Nr. 176 39. Jahrgang Ausgabe B Nr. 88 Bezugspreis: Bierteljährl. 90.-M., monatl. 30,- 902. frei ins Haus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 30,- M. einschl. 8uftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebie:, sowie Westpolen, Defterreich u. Luxemburg 64,- M., für das übrige Ausland 82.- M. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Esthland, Finnland, Frankreich, Holland. Lettland, Luxemburg. Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho Slowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit". der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, GSonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemoirat Berlin* Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt Groß- Berlin 50 Pf. auswärts 60 Pfennig Anzeigenpreis: Die etnipalttge Nonpareillezetle fostet 12,-. Aleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 3,- M.( zu läffig zwet fettgedruckte Worte), fedes weitere Wort 2,- M. Stellengefuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 2, M., jedes weitere Wort 1,50 M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten geile 6,- M Die Preise verstehen sich einschließlich Teuerungszuschlag. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 42 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden. traße 3, abgegeben werden. Geöffnet on 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Moritplan 15195-97 Expedition Morigplas 11753-54 Donnerstag, den 13. April 1922 Poincaré kommt nach Genua. Frankreich in Not. London, 13. April.( WTB.) Cauf„ Times" hat die italienische Behörde Anweisungen erhalten, die Unterbringung Poincarés, der für nächsten Dienstag oder Mittwoch erwartet wird, vorzubereiten. Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag. Expedition und InseratenAbteilung Morisplas 11753-54 Stimmungen in Genua. V. Sch. Genua, den 11. April 1922. Wenn die ganze Welt dieser Konferenz von Genua den Die englischen Denkschriften. gleichen fieberhaften und begeisterten Optimismus entgegen Genua, 12. April.( Sonderbericht des Soz. Parlamentsdienstes. Genueser selbst, dann müßte aus diefer Tagung der wirkliche bringen würde, wie die Italiener und insbesondere die Berspätet eingetr.) Heute wurde die Wirtschaftskommission fondauerhafte Frieden hervorgehen, nach dem sich die ftituiert. Die deutsche Delegation besprach die von England über- Bölker Europas seit drei Jahren sehnen. Ein solcher Optireichten Denkschriften; diejenige über Rußland zeigt ein enges Ein mismus mag wohl fast überall unmittelbar nach der BekanntLondon, 13. April.( WIB.)„ Daily Telegraph" berichtet verständnis Englands mit Frankreich. England fordert von gabe der Beschlüsse von Cannes vorhanden gewesen sein, inaus Genua: Zahlreiche, vielleicht die meisten der Abordnungen auf Rußland die Anerkennung der Kriegsschulden, die Sicher zwischen sind jedoch volle drei Monate verstrichen, und Frankder Genueser Konferenz seien anscheinend ungeduldig wegen stellung des Privateigentums, die Entschädigung der reich hat seitdem für eine gründliche Ernüchterung der Ge ter engen Grenzen, auf die die Genuejer Konferenz infolge ehemaligen Besitzer jezt sozialisierter Betriebe. Die Aner- müter planmäßig gesorgt. Die meisten unter den Delegierten der Beschlüsse von Cannes beschränkt werde und wegen der gegen fennung der Kriegsschulden durch Rußland soll die Einsetzung einer und Pressevertretern, die hier zusammengekommen find( und tie Konferenz gerichteten Propaganda, insbesondere Frankreichs englischen Firanzkontrollkommission im Gefolge haben. Zugeſtänd- es sind einige 2000 an der Bahl, darunter 680 Sonderrind in den Blättern derjenigen Länder, die man im Berdacht habe, nisse macht tie englische Denkschrift auf Grund des Versailler berichterstatter), sind entweder Skeptiker oder Nörgler. Zu für Frankreich zu wirken. Die ruffische und die ungarische Abord- Artikels 116- Deutschland foll zur Kriegsentschädigung an Ruß nung versuchten, die Stahlringe zu sprengen, von denen die land verpflichtet werden. Konferenz von Genua umgeben sei. Genua ist kein Reparationsforum. Dasselbe Frankreich des Bloc national, das der Genua konferenz durch das Verbot der Erörterung der Reparation die Möglichkeit zu praktischen Erfolgen entzogen hat, will jetzt die Weltkonferenz zu seinem Werkzeug in der Reparationsfrage machen. Wie Frankreich dabei verfuhr, zeigt folgende Meldung des Petit Parisien" aus Genua: = Das erglische Finanzprogramm sieht die Herausgabe eines internationalen Zahlungsmittels und die Schaffung eines Goldfonds vor. Die reichen Länder sollen die Deckung übernehmen, während die Länder mit schwacher Baluta Sicherheiten für die Amortisation und die Berzinsung der aufzunehmenden Kredite bieten müssen. Das Wirtschaftsprogramm hält nicht unbedingt am freien Handel fest, auf den aber im Prinzip hingearbeitet werden soll. Die englische Rußland- Denkschrift hat die deutsche Delegation enttäuscht. russische Delegation gezwungen, obwohl die Frage der Abrüstung nicht auf der Tagesordnung der Konferenz steht, dieses Problem wiederum aufzuwerfen. Rußland habe im Jahre 1920 5 360 000 Soldaten gehabt, im Jahre 1922 nur noch 1560 000 Mann. Es fei notwendig, daß man überall an die praktische Durchführung der Abrüstung gehe. der letzten Kategorie gehören vor allem die Franzosen Etwas zuversichtlicher gebärden sich die Sowjetrussen und ihre polnischen, belgischen und northcliffschen Mitläufer. ie sie einst die Einladung nach Genua durch ein offizielles untentelegramm Tschitscherins annahmen, ehe sie ihnen überhaupt übermittelt worden war, so zeigen sie nach wie vor eine Bereitwilligkeit, auf alle Vorschläge der einladenden Mächte einzugehen, die bei den bisherigen Berfechtern der meltrevolutionären Idee komisch anmuten würde, wenn man sich nicht bereits an ihre wirtschaftspolitische Anpassungsfähig feit nachgerade gewöhnt hätte. Sie haben in der Konferenz Don Genua eine feltene Gelegenheit erblickt, endlich anerkannt zu werden, und sie erwecken den Eindruck, als seien tie entschlossen, diese Gelegenheit beinahe um jeden, Breis wahrnehmen. Die Russen verlangen Abrüstung. Barthou hatte auf Grund einer Anweisung Poincarés eine Genua, 13. April.( Jniel.) 3n der Unterkommiffion füt Unterredung mit Lloyd George über die deutsche Antwortnote an Finanzfragen erklärte Ratowski, daß es der russischen Dele die Reparationskommission. Barthou habe erklärt, es scheine ihm, gation bei der Kürze der Zeit nicht möglich gewesen sei, den komplex angesichts der deutschen Weigerung schwierig, Deutschland in der Finanzprobleme gründlich zu studieren. Die Grundidee des Mag auch die Zuversicht der Russen etwas fünstlich sein, den Ausschüssen und Unterausschüssen der Konferenz den gleichen Memorandumis, soweit fie fich auf die Geldfragen erftrede, der Optimismus der Italiener dagegen ist zweifellos echt. Blatz wie den anderen einzuräumen. Lloyd George erklärte, entspreche dem russischen Standpunkt. Denn es sei evident, daß die Sie betrachten diese Konferenz gewissermaßen als ihre Konda die Reparationsfrage von der Tagesordnung der Konferenz be Stabilisierung der Balulen ohne eine Begrenzung der Notenausgabe ferenz, und fei es nur deshalb, weil sie die Gastgeber find. seitigt worden sei, könne man aus der deutschen Antwort feine unmöglich fei. Was aber die Sparmöglichkeiten angehe, so habe Es muß übrigens betont werden, daß sie diese Rolle geradezu Argumente ziehen, wenn es sich um die Reparationsfommission Rußland die Erfahrung gemacht, daß selbst die durchgeführte Ein- grandios spielen, wobei allerdings die Liebenswürdigkeit und handele. Er würde sich vielleicht den Argumenten Barthous an- fchränkung des Beamtenperfonals um 40 Pro3. weit davon entfernt der Aufopferungswille nicht über manche Schwächen der Dr schließen, aber unter der Bedingung, daß die Reparationsfrage vor fei, wirkliche Ersparnisse zu ermöglichen, wenn nicht gleichzeitig die ganisation denjenigen hinwegtäuschen können, der berufsmäßig der Konferenz aufgeworfen und Deutschland aufgefordert Rüstungen eingeschränkt werden. Deshalb fahe fich die auch diese Seite der Medaille zu betrachten gezwungen ist. werde, sich auszusprechen. Daraufhin habe Barthou seine Bemeiner Ankunft in Genua, am späten Abend, erkundigte ich merfung zurüdgezogen. Symptomatisch ist folgendes fleine Erlebnis: Kurz nach mich bei einem elegant uniformierten Beamten, den ich für einen Straßenbahnkontrolleur hielt und der sich erst später als ein Telegraphenbeamter herausstellte, nach dem kürzesten Weg zur Casa della Stampa, zum Pressehaus, der Zentralstelle für den Journalistenverkeh:. Sofort bringt mich der liebenswürdige Mann zu einer Elektrischen, steigt mit mir ein, verhindert mich am Bahlen- so daß ich zuerst annehmen mußte, daß unter den vielen wunderlichen Dingen der Genueser Gastfreundschaft auch die freie Straßenbahnbenutzung für Berichterstatter gehörte, zahlt aber sodann zu meinem Erstaunen selbst für zwei Personen, und, als ich so gut es geht, auf Italienisch um eine Erklärung dieses ungewöhnlichen Boincaré empfing gestern nachmittag den deutschen Bot- Verfahrens bitte, antwortet er, er verstände auch Französisch. schafter Dr. Mayer, der ihm das Bedauern der Reichsre- Meinetwegen", sage ich in der gewünschten Sprache, doch gierung über das Gleiwitzer Explosionsunglück überbrachte. um nicht unter falscher Flagge zu fegeln, füge ich hinzu: Die BS.- Korrespondenz berichtet, daß im besetzten Oberschlesien mit einer eleganten Handbewegung: ,, aber ich bin deutscher Journalist." Worauf der Herr fünftig bei Waffenfuchen Geiseln für die Sicherheit der Entente- même mieux!": Das ist egal, wenn nicht gar besser! ,, C'est égal truppen genommen werden sollen. Das wäre eine Ungeheuerlich feit, an die wir vorläufig auch darum nicht glauben möchten, weil doch der Oppelner Kommission auch England und Italien angehören. Diesem Geiselplan könnte nur eine Verwechslung OberNatürlich ist mit dieser Schlappe eines furzsichtigen Uebereifers die Sache selbst noch um nichts weitergebracht. Havas meldet, daß die Reparationskommission sich grundsätzlich über eine abermalige Note geeinigt habe, die demnächst der Reichsregierung zugehen wird. Es bestätige sich, daß die KomReval, 12. April.( Rußpreß.) Auf dem Kongreß der KPD. mission bei ihrer früheren Entscheidung bleibt, durch die erklärte Troßfi, daß am 1. März die Stärke der Roten Armee fie Deutschland ein Moratorium bis zum 31. Mai gewährt und Flotte 1640 000 Mann betrug. Die weitere Verringerung hat, unter dem Vorbehalt der Feststellung zum genannten der Armee sei unmöglich. Die Zahl der organisierten KommuReitpunkt, ob der vorläufige Aufschub bestätigt wird oder nicht. nisten betrug in der Roten Armee am 1. März nur 80 000 Mann. Da die Reparationsfommission sich daher an ihre Note vom 21. März für gebunden erachtet, werde sich Deutschland verpflichtet sehen, am 15. April und 15. Mai die von ihm verlangten Zahlungen zu leisten, die sich bekanntlich auf etwas über achtzehn Millionen Goldmark am 15. April und fünfzig Millionen Goldmart am 15. Mai belaufen. Die 18 Millionen Goldmark sind bereits bezahlt. Die Urlauber der französischen Rheinlandbesatzung sollen zurückbeordert sein. Foch möchte natürlich gern marschieren lassen. Das Gleiwitzer Unglück. Schlesiens mit Dahomeŋ zugrunde liegen. Das deutsche Finanzelend tabu. Genua, 13 April, 5 Uhr morgens.( Sonderbericht des Sozialdemofr. Parlamentsdienstes.) Finanzminister Hermes soll der Finanzkommission erklärt haben, daß endgültige Zahlen des ReichsIn Genf wird noch verhandelt. haushalts erst dann aufgestellt werden können, wenn Deutschland feine Zahlungspflichten genau weiß. Darin sehen die Poincarés der in Genf bis Mitternacht einen Schiedsspruch nicht gefällt. Die Wie die TU. von unterrichteter Seite erfährt, hatte Calondie Ankündigung einer Aufrollung der Reparationsfrage und man Parteien verhandelten in der Nacht weiter. erwartet französischen Protest gegen eine weitere Darstellung der deutschen Finanzlage, zumal die Reparationskommission ihre Entscheidung, daß die Antwort Deutschlands nicht genüge, bereits den Regierungen gedrahtet werden soll. Die Budapester Mörder enthüllt. 11. ou Diese Anekdote gewährt Einblick in die Psyche des italienischen Volkes. Ich würde gewiß nicht auf Grund dieses einen kleinen persönlichen Erlebnisses solche allgemeinen Folgerungen ziehen, wenn ich nicht in zahlreichen weiteren Gesprächen und Beobachtungen eine Bestätigung meiner Auffaffung gefunden hätte. Es gibt gewiß noch eine mächtige franzosenfreundliche Presse in Italien, doch behaupten die linksbürgerlichen und sozialistischen Politiker mit Strömung fließe parallel mit einem anderen Strom, dessen einer geradezu unheimlichen Einhelligkeit, diese bestimmte Quelle im Geldschrank des französischen Botschafters Barrère zu suchen ist. Wie dem auch sei, die Isolierung Frankreichs, diese Kehrseite der ruhmseligen Politit des nationalen Blocks hat nirgends so tiefe und sichtbare Fortschritte gemacht, Die Lage beginnt leicht gespannt zu werden. Hierfür Die Budapester Polizei hat den ehemaligen Marinesoldaten wie in den breiten Massen des italienischen Boltes. Man mag spricht neben der russischen Absicht, einen Borstoß zu unternehmen Rovacz verhaftet, der den Sprenganschlag im Elisabethstädter es im Interesse der gesunden oder der wieder gesund gewordeund der Nervosität der Franzosen unter anderem folgendes: Die Klub ausgeführt haben soll. Die Polizei stellte fest, daß Kovacz nen Teile des französischen Volkes bedauern, man mag sogar deutsche Delegation beabsichtigt, in der heutigen Sitzung der Finanz- von den Erwachenden Ungarn zwei weitere Bomben erhalten hatte, für die Zukunft aufrichtige Sorgen um die Folgen einer solchen fommiffion Reformen zu unterbreiten. Sir Robert Horne, dem um neue Attentate auszuführen. Es gelang der Polizei auch, als Entwicklung hegen- denn Frieden und Freundschaft brauchen als Vorsitzenden der kommission diese Absicht mitgeteilt wurde, war Bortier des Klubhauses Herczeg und den Hausdiener Stephan des offiziellen Frankreich das sicherste, vielleicht das einzige Helfershelfer des Kopacz festzunehmen den Redakteur Cnulay, den wir alle, dennoch ist diese fortschreitende Vereinsamung hierüber äußerst verstimmt. Es ist anzunehmen, daß diese Nemeth. Die Erwachenden Ungarn versuchen mit den schärften Mittel, um mit dem Nationalen Block, diesem stärksten Verstimmung, deren Folgen abgewartet werden müssen, auf franzö- Drohungen gegen die Regierung die Untersuchung zu verhin. Hindernis für Frieden und Freundschaft, fertigzuwerden. fifchen Einfluß zurückzuführen ist. Man vermutet nämlich auch von dern. Sie plakatieren in Budapest wüste Drohungen gegen den Eine Koalition aller vernünftigen und fried. der deutschen Denkschrift ein Eingehen auf die Reparationsnote. Innenminister Baron Klebelsberg und den Ministerpräsidenten liebenden Menschen Europas und der Welt ihr miteggebenen Richtlinien und wacht darüber, daß um Gottes Wahlen geschlossenen Geheimpakt als gelöst. Hält sich die französische Delegation wirklich an die Worte der Bethlen und erklären den mit der Regierung für die Zeit der gegen den Poincarismus, das ist das Gebot ihr mitgegebenen Richtlinien und wacht darüber, daß um Gottes. ift taum abzusehen, wie die jeßige Konferenz zu einem pofitiven Ergebnis kommen soll. Dollar- mittags 299. der Stunde. Dazu ein paar Bemerkungen scheinbar unpolitischer Art: die deutsche Presse flagt über ihre Not, und mit Recht, fie weist ferner mit ebensolchem Recht auf die moralischen * Die Krise der Usp. Der Fall Brühl- Schüning. und politischen Gefahren hin, die diese Not heraufbeschwört:| wegt taltblütig sein Messer, um dem deutschen Bolte ein Pfund Für Lenin sind also die Vertreter der Zweiten Internatiodie unabhängigkeit der Presse ist in Gefahr, die Stinnesierung Fleisch unter dem Herzen herauszuschneiden, weil es so auf nale und der Wiener Arbeitsgemeinschaft, denen Radek die der Presse droht, so heißt es in vielen bürgerlichen Zeitungen, feinem Schein geschrieben steht und stellt sich nachher gar noch erwähnten Zugeständnisse machte ,,, bürgerliche Diplomaten" die es zweifellos ehrlich meinen und eine Unterwerfung der dem staunenden Publikum als Muster nationaler Ge- und„ reaktionäre Bourgeoisie". Mit dieser„, reaktionären Organe der öffentlichen Meinung unter schwerindustrielle und sinnung hin. Bourgeoisie" will man aber dann wieder die proletarische großfinanzielle Interessen als ein Unglück für das Volksganze Bei dem Umlageverfahren handelt es sich in Wirklichkeit Einheitsfront" herstellen. Die reaktionäre Bourgeoisie" bekämpfen und verhindern möchten. Dieselben Blätter aber, um etwa ein 3ehntel der gesamten Brotgetreideernte, das erkennt man offenbar daran, daß sie gegen das Erdie diese Klage erheben, tragen bei der Gelegenheit dieser der Bevölkerung zu billigeren Preisen zur Verfügung gestellt schießen ist, während der revolutionäre Despotismus Lenins ferenz einen Reichtum und stellen, wie mir scheint, eine Ver- werden soll. Aber ein Agrarier opfert für das Volkswohl frei- darüber tobt, daß ihm seine Opfer entrissen werden. schwendungssucht zur Schau, die sich vielleicht einst an willig nicht ein Zehntel, nicht ein Hundertstel seines Profits. So wird die Einheitsfront" immer merkwürdiger. ihnen bitter rächen werden. Gewiß ist diese Konferenz ein Denn die Herren sind ja Batrioten" und haben daher nicht weltpolitisches Ereignis und das deutsche Publikum hat ein nötig, ihren Patriotismus durch Taten zu beweisen. Recht, darüber eingehend informiert zu werden. In der Sucht, sich gegenseitig den Rang abzulaufen, besser" als die„ Konfurrenz" zu berichten, führen aber die großen Lapitalfräftigen Blätter Deutschlands einen Herentanz auf, der nicht anders denn wirken kann. Ist denn das deutsche Publikum politisch wirkals eine Widerlegung dieser berechtigten Notrufe lich so interessiert und verwöhnt zumal das bürgerliche daß es von seinen Blättern eine Berichterstattung fordert, die Millionen verschlingt? Ich will auf Einzelheiten nicht eingehen, fühle mich auch nicht berechtigt, den betreffenden Kollegen der bürgerlichen Presse sozusagen Zensuren zu erteilen, zumal sie mit der eigenen Arbeitskraft ebenso wenig sparen wie mit dem Geld ihrer Verleger, aber ich glaube, daß diese Dinge einmal zur Sprache gebracht werden müssen. Jedes Dreiminutengespräch kostet tagsüber etwa 600 M., während der Nacht nur" 350 M.! Bon den Aufenthaltsfoften gar nicht zu sprechen. Man stelle sich nun vor, was ein Dienst verschlingt, der von 3 bis 4 Berichterstattern versehen wird, die mit so und soviel Relais in Freiburg, Frankfurt oder Basel und sonstigen fostspieligen Einrichtungen arbeiten, um ganze Spalten voll Weisheiten dem Bublifum zu fervieren. Jeder sieht zwar selbst ein, daß dies ein Wahnsinn ist, daß man den Leser nicht nur verwöhnt, sondern ihm sogar auf diese Weise geradezu suggeriert, es sei nötig, daß er alles erfahre, jedes Detail, jedes Gerücht. Die Arbeiterpresse wird dieses Treiben jedenfalls nicht mitmachen, nicht nur, weil sie es nicht kann, sondern vor allem, weil sie nicht jenes gefährliche Spiel unterstüßen will, durch das sich die deutsche Presse das eigene Grab schaufelt. Der Kampf um die Getreideumlage. schließung gegen jede Wiederholung des Betreideumlageverfahrens der von der unabhängigen Fraktion im Stadtparlament erfolgten Im bayerischen Landwirtschaftsrat, der einstimmig eine EntDie Berliner Stadträte Brühl und Schüning, die wegen in irgendeiner Form annahm, erklärte der bayerische Landwirtschafts- Politik ihren Austritt aus der USPD. erklärt haben, sind nunmehr wirtschaftlichen Körperschaften gegen jedes Umlageverfahren Sturm fordert worden, ihre Mandate als Stadträte gemäß den Beschlüssen minister Wuhlhofer, er würde es bedauern, wenn die land- Politik ihren Austritt aus der USPD. erklärt haben, find nunmehr durch den Bezirksverband Berlin- Brandenburg dieser Partei aufgeein Berfahren zur Erfassung der notwendigen Getreidemengen an Aufforderung mit dem Hinweis, daß die beiden Stadträte, die ihre laufen würden. Er habe das Vertrauen zur Landwirtschaft, daß fie der Organisation" niederzulegen. Die Freiheit" kommentiert diese nehmen würde, wenn die Härten des jetzigen Umlageverfahrens Boften ihrer früheren Zugehörigkeit zur USP. verdanken", die Vers vermieden würden. pflichtung auf sich genommen hätten, in einem Konfliktsfall mit der respondenz B. S. hierzu erfährt, sind Brühl und Schüning nicht ge Partei sofort ihre Mandate zur Verfügung zu stellen. Wie die Korwillt, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Zur Rechtfertigung hat aber bereits die jüngste Landbündler tagung gegeben, Herr Wuhlhofer ist ein mohlmeinender Mann. Die Antwort bie erklärt hat, daß die Landwirte ein neues Umlageverfahren mit allen Mitteln sabotieren würden. Lenin gegen Radek und Bucharin. Unzufrieden mit der Berliner Konferenz. Nach einer Intel- Meldung aus Moskau beschäftigt sich Lenin in einem Artikel der Prawda" mit der Berliner Konferenz, zu der er u. a. folgendes bemerkte: ihrer Haltung berufen sie sich dabei auf das Verhalten der Unabhängigen selbst, die bei dem fürzlich vollzogenen Uebertritt der KAG. zur USP. die kommunistischen Mandatsinhaber ohne weiteres den Fraffionen der USPD. angegliedert hätten und folglich auch nicht berechtigt seien, von ihren früheren Parteimitgliedern eine Mandatsniederlegung zu verlangen. In der Freiheit" wird Brühl ferner aufgefordert, sein Reichstagsmandat niederzulegen. Wir entsinnen uns nicht, daß die unabhängigen Reichstagsabgeordneten, tie 1917 aus der Sozialdemo fratischen Partei austraten, der Partei ihre Mandate zur Verfügung gestellt hätten. Otto Hue schwer Frank. Effen, 13. April.( Eig. Drahtbericht.) Genoffe Otto Hue ist geflern ganz plötzlich an einer schweren Lungenentzün dung erkrankt. Hue war als Sachverständiger für Genua ausersehen, wird aber kaum die Reise antreten können. Wir wünschen unserem bewährten Genossen, taß er die schwere Krise überstehen und bald wieder mit frischen Kräften der Arbeiter. schaft und dem Lande dienen kann. Meiner Meinung nach haben unsere Delegierten nicht richtig gehandelt, als sie sich mit folgenden Bedingungen einverstanden er klärten: 1. Daß die Sowjetmacht in der Angelegenheit der 47 Sozialrevolutionäre ein Todesurteil fäller, 2. daß sie den Vertretern der drei Internationalen gestatten werde, den Gerichts= verhandlungen beizuwohnen. Diese Bedingungen find nichts anderes als eine politische Konzession Falls jemand die Rich tigkeit dieser Definition bezweifeln sollte, genügt es, folgende Fragen an ihn zu richten: Würde die jebige englische Regierung damit einverstanden sein, daß die Vertreter aller drei Internationalen den Die Agrarier bestehen auf Wucherfreiheit. Verhandlungen gegen die irischen Arbeiter oder dem Prozeß Im" Tag" ergreift der deutschnationale Landtagsabge- gegen die aufständischen Arbeiter von Südafrika ordnete Dr. Kaufhold, Pressechef des Landbundes, das beiwohnen? Würde die englische oder irgendeine andere Regierung Wort, um mit Erbitterung gegen den Plan eines neuen in solchen oder ähnlichen Fällen das Versprechen geben wollen, gegen„ Reaffion im Finanzministerium". Bor furzem brachten wir Umlageverfahrens für Brotgetreide zu Felde zul ihre politischen Gegner fein Todesurteil fällen zu wollen? Wenn unter dieser Spitmarke eine Notiz über Vorkommnisse in der Postziehen. Bezeichnend für den agrarischen Standpunkt, der man sich in diese Fragen ein wenig hineindenkt, gelangt man zu der überwachungsstelle, die dem Reichsfinanzministerium unterfeinerlei Rücksichtnahme auf das Volkswohl, sondern nur die lleberzeugung, daß überall in der Welt der Kampf zwischen der stellt ist. Dort wurde mitgeteilt, daß ein Angestellter Lindig„ auf agrarischen Profitintereffen fennt, ist es, daß in den reaktionären Bourgeoisie und dem revolutionären Proletariat herrscht. rats" zunächst monatelang vom Dienst suspendiert worden und erst Betreiben der Geheimratsclique und des deutschnationalen BetriebsAusführungen Dr. Kaufholds das fachliche Broblem, nämlich Die Kommunistische Internationale, die hier als Kämpfer auftritt, gekündigt worden sei, als seine Wahl zum Betriebsrat bevorstand. die Versorgung der städtischen Bevölkerung hat der gegnerischen Seite, der reattionären Bourgeoisie, Der genannte Betriebsrat unterbreitet uns nun zur Richtigstellung mit Brot zu erträglichem Preise, nicht einmal erwähnt ein politisches Zugeständnis gemacht. Alle wissen es, außer denen, dieser Mitteilungen Material, wonach fie tatsächlich auf irrigen wird. Für einen Landbündler existiert diese Frage scheinbar die es nicht wissen wollen, daß die Sozialrevolutionäre auf die Kom- Borausseßungen beruhen. Die Suspension des Angestellten gar nicht. Herr Dr. Kaufhold ficht vielmehr mit rein advokaten- munisten geschossen und Aufstände gegen sie inszeniert haben. Es. ist auf Verlangen einer am 5. Auguft v. J. stattgefundenen mäßigen Argumenten, er beruft sich auf angebliche Ber- trage sich nun, was die internationale Bourgeoisie Betriebsversammlung erfolgt, bie fich mit 60 gegen sprechungen des bisherigen Reichsernährungsministers Dr. uns für 3ugeständnisse macht. Hier kann die Antwort nur lauten, hat der Schlichtungsausschuß die von uns mitgeteilte für Lindig 5 Stimmen gegen die Wiedereinstellung Lindigs aussprach. Zwar Hermes. Dieser habe bei Einführung des Umlageverfahrens daß kein einziges Bugeständnis gemacht wurde. Was für Schluß- günstige Entscheidung gefällt, jedoch behauptet der Betriebsrat, daß für 1921 den Vertretern der Landwirtschaft gesagt: es handle folgerungen muß man daraus ziehen? Meiner Meinung nach haben ber Urteilsspruch auf die Angaben des Betriebsrats gar nicht eingeht. sich darum, noch einmal die Brotversorgung der Bevölke- Rcket, Bucharin und die anderen, die die kommunistische Inter- Der Betriebsrat verwahrt sich zudem dagegen, als" deutschnational" rung für eine lebergangsperiode sicherzustellen. An dieses nationale vertreten, nicht richtig gehandelt, da sie Zugeständnisse zu gelten. Seine Mitglieder sind zum Teil langjährige Sozialisten " noch einmal" flammert sich Herr Kaufhold mit der kühnen machten, ohne sich Gegenleistungen zu sichern. Daraus folgt aber und Mitglieder des Zentralverbandes deutscher Angestellten. Die Folgerung, daß damit das legte Mal gemeint sei. nicht, daß wir das von ihnen unterzeichnete Uebereinkommen zerWir halten es für müßig, um die Auslegung der Hermes reißen sollen. Diese Schlußfolgerung wäre nicht richtig. Wir müssen schen Worte eine Diskussion zu führen. Möge man sich selbst daraus nur die Lehre ziehen, daß die bürgerlichen Diplo auf den Standpunkt des Dr. Kaufhold stellen, daß Herr Hermes maten sich diesmal geschicter erwiesen als unsere Diplomaten nur noch einmal" habe sagen wollen, so zeugt es doch von und daß wir fünftig geschickter manövrieren und handeln müssen. einer echten Shylock- Gesinnung, wenn trop der un- Wir müssen uns zur Regel machen, der internationalen geheuren Notlage und Teuerung der Vertreter des Bourgeoisie feine Jugeständnisse zu machen, wenn sie SowjetLandbundes einfach erklärt, er bestehe auf seinem Schein. rußland und dem Proletariat anderer Länder feine gleichwertigen Shylock- Kaufhold als Vertreter des landbündlerischen Buchers Zugeständnisse macht. Die Apfelsine. Bon Iltis. Jahre mußte er werden, um solche Arbeit zu verrichten. Keine Hoffnung las ich aus seinen Zügen, teine Hoffnung auf eine hellere Zukunft. Aber seine Söhne sollten es einst leichter haben. Und wie ist es geworden? Der eine modert irgendwo in einem Massengrab, dahingemäht, ehe sich die Knospe der Jugend kraftvoll Ich brachte meiner zehnjährigen Nichte eine Apfelfine mit. Er entfaltet hat. Die anderen leben, aber schlimmer als der Bater. Sie innerungen aus meiner eigenen Kindheit hoffte ich damit zu neuem arbeiten ohne Freude, weil sie fühlen, das Rad der Zeit bewegt sich Leben zu erwecken. In einer Apfelfine war für mich ein ganzes trotz all ihrer Mühen nicht um Speichenbreite vorwärts. Stumpf Märchenreich eingeschloffen. Wenn meine Mutter die Schale kunst- werden sie in ihrem Einerlei und vergeffen, daß sie Menschen sind. Doll anschnitt, hingen meine Augen gebannt an ihren Fingern. Mit Vergessen ihr Recht auf ein wenig Lebensfreude, leben wie Laftehrfürchtigem Staunen sah ich das Innere sich aus der Umhüllung tiere und wollen es nicht, teilzunehmen verlangt es sie an dem lösen. Sorgiam jetzte ich das duftige Gebilde beiseite, das da ent- Schönen, das noch immer nicht gestorben ist, fürchten, ihre Kinder standen war, freute mich über seine Zierlichkeit und zerlegte die Frucht möchten das Lachen verlernen. vorsichtig in die einzelnen Teile. Auf einem bunten Teller wurden Die Dumpfheit begt einen Reif um ihre Brust, der ihre Schreie sie zu Ornamenten gruppiert, dann erst begann ich zu effen. Dabei erstickt. Müde geworden ist die Wut über eine Welt voll tönender war es mir niemals flar, ob der liebliche Geschmack oder das viel- Worte. geftaltige Wunder, das ich erlebte, den größeren Genuß bildete. Die Ein trauriges Geschick hat unsere Generation getroffen. Das Schale ließ sich prächtig verwenden. Ich formte Zähne, schob sie mir hinter die Lippen und glaubte mit meinem wifden Anblick Schrecken zu verbreiten. Oder ich schnitt Figuren aus und Stücke für den Kaufmannsladen. Da waren fie Käse oder Spec, und ich konnte Scheiben abschneiden und abwiegen. Erwartungsvoll reichte ich meiner Nichte die gelbe Frucht. Aber das Erlebnis war ganz anders geartet, als ich gehofft hatte. Sie besah sie sich von allen Seiten, drehte sie ratlos zwischen den Fingern und wußte nichts mit ihr anzufangen. Endlich biß sie zaghaft hinein, durch die Schale hindurch. Sie hatte noch nie in ihrem furzen Leben eine Apfelfine gegessen. Was ist das für eine Welt? Seit dreieinhalb Jahren ist der Krieg zu Ende, und die Kinder fennen eine wohlschmeckende Frucht nicht, die anderwärts vor Ueberfluß verfault. Gewiß, gewiß, fie wer en leben, auch wenn sie nicht Apfelsinen essen. Aber da sind Millionen und aber Millionen Menschen, die mehr entbehren müssen als füße Früchte. Leben ist so furz, und die Alten verhungern, die Jungen verfümmern. und wir ballen die Fäuste in ohnmächtigem Grimm gegen die Menschen, die am grünen Tisch fiken und friedfertige Millionen ins Elend stürzen. Die ihre Hand am Hebel haben und das Grauen nicht abstellen. Die im Frieden den Krieg forsehen und blind sind und taub gegen die Leiden der Geknechteten. Die auf die Narben der Bunden warten, um ein neues Blutbad zu preisen. Die sich groß dünten und erbärmlich sind in ihrer Ruhmsucht und Selbstgefälligkeit. Heute lesen wir, morgen werfen wir das Blatt meg, und übermorgen ist es vergessen. Bessere als ich haben ihren Schmerz hinausgeschrien. Ihre Klagen sind verhallt. „ Die Quadratur des Kreises". Anschließend an unseren Artikel in Nr. 173 fönnen wir eine Anekdote berichten, welche beweist, daß hat. Und zwar geht sie aus von König Friedrich Wilhelm IV., der auch der Humor sich des vielumstrittenen Problems angenommen befanntlich gern Wize und Kalauer machte. Sein Bruder Wilhelm, Prinz von Preußen, später Kaiser Wilhelm I., hatte mit der damals vielgefeierten Schauspielerin Edwine Viereck ein Verhältnis das nicht ohne Folgen blieb. In gemütlichem Kreise gab der König das Rätsel auf: Wem ist die Quadratur des Kreises gelungen?" Als keiner es raten konnte, fagte er: Meinem Bruder Wilhelm, denn er hat die Viereck rund gemacht". Behauptung, daß Lindig erst aus Angst vor seiner Wahl zum Betriebsrat gekündigt worden sei, treffe ebenfalls nicht zu. Denn jener worden, die Wahl zum Betriebsrat fand erst im Dezember statt. Beschluß der Betriebsversammlung ist Anfang August 1921 gefaßt Zudem war 2. auch gar nicht zum Betriebsrat vorgeschlagen. begehren gegen die sogenannte Leg Häberlin, die die Bestim Gegen das Schweizer Kommunistengefeh. Das Schweizer Bolts mungen des Bundesstaatsrechts betreffend revolutionäre Umtriebe wesentlich verschärft, ist mit über 100 000 Unterschriften zus standegekommen. heuren Berkehr der lärmreichste Stadtteil Londons ist, sondern, daß diese fragwürdige Ehre dem vornehmen Westend zukommt. Sein Apparat, den er Audometer" nennt, soll aber auch einen großen praktischen Wert befigen. Die Autoomnibus- Gesellschaft in London hat eine besondere Lärmfommission eingesetzt, vor der neue sie in den öffentlichen Verkehr eingestellt werden. Dieser Kommission oder ausgebesserte Fahrzeuge Probefahrten abhalten müssen, ehe leistet das Audometer sehr wichtige Dienste, denn es miẞt ja nicht nur die Geräusche, sondern der Apparat ist so feinfühlig, daß er auch Fehler des Motors aufdeckt und die defekte Stelle bezeichnet. Der Apparat beruht auf folgendem Prinzip. Der Ton setzt eine Membran in Schwingungen, die ihrerseits mit einem gleichfalls in Schwingungen verfekten Spiegelchen ausgerüstet ist, das die Tonschwingungen in Lichtschwingungen umfeßt, die ihrerseits auf die photographische Platte übertragen werden. Das Glück des unbegabten Schülers.„ Einem Schüler kann heute fein größeres Glück widerfahren, als wenn er offiziell als hoffnungsloser Idiot gewertet wird. Das hat zur Folge, daß sich feine Lehrer mit Verachtung von ihm wenden und ihn der Sorge von Mutter Natur überlassen, so daß der kleine Mann fortan den ist nicht etwa das Geschwät eines Narren oder die paradoxe BeBorteil genießt, sich frei und natürlich entwickeln zu können." Das merkung eines Verächters der Pädagogit, sondern das wohlbedachte Urteil, das in einer der legten Sizungen der Akademie der Medizin zu Paris ein Redner unter dem Beifall seiner gelehrten Zuhörer formulierte. Die Wirkungen der geistigen Ueberanstrengung des jungen Gehirns find, wie ausgeführt wurde, oft geradezu vers heerend. Der ehrgeizige Junge, der vom Lobe seiner Lehrer angefeuert, mit gespannter Aufmerksamkeit dem Unterricht folgt, ist dazu perurteilt, eine solche Masse von dem Lehrstoff aus den verschie densten Wissensgebieten in seinen Kopf zu pfropfen, daß seine Energie geschwächt, jein Sehnermögen bedroht und sein Gehirn erschöpft wird Das hat zur Folge, daß er nur allzu oft im Leben von einem Mitschüler überwunden wird, der weniger gelernt hat, was soll man erst über die Prüfungen sagen? Unsere Gramine dafür aber noch mehr Kraft im Daseinstampf einzusehen hat. Und find viel eher förperliche Torturen als wirkliche Proben geistiger Leistungsfähigkeit. Der Kern Wahrheit in diesem Parador soll freilich kein Vorwand für Faulheit sein. In der Volksbühne Theater am Bülowplats, foielen am 1. Diter. feiertag in Björnsons Ueber die Straft", I. Teil, Friedrich Kahiler den Pfarrer Sang und Helene Fehdmer die stĺara. April- Ausstellung des Sturm, Potsdamer Straße 134 a: Entwürfe für Theater- Rostüme und Deforationen von Beo: g von Boiche da je to, An Stelle der traulichen Gedanken, mit denen ich gekommen war, wurde ein Bild lebendig, das vor Jahren mein Inneres auf gewühlt hatte. Bei einem Ausflug vor die Tore der Stadt tam ich an einer großen Fabrik vorüber. Mit ihrer falten Häßlichkeit durch schnitt sie die Harmonie der Landschaft. Die Chauffee führte mitten durch. Ein eiserner Laufsteg verband die beiden Teile. Dröhnend Photographierte Geräusche. Dr. Low, ein englischer Arzt, erfuhr ein Karren hinüber, geschoben von einer gebeugten Gestalt. Ich probte kürzlich auf der Automobilbahn in Brookland einen von blieb stehen. Der Arbeiter war wie die ganze Umgebung mit einem ihm erfundenen Apparat, der nicht nur Geräusche auf die photo dichten weißen Schleier bedeckt. Wie ein Leichentuch breitete sich graphische Platte bannt, sondern auch Erschütterungen und Stöße der verderbliche Staub der Kalksandsteine über Gebäude und Geräusch der Automobile auf dem Punkt der größten Steigung des der Wagen zu messen vermag. Der Erfinder photographierte das Preisausschreiben zur Vereinfachung der Verwaltung. Menschen und orang in ihre Lungen. Der Mann hinter dem Karren Weges und nahm außerdem noch andere Geräusche auf, jogar das teie Stadt Danzig hat für alle Danziger staatlichen und fommunalen verschwand, kam wieder und brachte eine neue Ladung Steine. Keine Hüfteln Anwesender. Vorher hatte er bereits die Geräusche auf auf diese Weise zu praktischen Vorschlägen zur Besserung und Vereinfachung Beaniten, Angefteüten und Anwärter ein Preisausschreiben erlassen, um Abwechselung trat in die traurige Eintönigkeit. An die sechzig Jahre den Straßen Londons photographisch festgehalten und dabei ein- der Berwaltung zu fommen. Es sind Geldpreise im Gesamtwerte von war er alt. Es fröstelte mich. So ging es tagaus, tagein. Sechzig wandfrei nachgewiesen, daß nicht etwa die City mit ihrem unge- 40 000 m. für die besten Arbeiten ausgesetzt. Mostau. Sturm Gesamtschaut. Die Ausstellung ist täglich ge öffnet von 10-6, Sonntags von 12-2 Uhr. Die Das Museum für Arbeiterschuh. Gewerkschaftsbewegung Hotel- Mieträume unterstehen nicht dem Mieterschuh. Aus Anlaß eines in Berlin ipielenden Klagefalles hat das Neben die Museen zur Aufbewahrung und Darbietung von Reichsgericht entschieden, daß die Mieterschutzverordnungen auf Erzeugnissen der Kunst, den Nachfolgern der alter fürstlichen Kunst- die Vermietungen von Räumen zum Zwecke des tammern, traten in der Zeit der aufkommenden realistischen Bil- Hotelbetriebes nicht anwendbar sind. Strategie der Berliner Moskauer. Das Ziel der dung die verschiedenartigen naturkundlichen Museen Als dann die Schutzverordnung vom 23. Exptember 1918 sei, lediglich die Inter- Die Kommunisten wollen den Gewerkschaften, im besonderen Technik die naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse zunuze den, Hoelbesitzern und Gastwirten. Es liege auch kein Bedürfnis des, verschreiben, wie er den Abwehrkampf in Süd. effen des Eigenbewohners zu wahren, nicht die Interessen von Frem Falle der Leitung des Deutschen Metallarbeiterverban machte und einen immer größeren Ausbau erfuhr, entwickelte sich zum Schuße der Mieter von Hotelräumen vor. Auf Pachtverhält deutschland zu führen hat. im Anschluß hieran gleichfalls eine Sammlertätigkeit, die in Berlin nisse finde der gesetzliche Mieterschutz überhaupt keine Anwendung. Generalftreiß etwa wie in Mitteldeutschland bieten sich nicht alle Solche Gelegenheiten zu einem vornehmlich in den Eammlungen der Technischen Hochschule, dem Zwar sei es neuerdings notwendig geworden, die Interessen des Tage. Weil aber der Verbandsvorstand des Metallarbeiterverbandes Eisenbahnmuseum und dem Sezialmuseum, das offfiziell den Namen geschäftlichen Reiseverkehrs zu schüßen und die Umwandlung von in Stuttgart den unerbetenen Rat der kommunistischen Strategen, Ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt führt, ihren Ausdruck Gasthöfen in Geschäftsräume zu verhindern, aber das fönne nicht für ganz Süddeutschland einen Solidaritätsstreit fanden. Es ist deshalb zu begrüßen, daß diese dem Reichsarbeits- wirtfam im Rahmen der Mieterschutzverordnung gefchehen. Somit zu inszenieren, nicht befolgt. wirft die Rote Fahne" die bescheidene ministerium angegliederte Ständige Ausstellung für Ar feien die Mieteinigungsämter nicht befugt, auf Hotel- Mietverträge Frage auf: Sabotage oder Dummheit der Amfterdamer?" Die beiterwohlfahrt in Berlin Charlottenburg irgendwelchen Einfluß auszuüben. kommunistischen Verbandsmitglieder sollen gegen die„ Oberbonzen“ nach einer durch den Krieg veranlaßten Unterbrechung ihre Tätigkeit jeŋt scharf gemacht werden. Nicht die selbstverständlich furzsichtige wieter aufgenommen hat. fommunistischen Putschtaktiker. Ist erst der Solidaritäts, und engstirnige Bureaukratie" soll entscheiden, sondern die waderen streit" fertig, wollen die Kommunisten für diesen Fall nicht felber die Leitung des Kampfes in die Hand nehmen, wie ihnen vorgeworfen werde. Sie wollen die Gewerkschaftsleitung wirklich nicht ausschalten nur foll sie nach ihrer Pfeife tanzen. Ist „ Volk und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Postauflage bet. 99 Die im Jahre 1903 gegründete Ausstellung bezweckt, durch Bor. führung unfallverhütender Maßnahmen von in Betrieb befindlichen Bei der Verteilungsstelle des städtischen Zentralamts für WohMaschinen und durch Sammlungen aus den Gebieten der Unfall- nungswesen, Neue Friedrichstraße 80, bei der jeder von außerhalb verhütung und Gewerbehygiene einen Ueberblick über den jeweiligen nach Berlin zuziehende Reichsdeutsche, der Anspruch auf eine Woh Stand des gewerblichen Unfall- und Krankheitsschußes zu geben nung erhebt, ferner sämtliche Ausländer vorsprechen müssen, be- lich auch in Norddeutschland ein Solidaritätsstreit einsehen, um den und durch eine unentgeltiche Auskunftsstelle die Verbreitung erprob- 7% Uhr. Nummern für die Abfertigung werden ausgegeben bis ginnen die Dienststunden von Dienstag, den 18. April, ab um ter Schutzmaßnahmen zu fördern. Zur möglichst wirksamen Er- 10 Uhr. Wer nach 10 Uhr erscheint, fann erst am nächsten Tage füllung ihrer Aufgaben ist die Mitarbeit aller beteiligten Behörden, abgefertigt werden. Sonnabend bleibt die Verteilungsstelle geinsbesondere der Gewerbe- und Bergaufsichtsbeamten, der Gewerbe- fchloffen. ärzte, der Fach- und Berufsschulen sowie der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen dringend erwünscht. Der preußische Hans delsminister hat taher gemeinsam mit dem Minister für Volkswohl fahrt die an den Bestrebungen der Ausstellung interessierten Behörden ersucht, ihren Ausbau durch Anregungen und durch Mitteilung von Vorgängen, die für den Unfall- und Gesundheitsschutz der Arbeiter oder für sonstige Gebiete der Arbeiterwohlfahrt von Wichtig feit sind, zu förtern und auch die Berufsorganisationen zu entsprechender Betätigung anzuregen. Die Industrie hat ihr Interesse an der Ausstellung namentlich durch Ueberweisung von Maschinen und sonstigen Ausstellungsgegenständen, insbesondere die AEG. durch Schenkung des bisher von ihr selbst betriebenen Hygienemuseums, bekundet. Bei der Knappheit der für die Zwecke der Ausstellung zur Verfügung stehent en Mittel wäre weitere Unterstützung in dieser Richtung sehr erwünscht, damit die für die Arbeiterschaft und für die Allgemeinheit bedeutungsvollen Aufgaben der Ausstellung um so leichter erfüllt werden können. Die Frauenleiche am Teufelsfee. Alle Umstände sprechen für ein Verbrechen. Der unaufgeklärte Leichenfund im Grunewald hat die Behörde zunächst veranlaßt, für die Feststellung der Persönlichkeit der Toten eine Belohnung von 500 M. auszusetzen. Ergibt sich dann, was nach den bisherigen Feststellungen wahrscheinlich ist, daß tatsächlich ein Verbrechen vorliegt, so wird eine höhere Belohnung für die Ermittelung und Ergreifung des Täters noch ausgeschrieben werden. Der Mordbereitschaftsdienst der Kriminalpolizei war die ganze Nacht hindurch an Ort und Stelle bemüht, mit Hilfe von Laternen und Fackeln weitere Feststellungen zu machen. Auch die Umgebung des Fundortes wurde abgesucht, ein Mordwerkzeug aber nicht gefunden. Die Leiche lag im Jagen 110 des Grune walds, in einer 1½ Meter hohen Schonung, etwa 50 Meter mest lich vom Wege nach dem Teufelsjee. Sie lag mit dem Hut unter dem Kopf auf dem Rücken. Der Rod war bis zu den Knien hoch geschlagen. Das Gesicht war mit Blut besudelt, wohl ein Beweis dafür, daß die Leiche noch nicht lange im Freien gelegen haben kann, als sie gestern von einem Spaziergänger aufgefunden murde. Die Verlegung am Kopf ist jetzt zweifellos als eine Schußwunde festgestellt. Ein Ausschuß ist nicht vorhanden. Die Kugel muß also noch im Kopfe stecken. Die Schußrichtung geht von unten nach oben. Der Schuß muß aus unmittelbarer Nähe abgegeben worden sein. Denn an den Wundrändern zeigte sich noch Bulverschleim und die Kopfbaare in der Nähe der Wunde sind verfentt. Zur Feststellung der Persönlichkeit fei mitgeteilt, daß die etwa 25 bis 30 Jahre alte Tote fastanienbraunes haar hat. Im Oberkiefer fehlen die Zähne. Die Tote trug einen- dunkelblauen Mantel mit Gürtel, einen braunen Rock und weiße Unterwäsche ohne Zeichen. Das Wäschezeichen besteht aus einem blaugelben Faden. Die Unbekannte trug drei Ringe. Auf der rechten Hand einen Trauring mit zwei Sternen, aber ohne Inschrift, an der linken Hand, am Ringfinger einen fleinen silbernen Ring und om fleinen Finger einen Kriegsring mit der Inschrift ,, Wir Deutschen fürchten Gott, sonst nichts auf der Welt, 1914". Die Kleidertasche enthielt nur ein weißes Taschentuch ohne Zeichen, aber feinerlei Bapiere oder sonst etwas, was zur Feststellung der Perfön lichkeit hätte dienen können. Der Hut ist rund und schwarz. Mit. teilungen zur Aufklärung nehmen die Kriminalfemmiffare Trettin und Dr. Bernsdorf im Zimmer 103 des Berliner Polizeipräsidiums entgegen. Die Leiche ist im Charlottenburger Echauhaufe ausgestellt. Fernsprechämter unter Firmenbezeichnungen. Eine mißglückte Reklameidee der Postverwaltung. Aus dem Hauptausschuß des Reichstages wurde fürzlich berichtet, daß von seiten der Industrie- und Handelstreife Berlins bei der Reichspoft angeregt sei, die Berliner Fernsprechämter nach bestimmten Firmen zu nennen, wofür diese eine hohe Entdäbigung zu zahlen sich bereit erklärten. Jeht stellt sich nach den Mitteilungen der Handelskammer Berlin heraus, daß sich diese ausgefallene Reklamesache umgefehrt verhält, woturch sie allerdings nur noch eigentümlicher mird. Nicht die Handelswelt, fondern die Berliner Postverwaltung selber hat beabfichtigt, die Ferniprechämter mit Namen von größeren Firmen zu bezeichnen( z. B. anstatt Humboldt: Amt Hildebrand), wofür seitens der Firmen recht erhebliche Beträge an die Poft zu zahlen wären. Im Hinblick auf die schweren Betenten, die erhoben würden, wenn die Möglichkeit bestände, daß auf solche Weise die Fernsprechämter von Zeit zu Zeit eine Umbenennung ausschließlich im Reklameintereffe einer einzelnen Firma erführen, hat die Handelskammer bei der Berliner Oberpostdirektion Einspruch eingelegt. Von der Oberpoftdirektion ist hierauf erwidert worten, daß. nachdem der Merkehrsbeirat beim Reichspoftministerium den Vorschlag, die FernSprechämter mit Namen aus Handel und Industrie zu bezeichnen, abgelehnt hat, auch das Reichspostministerium vorläufig davon abgesehen habe. der Sache eine weitere Folge zu geben. Der Fall beweist leider nur zu sehr, zu welchen Auswüchsen die allgemeine Reflamefeuche von heute auch bei der Postverwaltung hätte führen fönnen. Landwirtschaftliche und Konsumgenoffenschaften. Das Thüringer Wirtschaftsministerium gibt zur Linderung ber Kartoffelnot 30000 Rentner Weizenmehl unter dem Tagespreis an die bedürftigsten Boltsschichten ab. Die Verteilung erfolgt durch die Raiff eifen- Zentrale in Erfurt und die Konsumgenossenschaften des Zentral. verbandes Deutscher Konfumbereine. Sollte sich nicht auch, wie in Thüringen, in anderen Teilen des Reiches eine gemeinfame Aftion von landwirtschaftlichen und Konsumentengenossenschaften zum Wohl der notleidenden Bevölkerung ermöglichen lassen, z. B. in GroßBerlin? Grabschänder haben wieder den Garnisonfriedhof in der Hafen heide heimgesucht. Von der Erbgruft der Familie Trütschler von Falkenstein stahlen sie die ganze bronzene Einfassung, die 100 000 Mark wert ist, von einem anderen Grabe Wappen und Helm aus Bronze. Der Botanische Garten in Dahlem bleibt am Karfreitag geschlossen. An den beiden Osterfeiertagen ist er von 8-7 Uhr gegen freien Eintritt geöffnet. Berliner Postverkehr zu Offern. Am Karfreitag und am ersten Osterfeiertag finden im Ort Paketbestellungen statt. Wertpakete werden am Karfreitag nicht bestellt. Die Ortsbriefbestellung ruht soweit nicht etwa Betriebsrücksichten Ausnahmen notwendig machen, am zweiten Feiertag. Geldbestellung wird an beiden Feiertagen, nicht ausgeführt. Karfreitag mittags 12 Uhr im Lehrervereinsbaus am Alexanderplatz eine Gegen die Erhöhung der Berliner Grundsteuer findet am von den Kynologischen Spezialflubs Groß- Berlins veranstaltete Protestinndgebung statt. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Ziemlich mild, zeitweise aufflarend, jedoch überwiegend bewölkt mit leichten Regenfällen und lebhaften südwestlichen Winden. für Süddeutschland ein Solidaritätsstreit proflamiert, muß natürin Süddeutschland zu unterstüßen, ihm mehr Nachdruck zu geben. Geht die Geschichte dann schief, wie überall da, wo die Kommu mollten, dann ist wieder nur die unfähige Gewerkschaftsbureauniften den übermächtigen fapitalistischen Geaner niederschlagen" ersten, die wieder in die Betriebe laufen. fratie daran schuld und die Anhänger der Kommunisten sind die ift es glücklicherweise noch nicht so meit, daß die GewerkschaftsDoch trotz aller fommunistischen Demagogie und Quertreiberei leitungen von der KRD.- Zentrale thre Weisungen entgegenzunehmen haben, die in jedem Gewerkschaftskampf ein Mittel zu ihren parteipolitischen Bwecken sieht und den Moskauer Barofen zu folgen hat, die sich in Rußland selbst als verfehlt erwiefen haben Lohnabkommen in der Damenschneiderei. Eine Mitgliederversammlung des Deutschen Bekleidungsarbeiterperbandes, Damenmaßbranche, beriet am Mittwoch im Deutschen Organisation bei den Tarifverhandlungen unterbreitet haben. Der Hof über das Lohnangebot, das die Arbeitgeber den Vertretern der Referent Lehmann berichtete, daß die Arbeitgeber bereit gewesen Eine gleiche Regelung ist fürzlich für die Herrenmaßbranche auf einer feien, die bisher gezahlten Säße generell um 25 Proz. zu erhöhen. gemeinsamen Besprechung der Hauptporstände in Köln erfolgt. Eine Einigung über die Lohnsätze in der Damenbranche konnte dor: nicht erzielt werden. Vielmehr wurde den Ortsverwaltungen die Einleitung örtlicher Verhandlungen empfohlen. | Berliner Arbeitgeber enthält zwei Spinenlöhne. Der Vorschlag der nehmervertreter hatten einen höchsten Stundenlohn von 25 M. geDie Arbeite fordert, die Arbeitgeber einen solchen von 20,65 M. geboten. Nach langen Verhandlungen haben sie ihr Angebot auf 21 M. erhöht, die Staffelung der übrigen Löhne aber soll von dem imaginären HöchstIn Rotenburg ob der Tauber ist ein Werber für die franzöfifche lohn oon 20 65 m. aus erfolgen. Die Unternehmer haben Fremdenlegion verhaftet worden, wie er als Oberförster verlich nicht dazu verstehen fönnen, die Differenz von fleidet versuchte, einen jungen Mann, nachdem er ihn erst vorher 35 Pfennigen auszugleichen. Um auch die Zuarbeite mit Wein und Liköre traftiert hatte, zum Unterschreiben eines Ver- rinnen in den Genuß der 25prozentigen Lohnerhöhung zu sehen, trages zu veranlassen, der angeblich diesen als Forstaufseher ver- haben die Forderungen für die selbständigen Jackenarbeiterinnen Fremdenlegion enthielt. pflichten sollte, in Wirklichkeit aber eine Verpflichtung für die zurückgezogen werden müssen. Die Zahlung der neuen Säße sollte ab laufender Lohnwoche erfolgen. Angesichts dieses ungenügenden Lohnzugeständnisses schlug der Referent vor, die Regelung der Gefamtforderungen dem Schlichtungsausschuß zu überweisen. Bei der lungsteilnehmer sprachen fich für Annahme des UnternehmerangeAbstimmung wurden 498 Simmzettel abgegeben. 254 Versammbots, 240 für le berweisung an den Schlichtungsaus. Ich uh aus. Das Abkommen ist damit angenommen. Festnahme eines Fremdenlegionswerbers. Dirette Eisenbahnverbindung zwischen Deutschland und Sowjetrußland. land über Königsberg- Dünaburg ist wieder her Die direkte Eisenbahnverbindung mit Sowjetrußgestellt worden. Auch der direkte Postverkehr auf dieser Linie ist wieder aufgenommen. Jugendveranstaltungen. Berein Arbeiter Jugend Groß- Berlin, 28. 68, Sindenftr. 3, 2. Sot, 2 Trp. Telephen Morigplag 121 08-121 10. Neukölln. Treffpunkt zu tägigen Osterfahrt Freitag früh 6 Uhr Bhf. Neukölln. Gewinn- Auszug ber 19. Preuß. Sübd.( 245. Preuß.) Klassen- Lotterie 5. Klasse. 2. Ziehungstag. 12. April 1922. Zu jede gezogene Rummer find ziver gleich hohe Gewinne gefallen, und stvar fe einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden 2bteilungen I und II Ohne Gewähr. Nachdrud verboten. In der Vormittagszichung wurden Gewinne über 490 Mart gezogen. 4 zu 0 00 Mk. 41518 13: 187 26 zu 500 Mk. 16080 24 5 41993 93604 124858 138236 141389 145936 159580 162707 204583 26 745 273801 124 zu 3000 Mk. 3114 9654 199 0 8.05 49 98 51808 57627 60624 62029 62645 64600 65435 76000 80903 87160 90800 90854 91335 95034 101249 105743 108782 13902 126704 12.831 130456 134529 14157 146195 148914 150508 155863 162080 166240 169 43 174595 17753 185926 189955 19.797 203463 2038.7 211694 213990 215776 218550 220487 23 941 243826 249732 252257 253332 255652 255831 257953 273292 274844 279396 283444 287308 291507 295328 378 zu 1000 M 531 98! 2455 2502 3171 44 9 4984 7109 12864 1.903 1800 21142 22709 22871 28547 29116 30846 31030 34336 35940 39068 40201 41621 42883 46900 47765 49272 4969 50328 52818 5.859 53428 53844 55101 55915 69275 63126 69132 69985 74582 77657 79859 79888 83279 84528 86702 87710 87874 90557 90950 91269 91602 95276 96246 96737 101301 102371 106315 107273 107302 107313 109127 111524 116680 116686 117353 117841 1 576 118815 123783 124286 126061 127055 13148 134243 135-00 137818 13920 14272: 148543 148794 14905: 149751 150404 150599 151650 161887 189 153524 153 16 15 185 156165 16083 161179 163331 167475 169668 170978 173363 176787 177638 178732 182954 185945 186629 187350 189007 190255 91021 191122 193117 19 268 193813 197124 198000 200887 202524 203852 204953 05113 20 808 208074 209124 209: 33 2: 0844 211212 212949 216573 2155 4 216473 2: 6 06 216767 220440 2224 7 225572 224523 225: 03 225947 227478 227519 228131 228465 230258 232887 234477 234575 235 44 38066 238733 239430 242721 245997 248711 249117: 49: 35 25 412 253336 255983 260726 261611 264446 264649 2 5519 266471 267633 268121 269053 269 66 269925 270052 270940 272116 272753 273669 277203 278 04 2: 0544 28-477 285138 287405 287933 291055 291118 291569 291845 29 4932 297638 298.999670 In der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 490 Mart gezogen: 2 zu 10000 M 84986 20 zu 5000 M 9032 10510 34103 99650 118029 139937 166801 195861 202044 2/ 66-4 110 zu 3000 M 4006 12625 15327 19807 28379 35570 37566 39638 41685 53239 56561 67903 68298 78757 83331 85130 91449 9.067 97512 100 72 101876 103596 11 507 118597 138367 143498 149951 156171 156252 157591 160155 165107 169963 177703 178636 193099 20.9 5 207035 216 64 218334 219 09 235475 2 8872 245 24 245026 246030 2.0092 253302 254684 272283 279276 289548 9 090 292404 299901 354 zu 1000 M 1298 1384 4661 501 9984 10983 11363 12212 18160 21513 2160 23241 23210 20048 28926 31122 32951 36789 37851 39344 41100 41942 42978 43823 46608 47191 52786 53414 56269 57426 61386 6.806 63678 65297 70 84 7.225 7:38 72201 73.4 7: 438 73469 76881 81665 84572 85643 86711 88055 89979 9 582 94747 96440 9 502 97035 1020: 5 10489. 110.59 110438 112847 113151 114305 115859 116.54 116878 121672 122596 123291 124052 124219 124254 129044 129798 130264 131066 131195 132221 132559 133797 1: 5248 1369 7 14036 143342 14561: 145916 147074.48443 1517 5 153660 156 40 57037 158049 60521 16 3 0 162970 164 36 164715 1: 5856 166 38 167 20 170105 174203 175634 177009 177195 177214 1703 8 163147 183317 1659 4 167281 87449 88363 183434 19.719 20525 209435 09800 1: 350 213954 214348 214687 2 4772 2 5027 21 951 218513 218938 221167 224875 227954 229121 229317 229531 230098 230747 281533 231765 231981 252046 233363 234031 235052 256289 2:54 3 2 6112 236417 288670 2394.0 239909 242454 243162 246641 248249 250942 250994 252356 258-08 261803.6.635 2656.0 207457 267625 267731 268336 268 43 2667.9 274598 278025 28: 941 284263 287070 2c7217 288776 288863 291598 2968 7 297.45 297234 2: 9920 Sie in dem vorstehenden Gewinn- Auszug nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne find aus den Liften zu ersehen, die bek Den staatlichen Lotterie- Einnehmeru aur unentgeltlichen Einficht ausliegen In der Diskuffion wurde von einigen Rednern scharf gegen das Ueberstundenunmefen gesprochen Die am Mittwoch perjammelten Schneider und Schneiderinnen der Damenmäntel- und Kostümfonfeftion nahmen den Bericht der Verhandlungsfommission entgegen. Die 50 Pro3.. fo führte trämer eingangs aus, find uns leider nicht bewilligt worden. Die Arbeit. geber, die bereit waren, zu verhandeln, boten uns 25 Broz. an. Die Leuerung steigt von Tag zu Tag und es ist selbstverständlich, daß diese Zulage nur als äußerst gering betrachtet werden kann. Nur die Ereignisse der lezten Zeit( Mülikutscherstreif usw.) haben die Berhandlungsfommission bewegen fönnen, diese minimale Zulage anzunehmen. Redner behandelte die Gründe der Leuerung und forderte die Anwesenden auf, mehr denn je die Arbeiterpreffe zu lesen und die bürgerliche Schundpresse zu meiden. In der Diskussion wurde viel fach über die Interesselosigkeit der Kollegen und Kolleginnen geklagt. Die Abstimmung, ob das neue Schnabkommen angenommen werden foll oder nicht, ergab dessen Annahme. Einer Resolution, die eine weitere Zulage ven 50 Broz. fordert und sofort der Berhandlungskommission überwiefen werden soll, wurde einmütig zugestimmt. Im Schlußwort teilte Krämer noch mit, daß die Zulage von 25 Proz. auf die gegenwärtigen tariflichen Löhne ab 10. April aezahlt merden müsse. Kein Streit in den Konditoreien. Eine stark besuchte Versammlung des Personals der Konditoreien Groß- Berlins nahm am Mittwoch abend in den Musikersälen zu dem Ergebnis der Lohnverhandlungen Stellung. Thieme berichtete von den Schwierigkeiten, die infolge des Verhaltens der Arbeitgeber zu überwinden waren, bevor eine Verständigung erzielt werden konnte. Das letzte, erst jezt überreichte Angebot der Arbeitgeber geht dahin: Gehilfen bis zu 21 3chren sollen 800 m. erhalten, über 21 Jahre 860 M. pro Woche, Housdiener, Hilfsarbeiter bis zu 19 Jahren 400, bis zu 24 Jahren 500 und über 24 Jahre 670 M., Kutscher bis zu 24 Jahren 670, ältere 800.. meibliche Hilfskräfte in Backstube, Küche und Hausarbeit bis zu 19 Jahren 350, bis zu 24 Jahren 430 und die über 24 Jahre alten 480 M., Berkäuferinnen, Staffiererinnen, Raffeemamfells bis zu 21 Jahren 400, bis zu 24 Jahren 450 und über 24 Jahre alte 500 M. Verantwortliches und Aufsichtspersonal ist um mindestens 10 Pro3. höher zu entlohnen, Ladengehilfen, ServierfräuIcins erhalten 10 Broz. Bedienungsaufschlag. Bei Ferien und in Krankheitsfällen(§ 616 des BGB.) wird der Lohn des Gehilfen ge= zahlt. Das Gehalt der Lehrfräuleins beträgt in den ersten zwei Monaten 60 Proz3. im dritten und vierten Monat 70 Proz. und im fünften und sechsten Monat 80 Proz. der Gehälter der Verkäuferinnen. Die halbjährige Lehrzeit gilt nur für Verkäuferinnen Zu den Berufsjahren zählt die Tätigkeit in gleichartigen Geschäften. Das Angebot foll ab 10. April gelten. Die Arbeitgeber wollen tarifliche Säge für Kost und Wohnung nicht mehr festsehen, sondern die Abzüge der freien Vereinbarung überlassen. Das Landesfinanzamt habe für Koft und Wohnung den Saz von 20 M. festgelegt. Mehr zu zahlen sei niemand verpflichtet. Heichold gab hierzu den Rat, höhere Forderungen der Arbeitgeber für Rost und Logis entschieden abzulehnen, event, das Gericht anzurufen. In seinen weiteren Ausführungen fam er zu der auch von Thieme aus den Verhältnissen gezogenen Schlußfolgerung, daß die Annahme des Angebots der Arbeitgeber angefichts der verbleibenden verhältnismäßig geringen Streitpunkte zu empfehlen sei, aber fofort neue Lohnforderungen einzureichen seien. Die anschließende Aussprache ergab eine starke Opposition gegen die Annahme des Angebots. Bon mehreren Rednern wurde der Streit befürwortet. Schließlich wurde das Angebot unter einer ganzen Reihe von Borbehalten angenommen. Berantw. für den redakt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für At zeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin, Linbenste.& Bezirksverband Berlin SPD. 54. Abt., Charlottenburg. Am 9 April verftarb unser Genoffe, der Gewerkschaftsredakteur Das altbekannte Spezialgeschäft W. Bernhard Nachf. Berlin, Belle- Alliance- Str. 105 und 101, dicht am Halleschen Tor schmückt die Damen zum Osterfest! Weiße Osterblusen in Voile M. 250, 175, 135 Weiße und farbige Osterkleider........ M. 875, 575, 475, 375 Wunderschöne modefarbige Mäntel in weichen Stoffen.... M. 550, 475 Sehr hübsche Tuchmäntel....... M. 1875, 1475, 1275, 1175 Prachtvolle Covertcoatmäntel....... ... M. 1275, 675 Reizende Kostüme...... Arbeitskleidung Hosen von 95,- bis 650,- M Johann Schneider Hemden, UnterEhre seinem Andenken! Die Einäicherung findet heute abend 8 Uhr im Kremato rium Gerichtstr. 37/38 ſtatt. Rege Beteiligung erwartet 3.20 Die Abt.- Leitung. hosen, Socken Berufskleidung = Gute Ware! Billigste Preise: Gerh. Kohnen Neukölln," Hermannstraße 76/77. Paffage- Bad Kottöuser Damm 79 vollständig renoviert, verabreicht folgende Bäder: Wannen, Sol.. Fichtennadel, Stahl, Russ.. röm., Schwefel-, Kohlensäure-, Licht, Loh tannin, Dampstasten, sowie sämtliche medizinischen Bäder. Lieferant fämtlicher Kranfenfaffen Ruj.- röm. Bad f. Damen Mittwoch 10-1 Korbmöbel kauf. Sie am vorteilhaf testen dir D Hersteller A. Lesdau Werkstätten für feine Korbmöbel. Fernspr. Neukölln 1759 Ausstell.u.Verkauf nur Neuk..Anzengruberstr26 Platin. Gold- Siberatze A te Metalle Bruch. u. Münzen u Quecksilber kauit zum höchsten Tageskurs Gehlhaar, Waldemarstr. 61 Zum Osterfest! Gestreifte Hosen in schönen Mustern, Breeches, schwarze Hosen, Bauchhosen; auch Manchesterengl.- Leder u. neuen Arbeitshosen, Militärbosen Größte Auswahl in allen Längen und Weiten München- Gladbacher Hosen- Zentrale NW 87, Beusselstraße 39( Blauer Laden) NW 87. Fahrgeldvergütung am Ringbhf. Beusselstr. 1 Fahrgeldvergütung Wo las ich meinen Anzug machen? Wer garant. f. gut. Siz u. Berarbeitg.? May Motel, Schneidermstr. Neuföun, Ringbahnstr. 33 Tel. 909 Lieferung für höchste Staatsbeamten Biele Anerkennungen u. Dantschreiben MOBEL taufen Sie sehr vorteilhaft im Spezial Möbelhaus G. CAMNITZER Schönhauser Allee 82 Ece Wichertstraße, am Ringbahnh. Schönhauser Allee und Hochbahnft. Nordring Auf Wunsch bequeme Teilzahlung modernen Zahnersatz Altes M. 2200, 1675, 1275, 890 Oster- Freude bereitet Eberhardts Konfektionshaus Neukölln, Knesebeckstraße 36( Bahnhof Hermannstraße) jeder Dame, indem es wieder, wie bekannt, etwas außergewöhnlich Gutes zu wirklich billigen Preisen bringt. Covertcoats neueste Form. Covertcoats Glockenform, Wolle. . 498.598.790.Covertcoats mit Passe. • . Covertcoats prima prima. Tuchmäntel farbig. · • • Regenmäntel wetterfest. . . 1100.950.550.. Kostüme alle Farben, tadelloser Sitz 1100.Kleider, Blusen u. Röcke in allen Preislagen u. Farben Korb- u. Rohrmöbel Eig. Fabrik, stets hervorrag. Neuh. Gr. Ausw. Bill. Preise. Edmund Voß, BIn- Neukölln Gold Patel Neukon Anti Korsettel Reparatur sämtl. Korbwaren renomm. Restehaus renomm. Reste inDamen- Mantelstoff..Tuchen Affenhaut, Covercoats, Homespun, Kostümstoffe, Kammgarne, Gabar. dine, sear bili. Kleider, Mantel- und Putter- Selden in vielen Farben für Herren und Knaben Reste in Anzug und Paletotstoffen Mänteln, Kostümen und Röcken Gelegenheitskäufe in modernen Paul Karle O 34, Warschauer Straße 79 Deutsche Hut- Comp. Neukölln Hermannstr. 42/43 schräg vis- à- vis der Kindl- Brauerei Wer schnell kauft, spart Geld, denn die Preise steigen weiter! 8ur Frühjahrs- Saison empfehlen wir unsere reiche Auswahl in: Oberhemden. Hüten, Krawatten, Unterwäsche, Socken und Hosenträgern! Bitte beachten Sie unsere drei Schaufenster! Stoffe für Herren und Damen feinste Qualitäten Zahn- Atelier H.Knapp vorm. Feuker Albert Walkhoff, Neue Königstr. 54 Sprechstunden 9-1.- 6, Sonntags 10-12 Kottbuser Damm 70/71 Telephon: Mpl. 7827 am Alexanderplatz Vorzeiger erhält 5 Proz. Rabatt. Dielenmöbel, weiße. Engros- Export. Girndt, Heukölln, Anzengruberstr. 2. Teilzahlung! Garderobe für Damen, Herren und Burschen sehr preiswert infolge großer, alter Lagerbestände bei hequemen Ratenzahlungen H. Tyra& Co. Berlin, Beusselstr. 20 Zeitungspapier! gebündelt. Kg 5, Haus- Weinlumpen! flaschen! Sobe Pretie Weserstraße 178 Blaggejchäft! Kein Laden Silber- aus la Stoffen u. in all. Preislagen Fernior: Reutölln 281: Platin, Brillanten tc empfiehlt allerhöch te Tage pre se! Korsett- Fabrik Rich. Neeke C. Käferle, Jeweller Frankfurter Allee 276 Nähe Ringbahnhot Fahrgeld wird vergütet! Willst du preiswert 1 Gesch.: Berl.- Karisho st, Tieskow- A lee 99 B.- Lichtenbg., Neue Bahnhofstr. 36 2. 3. 124Bz Berl., Kommandantenstr.23 Ecke Alte Jakobstraße Gehr preiswerte Hosen Herrenunterwäsche kaufen, mußt zu Hosen- Anders laufen. A. Anders Beusselstr. 25 Gardinen!! Sonderangebote u. Gelegenheitskäufe in Resten Stores, Bettdecken Madras- und Künstlergardinen Spez.- Gardinenwerkstatt Neukölln, Bergstr.67 am Ringbahnhof. empfiehlt Strumpfhaus ,, Werba" Berlin Hotibujer Damm 72 Ecke Lenaustraße Korbmöbel für Gär en, Baikone Wohnzimmer i mode: ner u.dauerhafter Ausführung Korbsessel Große Auswahl. Besichtigung erbeten Heinrich Kaese Aoro u.Rohrmöbelfabr. Neukölln, BerlinerStr.8% Quergeb pt. Kein Lad.) Dirndlstoffe baumw Mouffeline Boile in aparien Neuheiten Prima Covercoats und Garbadine Macco- Hosen u. Einfag gemden G.rümpfe Schürzen/ Taschen tücher Stickereien usw. Große Auswahl n Damen- a Kinderhüten bef. preiswer.! Ella Dehmel, Neukölln Niemegstr. 9. Näe Richardvlag Neue Bücher über Schule und Erziehung Konrad Haentfch: Neue Bahnen der Kulturpolitik Preis: 20 Mk. Joh Hoffmann: Schule und Lehrer in der Reichsverfaffung Ein Kommentar Preis: br. 10 Mk. geb 15 Mk. Fritz Karlen: Die Schule der werdenden Gefeilfchaft Preis: 10 Mk. Buchhandlung VORWÄRTS Berlin SW 68 Lindenftr. 3 Special für feine Sediegene Reiseartikel Maßkorsetts und Reparaturen, Fr. L. Bungartz, Neukölln, Boddinstr.31. Fer pr. Neuk. 2354 KUPFER und sämil. Altmetalle Gold-, Silber- Bruch kauft zuEngrospreisen Metallankauf Pucklerstr. 5 an der Köpenicker Str. Fahr e dvergütung StoffResteHaus A. M. Steinhardt 18 Kottbuserdamm 18 Neuheiten für Kostüme, Kleider u. Ulster Covercoats in 10 Farben Reste für HerrenAnzüge u. Schlüpfer Friedens- Qualitäten Billige Preise Bettwäsche zu Fabritpreisen! Damenhemden, Handtilch., Ticht., Schürzen! Ausschneiden! HasenEckebreentheide 93 Metallbetien Stahlmatray:, Kinderbett, oir.an Priv. Ratal. 30Afr. Eisenmöbelf. Suhl( Th.) 7 acschaft Lederwaren legante Bamentaschen Friedr. Panned Sattlermeister Keukölln, Bergstr. 135( the Rosenstr.) Noch sehr Achtung! preiswert Achtung! Oberhemden, Leinenwäsche, Sportwäsche, Einsetz- u. Normalhemden, Strumpf und Wollwaren. moderne Krawatten Spez.: Dauerwäsche J. Altberg Neukölln, Bergstr. 155 Fil.: Berlin, Oranienstr. 199 Grosse Extra- Verkaufstage von Waschstoffen!! Beginn am 3. Osterfeiertag Außerdem: Herrenstoffe, Damen Kleiderstoffe, Seidenstoffe, Sammete, Wäschestoffe, Leinen- u. Baumwollwaren Anzahlungen gestattet! Anzahlungen gestattet! BERLIN SO 36 HANS PRANGE Wiener Str. 15 Telephon: Moritzplatz 7443 Am Görlitzer Bahnhof. Hochbahnstat. Oranienstraße. Straßenbahnlinien: 10, 11, 12, 16, 18, 22, 32, 91, 93, 94, 98, 116