftliches; Wir bitten, das heutige Maßregelungen nur nach vorheriger Anmeldung Nur der Delegirte aus Potsdam, welcher den strikten Auftrag Stellenvermittelungs- Reglement; Verschiebenes. hatte, eine Ginigung der streitenden Parteien zu befürworten, Inferat zu beachten. und darauf gefaßtem zusagendem Beschluß unterstützt. Perein Berliner Wohnungs- Wiether. Allgemeine Miether- Versamm Viertens werden Berichte eventuell Anmeldungen der Streiks, nahm eine vermittelnde Stellung ein. Besonders scharf wurde tung am Dienstag, den 12. Mat, Abends 8 Uhr, in der Bögow'schen Braueret, Maßregelungen und von dem in der die Haltung der Berliner von den Delegirten aus Thehoe, Prenzlauer Allee 242–247. Bortrag des Rechtsanwalts Michaelis: Ein einBerliner Streit- Kontrollkommission fitzenden Delegirten der Leipzig und Wilhelmsburg angegriffen. Andere Delegirten sprachen beitlicher Miethsvertrag für Berlin. Lese- und Diskutirklubs. Dienslag. Herweg, Abends sy Uhr, int in Betracht kommenden Gewerkschaft Seitens des Ausschusses den Wunsch aus, daß es besser sei, wenn die Berliner ihre zotale von Otto Sinte, Forsterfte 45. Gäfte wintommen, Proletarier", so weiter nur " ( Bankow), bei Borchardt, Schulzenstraße 28." Safenelever", Abends zuschicken, damit dieselbe noch vor Pfingsten eine Lifte hiervon 8% Uhr, im Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. Gäfte willkommen. Agitationsverein affalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. anfertigen kann. Es ist dies in Anbetracht der bevorstehenden Spinoza", Abends 8½ Uhr, bei Brandstahl, Oppelnerstr. 29. Gäste haben Feiertage unbedingt nothwendig, denn nur so ist es zu verhüten, Zutritt. Lese- und Diskutir- klub für Männer und Frauen Johannes daß die Arbeiter ihr Geld da verzebren, wo man sie nicht gern Wedde", Abends 9 Uhr, im Zotale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. ſieht. Einer für Biele. Männer und Frauen als Gäste willkommen. " Depeschen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Aufnahme von Mitgliedern. Arbeiter- Gesangverein Morgenroth", Charlottenburg, Bismarckstr. 89, Restaurant. Gesang verein unverzagt", Moabit, Berlebergerstr. 28, Restaurant. Arbeiter Gesangverein Vorwärts", Friedrichsfelde bei Momber. Gefangverein| Steineiche"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 21 bet Heise. Ge fangverein Norddeutsche Schleife", Restaurant Kaiser Franz Grenadierplay 7. Gefangverein Allegro", Staltzerstraße 142 bet Greiser. Arbeiter- Gefangverein„ Olympia", bei Schneider, Adalbertstr. 8. den wallonischen Bergarbeitern in Betreff des Streits solidarisch Gent, 11. Mai. Sämmtliche Dockarbeiter haben sich mit " Abends 9 Uhr. ( Depeschen des Bureau Herold.) Gesangverein Kreuzberg", Lichterfelderstraße Nr. 7-8 bei Winter. Gefangverein" Fidelitas", Ackerstraße 13 bei Kummer. Moabiter erklärt. Liedertafel", Wilhelmshavnerstr. 23 bei Brosch. Männergesangverein Harmonia", Abends 9 Uhr Flottwellstraße 5 bei Bartels. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Gesangverein Bruderherz" bei Birko, Straußbergerstr. 3. Männergesangverein Brüffel, 11. Mai. Der Bürgermeister Buls hatte heute Schildhorn", Usedomstr. 33, bei Miete, Abends 9 Uhr. Gesangverein " Baldtapelle" in Friedrichshagen, Restaurant Blant, Friedrichstraße, eine Unterredung mit den Veranstaltern der für Mittwoch in Ihn'scher Gesangverein" Sumor", bet Birt, Strauß- Brüssel beabsichtigten sozialistischen Kundgebung. Der Bürgerbergerstraße 3. Gesangverein" yboly" Urbanſtr. 188, Ede Blücher: meister sprach den Wunsch aus, daß die Kundgebung unterbleiben straße bei Bollandt. Gesangverein Freundschaft" bei Oswald Berliner, Brunnenstr. 114.-Gefangverein" offnung" Deutsch- Wilmersdorf, möchte und gab der Ansicht Ausdruck, daß die gegenwärtigen Restaurant Gräz, Brandenburgischestr. Gefangverein Waldkapelle", Streits das Werk der Verfassungsrevision schädigten. Die Verin der Berliner Bodbrauerei, Abends 8%-10% hr. Männerchor ,, Südanstalter erwiderten, wenn die Kundgebung verboten werde, Oft", Röpnickerstr. 191 bei Foge. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein Edelweiß" würde das Ausstände in Brüssel zur Folge haben. Schließlich 9 Uhr im Restaurant Müller, Mariannenstraße 46. Gäste willkommen. wurde eine nochmalige Zusammenkunft für morgen verabredet. Gefangverein Anacreon", Abends von 9-11 Uhr, bei Reßner, Annen- Brüffel, 11. Mai. Die hiesigen Tischler beschlossen gleich ftraße 16. Gefangverein Ludwig'scher Männerchor, Abends Uhr, falls, sich dem Streit anzuschließen. Die Mechaniker, welche im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Quartett- Berein, Wedding" G. M. 100. Sie tönnen die rothe Fahne an Ihrer Laube befestigen. K. 38. Ronfulate eristiren in diesen Ländern nicht. B. 101. Wir verstehen Sie nicht. Wolle Sie ein Buch empfohlen haben über„ Sitten und Gebräuche der alten Griechen" oder sollen wir Sie über legtere selbst im Briefkasten unterrichten. Das können wir nicht gut. K. H. Sie müssen das Mädchen in einer Idiotenanstalt unterbringen. O. K., Lützow- Ufer. Warten Sie nur den Bescheid der. Staatsanwaltschaft ab und theilen Sie uns mit, wann eventuell der Termin stattfindet. M. W., Trier. J. H. W. Dietz, Stuttgart. ? Rudolf Neumann? Wir können Ihnen teine Auskunft ertheilen. Hrn. A. B. in Bamberg: Erhalten. Wird besorgt. Im September hoffe ich dort zu sein. Gruß! W. 2. Briefkaffen der Expedition. Für den Maifonds ging ferner ein: tagt Neue Hochstraße 49, bet Gundlach. Theater- und Vergnügungsverein morgen eine Versammlung abhalten werden, dürften diesem Be- Beihoff 6,50. Ahrens 1,-. B. und St., Ritterstr. 58 2, " Bulcania", in Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäfte, Damen schlusse beitreten. und Herren, willkommen. Theaterklub Helmerding", Abends 9 Uhr, in Hanf's Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ecke der Großbeerenstraße. Privat- Theaterverein ,, Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße 162. Gäste willkommen.- Bergnügungs- und Theaterverein ,, Ro mt e o", Abends 9 Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen.- Bergnügungs Berein Nordlicht", Abends 8½- 11 Uhr, bei H. Sperling, Görligerfir. 37. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vergnügungs- Verein Fidele Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerſtr. 17. Gäſte willkommen. - Gefelliger Verein ,, Brüderschaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63. Verein ehmaliger 37er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kafino, Holzmarktstraße 72. Rauchflub" Rosenblätter", Abends 8½ Uhr, bet Leopoldt, Yort- und Mannsteinstraßen- Ecke. Gäste willkommen. Rauchtlub humoristische Pfeifenbrüder", Abends 8% Uhr, bei Suder, Klofterstraße 63. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Rauchflub Borsig", Borsigstr. 27 bet Jentsch. Geselliger Verein„ GIimbim", Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenstraße 16. Herren als Gäste willkommen. Bergnügungsverein Reichstro ne" Abends 9 Uhr, im Vittoria- Ballsalon, Perlebergerstraße 13. Vergnügungsverein Glüc auf" Abends 8 Uhr im Restaurant Blank, Schönleinstraße 1. Gäste will fommen. Gefelliger Bergnügungsverein ,, Amicitia", Abends 9 Uhr, im Lokal von Marowski, Barnimstr. 47. Vergnügungsverein Reichs: trone", Sigung Abends 9 Uhr, Perlebergerstr. 13, im Vittoria- Salon. Gäste willkommen. Männer- Gesangverein ,, Dessau", Abends 9 Uhr, bei Niemann, Görligerstr. 42. Gäste willkommen. " Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. Briefkaffen der Redaktion. Quittung. Für die Arbeiter- Bildungsschule erhielten wir: Durch Herrn P. 300 M.: von A. Friedmann. . " H. B. 20" 10 " " P. H. 10 " D. R.. 10 " " 2. H. 10" M. Str. 10 " A. Heg. 50 " " Philipp Mary. 100 " S. G. 3 " " " S. H. 20 " " H. Bac. 30 " . " " P. Nos. P. 20 " 3. P... 7 B " Summa 300 M. Bon P. S. 100 m. Am 3. durch Schönberg ges. 6,-. Spiegelrahmen- Fabrik von Aug. Equiz, Gr. Frankfurterstraße 125, mit Ausnahme der außer Einem 13,25. Werkstatt Heinrichs, Luckauerstraße 11, durch Maschinenarbeiter 12,50. Tischler ges. von Kurz, 3offenerstr. 31 2,-. Tischlerwerkstatt, Bergmannstr. 91, Vahltick, 7 Mann 7, Ertrag einer amerikanischen Auktion zweier Wurstzipfel der Maschinenmeister und Heizer Berlins d. Wilsdorf 11,25. Die Töpfer, ges. bei Restaurateur Hilgenfeld, Bergstr., zur Beförderung des Achtstundentages 6,75. Parquetleger vom Kaiserhof 10,45. Messinglinien- Fabrik Wedding 14,-. D. Mohr 1. Bon den Buchdruckerei- Hilfsarbeitern durch Dicks 18,50. Gesammelt durch Davidshäuser von einigen Goldschmieden 2,80. Tapezierwerkstatt U. Wilhelmstraße 13, Gürtler v. Schwenzer 1. Gräff 8,50. Tischlerei Schaul u. Franz Feilnerstr. 2 7,-. Tischlerei Drewes, Friedenstraße 50 von sechs treuen Genossen 6, Tischlerei von Rohwer, Ritterstraße 11, 10 Rollegen nebst Milchmann 11,20. Ein Viertel des Arbeitsverdienstes vom 1. Mai von den Tischlern des Saal III der Möbelfabrik von J. C. Pfaff 50,70. Lampenfabrik von Eckel u. Glienicke 38,-. Von 24 Tischlern der Werkstatt Alt- Moabit 104/105 durch Gerbsch 17,35. Lampenfabrik Grimmstraße 39 15,-. Tischlerei E. Müller und Komp. Blücherstraße 35, 17 Mann 16,75. F. E. Ramenz in Sachsen 10,-. Summa 306,50. Bereits quittirt 388,15. Summa 694,65. Wofür dankend quittirt im Namen des Vorstandes der Arbeiter- Friedrich, Rüdersdorferstr. 48, außer Einem 12,50. Gesammelt Bildungsschule Fr. Zubeil. Einem allgemeinen Wunsche entsprechend ersuche ich die Ver- W. R. Koppenstr. 1. Lesen Sie die sozialdemokratische trauensleute oder sonstige damit Beauftragten der umliegen- Bibliothek. 2. Ueber stenographische Systeme können wir Ihnen den Ortschaften in aller Kürze, die Namen der Wirthe, im Briefkasten keine Auskunft ertheilen. 3. Der Verein der welche den Arbeitern und ihrer Gesinnung, in entgegenkommen- Maschinisten und Heizer. 4. In jeder Arbeiter- Buchhandlung. der Weise Rechnung tragen, der Redaktion des Vorwärts" ein- Zwei Streitende C. 3. Das wissen wir nicht. " Eisen- und Stahlwaaren. Werkzeuge für Schlosser, Töpfer u. Holzarbeiter. Haus- u. Küchen- Geräthe. 880 L E. 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Oà Pfd. 0,16 0,80 0,95 1,85 Feinstes Roggenmehl 0,80 1,00 2,00 à Pfd. 0,17 Sultaninen à Pfd. 60 und 70 Pf. Gr. Rosinen( Valencia) à Pfd. 35 u. 40 Pf. Mandeln prima à Pfd. 1,30 m. Für 15 Mark fehen ſehr gut gebrauchte Nähmaschinen mit allem Empfehle mein Geschäft in frischen Blumen und Kränzen. 533 L Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, erkläre ich meinen Freunden und Genossen, daß ich mit J. Meyer Wienerstr. 1, in keiner geschäftlichen oder verwandtschaftlichen Beziehung stehe. Für Schuhmacher!! Seit Anfang April befindet sich die Anker- Schuhleisten- Fabrit foftet bei mir Bubehör Karlstrasse 19a in der Brennwerkzeuge und Bedarfsartikel 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, aur. 38, n. d. Oranienplay. Spiegel und Möbel, Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. 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Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 108. März. Unterm, uenen Kurs". 4. Brunndöbra. Vertrauensmann Herrm. Schneidenbach von der Anklage des Vergehens gegen das Vereinsgefes freigesprochen. 9. Effen. Die Genossen Boitmann, Hausmann, Woldeck und Meyer von Gelsenkirchen von der Anflage der Majestätsbeleidigung, begangen durch Sigenbleiben und Aufbehalten des Hutes bei einem Hoch auf den Kaiser, freigesprochen. 18. Leipzig. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Genossen Vogtherr in Berlin gegen das ihn zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilende Erkenntniß des Landgerichts Potsdam wegen Beschimpfung der christlichen Kirche. Die Revision des Staatsanwalts ebenfalls verworsen. 19. Zeit. Hoffmann, Redakteur des„ Volksboten", von der Anklage der Beamtenbeleidigung freigesprochen. Spremberg. Wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung Tischler Frenzel 4 Wochen Gefängniß, Krug und Wolf freigesprochen. " 23. Hamburg. Die Genossen Arnold; Wehege, Lun und Schlenker, Mitglieder des Unterstützungsvereins der Kupferschmiede, von der Anklage des Erpressungsversuches ( durch Androhung der Sperre) freigesprochen. 28. Köln. Mehrere Genossen von Kalt von der Anklage, eine Versammlung unter freiem Himmel ohne polizeiliche Genehmigung" bei Gelegenheit des Begräbnisses eines Genoffen abgehalten zu haben, freigesprochen. Auch die Vertheidigungskosten wurden der Staatskasse übertragen. 29. Achim. Herr Brügmann, Borsitzender des Wahlvereins wegen Vergehens gegen as Bereinsgesetz 20 M. Geldstrafe. April. " 1. Augsburg. Acht Genossen wegen groben Unfugs"( Abfingen des Proletarierliedes im Wirthshaus nach der Melodie: Die Wacht am Rhein") zu Geldstrafen verurtheilt. " April. " " " Chemnih. Genosse R. Franz von Kländer i. S. wegen Beleidigung der Polizeibehörde 1 Woche Gefängniß. Eberswalde. Genosse Herrmann wegen Beleidigung und falscher Anschuldigung eines Gendarmen zu 6 Wochen und 3 Tagen Gefängniß verurtheilt, nachdem das Reichsgericht das erste gleichlautende Urtheil aufgehoben und die Sache zur weiteren Verhandlung zurückverwiesen hatte. Weisstein. Gastwirth Hanke wegen Ueberfüllung seines Saales bei einer Voltsversammlung" 5 M. Geldstrafe. Jena. Redakteur Käpler des Fachblatts der Mühlenarbeiter" in Altenburg wegen Beleidigung des Beutelmüllers zu Eilenburg vom Oberlandesgericht in letter Instanz freigesprochen. 2. Zeit. Die Genossen Berg und Wolf wegen groben Unfugs freigesprochen. dagegen Ersterer zu 3 M. Geldstrafe event. 1 Tag Haft wegen unerlaubter Kollekte verurtheilt. Wurzen. Genosse Fleischer vom Schöffengericht zu 10 M. Geldstrafe verurtheilt. Derselbe hatte als Vorsitzender einer Volksversammlung nach Verbot der Teller sammlung die ihm freiwillig auf den Vorstandstisch niedergelegten Geldgeschenke an sich genommen, worin das Schöffengericht zwar feine verbotene Tellersammlung, aber eine strafbare Handlung erblickte. Das Strafmandat der Polizei lautete auf 25 M. 4. Sagen. Frau Henrich Wilhelmi wegen Beschimpfung der christlichen Kirche, der jüdischen Reltgionsgesellschaft 2c. und Gotteslästerung, begangen in einem Vortrag zu Lüdenscheid, zwei Monate Gefängniß. " Berlin. Maurer Fritz Schulz vom Landgericht wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz 30 M. Geldstrafe ev. 3 Tage Haft. Das Schöffengericht hatte auf 60 M. ev. 20 Tage erkannt. 6. Berlin. Töpfer Fr. Müller von Gharlottenburg wegen Beschimpfung der christlichen Kirche 1 Monat Gefängniß. „ Braunschweig. Der Vergnügungsflub„ Eichenkranz" " wegen Anwesenheit von schulpflichtigen Kindern an einem Feste 10 M. Geldstrafe. Brieg. Bigarrenfortirer Paul Graf von Ohlau von der Anklage der Religionsschmähung freigesprochen. 7. Breslan. Genosse Nitsche wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes mit Strafmandat von 16 M. beglückt, wird vom Schöffengericht freigesprochen. " Magdeburg- Sudenburg. A. W. Lange 14 Tage Gefängniß wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz. 37 " 8. Bielefeld. Die Genossen Hahnel und Büscher von Gadderbaum wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz je 15 M. Geldstrafe event. 3 Tage Haft. " Hamburg. Redakteur Müller von der„ Neuen TischlerBeitung" wegen Majestätsbeleidigung 4 Monate Gefängniß. Karlsruhe. Genosse A. Geck, Redakteur des Boltsfreund" vom Schwurgericht wegen Aufreizung, begangen durch den Abdruck eines Artikels Fliegen und Spinnen", zu 22 Monaten Gefängniß verurtheilt, gegen 9 Monate des ersten Erkenntnisses, welches auf erhobene Revision vom Reichsgericht aufgehoben worden war. Leipzig. Wittig, Redakteur des„ Wähler" wegen Beleidigung des Polizei- Inspektors Beckert und Registrator Werner zu 30 und 60 m. Geldstrafe verurtheilt. Breslau. Tischlermeister Karl Redfiegel aus Breslau wegen Beleidigung der Kaiserin 3 Monate Gefängniß. Staatsanwaltsantrag 6 Monate. Ohrdruf. Die Genossen of mann und Schulz wegen sogen. unerlaubter Kollefte Strafmandate von je 6 M. und 1,10 M. Kosten. 9. Raiserslautern. Die Genossen Thedy, Schreiner, Moritz, dessen Frau, Müller, Weidinger und Wirth wegen sogen. verbotener Sammlung freigesprochen. Fürth. Der Redakteur der Bürger- Beitung" wegen groben Unsugs 30 M. Geldstrafe event. 6 Tage Haft. Er hatte die Reichsfahnen„ bunte Lappen" benamſt. " 10. Solingen. Ein Ziegelarbeiter von Ringelhäuschen von der Anklage groben Unfugs freigesprochen; diese sollte darin bestanden haben, daß er seine rothe Bettdecken Lüftungshalber zum Fenster hinaushing. » Altona. Redakteur Stengele der„ Nordd. Volksztg." wegen Beleidigung des Pastor Wasker in Flensburg sechs Monate Gefängniß. " » Brandenburg. Die Revision des früheren Redakteurs A. Dolega des Voltsblatt für Ost- und Westhavelland" gegen das ihn zu 4 Wochen verurtheilende Erkennt niß der Strastammer wegen Verächtlichmachung kirchlicher Einrichtungen vom Reichsgericht verworfen. 12. Freiburg i. B. Der frühere Redakteur der„ Oberrhein. Boltsztg.", Genosse Otto Bielowsky, wegen BeSchimpfung der katholischen Religion 1 Monat Gefängniß. » Gelsenkirchen. Möller, Redakteur der„ BergarbeiterBeitung", von der Anklage der Beleidigung eines OberDienstag, den 12. Mai 1891. April. OP steigers freigesprochen. Zur Verhandlung war er in Retten und Sträflingskleidern vorgeführt worden. Zehlendorf. Gen. R. Lungwi, Maler in Friedenau, 15 M. Polizeibuße wegen amerikanischer Auktion. 14. Barr i. E. Wegen groben Unfugs ein Knecht zu drei Tagen Haft verurtheilt. Derfelbe war beschuldigt, beim Düngertragen die Marseillaise gepfiffen zu haben. " " Hamm i. W. Genossen Mühr del wegen FabrikantenBeleidigung 15 M. Geldstrafe. Hamm i. W. Wirth Heinr. Bopp wegen Vergehens gegen die Gewerbe- Ordnung Strafmandat über 50 M. ev. 8 Tage, auf erhobenen Einspruch 10 M. Geldstrafe event. 1 Tag Haft. 15. Werden. Genosse F. Garlisch aus Geestemünde erhielt wegen Verbreitung von Druckschriften( Nordd. Voltsstimme) ohne polizeiliche Erlaubniß ein Strafmandat über 15 M.; der hiergegen erhobene Ginspruch wurde unter Hinweis auf 10 des alten preußischen Preßgesetzes von 1851 ver worfen. Der gegen diese Entscheidung erhobenen Berufung ans Landgericht wurde stattgegeben und der Angeklagte freigesprochen, weil das angezogene Gesetz auf Beitungen und Zeitschriften feine Anwendung finden dürfte. Potsdam. Schuhmacher Gold glück und 6 Gen. wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz freigesprochen. Dieselben sind Vorsteher der Zahlstelle des Vereins deutscher Schuhmacher und stehen mit dem Hauptvorstande in Nürnberg in Verbindung. Die Staatsanwaltschaft suchte diesen Ge fammtverband wie dessen Filialen als politische Vereine hinzustellen und beantragte deshalb wegen Inverbindungtretens gegen jeden Angeklagten 30 M. Geldstrafe. 16. Berlin. Frau H. Gubela von der Anklage der Beleidigung der Juhaber der Berliner Velvetfabrik freigesprochen, weil deren Behauptung, daß letztere die Straf gelber in ihre eigene Tasche steckten, sich als wahr erwies. Dresden. Der Einberufer einer Voltsversammlung wegen unerlaubter Tellersammlung 10 M. Geldstrafe. " " " April. 8. Jahrg. 27. Benthen. Die Bergleute Syboczyk, Klaja, Bus reinsky und Tlunzikont von der Anklage der Majestätsbeleidigung und Aufreizung freigesprochen. 28. Erfurt. Genosse Schulte, Redakteur der Tribüne" wegen groben Unfugs" vom Landgericht auf erhobene Be rufung zu 15 M. Geldbuße. Das Schöffengericht hatte auf 60 M. erkannt, die Polizeimandate lauteten auf 240 M. 29. Landsberg. Schneider Löpke und Tischler Welkirch wegen Zuwiderhandlung gegen Anordnung der Obrigkeit ( Verweilen nach Auflösung einer Versammlung) 8 Tage Gefängniß, Weltirch 15 M. Geldstrafe eventuell drei Tage Haft. " " " " Elberfeld. Der frühere Redakteur der Bergarbeiterstimme", Genosse E. Erichsen, wegen Beleidigung des Generalsekretärs Bueck 200 M. Geldstrafe. Potsdam. Genosse Griepen trog aus Berlin wegen Beleidigung des Richterstandes 50 M. Geldstrafe event. 10 Tage Gefängniß. Offenburg. Genossen Geck und Guttenstein( Karlse ruhe) von der Anklage der Verächtlich machung von Staatseinrichtungen freigesprochen. Mainz. Genosse Konrad wegen Aufreizung zwei Monate Gefängniß. Mitangeklagter Redakteur Sprenger freigesprochen. Staatsanwaltsantrag: 6 bezw. 3 Monate. 30. Hanau. Genosse H. Hut und der Expedient der Hanauer Volkszeitung" von der Anklage des Vergehens gegen das Postgesetz vom Landgericht freigesprochen. Das Schöffengericht hatte diefelben zu Geldstrafen im Betrag von 660, bez. 198 m. verurtheilt. " " " aus Grumme wegen Bochum. Gen. Fürtotter Majestätsbeleidigung 1 Jahr Gefängniß. Magdeburg. Gen. Lange 14 Tage Gefängniß, weil er nach einer Versammlung, die aufgelöst wurde, noch gesprochen haben foll; Genoffin Reuter 50 M. Geldstrafe wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz. Genosse Horn von der Anklage unerlaubter Kollekte freigesprochen. Berlin. Genosse Goldberg wegen Beamtenbeleidigung 20 M. Geldstrafe. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 86. Sigung vom 11. Mai, 11 Uhr. 17. Mannheim. Der frühere Redakteur der Volksstimme", F. Thies, vom Schwurgericht auf Grund des§ 130 Str.-G.-B. zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Berlin. Genosse M. Baginski von der gegen ihn auf Grund des§ 130 Str.-G.-B. erhobenen Anklage freigesprochen. Staatsanwalts- Antrag: 4 Wochen. Barmen. Genosse Karl Raue wegen eines von ihm verfaßten und in einigen Exemplaren verbreiteten Gedichts wegen Aufreizung, sowie Gewerbesteuer Kontravention 4 Wochen Gefängniß und 10 M. Geldstrafe. Karlsruhe. Redakteur A. Geck Offenburg, Buchdrucker Mayer- Karlsruhe und Genosse Töpper wegen Vergehens Der erste Gegenstand der Tagesordnung ist der dritte Begegen das Preßgesetz freigesprochen. richt der Wahlprüfungs- Kommission über die Wahl des AbPieschen- Dresden. Die Genossen Rump und Meyer geordneten Dr. Stüve( frt.) im 2. Wahlbezirk des Regierungs je ein Strafmandat von 30 M. wegen unbefugter Kolportage. bezirks Osnabrück. Die Wahl ist vom Hause beanstandet und 18. Stendal. Die Genossen Gerisch, Schade, Meier( Magde Beweiserhebung über die Behauptungen des dagegen erhobenen burg) wegen angeblicher Fortsetzung einer verbotenen Ver- Protestes angeordnet worden. Diese Erhebungen haben die Komsammlung die beiden ersten je 30 M., Meier 60 M. Geld- mission zu dem Antrage geführt, die Wahl des Abg. Dr. Stüve für ungiltig zu erklären, und das Haus schließt sich diesem Antrage ohne Diskussion an. " " Strafe. 19. Erfurt. Der Redakteur der Thüringer Tribüne" von der Anklage der Gotteslästerung freigesprochen. 20. Berlin. Redakteur Ernst von der Berliner Bolts Tribüne" wegen„ Verbreitung unzüchtiger Schriften" 100 m. M. Geldstrafe event. 10 Tage Gefängniß. Riesa. Gen. Dietl, Redakteur des Voltsfreundes", wegen Beleidigung eines Fabrikdirektors 80 M. Geldstrafe. 21. Eschwege. Gen. Körner wegen groben Unfugs, Straf mandat von 25 M. event. 5 Tage Hajt. Einspruch hiergegen verworfen. Der Verurtheilte trug bei Beerdigung einer Genossin eine rothe Schleise mit Widmung im Leichenzuge. " # " 1 " Um Ministertische: nur Kommissare. Der Gefeßentwurf, betreffend die Abänderung on Amtsgerichtsbezirken paffirt debattelos die dritte Lesung. Es folgt die Berathung des Gefebentwurfs, betr. die Heranziehung der Fabriten 2c. mit Voraus Leistungen für den Wegebau in der Provinz Schleswig- Holstein mit Ausnahme des Kreises Herzogthum Lauenburg. Abg. v. Jagow( fonf.) will auf Grund gemachter Er fahrungen mit den Entscheidungen des Ober- Verwaltungsgerichts den Betheiligten möglichst freien Spielraum lassen, macht ver Leipzig. Genosse Heinisch, Redakteur des„ Wähler", fchiedene Bedenken gegen die Vorlage geltend und bes vom Landgericht in Bestätigung des schöffengerichtlichen streitet, daß das Bedürfniß für diese Borlage überall nach Erkenntnisses wegen Polizeibeleidigung 100 M. Geldstrafe gewiesen sei. event. 20 Tage Gefängniß. Geh. Rath v. Sedlitz- Neukirch bemerkt, daß die an Berlin. Genosse Peus wegen Vergehens gegen die Re- geregten Bedenten auf die sämmtlichen, bereits bestehenden ligion 1 Monat Gefängniß. Wegebau- Ordnungen zutreffen würden und daß, wenn sie an erkannt würden, dieselben nur durch eine allgemeine Novelle würden beseitigt werden fönnen. Es sei nicht unwahrscheinlich, daß eine solche dem Landtage noch in der gegenwärtigen Session zus gehen werde. 22. Pieschen- Dresden. Genosse Alb. Geister wegen eines Flugblattes über die Gemeindewahlen 5 Tage Gefängniß. Karlsruhe. Genosse Luz aus Baden- Baden, auch vom Oberlandesgericht wegen groben Unfugs er hatte einen Kranz mit rother Schleife auf den Gräbern der in Rastatt 1849 standrechtlich Erschossenen niedergelegt zu 25 M. Geldstrafe verurtheilt. " " Mainz. Wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Geseze( Aufforderung zur Arbeitsniederlegung) zwei Schuh macher nach Kassirung des freisprechenden Erkenntnisses durch das Reichsgericht zu 20 M. Geldbuße. Altona. Schneidermeister Struck aus Pinneberg von der Anklage der Majestätsbeleidigung freigesprochen. Mühlhausen i. Th. Genosse Fischer von der Anklage der Polizeibeleidigung freigesprochen. 23. Zeit. Genosse Baumberg und Berg wegen unerlaubter Sammlung vom Schöffengericht je 30 M. Geldstrafe event. 8 Tage Haft. Das Polizeimandat hatte auf je 6 M. gelautet. " " schiedung des Gesetzes. Abg. Jürgensen( natl.) wünscht möglichst baldige Verabund Stadtgemeinden, welche die Vorlage ausschließt, berechtigt Abg. v. Bülow- Wandsbeck( frk.) wünscht, daß die Kreise sein sollen, Anträge auf Heranziehung der betheiligten Fa briten zu angemessenen Beiträgen zur Unterhaltung der Wege zu stellen. Die Abgg. Frhr. v. Loë( Zentr.) und Knebel( natl.) sprechen Gesetz für die Rheinproving zur Berathung stehe, dessen Be ihre Befriedigung darüber aus, daß heute noch ein gleiches dürfniß von dem rheinischen Provinziallandtage einstimmig an erkannt sei. Abg. Hansen( frk.) beantragt Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission zur Vorberathung. Geh. Rath Gamp ist der Ansicht, daß eine schleunige Aruswalde. Genosse Millarg aus Berlin wegen Be- Verabschiedung des Gesetzes nur zu erreichen sei, wenn leidigung des Amtsrathes von Rosenstiel in Marienwalde dasselbe hier unveränderte Annahme nach den Beschlüssen des 8 Tage Gefängniß. Herrenhauses fände. 24. Dortmund. Genosse Schmidt wegen verbotener Kollekte 10 M. Geldstrafe event. 2 Tage Haft. Düsseldorf. Genosse Grimpe, Redakteur der„ Elberfelder Freien Presse", von der Anklage Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen freigesprochen. 24. Wiesbaden. Genosse Max Hinze aus Magdeburg wegen Beleidigung des Mainzer Offiziers- Corps 4 Wochen Gefängniß. Staatsanwaltsantrag: 6 Monate. Burgstädt. Genosse Schmidt, Redakteur der„ Bolts stimme" wegen groben Unfugs, angeblich begangen in einer Abonnements Einladung erhielt ein bürgermeisterliches Strafmandat auf 2 Wochen Haft. Hannover. Die Vorstandsmitglieder vom Verein der Former und Berufsgenossen wegen angeblich öffent licher Zanzunterhaltung je 20 Mark Geldstrafe event. " " " " 4 Tage Haft. W Dortmund. Bergmann A. Siegel wegen Beleidigung der Behörden eine Woche Gefängniß. Dortmund. Genosse Lehmann, Redakteur der Wests. Fr. Pr." wegen Beleidigung des Magistrats zu Unna und der Gefängnißverwaltung zu Lippstadt eine Gesammtstrafe von 8 Wochen, Aug. Garroth aus Unna wegen Beleidigung der dortigen Stadtverwaltung 1 Monat Gefängniß. Frankfurt a. M. Die Genossen Meier und Ulrich wegen Beleidigung eines Schutzmanns zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. Amtsanwaltsantrag: 3 Monate Gefängniß. 25. Darmstadt: Genosse Kirchmann wegen unerlaubter Sammlung 6 M. Geldstrafe; ursprünglich war er wegen Bettelns angeklagt. Abg. v. Rauchhaupt( tons.) empfiehlt diese Annahme, ohne vorherige Kommissionsberathung. Das Haus beschließt indessen Ueberweisung der Vorlage an die Gemeindefommission, wohin auch ohne weitere Diskussion der ebenfalls vorliegende gleiche GesezEntwurf für die Rheinprovinz gewiesen wird. Einige Rechnungssachen werden ohne Diskussion erledigt. Den letzten Gegenstand der Tagesordnung bildete die erste Berathung des Entwurfs einer Wege- Ordnung für die Provinz Sachsen. Abg. Schreiber( ft.) beantragt Ueberweisung der Vorlage an eine besondere Kommission von 14 Mitgliedern. Abg. v. Rauchhaupt( fons.) erklärt, daß die Vorlage einem wirklich gefühlten Bedürfniß entspreche, schließt sich indessen dem Antrage auf kommissarische Vorberathung an. Geh. Rath v. Bedlin- Neukirch hofft, daß es gelingen werde, wie im Herrenhause, so auch hier eine Verständigung über diese Vorlage herbeizuführen, so daß das Gesetz noch in der gegenwärtigen Session zum Abschluß gelange. Die Vorlage geht an eine besondere Kommission von 14 Mitgliedern. Die Tagesordnung ist erschöpft. Nächste Sigung: Dienstag 12 Uhr.( Kleinere VorTagen). Schluß 1 Uhr. Versammlungen. Lohn von 4-5 M. pro Woche zahlten. Hierauf spricht Rollege zu bringen." Mit einem dreimaligen Hoch auf die Berliner Melzer. Nachdem er die Behauptung des Kollegen Horn- Arbeiterschaft schloß der Vorsitzende die Versammlung. 8 Uhr, Briefkasten der Redaktion. Eine öffentliche Versammlung der Damenmäntel ſtein, in Dresden schlösse man bereits Abends Schneider von Berlin tagte am Dienstag Abend. Die Ver- bezweifelt, macht er es den Arbeitern zum Vorwurf, daß sammlung wurde von dem Vorsitzenden des Vereins der Berliner daß sie meistens 5 Pfennig- Barbierstuben besuchten und SonnSchneidermeister für Damenkonfektion eröffnet und der Gesammt abend Abends die spätesten Kunden wären. Vorsitzender vorstand übernahm ohne Weiteres die Leitung. Herr Schäfer Steczniewsky wie Referent Hildebrandt vertheidigten in über3. 3. Rendant der Damenschneider- Innung, forderte mehrmals zeugendster Weise die Arbeiterschaft gegen den erhobenen Vor- A. F. Der Miether bleibt trotzdem an den Kontrakt ges Büreauwahl, doch wurde mit Schließen der Versammlung ge- hätten sie fein Recht zum Vorwurf; wenn sie energisch sich auf der Wirth sich die Bestellung eines anderen Miethers gefallen wurf. So lange die Gehilfen sich still und thatlos verhielten, bunden. Nur muß, da eine Veränderung der Umstände vorliegt, droht, falls diese Forderung aufrecht erhalten würde. Ein überwachender Beamter war nicht anwesend. rafften, dürften sie der Unterstützung und dadurch auch des lassen, dessen Beschaffung aber Sache des bisherigen Miethers iſt. Der ehemalige Obermeister der Damenschneider- Innung Herr Sieges gewiß sein. G. H. O. 1. Wenn Ihr Schuppen auf polizeiliche AnordHey! referirte hierauf über„ Altes und neues Vereinswesen". Ganz zum Wort gekommen waren, welcher bezweifelt, daß man Abzug von der Miethe machen. Um aber über die Höhe des Nachdem nun auch die Meister durch den Mund des Herrn nung entfernt werden muß, so können Sie einen entsprechenden Nach ihm sprach ein Herr Volkmann als Korreferent, Beide unter durch gewerkschaftliche Organisation zum Ziele gelange, dagegen Abzuges Bestimmtes sagen zu können, müßten wir Ihren Mieths, Verschweigung der für das Vereinswesen wichtigsten Thatsachen. In der nun folgenden Diskussion wurde eine Schlacht von drei zum Anschluß an die sozialdemokratische Partei auffordert, sprechen kontrakt sehen. 2. Einen Gegenstand, welchen Sie auf Ihres Parteien geschlagen. Der oben genannte Verein hatte die Ver- sich noch die Kollegen Wendt, Wichert, Weltchen im Sinne des Wirthes Grundstück gebaut haben, dürfen Sie bei Ihrem Ausfammlung einberufen, um gegen die Innung zu agitiren. Die Referenten aus, der nochmals vor einem übereilten Gehilfen zuge nicht entfernen, wenn derselbe mit Grund und Boden oder Innnng ihrerseits hatte an alle Mitglieder gedruckte Karten verstreit warnt. mit einem anderen Gebäude durch Vermauerung oder sonstwie fandt, und um zahlreiches Erscheinen gebeten. An den Anschlag„ Die öffentliche Versammlung der Barbier- und Friseur- Gehilfen Im ersteren Falle muß Ihnen aber der Wirth denjenigen Betrag, Alsdann wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: festverbunden ist, wohl aber, wenn derselbe blos aufgestellt ist. fäulen war von dem Umstand, daß der Verein Ginberufer war, nichts bemerkt, und so waren denn auch einige„ böse Sozial- ertlärt, daß zunächst eine Schließung der Geschäfte um 9 Uhr um welchen er sich durch Behalten der Baulichkeit bereichern demokraten" als Vertreter des deutschen Bundes der Schneider gestellt werden muß. Um diese Forderung durchzuführen, beaufund Sonntags um 6 Uhr Abends als Forderung auf- würde, ersetzen. und Schneiderinnen erschienen. H. K., Reinickendorferstr. Sie brauchen in der Berufung Der Vertreter der legtgenannten Organisation stellte in fragt die Versammlung das heutige Bureau, sich mit der Streit- auf schiedsgerichtliche Entscheidung die Einzelheiten des Unfalls treffenden Ausführungen die Innungsbestrebungen unter schwerem Rontroll- Kommission in Verbindung zu sehen, um im Sinne der nicht zu wiederholen; geben Sie nur an, inwiefern Ihre ErwerbsMurren der Innungsbrüder ins rechte Licht, hatte hierbei jedoch Ausführungen des Referenten die Forderung zur Durchführung fähigkeit noch jetzt durch den Unfall beeinträchtigt ist. noch den Schutz des Vorsitzenden, welcher ja nur zum Kampf gegen die Innung die Versammlung einberufen hatte, da, o Graus! ent schlüpft dem Unseligen das Wort„ der 1. Mai"! Rufe: Schluß! Schluß! Das ist ein Rother! Das ist ein Sozialer! Die Glocke des Präsidenten verschafft ihm aber noch einmal Ruhe. Der Redner fährt fort: Die Anwesenden sind allesammt Arbeiter, alle haben unter dem Druck des Großkapitals zu leiden. Die Innungen haben so wenig geschaffen, wie es auch dem Verein unmöglich sein wird, etwas zu schaffen."( Erneute Unruhe, Schlußrufe.) Redner fährt fort, die Zwecklosigkeit aller solcher Zwitterdinge zu schildern und fordert die Anwesenden auf, dem deutschen Schneider und Schneiderinnenverband beizutreten. ( Stürmische Schlußrufe.) Hierauf fragt ein Herr Becker, ob der Redner Meister oder Gefelle sei. Der Vorsitzende sagt: Auch Gesellen fann man hören! Es beginnt nun auf die Dauer der nächsten Stunde eine Debatte, in welcher sich die Herren gegenseitig ihre Gebrechen vorwerfen, besonders dem früheren Obermeister, der jetzt Leiter des Vereins ist, Herrn Heyl, geht es schlecht, doch auch so manchen Hieb weiß er seinen Gegnern zu versezen. Für die Unparteiischen roch es start nach schmutziger Wäsche. Herr Becker hob die Wohlthätigkeit der Innungen" gegen die Arbeiter hervor, während Herr Volfmann sie schonungslos fritisirte. Nochmals tam der Böse" zum Wort und erklärte, Geselle zu sein, jedenfalls aber inehr zu leisten, als der Durchschnitt der anwesenden Meister. Er schloß mit den Worten: Auf den Trümmern der Innung wird unsere Organisation groß werden, und ein neues, besseres Gebäude aufführen! Das Origineliste tam aber zum Schluß: Der Vorsigende verliest folgende Resolution:" Die heutige Versammlung vom Verein der Berliner Schneidermeister für Damenkonfektion einberufen, erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden, hält nur ein einheitliches Vorgehen der Damenschneider für zweckentsprechend und verpflichten sich die Anwesenden, dem Verein beizutreten." Vorsitzender: Diese Resolution ist so furz und klar, daß eire Diskussion unnöthig erscheint.( Rufe: Ich bitte ums Wort! Zur Geschäftsordnung!) Vorsitzender: Ich lasse darüber abstimmen!( Großer Tumult, Alles ruft durcheinander.) Vorsitzender: Ich lasse abstimmen! Wer dafür ist, erhebe die rechte Hand! 5 Hände heben sich!( Ruf: Dem Vorsitzenden ein Zadelsvotum Vorsitzender: Die Resolution ist angenommen, ich schließe die Wersammlung! Die Innung soll leben! tönt jezt ein Ruf. Die Mehrzahl brüllt: hoch, hoch, hoch! Fachverein der in Buchbindereien nud verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. Da nunmehr die Versammlungen blos alle 14 Tage stattfinden, können die Mirglieder an denjenigen Sonnabenden, Abends 8-10 Uhr, wo am darauf folgenden Montag keine Versammlung stattfindet, im Restaurant Gründel, Dresdenerstraße 116 und in Norbert's Reftaurant( Lokal der Krankenkasse), Beuthstraße 22, ihre Beiträge entrichten, sowie die Zeitung in Empfang nehmen. Ebenso werden daselbst Mitglieder aufgenommen. Wir hoffen, daß diese Zahlstellen von den Mitgliedern rege benutzt werden und wird später im Norden noch eine weitere Zahlstelle eröffnet, welche dann in geeigneter Weise bekannt gemacht wird. Der Vorstand. Die Barbier und Friseurgehilfen Berlins veranstalteten Dienstag, den 5. Mai, Abends 10 Uhr, eine öffentliche Verfammlung, um die Nothwendigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit au besprechen, unter besonderer Berücksichtigung der Barbier- und Friseurgeschäfte. Nach Wahl eines Bureaus, welchem die Fachgenoffen Steczniewsky, Wendt als Vorsitzende und Jahn, Nagel als Schriftführer angehörten, ergriff Referent Drechsler Hildebrandt das Wort und gab in historischer, wie fultureller Beziehung einen allgemeinen Ueberblick über die Bestrebungen zur Verkürzung der Arbeitszeit. Er kam auf Deutschland zu sprechen, wo die Barbier- und Friseurgehilfen von Morgens 7 bis Abends 10 Uhr zur Arbeit gezwungen feien.( 3wischenrufe: Morgens 6 bis Nachts 12 Uhr!) Wenn auch die Innung gebiete, daß Sonntags um 6 Uhr Abends die Barbiergeschäfte geschlossen sein sollten, so lehre dennoch allsonntäglich die Erfahrung, daß diesem Beschluß von fast feinem Meister Gehorsam entgegen gebracht würde. Der Grund sei in der Ohnmacht der Innung zu suchen, die ihrem Willen nicht den nöthigen Nachdruck verleihen könne und vor allen Dingen den etwa pünktlich um 6 Uhr schließenden Meister nicht zu schützen im Stande wäre vor seinem nicht schließenden, benachbarten Konkurrenten, der ihm auf diese Weise einfach die Kunden wegfange. Der Druck müßte daher nicht von oben, sondern von unten ausgehen. Wenn die Gehilfen tapfer zusammen hielten, wären sämmtliche Meister ohne Ausnahme Sonntags um 6 Uhr, Wochentags um 9 Uhr zu schließen, und diesen Zwang würde sogar die größte Anzahl der Meister, namentlich was den Sonntag betreffe, freudig als eine Wohlthat anerkennen. Für die Gehilfen bedeute jede, vorläufig auch noch so geringe Verfürzung der Arbeitszeit einen mächtigen Schritt vorwärts und zwar hauptsächlich im Interesse ihrer geistigen Bildung, die sie dann mehr zu erweitern in der Lage wären. Strebe man nun ernstlich danach, so würde die Berliner Arbeiterschaft aller Wahrscheinlichkeit nach gern bereit sein, den ringenden Gehilfen, die ihrer mangelhaften Organisation wegen nicht streifen tönnten, ihren mächtigen Beistand zu sichern. Die meisten Barbiergefchäfte befänden sich in der Vorstadt und seien daher naturgemäß auf die Kundschaft der Arbeiter angewiesen. Das Fernbleiben derselben würde jeden widerspänstigen Barbierherren bald nachgiebig machen, und was die Stadtgeschäfte anginge, so dürfe man überzeugt sein, daß dieselben dem in erdrückender Ueberzahl gegebenen Beispiel der Vorstadtmeister in furzer Zeit nachfolgen würden. Diese mächtige Hilfe der Arbeiter müsse man sich aber erst zu verdienen suchen, indem die Gehilfen den Beweis führten, daß sie es ernst mit ihrem Ziele nähmen und ein fräftiges Solidaritätsgefühl besäßen. Also vorher Agitation, Organisation!( Stürmisches Bravo!) gezwungen, Kollege Wendat fordert zu lebhafterer Betheiligung an Gehilfenversammlungen auf. Dann tommt er auf das Aushilfewefen zu sprechen, das, entgegen dem früheren Beschluß für Null und nichtig erklärt werden möge. Es gäbe jetzt 19-20 Jahre alte Prinzipale, die lediglich mit der Aushilfe arbeiteten und einen 1. Ziehung der 3. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 11. Mai 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 155 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 316 464 837 910 1009 22 116 29( 200) 232 422 45 628 59 862 73 2022 192 203 324 427 515 603[ 200] 6 56 845 65 908 3010 63 288 318 509 75 619 713 976 4098 116 24 303 417 520 38 90 685 730 816( 300) 48 61 5178 84 231 99 531 615 64 704 47 73 948 602 287 323 45 81 465 519 704 94 806 53 954 99 7063 255 314 42 416 23 28 53 676 807 76 918 8197 238 94 327 409 14 530 47 97 653 66 91 821 904 9031 104 9 26 213 51 52 96 542 70 718 38 837 902 10280 339 56[ 2001 453 594 773 943 62 73 95 11078 307 455 76 587 631 731 12091 110[ 1500] 549 674 816 908 71 13127 57 77 209 89 420 543 676 793 826 28 97 14108 53 70 71 270 373 492 527 77 778 15090 125 206 14 50 74 87 415 95 512 726 39 819 988 16035 72 125 203 342 442 526 668 719 28 33 809 909 17034 42[ 2001 371 471 527 686 96 728 35 98 18178 83 260 316 737 807 21 34 37 90 901 73( 200) 19063 150[ 300] 246 397 402 62 910 20061 95 102 273 352 68 420 79 82 744 90 815 51 56 21319 61 81[ 2001 440 838 63 93 22114 358 66 457 93 758 18 908 23013 103 261 71 92 783 24103 365 551 796 818 77 944 25321 551 654 62 808 902 51 26205 53 410 30 587 95 766 821 932 49 27161 239 45 76 459 98 528 59 90 659 730 80 858 78 28376 560 93 767 837 921 95 29106 32 295 470 89 517 25 34 35 637 703 36 53 862 935 30282 357 471 634 35 41 722 943 31109 215 458 97 518 624 48 704 64 855 914 40 32030 52 63 107 531 760 835 33060 354 85 87 96 97 641 985 89 34028 136 337 435 51 64 67 528[ 300] 696 732 871 962 35034 96 134 254 95 314 422 91 554 81 745 51 884 36116 20 66 328 43 409 58 513 885 946 87 37078 85 93 201 33 42 349[ 200] 550 79 663 813 903 21 38077 200 68 361[ 200] 427 78 519[ 300] 56 693 840 96 907 39091 133 88 234 70 326 31 408 59 95 503 12001 713 48 56 74 81 817 40319 673 91 825 53 939 41177 231 34 64 98 329 87 679 752 827 900 17 42111 19 35 51 240 64 93 451 93 641 53 721 86 834 37 43005 25 144 254 64 309 21 469 777 882 44013 90 564 625 771 827 47 937 45021 78 99 123 287 300 93 416 33 521 30 65 624 99 816[ 200] 46013 17 86 128 37 12001 39 281 363 81 410 526 57 657 740 837( 300) 47257 417 565 95 613 73 707 75 920 43 48 48063 398 438 66[ 500] 77 607 28 29 49018 56 91 178 264 97 620 747 99 827 905 23 50044 104 53 216 44 68 92 326 425 587 605 861 953 51010 62 121 211 74 322 485 87 620 753 811 64 11500] 52004 36 50 60 100 351 400 48 508 66 1200] 673 757 88 800 19 54 950 53 90 53041 70 71 82 185 387 431 12001 643 60 737 877 991 54118 23 51 332 51 493 98 502 9 54 753 858 912 32 55289 304 558 72 96 827 56095 157 223 72 331 430 615 621 37( 2001 61 901 57146 246 326 42 445 81 515 621 97 704 [ 200] 58060 110 518 626 777 816 902 11 1300) 59021 189 311 27 501 48 49 57 883 928 60019 434 627 735 76 900 40[ 1500] 61235 314 445 521 740 92 838 56 980 62055 460 68 666 755 817 72 79 944 47 63070 164 235 406 56 555 673 742 810 904 25 64040 54 60 289 697 717 65006 22 77 87 214 96 350( 200) 488 528 95 99 631 801 96 928 81 66179 262 3-1 455 965 98 67163 249 334 72 428 593 634 90 92 736 812 20 6030 85 191 505 60 603 749 811 130001 22914 79 69012[ 200] 47 242 311 557 634 85 731 907 34 42 70315 412 88 561 82 675 71063 156 200 10 31 55 82 341 531 600 41 788 811 961 72067 126 53 61 94 241 413 13000] 32 76 534 58 87 847 83 951 73152[ 300] 355 560 83 860 74009 81 116 223 355 13001 75 409 65 591 945 75038 98 263 92 374 413 524 79 85 652 710 30 76216 24[ 300] 40 71 385 419 85 529 78 660 99 781 835 66 85 985 77025 26 104 82 221 313 480[ 200] 575 639 748 80 872 91 951 88 97 78147 60 375 758 61 89 79045 139 55 410 80009 131 83 84 222 70 83[ 200] 88 472 86 542 639 96[ 2001 806 [ 200] 28 45 902 33 1035 71 136 94 239 434 567 678 92 728 72 78 819 48 936 80 82012 118 22 34 301 557 60 648 63 722 55 895 920 83018 25 47 113 220 471 73 74 869 71[ 200] 928 80 84036 58 60 158 68 232 416 76 77 626 862$ 5166 288 330 430 82 525 80 657 717 834 68 921 24 6035 174 203 16 404 37 72 15001 512 24 58 761 865 97 996 87111 41 69 96 304 23 654 862 88050[ 200] 92 306 46 52 572 99 644 959 85 98 89052 54 78 243 370 449 558 76 867 906 1. Ziehung der 3. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. Nur die Gewinne über 155 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. Bichung vom 11. Mai 1891, Nachmittags. ( Ohne Gewähr.) 168 81 83 276 94 379 402[ 1500] 3 91 502 650 822 972 97 1056 341 58 73 783 934 2033 88 264 66 346 47 66 434 588 605 747 57 838 78 934 12001 3093 139 607 717 930[ 500] 4122 215 35 52 534 919 89 5072 104 225 335 78 692 761 818[ 200] 72 990 6108 11 44 302 13 67 82 414 97 532 605 35 776 883 925 7316 456 58 78 628 42 50 851 946$ 110 43 88 237 328 49 83 459 66 98 545 61 622 751 97 803 30 976 9009 15 74 79 107 11 33 291 370 476 607 812 64 1500] 906 33 61 10069 77 248 337 465 511 20( 200) 87 715 801[ 200] 32 74[ 200] 994 11411 41 545[ 2001 49 79 622 713 40 42 81 92 848 88 12065 161 264 70 458 680 739 47 55 824 98 13026 121 78 258 548 713 21 50 829 49 87 14064 99 572 692 713 46 53 856 15077 304 412 37 46 57 637 87 717 824 32 981 16044 69 190 325 73 90 445 50 55 618 30 17117 378 421 549 86 604 18009 160 000] 32 40 79 96 112 24 86 233 87 391 411 91 550 54 805 84 942 52 57 60 82 19101 292 308 532 601 948 20071 138 429 57 507 746 821 70 1029 57 93[ 2001 189 249 53 58 321 536 929 59 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. D h 11 S S 1 I D